Anterhaltungsblatt des 201. Dienstag, den 15 Oktober. 1901 var eine Schivalbe, nnd es>var ein hübscher Anblick, wenn der Vogel blitzschnell die sonnige Luft durch- schnitt. In geringer Höhe an einer Stallwand befand sich ein Schwalbennest, und als die Jungen bald flugbar waren, bemcrlte ich öfter, lvie ein ganz weisteS Köpfchen aus dem Einflugloch hervor- lugte. Ich nahm mir nun eine Leiter, und als ich ins Rest schaute, da lag darin ein weißes Schwälbchen neben zlvei gewöhn- lich gefärbten Geschwistern; behutsam nahm ich das Tierchen heraus»nd betrachtete es genau: Das Gefieder war ganz weist und die Augen erschienen rötlich..... Nach einigen Tagen hatte ich' die Freude, �den Albino fröhlich mit den andern Schwalben sich in der Luft tummeln zu sehen. Den ganzen Sommer hindurch biö zum Fortzuge konnten wir daL Tier beobachte», aber im folgenden Frühling kam es nicht wieder; wahr- schcinlich ist es den vermehrten Gefahre», denen es durch seine auf- fallende Färbung ausgesetzt war, unterlegen." Ucbrigens finde» sich Albinos bei den verschiedensten Vogel-- arte». Die zoologische Sammlung in der alten Akademie zn München sReuhauserstraste) enthält eine reichhaltige Kollektion von Aogcl-Albinos. Am häufigsten scheint der Albinisinus bei den Spatzen aufzutreten, doch habe ich seit drei Jahren keine derartige Abnormität mehr beobachtet. Der Albinismns ivird immer eine seltene Erscheinung bleiben, denn erstens haben die den Albino-Charakter tragenden Individuen die meisten Chancen— gefressen zn werden(man denke an die Tauben, unter denen der Habicht sich rcgelniästig die am auffallendsten gefärbten wählt), und zweitens scheint diese Abnormität nur in geringem Maße erblich zu sein, Zinn crsteren Punkt möchte ich erwähnen, dast der Mensch der gefährlichste Feind der Albinos ist. Wo ein auffallend gefärbter Vogel sich zeigt, gleich Ivird ihm ans alle mögliche Art nachgestellt; hinter dem„meisten Raben" ist das Heer der Jäger her, der iveiste Spatz ivird im Dorf verfolgt, bis ein glücklicher Schütze ihn endlich erlegt. Im ersteren Falle kommt der Name des Nnnrods in die Jagdzeitungen, im letzleren Ivird er im LvMblatt genannt. u „Die armen Albinos kleinerer Geschöpfe", sagt Staats V.Wacqnani» Gcozclles im„Zoologischen Garten" 1832,„sind stets arg von Feinden bedrängt, denn AlbinismuS und sonstige von der Norm ablveichende Färbungen sind gegen die Regel», gegen den Willen der Natur. Die Natur will„Anpassung an die Umgebung",— und handelt ein Organismus, ein Jndividumn plötzlich kühn dagegen, so betrachtet sie dieses Beginnen als das, lvas es ist: als etivas Krankhaftes, und hat stets ihr Messer bereit, dieses Krankhafte niit raschem Schnitte zn«utferncu. Sie hat zu ihren Korrektoren in dieser Hinsicht die bicrfüstigc» und fliegende» Raubtiere erwählt nnd ausgcsandt, und Ivenn der unterirdische Finsterling Maulwurf sich hier(Kreis Hameln) seit sicher 60 Jahren als Albino gehalten nnd seine farblose Haut nnd Haare geivist weitervererbt hat, so dürfte eine Lerche, also ei» der angepaßten, ei-Ao schützenden Färbung so sehr bedürftiges Tier, sich als Albino geivist nicht durch lange Jahrzehnte weiter- vererben oder konstaut erhalten." Dast sich AlbiniSmnS auch bei den Vögeln vererbt, hat der so« eben citicrte bekannte Forscher an derselben Stelle nachgewiesen, in- dem inr Kreise Hameln mehrere Jahre