Nnterhaltungsblatl des"Vorwärts 52. Freitag, den 14. März. 1902 md ging zur Thür. „Aber warte doch... bleib' sitzen... wir wolleil miteinander reden!" rief Foma ans nnd stürzte ihm unruhig nach. Jener blickte ihn forschend an und setzte sich wieder auf den Diwan. Von irgendwo drang ein dumpfer Ton herein, der einem schweren Seufzer glich, und gleich daranf heulte über den Köpfen F mim 8 lind seines Gastes gedehnt»nid gleichsam erschrocken die Schiffspfeife auf. Man antwortete ihr schon deutlicher aus der Ferne, und sie brüllte wieder in abgerissenen. ängstlichen Schreien auf. Foma öffnete das Fenster. Im Nebel in der Nähe des Dampfschiffs bewegte sich etwa? lärmend, Flecken von geisterhäftern Licht schwammen vorüber, der Nebel wallte ans und erstarrte dann wieder in toten- ähnlicher Reglosigkcit. „Wie schrecklich!" rief Foma ans und schloß das Fenster. „Wovor sollte man sich fürchten?" fragte der Wall- fahrer. „Sieh nur, es ist weder Tag noch Nacht, weder Licht noch Dunkelheit! Man sieht nichts... wir schwimnieN irgendwohin und irren auf dem Fluß herum." „Wenn man ein inneres Feuer mid Licht in der Seele hat, dann sieht man alles," sagte der Wallfahrer belehrend und streng. Foma fühlte bei diesen kalten Worten ein Mißbehagen nnd blickte den Wallfahrer von der Seite an. Er saß lm- beweglich, mit gesenktem Kopfe da und schien in seinen Ge- dankeu und im(siebet erstarrt zu sein... Der Rüsenkralsz raschelte leise in seinen Händen. Seine Stellung criveckte in Foma eine ungezwungene Kühnheit, und er fragte: „Sag, Vater Miron, ist es gut so... in voller Freiheit zu leben... ohne Arbeit, ohne Vellvandte... nnd so wie Du hcrumznwanderu?" Vater Miron hob den Kopf und lachte seltsam, kindlich lind sanft auf. Sein ganzes Gesicht, das vom Wind lind von der Sonne gebräunt war, leuchtete in innerlicher Freude ails. Er war jetzt ein andrer Mensch, nicht der Prediger eines recht- schaffenen Lebens und der Gottesfurcht, sondern ein einfacher, guter Bauer, desseil sanftes Lachen auch bei Foma ein gut- mütiges Lächeln hervorrief. Doch nachdem Miron zn lachen aufgehört und Foma angeblickt hatte, seufzte er tief auf und sagte kurz i „Wie könnte das schlecht sein?" „Du bist also mit Deinem Lebe» zufrieden?" „Ich belästige Gott nicht mit Nieinem Murren... es geht, ich lebe! Das Bettlerlebeu ist wahrhaft göttlich... es ist das einzige, das von den Fesseln der Welt frei ist." „Und ich—" wollte Foma beginnen, er brach aber ab und schwieg. Ihm klang»och immer dieses beneidenswerte frohe Lachen in den Ohren. „Warnnt bist Du aus der Welt gegangen?" fragte er nach einem Schweigen. „Ich war den Meinigcn freind," aiitwortcte Miron ruhig, dann betrachtete er die Kajüte mit einem aufmerksame» beobachtenden Blick und sagte mit geringschätzigem Bedauern: „Wie das gebaut ist! Sie schmücken und schmücken sich immer von außen, und innen ist alles Plunder." „Ja." sagte Fonia gedehnt und blickte durchs Fenster. „Du fühlst Dich also wohl beim Wandern? Man ist frei, wenn man allein lebt?" „Ach, nicin Bruder!" rief der Wallfahrer leise aus, rückte zu Foma hin und blickte ihm freundlich und traurig ins Ge- ficht.„Ich fühle— Deine Seele ist verwirrt... ist's so?" Foma nickte schweigend mit dem Kopf und blickte Miron erwartungsvoll an. Das Gesicht des Wallfahrers leuchtete in stiller Freude, er berührte Fomas Kniee nnt der Hand und begann mit herzlicher Stimme: „Wirf alles Weltliche von Dir, denn es ist nur Bitternis darin. Ich sage Dir ein wahres Wort,— kehre Dich vom Bösen ab. Erinnerst Du Dich, es heißt:„Wohl dem, der uicht wandelt ini Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder l" Kehre Dich davon ab, labe Deine Seele an der Einsanlkeit und fülle sie mit dem Gedanken an Gott. Denn nur der Gedanke an ihn kann den Menschen vor Un- reinheit bewahren." „Das ist nicht das Richtige," sagte Foma.„Ich brauche mein Seelenheil nicht zu suchen... habe ich denn viel ge- sündigt.? Da braucht man nur die andern anzusehen... Ich möchte nur alles verstehen." „Du wirst alles verstehen, wenn Du Dich von der Welt lossagst. Geh einmal auf die freie Landstraße hinaus, in die Felder, die Steppen, die Thäler und Berge. Geh' hin und sieh Dir die Welt in der Freiheit und aus der Ferne an." „Das ist's!" rief Foma aus.