Nr. 230. Abonnements Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft BeitungsPreisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 194. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolone geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508, Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 1. Oftober 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. fort wurden zahllose neue Waggonfabriken errichtet. Selbst schaftlichem Gebiete zu sprechen, so ist es die nunmehr in große Eisenwerke, wie die Laurahütte und andere errichteten den Erscheinungen der Ueberproduktion oder der VerbandsAbteilungen für den Wagenbau. Nicht weniger als 18 neue willfür zu Tage tretende Unfähigkeit, Ordnung im eigenen Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Etablissements sind im Verlaufe weniger Jahre zu den alten Hause zu halten und für eine stetige und ständige Behinzugekommen. Inzwischen ist aber der vorübergehend so schäftigung der Arbeiterklasse zu sorgen. ,, Dorwärts" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt". = Politische Webersicht. Berlin, den 30. September. Der Konservativ- Miquelsche Handelsvertrag. Die agrarische Presse ist beglückt und gesättigt. Barte Minnelieder, süße Serenaden flingen zu den Fenstern des Finanzministers empor. starfe Bedarf an Wagen beträchtlich zurückgegangen, und es war vorauszusehen, daß die nunmehr bestehenden Fabriken sich bald um die Aufträge reißen, sich gegenseitig unterbieten würden. Das ist denn nun auch eingetreten. Als kürzlich 5000 preußische Güterwagen in Lieferung vergeben wurden, machte die Norddeutsche Wagenbau Vereinigung, welche die größten und älteren Etablissements umfaßt, die Im Unterhaltungsblatt beginnen wir am 1. Oftober mit dem nämliche niedrige Offerte, wie sie auf Grund der Abdruck eines ergreifenden, psychologischen Romans Rohmaterialpreise des Vorjahres abgegeben wurde, heute aber, nachdem die Preise für Eisen, Stahl und Holz ganz Es ist kein Zweifel, daß Miquel den Konservativen Zu beträchtlich gestiegen sind, äußerst unerwartet kam und den sicherungen gemacht hat, mit denen sie zufrieden sein können. Beweis erbrachte, daß die flotte Zeit in der Wagenbau In- Nach der anderen Seite hat Miquel offenbar die Verpflichtung dustrie schon einem bedenklichen Stadium gegenseitiger Kon- übernommen, daß ihm die schwere Aufgabe gelingen werde, furrenz gewichen sein mußte. die Konservativen zum Kanal zu befehren, ja er wird die Hanna Bon Peter Egge. Für Berlin nehmen sämtliche Zeitungsspediteure fowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. Auch verschiedene Zweige der Textilindustrie leiden Schwierigkeiten dieser Bekehrung geflissentlich höher bewerten, schon oder noch an den Folgen der Ueberzeugung, so vor als sie ihm selbst in Wirklichkeit erscheinen. Wenn dann eines Für außerhalb nehmen sämtliche Bostanstalten Be- allen die Vigognespinnereien und die Jutefabritation. Tages die Konservativen thatsächlich für den Sanal gewonnen stellungen zum Preise von 3 Mart 30 Pfennig für die Monate Oktober, November, Dezember entgegen.( Eingetragen ist der„ Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste Die Redaktion des Vorwärts". unter Nr. 7820.) " Winteraussichten. Es wird uns geschrieben: " als In Fachkreisen ist ist man sich sich einig darüber, daß sind, wird Herr v. Miquel als der große Herenmeister der eine beträchtliche Zahl von Vigognespinnereien ihren Politik bewundert und belohnt werden. Betrieb einzustellen haben, soll das Gewerbe wieder In Wahrheit ist das Versöhnungskunststück nicht gar so einigermaßen in die Höhe kommen, d. h. ein Teil der in der schwierig. Herr v. Miquel weiß ja am besten, daß die Bigognespinnerei beschäftigten Arbeiter muß aufs Pflaster ge- Konservativen keineswegs wirkliche Gegner des Kanals worfen werden. Versuche, dies zu vermeiden und mit sind. Er weiß es ebenso gut, wie wir es von Anfang an Betriebseinschränkungen durchzukommen, sind bis jetzt bei der gewußt haben, daß die Agrarier nur im Augenblick dem Verschiedenartigkeit der Interessen der Vigognespinner miß- Projekt widerstrebten, weil sie es als Stompensationsobjekt für Iungen. Selbst wenn sie aber noch gelingen sollten, be- die Handelsverträge und zur Durchsetzung eines höheren deutet selbst dieser Erfolg eben noch nichts anderes Getreidezolls sich für spätere Zeit reservieren wollten. Es verminderte Beschäftigung und berminderter Ver- fam also lediglich darauf an, die Kanalangelegenheit bis zum dienst zahlreicher Textilarbeiter. Die Jutefabrikation Beginn der neuen Handelsvertrags- Verhandlungen zu verist, wie schon früher, auch gegenwärtig durch die schieben. Die deutschen Unternehmer zerbrechen sich die Köpfe, wie Gefahr der Ueberproduktion bedroht. Enorme Ver- Wir denken, daß im Laufe des nächsten Jahres nicht die sie den vorwärtsstrebenden Teil der Arbeiter, die sich an- größerungen der Produktion in den letzten 2 Jahren haben ganze Kanalvorlage vorgelegt werden wird, sondern nur die maßen, für ihre Klasse einen höheren Anteil an den fast eine Verdoppelung der Erzeugung in 10 Jahren zuwege Teilstrecke des Dortmund Rhein- Stanals; die werden die Erträgen unserer Produktion zu beanspruchen, durch ein Zucht- gebracht. Während man im Jahre 1889 78 226 Spindeln Konservativen dann gern bewilligen. Wieder ein Jahr später hausgesetz fesseln können. In der Jagd nach diesem Ziel und 3558 Webstühle in der deutschen Jutefabrikation zählte, fommt der Mittelland- Kanal und dann ist man schon mitten bergessen sie aber ganz die Aufgabe, auf die sie in ihrem Stampfe werden in diesem Jahre 135 204 Spindeln und 6545 Web- in dem Kampf um die Handelsverträge und die Agrarier gegen jede selbständige Arbeiterbewegung stets pochen, daß sie stühle betrieben. Daß die Ueberproduktion bis jetzt noch werden dann die Konjunktur ausnüßen; kein höherer Zollallein und ausschließlich für die Beschäftigung der Arbeiter nicht eingetreten ist, rührt daher, daß sich die fein Kanal. Sorge tragen. Nur dadurch, daß sie sich als Arbeit- neueste Produktionsvermehrung nur sehr allmählich vollziehen Herr v. Miquel wird ungefähr man könnte das auch geber" aufspielen, haben sie in weiten Streifen der Oeffentlichkeit kann, weil einmal die englischen Maschinenlieferanten, die die Bedlitzsche Taktik nennen so operieren. Er sagt zu den manches Mal Erfolg mit ihren Anschauungen gegen die für indische Fabriken überhäuft beschäftigt sind, die Er- Agrariern:" Bewilligt nur ruhig den Teiltanal; das besänftigt selbständige Arbeiterbewegung. Nun will es aber der neckische zeugungsmaschinen nur nach und nach in kleinen Raten nach den Zorn gegen Euch und verpflichtet Euch zu nichts, als Zufall, daß durch die Folgen des wirtschaftlichen Aufschwungs Deutschland liefern können und weil seiner Zeit der Maschinen- später, wenn der Mittelland- Kanal nachfolgt, mit aller Energie der Beweis erbracht wird, wie wenig die Unternehmer fähig bauerstreik auch die langsame Lieferung nochmals unter- Eure Handelspolitischen Gegenforderungen geltend zu machen. sind, die Arbeiterklasse vor den Folgen der eigenen Sünden brochen hat. Na, an der Energie wirds Euch, wie ich denke, nicht fehlen." zu bewahren, wie verkehrt es ist, dem Unternehmertum auf Am schlimmsten sind aber in nächster Zeit Massen Natürlich finden die Agrarier dies Rezept sehr trefflich und wirtschaftlichem Gebiete die Alleinherrschaft zu lassen. Denn von Arbeitern in der Eisenindustrie vom Gespenst preisen ihren klugen Ratgeber. diese führt mit Notwendigkeit zu Ausschreitungen, die in Zeiten der Arbeitslosigkeit bedroht. Dieser schlimmste Fall ist Nach der anderen Seite aber spricht der Mann ungefähr des Aufschwungs mit Ueberproduktion ende und die Strife, um so charakteristischer, als die Schuld für die entstehende so:" Wollen wir es nicht mit den treuesten Stüßen von Thron für den Arbeiter, die Arbeitslosigkeit einleiten. Arbeitslosigkeit einem Unternehmerkartell zur Last fällt. Der Halb und Altar verderben, so müssen wir schrittweise vorgehen, wir Schon heute läßt sich für eine Reihe von Arbeiter zeug- Verband hat nämlich vor kurzem beschlossen, für das erste müssen die widerstrebenden Elemente allmählich, vorsichtig an fategorien die Prognose stellen, daß der kommen de Halbjahr 1900 den konsumierenden Werken vorerst nicht mehr den Gedanken gewöhnen. Fordern wir also zunächst den Winter eine bedeutende Arbeitslosigkeit als 34 Proz. auf vorgewalzte Blöcke, 37 Proz. auf Draht Dortmund Rhein Kanal; ich garantiere, man wird ihn be aufweisen wird. Und es ist bemerkenswert, daß teil- fnüppel und 50 roz. auf Platinen zuzuteilen. Es wurde willigen. Na, und wenn wir erst die Teilstrecke haben, so weise diese Arbeitslosigkeit direkt durch das Verhalten von Unter- in der Presse an den Beschluß zunächst die Folgerung geknüpft, müssen sie uns dann später das Ganze zugeben; das ist nehmerfoalitionen veranlaßt wird. Jahrelang hat man mun daß der Verbrauch an Halbzeug sich ganz beträchtlich vermehrt die einfache Konsequenz der ersten Bewilligung". im Kohlenbergbau, in der Eisen- und Maschinenindustrie, haben müsse, der Verband also deswegen nicht in der Lage ferner in einer Reihe weiterer Industriezweige Arbeiter nicht sei, dem Riesenbedarf zu genügen. Diese Schlußfolgerung ist genug heranholen fönnen. Das Geschäft blühte, reiche Er- aber mun, wie man aus den Kreisen des Halbzeugverbandes er träge wurden eingeheimst, da und dort fiel auch für die fährt, ganz und gar hinfällig. Es stellt sich vielmehr heraus, daß Arbeiter ein guter Brocken ab; nie aber fiel es dem der Halbzeugverband systematisch seit Jahren hingearbeitet hat, Unternehmertum ein, mit mit Rücksicht auf das spätere die Produktion an Halbzeug zu beschränken. Denn im zweiten Wohlergehen ihrer Arbeiter bei der Jagd nach dem Semester 1897 betrug die Produktion von Drahtfnüppeln Gelde sich Beschränkungen aufzuerlegen. Es wurden alte Unter- 25 000 Tonnen pro Monat. Im Jahre 1898 wurde diese nehmungen erweitert, neue Etablissements gegründet, alles mit Menge von dem Verband auf 22000 Tonnen reduziert. Die -st- Wien, 29. September. Rücksicht auf den augenblicklichen Gewinn, obwohl schon sehr Verbraucher von Halbzeug drängen nun darauf, daß für 1900 Nach achttägiger Dauer scheint nun die Krise ihrem Abfrüh vorauszusehen war, daß die vielen Neugründungen zu 33 000 Tonnen pro Monat geliefert würden; anstatt dessen schluß nahe zu kommen. Nachdem sich alle Wege als un einer Ueberproduktion führen mußten. Nun, da der Um- wird ihnen nun verkündet, daß sie nur 12 330 Tonnen gangbar erwiesen haben, ein Ministerium der Rechten so unschlag herankommt, muß die Nachteile in erster Linie nicht pro Monat geliefert erhalten sollen, d. h. die Lieferung der möglich ist wie eines der Linken oder eine Koalition zwischen das Unternehmertum, sondern in drückendster Form die Ar Stahlwerke an Halbzeug hat sich gegen 1897 um mehr als beiden, wird man zu der bewährten Krücke eines Beamten beiterklasse tragen. In einer Reihe von Gewerben muß die die Hälfte vermindert! Was ist die Folge eines solchen Ministeriums greifen. Zum Ministerpräsidenten ist Graf leberproduktion in absehbarer Zeit eintreten, in andern steht Beispiels von Verbandswillkür? Wie fast alle Drahtwerke Manfred Clary- Albringen ausersehen, der Statthalter sie unmittelbar bevor. erklären, wird es ihnen durch diese Haltung des Halbzeug- von Steiermark, und zwar er deshalb, weil abfolut kein anderer Ganz maßlos wurde in der Cementindustrie Verbandes unmöglich, ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, fie aufzutreiben war. Graf Clary ist ein vulgärer östreichischer gegründet; man spekulierte in den interessierten Finanz- müssen mindestens für drei bis vier Monate ihren Betrieb Beamter von mäßiger Begabung; nicht hervorragend im und Unternehmerkreisen schon vorzeitig auf das Mittel- still liegen lassen. Es ist kaum zu bezweifeln, daß im Guten, aber auch nicht im Schlechten. Er gilt als deutsch landskanal Projekt. Obwohl für die Cementindustrie eine ersten Semester 1900 in der Drahtindustrie Arbeiter- gesinnt, fofern und so weit das ein östreichischer Beamter sein Reihe von Konventionen bestehen, fonnten es diese entlassungen in großem Umfang in Aussicht fann. Steiermark verwaltet er ganz gut; allerdings sind dort doch nicht verhindern, daß außerhalb ihrer Ringe stehen. die Schwierigkeiten geringer als in anderen Ländern. Sein große Stonkurrenz Unternehmen emporwuchsen, die alle Sezen aber so erst an einzelnen Punkten unseres Bruder Carlos ist ein Parteigänger des extremſten Preisvereinbarungen über kurz oder lang zu Schanden Wirtschaftslebens sich faule Stellen an, dann macht sich ein Klerikalismus; beim Grafen Manfred ist die Frömmigkeit ins machen werden. Dann beginnt die Preisschleuderei und in Ueberangebot von Arbeitskräften bald weiter bemerkbar; bei Bureaukratische abgeblaßt. Das Ministerium Clary ist als Verbindung damit die Verdrängung der kleineren Betriebe, dem engen Zusammenhang einer Industrie mit der anderen furzfristiges Uebergangsministerium gedacht; es soll das die Brotlosmachung Hunderter von Arbeitern. Parlament in Gang bringen, um dann einer parlamentarjajen Die nämliche Aussicht droht den in der Waggon Regierung den Platz zu räumen, die, vom Centrum ausgehend, industrie beschäftigten Arbeitern. Infolge des ungemeinen die gemäßigten Elemente von rechts und links sammeln soll. Verkehrsaufschwunges waren die Staatsbahn- Verwaltungen geEs ist im Augenblick gewiß feiner anderen Regierung nötigt, große Bestellungen in Auftrag zu geben, die von den be- Diese Aussichten für den kommenden Winter verdanken möglich, aber das ändert nichts daran, daß diese Beamtenstehenden Waggonfabriken nicht in der verlangten Lieferzeit her aber die Arbeiter dem nämlichen Unternehmertum, das Herr regierung selbst eine Unmöglichkeit ist. Sie ist auch keine Regiegestellt werden konnten. Dazu kamen Aufträge von seiten der im eigenen Hause" bleiben und dazu das Zuchthausgeset rung, sie ist ein Versuchskaninchen. Die neue Regierung Kleinbahnen, Straßenbahnen und anderer Interessenten, die das bewilligt erhalten will. Wenn etwas geeignet ist, gegen eine will sofort die bielberujen en vragenverArbeitsquantum vorübergehend ganz enorm anhäuften. So- weitere Machtvermehrung der Unternehmerherrschaft auf wirt- lordnungen aufheben, und an ihr wie man erproben, # wächst dann die allgemeine Unsicherheit der Beschäftigung der Arbeiter wieder, die Arbeitslosigkeit breitet sich aus, und fein Arbeiter ist sicher, wie lange und zu welchem Lohne er seine Beschäftigung wird behalten können. Es gehört, im höheren Sinne des Wortes, feine übermäßige Slugheit dazu, einen solchen Handel auszutifteln und durchzuführen. Es bedarf nur der Schlauheit eines Marktverkäufers. Wieviel Erfolg man auch immer mit diesen kleinen Suiffen haben mag, vor der großen Geschichte sinkt der Schacher in nichts zusammen. Ein Beamten Ministerium. Bartei auf der Höhe der Zeit und die Berichte über den Stand der| Partei und ihre Thätigkeit gaben ein erfreuliches Bild. Eine ausführlichere Würdigung der Verhandlungen in Brünn werden wir in unserer nächsten Summer geben. Deutsches Reich. welche Wirkung diese Aufhebung nach sich ziehen wird. Auf eine geregeltere Arbeitsthätigkeit des Parlaments ist nicht zu hoffen und hofft man auch nicht; denn da diese mit der Verhandlung der Ausgleichsberordnungen beginnen müßte, so würde die Regierung fofort auf die Suche nach einer Majorität gedrängt werden, und der alte Stand der Rechten auf einer, der Linken auf der andern Seite wäre wieder im Nu da. Deshalb wird eine Regierung Ein Jubiläum. Ein Jahr ist's jetzt her, daß Berlin ohne berufen, die die durch die Sprachenverordnungen erzielte Oberbürgermeister ist. In dieser Zeit hat sich das Volk völlig an Milderung der Obstruktion benutzen soll, um rasch die Geseglosigkeit gewöhnt, und es hat wahrlich keinen Nachteil die Delegationswahlen durchzupressen und so die der davon, daß man seitens der Regierung ein solches Beispiel giebt. zeit größte Sorge der Krone zu zu bannen. Für die Der Autoritätsglauben feiert mit dem Oberbürgermeister gemeinsam nächste Entwicklung ist die Frage am wichtigsten, wie die Jubiläen seiner Batang. Die Rechte, speciell die jungczechische Partei, dieses sie beiseite schiebende Ministerium aufnehmen wird und ob sich die Jungczechen die Aufhebung der Sprachen verordnungen gefallen lassen werden. Nach unferem Dafürhalten ist es ganz unmöglich, daß die Jungczechen die brennende Ohrfeige, als dingungslose Aufhebung der Sprachenverordnungen für sie darstellt, ruhig hinnehmen können. Hat sich auch die Partei drei Jahre lang für diese nationale Konzeffion zeitung" folgende Botschaft: prostituiert, hat alle Schmach einer Regierungspartei des Badeni und Thun Thun auf sich genommen, und nun soll ihr der Preis für ihre Dienste an Oestreich ent zogen werden und in einer Form entzogen werden, die eine Demütigung ohnegleichen ist! Der Kaiser fühlt sehr wohl, daß die Aufhebung der Sprachenverordnungen ein Schlag gegen die Rechte, insbesondere gegen die Jungczechen ist, und er empfängt feit gestern unausgesett Politiker, bei denen er für das kommende Ministerium agitiert. Daß die Jungczechen sofort in Opposition stehen werden, ist sicher; ob sie auch Obstruktion zu treiben entschlossen sind, ist noch zweifelhaft. Aber weit ist es von der schärfsten Opposition zur Obstruktion ersichtlich nicht. Parlamentarisch wird das neue Ministerium ein Unikum sein. Es wird weder eine Opposition, noch eine Majorität haben, weil seine Lebensaufgabe die ist: nichts zu thun. Man ernennt in Oestreich eine Regierung heute zu dem ausschließlichen Zwecke, dem Abgeordnetenhauſe in einem günstigen Augenblicke die sonst ganz belanglofen Delegationswahlen abzulisten! Greller tann der östreichische Wirrwarr wohl nicht charakterisiert werden, als es durch das Versuchskaninchen- Ministerium geschieht. Wie die Neue Freie Presse" meldet, ist vorläufig über die Kabinettsbildung folgendermaßen verfügt: Graf Clary, Borsig und Ackerbauministerium; Körber, Inneres; Wittet, Eisenbahnen; Graf Welfersheimb, Landesverteidigung; Sektionschef Hartel, Leitung des Unterrichts; Sektionschef Stibral, Leitung des Handels; Sektionschef Klein übernimmt vermutlich die Leitung der Justiz; über das Ministerium der Finanzen ist noch nichts verfügt. Die Tölpel der agrarischen Reaktion suchen jetzt mit plumper Pfiffigkeit nachzuweisen, nicht die Konservativen, sondern gerade die liberalen Kanalfreunde seien daran schuld gewesen, daß die ganze Kanalvorlage im Abgeordnetenhaus scheiterte, ohne ein Stüd für das Herrenhaus zu retten. Muß man denn die Miquelsche Absicht so offen merken lassen? Das könnte mancherorts verstimmen. W " -t to offer me schulpflichtiger Kinder zu gewerblichen Zweden auch auf andere als die beispielsweise von mir angeführten Fälle, soweit es die örtlichen Verhältniffe erfordern, im Wege der Polizeiverordnung ausgedehnt werde." Wir würden diese Verfügung als eine erfreuliche bezeichnen, wenn sie an alle Polizeibehörden gerichtet wäre und nicht Aus. nahmen vom Berbot der verderblichen Kinderarbeit nach polizeilichem Belieben zuließe. Tartaren- Nachrichten. Die Germania" brachte unter dem 27. September folgendes Privat- Telegramm aus Köln: Der Ausstand der hiesigen Klempner und Installateure hat bereits bedauernswerte Ausschreitungen gezeitigt. Vor einem Geschäfte in der großen Neugaffe gerieten Streifende mit weiter arbeitenden Kollegen aneinander, wobei einer der Streikenden einem Streitbrecher einen Messerstich in den Hals versezte. Infolge dieser sowie mehrfach in der Stadt seitens der Streifpoften vorgekommenen Ausschreitungen werden einzelne Geschäfte durch Polizeiposten geschützt. Mehrere Aufständische sind verhaftet unter der Beschuldigung, Arbeitswillige durch Drohungen zur Niederlegung der Arbeit bestimmt zu haben. gehenerliche ehriebenber ganzen Räubergeschichte ist " unbedentende leicht verHierzu wird uns geſchrieben:" Dieſe Angaben find geradezu unBon Karborff von Laurahütte sendet der Deutschen Tages- nach genauen Nachforschungen als wahr übrig geblieben: Einer von den arbeitenden Klempnern geriet gegen Mitternacht, als er aus der Seit Monaten find, aus Anlaß der Behandlung der Mittel- Sneipe heimkehrte, in Streit. Dabei wurde er am landkanal Frage in den Berliner, Reuesten Mach- legt. Der„ Stich in den pals" ift weiter nichts als ein richten", an mich mehrfach Anfragen über meine Beziehungen Schramme. Der betreffende Klempner arbeitete am andern Morgen zu dieser Zeitung gerichtet worden, So lange die Möglichkeit gerade so wie sonst. Er weiß weder, in welcher Straße ihm die bestand, die frühere völlige Unabhängigkeit der vorzüglichen Leitung Schramme beigebracht wurde, noch behauptet er selber, daß dieses Blattes wiederherzustellen, welcher erst seit einem Jahre die fie von dieses Blattes wiederherzustellen, welcher erst seit einem Jahre die fie von Ausständigen verursacht sei. Die unwahren Angaben on Ausſtändigen verursacht fei. Die unwahren Angaben Konkurrenz eines anderen Faktors aufgenötigt war, glaubte ich, solche rühren von dem Arbeitgeber der Gesellen her. Ausschreitungen von Anfragen nicht beantworten zu sollen, um schwebende Berhandlungen Streifenden find überhaupt nicht vorgekommen und mir vor einem nicht zu stören. Jene von mir gehegten Hoffnungen haben heute jede Geschäft steht ein Schußmannsposten. Es find auch nicht mehrere Aussicht auf Erfüllung eingebüßt, und meine parlamentarische Aufständische" verhaftet worden; nur ein Streifposten, der sich und politische Vergangenheit verbieten mir, hiernach nicht legitimieren konnte, wurde durch einen Polizisten dem Polizeifernere Beziehungen zu den Berliner Neuesten Kommissar vorgeführt, der ihn sofort wieder entließ. Nachrichten" aufrecht zu erhalten. Wabnig, 28. September 1899. Wilhelm von Kardorff." die durch seine Vergangen Herr v. Sardorff hat Die Berliner Nenesten Nachrichten" werden sich mit Krupp, Schweinburg und dem Sohne von Zedlig trösten. Herr v. Kardorff hat aber hoffentlich keinen Honorarverlust aus dem Abbruch der Beziehungen zu erleiden. b Mit wem wird Herr v. Kardorff nun beit bedingten Beziehungen anknüpfen? nämlich eine Vergangenheit. worden. " 1 " " In einer anderen Notiz bringt die Germania" die Verfügung des Kölner Ober- Staatsanwalts an die Ersten Staatsanwälte mit den beiden gegenwärtigen Lohnbewegungen in Köln in Zusammens hang. Das ist eine freie Erfindung des Urhebers dieser Notiz; denn die Verfügung existierte schon, als die beiden Ausstände noch gar nicht begonnen hatten. " eg Internationaler Arbeiterschuh. Der Frage des Inter nationalen Arbeiterschutzes hat im laufenden Jahre, wie die Wiener Bol. Korr." mitteilt, das öst reichische Handelsamt eifrige Studien gewidmet. Namentlich soll sich der Handelsminister Herr Wenn man Agrarier ist. Ein Herr Schonly, 29 Jahre alt, v. Dipauli sehr für die Frage interessieren; diesem Umstand sei vordem Redacteur der Korrespondenz des Bundes der Landwirte, ist es zu danken, wenn in dieser Frage ein entscheidender Fortschritt erzum landwirtschaftlichen Attaché bei der deutschen Botschaft in Peters- zielt wurde. Wir müssen gestehen, an irgend einen Fortschritt, geschweige an burg mit einem Gehalt von 16 000 m. ernannt worden. Die liberalen Aengsterlinge beschwichtigen ihre Sorge über diesen einen entscheidenden" nach dieser Richtung nicht eher glauben zu Triumph der angeblich verfemten Agrarier niit der Behauptung, fönnen, bis wir etwas davon sehen. Seit dem kurzen Aufdie Stelle sei ihm schon vor der Kanalkrise in Aussicht gestelt flackern socialreformerischer Ideen im Jahre 1890 ist Int Deutschen Reiche wie in anderen Staaten recht still geworden; weder für den nationalen noch für den interWas Baffermann darf, darf noch nicht ein nationalliberaler nationalen Arbeiterschutz hat man mehr etwas übrig, desto mehr Federproletarier. Im Hinblick auf das Auftreten einiger national macht man in Arbeiter truz. Das Strohfeuer ist erloschen und so Der Parteitag der öftreichischen Socialdemokratie ist am liberaler Führer, wie z. B. Bassermanns und Hehls, gegen die hatte ja auch die Anregung der Schweizer Regierung, ein Inter Freitag geschlossen worden. Die Verhandlungen haben aufs neue Zuchthausvorlage glaubte der Redacteur der nationalliberalen nationales Bureau für Arbeiterschuß zu errichten, keinen Erfolg. Ob Wittener Zeitung", Hoppstädter, es auch ristieren zu die Regierungen, wenn die Anregung von Oestreich ausgeht, bewiesen, daß die Socialdemokratie auch in dem verrotteten Oestreich können, dem Zuge seines Herzens folgen zu dürfen. So veranstaltete mehr Entgegenkommen zeigen werden, bleibt abzuwarten. Wir haben diejenige Partei ist, auf der allein die Zukunft des Staates, die er im Sommer einige Protestversammlungen gegen die Buchthaus- feinen Glauben daran. Zukunft der Kultur beruht. Während die Bourgeoisie Oestreichs im vorlage. Dies 2öcken wider den Kapitalismus bekam ihm aber wüstesten Interessenstreit der nationalen Gruppen wider einander schlecht. Wie jetzt bekannt wird, soll ihm von seinem Zur Durchführung der neuen Bestimmungen zum Inschließlich dahin geraten ist, daß der Absolutismus unverhüllt Verlegerkonsortium gekündigt worden sein. Sein Kontraft läuft validen Versicherungsgeseh wird geschrieben: Von den zu auf eigene Faust regiert, da der bürgerlich parlamentarische allerdings noch vier Jahre bei einem jährlichen Gehalt von 6000 m. Apparat vollständig versagt, findet die Socialdemokratie den Weg aber um der Zuchthausvorlage wegen kann eine Unternehmertlique zur Zusammenfassung der nationalen Gruppen zu einem attions- fchon einige tausend Mark springen lassen.fähigen Ganzen unter gleichzeitiger Wahrung der nationalen Selb ständigkeit jeder einzelnen Gruppe. 