Nr. 293. Grscheint täglich außer Montags. Abonnements Breis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monate lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Boft- Zeitungs- Breislifte für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Bereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. gern[ pred- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. The biter bitten.*) Dienstag, den 15. Dezember 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Arbeiter das Bischen Versammlungsrecht, das die Polizei bestimmte Beiträge für die ungezählten Fonds zahlen, denn ihnen gelassen, nicht ausüben konnten. sonst sind sie wirthschaftlich geächtet. Als im Jahre 1878 Fürst Bismarck das Rothe GeDoch die Arbeiter waren nicht unthätig. Sie wehrten penst an die Wand malte, um den deutschen Michel ins sich ihrer Haut, und antworteten auf den Boykott von Bockshorn zu jagen, und, unter dem Eindrucke des Oben durch den Boykott von unten. Nicht daß tünstlich gepflegten Attentatsschreckens, sich für seine fest- fie zu der abscheulichen Praxis verschritten wären, gefahrene Politik den Vorspann einer sicheren Reichstags- einen politischen Gegner um dessen Ueberzeugung majorität zu ergattern, da glaubte die deutsche Bour- willen in seinem Erwerbe zu schädigen- aber den geoisie, der Moment sei gefommen, wo sie an der Gegnern, die sich im politischen Parteikampf dazu herdeutschen Arbeiterklasse für deren Emanzipationsbestrebungen gaben, die Arbeiter rechtlos machen zu helfen, wurde ad ihr Müthchen kühlen, und der verhaßten Sozialdemokratie hominem, an der eigenen Person, der Beweis geliefert, einen Stoß ins Herz" versehen könnte. daß Niemand ohne Arbeitergroschen" leben kann. " Mit der Feigheit, welche das deutsche Unternehmer- Der Boykott von Unten hat sich stärker erwiesen thum auszeichnet, benutzte es die von Bismarck inszenirte als der Boykott von Oben. Sozialistenhay und organisirte seiner Zeit einen allgeIn den kapitalistischen Zeitungen Deutschlands finden meinen Bontott gegen die klassenbewußte Arbeiter- wir folgenden Artikel, der seit einigen Tagen die schaft Deutschlands. Runde macht: Jeder Sozialdemokrat war geächtet! Keinem Sozialdemokraten sollte Arbeit gegeben werden! Jeder Arbeiter, der nicht die Sozialdemokratie abschwor oder sich als ihren Feind bekannte, wurde quasi zum Hungertodt verurtheilt! Die Geschichte der Bourgeoisie keines zweiten Landes hat eine so schmutzige That aufzuweisen, wie diesen niederträchtigen Boykott. Wohl war und ist die Bourgeoisie anderer Länder brutal und grausam gegen die Arbeiterman nehme nur die Junischlacht und die Commune Don Paris aber niemals ist es der französischen, der englischen Bourgeoisie eingefallen, das Gewissen der Arbeiter zu vergewaltigen. Die deutsche Bourgeoisie vertinte die rohe Unterdrückungswuth des Versailler Ordnungspöbels mit der infamen Kezerriecherei der spanischen Inquisitionsrichter. ihn Den klassenbewußten Arbeiter erwerbslos zu machen, um Verdienst und Brot zu bringen, das war das Biel, welches die deutsche Bourgeoisie sich 1878 gesteckt hatte und Tausende und Abertausende von braven, charaktervollen Arbeitern sind diesem wirthschaftlichen Boykott zum Opfer gefallen. Das Sozialistengesetz ist beseitigt, der Boykott des deutschen Unternehmerthums gegen die deutschen Arbeiter geblieben und Tag für Tag hören wir von neuen Maßregelungen, von neuen schwarzen Listen". ist Und der Boykott des Unternehmerthums erstreckte sich auch auf weitere Gebiete. Mit der materiellen Existenz sollte dem Paria von Arbeiter zugleich die politische getaubt werden: der Feldzug zur Saalabireibung wurde begonnen und so methodisch, daß Jahre lang die Mit der eigenen Waffe geschlagen. Engl.( sprich: De beiter bitten): Der Beißer gebissen! Feuilleton. Nachbrud verboten.] Fé. Von Edna Fern. 9 [ 6 Ein stärkerer Terrorismus als der, welchen auf diese Weise die Sozialdemokratie ausübt, läßt sich nicht denken! Die Sozialdemokratie würde über grenzenlose Unduldsamkeit schreien, wenn ein Fabrikherr erklären würde, er beschäftige nur Arbeiter, welche im Großen und Ganzen politisch dächten wie er; und dies felbe Sozialdemokratie trägt tein Bedenken, einen Gewerbetreibendenwirthschaftlich todt zu machen, weil er nicht Sozialdemokrat ist. Das ist wieder ein Beitrag für die soziala bemokratische Freiheit! Die Partei ist aus Unduld. famkeit, Neid und Haß zusammengesezt, immer schroffer, unverhüllter treten jene widerlichen Eigenschaften hervor. Wir gestehen, diese Jeremiade klingt uns wie Engelsmufit wir hätten gesagt: wie Sphärenmusit, wenn wir wüßten, was das ist. Arbeiter kennen zu lernen. Nun sie werden sie noch Die Herren Unternehmer fangen an, die Macht der besser kennen lernen. Der wirthschaftliche Krieg der Sozialdemokraten. Ohne Lüge geht es freilich auch bei obiger Klage Als seiner Zeit gelegentlich einer Wahl in Altona die Sozialdemokraten die Parole ausgaben: Rauft nur bei„ Ge- nicht ab. Es ist eine Verleumdung, daß die Sozialdemonoffen", verkehrt nur mit solchen", hatte Abgeordneter Bebel fratie je unduldsam gewesen sei. Wo sie den Boykott noch den Muth, zu erklären, daß er die ausgegebene Parole anwandte, geschah es in berechtigter Nothwehr; und auch nimmermehr billigen tönne. Heute übt die Sozialdemokratie in Altona handelten die Genossen seiner Zeit in den allerschlimmsten Boykott aus, sie vollführt einen wirthschaftlichen Krieg, wie er ärger nicht gedacht werden kann, Selbstvertheidigung. " gegen Gewerbetreibende, welche nicht zur Sozialdemokratie Genug die Arbeiter haben den Spieß umgedreht, schwören; fein sozialdemokratischer Führer findet sich heute und die Beißer" sind jetzt die Gebiffenen." Je lauter mehr, der dieses Gebahren geißelt. fie ern, desto größer unser Vergnügen. Und sie Immer weiter ist in der letzten Zeit der sozialdemokratische mögen sich in keinen Zäuschungen wiegen! Der Boykott Boykott ausgedehnt worden und heute ist er das gefährlichfte Rampfmittel der Partei. Bu dem eigentlichen Bontott, dem von Unten wird so lange dauern, als er nothwendig ist, Meiden bestimmter Wirthschaften, welche die Säle den„ Ge- und mit der wachsenden Organisation der Arbeiter wird noffen" für die Versammlungen nicht hergeben, ist jetzt immer feine Wirksamkeit und Kraft wachsen. Aus diesem mehr die Kontrollmarte gekommen; die HutmacherKontrollmarke war schon seit lange in Gebrauch, und die in Schraubstock werden die Herren Unternehmer erst an dem Berlin bestehende Hutmacher- Genossenschaft, an deren Spize Tage herauskommen, wo der allgemeine Boykott der neugewählte Stadtverordnete Borgmann steht, hat haupt- nicht das alberne Gaukelbild des allgemeinen sächlich durch die Kontrollmarke große Geschäfte gemacht, Streites! nein, wo der allgemeine Tausende und Tausende von„ Genossen" tragen nur Hüte mit Welt- Boykott der Arbeiterklasse gegen Rontrollmarken. Die Kontrollmarke der Textilarbeiter bürgert sich ebenfalls immer mehr und mehr ein, die ungerechten Handlungen der Unterund es giebt in Berlin bereits eine ganze große Anzahl Genehmerklasse verkündigt, und den Proletariern und schäfte, welche nur Wirkwaaren, welche mit der Kontroll- Bourgeois von heute im sozialistischen Zukunftsstaat" die marke versehen sind, führen; dieser wirthschaftliche Möglichkeit eines friedlichen Zusammenwohnens und Krieg der Sozialdemokraten geht noch weiter, es erscheinen in den Parteiblättern Aufforderungen an die Ge- menschenwürdigen Daseins gewährt wird. nossen, ihre Weihnachtseinkäufe nur bei den Geschäftsleuten zu machen, welche die Sozialdemokratie und die sozialdemokratische Propaganda unterstüßen. Die Kommission der Tabatarbeiter in Rigdorf fordert die Arbeiterschaft Rixdorfs direkt auf, nur bei einer Anzahl namhaft gemachter Zigarrenhändler zu kaufen. Durch dieses System hat es in Berlin die Sozialdemokratie dahin gebracht, daß in einzelnen Gegenden ein Geschäftsmann, welcher nicht zur Sozial- Die Handelsverträge beherrschen das Parlament; demokratie schwört, fich nicht mehr halten tann, der heut begann die zweite Berathung, bei welcher die Milchhändler, der Bigarrenhändler, der Budifer, der Grün- in voriger Woche nicht gehaltenen Reden auf das Haus framhändler müssen die sozialdemokratischen Zeitungen halten, niederprasselten. Politische Uebersicht. Berlin, den 14. Dezember. sich die Augenbrauen über dem spitzen Näschen in die Höhe, Also so sah Emilie Schuster's Gatte aus, nachdem er sorgenvoll wächst der graublonde Bollbart am Kinn, und fie, oder besser sie ihn geheirathet hatte. Es war nur ein sanft faltet er die kleinen Hände über sein Bäuchlein, sieht wahres Glück, daß der Mann sich Prost" nannte. Es ist seine Emilie streng mit gerümpfter Nase[ auf ihn herunter, doch etwas in einem Namen: Hätte er nun Angstmeier denn sie ist um einen Kopf fast größer als er, geistig und geheißen, oder Wehmüller, so wäre er doch der unglückförperlich. lichste Mensch von der Welt gewesen, so aber " Ja, ja," sagt Ernst Rehling, Proft fieht aus, wie Ging er über den Markt, kam da ein Bekannter des " da harre seck Fritzschen mehr von vörstellt", und als Weges, so sagte der: Guten Tag, Herr Prost!" Saß Also Frau Emilie Proft und Fräulein Therese Günther Norberg ganz entsetzt fragt, was das nun wieder er in seinem Laden bei einer Uhr beschäftigt, und es tam Crone faßen zusammen am Fenster, und die Frau für eine speziell Rehlingsche Redensart sei, giebt Fé lachend ein guter Freund herein, so sagte der: Broft bezeigte gar keine Luft ihren Platz aufzugeben, konnte eine kleine Geschichte zum Besten: fie doch von diesem Posten aus die Ladenthüre ihres Mamsell in Werdern war, außer im Eierkuchen backen, Mannes, des Uhrmachers und Juweliers Prost genau schlauem Augenzwinkern und andern Sachen, auch groß und beobachten. Ach, und Emilie liebte ihren Gatten zärtlich, bedeutend im Gelée einkochen und Früchte einmachen. trotzdem daß sie schon ein halbes Jahr verheirathet sind, so zärtlich, daß sie ihm am liebsten auf Schritt und Tritt folgte, um sein theueres, graublondes Haupt vor jeglichem zu behüten. Nun hatte die alte Hühnerdörte einen Enkel, der hieß Fritschen. Fritschen trieb sich viel in der Küche herum und Mamfell und die Mägde hatten den lebhaften kleinen Schlingel gern. Ganz sicher aber war Fritschen in der Beit des Einkochens dort zu finden, denn er wußte, dann gab es Sage mal, Proft" Weil nun ein Jeder, der Prost!" sagt, guter Laune wird und lustiges Gläsers geflingel in den Ohren hat, so redeten ihn die Leute alle gern an und wurden kreuzfidel. Und wenn denn nun Brost es eine zeitlang geduldig angehört und die freundlichen Gesichter angesehen hatte, so dachte er: " Ich möchte doch auch einmal Prost! sagen und ver Hebel gnügt sein," und dann ging er ins nächste Wirthshaus, ließ Nun es hat ihr auch Mühe genug gekostet, ihn zu sich ein Glas Wein einschenken und sagte: Prost!--tapern, da ist sie immer bange, daß er wieder davonläuft," etwas zum schlecken. deshalb-um auszufinden, wie oft Prost! gesagt würde agen sie boshafter Weise in der Familie Rehling, und die Einst brodelte im Kessel wieder eine glänzende, braune saß auch seine Frau Emilie an dem Fenster ihrer mütterjollten es wissen, denn Gertrud Rehling ist ja die Nichte Masse, und Fé stand dabei und guckte tiefsinnig hinein; lichen Wohnung und guckte seine Ladenthür an. der Frau Assessorin Schuster, aber sie stehen nicht gut es war aber fein Gelee, sondern isländisch Włoossaft gegen Drüben am Kaffeetisch ist indeß die Unterhaltung im miteinander, seitdem Eruft die kleine Gertrud, dieses un- den Husten nach der alten Dörte Rezept, für die kranten vollen Gange. mündige Ding, den liebenswürdigen, vollreifen Töchtern Leute im Dorf. Fritzschen wußte das nicht und hing gierig Frau Assessorin vorgezogen hat. am Schürzenband der Mamsell. der Der Herr Prost jedoch, nebenbei bemerkt ein recht wohlhabender Mann, macht feinen Versuch davon zu laufen; er hat sich in sein Schicksal und seine Schwiegermutter er geben. Er schweigt zwar still darüber, aber sein ganzes " Fritschen, willst Du was?" sagte Fé und gab ihm einen Löffel voll zu naschen. Fritschen leckte und leckte und machte ein etliches Gesicht. " Schmeckt's nicht, Fritschen?" fragt Mamsell lachend. Nee," sagt der traurig, da harre seck Frißschen mehr Aeußere spricht für ihn: Traurig sträuben sich die Haare über die faltenreichen Stirn; melancholisch fragend ziehen von vörstellt." Nachdem die wichtigsten Tagesfragen nach herkömmlicher Weise gehörig von allen Seiten beleuchtet sind, sagt die Frau Ober- Amtsrichter Bittersüß etwas, was zuerst alle Damen in eine athemlose Spannung versetzt, dann aber in endlosen Beifall ausbrechen läßt. Sie sagt mit bedeutungsvoll gedämpfter Stimme mit geheimnißvoll erhobenem Zeigefinger, indem sie die noch fleißig gehandhabte Häkelei in den Schooß sinken läßt: Der tonservative Abg. v. Massom machte einen] Husarenritt gegen die Regierung und kündigte derselben den Krieg an. Wir werden die Konsequenzen des Vorgehens gegen die Landwirthschaft" so sprechen die Großgrundbefizer immer, wenn es sich darum handelt ihnen einen kleinen Theil ihres Raubes zu entreißen zu ziehen wissen, auch dann, wenn wir einmal im Reichstag den Ausschlag zu geben haben." zolles dem Vaterland erhalten bleiben kann. Stelle und eine Volk vor entsetzlichen Katastrophen bewahrt werden." der schon früher einmal bei einer denkwürdigen Gelegenheit seinen Standesgenossen ins Gewissen geredet hatte, hielt den brotvertheuernden Großgrundbesitzern eine gründliche Strafpredigt. Der alte Kleist Retzo w konnte natürlich in dem Ronzert nicht fehlen; er tummelte sein Rößlein und ritt Sozialdemokraten"! für die Landwirthschaft in die Schranken, das Banner der Reaktion schwingend und allerlei Unglück aus der Herabfegung der Getreidezölle weissagend. recht viel. ,, Und doch thut gerade in unserer Zeit und unserer| Die„ Kreuz- Zeitung" hat hierzu das Ihrige beigetragen. Gegend ein enger Zusammenschluß aller väterländisch ge- Sie hat das Lehrlingswesen den Innungen überantwortet, sinnten, kaisertreuen Männer, wie er von allerhöchster und diesen liegt das Lehrlingsprivileg nur deshalb so am wird, gefordert Stärkung aller Achtung vor Gesetz und Obrigkeit dringend noth, soll den Um- Herzen, weil es ihnen ein willkommenes Objekt der Aus ftursbestrebungen und der geheimen sozialdemokratischen Bühl- beutung gewährt. arbeit ein fefter unzerstörbarer Damm entgegengefeßt und unser Die fächsischen Unordnungsparteiler sind außer fich vor Wuth über die bösen Sozialdemokraten, die ihnen den Mit Entrüstung wendet sich jeder patriotisch gesinnte bemagogischen, echt bauernfängerischen Börsenantrag deutsche Mann, dessen Herz schlägt für Kaiser und Reich" versalzen und durch Stellung des Antrages auf Bes Sprach's und verschwand in der Versenkung. Diesem an die Behörden mit der Bitte, dem Fusangel'schen Treiben feitigung der Kornzölle] den Spieß umgebreht ernsthaft zu nehmenden Redner folgte das enfant terrible ein Ende zu machen, damit der gute Ruf unserer Stadt haben. Das„ Leipziger Tageblatt", welches den letzten Rest des Zentrums, der schlesische Baron v. Sch als cha, welcher Bochum nicht noch mehr gestört werde." von Scham und Liberalismus längst in alle Winde ge zwar unfreiwillig aber desto wirksamer Humor in die Ge- Die Steuerhinterziehungen und die schleudert hat, meint giftig: schichte brachte. Stempelfälschungen werden mit keiner Silbe Er polterte und tobte auf der Tribüne herum und wollte bestritten; die Thatsachen stören nicht den guten Ruf Erreicht wird damit nichts- lediglich kostbare Zeit damit beweisen, daß der Großgrundbesitz in den letzten unserer Stadt Bochum", sondern nur, daß davon ge- vergeudet und dem Land Kosten verursacht." Zügen liegt und nur durch schleunigste Erhöhung des Korn- sprochen wird. Wie in der Zeit des ärgsten national wir ja jeben. Auf Annahme zu rechnen, wäre Toll Nun- was das nicht Erreichen" betrifft, so werden liberalen Schwindels soll die Berufung auf den PatriotisWenn etwas geeignet ist, den guten Ruf der Stadt Bochum Der konservative Prinz zu Carolath- Schönaich, mus und die Kaisertreue jede Nichtswürdigkeit decken. heit, aber vielleicht erreichen wir mit der Ablehnung zu schädigen, so ist es diese Versammlung und diese Re- Geld und vergeudete Zeit. Diese Mannesseelen, die das Röstlich ist die nationalliberale Sorge um vergeudetes folution. Das wäre eine herrliche Zeit für jeden Spiz- Geld der deutschen Steuerzahler milliardenweise dem Fürsten buben, wenn er jede Anschuldigung mit dem Ruf zurück- Bismard und seiner voltsfeindlichen Politik hingeworfen weisen könnte:" Es lebe der Kaiser und nieder mit den Es lebe der Kaiser und nieder mit den haben, wollen von Sparsamkeit reden! Und sie, die ben deutschen Parlamentarismus zur verächtlichsten Posse herab Schnell reich zu werden, um die Annehmlichkeiten zuwürdigen versucht haben und im Reichstag wie in den Land des Reichthums, Wohlleben, sorgenfreies Dasein, Unab- tagen nie etwas anderes thun, als leeres Stroh dreschen, Den Alten- dessen jugendliches Feuer auch den Gegner hängigkeit, Einfluß und Macht, genießen zu können, ist an wagen von Zeitvergeudung durch unseren Antrag zu reden! Das Schönste ist, durch den Börsenantrag der Herren feffelt hörte der Reichstag noch an, dann aber war es sich ein ganz berechtigter Wunsch mit diesen aus und die folgenden Redner sprachen blos noch für die Worten leitet die„ Kölnische Zeitung" einen Artikel ein, in Unordnungsparteiler ist eine ganze Sigung bes Stenographen. welchem sie eine Verschärfung der Wuchergesetze fordert. In Landtags vergeudet" worden, und was die Geld Morgen wird die Berathung fortgesetzt, es unterliegt dem Streben nach Erfüllung dieses Wunsches läßt sie frage betrifft, so hat der sächsische Landtag vorläufig noch keinem Zweifel, daß die Verträge angenommen werden. Ormuzd und Ahriman fämpfen. Im hellsten Lichte er so viel freie Zeit, daß für diesen sozialdemokratischen An scheinen alle, welche Millionäre werden, und dabei blos das trag und noch für ein Duhend anderer sehr bequem eine Finis Poloniae! So rief ein sozialdemokratischer Buchthaus it reifen – das sind hochangesehene Männer, Sigung anberaumt werden kann, ohne daß dem Lande Abgeordneter aus, als in der letzten Etatsdebatte ein bie Zierden der Gesellschaft, sie strogen von Ehre und ein Pfennig Mehrkosten erwächst. glied der polnischen Fraktion" in deren Namen die Zu- Tugend, wenn auch geflicte Schienen mit unterlaufen, und stimmung zu der Regierungspolitik und Die Ordnungsparteiler in Leipzig werden von der im Prinzip" es ist mehr als Majestätsbeleidigung, fie wegen Steuer- auch zu den militärischen Mehrforderungen erklärte. hinterziehungen und Stempelfälschungen anzugreifen. Denen Nachricht nicht sehr erbaut sein, daß ber entlaufene, jeg Uub finis Poloniae müffen wir heute nochmals ausrufen, es aber im gleichen Streben nicht glückt, die zichthöhen des zurücktransportirte Bankdirektor Windelmann bereits nachdem wir nachstehende Notiz in der" Post" gelesen: Ormuzd zu erreichen, die bleiben des Ahriman's licht am Sonntag in Antwerpen angekommen ist. Von den ge Die polnische Fraktion hat beschlossen scheues Gesindel" ohne Ehrgefühl, mit blos einem ent- stohlenen Millionen wird er wohl wenig zurückbringen. allen Regierungsvorlagen unbedingt wickelten Gefühl, der Habgier mit ihren Gefolgsleidenschaften, Aber manchem Ordnungsparteiler mag das Herz schlagen beizustimmt e n." von dem die Kohlenbarone und Kornzöllner nicht eine Spur vor Besorgniß vor den Winckelmann'schen Enthüllungen. Die Nachricht ist wahr. Die Feinde Bolens tönnen besitzen. Gegen des Ahriman's Schaar fann nicht scharf Eine Nihilisten- Proklamation. Von den russischen fich keine besseren Verbündeten und Werkzeuge wünschen genug vorgegangen werden; sie giebt die" Kölnische Zeitung" Nihilisten ist eine neue Proklamation erlassen worden, von als die polnischen Boltsvertreter im Deutschen Reichstag. mit Freuden allen Foltern der Strafgesetze preis, damit um der auch dem Zaren in seinem Palais ein Exemplar 3 Uebrigens haben die Herren sich dort auch schon früher als so glänzender das gute Prinzip, die tugend- und ehrenreichen gestellt ward. Gegner der Volksinteressen zu erkennen gegeben- fie trugen Millionäre, erscheinen. aber noch die interessante Märtyrermaske der unterdrückten Nationalität. Auch damit ist's jetzt vorbei. " 4 Die Hebung des Handwerks durch die Innungsmeister wird ausnahmsweise einmal auch von der Kreuz- 8tg." richtig gewürdigt. Die sozialdemokratische Breslauer VolksEine von Wählern des 19. hannoverschen Wahl- wacht" hatte in scharfer Weise die Thatsache besprochen, kreises in Bremerhaven gestern abgehaltene öffentliche Ber- daß ein Schlossermeister sechs Lehrlinge und keinen sammlung nahm eine Resolution an, in welcher die Erin welcher die Er Gesellen beschäftigte. Wegen der Form des betr. Artikels wartung ausgesprochen wurde, daß Fürst Bismarc fein Mandat niederlege. Das Verlangen ist war der Redakteur unseres Bruderorgans zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Die Thatsache aber blieb benicht mehr als