Mnterhaltungsblatt des Horwäris Nr. 48. Freitag, den 8. März� 1901 (Nachdruck verboten). 6] Div bunke Neihe. Berliner Roman. Von Fritz Mauthner. IV. „Nu is jut," rief Hilde fo laut, daß es Fräulein Rehmond draußen Wohl noch hören konnte.„Nu können wir singen Unter uns is kccner mang, der nicht mang uns mang gehört. und nu, Manne, mußt Du'mal was erzählen. Denken Sie nur, gnädige Frau, seit Weihnachten, seit Sie es ihm in den Kopf gesetzt haben, arbeitet er an einem Stücke und hat uns nie die Geschichte erzählt. Und Stücke haben doch immer so schöne Geschichten. Nur daß der olle Solomon drin vor kommt, der jüdische König und andre Juden und die Königin von Saba. Ich glaube, das ist das einzige Christenmensch im ganzen Stück." Bohrmann hatte seinen Jungen auf den Schoß genommen und tätschelte ihm heimlich die Wangen, wie ein gutmütiger Reitknecht heimlich den Ganl liebkost, den der dumme Herr zu Schanden geschlagen hat. „Du irrst. Hilde," sagte er.„zur Zeit des weisen Salomo konnte es nicht gut Christennienschen geben, das war ja. hm... viele... hm, lange Zeit vor Christi Geburt." „Willst Du nur wieder meine Unbildung vorwerfen?. Er ist so furchtbar launisch geworden. Es ist auch keine Kleinigkeit, den ganzen Tag den dreckigen Jungens Unterricht geben rmd Hefte korrigieren und sich dann die halbe Nacht nbmarachen mit einem Stück so in Versen und ohne Reime: das ist nämlich noch schwerer. Ich habe feinet wegen auch jeden Monat für'n Thaler Patzenhofer kommen lassen müssen... entschuldigen Sic, gnädige Frau, aber Ihrem Mann sein Bier, das geht so ins Blut und es hat auch nur dreißig für'n Thaler, vom Patzenhofer kriegt man sechsunddreißig Flaschen ohne Pfand. Und werden Sie ei glauben? Alle sechsunddreißig hat er im Monat allein aus getrunken. Nicht wahr, Lenchen, fast alle? Dann der viele schwarze Kaffee, von dem guten, zu zwölf Groschen, ge- bräunt. Wie oft hat er noch nm Mitternacht nach Kaffee geschrien." „Geschrien wohl nicht, liebes Kind." sagte Bohruiann. „Sehen Sie, so ist er imnier. Mich aus dem besten Schlaf ivecken, sich haben und sagen: Bist Du noch wach, liebes Kiird? Da könntest Du wohl so freundlich sein. das nennt er nicht schreien! Wo er doch dabei hinter der Thür von die Hinterstube gestanden hat, wo ich mit die Kinder schlafe. Hineingetraut hat er sich ja nicht l... Ja, ja, es war eine harte Zeit für mich. Ich bin nur froh, daß ich durch bin damit." Es wurde ordentlich behaglich in der Stube, als Hilde so ihre Zufriedenheit äußerte. Bohrmann streichelte dem Jungen ganz offen die Wangen, und Siegsried faßte Mut. „Papa", sagte er,„wenn Du fertig bist, hast Du mir ein Schankelpferd versprochen." „Auf Stcmpelpapier," sagte Hilde höhnisch. Mascha bat nm eine Gunst. Ob sie dem lieben Kleinen das Schaukelpferd nicht schenken dürfe. „Ja doch." rief Bohnnann,„Sie dürfen alles, und heute möchte ich alle Welt glücklich sehen, und besonders Siegfried für das Buchst... Es glitt wie ein Schatten über Bohrnianns Züge. Mascha wendete sich an Lenchen. Sie dürfe natürlich nicht dem Jungen allein etwas schenken; Lenchen solle sich auch ettvas wünschen. „Ich habe schpn etwas, Tante Mascha. Mama hat mir den schönen Handschuhkasten geschenkt. Ohne Handschuhe." „Dann möchtest Du also ein paar Handschuhe haben, kleine Kröte? Glace?" Lenchen wurde rot bis unter die Haarspitzen.„Wenn Mama es erlaubt. Aber gebettelt habe ich gewiß nicht." „Mama wird schon erlauben." sagte Mascha obenhin. „Warum nicht?" rief Hilde und blickte zerstreut vor sich hin.„Die Kinder werden sich schon bedanken." „Wir mich, liebes Kind." „Ich nicht," erwiderte Hilde fest.