Nr. 231. = Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poff- Zeitungs. Preisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übric: Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. 1signed called the agides i nom Vorwärts Berliner Volksblatt. Centralorgan der socialdemokratischen Partei Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Hohenlohe- Miquel. Die Vorgänge, die der inneren Politik der lezten Wochen ihr fittenbildliches Gepräge geben, fennzeichnen sich immer deutlicher als eine Auflehnung Preußens gegen das Reich, oder genauer: als ein schwächlicher Versuch des Reiches, die Uebergewalt und den Uebermut Preußens, als dessen Vasall das Reich erscheint, abzuschütteln. In der preußischen Politik herrscht Miquel und sein journalistischer Prophet Zedlik. Die Politit des Reiches kann durch den Namen Hohenlohes bezeichnet werden. Die kriegführenden Parteien haben jede ihre Offiziösen, die in der Presse durch zielbewußte Stimmungmacherei an entscheidender Stelle Einfluß zu gewinnen suchen. " Allerlei äußerst seltsame Erscheinungen werden durch diesen Coulissenstreit hervorgerufen. Vor ein paar Tagen- zur selben Zeit, als Miquel mit seinen Junkern beim Versöhnungsmahl ſaß gab die„ Norddeutsche Allgem. Zeitung einen scharfen Artikel der liberalen Weser- 8tg." wieder, der daran erinnerte, wie die Konservativen allezeit die Maßregelung oppositioneller Beamten verlangt und durchgesezt haben, so daß man gar keinen Anlaß habe, es zu bedauern, wenn jezt ein paar konservative Landräte auf Wartegeld gesetzt würden. Es war auffällig, daß das Regierungsblatt den Artikel reprozierte, um so auffälliger, als das erst zehn Tage nach seinem Erscheinen in der Weser- Zeitung" geschah. Die„ KreuzBeitung" bemerkt denn auch bitter: Mit diesem Verhalten ließe sich der Wunsch der Regierung, eine Besserung des Verhältnisses zu den Stonservativen anzubahnen, schwer vereinigen. Wenn nicht etwa hier lediglich eine Unges idliteit der offiziösen Breſſe vorliegt, jo würde man in dem Abdruck dieses Artikels eine neue Herausforderung dertonservativen Partei erblicken müssen." " " Die bündlerische Deutsche Tageszeitung" nannte den Abdruck einen unschuldigen Privatscherz". Das war er aber keineswegs; denn, wie jetzt bekannt wird, sandte das von der Regierung abhängige Wolfffche Telegraphenbureau die betreffende Nummer an die gesamte Provinzpresse mit einem auf den Artikel der Weserzeitung" hinweisenden Begleitschreiben. Ein solches Verfahren ist bisher niemals von dem wie viel Wert an gewissen Stellen auf das Bekanntwerden Bureau angewendet worden, und es ist daraus zu ersehen, der gegen die Konservativen gerichteten Auslaffungen gelegt wird. Der Fränkische Kourier" bemerkt zu dieser ungewöhnlichen Aktion: " Dienstag, den 3. Oktober 1899. Aehnlich äußert sich die Konservative or respondenz": 971 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel getle oder deren Raum 40 Pfg., für polttische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bte nächste Nummer müssen bts 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. 39) Jernsprecher: Amt I, Dr. 1508. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Deutschlands. Expedition: SW. 19, Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. dieser Enthüllung neutralisieren. Der Kaiser soll Bericht über den Fall Zedlig eingefordert haben ein Grund mehr für die Catilinarier des Junkertums, um durch allerlei Ablenkungskniffe die eigene Schande zu verhüllen. Politische Ueberlicht. „ Der Vicepräsident des Staatsministeriums soll beseitigt und mit ihm die Politik der Sammlung zu Fall gebracht werden. Vermutlich ist gerade der jezige Zeitpunkt unter Be Wir glauben auch, daß die Miquelschen Erfolg haben nuzung der in konservativen Kreisen herrschenden Erregung für werden. Wie heute nun einmal die Verhältnisse liegen, sind sehr geeignet erachtet worden, diesem Ziele näher zu kommen. die Ehrlicheren immer die Schwächeren. In dem Kampf " Hatten nun die Unternehmer dieses Ränkespiels darauf ge rechnet, die konservative Partei in ihre Aktion zu verwickeln und zwischen denen um Miquel und denen um Hohenlohe, zwischen zu diesem Zwecke aufreizende Gerüchte in Umlauf gefeßt, so haben dem oſtelbischen Preußen und dem Reich wird die Sache des fie am letzten Ende doch die Erfahrung machen müssen, daß ihre Junkertums triumphieren. Spekulation verfehlt war. Wir tuinen in der That die feste Verficherung abgeben, daß die Konservativen nach wie vor Herru von Miquel in seiner hoffentlich trotz aller Austürme doch noch Berlin, den 2. Oktober. erfolgreichen„ Sammlungspolitit" kräftig unterstützen werden; stellt dieje Politik doch den Ausfluß des besonders in der konservaZum Magdeburger Majestätsbeleidigungs- Prozeß. Bevölkerung freudig begrüßten Bielefelder ProEs wird uns aus Magdeburg vom 2. Oktober noch ge= gramms" dar. „ Der Person des Herrn Vicepräsidenten des Staats- schrieben: Die Bestürzung, in die die außergewöhnlich harte Berministeriums die Hauptsächliche Verantwortung für die bekannten, urteilung Schmidts die Parteigenossen versetzte, beginnt langsam bellagenswerten Regierungsmaßnahmen gegen unsere Partei zu weichen und ruhigerer Ueberlegung Raum zu geben. Man mist zuzuschreiben, ist unzulässig; zu dieser Annahme steht die be- die Befürchtungen, die man gehegt hat, mit der Gewißheit, über das, was uns geworden ist, und grübelt fanute Drohung des Herrn Ministerpräsidenten in der die tommen jol. Auf dritten Lejung der Kanalvorlage in einem zu schroffen Wider- nun wenig wir hier hatten spruche. Die„ Berliner Korrespondenz" hat zwar versucht, in plaze wahrlich nicht gerechnet; wenn wir hier jemals an Optimis ihrer Nummer 83 der in dem Rechenschaftsberichte der konservativen mus in dieser Hinsicht gekrankt haben, so ist er uns längst gründlich Partei betreffend das Projekt des Rhein- Elbe- Kanals hervor- austuriert worden. Die Parteigenossen nehmen hier vieles als gehobenen Thatsache zu widersprechen und die in jener Erklärung des Fürsten zu Hohenlohe enthaltene Drohung in Abrede zu selbstverständlich hin, was, einzelne Plätze des Königreichs stellen; damit wird aber das nackte Faltum nicht aus der Welt Sachsen ausgenommen, in allen anderen industriellen Teilen Deutschgeschafft. lands eine nachhaltige Erregung der Parteitreise hervorrufen Es genügt unseres Erachtens, um den drohenden Charakter der würde. Die Gewöhnung stumpft ab und was anderwärts helle, bezüglichen Neußerung festzustellen, vollständig, wenn wir darauf hin- lodernde Entrüstung zeitigt, wird hier still im Empfindungsleben weisen, daß wenige Tage nach der Abstimmung über die Kanalvorlage, des Einzelnen beigesezt zu all dem übrigen, das täglich den die bekanntlich unmittelbar nach der Rede des Herrn Minister: Haß nährt und die Erbitterung ins maßlose wachsen läßt. präsidenten erfolgte, zwei Regierungspräsidenten, ein Hilfsarbeiter Der Klassenkampf hat hat in Magdeburg besonders schroffe im Kultusministerium und 18 Landräte, die es mit ihrer Ueberzeugung nicht vereinbaren konnten, für den Entwurf zu stimmen. zur Disposition gestellt worden sind. Daß dies lediglich wegen der Abstimmung der betreffenden Beamten geschehen sei, wird man ebenso wenig bestreiten tönnen, wie die Thatsache, daß die Erklärung des Fürsten zu Hohenlohe eine Drohung enthalten habe. Und in derselben Nummer schreibt das amtliche Organ den Offiziöfen": der konservativen Partei unter der Spigmarke„ Anarchie unter Ungezogenheiten von offiziöser oder pseudooffiziöser Seite werden die Konservativen sich unter keinen Umständen gefallen, sie werden sich aber ebensowenig, wie dies beabsichtigt zu sein scheint, in eine gereizte Stimmung verseßen lassen. # der ant „ BoltsFormen Die angenommen. Leidensgeschichte stimme" ist der sprechendste Beweis; der Kampf der Realtion gegen die Voltsstimme" hat die Genossen John, Schröter, Baumüller, Wahle und Pistorius für Jahre ins Gefängnis gebracht, abgesehen Bable unb von all den anderen hohen Strafen, die daneben über Parteigenossen verhängt worden sind; auf der Höhe dieses Kampfes ist schließlich unser Majestätsbeleidigungs- Prozeß in die Annalen der Zeitgeschichte eingetragen worden mit der noch nicht dageweſenen Strafe von fieben Jahren einem Monat gegen Müller und Schmidt zusammen genommen. Es atmet sich bang und beklommen in einer Atmosphäre, in der dergleichen Entladungen möglich sind. Da die Spannung einmal vorhanden ist, haben wir auf zwei Jahre für Schmidt wohl so Es war doch zu beachten, daß Schmidt Wenn von einigen Seiten angenommen wird, die Publikation ziemlich alle gerechnet. des Wejerzeitungs"-Artikels in dem reichsoffiziösen Organ jei nicht vorbestraft ist, während Müller schon ein umfangreiches Conto aus ingeschid lichteit erfolgt, so glauben wir dieser Zu- besaß, als er am denkwürdigen 9. Januar vor den Schranken erschien. billigung mildernder Umstände" entschieden widersprechen zu Es ist das ein Wilderungsgrund, der in der Strafrechtspflege, wie müssen. Der Umstand, daß das ebenfalls reichsoffiziöse fie für das Deutsche Reich schematisch geschaffen ist, in allen sonstigen Wolfffche Telegraphen Bureau" auf die Wieder- Fällen von ausschlaggebender Bedeutung ist. Das Moment versagte gabe jener, die Konservativen schmähenden Auslassungen in hier völlig. Den Richtern standen wohl die 4 Jahre 1 Monat des armen der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" schleunigst empfehlend Müller vor Augen und sie erachteten, wie es in der Urteilsbegrün aufmerksam gemacht und daß die zu Jutriguen oft benutzte Köln. " " 8tg." sich ebenfalls der Darbietung der„ Nordd. Allg. Ztg." als- dung noch hieß und hier der Vollständigkeit wegen nachgetragen sein bald bemächtigt hat, scheint uns zu beweisen, da der Vorstoß ein mag, die drei Jahre in Ansehung der Bestrafung mit großem Vorbedacht geplanter war, und daß viel Müllers für angemessen". leicht sogar der Ursprung des Weserzeitungs"-Originals auf Die Richter find darüber noch hinausgegangen und haben vom " pseudo- offiziöse" Kreise zurückzuführen ist." zweiten Absatz des§ 95 Gebrauch gemacht: Schmidt wurde 4 „ Es liegt eine Herausforderung der konservativen Partei vor, ein rauhes, aber festes Eingreifen in die Versöhnungsaktion Miquels mit seinen alten Freunden und zugleich die Thatsache, daß eine über das W. T. B." unbedingt verfügende mächtige Hand Herrn v. Miquel den Stuhl vor die Thür setzt. Wer das ist, darüber kann, wie die Dinge liegen, tein Zweifel sein. Weder die neuen Minister, noch ein anderes Regierungsmitglied dürfte das wagen! Es kann uur der Reichskanzler Fürst Hohenlohe sein, der seinem Vicepräsidenten in Preußen klipp und klar und vor gauz Deutschland zu verstehen giebt: ich habe Deine Zweideutigkeiten und Intriguen gründlich satt. Wie Graf Eulenburg durch Caprivi in der„ Kölnischen Zeitung" bloßgestellt und 1or achtzehn Jahren durch den Fürsten Bismard im Herrenhause gerommelt" wurde, so hat gestern Fürst Hohenlohe Herru v. Miquel abgewimmelt". Einer von beiden Jedes Wort in diesen Auslassungen ist auf die entschei- der aus öffentlichen Wahlen hervorgegangenen wird das Ministerium sicher verlassen; welcher es sein wird, das dende Person berechnet; allein die Anspielung auf das Bielefelder Ehrenämter verlustig erklärt. In einem engeren Kreise wissen wir nicht. Da Fürst Hohenlohe jedenfalls vorsichtigeren Programm, d. H. auf die bekannte Rede des Staisers, beweist, von Parteigenossen wurde nichts anderes erwartet; diese waren Charakters ist als Graf Caprivi, so ist es wahrscheinlicher, daß er welche Zwecke man verfolgt. Der preußische Miquel ist darüber nicht im Zweifel, daß Schmidt seines Reichstags- und die Zustimmung der maßgebenden Stelle zu seinem Vorgehen der Sammelpolitiker gegen den Umsturz, den die Reichs Stadtverordneten Mandats verlustig gehen würde. besitzt." offiziösen begünstigen. Hie Miquel- hie Hohenlohe, Anders in der breiten Masse der Parteimitglieder. Hier hatte Die Schlußfolgerungen des Blattes mögen zu weit gehen, hie Preußen hie Reich, hie konservatives Juntertum man, durch die Gewohnheit gedrillt, wohl auf eine hohe Strafe, ficher ist, daß die für die Reichspolitik verantwortlichen Personen hie liberale Bourgeoisie- es ist immer der gleiche Schlachtruf. aber mit teinem Gedanken auf die Aberkennung der Mandate ge bemüht sind, die konservativ- Miquelsche Intimität zu stören. Die Gefahr für die Miquel- Leute scheint nicht ganz un- rechnet. Hier hat die Verlusterklärung daher wie eine Bombe einNicht ohne besondere Absicht hat Fürst Hohenlohe die erste beste beträchtlich. Es verrät Miquels politischen Stil, wenn jetzt geschlagen. Und wenn es zum Wahlkampf in Calbe- Aschersleben Gelegenheit benutzt den Geographentongreß, das Wort ein Hauptorgan der westfälischen Grubenbarone ganz besonders tommt, so werden unsere dortigen Gegner erst erleben, was social vom Industrie staat öffentlich auszusprechen, das seit auf die Wichtigkeit der„ Teilstrecke" Dortmund- Rheinkanal demokratische Begeisterung und sozialdemokratischer Opfermut zu Caprivis Tagen von den Agrariern nicht nur als eine per- hinweist, deren Annahme lediglich durch die Schuld der leisten im stande sind, soweit allein schon die Magdeburger Partei sönliche, allein durch den Sturz dessen, der es ausspricht zu Liberalen gescheitert sei. Nächstens werden wir in diesen genossen in Frage kommen. fühnende Beleidigung, sondern auch als ein politisches Blättern, welche die Geschäfte der Miquelschen Sammelbant Hier beginnt die politische Wirkung unseres MajestätsRapitalverbrechen empfunden wird. Das Wort vom Industrie- treiben, lesen, der Kanal sei gar nicht durch die konservativen Beleidigungs- Prozesses. Wir zweifeln nicht daran, daß die Wirkung staat war bestimmt, die von Miquel mit den Agrariern ver- Gegner, sondern durch die liberalen Freunde abgelehnt der Aberkennung des Mandats in Calbe- Aschersleben dieselbe sein handelte Versöhnung zum Scheitern zu bringen. wird, die die bürgerlichen Gegner im Jahre 1872 in Glauchau Die Vertreter der Junkerschaft sind auch darüber nicht Ein wichtiges Mittel für die Miquelsche Politik ist auch Meeranie, als Genossen Bebel derselbe Richterspruch betroffen hatte, im Zweifel, daß von seiten der Reichsminister ihnen Gefahren der Hinweis auf dunkle Intriguen, die zum Sturz des ge- mit Schrecken wahrnahmen. Denn das gelinde gesagt- Erdrohen. liebten Agrarierministers angesponnen sein sollen. In dieser staunen über den Mandatsverlust beschränkt sich nicht etwa auf Aus diesen Befürchtungen heraus schreibt heute die Intrigue wird nicht nur dem Centrum, den Liberalen, den unsere Parteigenossen, es ist in ist in die Reihen des BürgerDeutsche Tageszeitung: Freisinnigen, sondern auch den Socialdemokraten eine Rolle tumis eingedrungen, dem die doppelte Bestrafung denn „ Einige gutnationale Blätter wundern sich, daß die konser angewiesen. Wir haben allerdings das Beweismaterial für doch zu hart erscheint. Selbst die Scharfmacher im Kreise, denen vativen und agrarischen Blätter einem„ bloßen Gerüchte". das doppelte Spiel der preußischen Sammelleute erbracht im das Maginum von fünf Jahren keinen Laut des Bedauerns entlockt daß Miniſter von Miquel Aureger der Beamtenmaßregelungen ge- Interesse der Wahrheit und der politischen Sittlichkeit. Ob hätte, find betrübt über diese Seite des Gerichtsspruchs. Wie bei gewesen sei, so viel Gewicht beigelegt hätten. Dem gegenüber aber Miquel auch diesen Bissen herunterzutoürgen versteht ihnen nichts anders zu erwarten, aus egoistischen Motiven. Sie muß nochmals hervorgehoben werden, daß es sich nicht um ein bloßes Gerücht handelte, sondern um die positive mit oder ob er daran erstickt, ist uns ganz gleichgültig. Für uns, sprechen es unverblümt aus, daß das Urteil vom 29. September weit teilung eines Mannes, der unterrichtet sein mußte. die wir die Dinge fennen, wirkt es als ein ebenso flownhafter über Magdeburgs Festungswälle hinaus unserer Partei Anhänger und Wir find nicht berufen und halten uns auch nicht wie einfältiger Scherz, wenn behauptet wird, wir hätten an Wähler zuführen werde. In dem erschütternden Drama, dessen für verpflichtet, mehr zu sagen. Da nach gewissen An- einer Intrigue mitgewirkt. Es müßten auch unnatürlich scenenmäßiger Abwickelung wir seit dem Eröffnungsakt am 9. Januar zeichen die Krise noch nicht beendet zu sein scheint, wird dumme Leute sein, die sich gerade des Vorwärts" bedienten, als Buschauer beiwohnen, ist seine politische Wirkung das allein Er vielleicht später eine folche Verpflichtung eintreten. Den ur um einen Minister zu stürzen, abgesehen davon, daß wir uns freuliche neben all dem Niederdrückenden. alten Artikel der Beferzeitung", der von der Nordd. Allg. 8tg." bon niemandem und durch nichts benutzen lassen. ausgegraben worden war, weil er die heftigsten Vorstöße gegen Es ist ein sehr durchsichtiges Spiel, wenn man jetzt dar- Auch in der ausländischen Presse wird das Urteil die konservative Partei enthielt, hat nun auch das offiziöſe als gegen Schmidt lebhaft besprochen. Versteht man in freieren Wolffiche Telegraphenbureau" an die Zeitungen versandt. Es auf geflissentlich hinweist, daß gerade der Vorwärts" als gegen Schmidt lebhaft besprochen. wird uns versichert, daß die Anregung dieser Versendung von teiner ein Mitglied einer großen Verschwörung die Bedlißiade Ländern überhaupt nicht die in Deutschland üblichen Verfolgungen preußischen Regierungsstelle ausgegangen sei. aufgedeckt hat; man will dadurch die notwendigen Wirkungen wegen Beleidigung der Majestät, so muß ein Strafmaß von drei worden. Madrid, 2. Oktober. Gestern fand hier eine große Kundgebung statt und zwar zu Gunsten der Revision des Prozeffes von Montjuich. Mehr als 700 Personen nahmen am Umzuge teil. Italien. Jahren und Aberkennung der politischen Ehrenämter wegen einiger[ feine eigene, in der man ihn allerdings am besten kennen mußte. unbedachter Worte völlig wie eine Kunde aus civilisationsfernem Wir erinnern uns einer ganz bezeichnenden Episode aus dem Damals Lande scheinen. Die Verurteilung des Magdeburger Urteils in der Jahre 1878. Fordenbeck war eben als Oberausländischen Presse können wir unter der deutschen Preßfreiheit nicht bürgermeister von Breslau nach Berlin berufen worden waren die Breslauer auf der Suche nach einem Stadtwiedergeben. oberhaupt. Die in jener Zeit in Breslau noch zahlreichen Rom, 1. Oftober. Auf den 20. November wird die Kammer Nationalliberalen hatten Miquel zu ihrem Kandidaten ereinberufen. Sämtliche Gesezentwürfe der legten Seffion werden foren und entfalteten eine Kandidatur. Um der Sache mehr Nachdruck zu geben, wurde einer Obstru! tion wieber beginnen, so würde jofort bie Auflösung eifrige Agitation für diese von der Regierung wieder vorgelegt werden. Sollte die der hiesigen Führer der Nationalliberalen nach Berlin entsandt, um der Kammer erfolgen. bort mit den Mitgliedern der Fraktion Besprechungen zu pflegen und noch genauere Erfundigungen einzuziehen. Der hiesige Abgesandte erhielt nun bei seinem Besuche bei einem der ersten Führer der Stockholm 2. Oktober. Die Wahlen zur zweiten Kammer Fraktion die präcise Antwort:" Wollen Sie dort den Klügsten wählen, dann wählen Sie Miquel; und wollen Sie den Unzuverlässigsten des Reichstages sind nunmehr beendet. Die Partei der Linten wählen, dann wählen Sie ebenfalls Miquel!" Serr Miquel flet bat 18 Sige, die der Rechten 5 Size gewonnen, denn auch bei der Wahl durch. denn auch bei der Wahl durch. Rußland. Aus Magdeburg meldet uns ferner ein Privattelegramm: Eine am Sonntag im Schmidtschen Wahltreise Calbe- Aschers leben abgehaltene, so zahlreich wie noch nie zuvor besuchte er trauensmänner Konferenz hat beschlossen, einer dem nächst einzuberufenden Kreisversammlung Schmidt als Reichstags: Kandidaten wieder in Vorschlag zu bringen. Der Beschluß wurde einstimmig gefaßt. Ueber das Urteil gegen Schmidt herrscht große Erregung. Der feste Vorsatz wurde ausgesprochen, den letzten Neft der Kräfte an die Wiedereroberung des Wahlkreises im ersten Wahlgang zu sehen. Schmidt erläßt in der heutigen Volksstimme" eine öffentliche Dankerklärung für die zahlreichen ihm zugegangenen Sympathiebeweife. Kriegsaufmarsch in Südafrika. " is! Schweden. Von der Pirnaer Wahl. Es war behauptet worden, daß bei Große Unterschlagungen und schwere Mißbräuche in der der Birnaer Stichwahl die freisinnigen Wahlausfche Bauberwaltung der Samarkand- Anbifchaner neuen centralaftatifchen in Neustadt und Langburlersdorf in einem durch ben Bahn find russischen Blättern zu Folge dieser Tage aufgedeckt ganzen Wahlkreis, insbesondere auch in Beitungen berbreiteten worden. Die von der russischen Regierung unter dem Vorsiz des Aufruf zur Wahl des Antifemiten Loge aufgefordert hätten. Ingenieurs Siljander zur Prüfung der Rechnungen ernannte KomDie Regierung will, wie es scheint, statt einer papiernen Jegt wird von der Leitung der Freifinnigen Boltspartei mission hat die Thatsache festgestellt, daß schon bezahlte und dem Antwort auf die letzte Note Chamberlains den englischen 8u im Wahlkreise mitgeteilt, daß die Unterzeichnung jener Meichs Kontrollamte übergebene Rechnungen aus dem Amtsmutungen durch den Einmarsch in Natal entgegentreten. Inserate mit Die Wahlausschüsse der Freisinnigen Bolts- bureau nach und nach entwendet und von neuem wieder vor Jede Stunde kann die Meldung bringen, daß der erste Schuß partei für Neustadt und Langburkersdorf" ein Wahlmanöver gelegt worden sind. Auf diefen Rechnungen find bereits Nabierungen gefallen ist und der Krieg begonnen hat. gewesen ist. Weber Wahlausschüsse der freisinnigen Volkspartei und Fälschungen entdeckt worden. Die Summe, um welche die Seit der Nacht zum Sonntag ist die telegraphische Ver- in Neustadt, noch in Langburkersdorf, noch ſonſivo haben den Auf- Staatskaffe betrogen worden, ist noch nicht festgestellt, doch ift fie bindung zwischen Durban und Pretoria unterbrochen. Eine erschienen. Der Aufruf rührt her, wie die ftattgehabte Untersuchung leitenden Beamten der Eisenbahnverwaltung Hand in Hand mit ruf veranlaßt. Derselbe ist auch ohne jede Namensunterschrift weifellos sehr erheblich. An diesem Gaunerstreich haben sich die Depesche aus Kapstadt besagt, daß am Sonntagabend ein ergeben hat, von Neustädter Antisemiten und einem einzigen denen des Ober- Reichskontrollamtes beteiligt! Sonderzug Kapstadt verließ, um den britischen diplomähler aus Langburkersdorf, der bei der Hauptwahl für Strohbach matischen Agenten in Pretoria Greene mit gestimmt hatte. sed lead tim dem Personal und dem Archiv der britischen Agentur nach Aus Sachfen- Weimar.