Hlnterhaltungsblatt des Horwärts Nr. 67. Mittwoch öen 6. Apnl� 1911 lNachdruS verdoten.1 23 Das Gemeindckind. Erzählung v. Marie v. Ebner-Eschenbach. 2. An den Vorstand der Gemeinde Soleschau trat nun die Kroge heran: Was geschieht mit den Kindern der Verurteil ten? Verwandte, die verpflichtet werden könnten, für sie zu sorgen, haben sie nicht, und aus Liebhaberei wird sich niemand dazu verstehen. In seiner Ratlosigkeit verfügte sich der Bürgermeister mit Pavel und Milada nach dem Schlosse und ließ die Guts frau bitten, ihm eine Audienz zu gewähren. Sobald die alte Dame erfuhr, um was es sich handelte. kam sie in den Hof geeilt, so rasch ihre Beine, von denen eins merklich kürzer als das andere war. es ihr erlaubten. Das scharf geschnittene Gesicht vorgestreckt, die Brille auf der Adlernase, die Ellbogen weit vorgeschoben, humpelte sie aus die Gruppe zu. die ihrer am Tore wartete. Der Bürger- Meister, ein stattlicher Mann in den besten Jahren, zog den Hut und machte einen umfänglichen Krabfuß. „Was will Er?" sprach die Schloßfrau, indem sie ihn mit trüben Augen anblinzelte.„Ich weiß, was Er will: aber da wird nichts daraus, um die Kinder der Strolche, die einen braven Pfarrer erschlagen haben, kümmr' ich mich nicht.. Da ist ja der Bub. Wie er ausschaut! Ich kenn ihn: er hat mir Kirschen gestohlen. Hat Er nicht?" wandte sie sich an Pavel, der braunrot wurde und vor Unbehagen zu schielen begann. „Warum antwortet Er nicht? Warum nimmt Er die Mütze nicht ab?" „Weil er keine hat." entschuldigte der Bürgermeister. „So? Was sitzt ihm denn da auf dem Kopf?" „Struppiges Haar, freiherrliche Gnaden." Ein helles Lachen erscholl, verstummte aber sofort, als die Greisin den dürren Zeigefinger drohend gegen die erhob, die es ausgestoßen hatte. „Und da ist das Mädel. Komm her." Milada näherte sich vertrauensvoll, und der Blick, den die Gutsfrau auf dem freundlichen Gesicht des Kindes ruhen ließ, verlor immer mehr von seiner Strenge. Er glitt über die kleine Gestalt und über die Lumpen, von denen sie um- hangen war, und heftete sich auf die schlanken Füßchen, die der Staub grau gefärbt hatte. Einer der plötzlichen Stimmungswechsel, denen die alte Dame unterworfen war. trat ein. „Allenfalls das Mädel," begann sie von neuem,„Null ich der Gemeinde abnehmen. Obwohl ich wirklich nicht weiß, wie ich dazu komme, etwas zu tun für die Gemeinde. Aber das weiß ich. das Kind geht zugrunde bei Euch, und wie kommt das Kind dazu, bei Euch zugrunde zu gehen?" Der Bürgermeister wollte sich eine bescheidene Erwiderung erlauben. „Red Er lieber nicht," fiel die Gutsfrau ihm ins Wort, „ich weiß alles. Die Kinder, für welche die Gemeinde das Schulgeld bezahlen soll, können mit zwölf Jahren das A vom Z nicht unterscheiden."— Sie schüttelte unwillig den Kopf, sah wieder auf Miladas Füße nieder und setzte hinzu:„Und die Kinder, für welche die Geineinde das Schuhwerk zu bestreiten hat. laufen alle barfuß. Ich kenn Euch," wies sie die abermalige Einsprache zurück, die der Bürgermeister erheben wollte,„ich Hab es lang aufgegeben, an Euren Einrichtungen etwas ändern zu wollen. Nehmt den Buben nur mit und sorgt für ihn nach Eurer Weise: der ver- dient'S wohl, ein Eemeindekind zu sein. Das Mädel kann gleich da bleiben." Der Bürgermeister gehorchte ihrem entlassenden Wink, hocherfreut, die Hälfte der neuen, seinem Dorfe zugefallenen Last losgeworden zu sein. Pavel folgte ihm bis ans Ende des Hofes. Dort blieb er stehen und sah sich nach der Schwester um. Es war schon eine Dienerin herbeigeeilt, der die gnädige Frau Anordnungen in bezug auf Milada erteilte. „Baden," hieß es,„die Lumpen verbrennen, Kleider auS- suchen ans dem Vorrat für Weihnachten." Bekommt sie auch etwas zu essen? fuhr es Pavel durch den Sinn. Sie ist gewiß hungrig. Seitdem er dachte, war es seine wichtigste Obliegenheit gewesen, das Kind vor Hunger zu schützen. Kleider haben ist schon gut, baden auch nicht übel, besonders in großer Gesellschaft in der Pferdeschwemme.