Hr. 395. Adomument«- Kcdwgungen: Abonnemivl«-Prei» pränumerando: vlertiljährl. 3L0 MI., munatl. I.W MI-, wocheullich 38 Psg. frei w» Hau». Cinidne Nummer S Pfz. Sonnlag»- Nummer mit iNuNrlcrler Sonnlag»- Beilage„Sie Neue Well" 10 Pfg. Poll- »lbonnement: 3,30 Mark pro Quartal. Stngelragen in der Post- Zeitung»- Pretsltlte sur ISSS unter 2r. 7NS0. Unter»reu, band für Teutschland und Lelterreich- Ungarn S Marl, für da» übrig« Ausland S Mark pro Monat, Erfchrinl laglich«ufter Zvontig«. Devlinev VolKsblskt. IS. Jahrs. Die Jnserttons-Gcbüljr Siträgl für die Iech»gis»allen«»olonel- zetle oder der«» Raum tu Pfg. für poltllfche und geiverlschaftliche Bcrein«- und Persammlung»- Anzeigen 30 Pfg. „Kleiiie Anirigc»" jede» Wort 3 Pfg. (nur da« erste Wort s-tl>. Inserate s>:r die nächste Nummer müssen bt«< Uhr iiachmtltag« in d-rSxpcdtlion abgegeben inerden. Tie Epp-dtiion ist an Wochen- lagen bl» 7 Uhr abend«, an Sonn- und Festtagen dl» S Uhr vormittag« geöffn«, Fernsprecher!»ml I, Qf. 1508. Telegramm-Adresse: „Sorialdemostraf»erlin" Centralorgan der socialdemokratisthen Partei Deutschlands. Redaktion: 19, Beullz-Strahe 2. Die zahlenden Dritten. Die viertägige Etatsdebatte hat keine Eutscheidmig gebracht, tveder iiber die Flottcnvorlage, ,ioch über sonst etwas, aber sie hat in bemerkenswerter Weise den Schleier von den Kämpfen gezogen, die sich augenblicklich hinter den Eoulisscn der herrschenden Klassen ab-- spielen. Hier Miquel mit den preußischen Agrariern, dort Hohenlohe niit den nationalliberalcn Großindustriellen und den ultramontanen Gottesstreitern: es ist im Wesen der Sache der alte Kampf zwischen Jnnkerthum und Bourgeoisie, jedoch in einer neuen Spielart, der man den Reiz der Originalität nicht absprechen kann. Die„Kultur- käntpfer" und die„Reichsfeinde" von ehedem Arm in Arn» als Stützen des„größeren Deutschlands": wer hätte vor einem Aicrtel jahrhundert gedacht, daß diese„staatsmännische" Kombination im Schöße der Zeiten schlununerte l Herrn LieberS bombastische Etatsrede ließ sich in die trockene Erklärung zusammenfassen: Wir sind bereit, in der Flottenfrage um- zufallen, aber nur. wenn wir endlich aus den ägyptischen Fleisch topfen mitlvffeln dürfen. DaS Centrum will nicht mehr um nichts und wieder nichts umfallen, und billig denkende Leute werden ihin nachfühlen, daß es sich nachgerade schämt, eine noch trübseligere Rolle zu spielen, als die Nationalliberalen in ihrer„maßgebenden Zeit von 1866 bis 1876 gespielt haben. Bei all ihrer politischen Prostitution sackte die liberale Großindustrie danials doch große materielle Vorteile ein. während daS Centrnn» sich noch immer den Mund wischen mutz, so reichliche Probe» es schon von seiner patriotischen Opferwilligkeit gegeben hat. Ohnehin ist Gefahr im Verzuge, denn die ultramontanen Wähler könnten nun doch bald au: die verzweifelte Frage verfallen, weshalb sie sich Lasten über Lasten aufbürden lassen sollen, bloß damit Graf Ballestrcm sich mit Würde auf dem Präsidentenstuhle des Reichstages faßt oder Herr Lieber mit seiner seichten Geschwätzigkeit vor der unerreichbaren Höhe deS MimstertischeS paradiert. Nichts begreiflicher also, als daß diese trefflichen Politiker erklären: Wir sind des grausamen Spiels endlich satt: laßt uns mittafeln, und Ihr sollt die Flottenvorlagc habe»: wenn nicht, dann nicht I Diese Forderung des CentrumS findet nun einen günstigen Boden innerhalb der Regierung, die von den übennütigcn Junkern in der Kanalfrage und sonst allzusehr angeärgert worden ist. ES war ein Schmerzensschrei aus ihren innersten Eingewcidcn, als ein Minister in der EtatSdcbatte erklärte, die Agrarier thätcn so. als ivenn sie allein auf der Welt wären. Freilich thun sie so. und vielleicht müssen sie auch so thun. denn das Messer des ökonomischen Bankrotts sitzt »hne» am Halse, und sie trauen selbst ihrem Lieblinge Miguel nicht über den Weg, weil er init am Ruder steht und also weiß, daß mit einer bankrotten Klasse allein ein moderner Großsiaat nicht regiert werden kann. Aber während Herr Miquel noch immer bemüht ist, seinen teuren Junkern den Löwenanteil von seiner„Sammelpolitik" zuzuschanzen, scheine» so zieinlich alle übrigen Minister der drückenden Bonnundschaft der preußischen Junker und ihrer unersättlichen Ansprüche inüde und nicht abgeneigt zu sein, auf das nltramontane Angebot einzugehen, dafür sprach wenigstens ihre Haltung in der Etatsdebatte. ES kommt hinzu, daß der Reichskanzler. der in seiner Art ein ganz gescheiter Herr ist. von seiner bayrischen Heiinat her an das Kompromittieren init den» Ultramontanismus gewöhnt ist und nicht jene aber- gläubische �che» vor dem„Katholischwcrdcn" hegt, von der die altpreußische Aristokratie und Bureankratie in hohem Grade be- sessen ist. Die Junker ihrerseits sehen ein. daß sie den Bogen überspannt haben, und sind bereit, in den sauren Apfel der Flottcnvorlage zu beißen, die ihnen als ein mächtiger Borspann der großen Industrie sonst sehr verhaßt ist. Wie viele Jtzenplitze und Zitzeivitze könnten »nit den gewaltigen Profiten gerettet werden, die bei den Panzerplatten für die Krupp und Konsorten abfallen werden! Allein wenn sich die Junker auch auS zwingenden Gründen bequemen, die Flottcnvorlage gut zu heißen, so sehen sie in ihr doch nur, wie die Ultramontancn, ein Sprung- brett, um sich in den Sattel des allzu geduldigen Gaules Germania zu schwingen. Sie wollen die Flottcnvorlage benutzen, um einen Konflikt mit dem Reichstage zu provozieren und dann die Künste deö„starken Mannes" spielen zu lassen, von dem ein Junker in der Etatsdebatte mit preiSwürdiger Offenheit sagte, daß er ein ganz dummer Kerl sein könne, wenn er nur ein recht ans- gepichter Hallunke sei. Herr Miquel ist den Junkern noch viel zu gc- scheit, weil er„sainmeln", weil er die Bourgeoisie mit dem Junkcrtmn teilen laffen will, aber bis jenes ruchlose Rhinozeros erscheint, dos Herr v. Kröcher in seinen patriotischen Träumen als den Retter deS Vater- landeS ersehnt, nehmen sie schon mit ihn» verlieb, und je heftiger Herr Lieber in der Etatsdebatte auf ihren Miquel einhieb, um so heftiger hieben sie auf seinen Hohenlohe ein. Diese Lage der Dinge hat die Etatsdebatte aufgedeckt, wenn sie auch nicht enthüllt hat, wie es nun weiter kommen wird. Die Schalen der Wage schwebten in zieinlich gleicher Höhe; mochte es an den beiden ersten Tagen scheinen, als sei die Richtung Hohen- lohe-Lieber im siegreiche» Vordringen, so traten in den beiden letzten Tagen Miquel uud seine Junker um so trutziglicher auf, und der rednerische Sieg, de» Herr Miquel unzweifelhaft iiber Herrn Lieber davontrug, war ein böses Vorzeichen für die ehrgeizigen Träume des CentrumS. Zunächst haben die deutschen Kronen das Wort, in deren Rate eS vemmtlich ähnlich aussteht, wie in» Reichstage. Die süddeutschen Kronen haben gewiß, und die preußische Krone hat wenigstens augenblicklich daS größere Jntcreffe an der Kombina- tion Hohenlohe-Lieber, aber die ErkeiultniS. daß sich daS preußische Junkertun, ivie ein Mühlstein an den Hals jeder Macht hänge, der eS sich aufdränge, ist schon fünfzig Jahre alt, ohne daß cS gelungen wäre, den Mühlstein zu versenken, wo das Meer am tiefsten ist, und es darf durchaus noch nicht als ausgcschloffcn gelten, daß Miquel und die Junker obenauf kommen. Auch kann nicht eine dritte Mög lichkcit übersehe» werden, die am Ende sogar die wahrscheinsichste ist, die Möglichkeit nämlich, daß Lieber und Miquel die Komödie der betrogenen Betrüger aufführen, daß über ihrer Balgerei die Flottcnvorlage nihig in den Hafen schwimmt und damit sonst allcS beim alten, bei der bisherigen Weise des Zickzackkurses bleibt. Hier nun setzt daS Interesse der Arbeiterklasse an den» Handel ein. Wäre irgend eine Aussicht Vorhände», daß die Junker durch ein Bourgcoisregimcnt an die Wand gedrückt werden könnten, so wäre das sicherlich auch im Sinne des klassenbewußten Proletariats ein historischer Fortschritt. Allein der»och so berechtigte Haß gegen die Junker darf uicht verkennen lassen, daß ihre Ablösung durch ein ultrainontan-nationalliberales Ncginient im günstigsten Falle eine neue Nummer des alte» Fadens sein würde. Die ultramontancn Junker sind so wenig blöde, wie die konservativen, und sobald die schwarze Brigade erst mit aus der Schüssel ißt, wird sie um so tiefer hinein fahren, je hungriger sie durch das lange Warten geworden ist. Sic wird dann überhaupt ihre allerschwärzestcn Künste entfalten und die Arbeiter werden vor Ausnahmegesetzen nicht sicherer sein als sie heute sind. Insofern können sie die ganze Katzbalgerei»nit achselznckcndem Humor betrachten. Woran sie aber das höchste Interesse haben, das ist der Versuch, den Massen die Kriegskostcn dieses parlamentarisch-politi schcn Jntriguenspicls aufzubürden. Sie brauchen und werden es sich nicht gefallen lassen, daß sich wieder einmal der alte Spruch bewahrheitet Quickguick dclirant reges, plectimtur Achivi, was in modernem Deutsch heißt: Wenn die herrschenden Klassen sich zanken, so haben dje Arbeiter die Zeche zu zahlen. An der Flottcnvorlage. die in der einen oder der anderen Weise auf eine ungeheure Belastung des Proletariats hinausläuft, haben weder die Junker noch die Illtramontanen auch nnr ein subjektiv ehrliches Klasscninteresse: sie ist ihnen nichts als ein Einsatz in den» Würfelspiel»in» die politische Herrschast. wie ihnen der bunte Rückcp der Arbeiterklasse das grüne Tuch ist, darauf sie ihre Würfel rollen lassen Erhöbe sich die ganze Arbeiterklasse mit»nächtige»» Ruck, so würden die Würfel in alle Ecken fliegen, und das frivole Spiel hätte ein für allemal sein verdientes Ende gefunden. Unter diesen Umstände» hat die socialdemokraiische Partei die dringende Aufgabe, überall unter den Arbeitern Lünn zu schlagen gegen den Flottenrummel, und sie ist in» besten Zuge, diese Aufgabe zu lösen. Ob es ihr gelingen ivird, das Unheil abzuwehren, das ist ein Zweifel, der. wie berechtigt oder unberechtigt er nun sein mag, sie in der Erfüllung ihrer politischen Pflicht keinen Augenblick zn beirren braucht. Ist sie auch nicht mächtig genug, das entscheidende Wort in den» Kontrast zwischen Junkertum und Bourgeoisie zn sprechen, so muß sie um so mehr darauf Bedacht sein, diese Macht zu erwerben, und daS kann sie nur durch eine ehrliche Politik, die innner mit energischem Einspruch ain Platze ist, wenn die arbeitenden Klassen für den in den besitzenden Klassen entbrannte»» Hader der Bentepolitiker bluten sollen._ politische Aebvvficht» Berlin, den 16. Dezember. Das Duell Lieber-Miquel. Nachdem Herr Lieber nach seinen bombastischen Ankün digungen merkwürdigerweise im Reichstage es völlig unter lassen hatte, MiquelS K a u a l w ä s ch e zu waschen, holt das jetzt die ministerielle„B e r l. K o r r e s p." nach. Sie bemerkt in einer Betrachtung über die Etatsdcbatten: Angesichts der in' den klerikalen Organen seit Woche»» ge führte»» Preßkainpagne»nutz es jedoch bis ans weiteres als ziveifelhaft gelte», ob Herr D»'. Lieber»virklich die tieferen Beweggründe seiner Attacke im Rcichtag offenbart hat. So hat kürzlich erst die„Kölnische Volks-Zcitiuig" dem „Minister ohne Berantivortlichkeit" den absurden Vorwurf gemacht. daß er andauemd die Solidarität des GesamtministeriumS ge- fährdc! auch habe er nach der Ablehnung der Kaiialvorlage die in Aussicht gciiommcne Auflösung des Abgeordnetenhauses verhindert; hierin liege der Kernpunkt der schwierigen innerpolitischen Lage. Herr Dr. Lieber hat in seiner RcichStagSrede diesen Punkt mit keiner Silbe berührt; ob auch er als Parteiführer die unterbliebene Auf lösung als einen Querstrich durch partettaktische Pläne auffaßt,»»»»iß daher dahingestellt bleiben. Selbst iveim jedoch Herr Dr. Lieber die Auslösung als ivillkommcn angesehen hätte, käme eS darauf an, festzustellen, tvas in diesem Falle,»vic auch sonst, dem Wohle deS Vaterlandes, welches Herr Dr. Lieber seiner Mißstimmung über de»» einzelnen Minister allzeit voran- stellen»vill, iu kritischen Zeitmomentcn an» dienlichsten ist." In dem dunklen Intrigucnkrieg, der gegenwärtig innerhalb der Regierung geführt wird, ist diese Erklärung in ihrer Tendenz besonders duirkel. Ist das nur eine, kaum mehr verständliche, Ilnübcrlegtheit Miqnels oder ein gegen ihn abgeschnellter Pfeil? WaS wird hier gesagt? Erstens wird bestätigt, daß Miquel in der That es war, der die Auflösung des preußischen Landtags verhindert hat. Und zweitens wird behauptet, des CentrumS Zorn rühre daher, kveil ihm durch die Nichtauflösung die günstigen Chancen eines unter der Parole des Mittelland Kanals und der Junkergegncrschaft geführten WahlkampfL von Miquel vereitelt worden wären. Mit anderen Worten aber bedeutet diese Behauptung folgendes; Mtgnel hat die Auflösung des Exprditivn: 3W. 19, Benllz-Slvasje 3. preußischen Abgeordnetenhauses widerraten, gerade weil er diese Maßnahme im Sinne der Regierung und ihres Kanals für erfolgreich hielt. Er hat eine Aktion verhindert, die der Regierung den Sieg versprochen hätte. Er empfahl statt der wirksamsten die denkbar nnwirksainste Maßregel, die Disciplinicrimg der Landräte, in dein klaren Bewußtsein, auf diese Weise die Geschäfte der Regierung zu hinter- und die der Konservativen zu b c treiben. In der That: eine Auflösung hätte leicht die konservative Mehrheit getroffen und den Kanal durchgesetzt; darum unterblieb die Auf- lösung. Hingegen mußte die Maßregelung der Beamten den Trotzt der Jnnkerschaft anstacheln und sie wider den Kanal noch mehr erbittern, darum wurde gemäß- regelt. Miquel wäre so ein unübertrefflicher Organisator der Niederlagen für die Regierung und der Ritter der Konservative». Es würde auch jetzt ganz begreiflich, worum die Junker ihrem Miquel neuerdings selbst den Maßregelungsrat verziehen haben. Sie haben' eingesehen, daß er ihnen nur ein demagogisches Agitations mittel verschaffen wollte. Diese Sachlage erhellt»nit Notloendigkeit aus den» Artikel der„Berk. Korrcsp.". Handelt es sich um einen besinnungs- losen Selbstverrat Miqnels oder einen neuen tödlichen Schlag gegen den Unüberkvindlichen?— In Der Hammer als Auibosi. Südafrika sind die Kriegswürfek gefallen f ü» das Recht und für die Freiheit. General Buller hat mit der englischen Hauptarmee eine entscheidende Nieder« läge erlitten, die militärisch nicht wieder gut zu machen ist. Diese Schlacht hat das Schich'al von Ladysmith und Kimbcrley besiegelt— Herr RhodeS wird eines sehr guten Luftballons bedürfen, um der Abrechnung mit den Boeren zn entgehen. Und die Hcercsabteilnngen Lord Mathuens und Lord Gatacres, die ans Knnberley und Bloemfontein marschieren sollten, während Bullcr den Entsatz von Ladysmith mit der Weg- nahn»e von Pretoria als Endziel zur Aufgabe hatte, sind aufs äußerste gefährdet. Zn dem inilitärischcn Erfolg der Boeren bei Colenso kommt noch die ungeheure moralische Wirkung, die sich in materielle Kraft umsetzen Ivird. Ohne Zweifel fällt nun das A f r i k a n d e r tu m in Natal und der!kap Kolonie den Boeren zu. Vor der Niederlage Butlers bereits schrieb ein englischer Kriegskorrespondent, es sei ausgeschlossen, daß die den Engländern entgegenstehenden Boeren alle ans Trans- vaal und dem Oranje- Freistaat gekomincn seien. Es sei mathematisch gewiß, daß die Boeren zahlreichen Zuzug aus den englischen Kolonien hätten. Und daS war auch sicher der Fall. Jetzt, nachdem die Boeren alle englischen Heeresabteilnngen eine nach der anderen besiegt haben, hält keine Furcht vor dem englischen Kriegsrecht die Afrikander mehr zurück— zumal da so gut Ivie leine Aussicht ist, daß die Engländer eine stärkere Kriegsmacht als die geschlagene auf den Kampfplatz zu bringen im stände sein werden. Eine englische Zeitung chreibt zwar: die britische Armee müsse jetzt ans IN 666 Mann gebracht werden. Aber woher iichmen? Die moralischen Wirkungen der Niederlage Bnllers be« schränken sich nicht auf Afrika. Der Telegraph hat die Hiobs- »oft in alle Welt getragen und die Feinde Englands sorgen dafür, daß sie in Indien und überall, Ivo das englische, Weltreich schwache Stellen hat. bekannt und ausgebeutet wird. In England selbst sind keine verfügbaren Truppen mehr. Irland ist schon mehr von Truppen entlastet, als für die Sicherheit Englands gut ist; der Geist des Aufruhrs greift dort um sich, und irische Blätter ordern die Jrländor in der britischen Armee offen ans, zu den Boeren zu desertieren. Wohl kann England seine Armee in Südafrika verstärken, allein nicht ohne sich zn entblößen und seinen Feinden Ehancen zn bieten, die nicht unbenutzt bleiben würden. Bisher hat Rußland sich nicht gerührt, weil es den Ausgang deS Ieldzuges in Südafrika abwarten wollte, und weit seine Finanzen zerrüttet sind. Aber England fährt fort. 'eine Soldaten nach Südafrika ans die Schlachtbank zn schicken, so wird Rußland sich durch seine Finanz- »ot nicht abhalten lassen, in Ostasien und an anderen tunkten vorzurücken auf Kosten Englands. Und ein Aus- : a n d in I n d i o», furchtbarer als der Sipoy-Anfstand von 1839, würde die kaum venneidlichste Folge sein. Wir vergliche»» gestern die gegenwärtige Situation in Südafrika mit der Äitnatioil in Amerika, bei Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges von 126 Jahren. Tic Niederlage Bullers hat den Vergleich noch frappanter gemacht. Sic bringt daS Afrikandertum und damit die Mehrheit der Bevölkerimg in den englischen Kolonien ans jseitcn der Boeren. Und wir halten es für sehr unwahrscheinlich, daß diese, auch ivenn ihnen die englische Regierung de»» Frieden ans Grundlage deS Zustandes v o r dem Krieg mit Verzicht auf das angebliche »zeräiiitätsrecht Englands anböte, das Anerbieten annehmen würden. Die heutige Regierung wird indes ei» solches Anerbieten nicht machen. Zmn Glück ist aber die Regierung Chamber- l a i n s nicht eins mit England. Die verbrecherische Thorheit dieses Mannes und seiner Kollegen ist dem eiiglischci» Volk .um Bewußtsein gekonmien. Wird das Bewußtsein zur hat iverden? Das ist die Frage. Von der liberalen Opposition, daS sagten wir schon gestern, ist nichts zu erhoffen. Tos Schicksal Englands liegt in der Hand des englischen Volkes. Zeigt das englische Volk sich auf der Höhe der Situation, so fegt cS durch eine Sturmflut� der Empörung das jetzige Ministerium weg und errichtet eine Regierung, die Ehambcrlain nebst seinen Mitschuldigen in?l n k l a g c z u st a n d versetzt und F r i e d e n s v e r h a u d l u n g c u mit den B o c r c n anknüpft. Und die Verhandlungen können, wie�die Dinge stehen, nur noch auf der Basis absoluter Selbstregierun g�d e r Kolonien geführt werden. Und S e l b st r c g i c r u n g bedeutet � thatsächlich die Unabhängigkeit der K o l o n i e n, mit republikanischer Verfassung entweder s o- fort oder nach kurzem U e b e r g a n g s st a d i u m. Diese Lösung liegt jetzt ini Interesse"des englischen Volks, das schließlich, jedem Widerstand zum Trotz, seinem Willen Gel- tung verschaffen wird. Wir treiben daher keine uferlose Zukunfts- Politik, wenn wir ans der gegenwärtigen Lage in Süd- afrika eine neue Republik erstehen sehen: die V e r c i u i g t c n S t a a t e n von Südafrika, denen die Vereinigten Staaten von Australien bald nachsolgen werden. Denn das mögen unsere Kolonialpolitiker sich merken, alle Kolonien, die e t w a S wert sind, wachsen zu N e P u b l i k e n heran, und die das nicht thun, sind nichts wert. Noch eine andere Folge von großer Tragweite werden feie Siege der Boeren haben: die Erkenntnis der Völker, daß der Militarismus ein„über- wunden er Standpunk t" ist, und daß unsere stehenden Heere, sofern sie nicht gegen die eigenen Völker bestimmt sind, k e i n e' E x i st c u z b e r c ch t i g u u g mehr haben. Was die Boeren geleistet haben, das hätten die besten militaristisch gedrillten Soldaten der Welt nicht fertig gebracht. Und was sagt nun der große Staatsmann Herr von o w, da der englische Hammer, vor dessen Schlägen er politische Kinder zu ängstigen dachte, zum Amboß ge worden ist? Was hat den Engländern ihre kolossale Flotte genützt? Begreifen unsere Märinisten nicht, daß in der Welt- geschichte höhere und stärkere Kräfte eut- scheidend sind, als Panzerschiffe und Kanonen? Heber de««eudcutsche» Imperialismus, wie er in der NeichStagsrede des deutschen Ministers V. B ü I o w hervortrat, werden i» der russischen Presse eifrige Bc- trachtungen angestellt, und zwar äußern sich, abgesehen von der zu- sehcilds an Einfluß verlierenden,„Nowoje Wreuija" und den politisch wenig bedeutenden„Nvwosti", deren Kommentare zur neuen Flotten- ära der deutschen Regierung der Telegraph bereits mitgeteilt hat, Organe wie der dein Zaren nahestehende Petersburger„Wjedomosti" und die in weiten Kreiseir angesehene„Rossija" nichts weniger wie shmpathisch. Die„Rossija" schreibt:„Deutschland, welches bis zur stärksten Anspamiung aller seiner Lebenskräfte für die Riistuugcn zu Lande gegangen ist, bietet jetzt alles für die Rüstungen zur See aus. Dies ist natürlich Deutschlands Sache, und nicht unsere, des nächsten Nachbars Aufgabe ist es um den Wohlstand Deutschlands Sorge zu tragen. Aber wir, Deutschlands Nachbarn, können nicht kaltblütig ans die bc ständige Steigerung der Macht schancn, welche derzeit nur im Westen an uns grenzt, bald «ber auch vom Süden aus(gemeint ist die deutsche Einflußnahme in Kleinasien durch die Bagdad-Bahn) grenzen wird. Dem Beispiele Deutschlands w i r d a u ch R u ß l a n d f o l g c n. d, h, die besten Säfte für die«nprodnktive» KricgöauSgabrn hcransprrssc» miiffc»." Weiter erklärt die„Rossija", daß der deutsche Staatsmann zwar die Erklärung E h a m b c r l a i n S von dem „ciiglisch-deutschen Bunde" kategorisch dementierte, aber sich dafür durchaus als Anhänger von dessen Theorie dcö Im- pcrialiSmns vorstellte."„Eine gefährliche Theorie l— schließt das Blatt seine Ausführungen— sie seiet Zwist unter den Völkern, und am Horizont haben sich die drohenden Wolken, wenn nicht des Krieges, so doch des vom Kopf bis zu den Füßen bewaffnete» Friedens zusammengezogen. Ipelcher die Völker vielleicht noch mehr erschöpft alS viele Kriege." Auch das russische Bönen- und Handelsorgan„Birschcwcyja Wjcdomosti" äußern sich in dem- selben Sinne.— »* Deutsches Hleich. Eine kommnnalc Adrcstdcbattc. In den letzten beiden unter Ausschluß der Oeffcntlichkeit statt- gehabten Sitzungen der Stadtverordneten-Vcrsomiiilung fand eine eingehende Debatte darüber statt, ob dem Kaiser eine Gratulations- adrcsse zu Neujahr geschickt werden soll. Die Fraktion der Neuen Linken beantragte unter Berücksichtigung verschiedener Vorkomnmisje dcr letzten Zeit, von einer Adresse Abstand zu nehmen. Die Fraktionen der Mehrheit(„Große Linke" und„Freie Ver- einigung") traten für Beibehaltung des Gebrauchs ein und wollten »ur an Inhalt und Umfang Aepderniigen vornehmen. Die Socialdcniokratcn erklärten selbstverständlich, weder an „langen" noch an„kurzen" Gr.atulationsadressen interessiert zu sein. Bei der Beschlußfassung erklärte sich die auS den beiden bezeichneten Fraktionen bestehende Mehrheit für Absciidnng einer NcnjahrS- adrcsse an den Kaiser, deren Wortlaut vorlag und ohne Acnderung acceptiert wurde. � Ccntrnm nnv Flottcnvorlage. Dcr Bachemsche Flügel der Centruinspartc!, der in der„Köln. VolkSztg." zum Wort gelangt, ist offenbar mit der Licberschcn Fkoltcnrede unzufrieden, Man sagt das natürlich nicht, aber es klingt hervor anS dem, was gesagt wird: Die„Köln. VolkSztg," meint: „Man hat versucht, Herrn Lieber mit den scharfen Erklärungen dcr Centrumsprcsse in Widerspruch z» stellen, Sie waren nicht schärfer als jene, die man gleich nach dem ersten Anftauchcn der , neuen Bescherung von manchem Mitgliede der Fraktion hören konnte, und Herr Lieber hat mit keinem Wort eine Miß- billigung dieser Haltung auch nur angedeutet. Er hat lediglich die alte Wtndthorstfche Politik fortgesetzt, bei der ersten Lesung keine bindenden Erklärungen abzugeben... So viel scheint allerdings klar, daß demnächst der Bundesrat, äußerlich geschloffen, an den Reichstag mit dcr Forderung heran- ireten wird: Bcrpoppelnng der Schlachtflotte und Finanzierung durch Anleihe. Daß wir ein solches Projekt bekämpfe» werde». versteht sich von selbst: wer gegen das Flottcugesctz von 1898 war. kau» die kommende Vorlage nicht billigen, auch Iveim diese Suppe etwas Ipertiger heiß serviert werden sollte, als sie� nach dcr Hamburger Rede gckocbt wurde. Daß ein erheblicher Teil dcr C e n t r n in s f r a k t i o n sich darauf einlassen iverde, wird von - verschiedenen Seiten mehr oder minder bestimmt in Aussicht gestellt: die Nationallibcrale» hoffen eS, und die Socialdcmo- t raten sagen es, um das Centrum zu diskreditieren. Wir glauben es nicht, Von allein anderen abgesehen, scheint uns feie Vorgeschichte dieser Vorlage, verbunden mit den bei und seit dem Flottcngesctz von 1898 gemachten Erfahrungen, die Möglichkeit auszuschließen, daß die Centrumsstaktion zu der gci'etz- lichcn Festlegung des verdoppelten Sollbestandes,.finanziert durch Anleihe, ja sagt." Sehr richtig! Die„Köln, Volks-Ztg." war auch 1893 gegen den Flottcnplan, und Lieber hat die Sache dann doch gcmachr. Legt man das Gewicht ans die Worte„durch Anleihe", so bietet sich ja auch hier bereits ein llmfallsthor. Freilich, Herr Lieber ist, seitdem er durch die famose Bindung von 1898 düpiert worden ist, der blamierteste Europäer. Aber am Ende hat er sich gern düpieren lassen, und mag darum gar keinen Widerwillen haben, daS Spiel zu wiederholen. Es ist manchmal recht profitabel, sich übers Ohr hauen zu lassen.— Ter bcschcidcnc BunferSrat. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" ist mit den Ergebnissen dcr Etats- dcbatte znfriedcn. Sie behauptet weiter kühn, daß eine ganze Serie von Einwänden der Opposition entkräftet worden seien, z. B, hinsichtlich der Ausschaltung des Bundesrats in dcr Vorbereitung dcr Flotlenvorlage. Das offiziöse Organ redet es dem Grafen b. Lcrchcnfcld nach,„daß die verbündeten Regierungen, als der Flotteüplan austauchte, nicht nur von der Absicht dcr Reichs- leitnng Kenntnis, erhalten, sondern auch diejenigen Unterlagen empfangen haben, um sich ein eigenes Urteil in dcr Sache bilden zu können, wie demi überhaupt den deutschen Fürsten und Regierungen gegenüber diejenigen Rücksichten vollständig eingehalten worden sind, auf welche sie Anspruch haben". Das Datum, wann die verbündeten Regierungen über den Flottcnplan informiert worden seien, hat leider weder der bayrische Graf verraten, noch wagt es die„Norddeutsche" aiizngcbeii. Wenn aber der Bundesrat mit dieser Rangordnung einverstanden ist. daß erst die Großindustriellen diskret unterrichtet werden, weiter dcr Kaiser den Plan öffentlich ankündigt, endlich ein offiziöses Blatt den fertige» Entwurf veröffentlicht und dann erst Regierungen und Höfe informiert werden, so empfinden wir für dieses Uebermaß von Bescheidenheit ein mitleidig gerührtes Wohlwollen.— Kleine Geschenke. In frommer Weihnachtsstiinmuiig schreibt dcr„Reichsbote" zur inneren Lage: „Die ganze Situation drängt also dahin, den Frieden mit der konservativen Partei zu machen, den gcinaßrcgelten Beamten zum Weihiiachtsfest ihre Wiedereinsetzung als Friede, iszeichen unter den Christbaum zu legen und den Konflikt nicht in das neue Jahr mit hinüber zu nehmen," Ein herziger Borschlag! lind die Konservativen werden sich nun wohl auch nicht lumpen lassen und der Regierung den Mittelland- Kanal unter den Christbaum legen?— „Finanzministcr Lieber". Die„ R h e i n.- 28 e st f. Z t g." behauptet, Herr Lieber stunde ans der Liste der kommenden Finanz- minister. Mau beachte: F i n a n z m i n i st e r, Nachfolger Miguels, nicht etwa, wozu Herr Lieber sich eher eignen würde, Marincpredigcr! Die Nachricht ist wohl ein plumpes„Börscumanövcr" des In- dustricvrgaiis. DaS um die Sicherung dcr Marinelieferungen besorgte Blatt möchte nämlich Herrn Lieber mit dem Sicgcslohii eines Ministcrportcfcnille ködern, um ihn für die Marincvorlage scharf zu machen. Die„Rhein,-Wests, Ztg." hat, wie man sieht, von den moralischen und intellektuellen Eigenschaften des CentrnmS- flihrcrS keine sehr vorteilhafte Meinung. Sie schätzt ihn dafür als einen Fanatiker des Düpiertwcrdcns. Dumm aber stark. MS ein KMnrdenkmälchen ivollcn wir die rn erwähnten Acnßcriiilgcn des Herrn v, K r ö ch c r nun auch nn stenographischen Wortlaut wiedergeben: „Drittens sagte dcr Herr Staatssekreiär. er habe in einem politischen Journal— ick, glaube, es waren die„Hamburg. Nachr.". weiß eS aber nicht— einen Satz gefunden:„Wir ninssen einen st a r k e n M a n n haben, der fehlt uns, und dieser starke Mann hat die Ausgabe, die Socialdcmvkratie a» dcr Gurgel zu packen." Ter Herr Staatssekretär sagte dann in etwas ironischer Weise, er würde sich sehr freuen, wenn dieser Mann sich fände und sich an seinen Platz setzte. Ja, dabei hat doch dcr Herr Staatssekretär übersehen, daß der starke Manu nickit kommen und sich an de» Platz des Herrn Staatssekretärs des Innen, setzen kann (Heiterkeit), sondern daß er dazu berufen werden mnst. Klaubt denn dcr Herr Staatssekretär und glauben Sic.»icine Herren, daß die Moltke, die Bismarck, die Noon ihre Stärke hätten erweisen können, wenn sie nickit in den Gcncralstab und in das Ministcrtmn berufen wären, und wenn ihnen nicht Pe- wcguiigSfrcihcit gelassen wäre, ihre Kräfte zu zeigen? M, H., darauf" foiinnr es dock, recht wesentlich an. und ich glaube, daß wir auch heute noch solche starken Männer haben--(Zuruf bei den Socialdemokraten,— Glocke des Präsidenten.)... Das hatte ich wirklich nicht erwartet, daß Sie diese so billige Bc- merknng ldcr Abg. Bebel hatte Herrn v. Kröchers Namen gernfen) machen würden. lHciterkcit,)— Meine Herren, solche starken Mäiiiicr haben wir und haben sie vielleicht sogar in der Regie- riing. Denn meines Erachtens kommt c§ nicht s o sehr darauf an, daß man die Intelligenz er» es Bismarck hat, daß man ein großer Mann ist, um gegen die Sociakdemokratic zu kanipfen. Wenn man nur die Bildung und die nötigen Kenntnlise zum Minister hat, daii» kommt es im weiciitlichen daraus an, daß niaii den Willen bat, zu kämpfen,»nd— dies ist allerdings die Hauptsache— die Nerven. Meine Herren. der Fürst Bismarck hat mal in schwerer Zeit z» seinem König gesagt: „U n t e r U m st ä n d e n k a» n i ch m i r keinen ehrenvolleren Tod denken als den Tod auf dem Schafott." AuS diesem Tiktiiin des Fürsten Bismarck ziehe ich de» Schluß, daß i ii c r n st e ii Zeiten— und daß uuscrc Zeiten ernste sind. werden Sic mir alle zugeben— cö für Rcgierniigcn daraus ankommt, Nerven bis zum äußersten zn haben.(Lebhaftes Bravo! rechts,)" Die„Krenz-Zeitiiiig" bemerkt ihrerseits zu den Sätzen. die übrigens mich in interessanter Weise über die Minister hinaus zielen, scbr erfreut: „Diese Worte waren nm so wirkniigsvollcr, als dcr Redner eS vermied, ans Einzelheitcu einzugehc» und insbesondere dcr Ber- silchnng Widerstand, dein Minister Thielen z« erwidern. Zu dieser Erivideniiig wird sich ja später Gelegenheit finden. Besser als mit dein Hinweis auf die vorstcheiiden Worte des Abg. v, Kröcber könncii wir unsere Aiisführungen nicht schließe». Und so hoffen wir denn, daß in, komnieiideu Jahrhunderte der leitende Mann, so lange die Regierung noch die Gewalt in Händen hat. den Kanipf gegen den Umsturz mit rücksichtsloser Thatkraft führen werde, Sobald der unbeugsame Wille dazu erwiesen ist, wird sich auch die Volksvertretung' finden, die in diesem Kämpfe ihre Miilvirknng geivährt," Wenn es nach dcr„Krenz-ZeUnng" geht, wird also das nächste Jahrhundert unter dcr Devise„dumm aber stark" stehen, Daß sich gerade die durch die Sanft, mit dcr Regierung ver- wähnte ii Kanalkebellen nach den, starken Mann sehncl,, ist eine schivcre Uiidanlbarkcit. Wem, sie nur wirklich einmal die Faust an der Gurgel spürten!— Die neue Kanalvorlage ist„ach offiziöser Ankündigung„och nicht völlig abgeschlossen. Tie ursprüngliche Kanalvorlage solle nicht nur'durch Berücksichtigung Schlesiens ergänzt, sondern auch durch Vorschläge zur AnSgcstaltnng und Vervollständigung dcS oft- lichen Wafferslraßeiiiietzes wesentlich erweitert werden. Auch solle ciiligcn dringenden Wünschen landwirischasilicher Kreise durch Ver- bcsserung der Vorflut und Beseitigung von Hochwasserschädenjftech- Nluig getragen werden. Es sei daraus aber keineswegs der Schluß zu ziehen, daß die Staatsregierimg von ihrem bei der früheren Borlage eingenommenen Standpunkte abgewichen sei. „Gcruiania"-Moral. Ein sich selbst niwerbesserlicher Anarchist giebt im„Neuen Leben" die folgenden verrückten Betrachtungen zum besten: „Was Limmert» z. B. auch mich, wenn irgend einer, dein der Magen vor Hunger knurrt, eine volle Kasse sucht und ganz cinsaw rineii tiefen Griff ins volle Menschenlebci, hinciinnächt? Dcr Staat nimmt ja auch und fragt nicht, Ivo es herkommt, die Mcnsckiheit fragt den Dieb auch nie, ob er glücklich oder unglücklich ivar... Die Hauptsache ist. daß er sich nicht erwischen läßt.... Beim Nehmen neige ich mich aber lieber zur Moral deS Staates und gehöre wieder lieber zu denjenigen, die auch nehmen möchten, dein, es ist doch gewiß kein schönes' Bewußtsein, lebenslang zn den Bestohlcncn zu gehören. Ob dies durch den Staat oder durch cincn gewöhnlichen Dieb ge- schicht. Aber während man sich vor einem gewöhnlichen Dieb schützen kann, könnte einer etwas erleben, falls er sich es einfallen ließe, den, Staat zu erklären, er lasse sich nichts nehmen, d. h, er werde keine Steuer mehr zahlen... Mein Grundsatz ist daher dieser, fort mit aller Moral, die mir nicht paßt. � Ihne jeder, was er nicht laflei, kann, für gut findet»nd nach seiner Meinung für das Beste hält. Keiner aber hat daS Recht, dasselbe von seinem Nächsten zu verlangen, ihn, Lehren zu geben oder über die' That eines anderen entrüstet zn sein." Diese koiifusei, Ansichten find bekanntlich Folgerungen aus dein liberal-jndividualistischei, Wahn, der in dem heutigen Kapitalismus. wenn auch ohne die gedankliche Konsequenz, zur praktischen Geltung gelangt. Und ebenso ist eS bekannt, daß zu den beliebtesten gegen den SocialismnS gerichteten Vorwürfen gehört, er z e r st ö r e den JnmvidualiSnnis, Trotzdem wagt die„Germania" den Blöd- sinn zu behaupten, derartige Weliaiischamnigei, seien unziveijclhaft durch die socialdcmokratische Lehre angeregt, Danach hätte sich also das bayrische Ccntrum zum Helsas- Helfer einer Partei gemacht, die jene anarchistischen Wahnideen an- geregt hat.— �'„,•. Die bremischen Bürgerschaftswahlen sind; sojuird uns aus Bremen geschrieben, nmiinehr endgültig erledigt. Änr Freitag fanden. da in der Hauptwahl zwei socialdcmokratische Äandidatci, doppelt gewählt waren, zwei Nachwahlen und außerdem drei Stich- >v a h l e i, statt, an deren zwei unsere Partei beteiligt ivar. Trotz der heftigsten Versuche dcr Liberale», die socialdemolratischen Kandidaten zu werfen, überflügelte unsere Partei die Gegner doch ans der ganzen Linie. Es wurden gewählt in den Nachwahlen die Genossen Fritz E b e r t mit 3ö5 gegen 189 und Kruse mit 28s gegen 225 liberale Stimmen; in den Stichwahlen die Geiiossen I m w o l d e�mit 366 gegen 280 und B a rt h e I mit 273 gegen 233 liberale Stimmen. Iii den letztgenanutei, drei Bezirken schwoll— ein Zeichen dcr Heftigkeit deS Kampfes— die Zahl der insgesamt abgegebenen Stiminc» bedeutend an; sie betrug überall über 86 Proz. dcr Wahl- berechtigten: im Bezirk Jmlvoldcs stieg sie von 85 anf 96,56 Proz. Tic Liberalen blieben mit insgesamt 946 Stimmen weit hinter der Socialdcmokratie, die mit 1294 Stimmen(ca. 266 mehr als in der Haiiptivahl) abschnitt, zurück; es hals: ihnen nicküS, daß sie in zwei Bezirken andere Kandidate» als in der Hauptwahl aufstellten. Dcr Führer der freisinnigen Volkspartci, Professor Walter Lange, erwies sich abermals als schlechter Ncttiingsciigcl; die Mehrzahl dcr Wähler will von Staatsbeamten nichts tviffeu, und so erzielte er weniger Stimmen als sein Vorgänger in der Häuptwahl. Es gelang ilim nicht, den Genossen Ebert, dessen Erscheinen in der Bürger- schaft die Liberalen fürchten, zu vcrdrängen,- Unsere Partei, die bisher zwei Sitze in der Bürgerschaft imic halte und in den achtziger Jahren einmal ans fünf Mandate gestiegen war, wird»liiimchr 44 Abgeordnete stark in den Konventsaal dcr Börse, wo bezeichne,»derweise die bremische Volks- Vertretung tagt, einziehen, Sic hat bei der jetzigen Wahl n e u n Sitze, drei ländliche und sechs städtische, erobert. In zwei Kreisen gehören uns nunmehr beide Mandate. Jedes Mandat gilt auf sechs' Jahre.— „Adel verpflichtet." Ter Graf Guido Henckel von D o n i, e r s», a r ck hat anscheinend für Kultnrzivecke kein Geld, Dieser vielfache Millionär ließ sich wegen lumpiger hundert Mark von dem Oppelner Bezirksausschuß verklagen und verurteilen. Diese 166 M. sollle dcr Graf als Beitrag zimi Gehalt eines armen Lehrers in Woischnick an dcr russischen-Grenze zahlen; er weigerte sich zu zahle» mir dcr„Begründung", er sei- nicht Interessent, sondern mir Patron der Schule. Das PatronatSreKt ist ein nicht unwichtiges Recht im Schnlwcicn. Rechte will also der Graf, sie sollen ihn, aber nichts kosten. Es handelte sich ja auch nur um einen Elementar- lchrcr.