Zlnterhaltungsblatt des vorwärts Nr. 55. Donnerstag, den 19. März. 1903 (Nachdruck verboten.) i7] Das Geld. Roman von Emile Zola. Daigreniont erhob sich sofort bei Saccards Erscheinen. „Ei. mein werter Freund, was wird denn aus Ihnen? Erst neulich dachte ich wieder an Sie... Sind Sie denn nicht mein Nachbar?" Indessen beruhigte er sich und verzichtete auf jene für die große Schar berechnete Herzlichkeit, als Saccard. der die feinen Einleitungsformeln für überflüssig hielt, sofort den Zweck seines Besuches darzulegen begann. Er nannte ihm sein großes Unternehmen, sehte ihm auseinander, daß er vor der Gründung der Bangne Universelle mit einem Kapital von fünfundzwanzig Millionen ein Konsortium ans befreundeten Bankiers und Fabrikanten zu bilden suche, welches den Erfolg der Emission zum voraus sichern sollte durch die Verpflichtung vier Fünftel dieser Emission zu übernehmen, das heißt miiv destens vierzigtausend Aktien. Taigremont, sehr nachdenklich geworden, hörte zu und schaute Saccard an, als wollte er ihm bis in die Tiefen bei Gehirns schauen, um zu sehen, welche für ihn selbst nutz bringende Arbeit er nock ans diesem Manne ziehen könnte, den er so rührig und so voll wunderbarer Eigenschaften gekannt hatte, trotz seiner fieberhaften Unbeständigkeit. Zuerst zauderte er:„Nein, nein!" sprach er.„Ich bin überbürdet, ich mag nichts Neues mehr unternehmen." Dann wandelte ihn die Versuchung an, er stellte Fragen wollte die Entwürfe kennen lernen, deren das neue Haus sich anzunehmen hätte und über welche Saccard vorsichtigerweise mir niit größter Zurückhaltung sprach. Sobald er dann das erste beabsichtigte Geschäft kannte, jenen Gedanken, sämtliche Transportgesellschaften am Mittelmeer unter einer Firma „Conipuxuw g�n�rale des paquehots rdunis" zu vereinigen. schien er betroffen und entschied sich mit einem Schlage: „Nun, hören Sie!" sprach er,„ich will dabei sein, allein unter einer Bedingung... Wie stehen Sie eigentlich mit Ihrem Bruder, dein Minister?" Durch diese Frage überrunipelt, sprach Saccard un- umwunden seine Erbitterung ans: „Mit meinem Bruder? Nun, er macht seine Geschäfte und ich die meinigen. Er ist nicht sehr brüderlich gestimmt, mein Herr B-uder."« „Dann thut es Mir leid!" erklärte Daigremont rundweg, „ich thue nur mit. wenn Ihr Bruder auch dabei isl... Ver- stehen Sie wohl? Ich will nicht, daß Sie miteinander böse seien." Mit zorniger Geberde, voll Ungeduld widersprach Saccard. Brauchte man denn Nougon? Hieße das nicht Fesseln holen, mit denen man sich Hände und Füße band? Aber gleichzeitig erhob sich die Stinime der Vernunft in ihm und übertönte seinen Groll. Man mußte inindestens sich der Neutralität des großen Mannes versichern. Gleichwohl weigerte er sich immer noch barsch. „Nein, nein, er hat sich zu schmutzig gegen mich betragen! Nie werde ich den ersten Schritt thun." „Hören Sie!" begann Daigremont wieder.