„Das glaube ich auch. Aus der Ferne sieht man's besser!" Miron beachtete seine Worte nicht und sprach so leise, als handle es sich um ein großes Geheimnis, das nur ihm bekannt war. „Die dichten Wälder um Dich herum werden Dir mit süßer Stimme von Gottes Weisheit rauschen; die Vögel des Herrn werden Dir von seinem heiligen Ruhm singen, und die Steppengräser spenden der heiligen Jungfrau Weih- rauch." Bald hob sich die Stimme des Wallfahrers und bebte vor Gesühlsandrang, bald senkte sie sich bis zum heimlichen Flüstern. Er schien sich verjüngt zu haben; seine Augen glänzten so sicher und klar, und sein ganzes Gesicht leuchtete von dem glücklichen Lächeln eines Menschen, der für sein Ge- fühl und seine Freude einen Ausdruck gefunden hat und der jauchzt, indem er sie in Worte kleidet. „In jedem Grashalm schlägt das Herz des Herrn; jedes Insekt in der Luft und auf der Erde atmet seinen heiligen Atem ein: überall leibt der Herr Jesus Christus! Wie viel Schönheit ist auf der Erde, in den Feldern und in den Wäldern l Warst Du aus dem Kerschenz? Dort herrscht eine unvergleichliche Stille, dort sind paradiesische Bäume und Gräser..." Foma hörte zu, und seine durch die stille, bezaubernde Erzählung gebannte Phantasie malte ihm weite Felder und dichte Wälder aus, voller Schönheit und Stille, die die Seele mit Frieden erfüllen. „Man liegt unter einem Strauch und schaut in den Himmel, und der Himmel sinkt immer mehr herab, als wollte er einen umarmen... Es wird einem warm, still und freudig ums Herz, man wünscht nichts und hat keinen Neid in sich. Es ist, als ob man auf der ganzen Welt mit Gott allein wäre..." Der Wallfahrer sprach, und seine Stimme und seine singende Rede erinnerten Foma an die herrlichen Märchen der alten Tante Anfissa. Er hatte das Gefühl, als trinke er nach einem langen Weg an einem heißen Tage das reine, kühle, nach Gräsern und Blumen duftende Wasser einer Wald- quelle. Immer deutlicher entrollten sich vor ihm lichte Bilder. Da ist ein Fußweg in einem Walddickicht; durch die Aeste der Bäume dringen feine Sonnenstrahlen und zittern in der Luft und unter den Füßen des Wanderers. Es riecht appetitlich nach Pilzen und nach morschem Laub; der Honigduft der Blumen und der intensive Harzgeruch der Föhren steigt unsichtbar in die Lust und durchdringt die Brust als eine warme, dichte Welle. Ringsumher ist Stille, nur die Vögel singen, und diese Stille ist so herrlich, daß es scheint, auch die Vögel singen in der eignen Brust. Man geht ohne Eile und das Leben vergeht wie ein Traum... Und hier ist alles vom grauen, toten Nebel umfangen, und wir irren pfadlos darin umher, indem wir uns nach Freiheit und Licht sehnen... Jetzt singt man unten mit kaum hörbaren Stimmen, es ist halb Lied, halb ein Gebet. Jetzt schreit und schimpft wieder jemand. Und alle suchen den Weg: „Siebeneinhalb... Sieben I" „Und Du sorgst Dich um nichts," sprach der Wallfahrer, und seine Stimme murmelte wie ein Bach,„ein Stück Brot giebt man Dir überall; und was brauchst Du sonst noch in Deiner Freiheit? In der Welt legen sich die Sorgen wie Fesseln um die Seele." „Du sprichst so schön," sagte Foma seufzend. „Mein lieber Bruder I" rief der Wallfahrer leise aus und rückte noch näher zu ihm hin.„Wenn die Seele erwacht ist und nach Freiheit verlangt, schläfere sie nicht gewaltsam ein, höre auf ihre Stimme... Die Welt und ihre Reize haben nichts Schönes und Heiliges in sich— weswegen sollte man sich ihren Gesetzen unterwerfen? Bei Johannes Chrysostomus heißt es:„Jeder Mensch ist ein wahres Schekinach I" Scheki« nach ist ein hebräisches Wort und bedeutet: das Allerheiligste. Also—" Das langgezogene Heulen der Pfeifen übertönte seine Stinime. Er horchte auf, erhob sich rasch vom Diwan und sagte: „Wir kommen gleich zur Haltestelle; ich muß hier aussteigen. Leb' wohl, Bruder l Gott gebe Dir Mut und Kräfte, den Wunsch Deiner Seele zu ersüllenl Leb wohl, mein Teurer I" (Fortsetzung folgt.) NatnvHVifl'etttfLzAftliifze Ltrbevfichk. Bon Curt G r o t t e lv i tz. Kein andrer naturwissenschaftlichcr Zweig hat jetzt noch eine so unsichere Grundlage wie die Wetterkunde, die