— DreSdc», 16, Dezember,(Eig. Ber.) Die zweite Kammer dcö Landtags verhandelte in zweiter Lesung über einen Gesetz- entivurs, die B e r>v a l t n i, g s r e ch t s p sie g c und einiger damit zusamniei, hängender Gesetze'betreffend.' Nicht mimtercssänt aus der Diskussion hervorzuheben ist,' daß ck» konservativer RechtSanivalt die Besetzung des cinzurichteiiden Oberverwaltniigs- gcrichts mit Ober- La n'd g e r i ch tSr ä t e„ warm befürwortete. Der Entivur, läßt nämlich der Regierung Nach dcr Richtung freie Hand. Die Empfehlung geschah, und daS ist das Charakteristische. deshalb, iveil durch die Urteile des sächsischen Ober« Inn b gcrichts erwiesen sei. daß die dort amtierenden Richter weniger ans die F o r in sehen, sondern in völlig.unabhängiger" Weise mehr dcr Praxis nnd de», gesunde» Menschenverstände cntiprcchciid urteilen. Wer denkt da nicht„„willkürlich an die Fest- stellungen des bekaiiiitci, Berliner Lau dgerichts-UrteilS: Bemerkenswert ist noch, daß das Vereins- und VcrsaminlmigSrecht nicht den Verivaltiingsgcrichtc» nnlerstellt ivird. Und zivar dcS- halb nicht, weil— wie der Referent ausführte— dcr Entwurf ein ganz anderes Princip verfolgt, als z, B, das gleiche preußische Gesetz. In Sachsen wird mir die Ansechtnngöklage(nach der Vor- läge) bei richterlicher RechtSverletznilg zulässig sein. � Da käme daS Vereins- und VersamniliingSrecht nicht in Betracht, iveil dieses»atur- gemäß in seiner Dnrchfiihrniig in der Hauptsache in daS„freie Er- inesseil" dcr politischen Behörden gestellt sei. Eine Garantie für recht- lichen Schutz»inssc also in dci, Jiisirnktioiien' dieser Organe gesucht iverden. Es war dcr n a t i on a l l i b c r a.l c Herr Dr. Schall, dcr diese Deduktionen mit der Miene der Ernsthaltigkeit vortrug. Sie wirken um so eigentii», sicher, je mehr man sich an dcr Hand der Erfahrungeii in die sächsische Praxis der.Handhabung dcS Vereins- und Versammlungsrechtes vertieft.— Vhronik dcr MajesiätsbelcidiguiigS-Prozcffe. DI«„Rheinische Zeitung" in K ö l n berichtet: Trotz der ein- dringlichen Ermahnung des Vorsitzenden der ersten Strafkaminer des Landgerichts beschworen die Eheleute Steiubrncharbeiter Karl Koch onS Schwerzkul bei Gummersbach: der zu Linden bei Gummersbach wohnende Schuhmacher Robert Treitholz habe im Februar ihiicn gegenüber ganz unflätige A e n ß e- r nn gen über die Kaiser Wilhelm l., Friedrich lll. nnd Wilhelm II. gemacht. Dcr Staatsanwalt bcan- tragte trotzdem die Freisprechung deS wegen MajcftätS- belcidigung angeklagten Schuhmachers nnd das Gericht entsprach diesem Antrage, weil es nicht die Ueberzcugung gewonnen habe, daß der Angeklagte diese Aeußerungei, wirklich gemacht habe. obsckioi, die Ehelcuic dies überciiistinimend bekundet hätten. Das Gericht war offenbar der Meiimng, daß hier ei» Racheakt vorliege, denn der Beschuldigte hatte eine Forderung an den Steinbruch- arbciter. Erst als er gepfändet worden, erinnerte sich der Steinbruch- arbeit«, daß er sich in, Februar über die angeblichen Aellderiingei, des Schuhmachers so sehr entrüstet hatte, nnd machte deshalb dem OrtSgendorm davon Mitteilung. DaS Einjahrig-Freiwillige, i-Privilegium hat jüngst in der bayrischen Abgeordnetenkammer eine höchst bemerkenswerte Besprechung gefunden. Bei der Beratung dcS Militärctats wandte sich dcr Abgeordnete Dr. Andrea, dcr den Ruf eines tüchtigen SchnlinaiineS genießt, in der entschiedensten Weise gegen das Einjährig-Freilvilligen-Wesei,, das ein nnbrrechtigtrS«iiii»nhaltbarcS Privilegium sei und das BuBctc Schulwesen vollständig i» Unordnung dringe. Der Schlich seiner Ausfiihnuige» lautete: ..Mir erscheint c? als Ehrenpflicht aller Deutschen,'in gleicher Weise fiix das Vaterland die Waffen zri tragen, und ich halte es für bedenklich,- iveini gerade hier Bildung und Besitz eine Ausnahme beanspruchen. Wer die sociale Entwicklung derletzrcn Jahrzehnte beobachtet hat. dein kamr die besondere Wichtigkeit dieser Frage nicht verborgen geblieben sein. Erst wenn alle Schichten der Bevölkerung in gleicher Weise gleich lange Waffendienste thn», haben wir ein VolkShrer, und in diese», Sinne bin auch ich für D c nr o k r a t i s i eru n g des Heeres, allerdings nur in diesem Sinne. Ich sage das nicht, weil ich etiva überhaupt für ein Nivellement schwärme-- nein, eine Aristokratie des Geistes wird und mutz es geben; aber sie künstlich und sie insbesondere auf diese Weise züchten zu wollen, das ist verkehrt, gefährlich,. nninora lisch! Es könnte doch gewist dem Geiste unserer Armee nicht schaden, lvenn die Gebildeten und alle diejenigen, welche cttvas gelernt haben, mit den anderen Klassen zusammenleben nuistteu. Selbst bei unserer studieren- den Jugend würde, wie urir scheint, der Zeitverlust onfgctvvgcn durch den Gewinn, welche» sie davontragen würde, nicht nur in Bezug auf körperliche Kräftigung und llebung. sondern auch durch das Eintaucheu in andere Lebens- Verhältnisse und die dadurch, gewonnene Lebenserfahrung. Man wird sagen:„Woher dann die Reserve- und Landwchr-Offizicre nehmen Run, meine Herren, genau daher, woher man sie auch jetzt nimmt! Unter dcni gebildeten und geschulten Material wird inmi diejenigen schon zu finden wissen, bei welchen die Ausbildung zum Dffizier die Mühe lohnt, gerade so gut wie heutzutage, wo ja auch ei» gut Teil der die Schnüre tragenden Jugend das Ziel des Einjährig-FreiwilligeNdienstes nicht erreicht." Auf diese zum Teil recht treffenden und aus dem Munde eines bürgerlichen Abgeordneten fast' zmerwarteten Ausführungen gab der bayrische KricgSministcr v. Zlsch eine geradezu überraschende Antwort. Er sagte: „Die längeren Ausführungen des Herrn Abgeordneten Dr. AndrcS bezüglich des Eiiijährig-Frciwilligcndienstcs sind insofern an die falsche Adresse gerichtet, als die Militärver- waltnng an diesem Institut absolut kein Jntereffe hat. Bon seit« der Militärverwaltung wäre eS in hohem Grade wünschenswert. wenn dieses Institut nicht bestehen tviirde.(Hört!> Wenn es über- Haupt besteht, dann ist es nur eine Rücksicht auf die socialen Verhältnisse.(Hört!) Wie in allen Ersatzangelcgcnhciteu hat die Militärverwaltung nicht allein zu sprechen, solidem es sind die Civilbehörden, die da gleichfalls mitzusprechen und im Vereine mit der Mililärvcrwältung diese Frage zu regeln haben. Die Armee könnte ja nur gewinnen, wenn die gebildeten Elemente längere Zeit unter den Waffe» bleiben würden." So bricht sich denn- bis in höchste Militärkrcis« der Gedanke Bah», dah der Einjährig-Frciwilligendienst den militärischen Jutcrcsteii keineswegs dienlich ist. Es stellt sich immer deutlicher heraus, dast die Privilegierung der Söhne der besitzenden Klassen der Auslese der militärisch Fähigsten für das Avance- mcnt sehr � hinderlich ist. Weitaus tauglichere Soldaten muffen zwei Jahre dienen und bringen es höchstens zum UHlerofficher, während zahlreiche Einjährig-Freiwillige ohne höhere militärische Qualifikation nach sehr kurzer Zeit bereits empornicken und ohne Schwierigkeit Reserve-Offfzicr werden— wenn nur gewisse Äorbedingungcir der Abkunft und des Besitzes erfüllt sind. Nichts allerdings wäre verfehlter, als wenn man jenes Privilegium in der Art beseitigen wollte, dast die bisherigen Ein- jährigen zu e i n e r l ä n g e r c n D i e u st z e i t verpflichtet werden. DaS-hieste den Teufel mit Beelzebub austreiben. Vielmehr hat das Eiiijährig-Freiwilligen-Privilegium den wertvollen Beweis erbracht, dast eine bedeutende Verkürzung der zweijährigen Dienstpflicht schon heute und ohne jede Schwierigkeit mög- lich ist.— Ausland. Oestreich-Ungarn. Wien, 16. Dezember. Bezüglich der Regelung der Sprachen- frage meldet die„Neue Freie Presse", die Regierung habe drei Gesetzentwürfe vorbereitet, nämlich für Böhmen. Mähren und das ganze Reich. Der Sprachciigesetzcntwurf für die landessürsilichen Behörden in Böhme» bestimme die innere czechische Amtssprache für rein czechische Bezirke und enthalte zugleich Bcstinmumge» dar- über. in welchen Angelegenheiien des DiciistvcrkchrS sich' die Behörden der deutschen Sprache bedienen müssen.— Schweiz. Bern, 12. Dezember.(Eig. Bericht.) Die schweizerische Buudcövcrsammlnng hat ihre erste SessiouSwoche hinter sich und sie hat durch ihre bisherige Thätiglcit die alte Auffassung bestätigt. dast sie das langweiligste und lritilloseste Parlament der Welt ist. „Es fehlt in Bern an einer gut organisierten, thatkräftigeu Opposition", schrieb vor der Eröffnung der Bundesversammlung Genosse Wullschleger im„BaSlcr Vorwärts" und er fuhr fort:„Dies ist ei» Schaden von unberechenbarer Tra gweite, nicht allein sür die verschiedene» Mindcrheits- Parteien, die vom Regimeut ganz oder nahezu ausgeschlossen sind, sondern auch für die im Volke zwar nur über eine Minderheit, aber Dank ciucin die Volksstimme fälscheuden Wahlshstcm in den Räten über die Mehrheit verfügende freisinnige Partei; kurz ein un- berechenbarer Schaden ist es für das ganze Land und Volk". In seinem Eröffnungsworte erörterte der Ältersvräsident Dr. Joo§- Schaffhaiffen von der sociawolitischen Gruppe die Finanznot des Bundes, zu deren Abhilfe er eine Vermögenssteuer von >/« pro Mille vorschlug. Lei der intensiven Abneigung aller reichen Leute vor Steuern und namentlich vor neuen Vermögenssteuern und bei dem Umstände, dast diese-Gesellschaftsklasse ganz unvcrhältnis- mästig stark im Parlameiit vertreten ist. hat der Joossche Vorschlag keine Aussicht aus baldige Verwirklichung. Im Natioualrat sind durch die Neuwahlen. 2l neue Gesichter erschienen, doch vermögen sie die Gesamt-Physiognomie der Versammlung »ücht zu verändern. Unter den, wenige» wirkich neuen Männern sind die Socialdemokratc» Gschwjüd und Triquet; gegen die Wahl des letzteren hat ein Genfer Konservativer einen Rekurs eingereicht, doch dürfte derselbe erfolglos bleiben. Im Natioualrat' bcthäiigtcn die herrschenden Radikalen ihre brutale Ausschliestlichkeit gleich bei der Burcauwahl, indem sie nur ibrc Leute ivähltcn. Die Mindcrheitspartcicn wollten Enrti- St. Gallen als Viccpräsidcntcn ins Bureau bringen, doch unterlag er mit 50 gegen 77 Stimmen, mit denen ein Radikaler gewählt wurde. Sodann wurde das Budget für 180O beraten. Dasselbe schliefet bei 102 270 000 Fr. Einnahmen mit einem Deficit von 720 000 Fr. Früher war ein solches von 3>/z Millionen vorgesehen, unter dem Einstufe der Sparpolitik ist es auf 700 000 Fr. zusammen- geschrumpft. Mit eiserner Konsequenz' führt die kompakte radikale Mehrheit ihre Sparpolitik durch, indem sie fast alle Anträge aus Erhöhung einzelner öder Velvilligung neuer Kredite ablehnt. Dieses Schicksal erfuhr auch ein Antrag Wull- schlcgers aus Bewilligung von 6000 Fr. zur Drucklegung der Lohn- statislik der�Eiseubahiicr. Int Stäudcrat gab die neue Verfassung des Kantons S ch w y z Anlast z» lebhafter» Debatte». Die dort herrschenden llllramoutaiicn. von der gleichen Qualität wie ihre Herr- schciidcn Parteigenossen in' Belgien, haben die Verfassung revidiert und als Neuerung in dieselbe die Proportional- Wahl f ii r 1 2 von d c i» 3.0 G c m c i» d c n des Kantons auf- genommen: in de» betreffenden 12 Gemeinden hatten bisher die Liberale!» die Oberhand, während in den übrigen 18 die Ultra- montanen doniinieren. Diese„Rcfor»»" deckt sich genau mit derjenigen, die in Belgien geplant war: aber während sie hier scheiterte und darüber sogar die klerikale Regierung stürzte, abcu die Klerikale» im Kantou Schlvyz ihren Zweck voll- ändig erreicht. Sie teilen sich in Zukunft in 12 Gemeinden mit den Liberalen in die Bvzüglichen Mandate, während sie von den Mandaten in ihren 18 Gemeinden keines der Minderheit über- lassen. Nun rekurrierten die Liberalen an die BnndeSversammliing. indem sie die Verweigernng der eidgenössischen Gewährleistung der neuen Verfassung verlangten. Allein nach längerer Debatte erteilte dieselbe der Sianderat mit groster Mehrheit, so dast die ultra- montane Herrschaft im Kanton Schlvyz ans ewige Zeiten gc- sichert ist.— Bern, 1?. Dezember.(Eig. Ber.) Im Nationalrate gelangte die Interpellation� der socialistischen Gruppe an den Bundesrat wegen Maßregelung ic8 Genossen Dr. Brüstlein, Advokat in Bern, als französischer Ucbersctzer de? StänderatS zur Behandlung. Die Interpellation begründete Genosse Wullschleger, der ausführte, dast Brüsilein'gemastregclt wordei» sei wegen seiner freien Kritik an» Bundesrat bezüglich dessen geistiger Höhe und sodann bc- zuglich der Auslicfernng der 250 Italiener. Es tväre sonderbar, lvenn Kritik und Politik einem Bürger untersagt wären, wenn er cidgenössischer Flinktionär, oder wie bei Briistleii» der Fall, nur vorübergehend cii» solcher sei. Für die künftige Gesetzgebung und bei dcni Anwachse!« des BimdeSbeamtenheercs sc» es von höchster Wichtigkeit, dast die politische Selbständigkeit der Bürger un- gefährdet bleibe. Die Antwort gab Bundespräsident M it l l c r, aber nicht in glücklicher Weise. Er stellte sich auf den autokratischei» Standpunkt, den sich der deutsche Reichstag z. B. wahrscheinlich nicht gefallen lassen würde. dast der Bundesrat zu keiner Antwort verpflichtet wäre und er eine solche aus derartige Aufrageu in Zllkunst a»lch nicht geben werde, lieber die Kritik Briistleins' habe sich der Bundesrat wohl geärgert, aber sie sei nicht der Grund seiner Wegivahl: diese sei vielmehr deshalb erfolgt, weil Brüstlein in dem konservativen Genfer Journal einzelne Mitglieder deS Bundesrats verspottet habe. Wullschleger erklärte, dast er ivcder in formeller noch in materieller Bezichmig von der Antwort befriedigt sei und in dieser Auf- fassnng schliefet sich ihm auch die ganze linksstehende Presse an, die überdies in dem gereizten Tor. des Bundespräsidenten Müller die Bestätigung der Annahme erblickt. dast Briistleii» als Socialdemokrat und ivegei» seiner freien Kritik am Bundesrat von diesen» gcmastregelt worden sei.— Eine ii» Bern stattgefundene Delegierten- Versammlung deS schweizerischen Bauernverbandes erklärte sich niit groster Mehrheit für die Annahme des Kranken- und Nnfall-Versicherungs- gcsctzcS, namentlich auch deshalb, weil dadurch in gleicher Weise für die landwirtschaftlichen wie für die gewerbliche»» und industriellen Arbeiter sociale Fürsorge getroffen werde und dadurch ein Grund zur Flucht der Arbeiter voii der Landwirtschaft beseitigt»verde.— Frankreich. Paris, 16. Dezember. Zola hat vom Kriegsminister Galliffet ein Schreiben erhalten, lvorin ihm dieser mitteilt, dast die Vcrösicnllichlingcii über Zolas Bater»vährend des Zola-ProzcsscL von dem durch Selbstmord geendeten Oberstlientenant Henry her- rührten.--- Holland. Aiiisterdaiu, 13. Dezember.(Eig. Ber.) Die Zweite Kammer hat mit 79 gegen H Stimmen das UusallversichcrungS-Gcsetz angenommen. Diese groste Mehrheit,»»achdem das Gesetz bei der Beratung auf starke Opposition gestoßen>var, ist unzweifelhaft die Folge des Umstandcs, dast die Arbeiter, auch die der kirchlichen und liberalen Partcici», deutlich zu erkcimci» gegeben hatte»», dast sie die Annahme des Entwurfs»vünschten. Auch unsere Genossen haben zugestimmt und zivar gern. War schon der ursprüngliche ministerielle Entivurf ziemlich gut, so sind bei der Beratung sämtliche Vcrschlcchtcrniigs-Aincitdcnieuts vcrivorfeii und manche Verbesserung aiigenoinmen worden. M«n geht gewiß nicht fehl, lvenn man dieses gute Ergebnis fast ganz anfS Konto der regen Anteilnahme der socialdemotratilcheii Abgeordneten an' der Diskussion schreibt. So fttzt der Eni- »vurf die Wanczcit.auf 18 Wochen fest, Ivogege»»Miere Genossen eine Wartezeit von drei Tagen vorschlugen. Bei der Kommissions- beratung wurde nun die Wartezeit ans drei Wochen, in der Plenum- Diskussion auf eine Woche herabgesetzt. Auch hat»vohl voruehmlich der sehr starke Widerstand der Socialdeinotratcn es bewirkt, dast das von den großen Unternehmern im Lande inspirierte lind kräftig unterstützte Amendement des reaktionären Führers Dr. Klipper siel, welches bezweckte, die Ausführmig des Gesetzes in die Hände der Bctricbsgcnosicnschastci» zu- stellen, die aus Unternehmern zusammengesetzt sei» sollten. Das Gesetz, wie eS schliestlich aiigciiommcn ist, überträgt die Ausführung der Regiemng. Die Kosten der Versicherung fallen ganz den Untcriichmcrn zur Last. Die Unterstützung beträgt bei vorübergehender ArbeitSninähigkeit 70 Prozent des Lohnes. Das Gesetz ist geivist noch sehr verbcsicnnigs- bedürftig. Ein großer Fehler liegt darin, dast groste Katogerien industrieller Arbeiter und alle Landarbeiter noch von der Vcrsichcrimg ausgeschlossen sind,»vie anch für die selbständigen Handwerker keinerlei Vorkehrung getroffen ist.— Italien. Rom, 16. Dezember. Deputiertenkämmer. Die Jnter- pellatiolicn De FclieeS und Di S c a l e a S über dklt Fall Rotnrbnrtolo und das Verhalten der Gerichtsbehörden in Bezug auf denselben riefen einen lebhaften längeren Zwischenfall hervor. Ter UnterstaalSsckrclär in» Jlistizminislcrinm Falconi»md der KricgSmstlffter General Mirri, früherer königlicher Kommissar in Sizilien, verteidigten die Haltung jener Behörden und erklärten, die Regierung werde ihre Pflicht bis zu Ende thun. Während dieser Vcrhandluugci» war das Haus,»anreutlich die äußerste Linke, stürmisch erregt.— Asien. Mißerfolge der Amerikaner? Der„Agence Havaö" wird ans Hongkong gemeldet: 200 in Bigan voi» den Philippinern eingeschlossene Amerikaner wurden zu Gefangenen gemacht. Die Philippiner sind ent- schlössen, den Kamps fortzusetzen. Die Armee der Philippiner ist in kleine Truppcnkörper eingeteilt, um einen Guerillakrieg zu führen. ES wird bis vor den Thoren Manilas gekämpft. Die fpaiiischei» Gefangenen wurden von Aguinaldo in Freiheit gesetzt. Otis hat eine strenge Eeitsnr über die Presse verhängt. AuS den Depeschen aiiS Manila»vird alles atlSgeschlossen, was für die Aufständischen günstig lautet. Wie der englische Imperialismus in Südafrika, so wird der amerikanische vor den» Freiheitssinn der Philippiner zu Schanden.— Berichtiglmg. In dem Artikel der letzten Nummer über das Wydener Manifest must eS am Schluß. 11 Zeil v.».,„ans- gemerzten(statt ansgenntzte») Zwischensätze" heißen. Ein Jammerparlament. -St- W i e»1. 13. Dezeiilber. Oestreich steckt also wieder misten drin in der„Krise". Wir haben �eine Majoritätskrise, eine ParlameutSkrise, eine RegiermigS- krise, eine StaatSkrise: alles wankt in diesem Staate, alles verwelkt und zerfällt. Wenn es nicht so traurig, so entsetzlich schmachvoll Iväre: die Gleicharstgkcit der Situation, wie sie das Ende jedes Jqhreö bringt, könnte cinci» zum Lachen reize». In» Jahre 1897' mußte das Parlaineirt heim geschickt werden, um sür den 8 14 Platz zu machen, Dezember 1898 geschah daS gleiche, und iveirn nicht im letzten Augenblicke ein „Wunder" geschieht, so wird auch jetzt daS Parlament cntfcliit werden müsici», damit die Befriedigung der berühmten„Staats- Notwendigkeiten" mittels des§ 14 ermöglicht sei. Die einzige Abwechslung in dem grotesken Schattenspiel der vstreichischeu „Politik" besteht dar!»», daß früher die deutsche Obstruktion das Parlament lähmte, jetzt die czechische. Aus den» Dilemma»vird Oestreich nicht mehr hinauskommen: Entweder sprengen den Staat die Deutschen in die Luft, oder die Slavcn.; ein Miteinander oder Nebencinandcrlebcn der verschiedenen Böller ist simn zur baren Un» Möglichkeit geworden. Zwei Jahre lai»g haben sich die deutschen Politiker, Von den mit Scheuklappen behafteten Ehanvinisien bis 31» den berühmten Socialpolitikcrn hinauf, mit der Meinung gefoppt, es genüge, die Spracheuvcrordinmge» mifzuhcben und alles werde wieder gut sein. EL zeigt sich aber, lvas vernünftige Leute immer gewnstt haben� daß die Dinge in der Wirklichkeit»licht so enge beieinander wohnen als sie sich in den Köpfen»nalcn. Die nackte und bedingungslose Aufhebung der Sprachen- berordmmgen ist eine so empfindliche Kränkung der slavischcn Böller. dast vont nationalen Standpunkte die Obstniktion der Jimg- czcchci». so frivol»md sinnlos sie auch nach politischen Erwäginigen»st, ganz verständlich lvird. Die Juugczecheu wolleir zcigcii, daß sie so viel gelte.» wie die Deutschen, daß man über sie nicht bedeiiklos ivcgschrcitei» darf. Die nationale Q b stril kti 0>» i st im Wesen nichts anderes als eine Kriegserklärung an den Staat; einmal erkläre» die Deutschen, daS andere Mal die Slavei», daß sie lieber das gemein- saine Parlament in Brand stecken, bevor sie von ihren nationalen Rechten, selbst nur eingebildete»», ein Titelchen opfern. Wemt die Vertreter jetzt den Czechen vorhalten, daß ihre Obsirnktion deit Staat sti Verwirrung bringe, daS- Parlament rniniere, die ösirerchische» Interessen zu Gnnstcu Ungarns preisgebe,. das Volk empfindlich schädige— so zucken natürlich die Tadeler gleichmäßig die Schultern»md sagen, daß ja dies alles o»!ch für die bcntsche Obstruktion gegolten habe, dast alle diese Wirkungen von ihr auch anSgegangen find, und daß trotz- dem die Deutschen ihre nationale Empfindlichkeit nicht zurückgestellt habei»,»im das sogenannte Vaterland vor Schaden zu bc- ivahrcn. Die sagenhafte Glcichbcrechlignngstheorie erlebt jetzt eine ganz originelle Erivciteruiig: die Czechen führen den Beweis, dast ihnen„Oestreich" ebenso gleichgültig ist, als es zwei Jahre hindurch den Deutsche»» gleichgültig war! Genau betrachtet hat also die jungczcchische Obstriikiicn keil» anderes Ziel als das: eS soll dieselbe Vcrivirrung erzeugt werden, wie sie die Obstruktion der Deutschen hervorgerufen hat. Die Jungezecheu »md»nit ihnen die übrigen Parteien der Rechten wollen kein Gesetz verhindern, kein Gesetz bewirken, sie»vollen»»»chtS anderes als die Wiederbelebung des 8 11 bezwecken. Auch ihr Arn» soll sich als stark genug envcisni, das Parlament zum Stillstand zn bringen. Deshalb ist es ganz unmöglich, sich mit dieser Obstnikttou auseinanderzusetzen. Die Sachlage ist' vielmehr die, dast entweder das Parament diese« Angriffs auf sein Leben Herr wird oder von ihm erivürgt wird. Entweder ist der Wille zum Leben im Parlamei»te noch kräftig genug, das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Parlamente stärker als die nationalci» Eitclkcitstendenzcn eines verhältniSniästig kleiiiei» Volkes»vie es das czechische ist; oder aber die nationalen Trieb- kräfte sprengen daS internationale Parlamci»t in_bie Luft. ES ist also klar, dast die internationalen Socialdemo- kr a teil rein aus uatioiinlcu llebcrspanntheiten entspringende Obstruktionen nicht unterstützen kömicu. Mit den» üblichen Clich«, daß eine Obstniktion der Rcgicnmg Verlegenheiten bereitet und die Socialdemokraten demnach als die jeden Wechsel übcrdauenide OppositionS- Partei jede obstruknonelle Bewegung zu unter- stützcu haben, langt»uan hier nicht aus. Die jung- czechische Obstruktion ist zivar auch der Regierung Clary »»langcnehn» und bedroht sie mit den» Tode. Aber noch viel mehr' ist sie ein tückischer Angriff gegen das Parlament, und daS Parlament z>l verteidigen, so lange»och ein Atom Lebenskraft in ihm ist, müssen die Svcialdcmokraien al» ihre Hauptaufgabe in dem parlamentarischen Kleinkrieg betrachte»». Allerdings, darüber»äuschen sich gerade die Socialdemotrateit am wenigsten, daß dieses Parlament verfault ist bis auf die Knoche»» und seine Lebenskraft völlig aufgezehrt hat. Aber gerade deshalb müsscit sie alles dran setzen. dcii Beweis bis zur vollen Slugcnschcii'lichkeit zu führen, so zu führen, daß sich niemand mehr der ErkeiintniZ ver- ichlicstcn kann: dast es so nicht geht. Die Oestreichcr sind nämlich so vernagelte Leute, dast sie die Dinge nie erkennen, sondern sich allezeit mit einem Sündenbock beglstigen. Der typische Spießbürger hat gegenüber dem östreichischcn Problem nur einen Standpunkt: auf die Regierung z» schimpfen. Nim ist das zwar im», er richtig, erklärt aber noch gar nichts. Mau kam» sich natürlich leicht einen bedeilteuderen Menschen vorstellen als den armen Grafen Clary. aber iver nicht daS Bedürfnis hegt, sich selbst zu fopxc», der»vird verstehen, dast auch ein sogenanntes Genie hier nichis fruchten würde. Dein» das Problem ist in Oestreich nickt: einen Staat aufznbauen und zu- saiiiiiiciischlicstcu, sonder» das Problem, das Oestreich der Staats- kmist stellt, ist das gerade ciitgcgcugcsctzte: cinei» falschen, lcbcnSuiiNlöglichei» Staat � aufzulösen.. Und was bis ephemere Regierung betrifft. die jetzt am Ruder ist, so bälte sich zwar Gras Clary von der Blamage befreit, wenn er in Graz geblieben wäre, aber jede andere Rcgicnmg steckte heute in der gleichen Patsche, in die Graf Elary so rasch gekommen ist. Es scheint zwar allezeit ei« verdienstliches Werk zu sein, eine Rc- giernug.z»» stürzen, aber»nchr als die Namen der Minister können sich durch einen Ministenvecksel nicht mehr ändern. Die Krankheit steckt i„i P a r l a m e n t. seine jämmerliche Beschaffenheit ist eS, die jedes Regieren in Oestreich unmöglich macht. Bor zwei jJahrcn konnte man sich n«ch niit der Ausrede trösten, die chronisch� Parlaincutskrise sei das Werk besonders unfähiger und gcwissculoscr Minister; heute aber weist man. dast die Parlaniciitskraiilheit nichts anderes als die Folgccrschcintmg der K r an k h e i t deS Staates, dast ein so verfaultes. zerrisicueS. auf den Hund � gekommenes Staatswesen kein anderes Parlament erzeugen kann, als das öffentliche H a u S am Franzciiriug, ii» dem Roheit, Dummheit und Frivolität io widerwärtige Orgien feiern. Von dem wahren Znstande dieses Privilcgicnpal'lamenls macht mansichimAuSlandc freilich keinen Begriff. Das Parlameiit ist voll von Subjcklcn, die für ihr Handel» keiire andere Richtschnur kennen, als dast sie»mverantivortlich sind. oder anders gesagt, dast sie für nichts, für gar nichts eingesperrt werde»» können. ES gicbt keine parlamentarische In- stitiition. die in unseren Parodicnlheatcr» nicht vollständig auS- gehöhlt, bis zur obsoluten Blutleere erschöpft wäre. Das Rcdcrccht. das AnklagSrecht, das Jnterpcllationsrecht. die Immunität: alle pcrrla- mcntarischcn Attribute sind in den» östreichifchen Abgeordnetenhansi der ofienkuiidigste Spott auf Vernmift und Sinmilästigkeit gelvordcn. Ordinärheit wird als kraftvoller Radikalismus ausgegeben, das frivolste Gcthue als Arbeit zum Wohle des Volkes, das Haus wird von einer stets latenten und sich stets zusammenfindenden Mehr- h e i t von Ehrabschneidern beherrscht und das ganze Getriebe ähnelt weniger de»»» Thni» erwachsener und ihrer Verantwortlichkeit bewußter Männer als einem großen N a r r e» h n»sc. in dem lächerliche»md böswillige, harmlose und geineingefährliche Narre»» sich frei und nngehemint austobe» dürfen. An dem ö st r e i Ä i- scheu Parlament erkennt»»an den Fluch eines schlechten Wahlsystems: das Blut ist verdickt und aus der trüben Masse ftcigei»>»»»» Blasen auf, die jede»! Ausblick versperren. Alle Fehler deS östreichifchen„Systems" rächen sich jetzt, alle alte» Wiinden brechen auf. den staatlichcit Organismus lähmend»md ertötend. Tie Hospolitik, die die' Völker gegeneinander hetzte.»un sie leichter bcherrschei» zu können, der ivahnsiimigc Grostmachtsdünkcl. der die so erschreckliche Arinut»vciter Gebiet-Steile gesteigert hat. die Pfaffcrei, die jede» geistigen Ausjchwimg niederhielt, die Demagogie, die, von oben be- gilmeird,»mn alle Schichten ergriffen hat, die Begünstigung der fendalcit Oligarchie, die»in» gegen die Krone in osfeiie Rebellion getrcteu ist: all die Fehler, Sünden»md Verbrechen emer füiifzigjährigen Epoche, sie treten nun sichtbar in die Erscheinung und schalte»» Oestreich endgültig aus der Reihe der entwicklungS- und leben-Z- möglichen Staaten ans!— Gcvichks-Ieikuttg. Gm Streik in der Koffcrsabrik von Einbrodt und Kalb, Alte Jakobstt. 86, beschäftigte gestern die 133. Ableitung des Auits- gerichts I, vor welcher sich der Sattler Keks ch wegen Vergehens fitgen die§§ 153, 152 der NeichZ-Getverbe-Ordnung zu verantworten hatte. Der Angeklagte, welcher übrigens sehr schwer hört, so daß er naturgcinätz auch laut zu sprechen gewöhnt ist, arbeitete in der ge- nannten Fabrik, in welcher auch der Zeuge G e i s l e r beschäftigt war. Anfangs Lktobor d. Is. wurde seitens der Arbeitgeber der Arbeiter Markstein entlassen: infolgedessen wandten sich' die Ar- beiter an den Fabrikanten mit dem Ersuchen um Wiedercinstellung des Entlassenen, zugleich verlangte» sie Abstellung einiger in der Fabrik zu Tage getretenen 2>i iß stände; so sollen nach der Behauptung dcS Angellagteu für die zahlreichen Arbeiter nur.zwei Handtücher zur Verfügung gestanden haben, im übrigen soll eS dort sehr schmutzig und geradezu lebensgefährlich gewesen sein usw. An dem darauf beginnenden Streik nahm der Zeuge GeiSIer nicht teil; als ihm die Arbeiter nahe legten, doch wenigstens einer Wcrkstnbcnsitzung beizuwohnen, erklärte er, er könne sich an dem Streik nicht beteiligen, da er für die Fabrik kontraktlich verpflichtet sei und eventuell eine Konveutional- strafe zu gewärtigen habe. Am 14. Oktober traf der Angeklagte den Gcisler auf der Straße; Geisler will schon dadurch in Furcht vcr- setzt worden sein, daß der Angeklagte mit zwei andern Arbeiter» vorher P o st e n g e st a n d e n und ihn fortivährend beobachtet habe; seine Furcht sei noch größer geworden, als der Angeklagte ihm an dem fraglichen Tage zurief:„Streik- brecherl" und dann»och:„Na ivarte mal, wir werden uns schon noch nial unter vier Augen sprechen!" Ta der Angeklagte wegen seiner Schwerhörigkeit laut sprach. habe sich ein Auflauf ge- bildet. StaatSauwaltschaftsrat Dr. Kleine hielt die Bedingungen deS § 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung für erfüllt und' beantragte daher 6 Wochen Gefängnis. Sollte der Gerichtshof jedoch ein Ver- gehen gegen den§ 153 nicht annehmen, so liege zweifellos versuchte Nötigung vor; in diesem Falle bitte er das Schöffengericht, sich für unzuständig zu erklären und die Sache an die zuständige Straf- kannucr zu verweisen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Reiche, bc- stritt, daß§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung in Anwendung ge- bracht werde» könne, da es sich keineswegs um Vereinbarungen zur Erlangung besserer Lohnvcrhältnisse gehandelt habe; ebenso wenig liege versuchte Nötigung vor, höchstens eine einfache Beleidigung, für deren Ahndung es aber an dem erforderlichen Strafantrage fehle. Deshalb rechtfertige sich die Freisprechung des Angeklagten. Der Gerichtshof hielt die Bedingungen des Z 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung für erfüllt; der Angeklagte sei zwar noch unbestraft, da aber solche Fälle der Bedrohung Arbeitswilliger sich häuften, sei aus 2 Wochen Gefängnis erkannt worden. ©e jucvltfriiaf tlnize s. Berlin und llmgegcnd. An die organisierte Arbeiterschaft Berlins. Bereits neun Wochen sind dre Form siecher Deutschlands von ihren Unternehmern ausgesperrt. Die Haltung der Ausgesperrten ist mustergültig, denn Streikbrecher haben sich bis dato nicht gefunden. Alle EinigungSaugebote von feiten der Arbeiter find von den Unter- nehmern unbeantwortet gelassen und glauben dieselben durch das bevorstehende Weihnachtsfest die Arbeiter zn zwingen, die Arbeit ohne weiteres wieder aufzunehmen. Da die Formstechcr allein nicht in der Lage sind, ihre ans- gesperrten Kollegen zu unterstützen, andererseits aber der Sieg der Formstccher nach Neujahr ein sicherer ist. ersuchen wir nochmals die Berliner Arbeiterschaft, die schwer um ihre Rechte kämpfenden Form- slechcr materiell zu unterstützen. Alle Geldsendnugen sind an das GcwcrkschaftS-Burcau der Berliner Gewerkschafts-Kommisston. Annenstraße 13, zu richten. Der Ausschuß der Berliner EcwerkschaftS-Kommission. I. N.: G. Busse. R. Millarg. Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrik von Philipp- söhn it. Freudenrhal zu Hamburg haben sämtliche Arbeiter die Arbeit medcrgelegt. Nach einem an uns eingesandte» Bericht sind die Ursachen des Streiks folgende: Nach einem im Jahre 188V statt» gefundenen Streik wurden den Kollegen verschiedene Lohnerhöhungen bewilligt, bei einigen Artikeln winden jedoch die Zugeständnisse nicht innegehalten. Nachträglich Wurdeseine Kappcnschärsinaschinc eingeführt und den Zwickern dafür, trotzdem die Kappen nachznschärfen waren, pro Paar l>/2 und 1 Pf. abgezogen. Durch diese» ungerechtfertigten Abzug hat der Fabrikant bisher 11 OVO M. in seine Tasche gesleckt. während sich die Anschaffungskosten für die Schärfmaschinen auf ca. 400 Mark belaufen. Wie ungerechtfertigt der Abzug ig. geht daraus hervor, daß die Mehrzahl der Arbeiter mir einen Durchschnittslohn von 16 M. erzielen. Als die Arbeiter bei dem Chef wegen dieser Abzüge und Abschaffung anderweitiger Mißstände vorstellig wurden, wurden sie schroff abgewiesen und legten die Kollegen darauf einmütig die Arbeit nieder. Auch der Versuch der Agilationskonunissio»,' Vcr- Handlungen anzubahnen, scheiterte an der Hartnäckigkeit deS Fa drikanten. In den Streik eingetreten sind 81 Personen, der größte Teil Faniilicnväter. sämtlich organisiert,— Zuzug nach Hamburg ist fernzuhalten. Die AgitationZkom Mission von Brandenburg. st reitenden Parteien sowohl in Zwickau al? in I ä g e r n d o r f a n z u b a h n e n, um den Konflikt baldmöglichst zu beseitigen." Aus Jägerndorf(Böhmen) liegt über die Beendigung des Streiks folgende Depesche vor: Der Ausstand in den hiesige» Tuch- fabrikcn ist unter folgenden Bedingungen beendet worden: Annahme der in Brünn eingeführten Arbeitszeit von wöchentlich 61 Vs Stunden; Unterlassung von Maßregelungen anläßlich des AnsstandeS; Gewährung von Vorschüssen an die Arbeiter bei Wiederaufnahme der Arbeit, welche am 18. dS. MtS. erfolgt. Die Forderung einer Lohn- erhöhung sowie die Freigabe des 1. Mai werden besonderer Vcr- cinbarung der einzelnen Fabrikanten mit den Arbeitern überlassen. Der südafrikanische Krieg hat für die Amsterdamer D i a m a n t a r b e i t e r die übele Folge, daß er ihnen das Roh- Material beraubt, von dessen Bearbeitung sie leben müssen. Kommt doch fast aller Diamant ans den Minen' des belagerten Kimberlcy. Jetzt schon sind ungefähr 2000 der nahezu S000 Amsterdamer Diamant- arbcitcr arbeitslos� und die nächsten Wochen werden wohl eine Vcr- doppelung dieser Zahl bringen. Das Elend ist schon groß. Ans ttva FrKuenbetnegung. Wahlrecht der Frauen. Der Entwurf des Budapester GemeindcgesetzeS giebt de» selbständigen, nicht von einem Ehegatten abhängigen Frauen das aktive Wahlrecht. Das passive Wahlrecht, die Wählbarkeit, aber soll den Frauen auch künftig vorenthalten bleiben. In noch engeren Grenzen, nämlich für grundbesitzende un- verheiratete Frauen, besteht ein solches Wahlrecht sogar in Sachsen. In ganz kleinen Gemeinden, die keine« gewählten Gcmcindcrat haben und an dessen Stelle die Versammlung der Wahlberechtigten tritt, haben solche Frauen sogar Sitz und Stimme in dieser beschluß- fassenden Versammlung. Weibliche Fabrikaufsicht. Die Frage der Anstellung von Fabrikinspektorinncn wird demnächst auf dem Kongreß der russischen Fabrikärzte beraten werden. Der„St. Petersburger Herold" spricht sich entschieden für die Einrichtung aus. Sociales. Post- uud Telegraphcuvrrkehr der europäische» Staaten. Die kürzlich ausgegebene Statistik der deutschen Reichspost- und Telegraphcuverwaltung für 1838 enthält unter anderen Angaben über den Post- und Telegraphcnverkehr der europäischen Staaten, woraus hervorgeht, daß Deutschland, abgesehen von der Schweiz, lvo wegen des starken Fremdenverkehrs Ausnahmeverhältniffe vor- liegen, Deutschland an der Spitze steht. Wir geben die Zahlen für die hanptsächlichsten Staaten. Es entfielen im Jahre 18V8 in auf Post- austaltcn 100«zlnn Telc- graphen- anstalten auf 10 Einwohner aufgegebene Brief«, jPaket- und Postkarten| Wcrt- u.Drucksach.l sendungen Tele- grauuiie 20.3 10,3 3,0 3.7 3.1 3.5 1.1 2.5 allezeit sehr das lanfende TrntfcheS Reich. Schutz de» Arbcitswilligcu. Ein Färbergesclle, tvelchcr mit dem Kreselder Färberslreik gar nichts zu thnn hatte, sollte einen Arbeitswilligen angespuckt haben. Drei eiliwaiidsfreie Zeugen beschworen, daß dies nicht geschehen sei, nur der Arbeitswillige selbst hielt die Behauptung aufrecht. Das Schöffengericht in Krefeld sprach den Angeklagten frei. Die Strafkannucr von Düsseldorf als Be- rnfuligSiiistanz jedoch verurteilte den Färber zu einer Woche Ge- fängu'is mit der Begründung, daß ArbeitSivillige des strengsten Schutzes bedürfen. Der Vorsitzende des G e w e r k s cki a f t S k a r t e l l§ in Krefeld erhielt vor der Strafkammer iir Krefeld 3 Wochen Gefängnis, weil er in einem Flugblatt die arbeitswilligen Färber beleidigt haben soll. Trotzdem er die volle Verantwortung übernominen, wurde auch noch der Drucker mit 30 M. Geldstrafe belegt. Der Drucker hat Revision angemeldet. Bei de» GcwerbegerichtS Wahlen(Arbeitnehmer-Beisitzer) in Elberfeld siegte die Liste des Kartells gegen die sogenannte christliche Liste mit 1371 gegen 200 Stimmen. Im Frankfurter Maurergewerbe ist Aussicht auf eine Bei- legnug der Differenzen vorhanden. In einer Maurerversammlung, welche kürzlich dort stattfand, berichtete der Vorsitzende des deutschen Maurerverbandcs B ö m e l b u r g- Hamburg über die Ergebnisse der Verhandlungen, die er geineinsam mit der'Lohnkommission mit den Nnternehmern geführt hatte. Danach soll u. a. in Zukunft das Zu- sammcnarbeitcn von organisierten und unorganisierten Maurern auf einer Baustelle von nieniand beanstandet iverden. Auch über die Thätigkeit der beiderseitigen Ansschüfle, die alljährlich im Dezember den Lohnsatz für das folgende Jahr feststellen uud Aendc- rungen der Arbeitsbedingungen besprechen solle», sowie über Arbeits- zeit, Arbeitslohn und Kündigung erfolgte volle Verständigung. Da- gegen ist über zwei Punkte eine Einigung noch nicht erzielt worden, und zwar über die Agitation auf der Baustelle und die Accordarbeit. Die Versannnlung beauftragte nach eingehender Beratung Herrn Bömclburg und die Lohnkommission, zur Beseiti- gtillg der»och vorhandenen Differcnzpnnktc daZ Gewerbe gericht als Einigungsamt anzurufen. Ferner beschloß die Ver- sammlung, die über eine Anzahl Baugeschäftc verhängten Sperren aufzuheben. Ausland. Ter AnSstand in Zlvickan i. B. soll nach einem Telegramm aus Wien„durch Annahme der Anträge der Industriellen durch die Arbeiter beendet" sei». Welcher Art diese Anträge sind, ist nicht gesagt; jedenfalls bleibt die Bestätigung dieser Nach- richt abzuwarten. In unserem gestrigen Bericht war der vom östreichischen Abgcordnetenhause angenommene Antrag in der Form wiedergegeben,' wie er eingebracht war. So, wie er ange- nommen wurde, lautete er:„Die Regierung wird aufgefordert, die Initiative zu ergreifen, um Verhandlungen zwischen den Deutschland. 