— Wie oft hatte Pavel die Kleine hingetragen und sie im Wasser plätschern lassen mit Händen und Füßen!— Aber die Hauptsache bleibt doch— nicht hungern. „Sag, daß Du hungrig bist!" rief der Junge seiner Schwester crmahnend zu. „Jetzt ist der Kerl noch da! Wirst Dich trollen?" hallte es vom Schlosse herüber. Der Bürgermeister, der schon um die Ecke des Garten- zauns biegen wollte, kehrte um, faßte Pavel am Kragen und zog ihn mit sich fort. Drei Tage dauerten die Beratungen der Gemeinde- vorstände über Pavels Schicksal. Endlich kam ihnen ein guter Gedanke, den sie sich beeilten auszuführen. Eine Deputation begab sich ins Schloß und stellte an die Frau Baronin das untertänigste Ansuchen: weil sie schon so dobrotiva(allergütigst) gewesen, sich der Tochter des unglück- lichen Holub anzunehmen, möge sie sich nun auch seines Sohnes annehmen. Der Bescheid, den die Väter des Dorfes erhielten, lautete hoffnungslos verneinend, und die Beratungen wurden wieder aufgenommen. Was tun? „Das in solchen Fällen gewöhnliche," meinte der Bürger- meister:„der Bub geht von Haus zu Haus und findet jeden Tag bei einem anderen Bauer Vcrköstigung und Unterstand. Alle Bauern lehnten ab. Keiner wünschte den Spröß- ling der Raubmörder zum Hausgenossen der eigenen Spröß- linge zu machen, wenn auch nur einen Tag lang in vier oder fünf Wochen. Zuletzt wurde man darüber einig: Der Junge bleibt, wo er ist— wo ja sein eigener Vater ihn hingegeben hat: bei dem Spitzbuben, dem Gemeindehirten. Freilich, wenn die Gemeinde sich den Luxus eines Ge- Wissens gestatten dürfte, würde es gegen dieses Auskunfts- mittel protestieren. Der Hirte(er führte den klassisckien Namen Virgil) und sein Weib gehörten samt den Häuslern, bei denen sie wohnten, zu den Verrufensten des Ortes. E r war ein Trunkenbold, sie. katzenfalsch und bösartig, hatte wiederholt wegen Kurpfuscherei vor Gericht gestanden, ohne sich dadurch in der Ausübung ihres dunkeln Gewerbes be- irren zu lassen. Ein anderes Kind diesen Leuten zu überliefern, wäre auch niemandem eingefallen: aber der Pavel, der sieht bei ihnen nichts Schlechtes, das er nicht schon zu Hause hundert- mal gesehen hat. � c, So biß man denn in den sauren Apfel und bewilligte jährlich vier Metzen Korn zur Erhaltung Pavels. Der Hirt erhielt das Recht, ihn beim Austreiben und Hüten des Viehes zu verwenden, und versprach, darauf zu sehen, daß der Junge am Sonntag in die Kirche und im Winter so oft als möglich in die Schule komme. Virgil bewohnte mit den Seinen ein Stübchen in der vorletzten Schaluppe am Ende des Dorfes. Es war ein Klafter lang und ebenso breit und hatte ein Fenster mit vier Scheiben, jede so groß wie ein halber Ziegelstein. Aufgemacht wurde es nie, weil der morsche Nahmen dabei in Stücke ge- gangen wäre. Unter dem Fenster ftand eine Bank, auf der der Hirt schlief, der Bank gegenüber eine mit Stroh gefüllte Bettlade, in der Frau und Tochter schliefen. Den Zugang zur Stube bildete ein schmaler Flur, in dessen Tiefe sich der Herd befand. Er hätte zugleich als Ofen dienen follen, er- füllte aber nur selten eine oon beiden Bestimmungen, weil die Gelegenheiten, Holz zu stehlen, sich immer mehr ver- minderten. So diente er denn als Aufbewahrungsort für den mageren Vorräte an Getreide und Brot, für Virgils nie ge- reinigte Stiefel, seine Peitsche, seinen Knüttel, für ein schmutz» farbiges Durcheinander von alten Flaschen, henkellosen Kör- Ben, Töpfen trab SHerben, tvürdig des PiivsclS euicS Realisten. Zwischen dem Gerümpcl hatte Pavel eine Lagerstätte für Milada zurechtgemacht, auf der sie ruhte, zusammengerollt wie ein Kätzlein. Er streckte sich auf dem Bodeu, dickt neben dem Herde aus, und lvenn die Kleine im Laufe der Nacht er- wachte, griff sie gleich mit den Händen nach ihm, zupfte ihn a» den Haaren und fragte: ..Bist da. Pavlicek?" Er brummte sie an:„Biir da, schlaf Du nur," bist sie Wohl auch