Nr. 260. Abennements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonels zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Auf zur Wahlschlacht! Sonntag, den 5. November 1899. 38. Wahlbez.( Stadtbez. 260-264, 277): Gleinert, Gastwirt, Schulstr. 29. 40. Wahlbez.( Stadtbez. 273, 275, 276, 278, 305, 306): Seit Monaten haben wir uns vorbereitet und morgen, Dr. Curt Freudenberg, Arzt, Oranienstr. 37. Montag, den sechsten November, ist die Entschei- 43. Wahlbez.( Stadtbez. 290-292): Ferd. Ewald, Gastwirt, dung. Morgen gilt es einen Kampf gegen unsere Gegner 44. Wahlbez.( Stadtbez. 293–298): Rud. Millarg, Gewerk Schönleinstr. 6. mit der Waffe des Stimmrechts. schafts- Sekretär, Prinzessinnenſtr. 8. Eine unvollkommene Waffe. Nicht das allgemeine 45. Wahlbez.( Stadtbez. 299-301, 303, 304): Th. Glocke, Stimmrecht ein verkrüppeltes Stimmrecht, von minderem Expedient, Lausitzerstr. 52. Wert für das arbeitende Volk als für die besitzende 46. Wahlbez.( Stadtbez. 307, 308, 315-318): Aug. Hintze, Klasse. Allein so unvollkommen auch die Waffe, es ist eine Kaufmann, Panfstr. 13. Baffe, und wer kühn ist und kampfgeübt, siegt auch mit 47. Wahlbez.( Stadtbez. 309-314, 325, 326): Rich. Augustin, anvollkommener Waffe. Das erlittene Unrecht, das sich in Restaurateur, Kastanien- Allee 11. dem verkrüppelten Wahlrecht offenbart, sei ein Sporn zu 48. Wahlbez.( Stadtbez. 319, 320a, 320b): W. Pfannkuch, äußerster Kraftanstrengung! Wir kämpfen für vermehrten Einfluß des arbeitenden Volts im Roten Haus! Die Gemeinde ist der Staat im fleinen. Aus Gemeinden sett der Staat sich zusammen. Reichstags- Abgeordneter, Fidicinstr. 13. Ueber Weltmachtpolitik. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. gelangt ist, als das Proletariat anderer Nationen, wo die große Industrie viel älter ist. Heute kann Deutschland mit den alten Kolonial- und Seemächten nicht mehr rivalisieren; alles patriotische Maulheldentum hilft nicht über die halsstarrige Thatsache fort, daß England für jedes neue Kriegsschiff, das Deutschland baut, zehn neue Kriegsschiffe bauen kann. Wettrennen mit England oder andern Seemächten auch damt keinen Jedoch ist das kein nationales Unglück; vielmehr hätte ein solches dann Sinn, wenn es ebenso aussichtsreich wäre, wie es aussichtslos ist. Denn die kapitalistische Produktionsweise befindet sich im abfteigenden Aste ihrer Entwicklung, dem längst nicht mehr taugt, was ihrem aufsteigenden Aste taugen mochte, dem mit ihrer räumlichen Ausdehnung überhaupt nicht mehr zu helfen ist. Seeraub in diesen oder jenen, in civilifierten oder uncivilisierten Formen ist einmal ein gewaltiger Hebel der kapitalistischen Produktionsweise gewesen, aber er ist es nicht mehr, und er kann es nicht mehr sein. Seit Adam Smith haspeln alle bürgerlichen Oekonomen den Satz ab, daß der Reichtum der Nationen in ihrer Arbeit wurzele: Leider ist nur das Begreifen schwerer, als das Nachplappern, obschon die historische Entwickelung in diesem Falle das Begreifen leicht genug gemacht hat, namentlich in Deutschland. In der Mitte der siebziger Jahre hatte Der neuen politischen Lage, die durch den uferlosen Flottenplan der deutsche Gesamthandel die zweite Stelle auf dem Weltmarkt and Berlin, die Reichshauptstadt, ist eine so der offiziösen Preise geschaffen oder doch angebahnt worden ist, hat erobert, ohne daß Deutschland je eine gepanzerte Faust" zur See große Gemeinde, daß sie ein Staat genannt werden die socialdemokratische Bresse sofort einmütigen Widerstand entgegen gezeigt hätte. Es stand nur noch hinter dem englischen Handel tann- ein Staat, in welchem mehr und gewichtigere gesetzt. In dieser Stellung wird es kein Schwanken und Banten zurück, aber auch England hatte, als sein Weltmarktmonopol in den Kulturinteressen vertreten sind, als in manchem selbständigen den holden Herzensgeheinuissen entgegen, geben. Nicht entfernt so geschlossen tritt die bürgerliche Opposition vierziger Jahren bedroht schien, die„ gepanzerte Faust" ruhig in die die der Marine Tasche gesteckt und jene, in ihrer Art großartige ArbeiterschutzgesetzStaat. flüngel eben enthüllt hat. Kaum hatte sich von dem gebung begonnen, die ihm auf Jahrzehnte die erste Stelle auf dem Und für uns hier in Berlin ist diese städtische Wahl ersten Schrecken erholt, als fie schon das staats- Weltmarkte sicherte. bon kaum minderer Tragweite als die Reichstagswahl. männische Haupt zu wiegen begann. Sieht man selbst vom Centrum Von hier aus ergiebt sich die positive Weltmachtpolitik der Welche bedeutungsvollen, einen jeden von uns nah be- ab, das seiner Natur nach hin- und herwackeln muß, so macht sich deutschen Arbeiterklasse. Sie hat kein Interesse daran, Deutschland auch in Organen, wie der Freisinnigen Zeitung" und der Frank- von anderen Nationen überflügelt zu sehen, ganz im Gegenteil, sie rührende Fragen der Lösung harren, wieviel Gutes in der furter Zeitung" eine gewisse einlenkende Strömung bemerkbar. Es will ihrem Lande die ebenbürtige Stellung unter den großen Stadtvertretung geschaffen, wieviel Schlimmes in ihr ver- ist damit nicht gesagt, daß der offiziöse Flottenplan schon im Hafen civilisierten Ländern erwerben und erhalten. Dazu giebt es aber nur hütet, wie Großes für das Wohl und die Bildung des Volkes ist oder über Nacht in den Hafen gelangen wird, aber was jetzt noch einen Weg, den Weg einer gesellschaftlichen Revolution, die so gethan werden kann, das brauchen wir heute nicht mehr sich sehr schnell zu einer brohenden Wetterwand entwickeln, und der nach den aus den modernen Produktivkräften hervorgehenden wie ein schwacher Nebel am politischen Horizont flimmert, das kann lange es noch Zeit ist, die Produktions- und Verkehrsweise des näheren auszuführen. Das wißt Ihr! Politiker thut immer flug daran, rechtzeitig auch auf unscheinbare Bedürfnissen selbst umwälzt und dadurch die Erzeugung Die Socialdemokratie, die allzeit das Banner der Bildung, Wetterzeichen zu achten. neuer Produktivkräfte möglich macht, welche die Nachteile der des furcht und vorurteilslosen Fortschritts und der vor keiner Es ist das Lied von der Weltmachtpolitit, dessen firenenhaftem geographischen Lage ausgleichen". Dieser Gedanke, den Mary schon Konsequenz erschreckenden Reform vorangetragen hat, sie er- Bauber so leicht kein bürgerliches Herz ganz verschlossen ist. Der vor fünfzig Jahren bei einem Vergleiche zwischen der europäischen unstillbare Profithunger des Kapitals lechat nach neuen Märkten, und und der amerikanischen Industrie geäußert und den Lassalle später wartet von allen Genossen, daß sie am morgigen Tag ihre wo die Aussicht winkt, daß neue Märkte mit„ gepanzerter Faust" in die Worte gekleidet hat, der Weltmarkt werde derjenigen Nation Schuldigkeit thun. erschlossen werden können, da drücken auch die bürgerlichen Ideologen gehören, deren Arbeiterschaft sich zuerst zu emanzipieren wisse, entDie Socialdemokratie wendet sich nicht nur an die Gegern ein Auge, und wenn Not an den Mann kommt, selbst beide Augen zu. hält das Princip, von dem aus die deutsche Arbeiterklasse jene nossen im engeren Sinne, sie wendet sich auch an Die heftige Opposition der freifinnigen Partei gegen Bismards Kolonial- Weltmachtpolitik bekämpfen muß, die mit ihren uferlosen Flottenalle wirklich freigesinnten Wähler, die noch praktische Aussichtslosigkeit; bei der Bachtung des chinesischen Hafens Verderben stoßen will. politik richtete sich nicht so wohl gegen diese Politik selbst, als gegen ihre plänen, ihrem Brotwucher, ihrem Zuchthausgesetze die Nation ins nicht unserem Parteiverband angehören, mit der Aufforderung, Kiautfchon klang die freifinnige Melodie schon ganz anders. Jeder Es ist hier wie überall: die proletarische Weltmachtpolitik deckt für die socialdemokratischen Kandidaten zu tapitalistische Kater schnurrt, wenn er Profit wittert; das ist seine sich mit den Lebensinteressen, mit der ganzen Zukunft der Nation, stimmen. Natur, die ihm nicht ausgetrieben werden kann, die immer wieder während die Weltmachtpolitik der herrschenden Klassen sich aus den Wähler! Seid Euch eingedent der Wichtigkeit der Wahl auftaucht, auch wenn sie ihm einmal mit der Mistgabel der Reaktion Grüften der Vergangenheit erhebt, einem gespenstischen Vampyr ausgetrieben wird, oder mit anderen Worten, wenn die Hoffnung gleich, der dem lebenden Geschlechte Blut und Mark aussaugen will. schlacht! auf einen Profit in so abschreckender Gestalt auftritt, wie in dem Falle des neuesten Flottenplanes, der auf der einen Seite estortiert wird von dem Gespenste des Brotwuchers und auf der anderen Seite von dem Gespenste der Zuchthausvorlage. Seid Euch eingedent, daß unserer Stadt schwere Kämpfe bevorstehen Kämpfe, die Männer er heischen! Erinnert Euch, daß die Reaktion Euere heiligen Toten im Friedrichshain frech beschimpft hat, und in ihnen Euch! Dessen seid gedenk! Seid gedenk des hohen Kampfpreises! Und auf zum Kampf! Auf zum Sieg! Die socialdemokratischen Kandidaten find: 1. Wahlbez.( Stadtbez. 1-10): Frik Preuß, Gastwirt, Neue Friedrichstr. 20. 3. Wahlbez.( Stadtbez. 21-23, 25-30): Friedrich Lutz, Schuhmachermeister, Wilhelmstr. 21. 6. Wahlbez.( Stadtbez. 40-42, 50-53, 56): Ferd. Ewald, Gastwirt, Schönleinstr. 6. 7. Wahlbez.( Stadtbez. 54, 55, 57-63): Karl Lankow, Schuhmachermeister, Bossenerstr. 11. 15. Wahlbez.( Stadtbez. 109-113): Ludwig Tolksdorf, Gastwirt, Görligerstr. 58. 16. Wahlbez.( Stadtbez. 114-121): Th. Metzner, rateur, Staligerstr. 59. Restau19. Wahlbez.( Stadtbez. 136-142): A. Körsten, Former, Stalizerstr. 63/64. 20. Wahlbez.( Stadtbez. 145-148, 150, 151, 201): Dr. Friedeberg, Arzt, Brückenstr. 10a. Politische Weberlicht. Vertraulich! Berlin, den 4. November. Flottenhaufierhandel. An die Herren Vorstandsmitglieder, Vertrauensmänner und alle Ausschüsse des Deutschen Flotten- Vereins, sowie an die forporativen Mitglieder. Das deutsche Volt steht vor einer folgenschweren Entscheidung! der principiellen Grundlage bewußt bleibt, worauf sie der WeltmachtUm so notwendiger aber ist es, daß sich die Arbeiterklasse immer politik der Herrschenden Klassen gegenübersteht. Fragt man: was Die Münchener Bost" veröffentlicht folgendes von den Agenten soll mit dem„ größeren Deutschland", mit der großindustriellen Welt der Flottenlieferanten ausgehendes Rundschreiben des deutschen Flottenvereins: politik erreicht werden?, so giebt es darauf nur die eine Antwort: Berlin, 80. Oftober 1899. Möglichst rasches Wachstum des produktiven Kapitals, das in den deutschen Grenzen erstidt. Nun Sagen die Flottenschwärmer und Konsorten, möglichst rasches Wachstum des Kapitals sei zugleich die günstigste Bedingung für die Lohnarbeit, und auf dem Boden der kapitalistischen Gesellschaft ist das auch ganz richtig. Nur muß man sich über den thatsächlichen Zusammenhang der Sache klar sein. Je rascher nämlich die Arbeiterklasse die ihr feindliche Macht, den fremden, über sie gebietenden Reichtum vermehrt, unter desto günstigeren Bedingungen wird ihr erlaubt, von neuem an der Vermehrung des bürgerlichen Reichtums, an der Vergrößerung der Macht des Kapitals zu arbeiten, zufrieden, sich selbst die goldenen Ketten zu schmieden, woran die Bourgeoisie sie hinter sich herschleift. Eine Weltmacht politit, die wirklich neue Märkte von nennenswertem Umfange zu erschließen vermöchte, würde der Arbeiterklasse oder mindestens einem Teil von ihr vorübergehende Vorteile verschaffen, aber nur um den Breis, dauernd die Wucht zu vermehren, womit das Kapital auf die so, daß die vorübergehenden Vorteile, die das Proletariat von einer Arbeit drückt. Im vorliegenden Falle stellt die Frage sich nun gar erfolgreichen Weltmachtpolitik der herrschenden Klassen erhoffen könnte, durch die Zuchthausvorlage im voraus estamotiert werden sollen. Immerhin läge die Sache nur so, so läge sie noch sehr günstig für die deutsche Weltmachtspolitit. Ohne Zweifel hat die gepanzerte Faust" auf dem Meere historisch viel dazu beigetragen, die kapita21. Wahlbez.( Stadtbez. 149, 162-166): Frik Wilke, Gast- listische Produktionsweise zu fördern, aber man muß auch hier den wirt, Andreasstr. 26. thatsächlichen Zusammenhang richtig verstehen und die notwendige 26. Wahlbez.( Stadtbez. 157, 160, 189-193): Hugo Heimann, Einschränkung machen: so lange sich die kapitalistische ProduktionsBuchhändler, Behrenstr. 33. weise im aufsteigenden Aste ihrer Entwicklung befand, so lange 27. Wahlbez.( Stadtbez. 184-188, 194-195): Adolf Hoffnoch verschleiert war und gerade durch die Profite der industriellen der wahre Charakter des Gegensages zwischen Bourgeoisie und Proletariat mann, Buchhändler, Blumenstr. 14. 30. Wahlbez.( Stadtbez. 210-215, 255, 256): Johannes Saffenbach, Buchhändler, Invalidenstr. 118. 33. Wahlbez.( Stadtbez. 237-241, 243, 244): Roblenzer, Kaffenbeamter, Muskauerstr. 26. Weltpolitik verschleiert werden konnte. Deutschland ist infolge seiner geographischen Lage und anderer Umstände viel zu spät in den industriellen Wettkampf eingetreten, um diese Chance überhaupt noch ausnüßen zu können, was beiläufig zu den Gründen gehört, aus denen das deutsche Proletariat weit eher zu seinem Klassenbewußtsein Es muß flar werden, ob es seine Weltmachtstellung behalten oder darauf dauernd verzichten will. Die Weltmacht stellung Deutschlands bedeutet nichts anderes als Sicherung des Weltfriedens und Schuß aller deutschen Interessen und aller deutschen Bürger im Auslande. Diese Weltmachtstellung kann sich Deutschland nur erhalten, wenn es über eine Flotte verfügt, die nicht nur zum Schuße der heimischen Stüften ausreicht, sondern die auch die Möglichkeit gewährt, dem Worte Deutschlands in allen überseeischen Fragen den nötigen Rückhalt zu geben. Jüngst hat der Kaiser mit befonderem Nachdruck auf die Unzulänglichkeit unserer Flotte hin gewiesen und betont, wie bitter not uns eine stärkere Flotte thut. Rascher als selbst die Einsichtigen es voraussehen konnten, haben die Ereignisse die Auffassung von der Weltlage und der das durch bedingten Stärke der deutschen Flotte überholt, auf der das Flottengesetz vom vorigen Jahre beruht hat. Rascher ist die Notwendigkeit, für eine weitere Verstärkung der deutschen Flotte zu wirken, eingetreten, als dies bei der Begründung des deutschen Flottenvereins und bei der Festlegung seines Organi sationsplanes vermutet werden konnte. So muß denn der Flottenverein aus Werk gehen, bevor noch seine Organisation auch in ihren legten Teilen beendet ist, aber umsomehr ist es geboten, alle Kräfte, über die wir verfügen, ans zuwenden, da, wo die Bedeutung von der Notwendigkeit einer Verstärkung unserer Flotte noch nicht besteht, Verständnis und Interesse zu erwecken, diejenigen aber, welche bereits von der Bedeutung durchbrungen sind, zu begeisterter Unterstützung des großen nationalen Wertes aufzurufen. Die Gegner find schon eifrig am Werke, die Wirkung der kaiserlichen Mahnworte abzuschwächen. Es erscheint uns daher dringend geboten, daß auch durch öffentliche Kundgebungen Klargestellt wird, wie zündend die Kaiserworte in den Herzen aller patriotischen Deutschen gewirkt haben, und es empfiehlt sich daher dringend, daß von seiten des Deutschen Flottenvereins und feiner Organe Kundgebungen| Jahre 1892 zurück. Durch den Nachweis, daß von 1892 bis 1897| fammer überzusiedeln, Heimgesucht worden, obwohl für ihn veranlaßt und Mitglieder geworben werden. diese Strafthaten sich fortgesetzt vermehrten: Das Präsidiunt bittet, Besprechungen der an den jeweiligen 1892 1893 Orten ansässigen Mitglieder abzuhalten. Als Material für diese hier bei. Der Präsident des Deutschen Flotten- Vereins: Wilhelm Fürst zu Wied. Der Sekretär: Victor Schweinburg. 74 38 1894 47 1895 93 1896 1897 252 254 bei seiner Jahre hindurch sich vorbereitenden progreffiven Paralyse mehr Ruhe entschieden zuträglich " mehr Besprechungen und auch für die Presse fügen wir eine Stizge schließt die Regierungsbegründung, daß bei den Arbeitetämpfen der gewesen wäre; Brausewetter präsidierte bis an sein unſeliges Ende legten Jahre seitens der Streifenden in steigendem Maße zur Ann aufregenden politischen Prozessen. Ein Denso und Qued werden wendung physischen oder psychischen Zwanges gegriffen wurde. Diese schneller straffammermüde. Art der Verwendung statistischen Materials jei eine wissen Jezt giebt die Chemnizer Allgemeine Zeitung" eine ihr„ bon schaftlich nicht gerechtfertigte. Um die von der Be- guter Dresdner Seite vertraulich gemachte Andeutung" wieder, wonach gründung angeführten Zahlen richtig zu würdigen, müsse man stets die sächsische Regierung sich wegen der scharfen Kritik, die das Die Unverschämtheit, mit der ein von der Großindustrie ge- die Zahl der Streifenden in Betracht ziehen. Gerade die legten Berliner Landgericht unter dem Vorsize Densos an der Rechtsprechung dungener Agent, unter" Hipp, hipp, hurra", die ganze Nation in drei angeführten Jahre seien solche des wirtschaftlichen Aufschwunges, des sächsischen Ober- Landesgerichts übte, beschwerdeführend nach den Dienst seiner Auftraggeber zu stellen sucht, ist nicht leicht über zu deffen Ausnußung eine viel größere Zahl von Streits geführt Berlin gewandt haben soll, worauf von dort eine beruhigende troffen. wurden als zuvor. Professor Tönnies geht nun bis zum Jahre 1889 Warum aber fordert der galizische Schützer der Deutschen im zurück und stellt die Zahl der nach§ 153 ausgesprochenen Ver- Buficherung ergangen sei. Auslande die Flottenphantasten nicht lieber auf, in barer Münze urteilungen fest. Da die Richter unabhängig sind, so hätte die Regierung mehr ihre Ansicht von der Notwendigkeit einer Flotte, die stark genug ist, Nun finden wir, daß seit 1889 wegen Bergehen gegen§ 153 versprochen, als sie verfassungsmäßig zu erfüllen in der Lage gewesen daß wir uns in alle überseeischen Händel einmischen können, durch der Gewerbe- Ordnung verurteilt wurden: im Jahr 1889: 212, wäre, wenn nicht zufällig bald darauf die an dem Urteil Hauptdie That zu beweisen. Wollen die Herren Großindustriellen eine 1890: 279, 1891: 117 Personen. Die Zahl des Jahres 1890 ist beteiligten beiden Richter den„ ausdrücklichen Wunsch" verspürt hätten, solche Grobe- Unfug- Flotte, die Deutschland zu einem lächerlichen also seitdem nicht wieder erreicht worden; trop der großen nicht mehr der Gelegenheit teilhaftig zu werden, solche Urteile zu und schließlich in einer Statastrophe verunglückenden Hans- Dampf- 8unahme industrieller Arbeiter bleiben die Zahlen fällen. Es giebt merkwürdige Zufälle im Leben. in allen Gassen machen möchten, so sollen sie sich ruhig die der Jahre 1896 und 1897 dahinter zurück. Die rela Möglich, daß der Reichstag nicht an Zufälle glaubt und nach Schiffe auf ihre eigenen Kosten herstellen lassen; das Reich aber fiven Zahlen find also ganz bedeutend zurüdgegangen. einem natürlicheren Zusammenhang der„ beruhigenden Zusicherung" dürfte sie nicht einmal geschentt annehmen. Und auch wenn wir je drei Jahrgänge zusammennehmen, so finden wir 1889/91: 608, 1892/94: 159, 1895/96: 599 Berurteilte, also im letzten Jahrdritt nicht einmal die absolute Ziffer des ersten erreicht, so daß also die letzte Beriode eine fleine absolute, aber offenbar eine große relative Verminderung der Bestrafungen auf weist. Soweit also an den Vergehungen gegen den eigentlichen Streifparagraphen meßbar, hat sich das Betragen der industriellen Arbeiter hinsichtlich Koalitionszwanges erheblich verbessert! Das erste Stück des Argumentes der Begründung ist mithin widerlegt; und dies ist das einzige Stück, das direkt zur Bees ist das einzige tu, ist lastung dienen konnte." dis Stumms Nationalökonom. YES und dem„ ausdrücklichen Wunsch" forscht. Freifinnige und Dreiflaffen- Wahlrecht. Borigen Sonntag tagte in Neumünster der Parteitag der deutschfreifüntigen Partei für Schleswig- Holstein. Unter den angenommenen Resolutionen iſt eine, die sich mit der Reform des Landtags- Wahlrechts befaßt und also lautet: „ Eine Reform des gänzlich veralteten, durch und diftatorisch aufgedrungenen preußischen Landtags- Wahlrechts ge hört zu den dringendsten Aufgaben. Vor allem ist endlich die Abnormität der gegenwärtigen Wahlkreis- Einteilung zu beseitigen, die allmählig zu einer sich fortgefeßt steigernden Be nachteiligung der durch Intelligenz und Steuerleistung hervorragendsten Landesteile geführt hat." burd, ungerechten und widerfprumsbollen, Der Kathedersocialismus, die bislang an der Berliner Universität Herrschende Richtung in der Nationalökonomie, ist am Freitagabend zu Grabe getragen. Der bekannte Socialistentöter und Breslauer Strafprofessor Julius Wolf hat ihm durch einen im Socialwissenschaftlichen Studentenverein gehaltenen Vortrag den Todesstoß bersetzt. Wenn ein Julius Wolf fich eigens von Breslau nach Berlin begiebt, um hier die Studentenschaft mit einem mehr als zweistündigen Vortrage zu bestrafen, dann muß schon zu einem großen Weiter behandelt Professor Tönnies die Bezugnahme der BeSchlage ausgeholt, dann muß die böse Borfrucht der Socialdemo- gründung auf die von 1892-1897 wachsende Zahl der Bestrafungen tratie, der Herrn Stumm so gefährlich erscheinende, in Wahr wegen Beleidigung, einfacher und gefährlicher Körperverletzung, Nötigung heit aber durchaus harmlose Kathedersocialismus vernichtet, und Bedrohung. Auch hier ergiebt ein Rückgreifen auf die Jahre dann muß gegen Gewerkverein, dann muß gegen jede 1888 bis 1891, daß die Steigerung der betreffenden Straffälle gerade Kann ein armseligerer Beschluß gefaßt werden? Wie man sich auch noch so bescheidene Socialreform gewütet werden. Wie in den lezten Jahren relativ die geringste war. Vor allem aber die dringend notwendige Reform des gänzlich veralteten, durch und wird sich König Stumm freuen über die Abschlachtung der Wagner, sei es falich, daß die Zunahme der Straffälle wesentlich der durch ungerechten und widerspruchsvollen preußischen LandtagswahlSchmoller, Brentano! Nach Julius Wolf beruht das System des Kathedersocialismus in vier Sriminalitätsgebiete geteilt, so ist die Zunahme der Straffälle Brei. Daß die Herren Freifinnigen das allgemeine, gleiche, dirette auf Straffane rechts dentt, um diese Frage geht man herum wie die Staze um den heißen auf wesentlich falschen Voraussetzungen, seine Schlüsse sind falsch, am höchsten in dem Gebiete mit vorwiegender Landwirtschafts- und geheime Stimmrecht nicht wollen, ist klar, sonst würden weder die Deduktion noch die geschichtliche Erfahrung ist für ihn, Bevölkerung und am geringsten dort, wo die industrielle Bevölkerung fie es gefordert haben. Außerdem zeigt aber auch der sein Einfluß auf den Geist der Zeit ist ein in hohem Grade verderb- relativ am stärfſten iſt. licher und unheilvoller. Noch schlinumer ist es natürlich um den Socialismus bestellt; er will das alte Staatsgebäude niederreißen und sprengen, er hofft nicht mehr auf die Evolution, sondern auf die Revolution, er will den Staat dem Umsturz ausliefern, er will den Bürgerkrieg entfachen. Man sieht, besser versteht König Stumm auch nicht gegen den Umsturz zu heben. 