6,6 4,2 764 68 6.8 der Schweiz. 8.4 4.0 1016 103 3.4 Belgien... 3.3 3.5 674 22 6.2 d. Niederlanden 3,0 2,3 628 22 7,l Dänemark.. 2.1 1.4 i 669 28 4,4 Norwegen,, 0,7 0,2 408 14 7,5 Schweden.. 0,6 0,3 400 10 3,1 Großbritaimicn »nd Irland. 6.7 3,3— 37 Frankreich.. 0,0 2,3 626 23 Italic»... 2.7 2,0 172 7 Ocstrcich.. 1,0 1,6 373 28 Ungar»... 1,4 0.0! 103 13 Riimämen.. 1,0 0,3| 114 3 Rußland.. 0.04 0,02 48 2 Spanien.. 0,6 0,3 129 Portugal mit Azoren und Madeira.. BolkSbildnngSknrfe iu der Schweiz. Die rührige B e r n e r A r b e i t e r n n i ö n hat auch für Winterhalbjahr wiederum eine Reihe von Volksbildungskursen ein- gerichtet, die folgende Gegenstände umfassen: Gruudzüge der Volks wirtschaftslchre(Vortragender Prof. Dr. Ncichesbergj. Einleitung in die Ncchtswiffenschaft iProf. Dr. Lothmar), schweizerisches Staats wei'cn(in die Behandlung dieses Themas teile» sich 8 Vortragende), Philosophie der Arbeit'(Prof. Dr. Kroneckcr). Geschichte des KalendariumS(Prof. Dr. Grast. Natinwisscuschaften und Philosophie (4 Vortragende). Die Arbeiterschaft beteiligt sich in recht be- friedigende'r Weise an diesen Kursen. Die Katastrophe am Tttgelaflnß. Der Schlachtbericht der Besiegten. General Buller telegraphiert vom Freitag aus dem Lager bei Ehievelcy: Ich bedauere, eine» schweren SchicksalSschlag melden zu müssen. Ich rückte um 4 Uhr morgens mit der ganzen Streitmacht aus dem Lager bei Chicveley aus. ES sind zwei passierbare Stellen im T n g e l a f l u ß. Es ivar meine Absicht, d i e Passage an einer dieser beiden Stellen zu erzwingen und zwar durch eine Brigade, welche durch die Hanptbrigade unterstützt werden sollte. General Hart sollte links von der Furt. General H i l d y a r d recht? angreifen und General Lyttleton in der Mitte beide unterstützen. Früh am Tage sah ich, daß General Hart nicht im stände sein würde, die Passage zu erzwingen, und wies ihn an. sich zurück- zuziehen. Er hatte jedoch bereits mit großer Bravour angegriffen uud sein Spitze nbataillon erlitt schwere Verluste; Oberst Brooke ivurde schwer verivundet. Ich befahl hierauf General H i l d h a r d, vorzugehen; sein an der Spitze vorgehendes Regiment besetzte Colcnso Station und die Gebäude in der Nähe der Brücke. In diesem Augenblick hörte ich, daß die ganze Artillerie, die ich zur Unterstützung des Angriffes abgesandt hatte, nämlich die 14. und die 66. Feldbatterie und sechs zwölfpfündige Schiffs-Schnellfeuergeschütze. dicht an den Fluß vorgerückt waren, der sich vomFeinde stark besetzt erwies. Der Feind eröffnete plötzlich ein wirksames Feuer auf kurze Entfernung und tötete alle Pferde. Die Kanoniere mußten mit den Geschützen zurückbleiben; es wurden vcr- zweifelte Anstrengungen gemacht, die Feldgeschütze fortzuschaffen; aber das Feuer war zu heftig, und es wurden nur zwei Geschütze gerettet. Da aller Voraussicht nach die Truppen ohne Unterstützung von Artillerie nur als Zielscheibe gedient und ihr Leben geopfert hätten bei dem mutigen Versuche, die Passage zu erzwingen, befahl ich den Rückzug, den die Truppen in guter Ordnung ausführten. Den ganzen Tag bedrängte eine beträchtliche Streitmacht des Feindes meine rechte Flanke; der Feind wurde jedoch durch Berittene unter Lord Dundonald und einen Teil der Brigade General BartonS abgewehrt. Der Tag war sehr heiß und anstrengend für die Truppen, deren Haltung vor- ziiglich war. Wir haben zeh» Geschütze dem Feinde überlaffen miissen, während eines dem feindlichen Granatfeuer zum Opfer viel. Ich fürchte, die Verluste der Brigarde Hart find schwer, ich hoffe jedoch, daß die Zahl der Schwerverwundeten im Verhältnis nicht groß sein wird. Die 14. und die 66. Batterie haben schwere Verluste erlitten. Wir haben uns in uuser Lager bei Ehievelctz zurückgezogen. Tic Folge» dieser Niederlage sind fast unübersehbar. Ein Entsatz von Ladhsmith ist an-geschloffen, General White wird kapitulieren müssen. Aber auch für die Kriegs- opcrationcn im Süden und Westen ivird BullerS Niederlage ent- scheidend wirken. Waren Lord Methnen und General Gatacre schon jetzt irr sehr mißlicher Lage, so wird die unausbleibliche moralstchs Entmutigung ihre Truppen vollends unbrauchbar mache». Die Londoner Abendblätter melden ans Kapstadt voni 15. d. M.: Lord Methnen machte eine neue Demonstration vor Magersfontein. vcr- wickelte die Boeren in ein Gefecht und zog sich dann zurück; doch ist diesem Vorgang offenbar keinerlei Bedeutung beizulegen. I» England. Die Niederlage BullerS verursachte in London ein Gefühl der Verzweifln n g. Die„Times" sagten: Seit der indischen Meu- terci hat die britiiche Nation nicht einer solchen peinlichen und angstvolle» Lage gegenübergestanden. Das Ergebnis des unglücklichen Treffens sei klar, BullerS Vormarsch sei augenblicklich ebenso völlig gelähmt wie der Methuens und Gatacres. Es sei ein schwerer Schlag, aber die Pflicht der Regierung und der Nation sei es. zu zeigen, daß er ihren Entschluß, den Krieg bis zn einem erfolgreichen Abschluß fortzusetzen nicht im mindesten schwächen werde. „Daily News" schreibt, der erste Versuch, Ladysmith zu erreichen, sei fehlgeschlagen. Wenn dies keine Katastrophe ist, so sei es eine höchst ernste Schlappe. Vielleicht am meisten zu fürchten sei die Wirkung, welche die Niederlage in der Kapkolonie habe» dürfte. „Standard" erwartet ebenfalls. BullerS Niederlage werde eine große moralische Wirkung haben und Englands Schwierigkeiten in Südafrika verschlimmern, sie würde indes nicht den Entschluß des BritenvolkeS, den Krieg zu einem erfolgreichen Ausgange zu bringen, ändern. Wie frühere Niederlagen des Feldzugs müsse auch diese mit Würde und Ruhe hingenommen werden. „Daily Mail" erniiiert daran, daß man versprochen hatte. General Buller werde zu Weihnachten in Pretoria sein und daß ei» einziges Armeecorps genüge, um die Loere» zu schlagen, während man bereits acht Divisionen mobilisiert habe. Die Niederlagen seien_ der Unwifsenheit»nd den mangelhaften Berechnungen des Kriegs- amtes zu verdanken.„Unsere Artillerie ist derjenigen der Boeren an Tragweite zurück und heute ist England einzig und allein auf seine Flotte angewiesen." Glücklicherweise sei England überzeugt, daß diese Flotte seinen Hoffnungen besser entsprecke, als die Armee. Thatsächlicki unternimmt es das Kriegsamt, weitere Rüstungen anzuordnen. Es wurden Vorkehrungen getroffen, um die Absendung der 7. Division zu beschleunigen und die Verluste der Artillerie wieder gut zu machen. Aber waS köime» alle Truppensendungen nützen, wenn keine Truppe dem Feinde gewachsen ist. uud was alle Artillerie, wenn sie nur dazu da ist, dem Feinde i» die Hände zu fallen? Jede Aussicht auf einen Wandel des Kriegsglückcs scheint entschwunden. Die Boeren sind moralisch und militärisch so überaus überlegen, daß, selbst wenn die Aufbietung noch weit größerer Massen möglich wäre, ihre Besiegung ausgeschlossen ist.— Westlicher Kriegsschauplatz. London, 16. Dezember. Die zweite Ausgabe der„Times" bringt ei» Telgramm aus Modder River von gestern, wonach Lord Metbucn am frühen Morgen ein Geschiitzfeuer eröffnete, welches die Boeren erst erlvidcrtcn. als die Engländer sich zurückzogen. Man bemerkte abends, daß die Boeren Iveitere Verschanzungen aufwarten. ES scheint, als ob sie beabsichtigen, eine Art„Gibraltar" zu errichten, welches die'Bahnlinie beherrscht.— Nach einem Telegramm auS Bulawayo vom 8. d. M. war in Mafeking am 6. d. M. alles in Ordnung. Die Belagerungstruppe der Boeren besteht nur noch aus 2000 Mann unter General Snyman, Sie haben vier Feld- geschütze»nd ein Belagerungsgeschütz. Pretoria, 13. Dezember.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Eine amtliche Mitteilmig aus Modder River besagt, ein durch Depeschenreitcr überbrachieS Telegramm meldet, daß die Boeren eine große Menge Beute gemacht haben, darmtter 200 Lee-Met- ford-Gcwehrc, ztvci Kiste» Patrone», eine Menge gefüllter Pulverkapsel» und Hunderte von Bajonetten. Eine große An- zahl der Engländer hat sich von Tweeriviere» nach Belmont zurück- gezogen. Die Verluste der Engländer sind sehr groß. Hausen von Leichen bedecken das Schlachtfeld. Wir haben eine beträchtliche Anzahl Pferde verloren. Die Schlacht war für uns ein glänzender Sieg, er hat die Begeisterung unserer Krieger noch crböht und wird sie befähigen, noch größere Tha'ten zu vollbringen.— Nach einem heute hier eingegangenen Telegramm auS dem Lager vor Mafeking findet ein Angriff auf das kleine Fort der Engländer statt, dessen Resultate biSher gut sind. Das Fort ist bereits schwer beschädigt. ES tobt ein heftiges Geschützfeuer. London, 16. Dezember. Nach einer Zusammenstellung, welch« die Blätter ans Grund der letzten vom Kriegsantt mitgeteilten Ver- luftlisten gemacht haben, beträgt der englische Gesamtverlust im Kampfe von Magersfontein an Toten. Verwundeten und Ge- fangeuen S6Z Mann. Die australische» Berstärkungeu. Sydney, 16. Dezember. Gouverneur Beauchamp erhielt von der englischen Regierung die telcgraphische Mitteilung, daß sie das Angebot eines tveitercn äustralischen Truppenkontingents für den Dienst in Südafrika gern annehme._ Netzte Nttcheichken und Depeschen« Berlin, 16. Dezember. DaS königliche Polizeipräsidium macht bekannt: Auf Grund des is 105s Abs. 1 der Reichs-Gewcrbe-Orduung verordne ich für den Stadtkreis Berlin ivas folgt: Im Barbier- und Friseurgewerbe dürfen an den Sonntagen, den 24. und 31. Dezember dieses JahrcS, Arbeiter über die im§ 5 der Verordnung über die Sonntagsruhe im Gewerbebetriebe— mit Ausnahme des Handels- acwerbcs— bom 21. März 1805 gezogeucn Grenzen hinaus, während der für den Handelsverkehr in offenen Verkaufsstellen an diesen Tagen freigegebenen Stunden beschäftigt werden. Frankfurt a. M., 16. Dez.(B. H.) Die„Frankf. Ztg." meldet auS Konstantin opel: Der Schwager des Sultans Mahmud Pascha, der seit 20 Jahren mit der Schivester des SultauS, der Prinzessin Suniha Sultana, verheiratet ist, wird mit zweien seiner Kinder seit einigen Tagen vermißt. Mahmud Pascha gilt als ein liberaler Mann. Sein großes, am Bosporus gelegenes Palais ivird von der Palastpolizei umstellt. Die Prinzessin iveiß keinerlei Auskunft Über den Aufenthalt ihres MaiineS zu geben. Sie fand nur eine» Brief desselben vor, in dem er sagt, er verlasse Konstantinopel ans immer, da die Verhältnisse ihm das Leben ver- leiden. Im Palais herrscht daher die größte Bestürzung. Der Minister dcS Aeußcren erhielt vom Sultan Befehl, an sämtliche türkischen Gesandtschaften und Botschaften zu telegraphieren, damit sie Nachforschungen über den Verbleib Mahmuds anstellen. Braunschweig, 16. Dezember.(W. T. B.) Wie die„Braun-- schweigische LandeSzeituiig" meldet, tritt der Justiz- und KultnS- minister Dr. Spieß am 1. Januar in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger ist der Präsident deS VerwaltungS- Gerichtshofes Dr. TriepS ernannt. Wie», 16. Dezember.(B. H.) Zwischen der Schönerer-Gruppe und der deutschen Volispartei ist ein Konflikt ausgebrochen. Bern, 15. Dez.(W. T. B.) Der Direktor' des CcntralamteS für den internationalen Eisenbahntransport, ehemaliger Bundes- Präsident Numa Droz, ist gestorben. London, 16. Dezember.(W. T. B.) Heute nachmittag fa»d. wie die Abendblätter melden, ein in aller Eile einberufener Kabinetts- rat statt, dem Ehamberlain nicht beiwobnte. Verantwortlicher Redactcur:!vanl klabn in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Druck mid Verlag von Max Beding in Berlin. Hierzn 5 Bcilaac» nnd»ntrrhaltmigSblott, Nr. 295. 16. Jahrgang. 1. KW te Jotitätts" Ktlintt NcksblÄ Sonntiig, 17. Deztuiber 1899. L�okÄles. „TaS Jahrhundert", die illustrierte AgitationZ-Nummer. gelangt für Berlin am Dienstag zur Ausgabe. Ein Winterfest wird zum ersten Wcihnachtsiage vom Wahl verein des zweit e n Berliner Rcichstags-Wahlkreiscs in K I i e nr neuerbaule» Prachtsälen. Hqfcnhcide 13. veranstaltet. Es wirken mir der Gesangverein»Kreuzberger Harmonie", die Gcsellscha Strzelewicz, sowie die Künstlerk.ipclle des Herrn Voigt. Das Fest begiimt 5l.i Uhr. der EinrrittSprcis beträgt 30 Pf. Sechster Wahlkreis.(Rosenthalcr Vorstadt und Gesund bruunen.j Am 26. Dezember(2. Wcihnachtsfciertag) finden z w e Matineen in Roacks Fest-Säle», Brunn enstratzc 16, und bei Ball fchmiedcr, Badstrafie 16, statt. Mitwirkende sind die humoristischen Gesellschaften Strzelewicz und Ulk-Trio. sowie die Gesangvereine Oranienburger Vorstadt. Bruderbund. Neue Zeit und Rote Nelke Billct 20 Ps. Sechster Wahlkreis(Schönhauser Vorstadt). Am 26. d. M. l2. Weihnachtsfriertags findet im Berliner Pratcr, Kastanien Allee 7/9, eine von socialdeniokratischcn Parteigenossen veranstaltete Wohl- rhätigkeitS-Matinec statt. Hm Interesse des wohlthätigen Zweckes ersucht um rege Beteiligung Das Komitee. Die Parteigenossen von Moabit veranstalten an, Montag dem zweiten Weihnachts-Feicrlagc. inittags 12 Uhr, in der Kronen brauerci, Alt-Moabit 48/49, eine Matinee. Es wirken darin mit der Moabiter Liedcrkranz. der Gesangverein Liederlust sowie der Volkshumorist Lewandowskh. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vertrauensmann Freie Volksbühne. Die fünfte Vorstelluugsserie beginnt im EarlWeifi-Theateram31. Dezember 1S99. nachmittags 2�/ricdrich GruSdat au-Z der Renen Fricdrichstr. 76. Der SNmui half biCi' flnr Donnerstagabend einen SpcditionSwagen beladen und irollte dann den Kutscher begleite». Als der Wagen an-S dem Hofe über eine» Holzkloben fnhr, schnellte die Deichsel nach rechts und traf GruSdat, der vorn bei den Pferden c�in�. geaen die linke Körpcrscite. � Der Mann hielt seine Verletzung nicht für bedeutend und blieb in seiner Wohnung. Gestern verschlimmerte sich jedoch sein Anstand so, das; er in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Hier stellte sich heraus, daß er zwei Rippen gebrochen hatte. Eisen bahnunfa ll. Nach alutlicher Meldung fuhr Freitagabend i er fahrplannuisjig 8 Uhr 4>> Minuten auf dein hicsigeii S t c t l i u e r Bahnhof eintreffende Schnellzug anfcheiucnd»vcgen nicht m>S- reichender Wirkung der antoinatischcii Vrcinje gegen den Prellbock Niu Ende der Halle. Dabei sind zwei Personen nnbcdcuteiid vcr- letzt worden. Der Materialschaden ist geringfügig. llutcr einen««stürzende» Kornsarkftaprl begrabe» wurde gestern»qchmittag der 82 Jahre alt- Albert Licdtle ans der �aarhviickerstr. 27. Die Großhoudlnng der Gebrüder Mctzdorff in der Scharrnstr. 14 hatte eine Eisenbahuladnua Korn bclonuncn und voni Rollwagen auf dem Hofe ihres Grundstiickö ausstapclu lassen. �cder Stapel bestand ans acht Sacken zu je zwei(rcntucr. Als imu Licdlke den obersten Sack eines Stapels noch etwas zurccht- rücken ivolltc, stcl� der ganze Stapel um und ihm auf den Leib. ArbcitSgcuosjcn befreiten den Vcrunglncktcir so schnell als möglich von der schwere» Last, und ein Nettungswage» brachte ihn von der Unfallstation in der Vriiderstraße nach den« Krankenhaus au» A-ricdrichShaiu. Licdlke hat sich ciucu Riickculvirbclbruch zugezogen »nid liegt sehr schlver danieder. Er ist verheiratet und Vater von zivci Kindern. Einen Arbeiter Engel traf ein Sack au der Schulter. während er neben den» Rollwagen stand. Er kau» mit leichteren Verletzungen davon. Erhängt hat sich gestern abend in Dmizig ans dein Abort der Werst dep vom Berliner Potizcipräjidiinn znr kaiserlichen Werft ans drei Jahre abkoniniandicrte Schutzmann Marquardt. Er ivar ver- heiratet und hatte zlvci Kinder. Ter Grund zur Thnt liegt wahr- jchcnilich in Faurilienverhältnisscn. In Brand geriet ei» Sannulerwagc» der Großen Berliner Straßenbahn der Liiiic Alexanderplatz— Schoncberg an der Endhaltc« stelle am Bahnhof KberSstratzc. In dem Augenblick, in»velchcm der .'tntscher den Strom abstellte, entstand in de» Acennrnlatoren Kurz- fchlnß nnd die Flannncu schlugen dircki in das Wageninnere hinein. Der im Wage» befindliche Läufer geriet sofort iu Brand. Glücklicher- lveise befand sich nur eine Dame im Wagen, die sich»och recht- zeitig zu retten vermochte. Wäre der Unfall ans der Strecke ein- getreten, so würde er zweifellos eine schwere Katastrophe zur Folge gehabt haben. Eine» Heilkurfus für stotternde Kinder hiesiger Schulen wird der Lehrer ein. Karl Lenz, W. Stcglitzerstraße 1 II, ans Veranlassung seines 25>jähngeii JnbilämnS als Tanbstuimnen-Lchrer während der Weihnachtsferien abhalten. Die Behandlung ist auch siir Bemittelte unentgeltlich, lliibciuittcltc haben selbst für Lehrmittel nichts zu eutrichtcu. Aumclduugcn werde» bis zum 20. d. Vi. täglich von 3—5 Uhr eulgcgeiigeuomnieu. Urania. Iii, wiss«»sch»stllichu» Theater>»>i'.d an» Sonntag. Montag und Dienstag der Vortrag„Trimsvaal" gedalteu, vorher iilldet eine Auf- führung des dekorativen Vorteags„Ter dunkle Erdteil" statt; an»»Niilivoch nnd Donnerstag gelangt der Ansstatlnugsvvrtrag..Der Sieg des Menschen über die iftaluc, ftiillui'bilbct wis fnnf Jahrtausenden" zur Lufsührnyg. Aiu Freitag und Sonnabeuo bleibt das Justitur geschlossen. Theater liiid Vergnügungen. In» Cirliis Busch finden auch ein hentigel! Sonittagc zwei große Vorstellungen statt, von welchen die > rstere, die NachniittagS-Borfirllung, denr Gefchiiiacke der.üindcnvclt durch- iveg in allen Prograniinnnlinileril angepaßt ist.— Zum letzten Mal treten beute in» E i r I» S S ch n»n a n n die Original-TianSvaa!-Boele» sowohl vnl i Uhr in der ßto.cknilittagS-Voistellnng als auch abends nin 7 Uhr auf. Ku bcu Nachluittagö-Borstellnngen hat jeder Elwachseiic ei» Älud frei.— Jnl Apollo-Theater wird die Auöstattnngsovcrcttc„Im Reiche des Jndra" Montag zuerst gegebc».— Im Friedrich- Wilhelm- städtischen Theater werden Bliimcnkohl inid Gustav Kabeljau aus Rirdcrs„Im Weihen Röhl oder: AIS ich wiederkam" ausführen.— DaS Barodic-Theater, Oranienstraße->2, wird am 1 WeihnachtStage er- dstne».— Ii»"liilericai ii-Theater ist heute die letzte Somnags- AiiffllhNlNg von„Berlin nlkl". Feuer in der Marienkirche. Sonnabend, nachmittags 4�»Uhr, erging Fencrrnf von der Marienkirche aus. I» der im Keller be- jtndlichcn HeizuligSnnlagc war jedenfalls infolge von Ucbcrhcizuug ciiic Explosion entstandeni Ein in» Ofen liegendes Rohr, die so- genannte Schlange, zersprang unter heftiger Detonation und riß dabei ein etwa zwei Quadratfnß großes Lock in die Ofen- wand, Gleichzeitig wurden breiniciide Holzscheite durch diese Oesfnnug in den Keller geschlendert, die ein Spind >»d einen Haufen Brennholz in Brand setzten. Der lllonch drang anfangs durch die hinter der Kanzel bcfiiidliche» Hciznng-Sklappen in die Kirche, doch wurde» diese Klappen schleunigst von dem Kilchcudieucr geschlossen, so daß der JliuenralUii der Kirche keinerlei Schaden gelitten hat. Die Feuerwehr war bald mit zwei Dainpfspritzcn zur Stelle, indes brauchte nur eine derselben in Thätigkeit zu treten, die den Brand in kurzer Zeit ablöschte. Der verursachte Schaden ist nicht erheblich. Fcncrbcricht. In der Nacht zum Sonnabend erfolgten wieder nlehlfache Nlarmierlnigen. Kurz vor Mitterwacht wurde die Wehr nach dem Bcllealliance-Thealcr gerufen,>vo infolge ciucs Wasserrohr- Bruches der Keller rckerschlvemmt ivar. T i e ck st r a ß e 41 und Rt a r k u s ft r a ß e S ivar die Balkenlage in Brand geraten. Wegeil eines KellerbrandeS wurde die Wehr nach Fried richöfclder- st r o ß e 12 gcrilfe». Kleinere Zilnuierbräude waren D a u z i g c r- straße. I und Unterwasser st raße 8 zu beseitigen. Außer- dem erfolgten noch vier Alarmierungen, die aber auf blinden Lärm zilrückzilführen waren._ Ans de» Sinchblirorte». Tchöueberg. lieber das neue JnvaliditätS- Gesetz spricht RcichStogs-Abgcordneter A u b e i l Montagabend in der bei Obst, Grunelvaldstr. 110, staitstiidendcu Versammlung des socialdcmo- kratischen Vereins, Dort wird auch daS PartcuagS-Protololl ausgegeben. Steglitz-Fricdena». Der Arbeiter-Bildungsverein hält Dieus- tag bei Grube, Kaiser-Allce, seine Generalversammlung ab. Nach dem Rechenschaftsbericht folgt ein deklamatorischer Vortrag zu Ehren H. Heines. Eine allgemeine Nahrungsmittel- Kontrolle wird am 1. Januar ILvo in Schon e b er g von der dortigen Polizeiver waltung eingeführt. Gegenwärtig lvcrden für die Ausübung dieser tteberwachnng vier Beamte der Schmieberger Polizei in Charlotten bnrg besonders ausgebildet, und außerdem wird dazu ein vereideter Eheiniker bestellt iverden. Spandau. In der Stadtverordneten- Sitzung am Donnerstag lmirde der Kranlcnbaus-Etat mit 158 980 M. und der Schlachthof Etat mit 109 000 M. in Einnahme und Ausgabe festgestellt. Der Straßenreiniguligs-Etat schließt mit einer Einnahme von 12 847 M. und ini! cincr Ausgabe von 87 047,50 Wk. ab. erfordert also seitens der Stadt einen jährliche» Zuschuß von 74 000 Vk. Der Decernent, Herr Stadtrat Becker, glaubte bei der Beratung dieses Etats darauf hinweisen zu uillsse», daß Charlottenburg etiva fün final so viel für seine Straßenreiiiiglliig aufwenden müsse: dort erforderten 999 OOO Quadratmeter Sträßcnsläche jährlich eincn Zuschuß von 392 281 M., während die Stadt Spandan bei etwa 500 000 Quadrat- metcr Sträßcnsläche nur etiva 74 000 lvk. zuschieße. Herr Becker vergaß hierbei zu erivähueii, daß C h a r l o t t en bürg seine Straßeiireiniguligs- A r b e i t e r fast doppelt so hoch entlohut als Spandau,»nid daß das erwähnte„günstige" Resultat hier also zumeist durch die von uns schon so oft gerügte A u s b c u t u n g der Spandauer Straßenfeger möglich ist. Am Schlüsse der Berhaildliuigcn hielt der Stadtverordneten- Vorsteher Sturm eine seiner bekannten Reden, in lvclcher er, jeden- falls in Anspielung auf die von der dritten Abteilniig getroffene Wahl von sechs S o c i a l d e m o k r a t e n zu Stadtverordneten bc- sonders betonte: „Ein Parlament sei die Stadtverordiieteli-Versaulmlung nicht und der Eiilwohlierschaft, die eng uebclleinandxr leben müsse»md alle Freuden und Leiden des engeren GcinciiiwesenS zu tragen habe, Iverde es niemals zum Segen gereichen, wenn die Tonart. die in Parlamente» ü b l i ch z n lv e r d c n scheine, a u ck in die K o in in n n a l v e r>v a l t» n g sich e i u s ch I e i ch c.(!) Das lonnnendc Jahr, ob es das letzte des alten oder das erste des neuen Jahrhunderts sei, müsse man einmiitig»nit dem Wunsche bc- grüßen, daß die Sonne der Eintracht, d e S innere n Friedens, endlich auch über nnsercr Stadt ausgehe»md Neid, K l a s s c n haß und w ü st« S P a r t c i g c t r i e b c zerstöre— unserer Stadt zum Segen und z»nn Wohle uuscrcS großen deutschen Vaterlandes.(!!)" Bnm, Bum! Zur Rufnahn'e einer 1'2 Millionen-Anleihe behufs Förderung von Kiculbahn- Unternehmungen in der Provinz Brandenburg ist den» Provinzialverbande die landesherrliche Gc- uchnligung erteilt»Verden. Der Nicderbarniiuer Kreistag trat gestern in» neuen Kreis- Hanse zu einer Sitzung zusammen. Zunächst ivnrdcn die»eiigetvähltsn Abgeordnete» eingeführt. Nach Rechnung der KreiS-Spnrkassc betrug im Vorjahre daS Gesamt-Gnthabeil der Sparer 14 4.09 622 Dt. oder 1 756 252 Dt. niehr als im Fahre vorher; eingezahlt wurden im Laufe de? Jahres 3 838 717 M.. ausgezahlt 2 082 464 Dt. Die Kasse schloß ab mit eiuem Reingewinn von 108 587 M. Die Kreis- kommunalkasse hatte im letzten Jahre 1 057 951 M. Einnahmen»md 915 814 St. Ausgaben. Der K r e i S b n nS b a n hat die kolossale Summe von 1 330 064 M. gekostet. Die KreiS-FeuersocictätS-Kasse hatte 81 153 St. Einnahmen nnd 55 961 St. Ansgabeil an Brand- entsckädigungSgcldcrn. Zur Deckung der Ausgaben für den vom Kreise übernoimnenen Grunderwerb für die Eisenbahn Schönholz- Kremmen wird beschlossen, eine Anleihe von 75 000 St. bei der KrciS-Sparkassc anfzlmehmen. Unser Vorort Pankow ist in zehn Jahren um das Dreifache seiner Eimvohnerzahl gewachsen. Laut statistischer Feststelliuig be- ziffcrte sich die Eiiilvohncrznhl. PanroivS am 1. November 1890 auf 6990 Scclc»; am 1. November 1895 hatte sich diese Zahl schon nahezu verdoppelt(11 990) und am 1. November 1899 waren 19 330 Einivohiier zu verzeichnen._ Vennifitztes. Ein Miidchenhiindler verhaftet. Aus Hamburg wird be- richtet: Tie hiesige Polizei verhaftete heute den 6l jährigen augeb- lichen Jliiprcssario fiScith aus Leipzig, der seil Jahren eiuen schivuugvollen M ä d ch c u b a n d c l über Italien nach Buenos Aires betrieb. Er kaufte Mädchen bis zu 17 Jahren von ihren Eltern, bildete sie notdürftig zum Schein in Tanz und Ghnmastik auS, dann verkuppelte er sie nach Genua oder dirckl nach Bucnos Aires. Ein 14 jähriges Mädchen, das bei ihn» vorgefunden ivnrdc, ist in Schutz- hast gciiomiiicil. Weitere Mädchen sollen dieser Tage von Kopenhagen und Rußland eintreffen. Ein schrerkiichcö Unglück hat sich vor der Bahnstation L i n k u h n e ii(Ostpr.) ereignet. Ein Personenzug stieß ans ein Fuhrwerk, das den Kreuzungspunkt kurz vor der Bahnstalion Linlnhnen passierte. Der Zufaulmenstoß war furchtbar: der eine In- fasse de» Gefährts wurde sofort getötet und dem zivciten wurden beide Beine abgesabren. Bei der Dunkelheit hatte der Lokomotivführer das Gefährt zu spät erblickt. Die aus dem Fuhrwerk befindlichen beiden Ttnudigcs Repertoire: Neues Königliches Lperu-Theater. Sonntag: Uri-I Acosto. Rcsidcuz.Tbcater. Bwck und Reichcuback Die Ricktigc. Thalia-Thcatcr. De» Platzinojor. Ccntral-Thcater. Di- Geisha. Bictoria- Theater. Die BeiiilS von der Slarkll, alle,(sarl SS ein- Theater. Mmuai und Dienstag: Ter Welwutergaug. Mittwoch und Freitag: Geschloffen. Metropol- Theater. Rund um Bertw. Friedrich WUHeliiistadiiiises Theater. Alle Abcude: Onkel Cohn. ZouiitagS-NachmlttagS-Norslellungen: Soniitag. 17. Dezember. Konisl. OpernhanS. Siittwock: Häusel und Gretcl. Die wuppensec. Deutsches Theater: Carano von Beraerac. Berliner Theater: Frau Holle. Residenz> Theater: Schlus.oagell-Co"N'ok->,r. Neues Theater: Der Besiegte. Der Kamin-isänger rSecessioiiSbuhne.: Theater des Westens: Martha. Schiller- Theater: Ton SarloS.«cutral- Theater: Bectelsmocut. Thalia-Thcater: Im Zaubeibaun der Welhuackt. Bicroria- Theater: Struwwelpeter. Luisen- Theater: Erbsörver. Belle- Rllianee-Theater. Lil-rl vom Schliers«(Schli-Accr'. Frtcdrich-SSilhelmstädtischcs Theater: iiälhchen von H-ilbrouii. Carl ZBeist-Thrater: Wliiterschlas.(Freie Bolksbiihne.) Metropol- Theater: Prom-iiade-Spe-ialitälcu-Borstellmig. Männer hatten sich bei der Kälte dicht eingehüllt und deshalb den hcranschnaubenden Zug weder gesehen noch gehört. Drei Dpfer cincr Kohlendunstvergiftung. In Königsberg i. Pr. sind zwei Hansdiener und der Lehrling eineS Fleischermeisters infolge einer Vergiftung durch K o h l c n o x h d g a s in ihrer Woh- nung betäubt anfgeftinden lvorden. Die beiden Hausdiener, zwei Brüder, Heinrich uiid Ferdinand Still, die sie im Alter von 24 beziv. 20 Jahren befanden, sind gestorben und der dritte Verunglückte, der 16 Jahre alle Flcischerlchrling Karl Saalfeld befindet sich in Lebens- gcfahr. Der Univcrsitätsprofcffor vr. jur. SalkowSki ist gestern früh in K ö n i gs b e r g i. Pr. gestorben. Pom Wetter. Die grimmige Kälte hat nachgelassen, aber heftige Schneestürme sind ihr auf dem Fuße gefolgt. In S p r o t t a u herrscht seit gestern früh ununterbrochen heftiges S ch>l e e t r e i b e n. Infolgedessen ist hier der regelmäßige Bahnbetrieb völlig gestört. Die Züge erleiden große Verspätung. Aus V i I l a ch lvird ge- meldet: Infolge Schneefalls ist der Bahnverkehr zwischen Tarvis und Pontafel' iinterbrochen. Auf der II n t e r e l b e wurde bei starkem Eisgang der auslaufende englische Dreimastschoner „Minna Elkan" vom Eise durchschnitten: er sank sofort. In ganz Italien haben ebenfalls heftige Schneestürme bis Neapel bei strenger 5lälte überall großen Schaden angerichtet. Zahl- reiche Eisenbahn- und Telegraphenverbindungen. auch die nach der Schweiz, ist uilterbrochcu. Am Freitag ist zu allem Unglück Regen- ivetter eingetreten, so daß Ucberschwenlmuiigen zu befürchten sind. Infolge von Schneestürmen sind auch in R u m ä in e n und Bulgarien seit einer Woche die Verbindungen gestört. Wemi jetzt allenthalben bei den» hohen Schnee ein plötzlicher Witterungs- Umschlag, wie zu befürchten steht, eintritt, so iverden wir in den nächsten Tagen traurige Hochwasserkatastrophen erleben.— Aus vielen Teilen Schlesiens kommen Meldungen über bedeutende Verkehrsstörungen infolge heftigen Schneefalls. Hier treffen viele Züge»nit erheblichen Verspätungen ein. Der Berliner Zug hatte heute früh'/s Stunden Verspätung. In Wie» hat der Kapellmeister des HofburgtheaterS Kossel gestern mittag im Bureau dcS Theaters Selbstmord verübt. Murktpreise von Berlin am la. Dezember 1899 »ei cli Ermilletniig-ii des tgl. Polizeipräsidiums. D.-Elr. 14,95 14.— Jchweiiiefleisch 1kg »Meizen »)3iunocii FiNtcr-Gerflc, Hoser gut „ mittel„ gering Siichlslivh. Heu NErlneii DSpeisetiohucn. rsLiiisen„ Kartoffeln, neue tliindlleffch, Keule 1 kg de. Bauch„ ) Eruiillclt»no 14,75 14.- 15,20 14,40 15.60 4,66 7,40 40,— 45,— 70,— l'60 1,20 Tonne 1380 13,- 14.50 13,70 13.- 4,32 4,80 25— Kalbfleisch Hmuiiielfleisch Bntter Eier Karpfen Aale Fander Hechle Barsche Schleie Bleie Krebse 60 Stück 1 kg 1.60 1,80 1,60 2,80 6,— 2,20 2,80 2,50 2,- 1,60 2,80 1,20 12,- 1,10 1,- 1,— 3— 1,20 1,40 1,- 1,- 0,80 1,40 0,80 ö.- 20,— 30,- 5,—. 1,20 Krebse per Schock 1,— ..................... von der Centralslclle der Preuff, Landwitl- schaslskammern- Stoliernngsstelle- und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Toppcl-Centncr. fi) Kleinhandelspreise. P r o d n k t e ii m a r I t vom 16. Dezeuiber. Getreide. Heute er- öffnete der Getreideinarkt. wie man annehmen tonnte, infolge deS wesentlich milderen WettcrS. in schwacher Haltung, und die Preise schlugen bereits am Frühmarkt eine rücklänsige Bewegung ein. Die Notierungen im Aus- lande waren wenig verändert. Bei unS war Weizen durch die glänzende Eriiteschätziing des Ackerbau- Departements in Waihingtou, Roggen durch vermehrte, sehr renrablc Offerlen RuhlandS stark gedrückt. Beide Brot- artikel waren morgens 0,75— 1 M. billiger zu haben und schloffen mittags bis 1,50 M. unter gestern. Die Umsätze waren nicht bedeutend.— Hafer lag ruhig und kaum verändert.- Rüböl auf Realisierungen 0,10 M. nach- gebend. Am Spiritus markt ciitwickelte sich das Locogeschäft etwas lebhafter. Oer 47 60(Illlveriuidert). Termine lagen sllll. behauptet. S t n d t i''ch e r S ck l a ck t v i e h m a r k t. Berlin, 16. Dezember 1800. Amtlicher Bericht der Direktion. Zum Verkam standen: 4276 Rinder, 1406 Kälber, 0627 Schafe, 0004 Schweine. Bezahlt wurden sür 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark(beziehungsweise für 1 Pfund in Pi.): Für Rinder: Ochsen: a) vollflcnchigc, ausgemästete, höchsten SchlachtwerteS. höchstens 7 Jahre alt 63-67, d) junge fleischige, nicht ansgeiiiästele nnd ältere ansgeniäflete 58-62: o) mätzig genährte junge und gut genährte ältere 55-57; ä) geling genäbrte ieden Atters 50- 54.— Bullen: a) vollfleischige höchsten SchlachtwerteS 60-63; d) mätzig genährte jüngere nnd gut genährte ältere 54-58: c) gering genährte 43— 53.— Färsen und Ki'ihc: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlackilwerts 00-00; h) vollfleischige. ausgemästete Kilbe höchsten SchlachtwerteS biö zu 7 Jahre» 54-55: c) ältere ausgemästete Kühe nnd wenig gut entwickelte jüngere Kühe»»d Färsen 52-53: ck) mätzig genährte Kühe und Färsen 50-52; e) gering genährte Kühe und Färsen 45—48.— Kälber: a) sciiifte Mast- , älter(BoUmilchmast) und beste Saugkälber 70—75, d) mittlere Mastkälber und gine Saugkälber 65—68, c) geringe Saugkälber 52—58, ck) ältere, gering aciiährle Yreffcr 43- 50.— Schale:») Mastlämmer und jünger« Mast- iiammel 60— 63, b) ältere Masthamuiel 52—54, o) mätzig genährte Hammel und Schafe(Merzschase) 44-50. ck) Holsteiner Niederungs- schote(Lebendgewicht) 00-00.— Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen mi Alter bis zu l'/. Jahren 46— 47, d) Käser 00— 60, o) fleischige 43—45. ck) gering entwickelte 40— 42, o) Sauen 39— 41. ' Verlauf und Tendenz. DaS Rindergeschäft wickelte sich ruhig ab, es bleibt nur kleiner Uebelstand. Der«älberhandcl gestaltete sich lang- sam nnd es wird kaum auSverkanst. Bei den Schafen war der Geschäfts- gang langsam, es bleibt erheblicher Ueberstaud. Der Schweinemarkt verlief schleppend und wird kaum geräumt. Am Sitttwoch, den 27. d. St., wird lein Markt obgchaltcn werden._ BgiitelungSübersichl vom 1«. Dezember I«»». morgens« Ilhr. . Stationen§» SZ !»- :i fflettev c» »Ii ga «?■ Swincmdc Hamburg Berlin Wiesbaden Sistiiche» Wien k ff Sranoucn 762 NNO 4bedeckt 0 paparanda 761 Still— jbedeckt—3 765 NNO 2 bedeckt-7 Peiersbnrg 768 SSO 4Regen 1 62 NW 4Schnee— 4 Eork 740!ISW 8 Nebel 11 62 N 3 bedeckt 1-4 Aberdeen 753S 6, bedeckt s 757 W 5 bedeckt-11 Paris-!- 750 A 5 Schnee!»»6 ZLeliev-Prognose für Sonntag, den 17. Dezember 1803. Etwas kälter, zeitweife bciter, vielfach wotkig mit lefchten Schneefälle» und mätzige» nördlichen Winden.«- 0.1-............. 2 8?- g A Weiler öS £ i« lä Berliner Welt e r t> u r- a n. ssentralverband der Zimmerer Ptutschillnds Hcrllu). Den'Mitgliedern zur Nnchricht, datz unser Mitglied Msnn lureelt am 15. Dezember verstorben ist. Die Beerdigung sindet Montag, den 15. d. St., nachmiitagS 3 Uhr, von der Leichenhalle des Dankcskirchhofes in Reinickendorf, Scharnweberpratze, ans statt. Ilm rege Beteiligung ersucht Ter Vorstand. Unser Kollege, der Mobelpolicrer Henined Körner, ist am 15. d. M, mittags 1 Uhr. am Herzschlage plötzlich verstorben. Die Beerdigung findet Somitagnachiiiittag 2 Uhr vom Tranerhanse, Lirbtastr. 8, nach dem Markus-Kirchhof, Wilhekms- bcrg, statt. 1341 b Die Arbeiter der«iöbelsabrit von Seifert u. llOolss. der Möbcholitttr. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Kollege 148/12 MM Körner plötzlich am Herzschlage gestorben ist. Die Beerdigüng flndet am 17. d. M., nachmittags 2 Uhr, von der Liebig- stratze 8 ans statt. Um zahlreiches Erscheinen bittet _ Der Von-tand. Ckiittal-Kranken- 11. Eterbe- dtt Tischler!c. 0rt»ve«v»ltlliig Sorlln N. Den Mitgliedem znr Nachricht, datz am 13. Dezember unser Stiiglied Leoi'g lALnriel verstorben ist. Die Beerdigung sindet am Sonntag, den 17. Dezeuiber, nachmittags 2 Uhr. vom Kranken- hause Urban noch dem Kirchhofe der Simeons- Gemeinde in Mariendoif statt. Um reg- Beteiligung bei der Beerdigung ermckt 181/14 Die Ortsvcrwaltung. SonaldemoltraMer Wahlverein für deu L Lttl-Rttchstagg-UaMrejs lZiid-Lst) Dienötaq, de» IS. Dezember, abends 8 Uhr: AM- 3Det.'lnmmlmlg"VO im Saale dcS Herrn Vnsuinani», Naunynstraße 27. Tages-Ordnung: 1.„Aus dem Mietsrrcht des Bürgerlichen Gesetzbuches.« Re- fereiu: Genosse RechtsanwaU Victor Früukl. 2. Dislussion. 3. aSeiciusangelegculjcitcit. 244/1 Gäste roiUtomtnen, Zahlreichen Besuch erwartet Der Borstand. Fliesenleger. Dienstag, den IS. Dezember, abends 8>/z llhr. im Englischen Garte». Nlexanderstratze L7 c: Oeffentliche Versanimlung. Tages-Ordnung: 1� Delegiertenwahl zur Maurerkonfereilz. 2. Regelung des SammelnS und?lbstempclns der Kartein 3� Diskussion und GewcrlschastlicheS. Um recht pünktliches Erscheinen bittet 06/12 Der Teftraaensinann. Vertand der Crareore, Ciseleuie luerw. Beiüfsf. Deutschlands. Filiale Berlin, Dienstag, de» 19. Dezember, abendö 8'/; Uhr: Bibliothek- Abend. Tages-Ordnung: 1. GeschästlicheS. 2. Verschiedenes und Fraaekasten. 12S/'ö Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Borstand. Steinarbeiter l Dienstag, den 19. Dezember 1899, abends ö'/a Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 v: Gessontl. NcrlÄmmUmg. TageS- Ordnung: I. Bericht und Neuwahl des Delegierten der GcwerkschaftSkouimission. 2. Regelung des Begräbniswesens. 3. Verschiedenes. Um rege Beteiligung ersucht 2"5/9 Der Vertranensunann. CrMIvkrbM der MMeure. Filiale Berlin. Montstg. den 18. Dezember 1899. abends 8 Uhr. bei Dnnke, Grenadierstr. 3S: 138/7 Miküliedvv�VrvlÄnttttlung. Tages-Ordnung: 1 Anträge zum Verbandstag. Relse-Unterstiitzung und Streik- Reglement, 2. Diskussion. Der Vorntanck. Achtung! Rixflorfs. Achtung! Am Dienstag, de» 19. Dezember, abends 7 Uhr. im Lokale des Herr» Tkoma», Heruiaunstr. 48/50: Oeffentliche Versammlung der Töpfer Rixdorfs und Umgegeud. Tages-Ordnung: 1, Bortrag dcS Kollege» A. Drunscl. 2, Dis- kussion. 3. Verschiedenes. 194/10 Der Eiaderofer: F. Dalxer. Holzarbeiter WrlotteabW! Vioutag. den 18. d. M., abds. 8«/, Uhr. bei Lcder, BiSmarckstr. 74! Oeffentliche Bersammlnng. Tages-Ordnung: 1. Die wirtschaftliche Lage und unsere Arbeitsbedingungen, Referent: Kollege B l e e ck. 2. Die beoorstchenden Gewerbegerichts-Wahlen und Auf- ftelluug der Kandidaten, 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet 279/18 Der Einbernfer. Aufruf an die Vereiuövorftäude. Diejenigen Vereine, welche meine Naturärzt- lichen Borträgc mit farbigen Lichtbildern im ersten Vierteljahr 1990 veranstalten wollen, bitte ich crgebenst, die Anmeldungen hierzu rechtzeitig an mich gelangen zu lassen, da ich spätere Bestellungen ost nicht berücksichtigen tan». Ott« Grandinann, praktischer Naturheilkundigcr. Meine Sprechstunden, auch für Kranke jeder Art, sind setzt nur in meiuer neu erbauten Naturheilanstalt Küpnicterstr. 78. Nähe Brücken- slraße, von 11—1, 6—8, tu Eharlottenburg: Berlinerftr. 