( Eig. Bericht.) Die beste Antwort Kapstadt zu bringen. Die Boeren haben den Aufmarsch ihrer Milizen an der aufgestellte Thema:" Ist bie Socialdemokratie im Groß auf das für die beabsichtigten Massenversammlungen, am Sonnabend Grenze fast vollendet. Dem Standard" wird aus herzogtum Sacien Weimar Eisenach politisch Newcastle( Natal) vom 1. Oftober gemeldet: Es haben rechtlos?" hat die Polizei gegeben. Wo die Wirte nicht in legter unzweifelhaft wenigftens 20 000 bewaffnete Boeren, die minute uns die Säle verweigerten, wurden unter den verschieden mit Pferden reichlich versehen sind, an verschiedenen Punkten artigsten Begründungen sämtliche Versammlungen verboten. der Grenze von Transvaal, besonders in der Richtung von Natal, Aufstellung genommen. Sie machen kein Geheimnis Dichtung schuf! Das ist das deutsche Land, in dem Schiller seine revolutionäre daraus, ja, rühmen sich, daß sie beabsichtigen, nächsten Mittwoch in Natal einzurücken und alle Engländer ins Meer zu treiben. Es sieht wirklich so aus, als ob in Natal bedeutende Truppenmassen einfallen werden. Serbien. Belgrad, 1. Oftober. Der Erspriester Miloje Barjaltarowitsch 15 Jahren Haft verurteilt. aus Kragujevac wurde wegen Hochverrats vom Standgericht zu verhängten Belagerungszustand auf. Gin föniglicher Utas hebt den über das Departement Belgrad feine Thätigkeit ein. Das Standgericht stellt Berichtigung. In dem Feuilleton„ Ein Marsch durch die Webergegend" ist durch einen Druckfehler der Juhalt etwas verschoben worden. Langenbielau hat nicht, wie gedruckt, 1500, fondern mehr als 18 000 Einwohnter. Da hierzu noch mehrere Tausend aus Aus Schwarzburg- Rudolstadt, 1. Oktober.( Eig. Ber.) Der der Umgegend in die Langenbielauer Fabriken kommen, ist erst der heutige Sonntag wird unsere Genossen im ganzen Lande in voller fanitäre und wirtschaftliche Misstand des Ortes ganz zu verstehen. Arbeit sehen, denn das erste Flugblatt zu den am 1500 Menschen bei einander fönnten unter Umständen ohne Sanali27. Oftober stattfindenden Landtagswahlen wird verbreitet und Das Kontingent von Pretoria ging am Sonnabend unter bamit die Agitation offiziell begonnen werden. Unſere zwölf Bable fation n. bergl. auskommen. Bei 20 000 wird der Mangel derfelben enthusiastischen Rundgebungen der Bevölkerung nach der treise haben wir sämtlich mit Kandidaten besetzt und es ist Aussicht ben jammervollen Ernährungsverhältnissen, abscheulichen Wohnungen zu einer schweren Gefahr. Der Erfolg dieses Mangels ist neben Grenze ab. Einige Mitglieder des Volksraads, die bei der vorhanden, 3-4 Mandate zu erringen. Am härtesten dürfte und übermäßiger Arbeit, daß jährlich auf 1000 Einwohner von Abfahrt zugegen waren, riefen: Das ist unser UItidas Ringen im 6. Kreise werden, da es dort gilt, Sattler Langenbielau 88,2 starben, während das mit Kanalisation versehene Wilhelm, der durch falsche Angaben sich bei der vorigen Wahl die Stimmen unserer Genossen sicherte, zu Falle zu bringen. Von unserer Datibor eine Sterbegiffer von 20,2 auf 1000 Ginwohner aufweist. Seite sind als Kandidaten aufgestellt: im 1. Kreise: Detovationshalter Emil Hartmann, Rudolstadt; 3., 5., 7. und 8. Kreis: Friedrich maler Baul Kühn, Rudolstadt, 2. und 6. Streis: KonsumvereinslagerFrötscher, Landwirt, König; 9. Streis: Aug. Böttcher, Stadtverord neter; 10, Streis: Franz Winter, Stadtverordneter; 11. Kreis: Ernst Finte, sinopfmacher; 12. Streis: Gb. Kohlmann, Tischler; die vier legten Genossen sind sämtlich aus Frankenhausen. Unsere Partei ist wieder die erste auf dem Plan, da von den anderen Parteien und Kandidaten noch nichts zu sehen und zu hören ist. matum!" " Laut einer in Pretoria beröffentlichten Bekanntmachung find alle Civil- Gerichtshöfe geschlossen und die Tagungen der Bezirks- Gerichtshöfe in verschiedenen Städten bis auf weiteres berschoben. In Tuli, nahe der Grenze von Rhodesia und Transvaal, ist die Nachricht verbreitet, daß eine bedeutende Streitmacht der Boeren 50 englische Meilen bon Pieter- Maritzburg zusammengezogen sei. Die Vorposten feien an allen Drifts am Limpopo aufgestellt. " Partei- Nachrichten. Zum Parteitag in Hannover. Parteitag, die sich beim Parteivorstand J. Auer, H. W. An die Delegierten zum Berlin SW., Kazbachstr. 9, gemeldet haben oder durch die Vertrauungspersonen der betreffenden Kreise oder Orte gemeldet worden sind, wurden heute die Drud sachen( Berichte und Vorlagen) abgesandt. Delegierte, bie nicht angemeldet find, können die Drudfachen in Hannover in Empfang nehmen. Berlin, den 8. Oftober 1899. Das deutsche Korps von Johannesberg, welches 200 Mann start ist und unter dem Kommando des Grafen Beppelin steht, erhielt Befehl, nach der Grenze abChronik der Majestätsbeleidigungs.Prozesse. zurücken. Wegen Majestätsbeleidigung ist nach der Bolts- 8tg." Aus Kapstadt wird gemeldet: Bahlreiche Anzeichen im August und September in 16 Prozessen ingesamt auf 139 Monate find dafür vorhanden, daß im Oranje- Freistaat rege Gefängnis erkannt worden. In sechs Fallen wurde eine Frei Der Parteivorstand. militärische Thätigkeit herrscht. In Vrede, nach der Natal- sprechung beschlossen resp. das Verfahren eingestellt; außerdem waren Grenze gelegen, schreitet die Truppentonzentration drei Verhaftungen, eine Begnadigung( in Medlenburg) und die Ver Von der Parteipreffe. Die Elberfelber und Barmer Genossen aufs schnellste fort. Aus dem Lager von Glencoe ist verfung einer Revision zu verzeichnen. In den erſtent neun Monaten befchloffen, vom 1. Januar ab die Freie Presse" in das Eigentum dieses Jahres find insgesamt 246 Majestätsbeleidigungen bekannt der Partei überzuführen. Zur Ablösung von auf dem dortigen hier ein Telegramm eingetroffen, nach welchem die Frei- geworden, wofür ca. 83 Jahre Gefängnis und außerdem Festungs- Verlagsgeschäft ruhenden Schulden verpflichtet sich die Bartei, an willigen von Natal Ladysmith erreicht hätten und eine Ab- trafen verhängt wurden. teilung derfelben auf Halpmakaar vorrückte, um die Grenze Genossen Grimpe 8000 M. zu zahlen. Zur Verwaltung der Freien zu decken. Es erhält sich das Gerücht, daß diese Nacht be- Majestätsbeleidigung Majestätsbeleidigende Agrarier, Ein Verfahren wegen Prefie" und des Buchhandels wird eine offene Handelsgesellschaft ist gegen den Herausgeber Herausgeber der gebildet, die aus je zwei Genossen von Elberfeld und Barmen und deutungsvolle Vorwärtsbewegungen der englischen Truppen Deutschen Agrarforrespondenz", Edmund dem Reichstags- Abgeordneten Molkenbuhr bestehen soll. erfolgen sollen. Klapper, eingeleitet worden wegen feiner„ politischen Die bereits gebildete Gesellschaft, unterzeichnet H. Stehr und Die Regierung des Oranje- Freistaates hat eine Cirkular- Briefe", in denen er die Ernennung von Ministern forderte, Dr. Landmann, erläßt einen Aufruf an die Parteigenossen, sich an note an alle Eisenbahn- Angestellte, welche Engwelche gewillt feien, mit dem Kaiser zu ringen und ihn zu Sammlungen zu einem Breßfonds, zu welchem Zwede Sammellisten Iänder sind, gerichtet, worin sie erklärt, daß im Falle eines überwinden". Die Verhandlung findet am 17. Oktober statt. Den ausgegeben werden, zu beteiligen. Gegenstand des Hauptverfahrens bildet nach der Darstellung des Angriffs Englands gegen Transvaal der Freistaat gemein- Beschuldigten die Gesamttendenz seiner Briefe; also die darin die englische Arbeiterbewegung hat einen schweren Ichaftliche Sache mit Transvaal mache und daß gegebene eingehende Betrachtung der grundsäßlichen Stellung Berlust zu beklagen. Dieser Tage starb in London Tom infolgedessen sämtliche Angestellte verabschiedet werden. Die- nahme des Staatsoberhauptes zur prenßischen Verfassung, sowie die accorthy, Sekretär ber englischen„ Dodarbeiter- Union", die jenigen, welche bleiben wollen, werden, falls sie eine strenge baran geknüpfte Erörterung der staatsrechtlichen Frage: ob nach dent großen Dockerstreit von 1889 gegründet wurde. In der Neutralität bewahren und das Land auf loyale Weise be- in den Vorgängen vor und nach der Abstimmung über die Kanal- nenen Gewerkschaftsbewegung spielte Maccorthy eine hervorDaß mit den alten Gewerkschaften der dienen, hierzu die Erlaubnis erhalten. borlage- Beeinfluffung von Abgeordneten und deren spätere Maß- ragende Rolle. fregelung als Beamte nur eine politisch vielleicht unlluge, aber mancipationstampf der Arbeiter nicht erfolgreich 8 führen fet, hatte er schon früh doch gefeßlich zuläffige Handlung, oder ob darin vielmehr ein bie Organisation einer politischen Arbeiterpartei gewirkt. Er eingeschen und für Verfassungsbruch gegeben sei".gehört zu den Gründern der Unabhängigen Arbeiterpartei", war aber auch Mitglied der Socialdemokratischen Föderation" und ist bis zu seinem Tode thätig für die Verschmelzung beider Organifationen geweien. Wie die meisten Arbeiter- Agitatoren ist er jung gestorben 40 Jahre alt. Ein Herzleiden raffte ihn plöglich weg. Das Deutsches Reich. -Ausland. Das neue Kabinett in Oestreich. Für die Handwerkskammer zu Berlin, deren Bezirk außer dem Stadtkreise Berlin noch den Regierungsbezirk Potsdam um faffen soll, wird jetzt das vom Minister für Handel und Ge werbe festgefeßte Statut zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Die Kabinettsbildung ist, wie verlautet, vollendet. Die Minifter- Er Statut befagt, daß im Bezirk der Handwerks lammer drei Abteilungen gebildet werben, und zwar: 1. Für iste ist folgende: Graf Clark, Borfis und derbaut; v. Körber, er hatte es ſeit Jahren gelaunt, allein der Tod, den er vor sich sah, den Stadtkreis Berlin mit dem Sig in Berlin, 2, für die Inneres; v. Wittet, Eisenbahnen; Graf Welfersheinrb, Landesver- fonnte ihn von der Erfüllung seiner Pflicht nicht abhalten. Streife Charlottenburg, Nigborf, Schöneberg, Teltow, Nieder- teibigung: Oberlandesgerichts- Präsident v. Sindinger, Juftiz; Set Barnim, Ober Barnim, Beestow Stortow, Angermünde, Templin tionschef Stniazioludi, Leiter des Finanzministeriums; Geltionschef und Brenzlau mit dem Siz in Charlottenburg, 8. für die Streife v. Hartel, Leiter des Unterrichtsministeriums. Die Publikation der Brandenburg, Potsdam, Spandau, Jüterbog- Luckenwalde, Bauch- Aus Lemberg wird vom 2. Oftober gemeldet: Der frühere neuen Ministerliste soll am Dienstag erfolgen. Ruppin mit dem Gig in Potsdam. Die Zahl der Mitglieder Minister Ritter v. Loebl wurde telegraphisch nach Wien berufen und Siz der Handelskammer beträgt 50. Die Mitglieder der Stammer wird wahrscheinlich Minister für Galizien werden. wie des Gesellenausschusses verwalten ihr Amt als EhrenDie Klubs der deutschen Fortschrittspartei und amt unentgeltlich, doch werden ihnen als Reisekosten und für der deutschen Boltspartei find für Dienstag eingeladen, die Zeitverfäumnis Vergütungen gewährt. Der Handwerkskammer Untersuchungen über Frauenarbeit. Bekanntlich hat der Neichstag in feiner Sigung am 22. Januar 1898 beschlosser: Den Reichskanzler zu erfuchen, eine eingehendere Berichterstattung über die Beschäftigung verheirateter Frauen in Fabriken: Umfang, Gründe und Gefahren der Beschäftigung, Möglichkeit, 8wedmäßigkeit und Wege der Beschränkung 2c. in den nächsten Jahresberichten der Gewerbe- Aufsichtsbeamten zu veranlassen." ist ein Gesellenausschuß beigegeben, der aus 14 Mitgliedern besteht. Der deutschen Parteien entgegenarbeiten müsse und ob eventuell rats dem Reichskanzler überwiesen worden. um zu beraten, auf welche Weise man der bisherigen Zersplitterung Diese Resolution des Reichstages ist durch Beschluß des Bundesim Bezirk der Handwerkstanimer gewählt. Unsere Parteigenoffen eine große einheitliche deutsche Partei gebildet werden worden, in den Jahresberichten für 1899, und war in einem beDiese werden von den sämtlichen Gesellenausschüssen der Innungen Infolgedessen sind die Gewerbe Aufsichtsbeamten angewiesen werden also gut thun, sich bei geiten auf eine gemeinsame Vorschlags sonderen Abschnitte am besten als Anhang zu Abschnitt IIe lifte zu einigen, damit, wenn die geseglichen Bestimmungen über die der Hand der in ihren Bezirken bisher gemachten Handwerkskammern getroffen find. zu erörtern. Seter stemmern in Kraft treten, die Borbereitungen zur Wahl tönne. Die Peft. tötlichem Ausgange vorgekommen. Oporto, 2. Oktober. Gestern sind hier zwet Bestfälle mit Neue Oberpräsidenten. Die Nordb. Allg. 8tg." meldet an Paris, 2. Oktober. Dr. Calmette, der von Oporto zurück der Spitze des Blattes: Der Ministerialdirektor im Minifterium des gelehrt ist, erklärte, daß die mit der Pasteurschen Impfmethode Innern Dr. v. Bitter ist an Stelle des in den Ruhestand ge- erreichten Rejultate der Beunruhigung der Bevölkerung von Oporto tretenen Oberpräsidenten Freiherrn v. Wilamowig- Möllendorff zum Einhalt gethan haben. Dr. Calmette impfte innerhalb dreier Tage Oberpräsidenten der Provinz Posen, der Regierungspräsident 428 Personen, um eine Erkrankung an der Best bei denselben in Bromberg v. Bethmann Hollweg zum Oberpräfiau berhüten. 15 Bestkrante, die mit Serum behandelt worden sind, denten der Provinz Brandenburg ernannt worden. ivurden alle geheilt. Der Entwurf eines deutschen Verlagsrechts ist nach der Köln. 8tg." im Reichs- Justizamt ausgearbeitet. Belgien. Brüffel, 1. Ottober. Gestern abend fand hier ein antiFür die Einführung chinesischer Dienstboten begeistert sich militärischer Umzug statt, welcher von den Socialisten organisiert bie töln. 8tg." Dadurch werde die Dienstbotenfrage mit einem war. Mehrere Hundert Personen durchzogen die Stadt. NuheSchlage gelöst werden. Die Ausführung der Elemente, die folche störungen sind nicht vorgekommen. Pläne erfinnen, nach China wäre die entsprechendste Gegenleistung r an das Reich der Mitte. Spanien. an Ers fahrungen die in Nede stehenden Fragen im Zusammenhange Die in der Sache ergangene Regierungsverordnung wünscht die Beantwortung ber folgenden besonderen Fragen: beschäftigten verheirateten Frauen nach Industriezweigen ge1. Wie groß ist die Zahl der in Fabriken des Aufsichtsbezirkes ordnet? 2. Welches find die Gründe für die Fabrifbeschäftigung der verheirateten Frauen? 3. Wie lange dauert bei den in Fabriken beschäftigten Frauen die regelmäßige Arbeitszeit? Ist fie infolge a) der Verlängerung der Mittagspause(§ 187, Absatz 4 der Gewerbe- Ordnung), b) der Einlegung anderweiter, besonderer Baufen, c) späteren Beginns oder früheren Schlusses der Arbeit abgesehen von den Sonnabenden und den Vorabenden der Festtage fürzer als die allgemeine Arbeitszeit der übrigen erwachsenen Arbeiterinnen des Betriebes? Madrid, 30. September. Wie der„ Agencia Fabra" aus San 4. Haben sich nach den im Bezirle gemachten Erfahrungen bei ,, Wir haben ihm nie getraut." Die Breslauer Beitung" Sebastian meldet, ist das Minifterium refonstruiert. Sämtliche der Beschäftigung verheirateter Frauen in Fabriten allgemein oder erzählt: Minister bleiben auf ihren Bosten mit Ausnahme des Kriegsministers in einzelnen Industriezweigen erhebliche Nachteile in gesundheit Die Partet, welcher der Ruhm gebührt, als allererste Herrn Generals Bolavieja, welcher burch den General scarraga licher, fittlicher oder sonstiger Beziehung herausgestellt, und worin Miquel richtig erkannt zu haben, ist bie nationalliberale Partei, ersetzt wird. bestehen diese Nachteile? - a) von der Beschäftigung auszuschließen? oder 5. Empfiehlt es sich, die verheirateten Frauen, so wie sie einlau gewähren. Den gleichen Bescheid haben einige Kirchen Der Vortragende schilderte dieses Land, das nach seinen günHauswesen zu besorgen haben, allgemein oder nur für behörden, wenn auch etwas verbindlicher und unter dem Ausdruck stigen Klimatischen Bedingungen sowie der Dichtigkeit seiner Be einzelne Industriezweige des Bedauerns gegeben, während die Generaldirektion der sächsischen völkerung feiner Meinung nach eine große Zukunft hat, in eingehender Staatsbahnen überhaupt nicht geantwortet hat. Natürlich Weise. Bon Norden her ist das Hirtenvolt ber Wahuma einb) ihre Zulassung von besonderen Bedingungen 3. B. von können nach Lage der Sache die Ausgesperrten von dieser Bes gewandert, das auf unzähligen Herrnsißen und Gehöften der Beibringung eines ärztlichen Zeugnisses, daß von der Beschäf- hörde ein Entgegenkommen nicht erivarten. Wenn aber die im Land zerstreut wohnt, während das Weiden der Herden tigung in dem Betriebe eine Gefährdung der Gesundheit nicht zu Arbeiter aus ihrem eigenen Antriebe die Arbeit und der Feldbau dem unterworfenen Landeingesessenen besorgen steht, oder von dem Nachweise, daß Schwangere und niederlegen, streiken, dann wird gleich Beter und Mordio ge- Stamm der Wahutu überlassen ist. Diese haben sich mit den Nährende nur abgesondert von männlichen Arbeitern beschäftigt schrien. Hier ist ganz offensichtlich wieder einmal der Beweis zwerghaften Batwa vielfach vermischt, wahrscheinlich der Urwerden abhängig zu machen? oder geliefert, baß Staat und Behörden ganz offen Partei für die bevölkerung des Landes, die zum Teil in Lavahöhlen der Vulkane c) fie allgemein oder während der Zeit der Schwangerschaft internehmer und gegen die Arbeiter ergreifen. Die wohnen und das Wort des Ariftoteles zur Wahrheit oder während sie nähren, fürzer als bisher oder mit häufigeren Phrase von den Instanzen ausgleichender Gerechtigkeit" wird in machen: aus einem Lande, two die Pausen zu beschäftigen? oder grelle Beleuchtung gerückt. Daß der Kampf feitens der Unternehmer Menschen Klein sind und in Höhlen wohnen." Daneben mit aller nur möglichen Brutalität geführt wird, wird damit bewiesen, findet man bort aber unter dem herrschenden Wahuma- Stamme, daß man auch gegen die Ausgesperrten das System der schwarzen Liften der sich unvermischt von den Unterworfenen erhalten hat vielfach anvendet. Ein Steinmetz, der in Wittenberg brieflich um Arbeit an- Leute von 6/2 und 7 Fuß Körperlänge, so daß die größten und fragte, erhielt ben Bescheid, daß er nicht eingestellt werden dürfte, tleinsten Menschen der Erde an den Nilquellen bei einander wohnen. wenn er zu den Ausgesperrten gehöre. Ich belomme in den b. nächsten Tagen eine Lifte biefer Leute, und müßte Sie, falls Sie darin berzeichnet sind, sofort wieber entlaffen, schrieb der betreffende Unternehmer. d) sie hinsichtlich des Wöchnerinnenschutzes(§ 187 Abs. 5 der Gewerbe- Ordnung) noch günstiger zu stellen? Welche Wirkungen wären von solchen Beschränkungen zu warten: er a) für die Lebenshaltung der Arbeiterfamilien? 