Dritt zur dt, der er: ache. mens ei eiten Ver chen, nicht Ferzu 5204 66953 nicht igen ons Nr. 284. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat= lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infections- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern fprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. 3 Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Australisches. Freitag, den 4. Dezember 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. die Gewerkschaftsbewegung durchgesetzt. Die Arbeiter sind in Bauer schreibt:" Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Australien eine politische Macht, mit welcher gerechnet werden ganze Entwickelung der Erwerbsverhältnisse des australischen Bekanntlich hat die australische Arbeiterbewegung seit muß. Die staatliche Gesetzgebung hat indeß eine ganze Arbeiters auch auf seinen Charakter von tiefgehendem EinJahrzehnten den Kampf für den achtstündigen Normal große Reihe von Fragen des Arbeiterschutzes geregelt. An flusse gewesen ist. Alle Beobachter betonen seine von der Arbeitstag mit zähester Thatkraft und großem Erfolge ge- der Spitze steht auch hier die Kolonie Vittoria, hier und in Arbeitsunrast des englischen und amerikanischen Arbeiters führt. Es ist deshalb von Intereffe, eine Reihe von That- Neusüdwales sind die Arbeitervertreter ein wichtiger Faktor so abweichende Lust und Fähigkeit, zu genießen. Er besucht fachen kennen zu lernen, welche den Einfluß des Achtstunden in den Parlamenten, in Neusüdwales besigen sie seit Juli Museen, Theater und Bibliotheken, die er als sein Nationaltages auf die Arbeiterverhältnisse beleuchten. Und diese 1891 die Mehrheit. Die Schmutzkonkurrenz, wie sie die eigenthum betrachtet. Er schäzt die Muße wie die Arbeit, Thatsachen fallen um so mehr ins Gewicht, als sie aus zügellofe Ausbeutung der Frauen, jugendlichen Personen und in diesem südlichen Klima erinnern sein Kunstsinn wie amtlichen Quellenwerken geschöpft sind. Im neuesten Hefte und Kinder auf die Lebenshaltung der Arbeiter ausübt, seine Leidenschaft für körperliche Uebungen an die Lebensder Conrad'schen Jahrbücher für Nationalökonomie" ver- wurde zum Angriffspunkt gesetzlicher Reformen ge- freudigkeit des italienischen und altgriechischen Volkes." öffentlicht Dr. Stefan Bauer eine eingehende Arbeit über nommen. Auch gegen das Schwizsystem ging man Es steht ferner fest, daß die hohen Löhne und die Arbeiterfragen und Lohnpolitik in Australien. euergisch vor. furze Arbeitszeit die Produktion Australiens keineswegs Die Arbeiter des Baugewerbes waren die ersten, welche Die australische Arbeiterschutz- Gesetzgebung erstreckt sich schädigen. Die Unternehmer kommen sehr gut damit zuim Jahre 1853 die Frage des Achtstundentages aufrollten. nicht blos auf Fabriken und Arbeitsräume, sondern auch recht. Daß die Fortschritte des Maschinenwesens dadurch Ende 1856 ergriff die Agitation alle Baugewerbe in der auf Verkaufsläden, in welchen Waaren zum Detailverkauf beschleunigt werden, ist freilich klar; die Einführung des Hauptstadt der Kolonie Vittoria, in Melbourne, die als die feilgehalten werden. Als Fabrik wird irgend ein Geschäfts- amerikanischen Gußstahlpfluges und der Wolseley'schen Mutterstadt des Achtſtundentages bezeichnet werden kann. lokal, Gebäude oder Raum bezeichnet, in welchem sechs oder Schaf- Scheermaschine sind Beweise hierfür. Aber der Eine Achtstundenliga übernahm die Propaganda. Es mehr Personen direkt oder indirekt verwendet werden, Normal- Arbeitstag verhütet, daß die Arbeiter verkommen, wurde auf Grund von praktischen Erfahrungen festgestellt, daß um irgend eine Handarbeit für Lohn oder Enter giebt ihnen Spannkraft und Widerstandsfähigkeit, er ein Arbeiter im Baugewerbe in 8 Stunden soviel leisten gelt zu betreiben oder Artikel für den Handel macht sie fähig, die großen sozialen Kämpfe zu führen. fönne, wie in 10. Am 21. April 1856 hatten die Mel- oder Verkauf zu bereiten oder zu erzeugen; zweitens, in Und so kräftigt er die Massen und erleichtert den Ueberbourner Bauhandwerker ihr Ziel erreicht, unterstützt durch welchem Chinesen in derselben Weise beschäftigt sind; gang zur sozialistischen Wirthschaft; die aus dem Kapitagünstige Konjunkturen; mit Energie hielten sie an dem Er- drittens, ein Raum, in welchem eine Dampf- oder sonstige lismus entspringenden Uebelstände beseitigt er nicht, aber rungenen fest und ein Ausstand im Jahre 1859 sicherte mechanische Kraft verwendet wird. Man sieht, wie fräftig er lindert sie. ihnen die achtstündige Arbeitszeit dauernd. Alljährlich feiert diese Gesetzgebung anfaßt, welche die Ausnützung von Kuliš Auch in Australien setzt der Klaffenkampf sich energisch die Kolonie durch Umzüge, Bankette, Volksfeste die Wieder- noch nicht für ein Erforderniß des„ Schutzes der nationalen durch, und die Arbeiterbewegung mündet in den Soziatehr jenes Gedenktages. Und es muthet uns Deutsche eigen Arbeit" ansieht. Die Arbeitszeit der Frauen und noch nicht lismus. an, wenn wir erfahren, daß die Regierung von Victoria 16jährigen Personen ist auf 48 Stunden in der Woche beden Gedenktag für einen öffentlichen Feiertag erklärt hat. schränkt, nach fünf Stunden Arbeit hat eine mindestens Wie stellen sich bei uns Regierung und Bürgerth, 1/ aftündige Mahlzeitspause einzutreten. Für gesundheitsCaprivi und Kühnemann zur Maifeier! Der Achtſtunden- schädliche Betriebe giebt es eine Reihe forgfältiger Arbeiter Politische Lebericht. tag erstreckte sich in Melbourne 1856 auf 8 Gewerbe 1859 11 我 " 1869 12 " " 1879 17 " " 1883 20 " " in 1884 29 " " 1885 34 " D 1886 44 " " 1888 48 " " 50 " " 60 1890 2-1891 " " Dieses stetige Wachsthum iſt kennzeichnend für den Gang der Entwickelung. Heute gilt die für uns noch einen Programmpunkt bildende Verkürzung der Arbeitszeit für drei Viertel der dortigen Arbeiterbevölkerung. In Neusüdwales erfreut sich fast die Hälfte der Gewerbe des Acht stundentages. In den Kohlen, Zinn- und Goldbergwerken, sowie in den städtischen Betrieben von Sydney herrscht sogar 44ftündige Arbeitszeit in der Woche; der Lohn der Gruben arbeiter beträgt dabei 50 bis 60 m. für die Woche. Auch in Südaustralien herrscht der Achtstundentag. Wo die Gesetzgebung ihn nicht dekretirte, hat ihn Feuilleton. Nachdrud verboten.) [ 84 Er kehrt zurück! Originalroman von Jean Meroz. Dieser Brief, kurzen Inhalts, und mit fester Hand geschrieben, lautete: Schutzbestimmungen. M Berlin, den 3. Dezember. Die Gewerbe Inspektoren sind mit Vollmachten versehen, die sie befähigen, im Interesse der Arbeiter haar- Der Hochmuth der Bourgeoisie kommt nirgends scharf einzutreten. Die Aerzte, die Sanitäts-, die Schul- unverhohlener zum Ausdruck als unter den jüngeren inspektoren müssen sie unterstützen. Für die städtischen Industriebaronen im Reichstage. Wo es sich um Arbeiter Omnibusse und Pferdebahnen in Viktoria, ebenso für die rechte handelt, und würden sie in so lammfrommer Weise ver Hafenarbeiter ist der gesetzliche Achtstundentag eingeführt. treten wie von Max Hirsch, da weiß der Broßenhochmuth Die gesetzliche Sperrstunde für Kaufläden ist 7 Uhr Abends. sich keinerlei Schranken mehr aufzuerlegen und es kommen In allen Kolonien hat dank der Verkürzung der Arbeits- Reden zu Tage wie die des nationalliberalen Abgeordneten zeit, dank den gestiegenen Löhnen und der höheren Lebens- Möller, der den Staat als ausschließliches Monopol haltung der Arbeiter die Trunksucht abgenommen. Unsere der Bourgeoisie betrachtet und jede Rechtsstellung der ArTrunksuchtsgesetz- Fabrikanten mögen sich diese amtlich be- beiter als Empörung und Anmaßung ansieht. Was nicht glaubigte Thatsache hinter die Ohren schreiben. Die Zahl der Bourgeoisie nützt, ist verwerflich, dieses ist der einzige der Verhaftungen wegen Trunkenheit fiel von 18,19 pro Maßstab, den die Herren Möller und Genossen kennen. Tausend der Bevölkerung im Jahre 1877 auf 9,4 im Jahre Wenn der vorigen Generation der Bourgeoisie noch etwas 1888, der Spirituosenverbrauch nahm ab. Man erkennt, vom Stempel ihres Ursprungs, Der Arbeit, der wie Recht wir haben, wenn wir als die Ursache des Suffs Humanität, des Liberalismus anhaftete, bei die tiefe Lebenshaltung der Arbeiterklasse, als Mittel zu seiner Mehrzahl der Söhne ist Humanität und Liberalismus Beseitigung den Arbeiterschutz, die soziale Reform be- vollständig weggefegt, und haben sie mit dem Geldzeichnen. fact ihrer Väter nur den" schneidigsten" Hochmuth So kommt's, daß das Recht auf Muße dem australischen und Ueberhebung erworben. Man sehe nur den Arbeiter die Gelegenheit giebt, sich leiblich und geistig zu ziemlich gleichen Lebenslauf dieser parlamentarischen heben und fortzubilden. Bourgeois Vertreter an. Möller ist im Jahre 1840 der Dieser Brief brachte den Kriegsminister auf den höch- erschütterliche Entschlossenheit auszudrücken schien. Zuletzt sten Gipfel der Erbitterung, er zerriß das Papier in tau- beschloß er, in sein Zimmer hinaufzusteigen, schnallte dort, send Feßen, und brachte nur das eine Wort hervor:„ Elen- überwältigt durch die moralischen Erschütterungen und der Schurke!" durch eine tödtliche Müdigkeit, sein Koppel ab, hing Als Robert Guidal den Kriegsminister verlassen hatte, seinen Degen an den Kleiderständer und warf sich war er in schnellem Trabe zu seiner Wohnung zurück- dann mechanisch auf sein Bett, wo er bald in jenen tiefen geritten. Vor der Thür seines Hauses stieg er ab. Es erwar- Schlaf verfiel, der dem Tode ähnlich ist. Während Robert fete ihn dort seine Ordonnanz in unmittelbarer Nähe; der also schlief, waren in Paris die Barrikaden emporgeschossen, über Goldat stürzte herbei, um die Zügel zu ergreifen. Robert welchen die rothe sozialistische Fahne flatterte, gegenüber der sah ihn einen Augenblick an, stöberte in seinen Taschen her Trifolore, um die sich, zum Morden bereit, die ganze Sie haben weder die Beweggründe meiner Entlassung, um und gab ihm einen Louis mit den Worten: Du wirst Bürgerschaft schaarte, welche ihren politischen Glauben abnoch meine Bitte um Urlaub verstanden. Als Soldat, als das Pferd zum Kriegsminister zurückbringen. Sage ihm, fchwor und nur auf die Vertheidigung ihrer wirthschaftOffizier, habe ich stets meine Pflicht erfüllt ohne Ueberlegen, daß Du mich auf der Straße getroffen hast, und nicht weißt, lichen Privilegien bedacht war, indem sie die Empörung ohne Zögern, ohne Zagen. Die Armee, in der ich gelebt, wohin ich gegangen sei. Diesen Brief hier wirst Du un- niederschmetterte, welche, wie ihre Lyoner Vorgängerin des und wo ich so viele Freunde und gute Kameraden gefunden verzüglich in die Hände des Generals Cavaignac gelangen Jahres 1831 sich die Empörung der Verzweiflung und des habe, geht heute in den Kampf gegen die Pariser, die Ar- laffen. Und dann, ihm die Hand drückend, fügte er hinzu: Hungerns hätte nennen können. beiter, die Republikaner. Ich bin Pariser und werde nicht Das für Dich, mein Braver. Herr General! Närrische Zerfahrenheit hatte die Exekutiv- Kommission auf Pariser schießen. Ich bin der Sohn eines Arbeiters, Der Soldat verstand in seiner Bestürzung absolut nichts und die Nationalversammlung ergriffen infolge des und werde nicht auf Arbeiter schießen; ich bin Republi- von den Worten des Lieutenants. Er ergriff mechanisch unbegreiflichen Verhaltens des Generals Cavaignac, der faner, und will auf keinen Fall gegen wahre Republikaner das Schreiben und entfernte sich langsam, das Pferd am hauptsächlich die National- und Mobilgarde beschäftigte, tämpfen. Falls die Republik zu Grunde geht, so haben Bügel mit sich führend, welches den Kopf rückwärts drehte die sich nicht bemühte, nach einem gemeinschaftlichen Plane Sie sie vernichtet, indem Sie ihre bravsten, uneigennützigsten und, seinen Herrn anblickend, wieherte. zu handeln, die den Budikern die Mühe der Vertheidigung Bertheidiger tödteten. Und ich schlage mich ohne Zögern Als sie in der Rue de la Harpe verschwunden waren, ihrer Läden überlassen wollte, und die die Empörung eher auf die Seite Derer, die ich liebe, und die Schurken um blieb Robert einen Augenblick regungslos mit schlaffen erbittern zu wollen schien, als daß sie versuchte, sie im EntBrot, Gerechtigkeit und Arbeit bitten. Ich vergesse nicht Armen stehen. Er hatte soeben seine Schiffe verbrannt", stehen zu ersticken. Dadurch, daß er die Armee in Reserve Ihre gütige, freundschaftliche Gesinnung, die Sie mir einst und er hatte, wenn die Empörung sich nicht in siegreiche behielt, war die Absicht Cavaignac's indeß klar und leicht begreifzeigten, aber über meine Dankbarkeit stelle ich meine Pflicht Revolution verwandelte, keine andere Aussicht, als sich lich. Der General, der nur die reguläre Armee für mächtig hielt, als Republikaner und Soldat der Republik. Bei der tödten zu lassen auf einer Barrikade, oder wenn er von den sagte sich, daß die National- und Mobilgarde nicht die Wahl zu Sterben ziehe ich es vor, in den Reihen der Opfer Regierungstruppen gefangen genommen würde, erschossen zu lacht haben würde, den Kampf auszuhalten, und daß ihre zu fallen, als Lorbeeren und Beförderungen in den Reihen werden. Kräfte sich vor den Barrikaden brechen würden. Dies der Mörder zu erringen. Robert Guidal, Lieutenant der- Sie werden mich nicht friegen, ich schwöre es, friegerische Element, das aus der bürgerlichen Bevölkerung Infanterie. murmelte er und machte eine Handbewegung, die seine un- nur vorübergehend ausgehoben wurde, hatte schon deshalb 4015 geboren, echielt kaufmännische Ausbildung in Hamburg, Liverpool und London, und 1863, 23 Jahre alt, gründete er mit seinem Bruder eine Maschinenfabrik und ererbte dazu noch eine Färberei. Sein Parteigenosse Siegle ist in demselben Jahre geboren und übernahm gleichfalls im Alter von 23 Jahren die väterliche Fabrik. Gleichfalls 1840 ist ein dritter Parteigenosse der beiden Vorgenannten, der Ab- geordnete T r ö l t s ch geboren. Auch er empfing wie Möller die Vollendung seiner Bourgeoisbildung in England; sehr früh übernahm er schon die Leitung eines großen englischen Bank- und Exporthauses zu Alexandrien in Egypten und trat dann in das väterliche Fabrikgeschäft. Die national- Liberalen Abgg. H o f f m a n n und H o l tz m a n n sind jtingeren Datums, aber hatten gleichfalls die Klugheit geübt, als rechte Bourgeoissöhnchen das Licht der Welt zu er- blicken. Haben die Bourgeoissöhnchen noch das Glück, baronisirt zu werden und Landwchroffiziere zu sein, wie der frühere Abgeordnete Heyl und der König Stumm, dann hat die Bourgeois- Schneidigkeit ihr höchstes Ziel erreicht; die nationalliberale Partei genügt ihnen dann nicht mehr, sie werden freikonservativ. Auch die deutsch-konservative und freisinnige Partei zählt solche Goldsöhnchen der Bourgeoisie; ein Zug ist ihnen allen typisch, die Protzenhaftigkeit gegen- über den Arbeitern, und zwar tritt dieser Zug, je jünger sie sind, um so krasser hervor.— Die Verschuldung des ländlichen Grundbesitzes in Preußen erörtert der Geh. Ober- Regierungsrath Dr. H. Thiel. Nach fernen Mittheilungen wäre in den Jahren 1886— 1891 in den städtischen Bezirken an Hypo- thekenschulden 6346 Millionen Mark«ingetragen und 3096 Millionen gelöscht, so daß eine Mehrbelastung von 3249 Millionen sich ergebe. In den ländlichen Bezirken seien in demselben Zeitraum 3048 Millionen eingetragen und 2370 Millionen gelöscht, was eine Mehrbelastung von 677 Millionen ergebe. Die Zunahme der Verschuldung des ländlichen Besitzes hält Herr Thiel für ein um so bedroh- licheres Symptom, als ihr nicht, wie in den städtischen Be- zirken, besondere Wertherhöhungen gegenüberstehen. In den Städten werden durch Neubauten fortwährend neue Werthe geschaffen— von den 8249 Millionen Mehreintragungen fallen allein auf das kolossal wachsende Berlin ungefähr die Hälfte; aber wer inödjte wohl behaupten, daß in den letzten fünf Jahren der ländliche Grundbesitz überhaupt im Werthe gestiegen sei, oder daß der Mehrverschuldung irgend beträchtliche Werlhstcrgerungen durch produktive Anlagen von Gebäuden, Meliorationen zc. gegenüberständen. Selbst wenn man zugeben wollte, daß die Zunahme der Verschuldung keine besonders schnelle und daß sie gegenüber den Gesammtwerthen des Grund und Bodens noch keine direkt bedrohliche sei, muß man doch die Thatsache der zunehmenden Verschuldung für «ine sehr bedenkliche erklären. Für solche krankhaften Prozesse, welche am innersten Marke des Staats nagen, ist es ein schlechter Trost, daß die Sache nicht gar zu akut ist und mehr ein schleichendes Uebel darstellt; ein Nebel bleibt es trotzdem, das zum sicheren Untergang führen muß, wenn ihm nicht ge- steuert wird. Herr Thiel sieht die Perspektive, daß schließlich der ganze Grundbesitz nur noch ein fiktiver und der sogenannte Besitzer nur noch ein schlechter als ein Pächter gestellter Zinssklave des kapitalistischen Gläubigers wird, und nieint, es wäre dann vielleicht besser gewesen, es bei der feudalen Gesellschaftsordnung zu belassen. Er verlangt daher eine Aenderuna des Erbrechts, die allerdings zur Feudalisirung oes Grund und Bodens zurückführen müßte. Nun, unser ganzes Wirthschaftssystem läßt sich nicht niehr zurücklenken, weder zum Feudalismus, noch zum Zunftthum. Was Herr- Thiel thatsächlich sieht, ist die Proletarisirnng der kleineren und mittleren selbständigen Existenzen, und der einzlge Er- lösungsweg führt nur durch den Sozialismus zur Beseitigung des privatkapitalistischen Wirthschaslssystenis, das dem Bankerotte immer näher kommt.— Der Reichstags- Abgeordnete, Geistliche Rath Müller(Zentrum), der den Wahlkreis Pleß-Rybnik seit Beginn des Reichstags vertrat, hat sein Mandat nieder- gelegt.— Von einer neuen Rede des deutschen Kaisers will die.Neisser Ztg." durch einen Privatbrief Kunde er- halten haben. Die Rede soll gelegentlich der Vereidigung der Rekruten des 1. Garderegiments zu Fuß in Potsdam gehalten worden sein und folgenden Wortlaut haben: den ganzen Haß auf sich geladen, weil es den Kampf er- öffnete und wäre dem Verhängniß einer sicheren Niederlage anheimgefallen. Das eben erivartete er. Die National- Versammlung in ihrer Bestürzung, und die Exekutiv- komnnsston, in Schrecken gerathen, würden ihni dann die höchste Gewalt, die Diktatur übertragen. Darauf würde er seine Armee in den Kampf eingreifen lassen. Er zweifelte nicht mehr an dem Siege seiner Bataillone, die nach einem gemein- samen Plane handelten, und in ihrer Organisation, Be- waffnung und ihrem Kriegsbedarf den armen Insurgenten weit überlegen waren, welche schlecht bewaffnet und durch Elend entkräftet waren, nach keinem gemeinschaftlichen Plane handelten nnd für sich nur eine tiefe Verzweiflung und den Heldensinn von Leuten bc- saßen, welche den Tod auf einer Barrikade durch die Kugel in der Brust, dem Hungertod in ihren in den düsteren Vor- städten versteckten Wohnlöchern verzogen. Sein ehrgeiziger Traum sollte sich verwirklichen. Frankreichs Bourgeoisie begrüßte ihn wie einen Retter und bestätigte ihm den Besitz der höchsten Macht. So gelangte er zum Ziele seines unersättlichen Ehrgeizes, der ihn unaufhaltsam dem Bruder- morde, dem Verbrechen in die Arme trieb. Auf dem Bastillenplatze, wohin die Insurgenten in schwarzen Kolonnen gezogen waren, hatte eine furchtbare Demonstration stattgefnnden. Jene kamen vom Pantheon- platze, wo sie sich seit Morgengrauen versammelt hatten. Daraus hatten sich die Arbeiter nach allen Seiten hin zer- streut und begannen das Straßenpflaster aufzureißen, und auf beiden Seine-Ufern in den Vorstädten Barrikaden zu er- richten. Dumpf und unaufhörlich dröhnten von den Kirchen die Glocken herab, sie läuteten Sturm und ihre Töne hörten sich an wie das Sterbegeläute eines ganzen Volkes, das einem verhängnißvollen Tove geweiht ist. Ueberall hörte man die Tromniler der National- garde den Generalmarsch schlagen. Ueber Paris breitete der Genius des Bürgerkrieges seine unheilvollen Flügel aus. Flintenseuer begann zu knattern und die Stille zu durchbrechen. Der Kanonendonner rollte dumpf und eine bläuliche Rauchwolke wogte hin und her über den düsteren Hänsern der Arbeiterviertel, die der Mittelpunkt „Rekruten? Ihr habt jetzt vor den geweihten Dienern Gottes nnd Angesichts dieses Altars mir Treue geschworen Ihr seid noch zu jung, um die wahre Bedeutung des eben Ge- sprochenen zu verstehen, aber befleißigt Euch zunächst, daß Ihr die gegebenen Vorschriften und Lehren immer befolgt. Ihr habt mir Treue geschworen, das— Kinder meiner Garde— heißt, Ihr seid jetzt meine Soldaten, Ihr habt Euch mir mit Leib und Seele ergeben; es giebt für Euch nur einen Feind, und der ist mein Feind. Bei den jetzigen sozialistischen Umtriebe» kann es vorkommen, daß ich Euch befehle. Eure eigenen Ver- wandten, Brüder, ja Eltern niederzuschießen — was ja Gott verhüten möge— aber auch dann müßt Ihr meine Befehle ohne Murren befolgen" u. s. w. Die„Freisinnige Ztg." ist der Meinung, daß der Kaiser s o nicht gesprochen haben könne und daß offenbar grobe Mißverständnisse vorliegen müßten. Wir können uns dieser Ansicht nur anschließen. Bekanntlich leiden die Kaiserreden vielfach unter dem Mißgeschick, in der ersten Lesart falsch wiedergegeben zu werden. Hier aber kommt noch in Be� tracht, daß der Kaiser so, wie die„Neisser Ztg." berichtet, unmöglich geredet haben kann. Das Deutsche Reich und Preußen wollen christliche Staaten und auf den Grundlehren des Christenthums aus- gebaut sein. Besonders in den letzten Jahren ist dieser christliche Charakter offiziell und nichtoffiziell immer wieder betont worden. Die Grundlage der christlichen Moral- und Sittenlehre bilden aber die Zehn Gebote, von denen das vierte lautet: „Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren, wie Dir der Herr, Dein Gott geboten hat, auf daß Du lang lebest und daß Dir's wohl gehe aus Erden." Nach dem Wortlaute dieses Gebotes ist es also un- denkbar, daß ein so strenger Christ, wie der deutsche Kaiser, Worte gebraucht haben kann, wie sie ihm das schlesische Blatt in den Mund legt.