40 von 8—9, 3—4. Sonntags nur vormittags Sprechstunden, Sämtliche Bäder und Sprechstunden auch für alle Krankenkassen. ködert Scheere, Restaurant„Sänger h e i m« O. Blumen-Straste 38. Telephon: Amt VII Nr. 3760. Arbeitsnachweis der Mäbelpolierer, Brauer, Brauerei-Hilfsarbetter, Zahlstelle des Verbandes der Holzarbeiter, Metallarbeiter, Buchbinder, der Orts-Krankenkasse der Mübelpolierer, der Central-Krankenkasse» der Schiihmachcr, Gold- und Stlberarbeiter, Buchbinder, und Zahlstelle des Wahlvereiiis für de» 4, Berliner ReichstagS-Wahlkrcis(Osten). 124261.« Msx Kliems Ha9e�Ä l5. Zur Mitteilung, daß ich meinen neue« Festsaal. Hasenheide 13, circa 1300 Personen sassend, am 1. WeihnachtSseirrtag eröffne. Stelle den- selben de» geehrten Vereinen, Gesellschaften-c. zu Festlichleiten zur Ver- fügung. Gleichzeitig empfehlt meine übrigen Jestsäle zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Einige Sonnabende sind noch zu vergebe». 29242* Dax KI lern. Kekmmtmachnng! Empfehse den Bereineu und Gesellschafte»»leine neu reuoviert«» bergrösterteu Säle und Bereiiisziminer für 50—300 Personen. unter den coulautesten Bedingungen. 30138" Max Xowaek, Manleuffelslr. 9. NB. Jeden Sonntag: GrosteS Familien-Kränzchen.____ Jobaniilstlialer Aolksgarteu Johannisthal, Köpuicker- n. Frlcdrlchstrassen-Ecke. Empfehle meinen neuerbauten Saal. Jeden Sonntag: Danai. Kostecküche iind Ausspaililuilg. Z03öL'-l»,?.«enftlehen. Andreas- Festsäle Andreasstr. 81 Den geehrten Vereinen, Gewerkschasten ic. empfehle ich metii« Säle »ach wir vor zu Bersammlnngen und Fsestlichkeiteu jeder Art und bitte um freiindlichen Zuspruch._ Ergebenst Carl Stechert. MiärMe VolAwiK für Unbemittelte. 3034L» Sprechstunde von 8>/z— gl/, und 12l/,-ll/, Uhr. Oktelin, E'lisabethstrasie 81. k�reie VolKsbuKne. Dente naehinlttax li»/. Fhr: 2 Vorstellungen. III. Abteilung Eessing-Theater:„Dinna von Barnhelm". VI.„ Carl Welss-Thcater:„Winterschlaf". Während der Weihnachts- Feiertage finden keine Vereins- Vorstellungen statt.— Die V, Serie der Vorstellungen beginnt am 31. Dezember, nachmittags 23/« Uhr, im Ostend-Theater mit dem Drama in 5 Aufzügen von A. Schnitzle r: $$ Das Vermächtnis. O& Die Vorstellungen folgen: I. Abt.: 31. Dezhr. 99.| III. Abt.: 7. Januar. I V. Abt.: 21. Januar. II.„ 1. Januar 1900.| IV.„ 14. Januar.> VI. 28. Januar. Pünktliches Erscheinen wird den Mitgliedern zur Pflicht gemacht. 235/5 Der Vorstand. I. A.: G. Winhler. Verein für Franen und Mädchen der Arbeiterklasse. Am 8. Weihnachtsfeiertag in den Arminhallen. Kommandantenstr. 30: Weihnach tsfeier. Ans dem Programm sei hervorgehoben: Itliillsrdssctisnuig.— Prolog, Deklamation von Fräulein I. Altmann. Gesangvorträge der Sanges- Drüder Moabit. Aufführung eines Theaterstückes. Zum Schlich: mr Tanz.<90 Citistc willkommen. Eröfsuuiig 5 llhr. Zliisaug pünktlich 6 Uhr. BillrtS a 30 Pf. sind zu haben bei: Frau Mesch, Lychenerstr. 3, Frau P a u s e r a l», Pappel-Allee 128, v. I, Frau Thiede, Gr. Frank- surtcrstr. 63, Frau Klolsch, Koppeustr. 81, Hos IV, Frau Müller, Wieseustr. 30, II. 59/1» Der Vorstand M. Mörschel, Telephon: Amt V Xo. 3386. Empfehle meinen großen PrUhatlloke-, Mittage» u. Xdendttech. Echt Münchener Helles Lagerbier, st. Weihe:c. Franz. Billard. Vereinezimmer, 40-80 Pers. fassend noch ewige Tage frei. Jed. Moniag: tr. Blut- u. Leberwurst, gr.Wellflelsehesseii Ackiung: mr Achtung: Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich mein Tcksuli» und Speiselokal nach der SehOnliuaser Allee 73. verlegt habe. 1362b Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Richard Augustin. wegen Berufswechsels! Uhren violdwaren spottbillig. Georg Wagner, Sbalitfserstr. 126(* —(nahe dem Kottbuser Thor).— Rum selber zu machen nehme ncan 1 Originalflasche Iteichol's Echte Jamaica-Rum-Basis für 73 Pf., 1 Liter Weingeist (Spiritus vini) zu 1,40 Mk. und 1 Liter Wasser. Die Mischung ergicbt eilien fciiic», kräftige» N»»r von wiindetbollein Aroma und köstlichem Geschmack, eine naturgetreue Wiebergabe des echten Jamaica-Riims mit den eigenartigen Bor- zügeii und Merkmalen des- selben, vorzugsweise geeignet zur Dhee- n. Grogborritiing. Echt uur in Origwalflaschcii mit meinem NamonSzng und einzig u. allein nur direkt bei Ott» Reichel, Berlin 8O Eise»bahustr.4 Auf je 6 Flaschen eine siebeute gratis. Bei 12 Flaschen anffer- dem trcmco Deutschland. Ber- taufsstellen nirgends! Zu- sendnug durch meine Ge- spanne frei HauS, selbst ein- zelne Flaschen, auch Wein- geist. Auswärts durch die Post. Di° Selbstberettung Branntweins» Liqueure, Pnnach- Extrakte durch Kombinierte Original- Reichel- Enaenxen(gesetzlich geschützt). Taufende ehren- volle Anerkennungen. Prospekte mit Rezepten gratis und franco, nebst Rezept zu hochfeinem Eier- Eognac. Borsicht vor Nachahmungen. Keil» Husten mehr! � Asthma. te Heilkraft v Georg Pohl» Brom- beerwein ist erprobt bet Asthma. Athcolnot. Lungenleidcn. Bronchialkatarrh. Heiscrteit.AnS- wurf. Berschlciinuug. gehlkopf- leide», Kratzen im Halse, Nacht- schweitz. Influenza. Erkältung und Schlaflosigkeit, welcher ärztlich empfohlen ist. Preis per Fl. l M. 10 Fl. 9 M. Für Kinder empfehle gleichzeitig meinen 36442* gOT* Brombeersaft-DWs gegen Keuclihusteil, Schlaslosigkeit, m Fl. zn 60 Ps. und 1 M. Fabrikant Georg Pohl, Berlin, Brunnen- ftratzc 137. Droguerie, sonst nirgends weiter. kostet jetzt JKnrtienssen's Gaitarre-Zither. Jeder ist im stände, sofort Lieder, Tänze, Choräle mit Begleitung spielen zu können. Lehrer unnötig, Prachtvoller Ton. Ausverkauf aller Arten Musikwerke und Instrumente zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Ileuiph Fan"lle"«eu! - 1 tloiiograpben- Modell 1900 erschienen, bietet jetzt in jeder Gesellschaft die schönste Unterhaltung. Preis in eleganter Ausstattung Mk. 25,—. Walzen zu allen Phonographen passend Mk. 2. Prospekte gratis. Wiederverkäufer gesucht.[33UL* It. Jlarticneisen, Berlin SW., Jerusalemeratr. 3/4. Teppiche Sofa- Grösse, 4, 5, 6, 9-60 M. Tischdecken, 2, 3. 4, 5—20 Mk. Portieren, Gardinen, Nett- Verlsgar, Lteppdocken, DIvan. Reise- und Schlafdecken, Fell-Vorleger etc. etc. spottbillig! A. Michaelis, Friedrichstr. 236 gegenüber der Markthalle. + Naturhellverfahren. Ich heile Natur hellverfahren __ Ich heile_ ohne Bemssstömng alle Männer- und Frauenleiden, ebenso Nieren- und Blasenleiden. Ziaturgemäffe Behandlung. 30462* Fr. C. Henke, Rathenowerdr. 49, I Ecke Perlebergerstrasse. Sprechstunden 9—2, 6—9, Sonntags 9—2. Bei Vorzeigung der Verbandsfarten 10 Proz. Glas-ksirWailMniilk! 1 Kistchen Glaö- Chrtstbailm- schmuck mit 300 Stück nur gröff. sein versilb. iind bemalte Neuheit, a Reflex, Perl., Kugel», Glocken, Vög.:c. Ms Gratisbeilage füge einen Engel niit bewegl. Glaöflügelu sowie eine Ecgarreii. spitze auS Bernstein- glas mit eingebrannt. Photographie Bebels od. Liebknechts bei. Sämtl. Sachen vers. für den bill. Preis von 6. M. 30 Pf. per Nachnahme. Ernst tVeechenfelder Tädel, 957b Lauscha i. Thür. Alhamhra Wallnerthcater-Strassc 13 Jeden Sonntag und Donnerstag: Gr. Extra-Ball bei doppelt besetztem Orchester. Anfang 6 Uhr. fSO* A. Zaincitnt. Saal 2� Feiertag frei geworden. Markgrasenstr. 83. kroßes Vtrtiifszifkmer, zum Tanz geeignet, Sonntag»üb �eierta�ftei�Neue�oM ' Tägl. v.»lorgens 8 bis abends 11 Uhr F. zclzclltrcjs, Dresdener Straffe 33. Kriegers Festsäle Wasseethorsteaffe 08 s* empfiehlt seine Säle für Privatfestlich- ketten, Kränzchen Bereinen und zu Lersaiilmlillige».— Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag: Gr. Ball. Grosse» Vereinszimmer mit Piano, 60 Personen, Dienstags und Donnerstags sre!. Franz Hiihlke, srüh. Greiser, Oronienstraffe 109(Ecke'Alte Jakobstratze). 1169b Gcs-llschaftshaus Smincmündcrstr. 48. Säle 150—800 Personen sassend zu Versammlungen und Festlichkeiten zu Hühner.[24162* vergeren. Bade-Anstalt Norden Eortxlngstr. 33. Lohtcumi», Russich- Römisch, Dampf- kästen mit Massage und Packuiige». Wannen-, Sand-, Fichtennadel-, Kleie- und kohlensaure Bäder, Lieferant sämt- licher Krankenkassen. 2587L* lijoktige�Iekli'Wonteui'e und Installateure werden ohne Berusöstörung in 6 Monaten theoretisch und praktisch ausgebildet. 3317L i Zeugnis— Stellungsnachweis. Anmeldungen zum Aeuen Abendkursus der „Elektra", Prinzenstr. 55 I, bis Neujahr täglich. Prospekte gratis. Umsonst erhallen Sie lOO Postwitzkarten oder ZiM" 3V KUnstler- karten, wenn Sie I Sortiment Gratulatlonskarten, bestehend aus Seiden-, Zug- und Bücherkarten etc., elegant ausgeführt, für den Preis von 6,50 M. pro 100 Stück, bei Abnahme von 200 Stück 18.— Mark, von mir beziehen. Aeusserst konkurrenzfähig. Beeile Geschäftsführung Princip. Versand gegen Nachnahme. 31411-* luxuspapierfabr. S.Steinicke BEKEIM. Cliorlncrstr. 6. Vögel. Vogelfutter. und Vogelbauer. Staatopreis und gold. Medaille sür Hervor- ragende Leistunge» in der Kanarienzucht der ff. Harzer Hohl- u. Klingelrollcr, lieber- pscis. Dompfaffen. Gr. Ausw. jiulg. sowie gut sprech. Papa- g e i e n. Spec.: Best. doppelt gereiiiizt.Vogel- sutler. Käfige u. Ständer von de» billig, bis zu den elegant. Ausstopfen aller Thicre in der streng reellen Handlung von 3ni. Hlchow, Friedrichstr.«. erstes Geschäft vom Bellc-Allianceplatz. Wer�Stoff-�hat fertige Anzug, 20 M, haltbare Zu- thatcn, zwei Anproben, nur unter Ga- rantie sür guten Sitz. Paletots 18 M., echtsarbigen Samuietkragen, warmes gutler, saubere Näharbeit. TB- ui LBskin-Reste spott billig Gelegenheitskauf. PaletotSeeste. reineWolle, v.8M.a», «nzugreste, neueste Muster, Hofen- reste. praktisch, mir gute Ware. Bor mittagS: Restevcrkanf zuKnaben anzügen. 3201L* l.ndwis Engel, Mllnzatr. 26 und llzunnenstz. 66. l Natur- Heilvtmhttn. Haut-. Harn- u Blasenleiden. O Frauen-Krankhcit., heilt sicher\ 4 offne Bernssstürung.(81882* br R. Wagner, 2Srt(lftcaJe-3-- 0-2,5-9,31.9-2 __ Achtung l Die Hosenlabrik verkaust jetzt: 31762* Pr. Stoffhoien von 3,00—7,50 Mk , Arb.-Lederhosen 8,25—5,00„ « Winter-Appen von 5,00—9,00„ , Wlnter-Anztlge 18,00—30,00„ , Kinder- Anzüge 8,50— 8,50„ , Burschen-Anzüge 4, 50--18, 00„ „ Knabenhoten 65 Pf. bis 8 Mark nur bei W. Mathews, Pallisaheustrage, pr roten 7. Herren- u. Knaben Gardcrobem Fabrik stellt zum billigen Verkauf. da Saison zu Ende, Joppen. Paletots. Schlafröcke. Pyjacks. Anzüge. 139/16- _ Spandauerttr, 74/75, 3 Treppet� Brillante Kapitalanlag-eT kl. rentabl. Haus mit 5000 Mk. Alst Zahlung verkäuflich. Off. Q. 5 an dit Exped. d.„Vorw ärts", Beuthstr. Große Aitswahl von Böttchcrw., Gaus- u. Küchengeräten G. Tttlchelchen, 1088b 1. Gesch.: Kottbuser Damm 98. 2. Gesch.: Dresdencrstr. 15. Äeitinavhta-AusvLi'huf! U�SSer�ien\«"�mbenh Sportwa�n"/«ch billig! Mai Brinner, Jcrusalemceste. 48. Filiale: Brunncnstrafte 6. s* Adalbcrtstr. 67(EckhauS an der Adalbert-Brücke). Visit 13 Stck. und 1 Postkarte mit eigner Photographie 3 M.. 7 Kabinett mit Postkarte 6 M. Bereillsaufnahiueu ohne Zlnzahlung 50 X«0 a Bild 2 M. 75 Ps.[30232* Fahrräder— NähmUneu verschiedene Marken, auch wenig gebrauchte, zu billig- sie» Preisen. Reparatur- Werkstätte. Lehrdahn. Sämtl.Znbchür.Tcilzahl. gestattet. Garl Karras, Langcstr. 17. 24082* V Druchkohlen. S\ ab Play Scheffel 50 Pf. SS J. Fischer, Ostbahn, Brombergerstr.l4b. X Preßkohlen, X beste Senftenberger, verk. zu viNigstm Preisen wegen Ausgabe des Platzes Bahnhos Moabit. Quitzowftratze 88. Telephon Amt II 254. 1280b Hermanns Kohlenlager. 55 ODICit � Ccntner 75 Pf. S\ sowie sämtliche anderen Brenn- Materialien sind billig zu haben bei «ehnl-, Urbanstr. 171. 661b sclbftspielend. neuestes«.reichhaltiges Programln, für Familien sehr amüsant� werden bei nnr geringer Teilzahlung vergeben. Für Festlichkeiten leihweise. .1. Km'�hers, Landsbergerstr. 13, Freunden und Genossen empfehle ich meine Regenschirme zu Weihnachtsgeschenken billiger als im Laden. Skalitzerstr. 189, Hof parterre._ 13486 Dr.Simiael-Ä'Ä!: Ul* UlillillUI 2 rec()t3 Lpecialaezt f, Haut».Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4.« I>r. Ischrleh, Specialarzt f. Haut-«. Hariild., Bcingeschmüre und LnpuS. An der Stadtbahn 84, (am Bahnhof Alexanderplap.) Sprechst.: 9- 12 nnd 3-6. Freitags keine. 24022» Poliklillik.-Dolm�tag!��� Lpeeisliirütl. Institut vr. L. Iiilsber 4L Alexandeest»'. 4L (am Alexanderplatz). Spec. operationsloses Heil-Ber- fahren ohne Bernssstürung m Beittleideu. Erprobte Methoden bei Flechte», Lupus und anderen 24012* Hatttleideu. Tägl. u— 12, 3-6. Freitag keine, Sonntag 9—1. Or.meil. Schapen, 'ihaiä/i Fraiien-Krankheitcu. KBnlggrätzerstr. 27. Spr. 9-1. 4-7, Uomüo]iaUi. Poliklinik: Montag, Mittwoch, Sonnabend, Ab. 7—8: Frtedrlchstrasse 114, I. Zahn-Klinik Yr. K'Ä Kl« Olga Jacobson, 7o/19*] Juvalidcnstr. 445. Verantwortlicher Ziedalleur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mai Bading in Berlin. � Künstliche Zähne. 3 M. an, vor- zügltch, setzt schmcrzl. ein. Plonibiercn, ichmerzl. Zahuzicheli, Zahnschm. bes. Rep. sos. Goldstein. Oraiiienstr. 123. 13602» t Görlltier Bahnhof. Plati«. Billigste Bezugsquelle für Feess-». Steinkohlen. __ Einem Teil der heutigen Auflage liegt ei» Prospekt des Kauf, Hauses 31. Ettwinsohn Xachf, (Inhaber: S. Müller) Andreas- strafte 88. bei. r-.,.«lt.' ■Warenhaus W Wertheim Berlin, Leipzigorstr. 132133.> Rosenthalerstr. 2729 und 54. Galanterie. Oranienstr. 53 54. Briefbeschwerer, Hnfeisen&m 75 Versilb. Aufsatz mit Glasschale u. Vase 3,25 u. 5»?® Mk- Kunstguss-Aufsatz, Äfurt y�o 2,� 4,", 6,-5, 9, II.« � Grlas-Yasen mit Malerei luid'Bionze-Verzierung 9«) Kupfer Rauchservices 4,-5, 5,5®, 7, 9,5« m Metall-Wandteller, imitiert alt Wiener Porzoilan 95 Schreibzeuge, vernickelt 2,35, 2,85, 4,5«, 6�5, 8,« � Likör-Service, MetaU-Tablett mit Gläsern 45, 75, 95 Pt für das Jahr ItlOO, Hufeisenform, pf (brlUCKSkalender Kunstguss mit �breissdim-k« O Fi- Bronze-Uhren mit imitierter Onyx-Einlaga 5,5« 51k. Schreib-Garuituren mit imitierter Onyx- Einlage, Bteilig 12,5« Mk. Bronze-Thermometer 2,"> Mt. Porzellan-Urnen mit Maleroi und Bronze- Verzierung 3,5« 5Ik> Japanische Handschuhkasteu 45, 95 pe Japanische Taschentuchkasten 45, 95 pe Japanische Dekorationsfächer, mnd, mit Fuss 15, 20 p£ Japanische Klappfächer 35, 45 n- Lederwaren. Photographie- Album, Plüsch mit Schild Mr Monogramm 1,««, 2,85 Mk. Photographie- AI bum, Eeder mit Sebild für Monogramm 2,>«, 2,85 51k. Photographie-Album, Pe6er, Innenseite mit Blumen 4 51k. Photograpllie-Alblim, Kalbleder mit Oxydschild 5,5« 51k. Photographie-Album, Leder, neues, hohes Format 7,5«, 9,5«, 15,5« 51k. Photographie-Album, Goldleder mit Mandmalerei, 31,5« Mk. Handsclmlikasten, Snfuuer 95 pf, 1.«, 2,'«, 2,85, 3.5«, 4,-5 51k. Bandschuhkasten, Leder mit Keidenfütter, 2,85, 4,35, 5J 7,75, 9 51k. Schmuck- u. Necessaire-Kasten, Plüsch mit Seidenfuttcr, 9o P1-) 1,«5, 2,*«, 2,85} 3,5«, e), ß Mk. Schmuck- u. Necessaire-Kasten, ��«2,«, 4,?», 5, 0,5«, 8,5« Mk. Kartenständer oiüeks�Zne�ouheit 2,85 Mk. Herren-" Damen-Portemonnaies, Presors, Eeder mit Eederfutter 9o PL, 1,5«, 2,-5, 2,85, 3,5«, 4,5« Mk, Herren- m Damen Portemonnaies, KrokodiUedcr oder Kapsaffian 7,5«, 8,5«, 11,50, 12,5« Mk. Beutel-Portemonnaies, �rfutter 45, 95pl 1,5«, 2,-5, 2,8», 3,5» Mk. Kotfertaschen, t>7«0 «S hraun Bindleder ca. 45 48 äl 5t mit.Auasenricmen 18,75 3« 33 3*4 Handtaschen Lraun Kindwder. Eäuge ca. �50 zz 36 33 42 45 48 51 cm 70 Cm 34 Mk. 36 28,50 3« 42 45 48 6 6,7� 7,5« 8,5« 9,5« 1t 12,50 Mk. Uhren. Goldene Dameu-Remontoir-Uhreu 18, 20, 26 Mk. Silberne Dameu-Remontoir-Uhren 10,5«, 13, 16,5« Mk. Stahl-Damen-Rcm ontoir-üliren 7, 10, 15 Mk. Goldene Hen'en-Remontoir-Ulireu 40, 60, 85 ml-, Silberne Herren-Remontoir-Uhren 10,«, 15, 21 Mk. Stalil-Herren-Remontoir-Uliren 6, 10, 14 Mk. Nickel-Herren-Remontoir-Uhreu 2,85, 5,5« Mk. Regulatoren 14, 17.5«, 21 Mk. Wanduhren, Prcisehvinger, geschnitzte Holzgehause 18, 24, 28 Mk Runde Comptoir-Uhreu 6,5«, 8,5«, 10,5« Mk. Küchen-Uhren, Fayence, Dclfter Muster 9 Mk. Kücheil-Ühren, Fayence, Zwiebel-Muster 8 Mk Wecker-Uhren 1,««, 2,85 Ä. Repetier- Wecker-Ülireu 2,5« Mk Bijouterie- Artikel. Lange Damenuhrketten giatt, vergoldet 2,85 Mk Lange Damenuhrketten mit Schieber, vergoldet 4 Mk; Lange Damenuhrketten siatt, amerik Doubie 6 Mk. Lange Damenuhrketten mitSaufesübmlu�ttiert 13,« u. 15,5« Mk Uantasie-Broscheu, verschiedene Muster 40 PL Armhand mit Kleeblatt und Mechanik, vergoldet 2,85 Mk, Manschettenknöpfe mit Kette, vergoldet 75 pl 31anschetteilkll0ptc mit Kette, Emaille, vergoldet 1,75 Mk Manschettenknöpfe mita�ftsäÄicrt 3,-5 Mk. Konfektschalen, versilbert 65 pl, 1,35, 1,75, 2,5« Mk Zuckerzange, versilbert 1,-5. 1,5« Mk Zuckerstreulöffel, versilbert 1, 2, 2,85 Mk. JEchte Gold- und Silberwaren. Goldeue Broschen, 333/1000 gest. mit Simili und Farbsteinen 5,5« Mk Goldene Broschen, 333/1000 gest.. mit Perlen und Farbsteinen 7,5« Mk Goldene Broschen, 333,1000 gest. mit opai und perlen 9,'5, 13,-5 Mk Goldene Broschen, 333.1000 gest. mit opai 11,35 Mk. Goldene Broschen, 333/1000 gest. mit Opal, Perlen und Farbsteinen 12,-5 Mk Goldeue Broschen,. 16, 17, 21 Mk Goldeue Broschen, SSS/IOOO gest. mit Brillanten 61,-5 bis lib Mk Goldene Kettenarmbänder, 3331000 gest. 23 Mk Goldene Kettenarmbänder, ssziooo gest. 37 79 ml. Silberne Kettenarmbänder, Mwoo gest. 2,-5, 3," Mk Unsere Warenhäuser sind am Sonntag, den 17. u. 24. d. Mts. von 12-8 Uhr geöffnet, Vorm. 8-10 Uhr bleibt geschlossen. ÄnVp?eÄeu Versa iifl- Abteilung: B�n Lefpzlgerstr. 132133. V.»0 Zir. 2Ss. 16.|al)tpnj. 2. Keilige des Jonoitts" Knlim NMIntt Zoiliilig, 17. Deieiliber 1899. jjtyveengn__ Karr. Inst lirscke Bfrlin H'M Die Stodc zeiAt die Umocflciib von Ladysmith und Lolcnso. Während General White in Ladysmith rings von den Bocren bc- lagert festliegt, waren die zu seinem Ersatz hcrbeirnckenden Truppen unter General Buller bis Ehieveley vorgerückt. Die Karte läht noch die Vorposten der Boeren dicht vor Chicveley stehe», während das Gros der Truppen Bullers noch weiter südlich steht. Mittlerweile ist General Bullcr mit seiner ganzen Streitmacht bis Chievcley bor- gerückt und am Freitag versuchte er vergeben? den Uebergang über den Tugelaflutz zu erzwingen. Die Verteidigungsstellung der Boeren- Hauptmacht an, nördlichen Tugela-llfcr unter General JoubertS Bc- fehl ist klar zn erkennen._ Eine Kolonialgeschichte. Jetzt, da in Germanien die Seekrankheit der WeltgrotzmachtS- und Erdballkolonialpolitik grassiert und mit Eifer und heigeni Be- nnihen künstlich gehegt und gepflegt wird, wird uns zu passender Stunde ein holländischer Roman vom Jahre 1860 m deutscher Sprache geschenkt, der viel zu denke» und zu bedenken giebt.") Im Winter 18ö9 sas; zu Brüssel bald in einer ungeheizten Kammer, bald an einem wackeligen und schmierigen Tisch irgend einer Kneipe ein Manu, der unbekümmert um die Kälte seines elenden ZimmerS oder um die biertrinkende Umgebung in der Gast- stube, mit fliegenden Pulsen und fieberndem Hirn die Erfahnmgen. welche er in 17 Jahre» holländischen Staatsdienstes in de» Kolonien gemacht hatte, niederschrieb und zu einem Buche gestaltete. Von diesem Buche mit dem Titel„Max Havelaar oder die'Änfiee-Auktioncn der Niederländischen HandelSgeselllchaft", soll hier die Rede sein. Ein Zeit« genösse und Landsmann des Verfassers sagt von diesem„schwer zu charak- terisierendcn" Buche:„Ich kann wohl sagen, daß nach dem Tage dcS Erscheinens in der holländischen litterarischen Welt daS Unwetter nicht auS der Luft gewichen ist. Und eS ist viel süße Milch versauert und es sind viele Gemüter verbittert, aber cS ist frischer darauf ge- worden." Weiter hat man daS Buch„eine VcrteidigungS- und Anklage- schrift" genannt,„wie die Welt keine zweite aufzuweisen hat. voll Haß und Liebe, voll Jaminer und Jauchzen, durch seine Satire ei» Schrecken der Millionen Krämer, ein freiheitliches Buch der Erbauung für aufklimmende Seelen". Die Schilderunge» der Wunder einer tropischen Natur werden in ihrer poetische» Krast verglichen mit den Träumen aus„Tausend und einer Nacht",„und aus diesen Wundern heraus klang das Seufzen und Stöhnen der Javaner, ihren Haß und ihre Flüche auf die christlich-nicdcrländische Raubkultur faßte dieses Buch und die Flammen der Empörung züngelten daraus hervor." So wollte cö der Dichter, so fühlte er; wie er die Dinge mit eigenen Augen gesehen und sozusagen am eigenen Leibe als hoher Kolonialbeamtcr erlebt hatte, so hat er sie geichildcrt aus der heißen Glut eines voll flammender Menschenliebe und Empörung über„ein System von Gewaltmißbrauch, von Raub und Mord, unter dem das arme Javana gebeugt geht", erfülltem Herzen. Er möchte im Repräsentantenhause des holländischen Volkes fitzen: „um zu protestieren gegen die endlosen Expeditionen und Heldenthaten gegen arme elende Geschöpfe, die man vorher durch Mißhandlung zum Aufstand zwang; „... um zu protestieren gegen die schändliche Niedertracht, in- dem man durch Cirknlare, die die Ehre der Nation beschmutzen, d i e öffentliche Wohlthätigkeit für die Dchlachropfcr chronischen Seeraubes anruft. „Und wenn man mir diesen Platz einzunehmen verweigerte... wenn man mir fort und fort nicht glaubte...: „dann will ich mein Buch übersetzen in die wenigen Sprachen, die ich kenne, und in die vielen Sprachen, die ich lernen kann, um von Europa zu fordern, was ich fruchtlos in Niederland gesucht. „Und in allen Hauptstädten wird daS Volk Lieder singen mit den» Refrain: „Es liegt ein Raubstaat an der See. zwischen OstfrieSland und der Elbe." „Und wenn auch das nichts fruchtete? „Dann werde ich mein Buch übersetzen in da§ Malahische, Java- tische, Sudanesische, Alfuxischc, Buginesischc. Battakische... „Und ich loerde klewaug-wetzende�j KriegSgesängc schleudern in die Gemüter der arnwn Dulder, denen ich Hilfe gelobt habe, ich Multatuli I „Rettung und Hilfe— auf gesetzlichem Wege, wenn es sein k a n n auf dem unrechtmäßige» Wege der Gewalt. wenn cS sein m u ß. „Und das würde sehr nachteilig wirken auf die Kaffee-Auktionen der Niederländischen Handelsgesellschaft!....." Aber der Bersafier dieses„Wydencr Manifestes", der sich keines- Wegs verbarg, nachdem er als letztes Mittel zur Abstellung der himmelschreienden Mißstände in den ostindischen Kolonien Hollands fein furchtbares Buch veröffentlicht hatte. daS im letzten Grunde seine eigene Geschichte enthält: er und sein Werk blieben ungc- hört, unerhört. Der Verfasser mietete sich in Rotterdam ein Zimmer, wo er -) v. Wilh. Spohr, Minden i. W. bei Bruns. •'} Klewang, eine javanische Waffe. die amtlichen und sonstigen Urkunden und Beweisstücke für alle von ihm im Max Havclar berichteten Grcul zu öffentlicher Einsicht auslegte— kein einziger von den„Interessierten" begehrte diese aktenmäßigen Beweise nationaler Verbrechen zu sehen:„Minister und König und sonstige Verantwortliche und Unverantwortliche mochte» nicht inkommodiert sein." Und auch das holländische Volk blieb stumm, stumpf und teil- uahmloS... Eduard Dowes-Dctkcr sspr. DaucS-D.), der sich als Schriftsteller Multatuli nannte, ist am 2. März 1820 zu Amsterdam geboren Seine Eltern waren Mcnnonitcn, Eduard ließ sich jedoch, als die Zeit dazu gekommen war, nicht taufen— ans Gcwissciisbcdenkcu. Nach dem Besuch des Gymnasiums bcstiminle ihn sein Vater für den Handclsbcruf, der dem Sohne innerlich zuwider>var. 1838 segelte er mit der von seinem Vater alSÄauffahrtei-Kapitäu geführten„Dorothea »ach den ostindischen Jnsel-Kolouicn. wo er am 6. Januar 1839 anlangte und sich dem kolonialen Staatsdienst lbis 1856) widmete. Sein Leben hier und sein Walten zu schildern, wäre zu Iveitläufig, ich iumß aus den Roman„Max Havclaar" verweisen, der ja alles, vielfach akiengetreu, enthält— denn Max Havclaar ist Dekker selbst, der edle Menschenfreund, pflichtgetrcue Beamte und Feind und Ver solgcr aller Mißbräuche und Verbrechen in scincin Gesichtskreis, wo es an solchen nicht fehlte. Als exemplarisch für die niederländische Kolonialverwaltung einige Notizen über Java, die kleinste, aber wertvollste der Holland gc hörigen Smida-Jnseln. Dieselbe ist i» 24 Regentschaften geteilt; neben dem Vertreter der Staatsantorität, dem Alsistent-Nesidente» als solcher amtierte Dekker mehrmals, zu Amboina, ans den Molukken, z» Leval und zu Ngawin— stehen die„Regenten". Abkömmlinge der alten eingeborenen Fiirfteii- und Adelsgeschlechter, welche die Residenten als„ihre jüngere» Brüder" behandeln, d. h. ihnen die Illusion ihrer che »laligcu Herrschaft beizubringen und vereint mit ihnen die Wünsche der holländischen Regierung durchzusetzen haben. Mir andern Worten der Resident muß sie in ihrer Herrscher- und AuSbentcrstcllimg dem gemeinen Volk gegenüber erhalte», aus dem nun»och mehr heraus- gequetscht werden muß,— da Holland an dem Ergebnis teil nimmt.— als ehedem, Ivo das Volk nur die eingeborenen Despoten zu befriedigen hatte. Die 24 Residenten sind i» ihrem WirkinigSkreiS sonst ziemlich selbständig. Ihre Aufgabe ist, die Verbindung nnt dem in Batavia als Generalgouvenienr sitzende» Vieekönig der Kolonien herzustellen, den Regenten bei guter Laune zu erhalten, das Boll der Unter- thane»" mit Hilfe der„Regenten" möglichst kräftig auSzubeuteik, daneben aber— merkwürdiger- und schier immöglichcr weise— sollen sie auch die Ilntcrthanen vor Unterdrückung und AuSbeutlliia schützen. Der Resident muß schwören in einem Sonder-Eid, daß er, so wahr ihm Gott helfe, der Allmächtige,„die eingeborene Bevölkerung beschirmen ivcrde vor Unterdrückung, Miß- Handlung und Erpressung".— Kunststück!! Die Hauptsache ist. daS holländische Monopol aufrechtzuerhalten, nachdem den Eingeborenen der Bau der HaiidelSprodukte: Reis, Zucker. Kaffee. Baumwolle. Gewürze... nur unter der Bedingung gestattet ist, daß sie den ganzen Ertrag der Regierung zu den von dieser festgesetzte» Preisen abliefern. Die Regierung bestimmt, welche Nutzpflanzen und welche nicht gebaut»Verden dürfe»», kurz, schaltet durchaus herrisch und fiskalisch. Natürlich ist die Stellung eines Assistent- Residenten recht schlvierig, nämlich für einen ehrlichen Mann, und ein solcher »var Dekker,»vcshalb er denn auch»vahrc Drachcnlämpfe ouszufcchten und an» cudlichci» Ende das Schlachtfeld»nit ehrenvollen» Abschied (durch Beschluß von, 23. März 1856) zn rämnei» hatte, nachdem er „bezüglich seiner nnvorsichtigei» Handlungen als Assisicnt-Rcsident ernstlich zurechtgeiviesen"»vordc»»var. Andere kamen in die Kolonien und»vurden steinreich— von Dekker berichtet sein Biograph:„Der Schatz seiner Liebe»var so groß, daß er äußerlich iminer arm bleiben mußte." Als er 1857 wieder nach Europa kam.»veil vom General- gouvcrnenr Abstellung der llcbelstände und Genugthuluig für ihn nicht zu erlangen»var. versuchte er sein Heil in dein Mutterlande bei der Regiernng»md als dies mißlang, gab er sein Buch heranS, »vie»vir sehen, ebenfalls ohne Rettimg und Hilfe für seine arinen Javancn zn erlangen. Nun ward er der große Schrift- siellcr»nid Dichters der»nit stannciiSivertcr Genialität alle Schranken deö bisher übliche» Liltcraturkodex zersprengte, der „Autorität", der„Klauginoral", aller Gcivalt und Heuchelei den unerbittlichsten Krieg, nachte in seinen polemischen, und satirischen erzählenden, dramatischen, in Brief-»md ErzählungSsorm gefaßte», "> Eigentlich zlvei lateinische Worte; multa tuli, d. i. bicl Hab ich erduldet. oder aus abgerissenen Sprüchen, Parabeln nnd Betrachtimgen bc» stehenden Werke»», den„Minnabriefen", den„Millionen-Studien", „Ideen", nnd»vie sie alle heiße». Lange Jahre bitterster Not trug er»nit seinen zivei treuen Gattinnen, oft hungernd, ohne Mittel seine Briefe zu frankiere», allzeit wohlthätig das Letzte noch ärmer ihm Düiikendcn spendend! Ein Mensch»var er. der da t h a t. was er lehrte und als sittliche For- derung ausstellte. Meist lebte er in Deutschland, zuletzt in Wiesbaden »nd Nicdcr-Jngelsheim, wo er am 19. Februar 1887 starb. Seine Leiche ward am 23. Februar, mittags 3 llhr, zu Gotha verbrannt «» # Unter dein Titel:„Jin Lande der Verheißung" hat i»»S die Freiin Frieda von Biiloiv einen deutschen Kolonialroma» beschert. dessen Held kein geringerer ist,— als der viclberufene Dr. Karl Peters! Dieser Freund der Verfasserin»vird als Held und Prophet besungen, geradezu zum Gegenstand eines Heroenkultus gemacht. Es wäre uns lieber, es erstünde uns ein deutscher Multatuli, der»ms die PeterS, Leist n»d Kollsorten in» wahren Lichte zeigte. tu guter Siunde erhalten»vir mm den vor 39 Jahren entstandenen olönialroman DclkcrS. Wir cinpfcylen ihn insonderheit den All- deutschen und anderen inarinetollen Welt- und Wassercholitilern. Ob er helfen»md der Nieswurz gleich heilsam wirke»»vird? Ich bczlveifle es. Schrieb dieser Mann doch:„Ja, mmvälzen. daS ist»nein Beruf!" Und für solche Leute ist Deutschland, das preußisch-gespitzte, ein ebenso steriler Bode»»,»vie Holland,— in seincii herrschenden u»ld ausbeutenden Schichten. „Mein littglück ist. daß ich in Holland geboren bin, in dem Lande, Ivo iiur ein Gesetz gilt, ei» Glaube, ein Gott: Geld!" Armer Multatuli! Dieses Gesetz, dieser Glaube, dieser Gott herrscht auch anderwärts! Und»venu sDu Dein offizielles Baterland anklagst mit dein Refrain: „Es liegt ein Ranbstaat an der See Zlvischc!» OstfrieSland und der Elbe!" — so wisse, die Karte von Europa zeigt deren noch mehrere ander- wärts 1 Dell. Sociale MechksMege. Die Zuständigkeit der Gewerbegerichtc aus 8 Vt Absatz« der sogcnaiuttcn Handwerkernovelle zur Gcivcrbc-Ordimng be- handelt der bekannte G e w e r b e r i ch t e r M. v. Schulz i» emem Artikel»in Archiv für social�Gesetzgebnug und Statistik. Wir verlviesru schon vor einigen Wochen nnf die Bestimmungen des§ 91 Absatz 6. Sic scici, hier wegen ihrer großen Bedeutung für die rcchtsuchende Arbeiterschaft»vörtiich wiederholt. ES heißt an der betreffenden Gcsetzesstelle bezüglich der Thntigkcit der I n n n n g s- S ch i e d S g e r i ch t e:„Die A n b e r a n», u» g dcS ersten Ter», ins soll innerhalb acht Tagen nach Eingang der Klage erfolgen und die Entscheidung»ach Möglichkeit be- schleimigt werden. Wird die achttägige Frist nicht i n n e g e- halten, so kann der Kläger verlangen, daß statt deS Innung»- Schiedsgerichts an den Orten. Ivo G e»v e v b c g e r i ch t e bestehen. diese, und Ivo solche nicht bestehen, die ordeiitlichc» Gerichte cnt- scheiden. Dieses Verlangen ist dem darnach zustänoigeii Gelverbegericht oder ordentlichen Gericht und dem JimungS- Schiedsgericht schriftlich initzuteilcn."--- Herr v. Schulz legt»um iu seincin Aufsatz dar, daß der Wortlaut der augcführten Bestimmung »nit dem vom Gesetzgeber geivolltcn Sinne nicht über- einstimme und daß dies für die Praxis sehr unangenehm »verde» könne. Unter„anberanmen" habe man zu verstehe,,: einen Tag oder Tennii» festsetzen, ai» welchem die Erledigung einer Au- qelcgenheit in Aussicht genommen ivcrde. Somit»vürde das Gebot für die Jmiungsgerichtc, daß„die Anberaumung d e S e r st e n Ter in i n s iiinerhalb acht Tagen nach Eingang der Klage erfolgen" solle, den Richter erniächtigcn,»vährend der gedachten Frist zn verfügen. w a>i n die Klagcsache zum erstenmal zn verhandeln ist. Dabei hätte der Richter freie Hand, den V e r h a n d l n n g S t a g über die ersten acht Tage hinauSzurücken. Derartiges könne jedoch der Gesetzgeber hier nicht bezweckt haben, da er ja»vünsche. daß„die Entscheidung nach Möglichkeit beschleunigt" ivcrde, und da ja auch sonst daS Verfahren vor den» ordciulichen Gerichte und dem Gewerbegerichte ein schnelleres»väre, wie vor dein JnnuugS-Schiedsgcricht.' Denn nach der Civil- Prozeßordimug habe der Vorsitzende den Termin binnen 24 Stunden z» bc- stimmen. Bei dieser Unklarheit dcS Wortlauts»nüsie auf die Ent- stehnngSgeschichte des Absatz 6 des§ 91 zurückgegangen»verde,,.— Herr von Schulz geht dann ausführlich auf die fraglichen Verhand- klingen im Reichstage ein und kommt zu dem Schluß. daß' danach die Absicht des Gesetzgebers ztveifelloS dahin gegangen sei. den JnnuiigS- Schiedsgerichten aufzuerlegen. wenigstens innerhalb acht Tagen nach E, n- b r i n g u ,» g der Klage z n verhandeln und nicht den ersten Termin für einen späteren Tag festzusetzen. Nach den» Beispiele der Geivcrbcgerichte.»velchc der Regel nach die Prozesse innerhalb der erste» Woche zu Ende brächten, sollten anch die Jimungs- Schiedsgerichte ihre Arbeiten verrieten.— Nach der Meinung des Herrn v. Schulz»verde», die Gcivcrbegerichtej bei der IlnUarhcit der Gesetzesbestimmung verschieden entscheiden,»venn eS sick, »m die Frage handelt, ob das gerade nnf Grund des§ 91 Absatz H angerufene Gericht an Stelle' eines Jmilingsgcrichtes verhandeln mid entscheiden dürfe. Siellviirdcn sich zun, Teil nach dem Willen des Gesetzgebers richten und sich für zuständig erklären,»venn das fragliche JnmnigLgcricht nicht innerhalb acht Tagen zun, erstemnal in der Sache verhandelt hat: andere Geivcrbcgerichte dagegen »vilrdei, genau den Wortlaut bcachlen und dein JiinuiigSrichter das Recht zugestehen, innerhalb der acht Tagen einen Tennii, auch für einen späteren Zeitpunkt anzuberaumen. Solche II», zuträglich- k e i t e»i mußten durch eine formale Gesetzes« ä n d c r n n g verhindert»verde».— linser Gewerberichter hält es ferner ans anderen Gründen für nicht anSgeschlosscn, daß Gcloerbegericht und In» ui, gS- Schiedsgericht in unliebsame Diffc» r e», z e n geraten. DaS revidierte Nebenstatiit deS Jmumgs- ansschuffeö' der vereinigten Jimnngcn zu Berlm bestimmt:„Der Antrag des Klägers, die Entscheidnng des GewcrbegcrichtS hcrbei- znführc», ist vor der Verhandlung zur Hauptsache vorzubringen. Wird dem Antrage st a t t g e g e b c n,— usw." Hot v. Schulz bemerkt dazu, daß die hieriilit dein Jniiungsgericht beigelegte Befugnis. in einem Falle d c Z§ 91 A b« satz 0 über die Voraussetzungen seiner U n z u- st ä» d i g k c i t zu beschließen, de», Jimimgsgericht aar n i ch t z n st c h c. DaS JimimgSgericht büße vielmehr seine Zuständigkeit cm,»veim in einem solchen Falle der Kläger vom Gcwcrbegericht eine Verhandlung in seiner Sache verlange. Auch liier müßte die G e s e tz g e b n n g größere Klarheit schaffen und miS- drücklich vorschreibe», daß da? Gewerbe gcricht(oder das an- gerufene ordentliche Gericht) allein über seine Ziiständigkeit ans§ 91 Abs. i! zu entscheiden habe. Andernfalls lviiiie eS zu», Beispiel vor- komme», daß das Gctverbegericht sich für zuständig erkläre und das JinmngSgcricht auch, und daß beide in derselben Sache verhandelten und cnlschiedei». Hoffentlich werden die Darlegungen deS bekannte» Berliner Äelvcrberichtcrs die Beachtung finden, die sie verdienen. ftiie bcu Jiihnlt der Inserate «bernimint die Redaktion dein Vnbliknm segeniiber keinerlei Beranttvortniig. GlzrnkvL. Sonirtag, 17. Dexember. Freie Bolksbiihue. Carl W ei iz- Theater. 6. Llbteiluug(grüne Karten): Winterschlaf.?lnsa»g 2'/. Uhr. Lei sing- Theater. 3. Ab- teilung(graue Karten): Minna von Barnhelm. Ansang 2"'ll Uhr. Lpernhans. Rigoletto. Ansang 7l/z Uhr. Montag: Eurhanthe. Lchauspielhans. Schlaraffenland Anfang 7Vz Uhr. Montag: Doii Carlos. Neues Opern- Theater(Kroll). Uricl Acosta. Ansang 7 Vi llhr. Tentschee. Der Probekaiididat Ansang 7i/z Uhr. Nachm. 31/2 Uhr!/z Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. verlincr. DaS verlorene ParodieZ. Anfang 71/2 Uhr Nachm. V/z Uhr: grau Solle. Montag: Die Herren Sohn?. Dchiller. Chprienne. Anfang 8 Uhr. Ngchm. 3 Uhr: Don Carlos. � Montag:' Das Käthchen von Heil Bronn. Neues. Ein nnbeschrieBencs Blatt. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Kindervorstellung Hansel und Grete!. Hieraus Zambomirosojolibihibirutzimlttzi schlainpinowilowsti. Montag: Gegen den Strom. Westen. Der Zigeunerbaron. An- sang 7i/z Uhr. Nachm. 3 Uhr: Martha. Montag: Der Zigeunerbaron. Thalia. Der Plahmajor. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jai Zaübcrbann der Weihnacht. Montag: Der Platzmajor. Residenz. Busch und Reichcnbach Vorher: Die Richtige. Ansang T-/. Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Schlaswagcn- Controleur. Montag: Busch und Reichcnbach Vorher: Die Richtige. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Luisen. Kurbad Centrum. Ansang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Erbsörstci. Montag: Der Erbförster. Krntral. Die Geisha. Ansang 7-/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Bcttclstudent Montag: Tie Geisha. Carl Weist. Der Weltuntngnng Anfang 7>/2 Uhr. Montag: Der Weltuntergang. Friedrich- WilhetnistadttscheS. Ein gesunder Junge. Anlaiig 8 Uhr. Nacht». 4 Uhr: Das Kaihchcn von Heilbron». Montag: Ein gesunder Junge. Bictoria. Die Venus von der Marlt- halle. Anfang 8 Uhr. Stachln. 4 Uhr t Struwelpeter Montag: Die VenuS von der Markthalle. Belle- Zllliance. Gastspiel des Schliersecr Baucm- Theaters. Liserl vom Schlicrsee. Ansang 8 Uhr. Montag: Jägerblut. Metropol.«pecialitäteti« Vor- steNung. Rund»in Berlin. An- sang 8 Uhr. Apollo. Spcctalitäten- VvrstcUmig Ansang V'/z Uhr. Reichohalleu. Stettincr Sauger Anfang 7 Uhr. Palast. Leute von heute. Special!- taien-Vorstellung. Ans. 6 Uhr. Pastage- Pauoptlkiim. Specialt läleii-Borsielliing. Urania. Jnvalidenstr. S7/NS. Taglich abends von b— 10 Uhr: Slcniivarte. Taubciiftr. 48/-tS. Im Theater: Transvaal. Vorher: Ter dunkle Erdteil. Attsaitg S llhr. TlhilltrTIjtlittt (Walliicr- Theater,. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: III. Borstellung im Schiller-Ltiklus: Iton Carlos. Tram. Gedicht in ä Akten v. Jricdr. Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: C.vpHcdiic. Lustspiel in 3 Ausz. v. V. Sardou»nd E.dcNajac, bearb. v.Osk.Blumcnthal. Montag, a b e n d s 8 U h r: l»n« ZitrtUolien von Hoilbronn. Dienstag, abends 8 Uhr: va» KUtbchcn von Hollbronn. Thalia-Theater. Tel. AmtlVa 6440. Dresdenersir. 