„Mir geht nämlich im Kopfe herum, waS Sie mir vorhin gelehrt haben, gnädige Frau. Und ich sage Ihnen: Selbstessen macht fett. Wenn ich mich bedanken soll, so muß ich selbst was kriegen. In der Schule, da war ich nicht fleißig, und darum pfeife ich auch drauf, wenn Lenchen nachbleiben muß.. „Aber Hilde I" rief Bohrmann verweisend. „Quatsch. Einen guten Kopf habe ich doch. Was sie braucht, wird sie später lernen. Ich habe später sehr viel gelernt... eben jetzt erst von ihr... von Frau Mascha... und die gnädige Frau wird sehen, wie gut ich auffassen kann. Sie hat mir vorhin was gesagt, das sitzt fest und wird sich immer fester setzen." Es entstand eine Pause. Dann sagte Bohrmann: «Und so will ich Euch allen ein Geschenk machen. Ich werde Euch den eben beendeten letzten Akt vorlesen." „Gerade heute?" fragte Hilde.„An mir liegt Dir ja doch nichts. Ich»miß auch zu»neiner Cousine, die ist seit ihrem kleinen Kinde immer noch nicht ganz auf Posten. Lenchen nehme ich mit. Wenn Du durchaus»villst, kannst Du ja der gnädigen Frau und Siegfried vorlesen." „Ich will mein Schaukelpferd l" Mascha schlug vor, wenn Frau Bohnnann nun doch einmal fortgehen»nüffe, die kleinen Geschenke für die Kinder gleich zu besorgen. „Sie werden das besser auszusuchen wissen, liebste Frau Hilde." ,.Da>»n will ich auch»nit I" schrie Siegfried. „Ja, Mama," bettelte Lenchen. „Warum nicht?" sagte Hilde.„Wenn»nan nur erst weiß, was man anlegen soll." „Was es eben kostet," sagte Mascha.„Dal Und suchen Sie etwas Hübsches aus. Es»nuß ja nicht gleich lvie für Prinzen sein." „Muß es auch nicht, und nu, Kinder, bedankt Eilch schön, und Sie. gnädige Frau, bleiben hier, damit er wen zum Vorlesen hat. Und lvenn Sie sich graulen, so holen Sie sich die Reymond hcreii», die wird sich auch die Finger danach lecken. Die eigne Frau, die ist für so»vas nicht. Die hat immer zu viel Sorgen. Und auswendig kann ich es schon vor- und rückwärts... das heißt, ich meine... die paar Stellen, die er vorgelesen hat." Bohrmam»»vendete sich mit ein paar unsicheren Worten an Mascha: „Das hohe Glück... wenn Sie es nicht unpassend fänden... aber eigentlich»väre die eigne Frau..." Aber schon rief Hilde aus der Küche: „Lene, wo hast Du schon»vieder nicine Hutiradel hin- gethan? Verdammte Jöhre l Vorhin habe ich sie auf der Maschine gesehen! Nein, ganz bestimmt, vorhin beim Kochen. ... Richtig,»vieder auf dein Boden... Laff' gut sein, Lenchen, ich glaubte schon... Herr Gott, da»väre ich bei- nahe ohne Strümpfe fortgegangen! Es schwitzt»nir aber mich zu sehr." Noch ein kurzer, heftiger Streit»nit Lene, die erst ihr rosa Zopfband cinflechten wollte, noch ein Puff für Siegfried, dessen Mütze seit gestern ein neues Loch aufwies, ein kurzer Gruß für ihren Mann, eine halb steife, halb freundschaftliche Verbeugung für Mascha, und Hilde verließ die Wohnung. Sie hatte einen kleinen, nicht mehr ganz sauberen Strohhut mit neuen gelben Rosen aufgesetzt. V. „Ihre Frau hat eigentlich reck)!," begann Mascha, nach- dem sie ein Weilchen an der Thür gelauscht hatte.„Es fehlt hier ein Sofa." „Wenn Sie erlauben, gnädige Frau, hole ich meinen Lehustuhl. Ii» ihm sitzend, habe ich mein Werk geschaffen, in ihm thnmend, sollen Sie es jetzt hören." Bohnnann öffnete die Thür zu semcm Schlaf-»»nd Arbeits- zimiuer und»vollte, erschreckt,»nit ausgestreckten Armen Mascha hindern, ih»n zu folgen. Sie aber»vischte unter seincin rechten Arme durch, und da saß sie auch schon vor seinem «über geordneten Tisch. einem einfachen Möbel von gestrichenem Fichtenholz, in scinein Arbcitsseffel, einem alt- »nodischen Lchnsttrhle mit steilen Rücken- und Armlehnen: der Stuhl»var mit einem mehrfach zerrissenen baumwollenen Stoffe überzogen. — Ii „Einen richtigen Großvaterstuhl anstatt eines SofaS! Häusel, Hansel I" Sie sprang auf und untersuchte den Lehn- stuhl. Ihr Hütchen und ihre Handschuhe warf sie auf den Sitz und bohrte die Finger lachend in die Risse.