Mnterhaltungsblalt des �orwärks Nr. 30._ Freitag, den 10. Februar. 1905 (Nachdruck BevDotcu.) 30] Der Baumcifter» Noman von Felix Holländer. Steinert verbeugte sich. „Uebrigens, lieber Herr Baumeister," richtete Frenze! wieder an Keßler das Wort,„es würde mir ein besonderes Vergnügen sein, wenn Sie mir auch in meiner Privathäuslich- keit die Ehre Ihres Besuches..." „Wenn Sie gestatten, gern." „Wer ist denn übrigens der Herr in Uniform?" „Ein gewisser Freitag." „Auch Aktionär?" „Sieht eigentümlich aus." „Ist auch ein eigentümlicher Kauz," entgegnete Keßler. „Der Mann führt einen Prozeß um Millionen." „Hm— sehr interessant!" Frenzel setzte seinen goldenen Kneifer auf und fixierte genau Herrn Freitag. „Ueber die Sache sprechen»vir noch einmal privatim," ivarf Steincrt dazwischen. „Gern— Millionen interessieren einen immer." Er lachte und ließ mit einer geschickten Bewegung den Kneifer von der Nase fallen. „Entschuldigen Sie mich einen Augenblick." sagte Keßler. Unbemerkt verließ er rasch den Saal. Er hatte sich ge- ' nügend mit Feststinimung geladen. Seine Sehnsucht drängte ihn fort. Draußen stand der Wagen— hastig sprang er hinein. „Fahren Sie zu, Kutscher— so schnell die Pferde laufen können! Jede Minute ist mir kostbar!" Der Kutscher hieb auf die Tiere ein— der Wagen jagte davon. Keßler hatte sich in die Polster zurückgelehnt. Er schloß die Augen und dachte an Grete Anders... Einundzwanzigstes Kapitel. Es schien, als ob unsichtbare Kräfte mit im Spiele wären, wenn man sah, mit welcher Geschwindigkeit der Bau in die Höhe stieg. Steinert konnte stundenlang auf seinem Balkon stehen und dem Werke zuschauen, das unter seinen Augen wuchs. Er bombardierte die Zeitungen mit immer neuen Nachrichten, be- gann in ungezählten Notizen langsam das Programm des neuen Theaters anzudeuten, und gemeinsam mit Keßler wurde er nicht müde, in Versammlungen und Vereinen für den Kunst- tempel der Zukunft Propaganda zu machen. Bezirks- und Fachvcreine, Haus- und Grundbesitzcrgcmeinschaften wurden abgeklappert, und die Leute, von der Neugierde gelockt, aus der Werkstatt des Theaters— und noch dazu eines werdenden Theaters— die intimsten Dinge zu hören, fasziniert von der eleganten und glänzenden Erscheinung Keßlers, lauschten an- gespannt und mit verhaltenem Atem, wenn der Baumeister von dem Seidenbrokat sprach und von der Fülle echter Spitzen, die er nach jahrelangem Suchen in alten Klöstern aufgestöbert hatte. Er wollte keinen gemalten Vorhang. Bevor noch die Szene gezeigt wurde, sollte die Phantasie des Zuschauers durch das Kostbarste, was auf Erden existierte, angeregt werden. Dann erzählte er, durch seine eigenen Worte berauscht, von den wunderbaren neuen Beleuchtungseffekten, die diese Bühne zeigen würde. Aber auch der Zuschauer— und zumal der weibliche Teil der Zuschauer— würde von den Licht- Wirkungen, die er entdeckt hatte, seinen Nutzen haben. Durch die farbigen, in den Logen»nd Rängen angebrachten Glühlampen sollte der Teint der Damen in die zarteste und stimmungsvollste Beleuchtung gebracht werden. Die in den Foyers aufgestellten Kunstwerke sollten dem Auge des Zu- schauers während der Pausen wohltun. Aber in die hellste Begeisterung geriet Keßler, wenn er in seinem Vortrage auf die gottschcn Fensterverglasungcn zu sprechen kam, die aus uralten Kirchen stammten. Den Hörern wurde schwindlig im Kopfe von all den Wundern, die ihnen verheißen wurden. Wenn Keßler zu Ende geredet hatte, betrat Steinert das Podium und entwickelte das Kunstprogramm. Er versprach das Blaue vom Himmel herunter. Seine Spekulation, den Leuten den Mund wässerig zu machen, damit sie sich stießen und drängten, wenn die erste Abonnementseinladung erlassen würde, leuchtete Keßler ein. So logen sie beide förmlich um die Wette und gerieten allmählich in einen solchen Rausch, daß sie an ihre Lügen felsen. fest glaubten. Keßlers bemächtigte sich ein GlückSgefühl, das jede nüchterne Erwägung ausschloß. Er sagte sich im stillen: Nie- mals ist ein Theater auf solche Weise gebaut worden