Nr. 281. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Dte Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel zetle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Hernsprecher: Hmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die ländliche Wohnungsfrage in England. London, den 27. November. Freitag, den 1. Dezember 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. keit und die zweithöchste Auswandererzahl hat. Mit Ausnahme von Dänemark, wo die beiden Zahlen forrespondieren, besteht nirgends ein proportionales Verhältnis zwischen den beiden Erscheinungen. Start bevölferte Länder haben eine verhältnismäßig geringe Auswanderungsziffer, in dünn bevölkerten Ländern schwillt die Auswanderung stark an. Es ist kaum begreiflich, daß Männer der Wissenschaft angesichts dieser Thatsachen den Abfluß von Volkselementen aus dem„ Kraftüberschuß" der betreffenden Länder zu erklären wagen. Herr Professor Adolph Wagner schreibt uns: Geehrte Redaktion! einzelnen Bächter zur Miete wohnen. Das heißt, sie wollen nicht die Aus dieser Tabelle geht hervor, daß Frankreich, das hinWohnungen direkt oder indirekt in den Arbeitskontrakt hineingezogen sichtlich der geringen Zahl der Auswanderer an erster Stelle wissen. Aus welchen Gründen, liegt auf der Hand, und keine Bors steht, in der Bevölkerungsdichtigkeit den zehnten Platz eineingenommenheit gegen Landlords und kapitalistische Bächter darf nimmt, während Norwegen die geringste Bevölkerungsdichtigzu Vorschlägen antreiben, die im Widerspruch mit dieser Empfindung Benn von Wohnungsnot die Rede ist, so denken die meisten stehen. Die Instanz, der hier die Pflicht der Abhilfe zufällt, ist die Leute nur an städtische Wohnverhältnisse. In den Städten, wo sich Gemeinschaft bezw. die sie vertretende örtliche Behörde: die Gedie Menschen häufen, zeigt sich die Wohnungsnot am auffälligsten, meinde- oder Diftrittsvertretung, je nachdem die örtliche Sanitätsweil ihre Folgen nicht nur die von ihr Betroffenen, sondern die ganze behörde. Natürlich sind dabei Verhältnisse unterstellt, wo diese Behörden Gemeinschaft oder mindestens die Bevölkerung ganzer Distrikte be- mit einem gehörigen Tropfen demokratischen Oels gesalbt sind und drohen. Daß es auch auf dem Lande Wohnungsnot, eine wirkliche nicht selbst wieder der bezw. die Gutsherrn im anderen Gewande Wohnungsfrage geben kann, kommt den wenigsten zum Bewußtsein. oder von diesen abhängig sind. Aber selbst in diesen beiden Fällen In Deutschland spricht man wohl genug von den erbärmlichen Wohn- ist die Regelung durch amtliche Instanzen vorzuziehen. Der Unterverhältnissen der Landarbeiter in Östelbien, aber man verbindet doch schied ist da doch nicht blos formell, er drückt ein Princip aus, das felten damit den Begriff einer Wohnungsnot. Wie soll es auf dem mit der Zeit den formalen in einen sehr substantiellen Unterschied Lande Wohnungsnot geben, wo es doch dort keine Baustellen- umwandeln kann und muß. spekulation, feine Grundrenten giebt, die sich mit den städtischen Renten messen können? Ju England haben schon heute die ländlichen Sanitätsbehörden Der Gedanke berührt um so fremdartiger, das Recht, da, wo sie es nötig erachten, sich vom Ministerium für als er in Widerspruch zu stehen scheint mit der Thatsache der die Lokalverwaltungen Vollmacht zum Bau von Arbeiterwohnungen beständigen Abwanderung vom Lande in die Stadt. Nirgends erteilen zu lassen und alsdann in Anwendung zu bringen. Aber es mm ist dieser Abwanderungsprozeß so weit vorgeschritten wie ist das das ein fakultatives Statut und an in England. In den vierzig Jahren von 1851 bis 1891 Bedingungen bureaukratischer Natur geknüpft. soviel lästige daß cs ist die Zahl der Landarbeiter in England und Wales von 1 253 000 in ganz vereinzelten Fällen zur Anwendung gelangt ist. Die Entnur auf 780 000 gefallen. Daß es angesichts dieses Abflusses auch in hüllungen der„ Daily News" haben in weiten Kreisen der Erkenntnis England auf dem Lande Wohnungsnot geben solle, erscheint auf den Bahn gebrochen, daß hier drastischere Vorschriften geboten sind. Aus ersten Blick als paradox. Und doch ist dem so. dem fakultativen Recht muß für bestimmte Verhältnisse eine verpflichtende Vorschrift werden. Die Canitätsbehörde muß verpflichtet werden, dafür zu sorgen, daß in jedem ländlichen Distrikt eine gewisse Anzahl geeigneter Wohnungen erstellt werden, sei es von ihr selbst oder vom Kirchspiel, beziv. der Distriktsvertretung, die selbst wieder mit entsprechenden Vollmachten auszustellen sind. Befriedigendes wird auf diesem Gebiete nur in dem Maße geleistet werden als die Bevölkerung durch die Demokratie für die Demokratie erzogen sein wird. Aber wenn schon in den Städten sich die Privatunternehmung und fakultative Statuten meist als ungenügend erwiesen haben, der Wohnungsnot ausreichend zu begegnen, so noch viel mehr auf dem Lande, wo es sich in vielen Distrikten noch darum handelt, der Bevölkerung das Bedürfnis für ordentliche Wohnverhältnisse anzuerziehen. Es ist das Verdienst der„ Daily News", die Thatsache dem großen Publikum zum Bewußtsein gebracht zu haben. Nachdem das genannte Blatt in einer Reihe packender Artikel die Londoner Wohmungsnot mit dem Erfolg beleuchtet hatte, daß die Bewegung zur Abhilfe in etwas lebhafteren Fluß geraten ist, hat es ſeit einiger Zeit auch über die ländliche Wohnungsnot teils Berichte von eignen Berichterstattern, teils solche von Einsendern veröffentlicht, an die sich eine lebhafte Korrespondenz über die Abhilfsmittel schloß. Die ganze Diskussion erfolgte unter dem an Frig Neuters ergreifende Erzählung„ Kein Hüsung" erinnernden Sammeltitel„ no room to live", und der Fälle, wo Landarbeiter keine Behausung, keinen „ Raum zum Leben" finden konnten, wurden nicht wenige ans Licht gezogen. Dem mit der einschlägigen Litteratur Bertrauten sagten diese Berichte freilich nichts Neues. In den Berichten über die amtlichen Agrar- Erhebungen finden sich viele ähnliche Angaben. Aber wer liest die amtlichen Protokolle? Was in diesen Aften steht, ist deshalb noch nicht Eigentum des Publikums. Es ist totes Material, das darauf wartet, von der geeigneten Seite zur passenden Zeit für den richtigen Zweck gehoben zu werden. Politische Uebersicht. Berlin, den 30. November. Der Reichstag Ich weiß nicht, ob ich bei einer socialdemokratischen Zeitung gegenüber einem von ihr angegriffenen Gegner auf dasjenige Maß der„ bürgerlichen" Presse in solchen Fällen zeigt. Doch will ich den von Loyalität rechnen kann, welches wenigstens der anständige Teil Versuch machen, dies zu konstatieren, und bitte Sie deshalb, diese Beilen in der nächsten Nummer Ihrer Zeitung abzudrucken: Widerspruch zwischen früheren Aeußerungen von mir über deutsche Ju dem Leitartikel Ihrer Nummer vom Dienstag suchen Sie einen Sapitalanlagen im Auslande u. dgl.m. und meinem jetzigen scharfen Eintrefen für die Verstärkung der Flotte zu konstruieren und beurteilen dem nach meine Stellungnahme in letzterer Sache in einer mich und sogar meinen ganzen Berufsstand herabjezenden Weise. " gleiche Ansicht über die Flotte vor 2 Jahren öffentlich Sie verhehlen dabei Ihren Lesern, daß ich genau die vertrat, worauf ich in dem von Ihnen citierten Artikel in der Woche" ausdrücklich hinweise. Ich habe also doch jedenfalls diese Meinung nicht erst jest Beweggründen und gegen meine Ueberzeugung wie Sie andeuten aus äußeren angenommen und vertreten. Ich habe sie ebensowenig als in Widerspruch stehend angesehen mit meinen auch seit Jahren genau so vertretenen mehr oder weniger skeptischen Ansichten über den Segen einer immer mehr industriestaatlichen Entwicklung Deutschlands und über die Möglichkeit einer gesicherten Fortdauer dieser Entwicklung. Wie in meinen größeren wissenschaftlichen Werken, wie in populären Aufsätzen habe ich auch jetzt genauso wie immer die Notwendigkeit und finanzielle Wiöglichkeit eines starken Wehrhatte heute noch nicht die Schlacht um unsere Koalitionsrechts- wesens zu Lande und zu Wasser betont und gleichwohl gleichzeitig " Ich erinnere mich nicht," heißt es im Schlußberichte der 1892 er Anträge, von der vielfach geglaubt wird, sie wird eine Fort- damit meine steptische Stellung in der Frage der Juduſtrieſtaatstöniglichen Untersuchungskommission über die Verhältnisse der Landarbeiter, in irgend einem Distrikt ein gutes Arbeiterhäuschen sehung der Schlacht um die Zuchthausvorlage sein. Die Entwicklung und der Weltwirtschafts- Verhältnisse für vereinbar geunbewohnt gesehen zu haben, während in verschiedenen Dörfern gestrige Meldung, daß die Debatten über die Gewerbe- halten. erklärt wurde, daß, wenn ein junges Paar heirate, es genötigt Ordnungs- Novelle nun zu Ende seien, war nicht ganz richtig. finden Sie in meinen schriftlichen und mündlichen Aeußerungen Ob das richtig, darüber läßt sich ja streiten. Aber nirgends fei, so lange bei den Eltern zu wohnen, bis der Zufall Einige Paragraphen, die noch vor unserem Antrag zu er- Anhaltspunkte, um mir einen charakterlosen Gesinnung 8eine Wohnung frei macht"( p. 12). Im ganzen Kreis", heißt es ledigen waren, veranlaßten eine längere Diskussion über den wechsel in diesen Fragen zu imputieren, wie Sie es thun. im gleichen Bericht vom Streis Cirencester( Gloucestershire), herrscht Achfuhr- Ladenschluß und den Normalarbeitstag für Handlungs- In dem Artikel in der Woche" habe ich mich sogar dem Sinne Mangel an Arbeiterhäusern". Dieselbe Klage wird festgestellt von gehilfen. Der Ausgang des Redekampfs, der unsererseits von nach in der Industriestaats- und Volkswirtschaftsfrage auch jest den Kommissionen für Orfordshire, Buckinghamshire, Berkshire, Bebel, Pfannkuch und Rosenow geführt wurde, war die genau wie früher geäußert. Das verschweigen Sic. Cornwallis, Monmouthshire und von verschiedenen Grafschaften in Ablehnung unserer Anträge und die im wesentlichen unveränderte Wales. Die Wohnungsfrage wird von den Landarbeitern, und mit Damit bestreite ich Ihnen das Recht, mich in der Weise, wie Sie Recht, als die brennende Frage des Distrikts betrachtet", schreibt der Annahme der Kommissionsbeschlüsse. Ais komisches Zwischen- es gethan, zu verumglimpfen. Ich handle in dem Eintreten für die Flotte Kommissar für Monmouthshire. Und vom Distrikt Beyllheli in spiel mag erwähnt werden, daß Herr Raabe, der Antisemit, in völliger Uebereinstimmung mit allem, was ich in Carnarvonshire heißt es:„ Die Verteilung der Arbeitshäuser im Distrit angestachelt durch unsere Kritik des thatenlosen und stummen Bezug auf staatliche Machtmittel stets verlangt habe. Das können ist sehr ungleich. Während die Tagelöhner dort Arbeit suchen, wo sie die Verhaltens der antisemitischen Mundhelden, den Reichstag mit Ihrer„ Genossen", bezeuger. mir u. a. auch Tausende von Zuhörern, sicher darunter auch manche besten Löhne bekommen, müssen sie ihre Familien dort lassen, wo sie ein einer zweiten Rede behufs Erlangung eines EhrenHäuschen finden können. So arbeiten viele Leute auf Gütern, die diploms der( Messer- und Löffel-) Barbier- Junung und mir thun, in der Ihnen gegnerischen Presse, so beschweren Sie sich Wird einem Ihrer Genossen" so mitgespielt, wie Sie es bei 15 bis 16 Weilen( 24 bis 26 Stilometer) vom Wohnort ihrer Familie sonstiger Innungen regalierte. entfernt liegen." und neunen es illoyal. Wie bezeichnen Sie dies Vorgehen gegen Aber es handelt sich nicht nur um absoluten Wohnungsmangel. Im übrigen ist nur zu bemerken, daß alle Parteien ein mich und meine akademischen Kollegen? Sagen Sie etwa:" Ja, Biel allgemeiner noch sind die Klagen über die Beschaffenheit der förmliches Kirchturm- Wettrennen nach der Gunst der Handlungs- Bürger", das ist ganz etwas anderes"? Und gilt auch für Sie vorhandenen Wohnungen. Noch giebt es viele Arbeiterhäuser auf gehilfen abritten, daß aber mit Ausnahme der socialdemo- das Wort:" Der Zweck heiligt die Mittel"? dem Lande, die auch den allergeringsten Ansprüchen an Bequemlich fratischen, teine Partei etwas Ernsthaftes für sie hat thun Hochachtungsvoll feit und Hygiene nicht entfernt genügen. Prof. A d. Wagner. Und nur eine Minderheit wollen. Die alte Geschichte! ist aus die " Morgen 1 Uhr Fortsetzung. Unsere Koalitionsanträge. Auswanderung, und Uebervölkerung. zu Gesicht bekam. zu lassen. " # von Häusern kommt einigermaßen den in dieser Hinsicht mit der Zeit ja auch etwas gestiegenen Ansprüchen der LandWollten wir nach Art des Herrn Professor Wagner verfahren, arbeiter wirklich nach. Es sind dies zumeist die Arbeiter so würden wir als„ illoyal" bezeichnen müssen, daß er in seinen Häuser auf den Gütern der großen Landlords oder in solchen Dörfern, deren Grund und Boden derartigen Landlords gehört Eingangszeilen ein beleidigendes Mißtrauen gegen unser journa Unsere Wassergelehrten suchen zur höheren Ehre der listisches Anstands- und Pflichtempfinden ausspricht, ohne dazu ( geschlossene Dörfer"). Hier ist die Berbesserung der Arbeiter- Weltmachtflotte mit Vorliebe gerade die verschimmeltsten den mindesten Anlaß zu haben. Wir nehmen zu Gunsten wohnungen eine weitſichtige Anlage zur Erhöhung des Werts der Argumente heraus. So beruft man sich, als ob es keine der moralischen, allerdings nicht auch der wissenschaftlichen Qualifikation Befizung, manchmal auch eine Art Ehrenpunkt, Philanthropie oder Sport. Wo aber die Vermögensverhältnisse der Besitzer dergleichen Wissenschaft der Volkswirtschaft gäbe, auf die malthufianistischen des Herrn Professor an, daß er, der so viel über die Socialdemokratie Zugeständnisse an den Geist der Zeit nicht erlauben und der reine Wahnlehren und betrachtet die Auswanderung als ein Symptom geredet und geschrieben hat, die Zeitungen unserer Partei noch nie und unmittelbare Rentabilitätsmaßstab entscheidet, ist es um die der sogenannten Uebervölkerung, die es nie und nirgends Gleicherweise unberechtigt ist die Klage des Herrn Wagner, daß Landarbeiterwohnung meist jammervoll bestellt. Die Krisis, welche gegeben hat. wir ihm„ charakterlosen Gesinnungswechsel in diesen Fragen" die englische Landwirtschaft durchgemacht hat und ihr gegenüber Gerade diese Berufung auf die Auswanderung schlägt aus äußeren Beweggründen und gegen seine Ueberzeugung" zu und war die deutsche deutsche Agrarfrije Kinderspiel- hat aber die Gespensterscher der Ueberbölferung aufs Haupt. Ein gemutet hätten. Das haben wir nicht beabsichtigt, das ist in unserem bekannten Gründen( Induſtriebedarf, Auswanderung 2c.) Blick in die Statistik lehrt, daß die Auswanderung so wenig Artikel nicht gesagt, noch angedeutet. Wir haben nicht den Charakter Löhne der Landarbeiter unberührt gelaſſen, ſo daß ein Zeichen einer überzahlreichen und deshalb überzähligen Wagners treffen wollen, sondern die Fähigkeit, ſeine Wiſſenſchaft von diese zur gleichen Zeit einen mäßigen Aufschwung nehmen konnten, Bevölkerung ist, daß sie vielmehr auf die gegenteilige Er- den Strömungen des Tages und den Lannen der Großen treiben aber für die Wohnverhältnisse der Landarbeiter war sie so ver hängnisvoll wie nur möglich. Wo Bodenzersplitterung und offene scheinung hinweist. Wir stellen nachstehend die AuswanderungsNun nimmt Herr Wagner in Anspruch, daß er vor Jahren Dörfer überwiegen oder die Großgrundbesizer faktisch bankrott sind, ziffern mit den Zahlen der Bevölkerungsdichtigkeit zusammen. bereits ebenso über Exportindustrie und Flottenvermehrung da herrscht quantitativ und qualitativ bittere Wohnungsnot. Die Im Durchschnitt von zehn Jahren wanderten von 100 000 gedacht habe wie jetzt. alten Wohnungen werden von Jahr zu Jahr baufälliger, und neue Einwohnern aus: werden nur in ungenügender Zahl hinzugebaut. Die Mieten, welche die Laudarbeiter zu zahlen gewohnt und im stande sind, würden bei den Vorschriften der Sanitätsbehörden für den Bau von Arbeiterwohnungen und den gegenwärtigen Baukosten feine drei Prozent Rente abwerfen, und das hält die Bauunternehmer ab, in ländlichen Distrikten oder in Dörfern auf Epekulation Wohnhäuser zu errichten. Wenn es aber der Spekulant nicht thut, wer soll es dann thin? Der Bauer, bezw. der Grundeigenthümer? Hier und da geschieht es, aber man ist in England heute davon abgekommen, hier die Lösung des Problems suchen zu wollen und etwa dem Grundbesitzer oder dem landwirtschaftlichen Unternehmer die Ausstattung der Arbeiter mit geeigneten Wohnungen gesetzlich zur Pflicht machen zu wollen. Die Landarbeiter ziehen, wo offene Dörfer sind, das Wohnen in dortigen Mietswohnungen dem Wohnen auf dem Gute vor, und wo geichlossene Dörfer und wollen fie wenigstens beim Eigentümer des ganzen Komplexes, aber nicht beim Bevölkerungsdichtigkeit ( auf 1 qkm) 72,3( 10) Auswanderer Frankreich Oestreich- Ungarn Schweiz Italien 29( 1) 68( 2) 58,3 251 ( 3) 71,0 ( 7) ( 9) 260( 4) 96,0( 12) Deutsches Reich 263 86,7( 11) Dänemark 352 439 479 ( 9) 525( 10) 50,0( 6) 33,0( 3) 49,0( 5) 121,6( 13) 171,1( 14) 691( 11) Schottland 759( 12) Norwegen 975( 13) Irland 2418( 14) 10,3( 2) 47,3( 4) 5,7( 1) 61,4( 8) Spanien. Portugal Niederlande England. Schweden 443 Dieser Anspruch nimmt uns allerdings wunder. Uns war es niemals eingefallen, den Professor Wagner von einst als Bekämpfer der militaristischen Unkultur und des marinistischen Wahnes zu schätzen, aber neu ist uns, daß Herr Wagner schon vor der Hamburger Kaiserrede und vor dem Zustande tommen des jeßigen Flottengesetes die durch dieses Gefes festgelegte Striegsschiffsmehrung als völlig ungenügend angesehen und daß er sich ferner zu jener allermodernsten Weltpolitik des„ Einschens an allen Punkten" bekannt hätte, durch die erst der jezige Flottenspektakel eine Bea wenn auch noch so thörichte gründung findet. Bekanntlich sind die Marinevermehrungen im Gesetz von 1898 gefordert und bewilligt worden, weil der Schutz der deutschen Nii ste ut und Meere fie erfordern sollte; jetzt dagegen handelt es sich um eine Berdoppelung der Panzerflotte, damit Deutschland auch in fernen Meeren weltpolitische" Seeschlachten schlagen fönne. " Wenn Herr Professor Wagner jedoch erklärt, er sei vor Jahren den Hering, der Hunderttausenden Armer das Fleisch ersetzen muß.| Gymnasium fein Bedürfnis für die polnische Bevölkerung Schlesiens ebenso flottenbegeistert gewesen wie jegt, so müssen wir seiner Ver- zu verteuern. Es wird mit einer Erhöhung des Zolles von 3 auf sei. Die Verstaatlichung würde nur zur Verschärfung der nationalen ficherung ohne weiteres Glauben schenken. Der Vorwurf bedenklicher 6 M. per Tonne gerechnet, was eine Verteuerung um 3/8 Pf. pro Gegensäge in Schlesien beitragen können. Der Redner schließt mit dem Entwicklungsschnelligkeit wird damit hinfällig und Herr Professor Stück bedenten würde. Wunsche, die Regierung möge das Gymnasium weder übernehmen noch) Wagner hat nicht nach einander, sondern nach eigenem Zu- Das sind freudige Aussichten für die arbeitende Bevölkerung: unterstützen. Ceeez( Bole) erklärt, seine Partei erhebe mit Entrüstung geständnis zur felben Zeit unversöhnliche Widersprüche als Er- Millionen für neue Panzerschiffe und als Ergänzung dazu die Einspruch gegen das Anerbieten, die poluischen Kinder in deutsche gebnisse seiner Wissenschaft vorgetragen, er hat das Wunder vollbracht, voraussichtliche Verteuerung des Brotes bei den Handelsverträgen Schulen zu schicken. In der Gegnerschaft der Deutschen gegen ein polnisches zugleich am Segen der Exportindustrie zu zweifeln und zugleich das und auch noch Verteuerung des Herings um 1 Bf. pro Stüd. Gymnasium zeige sich deren Sucht nach der Vorherrschaft. Redner Evangelium der politischen Seegewalt und Flottenvermehrung zu Und da bezweifle man noch die Arbeiterfreundlichkeit der Re- verlangt, daß allen Bildungsbedürfnissen mit gleichem Maße begegnet gierung! werde, um eine desto größere Anhänglichkeit an den Staat zu schaffen. Herr Profeffor Wagner flagt, daß wir ihm mitgespielt" hätten. ( Beifall rechts.) Kierz( Czeche) erklärt, die Jungezechen seien für die Doch unser Spiel war liebevoll gegen das, das er grausam mit sich Die Beschränkung der Berliner Selbstverwaltung scheint Dringlichkeit. Es würden Schulen aller deutschen Minoritäten vom felbst treibt. auch auf den Frrbahnen des Zickzackkurses zu wandeln. Die Staate unterstützt, ohne daß gegenüber irgend einer nicht deutschen Kölnische Volkszeitung" läßt sich wenigstens gegenüber der erneuten Nation gleiches Entgegenkommen geübt werde. Die slavische Nation Verkündigung ministerieller Harmlosigkeit in der Berl. Korr." aus würde ihr gerechtes Verlangen durchsetzen, auch ohne, ja gegen die Berlin schreiben, daß gegenwärtig mehr der Gedanke in den Deutschen.( Beifall bei den Czechen.) verkünden. Deutsches Reich. Möge man sich immer damit begnügen, die reaktionäre Gesetzgebungswut in der„ Norddeutschen" auszutoben. Da richtet sie tein Unheil an. Die nichtverbrauchten Patronen des Grafen Posadowsky, Vordergrund trete, eine vermehrte Staatsaufsicht über Berlin Sofolowski bezeichnet es als die Pflicht der Polen, ihre Brüder die infolge der schnellen Verscharrung der Buchthausvorlage nicht zur in die Wege zu leiten, da die jetzige Kommunalverwaltung in Schlesien bei dem Kampfe um ihr gutes Recht zu unterstüßen und Verwendung gelangen konnten, werden jetzt in der Nordin mehrfacher Hinsicht sich nicht bewähre. Dazu hätten erörtert an der Hand statistischer Daten die Schulverhältnisse in deutschen Allgemeinen Beitung" feierlich losgeknallt. auch Kircheubauten Streitigkeiten, sowie die Diffe- Schlesien, wo das polnische Element beständig anwachse. Türk weist die Das Blatt beginnt nämlich mit einer Artikelferie über den Schutz renzen wegen des Friedhofes der Märzgefallenen sehr verstimmt, Behauptung Sokolowskis bezüglich der germanisatorischen Tendenz der der Arbeitswilligen in der Gesetzgebung des Auslandes. so daß vielfach die Meinung herrsche, so gehe es nicht weiter. deutschen Schulen Oberschlesiens zurück und bezeichnet das Schulwesen Ohne Zweifel trage man fich an maßgebender Stelle mit dem Galiziens als mangelhaft. Die Polen sollten dankbar sein, daß trage Wunsche, hierin Wandlung zu schaffen. Nur darüber, was geschehen ihnen der Weg zur deutschen Kultur eröffnet werde. Szponder solle, sei man noch nicht schlüssig geworden. ersucht das Haus, dem Antrage Dringlichkeit zuzuerkennen, man Will man etwa Herrn Mirbach zum offiziellen Stadthofmeister werde damit einen Schritt zur Annäherung der Nationen thun. Die Sociale Praxis" schließt sich der Heerschar falscher machen? I 9. Freunde des Koalitionsrechts an. Herr Dr. France leitartikelt in I mod pntios? Menger widerspricht der Behauptung, daß die Deutschen in Schlesient eine fleine Minderheit bilden, und erklärt, das schlesische der Socialen Pragis" über die Ablehnung des Zuchthausgesetzes Arbeiter unter Polizei- Aufsicht. Ueber die An- und Ab- Schulwesen sei durch die protestantische Schule groß geworden, und die focialdemokratischen Anträge. Er schreibt auf Seite 1: meldung polnischer Arbeiter aus dem Auslande hat der Re- das Resultat der gegen die Deutschen gerichteten Politik ſei „ Aber darüber darf man sich in der Regierung nicht täuschen. gierungs- Präsident von Potsdam soeben äußerst strenge ein Bersegungsprozeß auf allen Seiten Oestreichs, dem Einhalt geAlle diese Einzelreformen( Gewerbenovelle 2c.), so wichtig und Bestimmungen getroffen. Wer in einem landwirtschaftlichen Betriebe than werden müsse. Redner schließt: Die Deutschen werden jede nötig sie an sich sind, können nicht über den Kardinalpunkt hinweg- oder deren Nebenbetrieben ausländisch- polnische Arbeiter beschäftigen Regierung unterstützen, die Recht und Gesetz festhält.