zum Spaß in den Finger, und sie fließ zum Spaß einen Schrei aus, und Virgil wetterte aus der Stube her- über:„Still, Jlir Raubgesindel. Ihr Galgenvögel!" Bebend schwieg Milada, und Pavel erhob sich unhörbar auf seine Knie, streichelte das Kind und flüsterte ihm leise zu, bis es einschlief. Als er zum ersten Male ohne die Schlvester zur Ruhe gegangen war. hatte er gedacht:„Heut wird s gut, heut weckt er mich wenigstens nicht auf, der Balg." Am frühesten Morgen aber befand er sich schon auf der Dorfstraße rnid lief geraden Weges zum Schlosse. Das stand mitten im Garten, der von einem Trahtgittcr umgeben war; ein dichtes, immer- grünes Fichtengebüsch verwehrte ringsum den Einblick in dieses Heiligtuni. Pavel pflanzte sich am Tore auf. das dem des Hauses gegenüberlag, preßte das Gesicht an die eisernen Stäbe und wartete. Sehr lange blieb alles still: plötzlich jedoch meinte Pavel das Zuschlagen von Fenstern und Türen und verworrenes Geschrei zu hören, meinte auch. die. Stimme Miladas erkannt zu haben. Zugleich erbrauste ein heftiger Windstoß, schüttelte die toten Zweige von den Bäumen und trieb die dürren Blätter im rauschenden Tanze durch die Luft. Zwei Mägde kamen aus dem Dienertrakte zum Hause gelaufen: eine von ihnen wäre beinah über den alten Pfau gestolpert, der im Hofe auf und ob stelzte. Er sprang mit einem so komischen Satz zur Seite, daß Pavel laut auflachen mußte. Im Schlosse und in seiner Umgebung wurde es nun lebendig: es kamen auch Leute zum Gartcntor: wer aber durch dieses ein und ausging, sperrte es langsam hinter sich ab. Eine Vorsichtsmaßregel, die ihrer Neuheit wegen manchem Vorübergchcnden auffiel.— Das Gartentor absperren bei hellichtem Tage: was soll denn das heißen? Wird sich schwer. lieh lange halten, die unbequeme Einführung. Aber sie hielt sich doch zum allgemeinen und mißbilligenden Erstaunen der Dorfbewohner, und nach und nach erfuhr man auch ihren Grund. Dem Pavel wurde er durch Vinsüa, des häßlichen Hirten hübsche Tochter, in folgender Weise mitgeteilt: „Du Lump, Du', Deine Schwester ist just so ein Lump wie Du: Die Petruschka aus der herrschaftlichen Küche sagt. daß die gnädige Frau es mit Deiner Schwester treibt wie mit einem eigenen Kinde, und Deine Schwester will immer auf und davon. Darum wird das Schloß jetzt abgesperrt wie eine Geldtnche. Wenn ich die gnädige Frau wäre, ich möcht solche Geschichten nicht machen: was ich tat, weiß ich.... Deinen Batcr hat man am Hals aufgehängt. Deine Schwester würde ich an den Händen und Füßen binden und an die Wand hängen." Dieses Bild schwebte dem Pavel den ganzen Tag vor Augen, und nachts verschwamm es ihm mit einem anderen, dessen er sich ans der Kindheit besann. Da hatte er gesehen, wie der Heger ein gefangenes blut- junges Reh aus dem Walde getragen hatte. Die Läufe waren ihm mit einem Strick zusammengeschnürt, und an denen hing es an, Stock über des Hegers Rücken. Pavel erinnerte sich, wie es den schlanken Hals gebogen, die Ohren gespitzt und das Haupt emporzuheben gesucht: er erinnerte sich der Verzweiflung, die dem feinen Geschöpf aus den Augen ge- schaut hatte. Im Traume kamen ihm diese Augen null vor— aber wie Miladas Augen. .lLortsetzung folgt.x Wadiivii Meieren.] Der Schnauzl* Bon Karl Schönherr. ' Rahe dem„Spridrigwäldchen", in der„Auit'n* ist eine ilcmc Froschlackc: wer den Mund recht voll nehmen will, mag sie, wie eö der Besitzer tut. auch„Waldsee" nennen. ja*. fOOit an der Froschluckc hinter dem dichten Erlenöusch hat ein Karrner vorgestern abend sein Hündchen geschlachtet. Heute noch ist dag ganze Dorf gegen den rohschlächtigen Kärrner auf. Wer wer hat denn nur auch das Lügcngcsätzlein erfunden:„Jedes Haserl findet sein Grascrl?" Ein Jemand hat so den armen Mann mit der Stube Volk Kinder getröstet. Und der drauf mit einem tiefen Seufzer: „Ach ja. war' alles recht! Aber meine Kinder, Gott sei'S ge» klagt, die essen kein GraSl" Im„Spridrig" draußen, wo der