72/73. Letzte Sonniags-Auffilhrung! Der Platzmajor. Tltomas, Thiclsclter, Heinierding, Junkermann. Anfang 7V2 Uhr. Nachmittags 3 Uhr; Zu kleinen Preisen: Im Zauberban» der Weihnacht. Weihnachtsmärchen in 0 Akren von , Franz Wöni'g. Montag, fünftletzte Vorstellung: Der PlaNmajor. Erntral T tzrater Direktion: Jose TerencrT- Nachmittags 3 Uhr z» halben Preis-u: Der Kcttelpudent. Operette in 3 Akten von C. Millöckcr. Abends H'ß Uhr: Dir(SrisliK. Overctte in 3 Alleit v. Sidnct? Jones. Morgen und solgendc Tage: Hie Geisha. Mäehrs Theater Oranicnstr. St SM" Täglich:-MW .Wt ttlillkn Zrgtlii". Lebensbild in 3 Akten von Hugo Schulz. Vorher: GpeeiaiitiUe». Ansang 8 Uhr. Sonntags v Uhr. ftiT Bons wochentags gültig. ll kelieenstr. 25, 57. Dir.: Rldi. Schultz. Liaue de Vries. Das brill. Dezbr.-SpeGialität- Programm. Um V,9 Uhr: Rund um Berlin. Letzte Woche. Anfang 8 Uhr. CarlW eiss-Theater Str. Frailkfiirtcrstrasie I IS. Nachm. 77« Uhr: Freie Volksbühne Winterschlaf. Letzter Sonntag: Zw Mettullterglitlg. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel: Freikonzert. Auf. 87. Uhr Montag u. Dienstag: Der Welt- nntergang. Mittwoch bis Freitag: Wegen Vor- vereiwng zur Novität:„Kinder der Hölle" geschloffen. Soitnabcnd 11. Soiintagnachm. 3 Uhr: Kindervorstellung zu ermätz. Preisen■ Schneewittchen. Zauberuiärchen mit Ges. in 8 Bildern von Zimmernian». Montag, d. 23. Dezember, z. l.Male: Kinder der Hölle. Phantastische Zanberpoffc mit Gesaug in 3 Akten(5 Bilder») v. R. Heising u. P. Frei. Musik v. A. Wichcrt. Neue Dekorationen.— Nene Kostüme. falast-Ibeatei' früher Peen-Palast. Bürgst r. 22 �QT ächte Borstcllnng VL Hl vor Weihnachten. HB Austreten des so erfolgreichen 8i>öl:isIilM- fLsSliii� in seinen besten Glanznummern. Neu!' UM- Neu! Großer Beifall. Leute von Heute. Berliner Ortgiiialpoffc mit Gelang. Hntake, Rich. Winkler. Kiebitz, Wilh. FrSSel. Ansang: Konzert 8 Uhr, Vorstcllg.7Uhr. Oeffniing 5 Uhr. Vorverk. v. ll- l Uhr. Von morgen, Montag, ab wegen Vorbe.reltnns zu' den Fest- Borstclliiiigcii: Gkschlossk». Wiedereräsfn. am l. Wcihnachistag. Am l., 2. u. 3. WeitmachtSiag: Gr. Sensations- Frogpamin. Neues Künstler Personal. Am 2. Weihnachtsiag nach der Vorstellung: Danzhritnzehen. �meriean-Theatei'. Dresdcnerstr. SS. Dir.: Emil Schnabl. „Berlin nlkt!" und 10 erstklassige Debüts. In Vorbereitung: � „Berliner Boulotte". Anfang 8 Uhr. Kaffciteröffiiung 7 Uhr. Rcichshallr». Stettin et Sänger. Zum Schluß: „Teitorifteu- Vogel". Tageskasse ll— l. Ans. präc. 8 Uhr. M. 8ednmann. Heule, Sonntag, den 17. Dezember: Nachmittags 4 und abends 7>/z Uhr: s ge. sircseronieiitl. s Gala-Yorstellungen. In beiden Borstell»»gen: Gleich reid, haltigcs Programm. In beiden Borstellunge»: Austreten d. neu engagiert. Kunstkräfte, sow'e Dir. Alb. Schumann mit seinen unerreicht dastehenden Schul- und Frcihelts-Dressuren. In beiden Borstellungen: Letztes Sonntags-Anftreten der Lrigiiliil-Trinlöliadl-Boettn. Zlachmittags 4 Uhr: (Sin Kind frei auf allen Plätzen. Zum Schluß zum 29. Male: Der t r st e Schlager der Saison. Größtes Ritterschanstück. Schwarz und Weitz — mit sämtlichen Einlagen— Montag: Gala-Sport-Borstrllnn». UNSNIA DUnbenGtra»»« 48/41». Im Vhoaler abends 8 Uhr; Transvaal. Vorher; Der dnnkle Erdteil. Montag; Dasselbe. Jnvalidcnstr. 57/02: Sternwarte. Nachmiltags 5—10 Uhr,_ lägl. ■passap-Panoptlcura. Xen! Anatomisch. Musetim. Dienstags für Damen. Passage- Theater Beginn des Konzerts 6 Uhr, derVorst. 7 Uhr. 15 erstklass. Deb, « CASTANS PANOPTICUM Gr. Weilmaclits- Alisstellung mit Berliner Weihnachtsmarkt (Schlossplatz) im 18. Jahrhundert. Im Theater-Saal: Zludarella. Die TVeihnachts-Bescherung. Die heilige Familie. Konzert einer Damenkapelle. Der Wunderhund„Schimmel'1. ■■B Die Bocrcn. BSBI SaiissoHci Kottbnserstr. 4 a. Heute, Toniitag: HotTmanns Norddeutsche Sänger. Zum Schluß: „Lantiwehpmanns Weihnachten". - Nachher TAKZ.- Montag: Oicfdilafieit.— Dienstag: Landwehrmanne Weihnachten. Apollo-Theater. Das vorzUeliche SpeGialitäten-PrograaiE Anfang 7i/3 ülir. DM- Horben'9U Montsig, 18. Dezember 99: Zum erstonmalo: Im Reiche des Indra. Operette in 1 Akt mit 3 Bildern und Apotheose von Leopold Ely und Bolten-Bäokor.s. Musik von Panl Linckc. Vorverkauf an der Theaferkasse vormittags v. 10—1 Uhr. Cirkus Busch.. Heute, Sonntag, den 17. Dezember. 2gr.Vor8teIhmgeii. Nachm 4 und abends 7'/., Uhr. Nachm. 4 Uhr hat jeder Envachlenc ein Kind unter 10 Jahren frei, weitere Kinder unter 10 Jahren zahlen auf allen Plätzen halbe Preise, ittit Aus- nähme der Galerie. In beide» Vorstellungen: 3 Tiger-Grazien vom Stamme der Mangbalta ans dem Innern v. Ecntral-Zlfrika. Sensationell! Sensationell! Nachm. 4 Uhr: Otynipisdie Spiele. ctiiadriga-Neunrn. 4spännig die 5V Fust hohe Cascade hinauf und durch das Wasser. Schwimmende Elefanten imd Reiter. Sprung eines Römers zu Pferd in die Fluten aus einer Höhe von 20 Fuß!!! Absturz flncB Germanen in Flamme» aus der Girkus-ttnppcl ins Waffer. Abends 71/2 Uhr. IMe Caniorra. Von der gesamten Preffe als das größte und imposanteste Sensations- Schanstückd.JahrhiiiidertS anerkannt. Außerdem: Ttsok& Milton, M at a d 0 re auf dreifachem Neck. M Noch nie dagewesen.» Außerdem: Ausserordentl. Programm. Montag, den 18. Dez., ab. U/z Uhr: <»r»Me MMtigkeits-Msttlluilg z. Besten d. 12. Kreis-Kommiffariats ..Nationaldank sür Beternnen". Iii!. UlizeU Hieslei'. Bnilliiciistraße 15. Täglich: Znede ans Erden. Lebensbild mit Gesang und Tanz in 3 Akte» von Hugo Schulz. Musik von Karsten. Jeden Sonntag, DienStag und Donnerstag nach der Borstellung: Tanzkränzche». Montilg, 25. Vezmber('' in Max Klitins ntttrhilteiil WAsaal, baseiihtiht 13: Lncssss NVintcnfsst veranstaltet vom Sorialiiemokriitischkii Walildttkin dt» 2. Verl. Veichstags-UMreises. Unter freundlicher Mitwirkung des Gesangvereins Kreuzberger Harmonie unter Leitung ihres Diregcntcu Musikdirektors Herrn B leil, der Gesellschaft Strzelewicz sowie der Künstlerkapelle des Musikdirektors Herrn L o i g-t. Eröffnung 4Vs Uhr.— Ansang SV- Uhr. Entree 30 Pf.— BilletS nnd in den bekannte» Zahlfiellen zu habe». Stack) dem Konzert: IM" Tsnr. Um zahlreichen Besuch bittet Koiuitco. Dett Mitgliedern zur Beachtung: Die Broschüre„Die Znckthausvorlagc vor dem Reichstag" wird nur noch biS zum 31. Dezember d. I. und das Protokoll des letzten Parteitages bis zum 1. Februar 1900 ausgegcbe»._____ Der Voewtnnd. Achtung, 4. Wahlkreis(Osten). c-—- D Am I. Weihnachts- Feiertag, in Kellers Festsälen, Koppen• Strasse 29: « Grosse Matinee« arrangiert von den'- Parteigenossen des 4. Wahlkreises(Osten). * Anfang 12 Uhr.* Billet 25 Pfennig.# Das Komitee. 216/13 VI. Wahlkreis (Oesundbritniteii- Rosentlialer Vorstadt)» Dienstag, den 26. Dezember 1899, mittags 12 Uhr(2. Weihnachtsfeiertag): 2 Grosse Matineen. Cresmidbrnniieii, Ballschmieders Festsäle, Badstrasse 16. Unter Mitwirkung der Theater-Gcscllschast Strzelcwiez und des Gesangvereins Oranienburger Borstadt.' «osrntliater Vorstadt, W. Moacks Theater, Bruunenstr. 16. Unter Mitwirkung deS Berliner Nlk-Drio und der Gciangvereine Bruderbnnd. Neue Zeit. Note Nelke. sa«- Billet 20 Pf."TWä Ter Vertrauensmann der Rolcnthalcr Vorstadt und Gesundbrunnen. 248/12 H. Raschke, Neue Hochstraße 32b._____ Achtung! �cfiönhaiisiei* Vorstadt. AMng! Zlm?z. Weihnachtsfciertog, mittags präc. 13 llhr. im Berliner Prater, Kaslanicu-Zlllcc 7,S i Gr. Wotztttzätigkeits- Matinee, veranstaltet von den SotillldtUlohrntischen Uartkigenossen der Schönhauser Dorstadt. — Das Programm wird ausgeführt voit den„Norddeutschen Sängern"— 220/19'(8 Mann). Im Jutcreffe deS wohlihäiigc» ZwcdS ersucht um rege Beteiliginie Da» Iie»mit«e. �ehtunx! Moalvit. �elitinix! Arn 86. llKembsp, mittags ppäc. 12 Uhr, in dep Kponen-ßpauepei, Alt-Moabit 47-49: GROSSE MATINEE voranstiltet von den Parteiganossen Moabits. Mitwirkende: Gesangvereine■ jLiederkranz" und|jLieder!iistfiS sowie der Volkshumorist H. LewandOWSky. Zu zohlroichom Bosueh ladet ein[220/18] Das Komitee. imm m&WE er. Mmi ■ Sonnabend, den 6. Januar 1900, in Kellers Festsälen, Koppenstr, 29: Großer Wiener Masken KaU SlS Bmiii» jiit Sitlttiitä dir JiiftttSm dll»NM vttW ud IltliiM». Dlllet» S0 Dr. sind bei der Lohnlotiimission, Grenadicrstratze 33, sowie bei sämtlichen HilsSkassiercrn zu haben. Um freundliche Teilnahme bittet Dee Vorstami. 130/5 Koppen strosse 39. Sonntag, den 17. Dezember: AM- tJros.e Soiree der Steinmetz-Iiinger sowie Grosse. Kon/, ort. Dirigent k Uetz. Nachdem: Gr. Dali. Zwei Kapellen.-Wkg_ I.onls Keller. Max Kliemis Feistsäle, Hasenheide 03— 15(alte Säle). Montag, den 25. Dezember(1. Weihnachtstag): Grosses Vokal- ond Instrumental-Konzert. Arrangiert vom Arbeiter-Gesangverein Vorwärts I SO., Mitglied d. Arb.-S.-B. Dirigent Herr Tlet/. Unter Mitwirkung der Berliner Bolkesängcr-Gcscllschaft LelvandowSki. Xiirang 9 Ubr. Dntree 30 Pf. Nach 12 Uhr In beiden Sälen jM- Tanz.-*B Herren, die daran teilnehmen, zahlen SO PI. nach.[66/16:5 ES ladet srcundlichst ein Das Komitee. Crraumanns Festsäle, früher Renz, 27. l�sotS' Empschle meine Säle, 900 Personen fastend auch mit Bühne), zu allen Festlichleiten u. Versamuiluiigen. Einige Sonnabende sind noch frei sür Vereine. Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosser Dali. Alle übrigen Tag« steht mein Lokal Zu Versammlungen zur Verfügung. Menbrinks Festsüle, .Franlsurterstraße 58. Empfehle mttnett Saal mit Theater- Bühne für 2q0 Personen zu allen Festlichkeiten' und Versammlungen, sowie große und kleine BcrclnSzimmcr. Auch Mmk noch Sonnabende tu vergeben. Jeden Mittwoch und Sonn- tag Tanzimterricht, nachdem Ge- sellschaftsftunde. 2755L» Ernst Uer, Fernsprecher Amt 4a 6350. Empfehle meine Restauration und Bierverlag, sowie drei Verewszünmer, 20— 60 Personen, sür Vereine»nd Zahlstellen geeignet. 27472" Msabiter Zvrtehlillell Kirch Straffe 27. Sv64Lv Emp fehle meinen Saal zu Per- samuilungen und Festlichkeiten. 1. WeihnachtS. Feiertag frei. Jeden Sonntag Ball. Entree frei. K- Habe. Ilrania Wrangelstrassc 10/11. Jeden Sonntag:[24152* Grosser Ball. Ans. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zn Fest- lichkeile» und BerfammUnigen. GMe Sniinet M»ii Älexauderplatz■______ I SclTcutcnbftc �achlehransiält der Welt Direktion Maurer. __________ P................. jer Welt für die gesamte moderne ZuschneideklinsN'Theoretische und praktische Ausbildung. Vor- züglichste, cinsachste, patentamtlich geschützte Snstcme. Zahl! reichstes Fach-Lchrpcrfonal. Tausende von Anerkennungen. ; Herren- und Damcn-Lehrsäle streng getrennt. Tages- und Abendkurse. Beginn des neuen Semesters._ 139/ü- __ f Dienstag, den 3. Januar Ittvv. � Refleltäuten kostenloser Stellennachweis. Schnittniuster-Verkans. Unseren reich illustrierten Prospekt verlange man gratis u. franco Fernsprecher Amt V 3068. ülra.Oold-, Silber- u. Alfenidewaren. Empfehle zu allerbilligsten Preisen: Goldenv Damcimlireh von Mk. 13,75 an (jold.n.silb.Herrennhren v. 28,00n.8f00 an Halsketten,...„ 1,111 an L oltl. It. sild. KillZe ges. gest. v. 1,4? u. 70 Ps. an Hill'- n. Hitelierketten In von Mk. 1,75T?? tu Toublc und Gold plaliiert Ki'aselieu,' Znnltäildei', Hlirrinxe, �lsnseltettenkilöple.Lerloljiiesii. Heimeilen' in größter Äusivahl in Silber- u. Älfenidebestecken sowie in sämtlichen optisclicn Artikeln. Reparaturwerkstatt. Max Katz, 2 Spandaner Brücke 2• Bitte genau auf die Firma zu achten. TxliliRwezit-ISxti'alit ausgezeichnet im Geschmack»nd Aroma, a l'l.' M. 1,20, 5 ist. M..7,50, 10 Lt. M. IQ,-. Rum Nr. 3 gpi;..50 Proz. stark, a Lt.M.1, 5Lt.M.4,50, 10 Lt. M. 0,100 Lt. M. 85 «famaica-Rmii, < echt und echt Verschnitt, a Literflasche.-Ms IM 2.lv, 2,50, Z, 10, 4,50. Lugen Heumanu& Co.»«?«. Itfifhitttf clrihett* Belle ANiance- Platz 0a. Amt IV. 3070, VrenUUlvMvkU.«ilsnackerstraße 25. Amt II. 2632.- Neue Friedrichstiaste 8).— Lmnienstr. ILO.— Genthinerstr. 20.— Kommandantcustr. 07l— Grüner Weg 56.—-Eliniserstr. 10. Schöuebcrg, Hauptslr. 120.— Charlottcnburg, Kaiser Friedrichstraste 48. Niederlagen: Pulbuserttr. 35. Potsdam: Bgckcrstr. 7. Ned Jah r s- JK arten. Humoristische Postkarten, a 100 Stck. 40, 00 u. 00 Pf. Große l AuswahlAn.JahrMiidert-Gtückwiliisckckartcn, Kollektion für Straften- � Händler.(I?» Stück zum 10 Pf.-Berk nf.t GratiilatioiiskaNen- Sortimcnte, enthaltend: 100 Stück Ka-tcn, PreiS' per Sortiment 2,50. 4.50 ufw.».& G. Kanlswhn. Berlin C. 25, Kaiser Wilhrlmstr. 10». 3277L« Schnttornister für Mädchen und Knaben sHckltdtirllcikl dock t Mk. 50 Pf. 7ml -- Rtudledc» 6 MI.-..- Petttmominiks ganz veder 50 Pf. flir Herren u. Damen .... bis ju.de« seinslc«..... Eigarren-Wtltis mit und'ohne- Stickerei,- mit Monogramm schon von 3 Mk. än. Dnnse keine Damen- Tauchen von 1 Mk. an Liö'O'Mk.-bn fZ3I8L» ö. irme, Ltiltrarbetttt, 28 Ä« S0.|raniftr. 1. Geichäst bis II Uhr abends, am 24. Dezbr. bis 8 Uhr abends geöffnet Hliren».-> Kolävaren 2300!!" in größter Auswahl. Tranrinxe 1 Dukaten 10,50, 2 Dukaten SI M (S00 acstemvelti. I-'r. Ilnrtei». Go'.dichmied, Brnnncnsir. 151. �.uK-onalzact ww»!»- Btteler 34,Anklamerstr.34«N� Wannen-». medizinische Bäder sowie russisch-römisch u vorzügliche Kastendaiiipfbädcr sKolilensänre) mit Ein- Packung, Massage sc. Annahme ärztlicher Verardmingen für Bäder der Orts-, JnnilnzS-, Fabrik- und freien HilfS- _ Krankenkassci! Berlins und Umgegend,[2608«» Gesundheit ist Ueichtnm! Ran,i»f- nnS RetssKatt-Rititer Kall fl'anllslll't V30 Gr.Frankfiirterstr.130 wirksamstes, erfolgreichstes und billigstes Mittel gegen Lrkültunx, Gleht und Rheumailsmus. Liesernng air sämtliche Krankenkassen. 2423L* Ritter- Bad 18. Bitter Strasse 18. Spcclalität: Rnss. bezw. Dampfkasten-, Rom. «ooir— bezw. Ueisslnft-, Lohtannin-, Sool- Ä. 't-.scnim,""A e-'--- f.nn j...» nnd Scbwefelhäder täglich für Damen und Herreu. »»»e is. M mokmäin Prima Inker-Verk Aoerls Patent. Gegen elektrische�Einflüsse gänzlich unempftudlich. Jjährige schriftliche Garantie. Bei Nichtkonvenienz wird die Uhr binnen acht Tagen gegen Rückzahlung des vollen bezahlten Betrages zurückgenommen. l. y Preis Mk. 35. Wird bei Anzahlung von Mk.8 and monatlicher Ratenzahlung von Mk. 3 geliefert l Bei Barzahlung: Mk. 31,50. Jonass& Co. G.«. b. H. BERLIN,| Melchiorstr. 10. i Import. Export. Cigarren Engros. Versand. Die eahlreichen K fechbestellungen, die uns fortaesetzt aus dem Leserkreise dieser Zeitung zugehen, beweisen uns, dass«niere Bestrebungen, itir mils.lgc Preise gute Qnalitiltcn zu liefern, volle Anerkennung gefunden haben. Wir empfehlen heute als besonders beliebt: 1 2 50 � 100 Stock Mk. 3,50. 100 Stück Mk. 4,50. 100 Stück Mk. 5,00. Maiglöckchen Flor de Lopez,. Meine Sorte,.,. Dleeelbe 300 Stck. freo, La Belleia..... Hsllandia. Corso.... Vorstenland Import Cubana. Hit. 3,73 4- 4.50 3,- Gold-Medal Sora Dora Victoria. Deliclosa Auswahlklstclien Mk. 5,- -»i 3,— >• n L50 zu 3,75. 5.5A. G—, 6,10 enthaltend 100 Stuck In 5 verechledenen Freielagen. Prasentkistchen enthaltend 25 nnd 50 Sttick, mit oder ohne Ring __ von 75 Pf. an. Denjenigen Kauchern, die keinerlei Wert auf das Aensscve einer Cigarve logen, sondern lediglich auf Qualität sehen, empfehlen wir unsere nachstehenden Ausschnss-Sorteu, welche ca. 80 Pro«, billiger als die rein sortierten Farben sind: Ansschnss A'e. 12 Mk. 3,50 Ansschiiss S1.„ 3,80 Ansschnss 8». Mk. 4,20| Ansschnss HIB„ 5,— Sumatra Felix, uns ort. Mk. 4,30| Speclalmarke R. ft F.,„ 5,80 Venand«ach aaswSrls sagen Naehaabme; von 300 Stflck an portofrei. ]| pülOS ZU � 1-®° per 100 St0ckvhlervoi)_500 Stock Mk. 7,—; ferner 100 Stuck zu Mk. 3,50, 3,80, 4,50. Clg Für Wiederverkäufen bewahrte Qnnlitütcn zu Mk 88,-, 85,-,»8,- 30,-, 38,-, 35,-, 40,- etc. per Hille. Rauscher& Fabisch.Engros lag» Berlin nw. 7. I Fricdrlchslrasse 94, Hof, Portal 3, gesetzlich zulässigen Stunden. I gegenüber Central-Hotel. Acht-Stunden-Biitrer ist ein neuer, sehr gesunder Magen-Liqueur. En gros zu bc- S307L4] ziehen von Eberhard Süssbrich& Co., Liqueui-Fabnk, Berlin SW. 47. »nabenanzüge n. Paletot«. MädchcnNeidern.-Miintel preisw. Nl0L»i 0.«oktmenn, Betsranenstr. 14 PimLCb und Glübweio con 75 Pf. bis 4.°° per Fl. Cognac. 1.'°. Zü.°o. � I-iaueul'e s£Je�rM.. 75 Pf.* 8.°°„ Liter Reine Gctrcidekorn-Branulweine von 65 Pf. bis 8,00 p. Ltr. 32S0L::: von ca. 12 verschiedenen Brauereien. Rolwein„iir, Ungar wein..sv, OUslweine".".r", F. Willuineil, Alexanderstr. 63, alfoUftcrflraftC 135 u. Potsdamerftrafte 48, Eingang Knrsürflenstraste, Man fiberzeuge sich. Spottbillige Preise tar Teppiche, 3?: Portieren, 1—8 Mk, gestickt 0 Mk Siappdeckan, Wollatlas 3,7Z— lZ\äll, SophabazUga, 4,00-6,00, 8,00-12,00 Mk. Sardinen, Fenster 1,25. Reste spottd. Tischdecken 0,75, PIQsch 6,00 an. Linoleum, gMtr 1,50, Läufer 0,85. Fellteppiche von 1—20 Mk.[31402» FClnehP MOnBstrassc 17, . Slveur,»de KSntgagraben. SCY, IT rate jedem, der eine Uhr kaufen will, der kanse t nt"''r vom gelernten Nfteinacher, der gute Ware III führt. Empfehle gute Eylindcr- Ilhec» aus LfM/ 6 Steine mit Goldrand und Goldzeiger 5 Mk. Ferner echt silberne Remontoir mit Goldrand nnd Goldzeiger 9 Mk.. echt gold. Dam.-Rem. aus 10 Steine von 17 Mk. an _ Für jede Übt 3 Jahre schristl. Garantie. äPF" Viele Dankschreiben."Wg Versand geg. Nach» W. Daiidowilz, nur 65. Prämiiert oiit der goldenen Medaille. Hansnumme» nnd Firma beachten. 32761.*] Christbaumsehmuck. Größte Auswahl in Glas- n. Lametta-Fa�on». Enacl.?au,etta- Engelahaar. Konfekthalter:c. Gr. Sortiment in Watte. Eheift- banmbehang. Billigste Bezugsanelle für Händler u. Wiederverkäujer. 8. i L. 8auizebn,°-'»° c-s. AajstrMhetNstr.tgz,�ttm Krosser Mbnaebts ausverbaul ?racbl?o!ie Teppiche von ZI 4,50 an. Reizende Portieren von M. 1.50 au, 8cböne Ksrilioeo und Ltorcs von ZI. 8,56 an. Elegante Steppdecken in Wolle it. Seide, alle Farben, von ZI. 4.56 an. Wundervolle Tischdecken iil Wolle und PlUsch von ZI. 8,— an. Praktische in JSwivn. Wolle nnd Ptiiseh von ZI. 0,45 pro Mir. MI. kostbare Angers- nnd liegenfeile von 19. 1,50 au. Herrliche, künstlerisch ausgeführte französische Gobelins von M. I,— an. Dieser Ansverkauf Siebt meiner werten Kundschaft außerordentliche Gelegenheit zur dMlgen Beschaffung praktischer WeihiMMiikt. I. Adler Teppichhans. SpeelalJTans grössten Stils Aönizßrch 20-21. (Rieht am Rathaus.) Sonntags geöffnet. • Telsgramni-Adresse: Teyplehadler. Telephon: 5. 3378. TiilzalilüBi monatlich 10 M. liefert elegante llarraugardarode Ii. Mast,?omporo»ak>, Schncidcrmstr� Rcandcrstr. 16, II, an der Niinenstr. (Auch bar Kassa billigste Preise.)* • Für Vtroitt« offeriore zu Weihoachtsbeschernnsea Gesckenkartikel in Oalanferie-, Kurz- und Spielwaren. 133/lt'"1 E. Loewicke,�te"®o"u'is/i9. Kurzwaren Engros. ä inie g*nze XVetjX ist unser Fe//1 Chaasseestr. 24a und 25, ■wischen Invalidenstrasse und Friedrich" Wilhelmstädt. Theater. 11 BrQekenslr. 11 zwischen Janno witzbrücke u. Köpenlokcr- Strasse(Ecke Buogestrasse) 20 Gr. Frankfurterslr. 20, Ecke Koppenstrasse am Bürger» Hospitah Fabrikation und Mass-Anfertigung guter Herren- und Knaben-Bekleidung En gros— en detail. Die Preise sind streng fest, sehr billig und in Zahlen an den Waren gezeichnet. Lieferanten an Garderoben-Geschäfte, Vereine, Institute und ausländische Gesellschaften. C! AlllaTtfnnlr A«norm reichhaltige Auswahl In StvSen O ui wm dCfllairOCKc üFittons- oMk.50 Export— Import. 30,-»4,- 18,- 1«,- Die 14. Preisliste 1900 (Auflage 1 Million) wird kostenlos und portofrei zugesandt. Winter-Paletots für Herren, Double und Cachemir Eskimos in(J__ schönen modernen Farben mit warmem Futter, ft M« nfl dem Preis entsprechend 81,— 18,— 15,— 18.— w III» x n I x i. H01"1611- Hochfeiner Eskimo, Krimmer, W ntPr-Pfl Ptnt? Dheviots, Floconnees in prächtiger enormer 011|IL II lUlUI 1 UiUlUlU Auswahl vom allerfeinsten bis zum mittleren SaÜ">a. Genre 60,— 45,- 36,- 80,— für Herren. Tuch, Düffel. Cheviots u. Latin Hotienzollem-Rläntel 18 ml Kaiser-Mäntel 65,- 50,- 40,- SO,— für Herren. Dicker warmem Futter... wetterfester Loden, mit SO,- 85,- 81,— 18,- 15 Mk. Cumi-Mi Knaben-Mäntel für Herren. Echt englisches Makintosh-Fabrikat H. Aus Doppelgeweben in Sportfarben. Vulkanisiert 10 IlL u. guxnmiort 2-reihiger Paletot mit Sammetkragen. 10 loa» Für diese Marke besitzen wir den Alleinverkauf.__ Reizende Auswahl in Fa?ons und Qualitäten. A... Viele schöne überraschende Muster......»4 Mk __ 18- lO,- 8,- O,- ausserordentlich und ohne Pelerine reichhaltige Sortiments, mit 0 Uh .0 84,- 18,- 15,- 10,- 0 MK. Schwarze Jacket-flnzäge iq ml für Herren. Satins, Drapes, Kamm- 21 Mk. Herren-Morgenröcke aus Schlafrockstoffen mit schönen Besätzen. Das Entzücken aller Ehemänner und Junggesellen....... 18— 7 ML 90 Hoclimoderne Mass-Anfertigmig unter laeitung eigener erster Heister. nach Mass, vorzügliche__ I_■■■ vorzügliche Arbeit._ I■.. tu vorzügliche Arbeit.«. W nter-Pa etots äiüä 21» Hosen nach Mass, K» Anznge nach Mass, abÄ?'. 24 75,- 60,-. 50,- 40,->.» 21,- 15,- 1?,- 10,- 1 0 75,-60,-45,-36,- Mk. Jeder auch tellwetser Machdrnck wird■trafrechtlich verfolgt. Prakt. Weihnaehtsgesehenke n Damen-Kleiderstoffen! Jeden Montage Grosser ßäumungs- Verkauf einzelner Roben und kleinerer Reste für Kostüm- Röcke, Binsen. Kinderkleider etc. sehr preiswert. ]VTeae wollene Jacqnard-Ciewebe, effektvolle Phantasie-Muster................ d. Mtr. v. 0,85 Mk. Sehr elfektvolle halbseidene Jacquards, aparte Neuheiten................ d. Mtr. v. I SO Mk, Hochelegante Seiden-Crepons für feine Toiletten..................... d. Mtr, v, 8,50 Mk. Sehr aparte Kenhelten mit Sammet» and Chenllle-Elfekten.............. d. Mtr. v. 8,50 Mk. Phantasle-Careaas, Schottische Careaas, für Blasen, Kinderkleider etc........... d. Mtr. v, 0,75 Mk. Sehr originelle Phantasie-Streifen für Morgenröcke................... d. Mtr. v. 1,85 Mk. K'ene Cheviot-, Kammgarn- und Tnch-Helangen.......... ,....,.»,.4 Mtr. v, 0,65 Mk. Heilert Covert-Coat, hochfeine Satin- und Köper-Gewehe................... d. Mtr. v. 1,30 Mk. Einfarbige Tnche, Kammgarne und Coatlngs in prachtvollen neuen Herbstfarben...... d. Mtr, v. 1,80 Mk. Einfarbige haltbare KOper- und Dlagonal-Chevlots.................. d. Mtr. v, 0,75 Mk. Gestickte Kleider mit Seiden Applikation, grosse Neuheit.................. Kleid v. 88,00 Mk. Besonders billige Kleiderstoffe jeder Art....................... d. Mtr. v. 0,80 Mk. SUH Grosse Frankfurterslr. 125, B* MW gegenüber dem Btirger-Hospltal. _ Special-Geschäft für Paiiien-Klelderstolfe._ *r- Schttynmre«» Koos 8. TsIbigSN, 40 kandshorporstr, 40, RifeiknsvBHK»' Gele UetimsüllZlr. I�m meineri Aeekrter» Xunäen(-eleZenbeit zu geben, auch in diesem Jahre ihre zu Ausnahme-Preisen decken zu können, habe ich mich entschlossen, AusnsHltlG■ Pv*GiS6 für die Tage von Sonntag, den 17. Dezember bis Sonntag, den 24. Dezember gelten zu lassen. Heppen-Stiefel 8,30 9,30 11,80 5,50 6,50 8,35 Hb. Dieselben sind mit Schaft und Gnmmlsttgen In allen GrOssen und Welten um Lager. MT» früher 7,50 JW- jetzt 4,50 Specialität: Für Fussleidende ££ Damen-Stiefel früher 5 jetzt 4 6,20 4,00 7,45 6,30 8,30 6,85 8,70 7,30 Hk. in den feinsten Ausführungen. wird Gelegenheit geboten, an diesen Ausnahmctagen das Reste für weniges Geld zn erhalten. Sämtliche Grossen and Weiten zlnd am Lager, Mk. 5,5«, 6,75, 7.35. 8,83:c. Pelz-Stiefel für Herren, Damen und Rinder zu staunend billigen Preisen. - Sonntag bis 8 Uhr geöffnet. Gposses Lagen in Filzschuhen und Pantoffeln sowie GummlSCliahen in allen Grössen und Weiten. Sermitmortlitfe« SHtboctcuv: Paul Ich« in Berlin. Kür den Juserlllcuteil verantwortlich: Tb.«locke in Berlin. Druck miß Lerlos von Mnx Babing in Berlin. ?t. 295. i6. ladt«. 3. Keilllge des Jonirts" KeMtt WldsblM. smia!>.t7.st!Mtti89s. Vom ZVelkmorkk. Zur Münz- und Währungsfrage. Im Ncichstage stand am 4. d. M. die Miinzgefetz- Novelle zur Beraiung. die. wie bekannt, mit einer gegen' die Stimmen der Socialdcmokraten. Freisinnigen und des größeren Teils der National- liberalen beschlossenen Verweisung der Vorlage an eine Konimission endete. Wozu die Kommissionsberatung dienen soll, bleibt un- ergründbar; sie ist nichts als eine äußerliche Konzesston an die Wünsche der Feudalagrarier und ihrer seelenverwandten junkerlichen Standesgcnossen innerhalb der Centrums- Fraktion. Denn daß doch' schließlich die Regierungsvorlage ohne irgend welche nennenswerten Aenderungen durchgehen wird, erscheint zweifellos. Darüber dürste sich selbst jener Teil der Bimetallisten, der noch nicht ganz der Kardorffsche» Logik verfalle» ist, keine Illusionen machen.' Die gesamte Entwicklung der inter- nationalen Währungsverhältnisse in den letzten Jahren hat die Theorie und die famosen Prophezeiungen der Bimetallisten so gründ- lich sä absurdum geführt, daß man schon die kuriose Begriffs- vertvirrung der Herren Arendt und Äardorff besitzen muß, um noch jetzt an einen demnächstigen Sieg der Doppelwährung glauben zu können, — jetzt, nachdem auch Rußland, Japan, Britisch-Jndicn und neuerdings selbst Siam zur Goldwährung übergehen und in den Vereinigten Staaten von Amerika das Bryansche Silber-Evangelium stetig an Einfluß verliert. Eine lesenswerte Beleuchtung unserer heutigen Münzverhältnisse und der Bedeutung der Regierungsvorlage bietet in Heft 166 der „Volkswirtschaftlichen Zeitfragen* der bekannte Währungspolitiker Karl Helfferich.*) Da Helfferich in dem Streit, der sich um die Münzreform entsponnen hat, im wesentlichen auf demselben Stand- Punkt steht, auf den sich die socialdemokratische Fraktion gestellt hat, und in Rücksicht auf die Arbeiterinteressen stellen mußte, dürsten einige kurze Darlegungen anS seiner Schrift nicht unwillkonimen sein. Die ersten drei Artikel der Vorlage bestimmen, daß die Reichs- goldmünzen zu 5 3)1., sowie die Zwanzigpfennigstücke aus Silber und Nickel außer Kurs gesetzt werden sollen, und zwar die goldenen Fllnfmarkslücke mit einer Einlösungsfrist von einem Jahr, die Silber- und Nickel-Zwanzigpfennigstücke'innerhalb zwei bis drei Jahren. Beide Maßnahmen sind von keiner principiellen währungspolitischen Bedeutung: sie sind durch die einfache Erfahrung diktiert, daß der Verkehr weder die kleinen goldenen Fllnfmarkstücke, noch die jetzigen Zwanzigpfennigstiicke liebt. Der ursprüngliche Entwurf deS MünzgeietzeS von 1873 enthielt auch die drei Münzstücke nicht. Die Einführung deS goldenen Fünfmark- stückS wurde vom Reichstag beschlossen, einmal' weil nach fast all- gemeiner Ansicht das silberne Fünfinarkstück zu groß war und dann, weil man von der vom Goldwährungsstandpun'kt durchaus richtigen Meinung ausging, aus Silber sollten unter dem neuen Währungs- system nur Scheidemünzen geprägt werden, alle höherwertigen Münz- stücke, bei denen dies irgend möglich sei, aber aus Gold. Die Re- gieruug ging auf diesen Wunsch ein unter der Bedingung, daß der Reichstag auch in die Ausprägung silberner Fünf- Markstücke willige. Schon bald nach der ersten Ausgabe zeigte sich jedoch, daß der Verkehr das silberne Fünfmark- stück vorzieht. Von der Gesamtsumme von 28 Millionen Mark, die in den Jahren 1877/78 in goldenen Fünfmarkstücken ausgemünzt wurde, blieb der größte Teil in den Kassen der Rcichsbank. oder floß bald in diese zurück. Im Mai vorigen Jahres hatte die Reichs- dank nicht weniger als für 23,4 Millionen Mark davon in ihrem Besitz, so daß der Bundesrat beschloß, für 22 Millionen Mark in goldene Zehnmarkstücke umprägen zu lassen. Von dem Rest von 6 Millionen Mark lagern noch 1»/, Millionen in der ReichLbank und eine weitere halbe Million dürfte für Schmuckgegenständc gebraucht oder sonst verloren gegangen sein; es kursieren also höchstens noch für 4 Millionen goldene Fünfmarkstücke. Ihre Einziehung und UmPrägung wird demnach auf den Münzverkchr fast gar keinen Emfluß haben. Aehulich verhält es sich mit den Zwanzigpfeunigstücken, die bekanntlich zuerst nur in Silber ausgeprägt worden sind. Von den 35 717 922 M., die bis Ende 1877 ausgeprägt waren, flössen bald immer größere Mengen an die Reichsbank zurück, so daß schon 1879 für 5 Millionen Mark dieser kleinen Stücke in andere Silbermünzen umgeprägt wurden; 1383, 1888. 1893 fanden dann weitere Um- Prägungen statt, insgesamt iin Werte von 21 Millionen Mark. Trotzdem hält noch immer daS Zurückströmen der silbernen Zwanzigpfenuigstücke in die Reichsbankkasse an. Dabei komnit noch ein zweites in Betracht: die rasche Abnutzung der kleinen silberne» Zwanzigpfenuigstücke. Bei einer Zählung von 25 OOS dieser Münzen in der ReichSbauk zeigte sich, daß bei 10,6 Proz. die Prägung nicht mehr zu erkennen iva'r, bei 84,7 Proz. ivar die Prägung undeutlich geworden und nur noch 4.7 Proz. hatten eine guterhaltene Prägung. Noch weniger haben die durch Gesetz vom 1. April 1836 eingeführten Nickel-Zwanzigpfcnnigstücke Anklang gc- fuuden, von welchen überhaupt nur für 5 Millionen Mark ausgeprägt worden sind. Wichtiger wie die völlige Beseitigung dieser ohnehin vom Ver- kehr abgestoßenen Münzsortcn, ist die Bestimmung der Vorlage, daß der Gesamtbetrag an NeichSsilbennünzen„bis ans weiteres* von 10 auf 14 M. pro Kopf erhöht Iverden und zu diesem Zweck nach und nach für 300 Millionen Mark Thaler umgeprägt werden sollen. Die nach Abzug dieser Summe vom jetzigen Thalcrbestand noch #)„Der Abschluß der deutschen Münzreform.* Verlag von Leonhard Simon. übrigbleibenden 60 Millionen Mark sollen oagegen umgeschmolzen und' zum Goldankauf verwendet werden Geplant ist. die Um- Prägung in einer jährlichen Höhe von ungefähr 30 Millionen Mark vorzunehmen, so daß also in 10 bis 12 Jahren der ganze heutige Thalerbestand verschwunden sein würde. Diese Bestimmung ist es. die ganz speciell den Unwillen der Herren Kardorff, Arendt, Hahn und ihrer bimctallistischcn Rachläufer erregt hat. Wieweit die Festsetzung de? ReichSsilbermünzen-QuantumS auf 14 Mark pro Kopf das Bedürfnis nach Scheidemünzen trifft, muß erst noch die weitere Erfahrung lehren. Daß die bisherige Bc- mesiung(durch Gesetz vom 9. Juli 1873) des HöchstbetragcS der Silbermünzen auf 10 Mark pro Kopf zu niedrig ist, darüber kann kein Zweifel bestehen. Die Aufrcchterhaltung dieser Bestimnmng— thatsächlich hat die Ausprägung gar mir den Satz von Ob's Mark pro Kopf erreicht— war nur möglich, weil in dem alten Thalerbestand eine Reserve vorhanden war, welche der Verkehr nach Bedarf heranzuziehen vermochte. Mit Ein- schluß dieser Reserve an Thalern beträgt heute der auf den Kopf der Bevölkerung entfallende Vorrat an Silbermünzen etwa 16 M., ein Satz, der viel zu hoch ist, wie die Anhäufung des Silbergcldes und zwar speciell der Thalcr in der Reichsbank be- weist." Von der Gesamtsumme an Silbermünzen— Ende August deS gegenwärttgen Jahres bestand sie aus 515 Millionen Mark Reichssi'lbermünzen und 360 Millionen Mark Thalcr— waren nämlich in den Reichsbaukkasscn: Jahr 1894 1893 1896 1897 1898 Durchschnittlicher Bestand der Rcichsbank an Thalern M. 221 525 000 217 148 000 204 066 000 198 566 000 189 099 000 Scheidemünzen M. 93 193 000 90 056 000 85 913 000 81 283 000 78 551 000 Zusammen M. 314 718 000 307 204 000 289 979 000 279 849 000 267 650 000 Diese Maffe von Silbcrgeld in der Reichsbank ist für sie ledig- lich ein Ballast, denn gerade in den kritischen Zeiten, Ivo ihr Gold- bestand ganz besonders in Anspruch genommen wird, sieht sie sich genötigt, will sie nicht das Vertrauen in die deutsche Währung er- schüttcrn, auf Verlangen jede beliebige Zahlung in Gold zu leisten. So liegt das Silbergeld unbenutzt in ihren Kassen und sammelt sich, sobald eine Krisis droht, durch gegen Gold eingewechseltes Silber noch mehr an, während das Goldg'eld abfließt und zu Er- höhungen des. Diskontsatzes zwingt. Im Jahre 1881, als die Ver- hältnis'se überaus ungünstig lagen, ging z. B. der Goldbestand derReichs- dank im Jahresdurchschnitt, trotz der voraufgegangcncn hohen Gold- Ueberwcisungcn vom Reich, auf 207 Millionen Mark zurück, während umgetch r der Silbcrbestand bis auf 350 Millionen Mark stieg. Die Verhinderung solcher Vorkommnisse erfordert, die Silber- ausprägung nicht höher zu halten, als der Verkehr gebietet, umso- mehr als heute das Silbergcld infolge des stetigen Sinkens der Silberpreise um ungefähr 60 Proz. nnterwcrtig ist. Zur Zeit der Entstehung unserer Währung betrug die Uutcrwertigkcit nur 10 Proz.; ein Verhältnis, das festgesetzt wurde, um bei einer etwaigen Steigerung der Silbrrpreise über den Geld- wert' der privaten Einschmclznng von Silbermünzen vor- zubeugen. Seitdem ist das Silber weiter gefallen. Heute gilt die klnze sein auf dem Londoner Markt nur noch 27 Pcuce, das besagt, unsere heutigen silbernen Markstücke sind im Verhältnis zum Gold nur noch ca. 41 Pf., unsere Zweimnrksliicke mir noch 82 Pf. wert. Eine möglichst genaue Festsetzung des Bedarfs an Silber- scheidemünzeu ist deshalb eine sehr wichtige Sache. Nach ihren Be- rechiumgen ist nun die Rcichsbank, und ebenso Helffrich, zu der An- ficht gelangt, daß 14 M. Scheidemünze pro Kopf der Bevölkerung geniigen. Helffrich rechnet, daß im vorigen Jahre das außerhalb der Reichsbank cirkulierende Silbcrgeld sich auf 603 Millionen Mark belief, also auf 11,1 Mark pro Kopf, dazu kämen noch 180 Millionen, welche die Rcichsbank zur Befriedigung der an sie zeitweilig herantretenden Ansprüche und zur Regelung deS Umlaufs gebrauchte; demnach stelle sich der Bedarf auf etwa 14.4 M. pro Kopf,— glatt 14 M. Ob diese von der Riichsbank und Helffrich berechnete' Quote nicht doch vielleicht etwas zu hoch ist und sich z. B. nicht vielleicht im Rheinland und in Westfalen der Ilmlanf des dort beliebten silbernen FünfmarkstiickS durch vermehrte Ausprägungen goldener Zehnmarkstücke wesentlich einschränken ließe, mag dahin- gestellt bleiben, Thaffache ist wenigstens, daß für das indnftnelle England der Silbcrvorrat nur auf etwa 13 Mark pro Kopf berechnet wird. Indes selbst wenn die Kopfguotc von 14 Mark zu hoch gegriffen sein sollte, würde das vorerst wenig anSmacheu, denn dieser Satz ist nur als Maximum zu betrachten, da vorläufig ohnehin die NetianSprägnng diesen Stand kaum erreichen wird. Sollte sich aber später ein zu starker Umlauf von Silbcrgeld einstellen, bleibt immer noch die Einschränkung der Silberäusprägüng. Zudem ist ziemlich wahrscheinlich, daß mit der fortschreitenden Enttvicklung Deutschlands zum Jndnstricstaat auch der Bedarf an Scheidemünzen für den klciitcn Handelsverkehr znnimntt. Zur Besckiaffitng dieser Reichssilbcrinüiizcn-Mcngc sollen nun im Laufe von 10 bis 12 Jahren uach und nach von dem vor- handeneu Bestand au Thalern 300 Millionen Mark in Ein-, Zwei- und Fünfmarkstücke untgcprägt werden. Dabei ergicbt sich ein Gewinn, denn der Thaler hat einen höheren Silberwert, als drei Einmarkstücke. Im Verhältnis zum Gold gilt er heute etwa 1,35 M.. drei Markstücke mir etwa 1,23 M. Dieser Ueberschutz, der sich bei einer Umprägun'g crgiebt, soll nun dazu dienen, den Verlust, der sich beim Einschmelzen und Verkauf der übrigen 60 Millionen Mark an Thalern gegen Gold herausstellen wird, zu decken. Das ist es, was unseren Herren Agrariern nicht paßt nud sie zu Feinden der Vor- läge gemacht hat, denn diese Bestimmung bedeutet unseren endlichen Ucbcrgang zur reinen Goldwährung. Bisher steckten wir noch immer in ciucr Art Zwitter- Goldwährung, denn neben dem Gold galt auch der Thalcr als vollberechtigte, für alle Zahlungen gültige Miinze. Ursprünglich war zwar die 1873 begonnene Miinzreform derartig gedacht, daß nach und uach alles nicht für den Bedarf von Scheidemünzen nöttge Thalersilber ab- gestoßen werden sollte; als aber im Jahre 1879 der Preis des Silbers auf 54 Pcuce per Unze sank, sisticrte Bismarck die Vcrkäitfa mit der Motivierung, er könne die Verantwortung für die aus den Verkäufen entstehenden Verluste nicht länger tragen. Das war ein arger Fehler! Denn hätte Deutschland damals sein überflüssiges Silber abgestoßen, Ivürde es selbst bei weiterem Druck auf den Silbcrmarkt iveit über 100 Millionen Mark gewonnen haben. Damals hätte das Silber mit 16 bis 17 Proz. Berlnst bcrkanft werden kömten. heute ist eS um 53 Proz. entwertet. Diese Gelegenheit ist nun vorüber, und für die 60 Millionen Thalcr bekommen wir noch lange nicht die Hälfte au Wert in Gold, doch bedeutet selbst unter diesen Umständen die Regierungsvorlage einen großen Schritt zum Besseren. Sie befreit die ReichSbauk von einem toten Schatz, der auf ihre Aktioiicu lähmcnd wirkt, und cnt- zieht unserem Verkehr ein iOtctaU, das immer mehr und mehr eut- wertet. Die Silbcrproduktiou der Welt wird immer größer, die Produktionskosten geringer, und gleichzeitig sinkt fortlaufend die Nachfrage, da immermehr Länder zur Goldwährung übergehen. Wer unter sölaicii Vcrhältuisicn noch mit einer baldigen Steigerung der Silberpreise rechnet, muß sich recht sonderbare uationalökonomische Theorien angeeignet haben. Die socialdemokralischc Reichstags-Fraktiou hat dann auch aus dieser Sachlage das richtige Fazit gezogen und ist für die Vorlage eingetreten.'Eine Konservierung der jetzigen hinkende» Goldwährung liegt weder im Interesse der Lohne der Arbeiter, noch im Interesse unserer industriellen und kommerziellen Entwicklung. Für unsere Fraktion könnte cS sich höchstens darum handeln, die überflüssigen 60 Millionen Mark noch schneller abzustoßen, als innerhalb zehn Jahren, wie die Vorlage bestimmt. Je länger der Verkauf hinaus- geschoben wird, je geringer Ivird aller Voraussicht uach die Summe ein, die da? Deutsche Reich für sein Silber erhält. Der Bcftirchtnng, de» Marktpreis des Silbers zn drücken, sollte nicht zu viel Gewicht beigelegt werden, denn gegenüber einer jährlichen Silberproduktion von beinahe 6 000 000 Kilogramm kommt daS Silberquantuin von 330 000 Kilogramm, daS ans dem Einschmelzen der 20 000 000 Thalcr gewonnen wird, nur wenig in Betracht. Der Bimetallismus ist durch die Entwicklung der letzten Jahre überholt; er hat, wie Hellferich mit Recht sagt, überall Fiasko gemacht, da ist gut, wenn er auch bei uns den letzten Stoß erhält. Nachdem die wichtigsten Haiidelsläuder Europas zur Goldwährung über- gegangen sind, nachdem selbst in Asien die zukunftsreichsten Länder: Japan, Indien, Siam die Goldwährung ciiiführen, nachdem auch die nordamerjkanische Iin ou ihre Währung unverkennbar inchr und mehr auf die Goldbasis stellt, ist es eine itaive Selbsttäuschung, noch auf eine Restftuierung dcö Silbers als sogenanntes„paritätisches WähruugSinctall* zu rechnen. Noch blickten' bislang die Bimetallisten nach den Vereinigten Staaten; min schwindet auch diese letzte Hoffnung. Trotz aller aus Rücksicht anf die nächst- jährigen Wahle» beliebten Berklnusulieniugen laßt sowohl Mac Kiuleys Botschaft, als das vor einigen Tagen veröffentliche Finanz-Expose deS amerikanischen Schatzsekretärs Gage erkennen, daß die Regierung die Goldwährung sicherer zu stellen gesomteii ist, und die Zustimmung aus allen wichti'gcren industriellen Staaten der Union zeigt, daß sie dabei auf iveite Unterstützung rechnen darf. „Der Goldstandard", sagt Gage,„und das Währungssystem machen ein gesetzliches Vorgehen dringend erwünscht. DaS Gold bildet den Geldstaiidard; es gilt, diesen Standard für die Zukunft sicher zu stellen, bis die Mehrheit des Volkes eine Aenderung wünscht. Ein sicherer und direkter Weg hierzu wäre, zu erklären, daß die Kredttobligationen der Regierung, ob sie gleich oder zu späterer Zeit zahlbar sind, in Goldmünze mit derselben Feinheit und dem- selben Gewicht Ivie die gegenwärtigen einzulösen sind; gleich wirksam würde sein, wenn das Sckiatzdcpartement durch Gesetz ver- pflichiet würde, bei Ausgabe und Einnahme die Parität von Gold und Silber unter allen Umständen aufrecht zu erhalten. Dies ivürde dein entsprechen, was bereits als die Politik der Regierung aufgestellt worden ist. Deshalb hält man dafür, der Staatsschatz solle mit den gcuügciideu Vollmachten für alle Fälle ausgerüstet werden. Die Schaffung eines großen besonderen Fonds muß cincn wichtigen Gegenstand der Gesetzgebung bilden." Weint die gegenwärtige Regienutg nicht noch energischer vorgeht, geschieht es zuni Zweck, für die kommenden Wahlen die Währu'ugSfrage offen zu lassen, um die sogeuanntcu„Gold- demokrateu" für sich ciitzufangeir. Würde jetzt schon durch Gesetz die Auszahlung aller Bonds und Schatzamtsiiotcu in Goldmünzen vom heutigen Feingehalt sichergestellt werden, so fiele ein wcseut- lichcr Grund der Golddemokraten für ihr Verhalten gegen Bryan und seine Gefolgschaft fort. II. C. Die echten Singer Nähmaschinen sind nur tu unseren eigene» Geschäften erhältlich. Unsere neuen FamMen-Nähmaschinen sind daS vollkommenste, was die Nähmaschinen- Jitdusttie bisher für den vauSgebrauch erzeugt hat. Sie haben den leichtesten, ruhigsten Gong, sind von einsachster Handhabung und unübertroffen für asie im HauShalt vorkommenden Arbelten wie für die Moderne Kunststickerei, Nadeluialerei, Schnur- und Monogramm- Stickeret, Hohlsaum- und Durchbruch-Arbeit. Der stets zünehmende Absatz, die hervorragenden Auszeichnungen aus allen Aus- stellungen, das über sojährige Bestehen der Fabrik, und der Weltnij, den sich unsere Maschinen erworben haben, bieten die sicherste nnd vollständigste Garantie iiir deren Güte. Unsere Maschinen werden in einfachen wie in den seinsten Saton-Alisstattiiiigen geliesett und«mpschlen sich als eine der schönsten und ülSIL* Nützlichsten Weitznachtsgaüen. Gründlicher und kostenfreier Unterricht in der Modernen Kunststickerei.