( Beifall links.) helfen: So lange die Forderungen des Reichstages auf will, bedarf nach der Verfügung dazu der Genehmigung des Land- Daszynski warut davor, die Schule als Kampfmittel zu benutzen; dem Gebiete des Koalitionsrechtes nicht erfüllt werden, rats, in Stadtkreisen der Orts- Polizeibehörde. Die Arbeitgeber die Schulzustände Schlesiens ließen viel zu wünschen übrig. Slama muß ein unheilvoller Rest des Mißtrauens bleiben. Nach wie vor sind verpflichtet, die zur Beschäftigung zugelassenen Arbeiter erklärt, es sei unrichtig, daß die Czechen Hauptgeguer der Polen in bleibt die Hauptaufgabe, den Arbeitern das Bewußtsein beizu- innerhalb drei Tagen nach ihrer Ankunft bringen, daß fie ein gleichberechtigter Stand sind." schriftlichen Verzeichnisses miter Beifügung der Zegitimations- Schlesien seien. Hierauf wird ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen. Nächste Sigung morgen. papiere anzumelden. Falls die Arbeiter die Arbeitsstätte " Auf Seite 2 schreibt Herr Dr. France: Wir halten diese( socialdemokratischen) Vorschläge für einen heimlich und ordnungswidrig verlassen, ist dies Wien, 30. November. Nach übereinstimmenden Blättermeldungen schweren sachlichen und taktischen Verstoß der social- innerhalb drei Tagen anzuzeigen. Werden die Arbeiter ent- verlautet, daß behufs Beilegung der deutsch- czechischen Streitig demokratischen Partei gegen die Arbeiterlassen, so ist dies drei Tage vorher der Polizei anzuzeigen. Die feiten Konferenzen unter Borjizz Jaworskis stattfinden werden, intereffen, gegen den die Freunde der Social- Verpflichtung der An- und Abmeldung bei anderer Stelle als bei an welcher je 8 Mitglieder der Deutschen und Czechen teilnehmen. reform eben so entschieden Front machen müssen, wie der Ortspolizeibehörde wird durch die neue Verfügung nicht berührt. Sowohl die Klubobmänner der Linken als auch das Erekutivkomitee gegen das Zuchthausgeseh. Es heißt jeden Boden historischer Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 60 M. bedroht. der Rechten werden die Vorfragen über die Verständigungskonferenzen Entwicklung verlassen, wenn man die Koalitionsfreiheit, die jetzt Diese billigen Arbeitskräfte werden also wie unter Polizei- vorher erörtern. noch nicht einmal für die gewerblichen Lohnarbeiter verwirklicht aufficht gestellt. Die Ausweisung schwebt als wirksamstes Zwangsist, mit einem Schlage, plöglich und über Nacht, einerseits auf mittel stets über diesen ruchlosen Proletariern. gänzlich ungeeignet sind. Neubau eines Schulhauses, sondern auch Italien. Asien. Palizzoli, als Rußland in Afghanistan.„ Daily Chronicle" erfährt, die russische Regierung habe sich entschloffen, eine ständige diplomatische Agentur in Kabul im kommenden Frühjahr zu errichten. Den Engländern wird diese Nachricht wenig behagen. Amerika. Ueber den Sensationsprozeß Notarbartolo schreibt man Eriverbsklassen ausdehnen will, die in ihrem Fühlen und Denken Sumaner Strafvollzug. Pfarrer Moosauer, der jüngst land spielt sich seit 16 Tagen ein Prozeß ab, der in ganz Stalien, uns aus Rom, den 26. November: Vor dem Assisen- Hof in Maierst einer Erziehung für den Gebrauch dieses Rechtes, wie die gewerblichen Arbeiter ihn gelernt haben, bedürfen, und anderer- bom Schwurgericht für Niederbayern wegen langjähriger, die ganze und wohl auch über die Grenzen unseres Landes das größte Aufjcits es auf Gebiete des öffentlichen Dienstes erstrecken möchte, Gemeinde moralisch vergiftender Unfittlichkeiten zu 8 jähriger fehen erregt. Der Sachverhalt ist kurz: Im Jahre 1892 wurde der Didie ihrem Wesen nach für die Ausübung der Koalitionsfreiheit uchthaus ſtrafe verurteilt wurde, ist im Zuchthaus in der Au rektor der fizilianischen Bank, gerade als er von neuem zu diesem Bosten er( München) untergebracht. Ueber seine Behandlung schreibt die wählt worden war, Ritter Notarbartolo bei Palermo ermordet Also muß der Berlepsche Socialreformer heldenhaft nach zwei diesem Grunde außergewöhnliche Begünstigung. Pfarrer Moosauer That fanden sich nicht. Alle Versuche der Behörden, Licht in die Münchner Post":" Der Mann ist leidend und genießt wohl aus in einem Eisenbahnwagen erster Klasse aufgefunden. Zeugen der Fronten" streiten. Er streitet heute für das Koalitionsrecht und befindet sich in Einzelhaft und es ist ihm Selbstbeschäftigung( Lesen, Sache zu bringen, wurden durch eine geheimnisvolle und mächtige morgen gegen das Koalitionsrecht. Er mißtraut der Regierung, weil sie gegen das Koalitionsrecht vorgeht, er mißtraut der Social- Schreiben 2c.) eingeräumt, auch wurde das Aufsichtspersonallangewiesen, Hand vereitelt. Die öffentliche Meinung wies sofort auf den demokratie, weil sie für das Koalitionsrecht ein klares und kraft- ihn mit Sie anzusprechen." Abgeordneten bon Palermo, Namens Wenn also nun ein Schriftsteller im Gefängnis rücksichtsvoll den volles Wort spricht. Zwischen Arbeiterbedrückung und ArbeiterAnstifter des Verbrechens. Endlich aber fam man befreiung, zwischen Unrecht und Recht pendelt das Socialreform- behandelt sein will, so weiß er, was er zu thun hat: er muß„ neben nach Jahren dazu, gegen zwei Eisenbahnbeamte die Anklage männlein ewig hin und wieder, schlägt hierhin aus und dorthin aus amtlich" ein paar Unzuchtsverbrechen begehen. zu erheben. Jetzt finden die Prozeßverhandlungen statt, und wir und bringt niemals irgend etwas fertig. Adel verpflichtet. Die schlesischen hochadligen Großgrundbefizer haben es aus dem Munde hoher Beamten gehört, daß die öffentliche Der Vorkämpfer deutscher Eccherrlichkeit, Victor Schweinehren sich oft mit aller Entschiedenheit gegen ihre gesetzliche Pflicht, Meinung ganz recht hatte. Der Deputierte Balizzoli hatte, im EinDorfgemeinden zu den Schullaſten beſtimmte petuniäre Bei- verständnis mit einigen Bankräten, Gelder der fizilianischen Bank burg, erklärte gegenüber den ihm gewidmeten Angriffen der rassen- hilfen zu leisten. In diesen Tagen beschäftigte sich wieder der zu Börsenspekulationen benutzt, und er hatte Grund zu befürchten, reinen Flottentrompeter, er sei nicht in der Lage, seine Zurückhaltung Bezirksausschuß in Liegnitz mit einer derartigen Klage. aufzugeben, ehe nicht der Vorstand des von ihm geschäftlich geleiteten Gemeinde Seifershau mußte ein neues Schulhaus bauen, da das und ihm steuern würde. Die daß Notarbartolo hinter dieses verbrecherische Treiben gekommen fei Der Direktor war im Weg und er deutschen Flottenvereins tage; das werde am 16. Dezember ge- alte räumlich ganz unzureichend geworden war. Der geheimnisschehen. Die fönigliche mußte aus dem Wege geschafft werden. volle und Regierung zu Liegnig gab nun dem Gutsherrn von Seifershau, mächtige Beschützer des Deputierten Balizzoli Gedulden wir uns also und bewundern es, daß selbst Herr dem Reichsgrafen v. Schaffgotsch auf, die Materialien in Werte war der mächtige Geheimbund Maffia, dem alle großen Schweinburg, der als der aufdringlichste Anreißer abwechselnd für von 2593 Mart zu liefern. Der edle, schwerreiche Graf und kleinen Spizbuben Süditaliens und Siziliens angehören, und Krupp Marineaufträge und für die Arbeiter das Zuchthaus zu erhob gegen diese Verfügung Klage zunächst beim Streis zu deren Mitgliedern auch Crispi notorisch in nahen Beziehungen erobern sucht, es einmal über sich gewinnt, Zurückhaltung zu ansschuß und erklärte, daß es sich hier nicht nur 11111 den steht. Der Deputierte Balizzoli ist ein Freund Crispis, und die zeigen. den eines jüngsten Festlichkeiten in Sizilien zu Ehren des italienischen Aus dem Reich der Frommen. In Hannover tagt gegen- Rüsterhauses handle und dieses sei ein firchliches Gebäude, für das Bismarck" sind von einem der Gönner und Spießgesellen Aus dem Reich der Frommen. In Hannover tagt gegen die Kirchengemeinde allein aufzukommen habe. Der Kreisausschnalizzolis, dem Grafen della Verdura in Scene gewärtig eine Landessynode, auf der sehr beweglich über die stellte dagegen fest, daß es sich lediglich um den Bau eines Schul- legt worden. Daß eine Regierung, wie die unserige, nicht im stande Korruption unter den Amtsbrüdern geklagt wird." So wies, unserem Hannoverschen Partei- Organ zufolge, Pastor Bittner hanses handle, und wies die Klage des Herrn Reichsgrafen ab. Auf ist, der Maffia erfolgreich entgegenzutreten, das versteht sich von auf die häufige Anwendung des Disciplinargeseges erhobene Berufung hat auch der Liegnißer Bezirksausschuß in gleicher selbst. Warten wir nur den Verlauf des Prozesses in Mailand ab. in den letzten fünf Jahren hin. Es trat bei Erörterung der An- eise entschieden und der arme, kulturfreundliche Reichsgraf, dessen gelegenheit zu Tage, daß gegen 42 Geistliche in 45 Fällen im ganz ungerechtfertigter Einspruch den notwendigen Neubau der Schule Disciplinarwege vorgegangen wurde. Von diesen Fällen haben den um ein volles Jahr verzögerte, wird nun auch noch die Kosten beider Mitteilungen des Landeskonsistoriums nach Instanzen dazuzahlen müssen. mur drei gu feiner Verurteilung geführt, da in dem einen Falle der Aus Oberschlesien. Seit einiger Zeit beschäftigt sich das Angeschuldigte für geistestrant erklärt, durch gerichtliches Verfahren Berliner Tageblatt" in fast auffälliger Weise mit dem o ber entmündigt und dann emeritiert wurde( er war wegen Unrechtig schlesischen Industriebezirk. In der vorlegten Sonntagsteiten in der Vermögensverwaltung angeklagt), und in zwei Fällen nummer dieses Blattes hatte irgend ein Mossescher Zintentuli in Aus New York wird der„ Morning Post" gemeldet: Der ( wegen Simonie und wegen politischen Vergehens) das Verfahren einem Auffage über„ Das schwarze Schlesien" die abenteuerlichsten Schatjekretär habe eine Bill betreffend die Begründung eingestellt wurde, weil kein genügender Anhalt für eine Klage sich unwahrheiten über Oberschlesien behauptet, von Durchschnittslöhnen eines Währungssystemis für die Vereinigten Staaten auf der Goldergeben hatte. Weiter sind zwei Geistliche von Schwurgericht zu von fünf Mart pro Tag"(!), Zuchthausstrafe verurteilt, der eine wegen Meineids, Wohnungen, von dem gefunden" Ort Lipine von schmucken und sauberen basis entworfen; das Geschäft habe dadurch unverkennbar einen beder andere wegen unzüchtiger handlungen und ver- tum!). ( Binthütten- Siech lebenden Anstoß erhalten. fuchter Verleitung zum Meineid. In den übrigen Fällen Unternehmern und dergleichen mehr gefaselt. und von der Einigkeit zwischen der Arbeiterschaft und den ist das förmliche Disciplinar Verfahren eingeleitet: vegen unwürdigen Verhaltens in und außer dem Amte in Besonders die letzte Behauptung war dreist, angesichts der Lohn8 Fällen, wegen Pflichtverlegung in 19( darunter 12, in In der letzten Sonntags- Nummer Nr. 602 muß sich das In der 14. Kommission des Reichstags wurde am Donnerstag denen die Pflichtverletzung in dem politischen Verhalten der B. T." in einem Bericht über diese Lohnbewegung selbst Lügen die Beratung des Telegraphenvegegesezes fortgesetzt. Für den betreffenden Geistlichen zu finden war), wegen Ungehoriams ftrafen. Es thut das aber nicht, ohne neue unwahrheiten zu ver- entscheidenden§ 6 schlägt die Unterkommission folgende gegen Vorgesetzte in 1, wegen zerrütteter, ein unwürdiges Verhalten öffentlichen. der Augeschuldigten zeigender Familienverhältnisse in 3, wegen Unter- Tornowig und Kattowig- Babrze( beide zusammen bilden den eigent Unsere Wahlerfolge in den Wahlkreisen Beuthen- Fassung vor: schlagung in 1, wegen Trunksucht in 2 und wegen luzu chtlichen Industriebezirk) sollen die Resultate einer strupellosen in 6 Fällen. In diesen Sachen hat erkannt werden müssen Agitation" sein, und bei dieser Gelegenheit wird wieder die auf Verweis in 6 Fällen durch Geldstrafe verschärft längst widerlegte Centrumslüge von Bebels Rosen= in 21 Fällen, auf Geldstrafe in 1 Falle, auf Strafverfetzung in franz den frommen Erfinder nachgelogen. In betreff ftrupelloser 3 Fällen, auf Antsenthebung in 6 Fällen, auf Dienstentlassung in Agitation" bemerken wir, daß uns während der ganzen Reichstags2 Fällen. Außerdem wurde in 7 Fällen die Dienstentlassung erwahl im Jahre 1898 im gesamten Industriebezirk fein einziges beten und gewährt vor der förmlichen Einleitung des Disciplinar Versammlungslokal zur Verfügung stand und daß unsere Genossen verfahrens. vom Besuche der überall stattfindenden Centrumsversammlungen In den„ Mitteilungen des Landeskonsistoriums" heißt es: Diese vollständig ausgeschlossen waren. Für das Centrum fämpften außer Thatsachen von Zahlen reden eine beredte Sprache und geben dem die Geistlichen in den Kirchen in strupellosester" Weise, mit eine die Herzen ergreifende und die Gewissen schärfende Mahmung den unglaublichsten Umwahrheiten über uns und unsere Absichten. allen Geistlichen zu heiliger Wachsamkeit und ernster Selbst. Man scheute sich nicht, dem Volfe zu erzählen, daß wir die Kirche zucht, damit auch das Geringste vermieden werde, was der Kirche anzünden wollten( buchstäblich wahr) und dergleichen mehr. Unsere zur Unehre und Schmach und den ihnen anvertrauten Seelen einzige Waffe war die Verbreitung eines Flugblattes. Alles andere zum Mergernis werden kann, den Ephoren zu Pflichttreue und ge- über unsere Agitation ist Lüge und Unwahrheit. wissenhaftem Aufmerken, damit schon den Anfängen des Uebels ge- Auf welcher Seite man in Oberschlesien skrupellos" vorgeht, steuert und die Frrenden von den ersten Schritten auf dem falschen dafür lieferte am 26. v. M. der Beuthener Stadtpfarrer und geistWege zurückgebracht werden, dem Kirchenregiment zu erhöhter Sorg liche Rat Schirmeisen einen neuen Beweis. Nach der Predigt falt und Aufmerksamkeit, daß teine unlauteren Elemente forderte er von der Kanzel herab seine Zuhörer auf, bei der demin den geistlichen Stand aber zu ernstem Gebet: nicht in Versuchung" und zu es der Glaube vorschreibt", d. h. katholisch.., Wer fleißiger Fürbitte für die Kirche Christi." nicht zur Wahl geht, begeht eine schwere Sünde; wer aber Sonsistorialrat Dr. Schuster richtete an Geistliche und geht und nicht katholisch wählt, der begeht eine noch viel Laien die Bitte, darauf zu achten, daß mur geeignete Personen in schwerere Sünde, der kreuzigt Jesum Chriftum zum zweitenden geistlichen Stand eintreten, und darauf, ob der angehende male." Das Höllenfeuer sei ihm sicher usw. Theologe nach seiner ganzen Persönlichkeit die Gewähr biete, ein würdiger Diener der Kirche zu werden, oder ob seine Absicht nur darauf gerichtet sei, ein Brotstudium zu betreiben. " bewegung. " " Parlamentarisches. Telegraphenwegegesetz. Spätere besondere Anlagen sind nach Möglichkeit so auszutführen, daß sie die vorhandenen Telegraphenlinien nicht störend beeinflussen. of Dem Verlangen der Verlegung oder Veränderung einer Telegraphenlinie muß auf Kosten der Telegraphenverwaltung stattgegeben werden, wenn sonst die Herstellung einer spätereit besondern Anlage, welche aus Gründen des öffentlichen Interesses, insbesondere aus volkswirtschaftlichen oder Verkehrsrücksichten, von den Unterhaltungspflichtigen der betreffenden Berkehrswege oder unter überwiegender Beteiligung derselben zur Ausführung gebracht werden soll, interbleiben müßte oder wesentlich erschwert werden würde; die Verlegung einer dem Verkehr mit dem Auslande dienenden Telegraphenlinie fann nicht verlangt werden, wenn deren Führung auf einem anderen Verkehrswege unmöglich ist. Muß wegen einer solchen späteren besondern Anlage die schon vorhandene Telegraphenlinie mit Schutzvorkehrungen ver sehen werden, so sind die dadurch entstehenden Kosten von der Telegraphenverwaltung zu tragen. Ueberläßt ein Unterhaltungspflichtiger binnen fünf Jahren nach Inbetriebsegung der besonderen Aulage seinen Anteil einem nicht unterhaltungspflichtigen Dritten, so find der Telegraphenverwaltung die durch die Verlegung oder Veränderung oder durch die Herstellung der Schutzvorkehrungen erwachsenen Kosten, soweit sie auf dessen Anteil fallen, zu er statten. Die Unternehmer anderer als der in Absatz 2 bezeichneten besonderen Anlagen haben die aus der Verlegung oder Veränderung der vorhandenen Telegraphenlinien oder aus der Herstellung der erforderlichen Schußvorkehrungen an solchen erwachsenden Kosten zu tragen. Auf spätere Aenderungen vorhandener besonderer Anlagen finden die Vorschriften der Absätze 1 bis 5 entsprechende Anwendung." Nachdem Staatssekretär v. Podbielski erklärt hatte, er Wien, 30. November. Abgeordnetenhaus. Das Haus ver- werde die Vorschläge der Unterkommission den verbündeten Rehandelt über den Dringlichkeitsantrag Kubit, betreffend die Vergierungen zur Annahme empfehlen, wird diese Fassung an= Verteuerung des Hering8. Wie am Mittwoch in der staatlichung des polnischen Privatgymnasiums genommen. Die folgenden Paragraphen erfuhren nur uvesentPetitionskommission durch den Regierungsvertreter erklärt wurde, ist in Teschen. Kubik begründet in polnischer Sprache die Dring- liche Veränderungen redaktioneller Art. Damit ist die erste Lesung die Regierung geneigt, den Petitionen von Fischereigesellschaften um lichkeit des Antrags. Demel protestiert namens der deutschen Ab- der Vorlage beendet, Freitag soll der Entwurf in zweiter Erhöhung des Eingangszolles auf Heringe nachzugeben, das heißt geordneten Schlesiens gegen die Dringlichkeit des Antrags, da das Lefung erledigt werden. " Führeringen, allen ohne Unterschied nächstigen Stadtverordneten Wahl so zu wählen, wie Welche anderen Zwecke fönnten wohl Theologen verfolgen, die nur die Aufgabe erfüllen dürfen, das Volk für die Bedürfnisse der Herrschenden Kelasse zu zähmen. Ausland. Oestreich- Ungarn. Reichstagsdispofitionen. Im Reichstage fällt am Freitag Ausland. Ein an die städtischen Behörden zu Händen des Bürgermeisters nächster Woche wegen des fatholischen Feiertages die Plenarsigung Der Kongreß der belgischen Bergarbeiter ist soeben in gerichtetes Schreiben des Flottenvereins teilt der Vorsteher mit; aus. Auch der Sonnabend soll sodann frei bleiben und am Mon- La Louvière abgehalten worden. Marville, der Delegierte danach wird zu der auf Anregung der Herren Reichsbank- Präsident tag, 11. Dezember, die erste Beratung des Etats be- von Mons, referterte über die durch das Eintreten der socia- Koch und Oberpräsident v. Bethmann beabsichtigten Gründung eines ginnen. Die Weihnachtsferien sollen sich bis zum 9. Januar 1900 listischen Bergarbeiter Abgeordneten in der Kammer erreichten Ausschusses Berlin zu der konstituierenden Sigung( die inzwischen leineren Verbesserungen. Nach eingehender Debatte über die Orga- bereits stattgefunden hat) eingeladen. nisation und nach den Berichten der Delegierten über den Der Entwurf einer Polizeiverordnung betreffend die der Bewegung in den einzelnen Distrikten wurde gewerbliche Beschäftigung schulpflichtiger kinder einer Erklärung zugestimmt, in welcher Bergarbeiter ist in der Ausschutzsitzung am 20. November in folgender abgeänderter erstrecken. Partei- Nachrichten. Stand D Polizei Verordnung. Auf Grund der§§ 5 und 6 des Gesetzes über die PolizeiVerwaltung vom 11. März 1850( Geſetzsammlung S. 265) und der§§ 143 und 144 des Gesetzes über die allgemeine LandesBerwaltung vom 30. Juli 1883( Gesetz Sammlung S. 195 ff.) wird für den Stadtkreis Berlin mit Zustimmung des GemeindeVorstandes folgendes verordnet: § 1. Parteilitteratur. Zur Jahrhundertwende giebt die Buch- Verbände als Kampfesvereine anerkannt werden. Jedoch soll Form zur Annahme gelangt: t handlung Vorwärts eine Ilustrierte Agitations auch das Unterstützungswesen ausgebaut und die Erhöhung Nummer: Das Jahrhundert, heraus, in Format und Aus- errichtet und eine Fachzeitung für die Berglente gegründet werden. der Beiträge herbeigeführt werden. Besondere Sekretariate sollen stattung wie die Mai- Beitung. Ein prächtiges Titelbild( Chronos Bezüglich der Lohnbewegungen wurde beschlossen, in der Folge sehr ebnet der gefesselten Freiheit den Weg zum Ziel) und ein Doppel- vorsichtig vorzugehen, das Eintreten in den Streit von der Stärke bild( Triumph des Friedens über den Militarismus), ausgeführt von der Orgenisation abhängig zu machen; vor allem solle für feste dem Wiener Maler Sieben, der die schöne Titelvignette zur März Organisationen und gefüllte Staffen gesorgt werden. Um die Ar– Zeitung gezeichnet hat, bilden den illustrativen Teil. Der tertliche beiter Pensionsgesetze zu beschleunigen, wird am letzten Somitag Inhalt giebt ein Bild der Entwicklung„ Von der Bastille bis zum des Monats März eine große Demonstration in Brüssel arrangiert Zuchthaus", über die Arbeiterbewegung, die politischen Kämpfe, die Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts uſiv. Das Feuilleton ist der Satire gewidmet und ein schwungvolles Leitgedicht von R. Lavant eröffnet den Hoffnungsreichen Ausblick auf die Zukunft. Bestellungen erbittet die Buchhandlung Vorwärts bis 4. Dezember, damit die Zusendung noch vor Weihnachten erfolgen fann. = Podbielski Beleidigung. Der Redacteur unseres ParteiOrgans in Erfurt, Genosse May, hatte sich am Dienstag zum zweitenmale wegen Beleidigung des Staatssekretärs v. Podbielski zu verantworten. Er hatte im Anschluß an einen objektiven Bericht über die Verurteilung eines unteren Postbeamten die Bemerkung gemacht, daß der Beamte nicht allein der Schuldige an den Veruntreuungen sei. Der intellektuelle Urheber sei ein System, das im Jutereffe fiskalischer Plusmacherei dort spare, wo es am wenigsten angebracht ist, an den Löhnen der unteren Beamten". Echon einmal stand May wegen des angeführten Sages vor den Schranken des Gerichts, wurde jedoch von der Anklage der Beleidigung freigesprochen. Das Reichsgericht hob jedoch das freisprechende Urteil auf und wies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht zu Erfurt zurück, weil zu Unrecht eine Veleidigung nicht angenommen sei. Die Straffammer revidierte mum ihr erstmaliges Urteil dahin, daß eine Beleidigung in dem inkriminierten Sage enthalten sei, denn in dem Träger des„ Systems fistalischer Plusmacherei" sei der oberste Leiter des Postivesens zu fuchen. Der Staatsanwalt beantragte einen Monat Gefängnis, der Gerichtshof erkannte auf 100 M. Geldstrafe. werden. Aus der Frauenbewegung. sprach am Montag Herr Dr. V. Fräull über„ Das neue Recht der Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse Frau" und erntete für seine interessanten Belehrungen reichen Beifall. An der Diskussion beteiligten sich mehrere der Anwesenden. In der nächsten Bereinsversammlung, Montag, den 11. Dezember, wird Herr Dr. Steiner in den" Arminhallen" über„ Goethe und die Frauen" sprechen. Bociales. Kinder, welche das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen außer dem Hause eine gewerbliche Thätigkeit irgend welcher Art nicht ausüben. § 2. Kinder, welche das 10., aber noch nicht das 14. Lebensjahr vollendet haben, dürfen außerhalb des Hauses abends nicht nach 7 Uhr und morgens in den Monaten April bis September nicht vor 5/2, in den Monaten Oktober bis März nicht vor 61/2 1hr zum Austragen von Backwaren, Milch, Zeitungen oder anderen Gegenständen, ferner zum Kegelauffezen oder zu sonstigen Verrichtungen in Echentwirtschaften, sow: überhaupt zu irgend welchen mechanischen Dienstleistungen in einem Gewerbebetriebe verwandt werden. § 2a. Kinder unter 12 Jahren dürfen zu öffentlichen Schaustellungen nicht verwendet werden. § 3. Diese Verordnung findet auf alle die Kinder keine Anmittagsunterricht befreit sind, um Laufburschendienste zu ver§ 4. richten. lebertretungen diefer Polizei- Verordnung werden an Eltern oder den zur Erziehung Verpflichteten, sowie den Personen, welche Kinder entgegen den Bestimmungen der vorstehenden Paragraphen für ihren Betrieb beschäftigen, mit Geldstrafe bis zu 30 M. und im Falle des Unvermögens mit verhältnismäßiger Haft bestraft. § 5. Die Lage der deutschen Juduſtrie schildert die„ Sociale die Flottenpläne besonders der Eiſenindustrie auf längere Zeitwendung, welche von der Schuldeputation von dem NachSorrespondenz" in interesanter Weise, indem sie darauf hinweist, daß eine günstige Geschäftszeit, die noch eine Steigerung erfahren dürfte, in Aussicht stellen. Dabei wird darauf hingewiesen, daß die Vermehrung der deutschen Kriegsmarine auch das Ausland in gleicher Richtung aufpornen muß und von den Aufträgen des Auslandes wieder einige nach Deutschland gehen. Man sieht, wie stark unsere Geschäftspatrioten an dem Flottenplane interessiert find, denn ihr Geschäft ist ein zwiefaches, nicht mir das Juland, sondern auch das Ausland bringt ihm den Gewinn ein, den sie wohlberechnend geschäftspolitisch zu fördern wissen, kennzeichnend, daß die Aufträge so zahlreich find, daß Aufträge wegen Für den Geschäftsgang in der Maschinenindustrie ist es besonders Arbeitsüberhäufung an amerikanische Fabriken vergeben wurden. Aus Baden. In der romantisch gelegenen Industriestadt Allein die preußischen Staatsbahnen haben in diesem Monat Im Ausschusse wurden die Anträge Singer mit 10 gegen Hornberg traten unsere Parteigenossen mit aller Energie selbst- 580 Lokomotiven im Wert von 32 Millionen Mark und 8000 Güter- 2 Stimmen abgelehnt, ebenso der Antrag Langerhans auf Fortfall ständig in die Bürgerausschußwahl ein. So fand kürzlich dortwagen in Auftrag gegeben, weitere 800 Lokomotiven der Beschäftigung vor der Schulzeit gegen 4 Stimmen. eine sehr gut besuchte Versammlung statt, in welcher der Abg. Geck follen im nächsten Staatshaushalt vorgesehen werden. In einen Vortrag hielt. Die Ausschußwahlen haben nun das erfreu- Sachsen Der Antrag, das von Thätigkeit frcie Alter auf 12 Jahre herauf. werden 17 Millionen für Neuanschaffungen liche Resultat gezeitigt, daß in der Klasse der Niederbesteuerten Lokomotiven und Wagen gefordert und außerdem vom gegenwärtigen der Antrag gänzlichen Verbots gewerblicher Thätigkeit bis zum von zusetzen, fiel mit 10 gegen 4 Stimmen; angenommen dagegen wurde jämtliche Socialdemokraten mit großer Mehrheit Landtage weitere 51 Millionen, für Bahnbauten verlangt. Damit vollendeten 10. Lebensjahr mit 10 gegen 4 Stimmen. Der Antrag, gewählt wurden. find die Eisenbahnforderungen an den sächsischen Staatshaushalt die Thätigkeit im Winter erst um 7 und im Sommer erst um 6 1hr jedoch noch nicht erschöpft. Als ein Bild des Umsatzes großer beginnen zu lassen, erlangte teine Mehrheit. deutscher Maschinenbau- Anstalten sei erwähnt, daß ein Chemniger Unternehmen am Ende dieses Monats für etwa 18 Millionen Mark Aufträge hatte. bei Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Diese Verordnung tritt am in Kraft. Der Antrag, Kinder, die Dispens von der Schulverwaltung er-. halten, von der Polizei- Verordnung auszunehmen, ist mit zehn gegen zwei Stimmen, der Antrag, für Kinder unter 12 Jahren jede Beschäftigung bei öffentlichen Schaustellungen, Theatern usw. zu verbieten, mit fieben gegen fünf Stimmen angenommen worden. Referent für das Plemum ist der Stadtv. Mastein. Grunde beantragt Stadtv. Mommsen die Vertagung der Dieser ist verhindert heute zu erscheinen, und aus diesem Beratung. Die Arbeitskräfte in diesem Industriezweige werden bis aufs An die Textilarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands! äußerste angespannt. Der Ausstand der Arbeiter und Arbeiterinnen der Teppichfabrik von folgendes: " Sociale Korrespondenz" sagt darüber G. Feibisch in Berlin, Kaiserstr. 