Nr. 254. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit tauftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1899 unter nr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. H Erscheint fäglich außer Monfags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpeditiont abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. " Marineforderungen. Sonntag, den 29. Oktober 1899. schiffe). Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. 3 kleine Schiffe( kleine Streuzer, Kanonenboote oder Special- der„ Mehreinnahme aus der mit 1903 zu erwartenden Erhöhung 1 Torpedobootsdivision. Für die 17 Jahre( 1901-1917) würde es sich nach vorstehendem, herauszukommen. Der Kanalhandel soll in den Marinewirren sein um die Stapellegung von 48 oder jährlich 2,8 großen Schiffen Begräbnis finden. Herr Miquel hat es verstanden, durch die Ablenkung Noch vor kurzem erklärten die Regierungsorgane die Gerüchte handeln, gegenüber der Stapellegung von drei großen Schiffen auf die Uebersee- Politik seine Thätigkeit in der stanalfrage zu fühnen, während der ersten drei Jahre des Flottengesetzes. einer neuen Marinevorlage für unbegründet. Doch noch plößlicher als sonstige Ueberraschungen in dieser Zeit der politischen Blöglich in dem angegebenen Umfange für erforderlich hält, wird sich der kostet hätte. Wer eine Verstärkung unserer Marine bis zum Jahre 1917 die sonst nicht nur seinem" Post"-Bedienten Zedlig das Amt gefeiten ist das Abgeleugnete Thatsache geworden und eine Thatsache, ernsten Erwägung nicht entziehen können, ob es nicht richtig ist, Schon enthüllen die unvorsichtigen und ungeschickten Soldschreiber, welche die Voraussage auch des Phantasie- Begabtesten unendlich nach dem Jahre 1900 das bisherige Bautempo beizubehalten des Finanzministeriums, die in den„ Berl. Polit. Nachr." Hausen, den übertrifft. Ein hochoffiziöser Artikel der„ Nordd. Allg. Ztg." den und jährlich auf Stapel zu setzen. Zweck der Flottenabenteuerei. Der neue Flottenplan kostet Milliarden. zugleich auch Streuz- Zeitung"," Berliner Neueste Nachrichten" und 3 große Schiffe( Linienschiffe oder große Kreuzer). Woher sie nehmen? Schweinburg weiß Rat, er rechnet mit Lokal- Anzeiger" in lieblichem Verein veröffentlichen enthüllt die neuesten Marinepläne der Regierung, vor deren Ungeheuerlichkeit des Getreidezolls, welche mit 60 Millionen Mark im Jahre sicher alle ihre bisherigen Flottenforderungen und Flottengesetze als nicht zu hoch berechnet ist." Das ist der Kern! Die Flottenpläne Ein derartiges Bauprogramm erscheint sehr wohl ohne neue Spielerei erscheinen. Der Artikel lautet: Steuern durchführbar. Die jährliche Schiffsbauquote sollen der Handelspolitisch gegen die agrarischen Begierden immer Wenn einer allgemeinen Verstärkung der Marine näher würde von durchschnittlich 60 auf durchschnittlich etwa 85 Mill. M. noch ein wenig spröden Reichsregierung als Konsequenz die Ergetreten werden muß, so ergiebt sich Ziel und Richtung dieser steigen, die jährlichen sonstigen einmaligen Ausgaben von 9 auf höhung des Getreidezolls aufzwingen. Das Miquelſche VersöhnungsVerstärkung aus dem Flottengeset. Nach letzterem zerfällt die 12 Mill. M.; für die Steigerung der fortdauernden Ausgaben geschenk und der Köder für die Kanalrebellen! Die Flotte soll ins UnMarine in zwei Teile: die heimische Schlachtflotte und die Auslands- würde die bisherige Steigerung von jährlich 5 Millionen bei gemessene vermehrt werden, damit die Ausgaben so gewaltig werden, schiffe, erstere für den europäischen Krieg, leztere für die Vertretung dem allmählichen Ausbau der Marine mur in den ersten Jahren voll daß der Getreidezoll zur Deckung erhöht werden muß. unserer überseeischen Interessen an Ort und Stelle. in Anspruch genommen werden. Sobald das 3. Geschwader beschafft Eine Berstärkung der Marine würde sich auf beide Geist, und es sich zur Bildung des 4. Geschwaders nur um Erjazz der Reichstag, der kein Narrenhaus ist, wird das Ansinnen mit Hohr Eine thörichtere Politik ist niemals geübt worden, und der biete erstrecken müssen. Das Ziel für die Vermehrung der Siegfried"-Klasse handelt, wird eine erheblich geringere Steigerung Schlachtflotte ergiebt sich aus dem organisatorischen Aufbau der ausreichen. und Spott zurückweisen. Ein Flotten plan fann nach dem selben. Es muß tem vorhandenen Doppel geschwader, bestehend Bei der Steigerung der einmaligen Ausgaben würde indes nach Schicksal des ersten von keinem gewissenhaften Voltsvertreter aus dem 1. und 2. Geschwader, allmählich ein zweites Maßgabe der bisherigen Grundsätze ein sehr erheblicher Teil mehr jemals bewilligt werden. Und der Hinweis auf dic Doppelgeschwader, bestehend aus einem 3. und 4. Geschwader, durch Anleihe gedeckt werden. Deckung durch weitere Bewucherung der Nahrungsmittel de hinzugefügt werden. Die Frage eines derartigen gleichmäßigen Fortschreitens ist Bolts wird hoffentlich dem Reichstag Gelegenheit geben, endlic Um möglichst schnell zu einer militärischen Leistung zu kommen, indes nicht mir eine finanzielle technische und für die innere Ent- einmal mit der jeder gerechten Besteuerung zuwiderlaufenden jetzigen und um obiges Ziel finanziell durchführbar zu machen, würde es sich wicklung der Marine wichtige, sie ist auch von hoher Bedeutung für Art, die Mittel aufzubringen, ein Ende zu machen. Werden die empfehlen, zunächst nur den Bau des dritten Geschwaders, die maritime Leistungsfähigkeit des Deutschen Reiches. bestehend aus 10 Linienschiffen nebst Zubehör an Kreuzern Halten wir das Limit des Flottengesetzes inne und legen durch eine progressive direkte Besteuerung der höheren EinKosten für die unablässigen Rüstungen zu Lande und zu Wasser und Torpedobooten, in Aussicht zu nehmen und als viertes Ge- in den Jahren 1901-3 im ganzen nur auf Stapel ſtatt neun, so find wir in den folgenden Jahren kommen und Vermögen herangeschafft all' die patriotischen militärisch um sechs große Schiffe schwächer, und dieser Nachteil Phantasten einer märchenhaften Weltmachtspolitik werden an ihre würde sich erst ganz allmählich wieder ausgleichen. Tasche denken und tausern. Jetzt haben die national phrasierenden Die Frage, ob eine planmäßige Verstärkung der Marine Flottenwerber als Flottenlieferanten, als Aktionäre der Großin dem angegebenen Umfange innerhalb der nächsten 16 Jahre industrie allerdings nur Vorteile von jenem Flottenwahn; denn erforderlich ist, würde zunächst zur Entscheidung gebracht werden das Bezahlen überlassen sie großmütig den anderen. Ein ge müssen. rechtes Steuersystem und der ganze lärmende Sput verschwindet sofort. schwader das vorhandene Küstenpanzerschiffs- Geschwader zu verwenden. Erst wenn die Küstenpanzerschiffe nach Maßgabe des Flottengeseges in den Jahren 1912-1917 erfaßpflichtig werden, würde der Ersatz durch vollwertige Linienschiffe zu erfolgen haben. " Würde die Frage von den gefeßgebenden Faktoren des Reiches bejaht werden, so fann der Limit- Paragraph des Flottengesezes fein ausreichendes Hindernis für die weitere Entwicklung der Marine Kein Zweifel: Die Liberalen, die Rickert- Leute und die um Stumm und Kardorff werden diese Zumutungen einer überreizten Regierung lächelnd apportieren. Dagegen werden die Konservativen nicht leicht bekehrt werden, wenn es auch nicht sicher ist, ob alle oder auch nur viele der agrarischen flottenfeindlichen Losung treu bleiben werden. Dagegen kann bei Strafe der Vernichtung- das Centrum sich nicht abermals mit einem solchen„ Bindungs"-Geschäft kompromittieren. Damit ist das Projekt der tanzenden Flottenderwische, die in der„ NordWill man diesen Plan durchführen, jo erscheint es zweckmäßig, sobald durch den Etat 1900 der Sollbestand des Flottengefeßes bewilligt ist und die Echiffe im Bau sind, daffelbe Bantempo wie in den ersten 3 Jahren des Flottengesches beizubehalten, nicht aber die Zahl der großen Schiffe, welche jährlich auf Stapel gesetzt werden, zunächst erheblich sein." herabgehen zu lassen, um sie dann einige Jahre später wieder auf das Dreifache zu steigern. Ein derartiges Vorgehen beeinträchtigt die Finanzen, erschwert eine ruhige und gleichmäßige Auf 17 Jahre hinaus will die Regierung einen Flottenplan fonEntwickelung der Staats- und Privatwerften und stellt auch an die struieren, der den für sechs Jahre bestimmten Plan des vorjährigen Marine erheblich größere Anforderungen als eine planmäßige, Flottengesezes völlig über den Haufen wirft. stetige Weiterentwidelung. Die Zahl der Kriegsschiffe, welche nach Beendigung der durch In Zahlen umgesetzt, stellen sich die einschlägigen Verhältnisse, das Flottengesetz von 1898 vorgesehenen Bauten vorhanden sein deutschen Allgemeinen Zeitung" sich produzieren, aussichtslos. Das wie folgt: Nach dem Flottengesetz werden in den ersten drei Jahren soll, gilt jetzt als gänzlich unzureichend. Sie soll vorläufig um muß die Regierung wissen. Wozu also der blinde Versuch? ( 1898-99-1900) 9 große Schiffe auflStapel gesetzt: die Linienschiffe ein ganzes drittes Geschwader von 10 Linienschiffen vermehrt Es giebt uur Kaiser Karl der Große", B, C, D, E, F und G, sowie die großen werden, wozu eine entsprechende Zahl kleiner Kreuzer, Kanonen- Konflikt. Warum sie ihn will, ist klar. eine Erklärung: die Regierung will den Was sie aber von Für die letzten drei Jahre des Flottengefeßes find planmäßig boote, Torpedoboote kommen. Das dritte Geschwader ist aber nur ihm erhofft, vermag kein Verständiger zu begreifen. Oder hält sich 5 große Schiffe vorgesehen: Ersatz der Linienschiffe„ Bayern" und Provisorium. Die Regierung fordert ein viertes Geschwader, eine das Ministerium Hohenlohe, oder eines, das an seine Stelle tritt, Baden", sowie Ersatz der großen Kreuzer Staifer"," Deutschland" Verdoppelung der gesamten Kriegsflotte. Neben der Herstellung für unüberwindlich start? Das wäre die Utopie der Utopien, der und König Wilhelm". dieser Neubauten müßte der Bau von Ersatzbauten hergehen, deren Materialpreise, sowie einiger infolge der Erfahrungen des spanisch- wachsen muß. amerikanischen Krieges notwendig gewordenen Aenderungen theurer Kreuzer A und B. Da die Schiffe indes infolge Steigerung der Arbeitslöhne und Zahl naturgemäß mit dem Wachsen der Flotte ebenfalls fortdauernd gegenüber selbst der neue Flottenplan zu einer That politischer Schiffsbauten so Klugheit wird. Man darf nicht Wind säen, wenn man nicht so straff und werden, müssen, um das Limit innezuhalten, mehrere Erjagbauten daß sie den Ablauf des Flottengesezes nicht abwarten, sondern start ist, um die Ernte des Sturmes ohne Lebensgefahr zu bergen hinausgeschoben werden. In der zweiten Hälfte des Serennats würden denmach statt 9 bereits vom Jahre 1901 über den Rahmen des Flottengefezes große Schiffe mur 2-3 auf Stapel gesezt werden können. hinausgehen und jährlich drei große Panzerschiffe, drei boots Division auf Stapel gesetzt wissen will. Das In den drei Jahren nach dem Serennat müssen gemäß§ 2 des kleinere Kreuzer oder Kanonenboote und eine TorpedoFlottengeseyes ericht werden: Die Mittellinie. I. 1. Die infolge der Limitierung in der letzten Hälfte des Flotten heißt: das Tempo der Marine- Rüstungen, das im Flotten- Seit dem 27. Juni haben die Versuche nicht geruht, das gesezes zurückgeschobenen Schiffe. 2. Die Linienschiffe„ Sachsen“,„ Württemberg" und" Olden zu einer außerordentlichen Stärke gebracht würde, dies Tempo soll vorlage zu einigen und einen Teil der Männer, die den Mut 2. Die Linienschiffe Sachsen“,„ Württemberg" und" Olden- gesetz vorgeschlagen wurde und durch welches die Marine schnell Gros der nationalliberalen Partei zu Gunsten der ZuchthausAuf die Jahre 1901-1906 fommen mithin 8 große Schiffe noch fieberhafter beschleunigt werden. gefunden haben, gegen diesen volksfeindlichen Entwurf aufburg". 1898-1900. " oder jährlich 1,3 gegenüber jährlich 3 Schiffen in der Zeit von Man kann sich nur schwer in die Gemütsstimmung einer Regie- zutreten, umzustimmen. Die National- Zeitung" erklärt, es rung versetzen, die nach 1jährigem Bestand ihren eigenen sei nötig, eine Mittellinie" zu gewinnen, auf der In der Periode von 1907-1911 ist nur 1 großes Schiff erjay- auf fechs Jahre autoritativ berechneten Flotten- die Partei geschlossen vorgehen und sowohl den Anforderungen pflichtig die Kaiserin Augusta". plan leichthin als völlig verfehlt und ungenügend preisgiebt auf Schutz des Koalitionsrechts als denen auf Schut Von 1912-1917 werden 18 große Schiffe erfaßpflichtig und nun nach diesem Eingeständnis ihrer Urteilslosigkeit- dem der Arbeitswilligen gerecht werden könne. Das neulich 4 Brandenburg- Klaffe, 8 Siegfried- Klasse, 6 große Kreuzer. Dazu kommt noch die fehlende Materialreserve für die Schiffe der Reichstag einen neuen siebzehnjährigen Flottenplan zumutet. schon von uns erwähnte Buch des nationalliberalen LandtagsBrandenburg und Siegfried- Klasse mit 3 großen Schiffen. Diese Eine Regierung, die nicht einmal für sechs Jahre eine organisatorische Abgeordneten Professors van der Borght:„ Die Weiterbildung Periode ist mithin mit 21 großen Schiffen oder 3½ großen Schiffen Aufgabe zu berechnen verstand, will das nun für 17 Jahre des Koalitionsrechts der gewerblichen Arbeiter in Deutschland". jährlich belegt. in endgültiger Weisheit erledigen. In eigentlich noch dient offenbar derselben Tendenz und enthält Vorschläge, für Hält man den Bau eines 3. Geschwaders für notwendig, wollte weit mehr als für siebzehn Jahre; denn hinter dem die man die nationalliberale Partei zu einigen hofft und denselben aber erst in Angriff nehmen, nach dem das Flottengeses dritten Geschwader steigt schon als nebelhaftes" Biel" deren Bewilligung durch die Regierung man auf nationalplanmäßig durchgeführt ist, so kommen hierfür nur die Jahre 1904 das vierte Geschwader auf. Bald wird man noch von einem fünften liberaler Seite erwartet. Das geht aus den Bobpreisungen bis 1911 in Betracht, da die Periode von 1912-1917 schon durch und sechsten Geschwader hören-tura es ist ein Marine plan der„ Nationalliberalen Korrespondenz" und der Nat.- 8kg." die fälligen Erfazbauten mit 3½ großen Schiffen für das Jahr für alle Ewigkeit, eine Mobilmachung von Milliarden in deutlich hervor. Es ist die historische Mission der National Bis zum Jahre 1911 werden aber auch die großen endloser Steigerung, und diesem Reichstag wird angesommen, sich für liberalen, zu allen Zeiten die Mittellinie" zu suchen, und Auslandstreuzer aller Voraussicht nach eine erhebliche Zeit und Ewigkeit zu verpflichten, die vom Volte aufgebrachten es ist zu allen Zeiten ihr historisches Verhängnis gewesen, Verstärkung erfahren müssen. Das Maß ist diskutabel, wird Milliarden ins Wasser zu werfen. Daß das internationale daß die Linie, die sie schließlich finden, nie wirklich in der aber mit 6 Schiffen einschließlich der hier erforderlichen starken Wettrüsten gleich gefährlich bleibt, ob es zu Lande oder Mitte liegt, sondern sich in allem Wesentlichen der volksMaterialreserve für 12 Jahre faum zu niedrig gegriffen sein. au Wasser erfolgt, darüber bedarf es feines Wortes. feindlichen Reaktion nähert, sich dagegen von der Sache der Auf die Jahre 1904-1911 entfallen mithin: Wir sind mit neun neuen Panzerschiffen genau fo wehr- Voltsrechte abwendet. So ist es auch diesmal. Trotz des 1. 6 Erjaybauten( 2 restierende aus dem Serennat, außerdem haft oder so wehrlos wie mit achtzehn oder hundert. Denn wir Titels, der eine Weiterbildung" des Koalitionsrechtes ver" Sachsen"," Württemberg"," Oldenburg"," Kaiserin Augusta"). 2. 18 Reubauten( ein drittes Geschwader, einschließlich Flotten- zwingen den anderen Bölfern ihrerseits riesige Flottenvermehrungen heißt, trotz allerhand schöner Nedensarten laufen die Vorflaggschiff und Materialreserve: 10 Linienschiffe). auf, sodaß wir schließlich wieder am Anfang sind. schläge des Herrn van der Borght im Grunde auf eine verschämte Empfehlung des Buchthausgefezes hinaus. belastet ist. Die beiden zu diesem Geschwader gehörigen großen Kreuzer, Aber die politische Frage dieser neuen Zumutung an den 6 große Auslandskreuzer, im ganzen 24 Schiffe auf 8 Jahre Reichstag bietet ein Problem, das in die hellste Beleuchtung gerückt verteilt. werden muß. Dieser neue Flottenplan, der beim Reichstag feines Vor uns entrollt sich mithin folgendes Bild: Es müßten falls Anahme finden kann, weil er sich nicht zum zweiten Mal jährlich an großen Schiffen im Bau gegeben werden: 250 1. Periode 1901-1903 1,0 Schiff ( legten 3 Jahre des Flottengesetzes). 2. Periode 1904-1911 3 Schiffe ( Neubauten 18 Schiffe, Ersazbauten 6 Schiffe). 3. Periode 1912-1917 312 Schiffe ( Neubauten 3 Schiffe, Erfazbauten 18 Schiffe). durch die Vorspiegelung einer Bindung auf Jahre hinaus düpieren lassen wird, ist gar keine aus militärisch- technischen Erwägungen, aus den Bedingungen der äußeren Politit heraus entstandene und zu er klärende Aktion, sondern offenbar nichts als eine That der inneren Politik, ein Miquelsches Mittel, um durch einen Konflikt im Reich aus der unmöglichen Lage in Preußen " Der Verfasser tritt als Freund des Koalitionsrechts der Arbeiter auf; wäre es da nicht das nächste, zu fordern, daß dies unentbehrliche Recht auch den Landarbeitern, Dienstboten und Schiffsknechten verliehen würde, die es noch nicht befißen? Daran denkt unser Professor bei seiner Weiterbildung" des Koalitionsrechts aber durchaus nicht. " 1 Seine Weiterbildung" besteht zunächst in einer anderen Formulierung des§ 152 der Gewerbe- Ordnung. Dieser hat bekanntlich alle Strafbestimmungen aufgehoben, die gegen ,, Ver a: cdungen und Vereinigungen zum Behufe der Erlangung Ferner verlangt Borght, daß ein Berufsverein in das] günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen Statut die Zweckbestimmung der einzuziehenden Geldbestanden hatten. Borght will statt dessen sagen: Berab- beträge und des anzusammelnden Vermögens genau festlegen redungen und Vereinigungen, welche eine Einwirtung müsse und daß die sakungswidrige Verwendung der Vereinsauf die Arbeits- oder 2ohnverhältnisse bemittel die Einziehung des Vermögens zu Gunsten von Einzweden". Das sieht fast aus wie eine Erweiterung des richtungen, welche den Arbeitern zu gute kommen, zur Folge Stoalitionsrechts, und der Verfasser führt auch einige vorfünd haben solle. In dieser allgemeinen Fassung fönnte der flutliche Verbotsgesete kleiner Bundesstaaten auf, die durch Borghtsche Vorschlag ungefährlich erscheinen. Die Vereine die erweiterte Fassung formell aufgehoben werden würden, brauchen nur die Zweckbestimmung ihrer Gelder so weit als von denen er aber selbst sagt, sie würden schon jetzt nicht mehr irgend möglich zu fassen, z. B. zu sagen, daß das Vereinspraktisch angewendet. vermögen zur Unterstügung streifender oder ausgesperrter " " der Arbeitervereine aus. Dabei macht er einen Unterschied fampfes verhindern. " könnte so vorsichtiger BeurteiBei allem et erwarten müßten. Bisher habe sich die Kammer der Reichs räte den weiter gehenden Reformwünschen nicht geneigt gezeigt. Der zu einer Wahlgejezzänderung notwendigen Verfaijungsänderung könne die Regierung in diesem Ausnahmefalle zustimmen. Entschieden spricht der Minister gegen Herabsetzung des wahl= fähigen Alters. Eine objektive gerechte Wahlkreis- Einteilung gebe es allerdings nicht. Immer würden wieder Benachteiligungen behauptet werden. Die Wahlkreis- Einteilung fönne nur im Wege eines Kompromisses gemacht werden. Gegen die Propor= tionalwah! äußerte der Minister Bedenken. Sie habe sich noch nicht bewährt. Der allgemeinen, gleichen, direkten, geheimen Wahl sei er nicht entgegen. Im übrigen sei das Der praktischen Bedeutungslosigkeit dieser Weiterbildung Arbeiter, in welcher Branche es auch sei, verwendet werden bayerische Wahlgesetz durchaus nicht so schlecht, wie man es immer hinstelle, es sei vielmehr eines der liberalsten Wahlgefezze und entdes Koalitionsrechts steht aber die praktisch höchst erhebliche dürfte, dann könnte man ihnen vom Standpunkt des Gesetzes halte viele Punkte, die fortgeschrittenen Anschauungen entStonsequenz gegenüber, daß damit auch die Strafandrohung aus nichts in den Weg legen, ihre Bewegungsfreiheit wäre sprechen. Man müsse mun sehen, zu welchen Ergebnissen der des§ 153 der Gewerbe- Ordnung, die auf§ 152 Bezug garantiert. Wer so deduzieren wollte, würde vor allem ver- Ausschuß tomme. Das müsse er aber sagen, daß das Land eine nimmt, ausgedehnt werden würde auf alle Verabredungen, gessen, daß dann auch die Entwicklung eines Berufsvereins vorwiegend konservative Bevölkerung habe und daß man sich des welche eine Einwirkung auf Arbeits- und Lohnverhältnisse" zu dem was Borght einen reinen Kampfverein" nennt, nicht halb von der Berücksichtigung der tonservativen Boltsstimmung bei erstrebten. Es muß hervorgehoben werden, daß van der Borght verhindert wäre, und da man nicht annehmen kann, daß der der Reform leiten lassen müsse." pilot night auf diese Art mit seiner Weiterbildung" einen im Zuchthaus- Herr Professor eine Maßregel vorgeschlagen haben würde, die Das ist an sich nicht viel, aber für preußisch mißhandelte gefege niedergelegten Herzenswunsch der Regierung erfüllt. bon feinem eigenen Standpunkte aus völlig zwecklos wäre, Ohren klingen die Worte des Ministers fast radikal. Einen Die Motive zum Buchthausgesetze beklagen es lebhaft, daß wird er sich wohl noch etwas anderes dabei gedacht haben. Minister, der von fortgeschrittenen Anschauungen spricht, die Strafbestimmung des§ 153 nicht angewendet werden könnte In der That würde schon diese gesetzliche Verpflichtung, die der gegen das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlbei Verabredungen, welche bloß die Erzwingung vertrags- Vereinsgelder nicht anders als statutengemäß" zu verwenden, recht nichts einzuwenden hat, kann man sich in Preußen nicht mäßig zugesicherter Bedingungen zum Zwecke haben. Die famt dem zugehörigen Aufsichtsrecht der Behörden eine völlige einmal mehr vorstellen. Bei allem Mißtrauen und bei noch eine so famose Weiterbildung" des Koalitionsrechts auf der national Lahmlegung der Arbeitervereine ermöglichen. Man wird man doch wohl liberalen Mittellinie würde das ermöglichen. unter der Behauptung, irgend eine Ausgabe widerspräche dürfen, daß das bayrische Bolt ein besseres Wahlrecht Borght will aber doch noch etwas mehr für das Koalitions den Statuten, das Vereinsvermögen mit Beschlag belegen erhalten wird. Und das ist eine moralische Niederlage für recht thum und ſpricht fich für eine beſſere rechtliche Stellung und damit die Durchführung eines schwebenden Lohn- dicht werben gamme was wird siehe„ Sultur ſtaaten, aber preußisch- sächsische Reaktion, wenn kann. zwischen Berufsvereinen", welche die Berufs und Standes schließlich nach einem wer weiß wie lange währenden nicht weiter kränken, da sie sich ja von ihren Niederlagen interessen der Arbeiter vertreten" und„ Stampfvereinen", für Prozesse das Geld wieder freigegeben würde? Die Ernähren. welche er die deutschen Fachvereine hält. Solche Kampf- fahrungen, die unsere Gewerkschaften mit den Behörden ge- Erwähnt sei noch aus den Verhandlungen, daß sich sämtbereine bergen nach ihm eine Gefahr für die öffent macht haben man dente 3. B. an den großen Buchliche Centrumsredner für das mit den Socialdemokraten abliche Ordnung in sich und dürfen nach seiner Meinung Druckerstreit Anfangs der neunziger Jahre, an die geschlossene Kompromiß ausgesprochen haben. 