Nr. 17. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- ZeitungsPreisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonels geile oder deren Raum 40 Pfg., für polittsche und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Bmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Junkertum und Monarchie. Sonntag, den 21. Januar 1900. und vorbehaltlich besserer Belehrung, daß ein solcher Fall niemals vorgekommen ist. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Noch ein zweiter Verschollener trat auf, um sich ins Gedächtnis der Menschen zurückzurufen: Hofprediger a. D. Gewiß verteidigen die Köller und die Kröcher heute die junker Stöder. Gut drei Viertelstunden lang sprach er Die harmlosen Betrachtungen, die wir vor acht Tagen an dieser lichen Klasseninteressen anders, als die Quigow und die edlen Hänse mit der ihm eigenen Bescheidenheit von sich selbst Stelle über monarchische Gesinnung anstellten, haben das Unglüd von Butlig sie vor fünfhundert Jahren verteidigt haben. Wie hart- und seinen Werken den Werken, welche er gethan, und gehabt, den höchsten Unwillen der Kreuz- Zeitung" zu erregen. nädig immer die ostelbischen Junker dem Rade der Zeit in die den Werken, welche er noch thun würde, wenn die Bornschnaubend spricht sie von scham- und charakterloser Gesinnung Speichen zu fallen pflegen, so vermögen sie das Nad doch nicht an 23elt nicht so blind und so undankbar wäre. Alles, was der Socialdemokratie", von" Juveftiven", wie sie selbst im schärfsten der Bewegung nach vorwärts zu hindern, und es sieht heute un- gegen die Socialdemokraten gethan und geraten worden ist, Parteikampfe" nicht niederträchtiger" gegen politische Gegner ge- streitig in der Welt wesentlich anders aus, als in den Tagen der taugt nichts es giebt nur ein Rezept, und das ist das des schleudert worden seien, von der cifernen Stirn des berufsmäßigen alten Junferherrlichkeit, wo die Quizows und die edlen Hänse von Hofpredigers a. D. " = Politische Mebersicht. Berlin, den 20. Januar. Der Reichstag " " 11 Der Natürlich präsentierte sich auch wieder die notleidende Grunde gerichtet, gemordet von der Regierung. Und es war ein Schauspiel für Götter, wie die notleidenden" Junker, Fürsten, Grafen und bürgerlichen Agrarier, bornan der umfangreiche Oertel mit der zwei Ellen breiten weißen Weste, verzweifelt die Augen zum Himmel aufschlugen, als der fortschrittliche Bauer Steinhauer die ganze Agrarierbewegung und Notleiderei für Schwindel erklärte und dem Bund der Landwirte demagogischen Humbug vorwarf. Ehrabschneiders", und sie schließt mit der fürchterlichen Drohung: Butlig die Pfeffersäcke auf den Landstraßen plünderten, und auf Die heutige Rede des Herrn Socialistentöters a. D. hatte „ Geht den„ Genossen" die Fähigkeit ab, Ueberzeugungen und Gefühle ihren Sandbüchsen die Peitsche über den Köpfen ihrer Hörigen mit der gestrigen des Herrn von Kardorff das gemein, daß sie andrer zu achten oder auch nur zu verstehen, so wird man sich billig knallen ließen. Wäre es nach dem Willen der Junker gegangen, so nicht langweilig war und die Zuhörer unterhielt. Ein Pfaffe fragen müssen, was es thatsächlich mit den socialdemokratischen lebten wir heute noch in den idyllischen Zuständen, und fann sprichwörtlich einen Schauspieler lehren und Herr Idealen auf sich habe und ob nicht diese das sind, zu dem sie das insofern fönnte die ,, Kreuz Beitung" vielleicht auf den Stöcker ist ein vorzüglicher Schauspieler. Hut ab vor dem monarchische Gefühl stempeln möchte: Geschäftssache!" sublimen Einfall geraten, zu sagen, daß die Junker ofschauspieler a. D.! Schade nur, daß diese Drohung noch viel mehr naiv als fürchter- doch Opfer zu bringen verstanden hätten, und zwar der Natürlich fam auch der starke Mann" wieder aufs Tapet. lich ist. Das Junkerblatt thut fo, als ob noch keine rücksichtsvolle monarchischen Gewalt als der Trägerin des historischen Fortschritts. Und natürlich war es Herr v. Kröcher, der ihn in seinem Junkerseele gewagt habe, die Eigenmüßigkeit der socialdemokratischen So etwa lautet die patriotische Kinderfabel in den patriotischen junkerlichen Kasperle- Theater dar und vorstellte. Allerdings Ideale" zu behaupten. Um wenigstens Einen aus Hunderten heraus- Kinderfibeln, und wir sind nicht sicher, ob die Kreuzzeitung" nicht noch verschleiert, aber ein Mann, der nach Fall des Zuchthauszugreifen, so mag die„ Kreuz- Zeitung" nur ihres geliebten Buttkamer diese Kindereien vorkramt. Deshalb wollen wir gleich bemerken, daß gesetzes mindestens bis an die äußerste Grenze gedenken, der im Reichstage den Mund nicht voll genug zu nehmen sich das Junkertum jeden historischen Fortschritt mit jener Zähigkeit der Verfassung gegangen wäre". Also einer, der den Reichswußte vom„ Verprassen der Arbeitergroschen", von dem Sünden des Schachers, die seine Organe nur an jüdischen Wucherern erblicken tag zum Teufel gejagt hätte, mindestens. Und dann, lohn"," den die Agitatoren durch den Rachen jagten". Sieht die fönnen, hat ablaufen lassen und daneben die Monarchie, so weit sie wenn das nichts genutzt hätte? Was dann? Mindestens" „ Kreuz- Beitung" jetzt in diesen Buttfamereien eine scham und sich jemals mit Ach und Strach zum Träger eines historischen Fort Staatsstreich ohne Standrecht. Und wenn das nicht charakterlose Gefimung", oder„ Invektiven", wie sie selbst im schrittes machte, in der bösartigsten Weise angefaucht hat. start" genug ist was dann? Staatsstreich mit schärfsten Parteikampf" nicht niederträchtiger" gegen politische Da diese Fragen nur auf historischem Gebiet ausgetragen Standrecht". Etwas weniger blutdürftig ist Herr Arendt, Gegner geschleudert worden seien, oder die eiserne Stirn eines werden können, so glaubten wir loyal zu handeln, indem wir sie der silber- und folglich vielredende Silbermann, der sich mit berufsmäßigen Ehrabschneiders", nun, so ist das ein Anfang zur von vornherein auf dies Gebiet verlegten, und es nimmt uns einem Socialistengeset ohne zeitliche Beschränkung und ohne Besserung, den wir gern anerkennen, so gleichgültig es uns übrigens einigermaßen wunder, daß die„ Serenzzeitung" nur mit jenen kleinen Belagerungszustand begnügen will. auch ist, was der Puttkamer oder die Buttkamer über unsere rohen Schimpfereien zu antworten weiß, die dem edlen und feinem lleine" erbittert zu sehr, und beruhigt nicht. Der große „ Ideale" schwatzen. Wir befizen in dieser Beziehung ein sehr Organe des Junkertum nicht besonders zu Gesichte stehen. Jedoch würde besser beruhigen. ruhiges Gewissen und haben höchstens ein mitleidiges Achielzucken das mögen junkerliche Sitten sein, die über plebejisches Verständnis übrig für abgeschmackte Verleunder. Daran fönnte sich die Kreuz- gehen und so grollen wir der„ Kreuz- Zeitung" nicht, sondern bleiben Landwirtschaft. Durch die Handelsverträge wurde sie zu Zeitung" ein Beispiel nehmen, und sich mit schweigender Verachtung ihr gern erbötig zum Beweise des Sazzes, daß die monarchische begnügen, wenn sie das teure Heiligtum ihrer monarchischen Ge- Gesinnung des preußischen Juntertums in ihrem reellen Stern immer finnung zu Unrecht angetastet glaubt. Ein zartes Jungfräulein eine nüchterne Geschäftssache, in ihrer heroisch- romantischen Schale dessen Keuschheit angezweifelt wird, stellt sich doch nicht auf den aber niemals etwas anderes gewesen ist, als ein fader Humbug. öffentlichen Markt und schimpft wie ein Fischweib. Aber wenn die Kreuz- Beitung" einmal auf diese sonderbare Weise ihr gutes Gewissen bescheinigen zu sollen glaubt, so sollte sie wenigstens nicht mit komischen Repressalien drohen und ihre an sich vielleicht ganz berechtigte Empörung über„ niederträchtige Invektiven" an die Es war eine unvergeßliche Gruppe. Diese Gruppe der richtige Adresse richten, nämlich an die Buttkamer und Konsorten. hatte am Sonnabend zwar feinen großen Tag" aber eine notleidenden Sefttrinker", die immer vom Hunger und Durst Es ist uns nicht eingefallen, den Junkern daraus einen sittlichen sehr interessante Sigung. Die Auseinandersetzungen zwischen geplagt werden, hätte der Photograph auffangen sollen, der Vorwurf zu machen, daß ihr Klasseninteresse allemal den Sieg über ihre der äußersten Rechten, vertreten durch Kardorff, und der gestern vergeblich auf den„ welthistorischen Moment" wartete. monarchische Gesinnung davonträgt; wir denken darüber so philo- Regierung waren am Freitag nicht abgeschlossen- sie Das wäre ein Kulturbild von unschätzbarem sophisch wie Uhland, als er von irgend einem junterlichen Strauch mußten in der einen oder andern Form weitergeführt und dauerndem Wert geworden! Man hätte nur jedem dieb des Mittelalters sang:„ Das Wölflein holt sich Kochfleisch, das werden. Freilich, ohne zum Austrag zu kommen. Denn der„ Notleidenden" einen Hut in die Hand geben sollen und ist des Wölfleins Art". Die Streuz- Zeitung" citiert fogar selbst das ist gerade das Eigentümliche unserer Zustände und dem Gruppenbild die Unterschrift: unsern, in diesem Zusammenhang geäußerten Satz, daß jede ehr noch dazu unter dem Zickzackfurs!- daß tausenderlei„ Ein Almosen für verhungernde Bettler!") liche Ansicht ihr gutes Recht habe, auch wenn es eine rein gefchäft Fragen aufgeworfen werden und keine gelöst wird. Statt Mit dieser Scene fand die Sigung ihren würdigen Abliche Ansicht sei. Was wir bekämpfen und, soweit es in unserer Bidzadkurs könnte man auch sagen die Politik der Be- schluß gegen 6 Uhr abends. Straft lag, an den Branger zu stellen versuchten, war die schäbige unruhigung- attiver und passiver. Weiß man Nächste Sizung: Montag. Unfallgeseh- Novelle. Heuchelei, die aus der monarchischen Gesinnung ein heiliges doch wirklich nicht, ob bei den maßgebenden" Personen die und heiligendes Symbol machen will, das den Patrioten eigene Beunruhigung größer ist, oder das Streben nach von dem Vaterlandsverräter und überhaupt den edlen von dem Beunruhigung andrer. unedlen Menschen scheiden soll. Es ist deshalb einigermaßen ver- Daß der Reichskanzler des Tags nicht der Mann ist, Die Deutsche Industriezeitung", das offizielle Organ lehrt, wenn die„ Kreuz- Zeitung" behauptet, daß wir„ kurzerhand den welcher das Verlangen nach einem starken Mann" befriedigen des Centralverbandes deutscher Industrieller", schreibt unter Ausdruck alter traditioneller Gefühle als Komödie, ja als Geschäfts- oder ersticken kann, das braucht nicht gesagt zu werden, und des Centralverbandes deutscher Industrieller", schreibt unter der Ueberschrift: Socialpolitik und kein Ende": sache bezeichnet" hätten. Gegen die„ Geschäftssache" haben wir seine Entschuldigungsrede am Freitag fordert förmlich zu „ Der wieder zusammengetretene Reichstag hat bisher in. weiter nichts einzuwenden gehabt, sintemalen wir nicht so thöricht neuen Angriffen auf. Und das gleiche gilt von der Rede, der zweiten Lesung des Etats für 1900 beim Etat des Reichsamts. sind, vom Wölflein zu verlangen, daß es wie ein Lämmlein auf der durch die Herr Graf Posadowsky die Rede seines des Junern zu Titel I( Staatssekretär) irgend welche neuen Ge Wiese grafen soll, und selbst die alten traditionellen Gefühle" Chefs" zu ergänzen versucht hatte. Eine folche danken nicht zu Tage gefördert; er hat sich vielmehr mit Eifer in möchten wir keineswegs kurzerhand" als„ Komödie" abthun, die Rede ist im Reichstag noch nicht gehalten worden. Man den durch die Feiertage gestauten Strom der socialpolitischen Debatte wir uns ganz gut vorstellen können, daß die von Ihenpliz oder die denke sich: Polonius als Minister und Philosoph! Die gestürzt und so ziemlich das gesamte Gebiet der Socialpolitit von Bigewig, nachdem sie seit mehreren Jahrhunderten so gute Ge Socialdemokratie ist ein Wiesel; die Socialdemokratie ist ein rednerisch durchmessen. In buntem Wechsel der Unterhaltungsstoffe tamen die Hausindustrie zu verschiedenen Malen, ferner die schäfte mit der Monarchie gemacht haben, in behaglicher Verdauens- Walfisch; die Socialdemokratie ist eine geschichtliche NotBeschäftigung schulpflichtiger Kinder, die Aufsicht und die Berichte stimmung sich selbst so etwas wie monarchische Gesinnung vorspiegeln wendigkeit; die Socialdemokratie ist eine vorübergehende der Gewerbe- Inspektoren, die Bergunfallsaufsicht, die Renten der mögen. Wir behaupten nun, daß dies delikate Gewächs, wie ein Erscheinung; die Socialdemokratie fann nicht mit Gewalt See- Berufsgenossenschaft und noch zahlreiche andre socialpolitische Bovist unter einem derben Stockschlage, spurlos zerstäubt, sobald die unterdrückt werden; die Socialdemokratie wäre durch das Fragen zur Besprechung. Ob sie schon spruchreif sind, fümmerte monarchische Gewalt mit dem Klaffeninteresse des Junkertums farambo- Zuchthausgesetz unterdrückt worden, wenn der Reichstag so die Redner wenig; jeder von ihnen war ersichtlich froh, nach liert, und wir beanspruchen nicht mehr, als daß die Junker dies von ihnen gut gewesen wäre, es anzunehmen. Es ist merkwürdig. was der Weihnachtspause sein Stedenpferd nach Herzenslust wieder seit einem halben Jahrtausend ausgeübte Recht auch andern Klassen für widersprechende Gedanken in einem Menschenschädel zu- tummeln und sich dem Land als gerechter Reiter in dem nach gönnen sollen, mit deren Interessen die monarchische Gewalt taram sammenwohnen können, namentlich im Kopf eines Polonius. seinen Anschauungen und für seine Fähigkeiten eigens gue geschnittenen Sattel zeigen zu fönnen. Bewundernswert war boliert. Wir weisen nur die verächtliche Taschenspielerei zurück, die während dieses socialpolitischen Reiterfestes die Ausdauer, Sachs den Befreiungskampf der unterdrückten Klassen hemmen will durch tenntnis und Liebenswürdigkeit des Staatssekretärs Grafen Posadas Gefafel von der monarchischen Gesinnung, die das auszeichnende dowsky, der sich bemühte, jeden der Steckenpferdreiter zufrieden Merkmal der herrschenden Klassen und demgemäß die Pflicht jedes zu stellen und durch eine gute Note in der höheren Reitkunst wahren Vaterlandsfreundes sein soll. vor seinen Wählern zu heben. Damit war der Zweck der Schauftellung erreicht; man wird aber zugeben müssen, daß es dem Staatssekretär sauer gemacht wird, ehe er sein Gehalt bewilligt erhält. Von unwiderstehlicher Feinheit waren die beruhigenden Zusicherungen, die er dem Abgeordneten Hige wegen der Kom mission für Arbeiterstatistik gab. Jm Lande draußen und auch wohl in den leitenden Streifen ist man ernstlich beunruhigt durch, die Frucht ihrer bisherigen Thätigkeit, durch die Bäderei verordnung, und geht, wie auch Graf Posadowsky bestätigte, mit dem Gedanken an deren Reform um. Das hinderte aber den Abg. Hize nicht, mit der Meldung an den Staatssekretär heranzutreten, daß wieder einige Pensen unerledigt wären und daß die Kommission nach neuen Aufgaben verlangte. Die von dem Abg, Hize in Aussicht gestellte Beunruhigung des Droschken futscher- Gewerbes und der Straßenbeamten schienen nun nicht nach dem Sinn des Staatssekretärs zu sein; er beschwichtigte infolge dessen die beschäftigungslose Kommission mit dem Hinweis, daß sie mit der augenblicklichen Aufgabe noch nicht ganz fertig wäre und daß es den braven Kindern auch später nicht an socialpolitischem Spielzeug fehlen sollte. " " Das wurde heute von Bebel gezeigt, der wie mit einer Laterne in den Polonius Schädel des Grafen Posadowsky hineinleuchtete. An der Hand der Statistit wies er nach, wie der Socialismus eine geschichtliche Notwendigkeit ist. und geißelte den Understand der Regierungen, die mit socialen So gewaltig die Kreuz- Zeitung" über unsre neulichen Be- Kurpfuschereien und brutaler Polizeigewalt die socialdemotrachtungen schimpft, so sehr hütet sie sich, auch nur mit einer Silbe fratische Bewegung niederzuwerfen vermeinen. Insbesondere auf die historischen Thatsachen einzugehen, worauf vir sie stüßten. berspottete er das Geschrei nach einem starken Mann", das Da sie als bevorrechtetes Junterorgan die Geschäfte des preußischen durch den kläglichen Mißerfolg des Fürsten Bismarck, der Junkertums noch viel besser kennt, als wir, so weiß sie sehr gewiß ein starter Mann" nach dem Herzen der Kardorff war, gut, daß sie dies Gebiet nicht betreten darf, ohne sich die Pfoten zu aufs schlagendste widerlegt worden ist. Dieses argumentum verbrennen, daß sie aus dem nahezu halbtausendjährigen Klaffen- ad hominem ging dem zufällig anwesenden Sohn seines kampfe, der, seit die Hohenzollern ins Land gekommen sind, ununter: Vaters, dem braven Herbert an die Nieren und entlockte brochen zwischen Monarchie und Junkertum getobt hat, auch nicht ihm eine Reklame- Rede für den toten Vater und den bereit einen einzigen Fall beizubringen vermag, in dem die Junker ihrer lebendigen Sohn, welch letzterer gern wäre, monarchischen Gesinnung auch nur so viel von ihren Klasseninteressen sein Licht in einem Palais der Wilhelmstraße brennen ſtatt geopfert hätten, wie ein Strohhalm wert sein mag. Sollte die zu lassen, es in Friedrichsruh oder Varzin Kreuz- Zeitung" gleichwohl einen solchen Fall nachweisen zu können unter den Scheffel zu stellen. An Herrn v. Posadowsky glauben, so werden wir ihr sehr dankbar sein und unsere Ansichten rieb er sich, und hätte ihn gern gepackt mit Krak hän den über die monarchische Gesinnung des Juntertums gern einer Revision nach oben aber machte er tiefe Straß füße, so tief, wie unterziehen; aber da wir in der preußischen Geschichte auch nicht ein Kandidat der Theologie, der sich beim Gutsherrn um eine ganz unbewandert au sein glauben, so behauptent wit einftiveilen, Stelle bewirbt.* Die Unternehmer und der Arbeiterschuh. " Wir sind gewiß nicht geneigt, die socialpolitischen Be- wie der„ stilisierte Vogel" auf dem Scepter, ließen so recht erkennen, strebungen des Centrums besonders ernst zu nehmen, aber daß es auf eine Verhöhnung und ein Lächerlichmachen, auf eine Gediefer chnische Hohn, den sich das Unternehmerorgan glaubt ringschätzung der Fürsten auf dem Throne, d. h. nach der Tendenz der Dargestatten zu können, gilt doch zu offensichtlich weit weniger stellung des Kaisers abgesehen sei. Jeden Zweifel schließe der dem den Reden und dem Thun des Herrn Hige, als viel mehr dem Bilde beigefeßte Text aus, worin wieder in verhöhnender nicht mißArbeiterschutze an sich und er wird noch erhöht durch die zuverstehender Weise auf die dem Kaiser eigene und mehr nachfolgende Versicherung, daß die Industrie"" opferwillig" fach durch selbständige Schöpfungen erwiesene und Herr v. Stumm der wahrhafte Arbeiterfreund" sei. Vielseitigkeit, auch auf dem Gebiet der Kunst an gespielt ist". " Es wird zur Erkenntnis der Natur der Unternehmerklasse beitragen, diese ungezwungene Selbstenthüllung durch ihre Interessenvertretung einer weiteren Oeffentlichkeit zu vermitteln. " Genosse Kiefer erflärte, nach dem Bericht der Münch. Post", daß weder in der inkriminierten Karikatur noch in dem dazu ge= gebenen Text eine Majestätsbeleidigung gefunden werden könne. Durch das Bild sollte lediglich der Typus der zur Zeit Goethes herrschenden fleinstaatlichen Fürsten farifiert werden. Der Ausstand der östreichischen Bergarbeiter. Mau schreibt uns: Jn den Bergrevieren Kladno und Staatsanwalt Dr. Schulz: Für ihn stehe es außer allem Mährisch Ostrau arwin sind Streits ausgebrochen, deren 3 weifel, daß die fragliche Sarikatur auf niemand anders als Bedeutung weit über ein begrenztes Lokalinteresse hinausreicht, weil den deutschen Kaiser gemingt sei. Die Haar- und Barttracht der durch dieselben die zwei größten und volkreichsten Städte Oestreichs, auf dem Thron figenden Figur sowie die ganze Ausschmückung des Wien und Prag, ihrer Kohlenversorger entblößt werden. Sie ge- Bildes lassen darauf schließen. Es sei bekannt, daß der Kaiser aus winnen aber noch mehr an Interesse durch die zu Tage tretende Erdem entrieb seines regen Geistes vielseitig thätig sei. Auf dem scheinung, daß in der kapitalistischen Gesellschaft nicht nur eine Klaffe, Bilde sei auch ein Papagei angebracht und der Papagei sei be sondern die ganze Gesellschaft der Profitgier einiger Gruben tanntlich das Symbol der Geschwägigteit! Er ersuche die barone ausgeliefert ist, ohne daß die Gesetzgebung die Macht Geschworenen, die Schuldfrage zu bejahen. befäße, einzugreifen. Jetzt bereits macht sich eine ungewöhnlich große Nachfrage nach Kohle bemerkbar, die nur zum geringsten Teile befriedigt werden kann. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Streit in Oftrau Karwin, wo bislang von etwa 45 000 Arbeitern 15 000 im Ausstand find, ein allgemeiner werden. Sollte es sich bewahrheiten, daß auch die Arbeiter des Mies- Pilsener Beckens, der nordwestböhmischen und der an Böhmen angrenzenden sächsischen Reviere in den Ausstand treten, so hätte dies eine Katastrophe zur Folge, deren Tragweite heute noch nicht zu ermessen sei. Die Situation der Streits ist folgende: Schadenersat. In parlamentarischen Streifen wird erzählt, daß die Schadenersatz- Ansprüche in betreff des aufgebrachten Reichspost dampfers Bundesrat" sich auf 430 000 m. belaufen. Gegen die Industrialisierung des Ostens spricht sich erbittert die Kreuz- Zeitung" aus. Nicht nur, daß solche Politit die Socialdemokratie befördere, so bringe sie uns immer mehr in Abhängigkeit vom Auslande: " Soll es dem in Deutschland gar feinen Fleck mehr geben, wo die ängstliche Rücksichtnahme auf unsere Beziehungen zum AusTanbe nicht maßgebend wirkt? Haben wir es nicht nötiger als je, uns von dieser Rücksichtnahme möglich unabhängig zu machen, wo mit dem Beginn des neuen Jahrhunderts die Zeit herannaht, da wir unser handelspolitisches Verhältnis zu eben diesem Aus-, lande neu zu ordnen haben werden. Statt dessen suchen wir uns ohne Not in neue Abhängigkeit von demselben zu bringen! Oder will jemand im Ernste behaupten, daß in Deutschland selbst ein dringendes Bedürfnis nach mehr Warenerzeugung vorhanden sei, als sie ohnehin schon besteht? Ebenso wenig kann die Nede davon sein, daß die Hände ini Osten keine Beschäftigung hätten. Die Nachfrage ist auch dort übergroß. Also famt es sich im besten Fall uni die Förderung von Einzelinteressen handeln, und in diesem Sinn mag es ja berechtigte Ausnahmen geben. Steinenfalls aber reicht es aus, um eine grundsätzliche Industrialisierung des Ostens" gerechtfertigt erscheinen zu lassen." Dieselben Konservativen aber schicken sich an, die Flotten verdoppelung zu bewilligen, die wesentlich durch die Rücksichten auf die exportierende Industrie begründet wird! Der Verteidiger Dr. Bernheim wundert f, wie man aus der Karikatur wie aus dem beigedruckten Text auch nur eine Anspielung auf die Person des deutschen Kaifers herauslesen könnte. Redner begründet dies gerade aus dem dem Bilde beigegebenen buhr ist durch seine„ aufreizende Sprechweise hinlänglich bekannt", so Aus Sachsen- Weimar.