„Richtig, Roßhaar! Also aus der Zeit, wo der Großvater die Groß- mutier nahm." Alles nahm sie in die Hand. Die Schulhefte, seine bunt- gestickte Schreibmappe, die Tintenflasche, die als Tintenfaß diente, und die verschiedenen Federhalter, die für die ver- schiedene Stimmung bereit lagen: Schulfederhalter, eine Adlerfeder, zwei Halter mit Inschriften, einer aus nachgemachtem Elfenbein und einer aus Aluminium. „Stachelschweinborste fehlt Ihnen l Ich will Ihnen welche Verschaffen... was haben Sie auf einmal?" Bohrmann glotzte sie an. Er konnte ihr doch unmöglich sagen, was ihm Plötzlich durch den Kopf schoß. Vor Wochen, als er zum erstenmale bei ihr den unan- genehmen Assessor getroffen hatte, ihren Vetter Felix, da hatte dieser Herr die schöne und edle Mascha eine Circe ge- nannt. Bohrmann hatte, mehr um seine Kenntnisse zu zeigen, als weil er an eine ernste Beleidigung glaubte, geant- wortet; ein edles Weib dürfe man auch nicht um der Schmeichelei willen eine Circe nennen, denn Circe oder Kirke sei eine Zauberin gewesen und habe alle Männer in Schweine verwandelt. Der angenehme Vetter hatte gelacht und Mascha auch, gerade wie jetzt eben. (Fortsetzung folgt.) LtÄkuvtviNcnfchaftlicho Meberficht. Von Curt Grotte ivitz. Im Vergleich zu andren Weltkörpern wie klein ist doch Mutter Erde I Ader für den Menschen ist fie riesengroß trotz aller Technik, Eisendahnen, Schiffsverkehrs und Kabels, die zwar den ganzen Planeten umspannen, aber doch nicht wie ein Netz, sondern nur als winzige einzelne Ketten von höchstens ein paar Metern Breite. Wenn man nur das Festland berücksichtigt, so hat sich gewiß der Mensch in dem letzten halben Jahrhundert redlich bemüht, es geistig in seine Gewalt zu bekommen. Ader selbst hier noch klaffende Lücken, sogar weite, total unbekannte Gebiete wie in Centralafrika und im centralen Asien, am Nordpol und ganz besonders am Südpol. Hier ist noch ein Stück unsres Planeten von der Größe des halben Afrika nie von eines Menschen Fuß betretet, worden. Es ist möglich, sogar wahrscheinlich, daß dieses unbekannte Erdterrain zuin weitaus größten Teile vom Occan bedeckt und daß es daruni geographisch weniger interessant ist. Aber eine Menge»aturivissenschnftlicher tragen knüpfen sich doch an dieses Gebiet, das den andren Pol der rde bildet. So könnte der Südpolarraum manchen wichtigen Auf- schlnß geben über die Geschichte unsreS Pinnelen selbst. Gab es hier eine Eiszeit, welche ihre Eisberge und Gletscher noch ivciter vor- schickte als heutzutage, und wenn es eine gab, in welchem zeitlichen und kausalen Berbältnis steht sie zu der Glacialperiode der nördlichen Halbkugel? lind welchen Anteil hat sonst das südpolare Gebiet in viel früheren Epochen an der Oberflächen- gestaltung, an der Formung von Tieren und Pflanzen unsrer Erde genommen? Diese Fragen werden auch in dem jüngst erschienenen Prachtwerke Chuns„Aus den Tiefen deS Weltmeers" gestreift, der hier neben sehr interessanten Naturschllderinigen über die hänpt- fächlichsten Ergebnisse der deutschen Ticfsce-Expedilion berichtet. Man nimmt im allgemeinen an. daß früher die Vergletscheriing der südlichen Halbkugel viel intensiver gewesen sei. Ivo zwar unter bv Grad Breite, z. B. auf den Kerguelen-Jnseln ffüdlich vom Kap der guten Hoffnung) noch mächtige Gletscher vorhanden, aber doch Spuren von noch mächtigeren nachweisbar sind. Nun hat sich aber dieses Jnselgcbiet unzweifelhaft gesenkt, lvie