Meteorologie. Ihr Gegenstand, die Belvegnng der Atmosphäre, ist ihr»och gänzlich ungreifbar. Aber sie ist weiiigsieiiS so ivcit gelangt, daß sie ihr Ziel erkennt. Tic Meteorologie mich zn einer Physik der Atmosphäre werden, das hat erst im verflossenen Jahre tvieder Wilhelm v. Vczold betont, als er in einem Vortrage den Stand der Wissenschaft um die Wende des Jahrhunderts skizzierte. Trotz der zahlreichen Einzel» bcobachlnngen. die in de» letzten Jahrhunderten gemacht worden sind, trotz der genauesten Wetterbeobachtnngen ans unzählige» Stationen, trotz der Untersuchungen der Luftverhältnisie mittels Luftballons und Drachen fehlen doch noch eigentlich grundlegende Gesetze, die dieses ungeheuere Beobachtungsnialcrinl beleben würden. Zwar sucht man über die rein beobachtende Thäligkeit möglichst hinausznkoinmcn. Die Meteorologie ist beute nicht mehr blotz eine Lehre des Klimas, das hcitzt eine Beschreibung der verschiedenen klimatische» Faktoren, die in einem Lande herrschen. Sie beschränkt sich auch nicht mehr bloß auf eine Darstellung des täglichen Wettervergleichs mit seine» Luftdrnckverhältnissen, Windrichtungen, Niederschlagsmengen usw. Es tvird eifrig»ach Gesetzmätzigkeiten gesucht, und wenn die Gründe für diese auch ineist»och nndurchschanbar sind, so fehlt es wenigstens nicht an Ideen und an hoffnungsvollen Ausblicken. Die Gesetze der Wärmelehre haben auf die Meteorologie bereits vielfache Aiiwendung erfahre». Die Verschiedenheit der Lnftströme von den Polen und vom Aequator her, die Gegensätze zwischen Gebieten hohen und niedere» Luftdruckes, die einzelnen Wetter- erscheinungen, Wolke», Regen, Schnee lassen sich alle nach Gesetzen der Wärmelehre erklären. Aber alles dies lätzt sich nur er- klären als Enderscheinung. Wann, ivarum diese Erscheimmge» eintreten, kurzum wie die ganze Bewegnng der Lufthülle Tag siir Tag, Stunde für Stunde verläuft und verlaufen muß, zur Lösung dieser Fragen fehlt eben noch jede sichere Grund- läge. Darum ist es eben unmögkich, das Wetter auch nur auf tvenige Stunden mit absoluter Sicherheit vorauszusagen. Immerhin werden auch in dieser Wissenschaft von Zeit zu Zeit Entdeckungen gemacht, die unbekannte Gebiete mit einen« Schlage erhellen. Von bedeutendem Werte sind die Folgerungen, die jüngst der Amerikaner Clayton aus den Beobachtungen über die totale Soiliienfinstcriiis vom 28. Mai IStX) gezogen hat. Durch die Ver- finstenmg der Sonne wird auf der Erde ein Schattengebiet ge- schaffen, in dem infolge des plötzlichen AufHörens der Sonnen- erlvärniung eine rasche Temperaturerniedrigung eintritt. Diese Plötz- liche Abkühlung rust einen großen Luftwirbel in der Atmosphäre hervor, es entsteht im Schattenbereich ein centrales Gebiet hohen Luftdrucks, dieses ist ringsun« von einem Gebiet minimalen Druckes umgeben, während außerhalb des Schattens ein Ring maximalen Druckes existiert. Daß Finsterniffe solche Wirbel mit kalten« Eentnim erzeugen, war schon früher bekannt. Clayton nuicht aber zunächst darauf ansmerksam, daß allein die plötzliche Teniperaturabnahme einen Lufttvirbel in sehr kurzer Zeit hervor- bringen kann. Da der Schatten über die Erde hinhuscht, so bildet sich immer von neuem der Lufttvirbel, während er sich hinter dem Schatten wieder auflöst. Es kommt also eine Art Welleiibelveflun� zu stände, die sich zusammen mit dem Schatten über die Erde hinzieht. Nun folgert aber Clayto», daß so wie bei der Sonnen- finsternis auch bei Eintritt der Nacht die Temperaturabnahme einen Luftwirbel mit kaltem Centrum erzeugt. um ivelches ein Ning mimmalen Druckes vorhanden ist. Da mm ebenso die Wärme des Tages einen Wirbel warmer Luft erzeugt. so entstehen nach Clahtons Meinung im Lause des Tages zwei Druckminiina, das eine in der Nähe der kältesten Zeit des Tages und das andre in der Nähe des wärmsten Teils. Zwischen beiden liegen Drnckniaxima, die von den Luftringen herrühren, welche den eigentliche» Wirbel umgeben. Auf diese Weise erklärt sich sehr einfach die längst bekannte Erscheinung, daß jeder Tag eine doppelte Periode des Luftdrucks besitzt. An jedein Tage steigt und sinkt das Barometer zweimal; natürlich ist diese Schwankung nicht jeden Tag genau zu