( Eig. Ber.) Auch der Genosse Molkens Text. Zunächst passe die Langeweile nicht auf die Person des daß eine für den 20. Januar in Wenigen- Jena geplante Bersammlung, Kaisers, nicht eine Beziehung sei vorhanden, die auf ihn angewendet in welcher der in Aussicht genommene Redner über die socialwerden könnte. Hat der Kaiser schon einmal ein Bild gemalt? politische Gesetzgebung, hauptsächlich die Aenderungen im Innein, hat er schon eine Erfindung gemacht? nein, am aller validitäts- und Alterversicherungs- Gefeß sprechen sollte, mit dieser Bewenigsten paffe der Religionswechsel. Also, der Staatsanwalt fei in gründung" verboten wurde. Trotzdem steht in der allerhöchsten Kundgebung jeder Weise den Beweis schuldig geblieben, daß der Kaiser gemeint anläßlich der Jahrhundertwende, welche der Großherzog an die BorIn Kladno, wo Gewerke der Prager Eisenindustrie- Gesell- fei oder gemeint sein kann. Die Bart- und Haartracht paßt und stände der Goethe- Gesellschaft, der Schiller- Stiftung und der deutschaft, der Buschthiekrader Bahn und der Staatseisenbahn- Gesellschaft fann auch auf ein Dußend andrer Fürsten angewendet werden. fchen Shakespeare- Gesellschaft richtete:„ daß Weimar wie zu Anfang bestehen, ist der Ausstand allgemein. Die Forderungen der Arbeiter Die vorliegende Nummer sei Goethe gewidmet und in dem in- so am Ende des neunzehnten Jahrhunderts ein Mittelpunkt im find: achtstündige Schicht inklusive Ein- und Ausfahrt, Firierung triminierten Vilde sei niemand anders, als der gelangweilte, ohn geistigen Leben des deutschen Volkes ist, würdig der großen Uebereines Minimallohns, wöchentliche Entlohnung, Freigabe des mächtige Duodezfürst gemeint. Wenn der Verfasser den Kaifer gemeint lieferung einer unvergleichlichen Zeit." 1. Mai als Arbeiterfeiertag. Unter den Bergleuten dieses hätte oder treffen wollte, dann hätte er gauz andre Dinge Die reaktionäre Wandlung im Großherzogtum ist die VerReviers herrscht schon längere Zeit hindurch Erbitterung, die bringen müssen, besonders seine militärischen Eigenschaften. In dem anlassung, daß die diesjährige Landeskonferenz der SocialNahrung fand in dem neuen Bruderladen- Geseze, das die Arbeiter vorliegenden Text befinde fich vieles, das gar nicht auf Kaiser demokratie des Großherzogtums, um öffentlich tagen zu können, am nahezu aller ihrer früheren Einzahlungen verlustig macht. Der Streit Wilhelm II. passe. Der Vogel an dem Scepter sei kein Adler, zweiten Ostertage in Erfurt stattfindet, weil sie im eigenen ist sehr gut organisiert und steht unter der Leitung der socialdemo- fondern ein stilisierter Papagei. Aber selbst wenn in dem Bilde geistesfreien Waterländchen nicht stattfinden darf. kratischen Partei, der beinahe ausschließlich die Kladnoer Bergarbeiter und in dem Text der Kaiser gemeint sei, wäre keine Beleidigung, angehören. Hier trat bereits ein Einigungsamt in Aktion, vorhanden. Mit den Anklagen wegen Majestätsbeleidigung wird Vom agrarischen Sklavenmarkt. In der hochnationalen dessen Thätigkeit aber illusorisch wurde, da bei der Wahl weniger in Bayern aber um so mehr in Preußen und Sachsen zu Deutschen Tagesztg.", die eben gegen England chauvinistisch wütet, des Präsidenten die Unternehmer den bei der Arbeiter- viel gethan. Redner appelliert an den gesunden Sinn der Ge- findet sich folgendes Angebot von Menschenfleisch: schaft unbeliebten Bezirksrichter Galizier! von Kladno, Hlabatsch, schworenen, daß sie sich nicht dazu hergeben werden, das freie Wort vorschlugen, dem die Arbeiter die Kandidatur des socialdemokratischen zu fnechten. Nach einer Beratung von kaum fünf Minuten verAbgeordneten Genossen Steiner- Kladno entgegenseßten. Da infolge tündete der Obmann der Geschworenen Mühlenbefizer WeyererStimmenzersplitterung fein Resultat erzielt wurde, machte die Berg- den Wahrspruch, der die Schuldfrage verneinte, worauf Siefer behörde von dem ihr zustehenden Rechte Gebrauch und kooptierte freigesprochen wurde. als Präsidenten des Einigungsamtes einen Bezirksrichter Dr. Jak aus Prag. Es ist aber zu bezweifeln, daß dieser Präsident eine Mit der Flottenvorlage beschäftigte sich am Sonnabend eine Einigung zwischen Unternehmern und Arbeitern herbeiführen wird; Sigung des Staatsministeriums unter Vorsiz des Fürsten Hohender Vorgang ist lediglich für den bureaukratischen Geist, von dem lohe. Am Montag wird nach jetzigen Mitteilungen die Vorlage noch nicht dem Reichstage zugehen können. Vielmehr soll am die öftreichischen Behörden erfüllt sind, charakteristisch, daß fie in Montag erst der Ausschuß des Bundesrats für Seewesen und am die Schwarzen an Kette und Kugel zu legen, um sie an der Flucht einem Falle, wo vitale Interessen weitester Bevölkerungsschichten in Dienstag das Plenum des Bundesrats sich mit der Vorlage be- zu hindern. Frage kommen, ait die Spitze der Verständigungsaktion einen Mann fassen. Am Mittwoch soll sie dann bereits an den Reichstag ge beruft, der wohl ein vorzüglicher Kenner des drakonischen Bruder langen. laden Gesetzes fein mag, den Bedürfnissen der Arbeiterschaft aber vollkommen fremd gegenübersteht. Vorläufig herrscht unter den Arbeitern die beste Stimmung und sie sind nicht bereit, von ihren berechtigten Forderungen ab= " für Feld, Ziegelei, Fabrikarbeit stelle je de Anzahl auf Stunden-, Tage oder Monatslohn, auch Accord, unter sehr günstigen Bes dingungen, und ersuche die Herren Besizer um möglichst baldigen Auftrag. Eventuell übernehme auch die Garantie fürs Nichtfortlaufen der Leute bis Schluß der Arbeit, wenn Aufseher durch mich gestellt werden kann. Vertragsformulare polnisch und deutsch. Alfred von Wiesenthal, Freiburg in Sachsen. Die Garantie für Nichtfortlaufen erinnert start an die Methode, Das neue Zolltarifschema, Die Vorlage foll über die Kosten der neu zu verlangenden wie es gegenwärtig dem Wirtschaftlichen Ausschuß zur Begutachtung Schiffsbauten nichts enthalten, in der Begründung sollen dieselben und Vorbereitung handelspolitischer Maßnahmen vorliegt, unterauf über 1600 Millionen Mark veranschlagt sein. scheidet sich in seiner Anordnung ganz wesentlich von dem bisherigen zustehen. Die Grubenbarone lassen aber durch ihre Breßlalaien verein und der Weltpolitit ist großes Heil widerfahren! Man dente: mern für bestimmte Waren, die alphabetisch aneinander gereiht find.! Ein verkleideter Flotten- Arbeiter- Verein. Dem Flotten- Schema. Der jezige deutsche autonome Bolltarif zerfällt in 43 NumOeffentlichkeit daß die So bilden beispielsweise Baumwolle und Baumwollenwaren die unerfüllbar sind. Die„ Neue Freie Presse", der Moniteur Roth Centrumsanhänger, eine Ortsgruppe des Deutschen Flottenvereins Nr. 2, Leinen die Nr. 22 und Wolle sowie Wollenwaren die Nr. 41, fchild- Guttmanns, läßt sich telegraphieren, daß bei einem energifchen" gegründet. Sogar dem Kaiser haben die braven Arbeiter telegraphisches find also die zur Textil Induſtrie gehörigen warenEinschreiten der Behörden der Streik sofort beendet sein müßte. Bericht über die erfolgte Gründung erstattet. Da hat man also gattungen völlig von einander getrennt. Die" landwirtschaftlichen Nicht minder„ objektiv" verhält sich die czechisch- nationale Preffe, die endlich den Beweis für die in Arbeiterkreisen herrschende Flottenden Kampf czechischer Arbeiter gegen deutsche Unternehmer zu einer freundlichkeit! Begeiferung der socialdemokratischen Partei benutzt. Ein andres Bild bietet der Streit im Ostrau- Karwiner Gebiet, der im Gegensatz zu Kladno gänzlich unorganisiert ist. Hier hat auch die socialdemokratische Partei nicht den Einfluß, den sie in den andren Revieren ausübt. Die Führung haben die unabhängigen Socialisten. Alles in allem find die Aussichten der beiden Streiks günstig, können aber nur durch große Entbehrungen der Arbeiter, die nur über geringe Mittel verfügen, erkämpft werden. Sie wenden sich deshalb an die Arbeiterschaft Deutschlands, um von derselben moralische und materielle Unterstügung zu erlangen. In Turn hat am 18. Januar eine Bergarbeiter Konferenz stattgefunden, die von Delegierten aus dem ganzen nordböhmischen Kohlenrevier besucht war. Die Konferenz beschäftigte sich mit dem Streik in Kladno und faßte den Beschluß, daß die Bergarbeiter der Reviere Falfenau, Turn, Brüg, Dur, Nürschan, Mies zu gleicher Zeit in Aftion treten sollen. Es wurden dieselben Forderungen aufgestellt wie in Kladno, also hauptsächlich Achtstundenschicht und Minimallohn. Abgeordneter Genosse Zeller wurde in das Nürschaner Revier delegiert; ferner wurde auch in das Falfenauer Revier ein Delegierter entfendet. Ein Delegierter wurde aus Karbis nach Kladno geschickt, um den Streikenden die Versicherung abzugeben, daß sich die Bergarbeiter des ganzen nordböhmischen Reviers mit ihnen solidarisch erklären. Wie weiter berichtet wird, hat sich das Einigungsamt, welches gestern in Sladno zusammentrat, beschlußunfähig erklärt, da von den Unternehmern nur ein Vertreter erschienen war. Die östreichische Gewerkschaftskommission veröffentlicht in Gemeinschaft mit der socialdemokratischen Partei in der Wiener Arbeiter- Zeitung" einen Aufruf zur Unterstützung der Ausständigen. Deutsches Reich. Erzeugnisse sind zerstreut aufgeführt, auch die Produkte der Forstwirtschaft hat man in den verschiedensten Rubriken zu suchen usw. Dem neuen Zolltarifschema ist zunächst eine Systematik eigen, die auf den einzelnen Erwerbsgruppen bezw. Zweigen aufgebaut ist. Es zerfällt in 17 Abschnitte und zwar: 1. Erzeugnisse der and- und Forstwirtschaft einschließlich der entsprechenden 2. Mineralische und fossile Rohstoffe; Mineralöle; 3. Bu Erzeugnisse fremder Klimate; Nahrungs- und Genußmittel; bereitetes Wachs, feste Fettsäuren, Paraffin, Walrat und ähnliche Aber wie sehen denn die Arbeiter aus, die aus eigener Initiative Gastwirte, eine Anzahl Bauern und der Reſt Bäckermeister und die Ortsgruppe gründeten. Einige Sandgrubenbefizer, ein paar sonstige Handwerker. Von Arbeitern feine Spur. Die Genannten waren durch einen Vortrag, der in Dahl gehalten wurde, so flottenbegeistert geworden, daß sofort zur Bildung einer Gruppe geschritten ward. Die Absicht lag vor, Arbeiter zu födern, es ging aber feiner von diesen auf den Leim. So mußte man sich mit dem Arbeiter Sterzenstoffe, Wachswaren, Lichte, Seifen und andere unter Verwendung von Wachs, Fetten oder Delen hergestellte Waren; im Vereinstitel begnügen! 4. Chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, und Farbwaren; 5. Tierische und pflanzliche Wer hat recht? Als fürzlich im Reichstag anläßlich einer Farben und Waren daraus; 6. Petition für Erhöhung des Heringszolls eine große Debatte ent- pinnstoffe Leder und stand, wiesen die Redner der konservativen Partei mit Entrüstung Lederwaren, Kürschnerwaren, Waren aus Därmen; 7. Kautschud die Anklage zurück, daß die konservative Partei für eine Erhöhung und Guttaperch awaren, Linoleum; 8. Geflechte und des Heringszolls stimme. Namentlich war es Herr v. Levezzow, der Flechtewaren aus pflanzlichen Stoffen mit Ausnahme der Gespinnst als Führer der konservativen Partei die Partei gegen diese Be- fasern; 9. Besen, Bürsten, Pinsel und Siebwaren; 10. Waren aus schuldigung verwahrte. Jetzt aber bringt die neueste Nummer des tierischen und pflanzlichen Schnik und Formerstoffen; Preußischen Volksfreund", dem der Abgeordnete Graf linkow- 11. Papier, Pappe und Waren daraus; 12. Bücher, Bilder, Gemälde; ström sehr nahe steht, folgende Kritik jener Reichstags- Verhand- 13. Waren aus Steinen oder andern mineralischen Stoffen( mit lungen: Ausnahme der Thonwaren), sowie aus fossilen Stoffen; 14. Thon % под " Der Reichstag beschäftigte sich gleich zu Anfang mit einem waren; 15. Glas und Glaswaren; 16. Metalle und MetallGesuch von Nordseefischern, welche wünschten, daß fremdländische waren; 17. Verschiedene Waren, darunter Feuerwaffen, MaHeringe höher besteuert werden möchten, damit die deutsche schinen, Uhren, Fahrzeuge, Polstermöbel, Menschenhaare und Waren Heringsfischerei lohnender würde und sich fräftiger entwvidle. Aber daraus, zugerichtete Schmuckfedern, Fächer und Hüte aller Art, die Reichsboten nahmen sich der bedrängten Heringe, und noch Tonwerkzeuge und Kinderspielzeug. mehr, der deutschen Heringsesser an, zumal der so beliebte Ein weiterer Unterschied macht sich insofern sofort bemerkbar, Schneiderkarpfen" gerade gegenwärtig außerordentlich teuer ist. als das neue Zolltarifschema bedeutend specialisierter als das alte ist. So oft wir nun einen Hering ansehen werden, Das neue Schema umfaßt nicht weniger als 1365 Nummern, wovon follen wir uns an die biederen ännererinnern, auf die Land- und Forstwirtschaft 317 entfallen. die in ebenso, formbollendeten wie begeisterten Neben" für ihn eingetreten sind, und den er höhten Heringszoll zu Fall brachten." Was sagen die Konfervativen zu diesem rollenwidrigen Seitensprung ihres oftpreußischen Arbeiter" organs und zu diesem Angriff auf ihre eignen Redner? 1 Portofreie Agitation. " Unsere Staatsbeamten scheinen es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben zu betrachten, ihre Sträfte in den Dienst politischer Agitation zu stellen. Am 18. Oktober vorigen Jahres berichteten wir über die emfige Thätigkeit des Schulinspektors im Kreise Ragnit in OstFiasko der Flottenpropaganda. Aus Straßburg i. E. preußen, der in einem Rundschreiben die Lehrer aufforderte, wird uns geschrieben: Wie in Meß und einer Reihe anderer Städte Abonnenten für den Preußischen Voltsfreund" zu Elfaß- Lothringens so hat auch hier die Agitation der Marine- fammieln. Das Schreiben war bom Landratsamt ent Um des Kaisers Bart. schwärmer bisher einen durchaus unfruchtbaren Boden gefunden. sendet und trug den Stempel der amtlichen PortoWegen Majestätsbeleidigung hatte sich der Redacteur des Gil d- 3wei Versammlungen", in welchen ein Flottenverein gegründet freiheit. Wir wiefen im Anschluß daran auf das Undeutschen Postillon" Alois Kiefer vor dem Oberbayrischen werden sollte, fanden vor leeren Bänken statt. Jetzt versuchen es berechtigte dieser Portofreiheit hin und waren nicht wenig erSchivurgericht zu verantworten. Es handelt sich um ein Bild in die Flottenenthusiasten zum drittenmal. Es will den Herren staunt, als wir vor einigen Tagen furz vor Ablauf der Verjährungsder Goethe- Nummer, die, wie wir seiner Zeit gemeldet haben, der Beamten, die sich an die Spike der Bewegung" gestellt haben, ab- frist eine Antlage wegen Beleidigung des Landrats solut nicht in den Sinn, daß die Hauptstadt des Reichslandes in dem erhielten. Wie sich herausstellt, sind wir allerdings nicht die einKonfiskation verfallen ist. Das Bild faritierte den Typus der zur allgemeinen Flottenrummel hinter andern Städten zurückbleiben solle. zigen, die mit dieser Aufmerksamkeit bedacht sind, es gefellen sich Zeit Goethes herrschenden Kleinſtaatsmonarchen. Um das bisher Versäumte nachzuholen und bei unsrer Bevölkerung jene dazu noch unser Parteiorgan in Breslau und ein für die LandDa dieser Serenissimus mun vom Zeichner einen Bart erhalten Hipp- Hipp- Hurra- Stimmung hervorrufen, die dazu erforderlich ist, um arbeiter in Ostpreußen bestimmtes Blatt unserer Parteifreunde in hatte, wie ihn Herr Haby der Mode alter spanischer Könige ab- die demnächst an die Oeffentlichkeit kommenden Riesenzahlen der Flotten- Königsberg. gelauscht hat, so bildete dieser Bart für den Staatsanwalt das corpus Umfturzvorlage verdauen zu können, hat man sich den Herrn Prof. Der Regierungspräsident ist nämlich der Meinung, daß die Schmoller aus Berlin verschrieben, der demnächst in einer öffent- Portofreiheit zu und besteht delicti, um Beziehungen mit der Gegenwart zu konstruieren. auf eine Anfrage Nach der Anklageschrift des Staatsanwalts sei in dem Begleittert lichen Versammlung über den Segen der Marineverdoppelung hier des Landratsamtes soll auch die Postbehörde in Ragnit bestätigt zum Bilde auf die Themata, mit denen der Kaifer sich mit besonderer[ prechen soll. Nach unserem Dafürhalten dürfte es jedoch selbst haben, daß derartige Angelegenheiten Portofreiheit genießen. Man Vorliebe beschäftigt ,,, in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise Bezug geratene Schiff der Straßburger Wasserenthusiasten wieder flott zu arbeiten der Schulinspektion beauftragt zu werden; und da ſtellt den Schmollerschen Redefluten nicht gelingen, das auf den Strand wird sich nun wundern, wieso das Landratsamt dazu kam, mit den genommen". Haar- und Barttracht der auf dem Thron machen. Denn wenn die Bevölkerung Elsaß- Lothringens bei dem sich heraus, es war eine Gefälligkeit für die Schulinspektion, daß fizenden Figur ahmen, wenn auch in start faritierter Weise, die Flottenrummel über irgend etwas in Bewegung gekommen ist, so das Landratsamt diese Versendung mit übernahm. Der RegierungsArt nach, deren sich der Kaiser zu bedienen beliebt" und auch die lediglich wegen der ungeheuren Mehrbelastung, die ihr mit der An- präsident ist der Meinung, daß es zu den Obliegenheiten der Beweitere Ausstattung, insbesondere die Papageien im Hintergrunde, nahme der Marinevorlage aufgebürdet werden soll. hörde gehört, dem Volt gute vaterländische Leftüre" zu empfehlen, " Recht diesen Anspruch kann natürlich der konservative Preußische Boltsfreund" erheben, darum ist das Landratsamt berechtigt, portofrei diese Empfehlungen zu versenden. Es find deshalb auch nach jenem Schreiben, wie wir der Volks- Zeitung" entitehnten, noch folgende zwei in derselben Weise zur Versendung gekommen: " Geehrter Herr Lehrer! Grafen einzusenden. " Vor allem ist es unwürdig der Stellung eines Lehrers, wenn er zum Sammeln von Abonnenten für eine Zeitung im Auftrage der vorgesetzten Behörden angehalten wird. Furchtbare Hungersnot in Judien. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 0 pellieren, und zwar auf das Drängen Millerands, der darauf Wegen groben lufugs wurden in Stettin fünf Hafen bestand, sofort die von Gay vor acht Tagen erhobenen Vorwürfe arbeiter verurteilt, weil sie bei der Beerdigung eines Kollegen einen abzuwehren, die dahin gingen ,, Millerand hätte sich in den Streit Kranz mit roter Schleife getragen und am Grabe einige Worte von Saint- Etienne ohne Vorivissen Waldeck- Rousseaus eingemischt. gesprochen hatten. Drei der Arbeiter wurden mit je 14 Tagen Haft Millerand wies das Gegenteil nach. und zivci mit je 60 M. Geldstrafe belegt. Bei der Abstimmung schmolzen die ministerstürzenden Parteien Das Landratsamt erfucht mich, Sie noch mats für auf ein kleines Säuflein zuſammen. Die aus und nachdrückliche Gewinnung von Abonnenten für den Prenßischen Bertrauensformel wurde mit 305 gegen blos 66 Stimmen votiert. Volksfreund" zu interessieren. Ich bitte Sie daher dringend, wenn alle anderen tapitalistischen Parteigänger, darunter Meline, ent irgend möglich, für das Quartal Januar- April 1900 Abonnenten hielten sich, nachdem sie gesehen hatten, daß ihre Niederlage un В ihre Niederlage unAchtung, Sattler! Der Streit bei der Firma Pitter ist durch zu werben und mir die Zahl der gewonnenen Abonnenten. bis vermeidlich. Aus anderen Gründen natürlich, und zwar wegen der das Zurückweisen aller Forderungen der Arbeiter verändert. Von spätestens den 30. d. Mts.( der Brief war vom 22. Dezember Vorgänge im Doubs Streit, enthielten sich der Abstimmung den 17 Ausständigen ist keiner gesonnen, eher die Arbeit aufzunehmen, datiert) mitzuteilen. Fast alle andern Lehrer haben 16 socialistische Abgeordnete( Baillant, Bévaès, Dejeante und Ge- bis nicht alle Forderungen bewilligt sind. Diese Forderungen sind: teilweise recht gute Erfolge erzielt. asdugo nossen), während 23 Socialisten für das Ministerium stimmten. 1. Einstellung der 4 Gemaßregelten; 2. Verfürzung der Arbeitszeit Ergebenst had at Es sei noch bemerkt, daß vorher die socialistische Reso auf 91/2 Stunden; 3. Abschaffung der Heimarbeit für die in der Ortsschulinspektor. Intion von Dejeante und Genossen, die die Einmischung der Werkstatt Beschäftigten; 4. Entlassung zweier Arbeiter, die Arbeit Auch dieses Schreiben trug äußerlich den Amtsstempel Armee in die Streits der Departemente Doubs, Saône et Loire, nach Hause mitnehmen; 5. Regelung der Werkstattangelegenheiten; Frei It. Avers Nr. 21 Loire und Isère bedauerte", von der Regierung zurückgewiesen und genügende Ventilation und größere Reinlichkeit. Kollegen, bei den Kgl. Pr. Ortsschulinspektion. in der Prioritäts- Abstimmung mit 377 gegen 94 Stimmen abgelehnt bisherigen Verhandlungen hat Herr Pitter einige unwesentliche ZuEin zweites, hettographiertes Rundschreiben hat folgenden wurde. Millerand stimmte mit der Mehrheit gegen die Resolution geständnisse gemacht, wir können aber auf die Erfüllung der mäßigen Wortlaut: Dejeante, acht Mitglieder der socialistischen Fraktion enthielten sich, Ansprüche nicht verzichten, weshalb der Streit fortgesezt wird. Dem Asin in Ortsschulinspektion. tid s die übrigen stimmten für die Resolution. Ausstand haben sich mit Ausnahme von zwei Arbeitern alle anHerr Graf von Lambsdorff( der Landrat des Kreises gefchloffen. Wir erbitten deshalb die Unterstigung unserer Kollegen Naguit) teilt mit, daß die unentgeltliche Versendung des in diesem Kampf und ersuchen sie, durch Fernbleiben von dieser " Volksfreundes" mit dem Ablaufe dieses Quartals aufhört. 12 18,087 Gegen den Kohlenwucher Arbeitsstätte uns zu unterstützen. Der Verband der Sattler. Wer das Blatt weiter halten will, also nach dem 1. Jamiar 1900, wird jetzt in Rußland mit außerordentlicher Strenge vorgegangen. Achtung, Kleber( Tapezierer)! Laut Beschluß der letzten muß darauf abonnieren. Wenn im Kirchspiel hundert Ein Telegramm meldet uns: 00 10 Abonnenten sich finden, so wird Herr Graf das Abonnement gat Warschau, 20. Jan. Der Generalgouverneur von Warschau, Mitgliederversammlung sind auf allen Bauten und in allen Wert15 Pf. vierteljährlich vermitteln, die hundert Exemplare kostenfrei Fürst Imeretinski, hat in Sachen der Kohlenspekulation Rohukommission aufrecht zu erhalten haben. Vor allem liegt ihnen stätten Vertrauensmänner zu wählen, die die Fühlung mit der Lohukonimiſſion au mich schicken und ich werde sie den Herren Lehrern zugehen und der infolge dieser Kohlenspekulation eingetretenen ungerecht Sie Aufgabe ob, daß am Sonnabend von allen in Arbeit stehenden laffen. Die Beträge sind an mich zur Weiterfendung an Herrn fertigten Preiserhöhung im Einvernehmen mit dem Minister Kollegen die Extra- Beiträge von 50 Pf. abgeführt werden. Die Ich bitte die Sache mit warmem Herzen anfassen des Innern folgende Anordnung getroffen: Der Maximalpreis für erfolgte Wahl ist sofort der Stommiffion anzuzeigen. Bureau: und über den Erfolg Ihrer Bemühungen recht bald an mich das Korzec( gleich 128 Liter) Steinkohlen wird auf einen Rubel Restaurant Binger, Schützenstr. 18-19, Feruspr. Amit Ia Nr. 5148. berichten zu wollen. 15 stopeten festgesetzt. Wer diesem Befehle sich nicht fügt und Daselbst find am Donnerstagabend die Karten und Marken für die Bisher hat die öffentliche Meinung allgemein eine solche Auf- Kohlen zu höherem Preise verkauft, wird unverzüglich auf a deinzelnen Bauten in Empfang zu nehmen. Die Abrechnung hat in faffung von den dienstlichen Angelegenheiten des Landrats abgelehnt. ministrativem Wege in das Gouvernement Wrchangel den Zahlstellen, die am Ende dieser Woche durch Annonce im Selbst die Krenz- Zeitung" bezeichnet die portofreie Beförderung verschickt. Die Engros- und Detailhändler wurden zum Zwede Borwärts" bekannt gegeben werden, zu erfolgen. Es ist Pflicht als unzulässig. der sofortigen unweigerlichen Durchführung diefer Negierungs- Ver- eines jeden Vertrauensmannes, zu erscheinen. Die Lohukommission. Die richterliche Entscheidung der Angelegenheit beansprucht fügung zeitweilig der Polizei Aufsicht unterſtellt. Die Berliner Malerinnung hat in ihrer Quartalssigung be hohes Interesse, denn würde das Gericht der Auffassung des schlossen, dem unter Mitwirkung des Gehilfenausschusses ausRegierungspräsidenten beitreten, dann wäre den regierungstreuen gearbeiteten Tarif in einigen Punkten zuzustimmen. Danach soll Zeitungen ein Werben für Abonnenten durch die Behörde freigegeben und die Post bezw. die Steuerzahler trügen Ueber die Hungersnot in Indien sind schon mehrere Nachrichten n. a. der Minimalfohn auf 50 Pf. pro Stunde und neunstündige die sosten. Ein solcher Zustand wäre so ungeheuerlich, daß wir in die Presse gelangt. Die ganze furchtbare Wahrheit wird jedoch Arbeitszeit festgesezt werden. Bei Nachtarbeit wird 50 Broz. gezahlt. vorläufig noch bezweifeln, ob ein Gericht im Sinne der ostpreußi- erst jetzt aus dem Munde der höchsten englischen Beamten in Judien Bei den weiteren Verhandlungen wurde dem Gesellenausschuß die Mitwirkung versagt. Man verhandelte über den Anschluß der Innung bekannt. schen Behörde entscheiden wird. Im Generalgouverneurs- Rat zu Kalfutta hielt der Sekretär des an das Kartell der Unternehmer, die Angelegenheit fam jedoch nicht Departeinents für Einkünfte und Ackerbau Ibbetson eine Rede über zum Abschluß. Den Schluß bildeten einige grobe Ausfälle gegen die zur Zeit in Indien herschende Hungersnot. Bis Ende die abwesenden Gesellenvertreter. März würden die der Regierung, durch die Hungersnot eriyachsenden Rosten 30 oder 40 Millionen Rupien betragen. In den britischen Territorien hätten jetzt 22 Millionen Menschen unter Maßregelung socialdemokratischer Arbeiter. Ein eifriger Zwieschlächtige Streiks Juterpellationen. der Not leiden,' in Zu den Eingeborenen Territorien Berfolger socialdemokratisch denkender Arbeiter scheint der Ritterguts27 Paris, 19. Januar. Millionen. Es müsse dieses befizer und Kammerherr von Oppen in Kunersdorf bei eine Erleichterung Zum erstenmal sah sich ein französisches Ministerium in der beispiellosen Zustandes geschaffen werden. Der Vicekönig Wriezen a. D. zu sein. Zu seinem Machtgebiet darf anscheinend ein Zage, in Streit Interpellationen nach zwei entgegengesetzten Seiten führte sodamn aus, das von der Hungersnot betroffene dieser Gesinnung Verdächtiger feine Arbeitsstätte innehaben und gehin Front machen zu müssen. Das passierte in der Donnerstags- Gebiet sei in einer Weise gewachsen, welche die schlimmsten Befürch- schieht es dennoch, so sezt der Herr Gutsbesiger seinen ganzen EinSigung dem Ministerium Waldeck- Rousseau, Während sonst selbst- tungen übersteige. Das Land Icide jetzt unter einent Mangel an fluß ein, um diesen gefährlichen Menschen aus Lohn und Brot zu verständlich einzig die socialistischen Abgeordneten die Regierung zur Vieh, Wasser und Nahrungsmitteln, welcher sich in der furchtbarsten bringen. Bon diesem edlen Streben sollte auch der Sattler G., der Rede stellen wegen polizeilich- militärischer lebergriffe gegen streifende Weise geltend mache. Etwa 34 Millionen Menschen empfingen jetzt bei dem Sattlermftr. Goblar in Wriezen beschäftigt war, etwas verspüren. Arbeiter, interpellierten diesmal die Regierung einerseits der socialistische Unterstützungen. Im Jahre 1897 feien in England Hunderttausende G., der als ordentlicher und geschickter Arbeiter von seinem Meister Abgeordnete Dejeante und andererseits der reaktionärsmelinistische für die Notleidenden gesammelt worden und die ganze Welt habe geschützt wurde, hatte während seines Aufenthalts in Wriezen einige Abgeordnete Gay. Während Genoffe Dejeante die poffzeilich Anteil genommen an den Sorgen Indiens. Jetzt habe Indien fich focialdemokratische Schriften verbreitet. Das muß zu Ohren des militärischen Brutalitäten in den Streits des Doubs- Thales tadelte, allein durchzukämpfen, denn alle Gedanken Englands und der Eng für Ordnung und Sitte strebenden Gutsherrn gekominen sein, denn warf der kapitalistische Vertreter Gay der Regierung vor, in den länder konzentrierten sich auf Südafrika. Indien müsse seine Auf- bald darauf erhielt der Cattlermeister ein Schreiben des OrtsStreils des Loire- Departements( Saint- Etienne) für den Schutz gabe mit Geduld und Tapferkeit durchführen in dem Bewußtsein, gewaltigen, in dem ihm angedeutet wurde, diesen Arbeiter zu entder Arbeitsfreiheit" und der Ordnung" nicht gesorgt zu haben. eine Pflicht zu erfüllen, wenn es Millionen von Menschenleben vor lassen. Wohl oder übel mußte der sehr abhängige kleine Handwerksmeister diesem Wink seines großen Auftraggebers nachkommen Der Ministerpräsident widerlegte ausführlich und überzeugend dem Hungertode rette. und der Arbeiter sein Bündel schnüren. So sucht man die socialdie Vorwürfe des kapitalistischen Interpellanten. Er lieferte den Oestreich Ungarn. Nachweis, daß die Regierung in St. Etienne ihre Pflicht der Oestreich- Ungarn. demokratischen Anschauungen zu bekämpfen, wahrscheinlich fühlte der Neutralität vollständig gewahrt hat, was ihr, wie er aus Das neue Minifterium begegnet vorläufig einer im allgemeinen Herr Gutsbesitzer auch etwas von der Kraft des starken Mannes in sich. drücklich anerkannte, durch die friedliche Haltung der Streifenden sehr wohlwollenden Stimmung. Die Wiener Morgenblätter vom erleichtert wurde. In Waldeck- Nousseaus Stede finden sich manche Sonnabend meinen, es trage den Charakter eines Beamten- Die Bergarbeiter auf der gräflich Schaffgottschen Hohenallgemeine Grundsäge formuliert, die mit Nußen von den fapitalistischen Ministeriums an sich und sei berufen, den östreichischen Barlamens zollerngrube in Oberschlesien befinden sich im partiellen AusMinistern aller Länder beherzigt werden könnten. So rechtfertigte tarismus wieder herzustellen und die Sprachenfrage zustand. Wie ims ein Privattelegramm meldet, sind 200 Mann beer die Duldung der täglichen Straßenkundgebungen der Ausständigen entwirren. Das" Fremdenblatt" meint, das Ministerium, aus teiligt. Sie verlangen eine Lohnerhöhung, eine größere Gewährung Es sind Verhandlungen im durch den Hinweis auf die Unmöglichkeit, das Schreckensgesetz von 1848 in allen öffentlichen Angelegenheiten erprobten Männern zusammen von Freikohle und Achtstundentag. gegen die Aufläufe"( gewaltsames Auseinanderjagen von Manifestanten gefeßt, müsse den Eindruck der Stabilität hervorrufen; auch erhelle Gange. nach dreimaliger Aufforderung zum Auseinandergehen) anzuwenden. aus der Vorgeschichte der Kabinettsbildung die Absicht der Schaffung Nicht die an fich harmlosen Aufläufe seien strafbar, sondern die das eines den Parteien gegenüber unbefangenen Ministeriums. Die Aus der Schweiz. Die Aktiengesellschaft der Rollschen Eisenbei etwa vorkommenden Gewaltthätigkeiten gegen Personen und Neue Freie Presse" findet die Bürgschaft für die Durchführung der werke, welche in verschiedenen Orten des Kantons Solothurn eine Eigentum. Dann erinnerte er an sein ministerielles Rundschreiben von Aufgaben des Ministeriums sowohl in der Person des aus der besten Reihe von Gtablissements besitzt, hat den 3 ehnstundentag ein 1884 gelegentlich des Infrafttretens des Koalitionsgefeges, altöftreichischen Schule hervorgegangenen Ministerpräsidenten, als geführt. Der 277 Mitglieder zählende Eisenbahnarbeiter- Verein worin er die Präfekten anwies, den Streit als die Beauch im wiederholt nachdrücklich geäußerten Willen der Krone, behufs in Luzern reklamierte bei der Gotthardbahn- Direktion wegen der nugung eines Rechts" zu behandeln und die Militärgewalt nur Schlichtung des nationalen Streites eine unparteiische, allen schlechten Bezahlung eines Arbeiters und Mitgliedes mit mur 2,60 Fr. ,, im äußersten Falle" zu mobilisieren, wenn die Gendarmerie fich Nationalitäten gleich wohlwollende Regierung zu begründen. absolut ohnmächtig" erwiesen hat. Schließlich lobte Waldeck- Rousseau die friedliche Wirkung der Gewerkschaften auf den Verlauf von Streits. Gegenüber den bekannten London, 20. Januar. In Kairo traf die Nachricht ein, daß Vorwürfen, die Gewerkschaften dienten nur zum Streifmachen, sagte Osman Digma gefangen genommen sei. Er wird nach der Ministerpräsident:" Hat es denn keine Streits gegeben vor den Suatin befördert. Dieser neue Erfolg der Engländer macht sie voll Gewerkschaften? Hat es denn keine gegeben vor dem Koalitions- ständig zu Herren des Sudan. Nach dem Tode des Khalifen war gese? Die neue Erscheinung, meine Herren, die wertvolle und Osman Digma, der Feldherr des Khalisen, der einzige Mann, tröstliche Thatfache ist die, daß die Gewerkschaften nicht welchen England im Sudan noch zu fürchten hatte. nur bie Streits machen, sondern auch sie ordnungsmäßig und mit Disciplin durchführen. Und das ist ein socialer Fortschritt, der der Gesetzgebung von 1884 zu Vom Anarchistenprozeß. In Barcelona trat ein Komitee für danken ist. Glauben Sie, daß es von keiner Bedeutung ist, daß die eine internationale Protestversammlung gegen die Nichterste Anstrengung dieser organisierten und disciplinierten Arbeiter, revision des Prozesses von Montjuich zusammen. Die Versammlung die ihre eigenen Chefs haben, darin besteht, die( schiedsgerichtliche) wird in Marseille stattfinden. Disfussion nachzusuchen? Ausland. = England. Spanien. Türkei. V Ueber die Urheberschaft der Krawalle vom 4. Januar in SaintEtienne äußerte sich der Ministerpräsident sehr reserviert, weil sie Mahmud Pascha sezte einem Matin"- Mitarbeiter ausGegenstand einer schwebenden gerichtlichen Untersuchung sind. Er einander, es sei Berleumdung, daß seine Flucht eine Art Geld. betonte aber ausdrücklich, daß unter den 34 verhafteten Strawallanten erpressung am Sultan sei; er wolle Besserungen in der Vernur drei Streifende sich befinden, und verlas den energischen Protest waltung der Türkei. Er stehe in Briefverkehr mit dem Sultan, und der beiden Streitkomitees( der Kohlengräber und der Weber) gegen wenn diefer die verlangten freisinnigen Neuerungen nicht binnen ten Krawall. Desgleichen hob er hervor, daß der Krawall just am wenigen Tagen bewillige, werde er sich in einem Aufruf mittels Vorabend der schiedsgerichtlichen Schlichtung des Kohlengräberstreits der Presse, die der Sultan am meisten fürchte, an die öffentliche ausbrach. Meinung Europas wenden. Hingegen blieb Walded- Rousseau die Antwort auf die Inter= pellation Dejeante schuldig. 