196 nicht durch Aufhebung von landesgesetzlichen Verboten und Versuche, die Arbeitervereine als Versicherungsanstalten batt Strafbestimmungen oder durch Gewährung von Rechtsfähigkeit zu behandeln usw. müssen uns jeden Vorschlag, gestützt werden, wenn nicht die staatliche Ordnung leiden soll. der die Rechte der Behörden, in die Angelegenheiten der Welches das Kriterium ist, woran man den Kampfverein Organisationen hineinzureden, nach irgend einer Seite ver- Im fünften württembergischen Reichstags- Wahlkreise& B bom Berufsverein unterscheiden soll, erfahren wir aus der stärkt, als direkt feindlich gegen die Arbeiter lingen fand am Freitag die Reichstags- Erfahwahl statt. Borght- Broschüre nicht. Die ganze Unterscheidung ist ohne vereine betrachten lassen. Daß die Arbeitgeber Vereine Ein Privattelegramm aus Eßlingen meldet uns: jede Berücksichtigung praktischer Verhältnisse aufgestellt. Wenn denselben Bestimmungen unterworfen sein sollen, macht die Schlegel( Socialdemokrat) 7282, Geß( Deutschparteiler) 5542, einem Berufsverein, der sich konstituiert hat, um die Berufs- Sache durchaus nicht schmackhafter. Schon heute gelten für Brinzinger( Volkspartei) 4493 Stimmen. Stich wahl zwischen interessen der Arbeiter eines Gewerbes zu vertreten, bei sie von Rechts wegen dieselben Beschränkungen, wie für Socialdemokrat und Deutschparteiler. isang with feinen Bestrebungen die Unternehmerschaft entgegentritt, fo Arbeitervereine, und doch dürfen sich die Unternehmer Der Abgeordnete Brodbeck, Vertreter der füddeutschen müßte sich auch der milchfrommste Berufsverein in einen auf das ungenierteste über alle diese Bestimmungen Volkspartei, hat bekanntlich sein Mandat niedergelegt, da die Stampf verein verwandeln. Fast alle Stämpfe werden hinwegfeßen, ohne daß ihnen von seiten der Behörde Mandatsprüfungskommission des Reichstags seine Wahl als unseren Gewerkschaften durch die Verhältnisse auf ein Haar gekrümmt wird. Wir haben keinen Grund, ungültig erklärte. Bei der Hauptwahl 1898 erhielt Brodbeck gezwungen. bojas de anzunehmen, daß die Regierungen, welche die Zuchthaus und der socialdemokratische Kandidat Schlegel die gleiche die Die Berufsvereine" will Borght zwar nicht von Staats vorlage bertreten, ihre Organe veranlassen würden, fünftig Stimmen za hl. Bei der dadurch nötig gewordenen Auswegen gefördert sehen, aber er will einige der Hindernisse weg- anders zu verfahren. out the dial and losung, welcher von den beiden mit dem Deutschparteilerräumen, die ihnen bisher im Wege stehen, vorausgesetzt, daß Nur beiläufig sei auf die gesetzgeberische Ungeheuerlichkeit so nannten sich die württembergischen Nationalliberalen sich die Vereine gewissen Bedingungen unterwerfen, die nach hingewiesen, daß unser Freund des Koalitionsrechts" auch die Stichwahl gehen solle, traf das Los den Volksparteiler, feiner Meinung das Auswachsen eines Berufsvereins in bei der geringsten Statutenwidrigkeit immer gleich das ge der alsdann in der Stichwahl, mit Hilfe der Socialdemokraten, einen reinen Kampfverein verhindern würden. Zunächst ver- samte Vereinsvermögen konfiscieren lassen will. Wer da fiegte. Die Feststellungen der Wahlprüfungskommission langt er, daß ein solcher Verein sich verpflichten soll, vor weiß, wie schwer es schlichten Arbeitern wird, sich in die ergaben jedoch, daß dem socialdemokratischen Kandidaten Beginn eines geplanten Stoalitionskampfes das Einigung 3- Juristenkniffe hineinzudenken, der kann in einer solchen Be bei der Hauptwahl vier Stimmen hätten zugerechnet amt anzurufen. Die Thatsache, daß es wesentlich Arbeiter- ftimmung lediglich einen Fallstrick für die Arbeitervereine werden müssen, so daß die Entscheidung durch das Los untoalitionen sind, welche die vorhandenen Einigungsämter in sehen. lls on do nötig gewesen wäre und der Socialdemokrat in die Stichwahl Streitfällen anrufen, und daß fast immer die Unternehmer hätte gelangen sollen. a Trel den Einigungsversuchen widerstreben, könnte diesen Vorschlag " 310 Berlin, den 28. Oftober. set on Die bayrische Regierung Ein schöner Erfolg. dun thiolgug in Die auf diese Weise erforderlich gewordene Ersakwahl beals zwar überflüssig, aber auch ziemlich ungefährlich erscheinen Politische Uebersicht. do deutet einen glänzenden Sieg der Socialdemokratie. Im lassen. Immerhin wird man sagen müssen, daß der Vorteil Jahre 1898 erhielt unsere Partei( nach damaliger amtlicher der Maßregel einseitig den Arbeitgebern zu gute tommen würde. Müssen die Arbeiter das Einigungsamt Bählung) 6249 Stimmen, ebensoviel der Volksparteiler und der Deutschparteiler 7360 Stimmen. In der Stichwahl unteranrufen, so gewinnen unter Umständen die Unternehmer eine hat sich nunmehr auch zur Wahlrechtsänderung geäußert, zwar lag letzterer mit 8848 gegen 12 334 Stimmen der VolksAnzahl wertvoller Tage, in denen sie andere Arbeitskräfte sehr gewunden, aber doch unverkennbar zur Nachgiebigkeit partei. Der Deutschparteiler hat danach über 1800 Stimmen anwerben können. Umgekehrt haben die Arbeiter im Falle gegen die Forderungen der Volksvertretung und des Volkes weniger erhalten als im Vorjahre. Um fast dieeiner Aussperrung durch eine Unternehmerfoalition feinen geftimmt. Nachdem am Freitag in der Abgeordnetenkammer selbe Stimmenzahl ist die Volkspartei zurüd gegangen. Vorteil von einer solchen Vorbereitungsfrist, denn sie können der Demofrat Stö hl sich im Sinne des socialdemokratischen Allein die Socialdemokratie hat nicht nur nichts verloren, sie sich im allgemeinen nur um Stellungen bewerben, die sie in der Antrages ausgesprochen, äußerte sich der Minister des Innern hat um 1000 Stimmen gewonnen und ist die weitaus stärkste Lage find, sofort anzutreten. Borght will ausdrücklich v. Feiligsch nach einem Bericht der Fr. 8tg." wie folgt: Partei im Streise geworden. teine Verpflichtung zum Verhandeln vor dem Die Regierung sei bereit, in eine Revision Die Wahl ist ein neuer drastischer Beweis der tiefen Einigungsamt und zur Unterwerfung unter den Schiedsdes Wahlgefees einzutreten, wenn sie den wirklichen Stand- Verbitterung, welche die jetzige Reichspolitik, die Politik des spruch begründen. Es ist ganz klar, daß er damit wiederum punkt des Hauses kenne. Borläufig seien die Anschauungen in verdie Unternehmer schützen will, die in so vielen Fällen hoch mütig jedes Verhandeln vor dem Einigungsamt abgelehnt und die oft genug die Schiedssprüche verworfen haben. Das Verbrechen als socialpathologische Erscheinung. " " бли schiedenen Punkten noch nicht die gleichen. Man dürfe auch nicht über- Buchthauskurses und der Flottenforderungen in den arbeitenden schen, daß selbst eine Zweidrittelmehrheit der Abgeordnetenkammer Schichten des Volkes erzeugt. noch nicht allein ein Gesez machen kann, sondern noch zwei andere Fat- Herr Geß, der Typus eines arbeiterfeindlichen, von toren, die Kammer der Reichsräte und die Regierung, mitwirken jeder Bassermännerei unangefräntelten Nationalliberalismus, Realien, deren der spätere Praktiker des Strafrechts bedarf, Kenntnis beobachtung, vorbereitet durch systematische Einzelbeobachtung. Und zu geben. Der östreichische Professor Groß hat in seinem wir gewinnen, damit das Ergebnis, daß jedes Verbrechen das Pro" Handbuch für Untersuchungsrichter" die für dieses Gebiet erforder- dukt zweier zujammenwirkenden Faktoren ist, einmal der angeborenen lichen Stenntnisse systematisch zusammengefaßt. Das Stultusministerium oder erworbenen Eigenart des Thaters, also von individuellen Faktoren, Der berühmte, von Halle an die Berliner Universität berufene will durch das Juslebenrufen einer Art kriminalistischen Museums und sodann der socialen, vorzugsweise der wirtschaftlichen VerhältLehrer des Strafrechts Professor v. Liszt hielt am Freitagabend dem Redner hilfreiche Hand zu der diesbezüglichen Borbereitung nisse. Die individuellen Faktoren sind von den Italienern, ins in dem sogenannten Auditorium maximum der hiesigen Universität des angehenden Strafrechtspraktikers bieten. besondere dem Turiner Frrenarzt, Cesare Lombroso, weit übertrieben seine Antrittsvorlesung, die in einer Zeit, in der die Gesetzgebung Wir gehen auf diesen Teil des Lisztschen Vortrages nicht weiter und viel zu sehr in den Vordergrund gerückt worden. Insbesondere von der Tendenz geleitet ist, die unbequem gewordene Energie der ein. Für die Interessen der arbeitenden Klassen tommt es in erster gilt dies von der Rolle, die die Vererbungslehre bei Lombroso spielt, Arbeiter in der Verbesserung ihrer Lebenshaltung mit Zuchthaus Linie nicht in Betracht, obwohl gewiß dadurch mancher Mißgriff von dem sich denn auch seine früheren Anhänger Enrico Ferri und und ähnlichen Kraftmitteln des Staates zu bekämpfen, durch die eines Untersuchungsrichters vermieden und mancher Unschuldige vor Gorofalo längst losgesagt haben. Wenn auch die Mitwirkung der weiten focialpolitischen Ausblicke Beachtung verdient. Die in mehrfacher langbauernder Untersuchungshaft bewahrt werden kann, ob der Richter individuellen Faktoren nicht ganz geleugnet werden kann, so rüden doch Hinsicht an die Theorien der sog. Kathedersocialisten in der National- ein bestimmtes Wort der Gaunersprache versteht, ob er Fuß oder die socialen Momente weit in den Vordergrund. Wer das Verbrechen ötonomie erinnernde Richtung und Schule Liszts wird die sociolo. Blutspuren richtig zu behandeln weiß, ob er die Fähigkeit hat, den wirklich kausal erklären und erkennen will, hat hierauf sein hauptgische genannt. Im Gegensatz zur llaffischen" Schule im Strafrecht, die Sachverständigen richtig zu fragen, auf welchem Gebiete sich allerdings sächliches Argument zu richten. Wie das Verbrechen, so ist auch ihre Aufgabe in der Aufstellung und Zerlegung dem Volfe unver heute in der Praxis, insbesondere bei der Prüfung der Frage nach der die Strafe fausal zu erforschen. Wir nennen diesen Zweig der weet heute ist der nennen ständlichen, begrifflichen Ballastes zur llebung des juristischen Scharf- Geistestrantheit, oft in der That eine erschreckende Unkenntnis breit macht, Wissenschaft Pönologie. finns fieht, fämpft die sociologische Richtung gegen die künstliche ob er in der Vornahme eines Lokalangenscheins bewandert ist u. f. w. Die dritte und höchste Aufgabe der Strafrechts- Wissenschaft aber Auseinanderreißung von Strafrecht und Sociologie, die doktrinäre Was der Arbeiter braucht, ein Verständnis für die Verhältnisse und ist ihr Beruf als Lehrmeisterin des Gesezgebers, fie zeigt ihm Trenmmg des Verbrechers von der Gesellschaft, in der er lebt, und Bedürfnisse des Lebens der arbeitenden Klaffe, tann tein trimis die Schwächen des bestehenden Rechts und weist ihm die Richt bie einseitige Betrachtung der verbrecherischen That, ohne die socialen nalistisches Museum dem angehenden Praktiker geben. Aber zu einer schnur für die Zukunft. Sie wird in dieser Eigenschaft als systemaVerhältnisse, deren Aeußerung sie ist. Und sie kommt auf dieser anderen Erwägung führt uns der treffliche Gedanke Liszts, den tische Bekämpferiu der in ihren Ursachen und Wirkungen wissenGrundlage zu der Ansicht, daß jede Berbesserung der gesellschaft Richter zur Erkenntnis des seiner Aburteilung unterbreiteten That- schaftlich erkannten Kriminalität zur Kriminalpolitit. Wir ge lichen Lage des unbemittelten Boltes ein weit wirksameres Mittel bestandes zu befähigen. Tangen mit ihrer Hilfe zu der Erkenntnis, daß die Wirkung zur Bekämpfung des Verbrechertums ist, als alle staatlichen Straf der Strafe eine viel geringere ist, als man gemeinhin annimmt. mittel. Der Kampf gegen das Verbrechen ist in erster Linie nicht durch die Strafe, sondern durch die Einwirkung auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, also auf socialpolitischem Gebiete, zu führen. Der Staat, der ein brauchbares Wohnungsgesetz schafft, das dem Unbemittelten zu dem schwachen Abglanz eines Familienlebens verhilft, trägt viel mehr zu einer wirksamen Bekämpfung des Verbrechertums bei, als dies alle Strafgefeßparagraphen vermogen. Die Strafe ist also nicht das einzige, nicht einmal das wirljamste Mittel zum Kampf gegen die Kriminalität. Und damit ergiebt sich das Berfehlte der Anficht, in der Strafe das große sociale Heilmittel für alle gesellschaftlichen Schäden zu sehen. Es ist nichts damit gethan, wenn man da, wo sich durch irgend einen Umstand grelle Nachtseiten des gesellschaftlichen Lebens enthüllt haben, flugs ein paar neue Paragraphen in das System unseres Strafgesetzbuches einfügt. Auf diese Weise wird der Siz der Krankheit nicht getroffen und die Quelle des Uebels nicht verstopft. Dieses ist zumeist viel tiefer in den gesellschaftlichen Ver hältnissen begründet und daher hier der gesetzgeberische Eingriff not wendig. Wie viel ein einfichtiger Gesetzgeber von der Kriminalpolitik lernen taun, das beweisen die in jüngster Beit in der Schweiz und in Norwegen veröffentlichten beiden Strafgesezentwürfe. Andere Aufgaben, als die drei vorgenannten, giebt es für die Strafrechtswissenschaft nicht, insbesondere hat sie sich von allen philosophischen Theorien, die die Strafe, auftatt aus Erfahrung und Beobachtung, aus ewigen, allgemeingültigen Normen begründen wollen, fernzuhalten. Damit hat die. Wissenschaft nichts mehr zu thun. Sier fängt der jenseits des Wissens liegende Glaube an. 8 stundu Die Gesetzgebung steht gerade im Augenblick im Begriff, die Mittel und Wege zur Erforschung des delittischen Thatbestandes noch Die Aufgabe der Strafrechtswissenschaft ist nach Liszt eine dreis einzuengen, statt sie zu erweitern. Die wenigen Garantien, die nach fache, zunächst die pädagogische. Sie will ben Schüler für dieser Richtung hin dem Angeklagten die geltende Strafprozeß- Ordnung feinen späteren Beruf, der in her praktischen Handhabung des gewährt, werden noch durch die demnächst wieder vor das Forum Strafrechts besteht, vorbereiten. Um den angehenden Brattifer hierzu bes Reichstags tommende lex Rintelen beseitigt. Die unmittelbare tauglich zu machen, muß ihm die Wissenschaft des Strafrechts ein Vorführung des auf frischer That betroffenen oder verhafteten AnDoppeltes gewähren, einmal die Kenntnis der Grundsäge des geklagten vor das zuständige Gericht mit dem Antrag auf sofortige geltenden Rechts und sodann die Fähigkeit zur Feststellung des That Aburteilung, ohne daß dem Angeklagten gegen diese Behandlung bestandes, auf den das Gesetz anzuwenden ist. Die Universitäten ein Widerspruchsrecht gegeben wird, die völlig unamnehmbare beschäftigen sich ausnahmslos nur mit der ersteren Disciplin. Das Erweiterung der richterlichen Uebermacht in der Bestimmung eigentliche Rechtsstudium wird mit größtem Nachdruck betrieben. des Umfangs der Beweisaufnahme, die Ausdehnung des Kontu Von den praktischen, technischen Handhaben, den Realien feines macial- Verfahrens usw., alle diese Maßnahmen müssen dahin Faches, dagegen, erfährt der Stubent nichts. Und diese Lüde wird führen, daß die wirkliche Feststellung des Thatbestandes bis auf auch nicht durch den späteren, praktischen Vorbereitungsdienst aus einen fümmerlichen Rest herabfinkt. Welch herrliche Zustände uns gefüllt. dann aber erst, wenn z. B. Buchthausvorlage und lex Rintelen zu Was hier der angehende Brattifer lerut, ist nicht ein systematisch fammenwirken, bei der Behandlung eines Streitvergehens bescheert gegliedertes Ganges, fondern eine Anzahl einzelner, nicht zusammen werden, braucht nicht noch des weiteren erörtert zu werden. hängender Erfahrungen. Er tritt dann in die Bragis ein und erfährt Kehren wir nach dieser Abschweifung zu dem Vortrage Liszts erst hier seine Ausbildung. Das Material aber, an dem er dann zurüd. Die zweite Aufgabe der Strafrechtswissenschaft besteht lernt, ist der Mensch und zwar nicht bloß der verbrecherische, barin, Verbrechen und Strafe wissenschaftlich d. h. taufal zu ersondern auch der unschuldig verdächtigte Mensch. Es versteht sich fennen. Die Dichter aller Zeiten sind bemüht gewesen, das Ver von selbst, daß bie im Vorstehenden angedeutete Liide fich nicht brechen auf seine Ursachen hin zu erforschen. Für die Strafrechtsminder in dem materiellen Strafrecht, als auch im Straf prozeß Wissenschaft ist dies Neuland. An dieser Stelle jetzt die sociologische flihlbar macht. Der Vortragende bezeichnete es als eine der Schule ein. Sie bedient sich dazu derjenigen Methode, mit deren wichtigsten Aufgaben, die er sich in seinem neuen Wirkungstreis Silfe die Naturwissenschaft ihre fiegreichen Schlachten gefchlagen hat, gestellt hat, hier Abhilfe zu schaffen unb ben Stubenten von den ber naturwissenschaftlichen Forschungsweise, der systematischen Massen 9 H. Unsere Partei darf mit besten Hoffnungen der Stichwahl entgegengehen. # ist fläglich unterlegen. Aber auch die zahme und großen. Chemisiers" die Runde durch die fürstlichen Höfe, und niemand eignet war, den Gerichtshof herabzuwürdigen. Der Schutz des§ 198 Zielen fremde Opposition der Volkspartei fonnte die ihre nimmt dort Anstoß an ihnen. Im Lande der wiedergewonnenen tonnte dem Angeklagten nicht zugebilligt werden. Klassenlage erkennende Bevölkerung des stark industrialisierten Brüder" aber ist so etwas gefährlich und darf von den Augen des Wahlkreises nicht länger befriedigen. Volkes nimmer und nimmer geschaut werden! Nach diesem Berichte der Volkswacht" und einem uns zugegangenen Geschick unserer Polizeibehörden. In einem elfäffischen Landstädtchen den Vorwurf herausgelesen, daß die socialdemokratische Partei in Auch an den Eigennamen probiert sich das germànisatorische besonderen Berichte hat das Landgericht Breslau aus dem Artikel hatte sich ein Bürger ein Firmenschild bestellt mit der Inschrift: allen Rechtsbeziehungen für minderen Rechts erklärt worden Edmond H., Weinsticher." Das Ding hatte die Werkstätte des sei, als die Anhänger anderer Parteien, und es hat verurteilt, weil Malers noch nicht verlassen, als auch schon der Herr Polizei- dieser Beweis nicht erbracht sei. Nun sollte man zwar meinen, kommissar bei dem Besteller erschien und ihm die amitliche Mit- daß die inkriminierte Stelle schon durch das Wort„ oft" flar zum teilung machte, daß er nicht Edmond, sondern Edmund heiße und Ausdruck bringe, daß dem Oberlandesgericht nicht nachgesagt werden jene Inschrift hiernach abzuändern habe. Vergeblich suchte der sollte, es spräche stets diesen Grundsaß aus; schon deshalb erscheint erstaunte Bürger dem Manne der Ordnung an der Hand feines die Auffassung des Landgerichts unverständlich. Noch wunderbarer Taufscheines nachzuweisen, daß sein Name auf der Tafel richtig ge- aber ist der Grund, den das Landgericht für seine Ansicht anführt. schrieben sei: im Wege des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens, das In dem intriminierten Artikel findet sich nämlich, etwa durch zehn ihm natürlich auch noch Kosten verursachte, wurde dem Manne die Beilen von der fraglichen Stelle getrennt, folgender Sat: Ueberzeugung beigebracht, daß er so zu heißen habe, wie die Polizei befiehlt, und nicht anders. Nach einem Bericht des Wolffschen Telegraphen Bureaus wird folgendes Wahlergebnis gemeldet: Schlegel( Soc.) 7929, v. Geß( natl.) 6090, Brinzinger ( Volfsp.) 4982 Stimmen. Deutsches Reich. Zum neuen Marineplan bemerkt die 8eitung" u. a.: reisinnige Ausland. old it Ausland. Deftreich- Ungarn. joonia Abgeordnetenhaus. 13 f Sachsen ist der klassische Boden des Kampfes zwischen Proletariat und Reaktion. Kein Hauch eines freigesinnten Bürgertums. ist dorten zu verspüren. In allen Fragen des Rechts und der Freiheit steht die Arbeiterschaft völlig allein!" " „ Es muß überraschen, daß derart ein neuer Flottenplan im einzelnen plöglich der Oeffentlichfeit unterbreitet wird, während bisher über die Vorbereitung eines solchen Planes nicht das geringste Dieser Satz kann nach unserer Meinung nur auf das Alleinverlautete. Ein solcher Flottenplan läßt sich aber nicht aus der stehen der Socialdemokratie unter den Parteien bezogen werden; Pistole schießen, sondern verlangt ausführliche, zeitraubende Vorwenn er von Fragen des Rechts" redet, so handelt es sich dabei um bereitungen. Hat denn der Reichskanzler bisher von Wien, 28. Oftober. Bevor das Haus zur Vornahme der konservativen und liberalen Parteien abhanden gekommen ist. An das Gefühl der Gerechtigkeit, das den in Sachsen dominierenden Liesen Absichten nichts gewußt? Wenn es der Fall ist, wie kommt Delegationswahlen schreitet, erklärt Abg. Schönerer, die die Rechtspflege ist dabei gar nicht zu denken. Das Landgericht in es, daß plöglich hals fiber Stopf Admiral Tirpis zum Vortrag in Bereitwilligkeit des Abgeordnetenhauses, die Delegationswahlen vor- Breslau begründet aber feine ganz irrige Auffassung von der in dieser Frage zum Reichskanzler nach Baden- Baden fährt? Noch zunehmen, zeige deren Ungefährlichkeit. Der Präsident möge den friminierten Stelle auf dieses viel früher und in ganz anderem niemals ist es dagewesen, daß ein solcher Plan schon der Abgeordneten daher die Pultdedel wieder ausfolgen laffen.( All Bufammenhange gebrauchte Wort„ allen", und meint, auch dies bezöge Oeffentlichkeit unterbreitet wurde, noch bevor die gemeine Heiterkeit.) Nach einer Erwiderung des Präsidenten erklärt sich auf das Oberlandesgericht in Dresden. Regierungen in den Einzelstaaten davon Kenntnis Abg. Wolf, seine Partei protestiere, nachdem sie bei dem Versuche, Kein Wort wollen wir darüber verlieren, daß wie schon gestern erhielten. Durch die Veröffentlichung aber legt sich die Reichs- die Vornahme der Delegationswahlen zu verhindern, von der gemeldet, das Gericht angenommen hat, die Aenderungen und regierung schon gewissermaßen auf die Sache feſt. „ Es ist eine Bumutung sondergleichen an den Reichstag. Vornahme der Wahlen. Hierauf nimmt das Haus unter fort- Stellen des aus dem Vorwärts" stammenden Artikels vorgenommen deutschen Gemeinbürgschaft im Stiche gelassen worden, gegen die wilderungen des Ausdrucks, die der Angeklagte an anderen jetzt schon einen Flottenbauplan festzulegen auf nicht weniger währenden Zurufen von seiten der Schönerianer die Wahlen in die habe, seien ein Beweis, daß er sich des beleidigenden Charakters als siebzehn Jahre, nachdem der für sechs Jahre festgestellte Delegationen vor.Flottenbauplan schon nach zwei Jahren von der Regierung als der inkriminierten Stelle bewußt gewesen sei und die Weunhaltbar verlassen wird." leidigung gewollt habe. Und weiter: " Czechische Krawalle. desi Dagegen bedarf noch eine andere Stelle des Breslauer Urteils Die in Aussicht genommene Verdoppelung der Schlachtflotte Prag, 28. Oftober. Aus Brandeis, Brauna, Podlesin, Neu- einiger Bemerkungen: Es handelte sich unter, anderem um Entschließt aber nicht bloß eine ziffermäßige Verstärkung der Flotte straschis und Mutowig liegen Meldungen über Kundgebungen und scheidungen des sächsischen Oberlandesgerichts, nach denen es nicht ein, sondern giebt derselben einen anderen Charakter. Die vereinzelte Ausschreitungen vor, welche sich zumeist gegen jüdische zu erlauben ist, daß Socialdemokraten für ihre Parteizwecke Gelder Schlachtflotte nach dem Flottengesetz sollte der Verteidigung Einwohner richteten. In Pribram waren in letzter Nacht an zahl- einsammeln, und gemeingefährlich sei, wenn sie eine Aufforderung der Nordsee und Ostsee dienen, die Verhinderung einer Blockade, reichen, Juden gehörenden Häusern und an den Straßenecken die erlassen, Lokale zu meiden, die man ihnen zu politischen Ver und wurde in jeder Beziehung als für diesen Zwed ausreichend Worte angeschrieben: Haut die Juden". sammlungen versagt, wenn was sie also dasselbe thun, dargestellt. die andere Partei thut. find Kollekten Das neue Doppelgeschwader bezweckt aber offenbar, Die„ Neue Freie Presse" meldet: Nach auch anderer Parteien formell Partei thut. Allerdings Wien, 28. Oktober. Die Neue Freie Brejse" meldet: Nach jede von einer Erlaubnis ab= die Möglichkeit zu schaffen, neben den Kreuzergeschwadern auch der Kontrollversammlung der Reservisten in Carolinenthal, Panzergeschwader in andere Weltteile zu senden auf welcher mehrere Ezechen sich geweigert hatten, sich mit„ hier" zu melden hängig gemacht, das Oberlandesgericht ist aber, wie aus seinen aur Offensive gegen große Seemachte. Es handelt und„ 3de" gerufen hatten, demonstrierten 60 Reservisten, indem fich dabei also nicht mehr wie bei den Auslandsschiffen der sie unter Abfingung nationaler Lieder und unter Borantragung einer Kreuzergeschwader um den Schuß des Handels, Tafel mit der Aufschrift 3de" nach Prag über den Graben und den sondern um eine Beteiligung an Weltkriegen zur See durch Wenzelsplatz zogen. An der Brust trugen fie Karten mit der AufSchaffung einer Kriegsflotte ersten Ranges. Ein schrift 3de". In Hoschtig wurde ein Czeche, der bei der Kontrollfolches Bedürfnis war bisher von seiten der Regierung ent- versammlung erklärt hatte, seine nationale Ehre verbiete ihm, sich schieden in Abrede gestellt worden. mit„ hier" zu melden, zu drei Tagen Arrest verurteilt. Gegen den amtierenden Oberlieutenant fanden Demonstrationen statt; der Gasthofsbefizer verweigerte ihm weitere Unterkunft und im ganzen Orte wurde ihm Quartier verweigert. Mit der Schaffung von Panzergeschwadern für überseeische Kriege ist es aber allein nicht gethan. Solche Panzerschiffe fezen Sohlenstationen voraus auf ihrem Wege, wie wir sie nirgend befizen. Ebenso erheischen solche Geschwader für den Fall notwendiger Reparaturen oder Beschädigungen im Kriege eigene Dods, wie wir sie auch in feinem Weltteile befizen. Damit eröffnet sich eine geradezu uferlose Perspektive für die Steigerung der Ausgaben." Sohenlohe, Goethe und Podbielski. In einer Festschrift zu Gunsten eines Mannheimer Wohlthätigkeitsbazars finden sich handschriftliche Aeußerungen vom Reichstanzler Hohenlohe und dem General Postmeister Podbielski. Fürst Hohenlohe citiert unter dem Datum des 80. September 1899 Goethe: Was ich befize, seh' ich wie im Weiten, Und was entschwand, wird mir zur Wirklichkeit. Goethe hat mun freilich etwas anders gedichtet: Ein Schauer faßt mich, Thräne folgt auf Thränen, Das strenge Herz, es fühlt sich mild und weich. Was ich besige, seh' ich wie im weiten, Und was verschwand, ward mir zu Wirklichkeiten. Wirklichkeiten. Frankreich. minifter weitere Defrete zur Amtsentsetzung von etwa zwanzig Paris, 28. Oftober. Der„ Gaulois" meldet, daß der KriegsDivisions: und Brigade- Kommandeuren unterzeichnet hat. Die Generale Hervé und Giovanelli hervorgerufen hat, bisher noch nicht selben find wegen der Opposition, welche die Entsetzung der beiden veröffentlicht worden. veröffentlicht worden. Sächsische Justiz in Breslau. Die Urteilsgründe, welche das Breslauer Landgericht zur Verurteilung des Bolts wacht" Redacteurs Löbe wegen Beleidigung der Richter des sächsischen Oberlandesgerichts veranlaßte, lauten nach dem Bericht der„ Volkswacht": der Admiral geantwortet: Der taucht aber auch nicht! Hieracht habe Partei Anlaß zu der Auffaffung geben konnte, Urteilen folgt, der Anficht, daß gerade den Socialdemokraten solche Erlaubnis nicht gegeben werden dürfe. Das Landgericht Breslau tritt dem Sächsischen Oberlandesgericht darin völlig bei und fagt: tritt dem Sächsischen Oberlandesgericht darin völlig bei und fagt: „ Es klinge doch parador, wenn man von einem Staatswesen verlange, daß es Handlungen, welche auf seine Vernichtung abzielen, noch unter seinen Schuß nehmen solle." " Wir müssen uns zu bemerken erlauben, daß das Breslauer Landgericht wie auch das Sächsische Oberlandesgericht nicht streng den Unterschied zwischen Gesezgebung und Rechtsprechung aufrecht erhält. Der Gefeßgeber allein hat die Befugnis, zu bestimmen, welche Handlungen er gestatten will. Nachdem die gefeßgebenden Faktoren durch Aufhebung des Socialistengesetzes ausgesprochen haben, fchränkt werden solle, ist die Veranstaltung von Kolletten auch den daß die Socialdemokratie in ihren politischen Rechten nicht mehr beSocialdemokraten nach Einholung der obrigkeitlichen Erlaubnis gestattet. 12 Partei- Machrichten. Eine Parteiversammlung in Langenbielau erklärte sich mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden, ist jedoch der Meinung, daß für den Fortschritt unserer Bewegung es dienlicher wäre, wenn die theoretischen Auseinandersetzungen in Zukunft weniger umfangreich wären und das Hauptgewicht mehr auf praktische Agitation gelegt würde." " " Weitere Bersammlungen, die ihr Einverständnis mit den Be Wenn man auch in dem inkriminierten Artikel nach Auffassung schlüssen des Parteitages bekundeten, fanden statt in Königsberg i. P., des Gerichts noch nicht den Ausdruck des Vorwurfs einer bewußten Coswig in Anhalt, Birna in Sachsen und Dresden Neust. In der Diese nebulose, dämmrige Traumstimmung, die Fürst Hohenlohe Rechtsbeugung finden müsse, so sei doch zweifellos darin die Behaup- letzteren Versammlung erklärte Genosse Fräßdorf, er würde nicht für aus seinem Citatenschap spendet, giebt eine unübertreffliche Selbst- tung zu finden, daß der höchste sächsische Gerichtshof bezw. die Mit die ganze Bebelsche Resolution gestimmt haben. Wir müßten an charakteristik der Politit des Bidzadkurses. Das Besitztum seines glieder desselben bei Beurteilung inkriminierter Handlungen der Ar- unserer alten Tattit festhalten. Schippel müsse die Konsequenzen alten Liberalismus sieht Hohenlohe im Zeitalter der Zuchthausvorlage beiterpartei fich in einer pflichtwidrigen Art leiten ließen seiner Anschauungen tragen und sein Mandat niederlegen. Gegen wie im Weiten, und die uferlosen Flottenpläne, die der Alte glücklich durch Auffassungen, wie sie ein der Objektivität befliffener die Disciplinlosigkeit in der Partei müsse energisch vorgegangen verschwunden glaubte, werden zu seinem großen Erstaunen jetzt zu fahrlässig gefchehe, aber jedenfalls in einer Weise, die einen Fortschritte der Parteipresse. Die Sächsische ArbeiterRichter nicht haben dürfe, und dies zum mindest en werden. Richter nicht nachgesagt werden dürfe. Diese Behauptung aber sei Und das nennt man denn mit dem Generalpoftmeister Allzeit nicht bloß auf die hier zum Gegenstande der Beweiserhebung ge: Beitung" tann mitteilen, daß ihre Auflage nahe an 18000 erreicht; boran!" So nämlich lautet die schneidige Handschriftgabe Podbielstis. machten Rechtssprüche zu beziehen, sondern das Gericht nehme an, daß eine bedeutende Zahl, wenn man bedenkt, daß das Blatt mit etiva Minister und Taucher. In den Blättern wird eine„ Anekdote" der Vorwurf sich ganz allgemein auf die Spruchpraris des Dresdener 6000 bis 7000 Abonnenten vor ungefähr 10 Jahren von den Parteiwiedergegeben, wonach Kaiser Wilhelm II. bei seiner Anwesenheit in Oberlandesgerichts beziehen solle, wie fich schon aus dem vorangehenden genoffen in eigene Berwaltung genommen wurde. Saze:" In allen Fragen des Rechts usw. ergebe. Bezüglich Die Preßkommission der Märkischen Voltsstimme" Wilhelmshaven die Arbeiten eines Tauchers mit lebhaftem Interesse der zum Beweise der Wahrheit vorgebrachten Thatsachen könne sich nun in Forst i. 2. hat die Gründung eines Preßfonds beschloffen, um berfolgt und dabei den ihn begleitenden Admiral befragt habe, wie der Gerichtshof zwar nicht der Auffassung verschließen, daß das das tägliche Erscheinen des jetzt wöchentlich dreimal erscheinenden viel Lohn ein solcher Taucher bei seiner schweren Arbeit erhalte. Der Admiral ſoll erwidert haben: 60 bis 75 m. für 3 bis Dresdener Oberlandesgericht bei den Entscheidungen be- Blattes zu ermöglichen. 4 Stunden. Der Kaiser soll hierauf geantwortet haben, daßtellung eingenommen habe, die der socialdemokratischen In Aschaffenburg ist dieser Tage der Drechsler Michael Müller treffend die Verteilungen socialdemokratischer Flugblätter eine Totenliste der Partei. Der älteste Socialdemokrat gestorben. sei ja mehr als sein Finanzminister bekommt. gestorben, und zwar im 90. Lebensjahre. Die Aschaffenburger Unfer Partei Organ in Bant- Wilhelmshaven, das" Norddeutsche beurteilt werde, als andere politische Parteien. Aber auch nur werden den guten Alten laum kennen gelernt haben, da er erst vor Volksblatt", bemerkt hierzu, daß in dieser Notiz fich ein großer Irr treffen, während bezüglich der Kollekten und Boykotte der Rechtsstandpunkt Michael Müller ist ein geborener Marburger und hat in seiner bezüglich dieser Entscheidungen tönnte eine solche Qualifiziering zu etwa zwei Jahren nach dort zu verheirateten Kindern gezogen ist. tum ausprägt. Die in Wilhelmshaven auf der Werft reip. bei der ein durchaus anderer war und es sich namentlich bei ersteren Buwider Baterstadt fast sein ganzes Leben zugebracht. Von Jugend auf ein Marine thätigen Taucher erhielten noch im vorigen Jahre 3-4,50 M. handlungen um llebertretungen von Vorschriften handelte, die ganz begeisterter Freiheitsfreund, war er in den dreißiger und vierziger Entschädigung pro Stunde. Dieser Sab wurde im vorigen Jahre allgemein erlassen waren und deren Rechtsgültigkeit nun gerade zur Jahren ein eifriges Mitglied der sogenannten„ Lichtfreunde" in Marauf 6 M. erhöht. Für Taucher in größeren Tiefen oder bei un günstigen Verhältnissen wird vorgenannter Saz um 1,50 M. erhöht. Beurteilung stand in Fällen, in welchen Socialdemokraten dagegen Diese Entschädigung versteht sich nur für thatsächliches Tauchen und verstoßen hatten. Bezüglich dieser Fälle tönne man in den ge- burg. Im„ tollen" Jahre 1848 war er aktiv beteiligt. Unserer Partei gehörte Müller seit deren Begründung an. Allezeit opferwillig. wird neben dem üblichen Lohn der betr. Arbeiter gezahlt; denn troffenen Entscheidungen ſelbſt vom Standpunkte der Socialbem die in der Marine zum Tauchen verwendeten Mannschaften find tratie aus eine nicht rechtliche Burüdfegung der Socialdemokratie bedauerte es der Alte, daß seine Beine streiften, er infolgedessen ans Bimmer gefeffelt war und sich am Parteileben nicht beteiligen konnte. entweder auf der Werft beschäftigt oder bei der Marine dienende von einem Staatswefen verlange, daß es solche mit der er schier verwachsen schien, gedrechselt. Ein dauerndes Anerblicken. Es linge doch δο mn an parador, wenn Bis zum 87. Lebensjahre hat Müller noch fleißig an der Drehbaut, Handwerker, welche zum Tauchen angelernt wurden. Das Tauchen selbst ist äußerst gesundheitsschädigend und lebensgefährlich, zumal Handlungen, welche auf seine Vernichtung abzielen, denken ist dem braven Genossen gesichert. in der See, woselbst sich die dem Laucher luftzuführenden Schläuche kraft der Geseze, die gerade zuni 8wede seiner Erhaltung loren in der Person des Genoffen Johannes Ruprecht, der und Schuh nehmen solle. Die württembergische Partei hat einen waderen Stämpfer vere mit den Tauen leicht verwickeln können und so dem Taucher die Luft gegeben worden seien. Man werde schließlich wohl die Frage auf im Alter von 76 Jahren in Gaisburg gestorben ist. Ruprecht war alchnitten wird. Deshalb wäre es auch ganz in der Ordnung, wenu solch gefährliche Arbeit gut bezahlt wird und sich dem Gehalt werfen können, ob nicht in einem solchen Verlangen das Hinaus 1823 in Müllheim in Baden geboren; schon früh war er für des eines Ministers etwas mehr nähern würde, ber bei seiner Arbeit geben über die Forderung eines gleichen Rechts- Boltes Rechte begeistert, deren Verteidigung ihn auch im Jahre 1848 doch höchstens vom Lucanus geholt werden kann, nicht aber sein iubes zu finden sei, zumal andere Barteien wenigstens der unter die Waffen trieb. Er machte den Revolutionstrieg als Feuerartige Bestrebungen sonst nicht hätten, und man bann in dem Burückweisen dieses Mehranspruchs, den die werter mit und tämpfte bei Staftatt. Die Niederlage des Volkes Saalfeld a. d. Saale, 28. Oktober.( Privatdepesche des Vor. Socialdemokratie mit Bezug auf diesen Schutz erhebe, nicht beugte ihn nicht. Er blieb seinen Idealen treu, und als in den fechziger Jahren die Neu- Organisation der für Freiheit tvärts".) Die geftrige Landtagswahl in Schwarzburg Rudolstadt unter allen Umständen eine Rechtsverminderung d Recht Begeisterten unter der Socialdemokratie be= brachte keine Veränderung in der Zusammenseßung der Parteien. finden müſſen. Aber selbst wenn man sich einmal ruhig da stellte er auch er sich zum Gefecht, Die Socialdemokratie hielt den Kreis Frankenhausen- Stadt und steht auf den Standpunkt der Socialdemokratie stellen und sagen ihre Reihen ein und hat lange Jahre im Vordertreffen gestanden. in günstiger Stichwahl in Königsee. wolle, daß eine Verhinderung der Verbreitung ihrer Grundsätze eine Ruprecht hat sich all sein Tage ehrlich und kümmerlich als Proletarier Beeinträchtigung ihrer Rechte wäre, so sei doch troß alledem durch durchgeschlagen, er konnte ruhig sterben in dem erhebenden Gefühl, Germanisatoren im Elias. Aus Elsaß Lothringen wird aus nicht dargethan, daß, wie der inkriminierte Artikel behaupte, die sich und der gesamten Menschheit gegenüber seine Pflicht gethan und aus geschrieben: Die Jagd nach franzöfifchen Firmeninschriften, Arbeiterpartei im allgemeinen zurückgesezt würde und das sich und der gesamten Menschheit gegenüber seine Pflicht gethan und die von den Polizei- Organen seit Jahren als Specialität betrieben Gericht dies in seiner Praris in allen Fragen zu Ungunsten nicht umsonst gelebt zu haben. In Köln a. Rh. starb an den Folgen eines Betriebsunfalles der wird, hat neuerdings wieder einen denkwürdigen Erfolg aufzuweisen. der Socialdemokratie zum Ausdruck bringe. Wenn nun auch der Arbeiter Adam Schäfer. Der Verstorbene ist zwar öffentlich niemals Eine Straßburger Wäschefirma hatte auf der Faffade ihres Ge- Gerichtshof so weit gehe, daß ihm bezüglich der Fälle, wo es hervorgetreten, um so eifriger war er in der Agitation von Mund zu schäftshauses u. a. auch das staatsgefährliche Wort Chemiserie" fich um Verteilungen von Flugblättern handelte, die erwähnte Mund für die Verbreitung unserer Ideen thätig. Die Kölner Parteiangebracht. Flugs war die Hochwohllöbliche zur Stelle mit dem Auffassung der Socialdemokratie von ihrer Rechtslage ber ſtriften Befehl an den Geschäftsinhaber, die landesverräterische Inständlich erscheine, so sei boch der Wahrheitsbeweis nicht genoffen werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. schrift bei Strafvermeiden ohne Säumen zu beseitigen. Nun will es in ber Weise geführt. daß eben in allen ein lanniger Bufall, daß gegenwärtig eine urdeutsche Firma: Fragen des Rechte" eine derartige Beurteilung der Social Julius Hensel, faiserlicher und königlicher, demokratie stattgefunden habe. Hierin liege also eine nicht erweis föniglicher, töniglich pringlicher und fürstlichet lich wahre, beleidigende Behauptung. Der Gerichtshof halte ferner Hoflieferant in Breslau", ihren Katalog massenweise für dargethan, daß der Angeklagte mit vollem Bewußtsein, aus der nach dem Elsaß verschickt, in dem die Menschheit, ohne sich der Tendenz seiner Partei heraus, Sie so offen ausgesprochene Berdäch schrecklichen Gefahr bewußt zu sein, jenes verhängnisvolle Wort tigung des Dresdener Gerichtshofes zum Ausdrud gebracht und da benfalls vorgescht bekommt. Unbeanstandet machen barin die bei auch das Bewußtsein gehabt habe, daß diese Berdächtigung geLeben riskirt. A unter noch seinen Schuh zwar würde gann, trat in Hauswirt und Schngmann. Der Genosse Karl Erimann in Dortmund bezog im November v. J. eine Wohnung, die einem Schutzmann gehört. Kurze Zeit darauf wurde der Schußmann und Hausbefizer zum Boltzet- Inspektor Richards befohlen, der dem überraschten Untergebenen eröffnete, er müsse Erdmann, der doch Socialdemokrat sei, sofort fündigen." Entweder, der Kerl fliegt raus oder Sie! Der Schutzmann fündigte, aber nach einem hier biel verbreiteten Irrtum erst am dritten Tage nach dem " 1 fälligen Termin. Erdmann nahm die Kündigung nicht an und ließ König gegen den Maurer Engelmann aus Schkeudig, der auf Listen 7,50. Matinee des Gesangvereins Moabiter Liederkranz, Schlußfich verklagen. Amtsgericht wie Landgericht erkannten zu seinen vom dortigen Schöffengericht wegen Beleidigung des arbeitswilligen rate 81,90 Handels Hilssarbeiter Berlins( lokal), durch Uthes Gunsten und der Schuhmann hatte über 100 M. Kosten zu zahlen. Maurers Delitzsch aus Wehliz zu 3 Monaten Gefängnis auf Liſten 26,85. Wäschebranche durch Trints auf Listen 3,60. Tapezierer Jetzt zum 1. November versäumte der Hausherr abermals die recht- verurteilt worden war, weil er in Beziehung auf D. die Berlins auf Listen durch L. Schmidt 23,05( darunter Werkstatt Schröder 4,-, zeitige Kündigung und zum Groll der Polizeigewaltigen bleibt Erd- Aeußerungen: Wo ist denn der mit den Spizbubenschuhen" und Noll 16,75, Dunsky 7,50). Durch Skandinavier auf Listen 13,55. Arbeiter Trunt u. Co., 7,25, Gerson 15,-, Jacob u. Braunfisch 4,50, Albrecht und mann abermals wohnen. Ob nun der Schußmann, wie der Polizei- Verbrecher und Abbrecher ist zweierlei", gethan haben sollte. Gegen der Firma Densti, Hornstraße, 6,-. Ueberschuß vom Vergnügen der Ber inspektor drohte, entlassen wird, wird die Zukunft lehren. Genosse das erstinstanzliche Urteil hatte der Angeklagte, sowie auch der liner Bauhandwerker in Belzig 6,-. Dr. L. 10,-. Malina auf Listen 18,80. Erdmann aber hat die Lacher auf seiner Seite. Staatsanwalt Berufung eingelegt. Die geladenen Entlastungs- Berliner Schmiede durch Liesegang auf Listen 9,40. Für die Steinindustrie Arbeiter gingen ein: Gesangverein NordIn Warschau ist vom örtlichen jüdischen socialdemokratischen zeugen schilderten die Vorgänge fast durchgängig anders, als der Komitee eine neue geheime Zeitung( in geheimer Druckerei gedruckt) Hauptbelastungszeuge Delisch. Der Staatsanwalt beantragte sechs wacht, 3 Rate 64,60. Sanges- Echo, Naunynstraße, 10,-. Bauarbeiter Berlins ( Central, Zahlstelle Berlin III) 50,-. Centralverband der Vergolder 200, unter dem Titel:„ Der Warschauer Arbeiter" erschienen. Demnach Monate Gefängnis und der Gerichtshof erkannte demgemäß. Maler Berling 30, Acht Maler aus den Arminhallen am 7./10. 4. erscheinen jetzt vom allgemeinen jüdischen Arbeiterbunde 7 periodische In der Urteilsbegründung hieß es: Der Gerichtshof habe den Ent- Johann Elsinghort 4,50. Verband der Buchbinder, Zahlstelle Berlin 100, lastungsbeweis als mißlungen angesehen und den Zeugen teinen Borzellanarbeiter Schomburg u. Söhne, Berlin N.W. 10,-. Centralorgan des Bundes, in Ruß Glauben geschenkt. Die Beugenaussagen seien anfechtbar usw. Manasse, 3. Rate, 5,20. Knopffabrik land gedruckt;„ Der jüdische Arbeiter" Steinsetzer Berlin I vom Stiftungsfest 20,-. wissenschaftliche Revue und Centralorgan der ausländischen Organisation des Bundes;„ Der Leipzig, Schleudig und umgegend eine ungeahnte Höhe ſtraße 14 2,50. Es sei notorisch, daß das Streikunwesen in Tischlerei Union d. A. B. 22,30. Modelltischlerei N. Köhler, OderbergerWecker" Centralorgan des jüdischen Borstenarbeiter- Bundes; Vorstand des Verbandes der deutschen Buchdrucker 19,65. Der Bjalostocker Arbeiter" Organ des örtlichen Komitees;„ Der erreicht hat. Da müsse die Staatsgewalt ganz energisch Arbeiter der Firma Gellhaar 4,65. Für die Lederarbeiter in Wilster gingen ein: Warschauer Arbeiter"- Organ des örtlichen Komitees;„ Einigkeit" eingreifen, damit das Uebel kein fressendes wird. Bauarbeiter Berlins( central), Zahistelle 3, 100,-. Centralverband der -in Minst vom örtlichen Komitee; und Klassenkampf" AgitaVergolder 150,-. Steinfeger Berlins vom Stiftungsfest 20,45. Vorstand tionsblatt für die breite Masse. des Verbandes der Buchdrucker 106,95. Eichler 3,-. Tischlerei Neumann u. Bünar 25, Annenstr. 16, I in der Zeit von 9-1 Uhr vormittags und 6-8 Uhr abends Weitere Beiträge werden im Berliner Gewerkschaftsbureau, Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission Ausgaben:„ Arbeiterstimme" Polizeiliches, Gerichtliches usw. Ueber die Heranziehung ausländischer Arbeiter wird uns aus Bochum geschrieben: Die durch die Tagespresse angekündigten östreichischen Bergleute( Strainer) sind zum Teil hier eingetroffen; auf Zeche„ Osterfeld" in Osterfeld find 120 Mann eingestellt worden, Ein Kollektiv Strafantrag war gegen den zur Zeit ver- denen man als Lockmittel 4,50-5,00 M. Schichtlohn versprochen hat; entgegengenommen. antwortlichen Redacteur des Halleschen Volksblatts", Genoffen ihr Erscheinen hat aber dort eine merkwüreige Bewegung unter den Weißmann, wegen eines im Juni unter der Spigmarke: einheimischen Arbeitern hervorgebracht; ani 15. d. Mt3. haben Naumburg, Kellner- Seelen" veröffentlichten Artikels von nämlich, nach dem" Bergknappen", allein auf Oster18 Referendaren und dem Oberlandesgerichts- Präsidenten ge- feId" 146 Mann die Arbeit gekündigt. Sicher ein stellt worden. Die 18 Herren fühlten sich wegen eines im Beweis, wie unerträglich die Verhältnisse dort sein müssen. AnBoltsblatt" geschilderten Vorganges, der sich in einent Lokale statt dag die„ patriotischen" Zechenbefizer die Lage der Arbeiter in in Naumburg beim Frühschoppen zugetragen hatte, beleidigt. entgegenkommender Weise zu bessern bestrebt wären, lassen sie lieber scharfen Ausdrücken kritisiert worden, und wurde heute, als die Sache gangenen Arbeitskräfte aus dem Auslande herbei. Das Betragen einiger Herren dem Kellner gegenüber war mit die eingeborenen Westfalen ziehen und holen Ersatz für die entbor der Strafkammer des Landgerichts zur Verhandlung kam, vom Staatsanwalt gegen den Genossen Weißmann eine Gefängnisstrafe von drei Monaten beantragt. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Herzfeld, beantragte Freisprechung, da es nach den Grundsätzen des Reichsgerichts Kollektivbeleidigungen nicht gebe. Das Gericht ertannte aber auf zwei Monate Gefängnis. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. An die Maurer Berlins und Umgegend! bember 1899 in Wirksamkeit treten. Die Lohntommission. J. A.: Frizz Kater. Achtung, Zimmerer! Auf Beschluß der Achtzehner Kommission tritt für das Zimmergewerbe vom 1. November d. J. folgende Bestimmung in Kraft. 〃 Ausland. Sociales. Steigende Kapitalgewinne. Der Bochumer Verein für Bergs ban und Gußſtahlfabrikation wird dieses Jahr 162/3 Proz. Dividende bezahlen. Das Unternehmen zahlte in den vergangenen Jahren der Reihe nach rückwärts 15 Proz., 121/2 Broz., 7 Proz., 5 Proz., 41/2 Proz., 3/2 Proz. Es ist dies das durch die Baaresche Schienenflickerei bekannt gewordene Unternehmen. Die Einschließung der Engländer. Der Konflikt in Carmang ist. mun entschieden in das Stadium der Unterhandlungen eingetreten. Ein paar Worte über dessen Ursachen und Veranlassung. Der Oberherr der Kohlengruben in Carmaux, Marquis de Sol ages, der in den letzten Kammerwahlen über Jaurès gesiegt hat, ist ein würdiger Nachbar des Die Lage der englischen Hauptmacht bei Ladysmith scheint immer Seit einigen Tagen bereits ist der Glasbaron Refiéquier. Bur fiblichen wirtschaftlichen Ausbeutung fügt ungemütlicher zu werden. er hinzu die politisch- religiöse Knechtung feiner" Arbeiter. Um für die Telegraphenverkehr mit Ladysmith unterbrochen, und die glänzende Feier der Glashütte in Albi Revanche zu nehmen, wurde unter Boeren scheinen Colenso, die Ladysmith zunächst gelegene Station, des Marquis eifrigen Mitwirkung am 15. Oftober eine flerifal an der Bahnlinje Ladysmith nach Durban, befest zu haben. Das Bolt" aber spielten in der Gegenfundgebung hauptsächlich die millner und den Premierminister Schreiner unterzeichnete Kapstadt, 27. Oftober. Hier ist heute eine vom Gouverneur folonie in das Gebiet des Oranje- Freistaates für null und nichtig Broklamation veröffentlicht worden, welche die Proklamation des Oranje- Freistaates über die Einverleibung eines Teiles der Kapa erklärt und die britischen Unterthanen an ihre Pflichten gegen die Königin gemahnt. Die Haltung der Mächte. Kollegen! Da trop Aushängen der Arbeitsbedingungen und nationalistische Gegenkundgebung ebenfalls in Albi veranstaltet. Das heißt nichts anders, als daß die englische Armee völlig vom Verbetreffend die Punkte 6 und 7 Baubude und Aborte, auf den meisten wider den eigenen Willen in Albi manifestieren mußte. gangen ist. Busführungsbestimmungen der Achtzehner- Kommiſſion der Maurer, nechteten stohlengräber des Marquis, von denen ein größerer Zeit fehr mit der Küste abgeschnitten und von den Borren umBauten noch recht viel zu wünschen übrig bleibt, machen wir hier Das hat den mutigen, socialistischen Teil der Kohlengräber zunächst Die einzige Nachricht über die Lage der Dinge bei Ladysmith an einmal darauf aufmerksam, daß hierin ſtrengere Maßnahmen in einen Entrüstungsstreit getrieben, der aber sofort wieder rückgängig fommt aus Kapstadt und besagt: Nachdem Aufklärungsmannſchaften, getroffen werden müssen. Es sollten jetzt in allen Baubuden die gemacht wurde, um den Konflikt auf friedlichem Wege, und die von Modderspruit nach Ladysmith zurückkamen, gemeldet hatten, Ingenug diskutiert und die Baudeputierten dann sofort beim zwar durch die Einmischung, der Regierung, zu schlichten. daß der Feind sich in großen Maſſen auf dem Wege von Helpmakaar Fragen kurz Unternehmer vorstellig werden mit dem Ersuchen, die Mängel Die zit in furzer Zeit abzustellen. Arbeiter verlangen Sie Wird dieses des nach Ladysmith befinde, sandte General White eine starke aus strenge Durchführung verweigert, so ist die. Lohnkommission zu vom Unternehmer Schiedsspruchs von 1892, der vom damaligen Ministerpräsidenten Artillerie, berittener Infanterie und Kavallerie bestehende Kolonne Die Boeren schossen mit Granaten auf eine in werden von dieser die weiteren Schritte eingeleitet. Es heißt feither in manchen Punkten vom Kohlenmarquis verlegt wurde; fleine englische Patrouille 9 Meilen von Ladysmith entfernt. Die men llebergangsbestimmungen ausdrücklich, daß die Punkte ferner eine Loherhöhung und die Wahrung der Koalitions, der Stellung des Feindes befindet sich 3 Meilen hinter dem Modder7. auf den bereits begonnenen Bauten spätestens am 1. No- politischen und der Gewissensfreiheit. Der Marquis hat die von den spruit, diejenige der Engländer ist 4 Meilen von der Stellung der Daran ist festzuhalten und hat Arbeitern angerufene Einmischung der Regierung nur für den Boeren entfernt. nun jeder organisierte Kollege die Pflicht, strikte dafür einzutreten. ersteren Bunft acceptiert. Trotzdem aber hat der Minister der Da in dieser Woche eine öffentliche Versammlung wahrscheinlich öffentlichen Arbeiten, Pierre Baudin, die drei von ihm Unruhen der Eingeborenen. wegen der Stadtverordnetenwahlen, für die zu agitieren wir die ernannten Kommissare, gemäß dem Wunsche der Arbeiter. mit der respondenz, welche zwischen dem Kabinetschef der Kapkolonie und Kapstadt, 28. Oktober.( B. H.) Die Veröffentlichung der Kor Kollegen besonders auffordern, nicht stattfinden kann, bitten wir, allseitigen Untersuchung der Angelegenheit an Ort und Stelle dem Magistrat von Vryburg stattgefunden hat, liefert den Beweis, umsomehr auf den Bauten rege für Ordnung einzutreten. beauftragt. Daß der Marquis die Untersuchung über die Verlegung daß die Hauptursache der Uebergabe der Stadt an die Boeren in der Koalitions, der politischen und der Gewissensfreiheit fürchtet, der feindlichen Gesinnung der Einwohner gegenüber den Engbeweist schon hinlänglich, daß die Beschwerden der Arbeiter begründet ländern bestand. sind. In der Antwort der Delegierten der Kohlengräber, Jm Transkei Gebiete( Stapkolonie) find Unruhen audworunter auch der Bürgermeister und Abgeordnete von gebrochen; mehrere Eingeborene wurden getödtet; Beamte wurden Es ist in dem Bezirk des Arbeitgeberbundes für das Maurer- Albi, wird ausdrücklich der Beweis für die reaktionären und bedroht. und Zimmergewerbe von Berlin und den Vororten kein Fahrgeld klerikalen Bedrückungsmachenschaften des Marquis angeboten. So Proklamation der Kap- Regierung! zu zahlen von seiten des Arbeitgebers für Fahrten, welche zurück- wurden z. B. vom Januar 1897 bis Ende Juli 1899 in den Kohlengelegt werden von der Wohnung der Arbeitsnehmers bis zur Ar- gruben nur 13 Minderjährige angestellt, die in der staatlichen Welt beitsstelle, für welche das Arbeitsverhältnis abgeschlossen wurde. schule waren, gegen 160 Böglinge der klerikalen Ordensschulen, des Arbeitgebers dem Arbeitnehmer eine andere Arbeitsstelle Klerikalen Anstalten ziemlich gleichmäßig ist. Für die erzwungene Ist jedoch während des Arbeitsverhältnisses auf Veranlassung während die Verteilung der Schulkinder in den weltlichen und angewiesen, und liegt diese Arbeitsstelle außerhalb der Ring Beteiligung von Kohlengräbern an der nationalistischen Kundgebung bahn, und zwar so, daß der innerhalb der Ringbahn liegende in Albi sind bereits über 400 Bengenaussagen vor den Behörden Teil von Berlin passiert werden muß, so wird das Fahrgeld für gemacht worden. diese Fahrkarte vergütet. Wird die Arbeitsstelle im Laufe einer Woche gewechselt, so ist das hieraus entstehende Mehrfahrgeld zu uns aus London berichtet, eine große gleichzeitige guter Parifer diplomatischer Quelle wissen, die Hauptsäch Die organisierten englischen Eisenbahner planen, so wird Loudon, 28. Oktober.( Voss. 8tg.") Laffans Bureau will aus ersetzen, jedoch hat der Arbeitnehmer in diesem Falle seinen Fahr- Aktion zur Durchführung eines Programms, das für Wagen- ich st en kontinentalmächte hätten die britische Regierung geld- Anspruch dem Arbeitgeber vorher mitzuteilen. Die Achtzehner Kommission. J. A.: Hermann Kube. stundentag, für alle andern Angestellten den Zehnstundentag verbritannien ausfalle, fie fich für befugt halten werden, auch Stimme schieber wie für Signalwächter an belebteren Stellen den Acht- benachrichtigt, daß, falls der Südafrikakrieg günstig für Großstehende Kundgebung: In der am 27. d. M. im Lokale Artillerie- zwischen sechs Uhr abends und sechs Uhr morgens, 25 Proz., für merzielle und finanzielle Interessen in Transvaal und im Oranjefreistaat, Zum Töpferstreik. Die Meistervereinigungen versenden nach- langt, wobei jeder Tag für sich gerechnet, und für Nachtarbeit, Arbeit britannien ausfalle, sie sich für befugt halten werden, auch Stimme beim schließlichen Friedensschlusse zu haben, da sie wichtige komstraße 32 tagenden, sehr start besuchten kombinierten Versammlung Sonntagsarbeit 50 Proz. Aufschlag bezahlt werden soll. Ferner jollwo viele ihrer Unterthanen wohnen, haben. Ueber diesen Punkt herrsche der Töpfermeister Berlins und Umgegend wurde einstimmig be- für alle Angestellten eine Lohnaufbesserung von 2 Schillingen die schlossen, auf den seiner Zeit mit der Gesellenschaft vereinbarten Woche verlangt werden. Ein Manifest, das auf die große Pro- mit einbegriffen, und es werde bezweckt, Entschädigungen Ein Manifest, das auf die große Pro- völliges Einvernehment unter den Hauptmächten, Deutschland 1896 er Lohntarif einen Aufschlag von 5 Proz. zu bewilligen, ein iperität im Geschäft hinweist, fordert die Eisenbahn weiteres Zugeständnis aber unter feinen Umständen zu machen und Angestellten in dem zu verlangen, falls England seine Herrschaft über ganz Südafrika ganzen vereinigten Königreich auf, ausdehne. haben sich fämtliche anwesenden Meister( Innung und Verein selbst- sich der Bewegung anzuschließen, um den guten Geschäftsgang, Die für die Boeren günstige Lage des Krieges macht zur Zeit ständiger Töpfer) durch Unterschrift verpflichtet, keine Arbeiten von den andere Berufe schon für Verbesserung ihrer Lage ausgemitt Kollegen, deren Ausführung dur Ausstand verhindert, zu über- haben, nicht unbenutzt für die Eisenbahner verstreichen zu lassen. allerdings alle derartigen Kombinationen überflüssig. Jedenfalls wird nehmen. Gesellen, die mit de prozentigen Lohnerhöhung ein- Vereinzeltes Vorgehen der Angestellten bestimmter Compagnien führe feßen. Lord Charles Beresford sagte in einer Rede, welche er fich England einer Intervention fremder Mächte hartnäckig widerverstanden, erhalten sofort bei jedem Meister Arbeit." nur zu Maßregelungen, darum solle die Gesamtheit einmütig in die Attion treten. Wie es heißt, hat sich der Bund der Lokomotivführer Freitagabend in Glasgow hielt, England dürfe keinerlei Einund Heizer, der sich bisher von den Maßnahmen des Eisenbahner- mischung in Südafrika dulden und sollte es selbst seine ganze Former! Montag, den 30. Oftober, abends 81/2 Uhr, Verschieden, was dieser natürlich größere Straft verleihen würde. Bur Vereins fernhielt, diesmal zum Anschluß an die Bewegung ent- männliche Bevölkerung ins Feld stellen müssen. trauensmännerfigung in den Arminhallen. Jede Werkstatt muß ver- Beit umfaßt der Verein der Eisenbahner nicht ganz den vierten Teil Lehte Nachrichten und Depeschen. treten sein. der gesamten Eisenbahn- Angestellten des Vereinigten Königreichs. Die Ortsverwaltung Es ist daher noch nicht sicher, ob es gelingt, eine allumfassende Bedes Deutschen Metallarbeiter Verbandes. wegung herbeizuführen.Wien, 28. Oftober.(. T. B.) Abgeordnetenhaus. Abg. Nefel Achtung! Giseleure! In nachfolgenden Werkstätten befinden Ueber russische Streitbewegungen wird uns geschrieben: ( Soc.) dringt auf die Konstituierung des Breß- Ausschusses und bes sich die Kollegen wegen Nichtbewilligung des Neunstundentages im In Grodno ist auf der Tabat- und Cigaretten- antragt, diesen Ausschuß zu beauftragen, in der zweitnächsten Sigung Ausstand: Spinn u. Sohn, Attien- Gesellschaft, Bronzewarenfabrik, fabrik von Schereschewski ein Streit von 800 Arbeitern und des Hauses über die Regierungsvorlage betreffend die Aufhebung Wasserthorstr. 9. Bollgold u. Sohn, Silberwarenfabrik, Köpnider Arbeiterinnen ausgebrochen. Zuerst streiften die Arbeiterinnen wegen des Zeitungsstempels Bericht zu erstatten. Der Antrag wird an straße 72. Frister( Inhaber Engel u. Hegewald), Bronzewarenfabrik, der Forderung, den Arbeitstag zu verkürzen; sodann schlossen sich genommen. Hierauf werden die Delegationswahlen ohne Zwischen Lindenstr. 23. Gericke, Sebastianstr. 20 und Brodrecht, Stallschreiber- dem Streit die männlichen Arbeiter Die Polizei griff fall vorgenommen. Nach denselben beantwortet der Minister des Straße 6. gleich zu den alten Mitteln und verhaftete 50 Arbeiterinnen. Innern die auf die letzten Ausschreitungen in Mähren bezüglichen Bei nachfolgenden Ciseleuren wird Streitarbeit angefertigt: am nächsten Tage erschienen 100 Arbeiterinnen vor der Polizei Interpellationen und sagt, die Demonstrationen seien nicht allein auf Fischer, Wienerstraße 29. Greulich, Adalbertstraße 75. Siebmann, und forderten die Freilassung der Verhafteten: wenn nicht politische Motive zurückzuführen. Der Minister versichert, er habe Brinzenstraße 98. Reglaff, Neanderstraße 15. Georg Raßmussen, solle man sie auch verhaften, denn sie seien ebenso schuldig wie jene. alle Vorkehrungen zu Vorbeugung der Wiederholung der AusAdalbertstraße 65. Ciseleur Kalischer in der Silberwarenfabrik von Man verhaftete fie; nach einigen Tagen aber ließ man fie, ebenso schreitungen getroffen und die Behörden angewiesen, durch strengste Schneider, Stallschreiberstraße 52. Pfudel, Dresdenerstraße 117 und wie die ersteren, mit Ausnahme von fünf, frei. Handhabung der Gesetze dem Treiben umlauterer Elemente Einhalt Petitjean, Steinmeßstraße 27. In Wilna streiken jetzt die Bädergesellen und die zu thun. Bezüglich der Gesetzmäßigkeit des Waffengebrauchs seitens der Gendarmerie sei gleichfalls eine Untersuchung durch die vorHandelsgehilfen von vielen Geschäften. In Bjalost od stellten 200 jüdische Arbeiterinnen in der gesetzten Kommandos eingeleitet und werde, wie in jedem solchen Er, der Minister, Cigarettenfabrik von Janowski die Arbeit ein. Die Forderungen Falle, das Landesgericht abzuurteilen haben. Die Lohnbewegung der Forster Textilarbeiter hat einen wurden ihnen nicht bewilligt und sie mußten den Streit aufgeben. Nach werde, selbverständlich nicht ermangeln, das Ergebnis der Erhebungen borläufigen Abschluß gefunden. Die Fabrikanten hatten die Ein- dem Streit verhaftete die Polizei eine Arbeiterin. Das empörte ungefäumt dem Hause mitzuteilen. führung des Zehnstundentages abgelehnt. In einer Versammlung die übrigen Arbeiterinnen, da sie darin einen Racheaft des Fabrikanten Wien, 28. Oktober.( B. H.) Ohne Zwischenfall wurden heute der Fabrik Vertrauensleute einigte man sich dahin, den Arbeitern, sahen, welcher die Polizei dazu zu bewegen wußte. Sodann verließen vom Parlament die Delegationswahlen vorgenommen. Nur die obwohl 3600 für den Behnstundentag und 400 dagegen gestimmt, zu sämtliche Arbeiterinnen der Fabrik die Arbeit und forderten die Frei Schoenerer- Gruppe erhob Widerspruch. Die Ansehung der Deleempfehlen, den angebotenen Elfftundentag anzunehmen. Drei am lassung ihrer Kollegin. Die Polizei ließ gleich darauf die Ber- gationswahlen auf den heutigen Tag erfolgte auf telegraphischen Freitagabend abgehaltene Versammlungen haben auf Empfehlung der haftete frei. Lohnkommission gegen nur drei Stimmen eine Resolution angenommen, In Homel verhaftete die Polizei 30 Arbeiter und 2 In- Wunsch des Kaisers. worin sie zwar die Bedingungen der Fabrikanten als ganz ungenügende telligenten. bezeichnen, jedoch erklären, vorläufig nicht in einen Streit ein Das Manifest der kommunistischen Partei" ist nun in jüdischer zutreten, dafür aber die Organisation aufrechtzuerhalten, damit nach Ueberfegung vom„ Allgemeinen jüdischen Arbeiterbunde in Rußland einiger Zeit der Behustundentag und Lohnerhöhung durchgesetzt und Bolen" erschienen. Der Broschüre ist ein Vorwort von Karl werden kann. Da wegen den Stundenarbeitern hier und da Kautsky beigelegt. Differenzen ausbrechen werden, so ist der Zuzug von Textilarbeitern nach Forst immer noch fernzuhalten. So ernst werden die Streifenden den Schreckschuß wohl nicht nehmen. Von allen diesen Werkstätten ist deshalb Zuzug fernzuhalten. # Deutsches Reich. Die Kommission. an. Oestreichisches Parlament. Paris, 28. Oftober.( W. T. B.) In der Untersuchungskommission des Staatsgerichtshofes wurden heute die Anträge des Generalstaatsanwalts sowie der Bericht verlesen, welcher zu dem Schluß kommt, daß die Angelegenheit betreffend die Vorgänge in der Kaserne von Reuilly am Begräbnißtage Felix Faures gegen die Untersuchung neue Thatsachen ergeben habe. Bérenger bat seine Dérouléde und Habert wieder aufgenommen werden können, weil Kollegen, die Beratungen zu beschleunigen, Frand- Chaveau entgegnete jedoch, jeder Richter habe das Recht, eine eingehende Prüfung des Aftenstückes vorzunehmen. Für die dänischen Arbeiter gingen bei der Berliner Gewert schaftskommission folgende Beiträge ein: Schuk den Arbeitswilligen. Aus Halle wird uns vom Glasschleifer Berlins, d. Leutel auf Listen 15,70. Detateure Berlins, 27. Oftober geschrieben: Ein Aufsehen erregendes Urteil auf Listen durch Raasch 19,10. Maler Berlins auf Listen 3,50. Chemi fällte die Straffammer heute unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats graphen Berlins, auf Listen durch Sahm 47,15. Xylographen, durch Sehr Becantwortlicher Redacteur: Nobert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Sierzu 3 Beilagen und Unterhaltungsblatt. r. 254. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 29. Oktober 1899. Arbeiter, Handwerker, Parteigenossen! Am Montag, 6. November, finden von morgens 9 Uhr bis abends 8 Uhr, im 1., 3., 6., 7., 15., 16., 20., 21., 26., 27., 30., 36., 38., 40., 43., 44., 45., 46., 47. und 48. Kommunal- Wahlbezirk dritter Abteilung die Ergänzungswahlen für die StadtverordnetenVersammlung statt. Parteigenossen! Die Neueinteilung der Kommunal- Wahlbezirke, die durch die Vermehrung der Stadtverordnetensize erforderlich geworden ist, verschafft den diesjährigen Wahlen eine ganz besondere Bedeutung. Die Vermehrung der Size muß der Socialdemokratie, als der legitimen Vertreterin der unterdrückten Bevölkerungsschichten, eine Vermehrung ihres Einflusses im Berliner Stadtparlament verschaffen. Es gilt, zu den bisherigen Sitzen eine Anzahl neuer Mandate hinzuzuerobern, eine Aufgabe, die bei der Arbeiterfeindlichkeit der herrschenden Klassen, bei der Rückständigkeit des maßgebenden Kommunalfreisinns allen socialen Anforderungen gegenüber, heute dringlicher denn je geworden ist. := Parteigenossen! Das volksfeindliche Dreiklassen Wahlsystem, dessen Ungerechtigkeit die erste und zweite Wählerabteilung ausschließlich den Geldsacksinteressen reserviert, zwingt uns, unser ganzes Wirken auf die dritte Abteilung zu konzentrieren. Diese muß aber der Socialdemokratie erobert werden. In In begeisterungsfreudiger Agitation sind die Säumigen aufzurütteln, die Unentschiedenen zu belehren, damit sie wie bei der Reichstagswahl so auch bei den Wahlen zum Stadtparlament ihre Rechte durch die Wahl socialdemokratischer Vertreter zur Geltung bringen. Auf zur Agitation! Vorwärts zu Kampf und Sieg! Kommunales. Führung auf dem Gebiet tommunaler Reform| probeweise in Betrieb genommen. Vorläufig folgt derselbe noch leer von der Socialdemokratie hat abnehmen lassen. einem mit Pferden bespannten Postwagen, mit dem der eigentliche Mit Bezug auf das Volksschulwesen haben sich die Führer des Betrieb besorgt wird. Wie es scheint, ist gerade der elektrische Wagen mit dem Freifinn marschierenden) Berliner Volksschullehrern, schon vom Bostamt 58 in Gebrauch genommen worden ist, ist die Batterie Freisimms das von den berufensten Beurteilern, den( immer noch trotz des riesigen Eigengewichtes auf diesem Gebiete berufen, andere Systeme zu verdrängen. An dem Postwagen, der nunmehr oft genug ins Gesicht sagen lassen müssen. verhältnismäßig klein gewählt und zwar deshalb, weil diese Art Wagen nur eine sehr kurze Tour zurückzulegen haben und oft lange Beit wartend still stehen, bis der mit dem Austragen beschäftigte Postschaffner den Empfängern die Packete zugestellt hat. Ein Benzinoder Petroleummotor würde während dieser Zeit ruhig weiter laufen und so unnütz Kraft verbrauchen. Der Elektromotor entnimmt nur während der Fahrt Kraft und ist also für Zwecke wie den obigen anderen Motoren überlegen. Für lange Strecken und Dauerfahrten find ihm bisher freilich die anderen Systeme voraus, weil hei diesen der Wagen nicht das schwere Gewicht der Accumulatoren mitzute schleppen hat. Die städtische Deputation für Kunstzwecke genehmigte in brunnen, sowie das Modell für den Schneewittchenbrunnen. Beide ihrer gestrigen Eizung den Entwurf für den Dornröschen Kunstwerke, welche in Form von Steinbänken, Wasserbecken und Säulen, alles mit reizvollem Figurenschmud versehen, in sinniger, den Kindern verständlicher Weise, die beiden Märchen darstellen, Mit dem Hinweis auf das, was er geleistet" hat, kann der follen am Eingang des Friedrichshain aufgestellt werden. Berliner Freifinn heute in der That keine Wahlerfolge mehr erEs sind dies die ersten Teile des für die künstlerische Aus- zielen, wenigstens nicht in der 3. Abteilung. Wenn's nach den schmückung dieses Partes beschloffenen größeren Stunstwertes. Mehrere Leistungen ginge, dann dürfte er in dieser Abteilung schon längst Brunnen, Hallen usw., sollen durch ihre Aufstellung die im Park feinen einzigen Sitz mehr erhalten haben. Aber an seiner Seite weilenden Stinder in die deutsche Märchenwelt einführen, und das tämpft ein anderer, mächtigerer Bundesgenosse die Berständnis für diese durch figürliche Darstellung der Personen und Ereignisse erleichtern. Der Ankauf der beiden Delgemälde Berlin Gewohnheit. Aus reiner Gewohnheit wählen viele Berliner und Stöln 1648 und das Spandauer Thor zu Berlin 1650 wurde bei den Stadtverordneten- Wahlen immer noch freisinnig, obwohl sie abgelehnt. längst eingesehen haben, daß der Freisinn, wie er sich in der Ebenso fand der Antrag, aus dem Kunstfonds die Mehrkosten Berliner Kommunalverwaltung zeigt, von wahrem Fortfür die Kandelaber auf der Alsenbrücke zu bewilligen, nicht die Zu- schritt, von Reformen auf wirtschaftlichem Gestimmund der Deputation. Die Angelegenheit betr. die Errichtung cines künstlerisch ausgeführten Bogenlicht- Kandelabers vor dem Brandenburger Thor wurde vertagt, um zunächst den bereits im Entwurf genehmigten Kandelaber vor dem Potsdamer Thor fertig zustellen und die hierbei zu machenden Erfahrungen für weitere Arbeiten benutzen zu können. Lokales. " biete nichts wissen will. Der Berliner Freifinn verzichtet mehr und mehr darauf, mit seinen welk gewordenen Lorbeeren noch Eindruck auf die Wähler machen zu wollen; aber er rechnet noch auf die Macht der Gewohnheit. Es ist Pflicht der werkthätigen Bevölkerung Berlins, am Tage der Wahl dafür zu sorgen, daß er sich endlich einmal gründlich verrechnet. besigen". gu Beim Ofensetzen tödlich verunglückt ist der 27 Jahre alte Töpfer Karl Warnat aus der Rheinsbergerstraße 32, der bei dem Töpfermeister Wenzel am Kurfürsten- Damm 26 beschäftigt war. Warnat, der verwachsen war, wollte am Dienstag in einer Privatwohnung in der Bülowstraße das Gefims auf einen Ofen jezen, stürzte dabei mit der Leiter und fiel so unglücklich auf den Fußboden, daß er sich schwere innere Verlegungen zuzog. Diesen ist er im Elisabeth- Krankenhause erlegen. " In der Valentinischen Mordsache sind wieder unzutreffende Die unwissenschaftliche Frau Dr. Braun. Der neue Rektor Mitteilungen und Gerüchte im Umlauf. Die Verhaftung des Arder Universität, Professor Fuchs, hat einen Vortrag verboten, den beiters W. in Rummelsburg wird immer noch mit der Ermordung Achtung! Dienstagabend 8 Uhr findet im Lokale von Busch- unsere Parteigenossin Frau Lili Braun ims ocialwissenschaftlichen des italienischen Bildhauers in Verbindung gebracht. Sie hat aber hing, Englischer Hof", Neue Noßstraße 3, eine Kommunal- Studentenverein über das Thema„ Frauenarbeit in Deutsch- damit gar nichts mehr zu thun. W. hat in dieser Beziehung sein wähler Versammlung für den ersten Kommunal- Wahlbezirk land" halten sollte. Nach der Begründung ist das Verbot bei Leibe Alibi vollständig und einwandsfrei nachgewiesen. In Haft behalten statt, in der Stadtv. Bernhard Bruns über die bevorstehenden nicht wegen der Parteirichtung der Frau Braun erfolgt, sondern wird er wegen eines Diebstahls. Die Berhaftung eines Einbrechers Kommunalwahlen referieren wird. Das Wahlkomitee. man höre, weil ihre litterarischen Leistungen einen mehr agitatorischen. in Rirdorf steht mit der Valentinischen Mordsache ebenfalls in Achtung, 4. Wahlkreis( Often). Die Mitglieder des Wahl- Charakter tragen und keinen wissenschaftlichen Wert feinem Zusammenhange. Es wird behauptet, mehrere Nachschlüssel und Dietriche, die man dem bei der Arbeit" überraschten K. vereins werden hierdurch aufgefordert, sich an der am heutigen aus der Wohnung Valentinis. Auch Sonntagvormittag 8 Uhr stattfindenden Flugblattverbreitung Aeußerung eines bürgerlichen Blattes: Wie man sich zu dem Verbot Wie wenig berechtigt diese Begründung ist, zeigt u. a. folgende abnahm, stammten das trifft nicht 811. nicht Die Schlüssel gehören für die Kommunalwahlen des 20., 21., 26. und 27. Bezirks recht selber immer auch stellen mag, so ist doch die Begründung zweifellos Valentinis Wohnung. es find Diebes- und sogenannte zahlreich zu beteiligen. Der Vorstand. Schlüssel mit in der Mitte ausgeschnittenem verfehlt. Frau Lili Braun, die, wie man weiß, früher in kurzer Hauptschlüssel, Schlüssel mit Schönhauser Vorstadt. Montagabend 8 Uhr findet im Ehe mit dem verewigten Universitäts- Professor Dr. v. Gizydi ver- Barte, wie man sie zum Aufschließen von Hotelzimmern benutzt und Der Verdacht ist auch auf ein ehe" Belforter Salon", Belforterstr. 15, eine öffentliche Se om munal- mählt war, hat zahlreiche wertvolle Schriften herausgegeben, und wie sie jeder Einbrecher besitzt. wähler- Bersammlung statt. Referent: Reichstags- Abgeordn. niemand, der beispielsweise ihre gediegenen Abhandlungen im maliges Modell Valentinis gelenkt worden, das seit dem Morde verWilhelm Pfanntuch. Um rege Beteiligung ersucht Archiv für sociale Gesetzgebung und Statistik" gelesen hat, wird ihr schwunden sein soll. Die Nachforschungen haben jedoch ergeben, daß Das Wahlkomitee. das einzige Modell, das Valentini jemals benutzt hat, nach wie vor das Prädikat wissenschaftlich" absprechen. Es wäre interessant Die Kriminalpolizei Achtung, 6. Wahlkreis! Dienstagabend 81/2 Uhr findet im erfahren, wie die Professoren Wagner und Schmoller, welche hier in Berlin lebt und anderen Künstlern dient. Kolberger Salon, Kolbergerstr. 28, eine öffentliche Kommunal- doch die berufensten Beurteiler find, über den vorliegenden Fall verfolgt selbstverständlich jede Spur, bis jetzt hat sich aber noch keine als richtig erwiesen. Auch die Annahme, daß die Mörder nach der Wähler Versammlung für den 40., 46., 47. und 48. Bezirk statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Paul Singer über Fuchs auch wenig Dant wissen werden, so ist er doch iſt nicht richtig. Sie kommt den bestimmten Bekundungen des foot int Wenn die wahrhaft wissenschaftlichen Kreise Herrn Professor That durch den Garten nach der Königgrägerstraße geflohen seient, Kommunal- Freifinn" spricht. Zahlreichen Besuch erwarten des Beifalls Die Wahl- Komitees. von einer Seite sicher, die ihn vor kurzem dieners Schwanke und des Malers Hofmann gegenüber nicht in feiner angeblich jüdischen Abstammung wegen noch recht ge- Betracht. Sur Lokalliste. Herr Rosinsli in Pinnow bei Birken schmadlos angegriffen hat. Die Staatsb.- 8tg.", die im Mai Kinder als Diebe. Vor kurzem wurde der 13jährige Schüler werder hat die Lokalkommission ersucht, seinen Namen von der dieses Jahres wohlgefällig registrierte, daß Männern wie Schipper Hübner, der wegen Eigentumsvergehens schon vorbestraft ist, bei Lokalliste zu streichen. Die Arbeiterschaft wird also fortan das ge- und Vollrath das Halten eines Vortrages verboten worden sei Ausführung eines Gelegenheitsdiebstahls abgefaßt und der Polizei und gleichzeitig eine Dame den damaligen Rektor denunzierte die zugeführt. Nach Feststellung der Personalien wurde der Knabe zwar Dobrics Festfäle( vorm. Kühne), Schönhauser Allee 161, Staatsb.- 8tg." wird mit ihrem Anhang froh bewegt sein ob der entlassen, jedoch an demselben Abend nuißte seine Festnahme Berlin, sowie die Luna- Säle, Neue Königstr. 7, Berlin, stehen ersten That des neuen Rektors und ihm am Ende sogar seine Ab- nochmals wegen eines zweiten Diebstahls erfolgen. Wie fich im der Arbeiterschaft zur Verfügung. Die Berliner Lokalkommission. stammung" zu gute halten. Laufe der Untersuchung herausstellte, gehörte der Knabe einer größeren Diebesbande an, welche im Norden der Stadt Gelegenheitsdiebstähle ausführte. Im ganzen wurden 19 Kinder, die im Alter von 12 bis 15 Jahren stehen, ermittelt, in einzelnen Trupps sich an den Raubzügen beteiligten. Die tinder stahlen vorwiegend die Auslagen von Geschäften, ganz gleich, ob sie Bekleidungsgegenstände oder Nahrungsmittel ergriffen, ob sie die fich angeeigneten Gegenstände verivenden konnten oder nicht. Die Eltern sollen von dem Treiben der hoffnungsvollen Sprößlinge keine Kenntnis gehabt haben. nannte Lokal meiden. " denken." " Die Mitglieder der Lokalkommission in Berlin und der Vom Maler Dvorak. Der durch seine angeblichen Besigtitel Umgegend werden aufgefordert, soweit sie gewählt sind, genaue auf das Theater des Westens bekannt gewordene Kunstmaler Dvorat Mitteilung über Namen und Wohnung bis zum 5. November an ist auf seinen Antrag von der Oberstaatsanwaltschaft, vorläufig mit Genossen Karl Scholz, Berlin, Wrangelstr. 110, ein- Urlaub, aus der Strafhaft entlassen worden. Während seiner zusenden. Am 19. November erscheint die neue otalliste. Die Haft hat er größere Bilder, an deren Vollendung er gegenwärtig Lokalkommissions- Mitglieder wollen bis spätestens 16. November für thätig ist, für die Tegeler Gefängnisfirche gemalt. Dvorak wurde sämtliche in Betracht kommende Ortschaften die Verzeichnisse an wegen Unterschlagung, wie feiner Zeit gemeldet worden ist, am Scholz einsenden. 30. Januar in zwei Fällen zu 11/2 Jahren Gefängnis verurteilt, wovon vier Manate durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Die von Dvorak eingereichte Revision wurde im April vom Reichsgericht verworfen. Die Strafzeit läuft am 31. März ab. Freie Volksbühne. Heute nachmittag 24 Uhr, 6. Abteilung: Goethes" Faust". Nächsten Sonntag 1. Abteilung: Max Drehers „ Winterschlaf". Diese Vorstellungen beginnen erst 234 Uhr. Die Lorbeeren des Berliner Freifinns grünten sonst niemals so frisch, wie in der Zeit vor den Stadt verordneten- Wahlen. Wenn wir an die Agitation zu früheren Stadtverordnetenwahlen zurückdenken, wenn wir auf den Anfang der 90er Jahre oder gar auf die zweite Hälfte der 80er Jahre zurückHerr Gott! war das damals ein Gethue! blicken Wie wurden Der Kaffenbote Leisdorf verhaftet. Der Kassenbote Gustav Leisdorf von der Maschinenfabrik" Cyklop", Pantstr. 15, der nach Unterschlagung von 15 000 m. flüchtig geworden war, ist nach einer Zeitungsmeldung gestern vormittag um halb 12 Uhr verhaftet worden. Das Polizeipräsidium giebt bekannt: Aus der Wohnung des Zwei Arbeitsburichen aus der Fabrik" Cyklop" begegneten Leisdorf Rechtsanwalts Faltenfeld in Fürstenwalde haben am 11. Oftober in der Linienstraße nahe der Friedrichstraße, erkannten ihn sofort und machten einen Schuhmann auf ihn aufmerksam. Leisdorf versuchte, Diebe zwei Sparkassenbücher der Fürstenwalder Sparkasse, Nr. 17 489 als der Beamte ihn verhaften wollte, zu entfliehen, wurde jedoch und 14 891, lautend auf den Bestohlenen und dessen Frau, sowie bald eingeholt und nach dem nächsten Polizeirevier geschafft, von wo ein Hamburger 50- Thalerlos, Serie 19 Nr. 15 mit Coupons über je aus seine Ueberführung nach dem Polizeipräsidium erfolgte. 4,50 M. vom 1. März 1899 ab, entwendet. Die Thäter, zwei Männer im Alter von 30 bis 33, bezw. 40 Durch einen eigentümlichen Diebstahl ist der Marzipanfabrikant Martin aus der Sebastianstr. 72 empfindlich geschädigt worden. Martin hatte an seinem Geschäftswagen 18 große Ausstellungs- Medaillons, Zeichen der Preise, die er für seine Erzeugnisse Die Nachforschungen der Kriminalpolizei nach den Urhebern bis 45 Jahren, ersterer 1,72 bis 1,75 Meter groß, mit dunkelblondem des Vandalismus an den Thiergartendenkmälern haben bisher nicht da die Weihrauchfässer geschwungen und Lobeshymnen angeſtimmt, Haar und Schnurrbart, beteidet mit kaffeebraunem Jacketanzug, das geringste Resultat gehabt. Es haben sich zwar verschiedene daß einem ganz schlimm dabei werden konnte! furzen Schnürschuhen und steifent, schwarzen Filzhut mit Beugen gemeldet, welche in der fraglichen Nacht Gruppen junger Wer sich heute die freisinnige Presse Berlins ansieht oder in die graden Krempen, legterer 1,65 Meter groß mit schwarzem Haar Leute, die vielfach angetrunken waren, gesehen haben, jedoch war es von den Freisimmigen einberufenen Wählerversammlungen geht und überkämmter Glaze), schwarzem Schnurrbart und frummer Nase, ihnen in keinem Falle möglich, auch nur annähernd genaue Be sich dann an jene Zeit des Weihrauchs und der Lobeshymnen bekleidet mit schwarzem Jackett und grauen Hosen mit schwarzen schreibungen von den betreffenden Personen zu geben. erinnert, der muß erstaunt sein, wieviel sich seitdem geändert hat. Streifen, 8ugstiefeln und schwarzem, steifen Filahut mit grader Die Lorbeeren sind welt geworden im Laufe der Krempe, haben gleich nach der Verübung des Diebstahls in GastJahre, der Weihrauch hat sich ziemlich verflüchtigt, und die Lobes- wirtschaften der näheren und weiteren Umgebung von Fürstenwalde hymmen erklingen dünner und dünner. Was sollen die guten Leutchen des Diebstahls sind sie von Hangelsberg aus nach Berlin gefahren errungen hat, anbringen lassen. Diese metallenen und vergoldeten mehrere der gestohlenen Coupons in Zahlung gegeben. Am Abend denn auch heute noch preisen? An das Märchen von der und es ist anzunehmen, daß sie hier den Rest der Coupons zu ver- Medaillen haben jede einen Wert von 50 M. Diebe haben nun da Musterstadt" Berlin, die der Freifinn groß gemacht" hat, werten und die Sparkassenbücher zu verpfänden bereits versucht glaubt ja doch schon lange kein Mensch mehr. Berlin ist ja längst haben oder noch versuchen werden. Etwaige Mitteilungen erbittet feine„ Musterstadt" mehr, es ist auf fommunalem Gebiete längst die Kriminalpolizei zu 7945 IV/ 4 99. nicht mehr groß", es ist im Gegenteil in vielen Dingen zurüd Gine Sihung der Stadtverordneten Versammlung findet geblieben hinter zahlreichen, viel kleineren Städten. Da soll auch am nächsten Donnerstag nicht statt. noch einer stolz sein! " Ueber den Ladenschluß am Sonntagvormittag debattierte Das Wenige aber, was in den letzten Jahren hier und da doch gestern die Provinzialsynode. Es wurde folgender Antrag angegebessert worden ist, das ist fast nur auf die Anregung nommen: Die Provinzialsynode beschließt, das Konsistorium zu und das Drängen der Socialdemokratie zurüdzu ersuchen, bei den zuständigen Behörden zu beantragen, dahin zu führen. Soll ein freisinniger Stadtverordneten Kandidat das wirken, daß der Ladenschluß in Berlin und den Vororten nicht erst vielleicht seinen Wählern vorerzählen? Lieber hält er den Mund! um 10 Uhr, sondern bereits um 9 Uhr, spätestens 91/2 Uhr eintrete." Er muß ja froh sein, wenn ihm nicht aus den Reihen seiner eigenen Ein elektrischer Motorwagen, der zum Ausfahren der Badete Barteigenossen vorgehalten wird, daß der Freisinn sich die dienen soll, ist zur Zeit vom Poftamt 58 in der Danzigerstraße von acht von dem Wagen, der außerhalb der Geschäftszeit auf dem Wagenplage Bergmannstr. 61/62 stand, abgebrochen und mitgenommen und eine neunte zertrümmert. Auf dem Bau verunglückt ist gestern morgen der 30 Jahre alte Arbeiter May Draagel aus der Kolbergerstraße 9, der auf dem Neubau an der Ecke der Mauer- und Taubenstraße beschäftigt war. Infolge eines Fehltritts stürzte er aus einer Höhe von drei Metern von einer Leiter herab und zog sich einen Schädelbruch zu. Die Rettungswache in der Mauerstraße ließ ihn mit einem Lückschen Wagen nach der Charité bringen. Vom König der Spieler. Der in dem Prozesse gegen den Klub der Harmlofen genannte Ludwig v. Gali veröffentlicht im Budapesti Hirlap" eine Erklärung, wonach er mit der Sache nur in " tofeffor a fiber Trausvaat"; aut Mittwoch findet ber vierte " er Brand sofern zu thun habe, als er im Klub 128 000 Mark verlor. v. Gali jugendlichen Rüstigkeit und Lebendigkeit und die viermonatige Adermann, Jocke, Arendt, Brinkmann, Böhling und andere weist entschieden die Aussage des Barons Receum zurück, der bei der Untersuchungshaft hat auf ihn offenbar gar keinen Einfluß ausgeübt. wenden sich vor allem gegen den angeschlagenen persönlichen Ton und Verhandlung Entlastungszeuge, im Stlub selbst aber Helfershelfer der In letzter Zeit stellte er 7 Heiltränke her, die er mumerierte und als meinen, daß dazu eine Ursache gar nicht vorliege. Vollauf zufrieden untrügliche Mittel gegen alle mur dentbaren Krankheiten in Anwen fei gewiß keiner mit dem Abschluß, auch die Kommission sei das nicht. Der Kälber: Eugroßschlächtermeister Julius Broers ist, dung brachte, namentlich bei allen Stranten, die von den Aerzten als Es ist anzuerkennen, daß die Männer, welche wir delegierten, ihre pie die Allg. Fleischer- 3tg." berichtet, wegen betrügerischen Bankrotts unheilbar aufgegeben wurden. Jacobi behauptete auf Vorhalt des volle Pflicht gethan, daß die Aufgabe, welche sie zu erfüllen hatten, gestern verhaftet worden. Vorsitzenden, daß er nicht der einzige sei, der helfen könne, aber doch eine so schwere und kritische gewesen, daß sich ein großer Teil der oberste". Er schaffe den Kranken neues Blut und neue Säfte der Anwesenden ein rechtes Bild davon nicht machen können. Wohin Zengen gesucht. Die Personen, die in der Nacht zum Sonn- und dadurch weichen alle Krankheiten. Er brauche nicht eine Stunde, hätte es geführt, wenn unsere Vertreter ohne ein Resultat zu erzielen abend, 7. Oktober, der Gendarmenaffaire in Friedrichsberg, Mainzer um den schlimm aus der chemischen Untersuchung der einzelnen man diesen auch nicht zu fürchten und am wenigsten ängstlich seien ja dabei um den schlimmsten heißen Brand zu turieren, den Lupus vertreibe vom Getverbegericht gegangen wären? Zweifelsohne zum Streit! Habe ſtraße, beigewohnt haben, werden bei Zimmer mann, Kreissägenschneider, Berlin, Pofenerstr. 3, Hof r. I Tr., ihre Tränke hervorgeht, hellt er Gicht und Rheumatismus durch die, welche hier die Kommission in Schuß zu nehmen für Pflicht halten, so Adresse abzugeben. Preißelbeerfaft, andere Krankheiten durch Pominin", welches ist doch zu bedenken, daß es auf Weihnachten scharf zugeht. Das sei aber In der Urania spricht am Montag Herr Geheimrat Professor Dr. die größte Seifraft im ungenesize", Apfelwein wendet das wenigste; noch mit wesentlich anderen Faktoren ist zu rechnen. Bei EinEntzfindungenflanzenreich an, feitung einer Lohnbewegung, die mit einem Streit zu Ende geführt werden Centenar- Bortrag statt und zwar wird Herr Geheimrat Professor Dr. Waldeyer sprechen über„ Die Erforschung des Nervensystems und ihre Grafrikanischen Honig gegen Lungenleiden, Brombeerwein gegen soll, da dürfe man sich nicht mehr verleiten reip. etwa einschüchtern verwendet Ferner " An den übrigen Tagen der Woche gelangt der deforative Aus Influenza und Diphtheritis. noch lassen von einzelnen ungewöhnlichen und unüberlegten Schreiern, benefiche. Seine foübern ba on stattungs- Vortrag„ Der Sieg des Menschen über die Natur" zur Aufführung. den faueren der Eberesche. Seine fondern da habe die Vernunft zu siegen. Die Kommission hätte es Im Hörsaal werden folgende Borträge gehalten werden: Montag, Herr Meklamen füllten oft halbe Zeitungsseiten an und zeichneten sich durch jedenfalls leichter gehabt, wenn sie diese Verantwortung nicht auf fich G. Witt„ Mars, Jupiter und Satum"; Dienstag, Herr Dr. G. Naß„ Die markischreierische Originalität aus. Der Umfang der Jacobischen genommen und dem Gauge der Sache gleichgiltig zugefehen hätte. Salzbildner": Donnerstag, Herr Professor Dr. Müller„ Die Fleischloft"; Praris war eine sehr große. Die Patienten mußten für die Flasche Doch sie waren Mannes genug, nicht zu thun. Fahre man Sonnabend, Herr Dr. P. Spies Ueber Luftdruck". 3 M. beatp. 2 M. und 1 M. zahlen. Jacobi behauptet, daß diese fort, die besten Kollegen so in den Schmuh zu ziehen, dann werden Auf der Treptow Sternwarte wird in dieser Woche mit dem Riesen Preise nicht für die Flasche, sondern für die„ Kurbehandlung" be- diefe bei kommenden ähnlichen Vorfällen es vorziehen, andere dorthin Refraktor das interessante Doppelfiernpaar E und 5 in ber Leyer gezeigt. Sonntagnachmittag 5 Uhr spricht Direktor Archenhold über„ Ein Aus: zahlt worden feien und daß er in unzähligen Fällen den Patienten gehen zu lassen, damit diese ihre Haut zu Markte tragen. flug in die Sternenwelten und abends 7 Uhr über Die Weltuntergangs gar nichts abgenommen, sondern noch Geld zugegeben habe. Der Nachdem die Kommiffion einige gegen fie gerichtete Anzapfungen Brophezeiungen", mit befonderer Berlidsichtigung der bevorstehenden Bücherrevifor hat in einem Jahre 697 auswärtige Patienten feft in trefflicher Weise zurückgewiesen und einigen Gegnern nachgewiefen November: Sternschnuppen. gestellt, zu denen etwa 4000 Berliner tamen. Der zweite Angellagte hatte, daß fie über Dinge zu urteilen fich erlaubten, von denen fie Berliner Aquarium. Der Eintrittspreis beträgt heute am hat 14 Semester Medizin studiert und feiner Zeit das Phytjitum ge- leider noch nichts begriffen, also in völliger Unterutnis sich befänden, letzten Sonntag im Monat mur 25 Pf. macht. Er ist eine Art Assistent bei Jacobi geworden, nachdem seine fand eine Resolution gegen 2 Stimmen Annahme, wonach die Ver schwunden waren. urfprünglichen Zweifel über die Heilkraft der Tränke desselben ge- fammlung ihr Einverständnis mit der Thätigkeit der Kommission aussprach und sich mit dem Erreichten vorläufig zufriedenstellt. " Im Cirkus Busch finden sowohl heute nachmittag 4 Uhr als abends 72 Uhr Borstellungen statt. Nachmittags tritt Kapitän Webb mit den SeeLöwen auf; auch wird„ Unsere Mavine" gegeben. Zu dieser Vorstellung hat jeder Besucher ein Kind frei. Aus den Nachbarorten, Nieder Schönhausen. Am Dienstagabend 81 Uhr hält der hiesige Arbeiterverein seinen Lefe Abend bei Setteforn, Linden straße 1, ab, " er wurden. Vermischtes. " diejenigen Personen vernommen, welche von der Anklagebehörde ge= Die Zeugen ließen sich in mehrere Gruppen teilen. Zunächst wurden laden waren und die die Hilfe des Angeklagten Jacobi ohne Erfolg in Anspruch genommen haben, Allen Patienten, fie mochten ein Schiffsunglück. Das ostfriesische Schiff Emanuel" kenterte an Leiden haben, welches sie wollten, erklärte Jacobi: Es hängt alles ber Norbjectüjte. Die Bejatzung wurde in pöllig erschöpftem Zustand vom Blut ab, Neues Blut schafft neue Menschen, soweit dies über gerettet, bas Schiff ist verloren. pris og haupt möglich ist." Sodann erhielten sie zunächst eine Flasche Deutsche Kulturthat. Aus Neuwied wird berichtet: Der. Königstrant, für die sie 2-3 M. zahlen mußten. Der Angeklagte wegen Mordes zum Tode verurteilte Bergmann Peter Fritsche wurde Stralan Rummelsburg. Heute nachmittag 2 Uhr findet im behauptet, daß in diesem Betrag auch sein Honorar enthalten heute durch Scharfrichter Reindl- Magdeburg enthauptet. Lokale von Wive. Schonert( Neu- Seeland) die Generalversammlung fei, aber nur in einzelnen Fällen bekundeten Zeugen, daß des socialdemokratischen Bereins statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a. Jacobi dies betont habe. Dann traten eine Reihe von Zwölf Millionen Frauks Erbschaftssteuer. Aus Paris die Neuwahlen des Vorstandes. Zeugen auf, welche durch den Gebrauch bes Stönigstrants wird berichtet: Die franzöfifche Erbsteuer für Baron Hirschs Charlottenburg, Kommunalwähler des 3. Bezirks. Dienstag- mehr oder weniger erheblich gebessert sein sollten, Sodanu Nachlaß beträgt 12 Millionen, die neulich in Banknoten ausbezahlt abend 9 1hr findet bei Nitschke, Tauroggenerstr. 10, eine öffentliche gelangten die Aussagen mehrerer auswärts wobuender, fommissarisch Berfammlung statt, in welcher Dr. Borchardt über„ Die Wahl vernommener Zeugen wodurch den wirkungen stellt wurde. Präsident des Appelhofs Senator Wajeuni von zwei Unbekannten Königs- In Palermo ist freitagvormittag auf offener Straße der im 3. Bezirt" sprechen wird. Bahlreicher Besuch wird erwartet. trants ein geradezu glänzendes Zeuguis ausgestellt zur Berlesung. Graf Wartensleben spricht seine volle Neberzeugung angefallen und durch einen Pistolenschuß leicht verwundet worden. Tempelhof. Die Gemeindevertretung bewilligte den Lehrern G. dahin aus, daß seine betagte Mutter nur durch die Kur Jacobis am Von den Thätern, die enttamen, ist bisher keine Spur gefunden. und W. vom 1. Oktober ab zu zahlende Wohnungszuschüsse Leben erhalten worden ist, und andere Leute aus den gebildeten Ein Aufsehen erregender Mordprozeß wird Ende dieses in Höhe von 450 M. Ferner erteilte die Gemeindevertretung der Ständen bestätigen, daß sie durch ihn von schweren Leiden befreit Monats im Moskauer Bezirksgericht verhandelt werden. Zwei Straßenbahn: Gesellschaft die Erlaubnis zur Aufstellung wurden. Zum Schluß wurden eine Anzahl Zeugen vernommen, junge Lettimmen, welche den Gymnasialfurfus in Deutschland durchvon Masten am Brizer Weg unter der Bedingung, daß die Halte- welche von der Verteidigung geladen waren, um als Ent- gemacht haben, find angeklagt, gegen eine Greifin einen Raubmordstelle in der Dorfstraße von der Oftfeite nach der Westseite verlegt lajtung für den Angeklagten zu dienen. Ein Zimmermeister versuch verübt zu haben, um auf diese Weise die Mittel zur höheren wird. Für den Fall, daß der Militärfiskus den Forderungen der erzählte eine sonderbare Geschichte. Vor etwa 15 Jahren habe Ausbildung in der Schweiz zu erlangen. Gemeinde auf Ausbau der Berlinerstraße am Tempelhofer ein Verwandter you ihm im fatholischen Krankenhause ge Feld entgegenkommt, will die Gemeindevertretung in die Verlegen. Eines Tages habe der Kranke ihn bitten laffen, zu kommen, Einrichtung eines neuen Expreßzuges Moskau- Paris über Warschau in bitten toffen, 3 tomment,& der ruffiſche Erbfreund, es Boston Baris liber Baricat legung des Grünen Weges einwilligen, er set dem Tode nahe. Nur um dem Patienten einen legten Troft Thorn- Berlin- Köln werden von ruffischen Roll- und EisenbahnEndlich abgelöscht ist der Brand des Kohlenlagers der Gas- zu bieten, habe der Zeuge ihm eine Flasche Königstrant mit Behörden Schwierigkeiten bereitet. Daher dürfte die für heute geanftalt 11 in Charlottenburg, welches die dortige Feuerwehr zehn genommen. Der Stranke habe kaum von dem Traut etwas zu sich plante erste Ablassung desselben in der Richtung Mostau- Paris Tage und Nächte ununterbrochen in Anspruch genommen hat. Der genommen, da sei er von einer großen Wassermenge befreit worden. nicht möglich sein. ganze Sohlenstapel mußte abgetragen werden, wobei in die glühenden Er sei gefundet und lebe heute noch. Der Vorsitzende fragte den Maffen fortwährend Wasser gegeben wurde, Bon Zeit zu Zeit Angeklagten, ob sein damaliger Königstrant diefelbe Zusammen Eine merkwürdige Boft besitzt Montenegro, Die Postschlugen die hellen Flommen aus den glimmenden Kohlenaffen fegung gehabt habe, wie sein jeziges Seilmittel und ob er bereit anweisungs- Summen, die von dort nach Desterreich gingen, wurden hervor. Nachdem nun der ganze Stapel auseinandergeriffen, ist die fei, den Sachverständigen die Mittel anzugeben. Jacobi erwiderte von der östreichischen Bost pünktlich an die Empfänger der Au Die öftreichische Post hat auch alle nach gänzliche Ablöschung des Brandes geffern endlich gelungen. verneinend, nur wenn der Staat ihm sein Mittel abkaufen wolle, weifung ausbezahlt. Eine mehrständige Verkehrsstockung trat gestern vormittag fei er bereit, fein Geheimnis zu offenbaren. Eine Frau Hoff Montenegro gehenden Geldsendungen prompt bezahlt. Montenegro auf der Mingbahnftrede zwischen due berg und Tempelhof man wollte von Jacobi von völliger Blindheit geheilt sein. bat dies alles aber unterlassen, es verzögerte die Abrechnung und ein. Sturz nach 10 Uhr paifierte ein Güterzug von 60 Achien die Der Staatsanwalt schrieb die erfolgten Heilungen dem Glauben der erklärte schließlich, daß es kein Geld in der Staffe babe. Unter solchen Station Schöneberg. Derselbe führte etwa in der Witte eine An- Patienten, aber keineswegs dem Trant des Angeklagten zu. Er Umständen ist der Bostanweisungs- Verkehr zwischen Oestreich und zahl Kipp- Loris mit sich, wie solche beim Bahnbau verwendet werden. beantragte gegen Jacobi ein Jahr Gefängnis und 500 m. Montenegro eingestellt worden. Kurz hinter dem Bahnhof Schöneberg, bei ber Centrale von Druce Geldstrafe, gegen Stehler 3 Monate Gefängnis. müller, spraug ein Rippwagen aus dem Geleise und zog die nach- Der Gerichtshof fam nach kurzer Beratung zu einer Freifolgenden Bahnwagen mit sich. Sechs derselben legten fich quer sprechung beider Angeklagten, Es solle dahingestellt bleiben, ob dem auf die Schienen, so daß der Bahnverkehr zwischen Tempelhof und Trant Jacobis eine Seilfraft innewohne oder nicht, jebenfalls jei in dem Potsdamer Bahnhof eingestellt werden mußte. Der Bahn- ben weitaus meisten Fällen nicht daran zu denken, Aber es feien verkehr nach Charlottenburg konnte aufrechterhalten werden. Erst doch eine Anzahl Fälle zur Sprache gekommen, in denen Stranke sich furz vor 2 Uhr wurde der Mingbahnverkehr wieder freigegeben. burch Jacobis mittel für geheilt glaubten und ihm dies bezeugten. Der Materialschaden ist erheblich, da auch ein großer Güterwagen Dies lasse den Schluß zu, daß auch der Angeklagte an die Heilkraft starke Beschädigungen erlitt, Menschen sind nicht verunglidt. feines Mittels glaubte. Dadurch liege ein Betrug nicht vor. Aus Holland zurückgekehrt ist der Brauercibefizer Avianus aus Spandau, der vor einigen Monaten unter Burlicklaffung feiner Famille die Flucht ergriff, nachdem sein vor drei Jahren ge= gründetes Brauereiunternehmen auf so originelle Weise zusammen gebrochen war. Gleich nach seiner Ankunft in Spaudau wurde er berhaftet, Aus der Kontinsmaffe feines Unternehmens tonnten nicht einmal die bevorrechtigten Forderungen, darunter die rückständigen Löhne des Personals, voll gedeckt werden, Sociale Rechtspflege. Versammlungen. Ein Blinjeter. Ein Wettfeßen mit Segmaschinen um einen Preis von 450 Dollars fand jüngst in der Druckerei der Philadelphia Times" zwischen Stubbs, einem Sezer der Baltimore Sun", und Duffy vom Philadelphia Inquirer" statt. Stubbs übertraf alles bisher Dagewefene, indem er: in 5 Stunden 35 Minuten 66 017 Ems( m) oder durchschnittlich 11 940 Ems per Stunde feste. Duffy feste in 5 Stunden 23 Minuten 55 026 Ems. te Fettes Honorar. Aus New York wird berichtet: Die Ent scheidung des Wenezuela Schiedsgerichtes erregte hier großes Interesse, da Expräsident Harrijon der Hauptanwalt der südameritanijchen Republik war und 250 000 Dollars Gebühren bers 19: bdient hat, Es heißt, daß er sich weigerte, irgend welche Honorarforderung zu stellen, bevor er sich mit dem Falle vertraut gemacht Eine Korbmacher Versammlung nahm am 23. Oktober nach hatte. Als er dann der Regierung von Venezuela mitteilte, er ſei einem Vortrage Schulzes eine Resolution an, in der die Meinung überzeugt, daß England in der Angelegenheit im Unvecht fei, wurden ausgesprochen wird, daß eine Aufbesserung der Vohn- und Arbeits: ihm fofort 250 000 Dollars Honorar angeboten. Um feine ganze verhältniffe unbedingt notwendig ist, und winfcht für Anfang des Seit dem Falle widmen zu fönnen, fchlug der Expräfident Harrison nächsten Jahres eine Lohnforderung und Verkürzung der Arbeitszeit es aus, in verschiedenen bedeutenden Prozeffen als anwalt aufanzuftreben, wozu sich alle Stollegen verpflichten, für diefelbe zu zutreten, und befaßte fich wirklich beinahe givei Jahre fast ausschließ agitieren unb energifch einzutreten. In der Branchenangelegenheit lich mit dem Grengstreit. Kein Pfändungsrecht. Der Konfettionär Vandsburger wurde der Antrag einstimmig angenommen, daß alle 4 Wochen, flagte gegen den Schneidermeister T, auf Herausgabe eines Jadetts, 8 Tage vor der Central- Bertrauensmänner Versammlung, eine du nil das der Beklagte aus Stoffen des Klägers angefertigt hatte. Bertrauensmänner- Sigung stattfinden soll. Nachdem noch über die Briefkasten der Redaktion. Vandsburger berief sich auf einen mit dem Schneidermeister ab- Sugelförbe debattiert worden wer, wurden& Stollegen pon der Ver- Die juristische Sprechstunde finbet Montag. Dienstag und Montag, geschlossenen Vertrag, worin T. erklärt hatte, daß ihm selbit dann sammlung bestätigt als Vertrauensleute. dunlil Freitag von 6-8 Uhr abends statt. ein Burüdbehaltungsrecht nicht zustehe, wenn die Firma u begründeterweise die Ware bemängele. Der Beklagte, der fich 27. Ottober, abenbe 8 1hr, eine so gut besuchte Versammlung der 16-17000 Prjonen beicht. Im Marienbad"( Gesundbrunnen) sand Freitag, den N.. Das Sängerfest in Schloß Weißensee haben ungefähr durch die Einbehaltung der Jacke eine Forderung sichern wollte, weißgerber statt, daß der große Saal die Zuströmenden nicht alle 2 m. Stautsky: Bernstein und das socialdemokratische Programm; LuvemDr. Mendes, Portugal, Bernstein: Baraussehungen des Socialismus, machte geltend, daß ihn jener Vertrag nicht mehr binde, Er zu fassen vermochte. Es handelte fich hier um die Entgegennahme burg: Socialreform oder Socialrevolution? 30 fi Liebknecht: Stein habe seine Beziehungen zum Kläger mehrere Wochen unterbrochen des Berichts seitens der Vertreter der Arbeitnehmer vor dem Ge- Stompromiß, tein Wahlbündnis; 10 Pf. Bon den ersten beiben find auch gehabt, und nachher set ihm der Vertrag nicht wieder vorgelegt werbegericht bezüglich der eingeleiteten Lohnforderungen. Aus dem billige Ausgaben zu je 1 M. erschienen. Sämtliche Schriften find durch die worden. Die Stammer I des Gewerbegerichts verurteilte den Be- Bericht der Verhandlungskommisston ist zu entnehmen, daß diefe ihr Buchhandlung Borwärts zu beziehen. Boyto toftet 1 flagten, das Jackett binnen 24 Stunden herauszugeben, andernfalls Mr. Beer. Den Ausschluß Dr. Lütgenaus hat die Mitgliedschaft Dortganzes Können eingesetzt, der vollen Forderung der Armund fürzlich ausgesprochen. aber für jeden Tag der Zögerung 5 M, au Bandsburger zu beiter Geltung zu verfchaffen. Einen besonderen Wert habe zahlen. Der Vorfißende Dr. Leo führte zur Begründung aus: bie Stommission auf die Berkürzung der Arbeitszeit gelegt die Berlitz School, eivalgerfiraße 113. Die Stunde Englisch oder Franzö Verschiedenen Lejern, die Sprachunterricht wünschen, empfehlen wir Das Gericht habe sich ausdrücklich feh auf den Standpunkt ge- und sich nur sehr schwer zum gänzlichen Fällenlafien dieser Forderung i tot 19t., 19 Stuneen 11 wt., in selaſſen von nicht mehr als acht stellt, daß daß die Bestimmungen des erwähnten Vertrages verstanden. Auch mit den erreichten Lohnerhöhungen habe man sich unterricht nehmenden. Bu empfehlen find auch die Berliner fort: nicht maßgebend fein sollen, weil der Vertrag nicht erneuert worden noch nicht einmal so ohne weiteres abfinden lassen, sondern es habe bildungsluten, in denen das Honorar 4 M. pro Semester( Halbfei, als das Arbeitsverhältnis nach unbestimmter Beit wieder auf heiße Kämpfe während der zehnftündigen Verhandlungen gegeben. jahr) beträgt. genommen wurde, Trozdem habe der Beklagte verurteilt werden wenn man, ohne volle Befriedigung gefunden zu haben, dennoch zugefaßt B. 100. Die Brennaburg ist 928 pom beutfchen König Heinrich I. mliffen, denn kein Arbeitnehmer( Arbeiter, Zwischenmeister ze.) habe babe, so sei bas geschehen, um einen Lohukampf zur Zeit zu vermeiden. gegründet worden. Herr Kirschner fieht seit 1802 im Dienste der Berliner Kommune.# 21 das Recht, die Nüdlieferung bes ihm zur Berarbeitung Blach Lage der Dinge hätte ein Lohnkampf auch den Arbeitern sehr Zwei Wettende. Genosse Bernstein darf nicht nach Deutschland übergebenen Materials, roh oder in Form der daraus schwere Opfer auferlegt, und ob alsdann mehr erreicht worden wäre, zurüctehren, weil er als Redacteur des Züricher Socialdemokrat sich ber gefertigten Ware, von der Zahlung des Geldes ab- biele Frage möge jeder sich selbst vorlegen. Was die Tarif Majestätsbeleidigung ze. fchuldig gemacht haben soll und deswegen in jährhängig zu machen. Thue er es doch, daun mache er sich sogar vereinbarung auf zwei Jahre betreffe, so habe das der Stommiffion lich erneuerten Steckbriefen von der preußischen Staatsanwaltschaft vereiner Rechtswidrigkeit schuldig. Es könne dies gerade von der Kammer I als etwas zu lang geschienen und man auf höchstenfalls 1/2 Jahre folgt wird, Ob ber verstorbene Bleichröder Difizier war, wiffen wir nicht. nicht ausdrücklich genug betont werden. Institut. Bielleicht giebt Ihnen der Centralverband der Elettro: eingehen wollen. Auf das Zugeständnis, welches den Arbeitgebern noch abgedrückt wurde, auch für die Schmaschen( fleine Lämmerfelle) monteure, bei Immendorfer, Sophienftr. 5, geeignete Austunft. K. D. Sie richten Ihren Antrag an das Polizeipräsidium. N. J. 50. einen Zuschlag zu gewähren, ist von jener Seite die Tarifverlängerung 1. Sie fönnen das Aufgebot der Brofdie beantragen. 2. Sie müssen sich barum 1/2 Jahr durchgesetzt worden. Nach Ablauf dieser zwei Jahre nach ertundigen, tönnen auch die Ridgabe verlangen. G.. 46. Rein. Die Straffache gegen den 74jährigen Naturarzt" Karl gelte ja dann der Tarif mur stets auf ein Jahr. Wenn man schließlich. 110, 1. Bom zurückgelegten 50. Lebensjahre ab. Dispensation pon Jacobi( Königstrant") und deffen Affiftenten cand, med, Bruno bedente, daß in den letzten 10 Jahren seitens der Berliner Weiß- ber Altersgrenze ift zuläffig. 2. 3wischen 1,50 Mart und 20 Mart werben Reßler wegen Betruges und Beihilfe beschäftigte gestern wiederum gerber fein Angriffsstreit unternommen wurde, und daß auch wefent als angemeffen erachtet. 3. a. Barieigonoffe Dunderlivahe. die 4. Straffammer hiesigen Landgerichts I. Der Straffall hat sich fiche Verwandlungen im Geschäft sich in dieser Zeit bei uns kaum 1. Mein. 2. Nein. 3. Die Klage müßte abgewiesen werben. Ihr Schwieger zu einer Art cause célèbre herausgewachsen und über 40 Beugen vollziehen können, dann werde man sich wohl an diesen zwei Jahren bater hätte nur Anspruch auf Armenunterstützung und müßte diesen, falls er abgelehnt wird, beim Kreisausschuß geltend machen. Der Ortsarmenverband gestern an die Gerichtsstelle geführt. Den Borfiz führte Land- die Zähne nicht ausbeißen. Der Berichterstatter schließt mit dem tönnte Erfaz der von ihm verauslagten unterstützungen durch die Kinder gerichts- Direktor Denso, die Auflage vertrat Staatsanwalt Wunsche, daß, so weit man Kritik zu üben gedente, diese im Rahmen verlangen. ufall. 1. Leider nein. 2. Da die Sachen nicht für Ihre Goedide, bie Angetlagten wurden von ben Rechtsanwälten der Sachlichkeit bleiben möge. Frau, auf W, S. 1. Ja. 2. 1900. Juterventionstlage leider awecklos iein. D. G. 100. 1 und 2. Nein. Durch Gefeße von 1868 und 1881 iſt wohnten Sanitätsrat Dr. Mittenzweig und Gerichtschemiter Errungenschaften tells als zu gering, teils als null und nichtig und Dr. Bischoff der Verhandlung bei. Der Angeklagte Jocobi, ber machen der Kommission darüber Vorwürfe, daß sie auf eine Tarif- in Preußen den Gemeinden nur die Befugnis eingeräumt, anzuordnen, daß alles Schlachtvich und das von außerhalb eingeführte Fleisch amtlich unter fich gern Onglenologe" nennt, hatte feinerfeits eine Steihe von Zeugen vereinbarung von 2 Jahren eingegangen fei. Die Kommission habe fucht werde. 3. In den einzelnen Gemeindeblättern. M. K. C. Der geladen, die ihm befunden sollten, daß er mit feinen Sturen Wunder" die Kollegen geradezu verkauft. Die Rebner ergehen fich zum Vorstand einer Genossenschaft besteht nach dem Gefeß aus zwei Mitgliedern verrichtet habe. Er meint, Gygienologe sei der Gegensatz von Teil in persönlichen Auslaffungen gegen Kommissions- und wird von der Generalversammlung gewählt. Durch Statut tann eine Mediziner, Hygienologe müßte eigentlich jeder Lebrer sein, dazu mitglieder und meinen, daß selbst der Vorwärts" Bericht höhere Mitgliederzahl fowie eine andere Art der Bestallung feftgefest brauche man nicht Mediziner zu sein. Der 74 jährige Mann ist von einer die Sache als lächerlich darstelle reip. der Rommission eins auswische, werben. Es lönnen alfo auch fünf Borstandsmitglieder und auch auf is sule bo Gerichts- Beitung. Dr. Davibfohn und vorinsti verteidigt. Als Sachverständige Gadegaft, Schulze, Diener, Nummler und Shring bezeichnen die eine Interntion ren Namen gekauft find, würde eine Pfändung zuläffig " bie T mehrere Jahre gewählt werden, wenn das Statut dies zuläßt. Unter allen Umständen ist aber die Bestallung der Vorstandsmitglieder jederzeit wiederruflich. Nur fönnen die ohne Grund abgesetzten Vorstandsmitglieder Entschädigung nach Maßgabe ihrer Verträge begehren. 2. G. 12. Nein. A. E. G. 23. 1. Nein. 2. Der Reichskanzler erhält 100 000 M. 3. Der Beiteuerung unterliegt auch das Beamtengehalt. 5. 2. 30. 1. Nein. 2. Nichts. 3. Klagen Sie auf Herausgabe der Sachen, wenn Sie das von der Frau Verauslagte und das Ihnen Geborgte erstattet haben. D. J. 100. Ja. Naunguftr. 1-3. Ghebruch ist nur dann strafbar, wenn wegen des Ehebruchs die Ehe geschieden und von dem beleidigten Ehegatten Bestrafung beantragt wird. Bestraft werden der frühere Ehegatte und der andere; eine Beschränkung des Strafantrags auf eine von beiden Personen ist nuklos. Die Strafe beträgt einen Tag bis 6 Monate Gefängnis. M. M. Ja, fie muß aber schriftliche Vollmacht haben. Mehrere Streitende in Halberstadt. 1. Artifel 31 31 der ReichsJerfaffung giebt bei richtiger Auslegung dem Reichstag das Recht zu ver: langen, daß ein Abgeordneter während der Sessionsdauer auch aus der Strafhaft entlassen werde, und verbietet die Verhaftung eines Abgeordneten zweds Strafvollſtreckung während der Dauer der Seſſion, falls nicht b der *) Weizen *) Roggen Marktpreise von Berlin am 27. Oftober 1899 Futter- Gerste Hafer gut " mittel gering " Nichtstroh Heu Erbsen Speisebohnen nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, nene 14,50 13,90 Gier 13,80 13.20 Karpfen 4,16 3,82 ale 1 kg 1, Städtischer Schlachtvieh markt. Berlin, 28. Oftober 1899. Amtlicher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 3327 Rinder, 886 Kälber, 8545 Schafe, 6808 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund 1.80 1.10 ober 50 Rilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bund in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtet wub ältere ausgemäftete 57-61; e) mäßig genährte junge und gut 62-66, b) junge fleischige, nicht höchfiens 7 Jahre alt 62; 1,60 1, 2,80 2, ausgemäftete 4,80 ältere d) gering Bullen: 2,20 1,20 a) vultfletſchige höchſten Schlachtwertes 50-68; b) mäßig genährte jüngere 1,20 und gut genährte ältere 55-58; c) gering genähten Schlachtverts 00-00; D.- Ctr. 15,30 14,50 Schweinefleisch 15,20 14, Stalbfleisch " 14,30 12,50 Hammelfleisch " 15,20 14,60 Butter 60 Stüd 1 kg 2,80 " 2,60 1, " 1,80 1, 27 " 34 Blete per Schod 12 " 1,80 2,80 1,40 Rindfleisch), Keule 1 kg do. Bauch " 6,80 4,10 Sander 40,- 25, Hechte 50,- 25,- Barsche 70, 30 Schleie 1,20 Strebse 1,60 1,20 1, *) Ermittelt pro Tonne von der She: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen 47-54. Färsen und b) 0,80 54-55jige, ausgemäſtete Stühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren aliere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere 1,20 Kühe und Färsen 52-53; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 48-52; 0,80 e) gering genährte Kühe und Färjen 45-47. Kälber: a) feinste Mast2,50 fälber( Vollmilchmast) und beste Saugfälber 76-78, b) mittlere Mastfälber und gute Saugtälber 73-75, c) geringe Saugfälber 62-68, d) ältere, gering genährte Freffer 45-52. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Sammel und Schafe( Merzschafe) 44-50. d) Solfteiner NiederungsReichstag seine Genehmigung erteilt. Die Praxis und nach dem Fall schaftskammern- Notierungssteller Centralftelle der Brenß. Landwirt Masthammel 61-64, b) ältere Masthammel 53-57, e) mäßig genährte Majunke auch die meisten Staatsrechtslehrer stehen aber auf dem entgegengejezten Standpunkt. So hat der Reichstag am 12. März 1873 den Antrag und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Toppel- Centner. †) Kleinhandelspreise. schafe Produktenmarkt vom 28. Oftober. Getreide zeigte heute keine Raffenbendgewicht) 24-29.- Schweine: a) vollfleischige der feineren 41-44. Verlauf und Tendenz. Der Rindviehmarkt wickelte sich in bester Ware glatt, in aller anderen sehr ruhig ab. Stallmasttiere erzielten Preise auf Uebernotiz, weidefette waren eher etwas billiger zu haben: es bleibt der Geschäftsgang langfam; es bleibt erheblicher Ueberſtand. Der Schweine: Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. Bei den Schafen war markt perlief langsam, wird aber voraussichtlich geräumt. auf Aufhebung der Strafhaft gegen Bebel, am 12. März 1874 einen gleichen einheitliche Tendenz. Die schwache Haltung Nordamerikas und das schöne b) Stäfer 48-49, e) fleischige 46-47. und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 48-49. Bebel und Tichknecht betreffenden, am 21. November 1874 einen gleichen Weffer übten nur auf die Breiſe für Weizen einen Drud aus. 46-47. d) gering entwickelte 43-4 43-45, e) Sauen Moft, am 18. März 1878 einen Bevel, aur 8. März 1893 einen Freiherrn Billigere Angebote effettiver Ware veranlaßten Realiſationen und spekulative bon Münch betreffenden Antrag abgelehnt. der Dauer der Session die Verhaftung zwecks Strafverblißung auf Grund Am Roggenmarkt dauert das Deckungsbedürfnis fort. Die Frage, ob während Abgaben in diesem Artikel, welcher bereits am Frühmarkt 0.75 M. nachgab. cines rechtskräftigen Urteils erfolgen dürfe, wurde bis 1874 auch von sächsischen Gerichten, dem Berliner Stadtgericht und dem Berliner Polizei: Am Spiritusmarkt war heute etwas mehr Locoware zu haben. präsidium verneint. Als am 11. Dezember 1874 der Centrumsabgeordnete Der Breis gab daraufhin 0,10 m. nach und stellte sich für 70er auf 46,20 pt. Majunte auf Grund eines rechtsfräftigen Urteils auf Grund eines Kammer: gerichtsbeschlusses verbaitet wurde, erklärten sich Presse, Strafrechtslehrer Termine umsaglos, nominell fest, Ottober 49 M., November 48,70 0. und Parteien fast einstimmig gegen die Zulässigkeit einer solchen Ber: Dienstag haftung. Der Reichstag feste eine Kommission zur schleunigen Berichterstattung über den Fall am 12. Dezember 1874 ein. Der Reichskanzler war über die in der Reichstagssigung an den Tag getretene Auffassung, daß die Verhaftung eine widerrechtliche sei, entrüftet. Ein Teil der liberalen Mitglieder des Reichstags fielen darauf um. In der Reichstagsfizung vom 17. Dezember 1874 wurde ein die unzulässigkeit der Strafhaft Majuntes aussprechender Beschluß abgelehnt. Seitdem ist es int Reichstag bei dieser Artikel 31 der Bevfaffung einengenden Praxis geblieben. Seitens der jocialdemokratischen Fraktion ist wiederholt beantragt, Arfitel 31 dahin zu 1 ändern, daß auch eine Strafhaft auf Beschluß bea Reichs: tages aufzuheben ist. 2. Nein. 2. S. 18. Ja. M. Nein. Witterungsübersicht vom 28. Oftober 1899, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm = QUI87 Sumpa Windstärte Wetter Temp. n. C. 6902 Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C.= 4° R. Mepertoire. Königl. Opernhaus Mittwoch 1. Freitag 3. Meisterger Sonnabend 4. Sonntag 5. Rigoletto Undine Der Verschwender von Nürnberg In Afrika Wallenst. Lager Wallensteins Tod Sonntag 29. Montag 30. 31. Doktor und Cosi fan tutte Rienzi Carmen Schauspielh. Königl. nachtstraum Gin Sommer Don Carlos Coriolan Apotheker In Afrika Wie die Alten fungen Donnerstag 2. Cavalleria rusticana Bajazzi Julius Cäsar Die Piccolomini Schiller: Theater Der Richter von Zalainea Zwei glüdliche Großstadtluft Tage Der Richter von Balamea Deutsches Theater Cyrano bou Bergerac Glode Kollege Crampton Dolly Staats: geheimnisse. Baza Der Meister von Palmyra Die Herren Söhne Der Richter von Zalamea Rosmersholm Der Nichter von Balamea Die fore Die Herren Die Herren Söhne Der Troubadour Der Freischütz Martha Undine Berliner Theater Theater des Westens Staatsgeheimnisse Die Perlenfischer Die versunkene Der Biberpelz Großstadtluft von Windsor Ein Gastspiel Großstadtluft Nachm.: Die Räuber Ein Gastspiel Nachm.: Fuhrm. Henschel Die Herren Söhne @winemde. 756 SSW 757 W 759 SS Hamburg Berlin Quiesbaden 763 Still München Micu 766 SW 768 Still 5bedeckt 3Regen. 11 Haparanda 750 13 Petersburg 752 NW 12 Cort 2 bedeckt-29il Die Die luftigen 40 tubine Perlensischer Ständiges Repertoire. Leffing Theater. Als ich wiederkam. Nesidenz Theater. Jagdfreuden. Thalia Theater. Der Plazmajor. Central Theater. Die Geisha. 12 städtisches Theater. Ein gesunder Junge. Victoria Theater. Weiße Senne. Es ist erreicht. Neues Königl. Opern Theater. Heute abend: Metropol: Theater. Rund um Berlin. Carl Weiß Theater. Der Weltuntergang. Friedrich Wilhelm Iphigenie. Nächsten Sonntag: Auf Strafurlaub. Apollo- Theater. Frau Luna. 3 bedeckt bedeckt 1wolfenl 7 Aberdeen 6 Paris 7599 750SW 761S 2 bedeckt 3wolfig 4 5 bedeckt 2wolkig 18 Nebel Wetter Prognose für Sonntag, den 29. Oftober 1899. Siemlich warm, teils heiter, teils wolfig, mit etwas Regen und mäßigen südwestlichen Winden. Gentral- Kranken- u. Sterbekasse d. deutschen Wagenbauer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Gustav Ellmer 4766 im 63. Lebensjahre am 26. Ottober verstorben ist. Die Beerdigung findet ant Sonntag, den 29. d. M., nachm. 3 Uhr, von der Kottbuserstr. 2 aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Berlin 4. Nachruf! In unseren, bei der Brandfatastrophe am 24. d. M. per unglückten Mitarbeitern und Rollegen Paul Matthes. Hans Salewsky, Max Grahl, 5406 welche in treuer Pflichterfüllung fo plöglich vom Tobe ereilt wurden, verlieren wir pflicht: eifrige und treue Kameraden und wird ihnen ein ehrendes Andenken bewahrt werden vom Personal der Firma Koschke& Co. Die Beerdigung findet statt für Paul Matthes am Sonntag, ben 29. b. M., nachm, 3 Uhr, von derLeichenhalle des Emmaus Kirchhofes in Brig; Hans Salewsky ut 1/25 Uhr von der Leichenhalle des Charlotten burger Kirchhofes am Sürftenbrunner Weg; Max Grahl um 1/28 Uhr von Krankenhaus Charlottenburg, Kirchstraße, nach dem Kirchhof in Blößensee, Nachruf! Den am 24. d. M. bei dem Brande unserer Fabrit, Charlottenburg, Gutenbergstraße 3, verunglückten Mitarbeitern Paul Matthes, Hans Salefski, Max Grahl, welche in treuer Pflichterfüllung so früh in der Blüte der Jahre dahingerafft wurden, werden wir stets ein ehrendes Andenken bewahren. 3416 Koschke& Co., Fabrik für Nähmaschinentelle. 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Mißstand mit Recht aus der Zusammensetzung der KomParis, 22. Oktober. Was die Departemente und die Gemeinden betrifft, so ist für missionen, die bisher nur in Ausnahmefällen auch Arbeiter Ein bekannter französischer Ausspruch lautet: Ein zum Minister sie die Anwendung der Dekrete, wie gesagt, fakultativ, weil das und Gewerkschaftsvertreter aufwiesen. Er hat nun den Präfekten vorgewordener Radikaler ist kein radikaler Minister. Der Ausspruch Obligatorium nur vom Parlament beschlossen werden kann. Indes geschrieben, in den Generalräten den Antrag zu stellen, fünftighin beruht auf den wiederholten Erfahrungen, die mit der Gesinnungs- werden insbesondere die socialistischen Gemeinderäte, darunter die in die Ueberwachungskommission neben Unternehmervertretern auch losigkeit radikaler Minister und ganzer radikaler Ministerien gemacht von Socialisten und Linksradikalen verwaltete Stadt Paris, die lang Vertreter von Gewerkschaften zu ernennen. erfehnte Reform mit Freuden durchführen. Millerand hat ihnen ein Noch wirksamer aber wird die neueste Verfügung Millerands Als Millerand in das Kabinett Waldeck Rousseau eintrat, für die Arbeiterschaft überaus wichtiges Gebiet der Kommunal- sein, welche die dringliche Durchführung des Schutzgesetzes trösteten sich die schmerzlich davon berührten Bourgeoispolitiker bethätigung eröffnet. Uebrigens haben bereits auch einige von 1892 vorschreibt in einer Reihe von Industriegegenden, wo die damit, daß der erste socialistische Minister den Weg der radikalen Departementsräte mit bürgerlichen Mehrheiten auf den Antrag von Unternehmer bisher in standalöser Weise die Gesetzesbestimmungen Ministersessel Jäger wandeln werde. Umso mehr, als er das einzige Socialisten die Durchführung der Millerandschen Dekrete beschlossen. betreffend den zehnstündigen Arbeitstag bezw. die sechzigstündige focialpolitische Mitglied des Ministeriums war. Sie haben sich aber Die sonstige Thätigkeit des socialistischen Handelsministers galt Arbeitswoche gänzlich mißachten durften. Der socialistische gründlich getäuscht. Millerand ist nicht nur ein zum Minister ge- erstens der Schaffung bezw. Verbesserung der socialpolitischen Organe Minister hat von den Unternehmern binnen fünfzehn Tagen wordener Socialist, er hat sich als ein socialistischer Minister seines Ministeriums und zweitens der wachsamen Durchführung der eine Erklärung einfordern lassen über die Länge des Aufbestehenden Arbeiterschutz- Gesetze. schubes, den sie benötigen, um das Gesetz durchführen zu können. Ist dieser Aufschub, der auf das strikte Mindest maß zu reduzieren ist, verstrichen", dann müssen die Gesetzesbestimmungen durchgeführt werden. bewährt. " D A der Tele Der Ausdruck ist wohl am Blaze, obschon es sich selbst- Die Organisation des Handelsministeriums wurde in der Weise verständlich um ministerielle Maßnahmen handelt, die ins social- umgestaltet, daß alle bis dahin zerstreuten Abteilungen und Bureaus, reformerische Gebiet gehören und die abstrakt die sich mit socialpolitischen Dingen befassen, in einer neugeschaffenen genommen auch von einem ehrlichen B ehrlichen bürgerlichen Demo- Direktion der Arbeit" vereinigt wurden. Damit ist der Des weiteren ist folgende Verfügung Millerands zu verzeichnen. fraten durchgeführt werden könnten, da sie ja eben im Rahmen Grund gelegt zur Verwirklichung einer alten socialistischen Forderung, Den Präfetten wurde aufgegeben, bei der Zusammenstellung der der beſtehenden Geſellſchaftsordnung durchführbar find. So lange deren Urheber Genosse Vaillant ist: auf Einrichtung eines Liste der auf Staats- und Departementskosten zur Weltdie nächsten Forderungen des Proletariats, die auf die Hebung Ministeriums der Arbeit. ausstellung zu entsendenden Arbeiterdelegierten einen„ ausehu feiner Klassenlage bezw. die Erleichterung seines Befreiungskampfes Andererseits hat Millerand den Höheren Arbeitsrat" lichen" Plaz den dir eft von den Arbeiterorganisationen abzielen, im Programm der Socialdemokratie aller Länder ein-( conseil supérieur du travail) gründlich umgestaltet. Diese Eins ernannten Delegierten zu gewähren. geschrieben sind und so lange es den nichtsocialistischen Parteien richtung, geschaffen 1891 zum doppelten 3wved, socialpolitische Gesetz- Ich übergehe einige kleinere Verfügungen Millerands, wie staataller Schattierungen an eigenem guten Willen oder an eigener entwürfe zu studieren und vorzubereiten und socialstatistische Unterliche Subventionen( auf Rechnung eines seit langem eingeführten Energie zur Durchführung von Socialreformen fehlt, wird man fuchungen zu leiten, hat seitdem infolge der Schaffung des Arbeits- Budgetpostens des Handelsministers, der aber nie in dieser Weise diese als socialistisch ansprechen dürfen, unter Umständen an- amtes nur die erstere Aufgabe beibehalten. Ihr Hauptmangel war, verwendet wurde) an socialistische Gewerkschaften und Genossensprechen müssen. Speciell in Frankreich ist es übrigens be- daß, mit Ausnahme von 10 Mitgliedern, die kraft ihrer amtlichen schaften, die jedoch ebenfalls an ihrem Teil der Arbeiterschaft die Rereits so weit gekommen, daß auch das harmloseste Social- Stellung in den Nat berufen wurden, die übrigen 50 vom Handels- gierung der Republik von einer ganz neuen Seite zeigen reförmchen von den Bourgeoisparteien als socialistisch verdammt minister ernannt wurden, darunter auch Arbeitervertreter. Republik, die bisher ihre Subventionen und Prämien nur an die wird, namentlich wenn dadurch die Kampfstellung der Arbeiterklasse Millerand hat dagegen dem Handelsminister die Ernennung Bourgeoisie und allenfalls noch an die„ gutgefimten" Arbeitergruppen verbessert werden könnte. von mur 4 Mitgliedern überlassen. Außerdem wird der austeilte. Will man aber den Begriff socialistisch" auch unter dem prak- Nat, neben den 10 fraft ihres Amtes Berechtigten, folgende Zu- Schließlich ist zu erwähnen, daß Millerand die unter dem tischen Gesichtspunkt streng fafien und ihm lediglich auf die un fammensetzung haben: 3 vom Senat gewählte Senatoren, 5 von der Ministerium Dupuh wegen des Streits gemaßregelten mittelbare Thätigkeit im Dienste des Endziels angewendet Kammer gewählte Abgeordnete und je 22 von den Unternehmern Briefträger mit allen ihren früheren Rechten wissen, dann mag meinetwegen Millerands Thätigkeit als social- und den Arbeitern gewählte Vertreter. Fünfzehn wieder angestellt und in den Post und reformerisch und er selbst, trotz seiner Zugehörigkeit zur socialistischen Vertreter der Unternehmer werden von den Handels- und den Ge- graphen Werkstätten den Achtstundentag eingePartei, als ein socialreformerischer Minister bezeichnet werden. werbekammern, 7 von den Beisigern der Gewerbegerichte gewählt. führt hat. Thatsache bleibt jedenfalls, daß er sich durchweg im Inter Achnlich bei den Arbeitervertretern: 15 werden von In seiner unermüdlichen Thätigkeit stand und steht Millerand effe des Proletariats bethätigt. Dabei zieht sich den Gewerkschaften und 7 von den Gewerbe zur Seite der frühere socialistische Abgeordnete durch seine wichtigsten Maßnahmen, wie ein roter Faden, die flare gerichten gewählt. Die Gewerkschaften erhalten je eine A. 2 avy, den er zum Kabinettschef ernannt hat. Lavy ist ein Absicht, die gewertschaftliche Organisation des Prole- Stimme pro 25 Mitglieder. Damit ist nicht nur die Ver-| gründlicher Kenner der Socialpolitik und er hat sich in der Kammer tariats zu fördern, soweit dies überhaupt von Regierungs- tretung der Arbeiterinteressen im Arbeiterrat ungleich besser ge- vorzugsweise auf diesem Gebiet bethätigt. Ueberhaupt hat Millerand wegen erreichbar ist. fichert wie früher, sondern es sind auch die Gewertschaften zu seinen nächsten Mitarbeitern im Ministerium bewährte Socialisten Millerand ist Handelsminister erst seit fuapp vier Monaten. offiziell als die Vertretung der Arbeiterfchaft ernannt, was ebenfalls nicht wenig die Bourgeoispolitiker mit dem In dieser kurzen Spanne Zeit hat er von seinen Machtbefugnissen einen anerkannt. Und die neue den Gewerkschaften zugewiesene Auf- Monopol der Regierungsfähigkeit" verschnupft hat. ungemein fruchtbaren Gebrauch zu Gunsten der Arbeiterschaft gemacht. gabe muß ihren Einfluß ebenso steigern, wie ihre Molle bei der Fest- Ein letter persönlicher Strich zur Kennzeichnung Millerands Zunächst erlangte er vom Parlament die Zustimmung zur jetzung der Arbeitsbedingungen in den öffentlichen Arbeiten. Nebenbei als Minister, ein Strich, der doch wieder grundsätzliche Bedeutung Regelung der Arbeitsbedingungen in den öffent- bemerkt, hat Millerand mit dieser Reform eine alte Forderung der hat. In seinem öffentlichen Auftreten, in seinen Festreden zc. belichen Arbeiten auf dem Wege von Defreten. Die betreffende socialistischen Kammerfraktion erfüllt, deren Urheber Jules fennt er sich laut zum Socialismus und zur socialistischen Reform wird schon seit vielen Jahren in der üblichen Weise ver- Guesde und Genossen sind und die in der letzten Budgetberatung Partei. Bei seinem Regierungsantritt jammerten die Bourgeois schleppt. In der letzten Session tam sie endlich vor die Kammer, der Kammer, trotz des Widerstandes des Dupuyschen Handels- organe darüber, daß er ja nicht das" Programm von Saintohne aber zu Ende beraten werden zu können. Und wäre dies ge- ministers, zur Annahme eines sogenannten„ Indikations"-Kredits von Mandé"( seine Rede von 1896, in welcher die alle socialistischen schehen, so würde die Reform im Senat jahrelang der Erledigung 1000 Fr. geführt hat. Ohne Millerand würde jedoch diese In Richtungen einigenden Grundsäße des Socialismus formuliert harren müssen. Indes hat Millerand herausgefunden, daß der dikation" gewiß noch lange Jahre auf dem Papier bleiben. und begründet wurden) abgeschworen hätte. Jn Lille, ant Gegenstand, unbeschadet der späteren parlamentarischen Behandlung, Ferner hat die Reform die Bedeutung des Arbeitsrats erhöht, 15. Oktober, bereitete Millerand dem„ Temps" und dem„ Journal gefeßlich durchaus in die Kompetenz der Ministerialdekrete gehört. indem dessen Tagung zu einer regelmäßigen, vom Willen des Handels- des Débats" den noch fürchterlichen Jammer, sich auch als Minister Am 10. August wurde nun die Reform dekretiert, die im wesentlichen ministers unabhängigen gemacht wurde. Fortan muß der Rat allzu jenem Programm ausdrücklich bekannt zu haben. Er wiederholte den auch von der socialistischen Stammerfraktion befürworteten Gesetz- jährlich im Juni zu einer zweiwöchentlichen Session zusammen- wörtlich seine Aeußerung von Saint- Mandé, daß die kollektivistische entwurf reproduziert bezw. die Forderungen der Gewerkschaften und berufen werden. Zudem wurde ein ständiger Ausschuß ein Hypothese( das Wort:" Hypothese" gebrauchte der socialistischen Gemeinderäte erfüllt. Die Bestimmungen der Reform gerichtet, der von dessen Vorsitzenden nach Bedarf einberufen wird, nicht nur berechtigt und fruchtbar ist, sondern auch jeden find für die staatlichen Arbeiten obligatorisch, für die der Ministerial- wobei jede in Angriff genemmene Enquete ohne Unterbrechung zu Tag durch die Thatsachen sich bewahrheitet" gewalt nicht unterstehenden- Departemental- und Kommunalarbeiten Ende zu führen ist. Echließlich sei erwähnt, daß Millerand auch( tous les jours vérifiée par les facts) Er gehörte von jeher fakultativ. Die Dekrete sichern den Arbeitern und Angestellten einen den Frauen das Wahlrecht zum Arbeitsrat gesichert hat. zum rechten Flügel des französischen Socialismus, aber von dieser Ruhetag in der Woche, einen„ normalen" orts- und berufsüblichen Für die strenge Durchführung der Arbeiterschuß- feiner gemäßigt"- socialistischen Ueberzeugung hat er auch als Lohn und eine ebensolche Arbeitszeit und beschränken die Zahl der Geseze, die bisher unter opportunistischen wie radikalen Minister in Wort und That fein Jota preisgegeben. beschäftigten ausländischen Arbeiter in einem Verhältnis, das„ von Ministerien gleicher Weise vernachlässigt wurden, sorgte Millerand Soweit über Millerand als Handelsminister, als selbständiger der Administration je nach der Art der Arbeiten und den nicht nur durch energische Rundschreiben an die Präfekten und Leiter eines Teils der Regierungsgewalt. Niemand kann aber auch den Tokalen Bedingungen zu bestimmen ist". Ferner wird das Fabrikinspektoren. Der Zufall hat glücklich gefügt, daß das Infraft wohlthätigen Einfluß des socialistischen Ministers auf die allgemeine Zwischen- Unternehmertum verboten auf Grund des bis dahin treten des Unfallversicherungs- Gesetzes( am 1. Juli 1. J.) Haltung deskabinetts gegenüber dem Proletariat durchweg mißachteten Defrets der provisorischen Regierung von gerade mit dem Amtsentritt des jocialistischen Handelsministers verkennen. Es sei nur erinnert an die schnelle und für die Arbeiter vor 1848. Bei der Bestimmung des normalen Lohnes und der normalen zusammenfiel. Millerand hat nun durch eine Reihe von Dekreten, teilhafte Beilegung des Kohlengräber- Streits in Montceaug und Arbeitszeit hat die Administration so weit als möglich die bezüglichen zu deren Erlaß der Minister natürlich durch das Gesetz ermächtigt namentlich an den friedlichen Gang und den günstigen Ausgang des Abkommen zwischen den Unternehmerorganisationen und den Gewerk- bezw. verpflichtet wurde, die Anwendung der Reform in umsichtiger legten Streifs in Creusot. Und die weitreichende Folge aus diesem schaften zu berücksichtigen. Wo es an solchen fehlt. hat sie das Weise zu Gunsten der Arbeiter gesichert. Auch ist es dem Einfluß Streit konnte auch nur dank Millerand vom Stabinett gezogen Gutachten von gemischten Ausschüffen einzuholen, die zu gleichen und teils der direkten Einmischung des socialistischen Ministers werden: ich meine den angekündigten Gesetzentwurf zur Teilen aus Arbeitern und Unternehmern zusammenzuseßen sind, und zu verdanken, daß die Rebellion des Unternehmertums Sicherung des Koalitionsgefeßes von 1884. außerdem sich bei den Gewerkschaften, Gewerbegerichten, departe- gegen das Unfallversicherungs- Gesetz scheiterte. Unter anderem Freilich auch ein socialistischer Minister ist mir Minister. mentalen und kommunalen Ingenieuren und Architeften informieren. ivics Millerand die Behörden in einem umfassenden, prä: Selbständig kann er zu Gunsten des Proletariats nur im Die Durchführung der Lohnbedingungen wird sehr wirksam garantiert eisen und Flaren Kommentar zum Gesez darauf hin, daß Rahmen seiner exekutiven Ministerbefugnisse wirken. In durch die im Pflichtheft der Unternehmer einzutragende Bestimmung, jeder direkte oder indirekte Versuch der Unternehmer, die Ver- allen anderen entscheidet der Wille des Parlaments. wonach die Administration die Differenz zwischen dem vor- sicherungslast auf die Arbeiter abzuwälzen, vom Gericht annulliert um aber zu einem vollständigen Urteil über Millerands Rolle zu geschriebenen und dem gezahlten Lohn von sich aus an die Arbeiter werden müßte. gelangen, muß man vorerst den Wiederzusammentritt des Parlaments auszahlt, und zwar vermittelst von Abzügen, die alt der Das Frauen und Kinderschuß- Gesez von 1892 abwarten. Dann erst wird sich zeigen, ob das gegenwärtige Kaution des Unternehmers und an dem ihm schuldigen Betrag hat die Mitwirkung von Departements- Sommissionen Kabinett überhaupt lebensfähig ist und ob ferner eine eventitelle 81 machen sind. Im Falle von wiederholten Verlegungen bei dessen lleberwachung vorgesehen. Diese von den Generalräten Ministermehrheit auch für gefeßgeberische Förderung von Der Arbeitsbedingungen ist der Ministerr berechtigt, den( den gewählten Vertretungen der Departements) zu wählenden Kom- Socialreformen zu haben sein wird. Daß Millerand jedenfalls Unternehmer, unbeschadet der Anwendung der im Pflichtheft missionen sind aber fast durchweg auf dem Papier geblieben. Die dahin mit aller Straft wirken wird, dafür bürgt seine bisherige vorgesehenen Ahndungen; für eine bestimmte Zeit oder für immer große Mehrheit derselben ist kein einziges Mal zusammen getreten. ministerielle Thätigkeit. Lehranstalt Fischerstrasse 10, Volta für Elektrotechnik nahe am Kölln. Fischmarkt. Am 2. November beginnt ein grosser Elektro- Monteur- Abend- Kursus. Dauer 6 Monate. Honorar monatlich 6 M. Eleganter Hörsaal. Man verlange Prospekte. Näheres durch Ingenieur Andresen, fr. 1. Lehrer hies. Anstalt. E.N.C. Ungarwein med. 2 Ausbruch a L. M.2, 5 Liter- Korbflasche M. 8,75. Rum No. 3. 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November, 8 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstrasse, statt. Nur Mitglieder haben Zutritt. ( Kinder dürfen nicht mitgebracht werden.) Das Programm ist wiederum sorgfältig gewählt. Solisten- Konzert( Kammermusik), ausgeführt von einem Künstler- Quartett ersten Ranges und einer bewährten Sängerin. Recitationen lyrischer Meisterwerke. Nach dem Konzert: Ball.( Tanz frei.) Die Marken a 50 Pf. gelangen vom 2. November ab in allen Zahlstellen nur an Mitglieder zur Ausgabe und werden in Rubrik I( Festmarke) der Mitgliedskarte geklebt. Die Mitglieder werden gebeten, sich möglichst rechtzeitig mit Marken zu versehen. 231/12 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Berliner. Staatsgeheimnisse. An Central Theater fang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Dolly. Montag: Dolly. Schiller. Der Richter von Zalamea. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Biel Lärmen um Nichts. Montag: Zwei glückliche Tage. Neues. Ein unbeschriebenes Blatt. Anfang 7 Uhr. Nachmi. 3 Uhr: Kiwito. Direktion: José Ferenczy. 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Dupont, Stadtv.- Kandidaten Th. Metzner u. Alb. Körsten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Kommission. Kommunalwähler des 21. Bezirks umfassend die Stadtbezirke 149, 162–166. Dienstag, den 31. Oftober, abends 8/2 Uhr, bei Stechert, Andreasstraße Nr. 21: Oeffentl. Kommunalwähler- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent der Kandidat bes Bezirks: Fritz Wilke. 2. Diskussion. 243/13 Das Wahlkomitee. Kommunalwähler des 26. Bezirks, umfassend die Stadtbezirke 157, 160, 189, 190, 191, 192, 193. Am Dienstag, den 31. Oktober, abends 8½ Uhr, im Lokal Elysium", Landsberger Allee 40-41: Oeffentliche Kommunalwähler- Bersammlung Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent der Kandidat des Bezirts: Hugo Heimann. 2. Diskussion. 243/ 12* Das Wahlkomitee. Kommunalwähler Der III. Abteilung des 30. Bezirks. Dienstag, den 31. Oktober, abends 8 1hr, im Lokal ,, Alter Dessauer", Artilleriestraße Nr. 32: Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Vortrag des Kandidaten Verlagsbuchhändlers Joh. Sassenbach. Hierzu sind alle Wähler freundlichst eingeladen. Das Wahlkomitee. 2. Freie Aussprache. 217/6 - Sterzu fi Die Wahlkomitees. Dienstag, den 31. Oktober, abends 82 Uhr, im Lokal des Herrn Höflich, Frankfurter Chaussee Nr. 120: Partei- Versammlung für Männer und Frauen. 300 fajfe der Tischler u. anderer gewerblicher Arbeiter. Eingeschr. Hilfstasse Nr. 3( Hamburg). Ortsverwaltung Berlin C. Mitglieder Versammlung Montag, den 30. Oftober, abends Tages- Ordnung: 1. Bericht vom Parteitag. 2. Diskussion. 3. Bericht 81/2 Uhr, bei Werner, Bülowſtr. 59. und Neuwahl des Vertrauensmannes. 4. Bericht und Neuwahl der Lokal: fommission. 223/9 Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pfennig erhoben. 220/13 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Orts- Krankenkasse Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend. Dienstag, den 31. Oktober, abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: Versammlung der Delegierten. Tages Ordnung: 1. Der Streif der Töpfer und Metallarbeiter. 2. Bericht der Delegierten über die Zahl der von ihnen vertretenen Mitglieder. 269/20 3. Wahl zweier Revisoren. 4. Verschiedenes. Die Delegierten werden ersucht, die Vertrauensleute der dem Kartell angeschlossenen Gewerkschaften zu benachrichtigen. Der Ausschuß. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 30. Oktober 1899, abends 8 Uhr, Kirchstr. 27. Sprechallen b. Hube, Kirchstr. 27: der Mechaniker, Optiker und verwandten Gewerbe. V. Abänderung zum Statut. Artikel I. " $ 25 Abs. 2. Hinter anzugeben" wird eingeschaltet: Diejenigen Mitglieder, welche in Beschäftigung stehen, haben auf dem letzten Krankenschein vom Arbeitgeber unter Einfügung des Datums den Wiederbeginn der Arbeit Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom- 3. Quaral 1899. 2. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß Zubeil) nach Markgrafenstr. 102 bei die Zahlstelle Lindenstraße( früher Sass verlegt ist. 1930 182/8 Gentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. anderer gewerblicher Arbeiter. Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 3( Hamburg). Ortsverwaltung Berlin G. beſcheinigen zu laffen."( 269/19 Mitglieder- Versammlung § 54 erhält folgenden Zusatz: 11. Be schlußnahme über Erwerb, Veräuße rung und Belastung von Grundeigen tum, sowie über eine hierdurch be: dingte Aufnahme von Darlehen. Der Beschluß der Generalversamm lung bedarf in den unter Ziffer 11 genannten Fällen zu seiner Rechts: gültigkeit der Zustimmung der Auffichtsbehörde. Artikel II. Montag, den 30. Oktober, abends 8 Uhr, bei Wilte, Andreasstr. 26. Tages Ordnung: 1. Kassenbericht vom 3. Quartal 1899. 2. Wahl eines Beitragsjammlers. 3. Vortrag des Herrn Dr. med. Byf. 4. Verschiedene Stassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Sprechstunden fallen an diesem Abend aus. Beiträge werden in der Branchenversammlung der Parkettbodenleger. Tage nach der ſtatutengemäßen Be Bersammlung vom Staffierer entgegen Tages Ordnung: tbo 1. Branchenangelegenheit. 2. Verschiedenes. bi[ 277/10 Es ist notwendig, daß jeder Kollege erscheint, um seine Adresse bei der Kommission abzugeben. Vertrauensmänner- Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter, am Mittwoch, den 1. November, abends 81, 1hr, im Lokale des Herrn Z81s( Fürstenhof), Köpniderstr. 137/138. Tages Ordnung: 1. Der Marimal- Arbeitstag. 2. Branchenangelegenheit. 3. Verschiedenes. Es wird pünktlich eröffnet. Kollegen sorgt, das jebe Werkstatt vertreten ist. Die Tages- Ordnung erfordert es. Achtung! Stellmacher. Das Verkehrslokal nebst Bahlstelle befindet sich Rosenthaler strasse 57 bei Schiller. Beiträge werden Sonnabends von 8-10 Uhr entgegengenommen. Die Kommission. Achtung! Achtung! Metallarbeiter! Dienstag, den 31. Oktober, abends 8 Uhr, in der Germania- Brauerei, Frankfurter Allee 53: Atung! 33. Kommunalwahl- Bezirk. Gr. öffentliche Versammlung Montag, den 30. Oktober, abends 8 Uhr, in ,, Schueiders Salon", Belforterstraße Nr. 15: 280/1 Große öffentliche Kommunalwähler- Versammlung. Texoss 914 Tages Ordnung: 1. Der Freiſium im Roten Hause. Referent Reichstags: Abgeordneter Wilh. Pfannkuch. 2. Diskussion. Um rege Beteiligung an der Versammlung ersucht 220/14 Das Wahlkomitee. Der Streit bei der Firma Industrie- Aktiengesellschaft Lichtenberg". Der Einberufer. Der Streit bei berages Ordnung: Tapezierer! Am Dienstag, den 31. Oktober, abends 8 Uhr: Der vorstehende Nachtrag tritt acht fanntmachung in Kraft. Berlin, den 15. November 1898. Der Vorstand. Erh. Schlenker, E. Rasenack, Schriftführer. Borsigender. genommen. 184/17 Um zahlreiches Erscheinen der Mita glieder sowie deren Frauen ersucht Die Ortsverwaltung. Berlin, ben 16. September 1800. Bade- Anstalt Norden Der Bezirksausschuß. Kayser. FischerFischer- Volta str. 10. str. 10. Specialvorträge aus dem Gebiete Dauer 1 Monat. 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Oktober 1899, vormittags 11 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Versammlung beider Filialen. lung beider Filialen. Außerordentliche Verfammlung. Filiale Nord, Brunnenstraße 188. Tages: Ordnung: 1. Vortrag. 2. Abrechnung vom Sommer vergnügen. 3. Verschiedenes. 178/11 Filiale Süd, Markgrafenftr. 83, bei Lorenz, vis a vis der Junkerstraße. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Theodor Metzner. Donnerstag, den 2. November, abends 8%, Uhr, in der Brauerei 2. Abrechnung vom Sommerbergnügen. 3. Verschiedenes. Gambrinus", Wallstr. 94: Charlottenburg. 99 9b Oeffentliche the Kommunalwähler- Versammlung für fämtliche Bezirke. mat els 100 pl Tages Ordnung: Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Besprechung über die Begründung eines Fachblattes. 3. Vereinsangelegenheiten. Unt zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. M. Jusko, Borsigender, Georgenkirchstr. 12. 50/3 Achtung! Kollegen! Am Donnerstag, den 2. November, Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter beginnt in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20, der Kursus für Frei hand- Dekoration; am Freitag, den 3. November, bei Pinzer, Schüßen: straße 18/19, ein Kursus für Bolsterarbeiten. Achtung! Rixdorf. Achtung! und verwandter Berufsgenossen. ( Zahlstelle Berlin.) Dienstag, den 31. Oftober er., abends 82 thr, Dresdenerstr. 45: nimis Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Der Deutsche Holzarbeiter- Verband feiert am Sonnabend, den 4. November d. J., abends 3. Wahl einer Agitations- Stommission. 4. Verschiedenes. 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten Wahleu". Referent: 8% Uhr, im ,, Apollo Theater", Hermannstr. 48/50 Neichstags- Abgeordneter Singer. 2. Diskussion. 204/15 hterfelbst sein 277/9 Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Einberufer. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 30. Oftober 1899, abends 812 Uhr, bei Herrn Schökler, Stromstr. 28: Bezirksversammlung Moabit. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 170/17 Die Ortsverwaltung. NB. Sonnabend, den 11. November, feiert der Gesang. 99 6. Stiftungsfest verbunden mit Konzert, Specialitäten- Vorstellung u. Tanz. Das Komitee. Bekanntmachung. Die ordentliche Generalversammlung der 1. Bericht des Borstandes. 2. Wahl einer Liquidations- Kommission. Kollegen! In der letzten Bersammlung wurde der Antrag:„ Uebertritt zum Deutschen Metallarbeiter Verband" mit übergroßer Majorität an genommen, Wir erwarten nun von jedem Kollegen, daß er demt nachs tomuit, und, um sich die erworbenen Rechte zu erhalten, die Umschreibung beim bisherigen Staffierer W. Tschentscher, Oranienstr. 189, vorn 4 Treppen, fo bald wie möglich bewerkstelligt. Für die größeren Betriebe haben sich die Werkstatt- Kassierer mit dem Rassierer in Berbindung zu jezzen. Näheres hierüber in der Versammlung. 72/1 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Orts- Krankentasie für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Handelsleute und Apotheker verein der Schuhmacher bei Nieft, Weberstraße Nr. 17, sein findet statt am Dienstag, den 7. November 1899, abends 8%, Uhr, Heute Sonntag, den 29. Oktober, abends 7 Uhr, 2. Stiftungsfest. Billets a 30 Pf. find im Bureau, Dragonerstr. 15, zu haben. Steinarbeiter. Dienstag, den 31. Oktober cr., abends 8 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27c, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages Ordnung: 1. Beschlußfassung über die ärztliche Behandlung ber Kaffenmitglieber für das Jahr 1900. 2. Genehmigung der Berhaltungsmaßregeln für erkrankte Mitglieder. 3. Bertrag mit den Zahnärzten. 4. Erhöhung der Gehälter für 2 Beamte. Oeffentliche Versammlung. glieder der Dits strankentafe refp. deren Bertreter bereit, im Brincip zu Protest gegen die empörenden Verdächtigungen des Professor Meyer von der Akademie der Künfte gegen unsere Gewerkschaft, betreffs Beschädigung der Monumente in der Siegesallee. 275/3 149 Die weitere Tages- Ordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Der Vertrauensmann. Bananschläger Charlottenburgs! Dienstag, den 31. Oktober, abends 6% Uhr, im Lokale des Herrn Leder, Charlottenburg, Bismarckstr. 74, Ecke Rückertstraße: Oeffentl. Dersammlung 33/4 Die Tagesordnung wird in der Versammlung belannt gegeben. O Sämtliche Kollegen sind eingeladen. Die Lohnkommission. J. A.: Finke, Achtung! Putzer. [ 475b 5. Antrag der Delegierten Schulpfe und Genossen:" Sind die Miterflären, daß sie als Controleure weibliche Personen anstellen wollen?" 6. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Rechnung des Jahres. 1899. 7. Wahl von: a) 3 Vorstandsmitgliedern seitens der Arbeitgeber und zwar: 1. Ergänzungswahl von 1 Borstandsmitgliede bis Ende 1899, 2. Neuwahl von 2 Vorstandsmitgliedern auf 3 Jahre. b) 6 Vorstandsmitgliedern seitens der Kaffenmitglieder und zwar: 1. Ergänzungswahl von 2 Vorstandsmitgliedern bis Ende 1901. 2. Neuwahl von 4 Vorstandsmitgliedern auf 3 Jahre. Der Vorstand. Aug. Werner, Vorsitzender. Gust. Kuebel, Schriftführer. Achtung! Achtung! Mufikinftrumenten- Arbeiter. Am Montag, den 30. Oktober, abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Graumann, Naunynstr. 27: Achtung! Oeffentliche Versammlung. Dienstag, den 31. Ottober, abends 8 Uhr, in Wernaus Festsälen, Schwedterstr. 23 5396 Mitglieder- Versammlung des Unterstügungsvereins der Puter Berlins u. Umg. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Fr. Kater über: Der Nutzen der Ge wertschafts- Kartelle". 2. Diskussion über den Beschluß der letzten öffentlichen Versammlung. 3. Beschlußfaffung über einheitliches Sammeln zum Streit und Generalfonds. 4. Gewerkschaftliches. 143/1 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann: J. Arendt, Urbanftr. 65, III. Versammlung Vortrag des Schriftstellers Karl Schneidt:„ Der Spielerprozeß der Harmlofen gegenüber anderen Prozessen." Nachher: Tanz. Im Hoffmannschen Festsaale, Alexanderstr. 27c. Gäste willkommen. Samariter Kursus [ 120/17 für Arbeiter und Arbeiterinnen. Winter- Kursus 1899-1900. Brunnenstr. 150, findet am Montag, den 30. Oktober, abends 9 Uhr, Der zweite Vortragsabend in der Filiale bei Neumann, statt. Vortrag des Herrn Dr. med. Bischoffswerder über Physiologie und Verbandslehre. Neue Mitglieder werden noch aufgenommen. Gäste willkommen. 155/13 E. Stein, Borsigender, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 40. G. Hellmuth, Kassirer, Langestr. 22. Meiner werten Kundschaft zeige hiermit an, dass ich mein bisheriges Societätsverhältniss gelöst und mit dem 15. Oktober Berlin SO., Neanderstrasse 5, allein eine Buchdruckerei eröffnet habe. 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November.[ 218 I straße 52, linker Aufgang IV. Verantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. 2456 Zimmer. 4636 478b 4886 10 Korbmacher Gesellen verlangt Erler, Rirdorf, Selchowerstraße 32. Einen Farbigmacher verlang E. Beer, Prinz Handjerystraße 73Rirdorf. +22 Lederarbeiter auf Lohn, dauernde Stelle, Muskauerstraße 33 III. Annahme- Stellen für ,, Kleine Anzeigen". Nordwesten: Karl Anders, Salzwedelerstr. 8. Südwesten: .Ohnesorge, Bergmannstr. 23, S. II. C. Oftermann, Erdstr. 6. E. Reterau, Hermannstr. 50. Schöneberg: Wilh.Bäumler, Apostel Paulusstr.13, Weissensee: Heinrich Bachmann, Lehderstr. 1. Julius Schillert, Königchauffee 39a. Rob. Liebschwager, Gustav Adolfstraße 16. Tüchtige Anschläger für Nähmaschinen- Möbel erhalten sof. lohnende dauernde Stellung. Gebr. Nothmann, Nähmaschinen- u. Fahrrad- Fabrit, Rir dorf, Kaiser Friedrichstr. 227/28. 119/12 Druck und Berlag von Max Bading in Berlin. Nr. 254. 16. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts' Vorwärts" Berliner Berliner Volksblatt. Sonntag, 29. Oktober 1899. Unser Programm für die Stadtverordnetenwahlen. VII. Zühlke, Dennewigstraße 13; für den 7. Bezirk im Moabit: Stoll. Nöseler bei Leder, Gozłowskystraße a. d. WaldRestaurant von Mönch( Gartenſaal), Teltowerstraße 3 sich straße. Wedding: Koll. Fendius bei Liebrenz, Triftstraße 1. befinden. Hierauf wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Gesundbrunnen, Schönhauser und Rosenthaler Socialdemokratie geschlossen. Vorstadt: Koll. Preitschat, bei Georgi, Eberswalderstraße 4. Osten und Nordosten: Koll. Wagner bei Schink, Barnimstr. 4. Südosten: Stoll. Gustav Wittig im Restaurant, Manteuffelstraße 72 part., so wie in den drei bestehenden Arbeitsnachweisen. Die Neunerkommiffion der Berliner Krankenkassen erstattete Mit den Gemeinde Arbeiten beschäftigt sich weiter auch am Freitag in einer Versammlung der Kassenvorstände Bericht über der siebente Absatz unseres Programms; er fordert: ihre Thätigkeit. Aus demselben entnehmen wir folgendes: Die Revision des Submissionswesens. Vergebung der Gemeinde- Kommission ist vor etwa drei Jahren, als sich gegen die UnfallArbeiten und Lieferungen nur unter vertragsmäßiger Verpflichtung stationen eine allgemeine Unzufriedenheit bemerkbar machte, einge Eine öffentliche Versammlung der an Holzbearbeitungsder Unternehmer, die Lohn- und Arbeitsbedingungen der von ihnen fegt worden. Sie hatte die Aufgabe, die erste Hilfeleistung bei Gr- maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend tagte mit Gemeinde- Arbeiten beschäftigten Arbeiter in Gemeinschaft mit frankungen im Interesse der Kassenmitglieder zu regeln. Die Kommission am 25. d. Mts. im Englischen Garten. Der Bericht des Gewerk den Fachorganisationen der Arbeiter festzusetzen. wurde entgegengenommen. An hat zu diesem Zweck mit den Verwaltungen von Krankenhäusern sowie schaftsdelegierten Jäck An Mitglieder der Gemeindevertretungen dürfen keine Arbeiten mit den zuständigen Behörden verhandelt, sie hat dann bei der hierauf folgenden Diskussion beteiligten sich Stein, Künzel und oder Lieferungen für die Gemeinde übertragen werden. Ebenso Errichtung der Rettungsgesellschaft mitgewirkt, und, nachdem sich Biehl und wurde das Verhalten des Delegierten gutgeheißen. dürfen dieselben in feiner Weise an gewerblichen Unternehmungen innerhalb der Krankenkassen unzufriedenheit wegen der Höhe der Sodann wurde das Regulativ des neugegründeten Gewerkschaftsbeteiligt sein, die in einem Vertrags- oder Lieferungsverhältnis zur Gebühren, welche die Rettungsgesellschaft erhob, bemerkbar gemacht tartells verlesen, und ersucht, sich diesent anzuschließen. Selbiges Gemeinde stehen." hatte, ist es der Kommission gelungen, mit dem Vorstande der wurde auch von der Versammlung gutgeheißen und Jäck wieder bon " W Die der Auf Die Revision des Submissions wesens, beziehungs- Rettungsgesellschaft einen Normalfaz für die erste Hilfeleistung in als Delegierter hierzu gewählt. Als Revisoren für den Vertrauenstreise deſſen einheitliche Regelung berät zur Zeit gerade ein Ausschuß Höhe von 2,50 M. einschließlich Verbandszeug zu vereinbaren. mann wurden Piel, Franz und Sauerzapf gewählt. der Stadtverordneten- Verfanmmlung. Dieser lehnte, wie fürzlich mit Früher betrug dieser Satz durchschnittlich 3,38 M. Weiter eine von Zimpel gestellte Anfrage, ob der Streit bei Müller, geteilt wurde, mit großer Mehrheit den Antrag ab, daß in den wurde mitgeteilt, daß nach dem Statut der Rettungsgesell- Schönhauser Allee, beendet sei, berichtete Sauerzapf, daß für den Submissionsbedingungen die Bezahlung der schaft im Vorstande derselben drei Krankenkassenvertreter figen Holzarbeiter- Berband, ebenso auch für die Maschinenarbeiter der Streik den Arbeiterorganisationen anerkannten müssen. Die Neunerkommission glaubt hiermit ihre Aufgabe erledigt für als erledigt zu betrachten sei; und daß sich auch hier wieder Lohnsäze gefordert werden sollte. Dasselbe Schicksal, zu haben. In der Diskussion wurde unter anderm bemerkt, in der einmal bedauerlicherweise ein Streitbrecher gefunden habe, welcher wie diesem Antrage unserer Genossen, wurde auch einem Antrage des Rettungsgesellschaft sei noch manches nicht so, wie man es im laut Statut aus dem Verbande ausgeschlossen sei. Einer ganz liberalen Stadtverordneten Goldschmidt, des Sekretärs der Hirsch Interesse der Krankenkassen und deren Mitglieder wünschen müsse. scharfen Kritik wurde die Fabrik von Reichel, Swinemünderstr. 