„Um fünf Uhr erwarte ich Huret wegen eines Auftrages, den er über- nominen hat... Eilen Sie jetzt zum Gesetzgebenden Körper hin, nehmen Sie Huret beiseite, erzählen Sie ihm Ihre An- gelegenheit, sofort wird er mit Rougon darüber sprechen, er wird erfahren, was dieser davon hält, und wir haben um fünf Uhr die Antwort. Wie? Um fünf Uhr wieder hier?" Gesenkten Hauptes dachte Saccard nach. „Mein Gott!" rief er,„wenn Sie Wert darauf legen!" .,O, emen sehr großen! Ohne Rougon ist nichts zu wollen: mit Rougon alles, was Sie verlangen." „Gut, ich gehe hin." Er wollte schon nach kräftigem Händedruck abgehen, als der andere ihn zurückrief. „Hören Sie mal! Wenn Sie merken, daß die Sache ins Blei komnit, dann sprechen Sie doch im Vorbeigehen beim Marquis de Bohain und bei S6dille vor. Teilen Sie ihnen mit, daß ich dabei bin, und fragen Sie beide, ob sie nlitthun wollen... Ich verlange, daß sie dabei sind nicht entlassen hatte, obwohl er nur bis zum Ende der Straße zu gehen brauchte, um nach Hause zu kommen. Er schickte ihn fort, da er darauf rechnete, daß er nach- mittags zu Hanse anspannen lassen konnte: dann kehrte er rasch nach Hause zurück, um zu speisen. Man erwartete ihn nicht mehr, die Köchin brachte ihm selbst ein Stück kaltes Fleisch, welches er gierig verzehrte. Gleichzeitig zankte er mit dem Kutscher, den er heraufgerufen hatte, um über den Ve- such des Tierarztes Bericht zu hören. Das Ergebnis war, daß man das Pferd drei bis vier Tage ausruhen lassen müßte. Mit vollem Mund klagte er den Mann der Nachlässigkeit au und drohte ihm mit Frau Karoline, die in der ganzen Ge- schichte Ordnung schaffen würde. Schließlich rief er ihm nach, er solle wenigstens eine Droschke holen. Wieder fegte eiil sintflutartiger Regenguß über die Straße, lieber eine Viertelstunde mußte er aus den Wagen warten. Als er unter strömendem Regen einstieg, rief er dem Kutscher zu: „Zum Gesetzgebenden Körper." Sein Plan war, noch vor Beginn der Sitzung anzu- kommen, so daß er Huret im Vorbeigehen anhalten und in aller Ruhe mit ihm reden könnte. Leider fiircchete man für den betreffenden Tag eine leidenschaftliche.Erörterung, weil ein Mitglied der Linken die ewige Mexikofrage zur Sprache bringen wollte: ohne Zweifel müßte dann Nougon erwidern. Als Saccard in den Wandelgang eintrat, hatte er das Glück, seinen Abgeordneten zu treffen. Wegen der in den Gängen herrschenden Erregung führte er ihn in einen der kleinen Nebensäle, wo sie sich allein sahen. Die Opposition-:.- Partei wurde immer gefiirchteter: schon machten sich die Vorwehen der Kataslrophe fühlbar, welche anbrechen und alles fortblasen sollte. Huret, der mit wichtigen Gedanken be- schäftigt war, verstand zuerst nicht, was Saccard wollte, unh ließ sich zweimal die Sendung erklären, die er übernehmen sollte. Dann stieg seine Verstörtheit: „Aber, bester Freund,>vas fällt Ihnen ein? Ich soll jetzt mit Rorigon sprechen?... Er wird mich zum Teufel schicken, ganz gewiß." Tann aber trat die Sorge um seinen persönlichen Vor- teil zu Tage. Er eristierte ja nnr durch den großen Rougon, dem er seine offizielle Kandidatur, seine Wahl zum Abge- ordneten verdankte, seine Stellung als Dienstmann für alles. der von den Brosamen der Gunst seines Herrn lebte. Bei diesem Handwerk rundete er, dank den Bestechnngsgeldern und den vorsichtig unter dem Tisch aufgelesenen Gewinnen, seit zwei Jahren seine großen Ländereien im Departement Cal- vados ab und hegte den Plan, sich nach dem großen Krach dort- hin zurückzuziehen und da als Herrscher zu thronen. Sein breites, pfiffiges Bauerngesicht>var von der Verlegenheit um- düstert, in die ihn diese Bitte um seine Vermittelung warf: man gab ihm nicht einmal Zeit, sich