41, scheint sich in Bezug auf die ,, Ueberall giebt es in den mit der Eisenindustrie zusammen Dauer den großen Ausständen in Kottbus und Krefeld würdig zur hängenden Erwerbszweigen noch neberarbeit, trop der Vermehrung Seite zu stellen. Wohl nie ist in der Berliner Textilindustrie ein der Arbeiter und der erheblichsten Betriebserweiterungen. Auch in Stampf um besseren Lohn und Arbeitsbedingungen so hartnädig ge- den Kohlenbergwerken sind Ueberschichten die Regel. Wie die Koblen führt worden wie dieser; hätten sich hier nicht Arbeiter aus Kottbus, werke von der Industrie beeinflußt werden, wird durch die Thatsache dann die Sache nicht rechtzeitig zu Neujahr zum vollständigen AbStadtv. Singer widerspricht dem, da die Gefahr bestehe, daß Sorau, Nowawes, Bernau und Neumünster gebrauchen lassen, die gekennzeichnet, daß am 10. November allein von den Zechen und schlusse gelange, und hält es für um so zulässiger, ausnahmsweise Diolle der Arbeitswilligen zu spielen, so hätte dieser Unter- sokereien des Nuhrbezirks 16054 Doppelwagen mit 3 210 800 Gentnern ohne Referenten zu verhandeln, als der erstattete Bericht sehr ausnehmer, welcher Jahrzehnte hindurch seinen Arbeitern die beladen mit der Eisenbahn versandt wurden. Es war das die führlich sei und Unklarheiten nach feiner Seite hin beständen; auch schlechtesten Löhne und Arbeitsbedingungen geboten hat, unter- höchste Ziffer, die dort jemals erreicht ist. Von den Werken des müsse man doch alles daranjeßen, um eine Maßregel, welche der liegen müssen. Die Hauptforderung: Anerkennung der Orga- rheinisch westfälischen Kohlensyndikats nisation, lehnt dieser Unternehmer strifte ab, auch will er keinen von täglich im Durchschnitt 160 436 Tonnen Kohlen, Coaks und Briketts schleunigen, wurden im September Ausbeutung von Schullindern entgegenarbeite, möglichst zu be den Arbeitern gewählten Arbeiterausschuß anerfeimen. Von den verkauft und mit 14 615 Doppelwagen dem industriellen und hauseibisch beschäftigt gewesenen Arbeitern, die Anfang September wirtschaftlichen Gebrauch zugeführt. Bon den oberschlesischen Gruben wir haben es stets so gehalten, daß ausgesetzt wurde, wenn der Stadtv. Spinola: Auf die 8 Tage fann es nicht ankommen. in den Ausstand traten, haben sich mur einige wenige gefunden, die wurden in letzter Zeit im Durchschnitt täglich etwa 6000 Doppel- Referent verhindert war, auch socialdemokratischen Referenten gegenihre Arbeitsbrüder im Kampfe verließen, die übrigen, 100 an der wagen zum Versand gebracht, Auch den Bergwerken fehlte es an über. Nehmen Sie den Antrag auf Absetzung an, weil Herr Singer Bahl, lehnen es entschieden ab, unter diesen Umständen in die Fabrik Arbeitern. Die günstige Zeit bewegt in Oberschlesien zahlreiche Berg- dagegen ist( Heiterkeit). zurückzukehren. Ein großer Teil der Streifenden hat schon andere lente, an die Verbesserung ihrer Lage zu denken. Sie streifen nicht, Beschäftigung gefunden, so daß überhaupt nur noch 38 Ausständige sondern siedeln, nach anderen Bergbaubezirken über, wo ihnen günstigere vorhanden find. Da eine Einigung ausgeschlossen ist, so haben wir Verhältnisse winken. Die abwandernden Berglente flagen nament- Diätare um Aufbesserung ihrer Lage ist vom Petitionsansschuß Die Petition der geprüften Magistrats Bureaus die Sperre über die Firma verhängt und bitten den 8uzug fern lich auch über die schlechten Wohnungsverhältnisse. Es ist zu erzur leberweisung an den Magifirat zur Berüdsichtigung zu halten. Die Kommission. warten, daß die oberschlesischen Grubeuverwaltungen hieraus eine empfohlen worden. Lehre ziehen und einen bescheidenen Teil der hohen Ge schäftsgewinne zur gründlichen Verbesserung der Wohnungs- nonmmen. verhältnisse ihrer Arbeiter verwenden werden, Die Schlesier gehen namentlich nach den rheinisch westfälischen Grubenbezirken, die neuerdings auch zahlreiche und große Trupps östreichischer Bergleute aufgenommen haben, die dort erheblich höhere Löhne und auch im übrigen bessere Arbeitsbedingungen als in ihrer Heimat finden." = Oberschlesien wird man vergeblich appellieren. Die Herren fönnen An die socialpolitische Einsicht der Kohlen- und Eisenbarone in sich wohl für ein Zuchthausgesetz und für die Beschränkung der Freizügigkeit begeistern, von ihnen Besserung der Arbeiterverhältnisse zu verlangen, ist ein Hohn. Sie haben den Arbeiter noch nie anders als ein willeuloses Ausbeutungsobjekt betrachtet. Die Angelegenheit wird abgesett. Nach unerheblicher Debatte wird der Ausschußantrag ange= allgemeineres Intereffe. I Die übrigen Vorlagen für die öffentliche Sigung find ohne Schluß nach 6 Uhr. * Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung zur der Ballisadenftr. 87 bat beschloffen, der Versammlung zu empfehlen, Borberatung der Wagistratsvorlage über den Vorentwurf zum Erweiterungsbau des Friedrich Wilhelms hospitals in den Antrag des Magistrats abzulehnen und diesen zu ersuchen, der Versammlung baldigst eine anderweitige Borlage wegen Neubau cines Hospitals, und zwar möglichst in Verbindung mit den zu dem städtischen Weichbildes zugehen zu lassen. Soipital gehörigen Stiftungen und Anstalten, auf einem anderen städtischen Grundstücke entweder außerhalb oder innerhalb des Gerichts- Beitung. Die bevorstehenden Wahlen für das neu errichtete Gewerbegericht der Stadt Rigdorf stellen die Rixdorfer Arbeiter und diejenigen Arbeitgeber, die zur Socialdemokratie halten, vor eine wichtige Aufgabe. Es handelt sich darum, durch die Stimm abgabe am 8. Dezember( Arbeitgeber) und am 9. Dezember( Arbeit nehmer) eine Zusammensetzung des Gerichts zu erzielen, die eine von Verzopftheit und von bornierter Voreingenommenheit freie Recht sprechung gewährleistet. Jeder muß auf dem Posten sein und in der Zwischenzeit die Lauen und die Gleichgültigen über die Wichtigkeit der Wahlen belehren. Am Mittwoch fand im Apollo- Theater eine Volksversammlung statt, die den großen Saal bis auf den letzten Blaz füllte und in der Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Seine unter lebhaftem Beifall über die Bedeutung der Gewerbegerichte referierte. An den Vortrag schloß sich eine längere Debatte über verschiedene Fragen des Wahlrechts, die von großem Eifer für die braucht kaum erivähnt zu werden und allem Anschein nach hat sich die Daß die Lage der Elektricitäts- Industrie eine glänzende ist. Sache zeugte. Als Arbeitnehmer- Kandidaten wurden end Textilindustrie vollkommnen von ihrer schweren Strise erholt, nur in gültig aufgestellt: Bäcker Eduard Hecker, Bau, Erd- einigen Zweigen dieses Gewerbes wird über schlechten Geschäftsgang und Hilfsarbeiter Johann Kiesan und Georg Heine geklagt. Es geschieht das besonders in dem Geraer Industriebezirk. mann, Buchdrucker Paul Trupfe, Gastwirtsgehilfe Die Epimuereien haben sich zu einem Kartell zusammengeschlossen und Heinrich Müller, Maler Adalbert Fleischer und einheitliche Preise festgesezt. Mit diesem Vorgehen haben sie natürlich Paul Fink, Maurer August Wittig, Paul Schulze und den Widerspruch der Webereien hervorgerufen, die ein Interesse an dem in Magdeburg hatte sich am Mittwoch Parteigenoffe Th. Huth Wegen Beleidigung des Landgerichts- Direktors Fromme 23ilhelm Kraft, Möbelpolierer August Nierich, Holz- billigen Einlauf des Rohmaterials haben und bereits die Forderung von der Brandenburger Zeitung" vor der Potsdamer Straffammer arbeiter Karl Lusch und Friz Rothe, Metallarbeiter erhoben haben, den Zoll aufzuheben, um das englische Garn auf den zu verantworten. Huth war dieserhalb bereits von der BrandenJulius Vieweg und Georg Matthes, Schneider Aloys Markt zu lassen. auf, Steinsetzer August Heinze, Schuhmacher Paul burger Straffammer zu 1 Monat Gefängnis verurteilt worden, doch Der Mangel an Rohstoffen dürfte zu ernstlichen Stockungen hatte auf seine Revision das Reichsgericht das Urteil aufgehoben und Büttner, Tabafarbeiter Paul Höpfner, Textilarbeiter großer Betriebe nicht führen. Die Preise der in Betracht kommenden die Sache zur nochmaligen Verhandlung nach Potsdam verwiesen. Paul Hartmann, Transportarbeiter Ferdinand Fischer Mohstoffe sind heute in Deutschland so hoch, daß eine stärkere Ein- Bor Eintritt in die Verhandlung lehnte Huth den im Gerichtshofe und Richard Weiß, Zimmerer Karl Baier und Neufuhr dieser Stoffe und Halbfabrikate die Lücke ausfüllen wird, mit fizenden Assessor Hirschberg wegen Besorgnis der BeAm 7. Dezember findet bei Gröpler eine weitere Volts- sobald Betriebssteckungen aus dem angegebenen Grunde ernstlich zu fangenheit ab, weil er seinetwegen in einer Beleidigungsfache versammlung statt, in der die Arbeitgeber- Kandidaten aufgestellt erwarten sind. werden sollen. Der Reichstags- Abgeordnete Frig Zubeil hat das mit 6 Wochen Haft bestraft war. Assessor Hirschberg erklärte sich nicht befangen; der Gerichtshof beschloß, dem Antrag des Angeklagten stattzuReferat übernommen. geben und Assessor Hirschberg nicht mit amtieren zu lassen. Jukriminiert war ein Artikel in Nr. 12 der Brand. Ztg." vom 14. Januar 1899, Von der oberschlesischen Lohnbewegung. Nunmehr hat der sich auläßlich der Majestätsbeleidigungs- Affaire Schmidt Müller auch die Belegschaft der gräflich Guido Henckel v. Donnersmarckschen von der„ Magdeburger Volksstimime" und ,, Mathilde grube" um eine Lohnaufbesserung petitioniert. Ferner der Magdeburger Justiz beschäftigte namentlich Wirken gährt es auf der gräflich Hugo, Arthur und Lazy Henckel v. Donners Des socialistenfeindlichen Landgerichts Direktors marckschen Grube Gottesjegen" bei Antonienhütte. Auf dieser Fromme schilderte. Zur Sprache gebracht wurde die Auslassung Grube befinden sich, wie häufig in Oberschlesien, viele alte Schlepper, Frommes, daß die socialdemokratischen Parteihäupter Villen am da nach den hiesigen günstigen Abbauverhältnissen ein Häuer zwei Zürichersee befäßen; auch fam der offene Brief Bebels, den er Eine Reihe von Ausschüssen sind gewählt und haben sich kon dieserhalb an Fromme gerichtet, zur Verlesung. Nach längerer Verbis vier Schlepper beschäftigen kann. Ein Schlepper auf Mathilde" fiituirt. Dem Ausschusse für den Antrag Wallach wegen Eingemein handlung, bei welcher alle Beweisanträge, welche die Befangenheit bekommt aber nur 2.20 M. pro Schicht, auf den felsigen Gruben dung der Südseite der Straße Hasenheide gehören auch die Stadtv. Frommes ergeben sollten, abgelehnt wurden, gelangte der Gemeist 2,50 M. Auf der fiskalischen Königin Quise Grube Gottfr. Schulz und Wernau, demjenigen für die Vorlage richtshof, gemäß dem Antrage der Staatsanwaltschaft, zur aberin der Häuerverdienst im letzten Monat geringer gewefen als im wegen Beschaffung neuen Materials für die Straßenreinigung maligen Verurteilung Huths zu einem Monat Gefängnis. borigen. Er beträgt im Durchschnitt kaum 3,20 M. pro Schicht. Dupont und Herzfeldt an; in den Ausschuß für die Vorlage Davon fant ein Arbeiter bei der Tenerung, die immer drückender betr. die Außerhebmigsetzung der 4 Mart Steuerstufe sind auch Der neueste Rampf gegen die Ungläubigkeit ist, daß gegen zu werden scheint, nicht leben. Auch die Schlepper dieser Grube be- Stadtvv. Dupont und Singer delegiert. Zur Vorbereitung der atheistische Vormünder wegen passiver Bekundung ihrer schweren sich darüber, daß jetzt die Schlepper, die alten wie die Neuwahl eines stellvertretenden Mitgliedes des Bezirksausschusses Anschauung von Gerichts wegen auf Amtsentsegung erkannt jungen, einen Schichtlohn von 2,50 M. erhalten. Früher erhielten wird eine gemischte Deputation zusammentreten; unter den zehn wird. Ein hiesiger Vormund hatte das älteste seiner drei Mündel, die älteren Schlepper 2,80 Wt. und 3,00 W., nur die jungen 2,50 M. zu derselben gehörenden Mitgliedern der Versammlung befindet sich einen jetzt 14jährigen Knaben bei sich in Pflege. Die jüngeren Gepro Schicht. auch Stadtv. Tolksdorf. schwister dieses Knaben befinden sich bei der Mutter. 11 a 11 11. Dentsches Reich. " Die Lage der Industrie erscheint somit noch länger als eine sehr günstige; wir wünschten, wir könnten von der Lage der Arbeiter das jelbe jagen. Kommunales. = Stadtverordneten Versammlung. 35. Sigung vom Donnerstag, den 30. November, nachmittags 5 Uhr. mit das Am 21. September d. J. war dem Gericht von dem Pfarrer Vertreter in der Tarifkommission: Heinr. Hoffmann, Nickel. Den der Boeren war die hervorragende Firma Kynoch u. Co. in der Himmelfahrts- Gemeinde angezeigt worden, daß der Kartelldelegierten wurde für jede Sigung eine Entschädigung von London, und der Chef dieser Firma ist kein Geringerer als Vormund sein ältestes Mündel seit Ende Mai 1899 von dem 75 Pf. zugebilligt. Nach einer längereen Debatte über Tarif- ein Herr Chamberlain, ein Bruder des englischen Ministers Konfirmations- Unterricht geflissentlich fernhalte, ihm auf angelegenheiten fam folgender Antrag zur Annahme: Alle Kollegen, gleichen Namens, desjenigen englischen Politikers, der so eifrig Erfordern des Pfarrers keine Bibel und kein Gesangbuch beschafft die der Vertrauensmänner Centralisation angehören, sind ver- zum Kriege trieb. Ob nebenbei auch im Interesse des brüderund den Bemühungen des Pfarrers, das Mündel auf die Konfirmation pflichtet, jede Umgehung des Tarifs der Kommission zu melden. lichen Patronengeschäftes, läßt sich natürlich nicht sagen." borzubereiten, widerstrebt habe. Beschwerden werden jeden Abend von 5 bis 6 Uhr bei Moll, Klosterstr. 101, entgegengenommen. Ferner wurde beschlossen: Die Mitglieder der Tarifkommission erhalten ihre Versäummis am Tage mit 75 Pf. pro Stunde, Abendsigungen mit 75 Pf. pro Sitzung entschädigt. Der Anzeige war nun ein Schreiben von einem gewissen S. bei gefügt, aus welchem nach Anschauung des Gerichts hervorgeht, daß Der Vormund, welcher sich selbst als Atheist bekennt, diese seine Stellung gegenüber Religion und Kirche anderen gegenüber zum Ausdruck bringt.- Entsetzlich! Nun heißt es weiter in dem uns vorliegenden Urteil des hiesigen Amtsgerichts( 100. 10. 6651. 97.): Der Krieg. Eine Rede Chamberlains. * * = Herr Chamberlain ist des trockenen Tones satt und erklärt, Transvaal soll eine britische Provinz werden, über der der„ Union Jack" weht. Leider werden die Boeren durch diese Verheißungen in ihrem Kampfeseifer keineswegs geschwächt werden, wie sie sich durch Herrn Chamberlain auch nicht von den liebevollen Absichten Englands Vom Kriegsschauplah. Diesen Mitteilungen ist nur hinzuzufügen, daß die Waffenfabriken in anderen Staaten genau denselben Vaterlandsberrat betreiben, wie oben von den englischen geschildert wird. Lissabon, 30. November. Den englischen Kriegsschiffen in der Delagoabai wurde gestattet, Truppen zu landen, falls dies notwendig sei, um gemeinsam mit den Portugiesen zu operieren. Bremen, 30. November. Das östreichische Budget. London, 30. November.( W. T. B.) Die Verwundung Lord Der Vormund ist mit der Anzeige des Pfarrers bekannt Mathuens ist eine leichte. Die Kugel drang in den Schenkel ein. gemacht und gehört worden. Er erklärt, daß der Pfarrer sein Leicester, 29. November. Der Staatssekretär für die Kolonien töteten Offizieren 19 Offiziere verwundet. In der Schlacht von Modder River wurden außer den vier geMündel fortgewiesen habe, weil es keine Religionsbücher, wie Chamberlain hielt hier heute eine Rede, in der er ausführte, Gesangbuch 2c. habe. Abgesehen davon, daß dies unglaubhaft der Krieg mit der Südafrikanischen Republik sei der größte, den London, 30. November.( W. T. B.) Amtlich wird bekannt geerscheint, so ist unzweifelhaft, daß der Vormund die ihm gemäß die jebige Generation erlebe. England habe direkt vom geben, daß General Lord Methuen verwundet ist. § 27 W. O. obliegende Sorge für die Person des Mündels, Kriege nichts zu gewinnen. Wenn der Union Jack morgen welche die Erziehung einschließlich der religiösen Unterweisung it ber Transvaal und dem Oranje Freistaat Lehte Nachrichten und Depelchen. betrifft, sich nicht hat angelegen sein sassen. wehte, dann würde das einzige Ergebnis sein, Zumal hinsichtlich des Mündels X. im Jahre 1897 8wangs- daß dort gute Verwaltung, Gerechtigkeit und ( Privat- Depesche des„ Vorwärts".) erziehungs- Verfahren schwebte und durch Beschluß vom 21. Oftober Gedeihen herrschten, ein Gedeihen, an dem England Bei, den Bremischen Bürgerschaftswahlen wurden heute drei Stadt1897 der Abteilung 111 des Königlichen Amtsgerichts I von der mit der ganzen civilisierten Welt teilnehmen würde. Die aus bezirke neu gewonnen. Einer der Kandidaten kommt in die StichZwangserziehung nur vorläufig auf Bitte der Mutter und des wärtigen Kritiken, die von einem Kriege der Habsucht und der wahl. Außerdem sind von vier Landbezirken drei gewonnen, zwei Vormundes, welcher die Erziehung des Knaben übernehmen wollte, Raubgier sprächen, die kennten weder England noch den Grundsatz davon neu. Starter Stimmenzuwachs. Abstand genommen ist, durfte der Vormund umsomehr die seines Vorgehens, demzufolge das Mutterland niemals petuniäre religiöse Erziehung des Mündels nicht vernachlässigen und Wohlthaten von seinen Kolonien verlange. England kämpfe für fich nicht mit der offenbar erfundenen( 1) Angabe des Knaben, er Gerechtigkeit, Freiheit, für die Achtung feierlich abgeschlossener sei aus dem Unterricht fortgewiesen, begnügen. Konventionen und endlich, um einem Angriff gegen die OberWien, 30. November.( W. T. B.) Das den Delegationen Anstatt energisch den Knaben zum Besuch des Unterrichts herrschaft der Königin Widerstand zu leisten und um seine unterbreitete gemeinsame Budget für das Jahr 1900 ist erstmals anzuhalten, hat er das Verhalten desselben gutgeheißen und Stammesangehörigen gegen Unbill und Ungerechtigkeit zu schützen. in Stronenwährung aufgestellt und weist unter Berücksichtigung fogar( 1) den Bemühungen des Pfarrers gegenüber sich ablehnend Chamberlain führte dann weiter aus, man spreche von Transvaal der Münzbewertungs- Differenz ein gesamtes Brutto- Erfordernis berhalten. Es liegt hierin eine Pflichtwidrigkeit, die die Ent- brach, sei Transvaal aber der mächtigste Staat Südafrikas gewesen. 337 347501 Kronen auf. Zur Deckung dieses Netto- Erfordernisses find als einem schwachen Staate; im Augenblicke, als der Krieg aus- bon 346 704 207 Stronen, oder nach Abzug der Bedeckungssumme bont 9 356 706 Kronen ein gesamtes Netto Erfordernis von fetzung des Vormundes rechtfertigt. England müsse seine Truppen 6000 Meilen zur See und dann noch Der Grund zu der Entlassung des Vormundes bezüglich seiner 1500 Meilen auf dem Lande befördern. Unter diesen Umständen die präliminierten Zollgefällsüberschüsse in der Höhe von 124 950 089 beiden anderen Mündel ist dadurch gegeben, daß er als Atheist müſſe man den Kriegsereignissen mit Gleichmut folgen und bereit Kronen bestimmt, nach deren Abrechnung noch ein durch Quoteneine Gleichgültigkeit für die religiöse Erziehung seines fein, Niederlagen hinzunehmen; Siege dürfe man nicht übertreiben beiträge zu deckendes Erfordernis von 212 397 412 Stronen verMündels 2c. zur Schau getragen hat, die ihn als gesetzlich und mit festem Vertrauen müsse man das Ende des Krieges ab- bleibt. Gegenüber dem Vorjahre ist das durch Quotenbeiträge unfähig erscheinen läßt, die religiöse Erziehung warten. zu deckende Erfordernis für das Jahr 1900 m 2 080 292 Kronen der bei der Mutter befindlichen Kinder zu überwachen." Chamberlain erwähnte ferner, die Armee in Südafrika werde geringer. Das Kriegsministerium hat ein ordentliches HeeresSo das am 5. Oktober ausgefertigte Urteil des Amtsgerichts. binnen kurzer Zeit auf 80 000, vielleicht 90 000 Mann gebracht erfordernis von 277 656 954 Kronen, ein außerordentliches von Sollten wir nach diesem nicht bald erleben, daß die Heiligkeit der werden. Redner schloß, nachdem er die Haltung und die Politik der 14 072 528 Kronen, zuſammen 291 729 482 Kronen, das ordentliche Familie von Staats wegen dadurch gefestigt wird, daß man all- Regierung im einzelnen verteidigt hatte: Was die Zukunft be- Marine- Erfordernis 25 986 050 Stronen, das außerordentliche gemein auch die atheistischen Väter prozessiert, um ihre Kinder in trifft, so werden gewiffe, nicht kleinliche Grundsätze die Haltung sich das gesamte ordentliche Erfordernis des Kriegsministeriums auf 13.910 450 Stronen, zusammen 39 896 500 Kronen. Daher beziffert die fittlich so fördersame preußische Zwangserziehung zu bringen? der Regierung bestimmen. Die Boeren haben durch ihr eigenes 303 643 004 Stronen, das außerordentliche auf 27 982 978 Stronen, In der Zeit der Mirbacherei ist auch dies nicht unmöglich. Borgehen eine ganz neue Lage geschaffen, die Konventionen zerriffen somit das Gesamterfordernis des Kriegsministeriums auf 331 625 982 Einen Aufturm gegen die Praxis des Kammergerichts, und uns eine unbeschriebene Tafel in die Hand gegeben, auf der wir somit das Gesamterfordernis des Kriegsministeriums auf 331625 982 soweit sie die Schulentlassung der Volksschüler betrifft, niederschreiben können, was wir wollen. Jede Regierung, Kronen. Das Präliminare des Kriegsministeriums weist gegenüber hat jezt die Staatsanwaltschaft unternommen. Für die Provinzen welche es nochmals in die Macht der Republiken legte, ihre Zu dem vorigen Jahre bei den ordentlichen Ausgaben ein Mehrerfordernis Ost- und Westpreußen, sowie für das Gebiet des ehemaligen Hoch- triguen gegen die Vormacht zu erneuern, würde die Reichsinteressen marine weist ein Mehr von 3 108 340 Kronen auf. Im außer von 12 665 680 Kronen auf. Das Gesamterfordernis der Kriegsstifts Münster gelten besondere Schulordnungen, wonach die Schul- verraten. Auf beiden Stellen, im Sudan und in Südafrika, hoffe ordentlichen Heeresbudget sind Diese Be- ich, wird die Zukunft die Opfer rechtfertigen, welche wir bringen Schaffung eines neuen Feld- und Gebirgsgeschütz- Systems, wie im sind eingestellt für Versuche zur zeit mit dem Ablauf des 14. Lebensjahres aufhört. stimmungen legt das Rammergericht dahin aus, daß die Schüler und müssen. Borjahre, 80 000 kronen. Im Ordinarium des Kriegsmarinebudgets Schülerinnen, auf die sie Anwendung finden, sofort nach der ist eingestellt eine Mehrforderung für Instandhaltung, Ersatz 14. Wiederkehr ihres Geburtstages der Schule fern und Betrieb des Flottenmaterials 600 880 Kronen; eine Mehrbleiben dürfen. Dagegen hat sich jetzt der Staatsanwalt geforderung für Schiffsbauten und Maschinen 1 055 900 Stronen; als wendet. Ein gewisser Schlottmann aus der Gegend von Münster Ersazbau für die seeuntauglich gewordene Fregatte„ Radetzky" wird war mit einer Geldstrafe bedacht worden, weil er sein Kind gleich ein gepanzerter Kreuzer von ca. 7000 Tons Deplacement mit annach dem 14. Geburtstage zu Hause behalten hatte. Sch. nähernden Baufosten per 9 900 000 kronen in Aussicht genommen, wurde dann jedoch in den ersten Instanzen mit Rücksicht überzeugen lassen werden. von denen als erste inte für 1900 600 000 kronen gefordert auf die Praxis des Kammergerichts freigesprochen. Die Staatswerden. Aus dem außerordentlichen Marinebudget ist hervorzuheben: amvaltschaft legte die Revision ein und machte geltend, daß die Auffassung des Kammergerichts fchlerhaft ſei. Aus Amsterdam wird der Frankf. 