Nr. 258. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Summer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblafft. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Hmt 1, nr. 1508. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Strake 2. sid asid drier and Das Centrum und das allgemeine Stimmrecht. II. Freitag, den 3. November 1899. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Zweck schlug die Regierung statt der bis dahin vorgenommenen Antrag sprechen, aber für ihn stimmen, mit anderen Worten, Drittelung der direkten Staatssteuern in einem Wahlkreise eine man bereitete ihm ein stilles Begräbnis, da 3 wörterung vor, dergestalt, daß die erste Wählerklasse es doch unmöglich anging, bei der Verteidigung, die das 5, die zweite 4 und die dritte 38Zwölftel des Steuerbetrages Centrum aus Partei- Machtgründen dem Reichstags- Wahlrecht aufzubringen habe. Weiter aber wurde vorgeschlagen, daß zu teil werden läßt und nachdem es 1877 selbst im Landtag Zunächst seien zwei lehrreiche Erinnerungen aufgefrischt. vom 1. April 1895 an nicht nur die direkten Staatssteuern den Antrag auf Einführung des Reichstags- Wahlrechts gestellt Im Jahre 1867 veröffentlichte die nationalliberale Partei( Einkommen- und Vermögenssteuer nebst Vermögenssteuer nebst der Gewerbe- hatte, jetzt gegen den Antrag Rickert zu stimmen. Hier einen Wahlaufruf zu den preußischen Landtagswahlen, der steuer für den Gewerbebetrieb im Umherziehen) bei dem zeigt sich die Zweideutigkeit und der Betrug, unter anderem unterzeichnet war von unserem einstmaligen Wahlrecht in Anrechnung kommen sollten, sondern auch den das preußische Centrum speciell an den Parteigenossen, dem jetzigen preußischen Finanzminister die direkten Gemeinde, Kreis, Provinzialin seinem Heerbann befindlichen Arbeitern Herrn v. Miquel und von Herrn v. Bennigsen, in dem beziehungsweise Bezirkssteuern. Dazu sollten be gangen hat. das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahl an Orten, wo dirette Gemeindesteuern nicht erhoben würden, Herr Bachem hat fürzlich in Köln bei Gelegenheit der recht für das festeste Bollwerk der Freiheit an deren Stelle die vom Staate veranlagten Grund, Gründung des Windthorst Bundes folgendes geäußert: erflärt wurde, und worin sie verlangten, daß der Gebäude- und Gewerbesteuern, auf deren Erhebung nächste preußische Landtag prüfe, wie das beschränkte aber der Staat vom 1. April 1895 ab ber Klassenwahl- System, das sich überlebt habe, zichtete, in Anrechnung kommen. durch das allgemeine Stimmrecht ersett werden könne. Das war genau vor 32 Jahren, und heute sind diese Nationalliberalen die grimmigsten Gegner jeder Reform des Dreitlassenwahlsystems im demokratischen Sinne. fratisch sein oder es konnte nicht sein. DemDas Centrum mußte nach seiner Entstehung demoentsprechend stellte es im Jahre 1877 im preußisch en Landtag den Antrag auf Einführung des ReichstagsWahlrechts für die preußischen Landtagswahlen, den der verstorbene Windthorst begründete. Der Antrag wurde abgelehnt, aber das Centrum tam seitdem nicht mehr auf den felben zurück. Es wurden also hier Steuern in hohen Beträgen in Anrechnung für das Wahlrecht ge. bracht, die gar nicht erhoben wurden. Insbesondere kam diese Begünstigung den circa 16 000 ostelbischen selbständigen Gutsbezirken zu statten, deren Besizer selbstherrlich die Gemeindeverwaltung ihres Gutsbezirks und bis zu einem gewissen Grade auch die Staatsverwaltung in Händen haben. Man wird zugeben, daß es einen größeren Spott und Hohn auf eine sogenannte Wahlreform nicht geben konnte, als diesen Miquel- Eulenburgschen Gesezentwurf. Wenn eine politische Partei groß werden, oder wenn eine große politische Partei auf der Höhe bleiben will, dann muß sie haben die Besonnenheit des Greises, die Thatkraft des Mannes, die Begeisterung der Jugend. An Bedächtigkeit fehlt es der Centrumspartei nicht; man könnte sogar glauben, daß sie von diesem Artikel zuweilen etwas viel habe. Es fehlt auch nicht an Männern, welche die große Schule der siebziger Jahre durchgemacht haben. Ueberall, wo es gilt, sind sie zu sehen. Die Frage aber, ob die Begeisterung, wie sie vor 20 und 30 Jahren wahrnehmbar war, noch vorhanden ist, könnte ich wahrheitsgemäß nicht bejahen. Im Jahre 1873 oder 1874 stellte die Centrums partei bei der Reichstagswahl 27 Proz. aller Wähler, bei der vorigen Reichstagswahl nur noch 18 Proz.; die 27 Proz. stellt jetzt die Socialdemokratie. Das giebt zu denken. Centrum und die Zukunft stehen, wenn die Abnahme der Be Herr Bachem meinte weiter: Es würde schlimm um das geisterung sich dauernd bemerkbar mache, wenn die Begeisterung der Jugend uns fehlen sollte. geisterung der Jugend uns fehlen sollte. wecken. zu fein. halten. Und zwei Jahre später, 1869, beantragte fogar Herr b. Kardorff, man bedenke Herr v. Kardorff, damals der Freund der Börse, wie heute der Freund des Freiherrn v. Stumm, der Landtag folle einen Gesetzentwurf der preußischen Regie- Weiter wurde bestimmt, da Einkommen unter 900 M. rung, der dahin ging, eine anderweite Feststellung der Wahl- feine Einkommensteuer bezahlen, diesen so Eingeschätzten einen freise vorzunehmen, ablehnen, dagegen der Regierung Steuersatz von 3 M. in Anjak zu bringen, daß aber für zu erwägen geben, ob es sich nicht im allgemeinen politischen einen solchen Urwähler andere von ihm zu Interesse empfehle, die Zusammensetzung des preußischen Ab- entrichtende Staats- und Gemeindesteuern geordnetenhauses in Bezug auf Abgrenzung der Wahlbezirke, nicht in Anrechnung gebracht werden dürften. den Wahlmodus und die Zahl der Abgeordneten Endlich, daß diese Urwähler jämtlich und unter allen Biele Begeisterung erwecken kann, aber eine Partei, die alle Herr Bachem vergißt, daß nur der Kampf für große mit der des Reichstages in Gintlang zu Umständen in der dritten Abteilung wählen ihre demokratischen Ideale aus den Zeiten des Kulturkampfes bringen und damit eine nähere organische müßten, auch dann, wenn nach der aufgein den Schornstein gehängt hat, die heute für alle Verbindung der beiden Körperschaften anstellten Steuerzwölftelung ein Teil von reaktionären Maßregeln auf dem Boden des Handwerkerzubahnen. ihnen in die zweite oder gar indie erste klasse und Bauernschutzes, für fast alle Forderungen des Militarismus So damals die Nationalliberalen und Herr v. Kardorff! fallen follte, was in der That nach den aufgestellten zu Wasser und zu Lande, für die Vermuderung der Schule 2c. Und heute Staatsstreichbefürworter zur Beseitigung des all- Berechnungen in einer Reihe von Wahlkreisen möglich ge- zu haben ist und nur für fümmerliche Arbeiterschutzmaßregeln gemeinen Stimmrechts, Socialistengesetz, Uniſturz und Zucht wesen wäre. hausvorlagen- Anbeter im Interesse des heiligen Kapitals. Das Centrum ist erst später in die demokratischen Schuhe zahlter Steuern, auf der anderen Seite Lagern hin- und herpendeln muß, heute diesem ein silbernes Hier also Entrechtung auf Grund ge- mühselig sich erwärmt, die kann keine Begeisterung mehr erWer ewig zwischen drei und vier verschiedenen der Nationalliberalen und des Herrn v. Kardorff geschlüpft. erhöhtes Recht auf Grund nicht gezahlter Nichtschen und morgen jenem ein goldnes Warteeinweilchen Bagern hin- und herpendeln muß, heute diesem ein silbernes Das Centrum ist bekanntlich eine Schöpfung des Bismarckschen Steuern. fogenannten Stulturkampfes. Ohne den Kulturkampf bestände verspricht, der hat aufgehört, ein Gegenstand der Anziehung das heutige Centrum nicht. Das Centrum muß daher in Bismard seinen Vater verehren, wie die Socialdemokratie in Nachdem erst wieder im letzten Sommer anläßlich der KanalBismarck, dem Urheber des Socialistengesezes, ihren unfrei- Was that aber das Centrum? Hat es gegen diesen dieselbe durch Konzessionen auf dem Gebiete der Gemeindevorlage der Plan auftauch te, des Centrums Widerstand gegen willigen Gönner und Förderer begrüßt. scheusäligen Gesetzentwurf principiell opponiert? Keine Spur den Konservativen auf eine Mogelei ein, bei der es freilich 1893 ähnelt, hat die Socialdemokratie in davon. Das Gegenteil geschah. Das Centrum ließ sich mit Wahlre form zu brechen, d. h. durch eine Stonzession, die wie ein Ei dem andern der Vorlage zur Landtags- Wahlreform von schließlich der betrogene Teil war. Das Centrum war bereit, reußen allen Grund, die Augen aufzuden Gefeßentwurf mit allen seinen Vorrechten für die Junker und Rapitalisten gutzuheißen, wenn die Konservativen einwilligten, daß Einkommensteuer- Beträge einzelner Steuerzahler, die 2000 M. überschritten, bei der Wahlrechts- Verteilung nicht in Anrechnung tämen. Damit legte es die reichen Die Aussöhnung mit Bismard, das Einschlafen des Kultur- Bankiers und Großfabrikanten in Rheinland und Westfalen kampfes ließ es ihm ratsam erscheinen, die alte demokratische hinein, die ohne Ausnahme nationalliberal oder freikonservativ Fahne einzurollen und sich als staatserhaltende" und sind, und verhalf seinem Anhang in der zweiten Wählerfonservative Partei zu betrachten. Daher fanden auch die abteilung zum Sieg. Ferner verlangte das Centrum, daß die verschiedenen Gemeinde- Wahlgefeße, beruhend auf dem Drei- Zwölftelung der Steuererträge nicht nach dem Steuerbetrag tlassenwahlsystem, für die verschiedenen preußischen Provinzen des Wahlkreises, sondern nach dem Steuerin der Hauptsache seine Zustimmung. Da aber das Centrum in Preußen mehr noch als dasbetrag der Wahlbezirke in jedem Wahlkreis jenige in Bayern große Organisationen katholischer Arbeiter Am deutlichsten aber trat der Gesinnungswechsel des stattfinde, wodurch die Ungeheuerlichkeiten des bestehenden ins Leben gerufen hat, so sollten unsere Parteigenossen speciell Centrums hervor, als im Jahre 1893/94 nach der ersten Wahlgesezes bei Verteilung des Wahlrechts in den einzelnen in den überwiegend katholischen Landesteilen mit diesen auf Grund der neuen Steuergesetze stattgehabten all- Wahlkreisen sogar in die Wahl bezirke der Streife verlegt Centrumsarbeitern Fühlung nehmen und sie für eine Wahlgemeinen Landtagswahl das Ministerium Miquel- Eulenburg und dadurch noch ungeheuerlicher gemacht wurden. einen Wahlgesetz- Reformvorschlag" im Landtage einbrachte, Die Konservativen gingen zum größten Aerger der rechtreform- Bewegung zu gewinnen suchen. Das gleiche muß der den allzu sehr hervortretenden plutokratischen Nationalliberalen, die sich durch dieses Kompromiß in einer An- geschehen mit den protestantischen Arbeitern, die in den von Charakter des Dreiklassenwahlsystems etwas dämpfen zahl Wahlkreise depoffediert sahen, darauf ein. Aber das Herren- fationen vereinigt sind. der protestantischen Geistlichkeit gegründeten Arbeiter- Organi sollte. Die Landtagswahl von 1893 hatte gezeigt, daß haus machte dem Centrum einen Strich durch die Rechnung. auf Grund des neuen Einkommen- und Vermögenssteuer- Es lehnte die Begrenzung auf 2000 m. Einkommensteuer vor 30 und 32 Jahren für nötig hielten, daß der preußische Gefezes eine solch gewaltige Steigerung der großen Ein- nicht nur ab, sondern strich auch den Zwölftelungsvorschlag Landtag nach einem dem Reichstags- Wahlrecht gleichen Wahlkommen und Vermögen vorhanden war, daß in zahlreichen der Regierung. Als dann der so veränderte Gesezentwurf an system gewählt werde, das sollte endlich durch die gesamte Wahlkreisen nicht mehr von einer Wahl, sondern nur die Zweite Kammer zurückging, begingen die Stonservativen system gewählt werde, das sollte endlich durch die gesamite noch von einer Ernennung der Wahlmänner der ersten den Verrat am Centrum, daß sie den Aenderungen Arbeiterklasse in Preußen zu erkämpfen versucht werden. und zweiten Klasse und damit auch der Abgeordneten die des Herrenhauses zustimmten und in Gemein dem wichtigsten Rechte im Staate ausschließt, auf deren Es geht nicht mehr an, daß man diejenige Klasse von Rede sein konnte. schaft mit den ausgeföhnten Nationalliberalen den Entwurf Rüden als Fundament der Oberbau der Das elendeste und erbärmlichste aller Wahlgefeße, wie zum Gesetz erhoben. c3 Bismarck schon 1867 im konstituierenden Norddeutschen bürgerlichen Gesellschaft sich erhebt; daß Das betrogene Centrum schäumte vor Wut und ins biejenigen rechtlos sind, durch deren Arbeit Reichstag genannt hatte, war also mittlerweile noch viel besondere konnte der Abg. Bachem, einer der Hauptmacher elender und erbärmlicher geworden, so elend und erbärm im früheren Kompromiß mit den Konservativen, sich nicht ent- erst die andern die Rechte besigen, die sie entzum lich, daß es selbst seinen treuesten Verehrern, den Miquel halten, der neuen Majorität zuzudonnern:„ Das Wahlgefeh, „ Das Wahlgefeh, um Schaden der Arbeiterklasse anwenden. Entwickelung des Landes und dem Treiben der bürgerlichen Die Socialdemokratie in Preußen hat bisher der inneren Barteien hierbei zu wenig Aufmerksamkeit zugewendet. Das stand Preußens steht mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung in sollte endlich anders werden. Der politische Zustand Preußens steht mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung in demokratie in Preußen die Wahlreform auf ihre Fahne schreiben schneidendem Widerspruch. Insbesondere muß die Social und die bürgerlichen Parteien zwingen, wiederum Farbe zu bekennen. Was die Nationalliberalen und Herr v. Kardorff schon d Politische Ueberlicht. A. B. 6919 Berlin, den 2. November. Gegen das Zuchthausgeseh. Nach Professor Brentano erhebt Professor von Lilienthal. Heidelberg nachdrücklichen Protest gegen den Gesezentwurf zum Schuße des gewerblichen Arbeitsverhältnisses". Aus seinem flaren und eindringlichen Artikel in der Deutschen Juristen geitung", dessen wir bereits Erwähnung thaten, geben wir gern einige Abschnitte wieder. und Eulenburg, unheimlich wurde und sie den erwähnten wie es gegenwärtig in der Form des Herrenhauses vorliegt, Wahlgesetz- Reformentwurf im Landtage einbrachten. Wie z. B. in ist in unseren Augen geradezu eine Vergewaltigung Berlin die Veränderungen innerhalb des Wahlsystems wirkten, der Mittelstände(!!!) und eine derartige Benachteiligung geht daraus hervor, daß von 1849-1893 die Zahl der des Wahlrechts der unteren Stände, daß wir and pain Wahlberechtigten in der ersten Abteilung von 3,1 Proz. der dieser Politit nicht beteiligt sein wollen." gesamten Urwähler auf 1,4 Proz., in der zweiten Ab- Das war Heuchelei über Heuchelei. Denn das Wahlrecht, teilung von 9,4 Prozent auf 8,2 Prozent fant, da was Herr Bachem und seine Freunde den unteren Ständen" gegen in der dritten Abteilung von 87,5 Prog. auf 90,1 zugedacht hatten, war nichts als eine taube Nuß, ein Prozent sti e g. Seitdem hat sich der plutokratische Charakter Messer ohne Heft und Klinge. des Wahlsystems noch schroffer herausgebildet. Bei jener Beratung hatte nicht das Centrum, wohl aber Nach Herrn von Miquels eigenen Worten sollte der Herr Ridert den Antrag gestellt, das allgemeine gleiche, direkte Wahlgefez- Reform- Entwurf nur bezwecken, daß nicht und geheime Wahlrecht für die Landtagswahlen einzuführen. ein fo startes Ueberwiegen der plutotra Und wiederum war es der Centrums Abgeordnete Bachem, tischen Elemente beim preußischen Wahl- der diesen Antrag als aussichtslos bekämpfte und erklärte: sie recht in Zukunft vorhanden sei. Zu diesem d. h. er und seine Parteigenossen, würden nicht für den # Das Streifpoftenstehen. Erweitert wird durch§ 4 A 2 E. der Begriff der Drohung im Sinne der§§ 1-3 E. dadurch, daß ihr gleichgeachtet werden foll die planmäßige Ueberwachung von Arbeitgebern, Arbeitern, Arbeitsstätten, Wetzen, Straßen, Plätzen, Bahnhöfen, Wasserstraßen, Hafen- oder foiistißcu Vcrkelirsanlagcn", d. h. kurz gesagt, das Ans- stellen van Streikp asten. Wenn die Motive der Bestinunung bc- sondere Wichtigkeit beimessen, so ist das durchaus richtig. Ihre Durchführung würde eine erfolgreiche Arbcitöeiustellnug einfach unmöglich machen. Der Streik ist ein wirtschaftlicher Kampf. Seine Bedeutung besteht natürlich nicht darin, daß bestimmte Arbeiter bei ihrem Arbeitgeber nicht mehr weiter arbeiten, sondern, daß während des Kampfes in dem oder den betreffenden Betrieben überhaupt nicht gearbeitet wird. Zuzug anderer Arbeiter fernzuhalten, ist abcr'daS einzige Mittel. das zu einem Siege der Abeitnchnicr führen kann. Die Vornahme von Handlungen, die nach gemeinem Recht strafbar find, ist selbst- dcrftändlich unstatthaft: wenn aber der Staat weitergeht und an sich erlaubte Hatldlungcu bei einer solchen Gelegen- h ei t vorzunehmen verbietet, so liegt darin eine ans- drürklichc nud gänzlich unbegründete Parteinahme gegen die feiernden Arbeiter. Die Motive wissen für die Strafandrohung nichts beizubringen, als die Erwägungen, daß solche Handlungen ein geeignetes Becinflnssungsmittcl seien, und daß das Strcikpostrnstehcn zu Gclvaltthätigkeiten führen könne. Nirgends tritt so scharf wie in dieser� Bestimmung die Tendenz des Entwurfs hervor, „Arbeitswillige" nicht gegen Vergewallignng, sondern gegen Beeinflussung überhaupt zu schützen, nicht Getvaltthaten bei Arbeit?