MnterhaltungMatt des vorwärts Nr. 24. Freitag, den 3. Februar. 1911 t?Ia«drua MtSotCB.) 2i] pelle der Gröberer. Roman von Martin Andersen Nexö. Autorisierte Uebersetzung von Mathilde Mann. 8. Herrjel Herrje! Wie das ging! Der Steengaardbauer ließ den grauen Hengst ausholen und sah so aufmerksam über die Felder hin, als ahne er nicht, daß ihm jemand auf den Fersen war— aber Frau Kongsgaard genierte sich weiß Gott nicht. Sie peitschte aus allen Kräften auf den Roten los und ließ Gott und alle Welt sehen, was sie vorhatte! Und bei hellem, lichten Tage fuhren und tollten sie so auf der Landstraße herum, statt den Unfrieden innerhalb ihrer vier Mauern zu halten, wie andere, ordentliche Leute! Das mußte man sagen, feine Leute hatten kein Schamgefühl! Und dann schrie sie und stellte sich aufrecht im Wagen hin und prügelte auf das Pferd los— mit dem Schaft, so arg sie nur konnte! Warum konnte sie ihn denn nicht zu seiner Liebsten fahren lassen, wer es nun auch gerade sein mochte, und ihm dann gehörig die Hölle heiß machen, wenn er nach Hause kam. Du großer Gott, daß sie es noch nicht satt hatte, nach zehn Jahren, immer dasselbe und dasselbe!— Die Frauenzimmer hatten wahrhaftig Ausdauer! Und daß er das machte! In ewigem Unfrieden zu Hause leben um so einer Schenkmadam oder irgend eines andern Frauenzimmers willen, die wohl im Grunde auch nicht viel anders sein konnte als seine eigene Frau! Es gehörte, weiß Gott, ein langmütiger Sinn dazu, um auf d i e Weise Don Juan zu spielen— aber bei Licht besehen war das wohl das, was man Liebe nannte! Die Dreschmaschine stand still, die Leute auf Steengaarden hingen aus allen Luken heraus und amüsierten sich königlich. Das war ein Wettlauf, ein Anblick für Götter war es, zu sehen, wie die rote Stute hinter dem Hengst her war. als habe der vergessen, die Bezahlung zu erlegen! Huh, hah! Das waren zwei Sonntage in einer Woche! Lasse war um die Ecke gekommen und verfolgte die wilde Fahrt mit der Hand über den Augen— so was von Weibsbild war ihm doch noch nie vorgekommen, dagegen war Bergta ja ein reines Lamm Gottes gewesen! Der Kaasegard-Bauer. der in der Tür stand, als die wilde Jagd vorübersauste, dachte in seinem stillen Sinn dasselbe: und auf allen Feldern hielten sie mit der Arbeit inne, starrten und bekreuzigten sich. Die waren, weiß Gott, vom Triebe besessen, die Beiden! Der wahre Teufel ritt sie allebeide! Schließlich mußte er anstandshalber anhalten und um- kehren. Sie kroch zu ihm in den Wagen hinüber und die Rote ging hübsch artig hinterher mit ihrem leeren Fuhrwerk. Sie hatte den Arm um seinen Rücken geschlungen und sah glücklich siegesselig aus. genau so wie der Landespolizeidiener, wenn er einen guten Fang gemacht hatte: aber er glich einem Verbrecher schlimmster Art. So kamen sie wieder auf den Hof hinaufgefahren!-- Eines Tages kam Kalle, um zehn Kronen zu leihen und Lasse und Pelle auf nächsten Sonntag zur Kindtaufe einzu» laden. Das Geld bekam Lasse nach einigen Schwierigkeiten auf dem Kontor von dem Verwalter, aber die Einladung mußten sie dankend ablehnen, so schwer es ihnen auch wurde: es war keine Rede davon, daß sie wieder frei bekommen konnten. An einem andern Tage war der Großknecht weg. Er war in der Nacht verschwunden und hatte seine große Kiste mit- genommen, folglich mußte ihm jemand behilftich gewesen sein. Aber die andern Knechte in der Kammer schwuren hoch und heilig, daß sie nichts gemerkt hätten, und der Verwalter mußte es aufgeben, der Sache auf den Grund zu kommen, wie wütend er auch war. So geschah hin und wieder daS eine oder das andere, was das Blut für einen oder zwei Tage in Bewegung brachte, »m übrigen aber war es schw«. AmccH den Winter zu kommen. Die Finsternis hatte den größten Teil des Tages die Ober- Herrschaft, und in den Winkeln wurde es eigentlich nie so recht hell. Auch die Kälte bedrückte, wenn man sich nicht gerade in dem gemütlichen Stall befand: da war es immer warm, und Pelle fürchtete sich nicht, sich dort in der tiefsten Dunkelheit zu bewegen. In der Gesiindestube saßen sie die langen Abende und dösten, ohne eigentlich