8tg." gemeldet: Laffans eine Mehrforderung für Instandhaltung, Ersatz und Betrieb des Auch im Geltungsgebiet der Vorschriften, wonach die Schul- Bureau empfing in verabredeter Sprache einen Bericht, wonach Flottenmaterials im Betrage von 210 000 kronen, Mehrforderung für Geschütze und Munition 378 000 kronen. Im Hinblick auf die pflicht mit dem vollendeten 14. Lebensjahr ende, müßten die Kinder Ladysmith gefallen ist. bis zu dem nächsten allgemeinen Entlassungstermin Von feiner anderen Seite wird diese Meldung bisher bestätigt. unabweisliche Notwendigkeit des Flottenausbaues beabsichtigt die die Schule besuchen. Der Standpunkt des Kammergerichts führe in Es ist auch nicht klar, ob der Fall von Ladysmith die Stapitulation Marine als Ersatz für das Kasemattschiff„ Erzherzog Albrecht" ein Es wurde bereits vor Küstenverteidigungs- Panzerschiff von 8340 Tons Deplacement mit der Praxis zu derartigen levelſtänden, daß schließlich nichts des General White in sich schließt. übrig bleibe, als die Klinke der Gefeßgebung in längerer Zeit gemeldet, daß die englischen Truppen aus der Stadt einem annähernden Kostenvoranschlage von 5 500 000 kronen zu die Hand zunehmen, wenn der Senat bei seiner bisherigen selbst zurückgegangen seien und in der Nähe ein befestigtes Lager be- bauen, wovon als erste State 700 000 Stronen gefordert werden. Auffassung verbleibe. Der Straffenat des Kammergerichts ver= 3ogen hätten. warf indessen die Revision und erklärte, von seiner Praxis nicht Die englischen Depeschen besagen jedenfalls nichts von Die Verhandlungen der Delegationen. abgehen zu können. Der Wortlaut der fraglichen Bestimmungen lasse einer Riederlage Whites. Vielmehr meldet General Buller aus Wien, 30. November.( W. T. B.) Die östreichische Delegation das nicht zu. Pietermaritzburg vom 29. November: Ein Telegraphen- wurde heute Abend eröffnet und wählte nach ihrer Konstituierung beamter, dem es gelungen ist, in der Nacht des 25. November Graf Vetter zum Präsidenten und v. Janpordki zum Vicepräsidenten. Gemeingefährliche Schwindeleien hatten den Bauunternehmer a dysmith zu verlassen, ist in Weenen angekommen, Nach einer Rede des ersteren, in welcher er auf die Erhaltung des und Steinmetz Karl Engelhardt veranlaßt, Berlin im August von 100 er telegraphierte, daß die Boeren bei ihrem dieses Jahres heimlich zu verlassen. Er wandte fich nach dem Elsaß. griff am 9. November mit großen Verlusten zurüdgeschlagen der letzten Verurteilungen in Serbien und fragen, ob der An Friedens himvies, interpellieren Bacak und Genossen wegen wo er bald darauf Betrügereien beging, die ihm ein Jahr Gefängnis worden seien. Die Verluste der Engländer seien sehr gering gewesen, Minister des Aeußern geneigt sei, seinen Einfluß bei der eintrugen. Er verbüßt diese Strafe zur Zeit in Colmar. Gestern auf ihrer Seite seien mur 8 Mann durch eine Bombe getötet worden. serbischen Regierung dafür geltend zu machen, unt die sollte er sich wegen der hier begangenen Etrafthaten vor der In den verschiedenen Gefechten während der Belagerung von Lady- Amnestie der Verurteilten zu beschleunigen. Der Minister des 130. Abteilung des Schöffengerichts verantworten. Wegen der weiten smith seien im ganzen etwa 100 Engländer getötet oder verwundet Aeußern, Graf Goluchowski, bedauert, der Anregung der InterEntfernung von Colmar hatte das Gericht ihn vom persönlichen Er- worden. Seit dem 9. November hätte seitens der Boeren kein pellanten nicht Folge geben zu können. Die Verurteilung im Hochscheinen entbunden. Im Juli v. J. trat der Angeklagte bei dem ernsterer Angriff auf Ladysmith stattgefunden. verrateprozesse sei eine durchaus interne Angelegenheit Serbiens, int Vertreter der Firma Echwarzkopfi als Käufer des ihr gehörenden Grundstücks Fennstr. 50/51 auf. Da man schlechte Auskünfte über ihn erhielt, so wurde ihm bedeutet, daß man Abstand davon nähme, sich mit seinem Gebot zu beschäftigen. Der Angeklagte jetzte sich trotz dem mit mehreren Abbruchs Unternehmern in Verbindung, denen gegenüber er sich als Eigentümer des Hauses Fennstraße 50/51 aus gab. An zwei solcher Unternehmer verkaufte Engelhardt das Grundstück auf Abriß für Preise von 1000 beziv. 1200 M. und erhielt darauf 500 und 100 W. Anzahlung. Mit diesem Gelde verduftete der An- vember folgendes Telegramm: In Kimberley war bis zum 23. Nogetlagte. Der Verwalter des betreffenden Hauses war nicht wenig vember alles wohl. Die Bahn- und Telegraphen- Verbindungen nach erstanut, als eines Tages Arbeiter erschienen, welche das Haus Modder Niver ist wieder hergestellt. General Gatacre melder abbrechen wollten. Außer diesen beiden vollendeten Betrugsfällen vom 28. November, die Lage sei unverändert. hatte der Angeklagte noch andere in gleicher Weise angebahut. Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß gegen einen Angeklagten, gegen den in dessen Abwesenheit verhandelt werde, nur auf eine Höchst macht die Kreuz- Zeitung" sehr bemerkenswerte Angaben: strafe von sechs Wochen erkannt werden könne. Ein so gefährlicher Im Frühsommer dieses Jahres erschienen vor Südafrika zwei Betrüger, wie der Angeklagte sei, dürfe aber mit einer so gelinden ansehnliche deutsche Barken mit einem Fassungsraum von je etwa Strafe nicht davon kommen, er würde gegen ihn mindestens ein 1300 Registertonen, schwer beladen angeblich mit Eisenturzwaren Jahr Gefängnis beantragen. Er erkläre sich daher für Vertagung und Kisten". Die eine dieser Barken ging in East London, dem und beantrage zum nächsten Termine den Angeklagten von Colmar Zufahrtshafen für Bloemfontein, vor Anker und löschte dort ihre London, 30. Nov.( W. T. B.) In seiner gestern zu Leicester vorführen zu lassen. Diesem Antrage entsprach der Gerichtshof. Ladung, die andere Barke that dasselbe in Durban, dem gehaltenen Rede jagte Minister Chamberlain noch folgendes: Eng Hafen für Pretoria. Um diese Zeit brachte auch der deutsche land habe Schwierigkeiten mit Deutschland gehabt, je: och habe EngDampfer„ Bundesrat" von der deutschen Afrika Linie eine große land Interessen mit Deutschland gemein. Eine Verständigung zwischen Sendung derselben Kurzwaren von London nach Südafrika, be- der germanischen und der angelsächsischen Rasse erhalte mehr als stimmt für Transvaal. Man hatte diese Schiffe passieren lassen, Armeen den Frieden der Welt. England sei eine Zeitlang daran ge= und es erfolgte auch die Weiterbeförderung dessen, was sie mit sich wöhnt gewesen, daß die Schmähungen seitens der auswärtigen Presse führten, ohne Anstand nach den beiden füdafrikanischen Boeren- soweit getrieben wurden, daß selbst nicht die fast geheiligte Person republifen. der Königin verschont wurde. Die durch die Angriffe auf die Herr Was diese deutschen Schiffe verfrachteten, waren nicht Eisen- scherin hervorgerufene natürliche Entrüstung würde ernste Folgen urzwaren, sondern einfach Patronen und zwar Patronen eng- haben, wenn Englands Nachbarn sich nicht mäßigten. lischer Herkunft. Ursprünglich verhandelte die Transvaal- Regie- Man habe Anlaß sich zu beglückwünschen, daß die schlimmsten rung mit einer großen deutschen Fabrik wegen der Lieferung Ausschreitungen nicht in der deutschen Preise erschienen von Patronen. Allein das Geschäft ging schließlich der deutschen seien. Die neue Tripel- Allianz zwischen der germanischen Nasse und Die Töpfer lokaler Richtung hielten am Mittwoch eine Fabrit aus der Hand, weil von englischer Seite günstigere Be- den zwei großen Zweigen der Angelsachsen stelle einen mächtigen öffentliche Versammlung bei Wilfe in der Andreasstraße ab. Nach dingungen gewährt wurden. Die englische Stonturrenz unterbot die Einfluß dar in der Zukunft der Welt. Er habe das Wort„ Allianz" einem einleitenden Vortrage des Genossen Kater erstattete der Ver- deutsche Industrie und erhielt schließlich die Lieferung. Das ist gebraucht, es verschlage aber wenig, ob es eine auf dem Papier trauensmanu Melzer seinen Rechenschaftsbericht für die Zeit vom unter Berufung auf die Aussage des Vertrauensmannes der be- niedergelegte Allianz oder ein Einverständnis jei, das im Geiste der August 1897 bis Ende September 1899, worauf ihm Decharge er- treffenden Patronenfabrit unlängst in einer Sigung der Ortsgruppe Staatsmänner der betreffenden Länder vorhanden ist. Ein Entschluß, teilt wurde. Dann nahm die Versammlung eine Resolution folgenden Elberfeld des Alldeutschen Verbandes durch den Schriftführer die Beweggründe jener, mit denen England auf dem FreundschaftsInhalts an: Da die Einführung des Lohntarifs große Opfer erfordert 2. Kempin festgestellt worden. fußze zu stehen wünsche, günstig. anzusehen, würde ein ungeheurer hat, zur Aufrechterhaltung desselben ebenfalls Mittel gehören, da die Derartige Fälle sind, wie schon angedeutet, nicht Ausnahmen, Vorteil für beide Nationen und auch ein Vorteil für andere Töpfer gerüstet sein müssen zum Kampf gegen diejenigen sondern sie gehören zu den Regeln. Englands Geschäfts- Nationen sein. Unternehmer, welche versuchen, den Tarif zu durchbrechen, so hat Leute liefern denjenigen fremden Völkern, mit denen England jeder Kollege, welcher der Vertrauensmänner- Centralisation angehört, voraussichtlich in Krieg geraten wird, an Gewehren Wien, 30. November.( B. H.) Wie die„ Polit. Korresp." von wöchentlich eine Marke zu entnehmen, deren Wert bis auf weiteres und Patronen, so viel sie nur immer haben wollen, gegen gute glaubwürdiger, nichttürtischer Seite aus Salonichi meldet, sind die 50 Pf. beträgt. Arbeitslosigkeit und Krankheit entbinden vom Bei- Preise. Den betreffenden Fabrikanten geht das Geschäft über das Gerüchte von einer Militäremente in verschiedenen Orten Macedoniens trage, jedoch ist in diesem Falle die Karte innerhalb 14 Tagen Interesse des Vaterlandes, und fic sagen, wenn auch vielleicht vollständig unbegründet. zur Abstempelung vorzulegen. Im Januar erhalten die Karten nur im stillen: Erst das Geschäft und dann das Vaterland! Konstantinopel, 30. November.( B. H.) Mehrere diplomatische den Schlußstempel für das abgelaufene Jahr. Es wurden folgende Man könnte meinen, es feien untergeordnete, kleine, unbekannte Vertretungen erbaten sich von der Pforte Aufklärung über die MassenWahlen vollzogen: Vertrauensmann: Melzer. Revisoren: Haff, Lehmann. Fabrikanten, die dies Patronengeschäft mit den Boeren gemacht verhaftungen in der letzten Zeit, da dieselben geeignet seien, cine Delegierter zum Gewerkschaftskartell: Glas, Stellvertreter Melzer. haben. Das ist indessen durchaus nicht der Fall. Patronenlieferant bedrohliche innerpolitische Bewegung hervorzurufen. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. D Versammlungen. Eine öffentliche Versammlung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Barbiergewerbe tagte am 23. November Alte Jakobstraße. Held erläuterte in seinem Referate die Einrichtungen und Misstände der Arbeitsnachweise im allgemeinen, Simson dagegen speciell die der Berliner Nachweise. Nach einer lebhaften Debatte wurde mit starker Majorität eine Resolution angenommen, durch welche sich die Anwesenden verpflichten, nur den Arbeitsnachweis der Gehilfenschaft, Rosenthalerstr. 57, zu benutzen. Ans Estcourt liegt vom 27. November folgende Meldung des welche sich einzumischen Oestreich nicht das Recht habe. Wir Renterschen Bureaus vor: Die englischen Truppen, welche in der würden nicht dulden, erklärt der Minister, daß irgend jemand eine vergangenen Nacht bei Frere bivouatierten, melden, daß General Bemerkung über gerichtliche Berurteilungen bei uns macht, und Joubert sich auf Colenso zurüdgezogen habe. Die müssen dasselbe Recht bei Serbien anerkennen; wir können uns in 12. Lancers haben gestern das Kommando von Piet Retief, welches feiner Hinsicht, weder in diplomatischer noch in anderer Weise, ein von Joubert nach Weenen geschict war, angegriffen und ihm schwere mischen. Hierauf wird die Sigung geschlossen. Berluste beigebracht. Aus Kapstadt erhielt das Londoner Kriegsamt vom 29. NoUeber Waffenlieferungen an die Boeren 0 Wien, 30. November.( W. T. B.) Die ungarische Delegation wählte Szapary zum Präsidenten und Szilagyi zum Vicepräsidenten. Szapary hob in seiner Rede hervor, trotz der großen Summen, welche die europäischen Mächte für die Heere ausgeben, und die auch Oestreich- Ungarn im Interesse der eigenen Sicherheit aufwenden müsse, fönne die östreichisch ungarische Politik nur neue Friedenspolitik sein. Die Delegation habe stets die Summen genehmigt, die zur Erhaltung und Entwicklung der Heereskraft nötig seien; doch könne die volkswirtschaftliche Kraft des Landes nicht außer acht gelassen werden. Chamberlains Nede. Jr. 281. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag.pn 113. Sigung vom 30. November 1899, 1 hr. Am Tische des Bundesrats: v. Posadowsky. Zunächst wird der Antrag Albrecht u. Gen.( Soc.) angenommen, welcher lautet: Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zu er suchen, zu veranlassen, daß das gegen den Abg. Thiele( alle) schwebende Privatklageverfahren wegen Beleidigung für die Dauer der gegenwärtigen Session eingestellt werde. Freitag, 1. Dezember 1899. Abg. Blell( frf. p.): Um etwas Wirkliches zu erreichen, beantragte ich einen einheitlichen war, wird auch bei uns in beschränkterem Maße durchführbar sein. Ladenschluß von 9 bis 5 Uhr, und dieser Antrag wurde mit großer Ich bitte Sie also, unsere Anträge anzunehmen.( Lebhafter Beifav Mehrheit angenommen. bei den Socialdemokraten.) Ich habe auch eine ungeheuere Anzahl von Detaillisten geAbg. Frhr. v. Stumm( Np.): sprochen, die erklärten, der obligatorische Ladenschluß würde ein Wenn so viele Geschäftsinhaber für den obligatorischen Ladens Segen für sie sein. Das Publikum wird sich schon schließlich einrichten. Ich bin gewiß ein Freund der persönlichen Freiheit, aber schluß sind, steht ja nichts im Wege, daß sie sich gemäß den Be ich bin ein noch größerer Gegner der so überaus großen Ueber- lebrigens ist es wohl ausgeschlossen, daß der Bundesrat sich für den tinmungen des§ 139 e dafür aussprechen und ihn einführen. anstrengung der Angestellten.( Bravo! links.) obligatorischen Ladenschluß ausspricht. Diese Bestimmung wird also Abg. Cahensly( C.): Ich möchte mich vor allem für den in dritter Lesung doch wieder fallen gelassen werden. Mit der BeAntrag Stumm aussprechen, der es verhindern will, daß die Läden ftinumung über den Ladenschluß am Mittag fann ich mich nicht einHierauf wird die zweite Beratung der Novelle zur Gewerbe- um die Mitte des Tages geschlossen werden können. Gerade viel verstanden erklären. Gerade die Arbeiter sind meist genötigt, ihre Ordnung fortgesetzt bei fleinere Viktualienläden haben ihre Haupteinnahme in der Einkäufe um die Mittagszeit zu machen und Sie würden nur er § 139e und ee, welche die Frage des Ladenschlusses zu lösen Mittagszeit. Die Einführung des Neunuhr Ladenschlusses fuchen durch folgende Bestimmungen: halte ich für verfrüht und bitte Sie, dem Vorschlage der Regierung reichen, daß die Arbeiter des Abends geradezu zum Wirtshausbesuch § 139 e: zu folgen, zunächst die beteiligten Ladeninhaber zu befragen. Ganz gezwungen werden. Auf Antrag von mindestens zwei Drittel der beteiligten Ge- unannehmbar ist der Antrag Albrecht auf Einführung des Achtuhrschäftsinhaber fann für eine Gemeinde oder mehrere örtlich zu- Ladenschlusses. Die meisten Geschäfte schließen ja erst frühestens um Wir sind der Ansicht, daß die gestern beschlossene minimale Ruhes fammenhängende Gemeinden durch Anordnung der höheren Ver- 8 Uhr, sodaß die Angestellten nicht mehr in der Lage wären, nach pause in erster Linie von segensreichem Einfluß für die Handlungswaltungsbehörde nach Anhörung der Gemeindebehörden für alle Geschäftsschluß ihre Einfäufe zu besorgen. Der Herr Abg. Nosenow gehilfen sein wird, und wir bedauern nur, daß unser Antrag auf oder einzelne Geschäftszweige angeordnet werden, daß während hat nun vorgestern Veranlassung genommen, auf Grund einzelner eine elfstündige obligatorische Pause abgelehnt worden ist. Dagegen bestimmter Stunden um die Mitte des Tages oder in der Zeit Arbeitsordnungen von der außerordentlichen Ausbeutung der glauben wir nicht, daß sich ein einheitlicher Ladenschluß durchführen zwischen 8 Uhr abends und 6 Uhr morgens oder in der Zeit zwischen Handlungsgehilfen zu sprechen. Gewiß bedaure auch ich es, wenn solche läßt. Die Verhältnisse liegen in Deutschland zu verschieden. Den 9 Uhr abends und 7 1hr morgens die Verkaufsstellen für den igoroje Arbeité oro nu igen vortomment, aber eine Schwalbe magt doch meiſten Schaden würden die feinen Geschäftsinhaber in den Bougeschäftlichen Verkehr geschloffen sein müssen. Die Bestimmungen noch feinen Sommer. Ich muß zum Ruhme des deutschen Staufmanns- orten der großen Städte haben, da jeder seine Einkäufe bei einheit der§§ 139 c und d werden hierdurch nicht berührt. standes hervorheben, daß bis jetzt Gott sei dant noch ein loyales lichem Ladenschluß noch rasch in der Stadt erledigen würde. Den Auf Antrag von mindestens 1/3 der beteiligten Geschäfts: Verhältnis zwischen den Chefs und Gehilfen herrscht. Dahingegen Geschäften, in denen keine Gehilfen vorhanden sind, und das ist die inhaber hat die höhere Verwaltungsbehörde die Geschäftsinhaber zu muß ich Ihre Aufmerksamkeit auf die manchmal ganz maßlosen Mehrzahl, muß es überlaffen bleiben, zu öffnen und zu schließen, einer Aeußerung für oder gegen die Einführung des Laden- Forderungen der Gehilfen lenken. Der Verband der Handlungs- wann sie wollen, um sich den lokalen Verhältnissen anzupassen. schluffes im Sinne des vorstehenden Absatzes aufzufordern. Er gehilfen Deutschlands in Hamburg verlangt eine neunstündige Ar- Ein einheitlicher Eingriff muß deshalb so viel als möglich vertlären sich 2/3 der Abstimmenden für die Einführung, so kann die beitszeit für die Gehilfen und Lehrlinge unter 18 Jahren, ferner mieden werden. Ein einheitlicher Ladenschluß ist in der ganzen Welt höhere Verwaltungsbehörde die entsprechende Anordnung treffen. eine Frühstücks-, Mittags- und Nachmittagspause, sodaß schließlich noch nicht eingeführt mit Ausnahme der australischen Kolonie Der Bundesrat ist befugt, Bestimmungen darüber zu erlassen, eine Arbeitszeit von 61/2 Stunden übrig bleibt. Außerdem wird noch Victoria, und auch dort sind sehr viele Ausnahmen zugelassen. Ich in welchem Verfahren die erforderliche Zahl von Geschäftsinhabern 36stündige Sonntagsruhe verlangt! Ich glaube nicht, daß irgend schließe mich dem Antrage des Abg. v. Stumm an, der den Zwang festzustellen ist. ein Geschäftsmann unter solchen Umständen ein Geschäft führen beseitigen will, daß eine Zweidrittel- Mehrheit auch den Schluß der fann. Geschäfte während der Mittagspause herbeiführen kann. Bis jetzt Abg. Bebel( Soc.): is the sind die Verhältnisse im Ladengeschäft allerdings unerträglich, aber bie Regierungsvorlage reicht vollständig aus, alle Schäden zu bea feitigen. Stimmen Sie bitte für die Regierungsvorlage. Während der Zeit, wo die Verkaufsstellen geschlossen sein müssen, ist der Verkauf von Waren der in ihnen geführten Art, sowie das Feilbieten von solchen Waren auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen oder an anderen öffentlichen Orten oder ohne vorherige Bestellung von Haus zu Haus im stehenden Gewerbebetrieb sowie im Gewerbebetrieb im Umherziehen verboten. Ausnahmen können von der Ortspolizeibehörde zugelassen werden. Der Bundesrat kann Bestimmungen über etwaige Ausnahmen treffen. § 139 ee. werden. Dazu liegen vor: 1. Antrag Albrecht( Soc.) und Genossen, an Stelle der beiden Paragraphen zu sehen: Von 8 Uhr abends bis 5 Uhr morgens müssen Verkaufsstellen für den geschäftlichen Verkehr geschloffen sein. An den Tagen vor den Sonn- und Feiertagen dürfen die Verkaufsstellen bis abends 9 Uhr geöffnet sein. Die beim Ladenschluß im Laden schon anwesenden Kunden dürfen noch bedient werden; als 2. Absatz den Abs. 3 des§ 139 e, als 3. Absatz den Abs. 3 des§ 139 ee. 2. Antrag Stumm( Rip.), in§ 139e, Abs. 1 die Worte um die Mitte des Tages oder", sowie den§ 139 ee zu streichen. 3. Antrag Blell( frj. p.), in§ 189e Abi. 2 und 8 zu streichen. 4. Antrag v. Salisch( t.), in§ 139c Abs. 1 hinter den Worten und 7 Uhr morgens" einzuschalten für bestimmte Zeiträume oder für das ganze Jahr". 5. Antrag Röſicke( wildl.), in§ 139 e Abs. 4 einzufügen hinter 6. Antrag Bebel, Molkenbuhr, Pfannkuch, Reißhaus( Soc.): a) Dem§ 105( Feſtſetzung der Verhältnisse zwischen den Arbeitgebern und nehmern folgenden Absatz hinzuzufügen: " von solchen Waren" in anderen Verkaufsstellen". 3 9 Abg. Dr. Hihe( C.): Abg. Dr. Pachnicke( frs. Wg.): Natur oder kleinen Orten Es ist meinem Fraktionsgenossen, dem Abg. Rosenow, nicht eingefallen, den gesamten deutschen Kaufmannsstand diskreditieren zu wollen. Das Wort von der Schwalbe, die noch keinen Sommer macht, war aber doch recht wenig am Blaze, denn der Abg. Rosenow hat eine große Reihe drastischer Fälle angeführt, die jedenfalls soviel wollen auch die Prinzipale schützen gegen unberechtigte Ansprüche des Es geht uns nicht bloß darum, die Gehilfen zu schüßen, wir, beweisen, daß innerhalb weiter Schichten des kaufmännischen Publikums. Die Prinzipale sollen auch ihre Ruhe haben, sie sollen Gewerbes außerordentlich bedenkliche Zustände herrschen. Die Von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens müssen Verkaufs- Forderungen des Hamburger Handlungsgehilfen- Vereins, die der sich auch ihrer Familie widmen können. Wir wollen der illoyalen ſtellen für den geschäftlichen Verkehr geschloffen sein. Die beim Herr Vorredner als maßlose bezeichnete, werden doch ganz verständ- Konkurrenz Einhalt thun, der Kurzsichtigkeit und Widerspenstigkeit Ladenschluß im Laden schon anwesenden Kunden dürfen noch bedient lich, wenn man bedenkt, daß diese jungen Leute unter 18 Jahren die einzelner Kaufleute entgegentreten. Den socialdemokratischen Antrag um acht Uhr zu schließen, will ich vorläufig nicht annehmen. Ich freie Zeit zu ihrer Ausbildung, zum Besuch der Handelsschule gläube aber, der Abg. Bebel hat recht, es wird schließlich dahin leber 9 Uhr abends dürfen Verkaufsstellen für den geschäft- und den Vorbereitungen dazu benutzen sollen. Uebrigens lichen Verkehr geöffnet sein: fommen, wenn die Wohlthat des früheren Ladenschlusses erst ins zählt der Hamburger Verein unter feinen 60 000 Mit1. für unvorhergesehene Notfälle, 2. an höchstens 40 von gliedern Bewußtsein der Bevölkerung gedrungen ist. Ich bitte Sie deshalb, 7500 etablierte Kaufleute. Auch diese haben der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen, zu bestimmenden Tagen, jedoch bis also die Forderungen durchaus gebilligt. Was die Frage anbelangt, es beim Neunuhr- Ladenschluß zu belassen, dagegen bin ich bereit, die spätestens 10 Uhr abends, 3. nach näherer Bestimmung der die uns jetzt hier beschäftigt, so möchte ich vor allem auf eins auf Zulassung des Schlusses um die Mittagszeit fallen zu lassen, da ja höheren Berwaltungsbehörde für ländliche Gemeinden, in welchen merksam machen. Der ganze Sturm von Petitionen, den man im jetzt die Mittagspause für die Angestellten geregelt ist. Den Neunuhrder Geschäftsverkehr sich in der Hauptsache auf einzelne Tage Laufe des Sommers erwartete, nachdem im Frühjahr die Kommission Ladenschluß halte ich für einen bescheidenen Anfang in der Richtung weiteren Vorgehens. Die Kommission hat sehr sorgfältig alles erder Woche oder auf einzelne Stunden des Tages bejchränkt.; die Einführung des obligatorischen Neunuhr- Ladenschlusses beschlossen weiteren Vorgehens. Die Kommission hat sehr sorgfältig alles erDie Bestimmungen der§§ 139c und d werden durch die vor- hatte, ist vollkommen ausgeblieben. Nur ganz wenige Petitionen wogen, wir können ihren Vorschlägen zustimmen. stehenden Bestimmungen nicht berührt. haben sich gegen diese Einrichtung ausgesprochen, dagegen eine sehr große Anzahl dafür. Das ist auch gar nicht so wunderbar, denn diese Einrichtung liegt im Interesse der großen Mehrheit der Be- hilfen, sondern um die Prinzipale. Es wird hier so dargestellt, als Bei diesen Paragraphen handelt es sich nicht mehr um die Ge teiligten selbst. Als übrigens in den Jahren 1885 und 1886 feien alle Interessentent für gefeßlich eingeführten zeitigen LadenBismard auf Betreiben des Reichstags eine Enquete über die Einführung der Sonntagsruhe vornehmen