— Die Lage der ländlichen Arbeiter wurde kürzlich in einer Zuschrift, welche die„Vossische Zeitung" aus Borgisdorf bei Jüterbog erhielt, in folgender rosigen Weise geschildert: „Man liest so oft, und auch in Ihrer Nummer 544 fand ich eine derartige Aenßerung, von den ungünstigen Verhält nisseu, in denen sich die dienende Klaffe und besonders das Gesinde auf dem Lande befinde. Nach den Trfahrnnaen, die ich seit 32 Jahren in der Provinz Brandenburg diesseits der Oder gemacht habe, liegen die Ding« doch wesentlich anders. Wenn unter der„dienenden Klasse" die herrschaftlichen Tage- löhner verstanden werden sollen, so ist an deren Lage an manchen Orten viel zu besser»; aber der GutSbefitzer versorgt sie im Alter und bei Kranlheiten. Die selbständigen Tage- löhner, die bei dem Bauer Kartoffelland und guten Lohn de- kommen, fast stets ein eigenes Häuschen und etwas Garten, ein Schwein— oft 2—3— und eine Ziege habe», leiden keine Roth, finden auch sonst Arbeit an Chausseen, in Ziegeleien, Torfstichen, durch Holzschlagen im Winter, durch Stcinegraben und Aehnliches, auch ist ihre Zahl oft dem Bedürfnisse kaum entsprechend; sie verdienen ini Sommer 2 M., beim Dreschen 3 M., in den kürzesten Wintertagen noch immer l,2S M., und stehen sich viel besser als die städtischen Arbeitsleute, für welche zu einem großen Thell« im Winter wenig Verdienst ist. Eür die Knechte und Mägde dagegen sind die ahre, wo sie auf dem Lande dienen, die beste Zeit des Lebens. Der Knecht bekomint jetzt bis 330 M. Lohn, und die Magd bekommt über loOM., dazu haben sie freie Kost, außer- dem Wolle, Leinwand und ein Stuck bestelltes Kartoffelland, und die Besseren unter ihnen sparen sich alle ein kleines Kapital für die Zeit ihrer Vcrheirathung, denn unverheirathet bleibt auf dem Lande kein Mädchen. Sie reguliren die Höhe der Löhne selber, weil ihre Zahl für den Bedarf eben aus- reicht. Hier auf dem Fläming sammeln sich alle Knechte der Umgegend am Martirnmarlt in den Ausspannungen in Jüterbog und berathen, wie hoch der Dienstlohn im nächsten Bahre sein soll; dann stellen sie sich am Marktplatz in der innaer Straße in eine Reihe; darauf kommen die Wirthe und suchen sich ihre Knechte aus, aber an Herabhandeln des Lohnes ist nicht zu denken. Daß nun aus manche» Dörfern ein starker Zuzug von jungen Leuten in die großen Städte— in die kleinen nicht— stattfindet, hat seinen Grund nicht in den un- günstigen wirthschaftlichen Verhältnissen, sondern in der leichteren Arbeit, womit in der Regel ein städtischer Kutscher oder Hausknecht, ein städtisches Dienstmädchen zu thun hat; die Landarbeit wird immer zu Zeiten, wie bei der Be- stellung oder der Ernte, alle Kräfte aufs Höchste anspannen müssen; daran kann keine Zeit etwas ändern; auch die Maschinen ändern da nicht viel; hier wird überall mit Maschinen gedroschen, aber wie müssen sich die des Widerstandes, die Festungen der sozialen Revolution geworden waren. In dem Gewirre und den Krümmungen der engeren Gassen, welche das Viertel um die St. Severin- Kirche durchfurchen, erstanden Barrikaden; sie waren fest und dauerhaft erbaut. Marchc-Seul, unterstützt von Michel Ferrand, Merisier, Mijonlet und Belval, einem energischen und tapferen Manne, wenn es galt, hatte die Arbeit geleitet, welche den Zweck hatte, durch einen sachverständigen Vorbau die Vorstadt Saint-Marche und das Pantheon zu decken, aus dem ein wahrhaft strategischer Punkt gewonnen war. Mehr als 30 Barrikaden durchquerten die St. Jacques- straße, alle benachbarten Straßen hatten ebenfalls mehrere, und eine jede derselben war besetzt mit Insurgenten, die einem von ihnen selbst gewählten und ernannten Führer gehorchten. Es war dies eine der Stellungen, gegen welche wahr- scheinlich der erste Angriff erfolgen würde, wenn man nicht nutzlos Kräfte verschwenden wollte. Was aber am meisten die Ausmerksanikeit fesselte, war sicherlich die riesige Barri- lade, die wie eine gewaltige Masse, wie eine uneinnehmbare Festung am Eingang der Straße du Petit Pont empor- ragte. An dieser Barrikade, die nach den Rathschlägen und unter Leitung Marche-Seul's errichtet war, begegnen wir fast allen Hauptpersonen dieses Romans, nur mit Aus- nähme Robert Guidal's und Collard's. Während Marche- Seul, Michel Ferrand, Mijoulet und Merisier mit Hilfe ihrer Kameraden Kugeln gießen, Patronen verfertigen oder die Abdachung der Barrikaden mit Matratzen bedecken, welche die Stöße abschwächen und das Zurückprallen der Flinten- und Geschützkugeln verhindern sollen, eilen Larirette und Charlotte geschäftig von der Barrikade zu der Wohnung in der St. Julien-Straße hin und her, die gewissermaßen ein wirkliches Hauptquartier geworden �var. In dem weiten Saale des Magazins„zu den beiden Sperlingen" haben sie etliche Matratzen, Wäsche und mit Wasser gefüllte Schüsseln untergebracht, kurz alles, was zum ersten Verbände der Verwundeten nothwendig sein konnte. Die Barrikade ragt riesenhaft in der Höhe und scheint uneinnehmbar. Auf ihrer Krone flattert eine rothe. ganz Arbeiter dabei regen! Mähmaschinen sind noch zu wenig ver» vollkommnet und nur auf sehr großen glatten Bodenflachen anwendbar, wie sie kein Bauerngut hat. Mähen und Dreschen ist den Leuten aber keine Qual, das Mähen ist sogar die Fest- zeit, weil dabei die Beköstigung wochenlang eine überaus gute und reichliche ist." Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" druckt jetzt diese Zuschrift ab und versichert, daß die vorstehend ge- schilderten Verhältnisse die allgemeinen sind, die sich in fast allen Landestheilen wiederholen. Und aus solchen ge- segneten Zuständen, wie sie zumal in den östlichen Pro- viuzen herrschen sollen, flüchten zu vielen Tausenden die Arbeiter nach den westlichen Provinzen, blas um die leichtere Arbeit in den Zuckerfabriken, den Flachs- und Jutespinnereien, den Ziegelorennereien u. s. w. zu suchew Diese dummen Arbeiter, die aus dem Paradies fliehen, blas um anderwärts 12 bis 15 Stunden oder noch länger zu einem Lohn von 2 M. oder noch weniger pro Tag zu ar- beiten! Die Genußsucht lockt sie von der Heimath-- schölle und den milden und patriarchalischen Gutsherren weg.— Die ganze Besserungs- und Hnmanitätstheorie hat Fiasko gemacht, schreibt die„Deutsche Volkswirthschast- liche Korrespondenz". Das Humanitätssystem, das tn den Gefäugnisseu gepflegt wird, habe eine ganz neue Kategorie von Missethäteru groß gezogen, welche blas Verbrechen ver- üben, um im Gefä�igniß Unterkunst zu finde». Zu einem Ort des Schreckens müsse das Gefängmß gemacht werden, wolle man der,, Verrohung unserer unteren Volksklassen wehren". Von der Verrohung der oberen Volks- klaffen, von welcher der Schreiber der„Volkswirthschast- lichen Korrespondenz" in eigener Person ein so klassisch� Beispiel giebt, spricht derselbe nicht, auch nicht von jener Verrohung, die sich darin bekundet, daß der verhaftete Millionendieb sich seidene Betten ins Gefängniß komme» läßt oder daß ein anderer Millionendieb, der im Gefängmß Unterkunft sucht, um dem Grimm seiner betrogene» Opfer zu entgehen, mit Equipage und Diener auf dem Bock am Gefängniß vorfährt. Man sollte Jeden, der über die große Humanität jammert, nur eine vierwöchentliche Gefäiignißstrafe in derselben Weise, wie sie a» dem gemeinen Mann", der ein geringes Vergehen verübt hm, vollstreckt wird, verbüßen lassen, dann wird er nicht mehr über zu große Humanität klagen. Daß es Leute giebt, die im Gefängniß eine Unterkunft suchen, zeigt nur, ein wie schreckliches Elend außerhalb desselben herrschen muß, daß das Gefängniß so Manchem schon als Zufluchtsort er- scheint. Wenn etwas von Verrohung zeugt, so ist es die Frechheit, mit der heute die Satten die Darbenden ver- öhnen.— Die Nachwirkungen des Sozialistengesetzes zeige» sich heute noch in den staatsanwaltschaftlichen Bestrebungen, Geheimbundsprozesse anzustrengen. So wird von der Einleitung eines solchen aus Breslau berichtet. Ma» weiß, was man alles unter der Herrschast des Sozialiste»' gesetzes zum Geheimbund stempelte, und da Vergehen gege» die§§ 128 und 129 des Strafgesetzbuches erst in 5 Jahrc» verjähren, können strebsame Staatsanwälte noch nach Jahre» sich Lorbeeren erwerben, indem sie irgend welche Zusammen' künfte aus der Zeit des Sozialistengesetzes herauswittern. In Massauah scheint der Gerichtshof selbst trotz der von niehrereu Generalen an Livraghi gespendeten Ehre»' erklärungen diesen nicht ganz reinwaschen zu können. Der Staatsanwalt hat gegen ihn Zellengefängniß und gcgc» seinen Mitschuldigen Abdelrahman die Todesstrafe bea»' tragt. Betreffs Adam Agas und neun anderen geborenen Polizeibeamten beantragte er Einstellung Verfahrens.— In China wächst der Aufstand; die Regierung suäfl ihn als einen Raubzug, durch Beutegier veranlaßt, hinzm stellen, Doch läßt sich der revolutionäre Charakter de- Aufstandes nicht mehr verleugnen. Begleitet ist der A»!' stand von Angriffen gegen die Fremden, die Christen, dst zahlreich nebst ihrem einheimischen Anhang niedergemetzelt werden.•— ei»' des neue Fahne, die ans dem dunklen Hintergrunde der St. Jacques-Straße ihre blutfarbenen Flecken deutlich sehe» läßt. Neben der Fahne nimmt ein Insurgent in der Blonse die von einem breiten Riemen gehaltene Patronentasche a»s dem Rücken, die Waffen in der Hand, seinen Posten ei». Hinter den Barrikaden herrscht tiefes Schweigen. Angesicht- der Stunde des Angriffs, ruhen die armen, in der E.»' pörung begriffenen Arbeiter, die trotzdem sich nur auf die Tefeusive beschränken, statt in kräftiger Offensive ans das Stadthans loszugehen, von den Anstrengungen der Morgen- stunde aus. Es sind da etiva 60 Mann, alle blaß und düsteren Blickes. Marche-Seul hat seit dem frühen Morgen an alles gedacht. Er weiß, daß eine Kameraden wenig genossen haben. Er ist nach Hanse gegangen, und hat aus seinem Sekretär tausend Franke» genommen, die er seit lange aufbewahrte. Es ist dies die Mitgift Charlottens, es ist die Summe, die er für den eines Unglücks, einer Krankheit hütete, aber das ösfc»� liche Wohl geht Allem vor. Mit dieser Geldsumme ausgerüstet, kam er zur Barrikade zurück und richtete dort für alle seine Freunde ein aus dem Laden eines Wei»' Händlers bezogenes Frühstück von patriarchalischer Einsach- heit an. Jcdcr Soldat der Revolution bekam eine g»te Suppe, ein Stück Fleisch und ein Glas Wein. Jeder vo» ihnen erhielt zwei Pfund Brot und ein Stück Käse- Mijoulet machte den Fourier und vcrtheilte, unterstützt vo» Charlotte und Larirette, gleichmäßig die Lebeusinittel. E- ist ungefähr 4 Uhr. Mijoiclct, der ausgesandt war, v'* innere Stadt zu durchzuspüren und womöglich kundigungen darüber einzuziehen, wo sich die Trupps der„Ordnung" versammelten hatten, ist soeben znriia- gekommen, außer Athem von dem schnellen Lause.& hat wie eine Katze die Barrikade erklommen, nachdem c£ der Schildwache auf ihren Werdarus seinen Namen zuߣ' rufen hatte. Bei seinem Erscheinen umringten ihn alle, dann stattete er Marche- Senl und Belval," den von de» Kämpfenden gewählten Führern, seinen Bericht ab, wobei sie ihre glänzenden Angen auf ihn hefteten und ihm die Worte von den Lippen lesen zu wollen schienen.— Also, ver Echen chen Fest gute Diefe ge fich ge Brodic die und hen. Slos zu ar ths Cren rie aft den orie Jers en miß ren Its afts hes ner tete nen niß ten em ber che em at, ehr die vie paß ers bie er gen en, Don an en gen cen cen enDer ens Der gent ins Des cht Des uf Die It wer en fe it. 13 ie Parlamentarisches. Rechtsanwalt, den er mit Wahrnehmung seiner Rechte beauftragt! Brandenburg a. H., 3. Dezember. Dienstag Abead fand hatte, ein Schreiben, worin es heißt: daß ein Anspruch wider im Saale von Mengert's Gartenlokal eine Volksversammlung Im Reichstage wurde gestern die zweite Lesung des Kranken- die Gesellschaft oder etwa den Genannten( Direktor) persönlich statt, zu welcher Genoffe Bebel das Referat über die soziale Raffen- Gesezes fortgesezt und gediehen die Verhandlungen bis der rechtlichen Begründung entbehrt," und weiter fährt der Herr und politische Lage Deutschlands übernommen hatte. Lange vor § 75 der Vorlage und den mit dem Paragraphen zusammen Rechtsanwalt fort:" Ich kann Ihnen nur den Rath ertheilen, Gröffnung der Versammlung war das Lokal bereits überfüllt, fo hängenden Bestimmungen der Novelle in vorhergehenden Para- Don der Erhebung der Klage abzusehen und daß die immer noch hinzufirömenden Massen keinen Platz mehr graphen. Die Versuche unserer Parteigenoffen und der in dieser ich im Uebrigen vor verbitterter Stimmung finden konnten. Weit über 2000 Personen, Männer und Frauen, rage mit uns Hand in Hand gehenden Freifinnigen, die neuen daß die 2.8. G.-G. sich Ihnen gegenüber sehr wohlwollend be: Es wurde einstimmig eine Resolution angenommen, der zufolge zu hüten. Schließlich wollen Sie auch nicht verkennen, füllten den Saal. Der Vortrag Bebel's fand stürmischen Beifall. Belaftungen der freien Hilfskaffen Lieferung ärztlicher Behand lung und Meditamente aus der Vorlage zu entfernen, blieben wiesen hat, so daß Sie feinen Grund haben, Ihrer sich die Versammlung mit den gehörten Ausführungen voll und natürlich ohne Erfolg. Den freien Hilfskaffen soll nun einmal früheren Arbeitgeberin zu zürnen." ganz einverstanden erklärte und für die Ausbreitung der Partei das Lebenslicht ausgeblasen, das wollen sie alle, die Herren Nach diesen Erfahrungen unterließ Petent weitere Schritte mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zu wirken versprach. Sozialreformer" vom Möller bis zum Biehl und von Schulen und wandte sich mit der vorliegenden Betition, unter Beifügung Mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie ging man burg. Zur Charakteriſirung der Zwangskassen und des Aerzte- fämmtlicher Attenstücke an den Reichstag mit der Bitte, ihm auseinander. wangs verlas der Abgeordnete Singer nachfolgenden Brief, zum vollen Ersatz des ihm erwachsenen Schadens verhelfen zu Die Bewegung ist hier ausgezeichnet im Flusse, der sozialwelcher einem sich krank meldenden Arbeiter von dem Direktor der demokratische Wahlverein umfaßt mehr als 1300 Mitglieder, Fabrit an den Fabritskaffenarzt in einem verschlossenen Kouvert mitAbg. Dr. Gutfleisch als Referent wünscht von dem hinzu- außerdem trägt unser täglich erscheinendes Partei Organ nicht gegeben wurde. Dieses Attenstück ein richtiger Uriasbrief gezogenen Regierungskommissar Geh. Regierungsrath Caspar nur seine Kosten, sondern wirft bereits einen Ueberschuß ab. lautet: Darüber Auskunft, ob ähnliche Fälle der Regierung bereits be- Bei der nächsten Wahl ist unser Wahlkreis rettungslos der Attien- Zuckerfabrik, Linden- Hannover. fannt geworden, und ob dieselben bei der angekündigten Revision Sozialdemokratie verfallen. des Unfall- Versicherungsgesezes Berücksichtigung finden würden? Station Linden- Fischerhof. Linden, den 31. Dezember 1890. Lieber Herr Doktor! Gestern Kampagneschluß heut geht's mit dem Krant werden los. Dem Bengel dürfte nicht viel fehlen- also! Freundl. Gruß Dr. Prechtel Gin netter Menschenfreund dieser Dr. Prechtel! wollen. Der Regierungsfommissar erklärte, daß der Regierung bisher Die evangelischen Arbeitervereine werden bekanntlich ähnliche bezw. gleiche Fälle nicht bekannt geworden seien, und deshalb von den herrschenden Klassen protegirt, weil man glaubt, infolge deffen Erörterungen über diese Frage nicht stattgefunden durch dieselben einen Reil in die Arbeiterschait treiben zu fönnen. hätten. Eine Verjährungsfrist für die Folgen von Betriebs. Besonders in Thüringen, wo die Frömmelei noch eine Art Mode Unfällen müsse jedoch unter allen Umständen festgehalten werden, fache ist, giebt man sich große Mühe, die Arbeiter in jene Organi und nach den bisherigen Erfahrungen erscheine die Frist von fationen zu bugfiren. In der Hauptstadt Thüringens, in Erfurt, zwei Jahren als das geeignete Zeitmaaß. hat der evangelische Arbeiterverein in der That eine bedeutende Die Abg. Dr. Gutfleisch, v. Jagow, Münch und Zahl von Mitgliedern aber das ist auch das Ganze; die Mezger sind sämmtlich der Ansicht, daß in diesem Falle die Leiter des Vereins sind des Geistes ihrer Mitglieder, die zum Die Wahlprüfungskommission brachte in ihrer Abend: Verzögerung der Anmeldung abseiten der Betriebsleitung der größten Theil in Rücksicht auf ihre Stellung demselben beitreten, Gigung vom Mittwoch die Prüfung des Abgeordneten v. Dergen 2.-B. E.-G. nicht ganz unabsichtlich erfolgt sei. Letzterer spricht durchaus nicht sicher, und so mußte denn auf der Erfurter Kreis( tonservativ), Mecklenburg- Strelig, zu Ende. Gegen diese Wahl seine Verwunderung darüber aus, daß der Regierung nicht fynode ein Geistlicher nach der Thür. Tribüne" das amüsante war ein Protest eingegangen, in dem weitgehende amtliche Beein- mehrere derartige Fälle bekannt geworden seien, und bringt dabei Bugeständniß machen, daß selbst hier in Erfurt bis jetzt ber uffungen und vor Allem eine unzulässige Beeinträchtigung der einen zu seiner Kenntniß gelangten ähnlichen Fall, in welchem evangelische Arbeiterverein den Einfluß nicht zu brechen vermag, Bersammlungsfreiheit behauptet wurde. Letztere erfolgte auf die Samb. rgische Daiverwaltung verwickelt ist, zur Sprache. Gr den die Fachvereine auf die große Menge der Arbeiter in Grund der bekannten, für beide Mecklenburg geltenden Vorerbietet sich in ganz kurzer Zeit, mindestens aber bis zur Befozialdemokratischem Sinne ausüben". schrift über die Sonntagsruhe, nach welcher für mehrere Monate rathung der in Aussicht gestellten Novelle zum Unfallversicherungsim Jahre die Abhaltung von Versammlungen- weil dieselben Gefeß eine ganze Reihe gleicher bezw. ähnlicher Fälle nach- In Sachswis( Neuß ält. Linie) wurden bei der Ge. tubejtörenden Lärm" verursachen- einfach unmöglich gemacht zuveifen. Der Referent, Tr. Gutfleisch theilt mit, daß auch ihm meinderaths. Wahl zwei Kandidaten der Arbeiter gewählt, wird. Die liberalen Versammlungen wurden denn auch mehr- Mittheilungen über mehrere solcher Fälle gemacht worden feien während der dritte Kandidat, mit nur einer Stimme Minorität mals bei der Wahl in Mecklenburg- Strelig verboten, wogegen und beantragt er schließlich über die vorliegende Petition mittels unterlag. Die Arbeiter haben nunmehr die Majorität im Gebie konservativen Versammlungen unbehelligt tagen konnten. Schriftlichen Berichts zur Tagesordnung überzugehen, die Petition meinderath. Da die Mehrheit für von Dergen nur 193 Stimmen beträgt, selbst aber dem Reichstanzler als Material für die Revision des so kam die Kommission zu dem Entschlusse, daß, abgesehen von Unfallversicherungs- Gesetzes zu überweisen. der prinzipiellen Würdigung der Rechtmäßigkeit der Sonntags- Nachdem dann noch der Abg. Schwarz auf die eigen berordnung, die Wahl schon für ungiltig zu erklären sei. Dieser thümlichen lokalen Verhältnisse Lübecks unter Berufung auf das Beschluß wurde mit sieben gegen fünf Stimmen gefaßt. Weiter zitirte Schreiben des Rechtanwalts hingewiesen, wonach sich nie des Ab- ein Anwalt findet, der die Interessen eines Arbeiters gegen geordneten Scipio( 6. Hessen) auszusehen und Erhebungen über größere Unternehmer vertritt, erklärt sich Abg. Dr. Piesche eine Reihe von Protestpunkten zu veranlassen. bereit, fich privatim an die Direktion der 2.-B. G.-G. zu wenden, und derselben nahe zu legen, freiwillig die Ansprüche des Petenten anzuerkennen, indem sich rechtlich in dieser Frage nichts anderes thun ließe, als demselben höchstens noch die Anstellung der Regreßflage nahe zu legen. Betitionskommiffion. Wie angelegen es sich mitunter die Unternehmer sein lassen, den Arbeitern die so vielfach hochgepriesenen Wohlthaten der Versicherungsgesetze zu Theil werden ju laffen, erhellt recht deutlich aus der, heute zur Verhandlung gelangten Petition des ehemaligen Borarbeiters W. von der Lübeck • Buchener Eisenbahngesellschaft. Derfelbe erlitt am 6. Februar 1886 einen schweren Unfall im Betriebe, der ihn nicht unfähig machte, fich in gewohnter Weise zu ernähren, ondern seine völlige Erwerbsunfähigkeit zur Folge hatte. Troßdem nun die Betriebsleitung ganz genaue Kenntniß von dem Unfall und dessen für den Verletzten so schwer nachtheiligen Folgen hatte, indem dieselbe ihm nicht allein die weitgehendste Rücksicht angedeihen ließ, sondern ihn auch nach Wiesbaden aur Rur schichte, unterließ fie doch unbegreiflicher Weise die rechtEs wird dem allseitig zugeftimint, worauf der Antrag des Referenten einstimmig angenommen wird. Korrespondenzen und Parteinachrichten. In Flensburg fand am 17. November eine auch von Frauen gut besuchte Parteiversammlung statt, welche nach dem Referat des Herrn Rüdelbahn sich mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden erklärte und für die Verwirklichung derselben, sowie für die weitere Aufklärung der Massen thatkräftig einzutreten versprach. Der hierauf vom Vertrauensmann Bentrup gegebene Rassenbericht ergab einen Baarbestand von 327,75 M. Der genannte Parteigenosse wurde einstimmig wieder zum Vertrauensmann gewählt und zu feinem Stellvertreter Herr C. Drew 3 ernannt. Als Revisoren haben für das laufende Quartal die Herren Herzog und Jürgens zu fungiren. Die Sozialdemokratie Stuttgarts hat für die Ge. meinderatha Wahlen ein Programm aufgestellt, das sich im Wesentlichen den Programmen der Parteigenossen anderer deutscher Städte anschließt und daneben noch folgende Forderungen enthält: Anstellung eines städtischen Fabrikinspektors; zu Versammlungen, Vorträgen, Unterrichtszwecken und dergleichen mehr sollen geeignete städtische Lokalitäten den Gemeinde- Einwohnern ohne Unterschied der politischen oder religiösen Richtung derfelben unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden; Handjeitige Anmeldung bei dem Vorstande der Berufs- Leipzig, 2. Dezember. In mehreren öffentlichen habang aller Polizeigefeße gegenüber den Einwohnern nach dem genossenschaft der Privatbahnen so lange, bis die Ver- Parteiversammlungen, welche bei zahlreichem Besuche Grundsay: Gleiches Recht für Alle. Reine Ginmischung der jährung eingetreten war. Dabei aber ließ ihm in 2- Plagwiß, L.- Neuschönefeld, L.- Connewig, Stötterit u. f. w. Polizei in den Kampf zwischen Kapital und Arbeit zu Gunsten die Direktion unterm 5. Mai 1888 ein Schreiben zugehen, stattfanden, wurde über den Parteitag Bericht erstattet, und der einen Partei; sämmtliche städtische Bekanntmachungen find orin ausgesprochen wird, daß man: nunmehr der Privat- überall gelangten Refolutionen zu Gunsten der Parteileitung zur in allen politischen Tagesblättern zu veröffentlichen; Errichtung bahn- Berufsgenossenschaft Anzeige machen werde", und weiter Annahme. In einigen Wersammlungen, in denen der Delegirte eines Apparates für Zeichenverbrennung ze.; Bermeidung aller heißt es:" Obgleich dies nach den gefeßlichen Bestim Trilse berichtete, wurde derselbe wegen seiner Abstimmung, die Ausgaben parteipolitischer Tendenz, sowie solcher, welche die mungen vor Ablauf von 2 Jahren nach dem Tage zu Gunsten der Opposition" erfolgt war, zur Rechenschaft ge- Berherrlichung von Personen in sich schließen. bes Unfalles hätte geschehen müssen, so hoffen zogen. Gr rechtfertigte sich so gut er konnte, doch blieb er mit bir doch, daß der Vorstand Ihnen die Rente gefeiner Meinung allenthalben allein. In einer gestern Abend In Böhringen( Sachsen) wurde der Sozialdemokrat Rarl währen wird." abgehaltenen, gut besuchten öffentlichen Versammlung wurden die Beier jun. mit 64 gegen 44 Stimmen in den Gemeindes Das Schiedsgericht in Hamburg, an das sich der Verletzte, Kandidaten der Sozialdemokratie zur Stadtverordnetenrath gewählt. nachdem er von dem Vorhande der Genossenschaft abschläglich Wahl proklamirt. Ein dem Wahlkomitee angebotenes Kombefchieden war, wandte, erkannte seine Ansprü ve an, und sprach promiß war von demselben natürlich rundweg abgeschlagen ihm eine Rente zu. Anstatt daß sich nun die Berufsgenossen worden. Zustimmungs- Erklärungen zu den Parteitagsbeschlüffen. Die Stadtverordneten- Wahl( Listenwahl) findet am Bielefeld, Herford, Schwelm, Niedergorbis, Bütelsdorf, Eckern haft bei dieser Entscheidung beruhigte, refurrirte dieselbe an das 15. Dezember statt. Zu wählen sind 14 Anfäffige und 13 Un- örde, Iyehoe, Heide, Kellinghusen, Marne, Husum, Wilster, Reichsversicherungsamt, unter Hinweis auf die eingetretene Ber- anfäffige. Im Ganzen gehören( nach der Einverleibung der Vor- Wesselburen. jährung, was den Petenten um so mehr befremdete, als der orte) 72 Stadtverordnete dem Kollegium an. Direktor der L.-B. E.-G., welchem als Betriebsleiter Die Betent beabsichtigte nunmehr eine Regreßflage gegen die Direktion der 2.-B. E.