irgend etwas vorzunehmen. Sie machten sich nicht viel aus den Mädchen» sondern saßen da und spielten Karten um Branntwein oder erzählten graulige Geschichten, die es zu einer hals- brechenden Expedition machten, wenn man über den Hof in den Stall hinüber mußte, um zu Bett zu gehen. Per Olsen war wegen seiner Ordentlichkeit zum Groß- knecht aufgerückt, als der andere ausgerissen war. Lasse und Pelle freuten sich darüber, denn er stand auf ihrer Seite, wenn ihnen jemand einen Streich spielen wollte. Er war ein netter Mensch nach jeder Richtung hin geworden, rührte den Brannt- wein kaum mehr an und hielt sein Zeug gut in Ordnung. Ein wenig zu still war er selbst den alten Tagelöhnern und Frauen auf dem Hofe, aber sie wußten, warum er so war und hatten ihn gern— weil er auf der Seite der Schwachen stand und um des Schicksals willen, das über ihm schwebte. „Er geht herum und horcht," sagten sie, und wenn er so gleich- sam nach inwendig lauschte, nach dein Unbekannten, vermieden sie es so weit wie möglich, ihn zu stören. „Ihr sollt sehen, er befreit sich, der Böse kriegt keine Macht über ihn," meinten Lasse und die Häuslerfrauen, wenn sie beim Sonntagsmelken Per Olsens Aussichten erwogen. „Es gibt solche, an denen selbst der liebe Gott nichts aus- zusetzen finden kann." Pelle hörte zu und sah jeden Tag nach der Narbe von Per Olsens Daumen: wenn Gott sein Strafgericht von ihm nahm, mußte die doch wohl verschwinden! Den größten Teil des Winters fuhr er die Dreschmaschine. Den ganzen Tag trabte er in dem Göpel draußen vor dem Hofe, in zertretenem Schnee und Dünger bis über die Holz- schuhe. Das war das Unleidlichste, was ihm das Dasein bis- her noch geboten hatte: er konnte nicht einmal schnitzen— die Fingern waren ihm zu kalt— und fühlte sich so alleini Als Hirtenjunge war er sein eigener Herr, tausend Ding« riefen ihn, aber hier mußte er rund herumgehen hinter dem Baum her, beständig rund herum. Die einzige, geringe Bo- schäftigung war, die Male zu zählen, die er herumfuhr, aber das war eine verzehrende Beschäftigung, man wurde noch stumpfsinniger davon als von dem unendlichen Herumwandern selbst, und konnte nicht wieder davon abkommen!— Die Zeit bekam keinen Inhalt, der Tag wollte niemals ein Ende nehmen, wie kurz er auch war. Sonst erwachte Pelle vergnügt, aber jetzt erwachte er jeden Morgen und war des Ganzen überdrüßig.— Das war dieS ewige Traben um den Baum herum. Allmählich wurde er so, daß er halb schlief, wenn er eine Stunde gegangen war. Den Zustand fand sich ganz von selbst ein, und er sehnte sich im voraus danach. Es war eine Art Stumpfsinn, in dem er nichts wünschte und sich für nichts interessierte, sondern nur mechanisch hinter dem Baum herstolperte. Die Maschine brummte unaufhörlich und half, den Zustand im Gange zu halten, der Staub stob unaufhörlich aus der Luke, die Zeit glitt unmerklich dahin. In der Regel überraschte ihn jetzt das Mittagessen oder der Abend: zuweilen hatte er ein G> fühl, als sei eben erst vorgespannt, wenn sie ihm halfen, die Pferde einzuziehen. Er hatte sich in diesen Zustand sinkenden Stumpfsinns hineingefunden, der die einzige Barmherzigkeit des Daseins gegen lebenslänglich Gefangene und Leute ist, die ihr Leben an einer Maschine zubringen. 2we? es'Qtn etwas Schläfriges über ihn, er war nicht mehr so lebhaft und erpicht. Bescheid über alles zu erhalten: Vater Lasse entbehrte die unzähligen Fragen und Einfälle. � Hin und wieder wurde er für einen Augenblick dadurch aus seinem Zustand herausgerissen, daß ein schwarzes, schweiß- bedecktes Gesicht in der Luke zum Vorschein kam und fluchte. weil er nicht gleichmäßig genug fuhr: dann wußte er. daß der lange Ole Per Olsen abgelöst hatte, dem es sonst oblag. in die Maschine hineinzustecken. Es geschah auch wohl, daß sich die Peitschenschimr um die Achse wickelte, so daß das Ganze zum Stillstand gebracht und rückwärts gezogen werden mußte-, und an dem Tage fiel er dann nicht wieder in eineni Dusel. Ende März kamen die Lerchen und brachten neues Leben; noch lag Schnee in den Niederungen, aber ihr Tirilieren er- innerte so