3ft insbesondere bei solchen Beschränkungen ein Ausfall im Berdienst zu erwarten, oder machen es die Verhältnisse des Bezirks wahrscheinlich, daß die verheirateten Frauen durch Beschränkung ihrer Fabritarbeit einen Verdienstausfall nicht erleiden werden, indem entweder der Betriebsunternehmer für die verkürzte Arbeitszeit den bisherigen Lohn weiter zahlen würde, oder die Arbeiterinnen ander weit einen die Führung ihres Hausstandes nicht beschränkenden, Gesundheit und Sittlichkeit nicht gefährdenden gleichwertigen Verdienst finden würden? # b) für die männlichen Arbeiter? Ist insbesondere die Annahme begründet, daß deren Neigung, in den Ehestand zu treten, durch eine Beschränkung der Erwerbsmöglichteit berheirateter Arbeiterinnen vermindert und da durch eine Vermehrung des Kontubinats herbeigeführt werden würde? Ist diese Annahme besonders dann begründet, wenn es sich um Arbeiterinnen handelt, die während ihres ledigen Standes in Fabriken beschäftigt waren? b) für die Betriebsunternehmer? Würde der Ausfall an Arbeitskräften unschwer durch Einstellung männlicher oder unverheirateter weiblicher Arbeiter ausgeglichen werden können? Die Verordnung sagt jedoch, daß die aufgestellten Gesichtspunkte nicht ausschließen sollen, daß die Berichterstatter noch weitere sachTäschner und Kofferarbeiter. Nach Striegau( Schlesien) ist der Buzug fernzuhalten, da in der bortigen Stofferfabrit von Riesenfeld Differenzen ausgebrochen sind. verhandlungen gescheitert find. Der Zimmererftreit in Köln dauert fort, da die EinigungsAusland. „ Der Nil tommt Sociales. Gefundheitsverhältnisse im kaufmännischen Berufe. Ein bemerkenswertes Cirkular versendet die Wünchener Ortstrantentaffe III. Es heißt darin u. a.; Das eingehende Studium des gesammelten Materials ber nunmehr seit 12 Jahren bestehenden Ortskrantentaffe III Der Bochumer Maurerstreik ist bis auf weiteres bertagt für das kaufmännische Personal hat ergeben, daß eine großе worden. Die Ursachen dieses Beschlusses find in der Indifferenz Bahl der Krankheiten, insbesondere nervöse Erschöpfung, Bluteines Teiles der hier Arbeitenden zu suchen, sowie in der Thatsache, armut und in der weiteren Entwickelung Tuberkulose 2c., auf daß ein großer Unternehmer die Hauptforderungen bewilligt hat und Schädlichkeiten des Berufes zurückzuführen sind. Insbesondere noch gegen 100 Mann einstellen will. Auch fonnte bei der vor hat eine im Juli 1897 erfolgte Umfrage bei unseren staffengerückten Jahreszeit doch ernstlich um den Behnstundentag nicht mehr ärzten dies in weitgehendem Maße nachgewiesen. Ohne Zweifel getämpft werden. Die Lohnforderung 43-45 Pf. pro Stunde haben ist die jezige Arbeitszeit in den meisten taufmännischen Geüberhaupt mehrere Meister bewilligt, damit ihre Baue nicht liegen fchäften eine zu lange. Sie erstreckt sich selbst für die halbbleiben, Erfolglos ist also der dreiwöchige Ausstand nicht ver- wüchsigen, schwächlichen Mädchen nicht felten auf 12 Stunden. laufen. Hierzu tommt, daß trop der seinerzeitigen Agitation in vielen Geschäften noch das sogenannte Sigverbot besteht. Die Mittagspause ist größtenteils nur eine einstündige. Es reicht diese turze Zeit oft nur knapp hin, den weiten Weg nach Hause und zurück zu machen und ein heißes oder ab= Die Drucker und Maschinenmeister Oestreiche haben sich in gestandenes Essen rasch hinunterzuschlingen. In vielen Fällen dienlicher aus ihrer Erfahrung, gewonnene Fragen erörtern. Doch sieben Versammlungen, die gleichzeitig in Wien, Brag, Brünn, Graz, besteht sogar noch die sehr verwerfliche Uebung, den Mädchen das fell die Darstellung so furz wie möglich" gefaßt sein. Bezeichnend für die Urt, wie bei uns Untersuchungen über Bezeichnend für die Art, wie bei uns untersuchungen über Innsbrud, Salzburg und Ling tagten, für eine Erhöhung des Mittagessen im Geschäfte selbst zu verabreichen. Es entbehren die sociale Verhältnisse vorgenommen werden, ist die Frage, die sich auf jezigen Tarifs ausgesprochen; auch wollen sie die Lehrlingsstala Betreffenden hierbei für den ganzen Tag der frischen Luft und Bestrenger durchgeführt wissen. In den Versammlungen wurden wegung, und die Mittagspause wird thatsächlich illusorisch. Verminderung der Eheschließungen und Vermehrung des Konkubinats Delegationen gewählt, welche den Normaltarif der Gehilfen mit In einigen Geschäften mit sehr langer Arbeitsdauer besteht beziehen, namentlich wenn man berücksichtigt, daß die Darstellung Nachdruck bei den Verhandlungen mit den Unternehmern vertreten das Verbot, während der Arbeitszeit sowohl vormittags, als so kurz wie möglich sein foll und daß die Gewerbeauch nachmittags einen fleinen Imbiß( eine Tasse Milch, Kaffee, Inspektoren es find, die die Frage beantworten sollen. belegtes Brot usw.) zu sich zu nehmen. Wir können nicht Wenn man es überhaupt für nötig hält, diese Seite der In Creuzot ist am vergangenen Sonntag der Präfekt ein- umhin, dies als äußerst bedauerlich zu bezeichnen. Sehr häufig Sache zu untersuchen und ihrer Aufhellung einen Einfluß auf die getroffen und hat eine Delegation der Arbeiter empfangen. Sodann erlischt das Hungergefühl, wenn es nicht zur rechten Zeit beEntschließung hinsichtlich gesetzgeberischer Maßnahnten einzuräumen, hat der Präfekt dem Direktor Schneider folgende Bedingungen der friedigt wird; dazu ist die Möglichkeit der Nahrungsaufnahme dann müßte jedenfalls eine ganz andere, viel gründlichere Art der Arbeiter unterbreitet: 1. Verlangen die Arbeiter für alle gleichviel bei den abends übermüdet nach Hause kommenden eine sehr geringe, Untersuchung beliebt werden. Man müßte versuchen, Zahlen darüber ob syndicierte oder nicht syndicierte Arbeiter in- und außerhalb es fehlt überhaupt die Lust zu essen. Eine Regelung der Arbeitszeit zu gewinnen, ob die bisherigen Beschränkungen der Frauenarbeit der Werkstätte vollständige Gleichstellung der Behandlung seitens der in den faufmännischen Betrieben ist im Interesse der Gesundheit der irgend welchen Einfluß auf die Zahl der Eheschließungen bei den Auffeher, 2. fordern sie vom Direktor, er müsse sich verpflichten, faufmännischen Angestellten das zweifellos größte Bedürfnis. Die Bes Arbeitern ausgeübt haben und man müßte durch Vernehmung feinen Arbeiter wegen der Ausstandsbewegung zu maßregeln; nur schränkung der Arbeitszeit auf 10 oder 9 Stunden mit zweistündiger Tausender von Arbeitern durch eine Kommission zu erfahren ver- dann würden sie die Arbeit wieder aufnehmen, Mittagspause und Sonntagsruhe ist unerläßlich. Wir halten uns für fuchen, ob und in welchem Maße die Beschäftigungsmöglichkeit Es wird ferner gemeldet, daß der Präfekt im eigenen, sowie im berufen, diese Forderung zu stellen, denn außer den kaufmännische der Frau die Berehelichung beeinflußt hat. Das wäre natürlich Namen der Regierung bei dem Direktor einwirken wird, damit diefer Angestellten selbst ist niemand mehr durch diese unglücklichen Eineine sehr weitschichtige Untersuchung und bei alledem wäre noch die Bedingungen annehme; andernfalls würde der Direktor für die richtungen geschädigt, als die Krankenkassen. zweifelhaft, ob die brauchbaren Grundlagen für Beantwortung der kommenden Ereignisse verantwortlich gemacht werden. gestellten Fragen gewonnen würden. sollen. Der 7. internationale Geographen Kongreß. Die Beantwortung aus der Erfahrung der Gewerbe- Inspektoren wird aber erst recht nichts ergeben, als die subjektive und vorgefaßte Meinung einiger Beamten, bie noch dazu, wie die Erfahrung gelehrt hat, mit den Arbeitern sehr wenig Fühlung Das Hauptinteresse der Montag- Sigung tonzentrierte sich auf haben. Das zeigt aber, daß diese Frage überhaupt eine solche ist, den Vortrag Nansens Ueber die wissenschaftlichen Ergebnisse der bie man bei derartigen Untersuchungen nicht stellen sollte und norwegischen Bolarexpedition 1898-1896", was sich schon äußerlich ber man leinen Einfluß auf socialgefeggeberische Maßregeln ein- burch bie weit zahlreichere Beteiligung zu erkennen gab. Während in der Vormittags Sigung der Versammlungssaal durch die Der Polizeipräsident von Berlin hat das hiesige Gewerbegericht gähnenden Lücken auf ben Bänken, die vollständige Leere der bon dem Erlaß der Regierung in Kenntnis gesezt und den Ausschuß hintersten Reihen, sowie der Tribünen sehr start an seine eigent für Gutachten und Anträge ersucht, ein Gutachten über die in Be- liche Bestimmung, der preußischen Gesezesfabrizierung zu dienen, tracht kommenden Verhältnisse abzugeben. erinnerte, war um 6 Uhr, als Nansen erwartet wurde, der Taal und die Tribüne von einer erwartungsvollen Menge bis auf den legten Play gefüllt. räumen sollte. Die Zahl der in Fabriken des Aufsichtsbezirks beschäftigten berheirateten Frauen zu den verheirateten Frauen sind auch solche zu zählen, die verheiratet getvesen, aber verwitwet oder geschieden find ist bereits durch die Polizeireviere festgestellt worden. Der betreffende Ausschuß des Gewerbegerichts wird sich unver giglich an feine Aufgabe machen und schon am 4. Oktober feine erste Sigung in der Angelegenheit abhalten. Für die Objektivität der zu erstattenden Berichte wäre es sehr nüglich, wenn allenthalben die bestehenden leider find es sehr wenig Gewerbegerichte mit zur Aeußerung veranlaßt würden. Der Polizeipräsident hat dem Gewerbegericht noch mitgeteilt, daß die Gewerbe- Aufsichtsbeamten damit beschäftigt find, möglichst biele Fabrifarbeiterinnen zu befragen. Hierbei zeigt es sich übrigens, wie notwendig die Mitarbeit von Frauen bei der Gewerbe- Aufsicht wäre. Es werden da eine Anzahl Fragen gestellt, über die die Arbeiterinnen einer Frau natürlich viel unbefangener Auskunft geben würden, wie einem Manne. Nur wenige Frauen werden geneigt sein, dem Fabrit inspektor fiber Schwangerschaft und dergleichen unbefangen und aus reichend Auskunft zu erteilen. Der Gewerbegerichts- Ausschuß follte versuchen, durch Heranziehung weiblicher Vertrauenspersonen eine ergänzende Befragung hiesiger Fabritarbeiterinnen zu veranstalten. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend, Achtung, Zimmerer. Laut Bertrag beträgt bie Arbeitszeit bom 1. Oftober ab nur noch 8 Stunden, und zwar ist um 5/8 Uhr Feierabend zu machen. Wir machen darauf aufmerksam und er warten, daß diese Bestimmung allerwärts genau innegehalten wird. umsomehr, als zur Zeit schon wieder eine ganze Anzahl Kameraden arbeitslos find. Buwiderhandlungen find unverzüglich dem Verbands bureau, Stralauerstraße 48, zu melden. Die Neuner Kommission. Von der Agitationskommiffion der Händler geht uns die Mitteilung zu, daß die Freie Vereinigung der Händler entgegen unserer fürzlichen Meldung nach wie vor weiter bestehe, Deutsches Reich. 4 Zur Lage der Arbeiter in den füdrussischen Kohlengruben. Man schreibt uns: Jn den Steinkohlengruben des russischen Südens haben die Arbeiter Nöte und Leiden zu ertragen, wie sie in feinem So anderen Industriebezirk Rußlands festgestellt worden sind. fehlen im Donezbassin den Arbeitern die allernotwendigsten Vorbedingungen selbst des bescheidensten Daseins. Bereits 1896 wurde berichtet, daß den Arbeitern in die Erbe eingegrabene Höhlen zur Wohnung dienen, in welchen eine Beſtluft herrscht. Was die Lohnverhältniffe aubetrifft, so ist der russische SteinkohlengrubenArbeiter des Südens im stande, sich durchschnittlich 234 Rubel ( ca. 500 wt.) zu verdienen, was felbst für die russischen Verhältnisse ein Hungerlohn genannt werden muß. Für die Sicherung der Arbeiterschaft gegen Unglücksfälle und ärztliche Hilfe haben die Unternehmer bisher noch gar feine Maßnahmen getroffen. Von 169 Montanindustrie- Werken haben bisher nur drei Arbeiter und eingeführt, unter diesen befand fich Die Mehrzahl des Publikums, speciell die Damen, die etwa versicherung eine populäre Schilderung persönlicher Erlebnisse erwartet hatten, feine einzige der 26 südrussischen Steinkohlen Gesellschaften. der Arbeiterschaft im Donezgebiet wurde vielleicht ein wenig enttäuscht; denn Nansen gab eine streng Für die schwere Lage wissenschaftliche Uebersicht über die Wasserverhältnisse des tiefen zeugt schon die unter den dortigen Verhältnissen auffallende Bolarbedens, das er unvermuteterweise gefunden. Im einzelnen Erscheinung, daß dort in den letzten Jahren ein großer Mangel an gehe ich hierauf heute nicht ein, da das später im Zusammenhange Arbeitern herrscht. So auch im vorigen Jahre, als die Landleute geschehen soll. infolge des Mißwachses der Feldfrüchte sich in großer Not befanden. Sie starben buchstäblich lieber vor Hunger, als daß sie in die Steinkohlengruben gingen. Von den Bergwerkbefizern, meist ausländischen Kapitalisten, denen ihre sidrussischen Unternehmen Miesenbividenben abgeben, ist aber auch für die Zukunft eine Befferung der Lage ihrer Arbeiter taum zu erhoffen.Der Vorsitzende der Abteilung, Herr v. Steinen, hob in seinem Dante an Nanfen unter begeistertem Beifall der Zuhörer hervor, daß diese trockenen Tabellen und Querschnitte, diese Abrisse und Ordinaten, die er gezeigt, von Nansen mit Einſegung seiner ganzen Persönlichkeit und seines Lebens aus den fernsten Polargegenden geholt seien, und daß gerade dieser Umstand die Begeisterung für Fridtjof Nansen zu einer so allgemeinen mache. Versammlungen. 4 Das Hauptinteresse war mit Nansens Vortrag erlosen. Der Saal und die Tribünen leerten sich rasch, obwohl noch sehr interessante Im Wahlverein des fünften Berliner Reichstags- WahlDarlegungen folgten. Herr Arkowsky führte Bilder von der belgischen Südpol Expedition vor, und dann führte Herr Himmerer bedürftigkeit der Gewerbegerichte". Redner fordert das Obligatorium freises sprach am Freitag Genosse Tuyauer über die„ ReformBilder aus einer fleinasiatischen Forschungsreise vor, die zugleich für die Gewerbegerichte und ihre Ausdehnung auch auf die Arbeiterals Anschauungsmittel für den Schulunterricht dienen sollten. Leider kategorien, welche unter das Handelsgefehbuch oder die Gefindewar es faum mehr, als eine Vorführung der Bilder; einen Vortrag ordnung fallen. Weiter verlangt er bas attive und passive Wahlhier, iter zu halten, verbot die vorgerückte Stunde. Als ich gegen 3/49 Uhr recht für alle( auch weiblich e) Personen über 20 Jahre und die Sen Saal verließ, war die Sigung noch nicht beendet. In der allgemeinen Sigung am Vormittag sowie in der einen Nachmittagsgruppe wurde über eine Reihe von Forschungsreisen Bericht erstattet. Speciell vormittags wurden Reisen im Atlas, in ben Nilquellen, in Central- Afien und China, sowie die Jesupiche Nord- Pacific- Expedition behandelt. Leider sprachen einzelne Herren so leise, daß mehrfach nicht nur die interessantesten Einzelheiten voll ständig unverständlich blieben, sondern nicht einmal zu verstehen war, von was für einer Reise die Rede war, resp. nach welchem Plan die betreffende Meise ausgeführt wurde. Beseitigung der Junungs- Schiedsgerichte. In der Diskussion spricht nur Genosse Meyer, der einen trassen Borfall mitteilt, wie man burch bie Innungs- Schiedsgerichte um fein Stecht kommen kann. Nach Erledigung einiger Bereinsangelegenheiten wird die Versammlung geschlossen. Eine Versammlung der ausständigen Stetumeten tagte gestern nachmittag im Englischen Garten". Nach dem Bericht der Lohnkommission hat die Innung den Vorschlag der letzten Versammlung, daß den Gesellen auch bei der Accordarbeit ein bestimmter Von den Vorträgen hebe ich den über die Jesup- Expedition Lohn von 30 bezw. 33,60 M. garantiert wird, rundweg abgelehnt. hervor, welchen an Stelle bes behinderten Professors Boas Die Kommission hat infolgedeffen dem Beschluß entsprechend, diesen Der Vorschlag dem Einigungsamt zur Entscheidung unterbreitet. Am aus New York Herr Karl von den Steinen hielt. Rame stammt von Mr. Morris se. Jefup, dem Präfidenten des 29. September haben dann die gemeinsamen Verhandlungen des " amerikanischen und naturhistorischen Museums" in New York, Gesellenausschusses mit den Unternehmern stattgefunden, die aber welcher die Mittel gestiftet hat, um die ungeheure Mannigfaltigkeit tein zufriedenstellendes Resultat zeitigten, weil den Arbeitern der Sprachen und die große Aehnlichkeit der menschlichen Typen teine annehmbaren Bugeständnisse gemacht wurden. Die Jnnung Zur Aussperrung der Steinmetzen von Dresden und Um- an der astatischen Nordofitüste und an der amerikanischen Nordwest erklärte sich nur bereit, auf die Accordarbeit einen Zuschlag von gegend. Die Staats- und sonstigen Behörden marschieren Arm in tüste näher zu erforschen. Die Expedition, die auch jetzt noch 5 Broz. vom 1. März und einen Zuschlag von 10 Proz, vom Arm mit dem Unternehmertum gegen die ausgesperrten Arbeiter! in den betreffenden Gegenden sich aufhält, hat bereits manche 1. Oktober 1900 ab zu bewilligen. Für Ueberstunden soll wie bisher Wie schon früher mitgeteilt, hatten die Unternehmer an die in Frage interessanten Resultate gefunden. So erstreckte sich nach den ein Zuschlag von 20 Pf., fir Nachtarbeit in der Zeit von 10 Uhr tommenden Staats, Stadt- und Kirchenbehörden das Anfinnen ge- archäologischen Untersuchungen von Smith der Einfluß der tali- abends bis 6 Uhr morgens 35 Pf. bezahlt werden. Die Arbeitszeit stellt, daß ihnen um die Zeit, so lange die Aussperrung dauert, die fornischen Stultur nicht bis zum äußersten Norden; nördlich vom soll auf den Werkplätzen, bezüglich der Frühstücks-, Mittags- und der Arbeit wie Lieferfristen verlängert würden. Daraufhin ließen die Ausgesperrten oberen Puget- Sund die Töpferei unbekant, Ceber Besperpausen sowie bezüglich ber bildeten bisher bleiben. Nur vom 1. März ab soll die Arbeit, infolge der dieseBehörden durch ihren Vertrauensmann ersuchen, den dreisten Wünschen lieferte alles Hausgerät, und Lachs und Robben Hauptnahrung. der Unternehmer nicht Rechnung zu tragen, da dann die Aussperrung die Die alte Kultur der Alaska- Estimo Verkürzung der Arbeitszeit, um eine halbe Stunde später begonnen berjenigen der ganz von selbst ihr natürliches Ende finden müsse, wollen die war östlichen Estimo ähnlicher als die werden. Meister nicht die hohen Konventionalstrafen bezahlen und sonstige heutige; fie weist auf eine Berührung mit den Indianern der Die Herren Steinmetzmeister versuchen nun durch Artikel in der wesentliche Nachteile in den Stauf nehmen. Dieses Ersuchen der Ar- nord- pacifischen Küste hin, mit denen sie sich auch nach ihren törper bürgerlichen Bresse den Anschein zu erweden, als hätten sie den beiter war mehr als berechtigt, doch was zeigt sich? Diese Behörden lichen Eigenschaften start vermischt haben müssen. Arbeitern schon weitgehende Zugeständnisse gemacht und als wollten haben durch schriftliche Antworten sämtlich, mehr oder weniger direkt, Von den Nachmittags- Vorträgen erwähne ich den des Grafen die Steinmeßen nur aus Lust zum Streifen die Arbeit nicht wieder den bescheidenen Wunsch der Arbeiter abgelehnt. Ganz besonders hat von Gögen Ueber die neuesten Forschungen im Gebiete der Nil- aufnehmen. Nicht einmal die vom hygienischen Standpunkt aus so bie Dresdner Stabtbehörde, welche hauptsächlich in quellen". Das Land, in welchem wir die Lösung des alten Rätsels notwendige und gewiß leicht durchführbare Forderung, die festgesetzten Frage kommt, ihre schon oft bewiesene Abneigung gegen Lohn- über den Ursprung der Nilquellen finden können, ist das Königreich Arbeitsstunden möglichst zusammenzulegen, wurde von denunternehmern fämpfe aufs neue und ohne Umschweife dokumentiert haben. Nuanda östlich vom Victoria- See, in welchem auch das Vorhanden zugestanden. Die Arbeiter wollen mit dieser Forderung nur erzielen, Bon dieser Behörde ging dem Vertrauensmann der Stein-| fein thätiger Bultane unsere Beobachtung anregt, und das nach dem daß sie so früh wie möglich den Arbeitsplatz, den Seuchenherd der arbeiter der bündige Bescheid zu, бав der Rat nach Vortragenden auch vermöge feiner Klimatischen Verhältnisse bestimmt Bungenschwindsucht, verlassen können. Die Bewilligung von 5 Broz. eingehender Beratung beschlossen habe, ben Steinmetz zu sein scheint, als Siebelungsgebiet für die weiße Staffe eine wirt zum Accordtarif vom 1. März 1900 ab, bietet für die Arbeiter meistern c. eine der Dauer der jegigen Arbeitsschaftliche Ausnahme unter den Ländern des tropischen Afrila zu absolut keinen Vorteil, wenn die von den Steinmetzen verlangten einstellung" entsprechende kristverlängerung bilden. Stizzen aur Erläuterung des Tarifs nicht anerkannt werden, weil es war die ben Unternehmern sehr leicht ist, bei der Lohuberechnung den wirklichen| Die Zahl der Ausständigen dürfte sich aber in den nächsten Tagen erheblich diese unter viel schlechteren Arbeitsbedingungen arbeiten und eine viel Verdienst erheblich zu verringern. Im gleichem Sinne ist auch die vergrößern, da in mehreren der größeren Betriebe auch die Gürtler, längere Arbeitszeit haben, als die organisierten Kollegen. In der 10proz. Preiserhöhung, die gar erst nach einem Jahre erfolgen soll, auf- Dreher, Drücker, Schleifer, sowie alle übrigen Metallarbeiter, wo Diskussion teilte Karpe mit, daß die Kollegen bei Laborenz zufassen. Allerdings ist ein Stundenlohn von 70 Pf. bei Tagelohnarbeit dies bisher noch nicht geschehen ist, in den Ausstand treten werden, in Rirdorf gewillt sind, ihrem Arbeitgeber eine Lohnforderung vorbewilligt worden; aber auch dieses Zugeständnis ist nicht pon wenn die Forderungen keine Anerkennung finden. Es ist aber auch zulegen, und ersucht die Kollegen der anderen Werkstellen, ihnen großer Bedeutung, wenn nicht auch den Accordarbeitern ein be- nicht ausgeschlossen, daß die schwebenden Verhandlungen der Kom- eventuell bei einem Streit nicht in den Rücken zu fallen. stimmter Lohn garantiert wird, und weil unter diesen Verhältnissen missionen mit den Betriebsleitungen bald zu Gunsten der Arbeiter nach wie vor die beſſeren Arbeiten im Tagelohn und die schlechten, zum Abschluß gelangen und dadurch die Zahl der Ausständigen Tehte Nachrichten und Depeschen. wobei absolut fein auskömmlicher Verdienst erzielt werden kann, wieder vermindert wird. wird. Transvaalfrage. im Accord fertig gestellt werden müssen. Der Stand der Bewegung Trotzdem von den leitenden Personen des Verbandes der MetallZum Ministerwechsel in Oestreich. wurde von allen Rednern als ein außerordentlich günstiger ge- waren- Fabrikanten und auch der Innung die allgemeine Einführung Wien, 2. Oktober.( B. H.) Heute vormittag hielt die deutsche schildert und der Meinung Ausdruck gegeben, daß die Bewegung des Neunstundentages in sichere Aussicht gestellt worden ist, hat ficher mit einem Erfolg der Arbeiter enden wird. Mit großer die Versammlung, die am Freitag getagt hat, doch, allerdings mit Fortschrittspartei eine Stonferenz ab, in welcher Dr. Bergelt über seine Majorität gelangte schließlich folgende Resolution zur Annahme: mur 71 gegen 64 Stimmen beschlossen, die Verkürzung der Arbeits- Audienz beim Kaiſer berichtete. Schließlich wurde beschlossen, die Um Ruhe und Frieden wiederherzustellen, sind die Auszeit abzulehnen. Dieser Beschluß, der nur mit einer Majorität von Fortschrittspartei habe vorläufig eine abwartende Haltung gegen ständigen gewillt, von den geforderten 25 Broz. auf minder- 7 Stimmen gefaßt worden war, soll hauptsächlich auf das Betreiben über der neuen Regierung zu beobachten. Nachmittags hält die deutsche Volkspartei in der gleichen Angelegenheit einen Kongreß wertige Arbeit, z. B. Flächen und fleinere Arbeiten, 5 Proz. des Kominergienrats Pintsch zu stande gekommen sein. abzulassen und nur 20 Proz. zu fordern. Die anderen Forderungen, In den einzelnen Betrieben wurde die Arbeit von den Formern ab. Von den Klub- Obmännern der Parteien ist für Donnerstag wie Klarlegung der Profile durch Skizzen, und die besonders nam- und Gießerei- Arbeitern und auch von den übrigen in Betracht eine Konferenz einberufen, um über ihre Haltung gegenüber der haft gemachten Bofitionen nur im Tagelohn aufertigen zu lassen, tommenden Branchen, die sich an der Bewegung beteiligen, fast ein- neuen Negierung zu beraten. wurden aufrechterhalten. T. mütig niedergelegt. Unter den Ausständigen, das ergab auch die Wien, 2. Oktober.