-G. anzustrengen, doch erhielt er von dem 0 Todtenliste der Partei. In Geringswalbe ist bee Parteigenosse K. Brösel plötzlich verstorben. Polizeiliches, Gerichtliches. bie Anmeldung bei dem Vorstande der Berufsgenossen- Aus Wriezen wird uns geschrieben:" Der hiesige Bürger Ihaft oblag, zu gleicher Zeit Borstandsmit meister Egon Dormann ist ein großer Feind der+++ Sozial. glied der betr. Berufsgenossenschaft war, demokraten. Aus diesem Grunde wohl ließ er den Vorstand des bezw. noch ist. hiesigen Landwehrvereins zu sich rufen und eröffnete demselben, daß der Verein die Verpflichtung hätte, die Sozialdemokraten auszuschließen. Der Vorstand, welcher in seiner Majorität aus über banpolizeiliche Vorschriften eine Zeit lang jelbst den kleinsten - In Kassel war es nach Einführung der Verordnung Freifinnigen besteht, äußerte sich zu der Sache ungefähr fo: man Gewerkschajten unmöglich, Bersammlungen abzuhalten, weil folle nur sagen, welche Mitglieder Sozialdemokraten find, und binnen Kurzem wird man uns angreifen, in einer Stunde man werde dann sehen, was sich thun lasse. Dabei hätte die nach Ansicht der Polizei die Lokale ben diesbezüglichen Vorober in höchstens anderthalb Stunden. Der General Bédeau ist im Augelegenheit wahrscheinlich ihr Bewenden gehabt, wenn nicht schriften nicht genügten. Später gab die Polizei insoweit nach, Stadthause, woher ich eben komme. Die Mobil und der Herr Bürgermeister seinen einmal gegebenen Befehl auch hätte lichen Versammlungen blieb es beim Alten. Neulich nun wollte als fie Vereinst ersammlungen zulleß. Hinsichtlich der öffent Gr Nationalgarden sind es, die uns angreifen werden, unter befolgt haben wollen. Er beschied den Vorstand dahin, daß die Filiale des Tischlerverbandes eine außerordentliche dem Befehle Guinards, Ihr kennt ihn ja, den famosen Meißner, Gließ, Jtas nicht ausschlösse, der Verein auf Befehl Lokal für die zu erwartende Personenzahl erheblich zu flein" venn man die als Sozialdemokraten bekannten" Mitglieder Vereins- Versammlung abhalten, das verbot die Polizei, weil das Republikaner und Freund Ledru- Rollins, der stets vom des Herrn Regierungspräsidenten aufgelöst werden würde. Darob Bolte sprach und der immer den Mund voll hatte von der große Bestürzung bei den freisinnigen Mannesseelen. Trotzdem sei. Das Lokal ist laut der genehmigten Zeichnung zur Souveränetät des Volkes. Ich habe einen diden Kommans fie wissen mußten, daß von einer Auflösung nicht die Rede sein meint aber, es Aufnahme DON 80 Personen veranlagt, die Polizei banten zum Sprechen gebracht, der mir erklärt hat, daß fonnte, ermittirten sie, ohne die Generalversammlung zu beiragen, fönnten nur 68 Personen drin Plaz General Cavaignac feine Operationen gegen die Straße die drei genannten Mitglieder aus dem Berein. Das schönste für die Bersammlungstheilnehmer also genügend vorgebeugt ist, haben. Obwohl es zwei Ausgänge hat, einer Gefahr Saint Maur gemeinsam mit Lamoricière richtet. dabei ist, daß von den drei Genannten der Eine gar kein Partei fonnte die Versammlung thatsächlich nicht stattfinden. Auf den Es ist nicht zu hoffen, daß die Nationalversammlung genoffe ist, und ein anderer als solcher sich nie benierkbar gemacht einfache Ausweg, daß ja nicht mehr Personen in das Lokal nachgeben wird; sie will uns auf jeden Preis massakriren, hat, während die wirklichen Parteigenossen noch im Verein sind. Uebrigens hält man sich überall tapfer, und wirft das St. Salomon wiedergewählt. Ein Saal steht uns hier nicht Genoffe augelaffen zu werden brauchen, als Plas darin haben, scheint die Stajeler Polizei merkwürdiger Weise nicht verfallen zu können. Militär zurück: beim Luxemburg, in den Vorstädten zur Verfügung, aber das hält uns nicht auf. Freigesprochen wurde vom Altonaer Schöffendes Templé, Boissomière, überall mißlingen gericht der Revakteur Paul Ising von der Gärtner= Beitung", welcher der Beleidigung eines Polizeibeamten beschuldigt war. Der Lettere hatte als überwachender Beamter einer Versammlung einem Gärtnereibesizer mitgetheilt, in welcher Weise sich zwei seiner Gehilfen an den Vereinsangelegenheiten betheiligten. Darauf wurden die beiden Arbeiter Antoine, ich lle it ав fe ent Die all its ne ete h te on ſe. on 33 Die pe d Fr er es Le, ent bet ie 0 der Front angreifen. " die Angriffe auf die Barrikaden. Das ist alles, was Mainz, 1. Dezember. In einer großen Bolts- Ber sammlung hielt Franz 35 st ein Referat über die nächtte müssen, denn ich hatte Mühe, Collard auszuweichen, der, Stadtverordnetenwahlen, in welchem aur energischen Agitation wenn er mich bemerkt hätte, mich hätte erschießen lassen Sieg leicht zu erringen sei. Als Parole für die Wahlen follte entlassen. In einer Versammlung fritisirte man das Ver, ahren für dieselben aufgefordert wurde, da bei einiger Rührigkeit der dann hätte ich Euch keine Antwort bringen fönnen. die Forderung der Aufhebung der städtischen Eingangssteuer, Man hatte Mijoulet mit andächtigem Schweigen zu welche auf den nothwendigsten Lebensmitteln und Brenn- des Polizeibeamten und beschloß, bei der Regierung Beschwerde gehört. Als er fertig war, drang der gewaltige Ruf: materialien erhoben und vornehmlich von den ärmeren Klassenfing in einer Rede den Beamten beleidigt haben, was aber gegen den Beaniten zu erheben. In dieser Versammlung soll " Es lebe die Republik!" zum Himmel und wurde von getragen wird, gelten. Zum Schluffe forderte Jöst, wie immer, nicht erwiesen wurde. Das Bemerkenswerthejte an der Verben auf den benachbarten Barrikaden stehenden Insurgenten zur energischen Verbreitung unseres Zokalorgans, der Mainzer handlung war, daß der Aintsanwalt in Plaidoyer erfärte, es sei wiederholt. Volkszeitung", auf. Ein Berichterstatter der gegnerischen Lokal in Vereinsgesetz durchaus feine Bestimmung getroffen, welche Bald pflanzte fich ein furchtbares Geschrei durch das presse, bei dem wohl ter Wunsch Bater, des Gebankens war, dem überidachenden Beamten verböte, Mittheilungen aus BerStadtviertel hindurch, das in eine wahrhafte belagerte lanairie in die hiesige Breſſe und in die" Frankfurter Zeitung" fammlungen auch anderen Personen zukommen zu lassen, als der Festung, die sich zum Widerstande gegen einen wüthenden werde, sofern nicht rasche Hilfe käme. Der Skribifag legte diese nicht zu folgern, daß der Beamte ohne weiteres das Recht hätte, Behörde. ist sehr richtig, aber daraus ist noch Angriff anschickt, umgewandelt war. Aber Marche Seul, Worte dem Genossen Jöst in den Mund. Daß dies natürlich der in einer so ernſten Lage mehr als je seine Kaltblütig- unwahr und das ganze Manöver lediglich vom Neid diktirt ist, au privaten Zweden Gebrauch von amtlich erlangten Kenntnissen teit bewahrte, wintte seinen Genossen Ruhe zu. braucht kaum versichert zu werden. Die„ Mainzer Volkszeitung" Wir haben nur eine Stunde vor uns, ich berufe wird ruhig forterscheinen und die Interessen der Arbeiter zum Parteigenossen für arme Bewohner eines Dorses, welche durch Aus Gutherzigkeit hatten in Bielefeld drei mich auf Weijoulet, und Ihr könnt Euch gleichfalls auf ihn Aerger unserer Gegner vertreten wie bisher. bagelschlag geschädigt waren, eine kleine Summe Geldes zu verlassen. Der Kampf wird heiß sein, denn wir werden sammengebracht, indem sie in einer Versammlung zur Untergegen zahlreiche Streitkräfte zu kämpfen haben. Unsere| Einen glänzenden Sieg errang die Beißer Sozial- fügung der armen Leute aufforderten. Dafür sollten sie auch demokratie bei der Gewerbegerichts Wahl in der Klasse Stellung ist gut, ihre Vertheidigung leicht, wenn man nicht der Arbeitervertreter. Ihre Liste erhielt 990 Stimmen, die der noch Strafe bezahlen, weil sie eine unerlaubte Kollekte vor etwa Kanonen gegen uns anwendet. Klasse sicht auf den Zweck der Sammlung auf Freisprechung. Barrikaden sind wohl gedeckt, und man fann uns nur von Gegner. Die Flanken der Gegner nur 153. In der Selaffe der Unternehmer stegten die genominen hätten. Das Schöfengericht erkannte jedoch in Rück( Fortsetzung folgt.) zu machen. Theater. Mitschuldigen. Freitag, 4. Dezember. Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Der kommende Tag. Deutsches Theater. Stella. Die Berliner Theater. Hamlet. Teshing- Theater. Cavalleria rusticana. Borher: Eine Befehrung. Zum Schluß: Ritterdienste. Residenz- Theater. Madame Montgodin. Circus Renz. Circus G. Schumann. Karlstraße. Zum Streit der Buchdrucker! Die Kommission der Berliner Buchdrucker. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Freitag, den 4. Dezember cr., Freitag, den 4. Dezember cr., Abends 7/4 Uhr: Große Komiker- Abends 7 Uhr: Gr. Gala- DamenVorstellung. Auftreten der Clowns Vorstellung mit vorzüglich gewähltem Da der Kampf gegen das vereinigte Arbeitgeberthum weiter tobt und C. Godlewsky, Herrmann, Misco, Velde- Brogramm. Die erste Abtheilung be- ungeheure Mittel nothwendig sind, um die Verkürzung der Arbeitszeit mann u. Sohn, Roche, 3 Gebr. Briatore, fteht aus 6 Nummern von Herren aus zu erringen, so ersuchen wir die gesammte Arbeiterschaft Berlins Paul- William, Gebr. Dianta, Warne, geführt, die zweite Abtheilung ebenfalls und der Umgegend, uns in diesem schweren Kampfe mit Geldmitteln Gebr. Kronemann 2c. in ihren komischen aus 6 Nummern von Damen ausgeführt. Entrees und Intermezzos. Außerdem: In der zweiten Abtheilung wird der zu unterstützen. Wer uns heute hilft, für den werden wir auch später Eine Vergnügungsfahrt mit verschied. Stallmeisterdienst von Damen ver- mit voller Kraft eintreten. Hindernissen, orig. höchst komische Szene sehen. Auftreten des Athleten- Trio's Wallner- Theater. Immer zerstreut! von der neu engagirten Elton- Troupe. Gottfried Rasco, in seinen vorzüglichen und Schriftgiesser versehen, sind durch Herrn Faber in Gratweil's Bir Sammellisten, mit dem Stempel des Vereins der Berliner Buchdrucker Dierauj! Danni weint- Sannfi Auftreten einer Wiener Damenkapelle. bis jetzt unerreicht dastehenden herkulisch. hallen zu beziehen, woselbst auch Gelder in Empfang genommen werden Lacht. Reiten und Vorführen d. bestdressirten Spielen. Herr G. Kasco wird ein Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Schul- u. Freiheitspferde. Auftreten lebendes Pferd mit einer Hand frei in der Zeit von Morgens 10 Uhr bis Abends 8 Uhr. Polnische Wirthschaft. d. vorzügl. Künstlerinnen u. Künstler. aufheben und in der Manege frei herumThomas Theater. Fliegende Blätter: 3. Schluß d. Vorst.: Auf Helga- tragen. 200 M. Belohnung erhält DerSachsen in Preußen. Maschinen- land" oder: Ebbe und Fluth. jenige, welcher das Pferd auf dieselbe bauer. Drei Paar Schuhe. Schöne Große hydrol. Ausstattungs- Pantomime Weise aufheben kann, wie Herr Rasco. Helena. Registrator auf Reisen. in 2 Abtheilungen m. National Tänzen( Anmeldungen an der Circuskasse von u. schiff- u. Bootfahrten, Wasserfällen, ballet- Ball mit der Gepäck- Droschke Riesen- Fontainen mit allerlei Licht Nr. 1001.( Höchst komisch.) effetten u. f. w., arrangirt u. inszenirt von Direktor E. Renz. Kunstschwimme- Wafer. Eine Nacht in Venedig. Gr. rinnen 3 Geschw. Johnson. Schluß- höchst komische Orig.- Wasser- Pantomime tableau: Grande Fontaine Lumineuse. mit sensationellen Licht- und WasserTäglich: ,, Auf Helgoland". Effekten. Großart. Wasserfall. RiesenFontaine. 3 wafferspeiende Nilpferde. Kranz um die Manege mit ca. 300 Wasserstrahlen. Ferner Ruderbootfahrten, Serenaden auf dem Wasser, Wassernymphen 2c. 2c. Sonnabend, d. 5. Dezbr., Abd. 71/2 Uhr: Okkend- Theater. Drei Lage aus( 60 Damen), Aufzügen 11. f. w. Dampf- 10-1 Uhr.) Abfahrt vom Corps de Verband der Bau- Arbeiter und Berufsgenossen Deutschlands. dem Leben eines Spielers. Bellealliance- Theater. Der Rattenfänger von Hameln. Adolph Ernй- Theater. Der große Prophet. Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalat. Spezialitäten- Borstellung. Sonntag 2 Borstellungen. Nachm. Gebrüder Richter's Variété. Spe- 4 Uhr( 1 Kind frei) Aschenbrödel. Abends 71/2 Uhr ,, Auf Helgoland". zialitäten- Vorstellung. E. Renz, Direktor. Theater der Reichshallen. zialitäten- Vorstellung. SpeWinter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. zialitäten- Vorstellung. SpeKaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 8 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Gtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks: und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Gänse- Ausspielen Sonnabend, den Zahlstelle Berlin. 3. Schluß d. Borſtell.: Circus unter Sonntag, den 6.Dezember, Vorm. 11 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29: Mitglieder Versammlung = Zages Drdnung: H Vortrag des Kollegen H. Pein aus Hamburg über die Lage der Bau Arbeiter und Berufsgenossen Deutschlands und deren Organisationen. Die weitere Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht Neue Mitglieder werden dort aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Der Bevollmächtigte. 404/3 5. d. M., bei Hilgenfeld, Bergstr. 60. Gr. Vorstellung. Neues Programm: Kranken- u. Begräbnißkasse der Bau- u. Fabrikarbeiter Berlin Rasco- Trio. Gepäck- Droschte Nr. 1001.( E. H.-K. Nr. 13). Sonntag, den 13. Dezember, Vornt. 11 Uhr, im 20 Eine ländliche Hochzeit. Schankgesch. m. v. Kont. ist sof. z. v. 3u erfr. b. Lenz, Rottbuserstr. 6a. 415M Sonntag: 2 Borstellungen. Nachmittags 3/2 Uhr( 1 Kind frei) und Abends 7/2 Uhr. 2 Mal: Circus unter Schankgeschäft krankheitsh. zu verk. Näh. Wollinerstr. 53 im Lokal. 366b Wasser. zur Generalprobe Matinée am Sonntag, den 6. Dezember, heute Abend 8 Uhr in Lips' Brauerei. Gesangverein ,, Nord" wird freundlichst gebeten, um 9 Uhr zu erscheinen. G. Schonert, 1. Vorsitzender. Sonnabend, den 5. Dezember 1891, im ,, Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee 11-13: Erstes Winter- Vergnügen Des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter. Grosses Instrumental- Konzert, ausgeführt von Berufs- Musikern unter Leitung des Herrn Tümmler. Auftreten der Koschat'schen Konzertfänger in Nationaltracht, des Damendes Herrn Säger, Grüner Weg 29: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Innere Kassenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, Alle zur Stelle zu sein. Der Vorstand. Leseklub ,, Carl Marx", Oeffentliche Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 6. Dezember, Abends 6 Uhr, im großen Saale der Berliner Bockbrauerei" am Tempelh. Berg. Tages Ordnung: " = 1 Ur C A Di Berfich Hender umfaßt N besond Eintri Mitgli freien §75 2 freier faffe t übrigen ftimmt Di Be AE Paragr Raffen, finanzi 365b muß, Don 3 graphe tomme: für die regieru Mehrb etwa t SE über di Mehrle bezweif wird . hierzu Inüpfte berufe Zentral fämmtl Aranter gehend nichts auch fa Rranter triebs- S ziehe ic weder nehmer Ab monady zahlung Arbe Der A meinen Schüffen währen weise E De b. d. E Ge ftimmu faffen Raffen. Ar 420/5 Knap Nc Der Vertrauensmann. 1. Vortrag des Hrn. Dr. Carl Pinn über: Das Bildungsmonopol des heutigen Gesellschaft". Nachdem: Gesellige Unterhaltung und Tanz, Der Einberufer. 402/18 Rixdorf. Sozialdem. Volksversammlung am Sonntag, den 6. Dezember, Vorm. 11 1hr, Romikers Herrn O. Schumacher, des Charakter- Komiters Herrn H. Dankert, im Lokale des Herrn Barta,( Rigdorf), Bergstr. 120. sowie des Gesangvereins ,, Liedesfreiheit"( M. d. A.-S.). Grosse Verloosung. E 1 Grosser Ball. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang präzise 8 Uhr. Entree 25 Pf. Das Comitee. NB. Billets find in den Zahlstellen und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 388/18 Zages Ordnung: 356b 1. Rechenschaftsbericht der Vertrauensleute. 2. Bericht der Revisoren 3. Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. Köpenick. Passage- Böhm. Brauhaus, Landsberger Alle 11-13. Große öffentliche Bolksversammlung Panopticum und 1891: Erstes Winter- Vergnügen des Verbandes aller in der Metallindustrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Theater Variété I. Ranges 50 Pfennig. unter Mitwirkung des Solo- Quartetts der Koschatschen Ron Prinzeß Bauline, die lebende Puppe in Großes Instrumental- Konzert, ausgeführt von Berufsmusikern unter Leitung des Herrn Tümmler. für Männer und Frauen am Sonnabend, den 5. d., Ab. 8 Uhr, bei Wiedemann& Manofsky in Adlershof. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Knaak über: Der Kampf ums Dasein " auf Grund des 5. und 7. Gebots". 2. Diskussion. Tellersammlung findet statt. Fachverein d. Steinmetzen Friedrichshagen. Der nächste Lese- und Diskutirabend KonzertSänger in Kärnthner Nationaltracht, der Charakter- Humoristen Herren Schuler und Waldow, des Vorpahl'schen Mandolinen- Sonntag, d. 5. Dezember, Vorm. 10 Uhr, des Arbeiter- Bildungsvereins ift So Terzetts, sowie des Gesangvereins bei Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a. tag, den 6. Dezember, Abends 7 h Tiedesfreiheit" Castan's Panopticum Große Verloofung. Großer Ball. Anfang präzise 8 Uhr. Hohne Extra- Entree. Entree 50 f. Kinder 25#f. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 ( Mitglied des Arbeiter Sängerbundes). Dirigent: R. Tietz. Entree 25 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 389/1 Das Komitee. Freunde und Gönner des Verbandes sind freundlichst eingeladen. Billets sind in den Zahlstellen und Arbeitsnachweis Wallstraße 7/8 zu haben. Achtung! Versammlung Achtung! der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche- Branche am Sonnabend, den 5. Dez., Abds. 8½ Uhr, in ,, Bökow's Sanl", Prenzlauer Allee 242. Vortrag. Ref.: Frau v. Hoffstetten. Diskussion. Versammlung. bei Lerche, Rundtheit. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Mehner über: ,, Gleiches Recht für Alle". 2. Lokalfrage. 3. Abrechnung der Vereinskasse. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 291/8 Allgemeiner Brauer Verband. 363b in B Zu Weihnachts- Geschenken geeig net: Eine große Auswahl einfacher eleganter Ausgaben unserer Klassiker billigen Gelegenheitseremplaren, 3 6 M.) Schiller 12 Thle. in 4 Bdn. 3,50 M.( tatt 9 eleg. Bände 8,50 M.( tatt 13,50 M.) u. f. w. bei Lederer, Berlin Kurstr. 37. 1599L Bitte, überzeugen! Gauverein der Provinz Brandenburg. Gigarren, Rauch- u. Kautabat, Freitag, den 4. Dezember 1891, Abends 8 Uhr: 370b bekannt gut, lange und kurze für erwacht. Serren. Nachher: Gemüthliches Beiſammensein u. Tanz. Monats- Versammlung Pfeifen, billigst Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 1421L Kleines Tanz- Lokal Gäste freundlichst willkommen. 369b bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Lager diverser Weine. Fachverein der Tischler. Montag, den 7. Dezember, Abends 8½ Uhr, Unterer Saal. Don Hen! Präsent- Kisten 3 Mark ant.[ 1467L Achtung, Bildhauer! nur 51 Laut Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 23. November ist der wöchentliche 10 Pfennig- Beitrag geKrankheit. Schirmacher, bei Fix, int ,, Gratweil's Bierhallen", Kommandantenstraße 77-79: fallen; es ist aber jeder Kollege ververkaufe sofort wegen andauernder Liebigftr. 45. Wildfleisch 362b von Rehen, Hirschen, pfundweise fehr billig, offerirt 1579L A. Pechmann, Reichenbergerstr. 48. Bruchbänder, 1079L Gummiwaaren, Leibbinden, Spritzen, Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: ,, Die Entwicklung der nationalökonomischen Wissenschaft. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen erwartet 323/16 Der Vorstand. Zentral- Verband deutscher Maurer etc. Zahlstelle Berlin 1( Putzer). Sonntag, den 6. Dez., Vorm. 11 Uhr, in den„ BürgerSälen", Dresdenerstraße 96: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: pflichtet, bis zur 48. Jahreswoche ( inklusive) den Beitrag zu begleichen. Thue daher jeder Bildhauer seine Schuldigkeit.[ 147/3] Die Kommission. 51. Bitte, lesen Sie! Jeder, der seinen Bedarf an Winter- Paletots ferner gold. 2. Wahlkreis. Jackets, Hoſen, Westen zc., sowie Anzügen, einzelnen Röcken, Den Parteigenossen bringe mein seit Jahr. bestehend. Cigarren- u. TabakStiefeln, Hüten, Wäsche, Betten, u. silb. Herren- u. Damen- Uhren, Ketten, Ringen, Reife- u. Holzkoffern, Wasch Spezialität in 5 und 6 Pfg.- Cigarren. billig und gut kaufen will, empfehle Kreuzbergin Alt und Neu. folchen nicht v der Dr deren bleiben. No ift, fol Gründ werden Innung felbft a taffe be mit der No Statuten taffe triebsta AE einigtem Kaffent verbani dahing eines 17 wir w Bebel Beife Di Nc in eine versiche meinde freien geldes Zagelo! Nc Raffe r wenn t des 2 fegung Kranter Di befchlof geschrie welchen gehörte, Kaufe alles auf währen [ 14550 Bahlstelle d. sozialdemokr. Wahlvereins. 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Hierzu zwei Beilagen wenn E tlasse Absatz gleich L Dieses Stelle t höhung üblicher 31 einer, r! tobt und beitszeit Berlins eldmitteln ach später chdrucker l's Bir t werden fer. hlands. ger, Der Baus gemacht tritt. 2. Berlin im Lotal hiedene Cand. Tuen 7. Berg sopol der Tang, Fer. ung . 120. 356b eviforen nu. Jung dlershof. Dasein 365b Nr. 284. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Freitag, den 4. Dezember 1891. 8. Jahrg. die Wiederherstellung des bestehenden§ 75 und die Streichung werth wäre ja, wenn auch für die freien Hilfskassen die Arbeit des Abs. 3 der Kommissionsbeschlüsse. geber an den Beiträgen theilnehmen. Daß aber die Abg. Hirsch( dfr.): Wir stehen hier vor dem Kardinalpunkt Arbeiter darauf verzichten, zeigt, daß ihnen diese Institutionen 133. Sigung vom 3. Dezember, 1 Uhr. des ganzen Gesetzes. Durch§ 75 würden nicht nur die wohl- lieb geworden sind, umsomehr, da sie für längere Dauer Krankenerworbenen Rechte, sondern geradezu die Existenz der freien geld zahlen, als die übrigen Kassen. Nachdem Sie es abgelehnt Am Tische des Bundesraths v. Bötticher. Hilfskaffen aufs äußerste gefährdet und geschädigt werden. Der haben, die anderen Kassen zu einer längeren Unterstützung zu Die zweite Berathung der Novelle zum Krankenkassen- ursprüngliche Vorschlag der Regierung, daß die Mitglieder der verpflichten, können Sie es den Arbeitern nicht verdenken, wenn Bersicherungsgesetz wird beim Art. 17 fortgesetzt, der die freien Kaffen nur auf besonderen, jederzeit beim Beschäftigungs- fie die freien Hilfstassen vorziehen. Bei 13 Wochen Krankengeld Menderungen bezüglich der Betriebs-( Fabrit) Krankenkassen wechsel zu wiederholenden Antrag und unter allerlei schwierigen sind von den eingeschriebenen Hilfskaffen nur etwa 13 pet. stehen umfaßt. Anmeldungsformalitäten von der Zugehörigkeit zur Zwangkaffe geblieben, die meisten freien Hilfskassen zahlen so lange KrankenNach dem bisherigen§ 63 sollten die in einem Betrieb mit befreit werden sollen, ist Dank dem ausdauernden Widerstand geld, bis die Invalidenunterstützung eintritt. Durch eine Zerbesonderer Krankenkasse eintretenden Personen vom Tage des namentlich des Zentrums in der Kommission beseitigt worden. Störung dieser Institution werden Sie nur unzufriedenheit erEintritts an der Kaffe angehören, soweit sie nicht nachweislich Stehen geblieben ist leider, daß die freien Kassen nicht mehr das regen. Den Uebertritt von Zwangskaffen zu den freien HilfsMitglieder einer Innungs-(§ 73), Knappschafts-(§ 74) oder Recht haben sollen, nur eine Geldsumme als Krankenunterstützung fassen wollen wir jederzeit offen lassen. Daß die dauernd an freien Hilfekaſſe(§ 75) find. Nach der Vorlage sol nur auf zu gewähren, sondern daß sie die ärztliche Hilfe und die Medizin demselben Orte und bei demselben Arbeitgeber beschäftigten Ar$ 75 Bezug genommen werden, der bezüglich der Mitglieder in natura zu leisten haben. Gin Bedürfniß zu dieser Aenderung beiter nur am Schlusse des Rechnungsjahres, dagegen die, welche freier Kassen für die Befreiung vom Beitritt zu einer Zwangs- liegt nicht vor, Mißbräuche und Mißstände haben sich Arbeitgeber oder Ort wechseln, jederzeit übertreten können, ist taffe den Nachweis genügender Versicherung fordert. Die bei der bisherigen Gepflogenheit der freien Kassen nicht gezeigt. eine ungerechtigkeit für die ersteren Arbeiter. Bedenken Sie, übrigen Paragraphen handeln von der Anwendung der Be- Auch sind von den Mitgliedern der freien Kassen Klagen wieviel Erbitterung Sie unter den Arbeitern durch diesen Paraftimmungen der Drtskassen auf die Betriebsfaffen. nicht geführt worden. Ebenso unberechtigt ist der Vorwurf, daß graphen hervorrufen, wieviel Institutionen Sie zerstören! Die§§ 63 und 64 werden ohne Debatte genehmigt. bei den freien Kassen die Kranken entweder überhaupt keine ärzt- Abg. Möller( nl.): Ich betrachte den§ 75 nach den Beim§ 65 bemerkt liche Hilfe oder zu spät erlangen. Durch die Vorschrift ärztlicher Kommissionsbeschlüssen als ein Kompromiß der großen Mehrheit Abg. v. Strombeck( 3.): Nach den in den vorhergehenden Bescheinigungen zur Erlangung irgendwelcher Krankengelder ist der Kommission. Die Regierung scheint nicht versuchen zu Paragraphen der Novelle vorgeschriebenen Mehrleistungen der Fürsorge getroffen, daß die ärztliche Hilfe auch thatsächlich ein wollen, die Wiederherstellung ihrer Vorlage zu beantragen Rassen, namentlich der Betriebs- Krankenkassen, erscheint mir die fritt. Im Gegentheil, die freien Kassen leisten in Bezug auf um so mehr sollten wir das Kompromiß genehmigen. Damit finanzielle Belastung dieser Kassen so erhöht, daß ich befürchten ärztliche Hilfeleistung mehr als die Zwangskassen. Jedem Arzt wird über die freien Kassen keineswegs der Stab gebrochen; muß, der Fall, wo die Beiträge der Kassenmitglieder in Höhe sind die Mitglieder der freien Hilfskaffen die liebsten Patienten, diese Rassen, deren Verdienste nicht bezweifelt werden sollen, bon 3 pet. nicht ausreichen und nach dem vorliegenden Para- denn die Aerzte werden angemessen bezahlt, außerdem dauert bei haben, wie ich meine, nach der Einführung des Versicherungsgraphen die Arbeitgeber für die weiteren Kaffenleistungen auf den freien Kaffen die Krankenunterstützung nicht 13, sondern zwangs die Aufgabe, ergänzend neben den Zwangskassen zu tommen müffen, werde öfter eintreten, als wünschenswerth und überwiegend 26 und mehr Wochen. Bei den Zwangstassen ent- lehen, so daß der Wunsch der besseren Arbeiter auf vollen Ersat für die einzelnen Industrieen erträglich ist. Ich bitte die Reichs- spricht der Pauschalbezahlung der Aerzte auch eine Pauschal- des durch die Krankheit erlittenen Schadens hierdurch geleistet regierung um Auskunft darüber, wie die vorher beschlossenen behandlung der Patienten. Die freien Kassen zahlen beinahe das werden kann. Der auf diesem Gebiet wohlerfahrene Abg. DechelMehrbelastungen der Kaffen finanziell wohl wirken und wie oft Doppelte des ortsüblichen Tagelohns der Ortskassen, während häuser und sehr viele Arbeiter selbst theilen meine Meinung. etwa die Heranziehung der Arbeitgeber nöthig werden dürfte. sie vorgeschriebenermaßen nur ein Viertel derselben für die Unter diesen Umständen müssen die freien Kassen einen Umbau Staatssekretär v. Bötticher: Eine statistische Ermittelung ärztliche Hilfe leisten sollen. Durch zweckmäßige Medizinal durchmachen. Troß der Bemängelung, der man einzelne Beüber die finanzielle Bedeutung der in der Novelle beschlossenen verbände respektive Kassen ist auch für für Verbilligung stimmungen dieses Paragraphen unterziehen könnte, bitte ich Sie, Mehrleistung der Betriebs- Krankenkassen ist nicht aufgemacht, ich und Sicherstellung der ärztlichen Behandlung und