warm an den Sommer und an weidendes Vieh. Und eines Tages erwachte er auf seinem Rundgang dadurch, daß ein Star oben auf dem Dachrücken saß und schrie und die Federn wie verrückt sträubte. An dem Tage schien die Sonne hell, und all das Schwere war aus der Luft heraus; aber das Meer lag noch blaßgrau da unten. Pelle fing wieder an, Mensch zu werden— das machte der Frühling und dann der Umstand, daß man in ein paar Tagen mit dem Dreschen fertig sein würde. Hauptsächlich aber war es die Westentasche— die konnte einen Mann schon zum Leben erwecken. Er lief in Zuckeltrab hinter dem Baum her, es mußte jetzt schnell gefahren werden, wenn man fertig werden wollte, alle anderen waren schon mitten beim Frühlingspflügen. Wenn er die Hand gegen die Brust klenimte, konnte er deutlich das Papier fühlen, worin es war. Denn das war doch wohl noch da? Es ging nicht an. aus- zupacken und nachzusehen, man mußte sich durch Klemmen vergewissern. Pelle war Besitzer von fünfzig Ocre geworden von eineni funkelnagelneuen fünfzig Oerestück. Außer Zwei- und Ein-Oerestücken war dies das erste Geld, das er jemals be- festen hatte, und er hatte es sich durch seine eigene Tüchtigkeit erworben. Es war an einem Sonntag, die Knechte hatten Besuch vom Steinbruch, und da kam einer von ihnen auf den Ein- fall, daß sie Haselfett zum Schnaps haben wollten. Pelle sollte zum Kaufmann laufen und es holen. Er bekam eine halbe Krone und die Mahnung, hinten herumzugehen, da Sonntag sei. Pelle hatte sein Erlebnis von Weihnachten her nicht vergessen und gab Acht auf ihre Gesichter; sie waren so geschäftig, sie zu glätten und irgend etwas vorzunehmen; Gustav, der ihm das Geld gab, wandte beständig das Gesicht weg und sah nach irgend etwas draußen aus dem Hof. Die Frau der Kaufmanns lachte laut auf, als er sein Anliegen vorbrachte.„Nein, sieh mal einer an. bist Tu so ein Held I" rief sie aus.„Wie war es doch noch gleich— hast Du nicht auch den Selbstdreher geholt? Davon habt Ihr wohl vielen Nutzen gehabt?" (Fortsetzung folgtj. Hnfkdler-Gcrcbicbtcn aus j�ord- land* Von Andreas Hauklan d. Molk. Wenn der Herbst kam mit klirrender Kälte, daß Sümpfe und Seen zugefroren, und wenn der Schnee sich niehrere Ellen hoch über das ganze Land legte, da begannen die Wolfsrudel die ein- samcn Höfe im Walde zu umkreisen. In kalten Nächten, wenn die Leute dadurch erwachten, daß der Frost gleich Schüssen gegen die Hauswände knallte... und sie dann wach liegen blieben und hörten, wie die Holzwände vor Kälte krachten, da konnte plötzlich ein Wolfsgeheul die Stille durch- brechen. Und zuweilen ertönte Geheul auf Geheul, als koche der Laut aus einem Höllenloche empor, das mit rasenden Kehlen an- «efüllt war. Zuweilen brach das Geheul ab und ging in abge- acktcs Kläffen über; und man hörte manchmal einen jammernden Laut, als sei die Nacht draußen von Kampf und Unglück erfüllt. Wenn die Leute des Morgens hinauskamen, sahen sie aller- orten Wolfsspuren. Wenn der Schnee den holprigen Waldboden gleich machte, und das Eis dick auf den Gewässern lag, bahnte man sich einen Weg durch den sonst pfadlosen Wald. Da nahm der Bauer auf dem letzten Hof tief zwischen den Felsen, eines Tages sein Pferd aus dem Stall. Und während das Pferd stand und in der Kälte weißbereift wurde, trug der Bauer aus VorratSraum und Stube allen Sommerüberfluß an Butter und Käse zusammen. Von dem Boden holte er Häule herunter, und aus der Räucherkammer nahm er die Schafskculen. Alles miteinander wurde auf den Schlitten geladen. Ein paar Bärenschinken kamen oft dazu, auch Bündel Auerhähne aus dem Walde oder Haufen Schneehühner aus dem Gebirge. Ganz zu obcrst wurde die Bärenhaut hinaufgeworfen, die mit den vier zerfetzten Beinen die Ladung umarmte. Dann fuhr der Bauer, ganz langsam, vom Hofe. Im Lause des Tages erreichte er einen anderen Hof. Und jetzt lud auch der andere Bauer seine Ladung auf. Dantt fuhren die beiden weiter. Und während sie von Hof zu Hof fuhren, wuchs und wuchs die Anzahl der Pferde und Menschen. Mehrere Tage dauerte der Zug... und es konnten an die fünfzig Pferde sein, wenn sie den