Nr. 253. Abonnements Bedingungen: Hydrat Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit tulustrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Zeitungss Preisliste für 1899 unter r. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. 8 Erscheint täglich außer Montags. 579 Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. ..Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erfie Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Bmt I, Mr. 1508, Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Etwas über Expropriation. Sonnabend, den 28. Oktober 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Diese Verblendeten benutzen mit ihrem Gerede von Podbielsti- Kanalvorlage nicht vergessen, sondern frischt sie im Bewußtsein Laffalle oder Podbielski- Bebel einmal wieder das rote Gespenst als auf. Es ist alles bei uns uferlos, und sonder Ziel treibt das Treiber, um die feudale Jagd recht ergiebig zu machen. Denn Regierungsschiff in der Runde. In zwei bis drei Wochen tritt der Reichstag wieder zusammen, so und nicht anders liegt die Sache. Haben die Privatposten einen und so beginnt in der liberalen Presse das Geplänkel gegen die rechtlichen Anspruch auf Entschädigung, so haben die Großgrundfitzer Postgesetz Novelle, die mit den Privatposten aufräumen, aber sie auch einen rechtlichen Anspruch auf die Getreidezölle und selbst den nach kapitalistischen Begriffen nicht genügend entschädigen will. Im Antrag Kanig, so haben die Schnapsbrenner und Zuckersieder auch bereiten unseren Scharfmachern arges Unbehagen. noch mehr aus dem Säckel der Steuerzahler herauszuschlagen, wird einen rechtlichen Anspruch auf ihre Liebesgaben. Das Reich ist auf meinen grollend, die Socialdemokratie könne über die Vornoch mehr aus dem Säckel der Steuerzahler herauszuschlagen, wird dem Gebiete des Gewerbe- und Handels-, des Steuer- und Zoll- gänge lachen, und sie preisen die helleren" Sachsen. So dabei das schlaue Mittel gebraucht, den Generalpostmeister schreibt ein Blatt dieser Clique: = Die bayrischen Landtags- Verhandlungen Ste Als im Landtag zu Dresden vor einigen Jahren die Socialdemokratie eine Wahlrechtsreform verlangte, gingen die Kons servativen, Nationalliberalen und Freisinigen gleichfalls alsbald darauf ein, aber sie machten die Sache in genau entgegen geseztem Sime, als die Socialdemokratie wünschte, nicht nach Der demokratischen, sondern nach der„ reaktionären" Richtung: die Dreitlassenwahl nach preußischem Muster wurde eingeführt und infolgedessen sind bei den Neuwahlen die Socialdemokraten im sächsischen Landtag bereits von 14 auf 4 Size reduciert. Ob sich die Herren in der Münchener Kammer wirklich 20 bis 30 Socialdemokraten aufladen werden?" Inzwischen nehmen die Erörterungen über die Wahlder bayrischen Abgeordnetenkammer b. Podbielski als einen Gesinnungsgenossen Lassalles und Bebels wesens nicht souveräner, als auf dem Gebiete des Postwesens. hinzustellen. Der biedere Philister soll graulich gemacht werden, haben die Liberalen verlangt und verlangen sie heute noch, auf daß er sein Fell geduldig zum Scheren hinhalte; wer sich über- daß die Gewerbe, Handels-, Steuer- und Zollgesetzgebung im zeugen will, mit welchen unglaublichen Mitteln für diesen erhabenen dadurch verursachte Schädigung einzelner Klassen, erheben sie ein tapitalistischen Interesse geregelt werde, unbekümmert um die Zwed gearbeitet wird, der lese den gestrigen Leitartikel der„ Bossischen furchtbares Geschrei über„ verwerfliche Klassenselbstsicht", wenn die Beitung" über Enteignung und Entschädigung. Für jeden Menschen, der nicht absichtlich täuschen will, liegt es von der kapitalistischen Gesetzgebung gefährdeten Klassen sich zur auf der Hand, daß die Postgesetz- Novelle des Herrn v. Podbielsti ehre fezen, so müssen sie auch für sich billig sein lassen, was für die anderen recht sein soll. nicht das geringste zu thun hat weder mit Laffales System der Erworbenen Rechte, noch mit dem, was Bebel auf dem Parteitag daß die Erweiterung des Bostregals im allgemeinen Interesse note Sind die gesetzgebenden Körperschaften des Reiches der Ansicht, in Hannover über die große Expropriation" der socialistischen wendig ist, so haben sich die geschädigten Privatposten zu fügen, Bukunft gesagt hat. Lassalles Werk Werk bekämpftein erster Reihe den Anspruch des ostelbischen Junkertums, sich seine die Gesetzgebung die Beseitigung der Zunft im allgemeinen Interesse ihren Fortgang. Am Donnerstag meinte der liberale Abebenso wie sich die geschädigten Zunftmeister zu fügen hatten, als rechtsreform in längst verfaulten feudalen Rechte nur gegen schweres Geld der Steuer- für notwendig hielt. Das ist bürgerliches Necht, und zwar bürger- geordnete ub: zahler abkaufen zu lassen und dadurch seine volksbedrückende Existenz liches Necht im historisch fortschrittlichen Sinne. zu verewigen; der praktische Vorstoß von Laffalles rechtsphilosophischen talistische Liberalismus heute noch eine achtbare Seite hat, so ist es Wenn der kapiAusführungen kam dem Rechte der Bourgeoisie zu gute, soweit das talistische Liberalismus heute noch eine achtbare Seite hat, so ist es Recht ein historisch- fortschrittliches Recht war, und wenn die preußische aber auch nicht schlimmer sind, als die Entschädigung der Privatfeine Bekämpfung der Getreidezölle und Liebesgaben, die nicht besser, Bourgeoisie nur einen blaffen Schinimer von ihren politischen posten. Diese Bosten haben sich als private Spekulationen auf einem Interessen gehabt hätte, so würde sie Lassalles Buch mit Lorbeeren Gebiete angesiedelt, von den sie sehr wohl wußten, daß es seit bekränzt haben, nach dem Vorgange ihrer paar wirklich gescheidten Jahrhunderten der souveränen Gesetzgebung des Staates unterstand; Köpfe, wie des alten Ziegler. In der„ töniglich privilegierten haben sie trotzdem auf die ewige Dauer ihrer Geschäfte gerechnet, Berlinischen Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen" fann man fo haben sie eben falsch spekuliert, und dies Risiko müssen sie nach dagegen alle vier Wochen einmal den Blödsinn lesen, daß Lassalle den heiligsten und unverbrücklichsten Gesetzen der kapitalistischen verlangt habe, jedes erworbene Recht könne in jeden beliebigen Gesellschaft tragen. Augenblick ohne jeden Anspruch auf Entschädigung aufgehoben werden. o " " Ja, selbst auf die Gefahr hin, daß das neue Wahlgesetz nur den demagogischen Parteien zu gute tomme, werde die liberale Partei für den Antrag der Socialdemokraten stimmen." Fraktionsmitglieder, die bisher den Standpunkt vertreten Und der Centrumsmann Geiger erklärte namens der haben, daß während der Regentschaft die Verfassung nicht geändert werden dürfe, sie seien nun überzeugt, das Bedürfnis nach einem neuen Wahlgesetz sei so dringend, daß das Wohl des Staates es verlange. Die Debatte wird noch am Freitag fortgesetzt. Man hat allen Grund, der Entwickelung dieser Angelegenheit aufmerkGalliffet und das Ministerium. Wenn die Krenz- Zeitung" über socialistische Expropriation" sam zu folgen. rente beschnitt, so war das zwar Unsinn, aber Unsinn mit Methode. schrie, sobald die Gesetzgebung im allgemeinen Interesse die Grundwenn dagegen die„ Bossische Zeitung" über socialistische Expropriation" schreit, sobald die Gesetzgebung im allgemeinen Interesse die Interessen des Kapitalprofits beschneidet, so ist das auch Unfinn, aber Unsinn ohne Methode. Es sei denn, man nenne es Methode, daß bei der deutschen Bourgeoisie der Profit allemal das Princip totschlägt. Politische Uebersicht. Berlin, den 27. Oftober. Paris, 26. Ottober. Unterlassungen zu tadeln, von denen freilich einige, die in Bisher waren an Galliffets Haltung im wesentlichen nur Verbindung mit dem Dreyfus- Prozeß stehen, besonders fchwerer Natur sind. Jetzt hat der Kriegsminister zu seinen Unterlassungen eine sehr schlimme Handlung hinzugefügt: Urbain Gohier wird von ihm wegen Armeebeleidigung" und„ Aufreizung der Soldaten zum Ungehorsam" berfolgt! Legte Lassalle das Hauptgewicht auf die Entschädigungsfrage und mußte er es thun, da es ihm vornehmlich auf die Ueber führung des feudalen ins bürgerliche Recht aufam, so spielt die Entschädigungsfrage bei der großen Expropriation", von der Bebel in Hannover sprach, eine sehr nebensächliche Rolle. Bei ihr handelt es sich um die Ueberführung des bürgerlichen in proletarisches Recht, des fapitalistischen in socialistisches Eigentum, des Eigentums, das den Wenigen die Herrschaft über die Vielen giebt, in Eigentum, das teinem Menschen mehr Gewalt über einen anderen Menschen giebt. In solchem Eigentum fönnen nun aber die bisherigen fapitalistischen Eigentümer bei der großen Expropriation" nach ihres Herzens Begehren entschädigt werden; es kommt wenig darauf an, zumal bei der ungeheuren Spannkraft, welche die Man muß oder kann bis auf weiteres annehmen, daß socialistische Produktionsweise, den gesellschaftlichen Produktivkräften das Ministerium in seiner Gesamtheit an der Verfolgung Eine konftitutionelle Revolution geben wird. Bekanntlich hat Marg oft gesagt: Am besten wär's, planen die Flotteneiferer in der Industriepresse. Sie fordern nicht verhandelt. Dadurch wird aber die Sache nicht besser, nicht beteiligt ist. Denn der letzte Ministerrat hat darüber man kaufte die Gesellschaft aus. Sollte den Gelehrten der liberalen von der Regierung, daß sie sich dreist ihrer Verpflichtungen wenn die Regierung nicht den Mut findet, den Beschluß Breffe aber Marg ein zu gelehrt- unverständlicher Mann sein, so sei entledigt, daß sie alle jene Zusicherungen aufhebt, ohne die der Galliffets zu vereiteln. ihnen die Quintessenz des Socialismus" empfohlen, die Herr Flottenplan von 1898 überhaupt niemals angenommen wäre. Bekanntlich wurde Gohier schon einmal wegen seiner in Schäffle schon vor fünfundzwanzig Jahren zur besseren Erleuchtung Die Regierung hatte sich an den Flottenplan fest und Buchform veröffentlichten scharfen ant- imilitaristischen Artikel des deutschen Spießbürgers veröffentlicht hat. Darin ist mit finnen feierlich gebunden und kein Gerede von der Wand- in der Aurore" vor das Schwurgericht verwiesen. Das war fälligen Gründen nachgewiesen, daß die Entschädigungsfrage bei der lung der äußeren Verhältnisse befreit sie bon der unter dem doppelzüngigen Kabinett Dupuy. Gohier wurde " großen Expropriation" eine sehr gleichgültige Rolle spielt. Pflicht, ihren Erklärungen treu zu bleiben. Die Ver- freigesprochen nach einer Prozeßverhandlung, in welcher der So viel über Lassalle und Bebel! Was hat nun aber Herrn hältnisse ändern sich natürlich unablässig. Das wußte und Militarismus noch schmerzlichere Spießruten laufen mußte v. Podbielskis Postgesetz- Novelle mit dem einen oder andern zu thun? damit rechnete auch damals die Regierung. Sie hat den als in den beschlagnahmten Artikeln. Also den Schlechterdings gar nichts. Schon seit mittelalterlichen Zeiten, schon Flottenplan, nicht blos unter der Vorausseßung einer gleich. Feinden des Militarismus fann der neue Prozeß seit den ersten Anfängen des Bostwesens ist das Postregal ein bleibenden Lage gefordert, sondern gerade im Gegenteil für an sich nur recht sein, und auch für das Schicksal Attribut der Landeshoheit gewesen. Es ist ja in gewissem Sinne alle Fälle, auch unter der Annahme eines Umschwungs der Gohiers braucht man sehr schmeichelhaft für die Socialdemokratie, daß sie an einer ent internationalen Situation. nicht besorgt zu sein. Da schieden vernünftigen Staatseinrichtung, die sich seit Jahrhunderten gegen wirft das Vorgehen Galliffets ein schlimmes Licht auf Es wäre eine fast schlimmere Erschütterung der Re- die Gesamtpolitik der Regierung. Ein Ministerium der bewährt hat, die eigentliche Schuld tragen soll, aber thatsächlich ist gierungsautorität, als wir sie in der Zuchthaus- und Kanal- republikanischen Verteidigung", das nur mit knapper Not fie doch unschuldig daran. Das Postregal stammt noch aus vorlage- Angelegenheit erlebt haben, wenn dieselbe Re- und unter manchen schwächlichen Zugeständnissen der präfeudaler Zeit und ist in der bürgerlichen Gesellschaft nie gierung, deren autoritative Erklärungen die Mehrheit torianischen Umtriebe Herr werden konnte, darf nicht in die mals angefochten, wenn auch, bald aus berechtigten Gründen des Reichstags zur Bewilligung des Flottenplanes be Fußstapfen eines Dupuy oder eines Meline treten. der Verkehrsinteressen, bald aus unberechtigten Gründen stimmt haben, jetzt die Grundlagen ihres eigenen Verfolgung Gohiers wegen Aufreizung der Soldaten zum fistalischer Plusmacherei, enger oder weiter gefaßt werden. Niemals Entwurfs für falsch erklärt. Wenn das Sachverständigen Ungehorsam" nimmt sich desto seltsamer aus, als die aber haben socialistische Gründe dabei in irgend welchem und sei es Urteil von damals falsch war, so hat es auch selbstverständlich betreffende Aufreizung" gerade gegen die prätoria. auch dem entferntesten Sinne des Wortes mitgespielt. Blant die jetzt ganz und gar keine Bedeutung, wenn eben diese sich nischen Staatsstreichler gerichtet war, deren Prozeß Reichs- Postverwaltung gegenwärtig eine Erweiterung des Bostregals selbst als unwahr strafenden Autoritäten die Notwendigkeit nächstens vor dem Strafgerichtshof zur Verhandlung kommt. und zwar so, daß der bisher freigegebene Briefverkehr innerhalb der einer weiteren Flottenvermehrung nachzuweisen bemüht sind. Gohier forderte nämlich die Soldaten auf, im Falle eines einzelnen Boſtorte dem Postzwang unterliegen soll, so bewegt sich Wo ist die Gewähr, daß sie nicht wieder irren. Staatsstreichsversuchs auf die rebellischen Offiziere zu schießen. die Frage, ob dieser Vorschlag angenommen werden soll oder nicht, Mit Recht erhebt die Freisinnige Zeitung" die Die socialistische und radikale Presse, d. h. der ministerdurchaus auf dem Boden der bürgerlichen Gesellschaft. Nach Forderung: freundlichste Teil der Presse, protestiert mit Entrüstung gegen der deutschen Reichsverfassung unterliegt das Postwesen der Fort mit dem Flottengesez überhaupt. Sind die Ver- Gohiers Verfolgung. Genosse Jaurès greift aufs schärfste Reichs Gesetzgebung; die geseßgebenden Faktoren des Reiches hältnisse, von denen die Flottenstärke bedingt wird, derart vers das ganze Ministerium an und erklärt sich rückhaltlos mit sind auf diesem Gebiete souverän; genehmigt der Reichstag änderlich, wie man jezt regierungsseitig behauptet, so muß die Gohiers Artikeln folidarisch, zugleich dieselbe„ Aufdie vom Bundesrate vorgeschlagene Novelle, so mist die jährliche Etatsberatung wieder in ihr vollständiges Recht eintreten, reizung der Soldaten" 2C. in dürren Worten Sache in aller Form Rechtens abgemacht. Für einen gewissenhaften vie es bis 1898 der Fall war." gehend: Es darf keine Kaserne geben, wo unser Bolfsvertreter fann die einzige Richtschnur bei der Entscheidung der Man kann noch weiter gehen: Jede neue Forderung vor Appell an die republikanische Gesetzlichkeit von den Soldaten, Frage nur die fein, ob die Novelle die modernen Verkehrsinteressen Ablauf des Flottengesetes beseitigt dieses selbst, hebt das Flotten von allen Soldaten nicht vernommen würde. Jawohl, Ihr fördert oder hemmt. Die an sich bedauerliche Thatsache, daß die gesetz auf. In dem Augenblick, wo Mehrforderungen über den alle, die Ihr unter der Fahne seid, Eure erste Pflicht wäre, Reichs Postverwaltung sich hat breit schlagen lassen, den Privat- Rahmen des Flottenplanes hinaus kommen, ist der Reichstag die rebellischen Chefs zu treffen, falls einige Generale à la posten eine gewisse, dem heißhungrigen Kapitalprofit nur noch selbstverständlich an nichts mehr gebunden, und der Chanoine es versuchten, Euch in ein verbrecherisches Unternicht genügende Entschädigung zu gewähren, braucht auch die Regierung bleibt nichts übrig, als Jahr für Jahr vom nehmen gegen die Republik und die Freiheit zu verwickeln." socialdemokratische Fraktion nicht an ihrer Zustimmung zu hindern, Reichstag zu fordern, was ihr gut scheint. " Die beIn der„ Lanterne", dem Miller and persönlich nahevorausgesetzt, daß sie die Ueberzeugung gewinnt, diese Schattenseite Uns fann es nur recht sein, wenn man es wirklich stehenden Blatte, deutet der Chefredacteur, Genosse Viviani, der Novelle werde durch ihre Lichtseiten überwogen. Principielle wagt, zum Ueberfluß noch eine Marinekrisis zu den anderen an, daß der Kriegsminister noch Zeit hat, in seinem eigenen Gründe spielen dabei gar nicht mit; principiell ist nur der principielle Strijen hinzuzufügen. Es wird eine tolle Verwirrung Interesse" sich die Sache zu überlegen. Jedenfalls muß man Anspruch der liberalen Politiker zurückzuweisen, wonach erst der werden, von der nicht diejenigen Vorteil haben dürften, die sie abwarten, was das Ministerium zu Galliffets Seitensprung Kapitalprofit gesättigt werden muß, che ein gesellschaftlicher Fort- anrichten. Die Aufwerfung eines Marinekonflikts macht die sagen wird. schritt stattfinden darf. schlimmen Erfahrungen der Regierung mit der Zuchthaus- und Deutsches Reich. Ein Hörer Adolf Wagners. " hinzuweisen, daß diese Aktiengesellschaft, welche mit einem Kapital ja usgewiesen, weil er österreichischer Unterthan ist". Wie von über eine Million arbeitet, sich vollständig in den Händen von reimt sich das mit der von Monat zu Monat stärker werdenden Eine etwas vernünftigere ho Iländischen Fabrikanten befindet. Auch die Direktoren Zulassung galizischer Arbeiter auf den Werken der Gruben und socialpolitische Auffassung werden wir wohl nächstens in der und der Aufsichtsrat sind Holländer, welche nicht in Deutschland Hüttenbarone? Die Zahl der in Oberschlesien zugelassenen Galizier " Post" beobachten können. Denn ihr Chefredacteur Krons bein, naturalisiert sind. Achnlich Liegen die Verhältnisse bei und Nussen beträgt jegt wahrscheinlich 2000-2500; auf einzelnen berühmt durch den zu Gunsten der Vorwärts"-Diebe erlittenen den anderen Baumwollspinnereien in Gronan, die sich fast Werken sind 100 und mehr Galizier beschäftigt. Auch die ZuCigarren Berluft, hat foeben begonnen, sich mit nationalökonomischen Vor nicht langer Zeit wurde von feiten der Kölnischen Zeitung" ausländer sind natürlich Lohndrücker. Woche für Woche verlassen ohne Ausnahme in den Händen von Holländern befinden, wanderung der Italiener in Oberschlesien hat zugenommen. Die Studien zu befassen. Er ist einer der eifrigsten Hörer in Profeffor barauf hingewiesen, daß alle die Gronaner Baumwollfabrikanten, Transporte oberschlesischer Berglente, die bei den hiesigen Löhnen Adolf Wagners Vorlesungen über Principielle Stritit des Socia welche in Gronau und Umgegend ganz bedeutende Etablissements nicht mehr durchkommen können, ihre Heimat und gehen nach Westlismus“, und seine eifrigen Notizen beweisen, daß er von dem haben, aus denen sie erheblichen Nutzen ziehen, zum Teil nicht ein- falen und Lothringen. Wenn augenblicklich die oberschlesischen BergGelehrten Material zu gewinnen sucht, offenbar um die Lücken mal in Deutschland wohnen, sondern in Holland Steuerit bezahlen. leute mehr als früher verdienen, so verdanken sie das fast lediglich feiner Bildung ein wenig auszufüllen. Gelegentlich des Vorkommmnisses in Gronau dürfte dieser Sin- den zahlreichen Ueberschichten. " " nichts, wohl aber von den Arbeitern, die man zum Dank ausweist. sie, spolisit Frankenhaufen am Kyffhäuser.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Wenn Stumm das nur nicht erfährt, daß sein Redacteur bei tveis nicht ohne Interesse fein. Von den Fabrikanten, die in cinem so gefährlichen Menschen hört, der nach seiner Bochumer Deutschland Millionen verdienen, hat die Stadt und der Staat gar Bei der heutigen Wahl zum Landtag für Schwarzburg- SoudersGewerkvereinsrede im Januar 1897 von der Scharfmacherpresse zu Fabritanten haben sich bisher nicht„ lästig" gemacht! Preußische hausen hat der socialdemokratische Standidat Winter glänzend den„ Elementen" gezählt wurde,„ benen für die Einmischung in das Behörden aber bedrohen Arbeiter mit der Ausweisung, damit gesiegt. Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeiter in der Bergwerks- holländische Unternehmer nicht in ihrem Eriverbe gestört Kaiser8lantern, 27. Oftober. Der Reichstags- Abgeord Industrie jede Legitimation fehlt", der die„ Kölnische Zeitung" au werden. nete Sarl Gander ist, wie die Pfälzische Presse" meldet, einen Mann erinnerte, der an einem Fasse Pulver mit der Gander gehörte der brennenden Cigarre arbeitet". Genehmigte Kollekte. Zur Veranstaltung von Gelbiamm- gestern nachmittag in Steinweiler gestorben. Gelbjamm- nationalliberalen Will etwa Strousbein feincin Herrn und Unternehmer jezt ausbes Oberpräsidenten und bekannt ist auch, baß erbeiter, die file Landwirte für die Abteilung Pfalz. lungen bedarf es bekanntlich in Preußen der Genehmigung nationalliberalen Partei an und war Vorsitzender des Bundes der Er wurde 1898 in der Stichfür eigener Wahrnehmung beweisen, daß Adolf Wagner gar ihre infolge von Streits notleidenden Brüder sammeln, mit wahl mit 8282 gegen 7979 Centrumsstimmen gewählt. nicht solch ein gefährliches Element fel? bem Strafgesetze Bekanntschaft machen, wegen Beranstaltung einer Anstand genehmigt werden. nicht genehmigten Stollette. Nicht minder bekannt ist auch, daß audere Stolletten, beispielsweise zu religiösen und ähnlichen Zwecken ohne Meldungen bleiben die englischen Blätter dabei, daß Kaiser Die Kaiferreise nach England! Entgegen den Berliner Berliner Wilhelm demnächst zum Besuche der Königin in England ein treffen wird. and Albernheit, " P " Auch die Magdeburgische Bibelgesellschaft" konnte jetzt im dortigen Amtsblatt folgendes bekannt machen: Culdrosta@ Der fönigl. Oberpräsident der Provinz Sachfen hat uns auch für dieses Jahr die Ermächtigung zur Einsammlung von freiwilligen Beiträgen für die Zwede der Bibelgesellschaft erteilt. Die Direktion der Bibelgesellschaft. v. Bötticher." Thränen standen manchem Zuhörer in den Augen, wie der un glüdliche Mensch geschloffen abgeführt wurde. Wer hat die geistige Bernachlässigung des armen Polen, welche die Ursache ihres Elends sowie ihrer Ausschreitungen ist, auf dem Gewissen? nicht ang den Abban = Eigentum ist Diebstahl. Aus Schwarzburg- Rudolst a bt fchreibt man uns: Der Proudhousche Satz Eigentum ift Diebstahl" wird von unserer Regierung in recht eigenartiger Weise zur Geltung gebracht. In den 50er Jahren lag speciell im Könizer Revier der Bergban so arg danieder, daß die Regierung zur Belebung desselben den Mutungsberechtigten nicht nur den Abbau des Eisen, Kupfer- und Silbererges gestattete, sondern ihnen in einer Specialbeleihung auch den Abban de. Farberden und des is Schweripats zusprach. Doch hatte auch diese Maßregel nicht den gewünschten Erfolg. denn sowohl bau als auch der Abbau über Tage blieb fast ganz liegen. der UntertagsgrubenErst neuerdings, seit der Schwerspat eine erhöhte Bedeutung( bei Verfälschung der Nahrungsmittel?) gewonnen hat, kommen nun Also trotz der flehentlichen Beschwörungen der Altdeutschen! Ein Lufthicb. Die, Münchener Allgemeine Beitung" schreibt: „ Hält es der Vorwärts" für angebracht, von dem uns moralischen Thun und Treiben einer Anzahl leichtfinniger junger es leicht, folche Genehmigung zu erhalten Herr v. Bötticher, der erste Vorsitzende der Bibelgesellschaft, hat ist er doch selber Lebemänner auf die sittlichen Qualitäten der Gesamtheit der be- Oberpräsident der Provinz Sachsen und hat daher das Gesuch um figenden Klassen zu schließen, so dürfte er nicht viel dagegen zu Genehmigung der Sollefte an sich selber zu richten. fagen haben, falls es sich ein bürgerliches Blatt infance: Noch ein Herner Streitfänder. Am Bochumer Landgericht die Grundstidsbesitzer auf den Gedanken, den auf ihrem Gigentame Allee zu Berlin zum Opfer gefallen find, etwa folgendes zu wurde am 25. d. M. wieder ein polnischer Arbeiter zu vorhandenen Schweripat abzubauen, doch haben sie in diesem Falle schreiben: Jener Heldenthat des Berliner Rowdytums bleibt das 9 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er„ Arbeitswillige" die Rechnung ohne die Regierung gemacht, die ihnen das nach den Verdienst, das fittliche Niveau gezeigt zu haben, auf dem die bedroht und Gendarmen förperlich beleidigt haben soll. Wer ist der allgemeinen berggesetzlichen Bestimmungen selbstverständliche Recht Stützen des Zukunftsstaates, die Kämpfer für den Umsturz und Berurteilte? Ein 19 jähriger Mensch, der deutschen Sprache einfach unter Berufung auf die früher von ihr an die Mutungsgegen Religion, Ordnung und Sitte stehen." nicht mächtig, stand er in der Anklagebant. Nicht ein Wort zu ir find mit dem Adelsblatt nach wie vor der Meinung, daß seiner Verteidigung brachte er vor, ein Anwalt fehlte ihm. Der Ur- inhaber des betreffenden Gebiets erteilten Specialpatente aus es fich bei den harmlofen nicht um eine Anzahl leichtfimiger beiter machte einen stupiden Eindruck, auf die Fragen des Richters der Grundstücks- Eigentümer unter Androhung der Bet zuüben abspricht und einen Abbau des Schwerspats durch junger Lebemänner" handelt, sondern um die zufälligen Bertreter gab er feine verständliche Antwort. Ohne daß ihm klar war, warum folgung wegen Diebstahls untersagt. Wir sehen also, wie einer Lebens und Klassenanschaumg. Auch die blödsinnigste Beres fich handelte, wurde er verurteilt. Togenheit aber fönnte es nicht wagen, den finnlosen Vandalismus eine frühere Regierung über verfassungsmäßig garantierte Rechte hinwegging und den Eigentümern gewiffen Grund und Bodens diese gegen Denkmäler als eine Auffaifungsweise des Proletariats zu ganz selbstverständlichen Rechte entzog mid wie die heutige Regierung denunzieren; Bilderstürmer gehören lediglich der Striegs und auf Grund dieser Verfügungen etwas für Diebstahl erklärt, bas Religions geschichte an. Insofern ist der Vergleich an sich eine zu thun nach den Staatsgrundsägen jedermann berechtigt ist. Die Nun will es aber ein wigiger Zufall, daß in der That auch die Die Beleidigung des fächsischen Oberlandesgerichts. Sachlage ist um so, daß bei der großen Nachfrage nach Schweripat von dem Münchener Blatt erwähnte Rowdy That in Wahrheit Ueber den Breslauer Prozeß, von dem wir gestern schon telegraphisch so mancher auf seinem Grundstücke ein ganzes Bermögen verborgen typisch ist und zwar für die bourgeoise Auffassung von Stuberichteten, wird uns aus Breslau noch geschrieben: Eine Stritit weiß, das zu heben ihm aber verboten ist, trotzdem er Befizer desdentenstreichen. Mittlerweile wird das Blatt wohl erfahren ber Spruchpragis des höchsten sächsischen Gerichts, welche ber selben ist und er ins Gefängnis spazieren muß, sobald er Miene haben, daß der begründetste Verdacht, Urheber bes Frevels zu sein, Vorwärts gelegentlich ciner Besprechung des Löbtauer macht, fich an seinem Eigentum zu vergreifen. auf allzu patriotisch begeisterten Hochschülern lastet. Buchthausurteils übte, führte bekanntlich den damaligen verantworte Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. lichen