Arznei an diesem Kompromiß, eben weil es eines ist, unverändert festa bezweifle, ob sie bis zur dritten Lesung zu ermöglichen sein gesorgt. Ich meine, es ist es ist eine moralische Pflicht des zuhalten. wird, es so dar, als weil die uns zur Verfügung stehenden Zahlen Gesetzgebers, nicht ohne Noth einen Zustand zu vernichten, der Staatssekretär v. Bötticher: Es ist nicht richtig, daß die hierzu nicht ausreichen. Ich glaube aber, daß die daran ge- sich anerkanntermaßen bewährt hat. Schon 1869 wurde die Be- Regierung die Wiederherstellung der in der Kommission gestrichenen nüpften Besorgnisse des Abg. v. Strombeck unbegründet sind und rechtigung der freien Kassen anerkannt; in der Mitte der siebziger Bestimmungen der Vorlage nicht versuchen wolle. Wir können berufe mich dafür auf die Geschäftslage der Betriebskaffen. Der Jahre wurde das Gesetz über die Hilfskaffen erlassen und es ia jekt feinen Antrag stellen, aber wir werden bis zur dritten Zentralverband deutscher Industrieller, dessen Mitglieder doch fast schien damals die Absicht des Gesetzgebers, die Zwangskaffen voll- Lesung darauf hinzuwirken suchen, daß jene Bestimmungen einen sämmtlich Besizer von industriellen Établissements mit Betriebs- ständig durch die freien Kassen zu ersetzen. Auch das Gesetz von größeren Beifall im Hause finden. Was nun die freien HilfsKrankenkassen sind, und der sich mit der vorliegenden Novelle ein- 1888 ließ ihnen noch großen Spielraum, so daß die Zahl ihrer tassen überhaupt anlangt, so stellt Abg. Hirsch mit dem Brustton gehend beschäftigte, hat gegen die in Rede stehenden Paragraphen Mitglieder sich immer mehr steigerte und die Kassen im Stande der Ueberzeugung pectus facit oratorem nichts einzuwenden gehabt. Die Bedenken des Vorrebners wären waren, ihre ganze Organisation auszugestalten. Niemand konnte ob den freien Hilfstassen hier neue Lasten aufgelegt werden sollen. auch fachlich weit eher gerechtfertigt bei Orts, als bei Betriebs- den freien Kassen irgend einen Vorwurf machen. Es ist rührend, Ich freue mich, daß die in verschiedenen Preßorganen beim ErKrankenkassen, und schließlich stehen nach der Statistik die Be was die hunderttausende von Arbeitern für die Festigung und scheinen der Novelle laut gewordene Darstellung, als ob hier im triebs- Krankenkassen finanziell am günstigsten. Aus allem Dem Ausbreitung ihrer Rassen gethan haben. An der Versicherung politischen Interesse ein brutaler Druck auf die freien Kassen siehe ich den Schluß, daß durch die mehrerwähnten Mehrleistungen des Herrn Staatssekretärs, daß die verbündeten Regierungen die ausgeübt werden solle, von den Vertheidigern dieser Kassen hier weder diese Kaffen finanziell gefährdet noch die Betriebs- Unter- freien Kassen nicht schädigen wollen, zweifle ich nicht, aber es nicht wiederkehrt. Diese Vertheidiger behaupten nun, die Mitnehmer übermäßig belastet werden. fommt nicht auf schöne Absichten, sonden auf die Folgen an. glieder freier Hilfskaffen seien in Bezug auf Gewährung ärztlicher Abg. v. d. Schulenburg( dk.) wiederholt feinen Antrag, Die Verbreitung der freien Kassen über das ganze Deutsche Behandlung und Arznei nicht schlechter gestellt, als die der Zwangsmonach die Arbeiter verpflichtet sein sollen, sich bei der Lohn- Reich ist kein Fehler, sondern ein Vorzug derselben, tassen: es ist nicht schwer, das Gegentheil nachzuweisen. Man muß zahlung zwei Drittel der Beiträge abziehen zu lassen, statt daß die weil dadurch die Freizügigkeit der Arbeiter gewährleistet prüfen, ob die verschiedenen Formen, die für die vom Gesetzgeber Arbeitgeber verpflichtet sein sollen, die Beiträge abzuziehen. und eine Ausgleichung der Krankenkassen einzelner Bezirke, z. B. für bestimmte Bevölkerungsklassen gewollte Unterstützung vorDer Antrag soll der Gefahr vorbeugen, daß die Kaffenmitglieder bei Epidemien, herbeigeführt wird. Darin liegt aber allerdings geschlagen werden, daß vom Gesetzgeber angestrebte Maß dieser meinen könnten, es handle sich bei den hier vorgeschriebenen Bu- die Schwierigkeit, Arzt und Medizin in natura zu liefern. Jaft Unterftigung gewährleisten. Wäre man im Jahre 1888 be Schüffen um eine Handlung freiwilliger Generosität ihrerseits, einstimmig haben mir die Kassen, deren Anwalt ich bin, versichert, Meinung gewesen, daß das von den freien Kaffen den Zwangs während es sich doch um eine nothwendig eintretende Handlungs- daß beim besten Willen die Naturalleistungen sich nicht durch- faffen gegenüber gezahlte Mehr an Krankengeld die fehlende freie weise handelt. führen lassen. Deshalb sollte man es sich überlegen, ob man mit ärztliche Behandlung und Arznei nicht ersetze, so hätte man diese Der Kommissionsvorschlag wird nach Ablehnung des Antrags einem Strich eine seit Jahrzehnten bestehende Einrichtung der Art der Krankenunterstützung durch die freien Hilfskaffen wohl b. d. Schulenburg unverändert angenommen. Arbeiter beseitigen soll. Man sollte einen gesetzlich bestehenden schon damals nicht zugelassen. Die Statistit zeigt aber, daß die Genehmigt werden die Art. 18(§§ 67a und 67b), betr. Be- Zustand nicht einer bloßen Theorie zu Liebe ändern. 900 000 ärztliche Fürsorge für die Mitglieder der freien Kassen nicht in fassen und das Ausscheiden einzelner Betriebe aus einem scheidung des heutigen Tages. Zerstören Sie nicht die Grund- flar, daß in dem Falle, wo statt der ärztlichen Behandlung ein folchen Verbande, und Art. 19(§ 68) betr. die Auflösung solcher lagen der freien Kassen!( Beifall links.) Raffen. Geldbetrag gezahlt wird, das Individuum vor die Frage gestellt Abg. v. d. Schulenburg( dk.): Es hat der Regierung fern ist: soll ich mir nun dafür einen Arzt holen oder wird es ohne Art. 20(§§ 73 und 74) betrifft die Innungs- und gelegen, die freien Hilfskaffen jetzt von vornherein zu beseitigen, den Arzt gehen? und infolge davon fritt in Fällen, in denen soRnappschaftstassen. fie wollte nur, daß an erster Stelle die Kassen in Betracht kommen fort ein ärztlicher Eingriff von großer Bedeutung gewesen wäre, Nach dem jezigen§ 73 waren Mitglieder der Innungskaffen sollten, die das Gefeß von 1883 neu geschaffen hat. Die damals eine große Verschlimmerung des Patienten dadurch ein, daß er nicht verpflichtet, den Orts- Krantentassen anzugehören, Mitglieder den freien Hilfstassen gebliebenen Vorrechte haben die durch das erst später den Arzt holt. Die Vertheidiger der freien Kassen der Ortstassen, die bei einem Innungsmeister arbeiteten, bezw. Gesetz eingeführten Rassen benachtheiligt. Es handelt sich da geben aber selbst zu, daß der Mehrbetrag, den die freien Kassen beren Arbeitgeber der Innung beitrat, fonnten in den Ortstassen nicht bleiben. um wohlerworbene Rechte der freien Hilfskassen, leisten, nicht der ärztlichen Behandlung gleichzusehen ist, denn sie und man hätte besser schon 1883 reinen Tisch machen sollen. sagen, man könne bei freien Kassen, deren Mitglieder oft Nach der Vorlage, die von der Kommission nicht geändert Angesichts der Schwierigkeiten, mit welchen die Ortstassen, über das ganze Reich zerstreut seien, nicht überall ärztit, sollen in Zukunft die Arbeiter eines Innungsmeisters bei namentlich auf dem Lande, zu kämpfen haben, bedarf der jetzige liche Behandlung besorgen; das mache zu viel Umstände und Gründung einer neuen Innungskasse sofort Mitglieder derfelben Zustand einer Aenderung. Wir müssen jede Kaffe, welche neben ließe sich bei den verschiedenen Verhältnissen in verschiedener werden, bezw. mit dem Beginn der Beschäftigung bei einem dem Gesetz bestehen darf, als unbedingt gleichberechtigt mit den Theilen Deutschlands nicht durchführen. Aber die aleiche Innungsmeister; sie scheiden aus den anderen Zwangskaffen von anderen behandeln, und daher müssen die freien Hilfskaffen die Schwierigkeit, welche für die freien Kassen besteht, die an den selbst aus. Wenn ein Arbeitgeber erst nachträglich einer Innungs- Mindestleistungen erfüllen, welche für die übrigen Kassen gesetzlich einzelnen Orten ihre Vertreter haben, besteht doch auch für die tasse beitritt, so erfolgt der Uebertritt aus der Zwangskasse erst vorgeschrieben sind, und den anderen Kassen darf kein Schaden Patienten selbst. Es ist egal, ob der Kaffenvertreter oder der mit dem neuen Rechnungsjahre. durch die freien Kassen erwachsen. Das ist nur recht und billig. Kranke dafür sorgt, daß der Patient Arzt und ärztliche Be Nach§ 74 bleiben die Mitglieder der Knappschaft33ur Mindestleistung gehört auch die ärztliche Hilfe und die Ge- handlung hat. Eine statistische Zusammenstellung zeigt, daß bei tassen von jeder anderen Zwangsversicherung befreit; die währung der Medizin in natura, Auf dem Lande besonders der bisherigen Form des§ 75 die Krankheitsdauer bei den freien statutenmäßigen Leistungen dieser Kassen müssen die für die Be- nimmt der kleine Mann lieber Geld als den Arzt( fehr richtig! Raffen pro Kopf größer ist, als bei den Zwangskaffen. Das triebskassen vorgeschriebenen Mindestleistungen erreichen. rechts) und verwendet das Geld zu anderen Zwecken. Der Segen kommt eben davon, daß der Arzt von den Mitgliedern jener 420/5 我 算 。 tirabend t Sonn 7 Uhr, 363b n geeig acher fiter in 1, 3. 28. M.( ftatt N.( itatt Berlin, 1599L en! tabat, rze igst e. en von [ 1467L r. 51 ie! pts, Röcken, ferner , gold. Retten, Wasch dern 20 mpfehle 3 Lager les auf n daher wirklich [ 1455L mitr., 874. en und cilagen Abg. v. d. Schulenburg: Der Zentralausschuß der ver- dieser Gesetzgebung ist gerade, daß die bisher arztlose Bevölkerung Kaffen nicht so zeitig und so häufig geholt wird. Es kommen einigten Innungsverbände Deutschlands wünscht die Einschaltung auf dem Lande ärztliche Hilfe erhält, die nicht in Geld auf auf das einz Ine Mitglied bei der Gemeindeversicherung eines neuen§ 73a, durch den die an anderen Orten den anderen gewogen werden kann. Die freien Hilfskaffen sind für die Ar- 3,86 Krankentage, bei den Ortstassen 5,50 bei den Betriebs Kassenverbänden zugebilligten Vorrechte auch auf die Innungs- beiter viel theurer als die Zwangskaffen, da bei den letzteren die fassen 5,85, bei den Baugewerkskäffen, wo der Betrieb verbands- Kaffen ausgedehnt werden sollen. Wir werden einen Arbeiter ein Drittel der Beiträge leisten, während bei den freien mit größeren Gefahren verbunden ist, 8,51, bei den dahingehenden Antrag in der dritten Lesung einbringen, denn Kassen die Arbeiter allein beizutragen haben. Die Beitrags- Innungstaffen 4,18, bei den eingeschriebenen Hilfskaffen wir wollen die Innungen und das Handwerk, welchem der Abg. pflicht der Arbeitgeber liegt gerade im Interesse des Ein- 6,06, und bei den landesrechtlichen Hilfskaffen 6,21; Bebel sehr mit Unrecht das Todesurtheil gesprochen hat, in jeder verständnisses zwischen Arbeitern und Arbeitgebern. Die freien die meisten Krankentage kommen also, von den Baueise unterstützen und fördern.( Beifall rechts.) Hilfskaffen sind auch, wie der Staatssekretär neulich bewies, gewerkstassen mit ihrer größeren Betriebsgefahr abgesehen, auf Die§§ 73 und 74 werden genehmigt. nicht so potent wie die übrigen. Wir können nur der Regierungs- die freien Hilfskaffen. Abg. Hirsch: Die unterstügen aber Nach§ 75 des bestehenden Gesetzes reicht die Versicherung vorlage zustimmen und müssen auch die Kommissionsfassung ab- auch durch 26 Wochen!) Das ist kein Einwand, denn erstens in einer freien Hilfskaffe aus zur Befreiung von der Zwangs lehnen. haben nicht alle freien Kassen diese verlängerte Unterstützungsversicherung, wenn die freie Hilistasse das leistet, was die Gemeindeversicherung an ihrem Size gewährt; an die Stelle der freien ärztlichen Behandlung konnte eine Erhöhung des Krankengeldes( von der Hälfte) bis auf drei Viertel des ortsüblichen Eagelohns treten. Abg. Molkenbuhr( Soz.): Wir sind gegen die Aenderung dauer, und zweitens gehen auch sehr viele Zwangskaffen mit des jetzigen Zustandes. In der Kommissionsfaffung steht nichts ihren Leistungen über das gefeßlich vorgeschriebene Mindestmaß davon, daß die beiden Kategorien von Kassen gleich gestellt werden. hinaus. Die Vertheidiger der freien Rassen sagen nun, wenn Die Arbeiter, welche zwei freien Hilfskaffen angehören, wären man die Ausgaben der Kaffe auf die Anzahl der Mitglieder bedurch die Kommissionsfaffung gezwungen zwei Aerzte zu nehmen, rechne, so gewähren die freien Kaffen mehr als die Zwangskassen Nach der Vorlage soll die Mitgliedschaft bei einer freien anstatt für den einen eine Erhöhung des Krankengeldes. Wir aber diese Rechnungsart ist nicht beweisend. Nichtiger wäre Raffe nur dann von dem Beitritt zu einer Zwangskasse befreien, wollen die freien Hilfskaffen erhalten, weil sie den Arbeitern es, zu berechnen: Wie viel Aufwendungen kommen bei jeder Wenn die freie Kaffe das gewährt, was die Gemeindeversicherung vielfach mehr gewähren, als die Ortskassen. Die Arbeiter haben Kassen art auf den einzelnen Krankentag? Es entfallen an Ausdes Wohnorts des Versicherten gewährt. Die Er- fich diese Institutionen schon lange vor dem Kanfenfassengesetz gaben pro Krankentag in den Gemeindekassen 1,77 M., in den fegung der freien ärztlichen Behandlung durch ein erhöhtes gegründet. In größeren Orten bestehen sogenannte Medizinal Ortstassen 2,01 M., in den Betriebs- Krankenkassen 2,56 M., in Krankengeld soll in Fortfall kommen. verbände, durch welche die Mitglieder für sich und ihre Familie Arzt den Bau- Krankenkassen 2,37 M., in den Innungskaffen 2,10 M., Die Kommission hat noch folgende 3usäße zum§ 75 und Medizin frei erhalten. Liefern die Krankenkassen Arzt und in den eingeschriebenen Hilfskaffen 1,95 M., in den landesrecht beschlossen: 1. als Absatz 2: Tritt ein Mitglied einer ein- Medizin, so sind die Medizinalverbände für das Familienoberhaupt lichen Hilfsfassen 1,98 M. Der Durchschnitt beträgt 2,12 M., geschriebenen Hilfskaffe an einem Orte in Beschäftigung, an bedeutungslos, und dadurch wird auch die Versicherung der also nur die freien Hilfskassen bleiben hinter diesem welchem das Krankengeld der Mitgliederklasse, der er bisher an- Familie in den Medizinalverbänden aufhören. Schwierigkeiten Durchschnitt erheblich zurück. Gin dritter Beweis für gehörte, hinter dem von der Gemeinde- Krankenversicherung zu ge- hat dieser Paragraph für die zentralisirten Kaffen, deren Mit die geringeren Leistungen der freien Hilfstassen möchte währenden Krankengelde zurückbleibt, so ist das Mitglied befreit, glieder über ganz Deutschland verbreitet sind, denn die kleineren sich auch daraus entnehmen lassen, daß, während im Jahre 1889 wenn binnen zwei Wochen die Versicherung in einer Mitglieder- Orte mit wenigen Mitgliedern erhielten einen Vorzug, weil die die Krankenkosten bei der Gemeindeversicherung 7 Millionen be= tlasse mit ausreid, endem Krankengelde nachgewiesen wird. 2. als Beschaffung eines Arztes für diese viel theurer ist, als an großen trugen, die Beiträge der Arbeitnehmer sich auf 2 Millionen be Absatz 3: Mitglieder einer eingeschriebenen Hilfskaffe, welche zu Orten; bei der Geldgewährung statt des Arztes ist von einer liesen, während die entsprechenden Zahlen für die Orts- Krankentgleich der Gemeinde- Krankenversicherung oder einer auf Grund Bevorzugung feine Rede. Die Bevorzugung der Kassen würden fajjen 27 resp. 28 Millionen, für die eingeschriebenen Hilfskaffen bieses Gesetzes errichteten Krankenkasse angehören, können an sich vielfach erhöhen. So hat beispielsweise eine eingeschriebene aber 10 refp. 12 Millionen Mark lauten. Die Mitglieder der Stelle der freien ärztlichen Behandlung und Arznei eine Er- Hilfskaffe in Hamburg 1889/90 für 11 366 Tage Krankengeld be- freien Hilfsfaffen zahlen also 2 Millionen mehr, als ihnen die höhung des Krankengeldes um ein Viertel des Betrages des orts- zahlt und dafür verausgabt, da sie freien Arzt und Medizin Kassen leisten. Danach meine ich, daß Sie wohl thun, sich dem üblichen Tagelohnes ihres Beschäftigungsortes beanspruchen. lieferte, an den Arzt: 3461 M., für Medizin: 1461 M., zu- Vorschlage der Vorlage, resp. für jetzt dem der Kommission anZwei gesonderte Anträge der Atgg. Hirsch und Genossen sammen 4922 M., während sie, hätte sie ein Drittel des ortsüblichen zuschließen. Die Rücksicht, daß den freien Kassen das Leben einer-, der Abgg. A uer und Genossen andererseits verlangen Tagelohns zahlen müffen, 8524 M. gebraucht hätte. Wünschens- schwerer gemacht wird, würde für mich nicht entscheidend sein, nur eins. für mich ist ausschlaggebend, daß nach den bisherigen seit 1883| undurchführbar ist aber die Arztivahl nach Herrn Bangerhans' Ende des Gesundbrunnens bis hinter Schloß Bellevue erftrede, gemachten Erfahrungen den Arbeitern durch die freien Kassen Vorschlag. nicht das wird, was das Gefeß ihnen zuwenden will, daß diese freien Hilfstassen aber dasselbe leisten sollen, was den Zwangs- werden die Anträge Hirsch und Auer abgelehnt;§ 75 wird lokale in Turnhalle und Aula desselben Schulgrundstücks sei in Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Freisinnigen Stadtrath Schreiner bemerkt, das Verlegen der Wahl taffen angesonnen wird. Deutschkonservativen nach dem Beschlusse der Kommission unver- des Wahlatts die Wahlvorstände zusammentreten müssen, wovon gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, Freifinnigen und zwei getheilten Wahlbezirken eine Nothwendigkeit, da nach Schluß ändert angenommen, ebenso die in der Abstimmung mit Rücksicht nur in den übergroßen Wahlbezirken mit mehr als zwei Unter auf§ 75 zurückgestellten§§ 4 und 19. abtheilungen eine nothgedrungene Ausnahme gemacht sei. Das Abg. v. Strombeck empfiehlt, auch bei den freien Hilfstassen, wie hinsichtlich der Orts- und Fabrik- Krankenkassen bereits beschlossen, die freiwillige Versicherung auf diejenigen Fälle zu beschränken, wo das Jahreseinkommen des zu Versichernden 2000 M. nicht übersteigt, und stellt einen dahingehenden Antrag. diese Bescheinigung in beiden Fällen innerhalb sechs Wochen zu Die Abgg. Auer und Gen. beantragen den Zusatz, daß erfolgen hat. Nach den§§ 75 a und 75b foll den freien Kaffen auf ihren städtische Wahlbureau arbeite ganz vorzüglich. In den 14 Wahldaß sie, vorbehaltlich des Krankengeldes, den Anforderungen des theilung nur eine Aula benutzt worden. Das Wahllokal müsse Antrag eine amtliche Bescheinigung darüber ausgestellt werden, bezirken zweiter Abtheilung seien fünf Aulen, in der ersten Ab § 75 entsprechen, bezw. bei Statutenänderungen, daß sie diesen möglichst in der Mitte des Wahlbezirks gelegen sein, das Anforderungen auch ferner entsprechen. Gesammtintereffe gehe der Bequemlichkeit des Einzelnen vor. hätten die Wahlvorstände über daselbst herrschende Kälte geklagt Grundsätzlich würden die Turnhallen gewählt; mehr ach aber und der Aula den Vorzug gegeben. Er werde als Dezernent Die Schaffung mehrerer Lokale für denselben Bezirk setze wieder darauf halten, daß, wenn möglich, die Aulen vermieden würden. eine Mehrbelastung voraus, die den schon ohnehin so belasteten unbesoldeten Kommunalbeamten nicht zugemuthet werden könne. Stadtv. Althaus kann für den Antrag in der vorliegenden mann ihn empfiehlt und sich außerdem über den späten, höchst zu allgemeinen Fassung nicht stimmen, während Stadtv. Bort ungünftigen Termin der Stichwahlen beschwert, der auch wegen der Wahlprüfungen Schwierigkeiten herbeiführe. Termins sei Sache der Wahlvorstände, das Wahlbureau mache Stadtv. Schreiner bemerkt dagegen, die Ansehung dieses dabei nur einen unmaßgeblichen Vorschlag. Abg. Spahn( 3.): Ich bitte das Haus, bei den Kommissionsbeschlüssen stehen zu bleiben, und ich bitte auch Herrn v. Bötticher, bis zur dritten Lesung feine Anstrengungen mehr zu machen, um die Wiederherstellung der gestrichenen Paragraphen über die Meldepflicht u. f. w. zu betreiben, denn das möchte die ganze Novelle gefährden. Der Abg. Molfenbuhe nennt das Verlangen der Gewährung freien Arztes und freier Medizin eine Ungerechtigkeit; ich sehe die Ungerechtigkeit gerade in der Gewährung raum angegeben, bis zu welchem die betreffende Bescheinigung erAbg. Molkenbuhr( Soz.): In der Vorlage ist kein Zeitdes Geldes anstatt der Krankenpflege. Schon in der Kommission theilt werden soll. Eine Reihe von Hilfskaffen können nun in ist bemerkt worden, daß den Leichtkranken durch das Krankengeld die unangenehme Lage kommen, daß sie ihr nach diesem Gesetz ein bedeutender Gewinn zugeführt wird, während er für die abgeändertes Statut einreichen, aber die Bescheinigung nicht rechtSchwerkranken für Arzt und für Arzt und Apotheke Wenn angeführt wird, daß es schwer und foftspielig ist, die Arbeitgeber, verpflichtet, dafür zu sorgen, daß die Arbeiter in Apotheke nicht ausreicht. zeitig in Händen haben. Dann sind die Gemeindebehörden, resp. den Arzt zu dem einzelnen Kranten auf das Land hinaus die Zwangskaffen eintreten. Wir beantragen daher einen Beitsubekommen, so besteht bei den Orts Krankenkassen diefelbe raum von sechs Wochen für die Ertheilung der Bescheinigung. Schwierigkeit in noch größerem Umfange. Ob hinsichtlich der In sechs Wochen kann wohl jede Behörde das Statut durchsehen freiwillig Versicherten in dieser Hinsicht ein Unterschied der Be- und herausfinden, ob es den Anforderungen genügt. Ohne eine handlung durch die Kassenvorstände zulässig ist, darüber möchte ich Fristbestimmung könnten die Arbeiter leicht in die Lage kommen, die Regierung um Aufschluß bitten. Ich halte dafür, daß die neben der Hilfskasse auch noch der Zwangskasse angehören zu freien Hilfskaffen sich auch unter dem neuen Gesetz helfen und müssen, unter Umständen ein Jahr lang, da der Austritt aus dabei wohl befinden können. Zwangskaffen nur beim Jahresschluß erfolgen fann. es feE läuter Arbei Fabri schäfti einen haben beauft Baller angeft zurück. getäu Stec glied, fchloff gerech treffein Mutte tann unter nachte nachfu Arme: Abfer fügur nicht dann gehen, erreid C tein Solide des deutsc Lhalbes hat S füchen laffen in wel Lina E haben die Diskussion für erreicht( lebhafter Widerspruch) und beantragt, Stadtv. Horwis hält die Absicht der Antragsteller durch in Erwägung, daß thunlichste Beseitigung der beregten Uebel stände zugesagt sei, Uebergang zur Tagesordnung über den Antrag. Ministerialdirektor Lohmann erklärt, daß die 6 Wochen nicht ausreichend seien, wenn die Behörden mit den Kassenvorständen über die Aenderung des Statuts gemeinsam berathen. wird die Frist angenommen, dann werden die Behörden in er meint, daß durch die zuvorkommende Erklärung Stadt. Singer: Herr Horwitz ist doch zu bescheiden, wenn vielen Fällen einfach das Statut zurücksenden, um die Frist inne Magistratskomumffars die Erfüllung der Wünsche der Antrags zu halten; dadurch ist den Kaffen jedenfalls auch nicht gedient. ſteller in Ich bitte also, den Antrag abzulehnen. Abg. Langerhans: Wenn die freien Hilfskaffen wirklich in Bezug auf ärztliche Hilfeleistung weniger leisteten als die Zwangstafen, dann würden sie nicht mehr bestehen. Man ist aber überzeugt, daß die Kranken bei einem höheren Krankengelde sich beffer stehen, als wenn sie sich von einem aufgezwungenen Arzt behandeln lassen müssen. Gin Arzt kann unmöglich in einer Sprechstunde 20 bis 30 Krante gründlich untersuchen und behandeln. Es kommt oft vor, daß Mitglieder von Zwangskaffen sich neben dem Kassenarzt von einem Arzt ihres Vertrauens be- nommen. handeln lassen. Dabei erhalten die Kassenärzte noch weniger, als sie nach der Tare von 1815 zu verlangen hätten. Wenn das so weiter geht, so fommen wir zur Verstaatlichung der Aerzte, und das läge nicht im Interesse der Wissenschaft; daß die Mitglieder der freien Kassen ein paar Tage vorübergehen lassen, ehe fie einen Arzt zu Hilfe rufen, ist nicht richtig, denn die Hilfsfaffen Mitglieder friegen überhaupt kein Krankendeld, wenn sie fich nicht sofort bei einem approbirten Arzt melden. Ich habe hier ein Attest für eine Hilfskaffe vor mir, welches die Unterfchrift eines approbirten rates trägt. Ich würde es auch nicht für richtig halten, eine bestimmte Auswahl unter den von der Rasse anzustellenden Aerzten zu treffen. Da würde Mancher§ 76 wird unverändert angenommen und darauf um 5 Uhr fagen, ach, der Langerhans ist ein famofer Kerl, der meint die weitere Debatte bis Freitag 1 Uhr vertagt. Außerdem immer, daß die Leute krank und arbeitsunfähig sind, zu dem Wahlprüfungen. gehen wir him.