gerecht. Fehlt Bismarck der Muth, das stehen, der Schlossermeister hat 6 Lehrlinge, feinen Gesellen. übernommene Mandat auszuüben, so hat er es seinen Der Staatsanwalt hatte nun gesagt:" Die Behauptung, Wählern zurückzugeben. Die Bochumer Protestversammlung hat statt gehabt. Alle Borbereitungen waren getroffen, den Anhang Baare's und seiner Verbündeten, sowie die abhängigen Arbeiter der Bochumer Werke unvermischt mit„ bösen" Elementen den Saal füllen zu lassen. Ein Kassenarzt der Bochumer Werte, Dr. med. Gerstein, eröffnete die Ber sammlung, sodann verlas ein Herr Mummenhof eine sehr Lange Resolution. Personen, die den Ruf ausstießen: Fus angel hat doch Recht, wurden durchgeprügelt und hinausgeworfen, sodann erfolgte die Abstimmung, bei der natürlich Niemand mehr gegen die Resolution zu stimmen wagte, und dann wurde die Versammlung, die kaum eine halbe Stunde gewährt hatte, mit einem Hoch auf den Kaiser geschlossen. In der Resolution wurde hervorgehoben, nicht daß die Fusangel'schen Anschuldigungen unwahr seien, sondern daß sie die Industrie und den sozialen Frieden stören. " In geradezu empörender Weise wird fort und fort die Ehre und der gute Name manches von der gesammten Bürgerschaft geehrten Mannes in den Staub gezogen. daß es dem Schlossermeister Frenzel Nebensache sei, daß feine Lehrlinge etwas lernen, sei hinfällig. Gerade dadurch, daß er keine Gesellen beschäftige, sei den Lehrlingen die beste Gelegenheit geboten worden, etwas zu lernen." Gegen diese Auffassung wendet sich mit einer merk würdigen Lebendigkeit die Kreuz- 8tg.," indem sie sagt: folgt: Sie lautet ihrem Hauptinhalte nach wie Die gegenwärtige Hungersnoth in Rußland ist eine un ausweichliche Folge des Regierungssystems. Dieses System tödtet bie Boltsbildung, denn es schließt die landwirthschaft lichen Akademien und liefert die Erziehung des Volkes den trunksüchtigen Popen aus. Die neueingeführten Ständevorsteher sind unwissende Kanzleidiener und Soldaten ohne Bildung und Erziehung. Jeder von ihnen bildet eine lebendige Berneinung des gesunden Menschenverstandes. Da die Regierung alle Mittel zur Linderung der Noth bereits erschöpft hat, da fie feine richtigen Angaben über den Umfang des Glends befißt, da sie über fachkundige Leute nicht verfügt, die rasch, vers nünftig und ehrlich der vom Hungertode bedrohten Bevölte Das einzige Mittel, sich aus dieser schrecklichen ung Hilfe erweisen könnten, so ist sie ihrer Aufgabe sich nicht Lage zu befreien, ist die Einberufung einer Bolts vertretung. Wir glauben, die gegenwärtige Res gierung wird sich an das Land wenden und es nicht zu einem Aufstande kommen lassen... Die Stunde hat ge schlagen und wehe dem, der dies überhört." bewußt Das sozialdemokratische Organ hätte unterlassen sollen, den Schlossermeister zu beleidigen, aber in der Sache müssen Diese Proklamation, in welcher eine Bolts wir der„ Volkswacht" ebenso entschieden beipflichten, als dem vertretung, d. h. eine Verfassung gefordert wird, Staatsanwalt entgegentreten. Wenn der Staatsanwalt das wirklich gesagt hat, dann glauben wir nicht, eine solche zeigt wieder einmal, was für falsche Vorstellungen man Aeußerung noch fritifiren zu müssen, die sich selbst aufs schärffte gemeiniglich bei uns von den Nihilisten" hat. Die Forde verurtheilt. Solche Handwerksstätten, wo feine Gefellen, rungen derselben sind im Grunde sehr bescheidene, und fondern nur Lehrlinge beschäftigt werden, find einfach Sozialisten wenn die Nihiiften des Defteren zu Gewaltmitteln züchtereien. Dieser Gebrauch greijt ja viel um sich. Haben schärfster Art ihre Zuflucht genommen haben, so ist das die die Lehrlinge ihre Lehrzeit beendet, so liegen fie auf dem logische Konsequenz der russischen Zarenpolitik, die auch die Pflaster, die Gefellenstellungen sind knapp und schließlich bleibt bescheidensten Forderungen des Boltes hartnäckig zurückweit den meisten nur übrig, Fabritarbeiter zu werden. Um das zu und Jeden, der für solche Forderungen eintritt, un barm erreichen, hätten sie aber feine Lehrzeit nöthig gehabt, sondern gleich Geld verdienen tönnen. Es ist uns längst flar, daß die herzig verfolgt und zu zermalmen sucht. Daß Handwerker durch diese Praxis sich selbst und ihr ganzes Ge- Druck Gegendruck erzeugt, ist ein uraltes Wort, das man aber in Petersburg und Moskau ebenso wenig zu kennen werbe ruiniren." " Was fagen Sie, meine Damen, zu der demnächst statt allerlei pikante Histörchen aus Gertrud herausgequetscht, stoßweise:" Ich kannte ihn in Stuttgart, Jahre zurüd. findenden Hochzeit auf Gut Werdern?" und sie hübsch verziert und ausgeschmückt mit der brolligsten Günther Norberg heißt er; er ist ein Künstler, und seine " Oh!!" sagen Alle; und eine inhaltsschwere Pause Mimik überall zum Besten gegeben; niemals Namen ge- Frau eine der reichsten Damen der Residenz." So, so, hm, hm"-ach, wie freundlich, zärtlich kommt entsteht, dann aber fließt das schmugige Regenwasser der nannt, bewahre, aber doch wußte Jeder, wer gemeint war. Klatscherei flott und munter in den geöffneten oberamts So 3. B. wie eine gewisse Dame folgt Beschreibung mit es über die schmalen Lippen der Frau Schuster, feine richterlichen, doktorlichen, assessorischen und kaufmännischen besonderen Kennzeichen genau Buch führe über die Be- Frau Dachrinnen herunter, zum tiefinnersten Genuß auch derer, wohner der Stadt Hörtheim und zehn Meilen im Umkreise, die nicht die Kourage haben mitzusprechen, aber desto so genau, daß sogar die Toiletten der Damen bis auf die sich. beffer hören und weitertragen können. untersten Etagen angegeben werden könnten, und dergleichen boshafte Erfindungen mehr. " Der arme Herr Wedekind;" meint die Frau Kanzleirath Wermuth, er ist doch wirklich ein recht netter Herr und soll die alte Gouvernante heirathen." -sieh' mal hin! So, so!" Und zwei falsche Augenpaare begegnen und verstehen VI. Ja, fie haben Recht, wie immer, die wiffens durftigen Damen am Fenster: Dort unten reiten Gr Rehling- Gertrud konnte es nicht über sich gewinnen, ein Pferd zu besteigen, litt sie doch schon Dualen, wenn sie in Wagen saß, und die treuherzigen Gäule der Familienkutsche Es ging der leichtsinnigen Fé wie Till Eulenspiegel, der sich einftmals bitter beklagte, daß so viele Menschen ihn " Na, so dumm! Sich von den Rehling's einfangen zu nicht leiden möchten; zu seinem eigenen Trofte sette er Laffen!" sagt die Frau Assessorin Schuster, Gertrud hinzu: Num, ich glaube, ich mache es danach." Rehling's Tante, meine Lilly hätte ihn auch friegen können; Da ist sie! Das ist Fé Rehling," sagt plöglich Frau die Ohren spizten, sein Freund Günther Norberg und aber ich bitte Sie, meine Damen, das Kind ist doch noch zu Emilie Brost am Fenster, da reitet sie mit ihrem Bruder, zwischen ihnen Fé, die anmuthig und sicher auf dem Rücken jung dazu." aber den andern, den mit dem Vollbart, den tenne ich ihres Hellbraunen balanzirt. Weit fröhlichem Gruß schwent Ernst jetzt links ab und läßt jene Beiden allein weiter Und sie spreizt die dünnen Hände übereinander und nicht." fieht ihre Lilly", welche, wie sich's bei einer solchen delikaten Aber ich," sagt Therese Crone und starrt mit ihren reiten. Wie aus einem Munde schallt es im Bimmer der Frau Sache gehört, die wasserblauen Augen niederschlägt und er- schillernden Schlangenaugen auf Günther Norberg hinunter. röthet, gerührt an. Leise hat sie es gesagt, aber doch nicht leise genug, daß Assessorin Schuster: Gott, wie unpassend!" es nicht die scharfen Ohren der Frau Schuster aufgefangen hätten. Ich bin nur froh," kräht der Frau Doktor Wirthel bier hohe, scharfe Stimme, daß nicht die Felicitas, das alberne, hochmüthige Ding, die gute Partie gemacht hat, der gönne ich es nicht." " Nein, nein, ich auch nicht!" Unausstehliche, kleine Person!" und Boshafte Natter!" zischt die Frau Schuster. Marum nur die Frau Assessorin die Familie Rehling durchaus nicht leiden kann? fchein erutem findet ber er m erhebe weise Sie r bring Der F 7. die 2 welch das der 2 Repu daß außer dieser Hierc Der welch wurd Ram beant atzep ani die S Befu Dor aufzu und bereit Scho gema zieher wiede Tren und Son heiter Re rec DE hie be G de üb in er au nu Ue ni fo ge de er ba 90 öff 1117 De Co de Lieb für Nar aller rufe und nu Bub nett nie wil fän da trä inn reir sche Ge Fel Ha unt Боб ift's La Itum tro fni fieg auf Jen hoE für Da tlu lid unt als heu da fie die Ga der bu ein ret Hat Fé das gehört? Unmöglich! Aber sie wendet ihr Sie find alle ans Fenster gestürzt und lugen vorsichtig impertinentes, fleines Gesicht nach oben und deutet, die Reit durch die Gardinen, diese gebildeten Honoratioren- Tamen gerte in der Hand, mit unglaublich spöttischem Lächeln der Stadt Hörtheim. die seltsam dekorirten Fenster der Stadt Hörtheim; dann, " Ich glaube, ich werde im Stande sein, Ihnen mit die Pferde antreibend, fliegen Günther und Fé in luftigen ,, Naseweises Geschöpf!" so schallt es durcheinander, theilen zu können, meine Damen, wer jener Herr ist," Galopp dahin, ihre unbarmherigen Feinde hinter sich zurüd näfelte die Frau Ober- Amtsrichter Bittersüß. Erwartungs- laffend. Giebt es größere Bervreuje.., als Jugend, Anmuth voll blicken auf sie aller Augen. Meiner Waschfrau ihrer Nachbarsfrau thre Cousine, Berstand? Giebt es mitleidslosere, strengere Richter, Ich will es Euch verrathen: Gertrud Wolff, das hübsche, die Sient in Werdern und die hat gesagt, es wäre ein jene tugendstolzen, eisestalten„ Gerechten", die stets bereit junge Ding, hatte es gerade nicht allzu gut im Hause ihrer Freund vom jungen Herrn, der ihr Fräulein heirathen dastehen, mit Gesichtern des grimmigsten Abscheues be ersten Stein aufzuheben und gegen jene zu schleudern, Tante neben den zwei alternden Kousinen, und bei Gelegen wollte." Frau Assessorin Schufter hat den Arm freundschaftlich mit ihrem glühenden Herzen, ihrem ungefesselten Geist ver heit der Brautwerbung ihres Sohnes hatte Frau Rehling, welche fein Blatt vor den Mund nahm, wenn es der Lauf um die runde Taille des Fräulein Crone gelegt und fragt stoßen haben gegen die tödtlich vernünftigen Geseze der Dinge so mit sich brachte, der verwittweten Frau Assessorin sie fast zärtlich: gehörig den Standpunkt klar gemacht, was diese ihr natürlich niemals verzeihen konnte. Fé hatte dann mit dem ihr angeborenen Talent, Sitte und Gewohnheit? Giebt es eifrigere, undulofamere Ach, liebes Kind, Sie kennen den Herrn? Nein, Moralprediger, wie jene so vortrefflichen, streng- häuslichen wie interessant! Wer ist es denn nur?" Frauen, die im Geheimen mit klopfenden Pulsen, mit glühender Und Therese senkt die Augen und ihr Athem kommt Wangen die gemein- sinnlichsten Bücher durchfliegen, de scheint, wie den Bibelspruch: Wer Wind säet, wird Sturm Die Wahl des Bundespräsidenten der Schweiz findet am 17. Dezember statt. en. et, eruten. m Se ich en g es bt Left ge eit en g tes as Cent Fen en abs ent, n! cen es Id= மன் In ine De Der egt its ge en gen hen Don zus wie uns tem aft ben her und ung alle fie Tißt, vers Site icht chen 13 Res icht ge 3 ird, nan rde und teľn bie die peift m= Daß man nen clid. Teine mt eine ehen ens Craft , ein e im atiche und ücken ventt eiter Frau t ihr Reits auf Dann, tigem trüd muth als bereit ben die t vers e der amere lichen genden den Parlamentarisches. Ein sozialdemokratischer Kreistag für Halle und dent Saalfreis findet am 27. Dezember statt. Ort und Zeit desselben wird noch bekannt gemacht. Die Wahlprüfungs- Kommission des Reichstages beAufgabe des Kreistages ist in der Hauptsache, eine antragt, die Wahl des Abgeordneten Merbach im 9. sächsischen straffe Organisation zwischen Stabt und and Wahlkreise für giltig zu erklären. In dem Bericht der Rom- au schaffen, was durch eine zu wählende Agitationsmission heißt es:" In der Kommission wurde angeregt, da eine fommission erreicht werden soll. ungefeßliche Beschränkung der Oeffentlichkeit der Wahlhandlung mehrfach behauptet und in dem einen Falle auch für jene, welche die Der rothe Becker" von Köln ist bereits am 9. Des In Lemberg wurde eine vertrauliche Versammlung von etwa 100 örern und Hörerinnen der dortigen och schulen aufgelöst. Dieselbe war in Sachen des am 20. Dezember in Brüssel stattfindenden internationalen sozialistischen Studententongresses einberufen. Die Auflösung war ganz und gar ungefeßlich. In der französischen Deputirtenkammer erklärte in der Sonnabendfizung der Ministerpräsident Freycinet, Eine Delegirtenverfammlung der Sozialdemokratie des er werde niemals dulden, daß der Klerus den Anspruch Deffentlichkeit nur auf Wähler einschränken wollen, erwiesen fei, 2. badischen Reichstags- Wahlkrei) es findet Mitte Januar in erhebe, außerhalb der Gesetze zu stehen. Die Regierung durch Vermittelung des Herrn Reichskanzlers an die föniglich St. Georgen statt. weise jedoch die Trennung von Staat und Kirche zurück. fächsische Regierung das Erfuchen zu richten, eine ents Sie werde im Januar ein Gesetz über Affoziationen ein- fprechende Rechtsbelehrung eintreten zu laffen. bringen, ohne dabei gerade auf den Klerus abzuzielen. Diese Anregung wurde indessen, ohne daß es zu einer AbDer Klerus müsse eine Warnung erhalten; eine solche werde ſtimmung tam, fallen gelassen, mit dem Hinweis, daß gelegentlich sember 1885 verstorben. Danach ist die in voriger Nummer die Abstimmung des Parlamentes sein. Alle Diejenigen, der 3 ulässigkeit der Beschränkung der Deffent. noch ausstehender Wahlprüfungen durch das Plenum die Frage unter Polizeilichein 2c." gebrachte Notiz zu berichtigen. welche Anhänger der Oberhoheit des Staates seien, würden lichkeit noch eine eingehende Würdigung und Klarstellung das Kabinet nicht schwächen wollen. Bischof Freppel trat finden werde. Ist diese erfolgt, dann dürfte es eventuell am der Behauptung entgegen, daß der Klerus gegenüber der Plage fein, bezügliche Wünsche des Reichstags zur Kenntniß der Republik eine feindselige Haltung einnehme, und betonte, verbündeten Regierungen zu bringen." daß die dem Konkordat beigefügten organischen Artikel außer Hebung gekommen seien und daß man sich deshalb dieser Waffe gegen den Klerus nicht bedienen dürfe. Hierauf wurde die Diskussion geschlossen. Die Don der Regierung zurückgewiesene Tagesordnung Hubbard, welche die Trennung der Kirche vom Staate forderte, wurde mit 346 gegen 181 Stimmen abgelehnt. Die Rammer nahm mit 243 gegen 223 Stimmen die von Rivet beantragte Tagesordnung an, welche von der Regierung afzeptirt worden war. Dieselbe ist gleichlautend mit der ani vergangenen Mittwoch im Senate angenommenen, welche die Regierung auffordert, von den ihr zu Gebote stehenden Befugnissen Gebrauch zu machen, um bem Klerus Nespekt vor der Republik und die Unterwerfung unter ihre Geseze aufzuerlegen. Wenn auch die Forderung der Trennung von Staat und Kirche diesmal noch abgelehnt wurde, so hat sie doch bereits eine so große Minorität wie nie zuvor erreicht. Schon die Möglichkeit aber, daß mit dieser Trennung Ernst gemacht würde, zwang den Klerus mildere Seiten aufzuziehen. Auf wie lange? Die Deputirtenkammer wird bald wieder in die Lage kommen, die diesmal noch zurückgewiesene Trennung von Staat und Kirche in Erwägung zu ziehen, und dann dürfte sie wohl endgiltig entschieden werden. Die italienische Deputirtenkammer setzte am Sonnabend die Redeschlacht über die afrikanischen Angelegenheiten fort. Der Abgeordnete Billa erklärte, die Kammer müffe die Regierung auffordern daß Justizwesen in Massauah zu Er glaube, die Generäle hätten unter dem reorganisiren. Drucke einer zwingenden Nothwendigkeit gehandelt. Imbriani hielt die gegen die Generäle gerichteten Anklagen aufrecht und beantragte Ueberweisung der Angelegenheit an die ordentlichen Gerichte in Rom. Fürst Odescalchi sprach der Regierung sein Vertrauen aus. Der Abgeordnete Cambray- Digny, Mitglied der Enquete- Kommission gab seiner Befriedigung Ausorud über das Versprechen der Regierung, das Justizwesen in Maffauab zu reorganisiren. Auch Perroni und Campi erklärten fich durch die Erklärungen der Regierung aufriedengestellt, während die Abgeordneten Gefaly und Mari nuzzi, diefelben nicht befriedigend fanden. Bongbi gab der Ueberzeugung Ausdruck, die Generäle bätten ihre Vollmachten nicht überschritten und sprach sich gegen jede neuerliche Enquete fowie gegen alle Anträge in dieser Angelegenheit aus. Da gegen brachten Torraca und Cavalotti eigene Anträge ein, A13 der Ministerpräsident demgegenüber um Schluß der Debatte ersuchte und die Antragsteller um Zurückziehung ihrer Anträge bat, entsprach Torraca diesem Wunsche. Nachdem dann die Mitglieder der Enquêtekommission erflrt hatten, aus der Veröffentlichung ihrer Dokumente werde sich nichts Neues ergeben und der Ministerpräsident die Vorlegung der Dokumente seitens der Regierung in fichere Au ficht gestellt hatte, zog auch Cavalloti seinen Antrag zurück. Hiermit war die Berathung der Juterpellationen erledigt. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Bom ,, Oesterreichischen Metallarbeiter wurde die erfte und zweite Auflage der fälligen Nummer tonfiszirt und eine dritte Auflage von der Staatsanwaltschaft nicht gestattet, * Der internationale sozialistische Studentenkongres, welcher, wie erwähnt, am 20. Dezember in Brüssel zusammenDie Aufhebung der Kornzölle forderte eine Bolts tritt, wird im dortigen Volkshause abgehalten. Die Tages versammlung, welche am 29. November in Sidbed bei ordnung lautet: 1. Bericht der Delegirten über den Stand der Rendsburg tagte und der namentlich viele Kleinbauern anwohnten. sozialistischen Bewegung der geistigen Arbeiter in den bezüglichen Würde man das Auftreten der Sozialdemokratie in den Land- Ländern, 2. Wolfsunterricht, 3. die soziale Stellung der Studenten, orten nicht durch die Saalabtreiberei fyftematisch verhindern und 4. Regelung der Arbeit, 5. Stellung der Universitäten in der Bedadurch die Welt über die wirkliche Stimmung der Bauern im wegung für die Schiedsgerichts- und Friedensfragen, 6. Veran Ungewissen lassen, es würde bald fein Agrarier mehr behaupten ftaltung von Kunst und Wissenschaft betreffenden Abend Untertönnen, daß die Kleinbauern die Beibehaltung der Kornzölle haltungen in den Arbeiterlokalen, 7. die Frauenfrage, insonderheit wünschen. Die Kleinbauern können in der Regel gar kein Korn den Unterricht betreffend, 8. internationale Föderation der verkaufen, haben deshalb von den Zöllen nichts anderes als sozialistischen Birkel in allen Ländern. höchstens Schaden, und stehen infolge dessen denselben mindestens indifferent gegenüber. = Zur Betheiligung haben sich gemeldet: sozialistische Studenten aus Krakau, Wien, Edinburg, Nancy, Live, Paris, Delft, Genua, Mailand, Palermo, Turin, Bukarest, Budapest, Florenz und Prag. Alle Mittheilungen sind zu richten an George Defuisseaux, Brüssel, Avenue Louise 517. Jn Kopenhagen wurde am 9. Dezember, nach einer Meldung der Frantjurter Zeitung", der Reoafteur des Blattes Der Arbeiter", Petersen, verhaftet, weil er in einem Artikel zum Aufruhr aufgereizt haben soll. M Polizeiliches, Gerichtliches zc. Gegen den Antisemitismus, der in Krefeld neulich eine seiner wüften Orgien gefeiert hat, faßte eine dortige, äußerst zahleich besuchte Voltsversammlung nach dem Referate unsers Genossen Wes ch nahezu einstimmig folgende Resolution: " Die heutige am 26. November im Ronzerthaus tagende aus allen Gesellschaftstreifen und Parteien besuchte Voltsversamm lung erklärt sich mit aller Entschiedenheit gegen die Antisemiten bewegung. Sie erfennt in derselben nicht eine aus dem Volke Todtenliste der Partei. In Wien starb am 18. November felbst hervorgehende Bewegung zur Beseitigung sozialer Schäden, sondern als die von einem Theile der Aristokratie und der Geist- Ida Hamata, eine unserer eifrigsten Anhängerinnen. Sie lichkeit seit Jahrhunderten in verschiedenen Formen und unter war Mitbegründerin des Wiener Arbeiterinnen- Bildungsvereins, verschiedenen Gründen betriebene Rassenheße, die den Zweck hat, In Stötteris bei Leipzig starb der Schriftgießer Hugo die Aufmerksamkeit des Volkes von den wahren Ursachen seines Riehl, Glends ab und auf unsere seit Jahrhunderten unter uns, dem deutschen Volke, lebenden jüdischen Mitbürger zu lenten. Sie verspricht mit allen Mitteln gegen die die Ehre und Würde des In Wandsbeck wurde eine Versammlung, in deutschen Volkes schädigende Antisemitenbewegung zu kämpfen, weil sie überzeugt ist, daß das Endziel der Antisemitenbewegung der Frau Ihrer das Referat batte, aufgelöst, weil die die mittelalterliche Knechtschaft des Volkes in jeder Form zur Versammlungstheilnehmer dagegen protestirten, daß die Polizei Folge hat. Sie spricht ferner die Ueberzeugung aus, daß nicht die an der Thur des Lokals vereinnahmten Gelder sowie die Ter frühere Dienstmann und Polizeispißel August durch die Antisemitenbewegung, sondern nur auf dem Wege durch für die Verkauf bestimmten Marten beschlagnahmt hatte. greijender foztaler Resormen, wie solche von den Sozialdemo Um nun ein stellefraten wiederholt im Reichstage beantragt worden sind, sich die Münnich aus Düsseldorf, jest steckbrieflich verfolgt, besaß da selbst ein Gesindevermiethungs Bureau. suchendes Dienstmädchen