ließ, stellte es schluß. Das ist keineswegs der Fall. Die Interessenten haben sich fich bereits damals heraus, daß eine ungewöhnlich große noch gar nicht geäußert in dieser Frage. Der alte Uebelstand zeigt Bahl selbständiger Kaufleute für eine weitgreifende Beschränkung sich hier wieder, man läßt es gehen, bis es zu spät ist. Die Verder Sonntagsarbeit eintrat. hältnisse sind zu verschieden, um eine einheiliche Regelung wünschensMeinen politischen Freunden gehen nun die Kommissionsbeschlüsse nicht weit genug. Vor allem die Be- wert erscheinen zu lassen. Es ist ein Unterschied, ob es sich um Stimmungen in Absatz 2 und 3 des§ 139e werden einen wahr große oder kleine Geschäfte, solche in Hauptstraßen und solche in Nebenstraßen, in Großstädten handelt. haft anarchistischen Zustand zur Folge haben; kein Mensch wird so sind mehr wissen, was nun eigentlich Rechtens ist. Uebrigens hat der soweit nicht jetzt schon zeitig geschlossen wird Gründe von der Kommission beschlossene Abstimmungsmodus bisher nur zwingender dafür vorhanden. ES giebt noch eine Opposition hervorgerufen, teine einzige Petition hat sich dafür aus- boch Rücksicht zu nehmen hat. Wir sind alte Gegner solch starken große Anzahl Alleinbetriebe, auf die man gesprochen. Vorgeschlagen ist dagegen- vor allem von den Cigarren- und Tabalhändlern eine Abstimmung nach Branchen. ſtaatlichen Eingriffs, wenn wir ihn auch nicht mehr ganz verwerfen. Ich selbst billige auch diesen Weg nicht. Die Cigarren- Wir weisen den Vorwurf des Mancheſtertums von uns. Es und Tabakhändler haben sich ja auch gegen die Einführung der ist bei uns nur eine Frage des Maßes. Sonntagsruhe seiner Zeit besonders energisch ausgesprochen, vor gesetzlicher Ladenschluß nicht notwendig ist. Wir sind lieber für eine allem ja mit dem berechtigten Hinweis darauf, daß der Verkauf von elfstündige Minimalruhezeit. Jetzt wollen wir schonend vorgehen. In dem Betriebe von Bergwerken, Salinen, Aufbereitungsanstalten, Cigarren in Restaurationen am Sonntag nicht gleichzeitig verboten Später lönnen wir vielleicht einmal einen Schritt weiter gehen. Brüchen und Gruben von Hüttenwerken, Fabriken und Werkstätten wurde. Nun, solche Slagen treten ja regelmäßig auf, sobald einAbg. Stöcker( f.): aller Art, von Zimmerplägen und anderen Bauhöfen, von Werften schneidende gesetzgeberische Maßnahmen getroffen werden, die der Es sind praktische und principielle Bedenken gegen die Kommissions und Ziegeleien, sowie bei Bauten aller Art dürfen Arbeiter an der Ausbeutung des Personals irgend einen Damm entgegensezen vorschläge vorgebracht worden. Principielle Erwägungen führen mich Tagen vor Sonn- und Festtagen nicht über 4 Uhr nachmittags wollen. Wenn aber solche Bestimmungen dennoch Gesez wurden, so aber zu den Kommissionsbeschlüssen, denen ich im großen und ganzen beschäftigt werden. Soweit durch§§ 105 b bis i Ausnahmebestimmungen vorgesehen nehmer sich in den neuen Zustand hineinfinden. Wir beantragen ber Angestellten, sondern wie der Name anzeigt, von der Ordnung hat es sich noch immer gezeigt, daß in ganz kurzer Zeit die Unter- zustimme. Die Gewerbe- Ordnung handelt doch nicht nur von dem Schutz sind, findet der vorstehende Absatz keine Anwendung. also, daß die Unternehmer überhaupt nicht gefragt werden, im Gewerbe. Ich halte es für eine Unordnung im Gewerbe, wenn b) in§ 105b festzusetzen: Die den Arbeitern zu gewährende sondern daß von Gesetzeswegen mit Ausnahme der Tage vor die Läden so lange in die Nacht hinein aufbleiben. Für unsere Ruhe hat mindestens für jeden Sonn- und Fefttag 32( bisher 24). Feiertagen der Ladenschluß auf 8 1hr festgelegt werde. Eine Jugend ist der Zustand besonders unvorteilhaft, ich stehe nicht an, für zwei aufeinander folgende Sonn- und Festtage 44( bisher 36), solche Bestimmung würde jedermann dazu nötigen, feine Einkäufe zu sagen, daß mir, was den Schutz der jugendlichen Gehilfen und für das Weihnachts-, Oster- und Pfingstfest 56( 48) Stunden zu vorher zu besorgen und vor allem auch auf die Frauen sehr er- Lehrlinge im Handelsgewerbe anbelangt, die Kommissionsbeschlüſſe zieherisch einwirken. Wenn ich auch stets für die Frauenemanzipation nicht weit genug gehen. In der Fabrikgesetzgebung gehen die Abg. Tiedemann( Rp.): eintrete, so bin ich doch durchaus auch für die Schwächen der Schutzbestimmungen für die jugendlichen Arbeiter weiter. Ich Die Interessen der Allgemeinheit werden durch den obligatorischen Frauen nicht unzugänglich.( Große Heiterkeit.) Gine große sehe den Grund nicht ein, weshalb die jugendlichen Kräfte Ladenschluß nicht im mindesten gefördert, im Gegenteil im Interesse Schwäche der Frauen liegt mun darin, daß sie überhaupt kein Beit im Handelsgewerbe weniger gut gestellt sein sollen. des Publikums liegt ein möglichst später Ladenschluß. Ferner ist maß fennen. Das liegt natürlich daran, daß die Fran keinen ge- Feierabend ist gerade so ethisch bedeutend wie der Feierdoch die Minimal- Ruhezeit für die Augestellten bereits gefeßlich fest- regelten Arbeitstag fennt, sondern einfach den ganzen Tag von tag. Unsere Bevölkerung leidet dadurch, daß man abends zu lange gelegt, aber auch im Interesse dieser ist der obligatorische Laden- morgens früh bis abends spät zu thun hat; auch wenn sie in der aufbleibt, zu lange arbeitet und dann in die Kneipen läuft. An schluß nicht geboten. Er bedeutet lediglich eine obrigkeitliche Be Fabrit ist, muß sie die übrige Zeit des Tages für den Hausstand Sonntagen werden dann anstrengende Vergnügungen aufgesucht. vormundung erwachsener Personen. Insbesondere werden die Laden- sorgen. Darum hat fie es nicht gelernt, sich an eine Unserem Volke fehlt es an Ruhe und Erholung. Das moralische inhaber, die ihr Geschäft allein betreiben, dadurch gezwungen, über bestimmte Zeit zu binden. Es ist ja eine bekannte That- Naturgefühl der Engländer und Amerikaner hat im Zeichen der ihre Zeit anders zu verfügen, als sie es für richtig halten. Nun sache, daß am Sonntag turz bor 2 Uhr noch immer modernen Industrie die wirkliche Sonntagsruhe geschaffen. In der joll noch gar die Vorschrift gegeben werden, daß schon auf Vorschlag eine große Anzahl Hausfrauen in die Läden stürzen, um City von London werden die Geschäfte um 6 Uhr abends geschlossen. son einem Drittel der Geschäftsinhaber die übrigen zur Aeußerung ihre Einkäufe zu besorgen, trotzdem sie vorher Zeit genug Auch wir müssen für mehr Ruhe sorgen, schon um die erschreckende aufgefordert werden. Das ist ganz unaunehmbar und ich werde daher dazu gehabt haben. In dieser Beziehung wird also die Ein- Bunahme der Nervenkrankheiten zu verhüten. Darum begrüße ich für den Antrag Blell stimmen, der Streichung dieser Bestimmung führung des Achtuhr- Ladenschlusses zweifellos erzieherisch auf die die Kommissionsbeschlüsse. Lassen Sie es uns versuchen, verlangt. Ganz unmöglich ist auch der Ladenschluß um die Mittags Frauen wirken. Ueberhaupt liegt diese Bestimmung außerordentlich einen| Eingriff in die Souveränität der Schenkstätten zu zeit, der eine wesentliche Begünstigung der Schenkwirtschaften beim Intereffe gerade der bürgerlichen Familie, da eine große Anzahl machen; vielleicht gelangen wir bis zur dritten Lesung darüber zu deuten würde. Ueberhaupt bilden ja die Schenkstätten ein noli me bürgerlicher Frauen sowohl selbständig wie auch als Gehilfen in einem Beschluß. Der obligatorische Schluß ist das wertvolle, gerade tangere in der Gewerbe- Ordnung und gerade die Herren Social- Geschäften thätig sind. Ferner ist es eine Thatsache, daß weder der auch für den Alleinbetrieb. Er darf nicht aufgegeben werden. Ich demokraten würden sich sehr wohl besinnen, z. B. eine Sonntags- Kaufmann noch seine Angestellten im Sommer jemals zum verstehe nicht, wie irgend jemand dadurch benachteiligt werden kann. ruhe auch für Kellner zu verlangen. Ich bitte Sie also den§ 139ee Genuß der schönen Natur kommen. An den herrlichsten Sommer: Wir müssen, das sage ich Herrn v. Tiedemann, in der Socialreform glatt abzulehnen. tagen sind sie bis spät abends im Geschäft festgehalten. noch weite Schritte machen, um unserm Volfe mehr Ruhe zu vers Abg. Münch- Ferber( natl.): Der§ 139ee ist durchaus im Eine große Anzahl von Kreisen hat sich direkt für den schaffen und Behagen in den arbeitenden Klassen, wenn sie nicht im Interesse der Angestellten geschaffen. Bei den statistischen Erhebungen Achtuhr- Ladenschluß ausgesprochen; ausgesprochen; so der Handlungsgehilfen- umsturz ihren Helfer und Beschützer erblicken sollen. Daß der hat sich herausgestellt, daß 50 Prozent aller dieser Angestellten eine Verband in Leipzig mit 50 000 Mitgliedern, der schon er Achtuhrschluß kommen muß, steht für mich fest. Auf die PrivatArbeitszeit von 14 bis 15 Stunden haben. Die Lehrlinge meistens wähnte Verein für Handlungsgehilfen Deutschlands in initiative dürfen wir uns nicht verlassen. Wir sind ein zu regiertes eine noch längere. Diesen Thatsachen konnte sich auch die Regierung Hamburg, der Frankfurter Verband, welcher unter circa und ein gut regiertes Volt, als daß wir viel auf selbständige Ents nicht verschließen und lancierte daher seiner Zeit als Versuchsballon 100 000 Gehilfen und Lehrlingen 24 781 Prinzipale zu Mitgliedern schlüsse des Einzelnen rechnen könnten. Der wirtschaftlichen Bummelei die Idee eines frühzeitigen Ladenschlusses in die Oeffentlichkeit. zählt, der Berliner Hilfsverein für weibliche Angestellte, die Breslauer des Publikums, das daran gewöhnt ist, noch um zehn, elf Uhr Allmählich hat auch diese Idee, die zuerst mur Spott und Hohn Handelskammer. Unter diesen Umständen kann man wohl mit abends einkaufen zu können, darf nicht Rechnung getragen werden. erntete, Anklang gefunden. Der Grund für den späten Ladenschluß Recht verlangen, daß der Ladenschluß um 8 Uhr nun auch wirklich Es handelt sich wirklich nur um eine weibliche Schwäche, die ja auch liegt nur in der unerbittlichen Konkurrenz, die sich die Laden- gesetzlich festgelegt wird. Um nun aber dem hauptsächlich in Herr Bebel anerkennt. Zu diesen weiblichen Schwächen rechnet die inhaber gegenseitig machen. Es ist durchaus nicht notwendig, daß Betracht kommenden Personal es zu ermöglichen, seine Einkäufe Socialdemokratie wohl nach den Erfahrungen in Hannover auch die das Publikum sich noch nachts nach 10, 11 Uhr mit Cigarren am Sonnabend rechtzeitig zu besorgen, haben wir beantragt, Stärke der Beredsamkeit.( Heiterkeit.) Wird das weibliche Publikum versorgt. In den meisten Fällen stehen auch die Unkosten an Licht usw. daß am Sonnabend und den Tagen vor Festtagen alle Be- genötigt, seine Einkäufe zeitiger zu besorgen, so wird sich das auch in gar keinem Verhältnis zu dem Gewinn durch das lange Offen- triebe, in denen es angängig ist, um 4 Uhr gefchloffen für das Publikum als Wohlthat erweisen.( Beifall rechts.) halten. Hervorragende Stimmen aus Berlin, Hamburg, Leipzig, werden. In England besteht der allgemeine Brauch, daß an solchen die Handelskammern von Köln, Aachen und andere haben sich daher Tagen die Fabriken und Werkstätten bereits um 2 Uhr schließen. Abg. Rösicke( wild- liberal): für eine frühere Ladenschlußstunde ausgesprochen. Nun hat die Re- Man sieht in London am Sonnabendnachmittag große Massen von Ich bestreite dem Herrn Abgeordneten Stöcker, daß gerade das gierung in der Vorlage versucht, in dieser Beziehung Wandel zu schaffen, Arbeitern und Staufleuten, die ihre Einkäufe besorgen oder ihrem deutsche Volt ohne obligatorische Maßregeln nicht auskommt. Ich aber die Kommission war der Ansicht, daß durch freie Vereinbarung Sport nachgehen, wozu ja bei uns den Arbeitern nicht einmal die verweise nur auf die freie organisatorische Thätigteit breiter Schichten von zwei Dritteln der Ladeninhaber nichts erreicht werden würde. Zeit bleibt. Was dort mit Hilfe der Arbeiterorganisationen möglich der Bevölkerung. So lange der Beweis nicht geliefert wird, daß dauern. Der auch Wenn man nur nicht, wie bei der Abg. Raab( Antis.): ber Ladenschluß nicht auch durch freiwillige Initiative der Inter-| für den Neumuhr- Ladenschluß einzutreten, ebenso werden wir für den p Abg. Pfannkuch( Soc.): essenten herbeigeführt werden kann, sollten wir nicht zu Gefeßen Antrag Röfice stimmen. Nach der Nede des Herrn Raab kann man erst so recht begreifen, wenn ich auch zugebe, daß die Vorschläge der Bäckereiverordnung, die betreffenden Kreise aufheizt, sondern beurteilen, welchen Schmerz er empfunden haben muß, als er das Kommission an sich nicht schlimm sind. Sollte sich heraus- schwichtigend und beruhigend wirkt, dann werden sicher diese Be- Anerkennungsschreiben der Barbiere nicht erhielt.( Heiterkeit bei den stellen, daß die Privat- Initiative nicht ausreicht, mun, wir haben ja stimmungen nicht auf all zu großen Widerstand der Beteiligten Socialdemokraten.) jedes Jahr eine Novelle zur Gewerbe- Ordnung und können dann stoßen, sondern werden in furzer Zeit Verständnis finden sowohl weiter reden. Zwang ist immer nur ein Notbehelf, und die Bevor- bei Unternehmern wie bei Angestellten. Herr Blell hat späteren mundung selbständiger Gewerbetreibender sollten nur eintreten, wenn Ladenschluß in den Vororten, Herr Bachnide umgekehrt in den großen übrig, als den allgemeinen Neunuhr- Ladenschluß einzuführen. VorNach den eben gepflogenen Erörterungen bleibt nichts anderes c3 auf andere Weise nicht geht. Was die Anträge der Herren Social- Städten verlangt. Um keinen zu kränken, schlage ich Ihnen daher vor, gestern, habe ich zwar nicht den Mund aufgethan, aber so gestimmt, demokraten anlangt, so scheint mir das Verlangen, alle Betriebe den gleichmäßigen Ladenschluß für überall zu beschließen. Das eine wie es im Juteresse der Handlungsgehilfen liegt. Mit dem vielen Sonnabends um vier 1hr zu schließen, denn doch zu weitgehend. tann ich Ihnen jedenfalls sagen: lehnen Sie auch heute unsere Reden ist es nicht gethan, es ist überflüssig, wenn die MehrDie weiter geforderte Ausdehnung der Sonntagsruhe ist die logische Anträge ab, sie werden doch immer wiederkehren, bis die bürgerheit einig ist. Herr Rosenow hat von antisemitischen RadauKonsequenz des ersten focialdemokratischen Antrags. Ich glaube lichen Parteien sich von ihrer Notwendigkeit überzeugt haben.( Bravo! Bersammlungen gesprochen, den Radau machen in unseren Versammkaum, daß hierzu Neigung bestehen wird. lungen nur die Socialdemokraten. Redner citiert aus dem Braunschweiger Volksfreund" eine Notiz, in der einzelnen Genossen vorgeworfen ist, daß sie sich haben verleiten lassen, eine antisemitische Bersammlung zu füllen und für den„ dort üblichen Radau" zu sorgen. ( Heiterkeit.) Abg. Frhr. v. Stumm: Es ist unbedingt nötig, daß bis zur dritten Lesung eine Fassung vereinbart wird, die jedes Mißverständnis ausschließt. Staatssekretär Graf Posadowsky: bei den Socialdemokraten.) Abg. Röficke- Dessau( wildlib.) Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Meine principielle Stellung zu der Frage des Ladenschlusses stellt fest, daß er mit seinem Amendement nur andere offene habe ich bereits vorgestern angedeutet. Ich würde es für focial: Verkaufsstellen gemeint habe, nicht etwa Gastwirtschaften. Er wolle politisch richtig halten, wenn der Achtuhr- Ladenschluß eingeführt nur eine unlautere Stonkurrenz verhindern. Die einschneidende würde. Unsere fleinen Detailhändler haben den ein bißchen Frage, die Konkurrenz der Gastwirtschaften, habe er hier nicht be philiströsen Standpunkt, den Laden immer noch ein paar Stunden rühren wollen. Seine Bemerkung über die Sonnabend- und länger aufzuhalten, um noch irgend ein kleines Geschäftchen zu Sonntagruhe habe sich gegen Herrn Stöcker, nicht gegen die socialmachen. In vielen englischen Städten aber ist sogar durch freie demokratische Partei gerichtet. Eine sehr wichtige Frage sei es auch, Vereinbarung herbeigeführt, daß die Geschäfte einer be- ob, wenn für gewisse Branchen der zeitige Ladenschluß ausgesprochen stimmten Branche an einem Wochentage nachmittags über- ist, diejenigen Geschäftsleute, die noch andere Branchen gleichzeitig haupt schließen. Die Inhaber und die Gehilfen ziehen führen, auch unter den Beschluß fallen. Ich meine, diese Leute dann mit ihren Familien ins Freie und spielen dann die eng- fönnen die übrigen Artikel auch nach neun Uhr verkaufen. Vielleicht lischen Bewegungsspiele. Das Publikum hat sich vollkommen daran äußert sich der Staatssekretär darüber. gewöhnt und alle Sachverständigen erklären, daß durch diese Einrichtung das Geschäft in feiner Weise zurückgegangen, sondern da, wo die Bevölkerung gewachsen, auch gestiegen ist. Wenn wir uns Ich interpretiere anders wie Herr Röfice; wenn die Händler mit nun aber doch nicht entschlossen haben, den Achtuhr- Ladenschluß ge- Butter und Käse den zeitigen Ladenschluß verlangen und es wird feßlich einzuführen, so war hierfür die außerordentliche Erbitterung nun ein Beschluß herbeigeführt, so werden auch die Händler, die maßgebend, die in weiten Kreisen der Kaufleute darüber außer mit Butter und Käse mit anderen Waren handeln, schließen entstanden sind, daß sie durch eine gefegliche Vorschrift ge- müssen. Sonst ist eine Kontrolle nicht möglich. Die Gastwirtschaften zwungen sein sollten, zu einer bestimmten Stunde den Laden aber bleiben unberührt, sie können z. B. Cigarren verkaufen, wenn gut schließen. Es ist psychologisch interessant, die Aenderung der auch die Cigarrenhändler den Neumuhr- Ladenschluß eingeführt haben. Einschätzung der freien Initiative zu beobachten, die in den letzten Abg. Beckh- Koburg( frs. Vp.) Jahren in den Parlamenten vor sich gegangen ist. Welche Hoffnungen setzte man nicht bei der Einführung der Selbstverwaltung polemisiert gegen den Abg. Stöcker. Die Sonntagsruhe in England in den Provinzen und Kreisen auf die frei waltende Initiative des sei in Deutschland nicht zu empfehlen. Von einem sittlichen Verfall gefunden Menschenverstandes der Männer des praktischen Lebens. tönne in Deutschland nicht gesprochen werden, viel eher von einen An die Stelle dieser Hoffnung ist jetzt ein gewisses Mißtrauen ge- fittlichen Verfall in England. Nach dieser Nichtung sei der Krieg treten und deshalb sucht man jetzt, was man früher der Privat- gegen Transvaal ein sehr bedenkliches Zeichen.( Beifall rechts.) initiative überließ, durch Gesez zu regeln. Es handelt sich Abg. Naab( Antis.): Abg. von Salisch( f.): Gerade die kleinen Ladeninhaber sehen unsern Beschlüssen mit großer Sorge entgegen. In der Verkürzung der Ladenzeit liegt eine große Gefahr, deshalb können wir dem socialdemokratischen Antrag nicht zustimmen. Mein Antrag soll eine größere Beweglichkeit in der Ausführung der neuen Bestimmungen ermöglichen. Ich bitte Sie, diesem Antrage zuzustimmen. סטן solchen Wenn rückläufig bei drei Sige Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie haben zur Gewerbe- Ordnung zu sprechen! Abg. Dr. Hitze( C.): Diejenigen, die an einer Branche hervorragend beteiligt sind, sollen zur Abstimmung zugelassen sein, die, welche nur weniger be= teiligt find, sollen nur gehört werden, aber nicht mit abstimmen dürfen. Hiermit schließt die Diskussion. Abg. Blell( freif. Vp.) zieht seinen Antrag, soweit er die Streichung des Absatzes 3 betrifft, zurück. Der Antrag des Abg. Stumm( Rp.) im§ 139e Abs. 1 die Worte um die Mitte des Tages oder" zu streichen, wird angenommen, ebenso der Antrag v. Salisch, die Worte für bestimmte Zeiträume oder für das ganze Jahr" hinzuzufügen, ebenso der damit abgeänderte§ 139e und sodann der§ 139ee in der Som missionsfassung. Debattelos angenommen werden hierauf die§§ 139f bis 139i und somit ist der Artikel 8 erledigt. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr ( Fortsetzung der heutigen Beratung). Schluß 61/2 hr. Derlammlungen. Der Wahlverein für den ersten Berliner ReichstagsWahlkreis hielt Dienstag bei Miegel, Stralauerstraße, feine Generalversammlung ab, die verhältnismäßig gut besucht war. Nach erstattete, haben im letzten Halbjahr sechs Versammlungen stattdem Bericht des Vorstandes, den der Vorsitzende Fellgentreff gefunden, die bis auf eine sich eines regen Besuches erfreuten. Seitens des Vorstandes wurden arrangiert: eine allgemeine Befichtigung des neuerbauten Spree- Tunnels, an der sich die Genoffen sehr zahlreich beteiligten und der dreimalige Besuch der Treptower Sternwarte. Gratis abgegeben für Mitglieder wurde das Protokoll des letzten Parteitages. Die Mitgliederzahl ist um zehn gestiegen. Am Schlusse seiner Ausführungen äußert Redner den Wunsch, daß in der Folge das System der Zahlabende für den Wahlverein noch weiter eingeführt und ausgebaut werde. = in den Kommissionsbeschlüssen um einen so entscheidenden Schritt Der Herr Abg. Pfannkuch, hat mir vorgeworfen, daß meine Rede daß ich die Stellung der verbündeten Regierungen zu ihnen nicht nur deshalb gehalten worden sei, um uns unseren Anhang unter den festlegen kann, und mir ihre Entscheidung bis zur dritten Lefung Handelsgehilfen zu erhalten. Den gegenüber weise ich darauf hin, vorbehalten muß. Nach Lage der Sache würde ich es aber für daß der Parteigenosse des Herrn Pfannkuch, Herr Rosenow, vorgestern tattisch richtiger halten, wenn Sie auf den Boden der Regierungs- die Handlungsgehilfen ausdrücklich aufgefordert hat, sie sollten sich vorlage zurückkehren wollten. Warten Sie ab, ob nicht der gesunde der revolutionären Socialdemokratie anschließen. Ich würde Menschenverstand der Ladeninhaber in einer Reihe von Städten die Stelle vorlesen, finde sie aber nicht im Stenogramm, die Initiative zu einer Regelung des Ladenschlusses ergreift. Dann vielleicht hat sie Herr Rosenow gestrichen.( Unruhe bei den Socialwürde seine gesetzliche Einführung einen ganz anderen Wert haben. demokraten.) Bleibt diese Initiative aus, so können wir immer noch Die Hannoverschen Barbieve teilen mir mit, daß das Dantauf den gesetzlichen Ladenschluß zurückkommen. Nimmt das schreiben nicht nur Herrn Bebel, sondern auch drei anderen Abgeord Haus jedoch den Kommissionsantag an, so bitte ich jeden- neten zugegangen ist, und verwahren fich dagegen, daß sie in hellen falls die Bestimmung zu streichen, daß auch ein Laden Haufen zur Socialdemokratie übergegangen seien. Ihr Dant hätte schluß zur Mittagszeit beschlossen werden kann. Das geht denn nur der Person und nicht der Partei gegolten. Die andern drei doch zu weit. In die Tagesdispofitionen der Ladeninhaber sollten Abgeordneten haben das Dankschreiben nicht in die Presse gebracht, inklusive eines Bestandes von 336,58 m., 471,30 M.; die Ausgabe Den Kassenbericht erstattete Oppel. Die Einnahine betrug wir nicht eingreifen. Dringend bitte ich Sie ferner, den Antrag fie haben als Politiker darauf verzichtet, mit Röside anzunehmen, wonach auch in Geschäften ohne Ladenschluß Dankschreiben wie Wurindoktoren zu parabieren. 253.20 M., sodaß ein Bestand von 218,10 M. zu verzeichnen ist. Die folche Gegenstände nach der Ladenschlußstunde nicht verkauft werden Herr Pfannkuch meinte, daß unsere Bewegung Revisoren bekunden die Richtigkeit der Abrechnung und wird auf dürfen, die in Geschäften mit Ladenschluß verkauft werden. Wer in Aus der Neuwahl deren Antrag dem Kassierer Decharge erteilt. fci, so verweise ich ihn auf unsere Wahlerfolge diesen Fällen als Beteiligter anzusehen ist, soll der Bundesrat fest- den letzten hessischen Landtagswahlen, wir zum Vorstande gingen folgende Genossen hervor: 1. Vorsitzender sezen. Bei der Schwierigkeit der Materie werden eingehende Vor- gewonnen haben, und ebenso auf unseren Erfolg im Pirnaer Wahl- 2. Schallenberger; 1. Schriftführer Wezel, 2. Wolf; Fris Fellgentreff, 2. Strehl; 1. Kaffierer Oppel, schriften darüber notwendig sein. freise, wo Loge trog aller Anstrengungen der Cocialdemokratie geBeisiger Reiß. Zu Revisoren wurden Subath und Dressel wählt worden ist( Glocke des Präsidenten). -Nummehr hielt Reichstags Abgeordneter Genosse Rosenow einen hochinteressanten und sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über„ die deutsche Bauernbe wegung und Thomas Münzer". Eine Diskussion fand nicht statt. Ohne Debatte wurden alsdann auf Grund des§ 2 des Organisationsstatuts des Wahlvereins die in Vorschlag gebrachten Bezirks- und Abteilungsführer bestätigt, worauf unter Berschiedenem der Kassierer die Anwesenden dringend ersuchte, für den Vertrieb der noch vorhandenen Billets zur Sternwarte" nach Kräften zu jorgen. Wilmersdorf. In einer gut besuchten öffentlichen Boltsversammlung, die am 27. d. M. in Struß' Lotal tagte, hielt Genosse W. Liebknecht unter großem Beifall der Anwesenden einen Vortrag über: Die wirtschaftliche Stellung der Frau in der heutigen Gesellschaft." Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Redners. Die Vorsitzende ermahnte alle anwesenden Frauen, sich der hiesigen Bewegung anzuschließen. Darauf wurde die imposante Versammlung mit einem Hoch auf die moderne Frauenbewegung geschlossen. Rigdorf. Eine Mitgliederversammlung des Deutschen Solzarbeiter Verbandes fand am 21. November hier statt. Stadtverordneter Dr. Silberstein hielt einen sehr lehrreichen Vortrag über„ Alkoholismus". Der Vortragende erntete reichen Beifall. Disfuifion fand nicht statt. In seiner Eigenschaft als Arbeitswilliger in mehreren Fällen wurde der Kistenmacher P. Goulnid bei der Firma Drechsel, Berlin, Barnimstraße, als Kreissägenschneider in Arbeit stehend, seit dem 26. Februar 1899 Mitglied des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes, in Rigdorf, Erfstraße 3 wohnhaft, aus dem Berband ausgeschlossen. Ein Antrag, zu den Kosten der Gewerbegerichtswahlen dem Vertrauensmann 30 V. zu überweisen, wurde angenommen. Zur Prüfung der Anträge zum Gautag wurde eine fünfgliedrige Kommission gewählt. Abg. Raab( fortfahrend): Zur Gewerbe- Ordnung bemerte ich nur, daß ich es unschön finde, wenn die Socialdemokraten, so wie sie es thun, versuchen, die Handlungsgehilfen für sich zu gewinnen. Abg. Rosenow( Soc.): Abg. Raab( Antis.) tritt für die Kommissionsbeschlüsse ein. Hoffentlich darf sich der Ich habe vorgestern gewünscht, daß die Debatte dazu beitragen Bundesrat nicht auf eine große Minderheit im Hanse stüßen und möchte, die Handlungsgehilfen zu veranlassen, sich der flaffenbewußten wird durch uns zur Zustimmung zu den Kommissionsbeschlüssen Arbeiterschaft anzuschließen. So steht es im Stenogramm. Ich habe gezwungen. Ich selbst gehöre zu den Ladenbesitzern, die das Geschäft nicht nötig, wie andere Abgeordnete, etwas herauszustreichen. Was mit ihren Familienmitgliedern betreiben. Wir sehnen uns nach ich gesagt habe, kann ich auch öffentlich vertreten.( Schr richtig! zeitigem Ladenschluß und wollen Ruhe haben. Die Rücksichts- bei den Socialdemokraten.) Herr Raab hat sich als besonderer lofigkeit des Publikums, das von den Ladeninhabern verlangt, Vertreter der Handlungsgehilfen hingestellt. Er hat sich in fie müßten ihnen bis spät nachts zur Verfügung stehen, ist grober der That auf dem Verbandstag des antisemitischen HandlungsUnfug. Der Wunsch nach früherem obligatorischem Schluß ist unter gehilfen- Verbandes in Kassel als Vertreter der Handlungsden fleinen Geschäftsleuten allgemein. Der Neunuhr- Ladenschluß gehilfen hofieren lassen. Als vorgestern die Minimal trifft die richtige Mitte als vorläufige Abschlagszahlung. Wir recht- ruhezeit der Handlungsgehilfen beraten wurde. war Herr Raab fertigen mit den Kommissionsbeschlüssen das Vertrauen, das die wohl da, er hat aber nicht den Mund aufgethan.( Sehr richtig! bei nationalen Parteien noch unter den Handlungsgehilfen ge- den Socialdemokraten.) Wenn Herr Raab mit der Mitgliederzahl nießen. Die Socialdemokratie hat in diesen Kreisen vergeblich des antisemitischen Handlungsgehilfen- Verbandes renonimiert hat, Eingang gesucht und das wird so bleiben, wenn wir den Neunuhr-( Glocke des Präsidenten.) Ladenschluß annehmen. Abg. Pauli- Potsdam( wildk.) mahut zur Vorsicht und tritt für die Regierungsvorlage ein. Abg. Pfannkuch( Soc.): ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Präsident Graf Ballestrem: Es ist unzulässig, Herr Abgeordneter, daß sie von einem Abgeordneten sagen, er renommiere. ( Heiterkeit.) einen Wald der Steinkohlenzeit". " Deutsche Gesellschaft für volkstümliche Naturkunde. Freitag, des fönigl. Begiris geologen Herrn Dr. H. Botonté fiber.„ Wanderung durch des fönigl. Bezirksgeologen Herrn Dr. H. Botonié über:„ Wanderung durch Konsum- Verein Berlin- Nord( Eingetragene Genossenschaft mit be: schränkter Haftpflicht), Vinctaplak 1. Aufnahmen werden dort außer Sonntags jederzeit vollzogen. Gesangverein" Harmonic". Uebungsstunde 9 11hr bei Mensing, An alle Näherinnen, die zu Hause für Geschäfte arbeiten! Triftstraße 4. Metallarbeiter! Abg. Rosenow( fortfahrend): so mag die Zahl ja richtig sein, wir müssen aber wissen, wie die Zahl zuwege gekommen ist. Dem Abg. Naab crividere ich, wir laufen mit unseren Anträgen Es steht mit ihr, wie mit der Auflagezahl gewisser Blätter. den Handlungsgehilfen nicht nach. Was wir thun, thun wir im Die jungen Leute kommen in die Versammlungen, werden aufJutereffe von Recht und Billigkeit. Ueber die Fortschritte der socialdemokratischen Bewegung unter den Handlungsgehilfen will ich genommen, zahlen aber dann keine Beiträge, lesen die VerbandsDer Centralverband zeitung nicht und sind nicht aktive Mitglieder. heute mit Herrn Raab nicht streiten. Die Zukunft wird ja lehren, ber Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen Deutschlands, der auf ob die deutschen Handlungsgehilfen nicht zu uns kommen werden. Ich glaube, da die ganze antisemitische Bewegung eine rüdläufige ist, unserm Boden steht, ist thatsächlich, was die Mitgliederzahl anlangt, nicht groß, weil die Handlungsgehilfen von der Furcht, gemaßregelt, wird sie auch unter den Handlungsgehilfen eine rückläufige ſein. zu werden, abgehalten werden, sich ihm anzuschließen.( Lachen rechts, Der Herr Staatssekretär hat sowohl in der Kommission wie sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Seine wirkliche Anhängerauch heute wieder erklärt, daß er noch nicht in der Lage sei, die schaft aber ist sehr groß, das geht aus der Auflagezahl unseres Verbandszu präcisieren. Man möge nicht über das Maß des in der Ne- der Versammlungen hervor. Dagegen ist es Thatsache, daß die Bersammlung in den Handwerferjälen, Sophienstraße 15, am Freitag, den Stellung der verbündeten Regierungen zu den Kommissionsbeschlüssen organs, aus den Summen, die aufgebracht werden, aus dem Besuch gierungsvorlage Gebotenen hinausgehen, denn man laufe damit antisemitischen Versammlungen immer mehr an Zuhörerzahl ver- 1. Dezember, abends 8 Uhr. Tagesordnung: 1. Ein Notstand in der weibGefahr, überhaupt nichts zu erreichen.( hört! hört! links.) lieren. Hat doch ein sächsisches Amtsblatt, das bisher in Anti- lichen Hausindustrie und seine Abhilfe.( Referentin: Fräulein Kennzen aus Der Herr Staatssekretär hat aber andererseits durchaus das Bestehen semitismus machte, erklärt, es müsse diese Richtung aufgeben, denn Staffel.) 2. Diskussion. die öde Judenhezzerei halte ein Mensch mit normalem Gehirn auf der Uebelstände, die wir vorgebracht haben, zugegeben, nur meinte die Dauer nicht aus".( Heiterkeit. Glocke des Präsidenten.) er, man fömme nicht alles auf einmal erreichen. Es ist doch aber unmöglich, Mißstände zu beseitigen, ohne in bisher vorhandene Präsident Graf Ballestrem: Das gehört auch nicht zur Ge Vorrechte einzugreifen und schließlich, meine ich, ist es für die werbe- Ordnung!( Heiterfeit.) Katze immer schmerzhafter, wenn ihr der Schwanz ftückweise, Abg. Rosenow( fortfahrend): Herr Raab bedarf eben der statt auf einmal abgehauen wird. Die Ausführungen des Herrn Handlungsgehilfen nur als Hilfstruppen zur Füllung antisemitischer werden mit dem heutigen Tage geschloffen. Das gesamte noch aussiehende Dr. Pachnicke erinnerten an den Standpunkt, den vor zehn Radauversammlungen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) tennzeichnete: Jahren Bismarck. folgendermaßen „ Mit den drei Versicherungsgesetzen Stranfen, Unfall- und Invalidenversicherung Abg. Dr. Hike( C.): sei das Maß der Arbeiterfürsorge der bürgerlichen Parteien erschöpft. Die Kommission war anderer Meinung als Graf Posadowsky. jegt müsse eine Ruhepause eintreten." Es hat lange gedauert, bis Abgeordneter Röfice hat die Anschauungen der Kommission richtig 116/16 fich ein Umschwung in dieser Anschauung der bürgerlichen Barteien interpretiert. vollzog und dieser Umschwung ist vor allem dem Wirken der Socialdemokratie zu verdanken.- Wir sind durchaus der Die Debatte hat gezeigt, daß die Frage noch nicht geklärt. Nach Meinung des Herrn Stöcker, daß der Feierabend am Sonnabend der Auffassung des Grafen Bosadowsky erhält die Verwaltungsebenso ethisch bedeutend sei, wie der Feiertag, und wenn man behörde ein gewaltiges materielles Recht in der Anwendung des gemeint hat, die Konsequenz unserer Anträge wäre, den Sonnabend auch gleich ganz zum Feiertag zu machen, so find wir§ 139 e. Wie mun, wenn die großen Warenhäuser mit einem Male Streitfonds bis zum 23. Dezember fortgefeßt und werden dann sämt Waren zu führen anfangen, die bisher in Geschäften verkauft wurden, die letzten, die sich dagegen aussprechen würden. Es giebt ja doch bei denen der Ladenschluß eingeführt ist? Leute genug, die sogar jeden Tag Feiertag haben. ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Unser Antrag auf Einführung des Achtuhr Ladenschlusses wird ja wohl abgelehnt Ich halte es für vollkommen unausführbar, daß der Majoritätswerden, aber wir sind der Meinung, daß gerade durch das fort: beschluß einer gehörten Gruppe eine andere nicht gehörte Gruppe gesetzte Aubohren von unserer Seite aus wenigstens der oder einen einzelnen nicht gehörten Kaufmann zwingen soll, die KonNeunuhr- Ladenschluß in der Kommission durchgesetzt worden ist. furrenzware nach 8 Uhr nicht zu verkaufen. Das würde zu Chikanen Natürlich wird uns die Ablehnung unserer Anträge nicht hindern, führen. Abg. Röficke( wildlib.): Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Sammlungen zum Unterstüßungsfonds der Berliner Metallarbeiter Material an Sammellisten und Marken wird eingezogen und ist bis spätestens den 10. Dezember abzurechnen. Der Vertrauensmann der Metallarbeiter. Otto Naether, S., Annenstr. 39. 43/9 Achtung! Bauarbeiter! Berlins und Umgegend. Laut Versammlungsbeschluss vom 26. November wird das Sammeln liche Karten behufs Erneuerung und Abstempelung eingezogen. Das Sammeln zum Streitfonds im neuen Jahre beginnt am 6. Januar. um Weihnachtsfeste empfehle mein großes Lager fompl. gerahmt. BILDER von den einfachsten bis zu den feinsten. Anfertigung und Einrahmung jeder Art Bilder zu foliden Preisen. Socialistische Sinnsprüche. Neu! Marx und Engels. Neu! Mit und ohne Rahmen. Carl Scholz, Glasermeister, Wrangelstr. 110.[ 31452* Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Freitag, 1. Dezember. Opernhaus. Die Grille. Anfang 71 11hr. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: ,, Der Sieg des Menschen über die Natur." Hörsaal: Herr Franz Goerke: „ Streifzüge durch Mecklenburg. Invalidenstr. 57/62: น Apollo- Theater. Achtung! Nur noch einige Tage: Frau Luna mit dem Luftballett„ Grigolatis". Maurer! Achtung! Sonntag, den 3. Dezember, vormittags 10 Uhr ,,, Borussia- Säle", Ackerstraße 6/7 Versammlung Neues Specialität.- Programm des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. 8 Debuts. Anfang 72 Uhr. Vorverkauf täglich im Theater, Schauspielhaus. Die Geier- Bally. Tägl. Sternwarte. beim„ Künstlerdank", Unter den Anfang 712 Uhr. Deutsches. Der Probekandidat. Anfang 7 Uhr. Lessing. Als ich wiederkam fang 7 Uhr. Berliner. Der Tartüff. Patelin An Advokat Anfang 72 Uhr. Schiller. Cyprienne. Anfang 8 Uhr. Ein unbeschriebenes Blatt. Neues. Anfang 72 Uhr. Westen. 712 Uhr. Fra Diavolo. Anfang Thalia. Der Plazmajor. Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Busch und Reichenbach. Borher: Die Richtige. Anfang 712 Uhr. Luisen. Kurbad Centrum. Anfang 8 Uhr. Central. 71% 116r. Die Geisha. Anfang Carl Weiß. Heimat. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Nachmittags 5-10 Uhr. Linden 69, und beim ,, Invalidendank", Unter den Linden 24 I. Passage- Panopticum.American- Theater. Neu! Anatomisch. Museum. Dienstags für Damen. PassageTheater. Schwiegerlings Marionettentheater u. VariétéVorstellung. Mittw. u. Sonnab. 2 Vorst. 4 u. 7 Uhr. Ein gesunder Junge. Anfang CASTANS S Uhr. Victoria. La Roulotte. 8 Uhr. Belle Alliance. fans PANOPTICUM Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Lifert vom S Uhr. Metropol. = Schliersee. Anfang Specialitäten= Vor: stellung. Rund um Berlin. Anfang 7 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. い Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Palast. Susanne im Bade. Specialitäten- Vorstellung. Anf. 8 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 11hr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Jm Theater: Der Sieg des Menschen über die Natur. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Professor Dr. Nernst aus Göttingen:„ Die Präsident von Transvaal ,, Ohm" Krüger und General Joubert mit kriegsgerüsteten Boeren. Eine Gruppe von aktuellstem Interesse! Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir.: Rich. Schultz. Telephon Amt I. 2126. Liane de Vries. Entwicklung des Beleuchungs Siegmund Steiner. Mirano. Les Colinis. Brothers Clado. wesens". Schiller- Theater ( Wallner Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Cyprienne. Lustspiel in 3 Aufzügen v. V. Sardou u. E. de Najac, bearb. v. D. Blumenthal. Sonnabend, abends 8 Uhr: Cyprienne. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: 11. Vorstellung im Schiller- Cyklus:, Kabale und Liebe. Dresdenerstr. 96. Dir.: Emil Schnabl. Neues Specialitäten- Programm = 10 erstklassige Debuts. 3. Tages: Ordnung: " 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Alkoholismus und moderne Arbeiterbewegung". 2. Diskussion. Verschiedenes. Einen regen Besuch erwartet Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Vorstand beschlossen hat, daß die Vereine von 1-50 den I. Tenor, von 51-100 den II. Tenor, von 101-150 den I. Baß und von 151 an den II. Bak zum Stiftungsfest zu stellen haben. Berlin, den 29. November 1899. Der Vorstand. 17/2 „ Berlin ulkt!" Typographia Deutscher Holzarbeiter- Berband. Anfang 8 Uhr. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. Täglich außer Sonnabend: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Heute letter Lag. Morgen geschlossen. Reichshallen. Stettiner Sänger. Zum Schluß, neu:. TenoristenVogel". Ensemble v. Meysel. Auf. präc. 8 Uhr. Heute: Nebungsinde. Der Vorstand. Säle für Vereine und Gewerkschaften sind noch an einigen Sonnabenden frei. Hübner, Chausseestr. 113 I. Restaurant Treptow Karpfenteich, Alte Köpnicker Landstraße. Heute, Freitag, abends 8 Uhr, bei Colin, Beuthstr. 20-21 Sitzung der Orts- Verwaltung. Sonntag, den 3. Dezember, vormittags 10 Uhr: Ausserordentliche General- Versammlung bei Herrn Keller, Koppenstraße Nr. 29. Tages Ordnung: 279/3 1. Die Tischler- Zwangsinnung. Referent: Robert Schmidt. 2. Diskussion. 3. Nominierung des Gesellenausschusses. 4. Die Gau2. Preis- Skat- Turnier conferenz. Wahl der Delegierten zu derfelben. Sonnabend, 2. Dezbr., 9 Uhr abends. 25 wertvolle Preise. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Eintritt une mit Mitgliedsbuch. Die Ortsverwaltung. Charlottenburg. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Wir gratulieren zum heutigen Wiegenfeste unseren Genossen Wilh. Bredlow und Gustav Müller.[ 31502 Die Genossen aus dem Siebenten. Wilhelm, die Fettleber?? VereinsTranerKränze C. Jürgens Bouquet- und Kranzbinderei Kottbuserstr. 3. Wasserthorstr. 69. ( Verwaltungsstelle Berlin). Am Sonntag, den 3. Dezember, vormittags 10 1hr, im FeenPalast", Burg und St. Wolfgangstraßen- Ecke: Ausserordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Streifs und Lohnbewegungen in der Metallindustrie. 2. An die Ortsverwaltung gelangte Anträge. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Die Vertrauensleute sind verpflichtet, allen Mitgliedern die Mitglieds bücher auszuhändigen. Zahlreiches Erscheinen ist notwendig. Charlottenburg. abends von 8-10 Uhr im Lofal von Reizmann, Wilhelmſtr. 53. M. Schmerberg[ 2290* Wilmersdorferstrasse 127, In Friedrichshagen tassiert der Kollege C. Leischner jeden Sonnabend Die Zahlstelle 32 bei Herzog, Reinickendorferstraße 53, ist aufge 117/ 14% hoben. Freres Kulper. Lauscha.uhrmacher und Goldarbeiter. Alle Kollegen machen wir darauf aufmerksam, daß vom 1. Januar 1900 Die Genossen aus Lauscha ver François Rivoli. Mary Wolfenben The 5 Greenwoods. Glas- Christbaumschmud, Rund um Berlin. Berlin. Franco für M., enthaltend nur Anfang 8 Uhr. W. Noacks Theater, Brunnenstraße 16. Sonntag, abends 8 ur: Der Raub der Sabinerinnen. Die Grossstadtluft. Schwant in 4 Aften von Franz und Paul v. Schönthan. 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Gesang v. C. Weiß und Dill. Thalia- Theater. Tanzkränzchen. Sonnab.: Die beiden Reichenmüller. Maehrs Theater Oranienstr. 24. Unser Helgoland. Liederspiel in 1 ft von D. Wagner. Mr. Canon, der phänomen. Krafttitriter. Elsa Messer, bie famose Mujit von Rich. Thiele. Soubrette, und andere Specialitäten. Cirkus Busch. Freitag, 1. Dezember, abends 7 Uhr: Die Camorra! 22. Auf Guido Müller jun. IT Lauscha i. Th. Großes Lager in Uhren Goldwaren Afenidewaren, sowie Paten und Hochzeitsgeschenke in größter Auswahl zu den billigsten Preisen bei 20912 coulantester Bedienung. Silb. Remont.- Uhren v. 9,50 M. an, goldene Damen- Uhren von 15 M. an, Regulateure m. Schlagwerf v. 14 M. an, Weder von 2 M. an. ( Keine Bazarware!) führung. Von der gesamten Bresse R. Plunz, Brunnenstr, 112, als d. größte u. imposant. Sensations: Schaustück d. Jahrhunderts anerkannt. Der Einbruch einer italienischen DeliTel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. gence auf der Brücke. Stampf mit der Carabinieri. 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Dezember, vormittags 11 Uhr: Mitglieder Versammlung in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Das Verhalten des Arbeitgeberbundes nach unserm Streik in Bezug auf die Verhandlung und unsere weitere Stellung zu derselben. 2. Die auf Befchluß des legten Verbandstages vorzunehmende Statistik. 3. Verschiedenes. 135/3 Adtung! Bauarbeiter! Achtung! Mitglieder des Verbandes der Ban, Erd- und gewerblichen Silfsarbeiter Deutschlands, Zahlstelle III. Sonntag, den 3. Dezember: Versammlung im Berciusiofal von Kranz, Badstraße 12. Tagesordnung wird daselbst bekannt gegeben. Beitragszahlung von 9-11. Um regen Besuch bittet Die Ortsverwaltung. J. A.: Schmidt. 45/3 Verband der Sailler, Tapezierer und verw. Berufsgenossen( Filiale Berlin 1). Sonnabend, den 2. Dezember 1899, abends 82 Uhr im Englischen Hof", Neue Noßstr. 3 " Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über Stoffwechsel und Ernährung". Referent: Herr Dr. Ratkowsky. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom VergnügungsKomitee. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 159/3 Der Vorstand. Verband der Bau-, Erd- n. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin I. Markthalle Wedding. Stand 19. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4 Sonntag, den 3. Dezember 1899, vormittags 10% Uhr im Lokal Alte Jakobstraße 75 Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter Mitglieder- Versammlung und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Montag, den 4. Dezember 1899, abends 8 Uhr bei Herrn Graumann, Naunynstraße 27 45/14 143/7 Tages Ordnung: 1. Was bietet uns die Organisation? Referent: Kollege Gustav Behrendt. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Die Ortsverwaltung. Mitglieder- Versammlung. Verein der Bananschläger Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über:" Auf was wir Berlins und Umgegend. Barforce- Reiterin a la Cavalier( im stolz sind". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Herrenjattel). Der phänomen. Spring Die Kollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß Billets zum Sonntag, den 3. Dezember 1899, vormittags 10% Uhr über 2 Meter hohe feste Barrieren Weihnachtsvergnügen zur Ausgabe gelangen. Dasselbe findet am ( bis jetzt noch von feiner Dame gezeigt). 3. Weihnachtsfeiertag bei Schindler( früher Schnegelsberg), Hasen: Zum Schluß zum 13. Male: heide 21, statt. Billet à 25 Pf. inkl. Garderobe. Anfang 5 hr. Der erste Schlager der Saison: Zahlstelle Rixdorf befindet sich Jägerstr. 69 Mitglieder können sich daselbst aufnehmen lassen. bei Buske, Grenadierstraße 33 Versammlung. Tages Ordnung: [ 19/4 Der schivarze und der bei Seri Sy. Dort werden jeden Sonnabend Beiträge einfaffiert. Nene des Rechtsanwalt Herrn Heinemann:„ Sind die Bauanſchläger ſelbſtändige weiße Nitter. Größtes und interessantestes Ritterschau stück Ein Morgen in Süd- Afrika. aus dem 14. Jahrhundert. Große urfomische Pantomime. Anf. 7 Uhr. Kaffenöffnung 6 Uhr. Sonnabend, den 2. 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Fernsprecher: Amt I Nr. 3892. 108/ 8* Zu den ansgebrochenen Differenzen zwischen dem Verband deutscher Gastwirtsgehilfen( Ortsverwaltung Berlin) und dem Zuhaber der Audreas: Festsäle, Andreasstr. 21 ( Gastwirt Stechert) haben wir zu erklären: Nachdem Herr Stechert sich gemitßigt gesehen, in Form einer Bekanntmachung in Nr. 278 des„ Borwärts" der Oeffentlichkeit zu unterbreiten, welche Ursachen zu den Differenzen führten, find auch wir gezwungen, diesen Weg zu beschreiten, und werden wir uns dabei streng ani int Herbst dieses Jahres einer mit that berhandelnden Kommission des Verbandes der Gastwirtsgehilfen die ehrenwörtliche Erklärung gegeben, für die Folge seine Arbeitskräfte nur aus dem kostenlosen Arbeitsnachweis des Verbandes zu entnehmen. Dieses Versprechen hat der Herr jedoch nicht ge: halten, vielmehr bediente er sich am Sonnabend, den 11. November, zur Erlangung von 5 Steffnern eines Arbeitsnachweises der Arbeit geber- Vereine, welche nur gegen Entgelt placieren. Um die Gründe befragt, ob dies Borgehen vielleicht auf Beschwerden gegen die Verbandskollegen zurückzuführen sei, erwiderte Herr Stechert, daß der Verein Berliner Weißbierivirte am 6. Dezember sein Stiftungsfest in seinem Saale abhalte, und daß er als Geschäfts mann" schon jetzt den Nachweis bennyen müsse; daran sei nichts mehr zu ändern! Herr Stechert hat abrheit hatten: Die fünf für est angestellten Kellner ließen am betreffenden Abend( 11. November) durch ihren Oberkeffner vor Anfang des Geschäfts Herrn Stechert die Mitteilung zugehen, daß, weil ihre seitherigen Verbandskollegen durch diese Maßnahmen verdrängt, fie t, jie nunmeht es ablehnen, mit unorganisierten Personen zu arbeiten. Eine hinzugerufene Kommission des Verbandes konnte auf gütlichem Wege nichts ausrichten, vielmehr beharrten die Kollegen auf ihrem Standpunkt, mit dem Bemerken, daß sie alsdann vorziehen, die Arbeit niederzulegen. Hierauf entließ Herr Stechert die 5 Nichtorganisierten und stellte an deren Plätze Organisierte ein. Während der Verhandlungen wurde wiederholt ausdrücklich betont, daß kein vernünftiger Mensch etwas dagegen einwende, daß bei dem Feste des betreffenden Wirtevereins Kelluer aus der Kontrolle"( wie Herr St. schreibt) arbeiten, ja, die organisierten fest angestellten Kellner erflärten sich sogar bereit, an diesem Tage ebenfalls zu feiern, falls dies seitens des Herrn Stechert gewünscht werde. Wenn Herr Stechert ferner den Lesern des„ Vorwärts" betannt giebt: ,, daß der Vorstand des Verbands der Gastwirts gehilfen den betreffenden 5 Kellnern verboten habe, mit Kellnern aus andern Arbeitsnachweisen zusammen zu arbeiten", so ist dies durchaus unwahr. " Die Sache verhielt sich vielmehr so: Die zwei Verbandsmitglieder, welche bei dem oben erörterten Konflikt die Wortführer, die Setzer" gemacht, wurden 5 Tage nachher, an dem Tage, an welchem der Verein der Bierverleger" eine Beſtlichkeit abhielt, von Herrn Stechert insofern gemaßregelt, als fie für diesen Tag aussetzen sollten. Neben den anderen Hilfsträften wurden auch für fie Kellner aus der Kontrolle der Bierberleger herangezogen. die, wie Herr Stechert später selbst zugegeben, deshalb geschah, um die beiden, die an den Vorkommnissen angeblich die Hauptschuld trügen, zu strafen, erschien den zwei Kaltgestellten als Grund genug, ihre Entlassung zu erbitten. Dieſe Man aus der se Wenn Herr Stechert in seiner Bekanntmachung behauptet: " Ich habe meine Kellner stets von dem Arbeits: nachweis des Verbandes( Jüdenstr. 