( Heiterkeit.) Ist das etwas Schönes! Nehmen wir doch wenigstens diesen lästigen Zwang aus dem Riesenzwang der Krankenversicherung heraus! Die Zahlen des Staatssekretärs über die petuniären Leistungen der freien Hilfskassen beweisen nicht, daß die freien Kassen weniger Sorgfalt auf den Kranken verwenden als die Zwangskaffen. fichere Aussicht gestellt fei. Ich habe für meine Person das gerade Gegentheil aus dieser Erklärung § 75a wird unter Ablehnung des Antrags Auer ange- herausgehört. Mir hätten bestimmte positive Vorschläge auch mehr zugesagt, als diese so außerordentlich allgemeine Fassung. Bum§ 76 hat die Kommission eine Aenderung dahin vor- Der Magistrat muß aber endlich eine Anregung bekommen, die geschlagen, daß nicht blos der Austritt eines Mitgliedes aus Wahlgeschäfte in Zukunft etwas anders als bisher zu erledigen. einer freien Kasse, sondern auch der Uebertritt in eine niedrigere Die erhobenen Vorwürfe treffen gar nicht das Wahlbureau, sie Mitgliedsklasse bei der gemeinsamen Meldestelle oder in Erman- treffen den Magistrat, vielleicht den Dezernenten desselben. An gelung einer solchen bei werden muß. Der Aufsichtsbehörde angezeigt der bisherigen Gepflogenheit wird mit einem gewissen Formalismus jestgehalten. Dieser konservative Zug, welcher den Magistrat zu Abg. v. d. Schulenburg erklärt, daß der§ 76 nur eine leiten scheint, steht mit den Anforderungen, welche diese Thätig mangelhafte Ergänzung für den gestrichenen§ 49b wegen der feit bei der so tolossalen Zunahme der Bevölkerung stellt, nicht Meldepflicht der freien Kassen bezüglich ihrer Mitglieder sei, im Einklang. Auch heute nehmen wir wieder diese ungeheuer daß deshalb die Deutschkonservativen gegen denselben stimmen peinliche Rücksicht auf die Wahlvorstände wahr. Wahlen werdenl würden. doch nicht der Wahlvorstände wegen vorgenommen; die Stimm. abgabe ist vielmehr dem Wähler durch die geeigneten Vorkehrungen aus alle Weise zu erleichtern, namentlich muß ihm unverhältnißmäßiger Zeitverlust erspart werden. Wenn, weil ein Wahlvorstand in der Turnhalle gefroren hat, das Wahllokal in die Aula verlegt wird, so widerspricht das doch dem von dem Stadtrath Schreiner felbst aufgestellten Saz, daß das Gesammtinteresse vorgeht. Die Klage, daß in ausgedehnten Bezirken nur ein Wahllotal vors handen war, hat man damit zu widerlegen geglaubt, daß man fagt, das Lofal muß in der Mitte des Bezirks liegen. Das muß es nicht; ist der Bezirk zu groß, so wird er eben in so viel Diftritte getheilt, daß man den vernünftigen Anspruch der Wähler befriedigen kann. Der Rücksicht auf die Wahlvorstände wird man ja sehr einfach dadurch gerecht, daß man die Wahl Die Wahl des Stadtv. Heller zum Stadtrath ist bestätigt auf den Sonntag verlegt. Dem Magistrat ist wirklich etwas mehr Lebendigkeit auf diesem Gebiete zu wünschen, wir fimmer Vor der Tagesordnung hat Stadtv. Singer ums Wort für den Antrag, der in dieser Hinsicht die Wünsche gebeten. Der Versammlung zum Ausdruck bringt. Die Beschwerde des Stadtverordneten Bortmann wegen der Stichwahlen finde ich auch gerechtfertigt, theile aber feine Motive nicht Wegen der wirthschaftlichen Lage halte ich die Ansehung auf den 15. Dezember für eine Hücksichtslosigkeit gegen die Wähler; diese Wahlen konnten sehr wohl Ende November oder Anfang des ember vorgenommen werden; die Vorbereitungen dazu ließen sich fehr gut in 8-10 Tagen beenden. Aber daß im Falle solcher Verze erung nicht mehr diese Stadtverordneten Versammlung über Wahlproteste zu entscheiden haben würde, fällt für mich nicht ins Gewicht. Dem Geiste der Wahl entspricht es doch viel mehr, wenn die neu Gewählten darüber entscheiden, als die vielleicht nicht einmal wiedergewählten.( Zustimmung.) Wenn die Bürgers schaft ihre Pflicht bei der Wahl erfüllen soll, muß sie sie auch erfüllen tönnen.( Beifall.) Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Deffentliche Sigung am Donnerstag, 3. Dezember, Nachmittags 5 Uhr. Stadtverordneten Vorster Stryck bittet, im Allgemeinen alle Bemerkungen vor der Tagesordnung, wenn sie nicht außer ordentlich wichtig sind, lieber zu unterdrücken und bei anderer Gelegenheit anzubringen, um nicht die Erledigung der Tages ordnung zu beeinträchtigen. In dem vorliegenden Falle fei aller dings vom Vorsteher Stellvertreter Langerhans ein gewisses Obligo übernommen worden. und w Abthei Preffe ganz h tage d allen Glaub glänge Boltst Anstal Vorzug effen noch fann Die Boltst Erstere Spekuli Rechn Dörder gehen das S Derjie I tifchen Liegen Genofi ben Se die W turzent im Be halb n Genda Nach Ablehnung des Antrags Horwitz wird der Antrag Pincussohn fast einstimmig angenommen. Nachdem noch einige tleinere Vorlagen erledigt worden, schlieot die Sigung gegen 7 Uhr. Staatssekretär v. Bötticher: Ich habe schon früher gesagt, daß die freie Arztwahl ein schönes Ideal ist, für dessen Erreichung die Vorbedingungen fehlen. Die Erfahrungen des Vorredners basiren auf den Verhältnissen Berlins. Auf dem platten Lande liegen die Verhältnisse ganz anders. Aber auch für Berlin würden seine Konklusionen nur dann zutreffen, wenn er uns die worden. Gewähr gäbe, daß jeder Arzt auch der größten Hilfskaffe bereit ist, jeden Patienten in Behandlung zu nehmen. Würde aber ein solcher Vorschlag geseglich durchgeführt, dann würde der menschenfreundliche und liebenswürdige Dr. Langerhans sich nicht dafür entscheiden; denn sein Vorzinimer würde nicht groß genug sein, um die Zahl der Patienten zu fassen. Für viele Leute ist die flingende Münze viel mehr werth, als die ärztliche Behandlung; der Patient bis in die höchsten Stände hinauf bequemt fich erst dann, den Arzt zu holen, wenn die Krankheit schon einen schlimmeren Charakter angenommen hat. Dafür, daß die freien Stadtv. Singer: Ich bin sachlich mit dem Vorsteher Hilfskaffen auch eine gewisse Rautel dafür geben, daß die Mit völlig einig und habe zur Entschuldigung nur den Umstand, daß glieder derfelben sich der ärztlichen Behandlung unterziehen, ich provozirt bin. Herr Kalisch hat zu Anfang der vorigen hat der Borreduer auf Atteste hingewiesen. Diese Attesté Sigung in zwei Punkten auf das, was ich in der vorvorigen attestiren aber weiter nichts, als daß der Mann trant ist, Sigung gesagt haben soll, mit Gegenbehauptungen erwidert. Im aber nicht, daß er in ärztlicher Behandlung sich befindet. Wollen Punkte des Frühstücks gebe ich von vornherein zu, daß die von Sie eine Vorschrift dahin treffen, daß die Mitglieder der mir genannte Zahl irrig war( Hört! hört!), die Kosten werden freien Hilfskaffen nachweisen müssen, daß sie vom Beginn etwa 3 Pf. betragen, ich habe mich so weit nach unten entjernt, der Krankheit bis zur Beendigung in ärztlicher Behandlung wie Herr Haß nach oben; ich denke, damit wird die sich befinden, dann hatten wir dann hatten wir allerdings für die Mit Geschichte ausgeglichen sein. Bezüglich der Frage der Frequenz glieder der freien Kassen das erreicht, was wir den Mit- des Asyls ist mir aber direkt der Vorwurf falscher Behauptungen gliedern der Zwangskassen durch das Gesez von 1883 verfchafft gemacht worden. Ich stelle einfach gegenüber, was Herr Kalisch haben. mir imputirt und was ich nach dem stenographischen Bericht ge= sagt habe. Ich habe erklärt, daß wochenlang 1500 1600 Personen in Räumen aufgenommen werden, die für 920 Personen bestimmt sind; der gewöhnliche Verkehr belaufe sich, wenn auch nicht jeden Tag, aber doch sehr häufig, namentlich in Abg. Hirsch: Nach dem Gefeße sollen die freien Hilfskaffen Ralisch hätte ich gesagt, das Asyl sei stets überfüllt, ungefähr 5. und 6. Reichstags- Wahlkreises die Aufforderung, sich an der den Wintermonaten, auf 1400 bis 1500 Personen. Nach Herrn An alle Parteigenoffen und Bezirkskomitee's des 1., 44 nur dasselbe leisten, was die Gemeinde- Krankenversicherung leistet. 1500 Personen seien„ ourchschnittlich" im Obdach. Wenn Herr Verbreitung der Flugblätter für die Stichwahl der Stadt Diese leistet aber nach dem, was der Staatssekretär v. Bötticher Ralisch schon berichtigen will, so möge er seiner Phantasie nicht verordneten in Moabit am Sonntag, den 6. Dezember, Morgens mittheilte, 1,77 M. pro Kopf, die freien Kassen aber 1,95 M. Dabei find die Verwaltungskosten der freien Stassen am niedrigsten, die zu sehr die Bügel schießen lassen. Stadtv. Bergmann behauptet, daß in dem unkorrigirten folgenden Stellen: 8 Uhr, zu betheiligen, und zwar tönnen sich Genossen melden an der Innungskassen, des Schooßfindes der jezigen Regierung, die höchften. Wenn man den freien Kassen auferlegt hätte, nicht stenographischen Berichte, den er verliest, dasjenige thatsächlich 1. Theil: 4. Reichstags- Wahlkreis, Often, bei Alex Linneten, ein Viertel, sondern die Hälfte des Tagelohns an Stelle der ärzt- gestanden habe, was Herr Kalisch vorgetragen.( Hört! hört!) Stadtrath Mamroth theilt mit, daß nach den Erlichen Behandlung mehr zu gewähren, so hätte sich darüber reden 2. Theil: 6. Reichstags Wahlkreis, Rosenthaler, Schöns lassen. Aber man will nur das bischen Freiheit, welches noch hauser Borstadt und Gesundbrunnen, bei Salkowsky, Kalvin vorhanden ist, beseitigen und das reine Zwangsversicherungsstraße 1. system einführen. Do den Arbeitern damit gedient ist, ist eine Frage, die ich entschieden verneine. Abg. v. b. Schulenburg( dt.) bestreitet, daß der Kommissionsbeschluß ein Kompromiß sei; er sei ein Mehrheitsbeschluß; die Konservativen würden bei der dritten Lesung die Wiederherstellung der Regierungsvorlage beantragen. bis mittelungen der Berwaltung das Frühstück im Obdach 63/10 Pf. tostet, und erklärt ferner, daß nach den gemachten Erfahrungen nahe an 1400 Personen Raum bietet( Hört, hört!). das Obdach ohne jeden Nachtheil für die Normallagerung für Beuffelstr. 57. Lokales. M Der ob er werde. daß tomme: feien wurder geführt Sozial folgent 11 Uh Ronzef und d Wenn befomm blieb Gefud auf d der öf 3. Theil: 1. Reichstags- Wahlkreis bei Brosch, Wilhelms hafenerstr. 23. 4. Theil: 5. Reichstags- Wahlkreis bei Holzbacher, Dreyse schmidt, Perlebergerstr. 28. 5. Theil: 4. Reichstags- Wahlkreis, Süd- Ost, bei Hermers Wedding und Moabit, bei Geppert, Perlebergerstr. 6. 6. Theil: 6. Reichstags- Wahlkreis, Oranienburger Borstadt, straße 3. J. A.: Das Zentral- Wahitomitee. Wie das Leben des Arbeiters oftmals aufs Spiel gefeht hatten Abg. Singer( Soz.): Wir denken uns die freie Arztwahl nicht ein. Herr Bergmann scheint es für seine Aufgabe zu Stadtv. Singer: Ich gehe selbstverständlich auf die Debatte nicht so, daß ein Kranker beispielsweise zum Professor Bergmann halten, als Superrevisions- Kommission unseres stenographischen geht und sich von ihm für das Geld behandeln läßt, welches von Berichtes zu fungiren.( Oho! und Lärm); über Geschmack läßt der Krankenkasse bezahlt wird, sondern daß die ärztliche Behand- sich nicht streiten. Ich bin überzeugt, daß jedes Mitglied dieser lung von denjenigen Aerzten übernommen wird, welche von der Versammlung es als sein Recht beansprucht, ohne irgend Krantentaffe beschäftigt werden. Wie nothwendig es ist, daß der eine Veränderung des Sinnes irgend einen Sah im Stenogramm franke Arbeiter einen Arzt seines Vertrauens wählt, geht aus umzuformen; und wir sind in der nicht beneidenswerthen, aber folgendem Beispiel hervor. Bei der Attien- Zuckerfabrik in Linden durch uns nicht abzuändernden Sage, dies um so öfter thun zu ( Hannover) besteht die Einrichtung, daß der Erkrankte sich einen müssen, als wir durch die Freundlichkeit der Kollegen, die unsere wird, davon liefert wieder ein Beweis der Vorfall in der Karton Schein ausbittet, mit dem bewaffnet er zum Arzt geht. Nun Reden mit Lärm begleiten( Unruhe), oft so unterbrochen werden, papierfabrik von Heß u. Zaded, Bethanien- Ufer 6. Dort wurde wurde einem Arbeiter gleichzeitig mit diesem Schein ein ver- daß der Stenograph gar nicht verstehen fann, was wir sagen. am 23. v. M. der Hausdiener Maximilian Sampel, als er gerade, schlossener Brief an den Betriebsdoktor mitgegeben, der Sehen Sie sich doch die leeren Stellen in den Stenogrammen an, mit einem schweren Korbe beladen, den Flur paffirte, von einem folgenden Inhalt hatte: Linden, 31. Dezember 1890. die das beweisen! Im Uebrigen_fonstatire ich, daß aus dem einige Zentner wiegenden Ballen, den man soeben in die Höhe Lieber Herr Doktor! Gestern" Kampagneschluß, es geht jetzt von Herrn Bergmann verlesenen Stenogramm der Sinn dessen, zu winden begriffen war, zu Boden geschmettert, nnd zwar so mit dem Krankwerden los. Dem Bengel dürfte nicht viel was in dem gedruckten Bericht steht durchaus nicht verändert ist. unglücklich, daß das eine Bein am Ober, das andere am Unter fehlen Also! Freundlichen Gruß. Dr. Keßler." Das ist der Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten. Direktor dieser Fabrik.( Hört, hört! bei den Sozialdemokraten). schenfel gebrochen und das Rückgrat gefrümint wurde. Die Stadtverordneten Pincussohn und Genossen haben Diesem Unfug muß energisch ein Ende gemacht werden. Es ist beantragt: Die zur Aufziehung von Lasten bestimmte Winde, die die geradezu gegen die menschliche Natur, zu verlangen, daß man Stelle eines Fahrstuhls vertreten soll, ist oben in einem abseits Den Magistrat zu ersuchen, für die politischen und gelegenen Raum angebracht. Die betreffenden Arbeiter, welche sich von einem Arzt behandeln läßt, an dem der Direktor einer kommunalen Wahlen möglichst nur solche Räume zu das Winden besorgen, sind ganz außer Stande, zu beobachten, Fabrik es wagt, einen derartigen Brief zu schreiben. Diese Wahllokalen zu bestimmen, welche nicht zu entfernt was auf oder besser zwischen der Treppe, wo die Gegenstände, Dinge sind nicht vereinzelt. Deshalb muß den Arbeitern die von den Grenzen der Wahlbezirke und im Parterregeschoß frei an einer Rette in der Luft schwebend, herausgezogen werden, Möglichkeit gegeben werden, sich in freien Kassen zu versichern. gelegen find. vorgeht. Von Schutzvorrichtung, von Warnung feine Spur Staatssekretär v. Bötticher: Ich kann über diesen Fall Stadtv. Pincussohn begründet den Antrag namentlich Ahnungslos tritt man in den Flur; hoch oven schwebt vielleicht selbstverständlich nicht urtheilen. Daß der Brief geschrieben mit den bei den legten Stadtverordnetenwahlen gemachten Gr eine zentnerschwere Last, die jeden Augenblick auf den Kopf des worden, ist unzweifelhaft, aber es fragt sich nur von wem? Ich fahrungen. Es seien besonders durch das Zusammenlegen zweier Passanten niederfausen kann. Wollte man es vermeiden, den würde es auch verurtheilen, wenn ein irgendwie unzulässiger Ein Wahllokale in ein Grundstück ganz erhebliche Uebelstände ent- Raum, der im Treppenhaus zur Beförderung der Waaren be eines Fabrifunternehmers auf einen Arzt ausgeübt standen. Vielfach seien statt der Turnhallen oder sonstigen stimmt ift, zu passiren, so bleibt Einem worden wäre.( Zustimmung.) Ein solcher Einfluß ist aber auch parterre gelegenen Räumen der Schulen die hochgelegenen Aulen schmaler Streifen Don etwa 1 Meter zur bei demjenigen Arzt nicht ausgeschlossen, den fich ein gewählt worden. In den räumlich ausgedehnten Wahlbezirken Der Gewerbe- Inspektion, falls sie die betreffenden Fabriksräume zur Verfügung. Patient aussucht. Die freie Arztwahl, wie sie Herr Singer feien viel zu wenig Wahllokale eingerichtet gewefen, so für den schon einen Besuch abgestattet, ist kaum ein Vorwurf zu machen, verlangte, ist durchzuführen, sie ist aber auch nicht verboten; 14. Bezirk zweiter und erster Abtheilung, der sich vom östlichsten wenn sie nicht auf Abänderung dieses Zustandes drang, denn fluß nur ein folge a der Ve den Gi Schloß haufen G Private forresp fchwere Sycow Schloß gab sic und ma paares Schluß Damen an, dea alsbald Braut man in Ber Wohnu Schmuc Thatbe forderli fich bei fubren, Krimin dem& helfer feft. C Bräut Di Sarzbe d. J., fondere Albend betannt gesucht erftrede Wahl Schluß fei in wovon Unter Das Wahl en Ab I müffe , das n vor. aber getlagt jernent würden. wieder afteten tönne. genden Bort höchst wegen diefes mache = durch ntragt, Uebel er den wenn 9 des Intrag für Märung = auch affung. en, die edigen. au, fie . An Lismus rat zu Chätigs nicht eheuer verden Stimm. Cungen äßiger Derlegt reiner and in Die vor 3 man S muß To viel der stände Wahl etwas mmen infche werde Dahlen nicht af den diese 8 De en fich olcher nlung nicht mehr, lleicht ürger auch Entrag orden, 1., 44 1 der Stabt rgens en an eten, Schöns alvin elme reyfe mers ftadt, gefeht rtonOurde rade, einem Höhe ar jo nter e die feits welche hten, Linde, rden, pur! leicht bes den zbe ein gung, ume chen, Denn es fehlt, wie schon bemerkt an jedwedem Zeichen. Zur Gr- wollen an die Mächtigkeit der früheren bei weitem nicht| Patron energisch zurückgewiesen wurde, zog derselbe unter seinem läuterung oben genannten Falles sei noch mitgetheilt, daß es heranreichte. Der Brandherd befand sich in diesem Flle im Rocke ein Beil hervor und drohte, das Mädchen todischlagen zu Arbeiter der in den oberen Stockwerken belegenen Baader'schen Destillirraum, welcher eine niedrige, tief ausgeschachtete Baulich wollen, wenn seinem Verlangen nicht Erfüllung werde. HinzuFabrik waren, welche mit Auswinden von großen Ballen be- feit allein einnimmt. Der Brand ist während der Arbeit, gleich eilende Bassanten befreiten die so schmählich Beleidigte aus ihrer schäftigt waren. Ein junger Komptorist( Lehrling) soll, anstatt nach 1/28 Uhr angeblich infolge Entzündung frei gewordener gefährlichen Lage. Der Gerichtshof verurtheilte den bisher noch einen Ballen wie üblich, gleich 2 Ballen in die Kette gebunden Gafe- ausgekommen und griff so rasch um sich, daß das unbescholtenen Angeflagten zu 6 Monaten Gefängniß. haben; die zum Abnehmen der Last( über das Treppengeländer) Arbeitspersonal schleunigst flüchten mußte. Die durch den beauftragten ebenfalls Lehrlinge find nicht im Stande den eigenen Melder der Fabrik alarmirte Feuerwehr traf schon Schlosser Markus Burkhardt vor der zweiten Straffammer Unter der Anklage der Doppelche stand gestern der Ballen zu erhalten und so saust derselbe, da die bei der Winde nach Verlauf weniger Minuten auf der Brandstelle ein. des Landgerichts I. Im Jahre 1879 hat der Angeklagte in einem angestellten Arbeiter auf Rommando losgelassen in die Tiefe Zu dieser Zeit hatten die Flammen bereits zurück, dem kleinen Orte des Regierungsbezirks Wiesbaden eine unverehelichte ganzen Raum und dessen aus fieben großen Bottichen, Bischof geheirathet. Nach sechswöchiger Ehe hat er seine Frau mit Del gefüllt 13 Fässern und einer Anzahl hölzerner Rinnen Alles bestehenden Inhalt Befit ergriffen und sich Frau und Kind zu kümmern, hat er hier zwei Jahre gearbeitet, wieder verlassen und sich nach Berlin gewandt. Ohne sich um auch schon auf die Gegen die streikenden Schriftfeher wird mit Mitteln von Steglit folgendes berichtet: Ein Schriftjeter, Verbandsmit zimmer führende Treppe verbreitet. Angesichts dieser Thatsache die Bemühungen seiner Ehefrau, welche nicht im Stande war, schlossen, weil die Buchdruckereibesizer, bei denen er arbeitete, die Verstärkung beordert, welche sich an der Löscharbeit jedoch nicht seinen Aufenthalt zu entdecken. Er hatte Berlin nicht nur nicht gerechten Forderungen der Gehilfen nicht bewilligten. Der Be mehr zu betheiligen brauchte, da es inzwischen schon gelungen verlassen, sondern hier bereits im Jahre 1881 eine zweite Ghe treffende ist unverheirathet und wohnt bei seiner mittellosen war, mit den zwei Schlauchleitungen von großen Handdruckspritzen, mit der Wittwe eines Droschkenfutschers geschlossen. Vor dem Mutter in Steglig. Diese ist arm wie eine Kirchenmaus und die den Kampf aufgenommen, die Wuth des Feuers vollständig Standesbeamten hatte er sich als unverheirathet ausgegeben. Der tann unter den jeßigen Verhältnissen von ihrem Sohn auch nicht zu brechen. Bereits nach zwei Stunden war Alles soweit beendet, Gerichtshof war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß der unterstützt werden. Armen Einwohnern des Ortes wird zu Weih- daß die letzten Löschzüge, welche noch mit dem Aufräumen der vorliegende Fall zu den schwereren gehöre. Der Angeklagte habe nachten eine kleine Unterstützung gewährt, wenn sie um dieselbe Brandstätte Beschäftigung gefunden hatten, auf die Wachen zurück in der gewissenlosesten und frivolſten Weise gehandelt, mildernde nachsuchen. Die alte Frau that dies und brachte ihr Gesuch beim fehren fonnten. Vorher hatten bereits Nachmittags in der fünften Umstände könnten ihm nicht zugebilligt werden. Armenvorsteher vor. Dieser ertheilte ihr aber eine ziemlich derbe Stunde Alarmirungen nach Verlängerte Bimmerstraße 4Sotel lautete auf ein Jahr Zuchthaus und zweijährigem Ehrverlust. Abfertigung, indem er meinte: Nein, Sie bekommen feine Unterfügung, weil Ihr Sohn Sozialdemokrat ist. Der ist noch zu den vier Jahreszeiten und nach Brunnenstraße 95 ſtatt nicht 20 Jahr alt und besucht schon große Versammlungen. Und gefunden. Am ersten Orte handelte es sich um eine irrthümliche dann streikt er schon bald 4 Wochen. Er sollte lieber arbeiten anlaßt war, den Telephonarbeiter auf dem Dache in Gebrauch Feuerbefürchtung, welche durch die Flamme eines Löthofens vergehen, in Berlin werden sehr viele Buchdrucker verlangt, denn hatten, an zweiter Stätte brannte in einer Tapezierwerkstatt ein erreichen werden dieselben doch nichts". Basta! Haufen Werg, dessen Entzündung auf eine Unvorsichtigkeit zurückzuführen war. So muß also die alte Mutter darunter leiden, daß der Sohn tein Streitbrecher ist und das thut, was die Pflicht und das Solidaritätsgefühl jedes Mitgliedes des Unterstüßungsvereins deutscher Buchdrucker zu thun gebietet. Wahrscheinlich um fich den Nachhauseweg abzufürzen, wollte gestern Abend gegen 7 Uhr ein Mann in unbefugter Weise die Geleise der Potsdamer Bahn in der Nähe des Bahnhofes Großgörschenstraße überschreiten. Der Weg wurde ihm aber durch einen Staketenzaun verwehrt. Als er sich zurückwandte, brauste gerade ein aus Berlin kommender Zug dahin, der Mann wurde von den Rädern der Maschine erfaßt und sofort getödtet. In dem Unbesonnenen wurde der in der Dennewigstr. 22 wohnLina Morgenstern, die holde Dame, welche schon ein halbes Dugend Wal nahe daran war, die soziale Frage zu lösen, hat Konkurrenz bekommen. Das Projekt der Berliner Volts füchen hat einen geschäftskundigen Unternehmer nicht schlafen laffen und er hat flugs eine„ jüdische Speise- Anstalt" aufgethan, in welcher das jüdische Proletariat abgefüttert werden soll. Die hafte Julius David ermittelt. Lina hat für die Welt nicht vergeblich gearbeitet, ihre Nachtreter haben es ihr ganz vortrefflid) abgeguckt, wie sie sich räuspert Das Urtheil Soziale Lebersicht. An die Puter Berlins und Umgegend! Kollegen! Den von der Generalversammlung in bet Brauerei Königstadt am 15. November gefaßten Beschluß in Erinnerung bringend, wonach jeder Buyer 1 W. pro Woche für die streitenden Buchdrucker abgeben soll, damit dieselben den Kampf um den Neunstundentag fiegreich beendigen können, fordere ich nochmals namentlich diejenigen Kollegen, welche nicht in der Versammlung waren, auf, jener Pflicht schleunigst nachzukommen. Da die Witterung jetzt für unser Gewerbe günstig ist, nehme ich an, daß ein jeder Kollege dem erwähnten Beschlusse Folge leisten wird, und wünsche, die eventuellen Sammlungen am Sonntag, den 6. Dezember, bei Schlüter, Dresdenerstr. 