aus dem fjord- artigen Charakter der Küsten und dem Vorhandensein zahl- reicher Klippen nahe der Hauptinsel zu schließen ist. Ehemals lag also das Land höher über dem Meeresspiegel, es war also kühler und die Ausdehnung der Gletscher konnte daher eine größere sein. Danach wäre also die Annahme einer Eiszeit nicht erforder- lich. Indes hat doch die deutsche Tiefsee-Expedition ein andres wichtiges Argunient gefunden, das für eine größere Verglelschenmg der südlichen Halbkugel spricht. Sie entdeckte nämlich auf der nur wenig südlich vom Kaplnud gelegenen unterseeischen Agulhas-Bank eine sogenannte Reliktenfauna, das heißt eine Tierwelt, die antarktische Formen enthält, obwohl die Bank heute von einem warmen Strome überflutet wird. Daß aber die Eiszeit der SLdhalbkugel einen so großen Einfluß auf die Verteilung der Tier- und Pflanzenwelt und auf die Ge- staltung der ganzen Bodenoberfläche gehabt habe, wie die nordische Glacialzeit, ist sehr wenig wahrscheinlich. Die autarktischen Lebe- Wesen zeigen große verwandtschaftliche Beziehungen zu südamerikani- fchen und südafrikanischen Formen, während diese wieder durch neu- zeitliche oder fossile Bindeglieder sich an die Pflanzen und Tiere der «ördlichen Halbkugel anschließen. Das südpolare Gebiet war also kein EntstehungSberd von Lebewesen in dem Simie, wie es das nordpolare gewesen ist. Das lag zum großen Teil daran, daß die südliche Halbkugel außerordentlich wasserreich ist und die Kontinente fast nur in schmalen Spitzen bis zum SS. tSüdamerika), oder gar nur bis zun, 40.nit ihrer niannigfachen zarten Lyrik Ivürde ein aller Aufmerksamkeit wertes Kunsttverk sein, wenn ihr Grundzug nicht so unerbittlich leiermäßig, so wienerisch tanzmäßig und so wohlbekannt wäre. Schon die Ouvertüre zeigt, wie wenig von einem Ehrgeiz der Originalität der Komponist hat; die wirksame Stelle:.Erst wenns ganz duster ist", erinnert etivas gar stark an das:„Stockfinster war die Nacht" im „Kleine» Herzog" u. dergl. in. Die Komposition stammt von Heinrich Platzbecker, dessen freilich tiefer stehenden„Brautvater" Ivir vor 3—4 Monaten im Cenlraltheater gehört; den Text hat der Komponist zusammen mit Adele Osterloh gearbeitet. Die Aufsührung entfaltete nun freilich nicht so viel Temperanieut, wie diesem jedenfalls darauf angewiesenen Stück gebührt, und die knnstvollen Gruppierungen, welche die Regie heransbraebte, sollten nicht durch kleine Nachlässig« kcite» gestört sein, wie denn überhaupt das Ganze noch etwas»n- fertig schien. Zu den bekannten Kräfte» des Theaters gesellte sich in der wichtigen Rolle der Zofe Gcmma Frl. Pauline Linda als Gast vom Stadt-Theater in Leipzig und zwar durchaus� vor- züglich. Die Hauptrolle, die Herzogin Angiolina, war in Händen von Frl. Lncie Engelke und wurde von ihr jedenfalls so ge« geben, daß die Sängerin sich wieder einer weiteren Beachtmig würdig erwies. Doch noch einmal fei es ihr nnd noch deutlicher gesagt: zur Bühnenkünstlerschaft, zumal für die Operelte, muß man den Teufel im Leib haben; die Vorzüge eines Engels, mit denen daS Schicksal diese Künstlerin begabt hat, reichen dazu noch nicht aus und verpflichten ihre Trägerin erst recht zu reichlicheren Leistungen. Einen gründlichen Kurs in Mimik durchzumachen, ist das mindeste, was ihr zn raten wäre.