- riustcllnugcn zu bestrafe», sondern diese selbst unmöglich zu machen. Schließlich heißt es, daß«eine Agitation zu Gunsten von Arbeitskämpfen auf den dem gcnieiucn Gebrauche dienenden Verkehrs- anlagen nicht geduldet werden kann". Warum nicht— das ist sür jeden unerfindlich, der nicht den Arbeitskampf selbst für einen eigent- lich unstatthaften Vorgang ansieht. Den» alles sonst Angeführte: Hinderung des Verkehrs, Gefahr von Ausschreitungen usw., kann mit den Mitteln des gemeinen Rechts in völlig genügender Weise bekämpft werde». Was eigentlich erreicht werden soll, das geht jetzt noch deutlicher aus der Denk- schrift hervor, die es immer wieder betont, daß das Be- streben der Streikenden dahin gehe, die Arbeitswilligen vom Weiterarbeiten abzuhalten oder zur Arbeitseinstellung zu bewegen. Es ist dcnigegenübcr immer wieder zn betonen, daß darin allein nichts Strafbares liegt. Wenn, wie aus Bayern(Denkschrift S. 88) als Gegenstand zahlreicher Klagen und Beschwerden berichtet wird, zureisende Arbeiter auf den Bahnhöfen durch„Zureden, Vor- würfe, Warnungen und Bezahlung des Reisegeldes zur Umkehr be- stinnnt" werden, so ist es für de» Geist des Gesetzes ungemein bezeichnend, daß man diesen Klagen durch Strafbestimmungen ab- helfen will. Strafverfolgung ohne Antrag. Nicht minder bezeichnend ist es, daß im§ 5 die in Bezug auf «inen Streik gcgennicht Streikende begangenen thätlichcn Beleidigungen, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen ohne Antrag verfolgt werden sollen. Grund: die Verletzten stellen häufig keinen Straf- antrag. Daß trotzdem eine Verfolgung hier für nötig gehalten wird, beweist deutlich, wie wenig es sich im Grunde nm die Interesse» des Verletzte» handelt. Die Hauptsache ist, daß einige Streiker mehr bestraft Iv erden k ö n n e n. Die geringen Thätlichkeitcn(denn irgend erhebliche Ans- schreitnngen der Art sind schon nach 8 223 a des Strafgesetzbuches Offizialdelikte), ohne die es bei Meiiiiiiigsverschiedeiiheite» in den hier in Betracht kommenden Gcscllschaflsschichten kauni abgeht, werden von den Beteiligten meist ganz richtig als Bagatellen be- handelt, gerade so gut wie die Schimpfereien und vagen Drohungen, die niemand ernst nimmt. Darum und keineswegs immer'auS Angst unterbleibt der Strafantrag. Wo er aber wirklich aus Angst unterbleibt, da wird der Gcängstete kaum ein sehr bereitwilliger Zeuge sein, und gerade Verhandlungen über derartige Straffachen sind der geeignetste Boden für fahrlässig«ud wiffcutltch falsche Eide. Nach dem Streik. Nur ans der tiefe» Abneigung gegen Streiks überhaupt läßt sich mich§ 6E erklären. Er bezieht sich sogar auf Handlungen. die dem Streik nachfolgen und soll den Streikbrecher(nicht auch den Strciker!) gegen nachträgliche Kränkungen und Schädigungen schützen. Freilich auch während des Streiks würden Drohungen und Verrufserklärungen strafbar sein, bei denen der That- bestand der Nötigung im Sinne des Strafgesetzbuches und dieses Entwurfes nicht vorliegt. Aber da nach ollgemeinen Grundsätzen daran festgehalten werden muß, daß die Drohung die Ankündigung einer eigenen oder wenigstens vorn Drohenden veranlaßten Handlung eines anderen voraussetzt, so ist §6 in der Hinsicht überflüssig. Das gleiche gilt von 8 7. Zur Der- hutung ernsten Unfugs giebt 8 116 des Strafgesetzbuchs die Hand- habe, und find Gcwaltthätigkeiten gegen Personen oder Sachen be- gangen, so liegt LandfriedenSbrnch<8 125 des Strafgesetzbuchs) vor. Daß aber jemand mit Gefängnis bis zu einein Jahre bestraft werden soll, weil er sich in einer Menschenmenge befunden hat, aus der heraus geschinipft worden ist, das läßt sich als legislatorische Fordemng ernsthaft wirklich nicht rechtfertigen. Die Gcsamttc«ide»z des Entwurfes. Mehr noch als die besprochenen Mängel in der Ausführung macht seine ganze Tendenz das Gesetz verwerflich. Text, Motive und Denkschrift lasten darüber keinen" Zweifel, daß der Entwurf gegen die Streiks und damit nach Anschauung des Verfassers mittelbar gegen die Socialdemokratie gerichtet ist. Zwischen den Zeilen ist deutlich zu lesen, daß Arbeitseinstellungen zwar leider nicht strafbar, aber doch unberechtigt sind und aufhören würden, wenn nicht einzelne Agitatoren der socialdemokratischen Partei aus mehr oder minder eigennützigen Zwecken fie immer wieder ins Leben riefeir Erleichtert werde das durch die Organisation der Arbeiter, die ohnehin leicht in die Hände der Socialdemokratie geriete. Wenn nun die Organisation selbst auch nicht verboten werden kann, so soll doch wenigst e n s da« Werben für sie erschwert werden. Thatsächlich würden die bestehenden Organisationen sehr bald zerstört sein, wenn eS gelänge, die Arbeitseinstellungen, in denen mn sie gekämpft wird, unmöglich zu machen. Eine» andern Sinn hat aber der«Schutz der Arbeitswilligen" praktisch nicht. Er liefert nur den Arbeitgebern die Truppen, mit denen sie die AnSständigen besiegen können. Es ist deshalb durchaus richtig, den Entwurf als gegen die Arbeiter gerichtet anzusehen. wenn auch formell seine Bestimmungen eben so gut für die Arbeitgeber gelten. Zu den Marinepläuen. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" giebt nun zu. daß der Bundesrat noch nicht mit den Plänen der Hamburger Kaiserworte, die daS Reichs-Marineamt übernommen hat, befaßt worden ist. Für dieses die Rechte des Bundesrats seltsam wahrende Versahren hat das offiziöse Organ die Entschuldigung, daß ja eine eigentliche„Vorlage" noch nicht vorhanden sei. Die nicht vorhandene Vorlage wird unterdes von den Blättern weiter eifrig umstritten. Die„Freisinnige Zeitung" stellt freudevoll fest, daß der 17jährige Flottenplan bereits Fiasko gemacht habe, und läßt in ihrer Freudenseeligkeit das Bekenntnis durchtönen, daß sich über eine„Verstärkung der Flotte an sich" eher reden lasse. Wenn das am Freisinnsholze geschieht, ist es nicht allzu erstaunlich, daß die„ N a t i o n a l- Z e i t u n g", die Freundin des ZuchthausgefetzeS, das gesamte Verhalten der Reichs- regierung bei der Herausbringung der neuen Marinepläne in Bausch und Bogen gutheißt. Unsicher bleibt die Haltung des Centrums und der Agrarier. Konnten wir gestern einige Centrums-Aeußerungen citieren, die sich einigermaßen scharf gegen di» Marinetreibereien wandten, so zeigen heut selbst bayrisch» EentrumSblätter ein recht mannelustiges Gesicht. So sagt die„Augsburger Postzcittilig": „Ob aber der Reichstag ja sagen wird, darauf sind wir sehr neugierig. Ganz gewiß aber wissen wir, daß zu dem Plane erheblich mehr Vi itg lieber des C e n t r u m s nein sagen werden als zu dem Flottengesetze von 1898.' Was uns am meisten an der Sache Ivmidcrt, ist der Mut des Reichskanzlers und dcS Staatssekretärs Tirpitz, die l'/e Jahre nach den Ver- handlniigcn über das Flottengesetz diesen neuen Plan zu empfehlen wagen. Wir haben keinen Augenblick geglaubt, daß das vor- jährige Gesetz das letzte Wort in der Flottcnfrage sei. Die Lawine ist im Rollen, sie wird anwachsen. Die Notwendigkeit einer starken deutschen Flotte wird auch in immer weiteren Kreisen des deutschen Volkes anerkannt. Aber man soll doch auch mit den, Reichs- tage und der Opfertvilligkeit des Volkes nicht sein Spiel treiben." Das ist das bekannte Her und Hin der Centrums- Diplomaten, die mit nein anfangen und mit ja endigen. Auch die Wildheit der Agrarier, denen alles Ueberseeische ein gelindes Grauen einjagt, gegen die neuen alldeutschen Pläne beginnt sich zu besänsttgen. Die„Deutsche Tages- zeitung" beginnt einzulenken; warum den Zwist mit der Regierung noch verschlimmern? Der Kaiser will nun einmal neue Schiffe, � ist es da nicht klüger, diese Wünsche nur soweit zu bekämpfen, daß einige tüchttge Brocken für die agraansche Begehrlichkeit dabei abfallen?„Die Flotten- frage ist Vertrauensfrage", sagt das Agrarierblatt. Erwerbe sich die Regierung unser Vertrauen, indem sie unfern agrarischen Nimmersatten Hunger stillt,— und wir werden als gute Söhne des Vaterlandes über neue Schiffs- bewilligungen mit uns sprechen laffen. Was aber die Durchführung der neuen Flottanpläne den Flottenbegeisterten einbringen würde, das zeigt heute schon eine Aeußerung des angesehenen Londoner„Globe": „Wenn Deutschland eine Flotte verlangt, die mächtig genug sein soll, uni seine Kolonien— gegen welchen Gegner i mni er— zu schützen, und genug mobil, um seine Handelsstraßen in der ganzen Welt offen zu halten, dann muß es sich zn noch viel größeren Gcldausgaben entschließen. In einer Frage dieser Art kann es keine halbe Maßregeln geben. Seine Kolonien sind vom Mutle» la>ide durch ungeheure Entfernungen getrennt, und eine sehr große Flotte ist notwendig, um sie im Kriege gegen eine starke Seemacht zu behaupten. Es ist richtig. wenn man behauptet, daß Großbritannien die einzige Groß- macht ist, die in der Lage ist, im Falle eines Krieges ihre Handels- straßcn und Kolonien genügend zu schützen, aber der Preis, der für dieses Privilegium gezahlt wurde, ist s o h o ch, d a ß e r selbst den deutschen Kaiser zurückschrecken muß. In Ver- bindung mit dieser Frage müssen sich die deutschen Staatsmänner noch einen anderen Punkt vor Augen halten: Jede Vergrößerung ihrer Flotte wird mit Verstärkungen unserer eigenen erwidert werden. Unsere Siivalcn mögen ihren Flotten noch so viele Schiffe hinzufügen— Großbritannien wird doch immer die eigentliche Herrin der See bleiben." Das wird unsere Alldeutschlinge nicht hindern, eifrig weiter aus den Taschen des arbeitenden Volkes in das Danaidenfaß der militaristischen und marinisttschen Weit- rüstimgen zu schöpfen.— Deutsches Zleich. Tie Englandreise Wilhelm II. wird trotz des alldeutschen Flehens doch vor sich gehen. Den«Berliner Neuesten Nach- richten" zufolge soll am Li. November zu Ehren deS deutschen Kaisers in London ein Kapitel der Ritter deS Hosenband-Ordens abgehalten werden. Am nächsten Mittwoch soll der Zar mit dem Kaiser in Potsdam zusammentreffen. Wir geben diese Familiennachrichten wieder, weil daran politische Kombinationen geknüpft werden.— Erst leben, dann segeln. Die„Kreuz- Zeitung" bemerkt in einem«Wort zur Flottenfrage": ,!fovig£irv ist gewiß necesse, aber ohne das vivars wird's eben nicht möglich sein. Dieser Satz variiert die Inschrift am Schafferhaus in Bremen: I7avigare necesse est, vivere non est necesse, Schiffahrt treiben ist not- wendig, leben ist nicht notwendig— ein Spruch, den der Kaiser in seiner' Bremcnser Rathausrede 1893 als Losung ausgab. Das Junkertum aber will erst leben, d. h. gut leben, bei hohen Getreidezöllen und reichen Liebesgaben, dann wird es auch— meint die Kreuz-Ztg."— das Segeln gestatten.— Schutz der Arbeitswilligen! Im„Aerztlichen Central- Anzeiger" lesen wir: «Bekanntlich haben die ärztlichen Bezirksvereine im Königreich Sachsen zur Erreichung ihrer Forderung, daß die Eisenbahnbetriebs-Kranken lassen die Leistungen der Kassenärzte nach den M i n d e st s ä tz e n der Gebührenordnung honorieren sollen, beschlossen. gegenAerzte, die sich den Beschlüssen der Vereine nicht fügen, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln vorzugehen. Nach- dem nun der Vorstand der Eisenbahnbetriebs- Krankenkassen eS abgelehnt hat, mit dem Bezirksverein Dresden-Stadt als Bevollmächtigten der übrigen sächsischen Bezirks- vereine in Beziehung zu treten, vielmehr nur mit den einzelnen «erzten unterhandeln will, hat der BezirlSverein Dresden- Stadt den Beschlutz gefaßt, die von 14 Dresdener Aerzten vorgelegten Betträge mit der Bettiebs-Krankenlaffe der Staats« eisenbahn nicht zu genehmigen und gegen die Aerzte, die ihre Vertragsunterschnft nicht binnen einer bestimmten Frist zurückziehen, daS ehrengerichtliche Verfahren einzuleiten. Dem Beschlüsse de« Dresdener Vereins find andere Bezirksvereine bei- getreten. Die Generaldirettion der sächsischen Eisenbahnen hat jede» Eingreifen in die Angelegenheit abgelehnt." Bielleicht wird Graf Posadowsky gegen den„himmelschreienden TerroriSmus" der Aerzre-Organisation, der arbeitswillige Kollegen von der Arbeit abhalten will, einen 8 ü in das Zuchthausgesetz einstellen. Da die Behinderung ärztlicher Arbeit Gefahr für Ge- sundheit und Leben deS Publikums bedeutet, so wirb Graf Posadowsky sicherlich„schwerste Strafe" über diese Uebelthäter verhängen.— Der alte preußische Laudrat ist nicht mehr. Das hat der alte Regierungs-Assessor v. Zadow auf einem Abschiedsessen fest- gestellt. daS zu Ehren des wegen des Kanals gemaßregelten Land- rat« z. D. v. Brockhausen gegeben worden fft. Herr v. Zadow sagte nach der„Kreuz-Zeiwng": „Wir haben uns gewöhnt, den Landrat dann als den besten anzusehen, wenn er bei dieser Vertretung der Ilster- essen seines Kreises auch der Regierung gegenüber für seine Ansichten mit Festigkeit eintritt. Von einem solchen Laudrat werden wir jetzt Abschied nehmen muffen: denn die Re« gieruna will offenbar nur noch einen Landrat haben, welcher sich allen ihren Wünschen fügt. Wir werden also künftig nur noch französische Präfekten haben. Der alte preußische Landrat, welcher Preußen groß gemacht hat, hat auf- gehött zu existieren." Der also angefeiette Laudrat z. D. legte in seiner Antwort ein flammendes Bekenntnis seiner— Königstreue ab. „Sollten, was Gott verhüten möge, mancher von unS aber vielleicht noch erleben wird, in den großen Städten und verlehrS- reichen Jndustnecentren die Wogen der Empörung hoch gehen, so lassen Sie uns und den ganzen Dramburger KreiS unter den Treue st en der Treuen befunden werden, allezeit bereit, für Thron und Altar einzutreten, Gut und Blut sür unser» Kaiser und König dahinzugeben." Man steht, der alte preußisch» Laudrat ist unter anderem auch edel- und großmütig.— Tie geistigen Waffen der Socialdemokratte hat soeben der Flotten- und Zuchthaus-Privatdocent Wenckstern endgültig ver- nichtet. Wir hoben aar keine aeistiqen Waffen mehr— so vernehmen wir aus de«'„Kreuz-Ztg." Aus die geistigen Waffen, die Herr v. Wenckstern unS ansinnt, verzichten wir mit Vergnügen.— Magdeburg, 2. Novemb. Der Verhandlungstermin im Wieder- ausnahiiicvcrfahreu gegen den Genossen August Müller wegen Majestätsbeleidigung ist auf den 17. November festgesetzt. Geladen sind 18 Zeugen.— Aus Oldenburg. Die Vorlagen, welche dem olden- burgischen Landtag gemacht Iverden, gelangen nunmehr zum Teil zur Veröffentlichung: Reform der staatlichen Besteuerung. Aenderung des Gesetzes betr. eine UistcrstützungSanstalt für die Witwen und Waisen der evangelischen Volksschullehrer, Gcsetzentivurf betr. Rabatt- Vergütung der Apotheker, Aenderung des Schulgesetzes, Ausübung der' Nechisamvalticbast durch zur Disposinon stehende Staatsdiener, Erweiterung der Schullehrer-Seminare, Vcordnuug der Verwaltung und der Rechtspflege in den Gemeinden Bant, Heppen? und Neuende, Gehnltszuschlag für die Civil-Staatsdiener. Verbesserung der unteren Gehälter der Gymnasiallehrer, Errichtung einer Handelskammer, Etats- beratung usw.— Arnstadt t. Th., 2. November.(Privattelcgramm.) In der dritten Wählerabteilmig erzielten wir einen vollständigen Sieg; die Genossen Bitek und Heer wurden gewählt.— Eröffnung d«S sächsische« Landtages. An» Dresden wird uns geschrieben: Am tömmeuden Montag, den 3. November, wird hier der Landtag eröffnet werden. Es dürfte keine gesetzgebende Körper- schaff geben, in welcher die maßgebenden Parteien in gleich un- verhüllter Weise oft die materiellen und politistben Interessen der Arbeiterschaft mit Füßen treten. Besser wird natürlich unter der Acgide des Dreiklassen- Wahlrechts auch der neue Landtag, die Zweite Kammer nicht sein. Das tritt schon äußerlich in die Erscheinung. Die Socialdemo- kratie ist bis auf vier Abgeordnete auS der stammer hinausgedrängt. Die Konserbatiben haben ihre absolute Majorität durch die letzte Wahl noch weiter verstärkt. An Stelle des abgedankten alten Präsidenten Ackermann wird dessen Schwiegersohn— der Präsideistensesscl scheint in der Familie erblich zn sein— der bekannte Hofrat Dr. Mehnert treten. DaS kann lieblich werden. Dieses enfant terrible seiner eigenen Parteigänger, auf dem„über den Parteien" stehenden Präsidentenslühl! Für diesen Vorschlag der ton- scrvativen Fraktion giebt es keine andere Erklärung als die, daß man wahrscheinlich der Meinung ist, Mehnert könne so seine Partei weniger bloßstellen. Außerdem wird diesmal auch der eine infolge Todes deS fortschrittlichen Zwickaucr Oberbürgermeisters Streit frei» geivordene Bicepräsidentenposten von einem Kon- lervativen, dem bekamiten Dauerredner I u st i z r a t Opitz, besetzt. Herr Opitz ist Höfling der geschmeidigsten Art, unter seiner Madelungs- und JnterprelastonSkunst ward auch der niedetträchtigste Gesetzgebungsakt zu einer Wohlthat für das Volk. Auch ihm wollte man. wie es scheint, den Mund etwas schließen, indem man ihn auf den Ehrenposten stellt. Der Landtag wird«ine Reihe ftefeinschneidender gesetzgeberischer Fragen— Sonder-Gewerbcstener sc.— zu erledigen haben, und die vier Socialdemokraten werden fetzt noch mehr wie früher auf ihrem exponietten Posten eine stdwere Aufgabe haben. Sie werden die letzte Session, in der aller Wahrscheinlichkeit nach Socialdemokraten in diesem Parlament sitzen, zum schärfften Kampf gegen»ine fanatisch» Gegnerschaft ehrenvoll ausnutzen.— DaS Generalkommando des IS. Armeekorps ersucht un» nun ebenfall« mit Bezug auf die von un» dem„Bad. Landesboten" entnommene Notiz über einen angeblich im letzten Manöver infolge eine? Unglücksfalles dem Hungettod verfallenen Dragoner zu be- richten, daß die Notiz, soweit Truppenteil« de» Iv. und 16. Armee» korps in Betracht kommen, nach den stattgehabten dienstlichen Er- Mittelungen jeder thatsächlichen Unterlage entbehrt. Wir haben die Notiz, die wir als„fast unglaublich" bezeichneten, unter allem Vorbehalt gebracht und uns insbesondere jeden Kom- mentats enthalten. ES wäre nun gut, stvenn der«Bad. Landes« böte" als Urheber derselben erklätte, was wahre» oder unwahres an derselben ist. Straßbnrg i. E., 1. November.