( W. Z. B.) Der Kaiser hat heute die Nach längerer Debatte wurde sodann beschlossen, den Diskussion, herrscht eine sehr kampfesfrohe Stimmung." Alle Redner Demission des Kabinetts Thun angenommen und die Ministerliste Generalstreit aufzuheben und daß bei solchen Firmen, gaben der Meinung Ausdruck, daß die Bewegung sicher mit einem des Grafen Clary- Aldringen, welcher mit dem Vorsitz im Ministerrate welche die aufgestellten Forderungen bewilligt haben und Siege der Arbeiter enden wird, trotz des Beschlusses der Unter- des neuen Kabinetts betraut ist, genehmigt. Die Zusammensetzung wo feine Arbeiten für gesperrte Firmen angefertigt werden, nehmer. Die Geschäftskonjunktur ist eine sehr günstige und die des neuen Ministeriums ist folgende: Graf Clary- Aldringen Vordie Arbeit wieder aufgenommen werden kann. Die Arbeit Ausständigen sind verhältnismäßig gut organisiert, so daß die Vor- fik im Ministerrate und Ackerbau, Graf Welsersheimb verbleibt darf jedoch nur dann erst aufgenommen werden, nachdem die bedingungen zu einer erfolgreichen Lohnbewegung vorhanden find. Minister für Landesverteidigung, der ehemalige Minister Koerber Kommission mit den betreffenden Unternehmern alles geregelt und Eine öffentliche Kontobucharbeiter Versammlung, welche Inneres, der bisherige Eisenbahnminister Dr. von Wittek verbleibt entsprechende Weisungen gegeben hat. Mit einzelnen Firmen sind bereits am Dienstag bei Feuerstein stattfand, beschäftigte sich mit dem in gleicher Eigenschaft, der bisherige Oberlandesgerichts- Präsident in derartige Abmachungen getroffen worden. Streit bei Moritz u. Kummer und mit der Lage der Arbeiterinnen Triest Dr. v. Kindinger Minister für Justiz, Chrlendowski, bisheriger Eine öffentliche Versammlung der Schlächtergesellen, zu in den Contobuch- Fabriten. Bergmann führt der Versammlung der auch die Schlächtermeister eingeladen waren, tagte am Sonntag zunächst vor Augen, daß in Berlin verhältnismäßig wenig Streits Hofrat im Ministerium für Galizien, Minister ohne Portefeuille abend bei Cohn, Beuthstraße. Georg Wagner hielt zunächst aus der Contobuch- Branche zu verzeichnen sind. Die Ursachen des für Galizien, Dr. v. Hartel, bisheriger Sektionschef im Ministerium einen Vortrag über die Bedeutung der Organisation, wobei er auf jezigen Streits waren bis 20 Preisreduzierungen Proz. für Kultus und Unterricht, Leiter dieses Ministeriums, Kniazioludi, die Errungenschaften der gut organisierten Gewerkschaften hinwies Nachdem die Verhandlungen der Kollegen, wie auch der bisheriger Sektionschef im Finanzministerium, zum Leiter dieses der Organisation mit dem Chef und die schlechten Verhältnisse im Schlächtergewerbe schilderte, die es Vertrauenspersonen er Ministeriums, und Dr. Stibral, bisheriger Sektionschef im Handelsden Schlächtergesellen doppelt zur Pflicht machen, von dem ge- gebnislos verlaufen, stellte das Personal die Arbeit ein, ministerium Leiter dieses Ministeriums. Die Vereidigung der neuen setzlich gewährleisteten Stoalitionsrecht in jeder Weise Gebrauch worauf die Firma sämtliche Streikenden als entlassen erklärte. Minister erfolgt morgen. zu machen. Die Ausführungen des Referenten über die Das Rundschreiben der Herren an die hiesigen Contobuch- Fabriken, Mißstände im Schlafstellenwesen und Stellenvermittelung, über in dem es heißt, die Arbeiter hätten die Arbeit niedergelegt, weil die niedrigen Löhne, schlechte Behandlung usw. wurden von den ungeübten Arbeiterinnen der Mindestlohn von 13,50 M. nicht London, 2. Oktober.( W. T. B.) Das„ Reutersche Bureau" den Versammelten durch stürmische Beifallsbekundigungen bestätigt bezahlt würde, ist so wenig beachtet worden, daß eine hiesige große und die Zwischenrufe, durch die sich einige Meister bemerkbar machten, Firma auf unserem Nachweis gerade streifende Arbeiterinnen von veröffentlicht eine Depesche aus Kapstadt, der zufolge die Nachricht verstummiten daraufhin sehr bald. Moriz u. Kummer verlangte. Auch ein organisierter Liniierer hielt der Southafrican News", es sei ein Sonderzug zur Abholung des In der Diskussion wurde festgestellt, daß sich die Zustände im cs für seine Pflicht, seine Stellung in diesem Kunsttempel zu britischen Agenten Greene von Kapstadt nach Pretoria abgegangen, Schlächtereigewerbe in den letzten Jahren nicht verbessert haben und fündigen. Die Herren nahmen die Kündigung, welche eine vier- amtlich für unrichtig erklärt und in der hinzugefügt wird, daß an daz insbesonders in Berlin eine maßlose Ausbeutung der Arbeits- wöchentliche war, nicht nur an, sondern ließen den Mann sogleich den britischen Agenten keine Instruktion gesandt worden ist, Pretoria träfte vorherrscht. Die Arbeitszeit dauert durchschnittlich 17, 18 und ziehen, welcher nun die nächsten 4 Wochen weiter nichts thun braucht, zu verlassen. London, 2. Oktober.( B. H.)" Pall Mall Gazette" veröffent noch mehr Stunden ohne Unterbrechung. Vielfach werden noch als sich jeden Sonnabend seinen Lohn abzuholen. Leider haben sich nicht einmal die notwendigen Pausen zum Einnehmen der aber auch Leute gefunden, welche den Streifenden in den Rücken licht aus Johannesburg folgende pessimistische Meldung: Die Mahlzeiten gestattet. Die Löhne find allgemein so niedrig, gefallen sind. Es wird bei dieser Gelegenheit auch das Ver- Boeren haben alles vorbereitet, um die nach Rhodesia führende Die Lage der englischen Truppen daß sie kaum ausreichen für Wäsche und Kleidung, viel halten des Werkführers Scharne, welcher die Hauptschuld Eisenbahn zu zerstören. weniger aber Thatsächlich besteht eine mangelhafte Or Daß ist sehr kritisch. Dabei muß am Ausstand trägt, einer scharfen Kritik unterzogen. zu den sonstigen Bedürfnissen. nicht selten auch noch Sonntags, ohne daß es notwendig wäre, bis auch die Polizeibehörde die nötigen Mannschaften( 1 Lieutenant ganisation. Wenn nicht bald Verstärkungen eintreffen, ist eine spät nachmittags gearbeitet werden, so daß den Arbeitern jahraus mit ca. 5 Schußleuten) zum Schutz der Arbeitswilligen sandte, braucht Niederlage unvermeidlich. In dem Telegramm wird noch hinzu jahrein feine freie Zeit zur eigenen Verfügung steht. Jufolge der wohl nicht erst gesagt zu werden. Beim zweiten Punkt zeigt gefügt, daß in der ganzen Sapkolonie offenkundig Verrat getrieben überaus langen und anstrengenden Arbeitszeit schlafen die Gesellen Lemser an einer Statistit, daß die Löhne der Arbeiterinnen in der London, 2. Oktober.( B. H.) Aus Johannesburg wird ges schließlich bei der Arbeit ein. Die Schlafräume befinden sich meistens Contobuch- Branche bedeutend niedriger find, als in Buchbindereien. meldet, daß die telegraphische Verbindung zwischen Johannesburg im Keller oder auf dem Boden, ohne Luft und Licht. Die Betten Die Schuld hieran tragen die Arbeiterinnen selbst, da sie sich der meldet, daß die telegraphische Verbindung zwischen Johannesburg werden felten überzogen und sind meistens ekelhaft schmuzig. Die Organisation nicht anschließen; diese Notwendigkeit ist von den und Natal zerstört ist. Die Times" melden aus Mafeting: Die Behandlung seitens der Meister ist in vielen Fällen eine solche Arbeiterinnen der Buchbindereien schon in viel größerem Maße ein- Waffen werden erst im legten Augenblid an die Bevölkerung ber brutale, wie sie in anderen Berufen undenkbar ist. Mit gemeinen gesehen. Doch kann auch den Contobuch- Arbeitern der Vorwurf teilt werden. Die Unruhe unter derselben ist sehr groß, da die Schimpfworten, mit Namen wie Ochse, Rindvich und ähnliche, ja nicht erspart bleiben, daß sie ihre Mitarbeiterinnen hierbei zu wenig Boeren große Truppenabteilungen an der Grenze ansammeln. London, 2. Oktober.( W. T. B.) Der Dampfer Zibenghla", fogar mit Prügel werden, wie von mehreren Rednern behauptet unterstüßen, und wird von verschiedenen Seiten die Mahnung laut, wurde, nicht nur etwa Lehrlinge, sondern auch Gesellen trattiert. mehr als bisher die Arbeiterinnen als gleichberechtigten Faktor zu mit Artillerie nach dem Kap unterwegs, ist nicht, wie früher ge meldet, bereits nach dem Kap abgegangen, sondern liegt noch im Es wurde im weiteren darauf hingewiesen, daß ältere Gesellen, be- betrachten. sonders verheiratete, überhaupt keine Beschäftigung in dem Berufe, Die Lage des Posamentierstreiks wurde in einer am Sonn- Merseyflusse. Der Grund des weiteren Aufschubes ist un bekamit. wo sie in jungen Jahren ausgemergelt und ausgebeutet und viel- abend abgehaltenen öffentlichen Versammlung folgendermaßen dar London, 2. Oktober.( W. T. B.) Die„ Standard and Diggers leicht zum Strippel wurden, mehr bekommen und einen anderen gestellt: Der Verlauf der Lohnbewegung sei ein fortdauernd Beruf ausüben müssen. Außerdem wunde angeführt, daß sich die günstiger, nur 78 Kollegen befinden sich noch im Ausstand. Wenn News" veröffentlichen ein Telegramm aus Johannesburg, wonach Schlächtermeister mit Borliebe an die privaten Stellenvermittler fich auch die Arbeiterinnen der Firma Eisner u. Hausig, wie zu er- die Mobilisation der Boeren rasch vor sich gegangen ist und ums wenden, bei welchen die Gesellen für den Nachweis einer Stelle warten, dem Streit nicht angeschlossen haben, so thue das dem gün- fassende Bewegungen gegen die Grenze in wenigen Stunden fich 10, 15 M. und noch mehr bezahlen müssen. Von allen Rednern aus stigen Fortgang der Bewegung keinen Abbruch. Von besonderer Be- vollzogen haben. Männer von 16 bis 60 Jahren ließen sich einreihen. den Reihen der Gesellen wurden die Lohn- und Arbeitsverhältnisie deutung sei es, daß nunmehr auch die Firma Plieschke die Forde- Den Kommandos gehören an Mitglieder des Ausführenden Rats, einer herben Kritik unterzogen und zum festen Zusammenschluß in rungen bewilligt hat, denn hierauf würden im Laufe der deren Söhne, der Staatssekretär, viele Verwandte des Präsidenten, der Organisation aufgefordert. Auch die Vertreter des Verein Woche jedenfalls noch eine ganze Anzahl derjenigen Firmen Mitglieder der Raads, Richter, Anwälte sowie andere Angehörige ,, Arbeiterschuß 1 forderten eine Regelung der Arbeitszeit, bewilligen, die sich bisher am hartnäckigsten sträubten, und der volle höherer Berufsarten. Das französische Korps zählt 150 Mann. Festsetzung eines Minimallohnes, Abschaffung der Sonntagskündigung Sieg der Bewegung sei daher in nächster Zeit zu erwarten. bezw. Sonntagsentlassung, und vertraten den Standpunkt, daß von Bei dem Abgange der Kommandos herrschte großer Enthusiasmus, einem guten Verhältnis und von einer Harmonie zwischen Meister Die Marmor- und Granitarbeiter hielten am Sonntag eine Amsterdam, 2. Oktober.( B. H.) ( B. H.) Der Transvaal- Gesandte und Gesellen keine Rede sein könne, sondern daß die Gesellen sich nur schwach besuchte öffentliche Versammlung ab. Dr. Leyds notificierte den Mächten, daß Transvaal, ohne eine selbst bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen erringen müffen. An berger berichtete, ist die Lohnbewegung in der Haupt- Striegserklärung abzuwarten, noch im Laufe dieser Woche die Feind der Diskussion beteiligten sich auch zwei Meister, die wohl zu fache durchgeführt. geben mußten, daß Mißstände bestehen, aber die Erfüllung bewilligt, und nur vier Arbeitgeber weigern sich, den Tarif seligkeiten eröffnen werde. der doch gewiß berechtigten Forderungen hielten sie nicht für anzuerkennen. Hamburg, 2. Oktober.( W. T. B.) Als der heute Abend von möglich, vertrösteten vielmehr die Gesellen darauf, daß die Firma Fink in Betracht, während die anderen drei für die Be- Norden kommende Zug mit eingezogenen Rekruten fie ja später auch einmal selbständig werden können. wegung ganz bedeutungslos sind. Ueber die Errungenschaften, die Dragoner, welche nach Mez und Diedenhofen bestimmt waren Besonders einer dieser Herren versuchte die Versammelten fast ohne Kampf erreicht worden sind, herrsche unter den Kollegen den Klosterthor- Bahnhof eingelaufen war, stiegen viele Rekruten vor der Socialdemokratie, der er allerlei ungereimtes Zeug an- Meinungsverschiedenheit. Wenn auch einzelne derselben durch den gegen den Befehl des tommandirenden Offiziers aus und blieben dichtete, graulich zu machen und behauptete unter anderem, daß die neuen Tarif nicht gebessert seien, so sei doch die Lage der großen auf dem ersten Geleise stehen. Gleich darauf lief ein Zug von Leitung der Versammlung von der socialdemokratischen Partei Mehrheit der Kollegen erheblich gebessert worden und man könne Blankenese ein und fuhr in die Menge hinein. Drei Rekruten wurden engagiert sei und nur der Zweck verfolgt werde, das gute" Ein- deshalb mit dem Resultat der Lohnbewegung zufrieden sein. getödtet, etwa 30 erlitten Verlegungen. Von allen Seiten sind Aerzte vernehmen zwischen Meister und Gesellen zu zerstören. Bon dem Zeit seien nur noch 8 Streifende resp. Arbeitslose zu unterstützen und Ambulanzwagen zur Hilfeleistung an der Unglücksstelle einReferenten sowohl als auch von den übrigen Rednern wurden die Den Beitrag zum Unterstützungsfonds setzte die Versammlung auf getroffen. Ausführungen der Meister gebührend gekennzeichnet. 5 Prozent des Arbeitsverdienstes fest. Kopenhagen, 2. Oftober.( W. T. B.) Der Reichstag ist Es wurde schließlich eine Resolution beschlossen, in der die Die Jfolierer und Rohrumhüller waren am Sonntagnach heute eröffnet worden. Das frühere Präsidium wurde wiederVersammlung die Abschaffung der Sonntagskündigung reip. die mittag wieder versammelt, um über die von den Unternehmern gewählt. Sonntagsentlassung als durchaus notwendig erachtet und in der gestellten Bedingungen schlüssig zu werden. Die Unternehmer, Paris, 2. Oktober.( B. H.) Die Anwälte der rohalistischen fie erklärt, daß diese Forderung in allen Schlächtereibetrieben Berlins welche fich durch gegenseitige Vereinbarung verpflichteten, keinen der Gruppe der Angeklagten in der Komplottaffaire haben das Studium und Umgegend ohne besondere Nachteile für die Meister sehr gut Ausständigen zu beschäftigen, haben nunmehr ihr ablehnendes Ver- der Anklageaften beendigt. Die Aftenstücke werden nunmehr den durchgeführt werden kann. Ferner wird die Junung und die Freie halten geändert, indem sie sich bereit erklärten, auch Anwälten der Gruppe der Antisemiten zugestellt werden. Vereinigung der Fleischermeister aufgefordert, in den verschiedenen eventuell vor dem Gewerbegericht als Einigungsamt mit den Paris, 2. Oktober.( B. H.) Der socialistische Abgeordnete Breton Stadtteilen Stellennachweise für die Gesellen zu errichten, um da- Arbeitern zu verhandeln. Die Arbeiter selbst haben sich hat einen Brief an den Kriegsminister Galliffet gerichtet, worin durch den privaten Stellenvermittlern, den sogenannten Seelen- ebenfalls entgegenkommend gezeigt, um nicht länger die Streiter diesem mitteilt, er werde ihn bei Wiederzusammentritt der berkäufern ihr unlauteres Handwerk zu legen. Eine Kommission unterstüßung von anderen Berufen annehmen zu müssen. Nach Kammer über seinen Tagesbefehl an die Truppen, sowie über die und der derzeitige Gesellen Ausschuß sollen der Inmung längerer Beratung gelangte eine Resolution mit allen gegen vier von verschiedenen Offizieren daran geknüpften Stommentare inter und der Freien Vereinigung diese Forderungen unter Stimmen zur Annahme, des Inhalts, daß bei dem bisherigen ein- pellieren. Der„ Lemps" dementiert die Meldung, wonach breiten und einer demnächst stattfindenden Versammlung mütigen Zusammenhalten der Ausständigen durch das Entgegen- General Pierson als" Armee- Jnspekteur den General Négrier erüber das Resultat der Verhandlungen Bericht erstatten. In die kommen der Unternehmer zwar nicht alle, doch aber die meisten jetzt habe. Kommission wurden Fritsch, Fischer, Mercier, Puhlen Forderungen der Arbeiter erfüllt sind. Da unter den gegen London, 2. Oktober.( W. T. B.) Dem Reuterschen Bureau" und Markmann gewählt. Es wurde sodann noch aufgefordert, wärtigen Verhältnissen weitere Vorteile nicht zu erlangen find, wird aus Simla gemeldet: Ein Mullah, welcher Berbera an Fragebogen zu entnehmen und alle Fragen über die Lohn- und soll die Arbeit am Montag, den 2. Oktober, unter den der Somarit üste bedrohte, giebt sich für den Mahdi aus und Arbeitsverhältnisse wahrheitsgetreu zu beantworten und an die be- zugestandenen Bedingungen der Unternehmer wieder aufgenommen stiftet in der Gegend Unruhen. Die englische Regierung wies daher tannten Personen wieder abzulieferit. Ta auch die dem Verein werden, wenn diese durch ihre Unterschrift sich dazu bereit erklären, die indische Regierung an, ein Eingeborenen- Kavallerie- Regiment von Arbeiterschutz" angehörenden Schlächtergesellen Fragebogen beraus gleichzeitig aber feine Maßregelungen stattfinden. Ein besonderer Bombay nach Berbera abzusenden. Ferner gehen von Aden gaben, so soll das von beiden Richtungen gesammelte Material dann Antrag: daß es Pflicht der Lohnkommission sein müsse, in jeglicher 400 Mann Infanterie nach Berbera. gemeinsam bearbeitet werden. Weise die etwaigen Gemaßregelten zu unterstützen, auch durch Zu- Petersburg, 2. Oktober. Der„ Russischen Telegraphen- Agentur" Die Former und Gießerei- Arbeiter hielten am Sonntag weisung vorhandener Beschäftigung, sowie über alle Arbeits- meldet ihr Belgrader Specialforrespondent über Semlin: Der russische eine gut besuchte Versammlung im Luisenstädtischen Konzerthause, stätten, wo überhaupt Maßregelungen stattfinden sollten, Geschäftsträger Manzurow hat Belgrad verlassen, um eine UrlaubsAlte Jakobstraße, ab, in der Näther und Körsten über den die Sperre zu verhängen 2c., gelangte einstimmig zur reise anzutreten und hat den zweiten Legationssekretär Nelidow Stand der Lohnbewegung berichteten. Danach haben eine Anzahl Annahme. In einer im Verlaufe der Woche stattfindenden Ver- mit der Erledigung der laufenden Geschäfte betraut, nachdem er Firmen die aufgestellten Forderungen ohne weiteres bewilligt, fammlung hat die derzeitige Lohukommission über alle Vorkommnisse die ernste Aufmerksamkeit der serbischen Regierung auf den während in mehreren Betrieben eine gegenseitige Verständigung der Bericht zu erstatten. Die Delegierten zu den Verhandlungen beim peinlichen Eindruck gelenft hatte, welcher überall, namentlich aber gestalt erzielt worden ist, daß eine Lohnaufbesserung sofort und die Einigungsamt haben sich im Sinne der Resolution zu verhalten. in Rußland, durch die außerordentliche Härte des Urteils Hervor Einführung der neunstündigen Arbeitszeit auf eine spätere, aber be- Es wurde besonders hervorgehoben, daß die Unternehmer geneigt gerufen sei, welches das Standgericht in einem politischen Prozeß, stimmte Beit schriftlich zugestanden wurde. Am Sonnabend ist die sind, eine Unternehmerorganisation über ganz Deutschland zu schaffen, trog des Mangels an hinreichendem Beweisen, über die Angeklagten Arbeit in fast allen Gießereien niedergelegt worden, aber noch um die leidige Schmuzkonkurrenz zu beseitigen und die Forderungen verhängt habe. Wie derselbe Korrespondent weiter erfährt, haben infolge ges im Laufe des Tages wurden von verschiedenen Unternehmern die der Arbeiter in vollem Umfang, durch entsprechende Berechnung der Als Mitglieder der neuen Lohn- schehener Verständigung durch den russischen Geschäftsträger die VerForderungen anerkannt. Bis Sonntag waren, soweit dies festgestellt Arbeiten, bewilligen zu können. werden konnte, in 27 Betrieben die Arbeitsbedingungen zur Zu- tommission wurden Praetel, Heinr. Jahn und Beckmann treter Frankreichs und Italiens auf Befehl ihrer Regierungen gleiche Schritte bei der serbischen Regierung gethan. friedenheit der Arbeiter endgültig geregelt. Mit mehreren Firmen gewählt. Zu einer öffentlichen Versammlung der Möbelpolierer Sofia, 2. Ottober.( W. Z. B.) Bei den gestrigen Ergänzungsschweben die Verhandlungen noch und wird die Bewilligung in den nächsten Tagen erwartet. Jn 13 Betrieben und zwar bei Bugte, am 25. September bei Möhring, Admiralstr. 18c, rejerierte wahlen zur Sobranje wurden 34 Kandidaten der Regierungs Spinn u. Sohn, Bernh. Joseph, Kramme, Löwy Weber über den Indifferentismus der Kollegen in der Näh- partei und zwei Mitglieder der Opposition gewählt, drei Wahlin der Gartenstraße, Eitner, Teichelmann, Aneifel, maschinen Branche. Den längeren Ausführungen Webers war zu resultate stehen noch aus. Keywest, 2. Oktober.( W. T. B.) Hier sind 48 neue Ers Mustulus, Schwindlinsti, Sped, Gladenbed und entnehmen, daß die betreffenden Arbeiter sich stets von der Bewegung Brotrecht sind etwa 1600 Metallarbeiter gegenwärtig im Ausstand. der Möbelpolierer zurückgehalten haben. Daher komme es auch, daß krankungen und 2 Todesfälle am gelben Fieber vorgekommen. Verantwortlicher Redacteur: Nobert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. W Wie Gersten= Von diesen vier Arbeitgebern kommt aber nur Zur meistens Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. in " Br. 231. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der ,, Klub der Harmlosen" vor Gericht. In jener großen Spieler- Affaire, die schon seit Jahresfrist so biel Staub aufgewirbelt hat und ein würdiges Seitenstück zu dem Hannoverschen Spielerprozeß des„ ollen ehrlichen Seemann" bildet, wurden am Montag vor der dritten Straftammer hiesigen Landgerichts I. die Verhandlungen begonnen. Sie gestatten einen tiefen Einblick in die Geheimnisse der Spielgesellschaften, die fich in verschwiegenen Zimmern hiesiger Hotels und Restaurants zusammenfinden, um bei perlendem Sett der Glücksgöttin ihre Huldigungen darzubringen. Als Angeklagte erscheinen: 1. Regierungsreferendar Bruno b. Kayser, 30 Jahre alt, Lieutenant d. R. im II. Garde- lanen Regiment, seit 8 Monaten in Untersuchungshaft sigend. 2. Hans Bernhard v. Kröcher, in Straßburg i. E. geboren, 23 Jahre alt, Lieutenant der Reserve im II. Garde- Feldartillerie- Regiment, gleich falls seit 8 Monaten in Untersuchungshaft. 3. Alexander Paul b. Schachtmeher, Kaufmann, 27 Jahre alt, Unteroffizier der Reserve im Feldartillerie- Regiment Nr. 3. Alle drei Angeklagte find evangelischer Religion und unbestraft. Sie werden beschuldigt, aus dem Glücksspiel ein Gewerbe gemacht zu haben. Grund ihres Ausbleibens ist sehr verschieden. Der Beuge Dr. phil. Kornblum ist„ nicht auffindbar" gewesen, Beuge Graf Münster haben. Dienstag, 3. Oktober 1899. Das Zeugnis der Mutter. Der Vorsitzende läßt nun die Aussage der Mutter des Ans ist auf ein Jahr nach Afrika beurlaubt, ein anderer Zeuge befindet sich in Norwegen auf der Jagd", ein dritter in Amerita, mehrere geklagten v. Kayser, die jetzt mit dem Oberforſtmeister von Donner haben Krankheitsatteste eingereicht. Die Schauspielerin Rona verheiratet ist und wegen Krankheit kommissarisch vernommen worden Kussinger hat ihr Wegbleiben damit entschuldigt, daß sie bei Nicht- ist, berlesen. Sie giebt an, daß sie von der Spielleidenschaft ihres wahrnehmung ihrer Berufspflichten eine Konventionalstrafe von 500 m. Sohnes bis zu einer großen Beichte nichts gewußt habe, daß sie würde zahlen müssen. Sie erklärt sich bereit, sich in Hannover babe einmal 17 000 m. und einmal 4000 M. Erbschaftsbeträge aber jederzeit die Spielschulden anstandslos bezahlt habe. Ihr Sohn vernehmen zu lassen. Ein Zeuge, Prinz Thurn und Laris, 17000 ist vorläufig abbestellt worden, die Verteidigung erklärt jedoch, bei ausgezahlt erhalten, außerdem habe er jährlich 3-4000 Mr. Unterhalts- Gelder bekommen, auch sonst ab und zu größere Beträge; allem Entgegenkommen, auf die Durchlaucht nicht verzichten zu fie habe ihm kein Versprechen, nicht mehr zu spielen, abgenommen, fönnen. Als Zeugen find u. a. auch die Kriminalkommissare b. Manteuffel und Damm zur Stelle, ferner als Sach- und er habe wohl darauf rechnen können, daß sie ihm nochmals aus der Not helfen würde. verständige der Bücherrevisor Neuter und der Taschenspieler Hermann. Von der Verteidigung war noch ein Herr b. Derzen Angell. v. Kayser: Das bestreite ich ganz entschieden. Ich Vors. Sie sollen ein sehr lururiöses Leben geführt haben. vom Unionklub als Sachverständiger geladen worden, derselbe hat habe nicht übermäßig gelebt. Ich habe gearbeitet und stand vor aber abgelehnt, als Sachverständiger zu fungieren. Rechtsanwalt dem Assessoreramen. In der legten Zeit hatte ich auch viel Bech, Dr. Schachtel giebt anheim, an seiner Stelle einen anderen Herrn wurde sehr von den Gläubigern getrieben und mußte immer um zu laden, der weder Kriminalkommissar noch Taschenspieler ist. Er glaube, daß die Mitglieder des Unionklubs, die als solche ohne Vori ,: Nun, Sie haben doch ein Verhältnis mit einem Fräulein Stundung bitten. Große Ausgaben konnte ich nicht machen. weiteres Gentlemen feien, zur Abgabe eines Gutachtens besonders Frieda Vogt gehabt. Das muß Sie doch viel Geld gekostet geeignet seien. Er beantrage, den Rittmeister v. Arnim als SachAngel.: Nein, Fräulein Vogt war Schauspielerin verständigen zu laden. Dies wird beschlossen.- Dr. Schachtel Vorf.: Nun, Sie haben verweist darauf, daß die Verteidigung einen Wert darauf lege, daß ihr doch kostspielige Geschenke gemacht? und verfügt selbst über einige Mittel. Angetl.: Nein. ein Zeuge aus Frankfurt a. O. über die Arbeitsamkeit und den orf.: Sie hat doch einen Brillantring erhalten. AngelL: Leumund des Angeklagten v. Kayser vernommen werde. Ja, das ist richtig. Vors. Haben Sie sie denn sonst nicht für Vorsitzende erklärt, daß der Gerichtshof durchaus nicht bezweifeln ihre Liebesdienste entschädigt? Anget: Nein.( Heiterkeit.) wolle, daß der Angeklagte v. Kayser eruſt und fleißig gearbeitet habe. Bors.: Von Herrn Kröcher wird erzählt, daß er jährlich etwa Der Vorfiyende habe sich sogar die Mühe genommen, die schriftliche 30 000 m. ausgegeben hat. Sie waren doch mit ihm befreundet Brüfungsarbeit des Herrn v. Kayser durchzusehen und habe den und haben wohl einen ähnlichen Aufwand getrieben?- Anget L.: Gindruck gewonnen, daß es sich um eine fleißige und wertvolle Nein, feineswegs. Mein Aufwand ist mit dem des Herrn v. Kröcher Arbeit handle. Rechtsanwalt Dr. Schachtel: Nachdem dies vom Gerichtshofe anerkannt ist, erübrigt sich die Vorladung des gar nicht zu vergleichen. Ich habe mit Frieda Vogt einen ganz Leunuunds zeugen; bisher waren über Herrn v. Kayser durch die bescheidenen Hausstand geführt. Vors.: Waren Sie nicht mit v. Kröcher sehr befreundet? Beitungen andere Ansichten verbreitet worden. Nachdem festgestellt worden, welche Zeugen fehlen und welche Angeklagter v. Stayser: Befreundet eigentlich nicht, erst später sinb wir uns näher getreten. Vors. Es liegen aber Postkarten Schritte zu thun sind, um die nicht erschienenen zur Stelle zu schaffen, v. Ströchers an Sie aus Monte Carlo recht freundschaftlichen In werden fast sämtliche Zeugen für heute, einige sogar bis Freitag halts vor.- Die Karten werden verlesen. Sie sind in sehr burschi entlassen. tosem Tone gehalten. Es finden sich nur für Spieler verständ Bor Entlaffung der Zengen spricht der Vorsitzende die Zuversichtliche Ausbrüde darin, auch von zarten Beziehungen des Absenders aus, daß sämtliche Beugen bei Abgabe ihres Beugnisses recht ge- spricht der Inhalt.( Die Verlesung der Karten erregt oft die Heiter wissenhaft verfahren werden. Sollte der eine oder der andere auch keit auch der Gerichtsbeifizer.) Die eine Starte schließt:„ Habe jetzt ein leidenschaftlicher Spieler sein und vielleicht das Gefühl haben, aber nicht angenommen." letzterer Beziehung die Aussage zu verweigern. Der Seit einer Reihe von Jahren besteht in Berlin eine Gesellschaft von Offizieren, jungen Beamten und Lebemännern aller Art, die fich oft in Anknüpfung an die Pferderennen in besonderen Räumen hiesiger Kaffeehäuser und Hotels zusammenfinden, um beim Baccarat das Glück zu versuchen. Man spielte vor Jahren bei Lauter, dann vorübergehend im Savoy- Hotel, im Cafè Jofty am Potsdamer Blaz, im Restaurant von Philipp Albrecht in der Mohrenstraße, bei Hecht in der Jägerstraße, in der Eremitage in der Jägerstraße, bei Knoop in der Potsdamerstraße, bei Wittkopp in der Kleinen Mauerstraße 2c. Die drei Angeklagten haben schon verhältnismäßig früh Eingang in die Zirkel der eleganten Lebewelt gefunden und da die Leidenschaft für das Glücksspiel bei ihnen sehr ausgebildet ist, so haben so manche lange Nacht am Spieltische zugebracht und bei diesen nerven erregenden Schauspielen eine hervorragende Rolle gespielt. Sie sind auch verschiedentlich zu auswärtigen Rennen gefahren und haben an dem Jeu, das sich dort an den sportlichen Teil anschloß, lebhaft teil genommen. An den Spielabenden, die in den Jahren 1894-96 vorzugsweise im hiesigen Vittoria- Hotel stattfanden und bei denen namentlich Sonnabends ganz gewaltige Summen gewonnen und verloren wurden, soll sich namentlich v. Kayser hervorgethan und oft Unbehagen bei den Mitspielern hervorgerufen haben durch die Kaltblütigkeit, mit der er pointierte und durch die gewisse Rücksichts- daß auch er etwas gewerbemäßig gespielt hat, so sei er berechtigt, in Schicksel von O übernommen. Hier ist jetzt alles da, unbar wirb Dr. Kornblum. Nachdem beschlossen worden, = Im Jahre 1897 sei er selbst in Rottbus gewesen und nur ganz sporadisch einmal des Sonnabends nach Berlin gekommen. Die Gesellschaft spielte zunächst bei Hecht, welches ein widerliches, ungemütliches Lokal war und da man gern von dem Herrn Korn. blum los jein wollte, habe man es vorgezogen, die Spielabende nach dem Central- Hotel zu verlegen. Die Persönlichkeit des Wolff sei für dieje Uebersiedelung gleichgültig gewesen. Es handelte sich darum, und anderen daß die Offiziere Kabaliere, die von ganz anderem Holz geschnitten waren, als der Mann mit dem großen Perlen im Hemde, sich von Kornblum zurückziehen wollten. Präs.: Es wird behauptet, daß Sie von Dr. Kornblum wirtlosigkeit, die er beim Eintreiben von Spielschulden zeigte, während Auf Befragen erklärt der Angeklagte weiter: Er habe immer er anderseits wiederholt die Nachsicht in Anspruch nahm, wenn er im ein großes Spielinteresse gehabt, als Korpsstudent sei ihm aber das Verlust war und Spielschulden zu begleichen hatte. Die drei Angeklagten follen namentlich an den großen" Spielabenden, des Sonnabends, Nechtsanwalt Dr. Schachtel giebt auheim, ob es nicht noch Hazardspiel verboten gewesen. Erst als er als Referendar nach erstaunlich großes Glück gehabt und oft so lange gespielt haben, bis die Mittel gebe, den Dr. phil. Sornblum als Zeugen herbeizuschaffen. Berlin tam und von seiner Mutter ihm das Kapital überwiesen übrigen alle völlig ausgepumpt waren. Neben v. Kayser trat in den Der Dr. Kornblum sei die Seele der ganzen Belastung, er habe die worden war, sei er hier in die Spielgesellschaft geraten, die im Epielzirkeln besonders der Angekl. v. Kröcher durch seinen Wagemut hervor. Zeitungsartikel inspiriert, er habe Herrn von Manteuffel instruiert Hotel Lauter zusammenkam. Er sei da gleich am ersten Abend von Aus dem ganzen Auftreten und der Lebenshaltung der Angeklagten und es würde für die Verteidigung eine wahre Freude fein, einem Grafen Flatow ganz gehörig angeschossen worden; im übrigen soll sich der Schluß ergeben, daß dieselben nicht nur wie so viele diesen Herrn persönlich zur Stelle zu haben, um von ihm zu hören, habe er bei Lauter etwa 30 000. gewonnen, die er im nächsten andere auch enragierte Freunde eines dauerhaften Jens gewesen aus welchem Grunde er die Angeklagten für schuldig hält. Es wäre Jahre im Victoria Hotel auf Heller und Pfennig wieder ver find, sondern aus dem Glücksspiel geradezu ein Gewerbe gemacht interessant, zu erfahren, weiche Recherchen die Staatsanwaltschaft zur loren habe. haben. Der Spielflub im Victoria Hotel ging eines Tages in Ermittelung des Dr. Koinum angestellt sind. Oberstaatsanwalt Die Gründung des Klubs der Harmlosen. folge eines unliebsamen Vorfalls in die Brüche. Man hatte Dr. Jienbiel: Die Staatsanwaltschaft hat alle Mittel, die ihr zu einen der Bankhalter einen Herrn v. Ech. in dem Verdacht, Gebote stehen, erschöpft, un den Aufenthalt des Dr. Kornblum zu an jenem Abende unredlich gespielt zu haben und dieser Verdacht ermitteln, er sei aber nicht zu ermitteln. Dr. Schachtel: Die wurde dadurch bestärkt, daß, als man die Karten nachzählte, fich Verteidigung hat alle Veranlassung, anzunehmen, daß diefer Haupt herausstellte, daß statt sechs vollständiger Spiele, d. h. statt 312 Karten, belastungszeuge fich von dem Zeugnis drücken möchte und deren 360 vorhanden waren. Der unerquickliche Vorfall führte zur sie hat lebhaftes Interesse daran, diesen Zeugen hier an GerichtsAuflösung der Spielergesellschaft im Victoria- Hotel und es fand mun ſtelle zu haben. Nach Zeitungsberichten soll er sich in Brüssel beOberstaatsanwalt Dr. Jienbie! giebt anheim, die geeine Scheidung statt. Der eine Teil bestand zumeist aus Offizieren, finden. Dr. Schachtel die nach dem Vorfalle das Bedürfnis einer größeren Exklusivität richtliche Aussage des Dr. Kornblum vorzulesen. empfanden und von da an mehr unter sich ihre Spielabende, widerspricht diesem Vorschlage ganz entschieden. insbesondere im Savoy- Hotel und bei Philipp Albrecht Justizrat Dr. Sello: Bei dem erheblichen Interesse, welches in der Mohrenstraße abhielten. Die drei Angeklagten die Verteidigung an der Vernehmung des Herrn Dr. Arthur Korn- schaftlich abhängig gewesen seien. Angekl: Das behauptet bis hielten zu dem anderen Teile, die ihre Klublokale wechselten. blum habe, erbittet sie Auskunft, welche Schritte zur Ermittlung jezt nur die Anklage. Wer Herrn Dr. Kornblum tenut, weiß, daß Im Winter tauchten in diesen Spielerkreisen zwei Personen auf, die dieses verschwundenen Zeugen gethan sind. Aus den Akten wird dies ganz unmöglich war. Präf.: Der Zeuge Moos hat Sie durch Herrn v. Krocher eingeführt sein sollen. Der eine war der in festgestellt, daß die verschiedensten Schritte vergeblich gethan find; und Dr. Kornblum als fiamesische Zwillinge" bezeichnet. Spielertreisen bekamite Ernst Levin, der andere der übel be- Dr. Kornblum ist zu einer Reise nach Italien" abgemeldet. Angel.: Mit viel größerem Recht würde man behaupten können, leumundete Glücksspieler Hermann Wolff, derselbe, der in den Rechtsanwalt Dr. Schachtel macht darauf aufmerksam, daß das daß die Zeugen Moos, Moers und Dr. Kornblum ein Terzett aufachtziger Jahren einmal in Gemeinschaft mit dem Spieler Neuter Zeugnis des Dr. Kornblum nicht werde verlesen werden können. geführt hätten. Präs. Nun lassen Sie sich einmal über den Artikel dem Fabrikbefizer Arthur Prins- Reichenheim in der Thiergarten- Er habe dies Zeugnis seiner Zeit nicht als Zeuge, sondern noch als im" Tageblatt" aus.- Angefl.: Dr. Kornblum ist eines Tages straße in einer Nacht über 100 000 m. im Spiel abgenommen hat. Angeklagter abgegeben. Das Verfahren gegen ihn sei erst später zu mir gekommen und hat allerlei Verdächtigungen über Wolff Er ist deswegen bestraft worden und hat auch sonst schon erhebliche eingestellt worden. Oberstaatsanwalt: Nach der Recht- ausgesprengt. Er hat dies aber auch bezüglich anderer Personen Borstrafen erlitten. Der jetzt etwa 60 Jahre alte Herr, der als sehr sprechung sei dies ganz gleichgülten Verfuch zu machen, einige sehr fubs usw., in der schmutzigsten Weise verdächtigt, ebenso seine eigene gethan, er hat sämtliche Rennstallbesizer, die Mitglieder des Turfs anständiger, reicher Rentier" eingeführt wurde, hat im Kreise der jungen Leute seinen Ruf als„ Kartenkünstler", wie er früher genannt wurde, wichtige Zeugen durch Depeschen nach Italien, Montreux zc. herbei Verwandtschaft. Bezüglich des Wolff hat er mir nur gesagt, ich solle glänzend bewährt, denn er sowohl, als auch die drei Angeklagten, hatten ein zuholen, wird in die materielle Berhandlung eingetreten. einmal auf diesen achten und mich in den Kreisen der Buchmacher folches Glück, daß den übrigen mehr als einmal unheimlich dabei Der Anklagebeschluß sowohl als auch der Beschluß, durch welchen nach einem Mann erkundigen, der den Spitznamen„ Oberförster" wurde. Als man gegen ihn mißtrauisch wurde, gingen v. Ströcher die Eröffnung des Verfahrens wegen Betruges abgelehnt wird, trage. Ich habe mit Herrn von Schachtmeyer darüber Rücksprache und v. Kayser an die Gründung eines ganz neuen Spielklubs, des wird verlesen. Die auf das betrügerische Spiel bezüglichen Be- genommen und wir hatten beide beschlossen, auf Wolff möglichst acht Klubs der Harmlosen", dessen Sitz das Centralhotel hauptungen der Anklage werden in dem qu. Beschlusse als un zu geben. Inzwischen erschien aber plößlich der Artikel im„ Berl. Tabl, wurde. Für den Klub, dessen Statuten und sonstige Papiere der erwiesen oder auf gewagten Schlußfolgerungen beruhend widerlegt. Oberstaatsanwalt Isenbiel stellt bezüglich des Angeklagten Kayser Angeklagte v. Schachtmeyer in seiner Wohnung aufbewahrte, wurden Das Kammergericht hat die hiergegen eingelegte Beschwerde der Staats- fest, daß er außer der Wohnung in der Werftstraße auch die Wohnung im Centralhotel ein Saal und zwei Zimmer für monatlich 1000 m. anwaltschaft zurückgewiesen, da die Straftammer selbst zu prüfen der Frau Vogt in der Lüneburgerstraße bezahlt habe. Er rechnet gemietet und der Klub am 15. Oftober 1898 durch ein glänzendes haben werde, ob in einheitlichem Zusammenhange mit dem gewerbs- dem Angeklagten nach, daß er 500 m. monatliche reguläre Ausgaben Diner eröffnet. Für das Unternehmen An war die Werbes mäßigen Glücksspiel etwa auch Betrug vorliege. hatte, die er mit regulären Einnahmen nicht decken konnte. trommel mächtig in Bewegung gesetzt worden, man hatte mehrere Der Angeklagte v. Kayser. getl.: Ich habe eben Schulden gemacht, das kommt doch aber hier Oberstaatsanwalt: Das ist für mich hundert Einladungen an die Offiziere aller wohlhabenden Regimenter Man tommt numehr zur Vernehmung der Angeklagten. Herr nicht in Betracht. erlassen, aber auch Herrn Wolff nicht vergessen. Der Klub hat zwei v. Stayser erklärt, er sei der Sohn des verstorbenen Oberst 3. D. Edwin aber von allergrößter Wichtigkeit, ich will eben beweisen, daß der Monate bestanden, er siedelte Ende November vorigen Jahres in das v. Kayser, seine Mutter jei mit dem Ober- Landforstmeister Ministerial Angeklagte erheblich über seine Verhältnisse gelebt hat. Wie Angeklagter: Minerva- Hotel über, weil der Pächter des Central- Hotels schließlich direktor Donner eine zweite Ehe eingegangen. Am Tage nach groß waren Ihre Spielverluste? Seit der Gründung doch Unaunchmlichkeiten befürchtete und die Auflösung des MietsIn der ganzen Periode 56 000 art. vertrages durchsepte. Im Dezember brachte dann das„ Berliner feiner Verhaftung sei er durch Verfügung des Bezirkskommandos zur Tageblatt" Aufsehen erregende Artikel über das Leben und Treiben Garde- Landwehr- Kavallerie übergeführt worden. Zwei jüngere Brüder des Slubs habe ich nicht mehr wie 25 000 m. verloren. Ich hätte Seine Mutter mich für das Geld, was mir meine Mutter gegeben yat, tausendin dem Klub der Harmlosen. Die Artikel waren von einem Teil- leien Offiziere, der eine sei sehr reich verheiratet. Das mag sein. Sie sprachen nun nehmer an den Spielabenden, Herrn Dr. Kornblum, inspiriert habe in den letzten Jahren etwa 70 000 M. für ihn bezahlt, darunter mal besser amüsieren tönnen, wenn ich nicht gespielt hätte. befanden sich im Jahre 1894 17 000 m. Spielschulden, dann sei ihm, Oberstaatsanwalt: und hatten den Effekt, daß das Klubunternehmen schleunigst als er als Referendar in Berlin in das große Leben eintrat, ein vorhin von„ Dr. Kornblum und den anderen Juden". Wen meinten zusammenbrach und Wolff, Lewin und auch der slubdiener kapital von 12000 Mt. überwiesen, durch Vermittlung seiner Mutter Sie damit? Angel: Herrn Stern, Herrn Konsul Moos, von der Bildfläche verschwanden. sei ihm ein Legat von 4000 M. überwiesen worden, außerdem Herrn Tonn, einen Herrn Meyer.- Oberstaatsanwalt: Haben Die Anklagebehörde hat erst auf dem Standpunkte gestanden, habe er durch seine Brüder und andere Personen Darlehne erhalten. Sie denn Einwendungen gegen die Ehrenhaftigkeit dieser Herren zu daß die Angeklagten den wahren Charakter des Wolff als Hazard- Seine Mutter jei jederzeit in der Lage und bereit gewesen. Schulden machen. Anget: Nein, sie haben nur immer die Gelder sehr spieler sehr wohl gefannt, mit ihn gemeinschaftliche Sache gemacht in bedeutender Höhe zu bezahlen. Er habe im Jahre 1895 große rigoros eingetrieben. und auch falsch gespielt hätten. Die Beschlußkammer des Land: Spielverluste gehabt, die teilweise auch darauf zurückzuführen seien, Seitens des Oberstaatsantvalts wird nun dargelegt, daß die gerichts hat aber die Beweise für diese Annahme vermißt und es ab- daß er einmal in großer Trunkenheit sich auf Spiele eingelaffen Anklagebehörde sich alle Mühe gegeben hat, des Zeugen Dr. Kornblum gelehnt, das Berfahren wegen Betrugs zu eröffnen. Auf Beschwerde habe, in die er in nüchternem Zustande nicht hinein gegangen wäre. habhaft zu werden, leider erfolglos. Justizrat Dr. Sello stellt fest, der Staatsanwaltschaft ist das Kammergericht der Ansicht der Er jei im Winter 1894/95 nach anfänglichen Verlusten im Glücke daß hiernach Dr. Kornblum schon außerhalb Deutschlands sich be Beschlußkammer beigetreten und so haben sich die drei Angeklagten gewesen, so daß er über 30 000 m. besessen habe, die aber im funden habe, als er noch sehr stark angeschuldigter was. mir wegen gewerbsmäßigen Glückspiels zu ver= nächsten Winter wieder verloren gegangen feien. Schon im anwalt Dr. Schwindt behält sich die Ladung des Adjutanten des antworten. Ursprünglich sollte auch Anklage gegen Dr. Kornblum Oktober 1896 habe er seiner Mutter einen großen Posten Spiel- Generalkommandos des Gardecorps vor, um zu beweisen, daß sein erhoben werden, gegen ihn ist wegen mangelnder Beweise das Verschulden beichten müssen. Jetzt habe er 14000 Mart Spiel- lient v. Kröcher f. 8. freiwillig aus dem aktiven Dienst ge fahren gänzlich, gegen Wolff und Levin aber wegen ihrer Abwesenheit schulden, dagegen stehen ihm etwa 15300 Mart von schieden ist. v. Kröcher. nur vorläufig eingestellt worden. anderen Herren zu. Auf Befragen des Vorsitzenden giebt der Angeklagte zu, den Oberkellner Koz manchmal an Spielabenden au- Es folgt die Vernehmung des Angeklagten v. Kröcher. Es ist Generalmajors v. K., war Lieutenant im Die Verhandlungen unter Vorsiz des Landgerichtsdirektors geborgt zu haben. Der Angeklagte meint, daß dies mit seiner Be- der Sohn des Mit 21 Jahren habe er Denso finden im großen Schwurgerichtssaale statt. Der Zutritt hauptung, zur Regulierung feiner Spielschulden fähig gewefen zu II. Garde- Feldartillerie- Regiment. Gesundheitsrücksichten seinen Abschied genommen und zum Zuhörerraum ist nur gegen besondere Einlaßkarten gestattet. sein, nicht im Widerspruch stehe. Auch ein Bleichröder würde, wenn aus das Abiturienten Examen zu machen und 81 Unter den zahlreichen Zeugen, die bei Aufruf der Sache in den ihm während des Spieles einmal das Geld ausginge, sich Geld beabsichtigt, zu studieren. Diese Absicht sei durch seine schwere Erkrankung ber Saal treten( es sind weit über 100 Zeugen geladen), befinden sich borgen, da er des Nachts doch nicht auf die Bant gehen könne. viele Offiziere, die zumeist Kavallerie- Regimentern angehören. Vors.: Sie haben aber doch manchmal recht bedenkliche Meuße- eitelt worden. Als er wieder gesund geworden, habe sein Vater, Die drei Angeklagten v. Kayser, v. Kröcher und rungen gethan, die mit Ihren jezigen Angaben im Widerspruch der da wußte, daß er zivar leichtsinnig war, aber einen soliden Kern b. Schachtmeyer werden aus der Untersuchungshaft vorgeführt. stehen. So haben Sie dem Lieutenant von Neymann gejagt: Sie besitzt, ihm 90 000 M. zur Verfügung gestellt zur Beteiligung an der Ihnen stehen Dr. Schachtel, Justizrat Dr. Sello, Dr. Schwindt find Offizier, Sie bekommen nichts, ich bin zudem gänzlich mittellos. Holzhandlung von Otto Kleinschmidt. Diese 90 000 m. seien urWors.: Herr von Neymann hat eigenstes Vermögen seines Vaters gewesen. Die Annahme, daß sie und Pincus I als Verteidiger zur Seite. Die Auflage wird durch Angell: Ich bestreite das. den ersten Staatsanwalt Dr. Jienbiel und den Staats- aber diese Aeußerung beschworen. Angefl. v. Kayser: Wenn ich nicht Vermögen des Vaters, sondern seine eigenen Spielergewinne Präs: anvalt eller vertreten. Wie der Vorsitzende mitteilt, wird die etwas derartiges gejagt habe, tann es nur in der Trunkenheit ge- gewesen seien, erklärt der Angeklagte für absolut falsch. Ich habe auch schließlich Herrn von Neymann einen Sie sollen beim Spiel viel gewonnen haben. Angel.: Mcine Verhandlung mehrere Tage in Anspruch nehmen, doch ist noch nicht schehen sein. stammten nicht vom Spiel her, sondern bor vorherzusehen, wie weit sie sich ausdehnen wird. Eine große Ans Teil meiner Schulden abgezahlt, er hat also dadurch den besten Gelder wiegend aus Renngewinnen durch mein Nennpferd Hagel zahl der vorgeladenen Zeugen melden sich beim Aufruf nicht. Der Gegenbeweis von meiner Vermögenslage bekommen. Die Gerichtsverhandlung. -D Rechtss Tonnten. -" Im Klub der Harmlojen. Präf.: Nun, Angell. v. Kayser, fagen Sie uns einmal, " " über schlag" und durch Gewinne an einer Spielbant in Namur Einrichtung sei von Markiewicz auf Abzahlung entnommen und erst summen herumwerfen sehen, wenn sie faltblütig erzählen, wie und Monte Carlo. An letzterem Orte habe ich nachweisbar 20 000 Fr. zum fleineren Teil bezahlt. Wenn er die Balance seiner fünfviertel- fie in einer Spielnacht 20 000 m. gewonnen oder verloren haben, auf einen Schlag gewonnen. Ich habe mit meinen Mennpferden- jährigen Spielthätigkeit ziehe, so ergebe sich ihm ein Plus von viel wenn sie von ihren Maitreffen erzählen, die sie sich sämtlich es liefen noch zwei andere Pferde unter meinem Namen etwa leicht 15 000 Mart. Anfänglich habe er mit Unglid, später mit leisteten. Das sind auch Kräfte, die berufen sind, den Kampf für 8000 M. vom Rennplate, außerdem 10 000 m. durch Wetten und habe viel Glüd gespielt. In Aachen habe er Herrn von Kröcher, leisteten. Das sind auch Kräfte, die berufen sind, den Kampf für auch noch größere Summen am Totalisator gewonnen. Bras.: den er damals mit einer gewissen ehrfurchtsvollen Hochachtung, Präs den er damals mit einer gewiffen ehrfurchtsvollen Hochachtung, Religion, Ordnung und Sitte zu führen! Durch außerordentliche Sicherheit, fast möchte man sagen Sie haben ein sehr flottes Leben geführt.-Angeft: Das ist wie fie einem militärischen Vorgesetzten zukommt, behandelte, auch sehr übertrieben. Bräs.: Sie haben ein Taschengeld von getroffen und mit ihm, Herrn Wolff, dem er sich vorstellte, und Bancart fogar Gelvandtheit, zeichnet sich namentlich der erst 28 jährige 110 M. bezogen und sollen einen Haushaltsetat von jährlich 30 000 m. zum erstenmale in seinem Leben Baccarat gespielt. Er habe Wolff Serr v. Kröcher, Sohn eines preußischen Generals, aus. Ihm Auf gehabt haben. Angefl: Durch die Beweisaufnahme wird der durchaus für einen Gentleman gehalten wie alle übrigen, die mit imponiert der Gerichtshof offenbar in feiner Weise. fogenannte Bugus" sehr zusammenschrumpfen. Mein Vater stand diesem zu thun hatten. Die Behauptung, daß v. Kröcher ihm von alle Fragen giebt er lächelnd Bescheid und weiß es immer so dar mir, wenn ich Geld brauchte, um Spielschulden zu begleichen, Wiesbaden telegraphiert habe Anschuß in Sicht", sei pure Erfindung zustellen, daß man in ihnen nicht gewerbsmäßige Glücksspieler, hilfreich zur Seite. Präi.: Sie sollen den schönsten Lurus In Aachen habe er felbft 400 m. verloren. Er fei dann in die wagen, Selbstfutschierer, in Berlin gehabt haben. Angell.: Das Spielerkreise hineingeraten, habe aber immer in bescheidenen Grenzen fondern reiche Jungen zu sehen habe, die sich beim Jeu amüsierten. fteht im„ Berliner Tageblatt", darum braucht es aber doch nicht gespielt. Was Herrn Wolff betrifft, so feien auch noch nach dem Die in Aussicht stehende Beugenvernehmung muß es zeigen, ob sie zuzutreffen. Der Wagen und das Pferd, welches ich faufte, waren Artikel des Berl. Tageblatt" fast alle beteiligten Personen der Ansicht nicht doch etwas mehr gewesen sind. Unvergleichlich war es, als feineswegs sehr teuer, ich habe sie sogar mit einem Nutzen wieder gewesen, daß diefer unmöglich ber vom Tageblatt gemeinte, Schwindler" ber junge Str öcher die Erleichterung" seines Waters schilderte, die verkauft. Präs.: Sie sollen eine Tuguriöse Wohnung gehabt und Gauner" fein könne, dieser empfand, als er bei einer Spielschuldenbeichte von seinem haben. Angetl.: So luguriös war die Sache nicht. Die ganze Sohn erfahren habe, daß die Schuld" nur" 5000 m. betrug. Einrichtung foſtete etiva 6300 M. einschließlich der persischen Der Vorsitzende, Landgerichts- Direktor Denso, läßt den An Teppiche, die zu kaufen ich mich eines Tages von einem Herrn welches der Grund zur Begründung des Klubs der Harmlofen ge geklagten recht weiten Spielraum und zeigt sich überhaupt als ein beschwagen ließ. Diese Teppiche mögen auf Herrn von Man- wesen ist?- Angell.: Der Hauptgrund war, daß die besten ganz jovialer Herr, mit dem sich als Angeklagter recht gut aus. teuffel vielleicht einen so Iuguriösen Eindrud gemacht haben.Bräf.: Sie sollen auch kostspielige Reifen gewacht haben; nach Monte Elemente der Spielgesellschaft nicht mehr mit Herrn Dr. Kornblum tommen läßt. Carlo, Wiesbaden, Aachen. Am Dienstag follen Ermittelungen über die benutzten Starten Angell: In Aachen war ich nicht bei Hecht zusammentreffen wollten. Von Herrn Kornblum seien so zu meinem Vergnügen, sondern aus Gesundheitsrücksichten.- Bräf.: widerwärtige, ekelhafte Geschichten erzählt worden, daß niemand mit angestellt werden und ferner darüber, in welcher Weise sich beGie waren auch in Paris, Angelt: Ich bin nach Paris ge- ihm mehr zu thun haben und am wenigsten sich von ihm terrorisieren fahren, weil ich die Absicht hatte, mich an der Ausbeutung eines laffen wollte. Mit Herrn Wolff fei er feineswegs in andere Be- trügerische Manipulationen damit vornehmen Taffen. Patents zu beteiligen. Vors: Sie sollen einen Kammerdiener rührung gekommen, wie die übrigen Spieler, er sei ihm im Ramsch Der bevorzugtefte Heiratsmonat" ist der Ottober, Meher gehabt haben und diefen mit der gangeu Bulage, die Sie erhielten, einmal vorgestellt worden, habe aber außerhalb des Spielzimmers wenigstens in Berlin. Er weist hier stets die meisten Eheschließungen bezahlt haben. Anget: Für mich spielte die Zulage teine Molle, niemals mit ihm verkehrt. Eine besondere Formalität habe bei unter allen Monaten des Jahres auf, z. B. im Jahre 1898 8168, weil ich damals große Nenngewinnste hatte. Vorf.: Sie hatten der Begründung des neuen Klubs nicht stattgefunden. der Begründung des neuen Klubs nicht stattgefunden. Die also beinahe ein Sechstel ber 19 580 Cheschließungen des ganzen ein Verhältnis mit der Sängerin Lona Stuffinger, Angell: Statuten, bie er gewiffermaßen aus Spielerei angefertigt hatte, feien Jahres. Die nächfthöchste Babl hat regelmäßig der April, z. B. im niemals praktisch in Anwendung gekommen. In allen Spielfreijen Jahre 1898 2728 Cheschließungen. Die Bevorzugung dieser beiden Jawohl, drei Wochen lang. Borf.: Sat Sie die denn viel ge- ei es Mode, daß jeder Teilnehmer etwas in die„ Pinte" zahlen Mouate durch die Eheschließenden ist zweifellos darauf zurückzufoftet? Angell.: Nein, nur ab und zu fleinere Gefchente. Bori: Solche Damen verlangen boch viel Schmud und Gold- müsse. So fei es auch bei diesem Klub gewefen, er 100 m. führen, daß in Berlin die Wohnungen vorwiegend zum 1. April fachen, fonft ist es bald mit ber Liebe aus.- Angell.; Die Eintritt bezahlt hatte, mußte bei Beginn der Spielabende 10 W. in und zum 1. Oktober vermietet werden. Sie ist im Laufe der ganze Geschichte hat ja auch nur brei Wochen gedauert.( Seiterfeit.) bie Binte zahlen, wer feinen Eintritt bezahlt hatte, 80 m., doch Beit immer deutlicher und schärfer hervorgetreten. Noch bor berteilten fich in Berlin die Che Borf.: Uebrigens fagen alle die Beugen, die Sie kennen, daß aber dem Wolff besondere Erleichterungen gewährt und ihn ohne Beschließungen durfte dies nur zweimal gefchehen. Bräf.: Sie follen nun zwei Jahrzehnten viel weniger Heute ungleichmäßig als Sie mit 30 000 M. taum Ihren jährlichen Aufwand bestreiten zahlung des Eintrittsgelbes zugelassen haben.- Angell, v. Kabier das ganze Jahr, wenngleich auch damals schon der Oktober und ber Anget: Diese Beugen haben ein sehr schlechtes Urteil. Ich bestreitet dies. Angell, v. Ströcher: Herr Wolff hatte beim April sich vor den anderen Monaten auszeichneten, Den Standeslebte doch mit ihnen, genau so, wie sie selber, und sie werden doch Eröffnungsdiner die Bank gehalten und die Hälfte des Ertrages uns beamten erwachsen daraus, daß sich die Eheschließungen in diesen nicht behaupten wollen, daß sie auch jährlich 30 000 W. ausgeben. überwiesen. Präf.: Das ist doch gerade auffallend. Angell. beiden Monaten so außerordentlich brängen, mancherlei Schwierig Nur einmal habe ich größeren Aufwand getrieben, in Monte Carlo, v. Stays er: Niemand der Beteiligten, selbst nicht Herr v. Gali, feiten und Berlegenheiten. Es ist ihnen da recht oft nicht möglich, der der eifrigste Spieler in ganz Europa ist, hat dies auffallend ge- die Wünsche der Heiratskandidaten und Heiratskandidatimmen zu er aber wenn man den ganzen Tag in dieser Spielhölle figt, weiß man hunden, nur dem Kriminalkommissarius v. Manteuffel war dies vor- füllen. Am stärksten ist der Andrang in der Regel in der ersten abends nicht recht, was man thut. behalten. Im übrigen war damals Graf Königsmard der Träger und meist auch noch in der zweiten Woche des Oktober, am aller Etwas vom Spieler Wolff. des Klubs. Präj.: Was wurde denn nun aus der Pinke be- stärksten an dem Sonnabend der ersten Woche. Im Jahre 1898 Borf.: Wie haben Sie nun Wolff kennen gelernt? Anzahlt? Angel: Wir hatten doch allabendlich sehr große Auswurden in der ersten Oftoberwoche 806 Ehen geschlossen, davon getlagter: In Aachen, im Hotel zum großen Monarch. Dort gaben an Mieten und sonstigen Spesen, Selt, Rotwein, Selterwaffer ze. allein 173 am Sonnabend, mehr als an irgend einem andern Tage faß er mit Schrader. Er wurde mir als Amerikaner bezeichnet, der Angekl. v. Krö cher: Es wurden doch abends immer an die zwanzig des Jahres. sehr reich sei. Da er mit Schrader verkehrte, mußte ich annehmen, Flaschen Selt getrunken, v. Stayfer( unterbrechend): Oh, viel mehr; Zwei Gasexplosionen find zu verzeichnen. In dem Haufe daß er ein Gentleman sei. Er machte mir den Eindruck Herr Baron Necum trant allein fünf Flaschen für seine Person. Mittelstr. 32, Ede Schadowftraße, ist die Gasleitung neu gelegt. eines reservierten, sehr wohl erzogenen Menschen. Borfm weiteren Verlaufe feiner Aussage behauptet v. Kayser, daß es Montag früh von 6 1hr an machte sich im vierten Stock des VorderWolff mag sich ja etwas herausgemacht haben, ich habe ihn früher nicht wahr fei, wenn die Anklage es so darstelle, als ob die Herren hauses ein Gasgeruch bemerkbar, der immer stärker wurde und die verurteilt und fenne ihn ganz genau, aber er macht doch einen recht Graf Königsmart, Graf Egloffstein und v. Stufferow gleich nach dem Bewohner dermaßen ängstigte, daß fie sofort alle Fenster und bedenklichen Eindruck gleich auf den ersten Blid.- Angett.: Auf Gröffnungsdiner aus dem Klub wieder ausgeschieden seien. Graf Thüren öffneten und einen Boten nach der Gasanstalt schidten, mich machte er auch nicht den Eindruck der Talmi- Eleganz. Mir Egloffstein sei der Kassierer des Klubs gewesen und da sich bezüglich um die Leitung untersuchen zu lassen. Bevor der Vote zurückwar Wolff viel sympathischer als Kornblum und viele andere Spieler einer Summe von 4000 M. Unregelmäßigkeiten ergeben hatten, tehrte, war Borf.: Hat sich Wolff sehr an Sie herangedrängt?- Ange II: jei ihm gefagt worden, daß er sich dem Stlub fern halten solle.tehrte, war die junge Frau des Schneidermeisters Lost in bunkeln Küche beschäftigt und zündete, um besser sehen Nein, im Gegenteil, er verhielt sich sehr zurückhaltend; ich habe ihn Sämtliche Angeklagten behaupten entgegen der Anklage daß zu können, ein Streichholz an. Im selben Augenblid erfolgte eine zum Spielen animieren müssen. Aber ich will für mich auch keine große fie als Banthalter fast nie die Karten anders, als„ vom Block" starte Detonation und eine große Stichflamme fuhr den ganzen Erfahrung in Anspruch nehmen. Ich war damals kaum 20 Jahre alt.gezogen haben. Der Block soll auf Antrag des Rechtsanwalts Storridor entlang durch ein offenstehendes Zimmer zum Fenster hinPräs.: In Aachen spielten Sie nach kurzer Zeit Baccarat. infuß vom jezigen Bächter des Minerva- Hotels eingefordert aus. Frau Löst war von den Flammen erfaßt und stürzte, um Angekl.: Ja, es entwickelte sich bald ein kleines Jeu mit einem werden. Des weiteren behaupten die Angeklagten übereinstimmend, Silfe rufend, nach einem Arbeitszimmer, in dem Mädchen mit Herrn Bancart, der absolut feine Mittel hatte. Dieser spielte gleich daß die ganze Art der Einladungen zum Klub( an 500 Personen) Schneidern beschäftigt war. Ihre mit anwesende jüngere Schwester wie ein Wahnsinniger darauf los und verlor unbar 20 000 M. an auf den Grafen Königsmark zurückzuführen sei. Bräf.: Auffallend riß sie zu Boden, warf sich über fie und erstickte dadurch die Flammen. Wolff, der an mich 10 000 m. verlor und mich an Bancart verwies. ist es, daß zu den Spielen starten in Frankreich bestellt wurden, Doch ist die Aermite in Geficht und an den Händen übel verbrannt. -Präs: Es ist doch auffällig, daß Sie sich von dem fapital- und zwar auf Anraten Wolffs. Angell. v. Ströcher: Das hat Die zweite Explosion erfolgte Sonnabendabend 10% Uhr fräftigen Wolff an Bancart verweisen ließen, nge IL: Das sich in abfolut unverdächtiger Weise abgespielt auch die Karten chilling ftr. 28. Hier war der Gasarm der Hängelampe defekt entsprach gewissen Ujaneen, die bei solchen Regulierungen zwischen waren ganz unverdächtig. Freilich, nach den Theorien, die Here geworden und das sich entzündende Gas fezte Betten in Flammen, uns Play griffen. Präs.: Von Herrn Bancart ist dann einmal v. Manteuffel vertritt, müßte jede Karte eine Bauernfänger- die jedoch abgelöscht werden konnten, bevor erheblicher Schaden verein Brief geschrieben worden, der manche bedentliche Stellen für Sie farte sein. ursacht wurde. enthält. Angefl.: Der Brief ist zu einer Beit geschrieben worden, Die Eitung wird hierauf um 4 Uhr auf Dienstagvormittag als die ganz falschen Artikel im Berliner Tageblatt" erschienen 9 Uhr vertagt. Bum Morde in der Wilhelmstraße. Bierzehn Tage sind waren. Ich hielt den Brief für eine fleine Erpressung und habe nuumehr seit der Ermordung des Bildhauers Valentini verflossen ihn selbst dem Herrn v. Manteuffel überantwortet, obgleich dieser und noch fehlt jede Spur der Mörder. Die von einigen Blättern fich alle mögliche Mühe gab, alles mögliche Belastende gegen mus gebrachte Nachricht, daß die Mörder in Breslau ergriffen seien, zusammenzutragen. Ich habe Herrn Bancart auf diesen Brief hat sich als unrichtig erwiesen. Ein Telegramm von dort meldet: Den Parteigenvisen und Genoffinnen des zweiten Wahl: Sonnabendabend wurden hier zwei Personen mit Namen Christoph energisch geantwortet und von ihm einen Entschuldigungsbrief erhalten, Bräs.: Nun war der Angeklagte Herr v. Schachtmeyer freifes die Mitteilung, daß am beutigen Dienstagabend 7 Uhr eine Sein und Friedrich Wüsthof verhaftet; das Gerücht, dieselben seien auch in Aachen anwesend und hat auch mitgespielt?-Angeflagter: lugblatt Berteilung stattfindet. Alle, die gewillt find, die Mörder des Verliner Bildhauers Valentini, wird vom hiesigen Herrn v. Schachtmeyer kannte ich damals noch nicht näher, er trat mit zu helfen, werden ersucht, fich in folgenden Lokalen einzufinden: Bolizeipräsidium als unrichtig bezeichnet. Es handele sich vielmehr bamals mir gegenüber noch mit der Zurüdhaltung auf, die ein Binger, Schützenstr. 18/19: Saß, Markgrafenstr. 102; Boigt, Stönig um zwei Sochstapler, welche in Haynau gesehen und hier vers Unteroffizier der Reserve seinem ehemaligen Offizier gegenüber hat. gräberstraße 39 Siebert, Großbeerenstr. 54; Faller, Pallasstr. 16; haftet wurden. Dieselben suchten unter der Angabe, Mitglieder einer verkrachten Sängergesellschaft zu sein, in Mufitertreifen Geld zu ers Wir waren weit entfernt davon, etwa eine ganze Falschspielerbande Werner, Bülowstr. 59. gebildet zu haben. Bräf.: Auffallend ist es, daß Sie, als Die Parteigenoffen des fünften Berliner Wahlkreises langen. Sie später in Wiesbaden eintrafen, dort auch wieder den Herrn Wolff werden darauf aufmerksam gemacht, daß heute, Dienstagabend, eine Der jugendliche Morbgefelle Wegner hat bei einem neuter antrafen und dort im Hotel Kaiserhof fofort wieder spielten und Flugblattverbreitung zur Stadtverordnetenwahl stattfindet. lichen Verhör vor dem Untersuchungsrichter mumehr endlich zuauch noch Herrn v. Schachtmeyer telegraphisch nach Wiesbaden Die Parteigenoffen mögen fich bei Wittshow, Kleine Ham- gestanden, daß er den Mordverfuch allein verübt und weder einen citierten. Angell: Das ist ein unglücklicher Bufall; Herr Wolff, burgerstr. 26/27, und Willner, Winsstr. 50, einfinden. Mitschuldigen noch einen Mitwiffer bei dem Verbrechen gehabt hat. ein älterer Herr, war in Wiesbaden, um Moorbäder zu nehmen. Achtung, sechster Wahlkreis! Genossen und Genossinnen, Ebenso wenig vermochte er feine Behauptung aufrecht zu erhalten, Ich langweilte mich in Wiesbaden und da ich gern ein Jeu mache, welche bereit sind, sich an der am Dienstag stattfindenden Flug daß er seinem Freunde Ernst Stopple 20 M. Schweigegeld gegeben; so telegraphierte ich an Schachtmeyer. Bräf. Eine der Depeschen, blattverbreitung, 21 Feteiligen, werden gebeten, sich abends Begner hat den St., deffen Aufenthaltsort ihm gar nicht bekannt ist, die Sie an v. Schachtmeyer richteten, soll den Inhalt gehabt haben: 8 1hr am Dienstag in folgenden Lokalen einzufinden: Joh. Pfarr, fchon feit längerer Zeit nicht mehr gesehen.- Der Zustand der Anschuß in Sicht."- Angel.: Eine solche Depesche existiert nicht. Sie existiert nur in der Phantasie des Berl. Tageblattes" und des Herrn Butligstr. 10; J. Krause, Müllerstr. 7; W. Brinkmann, Brinzen- greifen Frau Kaps ist erfreulicherweise durchaus befriedigend. Der Stornblum, die die verlogenen Artikel veröffentlicht haben. Bräf: An Allee 21; Fidinger, Usedomstr. 22; Augustin, Kastanien- Allee 11; Schädeltnochen ist unverletzt und auch die Stichwunden find an und für sich ungefährlich. getlagter, hüten Sie sich, daß Sie sich nicht noch eine Beleidigungstlage zu Hoppe, Ackerstr. 145. Um zahlreiche Beteiligung ersucht ziehen. Sie wissen doch, was es heißt, wenn man jemand der Lüge Wegen versuchten Gatten- und Kindesmordes ist der zeiht. Sagen Sie lieber unwahrheit". Anget: Ich weiß 32 Jahre alte, aus Glaz gebürtige Staufmann und Drogist ben Unterschied sehr genau und bleibe dabei, daß es sich um total Friedrich Kuo bel aus der Friedenstraße 104 verhaftet worden. erlogene Geschichten handelt, um bewußte Huwahrheiten. Brahat Ich kann Ihnen nur den Rat geben, sich zu mäßigen. Sie haben, hat am Montag in Moabit begonnen und gleich zu recht inter- nobel, der seit einer Reihe von Jahren in der Drogengroßhandlung was ja auch auffällig ist, in Wiesbaden dem Etud. v. Schrader, der effanten Einblicken in die hocharistokratischen Berliner Spielerkreise in der Neuen Friedrichstraße augestellt ist, heiratete vor vier Jahren ein Fräulein Rösler aus Berlin und lebte mit ihr bis vor einem gar nicht Geld zum Spielen bei sich hatte, fofort 1500 9. vor- geführt. Freilich als" Harmlose" haben sich die drei jungen Herren, halben Jahre anscheinend in der glücklichsten Ehe, aus der ein jetzt geschossen, die sie ihm sofort wieder abnahmen, Angell: Das die diesmal die Anklagebant zierten. feineswegs erwiesen, sondern 3 Jahre altes Töchterchen hervorging. Die Mutter der Frau wohnte ist doch nichts Auffälliges, daß man einem Spieler, der fein Gelb bei sich als recht gewandte Vertreter der Spielzunft, denen wohl nur schwer bis vor furzem bei dem Ehepaar. Vor etwa einem halben Jahre hat, aushilft. Auf weitere Fragen des Vorsitzenden erklärt der ein Betrug beim Spiele wird nachzuweisen sein. fiel es Frau Knobel auf, daß ihr Mann, entgegen seiner bisherigen Angeklagte, daß er allerdings gar teinen Anstand genommen habe, Wohl laum jemals ist bei einer Prozeßverhandlung in einem so Gepflogenheit, öfter erst spät abends nach Hause fam. Sie schöpfte den alten Wolff, den er hier in Berlin traf und den er als einen noblen Milieu förmlich gewatet gewatet worden, wie diesmal Verdacht, daß er ihr untreu geworden sei, und beschloß eines Tages, guten Schießer", d. h. Spieler, tannte, bei Hecht und bei Albrecht beim Harmfofen"-Prozeß. Auf dem Schon auf der Auflagebant war ihn mit ihrer Mutter abends vom Geschäft abzuholen. einzuführen. Der alte Herr sei durchaus anständig aufgetreten, habe fich immer nett gezeigt und sei nicht verdächtig gewefen. Er bestreite ia ausschließlich der Abel vertreten. Und als sich die Flügelthüren Wege dorthin begegneten die beiden Frauen dem Manne, der eine junge Dame am Arme führte. Von Frau und Schwiegermutter zur aber entschieden die Behauptung, daß er mit Herrn v. Kayser und zur ersten Musterung der so zahlreichen Zeugenschaft öffneten, da tebe gestellt, erklärte Stnobel, sein Verhältnis zu dem Mädchen sei Herrn Wolff immer zusammengehockt habe. Wenn das Dienst waren es Leute, die gewöhnlich zu den Edelsten und Besten der durchaus harmlos. Jedoch wurden die Beziehungen zwischen dem mädchen des Angell. v. Schachtmeyer andere Behauptungen aufstellen Nation zählen, die hereinströmten und den großen Schwurgerichts- Ehepaare immer schlechter. Vor 6 Wochen ertranfte Frau Knobel wolle, so erkläre sich dies dadurch, daß sie brei natürlich nach dem faal sporenflierend erfüllten. Ein großer Teil der Beugen waren eines Morgens, nachdem sie Kalao getrunken hatte. Erscheinen des Artikels im, Tageblatt" darüber berieten, was dagegen zu ablige Offiziere der Garde- Regimenter, und auch die Herren vom einem Arzte, und dieser stellte eine Bergiftung feſt. thun sei. Auf eine ganze Reihe von Kreuz- und Querfragen des Ober: Civil, aber vom elegantesten Civil, waren fast ausnahmslos von Kind, das nur eine Kleinigkeit von dem Statao genoffen hatte, staatsanwalts erklärt Angeklagter v. Kröcher, daß er früher als sehr blauestem Geblüt, im Besiz unzähliger Ahnen und tadelloser erkrankte. Obwohl sie keine Beweise dafür hatte, fagte die Frau folide und sparsam gegolten habe; erit als er die großen Nenn- blauestem gewinne gemacht, habe er sich natürlich nicht besonnen, das viele Haby- Schnurrbärte. Puttkamer, Plessen, Throta, Thurn und Taxis, doch ihrem Manne auf den Kopf zu, daß er das Gift in den Kakao gemischt habe, um sie und das Kind langsam zu töten. Snobel wies Geld auch auszugeben. Die Behauptung, daß er etwa 200 000 m. Beblitz- Trüßschler, Kleist, Kardorff, Egloffstein, Königsmard, Prinzen, bas zurück und beschuldigte feine Schwiegermutter, die es darauf aba im Spiel gesponnen habe, fei abfolut aus der Luft gegriffen. Nach Grafen, Freiherren und andere edelste Namen und Präbikate flogen gesehen habe, ihn zu verderben. Zu einer Anzeige tam es nicht. allem Hin und Her, nach Abwägung feiner Spielgewinne und Verlufte nur so in der Luft herum. Auch Herr Dr. Leipziger vom Kleinen Die Schwiegermutter zog zu einer anderen Tochter nach Landsberg, habe er im Laufe der Jahre höchstens ein Plus von 10 000. Journal" war dabei. Denn: nennt man die besten Namen, dann- und feitdem war Snobel gegen seine Frau äußerst liebenswürdig. gehabt. muß auch der seine genannt werden. Wiederholt machte er ihr morgens, bevor er ins Geschäft ging, den Der Angeklagte v. Schachtmeher, Das besondere Interesse forderten natürlich die drei An- Katao zurecht. So auch am Mittwoch voriger Woche. Als die Frau der alsdann vernommen wird, sagt aus, daß er der Sohn eines geklagten heraus. Es sind schneidige Gentlemens, die fich dann nach seinem Weggange den Kakao trinken wollte, fand sie eine Eisenbahn- Affiftenten sei, der kein Bermögen gehabt habe. in der Untersuchungshaft sehr gut konserviert haben und mit leine Düte daliegen, die ihrer Behauptung nach ihr Mann vergessen Ihm ist im Jahre 1893 ein Legat von 30 000 m. zugefallen. vollendeter Eleganz und dem modernsten Kragen auf der ominöfen hatte. Sie fostete von dem Pulver, von dem die Düte nur wenig heftiges Erbrechen. Ihre Bunge Schon als er Lehrling in einem Bankgeschäft war, habe er v. Kayser und schwoll an und wurde steif. In ihrer Angst lief die Fuhrgeschäft als stiller Socius mit 18 000 m. beteiligt. Herrn v. Kröcher haben sich auf einem Hofball tennen gelernt und dann Frau wieder zu einem Arzte, der eine Stryaninvergiftung feststellte b. Ströcher femme er aus seiner Dienstzeit her. Er bestreite, über gemeinsam dem Jeu gehuldigt. Wenn wir diese jungen Herren, und mit Erfolg Gegenmittel anwandte, Als ihr Mann mittags nach mäßigen Aufwand getrieben zu haben; seine sogenannte luguriöse von denen noch feiner einen Beruf erreicht hat, mit un- Sause tam, beschuldigte Frau Knobel ihn wieder des Giftmord. " Tokales. H. Berner. Das Wahl Komitee. Der Prozeß gegen die ,, Sarmlofen" mit großem Glück an der Börse spekuliert. Er hat sich an einem Anklagebank des Schwurgerichtssaales erscheinen. Sie ging zu Auch das Bermischtes. versuchs. Sie teilte die Vorfälle ihrem in Friedrichshagen lebenden enthält auf 32 Seiten die ausführlichen Anzeigen von 85 populär- wissen- Vor dem Geschworenengericht in Lemberg begann am Bruder mit, und dieser brachte sie zur Kenntnis der Kriminalpolizei. fchaftlichen Vortragscyklen und Unterrichtstursen aus allen Wissensgebieten, Montag der Prozeß wegen der Unterschleife bei der Galizischen Diese beschlagnahmte in der Wohnung ein Fläschchen mit Gist, die welche in den Lehrstätten NW., W., W. II und C.( Sophienschule, Wein: Sparkasse. Die Verhandlungen, zu der 60 Zeugen geladen sind, meifferstraße 16/17, lettere neu errichtet) von 44 Docenten vor Herren Düte mit dem Rest des Strychnins und vergiftete Preißelbeeren und und Damen abgehalten werden. I'm legten Studienfahr wurden in den dürften mehrere Wochen dauern. Angeklagt find, abgesehen von der berhaftete Knobel aus dem Geschäft heraus. Bei seiner Bernehmung fünf Lehrstätten Berlins( für die Lehrstätten S. und NO. erscheinen dem inzwischen im Gefängnis gestorbenen Direktor Franz Zima, der Oberkonnte Knobel gestern die zweimalige Erkrankung seiner Frau durch nächst Sonderprogramme) zusammen 241 Vortragscyklen und Unter- buchhalter Eugen Wendrychowski wegen Betruges; Stanislaus Gift nicht leugnen. Er bestritt aber jede Schuld und bezichtigte richtsturfe von 7388 ständigen hörern besucht, ein Zuwachs von Szczepanowski wegen Mitschuld am Betruge; Franz Karpinski wegen wiederum seine Schwiegermutter. Er wurde jedoch in Haft behalten 35 Cyklen und 1590 hörern gegen das Jahr 1897/98, und die höchste Betruges und Wuchers; die Geliebte Zimas, Marie Fuhrmann, und in das Untersuchungsgefängnis abgeführt. Frequenz, die von einer deutschen Bolts- Hochschule jemals erreicht ist. Die neuen wegen Betruges. Programme mit allem Näheren über Ort, Beit, Preisen und sonstigen Be Ueber das erste Verhör des Naubmörders Goenezi und dingungen find für 10 Pf. fäuflich in einer größeren Zahl bekannter Buchseiner Ehefrau in Rio de Janeiro wird von dort telegraphisch den Buchhandlungen von Stuhr, Unter den Linden 61( nicht mehr handlungen, im Invalidendant" und in den Bureaus der Akademie, gemeldet, Goenezi habe bei seiner Vernehmung am Sonnabend zu Stopnit!), E. Saafe, Potsdamerstr. 116a, Selmar Sahne, Prinzengegeben, daß er bei der Steinbruchbesizerin Frau Schulze in Berlin straße 54, Th. Fröhlich, Landsbergerstr. 32, und im Bureau des vom Sonntag berichtet: Heute vormittag gegen 8 Uhr ist auf Bahnleber einen erheblichen Eisenbahnunfall wird aus Dresden angestellt gewesen sei. Er habe mit seiner Ehefrau Berlin aber Architettenhauses, Wilhelmstr. 92/93, wo überall auch Statuten des Hof Botschappel in einem in der Richtung nach Hainsberg vornur Schulden halber heimlich verlassen. ATS er von Berlin Wissenschaftlichen Centralvereins gratis erhältlich find. abreiste, lebten die Schulzeschen Frauen, Mutter und Tochter, rückenden, 40 Wagen starken Güterzuge der 21. Wagen in einer noch; den an beiden verübten Mord habe er erst bei seiner den 4. Oftober, mittags 12 Uhr, beteiligen sich außer Herrn Musikdirektor und stark beschädigt, sowie beide Geleise gesperrt. Ein Bremser, der Orgelfonzert. Beim Orgelvortrag in der Marienkirche am Mittwoch, Weiche entgleist. Hierdurch wurden 4 Wagen zum Teil umgeworfen Verhaftung erfahren.(!) Er mache darauf aufmerksam, Fräulein Klara Schulze einen Geliebten, den Weinhändler Leo 2. Onequiſt, der Gelliſi gerr Paul Tref und gert on thing auf einem der beschädigten Wagen faß, erlitt leichte Verlegungen daß Dienel die Konzertfängerinnen Frau Marie Kornatis und Frl. Wilma in Berlin, besessen und diesen andauernd unterstützt habe. Er selbst tommen' zur Aufführung Kompofitionen von Bach, Haydn, Cornelius am Kopfe und an der rechten Hand. Der Verkehr der Personenhabe ihm öfter Beträge bis 3000 m. in ihrem Auftrage überbracht.( Duett), Faure( Duett: Crucifir), Gunnar Wennerberg( Psalm), Angelo züge wurde zunächst durch Umsteigen aufrecht erhalten und konnte Als er von Schultzes fortgegangen sei, habe er Gehalt von den Frauen Mascheroni( Lied mit Cello), Jonas( Präludium), Rheinberger( Sonate), um 10 Uhr vormittags eingeleisig, um 11 Uhr 40 Min. zweigeleifig zu verlangen gehabt. Er habe 900 M. Vermögen besessen, wäre Dienet( Bußlied mit Cello, Echo- Scherzando, beide neu) usw. Der Eintritt wieder aufgenommen werden. jedoch einen gleich hohen Betrag seinem Freunde Woppel fchuldig gewesen, der ihn so hart dieserhalb gedrängt habe, daß er schließlich Andreas str. 38 gerufen, wo ein Gasrohrbruch entstanden war. wesenheit mehrerer Sachverständiger und Minister fest, daß die Boje Fenerbericht. Sonntagabend wurde die Feuerwehr nach Boje wurde gestern in Stocholm geöffnet. Man stellte in An Andrées Nordpolboje. Die kürzlich aufgefundene Andréesche die Flucht ergriff. Er habe sich zunächst arbeitsuchend nach Brüssel Noch bevor eine Explosion erfolgte, konnte jede Gefahr durch Ab- die sogenannte„ Nordpolboje" ist, welche beim Passieren und von dort nach Amerika gewandt. Die Ehefran erklärt: Sie habe die Flucht nicht angeraten; aber schließlich sei fie einverstanden stellung des Hauptrobres beseitigt werden. Vorher waren noch eine des Nordpols ausgeworfen werden sollte. Die in gewesen, daß man wegen der Schulden Berlin verlaffe. Bei der Reihe Brände abzulöschen. Pappelallee 14 gingen Möbel in Boje wird weiterhin mitroskopisch untersucht werden. Abreise hatte ihr Gatte 2000 m. Schulden. Den Mord habe sie in Flammen auf, während Sebastian str. 61 ein Bosten Holz Fener Brüssel erst in der Zeitung gelesen. In der Furcht, in falschen Ver- gefangen hatte. Wohnungsbrände verursachten Alarm nach Liniendacht geraten zu sein und deshalb verfolgt zu werden, hätten sie waren Ballifabenstr. 103 in Brand geraten, der aber große straße 196 und Emdenerstr. 4. Papiervorräte und Watte Die Aussagen der beiden Inhaftierten weifen bemnach bezüglich Ausdehnung nicht erlangte, ihrer Kenntnis über den Tod der Ermordeten einen traffen Widerspruch auf. Das verhaftete Ehepaar wird gegen Weihnacht hier beide einen anderen Namen angenommen, erwartet. Die Parteitagsliste 1704 vom 4. Wahlkreis, Often, ift verToren gegangen. Es sind etwa 2,50 M. darauf gezeichnet. Wo die Liste vorgezeigt wird, wolle man sie anhalten und dafür sorgen, daß sie bei Franz Tielte, Restaurateur, Pallisadenstraße 56, abgeliefert werde. Bor mehreren Wochen ging eine Notiz durch die hiesigen Blätter, laut welcher gegen den Herausgeber der Zeit schrift: Das gute Herz", Herrn B., eine Annoncen- Acquisiteurin wegen unfittlichen Antrags Anzeige erstattete. Die eingeleiteten Recherchen erwiesen aber, daß die Anzeige jeder Grundlage entbehrte. Die Klägerin selbst zog die Strafanzeige zurück und mußte auch noch die gesamten Prozeßkosten tragen.; Der Dampfwagenverkehr zwischen Nollendorfplatz, Salensee, Hubertus und Sundekehle ist eingegangen. Am Sonntag fuhren dort zum erstenmal die durch Oberleitung getriebenen elektrischen Straßenbahnwagen der westlichen Vorortbahn. ist frei. Aus den Nachbarorten. 2410 Die Schwester Heinrich Heines, Frau Charlotte Emden in fönnen. Die alte Dame war in der letzten Zeit mehrfach leidend. Hamburg, wird am 18. Oftober ihren hundertsten Geburts feiern Moderne Mordarbeit. Aus Köln wird der Boss. 8tg." gemeldet: Als Ursache des Hauseinsturzes in der Wolfstraße haben die Sachverständigen erkannt, daß das Unglück infolge schlechter Fundamentierung erfolgt sei. besetzt war, da er hunderte Berliner Sportfreunde zu dem St. LegerDer Frühschnellzug nach Hannover, der ungewöhnlich stark Lokalkommission von Spandau mitteilt, der Arbeiterschaft iet Das Lokal von Freund auf Pichelswerder steht, wie die wieder zur Verfügung. hiesigen Magiftrat. Sobalb bie fönigliche Polizei eingeführt worden durch Bruch der Stopfblichſe. Der Zug kam mit zweistündiger VerRigdorf. Die Nachtwächterfrage beschäftigt jetzt den Meeting beförderte, erlitt am Sonntag bei Rathenow einen Unfall ist, wird auch Nigdorf fein bisheriges Nachtwächterinstitut verlieren. spätung in Hannover an. Das Magistratsmitglied Juftigrat Bürdner hat mun die Schaffung In Lubaczow( Galizien) sind 360 Gebäude abgebrannt. eines städtischen Schließamtes angeregt, das unter Mitwirkung der Darunter befinden sich Nathaus, Kirche und die Schulen. Der anHausbesizer einen Ersatz bieten soll. Der Magistrat be- gerichtete Schaden soll nahezu eine Million Gulden betragen. schloß, die Einrichtung eines solchen Schließamtes in Er wägung zu ziehen, falls Eine kühne Luftballonfahrt. die Hausbesizer ihr Interesse Aus Vesterwit in Schweden dafür zu erkennen gäben. An diese soll ein Cirkular versandt werden wird berichtet: Sonntagabend ging ein großer Ballon mit zwei und von der Zahl der Anmeldungen wird es abhängen, ob auf die Insassen bei dem Dorfe Vestrum nieder. Derselbe war SonnSündigung der Nachtwächter hat der Magistrat vorläufig Abstand Bürkuerschen Vorschläge eingegangen wird oder nicht. Von der abendvormittag von Paris aufgestiegen. Bei dem Erdbeben im Vilajet Aidin sind nach amtlicher genommen, weil noch nicht feststeht, wann die königliche Polizei in Meldung 12 932 Häufer eingestürzt; 788 Personen sind ums Leben Rigdorf ihren Einzug halten wird. Auch sollen die Leute, wenn gekommen, 657 Personen sind verlegt worden. das Schließamt zu stande tommt, möglichst bei diesem angestellt werden. Marktpreise von Berlin am 30. September 1899 nach Grmittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. 15,30 14,60| Schweinefleisch * Roggen Futter- Gerfie Hafer gut Selbstmorde. Heute nachts gegen 2 Uhr brachte sich der Student der Medizin, Benjamin B., in seiner Wohnung in der Rigdorf soll demnächst auch mit elektrischem Licht und Auguststraße mit einem Rasiermesser eine ungefährliche Wunde am elektrischer Kraft versorgt werden. Die Gasdeputation, die mit den Halse bei. *) Weizen In der Wohnung eines Bahnarztes in der Friedrich- vorbereitenden Schritten betraut worden ist, hat neuerdings über straße wurde der 29 Jahre alte Bahntechniker G., der erst vor einigen verschiedene Projekte beraten. Es herrschte die Meinung vor, daß Tagen dort aus Mitleid aufgenommen worden war, tot aufgefunden. vorläufig von dem Bau eines eigenen Werkes abgesehen werden G. soll start an Morphiumsucht gelitten haben und scheint durch eine müßte. In Frage tam außerdem die direkte Versorgung der Konzu starke Dosis dieses Giftes um das Leben gekommen zu sein. sumenten durch die Werke Oberfpree und Union. Die Deputation In einem Hotel Unter den Linden wurde ein etwa 28 Jahre alter entschied sich für keinen der vorgelegten Bertragsentwürfe, sondern Mann, der unter dem Namen Franz Neden aus Köln dort abgestiegen setzte eine Unterkommission ein, die bei der Schöneberger und bei war, mit einer Schußwunde in der Brust tot aufgefunden, Zurück der Charlottenburger Verwaltung Informationen einziehen soll. gelassenen Brieffchaften zufolge handelt es sich anscheinend um den Ferner soll ein Gutachten eingeholt werden. Sohn eines Rentiers P. aus Krefeld. " Eine heftige Explosion, die erheblichen Materialschaden anrichtete, erfolgte Freitagabend furz nach Schluß der Arbeitszeit in einem Betriebsgebäude der königlichen Bulverfabrik zu Spandau aus unbekannter Ursache. Verlegungen von Menschen sind nicht vorgelommen. schneller als bisher. Seit Sonntag fahren die Züge der Wannseebahn etwas schneller als bisher. Gerichts- Beifung. mittel gering D.- Ctr. 1 kg 1,60 " 15,30 13,90 Stalbfleisch 1,10 1,60 1, " 13,70 12,50 Hammelfleisch " 1,60 1, 15,10 14,40 Butter " 2,60 2, 14,30 13,70 Gier 60 Stüd 4,50 2,80 13,60 13,- Karpfen 1 kg 2,20 1,20 4,32 4, Aale 2,80 1,20 " 6,80 4, Bander " 2,60 1, 40,- 25, Hechte 2, 1, " 50, 25, Barsche " 1,80 0,80 70, 30, Schleie 2,80 1,40 7.- 5,- Bleie 1,40 0,80 1,60 1,20 Strebse 1,20 1, per Schock 12, 2, Richtstroh Hent 1) Erbsen Speisebohnen †) Linsen Kartoffeln, neue Mindfleisch, Stente 1kg bo. Bauch *) Grmittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Centner. †) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 1. Oftober 1899. Nach der Lageraufnahme haben die Bestände an Roggen und Weizen zugenommen, doch sind von den Beständen nur noch wenige fret. Die Lageraufnahme ergab 19 887 Tonnen Weizen(+9214 Tonnen gegen 1. September) und 8355 Tonnen Roggen (+6289 Tonnen). In Roggen lagen Auslandsofferten aus Rußland und bon der Donau vor, die noch nicht rentable find. Weizen und Roggen schloffen ungefähr zu Sonnabendpreifen. Safer vernachlässigt. Rüböl schwach behauptet. Am Spiritusmarkt wurden 5000 Liter 70er Loco mit 44,10 (+0,10) gehandelt. Im Terminhandel war Oktober zu 47,10(+0,50) und November zu 47,40 beffer gefragt. inff. ad 11,20. Prima reine Kartoffelstärte per 100 kg. brutto infl. Startoffelfabritate. Feuchte Kartoffelstärte per 100 g. brutto Sad und Mehl 21-21,25 M. Oftober Dezember. Supra trockene KartoffelM. Startoffelmehl per 100 g. brutto Brima Kartoffelmehr M., prompt Mt. per 100 g. Eierbericht vom 2. Oftober. Normale Eier je nach Qualität von 3,00-3,60 90. per Schock. Aussortierte fleine Ware je nach Qualität von 2,75-2,85. per Schock. Kalfeier je nach Qualität von-bts- m. per Schock. Tendenz: still. Stärfe Briefkasten der Redaktion. Während das Scheiden des Sommers sonst meistens mit Metropol- Theater, Mit der Kopie einer einmal erfolgreich gemischten Gefühlen betrachtet wird, atmen die Bewohner der östgewefenen Idee ist es so eine eigene Sache. Die Wiederholung lichen Vororte bei Beginn der fühleren Jahreszeit recht ordentlich wielt, auch wenn sie an fich paffabet ist, felten erfrischend und leidet auf. In den legten Jahren find nämlich in Orten wie Friedrichs immer unter der Erinnerung an die Ursprünglichkeit des Originals. felde die Gänsemastanstalten wie Pilze aus der Erde fehaftskammern- Rotierungsstelle So ging es auch der neuen Revue" des Metropol- Theaters und hervorgewachsen. Die Gans ist im gebratenen Zustande gewiß ein um Berlin" Ihr Verfasser, Herr Julius Freund, hatte viel vonniges Geschöpf. Anders verhält es sich mit dieser Gabe Gottes" Fleiß auf die Nachfolgende von Berlin lacht verwendet und war aber, so lange sie an Orten mit großstädtischem Charakter regimenter im ersten Ansat sogar mit einem drolligen Gedanken gekommen. In weise aufgepäppelt wird. Dabei verbreiten die Gäufequartiere nicht der mit Tingeltangeln reich gefegneten Elfafferstraße finden sich die allein einen abscheulichen Gest ant, sondern ziehen auch eine Fülle Direktoren der Hauptstädtischen Theater von Brahm bis Sanft zu einer von Ungeziefer groß, das mit unheimlicher Dreiftigkeit aller Verschwörung zusammen. Sie wollen über einen Gewaltstreich beraten, Gegenmittel der Hausfrauen spottet und die Sommerlust zur un durch den der immer gefährlicher werdenden Konkurrenz der leiblichen Qual macht. Vielleicht sind die Behörden im stande, durch Brettls ein Ende gemacht werden soll. In föstlicher Perfiflage stellt fanitäre Vorschriften das Uebel wenigstens etwas einzudämmen. Herr Robert Guthery hierbei den Verfasser des Weißen Mößl" und seine kleinen Absonderlichkeiten dar. Da tritt die zehnte Muse in ihrer ruppigsten Gestalt als Straßenfängerin auf den Plan und bedeutet den hochmögenden Herren, daß sie durch ihre Verkuöcherung felber die Schuld tragen, wenn das Bublifum fich dem Bariété zu wendet. Direktor Schult entdeckt das Talent der von Frid Frid mit entzückender Frische dargestellten Dirne und macht sie auf seiner Bühne falonfähig. Auf dem Gipfel der Berühmtheit langweilt die Holbe fich aber an der Trivialität ihrer Koupletverse. Da stellt ihr treuer Freund, der Gelegenheitsdichter Brömsel, zur rechten Beit sich ein und lehrt sie, ihre Kunst mit Geschick entfalten.„ Greift nur hinein ins volle Menschenleben und Was es mit der Freiheit der Religion in Preußen wo ihrs packt, da ist es ein Kouplet. Nun folgen durch einander für eine Bewandtnis hat, davon giebt ein jetzt vom in Sang und Tanz Darstellungen aller möglichen Dinge. Die Rammergericht vorab erledigter Strafprozeß ein namentlich Sonntagsfreuden des Berliners, die Friedenskonferenz, ostelbische für Katholiken recht erbauliches Bild. Die Eheleute Göz Schweinepaläfte und ostelbische Arbeiterställe, ein Ehe- Automat, Herr hatten ihre acht Mädchen in die katholische und ihre v. Stumm, die lex Heinze, die Ledas Schwan den Hals umdreht beiden Knaben in die evangelische Religionsgemein und den Puppen der Schloßbrücke Hosen anzieht, das letzte Droschten- fchaft aufnehmen lassen. Trotzdem schickte die Mutter nach Namens nicht bekannt. pferd, die Amorfäle, der vergessene Briefkasten, notleidende Agrarier, dem Tode ihres Mannes den einen Knaben, der erit Parteigenosse S. P. 1. Jüdische Reserveoffiziere giebt es welche von Miquel bis zum Plagen vollgestopft werden, ein ge- jetzt das fchulpflichtige Alter erreicht hatte, in die katholische in der deutschen Armee, jedoch in geringer Bahl jüdische Offiziere maßregelter Landrat und noch ein Dußend anderer Erscheinungen Schule und ließ ihn auch am katholischen Religionsunterricht giebts unferes Wissens nicht. 2. Um vollspurige Wagen auf Schmalspurdes Tages löjen einander im tollen Wirbel ab, bis der Verfasser, teilnehmen. Das Vormundschaftsgericht verfügte darauf, daß der bahnen befördern zu können, werden diefelben auf schmalspurige Rollböcke seinen ursprünglichen Plan vollständig vergessend, in einem Junge in den evangelischen Religionsunterricht zu schicken sei. Als gestell mit einem in wagrechter Ebene um einen Zapfen drehbaren Quer ( Rollschemel, Transporteur) gefeßt. Die Rollböcke bestehen aus einem Drehglizernden Ausstattungsballett die Secession verherrlicht und Frau Göße die Anordnung nicht beachtete, wurde sie wegen Verträger, beffen beide Enden zur Auflagerung der Näder eine Ure des Normalüber den gebräuchlichen bunten Flitter den Vorhang fallen gebens gegen eine Regierungsverordnung vom 21. Dezember 1895 fpurwagens dienen. Zur Kuppelung der verlabenen Vollspurwagen mit läßt. Schade, daß sich auch diesmal der blöden Schaulust mit einer Geldstrafe belegt. Diese zur Ausführung der§§ 43 und den Schmalspurwagen dienen Stuppelwagen. 3. Ob ein Socialdemokrat das zu Liebe ein hübscher Gedanke völlig verflüchtigen mußte. 48 II 12 Allgemeinen Landrechts erlassene Verordnung macht die Bilbnis Kaiser Friedrichs in einem Medaillon oder dergleichen tragen will, Dies zum Uebermaß bunte Ende der Revue trug nicht zum wenigsten Eltern und beren Stellvertreter für unberechtigte Schulist lebiglich seine Privatsache. 4. Sie können den Bettel zurückfordern. dazu bei, daß das Publikum ermüdete und sich refigniert an Ben versäumnisse der Kinder verantwortlich. J. Sch. Wwe. Sie sind falsch berichtet. Das Pfandrecht steht dem Das Landgericht Wirt zu und durch Ausübung des Pfandrechts ist die Verjährung Ihrer Alibas bekannten Gemeinplaz erinnerte. Herr Ginödshofer als Berufungsinstanz sprach die Angelagte frei, worauf Schuld unterbrochen. G. N., Nigdorf. 1. und 2. Da Ihre Mutter hatte das tolle geug in Mufit gefeßt. Seine Arbeit machte fich, auch die Staatsanwaltschaft Revision einlegte. Sie führte aus, weder versicherungspflichtig war nach geflebt hat, steht ihr ein Stecht auf wo fremde Jbeen in ihr verflochten waren, hübsch, beinahe zu die Beschuldigte hätte der Verfügung des Vormundschaftsgerichts Altersrente nicht zu. 3. Erst wenn Sie mindestens 2 Jahr ohne Unterhübsch für eine Handlung, deren Durcheinander dem Zuschauer taum folgen müffen, nachdem sie gegen die Verfügung selbst nichts unterstüßung dort gewohnt hat, kann sie von der dortigen Gemeinde ArmenBeit läßt, auf das Orchester zu achten. nommen habe. Der Straffenat des Kammergerichts wies aber die unterstützung erhalten, jezt würde die dortige Gemeinde im Bedarfsfalle Revision mit folgender Begründung zurück: Eine Schulversäumnis zwar zahlen, dann aber das Gezahlte von der oftelbischen Gemeinde zurückandrechts liege hier nicht vor. Der Knabe fei in die katholische Schule im Sinne der Regierungsverordnung und bes Allgemeinen fordern. Diese hätte dann das Recht, die Abschiebung der alten Frau nach Ostelbien zu verlangen. C. A, 1. 1. und 2. Ja. eingeschult worden, diese Schule sei deshalb die für ihn zuständige Schule. Sie den Wirt auf, einen Ofen innerhalb 8 Tagen sezen zu laffen, widrigen Grimmftr. 