kontrollieren, da sehr häufig andre Faktoren das Steigen' und Fallen des Barometers veranlassen und die periodische Bewegung verwischen. Das tägliche Wetter hängt ja fast ausschließlich von den Luft- wirbeln ab, die au« nnbekanntc» Ursachen plötzlich in einer Gegend auftreten und sich von da eventuell weiter verbreiten. Es bilden sich dabei Centren von hohem und niedrigem Luftdruck, zwischen denen Ausglcichsbclvegungen stattfinden. Bon den Gebiete» hohen Luftdruckes fließe» die Luftniasscn nach den Gebieten niedere» Druckes und dieses Fließen nehmen ivir als das Wehen von Winde» ans bestimmten Richtungen wahr. Füv die Entstehung solcher Luftwirbel sind die Gesetze noch völlig unbekannt. Nur ist durch die Verteilung sehr vieler metcorologiichcr Stationen über einen großen Teil der Erde die Möglichkeit gegeben, das Auftreten von solchen Luftwirbeln und die Richtung ihrer Bewegung sofort den entfcnitestcii Orten zu signalisieren und dadurch den wahr- fchcinlicheir Eintritt eines andren Wittcrnngschnrakters viele Stunden vorher anzukündigen. Allein auch diese Ankündigung kann keinen Anspruch auf absolute Sicherheit mache», da plötzlich neue Luftwirbel auftreten und störend oder aus- gleichend in die Bewegungen des andren eingreifen könne». Jedenfalls iverde» diese unberechenbaren Lnftwirbel auch mehr oder minder beeinflußt werde» durch die periodischen, die nach Claytons Annahme mit der täglichen Temperaturperiode zusammenhängen. Diese periodischen täglichen Barometcrschwanknngen zeige» auf der ganzen Erde eine sehr große Uebereinstimmnng, und auch das Würde darauf hindeuten, daß sie durch den Wechsel von Sonnenschein und Nacht hervorgerufen werden. Diese Periode» des Luftdrucks erfahren sehr incrkivürdige Abänderungen, je höher über dein Mceresnivean der Beobachtnngsort liegt. Ans hohen Bergen ist ja am frühen Morgen die Luft leicht, sie ist mit Wasserdampf erfüllt, der sich hier an den kalten, in der Nacht sehr stark abgekühlten Erdmassen niederschlägt. Ain Abend dagegen ist der Gegensatz zwischen der Temperatur auf der Bergmasse und der umgebenden Luft nicht so bedeutend wie im Flachlande. Dagegen kühlt- sich allerdings nach Eintritt der Nacht der Berg sehr rasch ab, viel rascher als die Ebene, in der die aus- gedehnten Landmassen die Wärme länger zurückhalten. Auf diese Verhältnisse ist es zurückzuführen, daß die Druckmaxiina und -Minima auf den Bergen andre Grade besitzen und zu andren Tagesstunden eintreten als in der Ebene. Als Beispiel für diese Unterschiede können die Darstellnngcn dienen, die A. v. Ober- mahcr über die Veränderlichkeit der täglichen Barometcrschlvanknngen auf dem Sonnblick sSitzungsbcricht der Wiener Akad. d. Wissensch.) gegeben hat. Der Sonnblick ist 3l06 Meter hoch. Auf ihm tritt das Morgenmaximuni des täglichen Baroinctcrgangcs in sehr ausge- sprochener Weise auf, während es im Flachlande nur wenig bemerkbar ist. Hier tritt es gegen 4 Uhr auf, auf dem Sonnblick dagegen erst gegen ö bis 6, je nach den verschiedenen Monate», nur im Mai und Juni genau um 5 Uhr. Das Vormittagsmaximnm, das unten um 10 Uhr eintritt, verspätet sich oben ebenfalls', es erscheint hier, je nach der Jahreszeit um 11 Uhr boriuittags bis 2 Uhr nachmittags. Das Nachmittagsminimum, das im Fiachlaude sehr stark ausgeprägt um 4 Uhr eintritt, ist auf dem Berge nur undeutlich wahrnehmbar. Dagegen ist das Abendmaximum, das sich im Flachlnnde gegen 10 Uhr nur wenig zu erkennen giebt, auf dem Sonnblick ein Haupt- maximnm. Es ist bemerkenswert, daß der Eintritt dieser Höhen- und Tiefenpnnkte des Lichtdrucks an trüben und heiteren Tagen verschieden ist. Auch darin giebt sich die Abhängigkeit der täglichen Lnftdrnck-Pcrioden von der Sonne, von Tageswärme und nächtlicher Kühle zu erkennen, und es würde sich hiernach also die Annahme Clatflons bestätigen. Von großer Bedeutung für das Verständnis vieler Vorgänge in der Atmosphäre scheinen die Untersuchungen über die Lnftelektricität zu werden, welche in letzter Zeit besonders von Elster und Geitel und von Wilson gefördert worden sind. Die Anschauung von der Jonisirung von Gasen hat auch auf die Atmosphäre Anwendung gefunden. Die Luft gilt als schlechter