darüber Rechenschast ab- ulegen, ob für ihn Gewinn oder Schaden dabei herauskam. „Nein, nein, ich kann nicht, ich habe Ihnen die Willens- Meinung Ihres Bruders überbracht, ich will ihn nicht schon wieder plagen. Zum Teufel, denken Sie doch auch an mich! Er ist nicht sehr zärtlich, wenn man lästig wird, und ich habe, bei Gott, keine Lust, für Sie zu büßen und meinen Einfluß zu verlieren." Saccard verstand ihn und bestrebte sich nur noch, ihn von den Millionen zu überzeugen, die bei der Gründung der Bangne Universelle zu gewinnen wären. Mit großen Zügen, mit seiner glühenden Beredsamkeit, die ein Geldgeschäft zum Dichtermärchen umgestaltete, setzte er ihm die herrlichen Unter- nehmungen, den sicheren und großartigen Erfolg auseinander. aigremont habe sich mit Begeisterung an die Spitze des Konsortiums gestellt, der Marquis de Bohain und Sddille hatten gebeten, mitthun zu dürfen. Unmöglich könnte er, Huret, nicht mitthun: die andern Herren wollten ihn wegen einer hohen politischen Stellung durchaus dabei haben. Man hoffte sogar, daß er einwilligen würde, in den Verwaltungsrat einzutreten, da sein Slawe gleichbedeutend wäre mit Ordnung und Ehrlichkeit. Bei diesem Versprechen einer Ernennung zum Ver- waltungsrat faßte ihn der Abgeordnete scharf ins Auge: „Zum Schluß! Was verlangen Sie von mir? Welche Ant- Vor der Thüre fand Saccard den Wagen wieder, den er! wort soll ich aus Nougon ziehen?" _ o „Mein Gott!" erwiderte Saccard.„ich hatte gern meinen Bruder beiseite gelassen. Aber Taigremont verlangt, daß ich mich mit ihm aussöhne. Vielleicht hat er recht... Deö- halb glaube ich, das; Sie mit dem gewaltigen Mann einfach über unsre Sache reden und sich bemühen sollen, wenn nicht seine Hilfe, doch wenigstens zu erlangen, daß er nicht gegen uns sei." Huret saß mit halbgeschlossenen Augen da und konnte immer noch nicht zum Entschluß kommen. „Kurz! Wenn Sie nur ein liebenswürdiges Wort mit- bringen können, mir ein liebenswürdiges Wort, verstehen Sie? Taigremont wird sich damit zufrieden gcbeil und heute abend niachen wir unter uns dreien die Sache serlig." „Nun. ich will's versuchen," erklärte rasch der Abgeord- uete, wobei er eine bäuerische Biederkeit heuchelte;„aber ich thue es nur Ihretwegen, denn er ist nicht leicht zu behandeln. nein, nein, besonders ivenn die Linke ihn reizt... Auf Wiedersehen um fünf Uhr!" „Uni fünf Uhr." Saccard blieb fast noch eine Stunde sitzen, sehr beuu- ruhigt über die umlaufende» Kampfesgerüchte. Er hörte, wie einer der großen Redner der Opposition ankündigte, er wolle das Wort ergreifen. Bei dieser Nachricht kam ihn einen Augenblick die Lust an. Huret wieder aufzusuchen und zu fragen, ob es nicht rätlich wäre, die Unterredung mit Rougoir auf den folgenden Tag zu verschieben. Tann als Fatalist, der an den Zufall glaubt, fürchtete er wieder alles zu ge fährden, wenn er an dem bereits Ausgemachten änderte. Vielleicht würde fein Bruder im Gedränge das ersehnte Wort leichter hinwerfen. Um den Dingen ihren Lanf zu lassen, brach Saccard auf und bestieg wieder seinen Wagen. Schon fuhr er über die Eoncordienbrücke, als ihm der von Taigremont auLgefprocheiie Wunsch wieder einfiel. „Kutscher, nach der Rue de Vabylone!" In der lü'ue de Babylone wohnte nämlich der Marquis de Bohain. Er harte das frühere Nebengebäude