19701 Wird Deutschland zweite Satz der Refolutio beſſer daß mant eine andere Wahl„ Da ist das Königreich Sachsen! Die Zahl der Verurteilten Man will dem Liberalismus, lies Sapitalismusher außerhalb des Prof. Tönnies greift einige ausgeprägt industrielle Gebiete be- freiseinteilung, bei der die Städte und Induftriebezirke besser fortsonders heraus: fommen als bisher, für das wichtigste an der Reform hält. neue wegen gefährlicher Körperverlegung betrug verschaffen, aber das. arbeitende Bolk mag wie bisher außerhalb des 1892 1893 1894 1895 1896 1897 Landtags bleiben, arbeiten 1846 2021 2012 2071 2276 2581 Unter den in Neumünster Anwesenden befanden sich unter anderen Welches sind nun die Mißverständnisse, auf denen der Katheder auf 100 000 Strafmündige der Reichstags- Abgeordnete Professor Hänel und der Landtagssocialismus und natürlich auch der Socialismus angeblich beruht? der Civilbevölkerung 74 80787986 94 Abgeordnete Dr. Theod. Barth. Während die Socialisten lehren, daß der Arbeiter nicht zu seinem Hier ist also( die relative giffer überhaupt niedrig, gegen den Auch in Bezug auf das Kommunalwahlrecht hat der Rechte kommt, daß der volle Ertrag seiner Arbeit ihm nicht zu teil Durchschnitt des Deutschen Reiches, der 1882/91 160 war. und) im freisinnige Parteitag Beschlüsse gefaßt, die bekannt zu werden verwird, behauptet Wolf, der gerechte Anteil sowohl des Unternehmers Gegensatze zum allgemeinen Fortgang die Zunahme gering bis dienen. Es wurde beſchloſſen: wie des Arbeiters am gemeinsamen Produkt sei nicht feststellbar. 1895, bedeutend in den beiden letzten Jahren. Nun weiß man, Wenn aber wirklich die Arbeiter früher nicht zu ihrem Rechte ge- ohne besondere Daten, daß in einem Lande, wie Königreich Sachsen, tommen sind, so wird jetzt das Unrecht an ihren Kindern der weitaus größte Teil der Verurteilungen auf die erwerbsthätige und Kindeskindern wieder gut gemacht, denn der Real- industrielle Klasse, und zwar auf die Lohnarbeiter, entfällt. Ist aber Lohn der Arbeiter sei in den Teen baben deren Zunahme während dieser beiden gleich57 Broz. gestiegen, der Unternehmergewinn aber tros höheren Riſikos zuſegen mit der Zunahme der strafmündigen Civilbevölkerung und trotz vermehrter Leistungen erheblich gesunken. Hätte der Herr( ca. 1,4 Proz.)? Sehen wir uns einmal die„ Antlichen Mitteilungenommen bis zum Göchstbetrage von 900 m. p. a. bon Professor sich der Mühe unterzogen, die Einkommensteuer- Statistiken aus den Jahresberichten der Gelverbe- Aufsichtsbeamten" darauf an. einmal etwas genauer zu studieren, so wäre er wohl zu einem Danach wurden gezählt in den revisionspflichtigen Betrieben des anderen Schluß gekommen. Vielleicht holt er das Versäumte noch stönigreichs Sachsen and play thi tirond j bei Zeiten nach. Das zweite Mißverständnis, auf dem der Kathedersocialismus Jugendt. Arbeiter Erwachsene Arbeiter Ueberhaupt on( unter 16 Jahren) 26 934 34 515 35 851 " 371 273 421 887 445 223 398 207 456 402 481 074 1. Der Parteitag hält grundsätzlich fest an dem allgemeinen gleichen Wahlrechte aller zur Kommunalsteuer veranlagten, unbescholtenen, selbständigen und volljährigen männe wohnfig haben. laid lichen Personen, welche in der Kommune ihren Unterstützungs1910 NA 2. Der Parteitag erblickt in der Befreiung der Ein der kommunalsteuer eine genügende Sicherstellung gegen einen unberechtigten Ginfluß fluttuierender Elemente auf die tommunalen Wahle it. Unter den fluktuierenden Elementen werden die Arbeiter verberuhen soll, ist das der Machtfrage zwischen Unternehmerit und 1895 standen, obgleich nach ad 1 Einwohner das Wahlrecht erst haben Arbeitern. Wolf bestreitet und das ist kennzeichnend für den Geist, 1896 sollen, die den Unterstügungswohnsig besigen. Daffir spricht auch, von dem er beseelt wird, daß organisierte Arbeiter den Unternehmern 1897 daß das Wahlrecht an ein Einkommen von 900 m. pro Jahr ge-. gegenüber einen Machtfaktor bilden. Die Organisation der Arbeiter Es hat also eine Vermehrung von 1895 auf 1896 um 14,6 Proz., bunden sein soll, bei dem die meisten Arbeiter kein Stimmrecht erwürde eine Organisation der Unternehmer zeitigen und das frühere von 1896 auf 1897 um 5,4 Proz., im Mittel genau um 10 Proz. halten. Und das neunt sich freisinnig mod day do Machtverhältnis wäre wieder hergestellt. Wenn Gewerkvereine höhere jährlich stattgefunden; eine Vermehrung, die von der Zunahme Arbeitslöhne erzielen, so könne das nur geschehen auf Kosten der unserer Relativziffer der Verurteilten nicht erreicht wird. ſtehenden Zusammenkunft des Zaren mit dem deutschen Kaiser ver Wilhelm II. und Nikolaus II. Offiziös wird zu der bevor Konsumenten oder aber auf Kosten der nicht organisierten Arbeiter. Und wenn in der Begründung" von Beschimpfungen, Be Auf keinen Fall aber werde der Unternehmergewinn und Kapitalzins drohungen, Mißhandlungen und schwersten Körperverlegungen sichert, daß ein Gedankenaustausch zwischen Kaiser Nikolaus II. und durch die Arbeiterorganisation dauernd in Mitleidenschaft gezogen gesprochen wird, die sich in den letzten Jahren ereignet haben Raiser Wilhelm II. über verschiedene Fragen der internationalen Schließlich würde der fünfte Stand" die Kosten aufzubringen haben. Follen, so muß endlich noch auf die statistische Thatsache die dem Barenbesuche in Potsdam die unausbleibliche politische Politik naturgemäß gar nicht ausbleiben tönne, eine Thatsache, Man müsse fich, so meint Wolf, vor Erstaunen an den Kopf fassen, aufmerksam gemacht werden, daß das Delift schwere Körperwenn man bei Brentano lieft, die Koalitionsfreiheit sei nötig, damit verlegung" hinsichtlich der relativen Zahl der Verurteilten von 1885 Signatur aufprägelsi piliin all die Arbeiter höhere Löhne erzielen können. Leider hat der Herr bis 1892 und wieder von 1893 bis 1897 eine entschieden rückDer Flottenplan und die Parteien. Professor diesen Gedanken nicht weiter ausgesponnen, er hätte täufige Bewegung aufweist( 1,6, 1,6, 1,5, 1,5, 1,4 sind die Bahlen äußern fich was übrigens für die Fraktionsumfälle nachher nicht Der Flottenplan und die Parteien. Die Centrumsblätter sonst logischerweise zu einer Befürwortung der Zuchthausvorlage der letzten Jahre) und daß dasselbe in noch stärkerem Maße gilt von Bedeutung ist, anhaltend gegen den 17jährigen Flottenplan. Die tommen müssen, denn wenn die Arbeiter- Koalitionen wirklich einen von dem verwandten Delikt„ Beteiligung an einer Schlägerei, welche" Germania" bemerkt, nachdem sie Stimmen aus der Parteipresse so wäre es ja ein wahrer Segen für die Arbeiterklasse, wenn mit 0,40, 0,42, 0,33, 0,41, 0,31). Und betrachten wir daraufhin drei dem Koalitionsrecht sobald wie möglich aufgeräumt würde. Die charakteristische Industriegebiete, so finden wir( für beide Delikte zu Versicherung Wolfs, daß er selbstverständlich" ein Freund der sammen) diese Reihenfolge in der absoluten Zahl von VerKoalitionsfreiheit sei, ist gegenüber seinen Darlegungen nicht ernst urteilten: zu nehmen. Er erzielte denn auch mit dieser Bemerkung nichts als einen Heiterkeitsausbruch bei seinen Zuhörern. " so großen Schaden für die unorganisierten Arbeiter bedeuteten, Tod oder schwere Körperverlegung zur Folge hatte"( feit 1892 0,48, wiedergegeben: Buschriften aus unserem Leserkreise Beug Julius Wolf erkennt keine Interessengegensäge in der bürgerlichen Wirtschaftsordnung an, er leugnet den Streit aller gegen alle, er sieht die Wirtschaftsordnung beherrscht von dem Princip der un bewußten Hilfeleistung des einen für den anderen, von dem Princip der Umsetzung der egoistischen Kräfte in altruistische Wirkungen. Von diesem Standpunkt aus gelangt er dann dazu, ein Loblied auf die freie Konkurrenz zu fingen und die socialen Reformbestrebungen zu verspotten, die mehr Schaden als Nugen anstiften. 1191 No dou 1892 1893 1894 1895 1896 1897 Regierungsbezirk Arnsberg 51 34 52 514640 Regierungsbezirk Düsseldorf 37 48 53 38 86 m 34 Königreich Sachsen..1995 51310 Zu allen dreien hat, troß einer Zunahme der Bevölkerung, die in jedem dieser Gebiete mehr als 10 Proz. und noch mehr in den jugendlichen Altersklaffen der Arbeiterbevölkerung betragen hat, die absolute Bahl der Verurteilten von 107 im Jahre 1892 auf 95 im Jahre 1896 und 84 im Jahre 1897 fich vermindert; die relative Abnahme dieser wirklich erheblichen Vergehen Einen lezten Trumpf gegen den Kathebersocialismus glaubte gegen die Person( bei denen auch, der Natur der Sache nach, die Wolff mit dem Hinweis auf die im Wesen des Menschen begründete Intensität der Strafverfolgung fich taum verändern kann) ist mithin Unzufriedenheit ausspielen zu können. Eine Befriedigung der Ansprüche auf mehr als 30 Broz. in diesen wenigen Jahren zu schäßen. der Arbeiter durch sociale Reformen bedeute noch nicht den socialen Um uns zu vergewiffern, ob die Erscheinung auch in ähnlichen Frieden, denn sobald ein Bedürfnis gesättigt sei, trete ein neues Be Gebietsteilen sich zeige, greifen wir noch einige durch starke industrielle dürfnis hervor. Darin stimmen wir ausnahmsweise mit Wolf Bevölkerung und lebhafte Streitbewegung in diesen Jahren be überein: Gewiß ist die Unzufriedenheit im Wesen des Menschen be- merkenswerte heraus. So finden wir: gründet, aber es wäre traurig, wenn das nicht der Fall wäre. Wo bliebe sonst der Fortschritt, wo bliebe die Kultur, wo die Civilisa tion, wenn allüberall nur zufriedenheit herrschte? Aber aus dem Grunde, weil die Arbeiterklasse immer mehr Reformen verlangt, oder gar weil die böse Socialdemokratie alle Reformen nur als Abschlagszahlungen ansieht, deshalb überhaupt jede Reform zu ber eiteln, das bekommt nur jemand fertig, der im Grunde genommen ein Feind der Arbeiterklasse ist. Und als Feind der Arbeiterklasse hat sich Julius Wolf wie immer so auch am Freitagabend tros feiner gegenteiligen Berfiche rung gezeigt. Daß er auf seine Zuhörer Eindruck gemacht, daß er auch nur einen einzigen zu seinen Ansichten befehrt hat, daran wird er wohl selbst nicht glauben, zumal da er von vornherein augab, er schmeichle sich nicht, Anhänger zu gewinnen. Diese Selbstertenntnis war der einzige Lichtblid in seinen Ausführungen, der einzige Buntt, in dem alle seine Zuhörer mit ihm übereinstimmen und in dem er sich auch unsere Anerkennung zugezogen hat. al P. H. nailalimpa nisl Deutsches Reich. deman Profeffor Tönnies gegen das Zuchthausgesen. Stadt Berlin 1892 1893 1894 1895 1896 1897 716 518 8 7 20 11 917 11 Regierungsbezirk Potsdam Regierungsbezirk Magdeburg 17 Staat Hamburg.. puppall ms 26 8 177 11 4 6 2 3 2 1 3 50 52 36 26 87 25 Also auch in diesen vier Gebieten ist die absolute Ziffer 1898 am höchsten und 1897 am niedrigsten; sie ist 1897 nur die Hälfte derjenigen von 1892! Und doch hatte in allen eine gewaltige Bu nahme der arbeitenden Voltsmenge stattgefunden!- Diese günstige Beobachtung wiegt moralstatistisch uns gemein fwerer als die ungünstige der fortwährenden Bu nahme von Anflagen wegen Bagatellvergehen, die einen gerichtlichen 8wang zur Zahlung von jedesmal 8 bis 6 M. zur Folge haben! Prof. Tonnies tommt zu der vollauf berechtigten Schlußfolgerung: Als Ergebnis der Untersuchung dürfen wir hinstellen, daß die Begründung der Vorlage in ihrem statistischen Teile fich durchaus unstichhaltig erwiesen hat. Wir aus nis geben von der großen Mißstimmung, welche sowohl die Art und Weise der Ausarbeitung und der Veröffentlichung des neuen Flottenplaus ohne vorgängige Zustimmung des Bundesrats als auch die ungeheueren Forderungen des neuen Flottenplanes selbst hervorgerufen haben." Dagegen spielt selbst die Links freifiunige Presse. deutlich ins Marinistische. Marinistische. So erklärt sich das Mannheimer demokratisch- freisinnige Organ gegen die tumultuarische" Bekämpfung des Flottenplans und gegen ein„ rundes Nein". Und indem das Blatt die Regierung warnt, es über die Zuchthaus vorlage zum Konflikt tommen zu lassen, bemerkt es: 1999 " Sagte die Regierung auch hier zum Reichstag: Bist Du nicht willig, so löse ich auf" dann würde sie die ohnedies zerfahrene Lage auf das äußerste verwirren und fich für ihre Verkehrs- und Wehrpolitik Kräfte verscherzen, die ihr sonst wohl nüßen tönnten," Also auch die Demokratie bietet sich jetzt für die herrliche Wehrpolitit an. Wohl eine Frucht des Haager Kongresses. didn Int Der Disciplinar Prozeß gegen Dr. Arous findet am 18. November vor dem Disciplinarhof im Kammergerichtsgebäude ftatt. Der Disciplinarhof beabsichtigt, nur dem Ministerium die Gutachten abzugeben. Gutachten Zum Halberstädter Majestätsbeleidigungs- Prozeß schreibt die Berliner Bolts 8eitung": Wer es also für eine Dummheit erklärt, durch Sizenbleiben bei einem Kaiserhoch eine Majestätsbeleidigung zu begehen, der begeht eine Majestätsbeleidigung. Das ist das neueſte aus der Aera der Majestätsbeleidigungs- Prozesse! Der Fall geht fast noch über den jüngst vorgekommenen Fall in Berlin hinaus, wo wegen des bekannten Denunzianten- Verses eine Majestätsbeleidigung gegen den Vorwärts" tonstruiert werden sollte, bis sich der OberStaatsanwalt ins Mittel legte und die Rechtspflege vor diesem Prozeß schüßte." " Und die Berliner Zeitung" bemerkt: " Wir müssen gestehen, daß uns dieses Vorgehen völlig unver ständlich ist. Darin, daß jemand eine Majestätsbeleidigung für seine Dummheit erklärt und vor solchen Ver fehlungen gegen das Strafgesez warnt, soll selbst eine MajestätsEs unterliegt ,, Auf ausdrücklichen Wunsch." Es war vorauszusehen und beleidigung liegen? Das begreife, wer tann. wir haben es in unseren Bemerkungen über den Fall sofort ane wohl feinem Zweifel, daß das Verfahren alsbald eingestellt Der frühere Kieler Professor Tönnies, der in weiteren Kreiſen gekündigt, daß man behaupten würde, daß die Bersetzung der Herren werden wird. Wie es überhaupt eingeleitet werden konnte, bleibt ein Rätsel.": 1-181 namentlich durch seine aus Anlaß des Hamburger Hafenarbeiter- Denso und Qued in eine Civiltammer auf ihren ausdrücklichen Streits angestellten objektiven Untersuchungen über die Lage der Revision des bayrischen Berggesehes. Aus München Hamburger Hafenarbeiter bekannt geworden ist, zerstört durch einen Wunsch" erfolgt sei. So etwas geschieht immer auf, ausbrüdlichen sehr wertvollen Artikel in der„ Socialen Braris" eines der Haupt- Wunsch", und von solchem Wunsche werden zufällig häufig gerade wird uns vom 3. November geschrieben: fundamente der Begründung" des Zuchthausgesetzes. Leute befallen, die sich als Strafrichter nicht die Zuneigung Da die Regelung des gesamten Bergwesens und die Schaffung Die Begründung des Gesezentwurfes geht in der Mitteilung der herrschenden Clique erworben haben. Ein Brausewetter eines deutschen Bergrechts durch das Reich vorderhand noch ein der nach§ 153 der Gewerbe- Ordnung verhängten Strafen bis zum ist 3. 28. bon diesem Drang, an eine Civil frommer Wunsch au bleiben scheint, so ist es zu begrüßen, daß die " M wiesen wurde. bayrische Regierung, vorwärts gedrängt durch die fortgesetzte und mit demokratischen Stimmenzahl und über die vergewaltigenden| dieses Vorkommuis gegen uns im Wahlkampfe unerbittlicher Schärfe geübte socialdemokratische Stritit, fich dazu auf Wirkungen des brutalen Mehrheitssystems zu finden: So schreiben so beweist dies nur, daß diesen Organen jede Spur von politischem im Wahlkampfe auszuspielen, gerafft hat, einen Gefeßentwurf auszuarbeiten, der auf die Abänderung die radikalen Basler Nachrichten" über die Wahlen in Zürich, daß Ehr- und Anstandsgefühl fehlt. Sabor, Höhne und Tugauer vereiniger wertloser Bestimmungen des bayrischen Berggesetzes von hier die socialdemokratische Partei in achtunggebietender Stärke da- zichteten auf ihr Mandat, weil sie sich nicht im Einklang mit den Die verschiedenen Mängel, die dem Regierungsentwurf noch an bürgerlichen Parteien ein solches Mißverhältnis ist, daß sie selbst darin Parteigenossen befanden, die es nicht billigen konnten, daß die Genannten haften, werden hoffentlich in dem 14gliedrigen besonderen Ausschusse eine Unbilligkeit erblicken müssen. Man mag die gefeßliche Ein- einem Toten eine Ehrenbezeugung erwiesen, der in persönlichem Haß und beseitigt, an die die Vorlage zur einstweiligen Durchberatung überführung des proportionalen Wahlverfahrens bekämpfen, wie wir in Basel ungerechtigkeit gegen unsere Partei seines Gleichen suchte, und der Ares auch gethan haben; aber man sollte doch Gerechtigkeitsgefühl beiter- Abordnungen, welche seinen Schutz gegen Uebergriffe städtischer Gerade so weit es sich um die rechtliche Stellung der genug befizen, um eine so starke Minorität nicht derart zu benach Beamten anrufen wollten, grundsätzlich nicht empfing. Daß die drei Arbeiter handelt, weist die Regierungsvorlage recht bedeutende feiligen, wie es in Zürich geschehen ist. Die socialistische Presse ist Genossen aus der Meinungsverschiedenheit die Konsequenzen zogen, Lücken auf. wegen der Rücksichtslosigkeit ihrer Sprache, die oft jedes, erlaubte fann nur solche Politiker wundern, die in antisemitisch- freisinniger Unserem Genossen Segis fiel die Aufgabe zu, den Regierungs- Maß überschreitet, bekannt; aber solche Wahlfiege liefern ihr in allzu Didfelligkeit das Mandat höher wie die Uebereinstimmung mit ihren entwurf nach dieser Richtung hin zu beleuchten. An der Organisation reichem Maße den Stoff zur Unzufriedenheit." Die katholische der Bergwerksbehörden, so führte er u. a. aus, haben wir im all Ostschweiz" in St. Gallen schreibt, daß das Züricher Wahlergebnis Parteigenossen schäzen. gemeinen principiell nichts auszusehen, wenn auch über einzelne für die bürgerlichen Parteien ein flägliches ist und daß die Zeit nicht Dr. Zadek mußte aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat niederPunkte im Ausschusse noch zu reden sein wird. Besonderen Wert mehr ferne, in welcher der Züricher Streis eine socialdemokratische Mehr legen und hat auch für die bevorstehenden Ergänzungswahlen eine aber legen wir vor allem auf eine geordnete und aus- heit aufweisen wird." Die„ N. Zür. 8tg." nennt die bedeutende social- ihm angetragene Kandidatur nicht angenommen. Vogtherr ist nach reichende Grubentontrolle. Ju diefer Beziehung ist in demokratische Stimmenzahl in Zürich einen glänzenden Barademarsch" Stettin übergesiedelt, und mußte daher sein hiesiges Mandat Wenn zum Bayern vieles versäumt worden. Seit 1869 hat sich der Berg- von Truppen, die in der Stille gut discipliniert und deren Mobili- niederlegen Schluß in den Bachler- Richterschen Organen be bau bedeutend ausgedehnt und die Arbeiterzahl hat sich sierung flott vorbereitet und vollzogen wurde. Gegenüber der GeGTTTTR Genointi si Partei- Machrichten. A verdoppelt, ja verdreifacht. Die Grubenkontrolle aber hat sich nicht fahr, welche durch die Fortschritte der Socialdemokratie für die Zuhauptet wird, daß die socialdemokratische Fraktion in der Stadtbermehrt, sondern eher vermindert. Es wird daher im brüfen, ſein, ob die von der Stegierung in Aussicht genommene Blatt mit seiner ideer Barteien droht, trüftet ſich das Bettante verordneten- Bersammlung aus 11 Gastwirten und 2 Expedienten des „ Reservetruppen", deren aber selbstverständlich die Organisation für eine unausgesetzte Ueberwachung der Gruben auch socialdemokratische Partei ebenfalls besigt. Die Züricher Post" ge Borwärts" besteht