Leiter, indes kann dieselbe durch unsichtbare Strahlen elektrisch leitend gemacht werden. Es bilden sich in ihr negative und positive Jonen. Seitdem man die verschiedenen neuen Strahlen kennt, hat man auch dem elckrischen Znstand in der Atmo- sphäre große Aufmerksamkeit geividmet. Die Ionisierung der Luft geschieht in großartigem Maßstabe durch die Sonne, und zwar find es nach den Untersuchungen Lenards die ultravioletten Strahlen der Sonne, welche die Verteilung der Luft in negative und positive Jonen veranlassen. Da die ultravioletten Strahlen bereits in großen Höhen von der Luft fast völlig absorbiert werden, so ist der eigentliche Schauplatz der Jonenbildung in den obersten Luftschichten zu suchen. Durch die auf- und absteigende Vewegnng der Luftströme werden indes die Jonen überall in die Luft verteilt, freilich keineswegs gleich- mäßig. Allerdings nimmt Wilson nach neuerlich gemachten Untersuchungen an, daß die Luft nicht durch eine besondere Strahlimg jonisiert werde, sondern daß die Ionisation eine Eigenschaft der Lust selbst sei. Sehr wichtig ist die Thatsache, daß die Jonen, besonders die negativen, Kondensationskerne für Wasserdampf bilden können, das heißt, daß sich an ihnen Wasserdampf niederschlägt. Sie haben daher wahr- scheinlich eine sehr große Bedeutung sür die Bildung von Nebel und von Wolken. Wenn nun so in einer bestimmten Gegend die nega- tiven Jonen mit Wasser beschwert werde» und auf die Erde herabsinke», so würde eine sehr starke Trennung der positiven und negativen Elemente zu stände kommen. Es würde eine sehr starke elektrische Spannnng eintreten, und vielleicht ist hierauf auch die Entstehung von Ge- wittern zurückzuführen. Die mächtigen Blitzentladungen sind dann die sichtbaren Zeicben für die Ausgleichsbewegnngen der verschieden- artigen Jonen. Die negativen Jonen sind bedeutend beweglicher als die positiven, ihre Wanderungsgeschwindigkeit ist viel größer. Staub und Nebel wirken indes der Beweglichkeit der Jonen ent- gegen. Mehrere Anzeichen deuten darauf hin, daß elektrische Vorgänge auf die Bewegung der Atmosphäre einen noch iveit mannigfaltigeren Einfluß haben mögen als man bisher ahnen konnte. Auch die merkwürdigen Erscheinungen des Erdmagnetismus, der die Magnet- nadeln zu täglichen Schwankungen veranlaßt, scheinen mit Vor» gängen in der Luft zusammenzuhängen. Der Erdinagnctisinns hat seinen Sitz ebenfalls in den oberen Lustschichten, galvanische Ströme umkreisen als große Wirbel bestimmte Centren ans der Erde, und in der Richtung und in dem örtlichen Auftreten der Wirbel zeigen sich merk- würdige Uebereinstimmungen mit wichtigen Erscheinungen der atmo- spärischen Bewegung. So kann man eine Beziehung zwischen beiden nicht von der Hand weisen. Andrerseits werden die Nordlichter auf elektrische Vorgänge zurückgeführt, die ihrerseits von der Sonnen- strahlung abhängig sind. So kann man sich denn der Hoffmmg nicht verschließen, daß das Studium der Lustbcwegnngen, die Meteorologie selbst in ein fruchtbares Stadium gelangen könne. Die Erforlchung der elektrischen Vorgänge in der Luft wird in der nächste» Zeit die Hauptaufgabe sein müssen, ohne Zweifel sind auf diesem Wege große Entdeckungen zu erwarten, ob diese aber endlich der Meteorologie die sichere Grundlage geben werden, die man von einer Wissenschaft verlangen muß, darüber läßt sich vorderhand keine Vermutung aufstellen.— Kleines Feuillekon. — Estbare Vogelnester. Dr Hermann Einfeldt schreibt in der Wochenschrift„Nerthns"(Altona-Ottensen, Chr. Adolfs): Der chinesische Küchenzettel benutzt bekanntlich als höchste Leckerbissen eine Reihe von Speisen, welche dem Europäer nur wenig zusagen dürften, zum Teil wegen der üblen Eigenschaften von ihm geradezu ver- abscheut werden. Ich nenne hier Hnndebraten, Ratten, dann die Seeioatzen, welche als Trepang in ungeheuren Massen auf den Markt kommen und will im folgenden eine andre Delikatesse der chinesischen Küche besprechen, die eßbaren Vogelnester. Die eßbaren Vogelnester unterscheiden sich von den Nestern fast aller andren Vögel dadurch, daß sie nicht aus allerhand Niststoffen, welche die Vögel auflesen, tvie Haare, Federn, Würzelchen, Blätter, Gräser u. dergl. aufgebaut