(Eig. Ber.) Nach zweijähriger Dauer ist aestem die 25. Session de« LaudeSauSschnffeS für Elsaß- Lothringen zu Ende gegangen. Ihre legiSlatottschen»r- aebnist'e zeichnen sich mehr durch die Masse des verabschiedeten Ge- setzesmaterials als durch dessen qualitativen Wert aus. Einen breiten Raum nahm dabei die Beratung der durch die Einführung de». neuen Bürgerlichen Gesetzbuche» notwendig gewordenen Vorlagen ein, deren Zahl sich auf nicht weniger ak» 27 oelief. Der reattionäre Charakter der derzeitigen LandesauSschuß- Mehrheit kam am deutlichsten zum Ausdruck in der an dieser Stelle bereits mehr« fach gekennzeichneten Stellung unserer Volksvertreter zur Schul- frage, indem man einerseits bei Bemessung der Gehälter der bisher auf wahre Hungerlöhne angewiesenen Bollsschullehrer noch- unter den Sätzen der Regierungsvorlage herunterging, und andererseits durch Erhöhung des Schulgeldes an den Mittelschulen, sowie durch Aufhebung oder Berstllinmelung einer Reihe dieser Lehr- anstalten das bestehende BildungSmonopol der befitzenden Klaffen noch verstärkte. Auch in Sachen der für unser Land so außer- ordentlick wichtigen Steuerreform verhindetten die engherzig- kapitalistischen Allüren des tonangebenden Rotabelntums jeden gedeihlichen Fottschritt. Die von der Regierung eingebrachte Vorlage einer Kapitalrentensteuer, durch welch« da» bisher von der Steuerschraube nur ganz sanft tangiette mobile Kapital zum Votteil des übermäßig belasteten landwirtschaftlichen Grundbesitzes etwa» stärker herangezogen Iverden sollte, wurde zu Falle gebracht. An ihre Stelle trat ein nichtssagendes Ermittelungs- aesetz, mit dem man sich aus einige Jahre hinaus die gewünschte Ruhe in Steuersachen verschafft zu haben scheint: denn, soviel ver« lautet, wird in der nächsten Session dem LandeSausschuß eine neue Steuervorlage nicht zugehen. Die Preßnovelle, mit welcher der Landesausschuß vor nunmehr Jahresfrist die total antiquierten Be- stimmungen deS alten französischen Preßgesetzes außer Kraft setzte. konserviette auf der einen Seite das auS den Zeilen der schwärzesten Reaktion stammende KautionSunwesen und machte andererseits eine erhebliche Konzession an den Geist deS seligen SöcialistengesetzeS und der berüchtigten Umsturzvorlage, indem man Druckschristen, die«in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise die Grundlagen der bestehenden Staatsordnung angreisen", vom Feilbieten im Umherziehen ausschloß. Daß von einer«Volks- Vertretung", wie sie unser auf Grund eines dreimal gcläutetten Wahlsystems zusammengesetzte» Rentnerparlmnent darstellt, kein energiich gefühtter Kampf gegen das System der Diktatur und Ausnahmegesetze ettvartet werden kann, liegt ans der Hand. Ueber einige platonische Resolutionen kam man in dieser Richtung nicht hinaus. Der LandesauSschuß für Elsaß-Lothringen hat auch in der eben zu Ende gegangenen Session des wenig schmeichelhaften Rufes, das zahmste und willfährigste Parlament der Welt zu sein, sich durch- aus würdig erwiesen.—_ Chronik der MajestatSbeleidigungS-Prozeffe. Nach einer Zusammenstellung der„BoltS-Zeitung" find im Oktober 28 Fälle von Majestätsbeleidigungen bekannt geworden. von denen 15 zur Bestrafung führten, und zwar insgesamt in einer Höhe von i'/a Jahren Gefängnis und 6 Monaten Festung. In den 10 Monaten de« Jahres weroen 274 Fälle mit 87'/» Jahren Ge- sängnis, ungerechnet einige Festungsstrafen, mitgeteilt. Zur Geschichte der bahrischen Wahlreform wird uns aus München geschrieben: Nach den heute vorliegenden Berichten nahmen Parteiversamm-| Beitung" eine recht charakteristische Schilderung. Wir entnehmen dem lungen in Wilhelmshaven, Hannover, Oldenburg, ihr aus Wilst er zugehenden Bericht folgendes: stat Der Forderung des allgemeinen direkten und gehof, Landsberg a. d. Warthe, Quedlinburg, Aschers- Am Sonntagabend fühlten sich die Arbeitswilligen als die heimen Wahlrechts galt der erste Antrag, den die kleine leben, Staßfurt, Calbe und Barby die Berichte ohne Wider Herren der Situation. Um 714 Uhr zog ein geschlossener socialdemokratische Fraktion in der Abgeordnetenkammer stellte und spruch entgegen, in Meißen wurde ein zustimmender Beschluß Trupp, 40-50 Mann start, mit Stöcken, Eisenstangen, Schrauben unser unvergeßlicher Freund Grillenberger war es, der am gefaßt. Der in Netschtau( 22. sächsischer Kreis) gefaßte Beschluß schlüsseln und ähnlichen lieblichen Gegenständen bewaffnet, von der 10. Oft. 1893 diesen Antrag mit der ihm eigenen Gründlichkeit und Wärme lautet: Falt u. Schüttschen Kaserne nach dem Bahnhof. Um 8 Uhr reisen begründete. Allein die Centrumspartei verschanzte sich hinter die Der Parteitag des 22. Wahlkreises würdigt die große Geistes- nämlich unsere auswärts arbeitenden Streifenden nach Norden und bekannten Verfassungsbedenken, daß unter der Regentschaft das arbeit des Parteitags in Hannover und beklagt den mitunter Süden ab. Da mun viele Frauen und Familienangehörige Landtags- Wahlgesetz nicht geändert werden könne. Und die Regie- abfälligen Ton der streitenden Genossen, welche als gemeinsame fich beim Bahnhof einfinden, so ist der Verkehr vor dem rung stellte sich auf den gleichen Standpunkt. Aber auch bei den Kämpfer mehr kameradschaftlichen Geist zeigen sollten." Bahnhof recht lebhaft. Während Während die Arbeitswilligen schon Liberalen fand der Antrag keine besondere Gegenliebe. Mit überwiegender Mehrheit wurde sowohl der Antrag selbst als auch die bon Grillenberger in seiner Schlußrede am 12. Oktober beantragte Verweisung an einen Ausschuß abgelehnt. " 193 Social 0 In Elgersweier( 7. badischer Kreis) ergab die Distuffion oft versucht haben, mit den Streifenden anzubinden, jedoch gleichfalls die Zustimmung der Versammlung zu den Beschlüssen des durch die Besonnenheit der Streifenden bis jetzt ein Bu Parteitages. In einer Resolution wurden die Artikel des Bolts- sammenstoß verhindert worden ist, hatten die Arbeitswilligen es freundes"( Karlsruhe) über den Parteitag mißbilligt. indebiesmal auf ein Zusammentreffen vor dem Bahnhof abgesehen. Bei dem Wiederzusammentritt des Landtages im Herbst 1895 gelangte auch der socialdemokratische Antrag auf Einführung des presse. Seit dem 1. Oktober befigt Dänemark acht selbständige heit dazu boten, wurde die Schlagkraft der Waffen an den PflasterEntwicklung der dänischen socialdemokratischen Provinz- Schon bei dem Marsch durch die Stadt belästigten sie die Bassanten in der gröbsten Weise. Da die bedrängten Passanten keine Gelegenallgemeinen und direkten Wahlrechtes in etwas ver Tageszeitungen, da in dem Randers Arbejderblad" ein steinen erprobt, änderter Fassung sofort wieder in den Einlauf der Kammer. Und neues hinzugekommen ist. Sieben von diesen Blättern find Provinz- steinen erprobt, wovon das Funkensprühen derselben Zeugnis wieder war es Grillenberger, der am 25. Oktober des geblätter. ablegte. Daß es zu keinem Konflikt tam, ist nur In Kopenhagen erscheint nur der nannten Jahres den Antrag in glänzender Rede begründete. Der democraten", der jetzt eine Auflage von 41 000 hat. Die der Disciplinder Streitenden zuzuschreiben. Nun wird Antrag fand jezt bereits mehrere Freunde in der Kammer Provinzpresse insgesamt hat 25 400 Abonnenten, so daß also bekannt, daß auswärtige Gendarmen hier poftiert sind. Jedoch, man fragen: War denn keine Polizei da? Es ist doch vor. Von den Liberalen traten die freifinnige Gruppe sowie die in Dänemark 66 400 Personen socialdemokratische Zeitungen Abgeordneten von München und einigen andern Städten für den halten. Antrag ein. Ja, sogar vom Centrum war ein Teil unter Führung soviel wie Berlin mit Vororten. Noch am 1. April waren es nur raus!" Genosse Schneider meldete diesen Vorfall unter Bes Dänemark hat nur etwa 23 Millionen Einwohner, straße rief der Anführer des Trupps: Augen links, Kugel man höre! Bei dem Hause des Genossen Schneider in der DeichDr. Schädlers abgeschwenkt. Der Führer dieser Partei, der heutige 60 500, ein Riesenzuwachs in der kurzen Zeit; hiervon kommenrufung auf Beugen dem Gendarmen Brand aus Neuenbrok Kammerpräsident Dr. Orterer, produzierte einen großen politischen ca. 3000 auf den Socialdemocraten", der Nest auf die Provinz- und machte ihn auf die mitgeführten Waffen der Arbeitswilligen Eiertanz und machte neben den bereits erwähnten Verfassungs- presse. Die Aussperrung hat den Blättern Scharen von Abonnenten aufmerksam. Der Beamte aber fand keine Veranlassung einbedenken insbesondere noch geltend, daß eine Einigung der Parteien zugeführt. über die Wahlkreis- Einteilung und damit die erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht zu erzielen sei. In seinem Schlußwort am in Aarhus mit 7100 Abonnenten( 1893: 2100). 4600 wohnen in die Antwort:„ Belästigen Sie mich nicht!" Auch in dem Das älteste und bedeutendste Provinzblatt ist, Democraten" zuschreiten, sondern meinte: Die Leute müssen sich doch auch ihrer Haut wehren". Auf einen weiteren Vorhalt bekam Schneider 28. Oftober geißelte Grillenberger das volksfeindliche Verhalten Aarhus selbst, 2500 außerhalb. des Centrums in schärfster Weise. Lehnen Sie unseren Antrag ab, Odense, begründet 1896, hat schon 4400 Abonnenten( 1. April d. I. denn der erwähnte Beanite ließ den Zug vorbei marschieren und Fyns Social Democrat" in geschlossenen Aufmarsch schien man nichts Strafbares zu erblicken, aber er wird wieder und immer wieder kommen, bis sich endlich 3950) Syderjyllands Social Democrat" in Naestved ging in entgegengesetzter Richtung von dannen. Inzwischen begab eine Mehrheit für ihn fiudet!"- so rief Grillenberger damals hat auch die 2500 überschritten. Nordjylland's Arbejder- fich ein Mitglied des Streitkomitees zur Behörde, um genügenden dieser Partei zu. Mit 69 gegen 58 Stimmen beschloß die Kammer, über den schritte gemacht. Das legtbegründete vor dem neuen in Randers Gestalten mit ihren Stöcken umherlungerten, wäre es für die Polizei blad" in Aalborg und Horsens Bladet" haben auch Fort- Schuß des Publikums am Bahnhofe zu veranlassen. Hier, wo dieſe Antrag zur Tagesordnung überzugehen. war Vestjyllands Social Democrat" in Esbjärg im Gestalten mit ihren Stöcken umherlungerten, wäre es für die Polizei Doch die Prophezeiung Grillenbergers sollte sich rascher Mai 1898. Das Blatt hat in dem Städtchen Esbjärg selbst oder nicht. Trotzdem geschah dies nicht. Eine Volksversammlung ein leichtes gewesen, festzustellen, ob dieselben Waffen führten erfüllen, als allgemein geglaubt wurde. 1700 Abonnenten und ist dort das verbreitetste Blatt, außerdem er= scheint noch eine Lokalausgabe in Stolbing, mit ber es ca. 3000 wird am Dienstagabend sich mit der Angelegenheit beschäftigen. Abonnenten zählt. Ferner enthält dasselbe Blatt noch folgende Notiz: Arbeitswillige Vandalen. In der Nacht zum Sonntag haben mehrere Arbeitswillige in der Rumfletherstraße ihren rohen Gefühlen freien Lauf gelassen. Als es ihnen nicht gelungen war, ihren Mannesmut" an einem Streifenden zu erproben, mußte die Vorgarten- Einfriedigung des Hausbesizers E. Martens herhalten." Wird der Verfasser der berühmten Denkschrift" nun auch von diesen Vorgängen Notiz nehmen? In der denkwürdigen Sitzung vom 19. Oktober 1897 begründete Grillenberger wieder den erneut eingebrachten WahlrechtsAntrag in einstündiger Rede ruhig und fachlich. Die Rede war ein Meisterstück. G Es war seine letzte Rede. Wenige Stunden darauf standen wir an seinem Sterbelager, um die erkaltende Hand des teuren Freundes zum letztenmal zu drücken. Dem gewaltigen Eindruck der lezten Worte des so unerwartet aus dem Leben geschiedenen Volksmaines fonnte sich die Kammer nicht mehr entzieheu. Die Verfassungsbedenken waren geschwunden oder wenigstens in den Hintergrund getreten. Nachdem am nächsten Tage Genosse v. Vollmar an Stelle feines verblichenen Freundes und Mitstreiters noch ein furzes, aber um so wirkungsvolleres Schlußwort gesprochen, beschloß das Haus mit überwältigender Mehrheit die Einführung des diretten Wahlrechts und des proportional Wahl systems. Das Schleifzeug", auch Kammer der Reichsräte benamset, ver fagte diesem Beschlußße die Zustimmung und so erwuchs unferen Genoffen, nachdem sie heuer in verstärkter Anzahl ins Ständehaus ein gezogen sind, von neuem die Aufgabe, sofort wieder den Kampf für ein allgemeines, gleiches, direttes und geheimes Wahlrecht aufzunehmen. Die bei den letzten Landtagswahlen befolgte Tattit hat sowohl die verschiedenen Parteien, als auch die hohen" Herren Reichsräte und die Regierung zur Genüge darüber belehrt, daß es auch bei Beibehaltung des alten, vorweltlichen Wahlgefezes fürder hin nicht mehr so leicht möglich ist, möglich ist, die Socialdemokratie in Bayern bon der ihr gebührenden Vertretung auszuschließen. Es steht daher zu erwarten, daß die Verhandlungen des Ausschusses, an den der socialdemokratische Wahlrechtsantrag ein stimmig zur Vorberatung überwiesen wurde, die Wege für eine be friedigende Lösung der aufgerollten Wahlrechtsfrage ebnen werden. Ausland. Oestreich- Ungarn. Prag, 2. November. In den legten Tagen fanden in Bilgram, Startenbach, Hlineto, Unter- Stralowitz, Dobruschka und Hohenbruch Rundgebungen statt, wobei an den Häusern von Juden die Fenster eingeschlagen wurden. In Dobruschka wurde die Gendarmerie mit Steinen beworfen. Einige Ver Haftungen wurden vorgenommen und in allen genannten Ortschaften die Gendarmerieposten verstärkt. Belgien. " Polizeiliches, Gerichtliches uŢin. Pfeifverbot. Das Singen socialdemokratischer Lieder und das Pfeifen von Melodien, auf welche socialdemokratische Terte gesungen werden können, wurde für eine bestimmte Schantwirtschaft in Wilkau natürlich in Sachsen- am 1. Mai durch einen Gendarm verboten. Auf die dagegen erhobene Beschwerde ist jetzt eine Entscheidung der Kreishauptmannschaft, das ist der oberen Verwaltungsbehörde, ergangen, worin dieses Verbot als gerecht fertigt erklärt wird. In dem Pfeifen von Melodien, auf die socialistische Texte gesungen werden können, sei eine Demonstration, die geeignet ist, bei Personen anderer politischer Richtung Bergernis zu erregen. Das könne den öffentlichen Frieden stören. Pfeifen ist Geschmacjache; wenn wir daran Gefallen fänden, würden wir uns über ein Verbot des Pfeifens nicht beschweren, sondern darauf pfeifen. - Das Schöffengericht zu Gelsenkirchen verurteilte brei Vorstandsmitglieder des dortigen Arbeiter- Bildungsvereins zu je 15 M. und den Mieter des Versammlungslotals P. Meis sowie den Schriftseter Adams von hier zu je 30 M. Geldstrafe, weil in einer Mitgliederversammlung, in welcher letterer als Beferent aufgetreten. auch einige Nichtmitglieder anwesend waren, die Verianumlung dadurch aber den Charakter einer öffentlichen angenommen habe. Das Landgericht Eisen hat diese Gründe nicht als entscheidend für eine Verurteilung angesehen und alle freigesprochen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Das gesamte Hilfspersonal des Deutschen Verlags" ( G. m. b..), Königgrägerstraße 41/42, in welchem das Deutsche Blatt" erscheint, hat bis auf einige wenige Ausnahmen die Arbeit eingestellt. Beranlassung hat die allzu liebenswürdige Behandlung der Vorgesezten und die Nichtbezahlung der Ueberstundenarbeit gegeben. Die Verhandlungen haben zu feinem Resultat geführt, da die Geschäftsleitung sich auf nichts einließ. Den Zuzug bittet fernzuhalten Das Streittomitee. Die centralorganisierten Putzerträger beschlossen in ihrer letzten Bersammlung, an den am 11. September gefaßten Beschlüssen, betreffend die Forderung von 7 M. pro Tag bei neunstündiger Arbeitszeit, unter allen Umständen festzuhalten. Für die Holzbildhauer bleiben bis auf weiteres folgende Aus Brüffel schreibt man uns d, d. 1. November: Wir hatten Werkstätten gesperrt: Bark, Friedrichsbergerstr. 10; Beth. Menielerdiese Woche eine Einweihung und einen Kongreß. Ein straße 31; Brunzlow, Neue Königftr. 15; Grig, Ballisadenstr. 57; geweiht wurde der Neubau des Voruit in Gent, dessen Ge- Seramter, Stoppenstr. 60; Gröger, Stottbuser Damm 95; Neumann, schäftshaus vor zwei Jahren bekanntlich niedergebrannt ist. Der Manteuffelstr. 22; Ozorkewiß, Hochstr. 2; Pickenhagen, Romintener Reubau ist in großem Stil: zugleich monumental und zweckmäßig. ftraße 8. Der Kongreß der socialistischen Einigungsrate Die noch ausstehenden Sammellisten find bald abzurechnen ( Proud'hommes) tagte in Charleroi Beschlossen wurde ein und noch rückständige Streitbeiträge( 6 Wochen a 50 Bf.) mit abzuinternationaler Kongreß der Einigungsräte, der nächstes Jahr in liefern. Die Lohntommission, Röpniderstr. 62. Paris, anläßlich des Allgemeinen Internationalen Arbeiterkongresses zusammentreten soll, sowie eine methodische Agitation für eine beffere Arbeitergesetzgebung. Der nächstjährige Kongreß wird in Suh stattfinden. Italien. Centralisation)! Kollegen! Da die Ausführungsbestimmungen der An die Maurer Berlins und Umgegend( Vertrauensmänner18er Sommission noch in zu ungenügender Weise auf den Bauten zur Durchführung gelangt find, wir alle aber auf strenge Innehaltung derselben beharren müssen, ist, um gemeiniam uniere Rechte zur Vereinbarung getroffen: Geltung zu bringen, mit der hiesigen Verbandsleitung folgende Rom, 80. Ottober.( Eig. Ber.) Der Urnen Prozeß, der heute beginnen sollte, ist plöglich auf unbestimmte Zeit vertagt Ueberall da, wo die Ausführungsbestimmungen noch nicht vollworden. Gestern abend veröffentlichte die Offizielle Beitung" das ständig zur Geltung gekommen sind, ist am Sonnabend, den 4. NoDefret für die Wiedereröffnung der Kammer, die am 14. November, bember, einem jeden Ünternehmer ein Revers zur Unterzeichnung voralso am gleichen Tage wie der deutsche Reichstag, zusammentreten zulegen, welcher ihn verpflichten soll, die Vertragsbestimmungen auch soll. Da nun die Regierung, welche im Juli das Parlament ver- auf feinem Bau innezuhalten. Diese Reverse sind von den Bautagte, um für ihren Staatsstreich freie Hand zu bekommen, in dieser deputierten am Freitag den, 3. d. M., abends von 8-10 Uhr, Beit den Prozeß gegen die angeflagten Abgeordneten nicht beendigen aus ihren 8ahlstellen zu holen und nach der Unterzeichnung fonnte, so hat sie in einer Anwandlung parlamentarischer Gewissen sofort der Lohntommission, Grenadierstr. 33, zuzuschicken. Auch ist haftigkeit die fofortige Freilassung der Angeklagten, die bei Verweigerung der Unterschrift die Lohnkommission sofort zu nun durch ihre Immunität als Deputierte gedeckt sind, angeordnet. benachrichtigen. Ueber die weiter zu unternehmenden Schritte wird Offenbar fühlt die Regierung sich schwach, sonst würde sie nicht eine in nächster Woche stattfindende öffentliche Versammlung, welche so gehandelt haben. Und wir fönnen die Freilassung der Annoch näher bekannt gemacht wird, beschließen. geklagten des Urnenprozesses als einen neuen Sieg ber Obstruktionspolitit betrachten. Schutz den Arbeitswilligen. Von dem Schöffengericht zu alle a. S. war der Zimmerer W. von der Anklage, wider den 153 gesündigt zu haben, freigesprochen worden. Er sollte zu dem sein? Du bist Vorstand der Streitbrecher." Maurer M. gesagt haben: Du willst Vorstand der Krankenkasse In dieser Aeußering hat das Schöffengericht ein Vergehen gegen§ 153 der GewerbeOrdnung nicht erbliden tönnen und deshalb die Freisprechung für geboten erachtet. Der Staatsanwalt legte Berufung ein. In der zweiten Instanz bestreitet W., überhaupt von Streitbrecher gesprochen zu haben, und behauptet, dem M. mur bie Frage vorgelegt zu haben: Streifen denn die Maurer?" Als M. darauf geantwortet habe: Ja, weißt Du denn das nicht?", habe er entgegnet:„ Na, dann ist es aber nicht schön, daß Du arbeitest." Der Staatsanwalt war der Meinung, es liege ein Bergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung vor und beantragte eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen. Sollte der Gerichtshof doch die Ueberzeugung gewinnen, daß nur Beleidigung vorliege, so sei dieserhalb eine Geldstrafe von 15 M. ev. 5 Tage Gefängnis zu beantragen. Der Gerichtshof nahm nicht an, daß ein Vergehen gegen§ 158 der Gewerbeordnung vorliege. Die in Frage kommende Aeußerung fei nur ein Ausbruch des Ünnutes und des Aergers, enthalte aber eine Beleidigung, weshalb das freisprechende Erkenntnis aufgehoben und der Angeklagte zu 20 M. Geldstrafe event. 