gut unterzubringen, veranlaßte Münnich fozialen Schäden beseitigen lassen." Bei der Gemeinderaths- Wahl in Beumnih bei Gera den stellenlosen Kominis Gustav Vedder aus Düsseldorf, wurden die sozialdemokratischen Kandidaten mit großer Wiehrheit feinen Vertrauensmann und Heljershelfer, für das Mädchen ein gewahlt. Im benachbarten Raimberg gelangte gleichfalls ein besonderes Zeugniß, aus Magdeburg datirend, auszustellen, wo Sozialdemokrat in die Gemeindevertretung. Dasselbe war der aus Madchen indeß nie gewesen war. Damit ausgerüstet, brachte Fall in Herwigsdorf bei Zittau, einem reinen Bauerndorf. Münnich das Madchen beim Landgerichtsrath Stellerhoff unter Ferner errangen unsere Parteigenossen in Johanngeorgen- mit der ferneren Vorspiegelung, daß dasselbe in Düsseldorf noch stadt bei den Gemeindewahlen einen glänzenden Sieg: von 7 erledigten Mandaten wurten 5 durch die Kandidaten der Sozial demokratie erobert, und zwar erfolgte die Wahl mit großer Wajorität. In Leipzig finden heute die Stadtverorneten wahlen statt. Der Liste unserer Partei stehen, wie das vorige Mal, wieder die Liste der unabhängigen Bürgerpartei" und die Würdige Brüder. Das Leipziger Tageblatt" Lügt, Line der zum Kartell vereinigten Konjervativen, Nationalliberalen Liebknecht habe den Buchdruckerstreit im sächsischen Landtag und Antisemiten gegenüber. Für die letztere gehen auch die ehefür eine Dummheit erklärt. Ein Berliner Unabhängiger", mals alleinige Wacherin der Staotverordneten- Wahl, die foNamens Buhr, beweist seine„ radikale Unabhängigkeit" von genannte Gemeinnügige Gesellschaft une die Hausbesitzer- Vereine allem Scham- und Ehrgefühl" dadurch, daß er dem ver- ins Zeug. Unsere Leipziger Parteigenoffen erwarten für jezt noch rufenen Leipziger Bourgeoisblatt die Lüge nachlügt, nicht den Sieg, aber eine bedeutende Vermehrung der für die und das lügengestrafte Leipziger Tageblatt" bezieht sich Sozialvemokratie abgegebenen Stimmenzahl, welche denn auch nicht ausbleiben wird. nun auf die Autorität bes, Unabhängigen" Buhr, daß es nicht gelogen habe! Heitere Pragis! Und nette Gesellschaft! niederträchtigsten Klatschberichten lauschen und die gern, willig genug, an der verbotenen Frucht naschen würden, fände fich die Gelegenheit, und könnte es geschehen, ohne daß die Welt es erfährt, die vertraute Freundin es weiter trägt! Lehrt sie mich nicht kennen, die Regungen im tiefinnersten Herzenswinkelchen jener fittenstrengen," herzens reinen" Damen in Frau Assessorin Schuster's Kaffeegesellschaft, mit der sittsamen Entrüstung auf den geistesarmen Gesichtern dort unter dem Betheiligung an den Gemeindewahlen wird gemeldet von den Parteigenossen in Woltmershausen bei Bremen, Netzschkau, Hämmern( Meiningen), Kemnath( Württemberg). Zustimmungserklärungen zu den Beschlüssen des Erfurter Parteitages faßten Versammlungen in Höh fcheid bei Solingen, Thalheim,& inierivalde, Büdelstorf Stabedt bei Rendsvurg. * $ remd sei, obgleich es daselbst schon früher in Diensten gestanden batte. Der Landgerichtsrath entdeckte jedoch den Betrug und machte Anzeige. Dieser Tage nun warde der Kommis Vedder wegen dieser Sache zu 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. Munnich soll sich in Brasilien befinden. In Chemnih war der frühere Redakteur der, Presse", Genoffe Paeplow, vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe verurtheilt worden, weil er dem Kaufmann Ulrich vorgeworfen batte, er habe die alte 2üge wieder aufgewärmt, wonach es gerichtlich fengestellt sein sollte, daß der Reichstags- Abgeordnete Singer seine Arbeiter gefchunden hätte. Das Landgericht sprach jedoch den Verurtheilten frei. Wegen Beleidigung eines Hauptmanns wurde der Redakteur Groth von der Bielefelder Volkswacht zu zwei Redakteur Groth von der Bielefelder Volkswacht zu zwei Artikel begange, in dem das heutige militärische Gerichtsverfahren Monaten Gefängniß verurtheilt. Das Bergehen war in einem tritifirt wird. -In Erfurt hat vorigen Dienstag der ehemalige Reeine dakteur der Thüringer Tribüne", Karl Schulze, die legte der gegen ihn rechtskräftig gewordenen Strafen angetreten achtwöchige Gefängnißstrafe, welche ihm wegen Beleidigung der Direktion der dortigen Gewehrfabrik audiftirt wurde. " -In Zeit wurde der Redakteur des Voltsboten", Adolf Hoffmann, wegen öffentlicher Beleidigung eines Obersteigers zu 100 M. Geldstrafe oder 20 Tagen Haft verurtheilt. Dem Obersteiger murde die Befugniß zuerkannt, das Urtheil im Boltsboten" zu veröffentlichen. " In Schkeudit fand am 6. Dezember eine öffentliche Bolts In Altona wurden die Parteigenossen RI üß und versammlung statt, in welcher der Delegirte D. Mittag aus Sievichenstein Bericht über den Erfurter Parteitag erstattete. Schulz aus Gimshorn wegen Uebertretung einer PolizeiLer Reoner verlas zunächst den Bericht des Parteivorstandes, Berordnung vom 19. November 1870 von der Straffammer als beleuchtete die Rajjenverhältnisse der Partei ausführlich, sowie die Berufungsinstanz zu 20 M. Strafe event. 2 Tagen Haft und in Dicht sich zur Seite reiten Günther und Fé an den Reden Vollmars. Den Standpunkt Bollmars verurtheilte er auf die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Klüß hatte als VorFeldern vorüber, wo fleißige Menschen die goldgelben das Entschiedenste und sprach seine Freude aus über den güt fißender einer am 16. August in Elmshorn stattgehabten VerHafergarben zur schüßenden Scheuer heimwärts führen. lichen Ausgleich, welcher in dieser Sache auf dem Parteitag zusammlung über einen Antrag betreffend Deckung der VersammLängst schon haben sie die staubige Chaussee verlassen Stande gebracht wurde. Hierauf ging er über zu der Berliner Ungs- Untojien abstimmen lassen und Schulz war von der VerOpposition, die Kampfesweise derselben verurtheilte er ebenfalls, sammlung mit der Empfangnahme der Gelder beauftragt worden, und den Feldweg aufgesucht, der aver mit ihren Forderungen erklärte er sich einverstanden; des- hatte auch dem entsprechend gehandelt. Dadurch sollten Klüß hohen Wildberg tief in den Wald hineinführt. Still halb habe er auch gegen den Beschluß der Neunerfommission ge- wegen Duldung und Schulz wegen Veranstaltung einer polizeilich ist's hier und heimlich, kaum noch schallt lustigestimmt, und bedauere lebhaft, daß die Genossen ausgeschlojen nicht genehmigten Sammlung sich der Uebertretung der Polizeis Lachen, lauter Zuruf und Peitschenknall vom Feld herüber; wurden, mit Ausnahme Wilovergers, für dessen Ausschluß er ge- Verordnung schuldig gemacht haben. nur Vogelgezwitscher tönt lieblich aus den Seigen, und stimmt ha en würde, wenn über die Genossen einzeln abge immt In Bingen konnte eine Voltsversammlung, trockenes Laub und vom Wind gebrochene Aeste tnacken und worden ware. In der Diskussion entwickelte sich ein längerer Redekampf zwischen dem Delegirten und dem Genonen G. Müller. in welcher Jö st= Mainz über den Erfurter Parteitag Bericht * nistern unter den Pferdehufen. Duftiger Sonnenschein liegt über dem Wald und bringt esterer trat für die Beschlüsse der Neunerkommission ein, sprach erstatten wollte, nicht stattfinden, weil der Wirth, den man in fiegreich zwischen Baum und Blatt über eine Lichtung hin, feine befriedigung darüber aus, daß die Opposition ausgeschlossen bekannter Weise eingeschüchtert hatte, in letzter Stunde das Lokal wurde, und brachte folgende Resolution ein:„ Die heutige Ver- verweigert. jene tiefgrüne Wiese, die dort vor ihnen im Schuß der fammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des Parteitages einhohen Buchen zum traulichen Aufenthaltsort geworden ist verstanden, insbesondere billigt sie den Ausschluß der Oppontion". für Fe's Lieblinge, die sanftäugigen, schnellfüßigen Hehe. Diese Resolution wurde mit einer Stimme Majorität angenommen. Da stehen sie und wenden neugierig die zierlichen Köpfe; An der Distussion betheiligten sich noch verschiedene Genossen. Nationale Produktion und nationale Berufsgliederung. flug blicken sie hinüber: Die Menschen thun ihnen ficher Frau Scheit trat ein für bessere Behandlung der polnischen lich nichts, sie sind ja zu Pferde und blicken gar treuherzig arbeiter burch die Deutschen, um dieselben ebenfalls zu kämpfern Bon Dr. Hermann osch. Leipzig, Duncker und Humblot, 1892. und harmlos. Aber doch scheint es ihnen nicht ganz ges für die Sozialoemofratie zu gewinnen. Die Neuwahl des Ver- 324 6. Preis 6 M. Die Arbeit stellt den Grundsatz auf, daß die beste vorhandene trauensmannes ergab die Wiederwahl des Genossen Wi a aß; heuer. Borsichtig trippeln sie davon, ganz langsam über berselve nahm die wahl an und versprach für die Partei zu Technik im Interesse des Allgemeinwohls zur möglichst sucht statistischdas saftige Gras hinweg, immer schneller werdend, je mehr wirten wie bisher. Mit einem dreifachen Hoch auf die Sozial- großen Anwendung kommen foute und wie sehr es davan technisch festzustellen, auf Den fie sich dem Walde nähern, um schließlich mit mächtigen demotratie schloß die Versammlung. einzelnen Produktionsgebieten noch fehlt. Diese Statistit, Sätzen hinter den Bäumen zu verschwinden. „ Die Arbeiterin", Zeitschrift für die Interessen der Frauen für welche der Verjasser offizielle sowohl wie sozialdemokratische Sieh', Fé," fagt Günther thörichter Günther, daß du auch immer wieder vergißt, wie wenig es sich schickt, und Waschen des arteitenden Voltes, welche jezt von Frau Quellen herangezogen und benügt hat, giebt der Schrift einen eine vierundzwanzigjährige, junge Dame mit" Du" anzu Samburg, erscheint, geht mit Schluß dieses Duartals in ben tennen teine ähnlich vollständige Zusammenstellung. Der Veranzu-& mma Ihrer rebigirt wird und im Verlag von Fr. Wieger, Werth und ermöglicht es, sie mit Vortheil zu gebrauchen. Wir Berlag von J. H. W. Diez in Stuttgart über und wird fasser erklärt, daß er zu feiner politischen Partei gehöre. An ( Fortsetzung folgt.) alsvann von Frau Clara Zetkin geleitet werden. der Sozialdemokratie hat er auszufezen, daß sie zu kritisch und Idaß sie international. Beides wird sie allerdings bleiben. Lg. reden. Literarisches. Theater. Circus Renz.| Circus G. Schumann. Kranken- u. Sterbe- Kaffe der Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlar. Berliner Hansdiener( E.§.61). Karlstraße. Dienstag, den 15. Dezember. Opernhaus. Titus. Dienstag, den 15. Dezember 1891. Schauspielhaus. Wohlthätige Frauen. Abends 714 Uhr: Auf Helgo- Abends 7/2 Uhr: Große BrillantDienstag, den 15. Dezember 1891. Deutsches Theater. Dottor Klaus. land" oder: Ebbe und Fluth. befizer. 99 522b Der Vorstand. Am 11. d. m. verstarb der Rollege Emil Grothe, Petriplak 2 Berliner Theater. Der Hütten- Große hydrologische Ausstattungs- Vorstellung. Neu! Neu! Nur 15 Gastwohnhaft. Borstellungen! Pantomime in 2 Abtheilungen mit Gastspiel der weltDie Beerdigung findet Dienstag, den Leffing- Theater. Die Großstadtluft. National Tänzen( 60 Damen), Auf- Die sieben kleinsten Menschen der Welt, Krankenhause Am Friedrichshain nach berühmten Zwerg- Truppe( Münstedts), 15. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, vom Residenz- Theater. Madame Mon- sügen u. f. 1. Dampfschiff- und Boot- genannt die Kolibris( 3 Damen und dem Petrifirchhof in der Friedenstr. 82 Mon- zügen Boot- Die godin. fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontainen 4 Herren). Täglich wechselndes ProWallner- Theater. Immer zerstreut! mit allerlei Lichteffekten 2c. arrangirt Hanni weint Hannsi lacht. und inszenirt vom Direktor E. Renz. gramm, bestehend in Gesangs- und Friedrich- Wilhelmädt. Theater. Kunstschwimmerinnen 3 Geschw. John- und Pferdedressur. Ferner Auftreten musikalischen Vorträgen, Pantomimen Der Zigeunerbaron. son. Schlußtableau: Grande Fontaine ber vorzüglichsten Reitfünftlerinnen und Thomas- Theater. Fliegende Blätter. Lumineuse. Außerdem: 4 hohe Schulen Künstler, Reiten und Vorführen der Ostend Theater. 3immermanns geritten von den Damen Fris. Clotilde bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde. Hager, Oceana Renz, Vidal und Helga Komische Entrees sämmtlicher Klowns. Bellealliance- Theater. Der Ratten- Hager. 6 irl. Jagdpferde, zusammen Zum Schluß der Vorstellung: Cirkus unter Wasser. ,, Eine Nachtin fänger von Hameln. Adolph Ern Theater. Venedig." Große fom. OriginalWasser- Pantomime mit sensationellen große Prophet. Licht- und Wassereffekten. Lene. 9 Der Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. ieheller. Theater und SpezialitätenBorstellung. Gratweil' sche vorgeführt von Herrn Franz Renz. Sisters Lawrence am fliegenden Trapez. 3 Eltons, Afrobaten. 6 Gladiatoren, plastische Gruppirungen. Auftreten der Reitkünstlerinnen Adele Briatore und Mme. Bradbury sowie der Reitkünstler Herren A. Delbosq, Alexander Briatore, Giovanni, William 2c. Rom. Entrees von sämmtlichen Klowns. Täglich: ,, Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. Meyers oder Brockhaus Lexikon fuche zu kaufen. 425b A. Sauer, Rüdersdorferstr. 36. Morgen: Große Extra- Borstellung mit neuem Programm. Gastspiel der 3werg- Truppe. Cirkus unter Wasser. Eine ländliche Hochzeit." " Glühwein, Rum, Punsch Champ., Fl. 1,50 M., fowie meine beliebten Spirituosen und Weine bringe hiermit meinen geehrten Abnehmern in Erinnerung. Franz Beyer, Prinzessinnenstraße 15. 1642L Sozialdemokr. Volksversammlung Bierhallen. des ersten Berliner Reichstags- Wahlkreises Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der am Mittwoch, 16. Dezember, Abends 8 Uhr, Dim Restaurant Norbert, Beuth- Strasse 21/22. Tages- Ordnung: Hamburger Gaudebrüder Streifes u. f. 1. Referent: Genoffe A. Taeterow. Konzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 7/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. 397/5 1. Vortrag. 2. Definitive Beschlußfassung über die Organisation des Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein Empfehle meinen berühmten Mittags, für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 1169L Die für heute, Dienstag, annoncirte öffentliche Vertisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. Etablissement Buggenhagen ſammlung kann leider nicht stattfinden, da das Etablissement Eiskeller" bis auf Weiteres plötzlich geschlossen worden ist. Ein anderer Saal war nicht zu bekommen. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Achtung! Spezial- Ausschant von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Prinzeß Pauline, die lebende Puppe in Der Vorstand. J. A.: A. Scholz, Kastanien- Allee 35. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend am Mittwoch, den 16. Dezember, Abends 8 Uhr, Tages- Ordnung: in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 79( ob. Saal). Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß unsere Tochter 521b Anna v. Flemming im 14. Lebensjahre verstorben ist. Die Beerdigung findet am 16. d. Mts., Nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle Bethanien aus statt. Um stille Theilnahme bitten Rudolf v. Flemming u. Frau. Danksagung. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker etc. Heute, Nachmittags 2 Uhr: Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. T.- D.: 1. Wahl der Geschäfts- Koms mission. 2. Wahl einer Lokal- Kome mission u. eines Vergnügungskomitee, 4. Verschiedenes. 5305 Der Vorstand. Verein der Sattler und Fachgenossen. Mittwoch, 16. Dezbr., Abends 81/2 Uhri Versammlung fm ,, Klubhaus", Annenstraße 16. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeord neten J. Auer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Hierzu ladet ein 263/7 5266 Der Vorstand. Achtung! Für die vielen Beweise herzlichster Liebe und Theilnahme bei der Beerdi- Klubs" Heine"( Rigdorf) auf Nr. 38 Die am II. Stiftungsfest des Lese gung unseres lieben Sohnes und guten verlooften zwei Büsten find innerhalb Bruders des Gürtlers Paul Fischer 8 Tagen bei H. Werner, Knesebec sagen wir allen Verwandten, Bekannten straße 26, abzuholen. Das Komitee. und Kollegen der Firma Schwinger& Graff, insbesondere dem Hrn. Prediger Konkurs- Ausverkauf. Pauli für die trostreichen Worte am Sarge des Entschlafenen unseren innigften Dank. Die trauernden Eltern und Geschwister. 529b Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher u. aufrichtiger Theilnahme bei dem Heimgang meines unvergeßlichen theuren Mannes und Bruders Hermann Bobin fagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Hrn. Superintendent Steinbach für die troftreichen Worte unseren innigsten Dank. Berlin, den 15. Dezember. Die Restbestände des Sander'schen Konkurswaaren- Lagers, bestehend aus Tuchen und Buckskins, werden täglich von 9-1 und 2-7 zu Tarpreisen Berlin, Bischofstr. 12 12r. b. Domnauer, ausverkauft. Die Verwaltung. Empfehle mein Gold- und Silberwaaren- Lager bei gediegener Ausführung zu soliden Preisen. 420/ b Albert Janeke, Kaftanien- Allee 10, n. Berliner Prater, 519b Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Die tranernden Hinterbliebenen. Artillerieſftr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Danksagung. Allen Verwandten und Freunden, die meiner lieben Frau die leste Ehré erwiesen haben, sage ich meinen besten Dant. 59/17 Otto Berwig. Sarg- Magazin und Beerdigungs- Komtoir 1689L Julius Kosin, 66 Georgenkirchstraße 66. Hüte mit Kontrollmarke, Mützen, Shlipse, Hosenträger, Filz1. Bortrag über:" Der Werth der Verkürzung der Arbeitszeit im Bausschuhe und Pelz- Garnituren äußerst gewerbe."( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. billig bei A. Zechelius, Castan's Panopticum. n welcher Weise können wir die Buchdrucker im Kampfe um die Verkürzung 528b der Arbeitszeit thatkräftig unterstützen? Hohne Extra- Entree. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Kameraden! Der wichtigen Tagesordnung wegen muß es eines Jeden heiligste Pflicht sein, in der Versammlung zu erscheinen. 359/8 Die Lohnkommission. Castan's Panopticum Fachverein der Tischler. Viele Neuheiten! Castan's Irrgarten. Schreckens- Kammer. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Ühr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum im Theater Saal: 102 Ein WeihnachtsMärchen von Dr. J. Lohmeyer. Musik v. Th. Krause. Mittwoch, den 16. Dezember cr., Abends 8½ Uhr, in Orschel's Salon, Sebastianstr. 39: Außerordentliche General- Versammlung. 324/1 Tages Ordnung: 1. Vortrag. Diskussion. 2. Antrag betreffend Unterstützung der streikenden Buchdrucker. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Der Vorstand. Achtung! Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins n. Umgegend. Donnerstag, den 17. Dezember cr., Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180: Ohne Extra- Entree. Vereins- Versammlung. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 für erwachs. Herren. HAS Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Ich ersuche sämmtliche Kollegen zu dieser Versammlung zu erscheinen. Die Mitglieder- Einlaßkarten zum Maskenball werden ausgegeben. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend. 520b Dienstag u. Freitag: Damentag. Mittwoch, den 16. Dezember, Abends 5½ Uhr: Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 1421L Berliner Bockbrauerei empfiehlt ihre 2 großen Säle Mitglieder- Versammlung in ,, Kuhlmey's Salon", Schönhauser Allee Nr. 28. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Die sozialistische Gesellschaft." Referent Herr Türk. 2. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Zu dieser Versammlung werden die Kollegen von den Bauten der Töpfermeister Emil Brucks, Zeuge und Richter ersucht, zu erscheinen. Broschüren vom österreichischen Töpfertag sind in der Versammlung zu Versammlungen und Festlichkeiten. zu haben und werden auf Verlangen gratis verabfolgt. Um recht zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht August Tiedemann, 1440L 319/18 Oekonom. Rixdorf! bis 50 Berf. zu verg. Vereinszimmer Plick, Simeonſtr. 23. Der Vorstand. Rixdorf! Deffentliche Versammlung Genosse Leue, Bürstenmacher, des Sozialdemokrat. Vereins Landsbergerstr. 114. Empf. zum bevorst. Weihnachtsfest sein Bürsten-, Besen- u. Kammgeschäft. Adolf Braun. Bertha Braun. Vermählte. München, 15. Dezember 1891. ララ Vorwärts" am Mittwoch, 16. Dezember, Abends 9 Uhr. im Saale des Herrn Bartha, Berg- Strasse No. 120. Tages- Ordnung: 1. Vortrag:„ Der Giftbaum die Börse und die Bordelle." Referent: Reichst. Albg. A. Stadthagen. 2. Distuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Ausgabe der Mitgliedsfarten und Statuten findet statt. Die Versammlung wird pünlich eröffnet. 107/16 Eisenbahnstraße 10. Ein großes Schaukelpferd ist billig zu verkaufen bei Schmidt, Eisenbahnstraße 38, 4 Zr. Bla 532b laue Maschinenbau- Anzüge in Cöper sowie sämmtl. Arbeits- Anzüge bei Wilh. Pahr, Brunnenstr. 83e. 1708L Größtes LagerBerlins Lothringerstr. 69, Hof 3 Tr. Eine freundl. Schlafstelle bei Knop, 518b Leeres 1fenstriges heizb. sep. Zimmer zu verm. Rottbuser Ufer 58 pt. 527b Junger Mann sucht Schlafstelle zum 1. Januar( mit Piano) Nähe Heinrichs play. Adr.: G. Müller, Mariannenstr. 46, 525b Restauration.