eines großen Hcrrschaftshailses inne, einen Pavillon, welcher früher das Stallpersonal beherbergt hatte und welcher zu einem sehr be- haglichen neumodischen Haus umgebaut worden war. Die Einrichtung war prunkvoll mit einem vornehm zierlichen An strich. Die Frau des Hauses sah man niemals; sie war leidend, wie der Marquis sagte, und durch ihre Gebrechlichkeit au's Zinnner gefesselt. Das Haus und die Möbel gehörten aber ihr; er wohnte als Ehambregarnist bei ihr und besaß als Eigentum nur seine Kleider in eineni Koffer, den er auf einer Droschke hätte mitnehmen können; seitdem er vom Spiel lebte, bestand Vermögensabsoudenmg. Zweimal bereits hatte er bei Eiiltritt eines.Krachs sich rundweg geweigert, seine Disfereiizen zu zahlen, und der Massepsleger hatte nach Kenntnisnahme von deil Verhältnissen es für überflüssig gehalten, ihm auch nur einen Zahlungsbefehl zu schicken. Man sagte einfach: „Schwamm drüber!" Ter Herr Marquis strich ein, so viel er gewann. Sobald er aber verlor, zahlte er nicht. Man wußte es und schickte sich darein. Er hatte ja einen erlauchten Namen und war ein vortrefflicher Schmuck für Verwaltungsräte; darum rissen sich die neugegründeten Gesellschaften üm ihn, wenn sie nach vergoldeten Aushängeschildern suchten, so daß der Marquis immer Arbeit hatte. An der Börse hatte er seinen eignen Stuhl ans der Seite nach der Rue Notre-Damcs-des-Victoires,>vo die reichen Spekulanten sitzen, welche sich scheinbar um die kleinen Tages- gerüchke wenig kümmern. Man achtete ihn, man fragte'ihn vielfach um Rat. Oft hatte er den Markt beeinflußt. Kurz, er war eine Persönlichkeit. Saccard, der ihn wohl kannte, ließ sich trotzdem durch die stolze Höflichkeit einschüchtern, mit welcher dieser stattliche sechzigjährige Greis ihn einpfing; der auffallend kleine Kopf ruhte ans einem riesengroßen Körper, das blasse Gesicht war von einer braunen Perücke umrahmt, die ganze Persönlichkeit äußerst stattlich. „Herr Marquis, ich komme als wirklicher Vittsteller..." Er nannte den Grund seines Besuches, ohne zunächst ans Einzelheiten einzugehen. UebrigenS fiel ihm der Marquis gleich anfangs m die Rede: „Nein, nein! Meine ganze Zeit ist besetzt; ich habe im Augenblick zehn Anträge, die ich abweisen muß." Tann, als Saccard lächelnd hinzufügte:„Taigremont schickt mich; er hat an Sie gedacht." da rief der Marquis gleich aus: „So? Taigremont ist dabei?... Schon gut! Wenn Taigremont dabei ist, dann thiie ich mich mit! Rechnen Sie auf mich." Und nun wollte der Besucher ihm Ivenigstens einige Auskunft über die Art des Geschäfts geben, an dem er sich be- teiligen sollte; der Marquis schloß ihm aber den Mund mit der liebenswürdigen Unbefangenheit eine» großen Herrn, der zu solchen Kleinigkeiten sich nicht herabläßt und in die Ehrlich- keit andrer ein natürliches Vertrauen setzt: „Bitte, kein Wort mehr... Ich will nicht» wissen. Sie brauchen meinen Namen, ich leihe Ihnen denselben und freue mich sehr; damit abgemacht... Sagen Sie Taigremont mir, er möge die Sache anordnen, wie es ihm beliebt." Als Saccard in heiterer Stimmung wieder einstieg, dachte er innerlich lachend:„Er wird uns viel Geld kosten. aber er ist wirklich sehr nett!" Tann rief er laut: „Kutscher, nach der Rue des Ieüueurs!" Dort hatte das Haus«üditte seine Lager- und Geschäfts- räume, tvelche