so ist dies eine faustdice Lüge, deren Tendenz ausreicht. Wir halten es für notwendig, daß in jeder Grube und steht mit anerkennenswerter Offenheit, daß in den Reihen der eine ebenso niedrige Gesinnung verrät wie das ganze Machwerk, in jedem Betriebe eine ständige Aufsicht vorhanden ist, und zwar Sieger kaum ein stolzes Siegesgefühl aufkommen tant, und daß welches von allen anständigen Politifern nur als freifinnig- antidie Ueberwachung der Ausführung der Arbeiterschuß in drei Jahren die socialdemokratische Miliz den gedienten semitische Buschklepperei bewertet werden kann. Vorschriften und die Prüfung der vorkommenden Betriebs- Truppen der anderen Parteien gewachsen ist. Der Gedanke unfälle auf ihre Ursache Arbeitern übertragen werden, die der Eroberung Zürichs durch die Socialdemokratie schreckt aber das für die hierauf verwandte Zeit entschädigt werden müßten. demokratische Blatt nicht, sei doch über der Eroberung der deutschen Die außerordentliche Betriebsgefahr im deutschen Bergbau macht hier Reichshauptstadt und der andern großen deutschen Städte durch die Gemeindewahlen. In Ilmenau( Sachsen- Weimar) wurde umfassendste Maßnahmen erforderlich. Redner weist an der Hand Socialdemokratie die Weltgeschichte nicht entgleist. Das ist vernünftig zum erstenmal ein Socialdemokrat, der Genosse Neidt, in den unfälle in Deutschland bezw. in Bayern gegenüber anderen der Schweiz gehört die Zukunft der Socialdemokratie, das ist die bisherige Vertreter Genosse Kleutens mit 245 von 257 abgegebenen der Unfallstatistik nach, daß von 1886-1898 die Zahl der Gruben- und eine weise Ergebung in unabwendbares Geschick, benn auch in zum erstenmal ein Socialdemokrat, der Genosse Neidt, in den Gemeinderat gewählt. In Hemelingen( Hannover) wurde der Staaten in erschreckender Weise zugenommen hat, sowie daß die große Lehre der Wahlziffern vom 29. Oktober. mdogod diur hit höchsten Unfallziffern gerade auf Bayern entfallen. In Genf ist mun, wie sich später herausstellte, der Genosse Stimmen wiedergewählt. Genosse Segit begründet ferner die Forderung der achtstündigen Triquet doch nicht gewählt; es fehlten ihm 19 Stimmen zum ab Laudagitation. Am legten Sonntag wurde im GroßMaximalarbeitszeit, des Verbots der Frauenarbeit in Bergwerfen, foluten Mehr. Er hat also noch eine Stichwahl mit dem Stonserva- herzogtum Sachien Weimar zum erstenmal der Agitationskalender obligatorischen Arbeitsordnungen, der Löhnung nach dem Gewicht tiven Odier zu bestehen, doch wird der socialdemokratische Sieg mit Thüringer Landbote" verbreitet. Der Stalender, dessen Inhalt auf der Förderwagen, der Wahl von Arbeiter- Ausschüssen usw. Unser Sicherheit erwartet. sili nid: 2119 die jetzigen politischen Zustände des. Großherzogtums eingeht, fand Redner schloß mit dem Wunsch: Wir wollen hoffen, daß ein Berg- In Oberwil( Kanton Baselland) ist am Sonntagabend, nach überall gute Aufnahme gesetz zu stande kommt, das die heute bestehenden Nebelstände dem die Wahl des Genossen Gschwind bekannt gewordens das beseitigt. Greingnis großartig gefeiert worden. Es wurden Böllerschüsse ab gefeuert, drei Gesangvereine produzierten sich vor dem Hause Ueber das Junkerleben Meda Gschwinds 2c. Der Bürgermeister Degen gratulierte dem Gewählten plaudert H. v. Gerlach anläßlich des Harmlosen- Prozesses in der namiens der gesamten Bevölkerung, worauf der Gewählte für die Beit". Wir geben aus dem Artikel das Folgende wieder: überraschende Ovation in einer furzen Ansprache dankte. In der Das Jen bildet einen derartig integrierenden Bestandteil der„ Krone" gab es dann noch eine fröhliche Zusammenkunft. Da auch Umgangsgepflogenheiten der höheren" Gesellschaftsschichten, daß ein brillantes Feuerwerk abgebrannt wurde, würde sich in DeutschBlinden unbemerkt bleiben kann. Ich kann meine Er- land diese socialdemokratische Ovation in eine Anzahl polizeilicher Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Die fahrungen dahin zusammenfassen: in den Kreisen der Ver- Strafmandate wegen groben Unfugs aufgelöst haben. Glücklicher Vereinsversammlung am Montag, den 6. November, fällt aus. waltungsbeamten wird viel, in denen der Rittergutsweise tennt man in der Schweiz derartigen groben Unfug nicht. Sonntag, den 12. November, findet ein geselliger Abend in den besizer wird mehr, am meisten aber wird von den ons dus isbiy Arminhallen", Kommandantenstr. 20, statt. Offizieren gespielt. Mit andern Worten: wo das miod preußische Juntertum vorherrscht, da grassiert auch das Hazardspiel. Nicht als wenn die andern Be völkerungskreise davon frei wären. Aber im Verhältnis ist doch keine Bevölkerungsklasse auch nur annähernd so start am Spiel beteiligt wie der preußische Adel. " es nur Frankreich. shodi and di Zum Komplottprozeß. In Paris erhält sich das Gerücht, daß ein Barlamentsmitglieb vorgeschlagen habe, die Komplottangelegen heit vor den Assisenhof zu verweisen, also dem Senat sie Sache zu entziehen. Der Ausschuß des Senats foll bereits über diesen Punkt befragt werden und der Justizminister entschlossen sein, sich dem Urteile des Ausschusses anzuschließen, alded Rousseau soll bereits hierüber eine Unterredung mit dem Justizminister gehabt haben. Toteslifte der Partei. In Oberhöhndorf( Sachfen) ver unglückte ein alter Parteigentoffe, Friedrich Pager, so schwer, daß er bald nach dem Unfalle starb. Die Parteigenoffen bedauern das unglück auf das schmerzlichste. 901)# 920 inmis otrods Aus der Frauenbewegung. Die Organisierung der Glas- und Perlenarbeitetinmen des fergebirges macht recht erfreuliche Fortschritte. Nach den letzten Feststellungen bestehen bereits 14 Frauenfettionen der allgemeinen Organisation dieser Arbeiter mit 450 Mitgliedern, Die Lage dieser Glasarbeiter des Jiergebirges ist bekanntlich außerordentlich traurig. Der große Ausstand des vorigen Jahres hatte die allgemeine Aufmerksamkeit auf die dortigen Verhältnisse gelenkt. Um so erfreulicher ist es, daß die Einsicht in die Notwendigkeit der Organisation als des einzigen Hilfsmittels so allgemeinen Eingang findet. Es giebt nichts Exklusiveres als den preußischen Junker im allgemeinen und den preußischen Offizier im besonderen. Der Offizier in Berlin darf feinen Omnibus benutzen. Er würde glauben, fich für immer zu diskreditieren, wenn er in eine Droschte zweiter Klaffe stiege. Ein Paket zu tragen, und wäre es auch nur ein in Paris, 4. November. Telegramme aus Nimes und Privas Papier, gerideltes Cigarrentiſtchen, verſtößt gegen ſeine Würde. melden große Ueberschwemmungen. Der Verkehr auf den Wegen ist Gewerkschaftliches.ds Theater fich anders als auf den teuersten Blägen des ersten unterbrochen. Mehrere Brücken und viele Häuser sind fortgerisien Ranges zu zeigen, würde ihn die Achtung der anderen und vor worden. Die Rhone steigt schnell und beginnt bei Avignon aus den allem die Selbstachtung kosten. Die Zahl der Lokale, die ihm zum Ufern zu treten. Besuche freistehen, ist ungemein beschränkt. Anderes als Dreißig pfennig- Bier darf nicht über seine Zunge. Denn in den Lokalen, in denen das Bier nur fünfzehn Pfennige kostet, könnte er ja einen Unteroffizier treffen. Und daß ein Offizier mit einem Soldaten, der he weniger als Offizier ist Offiziersafpiranten und Einjährige gelten natürlich als ebenbürtig! außerdienstlich dieselbe Luft atmen dürfte, ist ausgeschlossen. Mit einem Handwerker oder gar Arbeiter sich unterhalten--doch so Unerhörtes bekomme ich gar nicht aus der Feder. W Aber mit Herrn Wolff, dem berüchtigtesten Falschspieler Deutschlands, da war man frère et cochon( Bruder und Schwein, d. h. ein Herz und eine Seele). Ihn führte man überall ein. Mit ihm sah man eine authentische Durchlaucht, den jugendlichen Brinzen von Thurn und Taxis, Arm in Arm umhergehen. Er, dessen Strafregister in mehreren Jahren Zuchthaus mit entsprechendem Ehrverlust gipfelte, war der intime Bech- und Spielgenosse der Blüte des preußischen Adels. Wie bei dem„ Mädchen aus der Fremde" wußte zwar auch bei ihm niemand, woher er tam, wohin er ging. Aber danach fragt man auch nicht. Er trug stets Lackschuhe und Cylinder, war überhaupt tadellos angezogen, hatte außerdem Manieren, Geld und Jeu Passion. Leute, die sich über einen Konzessionsschulzen", das heißt über den einen bürgerlichen Offizier, der als Konzession auf die Angriffe der Linken im Reichstage hin üblicherweise in die feudalen Regimenter versezt wird, nicht genug ärgern können, die schon auf ihre Kameraden von der Linie mit Achselzucken blicken, die für die Masse des„ Civils" nur Berachtung übrig haben, fie waren monatelang mit dem voltommenen Gentle man" Wolff auf vertrautestem Fuße. Nicht bloß einer oder zwei, nein, Duzende, alle. Jegt, in der gerichtlichen Beleuchtung, hat das allgemeines Aufsehen erregt. Für den Kenner ist es aber durch aus nichts Neues. Wer das preußische Juntertum in seinen feudalsten Ausläufern kennt, der weiß, daß zwischen ihm und anderen Gesellschaftsschichten die ehrliche Arbeit teine Brücke zu schlagen vermag, sondern nur der ihnen mißachtete Jude Freifinnige Kampfesweise. Berlin und Umgegend. Der Töpferstreik beendet. In der Versammlung der streitenden Töpfer, die am Sonnabendvormittag in Kellers Saal tagte, berichtete David über den Verlauf der Tarifverhandlungen mit den Meistern: Die VerDer Freisimmigen Zeitung" ist nichts zu schäbig und zu gemein, handlungen seien zum Abschluß gelangt, und zwar zur Zufriedenwenn es gilt, der socialdemokratischen Partei etwas auzuhängen. So heit der Arbeiter. Die Meisterversammlung habe sich bereits druckt das Organ des Herrn Eugen Richter dem Ahlwardt- Moniteur mit dem in den Kommissionen vereinbarten Tarif eineine Notiz nach, deren Berlogenheit nur noch durch die Böbelhaftig verstanden erklärt, sie hätten sich auch verpflichtet, keine Maßfeit übertroffen wird, mit welcher das edle Brüderpaar Richter- regelung vorzunehmen. Die Streifenden sollen ihre früheren ArbeitsBachler den Kampf gegen die Socialdemokratie führt. pläge wieder einnehmen, dürften aber die Arbeitswilligen, Wir hängen das Pröbchen antisemitisch- freisinniger Vornehm- deren Zahl ja nur gering sei, in keiner Weise belästigen. Der Tarif heit" niedriger, damit die Parteigenoffen die noble Stampfesweise werde vor dem Einigungsamt bestätigt, seine Dauer betrage zwei unserer birgerlichen Gegner nach Gebühr würdigen können. Jahre, er tönne ein Bierteljahr vor Ablauf gekündigt werden. Die Auf entschwundene Größen innerhalb der socialdemokratischen beiderseitigen Kommissionen bleiben bestehen und haben die Aufbleiben Partei weist die Staatsbürger- Zeitung" bei Gelegenheit, des gabe, etwaige Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Arbeitgebern zu gegenwärtigen Wahlkampfes zu den Berliner Stadtverordneten entscheiden. Für den Fall, daß ein Arbeitgeber den vereinbarten wahlen hin. Vor anderthalb Dezemien, als die Partei zum ersten Tarif nicht bezahlt und die Arbeit deshalb niedergelegt wird, Male den Sturm auf das Rote Haus" unternahm, war einer der haben sich die Meister verpflichtet, folche Streifende sofort Hauptwortführer Frizz Görcki. Nach einigen Jahren mußte er in Arbeit zu nehmen. Das Resultat dieser Verhandlungen könne wegen Unterschlagungen sein Mandat niederlegen und wurde zu als ein durchaus befriedigendes angesehen werden. Nachdem der anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt. Ebenso von der Bild- Redner geendet hatte, erschallten von allen Seiten lebhafte Nufe des fläche verschwand Herr Mitan, welcher eine reiche Erbschaft machte Beifalls. Aus der Versammlung wurde der Lohnkommission ein Hoch und sich von der Partei der Enterbten" losfagte. Wegen ausgebracht. 2other verlas hierauf den vereinbarten Tarif und Bankrotts mußten auf ihr Stadtvateramt die Herren Herold, bemerkte dazu: Nicht mit Unrecht hätten die Meister der Kommission Klein und Heindorf verzichten, der schöne Splettstößer.der entgegengehalten, die Löhne der Töpfer hätten im Laufe der Jahre Cigarrenhändler mit dem wallenden in blonden in Vollbart, tur deshalb so weit heruntergeben fömmen, weil sich die wurde, als sein Mandat für ungültig erklärt war, nicht Gesellen gegenseitig unterboten und zu jedem Preise gearbeitet wieder aufgestellt, weil er mittlerweile in den Verdacht der haben. Die Kommission müſſe jetzt ihren Einfluß dahin B Spigelei geraten war. Aus viel harmloserem Grunde, nämlich geltend machen, daß kein Töpfer unter dem Tarif arbeite, weil sie dem verstorbenen Oberbürgermeister v. Fordkenbeck die und daß diejenigen Meister, welche den Tarif nicht bezahlen, unter nobilitieren. Gelbst der oft bohort, urf und Jeu lekte Ehre erwiesen hatten, mußten bekanntlich im Sommer 1891 feinen Umständen Arbeitskräfte bekommen dürfen. Die nachfolgenden auf ihr Mandat verzichten die„ Genossen" Sabor, Höhne und Redner erklärten sich im allgemeinen mit den Abmachungen eins Tuzauer. Der Stadtverordnete Dr. Badet zog sich aus der verstanden. Es wurden nur einzelne Ausstellungen von untergeordaufkommen ließ, und nun nimmt auch Herr Vogtherr kein Stadt- folgenden Antrag au:" Da der Streit der Berliner Töpfer ein für verordneten- Mandat an, ebenso wie er schon im Vorjahre aus be- beide Teile befriedigendes Resultat gezeitigt hat, beschließt, die heutige, tamten Gründen, mehr der Not gehorchend, als dem eignen von mehr als 1100 Bersonen besuchte Versammlung, den. Streit Triebe", der parlamentarischen Thätigkeit Balet sagte. So stehe für beendet zu erklären und ist am Montag, den in der Stadtverordneten- Bersammlung Herr Singer gegenwärtig 6. November, die Arbeit zu den neuen Bedingungen auf als Führer der Fraktion da, die aus 11 Gastwirten und zunehmen. wird in dem Augenblick salonfähig, wenn er mit ihnen auf dem grünen Rasen beim Totalisateur und am grünen Tuch " sammentrifft. Das Jeu egalisiert. Wer als ehr beim Baccarat zu kommunalen Thätigkeit zurück, weil man ihn in der Fraktion nicht neter Bedeutung gemacht. Die Versammlung nahm einstimmig sein Leben lang vergeblich mühen würde, mit einem dieser vornehmen Leute auch nur auf den oberflächlichsten Verkehrsfuß zu kommen, dem kann es rasch gelingen, wenn er Pleite macht und dann als Hochstapler einen Spielflub aufsucht. Die bescholtensten Leute, Leute, denen ihre Unehrenhaftigkeit nicht nur gerichtlich, sondern auch in der Presse bescheinigt worden ist, kann man in Berlin nach wie vor mit den Spigen der Gesellschaft, mit Prinzen aus regierenden 2 Expedienten des Vorwärts" bestehe.sold to drous Ferner wurde noch folgendes festgesetzt: Die Mitglieder der Häusern, in demselben Sportkomitee zufammenfigen sehen. Nicht zu diesem Erguß schmutziger Phantasie bemerken wir, daß Gördi Lohntommission erhalten für die vergangenen 3 Wochen des Streit Anstand und Ehrlichkeit entscheiden über die Möglichkeit des Um schon längst aus der Stadtverordneten- Versammlung ausgeschieden pro Mann und Tag eine Nachzahlung von 1 M. Die Kommission ganges mit weiten Schichten des Junkertums, sondern Geld und war, als er, in bürgerliche Geschäfte verwickelt, dem Strafrichter verbleibt für die nächste Woche noch bestehen, sie wird mit dem ortsäußere Formen. logofiel. Mitan hat sich nicht von den Enterbten" losgesagt, sondern üblichen Lohn entschädigt und hat in den nächsten Tagen ins besondere die Arbeitsvermittelung für die Streikenden zu besorgen. Mit einem kräftigen Hoch auf das Blühen und Gedeihen der Organisation wurde die Versammlung geschlossen. 10% sid dail Ausland.cust hat aus Gründen, die ganz außerhalb seiner Parteithätigkeit in seinen persönlichen Verhältnissen lagen, nicht wieder kandidiert. Daß Oestreich- Ungarn, ozig Serold, Klein und Heindorf wegen Bankrotts auf ihr Stadtväter Prag, 4. November. Wie aus Polica gemeldet wird, tam es amt verzichtet haben, ist ebenfalls antisemitisch- freisinniger Schwindel. redlich mi pu dort am 2. d. M. zu größeren Demonstrationen. Eine große Wenn dem aber auch wirklich so wäre, so würde den drei Achtung, Tapezierer! Bei der Firma Lehmann( Inhaber Menge durchzog Lieder singend und Rufe gegen die Regierung aus- Socialdemokraten nur dasselbe passiert sein, was bei Dußenden von Julius Cohn), Wilhelmstr. 40 a, find Differenzen ausgebrochen, stoßend die Stadt. Die für gestern anberaumt gewesene Kontroll- bürgerlichen Stadtverordneten im Laufe der Zeit vorgekommen ist. indem der Unternehmer die bewilligten Forderungen wieder rüdversammlung wurde abgesagt und heute früh abgehalten. Gestern Wollten wir den„ Vermögensverfall" freifinniger Stadtverordneter gängig machen will. Buzug ist fernzuhalten. wurde Militär requiriert, welches in der Stärke von einer Eskadron für die Kommunalwahlen fruftificieren, so tönnten wir der FreiDie Agitationstommission. Landwehr- Ulanen und einer Kompagnie Landwehr Infanterie aus finnigen Beitung" eine hübsche Liste zusammenstellen; der Einen Streit von 24 Stunden Dauer haben dieser Tage Hohenmauth in Bolicka eingetroffen ist. Der gestrige Abend und die Staatsbürger Zeitung" würde es nicht sehr angenehm sein, wenn die Arbeiter der Firma Möbius durchgefochten. Herr Danner, Nacht auf heute verliefen ohne Ruhestörungen. die Gründe, aus denen z. B. der Stadtverordnete Ziethen sich in der Inhaber der Firma, wollte den Arbeitern vom 1. November an das Privatleben flüchtete, öffentlich erörtert würden. Ob Splettstößer den Lohn um etwa 15-20 Broz. fürzen. Die Arbeiter, die alle Mitglied des lokalen Verbandes der Handels- Hilfsarbeiter sind, Von den Nationalratswahlen.maidun Polizeifpigel war, wissen wir nicht. Daß aber ein in diesem Ber- gingen darauf nicht ein. Sie entsandten eine Kommission zu dem Zürich, 3. November.( Eig. Ber.) In den Betrachtungen der dacht stehender Mann nicht wieder zu einer Kandidatur zugelassen unternehmer; da derselbe aber Verhandlungen in brüster Form abPresse über die Nationalratswahlen ist manche beachtenswerte wird, ist selbstverständlich. Und wenn die bürgerliche: Moral der wies, legten sämtliche Arbeiter die Arbeit nieder. Schon nach Aeußerung, namentlich über das erhebliche Wachstum der social- Freisinnigen und Staatsbürger Beitung" es fertig Betommt, 24stündiger Dauer mußte der Unternehmer, dem es nicht gelang, Schweiz. sinijuding mi genommen. Streitbrecher für die außerordentlich schwere Arbeit zu finden, nach: geben und die Arbeit wurde zu den alten Bedingungen wieder auf Achtung, Ciseleure! In nachfolgenden Werkstätten befinden sich die Kollegen wegen Nichtbewilligung des Neunstundentages noch im Ausstand: Vollgold u. Sohn, Silberwarenfabrik, Köpnickerstr. 72. Frifter( Inhaber Engel u. Hegewald). Broncewarenfabrit, Lindenstraße 23, Gerite, Sebastianstr. 20. Pfudel, Dresdenerstr. 117. Bei nachfolgenden Eiseleuren wird Streifarbeit angefertigt Fischer, Wienerstr. 29, Greulich, Adalbertstr. 75, Siebmann, Prinzen straße 98, Reglaf. Neanderstr. 15, G. Raßmussen, Adalbertstr. 65. Kalischer in der Silberwarenfabrik von Schneider, Stallschreiberstr. 