- Lager von Siickseide in großer FarbenauSwahl. Ucbcr die ! ganze Welt verbrettet. Hauptgeschäft: BERLIN, Kronenstr. 11. Singer Co. MmWiien Att. Ges. Frühere Firma: G. Neidlinger. Erstes Detailgeschäft: RBRLIN, Leipzigerstr. 86. iSchmerzloses Zahnziehen ohne Narkose! Brflckenstr. 6? ■— mna> mmm— \"lcht mit ähnlich kllnscnAcn Anpreisungen zn verwechseln. [29352* an der Januowitzbrüekc. Sprechstunden: 9—6, Sonntag 0—13. Plomben— Plattenloser ZahuerHatz. Herr B, von H. schreibt: Von zwei Nerziea zu Ihnen cnipsoblen. bestätige Ihnen grüßt« �>»snedcnheit über die thatsächlich schmerzlosen schweren Zahii- u. Wurzcl-Operationen. Allen Leidenden sind Sie zu empfehlen. Fri. St. schreibt: Gestatte mir, Ihnen für ihre Bemühungen bei der so überaus schweren und doch schmerzlosen Operation von 16 Zähnen und Wurzeln nochmals schristlich ntnncii ver- bindlichste» Tank auszusprechen. Ich bin heute überglücklich. Mtzlilke WeiHnachts-cheschenke Pantoffeln in unendlich vielen Mustern und Farben zu M. 1,00, 1,25, 1,50. Filzschuhe in eleganten und geschmackvollen Zu sammenstellungen zu M. 1,00, 1,25, 1,50.__ Tanzschuhe für Damen in Lack' und Ziegenleder 3�00,«1}50, 4,00. ffausschuhe Filzstoffe und Leder, in neuen Farben und moderner Ausstattung, zu M. 3,00, 3,25, 3,50, 3,00. SiBller's derbe Winter- Stiefel für Herren für Schmutz-, Regen- und Schnee-Wetter in einfacheren Ausführungen für den praktischen Gebrauch mit grosser Haltbarkeit, genäht oder genagelt, zu M. 6,50, 7,50, 8,00, 8,50. �— 7--- �-------------- in feineren, aber gediegenen Ausführungen mit vornehmer I in den alierfeinsten Ausführungen, dem verwöhntesten Geschmaclct Eleganz und chic in den Formen• j Rechnung tragend m. 9,00, 10,50, 13,00, 13,00. iu. v,»»,» v-,»v,—- i � 14,00, 13,00, 10, oo bis 34,oo. Preiswerte hochelegante Damen-Stiefel «nm Knüpfen, znm Schnüren oder mit Gniumizügcn zu M. 3,50, 6,50, �,00, 8,50, 9,00, 19,50 USW. Die besten, haltbarsten und schönsten Stiefel für Knaben, Mädchen und Kinder. WM- Heute, Sonntag, bleibt das Geschäft bis 8 Uhr abends geöffnet."MF «rina»n9 iw jfllkf's Sdiub wdäit nhäu$ Grösstes SpecäaB- Geschäft: Deutsch Jands. Frage: Wo kaust man Uhren, Goldwaren und Brillanten reell und am billigsten? Beim wirklichen Fachinann, stände, das Vorteilhafteste zu flüiiser das Beste zu bieten, Antufnrts Beim wirklichen Fachinann, denn der ist im stände, das Vorteilhafteste zu wählen und dem„.™ ,, ------■ Echt goldene Brosche. Vergleichen Sie die Preise meiner Ausstellung fMii' �'r'i'rrn 1'S«öl lieWCIS. ln Schaufenstern Königs! rage 42 mit denen 45uIC"-" anderer Geschäfte»»d prüfen Sie die Qualität der Waren, so werden Sie finden, wer billiger ist. Jedes Stück wird bereitwilligst vorgelegt, lein Kaufzivang. 30(111 Steck Schweizer Taschenuhren in Gold, Silber und Metall kann icki zu besonders billigen Preisen Gewicl;t-Scl)!aa- abgeben, z. B.: z Jabr? Gor'antie. �etgü-Dcmontolr-Uhrcn 4,50, 5,50, 6, 7, 50 M. 20 M. 50 Pf. Silb. Remontoir- lüll'ßn für Herren u. Damen. 8 9, 10, 12 M., Silb, Ne»iont,-Uhr. U», Reichss«, S00,«M. Iii. Gold. Remontoir-Uhren 15, 16, 18, 20 M.,«««prungdeM Echter Brillant, �5, 27, 33, 35 M. 14k°r G°ldsafiu"g.]4 Rerren-Rooetler-Uhr. V« und volle Swnde �"k. v I Echt go,vcuerRiiiz schlagend, 3 Eoldkapscln(Zg stl. Gestempelt 333. dedee Künfor einer t'lir hat bei m!r die Gewi«»- � heit, beim wirKIlcbcn Fachninnn(L'bnnucher) gekauft zu haben, und übernehme ich für den guten und richtigen Gang einer jeden Uhr volle Garantie. In Gold-,!»»lll»ee. undllonblS.SebninekgegenBtündei» , ,,. ,fK Np.M.nn- wie Rriiibäiidcr, Brosche», Bontons. Ringen. GoUierS. Ketten. m\r fmD'e HochzeitS» und Patengcschenten usw. miterhalte ich eine Aus- «G»*"VÄr«K3Ä-.«...« s» findet nicht statt, da der Käufer in diesem{yntte nie wissen kann, waS er erhält.'' 'ch führe sowohl in Uhren wie in Goldwaren die anerkannt besten Fabrikate, und erklären sich meine aussergewöhnlich billigen Preise ganz allein daraus, dass ich nur gegen Bar kaufe. Königstrasse 42, LS an der Klosterstrasse. Abteilung A. Rathenower Brillen und Pincenez. V.".;ü.r,i:'ü; i\!;S> Feinste Neugold. Brillen und Pincenez, ML n garantiert nie schwarz werdend, von Gold"'ä*"i 50 nicht zu unterscheiden Nlckel-Brlllen und Pincenez..... Mk. 1,50 de. allerfelnste Qualität....... 2,— Rathenower Stahlbrillen....... I,— Brillen und Pincenez In feinstem Golddouble(Silber mit Gold plattiert) Mk. 5,-. Massiv goldene Brillen und Pincenez; leicht Mk. 8, stark M. 10, ganz stark M. 12, bis zu den schwersten Kostenlose Augenuntersuch. n. streng wlssenschaftl. Prlnclpien, beruhend auf vieljähr, prakt. Erfahrung. Opernqläser, rein achromatisch, von 5 Mk. an. Neu! Richters k Opern- u. Reiseglas „Excelsior" mit 8 Gläsern, Kompas, ! Lederetui u. Riemen 12 M., übertrifü anerkannt alles bisher derart Gebotene an Klarheit, Schärfe, Leichtigkeit und Billigkeit. Krimstechep, Fernrohre, Doppel-Fernrohre. Barometer, Thermometer. Richters Präclslons Holosteric- Barometer-in ML mit Thermometer, No. 580 mit bestem Werk lu Alles, wie bekannt, In vorzüglichster Attsfllhrung, zu den billigsten Preisen. ». RICHTER, Optiker, Berlin C.t W al I-Strasse Wr. 1, Eeke Sputelmarkt. Veihnaclits-Ansstellnng, Abteilung s. Optisch-mechanische Apparate, in besonderen, nen eingerichteten grossen Ansstelinngs- Räumen. Einzig in seiner Art. Modell- Dampfmaschinen mit Splrltatshelzung, anf tadcllosic« Funktionieren geprüft. Alle von mir gefüirten Dampfmaschinen sind mit„doppeil er Sicherung" ausgestattet, deshalb garantiert absolut gefahrlos. Feine Dampfmaschine f,Zenithu mit Flachschiebersteuerung, feststehendem Cyllnder, Pfeife etc. Klein Format Hh. 3; mittel Mk. 4; gross Mk. 5; extragross Mk. 6. Extrafeine Dampfmaschine„Vulkan� (wie Zeichnung), extra starke Konstruktion, von 7 bis 300 Mk. Damprinusrhlncn-UctrlcbKiuodclle i. reichst. Auswahl von 30 Ff. an. Laterna-magica, Kebclblldcr-Apparnte etc. von brillantciuer Wirkung von 2 Mk. an bis zu den grössten. Alles mit feinsten transparenten Bildern. X eil helt: KflieiliatOgraplieH, �gwaverw'e'n� Preis inkl. vielen Bildern Zlk. 12. Eisenhahnen beste � Qualität mit Dampf, Uhrwerk und Eloktricität. Sämtliche Artikel znm Eisenbahnwesen: Soiufcii«.ii, i. eichen, Kreuzungen etc., Lokomotiven, Wagen, Bahnhöfe, Tunnel, Güterschuppen etc. Alles in grossarlig reichster Auswahl Verkauf zu den billigsten Engros-?retsen Abteilung C. — Pliotographische Apparate— Ii n(i»Ilm fliehe lledari«nrtikol. Kleiner Schüler- Apparat„Mlgnon" compl. Mk. 1,50 „Diamant"„„ 3,— „Argus I" Visitformal„ 6,— „Argus 11" Kablnettf.„ 10,— Richters hochreiner Ilel«e-Appi«rnt ..Monopol'-, gr. Gruppen-Format(auch f. kleine Formate geeignet), echt Mahagoni poliert, bette Ausstattung, m. fein. Objectlv u. Stativ, compl. M. 30. lland-CtMiicra», neueste verb Konstruktion. Kleine Handcanieru„Merkur I" 6X9 cm Mk. 8. Grosse„„Merkur II" 9X'2 cm Mk. 15. — Alles In garantiert bester Qualität.— Chemikalien, Troekenplatt., Lampen, pnot Papiere etc. Kompl. AnsrUatnng f. Amalenr- i'hotogriiphen. Preis t. Vlsltfoimat Mk 5,50. Kabinettformat Mk. 7, Gruppenformat Mk. II. Xeui'st. Phonograph:„Orutlograph" Vollständig eingerichtet z. Aufnahme wie zur Wiedergabe von Gesprächen, Gesängen, Musikstücken etc. Ausserord. interessant u. lehrreich. Preis mit 2 Walzen u. Zubehör in feinem Kasten Mk. 12. Gross-ModellMk. 15. Extrawalzen stets vorrätig. Prompter Versand nach ausserhalb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Sonntag» gettffnet. f Herren- n. Knaben-Garderobe. Mverkaufs SS li.Th. Bttsing Passende Weihnachts-Geschenke. Herren-Anzüge v.io,- an Herr. Wint.-Palet.,.10-» Herren-pXeer"15- Herr.�iMänt.�O,-„ Herr.-udeniJopp.*» 6,50„ Herren-Hosen>. 2,80.. Knaben-Anzüge. Z.-»° Burschen-Anzüge ng.so„ Jüngl.-YÄJopp.. 4.50. Knab.ÄtMänt.J-. Schlafröcke.....8.- nsnan�io tsliellvsen 8Iti und Ua> lillUV eisgsntssts AuskUkkunz� Sebrbvaren für Herren: Filz-Zugstiefel.v. 5,25 an Zugstiefei aus einem Stück v. 1 h— ■ v Rindled. Schaffst. ,.5,50„ Schnürstiefel..„7,25 für Damen: Filzschuhe...� 0,65 PoW 7iin. und SchnUr- rcli tuy gtlefel Ton 3,25 Knopfstiefel•• Büsings Goodyear- Weltknopfstiefel ,8,?'- Mädchen-Ä0".�,- Busings Goodyear- Welt- Zugstiefel„D,7* Baby-, Kinder-, Mädchen-, Knaben Sohuhe und Stiefel in jeder Freislage. Wochentags bis 10 Uhr abends geöffnet. Cigarren, nur beste Qualitäten, SorlimenlshWeih- nachts-Kisten. 100 Stück Cigarren inhau, a Mk. 3,75, 4,60,§,70, 7,50, 8,75. Klstchon a 35 Stückgepackt von Mk.|,25, 1,50|,75 bis 5,— Mark. Dampfdestillation, Fruchtsaft-Fresserei, IVeiiiJrrossliandlnng. Eicrcognac, mein. Spec. 0 Vi Llr-Fl....... ü,- Cremc de Oacao, feinst. 1 Kn Damen-Likör, Vi Liter-Fl.»-» u> CD Passende Welnachts-Cesctienke!—' Gustav Schoder Gegründet 1872. Fernsprecher: Amt IV, 2107. Gold- und Silberworen-FabriK 155 omnieii-Strasse ISS, Empfehle zum bevorstehenden Weihnachtsfeste mein gposieS Lager in Brlllanleu, 7tlrlkiseu, Xoralleu u. Qraualeu ete. Reiche Auswahl in Tanf-, Hochzeits- nnd Jubiläumsgeschenken. Silbeme Kinderbestecks mit Etuis von 8,00 Mk. an. Dnkatengoldenc Trauringe in jedem Gewicht stets am Lager. 1 Dukaten 11,35 Mk.. 985/1000 gestempelt, 2 Dukaten 33,5» Mk. Zlasslvgoldene Ilaincn- und Herren-Ketten nach Gewicht und billigster Musterberechnung. Lager aller Arten Stand-, Wand- und TasclRennlKrei» unter dreijähriger Garantie. Goldene Bamennhren....... von 15,00 Mk. an. Silberne Hcrrcnnhrcn...,. i von- 10,00 Mk. an. JSickel- Wecker.......... von 3,00 Mk. an. Glashütter nnd Genfer Präcislons- Uhren bis zn.3YOO Mk, . vrosss Worksistt—— . fstr Xensi'Iieiten, Kepsraturen, Verxoläun? o. Versildermix. Altes Geld und Sllher-wlrd w Zahlung genommen. KinderwaaensBazar ««Ks. 51. Wilsnacker-Strafie 51. Kinderwagen V.M.10,— an. Fertige ketten„„ 10,50„ Kinderbettstellen„„>0,—„ Puppenwagen„„ 2,—„ Sportwagen. 4,—„ Teilzahlung gestattet. iget kurzen-Ruten Burzahlungsprei». sS20«L' Werkstatt-Bekleidung. Blaue Anzüge, SanStmb Z.VV biS 4.VV Mt..' Echtblaue Drell- oder Köper-Anzllge 1.5« Mk..... Mechaniker- Kittel 3.35—8,35 Mk.. je nach Größe. sowie Blusen fiir jeden Berns. empfiehlt als 32518* Praktische Weihnachts Gescheuke Adolf Wecker, Berlin. Molkenmarkt J. Baer, BERLIN N. 'S nnr Ocsundbrnnnen -Z 26, Bndstraße 26, « Ecke 1* r I n xo n- A 1 1 c e, Fernsprecher Amt III 2443.— *» empstehii, wie detaunt, in reellster AnS-» - SÄ fttlig fejtCH Preisen:| "Herren- u. Knaben-? Garderobe. Z Grosses Stofflager f zur Antertittung nach Mass. > s . s llf Berlin SO. Oranienstrasse 180 Carl Stier Fabrik fOr Herren- und Knaben-Garderobe. Potsdam Brandenburgerstr. 23 Schlafröcke. Ant Whito Starker Double, grau oder modemeliert, mit Q(in AI I. nllllB passendem Tuchhesatz....... M. Art. Buller g-ffee�atz10' grau. und. modamelie�1Q.5Q Auf QohnoInQti Schwerer Double, hell oder dunkel mode- 10 nfl All. öcnremei färben mit Sammetbeaat«..., M. Art. Milner Satin-Double, hell oder dunkelbraunmelierfc mit Tuchhesatz, elegant und angenehm AI. 18,50 Ant Rhnrloc Satin-Double, schwerste Qualität, braun-, Hl l. ilMUUCO o-rau- oder modemeliert.... M.-1 19,00 MWnkpfPV dicker Velour mit angewehtem Futter, • ItUlOCICj weicher, angenehmer Stoff, in grau und braun mit Tuchbesatz...... M. 20,00 Inf Pn\Mp|| Schwerer Velour mit angewebtem Futter, Hl 1. lUWCII sehr elegant ausgeführt, mit Seidenschnur und Sammotbesati........ M. 22,50 Inf Inuhoot Eleganter weicher Velour mit angewehtem O"! Ofl ftPU üDUUeri rutter, sehr solides Fabrikat..■ M. 6f,UU Inf Vnfinpp Prima Velour mit Sammet oder Tuch- und Hl l. Rl UUCI Seidenschnurbesatz, hochelegant Qfl tili„ 00(1(1 und sehr dauerhaft.... M.«»»» u-««-.VU v Weisse und bunte Piqud- Westen von weissem Karo oder blau-weiss gestreiftem Piqud M. 3,50 von weissem gestreiften englischen Eips-PiquÄ,. M. 4,50 Loden- Joppen. Auf Qfoih Starker Wintcrlodcn, diinkelgrau oder mode- 0 Eft Hl l. ülulll färben mit weichem, warmen Futter.. M. Ant AlhnDnht Schwerer Winterloden, dunkelgrau, olive, Hl l. HIUI Culll grünlich, gefüttert mit hellem od. dunklem in KO weichen warmen Futter..... M. IU,wU AptCronje Sehr starker Winterloden,' Fabrikat........ sehr solidos � QQ Art. Cnkipl Reinwollener schwerer Winterloden mit rein- uulllCI wollenem Lamafuttcr, sehr haltbar, elegant IC Ell und dauerhaft.......... M.'"iWU Art. Durban Hohenzollern- und Pelerlnsn- Mäntel. Hohen- zollern-Mantel mit weiter faltiger G-looken- Peierine, schwarz, blau oder grau Tuch, 1(1(1(1 reinwollenes Lamafutter, sehr elegant M. Ant raofnAiinf Hohenzollorn-Mantelm feineren Hl l. LablüUUI l Qualitäten, Tuch oder Cheviot, Ci(1(1„ ßl? Mi schwarz oder bliu... M. 3*.UU n 03, UU Art. I sHucmifh Pelerinen-Mantel von schwer. Winter- LaUjOlllltll loden mit Aermeln und abknöpf dunkolb loden mit Aermeln und abknöpf barer Pelerine, dunkelgrau, dunkelbraun, OO Rf) grün ete............ M. u",*«U Art. Dnnfnnia Pelerinen-Mantel von sehr starkem Loden 0Q aa rl ulül 13 ju verschiedenen Farben..... M. 33, Uu Art. JVIafeking Kaisermantel von schwerem Loden mit warmem Futter, grau-grün- oder braun- Ofl(10 meliert............ M."U.UU Art. Vimhanlou Kaisermantel von ganz schwerem Loden QC 00 MIIIDcl ICJf mit reinwollenem Lamafutter.. M. 3ü,Uu Versand nach ansserhalb nur gegen Vachnahnte oder Voreinsendung des Betrages. Ilintanseh event. nach Welhnacliten bereitwilligst. Kinderwagen-Aans en gros August Götze en detail Brunnenstr. 115, Ecke RHeinSberqerstr Tr"«SttifJlw Kinderwagen 7,50—80,00, Puppeiiwogen i i\ 2,25—20,00, Sportwagen o, 50— 25,00, \ m t Ji ö Leiter- und Kastenwagen 2,75-20,00, ■4»--k'>1 1 1 1 b e r b e t( jl c 11 c» 7,50-60,00,' Kind.r- 4(75_i8,oo, Kindrrtische 2,50 bis 9,00,«iuder uhie 0,45-4,50, PnPPeii.Spartwagew �ÖO-IO.OO, Puppenwöbel» TriuuiPhstAhle, Reise-, Wasch- nnd Handkörbe. Riesenauswahl. Beste Fabrilate. Reizende, epochemachende.Neuheiten Billigste Preise. Aus, Kinderwagen gestatte Teilzahlniig. 3112L* VöröjnsbrAUöröi'AuszrtilUlk ßixiM --• Große Stile.•- Mlttivochs und SanntagS vr. Frsl-Honiert._ �_______ Siirjftiilichc flliche, Kegelbahnen m"iid sonstige diverse Be- Instigunge». 24l7L*j �---- SV Grosse Eisbahn.*TH| Pserbebahn vom Moritzplah stir 10 Ps. biS zur Brauerei. KVsi-snksus a. INsttkZsssvn 4:1. Wilsnackerstrass© 41. Koablt. Lieferant det Sparvereins Nordwest und des freien Sparvereins Nordwest. 47a. Tu rm st fasse 47a. I. Etage Magazin für Ausstattungen. Z20SL' Lf«sstss BssvksßKsksus MoaKssts. llolliiiii'�»: Westen.... Damen-StrUmpfe Herren-Socken, Unter-Jacken.. Xoi mal Hemden . Alk. 1,75 au :: 0oi%: :: o.'oa: l,0O, 1,50„ Kaft'eesef vice...... Mk. S,35 Biefservice......... l,»®. Itiquenr Service...... I,*5, Tafelservice........ 5,5». Zn-Icbclmnstcr, 37 teilig. Spielwaren: Baukasten.. Trompeten Puppenwagen Steinbaukasten Sämtliche Puppenartikel. Mk. 0,23 an , 0,10. .. 3,50.. 0.43.. H. Grünberg Nacht Inh.s Cohn& Lindemann Haltesteile der Pferdebahn |?or dem Geschäft. Mflllerstrasse 181. BERLIN N. Am Wedding- Platz. Müllerstrasse 181 •• a Durch bedeutende VergrSsserung unseres Lagers und besonders vorteilhafte � Einkäufe empfehlen wir die zum £ M * « tUcibnacbts-Uerkaul » gestellten Waren zu aussergeHväbniiob billigen Preisen. Ls bietet sich somit dem J geehrten Publikum eine selten günstige Kaufgelegenheit, so dass wir um Besichtigung unserer enorm grossen Auswahl ohne jeden Kaufzwang IM. ersuchen. ctf •o ssr •» o CM N CA •r* ja Z Ä 3 u» tu ja o na t CW t/2 (h a a I tu ä > o 5 Farbige Kleiderstoffe. Kleiderstoffe w wundervollen karrierten Mustern.... Hobe 8 Mtr.|,95 Mk. Kleiderstoffe w Noppengeweben........... Robe 6 Mtr. 1,35 Mk. Kleiderstoffe in reiner Wolle, Diagonal........ Robe 6 Mtr. 3,50 Mk. Kostttm-Loden lu nur modernen Farben........ Robe 6 Mtr. 2,70 Mk. CbeViOt, extra schwere Qualität............ Eobe 6 Mtr.§,70 Mk. Bail-StOffe, Creppgewebe in jeder Farbe........ Robe 6 Mtr. 2,70 Mk. Farbige gemusterte Seidenstoffe wr Roben....... Jetzt Mtr, 98 Et Farbige Plüsche iur Einderkleldcben.........'etzt Mtr. 72 Et Schwarze Kleiderstoffe. Seiden-ilpacca, glanzreiche Ware.......... Robe 6 Mtr. 3,00 Mk. Seiden-ilpaeca, prima Qualität........... Eobe 6 Mtr. 3,70 Mk. Fantasie-Stoffe, reine Wolle............ Robe 6 Mtr. 3,00 Mk. Mohair-Matlassd in hocheleganten Dessins...... Robe 6 Mtr. 8,70 Mk, Crepp-Gewebe, reine Wolle............ Robe 6 Mtr. 8,00 Mk, ClieViOt.»in Wolle, sehr empfehlenswert........ Rohe 6 Mtr. 8,70 Mk. Reinseidene DamaSS�S für GeseUscbaftsrohen........ Mtr. 1,45 Mk. Seiden'Bengallne in Liohtfarben....... Mtr. 8,03 Mk. k'ÜF Ausstattungen. Gestreifte Damaste»r Negng�......;... Mtr. 38°ud 22 n Gestreifte Damaste, ganze Bettbreite, ohne Naht...... Mtr. 82 Ef. Louisianatuch in Stücken a 10 Meter{Qr Leib- und Bettwäsche Stück 2,75 Mk. Elsasser HemdentUCb, stück enthaltend........ 20 Mtr. 4,40 Mk. Henfored, vxtra gute Qualltät, Stück 20 Mtr. 8,50 Mk. Tischtücher, DreUgewebe, richtige Grösse.......,., Stück 48 Pf. TiSChtüCber, Damastgewebe, enorm billig Stück 88 Ef, 'I- Dtz. Taschentücher, �Änr.. I.-oMk. lo Dtz. Taschentücher Ullt helnenappretur 98 Ef. liiililiteiiJSsl! l. Servietten in verschiedenen Dessins........... Vi Dtzd. f,10 Mk. Drell-StUbenhandtüCher, 50 cm breit, liocmlang.... VsDtzd. 1,40 Mk. Damast*Stubenhandtücher, 50 cm breit, no cm lang... v- Dtzd. 1,35 Mk. Gerstenkorn- Handtücher, extra schwer........ v- Dtzd. 1,35 Mt Gerstenkorn-Handtücher, griffige Qualität........ stück 10 Et Rolltücher, volle Länge und Breite............ Stück 42 El Wischtücher..................... stock 4 Et 112 Dtz. Taschentücher, weiss mit bunter Kante 88 El � Dtz. Taschentücher mit da�uardbotde.. 98 Pf. :} rt! Damen-Hemden aQS Hemdentuch m Trimming....... Stück 48 El Damen-Hemden aua RonforcÄ, Priesenformat u. Achselschluss., Stück 1,10 Mk. Damen-Hemden mit handgestickter Passe......... Stück 98 El Herren-Nachthemden, schwere Qualität stück 1,25 Mk, Herren-Oberhemden, sehr sorgfältig gearbeitet...... Stück 2,50 Mk. Shlrting- Röcke............. stock 1,75 Mk. Barchent-Röcke, weiss, mit Langnett........... Stück 1,25 Mk. Fertige weisse Bezüge, 2 Kissen mit Litze..... 2,25 Mk. Fertige bunte Bezüge, Bezug und 2 Kissen zum Knöpfen.... 2,95 Mk. Fertige Betllücher ohne Naht................ 35 pi Sensationell!! Ein grosser Posten Damen'lleniden, prima Achselschluss und Priesenform, durchschnittlich Stück 98 Pf. Kragen, Manschetten, Krawatten, Hosenträger, Schirme. Normal' H6md6n mit Schulterschluss,;...... Stück 98 und 60 Ef, Normal-Herren-Beinkleider,»iten hiu-g....... stock 38 Ei Harchend-Krheiterhernden, richtige Grösse stock 88 ei DamenStrUmpfe, schwarze Wolle, plattiert, solange der Torrat reicht, Paar 80 El T0I1' Gardinen 1» den neuesten Mustern....... Mtr. 33 vnd 20 El Piüsch-Teppiehe,»dten bimg............... 4,90 Mk. Salon-Teppiche, staunend preiswert............ 11,50 Mk. Steppdecken, reine Wolle.............. 4,90 und 3,75 Mk. ö CD < © s A O eres ö es na © es a. © -s & » O* es: « er- © o -r St © es CA M er B CO o. V» er. n -r > •t Co es N es CO -1 o CA CA CA* Jeder Kunde erhält einen wnndarbaren Zimersclnnuck als WeilmaclitspsGlienk gratis. Berantwortlicher Diebacteut: Paul Johu in Berlin, ßür den Anlerateuteil verantwortlich: Td. vttocke in Berlin Truck und Berlag von Mar Badtng in Berlin. yr. 295. 16. Iihrgang. 4. KilM ks Lmmrls" Knliin pMIntt. Soixitag. 17. Stjenikt 1899. MkkeraviMes. Evert. Georg, RekicrungSrat, Der Arbeiterschutz und seine Entwicklung im neunzehnten Jahrhundert. Nnrze Darstellung nebst synoptischer Uebersicht des gegenwärtigen Standes. VI! und 40 S. 8° und eine tabellarische Uebersicht. Berlin 1899, Carl Heymanns Verlag. Wie es sich für einen deutschen Slegierungsrat ziemt, sagt die Vorrede:„aber doch steht Deutschland überall, wenn nicht fiihrend, so jedenfalls ehrenvoll da". Freilich bescheidener klingt dies schon, wie das Wort, daß wir unter Bismarck wie unter Posadowsky bis zum Ueberdruh zu hören bekamen: das Deutsche Reich marschiere an der Spitze der Soeialreform. Alle offiziöse» Federn können eS aber nicht auS der Welt schaffen, das; Oestreich und die Schlveiz, das erstere<3, die Schweiz 14 Jahre vor der Berlepschschen Arbeiterschutzgesetzgebung mehr geleistet haben, als das Deutsche Reich heute den Arbeitern an Schutz bietet. Ja selbst Rußland hat bezüglich des Schutzes der erwachsenen Arbeiter Deutschland überflügelt. Wenn Evert meint, diese Thatsachen aus der Welt zu schaffen dadurch, daß er behauptet, die weitergehenden Bestimmungen anderer Länder seien unzureichend festgelegt, der Äontrollapparat sei dort unzulänglich und die Bestimmungen stehen überhaupt nur auf dem geduldigen Papier, io'st dem eil. räch eiiygcacuzuhaltcn, daß selbst, wenn dein so wäre, man doch nicht vergessen dürfte, welche Unzahl von lieber- tretungen der deutschen Arbeilerschntz« Bestimmunge» alltäglich bei uns konstatiert werden, eine Zahl, die aber verschwindet gegenüber der weit größeren von nicht konstatierten Verletzungen der zum Schutze der Arbeiter gegebenen Gesetze. Einzig und allein die JnvaliditäiS- und Altcröversicherung bedeutet einen Vorsprung anderen Ländern gegenüber, während bezüglich der Organisation der Kranken- und Unfallversicherung vielfach' den Organisationcne» in Oestreich der Vorzug gegeben wird, lieber die Tendenzen, die zur Inangriffnahme der deutschen Arbeiterversicherungs-Gesetzgcbung geführt haben, wollen wir uns hier nicht auslassen, sicher ist aber, daß dieser Zweig der socialen Gesetzgebung weit weniger als der Normal-Arbeitstag und der Grad der Koalitionsfreiheit der Maßstab für die Entwicklung der socialen Gesetzgebung ist. Abgesehen von dieser principullcn Differenz halteiz wir daS Schriftchen von Evert für recht nützlich; aus engem Raum werden die wichtigsten Arbciterschutz-Bestiminungen Deutschlands, Oestreich» und Ungarns, der Schweiz. Frankreichs, Belgiens, der Niederlande, der drei Skandinavischen Staaten, Italiens, Rußlands und der Vcr. Staaten von Amerika wiedergegeben. Sicherlich könnte manches vollständiger sein; so fehlt vor allem die Gesetzgebung der australischen Kolonien, und die Bestimmungen der Einze'lstaaten der nordamerikanischen Union und der schweizerischen Kantone sind nur ganz kurz erwähnt. Aber für die meisten Interessenten werden die Angaben dcS Schriftchens genügen. Falls eine zweite Auflage der Broschüre beschieden ist, wäre eS zu wünschen, daß bei jedem Lande eine kurze Litteratur- angabe über Gesetzcstexte, Kommentare, Jnspektorenberichte und der- gleichen beigefügt würde. br. Trocltsch, Walter, außerordentlicher Professor an der UlflversitA Tübingen. lieber die neue st en Veränderungen im deutschen Wirtschaftsleben. VortragScykluS,' gehalten in Stuttgart voin 21. November bis 19. Dezember 1898. II und 156 Seiten 8°. Stuttgart, Berlin und Leipzig. 1899. W. Kohl- Hammer. In gut lesbarer Weise giebt der Verfasser einen Ucbcrblick über die Grundlagen der heutigen WirtschaftSvcrhältnisse und über die wichtigsten Fragen der Ägrar-, Gewerbe- und Handels- Politik. Es giebt kein ähnliches kurzes, die wichtigsten Streit- fragen behandelndes Schriftchcn, lvic das vorliegende, in dem auch die neuesten statistischen Ermittlungen verwertet sind. Wenn man auch sicherlich beim Lesen der Schrift oft zum Wider- spruche gereizt wird, so gleich aus der erste» Seite. Ivo im Zeitalter nationalökonomischer Strafprofessuren und der lex AronS von der Unabhängigkeit der Universitütsprofessorcn gesprochen wird, ferner gegen den Schluß, wo von der Monarchie und dem Beanitentmn als den Säulen unseres Staate» gesprochen wird, so muß doch auch anerkannt werden, daß der Verfasser das Bemühen gezeigt hat, objektiv darzustellen. Jedenfalls wird Trvltschs Arbeit den vollen Beifall der Scharfmacher ebensowenig finden wie den nuscrigen, und auch die Agrarier werden seinen instruktiven Darlegungen über die schwebenden Fragen der Agrarpolitik und seiner Erklärung der ländlichen Arbeitcrnot nicht znstinmicn. Ebensowenig werden die Jnnungsfrcunde bei Trocltsch ihre Rechnung finden. Besonders wichtig erscheint die Stellung des Verfassers zum Koalitionsrecht. Nachdem er ausführlich die Kartelle besprochen hat und erklärt hat, daß man von ihnen nichts anderes al» egoistische Verfolgung ihrer Ziele erwarten darf, und nachdem er auf die großen Gefahren der Kartelle für die Arbeiter hingewiesen hat, sagt er: „Hier ist in erster Linie Ot'ganisation der Arbeiter in Berufs- vereinen nötig. Die Notwendigkeit und Berechtigkcit der Arbeiter- koalitioncn crgicbt sich an sich schon für jeden Ilnparteiifchcn au» der natürlichen Uedennacht jedes größeren Unternehmers und dem still- schweigenden Einverständnis, das in der Regel in Arbeiterfragen zwischen den verschiedenen Unternehmern besteht. Doppelt bercchiigt ist aber die Forduung eines freien Koalitionsrechts für die Arbeiter in einer Zeit, wo zunächst, allerdings in der Regel nicht aus Feind- scligkcit gegen die Arbeiter, sondern zur Stärkung der Produktion»- kraft, unter den verschiedensten Formen �Fusionen, Trusts, Kartelle) der kapitalistische Großbetrieb nach immer engerer Verbindung unter- einander strebt. Denn diese Macht kann sich ebenso leicht gegen die Arbeiter, wie gegen die Konsumenten kehren"...„Die Koalilionssreiheit ist gegeben, aber wenn der Arbeiter davon Ge- brauch macht, so wird er bestraft". Nach einer ziemlich tiefen Ver- bengung vor der Rede in Oeynhausen sagte er:„Aber die Haupt- fache ist doch die, den Arbeitern den Gebrauch der Koalitionsfreiheit mit legalen Mitteln überhaupt zu ermöglichen, sie zu schützen gegen Vereins- und BerjammlnngSanfiösungen, die jetzt erfolgen können, wo ein Wort gesprochen wird, daS nicht mit ganz konkreten Fragen der Verbesserung der Arbeitsbedingungen zusammenhängt; die Hauptsache ist, daß das mit den Lebensbedingungen von Arbcitervcrbänden unvereinbare Verbot der.Verbindung der Vereine miteinander beseitigt, erwcrbSthätigen Frauen und Minderjährigen die gemeinsame Verirctnng ihrer Interessen gestattet wird. Rur älS Annex zu diesen Zugeständnissen hat eine Verschärfung der Strnfbcstinnnungen, glaube ich, ein Recht auf Anerkennung." Auch das Kapitel über den Handel ist bei den vielen Fragen. die heute von MittclstandSpolitikcrn angeregt werden und die ivegeu der llebcrfüllung des Detailhandels akut geworden sind, sehr lesenswert. In einem Kapitel, das Zusammenfassung dcS Vorhergesagten und einen Ausblick in die Zukunft bringen soll crör-tert Trocltsch die Verschiebung de» deutschen Wirtschaftsleben» zu Ungunsten der Land- Wirtschaft, die schärfere Ausprägung des Industriestaates, die Zu- nähme der wirtschaftlichen Abhängigkeit» die künftige Handelspolitik, die Frage des Agrarschntzes, Steuerreformen:c. Wir sind überzeugt, daß viele unserer Leser ans dem Buche Nutzen ziehen werden, wenn sie auch an den meisten Stellen nicht mit dem Verfasser übereinstimmen dürften.' x. Singer, Dr. K. Sekretär des Statistischen Amts der Stadt München und Obcrbeamter, die Wohnungen der M index- bemittelten in M ii n ch c» und die Schaffung unkündbarer kleiner Wohnungen. Denkschrift im Austrage dcS Magistrats-Direktoriums herausgegeben, 84 SS. gr. 8° München 1899. I. Lindaucrfche Buchhandlung. In Bayer» wird gegenwärtig die Wohnungsfrage ziemlich eifrig diskutiert, die Regierung bereitet' gesetzgeberische, wenn auch nicht ein- schneidende Maßnahmen vor, der Münchner Bürgermeister sucht das Interesse für diese Frage durch einen Verein anzuregen, die katholischen Arbciterorganisationcnhabcndic Untersuchung derMünchncrWohnungS- Verhältnisse in dieHand genommen, eine kleincLitteraturübcr diese Frage ist entstanden, zu dieser gehört auch die vorstehend genannte Schrift. Was zuerst bei ihr in die Augen füllt, ist der Bilderschmuck, un- zweifelhaft eine wertvolle Neuerung bei Untersuchungen über die Wohnungsverhältnisie und über die Straßenanlagen. Diese Neuerung ist auch' das beste an dem Buche. Man lernt da vieles kenne», was dem Besucher von München vollständig unbekannt bleibt. Alte Hänser von höchst traurigem Ansehen, Höfe, deren unhygicnischcr Charakter in die Augen springt, ferner erhält man die Illustrationen des offenen' Bausystems, des geschlossenen und zwar sowohl in Straßcnansichten, als in Hofansichten. An diesen Illustrationen lernt man jedenfalls bedeutend mehr, als an langen Definitionen. Das statistische Material über das Münchener WohnnngSelend und über seine Entwicklung ist, wenn auch kurz, so doch gut zlifaminengestellt; ans den Tabellen, die übersichtlich und kurz sind, ersieht man, daß seit dem Jahre 1861 die Anzahl der Inwohner auf ein Anwesen ununterbrochen gestiegen ist; ferner erfährt man, daß dio Zahl der Gebäude mit 1—5 und 6—10 Wohnungen seit dem Jahr 1880 ununterbrochen gefallen ist, wogegen die Anzahl der Anwesen, welche 11—20 und 21 und Mehr Wohnungen umfassen, sehr gestiegen ist, die Anwesen mit 21 und mehr Wohnungen haben sich iin Zeiträume von 1880—1895 im Verhältnis von 15 zu 61 vcr- mehrt. Iin Durchschnitt kamen 1895 auf ein bcipohntcs Grundstück Ats praktisches Weiknachts-Geschenk empfiehlt die 5.** r i.>(£*'<>•' 4. r 7*� Ü-—' 7k- f* r ff'Yv '.f JVt--•■ Mw V lös» ftülislück'8- Suppen in Würfeln Geselliscliaft, Berlin W. SV: FKÜHSTDCE'8 tur sofortigen Herstellung eines ausgezeichneten für flg. 5 HAGGI's issiiche Friihstück'l-Gappen verbinden selten in Wohlgeschmack mit grösstem Nährwerte und sind in folgenden Sorten erhältlich: 1. Gelbes Band(Vanille). I 2. Rotes Band(Anis). s sc I 3. Grünes Band(Kola). a' 4. Blaues Baad(Special). AS Gemüse-..s Kraft- Suppen In W ürfeln zur sofortigen Herstellung von 2 PORTIONEN vorzüglicher SUPPE für MAGGrs Gemüse- und Kraüsuppen sind nur mit Wasser in wenigen Minuten herstellbar.. In 25 verschiedenen Sorten der beliebtesten Suppen erbältlich. fiouilion-Kapseln zur sofortigen Herstellung von 2 PORTIONEN kräftiger FLEISCE6BÜEE — fett— für MAGGi's Bouillon sind durch einen Paraffinüberzug geschützt. Jede Kapsel für Fleischbrühe enthält 2 Port. konzentriertenAuszug von bestem mit Gemüse abgekochtem Fleisch nebst dem nötigen Kochsalz, Bouillon-Kapseln zur sofortigen Herstellung von "■> 2 PORTIONEN feinster KRAFTBROHE — eutfcllet, extra stark— für fig. 16 . MAGGi's Bouillon- Kapseln für Kraftbrühe enthalten estra stark konzentrierten entfetteten Fleisch- saft von feinstem Auszug und sind ausser für körperlich und geistig stark Angestrengte besonders wertvoll auch für Kranke und Genesende. Ohne weiteren Zusatz, nur mit Wasser, sofort herstellbar' zum Würzen, Probe-FIäschchen für Pfg. Wenige Tropfen genügen, um augenblicklich jede Suppe und jede schwache Bouillon gut und kräftig zu machon. Fläschchen; No. I. No. 2. Original; 65 Pf. 110 Pf. Nachgefüllt; 45„ 70„ Sortenverzoiclinis von MAGGB'* Gemüse- u. Kraftsuppen ä 10 Pfg. per Würfel(a2 ). Erbseinnppe; feiner Erbsenpeschmack. £fbaen in. ttohnenaiippe.: äusserst nahrhaft und wohlsohmeokend. Erbttcn- in. Reissuppe: Erbsengeschmack, sehr nahrhaft. Erbsen- ni. Sagosnppc: sehr kräftig und schmackhaft, feines Aroma. Erbs Wurstsuppe: die vorzüglichste ihrer Art: giebt eine äusserst schmackhafte, sehr nährende und sättigende Erbssuppe. ©cmüse-(Jullenne) Suppe: erfrischend, von hervorragendem Wohlgeschmack. Gerstensuppe; sehr gut und gesund, vorzügliche Abendsuppe. GrUnerbaensnpp«: feiner, aromatischer Geschmack. Zu haben in allen Delikate8s< Griinkcrnsiippe: feine Eostaurationssuppe Hafcmelileinisnppe: sehr fein im Geschmack, auch als Kranken- u. Kindersuppe vorzüglich. KartolTcIsnppe: fein und kräftig, sehr beliebt. Korbclsuppe: blutreinigend, vorzüglich geeignet als Beimischung zu anderen Suppen. Kraft melilsnppc: besonders nahrhaft, leicht verdaulich. Einsensuppe: echte Linsensuppe, sehr geschätzt. Reissnppe: recht gut und schmackhaft. Rcis-Julleiine-Siiippe: Beis- und Gemüse* kräutergeschmaok, vorzüglich. Sago-Suppe; feines Sago- Aroma, schleimig und kräftig. Tapioea-Suppe: kräftig und sehr beliebt. und Kolonialwaren l'apioca- Crecy- Suppe: feine Tapioca mit Carottem sehr gut. schönes Aussehen. Taplora-Jnlienne-Suppe: sehr kräftig und beliebt, als Beimischung zu anderen Suppen vorzüglich geeignet. Welzen grlessnppe; sehr schmackh. u. gesund. Hlcbclesuppe:) aus Eierteig, besonders i:/ wo''' Stcrneliensiippc; vohlschmeckeudu. nahrh. Pikante Sorten: ä 15 Pfg. per Würfel (ä 2 Portionen): Eonduntlerry-Siippc: sehr nahrhafte, pikante Suppe; besonders in Holland sehr beliebt. Curry-Suppe; sehr pikante, englische Suppe; rüghch, um andere, besonders SchlCim- vorrüghch, um andere, «uppon zu kräftigen. Geschäften] Droguenen und Mehlhandlungen. in Müncben 34,4, in Köln 15,3, in Halle a. S. 25.9 Einwohner, in Magdebnrg etwas mehr wie in München, in Breslau' 51,2 und in Berlin 72,1 Einwohner. Man sieht hieraus, datz. so begreiflich der Eifer in München ift,| für die Besserung der Wöhnungsverhältnisse etwas zu thun, dies noch viel ivichtiger in Städten' wie Berlin und Breslau iväre. Noch immer sind in München die Wohnungen mit einem heizbaren Zimmer am allerftärksten vertreten. Charakteristisch ist auch, das; den verhältnismähig stärksten Zuwachs die Wohnungen in den höchsten Preisklassen von 21 bis 5(XX) M. zu verzeichnen hatten. Ganz bedenklich ist auch die Steigerung der durchschnittlichen Mietpreise in den Jahren 1895—1893, die Steigerung betrug für zweizimmerige Wohnungen 17 Proz., für dreizimmerige 23 Proz., für vierzimmerige 19 Proz. und für fünf- zimmerige 34 Proz. Ferner ist festgestellt, daß in München die unteren Beamten und Bediensteten der Gemeinde 24 Proz. ihres Gehaltes für die Miete ausgeben müssen. Daß diesen Mietpreissteigerungen und der Zllsammendrängung der Bevölkerung in ungenügend und ungesunden Wohnungen die' Thätigkeit gemeinnütziger Ballgesellschaften, anderer Vereine der Unternehmer und auch der Stadt als Unternehmerin nicht erfolgreich entgegenarbeiten kann, versteht sich von selbst. Es ist alles in der Schrift genau angeführt, was in München zur Hebung der Wohnnngs- not geschehen ist und es ist auch das Material aus den andern Städten zusammengetragen. Aber selbst beim besten Willen lvird man wohl zu der Ueberz'eugung kommen, daß der Größe des Wohnungsclendes, der Freiheit des SpekulantentumS gegenüber die heutige Wirtschafts- ordnung machtlos ist, umsomehst als die Interessen der besitzenden Klassen allfs allerengste verknüpft sind mit denen der Eigener des bebauten und später noch zu bebauenden städtischen Grund und Bodens. Dem kolossalen Anwachsen der Städte und der ent- sprechenden Steigerung der Wohnungsbedürstiisse steht die.gemein- nützige" Bauthätigkeit völlig machtlos gegenüber; wohl fließen ihr nun Mittel aus den Reserven der Jnvaliditäts-VersicherlingSanstalten zu, aber ganz abgesehen von der Kritik, die wir an der Verweudung dies er Mittel in, Interesse einiger Großunternehmer zu üben haben, kann schon heute als festgestellt erachtet werden, daß einem verschwindenden Bruchteile von Arbeitern und klciueit Beamten im bestell Falle diese Geldverwendung nützen kann, daß aber eine merkliche Verminderung der Wohlinngsuot und deS Wohiuingselendes aus der Verivendung dieser Summen nicht resultieren kann. Deshalb können Ivir diesen Münchener Bestrebungen nur kühl gegenüberstehe», wenn wir auch den Standpunkt einiger Parteigenossen begreifen, die die Verweudung der im wesentlichen von Arbeitern staimnendcn Gelder nicht allein der Bourgeoisie überlassen wollen und sich deshalb von diesen Be- strebungcn nicht femhalten. dr. SCHNEIDER BERLIN N. Brunnenstrasse 198. Inhaber: Julius Haack. flm Rosenttialer Thor. Manufactur- und Modewaarenhaus grössten Styls. Neueste wollene Kleiderstoffe schwarzy einfarbig und gemustert« Schwarze und farbige glatte und gemusterte Seidenstoffe. warze tmd farbige j�ammete, Plüsche und Velvets. Leinenwaaren, Tischgedecke, Handtücher. Weisse und bunte Baumwollwaaren. Hemdeutuche, Piquäs, Bettbezug steife, Rouleauxstoffe, Bettzeug, Inlett, Bingham, Hemdenbarchent, Velours, Flanelle, Moltongs. Teppiche, Möbelstoffe, Portieren, Gardinen, Läuferstoffe, Tischdecken, Schlafdecken, Reisedecken, Steppdecken, Bettdecken. Konfektion für Damen und Kinder: Jackets, Capes, Kragen, Mäntel, Räder, Kleider, Morgenröcke, Blusen, Unterröcke, Schürzen, Korsets, Tücher, Kapotten, Pelzwaaren. Fertige Wäsche für Herren, Damen und Kinder. Iricotagen, wollene Westen, Strümpfe, Krawatten, Schirme, Handschuhe. Grosse übersichtlich geordnete Auswahl in allen Artikeln. Sonntag, den 17. u. 24. Dezember geöffnet von 8—10 Uhr vorm. u. von 12—8 Uhr nachm. laaaBmnMMHaneHBaBHeHnaMmnBHMBaHBaiBa&BMHaMBae- %«öffc» r. i Halb and Halb Mampe mit Pomeranzen • zu WieihBiechien 1899. In den Vorjahren war ich nicht immer in der Lage, die Weihnachtsbestellungen auf„Halb und Halb" rechtzeitig auszuführen. Die grosse Anzahl von Aufträgen, die in den letzten Tagen vor dem Feste zu bewältigen sind, veranlasst mich zu der dringenden Bitte, a�le zur Ausführung vor Weihnachten bestimmten Aufträge nur bis spätestens äO. Dexembes* aufzugeben. Für die Herren Wiederverkäufer dürfte es sich empfehlen, ihr Lager in„Halb und Halb" so einzurichten, dass sie der Nachfrage des Publikums genügen können. Im, Vorjahre hatten zahlreiche Geschäfte bereits vor dem Feste meine Liqueur-Specialität„Halb und Halb" ausverkauft. Berlin N., Veteranenstr. 