Handelsplatz unten an der See erreichten. Sie fuhren eines Tages..., eine lange Reihe von Pferden und Menschen... heimwärts. Steinar befand sich unter ihnen. Allmählich, während sie durch den Wald fuhren, verkleinerte sich die Reihe. Plötzlich lenkte einer sein Pferd auf einen schmalen Seitens pfad, rief:„Leb wohl" und fuhr dann allein zu seinem einsamen Hof. Oder die ganze Reihe machte auf einem Hofe Halt, über den sie der Weg führte. Bald darauf fuhren sie weiter. Nur der Bauer, dem der Hof gehörte, blieb zurück und brachte sein Pferd in den Stall. So verringerte sich die Reihe der Pferde und Menschen, Tag für Tag. Zuletzt fuhr Steinar ganz allein. Sein struppiges Pferd wandte sich ein paarmal um und wieherte leise dem letzten Ge- nossen nach, dessen Schritte es noch auf dem kurzen Weg zum Hof vernahm; der Schnee knarrte unter den Hufen und die Schlitten kufen knirschten auf dem gefrorenen Schnee. Aber während der Laut von da draußen her erstarb und kein anderer Ton im Walde zu hören war, als der schwere Klang seiner eigenen Hufe auf der Landstraße, und der Ton der Schlitten» kufen, der die stille Luft durchfeilte, als käme er von einem Bogen, der hart und klanglos über die Saiten geführt wird, da wandte es noch einmal den Kopf und blickte Steinar an, und wieherte wieder ganz leise. Steinar schnalzte mit der Zunge. Na, nal sagte er und nickte und zeigte, daß er es verstünde. Da schüttelte sich das Pferd, legte sich besser im Geschirr zurecht und begann dann seinen Lauf zu beschleunigen. Den Kopf vorgelegt und die Ohren lauschend gespitzt, lief es mit langen, zähen Schritten, schneller und schneller... nun galt eS heimzukommen. Aber während sie durch den endlosen Wald borwärtszogen, durchbrach plötzlich ein langgezogenes Wolfsgeheul die Stille. Das Pferd machte Halt. Das Geschirr klirrte leise, als ob da? Tier zitterte. Auf dem Schlitten tauchte der Kopf des Manne? aus dem Bärcnpelz auf. Er erhob die Arme und schob die zottige Mütze über die Ohren empor... und saß und lauschte. Es verstrich einige Zeit, ehe das Geheul wiederkam. Doch das Echo wanderte immer noch im Walde umher. Und es war, als ob die Bäume unter dem Laut erbebten. Reif rieselte von Tannenhang zu Tannenhang. Und m einer gewaltigen Kiefer, die am Wege stand, jammerte es plötzlich, ein Krachen von der Wurzel bis zum Gipfel. Dann kam das Geheul wieder. Und nun folgten ihm mehrere. Es war nicht mehr ein Tier, das still stand und in die Luft hinausheulte. ES war ein Rudel, das durch den Wald bellte. Der Mann saß noch einmal still und wog gleichsam daß kläffende Geheul. Dann sprang er aus dem Schlitten. Er riß den Pelz ab. Dann begann er die Mehlsäcke und Kisten herunterzuwälzen, bis nur ein Bottich auf dem leeren Schlitten stand. Dann setzte er sich wieder... und begann dem Pferde zu- zurufen... leise, aber innig rief er... und schnalzte mit der Zunge. Und das Pferd, das fühlte, daß das Gewicht vom Schlitten verschwunden war, begann zu laufen.... in einem schweren, aber unermüdlichen Trab. Seine Hinterhufen schlugen gegen die Vorderhufen, daß ein taktfestes Klingen von Stahl durch den Wald sang. Manchmal ging sein Trab in einen ruckartigen Galopp über... dann verfiel es wieder in Trab, und der Klang des Stahls gegen Stahl sang weiter durch den Wald. Ein weißer Dampf ging von seinen bereisten Weichen aus und flatterte als dünner Nebel zlvischen den Bäumen in die Höhe. Der Mann hatte sich aufgerichtet, daß er kniend aus dem Schlitten stand. Ter Pelz lag neben ihm. Unablässig rief er dem Pferde zu. Seine Nasenflügel dehnten sich witternd in die Luft hinaus. Und die Augen standen starr in dem lauschenden Gesiebt. Das Geheul kam immer näher... und es wurde heiser und hitzig, daß ihm war, als spüre er den Hauch der roten kläffenden Kehlen. Es lag ein mcilenlangcs Gewässer inmitten des Wäldes. Jetzt war es ihm so nahe, daß er hören konnte, wie das Eis sich in der Kälte bildete. Durch das Wolfsgeheul und den Klang der Pferdchufe hindurch hörte er. wie es gleich Schüssen das Eis durchdröhnte, von Ufer zu Ufer. Da lenkte er das Pferd vom Wege ab und