Redacteur des Vorwärts", den inzwischen leiber verstorbenen Genossen Jacobey auf die Anklagebant des Berliner Landgerichts. Wegen Majestätsbeleidigung und Gehorsamsverweigerung ist der Die infriminierte Aenßerung, daß die Spruchpraris des sächsischen Stuecht Steune vom Striegsgericht zu 37 Monaten Gefängnis verurteilt Oberlandesgerichts die Angehörigen der Arbeiterpartei als mine worden. Während der Abbüßung diefer Strafe beging er im deren Rechts erscheinen lasie, wurde aber nach Borführung vorigen Jahre eine neue Majestätsbeleidigung, er wurde zu weiteren einer ganzen Anzahl Urteile des höchften sächsischen Gerichts zwei Jahren verurteilt. Kaum war er in der Zelle, beging er gegen Socialdemokraten von Dem Berliner Landgericht als eine dritte Majestätsbeleidigung. Jest tauchten Zweifel an seiner eriviefen angenommen, worauf die Freisprechung Jacobeys erfolgte. Burechnungsfähigkeit auf, die ihre Bestätigung bei einer Beobachtung zur lebhaftesien sittlichen" Entrüstung der Scharfmacher und ihrer in der Frrenanstalt fanden. Stenne wurde darauf wegen der dritten Breßorgane. Majestätsbeleidigung freigesprochen und im Wiederaufnahme- Verfahren vor der Elberfelder Straftammer am Mittwoch auch wegen der zweiten, da der Frrenanstalts- Direktor auf Grund seiner Beobachtungen befindete, daß Keime, schon von Natur geistig minderwertig, bereits in der Schule und während seiner Militärzeit an krankhaften Erregungen, die sich bis zu Ausbrüchen der Raserei steigern, gelitten habe, daß derartige Zustände auch im Gefängnisse an ihm beobachtet worden ieien und daß er die givcite Majestätsbeleidigung im Zustande der Unzurechnungsfähigkeit begangen habe. Es wird sich nun weiterhin fragen, ob Keune die vom Kriegsgericht mit 3 Jahren 1 Monat Gefängnis bestrafte Majestätsbeleidigung und Gehorsamsverweigerung bei vollem Verstande begangen hat, und ob nicht auch bezüglich diefes Falles eine Wiederaufnahme des Verfahrens und eine Freis sprechung einzutreten hat. Eine schwierige Sache. In der Voss. 8tg." Iefen wir: Der neue Stultusminister ist in dem Disciplinarverfahren gegen den Privatdocenten Dr. Arons von dem Verteidiger, Nechtsamivalt eine, um Beschleunigung ersucht worden, damit der Angeschuldigte, der in erster Instanz bereits freigesprochen, aber noch immer suspendiert ist, wenigstens bei Beginn des Winter semesters feine Angelegenheit entschieden sche. Der Minister hat auf das Gesuch erwidert, daß er auch seinerseits auf möglichste Beschleunigung hinwirken werde, daß aber ein so rascher Abschluß nach Lage der Verhältnisse und mit Rücksicht auf das vorgeschriebene Verfahren schwerlich werde herbeigeführt tönnen. Das Verfahren schwebt bereits seit dem April dieses Jahres! Herr Studt scheint also den Fall doch für ziemlich heikel zu halten. Von der Vorlegung eines Entwurfs für ein die Einführung des Post- Chedverkehrs regelndes Gesetz soll zur Zeit abgesehen werden, weil es sich bei der ganzen Einrichtung zunächst um einen Versuch handelt, bei dem es notwendig ist, der Verwaltung für die ersten Jahre eine möglichst weite Bewegungsfreiheit zu gewähren. o und இ n Ausland. Cestreich- Ungarn. Abgeordnetenhaus. opm Weniger glücklich war der verantwortliche Redacteur der Bres lauer Bolts wacht", Genosse Paul Löbe, der den Artikel des Borwärts" seiner Zeit abdruckte und sich nunmehr ebenfalls wegen Beleidigung des sächsischen Oberlandesgerichts zu verantworten hatte, und zwar vor dem Breslauer Landgericht. Er wurde, wie schon telegraphisch mitgeteilt, am Donnerstag zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt, Bost- Checkverkehr. Dem Bundesrat ist eine Vorlage be- während der Vertreter der Anklagebehörde, Staatsanwaltschaftsrat Belz, treffend die Einführung des Post- Checkverte hrs zu fogar die Kleinigkeit von sechs Monaten beantragt hatte. Aus der fünf gegangen. An neun Orten, und zwar in Berlin, Breslau, Köln stündigen Verhandlung ist als besonders bemerkenswert zunächst ( Rhein), Danzig, Frankfurt( Main), Hamburg, Hannover, Starlsruhe mitzuteilen, daß das Gericht die vom Verteidiger Rechtsanwalt Paul ( Baden) und Leipzig, soll je ein Post- Checkamt eingerichtet werden, Hein beantragte Verlesung des freisprechenden Berliner Urteils ab bei dem jedermann auf seinen Antrag gegen Einzahlung einer un lehnte und zwar weil diese Verlesung rechtlich unzulässig, materiell verzinslichen Stammeinlage von 100 9. ein Chedkonto eröffnet aber unerheblich, jei. Der Staatsanwalt Der Staatsanwalt hatte den Antrag wird. Der Juhaber eines Checkkontos soll die Möglichkeit erhalten, des Verteidigers lebhaft bekämpft und sich dabei so scharf daß alle bei den Bostanstalten für ihn gemachten Einzahlungen bei gegen das Berliner Urteil gewendet, daß der Verteidiger dem Post- Checkamt durch Gutschrift auf sein Conto zu einem Gut- der Ueberzeugung Ausdruck gab, eine derartige Stritik eines richter haben angesammelt werden, über das er mittels Checks jederzeit in lichen Urteils in einem socialdemokratischen Blatte würde für das beliebigen Teilbeträgen verfügen fann. betreffende Blatt gewiß recht unangenehme Folgen haben. Auch der Antrag auf Berlesung der bez. Urteile des sächsischen Oberlandes Wien, 27. Oftober. In fortgesetter Beratung über die Re gerichts wurde vom Staatsanwalt bekämpft, vom Gericht jedoch gierungserflärung wendet sich Bacak gegen Daszinsly und erklärt, angenommen. Festgestellt wurde auch, daß der Angeklagte es sei eine Brücke zwischen dem Abel und dem czechischen Wolfe ge mehrere ihm etwas scharf erscheinende Ausdrücke im Vorwärts" funden; diese Bride sei das gemeinsame Jutereffe des Volkes, Artikel vor dem Abdruck in der Volkswacht" abmilderte welches mit Hintansezung jeglichen Vorurteils und Vorrechts verrespektive ganz gestrichen hatte. All das konnte ihn nicht vor der treten werde. Der Ausgleich müsse zwischen allen Völkern Verurteilung durch die Breslauer Richter retten. In der Des Reiches erfolgen. An Bon ganz besonderer Wichtigkeit so schreibt eine hicftge Begründung des Urteils, das um so härter erscheinen muß, als Löbellebe den Händen der Regierung flebe Blut. Korrespondenz für Bewerber um Alters- und Invaliden noch nicht bestraft ist, heißt es, daß die Richter nicht allein den in- bedeute eine Korrumpierung des Richterstandes. Einer Regierung, Die jüngste Verordnung des Justizministers renten sowie Beitragserstattungen ist die bis jetzt triminierten Bassus, sondern den ganzen Artikel zur Beurteilung heran- welche ein ganzes Bolt in die Opposition gejagt, fönne seine Partei ziemlich unbekannt gebliebene Bestimmung des§ 193 des Jugezogen hätten. Im Zusammenhange mit anderen Aeußerungen des fein Bertranen entgegenbringen. Ein neues Ministerium müsse validen- Versicherungsgesetzes vom 13. Juli 1899. Darnach finden Artifeis ergäbe die Behauptung, daß nach der Spruchpragis des auf Ansprüche dieser Art, welche am 1. Januar 1900 in fächsischen Oberlandesgerichts die Augehörigen der Arbeiterpartei sedner, dann wird Friede sein, oder die Ungerechtigkeit wird forts tommen. Entweder Gerechtigkeit gegen alle Nationen", schließt irgend einer Instanz schweben, d. h. noch nicht rechts minderen Rechtes feien, eine Herabwürdigung und Verächtlichmachung gefeßt, dam bedeutet das Kampf".( Beifall und Händellatschen bei träftig entschieden sind, die etwaigen günstigeren dieses Gerichtes zu der öffentlichen Meinung. Bestimmungen des neuen Invalidenversicherungs- gestellte Behauptung folle sich nicht auf einzelne Urteile des sächsischen erklärt, seine Partei halte an dem Programm der Rechten, d. H. an Die unter Anflage den Jungezechen.) Nachdem sodann Abg. Wachnianyn( Ruthene) Gejeges Anwendung. Solche günstigeren Bestimmungen find Gerichts, sondern auf die gesamte Epruchpragis desselben beziehen. der Gleichberechtigung aller Volksstämme, fest, wird ein Antrag in diesem Geseze vielfach vorhanden. So brauchen z. B. Alters- Nur in einem Falle tönne die focialdemokratische Partei vielleicht Kathrein auf Schluß der Debatte angenommen. renten Anwärter regelmäßig statt der bis jetzt verlangten annehmen, daß ihre Angehörigen vom Oberlandesgericht in Dresden 141 Wochen bar gelohnter Beschäftigung in den Jahren 1888, anders beurteilt wurden, wie Angehörige anderer Parteien, nämlich des Paragraphen 14 über. Das Haus geht zur Verhandlung des Antrages auf Aufhebung 1889, 1890 uur noch berufsmäßige", wenn auch unterbrochene bei der Verurteilung wegen groben Unfugs durch Verbreitung von Es sprechen die Abgg. Daszinsky Lohnarbeit, und zwar ohne Angabe einer bestimmten Wochenzahl in socialdemokratischen Flugblättern, in allen anderen Fällen sei, ent und Kaiser. den drei Jahren nachzuweisen. Ebenso verkürzt sich für Altersrenten- gegen dem Urteil des Beuliner Gerichts, der Beweis der Wahrheit Amvärter die seit den 1. Januar 1891 zurüdzulegende Wartezeit um vom Breslauer Gericht als nicht erbracht erachtet. Durch die Korrekturen tierad und Hohenmauth haben an den letzten Tagen AnfammPrag, 27. Oktober. In Hronom, Chozen, Oberjeleni, Buschjährlich 7 Wochen gegen früher. Invalidenrenten Anam ursprünglichen Wortlaut des Artikels habe der Angeklagte gerade lungen und Kundgebungen stattgefunden, wobei Fensterscheiben wärter und Bewerber um Beitragserstattungen bewiesen, daß er sich des beleidigenden Charakters auch der infrimi in Häusern von Israeliten zertrümmert wurden. Die Wache zerbrauchen im allgemeinen bom 1. Januar 1900 ab statt nierten Behauptung bewußt war und die Beleidigung wollte.(!!!) streute die Menge. In Kladno wurde am 24. d. Mts. abends einer Wartezeit von 235 Wochen nur noch eine jolche Die außerordentlich verheßende" Art der Kritik des höchsten sächsischen ein Umzug veranstaltet. Ein aus etwa 600 Personen bestehender bon 200 Wochen nachzutveifen. Dazu kommt, daß die von Gerichts rechtfertige die zweimonatliche Freiheitsstrafe! Es giebt eben Trupp zog johlend und fingend durch die Straßen; die 1900 ab bewilligten enten meist höher sein werden, als noch Richter in Breslau! die bis dahin bewilligten. Si eruach baben vor allen die: ondia Gendarmerie und die Stadtpolizei zerstreuten schließlich die Demonjenigen Arbeiter usw., die bereits in einer oder in Zur Auflösung einer noch nicht eröffneten Vereins. ftranten, welche bis auf 3000 angewachsen waren, und verhinderten zwei Instanzen wegen Nichterfüllung der Warte versammlung fam es wieder einmal in Bielichowig bei Zabrze einen Zusammenstoß zwischen nationalen und socialdemokratischen zeit mit ihren Ansprüchen abgewiefen sind, das in Oberschleften. Der Verein Bratnia pomoc"( Brüderliche Hilfe) Arbeitern. Viele Fensterscheiben in Häusern von Jsraeliten wurden größte Intereffe an einer Berschiebung der wollte eine Versammlung abhalten. Vor der Eröffnung verlangte 3ertrümmert. Der Bezirkshauptmann erließ eine Stundmachung, in rechtsträftigen, endgültigen Entscheidung bis der überwachende Beamte, Grengkommissar Mädler aus Beuthen, welcher die strengsten Maßregeln angedroht werden. nach dem 1. Januar 1900, da sie in den meisten Fällen bei Auskunft über die erschienenen Versammlungsbesucher in betreff vorheriger endgültiger Abweisung ihren Anspruch später nicht wieder ihrer Zugehörigkeit zum Verein und forderte, daß alle Richtmitglieder holen dürfen. Es wird sich daher empfehlen, wenn solche Bewerber vom Einberufer hinausgewiesen würden! Als der Einberufer diesem umm Renten- und Beitragserstattungen bei dem Echiedsgericht oder unberechtigten Verlangen nicht nachtam, sprach der Beamte die Aufbei dem Reichs- Versicherungsamt um Vertagung der mündlichen Ver- lösung aus und ließ den Versammlungsjaal räumen. Gegen ihn handlung bis nach dem 1. Januar 1900 bitten. Zwar sind die wird mit Beschwerde und Strafanzeige vorgegangen. Ueberall genannten Rechtsprechungsbehörden nicht unbedingt verpflichtet, dürfen Gäste an Vereinsversammlungen teilnehmen und dazu find folchen Anträgen stattzugeben; es läßt sich aber doch wohl erhoffen, fie nach§ 3 des Vereinsgesetzes berechtigt. Ferner darf nach dem daß man den gehörig begründeten Wünschen der Parteien, soweit felben Paragraphen der überwachende Beamte nur über die Sedner, irgend möglich, techung tragen wird. And die ebenfalls nicht notwendig Vereinsmitglieder zu sein brauchen, Auskunft verlangen. Schuh des ausländischen Kapitals. In Anschluß an unsere Notiz über die Baumwollspinnerei Eilermart in Gronau dürfte es, so schreibt man uns, von Interesse sein, darauf der " In Tarnowik wurde der jüdische Kantor Deut! ch, der von dortigen jüdischen Gemeinde als Lehrer angestellt war, Schweiz. m Zürich, 26. Oftober.( Eig. Bericht.) Die Nationalrats. ahlen stehen vor der Thüre und am Sonntag wird die Entscheidung auf die Dauer von drei Jahren fallen. Die Socialdemo traten haben wie die bürgerlichen Parteien die Aufstellung von Kandidaten zum Teil bis auf die letzten Tage hinausgeschoben, mum ist aber auch diese Arbeit gethan. Es find mun in 14 von den 52 Wahlfreisen( 1896 in 13) 25( 22) focialdemokratische Kandidaten auf 147 Nationalräte aufgestellt. Außerdem treten die Socialdemo fraten noch für eine ganze Reihe„ nahestehender" bürgerlicher Standidaten ein, so im Winterthurer Wahlkreise für den Gerichtspräsidenten Kundig, im Kanton Thurgau für den bekannten Socialpolitiker Dr. Hofmann und für den Katholiken Dr. Strenge, in zwei St. Gallenschen Wahlkreifen ganz für den Demokraten Nisch, in Truns( Graubünden) für den fatho- einer offiziellen, amtlichen Darstellung jener Schwurgerichts- Ver- Gewerkschaftliches. nog " " 1 1981 Berlin und Umgegend. 1120 für Regierungsrat Curti und Abvalat Scherrer- Füllemann, in Chur| Journals" ein Artikel, der nach Form und Inhalt den Charakter lifchen Socialpolitiker Dr. Decurtins, in Baden für den Katholiken handlung trug. Schon ein paar Tage später stellte aber die Dr. Wyrsch, in Luzern für den Fabrikanten Degen. Ju letterem Sächsische Arbeiterzeitung" fest, daß jener Artikel des Journals" Achtung, Vergolder! Bei der Firma Königsberger( Inhaber Kreise war vor drei Jahren der Genoffe Albisser als socialdemo- im wesentlichen weiter nichts war, als eine fast wörtliche Wiedergabe Davidjohn), Gr. Frankfurterstr. 119, haben sämtliche Politurleistentratischer Kandidat aufgestellt, der 1790 Stimmen erhielt. Da man der Autlageschrift. Diese Feststellung rief in weiten Kreisen arbeiter wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt und werden mit Degen, dem bisherigen Vertreter im Nationalrat, offen- die Erregung, die sich kaum etwas gelegt hatte, von neuem hervor, die Kollegen ersucht, Buzug bis auf weiteres fernzuhalten. bar zufrieden war, hat man diesmal die Aufstellung umsomehr, als dieser Abdruck der Anklageschrift noch durch Der Bevollmächtigte der Filiale Berlin. einer focialdemokratischen Kandidatur unterlassen. In Deutschland Weglassung einiger für die Verurteilten günstiger Stellen 2c. wird man diese Tattit schwer verstehen, in der Schweiz nimmt daran tendenziös gefärbt erschien. An der Hand positiver Angaben wurde Die Sattler der Militäreffektenbranche hielten am 24. d. M. niemand Anstoß. in der Sächsischen Arbeiterzeitung" und im Vorwärts", sowie in abermals eine gut besuchte öffentliche. Bersammlung bei Spiegelberg Was die socialdemokratischen Wahlaussichten betrifft, so ist einem in Dresden verbreiteten, von Lienide verlegten Flugblatt ab, in der zur Konstituierung einer eigenen Filiale des Verbandes darüber schwer etwas zu sagen. In Zürich erhielt Greulich vor der Artikel heftig angegriffen. Das hatte die erwähnte Anklage gegen geschritten wurde. Die zahlreichen Beitritte in den Verband seitens drei Jahren im dritten Wahlgang 10 969 und der Demokrat Schäppi die genannten Drei zur Folge und wurde in der Sache am 29. Juni der Anwesenden bewiesen, daß man Jutereffe für die Sache hatte. als Standidat der sämtlichen vereinigten Bürgerlichen 11 498, also vor dem hiesigen Schöffengericht verhandelt. Diese Berhand- Zum Töpferstreik wird uns geschrieben: Die Töpfermeister nur um 529 Stimmen mehr. Seitdem ist die Zahl der social lung endete mit der Verurteilung Beyers und Jacobeys zu haben sich während der letzten Verhandlungen wieder bedeutend demokratischen Stimmen ganz erheblich gewachsen und es wäre, je zwei Monaten und Lienides zu einem Monat Geunzugänglicher gezeigt, als früher. Sie scheinen der Annahme zu wenn die Genossen ihre Pflicht erfüllten, durchaus nichts Un- fängnis. Das Mittel des ambulanten Gerichtsstandes mußte fein, daß die Arbeiter nicht über genügende Mittel verfügen, den mögliches, daß die socialdemokratische über die bürgerliche Liste herhalten, um auch Jacobey in Dresden zu verurteilen. Streit weiter zu führen. Zu dieser Annahme mag eine Stelle des stegte. Dieselben Aussichten hat die Fünferliste in Bern Der wesentlichste Streitgegenstand bietet die Legitimität Berichts über die Zimmererversammlung( lokaler Richtung) beinicht dagegen steht die Wahl eines Socialdemokraten im des Strafantrags, der vom Ministerium des Innern gestellt getragen haben, welche in Nr. 250 des Bortvärts" erschien. Dort Bereiche der Möglichkeit. Ebenso verhält es sich mit Reimann war, daß die Journal"-Nedacteure Beamte desselben seien. Den wurde mitgeteilt, daß den Töpfern leihweise 2000 m. aus der in Biel. Sicher ist wohl die Wahl Wullschlegers in Basel, Gschwinds Einwand der Angeklagten, daß Regierungsvertreter selbst die Ver- Kasse der Zimmerer verabfolgt werden sollten. Haben sich die in Baselland und Triquets in Genf wie auch Vogelsangers in antwortung für den Inhalt des nichtamtlichen Teiles des Meister dadurch bewogen gefühlt, zu glauben, daß die Mittel der Bitrich. Statt der bisherigen 2 werden also ficher 4 Socialdemokraten Dresdner Journals" abgelehnt hätten, ließ man nicht gelten. Arbeiter bald zu Ende, so täuschen sie sich. Die unterzeichnete ihren Einzug in den neuen Nationalrat halten, wahrscheinlich aber Es erfolgte die Verurteilung der Angeklagten. Kommission erklärt ausdrücklich, daß sie bisher fich an noch feine wird diese Zahl noch etwas erhöht werden. Von den„ nahestehenden" Gewerkschaft, noch sonst eine andere Stelle gewandt hat, um Geld ist wohl uur die Wahl des Katholiken Dr. Wyrsch in Baden unwahr zu erhalten. Alle bisher ausgezahlten Streifgelder haben wir aus, scheinlich, während die Wahl resp. Wiederwahl aller übrigen wohl eigenen Mitteln getragen, und wir werden noch auf lange Zeit gesichert ist. hinaus in der Lage sein, den Kampf ohne jegliche Beihilfe anderer Mit der Veröffentlichung von Wahlaufrufen und mit der VerGewerkschaften fortzuführen. er BerDie Lohntommission. breitung von Wahlflugblättern find in den letzten Tagen unsere Genossen noch sehr rührig. Ob es ihnen gelingt, unsere schwer Deutsches Reich. Deutsche fällige Arbeiterschaft aufzurütteln, ivird der Wahlausgang am Sonntag zeigen. Belgien. Brüffel, 25. Oktober.( Gig. Ber.) Die Kammer hat heute die Debatte über das Gesetz, betreffend die Proportionalvertretung auf Grundlage des Pluralstimmrechts, geschlossen. Die Klerifalen, unter sich gespalten, würzten die Debatte mit den üblichen Zänkereien und Persönlichkeiten. Die Kritik des Gesetzentwurfs erfolgte unserseits durch Genossen Jules Destrée. Er führte aus: 1. Die leritale Partei betlagt das Pluralstimmrecht( das den Reichen mehrere Stimmen giebt), aber sie will es behalten, weil es ihr nügt. 2. Durch die Beibehaltung der kleinen Arrondiffe ments( Wahlkreise) legt der Gefeßentwurf die demokratischen 8. Die Regierung weigert sich, die Zahl der Abgeordneten zu vermehren je nach der Bevölkerungszunahme, weil diese Zunahme den demokratischen Parteien zu Gute tommt.( Ganz wie bei uns. Sted. d.„ B.") Minoritäten lahm. " " " An die organisierte Arbeiterschaft Deutschlands! In bedrängter Lage sehen wir uns gezwungen, Ihre Hilfe auch einmal in Anspruch zu nehmen.Bekanntlich sind die Formftecher Deutschlands Anfang Oktober in eine Lohnbewegung eingetreten. In der heutigen Berufungsverhandlung ergab die Beweis aufnahme in der Hauptsache dasselbe Bild wie vor dem Schöffen gericht. Der Zeuge Dr. Poppe, leitender Redacteur des Dresdner Journals", macht ergänzend zu seinen früheren Angaben noch recht interessante Angaben über die angebliche Beamteneigenschaft der Journal"-Redacteure und über das Verhältnis dieses Blattes zur Regierung. Den amtlichen Teil bekommt die Redaktion druckfertig geliefert und es ist hier nur für richtigen Abdruck zu sorgen. Der nichtamtliche Teil wird in der Redaktion selbständig bearbeitet, das Ministerium übt aber in Zweifelsfällen be stimmenden Einfluß aus. Es der Redaktion, ist dann Pflicht Unsere Forderungen, welche wir gestellt, sind folgende: 1. 8ahdie Entscheidung des Ministeriums lung eines Minimallohnes von 21 M. für ausgelernte Formstecher zuholen. pflichtet, eine der Regierung entsprechende Haltung des pause; 2. 15 Proz. Lohnerhöhung für Gehilfen, deren Lohn bereits Die Redaktion ist unter allen Umständen verbei 10 stündiger Arbeitszeit intl. 1/4 stündiger Frühstück- und Besper bacteure erfolgt durch den die Oberleitung des Journal" führenden 4. auf 5 Gehilfen nur 1 Lehrling zu halten. " Journal" zu beobachten. Die mündliche Verpflichtung der Re- 21 M. und darüber beträgt; 3. 25 Broz. Aufschlag für Ueberstunden; Redaktion selbst die Initiative ergriffen, und zwar in Rücksicht auf die einigten Formstecherei- Besizern Deutschlands abgewiesen worden. föniglichen Kommissar. In Bezug auf den fraglichen Artikel hat die Diese gewiß nicht ungerechten Forderungen sind von den verAngriffe der socialistischen und die diesbezüglichen Wünsche der Es haben nun die vereinigten Unternehmer in einer außerordentlichen des Schwurgerichts, erbat sich dort das Material, und bekam barauf stecher Deutschlands beschlossen; dieselben rechnen mit unseren schwachen bürgerlichen Breffe. Die Redaktion wandte sich an den Vorsitzenden Generalversammlung in Hannover die Aussperrnng sämtlicher Formbereitwilligst die Anklageschrift, sowie persönliche Mitteilungen des Stafsenverhältnissen und glauben sicher, daß wir in den ersten Tagen bas is belang be auf der Artikel verfaßt war und sich Zeuge von der überaus jorg- benn auch, in vier Wochen abermals eine Versammlung sämtlicher Vorsitzenden über den Gang der Verhandlung. Nachdem zu Kreuze triechent. Jit ihrer Siegeszuperficht beschlossen diefelben fältigen( 1) Verarbeitung des Materials überzeugt, wurde der Formstecherei- Besizer abzuhalten. Hier werden dann die Herren ihre Artikel vor Druck noch einmal dem Gerichtsvorsitzenden und der nunmehrigen Beutezüge und Maßregelungen beraten und über unser 4. Um eine Anzahl von Arbeitern, die im Frühling in Frant- teidigers, von wem der in dem Artikel enthaltene Passus, daß es sich Stampfe unterliegen werden. Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt. Auf die Frage des Ver Geschick beschließen, sobald wir in diesem uns aufgedrungenen reich arbeiten, am Wählen zu verhindern, verlegt die Regierung die bei dem Bauarbeiter- Krawall in Löbtau um eine Vergewalti Wahlzeit in den Frühling. Unsere noch junge Organisation steht verhältnismäßig an Bahr 5. Die Regierung weigert sich, den Census für die gung nichtorganisierter durch Organisierte handle, günstig; wir haben in ganz Deutschland ca. 500 Formstecher, davon Senatswahlen abzuschaffen, und macht dadurch jede herrühre, entgegnete der Zeuge, daß das eine willtürlich e find 880 organisiert, welche mumehr zu unterstützen find. Wendung des Artikelschreibers sei. direkte Vertretung des Socialismus im Senat unmöglich. Wir richten daher an alle organisierten Arbeiter Deutschlands Einem antimilitaristischen Abgeordneten der Rechten, dem leiden ziemlich langen theoretischen Auseinandersetzungen über die Frage, Unterstützung zu Hilfe zu kommen. Die Plaidoyers von Verteidiger und Staatsanwalt gipfelten in die dringende Bitte, uns in unserem gerechten Kampfe durch materielle schaftlichen Coremans gebührt das Verdienst, die militaristischen ob die Journal" Redacteure Beamte sind, und ob der Straf- wollen unsere noch junge Organisation zerstören, deshalb haben dieDie vereinigten Unternehmer Hintergedanken der neuen Politik enthüllt zu haben: der König fordert antrag des Ministeriums legal sei. Der Verteidiger, Rechts- selben uns den Kampf in dieser Form aufgedrungen, wie er für uns das Bluralſtimmrecht, um einer Majorität für die Beanwalt Freudenthal- Berlin, verneint das unter Berufung ohne Eure Hilfe nicht durchzuführen iſt. Unſer Geschäftsgang ist ein willigung des Militärbudgets sicher zu sein. Die auf die einschlägigen gefeßlichen Bestimmungen und ein Werk des fehr günstiger, länger wie 4-5 Wochen können die Unternehmer ihre Diskussion der einzelnen Paragraphen beginnt morgen( Donnerstag). Staatsrechtslehrers Professor Born in Königsberg; daß die Arbeiten nicht aufschieben, sonst ist jede Ausführung ihrer Aufträge An der neuen Universität hat der Winterkursus an- Redacteure des" Journal" im Sinne der Regierung schreiben ausgeschlossen. gefangen. Enrico Ferri lieſt über: Verbrechen und die müßten, beruhe auf einem Abhängigkeitsverhältnis, wie man fociale Frage. Auf der Herfahrt wäre Ferri um ein Haar bei dem solche Zustände auch sonst in der bfirgerlichen Bresse findet. Eine Sandstr. 1, Morisberg bei Hildesheim. Alle Sendungen sind zu richten an den Hauptkassierer 2. Raste, jüngsten Eisenbahn- Zusammenstoß mit seiner Frau verunglückt. Beamteneigenschaft fönne aus diesem Verhältnis nicht hergeleitet Frau Ferri trug indeß eine arge Quetschung davon.Die Gewerkschaftsblätter und Arbeiterzeitungen werden um Abg. A.: Der Centralvorstand des Vereins der Formste cher. A. Zeitz. 