91 Partei- Nachrichten. Deutsches Neich. Ausland. per Tag, worauf der Lohn ohne weiteres auf 3 Fr. erhöht wurde. Ein handgreiflicher Nugen der Organisation. Die sämtlichen Stickereifabrikanten in Arbon wollten wiederum die Arbeitszeit Eine imposante Stider von 10 auf 101/2 Stunden verlängern. versanunlung wies den„ menschenfreundlichen" Plan der ausbenfimgswütigen Kapitalisten einstimmig zurück, worauf er denn auch fallen gelassen werden mußte. In Chiasso( Kanton Teffin) streiten circa 300 Cigarrenarbeiterinnen, weil die Fabrikanten, da sie nur auf energisches Verlangen des Bundesrates die Löhne nicht mehr in italienischem, sondern in schweizerischem Gelde auszahlen müssen, eine Reduktion der ohnehin jämmerlichen Löhne von 1 bis 1,50 Franks In Tessin gedeihen wahrhaft kapitalistische pro Tag vornehmen. Vampyre wie im benachbarten Italien! bis Ende leyter Woche 279 Arbeitslose gemeldet, wovon 216 FamilienArbeitslosigkeit in der Schweiz. In Bern waren väter mit 326 Kindern. Sociales. Städtische Wohnungsstatistik. Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben: Eine anerkennenswerte Anfmerksamkeit schenkt unsre städtische Verwaltung seit einigen Jahren den Wohnungsverhältnissen der ärmeren Volfsschichten. Der Festungscharakter der Stadt hatte in früheren Zeiten eine besonders intensive Ausmuzung des für Bebauungszwecke zur Verfügung stehenden Bodens bedingt und dadurch zur Entstehung ausgedehnter Stadtviertel geführt, deren Wohnungen auch nicht den primitivsten Anforderungen zu genügen vermögen, die der Hygieniker heute au menschliche Behansungen stellt. Eine vom Gemeinderat niedergesetzte und mit der Untersuchung jener Proletarierwohnungen betraute Sommission, der auch Vertreter der socialdemokratischen Partei angehören, hat durch die Veröffentlichung ihrer Enquete eine Reihe geradezu haarsträubender Bilder von den in Verbindung mit behördlichen Verfügungen die Räumung bezw. Schließung der schlimmsten Löcher herbeigeführt. Jezt hat die städtische Verwaltung auf Anregung dieser Kommission beschlossen, im Anschluß an die am 1. Dezember v. J. stattfindende Volkszählung eine umfassende Wohnungsstatistit aufzunehmen und die Mittel hierfür bereits in das Budget eingestellt. Diese Erhebung soll nicht bloß über die Zahl und den Umfang der Woh Er berwies lediglich auf den Widerspruch zwischen zwei gleichzeitig an ihn aus Beaucourt abgegangenen Depeschen, deren eine, Die Debatte des französischen Generalfomitees von einem Unternehmer herrührend, eine schreckliche revolutionäre über das Millerandsche Kinderarbeit- Gesez hat auch in der dritten Bewegung in der ganzen Gegend" ankündigte und mit der Schließung Sigung zu keiner Entscheidung geführt. Die Gegner des Gesetzes aller Fabriken für die Dauer eines Monats drohte, falls die Regie- nahmen eine verurteilende Resolution mit 24 Stimmen an, und rung alles wie bisher geschehen lassen wird," während die andere ebenso viel Stimmen wurden für das Gesez abgegeben. Nun geht Wohnverhältnissen der ärmiſten Volksschichten entworfen und wahrscheinlich von den im Streifgebiet thätigen jocialistischen die Sache an die Partei- Kontrollkommission. Rednern( Waldeck Rouffeau kannte die Absender nicht) gefandte Es zeigt sich jetzt, welchen Dienst der allgemeine Kongreß der Depesche also lautete:" Bevölkerung entrüstet, Landstraßen überall Bartei geleistet hat, indem er Organe schuf die es ermöglichen, gesperrt, diefer Belagerungszustand unerträglich, wollen Sie dem Streitfragen innerhalb der Partei, gewissermaßen verfassungsDie Zusammenstellung der zwei Depeschen ertvedte Seiterfeit mäßig auszufechten. ein Ende machen." " D imb Beifall links, aber eine Antwort auf die von Dejeante an- Polizeiliches, Gerichtliches usw. geführten Thatsachen ist das nicht. Diese Thatsachen sind also un- um 5 Mark. In Hannover wurden 18 Parteigenoffen nungen, sondern ganz besonders auch über die Mietspreise und die bestreitbar. Die Polizei- und Militärgewalt hat also unbestreitbar wegen Verlegung der Sabbat Ordnung von 1822 unter Anklage Dichtigkeit der Bewohmung 2c. Aufschluß geben. Dadurch ließe eine vollständige Ülebersicht über die Verhältnisse des die Streitbewegung der gefnechteten Arbeiter des Doubs Thales gestellt, weil sie während der Reichstagswahlzeit 1898 Flugblätter sich eine vollständige Uebersicht ein interessantes brutal unterdrückt, die Benugung des Streifrechts" willkürlich ver- verteilt hatten. Vom Schöffengericht wurden fie freigesprochen; auch Wohmingsmarktes, in erster Linie hindert. die vom Staatsanwalt angerufene Straffammer erfanute auf Frei- Material über die Frage gewinnen, in welchem Verhältnis der Politisch genommen, hat der Ausgang der Debatte dem Kabinett sprechung. Das Kammergericht hob das freisprechende Urteil auf Mietspreis der Wohnungen des arbeitenden Volkes zu deren Größe, einen Erfolg gebracht, den es namentlich im Gefolge der neulichen und verwies die Sache an das Berufungsgericht zurück. Das Be- Raumgehalt, Gesundheitlichkeit 2c. steht im Gegensatz zu den entMinistersturz- Gerüchte und am Vorabend der Senatswahlen sehr rufungsgericht erfannte abermals auf Freisprechung und das Kammer- sprechenden Verhältnissen bei den befizenden Selaffen. Bei derselben gut brauchen kann. Der Ministerstürzer Gay hatte übrigens zuletzt gericht hob auch dieses Urteil wieder auf. In der dritten Verhand- Gelegenheit soll neben dem Wohnort auch der jedesmalige eingesehen, daß seine Interpellation lediglich der Regierung ein lung sprach dieselbe Straftammer 15 Angeklagte zum drittenmal frei, Arbeitsort der werkthäfigen Bevölkerung ermittelt werden. nenes Vertrauensvotum einbringen wird. Er hatte denn auch seine verurteilte aber drei derselben zu je 5 M. Geldstrafe. Jezt wollen Beide Erhebungen dürften eine wertvolle Bereicherung des vorhandenen kommunalstatistischen Materials ergeben. Interpellation zurüdgezogen, aber er mußte schließlich doch inter- die Verurteilten das Stammergericht. anrufeit. -O Im südafrikanischen Krieg Bauarbeiterschuh. Polizeiverordnungen zum Schutze der vermitteln, andrerseits das Bureau der Metallarbeiter es aber ab- Das Rigdorfer Gewerkschaftskartell beschloß in der Sigung Bauarbeiter sind für die Stadt Elmshorn und den Regierungs- lehnt, Kollegen aus unserm Verband Arbeit nachzuweisen, und da vom 11. d. M., zur Konferenz der Gewerbegerichts- Arbeitnehmerbezirk Trier erlassen worden. Sie treffen Bestimmungen über die ferner in legter Zeit Agitatoren des Deutschen Metallarbeiter- Beisiger in Leipzig Nierich zu delegieren. Des weiteren soll dem Errichtung von Baubuden, Aborten und über den Verschluß der Neu- Verbandes mehrfach es versucht haben, unsre Agitation in der Provinz städtischen Arbeitsnachweis am Orte mehr Beachtung geschenkt bauten im Winter( Fensterfrage). lahmzulegen, so wird unser Arbeitsvermittler beauftragt, Angehörigen und vom Magistrat verlangt werden, daß auch die Arbeitervertreter Baugerüstkontrolle in der Schweiz. Die Regierung des des Deutschen Metallarbeiter Verbandes keine Arbeit mehr nach im Kuratorium vertreten werden. Hierauf wurde über den Streit Kantons Bern, seit Jahren von der organisierten Arbeiterschaft dazu zuweisen. der Möbelpolierer bei der Firma Laborenz berichtet. Die Versammlung erkannte an, daß sie zu diesem Schritt ges angetrieben, verlangt vom Kantonsrat eine Ergänzung des Baugesetzes, welche den Gemeinden die Kompetenz verleihen soll, Ber- zwungen sei durch das Verhalten der Leiter und Agitatoren bes Metallarbeiter- Verbandes. ordnungen zur Verhütung von Unfällen auf Bauten zu erlassen. Ju der Stadt St. Gallen beschloß der Gemeinderat die Der Fachverein der Holz und Bretterträger nahm in ist die Entscheidung bei Ladysmith noch nicht gefallen. Der Schaffung eines Inspektorats zur Beaufsichtigung sämtlicher Feuer seiner Versammlung am 14. d. Mis. die Abrechnung entgegen, die Kampf scheint jedoch entbrannt zu sein. Ueber die Absichten der stellen und Neubauten. einen Bestand von 1233,97 m. aufweist. Bei Besprechung gewert Engländer bei ihrem jezigen Vorgehen meldete der Berichterstatter Gemeindesocialismus in der Schweiz. Die Gemeinde schaftlicher Angelegenheiten wurde den Berufsangehörigen nahe des Daily Telegr." im Hauptquartier Bullers vom 19. Januar: Biberist im Kanton Solothurn beschloß, zur Speisung der Schul- gelegt, bei der Firma Meyer, Küstriner Plazz, nicht in Arbeit zu Die von Dundonald besetzte Stellung unweit Acton Homes finder resp. zur Brotbeschaffung eine eigene Bäckerei zu errichten. treten, da die Arbeiter in diesem Geschäft ausgesperrt sind. Wie beherrsche einen leichten Bugang nach Ladysmith Der Erfolg ist so zufriedenstellend, daß auch schon zahlreiche Familien weiter mitgeteilt wurde, sind bei den Firmen Welke u. Elbe fowie und unterbreche die Verbindung des Feindes mit dem Freistaat. ihren Brotbedarf bei der Gemeindebäckerei decken. Fischer und Collberg die im Streit festgesezten Löhne wieder herab- Kavallerie halte die Stellung. Die britische Artillerie bes gedrückt. Es wurde den Arbeitern empfohlen, hiergegen aufzutreten. schieße unausgesezt die Boerenlinien, der Feind antworte schwach, Staatsbeitrag an Lungenkranke. Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen beschloß auf Antrag der ärztlichen Gesellschaft die Gewährung eines Staatsbeitrages von 1,50 Fr. pro Tag an Lungenkraute. Mit einem der bestehenden Sanatorien foll ein Vertrag abgeschloffen werden über die Aufnahme der im Kanton Schaff hansen wohnenden Lungenkranken. Die Marmor- und Granitarbeiter hielten am Donnerstag Warren dringe stetig nach Ladysmith vor. Daily Mail" glaubt zu abend im Englischen Garten eine öffentliche Versammlung ab, die wissen, Lyttletons Brigade werde demnächst nach heftiger Beschießung nur mäßig besucht war. Zunächst gab der Vertrauensmann Wolff der Front die Boeren angreifen und Warren inzwischen verden Vierteljahresbericht. Die Einnahmen betrugen 736,67 W., die fuchen, die rechte Boerenflante zu umgehen. Die Be Ausgaben einschließlich 76 M. Streifunterstütung 429,75 M., Eine italienische Arbeitskammer behufs Besserung der Gesso daß ein Bestand von 306,92 m. vorhanden ist. Bezüglich einiger fagung von Ladysmith werde einen entschlossenen Ausfall fundheits- und Lohnverhältnisse der italienischen Arbeiter in der hartnäckiger Restanten wurde dem Vertrauensmann energisches Vor- nach Westen machen, gleichzeitig werde Bartons Brigade die Schweiz soll die Regierung in Rom projektieren. Ein seltsamer gehen anempfehlen. Wolff berichtet namens der Schiedstommission, Boerenstellungen bei Colenso angreifen. Inwieweit dieser Blan gelingt, muß abgewartet werden. Die Plan! Die italienische Regierung hätte im eigenen Lande einen so daß die Differenzen bei Knorr beigelegt sind. Dieser Unternehmer hat sich großen und schrecklichen socialen Augiasstall zu räumen, daß sie unterschriftlich zur Anerkennung des Tarifs verpflichtet. In der neueste Depesche von Kriegsschauplaze lautet: damit alle Hände voll zu thun haben würde, wenn sie nur zugreifen Diskussion über diesen Fall wurde festgestellt, daß der Tarif auch Lager bei Spearmans Farm, 20. Januar. Heute früh hörte wollte. Man darf hinter dem Plan andre, verwerfliche und nicht wird. Um das in Zukunft zu verhindern, soll der Versuch gemacht scheinlich hat General Warren die Beschießung der feinds von verschiedenen andern Unternehmern gelegentlich durchbrochen man vom linken Flügel her Feuer von Feldgeschüßen. Augenwerden, den Tarif vor dem Gewerbegericht festzulegen. Mit der Ungarische Socialpolitik. Die Direktion des ungarischen Einleitung der nötigen Schritte wurde Hirtmann beauftragt. Lichen Verschanzungen auf dem Tabanyama- Berge begonnen. Landeszuchthauses in Illava versendet an Unternehmer das nach unter„ Verschiedenem" wurde lebhaft getadelt, daß eine große An- Eine furze Zeitlang hörte man auch Gewehrfeuer. Unter den stehende Rundschreiben: zahl von Kollegen beim Arbeitsuchen den Arbeitsnachweis nicht am Donnerstag gefangen genommenenen Boeren befindet sich ein Sehr geehrter Herr! benutzt, wodurch dieser völlig illusorisch gemacht wird. Enkel des Präsidenten Krüger. ehrliche Absichten vermuten. Von den weiteren die Lage fennzeichnenden Meldungen geben wir die folgenden wieder: Die Industrie- Arbeiter, die in legter Zeit öfters in Streit ges treten, haben wahrscheinlich auch Sie, sehr geehrter Herr, schon in Eine gutbesuchte Generalversammlung der Graveure und Ciseleure fand am 16. d. M. statt. Vor Eintritt in die eine unangenehme Lage versetzt, indem Sie durch das plötzliche Tagesordnung ehrte die Versammlung durch Erheben von den Einstellen der Arbeit den Unternehmern nicht die bestellte Plägen das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Domann. Laut Arbeit liefern konnten, oder vielleicht nur mit den größten Opfern. Bericht des Vorstandes fanden im legten Bierteljahr 5 Versamm wahrt bleiben, wird es Ihnen nicht unangenehm sein, wenn ich lungen und ein Bibliothekabend statt. Die Mitgliederzahl betrug zu Ihre Aufmerksamkeit dahin lenke, daß das königl. Landeszuchthaus trauensmännerfizungen statt. Laut Bericht des Kassierers betrug Ende des Jahres 411. Außerdem fanden 5 Vorstands- und 3 Berin Illava unter den günstigsten Bedingungen und unter der möglichsten Zuvorkommenheit, wenn nötig fofort, auf Ihr Ver- die Einnahme im legten Vierteljahr einschließlich des alten 5,23 M. insgesamt insgesamt 362,73 M., die Gesamt langen Ihnen eine Tischlerwerkstätte mit 50-60 Arbeiter einrichtet, Bestandes von 5,23 M. Die Bibliothek wurde in 59 Fällen in in welcher Sie ungestört und unbehindert vor etwaigen Streits ausgabe 294,80 M. Anspruch genommen. Aus den nunmehr vorgenommenen Wahlen Plänkelfeuer Ihre Arbeiten ausführen können. Jllava liegt im Komitat Trencsin im Waagthale, ist Halte- meister erster, Mösch zweiter Kassierer; Zippel erster, Thiel zweiter an gehen hervor: Keiling erster, Thurow zweiter Vorsigender; Hoff folgten stelle der Budapester Schnell- und Personenzüge, die Züge von und nach der Hauptstadt gehen fünfmal täglich und dauert die Seiler, Reifow, Jerezky, Thöbel, Bibliothelare. Brückner ersuchte Schriftführer; Köhler, Sekretär; Krause, Sturm, Ricke, Revisoren; Fahrt mit den Schnellzug fünf Stunden. Mit ausgesuchter Höflichkeit die Mitglieder, zu der am 26. Januar im Dresdner Garten" statt findenden Generalversammlung der Orts- Krankenkasse zahlreich zu erscheinen. Am 28. d. M. hält Herr Archenhold einen Vortrag in der Sternwarte in Treptow. Treffpunkt: Restaurant Karpfenteich" 5 bis 51/2 Uhr. Kovács, Direttor. Wenn man doch alle Streifer ins Buchthaus stecken und dann den Unternehmern zur Verfügung stellen könnte. Dann könnte fich der ungarische Staat die jezt geplante Errichtung eines staatlichen Arbeitvermittlungsamtes" ersparen, das übrigens nach seiner ganzen Organisation doch nur die Aufgabe hat, als Streitbrecheramt zu fungieren. Charakteristisch für den Geist der ungarischen Socialpolitik ist auch die Einrichtung der Gewerbe Inspektion. Diese GewerbeInspektoren haben nach ihrer Dienstinstruktion die Aufgabe, den Unternehmern bei der Aufsuchung neuer Absatzgebiete und der Anfnüpfung neuer Handelsbeziehungen behilflich zu sein, sowie als technische Berater bei der Einführung rationeller Betriebsmethoden an die Hand zu gehen. Ihre Bureaus dienen gleichzeitig als Warenmusterlager. Dersammlungen. London, 20. Januar. Der„ Standard" meldet vom 18. d. M. aus Epearmans Farm: Es wird berichtet, daß die Boeren gegenüber Colenso am Montag, als sie sahen, daß General Buller sie Süden überschritten und alle Häuser im Ort in Brand aus ihrer Stellung hinausmanovriert hatte, den Tugela nach fegten. Da die Truppe von Chieveley aus vorrüdte, zogen die Boeren sich nach den Verschanzungen auf den mit Colenso in einer Linie liegenden Hügel zurüd. Die britische Infanterie ging unter zum im Angriff bor; zweiten Treffent die Reserven, während die britische Kavallerie der rechten Flanke dicht am Flusse rekognoscierte. bei Colenso müssen bedeutend geschwächt gewesen sein durch Entsendungen starker Abteilungen Die Streitkräfte der Boeren nach Westen, um dem Vormarsche Bullers entgegenzutreten; fie räumten eilig die Verschanzungen am Fluß und die gegenüber Colenso gelegenen Kopjes und wurden durch unser Shrapnelfeuer Abends war fein Feind innerhalb Büchsenschußweite versprengt. bei Colenso geblieben; britische Streitmacht zog sich nach Chieveley zurüd. Der Verband der Maurer( Filiale II) hielt am 12. d. M. eine gut besuchte Versammlung ab, in der Genosse Megner über Die Times" melden vom 18. b. M. aus Pietermaritzburg: gu das Thema:„ Gleiches Recht für alle" sprach. Frisch referierte. alsdann über die Verhandlungen mit dem Bund der Poliere. Nach der vereinten Streitmacht der Generale Buller und Warren längerer Diskussion hielt die Versammlung die am 5. Oktober 1899 gehört viel Artillerie und auch Kavallerie und berittene gefaßte Resolution aufrecht, erklärte sich aber mit den Erfolgen der Infanterie in beträchtlicher Stärke. Die von Warren, Dundos bisherigen Verhandlungen einverstanden. nald, Hildyard, Clery und Hart befehligten Streitkräfte gingen in Ein Arbeitszettel. der von mehreren Arbeitgebern eingeführt eine ausgezeichnete Stellung, welche das ganze Thal nach Lady= werden soll, wurde von der Versammlung energisch zurückgewiesen. smith zu beherrscht. Ein Teil der Truppen verblieb in Chieveley. Ausgeschlossen wurden auf Grund§ 15 des Statuts 13 Mitglieder, welche Accordarbeit verrichten. Sodann wurden teils wegen Verum die Boeren an einer Ueberschreitung des Tugela bei Colenso zu gehen gegen das Statut, teils als Restanten weitere 16 Mitglieder hindern. ausgeschlossen. Eine Nachricht aus Ladysmith. Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Ladysmith vom 17. d. M. über Spearmans Camp: Hier ist alles ruhig, die Lage un verändert. Die Beschiehung ist nur ganz unbedeutend. In der Richtung von Colenso und Springfield her wurde gestern der will tommene Schall der Geschütze der Entsagtruppen gehört. 8 herrscht starke Hize, der Gesundheitszustand hat sich nicht ver schlechtert. Aus der Kapkolonie. London, 20. Januar. Das„ Neutersche Bureau" meldet aus Der Wahlverein für den fünften Reichstags: Wahlkreis In einer Mitgliederversammlung der Stockarbeiter. die Spearmans Camp von gestern: Schiffsgeschüße beschossen hielt am Donnerstag im Rofenthaler Hof eine Generalversammlung am 16. d. M. tagte, sprach Rechtsanwalt Dr. Heinemann über das heute in Zwischenräumen die Laufgräben des Feindes; gegenüberliegen. ab. Nachdem Genosse Meßner einen Vortrag gehalten hatte, in Bürgerliche Gesetzbuch. Sodann erstattete der Kassierer den Viertel nur wenig Boeren wurden auf den Höhen gesehen, die Mount Alice welchem er unsere Rechtsverhältnisse beleuchtete, erstattete der Vorjahrsbericht. Danach beträgt die Einnahme 935,20 M., die Ausgabe sitzende Muck den Geschäftsbericht für das IV. Quartal 1899. In die Verhältnisse in dem Betrieb der Herren Eisert und Lindblad 918,47 M. Bei Vesprechung der Werkstattangelegenheiten wurden dieser Zeit haben drei Vereinsversammlungen, das dritte Stiftungs- einer eingebenden Kritik unterworfen und schließlich die Werkstattfest und 11 Gruppenfizungen stattgefunden. Die Thätigkeit in den Gruppen sei zwar im allgemeinen eine zufriedenstellende, fommission beauftragt, mit der Firma Nüdsprache zu nehmen, um jedoch gebe es einzelne Gruppen, in denen die Arbeitsfreudigkeit die Wiedereinstellung entlassener Arbeiter herbeizuführen. der Genossen nicht auf der wünschenswerten Höhe stehe. Dem Be- Der Verband der Möbelpolierer( Filiale Often) beschäftigte richt des Kassierers Sohnte zufolge betrugen die Einnahmen im fich am 15. d. Wits. mit dem Streit bei der Firma Laborenz. Wie 4. Quartal 523,08 m.