auf das Wasser hinunter. Das Pferd tappte vorsichtig durch das knackende schuppige Eis am Strande. Aber im selben Augenblick, als seine scharfen stäh- lernen Schuhe auf dem starken blanken Eise Fuß faßten, griff eS aus. Vom Eise ertönte in dem Augenblick ein gewaltiger Ton... ein singendes Krachen, das sang und sang, als schlügen die stäh- lernen Hufe unablässig gegen ein ungeheures Glockenspiel. - 95— Die Fahrt ging immer schneller, in dem Maße, wie das Pferd fich an das Laufen auf dem Eise gewöhnte. Der Mann saß mit gebeugtem Kopf und wehrte sich gegen die .Eissplitter, die von den Hufen emporsprudelten. Nun erklang das Wolfsgeheul ganz nahe. Er sah fich um und erblickte ein ganzes Rudel, das sich auf dem Eise tummelte. Sie konnten nicht stehen. Sie glitten aus und fielen übereinander, bis sie in einem großen Haufen dalagen. Er lachte, als er es sah... Ein Gelächter, das wie ein Husten klang..., ein kurzes, herausgestotzenes Lachen. Dann wurde er ernsthaft wie zuvor und begann dem Pferde innig zuzurufen. Als er sich wieder umsah, waren die Wölfe in die Höhe ge- krabbelt und in den Wald gelaufen. Und nun erklang wieder das kläffende Geheul. Die Tiere liefen im Waldrande am Wasser entlang. Und er konnte hören, wie sie näher und näher kamen, bis sie drinnen im Walde mit ihm gleichen Schritt hielten. Hie und da konnte er einen oder mehrere zum Strande hinab- kommen, auf das Eis hinaustaumeln, fallen und wieder in die Höhe krabbeln und im Walde verschwinden sehen. Aber dann begann der Hufschlag des Pferdes dumpf und klanglos zu lauten. Er erhob den Kopf und sah sich um, und sein Gesicht verzog sich in einem Augenblick wie im plötzlichen Schrecken. Soweit sein Auge reichte, war das Eis holprig und von Schnee bedeckt. Und nun sah er das ganze Wolfsrudel aus dem Walde stürzen. Sie glitten nicht aus. Sie jagten über die harte weiße Fläche dahin. Sie schössen vorwärts, die zottigen Leiber, als würden sie von einem Sturm über die Fläche getragen. Da nahm er die Axt vom Schlitten. Auf den Knien aufge- richtet, die Axt in der rechten Hand, rief und rief er dem Pferde zu. Und jetzt rief er laut und wild. Aber als ihm die Tiere so nahe waren, daß er den weißen Schaum aus dem roten Rachen hervorquellen sah, bekam er einen plötzlichen Einfall. Er löste den langen Lederriemen und ließ ihn dem Schlitten nachschleppen. Indes geschah das Merkwürdige, daß die Wölfe hart hinter dem Ende des Strickes dem Schlitten folgten. Die blutunter- laufencn Augen der Tiere hingen wie behext an diesem mystischen Strick. Nicht einer wagte daran vorbei und auf das Pferd und den Mann zuzurennen. So ging es... lange Zeit. DaS Pferd lief nun in einem wilden, schreckgejagten Galopp. Da atmete Steinar plötzlich auf, als ob ihn alle Angst ver- ließe. Und ein kurzes Freuoengebrüll bahnte sich den Weg durch seine Kehle. Vor ihm lag das Eis wieder spiegelblank und endlos. Aber gerade als das Pferd die Stahlhaken in das blanke Eis bohrte, glitt es aus... Ein Hufeisen hatte sich gelockert. ES stürzte in die Knie.... sprang auf. stürzte aber wieder. Da durchzuckte Steinar ein blitzschneller Gedanke. Er wälzte den großen Bottich vom Schlitten und verkroch sich darunter. Im Nu machten sich die Wölfe über das Pferd her. Es riß seinen Kopf in d,e Höhe und schrie..., ein wilder, schmetternder Schrei. Aber der Schrei war noch nicht erstorben, als es auch schon in Stücke gerissen war. Es war ein Haufen blutiger Fasern, wäh- rcnd ihm der Todesschrei noch zum Halse hinausröchelte. Steinor schielte unter dem Bottich hervor und sah die Wölfe über dem Pferde, dicht, wie Fliegen über einem Aas. Und jetzt vernahm er wieder Geheul aus dem Walde dringen. Wie vom Blutgeruch angelockt, kanicn neue Rudel zum Wasser hinab. Der Tag schwand. Steinar saß unter dcnl Bottich, während die Nacht ihr Dunkel zwischen die Bäume des Waldes ergoß und der Mond sein blaues Licht über das blanke Eis legte. Er saß und hörte, wie im Fleische geschmatzt und wie die Knochen zwischen den starken Zähnen zersplittert wurden. Und er hörte hie und da einen schnappenden, rasenden Biß. Gegen