wie dieses; der Grund und Boden ist nicht bezahlt worden, die Steine sind wir schuldig geblieben, den Lohn für die Arbeiter haben wir geliehen, ich selbst besitze keinen Pfennig und habe Schulden, wie sie ein verkrachter Edelmann nicht höher haben kann. Und nun, dachte er weiter, käme es nur darauf an, daß der Bau so zwingend, so überwältigend schön würde, um den Erfolg zu sichern und all die ungeheuerlichen Manipulationen zu recht- fertigen, zu denen er sich in seiner Notlage halte hinreißen lassen. Er wollte jetzt keine Gewissensfragen an sich stellen oder durch sorgenvolle Vorstellungen sich selber hemmen und lähmen. Sein Bau würde, selbst wenn er für seine Person zugrunde ginge, für sein Tun die beste Rechtfertigung bedeuten. Nur keinen Sparrücksichten nachgeben! Nur nicht durch klein- liche Bedenken das Schönheitsbild, das er bis in jede Einzelheit deutlich sah und sich geformt hatte, trüben oder gar auflösen! Vor allen Tingen wollte er beweisen, daß er von anderem Schlage war wie diese Handwerker und Pfuscher, welche die großen Aufträge erhielten und trotz der reichsten Mittel den schlimnisten Kitsch zuwege brachten. Es kam ein stolzes Herrengefühl über ihn. Er besuchte die Ateliers der ersten Maler und Bildhauer, und jedesmal war er entzückt und berauscht, wie schnell er sich mit den Künstlern verständigte, wie sie auf seine Ideen und An- regungen eingingen und seine Intentionen begriffen. Er führte in dieser Zeit große Worte im Munde, sprach von der Vereinigung aller Künste und fühlte in sich ungeahnte Ent- wickelungsmöglichkcitcn. Dies Theater sollte erst ein Anfang für das sein, was er noch leisten wollte. Er war jung und fühlte einen UebersckW an Kraft in sich. Das Schicksal brauchte ihm nur ein wenig günstig zu sein, die Welt nur ganz bescheiden auf seine Pläne einzugehen— und er würde, getragen von dem Erfolg, innerlich wachsend. Werk auf Werk vor den staunenden Blicken der Menschheit folgen lassen. Und niemand glaubte stärker an ihn als Grete Anders. die ihn in seiner Zuversicht kräftigte und allen seinen Phan- tasien neue Nahrung zutrug, wenn sie mit schimmernden, glänzenden Augen ihm zuhörte. Sie war wie gewandelt und lebte nur in seinen Träumen und Vorstellungen. Kam er müde und erschöpft von der Arbeit, so hellte sich seine Mens auf, wenn er nur über die Schwelle feiner Wohnung trat. Er, der arme Junge, der sich nur in den billigsten Studentcnkneipen durchgegessen und in kahlen Wänden ge, haust hatte, empfand mit innerem Wohlbehagen den Luxus, der ihn umgab. Aber alles das bekam erst für ihn Reiz und stillen Zauber durch ihre leise, ordnende Hand, durch ihre Anmut und Zärt- lichkeit. Sie war ein Wesen, das in seiner Liebe keine Spar- samkeit kannte, sich rückhaltlos und mit einer Leidenschaft gab, die, je weniger Lautes sie hatte, um so tiefer und reiner ge- stimmt war. Sie schmückte sich für ihn, wenn er zur gemeinsamen Mahlzeit heimkam, und weil sie den gleichen Schönheitssinn hatte wie er, so schuf sie ihm eine Häuslichkeit, in der alles harmonisch abgestimnit war und doch gleichzeitig ihre reiche und schlichte Persönlichkeit widerspiegelte. Mochte er verstimmt oder verärgert sein, sie wußte ihn aufzuheitern und jeden Mißmut vergessen zu machen. Er begriff die Veränderung nicht, die mit ihr vorgegangen war, und zuweilen zerbrach er sich darüber den Kopf, wieso sie, die doch von Haus aus eine schwere Natur war und als solche vom ersten Tage an sich ihm offenbart hatte, in der ganzen Folgezeit niemals mit sorgenvollen Mahnungen und Vor» wLrfen an ihn herangetreten war. Auch erfuhr er von ihr durch keine Silbe, wie sie es möglich machte, zu jeder Zeit und Stunde von den Ihrigen loszukommen und bei ihm zu sein. Sie tat, als ob das selbstverständlich wäre und der ganze Zweck ihrer Existenz darin bestiinde, ihm Wohlbehagen zu schaffen. Er erkannte, wie sie sich ihm restlos hingab, und grübelte darüber nach, welches eigentlich der Kern ihres Wesens sei; denn das stand doch fest, dasi sie ihm anfangs wie ein schwerer