( H. F. 198.) Für ein dreimal wöchentlich erſcheinendes Parteiblatt wird ein tüchtiger Redakteur gesucht. Meldungen unter 1711L W. 20 an die Expedition dieses Blattes. Einen Schneidergesellen verlangt 534b Zittlau, Frankfurter Allee 38. Einen Goldschnittmacher für Plakate fucht H. Reinartz, Ritterftr. 58. 531b Bügler verlangt Osterburg, Mittenwalderstr. 38, Hof 3 Tr. 533b Geübte Plattenschneider wer den verlangt Dranienstr. 188. 523b Ein tüchtiger Tischfraiser verl. 524b Kinderwagen. Andreasar. 235. p. Admiralſtr. 18b. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Im Verlage von Auer& Co. in Hamburg ist erschienen und von uns zu beziehen: Der Neue Welt- Kalender für das Schaltjahr 1892. Mit einem Farbendruckbilde„ Auf dem Markte" und einem Wandkalender auf Karton. Reich illustrirt. Preis 50 Pf. Inhalts- Uebersicht: Kalendarium. Wechselstempel. sicherungsgesetz. 15. Mai 1891. 1 Nr T ſteh 21 geneic 10. R Späte einzuf Moab 2 6. Re der S rege 81/2 11 1 2 haufer 3. 5 Bebb tomite traum Nicol haft- t Röpf Falte viel wie fündi noch ftürn mert genia wirt meil Wan Wort der feligi Ingr Luftf auf b Heite Reble ein F Gogo wir? thum felten lächte wenn Revi Post- und Telegraphenwesen.- Deutscher Auszug aus dem Invaliditäts- und AltersverRückblick auf die Zeit vom 1. Mai 1890 bis Die Volkszählung vom 1. Dezember 1890.Verzeichniß der Messen und Märkte. Jm Kreislauf des Jahres. ( Gedicht.) Pilatus. Erzählung von Franz Wichmann. Mit Illustrationen. Schiffbrüchige.( Gedicht.) Mit Illustration. Die Erde als Morgen- und Abendstern des Mars. Mit Abbildung. Statistisches aus der Landwirthschaft. Von May Schippel. Großvaters Geburtstag.( Gedicht.) Mit Jllustration. - Unschuldig verurtheilt. Dichtung von Wilh. Hong. Mit Illustrationen.- Die Bergarbeiter einft und jeht. Von Karl Kautski. Jm Namen des Gesetzes!( Gedicht.) Mit Illustration. Antje. Eine Helgoländer Geschichte. Von Klara Reichner. Mit Illustrationen. Morih Rittinghausen. Mit Porträt. Gäfar de Paepe. Mit Porträt. Der Tuberkelbazillus und das Koch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen. Heimkehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Illustration. Fliegende Blätter. ( Humoristisches.) Die Schmaschine. Humoreste von M. Kegel. Mit Justrationen. Auflösungen der Räthsel aus 1891. Räthsel und Charaden. - Wir empfehlen den vorliegenden 16. Jahrgang des ,, Neuen Welt- Kalender" jedem Parteigenofen zur Anschaffung und zur weitesten Verbreitung in indifferenten Kreisen. Derselbe ist ein vorzügliches Agitationsmittel und steht durch seinen gewählten Inhalt weit über der gesammten fonßigen Kalender- Literatur. Wiederverkäufern, sowie für Partiebezug, hoher Rabatt. Verantwortlicher Redakteur: Angust Enders, in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen Wie ber 17 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. C₁ 9 Nr. 293. Ens ee, ob I tt A 56 e 38 16 RI ent 13 34 ** 1 446 En b 3 扎 Dienstag, den 15. Dezember 1891. 8. Jahrg. Achtung Parteigenossen! Heute Stichwahl! Die Kandidaten der Sozialdemokratie sind: 10. Kommunal- Wahlbezirk: Dr. Jgnatz Zadek, Annen- Straße Nr. 40. Kommunal- Wahlbezirk: 46. Theodor Metzner, Schuhmacher- Meister, Naunynstraße 72. In allen übrigen Bezirken, in denen die Gegner( Bürgerpartei und Freisinnige) unter sich zur Stichwahl stehen, fordern wir unsere Genossen hiermit auf, sich der Achtung! Stimmabgabe zu enthalten! Alle diejenigen Genossen des 2. und 3. Wahlkreises, welche geneigt fird, am heutigen Tage bei der Stichwahl im Parlamentsberichte. Deutscher Neichstag. 10. Kommunal- Wahlbezirk thätig zu sein, werden ersucht, sich bis pätestens 81/2 Uhr im Restaurant& aege, Fürbringerstraße 22 v. Marschall, v. Malzahn u. A. einzufinden. Alle späteren Meldungen beim Zentral- Wahlkomitee, Moabiter Brauerei, Thurmstr. 25/26. Alle Parteigenossen und Bezirkskomitees des 1., 4., 5. und 6. Reichstags- Wahlkreises werden hiermit aufgefordert, sich bei der Stichwahl in Moabit am Dienstag, den 15. Dezember, recht rege zu betheiligen und zwar können sich Genossen spätestens bis 8 Uhr Morgens in folgenden Wahlbureaus melden: 1. Theil: 4. Reichstags- Wahlkreis, Often bei Dröscher, Emdenerstr. 54. ahllofal: Gemeindeschule, Thurmftr. 75. 2. Theil: 6. Reichstags- Wahlkreis, Rosenthaler und Schönhauser Borstadt und Gesundbrunnen bei Sud, Paulstraße 32. ahllotal: Gemeindeschule Gerhardtftr. 4/5, 3. Theil: 1. Reichstags- Wahlkreis bei Schwarze, Bremerstr. 62. ahllotal: Gemeindeschule Bremerftr. 13-17. 4. Theil: 5. Reichstags- Wahlkreis bei Gerlach, Lübeckerstr. 48. Wahllokal: Zhurmstr. 27 bei Biltig. 5. Theil: 4. Reichstags- Wahlkreis( Süd- Dft) bei Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Bahllokal: Artushof, Perlebergerstr. 23. 6. Theil: 6. Reichstags- Wahlkreis( Oranienburger Vorstadt, Webbing und Moabit) bei Geppert, Perlebergerstr. 6. ahllokal: Gemeindeschule Stephanftr. 3/4. Alle späteren Meldungen nur im Bureau des Zentral- Wahlfomitees, Moabiter Brauerei, Thurmstr. 25/26. Das Zentral- Wahltomitee. J. A.: Otto Klein, Schönleinstr. 6. Freie Volksbühne. 140. Sigung vom 14. Dezember. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. E a privi, v. Bötticher, Die zweite Berathung der Handelsverträge mit Desterreich Ungarn, Italien und Belgien wird über die einzelnen Verträge nach einander eröffnet; über die Sandelspolitik im Allgemeinen wird bei den Artikeln, zu denen die Tarife vorliegen, gesprochen werden können. Das Zentral- Wahlkomitee. nachtheiligung der Eisenindustrie sei namentlich angesichts der Lasten der sozialpolitischen Gesetzgebung sehr bedenklich. Redner giebt über diese Belastung einige Zahlen. Staatssekretär von Bötticher hält die Bedenken bezüglich der Eisenindustrie für unerheblich. Es heißt, daß die öster reichische Gisenindustrie seit der Einführung der dortigen Zölle erheblich erstarkt ist; die Ausfuhr deutschen Eisens nach Desterreich sei zurückgegangen, die Ausfuhr aus Desterreich habe zugenommen.( Zuruf des Grafen Kanit: Die hohen Kohlenpreise in Deutschland!) Die mögen mit dazu beigetragen haben. Die Herabfegung der Zölle in Desterreich beträgt für Eisen bis zu 25 pet., das ist ein erheblicher Abg. v. Massow( dt.) meinte, daß man nach Ablehnung Vortheil für die deutsche Industrie, das hat auch Fürst Hatzfeldt der Kommissionsberathung darauf gefaßt sein müsse, alle Einzel- anerkannt. Wenn in der Preffe gesagt wird, die Industrie fragen behandelt zu sehen. Die Presse habe gemeint, den Konser- sei mit einem blauen Auge davon gekommen, so könne man auch vativen würde die Opposition leicht, weil sie wüßten, daß die andere Urtheile aus der Presse anführen. Aber die Preßurtheile Verträge doch angenommen würden; das sei nicht richtig. Der feien meist vom Parteistandpunkte aus diktirt. Die deutschen Minister v. Lucius, der ursprünglich ein überzeugter Freihändler Unterhändler haben möglichst viel für Deutschland herausgewesen, habe sich zum Schutzoll bekannt, durch die Thatsachen zuschlagen versucht; aber ohne Opfer geht es nicht ab; wir haben bazu gezwungen; er wollte die jetzt erfolgende Wendung nicht dahin gewirkt, daß die Opfer an folchen Stellen gebracht werden, mitmachen. Er stellte seine Ueberzeugung höher als den Besitz wo sie leicht ertragen werden können. Die Frankfurter Handels eines Portefeuilles. Auch die Konservativen wollen die Schwentung nicht mitmachen. Sie haben von einem Zollkrieg nichts gemerkt, fie fürchten auch, daß die Zollverträge den Dreibund nicht stärten würden. Fürst Bismarck habe nicht blos die auswärtige Politit übersehen, sondern auch die innere; er habe seine Wirthschaftspolitik angebahnt und vertheidigt, ohne jemals zu fürchten, daß daraus eine Gefahr entstehen könne. Er werde als Boltsvertreter und aus Vaterlandsliebe gegen die Handelsverträge stimmen.( Beifall rechts.) tammer, welche auch industrielle Interessen vertritt, hat sich für die Verträge erklärt. Wenn Herr von Kardorff die Aufhebung des Schweine- Einfuhrverbots als einen Fehler bezeichnet habe, so könne er dem nicht zustimmen; die Gesundheitspolizei komme vollständig zu ihrem Rechte. Wenn Trichinen in einzelnen Sendungen gefunden sind, so handle es sich um solche Sendungen, die noch nicht auf Grund der neuen Meat- Inspection- Bill untersucht sind. Der Gänsezoll, den Herr von Kardorff verlangt, fann doch nicht durch einen Handelsvertrag eingeführt werden; Artikel 1 wird gegen die Stimmen einiger Ronservativen an- Deutschland hat sich in dieser Beziehung nicht gebunden. In genommen, ebenso Art. 2. dem Augenblicke, wir eine offene Zuckerprämie bei Beim Art. 3, welcher den Tarif als Anlage enthält uns eingeführt haben, tönnen mir von Desterreich bemerkt nicht deren Aufhebung verlangen. Bezüglich der EisenAbg. Leuschner( Reichsp.), daß er entschieden bestreiten bahnrefattien hat schon in dem Vertrage von 1881 nichts müsse, daß die Zölle die Lebensmittel vertheuern, daran sei gestanden; über den Eisenbahn- Frachtverkehr ist ein besonderes namentlich die Börse schuld. Der Landwirthschaft tönne noch auf internationales Abkommen getroffen, welches die einseitigen andere Weise als durch die Zölle geholfen werden, nämlich durch Tarifermäßigungen verbietet. Beim Handelsvertrage hat man so die Einführung der Doppelwährung.( Aha! links.) Redner wenig wie möglich über die Eisenbahntarife verhandelt, sondern wandte sich dann gegen die Ermäßigung der Eisenzölle, die sich freie Hand vorbehalten. Wird der vorgelegte Vertrag ab= namentlich England zu gute kommen werde. Eine solche Be- gelehnt, so wird an der Refaktion auch nichts geändert. Daß wo in die Welt zu schauen verstand, ehe die Verzweiflung über turzsichtig genug, die in Bersegung befindliche Gesellschaft, das Elend seines Vaterlands und inbrünstige Frömmelei seine nicht selten selbst die Keulenschläge nach, die er gegen fie Das hätten sich die neunmal klugen Tiftler nicht Sinne zerstörten, gelacht zu den Sprüchen der Literatur austheilte. Nicht die Tragiker pflegen, sondern die komischen träumen lassen, daß in der alten Komödie des Russen und Bühnenpäpste. Wohl ist so gut wie keine Luftspiel- Dichter mit ihrem Schellengeflingel einer zur Neige Nicolaus Gogol» Der Revisor" noch so viel fieg- intrigue angesponnen und fortgeführt in Gogol's Komödie, gehenden Herrschaft zu Grabe zu läuten. Als hätte er haft- komische Straft" stecke. Da stecken die Fachleute ihre wohl kriegt der Better nicht sein Bäschen zur Frau, aber einen krankhaft wollüſtigen Drang in sich verspürt, über die Köpfe zusammen und ziehen die gelehrten Stirnen in ernste auf Grund erschütternder Gesellschaftszustände baut sich ein Schäden und Tücken in seinem weiten Reich sich weidlich zu Falten und rechnen einem Bühnenwerk sorgsam nach, wie fomisches Welt- und Lebensbild, erfüllt von einfacher Größe, amüsiren, so eifrig trat Bar Nikolaus selber dafür ein, daß viel es an Leber3frische verloren, seitdem 3 entstanden war, auf. Bwiespältig war die Muse Gogolt's, als 1836 der Gogol's Revisor nicht geniret werde". Die Komödie war wie weit es sich gegen die Regeln der 2 hnentechnik ver- 27 jährige Dichter seinen„ Revisor" schuf. Aus Haß und aus frei mit Neid könnte man von mancher Stelle aus auf sündige und ob seine Charaktere auch unserem Empfinden Mitleid zugleich geboren ist das Werk; und in den bitteren den staunenswerthen Liberalismus jener Tage blicken, noch nahe liegen. Galgenhumor, der über die Fäulniß des Beamtenheeres, und Väterchen selber wollte sich schier todtlachen über das Aber die ängstlichen Erwägungen wirft der keck einher- über die Willkürherrschaft der Bevorzugten gegen die Macht- räuberische Lumpengesindel, das er seine Beamtenschaft zu stürmende Geift einer wahrhaft großen 2 tung unbefüm- losen in der Gesellschaft sich mit energischem Trotz luftig nennen die Ehre hatte. mert über den Haufen. Es geschieht nicht viel in der macht, mengen sich die ergreifenden Töne des tiefen ErDie Vorstellung der Freien Volksbühne setzte nicht ungenialen Boffe vom„ Revisor". Woher sollte sie sich bühnen- barmens mit der nothleidenden Kreatur; und der Hohn gegen mittelbar mit vollem Erfolg ein. Zum Theil liegt das an wirksam erweisen?" Kein verliebtes Bärchen verkriecht sich, die diebische Beamtenwelt Rußlands wird übertönt vom der Darstellung im Bellealliance- Theater. Wenn man von weil es beim Liebesgetändel überrascht wird, hinter einen leisen Wimmern der Wittwe des Unteroffiziers, die der der politischen Satire Ibsen's" Bund der Jugend" absteht, Wandschirm, fein wißiges Epigramm preist in entzückten Polizeigewaltige peitschen ließ, weil es ihm so gefiel, und so war Gogol's" Revisor" überhaupt das erste komische Worten, wie herrlich weit wir es in der Welt, zumal in von dem Aufschrei der Frau des Schlossers, der man den Stück großen Stils, das durch die Freie Volksbühne zur der großstädtischen Welt, gebracht hätten; nicht die arm- Gatten geraubt, um ihn wider alles Recht unter die Sol- Aufführung fam. Nun ist der Revisor" eine der feligste Schwiegermutter wird geknufft, es fehlt also an allen daten zu stecken." Wozu brauchst Du denn einen Mann?" schwierigsten komischen Dichtungen insofern, als die Charaktere Ingredienzien, die in unseren Luxustheatern das moderne sagt der Spizbube von Gouverneur zur wehklagenden Frau. im Stück durch seine Besonderheiten ganz deutlich ausLustspiel erst genießbar machen, und doch mochte„ Der Revisor"„ Er nüßt Dir ja doch nichts."" Ja, das weiß ich wohl", einandergehalten werden. Wie nur ein neuester Realist, so auf der freien Boltsbühne am letzten Sonntag so unbändige erwidert das Weib, aber ob er mir nützt oder nicht, das fennzeichnet Gogol in seinen Bemerkungen für die SchauSeiterkeit entfesseln. ist meine Sache." Sie spricht die Worte aus der Logik spieler die handelnden Personen getreu bis auf ihren Ja, wenn die Russen über ihren Gogol aus voller heraus, die das einfachste Wienschenrecht lehrt. Der Gon- Gang, ihre Haltung, ihre Gewohnheiten, die den inneren Rehle lachen, das ist etwas Anderes. Die Russen, die haben verneur aber sagt:„ Er ist ein Dieb; wenn er auch bis jetzt Menschen wiederspiegeln; und wenn dem Gouverneur, dem ein Recht dazu. Die Russen begegnen den Modellen zu noch nicht gestohlen hat, das ist ganz gleichgiltig, er Rektor, dem Postmeister, dem Hospitaldirektor, Dem Gogol's tomischen Personen auf Schritt und Tritt. Aber wird schon noch stehlen!" Nie iſt drastischer die Logil Kreisrichter ein Merkmal gewiesen ist, wir? Uns müßten die Fäulniß, die Verwüstung, das Siech- brutaler Machthaber verspottet worden, als in diesen Worten gierige Gaunerci, Gaunerci, im Uebrigen führen fie alle thum der Gesellschaft, gegen die Nikolaus Gogol mit dem aus dem„ Revisor". ihr ganz besonderes Leben. Wollte man das durch die seltenen Gemisch von ingrimmigem Humor und tollem GeEs wäre ein Wunder zu nennen, wie es möglich wurde, Schauspieltunst verdeutlichen, dann müßte für jede dieser lächter seine Geißel schwingt, eigentlich unverständlich sein, daß Gogol's Komödie die russische Zensur passiren Gestalten eine komische Kraft ersten Ranges eintreten; und wenn es nach denen ginge, die da herausfinden, daß im durfte und daß sie noch heute das russische Publikum zu das vom Belle- Alliance- Theater zu verlangen, wäre unbillig. " Revisor" im Grunde nichts Bühnenwirksames vorkomme. frohestem Ergößen mitreißt. Aber der Vorgang steht nicht Im ersten Aufzug, in dem die Beamtenschaar in Vera Wie hätte Gogol selber, der blonde Sohn Kleinrußlands, vereinzelt da in der Völkergeschichte. Wer die Entrüstung wirrung geräth, weil der angebliche Revisor in der Gonver der mit so gewißter Bauernschlauheit so scharf und so tief in ein komisches Gewand zu kleiden verstand, dem sah, nementsstadt eingetroffen sei, wollte darum die komische 1 die hab das Holz nach Gewicht und nach Festmetern verzollt wird, beruht als Theoretiker können leicht reden, der hungernde und frierende| Ronzessionen Desterreichs nur da erheblich feien, wo fie ber auf dem alten Vertrage und auf dein deutschen Zolltarife; daran Arbeiter fragt nach theoretischen Auseinandersetzungen nichts. österreichischen Industrie au Gute tommen, so z. B. bei den Theers find die deutschen Unterhändler nicht schuld. Daß man den( Zustimmung links.) Die großen Summen, welche die Stadt farben; sonst hielten sie sich in sehr bescheidenen Grenzen, nament Haferzoll mehr ermäßigt hat als den Gerstenzoll, liegt an der Berlin für den bevorstehenden Winter zur Milderung eines Noth- lich in der Textilindustrie. Ganz mechanisch sei der Zoll auf Rücksicht auf die Heeresverwaltung, die an dem ersteren Zoll standes bewilligt hat, werden bei weitem nicht ausreichen. Wenn Mühlenfabrikate berechnet ohne Rücksicht auf die Abfallprodukte betheiligt ist. Die herabsetzung des Eierzolles war eine italie- wir die Verträge annehmen, räumen wir einen Stein des An- der Müllerei. Die Zuckerraffineure bemängeln, daß im Vertrag nische Forderung, die man um so eher bewilligen konnte, als stoßes aus dem Wege; es bleiben aber noch viele bestehen. Die mit Belgien nicht auf die dort bestehenden Zuckerprämien Rüd es in Deutschland Industrien giebt, welche das Eiweiß billig Nachwahlen zum Reichstage reden eine deutliche Sprache; wenn sicht genommen ist. Die Handelskammern beschweren sich darüber, beziehen möchten: die Albuminfabrikation. Die Verantwortung der Reichskanzler alle Vorlagen daraufhin ansehen wollte, ob sie daß sie nicht gehört worden sind; ich wünschte, daß man bei für diese Zollermäßigungen könne die Regierung tragen. die Sozialdemokratie zu bekämpfen geeignet sind, so war er auf späteren Verhandlungen nicht mit so viel Heimlichkeit vorgeht, Abg. v. Schalscha( 3entr.): Die Rücksicht auf die Armce dem richtigen Wege; ich hoffe, die Verträge werden die Zahl der die vielleicht diesmal wegen der Eigenartigkeit der Verhandlungen steht erst in zweiter Linie; in erster Linie kommen in Betracht Unzufriedenen vermindern.( Beifall links.) nothwendig war. diejenigen, welche die Soldaten für die Armee stellen, das sind die Abg. v. Kleist- Negow: Obgleich ich selbst ein Großgrund- Staatssekretär v. Bötticher: Der Reichskanzler hat es für Landwirthe( Zustimmung rechts.) Warum hat man denn die besitzer in Pommern bin, bin ich doch von den kleinen Land- unmöglich erklärt, Handelsvertrags- Verhandlungen öffentlich Landwirthschaft gerade zu den Opfern herangezogen; etwa weil wirthen in Westfalen gewählt; ich theile die Anschauungen des zu führen; die Regierung ist informirt worden durch man sie für die opferwilligste Klasse der Bevölkerung hält? Vorredners nicht. Die Zölle haben die hohen Preise nicht hervor ein Gutachten des Handelstages und durch die Petitionen Der Reichskanzler bezeichnete die Landwirthschaft als die Mutter, gerufen, diefelben seien lediglich eine Folge der Mißernte. Nach den der Betheiligten an das Reichsamt des Innern und an die Industrie als die Amme; fein Herz scheint aber mehr bei der Theorien des Vorredners müssen alle Zölle aufLebensmittel aufgehoben das preußische Handelsministerium. Wo eine ausweichende letzteren zu sein.( Seiterkeit.) Wenn der Reichskanzler meinte, werden; aber der Reichskanzler hat die Nothwendigkeit derfelben Information nicht vorhanden war, sind besondere Unter daß noch eine Mißernte wie die legte die Getreidezölle beseitigen anerkannt. Die Landwirthschaft muß dahin kommen, daß sie den suchungen angestellt, so z. B. auch bezüglich der Weinzölle. würde, so kennt er den preußischen Ministerpräsidenten nicht, der ganzen Bedarf allein decken fann; bazu muß sie aber geschüßt Die Buziehung von Sachverständigen zu den Verhandlungen hat fast wie ein Fels in der Brandung stand und sich der Aufhebung werden, damit das Kapital sich ihr zuwendet. Wir halten die weniger Werth, als wenn die Regierung unabhängig ihre Entder Getreidezölle widersetzte.( Beifall rechts.) Daß die Valuta- Getreidezölle für absolut nothwendig und zwar noch für unab- scheidungen nach Ausgleich der Interessen trifft. Die betheiligten verhältnisse die Landwirthschaft benachtheiligen, liegt auf der sehbare Zeiten.