5 Tagen Gefängnis verurteilt worden sei. Wie dem Halleschen Voltsblatt" mitgeteilt wird, hat sich M., der nicht einmal als Zeuge geladen war, durch die fragliche Aeußerung nicht beleidigt gefühlt. Trotzdem flagt aber der Staatsanwalt im öffentlichen Intereffe. Sonst pflegt die herrschende Klasse in ihren Beziehungen zur ArEs ist so ein eigenartig Ding mit dem„ öffentlichen Interesse". beiterflasie so feinfühlig nicht zu sein. So Der Leipziger Formerstreik steht beiläufig immer noch auf demselben Fleck. Die von den Leipziger Firmen nach auswärts versandten Modelle kommen in den meisten Fällen wieder zurück. hatte eine Eisener und eine Chemnizer Gießerei Leipziger Modelle erhalten; nachdem die Former die Herstellung derselben verweigert hatten, gingen sie zurück. Leipzig. In der lezten Verhandlung, die zwischen den Vertretern Zum Ausstand der Arbeiter der Firma Lochmann in der Metall- und der Holzarbeiter mit dem Direktor der Gesellschaft stattfand, behauptete dieser, daß für ihn der Streit erledigt sei. Er habe 509 Arbeiter; er könne höchstens noch einige" Holzarbeiter branchen. Mit dieser Behauptung in Widerspruch steht die Thatsache, daß der Herr Direktor an eine Anzahl Metallarbeiter geschrieben hat, sie sollen sich zum Wiedereintritt melden. tura gemeldet, nach der Dauer nur weniger Tage, beendet. Bor Der Streik der Leipziger Straßenbahner ist, wie bereits teile haben die Streifenden dabei nicht errungen, was deutlich aus folgender Mitteilung der Gesellschaft an die Leipziger bürgerliche Bresse hervorgeht: " Ein nicht Eingeweihter könnte aus Ihrem Bericht entnehmen, daß die streifenden Wagenführer und Schaffner die Arbeit erst wieder aufgenommen hätten, nachdem ihnen bestimmte Versprechungen gemacht worden seien. Dies ist nicht der Fall. Die Direktion hat einer entsandten Kommission von Streikenden, die am Sonnabend auf dem Hauptdepot erschienen war, ebenso dem Streikkomitee auf eine telephonische Anfrage am Sonntagmittag nach den Bedingungen, unter denen der Dienst wieder angetreten werden könnte, das folgende eröffnet: Die Direktion ist bereit, die noch vorzunehmen; die Wiedereinstellung kann jedoch nur bedingungslos Streifenden wieder einzustellen und erklärt, Maßregelungen nicht unter den bisherigen Verhältnissen erfolgen, irgend welche sonstigen Versprechungen find nicht gegeben worden, jedoch hat die Direktion erklärt, daß fie nicht abgeneigt sei, nach beendetem Streit und bea dingungsloser Wiederaufnahme der Arbeit mit ihren Angestellten ohne Zuthun Fremder über etwaige Wünsche zu unterhandeln, und daß fie ferner sich bemühen würde, für einen Teil der älteren Leute eine kleine Lohnzulage zu erwirken." Im Auftrage der Lohntommission: H. Meste. Die Kammer hat die§§ 2, 3 und 4 des Wahlgefezes beraten Achtung, Ball- und Filzschuh- Arbeiter! In der Schuhund wird erst am 7. d. M. die Debatte fortsetzen. fabrit von Gräf, Markusstraße 50, find wegen der Maßregelung Ob die Kammer die Erlaubnis zur Verfolgung der Abgeordneten eines Mitgliedes des Fabrikausschusses Differenzen ausgebrochen. geben wird? Es ist sehr zweifelhaft. Eine Auflösung ist wahr- Durch die Vermittelung der Ortsverwaltung des Schuhmacher- Es war also eine bedingungslose Unterwerfung; anders konnte scheinlich und vor Neuwahlen haben die Abgeordneten Angst vor den Verbandes war die Sache schon wieder beigelegt. Herr Gräf es leider auch nicht sein, da die Straßenbahn- Angestellten über feine Wählern. die fünf ältesten der Ausständigen wieder einftellen; auch nur einigermaßen widerstandsfähige Organisation verfügen. Eine charakteristische Thatsache sei hier noch erwähnt. Eigentlich die anderen müßten zunächst warten, da er durch den Hoffentlich werden sie aus diesem ersten verunglückten Versuch die sollte der König in Person die neue Seffion eröffnen. Nun fürchtet Streit Arbeit verloren habe. Damit erklärten fich die nötigen Lehren ziehen. man aber eine unliebſame Unterbrechung und Kundgebung durch die Ausständigen zum Schlusse einverstanden. Als jedoch am Socialisten und Republikaner. Da ist man denn auf den Ausweg andern Morgen die Kollegen die Arbeit wieder aufnahmen, tam es berfallen, im Thronsaal eine schadhafte Stelle zu entdecken, die es durch das rigorose Auftreten des Herrn Gräf, welcher entgegen den gefährlich macht, fich dort aufzuhalten. So bleibt der König zu getroffenen Abmachungen die Wiedereinstellung von zwei Ausständigen Haus und die Kammer begnügt sich mit der Verlesung einer Bot- verweigerte, zur abermaligen Niederlegung der Arbeit. Bei der schaft! Auf so fleinliche Mittel muß die Regierung Belgiens ver- gegenwärtigen günstigen Konjunktur in der Ball- und Filzschuhbranche wird voraussichtlich der Kampf ein turzer sein und mit di bollem Erfolg für die Kollegen enden. Die Agitationstommission. Deutsches Reich. fallen. Partei- Nachrichten. Die Berichterstattung über den Parteitag geht in den Von den Arbeitswilligen in Wilfter, wo die Beder meisten Fällen in großer Ruhe vor sich und nur selten entwickeln arbeiter seit Monaten einen Kampf um ihr Koalitionsrecht fich noch lebhaftere Diskussionen; das Bedürfnis nach vorläufigem führen, wo es aber den Unternehmern gelungen ist, eine Anzahl Begraben des Meinungsstreites erscheint fast überall als vorherrschend. Erfagträfte zu gewinnen, entwirft die Schleswig- Holsteinsche Bolts phol.03 Subdu Bociales. Zur Wohnungsfrage. In Düsseldorf haben die Hausagrarier einen planmäßigen Raubzug auf die Taschen der Mieter unternommen. Bor etwa dreiviertel Jahren hat sich dort ein Hausbesitzer verein gebildet und sofort mit einer Steigerung der Mieten begonnen, die sich von Monat zu Monat fortsetzte und in Verbindung mit der planmäßigen Abweisung von Mietern mit Kindern zu einer atuten Kalamität geführt hat. Infolge dessen sah sich die städtische Verwaltung zum Eingreifen gezwungen. Täglich waren Familien gezwungen, die Hilfe der Polizei in Anspruch zu nehmen, um Obdach zu bekommen. Der Andrang wurde so groß, daß die Behörden nicht mehr wissen, wo sie die Obdachlosen unterbringen sollen, obwohl als Folge biefes Treibens hunderte von Familien fortgezogen find, Gerichts- Beifungs Fr. Damast teilt ums berichtigend mit, daß er in der Eizung des Gewerkschaftskartells( vergl. gestrigen Bericht) den Gewerkschaften Gewerkschaftskommission oder einzelnen Verbänden ausgegeben nicht empfohlen habe,„ nicht mehr auf Sammellisten, die von der werden, zu zeichnen". Er habe ausgeführt, daß Sammellisten der Gewerkschaftskommission nicht zulässig, und diese Liſten zurückohne den Stempel der Gewerkschaftskommission nach dem Regulativ zuweisen seien. Der Centralverband der Elektromonteure und Berufsgenossen fest bei Nieft, Weberstr. 17. Keine Nachrichten! so daß sich nach amtlicher Feststellung die Einwohnerzahl der zeitig eine Kommission von sechs Mitgliedern eingesetzt, die in teilt, dann fömne er dreist etwas mehr Tagelohn, als wie gegen Stadt im legten halben Jahre in bemerkenswerter Weise vermindert zweifelhaften Fällen zu untersuchen hat, ob Streitarbeit vorliegt oder nicht. wärtig, 2,80 M. zahlen, und wenn die Arbeiter mit ihren Forde hat. Die städtische Verwaltung hat deswegen vom Stadtverordneten Neuerdings haben nun die Hauptvorstände des Deutschen Metallarbeiter rungen immer wieder kommen sollten, bis es der Direktion gefällt tollegium einen Kredit von 180 000 m. gefordert zur vorläufigen Verbandes und des Central- Vereins der Former beschlossen, daß zu bewilligen, dann würden die Arbeiter schließlich sterben und mitUnterbringung der Obdachlosen. eine Arbeitsniederlegung wegen Verweigerung von Leipziger Streit faint den Forderungen selig werden. Zum Schluß gelangte noch eine Weiter aber hat sich die Versammlung beranlaßt gesehen, den arbeit nur nach Mitteilung an den Vorstand und nach dessen Ge- Resolution zur Annahme, in welcher das Bureau der Versammlung Stadtverordneten eine Vorlage zur Erbauung von 17 nehmigung stattfinden darf. In der Versammlung wurde num aufgefordert wird, bei der Direktion vorstellig zu werden wegen AbWohnhäusern mit zusammen 150 Wohnungen zu unterbreiten und darüber debattiert, ob man die von den Vorständen empfohlene stellung zahlreicher noch bestehender Mißstände. dazu die Aufnahme einer Anleihe von 1 Million Mark zu fordern. Taktik befolgen oder an dem Beschluß der Berliner Former fest- Friedrichsberg. In der am Dienstagabend stattgehabten Die Häuser sollen Wohnungen zu 2, 3 und 4 Räumen enthalten und halten solle. Die Redner traten fast ausnahmslos dafür ein, daß Parteiversammlung gab Genosse Hoffmann einen furzen Ueberzum Preise von 9 M. per Raum und Monat vermietet werden, ein man die Leipziger Kollegen durch konsequente Verweigerung der blick über die Verhandlungen auf dem Parteitag zu Hannover. Eine Preis, der nach dortigen Verhältnissen als mäßig bezeichnet wird. Streifarbeit unterstützen müsse. Die Versammlung nahm einen Diskussion wurde hierüber nicht beliebt. Aus dem Bericht des VerDie Stadtverordneten genehmigten die Vorlage. Ru wünschen wäre Antrag an, welcher besagt: Der frühere, in Kellers Saal gefaßte trauensmannes ist hervorzuheben, daß an Einnahmen 581,47 M., nur, daß die Stadt auf diesem Wege fortführe, dann hätte die Beschluß, betreffend die Verweigerung von Streifarbeit wird aufrecht an Ausgaben 437,15 M. zu verzeichnen waren, jodaß auf das neue übertriebene Gewinnsucht der Hausbesitzer doch ein Gutes im Ge- erhalten. die Versammelten verpflichten sich, vor Niederlegung der Jahr 144,32 M. übernommen werden. Versammlungen wurden folge gehabt. Arbeit die bestehende Sechserkommission zu benachrichtigen. 6 abgehalten, 2 Partei und 4 Volksversammlungen. Flugblätter Nachdem diese Angelegenheit erledigt war, referierte Störst en wurden am Ort 17 500 verbreitet; auf das Land 13 000 Kalender über den seitherigen Verlauf des gegenwärtigen Streiks der Metall- und 15 000 Flugblätter hinausgetragen. Nach kurzem Bericht der arbeiter. Er beleuchtete insbesondere das Vorgehen des Lokalkommission wurde zur Wahl des Vertrauensmannes geschritten. Die Kontrolle des kranken Schuhmannes. Eine ungewöhn- Unternehmerverbandes und betonte, daß es den Streifen Genosse 2 a ws erhielt sämtliche Stimmen bis auf eine. Als Lokalliche Revolver- Affaire führte gestern den Schußmann Nudolf Hein den, die bereits manchen guten Erfolg zu verzeichnen fommissions- Mitglieder sind Seikel und Karwehl bestimmt unter der Anklage der Bedrohung und Beleidigung vor das hiesige haben, gelingen fei, in der Verband der Unternehmer worden. Nach kurzem Hinweise auf die zu erwartenden Kämpfe des Schöffengericht. Der Angeklagte wurde, nachdem er vier Jahre in Bresche zu legen. Es gäbe eine ganze Anzahl von Unternehmern, nenen Parteijahres, die von einzelnen Rednern noch ergänzt wurden, Berlin als Schußmann zur Zufriedenheit feiner Revierdie sich dem Beschluß ihres Verbandes, betreffend Sperrung des schloß Laws die Versammlung. borstände thätig gewesen war, auf seinen Wunsch nach Schöne- Arbeitsnachweises, nur widerwillig fügen. Verschiedene Unternehmer berg versetzt und dort dem ersten Polizei- Revier zugeteilt. Der hätten, als fie infolge des terroristischen Vorgehens des Verbandes start nervöse Mann glaubte aus allen mögliche Anzeichen ent- einen Teil ihrer Arbeiter auf die Straße fezen mußten, gejagt, man nehmen zu dürfen, daß Polizeihauptmann Kubon, der Leiter des möge nicht fie, sondern den Unternehmer- Verband, der sie zu dieser ganzen Polizeibezirks Schöneberg, ihm nicht wohlgefinnt sei, und harten Maßregel zwinge, verantwortlich machen. Weiter feilte erblickte in verschiedenen Maßnahmen desselben eine direkt gegen der Redner mit, daß die Kommission der Unternehmer ihn gerichtete Spize. Diese Auffassung hat die Nervosität des beschlossen habe, falls der Streit nicht bis Sonnabend beigelegt jei, in seinem Innersten gekränkten Beamten nur noch vermehrt und er sollten am Montag 40 000 Arbeiter ausgesperrt werden. Dieser mußte sich am 8. April frank melden. Er behauptet mun, daß er in Beschluß bedürfe noch der Zustimmung der am Donnerstag stattauffallender und ihm lästiger Weise in seiner in Berlin gelegenen findenden Generalversammlung. Welche Taktik die Streikenden für Wohnung fast täglich, manchmal sogar mehrere Male am Tage durch den Fall der Ausführung dieses Beschlusses befolgen werden, sei Deutschlands feiert am Sonnabend, den 4. November, sein II. StiftungsWachtmeister kontrolliert worden sei, so daß er oft den ganzen noch unbestimmt. Die nachfolgenden Redner betonten in leberTag ohne Essen habe zubringen müssen, da seine fußleidende, im einstimmung mit dem Referenten, daß, wie dieser Fall wieder lehre, Bette liegende Frau nicht habe einholen können und er sich nicht die Organisation der Arbeiter fortgesetzt gestärkt werden müsse, auf die Straße getraut habe. Als am 2. Mai abends der Wacht- damit man den Gewaltmaßregeln des Unternehmertumms die Spiye Bom südafrikanischen Kriegsschauplaze laufen so gut wie feine meister Nagel wieder zur Kontrolle erschien, wähnte der Angeklagte bieten könne. Nachrichten ein. Es daher kaum zu bezweifeln, daß es den ein höhnisches Lächeln aus dessen Zügen zu entdecken. Er wurde hierEine öffentliche Metallarbeiter Versammiurg tagte am Boeren gelungen ist, die telegraphische Verbindung zwischen dem durch so gereizt, daß er dem Wachtmeister zurief: Was wollen Mittwoch in Rösliner Hof, um über die Aussperrung der Kollegen englischen Hauptquartier in Ladysmith und der Küste abzuschneiden. Sie hier, scheeren Sie sich sofort aus meiner Wohnung. Sie L...!" von Altmann y. Co. in Marienfelde Stellung zu nehmen. Nachdem Die letzte Nachricht aus Ladysmith vo.. Dienstagabend kündete dieje Gleichzeitig zog er einen Revolver aus der Tasche und wer weiß. Bauer nochmals den Sachverhalt der Aussperrung, das Verhalten Thatsache und damit die Einschließung der englischen Armee bereits welches Unglück entstanden wäre, wenn nicht seine Ehefrau dazwischen des Ingenieurs Balz und des Drehermeistes Zimmer gehörig fritidentlich genug an. Die Londoner Abendblätter veröffentlichen folgende getreten wäre. Der Angeklagte behauptete, daß er im Stande der fiert hatte, nahm der Vertreter des Deutschen Metallarbeiter- Depesche aus Ladysmith vom 31. Oktober abends: Notwehr gewesen sei und einen Angriff des Wachtmeisters habe Verbandes Massatsch das Wort, uni die ablehnende Haltung des Die Boeren rücken in südöstlicher Richtung vor fürchten müssen, denn dieser habe den Säbel schon halb aus Berbandes zu rechtfertigen, obgleich er selbst sowie später wärts. Es soll ihre Absicht sein, sich der Eisenbahn bei der Scheide geriffen gehabt. Der Zeuge Nagel bestritt auch Näther zugeben mußte, daß die Zustände dort in Colenso zu bemächtigen und den englischen Truppen die Verdagegen, den Säbel gelockert oder gar gezogen zu haben. Rechts- Marienfelde der Verbesserung durchaus bedürftig wären. In bindung mit Pietermarißburg und Durban abzuschneiden. anwalt Dr. Sch windt behauptete, daß der Angeklagte bei dem der sich darauf entspinnenden lebhaften Diskussion, in welcher Vorfall sich infolge hocgradiger nervöser Ueberreizung und eines Pawlowitsch, Koburg, Engelbrecht und Morice sich für die durchaus Boeren im Zululand. schon lange bestehenden Nervenleidens in einem Zustande von berechtigte Forderung der Kollegen sowie deren materielle Unter- marigburg feien Nachrichten eingetroffen, daß die Boeren einen Teil London, 2. November. Die Abendblätter melden, in Pieters Bewußtlosigkeit befunden habe und berief sich auf die Gutachten stützung und Massatsch, Mäther, Schmidt und Bagels sich gegen das des Zululandes beseyt sowie daß sie Pomeroy 50 Meilen von der behandelnden Aerzte Dr. Rentel, Dr. Hecker und Vorgehen der Kollegen in Marienfelde erklärt hatten, gelangte gegen Dr. Buttersad. Dieselben bekundeten übereinstimmend, daß der einige Stimmen folgende Resolution zur Annahme:„ Die Versammlung Greytown genommen haben. Angeklagte ein Neurastheniker ist, dessen freie Willensbestimmung, erklärt sich mit dem Vorgehen des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes Werlustliste. wenn er gereizt wird, zwar beeinträchtigt, aber doch nicht aus bei dem Ausstande der Firma Altmann u. Co. nicht einverstanden. London, 2. November. Die heutigen Blätter stellen fest, daß geschlossen sei. Auf Grund dieses Gutachtens beantragte Staats- und verpflichtet sich, für die noch Ausgesperrten die volle Solidarität die Engländer seit Beginn der Feindseligkeiten bis heute 2952 Tote, anvalt Romen, von einer Gefängnisstrafe abzusehen und nur auf zu wahren und dieselben mit allen Kräften zu unterstüßen." Der Verwundete und Gefangene zu verzeichnen haben. 150 M. Geldstrafe zu erkennen. Rechtsanwalt Dr. S ch windt hielt Vorsitzende schloß mit dem Hinweis, daß das Streitkomitee täglich General Buller und die Verstärkungen. ein ganz minimales Strafmaß für ausreichend, da der Angeklagte von 10-1 Uhr vormittags und abends von 7-10 Uhr, Sonntags, Obgleich bis jetzt über die Taktit des in Kapstadt angelangten augenscheinlich in einer frankhaften Aufwallung gehandelt habe. Der vormittags von 11-1 Uhr im Restaurant Hahn, Stralauerstr. 