( einschließlich eines Bestandes vom 3. Quartal berichtet wurde, ist der Vorstand entschlossen, den Streit weiter von 338,40 M.), die Ausgaben beliefen sich auf 170,58 W. Die zuführen. Die Anrufung des Gewerbegerichts als Einigungsamt ist Ein Korrespondent bei den Boeren in Colesberg telegraphirte, Zahl der Mitglieder beträgt 537. Revisor Meier bemerfte, vergeblich geweien. da wohl Herr Laborenz seine Zweifel hatte, hier die Engländer hätten versucht, die Verbindungslinien nach Achterin dem rechnungsmäßig vorhandenen Kassenbestande jeien seine Sache glücklich vertreten zu können. Ferner wurde das Ver- taug abzuschneiden; sie seien jedoch unter Verlusten daran ge= etwa 98 M. noch ausstehender Forderungen inbegriffen, welche halten der Freien Vereinigung der Holzindustriellen, bei welcher hindert worden durch Polizeitruppen ans Pretoria und Johannesburg. darauf zurückzuführen sind, daß verschiedene Mitglieder, die Herr Laborenz Mitglied ist, einer herben Kritik unterzogen. Hierauf 15. d. Wits. versuchten die Engländer, die Stellung Delareys zu Billets zum Stiftungsfest, zur Sternwarte und dergleichen enthielt Genosse Meiner einen beifällig aufgenommenen Vortrag, nehmen; sie mußten jedoch, verfolgt von dem Granatfeuer der nommen, bis jetzt noch nicht abgerechnet haben. Die Nachlässigkeit worauf die Wahl des Vorstandes vollzogen wurde. Boeren, in ihr Lager zurüdtebren. Täglich finde vers der betreffenden Mitglieder wurde in der sich an den Bericht des Revisors anschließenden Debatte von verschiedenen Seiten gerügt; Die Schneider Berlins hielten am Dienstag eine stark beinzeltes Geschüßfeuer rund um Colesberg mit geringem Erbefolge statt. ferner wurde bemerkt, daß manche Mitglieder mit den Beiträgen suchte öffentliche Versammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter länger im Rückstande find, als es nach dem Statut zulässig ist, und hoch über die Debatte im Reichstage, den Schutz der Heimarbeiter Pretoria, 17 Januar. Die Pässe aller sich noch im Nanddaß der Vorstand diese säumigen Zahler dem Statut gemäß streichen betreffend, referierte. In der Diskussion wiesen Schulz und gebiet aufhaltenden britischen Unterthanen werden einer möge. Der Kassierer wurde entlastet. Nitter darauf hin, daß in Berlin ein reichhaltiges Material über Revision unterzogen. Die Betreffenden müssen die Gründe an bie Lage der Schneider und Schneiderinnen gesammelt worden ist, geben, weshalb sie noch im Lande zu bleiben wünschen. Es heißt, welches bei den Debatten im Reichstag verwandt werden sollte. Oberst Plumer jei aus Tuli mit drei Panzerzügen in der Nähe von Gaborones angekommen. Er habe augenscheinlich die Absicht, Mafeting zu entsetzen. Verluste der Boeren. Als Delegierte zur Berliner Gewerkschaftskommission wurden Schulz und Ritter gewählt und zum Schluß noch zur regen Beteiligung an den am Montag, den 22. d. M., in den„ Armin hallen" stattfindenden Wahlen des Innungsschiedsgerichts aufgefordert. Als Legitimation dient das Krankenkassenbuch. Rensburg, 19. Januar. Nach Mitteilungen von Leuten aus den beiden Republifen wird der Gesamtverlust der Boeren au Aus England. Die Maurer( Vertrauensmänner- Centralisation) hielten am Mittwoch eine öffentliche Versammlung ab. Nach dem Geschäftsbericht, den Seater erstattete, haben in der Zeit vom 15. Juli bis 31. Dezember 11 öffentliche Versammlungen stattgefunden, die von der Lohnkommission einberufen waren. Außerdem wurden 3 größere und 17 Sigungen der Lohnkommission abgehalten. Ferner hat die Achtzehner- Kommission in dieser Zeit siebenmal getagt. Wenn auch infolge des Einigungsvertrages ein erheblich ruhigeres Arbeitsverhältnis Verband der Vergolder. In der Generalversammlung am auf den Bauten insgesamt Platz gegriffen hat, und sich dadurch die 15. Januar wurde der Rechenschaftsbericht des Vorstandes gegeben. Toten und Verwundeten bis jetzt auf 6425 geschäßt. Kosten für Streifunterstützung um etwa 8000 M. in demselben Zeitraum Danach fanden im vergangenen Jahre 1 Generalversammlung und verringert haben, so find trotzdem noch auf 52 Baustellen Diffe- 11 Filialversammlungen mit 7 Vorträgen statt. Die Angelegenheiten London, 20. Dezember. Heute verläßt das zweite Kontingent renzen vorgekommen. Von 6 Unternehmern wurden Accordmaurer der Filiale wurden in 20 Borstandssigungen erledigt. Der Arbeits- der Londoner Freiwilligen die Hauptstadt. Ein Gottesdienst eingestellt und die vordem beschäftigten Maurer gemaßregelt. Auch nachweis wurde mäßig in Anspruch genommen, die Stellen nach fand gestern in der Paulstathedrale statt. Der Bischof von London Gerichts- und Rechtsanwaltskosten find in neuerer Zeit nicht mehr dem Ausland konnten nicht besetzt werden. Die Bibliothek wurde hielt eine patriotische Ansprache, welche großen Eindruck auf die beziv. nur in einem Fall entstanden und ist der in der Abrechnung 218 mal benutzt, 50 Stollegen wurden wegen unpünktlicher Ablieferung Truppen machte. Eine ansehnliche Volksmenge, welche sich vor der enthaltene Poften auf frühere Vorkommnisse zurückzuführen. Die der Bücher mit 7,80 m. bestraft. Hierauf erstattete der Kassierer Bericht Kathedrale angesammelt hatte, brachte den Truppen Kundgebungen Abrechnung, die der Kassierer Me te gab, wies in der Zeit vom vom 4. Quartal. Danach betrug mit einem Staffenbestand von 1881,61 W. dar. Heute findet ein Abschiedsessen für die Offiziere und Freis Mette 15. Juli bis 31. Dezember eine Einnahme( inkl. des die Einnahme 3584,01 m., die Ausgabe 792,25 M. An die Haupts willigen statt. alten Bestandes bon 792,59 M.) von 26 003,84. auf, tasse wurden gesandt 796,02. Zum Filialvorstande wurden Letzte Meldungen. der eine Ausgabe bon 16 852,40 M. gegenüberstand. gewählt: Dehlert, 1. Vorsitzender; Hedmann, 2. Vorfizender; Brüssel, 20. Januar. Der Gesandte der Südafrikanischen In der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember wurden inklusive des Krüger, Kassierer; Hahu, Schriftführer; Vogt, Beisizer. Ein Republik Dr. Leyds veröffentlicht eine Erklärung, in der es unter Bestandes von 10 574,10 m. insgesamt 63 263,30 m. vereinnahmt Antrag, bei Agitationsreisen, Gewerkschaftstongreffen und General- andern hieß: Da sich Gesuche von Personen, welche als Kriegs- Freiund 54 111,86 m. verausgabt. In der Diskussion über den Ge- versammlungen den Delegierten pro Tag 10 M. Diäten zu gewillige in das Heer der Südafrikanischen Republik einzutreten wünschen, schäftsbericht wurde die Arbeitsniederlegung bei der Firma Lach währen, wurde angenommen. in der legten Zeit auffallend mehren, so erkläre ich hiermit, daß ich seitens mann u. Zauber, die im Dezember stattgefunden hat, eingehend erörtert und von einigen der Beteiligten fritisiert, daß die Lohn- Eine Versammlung der Kiftenmacher tagte am 14. b. Mts. meiner Regierung in feiner Weise ermächtigt bin, irgend jemand kommission in diesem Falle die Unterstüßung wegen Nichtinnehaltung Genosse Lantow sprach in einem mit Beifall aufgenommenen Vor- für den Dienst meines Landes zu engagieren und daß demzufolge des Regulativs verweigert hat. Eine Resolution, die das Verhalten trag über die Entwicklung Frankreichs. Die weiteren Verhandlungen Anwerbungen für das Heer der Südafrikanischen Republik in Europa -Billets zur Sternwarte find bis unter feinen Umständen stattfinden können. der Kommission in dieser Sache mißbilligt, wurde mit großer betrafen interne Angelegenheiten. Majorität abgelehnt. Hierauf berichtete Joe I, über die Berhand- zum 1. Februar abzugeben. verstanden erklärt. lungen und Beschlüsse der. Konferenz der Maurer Deutschlands. Erfner. Am Sonntag hielt der Arbeiter Bildungsverein zu Lehte Nach kurzer Distuision gelangte eine Resolution zur Annahme, in Ertner eine Versammlung im Kurhause ab, in der Adolf Hoffbitter Nachrichten und Depelchen. der sich die Versammlung mit den Beschlüssen der Konferenz ein- mann einen beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Nach einer London, 20. Januar.( W. T. B.) John Ruskin ist heute nachs furzen Debatte erstattete Seelbinder den Quartals- und Karl mittag in Coniston( Lancaster) gestorben. Mainz, 20. Januar.( B. H.) Wie der„ Mainz. Anz." erfährt, Müller den Bibliothetsbericht. Aus den Wahlen gingen Richter als erster, Agler als zweiter Borsigender, Seelbinder als Kassierer, ist heute nachmittag ein faiserlicher Befehl auf dem Kreisamte einFranz Stein als Schriftführer, Start Müller als erster Revisor und gelaufen, wonach die Niederlegung der Feftungswälle vom Hardenberge bis zum Rhein in die Wege zu leiten fef. Bibliothekar, Mende und Hinge als Revisoren hervor. Der Centralverband deutscher Schmiede faßte in der Verfammlung am 17. d. M. einstimmig folgenden Beschluß: Da wir seit Jahren Berufskollegen, die im Deutschen Metall arbeiter- Verband organisiert sind, in unserm Arbeitsnachweis Arbeit Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil 5: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Br. 17. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 21. Januar 1900. Reichstag. 131. Sigung vom 20. Januar 1900, 1 Uhr. dowsky, Graf Bülow, Nieberding. Die zweite Etatsberatung wird beim Specialetat für den Reichskanzler und die Reichstanzlei beim Titel „ Reichskanzler" fortgesetzt. hat. der doch keinen ein Socialistengesetz, so gebe ich Ihnen die Versicherung: in drei Der Herr Abg. von Kardorff hat der Regierung vorgeworfen, sie habe Tagen ist die ganze Socialdemokratie im Kriegszustand organisiert, vor den Socialdemokraten kapituliert. Bis jetzt haben wir davon und den Kampf werden wir mit größerer Energie gegen Sie auf nichts bemerkt, aber unser Bestreben ist allerdings darauf Am Bundesratstisch: Fürst Hohenlohe, Graf Pojawagen, spielen Sie auf, wir sind bereit.( Sehr gut! bei den Social- Den Angriff, fie habe auch vor dem Kapital kapituliert, mag die Nenehmen als jemals; wenn's Ihnen beliebt, das Tänzlein zu gerichtet, sie zur Kapitulation zu bringen und Sie mit.( Heiterkeit.) gesprochen, den die Socialdemokratie gegen die Arbeiter ausüben soll. demokraten.) Man hat auch wieder von dem Terrorismus gierung selbst von sich abschütteln. wenn Sie nur die Mittel angeben möchten, wie wir diesen Terro- in einen tapitalistischen Staat, ist ungerecht. Was kann der Herr Der Vorwurf, der Reichskanzler verivandle das Deutsche Reich rismus eigentlich ausüben, aber davon sagen Sie kein Wort. Sie Reichskanzler für die tapitalistische Entwicklung in DeutschAbg. Dr. Hahn( wildkons.): haben doch Geseze die Hülle und Fülle und so weit diese nicht aus- land. Herr v. Kardorff hat als persönliches Verdienst für sich Gegen die Aufhebung des Verbindungsverbots an sich haben reichen, giebt Ihnen die Interpretation der Gesetze durch die in Anspruch genommen, daß er mit zuerst für die Schutzzollpolitik meine Freunde niemals etwas eingewandt, wohl aber können wir Richter genug Mittel an die Hand, um uns an der Ausübung eines eingetreten sei, daß er Mitbegründer des Centralverbandes der uns nicht mit der Art und Weise einverstanden erklären, wirklichen Terrorismus zu verhindern. Es ist nur merkwürdig, daß Großindustriellen sei. Aber diese Gedanken sind ihm erst von seinem mit der die Regierung diese Angelegenheit behandelt trozdem die Arbeiter immer in neuen Scharen zu uns kommen. damaligen Intimus, dem seligen Bleichröder, eingegeben worden Besonders widern muß ich mich über die Erklärung des Könnten wir aber wirklich einen solchen Terrorismus ausüben, wie( Sehr richtig! links.), falls ein alter Jude überhaupt noch selig werden Herrn Reichskanzlers, daß auch er die Socialdemokratie für eine vor Sie es immer hinstellen, dann würden wir schon morgen alle Arbeiter tann.( Große Heiterkeit.) Die Interessen des Großkapitals machten übergehende Erscheinung balte, nachdem der Herr Reichskanzler Jahre mit und das wollen wir auch nicht( Lachen rechts), nein das die kapitalistische Produktion treibhausmäßig in Deutschland gepflegt in unfre Partei- Organisation hineinbeziehen; das können wir aber damals die Schutzollpolitit notwendig. Unter Schutzzollpolitik iſt hindurch eine ganz entgegengesette Politik geübt hat. Noch ein Wort zu umrer auswärtigen Politik. Ich bedaure es wollen wir nicht, weil uns nicht mit Leuten gedient ist, die nicht worden und gewachsen und die Antisemiten, die, ich möchte sagen blinden sehr, daß die Interpellation gestern keiner Besprechung unterzogen freiwillig zu uns übergehen.( Lachen rechts.) Meine Herren, Sie Verteidiger der Schutzzollpolitik, merken in ihrer Geistesunwissesse wurde. Dies hat bewirit, daß die Stimmung des Volkes hier nicht da drüben sollten an allerwenigsten von Terrorismus sprechen heit( Große Heiterkeit) gar nicht, daß sie dem Nuin des kleinen zum Ausdruck gekommen ist. Daß diese durchaus nicht England( Sehr richtig! links), wenn eine Partei speciell gegen ihre Arbeiter Handwerkers vorarbeiten, indem sie diese Scuzzollpolitik unterfreundlich ist, geht auch aus der Haltung des Berliner Terrorismus übt, so die konservative Partei.( Sehr richtig! links.) flügen. Daß die Agrarpolitik zu gleicher Zeit fam, war notwendig, Lokal Anzeiger" hervor( Heiterfeit links), = Können die landwirtschaftlichen Arbeiter ihr Versammlungsrecht, das weil die industrielle Schutzölluerei ohne die agrarische Schutzöllnerei Barteistandpunkt vertritt, sondern ein rein geschäftliches Unternehmen Soalitionsrecht ausüben, giebt es dort wirklich freie Wahlen! Sie unmöglich gewesen wäre. Wir wissen noch aus der Zeit von 1878, ist. Als Graf Caprivi den Posten des Reichskanzlers verlassen habe eine Gefinde- Ordnung, die besser Sllavere: Ordnung genannt wo im Foyer des Reichstags geradezu Schachergeschäfte zwischen mußte, hat man im Lande aufgeatmet und gehofft, daß der neue werden sollte.( linruhe rechts, sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) agrarischen und industriellen Schußzöllnern abgeschlossen wurden. Reid, skanzler wieder in die Bahnen Bismarcks eintreten werde. Sie sind geneigt, den Landarbeitern die Freizügigkeit zu nehmen, First Bismarc gab der Schutzzollpolitik seine Unterstügung einmal, Leider ist davon keine Rede gewesen. Vismard würde nie mit so Sie sind die größten Feinde Ihrer Arbeiter, die Sie am meisten weil er sich selbst in erster Linie zum Vertreter agrarischer Interessen überaus großer Liebenswürdigkeit gegenüber dem aumaßenden Berterrorisieren. für berufen hielt, dann aber auch, weil ihm die Schutzzollpolitik Weiter hat man die Regierung wegen der Aufhebung des ungeahnte Mittel zu Militär- und Marinerüstungen gab. balten der Engländer vorgegangen sein und ebenso ist der zuver: Berbindungsverbots angeklagt. Graf Bojadowsty hat demgegen kapitalistische Entwicklung ins Leben gerufen zu haben iſt ein durchs läffige Draht nach Rußland" noch nicht wiederhergestellt. Ganz besonders müssen wir beklagen, daß die Trennung der über schon gejagt, die Regierung war zu dieser Aufhebung sittlich aus unberechtigter Vorwurf, dem man dem gegenwärtigen ReichsWirtschafts- und auswärtigen Politit, wie sie unter dem Fürsten verpflichtet. Gewiß war sie das, nachdem ihr vom Reichstag einmal fanzler macht, der damals faum ins Amt getreten war, oder Bismarck herrichte, seitdem Graf Caprivi Reichskanzler wurde, auf das Versprechen abgerungen war, vorwerfen könnte man ihr gar dem Grafen Caprivi, der kaum 3-4 Jahre im Amt war. Das gegeben worden ist. Die Folge davon ist, daß wir Nordamerika höchstens, daß sie mit dieser Einlösung des Versprechens drei Jahre Resultat der Gewerbezählung war, daß während 1882 die von der gegenüber jetzt nicht mit derjenigen Rücksichtslosigkeit vorgehen gewartet hat und noch dazu den Versuch machte, im Landtag die Landwirtschaft lebende Bevölkerung noch 193/4 Millionen betrug, 1885 können, die durchaus geboten ist. Die Rücksichten der auswärtigen Aufhebung des Verbots von Kompensationen abhängig zu machen. Diese auf 1812 Millionen Köpfe zurückging, während die GesamtPolitik haben gegenüber Nordamerika gefiegt über die Rücksichten Die Regierung war um so mehr selbst in ihrem eigenen Interesse bevölkerung um 61/2 Millionen zugenommen hatte. Auf der andern auf die nationale Volkswirtschaft. Anders kann ich es mir dazu gezwungen, diese Aufhebung vorzunehmen, weil sie selbst Seite stieg die von Gewerbe und Industrie lebende Bevölkerung nicht erklären, daß Graf Pojadowsky für die Fleischbeschau durch die Entwicklung der Dinge gezwungen war, unaus von 1882-1895 von 16 Millionen auf 20 Millionen und die von Handel eingetreten ist. Ueberhaupt können wir dem Herrn Reichskanzler widerspruch mit diesem Verbot des Inverbindungtretens An diefer Entwicklung hat gewiß auch Bismarck feine persönliche gefegt mit Organen au verkehren, die ihre Thätigkeit und Verkehr lebende Bevölkerung von 4/2 Millionen auf 6 Millionen. kein Vertrauen für seine Handhabung der Wirtschaftspolitik im aussprechen. Die Tranfitläger für Getreide find noch immer nicht von Vereinen ausübten. Sie mußten also selbst das Gesez, das sie Schuld. Das ist die Entwicklung, die sich in allen fortgeschrittenen aufgehoben und dem deutschen Eichenschälwald ist der nötige Schuß verteidigen sollten, übertreten. Kulturländern vollzieht. Agrarische Länder sind arme Länder und unentwickelte Länder. Nur Industrie, Hander, Verkehr bringen Kreisen der deutschen Landwirte ist daher allmählich eine große MißReichtümer, bringen moderne kulturentwicklung.( Sehr wahr! links.) stimmung gegen die Regierung entstanden, die so zugenommen hat, Im Interesse der menschlichen Entwicklung haben wir alles aufdaß man sich sogar schon gegen die Flottenvorlage ausgesprochen zubieten, um diese Entwicklung auf ihre Söhe zu heben. Wir hat. Wenn man will, daß diese Streise nicht die Lust verlieren, für die werden alles, was zum Vorteil der Agrarier, zum Schaden der nationale Politik neue Opfer zu bringen, muß man auch ihre Wünsche erArbeiterklasse, gefordert wird, mit allen Waffen, die uns zur Verfügung füllen. Die freundlichen Worte genügen uns nicht mehr, wir wollen stehen, auf Tod und Leben zu bekämpfen. Die große Mehrheit der Interessenten haben wir heute schon auf unserer Seite, wenn das auch in diesem Reichstag nicht flar zum Ausdruck tommt. Eigentlich müßten hier die Vertreter einer freieren Handelspolitik die Mehrheit haben. endlich einmal Thaten sehen.( Bravo! rechts.) Reichskanzler Fürst Hohenlohe ( auf der Tribüne sehr schwer verständlich). Ich habe gestern schon auf eine Resolution hingewiesen, die in einer Versammlung des Bundes der Landwirte im Hannoverschen gefaßt wurde. Ich stelle fest, daß in dieser abenteuerlichen Resolution ausdrücklich gesagt wurde, daß ich Deutschland zu einem Industriestaat machen wollte indem ich über die Landwirtschaft hinwegginge. Abg. Bebel( Soc.): weil geben git fönnen, nicht gefragt worden sind. damit Man meint immer, daß die Socialdemokratie einen ganz be: sonderen Vorteil von der Aufhebung dieses Verbots habe. Nun, dann hätten sie ja beantragen fönnen, das Verbot für uns bestehen zu lassen. Das hätte uns einen ganz vorzüglichen Agitationsstoff in die Hände gegeben. Wir haben aber gar keinen besonderen Vorteil von der Aufhebung des Verbots gehabt. Haben Sie etwa bemerkt, daß in unserer Preſſe diese Aufhebung mit besonderer Genugthuung begrüßt worden wäre? Unsere Fraktion hat es auch einstimmig ab gelehut, nach Aufhebung des Verbots unsere Organisation irgend wie zu ändern. Infere Organisation ist sehr gut, wir verfügen allerdings über reiche Mittel, wie Herr v. Stardorff gestern sagte, das liegt aber daran, daß unsere Leute opferwillig sind, während die Ihrigen nichts thun. Wenn fie aber darauf rechnen, Ivar er, 11 Die der Nach Herrn Kardorffs Meinung giebt es gewissermaßen ein gutes und ein böses Kapital.( Widerspruch des Herrn v. Kardorff.) Ganz besonders interessant war es mir bei den Ausführungen Sie haben das freilich nicht wörtlich gesagt, aber doch hervorgehoben. des Herrn Neichstanzlers, daß er sich auf die Aeußerung des wie Sie selbst die Industrie Interessen gefördert haben. Ich habe Kaisers bezog, die Socialdemokratie wäre eine vorübergehende ja vorhin bereits Ihre Intimität mit dem feligen Herrn v. BleichErscheinung, fie müsse sich austoben. Auszutoben brauchen wir uns röder erwähnt. Nur war Ihre Förderung der Industrie in GemeinMeine Partei hat eigentlich keine Veranlassung, fich zur aus nicht, weil wir noch nie getobt haben.( Lachen rechts.) Meine schaft mit Herrn v. Bleichröder nicht immer sehr glücklich.( Heiterkeit wärtigen Politik zu äußern. Daher haben wir auch gestern gegen eben erst die Nede des Herrn Hahn gezeigt.( Unruhe rechts, sehr empfohlen, Herren! Sie da drüben verstehen das Toben ganz gut, das hat ja links.) Herr v. Bleichröder hat Ihnen wohl auch einmal den Antrag Liebermann auf Besprechung der Interpellation gestimmt. den Schutzöllner Carey durchzulesen? Anfang gut! links.) Daß die Socialdemokratie eine vorübergehende Gr- der Ich will nur, da auch die andern Redner noch einmal auf diese scheinung ist, das ist gewiß richtig, denn das einzig Dauernde in begründer der Königin- und Laurahütte gewefen. Auch die Hibernia fiebziger Jahre Herr Mits b. Stardorff der Angelegenheit eingegangen find, mich gegen einige Bemerkungen des der Welt ist der Wechsel, und die Socialdemokratie ist ebenso eine Berggesellschaft und die deutsche Kontinental Eisenbahn- GesellStaatssekretärs Grafen v. Bülow wenden, weil diese Bemerkungen nach außen hin den Glauben erwecken könnten, als wenn es die vorübergehende Erscheinung wie die Hohenzollernsche Dynastie. schaft, eine sehr oberfaute Gründung( Lärm rechts), verdanken ihm Socialdemokratie abgelehnt hätte, gleich den übrigen Parteien die( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Die Socialdemokratie ihre Eristenz u. a. m. Herr v. Kardorff will das alles bestreiten. Interpellation zu unterschreiben. Die Sache liegt sehr einfach; wir wird aber erst verschwinden, wenn sie ihr Endziel er Dam muß ich auf den Brief rekurrieren, den er im Jahre 1878/79 find gar nicht in die Lage gekommen, eine ablehnende Erklärung ab- reicht hat, denn dann hat ihre Existenzberechtigung aufgeschrieben hat, und in dem er ausführt, er habe sich an diesen daß sie gehört. wir seitens der Juterpellanten absehbarer Zeit verschwinden wird, so ist das eine gewaltige politische Stellung auszufüllen, in Gründungen beteiligt, um die Mittel zu bekommen, hier seine Ich will den Herren ein Gegiter feinen Vorwurf machen, wollte das nur zur Klarstellung erwähnen. Täuschung, die nur beweist, daß Sie die elementarsten Begriffe Diäten! Freilich die Diäten würden ihm bei zweihundert Noch ein Wort darüber, wie England wohl dazu gekommen ist, diese Aeußerung, die Socialdemokratie ist eine vorübergehende Er- und feine Stellung als Aufsichtsrat in der oberschlesischen Zint unfrer Entwicklung nicht kennen. Immerhin will ich zugeben, daß Sigungen höchstens 3000 Mark eingetragen haben, die Maßregeln gegen unsere Schiffe in Scene zu setzen. Es ist mehrfach icheinung, erträglicher ist, als wenn es heißt:„ Die Socialdemokraten hitten- Gesellschaft fann ihm 27 000 m. bringen, wenn er auch auf die Provokation der Engländer durch Spione hingewiesen worden. find eine Rotte von Menschen, nicht wert den Namen Deutscher zu mir einer Sigung beiwohnt.( Hört! hört! links.) Das bringt freilich Niemand hat mehr als die Socialdemokratie die Wirkung folcher Provokationen durch Spione kennen gelernt, aber ich tragen" oder„ jeder Socialdemokrat iſt ein Reichs- und Vaterlands- eine andere Ernte, da kann man in dieser Weise wohl für die will noch auf eine Thatsache aufmerksam machen, die ganz übersehen sammelten Reichstag sich mit dieser Aeußerung des Kaisers ein- 11. Mai 1873 hier im Reichstag eine große Debatte war über die feind". Ich nehme an, daß nachdem der Reichskanzler bor ver- fapitalistischen Intereffen eintreten. Aber als am 4. April und worden ist. Der„ Hannoversche Sturier" hat bereits vor Wochen hervorgehoben, daß er aus bester Quelle wisse, daß noch nach dem verstanden erklärt hat( Glocke des Präsidenten.) Beteiligung an der Gründungsperiode, da trat Herr v. Kardorff in Ausbruch des Krieges 30 000 deutsche Gewehre auf dem Wege über Präsident Graf Ballestrem: einem wahren Dithyrambos für die Börse ein und erklärte die China in Atrappen als Pianos nach Transvaal verschickt worden Solange Sie sich auf die Nede des Herrn Reichskanzlers befeien. Die ganze Breffe hat diese Nachricht verbreitet, ste ist also zogen, habe ich sie nicht unterbrochen, wenn Sie aber Seine auch in das Ausland gekommen und dadurch erklärt sich wohl Majestät den Staifer als Sprecher dieser Worte anführen, so kann manches, was sonst nur schwer zu erklären wäre. Im übrigen würde ich nicht auf die Debatte eingehen, wenn Anzeiger" gestanden.( Große Heiterkeit.) ich das nicht zulassen. Denn diese Worte haben nicht im ,, Reichswir nicht provoziert wären, es kann ja auch der Beste nicht im Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.( Seiterfeit.) Abg. Bebel( fortfahrend): Daß die Debatte über das Auswärtige Amt fich zu einer Socialisten debatte auswachsen würde, hatte ich nicht vermutet.( Glocke des Bräsidenten.) Präsident Graf Ballestrem: Wir befinden uns nicht bei der Beratung des Etats des„ Auswärtigen Amts", sondern des„ Reichskanzlers", dem die äußere und innere Politit untersteht. Abg. Bebel( fortfahrend): Börse für den Wagen, der die Cirkulation der Säfte vermittle. ( Große Heiterkeit.) Heute ist derselbe Herr ein so heftiger Bekämpfer der Börſe. Ich hielt mich verpflichtet, dies zu sagen, nach der Haltung, die er auch gestern wieder gegen uns eingenommen hat. Ist die kapitalistische Entwicklung die Grundlage für die Ents wicklung der Socialdemokratie gewesen, so hat Herr v. Kardorff, soweit es in seinen schwachen Kräften stand, diese Entwicklung im Unter diesen Umständen halte id) es doch für angemessen, bei hohen Grade unterstützt, und er ist daher einer der Väter der der Wichtigkeit, die solche Aeußerungen für unser ganzes öffentliches Socialdemokratie.( Seiterfeit.) Er für seinen Teil hat ehrlich Leben haben, künftig auf den„ Reichs- Anzeiger" zu abonnieren, bisher mitgearbeitet, daß die Socialdemokratie groß und stark ge damit ich genau weiß, was darin steht.( Große Seiterfeit.) Ich worden ist. Wir wünschen ihm auch zu seiner weiteren Thätigkeit nehme aber an, daß nachdem der Herr Reichskanzler diese Aeußerung von Herzen Glück!( Heiterfeit und Bravo! bei den Socialacceptiert hat, fünftig auch die Beit vorbei ist, wo er mit Umsturz- demokraten.) vorlagen uns regaliert. Er wird erkennen, daß eine derartige Abg. v. Kröcher( f.): Politit eine staatsmännische Bauaufenpolitik ist. Freilich so Ich möchte zunächst mit einigen Worten auf die gestrige wie sich Graf Posadowsky die Entwicklung der Social- Aeußerung des Reichskanzlers eingehen, die Socialdemokratie sei Es hat mir ferngelegen, gegen die Geschäftsführung des Herrn demokratie vorgestellt hat, ist sie doch nicht gegangen. eine vorübergehende Erscheinung. Der Reichskanzler wird doch anPräsidenten irgend einen Vorwurf zu macheit, eine Socialisten Gewiß, Socialdemokratie ist ein notwendiges Produkt erkennen, daß diese Erscheinung, wenn sie auch eine vorübergehende debatte war aber auch ebenso wenig beim Etat des Herrn ber kapitalistischen Entwicklung und wird sich in dem Maße aus- ist, doch gewiffe Gefahren in sich birgt, und er wird daraus den Reichskanzlers zu erwarten. Insbesondere hat uns Herr v. Kardorff breiten, als infolge dieser Entwicklung iminer größere Massen der Schluß ziehen, daß der Leiter der Reichspolitik versuchen sollte, dieser provoziert, der es ja noch immer nicht verschmerzen kann, daß das Bevölkerung ins Proletariat Herabfinten. In welchem Maße sich Gefahr zu begegnen. Das haben die verbündeten Regierungen Socialistengesetz gefallen ist. Wenn er gestern hervorhob, Bis- dieser Prozeß vollzogen hat, zeigt ein Vergleich der Gewerbe- in der legten Zeit nicht nur nicht gethan, sondern sie haben durch mard habe nie die Waffen gegenüber der Socialdemokratie gestreckt, zählumgen von 1892-1896. Diese zeigt eine erhebliche Abnahme ihr Verhalten wesentlich beigetragen, die Socialdemokratie zu während die jetzige Regierung dies gethan habe, so ist der erste Teil der selbständigen Existenzen in der Industrie. Freilich im Handel fördern. War man nicht entschlossen, eine Vorlage wie das Arbeitsdieser Behauptung zwar wahr, aber Herr v. Starborff wird auch nicht eine erhebliche Zunahme, da wird aber auch jeder Dienstmann, jeder willigen Gesetz mit Energie zu vertreten und durchzuführen, behaupten können, Fürst Bismarck habe im Kampfe gegen die Sociale Droschkentutscher, jede Botenfrau als selbständiger Unternehmer ge- mindestens mit den durch die Verfassung gebotenen Mitteln-demokratie besondere Lorbeeren geerntet. In der inneren zählt. Zählen Sie diese zusammen, so tommen 100 000 folcher( Lebhafte Burufe links: Mindestens? Mindestens? Staatsstreichler!) Politik des Fürsten Bismarck find zwei große Niederlagen Unternehmer heraus, die nichts als das nackte Leben haben. Nee, nee, nee, Gie locken mich nicht raus!( Große Heiterkeit zu verzeichnen, diejenige im Kulturkampfe und die Nieder- Die reinen Proletarier haben in demselben Zeitraum um 2 Millionen links) damn hätte man unzweifelhaft besser gethan, die Vorlage im Kampfe gegen die Socialdemokratie. Das Centrum zugenommen. Mit all Ihren wirtschaftspolitischen Maßnahmen lage gar nicht erst einzubringen. ist heute ausschlaggebende Macht im Reiche und durch die können Sie hiergegen nichts thun. Ich muß dann ferner auf eine Legendenbildung eingehen, die Gewaltmaßregeln gegen die Socialdemokratie hat Fürst Bismarc Der Herr Graf Pojadowsky sprach davon, es sei nötig ,,,, be über die tonservative Partei in Umlauf gekommen ist, nämlich ebenfalls nur zur Verbreitung unserer Ideen beigetragen,( Sehr rechtigte Wünsche" der Arbeiter zu erfüllen. Aber was wir als daß wir Konservativen nicht gewollt hätten, daß der richtig! bei den Socialdemokraten.) Der deutlichste Beweis dafür berechtigte Wünsche ansehen und was die Herren am Regierungstisch Herr Reichstanzler sein Versprechen einlöste und das Verbindungsfind die vier Reichstagswahlen, die während der Dauer des Socia- daffir ansehen, ist himmelweit verschieden. Seit zwanzig Jahren verbot aufhob. Wir waren nicht gegen die Aufhebung, meinen aber, listengesetzes stattgefunden haben. 1881 betrug die Zahl der Stimmen, ist das Wort von den berechtigten Wünschen geprägt, aber noch heute daß sie nicht zur rechten Zeit erfolgt ist. Wollte man das Verdie für unsere Kandidaten abgegeben wurde, 312 000, 1884 schon find nicht entfernt die berechtigten Wünsche der Arbeiter erfüllt. Das bindungsverbot einmal aufheben, so hätte man es gleich thun sollen. 560 000, 1887 stieg sie auf 775 000 und 1890, wo das Socialisten Endziel, die sociale und wirtschaftliche Gleichstellung aller Arbeiter Man durfte nicht warten, bis man, der Not gehorchend, nicht dem gefeß auch noch bestand, auf 1 428 000,( Buruf rechts.) Freilich läßt sich mit den bis heute angewendeten Mitteln nicht er eignen Triebe, dazu gezwungen war. Ich persönlich gehe sogar fie ist auch später noch gestiegen 1893 auf 134 Millionen, reichen. Die Verhinderung der Ausbeutung und Unter noch weiter und meine, wenn der Reichstanzler einen Nachfolger 1898 auf 2125 000 das bedeutet eine Steigerung von brückung des Menschen durch den Menschen ist ein großes Ziel, auf gefunden hätte, wäre es nicht schön gewesen, wenn dieser 50 Prozent feit 1890 und es ist ganz zweifellos, daß auch das hinzusteuern Sie feineswegs bereit sind. Kommen Sie, das Wort seines Vorgängers nicht eingelöst hätte, es sei denn, daß die nächsten Wahlen wieder eine Erhöhung der Stimmenzahl bringen wie der Herr Abg. Rickert gestern ausgeführt hat, der Social- ein vollständiger Systemwechsel eingetreten wäre. Ich bedaure werden. Ob Sie ein Socialistengeset machen oder nicht, ist uns demokratie möglichst entgegen, bieten Sie Ihren Einfluß auf, daß freilich, daß der Herr Reichskanzler das Versprechen überhaupt ges gleichgültig, ja es giebt sogar eine große Anzahl unter meinen die Arbeiter gleichberechtigt werden, führen Sie das allgemeine geben hat. Die Regierung thäte besser, durch Thaten, statt durch Barteigenossen, die nach der Zeit des Socialistengesezes eine gewiffe dirette Wahlrecht in den Einzelstaaten ein, führen Sie die von uns Worte zu sprechen. Der Herr Staatssekretär des Innern citierte ein Sehnsucht empfinden( Lachen rechts), denn jene Beit Stachelte ihren vorgeschlagene Arbeiterorganisation ein, dann werden wir weiter Wort des Fürsten Bismard, daß die Politik die Kunst des MögMut und ihre Opferwilligteit ganz besonders an. Machen Sie wieder reden, befriedigt sind wir dann immer noch nicht.( heiterteit.) Tichen sei. Da stimme ich ihm natürlich bei. Es kommt nur 1 -O Darauf an, was man für möglich und nicht für möglich bereit, den Reichskanzler und seine Regierung zu fügen, nicht nur hält( Sehr richtig! rechts.), und ich glaube nicht, daß die in der äußern Politik, sondern auch in der innern.( Lehafter Beifall beiden Geistes heroen der letzten Jahrhunderte, Friedrich der beim Centrinn.) Große und Fürst Bismarck das geleistet hätten, was sie geleistet baben, wenn sie so wenig für möglich gehalten hätten, wie einzelne Herren heute.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Abg. Steinhauer( frs. Bg.): Abg. Dr. Arendt( Np.) der Socialdemokratie erwehren können. Es ents und mit ihr der Strach, der soviel Glend über die Arbeiter gebracht hat. Er mußte der Socialdemokratie mußen. Die Religiosität ist von oben her nicht gepflegt worden.( Sehr richtig! im Centrum.) Der Kulturkampf war gewiß nicht irreligiös gemeint. Aber dieDie Landwirtschaft ist sicher in einer schwierigen Lage, aber derjenigen, die ein Interesse an der Irreligiofität hatten, haben ihn Abg. Fürst Herbert Bismarck( wildk.): Bund der Landwirte übertreibt sie. Als kleinbauerlicher Besitzer benutzt, um den Lenten den letzten Glauben aus der Seele bin ich ein Gegner der Bestrebungen des Bundes der Landwirte. Bie herauszureißen.( Sehr richtig! im Centrum.) Die Schuld an den Der Abg. Bebel hat zunächst gesagt, der erste Reichskanzler ist denn der Bund zu stande gekommen, haupsächlich durch den Druck wachsen der Socialdemokratie ist also eine gemeinsame, sie liegt habe sich mit dem Socialistengeset keine Lorbeeren errungen. Das der Behörden.( Widerspruch rechts.) Es wird wenig freiwillige auf allen Klassen und Berufen. In England hat man sich ist Ansichtssache. Er hat oft erklärt, daß ihm nur an der Aner- Mitglieder des aus dem Kleinbauerustande geben. Sie Gesetzgebung schuld. Bundes Einmal ist daran Temung seines faiserlichen Herrn liege, und von dem hat er genug( Widerspruch rechts.) Groß und Kleinbauern haben nur wenig Der Hauptgrund liegt daran, Aber das ist nicht die Hauptsache. Anerkennung bekommen. Wenn das Socialistengejeh nicht so Intereffen gemeinsam. Der Kleinbauer hat fein Interesse an hohen daran, daß daß sich in England die wirksam war, wie man ursprünglich erhofft hatte, so trägt dabei der Getreidepreisen, er kann nämlich kein Getreide verkaufen, muß oft gebildeten Kreise zu Zehntausenden der kleinen Leute angenomment damalige Reichstag die Hauptschuld. Der damalige Reichstag noch welches zukaufen. Also selbst der Antrag Stanitz kann ihm nichts haben. Diese Fühlung zwischen Führenden und Geführten ist es, hat nicht nur ein blutiges Attentat gebraucht, bis er das Gesetz nügen. Wie gut die Konservativen es mit den Kleinbauern meinen, welche bewirkt hat, daß dort die Socialdemokratie nicht jene unheilannahmi, er hat es auch wesentlich abgeschwächt. Hätte man der haben sie 1896 mit ihrem Antrag auf Erhöhung des Heringszolls höheren Kreisen muß bei uns noch ein viel größeres Bewußtsein für volle Rolle spielen konnte, die sie bei uns gespielt hat. In den Damaligen Regierung freie hand gelassen, der Verlauf bewiesen. Jetzt haben sie sich von diesem Zoll losgesagt, aber nur wäre ein anderer gewefeit. Was die Zahl der focial- der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe.( Widerspruch rechts.) ſittliche und nationale Pflichten Plaz greifen. Sonst können wir die Demokratischen Stimmen anlangt, so soll man nur nicht meinen, daß Der Bund der Landwirte nügt den Bauern nichts, er treibt nur bekämpfen. Warum leiden wir gerade in Deutschland so sehr unter der Socialdemokratie, die viel eifriger wirkt und einiger auftritt, nicht alle diese Wähler Socialdemokraten aus Ueberzeugung find. Wahlagitation und wird darin von dem ganzen gutsherrlichen Socialdemokratie? Ich mache die Zerrissenheit, die Spaltung, die llnEs ist auch häufig gesagt worden, Fürst Bismarck habe das Socialisten Apparat unterstützt. Fällt diese behördliche Unterſtügung weg, zufriedenheit, den Mißmut, der dem Deutschen eigen ist, zum großen Gefetz nicht verlängern wollen. Das ist ein Irrtum. Er hat damals werden auch die Wahlerfolge ausbleiben.( Sehr gut links.) das Gegenteil ausgesprochen, wie Herr v. Stumm bezengen kann. Und Die Verhältnisse haben sich vielleicht nicht so gebessert, aber Teil dafür verantwortlich. Das Heerlager, das die Unzufriedenen wäre das Socialistengesetz damals verlängert worden, so würden auch die Bauern geben heute mehr aus wie früher. Das gesammelt, hat es leicht, neue Rekruten zu bekommen. Und noch die Wahlen von 1890 anders ausgefallen fein. Wenn der Abg. Bebel haben sie von den Gutsbesitzern gelernt.( Sehr gut! links.) eine Erscheinung ist daran schuld. Das Judentum hat bei in so hohen Tönen davon spricht, ein neues Socialistengesetz würde Industrie und Landwirtschaft können Hand in Hand gehen. Die eine der Gründung und Leitung des neuen Deutschen Reiches wiederum zur Stärkung seiner Partei beitragen, so müßte er doch muß nur der andern das Leben gönnen. Das Gemeinwohl muß die Börse in den Händen der Juden. eine zu große Rolle gespielt. Auf der einen Seite ist Togischerweise selbst ein solches Gejez einbringen. die Richtschnur sein.( Beifall links.) Auf der anderen Seite find ( Lachen links.) Ein Socialistengesetz würde auch den Erfolg haben, die Juden die aufwiegelnden Agitatoren der revolutionären Partei. daß es Klarheit schafft. wie die Regierung zur Socialdemokratie Das fann man nicht vertragen. Warum geht man immer gegen die steht. Das ist jetzt nicht der Fall.( Sehr richtig! rechts.) Wenn Die Verbreitung der Nede des Vorredners wird dem Bunde der Arbeiter vor? Warum nimmt man nicht die Leute, die dahinter ferner Abg. Bebel alles heruntergeriffen hat, was bisher für die Landwirte sehr nügen, die Popularität des Vorredners und feines stehen, unter die politische Lupe? Wir stehen eben zu sehr Arbeiter geschehen ist, so sind wir das von ihm gewohnt. Zweifel- Vereins Nordost" wird dadurch nicht gewonnen haben.( Sehr unter Das Centrum leistet der Herrschaft des Mammons. Tos ist viel für die Arbeiter erreicht worden. Die Herren sollten nur richtig! rechts.) Doch zurück zu der großen politischen Er- in der Bekämpfung der Socialdemokratie ausgezeichnetes. die Thatsache anerkennen, daß in den legten 20 Jahren nirgends so örterung. Wir sind mit dem Reichskanzler in der Führung der ist nur bedauerlich, daß den evangelischen Bestrebungen viel für die Arbeiter gethan ist wie bei uns in Deutschland.( Sehr auswärtigen Geschäfte einverstanden, zollen ihm auch persönlich von seiten der Konservativen so viele Hindernisse in den richtig! rechts.) alle Hochachtung. Wir sind aber mißgestimmt über seine Politit in Weg gelegt werden. Wenn Herr Lieber sagt, Centrum und Wenn der Abg. Bebel dem ersten Reichstanzler alle möglichen wirtschaftlichen Fragen, die in das Geleise der manchesterlichen Socialdemokratie scheiden sich wie Feuer und Wasser, so mag er Motive für seine Schutzollpolitik untergeschoben hat, so will großkapitalistischen Tendenzen geraten ist. Wir sind mißgestimmt theoretisch recht haben. Wenn aber in Bayern das Centrum ich mir das eine bemerken, daß das treibende Mittel nicht gewesen über die Behandlung der Socialdemokratie durch die Regierung. organisch mit der Socialdemokratie zusammengeht, so ist, Geld zu schaffen für das Heer, sondern daß er sich treiben ließ Für Großkapital wäre vielleicht besser das Wort Börsenkapital Wasser zu entstehen pflegt: Dampf, und Dampf ist bekannt zu ſieht vielleicht das, was bei der Mischung von Feuer und von seinem warmen Herzen für die gesamte Nation.( Sehr richtig! jegen. Dieses herrscht jetzt bei uns fast allmächtig. Der Haß rech13.) ( Große Heiterkeit.) gegen die Agrarier ist mir unverständlich. Er ist notwendig, um die lich ein sehr gutes Beförderungsmittel. In der gestrigen Sigung hat der Herr Reichskanzler nach dem landwirtschaftlichen Intereffen auch zu ihrem Rechte zu verhelfen. Ich habe mit Freuden in der Socialdemokratie eine Entwicklung Bericht eines hochoffiziösen Blattes, der„ Neuesten Nachrichten"( Heiter- Herr Lieber hat dem Reichsfangler für sein parlamentarisches Regieren zum Beffern wahrgenommen. Es giebt schon socialdemokratische teit) von Gesezentwürfen der konservativen Partei gesprochen, die an gedankt. Nun bei der Kanalfrage hat der Reichsfanzler nicht Blätter, in denen gerecht über staatliche Einrichtungen geurteilt Die Wand gemalt, aber vom Reichstag abgelehnt worden jeien. Ich parlamentarisch regiert, sondern die Beamten gemaßregelt, was ja wird. Ich freue mich auch der Bestrebungen innerhalb der Socialdemokratie, bin Mitglied der konservativen Partei im Lande, aber ich weiß nichts auch Ihren Beifall( nach dem Centrum) nicht gefunden hat. die auf Bekämpfung des Alkohols von solchen Gesetzentwürfen der konservativen Partei, die vom Bedauerlich ist das Wort, die Socialdemokratie ist eine vorübergehen. Ich glaube deshalb an die Wahrheit des Worts von der Reichstag abgelehnt worden sind. Wohl aber ist der Herr Reichs- gehende Erscheinung. Herr Bebel hatte recht, auch die französische vorübergehenden Erscheinung. Ich hoffe, die Socialdemokratie Tangler in dieser Lage.( Sehr richtig! rechts.) Und wenn ich nicht Revolution war eine vorübergehende Erscheinung. Aber wenn man wird sich zu einer radikalen Arbeiterpartet entwickeln, die schließ irre, ist es ihm dreimal so gegangen.( Schr richtig! rechts.) das König Ludwig auf dem Wege zum Schafott gefagt hätte, es lich doch mit den andern Parteien gemeinsam zum Wohle des Volkes Ich erinnere mich an seine Worte bei der Einbringung der hätte ihm herzlich wenig genutzt.( Sehr richtig! rechts) mitarbeiten kann.( Widerspruch rechts.) Sie bezweifeln das. Das Umsturzvorlage. Es war ein feierlicher Moment, als er Die Gefahr der Socialdemokratie liegt darin, daß sie eine dauernde hat uns leider immer getrennt. Aber warum soll ich nicht recht fie als das Mindestmaß dessen bezeichnet, was die Regierung Erscheinung ist, daß sie eine dauernde Entfremdung der Arbeiter- haben? Denken Sie doch an die Aeußerungen der nationalfordern müsse.( Hört! hört! rechts.) Und was geschah schließlich? massen von dem anstrebt, was uns als die höchsten Güter der liberalen Männer in der Konfliktszeit! Damals sagte ein Mann: Dutzendweise wurden die Paragraphen schließlich unter Gelächter ab- Kultur erscheint. Auch ich wünsche, wie der Abg. Lieber, daß die und der Minister, der den Willen des Königs thut, trägt das Kainsgelehnt und der Rest war Schweigen.( Sehr wahr! rechts) Der Bestimmungen gegen die Socialdemokratie gemeines Recht werden, zeichen des Eidbruchs auf der Stirn." Und dieser Mann ist später Herr Reichskanzler hat gestern die Socialdemokratie eine vorüber weil ich fie für eine dauernde Notwendigkeit halte. Das frühere Ercellenz geworden; er wurde in den Adelstand erhoben. gehende Erscheinung genannt. Vorübergehend war auch die Socialistengefez hatte zwei Grundfehler, die Ausweisungsbefugnis folche Wandlungen vor sich gehen können, warum soll es bei der franzöfifche Revolution, vorübergehend ist jede Feuersbrunst, jede und die zeitliche Begrenzung. Ein solches Gesez muß ein für Socialdemokratie unmöglich sein.( Vereinzelter Beifall.) Baisersnot, es kommt blos darauf an, was übrig bleibt.( Sehr allemal gegeben werden, dann wird der letzte Mann im Abg. Graf v. Bernstorff: llelzen( Welfe) richtig! rechts.) Volte sich klar darüber, daß die Bestrebungen der Social- flagt über die Not der Landwirtschaft. Was die Socialdemokratie Daß es mit der Mauserung der Socialdemokratie, von der die demokratie den Umsturz des Bestehenden anstreben. Die Zuchthaus: anbetrifft, so ist die Hauptschuld an dem Wachsen den UnterdrückungsLinke so viel spricht, nichts auf sich hat, das hat der Parteitag in vorlage war ein viel zu schwächlicher erster Versuch, als daß maßregeln zuzuschreiben, unter denen die Arbeiter zu leiden haben. Hannover gezeigt. Die socialdemokratischen Führer find, das muß ihre Ablehnung eine Auflösung gerechtfertigt hätte. Ganz anders Redner beklagt sich über die Versegung von Beamten in Hannover ich anerkennen, zu ehrlich, um zu behaupten, ihre Partei jei nur wäre es, wenn die Regierung mit einem festen Programm zur Be- aus politischen Gründen. Gerade folche Maßregelungen treiben die eine radikale Reformpartei. Wäre das der Fall, dann könnte fämpfung der Socialdemokratie vor den Reichstag treten würde. Leute der Socialdemokratie in die Arme. man freilich mit der Socialdemokratie anders verkehren. Sollte dann der Reichstag versagen, so würde, davon bin ich überEs ist aber nicht so: die Socialdemokratie steht außerhalb der Ver- zeugt, bei einer starten Führung auch ohne Konflikt ein Reichstag faffung, ich will nicht sagen: außerhalb der Gefeße. Die Herren zu stande kommen, der wie in den siebziger Jahren der Der Herr Abg. Steinhauer hat gesagt, den Bauern ginge es find Republikaner und halten nichts von Eigentum, Familie und Regierung die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen jetzt besser, und als Beweis angeführt, daß man bei ihnen PlüschNeligion. Sobald die Socialdemokraten die Möglichkeit zugeben würde. Legt man aber, wie man es jetzt thut, die Hände in den garnituren finde. So weit das wirklich der Fall ist, haben die würden, sich umzumausern in eine radikale Reformpartei, und wenn Schok, dann besteht die Gefahr, daß man den richtigen Zeitpunkt Bauern diese Plüschgarnituren sicherlich noch aus alter Zeit.( Sehr fie unsre monarchische Verfassung anerkennen wollten, dann könnte versäumt, wo man über diese Dinge noch ohne Konflift hinweg- richtig! rechts.) Jetzt geht es den Bauern nicht so gut und sie sind ich die Theorien begrüßen, die gestern vom Bundesratstisch aus fonimen tann. Einen Konflikt würde ich ja auch für recht schädlich sich bewußt, daß zwischen ihnen und den Großgrundbefizern fein über die Socialdemokratie entwickelt worden sind. halten. Redner verbreitet sich über die Kanalfrage und kommt Gegensatz besteht. Daß die Landwirtschaft in Rot ist, wird niemand zum Schluß auf die Währungsfrage, wobei er gegen die gestrige bezweifeln, und ich glaube bestimmt, daß wenn irgend ein Erklärung des Reichskanzlers heftig polemisiert. Für die Flotten- produktiver Stand in Deutschland so behandelt wäre wie wir, er vorlage werden wir trotz alledem stimmen. Regierung und eben so laut sich beklagen würde.( Sehr richtig! rechts.) fonservative Parteien müssen sich doch immer wieder zusammenAbg. Kardorff( Rp.): finden. Wir fordern aber eine feste Regierung.( Bravo! rechts.) Abg. Stöcker( wildkons.): Abg. Klose( C.): altsWenn Vom Grafen Posabowsky glaube ich auch mit Herrn Hahn, daß die Landwirtschaft keinen bessern Freund als ihn im Ministerium hat. Aber seine Theorien, die er gestern entwickelt hat, halte ich nicht für richtig. Wollten wir sie acceptieren, so müßten wir erst ein parlamentarisches Regime wie in England oder Herrn Bebel gegenüber muß ich einige Worte ausführen. Ich Frankreich haben, wo die Parlamentsmehrheit den Regierungshabe nicht von gutem und schlechtem Kapital gesprochen, sondern mur ausschuß ernennt. Dort sind die Wähler und die Parteien auch von Die Beschlagnahme unserer Schiffe durch die Engländer war Reedereien usw. angelegt ist, sehr geneigt ist, zu vergessen, daß eine gesagt, daß das Kapital, welches in internationalen Unternehmungen, einem andern Berantwortlichkeitsgefühl beseelt. Bei dem monarchischen Regine, das wir haben, müssen aber die Minister eine schlechte Antwort auf den Besuch unseres Kaisers, das muß Interessengemeinschaft zwischen ihm und der heimischen Induſtrie und die Leitung übernehmen, vorangehen und aufklärend wirken. ausgesprochen werden. Der Heye gegen England kann ich mich trotz( Gelächter.) Die Regierung hat in erster Linie die Pflicht, auf dem nicht anschließen, da die besseren Elemente des englischen Volkes Landwirtschaft besteht. Daß Herr Bleichröder mich zum Schutzöllner klärend und bändigend, repressiv zu wirken.( Lachen links.) selbst durchaus nicht mit dem Kriege gegen Transvaal und seinen gemacht hat, ist ganz falsch, darauf hat mich der Fortschrittsmann Graf Bofadowsky hat wenigstens die Möglichkeit einer gewiffen Begleiterscheinungen einverstanden sind, sondern den Frieden wünschen. Biegler 1867 gebracht. Im übrigen achte ich Herrn Bleichröder besonders hoch, weil er im Gegensatz zu vielen Christen dem Ich gehe zur inneren Politik über. Ich habe das Repression gegen die socialdemokratischen Führer offen gehalten, dürften Bismarck noch Freundschaft gehalten hat, als er und ich schöpfe hieraus die Hoffnung, daß man die Dinge nicht gar umfturzgefeß, das Vereinsgesetz und das Arbeitswilligen- Gesetz be: nichts mehr an ihm verdienen konnte.( Stürmische Heiterleit und ich schöpfe hieraus die Hoffnung, daß man die Dinge nicht gar dauert, denn all das war nur geeignet, die Socialdemokratie stark bei den Socialdemokraten.) Das ist eine Thatsache, meine Herren. zu weit treiben wird.( Beifall rechts.) Redner verbreitet sich über den Ruhm seines Vaters, der es verstanden hätte, die Ereignisse zu zu machen. Der Herr Staatssekretär hätte den Anregungen von( Erneute große Heiterkeit.) Herr Bebel hat mich wieder als schaffen und dann zu benutzen, und lobt die Bülowsche auswärtige ben Widerstand leiſten ſollen. Zu meinem Erstaunen habe ich Gründer der Laurahütte bezeichnet. Das habe ich bereits eins von Herrn v. Miquel gehört, daß der Kaiser keine Ratgeber mal zurückgewiesen. Ich bin erst später Mitglied des Aufsichtsrats Politit, die ganz in den Bahnen Bismards wandle. Es wäre gut, wenn auch der Reichskanzler für seine Gesamtpolitik fest entschloffen brauche. Aber bei Vorlagen, wie dem Umsturzgesch, dem Arbeits- dieser durchaus solide gegründeten Gesellschaft geworden und freue wäre, die bewährten Geleise des Fürsten Bismarck zu wandeln. willigen- Gefeß, der Flottenvorlage, die so viel Geldmittel erfordern, mich, daß sie heute so prosperiert, daß ihre Attien auf 250 stehen. müssen die Minister als Ratgeber, die sie sind, vorher mit dem ( Lebhafter Beifall rechts.) ( Heiterfeit bei den Socialdemokraten.) Dem Aufsichtsrat der Kaiser gesprochen haben, sonst weiß ich nicht, wohin es mit unserem ganzen Hibernia" gehöre ich dagegen leider nicht an.( Große Heiterkeit parlamentarisch tonstitutionellen System führen soll. Wir alle bei den Socialdemokraten. Nuf: Leider?!) Wenn Herr Beb I Wir können dem letzten Say des Herrn Vorredners nicht un- wollen die Socialdemokratie bekämpfen, die Frage ist nur, wie bedingt beitreten. Die Narben dieser Politit sind uns zu sehr un famt die Socialdemokratie so bekämpft werden, daß sie eine Nieder- sich übrigens auf diese persönlichen Angriffe beschränkt hat, so giebt mir das das Recht anzunehmen, daß ihm eine sachliche Erwiderung auslöschlich auf den eignen Leib geschrieben worden, als daß wir lage erleidet. Jeder Gedanke, die Socialdemokratie, die doch, wenn auf meine Ausführungen nicht möglich war und er sich deshalb auf Rückkehr zit derselben wünschen können.( Sehr wahr! im Centrum.) auch in häßlicher Form, die Arbeiterbewegung ist, zu unterdrücken, bies niedrige persönliche Moment zurückgezogen hat.( Lachen bei den Dagegen stimme ich mit dem Herrn Vorredner darin überein, muß die Arbeiter, die noch nicht Socialdemokraten find, je länger Socialdemokraten.) daß die Frage, die uns gestern hier beschäftigt hat, mit je mehr, in die Reihen der Socialdemokraten führen. teinem Worte weiter berührt werden darf.( Sehr richtig! In der Ich kenne doch die christlichen Arbeiter, die noch königstren Abg. Frhr. v. Wangenheim( B. d. 2.): Bekämpfung der Socialdemokratie bin ich grundsäglich anderer sind. Sie sind der Ansicht, daß mit Vorlagen, wie dem Herr Ridert hat sich natürlich wieder gegen den Bund der LandMeinung als er. Ich bin entschiedener Gegner eines Ausnahme- Umsturzgesetz, der Arbeitswilligen- Vorlage nichts gegen die Social- wirte gewandt. Er gleicht einer ehrwürdigen Ruine des Fortschritts gefeges. Wenn eine Gefahr besteht, so darf sie nur auf dem Wege demokratie zu erreichen ist. Die Arbeiter müssen vom Staat mit aus dem vorigen Jahrhundert, und durch die Ruine fäuselt der des gemeinen Rechts befämpft werden. Ausnahmegesege zum Zwed größter Unparteilichkeit behandelt werden, fie müssen das Gefühl Nord- Oft.( Große Heiterfeit.) Gegenüber dem Herrn Abg. Steinder Nepreffion halten wir aber eine für Förderung der Social- der Gleichberechtigung haben, das Koalitionsrecht muß ausgebaut hauer weife ich darauf hin, daß der Kleingrundbesitz prozentualiter werden, soweit es nicht die Intereffen des Reichs gefährdet, damit genau so viel am Getreidebau beteiligt ist als der Großgrundbesiz. Die heutige Debatte erinnert an den Vers aus dem alten es die Arbeiter in dem großen Kampfe zwischen Kapital und Arbeit Im übrigen begrüße ich die Nede des Herrn Steinhauer als vorMühlerschen Liede: Rechter Hand, linker Hand, alles vertauscht. Ich benutzen können. Nur so kann die Sotialdemokratie überwunden zügliches Agitationsmaterial für uns, denn sie lief darauf hinaus, wiederhole, was ich schon früher einmal gesagt habe, daß es nichts werden. daß die Landwirtschaft nicht die geringste Unterstützung nötig habe. demokratie. Abg. Dr. Lieber( C.): M Schlimmeres geben kann, als Angriffe auf die Regierung von Kon- Herr Bebel sagte vorhin, die Socialdemokratie habe nie getobt. Abg. Steinhaner( frf. Vg.): fervativen, wie sie gestern und heute erhoben worden sind. Den Als hier die Kommune verherrlicht wurde, als das Attentat auf den Wenn der Bund der Landwirte in sachgemäßer Weise die InterHerren scheint es unangenehm zu sein, daß der Reichskanzler sich Zaren von Rußland glorifiziert wurde, war das kein Toben? Das parlamentarisch zu regieren vermißt. Die Konservativen hätten den war schon mehr Tobsucht! Fürst Herbert Bismard fagte vorhin, effen der kleinen Banern vertreten hätte, wären wir ihm gern beiKonflikt wegen der Ablehnung der Zuchthausvorlage ge- wenn die Socialdemokraten nur selbst anerkennen würden, daß fie getreten.( hört! hört! links.) Aber der Bund braucht diese wünscht. Mit Recht hat Graf Bojadowsky auf die fich gemausert haben. Das ist zu viel verlangt. Die Thatsache der Leute nur als Stimmvieh. Wenn es den Bauern wirklich so schlecht viel größere Gefahr hingewiesen, die ein Konflikt im Mauserung ist aber trotzdem da. Das hat doch deutlich der letzte ginge, wie es diese Herren immer hinstellen, so begreife ich nicht, weshalb Meiche bedeutet. Herr v. Kardorff gehört hoffentlich nicht zu den- Parteitag in Hannover erwiesen, wo eine der marristischen sie nicht ihr unrentables Gut verkaufen und Gewerbetreibende werden. jenigen, von denen es die Spaßen von den Dächern pfeifen, daß sie Richtung ftrift entgegengesetzte ansehnliche Bedeutung erlangt hat. Beweisen Sie( zur Rechten) mir einmal, daß Sie jemals etwas für schon lange auf einen Konflikt mit dem Reichstage hinarbeiten. Das Es ist ja möglich, daß die Socialdemokratie bei den nächsten Wahlen den Kleinbäuerlichen Landmann gethan haben.( Sehr richtig! links.) irane ich Herrn v. Kardorff nicht zu. Solch frevelhaftes Spiel weiter ihren Mann stehen wird, es ist sogar möglich, daß sie ein Herr Slose tennt unsere pommerschen Verhältnisse nicht. Wir sind treibt er nicht. Die Regierung muß mit der parlamentarischen paar hunderttausend Stimmen mehr bekommen wird. Aber eine in Pommern nicht auf den Körnerbau angewiesen und Getreide wird Mehrheit rechnen. Das ist die Folge des allgemeinen gleichen Mauserung ist doch Thatsache. Man hört nicht mehr so viel nicht verkauft. Ich habe nicht gesagt, daß jeder pommersche Bauer Wahlrechts, das ja der starke Mann, nach dem Sie sich von der Revolution sprechen, der Haß gegen die Religion ist nicht nachmittags auf einem Plüschsofa schläft, aber die Mehrzahl der zurücksebnen, gegeben hat. Die Folgen mögen den Herren recht mehr so ungezügelt. Graf v. Pojadowsky hat hier etwas über Kleinen Befizer haben in den letzten Jahren ihre Lage verbessert. immangenehm sein, aber sie müssen getragen werden. Die Herren die Geburtsgeschichte der Socialdemokratie gesagt. Er hat( Beifall lints.) rufen fortgefeßt nach einem starten Mann, sie werden ja wissen, wichtige Faktoren nicht erwähnt. Vor allem, daß die Regierung wen sie im Auge haben.