( Beifall rechts.) Sachverständigen tönnen sich nicht immer von ihren eigenen Hand, Die Aufhebung der Bölle würde den Preis nicht ver- Staatssekretär von Marschall: Die verbündeten Regie- Intereffen fret machen. Der Zoll für Mühlenfabrikate hätte billigen( Wiederspruch); die Bollermäßigung kommt lediglich dem rungen haben den Nachweis geliefert, daß die Vorlagen nüglich eigentlich etwas höher bemessen werden müssen; aber Defterreich Auslande zu gute. Der Beweis ist nicht ganz genau zu führen; und nothwendig sind. Alle Wünsche, welche sich über die Vor- ging in Bezug auf den Zoll für Getreide und Mühlenfabrikate Sie haben den Gegenbeweis auch nicht erbracht( Buruf links: lagen hinaus erstrecken, müssen sie zurückweisen. Die Kauftraft noch weiter und es ist nur schwer gelungen, die Ermäßigung fo Und Sie bleiben ihn schuldig! Heiterkeit.) Die einzige Folge ist des Julandes steht auch für die Regierung ist erster Reihe; zu niedrig wie geschehen zu bemessen. Der Zoll auf Lohe ist, weil die Verkürzung der Reichseinnahme und der Ueberweisungen an deren Sicherung ist so viel gethan, daß man das Exportintereffe Deutschland seinen Bedarf an Lohe nicht selbst decken kann, im die Einzelstaaten und an die Gemeinden. Das ist die Entschädi- geradezu vergessen hat. In den flebziger Jahren trat man aller- Interesse der Lederindustrie ermäßigt worden. Schließlich muß gung der Landwirthe für die Verschlechterung des Marktes, daß bings für den Export in erster Linie ein; so weit steht er jetzt ich berichtigend bemerken, daß der Geflügelzoll gebunden ist, sie höher besteuert werden. Die Getreidezölle waren noch keine nicht mehr in den Vordergrund; aber Graf Mirbach hat 1881 daß wir deshalb nicht in der Lage sind, einen Gänsezoll ein Schutzölle, sondern nur Finanzzölle; Schutzölle würden sie erst anerkannt, daß man nicht einseitig einen Theil der nationalen zuführen. sein, wenn sie die Valutadifferenz ausgleichen und noch etwas Arbeit allein begünstigen oder vernachlässigen dürfe. Der Export Abg. Menzer( dr.): Ich habe nichts davon gehört, daß eine darüber hinausgehen. Wenn die amerikanische Silberbill durch ist ja auch ein Theil der nationalen Arbeit. Die Stetigkeit Handelskammer des Weinbau treibenden Bodens über die Weintallistischen Bestrebungen mehr Aufmerksamkeit zuwenden. Herr voller die Getreidezölle sind, desto geringer ist die Gefahr ihrer nachtsferien über Zeit lassen, diese Frage zu prüfen, da ja auch Singer hat die Nothlage der Landwirthschaft auf persönliche Herabsetzung( Zustimmung). Die Getreidezölle von 5 M. haben in Desterreich und Italien die Parlamentefich nicht so sehr beeilen. Fehler zurückgeführt, auf die Wetten auf den Rennplägen 2c. einen lebhaften Widerspruch im Lande gefunden; der daraus fich Ich habe, obgleich ich Raufmann bin, ein warmes Herz für Sind nur Großgrundbesitzer auf den Rennplägen vertreten? Herr ergebende berechtigte Gegensatz ist etwas Unerfreuliches. Diese die Landwirthschaft; ich kann dem Prinzen Carolath nicht bei Laster wollte alle Gründer aufstöbern, er machte vor einigen gerechte Unzufriedenheit muß beseitigt werden. Wenn stimmen, ich muß seine Schilderung von den hungernden Ars aristokratischen Bäumen Halt; er sah den dahinter befindlichen der Zoll bestehen bleibt, dann wird allen Agitationen beitern in die Romane verweisen, in die Wirklichkeit gehört fie Riefenwald nicht; er hätte manche exotische Bäume darin ent- Thür und Thor geöffnet. 1879 hätte man einen nicht.( Widerspruch links.) Aus Unterhaltungen mit den Vers decken können.( Buſtimmung rechts.) Der Luxus auf dem Lande Boll von 3,50 m. für Getreide als übertrieben bezeichnet; tretern großer Mannheimer Getreidefirmen kann ich mittheilen, ist nicht so bedeutend, wie man annimmt. Bei der Einschäßung 1885 hätte er Beifall gefunden und heute soll er freihändlerisch daß Niemand eine Aufhebung der Getreidezölle verlangte, meist zur Einkommensteuer hat sich herausgestellt, daß die meisten sein und eine Schwenkung der Regierungspolitik bedeuten. Das wurde ein Zoll von 3 M. als ausreichend erachtet und die Noth Landwirthe gar nicht eingeschäßt werden konnten, daß sie ferner wir uns in einem Zoukrieg befanden, zeigt die Schädigung wendigkeit eines Schutzes der Landwirthschaft wurde allgemein meist niedriger eingeschätzt werden müßten als ihre Knechte und unseres Exports durch die Zölle der anderen Staaten. Dem anerkannt. Die Getreidezölle können die Theuerung nicht allein Mägde.( Heiterfeit. Präsident v. Levezom bittet auf den Bündnisse ist es jedenfalls nicht sehr förderlich, wenn die Bundes- hervorrufen; Gewichtsermittelungen bezüglich des Brotes in Handelsvertrag einzugehen.) Die Schweinezucht der kleinen Leute genossen sich auf dem wirthschaftlichen Gebiete bekämpfen. Das Berlin haben Berschiedenheiten von 250 Gramm für das leidet unter der Aufhebung des Verbotes der Einfuhr ist die schlechteste Vorbereitung für den großen Kampf, den wir 50 Pfennigbrot, also etwa von 17 pet. ergeben. Man sollte doch ein amerikanischen Schweinefleisches. Redner erzählt von einem demnächst vielleicht zu bestehen haben. Diese politische Bedeutung mal erst solche Differenzen aufklären. Redner wendet sich dann den Bauer, der seine Ferkel nicht preiswerth verkaufen konnte, dem der Verträge sollte man in den Kreisen etwas beachten, wo man Weinzöllen zu; er befürchtet, daß Spanien ebenfalls erhebliche zu feinem Merger ein Nachbar noch zwei Ferkel auf den Wagen die verlangten Opfer mißbilligt. Daß man die Getreidezölle Konzessionen bei den bevorstehenden Verhandlungen für ſeine gepackt habe, um sie los zu werden.( Große Heiterkeit.) Wenn hätte aufrecht erhalten fönnen bei einer Ermäßigung der Weine herausschlagen will; als Rompensation wird es die Er für die Landwirthschaft im Innern irgend etwas geschehen soll, Industriezölle widerspricht dem Patt, auf welchem unser Zoll- mäßigung der fürzlich verdreifachten Branntweinzölle anbieten. dann muß es bald geschehen. tarif beruht; das würde eine Benachtheiligung der Industrie be- Die Ermäßigung der Verschnittweine im Zoll ist eine sehr ers deuten und auf einer solchen Grundlage wäre ein Vertrags- hebliche. Jedenfalls müssen die Kontrollvorschriften sehr abschluß taum zu erreichen gewefen. strenge sein, damit kein Mißbrauch getrieben werden kann. Abg. Bring Carolath- Schönaich: Wenn die Entschädigung der Getreidezölle für die Landwirthschaft so schädlich ist, warum hat denn das schutzöllnerische Zentrum sich im Gegensatze zum Abg. v. Pfetten( Bentrum) hat gegen die Handelsverträge 2ßenn auch von einer Vermischung von Roth- und Weiß Borrebner für die Verträge erklärt? Wenn der Reichskanzler manche Bedenken, weil badurch namentlich die süddeutsche Land- wein in der Denkschrift gesprochen wird, so möchte ich das erklärte, daß er auch denen, die gegen die Verträge stimmen, die wirthschaft ins Gedränge kommen werde; die Preise bewegten Reichsgesundheitsamt fragen, ob das zulässig ist, ich habe das Baterlandsliebe nicht abspreche, so ist das eine Wandlung gegen sich vor der legten Zollerhöhung immer nur in der Höhe der bisher für eine Verfälschung gehalten. In Frankreich wird sehr früher, wo Jeder, der eine Regierungsvorlage ablehnte, ein Produktionskosten oder waren niedriger als die letzteren. Die Zoll- viel Kunstwein fabrizirt aus Storinthen und Sprit, der Mischung Bandesverräther war. Diese Auslassung des Reichstanzlers ist ermäßigung würde diesen Zustand wieder näher rücken, namentlich wird Verschnittwein zugesezt. Wenn wir es nicht ebenso machen, auch ein Mahnruf zur Mannhaftigkeit; man verlangt nicht die wenn die Staffeltarife die Produktion aus dem Nordosten nach bann werden wir den Italienern nicht viel Vortheil verschaffen. unbedingte Unterwerfung unter den Willen der Regierung, wie dem Süden bringen. Trozdem werde er für die Verträge Den Nachtheil werden die deutschen Weinbauern tragen. Warum dieses beim Gesetz über die Invalidenversicherung geschah; und stimmen, nicht blos aus den politischen Gründen, welche sein ist es nicht möglich gewesen, die italienische Monopolverwaltung nun erfahren wir, daß dieses Gesetz von geringer Kenntniß der Fraktionsgenosse von Huene schon gekennzeichnet habe, sondern für die deutschen Zabale zu interessiren Warum sind nicht die Psychologie zeugt.( Sört! links.) Ich erkenne hierin eine Wen auch aus den wirthschaftlichen Gründen, welche die Regierung österreichischen Weinzölle im Interesse unserer Qualitätsweine er dung der Politik; die Regierung will die Unterstützung aller angeführt. Ohne Handelsverträge wäre nach dem 1. Februar mäßigt worden? Der Reichstanzler hat an die Vaterlandsliebe Parteien entgegennehmen. Wir stehen auch an einer Wendung 1892 nicht auszukommen gewesen. Es sei aber zu hoffen, daß appellirt. Der Heichskanzler hat noch nicht die Feuerprobe einer unferer Handelspolitik; denn man tann feine Sozialpolitik man die Opfer, welche die Landwirthschaft bringt, in ihrem Reichstagswahl durchgemacht, er weiß nicht, wie folche Aeuße treiben zusammen mit einer Vertheuerung der Lebensmittel. Werth anerkenne, daß man auf anderen Gebieten die Land- rungen in der Presse entstellt werden. Ich stehe hier als Ver ( Bustimmung links.) Die Bille wird den Agrariern etwas über wirthschaft unterstützen werde, so weit es in der Macht der Re- treter des weinbautreibenden Badens und kann bei den Handelszucfert; es heißt jest Grmäßigung der Getreidezölle, aber die gierung liege, verträgen nur den kaufmännischen kalkulatorischen Maßstab an vollständige Beseitigung ist nur eine Frage der Zeit. Die Bauern Abg. Wiffer: Ohne die große Geschicklichkeit der deutschen legen.( Beifall rechts.) haben keinen Vortheil von dem Zoll; der Boll erweitert die Kluft Unterhändler hätte der Zoll von 3,50 Mark für Getreide wohl Unterstaatssekretär v. Schraut: Ueber die Kontrollmaß zwischen dem kleinen und großen Beiß, weil nur der letztere teine Aufnahme in den Vertrag gefunden; darin liegt ein Ent- regeln kann der Borrebner in der freien Kommission, die heute von dem Zoll Vortheil bat.( Bustimmung links.) Auch die gegenkommen der Regierung Denerreichs. Hoffentlich wird es Abend zusammentritt, Auskunft erhalten; er wird sich überzeugen, liberalen Barteien haben ein Interesse der Er gelingen, die Getreidezölle herabzufegen, die den Bauern schaden daß sie nicht zu hart sind. haltung der fleinen Landwirthschaft; wenn dieselbe noth- und nur dem Großgrundbefizer nügen. Die Herabsetzung der Gegen 5% Uhr wird wie weitere Berathung bis Dienstag leidet, Dann fauft der Großgrundbesitz Den fleinen industriellen Zölle hat ja auch Graf Kanis in lussicht gestellt; 11 Uhr vertagt. Besitz an.( Sehr richtig! links.) Reine liberale Partei kann eine wir werden ihn beim Wort nehmen. Redner wendet sich Bertheuerungspolitik billigen. Denn die Getreidezölle erregen den namentlich gegen Herrn von Schalscha und namentlich gegen allgemeinen Haß, den man vermeiden sollte. Wenn die Zölle dessen Empfehlung der Doppelwährung. Das Getreide fehlen, wird das Brot billiger werden.( Widerspruch rechts.) Sie fann besser produzirt wenn durch die Aufhebung der Maischraum Steuer die Brennerei eingeschränkt wird. Nur dem Grafen Kanit entgegen an Tokales. I. Wahlkreis: Genosse Timm, Markgrafenftr. 88. II: Wahls freis: Genosse Grau, Wendenstr. 2; Genosse Hellgermann, Solmisstr. 26, of II. III. Wahlkreis: Genone Hafched, Bebuferstr. 10; Genosse Franz Böhm, Görlizerstr. 53. V. Wahl: Mustauerstr. 37. IV. Wahlkreis: Genosse Franz Berndt, freis: Genoffe&. Rogge, Veteranenftr. 14. Genosse Bachau, Bergstr. 59. Genosse Schaff, Gerichtsstr. 19. VI. Wahlfreis: Stimmung nicht herzhaft genug beim Publikum durch zu treten, der sich als den Vertheidiger der Bauern aufspielte, dringen. Mit dem Auftreten des merkwürdigen Paares habe ich das Wort genommen; die Bauern können allein für sich Die Adressen der Preskommissions Mitglieder, a Chlestakoff und seines verschmigten Dieners Ossip war der sprechen; sie stehen auf Seiten der Regierungen und werden sie die man sich vorkommenden Falles wenden wolle, sind die Sieg gewonnen und die komische Wirkung hielt ungeschwächt weiter unterstützen, wenn sie auf dein betretenen Wege fort folgenden: vor bis zum Schlußakt hin. In der That ist der Chlestakoff schreiten. eine geniale poetische Eingebung; eine Figur, die sich Abg. Luty( ot.) stellt sich als fleinen Bauern vor und erklärt, würdig der nicht allzugroßen Reihe von humoristischen Ge- daß alle Bauern feiner Heimath für die Getreidezölle eintreten. stalten höchsten Stils in der Weltliteratur anschließt. Wie überseeische und russische Konkurrenz gesteigert, so daß der Körner Hört! rechts.) Die Ver efferung der Verkehrsverhältnisse hat die Der Petersburger Windbeutel und Mauldrescher in die ent- bau nicht mehr lohnend war. Da riethen uns die Freihandler Legene Streisstadt fommt, wie er als vermeintlicher Revisor den Bau von Handelsgewächsen, ja von Brennnesseln zu Weberei von den Beamten Anfangs mit Entsetzen, dann als er Sinn zwecken an. Der Zoll hat das gebessert; die Wohlhabenheit der für Hundertrubel- Scheine zeigt, mit Entzücken aufgenommen Bauern wurde erhalten. Auch mit 3,50 m. wird sich vielleicht Das geistige Proletariat" macht den zufriedenen und wird, wie er mit seiner erschwindelten Größe wächst und auskommen lassen; aber es ist zu fürchten, daß die Ausländer, braven Bürgern ganz besondere Kopfschmerzen. Das ist erklär fich schließlich selber in den Größenwahn hineinphantafirt die sich auf den Zoll von 5 W. eingerichtet hatten, jezt einen lich, denn die Bourgeoisie muß es ja schmerzlich empfinden, und sich als großen Dichter, Politiker und Soldaten auf besonderen Vortheil haben. Für Südeutschland besonders be- wenn Leute von ihrem Fleisch und ihrem Blut, wenn Angehörige spielt, bas gehört zu den föstlichsten grotesken Erfindungen forgen sich bald nach der Ernte mit auswärtiger Gerste, die ein- der Ueberzeugung durchgerungen haben, daß die sozialistischen denklich ist die Ermäßigung des Gerstenzolles. Die Brauer ver- ihrer Kaste dem Klassenstaat den Rücken kehren, weil sie sich zu poetischen Geistes. Herr Stolberg vom Belle- Alliance- heimischen Gerstenbauer müssen dann nachher zu gedrückten Ideen allein dahin führen, dem Menschen zu geben, was det theater hat den ganzen Gehalt dieser humoristischen Gestalt Preisen vertausen.( Widerspruch des Abg. v. Stauffenberg.) Die Menschen gebührt. Wie gesagt, es mag schmerzlich sein für den nicht erschöpft, wohl aber richtig angedeutet. Leichteres Aufhebung des Bolles auf Lohe treffe namentlich die fleinen Bauern, Bater, wenn der Sohn andere Wege wandelt, aber schließlich is Spiel hatte die wirksame Komit des Herrn Tachauer Die Ermäßigung des Zolles auf Maftvieh und Schweine sei es eben ein Kampf der Geister, für welchen Jeder fein Beste als Offip. Herr Schibilst y trat mit anerkennens nur ein Geschenk an die österreichischen Händler; die Konsumenten dahingiebt. werthem Eifer für Herrn Ruff ein, der plötzlich heiser ge- würden davon keinen Vortheil haben. Die Nothwendigkeit der Nun aber refrutirt sich das geistige Proletariat" nicht nut worden war und gab den Gouverneur. Wenigftens in Handelsverträge zur Stärkung des Dreibundes ist mir nicht klar aus Genossen, die trotz aller" ihnen gebotenen Borzüge des ihrer typischen Erscheinung waren die Gestalten des Post- geworden; ich meine, wir können uns nur auf uns selbst ver- Klassenstaates durch Studium, durch Begeisterung für unsere gute meisters( Herr Fiet), des Kreisrichters( Herr& chi ab e), ben, wie Graf Moltke gesagt hat. Deshalb stimme ich gegen Sache, durch Mitleid mit ihren hungernden Mitmenschen in Schwabe), die Verträge.( Beifall rects.) unsere Reihen getreten sind. Das geistige Proletariat wird zu des Hospitalverwalters( Herr Seelen) und der drolligen Staatssekretär von Malyahn bestreitet, daß der Zoll auf großen Theil auch ganz naturgemäß von dem Bourgeoisstaat Zwillinge Bobschinski und Dobschinski( die Herren Mühlenfabritate mehr als nothwendig herabgefegt worden sei; felbft erzeugt. Die moderne Gesellschaft besigt nämlich fchon Müller und Werner) gut auseinandergehalten. die Herabsetzung entspreche nur der Ermäßigung des Getreides nicht mehr die Kraft, die Bevorzugten unter ihren Wit Warum machte man aus dem Diener Mischka eine Wagd solles. Daß die Bollermäßigungen einen Einnahmeausfall ergeben, gliedern ernähren zu können. Unsere Lejer fönnen sich unschwer Mischta? Um so für Ossip ein komisches Rechtelmechtel zu ist noch nicht vorauszusagen. In vielen Fällen wird die Er vorstellen, wie es erst den nicht Bevorzugten ergeht... erfinnen? Man soll nicht komischer sein wollen, als der noch ein Zollaus all eintritt, so werden wir denselben wohl bei noch eine angesehene Persönlichkeit mit gutem Auskommen. Det mäßigung des Bolles zu einer Mehreinfuhr führen. Wenn doch Ein studirter Mann" war vor einigen Dezennien immer Dichter es geplant hat. Herr Doktor furirte, der Prediger hielt Kanzelreden, der Advokat Alles in Allem war die Aufführung doch eine der der steigenden Tendenz der Zolleinnahmen verwinden fönnen. Abg. Möller( natl.): Deutschland hat in diesem Falle focht Rechtsstreitigkeiten aus, der Richter faß auf dem furulischen werthvollsten Gaben der Freien Boltsbühne. Sie widerlegte diefelbe entfagungsvolle Rolle zu spielen, die Preußen Sejjel und der Projeffor hielt sein Kolleg, alle hatten ih das alberne Gerede, daß eine Perle russischer Literatur, wie bei der Zusammenbringung des Bollvereins spielte; die gutes Auskommen und lebten ihren fröhlichen Tag. Das der Revisor, nur vor einem russischen Publikum mit voller Vertragsstaaten werden jich hoffentlich noch enger zusammen Bäuchlein wurde immer runder, die Nase immer röther, es war Wirksamkeit gespielt werden könne. Als ob man bei uns schließen, um den wirthschaftlichen Kolossen entgegentreten eine Bust zu leben. Anders heute. Der Doktor läuft sich die Beine ab nach teine Empfindung für den Klang hätte, der da besagt: der au können, die fich jetzt herausbilden: Rußland, Amerita und demnächst auch wohl China. Stubel rollt; als ob bei uns das Verständniß für die presse dem Gedanken Ausdruck gegeben hat, die handelspolitische fetten Pfründe, der Advokat führt die gewagtesten Prozesse, ber Daß die französische einem Patienten, der Pfarrer liegt auf der Lauer nach einer Wirkungen fehlte, die der rollende Rubel hervorbringt. Suprematie Deutschlands werde durch die Verträge gestärkt, ist Richter wartet fehnlichst auf Gehalts, lage, und der Professor Schließlich kann man statt Rubel auch Thaler oder sehr bemerkenswerth, selbst wenn es sich dabei auch meist nur um fennt seine Schüler gar nicht mehr. Die ftudirten" Leute find Gulden sagen. Das Wesen bleibt dasselbe. Neußerungen der freihändlerischen Presse handelt. Redner geht heute nicht mehr geschützt vor der Noth" des Levens, ein uns Cyriax. dann die einzelnen Positionen durch und hebt hervor, daß die glücksfall macht sie zu Proletariern. Auch sie stellen schon ihr Ronti folger C wan bürge erbär fofort eige aber wiede S nicht Dpfen werde But " er we nicht in der werde erläß nichts burgs zuwer von E Bürg Säger man " dien ärmer Sparf ohne Hier arm gegebe faßt f Frühe flüßur biefelt nun tie genau Reiche einem S thätig helfen dann lohner wie ft Klaffe Lage die B I die de der 3 Bahn, tein& 3 Erbau Verwa Bemer in ver bahnen Rückfi Falle bahnem wiefem fich em waffer Dageg Straß in ein fet es, zur 2 walter die S nächst ander werde 11 Donne Der B worde furz n Heimi Brand fäule Pferde sich, d Braut einen und fo gar u zweife Atten Die J dort r lichen Hände dem Städtif Mittle erholt zur der fabrike schlage unbefa sehen. nicht c Tegte Don et tonsta Finger dunkle Haufe meldet eben d in de Guhra das S fei abe Mädch Bochem Da de hörte, ift ihn fte ber Theers mament oll auf produkte Vertrag n Rüd Darüber, man bei Dorgeht, Olungen es für fentlich durch citionen and an ichende Unter inzölle. gen hat ce Ent eiligten eigenen hätte terreich brifate ung fo F, weil En, im muß en ift, ein ß eine Wein Weih a auch Deeilen. für gt bei en Ars ört fie m Ver theilen, meift Noth gemein allein tes in das och ein in den ebliche feine ie Ers bieten. hr er febr fann. 