Morgen begannen Schnauzen am Rande des Bottichs zu schnüffeln. �, Er saß mit der Axt in der Faust. Und als eine zottige Tatze sich grabend unter den Rand des Bottichs hindurchzwängte, schlug er mit der Axt darauf. Ein Schinerzgeheul ertönte, und die abgehauene Tatze blieb wieder unter dem Bottich liegen. Aber draußen entstand in diesem Augenblick eine entsetzliche Balgerei. Und er hörte einen Wolf elendiglich jammern, (Schluß folgt.) I�inclerkleiäung. Die Kleidersrage spielt eine nicht so unbedeutende Rolle, wie eZ den Anschein hat. Und namentlich nicht beim Kinde. Das Kleid wirkt auf den noch unverdorbenen Schönheitssinn des Kindes und somit auf seinen Charakter. Mit einfachen Mitteln kann inan hier ebenso schöne wie praktische Erfolge erzielen. Man gehe daher nicht in ein Kaufhaus, um dort 10 oder 20 M. für ein geschmackloses Kinderkleid auszugeben. Mau t»hme auch nicht irgend ein Modenblatt zur Hand, um etwa» Passendes für fein Kind zu suchen und eS dann der Schneiderin zu geben oder im günstigen Fall selbst danach zu schneidern— hübsch nach der Mode. Diese Mode will es, daß so und so viele Unterröcke und anderes Beiwerk getragen wird. Auch die Frau, die für sich und ihre Mitschwestem ReformUeidung anstrebt, macht nur halbe Sache, wenn sie nicht beim Kinde anfängt. Natürlich darf das Kleid des Kindes nicht ohne weiteres die heutige Reformtracht der Frau nachahmen. Beim Kinde ist es ganz gleich, ob der Rock in Brusthöhe oder Taillenhöhe ansetzt. Kinderkleider, die allen hygienischen und künstlerischen Anforde« rungcn entsprechen, sind mit wenig Mitteln herzustellen. Der Grieche nkittel(Abb. 1) ist weiter nichts als ein . Abbildung 1. Schnitt für Griechcnkittel. ßmBrvch fh16 breit Bruch ISan VordsrAusstimrf �. I smmititt m-so Die 30 cm weite Oeffnung darf nicht In der Seitennaht gelassen werden, fonoern gehört oben aus die Schulter. gerades, quadratisches Stück leichten Stosfes mit einem Halsausschnitt und einer offenen Stelle in der Rat, Ivo die Aermchen durchschlüpfen. In der Mitte wird der Kittel lose mit einer Schnur gehalten. Dt« Schnur ist fflj: 18 und 12 Pf. fertig im Warenhause zu kaufen. Der gleichfalls sehr einfache und sehr kleidsame Russen« kittel(Abb. 2 und 3) ist ebenso leicht und schnell herzustellen. Zlbbildung 2. Russenkittel für ein g jähr« Mädchen. 70— 75 cm laug. ShoFFbruch SFoFFbreite 70-60 Wenn 70 cm breit, werden unten Zwickel angesetzt. Beide Kleidchen erfordern eine halbe Swnde Arbeitszeit und jede? 1— l'/, Meter einfach breiten Stoff, je nach der Größe des KindeS. Doch dürfen die Kleidchen nur bis zum Kniegelenk getragen werden, so daß das niedliche Kinderbeinchen sichtbar bleibt und nicht als kurzer Stummel erscheint, wodurch die ganze niedliche Figur deS Kindes beeinträchtigt wird. Zu dieser einfachen Tracht paßt am besten offenes Haar, durch schmales, helles Band lose gehalten ohne Knoten und Schleife. Die Herstellung der Kleidchen ist die denkbar einfachste, da sie nur eine oder zwei' Nähte haben, und die denkbar billigste, weil nur sehr wenig und leichter, einfacher Stoff erforderlich ist. Am besten eignet fich zum Griechenkittel ein einfarbiger, heller Waschstoff, wie Mousseline, Batist, Zephir init eingewebter Bordüre, wie eS auf dem Bilde sichtbar ist. Selbstverständlich ohne Garnitur. Das Kind selbst muß daS Kleid schmücken, wie eS umgelehrt vom Kleide ge- schmückt wird. Der Körper darf auch nicht mit einengender Unterkleidung belastet werden. Die Unterkleidung muh der Witterung und der Jahreszeit entsprechend sein. Für den Sommer eignet sich be- sonders der Griechenkittel; darunter lasse ich mein Kind nur ein poröses(sogenanntes) Badehöschen tragen. An heißen Tagen fällt Abbildung 3. Fertiger Griechenkittel. auch diese? weg. Bei kühler Witterung werden Hemdhöschen an- gezogen, je nach der Teniperatur wärmere oder leichtere. Bei kaltem Wetter werden Wadenstrümpfchen und ein Leibchen angelegt, woran ein paar kurze Kniehöschen befestigt werden.