Pflichtmensch erjchienen war, während sie jetzt mit einem beherzten, wundervollen und starken Leichtsinn jede ernstere Erwägung mied und nur das tat, was ihn bereichern und glücklich stimmen konnte. Es kamen dann beängstigende Augenblicke, wo ihn die Furcht überfiel, dies schattenlose Glück könnte ihm plötzlich und früher, als er es ahnte, vernichtet werden. Und weil er ein grüblerischer Mensch war, der die Dinge in ihrer Einfalt nicht zu genießen vermochte, so forschte er nach Erklärungen, Gründen und Ursachen, weshalb und warum sie ihm jetzt eine andere Seele zeigte als früher. Sie sah ihn groß und liebend an und begriff, daß er sie nicht verstand. lFortsetzung folgt.x 1�en2el. Adolf Menzel ist Tonncrstag früh kurz nach 7 Uhr gestorben. In München sah ich Menzel das letzte Mal. Ich konnte ihn da eine ganze Zeitlang beobachte». Er stand auf dein großen,»vciten Platz vor der Theatiner Hoflirchc. Ringsum lauter hohe, stattliche Gebäude von wirklich imposantem Aussehen— und vor ihnen diese kleine Figur, unansehnlich und putzig. Er rief einen Droschkenkutscher; der beachtete ihn aber gar nicht. Da rief er vor Aerger so gewaltig, daß der Kutscher— eine bayrisch umfängliche und schwerfällige Erscheinung— ordentlich zusammenschrak und sich langsam nach dem Schreier umwandte. Der kleine Menzel war schon schwach, und der Kutscher mußte ihn hineinheben, es bedurfte einiger Zeit, eh er verstand, was Menzel wollte, dann stieg er gewichtig hinunter von seinem Bock, versah dies Amt und kletterte kopfschüttelnd wieder auf seine Höhe. Soviel hatte er heraus—„es mußte etlvas Besonderes sein!" Drüben, überm Tamm, hielt der Wagen wieder, und wieder kletterte der Bajuvare herab von seinem Thron und half Menzel heraus. Tort, vor den Arkaden, befindet sich nämlich, wie jeder weiß, der München kennt, eine Obstbude. Hinter ihr dehnen sich die schönen Hofgarten-Anlagen und links, vor der Fcldhcrrnhalle, laufen die Tauben geschäftig am Boden hin und her und picken die Körner auf. Tort stand er min vor der Bude und bepickte ebenso mit dem Zeigefinger der linken Hand— er hatte recht einfache, graue, bäum- wollene Handschuhe an— jede einzelne Frucht. Er konnte sie nicht weich genug kriegen, und die Frau, die des allseitigen Bcpickens ihrer Früchte nicht froh war, wollte schon energischen Einspruch erheben. Aber auch auf sie wirkte die von der merkwürdigen kleinen Gestalt ausstrahlende Energie. In München verschafft einem die Originalität noch Ansehen. Wer verrückt ausschaut, ist halt ein Maler, ein Künschtler, und dem wird dort manches verziehen. Und als sie merkte, daß er ein guter Käufer zu werden versprach, ließ sie sich alles gefallen und machte Menzel, der sich durch nichts hatte irre machen lasse», der die Frau ruhig wütend werden ließ und lange und sachgemäß jede einzelne Frucht prüfte, besonders noch auf die schon etwas angefaulten, mußigen Acpfcl aufmerksam. Die waren ihm weich genug, und er ließ sich zwei große Tüten voll geben, die er unter den Arm nahm, sorgfältig— und dann schob er wieder in seinen Wagen hinein. Ein Wort war kaum dabei gesprochen worden. Und Obstfrauen sind doch meist nicht wortkarg. Aber ihr Redeschwall hatte sich gelegt und sie ließ den kleinen Mann gewähren. Er hatte eine zähe, nicht nachlassende Energie, die den Wider- stand des anderen gar nicht beachtete. So wie hier hatte er wohl überall seinen Willen durchgesetzt, im Leben wie in der Kunst. ES war die Entschädigung, die ihm die Natur mitgegeben. Denn ohne Kampf und Entsagung wird es bei ihm, der von der Natur so stiefmütterlich bedacht war, nicht abgegangen sein. * Menzel wurde am 8. Dezember 1815 zu Breslau geboren. 1830 siedelte sein Vater mit ihm nach Berlin über. Der Vater besaß eine lithographische Anstalt. Von hier begann Menzels künstlerische Laufbahn. Er zeichnete in Stein. Wie überall, bildete er auch in dieser Technik ohne eigentlichen Unterricht sich selbst weiter. Wieder ein Beweis für die Tatsache, daß die Begabung sich ihren Weg sucht, und eine Akademie oder ähnliche staatliche Kunst- lehranstalten nur den Schwächlingen zum Dasein verhilft, die ohne sie im Dunkeln tappten, indem sie ihnen zu einem ephemeren Schein- tasein verhilft, ihnen Mittel und Wege zeigt, wie man, ohne innerlich ikrufen zu sein,„Kunst" machen tann. Wir stoßen in der Lebensgeschichte unserer großen bedeutenden Maler fast immer auf den Punkt, wo sie sich nach langem Kampf, nach langer Ueberlegung frei inackfcn von den Fesseln der staatlichen Kunstanstalt und gegen die Akademie, abseits von ihr sich ausbilden. Zu Menzels Zeiten gab es Gott sei dank noch keine Akademie, und Menzel bildete sich von Grund aus durch sich selber aus. Sein erstes Werk stammt vom Jahre 1833. Es war betitelt: „Künstlers Erdenwallcn", ist eine Folge von 6 lithographischen Blättern, die ihn in der Oeffentlichkeit vorteilhaft bekannt machten. In humoristischer und ernster Weise wird da in markanten Situationen der EntwickelrAgSgang des Künstlers geschildert, der mit allerlei Fährlichkeitcn und Not zu kämpfen hat. Schon früh beginnt die Feindseligkeit der Welt. Das erste Blatt zeigt es: es ist K e i m betitelt und trägt die Unterschrift:„Erstes Aufblitzen des Genies, die Prciserteilung besteht in Prügeln; kaum entschlüpft der Schmetterling der Puppe und regt die Schwingen zu eigenem Flug, so bedroht ihn die Fangklappe." Ins Prosaische übertragen heißt das: Der Sohn, ein etwa 4— bjähriger Bengel, hat auf den Boden Figuren gezeichnet und bekommt dafür von dem erzürnten Vater, der natürlich die Gaben des Sohnes nicht anerkennt, den Rohrstock zu kosten. Schon sind ihm die Hosen gelockert und er wird noch einmal vor den Ort seiner Tat gezcrrt, wo der Vater erbost aus die „Schmiererei" deutet, die den Jungen steif und komisch anblickt; es sind kindliche Versuche, ein Kreis als Kopf, zwei Punkte die Augen, ein länglicher Sack als Bauch, darunter zwei Stelzen die Beine, und rechts und links ztvei Streichholzarme mit gespreizten Fingern. Der Junge aber mag sie gar nicht mehr und hält sich die Hand vor die Augen, auS denen die Tränen laufen, Tränen der Wut, denn er zerrt mit aller Kraft dagegen und will sich nicht vor seinem „Kunstwcri", auf das er ini Geheimen doch stolz ist, so schnöde blamieren lassen. In der Sofaecke schnurrt unterdessen behaglich eine Katze, die sich erstaunt ein wenig aufrichtet, um das Schauspiel in Ruhe genießen zu können. Nachdem Menzel Szenen aus der preußischen Geschichte eben- falls in Stein gezeichnet hatte, versuchte er sich 1835 als Oelmalcr. Auch hier war er vollkommen Autodidakt. Mit seinem dritten Bilde(1837): die Ncchtskonsultation, errang er einen Erfolg. Weiteren Versuchen in dieser Richtung wurde er vorläufig ent- zogen durch einen Auftrag, der ihn wieder einer anderen Technik zuführte, der Holzschneidekunst. Horace Vernet hatte die Geschichte Napoleons illustriert. Ein Verleger plante ein Werk in gleicher Weise über Friedrich II. von Preuße». Der Historiker Kugler schrieb die„Geschichte Friedrichs des Großen". Kugler selbst schlug Menzel als Illustrator vor, und so begleitete der Künstler den Text, der die ganze Zeit behandelte, mit seinem Bilderschmuck. 4 Jahre, 1838— 12, arbeitete er daran und lieferte in dieser Frist 400 Blätter, die allein schon als Erzeugnisse der Holzschneidekunst— Menzel zog sich seine eigene Schule von Holzschneidern heran, er überwachte das Kleinste— von historischer Bedeutung sind. In diesen Blättern legte er Zeugnis ab sowohl von seiner eingehenden Kenntnis, als auch von der freien und nie erlahmenden Schaffenskraft, mit der er das Gelernte in Geschautes umsetzte. In den folgenden sechs Jahren entwarf er im Auftrage Friedrich Wilhelms IV. 200 Zeichnungen(Holzschnitt) zu einer großen Aus- gäbe der Werke Friedrichs II. Weiterhin, bis 1857, arbeitete er an 000 Federzeichnungen auf Stein, in denen er die Armes Friedrichs II. nachbildete. Diese Sammlung ist nur in 30 Exem- plaren gedruckt worden. Diese Aufträge führten Menzel also notgedrungen aufs historische Gebiet, dessen er sich in seiner Gründlichkeit so energisch bemächtigte. daß ihm in genauester Kenntnis des Details dieser fremden Zeit wohl kaum einer über war. Er füllte das trockene Studium mit lebendiger Anschauung aus. Dennoch, nachdem er noch eine Reihe kleinerer Aufträge erledigt hatte, reizte es ihn, diese selbe Zeit zum Gegenstand malerischer Darstellimg zu machen. Ter Gegenstand war für ihn nur daS Mittel, das es künstlerisch zu beleben galt. Denn es lebten in ihm allerlei neue Ideen, die ausschließlich „malerisch" waren und die ihn weit weg führten, von der üblichen. schablonenhaften Geschichtsmalerei, die den Inhalt für die Form nehmen und vom äußerlichen Kostüm sich genügen lassen. Es ist das Große an Menzel, daß er, der wahrlich mit dem Stofflichen sich über und über hatte belasten müssen, sich daran nicht genügen ließ. sondern darüber hinaus noch genug Spannkraft und Phantasie be- saß, um nach mehr, nach den rein künstlerischen Problemen zu streben. Er erfüllte lange vorher, was Max Klinger in seiner Broschüre „Malerei und Zeichnung" untersucht und auseinandersetzt, er respek- tierte die Grenzen, ohne sie zu kennen, instinktiv. Er erzählte und fabulierte in seinen Holzschnitten und Lithographien, und im Oelbild strebte er zu rem malerischer Wirkung. Von diesen Bildern sind zwei hervoragende Stücke in der Ber- liner Nationalgalerie:„Die Tafelrunde Friedrichs des Großen in Sanssouci"(1850) und„Das Abendkonzcrt"(1852). In Breslau, Weimar, im Berliner Palais sind noch andere Bilder aus dieser Zeit, die alle in dem Einen übereinstimmen, daß sie daS malerische Moment mit Bewußtsein in den Vordergrund schieben. Menzel er- reicht hier eine Wärine, eine Intimität des Kolorits, ein Flimmer» deö Lichts, eine Räumlichkeit der Atmosphäre, die in der damaligen Zeit unerhört war und noch jetzt unciugeschränlte Bewunderung abnötigt. Und die Zeichnung dieser Köpfe, der Ausdruck, die Bewegung der ganzen Körper ist so geistreich und leicht, daß man an pariserische Anmut denkt. 1867 ging Menzel nach Paris zur Weltausstellung, und diese Erweiterung seines Gesichtskreises brachte ihm vielfältig neue An- regung. Dieser Aufenthalt regte ihn zu kecken, augenblicklichen Skizzen an, die das Leben in Paris schilderten, das Leben auf der Ctrahe, in den Parks, in den Cafes. Wie weit er seiner Zeit vorauseilte, zeigt sich darin, daß er schon 1875 etwas schuf, das von da ab weiter wirken sollte, und ein ganz neues Gebiet der Kunst eröffnete: das Arbeiterbild. Sein „Eisenwalzwerk"(„Moderne Cyklopen") ist anerkannt als Monument deutscher Malerei. EZ hängt in der Nationalgalerie. Damit gab Menzel etwas ganz Neues.„Der Schauplatz ist eine der großen Werkstätten für Eisenbahnschienen zu Königshütte in Oberschlesien. Die hochgezogencn Schiebewände lasse» allseitig Tageslicht ein." Ein Walzcnstrang nimmt das weißglühende Eisen- stück auf. Ein Arbeiter schiebt einen Eisenblock zum Abkühlen hinweg. Drei andere sind mit Zangen an der Glut beschäftigt. Wieder andere waschen sich vorn oder essen Mittag. Hier ich mit genialem Griff mitten in die andere Zeit hineingegriffen. Ohne jede Anlehnung ist ein Meisterwerk geschaffen, das die Zeiten überdauern wird. Denn nicht nur stofflich ist das Bild von Bedeutung, das Lichtproblem, der Widersteit zwischen der leuchtenden Glut und dem einfallenden Tageslicht ist mit echt künstlerischem Blick erfaßt und wiedergegeben. Menzel setzte diese Art, in der er einem starken Triebe seiner Zeit charakteristisches Gepräge verlieh, noch später fort, in Dorfschmicde», in die das Licht hineinschcint, in Arbciterwcrkstätten u. a. Mit offenen Maleraugen stand er der EntWickelung gegenüber und hielt fest, was ihm von Bedeutung erschien, rücksichtslos und vorurteilslos. Und nehmen wir— nach diesem Höhepunkte des Schaffens— noch die Fülle von Zeichnungen, die farbig so lebhaften Aquarelle und Gouachen hinzu, so sehen wir deutlich den Weg vor uns, den Menzel ging. Aus kleinen Anfängen arbeitete er sich empor, seiner eigenen Kraft vertrauend, wird Historienmaler, lernt hierbei gleicherweise sich als Maler und Zeichner ausbilden, zu voller Eigenart entwickeln, Bleibt aber hierbei nicht stehen, sondern tut den Schritt darüber noch inaus und wird der moderne Maler, dem die ganzen Gebiete des cbens offenstehen, der mit klaren Augen alles ansieht, und es um- gestaltend in seiner Sprache weiter gibt. So repräsentiert er in diesem Weg vom Geschichtsbild zum sozialen Lebensbild ein Stück Ent- Wickelung. In beiden war er Meister, wie er überhaupt in allen Techniken gleichermaßen ein arbeitsamer Schüler und zugleich ein Vollender war.— _ Ernst S n u r. lNachdruck verboten.) Im Gaftbaiis zum König Hrpad Von Georg Busse-Palma. (Schluß.) „Retten Sie sie,?an notsnosl Sic stirbt, meine Stascha stirbt I" ES war eine Verwandte der jungen Frau, aber in ihren weit- aufgerissenen Augen lag viel mehr als die gewöhnliche Angst und Teilnahme; es lag das Grauen darin, dasselbe Grauen, das ich auch in den hundert Männcraugen erblickte, die sich langsam mir zuwandten. Und dicS Grauen ging langsam aus mich über und füllte mein Innerstes, es sickerte in mein Herz wie schwarze, monotone Gewässer. Was sollte ich bei einer Sterbenden? WaS mußte das für ein entsetzliches Sterben sein, von dem das ganze Dorf in so düsteren Bann gezogen wird? Fragend blickte ich mich um, und da ballte sich das schweigsame Grauen zu Worten, zu Worten, die nur gemurmelt wurden, aber gemurmelt von hundert Lippen: „Sie betet ihr das Leben ab)?gn notsnosl Das Leben I" Wie seltsam das klang! Die strengen Bauernlippen waren bleich dabei und zitterten. Ein Schauer durchrann mich. Der finstere Glaube ringsum wirkte mit hypnotischer Kraft. Ich wollte lachen und ihnen Mut machen. daß es so etwas ja gar nicht gäbe, aber ich verzerrte nur das Ge- ficht und brachte keinen Laut hervor. Aus dem Hause heraus röchelte eine Stimme, im tiefsten Gurgelton der Verzweiflung, dumpf und dennoch gell: „Mutter, Mutter, erbarm Dich!" Dann wurden Stöße hörbar, dröhnende, gewaltige Stöße, als ob ein Körper gegen eine Tür rennt, die fest ist und nicht brechen will.—— Ich wußte, was das bedeutet, einem daS Leben abbetenl Alte Frauen hatte ich mit zuckenden Lippen mitunter davon reden hören. Stellt eine Schal« Oel mit brennendem Docht vor das Bild her heiligen Jungfrau, kniet davor nieder in brünstigem Gebet und betet um das Leben dessen, den ihr haßt! Könnt Ihr es aushalten, bie Jungfrau unaufhörlich um Erhörung anzurufen, so lange der Docht brennt, dann wird das Leben in Eure Hand gegeben und »erlöfcht mit dem Licht. So glaubt es das Volk seit grauer Vor- zeit, so glaubt eS auch die alte Bäuerin, die hinter versperrter Tür auf den Knien vor der Gottesmutter liegt und um das Leben der Stascha Pallovicz betet!-- Ich zwängte mich durch das Volk. Wo man konnte, macht« man mir Platz, und ich kam bis in den Türrahmen des Vorhausesi Dort ging eS nicht weiter. Aber ich sah über die Köpfe der vo« mir Stehenden. Die Tür linkerhand war halb geöffnet. In dem sichtbaren Bett lag die junge Frau, wachsbleich, mit vor Angst halb wahnsinnigen Augen. Neben dem Bett, auf den Dielen, der alte Pcteny, zusammengerollt wie ein frierender Hund und gegen den Boden Imnselnd. Jenseits des Vorraums aber war die Tür ver- sperrt. Dort kauerte Michael Petent), kniend, als ob man durch die Tür seine demütige Stellung hätte sehen können und flehte aschgrau und mit herzzerreißender Stimme für daS Leben seines jungen, unschuldigen Weibes, um Erbarmen für sein ungeborencs Kind! Im Innern wurde aber nichts anderes vernehmbar, als ein näselndes, monotones Singen, von dem nur der immer wieder- kehrende Refrain:„O Maria— er— höre— mich!" verständlich war. Dann sprang der arme Bursche wieder und wieder auf und warf sich mit der Kraft der Verzweiflung gegen die Tür. Doch die Tür war aus Eiche, und er flog wie ein Ball in die Menge zurück. Seine beiden Hände waren schon über und über blutig, und der kalte Angstschweiß hatte ihm dicke Strähnen Haar wie kleine Zöpfe in die Stirn geklebt. Vom Hofe her wurde über unsere Köpfe hinweg ein Beil hinein- gereicht. Der achtzigjährige Dorfrichter vor mir ergriff es und gab es weiter.� Michael Petcny stieß einen heiseren Laut aus, als er es in die Hände bekam. Tann donnerte der scharfe Stahl gegen das Eichenholz, gegen die Stelle, wo innen der Riegel saß. Dreimal, fünfmal, sechsmal. Das Beil flog zu Boden. Tie gewaltige Wucht seiner Riescnschultern drängte auss neue gegen die Tür, und dies- mal krachend und splitternd sprang sie auf... An> der Wand gegenüber der Schwelle hing ein großes, grell-- farbenes Muttergottesbild. Auf dem niederen Schrank darunter stand eine irdene Schale, in der flackernd und augenscheinlich dem Verlöschen nahe ein Oeldocht brannte: die alte Petcny kniete davor, die mageren, knochigen Hände brünstig gefaltet und die Augen starr auf das Heiligenbild gerichtet. „Maria, erhöre mich!" Ohne sich umzulvendcn, sang sie näselnd und monoton weiter. M.ichael Peteny war mit einem Sprunge an ihrer Seite und warf sich vor ihr nieder. „Mutter! so erbarm' Dich doch! Erbarm' Dich, hör' auf!" Die Alte schob den Unterkiefer noch weiter vor. Schneller und brünstiger nur näselte sie ihre Litanei. Da sah Michael Peteny sie mit einem Blick verzweifelter, dem Irrsinn naher Angst an. Dan» packte er sie mit den blutigen Händen an der Gurgel und schürte ihr die Kehle zu. In seinem farblosen Gesicht war keine Spur von Zorn, nur Angst, namenlose Angst. Die Alte konnte keinen Ton mehr von sich geben. Ihre grünen Augen rollten wütend hin und her. Die Hände hielt sie immer noch gefaltet. Eimnal lockerte er den eisernen Griff und im gleichen Moment brach das„Maria" von neuem halberstickt aus ihrer.stehle. Die Männer vor mir waren dicht an der Tür stehen geblieben. Ich wollte vorwärts und versuchte mir eine» Weg zu bahnen. Aber mit eincmmal wichen alle zurück. Wie ein Aehrenfeld, über das ein starker Wind streicht. Ich wurde mitgcdrängt und dann, als ich wieder aufblickte, sah ich, wie die Augen in dem fleischlosen, eckigen Kopf sich plötzlich verkrampften, umdrehten und weiß hervor- quellend sich seitwärts wandten. Ein Zucken lief durch ihren Körper und dann-- Michael Peteny hatte seine Mutter erwürgt. Die Hände noch an ihrer Gurgel, brach er bewußtlos über ihrer Leiche zusammen« ** Der Notar hielt erschöpft ein und trocknete sich mit einem seidenen Tuch die Stirn, auf der helle Schweißperlen standen. Auch seinen Zuhörern war die Ergriffenheit deutlich anzusehen. „Eine düstere Geschichte," sagte der Propst, den buschigen, dicken Kopf traurig hin und hcrschüttelnd.„Und was wurde weiter daraus?" „Was weiter daraus wurde? Als ich am anderen Tage nach Gtzarmatt zurückfuhr, fuhr aus der Straße vor mir ein leichter Bauernlvagen. In dem saß Michael Pcteny zwischen zwei Land- jägern. Ein Jahr Gefängnis bekam er." „Was?" fuhr der kleine Pittrich auf.„Wofür denn?" „Wegen Totschlag!" antwortete der Notar ruhig.„Der Spruch lvar noch mild. Notwehr konnte nicht angenommen werden, da das Gesetz einen Mordversuch mit unrealen Mitteln nicht anerkennt." „Und deswegen wurde die Stascha irrsinnig?" „Ja. Sie sprang aus dem Bett, als ihr Mann abgeholt wurde. Wie sollte sie das begreifen, daß die Gendarmen ihren Mann banden, weil er Weib und Kind verteidigt hatte? Sie lief hinter dem Wagen her— eine ganze Strecke, bis sie den unförmigen Leib nicht mehr schleppen konnte. Da brach sie im Staub zu- sammen, zehn Schritt vor meinen Pferden, und Michael Peteny sah sich gerade um! Sie kam ins Spital, ein totes Kind war die Folge all dieser Erschütterungen. Seitdem ist sie irr. Sie hat keine Ahnung, wie lange Zeit schon darüber vergangen ist. Sic weiß nur. daß man ihren Mann in das Komitatshaus geführt hat, und dort wartet sie nun auf ihn. Sie freut sich darauf, ihm das Bündek Lunipen zeigen zu können, das sie für ihr Kind hält." „Mag Gott den armen Burschen in seinen Schutz nehmen, murmelte der Propst mit feuchten Augen.„Ich versteh nicht recht, wie man ihn obendrein verurteilen konnte." „Ich auch nicht!" ereiferte sich Pittrich.„Was hat er denn getan? Nichts, als was wir alle in analogen Verhältnissen gleich- kalls getan hätten!" Koloman Szell zupfte sich an der Nase. „Na, na!" meinte er bedächtig. Der' Kaufmann sah ihn beinahe böse an. „Etwa nicht? Warten Sie' Sie haben Ihre Tochter sehr lieb, nicht wahr?" Koloman Szell nickte schweigend. „Gut. Nehmen wir an, Sie wissen, daß irgend ein Jndi- bidiuum das Mädchen wütend haßt. Sie gehen mit ihr spazieren, sagen wir im Wald. Da sehen Sie plötzlich, wie der gedachte Kerl hinter einem Baumstamm hervor auf Ihre Tochter mit gespanntem Revolver zielt. Was werden Sie tun? Ohne Frage doch Ihren Revolver ziehen, wenn Sie einen bei sich haben, und ohne eine Sekunde Zeitverlust auf den Bcdroher schießen. In einer Situation, wo es Ihrer Auffassungskraft nach nur darauf ankommt, wer schneller ist. Oder würden Sie warten, bis er geschossen hat, und bis Ihre Tochter getroffen ist?" „Wahrscheinlich nicht," gab der Bürgermeister zögernd zu. „Und wenn man Sie dafür einsperrt?" „Da sitzt der. Fehler!" lächelte der behäbige Herr.„Das eben wäre nicht möglich, denn ein Revolver ist ein sehr reales Mittel zum Mord." Pittrich blitzte ihn mit den hellen, grauen Augen spöttisch an. „So! das ist also ausgeschlossen, meinen Sic? Wenn nun aber ein vorsichtiger Waffenhändler dem Kerl Platzpatronen der- kauft hat, mit denen er unmöglich Schaden anrichten kann?" Doktor Habka lachte hell auf. „Prosit, Pittrich! Ihr Bild ist gut. Unser Bürgermeister hätte dann genau den gleichen Irrtum begangen, wie der arme Bauer, für dessen Anschauungskrcis das„Abbeten" ein genau so reales Mordmittcl ist, wie der Revolver für uns. Die subjektive Ueberzeugung bestimmt einen wie den anderen, und der objektive Tatbestand gibt beiden unrecht." Der Notar nickte ihm ernst zu. „So ist es. Michael Peteny wird cS nie begreifen, warum man ihn eingesperrt hat. Und wenn er seine Stascha wiedersieht, wird er nebst dem Glauben an die bürgerliche Gerechtigkeit auch den Glauben an die göttliche Gerechtigkeit verlieren. Das ist das Ge- fährliche dabei." „Das Gefährliche— möglich! Das Interessante liegt wo anders." „Und das wäre?" „Das ist die Frage, ob die Gesellschaft ihre Strafgcwalt in diesem Fall mißbraucht hat oder"—-- Er brach ab und wandte sich mit boshafter Freundlichkeit zu dem Geistlichen. „Was jetzt kommt, müssen Sie schon verzeihen. Hochwürden I Es geht gegen ein Fundament Ihrer Macht!" „Nur los!" sagte der alte Propst nachdenklich. „Oder," fuhr Habka fort,„ob sie auch berechtigt ist, die zurück- gebliebene Intelligenz zu strafen."-- Der Propst machte nun doch ein verdrießliches Gesicht. Ehe ihm aber eine gute Abfuhr einfiel, stand Koloman Szell gcräusch- voll auf und öffnete die in das Schankzimmer führende Tür. „Sei Miklos, bring Punsch!" Als der Wirt mit den dampfenden Gläsern eintrat, erklärte er kategorisch, daß er weiter keine Lust habe, sich auch außerhalb der Amtsstundcn geistig anzustrengen. „Ich werde dafür sorgen, daß die Verrückte irgendwo unter- gebracht wird. Daß harmlose Passanten im Dunkeln über ihre Beine stolpern, ist natürlich nicht statthaft." Doktor Habka reichte ihm mit gewinnender Liebenswürdigkeit die Hand. „Sie haben recht, Koloman! Sic wissen überhaupt immer, worauf es eigentlich ankommt!" Eine ausgedehnte Partie Klabrias, in der Pittrich fünfund- sechzig Kreuzer gewann, beendigte die Sitzung. Im Gasthaus zum König Jlrpad wurde über die Bodonhcr Tragödie nicht mehr ge- sprechen.— kleines fcuilUton. c. h. Eine Bilanz des ersten KricgsjahrcS mit eingehenden Tabellen über die Verluste der beiden Kriegführenden stellt die „Dailp Mail" auf. DaS Kriegsjahr hat mit seinen drei großen Schlachten und vielen kleineren Gefechten in der Mandschurei, mit der Belagerung und Eroberung von Port Arthur und der Zer- störung der russischen Flotte den Japanern eine fast ununterbrochene Folge von Siegen und Triumphen gebracht. Was aber hat es beiden Kriegführenden an Menschen, Material und Geld gekostet? Die Verlustliste zu Lande und zu Wasser ist schon jetzt sehr hoch und beträgt 24U