9 " Aus dem Centrum. Während Herr Licber in Mainz mit den Liberalen anbandelte und die Socialdemokraten als die Todfeinde bezeichnete, hat der badische Centrumsführer Wader es im Gegen teil als die Hauptaufgabe der Partei bezeichnet, den National liberalen als den geschworenen Feinden mit allen erlaubten Mitteln Abbruch zu thun. Man scheint doch nicht ganz einig zu sein. Es war durchaus berechtigt, ja notwendig, daß die östreichischen Genossen zu der Nationalitätenfrage Stellung nahmen, denn es ist ganz selbstverständlich, daß die Arbeiter der verschiedenen Nationalitäten, die eine dynastische Eroberer- und Geschäftspolitik zusammengerafft und einen Staat" daraus gemacht, von den nationalen Streitigkeiten ihrer Bourgeoisie nicht unberührt bleiben konnten. Das leugnen wollen hieße die Augen vor bestehenden Thatsachen hat verschließen. Soll Oestreich wieder ein Kulturstaat werden, so muß die Nationalitätenfrage gelöst werden. Die östreichische Bourgeoisie in ihrer gegenwärtigen Verfassung kann die Lösung nicht finden, denn fie liegt einzig und allein auf dem Wege der unbedingten Demokratie und nationalen Autonomie. Die Socialdemokratie hat den Weg zur Lösung gezeigt sie hat damit eine Kulturthat gethan. Das hat sie auch mit ihren Forderungen zum Arbeiterschutze gethan, auf welchem Gebiete weitreichende Beschlüsse gefaßt wurden. Auch die Verhandlungen und Beschlüsse über die sonstigen Gegenstände: Frauenfrage, Konsumvereine und anderes zeigen die Kulturbilder aus Schlesien. Von Hans Wandrer. ständigen Verwaltungsbehörden werden jezt die Vorbereitungen getroffen, um die durch das neue Invaliden- Versicherungsgesez notwendig gewordenen Wahlen von Vertretern der Arbeit geber und Arbeitnehmer vornehmen zu lassen. In der Hauptsache handelt es sich um diejenigen Vertreter, welche zur Mit arbeit bei den unteren Verwaltungsbehörden bestimmt sind. Die legteren werden im neuen Geseze verpflichtet, ehe fie ein auf Ablehnung lautendes Gutachten über einen Rentenanspruch an die Versicherungsanstalt abgeben, mit Vertretern der Arbeitgeber und Versicherten über den Fall zu verhandeln. Es ist damit und namentlich auch dadurch, daß der Nenten- Antragsteller selbst zugezogen werden kann, für die Zukunft die Gewähr gegeben, daß schon ehe das Verbot gewerblicher Kinderarbeit. Der Kultusminister Gutachten der unteren Verwaltungsbehörde abgeben wird, sämtliche folgende Verfügung an ein Regierungspräsidium erlassen: bei dem Einzelfall in Betracht kommenden Momente fargelegt In meinem Runderlasse voni 28. Januar d. J. find erläuternd und gewürdigt find. Selbstverständlich wird dadurch das ganze mur einige Fälle angeführt, welche sich zum Verbote der Verwendung Feststellungsverfahren späterhin wesentlich vereinfacht werden. von Schulkindern zu gewerblichen Zwecken im Wege der Polizei- Daneben handelt es sich um die Wahl der Beisiger von verordnung eignen, während das durch diesen Erlaß abschriftlich enten stellen. Hier dürften die Wahlen meist nur für einen mitgeteilte Erkenntnis des föniglichen Amtsgerichtes zu N. vom eventuellen Fall vorgenommen werden; denn bekanntlich ist den 8. Juli 1898 sich allgemein dahin ausspricht, daß eine Einzelregierungen die Entscheidung über die überlassen. Polizeiverordnung, welche die gewohnheitsmäßige Errichtung solcher Rentenstellen Ausnüzung der Arbeitsträfte der Schullinder zu gewerblichen Bisher hat man aber noch von keiner solchen Entscheidung im Zweden verbietet, Rechtsgültigteit hat positiven Sinne gehört. Schließlich wird es sich auch um die Die fönigliche Regierung veranlasse ich daher, die Angelegenheit Wahl der Mitglieder des Ausschusses der Versicherungsanstalten erneut zu prüfen und in geeignet erscheinender Weise auf die Polizei- felbft handeln, die von den oben genannten Vertretern und Beis behörden Ihres Bezirkes einzuwirken, daß das Verbot der Beschäftigung fizern vollzogen wird. Die Wahlen sind seitens der Krankenkassen, uns duch des nich gar ook anders machen; a Leichenkammer ham mer ook nich am Orte wo soll'n mer a nu hin mit dem Alten?" Im hintersten Bett stöhnte was das war das einzige Lebenszeichen, das die Kranke von sich gab. " Se tann od nich sprechen. Da Dokta meent, das temmt vun Epule, das wär ood mal so a schlechtes Garn gewesen Da haben Sie also für die ganze Familie in der Woche mur fünf Mart zum Essen, Bekleiden und was sonst noch zum Leben ge= hört? Für ganze dreizehn Menschen 5 Mart?" A su mecht das stimmen, ju, das mecht stimmen," antwortete sie mir in ihrer harmlosen, gutmütigen Weise.„ Nu, ma müsse eben sahn, wie ma dadermit ausfimma," fügte fie Sunft will ma ju ood nach einer Weile ergebungsvoll hinzu. nicht sagen, wenn's nich um da Kinda wär, un da Wirma, die schon mit heran misse, wenn ſe in da Schule gahn... Ja, man misse sahn, wie ma dadermit austimma " Daß es bei dem oben angeführten Einkommen der Erwachsenen eine ubezwingbare Notwendigkeit ist, daß die Kinder mit ver dienen, sah ich aus den folgenden Zahlen: II. Ein Marsch durch die Webergegend. Die Langenbielauer sind also genötigt, ihre Toten bis zur Bebas Nun war ich auch in Langenbielau, wo vor 55 Jahren erdigung in den Wohnungen zu behalten. Was das, zu den andern Ju die Rebellion" ihre Würgehände an den Unglücklichen und Ber- fanitären Mißständen gerechnet, bedeutet, ist leicht aus den Ergeb hungernden versucht hatte und wo zu Anfang jeden Viertel- nissen einer Statistik des Langenbielauer Wahlvereins zu erkennen, jahres in den Zeitungen die Notiz wiederkehrt, daß Langen die bei 54 Wohnungen nur achtmal zwei bewohnbare Räume angab, bielau im vergangenen Vierteljahr wieder die höchste Sterb- während die übrigen 46 Wohnungsinhaber nur über je einen belichkeitsziffer aller schlesischen Orte über 1500 Einwohner er wohnbaren Naum verfügten. et aid reicht hat. Und als ich in der Redaktion des Proletarier aus dem Eine dieser Wohnungen, und zwar die des Verstorbenen, diente Eulengebirge" die alten Jahrgänge des Organs durchblätterte, fand dreizehn Menschen zum Aufenthalt.ich unter den wöchentlichen Standesamts- Nachrichten bei un Seine Witwe führte mich durch die Trauerversammlung in die gefähr zehn Todesfällen stets mehrere Notizen des ähnlichen Wohnung. An den Fenstern standen zwei alte Webstühle. Mehrere Inhalts: Tochter des Webers K., 1/2 Monat, Krämpfe, und Spulgestelle und ein Kettenständer füllten mit den Webstühlen zu mehrere Notizen: Sohn oder Tochter der unverehelichten fammen die Hälfte der finsteren, verräucherten Stube aus. Imt Spulerin M., 1 Jahr 8 Monat, Brechdurchfall. Neichlich die Hälfte übrigen Teil des Raumes waren eine ganze Anzahl Bettstellen und der Sterbefälle, ja oft fogar zwei Drittel bezogen sich auf Kinder im Wiegen zusammengedrängt. Dazwischen stand ein Tisch. Ju, da misse mer alle bei'nander liegen meine Zuchter un Bei 2104 Kindern, über die von den Schulen Auskunft gegeben zartesten Alter. Beim Hinaufgehen durch das faft nur aus einer Straße be- ihr Maun un meine andern Tüchter un die neun Kleenen un ich nu wurde, waren 1130, also 53 Proz. eriverbsmäßig beschäftigt, darunter stehende Dorf, das sich stundenweit eine sanfte Berglehne hinauf- oot. Un fahn Se, da über da Fenstern, da timmt das Wasser rein, verschiedene doppelt oder mehrfach. In den unteren Klassen mit den zieht und nur aus hüttenartigen Weberhäusern, neueren Miets- un da Rujien sein nich wegzukriegen, un ook nich a mal a Brummen jüngeren Jahrgängen waren im allgemeinen weniger als in den fafernen, einigen schloßartigen Billen und Fabrikbauten besteht, die is am Hause un dabervor miffe mer dreißig Dhaler oberen Klaffen beschäftigt, in denen 88-90 Proz. Thätige gezählt fämtlich regellos durcheinander und nebeneinander stehen, hatte ich geben; ich sag a mal dreißig Dhaler, ich fag a mal dreißig Dhaler, hundertundzwanzig wurden. Mit industriellen Arbeiten waren 876 Minder beschäftigt, einen scharfen Geruch verspürt. Halb schien er aus Fabrikdämpfen, Mart! Un das Abtritt liegt ood so vor da Fenstern, da stinkt's davon mit Spulen 842, die übrigen mit Tücherknüpfen, Stamm halb aus Vertesungsdünsten zu bestehen. An der einen Seite der uns imma' nein. Un denn misse mer auch bei unsern Wirt' s Fleesch striden usw. Beim Spulen verdienten fie pro Woche 0,80-1,80 m., Straße rauschte ein Graben hinab. Welch' schöner Anblick, welch' foofen er is halt a Fleescher un wenn ma's nich thun, nach im Durchschnitt 1 M., beim Tücherknüpfen 0,50 m., beim Stamm mit da Miete. striden 0,75 M. Mit landwirtschaftlichen Arbeiten waren 209 Kinder wohlthuendes Geräusch mußte der geben, wenn nicht sämtliche her sett a uns in da Höh mit dem Wohnungsgeld, Fabriken und beschäftigt. Mit Feldarbeit, Hütedienst, Holze, Beeren- und Bilzesammeln Färbereien ihre giftigen Abwässer hinein- De Borlardtens missen a su schon finfunddreißig Dhaler zahlen." Teiteten und die Langenbielauer nicht gezwungen wären, Als ich meinte, so viel Menschen müßten doch viel Geld zu verdienten sie etwa 1,50 M. und darüber, mit Holzhacken, Boten ben Graben als Schmustanal zu benutzen. Der große, fast sammen verdienen, meinte sie mit jener harmlosen Schüchternheit, die diensten, Flaschenspülen, Backwaren- Verkauf u. a. erarbeiteten fich 20 000 Menschen beherbergende Ort hat teine Kanalisation. Ein das ganze Webervoll am und im Eulengebirge auszeichnet:-108 Kinder einiges Effen, Kleidung oder ein wenig Geld. Ein Knabe richtiges Straßenpflaster suchte ich auch vergebens. Die Straßen nu, fo arg is das ook nich. Dar Mann von meine Tuchter hat fu bekam Bier statt Geld. a vier Mark an Wuchen. Un was seine Frau is, da hat oot man waren nur notdürftig chauffiert. Die Arbeitszeit der Kinder begann meist 1 1hr mittags, aber Das erste, was mir in Langenbielau auffiel, war die öffentliche fu fufzehn oder achtzehn Böhm( Bebupfennigstücke). Un ich muß a bei einem Rinde giveimal in der Woche um 2 Uhr früh, bei einem Ausstellung der Leiche eines alten Webers. Nicht, daß die Leiche fu da Kinder uffwarten, ich hab nischt mehr. Ju, aber da Kinder andern Kinde täglich 4 Uhr früh, bei 44 Kindern täglich 5 Uhr früh, in einem Gemeindes oder Kirchen- Leichenhause ausgestellt worden gahn su fleißig zum Fabrikanten un hol'n sich Spulen. Das ältste bei 100 Kindern täglich 1/26 Uhr oder 6 Uhr früh. Die Arbeit endete wäre; nein, im Hausflur des Wohnhauses, in dem der Verstorbene Madel hat da Buchen manchmal acht un nein Böhm. Un da Jung meist 6 bis 7 Uhr abends, aber bei 22 Kindern erst um 8 11hr, bei gelebt hatte, waren seine Ueberreste aufgebahrt. Ich trat näher hat mal a su viel, a mal hat er a Säppel weniger. In da 3 Kindern nach 10 Uhr, einige Stinder waren periodisch die Übende und erkundigte mich, warum der Tote nicht aus dem Wohnhause Seleensten? Ju nee, da missen spulen for'n Bater. Da muß duch bis in die Nacht hinein beschäftigt. Garn haben Ach su, da hätt ich a bald die andre Zuchter Die Arbeitszeit betrug wöchentlich bei 829 Kindern 87 bis 40 geschaft würde. Seine Witwe, ein schrumpliches, mit ihren roten Weberaugen vagessen. Ju, da is ja nu ood inner trant, imma trant. Sie Stunden, bei 76 Kindern 40 bis 50 Stunden, bei 18 Kindern 50 bis 60 Stunden, bei 8 Sindern sogar über 60 Stunden. 998 Kinder zwinkerndes Weibchen, meinte gang einfältig: 35 nu, mer imma hat's in da Füß' un in da Hände. Ju, juba hinta liegt's!" • den klasse stelle. Ausland. Die Krise in Südafrika.2 auch der freien Hilfstassen, welche die im§ 75 a des KrankenDer Basler Borwärts" widmet ihm diesen Nachruf: versicherungs Gesezes vorgesehene Bescheinigung besigen, vorzuAlbert Sted war einer der besten der Führer der schweizerischen nehmen. Die zuständigen Behörden haben die erforderlichen VorSocialdemokratie, er focht in deren Reihen mit scharfen Waffen und arbeiten zu treffen. Es wird sich zunächst um die Feststellung der Die Drohnote Chamberlains mit ihren überaus schroffen, für großer Energie. Die schweizerische Socialdemokratie, an deren Zahl der den einzelnen Kaffen zugehörigen Mitglieder handeln. Es Transvaal demütigenden und unannehmbaren Forderungen ist noch Spize der Berstorbene in den ersten Jahren der Entwickelung ist anzunehmen, daß in den bis zur Jntraftsetzung des neuen Ge- nicht an die Regierung in Pretoria abgesandt worden. Erft der derselben stand, verdankt ihm sehr vieles. Mit sicherer Hand und fezes noch zur Verfügung stehenden drei Monaten die Wahlen sich nächste Kabinettsrat, der anr 3. Oftober stattfinden soll, wird über flarem Blid hat er das Schifflein neben Alexander Reichel und werden bequem vollziehen lassen. die Entfendung diefer Note, die der Kriegserklärung gleich andern geleitet. Sted war litterarisch und journalistisch sehr thätig. Sein Buch Ueber die Stellung des Socialismus zur Religion sprach kommt, endgültig beschließen. der frühere nationalliberale Abgeordnete, Landgerichtsrat Kule Grenze. In Transvaal herrscht bereits nahezu Kriegszustand. Lösung" bietet eine Fülle von schäzbaren Aufsägen, die den Beweis Die Gegner vollenden unterdeß ihren Aufmarsch an der Natal Beiträge zur Erkenntnis der socialen Frage und ihrer möglichen mann auf dem Protestantentag in hamburg. Der Redner forderte, da die Socialdemokratie in ihrem Kern eine gesin Gesetz betreffend die Konfistation des Eigentums leisten, daß Sted ein praktischer Mann war und sich flar auszudrücken Redner forderte, da die Socialdemokratie in ihrem Kern eine ge von Personen, welche des Hochverrats schuldig befunden find, verſtand. funde Arbeiterbewegung sei, daß man Staat, Sirche und foll alsbald in Kraft treten. Das Gesetz bestimmt, daß das Eigen Bon 1890-1892 gab Sted mit großen persönlichen Opfern den Religion nicht mehr in den Dienst der herrschen- tum solcher Personen, welche des Hochverrates, der Majestäts- Schweizerischen Socialdemokrat" heraus, welcher scharf mit den Die„ Post" ist über diese Forderung natürlich sehr ergrimmt. beleidigung oder der Anstiftung zu diesen Verbrechen schuldig be- Gegnern der Socialdemokratie abrechnete. Sted war ein gefürchteter funden wurden, tonfisciert werden soll. Ebenso soll der Konfistation Bolemiter. Ausgewiesen wurden, wie die Bonner Deutsche Reichs- 8tg." berfallen das Eigentum solcher, welche mit fremden Staaten Ver- Des Verstorbenen journalistische Bethätigung erstreckte sich auf vor mehreren Tagen berichtete, sechs Russen, und zwar zwei Mädchen bindungen planen oder eingehen, um dieselben zu feindlichen Hand- die gesamte Barteipresse der Schweiz und auch über dieselbe hinaus. und vier Männer, die auf einer Ziegelei in der Nähe von Bonn are lungen zu überreden. Die gleiche Strafe trifft Burgers, welche sich Etwelche Bitterkeit, die hin und wieder mit unterfloß, verzieh man beiteten. Sie hatten fich läftig gemacht"; in welcher Weise, ist nicht weigern, auf erhaltenen Befehl zu ihrem Kommando abzugehen. ihm angesichts seines törperlichen Leidens gerne. bekannt geworden. Dem„ Neuterschen Bureau" wird aus Pretoria, 29. September, Dem Berner Großen Rate gehörte Steckt wiederholt an, ebenso gemeldet: Hier ist man eifrig beschäftigt mit der Absendung der war er Mitglied des Berner Großen Stadtrates. Auf jedem Posten Bürger und der Artillerie nach Volksrust. 26 Büge find schon stand Albert Steck als treuer Führer der Arbeiter thatkräftig für nach Volksrust abgegangen. Der Generalfommandant deren große Sache und deren edle Ideale ein. Joubert wird sich morgen nach Volksrust( an der Grenze Die Fahne der schweizerischen Socialdemokratie senkt sich über von Natal) begeben. Der Volksraad hat beschlossen, daß die dem Grabe eines Mannes, der uns unvergeßlich bleiben wird, denn jenigen Ausländer, welche jetzt mit den Boeren gemeinsame hat für die Enterbten tapfer gestritten. Sache machen, nach dem Kriege das volle Wahlrecht erhalten Eifern wir in unerschütterlicher Thatkraft und Treue dem Verist nach Volksrust abgegangen; ein bolländisches Freiwilligenkorps sollen. Ein deutsches Freiwilligentorps von 300 Mann storbenen nach." geht Montag ab. Mehrere Regierungsdepartements, mit Einschluß des Hohen Gerichtshofs werden morgen geschlossen; es wird dann sofort das Kriegsrecht proklamiert und der postalische Verkehr mit dem Ausland eingestellt werden. Birna, 30. September. Nach amtlicher Feststellung erhielten bei der Reichstagsstichwahl im 8. sächsischen Wahlkreise Lotze ( Reformpartei) 13 309, Fräßdorf( Socialdemokrat) 12 507 Stimmen. Weimar, 29. September. Der weimarische Landtag ist auf Montag, den 6. November einberufen. Die staatsgefährliche Trifolore. Aus Elsaß Lothringen wird uns geschrieben: Das reichsländische Polizeiregiment hat es nicht verwinden können, am Grabe des bekanntlich in Thann( OberElsaß), seinem Geburtsort, zur letzten Ruhe bestatteten französischen Senators Scheurer Kestner ein Verhalten einzunehmen, daß den Eindruck der Pietätlosigkeit eriveden muß. Wie nicht anders zu erwarten stand, waren zu der Begräbnisfeier aus Frankreich zahl reiche Deputationen 2c. eingetroffen mit dem Auftrage, als letzte Ehrenbezeugung für den Verblichenen Kranzipenden an dessen Grabe niederzulegen. Und wie ferner durchaus natürlich, waren diese Spenden durchweg mit Schleifen und Bändern in den französischen National farben blau- weiß rot geschmückt. Solch' staatsgefährliches Unterfangen konnte in der Machtsphäre der reichsländischen Diktatur gewalt selbstredend nicht geduldet werden. Der Trauerzug wurde also am Thanner Friedhofportal von einem starken Gendarmerie aufgebot empfangen, das mit Argusaugen nach trikoloren Schleifen und Bändern spähte und unnachfichtlich alles entfernte, was an französischen Farben vorhanden war. Daß diese pietätlose Maßregel in dem zahlreichen Trauergefolge große Erregung hervorrief, fümmerte die Beamten wenig. Mit Achselzuden beriefen sie sich auf ihre " Instruktion", die sich ihrerseits auf ein französisches Dekret vom 11. August 1848 stügt, nach dem„ das öffentliche Ausstellen von Beichen, welche geeignet sind, den Geist des Aufruhrs zu verbreiten oder den öffentlichen Frieden zu stören", für strafbar erklärt wird. Es gehört in der That die ganze politische Undultsamkeit des berzeitigen Regierungssystems in Elsaß- Lothringen dazu, um in den lediglich aus pietätvoller Dankbarkeit und ohne die geringste Abficht einer politischen Demonstration gestifteten Kranzspenden der Verehrer des großen Sohnes der französischen Nation eine Gefahr für den öffentlichen Frieden unseres Landes zu erblicken und hieraus die Notwendigkeit zu einem Eingriff in eine ruhige Trauerfeier herzuleiten. Oder hatte man etwa erwartet, daß die aus Paris herbei geeilten Landsleute des verstorbenen Senators ihren Gefühlen durch Schleifen in den deutschen Reichsfarben Ausdruck verleihen würden? Auf alle Fälle steht das Borgehen der reichsländischen Polizeiorgane in Thann in schroffem Gegensatz zu den versöhnlichen Worten, die kürzlich aus kaiserlichem Munde gelegentlich der Denkmalseinweihung auf dem Schlachtfelde von St. Privat gefallen sind. " Zum Magdeburger Majestätsbeleidigungs- Prozeß bemerkt die Berliner Volts- Zeitung":" Drei Jahre Ges fängnis für einen geistig regsamen Menschen was das bedeutet, davon können sich die wenigsten Menschen, auch die wenigsten Richter eine deutliche Vorstellung machen." " Frankreich. er Die lettischen Socialdemokraten im Auslande haben fich am 8. d. Mits. zu einer Organisation, den Verband lettischer Socialdemokraten in West- Europa", zusammengeschlossen. Der Verband hat schon bereits feine eigene Druckerei eingerichtet und wird in allernächster Zeit das erste Heft seiner Monatsschrift„ Latweesehn strahdneeks"(„ Der lettische Arbeiter") erscheinen lassen. Der Verband hat sich zur Aufgabe gestellt, die Förderung des ökonomischen und politischen Kampfes der lettischen Arbeiterschaft und die Unterstügung der lettischen politischen Emigration im Auslande. Polizeiliches, Gerichtliches usiv. Wichtige Umgestaltung in der Militärorganisation. Es ist vom Ministerrat, besonders auf Anregung des Ministerpräsidenten Millerand, beschlossen worden, eine sehr bedeutsame lenderung Waldeck Rousseau und des socialistischen Handelsministers hinsichtlich der Beförderung der Offiziere vorzunehmen. Die Vorschläge über die Beförderung der Generäle sollen nicht mehr ist eine Entscheidung nicht uninteressant, die von der Strafkammer -Zur Auslegung des preußischen Versammlungsgesetzes vom Obersten Kriegsrate ausgehen, sondern der Kriegsminister allein soll befugt sein, solche Beförderungsvorschläge fällt wurde. In einer Versammlung, der Wegner präfidierte, ge in Frankfurt als Berufungsinstanz gegen den Genoffen Wegner gedem Präsidenten der Republik zu unterbreiten. Damit ist dem Generalstab die Möglichkeit genommen, das nügte dem überwachenden Beamten der ihm reservierte Platz nicht. Er verlangte einen anderen; Wegner kam der Aufforderung jedoch ganze Offizierkorps seiner Macht zu unterwerfen. nicht nach in der Meinung, daß der Plaz genügend sei. Darauf wurde die Versammlung aufgelöst, und Wegner vom Schöffengericht wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz mit 30 M. Geldstrafe belegt. In der Berufungsverhandlung wurde nun durch Beugen festgestellt, daß anderen Beaniten bei früheren Versammlungen in diesem Lotale der Blaz auch genügt hatte. Auf Grund diefer Feststellung wurde Wegner freigesprochen mit der Begründung, daß er wohl der Meinung sein konnte, der Plaz sei genügend. Antirepublikanische Militäragitation. Wie mehrere Blätter melden, war die Garnison Chateauroug ein Siz antirepublikanischer Umtriebe unter der Leitung des monarchischen Deputierten des Bezirks geworden. Die Offiziere nahmen an politischen Kundgebungen teil und verkehrten viel mit dem Chefredacteur des royalistischen Blattes, welches die Republic und den Bräsi denten Loubet heftig angreift. Die Kameraden, welche gemieden. Jufolge deffen find drei Offiziere der Garnison es ablehnten, sich an dem Treiben zu beteiligen, wurden von ihnen trafweise berfest worden. Die republikanischen Blätter billigen lebhaft diese Maßnahme des Kriegsministers. Es verlautet, daß noch weitere Maßregelungen der bloßgestellten Offiziere bevorstehen. N = Belgien. F Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Streik der Mehl- und Getreidekutscher hat nach eintägiger Dauer mit einem vollständigen Siege der Arbeitnehmer gedie Prüfung der ihr zugewiesenen Atten beendet und begann Sonn- währt, lein einziger Arbeitswilliger hatte sich gefunden. Die Untersuchungskommission des Staatsgerichtshofes hat endigt. Die Kutscher Berlins haben ihre Solidarität glänzend bes Einer abend früh mit dem Verhör der Angeklagten. Dérou großen Speditionsfirma sollte seitens der Kaufleute der Mehl- und lède, welcher von seinem Verteidiger Falateuf begleitet war, Getreidetransport übertragen werden, die Stutscher der Firma weigerten weigerte fich, der Kommission auf ihre Fragen zu antworten und sich aber einstimmig, diese Arbeit zu verrichten und so mußte die erklärte, er erkenne das Recht des Staatsgerichtshofes, über ihn zu Firma auf das Geschäft verzichten. Gericht zu fißen, nicht an und behalte sich weitere Auseinander- Auch in anderer Beziehung war der Streit interessant. Er Die inter fegungen für die öffentliche Sigung vor. Déroulède wurde hierauf bat zur Sebung des Kleingewerbes beigetragen. effierten Fuhrwertsfirmen forderten schon im vorigen Jahre in das Santé- Gefängnis zurückgeführt. von der Kaufmannschaft eine Erhöhung der Transportgelder um 5 Pf. pro Sad. Sie konnten dies nicht durchsetzen, weil sie fich Das Proportional Stimmrecht in der Kammer. Aus gegenseitig in den Rücken fielen. Brüssel schreibt man uns: Durch den Kutscherstreit sind nun die Fuhrherren zur Einigkeit Der frühere Führer der Rechten, der Ultramontane 23 oeste, gezwungen worden und haben die gewünschte Zulage erreicht, die sie hat vorigen Dienstag seine Rede gegen das Ministerium fortgefeßt. nun allerdings mit ihren Rausreißern, den Kutschern, teilen müssen. Namentlich hob er hervor, daß das R P( Répresentation Pro- Bei einer durchschnittlichen Arbeitsleistung von 50 Sad pro Tag ist Die Berliner Beitung" spricht von der drakonischen portionelle, Proportional Stimmrecht) den Wiedereintritt ein Mehrverdienst von 2,50 M. pro Tag und Gespann erzielt worden. Schärfe des Urteils und fügt hinzu: der Liberal Konservativen in die Politik möglich machen, Das giebt in sechs Arbeitstagen 15 M. Der Kutscher erhält an " Selbst das Reichsgericht hat an der strafrichterlichen Schärfe und daß die Liberal Konservativen dann die Stampfrichter" Lohn 6-7 M. mehr, mithin bleiben dem Fuhrwerksbefizer mindestens - 8 M. pro Gespann und Woche mehr. Wird Herr v. Posadowsky der Magdeburger Kammer Kritit geübt und in einem Falle, wie wir zwischen dent Socialisten und Seleritalen sein würden. E8 uns erinnern, derart sein Bedauern ausgesprochen, daß keine juristische