99, entgegennehmen Mit kollegialem Gruß B. Förster. Gestern Nachmittag um 4 Uhr überschritt eine in den und wie sie spuckt. So hat es ihr Konkurrent von der jüdischen mittleren Jahren lehende Dame die Marchbrücke in Charlotten- zu können. Abtheilung ganz gut fopirt, wie Reklame gemacht wird. In die burg, kletterte plötzlich auf das Geländer und war im Begriff, Presse wurden die üblichen Notizen langirt und um die Sache in den Kanal zu springen. Zwei zufällig vorübergehende Herren ganz hervorragend feierlich zu gestalten, wurden am Eröffnungs- eilten hinzu und ergriffen noch glücklich die Kleider der lebenstage des neuen Unternehmens Frei eßmarten ausgegeben. Bon müden Dame. Nachdem man sie eine Zeitlang in der Schwebe allen Seiten strömte das Proletariat herbei, es gab teinen gehalten hatte, gelang es, die sich beftig Sträubende auf die Brücke Glaubensunterschied, also war die Bedürfnißfrage in der zurückinziehen. Als nun in einiger Entfernung ein Schuhmann glänzendsten Weise gelöst. Das Essen selbst war Qualität auftauchte, lief die Unbekannte eiligst davon und konnte auch nicht Boltstüche", so daß zwischen dieser und der israelitisa en Speise eingeholt werden. Anstalt nur der Unterschied exinirt, daß man in der letzteren den Borzug hat, sich an„ toscher" gekochtem Effen auch nicht statt hofe in Weißensee, erschos sich gestern Vormittag der frühere Auf dem Grabe feiner Mutter, auf dem jüdischen Friedeffen zu können. Ob die schönen Guthaltsamkeits- Sprüchlein auch Leder- Großhändler James Friedländer. Wie verlautet, ist er erit noch in hebräischen Lettern an den Wänden stehen oder nicht, vor 4 Wochen aus einer Frrenanstalt als geheiltfann auf die Qualität der Speisen Eindruck nicht machen. worden. Furcht vor unheilbarem Leiden soll ihn in den Tod entlaffen Die jüdische Speise- Anstalt ist ein Pendant zu Volksküchen, der Unterschied liegt nur darin, Den getrieben haben. daß die Erstere speziell auf die Kundschaft des jüdischen Proletariats spekulirt. Es ist möglich, daß der Unternehmer dabei seine jährige Zapezirerlehrlinge verhaftet worden. Sie haben versucht, Wegen vorfählicher Brandstiftung sind zwei fünfzehnRechnung findet, sollte dies nicht der Fall sein, so wird er zu den Laden ihres Prinzipals in Brand zu stecken, indem sie dörderst den Klingelbeutel bei seinen Glaubensgenossen herum: Berg über einer Petroleumlampe anzündeten und den Brand gehen lassen und halten diese endlich die Taschen zu, dann ist auf einen Ballen Werg warfen. Die Veranlaffung ist Un das Schicksal der Anstalt trotz der Bedürfnißfrage" und troß zufriedenheit mit der Behandlung seitens des Prinzipals. Der Der Gemeinnüßigkeit" besiegelt, oder deutlicher ausgedrückt, Brand wurde bald gelöscht, nur einige Möbel und Thüren Der jiegelt. wurden beschädigt. Der Uhrmacher M., der in dem vorderen Theile eines An alle Gewerkschafts- resp. Vereinsvorstände! Genossen! Wie Euch längst bekannt, zeichnen sich nicht nut burch besondere Schneidigkeit gegen die Arbeiter aus. Maßsächsische Behörden, sondern auch das sächsische Fabrikantenthum regelungen aller Art sind dort an der Tagesordnung. So hat man jetzt einen unserer thätigsten Genossen in Klingenthal, Organisation eingetreten war. Die Zustände, unter welchen die Untersachsenberg und Zwota brotlos gemacht, weil er für unsere Kollegen in der dortigen Gegend arbeiten, sind wohl die Fabrikanten gebührend entgegenzutreten, fo verliert er bie traurigsten in ganz Deutschland. Wagt es Giner, den dortigen Existenz und geht zu Grunde, wenn ihm nicht die Kollegen nabenden Weihnachtsfest eine Bescheerung zu veranstalten, veranderer Orte helfend beispringen. Auch in diesem Falle ist letteres nöthig. Genossen, wem immer es möglich ist, zum gesse unseres gemaßregelten Genossen nicht und decke seinen Bedarf an Mund- und Zugharmonikas zc. bei diesem. Die Artikel Handlungen. Alle Anfragen wolle man an unseren Kollegen eignen sich ferner für Zigarren- und GalanteriewaarenErnst Sparfeld, Berlin SO., Lübbenerstr. 21, richten. Mit solidarischem Gruß In Groß- Lichterfelde ist kein Saal mehr zu sozialdemokra Agitationstommission der Musik. tischen Bersammlungen zu bekommen, sozialistische Beitungen Hauses in der Kurfürstenstraße einen Laden und in demselben Instrumenten Arbeiter Berlins. liegen noch aus bei den Wirthen Hamm und A raham. Die Hause eine Hofwohnung inne hat, hörte in der Nacht zum Genossen in Groß- Lichterfelde haben sich große Mühe gegeben, welche der Laden mit der Wohnung verbunden ist. W. Kleidete gefehes auf Hausarbeiter. In Sachsen ist nach uns zu2. d. M. gegen 2 Uhr Morgens die elektrische Klingel, durch Ausdehnung des Invaliditäts- und Altersverficherungs den Saal des Restaurateurs U. zu Versammlungen zu erhalten, han, steckte einen Revolver zu sich, nahm einen Stock und be gegangenen Wittheilungen es vorgekommen, daß Bigarrendie Mühe war aber eine vergebliche. Herr A. hat erst vor turzem das Lokal übernommen und war infolge deffen noch nicht gab sich nach dem Vorderhause. Als er die Thür öffnete, welche fabrikanten von ihren Hausarbeitern mit Hinweis auf eine anim Besitz der Konzession. Damit hatte er zu rechnen, und des in den Flur des Vorderhauses führt, erblickte er drei Männer, geblich bestehende Verordnung des Bundesraths, wonach die halb nahm er es sich sehr zu Herzen, als eines Abends die beiden welche sich an der hinteren Ladenthür zu schaffen machten. Hausarbeiter in der Zigarrenindustrie dem Invaliditäts- und Gendarmen bei ihm vorsprachen und ihm darüber interpellirten, schlossen die beiden anderen die Hausthür auf und entflohen. Beiträge einfordern. Während M. auf einen der Einbrecher mit dem Stock losschlug, Altersversicherungs- Gesetz unterstellt worden seien, die gesetzlichen ob er sozialdemokratische Versammlungen in seinem Saal dulden Es wird ferner behauptet, diese Ver= werde. Die Gendarmen erklärten, sie hätten schon davon gehört, stelligen. Bei weiterer Untersuchung stellte es sich heraus, daß gehalten, die feit dem ersten Januar dieses Jahres angeblich Auch dem dritten Einbrecher gelang es, seine Flucht zu bewerk- ordnung habe rückwirkende Kraft und werden die Arbeiter an daß die Sozialinen sich bemühten, den Saal zu betommen. Der Wirth gab zu, daß dies richtig sei, es die Diebe sich große Mühe gegeben hatten, die Ladenthür zufälligen Beiträge zu leisten. dies richtig sei, öffnen. Die untere Füllung hatten sie ausgeschlagen, ein Sicher Eine an kompetenter Stelle eingezogene Erkundigung hat feien fchon mehrere Herren deshalb bei ihm gewesen. Jetzt beitsschloß gewaltsamt aufgebrochen, und sie wären wohl weiter ergeben, daß eine Verordnung des Bundesraths wie die be wurden dem Wirth eindringlich all die Gejahren vor Augen geführt, denen er sich aussetze, wenn er seinen Saal für die vorgedrungen, wenn ihnen nicht eine Eisenblechplatte, mit welcher hauptete nicht existirt, daß vielmehr der Bundesrath erst in Sozialisten hergebe. Der eine Gendarm meinte etwa wörtlich die Rückseite der Thür verkleidet war, erfolgreichen Widerstand diesen Tagen einen bezüglichen Beschluß gefaßt hat, wonach die folgendes: Wenn Sie den Saal hergeben, dann müssen Sie um geleistet hätte. Die Diebe haben am Thatort eine Laterne und Hausarbeiter in der Tabak- und Zigarrenindustrie vom ersten Januar kommenden Jahres ab, der Versicherungspflicht auf 11 Uhr schließen und erhalten bei Festlichkeiten feine verlängerte einen Hut zurückgelassen. Ronzession, auch bei privaten nicht. Den„ Volks- Bildungsverein" Grund des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes unterworfen werden. Das Vorgehen der betreffenden Fabrikanten entbehrt also der gefeßlichen Grundlage. AM Thäter wurde verhaftet. Die Versammlungen. " Polizeibericht. In der Nacht zum 2. d. M. sprang eine und den Gesangverein„ Einigkeit" dürfen Sie nicht nehmen. Frauensperson am Schöneberger User, nahe der Potsdamer Wenn Sie dies be olgen, dann können Sie länger auf haben und Brücke, in den Landwehr- Kanal, wurde jedoch noch lebend, aber bekommen auch zu Allem Erlaubniß." Unter diesen Umständen bewußtlos aus dem Wasser gezogen und nach der Sanitätswache blieb natürlich dem Wirth taum etwas anderes übrig, als das in der Stegliterftraße gebracht. Am 2. Am 2. d. M. Morgens wurde Besuch unserer sozialistischen Genossen abzuweisen. Die Gendarmen eine von ihrem Mann getrennt lebende Frau in ihrer Wohnung, hatten also ihren Zweck erreicht, der Saal war den Sozialisten in der Feldstraße, schwer erkrankt aufgesunden und nachdem der auf diese Weise abgetrieben worden. Wenn die eifrigen Hüter Arzt Vergiftung festgestellt hatte, nach dem Lazareth- Krankenhause der öffentlichen Ort nung auch auf anderen Gebieten gleiche Er- gebracht. An der Ecke der Wrangel- und Cuvrystraße wurde folge aufzuweisen haben, dann werden die Lichterfelder bald von Mittags ein sechsjähriger Knabe von einem Rollwagen überIn der öffentlichen Versammlung der Ost- und West der Verhaftung des Diebes erfahren, der die jungen Bäume aus fahren und am Fuß bedeutend verletzt. preußen am 29. November sprach Herr Thimm über das ben Gärten zu stehlen pflegt, auch dürfte der Bursche bald hinter II. Klaffe eines Stadtbahnzuges wurde zu derfelben Zeit auf dem und der Sieg des Proletariats." Von der Diskussion wurde AbIn einem Abtheil Thema:„ Der Zusammenbruch des heutigen Wirthschaftssystems Schloß und Riegel sigen, der die Schulkinder auf ihrem Nach- Lehrter Bahnhof ein Kaufmann mit einer Schußwunde in der stand genommen. Unter Verschiedenem" sprachen die Herren haufenvege in unverschämter Weise belaájtigt. Schläfe, welche er sich mittelst Revolvers beigebracht hatte, Großmann und Lauschke, worauf folgende Resolution einaufgefunden und nach der Charitee gebracht. Der Inhaber des in der Möckernstraße 71 befindlichen fand in dem Waarenlager des Tapezirers Koreize, BrunnenNachmittags stimmig angenommen wurde: Privatdetektiv Innituts, Namens Sy do w, ist einer Lokal- Straße Nr. 95, ein Brand statt, der von dem Lehrling ihre vollste Entrüstung über das gefezwidrige Benehmen ein,, Die heutige Versammlung der Ost- und Westpreußen spricht forrespondenz zufolge, wegen muthmaßlicher Anstiftung zu einem angeblich aus Rache vorsätzlich angelegt worden ist. Der schweren Diebstahl verhaftet worden. Im legten Comter fenen ist. Sycow, welcher verheirathet ist, zwei nicht unbemittelte, in der wirths Fischer, im Keller des Hauses Stallschreiberstr. 32, wurde tagswahl aus und hofft, daß gegen die Wahl Protest erhoben In der Wohnung des Schankelner Behörden und Beamter bei der am 18. November in den Kreisen Gerdauen, Frie land, Rastenburg stattgehabten Reichsgab sich den Anschein, als ob er großes Gefallen an ihnen fände zu derselben Zeit in einem Koffer die Leiche eines mittelt und der Reichstag dazu Stellung nehmen wird. Die hier anund machte sich zunächst daran, die Vermögenslage des Geschwister kurz vorher von der bei dem Fischer in Dienst stehenden unver- für zu sorgen, daß die Lehren der Sozialdemokratie in den Schürzenbandes erwürgten Kindes aufgefunden, das anscheinend wesenden Ost- und Westpreußen verpflichten sich, unermüdlich da paares genau zu erfunden. Als er hierüber befriedigenden Auf- ehelichten 16jährigen Kazmarek geboren worden war.- Abends heimathlichen Provinzen mit Erfolg verbreitet werden." schluß sich verschafft hatte, näherte er sich einer der beiden vergiftete sich ein Mädchen in feiner Wohnung in der LessingDamen unter der Maste eines föniglichen Polizeibeamten, gab ftraße mittelft Zuckersäure. Vor dem Grundstücke Köpnider die Versammlung geschlossen. an, des Junggesellenletens überdrüssig zu sein, und verlobte fich ftraße 6 fand zu derselben Zeit ein Zusammenstoß zwischen einem alsbald mit der Dame. Vor einigen Tagen holte er feine Möbelwagen und einem Pferdebahnwagen statt, wobei der FuhrBraut mit ihrer Schwester schon frühzeitig nach Berlin ab. Als herr von seinem Wagen geschleudert und am Knie bedeutend ver- Sonnabend, den 6. Dezember, bet Wöŋow, Prenzlauer Allee 242: Mitgliederman Nachmittags nach Charlottenburg zurückkehrte, war die legt wurde. In der Nacht zum 3. d. Mts. wurde vor dem dem: Gemüthliches Beisammenfein mit Tanz. Bohnung erbrochen und des vorhandenen Geldes und der Hause Alexandrinenstraße 58 ein unbekannter, etwa 25jähriger Schmucksachen beraubt. Thatbestand, verdachtigte auch als gewiegter Polizist" sofort eine aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Mit Kennermine prüfte Sydow den Mann besinnungslos mit einer bedeutenden Verlegung am Kopfe in Berlin wohnhafte Person und fuhr dann davon, um das Er- Abends fand in der Fabrit von Bolborn, Kohlen- Ufer, ein über Boltsernährung. Am 2. d. Mts, forderliche zu veranlassen. Da nun aber fein Polizei- Beamter größerer Brand statt, wodurch der Inhalt des Destillirraums fich bei den Damen wieder einfand, schöpften sie Verdacht, fuhren, daß S. fein Beamter war, und zeigten den Einbruch der zerstört wurde. Kriminalpolizei an. Dieser wurde es nicht schwer, den G. mit bem erEinbruch in Zusammenhang zu bringen, und sie nahm ihn fest. Es besteht die begründete Annahme, daß S. einen Helfershelfer gehabt hat, der den Diebstahl ausführte, während der " Bräutigam" die beiden Schwestern nach Berlin begleitet hatte. Gerichts- Beitung. Mit einem dreimaligen Hoch auf die Sozialdemokratie wurde Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebrande. Am Berfammlung. Tagesordnung: Vortrag. Ref.: Frau v. Hoffstetten. NachAllgemeiner Arbeiterinnen- Verein. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das angekündigte gesellige Beiſammenſein am Sonnabend, den 5. d. W., nicht stattfinden kann.- Montag, den 7. Dezember, bei Säger, Grüner Weg 29: Mitglieder: Bersammlung. Vortrag der Frau Ihrer aus Belten Eingeschriebene Hilfskaffe und Verein der Bureau- Beamten der Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher in Berlin. Freitag, den 4. Dezember, Abends 8 Uhr: Monats- Versammlung im Brandenburger Haus, Mohrenstr. 47. Tagesordnung: 1. Sigung des Vorstandes der Hilfstaffe zum Zwecke der Aufnahme neuer Mitglieder, Zahlung der Kassenbeiträge und des Verkehrs unter den Mitgliedern. 2. Mittheilungen der Vereinsrevisoren. 3. Besprechung von Rechts- und kostenfragen. In der Humanistischen Gemeinde, Kommandantenstraße 79, hält am Sonntag, Bormittags 10% Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über das Thema: Menschheitsdienst nicht Gottheitsdienst. Verein der Berliner Schirmmacher. Sigung am Sonnabend, ben 3. Dezember, im Restaurant Frieschmann, Jüdenstraße. Ein geradezu empörendes Benehmen gegen eine Frau Die Fabrik von Ludwig Polborn- Delraffinerie und auf offener Straße hat dem„ Arbeiter" Karl Ranft, welcher Harzbestillation 2c. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Stari Marg", Abends 9 Uhr Kohlen Ufer 2/3, ist der Feuerwehr sehr gestern vor der IV. Strafkammer hiesigen Landgerichts I stand, bei Grube, Mariendorferstr. 10. Gäste haben" Zutritt. Westen", Abends bekannt, da dort wiederholentlich, das legte Mal am 20. Auguft eine Anklage wegen Erregung eines öffentlichen Hergernisses br bei Böhland, Bülowstr. 62. Gäfte, durch Mitglieber eingeführt, haben J., Brände stattgefunden und jeder derfelben eine ganz be- und Bedrohung mit einem Verbrechen zugezogen. Derselbe beArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungsfondere Fürsorge in Anspruch genommen hat. Am Mittwoch gegnete eines Tages in der Parochialstraße einem alleingehenden unde Abends uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Ratser's cher Abend ist das Stablissement abermals von einem Brande heim- älteren Mädchen und hatte die Dreistigkeit, dasselbe zu stellen verein, or b", Brunnenstr. 38 bei Gnadt.- Gesangverein, Vorwärts 17 Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. Arbeiter Gefang gesucht worden, der jedoch wie wir aleich vorausschicken und ihm einen schamlosen Antrag zu machen. Als der freche| S.D. Adalbertstraße 21 bet Roll.- Gefangverein orbeer tranz", WeinButritt. straße 16, bei Pähold. " " Buchbinder= Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Freitag: Verein ,, Grüne Tanne" 9 Uhr bei Teßner, Markusstr. 8. Männerchor Waldesrauschen", Martgrafenstr. 87 bei Weigt. " " -Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Halle a. S., S. Dezember. In Oberröblingen wurden bel einer Gaserplosion in dem Kohlen- Trockenraum der Grube Kupferhammer" 2 Leute schwer, 6 leicht verletzt. ftraße 11 bet Feind.-ummer'scher Gesangverein", Landsberger- durch das letzte Erdbeben Getödteten und Verwundeten sich auf ftraße 31 bei Musehold. Karthaus'scher" Gesangverein, Jeden Freitag 8-9000 belaufe. Die infolge dieses Unglücks ausgebrochenen Abend 9 Uhr, Lichtenbergerstraße 21 bei Heise. Männerchor" Berlins, Alte Jakobfiraße 75 bet" Feuerstein. Krankheiten würden wahrscheinlich viele Menschen hinraffen. Gefangverein Maiglödchen", Hochstraße 32a, bet Wilke. verein ,, Gemüthlich feit"( Bußer), Seydelstraße Nr. 30. Gesang Gesangverein Konstantinopel, 2. Dezember. Eine schreckliche FeuersJugendfreuden", Bergstraße 68 bei Keller. Gesangverein ri 3", brunst zerstörte in der vergangenen Nacht in Aidin( Kleinafien) Köpnickerstr. 127a bei Küster. Gefangverein„ Collegia". Reichenberger- das ganze Judenviertel. 200 Häuser und 2 Syna Gesangverein Hoffnung' Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 34. Gefangverein yra 2", Charlottenburg, gogen wurden eingeäschert. 8 Personen tamen bei dem Rosinenstraße 3 bei Grischow. Brüssel, 3. Dezember. Die Progressiften und die Sozialisten Gesangverein Johanni", Rüdersdorfer Brande um, mehrere erlitten Verwundungen. straße 45, Gesellschaftshaus Ostend. berufen auf Weihnachten einen vlämischen Kongres Gesangverein Liberte", Wrangelstraße 84, b. Ulbrich. Gefangverein ,, Palme" in Belten, bei Schröder. Melbourne. Die Melbourne Land Kreditbank behufs Agitation für das allgemeine Wahlrecht ein. Gefangverein, Blaue Schleife" in Pantow, Mühlenstr. 24, bet Stöhr.- mit einem Grundkapital von 250,000 str. hat ihre Zahlungen Gesangverein ,, Borwärts" 6( Gem. Chor), Nieder- Schönweide, b. Siebenbaum. infolge heftigen Ansturmes der Deponenten eingestellt. Paris, 3. Dezember. Der General- Staatsanwalt der Re publik hat die wegen der Vorkommnisse während des letzten Aus ſchaft, 9. Wt.- Abth. Seden Dienſtag und Freitag 8-10 Uhr, Blumenftr. 63a. A pa chen in Arizona befinden sich auf dem Kriegspfade. von Ovationen seitens des Publikums. Die Truppen find wieder Gefang-, Surn- und gesellige Vereine. Berliner Turngen offen Staaten von Amerika ausgebrochen: Die Indianer- Stämme der setzen lassen. Bei dieser Gelegenheit waren dieselben Gegenstand Ein neuer Indianer Aufstand ist in den Vereinigten Standes verurtheilten Ausständigen begnadigt und in Freiheit Männer- Gesang- Berein" union" Abends 9 Uhr, in der Berliner Bod- Die aufständischen Indianer brennen die Häuser der Farmer in ihre Kasernen eingerückt. Brauerei. Mufitdilettanten- Verein„ Glock e" 9-11, Nebungsstunde. Neue nieder. Ein Weißer ist von ihnen getödtet und ein anderer Mitglieder werden aufgenommen. London, 3. Dezember. Eine große Gaserplosion hat heute Gefangverein, ibertee". Bei Ulrich), Wrangelstr. 84. Stimmbefähigte Genoffen werden gewünscht. Tambour verwundet worden. Die Farmer bewaffnen sich, um Leben und Morgen in der neuen unterirdischen Zentralbahn bei Anden verein ,, Wirbel", Sellerstr. 3, bei Neumann. glieder vom 17. Lebensjahr an. Aufnahme geschulter Mit- Eigenthum zu vertheidigen. Major Downing, der 30( engl.) Croß in der Glasgow Street stattgefunden. Sechs Männer 9 bis 10% Uhr. Uebungsstunden Dienſtag und Freitag von Meilen von Wilcor eine Farm befißt, tam am Donnerstag in die wurden verwundet, worunter zwei Polizisten. Die Feuerwehr Mufft- Dilettantenverein Abends 9 Uhr, Stromstraße 28, bei Herzog, Uebungsstunde. Auf stehenden Kanadier ermordet hatten. Nach einer späteren gestellt. Staccato" Dirigent 2. Lepke. Freitag, Stadt und meldete, daß die Apachen einen in seinen Diensten ist noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Der Verkehr ist ein nahme neuer Mitglieder. Erscheinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. Tambourverein Borussia", ehem. Alsen. Uebungsstunde jeden Dienstag Drahtmeldung hat Major Downing von einigen im Hinterhalt und Freitag im Restaurant Feldhahn, Weidenweg Nr. 12. Bergnügungsliegenden Indianern eine Schuß w unde erhalten. Die Landesverein Glück auf", Abends 8 Uhr, Sigung bei Möwes, Fichte regierung hat Truppen auf den Schauplatz des Aufstandes Briefkaffen der Redaktion. ftraße 29. Nach der Situng Tanz. Gäste willkommen. Bergnügungsverein„ Euphrosyne". Sigung mit Damen Abends 9 Uhr im Restaurant gesandt. Vermuthlich sind es die alten Beschwerden der H. Engel. Berichte sind nur auf eine Seite des Papier Wohllebe, Alexandrinenstr. 110. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. Indianer, die auch diesmal den Anstoß zu der Erhebung gegeben zu schreiben. Geselliger Verein, Immergrün" Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinicke, haben; die ihnen vertragsmäßig gewährten Lieferungen werden Oranienstr. 36.-" Rauchtlub Weichselblatt", Abends 9 1hr, Staliter durch betrügerische Agenten beschnitten, Gg. Schneider, Brandenburg. Ist nicht abgestempelt und straße 147a bei Wichert. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. und die deshalb nicht aufnahmefähig, da wir aus der Handschrift un Rauchklub Ohne Zwang", Abends 8 Uhr, bei 2. Spaeth, bittere Noth treibt dann die Judianer zum Aufstande. möglich errathen können, ob die Zusendung echt" ist. Weinstraße 28. Rauchklub, Rothe Melfe". Jeden Freitag Abends 9 Uhr bei F. Steuer, Weinstr. 22. Gäste durch Mitglieder eingeführt haben Petersburg. Bei dem schweren Unglück auf der OrelH. B., Mülheim a. Rh. Senden Sie eine Beglaubigung Zutritt. Rauchlub Gemüthitch fett" tagt alle Freitag Abend um Grigsi- Bahn hat sich auch wieder die ganze Brutalität gewerkschaftlicher oder parteigenössischer Art. 9 Uhr bei D. Schröder, Reichenbergerstraße Nr. 24. Witglieder werden auf russischer Beamten gezeigt. Als drei Stunden nach der R. R. 11. Geschiedenen Eheleuten ist die Wieder 9 Uhr: Sigung Berlebergerstraße 13. Aufnahme neuer Mitglieder. 3 Bert Treateraefelicajt, Augusta iftoria" heute Abend Katastrophe endlich der Hilfszug mit dem Sanitätszeug und der verheirathung im Allgemeinen gestattet. Nur wenn wegen Ehe „ Tournee", Abends 8½ Uhr, beim Genossen Karl Ullrich, Wrangelstraße 84. Stationsobrigkeit von„ Domnino" eintraf, verboten der bruchs geschieden ist, darf der für schuldig erklärte Theil den Pfeifentlub ,, Angra Stationschef und die Gendarmen, weitere Nachienigen, mit welchem er den Ehebruch nach Annahme des Gerichts Bequena", Sigung Abends 10 Uhr, Neue Hochftr. 53, bet Bergat. Gäſte forschungen unter den Trümmern anzustellen und befahlen, getrieben hat, nur mit besonderem vom Justizminister zu ers beim Genoffen Gimecte, Röpnickerstr. 130. Gäste sind willkommen. Bant das Eintreffen des Untersuchungsrichters abzutheilenden Dispense heirathen. Nickel'scher Musitverein Allegro" jeden Sonnabend bei W. Vogel, warten. Das empörte Publikum mußte gehorchen, obgleich J. S., Harburg. Die betreffende Zeitung ist schon vor man noch ein paar Menschenleben hätte retten tönnen. Noch längerer Zeit eingegangen. Zu einer öffentlichen Versammlung größeren Unwillen erregte folgende, wie die deutsche„ Petersb. hat Jedermann Zutritt. 3tg." sich ausdrückt, ebenfalls ganz blödsinnige Verfügung der 2. B. 100. Daß ein Haus auf einen neuen Käufer über Einfluß, Bahnobrigkeit". Der Bug mit den Verwundeten wurde nicht geht, hat auf den Bestand der Miethskontrakte nur direkt nach Orel geschickt, wo man die Unglücklichen bequem in venn darüber im Kontrakte besondere Bestimmungen ge Die Hofpitäler schaffen konnte, sondern auf der Zwischenstation troffen sind. Stralsund. Aus Goehren wird gemeldet, daß bei Orel- Jelezti angehalten, und hier legte man die stöhnenden Opfer B. H. 18. An sich haben Ihre Eltern kein Anrecht darauf, heftigem Nordweststurm ein Mönchguter Fischerkutter der Katastrophe in gewöhnliche Bauernschlitten, um sie so nach Ihr uneheliches Kind froh des Widerspruchs von dessen Mutter gestern Nachmittag gekentert ist. Ein Fischer rettete sich Drel zu schaffen. Und das bei 10 Grad Kälte! Wahrscheinlich noch zu behalten. Möglicherweise würde aber auf Ihren Antrag durch Schwimmen, drei ertranken, da Hilfe zu bringen wollte die Administration auf diesem Wege das auffallende Ein- das Vormundschaftsgericht im Interesse des Kindes einen dahin unmöglich war. treffen der Masse von Verwundeten auf dem Bahnhof in Orel gehenden Beschluß fassen. Nimmt die Mutter das Kind zurück, Braunsberg. Die Strafkammer verurtheilte den Rechtsvermeiden, da dort bereits die Kunde vom Unglück eingetroffen so brauchen Sie feine Alimente mehr zu zahlen. anwalt Walden in Heiligenbeil zu einem Jahr Ge- war und die Verwandten und Bekannten der Passagiere massen- Bäckergeselle. Schließen Sie mit Ihrer Frau auf dem fängniß und zwei Jahren Ehrverlust wegen Untreue haft zusammengeeilt waren. Ein Herr Lebedinski, der gegen diese Amtsgericht Neue Friedrichstr. 18 einen Vertrag über sog. Aus und Betrug. niederträchtige Verfügung der Bahnverwaltung protestirte und schluß der Gütergemeinschaft. Frankfurt a. M. Der Jnnungsausschuß hat einstimmig laut verlangte, daß die Verwundeten direkt nach Orel geschafft E. P., Sebastianstraße. Bereits dahin beantwortet, daß beschloffen, die Innungen aufzulösen. werden, wurde einfach von den Gendarmen verhaftet. Bei Sie nur denjenigen Werth zu ersehen haben, welchen die Ampel, Bochum. Auf der Drahtfabrik in Bommern wurde zwei Passagieren, dem Gutsbesitzer Pissarew und der als Sie dieselbe zerschlugen, hatte. siebzig Arbeitern wegen Arbeitsmangel gekündigt. Bufall beil aus den Trümmern der Waggons gerettet wurden, Ihnen Herr Stadtverordneter Vogtherr gern die gewünschte Aus Tochter eines Pristaws Bobrow, die beide durch einen glücklichen F. G., Reichenbergerstraße. Ueber alle diese Fragen wird Paris. Das Zuchtpolizei- Gericht verurtheilte den Heraus- ist das Haar vollständig ergraut. Das junge fiebzehn funft geben. geber des„ Figaro" wegen der von demselben veranstalteten jährige Mädchen hat sich selbst im Spiegel nicht wiedererkannt, Subskription zur Aufbringung der Geldstrafe, die dem Erzbischof von Air, Gouthe- Soulard, auferlegt war, zu einer so hat die ausgestandene furchtbare Angst ihre Züge verändert. genommen. " Statflub Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. willkommen. Rauchklub ,, Rothe Quast e", jeben Freitag Abend 9 Uhr Sorauerstr. 