48, Generals Buller in Südafrika nichts bekannt geworden ist, wird trop Gerichtshof erkannte auf 9 M. Geldstrafe. tagt und dortselbst die gesamten Gelder in Empfang genommen dem so wird aus London telegraphiert in Kreisen, welche mit Unter besonderer Vorsicht wurde gestern ein Untersuchungs- werden, die Versammlung. dem britischen Kriegsministerium in Verbindung stehen, verGefangener der vierten Straffammer des Landgerichts I vorgeführt. Die Beteiligung der Arbeiter- Radfahrer an den Stadt- sichert, daß Buller es damit bewenden laffen werde, Es war der aus Böhmen stammende Kaufmann Eduard Czapek, verorducten- Wahlen war gestern abend Gegenstand einer Rad- dein General White größere Verstärkungen zuzusenden, der in dem Rufe steht, einer der gefährlichsten Verfahrer- Versammlung. Genosse Wagner verstand es in vortrefflicher um die Boeren in Respekt zu halten. An der Spike brecher des In- und Auslandes zu sein. Nachdem der Weise, die Bedeutung der diesjährigen Wahlen, sowie die Mitwirkung der übrigen Truppen werde Buller dann sofort in westlicher Richtung selbe in Brüg eine vierjährige schwere Kerterstrafe verbüßt hatte, der Radfahrer den zahlreich erschienenen Zuhörern zu erläutern, wofür gegen den Oranjefreistaat vorgehen. Nur von dieser Seite aus sei wandte er sich nach Deutschland. Von einer großen Stadt zu der ihm reicher Beifall zu teil wurde. Der bisherige Vertrauensmann, Herr freies Gelände zum Vordringen vorhanden. Von Bloemfontein anderen ziehend und sich stets einen anderen Namen beilegend, Seltenhorn, Samlerstr. 11, N., giebt hierauf bekannt, daß werde er alsdami nach Pretoria weitermarschieren. verstand es der Angeklagte, eine Menge Geschäftsleute in der uner- alle diejenigen Radfahrer, welche bereit sind, am 6. November, Zur Ausführung dieser ruhmredigen Pläne gehören außer den hörtesten Weise zu prellen. In Breslau wurde er vom Geschick ereilt, das dem Wahltage, mit thätig zu sein, sich bei ihm zu melden haben, Engländern auch noch ihre Gegner. Die Londoner Presse sollte dortige Gericht verurteilte ihn wegen Urkundenfälschung und Betruges um von da aus nach dem betr. Wahlkreis bezw. Wahlbezirk An endlich ihre nur noch lächerlich wirkenden Tiraden unterlassen. zu fünf Jahren Zuchthaus. Jezt meldeten sich die Behörden weisung zu erhalten. Zum Vertrauensmann wurde Friese gewählt. Englische Censur. aus Hamburg, Köln, München, Leipzig und noch vielen Der Socialdemokratische Verein für Stralau- Rummels: anderen Städten, woselbst Czapek unter fremdem Namen Betrügereien burg nahm in seiner Versammlung vom 29. Oktober die Jahres- die Censur, die täglich noch strenger werde. Anfangs hätte man sich London, 2. November. Die Blätter beklagen fich heftig über begangen hatte. Zunächst brachte man ihn nach München, wo er und Quartalsberichte entgegen. Dem Bericht des Vorsitzenden ist zu damit begnügt, die Berichte aus Südafrika wesentlich abzuändern, unter dem Namen Peter Huber aufgetreten war und viele Geschäftsleute geschädigt hatte. entnehmen, daß im vergangenen Jahre 14 Vorstandssigungen und jetzt aber lasse man diese gar nicht mehr durch. Er wurde hier zu 6 Vereinsversammlungen stattgefunden haben. Nach dem Bericht London, 2. November. Wie das„ Reutersche Bureau" meldet, sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Nun sollte er des Kassierers betrugen die Einnahmen im legten Quartal 423,28 M., ist dem Kriegsministerium ein aus Ladysmith von heute früh 9 Uhr nach Hamburg gebracht werden. In Dresden gelang es die Ausgaben 882,33 M. Die Jahreseinnahme beläuft sich auf 25 Minuten datiertes Telegramm des Generals White zugegangen, dem Angeklagten, feinem Transporteur zu entspringen. Er 1415,19 M., die Ausgabe auf 1325,24 2.; zu Agitationszwecken Dem Vernehmen nach besage das Telegramm, White halte sich, alles wandte sich nach Berlin, um hier seine Betrügereien in großartigem wurden 400 m. abgeführt. Der Mitgliederbestand betrug stehe gut. Maßstabe wieder aufzunehmen. Er nannte sich jetzt Karl Dupp und 355, hinzugekommen sind im Laufe des Jahres 55. Dem mietete unter diesem Namen im Hause Friedrichstraße 111 eine aus Berein gehören, den Berufen nach geordnet, Stimmungen in England. zwei möblierten Zimmern bestehende Wohnung, die er mit Schreiber, Bildhauer, Bei einem zu Ehren der nach Südafrika abgehenden Offiziere Brauer, Maschinenbauer, Rohrleger, der Gordon Hochländer und Scots Greys gegebenen Bankett fagte einer weiblichen Person, die er seine Frau ausgab, Snopfmacher, Gürtler, Kaufmann, Hansdiener, Bäcker, Hutmacher, Lord Rosebery im Hinblick auf die Niederlage bei Ladysmith, es teilte. ließ sich Briefbogen mit prunthaftem Aufdruck Schneider, Schlächter, Heizer, Maschinist, Korbmacher, Metallarbeiter, jei möglich, daß England in diesem Kriege noch andere Bataillone Herstellen und begann nun, sich Waren zu erschwindeln. Er Viehtreiber und Stuhlbauer; je 2 Maler, Stuccateure, Vergolder, verlöre, daß noch andere Offiziere ihr Leben opfern nahm von hiesigen und auswärtigen Firmen, was er bestutscher, Goldarbeiter und Uhrmacher; je 3 Barbiere, Posamentiere, und Millionen aufgewendet werden müßten, tommen fonnte: Schreibmaschinen, Ansichts- Postkarten, Möbel, Töpfer, Stellmacher, Cigarrenmacher, Tapezierer und Zimmerlente; von deren Zahl man sich nicht einmal eine Kleidungsstücke usw. Er gab sich als Inhaber eines Export und je 4 Sattler und Drechsler; je 5 Buchdrucker und Schuhmacher; je Borstellung mache; das Eine aber sei sicher, England tönne Engroshauses aus. Nach vier Wochen, als die Lieferanten drängten, 6 Schmiede; je 7 Weber, Klempner und Händler; je 9 Schlosser; von dem Unternehmen, das es begonnen habe, nicht ablassen. war der angebliche Dupp verschwunden, nachdem er vorher noch je 10 Maurer und Stistenmacher; 18 Gastwirte; 22 Tischler; Später würden die Verantwortlichkeiten festzustellen sein, für den schnell einige Stautionsschwindeleien begangen hatte. Er ließ durch 112 Arbeiter und 133 Glasmacher. Es folgt dann der Bericht des Augenblick aber müsse die gesamte Nation sich auf diejenigen vers öftreichische Zeitungen bekannt machen, daß er einen Reifenden gegen Bibliothekars. Es wurden im vorigen Jahre 175 Bände und in lassen, die die Leitung der Angelegenheiten des Landes in der Hand müſſe vers hohes Gehalt juche. Derselbe müsse aber Kaution stellen, da er diesem 179 Bände ausgegeben. Die Wahl des Vorstandes gestaltete haben. wertvolle Muster anvertraut erhalte. Einige Personen sandten die sich folgendermaßen: Brahmschiffer, Vorsitzender; Bitterhoff, Staffierer; Die Presse schlägt bei der Beurteilung der Vorgänge auf verlangten 50 oder 100 Gulden ein. Sie erhielten nie wieder Alschner, Schriftführer; Oehlking, Rieck und Maas Revisoren; dem Kriegsschauplatz einen etwas schärferen Ton an. Nachricht. Der Angeklagte ist endlich außerhalb verhaftet worden. Bensch, Krumm, Franke, Günther, Torno und Juckel, Beifizer. Als„ Times" äußern sich dahin, daß die Pläne des Generals White selbst Er hat noch so viele Strafthaten zu erledigen, daß er voraus Beitragsammler wurden Gebel, Fengler, Petsch, Jordan und Martha den Civilisten gefährlich erscheinen müssen. sichtlich für eine lange Reihe von Jahren unschädlich sein dürfte. gewählt; Bröcker als Bibliothekar, die Adresse ist Kantstraße 5 vorn Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten zu der 2 Tr.; die Ausgabe der Bücher erfolgt jeden Freitag von 8-9 Uhr Letzte Meldungen. Münchener Strafe von sieben Jahren noch eine Zusatzstrafe von abends. Beschlossen wurde, das Protokoll des letzten Parteitags an stadt: Die Nachrichten von den Stegen der Boeren bei Ladysmith Paris, 2. November. Die Agence Havas" meldet aus Kapvier Jahren Zuchthan1 3. die Mitglieder unentgeltlich zu verteilen. Das Urteil lautete auf eine Zuchthausstrafe von drei Jahren haben hier große Aufregung hervorgerufen. Die Afrikander verhehleit und die üblichen Nebenstrafen. Rummelsburg. Die Anilinarbeiter hielten am Somitag ihre Freude nicht, der Gouverneur Milner ist über ihre Haltung eine öffentliche Versammlung ab. Genosse Rein hielt einen mit beunruhigt. In den Kämpfen verlor General White etwa Aus Beuthen, D.-S., wird uns berichtet: Heill ose 3uBeifall aufgenommenen Vortrag über Die Berufsunfälle in der 3500 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen. Ein stände herrschen in der hiesigen städtischen Ver- Anilinfabrik". Redner wies hauptsächlich auf den letzten Unfall hin, zweiter Sieg wurde durch die Freistaat- Boeren errungen waltung nach dem Ausspruch, den der Straffammer Vorsitzende bei dem zwei blühende Menschen ums Leben gekommen und weitere unter Befehl des Generals Lucias Meyer, welcher sich in der Straffache gegen den Polizeisekretär Müller ver- vier zum Krüppel wurden. Im weiteren kritisierte er an der Hand Colensos bemächtigte den General White den kündete. Müller wurde wegen Bestechlichkeit zu 14 Jahren Ge- eines umfangreichen Materials die Mißstände, welche in diesem Betrieb Rückzug abgeschnitten. White soll verwundet sein. Die Einfängnis berurteilt, nachdem der Staatsanwalt 2 Jahre Zuchthaus herrschen, und forderte die Arbeiter auf, Brotest dagegen zu erheben schließung von Ladysmith ist eine vollständige. beantragt hatte. Diese heillofen Zustände wurden für den Ange- und sich zu organisieren. An der Diskussion beteiligte sich als flagten als mildernde Umstände in Anrechnung gebracht! erster Redner der Betriebsarzt Herr Dr. Brat. Er gab wohl zu, In der Verhandlung mußte der katholische Stadtverordnete daß Mißstände vorhanden sind, aber so gut wie Rom nicht an einem Tenschert zugeben, verschiedenen Personen den Rat gegeben zu Tage erbaut sei, so gut könne man auch die Mißstände nicht von haben, den Müller zu bestechen; die Bestechungen sollen be- heute auf morgen abschaffen, die Direktion sei ja vom besten Willen sonders im katholischen Kasino vorgekommen sein. Die beseelt, die Mißstände abzuschaffen; auch er wolle sein Teil zur Aufdeckung der heillosen Zustände" in der hiesigen erztatholischen Besserung mit beitragen, und wenn dann 2-3 Jahre verfstrichen Stadtverwaltung kommt gerade jezt dem hiesigen Freifinn ge- find, dann werden auch keine Mißstände mehr herrschen. Hierauf wurde legen, der bei den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen felb von einigen Rednern über die Betriebs- Strantentasse als auch über die ständig vorgehen will. Bisher bestand ein jüdisch- freifinnig schlechten Löhne geklagt. Der Herr Dr. Brat erwiderte, daß er dazu ultramontanes Kartell. Oberbürgermeister Brüning und Bürger- beitragen werde, daß in der Krankenkasse Aenderungen eintreten, meister Friedrich, beides strenge Katholiken, wollen ihre Boften aber die Löhne richteten sich nach dem Weltmarkt; da könne er nichts niederlegen. Beide sind selbstverständlich ordnungsstüßende Socialisten gegen thun und im übrigen zahlt ja die Firma die höchsten Löhne verfolger. von allen Rummelsburger Fabriken. Dann forderte er die Arbeiter auf, sich doch mit ihren Forderungen an die Direktion zu wenden und nicht öffentlich dadurch für eine politische Partei Propaganda Konstantinopel, 2. November.( B. H.) Das Gerücht über den zu machen. Als man dem Herrn durch Zwischenrufe bedeutet hatte, Empfang einer Note der russischen Regierung, worin die Oeffnung Eine öffentliche Formerversammlung, die am Mittwoch im daß schon oft genug bei der Direttion Forderungen gestellt, diese aber des Bosporus und der Dardanellen für fremde Kriegsschiffe ver Kolberger Salon tagte, beschäftigte sich mit der Tattit in Bezug auf stets abgewiesen wurden, meinte er, daß die Arbeiter mit den langt worden sei, wird seitens der Pforte dementiert. den Leipziger Formerstreit. Wie aus den Darlegungen der Redner Forderungen immer wieder kommen sollten, zuletzt würden sie Athen, 2. November.( B. H.) Im Hafen von Piräus ist eine hervorging, haben die Berliner Former seiner Zeit beschlossen, die An- doch bewilligt. Rein trat dem Herrn in betreff der Löhne öftreichische Escadre von drei Panzerschiffen und einem Avisdampfer fertigung von auswärtigen Streitarbeiten zu verweigern und gleich entgegen und meinte, wenn ein Betrieb 18 Prozent Dividende ver- eingetroffen. In on the passos.10 Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsblatt. Er Versammlungen. alt: je ein und " so Die Die Boeren sind Herren der Eisenbahn nach Pietermarit burg und Durban. Nachrichten vom westlichen Striegsschauplaz melden, daß Mafeking eng eingeschlossen ist und daß die Boeren siegreich alle Ausfälle aus Mafeting, dessen Uebergabe sie erwarten, zurückschlugen. Ferner wird bestätigt, daß die Freistaat- Boeren sich Colesbergs bemächtigten. Lekte Nachrichten und Depeschen. " Hamburg, 2. November.( W. T. V.) Wie die Hamburgische Börsenhalle" meldet, haben heute sämtliche Elb- SchleppschiffahrtsGesellschaften eine zunächst bis Ende 1900 gültige Vereinbarung ab geschlossen, um durch gleichmäßige Erstellung von Frachten und Schlepplöhnen ihre Rentabilität gegenüber den höheren Kohlenpreisen und höheren Löhnen(?) aufzubessern. r. 258. 16. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 3. November 1899. Arbeiter, Handwerker, Parteigenossen! Am Montag, 6. November, finden von morgens 9 Uhr bis abends 8 Uhr in 21 Kommunal- Wahlbezirken dritter Abteilung die Evgänzungswahlen für die Stadtverordneten- Versammlung statt. sid. Parteigenossen! Die Neueinteilung der Kommunal- Wahlbezirke, die durch die Vermehrung der Stadtverordnetensitze erforderlich geworden ist, verschafft den diesjährigen Wahlen eine ganz besondere Bedeutung. Die Vermehrung der Size muß der Socialdemokratie, als der legitimen Vertreterin der unterdrückten Bevölkerungsschichteit, eine Vermehrung ihres Einfluffes im Berliner Stadtparlament verschaffen. Es gilt, zu den bisherigen Sitzen eine Anzahl neuer Mandate hinzuzuerobern, eine Aufgabe, die bei der Arbeiterfeindlichkeit der herrschenden Klassen, bei der Rückständigkeit des maßgebenden Kommunalfreisinns allen socialen Anforderungen gegenüber, heute dringlicher denn je geworden ist. = Parteigenossen! Das volksfeindliche Dreiklassen Wahlsystem, dessen Ungerechtigkeit die erste und zweite Wählerabteilung ausschließlich den Geldsacksinteressen reserviert, zwingt uns, unser ganzes Wirken auf die dritte Abteilung zu konzentrieren. Diese muß aber der Socialdemokratie erobert werden. In begeisterungsfreudiger Agitation sind die Säumigen aufzurütteln, die Unentschiedenen zu belehren, damit sie wie bei der Reichstagswahl so auch bei den Wahlen zum Stadtparlament ihre Rechte durch die Wahl socialdemokratischer Vertreter zur Geltung bringen. Auf zur Agitation! Vorwärts zu Kampf und Sieg! Die socialdemokratischen Kandidaten kind: 21. Wahlbez.( Stadtbez. 149, 162-166): Fritz Wilke. 26. Wahlbez.( Stadtbez. 157, 160, 189-193): Hugo Heimann. 27. Wahlbez.( Stadtbez. 184-188, 194-195): Ad. Hoffmann. 30. Wahlbez.( Stadtbez. 210-215, 255, 256): Joh. Saffenbach. 33. Wahlbez.( Stadtbez. 237-241, 243, 244): Koblenzer. 38. Wahlbez.( Stadtbez. 260-264, 277): Gleinert. 1. Wahlbez.( Stadtbez. 1-10): Frik Preuß. 3. Wahlbez.( Stadtbez. 21-23, 25-30): Friedr. Luk. 6. Wahlbez.( Stadtbez. 40-42, 50-53, 56): Ferd. Ewald. 7. Wahlbez.( Stadtbez. 54, 55, 57-63): Karl Lankow. 15. Wahlbez.( Stadtbez. 109-113): Tolksdorf. 16. Wahlbez.( Stadtbez. 114-121): Th. Mehner. 19. Wahlbez.( Stadtbez. 136-142): A. Körsten. 20. Wahlbez.( Stadtbez. 145-148, 150, 151, 201): Lokales. Dr. Friedeberg. Zeit des stilleren Geschäftsverkehrs durch Mangel a t Arbeit. Die Geschäftsinhaber fangen fofort an zut stöhnen und flagen, weint sie in der Saison einmal nicht gleich genügend Aushilfspersonal bekommen fönnen. Tausendmal mehr Grund zu flagen hätten die Angestellten, wenn sie bei Schluß der Saison nach Erledigung ihrer Aushilfsarbeit überflüssig" werden und wieder aufs Pflaster fliegen. Die Zeit vor Weihnachten ist so recht eine Zeit der Aushilfs stellungen. Wer jetzt eine solche Stellung anuimmt, der kann mit Gewißheit darauf rechnen, daß er acht Tage nach dem Fest des Friedens auf Erden und des allgemeinen Wohlgefallens brotlos wird. Wem soll man es da verdenken, daß er sich nicht nach Aushilfsstellungen drängt, sondern, falls er es irgend auszuhalten vermag, lieber auf eine festere Stellung wartet? 40. Wahlbez.( Stadtbez. 273, 275, 276, 278, 305, 306): Dr. Freudenberg. 43. Wahlbez.( Stadtbez. 290-292): Ferd. Ewald. 44. Wahlbez.( Stadtbez. 293-298): Rud. Millarg. 45. Wahlbez.( Stadtbez. 299-301, 303, 304): Th. Glocke. 46. Wahlbez.( Stadtbez. 307, 308, 315-318): Aug. Singe. 47. Wahlbez.( Stadtbez. 309-314, 325, 326): Rich. Augustin. 48. Wahlbez.( Stadtbez. 319, 320a, 320b): W. Pfannkuch. Zu dem gestrigen Gerüsteinsturz in der Nenen Königstraße. wird gemeldet, daß es dem verunglückten Polier August Scholz, der beide Beine zweimal brach, leidlich gut geht; es ist Aussicht vor handen, ihn am Leben zu erhalten. Die Ursache des Unfalls ist, zweifellos darin zu suchen, daß die Leitern nicht durch Haken mit der Giebelwand verbunden waren. Ob die Schuld den anrüstenden Polier oder den Meister trifft, wird die weitere Untersuchung festzustellen haben. Der ,, Süddeutsche Postillon" ist des sächsischen Reformationsfestes wegen in Berlin nicht rechtzeitig eingetroffen. Zweiter Wahlkreis. Sonntagvormittag 7½ Uhr findet eine Flugblattverteilung statt. Die Genossen werden ersucht, hierzu zahlreicher wie bisher in folgenden Lokalen zu erscheinen: Pinzer, Schützenstr. 18/19; Saß, Markgrafenstr. 102; Schulz. Bring Ein trauriges Familienbild. Eine Schreckensnacht erlebten Albrechtstr. 3; Voigt, Königgrägerstr. 39; Siebert, Großbeeren Straße 54; Quand, Bellealliancestr. 74; Keßner, Hagelsbergerstr. 23; die Bewohner des Hauses Fennstr. 6 in der Nacht zu gestern. Hier wohnt seit 6 Jahren der Schlosser Robert Wilhelmi mit seiner Frau Faller, Pallasstr. 16; Werner, Bülowstr. 59. Außerdem werden die Genossen, welche am Tage der Wahl helfen wollen, gebeten, sich und drei Kindern, einer Tochter und zwei Söhnen, im Alter von 11 bis zu 18 Jahren. Wilhelmi ist dem Trunke ergeben und arbeitete in den Wahlbureaus bis 8 Uhr morgens zu melden: für den seit Jahren nicht mehr. Seine Frau erkrankte vor Gram und liegt dritten Bezirk bei Saß, Markgrafenstr. 