war dem Genossen Vandervelde ein leichtes, den Nach- in der Ergänzung der Denkschrift zur Zuchthausvorlage diesen Fall Handhabe vorläge, ein von diefer Stammer gefälltes Urteil aufzuweis zu führen, daß die Regierung nicht aus Gerechtigkeit, als Beweis für die staatsstürzenden Pläne der Gewerkschaften anheben. Hoffen wir, daß im vorliegenden Falle diese Handhabe sich sondern aus Furcht, die Klerikalen würden von den vereinigten führen? findet und damit die Möglichkeit gegeben wird, das Urteil einer Socialisten und Liberalen erdrückt, für das Proportional- Wahlrecht Der Streit der Teppichweber bei Feibisch dauert fort, Nachprüfung zu unterwerfen. Schon um der anerkennenswerten sei. verschiedenen authentischen Aeußerungen und es gelingt Herrn Feibisch nicht, Arbeitswillige in den Reihen Selbstlosigkeit willen, mit der Herr Schmidt für seinen verurteilten und Kundgebingen, daß der König persönlich das der Ausständigen zu finden. Seine ehemaligen Arbeiter und ArKollegen eingetreten ist, wird man ihm, auch von Seiten seiner Proportional Stimmrecht will, um das Plural Stimm- beiterinnen tennen eben die Zustände in der Fabrik zu gut, als daß politischen Gegner, ein milderes Schicksal wünschen." recht( die Erteilung mehrerer Stimmen an die Neichen), also fie fich entschließen könnten, bahin zurückzukehren, bis nicht bessere die Herrschaft des Geldsacks aufrechterhalten zu können. Bum Bustände geschaffen find. Wie uns mitgeteilt wird, läßt die Feibisch Schluß sprach unser Genosse seine Ueberzeugung dahin aus, daß die sche Fabrik in sanitärer Beziehung alles zu wünschen übrig. Durch Annahme des Regierungsprojektes unseren Sieg erschweren, aber die Klosets, deren Spülvorrichtungen recht schlecht funktionieren, sind nur um so sicherer machen werde. Dampfrohre gelegt, die, namentlich im Sommer, eine schauderhafte Temperatur erzeugen, nicht minder einen Gestant, der im höchsten Grade gesundheitsschädlich ist. Einen Ankleideraum giebt es in der Fabrik nicht; Arbeiter wie Arbeiterinnen müssen sich direkt im Maschinenraum umziehen. Auch an einem Raum zur Einnahme der Mahlzeiten fehlt es, die Arbeiter müssen auf Treppen und Gängen ihr Essen in Empfang nehmen. Kommt ein Arbeiter bei den Maschinen zu Schaden, so kann das für ihn höchst gefährlich werden, denn es fehlt in der Fabrik an dem allernötigsten Berbandsstoff. arbeiteten 6 Tage in der Woche, 78 alle 7 Tage. Die Notwendigkeit der Erwerbsarbeit fonnte nur bei 72 Kindern in Abrede gestellt werden; bei 421 Kindern war die Frage nicht zu entscheiden; Die Donnerstag- Sigung war von außergewöhnlicher Bedeutung: bei den übrigen 637 Kindern bildete zweifellos die drückende Not die alleinige Ursache ihrer Thätigkeit, trozdem 888 Stinder noch beide Eltern hatten, 207 Halbwaisen und nur 18 Ganzwaisen waren. Zu all diesem kommt, daß ein Lehrer, nur die Hauptlehrer ausgenommen, 126-140 Kinder unterrichten muß. Da ist es allerdings kein Wunder, daß oft die Hälfte der Kinder in der Klasse figen bleibt". Ein Lehrer bemerkte, daß die Kinder meist, wenn sie eben ermuntert find, immer in sich zusammenfinfen. Die Aufmerksamkeit und die Leistungen der unteren Klassen sind besser, als die der oberen, weil von den ganz kleinen noch nicht so viel sich selbst ernähren müssen. die socialistische Linte gab durch den Mund des Genoffen Smeets die Erklärung ab, daß die Opposition sich von jest an auf den Boden der parlamentarischen Obstruktion stelle. Die Erklärung machte, obgleich sie nicht unerwartet tam, auf die Majorität einen großen Eindruck. Spanien. bus Madrid, 29. September. Vor seiner Abreise nach San Sebaftian erklärte Ministerpräsident Silvela, er habe nicht demissioniert. Er beabsichtige nur, der Königin Megentin die Grießung einiger Minister durch andere Persönlichkeiten vorzuschlagen und werde fich mit Martinez Campos besprechen, welcher zur Zeit in San Sebastian weilt. Rußland. Unter solchen Umständen braucht man sich wirklich nicht zu wundern, daß die Arbeiter nicht bloß eine Aufbesserung ihres elenden ohnes, sondern auch die Abstellung der bezeichneten Uebelstände fordern. Achtung, Ciseleure und Stahlgraveure! Bei nachfolgenden Bei einem Hausgenossen der Wittve hatte ich Gelegenheit, die Firmen befinden sich die Kollegen wegen Nichtbewilligung des NeunThätigkeit der Kinder zu betrachten. Der Mann saß am Webstuhl. Mit seinen verstümmelten Händen warf er raftlos das Webestundentages im Ausstand oder haben gekündigt, und ist deshalb jeder Zuzug nach diesen Werkstätten strengstens zu vermeiden. Es schiffchen hin und her. Da verdien ich, wenn ich vyn frieh um Die Untersuchung über den Mai- Streit in Riga wird, wie find dies die Firmen D. Bollgold u. Sohn, Silberwarenfabrit, finfe bis in de Nacht um achte oder neune trete, a finf Mart a uns geschrieben wird, noch fortgesezt. Von den während der Mai Köpnickerstr. 72( diese Firma ist für Eiseleure und Stahlgraveure Wuchen. Un da bas nich reicht, geht a Frau in da Fabriken. Da Demonstration in Libau verhafteten lettischen Arbeitern befinden sich gesperrt); Frister( Inhaber Engel u. Hegewald), Bronzewarenfabrit, hat se vier Mart. Ju, ich habe sieben Kleenen; um das sein mu noch 19 in der Haft. Einer der Verhafteten, Namens utstin, ist am Lindenstr. 23; Sped, Bronzewarenfabrit, Dresdenerstr. 36; und neun Mäuler. Ta müssen halt de Kleenen ooch mit ran." 12. b. M., wie angegeben wird, an Gehirnentzündung ge- Geride, Sebastianftr. 20. Ebenfalls ist von nachfolgenden Firmen Dieses mit ran" sah also aus: Auf einem Balken des Web- storben. Daß, die Sache aber nicht so einfach gewesen ist und jeder Zuzug fernzuhalten, da dieselben Streitarbeit anfertigen: stuhles hockte ein Mädchen von etwa fünf Jahren, das einen daß wir hier wiederum mit einem Morb der Gendarmerie und Fischer, Wienerstr. 29; Greulich, Adalbertstr. 75. Säugling auf den Armen wiegte. 8wei andere Kinder fahen ihrer Helfershelfer zu thun haben, erhellt aus der Thatsache, daß Die Kommission. zu, wie ein fechsjähriger Knabe, der mir vierjährig schien, man die Angehörigen von dem Tod des Betreffenden garnicht be Garn spulte. Seine kleine Rechte drehte unabläffig; mit den kleinen, nachrichtigt hat. Man hat ihn ganz geheim gleich am zweiten Tage Achtung, Solzbildhaner! Wegen Nichtbewilligung der gezarten Fingern der Linken hielt er den Faden an die Holzipule und vom Gefängnisse aus beerdigt. Die Verwandten erfuhren den stellten Forderungen find Kollegen folgender Werkstätten in den mit seinen Augen starrte er, ohne aufzusehen; auf seine Arbeit. Sein Vorfall von privater Seite. Als sie darauf am 15. September nach Ausstand getreten: Thum, Grimmstr. 35; Arndt, Neue Königstr. 10 großer Kopf schien von dem dürren Hals bei der gebüdten Haltung dem Gefängnis tamen, um über den Tod Näheres zu erfahren und( arbeitet für Brunzlow); Vogel, Rigdorf, Knesebeckstr. 115; Bary, fortwährend abfallen zu wollen, um die Leiche in Empfang zu nehmen, wurden fie ohne weiteres Friedrichsbergerstraße 10; Beyer, Brizerstr. 7; Beth, Memelerstr. 31; So fah und sieht die Kindheit jener Weberlinder aus, die abgewiesen. Die ganze Stadt ist über dieses neueste Henterwert Brunzlow, Neue Königstr. 15; Schulz, Ziegelstr. 30; Jacquemin, glücklich" den Würgern Krampf und Brechdurchfall entronnen find. start aufgeregt. Alte Jakobstr. 88; Kirschner, Adalbertstr. 42; Grig, Pallisadenstr. 57; Beim Weitergehen traf ich einen Jagdwagen, der von zwei edlen Kramer, Koppenstraße 60; Solong, Rigdorf, Walterstraße 26; Schoy, Pferden gezogen wurde. Nur ein Kind saß hinter dem Kutscher, Mariannenstraße; Brandenburg, Wilhelmstr. 124; Gröger, Kottbuser wohlverwahrt in Decken und unter einem Regenschirm der Sohn Damm 95; Neumann, Manteuffelstr. 22; Höse, Lindenstr. 93. Otto des Fabrikanten Dierig, der nach dem Gymnasium gefahren wurde. demokratie der Schweiz, hat einen schweren Verlust zu beklagen. F. A. Sted t. Die Socialdemokratie, namentlich die Social- Schwarz, Urbanstr. 67. Vor und hinter dem Wagen liefen die Kinder der Weber, die Es wird ersucht, diese Werkstätten streng zu meiden. Meldungen, zur Schule eilten. Es war ein falter, regnerischer Morgen. Nur am 28. d. M. starb in Bern Fürsprech A. Sted, einer der hervor auch der Firmen, welche bewilligt haben, find umgehend an die wenige der mageren, blaffen Geschöpfe hatten Fußbekleidungen. ragendsten Vertreter unserer Partei ein Mann, der, eine ideal an- Lohntommiffion, Röpniderstr. 62( Restaurant Spielberg, Telephon Mit ihren bloßen Füßen tapschten sie durch die Pfügen und über gelegte Natur, fein Leben dem Kampf für die höchsten Güter der Amt VII Nr. 3932), in der Zeit von 9-1 und 3-7 Uhr zu richten. die eifigen Steineneben den Eltern, die in unabsehbarer Kette bemotratie zugeführt worden ist und als Führer sowohl wie in schäften arbeitenden Bildhauer auf die Forderungen aufmerksam zu Menschheit geweiht hat, und durch seine Bestrebungen der Social- Die organisierten Holzarbeiter werden ersucht, die in ihren Gein die Fabrik hafteten, wie getrieben von unsichtbaren Peitschen. Neih und Glied seine Schuldigkeit gethan hat.Die Lohntommission. Partei- Nachrichten. machen. Sociales. Posamentiere! Neu bewilligt hat die Firma Hermann Der Redacteur der anarchistischen Zeitung ,, Nenes Leben" Itschte. Nicht bewilligt haben folgende Firmen: Wwe. Bünger, Franz Kerzscher, ist am 25. Mai d. Js. vom Landgericht f Wendel u. Co., E. Gustedt, Köstermann u. Zarinzansty, W. u. G. Keßler, Der dreihundertjährige Prozeß der Familie von Thüngen in Berlin wegen Gotteslästerung zu Gefängnis verurteilt worden. A. Siefel, Hoffmann u. Weiland, Th. Wagler, Neiß u. Burmeister, gegen die Gemeinde Burgfinn ist nunmehr an die höchste Instanz Es handelte sich um einen Artikel, in welchem Christus als LandE. Hoppe, Paul Hoppe, Eisner u. Hausig, Przygode, Vollmer, des Königreichs, an das Oberste Landesgericht in München, gelangt. streicher hingestellt worden war. Das Landgericht hatte es unterH. Behmer, H. Schmidt. Wir bitten die Kollegen, nach obengenannten Es handelt sich in dem Prozesse um den großen Gemeindewald von lassen, den§ 41( Einziehung) anzuwenden. Der Staatsanwalt legte Firmen den Zuzug fernzuhalten. Die Lohntommission. Burgsinn, der auf fast 1 Million Mart gewertet wird und den die deshalb Revision ein und beantragte dies nachzuholen. Das ReichsFamilie von Thüngen beansprucht. Das legte Urteil in dem Streite gericht erkannte am Freitag gemäß dem Antrage unter Aufhebung wurde am 15. Juni 1898 vom Oberlandesgericht Bamberg zu des Urteils in diesem Punkte auf Einziehung und UnbrauchbarUngunsten der Kläger gefällt. Das Oberste Landesgericht vertagte machung sämtlicher Exemplare der Nr. 14 des genannten Blattes. die Publikation des Urteils. Deutsches Reich. In Wittstock a. d. Doffe hat der vierzehntägige Ausstand der 8immerer am 28. September zu Gunsten der Gesellen sein Ende erreicht. Errungen wurde die zehnstündige Arbeitszeit, welche bisher 11 Stunden betrug, und ein Lohn von 27/2 f.( früher 22 f.), für nächstes Jahr 30 Pf. i dujas tud fot Gerichts- Beifung. Verantwortlichkeit des Vertreters eines Arbeitgebers bei Uebertretungen der Arbeiterschutz- Bestimmungen. Gegen den Buchdruckereibesizer Hempel und den Maschinenmeister Schröter war ein Strafverfahren wegen Uebertretung der§§ 136 Der Bochumer Maurerstreik dürfte demnächst mit einem Siege Die Leiden eines Krankenkassen Controleurs beschäftigten und 138 der Gewerbe- Ordnung eingeleitet worden. Hempel wurde Der Bochumer Maurerstreik dürfte demnächst mit einem Siege am Sonnabend die 136. Abteilung des Schöffengerichts. Der freigesprochen, während Schröter zu einer Geldstrafe verurteilt der Arbeiter endigen. Ein Bauunternehmer bewilligte am Donners Schneidermeister Podeszwick war des Hausfriedensbruchs und wurde, und zwar nur wegen Vergehens gegen den§ 136, wonach tag die Arbeiterforderungen und stellte 100 Mann sofort ein. Zuzug der Körperverlegung angeklagt. Er ist Controleur einer Krankenkasse jugendliche Arbeiter zwischen 14 und 16 Jahren nicht nach 8½ 1hr hat bisher nicht stattgefunden. für Schneider. Als solcher hatte er wiederholt ein erkranktes abends in Fabriken beschäftigt werden dürfen. Das Gericht hatte Keine Arbeitermaßregelungen im Ruhrgebiet!? Aus Mitglied, den Schneider Beinlich zu besuchen, um sich zu ver- festgestellt, daß in dem Saal, wo Schröter als Maschinenmeister Dortmund wird uns geschrieben: Wie erinnerlich sein wird, hat gewissern, ob derselbe arbeitsfähig sei. Diese Maßregel war um so seines Amtes waltete, ein jugendlicher Arbeiter bis 1/210 Uhr abends der Betriebsführer Ufer von Zeche Zollern" dieser Tage vor der angebrachter, da Beinlich bereits früher einmal die Krankenkasse zu beschäftigt worden war. Schröter wurde dafür verantwortlich ges Straftammer das Zeugnis abgegeben, daß im Ruhrrevier niemals Unrecht in Anspruch genommen hatte. Als der Angeklagte sich nun macht; das Schöffengericht betrachtete ihn als den Leiter des im beschwerdeführende Arbeiter gemaßregelt werden. Für die Unrichtig eines Tages von dem Zustande des Beinlich überzeugen wollte, fraglichen Saale untergebrachten Betriebsteiles. Gegen dieses Urteil teit dieser Behauptung hier ein Beispiel: Die 400 Mann Belegschaft gelang es ihm mir mit Mühe, Zutritt zu dessen Wohnung zu erlegte die Staatsanwaltschaft Berufung ein und verlangte, daß der Zeche Vorwärts" dahier wünschten die Errichtung einer Familien- halten. Beinlich hatte sich eingeschlossen und war erst nach längerem der Angeklagte Schröter auch noch wegen Uebertretung des§ 138 frankenkasse, da das Knappschaftsstatut diese nicht vorsieht. Die Parlamentieren zu bewegen, zu öffnen. Der Revisor sprach den bestraft werde. Nach diesem Paragraphen haben Arbeitgeber, Unkosten solcher Stassen werden aus Strafgeldern und der täglichen Verdacht aus, daß Beinlich troß seines angeblich arbeitsunfähigen die in Fabriken Arbeiterinnen oder jugendliche Arbeiter beschäftigen Einbehaltung des Arbeitslohnes einer Anzahl von Kohlenwagen Zustandes dennoch gearbeitet und den Stoff inzwischen versteckt wollen, dies der Ortspolizeibehörde anzuzeigen und unter bestritten: also von den Arbeitern. habe. Hierüber wurde Beinlich so erregt, daß er ihm anderem anzugeben, wann die Arbeitszeit beginnt und endet. Es Die Zechenverwaltung willfahrte den Wünschen der Arbeiter die Thür wies. Als der Angeklagte einwendete, daß er heißt dann in dem Paragraphen:„ Eine Aenderung hierin darf, aber nur teilweise. Sie gewährte stvar für Frauen und Kinder ein Recht habe, in der Wohnung zu verweilen, bis er seine Pflicht abgesehen von Verschiebungen, welche durch Ersetzung behinderter freien Arzt, aber keinen Specialarzt, und auch nicht, wie Beche Staiser- erfüllt habe, befann Beinlich sich eines anderen und verlangte Arbeiter für einzelne Arbeitsschichten notwendig werden, nicht stuhl", die halben Apothekenkosten. nun, daß der Angeklagte so lange zu bleiben habe, bis ein Schutz erfolgen, bevor eine entsprechende weitere Anzeige der Die Arbeiter wählten darauf einen Delegierten, der dem Betriebs- mann herbeigeholt jei, der eine Haussuchung vornehmen solle. Behörde gemacht ist." Die Staatsanwaltschaft verlangte num führer Rusche die bescheidenen Bitten seiner Stameraden vortrug. Podeszwvid wartete dies nicht ab, sondern entfernte sich. Trotzdem die Zusatzstrafe, weil Schröter in seinem Saale ohne die vorRusche erwiderte: erstattete Beinlich Anzeige wegen Hausfriedensbruchs, womit er geschriebene weitere" Anzeige nach 61/2 Uhr hat arbeiten lassen, An der Kasse wird nichts geändert. Nennen Sie mir die allerdings kein Glück hatte, denn das Urteil mußte ein frei obwohl der Schluß der Arbeitszeit in der Arbeitsordnung auf Namen der Leute, die mit der Kaffe unzufrieden sind. Es wird sprechendes sein. Nochschwächer lag die Anklage 61/2 Uhr festgesezt war. Das Landgericht wies aber die Berufung ihnen allen gekündigt und Ihnen auch!" wegen der Körperverleßung. Beinlich behauptete, daß der zurück und auch das Kammergericht verwarf die darauf von Der Delegierte erhielt thatsächlich eine Kündigung, ebenso der Angeklagte ihn gelegentlich eines anderen Besuches vor die der Staatsanwaltschaft eingelegte Revision mit folgender Be Delegierte, der an seine Stelle gewählt wurde. Dieser Tage wird Brust gestoßen habe. Es stellte sich heraus, daß der gründung: Die im§ 138 der Gewerbeordnung den Arbeitgebern eine Protestversammlung stattfinden. Viele Arbeiter drängen zum Angeklagte durch das Anrennen eines Knaben das Gleichgewicht ver- auferlegte Verpflichtung erstreckt sich selbstverständlich auch auf loren und den Beinlich dadurch leicht mit seinem Körper berührt die Bertreter der Arbeitgeber. Diese feien gleich den hatte. Auch in dieser Sache erfolgte Freisprechung. Der Ver ersteren für ihre Erfüllung verantwortlich. Indessen sei teidiger, Rechtsanwalt Sonnenfeld, wies darauf hin, daß der Angeklagte dadurch, daß er zum Leiter eines Teils Beinlich seiner Krankenkasse viel zu schaffen mache. Er habe den des Betriebes bestellt war, noch nicht ein Vertreter des ArbeitPodeszwick ebenfalls wegen Beleidigung verklagt, weil derselbe den gebers in dem Sinne geworden, daß er für Verfehlungen gegen den Verdacht geäußert habe, daß er arbeite. Ferner habe er eine Civil-$ 138 haftbar gemacht werden könne. Nach dem§ 138 habe die lage gegen den Rendanten angestrengt, weil dieser die Krankenbücher fragliche Anzeige vor der Veränderung des Beginnes und Endes aus den früheren Jahrgängen vernichtet habe. der täglichen Arbeitszeit, also vor der Beschäftigung unter den neuen Bedingungen zu erfolgen, dagegen beginne die Thätigkeit eines Betriebsleiters er st mit dem Betriebe. Streit. Streifvergehen. Der Maurer Sch. in Lüneburg war Vorfitzender des Streikkomitees und sollte als solcher" Nötigung" begangen haben. Der betreffende Maurer, den er bedroht haben sollte, wußte sich des Vorganges nicht mehr zu entsinnen, dafür sprang aber ein Unternehmer als Zeuge ein. Sch., der vom Schöffengericht freigesprochen wurde, erhielt vom Landgericht eine Woche Gefängnis aufgebrummt. hausgefezes. In Halle erhielt der Maurer K. drei Wochen Gefängnis zu Groben Unfug soll unsere Parteigenossin Frau Mesch bediftiert, weil er einen Arbeitswilligen beschimpft haben sollte. gangen haben, indem sie, wie ihr zur Last gelegt wird, eine am 8 wei Mannheimer Bimmerer, welche Arbeitswillige 10. Mai d. J. von ihr geleitete Bolts versammlung mit Anfreizung von Soldaten zum Ungehorsam gegen die Bebedroht haben sollten, wurden von der Straffammer als Berufungs- einem Hoch auf die internationale rebolutionäre fehle des Oberen, Vergehen gegen§ 112 Str.-G.-B., wurde dem instanz zu 8 bezw. 1 Tag Gefängnis verurteilt; das Schöffengericht Socialdemokratie schloß. Das Schöffengericht hat Kaufmann Karl Wezel und dessen Gehilfen May Bedmann, hatte sie freigesprochen. Frau Mesch freigesprochen, weil nicht festgestellt werden konnte, daß beide in Bromberg wohnhaft, vorgeworfen. Das dortige Lands Alle oben bezeichneten Vergehen waren, wie aus dem geringen fie das Wort„ revolutionär" gebraucht hat. Obgleich der Vertreter gericht hat sie für schuldig befunden und am 1. Mai zu zwei Wochen bezw. Strafmaß ersichtlich, äußerst harmloser Art; wie man sieht, bietet der Anklagebehörde selber die Freisprechung vor dem Schöffen- einer Woche Gefängnis verurteilt. Den Soldaten der dortigen Garnison das gegenwärtige Gesetz Handhaben genug, auch die geringsten gericht beantragt hatte, legte doch Staatsanwaltschaft ist es verboten, in der Kaserne mit Cigarren und Cigaretten Handel zu Ausschreitungen zu treffen. Dazu bedarf es wahrlich keines Zucht- gegen das freisprechende Urteil Berufung ein und die Angelegenheit treiben. Obwohl die Angeklagten dies wußten, haben fie Soldaten wurde daher am Sonnabend vor der 8. Straffammer des Land- überredet, ihnen größere Partien ihrer Waren abzunehmen und gegen Auf der Landeskonferenz der Zimmerleute Bayerns in gerichts I verhandelt. Die beiden Polizeibeamten, welche jene Ver- Gewinn an ihre Kameraden weiter zu verkaufen. Die Revision türnberg wurde tonstatiert, daß die Verhältnisse im Gewerbe ammlung überwachten, fagten als Beugen aus, daß Frau Mesch die Beckmanns wurde Freitag als unbegründet vom Reichsgericht ver worfen. internationale revolutionäre Socialdemokratie habe hochleben lassen, infolge der fortschreitenden Organisation eine wenn auch langsame, während sechs Entlastungszeugen übereinstimmend mit der Anso doch stetige Befferung aufweisen. In Rücksicht darauf, daß gabe der Angeklagten befundeten, Bayern den traurigen Ruhm genießt, in der Baumfall- Statistik an internationale das Hoch sei auf die Lehte Nachrichten und Depeschen. völkerbefreiende Socialdemokratie der Spitze zu marschieren, wurde empfohlen, überall Schuß- Kom- worden. ausgebracht Der Staatsanwalt führte zur Begründung der Berufung miffionen zu gründen, die die bestehenden Mißstände zur Kenntnis aus, weil die Polizeibeamten in amtlicher Eigenschaft auf die Vor der Deffentlichkeit und der Behörden zu bringen und auf Abhilfe zugänge in der Versammlung zu achten hätten, so sei ihrer Aussage bringen haben. Um die Agitation intensiver betreiben zu können, mehr Glauben beizumeffen, als den Aussagen der Entlastungsſoll ein befoldeter Beamter angestellt werden. In einer Reſolution zengen, die ein Interesse daran hätten, sich auf die Seite der Anprotestierte die Konferenz scharf gegen die Zuchthausvorlage. Ausland. Zum Streit in Creuzot wird von Paris berichtet: Wie der" Figaro" meldet, beabsichtige die Regierung, ein Mitglied der Akademie der Wissenschaften und einen Generaldirektor aus dem Handelsministerium als Schiedsrichter nach Creuzot zu entsenden. Man weiß nicht, wie Schneider sich hierzu stellen würde. Der " Gaulois" meint dagegen, die Regierung habe keineswegs die Absicht, sich in die Angelegenheit einzumischen. Crenzot, 30. September. Die letzte Nacht und der heutige Vormittag verliefen ruhig. Eine Anzahl Arbeiter hat sich erboten, die Arbeit wieder aufzunehmen, doch wird die Gesellschaft die Arbeiter nur je nach Bedürfnis und je nachdem die Hütten und Hochöfen wieder in Betrieb gesezt worden sind, wieder anstellen. Der Plan, eine Deputation von Frauen der ausständigen Arbeiter zu Madame Schneider zu senden, ist aufgegeben worden. " Zur Lage in Oestreich. Prag, 30. September.( B. H.) Die ganze czechische Breffe fündigt der Regierung an, daß sie mit derselben den Kampf aufnehmen wolle. Die Lidove Novine" schreibt: Die Rechte betrachtet die Aufhebung der Sprachenverordnungen als einen gegen fie geführten Streich. getlagten zu stellen. Gegen die letztere Ansicht legte der Verteidiger Freilich würden die einzelnen Gruppen der Rechten die Opposition Rechtsanwalt Heinemann Verwahrung ein, indem er bemerkte, nicht in gleicher Weise ausüben, sondern je nach ihrem Temperament. man dürfe doch nicht annehmen, daß die sechs Entlastungszeugen Die entschiedenste Opposition sei von seiten der Czechen und der im Interesse der Angeklagten einen Meineid geleistet Südslaven zu erwarten. Auch sei die Hoffnung vorhanden, daß sich hätten. Der Verteidiger beantragte, die Angeklagte freizusprechen die Rechte noch enger zusammenschließen werde. Der für Montag und, weil die Anklagebehörde, obwohl deren Vertreter in erster In- einberufene Jungezechen- klub wird die Parole zum Stampf" aus. Stanz selber die Freisprechung beantragt hatte, dennoch Berufung geben. Die„ Narodni Listy" meldet, daß die czechischen Gemeindeeingelegt hat, auch der Angeflagten die baren Auslagen aus der vorsteher des Bezirkes Welwarn beschlossen haben, die Opposition in Staatstaffe zu erstatten. Der Gerichtshof verwarf zwar die Be- allen ihnen übertragenen Wirkungsfreisen einzuleiten. rufung und erkannte auf Freisprechung, gab aber dem weiter gehenden Antrage der Verteidigung nicht statt. In der Urteilsbegründung fagte der Vorsitzende, ein Hoch auf die revolutionäre Socialdemokratie Johannisburg, 29. September.( Meldungen des„ Reuterschen würde zweifellos(!) grober Unfug sein. Da sich aber die Ausfagen der Zeugen darüber, ob die Angeklagte das Wort„ revo- Bureaus".) Regierungsbeamte bestimmten heute von den Straßen lutionär" gebraucht hat, entgegenstehen, und bei dem Trubel, der in und aus den Ställen weg 700 Pferde für militärische Zwecke; einer Versammlung zu herrschen pflege, ein Mißverständnis seitens auch Sattelzeng und sonstige sonstige Ausrüstungsgegenstände für der Beamten nicht ausgeschlossen sei, so habe zu Gunsten der An- die Burghers wurden von den Beamten requiriert. Das geklagten entschieden werden müssen. Westrand- Kommando, an Zahl 600 Mann, und das JohannesKriegsvorbereitungen. Ein russischer Arbeiterkongref. Man schreibt uns: Anfang Durch vorzeitige Veröffentlichung von Thatsachen, welche burger Storps in Stärke von 750 Mann gingen heute nach der dieses Monats haben sich die Bertreter des Jüdischen Borsten einer Anklageschrift entnommen sein sollen, sollten sich der Front ab. Die Bughers sind in gehobener Stimmung. Heute nacharbeiterbundes in Polen und Litauen" zum 8. Stongresse ver- Journalist Oscar Thiele und der Rechtsanwalt Dr. Schwindt mittag find 500 Personen ins Ausland abgereist. sammelt. Der genannte Bund bildet einen integrierenden Teil des des Vergehens gegen das Preßgesetz schuldig gemacht haben. Gestern Allgemeinen jüdischen Arbeiterbundes in Rußland und Polen" und gelangte die Sache vor der neunten Straftammer des Landgerichts I Breslau, 30. September.( V. H.) Die beiden Individuen, tritt fomit als autonomes tooperatives Mitglied in die Social- unter dem Vorsiz des Landgerichtsrats Regenberg zur Verhandlung. welche in Haynau sich als Mitglieder einer Sängergesellschaft ausdemokratische Partei Rußlands" ein. Der jüdische Borstenarbeiterbund Ueber den Spielerprozeß, welcher am Montage beginnen wird, sind gaben und auf die die in dem Steckbriefe der Mörder Valentinis ging in Rußland mit dem ersten Beispiel einer centralisierten Gewerkschaft wiederholt Mitteilungen durch die Zeitungen veröffentlicht worden, angegebene Beschreibung paßt, sind heute abend hier verhaftet worden. von einer ganzen Anzahl von Städten voran. Es war ein kühner welche die Persönlichkeiten der Angeklagten sowie die ihnen zur Last Hamburg, 30. September.( W. T. B.) Heute nachmittag fand Versuch seitens der jüdischen Borstenarbeiter Westrußlands, unter gelegten Strafthaten betreffen. Eine derarartige Notig, welche im die feierliche Gröffnung der in 2/2 Jahren mit einem Stostenaufivande den schrecklichen Verhältnissen der russischen Despotie eine streng Juni d. J. in den Zeitungen erschien, stammt aus der Feder des von 1 800 000 m. erbauten neuen Fahrbrücke über die Süderelbe centralisierte Gewerkschaft ins Leben zu rufen. Der kühne Versuch Journalisten Thiele. Die Auflage behauptet, daß er seine Kenntnis zwischen Harburg und Wilhelmsburg statt. Durch diese Brücke wird ist geglückt und hat binnen verhältnismäßig furzer Zeit die glänzendsten von dem Mitgeteilten aus der Anklageschrift entnommen habe, die eine feste Verbindung zwischen Hamburg und Harburg geschaffen. Resultate gezeitigt. Im Laufe von zwei Jahren, seit der Gründung ihm von einem der Verteidiger im Spielerprozesse, dem Rechts- Im Auftrage des Ministers der öffentlichen. Arbeiten nahm der des genannten Bundes, hielten die organisierten jüdischen Borsten anwalt Dr. Echwindt, zur Verfügung gestellt sei. Beide Angeschuldigte Ministerialdirektor Wirklicher Geheimer Rat Schultz den feierlichen arbeiter Westrußlands acht Kongresse ab, gründeten ein eigenes bestritten, daß die Voraussetzungen der Staatsanwaltschaft in Betreff Att der Eröffnung der Brücke vor. Organ,„ Der Wecker" in jüdischer Sprache und brachten der Quelle, aus der die Notiz stammen solle, zutreffend seien. Bremerhaven, 30. September.( W. T. B.) Der hiesige Fischeine vortreffliche Organisation zu stande, welche unermüdlich Der Angeklagte Thiele erklärte, daß er mit dem Mitangeklagten dampfer Carl" ist mit der gesamten Besazung von 10 Mann in funktioniert. Man ſtelle sich nur die unerträgliche Wach- Dr. Schwindt persönlich befreundet sei. Naturgemäß sei es, daß sie der Nordsee untergegangen. samkeit der Polizei, das wühlen der Gendarmerie und das häufig über den Sensationsprozeß betreffend den slub der Harin- Kölu, 30. September.( W. T. B.) Wie die Kölnische VolksBetragen der Behörden vor, um zu begreifen, was folche Erfolge in lofen", gesprochen hätten und dabei habe er denn so manche fleine zeitung" aus Boppard meldet, stürzte in dem Dorfe Salzig der einem Lande, wie Rußland, bedeuten. Aus den Berichten, welche Bruchstücke aus dem Gange des Verfahrens vom Dr. Schwindt ge- Neubau der katholischen Kirche ein. Mehrere Arbeiter sind ver auf dem letzten Stongreffe vorgetragen wurden, ist zu ersehen, daß hört, die er allerdings für seine Korrespondenz bemigt habe. Aber unglückt. die Organisationsarbeit seit dem 7. Kongresse große Fortschritte ge- Dr. Schwvindt habe keine Ahnung davon gehabt, daß dies geschehen Osnabrück, 30. September.( B. H.) Der Arbeiter Brockhaus macht hat. Der Kampf der Borstenarbeiter wird immer komplizierter, würde. Die Auslassungen des Angeklagten Dr. Schwindt deckten sich wird als der Thäterschaft an dem im vorigen Jahre in Lezzlingen da man nicht nur gegen die Fabrikanten, sondern auch gegen die mit denen Thieles. verübten Kindesmorde verdächtig verfolgt. Polizei, die Gendarmerie und die Fabritinspektion zu kämpfen Am 13. Juni erschien ferner ein Artikel im„ Lokal- Anzeiger", hat. Geschweige schon von den massenhaften Verhaftungen, denselben Gegenstand betreffend. Hierbei ist nur der Angeklagte Ausweisungen, Haussuchungen usw., sind alle Behörden mit Dr. Schwindt beteiligt, welcher einem Angestellten des" Lokalallem Eifer daran, einen Drud auf die auf die Unternehmer Anzeigers" die Informationen zu dem Artikel erteilt haben soll. auszuüben und lassen es nicht zu, daß der Fabrikant den Forderungen Dr. Schwindt erklärte, daß er den Artikel zwar nicht tenne, aber er der Arbeiter nachgebe. Aus diesem Grunde ziehen sich jetzt ge gebe zu, daß er einen Herrn von der genannten Zeitung empfangen wöhnlich die Streits der Borstenarbeiter in die Länge und ruinieren und ihm eine Anzahl Fragen in Betreff des Spielerprozesses beoft die materielle Lage der Arbeiter. Der Kongreß hat antwortet habe. diesbezüglich mehrere Beschlüsse gefaßt, von welchen wir Redacteur Meyberg vom" Lokal- Anzeiger", der als Zeuge vernur einen als bezeichnendsten anführen. Alle Städte in Litauen nommen wird, bekundet, daß er sich die Informationen vom und Polen, wo das Borstengewerbe egiftiert, werden in einzelne Dr. Schwindt erbeten habe. Derselbe habe dabei kein Aftenstüd Rayons mit entsprechenden Centren eingeteilt. Die Streifs müssen benußt. so organisiert sein, daß jeder Rayon die Streifenden mit seinen eigenen materiellen Mitteln zu unterstüßen im stande wäre. Deshalb müssen die Arbeiter mit dem Centrum des gegebenen Rayons zuerst die Sachlage beraten, bevor sie einen Streit beschließen. Jeder Nayon hat seine eigene Streitfaffe. In Betreff des Auflagepunktes, der beiden Angeschuldigten gemeinsam zur Past gelegt wird, beschließt der Gerichtshof, die ganze über 150 Folioseiten umfassende Aullageschrift betreffend den Spielerprozeß zur Verlesung zu bringen. Der Gerichtshof erkannte nach langer Verhandlung auf Freisprechung beider Angeklagten. Der Staatsanwalt hatte für jeden eine Geldstrafe von 150 W. beantragt. Frankfurt a. M., 30. September.( B. H.) Die„ Franff. 8tg." meldet aus Bucarest: Es wurde die Aufnahme einer Anleihe im Betrage 4 246 110 Lei für die notleidende Bevölkerung bewilligt. Paris, 30. September.( W. T. B.) Die Untersuchungs- Kom mission des Staatsgerichtshofes jezte am Nachmittag das Verhör der Angeklagten fort. Ballière und Barillier erklärten, sie seien für eine plebiscitäre Republik und fügten hinzu, sie würden mur vor dem Staatsgerichtshof selbst antworten. Die„ Patrie" versichert, die Regierung habe die Einbernfung der Kammern auf den 7. November festgesetzt. New York, 30. September.( W. T. B.) In Keywest sind 45 neue Fälle von gelbem Fieber festgestellt worden. In New Orleans sind drei neue Fälle, aber kein Todesfall vorgekommen, ebenso in Jackson( Mississippi) ein Fall. Liverpool, 30. September.( W. T. B.) Das Transportschiff " Bibenghla", welches die Hälfte von drei nach Südafrika bestimmten Batterien an Bord hat und wegen einer Beschädigung des Dampfs tessels im Mersey- Flusse Halt machen mußte, ist nunmehr nach dem Kap abgegangen. Berantwortlicher Redacteur: Nobert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Br. 230. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. möglich. üsse, als der Durchmesser des Aequator. zu berechnen, der die Erdfläche sich am meisten annähert. Sonntag, 1. Oktober 1899. ge zu einer Einigung mit Stolze- Schreh zu Tage getreten, doch stehe Staaten usw. Von den Familien bestanden 235( 217) aus EheDer 7. internationale Geographen- Kongreß. wohl vorläufig noch eine Verschmelzung dieser beiden um die Palme männern mit Frauen und Kindern, 46( 32) aus Witwern mit ringenden deutschen Systeme in weiter Ferne. Bei der Ausarbeitung Kindern, 425( 414) aus Ehefrauen mit Kindern( Ehemänner oder In der allgemeinen Sigung, die am Sonnabendvormittag statt- des Einigungssystems sei der leitende Gefichtspunkt gewesen, Kürze, nicht mit aufgenommen), 94( 132) aus Witwen fand, sprach Professor Helmert aus Potsdam über„ Neuere Fort- Schreibgeläufigkeit, Einfachheit und Zuverlässigkeit in dem System schiedenen Frauen mit Kindern, 62( 53) aus Männern mit schritte in der Kenntnis der Erdgestalt." Der Leser muß aber nicht miteinander zu verbinden. Und dieses Ziel sei denn auch so vollkommen Frauen ohne Kinder, 293( 325) aus weiblichen Personen denken, daß in neuester Zeit etwa ganz neue Entdeckungen gemacht erreicht worden, daß das neue System in keiner dieser Eigenschaften mit unehelichen Kindern. Dem Berufe nach waren unter den 768 seien, aus; denen hervorgehe, daß die Erde gar keine Kugel ist, von einem anderen übertroffen werde, daß es aber in Bezug( 716) mitaufgenommenen Männern 328( 293) Arbeiter, 397( 369) sondern eine ganz andere Gestalt hat. Das ist ganz sicher nicht der auf Einfachheit des Negelwerts und leichte Erlernbarkeit die anderen Handwerker einschl. Gehilfen, 16( 21) Kaufleute. 2( 9) Beamte, 25 Fall; die Kugelgestalt der Erde steht vielmehr seit dem Systeme überrage. Es seien denn auch die besten Unterrichtserfolge( 24) dienende Personen. Unter den einzeln Aufgenommenen waren grauesten Altertum fest fest und ist durch alle seit Jahr in den zwei Jahren erzielt worden, und die Stenographie bringe 1787( 1693) Männer, davon 531( 493) Arbeiter, 988( 883) Hands tausenden gemachten Beobachtungen nur Beobachtungen nur bestätigt worden. seitdem in immer tiefere Kreise und immer weiter ins praktische werker einscht. Gehilfent, 147( 127) Staufleute, 14( 34) Beamte, 145 Besonders seit der allgemeinen Anerkennung des Kopernikanischen Leben hinein. ( 118) Dienende. Die neu Aufgenommenen und die noch aus dem Systems und dem großartigen Aufschwung der Himmelsmechanit, Amtsrichter Dr. Johnen sprach über die nächsten Aufgaben Vorjahr Uebernommenen ergeben zusammen 6450( 6217) überhaupt die an die Namen Kepler, Galilei, Newton u. a. geknüpft ist, ist der stenographischen Geschichtsschreibung. Eine Geschichte der verpflegte Abdachlose, die im ganzen 75 654( 65 296) Verein Zweifel an der allgemeinen Kugelgestalt der Erde nicht mehr Stenographie von den ältesten Zeiten ab, die allen wissenschaft- pflegungstage erforderten. Der Durchschnitt stellte sich für lichen Ansprüchen genügt, genügt, sei zur Zeit noch ein un das ganze Jahr auf 207( 179) Verpflegte pro Tag, aber speciell für Aber schon Newton wurde durch Erwägungen, die aus der erfüllter Wunsch. Vorläufig gelte es, den Arbeitsstoff zu ver- den März, der in der Regel die stärkste Frequenz- das EndMechanik( der Lehre von den Bewegungen) stammen, auf die ich hier teilen und durch umfassendes Quellenstudium und Heraus- ergebnis des winterlichen Notstandes- aufweist, auf jedoch nicht eingehen kann, zu der Annahme geführt, daß die Form gabe von Einzeldarstellungen die Grundlagen für die Gesamt- 269( 226) Verpflegte pro Tag. Aus den Angaben über die är at der Erde ein wenig von der vollendeten Kugel abweichen müsse, daß geschichte zusammenzubringen. Nötig ist im speciellen eine Zusammen- liche untersuchung und Behandlung der Obdachlosen Sie von Pol zu Pol ceichende Achse um ein geringes kleiner sein stellung alles dessen, was seit dem Altertum an Stenographie oder sei nur das eine mitgeteilt, daß 23 Personen starben, darunter Litteratur erschienen ist, die Herausgabe von Verzeichnissen der Be- 21 Säuglinge, und von diesen allein 11 an Lebensschwäche. Nachdem die Behauptung durch Messungen auf der Erde, sogen. stände der öffentlichen Bibliotheken, die Einrichtung stenographischer Grabmessungen, bestätigt war, bemühte man sich, eine andere, als Archive, die Bearbeitung der Geschichte der einzelnen stenographischenschuß aur Beratung einer einheitlichen Regelung Zu dem Verhalten der„ liberalen" Mehrheit in dem Auseine Stugelfläche, eine sogenannte ellipsoidische Fläche als diejenige Schulen. Der Stenographentag schloß sich diesen Wünschen Je ernannte eine wissenschaftliche Kommission zur Förderung dieser Auf- bes Submissions wesens geht uns noch folgende Mitteilung mamigfaltiger unsere Beobachtungs- und Meßmethoden, je schärfer gaben. Auch der nächstes Jahr in Paris tagende internationale u: Völlig teilnahmslos und gleichgültig scheint diese kompakte und feiner unsere Meßinstrumente wurden, um so genauer konnten Stenographentag soll für diese Angelegenheit interessiert werden. In Bestrebungen der Neuzeit gegenüberzustehen. Nichts ist bis zu ihr Majorität allen socialpolitischen Anschauungen und socialreformatorischen die Abweichungen der wirklichen Erdfläche von der berechneten den Ausführungen Dr. Johnens war besonders interessant die Mitteilung, ellipsoidischen beſtimmt werden; in den letzten Jahren sind um- wonach es jetzt durch den jungen Gelehrten De wifcheit erwiesen gedrungen von der Ethik des Arbeiterschutzes, nichts von der Bes fassende Erdmessungen in Europa, in den Vereinigten Staaten sei, daß die ersten Ausgaben der Shakespeareichen Dramen Raub- schränkung der freien Konkurrenz durch Unternehmerverbände, nichts von Amerika, in" Indien und Süd- Afrika ausgeführt worden, brude gewesen sind, die auf Grund stenographischer Niederschriften von der Bedeutung der modernen Arbeiterorganisationen, die kulturund über die Reſultate dieser Arbeiten und was sich daraus für die während der Aufführungen im Theater zu stande tamen. Die Neber- fördernd wirken, indem sie den Arbeitermaſſen eine beſſere Eriſtenz und damit ein höheres Kulturniveau zu erkämpfen bestrebt sind. Jeder Streif genauere Erdoberflächengestalt der Erde und der Verteilung der lieferung der Shakespearefchen Dramen auf die Nachwelt sei eine ist dieser Sorte von Liberalen ein Greuel, und sie würden ihren Massen im Innern ergiebt, berichtete Professor Helmert. der größten Ruhmesthaten der Stenographie. Für die Entscheidung dieser Fragen wären auch PendelNachdem sprach Käding über Geläufigkeitsunter Schöpfer im stillen danken, wenn es gelänge, die Zuchthausvorlage beobachtungen an vielen Orten sehr wichtig; leider lassen sich die- suchungen. Es handelt sich darum, Untersuchungen über die Gesez werden zu lassen. Mit Entrüstung wies der Stadtv. Lüben jede Einmischung in den freien" Arbeitsvertrag zurück, feinem selben auf einem Schiff nicht anstellen, und da etwa 2/3 der Erde Beit anzustellen, in der die einzelnen stenographischen Zeichen Unternehmer dürfe die Pflicht auferlegt werden, bei Subvon Wasser bedeckt ist, so liegt über die Verteilung der Massen unter darzustellen sind, was für die Entwickelung der stenographischen missionen die zwischen Unternehmern und Arbeitern getroffenen den großen Oceanen noch fast gar kein Material vor. Die erste Systeme von großem Wert ist. Die Untersuchungen sollen hat, war die Nansensche Polarexpedition, bei welcher auf dem Eise stimmten Arbeitsplan je 15 Sekunden lang die einzelnen Zeichen zuerkennen und in Berechnung zu stellen. In die freie Konkurrenz Schiffsexpedition, die Pendelbeobachtungen auf dem Meere angestellt in der Weise erfolgen, daß ca. 50 Personen nach einem be- Vereinbarungen, und sei es vor einem Einigungs amt( was in dem Antrag Goldschmidt enthalten war), an des Polarmeeres auch Pendelmessungen zur Bestimmung der Schwere schreiben und daß dann der Durchschnitt aller Leistungen ermittelt vorgenommen wurden. Nach dem Vorgang dieser Messungen, deren wird. Und zwar sollen auf diese Weise die verschiedenen stenoResultat ein überraschendes war- die Schwere zeigte sich normal, nicht graphifchen Systeme und die Zeichen der deutschen und lateinischen größer als auf dem Festlande, wie man geglaubt hatte sollen Schreibschrift durchprobiert werden. Es soll eine Aufforderung zur auch die künftigen Nord- und Südpol- Expeditionen Pendelmessungen Mitarbeit und zur Mitaufbringung der Kosten an die sämtlichen stenographischen Schulen ergehen, und die Physikalisch- technische Im übrigen wurden in der Sigung speciellere geographische Reichsanstalt soll ersucht werden, die gewonnenen Rejultate mittels Fragen behandelt, von denen ich den Vortrag des Prof. Pend aus elektrischer und anderer Apparate nachzuprüfen. Wien über„ Die llebertiefung der Alpenthäler" hervorhebe. Herr v. Wittten sprach nach der Mittagspause über den steno Normale Thalsysteme zeigen stets eine gewisse Gemeinsamkeit graphischen Unterricht an Kapitulantenschulen. Im Heere werde ja der einzelnen Glieder; so geht ihr Gefälle im selben Sinne fort, die Stenographie bis jetzt nur wenig angewandt. Aber die Kurzund die Fortbildung einer Thalstrecke hat die der benachbarten, auf- schrift sei an den Kapitulantenschulen eingeführt worden, wo sie den wärts gelegenen zur Folge. Ebenso zeigen Haupt- und Nebenthäler Unteroffizieren gelehrt werde. Dieser Unterricht hat den Zweck, die dieselbe Thalsohle. Die Alpenthäler weichen aber meistens davon Unteroffiziere zu befähigen, später im bürgerlichen Leben leichter ab. Die Hauptthäler sind erheblich breiter und vor allem tiefer Stellungen einnehmen zu können. als die Nebenthäler; wo ein solches in das Hauptthal cinmündet, entsteht daher eine Stufe oder Terrasse. Deshalb nennt man ein folches Hauptthal übertieft. Dabei geht aus der ganzen geologischen Struktur dieser übertieften Thäler deutlich hervor, daß fie in früheren Zeiten normal gewesen sein müssen, daß fie aus Schulen nicht allzu schwer sei. Nötig sei nur die Bereit normalen entstanden sind. bornehmen. das war der Weisheitsspruch dieses Musters von einem Manchestermann. dürfe nicht eingegriffen werden" Und niemand seiner Gesinnungsgenossen widersprach ihm. Es blieb dies den Stadtvy. Wernau und Dupont vorbehalten, die sich energisch gegen diese Rückständigkeit wendeten. Rückständigkeit wendeten. Was soll man auswärts jagen zu einem derartigen Verhalten von Vertretern der größten Kommune Deutschlands in der Arena der Socialpolitik? Sie sprachentauben Ohren: Gegen 2 Stimmen wurde der Antrag ernau, gegen 3 Stimmen der Antrag Goldschmidt abgelehnt. Legterer steht unter seinen„ liberalen" Freunden meist allein, wenn er einmal Arbeiterinteressen, und sei es auch nur im Sinne der Hirsch- Dunderſchen Gewerkvereine, pers treten zu müssen glaubt. Kommenden Dienstag über acht Tage. wird die Diskussion fortgesetzt und wird es sich ja dann zeigen, wie fich die Majorität zu den weiteren Punkten des socialdemokratischen Antrages stellen wird: Die Unternehmer zu verpflichten, in erster Linie ortsansässige Arbeiter zu berücksichtigen, für genügende Umfleide-, Wasch- und Eßräume 2c., sowie Thür- und Fensterschluß im winter auf Neu- und Umbauten und Beseitigung der offenen Coatsfeuer Sorge zu tragen. Ferner sprach am Sonnabend noch der Rektor Welten über Gedankenbrücken zwischen Gabelsberger und Stolze- Schrey. Er weist auf die Aehnlichkeiten und Uebereinstimmungen beider Systeme hin und meint, daß eine Einigung und Verschmelzung beider Daß an ein Verständnis für die völlige Beseitigung des Subwilligkeit der Gabelsbergerianer zur Vereinigung. Dabei Als Ursache dieser Veränderung glaubte Peuck die Erosions- würde das Gute bei Gabelsberger, soweit es nicht schon in missionswesens bei dieser Mehrheit, indem die Stadt Unterthätigkeit der Gletscher zu erkennen, welche bei den Bergletscherungen das neue System übergegangen ist, in ein einheitliches deutsches nehmerin ist, gar nicht zu denken ist, braucht nicht betont zuwerden. der Alpen während der Eiszeit besonders wirksam gewesen sein muß. System hinübergerettet werden können. Aus der sich an den Verbreitung von Krankheiten durch Bade- Anstalten. Von Es giebt in den Alpen auch normale Thalsysteme, namentlich in den Vortrag anschließenden Diskussion ist als allgemeine Stimmung einem Arzte wird uns geschrieben: In der Angelegenheit der am Ostalpen, und wenn man dorthin fommt und das Gebiet der ver- herauszuheben, daß vorläufig von Einigungsverhandlungen keine Freitag berichteten Verbreitung des Trachom( ägyptische Augentieften Thäler verläßt, fo läßt man gleichzeitig alle Spuren der Ver- Rede sein könne, weil hierzu ja auch in der Gabelsbergerschen krankheit) durch Ansteckung in einer hiesigen Bade- Anstalt möchte ich gletscherung hinter sich. Schule gegenwärtig kaum Neigung vorhanden sei. Wohl aber im öffentlichen Interesse nicht unterlassen, noch auf einen anderen Zum Vergleich mit den übertieften Thälern muß man die Fluß- können durch gemeinsame Unternehmungen, wie etwa die geplanten Weg aufmerksam zu machen, auf dem die Ansteckung hier vielleicht betten heranziehen. Da finden wir genau dieselben Formen; z. B. Geläufigkeitsuntersuchungen, die Grundlage für eine spätere Einigung erfolgt ist oder in anderen Fällen vor sich gehen könnte. Es scheint mündet in einen 6 Meter tiefen Hauptstrom ein Nebenflüßchen von faum 1/2 Meter Tiefe, so daß bei gleichem Wasserspiegel an der Es wird noch bekannt gegeben, daß die Stenographische Einmündung des Thales selbst eine Stufung vorhanden ist. Die vertieften Ausstellung im Reichstags= Gebäude nicht nur am Montag Thäler waren nach dieser Anschauung Betten einer Strömung, aller- von 9-9 Uhr, sondern auch am Sonntag von 12-2 Uhr gedings nicht einer Wasser-, sondern einer Eisströmung. Daß das Eis öffnet sein wird. eine so starke Erosionsthätigkeit ausüben konnte, erscheint nicht zweifelSonntagvormittag 11 1hr findet im Festsaal des Nathaft, wenn man an die Mächtigkeit der Gletscher zur Eiszeit( bis zu hauses eine öffentliche Sigung des Stenographen Daß hierbei Ansteckungskeime, welche z. B. beim Abtrocknen tages statt, zu der der Zutritt frei ist. Es werden dort sprechen leicht an die Wäsche geraten, nicht sicher entfernt oder vernichtet Auch Nansen hob hervor, daß er auf seiner Grönlandreise der Direktor des Statischen Bureaus Blend zum Gedächtnis werden, ist klar. Deshalb sollte die Sanitätspolizei ihr Augenmerk eine Dicke des Inlandeises bis zu 600 Meter festgestellt habe, so daß Stolzes, Realschul- Direktor Hock& über die Kurzschrift und die auf diese Dinge richten, und es wäre zu fordern, daß die Wäsche cine starke Erosionsthätigkeit der ungeheuren strömenden Eismasse Schule, Generallieutenant v. Bumke über die Stenographie im nach jedesmaligem Gebrauch nicht nur gehörig gewaschen, sondern wohl verständlich ist. Nachmittags teilte fich der Kongreß wieder in drei gesonderte Deere und Instizrat Mundel über die Kurzschrift in der Rechts- womöglich auch durch Dampfsterilisatoren von allen etwa ihr an" 1500 Meter) denkt. geschaffen werden. pflege. Lokales. in manchen Bade- Anstalten, ebenso wie in manchen Hotels und dort die Badewäsche, hier Restaurants, üblich zu sein, die Wäsche soweit solche nicht die Bettwäsche, Handtücher, Servietten 2c. sichtbare Spuren der Verunreinigung durch den Gebrauch aufweisen, nicht vollständig neu zu waschen, sondern einfach zu befeuchten und frisch zu rollen. haftenden Ansteckungsstoffen sicher befreit würde. Abteilungen, von denen ich der Sigung der Abteilung für Ocea Dem Publikum selbst aber kann nicht genug eingeschärft werden, nologie beiwohnte. Hier erhob sich eine interessante Unterhaltung sich von den Neinlichkeitsverhältnissen in solchen Anstalten durch über eine internationale Sammlung aller Angaben, welche die Ver eigenen Augenschein genau zu informieren, unsaubere Anstalten au breitung und die Natur des Treibeises bestimmen. Eine genauere Kenntnis dieser Verhältnisse, die auch in klimatologischer Hinsicht sehr kreises die Mitteilung, daß am Dienstagabend 7 Uhr eine FlugDen Parteigenoffen und Genossinen des zweiten Wahl meiden, oder auch nur selbst mitgebrachte Wäsche zu benutzen. Bewertung des Innungsrummels in Berlin. Vollständig wichtig wäre, läßt sich nur durch rege Mitarbeit der Handelsschiffe erreichen, blatt- Verteilung stattfindet. Alle, die gewillt sind, mit zu gescheitert sind die Versuche, durch Einführung eines besonderen und es wurde angeregt, sich an die hydrographischen und meteorologischen helfen, werden ersucht, sich in folgenden Lokalen einzufinden: Pinzer, Innungsabzeichens und dessen Anbringen an den Schau Institute der verschiedenen Kulturländer zu wenden, damit sie gleichmäßig lautende Formulare an die Schiffsführer und Kommandanten aus Schüßenstr. 18/19; Saß, Martgrafenstr. 102; Voigt, Königgräger- fenstern den Absatz der den Innungen angehörenden Handwerksteilen mit der Bitte, alle nötigen Eintragungen in dieselben zu machen. straße 39; Siebert, Großbeerenstr. 54; Faller, Pallasstr. 16; Werner, meister zu heben. Ein Teil der Innungen hatte sich von vornBülowstr. 59. H. Werner. herein der Einführung gegenüber ablehnend verhalten. Diejenigen Allerdings ist das nicht ganz leicht. So hob z. B. Nansen hervor, daß Eisgrenze und Eisgrenze durchaus nicht immer dasselbe Die Parteigenoffen des fünften Berliner Wahlkreises Handwerker, die ihre Geschäfte durch den Jnnungsstern tenntlich fei. Man trifft auf eine Eisgrenze, und es ist eigentlich noch werden darauf aufmerksam gemacht, daß am Dienstagabend eine machten und dadurch ihre Kundschaft zu vergrößern glaubten, erEntweder wurde das Zeichen gar nicht die Gisgrenze; denn hinter ihr dehnt sich wieder Flugblattverbreitung zur Stadtverordnetenwahl stattfindet. fuhren eine arge Enttäuschung. das offene Meer aus. Es dürfte also nicht schlechtweg Die Parteigenoffen mögen sich bei Wittschow, Kleine Ham- ganz übersehen, oder es trug sogar dazu bei, dem Geschäfte den weniger inmungsfreundlich gesinnten Teil der Kundschaft zu ent Eisgrenze" in das Formular eingetragen werden, wodurch die her- burgerstr. 26/27, und Willner, Münzstr. 59, einfinden. Jetzt sind die Innungsabzeichen fast völlig wieder ver zustellende Karte leicht verfälscht würde, sondern es müßte genau Achtung, sechster Wahlkreis! Genossen und Genossinnen, schwunden. angegeben werden, wie der Horizont aussehe, ob blau( Wasser welche bereit sind, sich an der am Dienstag stattfindenden Flughimmel) oder weiß( Eishimmel), wie alt das Eis sei, und anderes, blattverbreitung zu beteiligen, werden gebeten, sich abends was alles die Schiffsführer nach einigen Anweisungen mit nicht allzu 8 1hr am Dienstag in folgenden Lokalen einzufinden: Joh. Pfarr, vieler Mühe ausführen könnten. Butligstr. 10; J. Krause, Müllerstr. 7; W. Brinkmann, PrinzenHuf weitere Einzelheiten will ich nicht mehr eingehen; betonen Allee 21; Fidinger, Usedomstr. 22; Augustin, Stastanien- Allee 11. möchte ich nur noch den angenehmen Eindruck, den das Zusammen. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Das Wahl- Komitee. arbeiten von Forschern der verschiedensten Nationen und die Betonung der Notwendigkeit weiteren internationalen Zusammen- Freie Volksbühne. Die zweite Abteilung hat ihre Faust" arbeitens hervorbringt. Wie die wissenschaftlichen Interessen inter- Aufführung heute nachmittags 24 Uhr, im Ostend- Theater, für die national sind, so sind es auch die übrigen allgemein menschlichen, in fünfte Abteilung 28/4 Uhr im Lessing- Theater werden die" Journalisten" erster Linie die der Arbeiterklasse; noch sind wir in Deutschland gegeben. Die Zahlstelle 23 von Frit Zubeil wir vom 1. Oktober leider nicht so weit, daß auch die internationalen Vereinigungen der ab nach der Markgrafenstr. 102 zum Restaurateur Saß verlegt. Arbeiter äußerlich die gebührende Beachtung finden. Die Billetts zum Herbstfest 14. Oktober, Brauerei Friedrichshain, gelangen jezt in allen Zahlstellen zur Ausgabe a 50 Pf.( Bitte die heutige Annonce im Inseratenteil zu beachten. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Stenographentag Stolze- Schrey. b. bei Dr. Karl Ruf, der bekannte ornithologische Schriftsteller, ist gestern gestorben. Dem populären Gelehrten find alle Vogelliebhaber zu Dank verpflichtet. Mit Leib und Seele war Ruß bei feinen gefiederten Lieblingen und mit wahrhafter Hingabe suchte der auch im persönlichen Verkehr liebenswürdige Herr über die Pflege der Stubenvögel Wissen zu verbreiten. Dr. Karl Ruß war durch den Tod seines hoffnungsvollen, vor fünf Wochen an Lungen ber entzündung verstorbenen einzigen Sohnes Karl Ruß, gleich ihm hier in Berlin Naturwissenschaften studiert hatte der Redaktion der seit 1872 erscheinenden und ihm Zeitschrift Die gefiederte Welt" recht behilflich war, endlich gebeugt, so daß er der tückischen, wohl durch Erkältung entstandenen Krankheit, der er erlag, keinen rechten Widerstand mehr entgegenzuseßen vermochte. Ruß, geboren am 14. Januar 1833, hat ein Alter von 66 Jahren erreicht. Er hinterläßt außer seiner tieftrauernden Gattin drei unverheiratete Töchter. Die Wissenschaft verdankt ihm eine große Zahl ornithologischer Werke. Die Beisetzung Dr. Karl Ruß' findet am Dienstagnachmittag 4 Uhr auf dem Heiligen Streuz- Stirchhofe in Mariendorf statt. Der gegenwärtig in Berlin zusammengetretene Stenographen Tas städtische Obdach im Jahre 1898/99.- I. Die Abtag hielt am: Sonnabend im Reichstagsgebäude seine erste Haupt- teilung für obdachlose Familien hat im letzten Jahre wiederum versammlung ab. Der Direktor des Reichstags nad und der eine Zunahme der Frequenz gehabt. Sie nahm 1898/99 Das Polizeipräsidium macht folgende Polizeiverordnung über Direktor des Preußischen Statistischen Bureaus Blend widmeten( bezw. 1897/98) auf: 1155( 1173) Familien mit 3840( 3694) Köpfen, der Versammlung, die unter Leitung von Mar Bädler steht, außerdem 2450( 2337) Einzelpersonen, also zusammen 6290( 6031) die Gestattung des Feilbietens im Umherziehen von Begrüßungsworte. Dr. Manzel hielt den ersten Vortrag. Er obdachlose Personen. 250( 234) Familien und 533( 486) Einzelpersonen Bier mit einem Alkoholgehalte bis zu 2 Proz. bekannt.§ 1. Biere gab einen Rückblick über die Erfolge des Einigungssystems Stolze wurden mehr als einmal in demselben Jahre aufgenommen. Unter den dürfen im Umherziehen nur dann feilgeboten werden, wenn sie einen Echrey ſeit dem Sommer 1897, gu welcher Zeit Die 6290( 6031) aufgenommenen Personen waren 2298( 2207) Sinder, höheren Alkoholgehalt als 2 Proz. nicht befizen.§ 2. Die Gefäße, Einigung der Systeme von Stolze Schrey 5 und Belten speciell 485( 506) Säuglinge, 928( 881) Kinder von 1-6 Jahren, worin die im§ i bezeichneten Biere im Umherziehen feilgeboten zu stande fam. In Deutschland tommen jetzt fast nur 885( 820) von 6-14 Jahren. Der Nationalität nach waren werden, müssen mit einer den Namen und die Art, den Ursprungsnoch das Einigungssystem und das Gabelsbergeriche in Be- 5962( 5771) aller Aufgenommenen aus Preußen, davon allein 2747 ort und den Alkoholgehalt des Getränkes angebenden Bezeichnung tracht. Es sei auch in der Gabelsbergerschen Schule schon Stimmung( 2639) in Berlin geboren. Die übrigen waren aus anderen deutschen versehen sein.§ 3. Wer Biere in einem höheren als dem nach§ 1 Aus den Nachbarorten. zulässigen Alkoholgehalte im Umherziehen feilbietet, wird gemäß| wohnbarkeit der Welten". Bu beiden Vorträgen haben die ermäßigten § 148 Biffer 7a der Reichs- Gewerbe- Ordnung mit Geldstrafe bis zu Bam Doppelteme, bet in einhundertfünfzig Mart, im Unvermögensfalle mit Haft bis zu vier Dam Doppelsterne und der Andromeda- Nebel beobachtet, der in diesen Wochen bestraft. Wer den im§ 2 diefer Verordnung getroffenen mondscheinlosen Nächten besonders günstig zu sehen ist. Bestimmungen zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu sechzig Mart, im Ünvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft.§ 4. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündigung in Straft. Reinickendorf. Am Donnerstag findet im Lokale zum Brocken, Stiftungsfonds für Weber und Stuhlarbeiter. Aus der Scharnweberstr. 120, eine Boltsversammlung statt. Referent unter Verwaltung der städtischen Stiftungs- Deputation stehenden ist Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. Um zahlreichen Stiftung eines ungenannten sollen einmalige Unter- Besuch besonders der Frauen bittet ftigungen im Betrage von wenigstens 30 M. an solche Weber und Der Vertrauensmann. Stuhlarbeiter d. h. Weber, Wirker, Naschmacher, Zeugmacher, Tuch Schöneberg. Die Generalversammlung des Arbeiter macher, Strumpf- und Seidenwirker) Meister und Gesellen vergeben Bildungsvereins findet Montag, abends 8 Uhr, bei Obst, werden, welche zwar der öffentlichen Armenpflege nicht anheim- Grunewaldstr. 110, statt. gefallen find, aber sich in Geldverlegenheit, namentlich was die Bahlung der Wohnungsmiete betrifft, befinden. Bewerber müssen sich seit mindestens zwei Jahren in Berlin niedergelassen haben. Hauptsächlich sollen diejenigen berüdsichtigt werden, welche mehr als 4 Kinder unter 14 Jahren haben. Gesuche mit Angaben über die Dauer des Aufenthalts der Antragsteller in Berlin und über die Zahl ihrer, am Leben befindlichen Kinder unter 14 Jahren sind bis 8. Oftober d. J. an die Städtische Stiftungs- Deputation, Poststr. 16, 2 Treppen, zu richten. Schmargendorf. Der Arbeiter Bildungsverein hält seine nächste Bersammlung am Dienstag, abends 8½ Uhr, im Wirtshaus Schmargendorf ab. Genosse Hoffmann spricht über das Thema: " Ist der Mensch das Produkt seiner Verhältnisse?" Vermischtes. Die Nachrichten über die Folgen des Erdbebens im Vilajet Aidin lauten immer betrübender. Der Sultan hat für die Opfer 6000 Pfund gespendet und eine Hilfsaktion angeordnet; Privatsammlungen zur Linderung der Schäden sind eingeleitet. Auch in den angrenzenden Vilajets finden immer noch leichtere Erdbeben statt. # Zu dem Selbstmord des Bezirkskommandeurs v. Biberach, des Oberstlieutenants v. Zerch, berichtet die Augsb. Abendztg.": Der Bursche des Verstorbenen ist vor etwa zwei Wochen verhaftet worden, weil er mehrfache Diebstähle begangen und u. a. auch den Stoffer eines bei Lerch bediensteten Mädchens, sowie den Schreibtisch seines Herrn erbrochen hatte. v. Lerch hatte von diesen Vorfällen Kenntnis, aber um den Burschen zu schonen, erstattete er nicht die vorschriftsmäßige Meldung, sondern begnügte sich, dessen Zurüc versehung zum Regiment zu beantragen. Die Sache kam trotzdem auf und v. Lerch wurde wegen seines untorrekten Verhaltens in diefelbe berwidelt. Die verschiedenen Bernehmungen usw. alterierten b. Lerch, der mit Leib und Seele Soldat war, berart, daß er den unseligen Schritt beging." Dreißig Personen bei einem Schiffsbrand ums Leben geFommen. Der New York Herald" meldet aus Panama, der Dampfer Montoya" sei auf dem Magdalenenstrom verbrannt. Bon 50 Passagieren, welche sich an Bord befanden, seien nur 20 gerettet worden, Der Schazsekretär von Kolumbien befinde fich unter den Berunglückten. Das Kanalisations.Ortsstatut der Stadt Schöneberg ungültig! Diese überraschende Entscheidung fällte der Bezirksausschuß zu Potsdam aus Anlaß eines Rechtsstreites zwischen der Gemeinde Schöneberg und der dortigen Pfarre. Nach dem Schöneberger OrtsBei den auf dem Gelände des Kölnischen Parkes zu er- statut für die Erhebung von Kanalisationsgebühren wird bei der richtenden Neubauten des Märkischen Provinzial. Herstellung neuer Stanalisationsanlagen von den beteiligten AnMuseums und des Straßenreinigungs- Depots hat sich ergeben, wohnern eine einmalige Abgabe von 50 M. pro laufendes Meter er daß der Baugrund wesentlich ungünstiger ist als bei der Ver- hoben. Die Pfarre hat nun auf ihrem Kirchhofsgrundstück an anschlagung der Fundierungsarbeiten auf Grund der Bohrresultate der Hauptstraße vor einiger Zeit eine neue Zeichenhalle angenommen werden konnte. Es ist daher eine tiefere Fundierung, errichten und fie an die Kanalisationsanlage anschließen Der Cirkus Bauer gab im Juni in Posen Vorstellungen. Der Bur legten Borstellung lud die Direktion mit dem besonderen Bewie veranschlagt, notwendig. Die dadurch entstehenden Mehrkosten lassen, welche für die alte Leichenhalle schon bestand. belaufen sich auf 39 500 W. beim Märkischen Museum und 2200 M. Magiftrat wollte nun für die Herstellung dieses Anschlusses wiederum merken ein, daß jede Eintrittstarte zugleich ein Lotterielos ſei, beim Straßenreinigungs- Depots, um welche Summe sich die von die Gebühr erheben. Die Pfarre lehute aber die Bezahlung der auf das ein Pferd gewonnen werden könne. Der Cirkus war überder Stadtverordneten Versammlung durch die Beschlüsse vom selben mit der Begründung ab, daß es sich hier lediglich um eine füllt, und die Erwartung aufs höchste gespannt. Jedes Pferd, das 3. März 1898 beziv. 6. April 1899 genehmigten Kosten- Berlegung der Kanalisation, nicht aber um eine Neuanlage handele. in die Manege tam, wurde besonders fritisch gemustert. Endlich anfchläge( 44 500 m. beziehungsweise 22 800 M.) erhöhen würden, Die Sache kam nun vor den Bezirksausichuß, und dieser entschied fand die Vorstellung statt, der glückliche Gewinner eilte in den Stall so daß die Gesamtfundierungskosten beim Museum 84 000 2. und nun, ohne auf die Materie selbst einzugehen, zum nicht geringen und erhielt ein hölzernes Pferdchen im Werte von 2 M. Die Sache beim Straßenreinigungs- Depot 25 000 m. betragen werden. Der Erstaunen der Parteien dahin, daß das vom Magistrat hatte noch ein Nachspiel vor dem Strafrichter. Der Cirkusdirektor Magistrat hat nun die Stadtverordneten- Bersammlung ersucht, die Begründung seiner Ansprüche der Klage beigefügte wurde wegen Veranstaltung einer unerlaubten Lotterie zu 5 M. Nachtragsforderung zu bewilligen. Kanalisations. Ortsstatut rechtlich- überhaupt ungültig sei, Geldstrafe verurteilt. da es weder dem Minister des Innern noch dem Finanzminister 72 schwere Touristenunfälle gab es nach den Zusammens zur Bestätigung vorgelegen habe, also von diesen stellungen eines Büricher Blattes im diesjährigen Sommer in den nicht genehmigt worden fei. Gegen diese Entscheidung hat Alpen. Die Zahl der Opfer der Berge beträgt 67 Tote und 31 Ver nun der Magistrat beim Ober- Berivaltungsgericht Berufung ein- wundete. Von den letteren dürften einige noch nachträglich gestorben gelegt, indem er behauptet, daß eine solche ministerielle Bestätigung sein. Die Bahl der Verunglückten in den Schweizer Bergen beträgt 61, des Ortsstatuts nicht erforderlich gewesen sei, weil es sich hier nicht auf Tirol und Bayern entfallen 37. Mit vier Toten auf einen Schlag um die Zahlung fortlaufender Gebühren, sondern nur um einmalige steht in diesem Jahre die Dente Blanche im Kanton Wallis in der Abgaben handele. Da die Sache für sehr viele Kommunen und traurigen Statistit obenan. deren Kanalisations- Abgabepflichten von principieller Bedeutung ist, darf man auf den Ausgang des Rechtsstreites gespannt sein. Der von dem Laufburfchen Franz Wegener als Teilhaber an der Beraubung feiner Großmutter verdächtigte Ernst Kopfe ist weder in Magdeburg noch hier in Berlin zu ermitteln gewesen. Die Polizei nimmt an, daß Wegener keinen Helfershelfer gehabt hat, der angegebene Stopte also gar nicht vorhanden ist. Mit der Beraubung Hat Kopte in feinem Falle nach Aussage der Großmutter etwas zu thun, vielleicht nur mit der Unterschlagung, die Wegener am Sonnabend bei der Firma Brav in der Sebastianstraße verübt hat. " " Ein Aus Nischny Nowgorob wirb gemeldet: Während Nebels stieß auf der Wolga der Bugfierer Jewdofia" mit dem Baffagier dampfer Alexander Newsti" zusammen, wobei letterer be deutende Beschädigungen erlitt; ein Bassagier wurde getötet und zwei verwundet. Ferner stieß gestern auf der Wolga der Passagier dampfer Bojarin" mit einem Bugsierer zusammen; bet diesem Busammenstoß wurden der„ Nowoje Wremja" zufolge neun Passagiere verwundet. Ueber ein Eisenbahn- Unglück wird aus Paris berichtet: Ein Bild des Jammers zeigte sich in der vorlegten Nacht den Bewohnern des Hauses Königsbergerstr. 16. Hier wohute der Unweit des Rennplages Maison 2affitte fuhr Freitag ein Eisen Vom Minister zum Stadtverordneten. Der frühere Minister bahnzug mit Pferden gegen einen Prellbod, welcher zertrümmert 36 Jahre alte Arbeiter Friedrich Grönget mit seiner Frau und drei des Innern, Herr Herrfurth, der sich in der Kleiststraße ein be- wurde. Der Heizer und der Zugführer, sowie zwei Ausländer, anKindern im Alter von 4 bis 8 Jahren. Der Mann war ein Trunken- hagliches Heim geschaffen hat, wird bei den bevorstehenden scheinend Pferdeknechte, wurden getötet, 7 Personen verlegt. bold und schon drei Tage lang abends betrunken nach Hause ge- Charlottenburger Stadtverordnetenwahlen kandidieren. Minister weiterer Eisenbahnunfall ereignete sich gestern bei Coutras kommen. Ebenso war es auch gestern abend um 7 Uhr wieder. Als Herrfurth ist aufgestellt als Kandidat der Unpolitischen Partei",( Gironde) dadurch, daß ein Zug gegen einen Prellbod fuhr. Drei uun Frau Grönget ihm Vorwürfe machte, gab es einen heftigen die in der Stadtverordneten- Fraktion der Freien Vereinigung" Bersonen wurden verlegt, eine derselben erlag am Abend ihren Streit, der damit endete, daß ihr Mann sie zur Thür hinauswarf. unter Führung des bekannten Stadtverordneten Direktor Ströhler Wunden. Die drei Kinder, die der Vater bei sich behalten wollte, nahm die seit Jahren über die absolute Mehrheit in der Charlottenburger Mutter an sich; mit ihnen saß sie die ganze Nacht auf dem Stadtverordneten- Versammlung verfügt. Treppenflur, da Grönget die Thür der Wohnung abgeschlossen Aus Friedrichsfelde wird uns geschrieben: Die Ostbahn ist hatte. Erst gestern Morgen um 6 Uhr fonnte sie einen Schlosser das Stieftind des Eisenbahnministeriums. Auf allen Vorortstrecken holen, um mit Gewalt öffnen zu lassen, da sich drinnen nichts mehr werden die Züge infolge des steigenden Arbeiterverkehrs vermehrt, regte. Grönget hatte unterdessen seinem Leben ein Ende gemacht; nur nicht auf der Ostbahn. Mnß man z. B. um 7 Uhr morgens in fniender Stellung hing er in der Küche als Leiche am Hahn der auf einer mehr im Innern der Stadt gelegenen Arbeitsstätte fein, Wasserleitung. so ist man gezwungen, mit dem 5 1hr 20 Minuten von Kelistrin Wenn der Arbeiter alt wird. Seiner Verlegung erlegen ist fommenden Feruzug zu fahren, denn mit dem nächsten, 6 Uhr der 50 Jahre alte Buchbinder Louis Saue vom Kaiser Franz 20 Minuten abfahrenden Buge würde man zu spät ein Grenadierplaz 3. Saue war 18 Jahre lang in der Dresdenerstraße treffen. Am Abend hat man dieselbe Kalamität. Zwischen Briefkasten der Redaktion. bei dem Buchhändler Moses beschäftigt. Ein Lungenleiden zwang 6 Uhr Minuten und 8 Uhr 85 Minuten trifft Die juristische Sprechstunde findet Montag. Dienstag und ihn, die Arbeit aufzugeben. Auf einem Spaziergange trat er vor fein Bug aus Berlin in Friedrichsfelde ein. Man Freitag abends von 6 bis 8 1hr statt. vierzehn Tagen plöglich in das Haus an der Ecfe' ber Köpenider tröstet sich damit, daß Friedrichsfelde ja dereinst Stadtbahnstation Haynau. Erfurt hat 9 evangelische und 9 katholische Kirchen. Der und Michaeltirchstraße ein und schoß sich eine Revolverfugel in die werde. Aber bis dahin wird die Arbeiterschaft am Orte noch manche Dom St. Marien" ist eine fatholische Stirche. Schläfe. Die Verwundung führte im Krankenhause Bethanien" Verkehrswiderwärtigkeit zu ertragen haben. zum Tode. Ueber kommunale Sorgen in der gutgesinnten Potsdamer Ein vornehmer Hochstapler wird gegenwärtig von der Ber- Bürgerschaft bringt die B. C." eine auch in politischer Hinsicht liner Kriminalpolizei verfolgt. Derselbe nennt sich bald Freiherr nicht uninteressante Mitteilung: Die diesmaligen Stadt v. Kampwiz, bald Lothar v. Pfeil, Schauspieler Ehren- verordneten Wahlen in Potsdam, welche im Herbst statt- it stein usw. Seine Specialität find Hotelschwindeleien. Er borgt finden, beschäftigen zur Zeit die dortigen Bezirksvereine und den nicht nur die Hotelangestellten an, sondern bleibt auch stets seine Haus- und Grundbefizer- Verein sehr lebhaft. Es macht sich der Beche schuldig und bereist auf diese Weise alle größeren Städte. Bei Mangel an geeigneten Kandidaten geltend, zumal jetzt viele Beamte seinen Pumpversuchen und Schwindeleien verfährt er auf recht erklären, sie würden bei der gegenwärtigen Tattit der Reoriginelle Weise. Entweder giebt er in versiegeltem Briefumschlag gierung selbst ein Mandat zur Stadtverordneten- Versammlung eine angeblich goldene, in Wahrheit aber wertlose Uhr als Pfand, nicht annehmen. In der Versammlung hatten bisher die oder er zeigt seinen Opfern eine Anzahl Photographien angeblich Beamten der Ober Rechnungskammer und des Rechnungsvon seiner schönen Frau und seinen drei Kindern, die ihm alle innerhofes großen Einfluß, weil sie schon infolge ihrer Stellung vorzüge halb neun Wochen gestorben sein sollen. Der Pseudo- Freiherr ist von liche Revisoren der städtischen Rechnungen waren und manche Fehler magerer, mittlerer Figur, hat dunkles Haar, glattrasiertes Gesicht und herausfanden. Jetzt ist es nun aufgefallen, daß der Rechnungsrat trägt einen Klemmer. Sein Wesen ist stets ein aufgeregtes. " Die Auskunftsstelle der deutschen Gesellschaft für ethische Kultur deren Bureau sich bisher im Langenbeck- Hause, Biegel straße 10/11, befunden hat, ist nach der Straße Unter den Linden 16, Hof 3 Treppen, übergesiedelt. 45 D # wiffen Sie, dann hört nicht bloß verschieben es sondern einfach alles auf. Wedemeyer. Wenn Sie das für eine Empfehlung halten, na, M. M. Wenn wir nicht irren, tönnen Sie fich jetzt noch melben. F. K. in B. Da thun Sie dem Herrn v. 8. doch Unrecht, wenn Ste ihn zum Präsidenten einer See fisch handlung machen wollen. Seehandlung ber alte Name der im vorigen Jahrhundett begründeten preußischen Staatsbant Königsberg. Im Königsberger Kreis sind nie zwei socialdemokratische Kandidaten gegen einander aufgestellt worden. Saida. Damit ein Draht eine Belastung von 500 Kilo aushält, muß fein Querschnitt refp. fein Durchmeffer bei treisförmigem Querschnitt be tragen: Eifen( gezogen) 15,6 qmm refp. 4,4 mm; Stupfer( gezogen) 41,7 qmm resp. 7,3 mm; Messing( gezogen) 20,8 qmm refp. 5,2 mm; Blatin( gezogen) 19,2 qmm reip. 4,9 mm; Silber( gezogen) 45,5 qmm refp. 7,6 mm; Stahl ( gezogen) 11,6 qmm refp. 3,8 mm; Bint( gezogen) 50 qmm refp. 8,0 mm; Gold( gezogen) 35,8 qmm resp. 6,7 mm. Der dünnste Draht tann also ein Stahlbraht sein, der noch nicht 4 mm did zu sein braucht. getten 99. Der riegsschat" im Juliusturm zu Spandau besteht aus 40 Millionen Thaleru in bar 120 Millionen Mart. Madrita. Mit Spanien Laben wir wieder einen Handelsvertrag. Wenn Sie auf das spanische Koniulat gehen, tönnen Sie den Inhalt bes selben erfahren und in bezug auf die Einzelheiten des Tarifs sichersten AufHoppe noch vor Ablauf seiner Wahlperiode fein Stadtverordneten Mandat niederlegte und daß von den ausscheidenden Stadtverordneten mehrere Beamte, vor allen aber der langjährige Stadtverordnete Rechnungsrat Nücken, eine Wiederwahl ablehnten. Nach der Partei stellung, das heißt ob konservativ, об liberal, wurde schluß erhalten. Auskunft 1900. 1. Wegen des französischen Unterrichts lesen Sie bei den letzten Stadtverordneten- Wahlen nicht mehr ges die leyte Not; in der ersten Beilage der gestrigen( Freitags:) Nummer. fragt, wodurch es tam, da in Verbindung mit den An- 2. Café le Procope", 13 Rue de l'Ancienne Comédie Paris( Deutsch hängern der Gewerfvereine bisher einige liberale Stadtverordnete focin.bemiofratischer vefektub). 3. Auf der Polizei, an die Ste fich doch gewählt wurden. Nun will aber diesmal der konservative Neue wenden müssen, erhalten Sie die beste Auskunft. J. B. in Berlin. Das„ Rittergut Bebels" liegt leider im Mond, tst Wahlverein", in Verbindung mit dem„ Deutschen Reformberein" und dem" patriotischen Verein" gesondert vorgehen und nur rein tonfer- also vorläufig unbewohnbar. 99. Ihr steht kein Anrecht zu. S. 6. 1. und 2. Ja. vativ- antisemitische Kandidaten aufstellen. Auch unsere Parteigenoifen rüsten in Potsdam zur 3. Für Kost und Logis wird in den preußischen FreiheitsbewahrungsAnstalten 80 Pf. pro Tag berechnet. 23. P. 999. Der Justanzen Bahl und haben eine Anzahl Kandidaten aufgestellt, Hoffentlich weg ist: Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwaltschaft, Justizministerium. bringen sie nicht allein gehörig Leben in den ordnungstreuen Sumpf, sondern erringen auch eine Anzahl Mandate. Ihr Programm, das Die städtische Fortbildungsschule für taubstumme Jünglinge sich unter anderem für Beseitigung der mittelalterlichen Schlachtund Jungfrauen, Martusstr. 49, beginnt ihr Wintersemester am Donners tag, ben 12. Oktober cr. Die Auftalt hat zur Zeit fünf Sturse, brei für Steuer ausspricht, sichert ihnen auch über die Arbeiterkreise hinaus Jünglinge und zwei für junge Mädchen. Von den drei Jünglingsfurfen Sympathien. wird der Oberfurfus nur von Gehilfen und Gesellen besucht. Die Ausstellung des Stenographentages Stolze: Schrey ist am Sonntag nur von 12 bis 2 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Der Samariterkurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen" beginnt seinen Unterricht im Wintersemester am 9. Oktober im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Die Leitung des Kursus sowie der Kolonne bleibt in den Händen des ersten Borsitzenden Herrn Emil Stein, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 40; derselbe ist zu jeder Auskunft bereit. Der Unters Die erste Berliner elektrische Fernbahn wird am 11. Oftober richt ist abends von 7 bis 9, bezw. 8-10. Anmeldungen sind zu richten in Betrieb gefegt werden. Es ist die Strecke Berlin- Hohen= an Direktor Gutzmann, Markusstr. 49. Schulgeld ist nicht zu entrichten. Schönhausen, auf der seit einigen Tagen erfolgreiche Probe= Städtische Fortbildungs- Anstalten. In dem bevorstehenden Winter fahrten stattfanden. Vorläufig wird erst der Personenverkehr erHalbjahr werden in den nachfolgend zu 1-4 genannten höheren Lehr öffnet. anstalten für Personen, die in einem prattischen Berufe stehen, Fortbildungs turse im Deutschen, Französischen, Englischen, im faufmännischen Rechnen und tu der Buchführung gehalten werden: Wegen der Räubereien an der Oberspree haben wieder einige Berhaftungen stattgefunden. Die beiden Personen jedoch, auf 1. Friedrichs Gymnasium, Friedrichstr. 126( Herr Direktor die die Kriminalpolizei besonders fahndet, befinden sich unter den Professor Dr. Boigt). In dieser Anstalt wird auch im Zeichnen und Aquarellieren, in der Mathematit, in der Stenographie und im Maschinenschreiben Festgenommenen nicht. Kriminalfommissar Damm, der die Ermittelungen leitet, nahm gestern vormittag zahlreiche Verhöre vor. Grit jezt wird übrigens bekannt, daß der Büffetier Giesler von Rübezahl bei dem Ueberfall durch einen Schuß in die Brust verwundet worden ist. unterrichtet. 2. Erste Realschule( höhere Bürgerschule), Alexandrinenstr. 5-6 ( Herr Direttor Dr. Michaelis). Bei genügender Beteiligung wird in dieser Anstalt auch in der Chemie, in der Stenographie und im Maschinenschreiben Unterricht erteilt. 3. Dorotheen städtisches Real Gymnasium, Georgen- Wegen erheblicher Wechselfälschungen wird der 40 Jahre traße 30-31,( Herr Direktor Profeffor Dr. Schwalbe.) In dieser Anstalt alte Maurermeister Louis Deurnig aus Groß- Lichterfelde wird bei genügender Beteiligung auch in der Handelstunde, sowie in der von der hiesigen Staatsanwaltschaft II steckbrieflich verfolgt. Die Stenographie und im Maschinenschreiben unterrichtet. Fälschungen hat der Biedermann in Ausübung seines Berufes verübt und ist darauf flüchtig geworden. Man vermutet, daß der Flüchtling sich in der Reichshauptstadt aufhält. 4. 8 weite Realschule( höhere Bürgerschule), Weißenburgerstr. 4a ( err Direktor Professor Dr. Reinhardt). In dieser Anstalt wird bei genügender Beteiligung auch im Zeichnen und in der Physik Unterricht erteilt. Der Unterricht wird in allen vier Anstalten vom Mittwoch, den Ein schwerer Unglücksfall mit tödlichem Ausgang ereignete 11. O'tober ab, an den Wochenabenden und Sonntags vormittags von sich gestern nachmittag in Oberschöneweide. Der von Berlin heim. 92 Uhr ab, erteilt. Das halbjährliche Schulgeld beträgt für jeden zwei tehrende Waschanstaltbefizer Mühlenberg, in Stöpenid wohnhaft, Meldungen stündigen Kursus 2 M., für jeden vierstündigen Kursus 4 M. von Teilnehmern am Unterricht sind an die genannten Herren Direttoren welcher sich in Begleitung seiner Frau, eines Kutschers und zwei Wäscherinnen befand, passierte mit seinem Fuhrwert das Dorf. au richten. Plöglich scheuten die Pferde und das Fuhrwert wurde gegen einen Auf der Treptow- Sternwarte" spricht Direktor Archenhold Sonntagnachmittag 5 Uhr über„ Die Erscheinungen in unserer Atmosphäre", Baum geschleudert. Bei dem furchtbaren Anprall flog M. topfüber unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder von Wolten, Bligen, Sonnenringen vom Wagen und wurde mit solcher Wucht gegen die Bordschwelle und Mondhöfen. Auch sollen in dem Vortrag die von Ramiay entdeckten geschleudert, daß ihm die Schädeldede zertrümmert wurde. M. war nenen Gase besprochen werden. Um 7 Uhr lautet das Thema:" Die Be auf ber Stelle tot." Witterungsübersicht vom 30. September 1899, morgens 8 1hr. Stationen Barometer: Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. Stationen Barometer stand mm Winds richtung Windſtärke Swinemde. 763 OSO 3 wolfig Hamburg Berlin Wiesbaden 755 90 München 10 paparanda 7573 759 OGO 1hlb. beb. 9 Petersburg 760 OSO 3 Regen 10 Cort 4 wolfig 10 Aberdeen 767 Still wolfent 7 Baris Wetter Temp. n. 6. 88212 15° 5.= R 21pollent 7 751 NN 757 ONO 8 bedeckt 750 4 Regen 5hlb. beb. 7 10 10 Wien Wetter. Prognose für Sonntag, den 1. Oftober 1899. Ziemlich trübe und regnerisch bei mäßigen östlichen Winden und wenig Berliner Wetterbureau. veränderter Temperatur. Marktpreise von Berlin am 29. September 1899 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. *) Weizen Roggen Futter- Gerste Safer gut " mittel gering Nichtstroh Sen 13,70 12,60 Hammelfleisch D.- Ctr. 15,40 14,60| Schweinefleisch 1 kg 15,40 13,90 Kalbfleisch 1,60 1,10 1,60 " 15,10 14,40 Butter 14,30 13,70 Eier 60 Sfid 1,60 1, 2,60 2, 4,50 2,80 13,60 13, Karpfen 4,50 4,16 ale 1 kg 2,20 1,20 2,80 1,20 2,60 1, 2, 1, P 1,80 0,80 2,80 1,40 " 1,40 0,80 Erbsen peiiebohnen Linsen Blindfleisch, Steute 1kg Startoffeln, neue " 4,20 Bander 40, 25, Hechte 50 25, Bariche 70, 30, Schleie 7,- 5, Bleie 1,60 1,20 Krebse 1,20 1, per Schock 12,-2, bp. Bauch *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Bandwirts schaftskammern- Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Gentner. +) Kleinhandelspreise. Königl. Produktenmarkt vom 30. September 1899. Der Getreideverkehr nahm heute einen durchweg ruhigen Verlauf. Im Mittagsverfehr ver: Repertoire. stimmten zunächst Meldungen über das Nachgeben der Preise an den großen auswärtigen Märkten, sodann etwas umfängliches Angebot vom Jnlande. Später machte sich durch das wiederum eingetretene Regenwetter, das namentlich die noch auf dem Felde befindlichen Kartoffeln bedroht, eine bessere Stimmung geltend. Weizen und Roggen gegen gestern kaum verändert. Rüböl nach wie vor Hafer in guter Qualität beachtet. geschäftslos. Am Spiritusmartt gaben heute bei geringerer Kauflust die ge handelten 20 000 Liter 70er mit 44,20 m. nach, Lieferungen schwächten sich gleichfalls ab. Am Montag tritt das Syndikat in Thätigkeit, jedoch haben die außerhalb des Ringes stehenden Händler beschlossen, die Notterungen in der bisherigen Weise fortzusetzen. Das hiesige Spirituslager wird auf 42 Millionen Liter geschäßt, gegen 7/2 Millionen Liter Ende August und gegen 1/2 Millionen Liter Ende September 1898. Städtischer Schlachtvieh markt. Berlin, 30. September 1899. Amtlicher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 3712 Rinder, 1014 Käiber, 7779 Schafe, 8879 Schweine. Bezahlt für 100 Pfund ober 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 62-66, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 56-60; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 53-55; d) gering genährte jeden Alters 51-52. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 59-63; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 54-58; c) gering genährte 49-52. Färsen und Klihe: a) vellfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 54-55; c) ältere ausgemäßtete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 52-53; d) mäßig genährte Kühe und Färfen 51-52; e) gering genährte Kühe und Färsen 47-50. Kälber: a) feinste Mast: tälber( Bollmilchmast) und beste Sangkälber 72-73, b) mittlere Mastkälber und gute Saugfälber 69-71, e) geringe Saugfälber 66-68, d) ältere, gering genährte Fresser 43-52. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel 63-66, b) ältere Masthammel 55-59, c) mäßig genährte Femmel und Schafe( Merzschafe) 47-53, d) Holsteiner Niederungs id afe( Lebendgewicht) 27-33. Schweine für 100 Pfund mit 20 Proz. Tara. a) vollfleischige der feineren Naffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 47-48, b) Stäjer 47, c) fleischige 46-47, d) gering entwidelte 44-45, e) Sauen 42-44. Das Rindergeschäft wickelte sich ruhig ab. Es bleibt etivas Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich langsam, es wird kaum geräumt. Bei den Schafen war der Geschäftsgang glatt und wird ziemlich ausverkauft. Der Schweinemarkt verlief langsam und wird nicht geräunit. Todes- Anzeige. Am 29. Septmbr., vorm. 10 Uhr, starb nach kurzem Krantenlager unser lieber Bruder, der Maurer Emil Linke fm Alter von 35 Jahren Mit der Bitte um stille Teilnahme Die trauernden Geschwister. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kranten hauses am Urban nach dem Emmaus: Kirchhof statt. Todes- Anzeige. 20266 Verband der Ban-, Erdund gewerblich. Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Rixdorf- Britz. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ber Kollege 30066 Alex Stammwit am Dienstag, den 26. Septemb., burch einen Bau- Unfall( Sturz von d. Leiter) plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am 1. Oktober, nachm. 3% 11hr, von der Leichenhalle des Neuen Rir: Am 1. Oktober verziehe ich von Pantstr. 4a nach Pantstr. 52 II ( Neubau Levin). 20206 Dr. Glück. Sprechstund.: 8-10 11. 4-6. Bekanntmachung. Am 9. Oktober wird das Gewerbegericht vom Köllnischen Rathause, Breite: straße 20a nach dem früheren Spar faffen- Gebäude Zimmerstraße 90/91 berlegt. Während der Umzugszeit, und zwar vom 5. bis einschließlich 12. Of tober, find die Bureauräume für das Publikum geschlossen. Opernhaus Königl. Schauspielh. Neues tgl. Opern: Theater. Schiller: Theater Deutsches Theater Madame Sans- Gêne. Auf Strafurlaub Sonntag 1. Montag 2. Dienstag 3, Mittwoch 4. Donnerstag Freitag 5. 6. Sonnabend 7. Sonntag 8. Tannhäuser. Der Wildschütz Festvorstellung. Meistersinger von Nürnberg. Der Prophet. Der Wildschütz Margarete Carmen Lohengrin Torquato Taffo. Rahab. Auf Strafurlaub Wilhelm Tell. Wie die Alten fungen. Maria Stuart Das Käthchen von Heilbronn Traviata. Traviata. Somnambula. Uriel Acosta Nora. Nora. Die Ehre Nora. Die Ehre Nora Nora Maria Stuart Die Ehre Ein glückliches Paar. Rosmersholm Rollege Crampton Ein glückliches Hedda Gabler. Paar. Cyrano von Bergerac Ein glückliches Baar Glückt. Paar Leffing Theater Als ich wiederkam. Das Weib des Claudius. Als ich wiederkam. Abschieds Borstellung von E. Duse. Theater des Westens Undine Die Reise nach China Linda von Chamounir ( Prevosti). Berliner Theater Dolly Dolly Baumeister Solneß. ( Réjane) Заза Madame Sans Gêne Colinette. Colinette. Colinette. Colinette. Kiwito Kiwito Colinette Der Sieg bes Menschen über Der Sieg des Menschen über die Natur. die Natur. Der Sieg des Menschen über die Natur. Der Sieg des Menschen über die Natur. Nanien, Nordpolar forschung Der Sieg bes Menschen über die Natur Pend, Entwid lungsgeschichte der Erde Neues Theater Irania Theater ( Taubenstraße) Dolly Colinette. Als ich wiederkam. Die Reise nach China ( Rejane) Ma cousine 1807 Als ich wiederkam Linda von Chamounir ( Prevosti) Als ich wiederkam Waffenschmied ( Réjane) Madame de Lavalette 7 Als ich wiederkant Traviata Ständiges Repertoir. Residenz- Theater. Jagdfreuden und Familiensouper. Central- Theater. Die Geisha. Thalia Theater. Der Plazmajor, Victoria- Theater. Die weiße Senne. Metropol Theater. Rund um Berlin. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Die Reise nach der Teufelsinfel. Oftend Carl Weiß- Theater. Sonntag bis Dienstag: Um 1000 Mart. Mittwoch: Berlin wie es weint und lacht. Donnerstag: Geschlossen. Freitag und Sonnabend: Der Weltuntergang. Sonntags- Nachmittags- Borstellungen: Sonntag, 1. Oftober. Deutsches Theater: Fuhrmann Henschel. Berliner Theater: Pfarrer von Kirchfeld. Nesidenz- Theater. Jugend. Neues Theater: Tartüffe. Theater des Westens. Waffenschmied. Schiller Theater: Ehre. Central- Theater. Zigeunerbaron. Victoria Theater. Grille. Luisen Theater. Nomeo und Julia. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Des Meeres und der Liebe Wellen. Oftend- Carl Weiß- Theater. Faust.( Freie Volksbühne.) Neu aufgenommen! , Florida- Blüten- Honig" töftlich von Geschmack, wunder volles Aroma, in ganzen und halben Büchsen vorrätig. Für leere Büchsen 10 Pf. Ersatz. Hermann Otto. 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Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz:. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhafe, hornsir. 15a. Baumschulenweg: God e I, Baumschulstraße 32, v. III. Gross- Lichterfelde: Abonnements nehmen entgegen: Kremp, Chausseestr. 45; Voigt, Chausseestr. 104; Schlüter, verl. Wilhelmstr. 33; Richter, LorenzBrunnenstr. 16.[ 29146 ftraße 34; römming, Lantwigstr. 10; Senger, Kurfürstenstr. 35; Sonnabend, den 4. November: 2fid, Chausseestraße 109; 23 enzel, Lantwizerstraße 6.- NeuBerlin, den 20. September 1899. Privatmalschule f.Dec. Maler Siemenstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahmeftellen: Nieder- Schöneweide: Gewerbegericht zu Berlin. 0. Hüttel J. B.: Techow.[ 26322 NW., Beussel- Strasse 65. Wöchentl. 10 Stunden. Monat 8 M. Beginu 1. Ott. Schluß Ende März Anmeldungen jederzeit.[ 24669 Turner Moabits. Noacks Festsäle Dürer und Moittestraßen- de;& usner, Dürerſtraße 41; Bagel, Die 4. Männerabteilung des Turn: vereins Fichte( Mitgl. des Arbeiter Turnerbundes) turnt vom 3. Oftober dorfer Kirchhofs, aug hole, Rubower Chauffee, ab jeden Dienstag u. Freitag, abends Umständehalber frei geworden statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 8-10 Uhr in d. Turnhalle, Siemens Straße 20. Unterricht 20286 Central- Kranken- u. Sterbe- für Maurer u. Zimmerer. tasse der Tischler u. anderer gewerblicher Arbeiter. Dertliche Verwaltung Berlin B. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Hermann Pförtner am 28. September verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Oftober, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes in Weißensee aus statt. 181/11 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Kranken Unterstügungsbund der Schneider. Unser Mitglied Ernst Hermann ist am 25. d. Mts. verstorben. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Oftober, nachmittags um 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobi Kirchhofes, Hermannstraße in Rigdorf, aus statt. Unser Mitglied Thomas Jurkewicz ist am 29. b. Mts. verstorben. Die Beerdigung findet am Sonntagnach: mittag um 41 Uhr auf dem Satho lischen Kirchhof in Hohen- Schönhausen statt. 30006 Die Ortsverwaltung. Für Arbeiter- Vereine! Die Reste( ca. 400) der besten Lassalle- Biographie Poliere bild. schnell u. leicht erfahr. Architekt( staatl. geprüft. langjähriger Exp. d. Bl. unter N. 4. Lehrer). Adreff. niederzulegen in der [ 20186 Das 29666 größte Geschäft der Welt in Gänse- Artikeln. Hermann Leissner, Berlin C.. Klosterstraße 94. empfiehlt Pa. Pa. Spickgans ( Rollbrust) täglich frisch aus dem Rauch, hochfein im Geschmack, a Pfd. 1,50 M. Gänseklein a Pfb. 70 Pf., Gänsefleisch a Pib. 40 Pf. Gänsekeulenfleisch a Pfd. 60 Pf. Gänseliesen a Pfd. 1 M., Gänse haut a Pfd. 80 Pf. 1. Gänselebern. Gänseleulen, frisch u. gepötelt, a Stck. 60 Pf. täglich in großer Auswahl; Fettgänje. Garant. reines Gänseschmals a Bfd. 1,20, Gäufrleberwurft a Pf. 2 M., Gänsegrieben. Gänseleberwürstchen a Dyd. 1 M., ff. Aufschnitt ufw. 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Aus dem Inhalt heben wir hervor: Sum Bürgerlichen Gefehbuch ( Werkvertrag, Miethsvertrag, Rechtsstellung ber Chefrau und Cherecht, uneheliche Kinder, Erbrecht). Die Reichstagswahlen von 1898 mit Angabe der in jedem Wahltreife auf jede Partei abgegebe nen Stimmen, unter Betfügung der sozialdemokratischen Stimmen und Prozentfäge von 1893. Portraits und Biographien der fozialdemokratischen Reichstage Abgeordneten. Die sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten in den einzelnen Bundesstaaten. Adressen und Amtsbezirke der Fabrikinspektoren, ber deut fchen Gewerkfdjafts- Organisationen und Arbeiterfekretariate, Gebührentarife für Telegramme, Bortotagen, Einnahmes unb Ausgabetabellen 2c. Wie bie früheren Jahrgänge dürfte friebigen. Der Verlag war insbeson bere bestrebt, auch den diesjährigen Kalender zu einem Um rechtzeitige und genaue Angabe der auch der für 1900 feine Freunde beneuen Adresse wird dringend gebeten. Bitte ausschneiden! Empfehle Freunden u. 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Sodann wird die gestern abgebrochene Debatte über den 6. Punkt der Tagesordnung: fortgesetzt. Arbeiterschuh Um das Verständnis der Arbeiterinnen für die Breffe und lichem Einfluß auf die Gestaltung der inneren französischen Parteiihre eigenen Intereffen zu eriveden, empfiehlt der Parteitag den berhältnisse gewesen. Redner beantragt folgenden Beschluß:„ Die Organisationen, ihren weiblichen Mitgliedern die socialdemokratische Gesamterekutive wird beauftragt, für die Beschickung des InterArbeiterinnenpresse zugänglich zu machen." nationalen Socialisten- und Arbeiterkongresses in Paris im Jahre 1900 zu sorgen".( Beifall.) Frau Tauzil Brag empfiehlt die Annahme dieser Resolution des Frauen- Reichskomitees und stellt noch folgendes Amendement: Der Parteitag stimmt diesem Antrage debattelos und eine Die socialdemokratische Partei hat dahin zu wirken, daß die stimmig zu. theoretischen Forderungen der Frauen auch in der Praxis durchBeschlossen wird noch, daß der Verband der socialdemokratischen geführt werden, so daß auch in der Parteivertretung Frauen ver- Abgeordneten im Reichsrate sofort nach Zusammentritt des Reichstreten sind. Wo fähige Frauen vorhanden sind, sollen sie ebenso rates eine energische Aktion entfalten soll, um Staats- Unterwie die Männer zur administrativen und redaktionellen Arbeiten stüßung für die durch die Hochwasser Katastrophen und zu allen Aemtern, die die Partei in Händen hat( als Con- Geschädigten, insbesondere der Minderbemittelten und Arbeiter, troleure und Beamten der Krankenkassen) ohne Unterschied gewählt durchzusehen. Ferner wird dem Verbande aufgegeben, sofort eine Aktion gegen den Zeitungsstempel, gegen das indirekte erfahren und das Verbot der Zeitungskolportage einzuleiten. werden." Dr. Liebermann- Przemysl spricht sich gegen die Resolution Dem socialdemokratischen Parteiverband( Fraktion) werden die Popp aus; er hätte eine größere und würdigere Kundgebung geAnträge auf Verbesserung der Krankenversicherung, auf Sammlung Resolution an die Parteivertretung mit dem Auftrage an die zur wünscht. Deshalb beantragt er die Ueberweisung der vorliegenden von Matarial zur Abänderung der Gewerbe- Ordnung, auf größeren Revision des Parteiprogramms gewählte Kommission, dem nächsten Schutz der Bäckereiarbeiter, auf Einführung des achtstündigen Magimal- Barteitage eine Resolution vorzuschlagen, die das ganze Problem arbeitstages in allen Staats- und Kommunalbetrieben, auf Verbot der leberarbeit in den Fabriken, auf Specialschutz für die Arbeiter der Frauenfrage zusammenfaßt. in den Glashütten, auf Regelung der Sträflingsarbeit, auf Errich tung eines Arbeitsamtes, auf Abschaffung der Arbeitsbücher, auf Einführung sachverständiger weiblicher Fabrikinspektoren und des freien Sonnabendnachmittags überwiesen. Der Antrag ser apta auf Bildung eines Fachvereins für Parteiangestellte wird mit der Maßgabe abgelehnt, ihn dem nächsten Gewerkschaftskongreß vorzulegen. Die gestern mitgeteilte Resolution des Referenten Hannich wird schließlich einstimmig angenommen. Es folgt der achte Punkt der Tagesordnung: ,, Frauenbewegung". Die Referentin, Frau Adelheid Popp, vertritt folgende Forderungen: Zur Förderung der gewerkschaftlichen Organisation der Arbeiterinnen empfiehlt der Parteitag die Einführung der von der ersten Frauen Konferenz zu Ostern 1898 beschlossenen Frauenfektionen. Um auch die politische Aufklärung der Arbeiterinnen zu fördern, ist in Versammlungen, in der Presse und im Parlament die Bulaffung der Frauen als ordentliche Mitglieder in politischen Vereinen anzustreben. Für den socialdemokratischen Programmpunkt: Allgemeines gleiches und direktes Wahlrecht ohne Unterschied des Geschlechts für alle Vertretungskörper ist mit Bezug auf die Frauen mit mehr Nachdruck wie bisher in Versammlungen, Presse und Parlament einzutreten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 1. Oktober. Freie Volksbühne. Ostend: Theater. 2. Abteilung( blaue Karten): Faust. Anfang 24/4 Uhr. Lessing Theater. 5. Ab: teilung( gelbe Karten): Die Journalisten. Anfang 23 Uhr. Opernhaus. Tannhäuser und der An Lotte Glas- Wien polemisiert gegen Dr. Liebermann und ersucht die Parteigenoffen, es nicht bei der platonischen Anerkennung der Frauenbewegung bewenden zu lassen, sondern durch die That für die Forderungen einzutreten. Man braucht sich nur die Gefichter mancher Delegierten anzusehen, dann wird man wissen, wie gleich gültig noch manche Genossen der Frauenbewegung gegenüberstehen ( Heiterkeit). Die wichtigste Grundlage der Frauenbewegung ist die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiterinnen. Frau strapta bedauert, daß die Diskussion so matt verläuft und sich so wenig Delegierte daran beteiligen. Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Liebermann wird abgelehnt und der Antrag des Frauen- Reichstomitees mit dem Amendement Touzil angenommen. Damit sind die einzelnen Punkte der Tagesordnung des Parteitages erledigt. Dr. Adler weist auf den Internationalen Socialistentongreß in Paris im Jahre 1900 hin. Die Hauptschwierigkeit, die dem Rongreß entgegenstand, die Spaltung der französischen Socialdemokratie in fünf Fraktionen, wird hoffentlich in wenigen Wochen beseitigt sein. ( Bravo.) Wenn der Internationale Kongreß nichts weiter leisten würde, als dazu beizutragen, daß die beklagenswerte Spaltung des französischen Proletariats beseitigt wird, so würde er damit allein schon der Sache des internationalen Proletariats einen wichtigen Dienst leisten. Die Notwendigkeit, dem Internationalen Kongreß als geschlossener Körper gegenüberzutreten, ist bereits von erheb Schiller Theater Urania ( Wallner Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die Ehre. Schauspiel in 4 Aften von Hermann Sudermann. Sonntag, abends 8 Uhr: Nora. Schauspiel in 3 Atten v. Henrik Ibsen. Montag, abends 8 Uhr: Nora. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Ehre. Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Der Sieg des Menschen über die Natur. Montag: Dasselbe. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Sängertrieg auf Wartburg. Um Ditend- Garl Weiß- Theater. Passage-Panopticum fang 7 Uhr. Montag: Der Wildschütz. Schauspielhaus. Torquato Tasso. Anfang 7 Uhr. Montag: Rahab. Menes Cpern Theater( Kroll). Gr. Frankfurterstraße 132. Nachm. 22 Uhr: Freie Voltsbühne: Faust. Abends 72 Uhr: Letzte Sonntagsaufführung: Madame Sans: Gêne. Anfang Um tausend Mark. 72 Uhr. Montag: La Traviata. Deutsches. Ein glückliches Paar. Anfang 72 Uhr. Nachu. 22 Uhr: Fuhrmann Henschel. Montag: Rosmersholm. Lessing. Als ich wiederkam... Anfang 72 Uhr. Ju Tunnel: Freikonzert. Anf. 6 Uhr. Montag: Um 1000 Mart. Freitag, zum erstenmal: Der Welt: untergang. Gr. Ausstattungsstück mit Gesang aus dem Engl. d. J. Smith, übersezt v. Karl Weiß und Jos. Dill. Musik von M. Fall. Montag: La Moglie di Claudio Friedrich- Wilhelmst. Theater Berliner. Dolly. Anfang 7 Uhr. Nachmi. 22 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Dolly. Schiller. Nora. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Ehre. Montag: Nora. Chausseestr. 25/26. Abends 8 Uhr: Bum 23. Male: Die Reise nach der Teufelsinsel Burleske Abenteuer- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Musik von Albert Wicher. Neues. Colinette. Auf. 72 Uhr. In Scene gesetzt vom Dir. Max Samſt. Nachm. 3 Uhr: Tartuffe. Montag: Colinette. Westen. Der Barbier von Sevilla. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: Undine. Thalia. Der Plazmajor. Anfang 72 Uhr. Montag: Zieselbe Vorstellung. Residenz. Jagdfreuden. Vorher: Familien- Souper. Anf. 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Jagdfreuden. Familien: Souper. Quisen. Molly Carré. Anfang 8 Ubr. Nachm. 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Molly Carré. Central. Die Geisha. 72 Uhr. Anfang Nachm. 3 Uhr: Der Bigeuner: baron. Montag: Die Geisha. Ostend. Um tausend Mart. Anfang 8 1hr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Victoria. Die weiße henne. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Grille. Montag: Die weiße Henne. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Reise nach der Teufelsinsel. Anfang 8 Uhr. 1. Bild: Auf zu Dreyfus. 2. Bild: Verbündete Mächte. 3. Bild: Attentat und Verrat. 5. Bild: Die Gerichtsverhandlung. 4. Bild: Das belagerte Haus. 6. Bild: Apotheose. Morgen: Dieselbe Borstellung. Heute, nachu. 4 Uhr, zu kleinen Breisen: Des Meeres und der Liebe Wellen oder: Hero und Leander. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Nachm. 3 Uhr zu halben Preisen: Der Zigeunerbaron. Operette in 3 Aften v. Joh. Strauß. Abends 72 Uhr: Die Geisha oder: Eine japanische Theehans: geschichte. Operette in 3 Atten von Oven Sall. Mufit von Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. Cirkus Busch. Sonntag, den 1. Oktober: 3wei große brillante Vorstellungen. Nach: mittags 4 Uhr und abends 7, Uhr. Nachm. 4 Uhr hat jeder Erwachsene ein Kind unter 10 Jahren frei, weitere Nachm. 4 Uhr: Des Meeres und Kinder unter 10 Jahren zahlen halbe der Liebe Wellen. Preise auf allen Plägen mit AusMontag: Die Reise nach der nahme der Galerie. Abends 71/2 Uhr Teufelsinsel. jedoch volle Preise. Nachm. 4 Uhr Metropol. Rund um Berlin. Im besonders hervorzuheben: Wunder Reiche der Secession! Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Frau Luna. Specialitäten Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Pal aft. Spreelottchen. Speciali täten Borstellung. Anf. 8 Uhr. Passage Panoptitum. Speciali taten Vorstellung. Geöffnet von früh bis abends. Compagnia Posilippo. Italienisches Instrumental und VokalEnsemble. CASTANS PANOPTICUM 165. Friedrichstrasse 165. Neu! Die heulenden Neu! und tanzenden Derwische ! aus Ober- Aegypten! * Ohm Krüger Dreyfus Mercier* Zola. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a, Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis E INE 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 98/15 Victoria Theater c. Alexanderstr. 40. Gernip. VII 1711. Direkt.: V. Bausenwein u. C.Emmerich. Anfang 28 Uhr. Zum 22. Mal niit vollständig neuer Ausstattung: Novität! Dle weisse Henne. Novität! ( La poule blanche). Baudeville in 3 Atten von Hennequin und Mars. Deutsch v. Bolten- Bäckers. Musik v. V. Roger. In Paris mit sensat. Erfolge über 500 mal gegeben. Thalia- Theater. Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Heute und folgende Tage: Der Plazmajor. Prachtvolle neue Ausstattung! Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann. Jm 2. Aft: Gr. Mutostop Terzett. Anfang 72 Uhr. Ende 102 Uhr. Vor der Vorstellung Konzert im Tunnel. Alcazar- Theater Variété I. Ranges Weiter wird der demokratische Ausbau der Schwur gerichte( Wahl der Geschworenen auf Grund des allgemeinen geheimen Wahlrechts) gefordert. Auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages wird die Frage der Handels- und 8ollpolitit, sowie der artelle gefeßt. Als Ort für den nächsten allgemeinen Parteitag im Jahre 1901 wird mit 42 gegen 38 Stimmen stratau bestimmt. Damit ist die Tagesordnung des Parteitages erledigt. Dr. Bertauf weist auf einen heute ausgebrochenen Berge arbeiter- Ausstand im Faltenauer Revier hin. Zunächſt ſtreiken 120 Arbeiter, weil ein Obmann entlassen worden ist, der pflichtgemäß auf eine gefährliche Stelle im Bergwerk himvies. Der Streif kann große Dimensionen annehmen, denn die Bergwerksdirektoren wollen die Arbeiterorganisation zertrümmern.( Pfui!) Reiß Prag erinnert daran, daß es in diesem Jahre voraus fichtlich zu einer großen Bewegung der Buchdrucker Oestreichs Kommen wird, da die Prinzipale nach Ablauf der vierjährigen Tarifgemeinschaft die Bedingungen für die Gehilfen verschlechtern wollen. Der Parteitag spricht beiden Bewegungen seine wärmsten Sympathien aus. Es folgen Dank und Schlußreden. Vorsitzender Popp weist dabei mit besonderem Nachdruck auf die" historische That" der einmütigen Lösung der Nationalitäten frage hin. Dann schließt der Parteitag mit einem dreifachen brausenden. Hoch auf die internationale Socialdemokratie. Die Delegierten er heben sich und singen stehend„ Das Lied der Arbeit" und" die„ Nudy Prápor"( Note Fahne"). Metropol- Theater Behrenstraße 55/57. Direktion: Richard Schultz. Sonntag, den 1. Oktober 1899: Zum 1. Male! Zum 1. Male! 99 Rund um Berlin!" Berliner Lotal- Revue in 2 Bildern von J. Freund. Musik von J. Einödshofer. In Scene gesetzt von Direktor Richard Schulz. 1. Bild: An der Chansonnettenecke. 2. Bild: Im Ausstellungspark. Im Mit feenhafter Ausstattung: Reiche der Secession! Dresdenerstr. 52-53. Annenstr. 42-43. Mlle. Dièterle. Auftreten von absolut erstklassigen Specialitäten Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree: ochentags 20 Bf. Sonntags 30 Pf. 23689*] Die Direktion: Richard Winkler. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. Täglich außer Sonnabends Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang wochentags 8 Uhr. Entree( Borverkauf) 30 u. 50 Pf. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 u. 75 Pf. Donnerstag und Sonntag nach der Soiree: Tanz- Kränzchen. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger ( Mensel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Kirchmayer, Schneider und Schrader). Zum Schluß: Stuckes Pfingstfahrt. Ensemble von Meysel Anfang wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Tagestasse 11-1 Uhr. Brunnenstraße 16. Heute, Sonntag, den 1. Oktober cr.: Maehrs Theater Der Stabstrompeter. Oranienstr. 24. Rosen aus dem Süden. Mstr. dressuren des Stapitän Webb an See: löwen und Seehunden., welche mit Ausstattungs- Burleske.. Bechfackeln jonglieren u. Bälle balan: Дав cieren. Nachu. 4 Uhr: Clown Misko großartige Oktober: Programm. m. f. fingenden Pony und seiner ball- Elsa Messer, Kostüm Soubrette. spielenden Dogge. Dressurspielereien Mstr. Pauly, Contorsionist. mit Bettpferd u. ballspielendem Pferd. Dobbrick, Champion- Handstandfünftl. Die neu engagierten großart. Nachtis Franziska Held, Soubrette. gallen- Imitutoren Clowns Permane. Eulenburg, Humorist. Abends 72 Uhr: Olympische Spiele Anfang 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. aus der Zeit des röm. Kaisers Nero.| Vorzugstarten an Wochentagen gültig. Gustav Boffe mit Gesang u. Tanz in 4 Atten von Mannstädt. Musit von Steffens. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Alhambra Wallner- Theater- Str. 15. Jeden Sonntag und Donnerstag: Gr. Extra Ball, bei doppelt besetztem Orchester. Anfang 5 Uhr. + 80* A. Zameitat. Großes Ballett. Jm Specialitäten- Programm: The Great Avolos. Burke& Andros The Kurachins. und das gesamte Specialitäten- Programm. Apollo- Theater. Infolge des ausserordentlichen Erfolges bleibt im Monat Oktober dem Repertoir erhalten: „ Frau Luna" unter Mitwirkung von: Henry Bender, Robert Steidl, Arnold Rieck, Emmy Kröchert, Willi Walden a. G., Ernst Kettner, Slegm. Lieban, Titi Buszcany, Mary Wolf, Ida Perry etc. etc. und des berühmten Luftballetts ,, Grigolatis". Senorita Chavita spanische Tänzerin ( zum erstenmale in Berlin). The Barras die besten musikalischen Excentrics ( zum erstenmale in Berlin). Les Durand französische Duettisten ( zum erstenmale in Berlin). François Gerard athletischer Gymnastiker ( zum erstenmale in Berlin). Kasseneröffnung 6 Uhr. Eugen Chlebus Grotesktänzer Yumata Tiero die indische Nachtigall. Otto Reutter mit neuem Repertoir. The Blossoms etc. die famosen Pantomimisten. etc. etc. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Vorverkauf täglich im Theater und beim ,, Künstlerdank", -W Unter den Linden 69. ( Auch an den Wochentagen Beginn der Vorstellung 72 Uhr.) Ausstellung von Gasselbit= und Fernzündern ist in den Räumen der Magdeburger Feuerversicherungs- Gesellschaft, Eingang Zimmerstraße Nr. 25 I. Etage, täglich, auch am Sonntag, den 1. Oktober er., von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 5 Uhr geöffnet. Die Besichtigung steht dem Publikum gratis zur Verfügung und ist jeders mann, besonders Besizern von Schaufenstern zu empfehlen. Palast- Theater Schweizer- Garten. früher Feen- Palast, Burgstraße 22. Das durchweg neue riesengroße Ottober: Programm. Zum 1. Male in Berlin: Vasilescu- Trio. Unübertreffliche Meister Hochturner am sechsfachen Luftreckt. In dieser Bollendung noch nie dagewesen! Novität! Um 8 Uhr: Novität! = Susanne im Bade. Hauptrollen: Am Königsthor Am Friedrichshain Jeden Sonntag: Im neuen BALL. grossen Saal: An Wochentagen sind die Säle au Vereine zu vergeben. Hirtes Festfäle. Empfehle den Vereinen meinen Original- Burleske m. Ges. in 2 Bildern. renovierten Saal und Nebenräume für Sonnabend und Sonntag zu Festlichkeiten. Auch sind Vereins zimmer sowie 2 Kegelbahnen zu ver geben. Rich. Winkler und Wilhelm Fröbel. Anfang 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Kaffenöffnung 1 Stunde vor Anfang. Billet- Vorverkauf vorm. v. 11-1 Uhr. 24708 Elisabethkirchstr. 14. 11 öffentliche ommunalwähler- Herſammlungen Donnerstag, den 5. Oktober, abends 8 Uhr, in nachstehenden Lokalen: 1. Reichstags- Wahlkreis, Wahlbezirk 1: Miegel, Stralauerstraße 57. Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Sale 150-800 Personen fassend zu Bersammlungen und Festlichkeiten zu bergeben. Hübner.[ 24160* potistsad Kösliner Hof Nach§§ 44 und 45 des Kaffenstatuts besteht die Generalversammlung aus Vertretern der Kaffenmitglieder und Arbeitgeber, derart, daß die Wahl derfelben in Abteilungen erfolgt. Es bilden die Mitglieder der ersten und der zweiten Klaffe je eine Abteilung. Köslinerstr. 8. Empfehle meine Säle an Vereine, Sonnabends u. Sonntags.[ 24652* Die Staffenmitglieder haben die Bertreter aus ihrer Mitte zu wählen, Achtung! Vereine! während die zu Beiträgen verpflichteten Arbeitgeber auch Geschäftsführer oder Betriebsbeamte zu Vertretern wählen und in der Wahlversammlung fich durch solche vertreten laffen tönnen. Die Zahl der zu wählenden Vertreter ist nach Feststellung des Mitglieder: 2. Reichstags- Wahlkreis, Wahlbezirk 3, 6, 7: Gossmann, Kreuzbergstr. 48. tanbes folgenbe: 3. Reichstags- Wahlkreis, Wahlbezirk 16, 19? Luisenstädtisches Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. 4. Reichstags- Wahlkreis( Süd- Ost), Wahlbezirk 15: ,, Süd- Ost", Waldemarstraße 75. 4. Reichstags- Wahlkreis( Ost), Wahlbezirke 20, 21, 26, 27: Stechert, Andreasstraße 21. 5. Reichstags- Wahlkreis, Wahlbezirk 30: Borussia- Säle, Ackerstraße 6-7. 6. Reichstags- Wahlkreis, Wahlbezirke 33, 38, 40, 43, 44, 46, 47, 48: Schneiders Salon, Belforterstraße 15; Weimanns Volksgarten, Badstraße 55-56; Milbrodt, Müllerstraße 7; Ahrens Brauerei, Thurmstraße 24-26. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: Es find zu wählen pro 1899/1900 in der ersten Klaffe( männliche Mitglieder über 18 Jahre) 283 Vertreter, zweiten( weibliche " von den Arbeitgebern " 91 " 182 Der Vorstand ladet zur Vornahme der Wahl der Vertreter die Mitglieder der ersten Klaffe die Mitglieber ber zweiten Klaffe auf auf Sonntag, den 15. Oftober cr., vormittags 10% Uhr, nach dem Luisenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37, ( Wahlakt präcise 11-12 Uhr), Sonntag, den 15. Oktober cr., vormittags 10% Uhr, TH. nach den Armin Hallen, Kommandantenstr. 21, ( Wahlakt präcise 11-12 Uhr), 2978b Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Kassenmitglieder, welche ergebenst ein und ersucht um zahlreiche Beteiligung. großfährig und im Befis der bürgerlichen Ehrenrechte find, Zur Legitimation dient das Quittungsbuch, und werben bie Serren Druderei- Kassierer gebeten, dasselbe quittiert den oben aufgeführten Mitgliedern behufs Teilnahme an der Wahl auszuhändigen. 1. Die bevorstehenden Kommunalwahlen. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Ohne Suittungsbuch ist die Teilnahme an der Wahl ausgeschloffen. Kandidaten. 4. Wahl der Wahlkomitees. 213/7 Die Parteigenossen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Vertrauensleute. Achtung! MAURER. Achtung! ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Zwei große öffentliche Versammlungen Die Arbeitgeber wählen in ungeteilter Wahlversammlung am Mittwoch, den 25. Oktober cr., abends 8 Uhr, im Restaurant Feuerstein( Gartenjaal), Alte Jakobstraße 75, und ladet der unterzeichnete Vorstand ebenfalls zu zahlreicher Betelli gung ein. Berlin, den 25. September 1899. Englischer Garten Alexanderstr. 27 c. Neu renoviert! 2 grosse Parkettsäle find noch einige Sonnabende und Sonntage im Of tober und November zu vergeben. 23600* C. Hoffmann. Reell! Cigarren. Reell! Billigste Bezugsquelle für Wieder verkäufer. Preislagen von Mr. 20, 22, 24, 28, 30 usw. pro Mille. Ueber: nahme ganzer Geschäftseinrichtungen. Heinzelmann& Co., CigarrenFabrik, Berlin SW., Brandenburgstraße 44, part. Arminster, Teppiche Belur Briffel, Smyrna. 6,00 Mart an. Wollatlas 3,50 M. Portieren, 1,00-18,00 m, geftit Steppdecken, anbarb. 6,25 ant. Sofabezüge, Gardinen, Restett Linoleum, glatt qm 1,50 Dr. 4,00-6,00-8,0012,00-15-25 m. Fensterv. 1,25 an. billig. Läufer 0,85 M., Münzstr. 17, der Orts- Krankenkasse f. d. Buchdruckgewerbe F. Stoehr, Ecke Königsgraben Der Vorstand zu Berlin. Gustav Günther, Vorsitzender. Arthur Scholem, Schriftführer. Steinarbeiter. Bade- Anstalt Norden Montag, nachmittage 2 Uhr, im Englischen Garten, taften mit Maffage und Badungen. Alexanderstraße 27 c: der Maurer Berlins u. Umgegend Oeffentliche Versammlung. 1. am Dienstag, den 3. Oktober, abends 8 Uhr, in den ,, Borussia- Sälen", Ackerstrasse 6-7, 2. für Friedrichsberg und Umgegend am Mittwoch, den 4. Oktober, abends 8 Uhr, im ,, Kronprinzen- Garten", Frankfurter Chaussee 86. Tages Ordnung: 1. Das neugegründete Gewerkschaftskartell und Delegiertenwahl. 2. Das Krankenkassen- Unwesen Berlins. 3. Gewerkschaftliches. 191/15 Die Lohnkommission. J. A.: Frik Rater. Freie Volksbühne. Heute nachmittag 24 Uhr, im Ostend- Theater: II. Abteilung: Goethes Faust I. Teil und gleichzeitig V. Abteilung 2% Uhr im Lessing- Theater: Die Journalisten. Die Mitglieder werden dringend gebeten, pünktlich zu erscheinen. Nachzügler erhalten nur die ausrangierten Galerieplätze. Achtung! Vom 1. Oktober ab befindet sich die Zahistelle No. 23 nicht mehr bei Zubeil, sondern beim Restaurateur Sass, Markgrafenstr. 102. zum Herbstfest am 14. Oktober in der Brauerei Friedrichshain gelangen für Mitglieder in allen Zahlstellen zur Ausgabe. Den Mitgliedern wird angeraten, sich umgehend mit Billets zu versehen, da später die nicht gelösten auch an Nichtmitglieder verkauft werden. Billets a 50 Pf. Mitwirkende sind: Berliner Sinfonie- Orchester und Typographia. Verloren wurde eine goldene Damenuhr, ein Sammetcape und 2 Operngläser. Neue Mitglieder können nur noch in der 6. Abteilung Aufnahme finden. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 231/2 Achtung! Achtung! Mass- u. Kostüm- Schneider! Tagesordnung: 1. Bericht der Lohnkommission. 2. Verschiedenes. J. A. J. Vorkernf. 274/16 Achtung! Stockarbeiter! Dienstag, den 3. Oftober, abends 8 1hr bei Stechert, Andreasstraße 21, Gr. öffentl. Versammlung Bekanntmachung aller in der Stock- u. Schirmbranche Beschäftigten. ber Tages: Ordnung: Orts Krankenkasse für den 1. Unser Streitfonds und wie gestalten wir denselben. 2. Bericht über das beschlossene Gewerkschaftskarten und Wahl eines Delegierten zu dem Gewerbebetrieb d.Kaufleute, selben. 3. Gewerkschaftliches. Handelsleute und Apotheker Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, an der Form feiner Organisation mitzuarbeiten, und pünktlich in der Versammlung zu erscheinen. Auch werden Billets zum Stiftungsfest baselbst ausgegeben. Mit Gruß Der Vertrauensmann. zu Berlin. Das von der Generalversammlung in den Sizungen vom 29. November, 9. Dezember und 30. Dezember 1898 beschlossene neue Statut ist unter dem 20. Junt d. J. bom Bezirksausschuß genehmigt worden und tritt laut Beschluß vom 22. September er. am Montag, den 2. Oktober d. J., in Kraft. 29826 Auf Verlangen wird dieses nene Statut im Kaffenlotal ausgehändigt. Berlin, den 28. September 1899. Der Vorstand. Aug. Werner, Gust. Knebel, Borsitzender. Schriftführer. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag:[ 24152* Grosser Ball. Anf. 4 1hr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest lichkeiten und Versammlungen. Dienstag, den 3. Oktober, abends 8% Uhr, in den Arminhallen. Kriegers Festsäle Kommandantenstraße 20: Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die letzten Borgänge bei den Firmen Hansen, Heckenberger & Becker u. a. Referent: Kollege Ritter. Wafferthorstraße 68 Tapezierer! Versammlung beider Filialen am Dienstag, den 3. Oktober, abends 19 Uhr. Filiale Nord, Brunnenstr. 188. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Frl. Ida Altmann über:" Göthe und seine Bedeutung für die Arbeiter." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. * Lortzingstr. 33. Lohtannin, Rufsich Römisch, DampfWannen, Sand, Fichtennadel, Kleteund tohlensaure Bäder, Lieferant sämt licher Strantentaffen. 25879* Kein Husten mehr! Asthma. Die Heilkraft b. 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" " nichts mit der Sache zu thun hätten, doch könne es mit Mazzen Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäscheallein beim jüdischen Osterfeste nicht hergehen; jedenfalls sei auch und Kravattenbranche hatte am Dienstag seine regelmäßige VerDie Antisemiten scheinen es gegenwärtig für notwendig zu Blut nötig. Die Revolution von 1848 ist von dem internationalen fammlung, in der Reutter über Kranken- und Arbeitslosen- Unterhalten, ihren ins Stocken geratenen Mühlen wieder etwas Wasser Judentum gemacht worden; Jacoby hatte die Frechheit zu sagen: stüßung sprach. Der Referent wandte sich in Princip gegen jede zuzuführen, und es kommt für die Vertreter des reinen Deutschtums Es ist der Fluch der Könige, daß fie die Wahrheit nicht hören unterstützung innerhalb der Gewerkschaften, weil dadurch der Klassenauch diesmal nicht so sehr darauf an, ob die Gerechtsame und die wollen."( fuirufe). Freifinn und Socialdemokraten sollten doch kampf- Charakter den Vereinen verloren gehe. Jedoch haben viele Quellen zur Wafferentnahme durchaus lautere find; wenn man es lieber Gott und Vaterland dienen, als dem internationalen Juden- Organisationen als Agitationsmittel Unterstügungssachen eingeführt, nur dem Nachbar abgräbt und die eigenen Räder laufen, das bleibt tum. Sie aber dürfen sich mit dem Besuche der Versammlung nicht und aus diesem Grunde sprach sich Redner eventuell für eine die Hauptsache. Freitagabend fanden gleich zwei„ Volts allein begnügen, Sie müssen die Staatsbürger- Beitung" halten und Stranten- Buschußtasse aus, dagegen folle man die Arbeitslosen bersammlungen" statt, in der Tonhalle und bei Buggenhagen, Ihren Kindern ein freies Vaterland hinterlassen. Ueber den Unterstügung fallen lassen. Trints war entgegengesetter Ansicht, in denen der Mittelstand und seine geistigen Führer über den Haufen mit dem Freifinn, über den Haufen mit der und befürwortete eine Arbeitslosen- Unterstützung. Alle anderen Blutmord von Polna zu Gericht saßen. Wir waren zu Socialdemokratie; dann zeigt sich die Treue des Volkes Redner, welche sich an der Diskussion beteiligten, sprachen im Sinne letzterer gegangen, und da wir nicht erwarteten, in dieser von auch bei den bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen". Der Vor- des Referenten. Dann wurde der Vorstand beauftragt, eine Vorder antisemitischen Presse bereits nach allen Regeln ihrer figende teilte alsdann mit, daß der Beitrag zum D. A.-B. lage in dieser Sache auszuarbeiten. Die hierauf vollzogene Wahl journalistischen Kunst breitgeschlageneu Sache neue Momente zu 1 Mark vierteljährlich beträgt und die Listen geheim gehalten zur zweiten Schriftführerin bestimmte Frl. Burghardt für diesen hören oder Eindruck zu empfangen, jahen wir uns darin auch nicht werden; auch das Eintrittsgeld findet zum Kampfe gegen die Juden Bosten. = " P in Hoffmanns oberem Saal, Alexanderstr. 27 c: Vortrag von Dr. Start anwalt Bictor Frankl, über den Pankow. Der nächste Leseabend des Arbeitervereins findet am Diens " Eingegangene Druckschriften. getäuscht. Was schon ausgiebigit gedruckt, hörten wir nochmals mit Verwendung. In der Diskussion wünscht ein Redner, daß der Fall Achtung, Töpfer! Am Mittwoch, den 4. Oktober, abends 6 Uhr, mehr pathetischem Wortschwall, als sittlichem Ernst den beifalls- von Polna gründlich ausgenutzt und eine Resolution von dieser Ver- findet bei Stechert, Andreasstr. 21, eine öffentliche Versammlung der Töpfer lüsternen Parteigläubigen aufgetischt; nur wurde hier noch von der sammlung an alle Kulturvölker geschickt werde; ein anderer bittet, Berlins und Umgegend statt. Diese Versammlung soll darüber Beschluß Gelegenheit Gebrauch gemacht, zwischen jeden zweiten Saz die sein deutsches Gasthaus zu unterstützen und beklagt, daß die Töchter faffen, ob und wann wir in den Streit eintreten wollen. Es ist daher Abonnementseinladung zum Quartalswechsel und die Aufforderung gebildeter Familien nicht lieber Dienstmädchen würden, als Angestellte Pflicht jedes Kollegen, für guten Besuch dieser Versammlung zu agitieren. zu sonstigen Geldspenden mit einem Geschäftseifer einzuflechten, daß in jüdischen Geschäften. Die Annahme einer Resolution, wonach das Die Lohnkommission. J. A.: H. David. man zeitweilig nicht mehr in einer anti- semitischen Versammlung zu deutsche Volt mit Schaudern nach Bolna blickt, volle Aufklärung erBildungsverein Mehr Licht". Heute, Sonntag, den 1. Ottober, fein glaubte. Die Leute, die das Gros solcher Versammlungen ausmachen, wartet und ein Schächtverbot sowie die Uebersetzung des Talmud Liebknecht über: Kommunismus und Frauenrecht in der Entwicklungspflegen für jeden boshaften Wiz und jedes aufreizende Wort verlangt, bildete den Beschluß der Versammlung. geschichte der Menschheit. Eintritt 10 Pf. Gäste sind herzlich willkommen. empfänglich zu sein; man berauscht sich an den tönenden Schlagworten der ihr Publikum kennenden Führer" und nur zuweilen ihre Mitgliederversammlung im Dresdener Garten ab. Die Gold- und Silberarbeiter hielten am 26. September Siehe Annonce. Genosse Die Egidy- Vereinigung nimmt am Dienstag, den 3. d. M., ihre scheint vom scharfen Beobachter doch eine unsichtbare Wolke diese Metzner hatte das Referat übernommen über„ Die Hebung des über:„ Der Menschheitslehrer" wieder auf. Am 17. Oftober ist ein öffentlichen Versammlungen mit einem Vortrage des Herrn Georg Cabanis erhitte Atmosphäre zu verdunkeln; das sind solche unvermeidliche Religion. An den mit Diskussions a bend über die These: nicht kon oder den nicht tattfesten Diskussionsrednern, den enfants terribles Handwerks und kann dasselbe gehoben werden?" solcher Versammlungen, gezeitigten Momente, in denen auf die Lage großem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine kurze Dis- feffion" anberaumt, zu dem vor allem Andersdenkende eingeladen sind, der arbeitenden Klasse die Rede kommt. Vor dieser Frage versagt fusion an, in der Brückner bemerkte, daß auch die hiesige Gold- während für den 31. Ottober eine Boltsversammlung einberufen die verfimpelnde Agitationskunst der Antisemiten und schmiede- Junung wieder beabsichtigt, eine Zwangsinnung zu bilden. werden soll, in der das Mitglied des Biethen Komitees, Herr RechtsFall Biethen" sprechen wird. augenscheinlich froh, schnell darüber hinwegzukommen. man ist Die Ortsverwaltung werde dieses im Auge behalten, un, falls tie Sachlich läßt sich über die gestrige Versammlung kaum berichten, Bertretung der Gehilfen zu sorgen. Bentscher gab sodann den Kassen- obiger Verein ain Sonnabend, den 14. Oktober, in kelingenbergs SchweizerZwangsinnung von der Regierung genehmigt wird, für eine geeignete tag, abends 82 Uhr, bei Störr, Mühlenstr. 24, statt. Ferner arrangiert denn auch hier bildete das Thema der Blutmorde, wofür die ältesten bericht und wurde auf Antrag der Nevisoren dem Kassierer Decharge haus ein Tanztränzchen. Freunde und Gönner ladet ein. Der Vorstand. Jahrhunderte und die entlegensten Winkel der Kultur herhalten mußten, erteilt. Eine lebhafte Diskussion entspann sich über das Verhalten nur den tleinsten Teil gegenüber den an ersteres und zugleich an den des Centralvorstandes gegenüber der hiesigen Zahlstelle, das von Dreyfusfall geknüpften allgemein antisemitischen Auslassungen. Die allen Rednern sehr scharf verurteilt wurde. Da der Centralvorstand Redacteure der Staatsb.- 8tg." fagten, wenn es sich in beiden Fällen nicht um Juden handelte, würde niemand großes Aufheben den letzten Versammlungsbericht nicht veröffentlicht habe, wurde be davon machen; sie unterlassen es, darauf hinzuweisen, daß man nament schlossen, bis auf weiteres keinen Bericht mehr einzusenden, und über lich im ersteren Falle die Verurteilung gerade als gegen den Juden 14 Tage eine Versammlung abzuhalten, die sich näher mit diesen gerichtet, in allen denkenden Kreisen ansieht und auch im Falle von Angelegenheiten beschäftigen wird. Eventuell soll der Austritt aus Polna eine gleiche Tendenz mindestens unverkennbar ist. Da die der Centralorganisation in Erwägung gezogen werden. volle Klärung noch nicht erfolgt sei, so wollen die Herren solche der Die Mitgliederversammlung der Sattler, Filiale Berlin I, Zukunft überlassen; einstweilen jedoch mahnen sie ihre Getreuen, die tagte am 23. September im Englischen Hof. Genosse Ad. Hoff Zipfelmütze von den Ohren zu ziehen, welcher Mahnung auch wir mann referierte über„ Den Kampf ums Dasein". In seinem ein uns voll und ganz" anschließen. Nachdem der erste Redner die stündigen Vortrage schilderte er in trefflicher Weise das Leben eines schwierige Aufgabe, zum Thema zu sprechen", glücklich hinter sich Proletariers von der Wiege bis zum Grabe. Lebhafter Beifall wurde hatte, founte Maeterlinks Blaubart. Wilhelm Bölsche: der zweite nun fröhlich dem Hauptzived ihm zu teil. Alsdann wurden die Mißstände der MilitärAuguste Deminne: Wahlbündnisse. Heinrich Stühmer: des Abends, der Agitation für seine Presse, obliegen, daneben effekten Werkstatt 93, Ludewig, Lindenstr. bon Gewerkschaften, Genossenschaften, Politik. Charles Péguy: Jean auch noch die Mahnung an die Frauen richten, in unserer scharfen Kritik unterzogen und die Ursachen des gegen Jaurès. Rundschau: Oeffentliches Leben.( Guesdisten von den Juden entsittlichten Zeit nicht halbnackt auf das Fahrrad zu wärtigen Streits der dortigen Arbeiter dargelegt. Danach Kongreß.) Wissenschaft( Naturforscher Rongreß). Kunst steigen oder ihre Männer durch Friedensbestrebungen zu lang hat es Herr Ludwig in schroffster Weise abgelehnt, selbst( Berliner Secession). Aus der Beit( Hugo Ernst Schmidt t). Mendelson Schmidt Eine weilen". Auch möchten die Offiziersdamen nicht zu Kartenlegerinnen den geringen Zuschuß von 5 Pf. pro Stück der anzufertigenden Bücher( Th Albert nach der Stalizerstraße wandeln und ihre Gatten sich nicht in den Artillerie- Cartouchen zu bewilligen. Die Bulage hätte ihm bei den Genossenschaftsreise W. Hepler). Revuen( Deutsche Worte" Verkehr mit Spiel- und Pferdejuden einlassen. Als er nach den 130 Stück 6,50 M. Mehrkosten verursacht; ehe er diese geringe Summels Beigabe zu dem Essay von Péguy bringt bas Heft ein Portrait ,, Deutsche Mediz. Wochenschrift). Varia( Herr Franz Mehring). von den Juden gemachten Erfindungen frug, rief ein Wigbold da- bewilligte, ließ er lieber alle seine Arbeiter gehen und verausgabte von Jaurès. Der Preis des Heftes beträgt 50 Pf.; pro Quartal zwischen: Wertheim". Aus dem Umstande, daß von den an- dann das Doppelte für Plakate und Inserate, um andere Arbeiter zu 1,50 m. Bu beziehen durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Postwesenden Socialdemokraten keiner das Wort ergriff, schloß er, wie finden. Bisher habe er damit aber Erfolg noch nicht zu verzeichnen anstalten( Post- Beitungs- Katalog Nr. 7056), sowie direkt durch die Expedition: wahr feine Worte feien". Er glaubte zwar, daß die gebildeten Juden gehabt. Gleditschstr. 23, Berlin W. # einer Die Socialistischen Monatshefte( Administration Berlin W., Dada Blebitschstr. 23) haben soeben ihr Oktober Heft erscheinen laſſen. felbe ist angesichts des kommenden Parteitags in Hannover im wesentlichen den Erörterungen über die socialistischen Grundanschauungen und die tattische Stellungnahme der Partei gewidmet. Aus seinem Inhalt heben wir hervor: Paul Kampffmeyer: Schrittweise Socialisierung oder gewaltsame Sprengung der tapitalistischen Wirtschaftsordnung? Wolfgang Heine: Die Bernstein- Frage und die politische Praxis der Socialdemokratie. Dr. Conrad Schmidt: Nachträgliche Bemerkungen zur Bernstein- Diskussion.- Eduard Bern Mar Schipper: Hert it ein: Noch etwas Endziel und Bewegung. gegen Kautsky. Carl Bleibtreu: Die zukünftige Ueberlegenheit des Milisfystems. Ellen Key BAER SOHN 24a Chausseestrasse 24a, zwischen Invalidenstrasse u. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 11 Brückenstrasse 11, zwischen Jannowitzbrücke u. 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Praktischen Unterricht in feiner Br. 230. 16. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 1. Oktober 1899. Iautet: Unser Programm für die Stadtverordnetenwahlen. " I. geben. Aber die gesetzgebenden Körperschaften Regierung und rechts auch nur in Erwägung ziehen, solange nicht aus den Kreisen Landtag werden niemals die Einführung eines besseren Wahl der Gemeindewähler, aus der Mitte der Gemeindevertretungen eine energische Agitation in dieser Richtung einsetzt. ISH BUSH og gist C. F. schaffen. Sociale Rechtspflege. Aus der Heimstätte für Lungenkranke in Malchow brechen müssen. Nachdem ihm andere Arbeit nicht übertragen worden erhalten wir von einer großen Zahl ehemaliger und jetzt noch dort sei, wäre er berechtigt gewesen, vor Ablauf der vertragsmäßigen befindlicher Insassen eine Zuſchrift, die eine Reihe recht tras hervor- Beit seine Stellung aufzugeben, um sich anderwärts Arbeit zu tretender Uebelstände bloßlegt. Wir begnügen uns, nur einige solcher Mängel hervorzuheben, deren Vorhandensein uns bei näherer Information vollauf bestätigt wurde. Leider liefern diese Mitteilungen im ganzen einen Beweis dafür, wie wenig diese Anstalt gegenwärtig ihrer Aufgabe gerecht wird. Vorschuß und Kolonnenarbeit. Der Puzzer B. war auf Vers worden, die von einer Kolonne unter Leitung des Puzzers S. ausanlassung des Bauunternehmers Päsler zu Buzarbeiten herangezogen Die Kolonnenmitglieder erhielten wöchentliche verdienen kann, als er zum notdürftigen Lebensunterhalt braucht, oder wer durch Alter, Unglüd bez. Krankheit ganz erwerbsunfähig geworden, der wird für diese Verbrechen mit der Entziehung des das sind sie ja vom Standpunkte der bürgerlichen Gesellschaft mit der Entziehung des Einverständnis mit der sofortigen Entlaffung. Die Näherin Wahlrechts bestraft! Und unser liberaler" Magistrat ist natürlich. war mit ihrem Arbeitgeber Wo IIbieser in Streit geraten und bemüht, allen solchen Bestimmungen, die geeeignet sind, die Rechte schließlich entlassen worden. Sie klagte dann beim Gewerbe Zu wiederholten Malen hat der„ Vorwärts" bereits in fürgeren des Proletariats zu verkürzen, eine möglichst weite Auslegung zu gericht auf Gewährung einer Lohnentschädigung, indem sie beNotizen auf die Wichtigkeit der bevorstehenden Stadtverordneten Berwaltungsgerichts eine Entscheidung erftritten, nach welcher auch Im Laufe der Verhandlung vor der Kammer I fagten Zeuginnen Vor Jahren bereits wurde durch Anrufung des Ober- hauptete, daß ihr die gesetzliche Kündigungsfrist zugestanden habe. wahlen hingewiefen. Es kann dieser Hinweis nicht oft und nicht die Stundung von Krankenhauskosten selbst dann, wenn der aus, daß die Klägerin auf die letzten, die Lösung des bringend genug erneuert werden; denn die Erfahrungen der letzten Zahlungsverpflichtete die ihm auferlegten Ratenzahlungen pünktlich Arbeitsverhältnisses betreffenden Wort des Beklagten geäußert Jahre haben gezeigt, daß nicht alle Parteigenossen die Bedeutung leistet- als Armenmuterstützung im Sinne der erwähnten Be- habe:" Jawohl, ich verlange aber die brei fertigen der Stadtverordnetenwahlen vollauf zu würdigen wissen. Sonst stimmung anzusehen ist. Und jetzt wieder hat der Magistrat den Sachen und auch das angefangene Stück bezahlt". Der Gerichtshof wäre es ja unerklärlich, daß wir bei den Wahlen vom Jahre Rechtsweg beschritten gegen den Beschluß der Stadtverordneten wies die Klägerin schon wegen dieser Aeußerung ab. Der Vorsitzende 1895 und 1897 statt des erhofften Gewinnes einen Verlust Versammlung, welcher den Schlafburschen das. Wahlrecht zuspricht. Dr. Leo führte aus, daß darin ein Einverständnis mit der sozu verzeichnen hatten, obwohl nach dem Ergebnis der fortigen Lösung des Arbeitsverhältnisses zu sehen sei. Und zwar liege Reichstagswahlen in dem gleichen Zeitraum die Socialdemokratie Fürwahr, eine unentwegt freisinnige" Haltung! auch in Berlin noch an Ausdehnung gewonnen hat. Unter diesen Umständen hat auch unsere Forderung, die es nicht nur in dem" Jawohl", sondern auch in der Forderung nach Um zu zeigen, welche wichtigen Interessen durch energische Be- Gemeindewahlen am Sonntag stattfinden zu lassen un so der Bezahlung für die gefertigten Sachen und für das angefangene teiligung an den Stadtverordnetenwahlen gefördert werden können, feine Aussicht auf Annahme durch die Gemeindebehörden. Was festgestellt, unter denen fie fortgehen wollte. arbeitenden Bevölkerung die Beteiligung zu erleichtern vorläufig Stüd. Die Klägerin habe hiermit gewissermaßen die Bedingungen wollen wir in folgendem das Programm, mit welchem unsere Partei liegt jenen Herren daran, daß das Proletariat zahlreich an der in diesen Wahlkampf zieht, im einzelnen erläutern. Es verdankt Rein Kontraktbruch. Die Firma Fiegel jr. Hatte den Tischler dasselbe, wie bekannt, seine Entstehung der„ Konferenz der social- Wahl teil nimmt, wenn nur diejenigen, für welche alle Tage Sonntag socialist, möglichst vollzählig erscheinen. demokratischen Gemeindevertreter der Provinz Brandenburg vom B. beim Gewerbegericht auf Zahlung eines Schadenersatzes von 27. Dezember 1898". Die erste der dort aufgestellten Forderungen nur um so Wer gegen diese, zum Teil überaus fleinlichen und darum 45,70 m. verklagt. Der Vertreter der Klägerin, Herr Hildebrandt, gehässigeren Wahlrechtsbeschränkungen Protest machte geltend, daß der Beflagte rechtswidrig vor Beendigung eines " Für die Wahlen zu den Gemeindevertretungen ist das all- einlegen will, wer für die Einführung des allgemeinen, Accords die Arbeit niedergelegt habe und daß die Firma dadurch gleichen und geheimen Wahlrechts auch gemeine, gleiche, geheime, direkte Wahlrecht einzuführen. Das Ben Gemeindewahlen zu demonstrieren wünscht, der kann dies auf ihre Kosten beseitigen zu lassen. Diese Mängel sollen sich zum bei genötigt gewesen sei, bestimmte Mängel an der Arbeit des Beklagten Wahlrecht darf durch der Empfang irgend welcher Unterſtügung nur durch die Wahl der socialdemokratischen Kandidaten thun. Teil beim Bolieren herausgestellt haben. Der beklagte Tischler aus Gemeindemitteln nicht aufgehoben oder beschränkt werden. Gewiß, es ist zunächst nur ein Protest, nur eine Demonstration! bestritt jede Schuld, soweit die Nacharbeiten in Betracht kommen, Die Wahlen haben des Sonntags stattzufinden." Der erste Satz fordert also zunächst, daß für die Gemeinde- von den Gemeindebehörden, sondern nur durch Landesgesetz vor er an dem Accorde nicht habe weiter arbeiten können, weil einzelne Denn die wesentlichsten Aenderungen des Wahlrechts können nicht und rechtfertigte die vorzeitige Aufgabe seiner Stellung damit, daß wahlen dasselbe Recht gelte, wie für die Reichstagswahlen. Für diese Forderung tritt allein die Socialdemo genommen werden. Teile beim Polierer gewesen seien und daß man ihm troßdem keine tratie, von den bürgerlichen Parteien feine einzige andere Arbeit gegeben habe. Diese Angaben konnte Herr Hildebrandt ein. Im Gegenteil, selbst der Führer der„ freisinnigen Partei",- unserer wenn er sich die Arbeit anders eingeteilt hätte. nicht bestreiten, er meinte jedoch, der Beklagte hätte weiter fönnen", Die Kammer IV Hauptgegnerin bei den Stadtverordnetenwahlen Herr Eugen Richter, unter dem Vorsitz des Dr. Gerth wies die Klage des Herrn Fiegel hat wiederholt ausdrücklich bekundet, daß die Ausdehnung des „ allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts" auf die Gemeindejunior mit folgender Begründung ab: Die Frage sei, ob der Be wahlen nicht wünschenswert sei. Das Dreillassenwahl- System wird flagte die Arbeit hätte niederlegen können, bevor der Accord fertig zivar bei den Landtagswahlen als„ das elendeste aller Wahlsysteme" war. Sei er dazu berechtigt gewesen, dann brauche er für den gegeißelt, weil es die Freisimmigen hier zur ohumächtigen Minderheit Schaden nicht auftommen. Dieser Fall liege aber hier herabdrüdt; aber bei den Gemeindewahlen wird es verteidigt, weil bor. Der Beklagte habe mit Recht andere Arbeit ber es den„ Liberalen" die Mehrheit sichert und die Socialdemokratie langt, als er wegen der Polierthätigkeit den Accord hätte unterverhindert, die ihr gebührende Machtstellung zu erringen. Gründe find billig wie Brombeeren, und so ist auch die freifinnige Partei um eine„ Begründung" dieses echt liberalen Verhaltens nicht verlegen. Den höheren Leistungen für die Gemeinde soll", so führt man aus, auch ein höherer Anteil an der Gemeindeverwaltung entsprechen." Daß die innere Berechtigung der Klassenwahl hierdurch bewiesen sei, kann von uns selbstverständlich nicht zugegeben werden. Denn das höhere Einkommen, welches den Grund für die höhere Steuerleistung abgiebt, beruht ja fast ausnahmslos Wir übergehen die Klage über nicht schmackhaft gekochte Speisen, geführt wurden. nur auf dem Mehrwert aus der unbezahlten hartes Fleisch, mangelhafte Zubereitung der Nahrungsmittel usw., Abschlagszahlungen von 42 Mart. Derselbe Betrag wurde dem Arbeit, welche das Kapital aus dem besiglosen weil diese Beschwerden schwer zu prüfen sind und die Meinungen der Buyer B. gezahlt. Bei der Schlußabrechnung ergab sich, daß der AccordProletariat herauswirtschaftet. Und so bedeutet jene Begründung Patienten in der Beurteilung solcher Dinge oft weit auseinander- preis in Form der Abschlagszahlung schon vor der Beendigung der Arbeit weiter nichts, als daß das erste Unrecht dem zweiten zur gehen. Dagegen fallen uns einige andere, sicherer zu beurteilende ausgezahlt worden war. B. erhielt für die letzten vier Arbeitstage nichts Rechtfertigung dienen foll. Aber selbst wenn man hier- Einrichtungen wegen ihrer Mangelhaftigkeit sofort auf. Bunächst sei mehr: Er verklagte desalb Päsler beim Gewerbegericht auf zahlung von einmal absieht und sich auf den Standpunkt der Anhänger des folgender Uebelstand erwähnt. Der Beklagte wandte vor allem ein, daß er nicht der In der Anstalt find 30 bis von 28 m. heutigen Geſellſchaftssystems stellt, so erscheint selbst dann das Drei- 36 Becher vorhanden, aus welchen 86 Patienten Milch trinken Arbeitgeber des Klägers gewesen sei. Er habe bei Vergebung der klassen- Wahlsystem in feiner Weise berechtigt. Die„ Gegenleistung", sollen. Es wäre doch gewiß keine hohe Anforderung an die Anstalt, Buzarbeiten nur mit dem sogenannten Kolonnenführer verhandelt welche den Angehörigen der ersten und zweiten Wählerklasse in Form wenn man verlangte, daß jeder Patient für sich ein besonderes fei aber die vereinbarte Summe ausgezahlt worden, so daß sämtliche und nur mit diesem den Accordvertrag abgeschlossen. Im übrigen des höheren Wahlrechts gewährt wird, steht ganz außer Verhältnis Trinkgefäß erhielte; in einem ordentlich verwalteten Krankenhause zu der geringfügigen Wehrleistung an Steuern, welche ihnen auf- wird eine derartige Einrichtung in der Regel für selbstverständlich ohnansprüche erledigt seien. Die Kammer III des Gewerbegerichts Lassalle an der Hand des preußischen Etats bewiesen, und das nicht einmal im sauberen Zustande geliefert, vielmehr muß er selber hielt ihn aber auch für verpflichtet, dem Kläger die vier Tage mit erlegt ist. Das hat im Jahre 1862 für das Landtags- Wahlrecht gehalten. Damit aber nicht genug, werden die Becher dem Patienten war indessen der Meinung, daß Päsler der eigentliche Arbeitgeber sei, weil einer der üblichen Kolonnenaccorde vorliege. Das Gericht zeigt für das Gemeindewahlrecht nahezu ebenso deutlich der Etat sie reinigen. Da es sich hier um teine schwerkranken der Stadt Berlin. Auf rund hundert Millionen sind im laufenden bettlägerigen Patienten handelt, wäre bas 28 M. zu bezahlen. Hierbei ging es davon aus, daß der Kläger Verlangen, die Etatsjahr die Einnahmen der Stadt Berlin veranschlagt; davon ent- Reinigung selbst zu übernehmen, nicht als ein Helfer, der erst nachträglich zu der Arbeit zu tadeln, went fallen nur etwa 26,5 Millionen auf die Einkommensteuer, welche man nicht berücksichtigen müßte, daß ein Becher, aus dem Milch ge- die Kolonne zuviel Borschuß erhalten habe. Der Beklagte zahlte mit herangezogen sei, nicht darunter zu leiden brauche, daß gemäß jenen Ausführungen Lassalles als die einzige dirette" Steuer trunken wurde, nur in warmem Wasser ordentlich zu reinigen auzusehen ist, d. h. die einzige, welche nicht unmittelbar auf den ist. Solches steht aber den Patienten in Malchow nicht zur Ver- freiwillig die 28 M., nachdem er vom Vorsitzenden belehrt Konsumenten abgewälzt wird. Neben sonstigen hier weniger in Be- fügung. Wir fragten nun die Beschwerdeführer, warum sie sich nicht tracht kommenden Einnahmen steht aber diesen 26,5 Millionen eine selber ein Glas kauften, um den Unannehmlichkeiten aus dem Wege Summe von etwa 38 Millionen gegenüber, welche aufgebracht wird zu gehen. Darauf erhielten wir die Antwort, daß solches nicht Das Versprechen dauernder Arbeit. Der Maler S. war durch indirekte Stenern bezw. diesen gleichzustellende Einnahme- erlaubt sei; es bestehe die Anordnung, daß alle Patienten aus den von dem Malermeister Schlegel auf Grund eines Zettels vom quellen. Wir zählen 611 den legteren die Ueberschüsse von der Anstalt gelieferten Bechern trinken müßten. Warum dies Arbeitsnachweis engagirt worden. Nach dem Arbeitsschein sollte die der städtischen Werke, die Renten der Pferdebahn- und Gesetz verordnet ist, weiß niemand. Man kann es am Ende auf Kündigungsfrist ausgeschlossen sein. Beim Engagement erklärte der Elektricitätsgesellschaft, weil die der Stadt hieraus zufließenden Conto der Disciplin jeßen, die einen etwas militärischen Meister, S. tönne bei ihm den ganzen Sommer arbeiten. Der GeSummen unmittelbar den Konsum treffen und zwar im ganzen und Anstrich hat. Wir wollen mit dieser Andeutung gewiß nicht einem hilfe sah diese Zusage als eine Vertragsabrede an und verlangte von großen so, daß sie als„ Kopfsteuern" wirken, d. h. die Konsumenten Drauf und Drüber das Wort reden, und wissen sehr gut, daß in Schlegel eine Lohnentschädigung, als er nach einiger Zeit entlaffen nach ihrer Zahl, nicht nach ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit be- einer so großen Anstalt strenge Ordnung herrschen muß. Doch möge und der Vorsitzende Gewerberichter Dr. Schalhorn führte begründend wurde. Die Kammer III des Gewerbegerichts wies die Klage ab Laften. man diese notwendige Tugend dort üben, wo sie nötig ist. Die Minderbemittelten und Unbemittelten, als die zahlreichste Nicht nur in der Becherfrage begegnen wir in der Anstalt einem aus: Durch den Schein, den Kläger auf dem Arbeitsnachweis erhalten Schicht der Bevölkerung, werden jedenfalls in ihrer Gesamtheit durch Mangel an Reinlichkeit, sondern auch in Bezug auf Wäsche und Betten. Dabe, jei ihm zur Genüge bekannt gegeben worden, daß er unter diese indirekten Steuern weit stärker getroffen, als die Zahl der Be- Die Bettwäsche soll alle drei Wochen gewechselt werden. Gewiß ein Kündigungsausschluß arbeiten sollte. Andere Bedingungen hätten güterten. Aber diese ganze Belastung durch die indirekten Steuern Beitraum, der bei Lungentranten eher gekürzt als verlängert werden ausdrücklich vereinbart werden müssen. Die Nedensart: Sie haben wird bei der Berechnung des Wahlcensus" ganzen Sommer Arbeit, enthalte teine Verpflichtung. der Steuerjumme, sollte, und doch soll es vorkommen, daß der Wechsel in der Bettwäsche die der Wähler zahlen muß, um der zweiten bezw. ersten Wähler- erst nach 4 und 5 Wochen eintritt. Früher gab es alle acht Tage solle damit mur gesagt werden, daß der Arbeitgeber den Arbeiter den Klaſſe zugefeilt zu werden nicht den unbemittelten reine Unterhosen und wollene Hemden; jegt, ist der Termin auf vierzehn ganzen Sommer über beschäftigen könne und daß man so lange Schichten angerechnet, sondern soweit dies über Tage verlängert. Ebenso bedenklich für die Sauberkeit in der An- zusammen bleiben werde, wenn sonst nichts dazwischen komme. Den haupt geschieht, noch obendrein den besigenden stalt ist es, daß dem neu eintretenden Patienten ohne weiteres das thatsächlich zu stande gekommenen Kündigungsausschluß berühre Klassen. von seinem Vorgänger verlassene Bett angewiesen wird. Matraße Die Grundsteuer im Betrage von 17,5 Millionen, die Gewerbe- und Decke werden nicht gelüftet, sondern dem Anfömmling nur frisch Steuer im Betrage von 8,1 Millionen, sie wirken als indirekte Steuern, bezogen übergeben. Erwägt man, daß Lungenkranke fast regelmäßig Ringkampf und Betriebsunfall. Der Landwirt Gadeberg sie werden auf den Konsum von Wohnungen, von Industrie- Er- beträchtlich Schweiß absondern, so wird jedem das Efelerregende und ließ sich aus Scherz" mit dem Sohne eines Bekannten in einen geugnissen usw.- abgewälzt und belasten daher die Massen weit auch vom hygienischen Standpunkte Verwerfliche dieses Zustandes klar. Ringtampf ein. Er wurde hierbei derartig verlegt, daß seine Erschärfer, als die kleine Zahl der Besitzenden; weil aber diese Steuern Obwohl die Patienten der ärztlichen Behandlung im übrigen allgemeine werbsfähigkeit darunter litt. G. beanspruchte dann von der schleswigdes Wahlcensus den Steuerpflichtigen" d. h. denen, welche diese peinlich. Man wundert sich allgemein, daß der dirigierende Arzt feinem landwirtschaftlichen Betriebe und dem Unfalle beſtehe. der Form nach direkte sind, deshalb werden fie bei der Berechnung Anerkennung zollen, emfinden sie die hier geschilderten Mängel sehr holsteinschen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft eine Unfallrente und machte geltend, daß ein Zusammenhang zwischen Steuern formell zahlen angerechnet, und dienen so einer Lungenheilstätte solche unwürdige Zustände und solche Fehler feinem landwirtschaftlichen Betriebe und dem Unfalle beſtehe. noch außerdem zur Entrechtung der besiglosen in der hygienischen Fürsorge auf die Dauer dulden kann. habe jenen Bekannten Unfalltage deshalb aufKlaffe. um ihm eine geborgte Säge zurückzubringen, Im weiteren ist es zu tadeln, daß beim Baden der Patient sich gesucht, Auch der Hinweis darauf, daß der Leistung die Gegenleistung feine Badewanne selber reinigen muß und daß die Badetücher die er in feinem landwirtschaftlichen Betriebe zum Holzschneiden geentsprechen müsse, kann daher das bestehende Dreitlassen- Wahlsystem von mehreren Personen benutzt werden. Wir wissen nicht, braucht habe. Der Kläger wurde jedoch in sämtlichen Instanzen in feiner Weise rechtfertigen. Und der Freisinn" kann für die trotz wen in legter Reihe die Schuld für diese mangelhafte Ein- abgewiesen. Das Reichs- Versicherungsamt führte aus, dem unternommenen Verteidigungsversuche nicht einmal den guten richtung trifft; doch scheint es fast, als ob die städtische Ver- daß ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem landwirtschaftlichen Glauben in Anspruch nehmen. Den immer, wenn von konservativ- waltung hier eine sehr falsch angebrachte Sparsamkeit übe. Betriebe des Klägers und dem Unfalle selbst dann zu verneinen agrarischer Seite der Erlaß der Grundsteuer befürwortet wurde, Eine andere Beschwerde der Patienten richtet sich gegen die Ein- wäre, wenn die Angaben des Klägers der Wirklichkeit entsprächen. haben gerade freifimige Blätter diese Forderung deshalb bekämpft, fprigung von Zuberkulin. Ueber die Zwednäßigkeit dieses Maßgebend sei, daß der Ringkampf mit der Landwirtschaft absolut weil die Grundsteuer eigentlich gar feine Steuer sei, sondern eine Mittels gehen die Urteile in ärztlichen Kreisen weit auseinander; nichts zu thun habe. Reallast, die auf dem Grundstücke liege, weil sie gewissermaßen die vielfach ist die weitere Verwendung dieses Meditaments von Aerzten Zinsen einer dem Staate gehörenden Hypothek darstelle. Der Rohrleger Heger verunglückte beim Umlegen eines eisernen ganz abgelehnt worden, in un Serr Dr. Reuter, der Leiter Die Partei, die damals diesen durchaus richtigen Standpunkt der Anstalt, dennoch Versuche damit machen, dann muß verlangt Rohres, das zur Abführung der Abwässer aus einem Maschinenraum bertreten hat, darf dann aber auch nicht das bestehende Kom- werden, daß er vorher dazu die Zustimmung des Patienten ein- bestimmt war. Die bessen- nassauische Baugewerks- Berufsgenossen munal- Wahlrecht verteidigen! holt. Tadel verdient es aber, daß ein 3 wang ausgeübt wird schaft lehnte es ab, H. eine Unfallrente zu gewähren, weil der worden war. den dies nicht. Er am Es Ver Im übrigen ist es ein Irrtum, anzunehmen, daß das Kommual- und daß diejenigen, die sich diesem Zwang nicht unterwerfen, der Hauptbetrieb seines Arbeitgebers die Kupferschmiederei sei. Das Wahlrecht etwa im ganzen liberaler ist, als das elendeste aller Anstalt verwiesen werden. Ein solcher Zwang ist deshalb schon Schiedsgericht verurteilte auf die Berufung des Klägers die BerufsWahlsysteme", das Landtags- Wahlrecht. Wohl ist das ein Vorzug, schlecht angebracht, weil es sich hier um eine tetonvales- genossenschaft und führte aus: Das Umlegen des Rohres daß bei den Gemeindewahlen die einzelnen Klassen für sich wählen, centen Anstalt handelt, in der man zu Medikamenten nur in lei nicht ein notwendiger Teil der Kupferschmiede- Arbeit, sondern gehöre zum Installationsgewerbe, das der daß also das Proletariat nicht, wie bei den Landtagswahlen, ganz ganz besonderen Fällen greifen sollte. mundtod gemacht werden kann. Aber diesem Vorzug steht der Nach- Die Patienten der Anstalt gehören fast ohne Ausnahme den ficherung bei der Baugewerts Berufsgenossenschaft unterliege. teil gegenüber, daß bei den Landtagswahlen jeder selbständige biefigen Orts Krantentafien an. Es empfiehlt sich also, Die Berufsgenossenschaft legte Returs ein und ihr Vertreter machte Preuße im Alter von 24 Jahren wählen darf, während bei daß diese bei der Direktion vorstellig werden und Abhilfe geltend, daß das Rohrumlegen hier ein Ausfluß des Kupferschmiededen Gemeindewahlen alle, deren Einkommen 600 fordern. Betriebes gewesen sei. Bei der Baugewerts- Berufsgenossenschaft seien Mart nicht übersteigt, überhaupt kein Wahlrecht Schlimm sähe es um unsere Lungen- Heilanstalten aus, wenn in nur solche Installationsarbeiten zu versichern, die an Gebäuden oder allen so start hervortretende Mängel vorhanden wären, wie in für Gebäude ausgeführt werden. Das Reichs- VersicherungsNebenbei besteht selbstverständlich auch für die Gemeinden die Malchow. Den nicht nur soll die Lungen- Heilanstalt für die amt verwarf indessen den Rekurs mit der Begründung, daß es sich Bestimmung, daß des Wahlrechts verlustig geht, Batienten eine Stätte der Erholung und Kräftigung sein, sondern hier um eine dem Baufache zuzurechnende Installationsarbeit handle eine Armen unterstügung aus Gemeinde- fie soll auch der Gewöhnung einer den Kranken notwendigen und daß deshalb die Beklagte entschädigungspflichtig sei. mitteln empfangen hat. Wer also in dieser besten Gesundheitspflege gewidmet sein. Damit ist es aber in Malchow aller Welten" mit seiner Hände Arbeit nicht einmal so viel recht schlecht bestellt. befigen. wer Kaufhaus Max Mannheim, Max Mannheim, Frankfurter Allee 89. Tricotagen. Strumpfwaren. Qualität, Wollwaren. Arbeiter- Bekleidung. Normal- Hemden... 65, 100, 125, 150 Pt. Wollene Socken, sehr gute Paar 18, 25, 35, 50 P. Gestrickte Herrenwesten, 1,50-5,00 M. Barchent- Herren- Hemden mit Latz 1,00 M Normal- Hemden, Halb eine 1,75-4,50 M. 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Unsere neue Herbst- und Winter- Kollektion ist soeben fertig gestellt und steht auf Wunsch jedermann sofort zu Diensten, wozu heut beiliegende Bestellkarte zu benutzen bitten. sid Lehmann& Assmy, Tuchfabrik, Für Magenleidende! Spremberg. Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, fet hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen fchon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den Verdauungsorganismus des Menschen, ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuter- Wein beseitigt Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Seime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, äzenden, Ge sundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und beren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Kolitschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein behebt Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräffung bei bie folge fchlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bet gänzlicher Appetitlosigkeit unter nervöser Abspannung und Gemüthsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, stechen oft solche Kranfe langsam dahin. Sträuter- Wein giebt der ge Kräuter Wein steigert den Appetit, befördert schwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig ant, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten Lebenslust. Zahlreiche Anerkennungen und Dantschreiben beweisen dies. 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