24. Carl Mampe. Höchster Preis. Göldere Medaille PARIS. Carl Zobel Berlin SO., Köpniekerstr. 121, 5 Ecke Michaelkirch-Strasse. Herren* und Knabeu-4*ari»ig und bedeutend billiger zu liefern, als die sogenannten Zliioverkäuse und Siellamegeschäfte.'VOZ ür Bes Höchster Preis. Goldene Medaille BRÜSSE-.,. Anerkannt mir gute Arbelt, eigene Fabrikation, elegante Fa�on. tadelloser Sita.— Für Bestellungen nach Mast rcichbaltigstc Auswahl der nenesten und besten Stoffe ans dem In- und Ausland.— Jeder Auftrag wird in kürzester Zeit erledigt.— Werkstatt im Hanse.>24121!* Der langjährige gute Ruf meiner �irma bürgt für billige und gewissenhafte Bedienung. Lade ergebenst zur Besichtigung meiner Geschäftsräume ein. Grosses Lager in Brillant-, Opal-, Türkis-, Simili-, Corallen- und Granat-Scbmucks. Goldene Ketten nach Gewicht u. billigst. Facon-Berechnung. Dukaten-Trauringe in jedem Gewicht am Lager. H. Zimmermann 206. Oranienstr. 206. €rold- und Silberwaren-Fabrik. Eigene Werkstatt für Neuarbeit und Reparatur. Telephon: Amt 4a 6549. [3223L* Ohren-Grosshandlung. Glashütter-Uhren. Grösstes Lager in goldenen und silbernen Obren. Goldene I>nnien-Uhi*en Mk. 15,75 an. Silberne Herren-Uhren mit Kette Mk. 10. Goldene Herren-Uhren Mk. 30 an. Km rr rw- gen- und Schlafmobel• Bs-zai- Baby. I. Invalidcnstr. 100, an de 1 Brunnenstrasso. • II Gr. Uraiikfiirterstr. Ii; Ecke Andreasstrasse. III. Oranicnatrasise 31, Eck Adalbertstrasse. IV. ChenssecMtrasse 8, Ecke Schlegelstrasse. ,»>(,00— 130,00 von bjCu— so,« j- Riesen- von 2,50 an von 5,50 an \us\vah' BeHfederri Siandv, 10-100, uq V. Kku�kat. orrerstr« 3 dz VI. Rruniicnistr.'J�1(Humboldhain) v.80,;Ü an VII. Charlottcnburj;, Wllmersdorferstr. 55. Seydelstr. 32, am Spittelraarkt, Ausverkanf der von mir dasolbst erworbenen Konkursmasse. Lieferant des* Post- Spar- und Vorschnss-Tcrcins. Gebriulei* Wölfl' 10 Berlin N., Invalidenstr. 184, Ecke Gartenstrasse. Aufsehen erregende Gelegenheitskäufe. Doppeltbreite ganz schwere Winterkleider- d__.. stoite, keine Waips, Robe— 6 Mtr., für ij510■ Ooppeltbr. ganz schwere Damentuche, Robe: für : 6 Mtr. 3 30 M. Ooppeltbr. ganz schw. Diagonales 3," m. Hochfeine karierte Kleiderstoffe�Biusen, Metrd 39 � Schwarze gemusterte Mohair-Alpaccas. Meter 45 k Hemden-Flanelle, hochfeine Qualität... Meter 25 RL Lakenleinen in ganzer Bettbreite..... Meter 40 Lotlisianatuch, sehr keine Qualität.... Meter 29 Rf Waschechte Blaudruck-Schürzenstoffe.. Meter 41 Rf- Rot-rosa gestreifte Bett-Inietts..... Meter 39 n. Gersteiikorn-Küchenhandtücher, das ganze Dtzd. 1.«- m. Fertige Gingham Schurzen....... stuck 29 Rf ui• i i r. n. in fein, kariert. Must., für.. Kleiderstoff-Reste Blusenn Kinclerkld pnss., 1 ZS u. f 75 M. 2'/- u, 3 Mtr. gross, a Rest Schwere StubcnliandtUchcr.... Dutzend 8.90 M. Damutit-TlschtUchcr......... Stück 50 Pf, Drcll-Scrvlctten......... Stück 19 Pf. Total-Hus verkauf. Laut Beschluss wird das [3245L* En Cliarloffeulbni'g', Berliner Strasse 123, liquidiert und kommen mit eigenen ausserordentlich billigen WM" Taxpre5seny-HW geeIgn.t,zumj|ÜSYgrl{aijf; 4 Mtr. Seiden Blusenstoffe, im carton, Mb. 2,58, 2,98, 3,45, 4,00, 4 70, 4,08. 4 Mtr. Reinseidener Binsenstoff, Im Oorton. Mk. 3,75, 4,12, 4,72, 5,25, 5.08, 6,65, 7,40. 10 Mtr. Seiden-Ballrobe, im carto», Mk. 9,00, 11,40, 12.75, 13,75, 14,75. 10 Mtr. Reinseidene Damasse Robe, Im Oartoa, Mk. 12,75, 14,75, 17,75, 19,50. 10 Mtr. Sammet Robe, Im Gart»», Mk. 12,25, 13,75, 18,25. 1 Seidenrock Mk. 3,«5. 5 05. 7, 00. 1 Seiden Shawl Mk. 1,48. bis 2,05. Alles nur so lange der Vorrat reicht. Adolf Hammepstein, Charlottenburg, Berllnerstr. 123. Xum Wetlmachtsfeste emipüohu dfla Centrai-Korb- II Kliiderwueen-Hafrazln von A. W. Schulz, Berlin, 95 Brunnenstr. 95, vls-i-vis Humboldhaln am Bahnhof Gesundbrunnen sein vorzüglich reich sortiertes Lager in: Pnupenwagen, Sport-, Kanten-, Z elter und Ziegen bock waeen, K li.de i Klapp mIIIIiIc, KindertiNChe n.-Stühle, Trlninph- stühlc, KlnderMchreibpnlte, Blmuen- tiüche, Papierkorbe, IVUschopuirs etc. b in Kinder bettsteilen. Preise aussergowönlich billig. Kein Laden, Yerkaufe>rüuiuc auf dem II. Hof in dem an« 4 Etagen(Fernspr. Amt III, 1767) bestehenden Fabrik- gebünde.(Musterbücher franco und gratis.) 13225L* j®j�����SIannfoktnrwareiiliänscin R.& S. Moses .4, a. Harkthalle. RudolfHoses .«. Ecke Wcissen- bnrgerstrasse. Gegründet im Jahre 1886. Zur bevorstehenden TVdllliftClltSZdt empfehlen wir unsere beiden Geschäfte als cnverlUsslge, reelle nnd billige BczngsqucUc für sämtliche Manuf akturwaren. In unseren modern eingerichteten Geschäftsräumen abends elektrische Bclenchtnng bieten wir unserer Kundschaft eine äUSSOFSt FOiCbhältigO Auswahl und verkaufen gemäss unseren bohannf Foollon GFUlldSätZOU nur gediegene, haltbare Ware?u_ billigsten Preisen. ■Hm Keine Bazar-Aptikel. WWW Ganz besonders empfehlen wir unsere reiche Auswahl in: Kleiderstoffen, Kurzwaren, Scliiruien, Steppdecken, Seidenstoffen, Weiss waren, Herren- Artikeln, Gardinen, Baumwollwaren, Leinenwaren, Wollwaren, Möbelstoffen. Wäsche, Damen- nnd Kinder-Konfektion eigener Anfertigung. Bettsiellen, Bettfedern, fertige Betten. 3207L* Neu aufgenommen haben wir in unserem Hause iifletzepstr. 41s Fertige Hüte und Pntzbedarfs-Artikel. In unseren 22 grossen Schaufenstern und Schaukästen bieten wir stets eine lieh ersieht unserer Lager und ist jedes Stück mit billigstem Preis versehen. Keine Ausnalimefage. Stets billigste Preise Keine Ausverkäufe. jS{ MMMDl Aucli Sonntags bis AVeihnachten geöffnet! Emil Lettre Berlin S. Orauieustrasse 158 Teppicli-Specialliaiis. Mein diesjähriger eüinachts- Ausverkauf W Jeder Mann nun«« seiner Fran chte gute Wring- und Waschmaschine anschaffen, welche die besten Wlifcheschmter sind uitd die nur van mir allein echt zu beziehen sind. Durch den grahen Uinin(> mit dem kletuften Nitren werden dieie ttad) allen Weltgegendeu versandt. AM- Meine nene Wnichinaschine"WG hat so viel Aufsehen erregt, wie leine andere Maschine der Welt. Meine Majchine wascht in 3 Stunden so viel, wie eine Frau in einei:-. Tage mit der Hand waschen würde. 3Z70L* DrehroIIe verzinlt, zum Stellen, mit Prima- Euutmiwalzen 18—30 Mk. Waizon- diehroNon v 25-150 Mk. Vau 150-000 Mk. in 7 verschiedenen Greffen, für jeden Raum passend, stets vorrätig, seinffe Glättung der Wäsche. Tausende Maschinen in Betrieb. Unzählige Anerkennungen. Preislist, gratis u. franco. A. Prasser, Berlin NO., Kaiserslrasse 44, Maschinenfabrik. Silberne Herrenuhr von 7 Mk. 50 bis 30 Mk. Echt goldene Damenuhren von 15 Mk. an bis 500 Mk. Goldene Herrennhp von 30 Mk., mit Sprungdeckel von 40 Mk. bis 1000 Mk. Uhren, 3-jährliche schriftlloba Qarantt«. Qoldin- Uhren prima Werk, prachtvolle Ausstattung mit Sprungdeckel von 10 Mark an. Opat-Qarnltur.a, TOrkl». Garnitoren, Caprubln-Oarnlturan in den entzückendslen Mustern zu sehr billigen Preisen. Echte Brlllant-Rlnoe von«k. 9.00 an.,.. Echte Brillant- Ohrrlas« Mk. 27.00. Wir bemerken ausdrücklich, d.iss die cmrähnten Brillant- Ringe und Ohrringe feine Splitter, sogenannte Rosen, sondern gute Brillanten im Mkar. Gold gefasst sind. 1 Reparaturen""u" I enorm billigen Preisen auf das beste hergesteilt, so dass wir darin einzig dastehen. Beachtung! Beamten, Kaufleuten, Handwerkern, Landwirten u. Militär-Personen ist unsere Finna als gute und reelle Bezugsquelle bekannt, doch annoncieren wir noch, um es auch denjenigen mitzuteilen, die es noch nloht wissen. -Ringe, welche wir führen, haben eine solche Beliebtheit, dass die Fabrik 1899 über 27000 angefertigt hat. Ermässlgte biiligata Preise. Sie Ihren Bedarf in Boldwaaren and Uhren decken, besichtigen Sie unsere zu fabelhaft billigem Preise zum Verkauf gestellten Gegenstände. Kein Kaufzwang. warum wir so billig verkaufen können, Hegt darin, dass wir die grossen Unkosten für einen Laden sparen und dass wir in grossen Posten viel billiger einkaufen können, als viele andere Geschäfte. GolduJaaren- und ühren- Industrie E. Wolfr& Stiller, Berlin WoT Friedrichstrasse 68, M-ai zwischen Tsuben- nnd Mohrcnstr. ssc, Grosshandel. Export. Versandt. —— Kataloge- Sämtlicher Artikel der Gold- und Uhren- Branche. Einzelverkauf nur Hof part. rerlobungs Ebe Geheimnis Brunnenbad, BrUiineiiStr.lG. Loh-Tamiln-, Dampf-. Heiffluft- uud Saubbäder. sowie alle Bnder einzelner Körperteile(Arme, Beine). Kohlensaure Bilder mit Nanheimer Miittcrlange. Zlanzagv-Aantalt mit neuen mech. Apparaten(1 St.). Masseur seit 1884.— Kein geprüfter Kursusmasseur.— Seit 10 Jahre» für sämtliche Kranfenkassen.[2461L* Massage Ailialc: Tnrmstp. 4G, von 4—6 Uhr. H. Mania und Frau. Für 38 Mark fertige feine Winter-PaletotS nach Mab, für 30 Mark hochfeine A» ziige nach Mah, für 8—12 Mark seine Hose» nach Mab. 31961!* RIcseii-Stofflager. Krailsettstr.U.f.ktikLlldtg. bietst in allen Abteilungen besonder, günstig« Gelegenheit zu vorteilhaften Einkäufen. jgnvllckgesctzte Teppiche darunterPrachtetückein Brüssel, Axmlnster, Perser, Velour, Tapestry, Englisch Block, Velvet und Smyrna. Sofa-CrBssa a 5, 8, 10, 15— 40M. Salon-Grösse a 1 0, 15, 20, 30— 150„ Saal-Grösse a 30, 45, 60, 75—500„ und Stores!! in Tüll, Spnclitel und echt Point lace wundervolle Neuheiten! Steppdecken, Portleren, Tisch-, Schlaf- und Reieedeckon, Fellteppiche, Bettvorlagen etc. Hein neu erachlcnoncr P racht- Katalog (mit ca. 430 Illustrationen) wnnderbar ausgestattet gratis und portofrei! Die schönsten und passendsten Weihnachts- Geschenke sind gut gearheiteto 3152L' Steppdecken Am besten und billigsten direkt in der Fabrik Bernh. Strobmamlel Berlin 9., 7S Wall str. 7%, wo auch alte Decken aufgetrb. werden TpeclalgeschSft für fertige Wilsche Emil Vogt Berlin SO-, Crmticiiftr. 169, zwischen der Adaldertsiraffe und dem Oranienplntz. s3LS2L* Oberhemde». ServitenrS.Krage». Manschetten. Krawatte», Damen- und Kinder-Wäsche. tOardincil. Schürzen:r. Nur gute Ware zu billigen Preisen. Eigene Wascheuäherei im Hause. Tranrinqe! Reell, 900 gestempelt, 7 Gr. 20,50 M., b1/, Gr. 15,50. Alle anderen Geldsachen ebenso reell. Hngo Lcmite. Auguststr. 91, an der Oranienburger- straffe. Gegründet>840. 2Ö02L» «I» ofl n nn gtiUDt wird: Wleio unondrea LI« noch bei dem h» deutende« Umreng««. der geweltlgcnAuewehl Ihre, Seschänea? ft V f Wie tun Jemand I J Anlworiitguold";- offurir»« Ibra auseergewiihnl. prechtv Asser. timente i. Uhren u. Soldwaaren zu anerkannt d!II gen Prtleen. König str. 22 befindet«ich vor d.Hause d. Muster Ausstellorg mit deutl. tieh'.barer Preisnotirung, dar Kinael- verkauf aber nur I.Kof parterre, Sonntags offen dl» 8 Uhr Abend». Anf besahränktem Ranm einte« Preise oouranter Scbmackwaaren: Pinna echt Gold,»eeetelleh cesleoiBelt, nillycj mit echten Opalen, Perlen, Tür- ki»en und Farbstcinen, iür Knaben nnd Mädchen MU. 1,50, 2,-. 3,- bis Mk. Ebensolche Steine, sehr solid, in reizenden Mustern, für Damen und Herren 6,-, 8,-, 7,-, 10- bis 20,- Mk. etc. Armbänder, s�p�äÄÄitfe1: 9-, 12,-, 15,-, 17,-, 20.- bis 30,- Mk. etc. Rpnnliae acht Gold,»esetzlirh gestempelt Diouies, init gleichen Steinen 5,-, 7,-, 9.-, 10,- bis 22 Mk. ete niirpSnr- ee?»tz!ich gestempelt, mit Unriinyb, gleichen Steinen 2.-. S,-, 4,- 5-, 7,-. 9,- bis 18.- Mk. etc. Lange Damenketten in 13 Ve kar. Gold-Piated 10,— bis 15— Mk, in Gold-Üoubld 8,— bis 8.— Mk- Wir bitten daran! an acliten, das* wir fltr Jede übr reelle Sllbrize scbrifüicbe Garantie Iür inten Gase leisten. Silberne Herren-Uhren von 9,— Mk. an Goldene do. von 38 bis 800 Mk. etc. Goldene ßerooutoir-Damon-Uhren von 16 bis 800 Mk. etc. Uhren. Unteren fachmännieoben Kenntnifsen verdanken wir unteren grossen Absatz. Wir sind stets bestrebt, vom Guten da» Beste ru liefern, denn das wirklich Gute bricht sich immer Bahn! Beurtheilen Sie daher unsere Preise nach der Qualität, das Renommt unseres Geschäfts ist beste Gewähr dafür. In Uhren haben wir ganz besondere Attrsctionen: Werths von torzflglichen Werken, schönen Formen und Geschmack. Wir kauften einen enormen Vorrath von den grössten Fabrikanten der Schweiz. Grosse Einkäufe folgern immer kleine Preise. j Brillanten. Als erfahrene mercanti'e Juweliere sind wir für jede Erregung des Weltmarktes empfindlich. Es geht kein Schwanken der Werthe unbeachtet an uns vorüber. Wenn auch Brillanten um fast die Hälfte im Preise gestiesen nnd höher im Einkauf, bleiben unsere Preise für jetzt dieselben wie früher, da wir in guter Voraussieht die Conjunctur bei Zeiten wahrnahmen. Wir haben reichhaltige Auswahl in allen Genres von dem einfachsten Reif in 14 kar. Fassung für 8,—, 10,—, 15,—, 20,— Mk. aufwärts bis zu den prächtigsten Combinationen edler Stein« in perfec testen Modellen. Altmodische §019-Schmucksachen. Falls Sie alte, auf die Seite gelegte Schmnekaachen im Hause haben, welche Niemand mehr trägt, weil aie altmodisch im Master sind, giebt es keinen Grund, warum Sie dieselben nicht gegen neue umtauschen oder in moderne Dessins umarbeiten lassen sollten. Wir sind Juweliere und Fabrikanten und machen den Umtausch oder übernehmen die Umarbeitung und creditiren Ihnen den vollen Gewichts-Werth des alten Goldes, oder auch, wenn vorgezogen, nehmen wir diesee für Baar zum Curswerth in Zahlung. Exquisite stilvolle Master in reicher Col- lection finden Sie stets bei ans am Lager. Uhren- und joldvaaren-preise. Nicht der Preis macht int Hapdl zeug, eine kaufen. Es gien ____________»einen Gs'egenheilskauf*. Hand karren- Hansirer. die Ihnen e'n Spiel- Taschenuhr genannt, für 10 Ff. ver- Es gehören zwei Dinge zu»einem guten Kanf— Preis und Qualität. Sieht man zu viel auf eines dieser beiden Dinge. dann kann man bei»einem billigen Kant" sehr schlecht fahren. Ein reeller Kauf—»Ein Einkauf bei uns"— ist ei» solcher, bei weichem der Preis ginan der Qua'ität die Waage hält. Wir verlangen nie einen Preis, der unter dem Ko.steupreis«der höher a» roeht nnd killig. Wir verlnnsen einen reellen Preis für einen reellen Artikel und halten fest an diesem, ohne uns du ch andere scheinbar niedrige Angebote beirren su lassen, von der Güte unserer Qualität abzugehen. Üonn die Politik des Notirens nirdriger Preise. welche es den Knuden übe läset,»ns-uhnden das« sie wlndcrwerthige Gua itär scb'echte Arbeit und Material repräsemiren. ist nicht dl« Politik, welche zum Erfolge führt und das Vertrancn gewinnt- Solche Würau, gleichviel zn welchem Preise, werfen kein Kenornm* auf dun Käufer oder Verkäufer. Solche Waarea ofieriren oder verkaufen wir niemals. jarantirte Schrnwckwaaren. Schmuck und JKode. Die Garantie einer Taschenuhr, eines Juwels oder irgend eine».Schmnckgegenstandes ist ahso.ut werthlos, ausser sie wird von einer Finna von anerkannter Veraufwortdchkeit und Integrität gegeben- Viele Leute kaufen Sscbmucksacben von aber» band obscuren Finnen nnd Golegenbeitsi'änd'ern von Hand zn Hand und meinen dann:„Es ist alles in Orcmmg. ich habe deren Garantie." Sag man ihnen:..Wenn nun aber diese Firma ihrer Garantie nachzukommen sich weigert?" Dann antworten sie:»Dann kann ich sie verklagen." Die meisten Menschen. kaufen aber nicht Scbrauck- sacben. um sich Oericutsveruand ungen auf den Hals zn laden. Untiere«aranfle lat durch einen long- IShrigen Ruf ficaeclu. Der bürgt fUr jede Garantie. Denn grosses ß nomine bringt grosse Verantwortung mit sich. Wir haben du ch Oficrirung von strict reellen Wnireniti hl ligsten Freisen, zu weichen gute Qualitäten. gut gemacht, versauft werden können, ein ktossi-s Geschäft autgeöant. Ma.ikann sich darauf ver- assrn. dass VVaarcn. so wie angegeben und von solcher Qualität und so b" gesielll sind, dass sie emcfoMen werden können: Preise und Qualität sind msrkirt. Es ist eine irrige Auffassung, wenn 8ie . meinen, dass Schmuck ein überflüssiger I Luxus Artikel isL I Zur richtige» Ausstattung gehört auch entsprechender Schmuck. Wenn derselbe richtig ausgewählt und zur Kleidung hübsch nett nach der Mode angelegt ist verleihen Erzeugnisse graziöser Form Chic, Kelz und Eleganz. In dieser Saison sind die bezaubernd schönen, in Hegenbogen-Farben schillernden glückbringenden Opale hochmodern. Sie werden zu Bingen, Braches, Armbändern, Ohrringen nnd anderen Geschmeiden verarbeitet. Feine Formen im Stile der Jugend sind bevorzugt Unsere Collectlon birgt ein so ausser- gewöhnlich grosses Assortiment dieser wunderbaren Schmuckgegenstände das« auch bei bescheidensten Verhältnissen das Passende zu finden ist Naehmittaca Ist immer sroaser Andrang. Wir halten deshalb fUr Käufer, die Vormittage kommen, reizende Präsente reservirt. goldwaaren-Jndustrie gdmonte S Ci Königstrasse 22, nur Hof parterre. Dektrlicber Kraltbetrleb.— Grosshudel.— Ezpsrt.— Versand sämmtlicber Aitikel der Gold-, Silber- n. Ubrenbrancbo. PretBllste gratis nnd frnneo. Elnaelverknnf nnr Hof parterre. Wir tansehen reell Jeden nicht convenlrenden GegeoMtand am. Offen bis 10 Uhr Abends. Jeder, such tfiellwelter Msclidruck wird«trafreditllcli verfolgt ftl® für elegante u. billige Eigene Fabrikation, fflassanlertigung unter Garantie tur tadellosen Srz. JannowitzbpQcke I, Ecke Alexandcrstr. n. Holzmnrktatp., part. a. I. Etage- Für die Winter-Saison empfehlen wir als besonders vorteilhaft unsere Special-Artikel Feste, sehr billige Preise. JannowitzbrOcke 1. Winter-Paletot„Theophtl"... 3 m. in eleganter Ausführung 36, 30, 34, IS, 13. Winter-Anzug„Sparta".... O Mb. Winter-Hose„Herkules"..- a. Kammgarn u. Gheviot 10, 8,50, 7,35, 5,50, 3,75, WWter-�oppe„l.nna".... aus gut. Loden u. wollen. Lo/mnfutter 12, 9, 75, 8,25, 6,25« Hohenzo'.lem-MäntelundHavelockSvonß�S aus reiner Wolle, neueste Muster, 88, 37, 34, 20, 17,50, IS. Schlafröcke In groteet Auswahl. Kinder- und Knaben-Garderobe spottbillig Anfertigung Innerhalb 34 Stunden In eigenen Werkatätten unter Leitung erster Zuschneider. BOT* Bfen aanfeenoramen,«ehr preiswert! V\ Herrenhilte in allen Fa�ons, prima Filz, Mk. 2,30. Sonntags offen bis 8 Uhr Abend». En gros Export En detail JannowitzbrOcke 1. und PolstenN-Fabrik ausgedehntes Lager. Princip: Gut und billig. I p? s' l-A°dLdergeratr. 41 1. t£ f. U. OLfilUiZi, Teilzahlung gestattet. Unifs Vüigttlichrs Grsktzlilich | >WM> nebst Einfübr.-Gef. u. Jnhaltsverz. Gar. vollst. 2«0Z Paragr. Gr hlaaeenurtikel! Hur in Postpak. enth. 2B Expl., daiierh. droch. U. Vefchn. a 25 Pf., oder 22 Expl. donerb. geb. a 40 Pf. p. Nad,n. L. Sobwarz A Co., Berlin 0. 14, Neu« Jalobstr. 9 «Mi 7. 4217. Scholz «Mt 7. 4217. 35 Koppenstrasse 35, Ecke Frankfavterstrasse. .rösst lerter mm Gala-Enmille In allen Farben nnd Dekor». Waschtische, Küchenwagen, Beibemaschinen, Gowürzspinden, Ofenvorsctzer, Kaffeemühlen, Servierbretter, Stahlwaren eto. PV Ria 31. Dezember extra billige Ananahme-Preiae. Umtausch gestattet 318ÖL* Streng reell. Wein 3103L» zum Auaachank aebr geeignet! ezeichnet im Dcsehmack, jtr. 65,—, Oxhoft M. 120,—. aliaa, rot, wie Porttvein, aase garantiert rein, 16 Ltr. M. 7, Engen Reumann& Co., Möbel und Polslerwaren. Arbeil, Suberst billige K«gsH» g,> r-- Preise, empfiehlt»4�84441�, Melelieiibergerftr. 5. Auch Tbeilzahlinig!<* Centrai-Leihhaus, Jägerstr. 72, Grösstes Etablissement seinei* Art in Berlin. Täglicher Verkauf von eleganten, modernen Herbst- und Winter• Paletots und Anzügen vonMk. 10, 12, 15, 20, 25— 30 Prima. Knaben- und Jünglings- Anzüge, Kammgarn• Salon- Anzüge, Hochzclta- Anzüge, Alles fabelhaR billig Goldene nnd silberne Herren- nnd Damen-Uhren, Ketten, Ringe, Regulatoren, Teppiche, Herren- nnd Damen- Stiefel. Tausende eleganter Herren-Garderoben sind jetzt znr Winter-Saison zum billigsten Verkauf gestellt und sind Baach-Sachen, selbst für die korpulentesten Herren passend, in grosser Auswahl vorbanden. Aach sind die bekannten KonatsaaaeheB(In den felnaten Werkattttten teils anf Seide nach Rasa bestellt) vorrätig. Geb» nnd Heisepelze 5ür Herren.— Mäntel.— Joppen.— Schlafröcke- Winter» Damen-Mäntel) Capes u. Jacketts f anch Herren-Gmnmimäntel neuester Fahrns, zu spottbilligen Preisen. Poliz. conc. Leihbans. Beate Sonntag geöffnet von 8—10, 13—8. Verantwortlicher Redarteur: Paul Johu w BeriiiL Mr den Inieratemett verantwoMich: Ib. Glocke In Berlin. Trud uns SFcriag von iviax Babing in Berlin. 205. lk. MtWg. 5. Ifihje ilts, Jormittö" Kerlim Nollisblatt. s«'"»-s.l7.stWdttl800. Die Erhöhung der Kurkostett in den Berliner Krankenhäusern und die Krankenkassen. Aus ärztlichen Kreisen ivird uns geschrieben: Vor einigen Tagen ging durch die Zeirunge» eine Noliz, derzufolgc dcr Miuisier für das Mediziualwesen verfügt habe, daß vom t.' Januar 1900 für die Charit« eine Erhöhung der Verpflcguugskostcn von 2 M. auf 2.59 M. für Erwachsene, von l ßO M. auf 2 Bt. für Kinder eintritt. Da� diese Bekanntmachung des Ministers erst kurz vor Jahres- s ch l u ß erfolgt, dürfte seinen guten Grund haben: wird es doch. auf die Weise dcnüberraschten Interessenten, insbesondere den Kranken- lassen Berlins, fast unmöglich gemacht, zu der geplanten Ver- teuerung der Krankenverpsleguug Stellung zu nehme»— bevor der Pia» nicht schon Wirklichkeit geworden ist. Am 1. Januar stehe» denn die Kasse» vor der vollendeten Thatsachc und niüssen bei der Not- läge, in der wir uns in Berlin mit Bezug auf die Krankenhäuser bestuden, in den sauren Apfel beiden. Beiläufig gesagt ist diese Aus- bcutung der Notlage der Bevölkerung eine für unsere Zeit ganz be- zeichnende Anwendung dcS Gesetzes von Angebot und Nachfrage: ivcil feit Jahren Sraat und Gemeinde ihre Pflicht verabsäumt haben, weil die Berliner Stadtverwaltung allen von unserer Seite erfolgten Mahnungen zum Trotz zu wenig Krankenhäuser erbaut, so daß Jahr für Jahr eine Ueberfüllung eintritt. Kranke vorzeitig entlassen werden, um anderen Platz zu machen, und Schwerkranke von Krankenhaus zu Kranken- hauS pilgern müssen, ohne Aufnahme finden zu können, weil also das Angebot nicht entfernt der Nachfrage genügt, glaubt die Charit« Berwaliung die Zeit gekommen, die Kurkosten erhöhen zu können. ES war ja sclbstvcrstäudlich, daß die übrigen Berliner Kranken- hauser, voran die städtischen, sich beeilten, es der Charit« nachzumachen, wenn diese Erfolg hat. Ist einmal der„Marktpreis" für de» Ver- pflcgungstag auf 2,50 M. gestiegen, so müssen schon die anderen Hospitäler aus Selbstinteresse folgen, lind was den Krankenhäusern rcchlstsl, ist den Rekonvaleszenteustationcn und den Heim- statten für Tuberkulose billig. Auch zu diesen Anstalten ist der Andrang seit vielen Jahren so groß, daß im Hochsommer bis zu ll, 4 Monaten vergehen. bevor der Kranke aufgenommen werden kann. Also warum nicht auch hier den Versuch machen, durch Er- höhung der Verpflegungssätze das Mißverhältnis zwischen Angebot Nachfrage zu ändern! Gelingt es demnach nicht noch in letzter Stunde. das vom Mediziualmiuister geplante und sicherlich vom Finanzmiuister aus- gehende Vorgehen der Charit« zu hindern, so haben die Kassen mit der Erhöhung der Kurkosten in allen Berliner Anstalten um 25 Proz. zu rechnen. Das wäre ein s ch>v e r e r S ch l a g für die Kassen, für d i e K r a n k e n und für die öffentliche Gesund- heitspflege. Für die Krankenkassen bedeutete es eine Mehransgabe, die viele von ihnen überhaupt nicht zu leisten im stände waren, selbst wenn der Wille dazu vorhanden wäre. andere wieder nur, wenn sie daS Krankengeld erhöhten rcsp. die übrigen Leistungen (Höhe und Dauer der Unterstützung) herabsetzten. Für die Kranken bedeutete es eine noch mehr als heute erschwerte KrankcuhauSbehandlung. Schon heute lassen vielfach die Kassen, je nach dem Stand ihrer Finanzen, die H ü h e des Krankengeldes und nicht die ärztliche Anordnung darüber cnt- scheiden, obdieNufnahincinSKrankenhauSzuerfolgen hat. Kassen, welche nur die Hälfte, ein Drittel oder noch weniger von diesen Verpflegungssätzen außerhalb zu zahlen verpflichtet sind, inachen bezüglich der Aufnahme ins Krankenhaus oft Schwierigkeiten oder v e r iv e i g c r n sie auch geradezu, trotzdem gerade diese Kranken eben wegen des ganz nnzu- reichenden Krankengeldes die AnstaltSbchändlnng am nötigsten haben. Hat doch sogar kürzlich eine bekannte Hilfskasse für Frauen und Mädchen cS fertig gebracht, ihren Mitgliedern und Aerzten vorzuschreiben, daß jcde Ausnahme in ein Krankenhaus der� vorherigen Genehmigung des Central- vorstandeS bedürfe, welcher in Südwest- Deutschland residiert! Man kann sich hieraus ein Bild machen von den Folgen, die eine weitere Erhöhung des Krankengeldes auf 2,60 M. pro Kopf und Tag für die Kranken haben wird. Während die Anstaltsbehand- kling bei den unzureichenden Wohnungs- und VerpflcgiuigSvcrhält- nifsen der arbeitenden Klassen einerseits und der fortschreitenden Entwicklung unserer Krankenhauser andererseits immer mehr an die erste Stelle der Krankenpflege überhaupt tritt und treten muß, während es namentlich in der großen Masse aller akuten Erkrankungen schon die Rücksicht auf die Ucbertragbarkeit der Krankheit, also ei» öffentlich- hygienisches Interesse die Ucberführung ins Krankenhaus gebieterisch verlaugt, haben die Charit« und der Herr Medizinalininister liichts Eiligeres All thun, als unter Ausbeutung der augenblicklichen Notlage der Bevölkerung die KrankeuhauSkosten zu erhöhen und damit die Aufnahme zu erschweren. Die Charit« hat nänilich den Zeitpunkt für diese humanitätS- und gesundheitsschädliche Maßnahme rickitig gewählt, indem sie jetzt vorgeht, Ivo sie. im U m b a u begriffen, nicht in der Lage ist, größere Zahlen von Kranken aufzunehmen, wo onderscits das neue und große vierte städtische Kranken- HauS noch nicht vollendet ist und' die vorhandenen Anstalten sämtlich überfüllt sind, wo daher ein wirklicher Notstand für Kranke existiert, die der Austaltspflege bedürfen. Demgegenüber ist cS Pflicht der Arbeiterschaft und insbesondere der in de» Krankenkassen organisierte», durch eine schleunige ins Leben gerufene P r o t e st b e w e g u n g großen Stils dieses kultur- feindliche Vorgehen des Herrn Kultusministers rückgängig zu machen. Miiidesteiis soweit cS sich um Mitglieder der Krankenkassc» handelt, mutz eS bei den bisherigen Verpflegungssätzen verbleiben. Sollte aber dies Vorgehen erfolglos sein, so müßte wieder ein- mal in der alten Weise vorgegangen werden. Der Boykott gegen die Charit« hat dem Fiilanzniiiiister die Millionen abgezivungen zum Neubau des Kraukenhauses, er würde auch in dieser Frage erfolgreich sein. Freilich nicht jetzt, wo er infolge des Umbaues der Chante-Verwaltilng ganz gut passen würde, sondern dann, wenn es uns paßt mid der Charit« am wenigsten. Endlich aber sollten die Krankenkassen die Idee ernstlich erwägen, ob es nicht an der Zeit ivärc, eigne, den Arbeitern ge- hörende K r a n k e n a n st a l t e n z» errichten, nm sich wenigstens für den Notfall von Staat und Gemeinde unabhäiigig zu machen. Der Prozeß Gehlsen. Der am Montag vor dcr zlvcitcn Strafkammer des Landgerichts II anstehende Prozeß gegen den„Sieichsglöckner" Gehlsen u. Gen. ist geeignet, sowohl wegen der Person des Hauptangeklagten, als auch wegen der Dinge, um die es sich handelt, das Interesse weitester Kreise zu erregen. Die Anklage gegen Gehlsen lautet auf ver- suchte und vollendete Erpresfung, versuchten Betrug und öffent- liche Beleidignng. Mit ihm hat sich der Kaufmann Samuel Paul Gerhard K r a u s e wegen Erpressung und der Grund- stücksmallcr Saling Fischer wegen Beleidigung zu ver- antwortcn. Heinrich Joachim Gehlsen hat als Herausgeber der „Eisenbahll-Zeituiig". die später den Titel„Reichsglocke" erhielt, in den siebziger Jahren viel von sich reden gemacht. In dieser ..Reichsglocke" erschienen viele bissige Actilel gegen den Fürsten Bismarck. Bleicbröder. Miguel, die„Gründer"-c. Man vermutete damals allgemein, daß hinter Gehlsen Persönlichkeiten von hohem Range standen, die ihrem Groll gegen den Fürsten Bismarck lvegc» des Amim-ProzesseS dadurch Lust machten, daß sie die„Reichsglocke" lviederholt zum Sturmläuten benutzten. Graf Harry v. Arnim hatte im Dezember 1874 ivegev Hinterziehung amtlicher Schriftstücke vor der 7. Kriiniiialdcplltation des kgl. Stadtgerichts unter Vorsitz des Direktors Reich gestanden. Letzterer bildete alsdann die Zielscheibe heftiger Angriffe in der„Rcichsglockc". Anfang Dezember 1876 erschien'ein besonders kräftiger Artikel, der für so ungeheuerlich gehalten wurde, daß die sofortige Verhaftung Gehlsens beschlossen wurde. Letzterer mußte ober wohl von der ihm drohenden Gefahr Kenntnis erhalten haben, denn als seine Verhaftung vorgenommen werden sollte, war das Nest leer und Gehlsen bereits über alle Berge. Seine damaligen verantwortlichen Rcdactcure mußten schwere Strafen über sich ergehen lasse», er selbst wurde„in contumaciam" zu 4 Jahren 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat die Strafe nicht abgesessen, sondern in London Aufenthalt genommen und dort sofort wieder seine jourualistijche Thätigkeit aufgenommen. Wie später festgestellt worden ist, schrieb er unter dein Namen«Keller" mehrere Jahre lang Londoner Korrespondenzen für eine große Berliner Zeitung In London ivar in manchen Kreisen die Ansicht verbreitet, daß Gehlsen mit den iiitcrnatioilalen„Schlittenfabrcrn", die in großem Maßstab den Kreditschivindel betreibe», in Verbindung ge standen habe, doch ist dieser Verdacht ohne Beweis geblieben. Im Jahre 1877 ließ er eine Schrift über den Fürsten Bismarck unter dem Titel„Das kleine Buch vom großen Bismarck" erscheinen. Als Kaiser Friedrich bei seinem Regierungsantritt im Jahre 1888 die Amnestle erließ, wurde auch für Gehlsen der Weg nach Deutschland lvieder frei. Er blieb noch sieben Jahre in England und kehrte erst im Jahre 18S6 hierher zurück. Er nahm in Charlotteiibnrg Aufenthalt mid machte auch hier wieder viel von sich reden. Er gründete die „Charlotte ii blirgcr Stadtlaterne" und das„Char- lvttcnbiirgcr Wochenblatt" und soll nach den Behauptungen der An- klagcbehörde diese beiden Blätter zu schlechten Zwecken benutzt haben, ES wird nämlich behauptet, daß gegen solche Personen, die sich weigerten, ihm die gewünschten Inserate zu geben oder auf seine Zeitungen zu aboiiincren, in den letzteren mit rücksichtslosen Angriffen und Verleumdungen vorgegangen worden sei Eiiier dieser Angegriffenen hat sich angeblich in seinem Zorn über dieses Verfahren eines Tages zn einer' Roheit hinreißen lassen und er begegnete Gehlsen in der Passage und schlug ihm mit einem Stock über den Kopf, so daß ihm die Brille zerbrach. Die Sache hatte für den Angreifer nnangenchme Folgen, denn er wurde zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Natürlich lag ihm daran, die Gefängnis- strafe lo- zu werden und er wandte sich an Gehlsen mit der Bitte. seinerseits ein Gnadengesuch zu unterstützen. Gehlsen entsprach auch diesem Ersuchen, allerdings unter der Vor- beding n n g einer sofortigen Zahlung von 500 M. Im Jahre 18Ö8 wurde in Charlottenburg der Eisenbahn- Direktor a. D. S t r ö h l e r als iiationalliberaler Kandidat für den Landtag aufgestellt. Gehlsen stellte sich ihm zur Agitation für seine Person zur Verfügung und soll sich dafür 500 M. im voraus haben zahlen lassen.— Sehr böse ist Gehlsen gegen den Charlottenburger Kreditverein vorgegangen. Es wird behauptet, daß er auch den Vorstand dieses Vereins vergeblich ersucht hatte, ihm Inserate zuzuwenden, und daß er dann gegen den Krcditvcrcin einen fulminanten Angriffs- artikcl losgelassen habe, der große Beunruhigung in weite Kreise hiiici'ntrug und den Kreditver'ein arg schädigte. Dieser erste Artikcl fand noch mehrere Nachfolger und nun wird behauptet, daß er diese feruercu Ariikcl vor ihrer Veröffentlichung im Fahneuabzuge den Direktoren und Anfsichtsratsmitglicdcrn zugesandt und diese dadurch so mürbe gemacht habe, daß sie ihre Ruhe durch zwei- malige Zahlung einer größeren Geldsumme erkauften. Als der erste Artikel erschienen war, erklärte sich der Krcditverein bereit, Gehlsen zur Widerlegung seiner Anklagen die Bücher der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Gehlsen nahni diese Durchsicht der Bücher nicht selbst vor, londern beauftragte Krause, der mit ihm die bekannte Brandt' schc Millioncnerbschaft bearbeitete, damit, welcher dieser Arbeit einige Stunden opferte und dann dafür 200 Mark liquidierte. Als die Bank diese Forderung nicht anerkennen wollte, erschienen neue a n g r e i f e n o e Artikel, bis Krause dann mit 160 Mark abgefunden Ivnrde. Hierin erblickte die Anklage bchörde eine Erpressung des Krause. In ähnlicher Weise war die„ I m m o b i l i e n- V e r k c h r s b a n k" den Angriffen in den Gehlsenschen Organen ausgesetzt. Auch dies Institut soll sich durch Hergäbe von 1000 M. Ruhe erkauft haben. Mit dem Betrugs- versuch hat eS folgende Bewandtnis; Im Jahre 1806 strengte der Berichterstatter der„K ö l ir V o I k S- Z t g.", R c tisch el, welcher sich um die Entlarvung der Londoner„Schlittcnfahrcr" ver- dient gemacht hatte, gegen den damaligen � Redacteur der „ R h c i n i s ck- W e st f ä I i s ch e n Z e i t u n g". Diedr. B ä d e ck e r zu Essen eine Beleidigungsklage an, weil dieser unwahre Thalsackien über ihn verbreitet haben sollte. Gehisen soll dem Angeklagten angeboten haben. ihm gegen Entgelt das Material zu'beschaffen. damit der Wahrheitsbeweis mit Erfolg an- getreten ivcrdcn könne. Bädecker ging darauf ein, er gab Gehlsen cineii Gutschein über 2000 M., der eingelöst werden sollte, wenn er als Sicher aus dem Prozesse hervorging. Dies geschah nicht, der Wahrheitsbeweis mißlang vollständig und Bädeckcr wurde zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Natürlich wurde der Gutschein unter diesen Umständen wertlos. Als Gehlsen im vorigen Jahre von seinem Drucker um Zahlung gedrängt wurde, erinnerte er sich dieses Scheines, und obwohl wissend, daß derselbe wertlos war, soll er damit den Drucker zu befriedigen versucht haben. Dieser legte den Schein dem Zlusstellcr vor. der die Zahlung ablehnte und das Papier an Gehlsen zurückgab, der nunmehr versucht haben soll, es bei dem Weinhändler Felke gegen Bar umzusetzen. In den Anklagen wegen Beleidigung handelt cS sich um Angriffe gegen den Charlottenburger Magistrat, die Stadtverwaltung überhaupt und den Stadtsckretär K u h l o w. Es' wurde in einem Artikel im„Charlottenburger Wochenblatt" behauptet, daß„korrupte kommunale Zustäudc eingerissen seien" und i» betreff des Stadtsekretärs die Behauptung aufgestellt, daß der- selbe bestechlich sei. In die letztere Angelegenheit ist auch der Kauf- mann Saling Fischer verwickelt worden. Er soll einem Kollegen des Kuhlow gegenüber Aiispiclungcn gemacht haben, daß Knhlow gegen Geldgeschenke nicht nnempflndlich sei. Diese Bemerkung ist weiter getragen worden und auch zur Kenntnis Gehlsens gelangt, der sie zum Gegenstände eines Artikels machte, Beziehungen zwischen Fischer und Gehlsen haben nach keiner Richtung beltanden. Die Verteidigung Gehlsens liegt in den Händen der Rechts- anwäll« Dr. Werlhaiier und Dr. Löwenstein. Alle in letzterer Zeit von der Verteidigung beantragten Entlastungsanträge sind abgelehnt worden. Es ist auzunehmen, daß solche von der Verteidigung in der Haiiptverhandlmig wiederholt und von Gehlsen selbst erweitert werden, wodurch allerdings ein Zuendeführen des Prozesses in Frage gestellt werden würde. Vevfamnrlungrn. Die Ccntralkommissio» der Krankcnkaffcn hatte am Frei- tag eine Versammlung von Aerzten, Kassenbeamten usw. einberufen, die in der Berliner Ressource stattfand. Zunächst berichtete Dr. Friedebcrg, daß die unentgeltlichen Sputum-Uiitersuchmigen lungenkranker Kasienmitglieder, welche bisher im Institut für In- äktioiiS-Krankheiteu stattfanden, nunmehr in der Poliklinik des Prof. � cnator unter Leitung des. Professors Max Wolfs vorgenominen werden. Eine Behandlung der Kranken— wie irrtümlich angenommen»verde— sei mit diesen Untersuchungen nicht verbunden. Die Untersuchungen finden auf Ueberweisung durch die behandelnden Kassenärzte statt. Die Centralkomniission hat IleberweisniigSformulare drucken lassen, dieselben sind in den Bureaus der Kranlenkasscit und bei den Aerzte-Vereinigunge» zu haben. Die Ccntralkommissio» er- wartet, daß die Aerzte mehr al� bisher von dieser Einrichtung, die sich gut bewährt hat, Gebrauch machen.