Karrnerwagen steht, denkt euch, da hätte es nicht einmal ein Mäulchcn voll Gras gegeben» so glatt gerupft waren Acker und Wiese. Die Karrnerkinder hätten cS vielleicht gegessen, denn die waren wie hungrige Wölfe. Unter der schmierigen Plache des WagcnS stecken sie zu fünft die zausige U Köpfe hervor und schreien, wie die hungrigen Raben: „Vater, o, Muetter, ol Kochen... fied'n und brai'n.,, ess'i,.. Das Kleinste, so ein weißblondes Schimmekchen, das war der ärgste Schreihals. Schrie so arg, daß selbst der Schnauzl, der dm Schritte vor dem Karren liegt und scharfe Wackt hält, nur so verwundert aufschaut. Ihm knurrt ja auch sein Hnndemagen. Wenn da jedes gleich so schreien wollte! Die Mutter kauert vor dem Karren auf dem Boden; sie hat die hochgezogenen Knie mit den Armen umspannt und späht wie ein Raubvogel die Gegend nach Nahrung ab; um und um nichts; keinen Erdapfel in der Furche, kein einziges Maiskölbchen haben die Bauern bei der Fecksung vergessen. Denn eS ist ein hungrige? Jahr, und die geizigen Bauern muß man nur kennen. Der Vater scheucht die zansigcn Schreihälse mit dem Stock in den Wagenfond zurück. „Und Tu, kleiner Sckümmcl... kein' Muckser mehr!" Drücken sich die Kinder auf ein Weilchen ins Stroh und kichern untereinander: „Ter Vater, ha! Der hat ein' guten Schnellsicder! Mit dcnr ist gleich'kocht!" Der Vater tut nur so grob. Gab' ihnen auch lieber zu essen. „Aber wenn nichts da ist— da sied' oder brat'l" Er späht scharf scldcinwärts nach seinem ältesten Buben aus, den er auf Vettel und Dieberei ausgeschickt hat. Jeden Augenblick muß er kommen, und der kommt getviß mit vollen Taschen. Denn für den Lixilcx gibt eS nicht Schloß noch Riegel- der schlüpft durch jedes Kellerloch. Ter Lixilcx ist ein junger Mesiterdirb. Es währt kein Vaterunser lang, da wagen sich die zausigeni Köpfe wieder unter der Plache hervor; zuerst zaghast, das weiß» blonde Schimmclköpfchen, dann die anderen der Reihe nach,,» eins... zwei... drei... vier... „Vater, o, Muetter, o, wenn kocht'S denn amal...", Der Vater greift wieder nach seinem„Schnellsicder"; im Nu verschwinden die Köpfe. Tie Mutter späht wie ein Raubvogel nach Nahrung aus. Ilm und um nichts. „Da sied' oder brat'l" Feldwärts kommt der Lixilex. Der kommi wie gerufen. „Ter Lixilexl Kinder I Ter bringt Zehrung... Der bringt alle Tasch'n volll" schreit die Mutter. Da geht eS im Karren kunterbunt durcheinander; ein Geschrei und ein Kreischen wie von jungen Raben. �• Der Vater mustert den näherkommenden Lex mit scharfen Augen. Läßt seine prüfenden Blicke an dem dürren Jungen auf» und nicderschweifcn; dann fängt er an die Stirn zu runzekn; denn nirgendwo erspäht er an den Taschen des Lixilex eine Ausbuchtung, die auf Beute schließen liehe. Dafür hat der Kärrner einen guten Blick Ter Junge bat cs nicht eilig mit dem Näherkommen; mögen die Kinder noch so schreien und die Hälse aus dem Karren strecken. „Lixilexl Lauf! Lauf! Was hast kriegt, Erdäpfel und Brot.« und Speck?" „An Treck l" schreit ihnen der Junge entgegen.»Den Buckel voll Schlag' Hab' i kricgtl" Und bedcutscht den Vater: „In der Kellerlncke beim Kürbisbauer bin ich stecken blieben. und da haben sie mich gedroschen, der alte Kürbis und die Kllrbisin l Aber schon ganz anders!" Und reibt sich den schmerzende» Rücken. Nun drischt ihn der Vater. Die erbosten Kinder ballen untec der Plache hervor die Fäuste gegen den Lex und eifern den Vater an: „Vater! Nur fest; mit dem Scknellsiedcrl" Das kleine Schimmelcken wirft gar einen alten Hasendeckck nach dem Jungen. Aber der nimmt das Leben nicht schwer. Streck! die Zunge heraus, lacht zu den Schlägen und freut sich wie ein Schneekönig, daß Schimmelchens Wurfgeschoß sein Ziel verfehlt hat; „Schleck' auf... Schimmelkopf l". Die Mutter späbt wie ein Raubvogel die Gegend nach Nahrung ab. Um und um nichts! „Da sied' oder brat'l" Bleiben ihre Augen plötzlich an dem»«achchaltenden Schnauzl bangen; begehrlich