sind, sondern aus einem Stoff, den die Tiere selbst ausscheiden, aus Speichel aus den Speicheldrüsen ihres Mundes. Die Baumeister dieser etz- baren Vogelnester sind Verwandte unsrer Schivalben, die Salanganen. Es sind kleine Vögel mit sehr kleinem Schnabel, der an der Spitze einen Haken trägt. Die Füße sind»ach Schivalben- ort nur klein und schwach. Der Schwanz ist niüßig lang, gerade abgestutzt oder leicht ausgeschnitten. Es giebt mehrere Arten Salagane». Die Ivichtigsten sind die von den Malayen Dabet und liintjob genannten Arten, die CoIIöcali» nidifica und Collocalia fuciphaga der Ornithologen. Es sind einförmig gefärbte, kleine zierliche Vögelchen. Die Oberseite ist schwarzbraun, metallschimmernd, die Unter- seitc dunkel granbraun. Als Nahrung scheint den Vögeln wie unsren Schwalben allerlei fliegendes Kleingetier, wie Insekten und ähnliches, zu dienen. Die Salanganen kommen in Hinterindien und auf Ceylon, sowie auf den Sunda-Jnseln vor. Die Tiere nisten in dunklen, oft schwer zugänglichen Felshöhlen, meistens zu vielen Tausenden von Paaren. Hier hausen sie nnt Fledermäusen und andren Höhlenticren zusammen. Viele dieser finsteren Höhlen gelten den Eingeborenen als Sitz von Gottheiten, die als Schutzheilige der Vögel und der Eingeborenen, welche sich mit der Ernte der eßbaren Vogeleier befassen, den so- genannten Nesterpflückern, verehrt werden. Die Nesterpflückcr bilden in vielen Gegenden eine eigne Kaste; das Gewerbe vererbt sich vom Vater auf den Sohn durch viele Generationen hindurch. Die eßbaren Vogelnester gleichen in der Form einem Viertel einer Eischale, welches man erhält, indem man ein Ei zweimal in der Längsrichtung durchteilt. Ihre Höhe beträgt 2—3, ihre Breite 5— 7 Ceniimeter. Sie sind oben offen, die Felswand, an der sie an- gehestet sind, bildet die hintere Wand derselben. Die Nester sind dünn und durchscheinend. Am geschätztesten sind weißliche Nester, weniger wertvoll sind solche Nester, die zufällige Beimengungen lvie Federcheii, Blutstropfen ti. bcr(\I. ariflveisen»nd diejenigen, deren Färbung braun oder schwarz ist. Letzteres sind ivahrscbeinlich solche Nester, die schon zur Brut gedient haben, während die helleren Stücke ivohl frisch angelegte, unbenutzte dar- stellen. Wegen der schweren Zugänglichkeit der meisten Hohlen und wegen der in ihnen herrschenden Finsternis sind genaue Feststellungen über die Art und Weise, wie die Bogel die Nester bauen, nur schwer zu erlangen. Außerdem läßt vielfach der Aberglaube der Eingeborenen keinen Fremden zu. in viele» Fällen verraten die Nester- Pflücker die Höhlen, welche ihnen in den Nestern oft die einzige Erlverbs- quelle biete», nur nugcru. Während der Brutzeit schwellen die Speicheldrüsen der Salanganen ganz gewaltig an. besonders»verde» die Unter- znngendrüsen zu dieser Zeit dick und prall. Der Speichel hat die Konsistenz dicken arabischen Gummis, er ist klebrig, zähe, faden- ziehend und schmeckt leicht salzig. An der Luft trocknet er bald zu einer leimartigen Masse zusammen. Beginnen die Bogel nun ein Rest zu bauen, so flattern sie an der gcivählten Stelle dicht an der Felslvand und setzen ihren Speichel tropfentveise fest. Während des Fluges kleben sie fortlvährend»vcitere Mengen de? Speichels an nnd bauen so ans dem Speichel nach und nach das Rest zusammen. Abfallende Federn und andre Fremdkörper bleiben oft an dem frischen, noch klebenden Speichel hängen nnd dringen in die Wandung des Nestes ein. Der Bau eineö Nestes gebt nur langsam vor sich. Es soll ein ganzer Monat verstreichen, ehe ei» solches Nest zusaunnengefügt ist. Ist da? Nest fertig nnd ans- getrocknet, so legt das Weibchen zivei, seltener drei glänzend»veitze Eier von M Millimeter Länge und ungefähr 14 Milli- mcter Dicke. Binnen kurzem sind die jungen Salanganen ausgeschlüpft nnd ivachscn schnell heran. Die Eltern ver- lassen die Jungen dann bald, uin zum Neubau eines Nestes und zu einer neuen Brut zu schreiten. Jedes Nest tvird nur einmal benutzt, da es bald fault und abfällt. Bei der feuchten Luft, die in den Höhlungen herrscht, ist eS ja auch erklärlich, daß der Stoff, aus dem das Nest besteht, sehr vergänglich sein muß. Nach Aussage der Nesterpflücker