36) bezogen", so ist auch dies nicht richtig. Nicht nur Privat- Placeure, selbst Vermietungs- Comptoire hat Herr Stechert in Anspruch genommen, um Kellner zu erlangen. Alles dies beweisen wir! Genau so unrichtig ist, daß auf dringendes Ersuchen des Herri Stechert behufs Regelung eventueller Streitigkeiten und unregelmäßigfeiten eine Kommission nicht erschienen sei. Thatsache ist, daß wohl kaum ein zweiter gastgewerblicher Unternehmer Berlins so oft Kommiffionen des Verbandes in Anspruch nahm und von solchen besucht worden ist, als gerade der Inhaber der Andreas: Säle. Wir wünschten im Gegenteil bisher stets, uns von eventuellen Beschwerden umgehend zu un zu unterrichten, um auf schnellstem Wege Regelungen vorzunehmen! " Wenu Herr Stechert schließlich im Borwärts" erklärt, daß er nunmehr nach ruhiger Heberlegung seine Unterschrift zurückziehe, so bemerken wir, daß die Sigung mit Herrn Stechert den Mitgliedern des Vorstandes einer hiesigen Gewerkschaft veran nicht weniger denn ziemlich 6 Stunden währte. von laßt bleje Belt Licht genügte, ruhig zu überlegen", überlassen wir dem Urteil der Leser des„ Borwärts". Daß Herr Stechert seiner Bekanntmachung" gemäß seine gegebene Unterschrift wirklich zurückgezogen hat, beweist der Umstand, daß er die zwei Gemaßregelten nicht wieder in ihre Stellungen einsekte, obwohl er während der Verhandlungen wiederholt jein Ehrenwort gab, dies zu thun und beteuerte, daß beide tüchtige, brauchbare Arbeiter seien. Dies der Sachverhalt. In wie weit nun die„ Bekanntmachung" des Herrn Stechert der Wahrheit und den Thatsachen entspricht, darüber mögen die Leser des„ Borwärts" selbst urteilen. Ausdrücklich sei noch bemerkt, daß obige Verhandlungen auf Wünsch des Gastwirts Stechert stattfanden. Natürlich sind wir, ebenso wie Herr Stechert, zu weiteren perfönlichen Auskünften an event. Interessente gern bereit. Auch lehnen wir es durchaus nicht ab, von neuem in Unterhandlungen zu treten, vorausgesetzt, daß die Gewähr gegeben ist, daß dann die aus den Verhandlungen resultierenden Beschlüsse und Schieds: sprüche nicht bloß für 24 Stunden anerkannt, sondern dauernd gehalten werden, damit geregelte Zustände eintreten. Verband deutscher Gastwirtsgehilfen. 63/1 Der Vorstand der Ortsverwaltung Berlin. Zähne 2 M. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilz. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restaurant umständehalber ver: tänflich. 600-800 Mart erforderlich. zu erfragen Junterstraße 10 bei Böfe. Achtung! Billige Arbeitssachen zu verkaufen. Winteranzüge 2,50, Blusen 1,00, Hemden 1,10, Hojen 1,50, Beim Monatswechsel empfehlen sich folgende Partei- Speditionen: Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Frucht: straße 30, of II. 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Cöpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenau- Steglitz: H. Bernfee, Kirchstraße 1, in Friedenant. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstraße S, und Fr. Schellhase, Ahornstr. 15a. Baumschulenweg: Godel, Baumschulstraße 32, v. III. Gross- Lichterfelde: Abonnements nehmen entgegen: Kremp, Chausseestr. 45; Voigt, Ditrer: und Moltkestraßen- Ecke; kusner, Dürerstraße 41; Pagel, Chausseestr. 104; Schlüter, Verl. Wilheluiſtr. 33; Richter, Lorenzstraße 34; Frömming, Lantwigstr. 10; Senger, Kurfürstenstr. 35; NenLück, Chauffeestraße 109; Wenzel, Lantwizerstraße 6. Weissensee: Spediteur Heinrich Bachmann, Lehderstraße 1, part. Iints.- Pankow: Kummert, Florastraße 48. XXXX Verlag von M. Ernst, München. XXXX Soeben erschienen 41-50tcs Tausend O welche Lust*** *** Soldat zu sein! Vollständig umgearbeitet. 96 Seiten broschiert. 50 Pfg. Trefflichste und wirksamste Agitationsbroschüre gegen den Militarismus. 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Plattengröße 39 X 52, Kartongröße 85 × 65 Ctm. Im gewöhnlichen Kunsthandel würden diese Kunstblätter nicht unter 30-40 M. zu beziehen sein; wir sind in der Lage, dieselben Borzugsprelse von 5 M. pro Paar unseren Abonnenten zum ebenjol zu liefern; dieselben stehen in unserer Expedition zur Ansicht aus, geschmackvolle Nahmen zu billigen Preisen. Wir bitten um möglichst frühzeitige Aufgabe der Bestellungen, am rechtzeitig liefern zu können. Alle Spediteure nehmen Bestellungen an; ebenso die Buchhandlung Vorwärts. Gegen Mehreinsendung von 30 ( eingeschrieben 50 f.) erfolgt Busendung der Blätter ins Haus. " Lokales. f sondern die Arbeit eine Zeitlang von den übrigen Arbeitern mit- Bande war ein Mensch, der sich Thiele nannte, in Wirklichkeit aber geleistet wird. Der Verwaltungsbericht der Straßenreinigungs- Theuerkauf heißt. Dieser Thiele Theuerkauf, der von der StaatsDeputation pro 1898/99 giebt sich wieder große Mühe, die anwaltschaft zu Halberstadt bereits steckbrieflich verfolgt wurde, Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Straßen- stahl von der Straße weg und aus verschlossenen Häusern zahlreiche reinigungs- Arbeiter als durchaus günstig hin- Näder. zustellen. Wir können auf eine Wiedergabe der betreffenden Ausführungen verzichten; fie decken sich mit denjenigen, Zum Gönczi- Prozeß. Einer der ersten Zeugen, der vor dem die darüber in den früheren Berichten zu finden waren und die wir untersuchungsrichter vernommen wurde, ist der Gerichtsvollzieher wiederholt als rosig gefärbt nachgewiesen haben. Bemerkens- Wilhelm Schmidt. Dieser pfändete, als das Gönczische Ehepaar wert ist mur, daß seit 1. April 1898 nicht mehr bloß ein Drittel, dem Laden des Pantoffelmachers gerade zu derselben Zeit, als Herr Berlin verlassen hatte, im Auftrage des Tischlermeisters Stiller in sondern die Hälfte der älteren ständigen Arbeiter zur 1. Selasse ge- Untersuchungsrichter Herr mit seinen Beamten dort die erste Unterhören und 3,50 M. Lohn bekommen. An dieser Stelle findet sich übrigens in dem Bericht, so ausführlich er sonst ist, eine Lücke. Der uchung vornahm. Herr Schmidt konnte damals schon feststellen, Verfasser hat vergessen hinzuzufügen, daß die städtischen Straßen- daß am Ladentisch sich Blutspuren befanden, und er fand auch in reinigungs- Arbeiter selbst die geringen Lohnausbesserungen, die sie einem zusammengerollten Läufer Blutflecke und graue Haare. Darin den letzten Jahren bekommen haben, nie erhalten hätten, wenn aus scheint hervorzugehen, da der Läufer vor dem Ladentisch lag, nicht die gottverdammten Socialdemokraten so viel räfonniert daß Gönczi zuerst die Tochter hinter dem Ladentisch erschlagen hat und dann erst den Mord an der herbeigerufenen Mutter vollführte hätten. Vielleicht holt er's im nächsten Bericht nach. und zwar da, wo der Läufer lag. Falls sich diese Annahme bestätigte, würde sich damit ein wesentlicher Anhalt für den Erbschaftsprozeß ergeben, weil daraus zu entnehmen wäre, daß die Mutter die Tochter beerbt hat. Zu dem schweren Banunfall in Halensee, der mit Freisprechung der Angeklagten endete, schreibt uns ein Sachverständiger: Der„ Borwärts" hat recht, die beiden Angeklagten hatten Glück"! verdient haben sie es nicht! Denn das wohlfeile, Mittel, die Schuld auf den miterschlagenen Polier zu schieben, erinnert an die Praxis bekannter Eisenbahn- Direktionen, welche bei Bevölkerung vielfach irrtümliche Anschauungen. Allgemein wird Eisenbahn- Unfällen sofort einen Lokomotivführer, einen überarbeiteten Rangiermeister, Weichensteller oder sonst eine möglichst untergeordnete Person verantwortlich machen und bei uns sogar das Recht haben, diese Unglücklichen dem Staatsanwalt zu überliefern. Böse Folgen hatte eine Hänselei zwischen zwei Arbeitern der Gasanstalt in der Danzigerstraße am Dienstagnachmittag. Der Arbeiter Schulz nahm eine eiserne Stange und schlug den Arbeiter Rappel über den Kopf, so daß dieser schwerverletzt in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht werden mußte. Schulz, ein lediger, junger Mann, ist verhaftet worden, Kappel, der verheiratet ist, liegt immer noch vernehmungsunfähig danieder. Zur Kuppelci- Affaire Stein erhalten wir von dem Bankier August Sternberg, Wilhelmstr. 46/47, folgende Buschrift: 1. Es ist lediglich zutreffend, daß ich infolge einer gegen mich gerichteten Denunziation gerichtlich vernommen worden bin. 2. Die Beschuldigung gegen mich entbehrt, wie ich bereits an amtlicher Stelle nachgewiesen habe, aller und jeder Begründung. 3. Meine Verhaftung hat nicht stattgefunden. 4. Die im besonderen in dieser Angelegenheit erwähnte frühere ähnliche Beschuldigung, die mit einem Erpressungsversuch zusammenhing, hat damit geendet, daß sie mir seiner Zeit die Gelegenheit gab, die totale Grundlosigkeit der Verdächtigungen zu beweisen. Hochachtungsvoll A. Sternberg. Ueber das Wöchnerinnenheim am Urban herrschen in der Mittwochmittag ein Mann, der eben erst zu neun Monaten GeAus dem Gerichtsgefängnis zu Moabit entflohen ist am geglaubt, daß die Behandlung und Verpflegung in dem genannten wahrscheinlich bekannt, lief er die Treppe hinunter und über den Hof fängnis verurteilt worden war. Mit den Verhältnissen des Gebäudes Institut unentgeltlich gewährt wird; eine Meinung, die um wahrscheinlich bekannt, lief er die Treppe hinunter und über den Hof so erklärlicher ist, als in den meisten Fällen wohl nur Bedürftige hinweg und entkam durch das Thor an der Rathenowerstraße, wäh die Anstalt aufzusuchen pflegen. Mit der Unentgeltlichkeit hat es rend der Pförtner auf einen Augenblick ausgetreten war. Dieses aber, wie uns geschrieben wird, sein eigenes Bewenden. Den Portal ist bisher bei Fluchtversuchen jedesmal benutzt worden. Es Nur den Anstrengungen der Preſſe und namentlich der ſocial- Schwangeren oder deren Chemännern wird bedeutet, daß auf un- mag das wohl damit zusammenhängen, daß der Pförtner auch zu demokratischen ist es gelungen, durch fortgesetzte Hinweise auf diese entgeltliche Entbindung nur dann zu rechnen sei, wenn anderen Dienstleistungen herangezogen wird, zu Botengängen 2c. Praris die Direktionen und den Minister zu energischen Schritten ein Armen attest herbeigeschafft werde. Eine Schwangere, die ein Zwei jugendliche Durchbrenner sind am Montag in Petersund Abhilfemitteln zu veranlassen. Jetzt sind die Eisenbahn- Unfälle solches Attest nicht beibringe, tönne zwar auch aufgenommen werden, so dorf in Schlesien abgefaßt und von den Eltern bereits wieder nach seltener geworden! Wer trug also die Schuld an den unzähligen wird dann weiter von der Oberin erklärt, aber nur dann, wenn für Berlin überführt worden. Der 15jährige Kaufmannslehrling B., der Todesfällen, Verkrüppelungen und Verlegungen? Sind das die die Entbindung Zahlung geleistet werde. Die Entschädigungs- Sohn eines Beamten, hatte am 19. d. M. von seinem Chef 700 M. Weichensteller gewesen? gebühren der Wöchnerinnen betragen für eine 10-12tägige Unter- erhalten, mit dem Auftrage, eine Rechnung zu begleichen. Der junge funft 24 M.; muß die Wöchnerin länger in der Anstalt bleiben, so Bursche that dies nicht, sondern beschloß, einem langgehegten Wunsche nachzukommen und nach Amerika auszuwandern. Er holte seinen ist entsprechende Nachzahlung zu leiſten. Das Wöchnerinnenheim stellt bekanntlich auch wärterinnen außer Freund, den 15jährigen Sohn des in dem Hause seiner Eltern dem Hause. Diese stehen aber ebenfalls nur dann gratis zu Diensten, wohnenden Handelsmannes H. ab und die beiden traten nun gewenn ein Armenattest beigebracht wird. In anderen Fällen meinsam die Reise an. Da die Knaben befürchteten, daß man sie bedingt das Institut für die Wärterinnen cine Entlohnung sowie in Hamburg schnell fassen würde, so wollten sie bei ihrer Flucht freies Essen aus; der niedrigste Satz beträgt 1 M. für den Tag. einen anderen Weg einschlagen und fuhren zunächst nach Kohlfurt. Sorge um die Kunst. Hiesige Blätter melden: Die Errichtung Von hier aus fandte der Kaufmannslehrling 300 M., die er seinem Für die eines Theaters in Schöneberg wird dort zur Zeit eifrig be- Grmessen nach nicht gebrauchte, an den Chef zurück. trieben. Als Bauplatz ist ein größeres Gelände unmittelbar am restierenden 400 M. schafften sich die Burschen neue Kleidung und Nollendorfplatz in Aussicht genommen. Der Bau soll in einfacher, Taschenuhren an und setzten ihre Reise zu Fuß fort. aber kunstvoller Ausführung seinem idealen Zwecke entsprechen. Die hierbei vorwiegend in Dörfern zu übernachten. So kamen sie am Eintrittspreise sollen möglichst niedrig gehalten werden, um den vergangenen Sonntag nach Petersdorf, wo sie sich dadurch verdächtig weitesten Schichten der Bevölkerung die Möglichkeit des Theater machten, daß sie viel Geld ausgaben und mehrere, die Dorfwirt Der Krngwirt ließ einen befuches zu eröffnen. Auch das projektierte Boltstheater auf dem schaft besuchende Bauern freihielten. Gesundbrunnen dürfte anscheinend zu stand tommen. Gendarmen von der Anwesenheit der beiden jungen Gäste verfrühere Absicht, zu diesem Zweck die unbenutzte Markthalle XIII in ständigen und dieser bewirkte am Montag früh die Festnahme der der Grünthalerstraße entsprechend umzubauen, ist jedoch aufgegeben felben. Die Bäter der beiden Abenteurer wurden noch am Montag worden. Wahrscheinlich wird ein ganz neuer Bau auf dem Hinter- telegraphisch von der erfolgten Verhaftung der beiden Knaben begrundstück des Weimannschen Volksgartens errichtet werden, ohne nachrichtigt und haben sie alsbald nach Berlin zurückgeholt. In daß dadurch das Weiterbestehen dieses alten Vergnügungslokals in ihrem Besize wurden mir noch 60 M. vorgefunden. Herr B., der ebenso wie Herr H. sich in seinem Stadtviertel des besten Ansehens Frage kommt. erfreut, hat den Chef seines Sohnes den Fehlbetrag ersetzt, und so ist von Erstattung ciner Strafanzeige gegen den jungen Burschen Abstand genommen worden. Ganz ähnlich liegen die Verhältnisse gerade bei diesem schredlichen Bauunfall. Wenn auf einem Staatsbau, wo meist mit soliden Unternehmern gearbeitet wird, einmal ein Unfall passiert, dann fant zuweilen der Polier die Schuld tragen; bei einem Privatbau und noch dazu bei einem Accordbau, wo der Polier nur die Rolle des Antreibers hat, da sind die Unternehmer für jeden Stein und für jede Kelle Stalk verantwortlich, die verarbeitet werden. Die Steine können Lehmpazen sein, der Kalt fann mit zu viel Sand oder Schmutz gemischt fein, die Arbeit kann die allerliederlichste und gewissenloseste sein, der Polier hat den Auftrag zum Hochtreiben des Mauerwerks, und die Accordgesellen sind die wahren Mord gesellen gegen sich selbst, wie im vorliegenden Falle, oder gegen ihre Mitarbeiter, wie in hundert anderen Fällen. Es heißt in dem Bericht, einige Arbeiter hätten wiederholt Cement gefordert für die Ausführung, aber wer. hat denn unter fucht, ob überhaupt Cement auf der Baustelle vorhanden war, ob die Unternehmer überhaupt gewilt waren, Geld für Cement auszugeben! Ein Glück ist es für die Unternehmer, daß der Polier tot ist, er hätte sonst vielleicht gegen seinen Sohn eine sehr schwere Stellung in dem Prozeß gehabt. Die Stadtverordneten- Versammlung Die " Polikliniken in der Charité. Während des Wintersemesters Unsere Gerichte und unsere Staatsanwälte haben meistens werden in Verbindung mit dem königlichen Charité- Krankenhause keinen Einblick in die Bau- Arbeiterverhältnisse, und die sach- folgende Polikliniken abgehalten: 1. für Kinderkrankheiten unter Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 3. Dezember verständigen Bauräte mögen theoretisch recht gelehrte Lente fein, Leitung des Geh. Medizinalrats Prof. Dr. Heubner von den Oberaber was für Zustände auf Accordbauten herrschen, und welche Alten Charité, parterre( Eingang im Hauptportal), werktäglich von ärzten Dr. Stölzner und Dr. Geißler, im westlichen Flügel der finden 2 Vorstellungen statt und zwar nachmittags 2/4 1hr im Lessingtheater für die erste Abteilung: Gotth. Ephraim Lessings Automatenstellung der Polier hierbei einnimmt, das ist ihnen ge- 12-1 Uhr; 2. die chirurgische Poliklinik unter Leitung des Geh. Händen von Fel. Elise Sauer) und für die 4. Abteilung:" Winterschlaf" Lustspiel: Winna von Barnhelm.( Die Titelrolle liegt in wöhnlich unbekannt und das war wieder ein Glück für die Medizinalrats Prof. Dr. König von den Oberärzten Dr. Bennecke Händen von Frl. Eliſe Sauer) und für die 4. Abteilung:" Winterschlaf" von M. Dreyer. lieben, guten, gewissenhaften, und vom Terrorismus der Arbeiter- und Dr. Krüger. Luisenstraße 2, werktäglich von 10-12 Uhr; 3. für folgen am 10., 17. Dezember( 24. Dezember und Feiertage fallen Die Vorstellungen von Minna von Barnhelm" schaft ja so arg bedrängten Unternehmer!! innerliche Krankheiten in dem Instituts- Auditorium, gegenüber dem Hauptportal der Alten Charité, und zivar: a) seitens der aus) und am 31. Dezember, 1. Januar 1900 und 7. Januar. Un I. medizinischen Klinik unter Zeitung Leitung des Geh. Medizinal- pünktliches Erscheinen bei den Vorstellungen werden die Mitglieder fam gestern noch nicht dazu, über den bekannten Antrag Singer Jacob, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. rats Prof. Dr. von Leyden vom Oberarzt Dr. Paul Baul bringlichst ersucht. Wor 12 Theater. Im Schiller Theater beginnt Montag die Ausgabe und Genossen sowie die Magistrats vorlage, betreffend bis 11/2 Uhr; b) seitens der II. medizinischen Klinik unter Leitung der seit einigen Jahren mit großem Erfolge eingeführten Weihnachtsdie gewerbliche Nebenbeschäftigung schulpflichtiger des Geh. Medizinalrats Prof. Dr. Gerhardt von dem Oberarzt Abonnements. Diese Abonnements werden heuer in zwei Serien ausKinder, endlich Beschluß zu fassen. Da der Stadtv. Ulstein, der Dr. Brandenburg Montag, Mittwoch- und Freitagvormittag von gegeben; die erste wird nur Billets für Abendvorstellungen enthalten, die über die Verhandlungen des zur Vorberatung des Antrages ein- 1/ 29-10 Uhr; 4. für Nervenkrankheiten in demselben Auditorium andere nur Billets für die Ende Dezember beginnenden, nur an Wochentagen nachmittags stattfindenden Schüler- Borstellungen. Direktor Ferenczy gesetzten Ausschusses Bericht erstatten sollte, verhindert war, so war unter Leitung des Geh. Medizinalrats Prof. Dr. Jolly von dem Ober- vom Central Theater hat bei seiner Anwesenheit in London die die Versammlung vor die Frage gestellt, ob sie die Angelegenheit arzt Dr. Seiffer, Montags, Mittwochs und Freitags von 10-12 11hr; neue Operette Sullivans„ Die Rose von Persien", welche am Savoyvertagen oder ohne den Referenten verhandeln wollte. Genosse 5. für Hautkrankheiten in dem eine Treppe hoch belegenen Auditorium Theater mit Erfolg in Scene ging, sofort nach der Premiere für Berlin Singer empfahl sofortige Verhandlung, damit die Sache endlich Prof. Dr. Schweninger und dem Oberarzt Dr. Eisenberg, Dienstags der alten Charité( Eingang im Hauptportal) von dem Geh. Medizinalrat erworben. erledigt werde und die geforderte Polizei- Verordnung noch zum und Freitags von 12-1 Uhr; 6. für Hautkrankheiten und ähnliche 1. Januar 1900 in Kraft treten könne. Nachdem aber der Stadtv. Affektionen in dem Hause Quisenstr. 19 von dem Prof. Dr. E. Lesser Spinola geraten hatte, zu vertagen, schon weil Kollege Singer und dem Oberarzt Dr. Bruhns, werktäglich von 11-12 llhr. dagegen sei," beschloß die Versammlung die Vertagung Die ärztliche Behandlung ist unentgeltlich, auch erhalten Unbemittelte Verteilung wollen die Genossen zahlreich und pünktlich um 7 Uhr hoffentlich aus fachlichen Gründen und nicht etwa deshalb, weil sie freie Arzenei und Verbandstoffe aus der Charité- Apotheke. die wunderliche Logik des Herrn Spinola billigte. Die übrigen Beratungsgegenstände waren weniger wichtig und wurden ohne Debatte erledigt. A V Aus den Nachbarorten. Brit. Zu der am Sonntag stattfindenden Flugblattmorgens bei Dorn, Bürgerstr. 4, erscheinen. V Der Vertrauensmann. Neue Bestimmungen über die Ladenschilder. Das hiesige Polizeipräsidium macht bekannt: An Stelle der Polizeiverordnung Rigdorf. Die Stadtverordneten Versammlung vom 11. März 1896 betreffend die Angabe des Namens der Geschäfts- beschäftigte sich in ihrer gestrigen Sigung zunächst mit dem Antrage inhaber auf den Ladenschildern treten vom 1. Januar 1900 ab laut des Magistrats, eine gemischte Kommission niederzusetzen, welche die Aus den Altersversorgungs- Anstalten und Hospitälern Artikel 9 des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch vom 10. Mai Frage erörtern soll, ob nicht die Uebernahme der Müllabfuhr städtischen Patronats fommt nun schon seit langer Zeit Jahr für 1897 die folgenden§§ 15 a und 148 Nr. 14 der Reichs- Gewerbe- in städtische Regie zweckmäßig sci. Nach kurzer, aber lebhafter Jahr dieselbe Klage: es ist alles besegt! Der Stellen find Ordnung in Kraft: Debatte, in der den Abfuhr Unternehmern in den Herren fo schr wenige- frei wird fast mur dann eine, wenn ein Zuhaber§ 15a. Gewerbetreibende, die einen offenen Laden haben oder Mier und Noster Verteidiger erstanden, wurde der Antrag Stirbt und der Anwärter sind so überaus viele. Die meisten An- Gast- oder Schankwirtschaft betreiben, sind verpflichtet, ihren angenommen. Die Versammlung delegierte neun Mitglieder in wärter sind seit Jahren vornotiert und harren, hochbetagt und hilfs Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen die Kommission, darunter die Genossen Keller, Wuzky und bedürftig, der endlichen Aufnahme. Und ihre Zahl vergrößert sich an der Außenseite oder am Eingange des Ladens oder der Wirt- Köpke. Dann wurde eine Kommission gewählt, die die neuen durch neue Meldungen immer noch mehr, während eine schaft in deutlich lesbarer Schrift anzubringen. Kaufleute, die eine Verwaltungsmaßrelu prüfen soll. Unter ihren neun MitVermehrung der Stellen mur ganz vereinzelt stattfindet. Handelsfirma führen, haben zugleich die Firma in der bezeichneten gliedern befinden sich die Genossen Regerau, Wach und Am größten ist der Andrang zur Altersversorgungs- Weise an dem Laden oder der Wirtschaft anzubringen; ist aus der Mitschke. Ju die 15 gliedrige Kommission, die den StadtAnstalt der Kaiser Wilhelm= und Augusta Firma der Familienname des Geschäftsinhabers mit dem aus- haushalts- Boranichlag für das Rechnungsjahr 1900 vorStiftung und zur Reuter Stiftung. Für diese geschriebenen Vornamen zu ersehen, so genügt die Anbringung der beraten soll, wählte die Versammlung auch die Genossen Reperau, beiden Stiftungen, die erst in neuerer Zeit entstanden sind Firma. Auf offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften Ostermann, Shy, Hermann und Jäger. Der Antrag und verhältnismäßig wenig Sapital haben, wird alle Jahre aufs und Kommanditgesellschaften auf Attien finden diese Vorschriften mit auf Erweiterung der Krantenanstalt wurde vom Magistrat vornene um wohlthätige Spenden gebeten, aber stets mit der Maßgabe Anwendung, daß für die Namen der persönlich läufig zurückgezogen. Die Vorausbewilligung von 8000 M. zur Beschaffung sehr geringem Erfolge. Der letzte Bericht über die für arme alte haftenden Gesellschafter gilt, was in betreff der Namen der Gewerbe- von Lehrmitteln 2c., für die Realschule und das Progymnasium Kaufleute bestimmte Reuter- Stiftung fügt seinem Appell an den„ oft treibenden bestimmt ist. Sind mehr als zwei Beteiligte vorhanden, wurde genehmigt, ebenso der Beitritt des hiesigen öffentlichen bewährten Wohlthätigkeitssinn unserer Mitbürger" einen Hinweis deren Namen hiernach in der Aufschrift auzugeben wären, so genügt Arbeitsnachweises zum Verband deutscher Arbeitsnachweise. auf den„ andauernden geschäftlichen Aufschwung" hinzu. Auch dadurch es, wenn die Namen von zweien mit einem das Vorhandensein Stadtv. Seltmann rühmte den öffentlichen Arbeitsnachweis. Er sci dürften sich die reichen Großkaufleute Berlins faum bewegen lassen, weiterer Beteiligter angedeuteten Zusatz aufgenommen werden. Die von ihm außerordentlich gut bedient worden. Gegenüber den Klagen, einmal tiefer in ihren Beutel zu greifen. Es ſtände der Stadt. Polizeibehörde kann im einzelnen Falle die Angabe der Namen aller daß der Nachweis nicht genügend bei seine bebung des fraglichen verwaltung überhaupt besser an, wenn endlich von Gemeinde Beteiligten anordnen. verordneter daß sich wegen etwas geschähe, um dieser Misere einigermaßen ab-§ 148 Nr. 14. Mit Geldstrafe bis zu einhundertundfünfzig Mart städtischen Instituts vielleicht dann ermöglichen lasse, wenn man den zuhelfen. oder im Unvermögensfall mit Haft bis zu vier Wochen wird bestraft, Arbeiterorganisationen einen gewissen Einfluß gewährleiste. wer den Vorschriften des§ 15a zuwiderhandelt. Gewerbetreibende, Der Bürcankrat thut seine Pflicht. Ein Herr, so erzählt reinigung belief sich im Jahre 1898/99 auf 1036 Personen, nämlich welche einen offenen Laden haben, und diejenigen, welche Gast die„ Berliner Zeitung", hatte lebhaftes Interesse daran, die Adresse oder Schankwirtschaft betreiben, werden aufgefordert, die hiernach des ihm befreundeten B.schen Ehepaares zu erfahren. Die Leute 2. Klasse, erforderlichen Aenderungen in der Aufschrift ihrer Ladeuschilder zur hatten zuletzt in Schöneberg gewohnt. Herr D., der in Steglitz Personals waren durch den Etat 1 149 929 M. zur Verfügung gestellt Bermeidung der Bestrafung rechtzeitig vorzunehmen. lebt, schrieb also flugs einen Brief an das Einwohner- Meldeamt in worden. Es wurden aber nur 1 123 102 M. ausgegeben, so daß noch Eine Bande gewerbsmäßiger Fahrraddiebe, die längere Schöneberg, in dem er um die Adresse des Ehepaares P. ersuchte. 