aufleuchtend wie Habichtsaugen. DoS merkt der Karrner. Er sieht die Mutter eine Weile nur so groß an. Ganz angstvoll. Tann sagt er drohend, langsam: „Dul Altcl Halt' Deine Augen im Zauml" Seine Blicke funkeln wie ein bloßes Messer. Die Mutter ha! ja nur den Schnauzl ein bißchen fixiert. Aber der Kärrner kam davon ganz aus dem Häuschen. Eine richtige Angst hatte ihn ge* packt:> _ /Auf, Alte! In» Dorf! Wir zwei.», ich und Tu! Und It» ßeflhen wir einem Bäck'... ich reiß' ihm sein' Brotkorb weg... nnd find' ich kein' Kellerluck'n offen... i renn' mit dem Schädel ein Loch durch die Mauer l" „Und der Schnauz! halt' schon Wach' derweil vor dem Karren ... gelt. Schnauzl, bis wir kommen.. find er streichelt das Hündchen und kraul ihm das zottige Fell und tut ihm schön, wie noch nie. Es fehlte nicht viel und der harte Kärrner hätte wässerige Augen bekommen. Ter Schnauzl wedelt und heftet seine klugen, schwarzen, bläu- lich schillernden Acuglein ganz vorwurfsvoll auf seinen Herrn, als wollte er sagen: „Hab' ich vielleicht einmal nicht Wach' gehalten? Tat' schon bitten!" Sie torkeln selbandcr dem Torfe zu, er und sie; alles liegt still. Di� feuchten Herbstnebel krochen über die Gasse. Sie tappten von Haus zu Haus, von Tür zu Tür. Niemand öffnete. Die Bauern lagen schon in den Federn oder hinter dem Ofen. Ja. wenn es gegen den Spätherbst geht, werden die Bauern faul wie Murmel- tiere. Und wo sich ein Fenster auftat und man sah daL Kärrner- paar, da hieß es: „Schert euch; Diebsleuten gibt man nichts!" Und klirr das Fenster wieder zu. Kein Bäcker mit Brot kam des WegeS; keine Kellerlucke war offen. Und mit dein Schädel durch die Mauer... ist leichter gesagt als getan. Mso wieder heim, ohne Zehrung und Futter. Die Karrnerin redet kein Wort und läßt den Kopf langen; der Kärrner geht in der herbstlichen Dämmerung neben ihr her und hört ihr zu. Schon von weitem vernahmen sie den wilden Chorus der Kinder: „Vater, o. Muetter, o! Sieden... braten... essen..." Je näher sie kamen, desto wilder schwoll das Geschrei. Nur der Schnauzl liegt unentwegt drei Schritte vor dem Karren und lngt scharf ausspähend ins Weite; ein guter, ein getreuer Wächter. Als Vater und Mutter an den Karren kamen, gellt ihnen das Getobe der Kinder entgegen. Sagt die Mutter so vor sich hin: „Wie fett der Schnauzl ist!" Und mustert gierig das Hündchen. Da wurde der Karrner gar wild. Schreit und tobt, daß ihm die Halsadern wie kleine Stricke schwellen: „Fett oder nit fett!" Langt nach seinem Stock und haut seine Alte, daß sie tanzt. Dann Wildaus gegen die Kinder: „Still... auf der Stell'! Oder schlag' euch alle toll" Aber die Kinder sind nicht mehr still. Nur um so länger recken sie ihre Hälse aus dem Karren und schreien wie offene Rebellen: „Schlag' zu... mit Dein' Schnellfiederl Schlag uns ab! Ersparst das Gffi'nl" Läßt der Karrner den Stock langsam sinken; setzt sich neben dem Karren auf den Boden; beginnt zwischen den Zähnen zu Pfeifen. Tie Mutter weiß nichts Gescheites anzufangen; zählt mecha- nisch die zausigen Köpfe: „Eins, zwei. drei, vier... eins, zwei, drei, vier.. Und wo ist der fünfte? Der kleine Schimmelkopf ist nicht da; der wildeste, ungebcrdigste Schreihals. Tie Mutter tritt näher; ficht unter die Plachc. Da sitzt das Schimmclchen zusammengekauert im Karrcnstroh; nagt und saugt— woran denn nur? „Jesus Maria! An alten Lederfleck nagt'S an, daS Schimmel- köpsll' Und Muttcrs Stimme schnitt wie ein Messer. l Schluß folgt.) fleilekfresfenäe pflan�en.'I Jedem Naturfreund ist es heute bekannt, daß eS.fleisch« sressende" oder, wie sie auch häufig genannt werden,„inselien- fressende" Pflanzen gibt. Erstere Bezeichnung ist vorzuziehen, weil die AuSnüpiing gefangener tierischer Körper daS Ausschlaggebende ist und eS sich dabei ja nickt ausschließlich nur mn Insekten handelt. Wer nicht näher auf dem Gebiete der Pflanzenbiologie orientiert ist, hat kaum eine richtige Vorstellung davon, wie