7 apan Spanien. Barcelona, 27. Oktober. In der Provinz Barcelona ist der Belagerungszustand erklärt worden. Die Presse ist der Cenjur unterstellt. Die„ Bereinigung zur Wahrung der Interessen der Induſtrie" und das„ Komitee der Syndikate und Korporationen" find aufgehoben worden. Italien. werden. Aber selbst wenn die Redacteure als Beamte anerkannt bruck gebeten. würden, habe der Strafantrag immer noch feine Berechtigung, da eine Beleidigung in Bezug auf den Beruf nicht vorliege. Der Staatsanwalt suchte diese Beweisführung des Verteidigers, der für Einstellung des Verfahrens plädierte, unter Be rufung auf den Staatsrechtslehrer Laband zu entkräften. Die eigentliche Thätigkeit der Redacteure konzentriere fich auf den nichtamtlichen Teil. Das Merkmal des Beamten als solcher beruhe aber ein, die Behauptung, daß der Krawall mit der Organisation zuhältnis ist. Der Artikel stimme auch mit den Thatsachen übersammenhängt, ist nicht unrichtig. bed 3 000 008 Straßenbahnstreik. In Leipzig haben ca. 350 Schaffner und Führer der elektrischen Straßenbahn die Arbeit niedergelegt. Sie verlangen achtstündige Dienstzeit, nicht darin, was er thute, sondern wie das Dienst ver vergütung und Schuhvorrichtungen generhöhung, UeberstundenDas Parlament wird am 14. November wieder zufammen treten. Die Regierung des Herrn Bellour, die jetzt unparlamentarisch, das heißt auf Grund eines Staatsstreichs, regiert, will dann die gefegliche Sanktion erpreffen. Die socialistische Rammer das schon telegraphisch mitgeteilt wurde: die Berufung ist verNach ganz kurzer Beratung verkündet der Gerichtshof das Urteil, frattion, obgleich arg decimiert, hat in einer Fraktionsfißung worfen. Die Nedacteure feien zweifellos Beamte, der Strafantrag einstimmig, befchloffen: 1. die Obstruttion fortauseen, ist in Ordnung, eine Milderung des Urteils war allenthalben und 2. bie regelmäßige Führung aller socialistischen unbegründet. Im übrigen schloß sich das Gericht den Feststellungen Organisationen des Landes zu übernehmen. Eine der ersten Instanz an. Broklamation in diesem Sinne ist bereits erlassen. Auch in Deutsch= land war die focialistische Reichstags- Fraktion unter dem Socialisten gesez bie natürliche Führerin der Partei. Rußland. A Partei- Machrichten. " die Unbilden des Wetters. Der Betrieb ist erheblich reduziert.is puldund Achtung, Schneider! In Düsseldorf find bei den Firmen Zichner, Schadowstraße, und Berger, Grünstraße, Differenzen zwischen die während der Arbeit beschädigten Strümpfe und Cylinder der Arbeitern und Meistern ausgebrochen. Bei Zichner sollen die Arbeiter Gasflammen bezahlen; bei Berger wird verlangt, daß die an den Sonnabenden fertiggestellte Arbeit auch an dem betreffenden Sonnabend und nicht erst am Freitag hernach bezahlt wird. Circa 20 Mann haben die Arbeit niedergelegt. Buzug fernzuhalten. Näheres bei Friz Wienand, Düsseldorf, Steinstr. 6. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Der alte Bergarbeiter Verband war bekanntlich schon vor Mit den Beschlüssen des Parteitages erklärten sich ein In Finnland broht neben allem anderen Zeid nun auch noch verstanden Parteiversammlungen ins Flensburg, in Greifenhagen, in Jahren am Absterben". Wie es damit aussieht, geht deutlich daraus hervor, daß der Vorstand des Deutschen Berg und Hüttenarbeiter ein fogenanntes Notjahr", daß immer dann eintritt, wenn durch Nürnberg und in Freiberg in Sachsen, Verbandes in der lezten Nummer seines Organs über circa den Lenz oder Sommerfroft die Saaten oder Felder vernichtet Eine Parteiversammlung in Dortmund, die sich mit den 8700 Mart Mitgliedsbeiträge, die im letzten Monat eintamen, nördlichen Teilen und die Lebensmittel sind schon ungeheuer im Preise folgende Resolution an werden. Die Ernte ist diesmal ganz gering gewesen in den armen Beschlüssen des Parteitages beschäftigte, nahm nach erregter Diskussion quittierte. Vor 4 Jahren betrug die monatliche Einnahme zwischen 6-800 Mart. Damals jubelte das Unternehmertum über den geftiegen. Wenn hierunter die Arbeiter schon schwer zu leiden haben, Die heutige Parteiversammlung erklärt, daß sie, nach dem im Schlag", den der Eisener Meineidsprozeß dem Verbande so geht Hand in Hand damit die gesetzliche Unterdrückung. Das Arbeiter- Schutz"-Gesetz ist nun von einem finnischen Komitee ans- Partei- Organe veröffentlichten Beschlusse des Gesamtparteitages in verfekte. Aber neue Leute traten an die Stelle der Eingekerkerten Hannover, den Dr. Lütgenau nicht mehr als Parteigenofie an und es begann ein unaufhaltsames Fortschreiten. Heute hat der gearbeitet und von der Kapitalistenpresse gebilligt. Bisher wurde erkennen kann. Sollte Lütgenau mit diesem Beschluffe der Ver- Verband starke Mitgliedschaften in allen deutschen Bergrevieren. Neuerder„ Bruch des Arbeitsvertrages" mit 10 bis 500 Mark Buße sammlung nicht einverstanden sein, so ersucht ihn die Partei dings fand er Eingang in Oberbayern, wo jetzt schon über bestraft; das war zu milde. Jest find für größere Streits er- versammlung, bei dem nächstjährigen Parteitage in Mainz die 700 Mitglieder ihm zufielen. Die Verbandszeitung erscheint mun heblich höhere Strafen angefegt: Gefängnisstrafen bis zu einem Wiederaufhebung der hannoverschen Resolution zu beantragen." achtfeitig in über 33 000 Auflage; wie ihr Studium lehrt, schreitet Jahr. Ginzelne Nedner machten geltend, daß Lütgenau teine Ge- die Organisation rüftig fort. Alles Saalabtreiben und Maßregeln Gleichzeitig hat die Regierung des Gouverneurs ein Komitee tegenheit zur Verteidigung gegeben worden sei. Es wurde jedoch hilft nichts mehr. Im Gelsenkirchen- Schalter- Herner Revier hat der eingesetzt, um die staats socialistischen" Pläne des Kaisers Nicolaus darauf hingewiesen, daß offiziell nach Hannover eingeladen Verband nur ein Lokal; ist ein solches ausfindig gemacht, dann steckt durchzuführen. So find 2 Millionen vom Staat verlangt zum An- worden ist, um sich zu verteidigen, er hat es jedoch vorgezogen, fern sich die Polizei hinter dem Wirt und futsch iſt es. Im Dortmunder tauf von Strongut, um sie in Barzellen an kleine Ansiedler zu ver- bleiben. Bezirt, so schreibt man uns von dort, verhängt die Behörde Schantteilen. Aber wie viel bei russischen Zuständen" für Ansiedlungen sperren über die Versammlungslokale oder verbietet die Versamm verwandt werden wird, und wie viel in die Taschen der Beamten Polizeiliches, Gerichtliches usw. lungen. Die Folgen solcher Entrechtung haben die Streits von wandert das ist die Frage. Das Koalitionsrecht in Mecklenburg. Mecklenburg hat 1889-93 gezeigt. Wenn unter solchen Umständen der Verband fortGleichzeitig wird die Censur immer mehr verschärft, selbst bekanntlich kein Versammlungsrecht und es bedürfen Bersammlungen schreitet, dann ist seine Lebensfähigkeit und Eristenzberechtigung Büchersendungen und Kreuzbandsendungen werden jetzt untersucht. einer besonderen Genehmigung. Nur das auf Grund der Reichs- glänzend bewiesen. Zur Zeit befinden sich die Bergleute in der Ein Wigblatt Matti Meikäläinen" ist für immer eingezogen. Die Gewerbe- Ordnung statuierte Stoalitionsrecht ist formell davon uns Agitation für die Berg- Gewerbegerichtswahlen, die am Zahl der Preßverbote betrug im September 27 gegen 19 im abhängig. Gewerkschaftliche Versammlungen muß auch die mecklen 17. oder 18. November stattfinden. In mehreren Versammlungen August. burgische Polizei gestatten; wenn sie aber erklärt, die gewerkschaft haben die Mitglieder des alten" und des christlichen" Verbandes liche Versammlung sei eine politische, dann ist das Dilemma fameradschaftlich getagt und sich ohne Widerrede geeinigt. Diefes beseitigt und die Versammlung kann doch verboten werden. So Bujammengehen der Arbeiter ist hochbedeutsam für die Zukunft und erklärt und verboten, in der Frau Ihrer über die Frage reden Verhezzen hat nichts geholfen, die Vernunft bricht sich Bahn. r. Dresden, 26. Oktober. follte: Aus welchem Grunde organisieren sich die Arbeiter?" Ausland. Heute wurde hier vor der 4. Straffammer als Berufungs- Das Mittel ist jedenfalls sehr einfach. instanz erneut gegen den verantwortlichen Redacteur der Die Delegtertenversammlung der katholischen Männer Sächsischen Arbeiterzeitung", Genossen Beyer, den Steinmet-Einen geschlossenen Umzug" sollen eine Anzahl Meißener und Arbeitervereine der Schweiz, die letzten Sonntag in Baden Genoffen Lienide- der britte Angeklagte, Genosse Jacobeh Genossen, als sie von einer Versammlung in Weinböhle barmlos bei Zürich stattfand und an der auch Arbeiterfefretär vom Vorwärts", ist unterdeß bekanntlich verstorben wegen an ein Liedchen singend gemeinsam nach Hause zu gingen, veranstaltet Greulich als Referent über die Revision des Fabrikgesetzes und geblicher Beleidigung der Redacteure des tönig haben. Die Polizei war schnell mit dem groben Unfug" bei der als Storreferent über die Kranken- und Unfallversicherung teilnahm, lichen Dresdner Journals" verhandelt. Der Prozeß Hand und es regnete Strafmandate in Höhe von je 3 Mart. Das beschloß, den katholischen Arbeitern den Beitritt zu hat seine Ursache in dem seiner Zeit viel erörterten Zuchthausurteile Gericht, welches zur Entscheidung angerufen wurde, machte die Sache den Gewerkschaften zu empfehlen, wenn dieselben Krawall be- aber noch besser, indem die Strafen auf 6 und 9 Mark erhöht parteipolitisch und religiös vollkommen neutral gestaltet werden. Begegen die neun an dem Löbtauer Bauarbeiter teiligten Personen. Dieses Urteil wurde bekanntlich vom wurden; nur drei der Sünder sprach man frei. Das Urteil wurde züglich der Revision des Fabrikgesetzes sprach Dr. Decurtins den Schwurgericht nach geheimer Verhandlung gefällt, und damit begründet, daß die Angeklagten noch auf dem Wege von der Wunsch aus, es möchte die gesamte Arbeiterschaft die Freigabe des bon verschiedener, ganz bringend socialdemo- Versammlung für ihre Jbeen demonstrieren wollten und fo einen Sonnabend- Nachmittags für die Arbeiterinnen verlangen. An die fratischer Seite verlangte man Aufklärung über die näheren gemeinsamen Zweck verfolgten. Die ganze Geschichte ist echt sächsisch stosten der Doppelinitiative wurde ein Beitrag von 200 Fr. ge= Umstände, welche zu den drakonischen Urteilen führten. Nach einiger und so sonderbar, daß die Berurteilten das Landgericht noch anrufen leiftet. Gegen bie Neutralisierung der Gewert Beit erschien denn auch im nichtamtlichen Teil des Dresdner werden. lschaften im Sinne der katholischen Parteiführer beschloß die zu Die beleidigten Beamten- Redacteure. wurde jest wieder eine Versammlung aller Gewerkschaften für politisch macht dem Stapital und den Behörden viele Kopfschmerzen. Alles " aber bon = " " " Prozeß vor dem zürcherischen Handelsgerichte. Gefangene in Pretoria. Züricher Typographia eine Resolution mit 180. gegen 2 Stimmen. Die Folgen außergewöhnlich schwerer Arbeit als Betriebs: 1 Feind verlor sieben Tote, wahrscheinlich ist eine große Anzahl vers In derselben wird der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß durch unfall. Der nahezu 60 jährige Arbeiter Fickert, der in einer wundet. Die Boeren zogen sich in eine starke Stellung auf einen diefe. Art der Neutralisierung die schweizerische Arbeiterbewegung Quedlinburger Maschinenbau- Anstalt beschäftigt war, wurde eines Hügel bei der Ponts Drift zurüd. schwer geschädigt, der Gewerkschaftsbund an einer ersprießlichen Tages mit noch drei Kollegen beauftragt, eine 2 Centner schwere, Thätigkeit gehindert und so an seiner Lauheit und Kraftlosigkeit zu harte Stahlplatte in vier Teile zu zerhauen. Die Leute hatten da Aus Pretoria wird gemeldet, eine große Menge Neugieriger Grunde gehen würde. Auch von anderen Seiten werden Bedenken mit zu thun von nachmittags 3 Uhr bis zum Feierabend und am gegen den ganzen Plan geäußert, wie denn in der That die Gefahr nächsten Tage noch bis 9 Uhr vormittags. Fidert äußerte nach empfing die Gefangenen bei ihrer Ankunft in Pretoria. Die Gebesteht, daß der Verlust den Gewinn bedeutend überwiegen würde. Beendigung der Arbeit zu seinen Kollegen, das Zerhauen der Platte fangenen durchzogen die Stadt und wohnten später dem Gottesdienst In Creuzot scheint der Kampf von neuem zu beginnen. Der wäre eine sehr saure Arbeit gewesen. Auch streckte er sich, wie das bei. Die Menge verhielt sich ruhig. Die Offiziere wurden teilweise Telegraph bringt unterm 27. b. M. folgende Nachricht aus Baris: überarbeitete Personen zu thun pflegen. Als er nach Tisch wenige ins Spital gebracht, teilweise nach dem Remuplage abgeführt, wo Er wurde ins sie in Freiheit gesezt wurden, nachdem sie ihr Ehrenwort gegeben Nach einer Depesche der Petite République" aus Crenzot soll die Minuten gearbeitet hatte, brach F. zusammen. er alsbald verstarb. Seine Hinter- hatten, die Flucht nicht zu ergreifen. Lage dort ernst sein. Schneider habe 14 Syndikatsarbeiter ent- Krankenhaus gebracht, wo lassen und der Syndikatsrat habe sich telegraphisch an die Regierung bliebenen beanspruchten dann von der Nordwestlichen Eisen- und Vertagung des Unterhauses. gewandt; unter den Arbeitern herrsche große Gährung. Stahl- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Die Kollegen des London, 27. Oktober. Die Thronrede, welche bei der heutigen Die Londoner Buchdrucker sind in eine Bewegung zur Ver- Berstorbenen fagten aus, daß die Arbeit eine außergewöhnlich schwere fürzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden eingetreten. Diese, wie gewesen sei. Fidert habe nicht nur mittels einer schweren gange die Bertagung des Parlaments verlesen wurde, gedenkt rühmend der verschiedene Forderungen, den Tarif betreffend, sollen zunächst den Blatte halten und ihr Gewicht dirigieren müssen, sondern auch noch einen glänzenden Eigenschaften der tapferen Regimenter, die mit der AufSchrotmeifel gehalten. Der Kreiswundarzt, Dr. Zier, stellte auf gabe betraut seien, die Juvasion der südafrikanischen Kolonien zurüdMitgliedern zur Urabstimmung unterbreitet werden. Zu gleicher Grund des Obduktionsbefundes fest, daß 3. einem Schlagfluß erlegen zuweisen. Sodann spricht die Königin ihre tiefe Trauer darüber Zeit soll der Anschluß der übrigen im graphischen Gewerbe thätigen sei, der seinen unmittelbaren Anlaß in einer Gehirnblutung gehabt habe. aus, daß so viele brave Offiziere und Mannschaften in Erfüllung Organisationen zu diesem bedeutsamen Fortschritte in den Erwerbs Die Gefäßwände seien bei F. abnorm brüchig gewesen, und es müſſe bag in liberaler Weise die Kriegskredite bewilligt seien, und schließ ihrer Pflicht gefallen seien. Mit Anerkennung wird hervorgehoben, verhältnissen der graphischen Arbeiter Londons herbeizuführen gesucht angenommen werden, daß ihr Durchbruch durch eine übermäßige An- daß in liberaler Weise die Kriegskredite bewilligt seien, und schließlich dem Vertrauen Ausdruck gegeben, daß der göttliche Segen auf strengung verursacht sei. Ein Arzt Dr. Grunewald teilte die lettere dem Bemühen des Parlaments und des Heeres ruhen werde, Frieden Annahme nicht und der Vorsitzende der Berufsgenossenschaft hielt Aus der Frauenbewegung. fich als Sachverständiger berechtigt, zu erklären, daß sich die Arbeit und gut Regiment in Südafrika wiederherzustellen und die Ehre Der erste weibliche Advokat der Schweiz und wohl ganz noch im Rahmen des betriebsüblichen gehalten habe. Darauf lehnte Großbritanniens zu wahren. Russische Stimmungen. Europas hat sich in Zürich habilitiert in der Person eines Fraudie Berufsgenossenschaft den Anspruch der Hinterbliebenen mit der Begründung ab, daß ein Betriebsunfall nicht vorliege. Das leins Dr. A. Madenroth. Dasselbe führte bereits einen Schiedsgericht erkannte ebenfalls zu Ungunsten des Klägers. Einen kauer„ jedomosti", widmen einen ihrer letzten Zeitaufsäge der Frage Das einflußreiche Organ der panslavistischen Partei, die MosBetriebsunfall anzunehmen hielt es deshalb für bedenklich, weil der eines Feldzuges nach Indien.„ Rußland", führen die„ Wjedomosti“ Schlagfluß erst fünf Stunden nach Beendigung jener schweren Arbeit aus, denkt zwar nicht an Eroberungen, aber jetzt, wo England in eingetreten ist. Das Reichs- Versicherungsamt holte noch seiner Eroberungspolitik fortfährt und nicht aufhört, Rußland SchwierigOberschlesischer Entbehrungslohn. Die Huldschinskyschen ein Obergutachten des Geh. Medizinalrats Dr. Gerhard ein. Dieser Arzt Hüttenwerke, A.-G. in Gleiwig, haben in ihrem eben abgelaufenen sprach sich dahin aus, daß wahrscheinlich die Gehirnblutung und der feiten zu bereiten, wie es dies bereits früher im Kaukasus, in Polen, Geschäftsjahr ganz besonders gut abgeschnitten. Der Gewim Tod des Verstorbenen auf die kurz vorher ausgeführte außergewöhn- in Persien, der Türkei, in China, Afghanistan, Kaschgar, Pamir und beträgt über 3/4 Millionen Mark, der Dividendensat 20 Proz. lich schwere Arbeit zurückzuführen sei. Große Anstrengungen steigerten Aegypten gethan, kommt diese Frage doch ganz natürlich in ErUeber 24 Millionen Mark wurden auf Betriebsverbesserungen ver- erheblich den Druck des Blutes gegen die Gefäßwände, so daß diese, wägung." Die englische Politik spanne alle Kräfte an, Indien zu wenn sie so brüchig seien, wie bei F., leicht durchbrochen werden sichern, denn in London wisse man wohl, daß England mit dem Eine Bäckerei- Verordnung hat das Landratsamt von Reuß- tönnten. Nummehr verurteilte das Refursgericht die Berufs- Verlust Indiens aufhören würde, eine Weltmacht zu sein. Nußland Gera erlassen. Die Verordnung enthält Bestimmungen über die genossenschaft zur Rentengewährung, indem es sich auf das Ober- jei aber trotz aller englischen Anstrengungen bis hart an die Größe, Beschaffenheit und Benugungsweise der Arbeitsräume, über gutachten berief. Die Merkmale eines Unfalles erblickte das indische Grenze gelangt und es könne fein Zweifel mehr sein, die Aufbewahrung der Waren und Vorräte, Beschaffung von Sig- Gericht darin, daß die Arbeit die Erkrankungserscheinungen innerbei einem Zusammenstoß die russische Position sich gelegenheiten in den Arbeitsräumen, Einrichtung und Beschaffenheit halb eines verhältnismäßig furzen Zeitraums daß dürfte weit günstiger erweisen als die und englische von Wasch- und Ankleideräumen, sowie der Bedürfnißanstalten, herbeigeführt habe. ein solcher Zusammenstoß mit der entscheidenden Reinigung der Arbeitsräume und Arbeitsgeräte. Strafen werden Um Urkundenfälschungen in nicht weniger als 257 Fällen daß Der Vorteil Rußlands bis zur Höhe von 300 M. festgesetzt. Auf die Ueberwachung der handelte es fich in einem Prozesse, der kürzlich vor der 9. Straf- Niederlage der Engländer enden würde. Ausführung wird alles ankommen. kammer des Landgerichts I stattfand. Es befanden sich fünf Frauen liege vor allem auch in der Erkenntnis der asiatischen Völker, daß Das neugegründete Arbeitersekretariat in Breslau wird auf der Anklagebant: die verehelichte Kaufmannsfrau Maria Rußland nur in der Rolle des Befreiers von einem schweren Joche demnächst in Thätigkeit treten. Zum Sekretär wurde Genosse Emil Tanska, die Arbeiterfrau Clara Pauli, die Witwe Albertine auftreten könne. Die Völker Asiens schen in England ihren Feind, Reukirch, bisher Redacteur der Breslauer Volkswacht" gewählt. Mathäi, die unverehelichte Martha Ladzig und die Arbeiter in Rußland ihren Feund und nennen den Zaren den„ schüßenden Ein Verein für Arbeiter- Bildungskurse ist in 8 ürich ge- frau Marie Krohne. Die Angeklagte lanska war bei der Sultan". Fährt England in seiner Eroberungspolitik fort, so stehe Abzahlungsfirma Homann u. Co. als Reisende angestellt. Sie gründet worden. Die Kurſe finden Dienstags, Mittwochs, Donners- hatte, die Aufgabe, nundinnen, auf goldene uhren anzuwerben. Der Augenblick nicht mehr fern, wo auf bene in die reichen Thäler tags und Freitags jeweilen abends von 8-9 Uhr statt. Auf dem Dieselben hatten den zehnten Teil des auf 50-60 m. festgesezten die russischen Adler von den Himalayabergen in die reichen Thäler Programm stehen: Arbeiterschutz- Gesetzgebung( Arbeiterfekretär Kaufpreises anzuzahlen, den Nest in monatlichen Raten abzutragen. Indiens hinuntersteigen werden. Greulich), Einführung in die Principien der Naturwissenschaft( Schrift- Im Anfange arbeitete die Ulanska zuverlässig, als sie aber keine steller Bömmelin), Grundbegriffe der Rechts- und Staatslehre Abnehmer mehr finden konnte, griff sie zum Schwindel. Sie fand Prof. Dr. Zürcher) und allgemeine Volkswirtschaftslehre( Profeffor bereitwillige Helferinnen in den Personen der vier übrigen Ange- In Beantwortung der Ansprachen, welche an den Präsidenten Herkner). Die Teilnehmer haben pro Kursus von ca. 24 Stunden 2 Fr. wendet. Sociales. " zu bezahlen. An der Spize des Vereins stehen Pfarrer Pflüger und Genosse Advokat Dr. Farbstein. Ein Sanatorium für Lungenkranke wird im Kanton Wallis in der Höhe von 1450 Metern über Meer an geschütter Stelle oberhalb Siders in der Gemeinde Randoque errichtet. Die Anstalt soll vorerst 50 Betten enthalten, aber gleich auf eine Erweiterung bis zu 100 Betten Rücksicht genommen werden. Die Kosten sind auf 350 000 Fr. berechnet. Unternehmer- verbände. Ein Verband der niederrheinischen Sammetfabrikanten wird geglaut. Die Sammetfabrikanten klagen über große Mißstände, die sich im Gewerbe dadurch herausgebildet haben, daß durch die unbeschränkte Konkurrenz den Abnehmern immer größeres Entgegentommen gewährt wurde, so daß infolgedessen sie heut fast ohne Nutzen produzieren. Gerichts- Beitung. flagten. Aus Amerika. Washington, 27. Oktober.( Meldung des„ Neuterschen Bureaus.") Mac Kinley bei Gelegenheit der Uebergabe einer Betition gerichtet wurden, in welcher der Präsident dringend gebeten wird, die Vers mittlung der Vereinigten Staaten in dem Streite zwischen England und Transvaal anzubieten, sagte Mac Kinley, er werde der Petition die ernstlichste Erwägung angedeihen laſſen. Namen an, die Ullansta gab dieselben bei der Firma Homann ab, zahlte den 10. Teil an und erhielt die Uhr zur Abgabe an die Kunden. Die Uhren wanderten sofort zum Pfandleiher, wo sie mit je 18-20 m. belichen wurden. Der Erlös wurde unter den Angeklagten geteilt. Die Firma Homann u. Co. hatte einen Verlust von über 10 000 m. erlitten, bevor sie dahinter fam, daß alle die Abnehmer gar nicht existierten. Erst nach mehrstündiger Verhandlung gelang es den Berteidigern, Rechtsanwälten Dr. Werthauer und Sellentin, die An- Lehte Nachrichten und Depelthen. geklagten zu bewegen, ein Geständnis abzulegen. Die Ulan sta wurde zu 21/2 Jahren, die Pauli zu neun, die Mathäi ebenfalls zu neun, die Vadzig zu vier und die Krohne zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Krieg. Eingeständnis. Die englischen Blätter erklären nunmehr nach Veröffentlichung der legten offiziellen Telegramme, es stehe außer Frage, daß der einzige Sieg, den die Engländer gegen die Boeren davongetragen haben, derjenige bei Glandslaagte sei, während die übrigen Gefechte mehr zu Gunsten der Boeren ausgefallen feien. Aus dem öftreichischen Parlament. Zur Wahlreform in Belgien. 27. Oftober.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Abg. Daszynski( Soc.) begründet seinen Antrag und sagt, es handele fich hier um eine politische Machtfrage, um eine Lebensfrage des Barlaments, um den Sieg der unkontrollierbaren, absolutistischen Gewalt oder um den Sieg des Parlaments.( Lebhafte Zustimmung links.) Das Parlament müßte die erkämpfte Vers fassung, sowie das Recht auf gesetzgeberische Thätigkeit wahren, darum müsse auch der Paragraph 14 gestrichen werden. ( Beifall.) Abg. Schönerer beantragt Schluß der heutigen Sitzung; sein Antrag wird jedoch abgelehnt. Abg. Kaiser beMikhandlungen in einem Armenhause. Einem freudig gründet den Antrag dez Linken auf Ersetzung des§ 14 durch andere, zu begrüßenden Umstande verdankt der Redacteur des auf wirkliche Notfälle beschränkte Bestimmungen. Er führt aus, der gründet den Antrag dez Linken auf Ersetzung des§ 14 durch andere, Delmenhorster Volksblattes", unser Parteigenosse Reinhold Pazer § 14 mache die erfassung illusorisch und biete teinen Schutz gegen in Delmenhorst, die Freisprechung von einem Teile der Anklage durch Ueber das Gefecht bei Elandslaagte wird noch aus London be- den Mißbrauch der Verfassung, gegen Willtür der Regierung und das Reichsgericht. Das Landgericht Oldenburg( Großherzogtum) richtet: Wie die„ Times" aus Glandslaagte vom 22. d. M. melden, schließt mit einem Appell an die Majorität, daß Recht und Gesez hat ihn am 3. Dezember 1898 wegenBeleidigung in sechs Fällen zu drei ist es noch unmöglich, die Verluste der Boeren zu schätzen, doch gewahrt werden müßten; dann würden die Deutschen gemeinsam Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte einmal in einem Blatte, so- dürften sich dieselben annähernd auf 250 Tote belaufen mit der Majorität an die wirtschaftlichen Arbeiten schreiten, wenn dann in einer Volksversammlung die Verhältnisse in der Armen Der gefangen genommene Führer der deutschen FreiwilligenArbeitsanstalt in Delmenhorst kritisiert und soll truppe, Oberst Schiel, jagte in einer Unterredung, nichts habe der nicht, dann müßte die Regierung das Volk befragen. Den Deutschen dadurch die in Frage kommenden maßgebenden Personen Treffsicherheit der englischen Feldgeschüße Stand halten können, die sei davor nicht bange.( Beifall links.) Hierauf wird die Debatte abgebrochen. Abg. Schönerer bes beleidigt haben, darunter auch den Bürgermeister. Das Transvaal- Artilleristen hätten sich wiederholt von den Verschanzungen antragt hierauf, die nächste Sigung am Dienstag abzuhalten und Gericht hat bezüglich eines nicht unerheblichen Teiles der erhobenen zurüdziehen müssen. auf die Tagesordnung zu setzen: Notstandsanträge und Anträge auf beleidigenden Vorwürfe den Wahrheitsbeweis als Kämpfe im Westen und Norden. Versehung des Ministeriums Thun in den Anklagezustand. erbracht angesehen. Die Eheleute Riffelmann, denen die Vom östlichen Kriegsschauplatz liegen teinerlei wichtige Nach Für die von Schönerer verlangte namentliche Abstimmung stimmten Leitung jener Anstalt oblag, haben sich in der That wiederholt grobe richten vor. Die Gegner stehen sich bei Ladysmith drohend nur die Schönerianer und die Socialdemokraten. Hierauf beantragt Berfehlungen gegen die Hausordnung zu schulden kommen laffen, gegenüber. Abg. Verkauf die nächste Sizung morgen mittag abzuhalten mit der mehrfach ihre Disciplinarbefugnis in der abscheulichsten Weise überKapstadt, 26. Oftober.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus.") Tagesordnusg: Fortsetzung der Debatte, Beseitigung des§ 14, Wegschritten und Insassen des Arbeitshauses gemißhandelt. Unter Der„ Cape Argus" veröffentlicht folgende" Einzelheiten über den lassung der Delegationswahlen. Der Antrag Verkauf wird mit allen anderem haben sie es unternommen, bei zwei jugendlichen Infassen Rückzug des Generals Yule von Glencoe: Sonnabendabend während Stimmen gegen die der Socialdemokraten, deutschen Volkspartei die Krankheit des Bettnässens dadurch zu beseitigen, eines heftigen Regens wurden die Belte abgebrochen und und Schönerianer abgelehnt.( Nufe: Wo ist die jungezechische daß sie diese Leute gezwungen haben, ihren auf einen anderen Blaz gebracht. Die Granaten schlugen jedoch Opposition?) Nächste Sigung morgen. eigenen mit Salz vermischten Urin zu trinken bald mitten in das neue Lager ein, wobei zwei Mann getödtet Dagegen hat das Gericht nach deutschem Brauch angenommen, daß wurden; es wurde deshalb notwendig, außer Schußweite zu gehen. die weitergehenden Behauptungen nicht erweislich wahr seien, daß Die Bevölkerung der Stadt verließ ebenfalls die Häuser und Pazer durch dieselben teine berechtigten Interessen wahrgenommen lagerten zwischen den Gepädwagen, welche auf einen sicheren Play Brüffel, 27. Oftober. In der heutigen Sigung der Rehabe und daß eine Aufrechnung der Beleidigung des Bürgermeisters gebracht worden waren. Die englischen Truppen waren den ganzen präsentantenkammer wurde der Artikel I des neuen auf Progegen die dem Angeklagten vom Bürgermeister zugefügte Ehren- Sonntag mit Plänteleien und mit Bergung des Gepäcks beschäftigt, portionalvertretung beruhenden Wahlgefez- Entwurfs mit 75 gegen frantung deshalb nicht habe stattfinden können, weil der Angeklagte das aus dem Bereich der schweren Geschüße der Boeren gebracht 55 Stimmen angenommen. mit seiner Erwiderung mehrere Wochen gewartet habe. Das werden mußte. Die Mannschaften waren vollständig erschöpft, da sie Urteil war, wie erwähnt, am 3. Dezember 1898 gefällt, und am in der Nacht zum Sonntag teine Ruhe gehabt hatten. Die ganze Dezember hatte der Angeklagte Revision eingelegt. Als Brüssel, 27. Oktober.