in einem Hinterhause ein großes Erdgeschoß einnahmen. Nach fünfundzwanzigjähriger Arbeit hatte Sybille, der aus Lyon hierher gezogen v"r, aber seine Spinnereien behalten halte, endlich seine«eioengroßhandlung zu einer der bekanntesten und gediegensten in Pari» cmpor- gebracht, als infolge eines Zufalls die Spiellei denschafl bei ihm sich Bahn brach und mit der vernichtenden Heftigkeit einer Fcnersbrunst um sich grijs. Zwei große Gewinne, die Schlag auf Schlag erfolgten, hatten ihn dethört. Wozu fünfundzwanzig Jahre seines Lebens sich Plagen, um eine armselige Million zu verdienen, wenn man sie durch eine einfache Börsenoperation binnen einer Stunde in die Tasche stecken kann? Von da ab hatte er all- mählich das Interesse an seinem Geschäft verloren, welches durch eigne Kraft weiter ging, und lebte nur noch in der Hoffnung aus einen sieggekrönten Börsencoup. Dann war das Mißgeschick gekommen; es verschlang beharrlich den ganzen Gewinn seines Geschäfts. Bei einem derartigen Fieber ist das Schlimmste, daß man den Geschmack an redlichem Gewinn und schließlich auch selbst da» genaue Bewußtsein de» Geld- wertes verliert. Und der Krach war unausbleiblich, wenn die Fabrik in Lyon zweimalhnnderttausend Franken eintrug und das Spiel dreimalhunderttauseird wegraffte. (Fortsetzung folgt.) kleines feuiüeton. v i e d e r. Oskar S t r a n s trägt am 39. März in, K ü n st l c r- haus eigene, neue Kompositionen vor; Mitioirkende: Bozena BradSky, Robert Koppel, Arthur Pserhofer u. a. Das Cabaret zur„Grünen Minna" hat eine Subskriptionsliste (Karten a 3 M.) bei Keller u. Reiner ausgelegt: der 3. April soll einen Subskriptions- Konzert- Abend in, Hotel Imperial(Enckeplatz) bringen.„Verbotene Früchte" nennt I a n» e s R o t h st e i n den Uebcrbrettl-Abend, den er im Verein mit Koppel, Pserhofer u. a. am 24. März im Künstler- Hans veranstaltet(Eintritt 3 M.).— — Die Berliner Ratio nal-Galerie hat Friedrich Rückerts Original-Brustbild von der wcimarischen Malerin Bertha F r o r i e p für 2909 M. erworben.— — In Düsseldorf wird im nächsten Jahre(in Verbindung mit der intcniativnalen Kunstausstellung) eine internationale G a r t e n b a u- A u s st e l l u n g veranstaltet iverden.— — In, G e r m a>, i s ch e n Musen m zu Nürnberg sind jetzt 19 altdeutsche Bauernstuben, zum Teil mit Flur und Küche, eingerichtet: eine niedersächsische, eine von den Halligen, eine holsteinische, eine aus der Wilstcrmark, eine oberbayrische, eine Thurgauerftlche aus der Bodensecgcgend, eine tiroler Stube aus dem Jnnthale, eine Egerländer Stube, eine aus WestfrieLland und eine aus der Wetteran.— o. Wie die Zeitschrift„Le Tour du Monde" mitteilt, hat Dr. I a c o t- G n i l l a r in o d fast ein ganzes Jahr lang die R i e s e n g l e t s ch e r des H i n, a l a y a erforscht. Er hat zwei Monate auf dem Baltoro-Gletscher zugebracht, in einer Höhe von 9999 bis 9599 Meter kampierend, ohne daß eS ihm jedoch gelungen wäre, den berühmten Gipfel K 2(8920 Meter) zu erreichen, da schreckliche Stürme ihn hinderten. Er konnte wenigstens 6i3_ zu 7999 Meter gelangen. Die Expedition bestand ans sechs Europäern — drei Engländer, zwei Oestreicher, ei» Schweizer— und 259 Kulis, die 3599 Kilo trugen.—_ gorwärts Buchdruckerei und Berlagsaiistalt Paul Singer& Co., Berlin üW