mannigfach die hicrhergehörigen Einrichtungen und welche physiologische und biologische Probleme mit diesem Gegenstände verbunden sind. Auch darüber. w a S eigentlich hinter dieser„Fleisch- sresierei" gewisser Pflanzen steckt, und wie man sich diese für Pflanzen sehr absonderliche Ernährungstätigkeit zu denken habe. dürften in weiteren Kreisen manche unrichtige oder wenigstens un- zulängliche Borstellungen zu finden fein. UcbrigenS dürfte sviel- leicht neben der Blütenmologie und den Sinnesorganen) auf den, Gebiete des Pflanzeiilebens kaum ein Gegenstand zu finden sein, der auch für den Richifachmann so anziehend wäre wie der vorliegende. Und dies zwar schon deshalb, weil die hier zu er- örternden Tatsachen die vielfachsten Beziehungen zu den vichtigsten Erscheinungen deS Pflanzenlebens überhaupt aufweisen. •) Wir entnehmen den vorstehenden Aussatz dem soeben er- schiemnen Bändchen:„Die fleischfressenden Pflanzen" von Prof. Dr. Adolf Wagner. Mit 82 Abbildungen im Text (.Aus Natur und Geisteswelt", Band 344. Berlag von B. G. Tciibner in Leipzig und Berlin. Preis geh. 1,— M., geb. 1,25 M). Die„(Tamibottc* Meischfresserei) und die mit ihr verbundenen Ein- richtungen geben uns ein Bild davon, bis zu welcher Höchstleistung die Anpassung des pflanzlichen Organismus fortzuschreiten fähig ist. So vermag eine genauere Kenntnis dieser absonderlichen Gewächse uns in höherem Matze einen Einblick in die feinere Organisation der Pflanze zu gewähren, als es vielleicht zuerst den Anschein haben möchte. Die neuere Zeit hat mit ihrer den Erdball umspannenden Forsckertätigkeit, mit ihren, gesckärften Blick und den verfeinerten Methoden gerade für daS Verständnis dieser Pflanzengruppe viel Auiklärendes geleistet, so daß es heute möglich ist. ein ziemlich ein» heitlicheS und in der Hauptsache zuverlässiges Bild zu entwerfen. wenn auch noch vieles— und wer weiß, wie bedeutungsvolles l— künftiger Forschung vorbehalten bleibt. Für die Zeit, da die Pflanzenbiologie in ihrer ersten Entwicke- lung stand, war zunächst die Porstellung der Reizbarkeit und dann die des Vorkommens einer Verdauung tierischer Stoffe bei einer Pflanze allerding» ein Riesensprung. Für unser heutiges Wisien iiigen sich die Eigentümlichkeiten dieser biologischen Gruppe der fleisch- fressenden Pflanzen zwanglos in eine Reihe pflanzlicher Er» nährungsarten ein. Bekanntlich vermag die heutige Wisienschaft, sobald sie die Ge- samthcit der Tier- und Pflanzenwelt in Betracht zieht, keinen durch- greifenden Gegensatz zwischen beiden Organismenreichcn namhaft zu machen. Sie sind beide mit den allgemeinen Lebensfunktionen ausgerüstet; wenn zwischen den höher entwickelten Formen beider EntwickelungSlimen einschneidende Unterschiede vorhanden find, so betreffen diese entweder bloß den Grad der Ausbildung �der einzelnen Lebensfunktionei, oder find überhaupt bloß sekundärer Natur. Gerade jene Merkmale, die einstens als die zweifellos auS- schlaggebenden für die Definition des„Tierischen" galten: Reizbar» keit(Empfindungsvermögen) und aktive Bewegung, mußten in dieser Bedeutung zu allererst aufgegeben werden. Gerade hierin stnd Tier und Pflanze prinzipiell am wenigsten verschieden. Hingegen weist die Ernährung bei Pflanzen und Tieren die bedeutsamsten Differenzen auf. In dieser Beziehung gingen die beiden Entwickluugslinien am weitesten auseinander. Trotzdem kam es auch hier zu keiner allseitigen Gegensätzlichkeit. Wohl gibt eS kein Tier, das sich nach Art der grünen Pflanzen nährt; aber es gibt reichlich viele nicht-grüne Pflanzen, welche in ihrer Ernährungsweise(physiologisch!) den Tieren gleichzustellen find. Und unter den grünen Pflanzen gibt eS wiederum einige, bei denen beide ErnährungSarlen kombiniert find. Dieser Prozeß der unmittelbaren Kohlenstoffgewinnung aus der Kohlensäure und die Synthese der Kohlehydrate aus den Elementen im Chlorophyll unter Einwirkung des Lichtes ist ein Ernährungs- Spezifikum