— Werden lange Strümpfe getragen, so sind auch die Strumpfhalter daran zu befestigen. Unter allen Umständen aber sind Strumpfbänder zu der- meiden. An wärmeren Tagen geht meine Kleine barfuß in Sandalen, auch zur Schule. Ucberhaupt ist bequemes leichtes Schuhwerk sehr wesentlich. Als Kopfbedeckung lasse ich mein Kind ein kleines rotes, sehr kleidsames Käppchen, wie es für SV Pf. er- hältlich ist, tragen. Im Winter ist eine gestrickte, weißwollene Mütze, waschbar und für 90 Pf. erhältlich, zu empfehlen. AlS Wintcrkleidchen ist auch der Russenkittel empfehlenswert, da er sich vorzüglich in wärmeren Stoffen wie Cheviot, Kaschmir, Tuch und Samt herstellen läßt. Am vorteilhaftesten jedoch ist ein Woll- stoff, der sich ohne Schaden waschen läßt, wie: Wollbatist, Cheviot, Kaschmir usw. Helle lichte Farben sind natürlich am kleidsamsten und lasten sich auch am besten waschen. Doch ist auch ein Russeukittel aus rotem Wollstoff oder ein blauer, mit rotem handbreiten Stoffbesatz am Saumende, sehr hübsch und kleidsam. Kombinationen muß man natürlich dem Schönheitssinn des einzelnen überlasten. Lola Haase-Frisch. Liemes Feuilleton. Aus dem Tierleben. Ratten. Die Ratten sind aktuell, sie haben in China und in der Mandschurei die Pest verbreitet und Gerhart Hauptmann zu einem Drama inspiriert. Tiere, die solche Katastrophen herbeiführen, verdienen genauer gekannt zu sein, und man muß dem französischen Arzt Dr. A. Calmette Dank dafür sagen, daß er uns einen Blick in die Geschichte der interessanten Nager tun läßt. In der .Revue du Mois" erklärt er kurz und bündig, daß die Rattert auf dem besten Wege sind, die ganze Welt zu er- obern. Der Eroberer ist aber nicht„nrns rattus", die alte Hausratte, die schon im grauen Altertum bekannt war. und auf die Hunde, Katzen, Schweine und Nachteulen erfolgreich Jagd machten, sondern„mus äsoumsnus", die Wander- oder Kanalratte. Ihre Geschichte reicht nicht allzuweit zurück. Die Wanderratte wird zum erstenmal im Jahre 162V erwähnt; damals traf man sie nur in Indien»md in Persien. Nach Europa kam sie im Jahre 1727: sie wanderte aus Indien aus, weil daS Land zu jener Zeit unter schweren Hungersnöten litt und ganz Zentral« ästen bis zum Kaspischen Meere von Erderschülterungen heimgesucht wurde. In unabsehbaren Scharen zogen die Ratten bei Astrachan über die Wolga; sie überfluteten daS süd- liche Rußland und tauchten im Jahre 175V in Ostpreußen auf. Drei Jahre später hielten sie ihren Tinzug in Paris; innerhalb weniger Tage vernichtete man dort IS VVV Ratten, aber es blieben noch genug übrig. Als die französische Regierung Anstalten traf, die Abdeckerei von Montfaucou zu verlegen, kam«S, wie der Zoologe Bell erzählt. in Paris zu lebhaften Protestkundgebungen: man fürchtete, daß die um ihre ge« wohnliche Nahrung gebrachten, ausgehungerten Ratten die Häuser überfallen und dort große Verheerungen anrichten würden. In die Abdeckerei warf mau alle Tage eine Anzahl Pferdekadaver, oft bis zu 35 an einem Tage, am andern Morgen waren alle Kadaver bis auf die Knochen aufgefrcsten. Kurze Zeit darauf eroberte die Kanal- rotte auch Schweden und Norwegen, und man kann annehmen, daß sie sich selbst durch bittere Kälte nicht verdrängen läßt; findet man sie doch selbst an den nördlichsten Gestaden der skandinavischen Halb- insel. Jütland war' lange durch einen Meeresarm, den Limfjord, gegen die Invasion der Ratten geschützt. Als aber in einer Herbst- nacht des Jahres 1847 einige Fischer auf dem Fjord waren, sahen sie plötzlich ihre Barken von zahllosen Ratten umgeben; die Tiere schwammen nach Norden hin, landeten auf der Halbinsel Thy, der- drängten von dort die alte schwarze Ratte und ließen sich häuslich nieder. Im Jahre 1865 gründete die Kanalratte Kolonien in Amerika; sie war wahrscheinlich zu Schiff herübergekommen. Im Jahre 1900 war sie bereits bis zu den Grenzen deS ewigen EifeS vorgedrungen. Heute verwüstet die Wanderratte auf den Antillen und auf den Azoren die Kaffee-, die Bananen-, die Zuckerrohr- und die Orangen- Pflanzungen. Im Nordosten von England gibt es eine Insel von 25V Hektar, auf der noch vor 15 Jahren 300v Rinder prächtige Weideplätze fanden. Die Insel ist von der englischen Küste durch eine 450 