102; für den sechsten Bezirk Im Gegensatz zur Stadtverordneten- Versammlung ist der seit drei Wochen im Augustahospital an einem Gallensteinleiden darnieder. bei Werner, Bülowstr. 59; für den ficbenten Bezirk bei Schulthes, freisinnige Magistrat bekanntlich der Ansicht, daß das kommunal- Als Wilhelmi gestern abend um 103/4 1hr wieder betrunken nach Hause Großbeerenstr. 18. Das Wahlkomitee. Wahlrecht auch solchen Einwohnern zu entziehen ist, die die kam, gab es einen furchtbaren Auftritt. Seiner Sinne nicht mehr Achtung, Moabit! Alle diejenigen, welche gewillt find, am Kur- und Verpflegungskosten für Krankenhausbehandung raten- mächtig, verfiel der Mann in Tobsucht, ergriff die brennende Sonntag, den 5. November, bei der Flugblattverteilung, weise abzahlen. Nach der rigorosen Auffassung des Magistrats Petroleumlampe, die auf dem Tische stand, und warf sie auf sein lange, bis er die Kosten Bett. sowie am Wahltage, den 6., zu helfen, werden ersucht, sich zu gilt ein solcher Einwohner so Die Kinder, die aus ihren Betten gesprungen waren, vermelden: Für den 44. und 45. Kommunal- Wahlbezirk bei Johann nicht bis auf Heller und Pfennig zurückerstattet hat, als hinderten ein Umsichgreifen des Feuers, indem sie es in seinen Pfarr, Buttligstr. 10; für den 43. bei Karl Fischer. Beussel- eine Person, die aus städtischen Mitteln Armenunterstügung Anfängen mit Kissen erstickten. Nur wandte sich die Wut des Vaters straße 9, frith 7 Uhr. Das Wahlkomitee. empfangen hat. In dem aus der verschiedenartigen Auffassung gegen sie. Mit einem Küchenmesser drang er auf sie ein und drohte, zwischen Magistrat und Stadtverordneten- Versammlung entstandenen sie zu erstechen. Die Gefährdeten riefen durch ihr Hilfegeschrei die Die Mitglieder der Lokalkommission in Berlin und der Stonflikt wird zunächst vor dem Bezirksausschus verhandelt. Hausgenossen herbei und holten die Polizei. Dicie ließ einen Umgegend werden aufgefordert, soweit sie gewählt sind, genaue Der Verhandlungstermin ist auf Dienstag, den 7. November, vor Stoppichen Rettungswagen kommen, um den Tobenden einer Anstalt Mitteilung über Namen und Wohnung bis zum 5. November an mittags 10% Uhr angesezt. Vertreter der Stadtverordneten- Ver- zuzuführen. Erst den vereinten Bemühungen der Schußmänner und Genossen Karl Scholz, Berlin, Wrangelstr. 110, ein jammlung ist Justizrat Dr. E. Friedemann. der Krankenwärter gelang es, ihn zu überwältigen. zusenden. Am 19. November erscheint die neue Lokalliste. Die Lokalkommissions- Mitglieder wollen bis spätestens 16. November für sämtliche in Betracht kommende Ortschaften die Verzeichnisse an die Berze Scholz einsenden. An teilt Jm 27. Kommunal- Wahlbezirk wird wie man uns mit von den Gegnern die Lüge verbreitet, der Kandidat unserer Partei, Adolf Hoffmann, erfülle nicht die durch die Städte- Ordnung in diesem Bezirk erforderlichen Ansprüche, d. H. er ſei fein Haus befizer. Dieses Gerücht wird natürlich in der Absicht kolportiert, die Wähler irrezuführen. Wir können dem gegenüber nur auf das bestimmteste erklären, daß Genosse Hoffmann den nach der Nichtung erforderlichen Ansprüchen durchaus genügt und die Genossen gut thun, solcher Wahlmache fofort energisch entgegenzutreten. Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern. Herr Geheimrat Professor Dr. Waldeyer ist verhindert, am nächsten Montag den Vortrag zu halten, er wird am Montag, den 13. November seinen Kursus über die Muskeln des Menschen und deren wichtigste Leiſtungen" im Hörsaal des anatomischen Instituts fortsetzen. Die Wichtigkeit der Stadtverordneten- Wahlen Orgelvortrag. Freitag, abends 7/4 Uhr hält Herr Musikdirektor Otta soll nach§ 21 der Städte- Ordnung in dem den Wahlen vorher: Dienel in der Marienkirche einen Orgelvortrag bei freiem Eintritt zur Ergehenden wöchentlichen Hauptgottesdienst von den Kanzeln Marienkirche. Das Dieneliche Botalquartett( Frl. Gertrud Mauisch, Frl. innerung an feine vor dreißig Jahren erfolgte Einführung als Organist der herab verkündet werden. Dementsprechend wird dieser Hin Lotte Dienel, Herr Alex. Curth und Herr Carl Nasche), die Gellistin Fr. weis am nächsten Sonntag in den hiesigen Kirchen wieder gegeben werden. Die bezügliche Bestimmung der Städte- Ordnung fußt wohl Die Secessionsausstellung hat 33 000 m. Ueberschuß Elisabeth Ganz und Herr Robert Schwießelmann wirken mit. Die Thüren auf der Auficht, daß eine Verkündigung von dieser Stelle aus die gebracht. Die nächstjährige Ausstellung der Berliner Secession soll der Kirche sind nicht vor 7 Uhr offen. weiteste Verbreitung garantiert und die beste Feuerbericht. Mittwochabend 8 Uhr konnte rechtzeitig eine im Sinne der am 1. Mai eröffnet werden. Herrschenden Gesellschaft„ beste" Wirkung hat. Früher traf das gefahrdrohender Brand unterdrückt werden, der in der GlühkörperDer Fall Ziethen bildete das Thema eines Vortrags, welchen fabrik Jdeal" in der Raupach str. 6 zum Ausbruch fan. Der vielleicht zu, aber heute nicht mehr, namentlich nicht in Berlin. in Fabrikinhaber hatte unvorsichtigerweise Streich Zehntel befest, das quen find hier die sirgen noch nicht zu einem gidy- Wereinigung einberufenen und von etiva 500 Perſonen Bola weggeworfen, bag eine geweile ein noch bementes Chris gewöhnlichen Sonntagen Kirchen giebt nach Maßgabe überhaupt vorhandenen Bläge noch nicht 10 000 Besucher, und dieses Häuflein setzt sich besuchten Bolksversammlung hielt. Der Redner würdigte einleitend Glühstrümpfe, sowie Tische in Brand setzte. Durch rechtzeitiges Blaze noch nicht 10 000 Besucher, und dieses Häuflein setzt sich die Berdienste Egidys und Liebknechts um die Revision dieses Pro- Eingreifen der Wehr konnte jedoch die Gefahr bald beseitigt noch größtenteils aus noch größtenteils aus alten Frauen und schulpflichtigen Kindern, Vorher erfolgte etn Ausrücken der Wehr nach also aus nicht wahlberechtigten Personen zusammen. Ein solches effes und ging dann zu einer kritischen Behandlung der Punkte werden. wo in einer Küche Papier und Auditorium an die Wahlen zu erinnern, ist eine etwas sonderbare über, welche die Sache Biethen zu einer so merkwürdigen Nharlottenstraße 12, und das öffentliche Interesse herausfordernden Lumpen in Flammen aufgingen. Ein Ruf nach Perleberger Aufgabe. Manchem Geistlichen mag überhaupt eigentümlich dabei zu Mute machen. Er sprach über die Unverwertbarkeit der sogenannten straße 16 war auf blinden Lärm zurückzuführen. Angerfein, wenn er feine Gemeinde vorschriftsmäßig auf die Wichtigkeit Bengenaussagen der graufig verwundeten Ehefrau Ziethen, berührte in ünderstraße 2 hatte der Fußboden in der Küche Feuer ges Gollnowstraße der Stadtverordnetenwahlen hinweist und sie auffordert, sich im rechten die zu Gunsten des Verurteilten angestellte Zeitberechnung, behandelte fangen, und gleichzeitig drohte Gollnow straße 13 eine Gase der Stadtverordnetenwahlen hinweist und sie auffordert, sich im rechten den Fall Gottschalt in Verbindung mit dem Prozeß gegen den explosion durch eine schadhaft gewordene Gastrone herbeigeführt, Geiste daran zu beteiligen. Wer so in einem richtigen Berliner Arden beiterviertel das Wort Gottes zu predigen hat, der weiß im Schriftsteller Landaner und zum Schluß die Geständnisse des Lehr- die aber durch Abstellung des Haupthahnes noch rechtzeitig verhindert voraus, daß sich die Arbeiterbevölkerung der Wichtigkeit der Stadt. lings Wilhelm, sowie die Beurteilung, welche dieselben durch das wurde. Im Laufe des Donnerstags hatte die Wehr Michael. firchstraße in einem Kramladen und Martusstraße 52 in verordnetenwahlen ohnedies mehr und in anderer Weise bewußt ist, Oberlandesgericht Köln erfahren haben. Am Ende seiner von Beifall begleiteten Ausführungen erklärte einer Lackiererwerkstatt Schadenfeuer abzulöschen. Ein Alarm nach als es gewissen Leuten behagen will. Ach, wie viele jähen es von Herzen der Referent, daß die jüngsten Ermittlungen des Biethen- Komitees Stöpniderstraße 105 betraf blinden Lärm. gern, wenn sich die Arbeiter von der Wichtigkeit der Stadtverordneten Wahlen lieber nicht über ein ernentes Herantreten an das Gericht ermöglichten, ohne Beine zeugen ließen, wenn sie den Wahlen ganz fern blieben, damit Burüdweisung aus den von diesem bisher ins Feld geführten Gründen die Stügen der Stadt hübsch unter sich wären und, wie früher, befürchten zu müssen. be salt watatoa machen könnten, was sie wollen. Major Lauff. Die Zeitungen melden: Auf Wunsch des Kaisers, Charlottenburg. Sonntag finden drei öffentliche Versamme Möge die arbeitende Bevölkerung Berlins am der sich, wie gestern schon berichtet worden, während seines jezigen lungen statt, in welcher die Stadtverordneten- Kandidaten Schrift kommenden Montag, auch wenn kein mahnendes Kanzelwort zu ihr Aufenthaltes auf Schloß Liebenberg viel mit fünstlerischen Ansteller Kurt Baake, Dr. Bruno Borchardt und Paul Hirsch über die gedrungen ist, ihrer Pflicht eingedent sein! Wenn wir gelegenheiten beschäftigte, ist an eine Neubearbeitung von Webers bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen sprechen werden. nicht fürchten müßten, durch die Anwendung eines biblischen Citates Oberon herangetreten u worden. Der neue Wiesbadener Die Versammlungen tagen bei Niez, Spandauer Berg, in der in einer weltlichen Angelegenheit bei unserer in diesem Puntte jest Dramaturg Major Lauff hat den Text umgedichtet. Auch Gambrinus Brauerei, Wallstr. 94 und bei Fischer, Beusselstr. 9. sehr empfindlich gewordenen Orthodoxie Aergernis zu erregen, dann wünscht der Kaiser, daß die orientalischen Melodien" in der Mufit Das Erscheinen jedes Wählers ist notwendig. würden auch wir sagen: Möge die arbeitende Bevölkerung Berlins hervorgehoben werden. Wie weiter mitgeteilt wird, hat Herr Major Stralau. Sonntagnachmittag 2 Uhr spricht Genosse Markwald sich an den Wahlen im rechten Geiste beteiligen! So aber auff den Text deshalb umgedichtet, weil selbiger bisher zu schlecht in der Victoria- Brauerei über das Problem der Frauenfrage. In wollen wir lieber deutlicher sagen: Möge sie es in social- gewesen ist. Es wird nichts darüber gemeldet, ob Herr Lauff, wie derselben Versammlung erfolgt die Neuwahl der Parteiämter. demokratischem Geiste thun! feine bisherigen mittelalterlichen Heldengestalten so auch den umDer socialdemokratische Vertrauensmann von Nixdorf, Mangel an kaufmännischem Personal? Durch die Berliner gedichteten Hüon und Scherasmin die fünftige Größe des HohenBlätter ging fürzlich die Nachricht, daß zur Zeit Mangel an weib- 80erutums vorahnen oder gar die Meermädchen die Notwendigkeit Genosse Mar Pause, wohnt Herrfurthstr. 2, vorn 2 Kr. einer starken Flotte preisen läßt. lichem faufmännischen Personal, namentlich an Aushilfspersonal, in Berlin herrsche. Hierzu erklärt jetzt die Leitung des Berliner„ Kauf- Die letzte Mieterin des im Abbruch befindlichen Haufes Neue männischen und gewerblichen Hilfsvereins für weibliche Angestellte" Noßstr. 18, Frl. Horn, hat jetzt den Eckladen an der Ecke der Wallin ihrem Vereinsorgan, an Aushilfs personal fehle es aller- ftraße geräumt, so daß dem weiteren Abbruch des Hauses nichts dings, aber das sei nichts Außergewöhnliches, sondern trete alle mehr im Wege steht. Jahre um diese Zeit auf. Zur Saison werde eben immer " Aus den Nachbarorten. Das Komitee. Nixdorf. Die Stadtverordneten Versammlung sollte in ihrer gestrigen Situng je 19 Mitglieder und Stellvertreter in die Vore Die Angelegenheit wurde jedoch einschätzungs- Kommission wählen. noch einmal an die Vorschlags- Kommission zurück verwiesen. Der Magistrat beantragt im Einverständnis mit der Schuldeputation jetzt ist die Zahl der Klassen größer als die der Lehrer, so daß von der erforderlichen Mittel in den Etats für das Jahr 1900/1901. Schon die Einrichtung von 16 neuen Gemeinde- Lehrerſtellen und die Einstellung viel Aushilfspersonal verlangt. Es nähmen aber nur wenig Angestellte ein Bildhauer Wilhelm Nonn, unter dem Verdacht verhaftet Ein Doppelmörder? In Bonn ist, wie wir gestern meldeten, gern einen solchen Posten an, fie suchten selbstverständlich lieber worden, im vergangenen Jahre die unverehelichte Luise Günther in der Hasenheide ermordet zu haben. Hierzu wird der jehr auch die Arbeit der Handelsangestellten, der männ dem ermordeten Balentini in Arbeit; man hat ihn auch wegen einstimmig angenommen. Der Magistrat beantragt ferner, sich mit gegenwärtig allgemein Mangel an Personal herrsche. Wie geitung" aus Bonn berichtet: Der Verhaftete stand längere Zeit bei werden müssen. Dieser Zustand, den der Magistrat selbst als Note behelf bezeichnet, soll allmählich beseitigt werden. Der Antrag wurde lichen wie der weiblichen, mehr und mehr zur Saisonarbeit der Anstellung eines technischen Hilfsarbeiters für Schuls wird, das ist bekannt. Diese Entwicklung macht sich für die Geschäfts- dieser That in Verdacht. inhaber wie für die Angestellten immer unangenehmer fühlbar, aber Die Feldbahn- Fabrik Arthur Koppel in Berlin verlegt ihre angelegenheiten einverstanden zu erklären. Zur Besoldung allerdings in sehr verschiedener Weise; für die Geschäfts- Werkstätten nach Seegefeld an der Hamburger Eisenbahn, eine Meile sollen für das laufende Jahr 625 M. bereit gestellt, und später soll inhaber in der kurzen Zeit der Saison durch Mangel hinter Spandau, wo ein Gelände von 20 Morgen zum Bau neuer nach folgenden Ecundsäzen verfahren werden: Der Hilfsarbeiter erhält jährlich außer dem festen Betrag von 1500 m. für jeden an Personal, für die Angestellten in der lang enl Fabritanlagen angekauft worden ist. werden. Etats Deshalb wolle 4 *) Weizen Marktpreise von Berlin am 1. November 1899.1 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. * Roggen D.- Ctr. 15,20 14,20 Schweinefleisch 15,10 14, 14,- Kalbfleisch 1 kg 1,60 1,10 1,80 1, Futter- Gerste Hafer gut mittel 14,20 13- ammelfleisch 1,60 1, " # 15,20 14,60 Butter 2,80 2, 14,50 13,90 Gier 60 Stud 4,80 2,80 " gering Richtstroh 13,80 13,30 Sarpfen 3,66 Aale 1 kg 2,20 1,20 2,80 1,20 # 2,60 1, " 1,80 1.1,80 0,80 1,40 0,80 2,50 Heu †) Erbsen + Speiſebohnen insen die Zahl von 13 000 übersteigenden Gemeindeschüler 10 Pfennig. Aus Charlottenburg wird bekannt, daß die Disziplinar- sich unter letteren befindet, wurden beide Beine abgefahren. Viele Maßgebend ist der Stand des dem Etatsjahr voraufgehenden Boruntersuchung gegen drei dortige Magistratsbeamte ab- Personen sind leicht verletzt. 1. November. Zur Begründung verwies der Magistrat auf das geschlossen worden ist, die im Verdacht standen, dem verhafteten starke Amvachsen der Bevölkerung und die ungewöhnliche Ver- Reichsglöckner Gehlsen städtische Aftenftüde für seine Angriffe gegen mehrung der in Schulangelegenheiten zu bewältigenden Arbeiten. die Charlottenburger Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt gu Die Anstellung eines Stadijchulrates sei zur Zeit noch nicht haben. Gegen zwei Beamte ist Antlage beim Bezirksausschuß er erforderlich und müsse namentlich wegen der damit verhoben worden, während der dritte außer Verfolgung gesetzt wurde. bundenen erheblichen Belastung des so lange wie Erschossen aufgefunden wurde gestern abend in der Nähe der angängig verschoben es man bei einem schultechnischen Mitarbeiter bewenden lassen, der die Ge- Kaserne in 23est end der Sergeant G. von der 9. Kompagnie des schäfte im Nebenamt führe. Der Magistrat habe beschloffen, Königin Elisabeth Garde Grenadier Regiments Nr. 3. Furcht vor im Falle der Bewilligung der erforderlichen Mittel den Streis- Strafe, die er wegen einer kürzlich stattgehabten Schlägerei mit CivilSchulinspektor Dr. Komorowski zu Rigdorf unter or personen zu gewärtigen hatte, hat ihn in den Tod getrieben. behalt des jederzeitigen Widerrufes in dieses Ueber die Zerstörung an der Ringergruppe auf der den Nebenamt zu berufen. Auf Antrag des Stadtverordneten Lustgarten in Potsdam abschließenden Sandsteinkolonnade herrscht Abraham wurde für die Dauer der Verhandlung fiber ben jegt, wie die„ Botsb. Storr." meldet, nach genauer Untersuchung des Magistratsvorschlag gegen den Protest der Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Die Verhandlung nahm mehrere weise durch Kinder, die unter derfelben hinweggekrochen sind und sich Stunden in Anspruch. Schließlich wurde der Antrag des Magistrats dabei an dem Arm festgehalten haben, abgebrochen wurde. Es hat mit der Abänderung angenommen, daß das Gehalt auf 1500 W. zu fich nämlich herausgestellt, daß die Gruppe im Laufe der Jahre verbemessen die fortlaufende Erhöhung späteren Beschlüssen schiedene Brüche in dem Sandstein erhalten hat. Kasperle in oder Deutschen Tagesztg." wird jetzt zu beweisen haben, daß es Der Socialdemokratische Verein von Nieder- Schöneweide socialdemokratische Kinder waren, die das Zerstörungswert Johannisthal hält seine Mitgliederversammlung am 4. November, Der„ Lokal- Anzeiger". In der letzten Abendnummer des vorzubehalten sei. Die Verhandocialdemokraten die Bildwerkes die Ansicht vor, daß der Arm der einen Figur möglicher abends 81/2 Uhr, bei Senftleben ab. startoffeln, neue の 50, 25, 70 30, 7,20 4,- Bander Hechte Bariche 4, Bleie Rimbſielich, Keule 1kg 160 1,20 treble per Schod 12do. Bauch" 1,20 1, *) Grimittelt pro Tonne von der Centralstelle der Brenk. Landwirt. schaftskammern Notierungsstelle für den Doppel- Centner. Produttenmarkt wiederum durch verstärktes und umgerechnet vom Polizeipräsidium +) Klein handelspreise. f vom 2. November. Der Getreidehandel war einflußt. Für die Minderbewertung bes Brotgetreides fam ferner die Fortbiüiger angeboten. Infolge der allgemein matteren Tendenz gab auch Hafer dauer des schönen Wetters und die befriedigende Kartoffelernte in Betracht. Bei ziemlich belanglosem Geschäft war Weizen bis 1,50 M., Roggen 1, M. 50 Bf. nach, während Nüböl seinen Preisstand nicht veränderte. Am Spiritusmartt famen wieder einige Abschlüsse zu stande, Superintendent Borberg in Schöneberg andkreis wie starken freundschaftlichen Charakter das Verhältnis hatte, das nachdem die