der grünen Pflanzen. Da der Tierwelt diese Möglichkeit der Ernährung aus allen Stufen ibrer Entwicklung versagt ist, so ist sie in ihrer Existenz letzten Endes durchaus von der grünen Pflanzenwelt abhängig. Aber auch einen, Teile der Pflanzenwelt geht es nicht besser. Im Laufe der Eutwickelung haben sich im Pflanzenreiche gewisse ernährungsphysiologische Typen herangebildet, bei denen, ganz wie beim Tiere, schon vorhandene organische Stoffe die Nahrungs- quelle bilden. Wenn aber die in Rede stehenden Pflanzen wirklich fleisch- fressende sein sollen, so müsien sie(da in die Pflanze die Nahrnng von Anbeginn an nur von der äußeren Oberfläche auS in die Zellen gelangen. also nur in flüssiger Form überhaupt aufgenommen werden kann) zugleich fleischverdauende Pflanzen fein. Es muß an ihnen die Ausscheidung lösender Stoffe von einer dem Magensäfte gleichwertigen, d. h. peptonifierenden Wirkung statt- finden. Rur solche mit dieser Fähigkeit ausgerüstete Pflanzen find un eigentlichen Sinne als fleischfressende zu bezeichnen. Wenn ferner Jnseklenfang und Sticksioffnahrung auf diesen, Wege zu einer regelmäßigen Tätigkeit werden sollen, dann muß nicht bloß dafür gesorgt sein, daß herankommende kleine Tiere festgehalten werden, sondern auch dafür.— daß sie wirklich herankommen. Wer sich darauf beschränkt, eine offene Mauöfalle hinzustellen und zu warten, bis sich zufällig ein Mäuslein hineinverirrt, der wird hinsichtlich seiner Ausbeute im Nachteile fein gegen denjenigen, der schlau genug ist, in die Falle auch einci, verlockenden Köder zu legen. Es wäre denn, die Falle stünde an einem Orte, an dem so zahlreiche Mäuse vorbeikommen, daß eines oder das andere Opfer unbedingt hineingeraten mutz. Diese Erwägungen deS berechnenden Verstandes hat die Natur bei der Ausrüsiung der fleischfressenden Pflanzen läiigst vorweggenommen; wo die Fangapparate so be- schaffen und angebracht sind, daß auf alle Fälle genügend viele Opscr mit ihnen in Berührung kommen müssen, spielen besondere Anlocknngsmittel keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Wo aber diese Bedingungen nickt genügend gesichert sind, kommt noch ein ganzer Apparat von Anlockungsmitteln dazu, die dann zum Teil mitunter noch in so raffinierter Weise verwendet werden, daß das Opscr seine Lüsternheit unfehlbar mit dem Tode büßen muß. ES ist sicherlich sehr bemcrkcnSlvert, daß wir hier ganz denselben AnlockungSmittelit begegnen, welche die Pflanzen auch anderwärts in mannigfachen Kombinationen anzuwenden gelernt haben, wenn auch nicht im Dienste so raubgieriger Bestrebungen,-- nämlich im Interesse der Bestäubung der Blüten. Diesen selben AnlockungSmitteln, die hier einer harmlosen und gewöhnlich beiden Teilen nützlichen gegenseitigen Anpassung dienen, begegnen wir wicdcnim, teilweise tveiiigsten-?, bei den Insekten- fallen der Carnivoren. Nur dah es sich hier nicht um Bezahlung für geleisteten Liebesdienst handelt, sondern für die ahnungS- losen Besucher um Leben und Tod gebt, d. h. richtiger gesagt: fast immer um den Tod. Die Sarracenien und Nepenthe» haben reichlich Honigdrüse», die aber so angebracht sind, dag das Jnsekl in die Falle gehen mug, aus der e-Z kein Entrinnen mehr gibt. Bei den teilweise das Wasser bewohnenden Utricularien ist eS wieder Schleimabionderung, welche den Köder bildet. Nepenthcn und Sarracenien leuchten in prächtigen Farben, so das; ihre Kannen und Schläuche von Unkundigen häufig für große Blüten angeschen werden. Die Blätter der Drosera- Arten(die auch zugleich durch Rotfärbung auZgezetchnet sind) sowie die von DrosophMum find auffällig durch die im Sonnenscheine gleich Tautropfen glitzernden Schleimtropfen. Auch Gerüche werden angegeben, so für Drosopbz'Uum ein deutlich wahrnehmbarer Veilchengeruch.