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Ver Rontingent zu den auf der Landstraße liegenden Arbeitslofen, wie der Schuhmacher Eifert die G.'sche Wohnung zu verlassen, wurde eine ziemliche ziemliche Menschenmenge. Menschenmenge. angesammelt, auf folgende Notiz beweist: aber durch den Wächter festgehalten. Später wurde auch die langen des E. wurde der Kutscher zur Bache geführt, G. selbst In der Herberge zu Nauen langten fürzlich mit Kousine der Sydow in der Wohnung versteckt gefunden. Der mußte aber ebenfalls zur Wache folgen, um über den Sachverhalt anderen Handwerksburschen ein auf der Wanderschaft Wächter drang nun in das Hinterzimmer, aus welchem die Laute zu berichten. Zu seinem Erstaunen erhielt er dann ein Strafbefindlicher Arzt und ein wandernder fimen und fand auf dem Bett angekleidet den 75jährigen mandat mit der. Begründung, daß er durch sein Einschreiten Theologe an." Rentner G. an Händen und Füßen gefesselt vor. Die gerfragten einen Auflauf verursacht hätte. Sein Vertheidiger, Mechtsanwalt Ein auf der Wanderschaft befindlicher Arzt und ein Hände waren mit einem Handtuch zusammengeschnürt, die Füße Hugo Sachs, führte im Termine aus, daß der Angeklagte nur wandernder Theologe": Mit diesen ehemaligen Stüßen der mit Stricken. Auf dem Geficht G.'s lag ein schweres Bettstück, das gethan, was das Gesetz im Interesse der öffentlichen Sicherbürgerlichen Gesellschaft muß doch die Noth und das Glend gar so daß eine Erstickungsge ahr nahelag. Die Sydow, welche die heit und Ordnung von jedem Bürger erwarte, daß sich dabei ein erbärmlich umgegangen sein! Freilich wird der wahre Christ" geräumige Wohnung mit G. allein inne hat, giebt an, ihr Dienst Menschenauflauf gebildet, tönne ihm unmöglich zur Last gelegt fofort den Troft bei der Hand haben, daß die Leute aus herr habe sie schlecht behandelt, auch noch an demselben Abend werden und müsse deshalb das Strafmandat wieder aufgehoben eigener Schuld so tief gesunten" feien. Das mag ja sein, ohne Veranlassung gescholten. Sie habe sich mit ihrer Kousine werden. Der Gerichtshof folgte diesem Antrage. aber ist es denn nicht Pflicht der Gesellschaft, die Gesunkenen und dem Schuhmacher deswegen verabredet, G. einen Schabernack wieder zu Menschen zu erheben? zu spielen und ihn zu ängstigen und daher die Beiden in die Vor dem Schwurgericht des Landgerichts I gelangte Wohnung gelassen. Nach der Fesselung hätten sie G. in hilfs gestern ein Meineidsprozeß zur Verhandlung. Die Anflage batte lofem Zustande liegen lassen und die Wohnung verlassen wollen. ursprünglich auf fahrlässigen Meineid gelautet und stand derzeit G. dagegen, der allerdings noch nicht zusammenhängend hat ver vor der Strafkammer zur Verhandlung an, der damalige Ge nommen werden können, ist der Meinung, daß es auf einen richtshof gelangte aber zu der Ansicht, daß dringender Verdacht Mord abgesehen gewesen sei. Er hat sich am Abend eingeschlossen der Wissentlichkeit vorliege und verwies die Sache deshalb an und erst auf wiederholtes Klopfen geöffnet. Sofort habe er einen das Schwurgericht. Auf der Anklagebant befanden sich der Schlag bekommen, sei betäubt worden, ergriffen, nach hinten ge- Kaufmann Paul Klößer und dessen Bruder Reinhold schleift und gefesselt. Nach Angabe der 2. hat G. einen Betttuch- Slößer. Der Erstere ist Inhaber eines Kolonialwaarenzipfel im Munde gehalten, was darauf hindeutet, daß ein Mord Geschäfts, in welchem der zweite Angeklagte im vorigen Herbste beabsichtigt war. G. soll reich und sparsam sein. Dienste leistete. Paul Klößer gerieth mit einem Kunden wegen eines Fasses Butter, welches der Lettere em= pfangen zu haben bestritt, in Streit. Es kam zu einem Prozeß, in welchem Reinhold Klößer beschwor, das fragliche Faß dem Beklagten abgeliefert zu haben. Der Prozeß wurde dann auch zu Gunsten des Klägers, Paul Klößer, entschieden. Später stellte sich heraus, daß der Zeuge Klößer in Betreff seiner Personalien vor Gericht falsche Angaben gemacht hatte. Er hatte " " Der Verein gegen Verarmung" in Charlottenburg erläßt in den dortigen Lokalblättern eine Bekanntmachung", die Eine eigenartige Ueberraschung wnrde den Gästen des nichts weiter ist, als eine Bitte an die Einwohner Charlotten- Wirthshauses von St. König, Große Frankfurterstraße 35, am burgs, dem Verein Geld, Lebensmittel und Kleidungsstücke zu Gonnabend gegen 11 Uhr Abends zu Theil. Ein dem Wirth zuwenden. Diese merkwürdige Bekanntmachung" ist unterzeichnet gehörender weißer Pudel sprang plöglich, ein großes Packet im von Stadträthen, Stadtverordneten und sonstigen reputirlichen aul tragend, in das Gastzimmer und legte dasselbe pflichtBürgern. Der Aufruf beginnt mit folgenden bezeichnenden schuldigst seinem Herrn zu Füßen, welcher dasselbe öffnete und Sägen: darin die Leiche eines etwa sechs Monate alten Knaben fand. die Frage, ob er mit dem Kläger verwandt oder verschwägert Infolge der herrschenden heuerung und der set, verneint und sich nicht Reinhold Klößer, sondern mangelnden Gelegenheit zu lohnendem Ver- Einen granenhaften Selbstmordversuch machte am Reinhold Krüger genannt. Die Anklage nimmt an. dienst hat Noth und Glend auch in den Kreisen unserer Sonnabend Vormittag der in der Schinkestraße wohnende daß er hierzu Don seinem Bruder angeftiftet worden ärmeren Bevölkerung Plas gegriffen, wo sonst treue Arbeit, weise Friseur B., dessen Mutter vor 14 Tagen an der Influenza er fei, da beide wohl wußten, daß dem Zeugnisse eines Sparsamkeit und rechte Haushaltung mit beschränkten Mitteln frankt und bald darauf gestorben war. Der etwa 30jährige Verwandten nicht das Gewicht beigelegt wird, wie demjenigen ohne Unterstützung von fremder Hand auszukommen verstand. Friseur vermochte den Tod seiner geliebten Mutter nicht zu über eines Fremden. Es war ein eigenthümlicher Ginwand, den die Hier kräftig helfend einzutreten und der drohenden Verwinden, er wurde schwermüthig und versuchte gestern Vor- Angeklagten zu ihrer Entlastung anführten. Sie behaupteten armung vorzubeugen, ist u. f. w." mittag, sich auf dem Boden des Hauses, in welchem er wohnte, nämlich, daß der Angeklagte Reinhold Klößer die Frucht eines Das ist doch wenigstens eine offene Sprache! Da wird zu zu erhängen. Der Strick, an welchem sich B. zu erhängen ver unerlaubten Verkehrs fet, welchen feine Mutter zu Lebzeiten ihres gegeben, daß der Pauperismus auch jene Voltstreife bereits er- fuchte, riß aber durch das Gewicht des Lebensmüden auseinander Ehemannes mit einem Schauspieler Krüger unterhalten. Bei faßt hat, die früher noch auf eigenen Füßen zu stehen vermochten. und nun wollte sich B. durch die Deffnung einer Dachluke auf Streitigkeiten in der Familie sei dieses Umstandes häufig ErFrüher waren diese Kreise noch im Stande ohne Unter die Straße hinabstürzen. Aber auch dies mißlang, da das Fenster wähnung geschehen und die Angeklagten wollen geglaubt haben, flüßung von fremder Hand auszukommen", heute aber find zu schmal war. Mit zerschundener Haut an den Händen und im daß Reinhold Klößer in seiner Eigenschaft als Zeuge sich den diefelben der drohenden Verarmung verfallen. Das ist Gesicht stürzte B. auf den Boden zurück. Nun verfiel der Un- Namen seines natürlichen Vaters beilegen mußte. nun allerdings feine vereinzelt dastehende Erscheinung, glückliche auf einen grauenhaften Einfall; mit einem Holzscheit, Mutter der Angeklagten hatte dem dem Untersuchungsrichter die sich gerade nur in Charlottenburg bemerkbar macht, das er auf dem Dachboden fand, schlug sich der jedenfalls die Richtigkeit der vorstehenden Thatsache beſtätigt, genau so sieht's in Berlin, genau so ficht's im ganzen Geistesgestörte so lange und so heitig auf den Kopf und auf das wurde aber angenommen, daß dieselbe sich für ihre Söhne durch Reiche aus. Das nothleidende Proletariat nimmt überall in Gesicht, daß die Haut in Feyen fich loslöste und der Schädel Preisgabe ihres Rufes opfern wollte. Im geftrigen Termine einem Maße zu, welches die Bourgeoisie aufs höchste beunruhigt. Knochen verlegt wurde. Mehrere Stunden darauf, gegen Mittag, wiederholte die Mutter der Angeklagten ihre Selbstbezichtigung Wir sind weit entfernt, zu glauben, daß durch die Wohl- wurde B. am Fuße der Bodentreppe, in einer großen Blutlache und einen Anschein von Glaubwürdigkeit gewann ihre Aussage thätigkeit auch nur ein Jota geschehen ist, um die allgemeine liegend und bis zur Unkenntlichkeit entstellt, aufgefunden und auf dadurch, daß eine andere Beugin auftrat, welche unter ihrem Lage der Charlottenburger Proletarier zu bessern. Das mag Anordnung der sofort benachrichtigten Revierpolizei nach dem Gide befundete, daß ihr die Frau Klößer schon vor Jahren die helfen für eine Woche, vielleicht für zwei, auch drei, abec Krankenhause Bethanien gebracht, Wo er nun schwer ihren Verkehr mit dem Schauspieler Krüger betreffende Mitdann ist wieder Alles beim Alten, denn die Gelegenheit zu darniederliegt. theilung gemacht habe. Demgegenüber wurde durch die Beweislohnendem Verdienst" wird dann ebenso wenig vorhanden sein, aufnahme erwiesen, daß Reinhold Klößer unter diesem Namen Circus Schumann. Am Sonnabend trat daselbst zum wie sie heut vorhanden ist. Diese Gelegenheit läßt sich in dem Klassenstaat nicht bei den Haaren herbeiziehen, ebenso wenig wie ersten Male die berühmte Zwerg- Trappe Münstedts", die sieben getauft, eingefegnet und im vorigen Jahre auch in einer anderen Sache bestraft sei. Ferner wußte feiner der Bekannten oder Verwandten die Privatwohlthätigkeit im Stande ist, die Bunden zu heilen, fleinsten Menschen der Welt, auf. Dieselben machten zuerst in des Reinhold Klößer, daß derselbe je mit dem Namen„ Krüger" genannt die der Kapitalismus täglich und stündlich schlägt. ihren reizenden Miniatur- Equipagen, mit Bomuns bespannt, ihre Den Aufruf der Charlottenburger registriren wir als Zeichen Rundfahrt durch den Circus. zu ihrer Bedienung gehörte ein worden fei. Der Staatsanwalt führte aus, daß die Angeſchulder Zeit, er ist ein Beweis dafür, daß es auf der abschüssigen Bedienter, der lebhait an den Giffelthurm in Paris erinnerte Digten sich eines wissentlichen Meineides, beziehungsweise AnBahn, auf welcher die kapitalistische Gesellschaft angekommen ist, und welcher den kleinsten der kleinen Herren auf der Hand dem stiftung dazu schuldig gemacht, während der Vertheidiger, Rechtstein Halten mehr giebt. dem Publikum präsentirte. Nachdem die kleinen Herrschaften anwalt Dr. Friedmann auf Freisprechung plaidirte und eventuell noch einen Rundgang die Sogen entlang gemacht hatten, ward nur eine Fahrlässigkeit als vorliegend erachtete. Die Geschworenen sprachen nur den Angetlagten Paul Klößer im Umseben ein Podium hergestellt und sie gingen daran, ihre der Verleitung zum Meineide schuldig und verneinten die übrigen Künste zu produziren. Dieselben traten auf als Roupletsänger, Schuldfragen. Musiker und Pantomimisten und ernteten durch ihre Produktionen Derselbe wurde vom Gerichtshofe zu anderthalb Jahren vielen Beifall. Name.tlich war die Produktion auf dem Glasinstrument allerliebst; ebenso diejenige auf dem„ aylharmonikon" 3chthaus verurtheilt, wovon 2 Monate für verbüßt erachtet ausgeführt von fünf der kleinen Herrschaften, bei welchen sich namentlich der Kleinste durch Eifer und Humor auszeichnete. Reinhold Klößer mußte freigesprochen werden. Die Pantomime war ziemlich unschuldiger Natur. " 1 Zu den mehrseitig aufgestellten Projekten, betreffend die Erbauung elektrischer Bahnen, nimmt auch der jetzt vorliegende Verwaltungsbericht der städtischen Tiefbau- Verwaltung mit einigen Bemerkungen Stellung. Es heißt darin: Ob und inwieweit es in verkehrsreichen Städten zulässig ist, folche Bahnen als Hochbahnen anzulegen, ist eine Frage, deren Entscheidung nur mit Rücksicht auf die betreffenden Straßen, die in jedem einzelnen Falle in Frage tommen, getroffen werden kann. Untergrundbahnen haben sich in anderen Städten als wohl anwendbar er= wiefen, ob aber in Berlin dergleichen Anlagen zur Ausführung fich empfehlen, bem stehen bei den hierselbst vorhandenen Grund wasser- Verhältnissen mindestens noch erhebliche Beitel entgegen. Dagegen dürften gegen elektrische Bahnen, welche im Niveau der Straße geführt werden, sei es, daß die Leitung der Elektrizität in einem innerhalb des Pflasters belegenen Kanal bewirkt wird, fei es, daß elektrische Attumulatoren oder Druckluft als Motoren zur Anwendung gelangen, technische Bedenken kaum mehr ob walten. In Anbetracht der Wichtigkeit der Angelegenheit hat die Stadt nicht gezögert, derselben näher zu treten, hält es zu nächst aber für nothwendig, sich über die Er ahrungen, welche anderen Orts bei Anlagen der gedachten Art gesammelt sind und werden, zu unterrichten. Polizeibericht. In der Nacht zum 12. Dezember wurde der Rohrleger Rupplick auf der Treppe des Hauses Möckernftraße 79 mit einer schweren Kopfverlegung, die er sich anscheinend durch einen Fall zugezogen hat, bewußtlos aufgefunden. Am 12. d. W., Vormittags, erhängte sich ein Tischler in seiner Wohnung in der Fliederstraße. In der Nacht zum 13. d. m. verfuchte ein 23jähriger Kaufmann, in einem Hotel sich mittelst Revolvers zu erschießen. Er wurde noch lebend nach der Charitee georacht. Am 13. d. M. Nachmittags wurde im Friedrichshain, nahe dem Kinderspielplage, ein Staufmann mit einer Schußwunde in der Brust, welche er sich mittels Revolvers beigebracht hat, auf gefunden und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Gegenüber dem Hause An der Schleuse 12 sprang Abends ein Mädchen ins Waffer, wurde jedoch, ohne Schaden genommen zu haben, wieder herausgezogen. In dem Hause Kleine Wtactusfraße 4a fand zu derselben Zeit eine Schlägerei statt, wobei ein Arbeiter durch Messerstiche im Rüden und am Kopf so schwer verlegt wurde, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichsgain gebracht werden mußte. Im Laufe des 12. d. M. wurden fünf Personen durch Fuhrwerke überfahren und mehr oder weniger verletzt. Am 12., sowie am 13. d. M. und in der darauf folgenden Nacht fanden neun Brände statt. Gerichts- Beitung. wurden. Buchdrucker- Bewegung. Der Vorsitzende des Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker, Herr Döblin, telegraphirte aus London unterm 12. Dezember, daß die Trades Unions mate= rielle Hilfe in großartigem Maßstabe zugesagt haben. 2 Gewerkschaften bewilligten allein 40 000 Mart und 140 Gewerkschaften sind es im Ganzen, welche die Buchdrucker unterstützen werden, zufolge der Solidarität der Engländer, die sich zu einer wahren Begeisterung für die streikenden Deutschen gestaltet hat, sind nunmehr die Buchdrucker im Stande, den Kampf mit aller Kraft fortzuführen. Gleichwohl ersuchen wir die Arbeiter aller Länder, die Sammlungen mit aller Energie zu betreiben, denn auf Seite des Rapitals wird alles aufgeboten werden, um den vollständigen Sieg der streifenden Buchdrucker so lange wie möglich hinauszuschieben. Zur Unterstützung der streikenden Buchdrucker bewilligten: Die organisirten Bildhauer von Stuttgart( 1. Rate) 118 M., München 20 M., Bremen( 2. Nate) 10 M., Budapest 51,90, Dresden 80 M., Halle 14 M., Frankfurt a. M. 20,05 M., Leipzig 100 M.; ebenso die Mitgliedschaften einer Menge kleinerer Orte entsprechende Beträge. Das Züricher Komitee des schweizerischen Gewerkschaftsbundes fordert alle Grütlivereine, Gewerkschaften und sonstigen Arbeitervereine der Schweiz zu Spenden für die deutschen Buchdrucker auf. Die Bahl dieser Organisationen beläuft sich auf ca. 500. Ueber einen empörenden Rowdiestreich, welcher am Donnerstag Abend in der Nähe des Brandenburger Thores verübt worden ist, berichtet ein Gerichtsreferent Folgendes: Es war furz nach 11 Uhr, als der mit seiner Braut am Arm auf dem Heimiveg begriffene Telegraphen- Assistent W. aus Moabit das Brandenburger Thor passirt hatte und in die nach der Sieges fäule führende Allee einlenten wollte. In diesem Augenblick sah Der Beamte, der sich, nebenbei bemerkt, in Uniform befand, einen Pferdebahnwagen der Linie Moabit herankominen und entschloß sich, denselben zur Heimfahrt zu benußen. Als er sich mit seiner Braut zu diesem Zwecke umivandte, da erhielt er hinterrücks einen so schweren Schlag auf den Kopf, daß er zusammenorach und fast die Besinnung verlor. Der Thäter, welchen der Verlegte gar nicht zu Gesicht bekommen hatte, entfloh eiligst und wäre unNach der Kirche stehlen. Gine 70jährige Greifin, zweifelhaft entkommen, wenn nicht zwei junge Leute das die unverehelichte Antonie Schilling, wurde gestern der Attentat bemerkt und sofort die Verfolgung aufgenommen hätten. dritten Strajkammer des Landgerichts I vorgeführt, um sich wegen Buchdrucker wurden weiter abgehalten in Mainz, Solingen, Versammlungen zu Gunsten der streitenden Die Jagd war bis in die Nähe der Kronprinzenbrücke gegungen, einer Fundunterschlagung zu verantiporten. Am 16. Auguft hatte Salle, Gelsenkirchen, Remscheid, Arnstadt, München, Meißen. dort wollte sich der Verfolgte in einem noch offenen herrschaft Die Angeklagte dem Gottesdienste im Dom beigewohnt. Nach Halle, Gelsenkirchen, Remscheid, Arnstadt, München, Meißen. lichen Hause verbergen, er lief aber dem Privatwächter in die Beendigung desselben machte sie einen Spaziergang durch den Das Münchener Adreßbuch, das von der Polizei offiziell Hände, der ihn festhielt, bis die Verfolger herankamen. Kurz von Thiergarten. Vor dem Brandenburger Thor fand sie ein Arm- herausgegeben wird, erscheint alljährlich anfangs Dezember. dem Vorfalle unterrichtet, pfiff der Privatwächter nach dem band, das sie in die Tasche steckte. Nach kurzer Zeit fam ihr Bis heute ist, sagt die Münchener Post", noch gar feine Aussicht städtischen Nachtwächter, welchem der Thäter übergeben wurde. eine Dame entgegen, welche unter den Zeichen der höchsten Auf- vorhanden, daß dasselbe in diesem Jahr erscheint, denn in den Mittlerweile war auch der Verletzte, der sich vom ersten Schreck regung an die Angelfagte die Frage richtete, ob sie nicht ein Arm- Buchdruckereien, wo das Adreßbuch hergestellt wird, streiten erholt hatte, herangekommen und nun begab sich der ganze Bug band gefunden habe. Die Gefragte verneinte, worauf die Seßer und Drucker nach wie vor. Erscheint nicht die Nachsicht zur Polizeinache in der Dorotheenstraße. Dort legitimirte fich verliererin suchend weiter ging mit dem Bemerken, der löblichen Polizei gegenüber den Druckherren als eine direkte der Schlager als der Engroshändler von Mehl und Mühlen- daß das Armband einen Werth von gegen 1000 Mart Parteinahme jür dieselben?! fabrikaten, Eugen Ebel, Luisenstr. 43/44. Er bestritt nicht, ge- babe. Die Angeklagte bebarrte bei ihrer Unehrlichkeit, um feinen schlagen zu haben und gab auch zu, daß ihm der Verleyte gänzlich Berdacht zu erregen, reiste sie nach Leipzig und versilberte hier bewegung nicht feindseliger gegenübersehen, als Herr Eugen Der ärgste konservative Junker kann der Arbeiterunbekannt sei. Letterer hat den Thäter ebenfalls noch nie geben werthvollen Fundgegenstand. Nach ihrer Rückkehr machte ich ter gegenwärtig dem Buchdruckerstreit. Troßdem sehen. Ein Motiv für seine Handlungsweise fonnte Herr Gbel die Angeklagte sich durch Ausgaben verdächtig, die zu ihren Verer selber zugeven muß, daß der Ueberschuß an Arbeitsnicht angeben. Von der Polizei wurde der start blutende Vermögensverhältnissen im Widerspruch ſtanden, fie verrieth sich auch fräften im gesammten Buchdrucker Gewerbe legte nach der nächstgelegenen Sanitätswache geschickt, dort wurde durch Nedensarten und gab schließlich an, wie sie zu den Mitteln fonstatirt und verbunden, die so groß war, daß der Arzt einen Das Armband, welches kostvare Brillanten enthielt, ist nicht Beitung" vom letzten Sonntag) und obwohl die Buchdruckervon einem Arzte eine bis auf die Knochenhaut gehende Wunde gekommen. Im gestrigen Termin wiederholte sie das Geständniß. fich als weit größer herausgestellt hat, als man bis dahin annahm"( siehe die Nummer der Freis. Finger hineinlegen konnte. wieder zu beschaffen gewesen. Der Staatsanwalt beantragte gehilfen den Neunstundentag nur verlangen, um ihren ArUeber einen Ranbmordversuch wird folgende etwas gegen die Angeklagte troß ihrer bisherigen Unbescholtenheit eine beitslosen Arbeit zu verfchaffen, bringt es dieser dunkle Geschichte gemeldet: Ein Haubmordversuch ist in dem Gefängnißstrafe von 4 Monaten, der Gerichtshof erkannte auführer der freisinnigen" Partei doch fertig, die streikenden Haufe Lothringerstraße 28/29 ausgeführt worden. Um 10%/ 4 Uhr meldete die unverehelichte 2. bei dem Wächter P., daß, als sie 2 Monate. Buchdrucker für Feinde der Gesellschaftsordnung zu erklären. Wie leicht man zu einem Strafmandat kommen kann, und warum? Die Berliner Streif- Kontrollkommission hat, die eben die Treppe in dem genannten Hause hinaufgegangen fei, sie hat der Kassenbote G. erfahren müssen, der gestern bei der Prophezeiungen des Herrn Richter zu Schanden machend, zur in der im ersten Stock belegenen Wohnung des Rentners 96. Abtheilung des Schöffengerichts die Aufhebung desselben Unterstügung der Buchdruckergehilfen aufgefordert, und im Guhrauer erst einen Wortwechsel, dann einen Schlag und hierauf beantragte. Der Angeklagte hatte eines Tages gesehen, wie der Vorwärts" ist ein Aufruf erschienen, in welchem die Arbeiter das Stöhnen eines Menschen gehört habe. Sie habe geklopit, es führer eines Milchwagens durch rücksichtsloses schnelles Fahren aller Länder aufgefordert werden, das Gleiche zu thun. Das sei aber nicht geöffnet worden. Der Wächter begab sich mit dem mit einem Handkarren zusammenieß, so daß dessen Führer, ein genügt für Herrn Eugen Nichter, um der Welt weiß zu machen, Mädchen nach der G.'schen Wohnung, die ihm nach längerem halbwüchsiger Bursche, auf das Pflaster geschleudert wurde. Der es tonne sich jetzt nur noch darum handeln, die bestehende Bochen von dem Dienstmädchen Emilie Sydow geöffnet wurde. Stutscher des Milchwagens versuchte schleunigst davon zu fahren, Gesellschaftsordnung zu vertreten gegenüber einer frechen(!) Da der Wächter nun einen Mann im Nebenzimmer stöhnen der Angeklagte fiel aber dem Pferde in die Bügel und sozialdemokratischen Striegserklärung". hörte, fragte er, was das bedeute und erhielt die Antwort: Es bielt auch feft, trozdem der Kutscher das Pferd an- Wenn der Kaufmann einen Pfeffersack verliert, soll man das ift ihm ia nichts geschehen." In demselben Augenblick versuchte trieb. Als ein Schuhmann erschien, hatte sich bereits ganze Reich aufrufen, sagt Raiser Maximilian im" Göß von BerDie es " 1 willkommen. 1 Gäste herzlich willkommen. fichingen". Ungefähr daffelbe verlangt Herr Eugen Richter. Borsitzende dem Referenten, dem freifinnigen Abg. Barth, das Nr. 182. Gäfte mottommen. Bergnügungsverein ,, Saturnalia." geben Wohl damit er für die Herstellung seiner" Freis. 3tg." nicht ein Wort ertheilen wollte, erbat unser Parteigenosse Otto Antrid Dienstag Sigung mit Damen im Restaurant" Frankfurter Bierhallen", Große Frankfurterstraße Nr. 99, Anfang 9 Uhr. Nachher: Tanz. paar Groschen mehr zu bezahlen braucht, was durch die Bewilli- zu einer Erklärung das Wort und führte aus: Den hier an- Gäfte willkommen. Bergnügungs- und Theaterverein Romeo", gung des Neunstundentages eintreten würde, beansprucht er u. A. wesenden Lesern des„ Vorwärts" ist das Inferat der freisinnigen Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen.- Bergnügungsvon den anständigen Buchdruckereibefizern, welche die Gehilfen- Partei aus demselben bekannt. Die Abfassung desselben gleicht neue Mitglieder werden aufgenommen. Verein Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bet S. Sperling, Görlitzerstr. 37. Vergnügungs- Verein, Fidele forderungen bewilligt haben, daß sie das wieder rückgängig ziemlich ganz der, wie sie bei unserer Partei gebräuchlich sind. Brüder, Abends 9 Uhr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Gäſte wiltommen. machen, ihr den Gehilfen gegebenes Wort also brechen sollen. Die Redaktion des Vorwärts" ist sich auf alle Fälle bewußt Geselliger Berein, Brüderschaft" NW., Abends 9% Uhr, Restaur. Deutscher Dieses dreifte Verlangen des Manchestermannes wird voraus- gewesen, daß trotz des Inserates die dabei interesfirten Partei- Reichsadler, Beusselstr. 9.- Verein ehmal. 37 er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarktstr.72.- Dilettantenverein ,, Nord", Uebungsst. Dienstag sichtlich nur fühler Berachtung begegnen, charakteristisch für die genossen wissen, was sie in diesem Falle zu thun haben. Will Abend 8%-10% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Tambourverein Frei freifinnige Partei ist es aber immerhin, daß ein Führer der Frei- man dies Gebahren der Freisinnigen mit dem richtigen Namen weg!", Dienstag und Freitag Uebungsstunde Weinbergsweg 11 b b. Wenzel.sinnigen die gefeßmäßigen Anstrengungen der Arbeiter, ihre Lage bezeichnen, so muß man Rauchtlub, Rosenblätter", Abends 8% Uhr, bei Leopoldt, York- u. Manns es ganz plumpen Bauernfang fleinstr.- Ede. Gäste willkommen. Rauchklub humoristische Pfeifen zu verbessern, in so unqualifizirbarer Weise bekämpfen kann, ohne nennen. Die Wahlagitation, wie sie im 8. Bezirk brüder", Abends 8 Uhr, Kleine Markusstraße 10. Gäste, durch Mitvon seinen Parteigenossen in die Schranken der Ordnung zurück- von den Freisinnigen betrieben wurde und noch betrieben wird, glieder eingeführt, willkommen. Rauchflub Borsig", jeden Dienstag verwiesen zu werden. Daß ferner der publizistische Verfechter macht der Agitation der Konservativen in den Ostprovinzen bends the Dorfiaftr. 10, bet moat. Reichenberger Rauchtíub. Jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Reichen der goldenen Internationale schreibt:" Die ftreifenden Ge- rühmliche Konkurrenz. Angesichts der von den Freisinnigen ver- bergerstr. 128 im teftaurant Bum Pfeifen- Lange". Gäste, burch Mitglieder hilfen haben sich auch nicht gescheut, die Hilfe des Ausübten schamlofen Wahlbeeinflussungen halte ich es unter unserer eingeführt, willkommen. Rauchflub Portorico". Jeden Dienstag Abend 9 119 Uhr Manteuffel: Straße Nr. bet landes gegen die deutschen Prinzipale zu erbetteln", spricht Würde, mit diesen Leuten zu diskutiren, und fordere deshalb Grewling. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Rauchklub ebensowohl für die Konfusion, welche die Angst um den Rebbach meine Parteigenoffen auf, mit mir den Saal zu verlassen." ,, Dämmerwolte" Dienstag Abend 9 Uhr Böckhstraße 51. Gäfte in dem Gehirn des Jrrlichter- Mannes angerichtet haben muß, Die anwesenden Parteigenossen, etwa 120 Personen, verließen find Rauchflub ,, Ginigtett" Abends um 9 Uhr wie für deffen Mangel an publizistischem Anstand. Defizit an hierauf das Lokal und ließen die anwesenden Freifinnigen, etwa bei Bater stubs, Sinemünderstraße 83. Rauchflub Der Elf jeden Dienstag Abends 8 Uhr, Wrangelstraße 32, bei Hoffmann. Rauchklub legterem hat er freilich von jeher gehabt. 50 Mann, im Saal zurück. Selbst als die Genoffen denselben ambalema" Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 73 A bet Faustmann. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gefelliger Herr Kafemann in Danzig erläßt gegen das bekannte zum großen Theile verlassen hatten, wurden die beim Herausgehen Gäste wiltommen. Flugblatt der Buchdrucker eine Erklärung, in welcher befindlichen noch zum Bleiben genöthigt, doch hielt es selbstverstädlich Berein„ k I im bi m" Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenftr. 16. Herren als das in demselben gegen ihn Gesagte zum Theil bestritten wird. ieder unserer Genossen für Pflicht, den Freisinnigen den Rücken aurant Blant, Schönleinstr. 1. Gäste wiüfommen.-Geselliger BergnügungsBezüglich des Abg. Rickert heißt es in der Erklärung des zu kehren. Die so abgeblikten Freisinnigen suchten sich nun über verein, Amicitia", Abends 9 Uhr, tm Lotal von Marowstt, Barnimftr. 47. Herru Kafemann, der Name desselben sei ohne irgend welchen die unangenehme Situation mit Schlagworten hinwegzuhelfen, Reichert's Restaurant, Müllerstr. 7. Gäſte willkommen. Grund durch das Flugblatt in die Sache hineingezogen worden. wie z. B.:" Euch Rothe brauchen wir ja gar nicht." Nun, ſeit Brüder", jeden Dienstag von 8-11 Uhr Kottbuser Damm 74 bet Hilfe. 14 Tagen schon wissen auch die Freisinnigen, daß sich die sozial- Gäste, welche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt. " Herr Rickert weilte zur Zeit, als der Ausstand begann, gar demokratische Partei bei den Stichwahlen, wo dieselbe nicht direkt ehemaliger Schüler der 38. Gemein beſchule. Heute Sigung im Reſtaurant nicht in Deutschland; einer eventuellen Lohnerhöhung hatte er Vergnügungsverein schon vor Antritt seiner Reise zugestimmt. In meine sonstigen betheiligt ist, konsequent der Stimmabgabe enthält. Dies hätte s uhr, Sigung mit Damen, bei 6. Hedwig," Rosenthalerstr. 45. Gäste will Vergnügungsverein Saturnalia" jeben Dienstag Sigung mit geschäftlichen Maßnahmen hat er sich nicht hineingemischt und ist den Freisinnigen genügen können, so daß sie sich gar nicht erst tommen. Tanz. Fidelitas. Gäste willkommen. Gr. Frantfurferstr. 99.- Vergnügungs über die Details auch gar nicht unterrichtet gewesen." auf jene Weise zu blamiren brauchten. verein Garmen Sylva" Sigung jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Oranien straße 183, im Restaurant Braun. Junge Damen und Herren als Gäste herzlich willkommen. Um 5. Dezember in den Industriehallen, Mariannenstraße 31-32: Zanzkränzchen. Billets( Herren 40 Pf., Damen 25 Bf.) am Buffet und bei sämmtlichen Mitgliedern, sowie beim Borsigenden Emil Werner, Wrangelstraße 140, bet rämer, zu haben. Conristenklub, Wanderlust. Jeden Dienstag, Abends von 9 Uhr að, Sigung bei Vierrat, Schönhauser Allee- und Franfectistraßen- Ede. = Soziale Neberlicht. Das Verbot des Gauvereins Braunschweiger Bildhauer ist aufgehoben, das Statut des Unterstüßungsvereins von der braunschweiger Regierung genehmigt worden. Aus Charleville( Departement Ardennen) wird der Köln Zeitung" unter dem 11. b. M. berichtet, daß 500 Arbeiter der Gießerei Deville infolge der Ankündigung einer Lohn fürzung die Arbeit niedergelegt haben. Gäste willkommen.- Vergnügungsverein Glüd auf" Abends 8 Uhr im Re Vergnügungsverein Reichstrone", Sigung Abends 9 Uhr, in Stattlub ,, Fidele Noll, Andreasstr. 8. Vermischtes: Verein Hamburg, 11. Dezember. Ein mit zehn Arbeitern besetztes Boot wurde heute Morgen von einem Fahrdampfer um gerannt. Sieben Personen konnten gerettet werden, drei ertranten. Köpenick. Am 5. Dezember tagte in Adlershof bei Wiedemann und Manofsti eine Voltsversammlung, in welcher Herr Knaat unter großem Beifall über das Thema„ Der Kampf ums Dasein auf Grund des 5. und 7. Gebots" referirte. In der Diskussion sprachen die Herren Ginfinger, Gallasch, Gräber und Wiwjorra. Herr Gräber betonte, die Bourgeoisie entrüste sich über Mord, Selbstmord, Prostitution, und schaffe doch diese Verhältnisse; sie genieße allen möglichen Schuh, während man den Arbeitern, welche diese Nebel durch den Sozialismus beseitigen wollen, hindernd in den Weg träte. Herr Wiw jorra wünscht, daß unsere Vertreter bei Stellung von Anträgen auf die Bourgeoisie keine Rücksicht nehmen mögen ( geschieht so wie so nicht. Ned. d.„ Borw."), sondern die weit gehendsten Forderungen stellen sollen; die Bourgeoisie gäbe nur das, was sie nothgedrungen geben muß. Es wurde hierauf Mainz, 13. Dezember. In der bekannten Mordaffäre folgende Resolution angenommen: vom 3ahlbacher Weg fällte gestern das Schwurgericht Die heute den 5. d. M. in Adlershof tagende öffentliche sein Urtheil. Auf der Anklagebant saßen der Lagelöhner Kaspar Boltsversammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Förster, 20 Jahre alt, aus Mainz, der Hausbursche Josef Referenten Knaat einverstanden und erklärt ferner: In Wieghard, 19 Jahre alt, und der Tagelöhner Peter HochErwägung, daß durch die heutigen Zustände die ganze Ge- gesandt, 19 Jahre alt, aus Mainz, angeklagt des Mor des sellschaft korrumpirt wird, und nur die Arbeiterpartei bessere, resp. der Beihilfe dazu, verübt an dem Rentner Gottfried Weisgesunde Zustände schaffen kann, dahin zu wirken, daß der mantel und dem Schuhmacher Gottlieb Lüft, beide aus Mainz. Sozialismus in die weitesten Schichten der Bevölkerung dringt Die Geschworenen erkannten auf schuldig des Todtschlags und die Vergesellschaftlichung der Produktion erreicht wird." für Förster und Wieghard, worauf dieselben zu 15 resp. Ferner wurde beschlossen, nur solche Wirkwaaren( Strümpfe, 12 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurden. Hochgesandt er Unterbeinkleider, Herrenwesten 2c.) zu kaufen, welche mit dem hielt wegen Beihilfe zweiundeinhalb Jahr Zuchthaus. Kontrollstempel der deutschen Tertilarbeiter versehen sind. Aus dem weiteren Verlaufe der Versammlung war der Beschluß von allgemeinem Intereffe, wonach der Ueberschuß der Zellerfammlung den Buchdruckern überwiesen wird. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Versammlung. Ans London wird der Frankf. 3tg." berichtet, daß der Verein der Kohlengruben Besizer von Durham beschlossen hat, den Arbeitern eine Lohnverkürzung um 10 pt. aufzuerlegen; falls die Arbeiter dies nicht wollten, solle die Lohnfrage einem Schiedsgerichte vorgelegt werden. Der Bund der Kohlenberg leute hat auf diese Ankündigung erwidert, daß er das Schreiben sobald als möglich beantworten und die Gründe angeben werde, weshalb nach Ansicht der Arbeiter nicht eine Lohnherabsehung, sondern eine Lohnerhöhung Platz zu greifen habe. Auch die Kohlengruben Besiger von Northumberland suchen eine Lohnreduktion von 10 pet. durchzusetzen. = Versammlungen. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Glaser- Gesellschaft Berlins und Umgegend am Dienstag, den 15. b. m., bends 8½ Uhr, bet Gratweil, Kommandantenstraße, Vereinsversammlung. Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 15. Dezember cr., Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, Bersammlung. Tagesorbnung: 1. Mittheilung. 2. Ausgabe der Billets zu dem am 9. Januar flatt findenden Maskenball. Abrechnung vom Stiftungsfeft. Allg. Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. 19 und 89, Hamburg). Dienstag, den 15. d. M., Abends 9 Uhr, findet Neue Friedrichstraße 44 bet Röllig eine außerordentliche Sitzung der Ortsbeamten der Filialen Berlins und Umgegend statt. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erfcheinen der gesammten Ortsverwaltungen nothwendig. Sozialdemokratischer Wahlverein im dritten Berliner ReichetagoWahlkreis. Große Bersammlung am Dienstag, ben 15. Desember, no 8 Uhr, in Schmiedel's Salon, Aite Jakobstr. 32. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Henning über die Politit in ihrem Verhältniß zum Recht und zur menschlichen Freiheit. Zürich, 14. Dezember. Die Spar- und Leihkasse in Ust er hat fallirt. Das Gesammtdefizit soll 765 000 Frants betragen. Der Leiter der Bank ist verhaftet. Olten, 14. Dezember. Der heute Mittag in den hiesigen Bahnhof einfahrende Personenzug von Bern wurde von einem Rangirzuge angefahren. Durch den Zusammen stoß wurden sieben Personen, davon eine schwer, verlegt. Eine Störung des Betriebes trat nicht ein. Genna, 12. Dezember. Heute Vormittag bar ft auf dem der italienischen Navigazione Generale gehörigen Dampfer Ralabria" der Kessel. Der Dampfer fant. Von den 28 Personen der Besagung konnten sich nur zehn, von den fünf Reisenden nur zwei retten. Von den Geretteten find vier verletzt. " Mailand. In Dzieri auf Sardinien entführten sechs mastirte Männer den Unternehmer der Rosazza- Eisenbahn, brachten ihn in die Berge und verlangten 300 000 Lire Lösegeld. Es sind Truppen aufgeboten worden, um die Räuber zu fangen. Brügge, 12. Dezember. Gestern Nacht wurde zwischen hier und Jo bette der Maschinist des von Ostende nach Schärbeek fahrenden Zuges durch den Sturm von der Lokomotive ge= worfen und durch Ueberfahren getödtet. Gestern, am Vorabende der heutigen Stichwahl im 40. Kommunal Wahlbezirk, hatten sich die Moabiter Genoffen nochmals zahlreich in der„ Kronen Brauerei" zusammengefunden, um sich noch einmal vergegenwärtigen zu lassen, warum der bisherige freisinnige" Vertreter des 40. Wahlbezirks in der Stadtverordneten- Versammlung, Herr Kaufmann Gericke, nicht, sondern an seiner Stelle der Schuhmachermeister Mehner, der Kandidat der sozialdemokratischen Partei, heute zu wählen sei. Die Versammlung hatte Gelegenheit, den Arbeiterkandidaten, Genossen Mehner, selber zu hören, welcher in allgemeinen Zügen nochmals sein Programm entwickelte, die Sünden der herrschenden deutschfreifinnigen Partei veranschaulichte und beleuchtete, hiermit Flarlegend, wie sehr auch in der StadtverordnetenVersammlung in hervorragendster Weise die Interessen der Befizenden vertreten, die Interessen der Besizlesen aber mißachtet werden und damit die unbedingte Nothwendigkeit, das kleine Häuflein Sozialdemokraten, die bereits in der Stadtverordneten- Verfammlung die Interessen des werkthätigen Voltes vertreten, um einen zu vermehren. Daß der Kandidat und Redner der rechte Mann sei, daß er vollständig mit den Anschauungen seiner Wähler übereinstimmte, bewies der stürmische Beifall, welcher seinen Aus- fammlung aus, jedoch ist der Verwalter anwesend. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer führungen gezollt wurde und seinen Vortrag häufig unterbrach. gewerblicher Arbeiter.( E. H. Hamburg Nr. 3.) Die Mitglieder der Drts: Redner hob ganz besonders hervor, daß die herrschende freisinnige verwaltungen Berlins versammeln sich am Mittwoch, den 16. Dezember, Abends Berufen. 6 Uhr, bei Neimann, Fischerstr. 41. Majorität sich befleißige, die Arbeiter lediglich als Almosen- Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse.( E. H. 71.) empfänger zu betrachten und zu behandeln, nicht aber als gleich- Dienstag, den 15. Dezember, Abends 8 Uhr, im Restaurant Norbert( früher berechtigte Stadtbürger, die Rechte und nicht Almosen zu fordern May), Beuthstr. 21, Vorstandssigung. haben, da die breite Masse des Voltes die meisten Steuern aufstraße 3 bet Ramm. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Mannesmuth. Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Mauerzubringen habe. Dies sei ein unwürdiger Zustand, welcher Lese- und Diskutirklubo. Dienstag.. Proletarier",( Pankow), nur durch die Vermehrung der sozialdemokratischen Fraktion bei Volksversammlung zu Gunsten des Allgemeinen Arbeiterinnenpereins in Zips Braueret, Friedrichshain, Dienstag, den 15. Dezember, bends 8 Uhr. Tagesordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten August Bebel ,, Die soziale Stellung der Frau in der Gegenwart". Vergnügungsverein Esmaralda. Dienstag, den 15. Dezember, Abends sy uhr, Cigung mit Tamen bei E. Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Gäste will tommen. Gauverein Berliner Bildhauer. Heute, Dienstag, fällt die Ber28. Borchardt, Schulzenstraße " " Portsmouth, 14. Dezember. Eine große Aufregung wurde hier durch die Zahlungseinstellung der Portsea- Jsland augesellschaft, eine der größten im Lande, hervor " Briefkaffen der Redaktion. 2 Ur. A De unverä gelaffen hofft na streitent auszuho M ist, eine treu mi die Art Ha Worth der Stu nicht ge wesen, Lage de Schlechte rentism Arbeiter Elend wiederh Rampf aftiv in Euer S Kräften und wer für jene Wi beiter u zu unter Im Auf All beten. In Arthu am 8. guß 1,5 De Die Me Di Stellenc Te dauert den Ne der Si Arbeiter richtet: der Wic gerichtet De In bagen Manu) ungebüh Attie foll fid und Wi diesen is Die tragen, Wi Wunsche bereit fiz in Rope 2 In und de Unterne auf un Worte, bleiben. Rob daß es wieder aller der zunächst find wir nach we gefelt is indirekte auch unt 3 forge mit alle tismus, langes Gesundh Kol Sträuben Männer 2. in 2., B. in C. und Andere: Sie irren sich, wenn Hasenclever", Abends Sie glauben, durch solche Briefe würden wir belästigt". Im Gäste willkommen. Gegentheil, sie machen uns immer viel Freude. Der Wissens im rothen Hause beseitigt werden könne. Der beste Beweis hier: 8 Uhr, im Restaurant Scholz, Kaftanten Allee 35. Agitationsverein Lassalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 31. für sei, daß sich die freisinnige Majorität schon jetzt nicht babe sese- und Distutir- klub für Männer und Frauen, Johannes Webde", drang der Arbeiter ist die sicherste Bürgschaft unseres Sieges. dem Drucke ganz entziehen können, welche von der sozialdemokra- Abends& Uhr, im Lokale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. Männer und Natürlich ist es oft schwer, die gewünschte Antwort zu geben. tischen Fraktion im rothen Hause ausgeübt werde. Denn wenn Bornfir. 11 bet Bechlin. Gäfte, durch Witglieder eingeführt, haben Zutritt. Frauen als Gäste willfommen. Rothe Flagge", Abends 8% Uhr, Wenn Sie sich an unsere Partei Buchhandlungen wenden Vorwärtsbuchhandlung" in Berlin, die entsprechenden Geschäfte auch die meisten sozialdemokratischen Anträge systematisch lab- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends gelehnt werden, so habe die freisinnige Majorität doch nicht Uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Freundin anderen Städten, Dieß in Stuttgart, Schnabel in Dresden, Gefangverein ar- 3wingerstr. 8- dann werden Sie stets auch gewissenhafte Aus umhin können, auf verschiedene derselben einzugehen und dieselben haft 1", bet Oswald Berliner, Brunnenstraße 114.monia", Flottwellstr. 5 bei Bartels. Arbeiter- Gesangverein" DIympia", W. L. wenn auch in sehr verwässerter Gestalt zur Ausführung Buckowerstraße 9 bet Junghans. Gefangverein, Schildhorn", Usedom Tunft und Rath erhalten. zu bringen. Lediglich den sozialdemokratischen Anregungen sei straße 33 bei Miete.- Gefangverein ibelitas", Bergfir. 68 bet teller. Berichtigung für Chiffre 20. Durch einen leidigen das Wenige zu danken, was zum Besten des arbeitenden Volkes verein ,, wyrthenblätter", Belforterstr. 15 bei Schneider. Gesangverein Allegro", Kaiser Franz Grenadier Play 7. Gesang Schreib oder Sabfehler wurden Sie gestern falsch beschieden. Gesangverein gethan worden sei. Der Gegenkandidat, Herr Gericke, gehört den Bruber hers", Straußbergerſtr. 3 bei Birt. Jhn'scher Gefangverein Nur während der Dauer der Session, und 8 Tage befizenden Klassen, der freisinnigen" Majorität an, ist demnach" Sumor", Straußbergerstraße 3 b. Birt.- Gefangverein unverzagt 2", vorher und nachher haben die Reichstags- Abgeordneten freie Fahrt ein Feind der Arbeiter und hat seinen Standpunkt ganz besonders Moabit, Kronen- Brauerei.- Gefangverein" offnung 2", Deutsch auf ihren Routen. Die gegenwärtige Session dauert allerdings Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräß. Gesangverein ,, Wald= dokumentirt durch seine Zugehörigkeit zu den Gegnern der frei fapelle 1", Berliner Bodbraueret. Gefangverein ,, Arbeiter mai schon mehr als ein Jahr, sie hat im Frühling des vorigen Jahres religiösen Gemeinde in der Angelegenheit der Entziehung der Schul- bund", Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Gefangverein Borwärts 3" begonnen mit dem Tag, wo der im Februar 1890 gewählte räume. Wollen Sie, schloß Redner, sich länger von einer Partei am ted 2", Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165.Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 10 bei Momber. Gefangverein Freies seitdem hat es nur Ferien ,, neue" Reichstag zusammentrat - Gesangverein, ,, Sänger Gängelbande führen lassen, die rückgratlos ist, vor der Wahl hain", Fichtestr. 29 bei Krosche. Gesangverein ,, Sängertette", Schön- und Vertagungen, aber bis jetzt noch keinen Sessionsschluß gegeben. Alles verspricht, nach der Wahl aber Nichts hält, dann wählen leinstraße 6 bei D. Klein. Mufit- u. Gesangverein Firmitas" AdalbertAd. Drömert. Sie wollen fünftig nur eine Seite des Gesangverein, Kreuzberg", Lichterfelderstr. 7-8 Sie freifinnig! Ich stehe hier als Vertreter der Prinzipien der Straße 8 bei Schneider. bei Winter. Gesangverein" Freiheit 2", Adlershof, bei Albrecht. Papiers, also nicht die Rückseite desselben beschreiben. Sozialdemokratie! Wollen Sie, daß auch im rothen Hause" das Gesangverein„ Alte Linde Mariannenstr. 31-32 bei Doberstein. D., Bülowstr. 11. Der anonyme Abdruck der betreffenden gemeinsame Endziel nach Kräften gefördert werden solle, dann Gesangverein ,, Vorwärts 4", Rathenow, Restaurant Walhalla". Mittheilung des Zentral- Wahlkomitees fennzeichnet sich allerdings werden Sie wissen, wen Sie zu wählen haben!" Mit einem Gefangverein Alpenglode", Landsbergerstr. 