Nehmer und Geber von Locoware ſich auf den Preis von hat am 1. November sein Amt als Kreis- Schulinspektor für den Berlin- Kölln Land II aus Gesundheitsrücksichten niedergelegt. In dem Beleidigungsprozeß gegen die Männer, die den Wut hatten, die Schöneberger Schülermißhandlungen zu rügen, erklärte seiner Zeit Herr Vorberg als Zeuge, daß die prügelnden Lehrer gewiffen hafte und vertrauenswürdige Leute seien. O fam leicht befestigt. Schöneberg. In der Nummer vom Mittwoch nahmen auch neuen zu begeben. Borüberreitenden bemerkten, Schod. Tendenz: etwas fester. die trotz allem auch in tausenden Arbeiterfamilien gelesenen Blattes finden wir unter Rigdorf folgendes:" Der legte Gendarm. Einen zwischen der Bevölkerung Rixdorfs und den geschiedenen Gendarmen 46,40. für 70 er geeinigt hatten. Termine waren bei stillem Geschäft bestand, konnte gestern bei einer netten Scene so recht beobachtet Kartoffelfabritate. Feuchte Kartoffelstärke 10,90 m. Ia reine werden. Nachdem die am Dienstag Kartoffelstärke disponibel und November Dezember 20,75 M. Ia Stärke den Ort verlassen bert Ort berlaffen habe meiſten Gendarmen von ihnen langsam und Mehl, Mittel Qualität 19,50-20,00 m. per 100 Stilogramm. die Kirchhofstraße heraufgeritten, um sich nach Dahlem, seinem Eier Berich Schock. Aussortierte kleine Ware je nach Qualität vom 2. November. Normale Eier je nach Qualität Auf dem ganzen Wege tamen von 3,25-3,70 m. bon 2,30-2,35 M. per Schod. Stalfeier je nach Qualität von 3 M. per die gerade wir von der aufsehenerregenden Beschuldigung Notiz, die der Geheim- aus den Häusern heraus oder öffneten die Fenster, riefen dem godini) golds 0 sekretär Konopke gegen den Stadtverordneten Schlächtermeister Haase erhoben hatte. Herr Stonopte veröffentlicht in dieser An- Scheidenden ein herzliches, lautes Lebewohl!" nach und winkten uro Briefkasten der Redaktion. gelegenheit nunmehr folgende Erklärung: In einer Wählerber- mit Tüchern und Hüten. An der Ede der Hermannstraße am Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und fammlung zu Schöneberg habe ich bem Schlächtermeister, Stadt- Mariendorfer Weg eilten aus dem Blandſchen Gasthof alle Gäste verordneten Herrn Haase den Vorwurf gemacht, daß derselbe auf dem herbei, auch die dort in der Nähe wohnenden Geschäftsleute tamen Freitag von 6-8 Uhr abends statt. hinzu, und so mußte benn der Gendarm hier ſein Bferb anhalten, M. N. 400. Unter der Voraussetzung, daß hiesiges Recht in AnWochenmarkt ชน Schöneberg ungestempeltes Fleisch angekauft und in mit all den Leuten einen lezten Händedruck wechseln und Bescheid wendung fommit: 1. Wenn das Testament anfechtbar ist. 2. Der Pflicht der Markthalle auf dem Magdeburger Platz durch seine Frau ver- thun auf die vielen Schoppen, die schnell auf sein ferneres Wohl- teil beträgt nach märkischem Recht, wenn 4 oder weniger erbfähige Seinber fauft hat. Ich kann diesen Vorwurf nicht aufrecht erhalten, da ich mich inzwischen überzeugt habe, daß die mir zu ergehen geleert wurden." Es ist nur dieser Leiſtung noch hinzuzu- ba finb, 2, wenn mehr als 4 stinder da ſind, ½ der Groportion. bereits mein Bebauern vor dem Herrn Schiedsmann über den ge- franen, Greise und Kinder vor Schmerz ohumächtig geworden eine entgegenstehende Beſtimmung enthält, Eintragung ihres Pflichtteils auf getragene Behauptung unrichtig ist, habe auch Herrn Haase gegenüber fügen, daß beim Anblick des legten Gendarmen einige Rirdorfer halb zwei Jahren. 4. Nein. 5. Ihm. 6. Ja. find. Vor seelischem Schmerz natürlich. machten Vorwurf ausgesprochen. M. Konopke." alt se send In Zukunft wird Herr Konopke hoffentlich vorsichtiger in seinen Der ehemalige Gendarm Schenkowik wurde am Mittwoch Anschuldigungen sein.i Bout aus dem Spandauer Amtsgerichtsgefängnis als Untersuchungsgefangener nach Moabit gebracht; er war beim Transport gefeifelt. Vom Charlottenburger Hausagrariertum. In der Nachbar- Sch., früher Sergeant eines Spandauer Garderegiments, hatte eine schaft der technischen Hochschule wohnten seit Jahren eine Anzahl Stelle als Gendarm in Neu- Weißensee erhalten. Wegen zahlfleiner Leute, die sich einen kleinen Nebeneriverb schafften, indem sie reicher Amtsvergehen wurde er aber nach wenigen Monaten seines cin bis zwei Zimmer an Studenten vermieteten. Als mm in diesem Dienstes enthoben; seitdem hat er in Berlin und Vororten nur von Sommer von einer Wohnungsnot in Charlottenburg die Rede war Schwindeleien gelebt, bis er schließlich auf Anzeige der Geschädigten und dieser Umstand zu erheblichen Mietssteigerungen herhalten vor einiger Zeit in Spandau verhaftet wurde. Während der Untermußte, da glaubten verschiedene Hausbesitzer, fie fönnten ihren fuchungshaft ist er von seiten der Militärbehörde, deren Disciplin Häusern dadurch ein vornehmeres Ansehen geben, daß sie Mieter, er als Gendarm unterstand, degradiert worden. Vor dem Civilwelche Chanibregarnisten aufnehmen, nicht mehr in ihren Räumen gericht wird er sich demnächst wegen verschiedener schwerer Wer duldeten. Aus diesem Grunde mußten beispielsweise nicht weniger gehen, darunter auch wegen Verleitung zum Meineid gegenüber als fünf Mieter eines einzigen Herderstraße am seiner Braut, zu verantworten haben. Vermischtes. 1 D. in N. Die Schwieger: mutter bedarf keiner Vollmacht. Ihre Frau kann, falls das Testament nicht dem Grundstück verlangen. G. S. 77. 1. Das Kind bleibt bis zu seinen 14. Jahre fatholisch. Die von Ihnen gewünschten Anrechte auf das Kind können Sie nur durch einen mit der Mutter und dem Vormund geschlossenen gerichtlichen Vertrag gültig erlangen. 2. Verjährung kann in 30 Jahren eintreten. Benachrichtigung erfolgt nicht von Amtswegen. Sie ſelbſt müſſen ben Tod nachweisen und bei dem Amtsgericht Schritte zur Erlangung der Erbschaft machen. P., Luckauerstraße. 1. Ja. 2. Ja. 3. Das hängt davon ab, welches Güterrecht für die Eheleute gilt, wo sie den ersten Wohnsitz nach der Ehe genommen und ob sie einen Vertrag geschlossen haben. 4. Ein Wandergewerbeschein kann u. a. versagt werden, wenn seit Verbüßung im Besets specifizierter Bestrafungen noch nicht 5 Jahre verflossen find. Früher( vor der Novelle vom August 1896) betrug diese Frist 3 Jahre. Witterungsübersicht vom 2. November 1899, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer ftand mm Wind richtung Windstärke Wetter Stationen Barometer= stand mm Wind Bunzia Windstärke Wetter Temp. n. C. 15° G.= 4° R. 7 SSO 760 O 763 SO 1ivolfig 8 Aberdeen 743 3 heiter 201b. bed. 3 Betersburg 757SSW 2hlb.beb. Cort 743281 3 paparanda 755 N 2Mebel Regen 4bebedt 2 13 Swolfig München Wien 766 SD 769 SSO 2 hlb.bed. 4 Baris woltent 5 758 SSW 2 bedeckt 11 14 1. Oktober ziehen. Wer sich mit teten befassen 10 wollte, oder wer auch nur mit mehreren Kindern gesegnet prodandaghan war, dem fiel es sehr schwer, eine paſſende Wohnung zu finden. Meistens ang nis Swinemde. 762 wurden derartige Wohnungsuchende zurückgewiesen. Mancher Haus- e? aid m wirt hat sich allerdings in seinen Spekulationen verrechnet. Auch dem der Typhus ist auf drei Schiffent, welche auf dem Emis- Jade- Hamburg Besizer des genannten Hauses in der Herderstraße ist es nicht ge- Sanal verkehrten, konstatiert worden. Amtlicherseits wurden deshalb Berlin lungen, anstatt der gekündigten kleinen Leute vornehme" Mieter zu in den anliegenden Gemeinden die nötigen Warnungen erlassen. erhalten; er mußte sich vielmehr dazu bequemen, wieder Lente auf- Todesfälle sind noch nicht vorgekommen. zunehmen, die an Studenten vermieten. Es sind eben in jener Breßnire( Departement Deng Cèvres), 2. November. Heute Gegend zahlreiche Familien auf diesen Erwerb angewiesen, und so früh 2 Uhr fließen auf Bahnhof Thonars zwei Eisenbahnzüge zue Wetter- Prognose für Freitag, den 3. November 1899. Ziemlich heiter, etwas wärmer, bei mäßigen bis frischen südlichen groß ist die Wohnungsnot in Charlottenburg nicht, daß sich die sammen. Zwei Mann des Zugpersonals wurden getötet, zehn Ber- Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Wirte vornehme" Mieter nach ihrem Geschmack aussuchen können. fonen schwer verlegt. Dem Deputierten Cunéo d'Ornano, welcher " Achtung, V. Wahlkreis. Sonntag, den 5. November, vormittags 11 Uhr, im Saale des ,, Handwerker- Vereins", Sophienstr. 15: Oeffentliche Töpfer. Achtung! Berliner Wetterbureau. Berlin, den 23. Oftober 1899. Deffentliche Sigung Achtung! Sonnabend, den 4. November, vormittags 9 Uhr, bei Keller( großer Saal), Koppenstraße 29: wirts Kommunalwähler- Bersammlung Oeffentl. Verlammlung der Töpfer Berlins u. Umg. Tages: Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. 2. Diskussion. 217/17 Achtung! Das Wahlkomitee. 194/4 Tages spitsid Das Resultat der Verhandlungen mit der Meisterschaft.pd do Die Lohnkommission. 96 Achtung! Achtung! Zimmerer. This IV. Wahlkreis. 172 Achtung! des königlichen Schöffengerichts I. In der Privatklagesache des Gast: gegen en ben Maurer i Berlin Wilhelm Sunow, ebenda, wegen Beleidigung, schließen Parteien folgenden Bergleich: Der Angeklagte bedauert, aus Mißverständnis den Kläger beschuldigt zu haben, der Polizei Dienste geleistet zu haben, und erklärt, daß die Behauptung unbegründet ſei und verspricht, sie nicht mehr zu wiederholen. der Angetlagter übernimmt die Kosten. Sonntag, den 5. November 1899, nachmittags 12 Uhr, in den Arminhallen, Belvattläger nimmt die Klage zurüd Kommandantenstr. 20: hard dr 20., 21., 26., 27. Kommunal- Wahlbezirk Oeffentl. Versammlung der Zimmerer Sonntag, 5. November, mittags 12 Uhr: Grosse Versammlung sting of Berlins und der Vororte. studija admin Tages Ordnung: 255/9 g. 11.( 29779* ach( gez.) Wilhelm Runow. ( gez.) Johann Pfarr. und filmimpis, tunds bei Keller, Koppen- Straße 29. din sprin 1. Die Bestrebungen des Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe und der Verband der Tagesordnung: Was wollen die Arbeiter im Roten Haus? Bimmerer Deutschlands. Referent Ramerab August Bringmann( Hamburg). d 2. Bericht des Delegierten der Gewerkschaftskommission. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich 12 Uhr eröffnet. itirdik Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer: H. Knüpfer. Referenten: gallsticks Dr. Friedeberg, Arthur Stadthagen. Um rege Beteiligung ersucht 215/19 Das Komitee. Neue Zeit zu kaufen gesucht. Weltere Jahrgänge und den Jahrgang 1898/ 99.1 233/18 Angebote erbittet schleunigst Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW, Beuthitr. 2. Deffentl. Wähler- Versammlung Deutscher Holzarbeiter- Verband. Centralverband der Maurer Deutschlands für den 38. Kommunalwahl- Bezirk Heute, Freitag, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20-21, am Sonntag, den 5. November, vorm. 11% Uhr, im Swinemünder Sitzung der Orts- Verwaltung. Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 42. Tages Ordnung: 1. Warum ist es notwendig, daß die Arbeiterschaft sich an den Stadt220/15 verordneten- Wahlen beteiligt? Referent Reichstags- Abgeordneter Franz Tutzauer. 2. Freie Diskussion. Das Wahlkomitee. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter nadis und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Montag, 6. November, abends 82 Uhr, bei Herrn Graumann, Naunynftr. 27: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Achtung! Achtung! Allgem. Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen, Berlin. Sonntag, 5. November, vorm. 9 Uhr, in den„ Andreas Feitsälen", Andreasstraße 21: Mitglieder- Derlammlung. burn of stages Ordnung: mix Unsere Delegierten. Wahlen. 6126 is Die Delegierten Wahlen finden am 3. Dezember statt. Es ist daher Pflicht eines jeden Mitgliedes, in der Versammlung zu erscheinen. ( Bahlstelle I. Puker). Sonntag, den 5. November, vormittags 11 Uhr, im Lokale ,, Arminhallen", Kommandantenftr. 20: Mitglieder- Bersammlung Tages Orduung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Die Sichtarbeit in unserem Beruf und das Liefern der Lampen von seiten der Kollegen. 3. Verschiedenes. 135/2 Die örtliche Verwaltung. Verband der Sattler, Tapezierer und verw. Berufsgenossen( Filiale Berlin 1). Sonnabend, den 4. November, abends 82 Uhr, im Lokal Englischer Hof", Neue Roßstraße 3: Um rege Beteiligung zur Einzeichnung in die Delegierten- Lifte wird Mitglieder- Versammlung. 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Das Problem der menschlichen gebeten. Bei Einzeichnungen bitten bie Buch- Nummer anzugeben. 143/3 Willensfreiheit. 2. Distussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Den Kollegen von Rixdorf zur Nachricht, daß die Bahlstelle fich Jagerstr. 69 bei sie befindet. Der Vorstand. 190 120 1190) Die Dreizehner- Kommiffion. Verband der Bau-, Erd- und Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Technische Fortschritte mit Berücksichtigung der rechnung. 4. Verschiedenes. Motorwagen." Referent: Herr P. Mr. Grempe. 2. Distusfion. 3. Ab 157/17 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Verein der Bauanschläger gewerblichen Hilfearbeiter Deutschlands Filiale der Militär- Effekten- Saltler. Bahlstelle I. Sonntag, den 5. November, vormittags 10% Uhr, bei Buske, Sonntag, den 5. November, vormittags 10%, Uhr, Berlins und Umgegend. Grenadierstr. 33: F General- Versammlung. ages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Fall Zimmermann. 3. Abrechnung bon der Dampferpartie. 4. Verschiedenes und Fragetasten. Beiträge werden nur zwischen 10-11 Uhr angenommen, Der Vorstand. 33/16 45/9 im Lokal Alte Jakobstr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 35910 1. Die legten Konferenzbeschlüsse. 2. Wie stellen sich die Mitglieder zu der Angelegenheit Schmidt? 3. Verbandsangelegenheiten. Berlin IV. 157/18 Sonnabend, den 4. November 1899, abends 9 Uhr, im Lokal Arminhallen", Kommandantenstraße 20: " Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Die Kollegen werden aufgefordert, mit ben Billets von der Sternwarte 1. Wahl des gesamten Borstandes. 2. Wahl der Agitationskommission. 10090.1900 Die Ortsverwaltung. J. A.: E. Wagner. abzurechnen. 3. Verschiebenes. drout jag tappiotdog inson old mail Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 3. November. Urania Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr „ Der Sieg des Menschen über die Natur". Invalidenstr. 57/62: Opernhaus. Die Meistersinger von Tägl. Sternwarte. Nürnberg. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Anfang 7/2 Uhr. Deutsches. Rosmersholm. Anfang 71/2 ich wiederkam... Leffing. Als ic Anfang 72 Uhr. Berliner. Die Herren Söhne. Anfang 7 Uhr. Schilter. Der Richter von Balamea. Anfang 8 Uhr. Neues. Ein unbeschriebenes Blatt. Anfang 72 Uhr. Westen. Die luftigen Weiber von Windfor. Anfang 72 Uhr. Thalin. Der Plazmajor. Anfang 712 Uhr. Residenz. Jagdfreuden. Borher: Familien- Souper. Anf. 71/2 Uhr. Luisen. Molly Carré. Anfang 8 116r. Central. Die Geisha. 7½ 116r. Anfang Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Theater. Neu! Anatomisch. Museum. Dienstag für Damen. PassageTheater: Borst. v. 7-101/ 2 15 erstklassige Debuts. Turnverein ,, Fichte". 10% 920dxtio( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes.) Sonnabend, den 4. Movember Grosses Künstler- Konzert zum Besten eines Fonds für verunglückte Turner des Vereins im grossen Festsaale der Aktienbrauerei Friedrichshain, fr. Lipps. Mitwirkende: Das Neue Berliner Sinfonie- Orchester unter Leitung des Musikdirektors Herrn Karl Zimmer. Orgel: Herr Musikdirektor Kurz. Harfe: Frt. Majder, fowie das Berliner Männer- DoppelQuartett ,, Harmonie. Entree 50 Pr. Tanz 50 Pf. Anfang präcile 8½ the Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei allen Turngenossen und auf allen Turnsälen zu haben. 269/16 Offene Kasse findet nicht statt.nih Bu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Thalia- Theater. CASTANS Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Carl Weiß. Der Weltuntergang. 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Ohm Krüger Dreyfus Mercier Zola. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Direktion: Richard Schulz. Das vollständig nene November- Programm. Madem. Mietté die entzückende Pariser Straßensäng. Zalva Trio die Meister- Afrobaten auf Drahtseil. Tartakoff die unerreicht. russisch. Sänger u.Tänzer. Carmen Roccas Spaniens beste Tänzerin. beste Georg Kaiser Sonntag, nachmittags 3 Uhr: mit seiner unübertreffl. Opernparodie. Erſte Borstellung im Schiller- Cyfius: Mary Wolf Die Räuber. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Central- Theater Direktion: José Ferenczy. Die Geisha. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Fledermaus von Johann Strauß. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstrasse 132. Der Weltuntergang. Großes Ausstattungsstück mit Gefang in 3 Atten( 15 Bildern) von Dir. Carl Weiß und Jos. Dill. Musit von M. Fall. Deutsche Chansonnette. Cabaret. mit seinen Liliputauerhunden. Familie Klein die kleinsten Radfahrer der Welt. Um 9 Uhr 30 min.: Der Schlager der Saison: Das lustigste! wikigfte! amüsanteſte: bunteste: was Berlin gegenwärtig bietet! Rund um Berlin. Berliner Lokalrevue von Jul. Freund. 1. Bild: An der Chansonnettenede Musit von Julius Einödshofer. 2. Bild: Im Ausstellungspart und das feenhafte Ballett Im Reiche der Secession. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonn: allen Räumen gestattet. Billet- Vorfft die größte Sehenswürdigkeit Ber- verkauf: Invalidenbank, Unter den lins, daher sollte niemand versäumen. Linden 24 und Künstlerdant, Unter den sich den Linden 69. Der Plazmajor. Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann. Jin 2. Aft: Gr. Mutostop Terzett. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Neues Clubhaus, 72, Kommandantenstr. 72. Sind noch einige Sonntage zu vergeben. 5026 Achtung! 