52. Von allen diesen Wertstätten ist Buzug strengstens fernzuhalten. Gleichfalls ist die Firma Spinn u. Sohn bis auf weiteres noch ge= sperrt, da 3 Kollegen unter dem Vorwand, es wäre nicht genügend Arbeit vorhanden, nicht wieder eingestellt wurden. Die Kom mission. Zu der Arbeitsuiederlegung in der Schuhfabrik von Reinhold Graef ist folgendes zu berichtigen und nachzutragen: Die angebliche Nichtinnehaltung der getroffenen Abmachung seitens des Herrn Graef durch nachträgliche Entlassung von zwei Arbeitern beruht auf einen beiderseitigen Irrtum der verhandelnden Personen. Sonnabend, den 4. cr., aufgeklärt worden, ist die Arbeit wieder aufNachdem dieses Mißverständnis in einer Verhandlung am genommen und der Streit dadurch beendet. Die Agitationstommission. C. Herrmann. Deutsches Reich. " Besigtum wurde für 100 M. einem Bieter zugeschlagen. Da der legtere illusorisch zu machen. Ferner wurde das Verhalten der Kollegen, dieses Gebot nur scherzweise gethan und nicht die Absicht hatte, sich in welche den Bykottbeschluß durchbrochen haben, einer scharfen Kritik Troschenreuth ansässig zu machen, so wurde das Grundstück aus unterworfen, und wurde folgender Antrag einstimmig angenommen: geschlachtet", die Gebäude abgetragen und Steine und Balken, Fenster Den Boykott der Firma Schulz u. Zerban in verschärftem Maße und Thüren einzeln verkauft. Die Einwohnerzahl war in Boben weiterzuführen, bis unsere Forderungen bewilligt werden, und dies neukirchen 1890-1895 von 936 auf 910, in Troschenreutsch von 171 jenigen Kollegen, welche dort schneiden und hobeln lassen, sofern es auf 158 zurückgegangen und bei der nächstjährigen Volkszählung nicht auf Kosten des Meisters geschicht, als Streitbrecher angesehen dürfte dort, wie auch in den Nachbardörfern, der Rückgang noch auf werden." Zum Schluß wurden dann drei Kollegen gewählt, welche fälliger sein." den Ausgang der Sache noch näher zu beobachten haben. Friedrichshagen. Am 1. November fand hier eine Parteis versammlung statt, in der über den Parteitag Bericht erstattet werden sollte. Leider fonnte über den Punkt nicht verhandelt werden, da der Referent nicht erschienen war. Sodann erstattete der Vertrauens mann Bericht über seine Thätigkeit im verflossenen Jahre. Danach betrugen die Einnahmen 415,- M., die Ausgaben 333,55 M., so daß ein Bestand von 81,45 M. verbleibt. Zum Vertrauensmann wurde Sarl Grau wiedergewählt, zu Revisoren Tobias, Gerbich und Köhler, zu Lokalkommissions- Mitgliedern Mertens, Hübner und Köhler ernannt. Die Entvölkerung dieser Orte, die zur Entwertung des Grundbefizes führt, ist eine Folge des Unterganges der Hausweberei. Die immer mehr herabsinkenden Löhne, die schon längst unter den Gristenzminimum stehen, treiben die Leute fort. Der Besiz" wird ihnen unter diesen Umständen zur Last, Gerichts- Beitung. ge= Nach Der Krieg. Der auffchenerregende Mordanschlag, den die Geliebte eines Ehemanns auf Anstiftung des legteren gegen dessen Ehefrau verübt haben soll, wird morgen das Schwurgericht des Landgerichts 11 beschäftigen. Auf der Anklagebant werden die 30 jährige geschiedene Buchdruckerei- Arbeiterin Marie Buchwald, borene Pförtner, sowie der frühere Kanzleidiätar Gustav Die Verbindung mit den in Ladysmith eingeschlossenen Eng Play Wie zu nehmen haben. erinnerlich ahn jein ländern ist abgeschnitten, so daß keine Nachrichten von dort komment dürfte, liegt der Auflage folgender Sachverhalt zu Grunde: Die lette von Civilpersonen, die Ladysmith verlassen haben. pflegte sich im verflossenen Sommer dadurch einen Nebenverdienst zu Nachricht des„ Neuter Bureaus" aus Ladysmith ist am 1. d. Mis., Der Augetlagte Hahn, der zu Wilmersdorf wohnhaft ist, können. Nur von Durban kommen Meldungen durch Vermittelung verschaffen, daß er Sonntags im Deutschen Hause zu Schmargendorf zumi Tanz aufspielte. Hier verkehrte auch die Buchwald. Hahn lernte nachmitags 4 Uhr 35 Min., abgegangen; sie besagt: E8 herricht fie kennen und trat zu ihr in vertraute Beziehungen. Die Ehefrau Hahn überall Ruhe, der Feind zeigt keine Neigung, sich in einen erfuhr von dem umlauteren Verhältnis, worauf es zwischen ihr und der Nahkampf einzulaffen; die englischen Geschüge haben starke In Wilfter stehen sich nach wie vor die kämpfenden Parteien Buchwald mehrfach zu heftigen Auseinandersetzungen lam. Am Sonntag, Stellungen um Ladysmith inne. Die Stimmung der Truppen ist eine zuversichtliche. hartnäckig gegenüber; während die Fabrikanten jeden Einigungs- den 11. Juni d. J., Hatte Hahn wiederum bei der Lanzmusik mitgewirkt. Aus London wird gemeldet: versuch ablehnen, sind die Arbeiter aber auch nicht gewillt, fich den Gegen 6 Uhr abends erschien auch: Frau Hahn im Lotal. Die Nachricht, daß die Verbindung mit Ladysmith wieder her Fabrikanten zu unterwerfen, es sei denn, der Hunger treibt die Schluß des Tanzvergnügens nahmen die Eheleute den Kaffee zu gestellt, beruht auf einem Irrtum. Es handelt sich um das Arbeiterschaft hierzu. Auf diesen Kampfesgenossen reflektieren aber sich und begaben sich dann gegen 12 Uhr, nachdem die auch die Fabrikanten. Wenn ein Kampf vorbereitet unternommen meisten Gäste sich bereits entfernt hatten, zusammen auf Delagoa- Kabel, welches wieder hergestellt ist. Die Verbindung wird, so kann man sich auf eine lange Dauer gefaßt machen, und den Heimweg. Sie gingen zum Schmargendorfer Bahnhofe, um mit Ladysmith ist noch immer unterbrochen. Dem„ Reuterschen Bureau" wird aus Kapstadt vom 2. November daß die Herren diesen Kampf vorbereitet haben, unterliegt gar von dort nach Wilmersdorf zu fahren. Der Weg nach dort wird keinem Zweifel. Nun, daß die Arbeiterschaft so einmütig so lange auf einer Strecke von etwa 300 Schritt auf beiden Seiten von einer gemeldet: Einer Depesche der„ Cape Times" aus Ladysmith(?) zuStand halten würde, das hatten sich die Herren nicht träumen lassen. Weißdornhecke begrenzt. Als diese Stelle erreicht war, forderte folge wird die Wiederaufnahme des Kampfes stündlich erSie hatten geglaubt, mit 5-6 Wochen sei die Kasse der Arbeiter- Hahn feine Ehefrau auf, etwas vorauszugehen. Er selbst blieb wartet. Wie es heißt, durchziehen die Boeren das Zululand schaft gesprengt; für diese Annahme liegen bestimmte Anzeichen vor, unter einem verständlichen Vorwande zurück. Frau Hahn mochte und hisſen dort ihre Flagge. Die Leiche des Boerengenerals Kock wurde nach Pretoria gebracht. und weil die Arbeiterschaft durch die Rechnung der Herren einen etwa vierzig Schritt vorausgegangen sein. Die Gegend war zur Den Abendblättern wird aus Pietermaritzburg vom dicken Strich gezogen hat, hat sie bereits einen Sieg davon ge- Beit einfam. Plötzlich sprang eine weibliche Person hinter einem tragen. Sie werden es sich hundertmal überlegen, um wieder Baume, wo sie auf der Lauer gestanden hatte, hervor und stürzte 3. d. M. gemeldet: In Ladysmith herrschte heute früh vollkommene einmal mit ihren Arbeitern anzubinden. Ja, die Herren sind ihrer auf Frau Hahn zu. Diese erkannte die Geliebte ihres Ehemannes. Ruhe; eine größere Anzahl Frauen und Kinder verließ in der Nacht Getreuen fatt, sie mögen sie nicht mehr vor ihren Augen sehen; Die Buchwald schwang in der erhobenen Rechten ein dolchartiges Ladysmith; der Eisenbahnzug, in welchem sie abfuhren, wurde voit einem Panzerzuge begleitet. jedoch die Leute, die uns aus der Not geholfen haben, können Messer, mit den Worten ich will Blut sehen!" versezte sie der Frau Ein Nachtrag zur amtlichen Verlustliste besagt, daß in der wir doch nicht mit einmal auf die Straße werfen; wir müßten uns ja Hahn einen Stich in die Halsgegend und sodann noch einen zweiten. Schlacht bei Ladysmith am Montag, den 30. Oftober, im ganzen schämen," rief ein Fabrikant aus, der mit einem Klassengenossen Die Ueberfallene rief um Hilfe, auffallenderweise war es aber 54 Mann gefallen und 229 verwundet find. Vermißt werden in Distussion geraten war. Nun, diese Rücksicht hat man mit nicht ihr Ehemann, der ihr zuerst zur Hilfe eilte, sondern es waren 484 Mann. In dieser Zahl find die irischen Füsiliere nicht einden alten Arbeitern nicht genommen, vermöge deren Leistungsfähig zwei Herren, die eine größere Strecke zu durcheilen hatten als Hahn. begriffen, deren genaue Gesamtzahl noch nicht sicher festteit es möglich war, den Betrieb auf die Höhe zu bringen, auf der Die beiden Herren packten sofort die Attentäterin und entwanden er bis dato gestanden hat. Noch immer fucht man 500 Dumme bei ihr das Messer. Dann erst erschien Hahn, der anscheinend um gestellt werden konnte. sehr besorgt war. Es wird behauptet, hohen Löhnen und dauernder Lebensstellung, ja, während man erklärt, feine Ehefrau sehr die bisher gezahlten Löhne nicht weiter zahlen zu können, leistet daß dies Berstellung war und daß die uchwald auf Verman sich den Lurus, fortwährend Annoncen loszulassen und Agenten einbarung mit dem Ehemann Hahn handelte. Sie leberfallene hatte in der Welt umherreisen zu lassen. Das tennzeichnet die Wahrheits- zwei Halswunden erhalten, die tötlich hätten sein können, wenn die liebe des Unternehmertums. Nun, die Arbeiterschaft, die im Kampfe Kleidung der Frau Hahn nicht die Wucht der Stöße gemildert erprobt ist, wird den Herren die Quittung ob ihres Gebahrens nicht hätte. Während der Ehemann Hahn leugnete, daß ein Mord ge schuldig bleiben. plant war, legte die Buchwald bald ein Geständnis ab. Sie gab an, daß fie die That auf Anftiftung des Hahn begangen habe. Sie wollte die Ehefrau Hahn aus dem Wege räumen, um ungestört ihr Liebesverhältnis fortjeßen zu können. Wäre es gelungen, die Frau zu töten, so würden sie den Körper auf die Eisenbahnschienen gelegt haben, um den Glauben zu erwecken, daß ein Selbstmord vorliege. Wie erwähnt, bestreitet Hahn seine Mitschuld. Es ist eine größere Anzahl Zeugen geladen worden. Zuzug fernhalten, kein Unfug! Der Redacteur der„ Graphischen Preffe", Konrad Müller aus Schkeudig, sollte dadurch groben Unfug verübt haben, daß er in einer ihm von dem Vorstand des Vereins der Lithographen und Steindrucker Berlins zugegangenen Annonce über einen Streit den Schlußsab:" Buzug fernhalten" veröffentlichte. Das Schteudiger Schöffengericht hatte auf Freisprechung erkannt. Der Staatsanwalt, der dagegen Berufung eingelegt hatte, stützte sich auf die bekannte Entscheidung des Oberlandesgerichts und beantragte heute vor der Straftammer 30 M. Geldstrafe eventuell 3 Tage Haft. Das Gericht, welches den Redacteur vom„ Voltsblatt", Weizmann, in demselben Falle in Anlehnung an den Entfcheid des Oberlandesgerichts verurteilt hat, erkannte heute wieder auf Freisprechung, da im vorliegenden Falle teine unmittelbare Beunruhigung erwiesen sein sollte. Der Tischlerstreik in Burg ist endlich, nach 27wöchentlicher Dauer, mit einem Sieg der Arbeiter beendet worden. Nur einem einzigen Unternehmer gelang es, so viel Arbeitswillige heranzuziehen, daß er seinen Betrieb weiterführen konnte. Versammlungen. Vom westlichen und südlichen Kriegsschauplak. Wie dem„ Reuterschen Bureau" aus Colesberg vom 1. b. M. gemeldet wird, wurde dort am Nachmittag in der Richtung auf die Colesberger Eisenbahnbrücke eine Explosion gehört. Man nimmt an, daß die Boeren die Brücke zerstört haben. In Mafeting ist seit dem 13. Oftober niemand gefallen. Als General Cronje einen Boten an Oberst Baden- Powell schickte, mit der Aufforderung, die Stadt zu übergeben, erwiderte legterer, er werde Cronje wissen lassen, wenn er genug habe. " London, 4. November. Wie dem„ Reuterschen Bureau" aus Burghersdorp vom 2. November gemeldet wird, hat eine Abteilung Boeren am Morgen desselven Tages die Brücke über den Oranjefluß bei Bethulie überschritten. Man nahm an, daß eine weitere, 300 Mann starke Abteilung derselben am Nachmittag gleichfalls die Brücke passieren werde. Demselben Bureau wird aus Colesberg vom 2. November gemeldet, daß die dortige Eisenbahnbrücke underjehrt sei; was man für eine Explosion gehalten hatte, waren ledigEine gutbesuchte Versammlung der Hausdiener und Packer lich Signalschüsse der Artillerie. ( Centraler Richtung) tagte am 31. v. M. in den Arminhallen. Vom östlichen Kriegsschauplak. Das Referat hielt Schumann. Der Centralverband der HandelsLondon, 4. November.( W. Z. B.) Ein vom Kriegsministerium und Transportarbeiter habe sich auf Anregung der Berliner Spediteur- bekanntgegebenes Telegramm bejagt: Das Kolonialministerium vereinigung an die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft mit der erhielt die Meldung, daß die britischen Truppen von Colenso Bitte gewandt, die Aeltesten mögen dahin wirken, daß in Berliner zurückgezogen und mehr im Süden konzentriert wurden. Das Geschäften nach acht Uhr abends keine Bahngüter mehr Kriegsministerium fügt aber hinzu, daß es teine Nachricht habe von expediert werden. Die Aeltesten der Kaufmannschaft hielten es aber einem Treffen, das in dieser Gegend stattgefunden habe. nicht für notwendig, auf das im höflichsten Tone gehaltene Schreiben Geringer Trost. auch nur zu antworten. Redner fordert zum Ausbau der Organi Sydney. Der Premierminister von Neu- Südwales hat Die Arbeitgeber des Maurergewerbes in Frankfurt a. M., sation auf, um gelegentlich gewissen Streisen zeigen zu können, an die übrigen australischen Premiers die Aufforderung gerichtet, die dem Verbande baugewerblicher Unternehmer angehören, haben daß auch die Hausdiener und Backer, die sich bisher alles gefallen eine weitere Truppenabteilung nach Südafrika zu ent eine Aussperrung der organisierten Maurer geplant; lassen haben, noch in etwas respektiert werden müssen. senden, welche Australisches Kontingent" benannt werden solle. eine diesbezügliche Kündigung ist bereits bei allen in Betracht Werner referierte hierauf über die Behandlung der Hausdiener Stimmung in Natal. kommenden Unternehmern erfolgt und kommt hierbei eine Anzahl und Packer in den einzelnen Geschäften. Redner fordert besonders Daily News" melden aus Durban vom 31. Oftober: Hier von voraussichtlich 1000-1200 Maurern in Betracht. die Abfchaffung der Unfitte, den Hausdiener beim Vornamen zu herrscht Erbitterung darüber, daß die britischen Streitkräfte in Natal Grund hierzu gaben einige Bausperren, in denen die organi rufen. Die Friedrich" und die August" seien in den einzelnen ganz unzureichend find. Man ist enttäuscht, daß die Herbeifchaffung fierten Maurer die Arbeit niederlegten, weil sie seitens der Unter- Geschäften erblich, das heißt, diese Rufnamen werden von den von Verstärkungen nicht thätiger betrieben wird. Die Gefangen nehmer gezwungen werden sollten, entgegen den zwischen beiden alten Hausdienern auf die Neueingetretenen übertragen ohne nahme so zahlreicher britischer Mannschaften am 30. Oftober verParteien am 7. September 1898 gefaßten Vereinbarungen, im Rüdsicht auf deren eigentlichen Namen. Der jüngste Stift im Geschäft schärfte die Erbitterung. Jezt kommt allgemein angjivolle Sorge Accord zu arbeiten, durch den der errungene Lohn aufs Spiel ge- rufe den erfahrenen alten graubärtigen Hausdiener mit Friedrich setzt war. oder August, während dieser den Stift mit Herr betiteln muß.„ Daily Telegraph" meldet aus Kapstadt vom 31. Oktober: Es Ausland. Das seien unwürdige Zustände, die entschieden geändert ist nicht wahrscheinlich, daß General Buller Kapstadt in den allerBei der großen schwedischen Zuckerfabrik in Staffans werden müßten. In der sehr lebhaften Diskussion tamen torp ist eine Arbeiteraussperrung wegen der Forderung mancherlei Mißstände in den einzelnen kaufmännischen Firmen nächsten Tagen verläßt. Weitere Rüstungen. einer Lohnerhöhung erfolgt. Die Arbeiter hatten eine Erhöhung auf zur Sprache und wurden besonders die Zustände bei der Firma Liverpool, 4. November.( W. T. B.) Das am Mittwoch mit 25 Oere per Stunde bei zehnstündiger Arbeitszeit Eduard Flatow, Rene Friedrichstraße, lebhaft kritisiert. Folgende Truppen für Südafrika abgegangene Transportschiff„ Rapidan" kehrte und 50 Proz. Zuschlag für Sonntagsarbeit verlangt. Diese Buder Resolution fand hierauf einstimmige Annahme: Die Versammlung fabrik beschäftigt mehrere hundert Arbeiter und geht so glänzend, beauftragt den Centralverband der Handels-, Transport- und wegen einer im Sturm erlittenen Beschädigung hierher daß Niesendividenden gezahlt werden. Verkehrsarbeiter Deutschlands, Erhebungen über die Dauer zurüd. Schwedischer Buchbinderstreik. Nachdem der Meisterverband der Arbeitszeit und die Bezahlung der Hausbiener, hauptsächlich Lehte Nachrichten und Depeschen. den Engrosgeschäften Bigarrengeſchäften vorzunehmen und das Organisationsrecht der Gesellen anerkannt hatte, boten diese auf Grund der Ergebnisse sich entweder direkt an die Chefs oder an neue Verhandlung auf Grund des Vermittelungsvorschlages" an. die betreffenden Unternehmer- Bereinigungen zu wenden und diesen Aber der Meisterverband hat jede Verhandlung abgelehnt, die nicht die unbedingte Notwendigkeit einer Aenderung der Arbeitsverhältnisse auf seinen die Gesellen schädigenden Anträgen beruht. Das klar zu legen. Die Versammlung ist der Meinung, daß im Bei der heutigen Landtagswahl erhielten die socialdemokratische Partei Eingehen auf den Meistervorschlag wurde in der Generalversammlung äußersten Falle, um den Forderungen den nötigen Nachdruck zu 6066 Stimmen und 394 Wahlmänner, die nationalliberale Bartci des Gefellenverbandes mit fast 700 Stimmen gegen 6 abgelehnt. verleihen, eine Arbeitsniederlegung der Kollegen zu günstiger Beit 4035 Stimmen und 140 Wahlmänner. Glänzender Sieg unserer Uebrigens haben drei größere Meister den Vermittelungsvorschlag zu erfolgen hat. Um dies möglich zu machen, verpflichten sich die Genossen. Die Wiederwahl der ausgeschiedenen Genossen Dreesbach des Gesellenverbandes unterschrieben. Anwesenden, dafür zu sorgen, daß alle Hausdiener und Packer sich und Geist ist somit gesichert. In den Schlächtereien und Wurstfabriken Stockholms hat dem Centralverbande anschließen. Seitens des Vorsitzenden wurde Karlsruhe. In Pforzheim haben unsere Parteigenoffen der Gesellenverband die Abschaffung des Kost- und Logisſyſtems noch auf die Stadtverordneten- Wahlen sowie auf die nächsten einen glänzenden Sieg über den bisherigen nationalliberalen Verburch Berhandlung mit dem Meisterverband durchgefeßt. Die neue Donnerstag stattfindenden Ortstrankenkassen- Wahlen aufmerksam ge- treter errungen.- Neugewählt Opifizius und Fendrich.- Gute Einrichtung tritt mit dem 1. Januar in Kraft. Es sind folgende macht und dann die Versammlung geschlossen. Löhne vereinbart: statt bisher 40 Kr. den Monat jezt 22 Kr. die Aussichten für Karlsruhe Land. Woche, statt 35 Kr. monatlich 21 Kr. wöchentlich, statt 30 Kr. 20 kr. Die Arbeitszeit ist auf 10/2 Stunden angesezt. " Sociales. zum Ausdruck. Die badische Landtagswahl. Mannheim, 4. November.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Die Fraktionsstärke dürfte fich nach den bisherigen Resultaten von fünf auf sieben erhöhen. Eine öffentliche Versammlung der Holzarbeiter der Bezirke W. und SW., welche am 2. November in Habels Brauerei tagte, beschäftigte fich mit der Erhöhung der Preise, welche von dem Fräsereibesizern für Arbeiten an der Hobelmaschine vorgenommen worden ist. Eine Wien, 4. November.( W. T. B.) Der Leiter des Handelsvorher stattgefundene Versammlung hatte infolge dessen beschlossen, über ministeriums, Dr. Stibral, teilte in der heutigen Sitzung des die Fräserei von Schulz u. 3 erban den Boykott zu verhängen. Arbeits- Beirats mit, er bringe der Errichtung eines namentlich auf für Der Untergang der Weberbevölkerung im fächsischen Bogt: Baste, welcher die Verhandlungen mit den Unternehmern eingeleitet imprimative Zwede gerichteten internationalen Tande. Ein sächsisches bürgerliches Blatt schreibt: hatte, gab den Bericht über den Verlauf derselben. Er beleuchtete in seinen Arbeiterschutz das regste Interesse entgegen und habe darüber eine Am 4. Dezember gelangt in Bobenneukirchen das Wohnhaus Ausführungen, welche öfters durch Heiterkeit von den Bersammelten Berständigung mit der ungarischen Regierung und dem Ministerium des Hadernhändlers Hegenbart zur gerichtlichen Versteigerung, und unterbrochen wurden, die Aengstlichkeit der Unternehmer, welche sie des Aeußeren angebahnt, welch letztere die Missionen im Auslande das fönigl. Amtsgericht Delsnig hat das Grundstüd auf 200( 8weis bei den Berhandlungen zur Schau getragen haben; fie glauben zur Berichterstattung über die socialpolitischen Vorgänge anwies. Hundert 1) Mart geschäßt. Noch bescheidener sind die Forderungen nicht existenzfähig zu sein, wenn sie nicht die von ihnen verlangte Die Reform und Ausgestaltung der Arbeiterversicherung in Oestreich der Geschwister Rödel in Bobennenkirchen, welche ihr Haus Erhöhung von den Tischlern erhalten. Der Vorfißende der Fräserei bilde den Gegenstand der Verhandlungen unter den Refforts. Der für 150 Mart zu freihändigem Verkaufe ausbieten. Und befizer betrachtet es als ein Brandmal unserer Kampfesweise, daß stellvertretende Vorstand des arbeitsstatistischen Amts werde zu diesem dabei sind diese Häuschen gar nicht schlecht, sondern die wir Tischler das Mittel des Boykotts anwenden, wohingegen er von Zwecke demnächst eine Studienreise nach Berlin und dem rheinischfortschreitende Entvölkerung der nach der bayrischen Grenze den schivarzen Listen, welche sie in unsichtbarer Weise gegen die Ar- westfälischen Industriegebiet unternehmen. zu gelegenen Dörfer, welchen jede Bahnverbindung fehlt, und deren beiter anwandten, nichts erwähnte. In der Diskussion sprachen sich Amfterdam, 4. November.( W. T. B.) Der englische Ge Weberbevölkerung sich mehr und mehr in die Industriestädte zieht, die Redner im allgemeinen dahin aus, daß man die erhöhten Preise sandte im Haag Howard wird Mittwochabend nach London abzeitigt diese, vom volkswirtschaftlichen Standpunkte aus beklagenswerte nicht zahlen möge. Es sei Sache der Fräsereibesiger, den Ausfall, reisen und bis zum Jahresschlusse in England bleiben. Wie die Erscheinung. Wie in Bobeneukirchen, so wurde vor einiger Zeit in welchen sie durch die Berkürzung der Arbeitszeit der Maschinenarbeiter hiefige Abteilung des Renterschen Bureaus" vernimmt, sind die Troschenreuth eine drastische Immobiliar- Entwertung festgestellt. Ein erlitten haben, auf eine andere Art vett zu machen und nicht den Gerüchte, daß die Abreise des Gesandten durch Sympathiekundgebungen aus Wohnhaus, Stallung und Gärtchen bestehendes, auf 450 m. tagiertes Tischlern ihre vorher durch eine Lohnbewegung erzielten Vorteile für die Boeren veranlaßt fei, unbegründet. Berantwortlicher Rebacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Druck und Berlag von Mar Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Br. 260. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 5. November 1899. Die Stadtverordneten- Wahlen Zur Flugblatt- Verteilung wollen sich die Parteigenossen und Genossinnen am Sonntag an folgenden Stellen einfinden: = teilung ist. Bei den Wahlen von 1897 z. B. wählten in der würden sie selbst die geringen Aufbesserungen, die einzelneit ersten Abteilung 50 Proz., in der zweiten 39 Proz., in der dritten Gruppen unter ihnen bewilligt worden sind, nicht haben erreichen erfordern, daß die Arbeiterschaft opferwillig ihrer Agitationspflicht 34 Proz. aller Wahlberechtigten der betreffenden Abteilungen, und können. nachkomme. Besonders ist es notwendig, daß zu der Flugblatt- in anderen Jahren lag das Verhältnis ähnlich. Wir haben diese Er- Solche Zugeständnisse geben sich nun freilich in der Regel nicht Verbreitung am Sonntag und zu der am Montag, dem scheinung teilweise daraus erklärt, daß den wählern der als direkte Unterstützung des socialdemokratischen Antrages. Sie Wahltage, erforderlichen Agitationsarbeit sich noch zahlreiche britten Abteilung die Ausübung ihres Wahl- werden lieber in die Form von ähnlichen, aber weniger weit Kräfte zur Verfügung stellen. Nur wenn wir intensiv arbeiten, wird rechtes am meisten erschwert ist. Für sie ist der mit der gehenden Anträgen gekleidet, die aus der Mitte der bürgerlichen uns der Erfolg sicher sein. Beteiligung an der Wahl verbundene Zeitverlust in der Regel Mehrheit kommen, oder sie bestehen in Vorlagen des Magistrats, am fühlbarsten und die Oeffentlichkeit der Stimmen die auf harmlose Leute den Eindruck der Freiwilligkeit machen. abgabe am gefährlichsten. Aber wie oft hat der Magistrat, hat die bürgerliche Mehrheit der Die Bemühungen unserer Genossen in der Stadtverordneten Stadtverordneten- Versammlung erst zur„ Freiwilligkeit" gezwungen Erster Wahlkreis: Mörschel, Jüdenstr. 35; Sommer, Grün- auf den Sonntag durchzusetzen und auf diese Weise wenigstens Versammlung, eine Verlegung der Wahlen der dritten Abteilung werden müssen! straße 21. Es mag manchem merkwürdig erscheinen, daß es der social. Zweiter Wahlkreis: Morgens 7½ Uhr: Pinzer, Schüßensich Zweiter Wahlkreis: Morgens 7% Uhr: Pinzer, Schüßen- einen die Beteiligung an den Wahlen ungünstig beeinflussenden demokratischen Fraktion der Stadtverordneten, straße 18/19; Saẞ, Markgrafenstr. 102; Schulz. Bring Albrechtstr. 3: Uebelstand zu beseitigen, sind bekanntlich erfolglos gewesen. Die fo tlein sie- leider! noch ist, allmählich doch gelungen ist, si ch 3; Boigt, Königgrägerstraße 39; Siebert, Großbeerenstraße 54; Quand, Forderung, dann wenigstens die Wahlzeit am Montag bis 10 Uhr Geltung in der Stadtverordneten Versammlung Bellealliancestr. 74; Steiner, Hagelsbergerstr. 23; Faller, Pallasstr. 16; abends auszudehnen, was sich bei der durch das bekannte Er zu verschaffen und die städtische Verwaltung wenigstens um ein GeWerner, Bülowstr. 59. fenntnis des Ober- Berwaltungsgerichts gegebenen Notwendigkeit, die ringes von der Richtung abzudrängen, die sie so lange verfolgt hat. Was Wahlen fortan für jeden Bezirk in nur einem Lokale die Socialdemokratie durch ihren wachsenden Einfluß verhütet und vornehmen zu lassen, eigentlich von selbst verstehen sollte verhindert hat, das ist dabei vielleicht noch wichtiger als das, hat sich wegen des Widerstandes der Mehrheit der Stadt- was sie an pofitiven Erfolgen hat erreichen können. Es ist nicht verordneten Versammlung gleichfalls nicht durchsetzen lassen. schwer, sich auszumalen, wie es heute in dem liberalen Karpfenteich Den Wählern der dritten Abteilung ist damit die Aus der Berliner Kommunalverwaltung ausfähe, wenn nicht die socialübung ihres Wahlrechts in diesem Jahre vielleicht noch mehr als demokratischen Hechte hineingekommen wären. Manchem mag es, sonst erschwert. wie gesagt, merkwürdig erscheinen, daß die kleine socialdemokratische nicht betroffen wird, daran denken, daß er neben seinem Wahl Einfluß der Socialdemokratie im Roten Hause beruht im wesent Im so mehr sollte jeder Wähler, der durch diese Erschwerungen Fraktion so rasch dazu gelangt ist, diese Rolle zu spielen. Aber der recht auch eine Wahlpflicht hat. Die geringe Wahlbeteiligung lichen darauf, daß die bürgerliche Mehrheit der Stadtverordnetenin der dritten Abteilung ist, sagten wir, teilweise darauf zurück- Versammlung weiß, daß die Arbeitervertreter that. zuführen, daß den Wählern der dritten Abteilung die Ausübung fächlich das Vertrauen der Mehrheit der Berliner ihres Wahlrechts am schwersten gemacht wird, aber eben nur Bevölkerung besigen. Ihr Ansehen und ihr Einfluß in der teilweise; zum anderen Teile erklärt sie sich aus der be- Stadtverordneten- Bersammlung muß desto mehr steigen, je mehr diese Thatsache auch durch das Ergebnis der Wahlen zu einem dauerlichen Lässigkeit vieler Wähler. Vierter Wahlkreis: Bezirk 20, 21, 26, 27: Morgens 8 Uhr in den dazu bestimmten Lokalen. Vor allem haben die Wahlvereins mitglieder am Blaze zu sein. Fünfter Wahlkreis: Morgens 7/2 Uhr: Wittschow, Elsasserstraße 68, Ecke der Kleinen Hamburgerstraße; Hoppe, Aderstr. 145. Sechster Wahlkreis, morgens 8 Uhr: Fischer, Beusselstr. 9; Joh. Pfarr, Butligstr. 10; Fr. Gleinert, Schulstr. 29; H. Tauschel, Wiesenstr. 29; Gennrich, Boyenstr. 38; Fidinger, Usedomstraße 22; Augustin, Kastanien- Allee 11; Schmidt, Tresckow- und Diedenhofener straßen- Ecke; Abendroth, Badstraße 42. entgegen: Die Wahlkomitees tagen am Montag und nehmen Anmeldungen von Hilfskräften 1. Kommunalwahl- Bezirk: Moll, Klosterstr. 7, J. Saß, Markgrafenstr. 102, H. Werner, Bülowstr. 59, Schultheß, Großbeerenstr. 18, Emil Kubisch. Forsterstr. 17, Lindemann, Moritstr. 9, und Flid, Simeonftr. 23, Humbjer, Köpniderstr. 78, und Richter, Franzstr. 1, Ede Schmidstr. Cöpnid, Schillingstr. 30a, 3. " 6. " 7. " 15. 16. 19. 20. 21. 26. ឃុំ ១៩៩៩ ឥ ឥ ឥ ថ្ម ៗ ។ " 40. " " " 47. 48. " " Friz Wilke, Andreasstr. 26, Badtke, Tilsiterstr. 48, Spaet, Weinstr. 28, Immendorf, Sophienstr. 5, Tauschel, Wiesenstr. 29, Gleinert, Schulstr. 29, Abendroth, Badstr. 42. Parteigenossen und Genossinnen wollen sich zur Agitationsarbeit am Montag früh 8 Uhr in diesen Lokalen melden. Das Central Wahlkomitee für den vierten Wahlkreis tagt Montag bei Wilte, Andreasstr. 26. C Wer nicht wählen geht, der verzichtet zwar darauf, seine zahlenmäßigen Ausdruck kommt. Die freisinnige Presse glaubte nach Freunde zu unterstützen, aber er enthält sich dennoch nicht jeg den Wahlen von 1897 und auch schon nach denjenigen von 1895 licher Einwirkung auf den Ausfall der Wahl. Die triumphierend darauf hinweisen zu dürfen, daß die socialWirkung seiner Stimmenthaltung ist thatsächlich dieselbe, wie demokratische Flut allmählich zum Stehen zu wenn er die Hälfte seiner Stimme seinen Freunden, die andere kommen scheine. Vielleicht hofft der Freisinn, daß ihm diese Freude Hälfte aber seinen Feinden giebt abgesehen davon, daß gelegent- diesmal zu teil wird. Thut die werkthätige Bevölkerung Berlins lich das Fehlen einer einzigen Stimme darüber entscheidet, wem der am Montag ihre Pflicht, dann muß die hoffnung des Freifinns zu Schanden werden. Sieg zufällt. a t Geht rechtzeitig zur Wahl! Vormittag oder spätestens in den Nachmittagsstunden von 2-5 Uhr Wer irgendwie dazu im stande ist, sollte seiner Wahlpflicht am genügen. Leider find tausende Arbeiter an die Tagesarbeit gebunden und können daher nur mit Not in der Mittagsstunde oder gar erst am Abend zur Wahl schreiten. Und für diese Wähler gilt es Play zu machen. Also nochmals: Wählt so frühzeitig als irgend möglich! bekannt Unter solchen Umständen ist es eine schiere Pflicht vergessenheit, ist Verrat e3 den eigenen St. Augustin, Kastanien- Allee 11. Freunden, ohne die zwingendsten Gründe der Wahl fern zu bleiben. Lorenz, Voltastr. 43, Wiederholt ist die Einführung einer gefeglichen Gennrich, Bohenstr. 38, Wahlpflicht vorgeschlagen worden. Mußte es nicht längst überKronenbrauerei, Alt- Moabit 47-49, flüssig, ja lächerlich sein, eine solche Forderung aufzustellen? Müßten Ahrens, Turmstr. 25/26, Reez, Perlebergerstr. 43, wir nicht 90 Jahre nach Einführung der Städte- Ordnung längst dahin gelangt sein, daß jeder es für eine Ehrensache hält, sich seinen Einfluß auf die Verwaltung des städtischen Gemeinwesens, dem er Der Magistrat wird in Bezug auf die am Montag, dett angehört, zu sichern? Jene erste Städte Ordnung von 6. d. M. stattfindenden Stadtverordnetenwahlen folgendes vermittels 1809 tannte thatsächlich eine Verpflichtung zur Beteiligung an der Anschlages an die öffentlichen Säulen am Sonntag und Montag Wahl. Wer nicht kommen konnte, mußte sich hinreichend ent- Wahlgeschäfts zu sichern, ersuchen wir die Wähler, folgende Bergeben: Ulm den ordnungsmäßigen Verlauf des schuldigen.§ 83 jagte sogar:„ Sollte jemand so wenig Bürger haltungsmaßregeln genau zu beachten: 1. Wer es irgend ermöglichen inn besigen, daß er, ohne sich auf eine gesetzliche Art ent- kann, wähle in der Zeit von 9-12 oder 2-5 Uhr. 2. Jeder bringe so sollen die Stadtverordneten befugt sein, ihn durch einen Beschluß Bejige einer Wahlfarte gelangt sein sollte, sorge für anderweitige schuldigt zu haben, wiederholentlich nicht erschienen, icine Wahlkarte mit als Legitimation. 3. Wer nicht in dem des Stimmrechts und der Teilnahme an der Legitimation( Quittungsfarte der Invaliditäts- und Altersöffentlichen Verwaltung für verlustig zu er versicherungs- Anstalt, Militärpaß, Mietsvertrag, polizeilich abs tlären oder auf gewiffe 8eit davon auszuman sich zunächst an den mit dem Plakat„ Auskunft" versehenen gestempelte Anmeldung oder dergleichen. In diesem Falle wende; schließen." Tisch. um Listenteil und Nummer zu erfahren. 4. Der Zutritt zum Unsere gegenwärtig geltende Städte- Ordnung kennt eine solche Wahltisch erfolgt an der Stelle, welche durch ein der Farbe der Bestimmung nicht. Sie setzt eine größere politische Reife Legitimationsfarte entsprechendes Plakat bezeichnet ist( weiß, rosa, bei den Kommunalwählern von heute voraus eine größere grün). 5. Wenn ein Wahllokal zeitweise gefüllt ist, wolle man ruhig, politische Reife und ein stärkeres Pflichtgefühl! Es giebt bei uns keine gesetzliche Wahlpflicht, und das ist recht. Desto stärker soll aber jeder, dem das Wohl des arbeitenden Volkes am Herzen liegt, sich dessen bewußt sein, daß es eine moralische Wahlpflicht giebt! Das Central Wahlkomitee des sechsten Reichstags- Wahlfreises tagt am Montag bei Fr. Bergemann, Bajewalferstr. 8, Tel. Amt II, Nr. 2634. Wählerversammlungen finden Sonntagmittag statt: Dritter Reichstags: Wahlkreis. Für den 16. Kommunal- Wahlbezirk 11/2 Uhr im Meß palast, Alexanderstraße 110; für den 19. Kommunal- Wahlbezirk 11/2 Uhr in Spielbergs Festsälen, Röpniderstraße 62. Referenten sind Br uns und Dr. 3 adet, sowie die Kandibaten h. Megner und Körsten. Vierter Reichstags: Wahlkreis. Für den 20., 21. 26. und 27. Stommunal- Wahlbezirk mittags 12 Uhr bei eller, Roppenstraße 29. Referenten sind Dr. Friedeberg und Arthur Stadt hagen. Sechster Wahlkreis. Was nützen die Arbeitervertreter im Roten Hause? Nüzen sie denn überhaupt etwas? Können sie denn gegen über der bürgerlichen Mehrheit der Stadt Heute Mittag 12 Uhr werden in folgenden sieben Lokalen Ber- verordneten Versammlung etwas ausrichten? Würde sammlungen abgehalten: Berliner Brater, Kastanien- Allee 7/9; Swinemünder nicht die Arbeiterbevölkerung, selbst wenn sie einmal sämtliche Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42; Norddeutsche Stadtverordneten- Mandate der dritten Abteilung in ihre Hände Brauerei, Chausseestr. 58; Ahrens' Brauerei, Turm- brächte, immer erst über ein Drittel aller Size verfügen, Straße 25/26; Rösliner Hof, Köslinerstr. 8; Wedding- also machtlos sein? Kasino, Schulstr. 29; 8immermann, Badstr. 58. Referenten find: Singer, Tupauer, Rich. Fischer, 8ubeil, A. Singe, Stadthagen und Pfannkuch. Das Wahlresultat wird Montagabend in folgenden Lokalen verkündet: Für den 1. Bezirk Englischer Hof, Noßstr. 3. Für den 15. Bezirk bei Behrend, Manteuffelstr. 95. Für den 33. Bezirk bei Julius Bernau, Schwedterstr. 23/24. Für den 38. und 48. Bezirk bei Ballschmieder, Badstr. 16. Für den 40., 46. und 47. Bezirk Weddingpart", Müllerstraße 178. Für den 43., 44. und 45. Bezirk in Peters' GesellschaftsWähler, Parteigenoffen, thut Eure Schuldigkeit und agitiert für zahlreichen Besuch dieser Versammlungen! haus, Alt- Moabit 80/81. " Tokales. ohne zu drängen, vor demselben Aufstellung nehmen. Jeder Wähler, welcher bis 8 1hr in dem Wahllokale oder falls dieses wegent Naummangels nicht betreten werden kann, in einem abschließenden Borraum desselben( Flur, Garten, Hof) erschienen ist, wird zur Stimmabgabe zugelassen. 6. In den Zeiten von 12-2 und 5-8 Uhr hat jeder Wähler nach der Stimmabgabe auf dem durch Barrierenführung oder Plakate bezeichneten Ausgange das Wahllokal zu verlassen. 7. Den Ordnungsvorschriften des Wahlborstandes, welche den Wählern gegebenenfalls durch die Magistratss diener mitgeteilt werden, ist unbedingt Folge zu leiste it. Wir haben das Vertrauen zu der Wählerschaft, daß sie diesen Aus ordnungen bereitwilligst Folge leistet und daß jeder an seinem Teile einen ruhigen und ordnungsmäßigen Verlauf der Wahl beiträgt. Berlin 2c." Mit einer gefährlichen Kupplerin scheint man es in der Person einer Frau Stein in der Withelmstr. 57 zu thun zu haben. Die Berl. Zeitung" teilt mit, daß diese Frau in Zeitungs- Annoncen ständig junge schöne Mädchen" als Modell suche und sich ferner der geehrten Herrenwelt" als Masseuse empfehle. Ein seit einigen Tagen verschwundenes Mädchen im Alter von 15 Jahren hat die und auch von einem anderen verschwundenen Mädchen berichtet das Stein nach den Andeutungen der Berl. 8tg." einem Roué zugeführt, Blatt, daß es wahrscheinlich durch die Schuld der Masseusse dem Verderben überliefert worden sei. Wer die Entwicklung, die unsere Berliner Gemeindeverwaltung in neuerer Zeit eingeschlagen hat, und den Anteil, den die socialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten- Versammlung daran gehabt hat, nur oberflächlich betrachtet, der könnte sich in der That versucht fühlen, zu glauben, daß die Arbeitervertreter im Roten Hause nichts vermocht und nichts genügt haben. Unsere Leser wissen ja, wie oft wir mit Bedauern konstatieren mußten, daß schon wieder einmal ein An trag, der von socialdemokratischer Seite im Interesse der minderbemittelten Bevölkerung Wozu ist das Verkehrscentrum da? Polizeilich wird be gestellt worden war, von der sich freisinnig fannt gegeben: Aus Anlaß der am 7. November d. J. im Luste nennenden Mehrheit der Stadtverordneten- Bergarten hierfelbft stattfindenden Rekrutenvereidigung werden der Luftjammlung abgelehnt wurde. Wer aber das Schicksal aller garten, die Schloßfreiheit, die Schloß- und die Kaiser Wilhelmbrüde der socialpolitischen Forderungen, die den Inhalt zahlreicher social- von 9 Uhr vormittags bis nach beendeter Feier für jeden Verkehr demokratischer Anträge im Roten Hause gebildet haben, genauer ver- gesperrt. folgt, der erkennt bald, daß doch manche davon nicht ganz ber= geblich aufgestellt worden ist, daß mancher Antrag die An regung zu Reformversuchen gegeben hat, zu denen sich unsere städtischen Behörden aus eigenem Antriebe nicht ent" # Ein Familicudrama hat sich gestern in früher Morgenstunde auf dem Gesundbrunnen abgespielt. Hier wohnte in dem Hause Koloniestr. 42 seit dem 1. Oktober d. J. der Pferdebahnschaffner Die Vorstände der Orts, Betriebs, Fabriks- und Ernst Heuer mit seiner Ehefrau Therese, geb. Neumann. Jnnungs- Krankenkassen Berlins, sowie derjenigen freien Hilfs- schlossen hätten. Heuer hatte sich erst vor kurzem vom Straßenbahnhof in der kassen, deren Bezirk sich nicht über den Bezirk der unteren Ver- Es ist der unermüdlichen Arbeit unserer Genossen in der Stadt. Müllerstraße nach dem Bahnhofe auf dem Gesundbrunnen waltungsbehörde von Berlin hinaus erstreckt, sind zur Besprechung verordneten- Versammlung zu danken, daß ihre Anträge im Laufe der des Paares war glücklich, obwohl der Mann noch in einem versezen lassen. Die seit fast drei Jahren bestehende Che über die auf Grund des neuen Invalidenversicherungs- Geseges not Beit eine andere Behandlung erfahren haben, daß es nicht immer sehr jungen Alter stand und seine Frau zehn Jahre mehr wendig werbenden Vertreterwahlen bringend zu einer Ber famm- Beit eine annre weiden& blehnung geblieben ist. Durd zählte als Vor einem Vierteljahre machte heuer bie der er. I ung eingeladen, die Dienstagabend 81/2 Uhr in der Brauerei am mehrfach wiederholte Einbringung abgelehnter Anträge sind die Bekanntschaft eines liederlichen jungen Mannes und zerstörte dadurch Friedrichshain( früher Lips) stattfindet. städtischen Behörden verschiedentlich gezwungen worden, endlich doch sein Eheglück. Zank und Streit entzweiten die Eheleute immer mehr. Arbeiter- Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr in Feuersteins einige 8 ugeständnisse zu machen. Allerdings handelt es sich Schließlich machte der Mann Anstalten, seine Frau zu verlassen. Die Saal, Alte Jakobstr. 75, Vortrag des Schriftstellers Dr. Rudolf immer erst um bloße Anfänge, um fast ummerkliche Ansäße zu Neu- Frau, die ihm sehr zugethan war, wollte nicht von ihm lassen. Als Steiner über Kunst und Litteratur im Verhältnis sie endlich einfah, daß kein Auskommen mehr mit ihm war, beschloß zur Naturwissenschaft. Sonntag, den 26. November( Toten- bildungen, aber es ist schon ein Fortschritt und verspricht Gewinn, fie, ihn umzubringen und ihm dann in den Tod zu fonntag): Vortrag des Herrn Dr. Spieß über die Elettricität daß es wenigstens zu diesen Anfängen und Anfäßen gekommen ist. folgen. Zur Ausführung dieses Planes wurde sie veranlaßt, als Licht- und Wärme- Erzeugerin, in der„ Urania", Taubenstraße. Sollen wir Beispiele anführen? Greifen wir ein Gebiet der als Heuer gestern verschiedene Wirtschaftssachen und die Billets a 40 Pf.( inkl. Garderobe) find in obiger Versammlung sowie städtischen Verwaltung heraus, das für die gesamte weniger bemittelte Trauringe wegschaffte. In Briefen an die Straßenbahn- Direktion an den Schulabenden im Schullokal, Neue Roßstr. 3, zu haben. Zu Bevölkerung von hervorragender Bedeutung ist, das Volksschul- und ihren Bruder hatte sie diese über die Sachlage aufgeklärt. recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. wesen. Auch das Wenige, was hier in den letzten Jahren an Heuer selbst ahnte die schlimmen Abfichten seiner Frau. in ben Als er Besserungsversuchen geleistet worden ist, wäre noch unterblieben, daher Freitag abend spät nach Hause kam und abermals eine Auswenn nicht die socialdemokratischen Stadtverordneten immer und beil an sich und legte es unter sein Kopfkissen. Frau Heuer wartete einandersetzung mit seiner Frau hatte, nahm er heimlich das Küchen Wahlrecht- Wahlpflicht! Die Beteiligung an den Stadtverordneten- immer wieder mit Nachdruck dafür eingetreten wären. Oder nehmen die Beit ab, bis um 4 Uhr gestern morgen ihr Mann im tiefsten Wahlen ist in Berlin verhältnismäßig nicht start. Wir haben wir die Frage der Entlohnung städtischer Arbeiter. Schlafe Tag. Dann schlich sie sich an sein Bett heran, nahme erst kürzlich gezeigt, daß sie in der ersten Abteilung noch am hätten die Arbeiter nicht in den socialdemokratischen Stadt- leise das Beil, das sie dort gleich vermutete, als sie es stärksten, am schwächsten aber in der dritten Ab- verordneten so energische Vertreter ihrer Interessen gehabt, so in der Küche nicht fand, unter dem Kissen hervor, und versezte dami ihrem Manne mehrere Hiebe über Pankow. Dienstagabend 81/2 Uhr, findet bei Störr, Mühlen-| ergreifende Scenen ab. 11 Leichen wurden gelandet; drei derselben den Kopf. In der Meinung, daß sie ihn getödtet straße 24, Leseabend vom hiesigen Arbeiterverein statt. hatten sich fest aneinander geklammert. Es heißt, daß der Weg habe, ergriff sie dann ein scharf geschliffenes Küchenmesser und eine durch die Neberlastung amd infolge des Stampfens der ungeduldig artenden nachgegeben habe. Nach den letzten aus Antwerpen vorZahl der Opfer auf Charlottenburg. Die Genossen im 6. Bezirk werden ersucht, Schere und machte sich daran, sich die Pulsadern zu öffnen. Heuer fich heute früh 8 1hr bei M. BriII. Goethestr. 78, Ede Grol Frau, raffte sich auf und sprang aus dem Bett, um sie vom Selbstmord abzuhalten. Die Frau warf sich ihm entgegen, brachte ihm mit der Schere einen Stich in den rechten Unterarm bei und lief dann Leid. manstraße, zur Flugblattverbreitung einzufinden. abteilung Der Abteilungsführer. Aus Rigdorf. Bei der Arbeit verunglückt ist gestern morgen Zwei neue Planeten wurden am Abend des 31. Oktober von Prof. M. Wolf und Dr. Schwoßmann auf der astrophysikalischen weg zu einer Frau Schulz, die mit ihrem Manne eine Treppe um 7 1hr in der Bannierstraße der Kutscher M. Rogowsky aus der Abteilung der großherzoglichen Sternwarte auf dem Königsstuhl bei 7 höher wohnt. Während ihr Mann sich zur nächsten Unfallstation Schinkestr. 11. Derfelbe fuhr für einen Neubau in der Pannier- Heidelberg mit Hilfe der Photographie entdeckt. Frau Heuer der Nachbarin gr der Charité gebracht wurde, flagte ſtraße Steine an und hatte dabei das Unglück, beim Anrücken des definitive gene 11. 119 12. Größe und erhalten bis zu ihrer fie erst recht aus Wagens herabzustürzen und so bösartig zu fallen, daß er sich einen definitiven Benennung und Numerierung die Bezeichnungen Planet 1899 E. U. und Planet E. Vaion dem Leben scheiden, da ihr die Verhaftung und das Zuchthaus drohe. Schädel- und einen Armbruch zuzog. Nach Anlegung eines NotFrau Schulz fuchte sie zu beruhigen und glaubte damit nach einigen verbandes durch den Arzt der Unfallstation XII, Herrn Dr. Waldstein, Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Stunden auch Erfolg zu haben. Als sie dann aber gegen 61/2 ühr wurde der Verletzte mittels Krankenwagens nach dem Kranken- Montagabend 9 Uhr: Uebungsstunde in der„ Centrale", Dresdenerstr. 