( W. T. B.) Teilweise Arbeitseinstellungen Kolonne begann den Rückzug, der in bewunderungswürdiger Weise in den Kohlengruben Hornu und Wasmes, Charbonnayes belges dann sechs Monate und drei Tage verftoffen durch den Van Londheers Baß, ein gefährliches Defilé, das 50 Mann und Rieu du Cseur werden gemeldet. Am Sonntag findet eine waren, nämlich am 13. Juli 1899, verfügte der hätten halten können, ausgeführt wurde. Dienstag Abend fiel Versammlung der Bergarbeiter statt. Vorfizende der Straftammer die Zustellung des Urteils an den An- stärkerer Regen, der die Mannschaften während der Nacht nicht zur geklagten Pazer. Preßdelikte verjähren nun, wie bekannt, in sechs Ruhe kommen ließ. Bern, 27. Oktober.( W. T. B.) Das eidgenössische Budget Um 4 Uhr früh wurde wiederum aufgebrochen Monaten. Die Verjährung der Straftaten Papers ist in den er- und am Nachmittag Fühlung mit der Kolonne von Ladysmith ge- für 1900 schließt bei einer Einnahme von 102 270 000 Fr. und einer wähnten sechs Monaten drei Tage durch keine richterliche gegen ihn wonnen. Am Sonntag schickte General Yule, der aus der Richtung Ausgabe von 102 990 000 Fr. mit einem Ausgabenüberschuß von gerichtete Handlung unterbrochen worden, denn die im Dezember 1898 und im März 1899 zu den Akten gebrachten Notizen, wonach dem auf Elandslaagte Schüsse hörte, Artillerie ab, die auf eine Abteilung 720 000 gr. ab, also um 1375 000 Fr. besser als das Budget des großherzoglichen Amte in Delmenhorst, welches um die Aften in Boeren, welche sich über den Umpati- Berg zurüczog, feuerte und laufenden Jahres. derselben große Verluste beibrachte. Stockholm, 27. Oftober.( W. T. B.) An Stelle des Generals dieser Sache ersucht hatte, mitgeteilt worden ist, daß sie Dem„ Neuterschen Bureau" wird aus Kimberley bom Frhru. Rappe, der auf sein Gesuch als Kriegsminister verabschiedet nicht entbehrt werden könnten, weil der Angeklagte Revision eingelegt habe, diese Notizen sind als gegen den An- 24. Oftober gemeldet: Eine britische Truppenabteilung worden ist, wurde Landeshauptmann Crusebiörn zum Kriegsminister An Stelle des Frhrn. Akerhjelm wurde Amtsrichter geflagten gerichtete richterliche Handlungen nicht anzusehen. Auf von 270 Mann verließ heute früh die Stadt. Als sie eine kurze ernannt. die Revision des Angeklagten sprach nun am Donnerstag das Strecke zurückgelegt hatte, stieß sie auf Truppen der Boeren, Rastadius zum Mitgliede des Staatsrats ernannt. Haag, 27. Oktober.( B. H.) Sir William Bauncefote, der Reichsgericht in Leipzig den Angeklagten von der Anklage in mit welchen sie in ein Gefecht geriet. Später erhielt sie Unter den drei Fällen der Preßbeleidigung wegen eingetretener Berjährung ftügung von zwei gepanzerten Eisenbahnzügen und 220 Mann Vertreter Englands auf der Friedenskonferenz, ist hier eingetroffen. von Strafe und Kosten frei. Aber auch in den drei übrigen Anklage- mit zwei Kanonen und zwei Maximgeschützen. Eine der britischen um die Verträge und Protokolle, betreffend die Beschlüsse der Friedens. punkten( Beleidigung in der Volksversammlung), in denen Verjährung Stanouen eröffnete dann plötzlich das Feuer gegen den Feind, der sich konferenz zu unterzeichnen. nicht eingetreten ist, hatte der Angeklagte Erfolg. Das Landgericht in einer ungünstigen Stellung befand. Die Artillerie der Boeren London, 27. Oktober.( W. T. B.) Oberhaus. Hardwicke behat nämlich die Feststellung getroffen, daß der Angeklagte persönlich erwiderte das Feuer in heftiger Weise. Der Kampf dauerte mehrere antragt eine Resolution, in welcher es für unangemessen erklärt Invektiven gegen Behörden und Beamte zu richten gewohnt sei, und Stunden. Die Engländer verloren 3 Tote und 21 Verwundete, auf wird, daß innerhalb der Mauern des Westminster- Balastes Statuen hinzugefügt, das beweisen die beiden letzten Jahrgänge des" Delmen- feiten der Boeren wurden viele Leute getötet, darunter auch der zum Gedächtnis bekannter Persönlichkeiten ohne Genehmigung des Barlaments errichtet würden.( Die Resolution bezieht sich darauf, horster Voltsblatts". Die Revision erhob nun die Rüge, daß diese Kommandant Botha. beiden Jahrgänge vom Urteil als Beweismittel benutzt worden Fort Tuli( Rhodesien, Nordgrenze von Transvaal), daß gegenwärttig dort eine Statue Crontwells errichtet wird.) Von feien, ohne daß sie zum Gegenstand der Hauptverhandlung gemacht 21. Oftober.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Eine starke feiten der Regierung wird die Resolution bekämpft; dieselbe wird worden sind. Das Reichsgericht erachtete diese Rüge als begründet, englische Patrouille stieß heute bei Rhodes Drift im dichten Busch jedoch mit 6 gegen 4 Stimmen unter dem Gelächter der Anwesenden hob auch in den drei übrigen Fällen das Urteil auf und verwies die auf den Feind. Es entspanu sich heftiges Scharmützel. Auf eng angenommen. Das Haus war in Anbetracht der bevorstehende: Sache in diesem Umfange an das Landgericht zurück. lischer Seite wurden zwei Mann getötet und zwei verwundet. Der Bertagung, die um 2 Uhr nachmittags erfolgte, fast leer. Hierzu 2 Beilagen. Berantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und berlag von May Bading in Berlin. 10. in of Ir. 253. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 28. Oktober 1899. Kommunales. erst angefacht und entwickelt werden. An anderer Stelle fagt ummöglich machen können, ohne die technischen Einrichtungen zu bea er aber, daß auch das Interesse der Nektoren im Laufe seiner schädigen. Bezügliche Anträge sind an die beteiligten Stadt- FernUntersuchungen nachgelaffen habe, fodaß im Herbste 1898 wieder sprechämter zu richten. ago muis Aus der Magistratsfizung am Freitag. Hinsichtlich des zu daran erinnert werden mußte. Man scheint also auch in weniger Sammelbüchsen für die Ferienkolonien werden jetzt im errichtenden Amtsgerichts Wedding Reinidendorf ungebildeten" Kreisen immer noch nicht noch nicht das hötige Verschweben gegenwärtig Verhandlungen zwischen dem hiesigen Magistrat ständnis für die Wichtigkeit der Sache zu haben. Es ist auch Bureau, Strausnitstr. 5, zur Aufstellung in Restaurationen 2c. aus und dem Justizministerium. In der heutigen Magistratsjigung noch gar In der heutigen Magistratssigung noch gar nicht so wurde beschlossen, für den Bau des beregten Gebäudes einen auf lichen lebo lange her, daß die Forderung einer ärzt- gegeben. Das Komitee für die Ferienkolonien richtet unter einem Berliner Terrain in der Nähe der Ringbahn belegenen Platz von wenn sie von den Arbeitervertretern im Roten Hause oder vom Gabe zuzuwenden und dadurch das Liebeswerk zu unterſtüßen. Wer Ueberwachung der Gemeindeschulkinder, eindringlichen Hinweis auf das Elend der Berliner Großstadtkinder an alle Menschenfreunde die Bitte, gelegentlich den Büchsen eine ca. 4000 ca. 4000 Quadratmeter dem Justizministerium zu überlaffen, falls Vorwärts" aufgestellt wurde, bei der bürgerlichen Mehrheit möchte nicht wünschen, daß der Appell des Komitees auf guten Boden, der Fiskus ſelbſt ſich ein eigenes Terrain nicht beschaffen kann. der Stadtverordneten Versammlung und in der Die letzte Stufe der Gemeinde- Einkommensteuer bürgerlichen Preise ein oft recht wenig Interesse, Verständnis fiele? Aber alle Sympathien für die Mühen dieser Menschenfreunde und Bildung bekundendes Geschrei über den" socialistischen brängen nicht die Erbitterung darüber zurück, daß die Kommunal3utunftsstaat" hervorrief, der dadurch" vorbereitet werden Verwaltung sozusagen mit verschränkten Armen zuſieht, wie eine solle. Wenn es heute etwas anders damit geworden private Organisation sich mit unzulänglichen Mitteln und unist, wenn die Idee einer allgemeinen und planmäßigen ärztlichen zulänglichem Erfolg leberwachung der Schulkinder auch in der städtischen Verwaltung Gemeinwesen die Behörde fich beren Uebernahme in einem wahrhaft social geleiteten immer mehr Freunde findet, so beweist das, daß unsere Ver treter im Roten Haufe doch nicht umsonst gearbeitet haben. bon einem Einkommen von 600-900 M. die 4 M. Steuer The Lokalesi abmüht, eine Arbeit zu verrichten, Kaum die Hälfte der erholungsbedürftigen Kinder hat mit den die Behörde sich zur Ehre anrechnen müßte. mitteln des Komitees versorgt werden können. Für die Stadt wäre es ein leichtes, ihrer Pflicht nachzukommen und allen zu helfen; aber die Angst, daß damit den modernen socialen Forderungen eine Stonzession gemacht werden könnte, läßt solche Pflichterfüllung nicht zu. Mögen tausende Kinder Schaden erleiden, wenn nur die Heiligkeit St. Manchesters unangetastet bleibt! soll für das Etatsjahr 1900 nach Beschluß des Magistratskollegiums nicht zur Erhebung kommen. Eine diesbezügliche Vorlage wird dem nächst der Stadtverordneten- Versammlung zur Genehmigung zugehen. Diesem Beschluß liegt der Umstand zu Grunde, daß die bislang ein gezogene Steuersumme für diese Stufe nicht in Einklang zu bringen ist mit dem Rostenaufwande für das Einziehungspersonal und die Zwangsvollſtredingen. Die Standbilder im Tiergarten sollen während der ganzen Nacht durch die in ihrer Nähe befindlichen elektrischen Bogenlampen erleuchtet werden. Gegen den Antrag Singer auf Beschränkung der SonntagsDas Magistratskollegium wird hierzu die Zu arbeit für Handelsgehilfen machen die Unternehmer, die Geschäftsstimmung der Stadtverordneten- Bersammlung nachsuchen. Zur Vorberatung der Vorlage an die Stadtverordneten- Ver- Die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft und der Centralausschuß Teute und ihre Organisationen jetzt auf der ganzen Linie mobil. fammlung wegen Regulierung des Scheunenviertels ist vom hiesiger kaufmännischer und gewerblicher Vereine haben sich bereits Der Verein für Kinder Volksküchen bringt zur öffentlichen Magistratskollegium eine Kommission von 7 Magistratsmitgliedern gegen den Antrag ausgesprochen, der bekanntlich dahin geht, daß Kenntnis, daß seine Kinderküchen anfangs November d. J. eröffnet eingesetzt worden. In Bezug auf die Aufbesserung der Bezüge der städtischen Arbeitern im Handelsgewerbe an Sonn- und Feiertagen nach 10 Uhr THE HOLE THEdurch Ortsstatut die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und werden. Die Küchen befinden sich 1. Burgsdorferstr. 3, Vorsteherin Frau Kanzlisten ist das Magistratskollegium den Beschlüssen der Stadt- vormittags verboten werden soll. In vorderster Kampfreihe gegen Rentiere Mertens; 2. Treschowstr. 60, Vorsteherin Fabrikbeſizerin verordneten- Versammlung beigetreten. 100% inde diese Maßregel stehen die Cigarrenhändler, die dadurch Mengert; 3. Bergstr. 20, Vorsteherin Frau Posner; 4. Mustauerads besonders geschädigt zu werden glauben, und so hatte denn der straße 58, Vorsteherin Fran Provinzial- Steuerbirektor von Schmidt; Verein der Tabak- Interessenten Berlins und der Umgegend zu 6. Waldemarstr. 18/19, Vorsteherin Frau Schlichting; 6. Kaiser Donnerstagabend eine Versammlung nach dem„ Prälaten" einberufen, Friedrichstr. 13, Vorsteherin Frau Amtsgerichtsrat von Corswandt; Den Parteigenoffen des ersten Wahlkreises die Mitteilung, wo der Tabakhändler und Stadtverordnete& rause und der Syndifus 7. Stettinerstr. 26, Vorsteherin Frau Ober- Poſtsekretär Staulfuß; daß am Sonntag, den 29. Oktober, vormittags 71/2 Uhr, eine des Vereins, Dr. Fränkel, gegen den geplanten Schutz der 8. Justerburgerstr. 10, Vorsteherin Fräulein Bollmann; 9. GormannDyer te verorbuete& rauhe und der syndur 3. Flugblattverteilung stattfindet. Alle, die gewillt find, mitzuhelfen, Handlungsgehilfen wetterten. Die Herren führten aus, die Cigarren- ftraße 8/9, Borsteherin Fräulein Paula Altmann. werden ersucht, sich in folgenden Lokalen einzufinden: Sommer, händler wären schon durch die Sonntagsruhe start geschädigt worden, Anmeldungen von Freispeisungen werden von den genannten Grünstr. 21 und Mörschel, Jüdenstr. 35. Das Wahlkomitee. der Antrag Singer bedeute jedoch ganz und gar den Ruin, indem er Vorsteherinnen oder von den Kück selbst entgegengenommen. Den Parteigenoffen und-Genoffinnen des zweiten Wahl konnte allerdings den guten Trost bieten, daß der Antrag ganz und gebändes, welche das Ministerium gebilligt hat, liegt bereits ein die freiheitliche Ernährung" untergrabe. Der Stadtverordnete Krause Für die bedentfame Erweiterung des Berliner Universitätsfreises die Mitteilung, daß am Sonntag, den 29. d. M., vormittags gar keine Aussicht auf Annahme habe, denn die Mehrheit der vollständiger Plan vor. Es wird ein zweigeschossiges 71/2 Uhr, eine Flugblatt Verteilung stattfindet. Alle, die Stadtverordneten- Versammlung denkt genau so wie wir". Dennoch va u wert, das an der Stelle des jetzigen Baracken- Auditoriums gewillt find, mitzuhelfen, werden ersucht, sich in folgenden Lokalen wurde der Vorstand noch sicherheitshalber beauftragt, beim zu der Lefchalle errichtet werden, aber bis zur Dorotheenstraße cinzufinden: Pinzer, Schützenstr. 18/19; Saß. Markgrafenstr. 102; ständigen Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung Voigt, Königgrägerstr. 39; Siebert, Großbeerenstr. 54; Quand, die Annahme des so gefährlichen Antrages vorstellig zu Rechteck rings um die Leschalle verwandt; die Schmalseite entspricht gegen sich ausdehnen soll. Als Bauplatz wird nur das schon jetzt umgitterte Belle- Alliancestr. 74; Keßner, Hagelsbergerstr. 23; Faller, Ballas werden. Und da die Herren doch einmal beisammen waren, etwa dem Mittelrijalithen auf der Rückfront der Universität. Mit ftraße 16; Werner, Bülowftr. 59. Das Wahlfomitee. so wurden auch gleich noch zwei andere socialpolitische Pläne dieser wird das neue Bauwerk durch einen Uebergang verbunden, Achtung, 4. Wahlkreis( Often). Die Mitglieder des Wahl- in Grund und Boden verdammt. Erstens der gefebliche unter welchem ein als wandelhalle gedachter Lichthof für bereins werden hierdurch aufgefordert, sich an der am Sonntag, den Neunuhr Ladenschluß, über den nächste Session im die Studentenschaft vorgeschen ist. Hier wird auch für die 29. d. M., vormittags 8 Uhr stattfindenden Flugblattverbreitung für die Reichstag zu verhandeln ist und gegen den eine Betition aus Restaurierung in besserer Weise gesorgt werden als bisher, Kommunalwahlen des 20., 21., 26. und 27. Bezirks recht zahlreich gearbeitet und unter den Berliner Tabakhändlern in Umlauf gefegt vo nur eine Art Stehbierhalle in dem engen Raum des Pförtners zu beteiligen. Der Vorstand. werden soll. Zweitens sprach man sich mißbilligend gegen einen vorhanden ist. Das untere Geschoß des Erweiterungsbaues wird Zu dem Verzeichnis der im sechsten Reichstage. Wahl- Antrag der Windener Handelskammer aus, der eine Einschränkung der akademischen Lesehalle ein neues Heim geben. der Hausarbeit in der Cigarrenindustrie fordert. freife belegenen Stadtverordneten Wahlbezirke, das Man sicht nach alledem, daß die Berliner Cigarrenhändler, was Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg, Herr v. Bethwir am Mittwoch veröffentlichten, ist folgendes nachzutragen: Im modernes socialpolitisches Verständnis anlangt, auf einer be- mann- Hollweg hat gestern das Rathaus besucht. Bei dieser Gea Straßenverzeichnis des 40. Bezirks muß noch stehen: Am Nordhafen wunderungswürdigen Höhe stehen, blegenheit konnten einige Blätter es sich nicht verkneifen, die„ Oberbürgermeister- Frage" wieder anzuschneiden. Das war überflüssig Der Fall Ziethen wird am 31. d. M. in einer von der insoweit, als es doch nicht die Kommune ist, deren Ansehen durch Egidy- Gesellschaft veranstalteten Versammlung den Gegenstand die Nichtbestätigung Schaden leidet. eines Vortrages bilden, den Rechtsanwalt Victor Fränkt, einer der eifrigsten Förderer der Ziethensache, freundlich übernommen erstaunlich viel Doppelgänger zu haben. Nachdem bisher nicht Der steckbrieflich gesuchte Geldbriefträger Schwarz scheint hat. Der Vortrag findet statt in Cohns Festsälen, Beuthstraße, weniger als neunmal Unschuldige als Schwarz" erkannt und auch abends 81/2 Uhr. 351 # 71 Nr. 1-8. Jm Verzeichnis des 46. Bezirks muß es statt stöslinerstraße 1-11 heißen: Köslinerstraße ganz. Das Wahliomitee des Bezirks tagt nicht bei F. Bergemann, sondern bei H. Tauschel. Wiesenstraße 29. Das Central- Wahlbureau des sechsten Wahltreises tagt am Tage der Wahlhandlung bei Fr. Berge manu, Bajewalkerstr. 3, Telephon- Amit II, Nr. 2634. Bod Parteigenossen und Genofsinnen, welche am Tage der Stadtverordneten- Wahlen helfen wollen und sich in ihrem Wahlbezirk noch Das Material für das Wiederaufnahmeverfahren ist nun voll- verhaftet, dann aber wieder in Freiheit gesetzt worden waren, hat nicht zur Verfügung gestellt haben, werden gebeten, sich am Mon- ständig gesammelt und in den nächsten Tagen wird der betreffende fich auch die gestern signalisierte Berhaftung des Gesuchten in Bell tag, 6. November, vormittags 8 Uhr, bei Bergemann, Bajewalter- Antrag schon abgehen können. Die Begründung desselben ist durch an der Mosel als ein Fehlgriff herausgestellt. Der dort Feſt straße 3, einzufinden. den Harmlosenprozeß, bei dem einer der beteiligten Rechtsanwälte genommene konnte schon nach kurzer Zeit glaubhaft nachweisen, daß Am Tage der Wahl ist es notwendig, daß die Wähler nach mitfunktionierte, einigermaßen verzögert worden. Jetzt fommt aber er der Gesuchte nicht sei. Neuerdings soll ein Schwarz auch wieder Abgabe ihrer Stimme das Wahllokal sofort verlassen, damit so nun hoffentlich die Sache in Fluß. in der Gegend von Groß- Strehliz in Oberschlesien gesehen worden viel wie irgend möglich eine Ueberfüllung und Behinderung der sein. Vermutlich handelt es sich auch in diesem Falle um einen Wähler an der Ausübung ihrer Pflicht vermieden werde. " falschen" Schwarz, während sich der richtige noch unerkannt der goldenen Freiheit erfreut. 61.11 Der man muß leider befürchten, daß das nicht so bleiben Frauen in den städtischen Resehallen zu sehen, hat man nur sehr selten Gelegenheit. In der Zeit vom 1. April 1898 bis 31. März 1899 waren in der 1. Lesehalle( Mohrenstraße) unter Die Betriebsdirektion der Straßenbahn Berlin- Hohen sign in Der Ruf nach Schulärzten 19 110 Besuchern nur 544 weibliche, in der 2. Lesehalle( Stavenébraucht in Berlin jetzt nicht mehr, wie leider so viele Jahre hindurch; 1000 Besuchern der 1. bezw. der 2. Halle waren nur rund 28 bezw. als ob der jetzt in unserem Bahnbetriebe eingeführte 24 Minutenſtraße) unter 19 730 Besuchern mur 963 weibliche, d. h. unter je schönhausen richtet, folgende zuschrift an uns: Nach den Zeitungsberichten zu urteilen, ist vielfach im Bublifum die Meinung verbreitet, vergeblich erhoben zu werden. Die Sache scheint ja nun auch bei 49 weibliche. 544 bezw. 963 Besucherinnen im ganzen Jahre be- Betrieb aufrecht erhalten werden solle. Wir ersuchen Sie, das uns in Gang kommen zu sollen, und wennt den Gegnern dieser deutet im Durchschnitt für die 1. Halle bei 346 Besuchstagen mur Publikum dahin zu verständigen, daß sofort nach Fertigstellung Forderung nicht noch durch irgend welche„ Schwierigkeiten der Aus 1-2 Besucherinnen, für die 2. Halle bei 342 Besuchstagen etwa unserer Krafiftation in Hohenschönhausen ein 12 Minuten- Betrieb führung" eine unerwartete Hilfe zu teil wird, dann können wir es 3 Besucherinnen an einem Tage. Durch diese Zahlen werden die und von nächsten Sommier ab ein 6 Minuten- Betrieb eingeführt vielleicht noch erleben, daß auch Berlin nach dem Muster ver- Beobachtungen bestätigt, die man bei häufigeren Besuchen der Lese- werden wird. In etwa 4 Wochen kann die Inbetriebſegung unserer schiedener anderer Städte eine allgemeine und planmäßige Ueber- hallen machen kann. Ju der 2. Halle war die Beteiligung Straftstation stattfinden. Es wird uns dann genügend Strom zur wachung des Gesundheitszustandes der Schulkinder einführt. Es ist trotzdem auch jetzt noch von hohem Interesse, zu sehen, Frauen fast doppelt so groß wie in der 1., aber Verfügung stehen, um nicht allein die Motorwagen häufiger laufen wie die Forderung der Auſtellung von sogenamiten Schulärzten wird. Die Halle beſteht erft jeft 1. April 1898. In der 1. Halle, au lassen, sondern je nach Bedarf mit Anhängewagen zu fahren. durch die Ergebnisse einer Untersuchung gestigt wird, die der Augenarzt Dr. Mar Nadziejewsti vom Oktober die am 19. Oktober 1896 eröffnet wurde, war die Beteiligung der Freiwillig gestellt hat sich der Rekrut alesch von der die der Augenarzt Dr. Mag Nadziejewsti vom Oktober Frauen zunächst auch stärker, aber sie ging dann sehr bald zurück. 1. Compagnie des Eisenbahnregiments Nr. 1( nicht Garde- Pionier 1897 bis Mitte 1899, also etwa 2 Jahre hindurch, mit Erlaubnis er waren in der Zeit vom 1. April 1897 bis 81. März 1898 unter bataillon, wie irrtümlich berichtet wurde), der am vergangenen der städtischen Schuldeputation au Berliner Schulkindern 230 Wenennt und 784 weibliche, alſo unter 1000 etwa 41, unto Sonnabend von seinem Truppenteile fich entfernt hatte. Der junge vorgenommen hat. N. hat darüber einen Bericht an die Schulin der Zeit vom 19. Oftober 1896 bis 31. März 1897( die allerdings, Mann schien sich schwer in die Disciplin fügen zu können und lief deputation erstattet, der jezt im„ Gemeindeblatt" veröffentlicht wird. weil nur das Winterhalbjahr umfassend, kaum zur Vergleichung in seiner bürgerlichen Kleidung, die er noch nicht abgegeben hatte, Untersucht wurden 2476 Schulkinder, meist aus Gemeindeschulen, darunter 300 14-( oder 13-) jährige, die demnächst die Schule ver- ajo unter 1000 rund 61. So bedeutend der Erfolg ist, den die begangen hatte, und kehrte freiwillig zurück. Mit Rücksicht darauf, herangezogen werden kann) unter 12 879 Besuchern 792 weibliche, davon. Nach fünf Tagen sah er jedoch ein, daß er eine Thorheit laffen wollten, und 2176 jüngere Schulkinder. Unter den 300 älteren Kindern waren 72 normalsichtige mit geringen Nebenbeschwerden, Resehallen bei dem männlichen Geschlecht gehabt haben, so wenig daß die Netruten noch nicht vereidigt sind, kam er mit drei Tagen 106 weitfichtige, 77 furzsichtige, 45 schwachsichtige, unter den 2176 Antlang haben sie bisher beim weiblichen Geschlecht gefunden. Die Mittelarrest davon. inq jüngeren 955 normalfichtige mit geringen Nebenbeschwerden, 646 weit- Frauen ziehen es vor, Bücher mit nach Hause zu nehmen und hier Ein häßliches Vorkommnis verursachte gestern vormittag in fichtige, 366 furzsichtige, 209 schwachsichtige. S. sagt, aus dieser hohen zu lesen. Das mag ebenso sehr auf Reigung und Gewöhnung zurück der Hessischenstraße eine erklärliche Aufregung. Dort lief ein vivia zuführen sein, wie darauf, daß die Frauen bei ihrer hauswirtschaftwendigkeit, die Kinder öfter von einem Augen Männer haben. in war eine große Nidelkanüle in den Hals gefeßt, Aus der Kanüle Zahl nicht normalsichtiger Augen ergebe fich nur zu deutlich die Not- lichen Thätigkeit meist eine weniger geregelte Arbeitszeit als die legierter Sund, der vermutlich infolge mangelhafter Aufsicht aus der landwirtschaftlichen Hochschule entlaufen war, umher. Dem Tier arat prüfen zu lassen, und zwar nicht nur kurz vor dem lebertritt ins" praktische Leben, sondern um ihrer selbst und um Ueber die Einführung des Nachtdienstes im Fernsprech- floß Materie, deren Zustand die Vermutung erweckte, daß das künftder ganzen Klasse willen, für die sie ein Hemmnis werden könntenbetriebe teilt die faiserliche Ober- Bostdirettion Berlin folgendes mit: liche Atmungsrohr eine zeitlang nicht gereinigt worden ist. Beim auch schon während der Schulzeit. Auf Sturzsichtige werde schon jetzt Bei den Berliner Fernsprech- Vermittlungsanstalten wird am 1. No starten Atmen des armen Tieres faufte die Luft mit hörbarem Ges, bon Eltern und Lehrern leidlich geachtet, aber schwachsichtige Kinder vember der Nachtbetrieb eingeführt. Die Fernsprech- Gehilfinnen räusch durch die Kanüle und es fonnte nicht bellen, da bei jedem würden leicht für unaufmerksam und unruhig gehalten. Auch bilde müssen sich während des Nachtbetriebes von einem eigens für die derartigen Versuch die Luft aus dem Rohre drang. Zufällig wurde Schwachsichtigkeit ebenso wie Weitsichtigkeit sehr oft die Grundlage Nachtschaltungen aufgestellten Klappenschrant erst zu den oft entfernt der Hund von Beamten des deutschen Thierschutzvereins bemerkt, die für Stopfjdmerzen und allgemeine Nervosität. Das Ergebnis fach liegenden Teilnehmerschränken begeben, so daß bis zur Herstellung ihn sofort fingen und mittels, Droschte nach dem Depot An der fundiger Prüfung zeige, welchen Kindern durch Brillen geholfen der verlangten Verbindung, besonders bei regerem Berkehr, unter Stadtbahn brachten. Bald darauf erschien dort ein Beamter der werden könne und welchen nicht, bei welchen allgemeine Nachficht und Umständen einige Minuten vergehen können. Aus diesem Grunde und landwirtschaftlichen Hochschule, welcher mitteilte, daß der Hund ein bei welchen nur Dispens von einzelnen Lehrfächern notwendig sei, um Beschädigungen des Fernsprechpersonals, welche sich während der Versuchsobjekt fei und die Herausgabe des Bundes auf Grund einer welche stets in der vordersten Reihe figen müssen, welche sich nicht Nacht doppelt unliebsam erweisen würden, fernzuhalten, wird empfohlen, von einem Herrn Dr. Lewy, Kurfürstenstr. 49, ausgefertigten mehr für gemeinsamen, sondern nur noch für Privatunterricht eignen. falls der erste Anruf nicht vorher beantwortet sein sollte, eine Wieder- Legitimationsbescheinigung forderte. Das Tier mußte nun wieder in Es zeige ferner, für welche Berufe die Kinder mehr, für welche holung erst nach etwa 2-3 Minuten folgen zu laffen. Für Ver- die Versuchsanstalt ausgeliefert werden. weniger erzogen und herangebildet werden können oder sollen, bindungen, welche während der Nachtzeit, das ist von 10 Uhr abends welcher Erwerbszweig für sie schädlich, welcher erträglich, welcher bis 7 ühr morgens, verlangt werden, tommt eine Einzelgebühr von Omnibus Nr. 461 der Linie Brunnenstraße- Marheinedeplay vor Einen Achsenbruch erlitt gestern nachmittags um 1 Uhr der förderlich sein dürfte. 20 Bf. zur Erhebung. Im weiteren wird darauf hingewiesen, daß dem Hause Friedrichstr. 