— Einer der anwesenden Aerzte gab der Ansicht Ausdruck. daß das Institut kein dringendes Bedürfnis sei, da sehr viele Aerzte dieSpiltuiii-Untersuchungen selber anstellen können. Einer Mitteilung des„Lokal- Anzeiger" zufolge solle das Institut sehr stark, sogar von Patienten aus allen Teilen Deutschlands in Anspruch genommen werden. Unter solchen Umständen würden die Untersuchiiiigen nicht immer mit der erforder-- lichcn Gründlichkeit vorgenomiiien werden können. Nach dem„Lokal- Anzeiger" solle auch mit dem Institut ein großer Ticrstall verbunden sein. Das lasse darauf schließen, daß hier eine neue Serumtherapie an den Kranken probiert werden solle, was durchaus nicht im Interesse der letzteren liege. Professor Max Wolff führte demgegenüber ans. er sei durch die Mitteilimgen des„Lokal-Anzeiger" sehr über- rascht, dieselben treffen in leiner Hinsicht zu, ebensowenig wie die an diese Mitteilung geknüpfte Befürchtung des Vorredners. Die Untersuchungen würden nur von solchen Assistenten vorgenommen, die als in dieser Hinsicht durchaus sachkundig und gewissenhaft erprobt sind. Zum zweiten Punkt der Tagesordnmig führte Dr. Friedebcrg ans: Tie Krankenkassen seien bereit, den Aerzten Gelegenheit zu geben zur Anwendiing von Nährpräparaten in dcr Ärankcnbehandlimg. Die rein medikamentöse Behandlung trete vor der physikalisch-- diätetischen mehr und mehr zurück. Die Anweiidimg von chemischen Nährpräparaten sei— in Ermaiigeliing von natürlichen kräftigen Nährmitteln— in vielen Fällen weit wirksamer, wie Arzcncien. Angesichts der Zersplitterung der hiesigen Krankenkassen habe sich noch kein Modus für die Verordnung von Nährpräparaten finden lassen, die heutige Aussprache solle, wenn möglich, zu einer Klärung führen. Im Publikum herrsche eine weitgehende Abneigung gegen Medikamente. Verordnete Arzneien würden oft unbenutzt weg- geworfen. Auf diesen Umstand müsse tu der Kasseiipraxis Rücksicht genommen, und deshalb weniger mit Medizin, aber mehr mit Nähr- Präparaten behandelt werden. In der naturgemäßen Kranken- behaiidliiiig stecke ein berechtigter Kern, der von den Kassenärzten berücksichtigt werden müsse. Die Medizin müsse auch in der Kassen- Praxis zu Gnnstcn der physikalisch-diätetischcn Behandlung zurück- gedrängt werden.— Diese Ausführungen riefen unter den anwesenden Aerzten eine längere Debatte hervor, die einen vorwiegend fach- wiffciischaftlichen Charakter trug, und sich im allgemeinen gegen die von Dr. Fricdcbcrg ausgesprochenen Ansichten richtete. Ver- schiedene Redner' legten den Nährpräparaten keinen bc- sonderen Wert bei. Ein gutes Beefsteak und andere der» artige Nahrungsmittel seien entschieden vorzuziehen. Die physikalisck- diätetische Behandlung lasse sich in der Kassenpraxis wegen der proletarisiben Verhältnisse der Patienten in der Regel gar nicht durchführen, sie sei auch für die Kassen zu teuer und werde deshalb von denselben nicht gebilligt. Weiter machte inmr Dr. Friedeberg von verschiedenen Seiten den Vorwurf, er Habs hier ciiic von der Wissenschaft noch nicht entschiedene Frasie vor einem Laienpiiblikum erörtert, indem er in einseitiger Weise sich ungünstig über die medizinische Behandlung ausgesprochen habe. Wenn die Agitation für die Naturheilmethode im Publikum eine Abneigung gegen die Medizin hervorgerufen habe, so dürfe ein Arzt darauf keine Rücksicht nehmen. ES gebe doch Medikamente, deren Wirkung in bestimmten Fällen wiffcii>chaftlich feststehe. Dr. Friedeberg ver- wahrte sich gegen den Vorwurf einseitigen Vorgehens. Er betrachte sich hier nicht als Vertreter der Aerzte, auch.nicht als Vertreter der Kassen, sondern als Vertreter der Interessen der Versicherten. Daher sei es begreiflich, wenn er mit seinen Kollegen und den Kassen in Konflikt komme. Natürlich sei eine gute natürliche Ernährung den künstlichen Nährpräparaten vorzuziehen. So lange aber die Kassenärzte nicht in der Lage seien, den Patienten ein Beefsteak zu verschreiben, sei die Verordnung von Nährpräparaten der einzige Ausweg. Das erstrebenswerte Ziel sei: den Kassenpatienten alle Heil- und Stärkungsmittel zugänglich zu machen, dla anderen Patienten zur Verfügung stehen. Es müsse in der Agitation jinu Ausdruck gebracht werden, daß das, was die Kassen ihren Patienten unter den heutigen Verhältnissen bieten können,- unzureichend sei. und daß die Gesetzgebung in dieser Hinsicht Wandel schaffen müsse.— Hierauf teilte Dr. E. Frendenberg mit, daß die Ceutralkoniiiiission in diesem Winter in 7 in den verschiedenen Stadtgegenden liegende» Schulen hygienische Vorträge in Kursen von je 8 Stunden an den DoiiiierStagabcndcn veranstalten werde. Wenn der Magistrat wegen Herstgabe der Schnllokale keine weiteren Schwierigkeiten mache, daim" könnten diese Vorträge Mitte Januar beginnen. Es sei erwünscht, daß sich noch einige Aerzte melden, die.bereit sind, Vorträge über Wohnmigs-, Augen- und Gewerbehygiene zu halten.'■'_ Dr. Becher und Dr. Lemihoff machten Mitteilung über die Ver- wirklichung einer Idee, die sie bereits ans dem Tuberkiilose-Kongrcß angeregt haben. ES handelt sich um die Einrichtung von ErholungS- stätleu für Lungen- und andere Kranke, denen vor allem der Aufenthalt in frischer Luft notwendig ist, die aber in den bestehenden Heilanstalten auS irgend einem Grunde keine Aufiiqhnic finden. Diese rholpngsstätten sollen inldcr Nähe der Stadt, in waldiger Gegend eingerichtet werden. Die Kranken sollen sich daselbst während des Tages aufhalten können und auch Gelegenheit haben, billiges Essen zu bekommen. Den Charakter einer Wohlthätigleitsaiistalt sollen die Erholungsstätten nicht haben. Die Verwirklichung dieses Gedankens ist in der Weise gedacht, daß der Fiskus das geeignete Terrain her- giebt, der Verein vom Noten Kreuz daselbst Baracken aufstellt und auch die Bereitung dcS Essens übernimmt. Die Eisen- bahn- Verivaltimg soll nm Eriiiäßigung des Fahrgeldes i'ir die Besucher der Erholuiigöstätteii angegangen werden. Oberstabsarzt Dr. Pannwitz teilte mit, daß der Verein vom Roten Kreuz bereit sei, einen Versuch mit der Errichtung derartiger Er» holinigSstätten zu machen. Es scheine möglich, daß schon im Früh- mhr der Anfang damit gemacht werde, und wenn die Einrichtimg gute Erfolge für die betreffenden Kranken habe, dann solle sie im großen Stil durchgeführt werden. Redner ist vom Verein Rotes Kreuz mit der Organisation der Erhohliingsstätten beauftragt, und verspricht sich gute' Erfolge davon. SimanowSki benierkte zu dieser Sackie, eS fei' in Aussicht genommen, daß tu der ErboliuigSstätte .tändig ein Kassenarzt anwesend sei. Ob die Kosten von den Kranken- lassen oder von den betreffenden Patienten getragen werden, sei noch nicht entschiedeit. Ter Tocialdcmokratischc Verein für Ttralau-RnmmelS- bürg hielt am 10. Dezember. nackmittogS 4'/i Uhr, eine öffentliche Versammlung ab. Genosse G u t h e i t referierte über das Thema: „Die Unfallversicherung, die Berufsgeiioffeiischaft und ihre Vertrauen?» ärzte. Genosse H o cd st e d t und alle anderen DiskiissioiiSrcdiier brandmarkten namentlich die Anstalten, die sie benutzt haben, und zwar die Miillersche und die in Rahnsdorf. Zum Schluß wird Ulbricht als BeitragSsammlcr gewählt. Deutsche Gesellschaft für öffentliche Gesundheitspflege. Orient- liche Sitzung: Memmg, den 18. Tezenibcr 1809, abends<>/, Uhr, im hygiciiischeii Institut, Klosterstr. 36, I. Tagesordliung: Vortrag deS Vorstehers der VcrsiiltiSftation der Deutschen LandwirtschastS-Gescllschast, Herrn Dr. Thiesliia:„Das Torffjuhlverfayrcn als zweckuiäviges System der ober- irdischen Abfuhr". Ortö-Krankenkasse der Schneider und Schneiderin»?». Montag. den 18. d. M., abends 9 Uhr, in der Ressource, Aomiiiandailtenstraße 57, Versammlung betreffend Wahl der Delegierten für das Jahr 1999.- BUdnngSvcrein„Mehr Licht". Heute, Sonntag, den 17. Dezember, abends 8>/z Uhr, bei Hoffmann, Alexandersir. 27c, Bersainmiung. Vortrag des Rechtsanwalts Genossen Victor Fränkl über:„Das Recht der Frau im neue» Jahrhundert." Nachher Tanz. Gäste willkoinmen. Samaritcr-Knrsiis für Zlrbcitcr nnd Zlrdeiterinucn. Morgen, Montag, abends 0 Uhr: Ucbungöftiwd« in der Centrale, Dresdener, probe 45. Vortrag über: Ertrinken, Ersticken. Rachher praktische Uebiwgen. Reste, weiche während des Weihnachts-Verkaufs entstanden sind, sowie in der Fabrik angesammelte Mustercoupons, passend für Kleider, Blusen, Röcke und Kinderkleider enorm billig ÜltzenscheWollenweberei Leipziger Sirasse 98, Ecke Charlotienstrasse. Sonntag, den 17. nnd 24. Dezember von 12-8 Uhr geöilnet. Älteste Ustre,»Fabrik «1. scNUNI 8. b-stM frit IH60 152 am Morii, Platz RSS seit Orauicnstratzc»- Grke Gustav Scbarnow. Groste Slaswahl. Sjähr. Garantie. Vorzügliche Fabrikate. Kold. vamen Kemoiltoir-Uiireu von 14 Iis. an Silherne Cyliiider- do.„ 8 ,,„ KeKnlatore», 14'ra?e xehend„ 10„„ Va« laugjäbrigv vsstslis» äss Geschäfts bürgt __ für Lieferung reeller Waren.___ Wer es noch nicht weiss! DM- Von heute ob verkoilfe ich, mil zu riwmeil: DW WLuter-Paletots" bl»". � � is, 15, is. ohettzollertt-Miitttel ,llit 23' Jackett- it. c" Knrschen- mit warmsul Futter vou ö Bi. in. C tn schwarz und farbig 13, 15, Ii-, 21, lll Ät. nrschen- u, Knaben-Slnziige �ni�rÖ". 2716S» Moritz Gross, KMlMltll Allee 42. Metzner's Korbwaren- Fabrik. Verliu, ZludrcaSstr S!t, viS�a viS dein ZludreoZplab. II. Geschiist: Briiiiiicilstr.t».';, viS�a-viS HiUllboldh. III. A-fch-ilt: Beufselttr.«!7(Ma ibiil. IV. Geschäft: Loipzistorftrafte(Jvlttel-Aaloim.ld«>) «ritsstrS Sag l-Bcrli»-. Ä» IM vi-lJlUlizv.U, Mustelbstcher gratis. 10 ß 0 Ulark S',r'tC ch'-r»tir III Berlin 2II3I.»I ein gröüercS Kiliderw.rgeu-it.izer als daö meinige noch weift. J. Brünn sVahtthof Börse) Hackescher Markt 4 Wegen Uml'lNt uieiuer GeschästSrilnmt geloitgen große Lager- beftändt meilier ! C* ard inen! Steppdecken! Portleren! Tisclideeken! I�änferstolte! 4« sehr billM Preise« Ansverkanf!! »MW Ehe « Trauringe, Uhren, Goidwaren kaufe», f» besichtigen Sie nieiue Schailsenfter Briickeit- ftraße 13«. Jeder Gegenstand ist deutlich mit Zahl«» nuSgezeichi'et. iZ imji aOUuii; Tnmc» Uhrc»...... von 15 Mk. an. s„„„ mit Sprungdeckel„ S5„„ Herren«ilhrc»........!18„„ „„ mit Spruiigdcclcl„ 45„. !? Echt silberne Herren- Uhren....... 8„. 5.„„„ mit Iviimadeckel.. 1t., s Jeder Känser einer Uhr hat bei mir die Gewißheit, beim wirtlichen Fachlnoilii(Uhrmacher) gckanst zu haben und iiberuchnie ich für den guten ?. und richligci: Gang cincr feden Uhr volle Garantie. s3?S1i!� » In»lliior- n. l»onl»Ie-Hvie Rrmbitnder. Broschen, BontouS. Otingr, EollierS tc. unter- halte ich eine Auswahl, wie solche selten geboten wird. II. yi. Tomechna, | Brücke»»- Strafte Str. IS«, an der Äöpnickelstiano. ~ Lorzeigcr dieser Annonce erhalten beim Kons S Proz. Rabatt. Ii«»«tpr»i>»ei» Slontl!«: Trinkt Kostproben si-atlH! Hugo Belings Durch und Dureh! Magenstärkeuäer Kränterilquenr a Flasche 1,25 M. mit Flasche. Goldene Medaille Goldene Medaille Brüssel. GesetzlJeh Paris. Weingrosshandlung. Fabrik feinster Liqueure lliiSfo nellng-. Comptoir und Hauptkellereien: Pankstpasse 23.[305?L Eigene Keilerei und Verkaufsstellen i UadstrsisBC IL. DndKtr. 56/ Punl.slr. 25. ItllichcrKtraMKe II. liriinncnstrnHsc 06. BitlonstvaftMC 5. nrrHtlriicriitrnMNC 135. GHlner Wce Ol. ItivnlldcnvtraANe 113. InvnlidcniütrnsKO 163. Iiotti>ii9tor Dninin 11 I.andi.bcrjjovstratsxe 40. liliidciit>lirnsNu 1()3. Oranlcnstrasse 58 a. Itclntekendorrcrstr. 3f. KoHciitlialorstr. 11 IL SeliUnliuuscr Alice 187. VVcldenwcs Gl. Wilsnaekcrstrasse 57 (Eingang: Dreysestrasse). VVritngelütrusse.'JO. Weissensee: K.5nie-Chans«eo 37b. Enipfelilenswerte Weilinoclitsgesclaenke; Fürst Pückler-Llqueur........ Fürst PQekler-Sect.......... Punsch-, Grog- und Glühwein-Extrakt Fiasehe 1 OO Mk. mit FI. 1.25...... '/» Liter von 1,30 Mk. an. TVcr gnt nnd reell bedient fein will beim Papageieilkauf serner Kanarienvögel, liederpseifende Tompfaffe», alle Zorien Wald- Vögel, Papagei-». Bogel- bancr nebst pasteiidenl Stäilder, wende sich an den allbelaiiin Papageien- Händler 4. lltstalrovLky. I. Geschäft: Ve. Ironkturtorstr. 75. XI, Strausborgarstr. 14. Prämiielt uiit goldenen Medaillen nnd dem Ehrenpreis der Stadt Berlin. Tompfaffr -pv> M Vanmi sind die Zähne so teuer? m �Zc'ondcrs dlirck das ZlbgahlungSitNlvrfe». gletfende miisieu van Hand zu Haus geben und die Lenle zur Bistelliina von Zähnen überrede». tzür jeden Kunde» crbält der Reisende ea. l» Ätt. Provision. Ferner bekommt der Kassierer 10 Prozent der rintaisiertcu Gelder. Äser Iii»st dieses alles bezahlen? Tech»nr der Patient! Tamit auch der Unveinltleltstc etwas für seine Zäh»« thnn kann, berechne ich: Plomdcn 1 At.. schmerzt. Zahnziehen I M., Reparatur 2 M, MST' KV- Xülinc 1,50 Mark."TB® Tie bciicu kosten dein Zahnarzt nur ca. 50 Pf.,».zahle 100 SW. Belohnung, wer liachwcist, das; die Zähne, für die andere 3. 1 u noch mehr Mark llchmen, besser sind. ltOolL' Wj. Faliruiann, jetzt Kastanien-Allee 75, I. 8prcchi>i.: 0—7 Clir. 8on»tnzr� O L l'lir. Radeberger Exportbier-Brauerei Abteilung Pichelsdorf BKREiIN NW. Wir cmpfcblcn nnscrc ans vorziisliclistcra Mal« oisener Mülzercl nnd dem rcln.ton Hopfen hergestellten»lere. Unsere Tlascltenbieie sind in den meisten grösseren Koloni»lwivienh.mdlangen vorratin: direkte Bestellunsren per Postkarte wertton prompt ausreführt,—(Flajchen- liier-Expedition Wpenerstnisse SA. Telephon Amt II No. MOS), l'orto der Bostcllkarto kann bei Ueanhlnng gekürzt werden, ITaschonpfaud wird nicht voriangt.— Die Flaschenbieip reise sind folgende: 33Ö3L Tafelbicr Versandbier Märzenbier Tafelbier Versandbier Märzenbier 20 Flaschen zu% Liter für M. 2,00 30 Flaschen zu Liter für M. 2,25« ßadeberger Pilsner 30 FI. zu Liter für M. 3,00. Vorzugsweise machen wir darauf aufmerksam. 6.'5? v ir F! n 5 c h führe»: auf äonsslden ist die Inhalfcs-Angabe ein�ebr%nnt_(�. oo CS CD CO czT ZP CD oi' C.JigerRui Nach!. BERLIN W., Friedrich stratze 77, Nähe Jägerftraste. cinpsiehlt(32772" mit reeller Ggranlic für drei Jahre: Bc'ie Deuifche Weckeruhren, Mk. Marke tt A. U.»i. Slncregang 2,90 Rikel- Cyliiider- Herrcunhr, gutes Schweizer Fabrilat 9,00 do. bcfteS, Marke Diogdue. 12,00 Silb. do. m. Goldr.. s Steine ts.oo de. Ancre, lä Steine.. 30,00 Stahl- Damenithren... 9— 2Z Goldene Tameiiuhren... 2S,00 do. In. massiv l-tkarat. Galo, starkes Gehäuse, l.0 Steine 39,00 llkarat. goldene Herremihrcn in sehr starken Gehäufen, lö Ziubis, Anerelverk. eo-iso do. System Glashütte..80- ZOO. Gloshiittcr Uhren oo» A. Lauge& Söhne. Regulateure 13-35 Rkk. Preisliste gratis nnd franco. B erfand noch außerhalb.— Auswahl- scnduiigeil bei Aufgabe von Referenzen. �»7.ÜL?. 5 s ** �(t) Zllhilil!-!!. LtöttivlU'tliWk Gsksi' Gundau Oranlen.tr. 36, Ecke Adalberistr. Cr. Lager aller Arten Lederwaren u. Echir.iickeachen zu billigsten Preisen. ,Ki,idcru>agclt. hlnderdetlstsllen von 8— v(> M. Teilzahl, gestallct. Woche l M. Puppen-, Sport-, Leiter- u. Kastenwagen, Klnder- lisclia und StUhla zu enorm bitiig. Preise» Niesen- Auswahl. 1'.»eng in a n n, Nndrcasiir. 53. pari, uud I. Eiage. AcltelteS Geschäft VerlinS! lelclit u.»rhaelun lONrieren unt. i Garantie(Profcelir. unnor.st), | Itsislilelir. t.Vi:brtdi-S'i:ii:-BiTl:or I.ouls Se hurt an Forst W./Ij.*7 1 ZaTfrliw». i>*|nelle.«liscrote Ord* j mm? Tern.Hchlosi. Bücher. Rath in | kaufmänn Aiiireleginhoiten. ln- | Nrtiknü* too liiYfftt. n. liilan/eo. Coldwaren, iiiberu.Alfenide, Stemontoir-Uhrcu von 7 M an. Gold. Dauicn-Uhrc« vcni IS M. a», Regnlalenre ni.Schlagw.v.IIM. an, Wecker-lllireu v. S SK. an. Moderne BSanduhrrn, Ütret- fchwingcr:c. fSstSVL� n. Brti»,le»str. 112 (Rahe des Pferdebahn-DepotS). Kaufhaus lax naonheim, Berlin 0. 89. Frankfurter Allee 89. W eihnachtsAns verkauf Aeusserst billiges Angebot. Niltzlicbe Weihiiachtsgeschenke von 35 him*75 Pfff. Teppich- Ahteilinig*. Plüschvorlageu 1,75 bis 4,50 Mark. Velour-Sofa-Teppich© 4,50 bis 9,00 Mark. Fantasie-Tischdecken... von 1,50— 3900 Mk., m 1 Mohair-PIUsch-Tischdecken von 5,50—12,00 Mk. Poefieeen, gestreift nnd einfarbig, mit wundervoller Bordüre und| Fenster 1 25— 4,50 mu. ringsherum Ponpon-Franze..... von 1,10—2,50 Mk. 1 Zu Fefst�esclienken %\ peichsoetiertes Lagen in Wollwanen, Weisswanen, Tapisserie waren, � Gardinen Reste zu 1 und 2 Fenstern passend mit Bobbinband einsefasst %% V, Ä F Herren-Artikeln, Pelzwaren u. Konfektion. / tztz kauf haus Max Maunhalm, Osrlln 0./ SO. frankfurter �llee 89. »«« Teppich�Fabrik�Lager Berlin�Schöneberg, Hauptstrasse 1, aoffncic Sonnabend, den 16. d. M.. in einem Lagerraunl tinch Special� erfnuf von ca. 300 Teppichen In allen Gräften und Qualitäten. illrö itt bClt ItCllpffPIt TteffiliÄ npftrtlt«*» finS tunvSÄi* aT.9>.»?.. � �......... » m?AS�KÄWW iSÄr�L'KKL SKsVL W �_______' 33122 vituc» 3uui �CIIUUI l(CUiaa)l. �.'fr X>CYtaUt oicict i£co»tüie fini räum dc-z Tevpich-Fabrik-Lagers Ilanptstrasse 5,6 statt. Passende Wejhnllchtsgeschenke Verstellbare Schlafmöbel. ülottsofas ein- u. zweischläfrig, äußerst beaiicm zu handhaben. Ikvtt�tUIilo. Üiiaieelongukbstt mit vertiettb. Livp,- u. JuNleil nite ewst. Spmngsider.Polster, von 1«>,Z0'JTc on, mit Beltbehältcr bis öö M. eiserne SsttZtelisn sur Envachlenc u. minder. 30932" Chr. Haufl&r, Tapezier, Lothriligerstraste 37. DM- MufiksJnstrumente"Wm fcbet Gattung vom kleinsten bis zum vollkommensten, ucbst einzelne» Teilen stets am Lager. VM- EIcenc Fabrik nnd Reparatur- Werkstatt.-MW Violinen mit Bogen und Kasten von 16 Rk. an. s31902s Roberl Effner, 0Ä™f■"■ L Carola-Kalfee. 1 Theelöffel genügt vollslänilig. um sich 2 Tassen1 vorzüglichen, gesundheitlich zutiä»liehen Kaffees herzustellen. Halb Bohnen u. halb Gäröla-'KatTee iefert in Stiii'ke und Geschmacl; ein vorzügliches Gitränk, trotz dieser Vorzüge kostet V. Pfd. Carola-Kaffee. nur 30 Pf."['J633L' . Fcberall zu habeu. W Rohtabak!__ Koltbiiierstraste. Carl Roland, Kottbuserstrafie*�a' eiimnehit tadellos brennende Sumatra-Tobale von M. 1.30 bis M 4 30 Slpc anderen Tobake, gcinnd u. brauchbar, billigst. Ani Haiisniimmer achten 24102« 3 kodtsbak. .Größte Auswahl.— Billigste Preise Guter Brand! Vorzügliche Qualität! Sämtliche s240SL Bbriketioilg-llteußliell. Neue Jornicn. scbr große Auswahl 'zu Original-Fabrikpreisen. kewried krsnek, 185. Brnnnenstr. 185. Rokml'skske, Größte Auswahl..— billigste Preise P. E. Platt& Söhne," Brunne, iftr. 16 , Roh-Tabak billigste Preise[24042* Max Jacoby Strelitzerslrasse Nr. 52. Neues Rohtabak-Lager bietet Fabrikaiilen besondere Vor- teile in guten Qualitäten zu billigsten Preisen.— En gros. En detail. A. Fischer, Auguststraste Iii». nahe Voiciitbalerstraße.[24072* kllltslisli Rfl. Herholz Brunuenstr. 188. 27o.5£* Oneriere hochfeine Kanaricn- Rollcr, sowie cdie Zuchi- Weibchen. Vogelbauer in gr. Auswahl 1 ferner habe ich einen gr. Posten Siieglipe. Zeisige. Hänflinge, Buchstnkc», Rot- /thlchen, Meisen, sehr billig abzugeben. Es kommen nur gesunde. tadellose Eremplare zum Verkauf, wer daher mit seinen Präsenten Ehre ein- legen will, der kaufe Uriidenstr. I, Spceialgcschäst. 32202* Marzipan, Kakao, Schokolade und Konfitüren kamt man am besten und billigsten ein bei. 30372» 8�(MAAHVSL& Scholz, Xnrzlpnn. Fnbrlk, I. l.3nä»dorgerstro»se 41, II. Crosse Frankfurterstrasse 87, __ III. An der Spandauer Brilcke 16. Berliner SclBn-Fabrik Mhdch.Z? tLadend verlauft Reise- Muster- für Taut cu nnd Kinder, Stück lö. 25..30. 40, 30, 75 Pf., 1.U0. 1,502«., vassend für Weihnachtsgeschenke. Deutsches ! Magenpflaster! ein"magcnftärkcnder Kräuter- Bitier, seit über sechzig Zähren bekannt.,(31832* Ersillher Adolph Barth, . stlroß-Teslillation, Prcnztanerstrasae 37. Zu haben in den meisten Restaurationen u. Kolonial- waren-Geschäften. AM- Gesetzlich geschützt!"WE *>Le»»,� N UM l» lehre Carantle. Vollkommen scbmerzloses Zahn- /HnnR/ Ftzl zieh«"> M. Plomben l.SO M. Tellz. wöchentl. IIS. fc II». JBahnarzt Wolf, Lelpzigeratr. 130. Sprechst. 9-7. r ■r tFbj r.> Pfennig. Jedes Wort; Mir das erste Wort fett, Worte mit mehr als JäBuchsiaben zählen doppelt, A ßf B* bis in de f b Anzeigen �mmeZ'niZen in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Ifaupicxpedition Beutkstr,3 bis af Uhr anpepommen, iste J räen M nn Am M [ Verkäufe. Destillation krankheitshalber sosort verläuslich HSchstestraße 30, parterre. Eckdestillation. gutgehend, zu per- kaufen. Preis 2000 Mark. Miete 1500 Mark. Zu erfragen Stettiner- straße 40 a._ vt-d GardinenhanS Große(Jrantmrtcr: straße 9, parterre. 11066 .Möbel aus Teilzahlung Teich- Prinzenstraße 62.[11075" Möbel, bar und Teilzahlung, billigst. Frankfurter Allee 110, I. Ecke Küiiigsbergerstraße.___ 287 K» Möbessuchende kaufen Mahagoni- sowie Siubbaummöbel, darunter Säulenspinden 48, Triimeml, ge- schliffeneo Glas 50,hochelcgailtePaneel-, Eiageren-, Taschen-, Stoisiosas, Hochseine Muschelbetten 20, Patent-SluSzich- tische, Fabrikpreis. 36, großer Küchen- rabuicn mit Muschel 3,00, Küchen- möbel, großartige'Auswahl, spott- billig. Hirschowitz, Mariannen- straße 7a.___ 209K* Möbelverkauf. Oranienstraße 73, zwischen Moritzplatz und Alerandrinen- straße. i» meinem vier Eloge» hoher Fabrikgebäude, großes Möbel-Spccial- geschäft für Wobliuugs-Einrichtuiigeii. Brautleuie, welche eine dauerhafte nud billige Eiiirichtulig kaufen wolle», bitte ick. ohne iedeu Kauizwaug mein kolossales Lager vor Eiulanf zu besich- tigen. Verlangen Sie inein größtes 'Musterbuch gratis und sranco. Durch größere Masseneinläuse und Ersvarung der teuren Ladeumieie bin ich im stände, bttbsdie und geschmackvolle Wohnungseinrichtungen schon für 150, 200, 300, 400 Mark, bochclcganie von 500 bis 10 000 Mark zu liefeni. Fertige Mlisterzimuier zur Ansicht. Wohmingsciiirichtiuigen auf Tcilzah- lung unter den coiilantesten Bedin- gungen. Beamten ohne Anzahl»»«. Eigene Tapezier- nud. Dekoratcur- 'wcrlstatt. Brautleilte erhalten hübsches Luxus-Möbelstück als Zugabc. Kleider- spind20, Waschloilette, Küchenspind 18- Kommode 15, Spiegel 7, Muschel! Kleiderspilid 35, Sosa 30, Bettstelle mit Matratze 18 Mark, Zlußbaum nnd Mahagoni fonrnierte Kleidcrlpinde», Vcrtilow 32 Mark. Muichelbcttstclle mit Spriingfederbpden 40, elegante Trumeans 45 Mark, Saloii-Sknnitur 60, 75 lind 105 Mark, Paneelsofas mit Sattcltafchcn 73, Herrenschreibtisch 45, rcichgeschnitztes Büffett 100 Mark. Zu ganz billigen Preisen Waden die großen Borräle verliehen gewesener, zum Teil sehr wenig benutzter-Nobel verkaust, darunter ganze Speisezimmer, SalonS und Schlnfzimmer. Täglicher Eingang gebraiidster, einfacher»nd seiner Möbel. Gekaufte Möbel werde» 3 Monate kostenfrei aufbewahrt, durch eigene Gespanne i» die Wohnung gc- bracht und ausgestellt, auch außerbaib. Möbclsveichcr. Möbelverlanf Oranienstraße 2a,'Nußbaum faurnicrie Kleiderspinden initMuschelaufsatz 36,00, Ruhebetten, Küchenspinden 18,00, Rohr- lehnstühle 5,00, Paneclsosas 75,00, Auszugtische, Verbindungstischc 12,00, Marmortoiletten 25,00, Muschelbetten, Säulentrumeaux 35,00, Plüschgarni- turen 05,00, eventuell Teilzahlung. Angeschmuüte Daiiieilheinden mit hübscher Handstickerei, Reisemuster, sonst tadellos, von 1,10 an. Ebenso Damenhofen mit eleganten Stickereien von 1,30. Handstickerei- Wöschefabrik Donig, Aleranderstroße 30, Vorder- Haus/.'_[290K Zlbzahlungs- Schwindel, ohne solchen verkaufe ebenfalls auf Teil- zahlung Schlagregulator, vierzehn Tage gehend, adiizelm Mark. Silberne Herren Rciuoiilvirnhr fünizebn Marl. Aewichtszng- Schlagregulator, süni- viericl Meter long, von dreißig, bis fünfnndvicrzig Mark. Uhrmacher, Eharlvtteustraße sünizehn. 230K- Mödrlsnchenden lEmviehle Herr- lichcWeihnächtsgeschcnle-. Palent-Aus- zichiische,'Nußbaum, Tischvlasteu Sieg- verbindnng, FabrilvreiS 36,—, Plüsch- Paneelsofas.ö,—, Plüsch-Taschcniofas 66,—, Stosssofas, eigene Polstcr-Wcrl- siättc». Säulciitruuicaur, großartige ?itiswahl, 3V,—, Muschelbetten 20,—, Muschelipmde» 28,—, Säulenspinden 48,—, viele Kllchenmöbel, kompicite WohnungSeinrichtunge». Dwinatzli, Aiidreasstr. 57, Markthalle Eingang. Steppdecken am billigste» Fabrik Große Frunkiiirterstraße 0/ pärterrc. DePPichl vrachtvoller, Mauerboss, Große Franksurterstraße 0-[-115-' Borjährige elegante Winter- paleiots nnd Herrenanzüge aus semsteii Stossen 25—40 Mark. Verlaus nur Sonnabend und. Sonntag. Bersandhans Gcrinania, Unter den Linden 21 II. 749b Zurückgcietite Herrenhosen aus feiiisicn Simsen 9—12 Mark. Ler- laus nur Soiinabcnd iliid Sonntag. Versandhaus Germania, Unter de» Linden 21 II. 750b. Winterpaletots. Anzüge. 4vott- billig Pfandleihe'Ncanderstraße 6. �Remontoiriihrcn. Regulatoren- Openigläker spottbillig Pfandleibc Ncanderstraßc 6. 130/7- Betten. Slevvdccken, Gardinen spottbillig Psandleihe Ncanderstraße 6. Teppiche. Betivorleger, Portieren spottbillig Psandleihe'Neanderstraße 6. Kuabenanzüge spottbillig Rosen- berg, Kottbuicr Damm 03. Mädchentleider spottbillig Rosen- berg, Kottbuser Damm 03. Knabenpaletots spottbillig Rosen- berg, Kottbuser Damm 03.____ — OTabchcitjatfcn spottbillig Rosen- berg. Kottbuser Damm 0Z.____ Mädchenmöntcl spottbillig Roscn- berg, Kottbuicr Damm 03. Z04K' Sammetrcsle zu Kindcrlleidcrn, Knabcnanzügeti, auch psuudwcise, Plüichreste,'Neue Königstraße 30. 1 Treppe. 161K* Tuchstoffe. Btickslin-, Eheviotrestc spottbillig Neu« Königsiraße 30. Resterverkoufl Billigste Bezugs- quelle für Aiederverläuser. Rester- haiidlung,'Neue Königstraße 30. Schirme, nur eigenes Fabrikat, billigst, Reparaturen, Bezüge schnell- stens. Guttmann, Brücken- Allee 4 und. Königskolonnadcn, Bahnhol A 1 eranderplatz._ 12216. Bettsadrohr, Stuhlrohr, Bambus. E. H. Kramer, jetzt Walistraße 16. Fahrräder. Teilzahlung, mäßige Anzahlung, direkt ans Fabrik. Lager von 400 Maschinen, gebrauchte Fahr- räder stets vorrätig. Jmvcrial-Fahr- radwcrke, Diessenbachstraßc 33.[K- Fahrräder, deutsche Marlen, von 130 Mark an, auch Teilzahlung. Elektrische Anlagen R. Gabriel& Co., Mechaniker, Schönebcrg, Siegfried- straße 4._-.. � 1�4* Fahrradhändler kaufen sämtliche Zubehör- und Rohicile, sowie Gestelle, gespannte Räder sehr vorteilhast. Fabrradartilcl en gros, jetzt Luckauer- straße 3, Ossenberg. 135/19'- Fahrräder. Gestelle, gespannte Räder, kolossal billig, koulante Teil- iahlung, Fabrik, Oraiiienltraße 33, II. Strilkninschincn von Walter Mühlhausc», unveiwüstliches Fabrikat, guter Erwerb siir Frauen, Erlernen leicht, gratis. Arbeit wird»ach- gcwicseti, Teilzahlung gestattet, billigste Preise. Vertreter Homiurger, Klosterstraße 63._ 158ft* Kanarienhähne und Weibchen verkauft Walter, Frtcdrichsfclderstraße 36, vorn III._____ fyllS Waldvögel, gut eingewöhnt, Bogel- käsige, bestes Vogelfutter empfiehlt Weinast, Wienerstraßc 6.[1-103« Gebrauchte eiserne Qcsen, Re- gulier-, Saal-, Daucrbrand-, in allen Größen, eiserne Gitter mit Thür und Thor, Kandelaber mit Laternen, Kronen, Lyren, Pendel, Tovpelarme zu Gas und elektrisch. Schilder, Vorsetzer, Ausleger, zur Eisbahn passend, billig Earl Kauffmann, Müllenhofi- straßc 10, am Urban. 1218b Gaskocher, vrakttiches Weilinachtö- Geschenk, Sparsnstem Zweilod> 6.00, Drciloch 10,00. Gasplatteisen billig. Gasbratofen 12.00, Gasheizösen 9,00. Teilzahlung. Wohlauer, Wallner t heaterstraße 26/27.(Kein Laben.)[lV61b Schuhmacher- Meister erhalten Schälte. Soblieber-'Ausschnitt und Häute vorteilhast Mehnerstraße 21. Etgarrenfabrik A. Tic», Fnva- lidenstroße 124 und Breitestraße 23. Elnpficylt seine Haupttiuminerit: 5 Pf. >Nr. 2l, 6 Pf. Nr. 27 nnd 23, 7 Pf. Nr. 22. Auch Wcihuachtspackung jeder Art. 576- Kanaricuhähnc, Weibchen verkauit Möbis, Schönleinstraße 16. 1-06- Kanarienhähiie iind Weibdien verlauit billig F. Ewatb, Schönlein- straße 6. 300E'- j-taiiarienrollcr. solide Preise, verkaust Krebs, Abpnickcrstraßc 154 a IV. 29'2K: Harzer Konarienhähne, Licht- ich läger a 5—10 M. Versand gegen Nachnahme aus Probe. Eh. Steckhan, Hgmcln. 1345b Töpfcrsandfteinrutscher(ichles.) Schöneberg, Sedanstroßc 70, vorn I. Ten Freiinden, Genossen von Rinnmelsbtirg»nd Stralau empfehle ich meine Weihnachtsbäume in großer Anowahl.'Adolf Fiichöder, Standort Göethestr. 16. 302K» Kanarienhähne. preiswert, vcr- ko»ft Syle, Bartelstr. 8 a. 1340b �Aquarium, billig, Naiinynstr. 48, parterre. 1343b Wcihnachtsausvcrkauf. Puppen und Leiterwagen spottbillig Pallisadcn- straße 101. 1345b Wegen Todesfalls 1 Nähmaschine kSvstcm Phönix) billig zu verkaufen Ttlsitcrstraße 45, Hvf I. Kroczinski. Fahrrad, hochelegant, Pracht- Maschine, sehenswert, sofort dringend spottbillig. Cigarrengcschäft, Königs- dergcrllraste 7. 150,17 Damenrad, hochelegant, erstklassig, sofort spottbillig. Hense, Königsbcrgcr- straße 7.-_ 150,1? Nähmaschinen ohne Anzahlung. Bestellung Postkarte. Böhm, Landmebr- straße 14. 150/16 Nähmaschinen ohne Anzahlung. Bestellung Postkarte. Leusch, Schön- hauser Allee 163._ 150/15 jlanarienhähue u»d Weibchen verkaust Fny Graß. Rückerstr. 12, auch günstig siir Händler. 13615 Schwarzer Gchrock- Anzug vcr- käuflich, 20 M. Dürschcl. Wittstocker- straße I, abends»acki 6 Uhr.[1-125 Gangbare Plällerei mit Gas- einrichtung ist Umstände halder mii Wohnung zu übernehmen. Zu er- sragen Selz, Zwtnglistraße 11. Laden. Lexika, Brockbans, Meyer, ohne An- zahlung,'liclert iosort komplcti Wille, Barnimilraße 37. l»0/l4 Pianino, gebraucht, tadellos, billig. Wancr, Weidcnweg 38.[1-ll5 Weihnachtsgeschenke. 1000 vcr- schicdene Reste, zu Weil, nachts- sgcschcnkcn' und zu änderen Zwecken passend, werden spottbillig verkauft. sierrenjovpcn. Knabcnjovpen, Herren- dosen, Knabrnhosen, Burschcnanzüge, Knabenanzüge, Herrenbemden, Knaben- Hemden, Tamenhemde» zu außer- gewöhnlich billigen Peilen. 20 Pfennig Fahrgeld wird vergüiigt. Rester- Handlung Wilhelm Zange. Turm- straße 84, Moabit.-"[13496 Empfehlenswert für jederulann Kammode 13,50, echt Mabagoni- Kleideripind 28,> Trumeau 48, Bücher- tpind 27, Ta'chenfofas sowie ganze Wirtichafteli spottbillig. Möbellagcr Brunnenstraße 30._____[13566 Piano. 100 Mark, sosort verläiif- lich. Lexow, Urbanstraße 120. 130 20 "Papageien, gut sprechende und itinge, hochedle Kanarienhohlrover, Zuchtweibchen. Grundniann, Kam- mandantenstraße 52.[139/19 Bettstellen. Nußbaum imitiert, mit Matratzen, gut erhalten, verlause billig Bünte, Stralaucr Allee 25, Hos IN. Auswahl in Foppcnanzügcn, einzetne Hosen, Eopes und Stossreste kauft inan billig Sorauerstraße 30, parterre, Rcftcrhandlung. 135vb Kanarienhähne und Weibchen billig, mehrmals prämiiert, verkaust Gttschinersir. 37, vorn 3 Treppe». 1364b �Äartoffel-Wtegcschale mit Gc- Wichten, uichrcre Oelgemälde, Kinder- Bettstelle verlaust billig Werner, Pankow, Brchmcstrahc 63 1363b Herrenrad und Damenrad, hoch- elegant. 60 Mark, Chorinerstraßc 46 47, Seltensttigel parterre. 79/4 Kanarienhähne und Weibchen verlaust Reihsner, Chorincrstraße 33, Quergeböudc II. 1-121 Vermisevte zmeige». Glektra, Prinzensiraße 55. Reuen Abcndkiirsiis»nd Prakttkum fstr Elcklromonteurc 8. Januar.[301g" llnfallsachcn, Klagen, Eingaben. Pntzger, Steglitzerstraßc 65. 1255b Patctttanwalt Dammann, Fn- gcniciit-, Jiinkcrsiraße 3. Auskunft lostensrci. lI50b- Zithcr-Unterricht, Klavier, Violine, Violonecll, Gesang wird gründlichst erteilt- Honorar mäßig. Richard Blobcl, Chaufsccftraßc 72. s162" Bade-Anftal t K öpnickerstraße 60. 61, an der Michael lirchstraße. Bäder jeder Art siir sämtlid>e Kratlkenkassen. Ntcherlexikoiis, Brockhaus, Brehm nnd andere wissenichastliche Bücher kaust und beleiht Antiquariat Koch- straße 56 I. 257K'- Lexika. Mencr, Brockhaus, Lueger, Brehm bis 02 Mark uilb alle anderen Bücher, Pfandscheine, Lagerscheine, Juwelen, Gold, Silber, Warenposten, Wäsche, Gärdcroben beleiht,- kaust fabelhaft hoch Grünbergs Leihhaus, Rokenthalerstraße 11/12. 79/1* Mastschuciderei für Herrengarderobe in guten englischen und deutschen Stoßen. A. Taterow.'Annennraße 26, parterre, gegenüber Tbalia-Theater. Polstermöbel werden zu billigsten Preisen gearbeitet sowie neu auf- gepolstert. Tapezterenneister Lazarus. Anklainerstraße 20. 2378* ' Platin. Gold. Silber, Kchrgold, Tressen, lauft zu hohen Preisen die Schmelze,. Zimmerstraße 32. l3S6b* �Oranienstraße 1v8. �Bierbans ZUIN Erlangcr", großer MittagStisch mit Bier 50 und 75 Pf. und Abend- ttich zu civilen Preisen.'JCOÄ* Zwei Kegelbabnen, drei Vereins- zimmer Soniiabcnds. Sonntags frei. Pieper, Krcuzbcrgstraße 43. 11130' Bereinszimlncr cmpnehlt Lier, Alte Jakobstraße ll0.__[288K* BereinsziuunrrmitPianoOuaiidt. Bellc-Alliaiiccstrahe 74a. 29811' Empfcblc Freunden und Genollen mein Weiß- und Bayrisch- Bier- Lokal. Robert Tiefeler, Stralauer- straße 16. SOCK* Berciiiszimmcr Simconftraße i3 Flick.______[3458* ''Den'gcehrten Gesangvereinen zur Nachricht, daß id>»och einen Tag frei bin. Franz Avel, Acsanglehrer, Franksurterstraße 1 10.___[13396 Gesang ober anderer kleiner ge- selliger Verein, welcher gewillt ist, sich am 10. Februar 1890 am Maskenball (BÜß/ Salonl des Flölerichen Gelang- Vereins zu beteiligen, lann ssch melden am Montag, den 18. Dezember, im Restauragit Wiedcman», Frieden- straße 67, abends 0 Uhr.[166 Gesucht ein Saal zum Tanz- kränzchen, umfassend 200— 300 Personen, zum Sonnabend in Mitte Monat Januar oder Februar. Mcl- dung bei Adam. Rnkestrahe 5.[1121 Etgarre«, Cigarcttc»- und Tobak- gcschäst. Wilhelm Wolss. Steinmetz- straße 14, cmpnehlt den geehrten Ge- nassen sein reichhaltiges Lager.[lZ58b Harmonika-Sttinmc 23 Pfennige und Reparaturen. Zithem werden gestimmt. Thal, Jnstrumeittenmacher. Bautzencrstraßc 8. 1130 BereinSzimmer. llcincr Saal, empstehlt Ernst Martfch, Kolonie- straße 124. Vermietungen. Zimmer. Möbliertes Zimmer für zwei Herren, Preis 10 Mark Oranienstraße 24� vorn III, Schulz.[139/18 Freundliches. Zimmer für zwei Herreü sofort vermietbar. Vicivcg, Wrangelstraß« 83, vorn-IV. 1140 Kleines Zimmer für einen Herrn zu vermieten, Miete 10 Marl, Petersen, Schlegclstraße 10. 176 SoI»I»fat«iioi». Freundliche Schlafstelle zum I.Januar. Zirke, Mantcusselstr. 122, vorn IV. 13426 Saubere Schtasstelle für Herrn, separat, bei Strescmann, Schmid- straße 10. 1344b Möblierte Schlafstelle für Herren, separater Eingang. Oraniciistraße 2l, vorn 3 Treppen.[1103 Schlafstelle zu vermieten für Herrn bei Krüger, Rcichenbergerslraßc 153 vorn 3 Treppen. sl354v Schlafstelle denerstrahc 38. bei Bierente, Tics- sl3ö5b Freundlich möblierte Schlafstelle niidet junger Mann Muskaüer- straße 32,1V. links._____ 13606 Anständige Schlafstelle Bülow- straß» 53, 5. Ausgang 3 Treppen, Miihs-__ 1130 Möblierte Schlasstellc für zwei Herren vermietet Witwe Räbke, Bninnenstraße 151, Hof L 176 Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Brunneumacher-Gcselle, nüchtern »nd ehrlich, sofort gesucht Prinzen- straße 08. 130.17* K un st s ch i» lede verlangt Ed. Puls, Tciiipclhqi,' Gcrmaniastraße. l347b Gruudierer. auf Goldleistcn vcr- langt Hielscher. Krantstr 52. 1346b Junger Mann, welcher'baS Bügeln erlernen will, verlangt Hulke, Front- lurter-Allee 16.__ 13516 Tüchtige Arbeiterinnen verlangt Ptanonrechanik-Fabrik Blumenstr. 77. �Mamsclls niii bessere Jacketts im Hause- verlangt Hulke, Franksurter- Allce 16. 1352b MamsellS änf Diädckiensackklts verlangt Hulke. Fränknirter-Allee 16. Nuterröde. Tüchtige Arbeiterinnen anl bessere tonicktionterte Unterröcke, die- bei iaubersier AuSstlhrung Posten tiefem können, nndcn dauernde Be- schästigung zu guten Arbeitspreisen. Meldungen unter Borlage von Probe- Arbeit bei Oraler u. Fidelmann, Kurslraßc 47/48 II._ 1377b Wasch Hemdblusen. Tüchtige.� veiterinncn auf Wasch-Hemdblusen, die bei sauberster AussÜhrung Posten liesem können, finden dauernde Be- ichäsiigung zu guten Arbeitspreilen. Meldungen unter Vorlage von Probe- Arbeit bei Orgler u. Fidelmann, Kurstraße 47/48 III. 1378b Im ArbcitSmarkt durch besondere» Trud hervorgehobene Anzeige» losten 40 Pf. pro Zeile. jfoiuriieitgil Der Streik in der Bantischlcrei von Dunxel. Wildenowstr. 4 sowie in der Möbeltischlerei � dauert fort. Ww! Drechsler! In den Alabastenvarenfabrikcn von Habilt u. Comp., Sebastiailstr. 61, Goldschmidt u. Eomp., Rittcrsir. 40, Raffelt u. Fleischer. Briyerftr. 7, Hoven sämtliche Dicchsler wegen Disse» renzc» die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalte». Tie Ortövcrwaltuug. Achtung! Kistenmncher! Der St reil bei �rcchscl, Barnim, straße, dapett unverändert fort. Zuzug fernhalten! Leramwortticher Redaaeur: Pg»! Ich» in Berlin. Sin diu JnjeralenteU verantwortlich t Th. Glode in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin.