Nr. 18. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonelzeile oder deren Raum 40 fg., für polttische und gewerkschaftliche Bereinsund Verfammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Mort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. um Der Kampf der Berglente. Wien, 21. Januar. Dienstag, den 23. Januar 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Aus allen Streifgebieten wird berichtet, daß sich die Arbeiter Seßen wir aber den ganz unwahrscheinlichen Fall, es durchaus gesetzlich verhalten; trotzdem haben die Behörden überall würde bei der jetzt aufgemachten Kostenrechnung bleiben. So die Gendarmerie verstärkt und Militär nach allen Gegenden gesandt. wird der Marine- Etat im nächsten Anderthalbjahrzehnt von Nur wird dort Die Bewegung der Bergarbeiter gleicht einem reißenden Strom, Frauen den Männern, welche arbeiten wollten, entgegen stellten und 169 Millionen Mart auf 323 Millionen, also um fast das Doppelte sie mit Gewalt am Einfahren hinderten. ben keine Kraft mehr aufzuhalten vermag. Im mährisch schlesisteigen. 1872 betrug der Marine- Etat ca. 31 Millionen Mark, fchen Revier ist der Ausstand fast allgemein, in Kladno müssen Der Kohlenmangel macht sich ganz empfindlich fühlbar. In 1880/81 ca. 39 Millionen, 1887/88 ca. 52 Millionen. Seit Beginn schon die Eisenwerke den Betrieb einstellen, und morgen wird in Prag wurde der stohlenmangel bereits zu einer Stalamität. Sämt der 90er Jahre stieg dann der Marine- Etat rapid in die Höhe; Böhmen der allgemeine Streit im nordwestlichen und westlichen liche Borräte der Kohlengroßhändler sind erschöpft. Binnen drei 1891/1892 betrug er 85 Millionen., 1896/97 97 Millionen, Kohlenrevier beginnen. Es ist weitaus der größte Streit, den Oestreich Tagen hat Prag teine Kohlen mehr. Die Schulen 1897/98 117 Millionen. Durch das Flottengesetz von 1898 Kohlenrevier beginnen. Es ist weitaus der größte Streik, den Destreich follen, wenn sie nicht geheizt werden können, geschlossen werden. überschritt der Jahresverbrauch der Marine 150 Millionen, je erlebt; an neunzigtausend Arbeiter fast die gesamte Mensch Auch in vielen böhmischen Industriestädten herrscht schon Stohlen- er erreichte etwa das Fünffache von dem Etat von 1872. heit, die die Kohle aus der Tiefe fördert, wird der Tiefe fördert, wird morgen mangel. Die Kohlensendungen nach auswärts find gänzlich ein- Jetzt soll diese Steigerung in ungezügelten Sprüngen fort die Arbeit eingestellt haben. Die Kohlennot wächst, gestellt. Die Gasanstalten in Aujjig, Tevlik, Dur, Brür, Jetzt soll diese Steigerung in ungezügelten Sprüngen fortder gesamten Industrie von Nordböhmen droht eine fürchterliche müssen voraussichtlich den Betrieb einstellen. In Bilsen ist die gehen. Auch nicht zwei Jahre, geschweige denn Stodung; es ist ein Ausstand, der die kapitalistische Gesellschaft an Stohlennot aufs höchste gestiegen. Die arme Bevölkerung Bilsens eine längere Reihe von Jahren hindurch dem empfindlichsten Punkte pact. In seiner grauenhaften Größe ist in größter Aufregung, fie ll nicht dulden, daß Waggons mit wie es bisher noch stets der Fall gewesen, soll dieser offenbart uns der Streit der Bergarbeiter, was die Arbeiter Sohlen vom Bahnhof abgehen. Ein Laftzug mit Kohlen wurde Etat gleich bleiben, jedes Jahr soll er einen Sprung nach für die moderne Gesellschaft bedeuten. Auf der von einem Haufen von Männern überfallen, die die Kohlen oben nehmen. Nach drei Jahren bereits soll das z weite Kohle, die Wärme und Kraft giebt, ruht das große Gebäude herabwarfen, welche von Weibern davongetragen wurden, auch Millionen Hundert überschritten werden und dem unserer Civilisation; einzelne Sohlenwagen wurden geplündert. da die Menschen feiern, dritten Millionen- Hundert geht es im Sturmschritt entgegen. die das Die deutsche Fortschrittspartei in Oestreich hat beschlossen, die Ein Ziel ist auch damit nicht erreicht. Diese Fahrt geht in erwärmende und kräfte spendende Material aus der Erdtiefe Regierung zu ersuchen, daß sie zur Beilegung des Ausstandes holen, ist ist es, das Endlose. als ob die Grundlagen des gesamten schleunigst interveniere. Die östreichische Gewerkschaftskommission Schaffens ins Wanken geraten wären. Die Summen, die da gefordert werden, sind so gewaltig, Und auch den und die socialdemokratische Partei erlassen Aufrufe zu Gunsten der ganzen Wahnsinn der kapitalistischen Ordnung bringt uns der Streit streikenden Bergleute und haben bereits Sammlungen eröffnet. daß die Regierung selbst nicht glaubt, sie durch die dem Reiche, der Bergarbeiter zum Bewußtsein. Auf der einen Seite ist es eine Andrerseits hat der socialdemokratische Abgeordnete 8eller, der zustehenden Einnahmen aus Zöllen und Steuern decken zu ganze Welt von Menschen, leidender und darbender Menschen, die sich neben mehreren andern Parteiführern im Streifgebiet aufhält. fönnen. Handelt es sich doch für die vorläufig in Ausein fleines Stückchen Fortschritt, um ein bißchen Freiheit den Streifenden keinen Zweifel darüber gelassen, daß sie nicht sehr sicht genommenen Schiffsbauten um nicht weniger als fast ein bißchen Freiheit viel auf Unterstützungen banen dürften, da ihre Zahl eine so 4 Milliarden Mark, kämpfen und die die graufige Not des Streits auf sich genommen große ist. Die Streikenden wissen das, aber sie fämpfen mit einer b. h. 4000 Millionen. Was nicht aus den laufenden Einhaben, um sich die primitivsten Menschenforderungen zu erfämpfen. fo großen Begeisterung und Opfermut, daß dieser Umstand sie nahmen bestritten werden kann, foll durch Anleihen Und auf der anderen Seite stehen eine Handvoll Ausbeuter, durchaus nicht entmutigt. zehn, zwanzig Leute, deren Reichtum unermeßlich ist, aufgebracht werden, deren Verzinsung der Reichs- Steuerzahler, und deren Behagen nie getrübt wird von dem Gedanken, daß zu tragen hat. Von etwa einem fünftel Teil der GeGeneration um Generation dahinsinkt, damit ihr Profit wachse, ihr Die Regierung nimmt heute in der amtlichen„ Wiener Abend- famtkosten wird jetzt bereits angenommen, daß er nur durch Reichtum ins gigantische steige! Und die Größe des Elends, das poſt" zum Streit Stellung. Den Unternehmern, die sich in sladno Anleihen aufzubringen ist, aber auch darüber hinaus werden um Abhilfe schreit, der unabschätzbare Schaden, den der Berg- geweigert hatten, in Verhandlungen vor dem Einigungsamt ein- vorübergehend" Anleihen in Aussicht genommen. arbeiterstreit hervorruft: all' das prallt an dem hochmütigen, zutreten, wird iu der nachdrücklichsten Weise die hohe Die Frage der Anleihen ist es nun, bei der die grausam gleichgültigen Machtbewußtsein der Unternehmer wirtungs- Verantwortlichkeit vorgehalten, der sie sich angesichts der Centrumspartei ihre Opposition einsetzen will. Wie los ab! gegenwärtigen sehr ernsten Sachlage durch die Zurüdweisung der die Köln. Volksztg." selbst zugiebt, find Der Streit, der heute fast die gesamte Kohlenförderung ergriffen gefeglichen Verständigungsmittel aussetzen. Die Bergwerks- Kreise des deutschen Volks, auch manche, welche sich hat, ist aus einem kleinen Zwischenfall entstanden. Ursprünglich war Inspektoren werden in die Streifreviere delegiert, um sich über politisch zur Centrumspartei halten, zweifeles nur ein Ausstand in zwei kleinen Schächten in Mährisch- Ostrau, die Forderungen der Arbeiter zu informieren und einen genauen los von ciner Art Flottenrausch erfaßt". der überdies am 10. Januar durch eine Reihe kleiner Zugeständnisse Einblick in die Situation zu ermöglichen. Im Fallenauer Gegen diese Neigungen führt das Centrumsblatt die beendet schien. Die socialdemokratischen Vertrauensmänner haben Revier wird der Streik morgen beginnen, in Brür, Teplig, Deckungs schwierigfeiten ins Feld: auch lange abgeraten, denn die Organisation der Arbeiter im mährisch- Komotau, Pilsen und Mies ist er heute schon allgemein. schlesischen Revier, dem Centrum des östreichischen Kohlenbergbaus, In Kladno und Ostrau Karwin ist die Lage unverändert, läßt alles zu wünschen übrig. Troßdem mußte der Streit der Streit fast allgemein. In den erainischen Revieren, in ausbrechen, denn er ist einfach eine wirtschaftliche Sagor und Trifail haben die Gewerke Zugeständnisse gemacht, Notwendigkeit. Der östreichische Kohlenbergbau steht in einer so daß der Ausstand unterbleibt. Aus Bochum ist heute die erste Hochtonjunttur, wie sie noch nicht da war. Der Preis der Kohle ist Unterstügungsrate von 1000 m. angekündigt worden. innerhalb eines dreiviertel Jahres um fast zwanzig Prozent ge= stiegen, die Gewinne der Unternehmer wachsen um Millionen; den Arbeitern aber, deren Hände all diesen Reichtum schaffen, deckt ihre Arbeit taum die nackte. Notdurft. Der durchschnittliche Jahresverdienst eines östreichischen Bergarbeiters ist 300-360 Gulden, also taum einen Gulden pro Tag! Es ist klar: Wenn die Arbeiter diese Zeit des riesenhaften Aufschwungs nicht ausnüßen, so versäumen sie eine Gelegenheit, wie fie so günstig nicht so bald wiederkommen wird. Entweder ist * Wien, 22. Januar. Politische Mebersicht. Berlin, den 20. Januar. Die Milliarden- Rechnung. Der Bundesrat beweist, daß er doch noch da ist. Telegraphisch mag er seine Flottenbegeisterung nicht auslassen, sondern er widmet wirklich und wahrhaftig eine oder gar zwei Sigungen der Beratung über die Verdoppelung der die Achtstundenschicht und der Minimallohn jetzt zu deutschen Kriegsmarine. Die Vorlage wird daher an den erobern, oder der Kampf ist auf Jahre hinaus wieder zu Reichstag erst Ende dieser oder Anfang nächster Woche geUngunsten der Arbeiter entschieden. Aus diesem instinktiven langen. Mittlerweile aber erzählen wissende Herren, die ihr Gefühl heraus hat sich der Streit wie Feuer verbreitet; flottenvolles Herz nicht zu wahren vermögen, spüreifrigen was ihm an Organisation fehlt, das wird ersetzt durch eine fieber- Journalisten einiges von den Reizen des neuen Gesezes. hafte Entschloffenheit, die das Größte wagt, wenn der Augenblick es Was darüber ausgeplaudert wird, ist zwar toll über verlangt. Es giebt keinen anständigen Menschen in Oestreich die alle Maßen, aber das Tollste ist nun einmal das WahrNuznießer des Bergarbeiterelends und ihre Soldknechte ausgenommen scheinlichste. - dessen Herz bei diesem gewaltigen Kampfe nicht erbebte und der den Arbeitern in ihrem Todesringen nicht den vollsten Erfolg heiß und sehnsüchtig wünschte. Der Streit der Bergarbeiter hat aber auch die größte internationale Bedeutung, speciell für die deutsche Bergarbeiterschaft, deren Lebenslage durch den Tiefstand, in dem ihre östreichischen Brüder leben, unaufhörlich bedroht wird. Die kämpfenden Arbeiter blicken deshalb mit Vertrauen auf ihre deutschen Brüder, wohl wissend, daß ihnen nicht bloß herzliche Sympathie, sondern auch werkthätige Unterstügung werden wird. Es wird angekündigt: " 1 weite Hurra rufen und Bolldampf voraus fahren wollen sie alle, zahlen will am liebsten keiner. Der brave Student der „ Nordd. Allg. Ztg.", der von seinem Wechsel etwas für die größere Flotte spendete, ist ganz allein geblieben auf weiter Flur. Aber der Dampf verfliegt, die Laften bleiben, und schwer würde die Verantwortung einer Volksvertretung sein, welche sich dazu herbeiließe, diese Lasten der breiten Masse der Bevölkerung aufzuladen. Andrerseits wäre eine Auflösungs- Campagne wider den Reichstag, welcher sich weigerte, das zu thun, unsres Erachtens ganz und gar aussichtslos." " Auch die Germania" ergreift, Herrn Dr. Liebers früheren Ankündigungen getreu, die ungestüm dahinstürmende Flottenbegeisterung beim Zipfel der Zahlungsfrage: fönnen. „ Wir müssen von vornherein erklären, daß diese Art der Erledigung der Dedungsfrage nach unserer Ueberzeugung teine befriedigende Lösung der selben enthält. Wir werden unter der Voraus setzung, daß die obenstehenden Mitteilungen richtig sind minmehr der Deckungsfrage in eingehender Weise näher treten müssen und die finanzpolitische Unhaltbarkeit einer Dechung des Baues einer doppelt so großen Schlachtflotte durch Anleihen leicht nachweisen Erstreckt sich die Baufrist auf sechzehn Jahre, danu sind am Ende dieser Baufrist nicht nur Typen der Konstruktion und der Armierung für die jest begonnenen neuen Schiffe beraltet, sondern es muß dann nach dem Flottengeseze von 1898 auch bereits mit den Erjazbauten begonnen werden. Kurzum: Wir haben dann vor 1916 und nach 1916 mit „ Die Bereitstellung der zur Flottennovelle erforderlichen jährlichen annähernd gleichen Kosten für NeuMittel soll der jährlichen Festsetzung durch den Neichshaushalt bauten bezw. Ersazbauten der Kriegsmarine zu rechnen. unterliegen. Als Gesamtkosten für sechzehn Jahre werden Solche jährlich und ungefähr in gleicher Höhe wiederkehrenden in der Begründung der Vorlage angegeben: 1. Anleihen im Ve Baukosten fann man nach finanzpolitischen Grundfäßen trage von 769 Millionen Mark, 2. eine durchschnittliche nur als regelmäßige und ordentliche Aus. jährliche Steigerung der aus ordentlichen Einnahmen zu gaben, nicht aber als einmalige und außerordentliche Ausdeckenden Marine- Ausgaben von 11 Millionen Mart. Die gaben betrachten, und solche jährlich wiederkehrende Ausgaben fann man nicht durch außerordentliche Anleihen jährlichen Gesamtaufwendungen für die Marine, einschließlich zu decken suchen, sondern man muß auch jährlich Pensionen und Schuldzinsen, sollen in annähernd gleichen Jahreswiederkehrende ordentliche Einnahmequellen dafür raten von 169 Millionen Mark im Jahre 1900 auf Nach den neuesten Meldungen hat der Ausstand am Montag die haben oder neu schaffen. Das verlangt eine solide Finanz erwartete Ausdehnimg wirklich erfahren. Der Streit erstreckt sich 323 Millonen Mark im Jahre 1916 steigen. Es wird aus- wirtschaft, wie auch Herr v. Miquel uns gene zugestehen wird." jezt über fämtliche Kohlenreviere Böhmens, Destreichisch- Schlesiens drücklich betont, daß die Deckung der jährlichen Steigerung ohne Das läßt sich recht nett an. Aber das Centrum hat und Mährens. Die daran beteiligten Arbeiter gehören fünf ver- neue Steuern erfolgen soll. Sollte sich dies in dem erforder- bet der Erledigung der Kostenfrage im jezigen Flottenschiedenen Nationen an, sprechen fünf verschiedene Sprachen, haben lichen Umfange nicht ermöglichen lassen, so wäre vorübergehend gesetz ein so trügerisches Verfahren eingeschlagen, verschiedene politische Gesinnung( die Mehrzahl dürfte wohl socialδαβ nur unverzeihliche Leichtfertigkeit seinen jezigen demokratisch gefimt ſein), aber alle batten fest zufammen, der leie betrag zu erhöhen.“ demokratisch gesinnt sein), aber alle hatten fest zufammen, in dieser Mitteilung fällt zunächst die Berechnung der Beteuerungen Glauben schenken könnte. Die Centrumsblätter Streit ist jest Kosten für 16 Jahre auf. Würde diese Bestimmung in weisen neue Anleihen zu Marinezwecken von sich. Aber der auch in den westlichen Distrikten Böhmens, in Brür, Dur, Teplig usw. fast allgemein. Ueberall sind diefelben Forde das Gesetz selbst aufgenommen, so hätten wir eine zeitliche bei weitem größte Teil der neu erwachsenden Kosten rungen gestellt worden: Die achtstündige Schicht inkl. Ein- und Festlegung wie im jezigen Flottengejet. Nach allen aber, soll aus Zöllen und Steuern aufgebracht werden, die das ar Ausfahrt für Gruben sowie für Obertagsarbeiter, eine 15 proz. was bisher verlautete, ist eine solche Festlegung nicht beab- beitende Bolt bedrücken. Hat das Centrum hiergegen nichts Lohnerhöhung für alle auf der Grube beschäftigten Arbeiter, An- fichtigt. Die obige Berechnung scheint darum nur eine Art einzuwenden? Will es seine Macht nur dazu nüßen, daß ertennung der Vertrauensleute der Bergarbeiter. Exempel vorzustellen, in dem die Höhe der Summen die Summen für die Marine, welche durchaus nicht mehr auf In Aussig und Teplit haben die Unternehmer die Forde- sicher ist, während die Frist, innerhalb deren sie verbaut die bisherige Art aus dem Elend des Volkes gepreßt werden rungen stritte abgelehnt. Hier und auch in andern Revieren haben werden sollen, un bestimmt bleibt, also auch weit fürzer können, durch Aufschließung neuer Steuerquellen herbeigeschafft die Unternehmer Kundgebungen erlassen, in welchen die Arbeiter auf- werden kann, als jetzt beispielsweise berechnet wird. Greift der werden? gefordert werden, binnen 3 Tagen die Arbeit aufzunehmen, andernfalls sich als entlaffen zu betrachten. Dagegen will man auf den Flottenkoller weiter um sich, so wird es sicherlich nach einigen Es wäre ein echtes Stücklein jesuitischen Volksbetrugs, fistalischen Gruben den Arbeitern entgegenkommen, indem am Fahren bereits heißen: Wir müssen das neue Doppel- wollte man dem Flottenrausch gewähren lassen, wenn nur neue 1. Januar 1901 der Achtstundentag eingeführt werden soll. Auch die geschwader nicht in 16, sondern in 12, in 10, in 8 Jahren Anleihen zu seiner Befriedigung vermieden werden. Das wöchentlichen Lohnzahlungen sollen bewilligt werden, wenn die fertigstellen, denn nach 16 Jahren müssen wir nicht ein mindeste, was einer Partei, die in Steuerfragen Arbeiter sich„ ruhig verhalten", d. h. fich am Streit nicht beteiligen neues Doppelgeschwader, sondern zwei oder drei haben. das Interesse der unbemittelten Klassen nicht verraten will, um Der Der Reichstag Der Borsigende hat hoffentlich die entsprechende Belehrung für seine Tait losigkeit von seinen eigenen Parteigen ojjen erhalten. Die Taktlosigkeit bewies, wie überraschend den Herren die Ablehnung kam und wie ärgerlich sie darüber waren. Das„ hoffentlich" erwies sich nun allerdings als eine Ueberschäzung national- socialer Ehrlichkeit; denn die„ Hilfe" beschönigt in ihrer letzten Nummer das Heldenstücklein, indem sie schreibt: " Der Vorsitzende der Oberlingwiger Versammlung, Fabrikant 2. Bahner, hat in völlig objektiver Weise die Annahme der Resolution fonstatiert. Wenn hinterher die Flottengegner sich den Spaß machten, ihre Minorität als Mojorität auszugeben, so ist das eben eigenartig!" geziemt, ist die Aufstellung der Forderung, daß fämtliche Machtstellung einem Unrecht verdanken. Daß bei dieser Gelegenheit Roften, die der Marinewahn fordert, den Besitzlofen Frhr. v. 3edli z wieder einen Vorstoß gegen das Reichswahlrecht ferngehalten und den Besitzenden, den Wohlhabenden, unternahm, wird dazu beitragen, daß das Volk stets auf der Hut den Flottenban- Intereffenten und Aegir- Lieferanten auf bleibt, um seine winzigen Rechte gegen die Neaktion siegreich zu verteidigen. erlegt werden. Für den Antrag sprachen auch die Abgg. Dr. Wiemer ( frf. p.), Nölle( atl) und Ehlers( frs. Vg.), während der Minister des Jumern Frhr. v. Rheinbaben sich dahin erklärte, begann am Montag die erste Lesung der Unfallgesek- daß die Regierung erst dann Stellung nehmen könne, wenn ein BeNovelle. Natürlich war das Haus sehr schwach besetzt. schluß des Hauses vorliege. Seine Bemerkung, die Regierung stehe Auch die Regierungs- und Bundesratbänke waren recht Teer. über den Parteien, stimmt recht heiter. Wir werden den Minister Und Graf Pofadowsky saß so kühl auf seinem Blak, daß jeder ihm daran erinnern, falls er etwa bei zukünftigen Wahlen nach Art seiner ansah, er habe nicht die Absicht eine feierliche Einleitungsrede zu Borgänger Wahlmache treiben sollte. Dem gegenüber erklärt die Chemnißer Volksstimme", daß ihr halten. Sonst wär der etwas nervöse Herrunruhig gewesen. Er hatte dem Etat der Landwirtschaftlichen Verwaltung. Dienstag beginnt die zweite Lesung des Etats mit Bericht den Thatsachen entspreche. Für die National- Socialen wird das wenig bedeuten. Sie haben das wirksamste Wittel entdeckt, es auch nicht nötg, die Novelle zu empfehlen. Die drei ersten um immer recht zu haben und stets zu siegen. Sie stellen einfach Redner übernahmen die Rolle von Regierungsvertretern Socialer Fortschritt in Frankreich. fest, wovon sie wünschen, daß es feststehe, und verwandeln jede und das hatte er wohl vorher gewußt. Herr Trimborn, Während in Prenßen den Gewerbe- Aufsichtsbeamten unter- Ablehnung int eine Zustimmung, indem sie behaupten, daß der Centrumsmann, der in einem früheren Kommissions- fagt ist, mit den gewerkschaftlichen Arbeiter- Organisationen in amt- man ihnen zugestimmt habe. Wenn solche Fusionen nur Nährwert bericht über das Unfallgesetz sehr radikale Anschauungen lichen Verkehr zu treten, hat soeben der französische Handels- hätten! befundet hatte, war heute so ziemlich mit allem zu- minister den hohen Wert der Mitwirkung von Arbeiter- Organisationen Ein genicksteifer Agrarier, nach dem Herzen Köllers, scheint frieden, was die Regierung in ihrem Entwurf geboten. an den Aufgaben der Fabrikinspektion anerkannt. Unser Pariser der gemaßregelte Landrat von Posen, Abg. Baarth zu sein. Er Ganz zufrieden war der zweite Redner, der Konservative sorrespondent schreibt uns unterm 21. Januar über die in fell sich nämlich harinädig weigern, fich zum Regierungsrat beRichthofen, und fast ganz zufrieden Herr Rösicke, dieser Richtung getroffenen Verfügungen: fördern zu laffen. Vermutlich ist ihm diese Entschädigung für die erder nichtagrarische der beiden Brüder. Herr Rösicke, dem vor Die Mitwirkung der Gewerkschaften an der Fabrikinspektion hat littene Unbill zu gering. Vielleicht versucht die Regierung es einmal feiner einstigen Socialisten- Aehnlichkeit bange zu werden scheint, soeben der Handelsminister Miller and eingeführt, und zwar auf mit dem Angebot eines Miniſterſeſſets. fang eine wahre Lobhymne auf die deutsche Arbeiterversicherung Grund seines exekutiven Verfügungsrechts vermittelst zweier Rund- Antisemitenkrach. Liebermann v. Sonnenberg hat und beschwor die Socialdemokraten, doch gerecht zu sein gegen schreiben. Das erste Rundschreiben ist an die Divisions- Fabrik- Juspek den Parteivorjizz der deutsch- socialen Reformipartei wegen politischer das, was die heimische Regierung gethan. Auf die Antwort toren, das zweite an die Gewerkschaftssekretäre gerichtet. Die Fabrit Differenzen niedergelegt. Namentlich über die Flottenvorlage ist Liebermann ist natürlich für die hatte er nicht zu warten. Der folgende Redner, Genosse inspektoren werden darauf aufmerksam gemacht, daß fie bisher nur man start zweierlei Meinung. Stadthagen, sagte ihm, daß die Körnlein Gold in der in vereinzelten Fällen mit den Gewerkschaften und den Arbeitern Marineverdoppelung, während die fleiubäuerlichen Antisemiten davon deutschen Arbeitergefeßgebung den Socialdemokraten zu danken, niemals den Inspektor auf; auch schreibt er ihm selten. In der Werl überhaupt Fühlung genommen haben:" Der Arbeiter sucht sozusagen nichts wissen wollen. und ging dann auf eine Kritik der deutschen Arbeiterversicherung, statt, während des Inspektionsbefuches, richtet der Arbeiter fast niemals Bimmerer- Zwangsimmung, Herr Gerhart, unterbreitete lürzlich einer Unternehmer- Terrorismus. Der Obermeister der Kölner namentlich der Unfallversicherung ein, wie sie gründlicher und das Wort an den Inspektor von sich aus; und wird er befragt, Innungsversammlung eine Liste mit den Namen von dreizehn er schärfer im Reichstag noch nicht geübt worden ist. Auf Einzel- fo giebt er oft eine ausweichende Antwort. Häufig kommt es immergesellen. Er suchte einen Beschluß herbeizuführen, wonach heiten kann hier nicht eingegangen werden. Der Vorwärts" hat übrigens vor, daß der Inspektor ihn nicht befragt aus Furcht vor Siese Gesellen zu entlassen und bei keinem Innungsmitgliede wieder den neuen Gefeßentwurf schon in einem längeren Artikel be- den Folgen eines solchen Gesprächs für den Arbeiter.... Indes beschäftigt werden sollten. Unter den dreizehn waren sämt sprochen, und wird die Debatte erster Lesung nach deren kann die Inspektion die vollständige Durchführung der lidhe Mitglieder des Gesellenausschusses mit den ErsatzBeendigung im Zusammenhang besprechen. So sei heute nur wirkung der Arbeiter, für welche sie gemacht wurden." des gesamten Gesellenausschusses zu entledigen, der ihm burch Arbeiterschuh- Geseze sichern nur unter der Mit- männern. Der Obermeister hoffte so, auf einen Schlag sich hervorgehoben, daß Stadthagen dokumentarisch den Rück Diese Mitwirkung könne mu leicht und ohne jede nachteiligen Folgen die fräftige Verfechtung der Arbeiterinteressen sehr unbequem gegang unserer Socialgesezgebung darlegte. Jnnerhalb der letzten für die Arbeiter durch Vermittlung der Gewerkschaftssekretäre geworden ist. Die Junungsversammlung ließ sich aber auf den Plan zwanzig Jahre stellte er eine stetige Zunahme des sichert werden. Die Fabrikinspektoren werden daher verpflichtet, mit nicht ein. Den Zimmermeistern war wohl der für die Gesellen jo Einflusses der Großindustriellen, insbesondere den Vertretern der lokalen Gewerkschaftskartelle, der Arbeitsbörsen günstige Ausgang des Kölner Zimmererstreits noch in frischer Erdes Königs" Stumm fest. An dieser Thatsache ist nicht zu und mit den Vertretern der einzelnen Gewerkschaften, die jenen innerung, und angesichts der ausgezeichneten Organisation der rütteln. Der Staat ist, mit der wachsenden Macht des Verbänden nicht angehören, fortgefeßte Beziehungen" Kölner Zimmerlente mochten sie nicht sonderlich Lust zu einer Kapitalismus immer mehr zum kapitalistischen Klassenstaat ge- zu unterhalten, schriftliche oder mündliche, und sie zu ersuchen, ihm wiederholung verspüren. Trogdem die Innungsversammlung den worden. Es kann das beiläufig niemanden wundern, der die alle Verletzungen der Arbeiterschutzgesetze zur Kenntnis zu bringen. Plan nicht verwirklicht hatte, so verfandte der Obermeister dennoch ökonomischen Faktoren und socialen Entwicklungsgeseze kennt. Sodann haben die Inspektoren binnen zwei Wochen die Gerdie schwarze Liste an die einzelnen Mitglieder.- Wer terrorisiert? werkschaftssekretäre zu benachrichtigen von den Ergebnissen der an die Gerechtigkeit, mit dem unser Inspektionsbesuche, die infolge der gewerkschaftlichen Beschwerden ge- Küchendragoner. Im Lüneburger Anzeiger" befindet sich Redner schloß, machte einen so tiefen Eindruck, daß Graf macht wurden. War es dem Inspektor unmöglich, binnen einem folgende Annonce der Frau Dragoner- Lieutenant von Schuckmann: Posadowsky sich gezwungen sah, sein staatsmännisches Monat der Beschwerde Folge zu geben, so Der Appell " = " Schweigen zu brechen. Trotz der vorgerückten Zeit sprach er von dieser augenblicklichen Unmöglichkeit" den betreffenden noch eine halbe Stunde lang, jedoch ohne das von Stadthagen Gewerkschaftssekretär zu benachrichtigen. Schließlich schreibt vorgebrachte Thatsachen- Material und die daraus gezogenen Millerand vor, daß im Generalbericht die Ergebnisse der Schlüsse erschüttern zu können. In seiner Verlegenheit citierte gewerkschaftlichen Mitwirkung, die Zahl der beteiligten Gewerk schaften und der betreffenden Inspektionsbesuche, gesondert angegeben Graf Posadowsky zu seinen Gunsten sogar einen Bajjus unseres werden. Außerdem verlangt er einen entsprechenden Specialbericht legten Leitartikels über die Unfallgesetz- Novelle. Er that dies schon zum 15. April dieses Jahres. jedoch nicht vollständig, so daß der Sinn wesentlich geändert wurde. Diese eigentümliche Art des Citierens wird morgen vom Genossen Molkenbuhr, der noch auf der Rednerliste steht, beleuchtet werden. Nächste Sigung morgen 1 Uhr. Fortsetzung. Auch eine Wahlrechtsdebatte. Das zweite Rundschreiben setzt die Gewerkschaftssekretäre in Kenntnis von der Neuerung und ersucht sie um thätige Mitwirkung, Dieses Rundschreiben schließt mit den Worten:" Ich wende mich mit Bertrauen an den Geist der Initiative und an die Wachsamkeit der Gewerkschaften... Ich erwarte die wertvollsten Resultate von ihrer aufgeklärten Thätigkeit und von der Hingebung ihrer Mitglieder an das Gesamtinteresse der Arbeiter." Ein ministerielles Rundschreiben kann nun zwar von einem Das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigte sich Montag mit anderen Minister im Handumdrehen rückgängig gemacht werden. Im dem Antrag der freisinnigen Abgeordneten Dr. Barth( fri. Vg.) gegebenen Falle aber sind die Gewerkschaften wohl in der Lage, und Dr. Wiemer( frs. Vp.), betreffend anderweitige Festburch eine wirksame Ausnutzung der ihnen zuerkannten Rechte der stellung der Wahlbezirke. Wie wir im voraus vermuteten, Neuerung zur dauernden Geltung zu verhelfen. wurde der Antrag rundweg abelehnt; ja er wurde nicht einmal einer Kommissionsberatung gewürdigt, da die konservativ- klerikale Mehrheit sich geschlossen dagegen erklärte. am Deutsches Reich. Suche zum 1. April eine öchin, die mit Hilfe der Burschen die Hausarbeit zu machen hat. Schriftliche Meldungen erbeten. Gehalt nach Uebereinkunft. Frau von Schuckmann, geb. v. Schuckmann, Fronimestr. 2. Die zweijähige Dienstzeit ist offenbar noch viel zu lang! Schiffsbeschlagnahmen. Aus Durban wird vom Montag telegraphiert: Das deutsche Segelschiff Marie" ist von den britischen Behörden bedingungslos freigegeben worden. Ueber die Frage, inwieweit Nahrungsmittel als Kriegstonterbande zu betrachten und die sie führenden Schiffe also zu beschlagnahmen wären, hat die englische Regierung der amerikanischen folgende Erklärung abgegeben:" Unsere Ansicht geht dahin, daß Nahrungsmittel, die nach einem feindlichen Laude verfrachtet sind, nur dann als Kriegskonterbande angefchen werden fönnen, wenn sie für die Streitkräfte des Feindes bestimmt sind. Die bloße Vermutung, daß dies ihre Bestimmung sein tönnte, ist nicht genügend. Es muß vielmehr erivicsen werben, daß dies zur Zeit, wo ihre Beschlagnahme erfolgte, thatsächlich der Fall war." V Da der Kaiser die socialdemokratische Presse nicht liest, erklärt Hinweis sich die Allgemeinheit seines Urteils. Sonst hätte er der socialdemofratischen Presse seine Anerkennung zuwenden milfsen, die bei aller Berurteilung des ruchlos entfesselten Strieges niemals sich an der Hezze gegen England beteiligt hat. Der Etat des Kultusministeriums ein und für Ertra Vom rein proletarischen Klassenstandpunkt aus haben wir keinen Wilhelm II. und England. Bei dem Empfange des Präsidiums Grund, dem Antrage eine Thräne nachzuweinen. Denn selbst, wenn des preußischen Abgeordnetenhauses soll sich der Kaiser, einem er angenommen wäre und wenn auch die übrigen gesetzgeberischen Montageblatt zufolge, auch über die Transvaalfrage geäußert veist eine Einnahme von 5,1 Millionen auf, 660 000 9. mehr Faktoren in Preußen sich dem Votum des Abgeordnetenhauses an haben. als im Vorjahr. Die dauernden Ausgaben betragen geschlossen hätten, so wäre damit das Grundübel, das Dreiflassen Er rühmte die erfolgreiche Zattit der Boeren, die 139,6 Millionen gegen 137,7 Millionen im Jahr vorher. Bei den Wahlsystem überhaupt, noch nicht aus der Welt geschafft, und die unter Verzicht auf jede blanke Waffe, ohne Säbel und Bajonett, Universitäten belaufen sich die Mehrausgaben auf 536 064 M., stärkste Partei Preußens würde nach wie vor im Landtage un- einzig auf ihr Gewehr sich verlassen, das allerdings ganz vor- wovon für die Universität Berlin 208 488 M. bestimmt sind. vertreten sein. Die einzige Veränderung, die der Antrag herbei- züglich sei und das sie mit bravouröser Treffsicherheit zu handhaben U. a. sind ausgeworfen je 4150 M. für ein Extra- Ordinariat zur mit Röntgenstrahlen geführt hätte, wäre eine Verschiebung der jetzigen Machtverhältnisse, verstehen. Zugleich drückte der Kaiser sein lebhaftes Bedauern Untersuchung sowie 11 500 M. zur Beeine Schwächung des Agrariertums und eine Stärkung der Linken darüber aus, daß auf englischer Seite so zahlreiche Ordinariat für Meereskunde, gewesen. Die Freifinnigen haben mit ihrem Antrag lediglich nadte Offiziere gefallen und daß viele der besten Familien gründung eines Instituts für Untersuchungen mit RöntgenBartei Interessenpolitik getrieben, auf die Interessen der Gesamtheit Englands durch den Heldentod ihrer Angehörigen firahlen. Die Ausgaben für die höheren Lehranstalten aber überhaupt keine Rücksicht genommen. in tiefe Trauer versezt seien. Endlich beklagte der Monarch auch die sind auf 12,3 Millionen veranschlagt, was gegen das Vorjahr ein Für das Elementarunter Was nügt es, wenn der Antragsteller Dr. Barth in hoch- Saltung der deutschen Preffe in der Transvaalfrage, die es ihm Wehr von 385 794 m. bedeutet. tönenden Phrasen von der Parlamentstribüne herab der Social unendlich erschwere, Reibungen mit England zu vermeiden. richtswesen find 82 Millionen ausgeworfen, gegen das Vorjahr demokratie das Recht einer angemessenen Vertretung im Landtag zu Der Kaiser erinnerte dabei an das bekannte Wort des Fürsten Bis- eine Erhöhung um 374 000 W. Von dem Mehr entfallen 118 245?. gesteht, was nigt es, wenn sein Stollege Dr. Wiemer fich offen als mard: Die Fenster, die unsere Presse einwirft, müssen wir be- auf die Seminarien, 18 000 M. zur Errichtung von sechs neuen Freund des allgemeinen gleichen und geheimen Wahlrechts auch für zahlen." Kreis Schulinspektorstellen, davon eine in Schöneberg bei Berlin. die Landtagswahlen bekennt? Das sind schöne Rebensarten, die zu Es ist nicht immer die Presse, die Fenster einwirft. Bur Der Fonds zur widerruflichen Remuneration für Streis- und Orts nichts verpflichten. Da, wo es auf die That ankommt, hätten die Beit von Jamesons Einfall hat, wie erinnerlich, gerade die deutsche Schulinspektoren wird um 50 000 m. erhöht, derjenige zu BeiHerren zeigen fönnen, daß es ihnen wirklich ernst ist mit ihren te gierung mit großem Eifer dies Geschäft getrieben. Und jene bilfen zur Unterhaltung höherer Mädchenschulen um 140 000 m. wird Die Verstärkung dieses Fonds begründet mit mit dem Worten, sie hätten die Gelegenheit benußen müssen, einmal damalige Haltung wirkt eben noch heute in den Blättern nach. einen energischen Vorstoß gegen das elendste aller Wahlauf die Notwendigkeit, weniger leistungsfähigen systeme" zu unternehmen. Aber wie in früheren Jahren, wo sie Gemeinden, unterhalten und welche höhere Mädchenschulen die ausschlaggebende Partei Preußens waren, so thaten sie auch Leitern derartiger Anstalten privaten Charakters in kleineren heute nichts, um dem Volke sein so lange vorenthaltenes Recht zu Orten Beihilfen zu gewähren. Der Fonds zur allgemeinen Erverschaffen. leichterung der Volksschullasten erfährt eine Erhöhung um 200 000 m., Wenn Herr Dr. Barth zu seiner Entschuldigung, daß er der zu Beihilfen an Schulverbände wegen Unvermögens für die Anfang des Weges stehen geblieben ist, auf die Haltung der Social- Vom Theater der Weltpolitik. Der deutsche Student, der laufenden Ausgaben der Schulunterhaltung eine solche um 249 657 r. demokratie hinweist, die eine Philisterpartei geworden sei und noch gegenwärtig in der Welt am Montag", über und unter dem zur Unterstützung von Witten und Waisen von vor dem 1. April 1900 feine Agitation für die Abschaffung des Dreitlassen- Wahlsystems ge- Strich, Theaterkritik treibt, leistet sich, anstatt seine leicht verstorbenen Bolfsschullehrern find 300 000 m. ausgesetzt, damit neue Lehrereliftengesez fallenden trieben habe, so mag er mit dieser Entschuldigung vielleicht bei finnigen Schlüsse aus der Bevölkerungszunahme zu widerrufen, die auch für die nicht unter das seinen Freunden Glück haben, nicht aber bei denen, die die Arbeiter vir ihm nachgewiesen, in jeder Nummer das Vergnügen, der Witwen und Waisen in Fällen besondrer Bedürftigkeit in erhöhtem bewegung verfolgt haben. Hat Herr Dr. Barth niemals etwas Socialdemokratie nachzuweisen, daß sie den Anschauungen des Bundes Maße gesorgt werden kann. von Ferdinand Lassalle gehört? Weiß er nicht, daß dieser der Landwirte huldige. Für bescheidene Ansprüche mag ja das Für Kunst und Wissenschaft erhöhen sich die Ausgaben Die bevorstehende Aufnahme des neu errichteten die Forderung des allgemeinen Wahlrechts als erste Forderung erste Mal der Witz genügen, ihn aber zu wiederholen, heißt doch um 199 732 W. auf seine Fahne geschrieben hatte und daß seitdem das Proletariat den Scherz zum Hochstapler machen. Wir hatten neulich, um an Pergamon- Museums in den Verband der Kunstmuseen erfordert nicht aufgehört hat, bei jeder Gelegenheit diese Forderung geltend einem ergötzlichen Beispiel zu zeigen, wie sich die professoralen 16 000 m., für das Kunstmuseum zu Berlin sind 22 238 M., für die zu machen? Autoritäten gegenseitig abthun, Delbrücksche und Schmollersche Nationalgalerie 2350 M., für die Königliche Bibliothek 18 860 M. Der Fonds zur Beihilfe und Unterstützung Die Begründung des Antrages durch den Abg. Barth war Spekulationen nebeneinander gestellt, und an lettere, als die gegen- mehr ausgeworfen. Kunst und wissenschaftliche Zwecke wird von 225 000 stellenweise recht glücklich, so namentlich wo er unter Bezugnahme wärtig besonders der Abwehr bedürftigen, einige Bemerkungen ge- für Kunst und auf die Köllersche Rede bei der Etatsberatung den Konservativen zu fügt. Daraus fnetet der über dem Strich fritiflose Theater- auf 240 000 m. erhöht, namentlich im Juteresse der Denkmalspflege. Gemüt führte, daß hier einmal eine Gelegenheit gegeben sei, zu reflame- Schreiber die Erfindung, wir hätten den Delbrückschen Plus- Für das technische Unterrichtswesen sind die Ausgaben auf 2,2 Millionen veranschlagt( 96 889 M. mehr). Die Ausgaben für zeigen, daß sie wirklich den ideellen Interessen vor den materiellen führungen zugestimmt! den Borzug geben. Es scheint überhaupt in national- socialen Kreisen zur höheren das Medizinalwesen betragen 1976 059 m. gegen 1960 692 Als ein Dr. Lieber im fleinen produzierte sich der Sprecher Ehre der Flottenpropaganda Mode zu werden, thatsächliche Ab- Mark im Vorjahre. Von dem Mehr entfallen 56 750 W. auf Zuschuß des Centrums, Dr. Porsch, dem die Aufgabe zufiel, das, was er lehnungen in Zustimmungen zu verwandeln. Wir berichteten fürzlich, für die Charité. des Kultusetats Extra Ordinarium des ist um in einem Sage sagte, immer im folgenden selbst zu widerlegen. daß in einer Naumann- Versammlung bei Chemnitz eine Resolution Aber Herr Dr. Porsch ist auf diesen Eiertanz noch nicht so dressiert, zu Gunsten des Flottenplanes abgelehnt worden sei. Nach dem 489 001 Mart geringer dotiert als im Vorjahr, es beträgt Wir heben daraus besonders hervor die vierte wie sein großes Vorbild, seine Rede fiel ihm merklich schwer. Es Bericht unseres Chemnizer Parteiorgans aber ist die Sache für die 13 872 876 M. war ja auch feine leichte Aufgabe, als Vertreter einer Partei, die Marinisten noch viel blamabler. Das Blatt berichtet: Nate von 967 300 M. zur[ Nenanlage des Botanischen Gartens angeblich für Wahrheit und Recht kämpft, für Beibehaltung des in Dahlem einschließlich der Herstellung eines Neubanes für das größten Unrechts eine Lanze einzulegen, lediglich damit die eigene pharmazeutisch- chemische Institut, 4000 m. als dritte State fir bie Partei feinen Schaden erleidet. Das Centrum hat heute von Sternwarte zu Untersuchungen über das Wesen der Elektricität im neuem bewiesen, daß es für Erweiterung der Volksrechte nur dann Weltenraun, 12 850 M. zur Herrichtung von Räumen des Hauses zu haben ist, wenn damit zugleich sein eigener Einfluß verLuisenstr. 3 zur Untersuchung mit Söntgenstrahlen, 5400 M. zur mehrt wird. Herausgabe einer Universitätsstatistik für das Etatsjahr 1899. Ge wird beabsichtigt, künftig von drei zu drei Jahren eine solche Statistit herauszugeben, welche über die Studierenden, den Lehrkörper, die Vorlesungen und die Betriebskosten erschöpfend Auskunft geben soll. Von den Forderungen für höhere Lehranstalten sind besonders zu Ebenso wie das Centrum erklärten sich auch die Konservativen und Freikonservativen gegen den Antrag; aber im Gegensatz zum Centrum besaßen sie den Mut, offen einzugestehen, daß sie nicht an eine Schwächung ihrer Machtstellung denken, selbst wenn sie diese " Die Abstimmung ergab die Ablehnung der Naumannschen Resolution mit einer erheblichen Mehrheit. Nun kam ein Heldenstückchen. Der Vorsigende erklärte zur nicht geringen Ueberraschung selbst der Anhänger Naumanns, daß die Resolution angenommen" sei, und schloß sofort mit dieser angesichts der Abstimmung ebenso lächerlichen wie unwahren Behauptung schleunigst die Versammlung. Natürlich protestierte die Majorität der Teilnehmer gegen dieses famose Heldenstückchen. Schöpflin konstatierte, ohne Widerspruch zu finden, die Ablehnung der Resolution. Das Der Konferenz der Arbeitnehmerbeifiher der deutscheit Gewerbegerichte, die zur Zeit in Leipzig tagt, wohnen 80 Vertreter aus 71 Orten Deutschlands bei. Es wurde dem Leipz. Egbl." zufolge beschlossen, beim Reichstage die obligatorische Errichtung von Gewerbegerichten zu beantragen; ferner soll die Zuständigkeit der Gewerbegerichte auch auf Dienstboten sowie land- und forstwirtschaft. liche Arbeiter ausgedehnt werden. Litterarisches. erwähnen 12500 M. zur Abhaltung praktischer Kurse in der Physik| einzelnen hervorragenden Personen erschüttert wird, verlieren sie für Lehrer höherer Unterrichtsanstalten und Kandidaten des höheren gar oft auch das Vertrauen zur Partei. Dem Genossen Kittler Schulamts. Der Unterricht soll im Gebäude der Urania in der In- fonnte keine Unredlichkeit nachgewiesen werden; aber viele Monate validenstraße abgehalten werden und soll besonders zur Förderung hindurch hat er unter dem Verdacht gestanden, viele Monate hindurch der Fertigkeit im Experimentiern dienen. Für das Elementar fonnten böswillige Gegner sagen: seht, so wird mit den Arbeiter unterrichtswesen sind 3,6 Mill. ausgesetzt, 61 286 W. weniger groschen gewirtschaftet und schließlich können sie es heut auch noch, als im laufenden Etat. Unter den Forderungen befinden sich denn die Unordnung ist da und das Geld fehlt. 3 Millionen zur Unterstügung der Schulverbände wegen Unvermögens Wir können nur eindringlichst warnen, Genossenschaften zu bei Elementarschulbauten, und 50 000 M. zur Förderung von Volks- gründen, wo es an den notwendigen Geldmitteln und an den gebibliotheken. Unter den Ausgaben für Kunst und Wissenschaft eigneten geschäftskundigen Personen fehlt. finden sich 40 000 M. zu Anfäufen für das Kunstgewerbemuseum Religion ist Privatsache. Der Gemeinderat in Debschwiz bei in Berlin auf der Pariser Weltausstellung, 62 000 M. zur Ums Gera hat beschlossen, beim reußischen Landtag die Trennung der mit zusammenhängenden zahlreichen Gesetze, die dadurch abordnung des alphabetischen Bettelfatalogs der Bibliothek, 40 000 m. für die biologische Anstalt auf Helgoland Kirche von der politischen Gemeinde zu beantragen. zu Aquarienanlagen. Für das technische Unterrichtswesen werden 867 945 M., für das Medizinalwesen 1½ Million Robert Böger an einem Gehirnschlage. Er hat der Partei Totenliste der Partet. In 2 bed starb der Parteigenosse gefordert. Für die Charité sind zur Deckung eines Fehlbetrages namentlich unter dem Socialistengeseze wertvolle Dienste ge1,1 Millionen ausgeworfen. Die Regierung hofft, daß sich mit Hilfe diefes Zuschusses und infolge der Erhöhung der Kurkostensäge in leistet. Zukunft Einnahmen und Ausgaben das Gleichgewicht halten werden. Ausland. Deftreich- Ungarn. Die Verständigungskonferenz ist auf den 29. Januar einberufen worden. Dieselbe wird sowohl von den Deutschen als auch von den Czechen beschickt werden. Eine lebhafte Scene gab es am Montag im ungrischen Abgeordnetenhaus, wo die ministerielle Buschrift bezüglich der Entscheidung des Königs über die Quote zur Verhandlung gelangte. Die äußerste Linte bringt einen Beschlußantrag ein, nach welchem die Zuschrift nicht zur Kenntnis genommen und der König von der Ungeschlichkeit seiner Entscheidung in der Adresse auf geflärt werden soll. Ministerpräsident v. Szell erhebt Ein spruch dagegen, daß die Entscheidung des Königs 1111 gejezlich gewesen sei. Er verwahrt sich auch gegen die Worte Polonyis, daß Oestreich nicht der Verfassung gemäß regiert werde. Zum Schluß seiner Rede aber erklärt der Ministerpräsident, daß, je mehr die anormalen Verhältnisse in Oestreich, welche hoffentlich nicht mehr lange andauern würden, geeignet seien, den Ansturm der Extremen hier wie dort gegen den Ausgleich intensiver zu gestalten, er um so unentwegter bei der Verteidigung der Ausgleichsbasis verharren werde.( Stürmischer Beifall rechts und links.) Das Haus verwirft sodann den Antrag der äußersten Linken und nimmt die ministerielle Zuschrift zur Kenntnis. Italien. Zwei Mitverschworene. Wie aus Buenos Ayres telegraphiert wird, wurden unter den Papieren einer soeben fallierten it a lie. nischen Firma in Santa Fé Dokumente gefunden, woraus hervorgeht, daß die beiden Juhaber der Firma seiner Zeit an der Verschwörung Lucchenis teilnahmen. Beide flohen nach der Ermordung der östreichischen Kaiserin nach Südamerika, wo sie unter falschem Namen auftraten. Der eine hatte neuerdings mit dem Geld seines Associés die Flucht ergriffen. Der andere, ein gewisser Riccardi, hat Selbstmord begangen. Frankreich. Prozeß gegen die Assumptionistenbrüder. Paris, 22. Januar. Unter großem Andrang des Publikums begann heute vor dem Zuchtpolizeigericht der Prozeß gegen die 12 AssumptionistenPatres. Die Angeklagten erklärten, sie beschäftigten sich nicht mit politischen, sondern mit religiösen Fragen. Die Verteidigung beantragte darauf Bertagung der Angelegenheit. Spanien. Amnestie in Spanien? Madrid, 22. Januar. Eine allge meine Amnestie wird für den 30. Januar, dem Geburtstage des Montjuich eingeschlossen werden. Königs, erwartet. In diefelbe sollen auch die Anarchisten von Der Abschluß des Bürgerlichen Gesetzbuches und der daänderungsbedürftig geworden sind, hat betriebsame Geschäftsleute aller Orten in lebhafte Thätigkeit versezt; zahlreiche ZusammenGüte überschwemmen den Markt und bieten sich mit pomphaften stellungen von deutschen Rechtsbüchern" von meist zweifelhafter Worten als unentbehrliches Hausbuch" und dergleichen an. " Wir waren erst fürzlich genötigt, vor einem solchen recht nachdrücklich zu warnen. Heut liegt uns wieder ein„ Neuestes Rechtsbuch für das Deutsche Reich") in zwei starken Bänden von je mehr als 1000 Seiten vor. Wenn auch anerkannt werden soll, daß es nicht ganz so mangelhaft ist, wie das vorerwähnte aus dem Verlage von Herlet, so fönnen wir es doch gleichfalls nicht empfehlen. Namentlich für Arbeiter nicht. Eine großartige Staatsaktion. Ein Arbeiter Gesangverein in Meißen feierte sein Stiftungsfest. Die Polizei war der Meinung, daß verschiedene Festteilnehmer nur deshalb Mitglieder geworden wären, um an dem Vereinsvergnügen teilnehmen zu können( was, wenn es richtig wäre, die Polizei auch nichts anginge); fie fahndete nun nach solchen Personen, um bei ihnen zu erforschen, ob sie etwa Bei dem fortwährenden Flusse der Gesetzgebung auf dem Gebiete des trotz des Besizes der Mitgliedskarte nicht das Bewußtsein Gewerberechts( siehe jetzt Gewerbe- Ordnung) und des Arbeiterschutzes hätten, nicht Mitglieder zu sein. Nach langem Suchen wurden zwei ist es besonders für den Arbeiter mißlich, folche umfangreiche und Mädchen und ein Nachtwächter als geeignete Objekte erfunden. Der fostspielige Sammelwerte zu kaufen, selbst wenn sie gut sind. Borsigende sollte mum die Mitgliederliste einreichen, weil man fest Das tann aber von dem vorliegenden Buche nicht gesagt werden. stellen wollte, ob die drei in der Liste ständen. Der Vorsitzende Es enthält neben dem Bürgerlichen Gesetzbuch das gesamte Handelserklärte, daß er teine Liste habe. Die Polizei ließ sich jedoch die recht, Gewerberecht, Strafe und Prozeßrecht, die Versicherungs- GesetzMühe nicht verdrießen, das Vereinsarchiv zu durchsuchen. Sie fand gebung, ein umfangreiches Formularbuch und ein teilweise ganz nichts. Schließlich machte der Vorsitzende dem grausamen Spiel ausführliches Sachregister. ein Ende und übergab der Polizei die Liste, worin sie finden wird, guten Anmerkungen versehen und es kann zugegeben werden, Die Texte sind auch vielfach mit was sie sucht. Um solchen Pappenstiel werden gegen Arbeiter daß es für den Geschäftsmann, soweit seine Beziehungen als solcher solche Aktionen gemacht. Wenn dann am Ende wirklich eine Ueber zum Rechte in Frage kommen, ganz brauchbar ist. Sowohl das tretung fonstatiert wird, kommen vielleicht 5 M. Geldstrafe heraus. Bürgerliche Gesetzbuch als noch mehr das Handelsgesetzbuch, KontursDer Ruhe der Staatsbürger wäre es wirklich zuträglicher, wenn sich ordnung, Wechselrecht, Civil- Prozeßordnung und dergleichen sind mit die Polizei weniger überflüssige Arbeit machte. zahlreichen Erläuterungen versehen, es ist eine reiche Auswahl von Formularen dafür vorhanden und die Sachregister sind ausführlich. Bei der Gewerbe- Ordnung aber und den Arbeiterversicherungs- Gesezen fehlt das alles. Zur Gewerbe- Ordnung und dem Gesez über die Gewerbegerichte werden zivar Zur Lohnbewegung der Einseher( Tischler). Nachdem die Erläuterungen, die dem Laien das Verständnis erleichtern und den eine Anzahl Anmerkungen gemacht, das sind jedoch keine Versammlung der Einsetzer am Montag den Streik in den betreffen praktischen Gebrauch der Gesetze ermöglichen, sondern eine Art Beden Geschäften, welche den Tarif von 1899 noch nicht bewilligt haben, beschlossen hat, hat sich das Streitbureau gebildet und tagt gründung der Notwendigkeit der Vorschriften, in Herzbergs Lokal, Alte Jakobstr. 75, von 9-5 Uhr. Sämtliche versicherungs- Gefeße, Juvalidenversicherungs- Gejezze, Haftpflicht schriftliche Meldungen in Sachen des Streiks sind hierher zu richten. Geseze wird nur der nackte Text gegeben, das Sachregister zum Auch ist der Arbeitsnachweis des Holzarbeiter- Verbandes der Ein- Invalidengeseze umfaßt kaum 2 Seiten mit etwa 130 Stichwörtern, fetzer sowie der Arbeitsnachweis des Vereins der Einsetzer hierher Formulare zu dieser ganzen Materie fehlen vollständig, das Unfall verlegt worden. Bis jetzt haben bereits 30 Firmen mit 100 Mann den gesetz, das ja allerdings wieder in der Abänderung begriffen ist, wir raten feinem Arbeiter zum Aukauf des Buches. ganzen Tarif bewilligt. Die Kollegen, welche laut Bewilligung die Ar- fehlt ganz hw. beit wieder aufnehmen, erhalten eine Arbeitsberechtigungs- Karte behufs Kontrollierung der Betreffenden auf den Bauten von den andern Bauarbeitern. Die streikenden Kollegen haben sich täglich im Streifbureau zu melden; ferner haben die Streifenden so viel wie mög lich die Kontrolle der Bauten selbst zu besorgen und sofort Bericht zu erstatten. Die nächste Versammlung findet am Mittwochabend 8 Uhr statt, ebenfalls im Lokal von Herzberg, um den Situationsbericht zu geben, und haben sämtliche Kollegen zu erscheinen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Kontrollkommission. Achtung, Former! Wegen Maßregelung einiger Kollegen ist die Arbeitsniederlegung der Former und Hilfsarbeiter der Firma Budde u. Göhbe in Eberswalde unvermeidlich geworden und wird ersucht, den Zuzug von Eberswalde streng fern zu halten. Beteiligt sind ca. 30 Former und Hilfsarbeiter. Centralverein der Former. Achtung, Rabinputer! Die Kollegen bei der Firma Gewiß haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Der Vorstand. Entdeckte Waffen. Dem Vorfall auf dem Friedhofe zu In der Filzschuhfabrik von Kusche, Büschingstr. 24, bestehen Abadiano( Biscaya), wo 34 Terzerole und 37 Remingtongewehre die Differenzen fort. Herr Kusche hat sich bisher ablehnend zu den entdeckt wurden und man infolge dieses Fundes zur Verhaftung sehr mäßigen Forderungen verhalten. Es handelt sich nur um die des Pfarrers schritt, scheinen die amtlichen Streife höhere Be- Aufbesserung einiger Artikel und die Biderinnen verlangen pro deutung beizulegen. Es wird darüber telegraphiert: In Abadiano Dugend 5 Pf. Taetsvergütung. Bisher erfreut sich Herr Kusche der wurden außer dem Pfarrer auch der Totengräber, der Organist und Arbeit von zwei bis drei Arbeitswilligen, die ihm aber nur wenig vier andere Personen eingekerkert. Es verlautet, daß auch ein ehe- Silfe bringen können. Auch das Polizei- Aufgebot dürfte ihn nicht maliger Starliftengeneral verhaftet worden sei. Der Kriegsminister retten können, trotzdem drei Doppelposten sich der Mühe unterziehen, beorderte zwei Infanterielompagnien nach Vergara, um den Pantoffelfabrikanten zu schützen. jeder Ueberraschung vorzubeugen. Rumänien. Amerika. Gerichts- Beitung. 2 " Vom KrantenLeute von[ akademischer Bildung in jo gemeiner Weise die Gebote Eine nachdrückliche Bestrafung. Es ist tief betrübend, wenn von Sitte und Anstand außer acht lassen!" So leitete gestern der Staatsantvalt seinen Antrag gegen vier Studenten der Pharmacie ein, die sich vor dem Schöffengericht wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs zu verantworten hatten. Die Angeklagten besuchten eines Abends mit mehreren andren uner mittelt gebliebenen Kommilitonen die Rosenthalsche Singspielhalle an der Spandauerbrücke und trieben dort ihre Späße, die über das erlaubte Maß weit hinausgingen. Sie begnügten sich nicht damit, zu johlen und zu lärmen, sondern drangen auch in das Privat zimmer der Wirtslente, sprangen während der Vorstellung wiederholt auf das Bodium, belästigten die Darsteller, berührten mit ihren Stöcken die Sängerinnen in unanständiger Weise und verübten auch sonst allerlei Unfug. Der Geschäftsführer hatte sie wiederholt zum Verlassen des Lokals aufgefordert und auf die Bezahlung ihrer Zeche verzichtet, sie dachten aber gar nicht daran, dieser Aufforderung nachzukommen, so daß schließlich die Wirtin wiederholt in energischer Weise das Gebot erlassen mußte, das Lokal fofort zu verlassen. Aber auch sie hatte kein Glück damit; im Gegenteil, einer der standalfüchtigen jungen Männer überhäufte die Wirtin mit den ordinärsten Schimpfworten und schlug sogar mit seinem Seidel nach ihr. Erst als dann nach einem Schußmann geschickt wurde, bequemten sich die Störenfriede, das Lofal zu räumen. Draußen entstand aber bald ein ungeheurer MenschenHolzbearbeitungsmaschinen Arbeiter und Tischler! Der auflauf. Einer der Excedenten hatte einen Mann vom Perron eines Streit bei der Firma C. R. Meyer, Küstrinerplay 9, dauert un elektrischen Straßenbahnwagens gestoßen und im Nu Neues rumänisches Ministerium. Bukarest, 21. Januar. verändert fort. Brauchbarer Erfaz von auswärts ist nicht zu bewaren Hunderte von Personen um die Gruppe der Studenten In Genehmigung eines Gesuches des Ministerpräsidenten und fürchten; die wenigen Arbeiter, die von der Firma eingestellt sind, versammelt, die sich schleunigst zu entfernen juchten. Die AnMinisters des Innern, Kantatuzene, von der letzteren Funktion ent- tönnen der Firma auf die Dauer nicht genügen, einige Kreissägen geklagten waren in eine Drofchte gesprungen und hieben hoben zu werden, hat der König heute vormittag folgende Berstehen schon still. Für die sogenannte Stundenarbeit fritt number Menschenmenge. Zwei Schußleute mußten schließlich energisch aus dieser heraus mit ihren Stöcken immer unter die änderungen im Stabinett genehmigt: stantatuzene Beschluß der Tischlergefellen in Straft. Diefer wird hoffentlich seine verbleibt Ministerpräsident ohne Portefeuille, der bisherige Finanz- Wirkung nicht verfehlen; der Unternehmer wird sich überzeugen eingreifen, um Ruhe zu schaffen. Der Staatsanwalt gab minister General Moro übernimmt das Ministerium des Innern, müssen, daß die geiten vorbei sind, ba der Unternehmer den r- feinem Bedauern darüber Ausdruck, daß gebildete junge Leute, der bisherige Kultusminister Jonesco dasjenige der Finanzen. An beitern den Beitritt zur Organisation verbieten durfte. Die Firma die andren mit gutem Beispiel vorangehen sollten, in dieser Stelle des letteren tritt der Minister der öffentlichen Arbeiten könnte die gestellten Forderungen mit Leichtigkeit bewilligen, denn umschönen Weise sich vergessen fonnten und beantragte wegen gemeinIstrati, welcher durch den Deputierten Jean Gradischtiano ersetzt sie sind in den übrigen Holzbearbeitungsfabriken seit Jahren durch- schaftlichen Hausfriedensbruchs je eine Woche Gefängnis. wird. Die übrigen Minister behalten ihre Portefeuilles. geführt. Die Arbeiter sind natürlich nach wie vor zu Unterhandlungen Der Gerichtshof hielt zwar nur einfachen Hausfriedensbruch vorliegend, bereit, während Herr Meyer solche ablehnt. glaubte aber, nachdrücklich strafen so sollen. Der Vorfigende begründet bies unter anderm wie folgt: Hier könne von einem harmlosen Seit der Lohnbewegung der Nigdorfer Bautischler im Studentenult nicht mehr die Rede sein, die Angeklagten hätten sich Abtretung dänischer Inseln. Der Kopenhagener Berichterstatter der„ Daily News" erfährt, es sei ein Abkommen zwischen Dänemark August v. J. hat sich der Tischlermeister kurzahn zu den For- vielmehr wie gewöhnliche Rowdies benommen, namentlich auch da und den Unioustaaten in Vorbereitung, demzufolge die dänischen beringen, welche in allen übrigen Werkstätten seit der Zeit ein- durch, daß sie aus der Droschte mit den Stöcken unter das Publikum westindischen Inseln in eine Art von 8ollverein mit den Union- geführt sind, bisher geweigert, dieselben anzuerkennen. Da der beschlugen. der heutigen social erregten Zeit Leute gebildeten jungen mehr als je die staaten eintreten. Das Abkommen dürfte sich nicht unwahrscheinlich treffende Herr wieder Arbeitskräfte braucht, wurde von der Ver- haben andren mit als Vorläufer der Abtretung der Inseln an Amerita waltung des deutschen Holzarbeiter- Verbandes der Bahlstelle Rigdorf Pflicht, den gutem Beispiel voranzugehen; mit betreffendem Meister eine Einigung dahingehend zu erzielen die Angeklagten haben diese Anstandspflicht arg verlegt und erweisen. versucht, daß die bis jetzt gesperrte Werkstatt wieder freigegeben der Socialdemokratie, die sich gewiß dieses Falls bemäch werden kann. Herr St. hielt es nicht der Mühe wert, eine dies- tigen werde, Gelegenheit zu neuen Angriffen gegen die befizenden bezügliche Antwort zu geben Klassen gegeben. Deshalb sei eine harte Strafe geboten und der Gerichtshof habe nur deshalb nicht zu Gefängnis gegriffen, weil die Vor unüberlegten Genossenschaftsgründungen zu warnen, Angeklagten bisher noch gänzlich unbestraft waren. Der Gerichtsist ein Vorgang in Heilbronn sehr angethan. Gegen den Vorfigenden hof erkannte auf je 100 Mark Geldstrafe event. 20 Tage des dortigen Konsumvereins, den Genossen Kittler, wurde vor etwa Gefängnis. dreiviertel Jahren eine Untersuchung eingeleitet, weil er angeblich Ein neuer Bergarbeiterstreik in Oberschlesien. Aus Nicht ganz verständlich ist die Wendung in der Urteilsbegründung, 5000 m. aus der Genossenschaftskaffe unterschlagen haben sollte. Beuthen wird uns geschrieben: Der Freitag früh auf" Hohen, daß die Socialdemokratie fich des Falles bemächtigen werde. Die Angelegenheit wurde schon damals in der bürgerlichen Breffe zollern" bei Beuthen i. S. ausgebrochene Bergarbeiterstreit uns binkt, daß nicht allein die Socialdemokratie, sondern jeder weidlich ausgenutzt und das das geschieht jetzt wieder, ob hat bereits am Sonnabend erheblich an Umfang zugenommen. Mensch von Anstand und Gesittung alle Ursache hat, auf wohl die Strafkammer jest nach fast drei Freitag befanden sich 200 Arbeiter im Ausstand; Sonnabend waren die Ausschreitungen gewiffer Akademiker als auf eine in ihrer vierteljähriger Untersuchung auf Einstellung es bereits 400. Man befürchtet allgemein, daß am Montag der des Verfahrens erkennen mußte, da dem An- Streit auf die benachbarten Gruben übergreifen wird. Auf„ Hohen- Häufigkeit beschämende und selbstverständlich auch sympto geschuldigten keinerlei Unredlichkeiten nachgewiesen werden konnten. zollern" arbeitet nur noch ein Drittel der Belegschaft. Thatsache ist allerdings, daß die genannte Summe in der Bei dem eigenartigen Charakter der polnischen Arbeiter Ober- ob auch Leute aus Arbeitertreifen, die sich derart pöbelhaft Höchstens hat die Socialdemokratie besondere Ursache zu fragen, Raise fehlt. In dem Einstellungsbeschluffe führt das Gericht schlesiens ist es leicht möglich, daß der Ausstand von Hohenzollern" betragen hätten, mit einer jo gelinden Strafe davongekommen aus, daß in der Kassenführung eine unbeschreibliche Unordnung ge- zu einem großen oberschlesischen Streit führt. Die Zeit dazu ist wären, mit einer Strafe, die, wenn auch der Richter sie als na ch= herricht habe, so daß es unmöglich sei, nachzuweisen, wo das fehlende äußerst günstig. Keine einzige Grube verfügt auch nur über geringe drücklich bezeichnet, von den wahrscheinlich mit wohlhabenden Geld hingekommen ist. Stittler war, mie unser Stuttgarter Partei- Borräte; die meisten sind nicht im stande, die einlaufenden Be- Bätern gesegneten Angeklagten taun besonders schmerzlich empfunden blatt mitteilt, keine geschulte Straft". Zur Anstellung einer solchen stellungen zu erledigen. Die Preise der Kohlen sind hoch und steigen fehlte es dem Verein an Geld. Kittler hat für feine Thätigkeit weiter. Die Löhne jedoch sind im wesentlichen die alten geblieben. für den Verein keinerlei Entschädigung bekommen; einen In dieser Situation tommt es auf feiten der Arbeiter lediglich auf ihm ausgesetzten Betrag mußte er zur Bezahlung der Ladenmädchen Einheitlichkeit des Handelns an; daran hapert's aber. Ein Telegramm vom Montag meldet uns: Sonnabend, den Das ist also das Resultat einer solchen verfehlten Gründung: 20. d. m. ist auf der Binthütte Hohenlohehütte ein Streit Ein im übrigen zweifellos sehr tüchtiger Parteigenosse widmet feine ausgebrochen, weil den Arbeitern die Forderung um 25 Broz, Lohn Beit und feine Kraft ohne jebe Bezahlung einer Arbeit, die er nicht erhöhung abgeschlagen wurden. Die Hohenlohehütte gehört dem versteht. Er bekommt daffir feinen Pfennig, bißt aber schließlich Herzog von üljest und beschäftigt ca. 1000 Leute. feinen guten Namen dabei ein, und für das fehlende Geld ist er Der Streit der Hohenzollerngrube soll durch die Beauch noch ersatzpflichtig. Das schlimmste aber ist, daß die willigung einer zehnprozentigen Lohnerhöhung und der Abschaffung Parteibewegung am Orte einen ungeheuren Schaden erleidet, da des Ueberschichtunwesens beigelegt worden sein. Nach anderen Nachdie Masse der Arbeiter leider immer noch zu geneigt ist, von richten ist das unrichtig. verwenden. Partei- Machrichten. 2 Es ist Pflicht jedes Kollegen, den Zuzug wie bisher fernzuhalten. Die Verwaltung. Deutsches Reich. den Personen auf die Sache zu schließen. Wenn das Vertrauen zul Der Streik dehnt sich auf die Borsigwerke und Heinisgrube aus. die In matische Erscheinung hinzuweisen. werden wird. Durch die Kritik eines richterlichen Urteils war der Redacteur des hier in polnischer Sprache erscheinenden socialdemokratischen Organs Gazeta Robodnika", Stanislaus Lesniewsky, im August vorigen Jahres von der dritten Straf lammer des Landgerichts I zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Im April vorigen Jahres war Genosse Dylong wegen Bergehens gegen die öffentliche Ordnung, begangen durch Verteilung socialdemokratischer Flugblätter, von der Straftammer zu Beuthen zu der harten Strafe von 9 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dies *) Verlag von Reinhold Schwarz, Berlin, ohne Angabe über Preis und sonstige Bezugsbedingungen. V mehreren Egidh Vereinigung. Dienstag, den 23. b. M., abends 812 Uhr, über:" Das neue Jahrhundert". in Sühnes Festsälen, Niederwallstr. 20. Herr Chefredacteur Vollrath spricht Gäste willkommen. Arteil wurde in der Gazeta Nobodnika" in einer Weise beleuchtet, daß gehaltenen kombinierten Versammlung habe sich dafür entschieden, bringen können. Die Arbeiten können aber nur 0ort Tort darin der Vorwurf der Parteilichkeit gegen die betreffenden Richter daß im Frühjahr eine Bewegung, die sich besonders auf die Ver- geführt werden, wo die Unternehmer durch Unterschrift sich zur erblickt wurde. Bei der Verurteilung Lesniewskys hatte der Gerichts- fürzung der Arbeitszeit richtet, ins Werk gesetzt werden solle. Die Anerkennung der Forderungen verpflichten. Auch sei es jedenfalls hof verabsäumt, auch auf Beschlagnahme der inkriminierten Nummer Ortsverwaltung habe diese Angelegenheit reiflich geprüft und am Frei- notwendig, Arbeitsberechtigungs- Starten einzuführen, um jowie auf Vernichtung der zur Herstellung erforderlichen Platten zu tag habe sich auch eine Central- Bertrauensmänner- Versammlung da- genaue Kontrolle, auch betreffs der organisierten Kollegen, zu er erkennen. Dies hatte den Staatsanwalt veranlaßt, Revision einzu- mit befaßt. Dieselbe sei zu dem Beschluß gekommen, daß es nicht möglichen. Im Verlauf der mehrstündigen Besprechung wurden von Legen, die Erfolg hatte. Im gestrigen Termine wurde das Versäumte ratsam sei, im Frühjahr in eine allgemeine Bewegung für Ab- einer Anzahl Redner die Uebelstände auf den Bauten scharf getadelt nachgeholt. Jezt erklärte der Angeklagte, daß er seinerseits Revision schaffung der Accordarbeit oder für Verkürzung der Arbeitszeit ein- und deren Beseitigung verlangt. Eignes Werkzeug würde jetzt von einlegen wolle. zutreten. Dagegen sei die Vertrauensmänner- Versammlung dafür, allen Arbeitern verlangt; das Hinschaffen der Arbeitsmittel nach dem Was ein Schöffe mit seinem Landrat erleben kann. Ein daß in den einzelnen Branchen eine Aufbesserung der Löhne und Bauplas und Abladen derselben; die schlimmen Folgen der Coatsinteressanter Stonflitt, über den wir schon vor etwa 1/2 Jahren Bertrauensmänner- Versammlung, der auch der Verbandsvorsitzende schaffen der Nägel seitens der Arbeiter müsse unbedingt verhindert Erhöhung der Abschlagszahlung durchgesetzt werden solle. Die öfen; die Ausbeutung durch Zwischenmeister; namentlich das Anberichteten, hat jetzt das Ober Verwaltungsgericht in zweiter Auflage beschäftigt. Der Ober- Regierungsrat Kloß beiwohnte, habe sich aus folgenden Gründen gegen die Bewegung werden. Dazu komme noch die sich kaum auf acht Monate erBeckhaus in Frankfurt an der Oder war vor für Verkürzung der Arbeitszeit erklärt: Zweifellos werde die streckende Arbeitsgelegenheit. Unter Ablehnung mehrerer Vorschläge Jahren Landrat Des Kreises ofgeismar. Als solcher Forderung des Achtstundentages bei den Meistern auf den hart- gelangte nachstehende Resolution zur einstimmigen Anahme: tam er öfter mit dem Gemeindeschöffen Gutsbesitzer Neuze längerer Dauer rechnen müsse, der große Opfer fofte, ohne jedoch Berlins und nädigsten Widerstand stoßen, so daß man auf einen Streit von Die am 22. Januar tagende Versammlung Versammlung der Einsezer In Berührung. Das Verhältnis zwischen beiden war zeitund Umgegend erklärt sich mit den Vorschlägen weilig ein recht gespanntes. Als Neuze eines Tages an dem Land- sichern Erfolg zu versprechen. Sollte es aber gelingen, den Acht: des Referenten, die Bewilligung des Tarifs vom Jahre 1899 rat vorüberging, ohne ihn zu grüßen, rief ihn dieser mit den stundentag in Berlin einzuführen, so werde die Folge davon sein, zu erstreben einverstanden. Falls die Unternehmer die Unterschrift Worten an: Herr Neuze, warum grüßen Sie nicht? Der Schöffe daß die Betriebe der Holzinduſtrie mehr und mehr nach den verweigern, so dürfen die Kollegen die Arbeit nur dann wieder aufantwortete:" Muß ich Sie denn gesehen haben? Sie grüßen Provinzstädten, wo noch eine erheblich längere Arbeitszeit herrscht, nehmen, wenn vorher die Kommission mit den Unternehmern vers mich ja auch nicht." Darauf sagte der Landrat ärgerlich:" Sie sind verlegt werden, und dadurch einem Teil der Berliner Kollegen die handelt und dies durch Verabreichung von Kontrollkarten bestätigt hat. vom Amt suspendiert, ich werde das Disciplinarverfahren gegen Sie Arbeitsgelegenheit genommen wird. Im Princip sei sowohl in der Die bereits bestehende Kontrollkommission übernimmt die Leitung beantragen." Hierbei soll Beckhaus auch mit den Händen gestikuliert gegen die Verkürzung der Arbeitszeit gewesen, nur habe man ge- Dauer des Ausstandes im Lokal von Herzberg, Alte Jakobstr. 75. Ortsverwaltung wie in der Vertrauensmänner- Versammlung niemand der Lohnbewegung. Das Bureau derselben befindet sich während der und den Schöffen mit den Fingerspigen berührt haben. Neutze Strengte gegen Beckhaus die Privat- Belei glaubt, daß dieselbe mit Rücksicht auf die thatsächlichen Verhältnisse Hier hat ein jeder der arbeitenden Kollegen auch die Arbeitsberechdigungsklage an, während gegen ihn das Disciplinar- jetzt nicht durchführbar sei. Dem Referat folgte eine länger als tigungsfarte vorzuzeigen. Pflicht aller Streifenden muß es sein, eine berfahren eingeleitet wurde, und zwar mit dem Ziel auf 2 Stunden währende Diskussion, an der sich 24 Redner beteiligten. Die genaue und strenge Baukontrolle auszuüben. Am Mittwoch, 24. d., Amtsentsetzung. Das Ober- Verwaltungsgericht verurteilte später überwieger de Mehrheit derselben trat für den Beschluß der Ver- findet in demselben Lokal, Alte Jakobstr. 75, wieder eine öffentliche Herrn Neuze jedoch nur zu einer Ordnungsstrafe von 50 M., indem trauensmämmer- Versammlung ein. Nur 5 Redner befürworteten den Versammlung statt. es ausführte: Als Gemeindeschöffe, das heißt als Mitglied des Ge- Streit zu Gunsten des Achtstundentages. Von einem Branchenstreik meindevorstandes, bekleide er zwar nur ein Ehrenamt, dessen un- Ein solcher koste eben so viel wie ein allgemeiner Streit, und der so wurde von dieser Seite bemerkt sei nicht viel zu erivarten. geachtet unterliege er aber der Disciplinargewalt des Landrates. Dieser sei somit fein Borgesezter, er hätte ihn also auf Erfolg sei um deswillen zweifelhaft, weil sich oft Streikbrecher aus jeden Fall grüßen müssen, wenn er nicht die dem Vor- anderen Branchen finden. Darum sei es besser, wenn man durch gesezten geschuldete Achtung verlegen wollte. einen Streit etwas erreichen wolle, daß dann alle Kollegen Inzwischen hatte die Regierung, um den Landrat gegen die gleichzeitig streiken. In diesem Falle dürfe es den Kollegen nicht Privatklage Neuges zu schützen, eine Art Teilfonflikt erhoben. Dieser darauf ankommen, wenn sie nötigenfalls einige Wochen ohne Unterwurde jedoch im Jahre 1898 vom Ober- Verwaltungsgericht ver- betont, die Erfahrung habe gelehrt, daß der Opfermut der meisten stügung im Streit aushalten. Von der andern Seite wurde dagegen worfen, weil Teil konflikte unzulässig seien. Hierauf wurde der Landrat wegen Beleidigung Neuzes zu 30 M. ver Kollegen leider nicht so groß sei, um sie zum Berzicht steht die Entscheidung noch aus. Die Engländer haben mit ihret urteilt. Die Regierung versuchte es dann mit dem Total- auf Unterstützung zu bewegen. Nach Lage der Berhältnisse teberschreitung des Tugela nordwärts wohl etwas Terrain gefönne man mit dem Standpunkt der Ortsverwaltung konflikt, mit andern Worten, sie verlangte die gänzliche Einwonnen, aber gegenwärtig scheint der Vorstoß wieder zum Stehen stellung einverstanden fein, umsomehr, ſtel luna des Privatflageverfahrens und behauptete, der Landrat da die Konjunktur nicht gerade besonders günstig sei. In der Bau- gekommen zu sein. Vom Montag liegt noch nicht eine einzige habe sich in jeder Beziehung im Rahmen seiner Amtsbefugnisse gehalten. branche sei schon ein Rückschlag eingetreten, der auch auf andere Nachricht über die Weiterentwicklung des Kampfes vor, während Der erste Senat des Ober- Verwaltungsgerichts erklärte in feiner einer allgemeinen Bewegung zweifelhaft, so möge man von berichtet worden ist. Branchen wirken werde. Da unter diesen Umständen der Erfolg über das Vorgehen am Sonnabend und Sonntag sehr ausführlich letzten Sitzung den Konflikt für unbegründet. Präsident einer solchen Abstand nehmen, und sich besonders auf die Persius führte aus: Der Angeklagte sei als Landrat berech leber den Kampf vom Sonnabend telegraphiert General Disciplinierung der Kollegen tigt gewesen, dem Privatfläger wegen des unterlassenen Grußes Organisierung und Disciplinierung verlegen, Buller an den Staatssekretär des Krieges aus Spearmans auf offener Straße Worhaltungen zu machen, wenngleich und für die Erhaltung der Errungenschaften von 1896 Lager: General Clery ist mit einem Teile der Truppen des folche amtlichen Vorhaltungen auf der Straße etwas unge mit den in der Central- Vertrauensmänner- Versammlung gefaßten Kampf gewesen. Durch wohlberechnete Verwendung seiner Artillerie Die Versamnilimg erklärte sich fast einstimmig Generals Warren hente von 6 Uhr früh bis 7 Uhr abends im wöhnliches feien. Oeffentliches Aufsehen hätte er allerdings vermeiden müssen. Nach dem vom Strafrichter fest- Beschlüssen einverstanden, wonach von einer allgemeinen Bewegung gestellten Thatbestand sei anzunehmen, daß der Angeklagte dies abzusehen und in eine Branchenbewegung zu Gunsten höherer Löhne gelang es ihm, auf eine Entfernung von etwa drei Meilen hin einen gethan habe. Der Senat sei deshalb der Ansicht, daß in den und höherer Abschlagszahlung einzutreten ist. Die Ortsverwaltung Bergrücken nach dem andern zu nehmen. Jetzt bivouatieren seine Borhaltungen an sich, obwohl der Landrat mit lauter wurde beauftragt, betreffs des letzteren Punktes die erforderlichen Truppen auf dein eroberten Terrain. Die wichtigste Position Stimme gesprochen habe, eine Ueberschreitung der Amtsbefugnisse Schritte zu thun. Vom nächsten Sonnabend an soll ein Extrabeitrag Tie gt indessen noch vor ihnen. Unsere Verluste sind nicht nicht zu sehen sei. Das Gericht habe aber eine Amts- von 25 Pf. erhoben werden. schwer. Bis 61/2 Uhr abends waren etwa hundert Verwundete hierüberschreitung darum nicht für ausgeschlossen halten welcher dahingeht, daß den noch nicht vollberechtigten streifenden Zum Schluß entstand eine kleine Debatte über einen Antrag, her gebracht worden. Die Zahl der Toten steht noch nicht fest. können, weil nicht positiv feststehe, daß der Angeklagte Korbmachern die volle Unterstützung gezahlt werde. Der Antrag Verlust meldung Bullers aus Spearmans Camp vom 21. 6. Auf den Kampf am Sonnabend bezieht sich auch die folgende den Privatkläger Neuze nicht förperlich berührt habe. wurde begründet mit dem Hinweis darauf, daß andren Branchen, 10 Uhr morgens: In einem Kampf, der gestern am Venters Spruit, Eine körperliche Berührung, auch eine solche mit den Fingerspizen, namentlich den Bautischlern, dieselbe Vergünstigung beim Streit ge- einem von Acton Homes südlich in den Tugela fließenden Wasserwäre unzulässig. Es sei auch eine Ueberschreitung der Amtsbefugnisse, daß der Angeklagte den Gemeindeschöffen schon währt worden sei. Die Versammlung lehnte den Autrag der Korb- lauf, stattfand, wurden elf Offiziere verwundet, von denen einer vor der Einleitung des Disciplinarverfahrens für vom Amte macher ab und beschloß ausdrücklich, daß in Zukunft derartige Aussuspendiert erklärt habe. nahmen von den statutenmäßigen Bestimmungen nicht mehr gemacht werden sollen. der Vertrauensmänner jorgen. und Auf dem südafrikanischen Kriegs= schanplay starb, und 279 Soldaten verwundet. Von den Kämpfen des Sonntage Sieben Verhandlungen wegen Gefährdung von Eisenberichten die folgenden, sämtlich über London kommenden Des bahn- Transporten fanden gestern allein vor der ersten Straf- Im Wahlverein für den zweiten Reichstags- Wahlkreis peschen: kammer des Landgerichts I gegen Führer von Privatfuhrwerken statt, sprach Robert Schmidt am Freitag über den deutschen Handel Aus Spearmans Camp wird um 91/2 Uhr gemeldet: General welche Zusammenstöße mit Wagen der elektrischen Bahn verschuldet im letzten Jahrzehnt. Gestützt auf ein reichhaltiges Zahlenmaterial Warren jetzt den Kampf fort. Er hat den Feind aus drei Stellungen haben sollten. Die meisten Angeklagten kamen mit geringen Geld- veranschaulichte der Nedner die Entwicklung unserer Industrie während vertrieben. Die Infanterie rückt andauernd vor unter einem sehr strafen davon. der Periode des wirtschaftlichen Aufschwungs, beleuchtete heftigen Geschüßfeuer. In der Anklagefache gegen v. Kriegsheim und Genoffen die Handelsbeziehungen Deutschlands zum Auslande und fam Eine Depesche General Bullers aus Spearmans Camp vom ist zu melden, daß der Hauptangeklagte sich noch einen dritten Ver- zu dem Schluß, daß der Anteil, den die Arbeiter in Geſtalt höherer 21. Januar 9 Uhr abends besagt: General Warren ist den ganzen teidiger in der Person des Rechtsanwalts Wronker angenommen hat, öhne an dem Ertrage des guten Geschäftsganges haben, nur so daß v. Kriegsheim in der Hauptverhandlung nun von den An- ein sehr geringer sei, während der Gewinn der Unternehmer nach Tag über ins Gefecht verwickelt gewesen, insbesondere auf seinem Millionen zähle. Die Arbeiter hätten die Periode des Aufschwunges linken Flügel, den er zwei Meilen nach vorwärts geworfen wälten Dr. Morris, Schwindt und Wronker verteidigt werden wird. auch nicht entfernt in dem Maße ausnutzen können, wie die Unter- hatte. Das Gelände ist sehr schwierig und da das Gefecht Die Voruntersuchung gegen den Hauptmann a. D. Wend- nehmer. Immerhin lasse sich nicht verkennen, daß auch die Arbeiter fich die ganze Zeit über bergan entwickelt, so ist es schwer, ge I andt, der sich seit beinahe einem Jahre in Untersuchungshaft be- ein Interesse an einer guten geschäftlichen Konjunktur haben, nau zu sagen, wie viel wir an Boden gewinnen werden, findet, ist nunmehr geschlossen worden. Die Verhandlung, die einen da fie ihnen die Möglichkeit biete, den Unternehmern doch glaube ich, daß wir thatsächliche Fortschritte machen werden. bedeutenden Umfang annehmen wird, dürfte im März cr. statt-| 3ugeständnisse abzuringen. Im allgemeinen habe ja auch die Die„ Times" veröffentlichen in ihrer zweiten Montags- Ausgabe finden. getverkschaftliche Bewegung während dieser Prosperitätsperiode folgende Meldung aus Spearmans Camp vom 21. Januar: Die Laufmehr erreicht als in früheren Perioden, insbesondere sei es gelungen, gräben wurden von den Boeren geräumt und heute bei Tagesanbruch in einer Anzahl von Betrieben die Arbeitszeit zu verkürzen. Das von den britischen Truppen besetzt. Der Feind nimmt eine zeige uns, daß wir neben dem Kampf für unsere politischen Ziele auch die Gegenwartsarbeit, welche die Gewerkschaftsbewegung für die Verbesserung der Lage der Arbeiter leistet, nicht vernachläffigen dürfen. Eine Diskussion des beifällig aufgenommenen Vortrages wurde nicht beliebt. " andere halbkreisförmige Stellung an dem Haupt- Bergrücken hinter der ersten ein. Der Zwed des britischen Hauptangriffs ist, die feindlichen Truppen durch den Vormarsch des rechten Flügels des Generals Hildyard in zwei Hälften zu teilen. Die britischen Truppen nehmen eine gedeckte Stellung ein, und zwar eine halbe Meile vom Feinde entfernt. * Aus der Frauenbewegung. Weibliches Bildungsproletariat in Rußland. Ueber die Vermehrung und die elende Lage des weiblichen russischen gebildeten Proletariats schreibt die russische Frauenzeitung Schenstoje Djelo" ( Frauensache"):„ Eine nicht von der Hand zu weisende Notwendigkeit bildet in Rußland die Reform der weiblichen Schulen. Weder Ne- Die arbeitslosen Metallarbeiter hielten gestern, Montag= gierung noch Bresse oder Gesellschaft denkt aber nur an eine solche vormittag, eine Versammlung in den Arminhallen ab, in der Reform. Ein großer Fehler im Lehrsystem der russischen weib- O. Näther über die Arbeitslosigkeit in der Metallindustrie, ihre London, 21. Januar. Das Kriegsamt hat vom General lichen Gymnasien ist, wie die Zeitschrift berichtet, daß alle Böglinge Ursachen und Wirkungen referierte. Der Redner führte u. a. an, Buller aus Spearmans Camp vom heutigen Tage folgende ausschließlich eine Ausbildung erhalten, die fie nur zum daß seit dem Jahre 1889 teine derartige Geschäftsstockung zu ber- Depesche erhalten: Um den General Warren zu unterstützen und die pädagogischen Beruf vorbereitet. Wo soll aber die Menge zeichnen war, als sie gegenwärtig beginnt. In der guten Geschäfts- Boerentruppen in den Verschanzungen von Potgieters Drift festzuvon Lehrerinnen hin?" fragt die Zeitschrift. In den Städten periode der letzten Jahre sind die Betriebe erheblich vergrößert halten, machte General Lyttleton mit seinen Truppen eine gewalts stößt man auf Schritt und Tritt auf junge Mädchen, die und viel mehr Arbeiter wie vordem eingestellt worden, die fame Rekognoscierung und zwang die Boeren den ganzen Tag in Erwerb suchen, und weil sie infolge ihres Gymnasialdiploms( die Produktionsweise wurde möglichst intensiv gestaltet und plan ihren Verschanzungen zu bleiben. russischen weiblichen Gymnasien entsprechen ungefähr unsern höhern los in Massen Waren produziert. Infolge der planlosen Vor Ladysmith. Töchterschulen") alle gleiche Rechte besigen, so ist es natürlich, daß Produktion und auch zum Teil durch Einflüsse politischer unter ihnen die schärfste Konkurrenz herricht. Die eine sucht der Natur mache sich jetzt bereits ein Mangel an Absatzgelegenheit nicht Ladysmith, 20. Jamar. Der Feind hat ueue, wie man andern ihr Brot wegzunehmen. Wird ein Lehrerinnenposten in der nur in der Eisen-, sondern auch in der Metallwaren Industrie be- annimmt achtzöllige Geschüße aufgefahren, das Bombar Stadtschule oder im Gymnasium frei, so bewerben sich Hunderte von merkbar. Trotzdem müssen die Arbeiter in vielen Betrieben noch dement war in den letzten Tagen heftiger, der angerichtete Drei Mann sind verwundet. Kandidatinnen um die Vakanz. Die Nichtgewählten bleiben dann zahlreiche Ueberstunden arbeiten. Wenn auch in der bürgerlichen Schaden aber nur gering. ant fremden Orte, um auf eine neue Batanz zu warten und Gesellschaftsordnung eine gänzliche Beseitigung der Reserve Armee Truppen sind über Bullers erfolgreichen Vormarsch erfreut, man nähren sich durch Stundengeben um einen Hungerlohn. nicht zu erwarten ist, so müsse wenigstens die Ueberstundenarbeit ver- hört deutlich den Donner seiner Geschüße und sieht seine Granaten In den großen Gouvernementsstädten erhält eine solche mieden werden, damit die Arbeitslosigkeit nicht noch dadurch vergrößert plagen. " Stundengeberin" für den alltäglich ein- bis zweistündigen wird. Nach einer kurzen Diskussion im Sinne des Referats gelangte London, 21. Januar. Der„ Manchester Guard." berichtet, daß Unterricht eines Schülers der unteren lassen des Gym- folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Die versammelten während des ganzen Tages in dem Boerenlager vor Ladysmith najiums monatlich 3 bis 5 Rubel!( ca. 6-10 Mart). Der Unter- Arbeitslosen erblicken in der gegenwärtigen Krise in der Metall- agen mit Munition und Proviant cintreffen. Ringsunt richt erstreckt sich hierbei nicht nur auf das Ueberhören aller Lehr- industrie einen Ausfluß der planlosen Produktionsweise in der heutigen sieht man nur Boeren. Jede englische Patrouille wird von ihnen fächer der betreffenden Klasse, sondern häufig auch auf Musik und Gesellschaft, die zu beseitigen nur durch Vergesellschaftung der angegriffen. Latein. Im Kampfe ums Dasein müssen die Lehrerinnen mit Produktionsmittel zu erreichen ist. Da der moderne Staat Studenten und Gymnasiasten, deren meist traurige Verhältnisse ja teine Maßnahmen trifft, um der Ausbeutung der Arbeitskraft des genügiam bekannt sind, im Stundengeben konkurrieren und lernen auch zu diesem Zweck Lateinisch bis zu dem für den Unterricht erforderlichen Grade. Wesentliche Reformmöglichkeiten weiß die Beitschrift nicht anzugeben und dürften dieselben auch in dem elenden socialen Milieu der russischen Gesellschaft" schwer zu ergründen sein." Versammlungen. Arbeiters durch umfassende Arbeiterschutzgefeße einen Damm zu fezen, so sehen die Anivesenden das einzige Mittel in der politischen und gewerkschaftlichen Organisation der Arbeiterklasse. Die Versammlung, die mit einem träftigen Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung geschlossen wurde, nahm selbstverständlich einen sehr ruhigen und würdigen Verlauf, so daß den zahlreichen Beamten, welche vor dem Versammlungslokal Aufstellung genommen hatten, keine Veranlassung zum Einschreiten gegeben wurde. Die Lehte Nachrichten und Depelthen. Hamburg, 22. Januar.( W. T. B.) Das aus Heiligenbeil ( Ostpreußen) gebürtige Dienstmädchen Henriette Thurau, welches hier seit 1890 bedienstet und nach einem längeren Besuch in Heiligenbeil Mitte Juli v. J. wieder hierher zurückgekehrt war, wurde seit ihrer Rückkehr vermißt. Am Sonnabendabend nahm die Polizei bei den in der Kleinen Bornstraße wohnenden Eheleuten Buchholz, mit denen die Thurau verkehrt hatte, eine Haussuchung vor und fand Kleidungsstücke und sonstige Sachen der Vermißten. Im Verhör gestand der Mann ein, die Thuran, welche in seiner Wohnung erkrankt und gestorben sei, im Keller verscharrt zu haben. Die Leiche des Mädchens wurde 1/2 Meter unter dem Boden des Kellers gefunden. Die Einseher hielten gestern, Montagvormittag, eine stark beDer Achtstundentag im Tischlergewerbe. fuchte Versammlung ab, in der Rosenbaum über die VorausEine Generalversammlung des Holzarbeiter- Verbandes tagte fegungen einer Lohnbewegung referierte. Redner schilderte die bereits am Sonntag im Feenpalast. Saal und Galerien waren bis auf den im vorigen Jahre gemachten Versuche um Anerkennung der aufletzten Platz gefüllt. Auf der Tagesordnung stand die Frage, ob im gestellten Tarifforderungen, von denen man aber wegen der unFrühjahr eine Bewegung für den Achtstundentag veranstaltet werden günstigen Zeit Abstand nehmen mußte. Bei der gegenwärtigen München, 22. Januar.( W. T. B.) Anläßlich des 80. Geburtss foll. Der Referent Iode führte zu diesem Punkt aus: Jm ver- günstigen Geschäftstonjunktur bliebe, wenn die aufs neue vorgelegten tages des Dichters Hermann Lingg ließ der Prinzregent dem gangenen Herbst sei die Frage angeregt worden, ob es Forderungen abgelehnt werden, nichts anderes übrig, als die Arbeit Jubilar seine Glückwünsche übermitteln. Prinz Ludwig erschien nicht angebracht fei, wenn die Konjunktur anhaltend günstig sofort niederzulegen. Eine allgemeine Arbeitseinstellung wäre persönlich zur Beglückwünschung. Die Stadtgemeinde München ehrte ist, int nächsten Frühjahr für eine Verbesserung Uebersendung einer Adresse. Bon Arbeitsverhältnisse einzutreten. Die Mehrheit einer kürzlich ab- Forderungen arbeitenden Kollegen die Unterstützungsgelder auf zahlreichen Norfotationent gingen Glüdwunschtelegramme ein. der aber nicht zu empfehlen, damit auch die bereits unter bewilligten ihren Ehrenbürger Lingg durch legramme ein. Verantwortlicher Ne. cteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlaa von Mar Moding in Kerlin Hierzu 9 pilaovu nuh Unterhaltuunblatt. Dr. 18. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 23. Jannar 1900. Reichstag. 3131 1. Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesez, 3. Bau Unfallversicherungs- Gesetz, 4. See llufallversicherungs- Gesetz, = Gefangene. bei Rentenansprüchen nicht einverstanden erklären. Die Beratung solcher Einzelheiten kommt ja aber der zu wählenden Kommission zu. Mit dem Antrag, daß eine solche gewählt werde, find meine politischen Freunde natürlich einverstanden.( Bravo! rechts.) bjellow Abg. Röficke- Dessau( wildlib.): 1 handen ohne das stete Drängen der Socialdemokratie. Ich bedaure, daß der Abg. Hizze, welcher neulich wieder einmal einen Ausfall nach dieser Nichtung machte, heute nicht hier ist. Ich würde ihn sonst 132. Sigung vom 22. Januar 1900, 1 hr. verweisen auf das, was einer der tüchtigsten katholischen SocialAm Bundesratstisch: Graf Posadowsky. sign lager d reformer Konstantin Franz in dieser Beziehung eingeräumt Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des Gesetzes Das Wenige, betr. die Abänderung des Unfallversicherungs- 1897 hätte man erwarten können, daß die jezt gemachte Vorlage Nach der Stellungnahme der verbündeten Regierungen im Jahr hat. Jedenfalls kann nicht bestritten werden: was überhaupt an Socialgesetzgebung geleistet ist, wäre Gesezes mit vier Anlagen: ohne die Socialdemokratie nicht vorhanden. Ich darf schon im darauf folgenden Jahr eingebracht werde. Erfreulich ist, weiter sagen: die Gesetzgebung würde noch schlechter aussehen, 2. Unfallversicherungs- Gesez für Land und Forstwirt Beschlüsse der 97 er Kommission gehalten haben. Hier im Hause ist der Rechten wundert es mich nicht, wenn er davon spricht, es feien daß sich die verbündeten Regierungen im großen und ganzen an die wenn die Socialdemokratie nicht da wäre. Von dem Redner fchaft, siniy oft der Ruf erschollen, die Arbeiterversicherungs- Gefeße müßten ver: 2 Milliarden dafür ausgegeben. Es kommt darauf an, ob der Ar einigt und auf eine gemeinsame Unterlage gestellt werden. Ich habe beiter nicht auf mehr als zwei Milliarden Anspruch gehabt hat. in Verbindung mit dem Gesez betr. die Unfallfürsorge für Verfahren einfacher und flarer werde, ehe man an diese gewaltige vei Milliarden gezahlt sind, auf die sie ein Recht hatten, wie können mich seiner Zeit dagegen ausgesprochen, weil ich wollte, daß erst das wenn so und so viel Arbeitern innerhalb eines gewissen Zeitraums Aufgabe Herautrete. Heute ist mir jener Gedanke schon sympathischer. Sie da sagen, es sei etwas für sie geschehen. Ich würde mich Abg. Trimborn( C.)[ auf der Tribüne schwer verständlich]: Mit dem Abg. Trimborn stimme ich darin überein, daß man verDie Beschlüsse der Kommission von 1897 find bei diesem Gesetz- suchen soll, die örtlichen Reutenstellen der Invalidenversicherung bei schämen, ein solches Trinkgeld zu geben. Die landwirtschaftlichen entwurf im weitesten Umfange berücksichtigt worden. Das spricht der Festsetzung der Renten zu benutzen. Berufsgenossenschaften geben pro Stopf und Tag ½ Pfennig. sehr für die Weisheit der Regierung( Oho! links), nicht minder Gerade bei der Unfallversicherung kommt die Entscheidung Ich glaube, die übergroße Zahl von Menschen würde sich aber auch für die Weisheit der Kommission.( Heiterkeit.) Es wird nach den Akten viel häufiger vor als bei der Invalidenversiche: schämen, 0,5 Pf. Trinkgeld zu geben, und der Bettler würde es Ihnen. dies hoffentlich dazu beitragen, daß sich die Debatte sowohl in diesem rung. Das ist auch gar nicht zu vermeiden, weil sich die Mitglieder in längeren Zahlenreihen entgegengehalten worden, daß Sie nur entgegenwerfen. Von meinem Freunde Molkenbuhr ist Ihnen schon Hause wie in der Kommission wesentlich verkürzt. der Berufsgenossenschaften über das ganze Reich verteilen. Sieben Die Vorlage enthält eine ganze Reihe von Verbefferungen. So Berufsgenossenschaften haben nicht einmal Seffionen, der Vorstand einen ganz kleinen Teil Ihrer Pflicht thun, und da sagen Sie den begrüße ich die Einbeziehung einer Reihe von kleineren Be- hat also über die Verteilung oder die Höhe aller Renten zu be- Arbeitern, es sei für ihre Fürsorge etwas geschehen? Allerdings ist ich gebe es un trieben unter die Unfallversicherung, so des Schlosser und des schließen für die Arbeiter seiner Genossenschaft in Nord-, Süd- oder in der socialen Gesetzgebung sehr viel geschehen Brauereigewerbes, der Fensterputzer, des Fleischergewerbes und des Westdeutschland. Da kann natürlich mir auf Grund der Aften ent- als Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter. In dem Augenblick, wo umwunden zu sehr viel im Interesse der Unternehmer, sehr viel Schmiedegewerbes. Ebenso war es ganz recht, in demselben Moment, schieden werden und die Entscheidung kann auch nur durch schrift- wir ein neues Recht bekommen haben, wo wir den Schadensersak wo diese Einbeziehung vorgenommen wurde, auch die Selbstversiche- liches Votieren getroffen werden. Eine Verbesserung wäre es, venn nach ganz andern Grundsäßen geordnet haben, da verkümmern wir rung möglichst für die kleineren Meister und Unternehmer zu er- bei dieser Feststellung die Arbeiter wenigstens durch ihre Vertreter sowohl nach der Höhe des Ersatzes wie nach dem Verfahren dem weitern. Hervorzuheben ist weiter, daß heute ein Kind, dessen Water beteiligt werden. Das ist aber nicht der Fall, sondern die Ver- einzelnen Arbeiter das Recht, das er hat, in unerhörter Weise. Das noch lebt, dessen Mutter aber im Betriebe verunglückt ist, eine Rente treter der Berufsgenossenschaften entscheiden allein über die Höhe sind ein paar Lappen, die hingegeben werden auf die unendlich bekommt, während früher eine Rente nicht für nötig gehalten wurde, der Renten. Daher ist das Mißtrauen der Arbeiter gegen diese Art vielen Schäden, welche in der Unfallversicherung vorhanden sind. so lange der Bater noch lebte. Eine sehr erfreuliche Befugnis ist der Festsetzung der Renten durchaus nicht zu verwundern. Es iſt Ich möchte mir den unfähigen Regierungsreferendar sehen, der den Berufsgenossenschaften dadurch gegeben, daß sie die Rente bis ein ganz ungewöhnlicher Vorgang, daß der Schuldner in erster Instanz es nicht möglich machte, wenn er heute eine Novelle zum Unfallzur Vollrente vorübergehend erhöhen können, so lange der Verletzte ſelbſt feſtſtellt, was er zu zahlen hat. Man sagt, es handle fich versicherungs- Gesez bringt, mindestens ein paar Besserungen zu unverschuldet arbeitslos ist. Ich bin überzeugt, die Berufsgenossen- gar nicht um eine erste Instanz; das schaften werden davon häufig Gebrauch machen und dadurch höchst wohl wenn es wäre richtig, bringen. Aber das als ein großes Werk preisen? Ich verstehe den dem Betreffenden freistände, sich zu äußern, ob thätig wirken. Im übrigen werden wir wie schon 1897 wieder beantragen, er die Rente so annehmen wolle oder nicht, Herrn Abg. Trimborn nicht, der seiner Zeit den Kommissionsbericht aber nach die Bollrente auf 100 Proz. zu erhöhen für den Fall, daß für den Verlauf von vier Wochen erlangt der Beschluß der Berufsgenossen mit so großer Unbefangenheit und Sachkenntnis geliefert hat. Verlegten absolut keine Aussicht mehr auf irgend einen Verdienst ist schaften Rechtskraft und dann muß ihn der Arbeiter für fein ganzes der Unternehmerklasse, es werde zu viel verlangt, fang und klanglos Ich verstehe, daß es ihm unlieb ist, daß er nach der Erklärung und ziveitens, daß er selbst pflegebedürft ist. Dies träfe 3. B. bei Leben acceptieren. Wenn aber eine Aenderung in dieser Beziehung in den Ortus verschwunden ist, und daß er nun etwas retten will, einem Manne zu, der beide Arme verloren hat. Im übrigen sind nicht vollzogen wird, so wird man wenigstens die Berufungsfrist nachdem die Regierung im Interesse des Centralverbandes der Inja wohl solche Fälle verhältnismäßig felten. ausdehnen müssen auf 2 oder 3 Monate. Dagegen liegt abfolut buftriellen einen Teil der Kommissionsvorschläge angenommen hat. Ich begrüße weiter die Errichtung von Schiedsgerichten im tein Grund vor. Was ferner die Ausdehnung der Versicherung Die Kommissionsvorschläge sind bei weitem zurückgeblieben hinter dem, Anschluß an das Invalidenversicherungs- Gesez, wodurch deren Zahl betrifft, so hat sich die Regierung hier ganz an die Kommissions was das Reichsamt des Innern 1894 vorgeschlagen hat. Da offenbart wesentlich vermehrt wird. Dagegen bedaure ich sehr, daß die bereits beschlüsse von 1897 gehalten. Hauptsächlich war damals der Wunsch in der Kommission von 1897 vorgesehene Einrichtung bei diesen maßgebend, daß man für eine Reihe von Arbeitern, welche zum Teil ich die zunehmende Furcht vor dem Centralverband der Schiedsgerichten nicht getroffen ist, daß nämlich den Aerzten in Betrieben arbeiteten, die versicherungspflichtig sind, die Versicherungs- versicherung geleistet ist, ist lediglich im Interesse der Was Großes auf dem Gebiete der UnfallVertrauensmänner beigegeben werden, von denen sich die Arbeiter pflicht zu einer definitiven machen wollte. Speciell handelt es sich hier unternehmer geschehen. Was das Schuldprincip betrifft, ſo tostenlos Gutachten einholen können. Mit der Zähigkeit eines Boeren um die Bauarbeiter. In der Socialen Praxis" ist aber neulich stellen sich die Regierung und der Abg. Rösicke auf den Stand( Heiterkeit) werde ich für diese Forderungen eintreten. in einem Artikel mit Recht auf folgenden Uebelstand hingewiesen punkt: falls voller Schadensersatz gewährt werden soll, kommen Ebenso haben wir den dringenden Wunsch, daß, nachdem bei worden. Wenn es jetzt von der Art der Arbeit, die ein Arbeiter wir zurüid auf das Haftpflichtgeseß, das nur für schuldhafte der Invalidenversicherung die Rentenstellen unter Beseitigung der verrichtet, abhängen soll, ob er versicherungspflichtig ist, so werde es Handlungen Schadensersatz vorsieht. Wie steht's mit der Entwicklung größten Schwierigkeiten geschaffen sind, nun diese Einrichtung auch fich fragen, ob z. B. ein Tischler, der einmal in einem Hause Fenster auf diesem Gebiete? Die Frage, die hier im Unfallversicherungsfür die Unfallversicherung verwertet wird. Ich selbst bin damals für anschlägt dies Gewerbe foll jetzt als versicherungspflichtig gelten die Rentenstellen tros mancher Angriffe eingetreten, aber nur in der nun wegen dieser einmaligen Thätigkeit dauernd versicherungspflichtig dem gewaltigem Ningen zwischen Arbeitern und Kapitalisten handelt, Gesetz zum Ausdruck kommt, ist eine der Fragen, um die es sich bei Voraussetzung, daß diese Einrichtung bei der Unfallversicherung mug fein soll. Man muß versuchen, diese Zweifel zu beseitigen." bar gemacht werden würde.( Abg. Röside: Sehr richtig!) Ich Was die Versicherung der Betriebsunternehmer bis zu eine der Fragen, wo die Wertschätzung vor Leben und Gesundheit hoffe, daß der Herr Staatssekretär, der doch so für die Renten- 2000 M. Einkommen anbetrifft, so möchte ich da nur mich gegen einen der Arbeiter zum Ausdruck kommt, wo die Regierung und die stellen eingetreten ist, für diesen unsern Wunsch zu haben sein wird. Einwand wenden, der im„ Vori." vor kurzer Zeit erhoben wurde. Dort lasse gegen die Arbeiterklasse begonnen hat, zu beschleunigen helfen. herrschenden Parteien den Siegeslauf, den die UnternehmerWenn wir auch in der Kommission nicht viel Neues schaffen werden, wurde gesagt, daß nunmehr Unternehmer der Versicherung unterso wird doch dieser Buntt einer eingehenden Erörterung unterzogen liegen können, ohne daß ihre Arbeiter diese Wohlthat genießen. Ich schaftliche Entwicklung nicht ansehen, die mur an dem römischen Ich verstehe, daß eine Anzahl Stockjuristen sich die ganze wirts werden müssen. bin aber der Meinung daß auf Grund des§ 2 dieſes Gesetzes nur Sklavenrechte festhalten; jeder hat Ersatz zu leisten, durch dessen Dagegen bin ich außerordentlich erfreut, daß der Nekurs un solche Betriebsunternehmer sich selbst versichern können, deren Be- Verschulden ein Schaden herbeigeführt ist. Wir haben in dem alten verfehrt geblieben ist. Allerdings hat sich die Regierung die trieb ohnehin unter den§ 1 fallen, das heißt deren Arbeiter ver- Nom denselben Kampf zwischen Patriziern und Plebejern sich abBeibehaltung des Rekurses dadurch erleichtert, daß sie ihn erstens sicherungspflichtig sind. Ich höre eben von dem Herrn Regierungs- spielen sehen. Auch die Arbeiterklassen im alten Som fämpften um ohne mündliche Verhandlung zurückweisen läßt, wenn er sich als vertreter, daß meine Ansicht die richtige ist und damit fällt dieser Schadensersatz bei Körperverlegung und zwangen die Patrizier nach " offenbar unberechtigt" hinstellt und daß zweitens das Urteil der Zweifel fort. In Bezug auf die Regelung der Karenzzeit schließt jahrehundertelangem Ringen wenigstens einen Teil der Fälle zu ent ersten Instanz im Rekurse noch verschärft werden kann. Allerdings sich der Entwurf auch den Beschlüssen der Kommission von 1897 an. hatte sich dazu auch die Kommission von 1897 bereits verstanden. Danach soll, wenn der aus der Strankenversicherung erwachsende Anspruch schädigen. Ich erinnere an das berühmte Zwölftafelgefeß, wo verlangt Sehr bedauerlich finde ich, daß die Ermächtigung zum Erlaß von auf Krankengeld vor dem Ablauf von 13 Wochen wegfällt, aber wurde, daß der Bruch ersetzt werden müſſe ſeitens des Patriziers an Schutzvorschriften gestrichen worden ist. Die 97er Kommission bei dem Verletzten noch eine Beschränkung der Erwerbsfähigkeit fort den Plebejer, wie es genau in derselben Weiſe damals versucht hatte den Berufsgenossenschaften diese Ermächtigung ausdrücklich ge- besteht, für welche ihm nach Ablauf dieser Zeit Anspruch auf Unfall- gunsten der Arbeiter, wie es heute die Berufsgenossenschaften und wurde, das Wort rumpere umzumodeln und abzuschwächen zu ungeben. rente zustehen würde, diese Rente dem Verletzten von der BerufsAlles in allem werden Sie gehört haben, daß ich mancherlei genossenschaft schon von dem Tag an gewährt werden, wo der gelehrten Richter thun. Ich erinnere Sie, wie schließlich jenes Geſetz Verbesserungen in der Vorlage fehe. Den Herren, die berufen Anspruch auf Krankengeld fortfällt. sein werden, in der Kommission die Reparaturarbeiten vorzunehmen, möchte ich zum Schluß eine Mahnung mit auf den Weg geben. große, und da ist zu begreifen, daß hier endlich einmal durch die Verschuldungsprincip keinerlei Macht mehr hat und auch hier der die Gesundheit ihres Körpers etwas geschützt wurde usw. Genau Die Zahl der Fälle, um die es sich hier handelt, ist eine sehr dasselbe zeigte sich, wie in der modernen Wirtschaftsweise, daß das Sie sollen nicht vergessen, daß der Blisstrahl des Konflikis unsere Regierung ein Schritt in die Kaernzzeit gemacht worden ist. Arbeiten stören kann. Vielleicht wird sich das Gewitter, das herauf- Was die Unfallverhütungs- Vorschriften anlangt, so ist ja der Bürger, der Wohlhabende. Gerade beim Schutz der Arbeitskraft eine Unterschied, daß nicht der Arbeiter in Betracht kommt, sondern zieht, wieder verziehen.( Heiterkeit.) Rechnen wir aber mit der schon viel geschehen, wenn auch noch nicht genug. Thatsache und arbeiten wir flott.( Heiterkeit.) Judem ich noch den Mittel, um die Berufsgenossenschaften zu zwingen, solche Vorschriften ist mit recht auch das Bürgerliche Gesetzbuch abgewichen. Da ist Es giebt kein ist das römischrechtliche Verschuldungsprincip nicht haltbar. Von ihm Antrag stelle, die Vorlage einer Kommission von 21 Mitgliedern zu erlassen. Besonders sind die landwirtschaftlichen Berufszu überweisen, wünsche ich den Arbeiten dieser Kommission besten genossenschaften im Erlaß solcher Vorschriften noch sehr zurück zunächst vorhanden eine Verantwortlichkeit für fremde PerFortgang und Erfolg.( Bravo! im Centrum.) geblieben, während die Gesamtzahl der Unfälle in landwirtschaftNach dem starren Berschuldungsprincip wäre es ja uns lichen Kreisen die im Gewerbe übersteigt. Doch auch von gewerb möglich, daß derjenige zu haften hätte, den kein Verschulden trifft. Das Ungewitter, das der Herr Vorredner erwähnt hat, soll mich lichen Berufsgenossenschaften tann, namentlich in Bezug auf die viel weitergehend bekam bei Gelegenheit der Beratungen zum von einer ruhigen Behandlung der Vorlage nicht abhalten. Ich kontrolle, noch viel geschehen. Den Vorschlag des Abg. Trimborn, Bürgerlichen Gesetzbuch der Rechtsgrundsaß seine Prägung, der glaube aber, daß dieses Gewitter vorübergehen wird. So fest ich baß man beint Bemessen der Rente auf die Silflosigkeit Rücksicht innerhalb aller social Dentenden längst als Rechtsgrundsay an entschlossen bin, eine genane Prüfung der Vorlage überall eintreten nehme, halte ich für durchaus berechtigt und hoffe, daß eine der erkannt war. Wer für einen durch ihn verursachten Schaden deshalb laſſen, kann ich doch nicht vergessen, daß die Arbeiter nicht allein versicherung für Gefangene betrifft, so betone ich nur, daß der zur Last fällt, hat gleichwohl den Schaden insoweit zu ersetzen, artige Bestimmung in das Gesetz kommt. Was die Unfall nicht verantwortlich ist, weil ihm Vorsatz oder Fahrlässigkeit nicht im Lande find. Es ist fürzlich behauptet worden, die Agrarier Betriebsunternehmer, der Gefangene beschäftigt, voll zu den Lasten eine Schadloshaltung erfordert." dächten, sie seien allein auf der Welt. Die gewerblichen Arbeiter der Versicherung herangezogen werden muß. als die Billigkeit nach den Verhältnissen der Beteiligten Zu meinem Bedauern ist find auch nicht allein im Lande. Vom großen vaterländischen Standpunkt muß jede Vorlage geprüft werden, und von diesem werde herausbleiben sollen. Wenn die Arbeitsnachweise etwas leisten habe, zu haften habe, haben Sie in einigen Bestimmungen des Die Frage des Arbeitsnachweises hätte ganz aus dem Gesetz richtige Princip, daß nur, wer schuldhaft oder fahrlässig gehandelt diefer Saß in der Kommission gefallen. Aber das durchaus nicht ich auch die vorliegende besprechen. Kompromisse, wie sie 1897 zwischen Regierung und Kommission und jetzt zwischen sollen, müssen sie vollkommen paritätisch sein, und das können die habe, zu haften habe, haben Sie in einigen Bestimmungen des 1897 zwischen Regierung und Kommission und jetzt zwischen der Berufsgenossenschaften niemals sein. Auch kann diese Frage bracht, allerdings in solchen, wo es sich nicht wesentlich um Arbeiter Schadensersatzrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch zum Ausdruck gediesem Haus und der Regierung gemacht sind, werden im allgemeinen als richtig anzuerkennen sein und so haben wir auch mur zufriedenstellend organisiert werden auf lokaler Grundlage. im wesentlichen gegen diese Borlage nichts einzuwenden. Ich hoffe, daß es gelingen möge, handelt. Sie haben im Bürgerlichen Gesetzbuch auch der Bestimmung den Gesetz verstanden sind wir mit dem in diesem Geseze befolgten Stand: hier nicht um politische, sondern um zweckmäßigkeitsfragen ist. Der Schaden, der durch das Halten eines Tieres angerichtet entwurf in dieser Session zu verabschieden, da es zugestimmt, daß allein der Besiz, gleich, ob Fahrlässigkeit oder sich schuldhaftes Versehen vorliege, zum Schadensersatz verpflichtet punkt, daß die Unfallversicherungs- Gesetzgebung nicht in ein einheitliches Gesetz gebracht werden kann, sondern daß hierbei das handelt. Wir würden damit wiederum den andern Nationen voraus wird, wird ohne Rücksicht auf das Verschuldungsprincip ersetzt. Novellen- Princip herrschen muß. Das Mantelgefeß, das trotzdem welche den Wert unsrer Arbeiterversicherungs Geseze noch immer benso muß der Besizer eines Grundstücks für den Schaden haften, diefe Vorlage für nötig hält, können auch wir mit Rücksicht auf nicht anerkennen, will ich verweisen auf das zwölfbändige werk des den ein Mann erleidet beim Einsturz eines Gebäudes. Dem Besiz den Gesichtspunkt der größeren Uebersichtlichkeit hinnehmen. diesen ist ganz im Gegensag zu früher das territoriale Brincip ſicherungs- Gesetze aller civilifierten Länder giebt. Daraus werden das Princip seine Gültigkeit behalten, daß der, der Schaden erlitten Ich wende mich zunächst zur Frage der Schiedsgerichte. Bei Geheimrats Bacher, das einen Ueberblick über die Arbeiterver- werden hier also gewisse sociale Verpflichtungen auferlegt. Soll nicht auch auf dem Gebiet des gewerblichen Lebens durchgeführt worden, allerdings nicht vollständig. Deshalb ist wohl Sie ersehen, daß, wie wir die Ersten auf diesem Gebiete die Frage berechtigt, weshalb es für die landwirtschaftlichen Bezirke, Genugihuumg, darf uns aber nicht hindern, weiter vorwärts zu waren, es auch heute noch find. Dies erfüllt uns mit hat, vollen Ersak erhält, ob es sich um einen Vorsatz oder um eine Nachlässigkeit handelt? Nachdem die Socialdemokraten darauf wo es eine Schädigung der landwirtschaftlichen Arbeiter bedeutet, schreiten. Wenn so den Arbeitern allmählich der Schuß gegeben dieser Nachteile für die Arbeiter den Kompromiß acceptieren, aller tranen zur bürgerlichen Gesellschaft wiedererlangen, das sie in auch eingeführt ist. Meine politischen Freunde werden aber troß wird, den sie zu beanspruchen haben, dann werden sie das Verdings unter der Voraussetzung, daß den Schiedsgerichten besondere tranen zur bürgerlichen Gesellschaft wiedererlangen, das sie in den letzten Jahrzehnten verloren haben. landwirtschaftliche Beisiger gegeben werden. Was die Specialgeseze angeht, so begrüße ich zuerst die AusAbg. Stadthagen( Soc.): dehnung der Unfallversicherung auf neue fleinere Gewerbe. Damit Mit dem Lob, mit dem die Herren Vorredner die Vorlage über- Im Jahre 1881 führte Frhr. v. Hertling im Reichstage aus: haben wir dem Bau eine große Anzahl von Erfern angebaut, und schüttet haben, tann ich mich nicht einverstanden erklären. Der Abg. Auf der einen Seite tritt das Bestreben hervor, den Unternehmer für ich hoffe, daß diese Bestimmung die Genehmigung des Hauses finden Röfice hatte es nicht nötig zu sagen, daß die Socialdemokratie lernen die Folgen der Unfälle in seinem Betriebe verantwortlich zu machen; wird. Eine wesentliche Erweiterung bietet ferner die Unfallfürsorge werde, den Wert dieser Gesetzgebung anzuerkennen. Das Gute, das auf der andern Seite hat das Gesez, gleichsam befangen in alten für Gefangene. Auch diese können wir acceptieren, doch gehen in der socialen Gefeßgebung liegt, ist zurückzuführen auf die Social- privatrechtlichen Anschauungen, die Schuldfrage mit hereingezogen. wir dabei von dem Gesichtspunkt aus, daß gefangene Arbeiter nicht demokratie. Es ist bereits in den Motiven zu diesem Unfall-( Hört! hört 1) Weiter sagte Herr v. Hertling: So fant man aus dem beffer behandelt werden dürfen als freie. Anregen möchte ich dabei, versicherungs- Gefeß im Jahre 1881 anerkannt worden, daß die be- Widerspruch nicht hinaus. Man blieb dabei, daß nur ein besondres ob es nicht möglich wäre, die Unfallversicherung auch auf Jrren- rechtigten Wünsche der Arbeiter erfüllt werden müssen, wie sie die Recht auf Entschädigung bestehen sollte innerhalb bestimmter gefährlicher häuser auszudehnen. Socialdemokratie vorgetragen hat. Schon damals wurde gefagt, man Betriebe, ohne aber sämtliche Unfälle, die aus der Natur dieser Um noch einige Einzelheiten aus der Vorlage herauszugreifen, müsse die von den Socialdemokraten hervorgehobenen Beschwerden als Betriebe hervorgehen, unter das Gesetz zu stellen." Herr von Hert fo find wir gern bereit, die Unfallrente so hoch als angängig feft: berechtigt anerkennen. So gehört dieses Unfallversicherungs- Gefeß zu ling tommt im weitren Verlauf seiner Ausführungen zu dem zufeßen. Sehr gefreut hat es mich auch, daß jetzt auch die Frau, den Gesetzen, deren Vater im gewiffen Sinne die Socialdemokratie Ergebnis, daß die Haftung für Schuld nicht ausreicht. Weiter die ihrem Mann Essen bringt und auf der Arbeitsstätte von einem ist; es wäre jedenfalls ohne die Socialdemokratie niemals meinte er, man werde sagen müssen, daß das Bewußtsein der Unfall betroffen wird, entschädigungsberechtigt ist. Darin sehe ich einen vorgelegt. Fürst Bismarc Fürst Bismard selbst erklärte zu Ende der zunächst beteiligten Kreise hinter dem Rechtsbewußts erfreulichen Fortschritt. Dagegen kann ich mich mit der Kapitalabfindung| 80er Jahre: Das bißchen Socialreform wäre überhaupt nicht vor- fein zurückgeblieben sei.( hört, hört! bei den Socialdemokraten.) Frhr. v. Richthofen( t.): Eine eilen, wie es bisher der Fall war. Die Herren Socialdemokraten, " hingewiesen hatten, welches schwere materielle Unrecht den Arbeitern bas römische Verschuldungsprincip zu verlassen. Jedenfalls trat die durch die Auslegung des Haftpflichtgesetzes zugefügt wurde, da fanden fich eine Reihe Politiker, die anerkannten, daß es wünschenswert sei, Ansicht auf, daß es durchaus erforderlich sei, in diesem Sinne für alle Schäden voll aufzukommen. " 9 " Ein weiteres Sonderrecht ist bei der Bemessung der Hinterbliebenenrente insofern geschaffen, als der Anspruch auf diese Rente erlischt, wenn die Ehefrau sich von der häuslichen Gemeinschaft ohne Grund fernhält 2c. Damit werden die Berufsgenossenschaften, die Schiedsgerichte, das Reichs- Versicherungsamt zu Eherichtern; besonders schlimm wird diese Bestimmung die SeeLeute treffen. Abgeordnetenhaus. Die 7. Sigung vom 22. Januar, 11 Uhr. Am Ministertisch: Frhr. v. Rheinbaben. Nachdem einige Rechnungssachen debattelos an die Nechnungs fommission verwiesen worden, tritt das Haus in die Beratung des folgenden, von den Abgg. Dr. Barth Kiel( frs. Vg.) und Dr. Wiemer( fri. Vp.) eingebrachten Antrages: Die königliche Staatsregierung zu ersuchen, eine Abänderung des Gesetzes vom 27. Juni 1860, betreffend die Feststellung der Wahlbezirke für das Haus der Abgeordneten, und des Gesetzes vom 17. Mai 1867 entsprechend den in den letzten 40 Jahren eingetretenen Verschiebungen der Bevölkerung in die Wege zu Leiten. Was damals Herr von Hertling sagte, es trifft die Ausführungen einem solchen Falle hält das Gesetz volle Erwerbsunfähigkeit auch dann nach ihm die volle Entschädigung erhalten, wenn auch aller heutigen Redner, nicht zum mindesten auch die des Herrn vom eigentlich noch nicht für vorliegend. Wir verlangen, daß der nicht der Schein eines Nachweises vorhanden ist, daß der Centrum: Sie alle verschränken das Recht des Arbeiters und Arbeiter auch für die gesamten Folgen des Unfalls Unternehmer irgend ein Versehen begangen hat. Wenn geben ihm weniger, als ihm zukommt, während sie sich ein Schadensersatz bekommt und dazu gehört auch, daß der Krüppel auf der Unternehmer so aber keine Schuld hat, kann er nach privatbilden, ihm mehr zu geben. dem Arbeitsmarkt keine Beschäftigung bekommt. rechtlichen Grundsägen nicht verantwortlich gemacht werden. Nach Hertling fagte ferner damals: Der Unternehmer hat, wie die Was den Kreis der Versicherten anlangt, so find ja ein paar Herrn Stadthagen müßte also ein Ausnahmegesetz gegen die Chancen des Gewinnes, so auch die des Verlustes zu tragen( Sehr fleine Betriebe mehr hineinbezogen worden. Wir verlangen aber, Unternehmer geschaffen und fie außerhalb des Privat richtig! bei den Socialdemokraten); es fragt sich nur, ob die ganze daß das gesamte Handwert, alle die Kreise, die den In rechts gestellt werden. Dafür wird weder die Regierung Industrie für die Unfälle im Betriebe des einzelnen Unternehmers validenversicherungen unterliegen, mit in die Unfallversicherung ein- noch sonst jemand zu gewinnen sein.( Bravo! rechts.) haften soll. Herr v. Hertling bejaht diese Frage. bezogen werden. Auch hier stellen sich die Berufsgenossenschaften als Unzweifelhaft besteht der Mangel im Gefeß, daß eine große AnAlso: Billigkeits- wie Gerechtigkeitsgefühl verlangen, daß dem unüberwindliches Hindernis entgegen. Es wird daher in der Kom- zahl Personen, die Unfällen unterliegen, noch nicht die Wohlthaten Arbeiter voller Ersatz wird. ohne daß erst die doch nicht zu lösende mission zu erwägen sein, ob sie nicht überhaupt fallen gelassen werden der Unfallversicherung unterliegen. Bei der jetzigen Organisation Schuldfrage untersucht wird. Daß die Industrie sich zusammen: müssen und Organisationen gebildet werden, die unter dem Reichs- der Berufsgenossenschaften wäre es aber ganz unausführbar, schließt, dagegen hat der Arbeiter nichts einzuwenden; im Gegenteil, Versicherungsamt stehen und meinetwegen auf den Senten- sämtliche Handlungsgehilfen, Dienstboten und Gehilfen im er wünscht es, damit er nicht fruchtlos Ersatz von dem einzelnen stellen aufbauen. zu Dann aber auf obligatorischen und nicht etwa Handwerk unter die Unfallversicherung stellen. Soll Unternehmer fordert. Früher hat übrigens auch Dr. Hize das fakultativen Rentenstellen. das geschehen, so müßten entweder territoriale BerufsPrincip des vollen Schadensersazes vertreten. Dasselbe Was die Höhe der Rente anlangt, so ist es ja eine alte Klage, genossenschaften für sie gebildet oder die Versicherung an Princip haben Sie in das Bürgerliche Gesezbuch aufgenommen. Und daß sie erst von der dreizehnten Woche an gezahlt wird. gegliedert werden an die bestehende Invalidenversicherung. Das ist jest wollen Sie ein Gesetz schaffen, das dem Arbeiter im besten Seiner Zeit wurde diese Karenzzeit auf 4 Wochen ermäßigt, aber aber eine so große und schwierige Organisation, daß Fall nur zwei Drittel des Schadens ersetzt? Geschieht das, Herr v. Stumm erklärte damals, das sei unannehmbar und wir vorläufig davon abgesehen haben, den Kreis so kann man wahrhaftig nicht in das Lob einstimmen, das diesem so wurde es von der Regierung wieder fallen gelassen, weiter zu ziehen und uns beschränkt haben auf die in der Novelle Gesetz hier gespendet wird; man muß dann vielmehr konstatieren, nachdem sich der Bund der Industriellen mit aller Entschiedenheit neu aufgenommenen Gewerbe. Für die übrigen müssen wir die daß gleich das erste Gesetz im neuen Jahrhundert, das sich auf die dagegen ausgesprochen hatte und der Regierung fogar der Vorwurf Sorge der Zukunft überlassen. Bei der UnfallArbeiter bezieht, damit anfängt, sie außerhalb des bürgerlichen gemacht war, sie sei den Socialdemokraten ins Garn gegangen. versicherung der Gefangenen war nicht mehr zu erreichen. Rechts zu stellen.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Nein, Ebenso fallen gelassen wurde infolge des Widerspruchs des Herrn Die Aufhebung der Schiedsgerichte der Berufsgenossen meine Herren, die einfache Thatsache, daß es in dieser Gesellschafts- v. Stumm damals die Forderung, daß dem Verlegten die ärzt- schaften ist eine absolute Notwendigkeit und ihre Verbindung mit ordnung erlaubt ist, die Arbeitskraft eines andern sich dienstbar zu lichen Gutachten über seinen Zustand auf sein Verlangen den Schiedsgerichten der Invalidenversicherung war absolut notmachen, diese einfache Thatsache macht mindestens den Lohnherrn ausgeliefert werden müßten. Diese werden dem Verlegten wendig angesichts des Geschäftsganges der jetzigen Schiedsgerichte, bezw. die Gesamtheit der Lohnherren verantwortlich für Leben und vorenthalten, so daß die Arbeiter in vielen Fällen gar nicht die mit der Natur einer Arbeiterversicherung unvereinbar ist. Gesundheit ihrer Arbeiter. in der Lage find, ihre Sache ordentlich wahrzunehmen. Thatsache Arbeiter werden es zu den neuen Schiedsgerichten näher haben, als Die Rede des Herrn v. Hertling stammt allerdings vom 1. April. ist allerdings, daß nach Ansicht der Verlegten diese Gutachten mit jezt. Ich warne davor, durch eine andere Regelung der Karenzzeit ( Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Seit den 18 Jahren, die feit der Wahrheit in schlimmster Dissonanz stehen. Aus einem Rest von die Krantenversicherung finanziell stärken zu wollen. Notwendig ist den verstrichen sind, ist das Centrum Schritt um Schritt Scham haben daher die Berufsgenossenschaften allen Grund, diese diese Stärkung, aber die Form ist gleichgültig. Es geht doch auch zurückgewichen, wo es sich um die Erringung dieses Natur- Atteste dem Reichs- Versicherungsamt vorzuenthalten. Auch so zu machen, daß die Krankenversicherung in ihrer Leistung auf rechts der Arbeiter gehandelt hat. Vor dem Unternehmer werden gegen diese Forderung wandte sich der Verband der Industriellen 6 Monat ausgedehnt wird. Dann aber wird es notwendig werden, Berbeugungen über Verbeugungen gemacht. Die neue Vorlage trägt sehr energisch und das war für die Regierung Grund genug, diese die Beitragspflicht in der Weise bei der Krankenversicherung so ziemlich alle Beschwerden, die f. 3. von Herrn v. Stumm im Forderung fallen zu lassen. Die Arbeiter wurden natürlich nicht zu regeln, daß Arbeiter und Unternehmer die Hälfte zahlen. Namen der Industriellen erhoben werden, Rechnung, aber feiner gefragt. Bei einer anderen Regelung der Karenzzeit in der UnfallBeschtverde, die die socialdemokratische und ultramontane Ganz ungeheuerlich ist es weiter, daß der Arbeiter, auch wenn versicherung würde für die Krankenkaffen der Antrieb fallen, mög Arbeiterschaft erhoben hat. ihm die Vollrente" zuerkannt wird, nur 2/3 seines Arbeitsverdienstes lichst schnell die Heilung herbeizuführen, weil sie dann wissen, daß Die Hauptbeschwerde der Arbeiter ist die, daß sie nur ein erhält und noch dazu, wenn sein Lohn über 4 m. beträgt, das Plus über 4 Wochen von der Unfallversicherung getragen lumpiges Almosen erhalten, das man dadurch schmackhafter zu machen von dem Ueberschuß über diese 4 M. nur 1/3 angerechnet wird. wird. Redner berührt die Frage des Nekurses und der versucht, daß man es Rente oder Vollrente nennt, oder wie Dieser Saz von 4 4 M. stammt noch aus früherer Zeit Rentenstellen und schließt mit der Bitte, die Novelle möglichst die Dinge alle heißen. Wer ist denn hier von uns im her, währenddem sind aber die Lebensmittelpreise bedeutend gestiegen. schleunigst zu beraten. Auch der Socialdemokratie möchte ich stande, von dieser Rente leben zu können? Und nun gar mit Es ist eine positive Ungerechtigkeit, daß nicht der volle Lohn ange- ans Herz legen, uns durch nicht zu viel Anträge das Geschäft Sigjen Abtnapfereien feitens der Berufsgen offen rechnet wird.( och richtig bei den Socialdemokraten.) stalten, allzueser Seifion zu erschweren. Ich habe den dringenden Wunsch, schaften, und im Staate. Die im Junkerstaat der Fürsorge der sollen, wie in möglichst bald die Novelle er= Das ist ja die Hauptsache, weswegen die Industriellen gegen den die Charité, haben den Tagessay von 2 M. auf 2,50 M. erhöht. ledigt zu sehen, damit das Reichsamt des Innern Jetzten Entwurf waren. Das Reichsgericht soll anerkannt haben, die hier aber sollen die 4 M. bleiben, die vor 20 Jahren maßgebend dann an die viel wichtigere Aufgabe einer gründlichen Reform Berufsgenossenschaft sei eine Behörde. Herr v. Bötticher hat seiner- waren. Die ganze Vollrente beträgt 600 M., im äußersten Fall der Kranten Versicherung gehen kann.( Bravo im zeit mit Recht geglaubt, das bestreiten zu müssen. In dem Angen- 900 M. Der verunglückte Arbeiter bekommt also weniger, als die Centrum.) blick, wo der arme Arbeiter darauf vertraut, daß die Oberinstanz Charité für absolut notwendig erachtet für den täglichen Unterhalt. Die Weiterberatung wird hierauf auf Dienstag 1 Uhr vertagt. mächtiger sein müsse als Organ der Unternehmerschaft, Bezüglich der Höhe der Renten müssen wir das beantragen, was wir Außerdem Etat der Justizverwaltung. Tommen diese Organe und seßen die Rente herab. Das früher beantragt haben. Schluß 64 Uhr. fleine Palliativmittel mit der Herabsetzung von fünf auf drei oder 1 Jahr nütt gar nichts. Das ist so fünstlich, daß es ein Arbeiter gar nicht versteht. Am lezten Freitag kamen nicht weniger als drei Arbeiter zu mir. Während ihre Ansprüche beim Reichs- Versicherungsamt schwebten, fie auch formell gewonnen haben, wurde von der Berufsgenossenschaft ihre Rente herabgesetzt. Sie haben natürlich geglaubt, das Reichs Versicherungsamt werde darüber entscheiden, und sind ihrer Rente natürlich verlustig gegangen. Herr Trimborn meinte, wir sollten statt 662/3 Proz. des Lohnes Die Berufsgenossenschaft hat sogar noch diese Arbeiter verhöhnt, 75 Proz. beantragen. Ja, wenn das Centrum nur nicht schon in indem sie ihnen schrieb:" Wir sind leider nicht in der Lage, Ihnen der Kommission in zweiter Lesung umfallen möchte und berechtigte zu helfen, Sie haben das Rechtsmittel der Berufung versäumt". Anträge nur mit einem Zehntel der Steifnackigteit verfechten würde, Wer aus der Pragis diese Art und Weise des Vorgehens der Berufs- wie der Verband der Industriellen seine unberechtigten Ansprüche. genossenschaften kennt, wer nach den Klagen der Witwen und Waisen Eine weitere Ungerechtigkeit liegt darin, daß das Kind eines weiß, wie ungerecht sie oft bei der Zuerteilung und Bemessung der Arbeiters, der auf dem Schlachtfelde der Industrie fällt, nur bis Renten vorgehen und diesen armen, gequälten Opfern ihre schon zum 15. Jahre eine geringe Rente erhalten soll. Für Beamtendurch das Gesetz so beschränkten Rechte noch mehr schmälern, finder wird bis zum 18. Lebensjahre gesorgt. Wir verlangen dasselbe Abg. Dr. Barth- Kiel( frs. Vg.): der kann nicht einstimmen in das Lob, daß dieser Gesezentwurf auch für die Arbeiterkinder und zwar für jedes und verlangen den Bei den Verhandlungen über die Maßregelungen der Beamten erhebliche Verbesserungen bringe. Nein, die Berufsgenossen- vollen Ersatz des Vaters. Es muß ihm der Unterhalt gewährt haben die konservativen Redner betont, daß sie durchaus auf kons schaften müssen aus diesem ganzen Berfahren werden, bis es sich selbst ernähren kann, jedenfalls muß ein höheres stitutinellem Boden stehen. Da hoffe ich heute ihre Unterſtügung zu heraus, es ist unerhört, daß die Arbeiterschaft nicht organisiert Lebensalter, als in der Vorlage enthalten ist, dafür festgesetzt werden. finden, denn in dem Antrage handelt es sich um eine recht eigent werden darf zu dem Zwecke, um in solchen Prozessen ihr Recht zu ver- Und wie soll die Erziehung eines Kindes mit den 15 oder 20 Proz. lich konstitutionelle Forderung. Wir hätten eigentlich viel weiter fechten, daß man dagegen den Berufsgenossenschaften erlaubt, ihre Macht bestritten werden. gehen müssen und eine völlige Revision des ganzen Landtags= als Staat im Staate noch weiter auszuüben. Der Bestand der Neben diesem Sonderkinderrecht besteht auch das Sonderrecht, Wahlrechts mit Beseitigung des Dreillaisen- Wahlrechts verlangen Berufsgenossenschaften ist auch wesentlich daran schuld, daß der Kreis daß die Ascendenten nicht in demselben Maße wie bei andern Un- müssen. Wir unsrerseits stehen noch immer auf dem gleichen Standderjenigen, für die durch ein Unfallversicherunga- Gesetz gesorgt werden fällen vollen Schadensersatz erhalten. Eine kleine Besserung gegen punkt, den auch Fürst Bismarck feiner Zeit eingenommen hat, als er müßte, nicht ausgedehnt werden kann, hauptsächlich auf das Hand- das bestehende Gesetz wird in der Novelle ja in diesem Falle das preußische Wahlsystem als das elendste von allen bezeichnete. vert. Die ganze Organisation müßte dann eine territoriale erreicht, aber warum wird nicht die volle Entschädigung gewährt? Die Verhältnisse haben sich sogar durch die Steuersein, nicht erst bei den Schiedsgerichten sondern bereits in den Das Schlimmste in dem vorliegenden Entwurf ist die völlige reform von 1893 noch wesentlich verschlimmert. Man sieht interen Justanzen. Nun soll noch gar der Arbeitsnachweis den Unterlassung hinreichender Unfallverhütungs- Vorschriften. aber leider noch immer einen Vorzug des Landtags- Wahlrechts Berufsgenossenschaften übertragen werden! Ich will hier in Daran trägt das Centrum die Hauptschuld. Es ist der Regierung darin, daß es die Socialdemokratie von der Landesgesetzgebung Parenthese hervorheben, daß hier den Großgrundbesigern beim Invalidengesetz viel zu weit entgegengekommen und hat unsere fernhält. Das fiimmt aber schlecht zu dem in den letzten Tagen ein Vorteil gewährt ist. Es soll nach dem Gesetz zulässig sein, Anträge, die schon dort Unfallverhütungs- Vorschriften einführen wollten, viel citierten Worte überein, daß die Socialdemokratie eine vorüberdie sog. industriellen Nebengewerbe zur landwirtschaftlichen Berufs- in Stich gelassen; das hat die Regierung ermutigt; doch gebe ich die gehende Erscheinung sei. Soll sie sich austoben, so ist genossenschaft zuzuziehen, daß also z. B. der Rübenbauer seinen mit Hoffnung noch nicht vollkommen auf, daß es mit uns dafür sorgen richtige Mittel, sie auch an der preußischen Gesetzgebung zu be 30 bis 40 Broz. Unfall behafteten Rübenbetrieb der landwirtschaft- wird, daß die Arbeiter Ausschüsse einfegen fönnen, um un- teiligen. Aber unser heutiger Antrag geht, wie gesagt, gar nicht so lichen Genossenschaft soll zuschlagen müssen. fallverhütungs- Vorschriften zu erlassen, daß dasselbe Recht den weit. Wir fordern nur eine andere Einteilung der Wahlbezirke. Die Das schadet außerordentlich dem kleinen Besitzer und Arbeiter, Generalversammlungen und Vorständen der Krankenkaffen eingeräumt jezige Einteilung beruht auf dem Geseze von 1860. Jenem Geseze nützt aber dem Unternehmertum, den Großgrundbefizern. Denn wird zum Schutze des Lebens und der Gesundheit der Arbeiter. Tag das Ergebnis der Volkszählung von 1858 zu Grunde. Damals wenn ein industrieller Betrieb von 30-40 Broz. an Unfällen zu- Herr Trimborn hat gewünscht, daß die Kommissions zählte Berlin ungefähr 385 000 Einwohner, man teilte danach Berlin fammengeworfen wird mit einem landwirtschaftlichen von nur beratungen möglichst ich ne II erledigt werden möchten, und 9 Abgeordnete zu, aber in dem Kommissionsbericht wird schon damals 3,2 Proz. an Unfällen, so muß der letztere die höheren Gefahren daß nicht zu viel Anforderungen gestellt werden dürfen, sonst könnte ausdrücklich betont, daß es einer späteren gesetzlichen Regelung für diesen Nebenbetrieb des Brenners oder Rübenbauers mittragen ein Blizz kommen, der uns alle verschlingt. Wir fürchten uns nicht vorbehalten bleiben solle, eine etwaige Vermehrung der Bevölkerung ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten); dadurch wird also der vor Gewitter, Blizz und Wolkenbruch.( Heiterkeit bei den Social- in Betracht zu ziehen. Das Gefez von 1867 wurde notwendig, um fleine Besizer geschädigt.( Buruf: Zuschläge!) Ich werde Ihnen demokraten.) Das Centrum sollte die Verpflichtung fühlen, un- die Wahlbezirke in den neuen Provinzen abzugrenzen, aber es gleich zeigen, daß dieser Zuruf ganz unberechtigt ist. Der Schaden bekümmert darum die Rechte der Arbeiterklasse zu verteidigen. Je wurden auch die Veränderungen in verschiedenen Teilen der alten für die Arbeiter besteht darin, daß Arbeiter, die in denselben weicher Sie nach oben sind, desto mehr nehmen Sie den Arbeitern. Soll Provinzen mit in Betracht genommen. Speciell für Berlin war Betrieben verunglücken, die zufällig als Nebenbetriebe gelten, fich in der Kommission nur kompromisselt werden, dann brauchen wir damals eine Erhöhung der Berliner Abgeordnetenzahl von 9 auf 10 mit der schmaleren Unfallrente der ländlichen Arbeiter über uns nicht zu kompromittieren, und können dann die Kommissions- in der Regierungsvorlage vorgeschlagen. Die konservative Regierung Haupt begnügen müssen. Der etwa zu zahlende Zuschlag wird dann beratungen besser unterlassen. Früher war das Centrum bei weitem entschuldigte sich damals sogar förmlich, daß sie nicht 11 vordurch den Vorstand der Berufsgenossenschaft festgelegt, dieser wird arbeiterfreundlicher wie heute. Je mächtiger Sie aber geworden geschlagen habe, wie es der Zahl der Bevölkerung entsprechen doch aber gerade durch die Großgrundbesizer gewählt und nie wird find, desto mehr haben Sie die Verpflichtung, der Regierung die würde. Aber die Gesamtzahl sollte nicht erhöht werden. ein solcher Vorstand auch nur einen Pfennig Buschlag bewilligen, Pistole auf die Brust zu setzen.( Lachen und Lärm rechts). Nehmen Es gelang aber damals nicht, diesen Vorschlag durchzuivenn dadurch dem kleinen Befiger geholfen wird.( Sehr wahr! bei Sie sich ein Muster an dem starren Festhalten des Verbands der setzen, und es verblieb bei der alten Einteilung. den Socialdemokraten.) Nein, Sie werden damit den Prozeß, daß Industriellen, der aus wenigen Köpfen aber starken Taschen be- Die Zustände find in den vier Jahrzehnten immer der Großgrundbesitz den kleinen Grundbesitz von Tag zu Tag mehr steht. Nur der erreicht etwas, der das Gute mit Energie verficht. unerträglicher geworden, und es wird allerhöchste Zeit, daß der ruiniert und aufsaugt, nur beschleunigen.( Lärm rechts.) Es war nur Sie müßten der Regierung die Mittel zum schreienden Ungerechtigkeit ein Ende gemacht wird. Bei einer Neusehr interessant, daß der Herr Redner der Rechten auf diesen Punkt Regieren versagen, falls sie nicht nachgiebt. Uns regelung müßte die Einwohnerzahl, welche als Grundziffer für die gar nicht einging. schrecken die Arbeiten der Kommission nicht. Wir hoffen, daß Sie Buteilung eines Abgeordneten zu gelten hat, von 44 000 auf 75 000 Was den Schadensersatz anlangt, so ist ja der Entwurf nicht so auch diesmal einiges von uns lernen werden. Gern will ich für erhöht werden. Dann würde sich ergeben, daß Berlin statt der weit gegangen, wie es die Industriellen 1897 berlangten, daß der Ihre Anträge stimmen, wenn sie brauchbar sind, und mit umso jezigen 9 deren 24 erhalten würde, Charlottenburg müßte 2, SchöneArbeiter in den Fällen, wo der Unfall durch seine Fahrlässigkeit größerer Freude, wenn ich die Gewißheit hätte, daß Sie nicht um- berg und Nigdorf auch je einen besonderen Vertreter wählen. Die herbeigeführt ist, gar nicht entschädigt wird; aber teil- fallen. National ist nicht, der die Phrasen von der Größe Rechte, die jetzt mehr als 200 Abgeordnete hat, würde ungefähr weise ist man doch diesen Wünschen der Unternehmer ent: Deutschlands im Munde führt, sondern der für die innere 50 davon verlieren. Für die Kanalvorlage würde das von großem gegengekommen, indem der Anspruch der Verletzten auf Geſundung der Deutschen innerhalb Deutschlands sorgt. In Vorteil sein. Ich habe mir eine Berechnung aufgestellt, nach welcher Entschädigung ganz oder teilweise abgelehnt werden kann, wenn der diesem Sinne werden wir in der Kommission arbeiten.( Lebhaftes die Wahlkreise, die von Kanalgegnern vertreten sind, ungefähr die Unfall bei Begehung eines strafbaren Vergehens vorgekommen ist. Bravo! bei den Socialdemokraten.) gleich hohe Bevölkerung haben, wie die von Kanalfreunden ver: Denken Sie den Fall, daß bei der Ablösung zweier Erdarbeitertretenen. Bei einer gerechteren Einteilung des Wahlkreise kann es tolonnen diese in Streit geraten und ein Arbeiter dabei etwas über feinem Zweifel unterliegen, daß eine Mehrheit von Kanalfreunden gedie Notwehr hinausgeht. Daraufhin kann ihm dann jetzt die Ent- Ich hoffe, das Centrum wird nicht zu solchen Gewaltmaßregeln wählt wirde. Die Regierung hat also selbst ein ganz erhebliches fchädigung abgesprochen werden. Weiter nehmen Sie den Fall, ein greifen und uns die Pistole auf die Brust setzen.( Heiterkeit.) Es Interesse an der Neueinteilung der Wahlbezirke. Auf die KonserKutscher fährt über einen Eisenbahnübergang, er hofft, noch durch wird anerkennen, daß wir den Vorschlägen der früheren Kommission vativen braucht doch die Regierung heute keine Rüdsicht mehr zu zukommen, verunglückt aber dabei. Wenn er dann wegen Gefähr in weitem Maße gefolgt find und daß thatsächlich Verbesserungen nehmen. Es giebt in der That keine Partei, die der Regierung io dung eines Eisenbahntransports verurteilt wird, so geht er der Rente erreicht sind. Die Rede des Herrn Stadthagen trug vollkommen viel Unbequemlichkeiten macht, wie die Konservativen, selbst die verlustig, obgleich er doch nur im Interesse feines Arbeitgebers den Charakter einer Strafpredigt an die Regierung und die Socialdemokraten nicht ausgenommen. Ich erinnere nur an die handelte. Das ist ungerecht. Zum wenigsten müßte es dann bürgerlichen Parteien. Beide haben sie aber nicht verdient, sondern Angriffe der Agrarier auf den Reichskanzler im Reichstbge, lediglich Heißen, dieser Anspruch ,, mus" abgelehnt werden; auf Almosen haben ein gutes Gewiffen. Der Vorwärts" hat felber anerkannt, weil er der Anschauung Ausdruck gegeben, daß sich Deutschland dürfen die Arbeiter nicht angewiesen sein. daß der Arbeiter beim Haftpflichtgesetz allerdings den idealen Anspruch mehr und mehr zum Industriestaat entwidele. Man sollte daher Der Schadensersatz- Anspruch müßte ebenso nach den Be- auf volle Entschädigung hatte, daß aber auf ihm die Beweis meinen, die Regierung könne sich der Notwendigkeit der Neustimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs geregelt werden, wie der laft ruhte dazz er nicht den Unfall verschuldet hatte, einteilung unserer Wahlkreise danach nicht länger mehr entziehen. Begriff der Erwerbsunfähigkeit. Doch auch daran hat der Regierungs- während jetzt die Arbeiter freilich nur einen Teil der vollen Gut( Beifall links.) entivurf nicht im geringsten gedacht. Es heißt in dem Gesetz:" Solange schädigung erhalten, aber in jedem Fall und ohne besondere Abg. Dr. Lewald( kons.): der Verletzte infolge des Unfalls thatsächlich und unverschuldet Schwierigkeiten. Auf diesem Gedanken beruht die gesamte Unfall- Im Kommissionsbericht von 1860 wurde ausdrücklich gesagt, arbeitslos ist, kann der Genossenschaftsvorstand die Teilrente bis gefekgebung. Auf den Standpunkt des Abg. Stadthagen wird sich daß Ungleichheiten nicht zu vermeiden seien. Eine mechanische Einzum Betrag der Vollrente vorübergehend erhöhen." Also auch in weder die Regierung noch die Parteien stellen. Der Arbeiter soll teilung der Wahlkreise nach der Bevölkerungsziffer ließe sich auch Staatssekretär Graf v. Posadowsky: M gar nicht durchführen. Es sei doch ein Unterschied, ob so und fo viel verhalteit, weil wir erst abibarten wollten, welche Verschiebungen fich| allein die Socialdemokratie Vorteil hätte. Würden die Reichstags. tausend Bewohner auf ein Areal von mehreren Quadratmeilen ver- aus der veränderten Steuergesetzgebung ergeben. Woher sollen wir Wahlkreise neu eingeteilt, dann wäre es auch mit den paar Berliner teilt, oder ob fie in einer großen Stadt zusammengedrängt sind die neuen Abgeordneten nehmen? Es geht doch nicht an, daß wir Mandaten vorbei, die der Freifinn noch hat. Preußen hat die Ehren( Sehr richtig! rechts.) Die großen Städte hätten ihre Interessen fie einfach dem Lande fortnehmen und der Stadt zuteilen. Sollten pflicht, eine solche Wirkung auf das Reich nicht auszuüben.( Sehr bisher auch so erfolgreich zu vertreten verstanden, es liege also gar wir sie der gestiegenen Bevölkerungszahl entsprechend ver richtig! rechts). Man spricht immer von der Ungerechtigkeit der tein Grund zu einer Aenderung des Gesetzes vor. mehren, dann müßten wir müßten wir ein großes Abgeordnetenhaus jegtigen Wahlfreis- Einteilung. Daß aber der lette wafferpolnische Abg. Dr. Wiemer( frs. Bp.): bauen. Seit 1892 haben sich die Verhältnisse nicht ge- Arbeiter dasselbe Wahlrecht hat, wie der Präsident des Die ungerechte Verteilung der Wahlkreise verschärft den pluto- ändert. Wir bedauern deshalb, auf den Antrag nicht Reichstags, das ist ein Moment der Ungerechtigkeit, das fratischen Charakter des Wahlrechts, weil gerade die Minderbegüterten eingehen zu fönnen. Wir fordern nach wie vor eine Novelle meiner Meinung nach zunächst beseitigt werden müßte.( Beifall in den großen Städten zusammengedrängt sind. In derselben zum Wahlgefeß. Vor allem ist eine Korrektur der Verschiebungen rechts.) Wir lehnen den Antrag ab und auch die Kommissionsberatung, Richtung wirkt die Bildung der großen Wahlabteilungen. Die zehn durch die neue Steuergesetzgebung erforderlich. Es geht doch nicht an, die nur Unfrieden zwischen Industrie und Landwirtschaft stiften würde stärksten Wahlkreise haben eine Vertretung von 20 Abgeordneten; das Wahlgesetz zu ändern, nur um die Kanalvorlage durchzubringen. und nicht im Interesse der Politik der Sammlung liegt.( Lebhafter die zehn kleinsten mit einer neumnal fleineren Einwohnerzahl haben( Sehr wahr! rechts.) Ich halte es für ein Unding, heute eine Beifall rechts.) ebenfalls 20 Abgeordnete. Wir verlangen nichts weiter, als Demonstration zu machen, die dem Lande seine Vertretung zu Gunsten Abg. Ehlers( frs. Vg.): daß das ursprüngliche System der Einteilung der Kreise der Städte beschränken foll in einer Zeit, wo sich die Landwirtschaft Ich begreife, daß die Herren von der Rechten kein Bedürfnis nach der Bevölkerungszahl beibehalten und nur in der in solcher Notlage befindet.( Sehr wahr! im Centrum und rechts.) haben, einen Teil ihrer politischen Macht abzugeben. Wären wir in Weise abgeändert wird. daß entsprechend der gestiegenen Wir lehnen also den Antrag ab, aber wir lehnen ihn nur zur Zeit Ihrer Lage, würden wir auch nicht anders handeln. Der Linken Bevölkerungsziffer auf je 75 000 Einwohner statt 50 000 ein ab.( Aha! links.) Im Princip find die Forderungen des Antrags fällt es gewiß viel leichter, für den Antrag zu stimmen, als der Abgeordneter gewählt wird. Wenn wir die Steuerleistung zum berechtigt. In absehbarer Zeit muß die Regierung einer Revision Rechten. Aber es ist ein Irrtum, wenn die Agrarier glauben, daß Maßstab der Wahltreiseinteilung machen wollten, dann würden die der Wahlkreis- Einteilung näher treten. Dringender noch als dieser unser Antrag die Not der Landwirtschaft vergrößern würde. großen Städte noch viel besser fortkommen, dann würde Berlin nicht Antrag, erscheint uns unsere Forderung auf Berücksichtigung der Ver- Vielleicht gelingt es in der Kommission, eine Fasiung zu 24 Abgeordnete, wie nach dem ersten Princip, sondern 30 Abschiebungen, die die neuen Steuergesetze bewirkt haben.( Bravo! finden, mit mit der selbst Herr v. Sedlitz einverstanden ist. geordnete zu stellen haben. Wir verlangen in principieller im Centrum.) Beziehung die Einführung des Reichstags- Wahlrechts auch für die Landtagswahlen. Wenn Sie jetzt nach 40 Jahren noch icht einmal die Reform der Neueinteilung der Wahlkreise vornehmen wollen, dann weiß ich wirklich nicht, wann Sie dazu eigentlich die Beit für gefommen erachten wollen. Die Herren Ostelbier haben ja schon im Herrenhause eine sehr starke Vertretung. Hier in der zweiten Kammer figen über 100 Herren des ostelbischen Adels. Sie werden zugeben, daß das kein entsprechender Ausdruck der thatfäch lichen Machtverhältnisse ist. Eine Institution wie das Herrenhaus paßt in das moderne Staatsleben überhaupt nicht hinein. Wir werden nicht eher ruhen, als bis diejenigen Elemente der Bevölkerung denen hauptsächlich das Aufblühen des Vaterlandes zu danfen ist, den Einfluß hier erhalten, der ihnen gebührt.( Bravo links.) Minister des Jnnern Frhr. v. Rheinbaben: Abg. Nölle( natl.): Prüft man den Antrag ohne Vorurteil, so muß man dahin kommen, ihn zu befürworten.( Sehr richtig! links und bei den Nationalliberalen.) Natürlich dürfen die Wahlkreise nicht rein mechanisch nach der Bevölkerungszahl eingeteilt werden. Die Neueinteilung der Wahlkreise erscheint uns so dringend, daß wir alle weiteren Beschwerden, die auch wir noch gegen das Wahlrecht haben, zurückstellen. Wir beantragen die Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission von 14 Mitgliedern. Vielleicht empfiehlt sich eine mäßige vermehrung der Zahl der Abgeordneten. Nach der heutigen Er flärung des Ministers müssen wir ja unsere Gesegentwürfe selbst einbringen, während die Regierung sonst selber die Initiative ergriff Abg. Frhr. v. 3edlik( freikonj.): Ich habe sein Wort vom Abschöpfen der Sahne bedauert; aus dem Munde eines socialdemokratischen Redners wäre mir ein solcher Appell eher verständlich gewesen. Auf eine solche Politik des gegen feitigen Neides sollten wir doch verzichten.( Bravo links!) Ein Schlußantrag wird gegen die Stimmen der Linken anges nommen. Ju feinem Schlußwort tommt Abg. Tr. Barth( frs. Vg.) auf das Wort des Abg. Frhr. von Zedlig zurüd, daß der letzte wafferpolnische Arbeiter dasselbe Wahlrecht, wie der Reichstags auf das Wort des Abg. Frhr. von Zedlitz zurück, daß der lezte präsident, ein Berliner Zuhälter dasselbe Wahlrecht wie Profeffor Birchow habe. Ja, aber bei dem preußischen Dreiklaffenwahlrecht kann es sogar vorkommen, daß ein Zuhälter in der ersten Klasse wählt, und dann hat er hundertmal so viel Einfluß wie Ich habe nicht die Absicht, mich materiell an der Debatte zu be- schwierig, weil sie zu groß geworden sind. Das gebe ich zu. Redner empfiehlt nochmals den Antrag, der ein schauderhaftes UnDer Vollzug der Wahlen in manchen Kreisen ist äußerst Prof. Virchow, der in der dritten Klaffe wählt. Sehr richtig! links.) teiligen. Auch die Reden der Herr Abgeordneten Dr. Barth und Aber diese Schwierigkeiten bleiben auch bestehen, wenn in diesen recht beseitigen solle.( Lärm rechts; Beifall links.) Dr. Wiemer waren nicht geeignet, mich in diesem Entschluß schwankend Streisen mehr Abgeordnete gewählt werden. Deshalb empfiehlt sich Hierauf wird der Antrag auf Kommissionsberatung und dann zu machen. Es ist ein Grundsatz der Regierung, nicht schon zu den allein eine Teilung dieser Wahlkreise. Vermehren dürfen wir die der Antrag Barth- Wiemer selbst gegen die Stimmen der Freifinnigen einzelnen Anträgen, sondern erst dann Stellung zu nehmen, wenn sich das Bahl der Abgeordneten in einem Vertretungskörper nicht, wo Diäten und Nationalliberalen abgelehnt. Haus selber über die Anträge schlüssig geworden ist. Im vorliegenden Fall gezahlt werden. Die Annahme des Antrages würde eine ge= Sodann erledigte das Haus die erste Beratung des Geseßhabe ich doppelt Veranlassung, an diesem Grundsatze festzuhalten. Der waltige Echmälerung der politischen Vertretung des platten entwurfs betreffend die Vermeidung von DoppelAntrag bezweckt eine Verschiebung in dem Machtverhältnis der Landes bedeuten. Ostpreußen würde 5, Westpreußen 2, besteuerungen. Nach der Verlage soll durch einen Vertrag einzelnen Parteien. In einer solchen Frage, die für die Parteien Bosen 4, Pommern 5, der Regierungsbezirk Frankfurt a. O. 2, zwischen Preußen und Oestreich eine Besteuerung von Preußen oder bon größter Bedeutung ist, muß sich die Regierung, die über den der Bezirk Liegnig 5 Mandate abgeben. Aber auch der Destreichern in den Staaten zugleich vermieden werden. Parteien steht( Lachen links), doppelt Objektivität auferlegen. Westen würde verlieren und nur Berlin und die andren großen Das wird sie thun und zu dem Antrage erst Stellung nehmen, Städte gewaltig gewinnen, die schon jetzt die Sahne im wirtschaft wenn ein Beschluß des Hauses vorliegt.( Heiterfeit.) lichen Leben abschöpfen.( Lärm links.) Wir dürfen auf keinen Fall Abg. Dr. Porsch( C.): das Wahlgeset ändern, um einen bestimmten politischen Zwed, wie die Annahme der Kanalvorlage zu erreichen. Würde der Antrag angenommen, so würde dadurch der Anstoß zu einer Neuregelung der Wahlkreiseinteilung im Reiche gegeben werden, von der Wir können die im Antrage berührte Frage nicht losgelöst von anderen Wahlfragen beantworten. Wir haben uns 1892 dem Antrage Richter gegenüber auf generelle Regelung des Wahlgesetzes ablehnend Thalia- Theater. Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 23. Januar. Opernhaus. König Drosselbart. Rathold. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Die Brautfahrt. Täglich: Noch nie dagewesener PossenLacherfolg! Im Himmelhof. Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller. Morgen und folgende Tage: Im Himmelhof. Sonntag, den 28. Januar, nach Rabbi mittags 2 Uhr, zu ermäßigten Anfang 72 Uhr. Deutsches. Der Probekandidat. An: Breisen: Freund Fritz. fang 72 Uhr. Leffing. Als ich wiederkam. Anfang 71 Uhr. Berliner. Das Erbe. Anfang 71% Uhr. Schiller. Cyprienne. Anfang 8 uhr. Neues. Unser einziges Kind. Anfang 7 Uhr. Westen. Der Zigeunerbaron. Anfang 72 Uhr. Thalia. Im Himmelhof. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Luisen. Arme Reiche. Anfang 8 Uhr. 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Der Socialdemokratische Wahlverein für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis hält heute, Dienstag, im Luisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37, eine Versammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Heine über„ Weltpolitik" sprechen wird. Gäste haben Zutritt. Nene Mitglieder werden aufgenommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Soldaten der Berliner Garnison als ,, Arbeitswillige"? Die Welt am Montag" schreibt: Anfang dieses Monats ist vom Berliner Generalfommando an verschiedene Regimenter der hiesigen Garnison die Mitteilung ergangen, daß ein Streit unter den Arbeitern der Gasfabrik( welcher? kann ich nicht sagen) bevorstehe. Die Regimenter sollten sich bereit halten, um sofort bei Ausbruch eines Streits eine Anzahl Mannschaften zur Dienstleistung stellen zu können. 1. Garde- Grenadier- Regiment Alexander Franz 2. 2. Garde- Regiment zu Fuß Garde- Pionier- Bataillon 120 Mann " 120 120" 60 " = Wie uns zu dieser Angelegenheit mitgeteilt wird, ist es aus geschlossen, daß die hier aufgezählten 420 Soldaten bestimmt worden seien, gegebenenfalls die Ruhe aufrechtzuerhalten. " Dienstag, 23. Jaunar 1900. Jahres und Jahrhunderts in der Adresse vom 1. d. M. dargebracht wohin man den Gestochenen gebracht hatte, die telephonische worden sind, meinen Daut aus. Berlin Schloß, 8. Januar 1900. An die Stadtverordneten zu Berlin. Wilhelm R. Selbstverständlich werden die Stadtverordneten fönigstrener Observanz auch in nächsten Jahre dem Kaiser wieder zu Neujahr gratulieren, und zwar in ganz demselben frömmelnden Ton, der einem Berliner Freisimmigen so besonders gut ansteht. Nachricht, daß der Unglückliche inzwischen verstorben sei. Er wurde als ein bei der Post beschäftigter Telegraphenarbeiter refognosciert. Der junge Mann hatte sich erst Weihnachten verlobt und wollte sich demnächst verheiraten. In dem Stephanschen Lokal traf er mit dem ihm bekannten Schuhmacher Haase zusammen und geriet mit ihm wegen eines Bettlers, der von dem Wirt eine Stulle erhalten hatte, in einen Wortwechsel. Der Schuhmacher verlangte, daß der Bettler das Brot außerhalb des Lokals verzehre, während Im Kampfe gegen das Rabattspar- und Konsumvereins der Telegraphenarbeiter für diesen Partei ergriff und ihm das Recht wesen hat jetzt der Verein Berliner Milchpächter" den Rückzug anzugestand, das Brot in dem Lokal zu verzehren. Ohne daß Thätlichgetreten. Der Verein hatte seiner Zeit den Beschluß gefaßt, daß keiten vorangegangen wären, ergriff der Schuhmacher ein Messer und seine Mitglieder fünftig mit Konsum- und Rabattsparvereinen nicht stieß es dem Gegner in den Unterleib. Er brachte ihm eine so breite mehr in Verbindung treten sollten, doch sollte denjenigen Mitgliedern, und tiefe Wunde bei, daß er auch ohne die inneren Verlegungen, die solchen Vereinen damals bereits angehörten, das auch fernerhin durch Berblutung enden mußte. gestattet sein. Jener Beschluß ist in der letzten Vereinssitung aus Nach Mitteilung des Kaiserlichen Gesundheitsamts ist Anlaß der Erklärung eines Mitgliedes, daß es wegen schlechten Ge- gestern unter Ueberständeschweinen des Centralvichhofs die Maulschäftsganges zum Markenwesen zurückkehren müsse, wieder auf- und Klauenseuche ausgebrochen. gehoben worden. Im übrigen wollen aber die Milchpächter den Kampf nach Möglichkeit noch fortsetzen. Belohnte Königstrene. Das diesmalige Ordensfest hat bei den letzten früheren Festen. 1556 Ordensverleihungen und 880 Ehrenzeichen gebracht, weniger als Auf der Stadt- und Ringbahn, sowie im Vorortsverkehr sollen einer Korrespondenz zufolge nächstens auch Monatstarten verfauft werden, welche vom 15. des einen bis zum 15. des nächsten Monats gelten. Eine ganze Wagenladung Leder ist einer Berliner Spedi tionsfirma beim Lehrter Bahnhof von einem ihrer Kutscher verumtrent worden. Man glaubt, daß der Kutscher das Leder im Werte von ca. 1500 M. unterwegs verkauft hat. Bisher ist der Verbleib der Ware noch nicht festgestellt. : Das Direktorium der akademischen Lesehalle hat nun doch Wegen einer Schlägerei in dem Schanflolal OranienburgerDie Annahme einer solchen Möglichkeit liegt nicht vor, weil in seiner letzten Sigung am Sonnabend den Antrag des Socialstraße 45, bei der einer der Beteiligten gefährlich zugerichtet wurde, find erstens die Abneigung der Berliner Arbeiterschaft gegen Ruhe- wissenschaftlichen Studentenvereins angenommen, wonach die gestern die gesamten Gäste des Lokals, etwa 20 an der Zahl, der störungen nach aller bisherigen Erfahrung selbst in solchen Fällen akademische Lesehalle an den Sonntagnachmittagen für Revierwache zugeführt worden. notorisch ist, wo die Unternehmer durch ihr herausforderndes iedermann geöffnet sein soll. Die Opposition, die unter Verhalten Ruhestörungen zu provozieren scheinen, und daher anderm geltend machte, man dürfe doch das akademische Institut der 168 Vertreter zur Innungsversammlung vollzogen. Die BeDie Tischlermeister Berlins haben am Montag die Wahl auch bei einem Streit der Gasarbeiter Ordnungswidrigkeiten von nicht den Proletariern" preisgeben, war diesmal in der Minderheit. der 168 Vertreter zur Jungsversammlung vollzogen. Die Bea seiten der Arbeiter ausgeschlossen sind. Da der Beschluß eine Saßungsänderung bedeutet, muß noch die teiligung an der Wahl war eine sehr rege. lleber den Ausfall der 3weitens aber hätte in dem Falle, daß dennoch Soldaten Genehmigung des Rettors Ser Universität ein- Wahl zu berichten, find wir noch nicht im stande, da die Feststellung zur Aufrechterhaltung der Ordnung" bestellt würden, die militärische geholt werden. des Wahlresultats, welche geraume Zeit in Anspruch nehmen dürfte, Organisation bedingt, daß einzelne Compagnicu im ganzen, nicht im Wahllokal stattfand, sondern im Amtszimmer der GewerbeDer Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur deputation des Magistrats erfolgen soll. nicht aber, wie es in diesem Falle geschehen, je zehn Mann Vorbereitung der Neuwahl des zweiten Bürgermeisters aus jeder Compagnie zur Dienstleistung kommandiert worden wären. hat gestern abend unter Vorsitz des Stadtverordneten- Vorstehers fünstlerischem Ereignis gestaltete sich am Sonnabend das StiftungsDas Fest der Arbeiter Bildungsschule. Zu einer Art Daß in Deutschland Soldaten zum Ersatz für ausständige Ar- Dr. Langerhans die Ausschreibung der Stelle befest der Arbeiter- Bildungsschule. Es wurde der Beweis geführt, daß beiter hergegeben worden sind, ist ja befannt. Der Kommandeur chlossen. Das Gehalt ist auf 18 000 M. festgestellt. des Grenadier- Regiments Prinz Karl in Frankfurt a. O. suchte seiner dem Volke mit den vorhandenen Mitteln auch in der Kunst das Beste Zeit in einem Brief an den Redacteur der dortigen Volksstinime", geboten werden könne und daß es keine andächtigere Kunstgemeinde solches Verhalten der Militärbehörde mit dem„ Not stand e" zu giebt, als das wie von den materiellen so auch von den idealen rechtfertigen, in den der Unternehmer durch den Streit seiner Arbeiter Genüffen des Kulturlebens ausgeschlossene Proletariat. Man hatte bersetzt worden sei. das Wagnis unternommen, ein Konzert großen Stils darzubieten, daß zur Einführung in die Wunderwelt des größten Tondichters in einem Arbeiterfest- das ist ein Ereignis! Es war sehr zweckmäßig. und dieses Wagnis ist trefflich gelungen. Eine Beethovensche Sinfonie gerade die Pastoralsinfonie gewählt wurde, die sich in ihrer Darstellung unmittelbarer Naturvorgänge dem Verständnis am leichtesten anschließt; die Nachtigall singt in diesem Werke, die Wachtel schlägt. der Bach rauscht, das Gewitter stürmt, und über allem schwebt verklärend eine tiefimnige Naturandacht, da vermag auch der Laie feinen Stimmungen die Richtung zu geben, in der die Phantasie des Schöpfers flog. Das Neue Berliner Sinfonie- Orchester unter Leitung des Herrn F. v. Blon brachte die Sinfonie in schlichter und reiner Aufführung trefflich zu Gehör, und nicht minder wirksam gediehen die andern Nummern des Programms: der Tannhäuser- Marsch, die zwei ungrischen Tänze von Brahms, Roffinis Tell Ouvertüre, Schumanns Träumerei, das zierlich tändelnde Zwischenspiel aus Mignon und die in der Marseillaise wuchtig gipfelnde RobespierreOuvertüre von Litolff. Frau Rindleben- Nachtigall trug den schwungbollen, von Preczang verfaßten Prolog und eine Anzahl anderer Dichtungen vor, von denen namentlich Freiligraths„ Aus dem schlesischen Gebirge", in feiner Nuancierung gesprochen, einen starker Eindruck hervorrief. Wilhelm Liebknecht führte in seiner knappen Festrede wirksam aus, wie das Proletariat der Wissenschaft bedürfe, auf der seine Bewegung beruht. So war auch dieses Fest der Arbeiter- Bildungsschule eine Schule der Bildung, der Erziehung zur Kunst, und deshalb fann man die hocherfreuliche Veranstaltung als vorbildlich bezeichnen für alle Unternehmungen, die der Erholung und zugleich der Erhebung der Arbeiterschaft gewidmet sind. Es fragt sich nun, wer in dem neuesten Fall den Anlaß dazu gegeben hat, daß Soldaten der Berliner Garnison zum Ersatz nehmlichkeiten, die den Gästen in den Restaurationen geboten werden, Das Telephon in den öffentlichen Lokalen. Zu den Anstreifender Gas arbeiter bereit gestellt wurden. Wie erinnerlich gehörte bisher auch die unentgeltliche Benuzung des Fernsprechers. sein wird, beschlossen die leider nicht organisierten Arbeiter der Nach einem Vorschlag in der gestrigen Versammlung des Vereins zweiten städtischen Gasanstalt, gereizt durch das Verhalten der der Saalbefizer von Berlin und Umgebung" soll jedoch fünftig eine Direktion, in ihrer Versammlung vom 11. Dezember, noch vor Aenderung eintreten, nach der die Gäste für die Telephon- Benutzung Weihnachten in den Ausstand zu treten, eine Eventualität, die auch jedesmal 5 Pfennig Gesprächsgebühren zu zahlen haben. Eine Büchse dem organisierten Teil der städtischen Arbeiterschaft neben dem Apparat soll zur Aufnahme dieser Gebühr bestimmt werden. unerwünscht kam und die daher durch deren Autorität ver- Diese Neuerung wird beim Publikum wohl jedenfalls auf entschiedenen hindert wurde, Widerstand stoßen. Eine Interpellation an zuständiger Stelle würde Aufschluß über die naheliegende Frage geben, ob es die städtischen Behörden waren, die sich beim Kommandanten der hiesigen Garnison um Stellung von Soldaten zu Arbeitswiligen Dienste beworben haben. Gedanken über Arbeitslosigkeit unter der Schußmannschaft fonnten dem Teile des Publifums aufsteigen, der am Montag vormittag in den„ Arminhallen" der Versammlung arbeitsloser Metallarbeiter beiwohnte. Bei dieser Gelegenheit befanden sich im hinteren Teile der Räumlichkeiten etwa 20 Schußleute. Vor dem Hygienische Vortragskurse. Von den hygienischen Vortrags- Lokal standen 6 Sicherheitsbeamte; in einem Nebensaale waren furfen, welche die Centralfommission der Krankenkassen Berlins für ihrer 15 und außerdem saßen in Restaurationslokal noch etwa die Berliner Arbeiterschaft veranstaltet, wurden vier am Donnerstag, 10 Mann. Das sind, rund gerechnet, etwa 50 Beamte für eine VerWenn für so harmlose Veranstaltungen, wie eine ( Ventilation, Heizung und Beleuchtung)" eröffnet. Troydem es un- Arbeitslosen- Versammlung, eine derart erkleckliche Zahl von Beamten möglich gewesen war, für die Bekanntmachung der Kurse in dem auf die Beine gebracht wird, wie viel treten dann in Wirksamkeit, Umfange zu sorgen, als es wünschenswert wäre, wiesen doch die wenn es ein Menschenleben zu retten oder einen schweren Jungen Vorträge ziemlich guten Besuch auf, ja eines der benutzten Schul- abzufangen gilt von der Entdeckung eines der vielen, noch frei lokale, die etwa 250 Personen fassende Aula der 80. Gemeindeschule, umherlaufenden Mörder ganz abgesehen?! Wrangelstraße 128, war fogar überfüllt. Die Anwesenden, unter denen auch die Frauen vertreten waren, folgten überall mit gespannter Aufmerksamkeit den Ausführungen der referierenden Herren Aerzte, und diese letteren verstanden es, gerade das für die Arbeiterschaft Wissenswerte hervorzuheben, und so im besten Sinne des Wortes einen„ populären" Vortrag zu halten. Die Diskussion, bez. Fragestellung, welche im Anschluß an den Vortrag zugelaffen werden soll, fam an dieſem ersten Abende noch nicht überall recht in Fluß, doch wird auch dies wohl bei den späteren Gelegen heiten sich ändern. Alles in allem zeigt jedenfalls schon dieser Anfang, daß das Verständnis für den Wert hygienischer Kenntnisse im Proletariat zunimmt. Hoffentlich weisen die folgenden Vortrags- Abermals ein Opfer der göttlichen Weltordnung. Das abende noch einen steigenden Besuch auf. Jeder einzelne Vortrag wird dreijährige Töchterchen des Hansdieners Hentschel aus der Friesenfür sich abgeschlossen, ein umschriebenes Gebiet der Hygiene behandeln, straße 22 hat Sonntagmittag den Tod in den Flammen gefunden. und es steht daher dem nichts im Wege, daß auch diejenigen an den Die Frau muß, wie dies unter der göttlichen Weltordnung Brauch, Orgelfonzert. Mittwoch, den 24. Januar, mittags 12 Uhr, hält Herr ferneren Vorträgen teilnehmen, welche den ersten versäumt haben. in den Vormittagsstunden eine Aufwarte stelle versehen, während Musikdireftor Otto Dienel in der Marienkirche einen Orgelvortrag bet Außerdem beginnen auch am Donnerstag, den 25. Januar, drei ihr Mann in einer Fabrik beschäftigt ist. Auch Sonntagvormittag freiem Eintritt unter Mitwirkung von Fräulein Klara Begas, Fräulein neue Vortragscyklen, und zwar ebenfalls mit einem Vortrag über war Frau Hentschel wieder aus dem Hause thätig, während ihr Mann Luise Behrends, Frau Welda Munscheid aus Dresden, Herrn Alex. Curth, Wohnungshygiene"; es sprechen über dieses Thema erst gegen Mittag die Wohnung verließ und die beiden Kinder, einen Herrn P. Neumann, Cellist, und Herrn Ad. Bolte. Zur Aufführung Dr. Rudolf Lennhoff in der 110-174. Gemeindeschule, fünfjährigen Knaben und ein breijähriges Töchterchen, wie gewöhn- fommen das Largo, das Dignare und ein Orgelfonzert von Händel, die Schönhauser Allee 166a, Dr. Otto Schiftan, in der 189. Gemeinde- lich in der Küche einschloß. Etwa um 12 Uhr bemerkten gegen- Adler- Arie aus der Schöpfung, Kaiser Friedrichs Lieblingslied von Radecke foule, Stephan str. 27 und Dr. Paul Bernstein in der über wohnende Nachbarn, daß am Küchenfenster der Hentschelschen Hof40 Gemeindeschule Gneisenaustr. 7. wohnung Flammen an den Gardinen emporloderten. Man stürzte die Im anatomischen Museum des Passage Panoptikums werden Der 2. Vortrag der am 18. Januar eröffneten Vortragscyklen Treppen hinauf und erbrach die Korridorthür. Weinend kam der von jetzt ab regelmäßig populäre wissenschaftliche Vorträge stattfinden. Es wird am 1. Februar stattfinden und die Ernährung"( ah- Knabe den Rettern entgegen und zeigte nach der Küche, wo sich den den wissenswertesten Abschnitten der Anatomie den Stoff zu ihren Be ist der Direktion gelungen, medizinische Kapacitäten zu gewinnen, welche aus rung und Genußmittel) behandeln; es sprechen darüber Eindringenden ein herzzerreißendes Bild darbot. Nahe der Küchen- sprechungen nehmen werden. Der erste Vortrag soll Dienstag, den 23. Januar, Dr. Leop. Rattowski in der 80. Gemeindeschule, Wrangel- thür lag halb angekohlt, noch qualmend, der kaum erkennbare 8 Uhr abends ausschließlich für Damen abgehalten werden. Das Thema straße 128, Dr. Leo p. Byk in der 84. Gemeindeschule, Keibel- Körper des Mädchens. Aber noch lebte die arme Kleine. Man lautet: Ueber die Veränderungen der weiblichen Organe durch das ftraße 31/32, Dr. Mar Löwenthal in der 108.- 127. Gemeinde- brachte sie schnell nach dem Krankenhause am Urban, wo sie jedoch Korsett". schule, Pantstr. 8 und Dr. Nehfisch in der 107. Gemeindeschule, schon nach wenigen Minuten ihren furchtbaren Leiden erlag. Wie In der deutschen Gesellschaft für volkstümliche Naturkunde spricht Genthinerstr. 4. Zu den Vorträgen haben nicht nur die Kaffen- der Knabe erzählt, hatte das Schwesterchen einen Lappen in den am Dienstag, den 23. Januar. abends 8 Uhr, im Bürgerſaale des Rathauses mitglieder, sondern auch deren Familienangehörige unentgelt- Ofen gesteckt und ihn dann brennend wieder herausgezogen. Die Herr Dr. Heinroth über:" Einiges aus der Praxis des Zoologischen lichen Zutritt. Eine Legitimation ist nicht erforderlich. Kleider des Kindes fingen Feuer und dieses teilte sich, da es nach dem Fenster lief, den Gardinen mit. Der Brand konnte noch vor Der Kommunalfreifinn. Die Neujahrsadresse der Stadt- Ankunft der Feuerwehr gelöscht werden. Herzzerreißend war der verordneten an den Kaiser hat folgendem Wortlaut: Jammer der Eltern, als sie von dem schweren Verlust, der sie be= troffen, erfuhren. Gattin des Gastwirts Scharmer, des Inhabers des Schrammschen Schwer verunglückt ist am Sonnabendabend um 93/4 Uhr die Seebades zu Wilmersdorf. Das Scharmersche Ehepaar hatte in Verein für volkstümliche Kurse von Berliner HochschulBerlin Besuche gemacht und wollte vom Potsdamer Bahnhof aus lehrern. In der neuen Reihe der volkstümlichen Vortragskurse bes nach Hause fahren. Den Weg zum Bahnhofe legte es mit einem ginnt am Dienstag, den 23. Januar, Herr Privatdocent Dr. Omnibus zurück. Auf dem Potsdamer Plaze stieg zuerst Frau Botho Gräf seinen Kursus über die„ Griechische Bildhauerkunft" Scharmer aus. Neben dem Omnibus stehen bleibend, sah sie sich im Sörsal des Kunstgewerbe- Museums, Prinz Albrechtstraße. Er nach ihrem Manne um. Im Augenblick kam ein andrer Omnibus so wird am ersten Abend die griechischen Bildwerke der älteren Zeit dicht vorbeigefahren, daß die Dame zwischen den beiden Wagen start behandeln. Eintrittskarten zum Preise von 1 M. für den 6 Abende gequetscht wurde und zwei Rippenbrüche erlitt. " " Berlin, den 31. Dezember 1899. Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser und König, Allergnädigster Staiser, König und Herr! Euere Kaiserliche und Königliche Majestät bitten wir, zum Jahreswechsel unsere herzlichsten Glückwünsche huldvoll entgegennehmen zu wollen. Jm Central- Theater tam es am Sonnabend bei der Erstaufführung der Kleinen Excellenz" zu einem sehr unliebsamen Auftritt zwischen dem Geschäftsführer des Theaters Herrn Mandel einer und dem Redacteur einer Theaterzeitung Herrn B. und dem Wie die unermüdlichen Bestrebungen Euerer Majestät, unserem Journalisten Herrn S. andrerseits. Letterer hatte nach dem Schluß Bolte die Segnungen des Friedens zu erhalten, bisher stets von des letzten Aktes gezischt, um, wie erklärt wird, die Klaque zur Ruhe Erfolg gekrönt gewesen sind, so hoffen wir, daß auch fünftig den zu bringen. Darauf trat Herr Mandel an Herrn B. heran und soll deutschen Bürgern vergönnt sein wird, unter dem mächtigen Schuße ihn mit beleidigenden Worten aus dem Hause gewiesen haben, wobei ihres Kaisers die Früchte friedlicher Arbeit zu genießen. Dann zugleich ein Herr Friedel dem Herrn B. mit Ohrfeigen gedroht haben wird auch im kommenden Jahrhundert nach dem treffenden Wort soll. Einige Zeugen des Vorfalls, Vertreter der Presse, legten sich Euerer Majestät, daß unsere Zeit im Zeichen des Verkehrs steht, ins Mittel. Herr B., der das Theater fofort verließ, hat bereits Handel und Gewerbe, Kunst und Wissenschaft wie im ganzen Schritte gethan, um vor Gericht die ihm gebührende Genugthuung Baterland, so auch in unserer Stadt Berlin weiteren fegensreichen zu erhalten. Aufschwung nehmen. Möge Gottes Gnade Euerer Majestät und allen Mitgliedern unseres Herrscherhauses im neuen Jahr dauernde Gesundheit schenken. In tiefster Ehrfurcht verharren wir Euerer Kaiserlichen und Königlichen Majestät treugehorsamste Stadtverordnete zu Berlin. Langerhans. Die Antwort des Kaisers an die Stadtverordneten lautete befanntlich: Den Stadtverordneten meiner Haupt- und Residenzstadt Berlin spreche ich für die Glückwünsche, welche mir gum Beginn des neuen Eine Messerstecherei mit tödlichem Ausgang gab es Sonntagnachmittag um 2/2 Uhr in der Niederwallstraße. Ein junger Mann stürzte aus dem Kellerlokal von A. Stephan mit dem Ausruf Ich bin gestochen worden!" Er taumelte noch einige Schritte vorwärts und brach dann bewußtlos zusammen. " den Schwerverletzten umfassenden Kursus sind zu haben bei: Georg Belling, Cigarrenhandlung, W. Leipzigerstr. 136; A. Schütz, O. Holzmarktstr. 60; Chr. Tischendörfer, C. Sophienstr. 20; Trautweinſche Buchhandlung, W. Leipzigerstr. 8; Centralstelle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen, W. Köthenerstr. 23( 8-3 Uhr). und anderes. Gartens". Theater. Jm Deutschen Theater geht am nächsten Mittwoch, " den 24. ds., Mar Dreyers Schauspiel Der Probekandidat" zum 50. mal in Scene. Die erste Aufführung hat am 18. November 1899 statt. gefunden. Das Stück hat also das erste halbe Hundert seiner Wiederholungen in der ganz ungewöhnlich furzen Zeit von zwei Monaten erreicht. Im Schiller Theater ist die bereits avisierte Neuaufführung für Montag in Aussicht genommen. Unmittelbar darauf, also Anfang Februar, erfolgt die Novität Fröschweiler". Es schließen dadurch in dieser Woche die So wird heute zum letztenmale Wiederholungen der Repertoireſtüde. Cyprienne" gegeben, Freitag die letzte Wiederholung von„ Jungfrau von Orleans". Jm Carl Weiß: Theater find die Proben zur Novität " Die Jagd nach dem Glück" so weit vorgeschritten, daß die Premiere im Laufe dieser Woche stattfinden kann. Feuerbericht. In der Zwischenzeit erfolgten nur einige kleinere Brände. Lorging str. 13 geriet ein Weihnachtsbaum in Brand, wobei auch Möbel beschädigt wurden. Reinickendorferstr. 60a entstand durch eine umgeworfene Betroleumlampe ein unbedeutender Bimmerbrand, der bei Ankunft der Wehr schon beseitigt war. Außerdem waren Hagenauerstr. 7 und Spenerstr. 23 fleine' Wohnungsbrände abzulöschen. Grobem Unfug am öffentlichen Welder lag eine Alarmierung zu Grunde, die Sonntag früh 3 Uhr nach Schulstr. 1 erfolgte. Der Thäter ist nicht ermittelt. Aus den Nachbarorten. fich aus seinem Körper. Während man in Blutstrom ergoß bemühte, trat der Thäter, der etwa 40jährige Schuhmacher Haase, Grünau. Die Listen zur Gemeinderatswahl liegen bis zum Niederwallstraße 21 wohnhaft, aus dem Lokal und wurde alsbald 30. Januar im Gemeindebureau aus, und zwar wochentags von von einem der Umstehenden ergriffen und nach der Revierwache I 9-3 Uhr. Die Parteigenossen, welche teine Zeit zum Nachsehen haben, in der Unterwasserstraße gebracht. Auf dem Wege versuchte er zu werden ersucht, ihre Adressen und Legitimation im Restaurant zur entfliehen, doch wurde seine Flucht bereitelt. Während des Grünen Ede abzugeben. Einige Parteigenossen haben sich bereit geBerhörs tam von bem behandelnden Arzte der Unfallstation, funden, für solche Wähler die Listen durchzusehen. Arbeiter um 13 * Marktpreise von Berlin am 20. Januar 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D. Ctr. 14,80 13,90| Schweinefleisch *) Weizen Futter- Gerste Hafer gut 1 kg 1,60 1,10 n 14,30 13,50 Salbfleisch 1,80 n 13,80 13,-ammelfleisch 1,60 " 15,20 14,40 Butter 2,60 " mittel 14,30 13,60 Gier 60 Stid 6, 3, " " gering 13,50 12,80 Karpfen 1 kg 2,20 " " 3,82 3,66 ale 2,80 1,40 " 7, 4,10 Bander 2,50 1, " " " 40, 25, Hechte 1,80 1,-" 45, " 25,- Barsche " 1,60 0,80 70, 30, Schleie 2,80 1,40 " " 7, 5, 1,60 1,20 Bleie rebse 1,40 0,80 per Schod 12,- 3, 1,20 1, Richtstroh Heit Erbsen Speisebohnen einen Kartoffelit, nene Rindfleisch, Keute 1 kg " do. Bauch *) Grmittelt pro Tomme von der Centralstelle der Preuß. Lands wirtschaftskammern Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizei: präfibinm für den Doppelcentner. 1) Kleinhandelspreise. Charlottenburg. Für den städtischen Arbeitsnachweis werden. Außer unserm ausgeloften Genoffen Gerstenberger ergiebt sich aus der Geschäftsübersicht für den Monat Dezember scheiden in der 3. Klaffe Genosse Karo to und der Nentier Schulze gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahrs ein bedeutend aus der Gemeindevertretung aus. Bezeichnend für die Zustände günstigeres Ergebnis. Der Zuwachs beträgt bei den angemeldeten in der Armenverwaltung am Orte ist noch folgender Fall: Gerstenoffenen Stellen 48 Proz., bei den Arbeitsgesuchen! 13 Proz. und bei berger fragte an, warum einer unterstügungsbedürftigen Frau den besetzten Stellen 46 Broz. Im Vergleich zum Monat vorher das Armengeld verweigert worden sei, nachdem sie auf die Frage, zeigt das Stellenangebot für männliche Arbeiter einen Zuwachs von ob sie Socialdemokratin wäre, mit" Ja" geantwortet habe. 29 Proz., für weibliche hingegen einen Rüdgang von 36 Proz., im Eine befriedigende Antwort erfolgte nicht. Ein von bürgerlicher ganzen aber noch einen Zuwachs von 12 Proz. Die Zahl der Seite gestellter Antrag, die Jahresrechnungen den GemeindeArbeitsgesuche dagegen hat durchweg abgenommen, im ganzen um vertretern gedruckt zuzusenden, wurde gegen sieben Stimmen ab19 Proz. Die Zahl der durch den Arbeitsnachweis besetzten gelehnt, nachdem der Gemeindevorsteher die Weisheit verkündigt hatte, Stellen hat für männliche Broz. zu- daß man sich hüten solle, ohne Grund Neuerungen einzuführen und genommen, für weibliche um 45 Proz. abgenommen, im ganzen um daß die Antragsteller überhaupt wohl von einer Gemeindevertretung 3 Proz. zugenommen. Den 430 Arbeitsuchenden( 368 männlichen wenig Ahnung haben. und 62 weiblichen) standen 368 Stellen( 314 männliche und 54 weibZwei Personen erstickt. Am Sonnabend fand in einem Lokal liche) offen, von denen 268, also 3/4 aller Stellen, durch den Arbeitsgegenüber von Grünau eine von dem Seglerklub" Ahoi!" vernachweis besetzt wurden. Auf 100 Arbeitsuchende kamen 86 offene anstaltete Festlichkeit statt, zu welcher auch die Mitglieder Berliner Stellen. In Wirklichkeit ist die Zahl der besetzten Stellen um 3 Broz. Rudervereine eingeladen waren. Drei junge Leute aus Berlin, die Produktenmarkt vom 22. Januar. Auf dem Getreide: martte herrschte heute feste Tendenz. Auf weitere Steigerungen der gestiegen und nur im Verhältnis zu den offenen Stellen ist sie zurüdgegangen, während im Monat Dezember des Jahres 1898 eine an der Festlichkeit teilgenommen hatten, begaben sich am Sonntag Weizenpreise in Frankreich werden klagen über Saatenstand andauern, und morgen um 5 Uhr mit einem in der Wilhelmstraße in Grünau auf die festeren Tendenzberichte aus New York und Chitago. Weizen und thatjachliche Abnahme der besetzten Stellen um 35 Proz. gegen wohnenden Freunde in dessen Wohnung. Hier fochten fie Kaffee Roggen wurden etwa 0,50 M. beffer bezahlt. Gine noch größere Grügung den Monat vorher zu verzeichnen war. Auch bei den offenen Stellen und legten sich dann zur Ruhe. Als sie im Laufe des Tages nichts der Breise wurde durch vermehrtes Julandsangebot uns anhaltende beteren und den Arbeitsgesuchen zeigte sich damals eine bedeutende Abnahme, um 29 bezw. 42 Proz. Von den weiblichen Arbeitern sind von sich hören ließen, wurden die Nachbarn unruhig und aus Rußland und den Donauländern verhindert. Hafer lag auf besseren Man fand die Konsumbedarf etwas fest; Rüböl durch Realisationen gedrückt. öffneten abends um 1/210 Uhr gewaltsam die Thür. diesmal die Aufwärterinnen sowohl beim Stellenangebot wie bei jungen Leute betäubt, und sofort wurde ein Arzt gerufen, der Am Spiritusmarkt wurde 70er loco mit 46,80(-0,20) M. der Nachfrage weitaus am meisten beteiligt. gehandelt. indes fonstatieren mußte, daß bereits zwei von ihnen einer Kartoffelfabrikate. Feuchte Kartoffelstärke 10,50 m. Ia reine Kartoffelstärke disponibel und Februar 19,75 M., April Mai 20,25 M. AbWeißenfee. Auf Anordnung des Gemeindevorstehers finden Sohlenogydgas- Vergiftung erlegen waren. Heute, Dienstag, in Schloß Weißensee zwei getrennte öffentliche beiden andern konnten ins Leben zurückgerufen werden. Die beiden fallende Prima- Qualitäten Stärke und Mehl 17,75-18,75 M. per 100 kiloVersammlungen statt, welche den Zweck haben, die öffentliche jungen Männer, die durch die Gasvergiftung ihren Tod gefunden gramm. Meinung über die Notwendigkeit eines Gewerbegerichts in haben, sind der 24jährige Kaufmann Heilmann und der etwas Beide sind aus Berlin und geWeißensee zu befragen. Da die Arbeitgeber sich mit derselben Frage ältere Kaufmann Türkmeier. an diesem Abend in demselben Lokal befassen werden und sich vor hörten dem Ruderklub Borussia" an. unsrer Versammlung um 8 Uhr versammeln, wir hingegen als Arbeitnehmer erst um 9 Uhr erscheinen sollen, so liegt die Wahrscheinlichkeit nabe, daß ein einseitiger Beschluß herauskommt, womit die Arbeiterschaft Weißensees sich jedenfalls nicht einverstanden erflären wird. Arbeiter und Arbeiterinnen! Sucht diese Einfeitigkeit durch pünktliches Erscheinen um 8 Uhr zu bereitel 11. Dermischkes. Die antEier Bericht vom 22. Januar. Normale Eier je nach Qualität von 4,20-4,40 m. per Schock. Aussortierte Kleine Ware je nach Qualität bon 3,40-3,50 M. per Schock. Tendenz: Matt. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 6-8 1hr abends statt. E. H. 5. Entnehmen Sie gefl. die Beantwortung Ihrer Frage der der Sonntagsnummer. Aus Königshütte wird gemeldet: Sonntag brach auf dem Königshütter Stahlwerk der Laurahütte Feuer aus. Der Grflärung des Dr. Leyds, abgedruckt am Schluß unseres Kriegsberichts in gerichtete Schaden beträgt ungefähr 18 000 Mart und ist durch Verficherung gedeckt. Man glaubt, daß zwei bis drei Monate bis zur Wiederaufnahme des Betriebes vergehen werden, hofft aber durch stärkere Ausnutzung der anderen Strecken den Schaden auszugleichen. Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. W. i. M. Die„ Volfstribüne" erscheint wöchentlich in deutscher Sprache. Wenden Sie sich an die„ Arbeiter- Zeitung", Wien IX, Ferstelgasse 6. Dort erfahren Sie die Bezugsbedingungen. F. 2., Gera. Wenden Sie sich an den Deutschen socialdemokratischen Leseklub" in Paris. Die Adresse ist:„ Café Le Procope, Rue de l'Ancienne- Comédie 13". F. B. 25 u. G. G. 100. Sie können dem vor und außerehelichen Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Listen zur Gemeinderatswahl bis zum 30. Januar im Gemeindebureau, Albertinerstr. 6, Zimmer I, einzusehen sind. Diejenigen, welchen zu diesem Zweck die notwendige Beit mangelt, können sich unter ¡ Beibringung des legten Steuerzettels an folgende Personen wenden: Ein Nachspiel zum Prozeß Rosengart. Gegen die Frauen Albrecht, Prenzlauer Chaussee 21; Kraft, Gustav Adolfstr. 143; Biegran und Busch, welche in dem Rosengartschen Mordprozeß als Schilling, Langhansstr. 69( abends von 1/ 28-9 Uhr); Müller, Beugen auftraten und infolge ihrer Aussage unter dem Verdacht des Sohn Ihrer Frau Ihren Namen geben, wiewohl er nicht Ihr Sohn ist. König- Chaussee 38; Schillert, König- Chaussee 39a; Garg, Meineides verhaftet wurden, ist nunmehr, wie aus Königs- Welchen Weg Sie hierzu einzuschlagen haben, ist ausführlich im Brief Lehderstr. 5; Peutert, König- Chauffee 45a; Stolle, Lehder- berg i. Pr. berichtet wird, von der Staatsanwaltschaft Anklage erhoben taften vom 17. d. M. bargelegt.-§. 2. 19. Nein. ſtraße 28; Specmann, König- Chaussee 55; Taubmann, worden. Der„ Fall Rosengart" wird somit in der nächsten Schwur- dem von Ihnen angeführten Grund ziehen können Sie nicht, aber auf BeKastelte. Lothringenſtr. 32; Geßner, König- Chaussee 11; 50 Zeugen zur Verhandlung zu laden find, darunter auch die eheGlſaßſtr. 15( abends 6-8 Uhr); Sorrer, Straßburgstr. 56: gerichtsperiode" ein umfangreiches Nachspiel finden, da mehr als feitigung des Diangels flagen oder den Mangel auf Kosten des Wirts Hetlen. Schaack, Wörtherstr. 10. = In Weißensee beschloß die Gemeindevertretung, Theile der Grundstücke Gustav Adolfstr. 22 und 23 zu Schulzweden zu erwerben. Desgleichen ging die Gemeindevertretung gegen den Wunsch unserer Parteigenossen auf ein Auerbieten des katholischen Pfarrers Stephan ein. Dieser will der Gemeinde ein Grundstück an der katholischen Kirche zur Verfügung stellen, falls im neuen Schulhause seinent, im Interesse der Kirche gestellten Bedingungen thunlichst Rechnung getragen werde. Die von der Vertretung beantragte Uebernahme der Berlin- Bajewalter( Prenzlauer) Chaussee wurde wegen der vom Landesdirektor allzuniedrig bemessenen Entschädigung wiederum zurückgewiesen. Zur eventuellen Festsetzung der vom Kreis an die Gemeinde zu zahlenden Abfindungssumme soll der Kreisausschuß angerufen werden. Einen Stich ins Rote erhielt die Debatte, als bei dem Beschluß, auch die UmsatzSteuerfäße vom Steuerausschuß festiegen zu lassen, der Gemeindeverordnete Kühn den Mitgliedern des Ausschusses vorwarf, sie begünstigten, wie der Fall Robbe lehre, bei der Abschätzung fich gegenseitig. Die Anschuldigungen wurden nicht so scharf zurück gewiesen, wie man erwarten sollte, wohl aber gab es in der VerDie Anstellung fammlung rote Köpfe, vor Zorn natürlich. von Schulärzten wurde auf ein Jahr vertagt, da diese nur dem Proletariat dienende Maßnahme Geld fostet. Gegen den Widerspruch unserer Genossen wurde dann für das Armenhaus eine außer ordentlich strenge Hausordnung angenommen. Auch soll die Renovierung der Behausungen und der Waschräume in Angriff genommen Jm Berlag von 1.1.1. Dirk Nachf. in Stuttgart im Erscheinen begriffen 1 malige Angeklagte Rosengart, jetzige Frau Wolff. Die Mörder des Wächters Wilhelm Büschel in Breslau find im Laufe des Sonnabends und des Sonntags in der Person zweier Schlosser verhaftet worden und haben bereits ein Geständnis abgelegt. Sieben Berglente verschüttet. Ein entsetzlicher Unglücksfall ereignete sich in der russischen Kohlengrube Graf Prenard" bei Sie Ice( unweit der preußischen Grenze). Eine Kohlenschicht stürzte ein und verschüttete sieben Bergleute. Die Unglücklichen wurden als Leichen hervorgezogen. daisie Kircheneinsturz. In der Ortschaft Annopolie( Rußland) ist während des Gottesdienstes ein Teil des Kirchengewölbes eingestürzt. Acht Personen wurden durch herabstürzendes Mauerwerk getötet, drei andre bei der entstandenen Panik und Flucht nach den Ausgängen von der Menge erdrückt, viele wurden mehr oder minder schwer verletzt. Wölfe oder Enten? Ein Mailänder Blatt meldet, daß in der Nähe von Ascoli- Piceno vier Carabinieri von hungrigen Wölfen überfallen worden seien; drei von den Ueberfallenen feien von den gierigen Bestien verschlungen worden. In derselben Nacht seien auch einige Bauern von den Wölfen getötet worden. Eine Bestätigung der sensationellen Nachricht bleibt abzuwarten. A. K. B. Aus sieht es nicht. Eine Berſicherungsgesellschaft bebark, gleichviel um weiche R. N. K. 43. Ein Gejet, das wöchentliche Lohnzahlungen anordnet, 23. M. Das ist leider zu spät eingegangen. Höhe es sich handelt, behördlicher Genehmigung. Man braucht aber, gleich: viel um welche Höhe es sich handelt, teine Genehmigung für ein Statut, in dem festgesetzt wird, daß ein Recht auf Unterstügung nicht besteht, und in dem durch geeignete Einrichtungen( demokratische Organisation) gegen Mißbrauch Vorsorge getroffen wird. R. 2. Da es sich um eine vor dein 1. Januar 1900 aufgetretene Krankheit handelt und diese Krankheit nicht durch Dienstverrichtungen entstanden ist, ist gegen die Entlassung nichts zu machen und kann das Mädchen nichts verlangen. Für Strankheiten, die eint Gesinde nach dem 1. Januar 1900 leidet, haftet die Herrschaft ohne Rücksicht auf den Entstehungsgrund der Krantheit sechs Wochen lang.- T. V. Ja. Witterungsübersicht vom 22. Januar 1900, morgens 8 1hr. Stationen Barometer= stand mm WindBunipi Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen 7Schnee 3 bedeckt 4 Regen 4 Petersburg Barometer= Wind: richtung Windstärte Wetter Temp. u. 6. 5° C.= 4° R. 1 Haparanda 752 SO 46ebdeckt 767 NW 5H1b.bed. 7482 5 bedeckt 76728 2wolfig -6 9 5 10 SSO 757 SW 759 SW 2 Cort 1 Nebel 5 Aberdeen 766 769 Still 4 Regen Mebel 3 Paris winembe. 756 Hamburg Berlin Wiesbaden 763 München Wien Wetter Brognose für Dienstag, den 23. Januar 1900. Zeitweise auftlarend, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen und frischen westlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. States Arbeiterrecht. Führer Bürgerl.Gefehbuch Stadthagens Socialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Böttcher Hermann Seiler Röslinerstraße 6 am Sonntag verstorben ist. Die Be erdigung findet am Mittwoch, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Dantes: Kirchhofs, Tegeler Chauffee, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Der Vorstand. Achtung! Unserm lieben Otto zu seinem heutigen Wiegenfest ein dreimal bonnerndes Hoch, daß die fleine Almosengasse wackelt. Oskar, Adolf, Emil und Georg. Deutscher 19636 Holzarbeiter Verband. = Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Richard Bahr am Sonnabend, den 20. Januar, verstorben ist. Die Beerdigung findet Dienstag: nachmittag 2 Uhr vom AugustaHospital aus nach dem SophienKirchhof( Gesundbrunnen) statt. Um rege Beteiligung ersucht Freie Kranken- u. Begräbnis- 76/ 19 durch das Socialdemokratischer Wahlverein In Lieferungen à 20 Pf. durch alle Kolporteure zu beziehen. Werkstatttolporteure können einen ansehnlichen Nebenverdienst erzielen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis.rgen Mittwoch, den 24. Januar, abends 8½ Uhr, Am Dienstag, den 23. Januar, abends 8 1hr, im ,, Louisenstädtischen Konzerthause", Alte Jakobstraße 37: Versammlung Tages Ordnung: bei Cohn, Benthstr. 20-21: Vertrauensmänner- Versammlung der 76/20 1. Bortrag über:„ Delivolitit". Referent Reichstags- Abgeordneter Möbeltischler aller Branchen. Wolfgang Heine. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 240/3 Der Vorstand. J. A.: Franz Hoch, Admiralstr. 7, IV. Socialdemokratischer Wahlverein 0 Tages Ordnung: Wie führen wir die Beschlüsse der Generalversammlung durch? Die Ortsverwaltung. Die Ortsverwaltung. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, 24. Jaunar 1900, abends 8½ Uhr, bei Herrn kaffe der Schuhmacher Ordentl.Generalversammlung und Berufsgenossen Berline Schiller, Rosenthalerstr. 57, Sof part.: der Orts- Krankenkasse General General- Derlammlung Versammlung Vertrauensmänner- Versammlung ( E. H. Nr. 27.) 19616 Der Dachdecker Berlins Meldungen von Krankheitsfällen, am Freitag, den 26. Januar, Dienstag, den 23. Januar, abends 84 hr: im ,, Kolberger Salon", Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: Der Stellmacher. fowie zur Aufnahme in die Staffe, abends 71 Uhr, im Lokal des Herrn 2. Vortrag des Genossen W. Liebknecht über: Die Flottenvorlage wir dieselbe? 1. Bericht des Vorstandes. Kaffenbericht und Bericht der Revisoren. Tagesordnung: Unsere gegenwärtige Lage und wie verbessern find vom 25. Januar ab nur bei dem Feind, Weinstr. 11. jezigen Vorsitzenden Friedrich Tagesordnung: Todes Anzeige. und die Parteien. 3. Diskussion. Der Vorstand. NB. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß noch Billets zur Sternwarte, Jede Werkstatt muß durch einen Vertrauensmann vertreten sein. Lutz, Wilhelmstr. 21, zu machen. 1. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern NB. Den Kollegen zur Nachricht, daß zu den jeden Donnerstag vor dem ( 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer). welche bis zum 1. Juli d. J. verlängert sind, in folgenden Lokalen in 15. jeden Monats stattfindenden Branchen- Versammlungen besondere Ein2. Wahl des Rechnungsprüfungs- Aus: Empfang genommen werden können: Gesundbrunnen: Herrmann, But: Tabungen nicht mehr erfolgen. fchuffes. 3. Abänderung des§ 12, buserstr. 45; Rosenthaler Vorstadt: Bachgänger, Swinemünderstraße 34; 2bf. 3, und der§§ 13, 16, 21, 23, 24. Oranienburger Vorstadt: Dieke, Ackerstr. 123; Moabit: Pfarr, Buttlig Sonnabend, den 20. Januar, ver: chied unser Kollege 1950b Richard Bahr. Die Beerdigung findet heute, Diens: tag, den 23. Januar, nachm. 212 Uhr, vom Augusta Hospital nach dem Sophien Kirchchhof, Gesundbrunnen, statt. Die Möbelfabrik v. N. Körner. Achtung! 4. Erhöhung des Krantenbesucher- Ge- straße 10; Wedding: Tauschel, Wiefenstr. 29; Schönhauser Vorstadt: 19546 Augustin, Schönhauser Allee 73. Mitglieder, welche noch im Besitz nicht halts. 5. Berschiedenes. Zu dieser Bersammlung haben nur verlängerter Billets find, müffen diefelben spätestens bis zum 28. Januar Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Delegierte Zutritt. Karte legitimiert. in den obenangeführten Lokalen niederlegen; die später eingehenden werden Der Vorstand. G. Krebs, Bergstr. 28, I. Achtung! Schmiede. Zwei öffentliche Versammlungen: Mittwoch, den 24. Januar 1900, abends 8 Uhr bei Fischer, Beusselstraße 9. Donnerstag, den 25. Januar 1900, abends 8% Uhr im Kösliner Hof", Köslinerstraße 8. Tages Ordnung: V nicht mehr berücksichtigt. 246/4 LF Maler. D. D. Wäsche- u. Krawattenbranche Berlins u. Umg. Dienstag, den 23. Januar 1900, abends 8% Uhr bei Buske, Grenadierstraße 33 Mittwoch, d. 24. Januar 1900, abends präcise 8 Uhr Ordentl. Generalversammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: und 2 Vertretern desselben nach§ 41 des Innungsstatuts. Auslosung und Wahl von 2 Mitgliedern des Gehilfen- Ausschusses Abends 9 Uhr Versammlung fämtlicher im Malergewerbe beschäft. Personen. Wahl der Schiedsgerichts- Beisiger u. Stellvertreter für das Jahr 1900. Bericht des Gehilfen Ausschusses über seine Thätigkeit und den mit der Berliner Maler- Innung abgeschlossenen Tarif. Der Gehilfen- Ausschuß. Der Innungs- Vorstand. Tages Ordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht. 2. Bericht des Bibliothekars und Arbeitsvermittlers. 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 4. Wahl der Revisoren und des Bibliothekars. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Einen zahlreichen Besuch erwartet 251/2 Der Vorstand. NB. Zur Ausgabe gelangen die Billets zu unsrem Alpenfest int Böhmischen Brauhaus, sowie die Urania- Billets. Zur Aufführung gelangt: Von den Alpen bis zum Aetna. Billets sind im Arbeitsnachweis C. Hergt, Landwehrstr. 1, sowie bei Stanowsky, Höchftestraße 48, zu haben. Verantwortlicher Rebacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: 2b. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. 1. Wie können wir unsere Lohn- und Arbeitsverhältnisse verbessern? Referent Kollege Liesegang. 2. Diskussion. Der Einberufer. 176/1 1955b