79, Dunderschen Gewerkvereine, zu teil; dieser verlangte, Den Kaffenmitgliedern sei dringend zu raten, daß sie der Rettungs- unterzogen, weil sie ein in Beziehung auf die Forderungen der Ardaß eine entsprechende Bestimmung wenigstens dann Aufnahme gesellschaft als Mitglieder beitreten, um ihren Einfluß in der beiter gegebenes Versprechen nicht gehalten hat. finden sollte, wenn Vereinbarungen der Arbeiter- Gesellschaft im Jnteresse der Krankenkassen geltend und Unternehmerorganisationen über die Lohn machen. Die Tapezierer hielten am 23. d. M. ihre zweite kombinierte Ein großer Uebelstand in der Organisation der Versammlung ab. Zu der Frage, wie stellen wir uns bei eventuellen und Arbeitsbedingungen vorhanden waren. In Rettungsgesellschaft sei der, daß der Vorstand das Recht der Lohnbewegungen den neuen Fachvereinen gegenüber, wurden nach die freie Konkurrenz dürfe nicht eingegriffen werden," so erklärte Stooptation hat. Auf Grund dieses Nechts würden Personen, die längerer Diskussion zwei Resolutionen angenommen, welche besagen: man, und so fiel auch der Antrag des freisinnigen Harmonic- eine größere Spende an die Gesellschaft leisten, in den Vorstand be- Streits auf Bauten und in Werkstellen haben nur Gültigkeit, wenn Apostels. rufen, und die eigentlichen Interessenten der Gesellschaft hätten des- sie bei der bestehenden Agitationsfommission vorher angemeldet und Um dieses Verhalten der liberalen" Stadtverwaltung ge- halb nicht den ihnen gebührenden Einfluß. Die Versammlung, in anerkannt sind. Die Versammlung, in anerkannt sind. Kollegen, die den anderen Vereinen angehören, bührend zu würdigen, muß man sich vergegenwärtigen, daß der Lon- der 58 Kassen vertreten waren, erklärte sich mit dem vereinbarten werden nicht materiell unterstützt. Nach dem Bericht der Agitationsdoner Grafschaftsrat die Gemeinde- Verwaltungsbehörde der eng Normalsatz für erste Hilfe einverstanden und verlängerte das Mandat tommission waren in 12 Werkstellen Lohnbewegungen und mußten lischen Hauptstadt seit dem 3. März 1889, also seit mehr als der Neunerkommission bis nach der Generalversammlung der 3 Wertstellen in Streit treten. Mit Ausnahme bei der Firma Töpke 10 Jahren, die anständige Lohnklausel" in seine Sub- Rettungsgesellschaft.. missionsbedingungen aufgenommen hat. Ja, dort geht man noch wurden jämtliche Forderungen bewilligt. Die Einnahmen beliefen weiter: man fordert nicht nur die Zahlung von Gewerkschafts- Die streikenden Töpfer hielten am Sonnabend wieder eine sich mit dem Bestand vom vorigen Quartal auf 780,42 M. Die löhnen" und die Gewährung entsprechender Arbeitsbedingungen, Versammlung ab. Da fich der Saal bei Stechert schon bei der Ausgaben 1090,13 m. Ausgaben 471,62 M. Die Jahreseinnahme war 1398,93 m., die sondern man verlangt auch, daß in den Berufen, in welchen feine letzten Berjanımlung als zu klein für die große Zahl der Streifenden Seidel, Pape, Benter, Ebner, Hennicke, Anders, Hoffmann. Nach Gewählt wurden Leo Schmidt, Pönnicke, Gewerkschaften bestehen, Männern ein Mindesttagelohn von 4 M., erwiesen hatte, so war diesmal der großze Sellersche Saal gewählt dem Bericht der Provinz- Agitation wurden sechs neue Filialen geFrauen ein solcher von 3 M. gezahlt werde. worden, der denn auch bis auf den letzten Platz gefüllt war. Stadtväter bewiesen, daß sie in dieser Beziehung Geldsumme und eine Sympathie- Kundgebung für den Berliner Streit und Engel gewählt. Aber mehr noch: durch ihren Beschluß haben die freisinnigen" David gab zunächst bekannt, daß von den Dresdener Kollegen eine gründet. In die Arbeitsnachweis- Kommission wurden Linke, Lau reaktionärer sind, als die konservative Reichs eingelaufen ist.( Bravo.) Hierauf berichtete der Redner: Die Kistenmacher hielten am 23. d. Mts. ihre Generalregierung. Denn wenige Tage vor jener Ausschußfißung teilten Verhandlungen mit den Meistern haben keine Einigung zur versammlung ab, in welcher der Kassierer die Abrechnung vom die Zeitungen mit, daß das kaiserliche Kanalamt in Riel Folge gehabt. Nach einem der Lohnkommission zugegangenen 3. Quartal gab. Danach betrug die Einnahme 246,70 M., die Ausbei der Vergebung von Drudarbeiten die„ an Schreiben haben die Meister in ihrer Versammlung am gabe 327,54 M., Generalbestand 158,37 M. Die Revisoren be= ständige Lohutlausel" in die Submissions Donnerstag beschlossen, daß sie die Vorschläge, welche sie der Lohn- stätigten die Abrechnung und dem Kassierer wurde Decharge bedingungen aufgenommen habe, d. h. daß sie die fommission der Gesellen gemacht haben, zurückziehen und nur einen erteilt. Dann wurde die Neuwahl der ausgelosten VorstandsBezahlung der Arbeiter nach dem deutschen Buch d'rudertarif Zuschlag von 5 Proz. auf den Jungstarif von 1896 zu gewähren. mitglieder vorgenommen, welche folgendes Resultat ergab: forderte. Damit find, wie dem Redner in der Meisterversammlung persönlich 1. Vorsitzender Juckel, 2. Borsigender Wittmann, 2. Schriftführer Wir werden später uns noch eingehender mit der Arbeitergesagt wurde, die Verhandlungen abgebrochen. David hat in der Voigt, 2. Kassierer Sprung, Revisoren Bartholemäus und Mussil. freundlichkeit der Berliner Stadtverwaltung zu befassen haben. Vor- Meisterversammlung den Eindruck bekommen, daß die Meister durch Jm Punkt 3: Statutenänderung" wurden nach lebhafter Debatte erst muß uns die andere„ Austands"-Forderung beschäftigen, welche aus nicht einig sind und ihr Beschluß mur mit Not und Mühe, auf Antrag Tschernig die§§ 4, 6 und 8 zur nächsten außerordentjener Abfaz unseres Programms aufstellt: die, daß an Mitglieder jedenfalls aber mit sehr zweifelhafter Mehrheit zu stande ge- lichen Generalversammlung vertagt.§ 16 bleibt durch Abstimmung der Gemeindevertretung keine Gemeinde Arbeiten tommen fei. Die Meister setzen ihre Hoffnung darauf, daß in der alten Fassung. Im weiteren wurde beschlossen, daß von übertragen werden sollen usw. Es ist diese Forderung den Streifenden das Geld bald ausgehe. Wenn aber mun ab nicht mehr 10 Bf., sondern 50 Pf. Einschreibegeld erhoben weder als socialistisch, noch auch als demokratisch anzusprechen, irgend etwas unbegründet sei, so sei es eine solche Hoffnung. werden. Zum Schluß berichtete Wolter noch über die Streits bei joutern es ist, wie gesagt, rein eine Forderung des An Die erforderlichen Mittel zur Unterstützung feien auf längere Zeit Liebrecht und Neumann, worauf beide Streits aufgehoben wurden. standes." Geschäftliche und materielle Vorteile", so führte auf hinaus gesichert. Die Meister hätten auch die Absicht, die Beltener der Gemeindevertreter- Konferenz der Genosse Sonnenburg aus, fenfabrikanten zu veranlassen, für den Fall des partiellen Streits Die Täschner und Kofferarbeiter Berlins beschäftigten sich dürfen mit dem Ehrenamte des Gemeindevertreters nicht verbunden der Töpfer den Meistern, welche die Forderungen bewilligt haben, am Dienstag, den 24. d. M., in einer bei Roll, Adalbertstr. 21, absein, das Amt darf nicht zur Futtertrippe werden." fein Material zu liefern. Der Redner meint, es sei gar nicht an- gehaltenen öffentlichen Versammlung mit dem Stand des Streits bei Uns erscheint diese Auffassung ganz selbstverständlich, unsern zunehmen, daß die Ofenfabrikanten auf dieses Ansinnen eingehen, der Firma Einbrod u. alb. Aus den gemachten Ausführungen Gegnern nicht. war In liberalen Streisen findet man 3. V. durchaus denn ihre Lager seien schon jetzt jo gefüllt, daß sie froh daß es der Firma der Firma gelungen ist, de entnehmen, nichts Austößiges dabei, daß ein Stadtverordneter an Unter- fein würden, wenn wenn sie durch Aufhebung des Generalstreits zu den alten Arbeitswilligen noch drei neue hinzuzubekommen, nehmungen beteiligt ist, die in Beziehungen zur Gemeinde stehen. etwas Absatz fänden. Nach den bis jetzt eingelaufenen Bewilligungen so daß ihr jetzt acht Leute zur Verfügung stehen. Von den zehn Erst vor wenigen Tagen wurde wieder mitgeteilt, daß als liberaler fönnten etwa 275 Töpfer zu den neuen Bedingungen Arbeit finden. Streifenden haben wiederum sieben Arbeit erhalten, so daß jest mir Kandidat für die bevorstehende Stadtverordneten- Wahl Herr Bach Redner empfahl, den Generalstreik fortzuführen, und nunmehr die noch drei übrig bleiben. Die Versammlung war nun der Ansicht, ite in aufgestellt jei, der frühere Besizer der westlichen Borortbahn, Anerkennung der ursprünglich gestellten Forderungen bis zum 1. Of daß es infolge dieses Umstandes nicht mehr angebracht wäre, den der auch jetzt noch an diesem Unternehmen beteiligt ist. tober 1900 zu verlangen.( Bravo.) Die nachfolgenden Redner Streit aufrecht zu erhalten. Ein Antrag, über die Werkstatt die Es darf in diesem Zusammenhange wohl auch das Ver- sprachen sämtlich mit voller Ueberzeugung für Fortführung der bis- Sperre zu verhängen, fand einstimmig Annahme. Pflicht eines jeden halten bei der Besetzung städtischer Aemter Der Erwähnung herigen Taktif. Verlauf der Berjammlung zeigte, Versammlung zeigte, Sollegen ist es mim, diesen Beschluß hochzuhalten. finden. Heute ist als verschwindende Ausnahme an daß die Streifenden ohne Ausnahme von ungetrübter Kampf- Berichtigung. Herr Jakob, der in der Kommunalwählers zusehen, daß ein zu besetzender Posten in der städtischen freudigkeit erfüllt sind, und die Einmütigkeit unter den Berliner Versammlung für den 16. Bezirk das Wort nahm( Siehe Bericht in Berwaltung öffentlich ausgeschrieben wird; die Regel ist vielmehr. Töpfern fester als je ist. In der Diskussion kam dann auch ein gestriger Nummer) wünscht berichtigt zu sehen, daß er nicht Mitdaß aus den Bewerbungen, welche ohne Bekanntmachung Artikel der neuesten Nummer der Baugewerks- Zeitung" zur Ver- glied des freisimmigen Arbeitervereins", sondern des demokratischen einlaufen, die Auswahl getroffen wird. Ein solches System lesung, der ein völlig entstelltes Bild von der Töpferbewegung giebt" Berliner Arbeitervereins" ist. begünstigt diejenigen, welche in verwandtschaftlichen oder und in gewohnter Weise die Arbeitgeber aufhetzt, daß sie die Arfreundschaftlichen Beziehungen zur Verwaltung stehen und daher beiter ihre Macht fühlen lassen. Hierzu wurde bemerkt, die Töpfer stets rechtzeitig von eintretenden Vakanzen( erledigte Stellen) unter- hätten zwar die Macht ihrer Unternehmer nicht zu fürchten, aber die richtet werden; alle fernstehenden Personen werden dadurch benach- Hezereien des„ Onkel Felisch" seien entschieden zu verurteilen. teiligt, und die Interessen der Allgemeinheit geschädigt, denn für sie Die Versammlung nahm einstimmig und mit stürmischem Beifall ist es nur wünschenswert, daß die Auswahl möglichst groß ist. folgende Resolution an: Darum muß öffentliche Ausschreibung aller In Erwägung, daß bei der augenblicklichen Aufhebung des erledigten Posten gefordert werden. Zur Eindämmung der Generalstreits nur wenige Stollegen untergebracht werden können, in Verwaltungswillkür und ihrer üblichen Folgen würde aber noch eine fernerer Erwägung, daß durch die Nichtbeachtung der Fensterfrage andere Maßregel zweckmäßig sein. Für diejenigen Posten in der seitens der Unternehmer es vielleicht gar nicht möglich ist, die bestädtischen Berwaltung, welche gleichartig in größerer Anzahl vor- treffenden Kollegen unterzubringen, in weiterer Erwägung. daß die handen sind, wie z. B. die Armenarztstellen, die Stellen der Unternehmer die Aufhebung des Generalstreits nicht fürchten, juristischen Hilfsarbeiter und andere- und bei denen daher Vakanzen sondern im Gegenteil diesen eventuellen Beschluß mit Freuden bemit einiger Regelmäßigkeit eintreten, sollten Listen der Bewerber grüßen würden, weil dadurch die Festigkeit in unseren Reihen start angelegt werden, damit bei der Besetzung erledigter Stellen unter bedroht wird, beschließt die Versammlung. den jonst gleichen Verhältnissen das Alter der Meldung Berücksichtigung Generalstreit bis auf weiteres aufrecht zu er finden kann. Das kann bei den meisten dieser Posten um so eher halten. geschehen, als den Behörden, welche die Posten zu besetzen haben, V zu Treptow- Baumschulenweg. In der letzten Parteiversamms lung gab der Vertrauensmann Strebs den Jahresbericht. Redner bespricht zunächst das Verhalten des Amtsvorstehers Sch mo cf gegen die Arbeiterschaft, sodann die Lokalsperre, durch welche es 3 Monate lang nicht möglich war, eine größere Versammlung abzuhalten. Flugblattverbreitungen haben fünfmal stattgefunden, außerdem sind Agitationstouren nach den Landorten gemacht. Die Zahl der Abonnenten auf den Vorwärts" sei von 88 auf 102 gestiegen. Die Sorrespondenz belief sich auf 64 Briefe und Karten. Dem Kassenbericht zufolge ist eine Einnahme von 476,49 M. erzielt worden, der eine Ausgabe von 404,08 m. gegenüberstand. Zum Vertrauensmann wird Krebs einstimmig wiedergewählt, die Lokalkommission ſezt sich zusammen aus Schirfte, Stock und Wollschläger; zu Revisoren werden Winckler, Noack und Hoch gewählt. Sodann berichtet Genosse Gerisch über den Hannoverschen Parteitag. Gerisch giebt die Erflärung ab, daß er, obwohl vom Kreise nicht delegiert gewesen, doch dem Vertrauensmann nach Rücksprache das Versprechen gegeben habe, den Beschlüssen des Parteitags vollständig einverstanden. Hierauf über den Parteitag zu berichten. Die Versammlung erklärte sich mit berichtete Krebs in drastischer Weise über seine Erlebnisse in einer freifinnigen Versammlung; die Art, wie dort die freie Diskussion" gehandhabt worden, erregte Entrüstung und Heiterkeit zugleich. Genosse Millarg über praktische Fragen des Gewerbegerichts. Bu Rigdorf. In der letzten Kartellversammlung referierte Bunkt 2 der Tagesordnung, Bericht über Streifs, teilt Nierich mit, daß im ganzen 600 m. nach Dänemark gefandt sind. Weiter wurde mitgeteilt, daß der Streit der Steinarbeiter beendet ist; diefelben erhielten insgesamt 140 W. Unterstüßung. Betreffs der Lederarbeiter in Wilster iwurde mitgeteilt, daß dieselben bisher 140 m. erhalten haben, der Streik dauert dort unverändert fort. Wegen vorgerückter Zeit wurde der Bericht der Möbelpolierer und der Maler vertagt. häufig ein eigentliches Urteil über die Befähigung der Kandidaten Grenadierstraße, eine gutbesuchte öffentliche Versammlung. In der Die Bauanschläger hatten am Freitagabend bei Buste, nicht möglich ist, und somit die Gefahr besonders groß ist, daß die vorigen Versammlung war eine fiebengliederige Kommission damit Entscheidung andere Gesichtspunkte geben. Es müßte mit einem beauftragt worden, daß der neue Lohntarif spätestens ab 1. März Wort ein ähnliches Verfahren Plaz greifen, wie es wenn auch 1900 zur allgemeinen Geltung kommt und dieserhalb mit den nicht ausnahmslos für die Besetzung der Richterstellen Anwendung Meistern zu verhandeln. Nach der sehr lebhaften Aussprache einigte man findet. Als seiner Zeit die Regierung durch den Assessorenparagraphen sich dahin, für den Streiffond untenstehende Zahlstellen neu zu errichten, dieses Verhältnis ändern und der Verwaltungswilltür noch größeren die neben den drei bestehenden Arbeitsnachweisen sofort in Funktion Spielraum schaffen wollte, da protestierte auch der Freifium hiergegen treten sollen. Die Annahmezeit der Beiträge wurde auf Sonntag auss schärfste; er wird daher dagegen nichts Stichhaltiges vorbringen vormittag von 8-10 Uhr festgesezt. Für nächste Woche wurden können, daß man auch in der städtischen Verwaltung versucht, die zwei Wanderversammlungen beschlossen, und zwar Dienstag für Willfür einzuschränken und für die Besetzung erledigter Stellen feste Charlottenburg im Lokal Leder, Bismarck- und Schillerstraße Ede, Grundsäge zu schaffen. C. F. und Freitag für Schöneberg und Westen bei Obst, Grunewaldstraße 110. Auf diese Weise soll die Kollegenschaft in allen Stadtteilen und Vorstädten aufgerüttelt und für die Lohnbewegung inter essiert werden. Zur Lohnfrage selbst äußerte sich ein Redner für Abschaffung der Accordarbeit und einen festen Lohn von 5,60 m. pro Eine Kommunal- Wählerversammlung für den 3., 6. und Tag bei 9 Stunden Arbeit im Sommer, von 5 M. bei 8 Stunden im 7. Bezirk fand am Freitagabend in der Teltowerstraße statt. Der Winter. Diefer Borschlag wurde von anderer Seite als verfrüht bezeichnet. Kandidat, Genosse Lantow, hielt ein vortrefflich ausgearbeitetes Bindende Beschlüsse in der Lohnfrage wurden noch nicht gefaßt, doch Referat über die Arbeiterforderungen in der städtischen Verwaltung. will man sobald als möglich vorgehen. Unter Verschiedenes" kam wofür er ein schr reichhaltiges Thatsachenmaterial zur Erläuterung das Verhalten einiger Kollegen zur Sprache, die noch abends spät der einzelnen Punkte zur Verfügung hatte. Unter Hinweis auf bei Licht arbeiten. Man solle diese jedoch nicht mit Roheiten, frühere Berichte glauben wir auf eine ausführliche Wiedergabe der sondern mit Vernunft und Belehrung auf den rechten Weg bringen interessanten Schilderungen verzichten zu können. Die Genossen und somit den Behörden keine Veranlassung zum Einschreiten geben. Arbeiter Bildungsschule. Heute, abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Ewald und Zubeil ergänzten mit einigen Bemerkungen die Mit einem Hoch auf die Solidarität der Bauanschläger schloß der Kommandantenstr. 20, Vortrag von Frau Dr. 3e pler über: Henrit Ausführungen des Referenten, mit dem Hinzufügen, daß man gerade Vorsitzende die Versammlung. Ibsen. Zu recht zahlreichem Befuch ladet ein Der Vorstand. in diesen Bezirken eine äußerst lebhafte Agitation entfalten möge, 8ahlstellen für den Streitfonds: Rigdorf: Kranken- Unterstützungs- und Begräbuisverein der Schmiede um dem socialdemokratischen Kandidaten am Tage der Wahl den Kollege Herm. Wittig im Restaurant Wittenberg, Lessing- und Prinz( Bahlstelle Berlin III). Sonntag, den 29. d. Mt., vormittags 9½ Uhr, bei Lorenz, Voltastr. 44: Mitgliederversammlung. Sieg zu verschaffen. Scholz giebt noch bekannt, daß die Wahl- Handjernstraßen- Ece. Schöneberg und Westen: Koll. Haus- Schmargendorf. Am Dienstag, abends 8 Uhr, findet die regelTotale: für den 3. Bezici im Restaurant 3immermann, wald im Neft. Werner, Billowstr. 59. Charlottenburg: Koll. mäßige Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins im Wirtshaus Lindenstraße 105, 1 Tr.; für den 6. Bezirk im Restaurant| Gabriel bei Hagen, Kaiser Friedrich- und Bismarckstraßen- Ecke. I Schmargendorf statt. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Der Vorstand. Versammlungen. Gefehlt haben die Delegierten der Schuhmacher, Steinfeger, Metallarbeiter und Tabatarbeiter. Die Adresse des Vertrauens manes der Gewerkschaften ist: August Nierich, Nigdorf, Steinmetzstr. 85, H. II. abends 7 Uhr, in Hoffmanns Festfäle, Alexanderstr. 27e: Versammlung. Bildungsverein ,, Mehr Licht". Heute, Sonntag, den 27. Oktober, Bortrag des Schriftstellers Karl Schneidt über: Der Spielerprozeß der Harmlofen gegenüber anderen Prozessen. Nachher: Tanz. mit SUPPEN Maggi ተቶ : 7110307 19 Ecke S.H Central- Leihhaus, Jägerstr. 72, Kanonierstr. JTD Grösstes Etablissement seiner Art in Berlin. Täglicher Verkauf von eleganten, modernen Herbst- und Winter Paletots und Anzügen von Mk. 10, 12, 15, 20, 25-30 Prima. Knaben and Jünglings- Anzüge, Kammgarn- Salon- Anzüge, Hochzeits Anzüge, Alles fabelhaft billig. Goldene und silberne Herren- und Damen- Uhren, Ketten, Ringe, Regulatoren, Teppiche, Herren- und Damen- Stiefel. Tausende eleganter Herren- Garderoben sind jetzt zur Winter- Saison zum billigsten Verkauf gestellt und sind Bauch- Sachen, selbst für die korpulentesten Herren passend, in grosser Auswahl vorhanden. Auch sind die bekannten Monatssachen( in den feinsten Werkstätten teils auf Seide nach Mass bestellt) vorrätig. Geh- und Reisepelze für Herren. 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( Ohne Gewähr.) 14 272 499 1029 99 196 263 320 474 570 681 988 2153 255 440 996 3046 353 62 669 728 859[ 300] 932 5005 184 4001 24 95 120 318[ 300] 431 610 82 815 61 245 97 362 69 442 59 595 638 713[ 300] 809 45 6072 157 267 533 34 669[ 500] 820 56 7282 504 611 61 99 967 81 95 S090 113 48 243 55 603 42 907 43 429 61 90 511 784 831[ 500] 989 9018 139 62 206 328 10059 69 135 37 62 210 565 696 99 759 917 11180 86 256 61 344 68 444 521 625 37 826 63 12099 130 57 216 44 55 345[ 500] 408 600 858 410[ 1000] 89 828 935 13016 203 15 23 349[ 300] 14041 69 81 167 76 269 426 57[ 500] 641 710 15028 471 586[ 300] 717 869 81 952 53 16088 18117 740 19 157 233 59 487 691 95 17012 150 83 203 600 16 729 86 280 81 587 645 740 19053 220 38 375 588 681 86 735 984 20150 206[ 300] 324 422[ 1000] 43 604 751 75 903 150 20 21089 121[ 1000] 48[ 3000] 214 25 85[ 500] 98 99 415 49 22014 149[ 1000] 331 33 438 554[ 500] 686 720 842 929 24001 600 27 65 805 966 23109 297 492 577 839 916 97 25021 198 237 404 513 42 119 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706 14 35 72 847 985 212274 364 645 726[ 3000] 214261 559 945 77 213314 536 65 601 755[ 500] 801 989 673 841 215012 59 286[ 3000] 328 50.58 526 772 818 43 216140 270 312 472[ 500] 84 709 18 39 65[ 3000] 868 217070 [ 3000] 73 104[ 1000] 71 208 331 33 551 741[ 300] 63[ 1000] 861[ 3000] 81 89 988[ 3000] 218022 59 402 538 950 219151 [ 500] 297 313[ 300] 488[ 3000] 523[ 1000] 760 69 800 88 220273 361 482 527 693 714 813 905 15[ 300] 71 221083 138 261 347 534 640[ 3000] 732 848 222062[ 1000] 385 483 569 90[ 300] 617 839 64 70 223195 354 461 569 605 13 763 901 224067 161 222 97 450 552 670 74 887 942[ 500] 225012 91 264 301 446 58 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 m., 1 zu 200 000 it., 2 a 150 000 W, 2 zu 100 000 m., 2 8 75 000 m., 1 zu 50 000 mt., 1 zu 40000 t., 6 zu 30000 17 zu 15 000 r., 39 zu 10000 D., 66 zu 5000 mt., 882 gu 3000 Bt., 987 gu 1000 Mt., 1135 zu 500 Mt. 8.Ziehung d. 4. Klaffe 201. Kgl. Preuß. Lotterie. 291 519 92 635 784 967 70[ 1000] 80 117045 152 82 96 Biehung vom 28. Oftober 1899, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Summern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 45 175 237 581 863 82 1073 191 274 76 347 715 23 63 867 912 2005[ 500] 22 79 128 362[ 300] 520 691 879 906 3205 41 382 425 49 69 568 610 31 727 864 84 918 64 81 92 4094. 131 38 260 62 624 700 26 57 71 5179 386 417 87 522 27 36 56 607 25 30 732 870 945 6130 90 97 310 33[ 300] 71 595 670 969 7132 96 417 8214 437 613 794 872 9021 204 16 92 529 48 624 984 99 624 984 10200 2 5 7 342 679 725 833 11009 39 71 225 515 708 41 77 905 12004 19 51 66 156 85 206[ 300] 50 83 349 587 970 96 13225 29 331 84 575 666 766 882 984 14484 898 15140 477 503 98 16178 96 270 322 402 30 512 40 650 735 17029 43 199 775 18002 158 203 6 304 40 87 99 474[ 500] 713 68 [ 1000] 955 19030 72 202 4 324[ 3000] 66 468 638 61 71 743 994[ 300] 20329 56 73 535 81 99 675 892 959 21004 253 73 428 577 [ 3000] 810 99 22187 349 99 425 48 49 550 58 637 775 911 19 23020 32[ 1000] 202 67 80 450 58 636 944 24034 92 211 91 1500] 453 815 939 99 25442[ 300] 79 715 839 917 36 83 26007 178 369 750 842 73[ 300] 927 27100 76[ 1000] 271 324 62 83 25 596 649 940 88 28436 941 46 29048 55 314 481 613[ 500] 613[ 500] 81 830 30131 213 489 523 630 738 47 856 31146 310 411 88 [ 3000] 95[ 1000] 531 659 700 821 32221 60 389 552 781[ 300] 851 941 33131 210[ 500] 79 314 27 28 429 633 77 96 721 852 4019 93 230 353 569 806 36222 35045 339 603 709 947 93 337 403 629 768 802 24 42 37005 46 49 76 155 533 751 844 # 8062 130 75 378 423 27 62 682 726[ 300] 905 39014 39 117 400[ 3000] 62 526 661 784 40328 99 554 615 929 56[ 300] 41096 229 495 665 96 747 76 849 42111 76[ 1000] 352 424 25 727[ 300] 51 862 979 85 43005 159 230[ 1000] 417 815 47 44009 20 65 125[ 500] 67 275 309 431 78 626 739 43 45105 74 99 308 488 541 52 089 976 46004 187 211 62 300[ 300] 441[ 1000] 49[ 300] 80 881 946[ 300] 47157 80[ 1000] 240 86 336 562 655 737 66 86 830 901 70 48324 29 595 860 49196 485 572 796 804 795 50077 176 233 50 437 569 51039 461 79[ 3000] 832 927 87 52006 114 35 200 387 449 677 964 69 83 53091 259 82 402 38 42 572 640 742[ 300] 54080 85 106 67 91[ 300] 284 96 316 23[ 1000] 591 721 55107 271 72[ 500] 335 52 664 875 [ 3000] 947 56120 258 627 29 38 63 746 809 57273 303 636 47 71 800[ 300] 42 918 58060 103 47 386 453 514 80 746[ 500] 78 810 59168 224 558 822 95 60135 261 451 536 40 800 48 61001 179 250 361 400 16 48 506 603 781 937 62007 40 150 74 238 62 365 589 759 63396 408 902 64088 207 69 414 508 18 60 650 754 817 [ 1000] 902 42 64[ 300] 65044 154 62 440 507 8 957 60.89 220 662 78 729[ 1000] 33 809 921 7003 4 19 43 173 202 23 25[ 500] 52 366 771 68131 200 398 482 558 616 866 926 9110 411 71 623 64 72 91 714 17[ 500] 23 954 70044 174 294 754 889 940[ 5000] 81 71102 627 858 72001 77 108 37 238 456 571 629 75[ 1000] 743 68 847 920 66[ 500] 73164 89 452[ 300] 74 507 688 799 839 74064 159 84 266 321 447 510 51 60 86 753 56 921 89 75048 228 409 46 674 870 76004 14 115 241 847 904 77103.[ 300] 5[ 500] 18 309 65 80 91 508[ 3000] 79[ 500] 682 753[ 3000] 806 26 78028 84[ 300] 162 222[ 500] 424 653 711 28 43 55 816 24 41 70 73[ 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Berichtigung. In der Lifte vom 27. Ottober vormittags et soos 000000 lies 205 208 ftatt 108 288.