— In speziellen Fällen wird der Fangapparat dann noch durch besondere Sinnesorgane ergänzt, welche der Pflanze die Anwesenheit eitles Opfers ankündigen. Wir sind heute imstande, über die Carnivorie ein ziemlich ein- heitlicheS Bild zu geben und deren„Sonderbarkeit" wenigstens in der Hauptsache zu begreifen. Daß komniende Forschung noch mancherlei klarzustellen hat und wahrscheinlich unsere Anschauungen noch in manchen Punkten korrigieren wird, ist ja selbstverständlich. Aber über die Ratlosigkeit unserer Vorfahren gegenüber diesem Pbä- uomene hat nnS die Gründlichkeit und Uirermüdlichkeit der Forscher endgültig hinausgehoben. Daß dabei freilich ein ganzer Rattenkönig neuer Rätsel ins Bewußtsein gekommen ist, die uns, im Verein mit zahllosen anderen Erfahrungen, das schon gelöst geglaubte Problem der Natur deS Organischen wieder unnahbarer denn je erscheinen lassen.— daS liegt in der Natur der wisienschaftlichen Erkenntnis überhaupt, die durch jedes gelöste Problem auf noch tiefere ungelöste geführt wird. kleines Feuilleton. Volkswirtschaft. DaSneueAfrika. Einer der wichtigsten Vorgänge unserer Aeit ist sicherlich die wundersame Umwandlung, die sich seit 2ö Jahren in Afrika vollzieht, nur vergleichbar mit jener Entstehung einer neuen Zivilisation, wie sie vor einem Jahrhundert etwa in den Bereinigten Staaten vor sich ging. Die Arbeit wird aber im schtvarzen Erdteil noch rascher gelastet mit Hilfe der Errungen- schaften unserer modernen Technik. In diesem gewaltigen Prozeß der Erschließung des Landes bildet das Jahr lölb einen wichtigen Riarkstein, und zwar sind eS hauptsächlich drei Momente, die ein „neues Afrika" geschaffen haben: die Gründung der südafrika- nischcn Union, die Fortführung der Kap-Kairo-Eisenbahn b:S in da» Gebiet von Katanga und die ersten Ueberschüsse der sogenannten Ehartercd, der britischen Südafrika-Gesellschaft. Seit der Auf- findung der Diamanten von Kimberley im Jahre 1870 entstand aus einem Land der Ackerbauer rasch ein Land der Bergwerke. Von Kimberley, dessen Diamantenreichtum so viele lockte, sind fast alle die ausgegangen, die seit 1887 Johannesburg gegründet haben, die Goldminen von Witwaters-Rand fanden und Transvaal erschlossen. Von Kimberley ging Cecil Rhades aus, der England ein ganzes nach ihm genanntes Land gewann. Di« zweite Etappe in der Er- fchlteßung Südafrikas und dem Vordringen bis zum belgischen Kongogebiet entsaUete sich in der Ausbeutung der gewaltigen Gold- minen. Witwaters-Rand ist heute der größte. Goldlieferant der Welt. Mehr als GOO Millionen Mark Gold hat es im Jahre 1910 gegeben bei einer Gesamtgoldproduktion der Erde von zirka 1900 Millionen Mark. Aber Transvaal birgt auch noch gewaltige Metall- schätze anderer Art, außer Diamanten vor allem Zinn, Eisen, und dann ein nicht minder wichtiges Produkt, nämlich Kohle. Die Kolonisierung der weiten Gebiete von Rhodesia wurde zur selben Zeit, da auL Transvaal ein modernes Industriegebiet wurde, von der britischen Südafrika-Gesellschaft unternommen. 1889 gegründet, hat dies industrielle Unternehmen lange Zeit nur von Hoffnungen leben müssen. Jahr um Jahr vergrößerten sich die Ausgaben, wie dieS bei dem Vordringen in einen unbekannten Kontinent nur natürlich ist. Nun hat der Gewinn den Verlust überstiegen. Im Jahre 1904/05 hatte die Gesellschaft ein Defizit von 357 000 Pfund Sterling bei einer.Bruttoeinnahme von 041 000 Pfund, 1907/08 ein Defizit von 153 000 Pfund bei 741 000 Pfund Einnahmen, 1908/09 ein Defizit von 00 000 Pfund bei 827 000 Pfund Ein- nahmen. Im Jahre 1909/10 ist bei einem Einnahmeetat von 953 000 Pfund ein Gewinn von 28 000 Pfund erzielt. Damit ging die wirtschaftliche Erschließung Südrhodesias Sand in Hand, dessen Ausfuhr heute schon die Summe von 2 800 000 Pfund Sterling übersteigt. In derselben Zeit ist die Eingeborcnenbcvölkerung von 449 000 im Jahre 1900 auf 097 000 im Jahre 1910 gewachsen: das Vieh hat in demselben Verhältnis zugenommen: 250 000 Rinder fegen 36 000, 210 000 Hammel gegen 42 000. Das beste Zeichen des Fortschrittes in der Kolonisierung dieses neuen Afrikas ist ab