— sz. Völkerkunde. — In einem Briefe an die Londoner geographische Gesellschaft beschreibt der britische Kommisiar für Uganda, Sir Harry Johnston, eine Reise. die ihn Mitte vorigen Jahrs in den central- afrikanischen Urivald westlich deS Scmliki führte. Er hat dabei mehrere Niederlassungen der Zwerge zwischen Semliki und Jtnri besucht, die kleinen Leute photographiert und ge- messen. Seine Beschreibung wiederholt zum Teil Bekanntes, enthält aber auch einige neue Bemerkungen über die Zwerge. So kam Johnston. wie schon früher Stanley, zu der Ueberzengnng, daß es dort zlvei durch ihre Hantfarbe verschiedene Zwergtype» giebt, nnd zwar sind die Individuen der einen Art schwarz mit einer Menge harter, gekräuselter Haare auf dein Leibe, die der andren rot« oder gelb- häutig nüt rötlichem Kopf- und gelbgraue» Körperhaare». Be« sonders die Zwerge jugendlichen Alters hatten gänzlich haarbedcckte Körper und die Frauen häufig deutliche Bärte. Diese Behaarung der Pygmäen ist zwar schon in früheren Beschreibungen erwähnt worden, doch heben sie Johnston und andre neuere Reisende Notizen. — E m a n u e l Reicher hat nun doch seinen Vertrag mit dem Deutschen Theater, das er mit Ablauf dieser Saison verläßt, gelöst.— —„Der kommende Mann", ein Scharrspicl von Carry Brachvogel nnd Oskar M h s i n g, ist vom Schauspiel- Hanse zur Aufführung noch für diese Saison angenommen worden.— — Philipp L a n g m a n n arbeitet gegenwärtig an einer bürgerlichen T r i l o g i e, die in folgende Teile zerfällt: 1. Die Leute von Landeck. 2. Die Herzmarke. 3. Die Hütte.— — Zn dem Konzert der Wag»er- Vereine sam ll. März) findet die öffentliche Generalprobe am 10. März, vormittags, in der Philharmonie statt. Unter Leitung von Dr. Muck wird Beethovens nennte Sinfonie nnd dritter Akt ans Wagners„Parsifal" aufgeführt. Solisten find die Dörmen Dietrich nnd Geller-Wolter, die Herren Giüniirg, Perron. Dr. Kraus.— — Glucks„Iphigenie in T a u r i S". in der Bearbeitung von Richard Strauß, wird demnächst im Stuttgarter Hof- theater aufgeführt werde».— — Mit der großen Berliner KiinstauSstelluiig 1901 soll eine Deutsche Architekt» r-Ausstellniig ver- buudeu tverden.— — In dem vom 5iunstverein für Rheinland und Westfalen eröffneten Wettbewerb um die Ausschmückung des Giebelfeldes über dem Hanptportal des« c n c n R u n st- a u S st e l l u n g s g e b ä n d e s zu Düsseldorf wurde der Ent- Wurf des Dortmunder Bildhauers Karl Heinz Müller mit einigen Abänderinigen zur Anösiihnmg bestimmt. Der Geldpreis von 1000 M. wurde dem Kölner Bildhauer Franz D o r r e n b a ch, der von 500 M. dem Dortmunder Bildhauer Joses H a m in e r s ch ni i d t zuerkannt.— — Eine Bogelwarte ist von der Deutschen Oniithokogisckien Gesellschaft mit Unterstützung des Kultus- und des LaiidivirtjcheiftS- Ministeriums in Rossitte u auf der kurischen Nehrung errichtet ivorden.— Bücher-Einkauf. — Fritz:„Fabeln und Märchen fürKitider de? neuen Jahrhunderts." Genf. Ch. Eggimanu n. Co.— — Maxim G o r ki:„Verlorene Leute". Erzählnngen, deutsch von A. Scholz. Berlin. Bruno und Paul Casfirer.— — AngnsteGroner:„Das Pharaonenarinband". Kriminalnovelle. Stuttgart und Leipzig. Deutsche BerlagSanftakt. Preis 50 Pf.— — August N i e m a n n:„Zwei Franc n". Roman. 2. Auflage. Dresden und Leipzig. E. Piersons Verlag. Preis 2 Mark.— — Gustav a f Geijerstam:«Ans der letzten Schär e". Roman. Aus dem Schwedischen übersetzt von Franzis Maro. Stuttgart und Leipzig. Deutsche Verlngs-Anstalt. Preis 50 Pf.— — Paul R e m a r:„Osterglocke n." Schauspiel. Berlin nnd Leipzig. Schuster und Loeffler.' Dr. Arthur Pfung st:„Ein deutscher Buddhist." Biographische Skizze. Stuttgart. Fr. FrommamiS Verlag. Preis 75 Pf.— — Johann Lacmeister:„DaS Bücher-Syndikat." Eine Neugeftaltuiig des deutschen Buch-, Kniist- und Mnfikalien- Handels für das In« und Ausland. Zürich. Müller u. Zeller.— Die nächste Nummer des llnterhaltimgsblattö erscheint am Sonntag, den 10. März. Verantwortlicher Nedactenr: Heinrich Ttritbel in Berlin. Druck nnd Verlag von Max Bading in Berlin.