Meter breite Wasterstraße gettennt. Diese Wasserstraße haben die Natten über- schwomiben, um von der Insel Besitz zu ergreifen. Man kann kaum den Fuß auf den Boden setzen, ohne in einen Rattenbau zu fallen. Die gefährlichen Nager fresten die Wurzeln der Pflanzen, so daß kaum noch eine Spur von grüner Weide zu finden ist. Man hat schon oft den Versuch gemacht, die Eindringlinge zu vernichten, indem man die niedrig gelegenen Teile der Insel unter Master setzte; die Ratten kletterten aber auf die Böschungen und warteten dort ruhig ab, bis die Master sich wieder verlaufen hatten. Daß die Ratten jedes Jahr in den Schiffsladungen, auf den Docks, in den Getreidespeichern und in den Plantagen ungeheure Verwüstungen anrichten, ist bekannt. Sie fresten einfach alles: Getreide, Wurzeln, junge Triebe, Baumrinden, Aas, Tauben, Hühner, junge Enten und Eier. Man weiß auch, daß die Ratten schlafende Kinder und hilflose alte Leute angreifen. Nielson erzählt in seinem Buch über die skandinavische Fauna die Ge- schichte eineS alten Mannes, der auf einem Heuhaufen von Ratten überfallen und von ihnen buchstäblich bei lebendigem Leibe aufgefressen wurde. Am gefährlichsten aber find die Ratten als Verbreiter ansteckender Krankheiten. Im Jahre 1898 entdeckte Dr. Simond, der vom Pafteur» Institut nach Bombay geschickt wurde, daß die Natten von einer chronischen Form der Pest befallen werden können, die sie, ohne selbst daran zu sterben, auf den Menschen übertragen. Die Verbreitung der Krankheit geschieht durch Flöhe. Man hat da» erst bestreiten wollen, indem man behauptete, daß die Rattenflöhe niemals auf einen Menschen sprängen. Diese Behauptung hat sich jedoch als ein Irrtum erwiesen, und eS steht jetzt fest, daß eS der Floh ist, der das Pestgift von der Ratte auf den Menschen überttägt. Durch die Ratten können ferner die Trichinose, die.Influenza der Pferde' und die Tollwut verbreitet werden. DaS alles ist so widerlich, daß Dr. Calmette recht hat. wenn er die ganze Menschheit zum Kampfe gegen die Ratten aufruft. Technische?. Kohlenersparnis durch neue Turbinen. Die Nieder- drucklurbinen für Dampfbetrieb, die von dem hervorragenden ftan- zöfifchen Ingenieur Rateau erfunden worden sind, lenken durch eine Veröffentlichung im.Bulletin der Französischen Gesellschaft zur Ermutigung der Industrie' von neuem die Aufmerksamkeit auf sich. Diese Turbinen haben bekanntlich den Zweck, eine volle Ausnutzung des Dampfes herbeizuführen, indem sie noch neben den Dampf- Maschinen betrieben werden und einen ansehnlichen Betrag von Kraft geben, ohne daß darum ein Pfund Kohle mehr verbraucht wird. Wollte man den in der ersten Maschine nicht völlig verwerteten Dampf durch weitere Kolbenmaschinen ausnutzen, so müßten diese außerordentlich große Zylinder erhalten, wa» in mehr als einer Hinsicht bedenklich wäre. Eine Turbine hingegen kann ge- waltige Mengen von Dampf verschlucken und zur Wirkung bringen. Durch eine derartige Anlage soll nach der angegebenen Quelle eine große Stahlfabrik in«nierika eine jährliche Ersparnis von 1'/« Millionen Mark an Kohle machen. Der aus der gewöhnlichen Dampfmaschine entweichende Dampf wird in einem sogenannten Akkumulator gesammelt, der in einem einsacken fest verschlostenen Behälter besteht. Er spielt gewistermaßen die Rolle eines Gas- motorS, in dem der Dampfdruck genau kontrolliert werden kann. Von hier gelangt der Dampf nach drei Turbinen, deren eine zum Betrieb einer Dynamomaschine dient, während die anderen je eine Maschine zum Pressen von Stahl in Bewegung setzen. Die Turbinen verbrauchen ungefähr 11 Kilogramm Dampf für die entwickelte � Pferdestärke. Durch die Turbinen sind andere Motoren überflüssig gemacht worden, die ihren Dcmtpf unmittelbar aus den Kesteln be» zogen. Außer ihnen hat die Fabrik infolgedesten 28 Kestel ab« schaffen können, die nicht weniger als 120 Tonnen Kohle in jeder Stunde verbrauchten. Danach scheint hier ein ganz großer Fort« schritt erzielt zu sein. Merantw. Redakteur: Richard Barth, Berlin.— Druck u. Verlag: vonoärtsBuchdruckerei u.Verlagsanstalt Paul SingerjiCo.,Berlin LXV.