13. Aufnahme von Mitgliedern. Vermischtes. Geldstrafe von 500 Frcs. London. Aus Vancouver mit der japanesischen Post eingelaufene Briefe besagen, daß die offizielle Schätzung der Zu Weihnachtsgeschenken empfohlen! Im Verlage von Wörlein& Co. in Nürnberg ist soeben komplett erschienen und durch alle Buchhandlungen zc. zu beziehen: Bibliothek politischer Reden. Band 1. 520 Seiten Ottav. Preis brochürt 2 M. 20 Pf., gebunden 2 M. 50 pr. Der Band kann auch in 11 Heften à 20 Pf. bezogen werden. 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Die Eltern brauchen für den durch ihr 12jähriges Kind einem anderen Kinde zugefügten Schaden nicht aufzukommen. N. W. D. Sie sind offenbar selbständiger Hausgewerbe treibender und als solcher nach keiner Nichtung hin versicherungs pflichtig. Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 1. Dezember, verstarb nach schwerem Leiden unser Mitglied und treuer Genosse, der Schlosser Hermann Klay. Ihm, der stets bereit war, die Prinzipien der Sozialdemokratie hoch zu halten, werden wir stets ein treues Andenken bewahren. Die Mitglieder des VI. Wahlvereins, sowie die Genossen des VI. WahlDem rothbärtigen Wachtel- Sänger Otto Ernst zum heutigen Wiegenfefte ein donnerndes Hoch! H. D. M.S Gingem. Kürbis, à Pfd. 20 Pfg. verk. Koch, Fürstenwalderstr. 11a. 373b Praktische Weihnachtsgeschenke: äußert Schuhwaaren billig! Herren- Stiefel von 6,50 Mark an Damen- Stiefel von 5,00 Mark an Kinderschuhe in jeder Preislage, treises werden ersucht, sich an der gediegenster Ausführung. B Beerdigung, welche heute, Freitag, Nachmittags 3 Uhr, von der Charitee aus nach dem dortigen Kirchhofe stattfindet, 344/20 zahlreich zu betheiligen. Der Vorstand d. sozialdem. Wahlvereins f. d. VI. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am 1. Dezember, Abends 81/4 Uhr, entschlief fanft nach langer, schwerer Krankheit mein geliebter Mann und treuester, bester Vater, der Metalldrücker Carl Lehmann, im 38. Lebensjahre. Agnes Lehmann, geb. Ritter. 368b Frida Lehmann. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Dez., Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle d. Emmaus- Kichhofes statt. Todes Anzeige. Schuhmachermftr. Zeigermann, 37 Prinsenstr. 37( nahe Morigplay). Robtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Blaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Zager. A. 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S U an 14, S eve R ha ev 97 Be 5 29 D Bi " Re B ger 111 bei rube iften rep Re Aus heit Land eder eute iner wehr einter und un ung Der The Den chts ers vor ung ber: uß, ge auf, tter rag Sin üd, Dem น ริ Daß pel, wird us Den ten be gs ger efte fg. 73b 2: rt g! an, an, BE 15). ny ine ige 2L 一千 Lf, t. 76 9b ARE\ rzt 10. sel 4141 141 1 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 284. September. Unterm ,, nenen Kurs". 23. Raiserslautern. Genosse Gd. Klement wegen Be leidigung durch die Presse 20 M. Geldstrafe event. 4 Tage Haft. Ditober. " 1. Altona. Genosse Rich. Werner vom Schöffengericht Bargteheide wegen Sachbeschädigung( Plakatantleben) zu 30 M. bezw. 6 Tage Gefängniß verurtheilt, wird vom Landgericht freigesprochen. " Offenbach. Genosse Bender, Redakteur des„ Offenb. Abendblattes", von der Anklage der StaatsanwaltsBeleidigung freigesprochen. Wegen Fabrikantenbeleidigung 100 M. Geldstrafe. » Offenburg. Genosse 3ielowski, Redakteur des„ Off. Volksfreund", wegen Beleidigung 3 M. Geldstrafe. Erfurt. Genosse Hülle, Redakteur der Thüringer Tribüne", wegen Fabrikantenbeleidigung 100 Mart Geldbuße. " » Geestemünde. Redakteur Spiker von der„ Norddeutschen Volksstimme" wegen Pastorenbeleidigung 25 M. Geldbuße. • Breslan. Redakteur Wendtland wegen Behauptung unwahrer Thatsachen 2 Monate Gefängniß und 100 m. Geldbuße. " 2. Nigborf. Redakteur HohImegler vom Vereins Anzeiger der Maler" wegen Beleidigung 50 Mart Geldbuse. 3. Berlin. Redakteur G. Baate vom Vorwärts" wegen Fabrikantenbeleidigung mit 6 Genossen angeklagt, vom Landgericht freigesprochen, die itangeklagten je 50 M. Geldstrafe. 4. Natibor. 4 Genossen wegen öffentlichen Aufzuges vom Schöffengericht zu je 10. Geldstrafe verurtheilt, vom Langericht freigesprochen. 6. Chemnin. Genojje Martin in Einsiedel von der Anflage der Gendarmenbeleidigung freigesprochen. Magdeburg. Genosse Fritsche von Staßfurt wegen Uebertretung des Vereinsgeseyes 14 Tage Gefängniß und 30 M. Geldbuße. 8. Meh. 5 Genossen von der Anklage des Tragens auf rührerischer Abzeichen( rothe Kravatten, rothe Taschentücher) freigesprochen. Staatsanwaltsantrag 14 Tage Gefängniß. . Düsseldorf. Die Genossen Voß als Verleger der Düſs. Arb. 8tg." 150 M. und Lingweiler als Redakteur 100 M. Geldstrafe wegen Bürgermeister- Beleidigung. Neumünster. Genosse Bräuer wegen Entree- Erhebung 20 M. Polizeibuße. Straßburger und Lienhard wegen Nebertretung der Polizeistunde, anläßlich eines Arbeiterfestes, mit 10. Polizeimandat bedacht, vom Echöffengericht freigesprochen. » Meerane. Der Vorstand des Vereins für volksthümliche Wahlen wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes 10 M. Etrafe. t Berlin. Genoffe Löffler aus Alt- Landsberg mit 20 M. Polizeimandat beglückt, weil er den Ertrag einer unterfagten Zellersammlung sich genommen, vom Landgericht freigesprochen. . Chemnitz. Die Genossen Albert und Leander wegen Boylotterklärung vom Amtshauptmann, ersterer mit 8 Tagen Gefängniß, letterer mit 50 M. Geldstrafe belegt, vom Schöffengericht freigesprochen. " Dresden. Dr. Gradnauer, Redakteur der„ S. Arb.8tg." wegen Beleidigung 30 W. Geldstrafe. 9. Berlin. Kupferschmied Cassardelli und Reporter Neichling wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz " " je 30 M. Gelobuße ev. 3 Tage Gefängniß. Dortmund. Bergarbeiter Schröder wegen Beleidigung 300 M. Geldbuße. Leipzig. Genossen Müller, Lohse und Lausch wegen unerlaubten Lotteriespiels( Blumenverloofung bei cinem Arbeiterfest) je 10 M. Geldbuße. Bochum. Zuschneider G. Sehl aus Gidel wegen Gotteslästerung 1 Jahr Gefängniß. » Karlsruhe. Genoise Kalnbach wegen Beleidigung des Landesfürsten 8 Monate Gefängniß. 10. Dalle. Die Genossinnen Grothe, Blorin, Sanow und Streicher wegen Vergebens gegen das Vereinsgefet je 50 M. Geldbuße; Mach und Voigt freigefprochen. 11. teichmannsdorf. Genosse N. wegen angeblich nicht angemeldeter Versammlung 11,10 M. Geldstrafe. 12. Seide. 5 Genoffen wegen verbotener Zellersammlung je 18--30 W. Geldbuße. " Edenkoben. Wegen Absingens ärgernißerregender sozialdemokratischer Lieder nach der Melodie: Großer Gott, wir lo en Dich" mehrere Genossen verurtheilt: einer zit 8 Tagen, zwei zu je 4 Tagen Gefängniß, vier zu je 12 M, Geldbuße. » Frankfurt a. M. Bildhauer Brozowsky von der Anflage der Majestätsbeleidigung freigesprochen. • Leipzig. Das Urtheil des Mainzer Landgerichtes gegen Gen offen Sprenger auf 4 Monate Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung wird vom Reichsgericht faffirt und erneute Verhandlung anberaumt. * München. Genosse Jordan, Redakteur der, Münchener Post", und Schriftsteller Flüggen wegen angeblicher Verbreitung unglichtiger Schriften angeklagt, vom Schwurgericht freigesprochen. • Elberfeld. Genosse Gewehr von der Anklage der Beleidigung der preußischen Armeeverwaltung freigesprochen. Staatsanwalts- Antrag: 2 Monate Gefängnis. » Schiltigheim i. Elf. Bildhauer N. wegen groben Unfugs ( ein in einer Versammlung ausgebrachtes Hoch auf das internationale Proletariat) vom Amtsgericht 7 Tage Haft. 13. Stettin. Die Genossen Tesch und Ernst wegen groben Unfugs( Widmungswort bei Niederlegung eines Kranzes am Grabe) vom Schöffengericht je 60 M. Geldstraje. 14. Saalfeld. Genosse Burkhardt zu 150 M. Geldbuße event. 6 och en Haft, weil er als Redakteur des Boltsblatt" die Notiz reproduzirt, daß Luther sich gehängt habe. Staatsanwalts Antrag: 150 M. Geldstrafe, event. 20 Tage Haft. 4 # Magdeburg. Genosse Lange in Sudenburg wegen Beleidigung eines Polizeikommissars und Polizeipräsidenten 5 Wochen Gefängniß. » Derlinghausen. Sieben Vorstandsmitglieder des Arbeiter Bildungsvereins wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes je 3 M. Gelobuße, event. 1 Tag Haft. » Leipzig. Das Reichsgericht hob ein gegen Genossen Baginsti erlassenes Urtheil des Schweidnitzer Landgerichts auf 1 Jahr 6 Monate Gefängniß theilweise auf und beraumte neue Verhandlung an. Freitag, den 4. Dezember 1891. Oftober. 15. Dortmund. Genosse Bölger wegen Flugblattvertheilung 10 M. Strafmandat. " " " Beuthen. Genosse Kurowski, Redakteur der„ Gaz. Rob.", wegen Aufreizung 2 Monate Gefängniß; Kolporteur Spita 3 Monate Gefängniß. 5 Monate hatte Spita in Untersuchungshaft geselsen. „ DüsselOktober. 8. Jahrg. Hartmann und Sievert aus Steglig, sowie der Wirth Thiemig freigesprochen. 31. Sof. Genoffe Ebert wegen angeblichen Landesfriedens bruchs 7 Monate Gefängniß. Zusammen: 5 Jahr 5 Monate 14 Tage Gefängniß * * Elberfeld. Genosse Grimpe, Redakteur der Düffel- und 2541 Mt. 10 Pf. Geldstrafen. dorfer Arbeiter Zeitung", wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen 4 Wochen Gefängniß; wegen Be- Wir wiederholen anläßlich dieser Veröffentlichung unsere leidigung des Richterstandes 14 Tage Gefängniß. In schon mehrfach an die Genossen erlassene Aufforderung, von beiden Fällen war früher Freisprechung erfolgt; auf jedem Strafverfahren, soweit es durch Urtheilsspruch oder StrafRevision des Staatsanwalts hatte das Heichsgericht jene verfügung zum Abschluß gelangt ist, unter der Adresse: freisprechenden Erkenntnisse fassirt. 16. Elberfeld. Schreiner R. B. aus Langenberg wegen Gotteslästerung 6 Wochen Gefängniß. Mainz. Die Genossen Hinze aus Wiesbaden wegen Beleidigung des Mainzer Gouverneurs zu 50 M. und Redakteur Spenger von der Mainzer Bolts Zeitung" 25 M. Geldbuße. " M 17. Dortmund. Genosse Hüppe in Marten wegen Tellerfammlung mit 6 M. Polizeimandat beglückt, vom Schöffengericht freigesprochen. " " Zwickan. Die Genossen Hoffmann Chemnitz und Müller Hohenstein vom Amtsgericht Hohenstein wegen unerlaubter Sammlung zu 30 M. event. 6 Tagen Gefängniß verurtheilt, vom Landgericht Zwickau freigesprochen. 19. Erfurt. Genosse Reißhaus von der Anklage der Stadtverordneten- Beleidigung freigesprochen. Chemnitz. Genosse Paplow, Redakteur der„ Presse", wegen Beleidigung 50 M. Geldstrafe. Die Genossen Jlling und Albert von der Anklage der Polizeibeleidigung vom Landgericht freigesprochen. 20. Berlin. Genosse Pinn von der Anklage der Verächt lichmachung von Staatscinrichtungen( Invalidenversicherung) freigesprochen. Staatsanwaltsantrag: 3 Monate Gefängniß. Berlin. Schriftfeßer Roch wegen Gotteslästerung zwei Monate Gefängniß. 21. Düsseldorf. Der Redakteur der Düsseldorfer Arbeiter Beitung", Genosse Lingweiler, wegen Beschimpfung der christlichen Kirche 1 Monat Gefängniß. Berlin. Bildhauer lose aus Steglit wegen Beschimpfung der christlichen Kirche 6 Monate Gefängniß. 22. Sajjel. Genosse Huhn, Redakteur des Voltsblatt für Heffen", wegen Beleidigung 30 M. Geldbuße event. 6 Zage Gefängniß. " " " " " " " " Augsburg. Fabritarbeiter Regen stroh von Göppingen 2 Monate Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung. Beit. Genoffe Junghaus von der Anklage unerlaubter Kollette freigesprochen. J. Auer, Kaybach str. 9, 1 Tr., Berlin SW., uns ungefäumt Mittheilung zugehen lassen zu wollen. Ohne Diese Unterstützung der Genossen, die in letzter Zeit nur sehr mangelhaft erfolgte, ist es unmöglich, eine genaue Liste der gegen unsere Partei und die Arbeiterbewegung überhaupt verhängten Strafen zu führen. Berlin, den 2. Dezember 1891. Der Parteivorstand. Versammlungen. Der Bildungsklub der Hansdiener Berlins diskutirte am 24. November in einer Generalversammlung über das Thema: Der Klub wie er ist und wie er sein soll. Herr Dobatta fritisirte in kurzen Worten die Entwickelung der Hausdiener- Vereinigungen, fam auf die Entstehung der Freien Vereinigung der Hausdiener zu sprechen und führte aus, daß die Kollegen, welche die Freie Bereinigung gegründet hätten, genau wußten, was sie wollten, und nur der Indifferentismus der großen Masse für den schnellen Sturz derselben verantwortlich zu machen sei. Die Kollegen, welche dann den Bildungsklub gründeten, wollten die kleine lernbegierige, denkende Zahl der Kollegen zu einem engen Freundeskreise zusammenschließen, damit durch den Klub Agitatoren entstehen sollten, welche als wahre Sozialdemokraten die Interessen der Gesammtheit in der Deffentlichkeit vertreten. Dieses Ziel wäre auch erreicht worden, wenn nicht gerade die Grunder des Klubs zuerst zurücktraten. Es fand sich indeß wieder eine kleine Zahl, welche den Klub aufrecht hielt, man ließ die Beitung Einigkeit", welche obligatorisch eingeführt war, fallen. Um den Klub standhaft zu machen, sei aber wiederum eine Abänderung des Statuts nothwendig, vor allen Dingen müsse der Name Bildungsklub fallen und der Name Diskutirklub eingeschaltet werden. In der sehr lebhaften Diskussion führte Biersch aus, daß man den Namen Hausdiener unbedingt beibehalten müsse, denn mit dem Augenblick, wo man einen andern Namen wählen würde, würde auch ein großer Theil der Kollegen zurücktreten; für die Aenderung Diskutirklub stimme er. Herr Dresden. Genosse Möller, Redakteur der„ Sächsischen Bendix meinte, wenn man einen anderen Namen wähle, zöge Arbeiter Zeitung" wegen Beleidigung 2 Wochen Gefängniß. man auch Genossen heran, welche vielleicht als Lehrer dienen Ottenfent. Genoffe Stengele, Redakteur der Nord- können; die Hausdiener nehmen aber eine solche Stellung in der deutschen Volkszeitung" von der Anklage der Fabrikanten- politischen Bewegung ein, daß geschulte Genossen, wenn sie den Beleidigung freigesprochen; ebenso von der der Grpressung Namen Hausdiener hörten, auch schon zurückschreckten. Herr ( weil er eine Liste der Wirthslokale publisirte, in denen Reslinte war entschieden gegen diese Ausführungen; man die Volkszeitung" nicht auslag. habe in der Peripherie so viel Diskutirklubs, daß, wenn der Bochum. Berginmann Raue wegen Verbreitung angebl. Klub einen andern Namen erhalten würde, er unbedingt einem aufrührerischer Streif- Flugblätter zu 4 Wochen, Bergmann Klub in seiner Nähe bettreten würde. Nach längerer Debatte Wenner zu 1 Woche Gefängniß. wurde folgender Antrag Keslinte's angenommen; Der jezige Klub der Hausdiener soll für die Zukunft heißen:" Disihm abgeänderte Statut, welches nach einigen Abänderungen einfutirklub der Hausdiener". Herr Rein verlas dann das von ftimmig angenommen wurde. Dieses Statut gestattet auch nicht Hausdienern Zutritt. Es wurde nun der Vierteljahresbericht verlesen, aus welchem sich folgendes Resultat ergab: " Offenbach. Genosse Bender, Redakteur des„ Offenbacher Abendblatts" wegen Veröffentlichung zweier Strafbefehle 20 M. Geldbuße. 23. Schweibuit. Genosse Feldmann, Redakteur des Proletarier aus dem Gulengebirge", wegen Aufreizung ( durch Abdruck des Weberliedes von 1844) 2 Monate Gefängniß. 24. Mannheim. Genosse Rester, Redakteur der Volts stimme", wegen Beleidigung des Landeskommissars Frech " " " " 2 Monate Gefängniß. Halle. E. Ringsdorf, Redakteur des„ Voltsblatt", wegen Nichtaufnahme einer Berichtigung 3 Mark Geldstrafe. Döbeln. Die Genoffen Geilert und Nüdiger wegen unerlaubter Rollefte vom Amtsgericht zu 10 Mark Geldbuße event. 3 Tage Gefängniß. " Dresden. Genosse Gradnauer, Redakteur Der Arbeiter- Zeitung", wegen groben Unfugs 1 Monat Gefängniß. Er hatte in einem Artifel über den 100. Jahrestag der Pillniger Konferenz die Theilnehmer daran, besonders den sächsischen Kurfürsten August III. als Hallunken charakterisirt. Saalfeld. Genosse Be cer, Redakteur des„ Thüringischen Voltsblatt", wegen Vergehens gegen§ 131 100 m. Geldbuße event. 4 Wochen Gefängniß. 20. Darmstadt. Genosse Bender, Redakteur des Abendblatt", wegen Fabrikantenbeleidigung 100 m. Geldstrafe. 27. Stettin. Genosse Herbert, Redakteur des„ Volksbote", von der Anklage der Beleidigung eines Polizeispitzels nach erbrachtem Wahrheitsbeweis freigesprochen. 铃 Deffant. Genosse Slot, Schneider, wegen MajestätsBeleidigung 4 Monate Gefängniß. 28. Dortmund. Redakteur Kasbach wegen Aufreizung ( durch Abdrucks eines am Erscheinungsorte straflos gebliebenen Artikels) 3 Monate Gefängniß. B " Bestand im Juni Einnahmen im Juli ••. · Summa • Musgaben im Juli Bestand im Juli. Einnahmen im August Summa Ausgaben im August " 8,20 m. 6,15 14,85 M. 10,55 " 8,80 m. • 11,75" 15,55 M. Bestand Einnahmen im September Summa Ausgaben im September Bestand 12,26" 3,29 M. 10,95 " 14,24 M. " 1,10 9 • Einnahmen im Ottober • 13,14 m. 5,05 " Summa 18,19 M. Ausgaben im Oktober Bestand. • 1,00 " B • " 17,19. Nachdem dieser Bericht von den Nevisoren für' richtig bes funden war, wurde dem früheren Vorstande Decharge ertheilt. Da weiter nichts vorlag, schloß nun der Vorsitzende die VerDresden. Bigarrenarbeiter Gebauer aus Breslau sammlung mit einem Hoch auf das fernere Gedeihen und Wachsen Bedrohung(§ 153 der Gewerbe.Ordnung) 1 Monat Ge- des Klubs. fängniß. Neumünster. Das gegen Genofen Bräuer erlassene bandes deutscher Maurer und verwandter BeEine Versammlung beider Zahlstellen des VerStraimandat von 20 W. wegen Entree- Erhebung wurde rufsgenossen fand am 29. November statt. Nachdem der vom Landgericht für ungiltig erklärt. 29. Drezden. Genosse Baage vom Schöffengericht wegen Tragens republikanischer Abzeichen zu 1 Woche Gefängniß verurtheilt, wird vom Landgericht freigesprochen, weil der betreffende Trauerkranz aus rothen und weißen Rosen 群 " bestanden. Naumburg. Genosse Marfcha II aus Osterfeld wegen angeblicher Rollefte 10 M. Geldstrafe. Breslau. Redakteur Wendlandt wegen Amtsvoriteher- Beleidigung 6 Wochen Gefängniß. Bevollmächtigte der Filiale I, Herr H. Neumann, die Verfammlung eröffnet hatte, machte er bekannt, daß einer der ältesten und bewährtesten Kollegen in der deutschen Maurerbewegung verstorben ist und zwar Kollege negendorf in Hamburg. Die Versammlung beschloß, ein Beileidstelegramm an bie Familie des Verstorbenen zu schicken. Hierauf hielt Herr 2. Dähne einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die Entwickelung der deutschen Maurerbewegung. Redner führte an, daß durch die kleinen Vereine und Vereinchen nichts wirklich Ersprießliches für die Allgemeinheit geschaffen werden könne, ließ 30. Leipzig. Der Vorüßende eines Fachvereins wegen unein kurzen Zügen die ganze Maurerbewegung vom Ausgang der erlaubter Lotterie( Blumenverloosung) 5 M. Geldbuße 60er Jahre bis jetzt 9levue pafsiren, schilderte die großen Rämpfe event. 1 Tag Gefänguts. der 70er Jahre und wies darauf hin, daß nur durch den Zu31. Geeftemünde. Redakteur Spizer wegen Beleidigung fammenhalt aller Kollegen die Berkürzung der Arbeitszeit und 20 M. Geldbuße. " Verden. Redakteur Watermann von der Norddeutschen Volksstimme" wegen Landraths- Beleidigung( das Reichsgericht hatte das frühere gleichlautende Erkenntniß kaffirt und neue Verhandlung anberaumt) zwei Monate Gefängniß. ein anständiger Lohn erzielt worden ist. Vor allem sei der damalige Erfolg der Zentralisation, dem Allgemeinen deutschen Maurerverein, zuzuschreiben. Inzwischen haben die Unternehmer von den Arbeitern gelernt; auch sie vereinigten sich in großen Verbänden und stellen den Arbeitern jetzt Bedingungen. Als 1878 das Sozialistengesetz in Kraft trat und jegliche Orga31. Berlin. Die Genossen: Wolf, Gelhar, Rühe aus Steglit nisation aufgelöst wurde, da haben die Herren Rache geübt für und Hackebusch aus Schöneberg wegen Gendarmen- dte Vergewaltigungen, die sie Anfang der 70er Jahre von seiten Beleidigung( durch Abfingen des Liedes: Weißt Du, wie der Gesellen erlitten haben wollten; so meinten sie in der Deffentviel Sterne stehen manchem Lumpen auf der Brust) je lichkeit. Im stillen aber lachten sie sich ins Fäustchen, denn man 1 Woche Gefängniß, Lungwiz aus Steglit, ebenfalls hat gesehen, daß gerade in den sogenannten Gründerjahren, wo wegen Gendarmen Beleidigung 2 Wochen Gefängniß, die Gesellen die haben Löbne besasen haben sollen, die Bau, W gegend erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden. Die Anwesenden verpflichten sich, Mann für Mann der Freien Vereinigung der Kutscher beizutreten." Die anwesenden Kollegen aus Rixdorf ließen sich dann sämmtlich als Mitglieder in den Verein aufnehmen, zur Freude ihrer Berliner Kollegen. Zu Verschiedenem sprachen mehrere Herren, welche die Kollegen zur eifrigen Agitation für die Vereinigung aufforderten. Die imposante Versammlung endete mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. Nt Erschei Abonn Biertel lidh 1,1 frei in 5 Pfg. bem Bost- A Quarto Deutsch 2 Mart & Mart in der Maurer und Binmermeister in ein paar Jahren wahrhaft| Erringung des neunstündigen Arbeitstages zu nehmen. Folgende fürstliche Vermögen sich erwarben, daß sie somit allen Grund Resolution fand einhellige Annahme: hatten, mit dem Vorgehen der Gesellen zufrieden zu sein, anstatt Die Versammlung erkennt an, daß der Nothstand im Stellfich über Vergewaltigungen zu beklagen und den Lohn Ausgang macherge: verbe nur zu beseitigen ist durch Verkürzung der Arder 70er und Anfang der 80er Jahre auf ein so niedriges Nibeitszeit. Sie macht daher die Ausführungen des Referenter zu veau herabzudrücken, daß er nicht mehr zum Leben ausreichte. Den ihrigen und verpflichtet sich mit aller Straft die Organisation Es wurden dann in Berlin 1881 und 1882 die Vereinigungen zu fördern, um, wenn irgend möglich, im Frühjahr eine Verder Putzer und der Maurer gegründet. Die Vereinigung der fürzung der Arbeitszeit auf neun Stunden und dadurch BeMaurer fiel dem Sozialistengesetz zum Opfer, neue Organisationen schäftigung der arbeitslosen Kollegen herbeizuführen." traten an ihre Stelle, fonnten aber in Folge der schlechten wirthschaftlichen Lage und in Folge des Indifferentismus nicht zur Blüthe ge- Freien Bereinigung der Kutscher und der im Berlins hielt Dr. Lüt genau einen beifällig begrüßten Bor Eine große öffentliche Wanderversammlung der Ju der letzten Versammlung der Filzschuharbeite langen. Die Vereinigung der Puzer hat Stand gehalten; aus fleinem u hrwesen beschäftigten Arbeiter Berlins und trag über die gegenwärtige politische Lage. Die Diskuſſion die Anfang heraus arbeitete sie sich bis auf tausend Mitglieder hingegend tagte am 27. November in Rixdorf. In derselben ſtaltete sich zu einer sehr animirten; es betheiligten sich daran die af. Die Buyer vermochten infolge ihrer Organisation sich einen hielt an Stelle des Stadtverordneten Fritz Zubeil Herr Joseph Herren Lange, Valerius, Gambke, Schmolling albwegs anständigen Lohn und die neunstündige Arbeitszeit zu einen Vortrag über das Sklaventhum jetzt und früher, wofür thm und Da II mann. Lettere vertraten den Standpunkt der unab erringen, jedoch wurden sie als reaktionäre Masse von ihren Brüdern, den Maurern, verrufen, als sie 1889 nicht mit in den Teicher Beifall gespendet wurde. In der Diskussion sprachen die hängigen" Sozialisten, wurden aber vom Referenten im Schluß Streit eintraten. Dieser Streit war ein todtgeborenes Kind, er Herren Grabowski, Janke, Bötcher, Gleinig, Mukwer, Nagel und wort widerlegt. Es wurde noch bekannt gemacht, daß die hatte weder eine nennenswerthe Organisation noch Geldmittel Kratschmari im Sinne des Referenten, worauf folgende Resolution Bibliothek sich Rosenstr. 30 bei Wernan besinde; die Bücher- Auszur Grundlage. 1890 wurden von den Leitern der Maurer und einstimmig angenommen wurde: gabe findet Sonntags Vormittags 10-12 Uhr statt. Buyer Annäherungsversuche gemacht und eine öffentliche Veröffentliche Die heute in Barta's Saal, Riydorf, Bergstr. 120, tagende fammlung der Puzer erklärte sich für den Anschluß an die Freie öffentliche Versammlung der Freien Vereinigung der Kutscher Vereinigung der Maurer, auch wurden in einer Maurer- und und der im Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter Berlins und UmPuzerversammlung Delegirte zum 7. deutschen Wtaurerkongreß gewählt. Auf dem Kongreß beschloß man, den„ Grundstein" zum Organ der deutschen Maurer zu erklären. Dieses scheint- sagte Redner den Leitern der Berliner Maurerbewegung und den Herausgebern des Bauhandwerker" nicht gefallen zu haben, denn nach dem Kongreß begannen wieder die Angriffe gegen die Buzzer und sie wurden aus den Maurerversammlungen moralisch hinausgeworfen, weil sie sich für den Grundstein" erklärt hatten. Auch jetzt sei der Grund, weshalb die Berliner Leiter der Maurerbewegung gegen die Zentralisation agitiren, der, daß sie dann den Bauhandwerker" als Organ fallen lassen müßten. Redner forderte dann noch die Kollegen auf, recht fräftig für die Zentralisation zu agitiren; ein Jeder müßte Agitator sein, dann würde die Organisation groß und start werden und den Arbeitgebern Achtung abnöthigen. 