30-80 Berſonen faffend, Meine Vereinszimmer, 2904L* find noch zu vergehen. P.Zimmermann, Weberit.40 c. Täglich frisch ausgeschlachtet: 25, 30, 40 Bf., on Das Komitee. all Hirschfleisch Blatt 50 31. Palast- Theater erber Ginje 50 n. 55. früher Feen- Palast, Burgstraße 22. Das neue riesengroße November- Programm. Erstklassige Specialitäten Berlin lacht Thränen zum 34. Male über die zwerchfellerschütternde Aus: stattungs- Gesangs- Burleske Susanne im Bade. Berlin staunt um 10 Uhr über die phänomenalen Meisterturner am sechs: fachen Luftreck. Drei Vasilesen. Ant. 72 Uhr. Kasseneröffnung 6 hr. Billet- Vorverkauf vorm. v. 11-1 Uhr. Sonnabends nach der Vorstellung Gesellschaftsabend und Tanz. Vorzugsfarten sind gültig. Apollo- Theater. Um 8 Uhr beginnt Frau Luna mit dem Luftballett ,, Grigolatis" unter abwechselnder Mitwirkung des ständigen Ensembles. Specialitätenteil: Mlle. Rosalba. Franklins Parterre- Akrob. The Gothams, Vokalquartett. E. Bonetty, Dressierte Füchse mit Hühnern, Hunden etc. zusammen in einem Centralkäfig vorgeführt. Die Barra- Truppe, MusicExcentrics. Eva Haller, Soubr. Robert Steidl. Anfang der Vorstellung 7%, Uhr. Ende 11 Uhr. Sanssouci Täglich außer Sonnabends Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Kottbuserstr. 4 a. Anfang wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Donnerstag und Freitag Der Weltuntergang und geftags 7 Uhr. Rauchen ist in nach ber Soirée: Tanz. Der Weltuntergang nachmittags 8 Uhr: Bromenaden anzusehen. Ueber 35 000 Personen haben dieses große Ausstattungsstüd fich angesehen und sind voll des Lobes über den feuerspeienden Berg, über den Zusammenstoß des Ko meten mit der Erde und des Mondes mit der Luftautomobile. Der Weltuntergang beginnt täglich 8 Uhr. Sonnabend: Schüler- Borstellung: Die Räuber. Cirkus Alb. Schumann. Grösster equestrischer Cirkus der Welt. Im eleganten neu renovierten Cirkus Renz. Heute, Freitag, den 3. November cr., abends präcise 7 Uhr: Große außerordentl. Vorstellung mit ganz exquifitem Programm. U. a. Gruß der Kaiserstadt, dargestellt bom Personal. Zum 1. Male: Aus der blauen Grotte auf der Insel Capri. Gr. Ballettdivertissement, ge tanzt von der ersten Solotänzerin Frl. Bertha Happé, der zweiten Solotänzerin Frl. Cariot und 80 Damen bes Corps de Ballett. Bicycles Polo- Teain. Noch nie dagewesen: Pferde als Akrobaten. Die schwierigste Dressur. Original des Dir. Albert Schumann. Parforce- Hirschjagd mit 2 extra dazu dressierten Edelhirschen oder ein Picnic am Rendezvous. Nonius, Lippizaner Schimmel aus d. t. t. ofir. Gestüt, in allen Gang arten der hohen Schule, dreff. u. ger. bout Dir. Alb. Schumann. Champion borer Sullvan. Rappo u. Reade 2c. 2c. Morgen, Sonnabend: 1. Grande Soiree. High- Life. Sonntag: 2 Borst. Kinder bis zu 12 Jahren zahlen nachmittags halbe Preise auf allen Blären mit Uusnahme der Galer Sonntag, ben 5. November 1899, 3 Specialitäten- Vorstellung. 10 neue Debuts. Preise der Plätze: 2 M., 1 M., Entree 50 Pf. Telephon Aint I 2126. Cirkus Busch. Freitag, den 3. November, abends 72 Uhr: Gr. humoristischer Abend. Olympische Spiele. Römisches Biergespann eine 30 Fuß hohe Stas tade hinauffagend und durch das Wasserbassin fahrend. Sturz aus der Höhe der Cirkusfuppel ins Waffer. r. afabentische Voltige mit Salto: mortales und Doppel- Saltomortales über 8 Fuß h. Elefanten u. 10 Pferde. Charivari von 100 Clowns. Gigerl Clowns Daniels als Bauberer. Der Original- August Mr. Cheevers. Clown Misko mit feinem fingenden Bony und seiner ballspielenden Dogge. Die Seelöwen. Unsere Marine. Morgen: Großer Gala Abend. Reichshallen. $ Stettiner Sänger. ( Mensel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Kirchmayer, Schneider und Schrader). Heute zum Schluß: Pepita vor Gericht. Anfang präcise 8 Uhr. Tagestaffe 11 bis 1 hr. kasten. Hoffmann mit'n LelerSäle zu Fest lichkeiten. Saal f. 150 Perf. a.Sonntags. Maehrs Theater Oranienstr. 24. Grüne Jungs. Gesangspoffe in 1 Aft von Ely. Eugen Rossée, Mimifer. Elsa Messer ( prolongiert). Franziska Held. Gertrud Bürgel. Freitags: Familienabend. Anfang 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Vorzugsfarten an Wochentagen gültig. W. Noacks Theater, Brunnenstraße 16. Der Hüttenbefizer Schauspiel in 5 Aften v. 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Schankwirte Berlins und Umgegend. Am Mittwoch, den 1. November, starb nach kurzem Krankenlager unser braves Mitglied, Kollege Ernst Mühle. Die Beerdigung findet am Sonns tag, den 5. Nov., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Koppenstr. 41 aus statt. 69/20 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 榮巷 Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Todes- Anzeige. verstarb infolge eines Unfalles unser Am Montag, den 30. Oftober 1899 Mitglied, der Former Georg Badermann. Die Beerdigung findet am Freitag, den 3. November, nachmittags 3 Uhr, Don der Hermsdorfer Leichenhalle aus statt. 117/2 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Am 27. Oftober d. J., vormittags 7 Uhr, wurde mir mein inniggeliebter, guter Gatte, der Schlosser Otto Scherbarth im Alter vou 35 Jahren plötzlich durch den Tod entrissen. Tief betrübt widme ich diese Anzeige Verwandten und Freunden und bitte um stille Teilnahme. Minna Scherbarth, geb. Sommhammer, Wiesenstraße 6.[ 6216 Die Beerdigung findet am 3. November d. J., nachmittags 2 Uhr, vom Leichenschauhauſe, Hannoverscheftr. 6, auf dem neuen Pauls Stirchhofe statt. Todes- Anzeige. Gentral- Kranken- u. Sterbekasse d. deutschen Wagenbauer. Am Freitag, den 27. Oftober 1899, verstarb plötzlich unser langjähriges Mitglied, der Schlosser 0. Scherbarth im Alter von 35 Jahren. Die Beerdigung findet am Freitag, den 3. d. M., Dom Leichenschauhause, Hannoversche Straße Nr. 6, nach dem neuen Bauls: Kirchhof, Seestraße, statt.[ 610b Die Ortsverwaltung Berlin III. Nach langem, fchwerem Herz leiden verstarb mein innigst= geliebter Mann, unser guter Bater, Großvater u. Schwieger bater, der Weber [ 6095 Friedrich Paetsch gen. Koch. Die Beerdigung find. Sonntag nachm. 3 Uhr von der Leichenhalle des Wilhelmsberger KirchHofes aus statt. Die trauernde Witwe nebst Kindern. Anker- Briquetts anerkannt vorzügliche Qualität find zu haben bet Friedr. Daniel& Co. Berlin W., Leipzigerstr. 29. Ausschneiden! 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November eine gemeinfame Besichtigung der Sternwarte in Treptow festzusetzen und ersuchen wir die Mitglieder, welche noch nicht Gelegenheit hatten, dieselbe in Augenschein zu nehmen, sich mit Billets zu versehen; dieselben sind beim Kassierer Genossen Tauschel, Wiesenstr. 29, zu entnehmen. Der Vorstand. NB. Die Protokolle über die Verhandlungen des Parteitages in Hannover sind im Laufe der nächsten Woche von den Bezirksführern zum Preise von 15 Pf. zu entnehmen. Der Schluß der Verausgabung dieser Broschüre erfolgt am 1. Januar 1900. 248/6 Der Vorstand. Achtung! Bauarbeiter! Achtung! Mitglieder des Verbandes der Bau- u. gewerblichen Hilfsarbeiter. Zahlstelle Berlin III. 45/10 Der Stadtverordneten- Wahlen wegen fällt die regelmäßige MitgliederVersammlung am Sonntag, den 5. November, aus. Dagegen findet vor mittags von 9-11 Uhr für Wedding und Gesundbrunnen im Vereinslokal vou Kranz, Badstr. 12, und am Sonntag, den 12. November, im Lokal von N. Augustin, Kastanien- Allee 9, für Schönhauser und Rosenthaler Vorstadt Beitragszahlung statt. Die Mitglieder werden ferner darauf auf: merksam gemacht, daß diejenigen, die über zwei Monate schuldig sind, gestrichen werden. Die Ortsverwaltung. J. A.: O. Schmidt. 185 103 47 Arbeiter- Berufskleidung Grösstes Lager. für jedes Gewerk passend. [ 26020* Beste Qualitäten. New! Arbeiter- Schutzhose Neu! jede Gefahr im Maschinenbetrieb ausgeschlossen, empfiehlt F. Nahrstedt, Wrangelstr. 40/41. 19 see Feste Preise! Oscar Arnold Hut- Engrosgeschäft. am Oranienplatz. Dresdenerstr. 116,( Kein Laden.) 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( Ohne Gewähr.) 6 59 205 479 817 42 55 1341 414 615 92 701 88 801 2289 470 553[ 300] 743 957 3040 177 331 419 71 579 697 779-981 403 129 290 478[ 1000] 522 54 57 612 18 13000] 5103 53 376 481 651 880 914 49 6134 305 15 439[ 1000] 978 7121 264 66 97 506[ 1000] 7 81 615 20 93 S094 174 99[ 1000] 458 501 743 983[ 300] 9014 85 140 545 62 749 89 814 62 939 10014 62 170 464[ 500] 515 732 840 923 11090 297 495 523 716 36 804 931 49 76 12077 219 63 443 593 686 772 816 980 13145 270 358[ 1000] 59 77 612 62 70s 987 94 14015 102 252 612 16 35[ 3000] 700 881 929[ 300] 15021 167 330 41 480 583 699 759 902[ 3000] 16291[ 500] 337 73[ 3000] 486 526 34 655 771 909 17009 147 70 1500] 338 622 40 725 880 [ 1000] 933 63 18037 81 239 322 92 642 794 807 19246 713 867[ 1000] 20059 85 137 54 330 70 77 576 622 24 929 21051 157 203 70 77 576 622 24 35[ 300] 40 398 472 586 98 918 22237 322 414 52 505 724 817 78 937 87 23147 225 59 483 651 760 878 932 71 24221 79 345 59 451 530 56 61 605 19[ 300] 25 859 60 25163 266 892 95 26041 50 99 861 941 66 27150[ 1000] 366 610 703 66 16 248 70 72 82 343 409[ 3000] 11[ 300] 565 60 523 619[ 300] 702 964 84[ 1000] 30295 359 74 562 643 734 899 966 29139 81113 29 343 54 484 574 97 711 832 32217 59 86[ 1000] 322 423 27 500 92 655 33032 229 39 66 93 387 428 50 90 34036 187 475[ 500] 506 62[ 500] 341036 475 15001 506 62 36120 736 38 57 80 96 932 58 81 675 710[ 3000] 50 867 989 617[ 3000] 742 808 953 66 [ 1000] 21 28[ 500] 47 493 497 518 609 27 804 39 904 89[ 1000] [ 3000] 337 486 769 912 73 95 802 50 89 92 [ 3000] 514 91 823 33 37264 76 38114[ 300] 262 76 39239 58 72 89 98 535 83 87 635 40191 454 574 89 8821001 41012 289 489 551 943[ 500] 624 883 903 42117 91 341 508 18 72 650 918 49 [ 300] 26 55 335 549 948[ 5000] 82 600 49 738 94 904 8[ 300] 86 607 718 54 940 49[ 1000] 85 43012 223 44181 269 444 519 33 45075 122 311 472 577[ 300] 46264 351 523 841 47194 273 82 306 58 449 86[ 500] 544 94[ 500] 648 773 826 939 48111 49006 60 138 220 67 85 375 508[ 3000] 60 138 22 609 31 785[ 500] 852 13 740 50 811 71 81 50004 309 836 67 94 940[ 500] 51064 475 5 565 656 729 52019 50 87 92 132 53 74 582 666 76 710[ 1000] 843 950 53086 157 351 407 28 591 658 62[ 500] 868 54009 158 272 82 452 564[ 1000] 710 55069 381 501 642 743 46[ 300] 92 816 35 902 44 84 56018 79 119 86 228 34 314 46 84[ 500] 535[ 3000] 37 75 57003 16 122 73 99 209 358 526 714 30[ 500] 57 952[ 300] 58284 334 490 682 59101 420 975[ 15000] 81 60034 341 53 412 640 731 78 80 922 56 61118 75 203 62 347[ 300] 85 667[ 1000] 783 97 815 22 953 62051 273 369 80 504 20 663 80 97 725 875 909 63272 318[ 500] 88 490 [ 1000] 542 45 6400S[ 300] 605 76 884 984 65067 133 396 421 60 90 679 871 66142 349 539 728 52 828 67012 96 97 281 332 421 563 66 845 68074 392 425 69 936 81 69106[ 300] 23[ 500] 282 320 439 65 598 613[ 300] 721 121 92 637 726 70520 751 71037 80 122 58 210[ 300] 421 92 637 726 27 92 72079 306 31 526[ 1000] 766 949 73034 337 45 76 429 65 572[ 3000] 729 814 74138 207 33 51 522 681 86 759 833 37 42 75189[ 500] 326 436 55 56 61 78 575 623 738 895 963 87[ 500] 6301[ 300] 19 443 49 561 606 796 965 77089 1300] 158 71 431 93 571 821 30 90 78054 319 89 498[ 300] 622 759 846 958 92 79009 93 202 353 505 10 97 609 714 85 910 41 1545203 30 9 93 473 79 711( 3 S0007 115 203 300 9 93 473 79 711[ 3000] 12 81170 82 304 57 62 491 567 69 92[ 500] 690 755 818 27 945 82148 65 210 475 513 638 47 49 89 811 81 907 83212 584 602 733 39 892[ 3000] 946 84013 40 118[ 300] 311 44 468 672 77 726 68 9-46 85127 380 432 529 61 80 633 86087 125[ 1000] 486 94 514 15 38 42 620[ 1000] 805 41 87462 583 604 5 88 701 45 49 58 892 987 S8152 60 211 25 83 636 802 24 950 69 S9101 209 306 73 85 446 640 60 74 758 969 80 717 9 90160 70 208 31 51 75 310 452 91 586 614 89 717 78 99 91403[ 3000] 8 23 86 539 732 72 917[ 500] 92037 277 343 96 492 555 660 80 883 927 49 93118 71 223[ 500] 50 309 13 66 526 78 660 910 43 94016 51[ 500] 216 402 16 830 95154 226 28 362 406 578 676[ 500] 711[ 500] 879 96192 446[ 3000] 49 62 592 653 87 810 99 97027 607 64 772 85 986 97 99[ 1000] 98050 93 294 521[ 300] 99083 118 34 75 704 857 960 97 100042 43 105 37 69 247 512 635[ 1000] 65 76 704 95 976 101027 113 221 69 471 543 48 796 864 83 986 102020 90 257 582 783 869 98 928 74 103111 60 221 47 380 527[ 500] 36 65 628 716 36 825 104014 141 264 314 53[ 500] 71 406 60 555 75 612 50 703 39 813 105122 400 32 59 531 618 53 737 808 98 963 106099 215 357 407 88 505 627 783 816 39 55 107019 159 278 680 725 67 74 923 108025 84 93 99 266 304 [ 5000] 71 80 426 36 679 830 994 109096 200[ 300] 38 58 88 531 743 81 924 109096 200 110100[ 300] 72 290 429 43 872[ 1000] 994 111034 111 88 245 60 324 64 434 922 112266 601 28 65 846 92 Jedes Wort: 5 113058 Pfennig. 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Männer- Vortrag heute Freitag, 3. Novbr., abends 8 1hr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27c. Umftur der Blutkreislauf- Tehre erklärt an großen Lichtbildern vom praktischen Naturheilf. Grundmann. Freie Diskussion. Für 20 Pf. Eintritt 1 Broschüre. Berliner Naturheil- Verein Geschäftsstelle: Magazin- Straße Nr. 17. Teilzahlung wöchentl. 1 Zähne 2 Mk 10 Jahre Garantie. I Mark, Plomben 1,50 Mk. Zahnarzt woir jetzt Leipzigerstr. 180. Vollkomm.schmerzl. Zahnziehen 1 Mark. Sprechst. 9-7 Uhr.[ b Kugel- GelenkPuppen Fabrik P. R. Zierow I Berlin, Schönhauser Allee 179. Puppen- Reparaturen bitte schon jetzt an meine Fabrik gelangen zu lassen, da meine Fabrik später mit Aufträgen überhäuft ist.[ 2954L* Telephon: Amt 3 No. 1400. 12. Ziehung d. 4.Klasse 201. Kgl. Preuß. Lotterie.| 99 857 71 116057 134 45 218 516 617 24 827 919 117274 Biegung vom 2. November 1899, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 lart find den betreffenden Nummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 118 214 54 78 364 99 465 1500] 504 27[ 300] 655 69 716 88 811 37 925 1125[ 300] 61 273 311 90 464 544 618 68 98 714[ 1000] 25 26[ 300] 60 2140 49 359 413 88 513 59 60 977 3145 90 207 12 35 65 380 636 49 50 4068[ 1000] 189 393 404 545 93 631 96 826 907 46 60 85 95 5053 71 98 169 213 324 419 78 523 707 42 980 6088 121 221 450 592 645 733 807 901 7183 207 645 83 774 821 8258 90 604 770 943 9039 42 112 486 528[ 300] 84 629 930 69 118153 254 373 435 47 577 6S) 708 833[ 1000] 64 73 930 119411 639 848 120115 264 77[ 300] 333[ 300] 404 34 556[ 500] 635 801 41.992 121016[ 1000] 155 93 290 304 12 21 87[ 300] 505 735 924 94 122086 162 67 94 261 456 533 85[ 3000] 93 677 SH 64913 123048 73 151 333 414 82 527 88 621 58 67 750 74 94 808 93 941 124273 331 37 553 663 739 97 956 72 125716 [ 500] 41 66 860 947 51 77 126154 253[ 500] 306[ 300] 494 562 634 740 801 955 60 127015 42 96 342[ 300] 422 66 527 82 672 749 851 73 128130[ 500] 563 90 627 725 48 804 129130 [ 1000] 65 549 656 819 92 [ 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Anzeigen. Backofenbau, sowie Feuerungs: 19 834 42 145 150026 128 268 345 46 467 689 779 968 151259[ 300] 408 28 663 77 720 99 950 82.91 152117 61 207 311 409 713 14 68 818 83 153254 80 537 619 881 154154 61 251 1500] 386 563 88 97 680 799 967 155007 60 154 205 397 431 1500] 585 663 839 71 156102 61 286 672 716 516 29 60 92 831 936 158061 780 966 [ 500] 525[ 500] 606 57 64 932 160035 36 67 129 280 88 331 543 231 543 157191 276 87 376 159140 313 402 46 101( 100 161018 101[ 1000] 97 253 485 610[ 300] 25 36[ 1000] 813 77 991 162035 65 128 201 325 408 82 505 48 646[ 3000] 163080 187 35 307 35 15000] 437 43 547 763 882 930[ 1000] 62 87 98 164255 313[ 500] 41 165057 65 95 413 91 518 22.79 631 721 1300] 893, 1500] 999 409 23 98 577 715 71[ 3000] 78 807 66 166053 146 237 51 314 38 456 80 94 519 610 899 167000 93 245 487 507 627 959 168007 19 77 310 422 58 801[ 500] 8 28 927 169156 93 683 755 64 802 73 99 170023 146 53 84 87 236[ 300] 442 509 49 87 699 872 914 171414 576 88 758 867 75 977 172041 192 248 590 820 173011 509 38 87 693 763 70[ 300] 80[ 1000] 829 906 174001 130 357 94 686 747 801 36 947 51 175033 72 118 221 77 614 [ 500] 911 176173 75[ 500] 531 667[ 1000] 713 29 85 859 177066 342 401 56 652 68 715 21 904 21 178010 52 56 196 204[ 300] 73[ 500] 439 569 92 605 10 57 907 179138 55 527 63 180190 308 79 478[ 1000] 689 733[ 3000] 820 905[ 1900] 17 181013 24 114 21 24 28[ 1000] 62 312[ 3000] 409 95 552 681 780 991 182038 100 3 239 432 647 803 19 72 85 95 919 31. 183014 493 525 732 978 184393 423 556 699 967 185199 [ 300] 303 491[ 300] 507 682 736 45 59 186235[ 3000] 64 [ 300] 394 592 97 738 854 64 934 187018 80 190 1500] 295 409[ 3000] 32 618 24 97 851 992[ 300] 188017 188 212 43 391 189055 65 182 444 5I 57 C74 183 89 89 402[ 1000] 721 6: 190104 211 64 69 347 525 46[ 1000] 72[ 1090] 771 874 902 191008 106 200 537 866 192085 149 360 408 549 648 7683 87 809 55 193038 64 67 222 527 194257 60 416 36 14 55 77 513&[ 1000] 607 195026 241 45 304 418 663[ 3000] 815 69 987 196120 81 251 93 437 64[ 1000] 702 3 904[ 300] 42 89 197485 88 516 63 629 82 759 98 198230 349 800 36 96 [ 1000] 966 199016 218 313 26 40 406 36 522 70 679 726 84 865 910 45 76 922 4200006 51 320[ 300] 38 514 17 894 201035 219 490 528 47 800 14 70 92 954 202330 469 558[ 3000] 81 741 55 892 203053 242 341 90 435 883 204102 19 259 511 675 385 953 [ 300] 205086 284 417 67 75 635 876 944 206317 96 502 14 650 813 929 207027 33 467 507 47 73[ 300] 98 678 758 901 84[ 3000] 208217 26 86 90 397 629 33 756 867 963 86 209017 287[ 500] 586 90 763 973 210226 603 777 910 211000 161 292[ 3000] 445 590.93 661 82 753 212097 127 232 44 367 86 594 672 865[ 500] 213122 456 549 636 738 897 214002 100 201 15 29 362 69 79 448 758 215008 17 94 133 48 96 386 593 988 216082 112 53 200 25 380 414[ 1000] 925 217108[ 500] 11[ 300] 467[ 500] 520 24 96[ 1000] 643 79 912 218003 96 121 89 273 358 566 99 716 845 58[ 1000] 95 219228[ 1000] 61 471 709 870 903 60 220127 221[ 300] 309 86 461 64 522 729 882 13000] 973 [ 500] 82 91 92[ 3000] 221148 66 75 220 25 321 29[ 500] 407 810[ 300] 72 222134 65 73 378 98 465 706 62[ 300] 923 223019 81 129 70 312 530 50 717 81 874 976 224029 32 101 23 241 383 436 506 676 772 225059 468 79 578 79 578 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 200 000 m 1 zu 100 000 Mt., 1 zu 75 000 Mt., 1 zu 50 000 m., 1 gu 40 000 Mt., 6 zu 30 000 m., 8 zu 15 000 wt., 26 au 10 000 Mt., 42 zu 5000., 528 au 3000 m., 609 au 1000., 702 8 500 ML für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. 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Druck und Verlag von May Bading in Berlin. 280/4