240. Die Fahrgäste tamen mit dem bloßen Das meiste von dem, was St. festgestellt hat und hier aus seinen bei Benutzung von Fernsprech- Automaten während der Nachtzeit Schrecken davon. Der Wagen mußte außer Betrieb gestellt werden. Feststellungen folgert, ist nun freilich längst nicht mehr neu gwei Zehnpfennigstücke in den Apparat zu werfen find. FernsprechSeit vielen Jahren hat der Augenarzt Dr. Sileg an den Teilnehmer, welche nachts nicht angerufen zu werden Zu dem Unfall auf dem Dombau wird mitgeteilt, daß die Kindern des städtischen Waisenhauses gleiche Unter wünschen, werden davor gewarnt, den an der linken Seite Beschädigung der Christusfigur schwerer zu sein scheint, als man ana fuchungen vorgenommen. Er hat dabei gleich ungünstige Ergebnisse des Apparats angebrachten Fernhörer während der Nachtzeit fänglich annahm. Den Sand, in den die Figur sich eingegraben bekommen und in gleicher Weise auf die Wichtigkeit jolcher abzuheben und auf dem Apparat oder anderer Stelle batte, beseitigte man gestern vormittag vollständig und dann era Untersuchungen für Schule und Beruf hingewiesen. Wir haben die niederzulegen, weil dadurch die Mikrophonbatterie in furzer richtete man ein Gerüst, um mit einem Flaschenzug die Figur wieder Ergebnisse unseren Lesern Jahr für Jahr mitgeteilt und im Anschluß Beit erschöpft wird und die Sprechstelle am nächsten Morgen unter aufzurichten. Das Gerüst, das bei dem Sturze getroffen wurde, ist daran immer wieder erklärt, daß eine Untersuchung fämtlicher Umständen nicht betriebsfähig fein würde. Teilnehmer, welche auf ziemlich stark beschädigt. Man sieht noch jetzt zertrümmerte Balfen Gemeindeschulkinder, da diese vorwiegend denselben socialen diese Weise die vorzeitige nußlose Erschöpfung der Batterie herbei- und Bretter herabhängen. Die Koloffalfigur ist 5,80 Meter hoch und Schichten wie die städtischen Waisenkinder angehören, ein ziemlich führen, werden seitens der Reiche- Postverwaltung haftbar gemacht 85 Centner schwer. Es wird als ein Glid betrachtet, das sie nicht gleiches Resultat ergeben müsse. St. sagt in seinem Bericht, werden. Für solche Teilnehmer, die durch einen Anruf in ihrer in Bronzeguß, sondern in Kupfertreibarbeit ausgeführt ist. Bei in ungebildeten Kreisen wachse erst allmählich das Interesse für Nachtruhe nicht gestört werden wollen, wird auf Wunsch unentgeltlich Bronzegüssen lassen sich größere Brüche in den seltensten Fällen, solche Beobachtungen, es müsse durch derartige Untersuchungen eine Vorrichtung angebracht werden, mittels derer sie einen Anruf reparieren, vielmehr ist ein Neuguß erforderlich. an 5237 " an Theater. Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater| braucht die Stadt einen Zeitraum von vier Jahren. Der Char-| Eine Feuersbrunst zerstörte gestern die Revisionshalle der wird jetzt der Schwant„ Ein gesunder Junge" oder" Ontel Cohn" lottenburger Stadtverordneten- Versammlung soll in absehbarer Zeit Fahrradfabrik in Eisenach. 600 Fahrräder und einige wertvolle aufgeführt. Als Verfasser nennt der Zettel einen Herrn Reiflingen. nicht nur das Projekt der Kanalisierung der Stadtgebiete jenseits der Automobilen verbrannten. Der Schaden ist durch Versicherung Der Onkel Cohn ist ein mauschelnder Allerweltstert, den jeder zum Spree und der Gegend von Westend, sondern auch das der Re- gedeckt. Vertrauten hat. Allerhand zwar nicht neue, aber doch zur Heiterteit gulierung des Tegeler Weges und der Kaiserin Augusta- Allee vor- Ein doppeltes Jagdunglück ereignete sich, wie die„ Stralf. stimmende Situationen werden durch die Freundwilligkeit des gelegt werden. 8tg." berichtet, in der zu Hohenbarnetow( Streis Franzburg) alten Knaben herbeigeführt, so daß der Zuschauer mit Behagen dabei ist und sich freut, auch im Theater In der letzten Sigung der Gemeindevertretung zu Weißensee gehörigen Waldung. Der Rittergutsbesitzer Horst Krause war mit der Chausseestraße einmal vergnügt sein zu können. Einen gab es einen großen Interessenstreit über den Plaz, auf dem das seinem Bruder Rolf, seiner Frau und einer zu Besuch weilenden besonderen Wert erhält die Aufführung noch dadurch, daß Herr Mar Amtsgerichtsgebäude errichtet werden solle. Obgleich die Dame auf die Jagd gefahren. Plöglich trat ein Rehbock aus dem Blakfrage für das Allgemeinwohl ziemlich gleichgültig ist, Walde hervor. Herr Krauſe entstieg nun dem Wagen, kam zum Sam st die Titelrolle spielt. Von dem Direktor Samſt halten wir leistete fast ein jeder der bürgerlichen Redner Unmensch Straucheln, die Flinte entlud sich und die Kugel drang dem Inwahrlich nicht viel. Oft genug waren wir in der unangenehmen um ชน beweisen, glücklichen ins Herz, so daß der Tod sofort eintrat. Infolge des Lage, dem Herrn deutlich unsere Meinung sagen zu müssen. Aber liches im Schweiße seines Angesichts, der Schauspieler Samst steht nach wie vor in allen Ehren da, und wie wunderschön es für das Interesse der Einwohnerschaft Schrecks erlitt fein Bruder Rolf Krause einen Gehirnschlag. An auch die vorgestrige Aufführung ließ nur ein Gefühl des Bedauerns sei, wenn das Gebäude in möglichster Nähe gerade seines seinem Aufkommen wird gezweifelt. Das doppelte Unglück war das darüber aufkommen, daß so wenig Kräfte auf seiner Bühne sind, Grundstückes zu stehen komme. In diesem lieblichen Streite für Wert weniger Minuten. Herr Horst Krause ist erst 24, sein Bruder die sich ihm zur Seite stellen können. das allgemeine Wohl fiel unserm Parteigenossen Karow die Aufgabe 22 Jahre alt. In der neuen Komödie Von den in Hamburg bei dem furchtbaren EisenbahnDas Gastspiel" von Ernst 3, feinen bürgerlichen Kollegen so derbe, wie es die Umstände b. Wolzogen und Hans Olden, welche im Deutschen Theater erheischten, die Wahrheit zu sagen. Schließlich einigte man sich auf unglück verletzten Rekruten sind bis jetzt 16 aus der ärztam Sonnabend, den 4. November, zum erstenmal in Scene geht, das Grundstück Ecke der Schönstraße und Parkstraße. Hierauf lichen Behandlung entlassen worden; die Entlassung der übrigen vier wirken in den Hauptrollen die Damen Eberty, Jurberg, Lehmann, hauses 11 000 M. Herzugeben. beschloß die Gemeindevertretung zum Bau eines Pfarr- foll binnen kurzer Zeit zu erwarten sein. Auch das Befinden der Trenner, sowie die Herren Engels, Fischer, Junker, Köhler, Martin, hatte zu diesem Zwede 16 580 M. gefordert. Falls der Herr so günstig gestaltet, daß sie in den nächsten Tagen in das MilitärDer preußische Kultusminister im Allgemeinen Krankenhause untergebrachten elf Verlegten hat sich Reinhardt, Vallentin, v. Winterstein mit. An dem Löwe- Abend, An dem Löwe- Abend, den das Schiller Theater Sonntag, den 29. Oktober, im Bürger- damit nicht zufrieden ist, soll das Verwaltungs- Streitverfahren ein- lazarett gebracht werden können. Schiller- Theater Bürger- geleitet werden. In dieser Angelegenheit hatte unser Parteigenosse saal des Rathauses veranstaltet, wirken die Damen Luise Klossed- Müller, Gerstenberger vergebens Ablehnung der ganzen Summe ge- drei Streckenarbeiter ihr Leben eingebüßt haben, berichtet man aus Drei Arbeiter überfahren. Ein schreckliches Unglück, bei dem Else Möst- Schoch und Herr Kammerfänger Eduard Feßler mit. Den einleitenden Vortrag hält Herr Pfarrer Wellmer, der bekannte Bio- fordert. Auf eine Anfrage des Genossen Gerstenberger, Neisse: Auf der Bahnstrecke Standrzin- Rasselwitz wurden unweit der graph Karl Löwes. Im Schiller Theater tommt in der weshalb die Verhandlung und Beschlußfassung über Er Station Oberglogau drei Stredenarbeiter vom Personenzuge überSonntagnachmittags- Vorstellung das Shakespearesche Lustspiel„ Viel richtung die fahren und getötet. Lärmen um Nichts" mit Fräulein Marianne Wulf und Herrn Albert Tagesordnung gesezt worden sei, erwiderte der Gemeindevorsteher, Aus Herne, 26. Oktober, wird geschrieben: Auf der Zeche Patry in den Hauptrollen zur Aufführung. In der Sonntagabends nicht möglich gewesen sei, sich schon früher Informationen über diese Shamrock" wurden gestern vormittag zwei Bergleute von zus sofort in der nächsten Sigung zur Beratung vorgelegt werden. Die Unommenen Rettungsarbeiten hatten keinen Erfolg; die Verunglückten fitte, bei Schluß der Schulen sämtliche Kinder gleichzeitig zu ent- fand man nach längerem Suchen als Leichen. Charlottenburg. Für den zweiten Kommunal- Wahlbezirk lassen, wurde, da hierdurch vor kurzem ein tödlicher Unglücksfall Eisenbahnunglück. Bei Ebertsheim in der Pfalz stürzte findet am Sonntag, den 29. Oktober dieses Jahres, nachmittags durch leberfahren herbeigeführt worden ist, vom Genoffen a row eine Güterzug- Maschine die Böschung des Bahndammes hinab, Uhr, eine öffentliche Kommunalwähler- Ver- gerügt. Dies hatte zur Folge, daß der Schulverwaltung auf- wobei der Lokomotivführer getötet und der Heizer schwer verletzt sammlung im Lokale von Leder, Bismarckstr. 94, statt, in der gegeben werden soll, für Abhilfe des Uebelstandes Sorge zu tragen. der Kandidat dieses Bezirkes, Genosse Curt Baate über die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen sprechen wird. Vorstellung geht" Der Richter von Balamea" in Scene. 3 = Aus den Nachbarorten. " Der Vertrauensman 11. eines Gewerbegerichtes nicht auf Sache zu verschaffen; die Frage werde der Vertretung jedoch schon Gerichts- Beifung. wurde. Raffinierte Fälschungen von Postauweisungen werden aus Halle gemeldet: Ein der Postbehörde und der Polizei der BeParteigenossen in Schöneberg! Der von unseren Gegnern schreibung nach wohlbekannter, bisher aber noch nicht ergriffener zu den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen gefaßte Beschluß, junger Mensch hat sich auf die Fälschung von Bostanweisungen verIm erhebliche Mißstände beim kaiserlichen Patentamte legt, und zwar bis jest stets mit Glück. Der Gauner operiert in ohne Unterschied ihrer sonstigen Parteistellung handelte es sich in einem Prozesse, der gestern unter dem Vorsize verschiedener Weise. So hat er von ihm gefälschte, mit Stempeln gemeinsame Kandidaten den unserigen entgegenzustellen, macht es bes Landgerichtsdirektors Voigt vor der 7. Straffammer des Land- verschene, über ganz ansehnliche Beträge lautende, an ihn, d. h. unter jedem Parteigenossen, der es mit sich und der Partei ernst meint, gerichts I stattfand. Der Ingenieur und Patentanwalt Carl Pieper falschem Namen nach auswärts adressierte Postanweisungen in der Weise zur unbedingten Pflicht, persönlich mit dazu beizutragen, war beschuldigt, ein Mitglied des taiserlichen Batentamts, den Ge- an das Aufgabe- Bostamt einzuschmuggeln gewußt, daß er solche den daß die von uns behaupteten Mandate nicht nur gewahrt, heimen Regierungsrat Carl Hofmann, öffentlich durch die Presse be- mit Befördern der Briefschaften nach dem Bahnhofe oder Bahnsondern, daß auch bei der am 8. November, von leidigt zu haben. Der Angeklagte ist seit länger als zehn Jahren in postamt beauftragten Boten mit dem Bemerken zusteckte, eben habe mittags 12 bis abends 7 Uhr stattfindenden Wahl Deutschland für die Ausgestaltung des Patentwesens und für die Förde- fie der Bote verloren. Da dies nicht unmöglich war, nahm sie der neue Bezirke für uns erobert werden. Dies ist jedoch rung der internationalen Beziehungen auf dem Gebiete des gewerblichen Betreffende mit Dank entgegen und lieferte fie auf dem Poſtamte wenn ein jeder Parteigenoffe sich dem socials Eigentums thätig, er gehört fast allen Sorporationen und Gesellschaften pflichtschuldigst ab, das sie anstandslos weiter beförderte. Oder aber demokratischen Wahltomitee zur intensiven Agitation zur Verfügung des In- und Auslandes, welche gleiche Zwede anstreben, als er erhob auf einem Bostante lagernde, an ihn adressierte Briefstellt. Deshab hat jeder Schöneberger Parteigenoffe die Pflicht, ordentliches bezw. forrespondierendes Mitglied an In seinen und Drucksachen, dann ging er zurück und übergab dem betreffenden am Sonntag, früh 7/2 Uhr, bei Obst, Grunewaldstr. 110, zu Schriften führt er aus, daß sich seit längerer Zeit das Bedürfnis Postbeamten eine von ihm gefälschte Bostanweisung mit dem Beerscheinen, um durch sein Mitarbeiten sein Einverständnis mit den nach einer gründlichen Umgestaltung des Patentverteilungsverfahrens merken, solche habe sich in den Briefschaften versteckt vorgefunden. Kämpfen der Socialdemokratie zu bekunden. Vor allem haben die geltend gemacht habe; lebhafte Klagen wurden von den Gewerbe- Bumeist adressierte der Bursche die Bostanweisungen nach dieser Mitglieder unseres Socialdemokratischen Vereins" treibenden, die Patentschutz nachsuchen, sowie ebenfalls von ihren oder jener Stadt an eine bestimmte Adresse, dort erschien er, legiti zu Stelle zu sein. Vertretern, den Patentanwälten, über die Behandlung der Patent- mierte sich durch gefälschte Papiere und erhielt das Geld anstandslos Lichtenberg Friedrichsberg. Am Dienstag findet im Lokal gesuche im Patentamte geführt. Allgemein herrsche die Auffassung, ausgezahlt. In einem Falle, wo ihm das Einschmuggeln einer des Herrn Höflich, Frankfurter Chaussee 120, eine Parteiverfamm- daß diese Mißstände, wenn auch vorwiegend in dem gefeglichen gefälschten Postanweisung über einen namhaften Betrag glückte, Tung statt. Tagesordnung: Bericht vom Parteitage, Bericht und geschriebenen Patentverteilungsverfahren, so doch zum Teil auch beauftragte er ein bayrisches Bankhaus, für den Betrag Papiere zu Neuwahl des Vertrauensmannes und der Lokalkommission. in der Art der Handhabung der gesetzlichen Vorschriften durch die kaufen. Nach einigen Tagen erschien er bei dem betreffenden Bankier, Johannisthal: Niederschöneweide. Der socialdemokratische verfaßten Druckschrift„ Gewerbe- und Industrieschuß" sucht der Ver- So hat er es in verschiedenen Städten, so auch in Halle, getrieben, einzelnen Beamten ihren Ursprung haben. In der vom Angeklagten legitimierte sich und erhielt die Effekten und den Restbetrag in bar. Verein hält heute abend bei Strecker, Niederschöneweide, seine Ber- faffer diese Ansicht an der Hand eines Beispiels zu begründen. Er wo es der Kriminalpolizei beinahe geglückt wäre, ihn zu ergreifen. sammlung ab. weist darauf hin, daß das Patentant seinen Mitgliedern Neben- Der geriebente Bursche hat indessen jedenfalls Unrat gemerkt und ist Bestrafter Egoismus. Wie unangenehm unter Umständen beschäftigung erlaubt. Soweit diese in Lieferungen von Beiträgen unter Zurücklaffung seines Stoffers in einem hiesigen renommierten das Prozessieren werden kann, zeigt wieder der Ausgang eines für Fachzeitungen beständen, seien sie nicht unbedenklich und könnten Gasthause verschwinden. Civilstreites, den ein Schöneberger Hausbefizer wegen der Ab- forrumpierend wirken, wenn, wie dies vorgekommen sei, Mitglieder Ein kleiner Staudal spielt sich wieder in München ab, das tretung eines Borgartenstreifens in der Kolonnenstraße gegen die des Amtes infolge der amtlichen Kenntnis Sachlage erst vor einigen Monaten den Glückshafen- Skandal vom Oktoberfeste Stadt Schöneberg geführt hat. Der Eigentümer hatte für das Erfindungen 2c. öffentlich verurteilen oder empfehlen. So habe Herr hatte. Diesmal ist es die Mitwirtschaft in einer Innungsschmale Borgartenland 2000 m. gefordert, weshalb das Ent: Carl Hofmann, Herausgeber der„ Papierzeitung" und Mitglied Krankenkasse, die jetzt durch eine Erklärung des gegenwärtigen eignungsverfahren eingeleitet werden mußte, in welchem des kaiserlichen Patentants, in seiner Zeitung ein auch unter seinem Obermeisters der Jumung aufgedeckt wird. Im Mai d. J. wurde der Wert auf nur 54 M. tagiert wurde. Diese Abschätzung focht der Decernat noch der Prüfung im Patentamite unterstehendes Ver- der bisherige Obermeister der Buchbinder Innung, Besizer nun im Prozeßwege an. Er wurde aber in allen Instanzen fahren: Papier aus Torf zu gewinnen, in abfälliger Weise kritisiert. Magistratsrat und Kommerzienrat Mag Nagler, bei der Ummit seiner Klage abgewiesen und hat nun an Kosten 1700 M. zu Allerdings sei es dem Angeklagten dennoch gelungen, das nachgesuchte wandlung der Innung in eine Zwangsinnung nicht wiedergewählt. Patent zu erhalten, aber erst nachdem sein Gesuch abgewiesen und Als der neugewählte Obermeister Hugo Mais die bei der Innung Herr Hofmann auf die von dem Angeklagten eingelegte Beschwerde bestehende Strankenkasse übernehmen wollte, entstanden zunächst Seinen Harmlosen": Prozeß wird demnächst auch Char in dieser Patentiache von seinem Amt als Gutachter entbunden allerlei Hindernisse; konnte er lottenburg bekommen. Der Polizei war schon länger bekannt, daß worden war. Herr Hofmann, der Mitinhaber und Aufsichtsrat von Abrechnungen bekommen. Schließlich bekam er von Herrn Nagler in der Schankwirtschaft von Emma Gl., der Bäckerherberge in der Bapierfabriken, jei aber bald darauf kaiserlicher Geheimer Regierungs- einen ziemlich lafonischen Rechnungsabschluß, wonach die Kasse ein Krummenstraße, häufig gespielt werde, es fehlte aber an Material, rat geworden. die Spieler zu überführen. Vorgestern wurde mun in der Wirtschaft Defizit von 500 m. haben sollte. Die Zwangsinnung beschloß, nach ein Abendtisch veranstaltet. Das gab wieder Gelegenheit zu einem amts des Junern Dr. Graf v. Posadowsky gegen den Verfasser Ende Juni deren Auflösung. Jetzt erst stellte sich die Verlotterung Wegen dieser Bemerkungen hat der Staatssekretär des Reichs- dem sie zu der Ansicht gekommen, daß die Kasse nicht haltbar sei, Jeuchen, an dem auch zwei nichtgeladene Gäste teilnahmen. Diese, Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. ein Athlet und ein Grinkramhändler, verloren, glaubten jedoch, daß der Kasse heraus. So wie der Auflösungsbeschluß bekannt war, sie nicht lediglich Pech gehabt hätten. Einer von ihnen ging weg und kam nach einer Stunde mit einem Schußmann wieder, dem er den Bankhalter und zwei Spieler, die noch da waren, bezeichnete. Die drei wurden auf die Wache des 6. Reviers gebracht. Ihnen folgte um 6 Uhr morgens ein vierter Spieler, der sich versteckt hatte und später den Beamten, die das Lokal beobachteten, in die Hände geraten war. Dieser vierte ist ein Wertmeister. Gestern nachmittag wurden die Beschuldigten, nachdem die Kriminalpolizei sie eingehend bernommen hatte, einstweilen wieder auf freien Fuß gesetzt. zahlen. " der niemals die Bücher und Der Angeklagte, der von den Rechtsanwälten Dr. Hoffta und liefen Forderungen über Forderungen ein, das Defizit zeigte sich Paul Schmid( verteidigt wurde, hatte den Wahrheitsbeweis an bald größer wie das von der alten Junung hinterlassene Vermögen getreten. Er blieb dabei, daß er den Geheimen Regierungsrat Hof- und nachdem eine amtliche Liquidation vorgenommen worden, zeigt mann, wenn auch nicht für den wirklichen, so doch für den geistigen sich jetzt ein Defizit von cirka 4500 Mark. Urheber des Artikels in seiner Zeitung halten müsse. Er könne auch nur annehmen, daß Herr Hofmann persönliche Gründe habe, die Innungsvorstand wie auf die Aufsichtsbehörde, die solcher MißwirtDer Vorgang wirft ein ebenso ungünstiges Licht auf den alten neue Erfindung zu bekämpfen, denn der Redacteur einer Papierzeitung schaft nicht rechtzeitig ein Ziel setzte. müsse sich als objektiver Beobachter darüber freuen, wenn sich ein neuer Ersatz für die Leinenfaser zur Papierindustrie fände. Der Von der Insel Sachalin sind russischen Blättern zufolge etwa Redacteur der Papier- Beitung". Ferency befundete, daß er den hundert zur Zwangsarbeit Berurteilte kürzlich entwichen. Sie waren Die diesjährige Herbst- Kontrollversammlung für die im Artikel in der„ Papier- Beitung" betr. die abfällige Kritit über die beauftragt Balken zum Flößen zusammenzukoppeln und machten sich Kreise Teltow wohnenden Reservisten wird dort in der Zeit Erfindung, dem„ Centralblatt der östreichischen Papierindustrie" die ihnen hiermit gebotene Gelegenheit zu einem tollkühnen FluchtAls die Arbeit nämlich beendet war, bestiegen vom 6. bis 23. November stattfinden, und zwar für die beteiligten entnommen und in etwas veränderter Form wiedergegeben habe. versuche zu Nutzen. Orte am 6. und 7. in Steglig, am 8. in Zehlendorf und Teltow, Herr Hofmann habe von dem Artikel weder Kenntnis sie die Flöße und benutzten den günstigen Wind, um mit Hilfe von am 9. in Nowawes, am 10. in Ludwigsfelde und Trebbin, am 14. gehabt, noch denselben irgendwie beeinflußt. Zeuge Geheimer Segeln über die Wasserstraße auf die sibirische Küste hinüberin Britz und Tempelhof, 17. und 18. in Röpenid und Königs- Buster Regierungsrat Hofmann bekundete dasselbe. Er verwahrte zufahren. Die Breite der Wasserstraße beträgt an dieser Stelle hausen, 20. Teupiz und Mittenwalde, am 21. in Bossen und Speren Eigenschaft als Verleger der Bapier- Zeitung" irgendwie in Zwie- versehen, die sie ihren Wächtern vor ihrer Flucht abgenommen fich mit aller Entschiedenheit dagegen, daß er durch seine ca. 100 Kilometer. Vierzig von ihnen hatten sich mit Schießwaffen berg und am 23. in Glasow und Groß- Schulzendorf. spalt mit seiner amtlichen Stellung tommen fönnte. Auf Befragen hatten. Bis jetzt fehlt den russischen Behörden jede weitere Spur Aus Spandan wird berichtet: Der Bezirksausschuß in Potsdam der Verteidigung, ob der Zeuge Aktien einer Bapierfabrik befize, er- der Entflohenen, die sich wohl bereits auf chinesisches Gebiet gerettet hat der Stadt Spandau jezt die Genehmigung erteilt zur Aufnahme folgte eine verneinende Antwort. Der Gerichtshof erkannte an, daß haben dürften. einer Anleihe von 3 Millionen Mark; die Bestimmung des Bins der Angeklagte sich in Wahrnehmung berechtigter Juteressen befunden, Aus Konstantinopel wird berichtet: Bei einem in der Nähe fußes hat der Magistrat sich vorbehalten. Ein Teil der Summe, auch den guten Glauben für sich habe. Aber durch die Form habe der bulgarischen Gesandtschaft ausgebrochenen Brande wurde der 600 000 m., wird von der Alters- und Invaliditäts- Versicherungs- er sich der Beleidigung schuldig gemacht. Er sei deshalb zu einer Feuerwehr Kommandant Graf Scecheny Pascha von den anstalt der Provinz Brandenburg zu 4 Proz. hergeliehen. Den Geldstrafe von 200 mart verurteilt worden. Trümmern eines einstürzenden Turmes begraben und schwer ver übrigen Teil der Anleihe wird die Stadt von anderen Anstalten Iegt. entnehmen, nötigenfalls auch der städtischen Sparkasse. Die Anleihegelder werden zur Erweiterung der Kanalisation, in der Hauptsache aber zur Herstellung eines besseren Straßenpflasters berwendet. Vermischtes. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 6-8 Uhr abends statt. schule", Charlottenburg, Berlinerstr. 151. O. F. 76. Wenden Sie sich an die Direktion der„ Technischen HochA. W. Von neueren W. Scherer, von älteren Gervinus. S. 1. Die Broschüre ist vergriffen. 2. Bei allen Religionen giebt es uns nicht bekannt. -O 99. Jawohl, es fet Schiffsexplosion auf der Oder. Aus rcffen a. D. wird Lungenheilstätte des Roten Kreuzes am Grabowfce. Am berichtet: Oberhalb der Bommerziger Brüde explooierte Freitag früh Lungenheilstätte des Roten Kreuzes am Grabowsce. Amber Kessel des Dampfers Christian". Biez Becjonen trugen nächsten Sonntag wird das Richtefest der neuen Wohngebäude für schwere Brandwunden davon. Der Dampfer ist gesunken. Bfleglinge, einschließlich des von dem verstorbenen Rentner Gustav Böhm gestifteten Pavillons, festlich begangen werden. Die Heil- Eine merkwürdige Begnadigung. Die unlängst erfolgte stätte, die vom Roten Kreuz vor vier Jahren begründet wurde und Begnadigung des Studenten Kopf aus Frankfurt a. M., der selten, im ganzen vielleicht tausend. Wie viele gegen den Krieg sind, ist bereits weit mehr als 1000 unbemittelte Zungentrante verpflegt hat, wegen Mißhandlung zu 8 Monaten 2 Wochen Gefängnis verurteilt Ed. Schmidt. Durch eigene Schuld unbrauchbare Arbeit braucht auch erhält durch die Neubauten eine um das Doppelte erhöhte Belegungs- war, ist von einer Reihe von Blättern eine auffällige Begnadi- dann nicht bezahlt zu werden, wenn hierüber nichts vereinbart ist.- Misch. fähigkeit, so daß demnächst ständig nahezu 200 Heilbedürftige Auf- gung" genannt worden. Die Vorgeschichte dieser Begnadigung, so 1. Das ist nach dem Gesez zulässig. Von dieser Befugnis ist wiederholt z. B. nahme finden können. fchreibt die„ Berliner Zeitung", ist jedoch noch auffälliger. Der bei Sängern Gebrauch gemacht. 2. Der von Ihnen erwähnte Fall ist uns Bater des Kopf hatte es ablehnte, für den Fall, daß nicht erinnerlich und hat sich nicht feststellen lassen. 5. 100. Nein. einem Sohne durch die Verbüßung der Strafe und deren Folgen denn, daß das einem Dritten gehörige Geld durch Aufschrift auf das Geld= die Eristenzmöglichkeit im Vaterlande abgeschnitten würde, dem Ver- behältnis als Eigentnm des Dritten gekennzeichnet ist. G. N. F. Eine Bekanntmachung wäre nuplos. Für den Unterhalt legten eine angemessene Entschädigungssumme zu zahlen, eines Kindes, das sich gegen den Willen des Baters von diesem entfernt Kopf selbst aber kein Vermögen besigt, so wäre schließlich Nietzsche hat, braucht der Vater nicht zu sorgen.$, in G. Holländer ganz unentschädigt geblieben. Um das zu vermeiden, entschloß fich werden mit 23 Jahren volljährig, mit dem 18. bezw. 16. Jahre ehemündig. Frese. Bericht tommt, sobald Raum vorhanden. R. Wallis. Die der Verlegte, nachdem der Vater des Kopf für den Fall einer Begnadigung seines Sohnes angemessenes Schmerzensgeld Todesstrafe wurde im Jahre 1874 durch folgenden Artikel 65 der Verfassung für das gesamte Gebiet der Schweiz abgeschafft. Die Todesstrafe ist aufversprochen hatte, ein Begnadigungsgesuch zu unterstügen. gehoben; vorbehalten bleiben die Bestimmungen des Militär- Strafrechts 311 Angesichts dieser Befürwortung empfahl das Ministerium das Gnaden Striegszeiten, die förperlichen Büchtigungen werden abgeschafft." Diese mit gesuch zur Berücksichtigung. Nietzsche erhielt darauf als Entschädi- großer Mehrheit( 340 000 gegen 198 013 Stimmen) angenommene Verfassungsbestimmung wurde 5 Jahre später mit geringer Mehrheit( 200 485 Eine neue Straßenbahn- Verbindung wird am Sonnabend in Charlottenburg eröffnet. Es handelt sich um die Strecke Kurfürstendamm- Grolmanstraße- Bismarckstraße, welche für jene Stadtgegenden besonders dadurch bedeutungsvoll sein wird, daß fie eine weitere Verbindung mit dem Stadtbahnhof„ Savignyplaz" Herſtellt. Die Eröffnung des Landgerichts III wird der Neuen Zeit" zufolge nicht vor Beginn des Jahres 1904 zu erwarten sein. Maßgebend für diesen späten Termin ist vor allem die Kanalisierung des Terrains, die als Voraussetzung für die Errichtung des Landgerichtsgebäudes in Charlottenburg gilt. Für die Kanalisationsarbeiten gung angeblich 6000 m. hom bomt Marktpreise von Berlin am 26. Oftober 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. *) Weizen * Roggen Futter- Gerste Hafer gut: 15,30 14,50 Schweinefleisch 1 kg 15,20 14,- Kalbfleisch 14,30 12,80 Hammelfleisch 1,60 1,80 1, 1,60 1, 1,10 15,20 14,60 Butter: 2,80 2, " mittel gering 14,50 13,90 Eier CO Stüd 4,80 2,80 13,80 13,20 Karpfen 1 kg 2,20 1,20 Richtstroh 4,66 4,16 Aale 2,80 1,20 6,80 4,20 8ander 2,60 1, 40, 25,- Hechte " 1,80 1,-50, 25, Barsche " " 1,80 0,80 70, 30, Schleie 2,80 1,20 " 6, " 4,- Bleie 1,40 0,80 per Sdjod 12,- 2,50 Heu †) Erbsen †) Speisebohnen †) Linsen Kartoffeln, nene " 1,60 1,20 Srebse do. Bauch 1,20 1, *) Ermittelt pro Tomme von der Centralstelle der Preuß. Landwirts schaftskammern Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Centner. †) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 27. Oftober. Getreide verkehrte zu gut behaupteten Preisen auf Deckungsbedarf für Oftoberlieferungen und höhere Preisnteldungen aus New York und Chicago. Trotzdem blieb das Geschäft äußerst still, da bedeutende Weizenzufuhren von der Elbe, große schwimmende Mengen argentinischer Ware, sowie günstige Ernte- Aussichten in Argentinien die Kaufluft unterdrückten. Im Preise waren Weizen und Roggen unverändert. Hafer lag vernachlässigt. Am Rübölmarkt veranlaßte die unausgesetzt feste Tendenz Meinungsfäufe, welche die Preise um weitere 0,20 m. hoben. gegen 181 588 Stimmen) dahin abgeändert: Todesurteile dürfen aus dem| ein Urteil darüber fällen fönnen, welche Gesellschaft die Ihnen günstigeren Grunde politischer Vergehen nicht gefällt werden; die Strafe der förperlichen Bedingungen aufstellt und ob es für Sie vorteilhaft ist, einer Gesellschaft Züchtigung ist untersagt." Dennoch fonnten von da ab die einzelnen beizutreten. M. W., Weißenfee. 1. Ja. 2. Nein. A. M. Nein. fchweizerischen Kantone die Todesstrafe für ihr Gebiet einführen. Von K. H. 1. Nein. 2. Das hängt von allen Umständen des Falles ab. Dieser Befugnis haben Gebrauch gemacht: der Kanton Appenzell Inner Als Regel gilt, daß wer etwas behauptet, aus dem er ein Recht herleiten Rhoden( Gesetz 25. 4. 1880), Unterwalden ob dem Wald will, seine Behauptung beweisen muß. 3weds Beweises kann er sich jedes ( Geſetz 25. 4. 1880), Uri( Gesetz vom 2. Mai 1880), Beweismittels bedienen. Schiebt er den Gid über eine Thatsache dem Wallis( Gesez vom 23. 11. 1883), 3ug( Gesetz vom 1. 6. 1882), St. Gallen Gegner zu, so heißt das: der Gegner mag beschwören, daß die Behauptung ( Gesetz vom 8. 1. 1883), Schwyz( Gesez vom 15. 1. 1881), Luzern( Gefeß unwahr ist. Schiebt der Gegner den Eid zurück, so heißt das: der Bebont 6. 3. 1883). In Zürich erklärten sich am 27. Mai 1883 28 394 Stimmen hauptende mag selbit seine Behauptung beschwören. Es fann das Gericht für, 25 259 Stimmen gegen Wiedereinführung der Todesstrafe, am 5. Juli aus einer Reihe von Umständen entnehmen, die Behauptung einer Partei 1885 stimmten jedoch 27 577 gegen 21 377 gegen die Anwendbarfeit der Todes: fei nicht bewiesen, aber doch so wahrscheinlich gemacht, daß der Partei, der ftrafe auf Mordfälle. Abgeschafft blieb die Todesstrafe für Neufchatel( feit an sich die Beweislast obliegt, der Eid über ihre eignen Behauptungen an1854), Tessin( feit 3. 5. 1881), Genf( feit 24. 5. 1871), Basel- Stadt( feit 1872), zuvertrauen ist. A. 2. 1001. Sie befinden sich im Irrtum. Basel- Land( seit 3. 2. 1873), Bern( feit 1874), Glarus( seit 1854), Solothurn E. K. 16. Die Frage, ob§ 175 St.-G.-B. zu beseitigen sei, ist feine ( feit 8. 7. 1874), Schaffhausen, Appenzell- Außer- Rhoden, Graubünden, Aargau, parteipolitische, sondern eine solche, die innerhalb der verschiedenen Parteien Rindfleisch, Scule 1 kg Thurgau, Waadtland. Das für die Gesamt- Schweiz geplante neue Straf sehr verschieden beantwortet werden kann. Zweifellos giebt es eine große gesetz wird die Todesstrafe voraussichtlich für die gesamte Schweiz abschaffen. Reihe von Strafbestimmungen, deren Aufhebung und Aenderung bei weitem Wie wenig abschreckend die Todesstrafe wirkt, sie vielmehr geradezu andere, dringender ist als die des§ 175, und eine große Reihe von Fragen, deren insbesondere heroftratische Naturen, zu Verbrechen anreizen kann, beweist Erörterung wichtiger ist als die, ob und inwieweit eine§ 175 berührende fchlagend folgender schweizer Fall. Im Kanton Waadtland erfolgte die letzte Handlung auf physischer Eigenart, Kranthaftigkeit, Hang zum Widersinnigen, Hinrichtung im Jahre 1867. An demselben Tage ermordete ein Mensch, Blasiertheit usw. beruht und inwiefern eine solche Handlung mit der socialen der diesem Greuel zugeschaut hatte, bei der Rückkehr in sein Heimatsdorf Pflicht der Gesellschaftsglieder unvereinbar ist. 60. 2. Ueber die Höhe feinen Gefährten. Es mag übrigens hervorgehoben werden, daß möglicher giebt es feine bestimmten Regeln. Das Verlangen des Vaters ist unbillig. weise in dem einen oder andern Kanton die Rechtslage seit den angeführten Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor. M. N. 20. Gesetzen eine andere geworden und dies von uns übersehen ist Wenn ein Testament vorliegt, so liegt die Rechtslage anders, als wenn Coth. 17. Der Verunglückte braucht sich feineswegs zu beruhigen. feins vorliegt. Sprechen Sie eventuell mit dem Testament in der Sprech Sprechen Sie eventuell mit jämtlichen auf den Unfall bezüglichen Papieren stunde vor. Die Auseinandersetzung unter den Miterben der Erb: in der juristischen Sprechstunde vor. Emil, Kolbergerstr. 1. Die Mutter berechtigten Tann privatschriftlich, ohne Mitwirkung eines Gerichts, fann das au ihren Sohn geschenkte Geld nicht zurückverlangen. 2. Der erfolgen, wenn feine Minderjährigen in Frage stehen. Chr. P. Nein. Geschäftsinhaber ist zum Ersatz der Garderobe nicht verpflichtet. 3. Der I. P. J. 1. Ist über die Kündigungsfrist nichts vereinbart, so können Umstand, daß die Mutter des Kindes es ablehnt, dessen Erzeuger zu heiraten, Sie nur unter Einhaltung einer vierzehntägigen Frist das Arbeitsverhältnis befreit diesen keineswegs von seiner Alimentationspflicht. 4. Rein. 5. Ja. beendigen, anderenfalls machen Sie sich schadensersatzpflichtig. 2. Sie sind Eichenlaub 21. Das Gericht fann auf Grund einer Zeugenaussage nicht strafbar. Abgezogen werden dürfen Ihnen nur die Beiträge für die des Schmidt zu einer Verurteilung des Müller wegen Beleidigung gelangen. beiden letzten Lohnzahlungsperioden. Wollen Sie die Invaliditätstarte Das Gesez bedroht derartige einfache Beleidigungen mit Geldstrafe von 3 haben und verweigert der Arbeitgeber deren Herausgabe, so steht es Ihnen bis 600 M. oder mit Freiheitsstrafe von einem Tage bis zu einem Jahre. frei, bei der Polizeibehörde zu beantragen, die Karte dem Arbeitgeber abAuf höher als 30 W. wird das Gericht schwerlich greifen. Verständige zunehmen und Ihnen zu übergeben. Erfstraße 8. Der Mann ist beBeute flagen wegen solcher formalen Beleidigungen nicht. Sch. K. 14. rechtigt, über sein Eigentum ohne Einwilligung seiner Ehefrau zu verfügen. Mehr Deutsche. Flora 24. 75. 1. Das hängt vom Inhalt und Wort: Lustig 30. 1. Nein. Als Bater des Kindes gilt der, in dessen Ehe es Taut des Testaments ab. 2. Ist die Ehe hier geschlossen und liegt kein ge: geboren ist. Ihm steht ein Recht zu, auf Anerkennung, daß er nicht der richtlicher Bertrag zwischen den Brautleuten vor, durch welchen der Ehemann| Bater des Kindes fei, zu klagen. 2. Bei Streitigkeiten über die Erziehung auf sein Nießbrauchs- und Verwaltungsrecht verzichtet hat, so hasten die in von Kindern aus geschiedenen Ehen hat das Vormundschaftsgericht zu entdie Mietswohnung eingebrachten Sachen der Ehefrau für die Wietsschulden; sch. 81. 32. Nicht versicherungspflichtig sind alle Reichs: und StaatsWenden Sie sich an dasselbe. 5. S. 5. Kanone. 759 W 3. Malchow, Blankenfelde, Buch, Grabowsee. 4. Ein Testament wird auf 23. R. 762 W Antrag eines Beteiligten geöffnet, sobald der Tod des Testators nach beamten. War der betreffende Arbeiter kein solcher, so war er invaliditäts764 Still gewiesen wird. Die Deffnung findet nicht von Amts wegen statt. verficherungspflichtig. Aber der Versicherungspflicht wird bei Arbeitern, die 766 Still . D. 43. Sie müßten mit Ihrem Vormund die Angelegenheit regeln, in Reichs- und Staatsbetrieben beschäftigt sind, durch Beteiligung an einer 768 SO eventuell das Vormundschaftsgericht anrufen. Eine Bestimmung, daß für den betreffenden Betrieb errichteten besonderen Kasseneinrichtung, Minderjährige, sobald sie heiraten, ihr Vermögen ausbezahlt erhalten, be welche den reichsgesetzlich vorgesehenen Leistungen gleichwertig Wetter- Prognose für Sonnabend, den 28. Oktober 1899. steht feineswegs. S. 12-13. Darüber, ob die eine oder die andere ist, genügt. Solche Kasseneinrichtungen sind die Pensionskassen der Zunächst etwas wärmer, ziemlich trübe und regnerisch bei mäßigen südLebensversicherung vorteilhafter ist, müssen wir ablehnen, uns zu äußern. preußischen Eisenbahn Verwaltungen. Gehörte der Versicherte einer westlichen Winden; nachher aufflarend und kühler. Bergleichen Sie die Statuten und Bedingungen beider, so werden Sie selbst solchen an, so war er nicht außerdem frankenversicherungspflichtig. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 28. Ottober. Opernhaus. Lohengrin. Anfang 7 thr. Schauspielhaus. Madame SansGêne Anfang 7 Uhr. Deutsches. Die Weber. Anfang 72 Uhr. . Lessing. Als ich wiederkam Anfang 7/2 Uhr. Berliner. Staatsgeheimnisse. Anfang 7 Uhr. Schiller. Die Großstadtluft. Anfang 8 Uhr. Neues. Ein unbeschriebenes Blatt. Anfang 72 Uhr. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Direttion: Richard Schulz. Sensationeller Erfolg! Täglich von 930 Uhr ab: Rund um Berlin. Berliner Lokalrevue in 2 Aften von Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. 1. Bild: An der Chansonnettenede. 2. Bild: Jm Ausstellungspart. Der Harmlosenprozeß in Moabit Zum Schluß: Im Reiche der Secession. Specialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Ende gegen 11 Uhr. Sonntag, den 29. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Specialitäten- Vorstellung. 12 erst PromenadenElassige Nummern u. Ballett. Parkett: Westen. Zar und Zimmermann. Sigpläge und 1. Rangsize 1 M. Anfang 7 Uhr. Balfonlogen u. Terrasse 2 M. Entree Thalia. Der Plazmajor. Anfang 50 Pf. 7 Uhr. Residenz. Jagdfreuden. Vorher: Anfang 3 Uhr. Ende gegen 6 Uhr Familien- Souper. Anf. 7½½ Uhr Friedrich Wilhelmst. Theater Luisen. Molly Carré. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anfang 7½ 116r. Carl Weiß. Weltuntergang. Anf. 8 Uhr. Victoria. Es ist erreicht. Hierauf: Die weiße Henne. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Ein gesunder Junge. Anfang 8. Uhr. Nachm. 4 Uhr: Kinder- Borstellung: Die Puppenfee. Belle Alliance. Gastspiel der fran= " = Chausseestr. 25/26. Heute nachmittag 4 Uhr: Große Kinder- Vorstellung Die Puppenfee." Zaubermärchen in 5 Aften von G. Zimmermann. Preise d. Bläge zur Kinder- Vorstellung: V Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: „ Der Sieg des Menschen über die Natur". Hörsaal: Dr. Spies:„ Das Gleichgewicht der Flüssigkeiten." Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Theater. Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. PassagePanopticum. おな Am Spiritusmartt wurde 70er loco 46,30.(+0,30 M.) bezahlt. Termine waren wiederum ohne Geschäft. Kartoffelmehl loco 20,50 M. Trockene Kartoffelfiärfe loco 20,50 M. Feuchte Kartoffelstärke loco 11,00 Wt. Witterungsübersicht vom 27. Oftober 1899, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Eminemde. 760 S Hamburg Berlin Wiesbaden München Wien Wetter 4 wolfig 2 bedeckt 2 hlb.bed. bedeckt hlb.bed. Temp. n. T. 5° 64° R. Stallonen 5 Haparanda Barometer stand mm Windrightung 8 Petersburg 760 9 3 Cort 3 Aberdeen 2 wolfis 1 Baris Windstärke Wetter Temp. n. T. 16° G.= 4° N. 15lb.bed. 755 N 1Regen 755 SW 1 heifer 5 762SSO 2bebedt 11 10 Knurrhahn( See forelle) pro Pfund 25-30 Pfg. Bratflundern pro Pfund 20-25 Pfg. io Rotzungen pro Pfund 35 Pfg. Sowie: Schellfisch, Cabliau, Seelachs, Seehecht, See- Aal, Heilbutt, Scholle, Steinbutt, Seezunge etc. ferner: geräucherte und marinierte Seefische, ebenfalls billig, empfiehlt die Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft ,, Nordsee". Haupt- Filiale: No. III. Berlin NW., Berlin C. 22, Bahnhof Börse, Lüneburgerstrasse, Ecke Paulstr., Stadtbahnbog.388/ 9( Centrallagerei). Bogen 9-10. No. II. Charlottenburg, No. IV. Wilmersdorferstr. 10/11, Im Schlesischen Bahnhof I am Wilhelmsplatz. Madaistr. 22. No. V. Berlin N.( Wedding), Reinickendorferstr. 1, Eingang Schulzendorferstrasse. No. VI. Prinzenstr. 30, zwischen Moritzplatz u. Ritterstrasse. 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Die heulenden Neu! und tanzenden Derwische ! aus Ober- Aegypten! Ohm Krüger Dreyfus Mercier* Zola. Hauptrollen: Deta, Chansonnette CarlWeiss- Theater Gr. Frankfurterstraße 132. Henny Schmid. Henna: Martha Wald. Hedwig: Kathe Urban. Frau Wolfberg: Bertha Arco. Herbert: Nachm. 22 Uhr: Schülervorstellung: Emma Samst. Ontel Cohn: Dir. May Samist. Wolfberg: Friz Schäfer. Schnitzelwitz: Leonh. Ottomeyer. Faust. Tragödie von Goethe. Preise der Pläge: Galerie 10 Bf. in der Titelrolle. Ferner: The Gothams das berühmte amerikan, komische Vokal- Konzert. Otto Reutter BarraChavita Yumata Tiero Truppe Blossoms Les Durands Francis Gerard ,, Grigolatis" etc. etc. etc. Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Vorverkauf täglich im Theater und beim Künstlerdank", Unter den Linden 69. Morgen, nachmittags 4 Uhr, zu 1. Parkett v. d. 17. Reihe u. 1. Rang 1. Barlett v. b. 17. Rethe u. 1. R Sanssouci fleinen Preisen: Auf allgemeines Ver- 30 Pf. 1. Parfett 50 Pf. Loge 60 Pf. langen: Die Königstochter als Der Sieg des wenschen über die Bettlerin oder: Die Schule des Natur. Anfang 8 Uhr. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Schwant in 4 Aften von Blumenthal und Kadelburg. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Viel Lärmen um nichts. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Richter von Zalamea. Montag, abends 8 Uhr: Zwei glückliche Tage. Thalia- Theater. Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Heute, Sonnabend: Zum 50. Male: Der Plazmajor. Große Ausstattungsposse in 3 Aften. Hauptrollen: Emil Thomas, Guido Thielscher. Fritz Helmerding. Hans Junkermann. Gerda Walde. Mary Arasep. Nelly Roland. Anfang der Vorstellung 28 Uhr. Morgen, Sonntag u. folgende Tage: Ter Plazmajor. Lebens. Schauspiel in 5 Aufzügen von Dr. Ernst Raupach. Morgen, abends 8 Uhr: Ein ge funder Junge oder: Onkel Cohn. Central Theater Direftion: José Ferenczy. Die Geisha. Anfang 28 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Preisen: Die Fledermaus Johann Strauß. Reichshallen. Stettiner Sänger. von ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Kirchmayer, Schneider und Schrader). Heute zum Schluß: Cavalleria schufticana. Diabolische Oper von Meysellino. Anfang präcise 8 Uhr. Tagestasse 11 bis 1 Uhr. Abends 8 Uhr: Der Weltuntergang. Großes Ausstattungsstück mit Gefang in 3 Atten( 15 Bildern) von Dir Carl Weiß und Jos. Dill. Musit von M. Fall. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kottbuserstr. 4 a. Täglich außer Sonnabends Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Heute zum 4. Male: Palast- Theater Die Ahnungslosen. früher Feen- Palast, Burgstraße 22. Sonnabend, den 28. Oftober: Nur noch 4 Tage: Das große Oktober- Programm. zum 28. Male: Um 812 Uhr Susanne im Bade. Maehrs Theater Oranienstr. 24. Rosen aus dem Süden. Ausstattungs- Burleste. Das A Grösster equestrischer Cirkus der Welt. 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Oktober, abends 81 1hr, im Lokal der deutschen Drechsler und deren Berufsg. ,, Elysium", 40-41: Oeffentliche Kommunalwähler- Versammlung Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen. 2. Diskussion. Das Wahlkomitee. 243/ 12* ps( E. H. Nr. 86, Hamburg.) mitglieder- Versammlungen finden statt: Bezirk At Mateuer. 9.0 Uhr, Bezirk Com 20. Oftober, vorm. 10 Uhr, bei Nowak, Manteuffelstr. Bezirk B Sonntag 29. Oktober, vorm. 10% Uhr, Kommunalwähler des 21. Bezirks Bezirk B mumfassend die Stadtbezirke 149, 162-166. Dienstag, den 31. Oktober, abends 8½ 1hr, bei Stechert, Andreasstraße Nr. 21: Oeffentl. Kommunalwähler- Versammlung. bei Hellmuth, Mariendorferstr. 5. 285 181 Verband der Buchbinder 2c. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unsere Kollegin, Frau Valesca Fieritz am 25. d. M. verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet morgen, Sonntagnachmittag 4 1hr, in Bezirk Dota 20. Oftober, born. 10% Uhr, Nieder- Schönhausen von d. Leichenbei Schiller, Rosenthalerstr. 57. bei Pritsch, Staligerstr. 30-31. Tagesordnung in allen Versammlungen: halle der Friedens- Gemeinde( untere Halle) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung der Mit 25/16 Die Ortsverwaltung. 1. Geschäftliches. 2. Vierteljährlicher Kassenbericht pro 3. Quartal 1899. 3. Ergänzungs- glieder bittet wahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Die Zahlstellen, in denen an jedem Sonnabendabend von 8-10 Uhr neue Mitglieder( bis 45 Jahre) auf: genommen werden, befinden sich Naunynftr. 78 bet Grundmann; Kleine Audreasstr. 14 bei Nenmann; Gneisenauftr. 10 bei Wesse; Elsasserstr. 11 bei Raddatz; Georgenkirchstraße im Lokal. Die Ortsverwaltungen. Beerdigungsverein 29 Berliner Zimmerlente. Tages- Ordnung: in kultuok 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen. Referent der Kandidat bes Bezirks: Fritz Wilke. 2. Diskussion. Das Wahlkomitee. 243/13 440b Deutscher Holzarbeiter- Verband. Herbst- Vergnügen ( Zahlstelle Berlin.) Am Sonntag, den 29. Oktober, vormittags 10 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: Achtung! Sonntag, den 29. Oktober, Achtung! bei Schmauser, Adlershof, veranstaltet vom Arbeiter- Radfahrer- Verein Rixdorf. General- Versammlung. Eintritt frei! Tagesordnung: Kaffenbericht des Rendanten. Bericht des Vorstandes, der Bezirksleiter, ber Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. Wahl eines Ausschußmitgliedes. Verbandsangelegenheiten. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 277/6 448b Eintritt frei! Alle Freunde und Genossen sind hiermit freundlichst eingeladen. Das Komitee. Moabiter Liederkranz. ( Dir. Fr. Bothe.) Allgem. Volks- Krankenkaffe( E.§. 126) in Liqu. Sonnabend, den 28. Oktober, abends 8½ Uhr: Sonntag, 29. Oktober, vormittags 9 Uhr, Brunnenstr. 188: 446b Derlammlung. J.: Roggemann. goo Steinseher! Sonntag, den 29. Oktober, mittags 12 Uhr, im Lokale des Herrn Nümann, Brunnenstraße 188: Oeffentl. Derlammlung. Tages 1. Bortrag des Kollegen Knoll über: Die Borgänge in der neuen Zwangs- Junung und die Bedeutung derselben für die Steinsetzer." 2. Dis fuffion. 3. Beschlußfaffung über die Streiffonds: Sammlungen. 4. Noch malige Aufstellung von Kandidaten Gesellen Ausschuß. 5. Gewert fchaftliches. 6. Verschiedenes. 174/11 Der( alte) Gesellen Ausschuss. Konzert in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49. Mitwirkende: ,, Kahnt'sches Solisten- Quartett". 66/10 Nach dem Konzert: Tanz. Programm mit Liedertext inkl. Tanz 50 Pf. 2490L* Verband der Möbelpolierer. Wo? Heute abend in sämtlichen Bahlstellen Entgegennahme von Beiträgen und Ausgabe der Billets a 20 Pf. zu dem am Montag, den 30. Oftober, abends 8 1hr, in Louis Kellers großem Saale, Koppenstraße 29, stattfindenden Großen aftronomischen Projektions- Vortrag mit zahlreichen Licht- und Drehbildern gehalten vom Herrn Direktor F. S. Archenhold Der Welten Entstehen und Vergehen. Der Vorstand. Cylinder- Hüte tauft man am billigsten direkt in der Fabrik. 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Der Berlag war insbeson bestrebt, auch den diesjährigen ist der schönste Ort für Herrenpartien und Aus: Dorestalender zu einem flüge? Auf der Insel Pichelswerder 16712* beim alten Freund.praktischen Machschlagebuch MAGGI Die sparsame Hausfran verwendet in ihrem Haushalte zum Würzen der Suppen, um ohne Fleisch kräftige und wohlschmeckende Suppen herzustellen. Wenige Tropfen genügen. Zu haben in OriginalFläschchen von 35 Pfennig an bei Original- Fläschchen zu 65 Pfg. werden zu 45 Pfg. und die zu M. 1,10 zu 70 Pf. mit Maggi nachgefüllt. Mittwoch, den 1. November, abends 7 Uhr, Friedrichsberger H. O. Paersch, N., Tresckowstr. 20. Filiale: N., Wollinerstr. 2. straße 11; Sitzung der Vertrauensmänner. 148/1 Der Vorstand. Gewerkschaftskommission Charlottenburg Montag, den 30. d. M., abends 84 Uhr, im Lokale des Genossen Lehder, Bismarckstraße 94: Versammlung. JW 185-21Tages- Ordnung: 9 1512201204/14 1. Die Wahlen zu den Handwerfer- Kammern. 2. Diskussion. 3. Ber schiedenes. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Zu dieser Versammlung sind sämtliche Gesellenausschuß- Mitglieder ein geladen. Gäste haben Zutritt. Der Obmann. Achtung! Wedding. Großer öffentlicher Vortrag für Männer u. Frauen im Neuen Naturheilverein" Charlottenburg- Berlin ( Vorsitzende M. Kube). Sonntag, den 29. Oktober 1899, nachmittags 5 Uhr, im Rösliner Hof, Berlin N., Röslinerstr. 8, spricht Fri. M. Kube, Naturheilkundige, über: Rheumatismus und Gicht, Erkältungs- Krankheiten, Influenza ihre Entstehung und Heilung nach der Naturheilmethode. Abends 7 Uhr nach dem Vortrage findet ein 451b Tanzkränzchen sum Belten der Deutschen Naturheil Krankenhaus Genossenschaft statt. Entree 15 Pf. Freunde und Gönner sind freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Geschäftsstelle: Charlottenburg, 125. Berlinerstr. 125, III. Paul Hilperts Restaurant und Garten, Halensee, Kurfürstendamm 126. Erfte Haltestation für Kremser, Fußpartien usw. am Bahnhof Halensee Vorzüglich gepflegte Biere. 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M. wurde unser Kamerad, der Zimmerer Herr Eduard Würtemberg nach langem und schwerem Krankenlager im Alter von nahezu 76 Jahren durch den Tod erlöst. Er gehörte unserem Verein seit der Begründung als ein treues und eifriges Mitglied an und war in demselben fast die ganzen Jahre im Ehrenamt thätig. Die Beerdigung findet Sonntags nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Kirchhofs zum heil. Kreuz in Mariendorf aus statt. 4526 Der Vorstand. Deutscher Textilarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Robert Kaiser Dienstagabend 8 Uhr am Herzschlage gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. Oktober, von der Leichenhalle der Mariusgemeinde, Wilhelmsberg, aus statt. 272/18 Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Todes- Anzeige. Am 26. b. M., nachm. 5 Uhr, verschied nach langem, schweren Leiden mein lieber Mann, der Buchbinder Karl Goldmann. Die trauernde Witwe Aug. Goldmann. Die Beerdigung findet am Sonntags nachmittag 2 Uhr, vom Trauerhause, Pücklerstr. 13, aus statt. Danksagung.m 4396 Für die zahlreiche Teilnahme bei jage ich allen Genossen, Freunden und der Beerdigung meiner lieben Frau Bekannten meinen herzlichsten Dank. Karl Hofstädt unebst Kindern. 441b Gentral- Kranken- u. Sterbefasse der Tischler u. anderer gewerblicher Arbeiter. Dertliche Verwaltung Berlin A. Montag, den 30. Oftober 1899, neu! abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Roll, Adalbertstr. 21: Concert- Zug- Harmonikas Mitglieder- Bersammlung. mit der aller neuesten unzer brechlichen Spiral Lastenfeberung in pracht stattung, sauberer Arbeit u. 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Gewerberichter von Schulz als Vorsitzender, 2. Fabrikant Weigert, 3. Fabrikant Ebstein( Arbeitgeber), 4. Former Rörsten, 5. Wirter Hübsch ( Arbeitnehmer), als Beisiter; ein Vergleich nachstehenden Wortlauts geschlossen worden ist: 1. Der wöchentliche Arbeitslohn wird auf 25,50 M. als DurchschnittsJohn festgesette 2. Die wöchentliche Arbeitszeit be= trägt 562 Stunden, und zwar Montag bis Freitag werden 912 Stunden und am Sonnabend 9 Stunden gearbeitet. 3. Für Ueberfhinden find pro Stande 10 Pfennig Zuschlag zu zahlen. 4. Fir Accordarbeiten wird ein der freien Vereinbarung der Parteien unterliegender Lohn entrichtet; für Resterarbeiten ist ein höherer Lohn zu zahlen wie bei den sonstigen Accordarbeiten; auch hier unterliegt die Festießung des Lohnes der freien Vereinbarung der Parteien. 5. Maßregelungen dürfen von feiner Seite vorgenommen werden. gez. Emit Neßler, Th. Wagler, Moris Knoche, Albert Schulz, Rud, Klan, Fritz Berger, Georg Berger, Karl Müller. gez. v. Schulz. O. Weigert. Otto Ebstein. A. Körsten. C. Hübsch. Einem Teil unserer heutigen Stadtauflage liegt ein Prospekt der Firma Theodor Fricke, Oranienstr. 174, bei. Berantwortlicher Rebacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Ir. 253. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 28. Oktober 1899. Zu den Charlottenburger Stadtverordneten- Wahlen. II. früher Volksparteiler, jetzt Mitglied des freisinnigen Ueber die Parteispedition berichtet Scharnberg. Der Arbeitervereins, teilte mit, daß dieser Verein beschlossen habe, Ueberschuß in den ersten neun Monaten dieses Jahres beträgt 910 M., seine Mitglieder sollten in allen Kommunalwähler- Versammlungen die Zahl der Abonnenten auf den„ Vorwärts" beläuft sich auf 1315. gehen und angesichts des Kartells der verschiedenen liberalen Bedauerlich sei es, daß noch etwa 500 Abonnenten den Vorwärts" Eine Frage, die für die Arbeiterschaft besonders brennend ist und Gruppen für die socialdemokratischen Kandidaten eintreten.( Bravo!) nicht von der Parteispedition beziehen und daß so viele organisierte deren Lösung namentlich für Charlottenburg eine immer drängendere Er befürworte mit Freuden die Wahl des Herrn Wegner, denn Arbeiter Blätter wie den„ Lokal- Anzeiger" und die Morgenpost" Aufgabe der Kommunalverwaltung ist, ist die Wohnungsfrage. einen besseren Kandidaten tönnte er sich gar nicht abonnieren. Nach kurzer Debatte wird dem Parteispediteur auf Von Jahr zu Jahr nimmt die Wohnungsnot in Charlottenburg zu, wünschen. Die Parteigenossen Nöske, Schwarz. Antrag von Stiefenhofer Decharge erteilt. immer mehr macht sich der Mangel an tleinen Wohnungen Täterow u. a. wandten sich gegen die Beschönigungsversuche Die munmehr vorgenommenen Wahlen haben folgendes Ers bemerkbar. Die Hausagrarier haben naturgemäß ein weit des Herrn Schulz und legten die Sünden des Freisinns schonungs- gebnis: Es wurden gewählt zum Vertrauensmann Sellin, zu größeres Interesse am Bau großer Wohnungen. Wurde doch los bloß. Herr Schulz bemerkte dann persönlich, daß er Megner dessen Stellvertreter, da Patrik ablehnt, Liedtke, zur weiblichen nach den vom statistischen Amt veranstalteten Erhebungen im all nicht der Unwahrhaftigkeit habe zeihen wollen. Wenn er im Vertrauensperson Frl. Vogel; zu Revisoren Blank, Leder, gemeinen für das heizbare Zimmer um so mehr verlangt, je größer 16. Bezirk zu wählen hätte, würde er Herrn Megner wählen. Sabor, in die Zeitungskommission Görke, Schnell, die Wohnung ist. Bei einer zweizimmerigen Wohnung betrug In seinem Schlußwort betonte Genosse Metzner, daß das social Stiefenhofer, zu Vertretern für die am nächsten Sonntag der Durchschnittspreis pro Bimmer 178 M., bei einer zwölfzimmerigen demokratische Programm allerdings verschiedene alte liberale Forde stattfindende Kreiskonferenz Görte, Schnell und Frau Liedtke. 