15. Zichung der 4. Klasse 185. Königl. Preuß. Lotteric.[ 44 151[ 500] 84 337 47 528 59 775 876 93011 218 71 99 561 705 19 Biehung vom 3. Dezember 1891, Bormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 960 91021 70 100 340 417 60 91[ 1500] 534 74 762 83 981 95031 304 61 94 483 555 612 722 92[ 3000] 93010 24 80 162 678 721 822 966 97134 314 66 88 411 21 531 86[ 300] 623[ 30] 885 932 71 98020 421 543 72 744 881[ 300] 99028 130 84 241[ 500] 312 85 521 C07 47 896 100262 366 419 75 802 50 75 78 956 101115 57 254 99 350 86 88 592 603 45 64 94 769( 5001 98 819 102100 14 29 34 215 86 420 87 659[ 1500] 801 40 103013 119 21 61 407 626 55 73 104087 115 32 878 106020 26 263 385[ 1500] 489 728 40 808 932 89[ 300] 107453 63 71 78 262 313 473 628 805 46 78 924 105315 411 70 539 755 83 561 91 610 708 806 996 108033 103 18 349 85 448 527 681 776 835 96[ 30001] 109270 437 539 93[ 3000] 638 50 91 895 940 176 248 336 42 54 69 446 61 593 648 73 732 44 910[ 3000] 88 1084 105 43 226 40 72 425 89 524 55[ 500] 615[ 3000] 26 61 94 705 48 844 99 913 2265[ 1500] 87 410 34[ 300] 96 993 3011 24 132 62 295 306 68 84 447 511 600 862 4125 36 417 18 519 85 638 735 5029 40[ 300] 165 84 499 557 758[ 500] 97[ 300] 321 961 6036 71 154 206[ 3000] 29 401 12[ 300] 34 61 565[ 1500] 645 752 837 929 7031 45 349 421 83 843 8186[ 500] 339 723 49[ 300] 59 990 91 9176 458 691 732 819[ 3000] 69 961 110058 78[ 1500] 317 36 67 82 475[ 300] 525 55 79 677 707 894 90 965 111036 119 222[ 500] 39 42 72 77 94 428 597 609 742 72 112045 132 438 515 31 674 900 24 113236 444 50 537 717 84 823 984 114210 47 81 306 57 434[ 300] 578 84 635 76 90 708 23 87[ 500] 813 53 115043 [ 1500] 115 34 231 539 600 58[ 500] 723 813 99 116055 119 202 22 342 58[ 500] 552 56 61 90 612 51 74 769 806 955 117053 123 99 209 16 321 26 67 528 739 821 51 91 118213 41 506[ 3000] 759[ 500] 79 926 119172[ 500] 229 318 59 712 15 79 808 23 940 120382 406 46[ 300] 503 74 639 731 73 862 929 121052 83 85 23 84[ 300] 97 577 608 25 727 892 94 969 122005 46[ 1500] 224 94 447 72 642 850 89 123142 71 81 212 522[ 300] 606 45 722 69 97 835 908 12401 62 69 117 97 335 461 564 746[ 3000] 49 81 95 832 125036 37 127008 175 249 346 98 436 592 608 711 30 86 893 128117 29 91 211 [ 500] 187 336 58 516 28 672 781 825 126208 54 434 90 544 93 984 48 97 413 89 507 727 49 904 129005 677 854 911 10435 36 612 52 706 868 924 72 11130 351 427 503 773 12078 131 93 227 33 42 51 76 368 420 31 567 790 811 48 901 27 13486 97 563 660 84 775 83 852 924 14003 139 202 6 12 38 356 633[ 3000] 815 49 948 15046 382 474 534 624 87 91 849 16290 410 525 621 30 725 57 821 97 998 17224 449 86 537 57 617 829 66 88 952[ 300] 18054 449 566 815 51[ 1500] 19654 20051 82 331 36 60 435 578 601 753 65[ 500] 21213 23 57 91 383 409 762[ 1500] 22048 169 84 263 335 72 78 90 769 836 38 936 62 23013[ 300] 91 463 534 49 83 610 78 772 809 920 24037[ 1500] 50 180 330 54 432 620 705 66 72 859 99 25167 219 453 642 43 50 751 810 21 916 26092 124 46 78 258 308 407 45 69 503 747 73 948 27255 86 461 742 934 40 42[ 300] 28093 161 231 96 1500] 378 701 19 79 95 826 [ 300] 58 80 997 29107 50 223 88 341 564 624 41 719 861 In der Diskussion sprachen die Herren Gröbler, Macijewsky und Müller im Sinne des Referenten. Herr Neumann legte den Puzern warm ans Herz, fich zahlreich an der Organisation zu betheiligen; wenn es ihnen auch noch so gut im alten Verein gefallen habe, so wäre es doch ihre Pflicht, sich der Zentralisation anzuschließen, denn wer sich auf einen isolirten Standpunkt stelle, werde bald vereinsamen und, wenn ihm eine Gefahr droht, keine Hilfe finden. Hierauf wurde ein im Sinne der gepflogenen Verhandlungen von Herrn Klingen berg gestellter Antrag einstimmig angenommen. Beim Verschiedenen beauftragte man das Bureau, öfter kombinirte Versammlungen der beiden Filialen einzuberufen. Ferner wurde bekannt gemacht, daß die Zahlstelle für den Norden KastanienAllee 35 bei Scholz im Bufunftsstaat" sich befindet. Daselbst fassirt jeden Sonntag Herr Schulz. Hierauf wurde die vom besten Geiste beseelt gewesene Versammlung geschlossen. 30069 175 332 453 527 833 974 31014 166 478 513 14 678 90 94 700 801 959 65 32146 98[ 500] 270 87 658 83 89 715 891 983 33229 76 89 577 603 29 791 865 987 34013 56 104 608[ 3000] 48 711 16 29 97 914 64 35189 289 356 416 67 527 88 840 951 66 36188 257 360 76 452 507 24 28 614 27 91 993 37191 243 64 92 300 90 418 512 905 38032 69 216 43 361 69 521 32 53 89 797 912 39182 241 82 414 60 603 84 707 36[ 500] 58 80 85 810 Der sozialdemokratische Wahlverein für den fünften Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 1. d. M. eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher Reichstags= Abgeordneter Förster in äußerst klarer Weise und unter lebhaftem Beifall über das Thema referirte:" Der Sozialismus eine fulturhistorische Nothwendigkeit." Hierauf wurde zum ersten Rafsirer Wilhelm Schulz mit großer Majorität gewählt und dann gelangten zwei Resolutionen zur einstimmigen Annahme, deren erste lautet: 40099[ 500] 265 352 535 85 697[ 500] 742 43 888 41106 74 231 75 334 63[ 1500] 423 81 704 89 982 42043 156 84 366 869 76 970[ 300] 96 99 43053 148 49 286 357[ 1500] 64 495 555 720 82 842 938 72 44002 155 367 93 411 13 520 69 81 640 990 92 45069[ 500] 201 2.94 395 546 714 56 812 22 94 955 46090 314 71 561 618 67 727 35 803 130137 63 207 88 324 99 433 541 46 690[ 500] 812 131376 782 865 [ 500] 70 973 132125 76 314 457 65 527 628 31 706 73 892 912 16 57 [ 500] 133058 300 2 10 460 96 11500) 501 936 20 76 716 815 134039[ 3000] 62 87 115 204 16 95 306[ 3000] 45 526 668 89 900 6 15 41[ 500] 135115 752 961 61 77 96 137116 25 13000] 26 84 265 323 76 550 96 630 54 55 80 226 57 443 677 736 845 58 993 136053 177 86 224 526 81 603 77 855 138005 130 369 776 857[ 3000] 959 139045 120 211 522 611 728 74 94 817 70 993 47[ 300] 933 47110 24 280 364 65 422 41 94 662 75 85 746 89 805 21 902 86 95 48080 117 74 223 39 459 524 656 713 81 900 49259 66 325 97 400 99 683 782 817 59 900[ 300] 19 59 72 In Erwägung, daß die Bourgeoisie, welche die Herrschaft im Staate führt, fein Ohr für die Leiden des Volkes, fein Auge für den herrschenden Nothstand und kein Verständniß für die Maßregeln hat, welche nothwendig sind, um eine gänzliche Verelendung der Massen des Voltes zu verhüten, verpflichtet sich die am 1. Desember tagende Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für den fünften Berliner Reichstags- Wahlkreis, stets und überall für die Forderungen der revolutionären Sozialdemokratie einzutreten." 140144 365[ 3000] 453 69 705 34 67 866 72 141029 192 340 402 27 517 47 601 39 750[ 1500] 806 19 68[ 500] 142159 276 320 43 456 73 507 628 770 909 78 143155 432 556 620 144178 322 96 595 694 224 88 380 410 61 691 760 147002 152 275[ 1500] 399 640 96 781 807 747 145016 19 55 106 61 212 90 352 449 630 64 98 878 927 146060 34 981 148199 337 458 96 607 75 705 95 801 149031 69 300 52 67 85 459[ 300] 72 531 81 605 855 903[ 300] 50002 69 72 185 96 214 359 431 511[ 1500] 54 87 89 777 80[ 1500] 98 876 83 91 940 79 51245 77 539 68 629 85 709 802 3 52396 424 49 [ 1500] 66 641 731 965 5: 3080 119 59 95 229 86 379 451 74 512 16 692 714 59 861 72 54055 209 70 395 555 731 800 958 87 98 55073[ 1500] 294 392 537 805 908 56083 199 214 696 711 20 887 57017 36 240 69 585[ 3000] 99[ 1500] 706 79 824 978 58194 241[ 300] 61 307 65 497 501 16 74 695 742[ 3000] 56 815 69 901 130001 82 59010 19 44 277 [ 3000] 314[ 500] 16 53 591 713 19 43[ 300] 90 906 Die andere Resolution verpflichtete die Versammlung, nur Wirkwaaren zu kaufen, welche mit dem Kontrollstempel deutscher Textilarbeiter versehen sind. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie fand die Versammlung ihr Ende. für 150004 207 0 431 1500] 550 73 834 151202 301[ 3000] 488 704 153052 99 296 362 625 58 64 70 746 901 154036 229 328[ 3000] 439 47 878 87[ 300] 95 933 152004 113 37[ 500] 209 312 44 538 839 940 99 545 93 677 719 22 155164 66 83 208 52 86 91 96 348 423 78 79 991 157008 171 82 244 341 489 668 710 911 68 84 158076 102 36 536 884 156013 149 51 71 76 331 543 52 88 658 72 82 712 816 64 84 95[ 1500] 307 411 51 518 658 75[ 500] 778 89 801 906[ 10 000] 74 159006 22 80 247[ 1500] 349 91[ 1500] 457 73 601 799 60049 62 105 318 61 458 721 817 77 61090 180 539[ 500] 697 731 84 802 14 75 982 62238 92[ 1500] 364 407 791 996 63107 48 349 401 64 506 15 601 20 25 SJ 701 29[ 1500] 815 901 64145 467 538 772 828 [ 300] 968 05:05[ 300] 46, 695[ 1500] 748 845[ 1500] 68 89 66053 68 114 92 349 50[ 300] 84 405 510 613 33 45 730 59 67197 282 456 83 523 39[ 1500] 50 55 646 721 916 68121 54 235 417 550 749 67 818 86 [ 30 0] 959 69228 65 610 755[ 10 000] 99 816 Rede Jm für die Lür 40,55. bogt 3,2 Berlin Müller, 70 609 899 162005 13 111 215 783 875 970 163010 111 58 96 230 78 160067 226 366 467 88 505 41 883 958 59 161038 118[ 300] 515 98 336 40 545 657 59 80 96 734 72[ 300] 164189 387 98 556 88 605 811 42 913[ 300] 74 165007 115 67 296 349 52 531 78 612 769 840 166000[ 500] 117 483[ 1500] 564 97 633 36 789 847 908 59 167113 231 55 396 404 535 930 168038 152 59 90 504 618 805 20 921 25 39 169010 166 206 347 402 23 582 688 798 861[ 5000] 973 75 92 70064 66 115 75 261 306[ 300] 65 67 533 742 78 71032 275 91 409 564 72109 50[ 500] 456 505 81 610 15001 798 73088 91 176 90 268 514 56 65( 1500) 891 931 58 74013 72 190[ 300] 208 42 55 85 305 447 60 613 721 835 75086 133 40 203 82 490[ 3001 605 717 87 836 78 931 32 76293 410 520 94 774 826 77065 85 254 60 87 304 15 444 67 664 82 796 887 78356 65 66 440 731 45 56 846 994 79066 117 66 284 [ 3000] 317 443 802 11 Don E. einigen tanifche 8. 2., Michael Expediti 10,-. aus Sta Hambur Tooden S bei den rmen gele pflichte herbeig ift, bin genoffe A dann war, d A 170012 176 243 511 92 677 98 99 709 34 72 823 47 171008 19 304 83 412 33 680 856[ 300] 59 87 173096 168 76 84 552 66 79 96 723 31 137[ 500] 64 207 21 53 322 421 41 591 968 172020 52 136 203 63 81 835 913 59 174155 82 235 98 333 427 60 664 71 708 53 99 846 69 91 969 175000 126 245 335 478 97 552 609 33 62 67 69 776 860 992 176074 81 224 89 90 383 85 413 88[ 300] 634 764 857 177005 45 46 426 56 72 82 527 50 616 87 700 17 59 77 815 21 46 915 29 178064 129 45 216 35 515 619 974 95 179083 193 257 74 388 412 30 88 517 601 710 74 817 80067 130 85 303 33 419 40 51[ 500] 58 567 628 748 83 95 815 905 44 81144 536 50 604 28 708 876 962 82066 171 267 337 503 624 31 33 81 782 859 944 45 83082 91 132 222 336 410 86 571 607 20 810 42 952 84116 43 84 284 94 427[ 300] 573 615[ 1500] 21 966 85087 120 47 250 58 308 24 87 402 51 518[ 300] 683 789 824 53 936 86004 38 360 433 623 24 707 53 75 817 65 87058 224 27 341 54[ 1500] 533 669 789 807 82 915( 5000) 53 88031 139 41[ 1500] 47[ 600] 272 628 927 89016 118 96 213 307 85 664 775 840 89 96 Im Fachverein der Uhrmacher 2c. hielt am 28. November Herr Hoffmann einen Vortrag über:" Die Verkürzung der Arbeitszeit", der mit reichem Beifall aufgenommen wurde. In der Diskussion sprachen die Herren Wagner und Näther im Sinne des Referenten. Einstimmig gelangte dann ein Antrag zur Annahme, inhalts dessen durch Wort und Schrift dahin agitirt werden soll, daß die im Uhrmachergewerbe herrschenden traurigen Verhältnisse in den weitesten Kreisen der Bevölkerung bekannt werden. Unter Verschiedenem wies Herr Näther an der Hand einiger Zeitungsnotizen auf das gute Einvernehmen zwischen Arbeiter und Arbeitgeber", sowie auf die Maßnahmen der Regierungen in Sachen der Hebung" des Handwerks hin, wie sie sich speziell in der Uhrmacherei gestalten. Nachdem noch auf das am 5. Dezember bei Feuerstein stattfindende Wintervergnügen aufmerksam gemacht worden war, gab zum Schluß der Vorsitzende bekannt, daß in der nächsten Versammlung am 12. Dezember Herr Dr. Lütgenau über das Thema:„ Die Entstehung der Familie, des Privateigenthums und des Staates" sprechen wird, woran er das lezte Mal durch das Versammlungsverbot verhindert wurde. 90095 122 677 99 700[ 500] 29 76 91055 81 154 307 545 661 92035 180307 10 66 448[ 3000] 747 832[ 500] 962 181062 93 416 66 [ 10000] 95 561 874 182092 124[ 300] 266 99 340 67 426 52 546 613 515 75 81 699 718 36 903 85 97 185280 429 555 601 759 944 86347 [ 500] 183106 309 489 600 75 622 78 992 184014 22 43 153 240 460 481 634 893 906 14 87 187080 95 181 223 525 61 84 92 602 708 24 61 832 38 932[ 100] 188267 82 476 86 512 56 68 678 759 823 932 49 189174 247 457 668 728[ 500] 886 94 ( 500) 104[ 30 0001 62 484 530 822 96147 284 372 419 635 60 768 819 900 97009 41 69[ 3000] 217[ 30001 55 317 76 86 747 894 951 98103 28 30 202[ 3000] 31 68 403 550 646 75 825 89 910 49 99008 225 407 86 518 860 999 15. Zichung der 4. Klasse 185. Königl. Preuß. Lotterie. 1621 23 33 89 981 94030 106 39 245 48 55 67 423 600 734 898 95086 Biebung vom 3. Dezember 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern: in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 28 38 41 130 253 390 547 735 50 818 907 51 1236 387 502 685 828 905 19 33 49 2023 33 184 283 88 423 62 641 814 81 968 89 3351 88 438 627 780 83 834 53 71 954 4072 158 308[ 5000] 30 34 475 538-82 675 750[ 300] 91[ 300] 808 920 69 90 94 5275 373 97 494 532 620 725 87 988 6329 505 98 650 711 947 7201 9 301 23 62 90[ 1500] 461 541 619 93 701 72[ 300] 872 9940 8023 203 443 641 751 881 96 900 14 93 9050[ 300] 57 129 36 70 210 436 737 833 38 957[ 300] 100075[ 300] 209 389 655 721 60 101009 176 242[ 1500] 364[ 300] 404 56 94 557 772 78 817 939 102004 46 115 39[ 500] 82 94 320 98 569 95 618[ 500] 827 103096 398 676 752[ 50] 973 104042 49 96 211 95 322 709 51[ 1500] 809 6 105221 99 336 63 447 506 37 637 75 781 96 100114 26 33 269 304 49 512 815 88 908 35 107129 57 64 235 93 381 428 567 707 33[ 3000] 817 21 901 6 9 66 108001 98 146 241 46 93 361 748 801 82[ 1500] 109012 144 78 419 80 518 608 22 33 86 759 816 110038 122 267 373 711 29 111290 306 420 584 629 822 901 112020 142 47 65 240 549 664 83 866 74 919 113386 461 525 34 640 55 818 114031 37 67 138 240 396 400 8 500 54 648 916 17 32 68 115008 204 27 582 608 772 802 116039 224 29 59 314 16 458 738 71 [ 300] 839 87 925 77 117041 44 557 64 648 718 41 48 64 118076 128 99 259 317 55 400 653 93 731[ 300] 831 83 937 57 119031 145[ 1500] 410 47 671[ 300] 716 41 66 70 86 920 33 93 10025 226 344 405 657 777 865 67 81 11021 28 270 466 511 65 795 831 93 908 91 1: 2009 20 188 210 82 621 69 715[ 3000] 66 957 13005 20 165 523 622 41 820 943 69 14116 215 18 66 368( 500] 85 599 698 716 25 887 974 15137 208 12[ 300] 367 696 765 16039 88 218 35 560 79 618 75 89 826 73 911 74 17150 225 79 457 561 77 91 657 59 707 867 927 18103 99 260 82 324 414 50[ 500] 595 773 91 868 89 992 19059 103 270 311 29 35 1300] 467 81 583 690 726 851 962 20241[ 3000] 338 473 83 505 681 772 73 998 21017 21 62 91 199 459 542 22109 56[ 300] 216 98 523 49 689 790 819 56 940 23010 77 177 302 49[ 500] 76 570 98 799 905 65 24051 141 54 94 203 93 467 647 872 971 2 269 311 51 450 667 871 85 973 77 94 26012 183 303 40 95 531 41 690 97 743 953 61 27132[ 3000] 216 99 373 442 67 68 [ 300] 93 500 47 727 807 61 909 87 28023 63 304 84 402 48 537 61 625 86 728 82 836 61[ 3000] 966 89 29234 55 802[ 3000] 13[ 15 0001 44 [ 500] 97 Boritä tönnen. G nahme trages No als die bestraft Derm hauß Arg 15 Echwerin 2. u. in Schle Barteige Umgeger Berlin S 120232 55 768 863 928 57 66 121177 317 553 89 686 95 122107 10 42 605 12 85 704[ 3000] 41 802 65 960 89 123003 200 57 62 344 [ 300] 465 69 636 758 879 81 933 50 92 124005 21 90 182[ 1500] 83 240 97[ 3000] 311[ 500] 452 60 527 29 40 630 68 77 731 950 53 125100 29 47 220 59 80 404 43 518 611 710 77 126102 73 284 368 416 19 538( 5000] 96 762 902 93 127015 77 252 659 871 951 79 92 128145 48 226 65 66 89 420 78 523 96 694 790 91 858 84 91 921 35 129033 50 136[ 1500] 470 98 550 652 922 43 56 86 30010[ 500] 232 456[ 300] 79 97 659 757 827 32 983[ 3000] 31004 107 70 352 59 461 599 661 926 32090 171 250 61 302 86 88 551 605 43 99 931 87 33031 261 305 598 780 95 958 34131 42 85 618 800 67 997[ 500] 35040 51[ 500] 115 57 96 221 668 89 707 860 36036 208 374 89 431 39 566[ 500] 707 959 37087 161 389 442 551 95 704 918 38296 386 474 786 873 39005 120 74[ 500] 306 39 410 76 584 751 64 75 939 58 Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Am 28. November fand die erste Ausschußßigung nach der Generalversammlung statt. Der Vorsitzende begrüßte die Mitglieder und forderte dieselben auf, in ihren Vereinen dafür Sorge zu tragen, daß auch fernerhin die Interessen des Arbeiter Sängerbundes in jeder Hinsicht gewahrt werden möchten. Aufgenommen wurden 12 Vereine. Zu Revisoren sind die Vertreter der Vereine„ St. Urban",„ Kürschner", und„ Karthaus" gewählt. Der von der Generalversammlung dem Ausschuß überwiesene Antrag betreffs Einführung des theoretischen Unterrichts wurde abgelehnt, dagegen beschlossen, eine von der Dirigentenfommission aus gearbeitete Notenschule drucken zu lassen und dieselbe den Vereinen zuzustellen. Von den vier Liedern, welche von der Kommiffion der Dirigenten empfohlen wurden, sind zwei angenommen worden, und zwar das Arbeiter- Vaterlandslied" von Suchsdorf und die Bundeshymne" von Dillenberg. Beim Verschiedenen machte der Vertreter des Vereins Rothe Nelke"( Schöneberg) bekannt, daß die polizeiliche Auflösung dieses Vereins aufgehoben, derselbe also wieder crisienzberechtigt ist. Zwei Vereinen, dessen Vorstandsmitglieder angeklagt sind, bei einem Grabgesang der Aufforderung des Gendarmen, den Gesang zu unterlassen, nicht Folge geleistet zu haben, wurde Rechtsschut gewährt, da eine Freisprechung nach tüchtiger Bertheidigung wahrscheinlich, indem nicht der Gendarm, sondern nur der Kirchhofsbeamte befugt sei, den Gesang zu verbieten. 97 " 130226 55[ 5000] 306 87 496 639 82 773 985 131069 141 341 452 [ 1500] 510 21 50 56 93 799 132205 70 393 526 40 70 609 725 25 69 859 933 36[ 300] 68 76[ 300] 82 133062 84 93 121 28 34 203 98 317 [ 500] 547 91[ 5001 602 35 78 752[ 300] 80 808[ 300] 905 46 134060 109 69 265 333403 26 508[ 3000] 31 75 805 40 963 82 87 135 52 120 71 350 412 40 720 78 883 136226 42 58 343 82 441 83 555 69 699 704 895 949 137005 22 25 127 220 314 56 424 543 798 908 64[ 500] 138061 428 593[ 50] 622 81 814 942 66 84 144 384 419 537 74 604 43 66 759 833 35 139213 60[ 3000] 74 85 377 40041 91 118 41 52 275 411 548 616 763 76 832 967 99 41084 185 269 381 410 76 631 911 94 42115 207 52 95 414 42 785 86 99 849 80 941 43181 255 345 83 461 550 708 53( 300] 852 81 930 79[ 500] 44041 [ 300] 158 98 207 31 602 69 813 85 91 959 45225 73 91 473 500 22 621 58 46066 146 320 39 63 88 431 88 563[ 3000] 786[ 5001 837 938 47153 301 442 501 62 88 634 73 764 845[ 1500] 907 34( 300 000) 48022 150 298 368 515 93 701 25 86 802 91 94 978 49321 50 449 [ 300] 80 538[ 1500] 78 693 760 [ 500] 50 trinter 1000,-> finnungs Straßbu 1000, Breslau treis 4 70,-. 140009 29 208 62 97 310 432 46[ 1500] 67 99 727 39 809 918 69 74 79 141069 191 354 64 442 700 56 808 954 142019 38[ 3000) 93 99 230 33 369 436[ 300] 534 57 677[ 300] 728 845 925 143043 104 208 57 97 380 430[ 500] 521 684 716 990 114295 407 45 53 640 44 73 99 728[ 500] 37 827( 30 000] 145151 S1 474 86 565 647 734[ 300] 814 72 16011 197 364 438 551 651 770[ 3000] 972 147053 60 324[ 5001 58 527 766 77 79 87 852 148000 210 95 370 77 612 149016 50 336 410 69 523 763 895 Brestau traßenLabatar 150040 106 236[ 300] 39 88 400 645 770 826 151027 118 373 411 16 48 579 600 771 857 152024 156 267 79 347 91 404 69 97 618 33 727 91 99 954 85 153094 149 255 90 322 87 464 632 744 945 154063 73 251 319 21 34[ 300] 420 537 84 617 76 708 155083 129 78 317 68 577 605 9 44 47 156001[ 300] 72 94 188 234 363 548 666 67[ 3000] 825[ 3000] 974 157030 117 30 243 96 370 437[ 3000] 739 86 913 15-043 71 94 230 374 445 99 573 774 845 62 82 84 909 18 67 159046 96 197 215 377 665 712[ 300] 23 61 978 150, 160122 31 255 80 330 80 442 77 722[ 300] 40 51 76 828 75 950 75 91 161285 461 522 614 54 720 22 836 954 162027 62 200 99 361 496 545 753 851 163002 37 147 341 483 504 603 28 784 843 50[ 1500] 69 164001 152[ 1500] 62 296 334 643 938 165026 83 108 58 291 324 28 499 640 876 166260 324 25 436 99 608 10 768 814 GO 911 14 22 167159[ 1500] 85 220 303 40 469 89 573 670[ 5000] 729 52 73 895 967 168040 156 93 267 97 431 61 720 43[ 3000] 84 808 61 169152 259 317 425 83 719 981 50095 139 207 23 470 611 80 719 902 51225 477 98 553 606 25 59 74 845 55 924 52206 38 90 504 5 656 826 56 53010 224 62 1300] 315 85 651 67 716[ 300] 964 54000 2 83 180[ 1500] 324 49 71 13001 477 612 46 80 9:33 55079 111 24 323 90 455 510 14 39[ 1500] 45 603 [ 1500] 37 55 733 992 56312 95 435[ 300] 550 604[ 500] 897 57101 248 302 401 73 696[ 500] 729 63 64 58096 281 408 51 70[ 1500] 93 511 753 857 948 59006( 5000] 151 276 82 321 493 602 734 74 862 936 60053 118 73 260 419 26 529 83 87 624[ 300] 35 67 830 36 43 61072 134 518 608 44 52[ 300] 735 53 998 62061 73 288 750 96 894 985[ 300] 63052 153 79 85 494 587 98 752 62 870 940 64051 148 203 432 35 91 506 14 641 782 938 65227 28 60 81 317 636 914 66038 42 61 118 30 60 238 302 87 509[ 1500] 30 699 816[ 300] 18 918 49 67114 260[ 00] 375 411 590 608 25 30 748 834 43 939( 3000) 68040 47 144 92[ 500] 218 19 349 431 505 24 43 679 701 79 69287 369 90 694 984 92 70010( 500) 240 49 310 45 401 50 58 611 715 34 841 987 71099 105 45 93 366 67 451 505 31 637 740 848 902 29 82 72052 110 76 211 379 83 406 545 625 74 886 73092 93 225 370 450 52 686 943 74001 40 257[ 3000] 304 67 550 99 738 889 900 58 75087 474 758 980 76047 201 338 434 569 699 814 15 34 83 77174 207 59 370 652 78 778[ 3000] 823 32 921 46 49 59 60 78091 307 79 406 704 18 837 86 79065 204 304 71 542 622 51 768 873 97 Eine öffentliche Versammlung der Stellmacher Berlins und Umgegend tagte am 1. Dezember. Ueber das aktuelle Thema: Der heutige Nothstand und das Stellmachergewert" sprach unter reichem Beifall in ausführlicher Weise Herr Lazarus, am Ende seiner Ausführungen zum Anschluß an die moderne Arbeiterbewegung auffordernd. Eine rege, durchaus im Sinne des Referenten gehaltene Diskussion folgte dem Vortrag. Die Schäden des in Berlin über 300 Gesellen beschäftigenden Sellmachergewerbes: Lehrlingszüchterei, niederer Lohn und lange Arbeitszeit in Berbindung mit der unwillkommenen Kost und Wohnung im Hause des Meisters tamen in eingehender Weise zur Sprache und war man allgemein darin einig, so bald wie möglich Stellung zu einer eventuellen Frühjahrsbewegung zwecks Badbrud 933 beden wie die, Habt W inftruir tellt, uns สิน 844 ert abermal Revolut tannten blide i 170096 127 277 412 44 619 713 171016 83[ 1500] 90 472 576 744 172173 341 417[ 30001 75 506 928 173014 59 157 288 420 500 80 792 174221[ 3001 56 68 81 1500] 615[ 300] 79 785 875 82 85 950 175083 228 76 536 605 50[ 30 0] 835 82 929( 500] 83 176025 33 47 101 7 220 6) 316[ 300] 36 63 514 606 708 938 79 177105 8 418 744 178029 33 36 56 86[ 30001 121 46 342 410 51 567[ 3000] 77 98 614 788 944 96 179072 160 233[ 1500] 405 96 631 714 825 993 180050 121 26 211 43[ 500] 343 574[ 1500] 696 861 975 181024 247 331 599 993 94[ 500] 182104 14 209 352 483 561 812 921 5 183021 216 598 804 93 975 184070 249[ 5001 418 69 523[ 3000] 67 890 185013 43 67 105 41 405 800 42 186073 155 87 96 200[ 500] S0011 106 59 206 69 320 485 773 852 86 955 81129 229 344 410 85 502 46 686[ 1500] 767 879[ 500] 940 82094 122 36 304 459 89 97 585 606 707 83030 101 326 6 403[ 300] 628 56 732 841 901 63 84142 47[ 500] 56 69 450 603 700 33 934 79[ 300] 85045 114 35 42 89 381 406 46 47 578 633 34 37 863 S0312 552 55 688[ 300] 743 96 825 52 76 [ 500] 88 87126 81 235 532 717 88184 319 33 88 406 595[ 1500] 612 50 722 879 965 89152 239 85 401 90 506[ 300] 60 73 623 93 781 857 95 323 93 449 94 805 982 187156 399 434 51 639 719 73 91 897[ 500] 90110 494 799 835 925 75 91053 122 84 258 602 757 69 823 92079 977 18 187 305 45 55 411 500 739 843 189027 118 251 89 514[ 3000] 299 319 22 420 39[ 500] 95 668 703 857 64 958 93227 308 48 404 590 89 632 56 772 804 918 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. fie nicht the Ma Ferne und Fli Ma Er beg Tropfeit den Aus er wit brückung Wenn a