( Heiterkeit.) Aber selbst der stärkste viel zu spät die Bedentung der ganzen Arbeiterbewegung bespricht die schlechte Lage der mittleren und kleinen Bauern in SüdMann fann gegen die veränderten Verhältnisse nicht ankämpfen. erkannt hat. Bom Jahre 1863, mo Lassalle auftrat, bis zum Jahre deutschland. Dem Reichskanzler gebührt Dank, daß er angesichts der bedrohlichen 1878, wo auf einmal die Attentate allen ein Licht aufstedten( Große äußern Lage nicht zu einem Konflikt im Innern treibt. Wir sind Unruhe links) ist nichts geschehen. Nach dem Krieg kam die Gründerei Abg. Schrempf( f.) Die Diskussion ist hiermit erschöpft. Der Etat Reichskanzler und Reichskanzlei" wird betvilligt. Sächsischer Geh. Nat Fischer 2000 Derlammlungen. 146,15 Mark. ztveiter Kassierer; Rieger, Schriftführer; Schwarzer, Etclltommt außerhalb der Tagesordnung mit Erlaubnis des Präsidenten bertreter. auf die Angriffe zurück, die der Abg. Sachse gegen die sächsischen Spandau. Eine Generalversammlung des socialdemokratischen Die öffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher BeEr habe über die speciellen Arbeitervereins fand hier am Sonntag im Weheschen Lokal statt und nutzung für jedermann Berginspektoren gerichtet hat. Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus ist geöffnet: Angaben Sachses anitlichen Bericht eingefordert und die amtliche Aus- war ziemlich gut besucht. Nach dem von Schröer und Dusch wochentäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 funft lasse es als zweifellos erscheinen, daß Abg. Sachse mystifiziert erstatteten Geschäfts- und Kassenbericht zählt der Verein gegenwärtig und von 3-6 Uhr. worden sei. Den guten Glauben des Abg. Sachse seze er voraus, 147 Mitglieder; die Einnahme betrug in der Zeit seit 5. Auguſt 1899 Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, er gebe ihm mir den Rat, sich bessere Vertrauensleute zu beschaffen. einschließlich eines alten Bestandes 196,09 M., die Ausgabe Montag, abends 9 Uhr: Uebungsstunde in der Filiale, Brunnenſtr. 150. Vortrag des Herrn Dr. med. Weyl über: Vergiftungen, gefahrdrohende Die Parteispedition und Buchhandlung ers Abg. Singer( Soc.) zur Geschäftsordnung: Krankheitszustände und Augenverletzungen. forderte infolge der außerordentlich ungenügenden Unterstützung seitens der Parteigenossen einen Zuschuß von 329,83 M.( E. S.) Filiale Moabit- Berlin. Sonntag, den 21. d. M., vorm. 10 Uhr: Central Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. aus Parteimitteln. Dem Kaffierer Ducksch wurde Decharge erteilt. Bersammlung bei Drendel, Jagowstr. 16. Filiale Berlin Bezirk I. Auf Antrag des Vorstandes des Socialdemokratischen Arbeitervereins Mitglieder- Bersammlung am Dienstag, den 23. Januar, abends 8 Uhr, in beschloß die Generalversammlung mit Rücksicht darauf, daß nach dem Thiels Festsälen, Fruchtstraße 36a. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Fall des§ 8 des Vereinsgcjezes ein bequemeres und einheitlicheres IV. Quartals 1899. 2. Kassenangelegenheiten. Wirken für unsere Sache ermöglicht wird, und deshalb die Posten Rigdorf. Montag, den 22. Januar, abends 812 Uhr, findet eine der Vertrauensleute, Lokal- und Zeitungskommission überflüssig find, öffentliche General Bersammlung im großen Saale der Bereinsdiese Posten nicht mehr neu zu besetzen, sondern dem Vorstand des Brauerei, Hermannstr. 214-219 mit folgender Tagesordnung statt. Borirag Arbeitervereins die Wahrnehmung der gesamten örtlichen Partei- des Genossen Massa tsch über Unternehmer Terrorismus. Diskussion. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Erste Lesung der Novelle zum um drei Personen zu verstärken. Die hierauf vorgenommenen Neu- die Tischler, Maschinenarbeiter sowie Möbelpoliere hierzu eingeladen. Da angelegenheiten zu übertragen und den Vorstand zu diesem Zwecke der Ausstand der Möbelpoliere bei der Firma W. Laborenz, Knesebecstraße 107/108. Referent: Sollege Weber. Verschiedenes Unfallversicherungs- Gesetz.) wahlen ergaben folgendes Resultat: Schröer, Vorsitzender; diese Versammlung von großer Wichtigkeit, so ist es Pflicht eines jeden Schluß 6 1hr. Scholz, stellvertretender Vorsitzender; Duds ch erster, Pieper, Arbeiters zu erscheinen. Das Gewerkschafts- Kartell Nirdorf. Ich muß es meinem heut hier nicht anwesenden Kollegen Sachse überlassen, auf die Räsonnements des Herrn Geheimrats Fischer zu erividern, was er für nötig hält. Ich vernehme mit Befriedigung, daß der gute Glaube meines Kollegen vom Regierungsvertreter nicht angezweifelt worden ist. Den Rat, sich bessere Vertrauens Lente anzuschaffen, wird wohl aber Kollege Safe so lange nicht acceptieren können, als er nicht die Vertrauensleute des Regic rungsvertreters fennt und nicht weiß, ob dessen Angaben überhaupt richtig sind. Hierauf tritt Vertagung ein. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Often). Montag, den 22. Januar, abends 8 Uhr, Gr. Frankfurterstraße 117 bei Brener: Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Reichstags- Abgeordneten R. Fischer. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Während des Vortrages werden Beiträge und Aufnahmen nicht entgegengenommen, dieses muß vorher geschehen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 242/4 Socialdemokratischer Wahlverein für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Der Vorstand. Bekanntmachung. Orts- Krankenkasse für die in den Geschäftsbetrieben der Anwälte, Notare u. Gerichts: vollzieher, der Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Ver: Achtung! Lederarbeiter. 9 Besonders sind Achtung! Dr. med. Rafael Silberstein Dienstag, den 23. b. M., abends 8 Uhr, im Lofal des Herrn Cranz, Badstr. 12( Victoria- Garten) Seffentliche Versammlung aller in der Lederfabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen: als Weißgerber, Lohgerber, Lederfärber, Zurichter und Berufsgenossen. Tages Ordnung: 103/1 1. Bortrag des Genossen A. Körsten über:" Die wichtigsten Be stimmungen des Unfall- und Invaliditätsgesetzes". 2. Wahl der Revisoren zur Abrechnung beim Vertrauensmann. 3. Gewerkschaftliches. Verschiedenes. Kollegen! Es ist ein Thema gewählt, welches für einen jeden von großer Bedeutung fein muß, darum seht zu, daß ein jeder pünktlich und vollzählig zur Stelle ist. Der Vertrauensmann. Militäreffekten- Sattler [ 1908B Tony Silberstein geb. Nathan Vermählte. Rixdorf, Berlinerstr. 93. Socialdemokratischer Wahlverein f. den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Nachruf! Am 14. d. m. verstarb das Mit238/3 glieb Friedrich Manuke. 19296 Ehre seinem Andenken! Tebes- Anzeige. Mittwoch, den 17. Januar, verschied unser Kollege Wilhelm Kösling. Die Beerdigung findet heute, Sonnt tag, den 21. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Heil. Am Dienstag, den 23. Januar, abends 8 Uhr, im ,, Louisenstädtischen Konzerthause", Alte Jakobstraße 37: ficherungsanstalten beschäftigten Montag, den 22. d. M., abends 8 Uhr, in den Arminhallen", Kreuz- Kirchhofes aus statt. Versammlung Tages Ordnung: 1. Bortrag über:" Weltpolitif". Referent Reichstags: Abgeordneter Wolfgang Heine. 2. Disfussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 240/3 Der Vorstand. J. A.: Franz Hoch, Admiralstr. 7, IV. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 23. Januar, abends 84 Uhr: General- Derlammlung im ,, Kolberger Salon", Kolbergerstr. 23. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Vortrag des Genossen W. Liebknecht über: Die Flottenvorlage und die Barteien. 3. Diskussion. Der Vorstand. Personen zu Berlin. Der Kassenvorstand besteht im Jahre 1900 aus folgenden Mitgliedern: Jul. Cohn, Vorsitzender, W. Ohle, Schriftführer, Preste, stellvertr. Borf., ( Filiale Berlin IV). Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Arbeitslosen Unterstügung". Referent: Genosse Metzner. Fischer, stellvertr. Schriftf., R.:A. Türk, 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 156/5 RA. Rothe, R.-A. Davidsohn, Bauer, Um zahlreiches Erscheinen ersucht Danziger, Dochow, Golombiewski, Schlomka. Der Vorstand. 19196 Verein der Tischler Berlins und Umgegend. Berlin C., Niederwallstraße 14, 19. Januar 1900 Borisender. J. Cohn, W. Ohse, Schriftführer. Orts- Krankenkasse der Stellmacher. Dienstag, den 30. Januar 1900, abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Nümann, Brunnenstraße 188: Ausserordentliche NB. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß noch Billets zur Sternwarte, welche bis zum 1. Juli d. J. verlängert find, in folgenden Lokalen in Empfang genommen werden tönnen: Gesundbrunnen: Herrmann, But General- Versammlung. Tages- Ordnung: ( Vertranensmänner- Centralisation.) Versammlung Die Kollegen der Pianofortefabrik von Linke, Godenschwege& Co. Central- Kranken- u. Sterbefasse der Tischler u. anderer gewerblicher Arbeiter. Ortsverwaltung Berlin H. Todes- Anzeige. Am 19. d. Mts. verschied das Mitglied unserer Kasse, der Tischler Dienstag, den 23. d. M., abend3 8 1hr, bei Herrn Behrend, Julius Caliebe Manteuffetstr. 95. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Distuffion. 3. Bereinsangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Gäste haben Zutritt. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich: 1. Justerburgersir. 6 bei Bernharzig. 2. Pallisadenstr. 9 bei Franke. 3. Manteuffelstr. 31 bei Gundelach. 4. Brizerstr. 7 bei Hein. 5. Boffenerstr. 10 bei Lüdtke. 265/6 Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 22. Januar 1900, abends 8%, 1hr, finden in nach: 169/3 buferstr. 45; Rosenthaler Vorstadt: Bachgänger, Swinemünderstraße 34; Oranienburger Vorstadt: Dieke, Aderstr. 123; Moabit: Pfarr, Buttlig 1. Bericht des Vorstandes und Ver: stehenden Lofalen straße 10; Wedding: Tauschel, Wiesenstr. 29; Schönhanser Borstadtteilung des Nachtrags zum Statut. Augustin, Schönhauser Allee 73. Mitglieder, welche noch im Besitz nicht Wahl verlängerter Billets sind, müssen dieselben spätestens bis zum 28. Januar Arbeitgeber und Arbeitnehmer. in den obenangeführten Lokalen niederlegen; die später eingehenden werden nicht mehr berücksichtigt. 246/4 D. D. 2. Balt sweter Borhandsmitglieder, 3 Mitgliederversammlungen Achtung! Einsetzer( Tischler). Achtung! Achtung! erfuht Der Vorstand. 1931b 3. Wie stellen wir uns der Innungs: statt. 1. Silsschuharbeiter und Arbeiterinnen bei Pohl, Rosenthaler: faffe gegenüber? Um rege und pünktliche Beteiligung fraße 12. Bortrag der Fran Mesch über:„ Was hat die Arbeiterin zu thun, um sich eine menschenwürdige Existenz zu erringen? 2. Arbeiter und Arbeiterinnen der mechanischen Schuhfabriken bei Stechert, Andreassir. 21. Bortrag von Fri. Haase über: Die Frau in der Butunft." Die Ballschuhmacher werden ersucht, sich an dieser Ber: beteiligen. 3. Schoßzarbeiter bei Cohn, Beuthstr. 20/21. Bortrag vom Genossen Jahn über: Mar Stirner, der Einzige und sein Eigentum." Am Montag, den 22. Januar, vormittags 9 1hr, im Lokal J. A.: Heinrich Fisch, Vorsitzender. des Herrn Herzberg, Alte Jakobstraße 75: Große öffentliche Versammlung Freie Kranken- u. Begräbnis- famtung zu Tagesordnung: Kasse der Schuhmacher 1., Stellungnahme zum Streit. Referent Kollege Rosenbaum. 2. Dis n. Berufsgenossen Berlins. fuffion. [ 76/17] Der Einbernfer. Metallarbeiter! Montag, den 22. Jannar 1900, vormittags 10% Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 Versammlung fämtlicher arbeitslosen Metallarbeiter. Tages Ordnung: Die Arbeitslosigkeit in der Metall- Industrie, ihre Ursachen und Wirkungen. Referent: Offo näther. Dienstag, den 23. Januar 1900, abends 8% Uhr im Lotale des Herrn Mercier, Steinmetzstr. 55 Oeffentliche Versammlung für Rixdorf. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Karl Majjatsch über ,, UnternehmerVerbände und Arbeiter- Organisationen". 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegierten zum Gewerkschaftskartell und Neuwahl derselben Der Vertrauensmann. 110/9 ( E. H. Nr. 27.) 1998b General- Versammlung Sonntag, den 21. Januar, nachm. 12 Uhr, Alte Jakobstr. 75. T.:O.: Wahl der Kassenverwaltung. NB. Nach Schluß der Versammlung findet ein gemütliches Beisammen sein mit Familie statt, wozu Freunde und Bekannte willkommen find. Anfang 61% Uhr. Wahl der Delegierten zur Generalversammlung in Magdeburg In allen Versammlungen als 3. und 4. Punkt der Tagesordnung: und Neuwahl der Branchenvertretung.. Die Kandidaten zur Generalversammlung sind die Kollegen Herrmann, Bogs und Christensen. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Achtung, Stellmacher! Dienstag, den 23. d. M., bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: 3. A.: J. Ege, Borigender, obr. 12. Werkstatt- Vertrauensmänner- Versammlung. Am Sonntag, d. 28. Januar cr., vormittags 10 Uhr: General- Versammlung der Kranken- u. Sterbekasse aller gewerblichen Arbeiter Schönebergs u. Berlins ( Eingeschr. Hilfstafse Nr.[ 115] 132.) im Lotale v. Obst, Grunewaldstr. 110. Tagesordnung: 1. Jährl. Kassenbericht. 2. Bericht d. Borstandes. 3. Neuwahl d. Gejamt vorstandes. 4. Verschiedene Kassen: Angelegenheiten. 265/3 Bünftliches Erscheinen ist unbedingt notwendig. Der Vorstand. Tages Ordnung: Wie verbessern wir unsere Lage?: Jede Werkstatt muß vertreten sein. Die Branchenkommission. Tapezierer! im Alter von 33 Jahren. Die Beerdigung findet am Montag, von der Leichenhalle des Emmausden 22. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung und Kranzipenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Klavier: arbeiters Emil Böhm, fage ich allen seinen Kollegen der Firma 2. Lehmann u. Co., Stönigsberger Fachvereins der Musikinstrumentenstraße 3, und den Mitgliedern des Arbeiter und Berufsgenossen Berling und Umgegend, sowie allen Ber wandten und Befannten meinen innigsten Dant. 1921b Witfrau Pauline Böhm und Rind. Kränze, Bouquets, Guirlanden, Deforation. frische und fünftliche Pflanzen, speciell Widmungs: schmadvollster Ausführung empfiehlt Kränze für Vereine ze. in gebilligst Aug. Krause, Wiener ftraße 13. 19306 Dienstag, den 23. Januar, im großen Saale des Hotel de Rome, abends 712 Uhr, 1. Recitations- Abend; des Schauspielers und Recitators Paul Berthold. Vorlesung von„ Eisenzahn", historis sches Schauspiel v. Lauff,( aufgeführt 76/18 bei den Wiesbadner Festspielen, zur Aufführung vorbereitet am föniglichen Schauspielhause zu Berlin).( 3/14 Freitag, d. 26. Januar, int großen Saale des Hotel de Rome, abends 71% Uhr, 2. Recitations- Abend von Paul Berthold. Borlesung von: Dienstag, den 23. Januar cr., abends 8 1hr: Wenn wir Toten erwachen", dramaGeneralversammlung beider Filialen Filiale Nord, Brunnenstraße 188 Filiale Süd, Martgrafenstraße 83 bei 2orenz. Tagesordnung in beiden Verfammlungen: 1. Bericht des Borstandes und Neuwahl desselben. 2. Vereins angelegen: heiten. 177/2 Gets- Krankenhalle Bildungsverein ,, Mehr Licht! Verein für Frauen und Mädchen der Kürschner und ver der Arbeiterklasse. Montag, den 22. Januar. abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenfiraße 20: Vortrag von Frau Adele Gerhard über: ,, Wesen und Entwicklung der Konsumgenossenschaft." Gäste willkommen. [ 55/1] Achtung! Der Vorstand. Dachdecker und Berufsgenossen. Tienstag, den 23. Januar 1900, abends 8 Uhr. Große öffentliche Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Tages Ordnung: 1. Welche Vorteile haben wir von der günstigen Geschäftslage in unserm Gewerbe? Referent: Reichstags- Abgeordneter Gustav Hoch. 2. Disfuifion 3. Abrechnung vom Streitfonds. 4. Verschiedenes. 546 Tellersammlung findet nicht statt. Der Einberufer. wandter Gewerbe zu Berlin. Hente. Sonntag, den 21. Januar, abends 7 Uhr Mittwoch, 24. Januar 1900, abends 81 Uhr, im Restaurant Feind, Weinftr. 11: Ausserordentliche in Arminhallen, Kommandantenstr. 20 Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Rechtsanwalt Victor Fränkt über„ Das der Generalversammlung et bet Frau im neuen Jahrhundert". der Delegierten. Tages: Crdnung: Aenderung der§§ 21 und 22 bes Statuts 2 Rassenangelegenheiten Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Delegierten ersucht Der Vorstand. 192/1 A. G. Seidenkranz, Boritzender. Auftion pro Morate: November u. Dezember 1898 am 25 u 26. d. M., nachm. 2 Uhr L. Regen, Gr. Frankfurterstr. 121. 18866 Nachher: Geselliges Beisammensein. Gäste willkommen.[ 120/3 Zähne 2 M. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnzlehen I M. Plomben 1,50 M. Tellz. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Natur- Heilverfahren. Hant, Harun. Blasenleiden, Frauen- Krankheit., heilt sicher ohne Berufsstörung.[ 34449* Wallstraße 23. R. Wagner, 9-2,5-9,1.9-2 berleiht Fahrräder Masken- Garderobe billigst Hafenheide größt. Institut C. Frommholz May Kliems Festfäle, 13, 14, 15. Glasferite. 78, Gde Aderstr. Mein neuer Saal, Hasenheide 13, ist infolge Abbestellung durch einen Reizende Saison- Neuheiten. DamenVerein für Sonnabend, den 13. Märs, frei geworden und zu vergeben. u. Herrenkostüme in Atlas v. 1,50 M. ab. Max Kliem. Bereinen bedent. Ermäßigung. Nähmaschinen Buchführung einfache und doppelte lehrt leicht u. schnell in 12 Briefen unt. 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Stück 4,90, 3,75 Steppdecken, reine Wolle Tüll- Gardinen in neuen Mustern, Mtr. 38 a. 20 Pf. enthaltend 21 Meter Stoff doppeltbreit Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inieratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Bering von War Bading in Bertm. Pf. Nr. 17. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 21. Janinar 1900. Kommunales. hier sein Geld verzehrt, schlägt ihm aber die Thür vor der Nase zu, sandt. Diese Zahl beschränkt sich aber nur auf deutsche Zeitungen wenn er beim Wirt um Abhaltung einer Versammlung anklopft. die vom Ausland eingehenden Zeitungen und Zeitschriften werden Solche Lokale sind auf jeden Fall zu meiden! vom Amt aus weiter versandt, jedoch nicht für den Umfang des Die städtische Verkehrsdeputation beriet gestern unter Borsiz Desgleichen tritt in jeziger Zeit, wo Vereinsvorstände sich schon ganzen Deutschen Reichs, sondern nur für eine Reihe von Postdes Stadtsyndikus Menbrink den ihr vom Magiftrat zur Begutachtung vielfach nach Stätten für Sommerausflüge umsehen, an die anstalten, welche gewissermaßen als Centren die Weiterbeförderung überwiesenen Entwurf einer Polizeiverordnung betr. das Verbot der besorgen. Die Vermittlung der Beziehungen zum Ausland erfolgt Be- und Entladung von Fuhrwerken, welche zum Fortschaffen Parteigenossen die Pflicht heran, ihre Brüder in den Vororten im dagegen fast ausschließlich durch das Amt. Die Zahl der mit dem von Lasten, Waren oder Gegenständen irgend einer Art in Kampf gegen den Druck der Ortsbehörden zu unterſtügen. Es Amt in Verbindung stehenden Postanstalten wird auf 11 956 au besonders bezeichneten verkehrsreichen Straßen und Pläße ist bekannt, wie schwer es zuweilen der Arbeiterschaft durch die be- gegeben. Die ganze Arbeitslast des Amts, die sich um den 1. und dienen. In dieses Verbot sollen einbezogen sein Handwagen, Fahr- tannten„ ordnungsstüßenden" Maßnahmen gemacht wird, in den 15. eines jeden Monats herum wegen der Erscheinungstermine zahlräder, Karren und Hundefuhrwerke. Das Verbot soll sich erstrecken Vororten Säle zu Versammlungen frei zu bekommen. Hier hängt reicher Zeitschriften ganz enorm steigert, ruht in den Händen von auf die Stunden von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags. alles von der Energie ab, mit der die Berliner Parteigenossen 74 Beamten, denen insgesamt 183 Unterbeamte zur Hilfeleistung zc. In derselben Tageszeit sollen einige ebenfalls benannte Straßen von ihre Pflicht thun. Kein Wirt darf bei Vereinsausflügen berücksichtigt beigegeben sind. Nach amtlicher Registrierung kommen begründete Last- und Arbeitsfuhrwerken, sowie Beschwerden über das Amt nur selten vor, meistenteils liegen die von allen Fuhrwerken, die auf Schrittfahren anderen werden, der nicht das Versammlungsrecht der Arbeiter durch die Beschwerden über das Amt nur selten vor, meistenteils liegen die angewiesen find, ins " Fehler" bei den Filial- Postanstalten. besondere auch von Handwagen, Karren und Hundeführwerfen überhaupt nicht befahren werden dürfen. Magistrat wünscht, daß die Deputation vor Abgabe des Gutachtens Sachverständige aus Interessentenkreisen hören möge. That anerkennt. Möge jeder Arbeiter in diesem Kampf auf dem Posten sein! Auskünfte sowie Lokallisten sind bei sämtlichen LokalkommissionsMitgliedern zu haben. Die Lokalkommission. " Die Wahl der Delegierten für die Tischler- Zwangsinnung findet, wie wir bereits in unsrer Nummer vom letzten Freitag an zeigten, morgen, Montag, von 10 bis 3 Uhr im Saale der Concordia", Andreasstraße 64, statt. Der Vorstand der alten Herrschaft auch in der Zwangsinnung zu sichern. Junung mit seinen Leuten ist auf das eifrigste bemüht, sich die " In einer kurzen vorläufigen Erörterung wurde die Absicht einer derartigen Veror dining als verkehrsfeindlich und schädlich energisch bekämpft und betont, daß eine derartige Regelung zwar den Verkehr die erste Abteilung im Lessing- Theater die 6. Serie der VorFreie Volksbühne. Heute nachmittag, 23/4 Uhr beginnt für einschränken, aber auch dem Gewerbe und dem Handel in den bestellungen. Zur Aufführung gelangt:" Rosmersholm", Schau- Durch ein Flugblatt, welches gestern den Tischlermeistern Berlins treffenden Straßen die Lebensader unterbinden werde. Auch das spiel in 4 Aften von Henrit Ibsen. Zweite Abteilung 4. Februar zugesandt wurde, wird Propaganda gemacht für die dem alten taufende und konsumierende Publikum müßte durch die Ver- dieselbe Vorstellung. 5. Abteilung: Heute nachmittag 23/4 Uhr Jnnungsvorstande und seinen Anhängseln genehmen Kandidaten. hinderung von Zufuhr frischer Waren während des ganzen Tages im Carl Weiß- Theater: Vermächtnis" von A. Schnitzler. Die Mit- um die Wähler ir rezuführen, enthält der dem Flugblatt bei= erhebliche Nachteile erleiden. In socialer Beziehung fcien glieder werden dringend gebeten, pünktlich zu erscheinen. für Angestellte und Arbeiter im Handels- und Speditionsgewerbe durch solche Berordnung schwere Mißstände zu erwarten, da Trans- 81/2 1hr findet in den Arminhallen statt. Den ersten Bunft gegnerischen Stimmzettel sich befinden, der bekanntlich von 4 gut besuchten Die Generalversammlung am Donnerstag, 25. Januar, abends gelegte Stimmzettel einige Namen von Standidaten, welche auch auf dem port und Ablieferung der Güter und Waren auf die späten Abend- der Tagesordnung bildet ein Vortrag der Frau Dr. Bepler, an den Tischlermeisterversammlungen festgestellt wurde. Solche Maßnahmen und Nachtſtunden verlegt werden würden. Diese namentlich von dem sich die Diskussion anschließt. Im zweiten Punkt wird der Geschäfts- kennzeichnen das Streben der Zünftler. Soll es nicht so weiter Stadtrat Weigert und den Stadtvv. Singer und Jacoby ge- und Kassenbericht des Vorstandes sowie der Bericht der Revisoren gehen mit der alten Mißwirtschaft, sollen ferner nicht, wie im vorigen äußerten Ansichten sollen bei den weiteren Beratungen von den Ver- erstattet. Gleichzeitig ist auch die Wahl des Obmanns, der Ordner Jahre, von den 11 662,70 M. betragenden Gesamtausgaben allein tretern der Deputation geltend gemacht werden. der vierten Abteilung vorzunehmen. Die Mitgliedskarte legitimiert. 6383,50 m. für persönliche Entschädigungen" 2c. ausgegeben werden, Zu den Verhandlungen, welche in Gemeinschaft mit Kommissaren des Polizeipräsidiums, des Aeltesten- Kollegiums, des Lokalvereins Um zahlreiches Erscheinen bittet so müssen die Gegner des Innungsrummels ihre ganze Kraft aufder Speditiousgeschäfte, der Eisenbahndirektionen, sowie des VerDer Vorstand. J. A.: G. Winkler. wenden. Sie haben es am Montag in der Hand, einer besseren bandes der Fuhrwerksbefizer geführt werden sollen, werden von der in verflossener Woche ihren Anfang genommen. Da nun die EinArbeiter- Bildungsschule, Rene Roßstr. 3. Die Kurse haben Verwaltung den Sieg zu erkämpfen. Verkehrsdeputation die Stadträte Meubrint, Krause und Fr. Weigert, sowie die Stadtverordneten sey II mann und leitungsanträge gehalten sind, können in dieser Woche noch Teil Singer abgeordnet. Ein Antrag des Stadtv. Singer, den nehmer beitreten. Montag: Geschichte; Vortragender: SchriftVerein Berliner Industrieller zu den Verhandlungen Rechtsanwalt Frant I. Freitag: Nede lebung; Vortragender: ſteller Cuno w. Donnerstag: Gefeßeskunde; Vortragender: zuzuziehen, wurde abgelehnt. Der Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute macht uns Schriftsteller Dr. Steiner. Bibliothek 8-9 Uhr. Beginn der darauf aufmerksam, daß er mit dem gleichnamigen Verein in ebungen 9 Uhr, Ende 1211 Uhr. Wir laden die Arbeiterschaft noch- Schöneberg in keiner Verbindung steht. Der Berliner Verein hält mals zu zahlreichem Besuch ein Der Vorstand. seine Feste stets in Lokalen ab, die der Arbeiterschaft auch zu Verfammlungen zur Verfügung stehen. Die Diensteinteilung für die Wagenführer der um teilung stattfinden. = 1 " Tapezierer Zwangsinnung. Nach Anordnung des Obers präsidenten von Potsdam tritt am 1. April die Tapezierer Zwangspräsidenten von Potsdam tritt am 1. April die Tapezierer- Zwangsinmung für die Stadtgemeinde Berlin in Straft. Liebestragödie im Eisenbahnconpé. Im Feruzug Berlin9. Mai 1875 geborne Walter Schulz aus Hamburg seine Geder Dresden erschoß gestern früh 63/4 Uhr vor Station Zoffen der am lichte, die etwa 20jährige Anny Lau aus Berlin, Dessauerstr. 