566 M. Anfangs Mai dieses Jahres standen in Charlottenburg nur rungen enthalte. Eine Resolution, die sich für die Wahl Metzners Nach Schluß der Tagesordnung ergreift Siegrist das Wort, 26 Wohnungen mit einem und 50 mit 2 heizbaren Zimmern leer, ausspricht, wurde einstimmig angenommen. während beispielsweise in Berlin die Zahl der leerstehenden eine um aus eigener Kenntnis der Verhältnisse heraus die Ursachen der Brandkatastrophe in der Gutenbergstraße zu zimmerigen Wohnungen im Januar sich auf 4323, die der zwei eine wählerversammlung im Englischen Garten statt. Der Kandidat Flamme Dampf angewendet, so wäre das Unglück wahrscheinlich verFür den 20. Kommunal- Wahlbezirk fand am Donnerstag schildern. Hätte man zum Anwärmen des Petroleum statt der offenen fenstrigen auf 1908 belief. Diese Wohnungsnot, die vom Verein der Haus- und Grund- des Bezirks, Dr. Friedeberg, legte den Standpunkt der Social- mieden worden. Nur dadurch, daß wichtige Schutzmaßregeln unterblieben befizer aus leicht ersichtlichen Gründen hartnädig geleugnet wird, demokratie zu den kommunalen Aufgaben dar. Er verwies darauf, find, seien drei blühende Menschen auf so entsetzliche Weise ums Leben findet selbst amtlicherseits ihre Bestätigung. In dem von der daß infolge des Dreiklassen- Wahlrechts die Stadtverordneten- Ver- gekommen. Es sei tein Zweifel, daß auch dieser Unfall dem Charlottenburger Armendirektion erstatteten sammlung teine Vertretung der Allgemeinheit, sondern eine Klaffen- apitalismus zur Last falle. Die gesamte Arbeiterschaft Verwaltungsbericht für das Jahr 1898/99 heißt es: Die vertretung ist, in der die besigende Klasse die Herrschaft hat und die möge Protest dagegen erheben, daß so leichtsinnig mit dem Leben Thätigkeit der Armenverwaltung ist in dem Berichtjahre im außer Interessen der Arbeiterklasse vernachlässigt werden. Der Redner der Arbeiter gespielt wird.( Lebh. Zustimmung.)" BIe et erblickt in ordentlichen Maße in Anspruch genommen worden. Die Ursachen führte diesen Gedanken weiter aus, indem er die gegenwärtigen den Verhältnissen auf der Brandstätte einen neuen Beweis dafür, laffen sich nach der Natur der Sache nicht mit voller Bestimmtheit, Verhältnisse auf dem Gebiet des Schulwesens und der Kranten wie notwendig der Bauarbeiterschutz- Kongreß gewesen sei. Die ſondern mir vermutungsweise angeben. Soweit este firforge besprach. Wenn man bebeult, daß, wie ſtatiſtiſch erwiesen Arbettenbig der Unterstützungen in der offenen Armenpflege, also den Hauptteil der ist, in Berlin jeder zweite Arbeiter an der Lungenschwindsucht, dieser denen teine Schutzvorrichtungen vorhanden sind; sie könnten in Fabriken zu gehen, in Thätigkeit der Armenverwaltung, handelt, ist auf der einen Seite mörderischen Proletarierkrankheit, stirbt, dann muß man fagen, die sich beschwerdeführend an den Vorsitzenden der am Ort bedas Auftreten zahlreicher schwerer Krankheitsfälle und Kommune hat die Pflicht, hier helfend einzugreifen durch Förderung stehenden Arbeiterschutzkommission, den Genossen Flemming, wenden, sodann der Mangel an fleinen Wohnungen von des Heilstättenwesens. In dieser Hinsicht aber steht Berlin weit der das Weitere veranlassen werde, ohne den Namen des Beschwerdenicht unerheblichem Einfluß gewesen. Während von den zurück hinter anderen deutschen Städten. Auch das Krankenhaus- führers zu nennen. Mögen die Arbeiter auch hieraus wieder die für den ärmeren Teil der Bevölkerung fast ausschließlich wesen steht nicht auf der wünschenswerten Höhe. Es gilt Lehre von der Notwendigkeit der Organisation ziehen!( Beifall.) in Betracht kommenden Wohnungen von einem 8immer also, solche Vertreter zu wählen, die willens sind, daß auf diejen poerer hat die Gewerbe Inspektion erst in im Mai 1898 noch 221 leer standen, war diese Zahl im November Gebieten durchgreifende Aenderungen Blaz greifen. Auch die Kom- diesem Jahre auf die Notwendigkeit aufmerksam 1898 auf 87 gesunken und ist seitdem, wie die am 1. Mai d. J. er- munalwahl ist ebenso wie jede andere Wahl ein Stück Klassenkampf, gemacht, den Betrieb, auf dem der Unfall sich folgte Aufnahme gezeigt hat, noch weiter bis auf 30 herabgegangen. auch bei dieser Gelegenheit müssen wir zeigen, daß wir der Klassen- ereignet hat, zu inspizieren.( Bewegung.) Gudziasti So lange ein Ueberfluß an kleinen Wohnungen vorhanden war, herrschaft ein Ende machen wollen. Sowohl der dem Referenten teilt mit, daß die Arbeiter der betr. Fabrit vor Jahren schon gedrückt war es selbst im Falle der zwangsweisen Räumung der bisherigen gespendete Beifall, wie die Ausführungen der Diskussionsredner be- wurden. Als er sich bemühte, die Arbeiter zu organisieren, habe ihn einer Wohnung nicht schwer, eine neue zu finden. Der Rückgang des An- wiesen, daß die Anwesenden ohne Ausnahme die Ansichten des dem damaligen Besitzer denunziert, er halte geheime Versammlungen gebots und die bei dem unverminderten Zuzuge auch der Arbeiter- Referenten teilten, was übrigens auch durch einstimmige Annahme ab. Die Anklage mußte aber fallen gelassen werden. Die Fabrik bevölkerung nach Charlottenburg steigende Nachfrage hat dahin geführt, einer Resolution bekundet wurde, in der die Versammelten erfären, habe damals niedere Löhne gezahlt, es sei auch zum Streit ge= daß nicht genehme Mieter auch dann abgewiesen wurden, wenn die für die Wahl des socialdemokratischen Kandidaten eintreten zu wollen. kommen und das Gewerbegericht habe den Arbeitern recht gegeben. pünktliche Mietezahlung einigermaßen gesichert erschien. Familien mit einer größeren Kinderzahl gelang es vielfach abend in den Humboldt- Sälen" in der Hussitenstraße eine sehr gut verordneten Wahlen hingewiesen hat, schließt der VorFür den 38. Kommunal Wahlbezirk fand am Donnerstag- Damit ist die Debatte über diese Frage erschöpft. Nachdem StiefenKommunal- Wahlbezirk hofer auf die am nur unter großen Schwierigkeiten, Aufnahme zu besuchte Versammlung statt. 7. November stattfindenden Stadtfinden. Diese Verhältnisse, die dahin geführt haben, daß die zur erörterte die Frage: Hat die Arbeiterschaft ein Intereffe fizzende die Versammlung mit einem Hoch auf die Socialdemokratie. Stadtv. Genosse Borgmann Unterbringung obdachloser Familien eingerichteten Räume nicht mehr zureichen und daher auf Beschluß der städtischen Behörden im Winter an einer Vertretung in den städtischen Verwaltungskörpern?" In Groß- Lichterfelde fand am verflossenen Sonntag eine 1898 die zur Aufnahme etwaiger Choleratranten bestimmten, unter lebhaftem Beifall der Anwesenden. öffentliche Parteiversammlung statt, in welcher Genosse Hirsch über: bis dahin leer stehenden Barracken zu zehn- jeitdem stets gefüllten Programm unserer Partei für die kommunale Vertretung, unter die Gründe, die die Inaugurierung der heutigen Socialgefeßgebung Gleinert besprach hierauf noch in einigen Ausführungen das Arbeiterschuß und Arbeitertruz" sprach. Referent erläuterte zunächst -Wohnungen für obdachlose Familien eingerichtet werden mußten, anderem die Sonntagsruhe, das Anschlagwefen 2c. Einen Kniff habe veranlaßten, beleuchtete die kaiserlichen Februar- Erlaffe, deren Durch haben naturgemäß die Armenverwaltung vor nicht leichte Aufgaben gestellt. Um die drohende Exmission abzuwenden, hat in man auch dadurch anzuwenden versucht, die Wahllokale mög- führung heute noch auf sich warten lasse und wies an der Hand einer großen Zahl von Fällen mit Unterſtügungen eingegriffen zurichten, um den Arbeitern bei ihrem Mangel an Zeit die Lust zum schutz- Bestimmungen nach. Das Untenehmertum, dem jede geſetzlicht entfernt von den Wohnungen der Wähler ein- reichhaltigen Materials die gänzliche Unzulänglichkeit der Arbeiterwerden müssen; in zahlreichen anderen Fällen haben Unterstügungen wählen infolge des langen Weges zu verleiden. Nachdem Lauschte liche Bestimmung, die der schrankenlosen Ausbeutung der Arbeiter gezahlt werden müssen, um bereits obdachlos gewordenen Familien die Genossen noch zu reger Agitation in Wertstätten und einigermaßen ein Ziel zu setzen suche, als ein Eingriff in seine die Aufnahme in eine neue Wohnung zu ermöglichen. Die Beteiligten Wohnhäusern aufgefordert, gab Borgmann in seinem Rechte erscheine, sei stets bestrebt, dieselben illusorisch zu machen. zu veranlassen, sich eine Wohnung statt in Charlottenburg in den nördlichen und östlichen Teilen von Berlin oder einem der nördlichen Schlußwort noch bekannt, daß erst auf seine Veranlassung Nach eingehender Beleuchtung der Schädlichkeit der Kinderarbeit in und einige erkrankte oder östlichen Bororte zu suchen, gelang nur in wenigen Fällen. Ueber Frauen, sowie einige Kinder entsprechend versorgt wurden, da sich ber in der berüchtigten Zuchthausvorlage feinen Seristallisationspunkt und völlig mittel hilflose Fabriken und Hausindustrie tam Redner zum Thema„ Arbeitertruz", wiegend handelt es sich um hier ortsangehörige, zum Teil lange alle hierfür in Betracht kommenden Beamten usw. unschlüssig, zeigten. habe. Der Vortragende unterzog dieſe neueſte Geburt deutscher Jahre hier wohnhafte Familien, die zu einem Verlassen von Char- Auch die Zustände in der Berliner Hausindustrie seien Gesezgebungskunst einer treffenden Kritik und forderte am Schlusse lottenburg nicht zu bewegen waren. Nicht selten mußten obdachlos einfach grauenerregend.-& reythaler als Vorsitzender macht seiner Ausführungen die Versammelten auf, sich politisch und ges gewordene Familien, die sich mit der Bitte um Gewährung von Unterkunft bei uns meldeten, mangels verfügbarer Räume abgewiesen zum Schluß darauf aufmerksam, daß die Wählerlisten bei Lorenz, werkschaftlich zu organisieren. In der Diskussion sprach GeisenVoltastraße 43, zur Einsicht ausliegen, wo auch das Bureau Kersting im Sinne des Referenten. amander Geselligaftshaus", in der& wine- vertreter Lüde, als Revisoren Brademann und Küffner gewählt. Tage Wahl sich befindet. Das hin angablotal ist bas und mit den farbigen Einladungskarten bei der Stelle mit dem münderstraße 46, wo man bei der Wahl rechtzeitig erscheinen entsprechenden farbigen Plakat sich zahlreich einfinden möge. A Als Vertrauensmann wurde Borheimer, als dessen Stell. Lücke. Unter Verschiedenem" berichtete Schumann- Berlin, daß die Die Lokalkommission besteht aus Wachholz, Ferd. Lehmann und Gummifabrik Schwanis u. Ko. in Lichterfelde die bei ihr beschäftigten gewerkschaftlich organisierten Arbeiter maßregle. Nachdem noch verArbeiter der Gummifabrik gerügt hatten, folgte Schluß der Verschiedene Redner das leider recht geringe Solidaritätsgefühl der Welch eine Fülle von Not und Glend verbirgt sich hinter diesen trodenen Angaben des amtlichen Berichts! Aber unsere Hausagrarier, die ja in der Stadtverwaltung einen großen Einfluß ausüben, thun nichts, um diesem schreienden Mißstande abzuhelfen. Im Gegenteil, fie haben alle Veranlassung, mit diesen Zuständen zufrieden zu fein. Steigert sich doch der Grundwert der Stadt Charlottenburg fort und fort in rapider Weise! Allein im Jahre 1897/98 ist den 40. Bezirk fand am Donnerstag, den 26. Oktober, in der NordEine öffentliche Kommunalwähler Versammlung für den Grundbefizern infolge Steigerung der Grundrente die deutschen Brauerei statt. Der focialdemokratische Kandidat, Genoffe sammlung. hübsche Summe von nahezu 24 Millionen mühelos in den Dr. Freudenberg, hielt einen Vortrag über das Thema: Schoß gefallen. Mit Leichtigkeit könnte dem Wohnungselend ge- warum darftein Wähler freisinnig wählen?" Gr Steglit. In einer am Dienstagabend bei Schellhase stattſteuert werden, wenn endlich der große Stadtteil jenseits der zeigte, daß in den meisten wichtigen Fragen- Wahlrecht, Schulwesen, gehabten Parteiversammlung erstatteten zunächst der Vertrauensmann Spree fanalisiert würde, damit dort Wohnungen werden können. Oder fürchtet man etwa, daß sich in diesem Stadt- usw.- die Thaten des Freisinns in feiner Weise seinen schönen Worten Jahre. errichtet Roalitionsrecht, Armenpflege, Behandlung der städtischen Arbeiter und die Lokalkommission Bericht über ihre Thätigkeit im abgelaufenen Die Abrechnung des Vertrauensmannes ergab eine teil eine Arbeiterbevölkerung ansiedeln könnte, die der Stadt ihren entsprechen, und daß deshalb schon fein Wähler dieser Partei Einnahme von 159,68 M. und eine Ausgabe von 160,30 M. Charakter als Bourgeois- und Beamtenstadt nehmen würde? Fast seine Stimme geben dürfe. Da leider der freisinnige Kandidat, Auf Antrag der Revisoren wurde Decharge erteilt. Die scheint es so, als ob politische Momente hier im Spiele sind und Architekt Lenz, der erhaltenen Einladung nicht Folge geleistet hatte, hierauf vorgenommenen Neuwahlen hatten folgendes Resultat: als ob aus Furcht vor dem Einfluß, den die Arbeiterschaft dadurch fand die beabsichtigte Aussprache nicht statt, sondern es beteiligten Vertrauensmann: Rettig; Lokalkommission: Fritsche, Fichter, gewinnen würde, wichtige Kulturaufgaben unerledigt bleiben. Der Wohnungsnot zu steuern und endlich einmal die Unter Arendsee, Borgmann sich an der Diskussion nur Parteigenoffen- I am med, Hinge, Haberland; Revisoren: Sutrow, Flügel, Kutscher. Als Delegierte laffungsfünden früherer Jahre wieder gut zu machen, ist die Pflicht den Vortrag ergänzten. die nach verschiedenen Richtungen zur Kreiskonferenz: Mohr, Kutscher, Näther. Hierauf nahm Nach einstimmiger Annahme einer Genosse Martwald das Wort zum Vortrage über:" Was lehrt uns der städtischen Verwaltung. Die Arbeiterschaft wird sich die bis: Resolution, welche die Agitation für den socialdemokratischen Stan- der letzte Parteitag?" Der Redner konnte leider den interessanten herige Vernachlässigung nicht länger gefallen lassen, sie wird nicht didaten allen Anwesenden zur Pflicht machte, schloß die ziemlich gut Vortrag nicht zu Ende führen, denn um 10 Uhr stellte einer der länger dulden, daß in Charlottenburg beschäftigte Arbeiter gezwungen besuchte Bersammlung mit einem Hoch auf die internationale, völler- überwachenden Gendarmen an den Vorsitzenden das Anfinnen, die werden, fich außerhalb der Stadt, weitab von ihrer Arbeitsstätte, befreiende Socialdemokratie. Versammlung zu schließen; da der Vorsitzende diesem Wunsche nicht ein Heim zu suchen und daß ihnen so ein Teil ihrer ohnehin schon spärlich bemessenen freien Zeit durch den weiten Weg von und zu nachtam, löste der Gendarm die Versammlung auf!- Gewiß ein der Arbeitsstätte genommen wird. rührendes Beispiel von behördlicher Fürsorge, daß den Genossen die Eine Gelegenheit, Protest gegen Nachtruhe nicht verkürzt werde. diese bisherige Zurüdsegung zu erheben, bieten aber die bevor ftehenden Stadtverordneten- Wahlen. Dersammlungen. nommen. Ueber die C. Nordmann. Von der Neuwahl eines Vertrauensmannes für Marienfelde nahm man Abstand; die Geschäfte wird daher der Verlebhafte Debatte über die Lotalfrage( bekanntlich steht den Genossen Lokalkommission von Tempelhof ihren Bericht. Es entstand eine trauensmann von Mariendorf mit übernehmen. Sodann gab die der genannten Ortschaften tein einziger Saal zu Versammlungen zur Für Charlottenburg erfolgte die Berichterstattung über den Hannoverschen Parteitag in einer namentlich von Frauen gut besuchten Versammlung, die am Donnerstag in der Gambrinusbrauerei tagte. Von den drei Delegierten des WahlMarienfelde. Sonntag, den 22. Oftober, fand hier eine Barteitreises hatte Genofie Sellin die allgemeine Berichterstattung über- versammlung der Genossen von Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde statt. Nachdem die Vertrauensmänner der genannten OrtAngriffe auf die Grundanschauungen referierte Schubert- Schöneberg, während der schaften einen furzen Rückblick über das verflossene Jahr nebst AbFür den 15. Kommunal- Wahlbezirk fand am Donnerstag und Zuchthausvorlage berichtete. Da wir über die Referate der ge- Thiele, für Mariendorf wieder den Genossen Senger. Für den 15. Kommunal- Wahlbezirk fand am Donnerstag dritte Delegierte oppe Rigdorf über die Punkte Militarismus rechnung gegeben hatten, wurde denselben Decharge erteilt. Bum eine öffentliche Wählerversammlung im Etablissement" Südost" statt, nannten Genossen bereits berichtet haben( vergl. Bericht über die Revisoren derselben für Tempelhof die Genoffen Apelt, Sterften, Vertrauensmann für Tempelhof wählte man wieder den Genossen Zu welche mäßig besucht war. Der Referent, Stadtverordneter Bruns, begründete eingehend die Forderungen der Socialdemokratie auf Rirdorfer Versammlung in der Donnerstags- Nummer), so kann an. Wildt; für Mariendorf die Genossen W. Otto, H. Lehmann, kommunalpolitischem Gebiete unter specieller Berücksichtigung des dieser Stelle darauf verzichtet werden. Diskussion fand nicht statt. Schul- und Submissionswesens, der öffentlichen Armen- und Gesund Es folgten die Berichte der Vertrauensleute. heitspflege. Besonders die schlechten Wohnungsverhältnisse im Osten Nach den Mitteilungen des Vertrauensmannes Sellin haben im und Südosten Berlins wurden im Referate des näheren beleuchtet. Von Die Agitation habe unter dem Mangel an geeigneten Lokalen zu verflossenen Jahre zehn öffentliche Versammlungen stattgefunden. einer Diskussion wurde Abstand genommen, worauf noch der Kandidat leiden gehabt. Die Einnahmen des letzten Jahres betrugen 3595,34 M., des Bezirks, Toltsdorf, in einer längeren Ansprache die Aus- darunter 638,60 m. auf Listen für die Löbtauer Verurteilten, 1110 M. mit voller Kraft in die Agitation einzutreten, damit am Tage der Bahlverein, 154 M. zu Agitationszweden von der weiblichen Ber in dieser Angelegenheit der Lokalfommission überwiesen. In diese ueberschuß der Zeitungsspedition, 300 W2. au vom Wahl der Kandidat der Socialdemokraten mit einer imposanten Majorität als Sieger aus der Wahlschlacht hervorgehe. Mit einem trauensperion. Unter den Ausgaben, die sich auf insgesamt 3231,45 m. wurden gewählt die Genossen: W. Wildt, H. Kersten, F. Müller. a aus belaufen, befanden sich 1050, M. Heberweisung, an den Wahlfonds Die Wahl der Lokalkommiffion von Mariendorf mußte leider vernochmaligen Appell an die Versammlung seitens des Vorsitzenden und 231,70 M. aur Landagitation. Der zweite Vertrauensmann tagt werden und wird dies erst in einer späteren Versammlung erfolgte Schluß der Versammlung. Petrit ergänzte diesen Bericht, ebenso die weibliche Vertrauens geschehen. Als Kreisdelegierte wählte man die Genossen W. Müller, In der Kommunalwähler- Versammlung für den 16. Be person Frl. Vogel. Die Frauen haben drei Versammlungen abge- Joh. Sterften, F. Müller für Tempelhof und die Genossen W. Otto, demokratische Kandidat Theodor Megner über die bevor- für die Krefelder Weber, und 84 M. Ausgaben gehabt. Auf Antrag Cyklus über das neue Bürgerliche Gefeßbuch stattfinden läßt( erſter zirk, die am Donnerstag im Meßpalast tagte, sprach der social halten, 166,95 M. an Einnahmen erzielt, darunter 30,15 M. Trebus und H. Lehmann für Mariendorf. Unter Verschiedenem gab stehenden Stadtverordneten Wahlen. Redner behandelte dann aus des Genossen Sabor, der die Revision vorgenommen hat, wurde Vortragsabend am 1. November, abends 81% Uhr pünktlich), und führlich den„ Stolz des Berliner Liberalismus", das Volksschulwesen, den drei Vertrauenspersonen Decharge erteilt. indem er die bekannten Mängel scharf beleuchtete und darthat, wie Im Anschluß an den von Blank erstatteten Bericht der ermahnte die Genosien zur regen Beteiligung. Mit einem Hoch auf ungleich besser es den Kindern der Befißenden in den höheren& otaltommission bringt Menge den Boykott gegen die die völkerbefreiende Socialdemokratie schloß der Vorsitzende die leider Schulen erging. Redner besprach dann weiter die von uns verlangte Bichelsdorfer Brauerei zur Sprache und giebt seinem Bedauern sehr schwach besuchte Versammlung. Reform der städtischen Verwaltung. Die Ausführungen des Redners darüber Ausdruck, daß die Arbeiterschaft Spandaus sich durch Ver- Briz. Am 22. Oftober sprach 8ubeil in einer öffents fanden lebhaften Beifall. Als erster Diskussionsredner nahm der sprechungen zur Aufhebung des Boykotts habe bewegen lassen. lichen Versammlung über die Vorteile des neuen Invalidengefezes. Volksparteiler Schulz das Wort, der sich als Demokrat vor- Petrif meint, daß keine Veranlassung vorliege, über diese An- Der Vertrauensmann gab darauf den Bericht. Die Einnahme beträgt stellte und mit erheblicher Zungenfertigkeit nachzuweisen suchte, daß gelegenheit zu debattieren. Wenn die Arbeiter Spandaus zufrieden 207 M. 57 Pf. und die Ausgabe 203 M. 65 Pf. Die Revisoren bes man zwischen Liberalen und Liberalen unterscheiden müsse. Auch sind, so tönnten die Genossen anderer Städte sich erst recht begnügen. fstätigten dies und wurde deshalb Decharge erteilt. Außerdem zwei meinte er, Megner hätte zu sehr grau in grau gemalt.-Herr Jakob, Dieselke Ansicht vertraten Sellin und Görke. Agitationstouren, sechsmalige Flugblattverbreitung und Vereinsm. 2 versammlungen. Als Vertrauensmann wurde einstimmig Genosse! gelvann man als Bureauarbeiter. Da aber der Arbeitsnachweis In der Diskussion wurde die allgemeine Befriedigung mit den Robert Hutter, Werdevstr. 87 wohubaft, gewählt. Der Bericht für Lithographen faft wertlos fei, so begegne die weitere Beisteuerung Staffenverhältnissen ausgedrückt. Auf Antrag des Revisors Fuchs der Lokalfommiffiou besagte, daß sämtliche Säle in Brig frei seien. von seiten Zahlstelle III. großer Abneigung. Ein Unterhaltungs- wurde dem Staffierer einstimmig Decharge erteilt. der Lokalfommiſſion bejagte, Ba Unser Verkehrslokal befindet sich wie immer bei Karl Dorn, Bürger- abend findet am 5. November im Dresdener Garten" statt. Möhring Werner gab hierauf noch den Bericht über den Arbeitsnachweis Straße 4. Aus der Wahl zur Lokalkommission gingen folgende macht bekannt, daß anläßlich des wiederkehrenden Geburtstages für das 3. Quartal. Derselbe stellt sich wie folgt: Gemeldet wurden Personen hervor: Herrmann Schliebig, Jahnstr. 2, August Jänchen. Senefelders am 5. November ein Kranz am Denkmal niedergelegt 335 Stellen, davon direkt 278, durch Kollegen 57. Besetzt wurden As Nevisoren wurden gewählt: Wilhelm Wendlandt, Werberstr. 45, werde und am 2. Dezember in Kellers Festsälen eine Gedenkfeier für fest 112, zur Aushilfe 55 Stellen. Es fonnten nicht besetzt Friz Jänchen, Emil Jentsch, Werderstraße. Als Delegierte zur Kreis- stattfinde. fonferenz wurden gewählt: August Hähnel, Karl Dorn, Bürgerstr. 4, Robert Hitter, Werderstr. 37. werden: a) weil passende Kräfte fehlten 116 Stellen, b) weil der gebotene Lohn ein zu niedriger war 52 Stellen. Bei den besetzten Eine öffentliche Versammlung Berliner Barbier und Stellen betrug der höchste Lohn 24 M., der niedrigste dagegen 15 M., rifeurgehilfen tagte am 19. d. M. bei Wilte, Andreasstr. 26, in der Durchschnittslohn 19 M. Die längste Arbeitszeit pro Tag betrug Adlershof. Am Mittwoch, den 25. Oktober, fand hier eine der Fris Held über: Wie stellt sich die Berliner Gehilfenschaft zu 17, die fürzeste 91%, die durchschnittliche Arbeitszeit 131/4 Stunden. öffentliche Parteiversammlung statt. Nach dem Bericht des Ver- dem Bestreben der hiesigen Junung auf Beseitigung unserer Sonn Bei 68 der besetzten Stellen wurde Sonntagsarbeit bis zu 5 Stunden trauensmannes haben 12 Berfanmmlungen und 3 Agitationstouren tagsrube?" referierte. Nach lebhafter Diskussion wurde die folgende verlangt. stattgefunden. Eine Einnahme war von 646,01 M., Ausgabe von Resolution angenommen:" Die am 19. Oftober 1899 bei Wille, Andreas455,04 M., bleibt Bestand 190,97 M. Die Revisoren bestätigen die straße 26, stattfindende Versammlung Berliner Barbier und Friseurs der Betroleumfutscher auf den Norddeutschen Eiswerken hervor und Unter Verbandsangelegenheiten hob Schumann die Aussperrung Richtigkeit und wurde dem Vertrauensmann Decharge er- gehilfen erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden November 1898 bis September 1899. Es war eine Einnahme fürzung unserer Sonntagsruhe. Die Versammlung drückt fernerhin aufgenommenen Referat des Genossen Dr. Beyl über Alkoholismus teilt. Der Bericht des Beitungsspediteurs umfaßt die Monate und protestiert gegen feden Versuch der hiesigen Innung auf Ver- forderte zur regen Unterſtigung derselben sowie zur eifrigen Agitation für den Verband auf. Nach einem hierauf mit lebhaftem Beifall bon 4502,02 M., eine Ansgabe von 4049,69 M., davon 355 M. dem die bestimmte Erwartung aus, daß die maßgebenden Behörden in aufgenommenen Referat des Genossen Dr. Weyl über Alkoholismus Vertrauensmann überwiesen, bleibt ein Bestand von 452,41 M. Die Erwägung, daß durch die 4/ 2jährige Erfahrung( seit Einführung der und seine Wirkungen wurde die Versammlung geschlossen. Zahl der Abonnenten beträgt 301. Auch hier erklärten die Mevisoren, Sonntagsruhe im Barbiergewerbe 1895) zur Genüge bewiesen ist, Der Fachvercin der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt seine alles in vollster Ordnung gefunden zu haben, und wurde dem daß der Andrang der Kunden in der Zeit von früh bis 2 Uhr Sonntage Generalversammlung ant 23. Oftober ab. Der erste Kassierer, Spediteur Decharge erteilt. Die Lokaltommission berichtete über die mittag bequem zu bewältigen ist, und da außerdem die Gehilfen und Kollege Hensel gab die Abrechnung vom dritten Quartal, die eine Lokale der Umgegend.. Darauf wurden die Neuwahlen vollzogen. Lehrlinge an den ersten Feiertagen ebenfalls bis 2 Uhr mittags ununter Einnahme von 790,25 M. und eine Ausgabe von 552,00 m. ergiebt. Zum Bertrauensmann wurde, da Genosse a depuhl eine brochen beschäftigt werden dürfen, die Petition der hiesigen Barbier- In- Nachdem die Revisoren die Richtigkeit dieser Abrechnung bestätigt, Wieberwahl ablehnte, S. Hildebrandt gewählt. Zum Beitungs- ming, in welcher um Aufhebung der Sonntagsruhe für die Gehilfen und wird dem Kassierer Decharge erteilt. Spediteur wurde Genoffe Worbs wiedergewählt. Die Beitungs- Lehrlinge an diesjährigen Weihnachts sowie Neujahrs- Heiligabend Nach einem Vortrage Paul Jahns über Stirner: Der fontmiffion besteht aus den Genoffen Bessermöny, Driest und als unbegründet zurüdweist. Ferner beauftragt die Versammlung Einzige und fein Eigentum", wurde die Frage diskutiert, ob die bis Feiertag; die Lokalkommission aus asper, Gundel und das Bureau, eine entsprechende Eingabe an die maßgebende Behörde jezt im Verein bestandene Rechtsschutz- Kommission in Zukunft noch Tempel; Revisoren Blöger und Gundel in Berlin zu richten." Die Agitationskommission war durch drei notwendig sei. Die Versammlung verneinte dies mit der Mitglieder zu ergänzen und wurden hierzu die Kollegen Simon, Motivierung, daß die genannte Stommission nach Gründung des Kasten und Dum gewählt. 0 Gelverbegerichts sehr wenig in Funktion getreten sei, und daher der Vorstand diese Geschäfte mit erledigen tonne. Die Kollegen haben sich in Zukunft in Rechtsschuß- Angelegenheiten an den Vorstand zu wenden. Weiter wurde bekannt gemacht, daß die Billets vom Stiftungsfest bis spätestens 28. Oktober d. J. abzurechnen sind. Neu aufnehmen ließen sich 20 Kollegen. M Johannisthal. Ausweisung der Frauen aus dem Bersammlungsraum und auch aus dem Nebenraum verlangte wieder einmal der überwachende Beamte in der öffentlichen ParteiDer Verband des technischen Bühnenpersonals hielt am bersammlung, die am 25. d. M. in Köpenid tagte. Nachdem in 21. 8. M. eine Sigung ab, in welcher zuerst das Protokoll über die versammlung, die am 25. d. M. in Köpenick tagte. Nachdem in entschiedener Weise gegen dies unberechtigte Berlangen protestiert letzte Bersammlung sowie die Wahl des neuen Vorstandes verlesen smd beschlossen wurde, den Beschwerdeweg zu beschreiten, verließen babin agitiert, daß sich sämtliche Arbeiter der hiesigen Theater zu wurde. Unter Verbandsangelegenheiten wurde von mehreren Seiten die Franen den Saal, um die Versammlung nicht zu vereiteln. Für nächst dem Verbande anschließen möchten. Unter Verschiedenem Mit den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen be den am Erscheinen verhinderten Vertrauensman gaben die Revisoren wurde auch ein Schreiben von den Hamburger Kollegen verlesen, schäftigte sich am Dienstagabend eine öffentliche Stommunalwählerden Bericht, auf deren Antrag auch dann dem Bertrauens- worin sie sich dem Berliner Verbande gegenüber wohlwollend ans- Bersammlung in pandant. Genosse Schröer schilderte in ein mann Decharge erteilt ward. Bei der Neuwahl desselben wurde Rolig gewählt, zu Nevisoren Pohle und gesprochen haben, was von den hiesigen Kollegen mit Freuden be- gehender Weise, wie ungleich bisher immer die kommunalen Rechte Midel. Die Lokalkommission bilden Beige, Boit und bilden Beige, 2oit und grüßt wurde. und Pflichten zwischen den Besitzenden und Nichtbesitzenden verteilt Suhring, und die Zeitungskommission Strause, Weber und Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer waren; die bürgerlichen Stadtverordneten dächten nicht im ent2oit. 8n Delegierten für die Streistonferenz werden Roch lig. Berline und Umgegend hielt am 22. Oftober seine General- Ber- ferntesten daran, die Intereffen der Arbeiter im StadtBecher und Boit gewählt. Den Bericht vom Parteitag gaben fammlung im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, ab. Vor Eintritt parlament zu vertreten, sondern bekämpften im Gegenteil Schubert und Hoppe. Die Distussion, an der sich Hillgers, in die Tagesordnung ehrten die Kollegen das Andenken des jo plötzdie Wünsche der Arbeiter stets ganz entschieden. Rebiter Hoppe und Schubert beteiligten, komite nicht zu Ende geführt werden, lich verstorbenen Kollegen Paul Freher durch Erheben von den verbreitet fich alsdann über das Schulwesen, die Un weil der mittlerweile eingetretenen Polizeistunde wegen die Ver- Plätzen. Hierauf gab der Kassierer Garbe die Abrechnung vom der Löhne der städtischen Arbeiter usw.; überall auf diesen Geentgeltlichkeit der der Lehr- und Lerumittel, die Regelung fammlung geschlossen wurde. III. Quartal 1809. Danach hatte der Verein, inklusive des alten bieten hätten die bezüglichen Anträge der socialdemokratischen StadtBestandes vont 5826,09 Mart eine Gesamt Einnahme von Grünau. Am letzten Sonntag fand hier im Zolal von Linden- 11 567,89 Mark 3 verzeichnen. Die Ausgaben betrugen 8041,13 verordneten auf den entschiedensten Widerspruch seitens der bürgerhayn eine Parteiversammlung statt. Bu Punkt 1 hielt der Genosse Mart, so daß ein Bestand von 8526,76 Mart verbleibt. Auflichen Stadtverordneten gestoßen. Deshalb sei es endlich an der Kozle- Berlin einen Vortrag über den Kampf gegen das Unrecht, genommen wurden in diesem Quartal 391 Mitglieder. Kranken- Beit, daß die Arbeiter aus ihrem Dornröschenfchlaf erwachten und denselben mit zahlreichen Beispielen aus der neueren Rechtsprechung wochen sind 443 zu verzeichnen. Die Abrechnung wurde von den mit aller Kraft dafür eintreten, daß an den Tagen der Stadterläuternd. Reicher Beifall belohnte den Redner für seinen inter- Revisoren als richtig bestätigt und wurde der Kassierer entlastet. 15. November d. J. im Restaurant„ Palme", Nitterstraße) den Kandiverordnetenwahl für die dritte Abteilung,( am 11., 13., 14. md effanten Vortrag. Sodann erstattete der Vertrauensmann den Bericht Nun unterzog der Kassierer die Unregelmäßigkeit einzelner Hilfs daten der Arbeiterpartei der Sieg zufalle.( Langanhaltendes Bravo.) über das letzte Jahr und forderte zum Schluß die Genoffen auf, unsere faffierer einer herben Stritik und sprach den Wunsch aus, daß sich wie Kandidaten für die dritte Abteilung wurden alsdann die Preffe durch zahlreiche Abonnements zu unterstügen, was in letzter Zeit diefelben für fernerhin mehr ihrer Pflicht bewußt sein möchten. Genoffcit all eder als ausbesizer, Schröer, Bieper, nicht der Fall war. Zum Vertrauensman wurde Engel wieder- Alsdann erstattete der Vorsitzende Herforth den Bericht über die Scholz und Rieger als nicht Hausbefizer nominiert; außer gewählt. In die Lokalkommission wurde Hoffmann und Wustrow halbjährige Thätigkeit des Vorstandes. Danach haben in wiedergewählt. Als Delegierte zur Streistonferenz wurden Gündel dieser Zeit stattgefunden: eine General, dem soll noch ein weiterer Genosse, welcher Hausbesizer ist, über und Engel gewählt. Nach einer längeren Debatte wurde die Ver- und sieben Wanderversammlungen, in denen politische, wissen: In das Wahlkomitee wurden hierauf emme, Paul, Konizer, fünf ordentliche jeine Bereitwilligkeit zur Annahme einer Kandidatur befragt werden. fammlung mit einem warmen Appell an die Anwesenden geschlossen, schaftliche und gewerkschaftliche Vorträge fich in Zukunft lebhafter an unseren Bestrebungen zu beteiligen. gehalten wurden; Reinert und Schories gewählt. Von Kunkel wurde am zur Regelung der Vereinsgeschäfte wurden 11 Sigungen Schluß auf die am 7. November stattfindenden Wahlen zum Der socialdemokratische Wahlverein für Lichtenberg- abgehalten. Außerdem wurden in Schildon und Friedrichshagen Gewerbegerit, sowie auf die in dieser Angelegenheit am Friedrichsberg hielt am 17. Oftober seine Generalversammlung neue Bahlstellen und in Schönwalde ein neuer Verein gegründet. In ab, in der Genosse Paul Bernstein über„ die Fortschritte der der Diskussion über den Kassen- und Geschäftsbericht, in der die Sonntag, den 29. d. M., nachmittags, im Wehefchen Lokale stattfindende Gewerkschafts- Bersammlung hingewiesen und modernen Strankenpflege und das Proletariat"" referierte. Redner Thätigkeit des Borstandes gutgeheißen worden war, wurde von hierauf die gut besuchte Versammlung geschlossen. empfahl den Genossen eine Resolution, Grund welcher der Vorstand des Vereins darauf hingewiesen, daß es ummmgänglich nötig ist, In Groß- Lichterfelde tagte am Mittwoch eine zahlreich bemehreren Kollegen betreffs Stärke und der guten finanziellen Lage beauftragt wird, bei der zuständigen Gemeindebehörde vorstellig auch fernerhin die größte Agitation zu entfalten, und sei fuchte Maurerversammlung, in welcher Schulze- Berlin über:„ Werden werden zwecks Gründung eines Kommmal- Krankenhauses. Selbige wurde angenommen. An der Diskussion beteiligten sich Grauer es daher Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu agitieren. Als auf den Bauten die Vertragsbestimmungen bezüglich der Beschaffenund Schulz. Die Abrechnung vom dritten Quartal 1899 wurde vom Bericht des Ausschusses erstattete Otto Panzer. dann wurde dem Vorstand insgesamt Decharge erteilt. Den heit der Baubuden, Aborte und täglichen Arbeitszeit innegehalten?" Staffierer vorgelesen, von den Revisoren für richtig befunden, und hatte sich der Ausschuß in diesem Halbjahre in 9 Sigungen ergeben habe, daß leider die diesbezüglichen, mit dem Arbeitgeber Nach diesem referierte. Redner führte aus, daß bei der jüngsten Kontrolle fich wurde der Staffierer entlastet. Die übrig gebliebenen Brotokolle mitt mehreren Rechtsschutz- und Unterstützungsfachen, außerdem mit bund getroffenen Bereinbarungen von seiten vieler Unternehmer vom Stuttgarter Parteitag wurden der Landagitation überliefen. einigen Streitfachen zwischen Mitgliedern zu befaffen gehabt. Auch nicht gehalten würden. Kontrolliert wurden 698 Baustellen mit Ferner wurde beschlossen, die neuerscheinenden Protokolle vom Parteitag Hannover den Genossen unentgeltlich zu verabfolgen, hatte sich der Ausschuß mit Kollegen, die Accord arbeiten, zu be- 422 Bauunternehmern. Nur 866 Bauten seien von Unternehmern, welche ihre Beiträge voll bezahlt haben. Zu Berschiedenem gab der schäftigen und wurden folgedessen die Mitglieder Wilh. Granzow die dem Bund angehörten. Die Stärke des Arbeitgeberbundes habe Vorsitzende bekannt, daß die Borstellung in der Urania am 12. No- und Gustav Reins aus dem Verein ausgeschloffen. Die Einnahmen man früher bedeutend höher geschätzt. Der Lohn betrage bei der vember 4 Uhr stattfindet, und Billets bei den Bezirkskajsierern zu Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Abrechnung, und wurde der 60 Pf. pro Stunde, in Accord arbeiteten 242. Redner gab des Ausschusses betrugen 186,61 M., die Ausgaben 144,14 M. Die weitaus größten Zahl der Kollegen nämlich bei 5736 haben sind. Nachdem er noch besonders darauf aufmerksam machte. Kollege entlastet. Den Bericht der Bibliothek erstattete Stollege seinem Bedauern daß am 31. Oktober eine öffentliche Versammlung stattfindet, wurde Megzte, und hatte derselbe eine Einnahme von 25,21 M. und eine länger gearbeitet werde, als vereinbart sei und trotzdem viele Ausdruck, daß noch auf vielen Bauten die heutige geschlossen. Ausgabe von 19,88 m. zu verzeichnen, so daß ein Bestand von Unternehmer dies nicht verlangten; er wies auf die Verderb Reinickendorf. Der Wahlverein hielt in Böttchers Teepark am 5,33 m. verbleibt. Bücher find 168 vorhanden. Die Nevisoren lichkeit der langen Arbeitszeit für die Bauarbeiter, die manchen 21. d. M. feine Generalversammlung ab. Dr. Weyl hielt über: bestätigten die Richtigkeit der Abrechnung und wurde der Unfall im Gefolge habe, hin und betonte, daß die achtstündige Der Alkoholismus und die Arbeiterfrage" Vortrag. Redner ist der Bibliothekar entlastet. Hierauf erfolgte die Wahl des Arbeitszeit das Biel aller flaffenbewußten Arbeiter sein müsse. Die Meinung, daß die Partei als solche, froß gegenteiliger Meinung gesamten Vorstandes und wurden gewählt: Herforth, Buttmann- langsame Zunahme der Accordarbeit laffe sich zum Teil auch darauf Bebels, sich wohl mit der Frage des Alkoholmißbrauchs beschäftigen Straße 18, 1.; Bagel, 2. Vorsitzender; Garbe, Schulze, Kassierer; zurückführen, daß manche Bauten infolge ganz untergeordneter könne, und setzt sodann die Schäden übermäßigen Alkoholgenmufies with. Busch erfter, Paul Busch zweiter Schriftführer. Die Revisoren Differenzen den Accordmaurern ausgeliefert wurden. Bezüglich der auf den Körper auseinander. Dem beifällig aufgenommenen Bor- wurden durch Gezorke, der Ausschuß durch Meyer, Vorpahl und Baubuden und Aborte hätten sich insbesondere auch auf den Bauten trage folgte eine kurze Diskussion. Sodann erstattet Achter Hurras ergänzt. Zum Schluß wurde folgender Antrag angenommen von Bundesmitgliedern viele Mißstände herausgestellt. Es frage den Stassenbericht vom dritten Quartal dieses Jahres. Danach Da der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins fich nun, was die Mauser zu thun gedenten, um die betrug die Einnahme mit Bestand 70,30 M., die Ausgabe und Umgegend( Bertranensmänner- Centralisation) auf dem Boden Erfüllung der Vertrags Verpflichtungen in jenen Fällen 21,90 M., bleibt Bestand 48,40 W. Auf Antrag der Revisoren wird der modernen Arbeiterbewegung steht, macht es der Vorstand den herbeizuführen? Was die Bundesmitglieder betreffe, fo der Kaffierer entlastet. An Stelle des ausscheidenden Genoffen Mitgliedern zur heiligsten Pflicht, sich direkt oder indirekt an den feien die Beschwerden bereits beim Arbeitgeberbund einNadede wird Hornburg zum Schriftführer gewählt. Radecke weist diesjährigen Stadtverordnetenwahlen zu beteiligen. Zu gleicher Zeit gereicht und die Entscheidung in den nächsten Tagen zu erwarten. darauf hin, daß durch Gründung des Wahlvereins in Waidmannslust find die Stollegen verpflichtet, alle bürgerlichen Zeitungen, die so- was die Unternehmer, die dem Bund nicht angehörten, betreffe, so bem Verein ein Ausfall von etwa 20 Mitgliedern entsteht, und genannten Wurstblätter, zu meiden und nur auf das Centralorgan fei man allerdings diesen gegenüber auf die Selbsthilfe angewiesen fordert die Genoffen auf, rege zu agitieren, um diesen Ausfall zu der socialdemokratischen Partei, den Vorwärts", zu abonnieren und es sei bei der günstigen Konjunktur ein Sieg für die Arbeiter decken. Zum Schluß wurden einige interne Sachen erledigt. Die Rohrer, die am 22. d. m. versammelt waren, schritten zu erwarten. zur Gründung eines Vereins. Nach Beratung der Statuten ward Bankow. Am Dienstag fand bei Blaurod eine Boltsverjamm- die Vorstandswahl vorgenommen. Die Beiträge wurden auf 20 Pf. lung ftatt, in welcher Genosse Hoffmann feinen Bericht vom Barteitag gab. Derfelbe schildert den Berlauf desselben tura und pro Woche feſtgejezt und das Organ„ Einigkeit" als Vereinsorgan erklärt, daß er gegen den Abjazz 3 und 4 der Resolution Bebel, sonst bestimmt. Bersammlungen sollen an jedem Sonntag nach dem 15. aber für dieselbe gestimmt habe. Er erwähnt besonders die Debatte bei Wilte, Andreasstraße, abgehalten werden. An der auf den beifällig aufgenommen Vortrag folgenden gegen Schippel und kommt schließlich auf den von Rummelsburg Eine Versammlung der Einseher nahm am 22. Ottober die Diskussion beteiligten sich Play, Lehmann, Schmidt, Ball und Rutt, gestellten Antrag zu sprechen. In der Distuffion beklagt Stura das Abrechnung der Tariftommission sowie die des Kollegen Hoffmann welche im wesentlichen dem Referenten zustimmten. Nach Erörterung Auftreten des Genossen Stadthagen in der Endziel Debatte. Ge- entgegen und beschäftigte sich dann mit der Lohnbewegung, wozu einiger Kleiner Angelegenheiten erfolgte Schluß der Versammlung. nosse Freiwald ist nicht zufrieden mit dem Ergebnis des Parteitags, Rosenbaum referierte. Es tam dabei zur Sprache, daß ein an die erklärt sich besonders gegen die Faffung des Absatz 3( Landtage- Meister verschidter Tarif, der vom Referenten als ein Hohn auf die Rixdorf. Hier fand am Mittwoch, den 18. ds., eine Generalwahlen) und verurteilt, daß hiergegen nicht energisch Stellung genommen Lohnbewegung bezeichnet wurde, durch die Tischlermeister Gebr. Schaar versammlung des Deutschen Holzarbeiter Verbandes der Bahlstelle wurde. Ebenfalls ist Schippel zu gut fortgekommen, was Genoffe verbreitet wurde, um einen Keil zwischen die Kollegen zu treiben. Nigdorf statt. Nachdem der Kassierer über die Kaffenverhältnisse vom Schodel auch bebauert. Desgleichen hätte lepterer gern gesehen, Boll warnt dann noch vor der Firma Bingel. 200 erteilt. Die Einführung des wöchentlichen 10 Bf. Beitrags zur Gründung 3. Quartal berichtet, wurde bemfelben auf Antrag der Revisoren Decharge wenn die Resolution Bebel entschiedener ausgefallen wäre, dieselbe Der Centralverband der Handels-, Transport- und Vereines Lotal Streitfonds gelangte zur Annahme. Der Lokalzuschuß wurde neigt seiner Auffaffung nach zu sehr zu Bernstein hin. Sierauf Tehrsarbeiter Deutschlands hielt am Sonntag, den 22. Oftober folgendermaßen geregelt: 1. Angriff- und Abwehrstreite werden wie folgt der Bericht des Vertrauensmannes: Gesamteinnahme 253,74 W., im oberen Saale des Englischen Garten" feine Quartals General- bisher unterstützt( Abwehrstreits vom ersten Tage an und Angriff Ausgabe 249,50 M., Bestand 4,24 M. Gewählt als Vertrauens versammlung ab, welche außerordentlich gut besucht war. Bor Ein- ftreits von der zweiten Woche). 2. Der Lokalzuschuß wird von der mann wird Stura. Revisoren find Freiwald, Franz und Stubig. tritt in die Tagesordnung wurde das Andenten des verstorbenen ersten Unterstügungswoche gezahlt.( Diesen Buschuß erhalten alle, Aus dem Bericht der Lokalkommiffion geht hervor, daß zwei neue Lokale frei geworden sind. Gewählt werden Werner und Fengler. langjährigen Mitgliedes start Büttner in der fiblichen Weise welche den Nachweis führen tönnen, ständig zum Streitfonds geklebt Lotale frei geworden sind. Gewählt werden Werner und Fengler. geehrt. Der Bevollmächtigte Oertel berichtete hierauf, daß die zu haben, die Unterſtügung beträgt bann 18 M. bezw. 15 M.) Zum Schluß weist der Borsigende auf das monatlich erscheinende Blatt„ Die Fackel" hin und empfiehlt, für die Berbreitung desselben hiesige Verwaltungsstelle wohl infolge der drei glücklich durchgeführten Lohnbewegungen einen glänzenden Aufschwung genommen Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 29. Ottober, vorm. 8 Uhr, au forgen. habe. Die Mitgliederzahl sei von 1286 am 1. Juli d. I., auf 2334 im oberen Saal des Englischen Garten 8", Alexanderstraße 27e, Der Verein der Lithographen, Steinbrucker und Berufs am 1. Oftober gestiegen. Die Stollegen haben nunmehr dafür zu dafelbst. Bortrag des Fräulein Jda Altmann: Schelly, ber fittlich unb Versammlung: Freireligiöse Borlesung. Um 10 Uhr vormittags ebengenoffen Deutschlands, Bahlstelle III( Lithographen) hielt feine forgen, daß die neugewonnenen auch ständige Mitglieder des Ver- religiös bematelte Freiheitsfänger". Gäfte, Damen und Herren, sehr wis Generalversammlung am 19. Ottober im Dresdener Garten ab. bandes bleiben. Werner gab hierauf den Kassenbericht für das fommen. Tischendörfer berichtet, über die Thätigkeit der Verwaltung. 3. Quartal. Demfelben ist zu entnehmen, daß die Zahl der ver- Tischlerverein. Heute, abends 81/2 Uhr, Melchiorftr. 15: Bersammlung. Dibelt giebt den Staffenbericht. Die Einnahme und Ausgabe einmahmten Beiträge a 20 fg. 16 663 betrug und 1214 Kollegen Bortrag des Herrn Dr. K. Joël über: Das Problem ber menschlichen balanciert mit 955,10 Mart. Die Mitgliederzahl beträgt 224, in den Berband aufgenommen wurden. Die Gesamteinnahmen Willenstraft. Damen haben Zutritt. Stellung wurde 13 Stollegen nachgewiesen sei. Tischendörfer teilt betrugen 6435,72 W., die Ausgaben 5816,52 m., fomit ber total nuenstr. 9. Bortrag des Herrn Rechtsanwalt Steinschneider. Konfumverein„ Eintracht". Heute, abends 129 Uhr, im Vereinsmit, daß durch den Abgang Schöptes der Gedante aufgetaucht fei, bleibt ein Raffenbestand bon 619,20 Mart. Unter den Centralverband der Elettromonteure und Berufsgenoffen das Bureau eingehen zu laffen. Die Generalversammlung von Ausgaben find besonders hervorzuheben 483 m. für Unterstüßung Deutschlands( Sektion Berlin II). Seute, 8%, Uhr, Sigung bei Immens Bahlstelle I. beschloß jedoch, es weiter zu halten. Kollegen Borisch der Mitglieder und 2655,90 m. als an die Haupttaffe abgeliefert. Dorfer, Sophtenstr. 6. mand Ueber die event. zu unternehmenden Schritte habe eine allgemeine Maurerversammlung, die in Berlin für die nächste Zeit einberufen werde, zu entscheiden und gebe er der Hoffnung Ausdrud, daß alle Kollegen für die Durchführung der dort gefaßten Beschlüsse voll und ganz eintreten werden. Gebrüder Rauhi Gräfrath beijin Solingen. daagde Stahlwarenfabrik. Versandhaus I. Ranges. Beichnung halbe natürlice Größe. Ganze Länge der Kette 26 cm. 30 Tage zur Probe 29 201 bersenden wir eine hochfeine, fräftige solid gearbeitete Nickelkette Nr. 1600, wie Beichnung, mit Compaß, modernes Façon, zum Preise von nur Mk. 1,40 franco. [ 107/15 Nichtgefallendes nehmen wir zurück, mithin jebes Risiko für den Besteller ausgeschlossen. Telephon Amt IV 447. 70 BRILLANT EABRIK- MARKE Versand per Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. 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( Ohne Gewähr.) 575[ 300] 89 634 702 55 990 268 375 97 408 698[ 500] 753 72 824 37 994[ 1000] 441 894 913 48 163 251 624 89 849 938 DU16 197[ 300] 443 669 825 [ 3000] 579 664 725 37 809 1610 66 2085 277 90 427 3159[ 300] 242 404 522 4149 5142 353 6021 29 162[ 3000] 320 56 60 431 36 78[ 1000] 7257 76 312 547 73 92 675 908 8117 62 77 364 598 619 952 10300 22[ 1000] 72 745 56 71 874 999 11119 314 464 12164 73 258 575 633 752 90 91713316 18 489 731 14002 39[ 1000] 132 286 532 60 644 15043 25 616 72 837 16067 89 105 32 90 201 333 541 60 930 87 7491 737[ 300] 806 18066 67[ 500] 19001 48 122 86 87 522 58 668 906 4 598 61 20171 78 293[ 1000] 685 729 87 21257 456 91[ 1000] 579 616[ 300] 76 22436 631 823 23113 76 220 539 610 44 724 66 24106 69 253 87 432,503 84 702 832 82 98 991 25147 272 412 556 658 755 58 848 928 41 60 26122 349 559 85 614 45 916 27010 145 75 370 77 466 558 853 910 22 28003 041 55 86 251 825 513[ 500] 789 997 20837[ 500] 87 902 86 30081 45 362 487 796 842 936 81323 45 65 84 452 509 52 65 98 600[ 3000] 22 69 861 915 32365 474 94 728 982 33158 349 918 34314 50 813 995[ 500] 35004 50 260 82 90 91[ 500] 94 305 8 457 723 80 836 59 36002 149 217 88 961 63 80 92 37050[ 300] 93 154 254 82[ 3000] 625 808 49 62 906 58 69 38039 57 235 364 446 47 532 613 43 759 4 39104 97 201 360 426 33 90 590 770 911 91 40349 542 700 845 41271 82 343 50 96 732 827 931 42254 327 56 400 10 20 88 511 33 639 706 32 43012 150 304 657[ 300] 730[ 300] 77 831 43 44001 90 123 225 518 704 9 18 46 802[ 300] 69 925[ 1000] 45022 524 737 868 46179 460 560 687 763 77 861 916 44 50[ 1000] 47198 247 422 518 72 712[ 300] 22 48172 87 265 643 913 28 49043 124 315 69 565 67 718 803 912 72 50002 304 435[ 500] 65 540 669 78 790 51402 53 569 700 848 977 94 52053 495 566 815 67 89[ 3000] 53067 107 225[ 300] 411 615 21 802 938 50 54221 439[ 1000] 774 902 11 39 89 55056 498 597 696 56317[ 500] 530 93 642[ 1000] 781 86 802 928 57141 97 739[ 500] 58005 42 99 100 4 39 563 69 73 725 901 26 40 43[ 1000] 59008 23[ 3000] 53 189 358 414 28 505 635 6007103 119 70 85 326 55 619 704 950 92 Jeden Sonntag: Grosser Ball. Der große Saal mit Bühne steht Inh.: Wilhelm Brüsewitz, Ginige Sonnabende sind ebenfalls noch frei.[ 2616] Emil 26852* Speisen und Getränke aufs vorzüglichste. Möbel Treptow. Hohlwein's Keglerschlösschen, Köpenicker Landstrasse und Polsterwaren. Reelle Arbeit. Saal, Kaffeeküche, Kegelbahnen. Ganze Einrichtungen zu billigen Preisen.[ 24379* Vereinen und Herrenpartien bestens empfohlen. Bayrisch- Bier Franz Tutzauer, Brunnenstraße 152. Glas 10 Pf. Kaffeeküche täglich von 3 Uhr ab geöffnet.[ 2384L* 111 354[ 3000] 59 64 98 437 687 718 959 61 119046 113 39 298 355 72 74 464[ 3000] 77 518 626 93 701 43 890 983[ 1000] 120031 41 47 92 465 88 581 675 810 22 112 263 347 61 462 707 56 841 911 16 48 668-81-758 885 80[ 500] 88 123032 74 249 864 954 121031 88[ 3000] 122081 181 459 [ 1000] 416 31 501 33 59[ 3000] 63 714 864 954 124022 74 95 99 235 361 463 576 678 803 5[ 300] 125015 49 316 32 57 510 85 607 768 865 126009 28 35[ 3000] 49 533 66[ 1000] 658 127083 178 204 13 301[ 1000] 540 42 675 798 810 57 128082 83 160 240 308 545 626 37 787 829 68 82 932 129028 69 258 60 71 356 442 57[ 1000] 630 782 130246 385 492 674 706[ 500] 853 181095 134 54 281 372 485 638 98 831 921 47 92 132155 433 63 656 750 55 [ 1000] 914 20 133136 280 426 57 76 586 879 950 86 134083 178 99 431 507 37 66 696 773 869 135315 475 514 16 700 76 872 935 37 136022 143[ 3000] 257 453 786 958 137087 126 205 389 479 538 45 634 753 808 138290 342 63 68 75 438 586 664 763 962 72 139625 715 58 65 902 10 140007 53 86 146 68 292 440 704 811 141053 181[ 3000] 91 209 315 62 637 73 987[ 3000] 142048 208[ 300] 77 309 477 [ 300] 918 143037[ 3000] 489 619 71 763 144171[ 300] 370 596 629 809 25 145016 81 100 224 42[ 3000] 442 517 613 146049 89 168 85 243 81 310 46 518 51 649 53 83 735 1300] 56 876 982 147077 168 335[ 3000] 565[ 30] 679[ 300] 956 148087 157 283 403 34 772 898 909 19 35 88 149010 82 162 75 89 334 411 56 515 38 44 603 840 150161 94 325 407 15 29 88 555 602 8 40 62 815 46[ 1000] 954 151019 78 95 163 227 356 59 792 945 152025 54 160 285 334[ 300] 521 84[ 3000] 937 153037 127 28 47 314 15 21 516 49 807 73 154035 39 86 138 55 75 253[ 1000] 62 71 [ 300] 341 508 33 649 754 977 155151 367[ 500] 439 811 28 84 156043 203[ 3000] 79 315[ 500] 29 430 553 621 785 825 45 87 993 157040 121 82 203 312 43 456 517 18 72[ 300] 77 95 608 17 734 37 804 14 158208 419 71 87 587 644[ 1000] 817 88 159093 344 522 850 85 222 401 545 632 742 88 871 961 161276[ 300] 354 499 640 728 78 84 908 26 40 162001 446 68 771 82 912 163207 22[ 500] 528 699 721[ 1000] 79 927[ 1000] 74 164034 118 49 434 58 65 625 807 55 165092 222 371 559 600 62 798 166018 213 624 853[ 3000] 167024 92 183 412[ 500] 168099 191 307 464[ 300] 668 710 820 169033 159 256 387 735 944 170045 70 624 841 51 67 171024 32 130 435 49 98 547 600 4 36 705 6 832 172027 108[ 300] 281[ 3000] 94 310 40 [ 300] 52 463[ 3000] 66 500 73 779 817 958 173066 121 294 403 582 710[ 300] 74 75 863 975 174056 74 91 372 435 85 506 677 80 99 868 900 16 26 175015 56 123 69 74[ 1000] 380 [ 1000] 582 88 691 761 902 59 176115 533 52 792 829 177018 106 59 298 339 47 603 931 97 61024 59 120 178184 231 351 429 43 81 518[ 500] 40 52 614 40 54 66 884 955 179111 240[ 300] 180092 262 362 576 618 730 803 181005 105 380 444 506 677 753 821 954 182001 2 160 94 366 431 532 93 723 183104 49 246 63 365[ 300] 684 712 36 94 184188 309[ 300] 36 50 577 824 27 907 63 185040 63 100 293 418 574 603 50 832 67 186044 193[ 3000] 202 58 301[ 1000] 41[ 500] 561 669 97 710[ 300] 187089 160 203 95 562 621 26 744[ 3000] 837 75 188039 293 367 93 469 636 795 814 189044 151 64 293 519 690 759 804 984 24 531 62006 128 281.820 32.55[ 3000] 3253 300[ 3000] 463 87 557 646 52 726 68 829 945 76 64001[ 300] 120 221 317 73 404 43[ 300] 638 51 77 758[ 1000] 861 917 ( 500] 232 321 415 57 66 503 5 96 670 755 [ 300] 381[ 500] 706 818 64 942[ 500] 69 427[ 1000] 585 656 746 854 55 961 65156 66001 78 165 235 67069 141 208 65 347 68028 119 235 75 402 27 628 707 51 63[ 300] 78 69070 107 20 34[ 300] 47 205 601 866 944 70009 314 29 406 699 711 923 71237[ 300] 469 869 999 72139 56 200[ 1000] 374 664 65 82 84 954 73202 658 898 74009[ 300] 46 78 332 546 655 822 983 75128 325[ 1000] 87[ 500] 410 40 58 605 801 921 76018 114[ 3000] 93 386 94 407 88 523[ 1000] 770 895 77009 458 64 507 56 961 78034 443 45 48 91 516 677 742 828 53 89 79070 138 252[ 500] 481 649 54 830 937 48. 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Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 1378* 49 194 214 388 515 75 634 68 719 88 835 915[ 300] 217254 472 548 66[ 3000] 87 608 68 90 792 810 19[ 1000] 88 923 218523 632 33 718 809[ 3000] 41 70 219281[ 3000] 402 64 535 47 743 871 220192 325 64 69 92 535 81 814 085 235 221085 235 96.363 415 18 608 800 920 222068 155 280 84[ 3000] 331 38 49[ 1000] 54 423 646 53[ 3000] 90 792 801 93 98 916[ 3000] 223204 9 326 404 527[ 1000] 700 29[ 300] 35 70 879 959 224016 101 [ 3000] 36. 225 66[ 500] 543 614 780[ 1000] 809 225079 120 202 11 61 345 93 515 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn an 500 000 Mt. 1 zu 200 000 Mt., 2 au 150 000 Mt., 2 zu 100 000 m., 2 3 75 000 t., 1 zu 50000 f., 1 au 40 000 Mt., 6 zu 30 000 Mt., 18 zu 15 000 Mt., 39 zu 10 000 W., 71 gm 5000 Mt., 2000 Mt., 1046 au 1000 Mt., 1231 zu 500 ML. 38 au 7.3ichung d. 4. Klaffe 201. Kgl. Preuß. Lotterie. 111201 414 37 533 Biebung vom 27. Oftober 1899, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mart sind den betreffendep Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 15 44 92[ 500] 108 217 41 67 323[ 300] 429[ 3000] 98[ 300] 580 602 797 987 95 1008 162 98 308[ 3000] 660 83 737 932 2000 191 468 71 731 835 3028 252 60 310[ 300] 431 92 94 509 71 77[ 300] 648 94 719 5006 4256[ 300] 86 776 91 94 934 46 59 121 88 295 312 443 617 715 58 933 39 40 6035 49 78. 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