42. Die Miete einhalten wäre sehr bedenklich. Fordern Da er hier den vollständigen Unterricht genoffen habe, so könne von falls Sie auf seine Kosten das thun würden, und handeln Sie dann so. einer Schulversäumnis nicht die Nede sein. Dem Vormund haftsgericht müfie es überlaffen werden, durch Anwendung von Zwangsmitteln zu erzielen, daß der Knabe in der evangelifen Religion unterrichtet werbs. rennbahn Kurfürstendamm endete am Sonntag mit einem glatten Sport. Das Sundertfilometers fahren auf der NadSiege des Engländers Chase, der so flug war, fich zu Anfang des Rennens zu schonen. Dem Hunderttilometer- Fahren waren zwei Fliegerkonkurrenzen vorausgegangen. Parlby gewann das Prämien fahren und im Handicap nußte Schmidt seine reichliche Vorgabe mit bestem Resultat aus. Niederrad Prämienfahren. 50, 30, 20 M. und Führungsprämien. 8000 Wieter. 1. Parlby- London, 4: 11: 3, 2. Siebenmann- Vertin. 8. v. d. Tuyn- Amsterdam. Brämien erhielten: Peter, Dahl, Albrecht, Siebenmain( 2). Sehr leicht gewonnen. # # Niederrad Vorgabefahren. 100, 60, 30 M. 1609 Meter. 1. R. Schmidt Reinickendorf( 120 meter). 2: 7: 2 2. AlbrechtHannover, 3. Siebenmann. Siegte mit großem Vorsprung. Niederrad Meisterschaft von Europa über 100 Kilometer. Goldene Medaille und 1000, 500, 250, 100 m. 1. A. A. Chafe London, 1 Stunde 55 Minuten 22/5 Sekunden. 2. Walters- London, 470 Meter zurüid. 8. Bouhours- Paris, 550 Meter zurüd. 4. Nobl München, 11 Nunden zurück. Das Lehrprogramm der Bolts- Hochschule Humboldt- Akademie für bas am 12. Ottober beginnende erbst Quartal tit foeben erschienen. G8 Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag abends von 6 bis 8 1hr statt. E. E. Der Nachtwächter Braun ist 1887 ermordet worden. Zwei Wettende 100. 1. Nein. 2. Uns ist eine zweite Stadt' dieses Witterungsübersicht vom 2. Oftober 1899, morgens 8 Uhr. Wetter Stationen Swinembe. 756 SSO 4hlb. bed. 12 Saparanda 754 NO Hamburg 7546 75760 Mecklenburgische Schulzustände, Bom Landgerichte Neu Stationen ft relig ist am 8. Juni der Küster und Lehrer Wilhelm Volt mann in Stublant wegen fahrlässiger Körperverlegung im Amte in vier Fällen zu 70 M. Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte durch schnittlich a chtaig Kinder zu bändigen" und hat nach Inhalt des Urteils viel und fast täglich die Kinder geschlagen, so daß vielfach Berlin Selage gegen ihn erhoben wurde und der Schulinspektor zur Wiesbaden 758 Stia Mäßigung ermahnte. In den inkriminierten Fällen hat er den München 761 3 Kindern mit einem Etoce Verlegungen beigebracht. Seine te Wien 759 Still vision wurde vom Reichsgerichte verworfen, da erwiesen sei, daß er den Kindern Schmerzen zufügte, ohne daß das pädagogische Interesse es erforderte. Wetter 6° 6.= 4°. 43603 13 11 9 13 2 Regen 3egen 14 Betersburg 763 SSO 1bedeckt 2woltig 12 Cort 7589 4 heiter Stegen 14 Aberdeen 7519 65lb. bed. 3 woltig 12 Paris 755 SSW 4 heiter hlb.bed. 11 Wetter: Prognose für Dien stag, den 3. Oktober 1899. Mild und zeitweise heiter, vielfach woltig mit etwas Regen und mäßigen fübwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Warenhaus A.Wertheim. * Berlin, Leipzigerstr. 132/33.* Rosenthalerstr. 27/29, 54/55. Oranienstr. 53/54. Dienstag, den 3. Oktober und folgende Tage soweit der Vorrat reicht: Porzellan Glas Speiseteller, tief und flach, glatt 12 Pf., gezackt 12 Pf. Kaffee- und Moccatassen 10 Pf. Kompottschalen bunt, mit Kinderkopf 12 Pf. Kaffeetassen, bunt, mit Kinderkopf 20 Pf. Kaffeetöpfe, bunt, mit Kinderkopf 9 Pf. Milchtöpfe, farbig, gezackte Form 8 Pf. Kinderservice, bunt, Tasse und Teller, 40 Pf. Kaffeeservice für 2 Personen 1,50 Mk. Tafelservice, 30 Teile, für 6 Personen 16,50 Mk. ** Krystall- Rotweingläser 14 Pf. Krystall- Madairagläser 12 Pt. Krystall- Bierbecher, geschliffen. 25 und 33 Pf. Krystall- Römer, geschliffen, 68 und 75 Pf. Gläser- Untersätze 10 und 18 Pf. Französisches Porzellan, Fabrikat ,, Limoges" u. Kaffee-. Tafel- Service, Tassen Teller, elegante Formen mit feinen Dekors. Steingut. Waschgarnituren, bunt, 5 Teile, 1,35 und 1,65 Mk. Waschgarnituren, grosse Form, 5 Teile 3 und 4,25 Mk. Waschgarnituren, bunt, 5 Teile, 3, 50, 6,50, 8,50 Mk. Aschschalen mit Goldrand, dekoriert, 9 Pf. Kuchenteller, bunt mit Gold und Majolika 15 und 25 Pf. Theetassen, grün Majolika mit roter Blume, 10 Pf. Cakesdosen, rosa mit Goldrand, 20 Pf. Brotplatten, dekoriert, 9 Pf. Butterglocken, bunt, 30 Pf. Toilette Eimer, blau mit Einlage, 2,15 und 2,50 Mk. Wirtschafts- Artikel. Haarbesen, grau, 65, 85 Pf., 1,10, 1,50 Mk. Handfeger, grau, 38, 42, 48, 60 Pf. Rosshaarbesen, poliert, 1,40, 1,70, 2,20 Mk. Rosshaar- Handfeger 70, 90 P, 1,05 Mk. Teppich- Handfeger, lackiert, 38 Pf., poliert 65, 75, 85 Pf. 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Pankow: Kummert, Kaiser Friedrichstr. 15. Rixdorf: C. Ostermann, Erckstr. 6. Schöneberg: Weissensee: Nr. 231. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 3. Oktober 1899, Gwerden solle und welches System hierzu geeignet sei. Die Ein- auch im Kriege ein sehr großes. Im Kadettenkorps und in den Der Stenographeutag führung führung in die Schule sei deswegen nötig, weil die Kapitulantenschulen ist die Stenographie von Stolze- Schren einStenographie in das tägliche Leben jedes Einzelnen eindringen müßte, geführt worden. hatte am Sonntagvormittag einen Weihe akt, an der Grabstätte der viel mit der Feder zu thun hat. So zum Beispiel werde die Am Schluß des Vortrages wurde von May Bäckler mitgeteilt, Wilhelm Stolzes auf dem Friedhof der Domgemeinde in der Liefen- Kurzschrift immer mehr von den Kaufleuten verlangt, die sich um daß dem Generallieutenant v. Bumke, der gleichzeitig sein fünfzigstraße veranstaltet. An dem Denkmal des Systemerfinders hatte sich offene Stellen bewerben. Die Verbreitung der Stenographie jähriges Militärjubiläum feierte, die Ehrenmitgliedschaft des Steno eine große Festversammlung zusammengefunden und die steno- fei der Beitersparnis halber ein volkswirtschaftlicher Gewinn. graphenverbandes Stolze- Schrey verliehen worden sei. Diefelbe graphischen Körperschaften hatten zahlreiche Kränze niederlegen lassen. Gs handle sich bei allgemeiner Anwendung der Stenographie Ehre wiederfuhr dem Dr. Mantzel, der sich um die Aufstellung des Der Sängerchor des Deutschen Theaters sang einige Choräle und der um die Ersparnis bon Millionen täglicher Arbeitsstunden. Einigungssystems verdient gemacht hat. Brediger Holstein hielt die Festrede, in der er die Verdienste Stolzes Diese allgemeine Verbreitung fönne aber nur durch Einführung Zum Schluß sprach in sehr launigen Ausführungen Justizrat feierte. An dem Weiheakt nahm unter anderen auch der Sohn des der Kurzschrift in die höheren Schulen erreicht werden. Von einer Munckel über die Kurzschrift in der Rechtspflege. Gefeierten, Dr. Franz Stolze, teil. Einführung in die Volksschulen verspricht sich der Redner nichts, weil Er meint, wenn die Stenographie in das Gerichtswesen noch nicht die meisten der aus ihr hervorgehenden jungen Leute im späteren tiefer eingedrungen sei, es liege dies wohl wesentlich am FinanzLeben wenig Schreibarbeit haben. An den Volksschulen genüge es, minister, dem die Sache vorläufig noch zu teuer sei. Richtig verwenn den Schülern Gelegenheit zur freiwilligen Erlernung der Kurz- standen handele es sich jedoch um eine Zeit- und Geldersparnis. schrift geschaffen werde. Die Einführung der Stenographie in Namentlich für die Protokollführung sei die Stenographie dringend die Schulen werde freilich solange kaum erreicht werden, solange fich erforderlich, weil jetzt nur die Formalien aufgenommen werden, während noch verschiedene stenographische Systeme bekämpfen. Es gilt, ein gerade die wichtigen Zeugenaussagenze., die dem Gedächtnis so leicht enteinheitliches System zu schaffen, in dem sich die beiden großen fallen, nicht registriert zu werden brauchen. Man sollte wenigstens vorläufig Schulen Gabelsberger und Stolze Schrey einigen. So lange dies Versuche bei den Schwurgerichten mit der Einführung der nicht geschehen, sei wünschenswert die wahlfreie Einführung beider Stenographie machen, dann würden sich so große Vorteile ergeben, Systeme an die höheren Schulen. daß man der Kurzschrift auch weitere Gebiete einräumen müsse. Am Montagvormittag fanden noch Sigungen des Stenographentages im Reichstagsgebäude statt, aus deren Programm wir unter anderem hervorheben, Vorträge des Herrn Ferdinand Schrey über Debattenschrift und des Herrn Mar Bäckler über Voltsturzschrift und Fachkurzfchrift. Um 11 Uhr vormittags fand im Festsaal des Rathauses, der mit Blattpflanzen und einer Marmorbüste Stolzes geschmückt war, eine öffentliche, für das größere Publikum beſtimmte Sigung des Stenographentages statt. Zuerst hielt hier der Direktor des Statistischen Bureaus Blend eine Ansprache zum Gedächtnis Stolzes. Er erinnerte an den im vorigen Jahre gefeierten hundertsten Geburtstages Stolzes und gab dann ein turzes Charakterbild des Systemerfinders. Er drückte die Ueberzeugung aus, daß Stolze, wenn er es erlebt hätte, im Interesse der Vereinfachung der Stenographie seine Zustimmung zur Aufstellung des Einigungssystems gegeben haben würde. Auch hofft der Redner, daß über furz oder lang noch eine Einigung auch mit Gabelsberger zu stande kommen Hierauf sprach der Direktor der Realschule zu Kattowiß, Dr. Hads, über die Kurzschrift in der Schule. Er behandelte die Frage, ob die Kurzschrift obligatorisch in den Schulen eingeführt werde. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, ben 3. Oftober. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Anfang 7 Schauspielhaus. Auf Strafurlaub. Anfang 72 Uhr. % Neues Opern Theater( Kroll). La Traviata. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Kollege Crampton. fang 71/2 Uhr. Leffing. Als ich wiederkam Anfang 72 Uhr. Berliner. Dolly. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Die Ehre. Anfang 8 Uhr. Meuce. Colinette. Anf. 71/2 Uhr. Westen. Die Reise nach China. Anfang 72 Uhr. Thalia. Der Plazmajor. Anfang 72 Uhr. Rejibenz. Jagdfreuden. Vorher: Familien- Souper. Anf. 72 Uhr. Luisen. Molly Carré. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Oftenb. Um tausend Mart. Anfang 8 Uhr. Der Generallieutenant Bumte, der danach sprach, hat sich jahrelang um die Verbreitung der Kurzschrift im Heere bemüht, hat damit aber keine besonderen Erfolge gehabt. Auch der Redner betont die Vorzüge, die eine Einigung der Systeme auf die Einführung der Kurzschrift im Heer haben müßte. Das Anwendungsgebiet der Kurzschrift im Heere sei sowohl im Frieden, als besonders Urania Apollo- Theater. Sanssouci Bekanntmachung. Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Der Sieg des Menschen über die Natur. Invalidenstr. 57/02: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage-Panopticum Geöffnet von früh bis abends. #Compagnia Posilippo. Italienisches Abends 9 Uhr: Kottbuserstr. 4 a. Täglich außer Sonnabends FrauLuna Hoffmanns Nordmit dem sensationellen Luftballett: „ Grigolatis". Otto Reutter The Barras Chavita Yumata Tiero Blossoms Francis Gerard etc. etc. etc. Kasseneröffnung 62 Uhr. Anfang der Vorstellung 7½ Uhr. 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Aus dem Inhalt heben wir hervor: Jum Bürgerlichen Gesetzbuch ( Werkvertrag, Miethsvertrag, Rechtsstellung der Ehefrau und Cherecht, uneheliche Stinder, Grbrecht). Die Reichstagswahlen von 1898 mit Angabe der in jedem Wahl= treise auf jede Bartei abgegete nen Stimmen, unter Betfügung der sozialdemokratischen Stinimen und Prozentsätze von 1895. Portraits und Biographien der sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten. Die sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten in den einzelnen Bundesstaaten. Adressen und Amtsbezirke der Fabrikinspektoren, der deutschen Gewerkschafts- Organisationen und Arbeiterfekretariate, Gebührentarife für Telegramme, Bortotaren, Ginnahnic Ausgabetabellen 2c. und Wie die früheren Jahrgänge dürfte auch der für 1900 seine Freunde befriedigen. Der Berlag war insbeson dere bestrebt, auch den diesjährigen Kalender zu einem praktischen Nachschlagebuch für Gewerkschaften zu gestalten. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Benthstr. 2. 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Reichstags- Wahlkreis, Wahlbezirke 33, 38, 40, 43, 44, 46, 47, 48: Schneiders Salon, Belforterstraße 15; Weimanns Volksgarten, Badstraße 55-56; Milbrodt, Müllerstraße 7; Ahrens Brauerei, Thurmstraße 24-26. Tages- Ordnung in allen Bersammlungen: 1. Die bevorstehenden Kommunalwahlen. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten. 4. Wahl der Wahlkomitees. Die Parteigenoffen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 213/7 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 4. Oktober, abends 84 1hr: Bezirks- Vertrauensmänner- Versammlungen. bei Mann, Often und Nordosten: Strausbergerstr. 3. Tages Ordnung: F Die Vertrauensleute. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten ble traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, unfer guter Bater, Bruder und Schwager, der Klempner Albert Böttcher im Alter von 44 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag um 32 Uhr von dem Krankenhaus am Urban aus ftatt. Um stilles Beileib bitten [ 20536 Metallarbeiter 7 Mittwoch, den 4. Oftober, abends 8 Uhr: öffentliche Versammlungen in folgenden Lokalen: 1. Jm Luisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. 2. In der Urania, Wrangelstraße 9-10. 3. Bei Bickel, Hafenheide 52-53. 4. Bei Nieft, Weberstraße 17. drawn 5. Bei Zimmermann, Badstraße 58. 6. Jm Kösliner Hof, Röslinerstraße 8. 7. Bei Peters, Alt- Moabit 80-81. Tages Ordnung in allen Versammlungen: Der Streik von 2000 Berliner Metallarbeitern um den Neunstundentag. Referenten: Carl Massatsch, Alwin Körsten, Wilhelm Pätzel, Hermann Scheffler, A. Cohen, F. Schlegel, Otto Naether. Die Kollegen aller Brauchen, wie Former, Gürtler, Drücker, Dreher, Schloffer, Schleifer, Klempner werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. 116/11 1911ugh Blumenhandlung 1. Bericht der Central- Kommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Ver: Die traueruben Sluterbliebenen. und Kranzbinderei von schiedenes. Jebe Wertstatt des Bezirks muß pertreten fein. Der Obmann für den Often, Sollege Häcker, wohnt Lottum straße 8, bet Ludwig. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: Schwedterstrake 23 bei Wernau. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt Kontrollkommiffion. 2. Verbands- und Werkstatt: angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Wedding und Gesundbrunnen: im Lokale des Herrn Raabe( Kolberger Salon), Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Diskussion. 3. Werkstatt und Verbands: angelegenheiten. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmstr. 84. In dieser Versammlung müssen sämtliche Werkstellen vertreten sein. Westen u. Südwesten: bei Gossmann, Kreuzbergstr. 48. Tagesordnung: 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Südosten: bei Berend, Manteuffelite. 95. Tages Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Besonders eingeladen sind die Kollegen folgender Werk stätten: Stliti, Beughofstraße 9; Bohrmann, Admiralstraße 18 b; Brämer, skottbuserstraße 4. Süden: bei Krieger, Wafferthorstraße 68. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattstreifs. 3. Verschiedenes. bei Heinicke, Friedrichsberg: Friedrich Karlstr. 11. Tagesordnung: Werkstattangelegenheiten. müssen vertreten sein. Alle Werkstätten Vertrauensmänner- Versammlung der Modell- und Fabrik. Tischler bei Herrn Dieke, icterstraße 123. Tagesordnung: 1. Wie verbessern wir unsere Lohn- und ArbeitsBebingungen? 2. Disfuffion. 3. Verbandsangelegenheiten. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme unb die reichen Kranzipenden bei der Be erdigung meines lieben Mannes, unferes Baters und Schwiegervaters sage ich allen Beteiligten, insbesondere dem Gesangverein" Slib: Oft II" meinen herzlichsten Dant. 20526 Witwe Herrmann. 512 Pfd. Brot 50 Pig. [ 23319 Otto Knabe 19 a Admiral- Strasse 19 a empfehlt Widntungstränge, Sträuße, Kotillons, Topfgewächse aller Art. Kranzbinderel u. Blumenhandlung von[ 24740* Robert Meyer, No. 2. Mariannenstr. No. 2. 2 H. Albrecht's Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ball Bäckerei Wrangelstr.9. Krauthte. 19. fträußchen, Bouquets ac. werden sehr Faldensteinstr. 28. Lausitzerstr. 2. geschnackvoll und preiswert geliefert Achtung! Achtung! Metallarbeiter! Mittwoch, den 4. Oftober 1899, abends 8 Uhr, im Lokale ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20( gr. Saal): Oeffentl. Dersammlung aller in der Deutschen Metallarbeiter Gewerkschaft organisierten Kollegen. Tages Ordnung: 1. Die Spaltung der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Referent: Genoffe Schneider. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegierten in das 20346 Berliner Gewerkschafts- Kartell. Bei der hochwichtigen Tagesordnung muß jeder Kollege erscheinen. Der Einberufer. Agtung! Töpfer. Achtung! Am Mittwoch, den 4. Ottober, abends 6 Uhr, im Lokal des Herrn Stechert, Andreasstraße 21: Oeffentl. Derlammlung der Töpfer Berlins und der Umgegend. Vertrauensmann der Metallarbeiter. Otto Naether, S., Annenstraße 39. Buchhandlung Vorwärts Berlin, Beuthstrasse 2. 64m Soeben ist erschienen: Kein Kompromiss! 胡 ** Kein Wahlbündnis! dmsen von Wilhelm Liebknecht. Preis 10 Pf. Porto 8 Pf. In der Broschüre legt Liebknecht im Auftrage von Genossen Berlins und Umgebung" seinen Standpunkt dar zu den gegenwärtig in der Partei spielenden Streitfragen über Bernstein, Taktik der bayrischen Landtagswahl- Abmachungen, den Eintritt Wittferands ins franzöſiſche Miniſterium uſw. ein Standpunkt, der schon im Titel seinen flaren Ausbruc findet. Um der Broschüre größte Verbreitungsmöglichkeit zu geben, wurde der Preis auf nur 10 Pf. festgesetzt. Ausstellung von Gasselbstund Fernzündern 2 ist in den Mäumen der Magdeburger Feuerversicherungs- Gesellschaft. Zimmerstraße Nr. 25 11 Bericht bes Delegierten von Gewerkschaftstartell. Wann beginnt Gingang Sinner det. Die Befichtigung, ſteht dem Bublikimų, gratis Jede Werkstatt, auch die kleinste, hat die Bilicht, einen Kollegen unfer Streit? Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines zur Verfügung und ist jedermann, besonders Befizer von Schaufenstern zu Bertrauensmännerfarte resp. jeben Kollegen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. zu dieser Versammlung zu entfenden. Verbandsbuch legitimiert. Anfang 8 Uhr. Vertrauensmänner- Versammlung der Musikinstrumenten Arbeiter im Lokale des Herrn Zöls( Fürstenhof) Köpnickerstr. 137. Tages Ordnung: Die Wirkung unserer letzten Beschlüsse. Werkstattfachen und Verschie benes. Pflicht jeder Werkstatt ist es, einen Bertranensutann zu entsenden. Drechsler. Osten: bei Mühle, Koppenstr. 41. Norden: bei Koppe, Acker: ftraße 145. Südosten, Westen und Südwesten: bei Schönemann, Staliterstraße 7. Tagesordnung: 1. Bericht der Obmänner. 2. Die Werkstattstreiks und Differenzen im September. 3. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeben Kollegen, dafür Sorge zu tragen, daß jede Werkstatt vertreten ist. Die Drechsler- Kommission. Zur Beachtung für den Norden! Die Zahlstelle Nr. 5 ist von der Swinemünderstr. 96 nach Swinemünderstr. 34 verlegt; in der Garten: straße 152 bei Thomas ist eine Zahlstelle eingerichtet. Südwesten! Die Bahlstelle von 8ubeil, Lindenstr. 106, ist in bas Lotal des Herrn Sa ß, Markgrafenstr. 102, verlegt. Mittwoch, den 4. Oftober, abends S/ 2 Uhr: Oeffentliche 122/8. Die Lohnkommission. 198/16 empfehlen. Achtung! Textilarbeiter und-Arbeiterinnen! Mittwoch, den 4. Oftober, abends 8 Uhr: Putzer. 26729* Achtung! Am Dienstag, den 3. Oktober, abends 6 Uhr, im Lokal des Herrn Keller, Koppenstraße Nr. 29: Große öffentliche Versammlung Oeffentl. Versammlung aller in der Färberei beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen im Lotal des Herrn Graumann, Naunynstraße Nr. 27. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Panl Jahn über:" Die Arbeiterfrage der Gegenwart". 2. Distujiion. 8. Bericht des Vertrauensmannes und Neu272/14 wall desselben. 4. Verschiedenes. Arbeiter Vertreter- Verein. Donnerstag, den 5. Oktober, abends 81/2 1hr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstraße 33: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Neuner- Kommission. 2. Die neuesten Entscheidungen aus den amtlichen Nachrichten. 3. Berschiedenes. NB. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt Korbmacherversammlung Wilmersdorf. Volksgarten bei Wilke, Andreasstraße Nr. 26. Berlinerstraße 40. Tuber Buzzer Berlins und der Vororte. Tages Ordnung: Der Stand unleres Streiks. Kollegen! Da in dieser Versammlung wichtige Beschlüsse gefaßt werden, io werden sämtliche Kollegen ersucht, pünktlich zu erscheinen. 191/16 J. A: Die Lohnkommission. So Charlottenburg. Donnerstag, den 5. d. M., abends 8 Uhr, in der GambrinusBrauerei, Wallstraße Nr. 94: Oeffentl. Kommunalwähler- Versammlung. Tages Ordnung: Die bevorstehenden Kommunalwahlen. Neferent: Dr. Zadek- Berlin. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten. 250/10. Unterrichten Sie sich! über das Mietsrecht nach dent neuen Bürgerlichen Gesetzbuch. Erschöpfende Jeden Sonntag: Grosser Ball. Der große Saal mit Bühne steht Auskunft hierüber giebt die Broschüre: bition[ 25109* Tagesordnung: Die Praxis unsrer Submissions- Unternehmer und auch Sonntage den geehrten Vereinen zu Festlichkeiten zur Verfügung. wie stellen wir uns dazu? Der Einberufer.. Einige Sonnabende sind ebenfalls noch frei.[ 26160*] Emil Witte. Coulante Bahlungsbedingungen! 122/9 Möbelfabrik. Für beftes und trockenes Material garantiert! Die besten und billigsten Wohnungs- Einrichtungen kaufen Sie bet Julius Apelt, Tiſchlermeiſter, Berlin SO., Sfalizerstraße 6, am Rottbufer Thor. Die Rechte und Pflichten des Mieters von Nich. Lipinski. Preis einschließlich Porto 23 Pfennige. 8u ber ziehen durch alle Buchhandlungen und den Berlag von Rich. Lipinski, Leipzig. Neudnikerstraße 11. Arbeiter- Berufskleidung Grösstes Lager. für jedes Gewert paffend. [ 26022* Beste Qualitäten. Neu! Arbeiter- Schutzhose New! fede Gefahr im Maschinenbetrieb ausgeschloffen, empfiehlt F. Nahrstedt, Wrangelstr. 40/41. Berantwortlicher diedacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.