sollen die Saläuganen bis viermal im Jahre zur Brut schreiten. Es erzeugt also ein Paar der Bögel trotz der ge- ringen Zahl der Eier in jeder Brut, dennoch in einen» Jahre eine recht bedeilteiide Anzahl von Jinigei». Während der Brut der Salanganeir beobachten Vertrauens- männcr der Nesterpfiücker beständig den Fortgang des Nesterbanes. Sind die Rester im Bau genügend Iveit vorgeschritten, so gehen die Sannirler ans Werk. Oft Hilter Lebensgefahr klettern sie in die Felshöhlnngen ein und brechen die Nester vorsichtig von den Wänden ab. Die Höhlungen liegen oft am Meere, so das; die Flut ihren Eingang bespült und gelegentlich ganz vcrschliejzt. Dann tvird der Pflücker gczivnngen, besonderv'jLeitern»md Steigevorrichtnngen anzufertigen,»un an die Nester gelangen zu können, lim ein Ans- sterben der Bögel zu verhindern, nimmt»na» ihnen nur dreimal die Nester fort, die letzte Brut tvird nicht zerstört. Die gesammelten Nester werde» gesäubert nnd in gröberen Partien verpackt und zu Schiff ausgeführt. In Indien werden die Nester kann, als Nahrung benutzt. Die meisten gehen nach China. Man löst sie in Wasser auf und setzt, um' sie schmackhafter zu machen, allerhand Gewürze zu oder benutzt die Auflösung der Nester zur An- fcrtigung von Suppe», Saucen n. dcrgl.'Die Chinesen sagen de» Nestern' auch verschiedene Heilkräfte nach, die aber tvohl kaum den Thatsachei» entsprechen dürften. Der Haupthandelsplatz für die Salanganeneier ist Kanton. Hier werden die Nester in einer bc- sonderen Packung, sogen. Piknl, z» je 7000 Stück verkauft. Die jährliche Einfuhr beträgt ungefähr 1200 PiknlS im Werte voir circa 8S 000 M. Ein Piknl' der besten Nester, also der tvcibcu reinen Nester, soll 3—4000 Dollar<10 000 M.) tvett sein, während die geringste Sorte nur 200 Dollar(800 M.) einbringt.— Musik. Wird man gefragt, von welchem der jüngeren Tonkünstler man am ehesten eineii tvirklichen belangreichen Fortschritt in musikalische» Dingen erwarten möchte, so fällt einem trotz aller kritischen Bor- behalte doch wohl bald der Name Hans Psitzncr bei. Der Konipoiiist der Opern„Der arme Heinrich" und„Die Rose vom Liebesgarten" ist jedenfalls ein Künstler, bei dem man sich darauf verlasse» kann, nur völlig Echtes zu bekommet» nnd die Kunst lediglich als Ausdruck eines Innern, die dramatische Tonkimst lediglich als Träger eines specifisch dramatischen Wollen? zu er- kennen. Bon den», lvas unserer musikalischen Moderne typisch anhaftet: von der Wagner-Epigoitie, von dem Forcierten, Komplizierten, von der Geringschätzung des schönen Klanges, von der Bevorzugung dcS Instrumentalen vor dem Vokalen, die mich zu einer Drücknng des Gesanges des Orchesters führt— von all dem ist Pfftzncr nicht ganz freizusprechen. Aber cS ist erstens schon viel, daß er cS in geringeren» Mäste als andre besitzt, dast er beispielsweise das Ver- stehen eines GesangStcxteS durch das Orchestertobeu nur halb, nicht ganz lötet. Und' zweitens glänzt durch all sein Schaffen cttvas durch wie ein fernes Licht, ein Hoffnungsschinniier einer neiten Musik, eine Spannung nach jenem Umschlag hin, der nach dem gcgcinvärtigen Ohrenmord in der Musik doch endlich komme»»inst... Ja noch mehr: Pfitzner hat in Berlin so viel Pech, dast man in ihm ivirklich cttvas Austcrordcutliches vcrmnlcn darf. Der„Anne Heinrich" mit jubelndem Prcmicren-Erfolg gründlich durchgefallen: von der„Rose" ein Konzcrt-Brnchstück seitens der Kritik als iveist Gott tvas abgetho.» ,md das Ganze von nusrei!» Opernhaus irgend wo bin gelegt. Im ncnlichcn, letzten St r a n st- K o n z e r t(Montag) gab's mehrfaches Neuere mit Beifallstosen für„Richard II." und für den Solosänger S ch e i d e m a n t c l. Als Pfitziiers„Herr Auf" (Ballade von Herder), vielleicht die tiefstgreifende Neuerscheinung dcS Abends, zu Ende tvar, konnte man deutlich merken, das; der ganze inästlge Beifall den» Sänger galt, nnd dast es keine„Pfitziicnmier" gab. Hochachtung! Der Umstand, dast es mir und wohl auch manchen» andern nicht mehr möglich war, ein Programm zu erhalten— bei eine», ganz ans er» solches mlgewiesenei» Konzert—»vird es begreiflich machen. wenn ich den langen Rest summarisch erledige. Wie ivcnig noch Alexander