weiße Haubenlerchen beobachtet winden. Einen gegenteiligen Fall, in welchem sich diese krankhafte Erscheinung nicht vererbt hat, erwähnt O. Stucke. Er er- zählt, daß im Gouvernement Kursk im Sonnner 1881 ill einem Volk Rebhühner vier weiße Exemplare gesehen und von dem verständigen Jagdiiihaber fortan genau beobachtet und peinlich ge- schont wurden. Rur eines überlebte jedoch den Winter, die übrigen drei entgingen nicht dem Tode durch Nanbzeng, dein sie durch ihre fatale Färbung verfallen waren. Das lieber« lebende war eine Henne, die den» auch später ans dem Gehege wieder gesehen ivurde. Aber von den zwölf ansgefalleneu Kücken zeigte keins eine abnorme Färbung, sondern alle de- hielten ei» gewöhnlich gezeichnetes Gefieder. Leider ivurde die Henne im Herbst von einem jungen Schützen, der nach bekannter Anfängermanier„in die Vollen" hielt,„versehentlich" erlegt, und so die Möglichkeit der Beobachtung abgeschnitten, ob nicht in einer späteren Generation unter den Nachkonunen dieses Rebhuhns vielleicht doch wieder ein Albino nnfgetnncht wäre. Schließlich möchte ich an die Leser, in deren Revier einmal ein Albino gesehen ivird, die Bitte richten, das betreffende Exemplar nicht„der Wissenschaft wegen", Ivie man so gern sagt, zu schießen nnd(das ist noch der günstigsie Fall) den Weg zum Präparator ivandern zn lassen, sondern es zn schonen nnd zu beobachten, ob sich die Äbnornrität vererbt. Demi mit dem Feststelleu der längst be- kannten Thatsache, daß Albinos bei allen Tieren vorkommen, ist der Wissenschaft nicht gedient, wohl aber damit, dast in angedeuteter Weise wcitcrgeforscht iverde.— Musik. Carl M e n g e w e i n s„F r ü h l i n g s f e i e r" ist ein an> mutiges und interessantes Werk, dein man Unrecht thim würde, ivollte man es zu den großen Neuschöpfungen rechnen. Man kann gute Kantaten, also lyrische Stücke für Instrumente(meist Orchester) und Gesang(meist Soli nnd Chor), gut brauchen. Im 17. und 18. Jähr- hundert häufig, sind sie später seltener geworden, werden aber ihr Recht ivohl»inner behalten als Mittel zum Ansdrnck einheitlicher Stiminnngeil durch eine größere Vereinigung musikalischer Kräfte. Der Komponist, als Seele'des„Oratorienvereins" nnd der Konzert- Vereinigung„Madrigal" ivohlverdient nnd von uns bereits mehrmals gewürdigt, brachte sein neues Opus(78) an einem Abend des'„A n's s ch u s s e s zur V e r a n st a l t« n g von V o l k s a n f f ü h r u» g e n" zu Gehör. In dieser Vorführung lag jedenfalls ein gutes Stück Arbeit; eine noch bessere, etwa durch den philharmonischen Chor nnd durch die z» diesem gehörigen Kräfte, würde dem Werk immerhin zu gönnen sein. Seine Stärke liegt in dem Wohlklang der Chöre, z. B. dem:„Kränzet mit lieblich grünenden Maien" und dem:„Traum der Jugeiid"; die motivische Erfindungskraft steht dahinter zurück, und manche Themen, wie z. B. das der Schluststelle, erheben sich kaum über die Höhe an Schul- beispielen. Manche hübschen harmonischen Wendungen, manche Stelle» eines kräftigen Ausdrucks und dankbare Partien für Solo- — 80i— flefnnn tmgcn 60311 Sei, dlisz 6nZ Werk im ganzen namentlich für' festliche Zivecke einpfählen werde» kann. In eine andre Welt führen u»S die im engeren Sinn so ge- nannten„ P h i l h a r m 0 n i s ch e n K 0» z e r te" tdie„grohen"). ES ist wirklich bcwniidcrnswcrt, ivic sich deren Leitung ans einem hohen grohindnstrieNcn Niucan erhält. Wie sicher versteht sie eS. das deS Beifalls der musikalischen„Gefelkschaft" Gewisse und bereits Bewährte vorzuführen! Da giebt cS schwerlich ein Verrechnen und bestimmt kein Einsehen des eignen Risikos für etwas, das nur eben ideal wertvoll wäre. Der Referent braucht sich auch nachgerade nicht anstrengen, nachdem er die gleichbleibende Eigenart dieser Konzerte ein oder das andre Mal' gekennzeichnet hat. Doch es scheint nicht überflüssig zu sein, mich derartiges Gesagte zn wieder- holen oder schärfer z» fasse». Arthur Nikisch gehört zn den nieistbewnnderten Dirigenten. Es würde von Wert sei», seine Vor- tragsweise einmal in cinei» weitere» Rabme» als dem nnsrigen an der Hand einer Diskussion über fnnisikalisches Vortragslvesen. wo- möglich mit dem schon neulich erwähnte» Mittel phonograpischer Fcsihaltnng. zu prüfen, beispielsweise bezüglich deS„Allegretto scherzando" der im 1. Konzert gespielten 8. Sinfonie Beethovens. So spielen es auch gut eingepankle Klavierdilettanlc», Ton für Ton, nicht ohne Feinheit und gröszere dynamische Unterscheidunge», doch ohne Gestaltung der Formelemenle. Eine Hanptkunst von Nikisch sind die frappierenden Zeilmagwechsel zwischen grösseren Nbschnitlen, beispielsweise in dem ans jene? Stückchen folgenden Menuett; diese gegenwärtig beliebte Art, ein Werk darzulegen, ist freilich keine Ent- schädignng für einen Mangel an Klarlegung seines Anfbancs.— Das; Teresa Carrcno zn den erlistest zu nchnienden Pianistinnen gehört, wissen wir; das} tvir nnS zum Teil statt ihrer Bortragstveise auch noch eine innigere denken können, sei kurz erwähnt; dag sie uns neulich einen R n b i» st e i n brachte(Klavierkonzert D-moll), freute »US, da für diesen Komponisten immer noch manches gcthan »verde» kann. Im Dezember 1900 hatten die Wagner-Vereine Berlin-Potsdam, deren Konzerte sich bemühe», wirklich bahnbrechend zn wirken, S. v. H a u s e g g c r s.Barbarossa" mit Erfolg nnfgcfnhrt. Nun kamen die Philharmonischen nnd brachten ihn als eine für ihr Unternehmen erstmalige Anst'ührnng, zum Glück ohne die damalige tibenvagnerianische Erlänternng. Was wir bei jener Gelegenheit ausführlich gesagt hakten, können wir jctzt mit gutem Gewissen be- släiigen. Hansegger ist ein gemachter Mann, lind wenn Andere so weil sein werden, wird sich ja tvohl auch die Leilung der Philhar- Uwnischen ihrer annehmen.—" sz. Völkerkunde. — Die R ü ck st ä n d i g k e i t der B c>v 0 h n e r der G e- b i r g e des östlichen Kentucky lNordamerika) schildert Ellen Eharchill S c 1» p l c im„Geogr. Jonrnal" für Juni d. I. Die dortigen Gebirge— Alleghany und Cnmberland— werden von den Eisenbahnen gemieden, nnd weder schissbare Flüsse noch Chausseen veruiiltel» den Berkehr mit der Austenwelt. So konnten sich die alten Einwanderer des 18. Jahrhunderts ihre Eigenart bewahren, und so gingen a» ihnen die Zeiten rapider Eiilwicklnng fast spurlos vorüber, die für die Union so charakteristisch sind. Aber nicht mir die Gegend als Ganzes gleicht einer vom Weltverkehr nicht beriivrlen Insel, auch die einzelnen Niederlasinngeil habe» wenig Beziehungen zn einander, und es giebt viele Leute, namentlich Frauen, die tvciter als wenige Meilen über ihre Wohnstätte nicht hinausgekommen sind. Eine Folge davon sind die Heirate» innerhalb weniger Familien; so erzählte ei» An- sicdler Mist Semple, dast von den 90 Kindern der Schule deS Distrikts»nr 5 nicht seine Verwandten wären. Fast alle sind Engländer, Schalte» oder Ire», und nur selten begegnet man einem französischen oder deutschen Namen, ebensowenig Negern. Die Rasse ist begreiflicherweise degeneriert, zumal die Männer dem Schnapsgemist sehr ergeben sind; doch ist die Fruchtbar- teil der Frauen sehr gros; lind 10 bis 15 Kinder sind keine Sektenheil. oblvohl die Frauen schon zwischen 12 nnd 15, die Männer zwischen 17 und 20 Jahren heiraten. Ein zwanzig- jähriges Mädchen gilt nicht mehr als heiratsfähig. Auf der Frau ruht die gröstle Arbeitslast, und sie altert früh. Die Moral beider Geschlechter»ach der Heirat lästt viel zn wliilschen übrig. Die Häuser sind nieist fensterlos, roh gebaut»nd nur cinräiunig, das meiste Hausgerät ivird in der Familie selbst verfertigt. Getreidebau »nd Viehzucht dienen nur dem eignen Bedarf. Ausivandernng findet kaum statt, und wer wirklich einmal in die Welt, d. h. in die Ebene geivandert ist, siihtt sich dort unbeholfen nnd nicht tvohl nnd kehrt bald in seine geliebten Berge zurück. Schulen nnd Schiilbildmig stehe» ans einem sehr niedrigen Niveau, nnd die Gesetze werde» wenig beachtet. Es herrscht Blutrache nnd Selbsthilfe, und feindliche Fmnilien liefern einander förmliche Gefechte in ihren jahrelangen Fehde». Die Leute sind zwar sehr religiös, lichtni ihr Lebe» aber wenig nach den Geboten der Religio» ein. Zur Erlegung des Kleinwildes bedient man sich des BogenS und Pfeils, da man mit Pulver»nd Blei sparsam nmgehen innst. Die Sprache ist die deS Elisabelheischen Zeilalters; auch sie ist in der Ent- ivicklnng stehe» geblieben, zmiial noch heute 80 Prozent der Frauen über 25 und der Männer über 40 Jahre nicht lesen»»d schreiben können. Die allen schottische» tind englischen Balladen sind noch be- lamit, der Inhalt mancher erinnert an Chancer,»»d die vor 300 Fahren in England populäre Ballade„Barbara Allen" ist noch in verschiedene» Grafschaften populär. Nach Analogie dieser ölten poetischen Denkmäler sind auch neue Balladen, sehr lang»nd roman- tischen oder heroischen.Inhalts, im Lande entstanden, z. B. eine von 52 Stniizc», die die Thnlc» ziveier Generale ans dem Bürgerkriege besingt. Das Gedächtnis für solche Dichlmigen ist erstaunlich.— („Globus".) Geographisches. — Nansen n n d P a y e r. Eine» Gegenswiid der eifrigen Diskussion bildete seiner Zeit die Erklärung Raiisens, dast die von Payer auf der östreichischen Nordpol- Expedition entworfcue Karte in manche» Teilen unrichtig sei, da er manche Angaben von Land- strecke» nicht habe ousfiudc» können. Jetzt hat, wie das„Wiener Fremdenblatt" meldet, der Astronom Geelmnyden auf Grund in»- fassender Berechnungen festgestellt, dast die höchste von Nansen erreichte Breite nicht 80 Grad 14 Minuten betragen Hobe, ivic Nansen angenommen. sondern nur 80 Grad 4 Miiiiite», also 10 Seemeilen weniger. Der Engländer Plinnstccd hat kürzlich»»abhängig hiervon nachgeivicien, dast Nansen betreffs der geographischen Länge einem noch betraebc- sicheren Irrtum, nämlich nm 7 Grad, unterlegen ist. Die Ursache dieser falsche» Berechnung Nansens beruht darauf, wie Plnmsteed bemerkt, dast Nausens Chronometer stehen blieb und er hierdurch in der Zeitbcrechinnig Fehtschtüsse machte. Nansc» konnte die von Payer bezeichneten Orte deshalb nicht finden, weil er sie an falscher Stelle suchte. Immerhin ist es wichtig, festzustellen, meint Plnmsteed, dast bis heule kein Grund vorliegt, an der Richtigkeit der von Payer skizzierten Karte zu zweiselii.— Hnmorisiitckies. —' n e Zicke. Ein Schnkrat kommt ans seiner Visitationsreise auch in das kleine Dörfchen Z. Er ist mit der Prilfmig zufrieden. Beim Hiiiansschaiicn ans dem Fenster gewahrt er die friedlich auf dem Schnlhof grasende Ziege des Lehrers. Er ivendct sich an ciiic» kleinen Schüler mit der Frage:„Nun, Kleiner, kannst Du mir sagen. was da? für ein Tier ist?" „Eine Zicke. Herr Schulrat." „Aber Kind," sagt der Schnlmt,„Zicke, das ist doch nicht richtig" Er ivendct sich au den Rcvenmau»,„sage Tu cS mir, was ist daS für ein Tier?" „Eine Zicke, Herr Schnkrat." Der Schiilrat wendet sich an den Lehrer.„Herr Lehrer, wissen die Kinder das Richtige ivirktich nicht?" Der hat erstaunt hinausgesehen nnd meint lächelnd:»Aber. Herr Schulrat,«S ist ivirktich'ne Zicke."— — Berufswahl.„Was ist eigentlich Dein Verlobter?" „Bis jetzt ist er selbstverständlich noch gar nichts, er muh doch erst meine Mitgift ausbezahlt bekoinmen, ehe er sich ciiicii Beruf wählen kann."—(„Simpt") Notizen. —„Drei Menschen", ein neuer Roma» bcm Maxim G 0 r k i. erscheint in den nächste» Tagen gleichzeitig mit der russischen Ausgabe deutsch bei Bruno Cassircr in Berlin.— 0. D e r B ü ch e r b e st a Ii d des Britischen M» s r n m s in London hat die Gesamtzahl von über z>v e i Millionen Bänden erreicht. Es wurde berechnet, dast eS in der Bibliothek über 10 000 Bände Londoner Zeitungen, etwa 47 000 Bände von Provinzzeitniigen, walisische sowohl wie englische, 10000 Bände schottischer nnd 9000 irischer Zeitungen giebt. Da die jährliche Ber- mehrniig der Zcitinigeu allein 1050 Bände ans England, Schottland und Wales beträgt. Und da nach dem Verlagsrecht jcdcS in Grost- brilanine» berösfenttichtc Buch der Musellmsbidliothek Überwiesen ivird, wird die Platzfrage auch im Brilische» Mnsenm wie in allen großen europäischen Bibliotheken in nicht zu ferner Zeit sehr dringlich werden.— — Der einmalige unentgeltliche Besuch d e S S ch i l l e r- T h e a t e r S wird Charlottenburger G c- 1» ei» d e sch ii l e ru der oberen Klasse!, in diesem Winter aus städtische» Mitteln ermöglicht iverden. Als Besuchstage sind der 13. und 10. November und als erstes Stück Schillers„Teil" in Aussicht genonnnc» ivorde».— — Paul H e y s e s Drama„Maria b 0 n Magdala" erzielte bei der Eistausführnug am Slndtlhcatcr zn B r e m e 11 einen starken Erfolg.— — Der z iv e i t e Sinfonie-Abend der königl. Kapelle nm 18. Oktober bringt L i st t S B e r g- S i n s 0 n i e zur Aufführung; Felix Weingartner dirigiert.— — Die' hohe Bt esse(in Il-moll) von Johann Sebastian Bach gelangt am 21. Oktober in der Philharmonie durch den Philharmonischen Chor zur Aufsührmig.— — In Bayreuth ivill man fortan b i s zum Ablauf der gesetzliche» S ch» tz s r i st d i e Werke R i ch a rd Wagners jährlich spielen; ferner soll, der Münchener Kon- kurrenz halber, die Saison später beginnen und bis Ende September verlängert werden.— — An der Universität F r e i l>» r g i. B. Ivird ein t i e r- hygienisches I n st i t u t errichtet; die Stadt leistet eine» Kosten- beitrug von 51 330 M.—__ VeraiiUvortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Druck und Verlag von Max Badiug in Berlin.