34a, und dann sich selbst. Das Paar befand sich in einem Abteil erster Klaſſe Coupé öffnete, fand er die beiden in ihrem Blute liegen. Schulzz imd hatte Fahrkarten bis 3offen gelöst. Als der Schaffner dort das hatte zuerst das Mädchen erschossen; die Kugel des Revolvers var hinter dem Ohr in den Kopf gedrungen und scheint den sofortigen Tod herbeigeführt zu haben, denn die Züge sind weder entstellt noch den Kopf. Die beiden Leichen, die mit großer Sorgfalt und Eleganz verzerrt. Dann schoß Schulz sich je eine Kugel in die Brust und in sache des Dramas wird nichts berichtet. Schulz war Reisender für ein Mannheimer Geschäft und wohnte hier in der Bernburgerstraße, stammen. seine Braut soll Büffettmamsell gewesen sein und aus Eisen a. th. Die Feststellung des Entwurfs einer Vorlage an die Gemeinde behörden betr. einige Ergänzungen des Bahnnetzes der Großen Straßenbahn wurde auf sechs Monate vertagt. Die Ber handlungen über die Winter- Fahrpläne mit der StraßenbahnGesellschaft werden ihre Erledigung dadurch finden, daß das Am 14. Februar ist im 35. und im 44. WahlPolizeipräsidium seine Bereitwilligkeit ausgesprochen hat, von jest bezirk Stadtverorductenwahl. Gegen den Beschluß ab die Fahrpläne erst dann zu genehmigen, wenn die Verkehrs- Stadtverordneten- Versammlung auf ungültigkeits- Gr deputation ihr Einverständnis mit denselben erklärt hat. Die Direktion klärung der Wahl unseres Parteigenossen Millarg und der Geſellſchaft wird mit entsprechenden Anweisungen versehen werden. des Rentners Runge zu Stadtverordneten ist innerwestlichen Berliner Vorortsbahn fand nicht die Zustimmung der halb der vorgeschriebenen Frist eine Klage nicht erhoben Verkehrsdeputation, weil die Dienstzeit der Wagenführer vielfach worden. Der Magistrat hat deshalb zur Ausführung der dadurch über 10 Stunden hinausgehe. Ebenso haben, wie aus im 44. Wahlbezirk der III. Abteilung und im 3. Wahlbezirk der den eingereichten Dienstplänen hervorgeht, die Wagenführer II. Abteilung notwendig gewordenen Neuwahlen Termin auf der Großen Straßenbahn vielfach eine längere Mittwoch, den 14. Februar cr. anberaumt. Dienstzeit als 10 Stunden täglich; auch von dem Stadtv. soll auch an diesem Tage die Ersatzwahl für den verstorbenen Stadt Gleichzeitig Singer ist der Deputation diesbezügliches Material mit der Bitte verordneten 2angenbucher im 35. Wahlbezirk der III. Abgekleidet find, bleiben vorläufig in Bossen. Ueber die nähere r mm Brüfung überreicht worden. Die Deputation beschloß, alle Vertragsgesellschaften aufzufordern, spätestens bis zum 1. April Diensteinteilungen einzurichten, wonach fein Wagenführer, inklusive der durch den Betrieb erforderlichen tags, bemängelte am Freitag der Abg. Singer beim Etat der Das Wassergrundstück. In der Budgetkommission des ReichsPausen, länger als zehn Stunden täglich Reichsdruckerei zum Stap. 4a Tit. 2: Zur Erweiterung des beschäftigt wird. Die Gesellschaften sollen zur vollen Grundstücks der Reichsdruckerei 1805 913 M.", daß die Post um Erschoffen hat sich gestern mittag der 35jährige FahrradErfüllung Dieser Vertragsverpflichtung sowohl im Jnteresse 400 000 M. mehr gezahlt habe, als notwendig gewesen sei. Er verweilte mit seiner Frau im Comptoir, plauderte dort ganz ändler und Pfandleiher Jakobjohn in der Neuen Schönhauserstr. 11. -der Wagenführer als auch der Sicherheit des Publikums Das Grundstück sei im Besize des Vereins der Wasser= veranlagt werden. Der Antrag der Großen Straßenbahn, freunde" gewesen und durch das" Bankhaus Gebrüder Schneider ruhig über geschäftliche und private Angelegenheiten und erhob sich Die Strede Reinidendorferstraße, zwischen Schulzendorfer für die Post angekauft worden, nachdem allgemein bekannt geworden plöglich, um aus dem Schlafzimmer einen Gegenstand zu holen. und Dalldorferstraße, zweigeleißig auszubauen, wurde genehmigt. jei, daß es sich um einen Kauf für den Postfiskus handle. Dieses I. fehrte nicht zurück, und da die Frau die Schlafzimmerthür verUeber den Stand der Verhandlungen betr. die Pensions Bankhaus habe 10 pCt. der Kaufsumme, also rund 400 000 m. als schlossen fand, ließ sie dieselbe durch einen Schlosser gewaltsam öffnen. Lasse der Angestellten der Großen Straßenbahn Vermittlungsgebühr für ein sicheres Geschäft verdient, das Hier wurde J. mit einer Schußwunde in der Schlafe besinnungslos berichtete der Stadtv. Singer. Der Referent teilte mit, daß die der Postfiskus ohne solche Gebühr aus sich hätte machen können. In aufgefunden. Der Schwerverletzte sollte nach dem jüdischen StrankenAngelegenheit bis auf zwei Differenzpunkte, über welche die Zukunft müsse die Reichspostverwaltung mit der Verwaltung von hause gebracht werden, verstarb jedoch auf dem Transport dorthin. Direktoren und die Subkommission sich nicht zu einigen ver- Reichsgeldern vorsichtiger und sorgsamer umgehen. Jakobsohn war gichtleidend und im höchsten Grad nervös und hat versicherungs- Renten auf die Pension anzurechnen Wasserfreunde" 4 500 000 gefordert; das Grundstück sei nahezu vier begangen. mochten, geregelt sei. Die Direktion verlange, daß Unfall- v. Podbielsti führt aus, im Jahre 1898 habe der Verein der den Selbstmord anscheinend in einem Zustand von Nervenüberreizung feien, während sie von diesem Verlangen bei den Alters- und Morgen groß und nach Schäzung der Verwaltung 3 600 000 m. Invaliditätsrenten abstehen wolle. Die Subkommission habe als wert gewesen. Unter diesen Umständen habe die Reichspost von dem meisters Södel, Köthenerstr. 27, wohnhaft. Die Frau leidet feit Einen Selbstmordversuch beging Freitag die Frau des Zimmers äußerste Grenze zugegeben, daß bei Unfallrenten der 600 W. über- Ankauf absehen und einen Teil der Reichsdruckerei nach außerhalb Jahren an hochgradiger Nervosität und bekam oft Anfälle und steigende Betrag zur Anrechnung auf die Pension gelangen könne. verlegen wollen. Doch habe eine genauere Prüfung der Verhältnisse Krämpfe, in denen sie sich von angeblichen Feinden verfolgt und bes Der Referent beantragte unter nochmaliger Zusammenfassung ergeben, daß dies zu kostspielig werde wegen der Geschäftsteilung. droht fah. In einem solchen Augenblick griff die Bedauernswerte aller für sein Votum in Betracht kommenden Gründe, es bei dem Deshalb sei die Postverwaltung auf das ursprüngliche Projekt zum Küchenmesser, schnitt sich die Pulsader auf und brachte sich eine Beschluß der Subkommission zu belassen und wenn die Direktion zurückgekommen. Selbst habe die Reichspost nicht faufen erhebliche Wunde am Halse bei. Nachbarsleute brachten die Schwerdem Deputationsbeschluß nicht zustimme, das bei Streitfällen im Ber- können, sie habe sich eines Vermittlers bedienen müssen, da sie sonst verlegte nach einem Krankenhause. trage vorgesehene Schiedsgericht anzurufen. noch mehr übervorteilt sein würde. Abg. Dr. Müller( Sagan) Die Deputation genehmigte einmütig den An- hält es für bedauerlich, daß beim Ankauf des Grundstücks Ber- der nächsten Zeit abgerissen, um einem Neubau, einem modernen trag des Referenten. mittlergeschäft und Eigengeschäft nicht genügend auseinander ge= Der zweite Differenzpunkt betrifft das Verlangen der Gesellschaft halten wurden. Abg. Singer hält seine Behauptungen und Be- Geschäftshause Blaz zu machen. Das Hotel gehört zu den ältesten bei feststellung der Pensionsberechtigung und Ben- mängelungen in vollem Umfang aufrecht und betont, daß Beamte Berlins. Das Haus befindet sich schon lange im Besitz des Hotel fionsnotwendigkeit. Während die Verkehrsdeputation die Entscheidung der Reichsbruckerei auf dem Grundstück Umschau gehalten und das besipers Unger. über die Pensionierung dem Vorstande der Pensionskasse der zur durch die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Absicht der Reichspost Hälfte aus Bertretern der Direktion und aus Kassenmitgliedern begelenkt hätten, dasselbe zu erwerben. Staatssekretär v. Pod zuweisen will, verlangt die Direktion die Entscheidung über bielsti bestreitet, daß einer seiner Beamten während der Kaufsdie Pensionierung einseitig für den Gesellschaftsvorstand. verhandlungen das Grundstück betreten habe. Die Forderung wurde Der Referent, plaidiert auch in diesem Fall energisch für die dann bewilligt. Ablehnung des Direktionsvorschlags. Die Gleichberechtigung in fteht der Verwaltung müſſe auch bei der wichtigsten Bestimmung des Statuts festgehalten werden. Der Antrag des Referenten fand die ein stimmige Billigung der Deputation, welche beschloß, der Gesellschaft mitzuteilen, daß nach nochmaliger Erwägung auch bei diesem Differenzpunkte an dem von der Subkommission ein genommenen Standpunkte festgehalten werden müsse. Von der Bereitwilligkeit der Direktion, den Statuten- Entwurf dem Vorstand der Betriebs- Krankenkasse ihrer Gesellschaft vor julegen, nimmt die Deputation Kenntnis. Ebenso erachtet die Deputation die übrigen Differenzpunkte die teils im Sinne der Deputation, teils nach dem Wunsche der Direktion beglichen sind durch die kommissarischen Verhandlungen für erledigt. Nach Kenntnisnahme einer ministeriellen Zuschrift, betreffend den Bau des Stettin- Berliner Kanals( Westprojekt) wurde die Sigung nach 3/ 2stündiger Dauer geschlossen. Lokales. Die Lokalliste Staatssekretär " = Kisfalts Hotel„ Stadt London", am Dönhoff- Plaz, wird in Durch einen dreisten Diebstahl ist die Dampf- Waschanstalt Union" in der Holzmarktstraße nicht unerheblich geschädigt worden. Als ein Wagen des genannten Justituts für wenige Augenblicke unbeaufsichtigt in der Lindenstraße hielt, benutzten Diebe die Gelegenheit, um das Fuhrwerk zu entführen. Der Wagen wurde gestern folgende Resolution mit großer Mehrheit angenommen:„ Der Verein die im Wagen gewesen war, hatten die Gauner nicht berührt; fie In der letzten Versammlung der„ Berliner Presse" wurde auf unbebautem Lande in Friedrichsfelde aufgefunden. Die Wäsche, Witglieder, von Personen oder Anstalten, deren Thätigkeit der auspannen. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um gewerbs. Berliner Presse" erklärt es für unvereinbar mit der Ehre seiner hatten sich damit begnügt, das Pferd im Werte von 700 M. ausöffentlichen Beurteilung unterliegt, irgendwelche Zuwendungen an- mäßige Pferdediebe, die die gestohlenen Tiere auf den Märkten zum zunehmen, die den Charakter der Beste chung tragen. Als eine Berkauf bringen. Zuwendung in diesem Sinne ist auch eine solche Bevorzugung bei folge der begleitenden Umstände den Charakter abends spricht Herr Karl Neufeld zum letztenmale über seine Grlebnisse in der Zuteilung auf Zeichnungen bei Emissionen anzusehen, die in- träge statt, welche besonderes Interesse beanspruchen dürften. Heute( Sonntag) der Bestechung gewinnt. der Gefangenschaft des Mahdi. Montag hält Herr Franz Görte einen Vortrag: Malerische Wanderungen durch Brandenburg und Mecklenburg", und am Dienstag spricht Herr Dr. Wegener, ebenfalls unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder, noch einmal über„ Ceylon und Indien" Jm großen Theatersaale der Urania finden drei Lichtbilder VorAuf der Treptow Sternwarte spricht Direktor Archenhold am Sonntag, den 21. Januar, nachmittags 5 Uhr über: Rückblick auf die feßige günstige Sichtbarkeit des Orionnebels über:" Die große DrionnebelAstronomie des 19. Jahrhunderts", und abends 7 Uhr mit Rücksicht auf die welt". Die Vereinsbillets aus dem Jahre 1899 müssen bis Ende dieſes Monats der Direttion zur Abstempelung vorgelegt werden; alsdann behalten diefelben Gültigkeit bis zum 1. Juli 1900. Ueber die Feststellung von Tuberkulose an einem auf dem gegebenen Rinde äußert sich der Leiter der städtischen Fleischschau, Schlachthofe gefund befundenen und für den Verkauf freiOber- Tierarzt Reißmann, in der Allgemeinen Fleischer Zeitung trifft insofern feine Schuld, als in Fällen dieser Art nach den bis wie folgt: Den Tierarzt, der die Untersuchung ausgeführt hat, herigen Erfahrungen eine Untersuchung der Fleisch- Lymphdrüsen, die doch nicht offen zu Tage, sondern mehr oder weniger tief versteckt im Fleische liegen, nicht obligatorisch war. Soll eine Wiederholung eines ähnlichen Falles nach Möglichkeit vermieden Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern. werden, so müssen bei jedem tuberkulösen Tier, das heißt( bei In der neuen Reihe der volkstümlichen Vortragskurse beginnt am Montag, Rindern) etwa bei jedem fünften Tier, sämtliche Lymphdrüsen genau den 22. Januar, Herr Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Liebreich untersucht werden. Das tierärztliche Beschaupersonal aber, welches ſeinen Kurius über die Wirkung der neuen Heilmittel" in der Aula des jetzt auf dem Schlachthofe 29 Stöpfe start ist, müßte um 1/ 4-1/ 3 Abend die Auffindung von Heilmitteln, ihren Gebrauch und Mißbrauch Friedrich- Werderschen Gymnasiums, Dorotheenstr. 13. Er wird am ersten vermehrt, die Zahl der Stempler mehr als verdoppelt behandeln. Eintrittskarten zum Preise von 1 W. für den sechs Abende werden. Vollkommene Sicherheit kann die Fleischschau nicht ge- umfaffenden Kursus sind zu haben bei: Georg Belling, Cigarrenhandlung, währen. Sie ist unvollkommen, wie jede menschliche Einrichtung. W., Leipzigerstr. 136; A. Schüß, O., Holzmarttstr. 60; Chr. Tischendörfer, Die Allgemeine Fleischer- Zeitung" ist noch in der Lage, zu berichten, C., Sophienstr. 20; Trautweinsche Buchhandlung, W., Leipzigerstr. 8; Dies gilt sowohl von den in Berlin wie von den in den Verbleib nicht mehr festzustellen war, wieder aus dem Verkehr ge- ginnenden Kursus des Herm Profeffor Dr. Schreiner über den„ Bau daß das gesamte Fleisch des kranken Tieres bis auf 8 Pfund, deren Centralstelle für Arbeiter- Wohlfahrts- Einrichtungen, W., Köthenerstr. 23.( 8 bis 3 Uhr). Zu dem am gleichen Abend im Hörsaal der Urania be Bororten belegenen Lokalen. Nicht selten bemühen sich nommen und der Abdeckerei überwiesen worden ist. intereffierte Personen, um auch in Arbeiterkreisen Karten für des Weltalls find die Eintrittskarten bereits vergriffen. Winterfestlichkeiten zu vertreiben, welche in gesperrten desselben einige interessante Einzelheiten bekannt. Danach werden Ueber das Post- Zeitungsamt in Berlin giebt die Direktion Lokalen abgehalten werden. Man sieht zwar gern, daß der Arbeiter gegenwärtig durch das Amt 1006 Beitungen und Beitschriften verist der heutigen Nummer unferes Blattes beigefügt. Sie möge jedem Arbeiter zur Nichtschnur dienen, wenn er von den Lasten des Daseins eine furze Erholung sucht. Es herrscht unter dem Klassenbewußten Proletariat nur eine Meinung darüber, daß Arbeiter nur dort zu verkehren haben, wo ihnen der Wirt gestattet, auch ihre ernsten Interessen zu beraten. stattungspantomime Jm Weihnachtsbazar" gegeben. Jeder Erwachsene Im Cirkus Schumann wird heute nachmittag 3 Uhr die Austann ein sind frei einführen. Abends sieht das Ritterschauspiel„ Schwarz und Weiß" auf dem Repertoire. Ende dieser Woche wird die Neuheit " Dr. Faust" gegeben. Im Cirkus Busch sind heute zwei Vorstellungen. Besonderes Auf fehen erregen die Künste des Feuerprinzen" Rivalli. Zur Nachmittags: vorstellung hat jeder Erivachsene ein Kind frei. meldeten, ist wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ob damit das Der Armenvorsteher S. in Nixdorf, deffen Verhaftung wir Strafverfahren erledigt ist, das wegen Sittenvergehens gegen ihn eingeleitet wurde, steht noch dahin. Theater. Fenerbericht. Sonnabend früh wurde die Wehr nach dem Potsdamer Güterbahnhof alarmiert, wobei es sich jedoch um irr tümliche Feuerbefürchtung handelte. Kurz darauf wurden Pots da mer str. 10 Lattenverschläge und ein Teil der Dachkonstruktion eingeäschert. Kürassierstr. 15 ging ein Posten Celluloidpapier in Flammen auf. Nach Linien str. 236 wurde die Wehr gerufen, um einen Kellerbrand abzulöschen, der hauptsächlich Papier und Packmaterial einäscherte. Ein kleiner Zimmerbrand mußte Gyps= straße 5 beseitigt werden. Freitagabend brannte Grüner 3 Aften von Hugo Holm. Weg 29 Stroh in einem Pferdestalle. Alte Jakobstr. 94/95 hatte Emballage in einem Lagerfeller Fener gefangen, das jedoch noch im Keime erstickt werden konnte. Ein Schaaldeckenbrand ver: urjachte ein Ausrücken nach Friedrichstr. 68. Außerdem mußte die Wehr noch nach Rungestr. 9 ausrüden, wo Sägefpäne Feuer gefangen hatten. Schöneberg. D Johannisthal. Die Wählerlisten zu den im März stattfindenden Gemeinderats 28ahlen liegen täglich mit Ausnahme des Sonntags während der Dienststunden von 10-12 und von 5-7 Uhr im Gemeindebureau aus. Eine Abschrift der Liste ist ferner während des ganzen Tages im Restaurant Mertins, Roonstr. 2, einzusehen. 0 9 war Gerichts- Beitung. E. S. Vermischtes. ist Wegen Ermordung seiner Ehefrau wurde in Riel ber Arbeiter Möller aus Barkelsby verhaftet. Das Verbrechen ist schon vor einem Jahre verübt worden und es sind in der Zwischenzeit bereits zahlreiche Personen unter dem Verdachte der Thäterschaft verhaftet worden. Firma Hermann Piester auf dem Lagerplate an der Wohlauer In Breslau ist der sechzig Jahre alte Wächter Büschel der Chaussee von noch nicht ermittelten Einbrechern ermordet worden. Die Leiche weist eine Menge Hieb- und Stichwunden auf. Nach der That versuchten die Einbrecher, einen Geldschrank zu erbrechen, was ihnen jedoch nicht gelang. Wieder drei Arbeiter verschüttet. In Darmstadt stürzte am Freitag in der Jrenerstraße ein Neubau ein. Drei Arbeiter wurden verschüttet. Entlarvter Eisenbahnräuber. Ein Gauner, der seit Wochen die Eisenbahnstrecken Oberberg- Seratau und Kattowiz Bieliz dadurch unsicher machte, daß er Passagiere, zumeist deutsche Kaufleute, betäubte und dann beraubte, dem in einem Falle über acht tausend Mark in die Hände fielen, ist, wie man aus Kattowiß berichtet, in der Person eines domizillofen Hochstaplers Namens Haber auf frischer That entlarvt und verhaftet worden. Zu dem Todesfall in Krakau meldet man dem ,, Berl. Tgbl.": Nach Ansicht des Obersanitätsrates Weichselbaum erfolgte der Tod des Krakauer Assistenten Dr. Kostanecki nicht durch Infektion mit Best bacillen, da im Eputum absolut keine Spur solcher Bacillen vorgefunden wurde. Wahrscheinlich ist eine Infektion durch Streptokoken die Todesursache gewesen... 3,19 Aar umsonst zu geben, die für das Grundstüd'esnötigt werden.-| Spruch der Herren Geschworenen ist der Angeklagte Markwis des Die Entwicklung des Ortes tritt auffällig an der Mehreinnahme versuchten Mordes schuldig. Er ist daher auf Grund der§§ 211, an Steuern hervor. Während die Steuersumme sich 1898 auf 43. und 44. des Strafgesetzbuchs zu bestrafen. Bei der Straf254 651 M. belief, stellt sie sich jezt auf 317 378 M. zumessung ist die Schwere des Verbrechens, andererseits aber die Markwitz zu der Frau Berndt hatte, diefen bei seinem Entschluß auch das jugendliche Alter des Angeklagten und der Um stand in Betracht gezogen worden, daß die Beziehungen, wesentlich beeinflußt haben. Es ist endlich in Betracht gezogen worden, daß der Angeklagte seine frevelnde Hand gegen seinen Dienstherrn, der zugleich sein Wohlthäter war, erhoben, daß mithin der Angeklagte eine ehrlose Gesinnung an den Tag gelegt hat. Es ist aber auch berücksichtigt worden, daß der Angeklagte laut Gut Neues Theater. Unser einziges Kind. Schwant in achten des Herrn Dr. Bonhöffer als ein nicht geistig normal veranlagter Mensch zu betrachten ist. In Berücksichtigung aller diefer Umstände hat der Gerichtshof im Namen des Königs Tasten und Probieren, das sonst Theaterleitern eigen zu fein pflegt, Markwig, zu fünf Jahren Zuchthaus Frau Nuscha Buße ist eine konfequente Dame. Das unsichere dahin erkannt, daß der Angeklagte, Wirtschaftsassistent Joseph tennt sie nicht. Was man ihr auch vorwerfen mag: daß sie einen Zick- und zu verurteilen ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Betreffs der Angeklagten Marie zad Kurs steuert, kann nur vom giftigen Neid behauptet werden. Ihre Jahre abzuerkennen sind. Direktion ist ohne Zweifel straff, fast möchte man sagen: von männlicher Berndt haben Geschworenen die Schuldfragen die Herren Geschworenen Straffheit. Frau Buzze bleibt immer und auf allen Wegen ihrem verneint, diese war daher freizusprechen. Die Kosten des VerAus den Nachbarorten. tünstlerischen Grundsatz treu. Sie bietet nie etwas Halbes, nie fahrens betreffs des Angeklagten Markwig werden diesem, die Kosten Die Versammlung des Socialdemokratischen etwas, das einem schmählichen Kompromiß auch nur von Ferne betreffs der Berndt der Staatskasse auferlegt. Als Markwiz abVereins" findet Montagabend 8 Uhr bei Obst, Grunewaldstr. 110, ähnlich sieht. Ihren Darbietungen kann nie die Totalität abgeführt wurde, war auf dem Korridor, den Treppen und den angrenzenden Straßen ein ungemein zahlreiches Publikum versammelt. statt. Vortrag des Genossen Schubert. Die Bibliothek ist probe- gesprochen werden. Man hat es immer mit vollendeten Dadurch gelang es dem Angeklagten Martwiz, den ihn ab weise des Sonnabends von 8 Uhr ab geöffnet. Kindereien zu thun. führenden Beamten zu entschlüpfen und ins Freie Stralau. Jeder Wähler hat die Pflicht, die Listen zur Ob auf dem Theaterzettel Hofgunst" oder„ Ein unbeschriebenes 3u gelangen. Auf dem etwa drei Minuten vom Gerichtsgebäude Gemeinderatswahl nachzusehen. Wer hierzu dringend ver- Blatt" oder irgend etwas anderes steht, ist dem Wesen nach voll- entfernten Friedrichsplay gelang es den nacheilenden Beamten, den hindert ist, wolle sich an einer der folgenden Stellen melden: tommen gleichgültig. Hinter den verschiedenen Titeln verbergen Markwis wieder einzufangen und gefesselt in das UntersuchungsWilhelm Schoof, Dorfstr. 5, parterre; Ferdinand Hallwaß. Dorfstraße 46 c IV.; Gustav Mike, Markgrafendamm. Bei Abgabe der sich immer dieselben Späße und dieselbe Seichtigkeit. Diesmal gefängnis zu bringen. Adressen ist der letzte Steuerzettel mitzubringen. es ein getvisser Hugo Holm, der ohne Wizz das Behagen der Zuschauer hervorrief. Hinter dem scheinbar harmlosen Namen verbergen sich übrigens, wie verraten sein mag, zwei Dichter, deren Thätigkeit man nicht so ohne weiteres harmlos nennen kann. Ein Schauspieler hat sich mit einer Dame verbinden müssen, um den Schwant schreiben zu können, der sich„ Unser einziges Kind" nennt. Hoffentlich hat wenigstens der Titel insofern einen tieferen Inhalt, Nieder- Schöneweide. Die Wählerlisten zu den Gemeinderats als er symbolisch andeuten soll, daß aus der poetischen Ehe keine wahlen liegen täglich im Gemeindebureau aus. Eine Abschrift der weiteren Kinder hervorgehen werden. Liste ist im Barbiergeschäft von Weber, Berlinerstraße, während Die Idee des Stückes ist von bewunderungswürdiger Einfach des ganzen Tages einzusehen. Montagabend 8 Uhr spricht Genosse heit. Die Autoren haben mit vereinten Geisteskräften die EntZubeil in der Schultheiß- Brauerei über die Bedeutung der Gedeckung gemacht, daß dem gemacht, daß zwischen Berliner und dem meinderats- Wahlen. Die Entdeckung Ju Pankow ist es besonders notwendig, daß die Partei Wiener Dialekt gevisie Unterschiebe bestehen. genossen die bis zum 30. Januar im Amtsbureau ausliegenden schien ihnen wertvoll genug, um einen Abend hindurch von einem Wählerlisten zur Gemeinderats- Wahl nachsehen, da dankbaren Bublifum angestaunt zu werden. Und so schrieben sie hier die Listen außerordentlich mangelhaft geführt sind. Wähler, ihr Stück. Eine Wienerin heiratet einen Berliner und siedelt welche jahrelang am Orte wohnen, sind nicht eingetragen worden. nebst Familie nach der deutschen Hauptstadt über. Natürlich Für solche Parteigenossen, denen die Zeit fehlt, felber die Wähler- beginnt ein entsetzliches Elend. Der Schlächter versteht die Listen zu prüfen, find in allen Arbeiterlokalen, Cigarrengeschäften 2c. Stöchin nicht und die ganze Familie müßte Hungers sterben, besondere Listen ausgelegt, welche mit den amtlichen verglichen wenn nicht der Mann selbst die Einkäufe besorgte. Außerdem werden. Die Wähler werden ersucht, diese Einrichtung fleißig zu brechen heftige Kämpfe zwischen der Berliner und der Wiener benußen. Schwiegermutter aus. Der Horizont verfinstert sich, natürlich nur, Lichtenberg Friedrichsberg Wilhelmsberg. Die Parteigenossen werden dringend aufgefordert. bis zum 30. Januar die um sich wieder zu erhellen, als die ganze Familie sich selig um die Listen zur Gemeindewahl nachzusehen. Wer keine Zeit hat, selber Wiege des ersten Stammhalters scharen kann. auf das Gemeindebureau zu gehen, melde sich an folgenden Stellen: Für Friedrichsberg bei Restaurateur Oswald Grauer, Gürtelstr. 22( Landhaus), bei Barbier Weißflud, Wartenbergstraße 68, und bei Sarl Welt, Friedrich Karlstr. 4( BeitungsDie Peft in Honolulu. Aus Honolulu wird unter dem spedition); für Wilhelmsberg bei Restaurateur F. Krause, Die Frage, ob die Machtvollkommenheit, die ein Gerichts- 13. d. M. gemeldet: Bis heute sind hier 18 Peft fälle mit tödNeu- Hohenschönhausen, Berlinerstr. 12; für Lichtenberg bei vollzieher befigt, noch mit dem Wesen des Rechtsstaates lichem Ausgange vorgekommen; 26 Erfrankte befinden sich in ärztKarl Schulz, Prinzen- Allee 6. vereinbar ist, wird durch einen Fall angeregt, der gestern vor der licher Behandlung. Das Chinesenviertel wird niedergebrannt werden, Schöneberg. Bei den am Sonnabend stattgefundenen Wahlen VI. Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. In der um die Seuche ganz zu unterbrüden. der Arbeitnehmer- Beisiger zum Gewerbegericht Potsdamerstraße betreibt Herr K. ein großes Möbel- und Dekowurden unsere Partesgenossen mit 717 Stimmen gewählt. Die Be- rationsgeschäft. Zur Bequemlichkeit für seine Expedition hatte er teiligung war eine gute. von den in demselben Hause belegenen Geschäftsräumen eines Buch Zu den Gewerbegerichtswahlen in Charlottenburg wird händlers ein Zimmer abgemietet und pflegte dort hinein die Möbel uns noch geschrieben: Recht bedauerlich hat sich die Kurzsichtigkeit zu stellen, die er am nächsten Tage abzuliefern hatte. Nun erschien der Herren bemerkbar gemacht, denen die Vorbereitungen zu den mit einer vollstreckbaren Forderung gegen diesen. Als er behufs eines Tages in dem Geschäft des Buchhändlers ein Gerichtsvollzieher Wahlen anvertraut waren. Im dritten Wahlbezirk, wo das Wahl- Pfändung auch in den dem Möbelhändler vermieteten Naum treten lofal sich schon bei den Stadtverordnetenwahlen als viel zu klein erwiesen hatte, mußte der Vorsitzende schon abends 714 Uhr, also drei- wollte, machte ihn die Buchhalterin darauf aufmerksam, daß dieser an Herrn K. vermietet sei und die darin stehenden viertel Stunden vor dem offiziellen Schluß, den Wahlakt beenden, weil der Möbel, die durchweg neu waren, dieſem gehören. mit einer einzigen Thür versehene Raum Gerichtsvollzieher kehrte sich aber nicht daran, erklärte, daß dem starken Andrang nicht stand hielt. Allerdings war es infolge er dies nicht zu untersuchen habe, ichob den Riegel zurüc des seltsamen Erkenntnisses des Ober- Verwaltungsgerichts wohl nicht und flebte an die in dem Raum stehenden Möbel des Herrn. Siegel. gut möglich, in zwei Lokalen wählen zu lassen, wohl aber hätte die Stadt einen geeigneteren Raum zur Verfügung stellen sollen. So Inzwischen war ein bei Herrn se beschäftigter Tischlergeselle W. hinzuerfreulich das lebhafte Interesse berührt, das die Arbeiterschaft gekommen, der dem Beamten bedeutete, daß er auf falscher Fährte *) Emittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. LandCharlottenburgs für das Gewerbegericht bekundet, so bedauerlich ist iei, auch Herr K. kam selbst herbei und protestierte gegen die Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeidaß das Wählen Bfändung seiner Sachen, die er am nächsten Tage abzuliefern wirtschaftskammern derart erschwert wurde. Bemerkt +) Kleinhandelspreise. fet ferner noch, daß manche Unternehmer habe. Der Protest blieb erfolglos. Herr S. erklärte sich bereit, präsidium für den Doppelcentner. in offenProduktenmarkt vom 20. Januar. Der Getreideverkehr wurde den Mietsvertrag herbeizuholen, der Beanite erklärte ihm aber, daß er barer Unkenntnis des Gesetzes fich geweigert haben, den Arbeitern seine Rechte ja im Wege der Interventionsflage geltend durch höhere Weizenpreise an den Märkten Frankreichs und Nordamerikas die verlangte Bescheinigung, daß sie am Orte beschäftigt feien, ausmachen fönne und vollzog das Protokoll über die Pfändung. St., ſimuliert. Außerdem macht sich immer mehr die nicht gelten, babes zustellen. Vielleicht weist die Behörde bei nächster Gelegenheit die welcher wußte, daß ihm bei nicht pünktlicher Ablieferung der anhaltende naftalte Better in hohem Grade nachteilig für die inländischen Arbeitgeber eindringlich auf ihre Pflichten hin. Staaten ist. Auch in Frankreich werden ähnliche Bedenken laut. Bei einigem Sachen ein pefiniärer Schaden in Aussicht stand, glaubte, daß Sandel zogen Weizen und Roggen 0,50 W. an. Am Hafermarkt wurde nur In Lichtenberg wurde am 29. März 1898 der Deftillateur der Gerichtsvollzieher sich nicht in der rechtmäßigen Ausübung seinste Ware zu unveränderten Preisen verkäuflich. Rüböl lag ruhig, beGensler mit sehr großer Mehrheit zum Gemeindevertreter ge- feines Amtes befand und rip inz der Erregung die hauptet. Spir Am Spiritusmarkt wurde 70er loco mit 47 M. unverändert Der Privatfetretär Rindermann erhob nach vergeblichem von diesem angeklebten Siegel wieder ab, wobei ihm sein Geselle Einspruch gegen die Gemeindevertretung die Klage im Verwaltungs- half. Beide wurden deshalb wegen Vergehens gegen die öffentliche gehandelt. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 20. Januar 1900.. Streitverfahren und verlangte, die Wahl folle wegen unrichtiger Be- Ordnung verurteilt und zwar kt. zu drei Tagen, W. zu einem Amtlicher Bericht der Direktion. Zum Bertauf standen: 5095 Ninder, setzung des Wahlvorstandes für ungültig erklärt werden. Die Lag Gefängnis. Ju der Berufungsinstanz vertrat 1225 Rälber, 8364 Schafe, 8256 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund Landgemeinde Ordning bestimme: Der Wahlvorstand besteht Rechtsanwalt Marggraff den Standpunkt, daß sich beide oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bfund aus dem Gemeindevorsteher oder einem voit Sem legteren Angeklagte doch mindestens gutem Glauben befunden in Pf.): Für Ninder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten zu seinem Stellvertreter ernannten Schöffen und zwei und den Gerichtsvollzieher nicht für befugt erachtet hätten, Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 62-66, b) junge fleischige, nicht von der Wahlversammlung gewählten Beisitzern. Trotzdem sei zum unter den obwaltenden Umständen Siegel anzulegen. Der Gerichts- ausgemästete und ältere ausgemästete 57-61; c) mäßig genährte junge und gut stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertreter Ströhmann be- hof war andrer Meinung der Gerichtsvollzieher habe durchaus genährte ältere 53-56; d) gering genährte jeden Alters 50-52. stellt worden, also nicht ein Schöffe. Der Kreisausschuß erklärte pflichtgemäß gehandelt, der Angeklagte K. hätte seine Rechte a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 59-63; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 54-58; c) gering genährte 49-53. Färsen und auch deswegen die Wahl für ungültig. Die Gemeindevertretung im Wege der Intervention geltend machen können, durfte aber nie- sithe: a) vollfleischige, ausgemäjiéte Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; legte Berufung ein und machte geltend, daß fein Schöffe disponibel mals die Siegel wieder entfernen. Es verblieb daher bei der Ge- b) vollfleischige, ausgemäſtete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren gewesen sei. Sowohl der Bezirksausschuß als auch das Oberfängnisstrafe. 53-54; c) allere ausgemäßtete ühe und wenig gut entwickelte jüngere Berwaltungsgericht erklärten diesen Einwand für hinfällig Prozeß Graf Arnim und Genoffen. Vor der Straffammer Kühe und Färsen 50-51; d) mäßig genährte ühe und Färsen 47-50; und bestätigten das Urteil des Kreisausschusses. Es hat also eine des Landgerichts Stettin beginnt Dienstag ein aufsehenerregender fälver( Bollmilchmast) und beste Saugkälber 75-78, b) mittlere Maftälber Kälber: a) feinste Mast e) gering genährte Kühe und Färsen 44-46. Neuwahl stattzufinden. Prozeß. Angeklagt sind: 1. der Rittergutsbesiger Graf Henning von genährte( Fresser) 40-48. Schafe: a) Maſtlämmer und jüngere Mast Johannisthal. Zu unserm Bericht in Nr. 9 teilt uns der Ge- Arum- Schlagenthin( Nassenheide), 2. der Rittergutsbesiger Julius und gute Saugtälber 62-68, c) geringe Saugtälber 50-56, d) ältere, gering b) ältere Masthammel 55-59, meindevertreter Herr Schust mit, daß er gerade für bessere Gas- Hempel( Pribbenow); 3. der Brauereibefizer Robert Meyer( Stettin); hammer 60-63 c) mäßig genährte Schafe( Merzfchafe) 47-52, d) Holsteiner Niederungsbeleuchtung in den Morgenstunden eingetreten sei und die Worte, 4. der Buchdruckereibefizer August Schulze( Stettin); 5. der Bank Hammel und Schweine: a) vollfleischige, der feineren daß man sich an die Dunkelheit gewöhnen müsse, keineswegs in der direktor Johannes Thym( Stettin); 6. der Bankdirektor Karl Uhfadel fchafe( Lebendgewicht) 00-00. Naffen und deren Streuzungen in Alter bis zu 11 Jahren 47, ihnen zugeschobenen ernſten Bedeutung aufgefaßt haben wollte. Was( Stettin); 7. der Bankdirektor Arthur v. Blumenthal( Berlin). Diese b) stäfer 00-00, e) fleischige 44-46, d) gering entwidelte 40-43, e) Gauent die Wohnungszustände betreffe, so beharre er heute noch auf dem waren die Aufsichtsräte bezw. Direttoren der im Jahre 1871 31 41-43. Standpunkt, daß von einer Bauthätigkeit am Orte vorläufig nichts Stettin gegründeten Bommerschen National hypo- Berlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich im zu erwarten sei. Nur durch Warnung vor Zuzug könnten am Ende tekenbank( Gingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter ganzen schleppend ab, junge, schwere Stiere und gute Bullen knapp, waren bessere Verhältnisse geschaffen werden. Haftung). Sie sollen fich in Eigenschaft der bald- vergriffen. Es bleibt Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete ſich Die schleppenb, es wird faum ausverkauft. Bei den Schafen war der GeschäftsPankow. Troz des Einspruches, den Amtsvorsteher und Ges unerhörtesten Schwindeleien schuldig gemacht haben. meindevertretung erhoben haben, find drei Kriminalbeamte und ein angeklagten, von denen einige in Intersuchungshaft sind, haben gang ruhig; fleiner Ueberftand verbleibt. Der Schweinemarkt verlief ruhig Wachtmeister von Berlin aus in unsern Ort eingerückt. Sie unter sich wegen Urkundenfälschung, Betruges, Stempelhinterziehung und und wurde geräumt. Verlegung des Genossenschaftsgesetzes zu verantworten. Der Hauptstehen dem Polizeipräsidium in Berlin, haben ihr Bureau angeklagte Graf v. Arnim ist gegen eine Sicherheitsleistung von aber im Amtsgebäude. Wenn man fragt, mit welchem Recht diefe W. Beamten gegen den Willen der Gemeinde hier in Kriminalangelegen- 200 000. aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Dieser ist am 21. April 1851 zu Berlin geboren. Er ist der Sohn des be heiten Vernehmungen 2c. abhalten, so wird geantwortet, daß eine fannten ehemaligen Botschafters des Deutschen Reiches bei der präsidenten in den Stand setzen soll, derartige Einquartierungen zu im 1. Garde- Dragoner- Regiment. Als fein Vater im Oktober 1874 verfügen, Nach den bisherigen Erfahrungen werden die neuen Bewegen Beiseiteschaffung amtlicher Schriftstücke auf Befehl des Fürsten Swinemde. 763 amten ein recht idyllisches Dasein führen; viel Arbeit wird es nicht Bismard verhaftet wurde, nahm Graf Henning v. Arnim feinen Samburg 762 SW 2 Regen 3 Petersburg geben. 766 4 bedeckt 1 Cort. Die Gemeindevertretung nahm davon Abstand, die in einer militärischen Abschied. Seine Verteidigung haben Justizrat Dr. Sello Berlin. Wiesbaden 772 S 1 bedeckt 2 Aberdeen München 774 SW 4 bedeckt-3 Baris Regierungsverfügung vorgesehene Bildung eines„ tollegialischen und Rechtsanwalt Lobe( Berlin) übernommen. Gemeindevorstandes" ins Wert zu setzen. Die Verpachtung 776 23 Der Giftmordprozeß in Liegnitz endete, wie wir gestern Bien 2 heiter der Anschlagsäulen bringt der Gemeinde fortan jährlich 450 M. schon melden fonnten, mit der Verurteilung des Martwig Weiter. Prognose für Sonntag, den 21. Januar 1900. ein. Die Immobilienbank hat sich bereit erklärt, für das neue wegen versuchten Mordes zu fünf Jahren Zuchthaus, während Zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen und Amtsgerichtsgebäude zu dem Bauplatz und den 20 000 M., Frau Berndt freigesprochen wurde. Der Präsident, ziemlich frischen füdwestlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. die fie aus wohlberechneter Spekulation gratis spendet, noch weitere Landgerichtsrat Berg, führte in seinem Urteil aus: Nach dem es, wählt. nur Raum in *) Weizen Marktpreise von Berlin am 19. Jamar 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Roggen Futter- Gerste Hafer gut " 6, 2,20 D.:Ctr. 14,90 13,90| Schweinefleisch 1 kg 1,60 1,10 14,30 13,50 Salbfleisch 1,80 " 13,80 13,-ammelfleisch 1,60 1, " 15,20 14,40 Butter 2,60 2 " mittel 14,30 13,60 Gier 60 Sfid " Der gering Nichtstroh Hen 13,50 12,80 Karpfen 1 kg " 4, 3,66 Male 2,80 1,4 " 7,10 4,10 8ander " " 2,50 1, 40, " 45, " 25, 25, Hechte Barsche 1,80 1, " 1,60 0,80 " 70, 30, Schleie 2,80 1,40 " " 7, Bleie 1,40 0,80 1,60 1,20 Krebse 1,20 1, per Schoc 12, 3, bien Speisebohnen Linjen Startoffeln, neute Rindfleisch, Stente 1 kg do. Banch 47 2232 51 Bullen: Witterungsübersicht vom 20. Januar 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind: Bunzpa Windstarte Wetter 6Schnee Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometer ftand mm 0 Haparanda 765 Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 15°.= 49. 2Schnee- 13 1 bedeckt 3 wolfig 767 N 759523 771 SSW 3wolfig 434 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 21. Januar. Freie Volksbühne. Carl Weiß: Theater. 5. Abteilung( gelbe Karten): Das Vermächtnis. Anfang 23 Uhr. Lessing Theater. = 1. Ab: Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Zum letzenmale: Karl Neufeld: 12 Jahre in den Ketten des Madhi". Montag: Herr Franz Goerke: Malerische Wanderung durch die Mark Brandenburg". Hierauf: " Streifzüge durch Mecklenburg". Invalidenstr. 57/62: tellung( rote Karten): Rosmers: Tägl. Sternwarte. holm. Anfang 234 Uhr. Opernhaus. Lohengrin. Anfang 72 11hr. Montag: 7. Sinfonie Abend der fönigl. Kapelle. Schauspielhaus. Wie die Alten jungen. Anfang 72 hr. Montag: Das Bärenfell. • Neues Opern Theater( Kroll). Minna von Barnhelm. Anfang 712 Uhr. Deutsches. Der Probekandidat. Anfang 7 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Cyrano von Bergerac. Montag: Der Biberpelz. Leffing. Lord Quer. Anfang 72 Uhr. Montag: Als ich wiederkam Berliner. Das deutsche Jahr: hundert. Anfang 72 Uhr. Nachut. 2 Uhr: Frau Holle. Montag: Das deutsche Jahr hundert. Schiller. Jn Behandlung. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Freudvoll und leidvoll. Neues. Unser einziges Kind. An fang 72 Uhr. Mittags 12 Uhr: Matinee der Secessionsbühne: Gioconda. Montag: Hofgunst. Westen. Der Zigeunerbaron. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die weiße Dame. Montag: Bar und Zimmermann. Thalia. Im Himmelhof. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Die Dame pon Maxim. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der SchlafwagenControleur. Montag: Die Dame von Marim. Luisen. Wilhelm Tell. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Grille. Montag: Kabale und Liebe. Central. Die kleine Excellenz. Anf. 712 Uhr. Nachu. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Die kleine Ercellenz. Carl Weiß. Lenore, die Grabes: braut. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Diefelbe Borrstellung. Victoria. Die Venus von der MarktHalle. Anfang 8 Uhr. Nachm. 32 Uhr: Die Waise von Lowood. Montag: Die Venus von der Markt: Halle. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Boerenkrieg in Transvaal. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 5-10 Uhr. Central Theater Deutsche Gesellschaft für Direktion: José Ferenczy. Nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Der Bettelftudent. Operette in 3 Aften von C. Millöcker. Abends 71/2 Uhr. Zum 2. Male: Die kleine Excellenz. Operette in drei Atten von Richard Heuberger. Volksbäder. Ausstellung von Entwürfen für Volksbäder im Kaiserlichen Gesundheitsamt Klopstockstr. 19/20. von Sonntag, d. 21., bis Sonnabend, den 27. Januar, von 10 bis 2 Uhr. Eintritt unentgeltlich. Schweizer Garten Morgen und folgende Tage: Die: Am Königsthor. Am Friedrichshain. felbe Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Thalia- Theater. Sonnabend im Februar frei. Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Täglich: Noch nie dagewesener Possen: Lacherfolg! Berliner Aquarium 3m Himmelhof. Unter den Linden 68a, Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis Junkerniann, Baulmüller, Margarete Thomas, Thielscher, Helmerding, Arasep, Ada Milani, Balerie Schäffer. Anfang 7% Uhr. 50 Pf. Carl Weiss- Theater der Welt an lebenden Seetieren, Reichhaltigste Ausstellung Reptilien etc. Passage- Panopticum. Der amerikanische Haar- Athlet Gr. Frankfurterstraße 132. Nachm. 23 Uhr. Freie Volksbühne. Das Vermächtnis. Abends 71/2 Uhr: Wochentage zu Privatfestlichkeiten. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Sale 150-800 Personen fassend zu Bersammlungen und Festlichkeiten zu Hübner.[ 34982* vergeben. Kriegers Festfäle [* Wasserthorstraße 68 empfiehlt seine Säle für Privatfestlichfeiten, Kränzchen, Vereinen und zu Versammlungen. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag: Gr. Ball. Alhambra Lenore, die Grabesbraut. Wallnertheater- Strasse 15 Schauspiel mit Gesang in 3 Aften von R. v. Holtei. Jm Tunnel von 6 Uhr an Frei: Sascha Konzert. hebt mit den Haaren bis 300 Kilo Theâtre variété 7-10% Uhr. Anatomisches Museum Dienstags flir Damen. _ CASTANS PANOPTICUM Neu! Neu! Neu! Cecil Rhodes Chamberlain Ohm Krüger General Joubert Boerensoldaten. Cindarella. Drei Märchengruppen. fotro Cirkus Schumann. Heute Sonntag, 21. Januar: 2 große brillante Nachm. 4 Uhr: Die Königstochter Gala- Vorstellungen. als Bettlerin. Montag: Der Boerenkrieg in Transvaal. Belle Alliance. = Gastspiel des Schlierseer Bauern Theaters. Der Herrgottschniger v. Ammer: gau. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Die verkehrte Welt. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Jut Reiche des Indra. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Palast. Leute von heute. Speciali täten- Borstellung. Anf. 6 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Nachm. 31/2 Uhr 1. abends 72 Uhr. In beiden Vorstellungen: Die 12 Akimotos, Japan in Berlin. Die Araber. Aus dem Reiche des Mikado! Auftreten sämtlicher neu engagierter Kunstkräfte. Vorführung der aner fannt unerreicht dastehenden Original- Dreffuren des Direktors Alb. Schumann. 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Abteilung. 5. Verschiedenes. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Um zahlreiches Erscheinen bittet le 228/6 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Atung! Töpfer. Atung! Sonntag, den 11. Februar 1900 7 in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29 Großes Winter- Vergnügen. insist 1190 Beranstaltet von der Filiale Berlin d. Centralverbands d. Töpfer Deutschlands. Bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung des Gesangvereins Liedertafel Freie Sänger, fowie Steinmetz- Quartett- Sänger und Humoristen. C Anfang präcise 5 Uhr. Billet( inklusive Tanz) Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Billets sind zu haben in der Haupt- Bahlstelle Rosenthalerstr. 57 bei Schiller, sowie in allen übrigen Zahlstellen. Die Bau- Delegierten werden ersucht, den Kollegen die Billets zugänglich zu machen. Kollegen! zeigen Sie, daß die Feier eine dem Ausgang des Streits angemessene wird. Programm an der Kaffe gratis. Voran Das Komitee. J. A.: G. Thiele, Tilsiterstraße SO. 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Sie können ja berpflichtete in einem Vertrage den Abfuhrunternehmer BI anten wenn feine Krankheit plöglich infolge einer Betriebs übrigens abwarten bis Mittwoch; vielleicht tritt bis dahin die Meldung noch bestimmter auf. burg, für sie Müll nach den Abladestellen zu schaffen und eine arbeit entstanden wäre, sofort Anzeige erstattet hätte, während N. W. 775. Für jedes der Kinder würden monatlich etwa 15-18 m. Anzahl Arbeiter zu entlohnen, die bisher von der Gese II- er thatsächlich erst nach vier Monaten mit Entschädigungs- zugesprochen werden. G. P. 12. Wenn die Marten vor Eintritt der schaft beschäftigt und entlohnt worden waren. Die Arbeiter er- ansprüchen hervorgetreten sei. Wahrscheinlich habe man es mit Invalidität geflebt find: ja. J. G., Selchowerstraße. Wenn seit hielten nicht ihre Bücher und Papiere ausgehändigt; diese einem alten Leiden zu thun. Auf den Rekurs der Klägerin sprach zwei Jahren feine die Verführung unterbrechende Handlung des Richters das Reichs Versicherungsamt unter dem Vorsitz des erfolgt ist Blankenburg übergeben, hierzu gehört auch der Erlaß eines Steckbriefes ohne daß Blankenburg den betreffenden Leuten als ihr Geheimrat Saffe der Witwe die Neute mit folgender Begründung fährung vor. Siegt keine Verjährung vor, so steht der Vollstreckung der neuer Arbeitgeber vorgestellt wurde. Später bezeichnete sich ihnen zu: Der Verstorbene habe nach den Bekundungen des Dr. Jacobi Strafe nicht entgegen, daß der Betreffende inzwischen wo anders ein Bürgerrecht erworben hat. N. P. Die Fragen 1-4 sind ausführlich in Nr. 13 Blankenburg selbst als ihr Arbeitgeber, auch erhielten sie von ihm zu diesem gleich am Tage nach dem Unfalle davon gesprochen, daß des„ Vorwärts" vom 17. d. Wits. beantwortet. 5. Ja. Carl P. Ju nach Ablauf der ersten Woche ihren vollen Lohn. Am nächsten wohl die schwere Arbeit an seinem Leiden schuld sei. Wenn Henter, einer gegen Sie angestellten Klage würden Sie voraussichtlich unterliegen. Löhnungstage kam Blankenburg seinen Verpflichtungen nicht nach. schwer frant, wie er war, erst nach Monaten Ansprüche erhob, dann Hoffnung. Wenden Sie sich an die Schuldeputation. König. Es Die Staubschutz- Gesellschaft nahm darauf ihre früheren Arbeiter habe das für den Rechtsstreit keine Bedeutung. Nach dem Gut- ist, falls nichts anderes vereinbart ist, bei möblierten Bimmern bis spätestens wieder in ihre Dienste. Zwei Arbeiter, denen Blankenburg achten des Arztes sei anzunehmen, daß bei der Arbeit ein Blutgefäß am Fünfzehnten zum Ersten, nicht umgekehrt am Ersten zum Fünfzehnten Ferdinand 400. Es taun die Zulassung zum Gramen 12 Mart schuldig geblieben war, beanspruchten jetzt das geplakt und dadurch die Lunge des Verletzten akut erkrankt sei. Der zu fündigen. Schult. Sie können auf Leistung der UnterhaltsGeld von der Staubschutz Gesellschaft, die sie auch fie auch für Busammenhang zwischen dem Tode und einem Betriebsunfalle sei abgelehnt werden. jene beiden Wochen als ihre eigentliche Arbeitgeberin somit dargethan. Die Mutter habe aber auch Anspruch auf die pflicht gegen Ihren Mann klagen, nachdem Sie ihn zuvor vergeblich dazu anfahen. Die Gelegenheit beschäftigte dann die Kammer VII des Ascendentenrente, denn die Auskunft der Nirdorfer Ortsbehörde, daß aufgefordert haben. Sprechen Sie eventuell in der Sprechstunde mit Ihrem damit Ihnen die Wege ausführlicher, als int Gewerbegerichts. Nach längerer Beratung empfahl der Vor- die Frau von dem Verstorbenen ernährt worden sei, habe keinen Nahmen des Brieftastens möglich ist, angegeben werben fönnen. figende Dr. Meyer den Klägern, die Klage zurückzunehmen. Der Widerspruch gefunden. Obit. Leider erhalten in Ausübung ihrer Militärpflicht verunglückte Gerichtshof war der Meinung, daß die Kläger thatsächlich in den Soldaten nicht Schadensersatz, sondern 6-15 M. Da Ihr Bruder 15 M. Betrieb Blankenburgs übergetreten feien, weil sie den Lohn für die erhält, fönnte er eine Erhöhung nicht beanspruchen, wohl aber um Auserste Woche von ihm in Empfang genommen und nicht pro stellung des Civilversorgungsscheins einkommen. A. 3. Der Vormund Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin W. 3hres Seindes fann auf Zahlung von Alimenten flagen. Die Rechte Ihres Kindes testiert hätten, als sich ihnen Blankenburg als ihr Arbeit- Gleditschstr. 23) haben das I. Heft ihres V1. Jahrgangs erscheinen lassen. richten sich aber, weil es vor dem 1. Januar 1900 geboren ist, nicht nach den Vorgeber vorstellte. Sie müßten sich deshalb wegen des Lohns Aus dem Inhalt heben wir hervor: Eduard Bernstein: An meine schriften bes Bürgerlichen Gesetzbuchs, sondern nach denen des alten Rechts. für die zweite Woche socialistischen Kritiker. ihn halten. ant Dr. Ladislaus Gumplowicz: Social: Die läger liberalismus oder Kollettivismus. Schibewahn. Der Chef, der Anlaß zu berechtigtem sofortigen Austritt nahmen die Klage gegen die Staubschutz Gesellschaft zurück, um Einigungstongreß der französischen Socialisten. Christian Mütschler: Der aus der Arbeit giebt, ist in vollem Umfange schadensersatpflichtig. mun gegen Blankenburg zu flagen. Dr. Meier machte im Anschluß Brofessor Rubels Puppenheim. Kurt Eisner: M. N. 43. Jn der Zeit der Lohnzahlung ist nichts geändert: sie ist freier Ida Hány Lux: Heinrich Heine als Vereinbarung überlassen. Chauffeestr. 95. Nein. Sie können nur eine an die Verhandlung dem Direktor der Staubschutz- Gesellschaft zum Politifer. Heinrich herbatschet: Der Fall Majaryt. Ernst Frist zur Reparaturherstellung stellen und nach fruchtlosem Ablauf auf Vorwurf, daß er die Formen, die im Verkehr mit Arbeitern an- rei: Zur Flottenpolitit. Dr. Mar Nettlau: Friedrich Engels Soften des Wirts die Reparaturen selbst herstellen lassen. Auch können Sie gebracht seien, sehr mangelhaft beobachtet habe. Er hätte zu über Karl Marr. Zwei Auffäße aus dem Jahre 1859. Rundschau: auf Reparaturherstellung klagen: Dieser Weg ist aber länger. den Leuten fagen müffen:" Wenn Ihr damit einverstanden Deffentliches Leben( Genoffenschaftsbewegung). Wissenschaft( NaturwissenB. K. 43. 1. Nein. 2. Beuth Straße 3. Ei. Ja, 11. seid, daß Ihr jest statt bei der Gesellschaft bei Blankenburg arbeitet, Bufunft. Deutsche Kolonien. Als Beigabe bringt das Heft ein Porträt nach erfolgter Entlaffung wegen angeblicher Majestätsbeleidigung zu denunschaft und Techni). Kunst( Giovanni Legantini). Bücher: Der Krieg der Photograph Bonn. Es ist bodenlos gemein, die Mutter seines Chefs dann geben wir Eure Bücher und Papiere au Blankenburg." Es Heinrich Heines aus dem Jahre 1852. tönne nicht gebilligt werden, daß man die Bücher und Papiere beträgt 50 f.; pro Quartal 1,50 Mt. Zu beziehen durch alle Buchhand- können, vermögen wir Ihnen nur den zu erteilen: versuchen Sie sich zu Der Preis des Heftes zieren. Als Rat, was Sie gegen die Ablehnung Ihrer Denunziation thin einfach an Blankenburg gegeben und nicht die Arbeiter über die lungen, Bostanstalten( Post Beitungs Katalog Nr. 7217) sowie direkt vom schämen. Eine Antwort auf die fernere Anfrage zu erteilen lehnen wir ab. beabsichtigte Veränderung entsprechend unterrichtet habe. Im Schoße Berlag Berlin W., Glebitschstr. 23. des Gerichtshofes sei der Ausspruch gefallen, man verkaufe doch heutzutage teine Arbeitnehmer mehr au andere Arbeitgeber. Das möge ja scharf ausgedrückt sein, eine gewisse Bedeutung sei aber doch diesen Worten nicht abzusprechen. M Eingegangene Druckschriften. V 1 Briefkasten der Redaktion. 71200 Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 6-8 1hr abends statt. Heinrich. Wenden Sie sich bitte an die städtische Stiftungsdeputation, Poftr. 16, II, 3immer 48. Berlin zuerst geschossen habe, die 12er ober die Ser. Wir können die Frage X. aus Frankfurt a. O. Sie fragen, welches Negiment 1848 in nicht sofort beantworten, wollen aber nachforschen. Nur müssen Sie uns noch sagen, was Sie unter„ zuerst gefchoffen" verstehen. Meinen Sie vor dem Schloß oder im Stampf? C. B. 25. Bitte, wiederholen Sie Ihre Frage. Wenn juristische Sache, bemterfen Sie noch auf der Adresse: Juristischer Briefkasten. J. P. Lyon. Ihre Frage ist unverständlich. 5. 3. 100. Göße, Auguststraße. Vom Kampf um die Unfallrente. Die Witwe Henter aus Nixdorf hatte von der Lederindustrie- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente beansprucht, indem sie behauptet hatte, ihr Sohn, der sie ernährt habe, sei an den Folgen eines Betriebsunfalles am 7. September 1898 verstorben. Er sei in der Nixdorfer Linoleumfabrik beim Tragen eines Ballen Linoleum von einem Blutsturz befallen worden und von da ab bis zu seinem Tode krank gewesen. Jus besondere habe er Blut gespuckt. Der Kaffenarzt Jacobi, der den Verstorbenen nach dem Unfall behandelt hat, stellte damals ein beginnendes Lungenleiden fest und sprach sich später in einem Gutachten dahin aus, daß der Blutsturz und der mehrere näherer oder fernerer Berbindung. Steffen Sie die Adresse des Direktors M. 100. Eine derartige Anstalt steht mit dem hiesigen Seminar in Monate nach dem Unfalle erfolgte Tod Henfers auf seine Thätigkeit fest und benutzen Sie dann eine Sprechstunde desselben, um das Gewünschte in der Linoleumfabrit zurückzuführen scien. 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Erscheint der Schuldner in dem Termin zur gegen ihn erlassen werden. Der Gläubiger muß( falls er nicht in Armen Leistung des Eides nicht, so kann auf Antrag des Gläubigers ein Haftbefehl recht flagt) behufs Verhaftung des Schuldners 15 M. Verhaftsgebühr dem Gerichtsvollzieher zahlen und einen Verpflegungsvorschuß( in Brenßen 24 M. für den Monat) einzahlen. Der verhaftete Schuldner fann 6 Monate lang in haft behalten werden. Jederzeit kann er jedoch verlangen, daß ihm der Eid abgenommen werde. Sobald er den Eid( durch den er eidlich erhärtet, was ihm an Gegenständen, Nechten, Forderungen gehört) geleistet hat, ist er zu entlassen. Der Nachteil des Offenbarungseides besteht darin, beim Amtsgericht geführt wird, baß der Name des Schuldners 5 Jahre lang in der schwarzen Liste, die eingetragen bleibt, der Vorteil darin, daß man sich während derselben Zeit auf den früherent Eid andern Gläubigern gegenüber berufen kann. O. 100. Nein. Hasenheide 21, Sehnegelsbergs Festsäle, Jahnstrasse 8. 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