Unttthaltungsblatt des Vorwärts Nr. 74. Mittwoch, den 17. April. 1907 81] (Nachdruck verboten.) Im Krampf für RuDlandd f rclbeit So reiste ich nach Moskau. Ich erlangte von unserem Verleger das Versprechen, uns mindestens vier bis fünf Bücher jährlich zur Uebersetzung zu geben. Das war be- ruhigend. Das Honorar würde für uns beide vollkommen ausreichen. Der Verleger kannte unsere Lage und bedauerte sehr, daß er bei den herrschenden Zensurverhältnissen nicht mehr Bücher herausbringen könne. Ich fragte ihn um seinen Rat. ob ich es wagen solle, nach Petersburg zu reisen, um dort mit dem Redakteur einer Zeitschrift in Verbindung zu treten, oder ob ich es brieflich abmachen könne, denn ich hatte gehört, daß in Petersburg viel Verhaftungen vorgenommen worden waren. Er riet mir ab, und ich ließ den Gedanken, persönlich mit dem Redakteur zu sprechen, fallen. Von Moskau fuhr ich nach Rjäsan, wo ich mit unserem Bekannten, dem Stationsgehülfen, zusammentreffen wollte. „Warum wollten Sie mir nur nicht schreiben?" fragte er mich.„Durch eine persönliche Zusammenkunft setzen Sie zu viel aufs Spiel." „Für mich ist es nicht so gefährlich, ich werde ja nicht so intensiv von dei�Polizei verfolgt, wie Abramoff, und eine persönliche Aussprache ist unbedingt nötig. Wir besitzen nämlich noch eine gut eingerichtete Druckerei, die an einem bestimmten Orte verwahrt wird. Die will ich einigen Ka- meraden übergeben. Das war der eine Grund. Außerdem wollte ich Sie bitten zu versuchen, eventuell gegen eine Kaution Anna Michailownas Entlassung zu erwirken: ich werde auf alle mögliche Weise versuchen, die Kaution zusammen- zubringen." Nachdem wir alle Einzelheiten besprochen hatten, reiste ich von Rjäsan zu meinem Bekannten, der die Papiere Har- lamoffs, jenes Kranken, dem ich in der Krim die Augen zu- gedrückt hatte, verwahrte. Ich hatte schon früher daran gedacht, diese Papiere zur Beschaffung eines Passes zu benutzen. Ich würde dadurch wieder ein legaler Bürger werden, brauchte keine Angst vor einer Entdeckung zu haben und könnte nur dann bestraft werden, wenn ich unter diesem Namen gegen das Gesetz ge- handelt haben würde. Die früheren Legitimationen unter verschiedenen Namen, die ich benutzt hatte, waren sehr gute Fälschungen oder waren auf andere Weise beschafft worden, nie aber war ich sicher, ob die Behörden nicht doch Verdacht schöpfen würden. Mit einem vollkommen richtig ausgestellten Paß dagegen konnte ich im Auslande auch in den Staaten mich aufhalten, die von den Ausländern eine Legitimation verlangen, und wenn nötig auch nach Rußland zurückreisen und dort unter diesem Namen weiterleben. Mein Bekannter, der die Papiere verwahrte, hatte in seiner Stadt die besten Verbindungen, war vor jeglichem Ver- dacht sicher und erklärte sich, als ich ihn ersuchte, mir be- hülflich zu sein, sofort dazu bereit. Meine früheren Legitimationen hatte ich schon vorher vernichtet und ging nun als Harlamoff in Begleitung jenes Herrn zum Polizeichef. „Ich komme mit einer Bitte," sagte mein Bekannter zu ihm.„Mein Bruder und ich haben einen großen Posten Ge- treibe ins Ausland abgesandt. Es werden uns jetzt von dort Schwierigkeiten bereitet: aber weder mein Bruder, noch ich können selber hinreisen, und wir wollen einen Bevollmäch- tigten senden. Das ist Herr Harlamoff, unser Agent: er ist in letzter Zeit immer auf Reisen gewesen. Ich möchte nun für ihn einen Auslandspaß besorgen. Tun Sie mir den Ge- fallen und stellen Sie mir das Zeugnis aus, daß seitens der Polizei nichts im Wege steht, Harlamoff einen solchen aus zufertigen."— „Ja," meinte der Polizeichef,„das ist sehr schwer. Wie Sie wisien, muß der Betreffende mindestens acht Monate in meinem Bezirk gelebt haben. Ist Herr Harlamoff hier angemeldet?" „Nein," antwortete mein Bekannter.„Das konnte er nicht, er war ja immer auf Reisen. Und wer dachte daran, daß er in meinem Auftrage ins Ausland zu gehen hätte?" „Bitte, zeigen Sie mir Ihre Papiere," sagte der Polizei chef.„Es ist ja alles in Ordnung," fügte er hinzu, nachdem er sie durchgesehen hatte,„nur ist er hier nicht gemeldet. Wenn Sie," wandte er sich an meinen Bekannten,,, mir die schriftliche Versicherung geben,— es brauchen nur ein paar Zeilen zu sein— daß Herr Harlamoff über ein Jahr in Ihren Diensten gestanden hat, dann stelle ich das gewünschte Zeugnis aus." Mein Bekannter gab die Versicherung ab, und in einer halben Stunde hatte ich ein offizielles Schriftstück, worin erklärt wurde, daß seitens der Polizei der Ausstellung eines ausländischen Passes für Herrn Harlamoff zur Reise ins Ausland nichts im Wege stehe, wobei hinzugefügt wurde, daß ich mich in Handelsangelegenheiten dorthin begebe. Zu Hause angekommen, sagte mein Bekannter zu mir: Da habe ich mir jetzt einen netten Brei angerichtet! Wenn Sie irgendwelche Dummheiten begehen, bekomme ich es mit der Polizei zu tun. Aber zurück konnte ich nicht, und es tat mir auch nicht leid. Was können sie mir auch anhaben? Reisen Sie jetzt in die Gouvernementsstadt und verschaffen Sie sich Ihren Auslandspaß. Haben Sie genügend Geld zum Reisen?" Ich mußte das verneinen und nahm seine Hülfe gern an. In der Gouvernementsstadt angekommen, ging ich sofort zur Kanzlei des Gouverneurs, überreichte dort mein Papiere, bezahlte die Stempelgebühren und erhielt die Erklärung, ich könne den Paß am nächsten Tage erhalten. „Ich muß aber heute noch abreisen, es ist eine sehr wichtige Angelegenheit," sagte ich,„und es wäre mir lieb, wenn ich meinen Paß sofort erhalten könnte." „Das wird kaum gehen," antwortete der Beamte.„Die Kanzlei wird um zwei Uhr geschlossen, und es ist fraglich, ob der Gouverneur Ihren Paß heute noch unterschreiben wird." „Es steht aber viel auf dem Spiel," erwiderte ich,„und ich würde Ihnen sehr dankbar sein, wenn ich den Paß heute noch bekäme." Der Beamte sah, daß er mich nicht so leicht los würde, und sagte schließlich:„Gut. Kommen Sie um zwei Uhr wieder. Vielleicht ist er doch fertig. Es ist aber eine Aus« nähme, die wir mit Ihnen machen!" Vor zwei Uhr erschien ich in der Kanzlei und war un» endlich froh, als ich meinen Auslandspaß in der Hand hatte, Am Abend desselben Tages reiste ich nach Warschau und von dort über Alexandrowo nach Verlin. Ein eigentümliches Gefühl bemächtigte sich meiner, als ich auf der russischen Grenzstation den Wagen verließ. Be» dauern, daß ich mit meiner Familie und meiner früheren Lebensweise gebrochen hatte, fühlte ich nicht. Aber auch die meisten Menschen, mit denen ich als Illegaler zusammengelebt hatte, waren mir gleichgültig. Höchstens erinnerte ich mich mit einem stillen Lächeln des lieben Oftip und noch ein paar anderer netter, gutmütiger Leute. Die Freunde, die niir nahe standen— und die ich scherzweise„meine Familie" nannte— saßen entweder im Gefängnis oder waren, wie Abramoff und Petrofs, im Auslande. Ein wirkliches� Ge- fühl zog mich, außer zu diesen befreundeten Revolutionären, nur zu einem einzigen Menschen, das war die Frau des Rechtsanwalts Kudrin. Mit ihr hatte ich hin und wieder korrespondiert und hatte sie auch einmal flüchtig in Moskau gesehen. In Briefen und bei diesem Wiedersehen suchte sie mich zu überreden, das gefahrvolle Leben aufzugeben und eine ruhigere Tätigkeit zu beginnen. Sie ahnte, � daß ich auch ihr meinen richtigen Familiennamen verschwieg, und meinte, ich brauchte mit meiner Familie mich ja nicht wieder auszusöhnen, sondern könnte still in bescheidenen Verhält» nissen unter dem angenommenen Namen eine wirkliche Kulturarbeit für Rußland vollbringen.— Oft kehrte in ihren Briefen der Satz wieder:„Rußland ist noch nicht reif: die Intelligenz wird immer weitere blutige Opfer bringen. unzählige Menschen werden ihr Leben einbüßen, aber das Glück des Volkes wird noch lange ausbleiben! Wozu also diese un- nützen Opfer?" Und jedesmal lächelte ich still bei diesen Worten. Ich lächelte, weil sie mir früher selbst oft in Ge- sprächen recht gegeben hatte, daß die Intelligenz nicht anders handeln könne. Ich lächelte, weil ich wußte, daß aus diesen Worten eine unendliche Liehe zu mir sprach! Sie fürchtete, mich zu verlieren. Vor meiner Abreise inS Ausland kämpfte ich lange mit dem Wunsche, sie aufzusuchen und Abschied von ihr zu nehmen; ich unterdrückte ihn aber und schrieb ihr einen langen Brief. Ihre Antwort hatte mich noch erreicht, und außer den allernotwendigsten Sachen war es das einzige. was ich von meinem früheren Leben ins fremde Land mit- nahm. Dies alles zog durch meinen Kopf, als ich auf der Grenz- station stand. Ich stieg in den Zug ein,— andere Uniformen, andere Gesichter tauchten auf der kleinen Station Otloschin auf. Die Zollrevision wurde vorgenommen, einige Mitreisende wurden gefragt, ob sie nach Amerika auswanderten. Dann hoar alles erledigt, und der Zug raste weiter. In Berlin stieg ich in einem kleinen Hotel am Schle- fischen Bahnhof ab. Ich mußte sehr sparsam sein. Man hatte mir ein paar Adressen gegeben, mit deren Hülfe ich Petroff hier aufzufinden hoffte. Die letzte Nachricht von seiner Frau meldete, daß sie beide nach Berlin reisen und hier eine längere Zeit bleiben würden. Ich fand ihn in einem Privatkrankenhause, wo er vor ein paar Tagen operiert Worden war. Seine Frau pflegte ihn. Ich war erschrocken, als ich das liebe Gesicht abgemagert und gequält wiedersah. „Ja, es geht schlecht, lieber Freund," sagte er.„Bin jetzk Invalide." „Es wird schon besser werden," tröstete ich ihn,„die Operation ist glücklich verlaufen, und das andere ist eine Kleinigkeit." „Wenig Hoffnung," erwiderte Petroff.„Wie lange habe ich mich schon gequält! Ein ganzes Jahr bin ich krank; jetzt endlich haben die Aerzte herausgefunden, daß ich ein inneres Geschwür habe. Ich habe aber nicht mehr die Kräfte, um noch ein langes Krankenlager auszuhalten." (Schluß folgt.) Das Volksllcderbucb. Einige Jahre ist es her, seit auf einem Sängerfeste deutscher Männergesangvereine in Frankfurt a. M. der deutsche Kaiser die Snregung gab zu einem Volksliederbuch. Dieses Volksliederbuch ist nun vor kurzer Zeit erschienen. Bei der Bedeutung, die es für den Männergesang haben dürste, ist eine Betrachtung der von ihm ver- folgten Ziele wohl angebracht. Die Männcrgesangvereine, die gegenwärtig selbst in dem kleinsten deutschen Städtchen eine Rolle spielen, sind dennoch nicht eine erb- eingesessene deutsche Einrichtung. Kaum hundert Jahre ist es her, seit der Berliner Singakademiedirektor Karl Friedrich Zelter die erste»Liedertafel" einrichtete. Es handelte flch damals um eine wirk- liche Liedertafel, gesellige Zusammenkünfte: während man an der Tafel sah, wurden Lieder gesungen. Nicht leicht war es, Zutritt zu erlangen; nur Komponisten, Sänger von Beruf, Dichter wurden als Mtglieder aufgenommen. Nicht länge dauerte es, bis auch in anderen Städten„Liedertafeln" nach dem Muster der Berliner entstanden, in Leipzig und Frankfurt a. O. Immer noch handelte es sich um streng exklusive Gesellschaften. Später erst trat der populäre Zug auf, der, an Stärke immer wachsend, bis auf die Gegenwart die Männergesang- Vereine beherrscht hat. Und jetzt hat sich das Verhältnis fast um- gekehrt: Wären die ersten Liedertafeln aristokratischer Art, so sind vis jetzigen zumeist demokratisch. Es gibt kaumcinen bürgerlichen verufsstand, der sich nicht seinen Gesangverein gründete; die jungen Kausteute, die Beamten, die Handwerker, Arbeiter, die Lehrer usw. alle noch in einzelne Sondergruppen sich trennend, gründen ihre kleineren oder größeren Vereine. Eine ähnliche Bewegung wie von Berlin ging etwa gleichzeitig auch von der Schweiz aus. G. H. Nägeli rief 1810 einen Männergesangverein in Zürich ins Leben; die Tendenz war hier jedoch von Anfang an eine viel volkstümlichere als in Berlin. Von der Schweiz aus'wurde allmählich Süddeutsch- land für den volkstümlichen Männergesang gewonnen. Etwas später schloß fich Oesterreich an, so daß nach und nach.der Männergcsang alle Gauen überspannte, wo die deutsche Sprache heimisch war. Diese Entwickeluna des Männergesanges brachte es mit sich, daß eigentlich künstlerische Bestrebungen immer mehr in den Hinter- grund traten. Je weiter die.Begeisterung für den Männcrgesang um sich griff, desto tiefer sank das künstlerische Niveau der Musik, an der man sich erfreute. ES kam eine Zeit des künstlerischen Tief- standes, der Geschmacklosigkeit, die schwer zu überbieten sein dürften. Eine öde Sentimentalität, philiströse Behäbigkeit, seichte Simpelei beherrschten lange den Männergesaug in einem Umfange, daß die meisten Gesangvereine überhaupt nicht mehr in Betracht kamen, wo es sich um künstlerische Bestrebungen handelte. In jüngster Zeit ist nun eine neue Richtung aufgetaucht. Müde der hcrkönunlichcn Liedertafelei und im Vertrauen auf die Leistungsfähigkeit einiger vorzüglich geschulter Chöre, haben einige Komponisten, der Schweizer Hegar an der Spitze, dem Männergesang neue Ausgaben.gestellt. Die Chorballade, deren unbestrittener Meister Friedrich Hegar ist, hat in den letzten Jahren Immer mehr Aufnahme gefunden. Sie setzt sich hinweg über den alten, simpel-gemütlichen Ton der Männerchorgesänge, verwendet die Mittel der Neuzeit in vollem Umfange, erzielt auch brillante Wirkungen, setzt aber eine virtuose Leistungsfähigkeit voraus. Diese zu erringen ist nun bei dem Material, über daS weitaus die meisten Männerchöre verfügen, keine leichte Sache. Gerade bei den Sängcrfesten zeigte sich der Widerspruch zwischen Wollen und Können in sehr auffallender Weise. Kleine Vereine mit sehr bescheidenen Mitteln machten die größten Anstrengungen, die technischen Schwierigkeiten zu überwinden, die nicht selten in der neueren Literatur zu überwinden sind. Natürlich fast immer vergebens. Es kann eben nicht der Zweck kleiner Dilettantenvereinigungen sein, virtuosen Zielen nachzugehen. So entstand das Bedürfnis, eine Sammlung von Gesängen zu schaffen, die inneren Kern mit künstlerischer Fassung verbindet, die weder auf den sentimentalen Ton der alten Liedertafelei gestimmt ist, noch auch virtuose Fertigkeit in so hohem Maße verlangt, wie die neuere, bessere Männerchorliteratur. Da bietet fich nun das Volks- lied dar. Daß es in neuerer Zeit ganz zu verschwinden droht, ist eine oft beklagte Tatsache. Sie hängt tief mit den sozialen Ver- Hältnissen unserer Zeit zusammen. Ob es gelingen wird, dem Zuge der Zeit entgegen, das Volkslied wieder zu Ehren zu bringen, ist eine Frage, die erst die Zukunft beantworten kann. In dem neuen Volksliederbuch ist der Versuch gemacht, das Volkslied wieder fruchtbar zu machen. Eine sehr bedeutende Arbeit ist darin geleistet worden. In zwei starken Bänden von je 800 Seiten ungefähr sind über 600 Gesänge dargeboten. Der leitende Gedanke war, aus allen Jahrhunderten, soweit wir die Literatur überhaupt kennen, eine Auswahl des Besten zu geben, was das deutsche Volks- lied hervorgebracht hat. Und das ist nicht wenig. Seit den Zeiten der mittelalterlichen Minnesänger bis ins IS. Jahrhundert fließt der Quell, bald rascher, bald spärlicher. Und nicht nur das eigentliche Volkslied ist hier benutzt; auck� das volkstümliche Lied ist berücksichtigt, das gerade in den letzten zwei Jahr- Hunderten zu hoher Bollendung gelangt ist. Die beste Definitton dieses volkstümlichen Liedes hat einer seiner vorzüglichsten Meister gegeben, Abraham Peter Schulz, als er sagte, ein gutes Lied müsse neu sein und doch vertraut klingen. Das Material bestand also zum größten Teil aus Volksliedern, d. h. einstimmigen Volks- melodien, und volkstümlichen Liedern, denen von ihren Komponisten schon die brauchbare Fassung gegeben war. Die besseren wurden einfach hinübergenommen, wenn sie schon von Hause aus für Männerchor gesetzt waren, oder sie wurden für Männerchor ein- gerichtet, wenn eS sich ursprünglich um Stücke für gemischten Chor handelte. Schwieriger war die Arbeit bei den eigentlichen Volks- liedern. Diese sind nur als Melodien überliefert, der Satz für Männerchor, die Harmonisierung mußte bei jeder einzelnen Melodie besorgt werden. Von der Art, wie dies geschieht, hängt der künstlerische Wert der Sammlung ab. Dieser Teil des Werkes ist geeignet, auch höheren künstlerischen Ansprüchen zu genügen. Viele unserer vorzüglichsten Musiker wurden für diese Bearbeitungen herangezogen. Namen wie Richard Strauß, Engelbert tzumperdinck, Max Bruch, Wilhelm Berger, Friedrich Gernsheim, Karl Reinecke, Ludwig Thuille, Her- mann Kretzschmar, Philipp Wolfrum, Georg Schumann zieren das Werk— um nur die bekanntesten zu nennen. Besonderen Dank ver- dienen die Herausgeber dafür, daß sie auch das alte deutsche Volks- lied gebührend berücksichtigt haben, jene herrlichen Weisen des 14., 15., 16. Jahrhunderts, die den kostbarsten Besitz unserer Volksmusik bilden. Gerade an diesen Melodien wuchs die alte deutsche Kunst. Das mehrstnnmige Kunstlied des 16. und 17. Jahrhunderts ist im Grunde weiter nichts, als eine kunstvolle Verarbeitung jener damals allbekannten Volkömelodien. Was damals geniale Meister wie Heinrich Isaak, Heinrich Finck, Ludwig Senffl, Hans Leo Haßler, Joh. Herm. Schein u. a. geleistet haben, ist heute leider nur wenigen Kennern einigermaßen vertraut. Von ihren Bearbeitungen der Volksmelodien konnte leider nur wenig für diese neue Sammlung benutzt werden. Die meisten davon sind überaus verwickelte Gebilde, von so großer Schwierigkeit, daß sogar die berufsmäßigen Musiker unserer Zeit ihre Not mit ihnen haben, so oft, richtiger gesagt, so selten sie sich damit einmal ab- geben. Also blieb nichts übrig, als das nächste beste zu tun und die alten Melodien von den vorzüglichsten Künstlern neu bearbeiten zu lassen in einer Art, die unserer Musikpraxis nahe steht. Vielleicht darf man eS später einmal wagen, in ein Volksliederbuch auch alte Originalsätze des 16. Jahrhunderts zu stellen. Man wird billiger- weise den Wert der neuen Bearbeitungen jener Lieder nicht meffen dürfen au den klassischen Stücken des 16. Jahrhunderts. Nichts- dcstoweniger können viele davon auch höheren künstlerischen An« sprächen wohl geniigen. Daß aber das Volkslied in neNcreN Zeiten auch noch so manches Wertvolle darbietet, dafür zeugen die zahlreichen Dialektlieder; da gibt es Lieder in plattdeuischer Mundartz in rheinischem, pfälzischem, elsäsjischem, schweizerischem bayerischem, tiroler, fteirischem Dialekt, von denen die meisten im IS. Jahrhundert noch gesungen wurden, viele noch bis in die Gegen- wart hinein. Es ist nämlich eine merkwürdige Tatsache, daß die heutzutage bekannten Volkslieder fast alle ziemlich jung sind, mit Ausnahme einiger geistlicher Lieder, Choräle, die bis ins 16. und 17. Jahrhundert zurückreichen. Man hat recht getan, den Charakter der Sammlung als»Volks- liederbuch" nicht zu eng zu fassen. Durchaus am Platze ist neben den vielen einfachen Lieder« auch eine ganze Anzahl von kunstvollen schwierigen Sätzen, an denen Vereine von größerer Leistungsfähig- keit dankbare Aufgaben finden werden. Es ist auch der Geschmack zu loben, mit dem eine Auswahl getroffen ist aus der eigent- lichen Männerchorliterawr des IS. Jahrhunderts. Hier hat man eine Anthologie vor sich aus den besten Kompositionen dieser Gattung, von Zelter. Weber, Schubert an bis zu Cornelius, BrahmS, Hegar und Richard Strauß. Die große Menge Lieder dieser drei Gruppen Volkslieder, volkstümliche und eigentliche Kunstlieder ist w 12 Abteilungen übersichtlich angeordnet: Geistliche Lieder; Ernstes und Erbauliches; Vaterland und Heimat; Natur; Wandern und Abschied; Soldatenlieder; Lieder der Jäger, Schiffer, Bauern, Bergleute; Festlieder; Gesellige und Trinklieder; Liebeslieder; Balladen; Scherz- und Spottlieder find die einzelnen Abteilungen überschrieben. Schon auS diesen Titeln ist der ziemlich erschöpfende Inhalt der Sammlung ersichtlich. Ein noch weiterer Ausbau wird in der vorrede verheißen. Diese Vorrede verdient überhaupt besondere Aufmerksamkeit. Sie ist verfaßt von einem der besten Kenner de» deutschen Volksliedes. Freiherrn Rochus von Lilieycron, dessen große Verdienste auf diesem Gebiete sowohl von den Literarhistorikern, wie auch von den Musikforschern vollauf gewürdigt werden. Sie gibt eine gedrängte Ucbersicht über die Geschichte des deutschen Volksgesanges und berichtet auch über die Tätigkeit der Herausgeber, die Arbeitsmethoden. Mit welcher Sorgfalt gearbeitet wurde, zeigt fich z. B. in der Tatsache, daß über 8000 Lieder eingehend geprüft wurden, ehe man fich über die Aus- wähl der 600 Stücke einigte, die jetzt den Inhalt des Liederbuches ausmachen. Zu der beratenden Kommisfion waren auS ganz Deutschland, auch auS Oesterreich und der Schweiz viele der be» deutendsten Fachmänner hinzugezogen, sowohl Komponisten, wie die oben genannten, als auch Chordirigenten, wie Kremser sWien), Hegar< Zürich), Volbach(Mainz), Felix Schmidt(Berlin), Siegfried Ochs(Berlin), Georg Schumann(Berlin), Hans Sitt(Leipzig) und verschiedene andere, Historiker wie Frhr. v. Liliencron, Her- mann Kretzschmar(Berlin), Max Friedlaender und Johannes Bolte (beide in Berlin). Den beiden letztgenannten Gelehrten ist der kritische Anhang zu danken, in dem für jedes einzelne Lied die Quellen von Text und Melodie nachgewiesen find, über- Haupt zu jedem Lied wertvolle, intereffante Anmerkungen niedergelegt find. Es handelt fich also bei diesem Liederbuch um einen sehr ernsthasten Versuch. Schaffende Künstler, die zu unseren Besten ge- hören, tüchtige Praktiker des ChorgesangeS, hervorragende Fach- gelehrte haben in ausdauernder Arbeit zusammengewirkt, um eine Sammlung zu schaffen, die den künstlerischen Geschmack der großen Masten heben soll und so eine wichtige Kulturaufgabe erfüllen soll. An den deutschen Männergesangvereinen ist eS nun gelegen, diese wertvolle Gabe gebührend zu würdigen. Das Liederbuch dürste wohl auch dem kleinsten Vereine zugänglich sein. Die all- bekannte Leipziger Verlagsfirma C. F. Peters hat den Preis für die vorzüglich gedruckten uud geschmackvoll ausgestatteten Bände so festgesetzt, daß auch kleinen Vereinskasten die Anschaffung ohne große Opfer möglich ist. Bedenklich erscheint es jedoch, daß ein großer Teil der Sammlung nicht ohne weiteres für die öffentliche Aufführnng stcigegeben ist, sondern einer Steuerpflicht unterliegt an die.Ge- nostenschast deutscher Tonsetzer". Diese Anstalt vertritt die Interessen der ihr ungehörigen Komponisten. Daß sie berechtigt ist auch hier einzuschreiten, darüber kann ein Zweifel kaum sein. Eine andere Frage jedoch ist eS, ob bei dem gemeinnützigen Zwecke dieses Liederbuchs es nicht bester gewesen wäre, eine Ausnahme zu machen und sämtliche Lieder freizugeben. Dadurch erst hätte die Sammlung als Geschenk an das deutsche Volk ihren vollen Wert er- halten. Wie die Sachen jetzt liegen, ist es vorauszusehen, daß ein großer Teil des Liederbuches totes Gut bleiben wird. Viele Schwierigkeiten werden sich in der Praxis ergeben beim Verkehr mit der Genossenschaft, wennschon, wie es heißt, die Sätze für die Auf- führungsgenehmigung niedrig bemesten worden sind. Viele Vereine werden geringe Neigung verspüren, in Verhandlungen einzutreten wegen Bearbeitungen von allbekannten Liedweisen, die man sich ge- wohnt hat als Allgemeingut anzusehen. Erst die Zukunft wird zeigen, ob eS von feiten der Genossenschaft klug war, sich auch hier aus den Boden des strengen Rechts zu stellen, ob daS, was auf der einen Seite gewonnen wird, auf der anderen nicht eingebüßt wird. Hier bot sich eine Gelegenheit, nun auch einmal in weiten Kreisen für die lebenden Komponisteit zu werben, und gerade bei diesem ersten Versuch wäre wohl mehr Entgegenkommen am Platze gewesen. kleines feuilieton. Zola und Bülow. Wie kommt Bernhard der Schöngescheitclte in solche Gesellschaft? Der„Pornograph" zum Hofmann? Oder haben die hoffähigen Blätter„im Reiche der Gottesfurcht und frommen Sitte" vor dem schrecklichen Franzosen(der Kerl hat ja sogar ganz frech das Wort„dlerlle" geschrieben, da« Wort des Generals Cambronne bei Waterloo), haben sie nicht vor ihm 1000 Kreuze geschlagen? Und doch, und dochl Sitzen da bei Müller— im alten Pariser Münchner Lokal— etliche gute Deutsche beisammen. Einer, ein ganz verdächtiger Sozialdemokrat —» sonst aber ein guter Kerl— ulkt über die Berliner Wahl- kommission, die die eine Breslauer Wahl für ungültig erklärt hat, weil der Reichskanzler durch ein Telegramm, gerichtet gegen den „Roten", in die Wahl eingegriffen hatte. Ein Herr der Tafel- runde— im Auslande setzen sich die Landsleute eben glücklicher- weise ohne Rücksicht auf Staats- und Kirchenangehörigkcit zu- sammen— i meinte nun, das sei ein Skandal, Bülow habe ganz recht, die Regierung könne auch für ihre Kandidaten eintreten. „Und überdies hat der Reichskanzler seinen Standpunkt ja in seiner großartigen Rede so glänzend vertreten." In der Reichshauptstadt — Wasserkopf, sagte mal der schnöde Dr. Julius Bachem aus Köllen— wäre es ja nun nicht möglich, daß am gleichen Stamm. tische Rote, Schwarze, Grüne friedlich beisammensitzen und sich manchmal weniger friedlich zanken, aber im republikanischen Frankreich gibt's so was. Also legt ein NichtVerehrer Bülows los. (Der Mensch ist ein waschechter„Kreuz-Zeitungs"-Mann, früherer Offizier, Ritter pp. usw.)„Wer's glaubt, kriegt'nen Taler. Exzellenz Bülow hat da eine feine Rede gehalten, die vor ihm schon eine andere Exzellenz gehalten hat— nämlich Exzellenz Eugäne Rougon von Emile Zola!" Unseren national- liberalen Stammtischgenossen traf beinahe der Schlag und wir anderen machten auch verdutzte Gesichter. Daß Bernhard Zitate liebt, ist bekannt genug, aber Zola, den Pornographen? Pfui Deibel. Zieht doch der Ritter pp. ein Büchlein aus der Tasche und liest:„Wir verlangen ehrliche Wahlenl Auch die Re- g i e r u n g darf ihre Kandidaten empfehlen. Tun denn das nicht die Sozialdemokraten auch mit größter Dreistiockeit. Mau greift uns an und wir verteidigen uns einfach. Das ist doch nur in der Ordnung. Man wollte uns knebeln, uns die Hände binden, zum Kadaver machen. Das lasten wir uns nicht gefallenl(Bravol)j Aus Liebe zum Vaterlande stehen wir stets bereit, das Land zu beraten und ihm zu sagen, wo seine wahren Interessen liegen. Uebrigens ist ja das Land selbst Herr über seine Geschicke. ES hat ja das Wahlrecht. Sie, meine Herren, von der Opposition, hier, wo Sie absolute Redefreiheit haben, Sie sind ja der beste Beweis unseres Respektes vor dem Wahlrechte.(Bravol) Die revo» lutionäre Partei mag sich doch beim Lande selbst beschweren, wenn daS Land mit überwältigender Mehrheit für das Reich eintritt!" Ist das nun Bülow? Ist es Zola? Da der Verfasser der „Nana" leider schon tot war. als der„Block" entstand, kann Zola BülowS Rede nicht abgeschrieben haben und dochl Jedenfalls hat Exzellenz Reichskanzler Eugene Rougon(Zola, kleine Pariser AuS- gäbe, Paris, Rue de Gcnclle 11) damals so gesprochen. Die Aehn- lichkeit ist groß und wir Atammtischgcnossen bei Müllers fanden das auch, w- Literarisches. Adolf Stern, der Literaturhistoriker und Schriftsteller, ist Montag nacht in Dresden gestorben. Unter den heutigen Literaturforschern war er einer der gediegensten und als Novellist nicht ohne Talent, wenn ihm auch starke Ursprünglichkeit fehlte. Friedrich Adolf Ernst— so war sein bürgerlicher Name— war am 14. Juni 1835 in Leipzig geboren. Nach Absolvierung seiner Studien ließ er sich in Dresden nieder, wo er die Literaturprofestur am Polytechnikum innehatte. Als Herausgeber der„Bibliothek der Literatur des 18. Jahr- Hunderts", sowie der Werke Herders, Hauffs, Hebbels, Ludwigs usw., als Biograph Hermann Hettners und Otto Ludwigs sowie besonders durch seine immer«och lesenswerte„Geschichte der neueren Literatur"(7 Bände Leipzig 1882—1885) und die„Ge- schichte der Weltliteratur" wirkte er anregend und befruchtend. Auch seine„Studien zur Literatur der Gegenwart" sind zu er« wähnen. Frei von der herkömmlichen Ledernheit und Borniertheit der literarischen Herbarienverwalter, frisch und mit einem durch ver- gleichende Studien geschärften Blick, wußte Stern darzustellen und zu analysieren, wenn auck seine Auffassung naturgemäß zu einer ökonomisch-grundlegenden Betrachtung nicht vorzudringen vermochte. Als Dichter gehört er ztir kulturhistorischen Art wie etwa Riehl. Zu nennen find die Romane„Die letzten Humanisten",„Camobns" und die in den„historischen",„neuen" und„venezianischen Novellen" gesammelten Erzählungen, von denen einige in billigen Ausgaben erschienen find. Stern hatte persönliche Beziehungen zu Otto Ludwig und Hebbel Theater. Kleines Theater. Die Pächterin von Litchfield. Komödie in 3 Akten von Max Mell. Nicht ein Engländer, ein Wiener Autor war der Verantwortliche. Der Beifall einiger un. entwegter Bewunderer rief ihn auf die Bühne und die Erscheinung bestätigte, was sich auf Grund des TcxtSS vermuten ließ, daß er zu seiner Entlastung alle Milderungsgründe größer Jugendlichkeit geltend machen durfte. Wenn er die Geschichte, die ihm am Herzen lag. um hundert Jahre zurückdatierte und nach England verlegte, so mag ihn dabei die Erwägung geleitet haben, daß heute ja nie- mand wisse, was für Menschen damals jenseits des Kanals herum- aclaufcn sein mögen. Warum soll da, zumal die Historiker die Sittcnlosigkeit der englischen Aristokratie jener Epoche in schwärzeste> Farben malen, nicht eine englische Frau-Gräfin in allem Ernste;o dämonische Reden losgelassen haben. Das Kolorit der Zeit, i j dergleichen passierte, lebendig vor Augen zu rucken, dafür ist Cor e getragen durch einige gepfefferte, dem gräflichen Gemahl in den Mund gelegte Anekdoten und einen Kammerdiener, der über alle Unanständigkeiten genaue Rechnung führt, um sie gesammelt als ab- schreckendes Beispiel in einem frommen Traktätlein abdrucken zu lassen. Was die Bezeichnung des Stückes als Komödie soll,»st völlig unverständlich. Dem Autor»üßte« denn seine Figuren selber komisch vorgc kommen sein. Für die Gestalt der dämonischen Gräfin hat Hedda Gabler, für die prätentiöse Bildersprache des Dialogs wohl Hoffmannsthal Modell gestanden, fedenfalls find der Norweger und der österreichische Dichter hier mit der gleichen Unparteilichkeit parodiert. Wie Hedda Löwborg, als dieser, ein verzweifelter gebrochener Mann, ihr gegen» übertritt, die Pistole in die Hand drückt, so möchte die Gräfin von Parham in der langen Reihe der Liebhaber doch wenigstens einen haben, der sich erschießt nnd zwar direkt um ihretwillen. Ellis, ihres Gatten Sekretär, scheint die geeignetste Person dafür. Als der Graf hinter das zärtliche Verhältnis der beiden kam, und bei aller sonstigen Vorurteilslosigkeit doch eine Trennung von dem jungen Menschen für notwendig erklärte, zerfloß der Arme in eitel Liebesschmerz. Er weinte, wie die Gräfin stolz berichtet, eine ganze Nacht an ihrer Seite. Zum Schluß hat er den großen Schwur ge- leistet, prompt zu sterben. Dieser Gedanke erfüllte sie mit hoher seelischer Befriedigung. Da macht sie nach sechs Jahren die schreck- liche Entdeckung, daß Ellis, statt pflichtgemäß im Grab zu modern. die Pächterin von Lltchfield zum Weib genommen und sich vergnügt des Daseins freut. So grausam in ihren schönsten Illusionen ge- täuscht, beschließt sie von dem Ungetreuen Rechenschaft zu fordern. Ellis stellt sich auf ihrem Befehl im Schlosse ein und empfindet, als er sieht, wie hübsch sie ausschaut, aufrichtige Reue über sein un- gualisizierbares Benehmen. Unablässig knattern die Tiradcn. AlS sie ihn nach alter Gewohnheit in ihr Boudoir führt, geschieht eS unter Donnern und Blitzen furchtbarer Dämonie;„mein Leib," so ruft sie warnend an der Tür dem Doppelt-Treulosen zu,.ist gesalbt mit Verachtung!" Frau Ellis nimmt den heimgekehrten Sünder, der sich zur Abwechslung jetzt aus Reue über seine Schwäche das Loben nehmen möchte, barmherzig wieder auf; entwickelt eine kom- plizierte Theorie, daß sie mit ihrem übertriebenen Vertrauen zu dem Mann das ganze Unglück angerichtet habe und kündigt— ein glückverheißendes Zeichen— an, daß der kleine Bob in kurzer Zeit ein Brüderchen erhalten wird. Es ist die einzige Figur, in die hier und da, wo sie nicht in der geleckten Ziererei der Sprache mit den andern wetteifert, einige Spuren menschlicher Beobachtung verrät. Der Kunst Helene Fehdmers gelang es, in dieser Rolle aus allem Schwulste einen Kern schlichter Verständigkeit und warm-natürlichen Gefühls herauszulösen. Anna Feldhammer mußte sich mit der Frau Gräfin, L ettinger mit dem nicht weniger fatalen Ellis wohl oder übel abfinden.