45. auf einen Augenblick das Wohnzimmer verließ, stürmte Frau haus am Urban gebracht, wo er bald nach seiner Einlieferung ver- Vortrag des Herrn Dr. med. Roeder über: Verlegungen, Wundbehandlung Heuer aus der Küche dort hin, riß ein Fenster auf und stürzte starb. Vor dem unbebauten Grundstück Steinmetzstraße 32-34 und Blutstillung. Nachher praktische Uebungen. sich aus dem vierten Stod auf den Hof hinab, wo sie ereignete sich am Freitagabend ein schwerer Unglücksfall. Das betr. Verein der Buchbrucker und Schriftgießer für Nixdorf- Brik. mit zerschmetterten Gliedmaßen tot liegen blieb. In der neunten Grundstück ist mit einem Lattenzaun versehen, dessen Pforte aber Dienstag, den 7. November, abends 9 Uhr: Vereinsversammlung im Stunde wurde die Leiche nach dem Schauhause abgeholt. ausgehoben und angelehnt war, weil das Grundstück augenblicklich Apollo- Theater, Hermannstraße 48-50( fleiner Saal). Tages- Ordnung: 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Vorstandswahl. modals Lagerplatz verwendet wird. Vor dem Grundstück spielten mehrere( Die Quittungsbücher gelten nur noch bis zum 31. Dezember; es wird Kinder, von welchen einige sich auch an der Pforte zu schaffen ersucht, dieselben bis dahin in Ordnung zu bringen. machten. Plötzlich fiel diese um und begrub das vierjährige" Socialdemokratischer Verein Wilmersdorf. Mittwoch, den Töchterchen des Arbeiters John aus der Steinmeßstraße 52 unter 8. November, bei Witte( Voltsgarten), Berlinerstr. 40: Bersammlung. sich. Als man die schwere Last von dem Kinde entfernt hatte, lag Bortrag des Genossen Ge dicke über Zähne und deren Erkrankungen“. dasselbe besinnungslos da. In der nahen Unfallstation konstatierte Bahlreiches Erscheinen ist erwünſcht. Gäste sind willkommen. der Arzt einen Schädelbruch, legte einen Notverband an und schickte märkischen Hof, Admiralstraße: Bersammlung. Die Arbeiter in folgenden Alabaster Arbeiter. Dienstag, den 7. d. M., abends 72 Uhr, im das bedauernswerte Kind sodann mittels Krankenwagens nach dem Werkstätten sind besonders eingeladen: Goldschmidt, Habild u. Co., Russel Briger Kreiskrankenhaus. Um Aufkommen des Kindes wird und Fleischer.( 19 gezieifelt. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Sonnabendnachmittag gegen 1/24 Uhr an der Ecke der Jerusalemer- und der Kochstraße. Dortfelbst versuchte ein etwa 30jähriger Mann den Fahrdamn dicht vor einem herankommenden elektrischen Straßenbahnwagen der Linie Kreuzberg- Gesundbrummen zu überschreiten. Er wurde von demselben erfaßt und mit solcher Gewalt zu Boden geschleudert, daß er eine schwere Verlegung am Kopfe erlitt. In besinnungslosem Zustande wurde der Verunglückte nach der Charité geschafft. 1. Geschäftliches. Hausdiener, Packer 2c. Heute abend 6 Uhr Versammlung bei Bolz und die sociale Frage. เน Marktpreise von Berlin am 2. November 1899 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen D.Ctr. 15,- 13,90 Schweinefleisch 1 kg Roggen 14,90 13,80 Stalbfleisch Futter- Gerste 1914, 13,- Hammelfleisch 2015,20 14,60 Butter Hafer gut mittel gering Nichtstroh Fouragediebstahl. Hiesigen Futterhandlungen kamen fort gejezt ganze Säde Hafer, Storn usw. abhanden. Die Geschäfts Zur Affaire Gehlsen. Gegen drei Charlottenburger Magistrats- mann, Lichtenbergerstr. 16. Vortrag von P. Jahu: Das menschliche Glück inhaber standen vor einem Rätsel. Man glaubte es mit abgefeimten Bureau- Assistenten war im Auguſt d. J., wie gemeldet, auf Antrag Kollidieben zu thun zu haben, die auf der Straße von den Wagen des Magistrats von der Potsdamer Regierung ein Disziplinarweg ihre Beute holen, aber es wollte nicht gelingen, der Spizbuben verfahren eingeleitet worden, weil sie verdächtig waren, dem habhaft zu werden. Endlich lenkte sich der Verdacht, bei den Journalisten Joachim Gehlsen für seine Angriffe gegen Mitglieder Diebereien beteiligt zu sein, auf einen Handelsmann aus dem Norden des Magistrats und der Gemeindeverwaltung Material aus Magistrats der Stadt, der einen immer schwunghafteren Handel gerade mit aftenstücken geliefert zu haben. Die Untersuchung ist nunmehr absolchen Produkten betrieb, wie sie fortwährend gestohlen wurden. Beamte geschlossen, und zwar hat die Regierung das Verfahren gegen den beobachteten seit acht Tagen den Verdächtigen und vorgestern, Bureau- Assistenten Schnelle eingestellt, gegen die Assistenten Franken Donnerstag, gelang es ihnen, in ihm den Hehler auf frischer That und Herbrich dagegen Anklage beim Bezirksausschuß erhoben. zu ertappen. Der Handelsmann stand mit vielen Kutschern von Während der Untersuchung ist auch festgestellt worden, daß der Fouragegeschäften in Verbindung und kaufte von ihnen zu einem Magistratssekretär Hamann, der im Schulbureau beschäftigt ist, billigen Preise die Waren, die sie ihren Geschäftsherren stahlen. Gehlsen mit Material versehen hat. Er ist infolge dessen vom Schanklokale in verschiedenen Stadtteilen dienten als Börsen, auf Regierungspräsidenten mit einer Geldbuße von 15 Mark belegt benen die Geschäfte abgeschlossen wurden. Bald nach dem Hehler worden. mit Vermischtes. " " Hent Erbsen Speisebohnen Linsen Kartoffeln, nene 14,50 13,90 Gier 1,60 1,10 1,80 1, 1,60 1, 2,80 260 Stüd 4,80 2,80 " " 13,80 13,30 Starpfen 1 kg 2,20 1,20 3,82 3,50 Aale 2,80 1,20 " 7,10 3,90 Bander 2,601, 40, 25,- Hechte 1,80 1, " 50, 25, 1,80 0,80 70, 30, Schleie 2,80 1,20 " 7, 5,- Bleie 1,40 0,80 Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 Strebse do. Bauch 1,20 1, per Schod 12- 2,50 *) Ermittelt pro Tomme von der Centralstelle der Preuß. Landwirt: " 1 wurden auch die Kutscher ermittelt und festgenommen. Aus dem Strafgefängnis Plößensee wird schon wieder die Kriminalbeamte verkleideten sich als Kutscher und zogen Verhaftung eines Aufsichtsbeamten gemeldet, der beschuldigt ist, mit dem Fuhrwerk des verhafteten Handelsmannes umher, den Gefangenen Durchstechereien getrieben zu haben. Der Gefangenen- schaftskammern- Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium um dessen Lieferanten kennen zu lernen; das gelang ihnen Aufseher wurde gestern in das Moabiter Untersuchungsgefängnis für den Doppel- Centner. †) Kleinhandelspreiſe. auch. Die ungetreuen Kutscher kamen an den gewohnten Stellen, eingeliefert. an das ihnen wohlbekannte Fuhrwerk heran und verrieten sich und ihr Treiben den verkappten Beamten, die sie für Angestellte des angeblich erkrankten Handelsmannes hielten. Eine Durchsuchung der Wohnung und des Lagers des Hehlers ergab, daß der Handelsmann außerdem auch noch ein schwunghaftes Geschäft mit Säcken betrieben hat. Eine Nemise fand man mit Säcken gefüllt, die wahrscheinlich auch sämtlich gestohlen sind und beschlagnahmt wurden. Bei dem Versuche, ein durchgehendes Gespann anzuhalten, ist gestern, Sonnabendnachmittag, der Schußmann Dickhoff( Nr. 322) aus der Tilsiterstr. 82 schwer verunglückt. Das Pferd der Droschke I. Klasse Nr. 185 scheute. Als der Schußmann das Tier anhalten wollte, tam er zu Fall und zog sich am rechten Unterschenkel eine so schwere Quetschung zu, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Vom Vertrauensmann der Arbeiter- Radfahrer Berlins geht uns ein Schreiben zu, in welchem derselbe auf den Beschluß der öffentlichen Versammlung vom Donnerstag hinweist, nach welchem sich die Arbeiter- Radfahrer, welche nicht von ihm per Starte eingeladen sind, an der Wahlarbeit mitzuhelfen, sich in dem Wahlbureau ihres Bezirks möglichst zeitig melben mögen. Im Cirkus Busch finden heute zwei Vorstellungen statt, von denen die Nachmittagsvorstellung, zu der jeder Erwachsene ein Kind frei hat, 4 Uhr beginnt. Im Laufe dieser Woche wird das Schaustück„ die Camorra" auf geführt. In der Treptow: Sternwarte spricht heute nachmittag 5 Uhr Direttor Archenhold über„ Eine Wanderung durch das Weltall" und abends 7 Uhr über„ Die Weltuntergangs- Prophezeiungen". Aus den Nachbarorten. Zu den Stadtverordneten- Wahlen in Schöneberg, die am 8. November von mittags 12 bis abends 7 Uhr vor sich gehen, wird Dienstagabend 8 Uhr in der Schloßbrauerei eine Verſamm lung abgehalten. Referent ist Genosse August Bebel. fand in der Ostsee bei Memel ein Stiel oben treibendes Wrack eines Schiffs.Katastrophe in der Ostsee. Ein russischer Dampfer 90 Fuß langen Schiffes. Auch mehrere Brads fleinerer Fahrzeuge wurden bemerkt. Die Mannschaften scheinen ertrunken zu sein. Produktenmarkt vom 4. November. Das Getreidegeschäft war still. Weizen war 50 bis 75 Bf., Roggen ca. 1 M. billiger zu haben, ohne Unterkunft zu finden. Hafer lag ruhig im Preise unverändert; Rüböl nominell behauptet. Der Spiritusmartt lag fast geschäftslos. Loco M. Amtlicher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 3220 Rinder, 70er wurde mit 46,90(+0,20) m. bezahlt. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 4. November 1899. 856 Stälber, 7310 Schafe, 7121 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bsund in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäftete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 62-65, b) junge fleischige, nicht ausgemäßtete und ältere ausgemäßtete 58-61; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 55-57; d) gering genährte jeben Alters 50-54. Bullen? a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 59-63; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 54-58; c) gering genährte 48-52. Färfen unt Kühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00, b) vollfleischige, ausgemäßtete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 54-55; c) altere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färjen 52-53; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 50-52; e) gering genährte Kühe und Färsen 46-48. Stälber: a) feinfte Maft fälber( Vollmilchmast) und beste Saugtälber 75-78, b) mittlere Mastfälber und gute Saugtälber 71-73, c) geringe Saugtälber 58-66, d) ältere, gering genährte Freffer 43-50. Schafe: a) Maftlämmer und jungere Masthammel 61-64, b) ältere Masthammel 53-57, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzfchafe) 44-50, d) Holsteiner Niederungsschafe( Lebendgewicht) 22-30. Schweine: a) vollfleischige der feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1% Jahren 48, b) Säfer 49-60, c) fleischige 46-47, d) gering entwidelte 43-45, e) Sauen Das Rindergeschäft wickelte sich in Beſter 23are ofa Ware glatt, im übrigen ganz ruhig ab. Stallmasttiere wurden über Notiz bezahlt; es bleibt etwas Orkau in London. Im Gegensatz zu Berlin, wo bei 19 Grad ueberstand. Der Stälberhandel geſtaltete fich rangiam, et ben echter Wärme sich kaum ein Lüftchen regt, herrscht in der englischen Haupt- war der Geschäftsgang ruhig, es nur kleiner Ueberstand. stadt furchtbarer Sturm. Man meldet aus London: Ein heftiger Schweinemarkt verlief langsam. Nach Verhängung der bedingten AusfuhrOrkan, verbunden mit Plazregen, herrscht hier seit Freitagabend. sperre gegen 1/212 Uhr waren die notierten Preise nicht mehr zu erzielen, Zahlreiche Schornsteine sind infolge dieses Unwetters eingestürzt und es wird aber voraussichtlich ausverkauft werden. Bäume entwurzelt. In der Umgegend dürften Ueberschwemmungen großen Schaden angerichtet haben. Bei einer Kesselexplosion, die sich Mittwoch während der Untersuchung eines schadhaften Kessels in den Messerschmiedewerken von Sheffield ereignete, wurden 4 Leute getötet und 20 verwundet. Das Kesselhaus wurde beträchtlich beschädigt. Der Dampffefsel hätte in kurzer Zeit durch einen Gasapparat ersetzt werden sollen. Hinrichtung. In Brieg wurde Sonnabend früh der vierzigjährige Arbeiter Reinhold Rösner aus Strehlen durch den Scharfrichter Reindel junior aus Magdeburg enthauptet. Rösner wurde am 22. Juni vom Brieger Schwurgericht zum Tode verurteilt, weil er seinen achtjährigen Sohn Richard im Großburger Dominialteich ertränkt hatte. Theaterkrach in Hannover. Der„ Wes. 8tg." wird berichtet: Nachdem das Stadttheater zu Hannover vor acht Tagen verkracht ist, folgte am 31. Oktober das Metropoltheater. Dieses von dem Direktor Bengs aus Berlin großartig angelegte Variététheater, das erst am 15. September eröffnet wurde, ist aus Mangel an Besuchern bereits wieder geschlossen. Wie verlautet, soll die Direktion täglich mehrere hundert Mark zugesetzt haben. bindungen mit dem Auslande unterbrochen. Von der Küste werden Jufolge des anhaltenden Sturmes sind die telegraphischen Verbereits mehrere Schiffbrüche gemeldet. 42-44. zitterungsübersicht ( 8 dni nat Witterungsübersicht vom 4. November 1899, morgens 8 Uhr. spottim Stationen 16/13 Barometer756 S 760 S richtung Wind Windstärke Wetter 26 Stationen Barometers stand mm Winds Bun Windstärke Wetter 5hlb. bed. 12 Haparanda 744 SW 4 bedeckt 4 bededt 13 Petersburg 3woltig 1wolfig 14 Cort 11 Aberdeen 10 Paris 746 SSO 3 Nebel Temp. n. T. 5° C.= 4° R. 23 5 13 Schöneberg. Den Parteigenossen hiermit in Erinnerung, daß Die Katastrophe in Antwerpen. Bei dem Brückeneinsturz der Beschluß vom 2. Oktober zur Ausführung gelangt ist. Der in Antwerpen handelt es sich, wie von dort berichtet wird, um die Bereinstitel lautet numehr:" Socialdemokratischer Verein zu Infassen eines zum erstenmal von der Station Saint Nicolas ab- Swinemde. 758 Schöneberg." Nun Genoffen, agitiert, werbt, verbreitet unsere gelaffenen Zuges mit Arbeitern und Gemüsehändlern aus dem Waes- Hamburg Jdeen. Berlin Die nächste Versammlung findet am 6. Oktober in der lande. Alle Züge der Linie Antwerpen- Waes fezen ihre Reisenden am Biesbaden 762 Grunewaldstr. 110 statt. Alles nähere befagt die Amonce. linken Schelde- üfer ab, welche dann auf dem etwa 30 Meter langen Weg München 766S 4 bebedt 761 SSW 3wolten! 12 Der Vorstand. auf den Ueberfahrt- Dampfer Antwerpen- Waes gelangen. Dieser Wien 767 23 1woltig Weg, der vor fünf Jahren erbaut worden war, brach, wie bereits Wetter Prognose für Freitag, den 5. November 1899. gemeldet, zusammen, als sich auf ihm etwa 100-150 Personen be- Etwas fühler teils heiter, teils wollig, bei ziemlich frischen südwest fanden. Eine große Anzahl konnte sich an den Trümmern festhalten; lichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. etwa 100 find ins Waffer gestürzt. An der Unfallstelle spielten sich Schmargendorf. Die Versammlung des Arbeiter- Bildungsbereins findet am Dienstagabend um 8 1hr im Wirtshaus Schmargendorf" statt. Zur Berteilung gelangt das Protokoll des Hannoverschen Parteitages. Achtung! I. Wahlkreis. Achtung! Achtung! Achtung! Oeffentliche Versammlung des Wahlvereins am Montag, G. d. M., abends 8½ Uhr, in Büschings„ Englischem Hof", Neue Noßstraße 3. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Verfündung der Resultate der stattgehabten Wahlen. N.B. Das Protokoll von diesjährigen Parteitag( Hannover) wird in dieser Versammlung an die Mitglieder gratis verteilt. " Die nächste Exkursion nach der Treptower Sternwarte" findet am 26. November( Totensonntag) stalt. Billets sind in allen Zahlstellen sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Der Vorstand. II. Wahlkreis. Montag, den 6. November, abends 9 Uhr, bei Köhler, Teltowerstr. 38 IV. Wahlkreis. 20., 21., 26., 27. Kommunal- Wahlbezirk. Sonntag, 5. November, mittags 12 Uhr: Grosse Versammlung bei Keller, Koppen- Straße 29. Tagesordnung: Was wollen die Arbeiter im Roten Haus? Referenten: Berliner Wetterbureau. Achtung, V. Wahlkreis. Sonntag, den 5. November, vormittags 11 Uhr, im Saale des Handwerker- Vereins", Sophienstr. 15: Oeffentliche Kommunalwähler- Versammlung 11] ages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen. 2. Diskussion. Das Wahlkomitee. Achtung! Achtung! 15. Kommunal- Wahlbezirk. Dr. Friedeberg, Arthur Stadthagen. Montag, den 6. November, abends 8/2 Uhr, im Saale des Um rege Beteiligung ersucht 215/19 Das Komitee. od fol Montag, den 6. November, abends 8% Uhr: Volks- Versammlung Wahlresultat- Verkündigung Tages Ordnung: 1. Verkündung der Resultate aus allen Wahlbezirken. 2. Ansprache der Kandidaten. Regen Besuch erwartet Herru C. Behrend, Manteuffelstr. 95: Oeffentl. Derlammlung. Tages Ordnung: Verkündung der Wahlresultate. Zahlreichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee. Verband der Graveure, Cifeleure Elysium, Landsberger Allee 39, Kellers Feftsäle, Koppenstr. 29. 215/20 211/8 Das Komitee. Das Wahlkomitee. Zwei öffentliche III. Wahlkreis. Montag, den 6. November 1899, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Volks- Versammlung 213/12 Tages: Drbnung: Verkündigung der Wahlresultate. Das Wahlkomitee. The dial in obit Kommunalwähler- Versammlungen u. veriv. Berufsgenossen Deutschlands, in S Dienstag, den 7. November, abends 8%, Uhr, Dresdener Garten. Dresdenerstraße Nr. 45: 雪 Filial- Versammlung. Tagesordnung: am Sonntag, den 5. November, vormittags 111 111. Geschäftliches. 2. Bericht über die Bewegung der Ciseleure. 3. Bor im Messpalast, Für den 16. Kommunalwahl- Bezirk aterandrinen- Straße Nr. 110. trag. 4. Dishiſion. 5. Berſchiedenes. Für den 19. Kommunalwahl- Bezirk in Spielbergs Feitfälen, Tages Ordnung: Köpnicer Straße 62. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referenten: Stadto. Bruns, Dr. Zadek, Stadtv.- Kandidaten Th. Metzner und Albin Körsten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht in Die Kommission. Um zahlreiches Erscheinen bittet Voran" 128/2 Der Vorstand. Produktiv und Einkaufs Genossenschaft für Radfahrer. Montag, den 6. November Monatsversammlung im " Englischen Garten", Alexanderstr. 27c. 6405 hem pralisid nad Der Vorstand. Achtung! VI. Wahlkreis. Atung! Achtung! Zimmerer. Atung! Sonntag, den 5. November, mittags 12 Uhr: öffentliche ommunalwähler Jersammlungen Sonntag, den 5. November 1899, nachmittags 12 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Oeffentl. Versammlung der Zimmerer Berlins und der Vororte. Tages Ordnung: Die Bestrebungen des Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe Zimmerer Deutschlands. Referent Kamerad August Bringmann( Hamburg). 2. Bericht des Delegierten der Gewerkschaftskommission. 3. Verschiedenes. Lagesordnung in allen Berſammlungen: Vortrag und Diskuffion, huon Die Versammlungen finden in folgenden Lokalen statt: Die Versammlung wird pünktlich 12 Uhr eröffnet. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! der Verband der 255/9 Der Einberufer: H. Knüpfer. Der Ein Maurer. 33. Bezirk: Berliner Prater, Kastanien- Allee 72. Ref.: Reichstags- Dienstag, den 7. November, abends Abgeordneter Paul Singer über Kommunal- Freisinn". Achtung! Dienstag, den 7. November, abends 8 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße Nr. 29: 38. Bezirk: Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. Große öffentliche Versammlung Ref.: Reichstags- Abgeordneter Franz Tutzauer über Freisium und der Maurer Berlins u. Umgegend. Socialdemokratie". Tages Ordnung: Bekanntgabe des Resultats der Grundlage der Resolution vom 1. November und Beschlußfassung über Die Verbandsleitung. 3. A.: Karl Paufer. 40. Bezirk: Norddeutsche Brauerei, Chausseestr. 56/58. Referent: die endgültige Einführung befferer Baubuden, Aborte, geregelte Arbeitszeit usw. auf allen Bauten. Reichstags- Abgeordneter Richard Fischer über ,, Freifinn und Social 137/17 # eggol- neden demokratie". 43., 44. und 45. Bezirk: Ahrens' Brauerei, Turmſtr. 25/26. Ref.: Reichstags Abgeordneter Fritz Zubeil über Freisinn und Socialdemokratie". 46. Bezirk: Kösliner Hof, Köslinerstr. 9. Ref.: August Hintze über„, Wen wählen wir morgen?" 47. Bezirk: Wedding- Kasino, Schulstr. 29. Referent: ReichstagsAbgeordneter A. Stadthagen über Was haben denn die Social demokraten im Roten Hause für die Arbeiter erwirkt?" 48. Bezirk: Zimmermann, Badstr. 58. Ref.: Reichstags- Abgeordneter W. Pfannkuch über„ Die Thätigkeit der Socialdemokratie im Roten Hause." Zahlreichen Besuch erwartetinol? Das Wahlkomitee. 9idase- 980 Montag, den 6. November, abends 9% Uhr: Oeffentliche Versammlungen in folgenden Lokalen: 29102115S Jed 33. Bezirk: Julius Wernau, Schwedterstr. 23| 24. 38. und 48. Bezirk: Ballschmieder, Badstr. 16. 40., 46. und 47. Bezirk: Weddingpark, Müllerstr. 178. 43., 44. und 45. Bezirk: Peters' Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 8081. Tagesordnung in allen Versammlungen: Verkündigung des Mahlresultats. 220/16 NOV Schöneberg. S Dienstag, den 7. November 1899, abends 8 Uhr, in der Schloßbrauerei, Hauptstr. 111/112: Volks- Versammlung is für Männer und Frauen. 85 Tages: Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. Reichstags- Abgeordneter August Bebel. 2. Diskussion. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Referent: Der Einberufer. Das Wahlkomitee. Achtung! Maurer! 210191 Achtung! ( Vertrauensmänner- Centralisation.) slaiss Dienstag, den 7. November, abends 82 Uhr, in Colins Festsaal, Beuthstrasse 20-22 ( grosser Saal): Gr. öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wie weit werden die Arbeitsbestimmungen von seiten der Unternehmer innegehalten und welche Stellung nehmen wir für die Zukunft ein? 2. Diskussion. Kollegen, ein jeder ist verpflichtet, für guten Besuch der Bersammlung an agitieren. 191/20 Die Lohnkommission. J. A.: Metzke. Achtung! Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Mittwoch, den 8. November, abends 8% Uhr, bei Stechert, Andreas- Straße 21: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die gewerkschaftlichen Bestrebungen und die Buchthausvorlage. Referent: Theodor Glocke. 2. Das Ergebnis der Situationsberichte. 277/20 Die Kollegen werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Holzarbeiter Berlins. Otto Klinger. Uhren u. Goldwaren Oeffentl. Derlammlung sämtlicher Vorstandsmitglieder Goldene Damen- Uhren der Arbeitnehmer der Orts, Betriebs, Fabrikneueste Muster, billigste Preise. v. 16, 20, 25 M. etc. Silberne, Nickel, Stahl- Uhren 9, 12, 15 M.[ 16602 Regulator 9, 14, 20 M. etc. G. Wagner Skalitzerstr. 126, nahe Kottb. Thor, Reparaturen gut u. schnell. Verband und Junungs- Krankenkassen Berlins, sowie der= deren Bezirk fenigen freien Hilfe- Krankenkassen, ich nicht über den Komminialverband von Berlin erstreckt, am Dienstag, 7. November, abends 8 Uhr, in der Aktienbrauerei am Friedrichshain( fr. Lips). Tages- Ordnung: Besprechung über die Nominierung von 20 Vetretern für die untere Anstalt Berlin. aller in Stock- und Schirmfabriken beschäftigten Arbeiter si Mitglieder- Versammlung und Schirmfabriken Berwaltungsbehörde, laut dem neuen Juvaliden- Bersicherungsgeset, für die • am Dienstag, 7. Novbr., abends S1 Uhr, het Stechert, Andreasstr. 21. ages Ordnung: 97 1. Vortrag des Genossen Rein. 2. Diskuffton. 3. Konstiftsgelüfte einiger Celluloid- Fabrikanten. 4. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Hauptsächlich die Arbeiter der Celluloid- Fabriken müssen vollzählig er scheinen. 179/10 Es ist Pflicht eines jeden Kassenvorstands- Mitgliedes aus der Gruppe der Versicherten in dieser Versammlung zu erscheinen. 53/14 J. A.: E. Simanowski, Hochstr. 46, III. Achtung! rostore 3- Achtung! Alabaster- Arbeiter. Dienstag, den 7. November, abends 71/2 Uhr: Der Borjiand. Groke öffentliche Versammlung Socialdemokraticher Verein Schöneberg Verband deutscher Schneider der in Alabaster- Fabriken beschäftigten Arbeiter zu ( früher Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg und Umgegend). Montag, den 6. November, abends 8 Uhr, bei Obft, Grunewaldstr. 110: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: Siniſcharmsen über Grumblage und Tattit. Referent: Genoffe Molling. Diskussion. Vereinssachen. Verschiedenes. 15/6 Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Empfang nehmen, die das letzte Bierteljahr ihre Beiträge gezahlt haben. Infolge der wichtigen Verhandlungen in Hannover ist es für jeden von Interesse, in den Besitz eines solchen zu gelangen. NB. In dieser Bersammlung, tönnen alle diejenigen das Protokoll in Genossen! Agitiert für diese Versammlung. Der Vorstand. Wilmersdorf. Mittwoch, den 8. d. M., abends 8 1hr, bei Witte, Berliner. straße 40( Volksgarten) H und Schneiderinnen. Filiale Berlin. Dienstag, ben 7. November, abends 9 Uhr, in den Aleminhallen, S Kommandantenstraße 20: Verbands- Versammlung. Tages Ordnung: debat berfelben. 3. ABahl einer Agitations- und Bibliothet- Kommission. 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Geschäftsbericht der Ortsverwaltung Mitgliedsbuch legitimiert. Un zahlreiches Erscheinen ersucht 162/14 Die Ortsverwaltung. Brauche Parkettbodenleger. Mittwoch, den 8. d. M., abends 8 1hr, bei Hube ,,, Spreehallen Kirchstr. 27: Ideall T Kommissions- Sitzung mit Vertrauensleuten. Es werden die Kollegen folgender Firmen: Mittag, Kuhnert u. Kühne, Versammlung des socialdemokratischen Vereins. gelb u. Goutp., Rofenfeld, Ende, Badmeier und Dante erfucht, auch ihrer Vortrag des Genoffen Gedicke über: Zähne und deren Erkrankungen. feits Vertrauensleute zu entsenden. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Gäste willkommen. Der Vorstand. 13/4 W. Piesker, Wilmersdorf, Gasteinerstr. 29. ( Drechsler, Schleifer usw.) auma im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c. Tages Ordnung: 1. Die Lohn und Arbeitsbedingungen in den Alabaster Fabriken und wie fönnen felige gebessert werden. Referent: Kollege P. Bünte. 2. Discussion. 3. Verschiedenes. 278/1 .81 Die Versammlung wird pünktlich 7%, Uhr eröffnet. 08 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es notwendig, daß welche schon in Alabaster Fabriten beschäftigt waren. sämtliche Kollegen erscheinen, ganz besonders sind auch diejenigen eingeladen, Der Einberufer. Derein der Tischler Berlins und Umgegend. TAS Dienstag, den 7. November, abends 8 Uhr, im ,, Fürstenhof", Köpnickerstr. 137/138: NOVE Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Einführung der Zwangsinnungs- Krankenkasse. 277/19 Referent: Genoffe Kessler. 2. Disfussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Kollegen als Gäfte haben Zutritt. 6576 Achtung! almiaT Der Vorstand. Bildungsverein„ Mehr Licht". Mechaniker, Uhrmacher, Optiker Central- Verband der Handels-, Transport- und Hente, Sonntag, den 5. Nov., abends pünktlich 72 Uhr, in Raddatz' Festfälen, Königstadt- Kafino, Eingang Alexanderstraße 21 und Holzmarktstraße: und verwandte Gewerbe. notund dab Montag, den 6. November, abends 8 Uhr: Verkehrsarbeiter Deutschlands. Bureau: Bischofstr. 13 I. Ortsverwaltung Berlin. Fernspr. Amt V. 3001. Gruppe: Rollkutscher u. Speditionsarbeiter Sonntag, den 5. Nov., abends 6 Uhr, im Englischen Garten, Grosse öffentliche Versammlung, ber 5. v Versammlung. im Lokale von Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( großer Saal), Tages Ordnung: [ 116/12 Tagesordnung: Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Wolfgang Die Verlängerung der Arbeitszeit bei der Firma Butte( A.-G.) und Heine über:" Die persönliche Freiheit, ihr Schutz und ihre Begrenzung das Berhalten der bort beschäftigten Kollegen hierzu. Verschiedenes. durch das Gefet. 120/18 Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, zahlreich und pünktlich Nachher: Tanz. Gäste willkommen. Achtung! Achtung! Metallarbeiter! Achtung! Dienstag, den 7. November, abends 8 Uhr: Gr. öffentliche Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Tages Ordnung: Der Ausstand in der Motorfahrzeug- und Motoren Fabrit Altmann& Co. in Marienfelde und die Berliner Arbeiterschaft. Da es sich um bas Intereffe fämtlicher Metallarbeiter handelt, ist es Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 280/5 Der Einberufer. zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Achtung! Ballschuhmacher. Agtung! Am Mittwoch, den 8. November 1899, abends 82 Uhr, bet Haberecht, Gr. Frankfurterftr. 30? Afeganderstraße 270: en Gar Große Versammlung mit Frauen, todads Tages Ordnung: wajidno miss 2. Welche Schritte unternehmen wir gegen jene Firmen, welche die getroffenen 1. Was lehrt uns unsere Lohnbewegung? Referent: Kollege Schumann. Vereinbarungen nicht innehalten? 3. Verschiedenes. Alle Nollkutscher und Bodenarbeiter haben sich zu dieser Versammlung pünktlich einzufinden. 67/14 Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Die Ortsverwaltung. Oeffentl. Versammlung Achtung! Bauanschläger. Adhtung! der Ballschuhmacher. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in der Ballschuh- Industrie und die Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisation. 2. Distussion. 3. Verschiebenes. Bahlreiches und pünktliches Grscheinen erwartet 171/9 Der Einberufer. Dienstag, den 7. b. M., abends 7 Uhr bei Ewald, Schönleinstr. 6 ( Berlin S.) 33/17 Oeffentliche Versammlung. uusleplepages.Otbnangi Unsere Lohnfrage. Berschiedenes. 19lls Tells Tops Stezu ladet fämtliche Stoffegen ein Die Lohnkommission. Igilild bau Jug.llendoa nе99 Warenhaus A.Wertheim. Berlin, Leipzigerstr. 132/33. Rosenthalerstr. 27/29, 54/55. * Oranienstr. 53/54. Montag, den 6. November und folgende Tage, soweit der Vorrat reicht: Herren- und Knaben- Garderobe Jackett- Anzüge, dunkelgrau, Buckskin, einreihige Form 16,50 Mk. Winter- Paletots, blauer Eskimo mit kariertem Futter 24 Mk. Winter- Joppen, grau, braun oder grün, gefüttert 5,75 Mk. Beinkleider, gestreifter Kammgarnstoff 5,50 Mk. Schlafröcke, grauer oder brauner Doublestoff mit Tuchbesatz 8 Mk. von ca. 4 bis 9 Jahren, Schul- Anzüge, Joppenform, braun meliert, für das Alter jede Grösse 3,50 Mk. Knaben- Joppen, melierter Lodenstoff, gefüttert, für das Alter von ca. 9 bis 14 Jahren, Winter- Paletots, dunkelblauer Cheviot mit kariertem Futter, für 3 bis 8 Jahre, Pelerinen- Mäntel, dunkelblauer Diagonalstoff mit kariert. Futter, für ca. 3 bis 8 Jahre, jede Grösse 3,50 Mk. jede Grösse 6,50 Mk. jede Grösse 5 Mk. Schuhwaren Regenschirme Kinder- Filzschuhe mit Filz- u. Ledersohlen 75 Pf. Mädchen- Filzschuhe mit Filz- u. Ledersohlen 95 Pf. Damen- Filzschuhe 1,15 u. 1,20 Mk. Damen- Filzschuhe, elegant, mit Filz- u. Ledersohle 3,30 Mk. Damen- Filz- Pantoffel 1. 1,30 Mk. ⚫ Gummischuhe, Kinder- Regenschirme 1,20, Gloria 1,70 Mk. Damen- Regenschirme, Gloria mit Elfenbeingriff 2,85, Portemon.- Quaste Halbseide mit 3,15 Mk. 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Diesem Zweck dient unsre beistehende Karte, zu welcher wir erläuternd folgendes bemerken: 1. 청 0 Die Schlacht bei Ladysmith. Bester's Walker's Hoek O Das Gros der englischen Streit macht, welches sich aus den Truppen der beiden Generale Yule und White zusammensetzt und vor Beginn des Kampfes etwa 11 000 Mann start war, stand bei Ladysmith. Eine weitere, aber nicht sehr starke englische Abteilung steht bei Colenso, um die Eisenbahnverbindung von Ladysmith über Bietermaritzburg nach Durban offenzuhalten. Leptere ist an der Bauw bank mit der vollständigen Niederlage der Engländer endigenden Schlacht jedoch nicht beteiligt gewesen. Die Transvaal- Boeren standen in großen Massen bei Jononos Kop, Elands Laagte und Riets fontein; kleinere Trupps derselben befanden sich füdwestlich von dem legtgenannten Ort und bei Modderspruit. Die Oranjefreistaat- Boeren standen mit ihrer Hauptmacht bei Beesters und hatten Abteilungen östlich von Blaauwbank, ferner bei Dewdrop, Onderbroek und westlich von Nelthorpe und Pieters. Diese fleineren Abteilungen haben an der Schlacht im Norden von Ladysmith natürlich nicht teilnehmen fönnen. Der für die Engländer so überaus unglückliche Ausgang der Schlacht ist bekannt. Ueber die Vorgänge der letzten Tage ist fast nichts gemeldet worden." Die Boeren haben Ladysmith von allen Seiten eingeschlossen. Die Bahnverbindung mit Durban scheint unterbrochen und die Uebergabe der belagerten Stadt scheint unvermeidlich. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Bublifum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 5. November. Freie Voltsbühne. Ostend: Theater. 1. Abteilung( rote Karten): Winterschlaf. Anfang 234 Uhr. Opernhaus. Undine. Anfang 71/2 Uhr. Montag: 3. Sinfonie: Abend der fönigl. Kapelle. Schauspielhaus. Der Verschwender. Anfang 72 Uhr. Montag: Die Quizows. Neues Opern Theater( Kroll). Auf Strafurlaub. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Ein Gastspiel. Anfang 712 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Fuhrmann Henschel. Montag: Die Weber. Lessing. Als ich wiederkam Anfang 72 Uhr. Nachmi. 3 Uhr: Im weißen Röß'l. Montag: Als ich wiederkant. Berliner. Die Herren Söhne. An: fang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Der Pfarrer von Kirch feld. Schiller. Die Großstadtluft. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Der Richter von Balamea. Nenes. Ein unbeschriebenes Blatt. Anfang 7 Uhr. Nachat. 3 Uhr: Die heilige Frau. Montag: Ein unbeschriebenes Blatt. 23: jten. Der Freischütz. Anfang Anfang 72 Uhr. Nachm.: Der Troubadour. Montag: Die Perlenfischer. Thalia. Der Plazmajor. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Jagdfreuden. Vorher: Familien- Souper. Anf. 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Schlafwagen: Controleur Montag: Jagdfreuden. Familien: Souper. Luisen. Molly Carré. S ubr. 0 0 Ladysmi Dewdrop Onderbroek 0 Onderbrook [ Unberechtigter Nachdruck verboten.] Jinonos Kop T Elands Ladgle T Nelthorpe Herman Colenso Nachm. 3 Uhr: Der Prozenbauer von Tegernsee. Montag: Jägerblut. Metropol. Rund um Berlin. Im Reiche der Secession! Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Specialitäten- Bor stellung. Montag: Rund um Berlin. Apollo. Frau Luna. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Palaft. Susanne im Bade. Speciali: täten- Borstellung. Anf. 8 Uhr. Baffage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania. Juvalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Jm Theater: Der Sieg des Menschen über die Natur. Anfang 8 Uhr. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Erste Vorstellung im Schiller- Cyklus: Die Räuber. Schauspiel in 5 Aufz. v. Fr. Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Montag, abends 8 Uhr: Der Richter von Zalamea. Dienstag, abends 8 Uhr: Iphigenie auf Tauris. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Fledermaus. Operette in 3 Akten von Joh. Strauß. Abends 72 Uhr: Die Geisha. Operette in 3 Atten von Sidney Jones. Morgen u. folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. T Lambert's Kop Pieter Rietfontein simbulwang Berg uge ta Modderspruit Ma Lampson Martin Berlin W30 Erklärung Transvaalburen. Oranje- Freist- buren Engländer. Marschrichtung. XKampfplatz. Masstab Km Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 6-8 Uhr abends statt. E. J. Stegligerstr. 11. Hohenzollernplay. Die Berliner Metallarbeiter Gewerkschaft zählt unferes Wissens etwa 500 Mitglieder. 5. R. 100. 1. Etwa 300-400 M. 2. Es ist gerichtlicher, notarieller Vertrag oder gerichtliche Auffassung erforderlich. Ein nicht notariell, sondern nur schriftlich abgeschlossener Vertrag verpflichtet bis zum 1. Januar 1900 zur Auflassung. Namin. Schriftliche Antwort zu erteilen, lehnen wir ab. Die Beleidigungsklage würde Aussicht auf Erfolg haben, wenn die gegen den Kläger behaupteten Thatsachen unwahre sind und geeignet, ihn verächtlich zu machen. A. K. 200. Das gerichtliche Urteil geht der früheren Abmachung rechtlich vor. Charlottenburg, S. B. Der Betreffende muß sich eine Legitimationstarte erteilen lassen. Pf. Wenden Sie sich an das Auswärtige Amt. M. N. In Gewerbebetrieben eingestellte Scheuer frauen sind, frankenversicherungspflichtig und haben als gewerbliche Gehilfen vierzehntägige Kündigungsfrist. Brese 3. Der Amtsvorsteher ist im Unrecht. Beschweren Sie sich darüber, daß er Sie vorgeladen und nicht ver nommen hat, sowie darüber, daß er Ihnen mit Strafe drohte.- G. D. 1. Ja. G. D. II. Wenden Sie sich an ein Mitglied der Lohnkommission oder an einen Bausachverständigen, G. P. 09. Rixdorf- Nieder- Schönhausen, Wilmersdorf 4. 3 wangserziehung. Wer nach Vollendung des 6. und vor Vollendung des 12. Lebensjahres eine strafbare Handlung begeht, kann von Obrigkeitswegen in einer geeigneten Familie oder in einer Erziehungs- oder Besserungsanstalt untergebracht werden, wenn die unter: bringung mit Rücksicht auf die Beschaffenheit der strafbaren Handlung, auf die Persönlichkeit der Eltern usw. zur Verhütung weiterer sittlicher Verwahr: losung erforderlich ist. Gegen den Beschluß des Vormundschaftsgerichts, der folche Zwangserziehung für erforderlich erachtet, können die Eltern, Pfleger und Vormünder Beschwerde einlegen. Sind vor dem Beschluß die Eltern so sind sie jederzeit bez. Großeltern, Vormund oder Pfleger nicht geho Amtsgericht zu ver berechtigt, die Wiederaufnahme des Verfahrens langen. Eltern, Vormund usw. fönnen auch sonst, weil der Zweck der Erziehung anderweit sicher gestellt ist, die Entlassung aus der Zwangserziehung beim Amtsgericht beantragen. Die Zwangserziehung hört auf, sobald ein Beschluß auf Entlassung seitens des Amtsgerichts ergeht oder das Kind das 18. Lebensjahr vollendet. Durch Beschluß des Gerichts kann die Zwangserziehung auch bis zur Großjährigkeit ausgedehnt werden. G. S. 34. Das Arbeiterinnenheim, Brückenstr., 8, Quergebäude, will Arbeiterinnen, die in Schlafstelle wohnen, in den Mittags: und Abendstunden einen behaglicheren Aufenthalt bieten. Es ist in den Mittagsstunden von 12-2 Uhr und in den Abendstunden von 6, Sonnabend und Sonntag bon 4-10 Uhr geöffnet. In dem Heim hat jede Arbeiterin Zutritt. Bei tungen, Zeitschriften und Bücher stehen zur Verfügung der Arbeiterinnen. Das Mittagbrot kostet 25, Abendbrot 15 Pfennig. Das Arbeiterinnenheim ist von muckerischen Bestrebungen frei. Es bietet ungefähr dasselbe wie der vor einer Woche für besser situierte Arbeiterinnen errichtete Frauenklub von 1900. Sie können dem Arbeiterinnenheim ruhig beitreten. F. 2. 100. Eine empfehlenswerte Anstalt, in der 19jährige Mädchen erzogen werden, ist uns nicht bekannt. 9. 24. 1. Ja. 2. Die Entscheidung ist zutreffend. Sie sollen aber dennoch Berufung einlegen, weil bis zur Entscheidung über die Berufung der 1. Januar herangerückt sein wird, nach dem 1. Januar aber die Ihnen günstigeren Bestimmungen des Invaliditätsgesetzes zur Ane wendung gelangen. Danach find nicht 235, sondern nur 200 Selebemarken erforderlich. 9. 3. 200. 1. Dies trifft nicht immer zu. 2. Nein. May G., Wien. Eine Beantwortung der von Ihnen gestellten Frage würde eine strafbare Beihilfe zu einem Vergehen sein.-H. N. 1878. 1. Ja. 2. Gegen Zahlung muß die Aushändigung erfolgen. Cuvrystraße 20. Tragen Sie den Fall der Steuerdeputation vor. F. S. 58. Dann hat sie zurück zu zahlen. Kuhstall. Motor, Autor, Analysis. 2. Beides. Metropol- Theater. Palast- Theater Urania Behrenstr. 55/57. Direktion: Richard Schulz. Das vollständig nene November- Programm. Madem. Mietté die entzückende Pariser Straßenfäng. Zalva Trio $ früher Feen- Palast, Burgstraße 22. Sonntag, den 5. November: Berlin amüsiert sich über das neue erfolgreiche November Programm. Auftreten des gesamten Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: „ Der Sieg des Menschen über die Natur". Invalidenstr. 57/62: American- Theater. Direktion: Emil Schnabl. Dresdenerstraße 96. Eröffnung nächste Woche. Schauspiel: u. Künſtler Personals. Tägl. Sternwarte. Sanssouci Berlin lacht Thränen zum 39. Male über die humorvolle Gesangs- Burleske die Meister Afrobaten auf Drahtfeit. Susanne im Bade. Tartakoff die unerreicht. russisch.Sänger u.Tänzer. Carmen Roccas Spaniens beste Tänzerin. Georg Kaiser mit seiner unübertreffl. Opernparodie. Mary Wolf Deutsche Chansonnette. Cabaret mit seinen Liliputanerhunden. Familie Klein die kleinsten Radfahrer der Welt. Um 9 Uhr 30 Min.: Der Schlager der Saison: Das luftigste! wiigite! amüsanteste! bunteste! was Berlin gegenwärtig bietet! Rund um Berlin. Berliner Lokalrevue von Jul. Freund. Musik von Julius Einödshofer. 1. Bild: An der Chansonnettenede. 2. 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November: Große Wohlthätigkeits- Vorstellung zum verkauf: Juvalidendant, Unter den Linden 24, und Künstlerdant, Unter den Linden 69. Berlin stannt um 10 Uhr über dic Meisterhochturner Drei Vasilescu. Anfang 7 Uhr. Konzert 6 1hr. Kaffenöffnung 1 Stunde vor Anfang. Billet- Vorverfanf von 11-1 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. ( Mevsel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Kirchmayer, Schneider und Schrader). Heute zum Schluß: Stuckes Pfingsfahrt. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf., Num. Balton 75 Pf. Cirkus Alb. Schumann. Grösster equestrischer Cirkus der Welt. Im eleganten neu renovierten Cirkus Renz. Seute, Sonntag, den 5. d., nachm. 4 Uhr Sonntag, den 5. November 1899, nachmittags 3 Uhr: Promenaden und abends 71/2 Uhr: Specialitäten Vorstellung. 10 neue 2 große außerordentliche Gala: Vorstellungen. Debüts. Preise der Plätze: 2 M., 1 M., Entree 50 Pf. Telephon Aint I 2126. Apollo- Theater. 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( Ohne Gewähr.) 290 445 574 773[ 500] 839 901 1052 154 343 430 50 53 896 947 2046 57 107 21 663 75 740 53[ 300] 811 27 85 3200 74 472 536 91 625 74 945 4020 73 181 435 36 90 515 50 659 66 84 784 889 912 5019 116 64 87 349 624 42 957 6293 452 576 687 734 71 881 951 7155 88 228 518 21 69 601[ 500] 2 73 77 92 761 8206 76 369 78 423 633 725 993 9054 309 433 513 50 72 641 798 72 641 703073 107 10063 76 106 388 466 607, 11073 107 17 694 723 12160 311 20[ 500] 55 467 662 729 76 862 925 13069 121 329 419 37[ 300] 518 630 14056 66 145 272[ 1000] 343, 402 537 151 53 253 68 542 755[ 500] 851 928 17049 446 74 571 76 632 18027 278 512 94 623 28 43 50 751 990 19326 29 407 93 508 664 785 939 998 21151 306 33 485 715[ 3000] 54 896 922 22143 88[ 1000) 92.329 404 567 72 613 776 23321 482 558 938 24026 487 513 671 701 25066 267 962[ 1000] 92 20086 101 14 222 83 647 773 97,828 46 60 989[ 300] 27192 205 8 419 519[ 1000] 678 714 92 28215 67 529 51 7737 43 561 760 71 811 16 71 27190086 101 30051 174 202 60 84 327 31[ 1000] 414[ 500] 88 704 56 63 82 906 12 31240 314 561 66 77 884 983 32006[ 3000] 106 81 421 504 13 99 611 741 875 905 60 33012 43 73 128 39 368[ 30000] 402 509 32 38 63 621 25 45 34121 255 580 634 67 878 35013 80 192 98 366 463 513 662 36419 600 26 32 869 81 928 37003[ 500] 170 325 420 67 585[ 500] 643 64 80 96 745 826 905 73 84 38013 18 88 177 365 99 485 92 657 774 847 953 83 9539390 442 91 708( 300) 90 40009 100 50[ 300] 215 37 321[ 1000] 448 76 681 82 702 801 971 41050 200 14[ 3000] 648 824 983 42312 564 705 [ 300] 828 43020 108 323 60 66 82 419 26 46 679 836 63 80 973 44335 88 534 647[ 300] 896 45154 268 305 445 531 643 837 46003 159 204 35 356[ 500] 447 718 874 992 [ 3000] 47095 140 220[ 300] 84 302 26[ 300] 49 50 710 70 890 99 995 48002 145 73 93 341 429 909[ 300] 39 51 [ 300] 39 40027 132 72 296 345 409[ 3000] 500 637 41 828 50001 36 196 535 53 610 35 710 40 68 94 800 901 87 61189 210 59 523 36 51 744 864 80 52024 184 318[ 300] 519 10 59 528 ( 1000) 902 53052 56 99 217 46 562 602 801 39 75 54029 207 45 362[ 500] 502 41 600 737 90 94 55032[ 300] 254 90 372[ 3000] 548[ 3000] 74 916 53 89 56152 74 75 96 [ 3000] 247 61 365 687 979 57143 49[ 3000] 279 80 85 310 542 43 61 660 86 770 58037 207 63 310 88 533 97 610 59177 60048[ 3000] 165 94 227 901[ 300] 8[ 300] 61072 166 [ 3000] 68 235 462 722 817[ 1000] 57 903[ 300] 80 2055 278 362 470 860 70 63033 34 88 99 204 308 427 679 803 93 64003 109 59 295[ 300] 521 38 996 05082 131 78 399 479 620 849 68 72 86 66054 201[ 300] 354 408 543[ 1000] 62 647 67324 512 827 90 989 68002 217 40 50 333 418 509 69089 165 75 535 624 840 51 985 98 663 86477 34 316 566 1000 70018 51 52 53 76 202 351 632 35 88 97 71076 118 315 69[ 1000] 437 517 743 93 886[ 500] 964 72031 85 101 66 419 532 34 672 782 993 73145 298[ 3000] 351 57 81 402[ 500] 51 778 888 937 74255 319 84 420 550 711 801[ 500] 75053 98 99[ 1000] 215 51 354 96 460 543 742 876[ 5000] 922 37 76042 74 153 441 795 864 77017 44 80 85 95 134 335 73 83 598[ 300] 672[ 300] 86 999 78115 54 76 256 311 479 501 92 871 917 50 70117[ 300] 311 14 29 854 97 965 80101 284 316 566 81089 121 324 33 495 898 82098 109 15 340 432 38 72 520 76 637 84 792 931 83007 182 350 623 84071[ 500] 211 72 373 557 59 645 60 65 733 03 882 928 90 85428 86 523 42 66 611 28[ 500] 961 87 86163 321 512 44 90 607 921 81 87103 41 94[ 300] 217[ 300] 76 85 304[ 500] 507[ 500] 25 675 862 951[ 3000] 88089 136 61. 239 46[ 1000] 420 48 652 745 89077 127 247 59 77[ 300] 89 844 89 405[ 500] 26 541 57 610 29 704 32 59 924 83 90009 872 0[ 300] 533 52 774 92166 284 94 741 66 85 920 180 269 3219 42 60 79 347 443 555 95076 661 719 872 47 95[ 3000] 96050 259 310 423 99 673 702 58 67 83 97065 138 72 286 420 631 38[ 500] 738 98020 02 ( 1000] 76 215 491 501 702 27 883 99023 128 384 525 50 72 83 817[ 300] 933[ 1000] 48 233 85 735 9394101( 1980802843 M. 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Rur bie Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 61 300 91 473 621 1042 101 31 48 201 791 865 976 2113 0306 738 51 74 912 27 3011 17 54 121 42 230 311 14 403 98 573 974 4044 55 194 232 63 353 62 87 441 669 70 801[ 300] 979 6111[ 3000] 34 94 429 61 526 871[ 500] 99 028 40 85 113 7009 134 76[ 300] 399 444 600[ 3000] 726[ 300] 864 902 44 267 329 42 449 83 537 643[ 300] 50 810 66 8052 68 184 213 70 98 328 675 879 9089 208 317[ 1000] 463 648 61 706 63[ 500] .65 944 54 10066 190 251 64 381 473 521 45 714 53 865 91 11128 284 395 597 617 12041[ 500] 75 143 240[ 3000] 60 341 79 82 502 670 96 747 809 67 13202 34 335 73 563 925 42 51[ 500] 14004 127 306[ 300] 63 439 515 686 757 936 15104 97 420 518 [ 300] 16130 441 74 594 627 749 813 15 40 99 952[ 300] 74 17140 270 464 67 751 99 808 987 18287 365 407 739 908 79 19031 132 262 602[ 500] 25 806 57 66 20106 10 228 307[ 3000] 437[ 300] 558 21050 71 75 379 488 811 992 22016 64 99 222 60 354 412 17 831 55 88 920 [ 1000] 80 23044 94 172 418 80 637 822 958 99 24100 33 [ 1000] 97 387 659 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100314[ 500] 51 448 734 54 872 76 101100 73 242 75 319 482 52 [ 1000] 428 509 25 54 607 82 987 103008 10 187 331 78[ 300] 322 66 719 30 914 104001 207 328[ 3000] 722 105024 105 701 923 84 107072 124 26 51 216 499 573 88 825 108051 127 313.570 608 45 867 109025 213 76 388 447 76 536 617 27 44 95 96[ 300] 733 63 911 47 169025 27 110085 182 277[ 300] 547 63 70 81[ 3000] 660 756 57[ 300] 70[ 1000] 862 73 111123 29 322 454 588 888[ 500] 930 112141 81 271 336 498 510 751 869[ 300] 987 113042 94 size 114[ 800] 221 95 710 843 980 83 114031[ 300] 238 475 788 818 96 965 80 115231[ 3000] 318 94 422 36 669 942 116015 885 213061 212 78 395 572 620 68 802 57 969 214141[ 1000] 91 608 12[ 500] 16 32 35 49 743 935 87 215063 141 457 519 60 616 753[ 500] 998 210089 98 333 413 29 35[ 500] 50 56 606 217144 230 335 463 553 600 72 770 813 56 82 908 65 218160 71[ 5001 91 307[ 500] 20 415 31 31 76 603 52 98 825 71 219086 117 37 59 90 94 627[ 300] 69[ 3000] 729 51 220024 145 893[ 1000] 221127 322 35 53 751 222325 420 501 751 88 860 937 223236 732 66 838 224034 363 [ 300] 428 87 91 566[ 500] 740 98 99 938 225023 113 72 98 452 69 606 19 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 100 000 mt. 1 8 75 000 t., 5 ir 30 000 m., 7 31 16 000 f., 21 an 10 000 9, 36 8 5000 M, 891 zu 8000 Mt., 459 zu 1000 Mt. 610 zu 500 ML Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin. r. 260. 16. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 5. November 1899. Zur Stadtverordneten- Wahl. Im zweiten Reichstags- Wahlkreise finden am Montag, den 6. November, vormittags von 9 bis abends 8 1hr, im 3., 6. und 7. Kommittal Wahlbezirk Neuwahlen der dritten Abteilung zur Stadtverordneten- Versaminlung statt. Zur Orientierung der Wähler veröffentlichen wir hiermit das für den Wahlkreis in Betracht kommende Wahltableau. Um die Wähler am Wahltage vor Zeitverlust zu bewahren, machen wir darauf aufmerksam, daß das Wahlrecht in dem Bezirk auszuüben ist, wo der Wähler bei Aufstellung der Wählerlisten, also Anfang Mai d. J., seine Wohnung inne hatte. Der wähler wählt in seinem Wahllokal an dem Tisch, an welchem die Farbe des ausgehängten Plaktats mit der Farbe seiner ihm vom Magistrat zugesandten Einladung übereinstimmt. Sollte einem Wähler feine Einladung vom Magistrat zugesandt sein, so kann er, sofern er in die Wählerliste eingetragen ist, von den im Wahllokal von nachmittags 5 Uhr anwesenden zwei Magistratsbeamten eine solche ausgestellt erhalten. Jedoch muß sich jeder Wähler mit ausreichender Legitimation- Steuerzettel, Mietskontrakt - versehen. 3. Kommunal- Wahlbezirk umfaßt die Häuſer: Anhaltstraße, Belle- Allianceplaz 1-23, Besselstraße, Charlottenstr. 1-22 and 73-99, Enkeplaz. Friedrichstr. 1-55 und 200-251, Gitschinerstr. 109 bis 113, Hedemannstraße, Hollmannstr. 19, Jerusalemerstr. 59-66, Junker straße 1-21, Stochstr. 1-39, 43-75, Königgrägerstr. 71-125, Krausenstr. 1, Lindenstr. 1-37, 69-116, Marfgrafenstr. 1-30, 66-107, Mauerstr. 1-7, 78 bis 95, Neuenburgerstr. 1 und 42, Oranienstr. 99, Prinz Albrechtstraße, Buttkamerstr. 1-23, Ritterstr. 60, Schüßenstr. 1-24, 52-79, Wilhelmstr. 1 bis 56, 82-148, 3immerstr. 1-41, 55-100. V Wahllokal: Lindenstr. 105 bei Zimmermann 1 Ereppe, Saal. Kandidat: Schuhmachermistr. Friedrich Luk. Kleinbeerenstr. 1-29, Königin Augustastraße 1-5, Königgrägerstr. 13-70, Körnerstr. 1-26, Köthenerstraße, Kurfürstenstr. 1-28 und 153-173a, Lint straße 1-45, Luckenwalderstraße, Lüßowstr. 1-23 u. 92-113, Möckernstr. 1 bergerstr. 1-34, Schöneberger Ufer 1-25, Stegligerstraße 1-24 u. 64-94, bis 50 u. 93-147, Potsdamer Play 3-6, Potsdamerstr. 121-123b, Schöne Teltowerstr. 38, Tempelhofer Ufer 25-37, Trebbinerstraße, Wartenbergstr. 15, 15a, Yorfstr. 34a- 42 11. 49-57. Wahllokal: Dennewigstr. 13 bei Bühlte( großer Saal). Kandidat: Gastwirt Ferd. Ewald. Das socialdemokratische Wahlkomitee tagt am Tage der Wahl bei H. Werner, Bülowstr. 59. 11.00.11 7. Kommunal- Wahlbezirk umfaßt die Häuser: Arbeiter, Parteigenossen Charlottenburgs! Am Dienstag, den 7. November, finden von morgens 10 bis abends 8 Uhr für sämtliche Bezirke die Stadtverordnetenwahlen statt. Wahlberechtigt sind alle diejenigen, die in der Wählerliste stehen, auch wenn sie seit Auf= stellung der Liste aus Charlottenburg verzogen find. Pflicht der Parteigenossen ist es, allüberall, wo sie mit Am Kreuzberg, Am Tempelhofer Berg, Westseite Barutherstraße, nördliche Arbeitskollegen zusammentreffen, auf die Bedeutung der Wahlen Seite Belle- Alliancestr. 1-107, Blücherplatz 1 und 2 und Hallischer Kirchhof, Fidicinstr. 1 und 45, Gneisenauftr. 1, Großbeerenstr. 10-85, Pagelsberger: hinzuweisen und die Säumigen aufzumuntern, daß sie von ihrem Straße 1-57, Sornstraße ausschließlich Nr. 14, Katzbachstraße, Streuzberg: Wahlrechte Gebrauch machen. Nur durch kraftvolle Anstrengung straße 1-78, sowie deren Verlängerung bis zur Straße C, Mödern wird es uns möglich sein, der Bourgeoisie den Sieg streitig zu straße von Kreuzbergstraße bis zur Weichbildgrenze( Westseite), Plaz B, machen. Straße C, Straße D,( Abteilung III des Bebauungsplanes) von Mödern straße westlich; Lantwigstraße, Lichterfelderstraße, Möckernstr. 51-92, kleine Partstraße, Straße D von Möckernstraße östlich( Abteilung III des Möckernstraße von der Kreuzbergstraße bis zur Weichbildgrenze( Ostſeite), Bebauungsplanes), Teltowerstr. 1-37 und 39-65, Tempelhofer Ufer 1-24, Victoriapart, Wartenburgstr. 1-14 und 16-29, Wartenburgplak, Wilhelmshöhe, Worlstr. 1-34 und 58-90. Wahllokal: Teltowerstr. 3 bei Mönch in der Gartenhalle. Kandidat: Schuhmachermeister Karl Lankow. Das socialdemokratische Wahlfomitee tagt am Tage der Wahl bei Schulthes, Großbeerenstr. 18, Ecke der Teltowerstraße. Jm 4. Wahlkreise( Südost) kommt der 15. Kommunal- Wahlbezirk in Betracht; derselbe umfaßt die Häuser: Forsterstr. 1-58, Glogauerstr. 1-34, Görligerstr. 1-28 und 62-75, Das socialdemokratische Wahlkomitee tagt am Tage der Wahl bei straße 1-43, Lübbenerstraße, Ratiborstr. 1-21, Reichenbergerstr. 55-136, Görlizer Ufer 17-26, Grünauerstraße, Kottbuser Ufer 1-28, Lieguizer: J. Saß, Markgrafenstr. 102. Stalizerstr. 46b und 47-62, Spreewald- Plat, Wendenstraße, Wienerstr. 16 bis 62, Wrangelstr. 39. Wahllotal: Turnhalle der 100./102. Gemeindeschule, Forsterstr. 11-15 ( Ede Reichenberger). Kandidat: Ludivig Tolksdorf. 6. Kommunal- Wahlbezirk umfaßt die Häuser: Astanischerplatz 1-7, Bahnhofstraße, Baußenerstraße 1-9, Bernburger: Straße 1-35, Blumenthalstr. 20, Dennewigstr. 1-9, 33-38, Dessauer: straße 1-40, Gichhornstr. 6 n. 7, Flottwellstr. 1-18, Großbeerenstr. 1-9 86-96, Großgörschenstr. 21-29, Hafenplatz 1-10, Halleschestr. 1-28, Hallesches Ufer 1-35, Hornstr. 14, Karlsbad( ausschl. 1), Kaplerstr. 1-20, Höchster Preis. Goldene Medaille CONCOURS PARIS 1899 REPUBLIQUE PARIS. FRANÇAISE Unsere Kandidaten sind für den!-1stall 1. Bezirk: Gastwirt Ferdinand Paasche. 2. Bezirk: Schriftsteller Curt Baake. 3. Bezirk: Schriftsteller Paul Hirsch. 4. Bezirk: Spediteur Gustav Scharnberg. 5. Bezirk: Cigarrenhändler August Sellin und Schrift steller Dr. Bruno Borchardt. 6. Bezirk: Drechslermeister Ernst Neinke. 7. Bezirk: Gastwirt Albert Leder. Wie bei allen Wahlen, so brauchen wir auch diesmal am Wahltage zahlreiche Kräfte, die sich opferwillig in den zu sein, der möge sich, wontöglich schon morgens vor 10 Uhr, fonft aber sicher des Nachmittags in den nachbenannten Lokalen zur Verfügung halten. Für den: 1. Bezirk bei Ferdinand Paasche, Potsdamerstr. 44. 1234567 2. " " 3. " " 4. " " 5. " " 6. " " " Emil Kubisch, Forsterstr. 17. Das socialdemokratische Wahlfomitee tagt am Tage der Wahl bei 7. Leder, Bismardstr. 74. Dörre, Wallstr. 90. Kant, Pestalozzistv. 65. Wernicke, Bismarckstr. 34. Prill, Goethe- und Grolmanstraße= Ecke. Bredlow, Ansbacherstr. 31. Auf zur Agitation! Vorwärts zu Kampf und Sieg! Carl Zobel, Berlin SO., Köpnickerstr. 121, Ecke Michaelkirch- Strasse. Herren- und Knaben- Garderoben in reicher Auswahl und in allen Größen. Die Preise sind streng fest und an jedem Gegenstand deutlich in Zahlen vermerkt. Ich verpflichte mich, jeden Artikel in besserer Ausführung und bedeutend billiger zu liefern, als die sogenannten Ausverkäufe und Reklamegeschäfte. Stoffe aus dem In- und Ausland. Jeder Auftrag wird in kürzester Zeit erledigt. Werkstatt im Hause. Höchster Preis. Goldene Medaille SE INTERNAT SRUXELLES 7899 IRO LEOPOLD BRÜSSEL. DES BELGES [ 24120* Anerkannt nur gute Arbeit, eigene Fabrikation, elegante Façon, tadelloser Sitz. Für Bestellungen nach Maß; reichhaltigste Auswahl der neuesten und besten Der langjährige gute Ruf meiner Firma bürgt für billige und gewissenhafte Bedienung. Lade ergebenst zur Besichtigung meiner Geschäftsräume ein. 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Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, fahwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind Es ist dies das bekannte Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Subert Ulrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den Verdauungsorganismus des Menschen, ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuter- Wein beseitigt Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenüber meist schon int Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, äzenden, Ge fundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Nebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren Stuhlverstopfung lichen unangenehme folgen, wie Beklemmung, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein behebt unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Wagen und den Gebärmen. 6 G Glide 11710 Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung eines tranthaften zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit unter find meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und nervöser Abspannung und Gemüthsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, fiechen oft solche Krante langjam dahin. Sträuter- Wein giebt der ge schwächten Lebensfraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert ben Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel träftig an, beschleunigt und verbessert die Bluts bildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten Lebenslust. Zahlreiche Anerkennungen und Danfschreiben beweisen dies. Kräuter- Wein ist zu haben in Flaschen à 1,25 und 1,75 M. in sämmtlichen Apotheken von Berlin und Berlins Vororten, sowie in Preußen, ganz Deutschland und im Auslande in den Apotheken. Auch versendet die Firma ,, Hubert Ullrich, Leipzig, Weststraße 82", 3 und mehr Flaschen Kräuter- Wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands porto- und Kistefrei. Vor Nachahmungen wird gewarnt! 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St. schreibt: Geftatte mir, Ihnen für ihre Bemühungen empfohlen, bestätige Ihnen größte Sufriedenheit über die bei der so überaus schweren und doch schmerzlosen Operation thatsächlich schmerzlosen schweren Bahn- u. Wurzel- Operationen. von 16 Zähnen und Wurzeln nochmals schriftlich meinen ver Allen Leibenden sind Sie zu empfehlen. bindlichsten Dant auszusprechen. Ich bin heute überglüdlich. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieb. Mann Matthäus Hee mir plötzlich durch den Tod entrissen wurde. Dies zeigt tiefbetrübt an Wilhelmine Hee, geb. Gedicke. Die Beerdigung findet am Sonntag, 5. November, nachm. 3 Uhr, von der Arndtstr. 28 aus nach dem Werderschen Kirchhof, Bergmannstraße, statt.[ 628b Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen fostbaren Kranzspenden bei der Beerdigung meines inniggeliebten und unvergeß lichen Mannes, unseres Sohnes, Bruders Otto Scherbarth Todesanzeige. Am 3. d3. Mts. starb nach furzem schweren Leiden unsere älteste Tochter Lottchen. Die betrübten Eltern Alfred Hoffmann, Mechaniker nebst Frau geb. Bredereck. Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Novbr., nach mittags 22 Uhr, in GroßLichterfelde, von Chausseestr. 53 aus statt. 664b Orts- Krankenkasse| Orts- Krankenkasse der Verdes Maurer gewerbes Donnerstag, den 9. November, abends 82 Uhr, [ 5526 golder u. Berufsgenossen. Montag, den 13. November 1899, abends 8/2 Uhr, in Pasters Salon, Inselstr. 10: in den Arminhallen, Kommandanten General- Versammlung, straße 20: General- Versammlung der Vertreter der Kaffenmit glieder und der Arbeitgeber. Tages Ordnung: wozu die Herren Vertreter der Ar beitgeber sowie Arbeitnehmer ein: geladen werden. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 3015 Ortskrankenkasse der Sattler. Borstandes. 2. Definitive Genehmi: 3. Neuwahl des Borstandes. fagen wir den Herrn Meistern und Kollegen meines Mannes aus der Allgemeinen Elektricitäts: Gesellschaft unseren tiefgefühlten Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen Wwe. Minna Scherbarth. Am 2. d. M. starb nach zweitägigem Krankenlager das Mitglied August Förster 2. Antrag des Vorstandes auf A61. Bericht über die Thätigkeit des änderung des§ 20. gung des mit dem Verein der frei- 4. Wahl von erein der frei- 3. drei Revisoren zur gewählten Kassenärzte abzuschließenden Prüfung der Jahresabrechnungen Vertrages für das Jahr 1900. 3. Er 5. Verschiedenes. gänzungswahl zum Vorstande 1900im Alter von 18 Jahren an Darma) von den Arbeitgebern: die Herren 1901 für die ausscheidenden Mitglieder: verschlingung( beschäftigt bei Bender). Linke und Dräger; b) von den KassenDie Beerdigung findet am Sonntag, mitgliedern: Die Herren Linde, Schlößer, Wahl- Versammlung. den 5. d. M., nachmittags 3 Uhr, von Stelpin, Haehnel und für den pro 1899 der Leichenhalle des Neuen Luisen: auf Grund des§ 40 des Kaffen: 1. Vortrag. Kirchhofes, Rixdorf, Hermannstr. 190, statuts gewählten Herrn Buchholz. 4. Wahl des Rechnungs- Ausschusses. J. A. R. Dittberner. 5. Antrag des Vorstandes auf Er: Allg. Kranken- u. Sterbetasse aus ftatt. 649b der deutschen Drechsler unterstützungsverein aller in und deren Berufsgenossen( E. 5. 86 der Hutbranche beschäftigten Hamburg). Bezirk D. Berlin. Arbeiter und Arbeiterinnen ( Filiale Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Kutscher Theodor Rogalski, 270/3 am 2. November, vormittags 9 Uhr, an Nierenentzündung verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. d. M., nachmittags 3 Uhr, bont Bartholomäus Kirchhof bei Falkenberg aus statt. = Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Todes Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 3. November, früh 9 Uhr, unser Kollege Franz Zaworski verstorben ist. Die Beerdigung finder Montag, den 27. November 1899, abends 81/2 Uhr, im selben Lokale: Tages Ordnung: 2. Diskussion. 3. Wahl von 190 Abeitnehmern. 10 Uhr: J. A. weiterung der Kaffenleistungen und Wahl von 95 Arbeitgebern. 3war: Gewährung von Krankenhaus haftete Personen. Ferner: Bei un pflege an mit Geschlechtsleiden be: unterbrochener sechsmonatlicher Bei tragszahlung während der letzten Mitgliedschaft: 1. Zahlung des Kranten geldes für solche Festtage, welche auf Wochentage entfallen; 2. Gewährung von einem Zehntel des Krankengeldes hauſe befinden auto teine angeserias an diejenigen, welche sich im Kranken: Sonntag, den 5. d. M., nachmittags haben; 3. Erhöhung des Sterbegeldes 24 Uhr, von der Leichenhalle des vom 20 fachen auf den 30 fachen Be fatholischen Friedhofes in Weißensee trag des im§ 12 des Statuts festarte fraft, e geternaung er uage( 86/4 Um rege ersucht Der Vorstand. Bekannten, sowie dem Herrn Chef Fahrräder nebst seinen Kollegen der Firma Lufat, fowie dem Holzarbeiter- Verband, die meinem lieben Mann, unserem guten Vater 6566 Julius Stirtz die letzte Ehre erwiesen haben, sprechen wir hiermit den innigsten Dant aus. Ww. Hermine Stirtz nebst Kindern. 98 Jedes Wort: 5% Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Nähmaschinen verschiedene Marken, auch wenig gebrauchte, zu billigsten Preisen. Reparatur: Wertstätte. Lehrbahn, Sämtl Zubehör. Teilzahl. gestattet. Carl Karras, Langestr. 17. 24082 MOND gefesten burchinitlichen Tangelohns. Berlin, 22. Oftober 1899. Der Vorstand. D. Dachne. A. Kelpin. Trauringe! Reell, 900 gestempelt, 7 Gr. 20,50 M., 5% Gr. 15,50. Alle anderen Gold: sachen ebenso reell. Hugo Lemde, Auguststr. 91, an der Oranienburger straße. Gegründet 1840. 25029* P. Höpfner, H. Hildebrandt, Vorsitzender. Schriftführer. NB. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. [ 226/2 Orts- Krankenkasse Borhagen- Rummelsburg. Am Dienstag, 21. November, abends 8 hr: General- Versammlung im Weigel'schen Lokale hier, Türrschmidtstraße 45. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW. 19. Soeben erschienen: Protokoll des Parteitags zu Hannover. 304 Seiten stark. Preis 50 Pfg., geb. 75 Pfg. Porto 20 Pfg. Die Verhandlungen über Taktik und Grundanschauungen der Partei, sowie die Erörterungen über den Militarismus haben dem Parteitage zu Hannover eine Bedeutung verliehen, die für die Entwicklungsgeschichte der Partei bleibend ist. Die Verhandlungen sind ausführlich, mit stenographischer Treue wiedergegeben und ein ausführliches Sachregister erhöht den Wert des Protokolles für Nachschlagezwecke. Für jeden Genossen, der an den geistigen Leben und Streben der Partei Interesse nimmt, ist das diesjährige Parteitags: Protokoll unent: behrlich. Neues Bürgerliches Gesehbuch nebst Einführungsgesetz und Sachregister. Größter Massenartikel. 470 Seiten. 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