Ritter, einer der allcrgröstte» Meister des lyrischen Ausdrucks in der Musik, für»nS verwertet ist, zeigt der Umstand, dast jetzt, 0 Jahre nacb seinem Tod. ein so tvüidiges Werk ivie seine„sinfonische Tranermusik"„Kaiser Rudolfs Ritt zum Grabe" noch ans dem Manuskript gespielt»verde»» mnstte. Welche erhavcne. elementare Einfachheit liegt in der ohne Scheu vor Monotonie und ohne das Hasten nach Einzcleffekteu festgehaltenen Taktik eines letzten irdischen Ganges! War es Hör-Uebcrunüdung oder sonst ein subjektiver Grund, dast mir Max Schillings'„sinfonische Fantasie":„Mcergrust" vor allem den Eindruck ertveckle, sie verstehe nicht zu interessieren, nnd sie sei»iniS so und so vielfache zu lang k DcS Franzosen Alfred Brune an, des Zola-Kompouiste»,„Mcssidor'-Einleitung»ntcr- esfferte durch ihre Bescheideikheit und durch ihre Vertretnng eines „lyrischen Dramas".—„" sz. Ans dem Tierleben. es. U e b e r ackerbauende Ameise» ist viel geschrieben, tvas»ach den Untersnchnngeu von Professor Wheelcr(..America» Natnralist") in das Gebiet der Sagen zu verweisen ist. Es ist nämlich behauptet tvorden, dast gewisse Ameisenartei» der Gattung Pogötiomyrmex Reis aussäe», um ihn reifen zu lassen und später zu ernten; man hat geradezu von Aineffenrcrs ge- sprachen. Wenn die Nester der fraglichen Art zur geeigneten Jahreszeit beobachtet werde»> kann man darin häufig die Arbeiter aus der Borratskanuner Reiskörner fortschleppen sehet!. die sie in einiger Entfenmiig zu einem Hänfen anfichichten. Die Körner schlagen dann hänfig Wurzeln uud wachse» zn Hälmchcn aus, nnd da die Ameisen sich hauptsächlich von dieser Pflanze nähren, ist es nicht überraschend, den AmeisenrciS iu der Umgebung ihrer Nester zu finden. Wenn man aber ainiehincn ivollte. dast die Ameise ivie ein Landwirt dieses Getreide aussät und pflegt, um ihre Ernte da- von zu nehme», so tväre das ebenso lvidersinnig. als iven» man von einem Koch sagen wollte, er pflanzte nnd unterhielte einen Obst- garten, wenn einer der von ihm fortgeworfcncn Obststeine im Boden keimt n»d zu einen» Baun» emporivächst. Die Sage von den acker- bauenden Ameise» aber wird wahrscheinlich schwer zu beseitigen sein, da sie sich auf die graste Antorirät von Darwin stützt und auch in dein berühmten Werk über die Ameisen von Lord Avcbnry»vieder- holt ist.— Humoristisches. — Wahre Geschichte. Zivei Odcinvälder Bänerinnen nntcr- halten sich über religiöse Dinge. Da meint ziveifelnd die eine: „Manscht dc dann tvärklich, dast iner cmol in Himmel knnnnc?" „DeS lvär mir äwer laad," meint die andre,„Iva»»» ich'S nct amol schöimer kriege sott als ivie alletveil. Do plogt mcr sich j» doch nor for die Jurre. Und seitdem unser Parre uf ein Rod fährt. is es crscht recht nimmäi sckiäi»ff dc Welt. Wann mer do fertig iS mit„Gelobt sei JesnS Christus!", is er mit seine Ewigkeit schunn längscht wirrer beim Deiwel."—<„Jngend".) Notizen. � Im Alexa»der Platz-Brettl werden fortan an jedem Som, abend Dichter und Dichterinnen persönlich einige ihrer Arbeiten rccitiercn. Den Anfang iverden an diesem Sonn- abend HanS H y a u inid Margarete B e u t l e r machen.— —„Einquartierung", ein Schwank bon Ä n t o n h Mars und Henry K ö r o>» l, deutsch von Bcmio Jacobson, tvird die nächste Novität des R e s i d e n z- T h e a t e r s sein,— — B ö ck l i u s Bild„ F r ü h l i n g S h y in n c" ist vom Leipziger Städtischen Muten«, für 05 000 M. angekauft tvorden.— — Eine„Freie Vereinigung tv ü r t t e m b e r g i s ch e r K ü n st I e r" hat sich innerhalb der Stuttgarter Kniistgenossen- schaft gebildet. Dieselbe tvird in diesem Jahre mit eigner Jury und Hängckon, Mission im Glaspalast in München in einem eigne» Saal ansstelleu. Der Vereinigung gehören bis jetzt 22 Künstler an, darunter Professor Reiniger ais erster Vorsitzender.— c. Ein S ch m c t t e r l i n g s s a m in l n n g von 200 000 Exem- pkare» ist dem South K e n s i n g t o n- M n s e u m in Londo i» vermacht worden. Es ist eine prächtige Schmetterlings- und Nacht- faltersammlimg,— Die nächste Nummer des Unterhaltungsblattes erscheint am Sonnlag. den 10. März. Beraimvorttiqer Reoacteur: Enrl Lei» in Berlin. Druck und Beriaz von Max Vading in Berlin.