26 827 9. erspart wurden. Diese Ersparnis erklärt sich daraus, 3eit in Berlin und den Vororten ihr Unwesen getrieben hat, ist Ganz ordnungsgemäß legte er dem Schreiben 25 Pf. in Marken als daß für erkrankte Arbeiter nicht gleich Erfagleute eingestellt werden, von der Kriminalpolizei bingfest gemacht worden. Das Haupt der Gebühr für die Auskunftserteilung und 10 Pf. für das Rückporto bei. Das ständige Arbeitspersonal der städtischen Straßen100 Borarbeiter, 333 Arbeiter 1. 70 Arbeiter 3. Klasse, 200 Arbeitsburschen ig dieses " main e." # Die Schöneberger Polizei arbeitet prompt und schnell: nach wenigen J Die mehrfach erwähnten Erbschwankungen, die vor einiger Afrikanische ,, Kultur" in Schlesien. Der Bezirksamtmann Tagen schon erhielt Herr D. vom Meldeamt die Antwort auf sein Zeit in der Umgebung der königlichen Geschüßgießerei in Spandau von Tanga in Deutsch- Ostafrifa, Herr von St. Paul- Ilaire, Schreiben. Fein säuberlich stand da geschrieben: Der Restaurateur borfamen und bei den Bewohnern der in Mitleidenschaft gezogenen weilt mit seiner Gattin, einer geborenen Gräfin Gersdorf, gegen Paul P. ist E. Straße als Mieter gemeldet. Auskunft über die Häuser Besorgnisse hervorriefen, wurden, wie mitgeteilt, zufolge der wärtig auf Urlaub auf dem Schlosse seines Vaters, des HofEhefrau erfolgt nach Einsendung von 25 Pfennigen. Herr D. vom Professor Gerland in Straßburg i. E., Vorsitzenden der marschalls a. D. v. St. Paul- Illaire in Fischbach( Kreis Hirschberg war zu Tode erschrocken. Die liebe, gute Frau P. lebte also nicht deutschen Erdbebenkommission, an Ort und Stelle vorgenommenen i. Schl.). Herr v. St. Paul- Illaire hat sich aus Afrika zu seiner mehr mit ihrem Gatten zusammen! Nein, wer hätte das nur ge- Untersuchung auf die gewaltigen Einwirkungen einer hydraulischen Bedienung ein Suaheli Negerpaar mitgebracht. Der Neger dacht! So eine ordentliche Frau! Was konnte da nur vorgefallen Bresse in jener Fabrit zurückgeführt. Nachdem gleichzeitig auch eine jüngling, Mufa, ein freundlicher Bursche und Liebling der Fischbacher sein! Flugs schrieb er nochmals au das Meldeamt in Schöneberg, Militärkommission die Angelegenheit einer Prüfung unterzogen, sind Dörfler, war fürzlich mehrere Abende bis nach 10 Uhr von Hautje legte dem Briefe wieder 35 Pfennige in Marken bei und bat um auf Anordnung der Feldzeugmeisterei sowohl im Betriebe jener fortgeblieben, um in der Küche einer benachbarten Herrschaft im Auskunft über die Ehefrau". Nach zwei Tagen wurde sie ihm zu teil: Preffe als auch in ihrer unmittelbaren Umgebung Vorkehrungen Kreise der dortigen Dienerschaft zu Abend zu essen, vielleicht auch, " Die Ehefrau Helene P. ist E.- Straße beim Ehe getroffen worden, durch welche die mächtigen Erschütterungen be- um einer Dorfschönen den Hof zu machen. Am Bußtagabend wurde trächtlich herabgemindert sind. Häuserschwankungen sind seitdem auch der junge Mann nach seiner Rüdfehr von seiner Herrin und einem Der Amtsvorsteher von Wannsee erläßt für den dortigen nicht wieder wahrgenommen worden. Diener des Hofmarschalls in Empfang genommen und von der„ EdelAmtsbezirk eine Polizeiverordnung, nach welcher schulpflichtigen Ein furchtbarer Unfall ereignete sich in der Schiff und dame" dann höchst eigenhändig gehörig geprügelt und darauf in das Kindern in der Zeit vom 1. April bis 30. September von 9 ühr Maschinenbau- Aktiengesellschaft Germania zu Tegel. Der bei Amtsgefängnis eingesperrt. Mitleidige Fischbacher Einwohner abends bis 6 Uhr morgens und vom 1. Oktober bis 30. März von dieser Firma stationierte Marine- Wertmeister Mäther entdeckte in orgten noch in der Nacht heimlich dafür, daß dem vor Kälte 8 Uhr abends bis 7 Uhr morgens das Austragen von Bad- einem nahe befindlichen offenen Entwässerungsschacht einen bewußt heizt wurde. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am nächsten Tage zitternden armen Tropensohn die finstere, kalte Gefängniszelle gewaren 2c. verboten ist. Kinder vor vollendetem 9. Lebensjahre losen Arbeiter, der durch ausströmende Gase betäubt worden war. Die Kunde von der hochadligen Heldenthat der vornehmen Grafentochter dürfen mit gewerblichen Arbeiten irgend welcher Art nicht beschäftigt Er alarmierte sofort die Feuerwehr, deren schnell herbeigeeilter im Orte, und am nächsten Tage flebte an einem Telegraphenpfosten Oberfeuermann Teter ohne Besinnen sofort in den Schacht stieg, beim Postamt ein Pamphlet, das in den schärfsten, aus strafgesetzlichen Das höhere Schulwesen Schönebergs soll eine weiterem dem Verunglückten Rettung zu bringen, wobei er aber selbst von Gründen nicht wiederzugebenden Ausdrücken der hochgradigen Entrüstung wichtige Ausgestaltung erfahren. Zunächst hat der Magistrat die einer Ohnmacht befallen wurde. Dem mutigen und entschlossenen der Bewohner Fischbachs gegen die deutsch- afrikanische BezirksamtBildung einer besonderen„ Deputation" für das höhere Schulwesen Eingreifen des Werkmeisters Mäther, welcher sich auf die Erde legte manns Gattin Luft machte. Das Schriftstück wurde natürlich schnellstens beschlossen, deren Zusammensetzung ähnlich derjenigen der Schulund von Feuerwehrleuten und anderen an den Füßen gehalten von einem Gendarm wieder entfernt. Dem„ Boten aus dem Riesendeputation erfolgen soll mit der Maßgabe, daß an Stelle der Bürger- wurde, gelang es, beide Verunglückte herauszuholen, wobei er sich gebirge", der die Sache in seiner neuesten Nummer veröffentlicht, deputierten die Leiter der höheren Lehranstalten mit Siz und Stimme Bewußtsein gebracht, aber der Kanalarbeiter, welcher auf polizeiliche die Beugnis davon ablegen, daß man doch nicht gewillt ist, derartige selbst in gefahrvollster Lage befand. Beide wurden wieder zum find aus der Fischbacher Gegend eine Anzahl Buschriften zugegangen, treten, und daß ferner je zwei Mitglieder der beiden städtischen Anordnung in das Krankenhaus Moabit gebracht wurde, ist dort afrikanische Kulturthaten" à la Peters, Leist und Wehlan im HirſchKörperschaften in die Deputation entsendet werden. Ferner hat der Magistrat einem erst vor drei Wochen von der Stadtverordneten- berstorben, während der Oberfenermann und sein Retter sich Bersammlung ausgesprochenen Ersuchen gemäß dieser bereits eine leidlich wohl befinden. Der Verstorbene, Namens Grote, war Vorlage über die Errichtung einer höheren Töchterschule unterbreitet, verheiratet. die schon zu Ostern 1900 ins Leben treten soll. Wenn doch der Vollsschule eine annähernd ähnliche Fürsorge zu teil würde! werden. Der Verein der Vororte Berlins beschloß in seiner legten Versammlung, auf Vorschlag des Zweigvereins Waidmannslust, an das Konsistorium der Provinz Brandenburg ein Gesuch zu richten des Inhalts, daß der Konfirmanden- Unterricht in Berlin und in den Vororten gleichmäßig gestaltet werden möge. Es besteht jetzt ein Gegensatz zu Berlin, wo der Unterricht ein Jahr währt, während in den Vororten ein zweijähriger( 1) Unterricht besteht. Sociale Rechtspflege. berger Streife wiederholen zu lassen. Fenersbrunst in Philadelphia. In Philadelphia find Lippin totts Verlagshandlung und andere Geschäfte abgebrannt. Der Schaden beläuft sich auf 5 Millionen Dollar. Nach einem weiteren Telegramm ist das Fener durch einen elektrischen Funken entstanden. Straffammer in Mainz. Es war ein Herr Soldau aus Worms, Ein prügellustiger Rechtsanwalt stand gestern vor der der dort den Redacteur der Wormier Zeitung" auf der Straße abgepaßt und wegen einer Notiz, durch welche er sich beleidigt erachtete, zur Rede stellte. Damit nicht genug, versetzte er ihm auch einen Stockhieb und ging dann, stolz im Gefühl, sich auf diese Weise mitgebrachten Zeugen davon. Genugthuung" verschafft zu haben, mit dem zu der Affaire egtra Strafe und 25 M. Buße, zu zahlen an den Redacteur. Die Sache Das Gericht erkannte auf 50 M. hatte seiner Zeit in Worms großes Aufsehen erregt. " Selbständiger Böttchermeister oder landwirtschaftlicher Arbeiter? Der Landwirt und Böttcher Busse war eines Tages damit beschäftigt, verschiedene landwirtschaftliche Geräte des Landwirts und Mühlenmeisters Hildebrandt auf dessen Gehöft in stand zu setzen. Zur Einfassung einer Zarge brauchte er einen Ambos. Er wollte versuchen, sich unter Zuhilfenahme von Steinen und Gewichten eine Art provisorischen Ambos herzustellen. Eine Arbeiterin Hildebrandts Für den Besuch der Pfaueninsel hat der Amtsvorsteher von dem dunklen Erdraum stürzte Busse in eine für Kartoffeln bestimmte wics ihn nach dem Keller, wo alte Gewichte herumliegen sollten. In Wannsee eine neue Polizeiverordnung erlassen. Es wird verboten: Bersenkung und verletzte sich hierbei erheblich. Er beanspruchte von das Tabakrauchen, das Wegwerfen von Papier und anderen Gegen- der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für die Provinz Sachsen ständen, das Betreten der Rasenflächen oder der abgesperrten Wege, eine Unfallrente. Berufsgenossenschaft und Schiedsgericht wiesen das Mitbringen von Hunden usw. Ferner ist das Reiten und Fahren seinen Anspruch aber mit der Begründung ab, daß hier kein mit Fuhrwerken, Fahrrädern, Stoß- und Handwagen ohne befondere landwirtschaftlicher Betriebsunfall vorliege. Erlaubnis verboten. Und weiter verbietet die Verordnung das Be- betreibe Der Kläger treten der Pfaueninsel bei Anwesenheit des Kaiserpaares oder der Fässer, die Böttcherei selbständig, indem er unter anderem Kübel und andere in D.- Ctr. der Landwirtschaft benötigte Prinzen und das Verweilen auf der Insel während der Monate Geräte selbständig anfertige. Seine Thätigkeit Thätigkeit auf dem April bis August von abends 9 Uhr bis morgens 6 Uhr und während Gehöft des Hildebrandt jei deshalb als im eigenen, der Monate vom September bis März von abends 8 Uhr bis selbständigen, morgens 8 Uhr. Endlich aber wird auch noch verboten das Landen betriebe ausgeübt anzusehen. Busse legte den Rekurs ein und nicht bersicherten Böttchereis sowie Anlegen von Schiffsgefäßen und Flößen. machte geltend, daß jene Arbeiten dem landwirtschaftlichen Betriebe führen, aushilfsweise in die Dienste des Genannten getreten fei. Hildebrandts zugerechnet werden müßten, weil er, um sie auszu Im übrigen seien ja auch die fraglichen Geräte in Ordnung gebracht Reich 3- Versicherungsamt verwarf jedoch den Rekurs worden, um in der Landwirtschaft verwendet zu werden. als unbegründet, indem es sich der Auffassung des Schiedsgerichts Sehr luftig ist es dem Anschein nach bei der Konstituierung der Stegliger Schuhmacher- 3wangsinnung zugegangen. Es hatten sich zu dem Wahlakt zwei Parteien gebildet, von denen die eine den Vorsitzenden der früheren freien Jung, Seeger, als Obermeister- Kandidat aufgestellt, während die andere den Schuhmachermeister Hermann in Wilmersdorf für dieses Amt ausersehen hatte. Die Wahl wurde unter Schreien und Lärmen vollzogen und nur mit Mühe gelang es dem Vertreter des Landrats, die Handanschloß. Das Der Marktpreise von Berlin am 29. November 1899 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. 14,80 13,90| Schweinefleisch Weizen * Moggen Futter- Gerste Hafer gut 1 kg 14,10 13,40 Kalbfleisch 1,60 1,10 1,80 " " 13,90 12,90 Sammelfleisch 1,60 " 15,20 14,50 Butter " 2,80 mittel 14,40 13,70 Gier 60 Stüd 6, " " " gering n 13,60 13- Karpfen 1 kg 2,20 Richtstroh Hen " 3,50 Aale 2,80 1,40 " 4,20 Bander " " 2,50 1, 40, " 25, Hechte " 1,80 150, " 25, Barsche 1,60 0,80 70, 30, Schleie 2,80 1,40 " 7,- 5, Bleie 1,20 0,80 1,60 1,20 Krebse per Schjod 12- 3, 1,20 1, 1) Erbfen Speisebohnen Rindfleisch, Reute 1 kg †) Linsen Kartoffeln, nene " do. Banch *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirtschaftskammern- Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium, für den Doppel- Centner. †) Meinhandelspreise. Von den Pflichten und Rechten des Lehrherrn. lung zu Ende zu führen. Während der Verlesung der abgegebenen Scherlehrling S. war nach zweijähriger Lehrzeit aus dem Betriebe Stimmen ertönte wiederholt in der Versammlung der Ton des Buchdruckereibefizers Funke fortgeblieben, obwohl die Lehre noch heute der höchst seltene Fall ein, daß sich Roggen teurer stellte als Weizen. Produktenmarkt vom 30. November. Jm Getreideverkehr trat einer Kindertrompete. Der Vorsitzende bemerkte: Sollte vielleicht nicht beendet war. Sein Vater hatte zugleich beim Gewerbe- Für Dezemberlieferungen wurde Weizen mit 141 M., Roggen mit 142 m. einer Ihrer Lehrlinge hier sein, der die Trompete bläst, so bitte ich, gericht beantragt, das Lehrverhältnis für gelöst zu erklären. Zur bezahlt Die Preise beider Artikel sind bereits seit längerer Zeit einander daß Sie ihn hinausschicken!" Seeger erhielt 57 Stimmen, Begründung des Antrages machte er geltend, der Knabe dadurch näher gebracht, daß Weizen infolge guter Endresultate der verHermann 50. Es wurde nunmehr festgestellt, daß sich H. im habe nichts gelernt und sei mißhandelt worden. Der Be- schiedenen in Betracht kommenden Länder reichlich zu haben, Roggen da Stonkurs befinde. Der Aufforderung, das Wahllokal zu verlassen, flagte war bereit, den Lehrling wieder aufzunehmen, andern- gegen in Rußland, welches hierfür allein ins Gewicht fällt, troß gegenleistete er nicht folge, so daß er unter dem Gejohle der Anwesenden falls verlangte er auf Grund des Lehrvertrages die Rückerstattung teiliger Versicherungen des dortigen Ackerbauministeriums, schlecht ausdurch einen Polizeibeamten herausgebracht wurde. Außerdem ist des Koftgeldes für ein halbes Jahr im Betrage von etwa 117 wi. gefallen zu sein scheint. Die Tendenz des heutigen Marktes war matt, gegen die Wahlhandlung Protest erhoben. gated sing Er bestritt, daß der Kläger berechtigt gewesen sei, die Lehre zu ver- namentlich für Weizen, welcher bis 1 M. nachgab, während Roggen sich ziemlich behaupten fonnte. Späterhin gab Brotgetreide noch weiter nach. laffen. Die Kammer kam zu derselben Ueberzeugung und veran Auch Hafer lag schwächer, während Rüböl auf vermehrte Nachfrage 0,20 m. Zu gefürchteten Waldfrevlern hat sich eine Species von laßte die Parteien zu einem Vergleich, da der Kläger eine große anzog. Berlinern herausgebildet, welche die Entwendung von Materialien Abneigung gegen die Fortsetzung der Lehre bei Funke zeigte. Der Am Spiritusmarkt war die Tendenz fest. Roco 70er notierte für Kranzbindereien gewerbsmäßig betreiben. Diese Leute, Männer Vater S. verpflichtete sich, dem Buchdruckereibesizer gleichsam unverändert 47,50 M.; Termine 0,40 M. höher. und Frauen, kommen mit großen Säcken nach den Forsten der Um- als Abstand 80 Mark in monatlichen Raten gebung von Berlin und erwecken durch ihr dürftiges Ausschen den zu zahlen, und Herr Funke willigte dafür in die Aufhebung des Eindruck, daß sie Reisig einsammeln wollen; in Wirklichkeit haben sie wehrvertrages. Der Vorsitzende Dr. Meier führte namens des Gees aber auf die Edelkulturen, insbesondere Tannen, abgesehen, von richtshofes aus, es sei dargethan, daß der junge Mann in der Lehre denen sie die frischen Zweige abschneiden. Dies geschicht nun in entschieden Fortschritte gemacht habe. Er habe schon selbständig Ausolcher Art, daß die zarten Bäume danach eingehen. Diese Frevler zeigen gesetzt, und daraus müsse geschlossen werden, daß der Betreten in Partien zu drei und mehr Personen auf und richten fast flagte in den ersten beiden Lehrjahren seine Pflichten als Lehrherr unersetzlichen Schaden an. Mit Vorliebe suchen sie solche Gegenden erfüllt habe. Grobe Mißhandlungen seien nicht erwiesen auf, aus denen sie von einer benachbarten Eisenbahnstation mit und gelegentliche Ohrfeigen müsse ein Lehrling ihrer Beute bequem nach Berlin zurückkehren können; eine bevor mit in den Kauf nehme it. Einige Schimpfworte wären ja, zugte Stelle find für fie die schönen Waldungen von Finkenweil unschön, beffer nicht gebraucht worden, indessen berechtigten sie frug, wo in letzter Zeit verschiedenemal solche Frevler fest- den Lehrling noch nicht, die Lehre zu verlassen. genommen worden sind. Seitdem wenden Förster und Gendarmen diesen Waldfrevlern ein ganz besonderes Interesse zu. Vermischtes. von 20 Mart Gewerbsmäßige Fahrrad- Diebe sind auch in Rigdorf festgenommen worden. Es sind zwei Männer, die schon wiederholt die Strafbehörden beschäftigt haben, ein gewisser Kaiser und ein Emil Vom Segen des Bergbaucs für die Arbeiter. Zwei Didert. Kaiser ist wegen schweren Diebstahls und Einbruchs schon Hiobs- Botschaften von Grubemuunfällen liegen heute wieder vor, die öfter eingeliefert gewesen, hat aber stets den wilden Mann gespielt fünf Menschenleben als Opfer gefordert haben. Aus und ist von den Aerzten für unzurechnungsfähig erklärt worden. Schönow( Kreis Oftsternberg), 22. November, berichtet man: Auf der Dickert, der dieselbe Rolle zu spielen pflegt, verlegte sich, da der Grube„ Emilienglück" war ein Fallhammer angebrochen. Mit Fahrrad- Diebstahl nicht recht mehr lohnen wollte, auf einen eigen seiner Erneuerung wurden vier Berglente beauftragt. Man war tümlichen Fahrradhandel. Er zahlte auf Sparkassenbücher je eine bereits im Begriff, den neuen festzuteilen, als unter großem Getöse Mart ein, fälschte den Betrag auf 100 Mart, faufte Räder, gab als der ganze Abbau zusammenbrach, unter sich drei der dabei beAnzahlung jedesmal ein Sparkassenbuch und vergaß das Nachzahlen. schäftigten Berglente begrabend. Der vierte wurde einige Meter Gemeinsam stahlen sie unlängst einem Gerichtsvollzieher 7 Räder. Sie weit geschleudert und kam außer mit einigen Hantabschürfungen mit hatten erfahren, daß der Gerichtsvollzieher an einem bestimmten dem bloßen Schrecken davon. Man glaubt kaum, die drei Leichen Tage eine Radversteigerung vornehmen werde, brachen die Nacht in dieser Woche aus Tageslicht fördern zu können, da immer noch vorher bei ihm ein, Inden die Räder auf einen Handwagen, den sie mächtige Erdmassen nachrutschen. Ueber ein zweites Unglück bedann mit einem Plan bedeckten, schafften sie nach ihrer Wohnung richtet man uns aus Dortmund, 29. November: Auf der Zeche und noch in derselben Nacht auf den Boden des Hauses. Hier fand Mont Cenis" wurden gestern zwei Berglente durch plötzlich zu sie später die Kriminalpolizei, da der Bestohlene Anzeige gemacht sammenstürzende Steinmassen verschüttet. Beide Leute konnten erst hatte. Die Spitzbuben stahlen überhaupt nicht gelegentlich, sondern nach zwanzigstündiger Arbeit als Leiche aufgefunden werden. planmäßig, nachdem sie irgendwo etwas ausbaldowvert hatten. In Nigdorf hat man bis jetzt sieben Räder entdeckt und beschlagnahmt, Ueber einen Eisenbahnunfall, der den Tod eines Bugbeamten die sie erbeutet und in ihren Schlupfwinkeln versteckt hatten, um sie zur Folge hatte, wird amtlich gemeldet: Gestern gegen 11 Uhr bei günstiger Gelegenheit zu verkaufen. Ob man die Verhafteten dies- abends ist auf der Kreuzungsstelle Forsthaus bei Krefeld der für mal strafrechtlich zur Verantwortung wird ziehen können, steht noch M.- Gladbach bestimmte Güterzug 3112, welcher behufs Kreuzung dahin. Ist das wieder nicht möglich, dann wird es doch wohl halten sollte, infolge Ueberfahrens des auf Halt stehenden Ausfahrt Zeit, fie als gemeingefährlich dauernd in einer Frrenanstalt unter- signals gegen den am Ende stehenden Prellbock gefahren und teilzubringen. weise entgleist. Der Lokomotivführer ist schwer verletzt, der Heizer tot. Der Materialschaden ist bedeutend; die Untersuchung ist eingeleitet. " Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zah anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 6-8 Uhr abends statt. Konsum Verein Berlin- Nord. Ihre Vereinsanzeige fann nur be fann nur Platz in dem aller vier Wochen erscheinenden großen Vereinskalender finden. handelt werden, wie die aller Bereine, die regelmäßig Sikung haben; fie E. G. Zu 1 und 2 Ihrer Fragen wenden Sie sich vertrauensvoll an folgende Adresse: Redaktion des Hamburger Echo", Hamburg, Große Theaterstr. 44. Ihre dritte Frage erledigt der juristische Briefkasten. 5. G. 119. Das alles erfahren Sie mit Leichtigkeit auf den Ausfunftsbureaus der Berliner Bahnhöfe. ultimo. A. H. war niemals Abgeordneter, wohl aber ReichstagsKandidat. G. N. Die Erde ist größer als der Mond. 2. H. Rechtsanwalt W. Heine, Moabit, Rathenowerstr. 1. Möbel selber auf. Die Politur erhalten Sie bei Schwarzlose, Leipziger: 2. S. 100. Laffen Sie das Messer schleifen und polieren Sie das Straße. 21. M. 23. In Beeskow liegt keine Infanterie, sondern die 3, und 5. Eskadron des 1. Brandenburgischen Ülanen Regiments( Nr. 3, Alexander II.). K. F. Die Aussprache ist: Ka- i- ro. Truck Nr. 8. Über die Frage, wer die Kinder nach geschiedener Che zu erziehen hat, hat das Vormundschaftsgericht zu entscheiden. Für die Beurteilung ist in erster Reihe bestimmend, welcher der Ehegatten für den E. G. Ja. schuldigen Teil erklärt ist. B. W.. Friedrichsberg. 1. Ja, besser ist aber eine vorherige Einreichung. 2. Die entstehenden Kosten tönnen Sie beim Gericht liquidieren. Streitende Genossen. Nein. P. 2. 80. Der Sohn ist Oestreicher geblieben und hat nicht in Deutschland zu dienen, es sei denn, er ließe sich naturalisieren. Wall: mann 100. Wenden Sie sich klagend an die Gewerbedeputation des Magistrats mit dem Antrag, die Innungsbrüder zu verurteilen, auzu erteien, daß Ihre Frau Kassenmitglied ist und verpflichtet ist, den Beitrag 2. 63. Liegt kein schriftlicher Bertrag vor, beträgt aber anzunehmen. Liegt schriftlicher die Jahresmiete über 150 M., so find Sie im Unrecht. Bertrag vor oder beträgt ihre Jahresmiete unter 150 M., so find Sie im Recht.- 155. Etwa 300 M.-H. Sch., Bremerstraße. Daß Sie unter Beifügung einer Quittnng für das„ Berl. Tageblatt" in zwei Sachen Aus funft ersuchen, ist zwar humorvoll, kann uns aber zu Antworten nicht veranlassen. Witterungsübersicht vom 30. November 1899, morgens Uhr. Stattonen Barometers stand mm Windrichtung Windstärke Wetter 5 wolfig Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometer= stand mm richtung Wind Windstärke Wetter Temp. n. G. Aus Britz wird uns geschrieben: Standalöse Zustände herrschen hier in der Nudowerstraße, an dem neuen Endpunkt der Straßen- Ein blutiges Drama an Bord eines Schiffes hat sich vorbahn- Linie Schönhauser Allee- Briz. Die End- Haltestelle der gestern mittag auf der Unterelbe bei Brunsbüttel ereignet. An Straßenbahn liegt nämlich hier inmitten des freien Feldes, trotzdem Bord der brasilianischen Bart„ Cäcilie" entstand unter der inter die„ Große hat sich „ Große Berliner" bisher nicht veranlaßt nationalen Besazung ein Wortwechsel, der schließlich in Thätlichgefühlt, in der Nähe der Haltestellen für ihre Angestellten feiten überging. Dabei zog ein Neger ein Dolchmesser, ging seinen ente Bedürfnisanstalt zu errichten. Infolgedessen find die weißen Gegnern damit zu Leibe und brachte dreien von ihnen so Beamten gezwungen, ihre Notdurft auf freiem Felde in schwere Stichwunden bei, daß sie nach dem Krankenhause geschafft Swinemde. 767 23 8 Haparanda 744 23 2woltig der Nähe der Straße zu verrichten. Wenn man bedenkt, daß es werden mußten. Einer der Gestochenen dürfte kaum mit dem Leben Hamburg 7 Petersburg den Beamten der Straßenbahn nur an den Endpunkten der langen davonkommen. Der schwarze Wüterich wurde, nachdem er mit vieler Berlin 3 bedeckt 9 Cort 1 bedeckt 6 Aberdeen 4 Linie möglich ist, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, so wird man das Mühe von dem Stapitän und der übrigen Befagung überwältigt indhen woltig 2 Nebel-0 Baris 2Dunst Verhalten der Straßenbahn- Gesellschaft geradezu als unverantwortlich worden war, in Eisen gelegt und dann der Polizeibehörde über- Wien 772 23 1 bedeckt bezeichnen müssen. Hoffentlich nimmt der hiesige Amtsvorsteher geben. In Hamburg ist der Drechsler Nowotnick in der verWetter- Prognose für Freitag, den 1. Dezember 1899. Veranlassung, den jezigen Zuständen dadurch ein Ende zu machen, gangenen Nacht nach einem Wortwechsel von dem 33jährigen Zunächst auftlarend, etwas fühler bei mäßigen südwestlichen Winden; daß er die Gesellschaft auhält, schleunigst in der Nähe der Haltestelle Maschinenschlosser Hänel( alias Hendel) aus Galizien erstochen worden. nachher wiederzunehmende Bewölfung ohne erhebliche Niederschläge. eine Bedürfnisanstalt zu errichten. Der Thäter wurde verhaftet. München 771 N 2 bedeckt 770 773D 769 SS 7655 773 OSO 5bebedt Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. 11 175