31, bet" Musehold. als ein ziemlich plumpes Wahlmanöver der Antisemiten. Landsbergerstraße 31 bei Musehold. ,, Einigkeit 2", Appell an Jeden, seiner Wahlpflicht zu genügen und auch andere Gesangverein Sorgento 3", Röslinerstr. 17 bei Wendt.- Gefangverein 3. 12. Beinühen Sie sich nach unserer Expedition. E hierzu zu veranlassen und auch an die Frauen, nach dieser Rich der Böttcher, Steinet che", Jüdenftr. 65 bet Trieſchmann, Gefangverein wird Ihnen dort zu Ihrer Information der betreffende Band reuzberger Harmonie", Lindenstr. 106 bet oppe. Gesangverein tung hin thätig zu sein, schloß Mehner unter stürmischem Beifall Titania", Röpenickerstr. 191 bet Boge. Gefangverein, tedes unferes Blattes vorgelegt werden. mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß nur sozialdemokratisch ge- Freiheita", Krüger. Straußberg, Restaurant Liedertafel M. D., Pappelallee. Ihre Einsendung eignet sich nicht Gesangverein ,, Borwärts 7", wählt werde und der Aufforderung:" Auf zur Wahl!" Nach west end", Bülowstr. 27 bet Gundlach. zur Veröffentlichung. Brot wird allgemein zur Reinigung von einer weiteren Diskussion gelangte einstimmig folgende Resolution Mariviz bet Wilhelm Nölte. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Tapeten benutzt. zur Annahme: Dienstag: Geselliger Verein ,, GIimbim", bei George, Gr. Görschenstr. 16. Theater- und Berheaterverein„ Atazie" bei Seife, Staligerstraße 54. Tambour gnügungsverein, Gich entranz" bei Blöß, Dresdenerstr. 28. Gesangverein " B. Hutmacher Rempe, Berlin, Georgenkirchplatz 8. H. W., Boechstraße. Ihr Vater hat feinen Anspruch auf verein, Deutsche Giche" bet Cabed, Fitbringerstr. 7, Uebungsstunde. Altersrente, da er während der lezten drei Kalenderjahre nur je Theaterverein Die heute in der Kronen- Brauerei" tagende Versammlung stimmt den Ausführungen des Referenten voll und ganz zu und verpflichtet sich jeder Einzelne, am Tage der Wahl nur dem Bergnügungsverein, Amor" bei Hämmerle, Bülowfir. 59. Bergnügungs- 26 Wochen in Arbeit war. sozialdemokratischen Kandidaten Theodor Megner seine Stimme verein Alpenveilchen" bei Schirmer, Koppenstraße 58. zu geben. Ferner hält es Jeder für seine Pflicht, alle Indifferenten Blumenlese" bei Schneider, Adalbertstraße 8. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Musikverein ,, Edelweiß" und Eaumfeligen aufzurütteln, damit auch diese ihre Pflicht er- Uhr im Restaur. Müller, Mariannenstraße 46. Aufnahme neuer Mitglieder. Briefkaffen der Expedition. Gesangverein" Anatreon", Abends von 9-11 Uhr, bet teßner, Annen" füllen." straße 16. Gesangverein Ludwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr, Mit brausenden Hochs auf die Sozialdemokratie gingen die Ein Abonnent unseres Blattes sendet den„ Vorwärts im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Quartett- Verein ,, Wedding bei Stumfe, Ackerstraße 123. Versammelten schließlich auseinander. Männer- Gesangverein" Olympia" täglich an Herrn Karl Hellwig in Neubibbenau. Der Adressat bei Gerth, Prinzenstraße 106.- Männer- Gefangverein„ Alt- Dessau" jeden verweigert jedoch die Annahme und da kein Absender auf den Eine Kommunalwähler Versammlung der frei- Dienstag Abends 9 Uhr Gesangsstunde bei A. Niemann, Görligerſtraße 42. Kreuzband vermerkt ist, werden die Zeitungen seitens der Post finnigen Partei für den 8. Bezirk wurde am Freitag ab- anner biten. Den einer quingen offenfchaft" nach unserer Expedition geschickt. Wir ersuchen den Absender, gehalten. Ohne Sang und Klang, d. h. ohne offizielle Bureau- ftraße 6sa. Theater- und Verguügnngs- Verein wahl wurde die Versammlung vom Stadtverordneten Plisch te Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Theaterflub elmerbing"," Abends& Uhr, in Sanf's eröffnet und mit der Mittheilung, Herr Vortmann sei frant und Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ede der Großbeerenstraße. Privattönne deshalb nicht erscheinen, eingeleitet. Als der angebliche Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstraße begleichen. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 10 Gäste stets willkommen. tommen. 27 Turngenossenschaft", ,, Bulcania", Arbeiter Bildungsverein Nixdorf. Wir ersuchen Ihren in die Sendungen einzustellen. Gäste, Damen und Herren, will der wed jegliche angewie Spe Grfucher Bleid gi Gliedma ohne jet To wird Rollege: dann na Ihr Euc Telbit 34 Euch wi dacht he Grufeln faum so liches T idjon in Pflaster Fre und Eu gehen, Berlin Wie Eu achte d 34 Bentrali 12. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. n. er g ag Nr. 293. et 12222 its ag 11= er ng te 16 te hr b 11. er 13 Ces 3: 7. in e e. En t b = it 1= te = m Er, D, 3 20 1, ce ht r ef = 3 3 3: P. in 13 EBEER en on te m er en nf et 3 11, d. n. er zet 2= be m 3: 23. 11. te ent, 3en en. Soziale Ueberlicht. Im Auftrage des Zentral- Borstandes des deutschen Textilarbeiter und Arbeiterinnen- Verbandes. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. In Wolgast haben die Former der Fabrik von Arthur Koppel, einer Zweiggießerei des Bochumer Betriebs, am 8. Dezember die Arbeit eingestellt, weil pro Zentner Schienen= guß 1,50 M. abgezogen werden sollten. Der Streik der Maurer Harburgs ist beendet. Die Meister haben nachgegeben. Die Bildhauer werden in der Bildhauer Zeitung" vor Stellenangeboten des Ateliers Weyh in Colmar gewarnt. Der Streik der Wiener Schmucketuis Arbeiter dauert fort. Diefelben fordern, wie schon früher berichtet wurde. den Neunstundentag, und wollen so lange ausharren, bis der Sieg errungen ist. Unterstügungen, um welche sie alle Arbeiter und Parteigen offen bitten, können an die Administration der Wiener Arbeiter- Beitung", Wien VI, Gumpendorferstr. 60, gerichtet werden. Dienstag. den 15. Dezember 1891. 8. Jahrg. in den verschiedenen Gauen Deutschlands gegründet, außer im sonders dadurch interessant wurde, daß einige Meister der Golds Königreich Sachsen, in welchem es nach dem Vereinsgefeß uns schmiede- Innung der Einladung zum Erscheinen in der Versamm möglich erscheint, Zahlstellen zu gründen. Die dortigen Kollegen lung Folge geleistet hatten und in die Debatte eingriffen. Den baben sich aber mit dem Verbande solidarisch erklärt. Herren wurde dabei recht übel mitgespielt; ihre Einwendungen Kollegen, wie Ihr wißt, ist der Ginzelne machtlos, aber ge- fanden aus der Mitte der Versammlung heraus die treffendste schlossen sind wir im Stande, dem zentralisirten Unter- Widerlegung. Zum Schluß ergriff noch einmal der Referent das nehmerthum mit Nachdruck entgegenzutreten. Für ein billiges Geld Wort, um einige Bemerkungen mehr allgemeiner Natur, welche ist es Euch möglich, mitzufämpfen zur Wahrung unferer Nechte. Die Meister gemacht hatten, unter stür ischer Zustimmung der Das Eintrittsgeld tostet 50 Pf. und der wöchentliche Beitrag Versammlung zurückzuweisen. Alsdann fand eire Resolution eine Maurer Deutschlands, einmal wöchentlich frei ins Haus geliefert, mung zu den Ausführ ngen des Referenten fund gab und zum 10 Pf., dafür erhaltet Ihr den Grundstein", das Fachorgan der stimmig Annahme, durch welche die Versammlung ihr Zuftime Ferner Rechtsschutz in gewerblichen Streitfachen, Wanderunter Eintritt in den Verband der Gold- und Silberarbeiter und vers stügung u. f. w. Zur Aufklärung bier am Orte werden durch wandter Beruse sich verpflichtete. gewertschaftliche und wissenschaftliche Vorträge Mitgliederversammlungen abgehalten. Die nächste Mitgliederversammlung " Versammlungen. An die Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands! Der Streit bei der Firma Feibisch in Berlin dauert unverändert fort, denn bis jetzt hat sich dieselbe noch nicht herbeigelaffen, mit den Arbeitern in Unterhandlung zu treten. Sie hofft noch immer auf die indifferente Masse und auf diejenigen ftreifenden Kollegen, welche nicht so viel Festigkeit besitzen, um auszuharren. Mit Bedauern müssen wir konstatiren, daß es der Firma gelungen ist, eine wenn auch kleine Zahl Arbeiter, welche ihr Wort gegeben hatten, treu mitzukämpfen, bis die gerechte Sache gesiegt habe, zu bewegen, die Arbeit unter den alten Bedingungen wieder aufzunehmen. Haben jene Arbeiter bedacht, was sie thaten, als sie ihr Wort brachen? Wir glauben es nicht. Sie wußten nicht, daß findet am Dienstag, den 15. Dezember, Abends 8 Uhr, im Handlungs- Gehilfen und Gehilfinn nes Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung von der Streik vielleicht schon heute beendigt wäre, wenn sie ihr Wort„ Königshof", Bülowstr. 39, statt. In dieser Versammlung, sowie mochten gegen 800 Personen anwesend sein verhandelte am nicht gebrochen hätten, denn die Firma wäre nicht im Stande ge- in folgenden Zahlstellen werden neue Mitglieder aufgenommen: 10. Dezember über die Stellung der kaufmännisch Angestellten wesen, sich länger zu halten. Sie bedenken nicht, daß sie ihre Fm Norden Otto Schulz, fassivt Kastanien- Allee 35 bei Scholz. zum Krankenkassenzwang, zum Deutschfreifinn und zur Sozial Lage dadurch nicht verbessern, denn die Arbeitsverhältnisse ver- Im Süd- Osten Mischke, Waldemarstr. 61, bei Hoffmann. Im demokratie. schlechtern sich gewöhnlich in demselben Maße, als der Indiffe: Süd- Westen Aug. Helterhoff, Mariendorferstr. 10, bei Grube. Das einleitende Referat hatte der Reichstags- Abgeordnete rentismus unter den Arbeitern wächst. Es ist traurig, daß die Im Westen Karl Franke, Bülowstr. 52, bei Stiging. Die Her Julius Seifert übernommen. Derfelbe ging zunächst auf Arbeiter, der Macht ihrer Einigkeit unbewußt, sich selbst so dem berge efindet sich bei Gründel, Dresdeneritr. 116. Die Wander- die Entwickelung des Kranken- Versicherungswesens, speziell des Glend preisgeben! Immer und immer wieder müssen wir untersti kung wird ausgezahlt bei Fröhlich, Naunynstr. 43 3wanges zur Versicherung ein, gab dann eine eingehende Erwiederholen: Arbeiter, vereinigt Guch! Haltet zusaminen im Restauration), sowie beim Kassirer Ferd. Grunow, Nostigstr. 38, läuterung der wesentlichsten Bestimmungen der KrankenkassenKampf gegen das vereinigte Kapital, und wo Ihr nicht selbst of II. aktiv im Kampje steht, da beweist Eure Zusammengehörigkeit, gesetz- Novelle nach zweiter Lesung, diesen die Bestimmungen. Euer Solidaritätsgefühl dadurch, daß Ihr, so viel in Guren Die örtliche Verwaltung. welche jetzt noch in Kraft sind, gegenüberhaltend und die Stellung Kräften steht, für Eure kämpjenden Brüder und Schwestern opfert, der sozialdemokratischen Abgeordneten zu denselben darlegend. Aus Saarlouie wird gemeldet, daß der Grubenausschuß Was die Stellung der Handlungs- Angestellten unter den Vers und wenn Ihr das Letzte mit ihnen theilen solltet, denn was Ihr der Bergleute beschlossen hat, in einer erneuten Eingabe an das sicherungszwang betreffe, so wären die Sozialdemokraten dafür für jene thut, das thut Ihr auch für Euch. Ministerium die achtstündige Schicht inklusive Ein- und Ausfahrt, eingetreten, weil der größere Theil der Handlungs- Angestellten Wir fordern Euch daher nochmals auf, die streifenden Areinen Mindestlohn im Akkord von 4 M. 50 Pf. und Aenderung oft nicht soviel Einkommen habe, als ein Arbeiter im engeren beiter und Arbeiterinnen der Firma Feibisch so viel wie möglich des Knappschaftswesens zu fordern. zu unterstützen, damit trotz alledem der Sieg errungen wird. Sinne, sich aber auch nicht bemüßigt gefühlt hätte, der bestehenden Ob die Petition jezt mehr Erfolg haben wird als früher, freien Kasse beizutreten. Dieser Theil sei im Erkrankungsfalle Mit genossenschaftlichem Gruß steht dahin. Jedenfalls hat aber ein Staatsbetrieb die Verpflich denselben Mißhelligkeiten, wie es der nichtversicherte Handarbeiter Paul Petersdorf. tung, hinsichtlich der Schaffung bester Arbeitsbedingungen der wäre, ausgesetzt und Privatindustrie mit gutem Beispiel voranzugehen. Leider ist das Fall einer Krankheit für ihn nothwendig. darum eine Versicherung für den Der freis nur zu oft nicht der Fall. Wir empfehlen der Regierung, die sinnige Abgeordnete Goldschmidt habe gelegentlich der Be Petition pure gu bewilligen, und wenn sie um„ Gründe" verlegen rathung der Novelle zum Krankenkassen- Gesez, als Grund sein sollte, so mag sie sich der überaus großen Gefahren gegen die Stellung kaufmännisch Angestellter unter den Ver erinnern, welche bei der Arbeit in den Gruben dem Bergmann ficherungszwang, betont, daß nach dem Handelsgesetzbuch ihnen drohen. eine ſechswöchentliche Kündigungsfrist gewährt sei, sie hätten sechs Wochen ihr Gehalt zu erhalten im Falle einer Krankheit. Der angezogenen Bestimmung steht aber eine solche gegen ber, nach welcher die beiden Kontrahenten im Arbeitsverhältniß, Prinzipal und Angestellter, mit ihrer gegenseitigen Zustimmung die Kündigungsfrist selbständig herabsezen oder überhaupt be= stimmen können. Und davon werde denn auch fleißig Gebrauch Gine öffentliche Generalversammlung der Maurer gemacht. So haben nach einer Statistik in einem bestimmten GeStellungnahme zum Streit der Buchdrucker. Herr Philipp Berlius und Umgegend war zum 18. d. M. einberufen behufs biete eine 6wöchentliche Kündigung 36 pet., eine 2wöchentliche 40 pбt. -, eine Itägige 3 pet. und gar keine 6 pt. der AnSchmitt veranschaulichte eingangs der Verhandlungen in aus- gestellten. Unter 1000 Handlungsangestellten, unter denen der führlichster Weise die Ursachen des Streits und den gegenwärtigen Abgeordnete Singer Nachfrage nach der Dauer der Kündigungsgünstigen Stand der Bewegung. Zu Anfang des Streits ver- frist gehalten, befanden sich 47 pt. mit eintägiger Kündigung. fügte die Kaffenverwaltung des Unterstützungsvereins deutscher Dieser Prozentsatz ist darum als zu hoch anzusehen, weil sich unter Buchdrucker über einen Fonds von 645 000 W. Außerdem besaß den Befragten das 300 Personen zählende Personal eines feder Gauverein einen besonderen Unterstügungsfonds, deren größeren Geschäfts befindet, welches nur eine eintägige KündigungsGesammtbetrag sich auf ca. 70 000 M. belief. Aus diesen Fonds frist besitzt. Aus diesen Zuständen heraus sei die Einreihung auch zahlte jeder Gauverein nach Kräiten einen Zuschuß zu der offt der im Handelsgewerbe Angestellten unter Diejenigen, welche dem ziellen Streitunternutzung. Durch die Länge der Zeit feien nun Saffengang unterliegen, als gerechtfertigt und nothwendig zu be aber die Mittel erklärlicher Weise erschöpft und jähen sich die trachten.( Lebhafter Beifall.) An der Diskussion, welche sich zu einer sehr Buchdrucker nunmehr in die Lage versezt, an die Solidarität und regen gestattete, nahmen die Herren Hinge, Schwarz, die Unterſtügung aller Arbeiter zu appeiliren, um den endlichen Wieter, Baasch, Kay, Dürenfurth und Fräulein Sieg des Neunstunden- Tages zu erringen. Never das weitere a bit theil. Der erste Redner wandte sich gegen das VerGingreifen der Maurer Berlins und Umgegend in diesen halten der freisinnigen Abgeordneten Eberty und Hirsch im ReichsStreit referirte hierauf Herr Star! Behrend. Terfelbe gab tage der Bestimmung gegenüber, welche die Handlungsangestellten seiner Freude darüber Ausdruck, daß die deutschen Buchdrucker, dem Versicherungszwange unterstellt. Hirsch habe vor wenigen von denen bisher ein großer Theil abseits der allgemeinen Jahren mitgewirkt bei der Ausarbeitung eines Gutachtens des Ortsmodernen Arbeiterbewegung gestanden habe, nunmehr ihre Zu- vereins hiesiger Kaufleute, welches sich für den Versicherungszwang gehörigkeit zu derselben erkannt hätten, veranschaulichte die Noth- aussprach, und jest trete er den dafür grundlegenden Bestimmungen wendigkeit einer Berkürzung der Arbeitszeit und stand aus diesem entgegen. Redner tritt für die Freie Vereinigung der Kaufleute Grunde dem Streik der Buchdrucker durchaus sympathisch gegen- und für die nationale kanfmännische Kranken- und Sterbefaſſe über, erklärte es für nothwendig, daß die gesammte Arbeiterschait ein. Herr Mieter kritisirt ebenfalls das Verhalten der freisich international veremige, um dem Kapitalismus die Spitze sinnigen Partei den Forderungen und Wünschen der Handlungsbieten zu fönnen und trat dafür ein, daß die Maurer Berlins gehilfen gegenüber. Er weist auf die Nichtigkeit eines Antrages ohne Unterschied thatkräftig finanziell und prinzipiell für des Abgeordneten Goloschmidt hin, welcher dahin geht, den In Anbetracht der schlechten wirthschaftlichen Verhältnisse die Buchdrucker eintreten, und forderte im weiteren Verlaufe Handlungsangestellten bei ihrem Abgange aus einem Geschäft ein und der mit denselben eng verbundenen Frivolität unserer seiner Rede eine gesegliche Regelung der Arbeitszeit.( Beifall.) Beugniß zu sichern, das auf ihren Wunsch außer auf Ort und Unternehmer, die Löhne trotz der enormen Steuern, welche Es folgte eine den beiden deferenten durchaus zustimmende Dauer der Beschäftigung auf Führung und Leistung ausgedehnt auf uns lasten, immer mehr herunterzusetzen, werden die Diskussion, in welcher auch besonders darauf hingewiesen werden könne. Damit wolle man den Gehilfenstand in seiner Worte, welche wir an Euch richten, hoffentlich nicht unbeachtet wurde, daß die Buchdrucker jederzeit die Ersten waren, Lage" heben" und betone dann noch, aus Wohlwollen ergreife man bleiben. Kollegen, die Verhältnisse haben sich heute derart zugespitzt, welche die Maurer in ihren Kämpfen unterstützt haben. dazu die Initiative. Man habe sich garnicht auf das„ Wohlwollen" zu Stollege Mick wit fritisirte hierbei unter daß es unbedingt nothwendig erscheint, mit aller Energie uns Bunimmung das einseitige, theilweise sogar gehässige Vorgeben Bürger zu verlangen, was in feinem Intereffe liege. Hier spreche wieder voll zu vereinigen. Nur durch gemeinsames Vorgehen einzelner Kollegen auf den Bauten, indem dieselben gerade her man von einem Wohlwollen" für Angestellte; kämen Interessen aller deutschen Kollegen sind wir im Stande, all den Uebelständen aus erklärten, auf Listen für den Generalfonds der Berliner des Kapitals in Betracht, so würde man einfach deren„ Berech zunächst in gewerkschaftlicher Beziehung abzuhelfen; nur dadurch Maurer nichts zeichnen zu wollen, obgleich es allbekannt sei, daß tigung" betonen. Der Kaufmann könne sich nur helfen, wenn er find wir im Stande, annähernd das Einkommen zu erringen, aus dem Generalfonds in Etreitfällen alle Arbeiter ohne Unter- sich als Arbeiter den Bestrebungen der Arbeiterpartei, der Sozialnach welchem seitens unserer Behörde die Einkommensteuer sest schied nicht nur in, sondern auch außerhalb Berlins unterstützt demokratie, anschließe. Herr Dühren furth verlas darauf gesetzt ist. Nicht dem Gesetze allein, um die hohen direkten und werden. Er( Medier) babe demzufolge erst von cen Buchdruckern eine Auslaffung des Prinzipals E. May aus dem„ Konfektionär", indirekten Steuern( Brot- und Fleischpreise) zu entrichten, sondern Sammellisten holen müssen und daraufhin wäre erst gezeichnet deren Inhalt die Versammelten verschiedentlich zur Heiterkeit auch unserer Familie in erster Linie sind wir es schuldig, dafür anreizte. Frl. Wabniz trat für eine rege Agitation unter den 3 sorgen, daß sie, trotz zum Theil übermäßiger Arbeit, welche Herr Schmitt gab hinsichtlich der Anführungen Behrend's weiblichen Angestellten ein. Folgende Resolutionen wurden anmit allerlei Krankheiten, wie Lungenschwindsucht und Rheuma die Versicherung ab, daß nach Beendigung des Streiks sich inner- genommen: tismus, verbunden ist, und infolge dessen alsdann oftmals jahre: halb der Buchbrucker- Organisation die gewünschte Klärung voll- Die Versammlung mißbilligt das Verhalten der freisinnigen langes' Siechthum eintritt, nicht noch während der körperlichen ziehen werde, daß die deutschen Buchdrucker jetzt auf die viel Partei bei den Verhandlungen im Reichstage über die AusdehGesundheit des Ernährers Noth zu leiden braucht. gerühmte Tarifgemeinschaft mit den Prinzipalen, die bisher stets nung des Krankenkassen zwanges auf die Angestellten im HandelsKollegen, seht Euch um in Euren Reiben, ist es utt guns zu Ungunsten der Gehilsen gehandhabt worden sei, verzichten, gewerbe. Sie erklärt, daß das Vorgehen dieser Partei nicht dem wenn man erlebt, daß in den besten Jahren stehende vielmehr zur gesammten Arbeiterschaft stehen und mit Hilse Interesse der Angestellten im Handlungsgewerbe entspricht und infolge derselben sich größere Vortheile verschaffen werden, als bisher auf auf vollständiger Unkenntniß der thatsächlichen Verhältnisse im der wechselnden Witterung an Schwindsucht und Rheumatismus leidend - monatelang, ja jahrelang ohne Grund der Taxisgemeinschaft mit den Prinzipalen. Nach einem Handelsgewerbe beruht."( Ginstimmig.) den Verdienst der Frau und Kinder Schlußworte des Kollegen Behrend gelangte sodann mit allen" Die Verfammlung richtet an den Reichstag die Bitte, die angewiesen sind? gegen eine Stimme folgende vom Koliegen 2ilke beantragte in der zweiten Lesung der Novelle zum Krankenkassengesetz Speziell an die jüngeren Kollegen ist hiermit das dringende Resolution zur Annahme: angenommenen Aenderungen, nach welchen auch HandGrsuchen gerichtet, sich endlich aufzuraffen aus dieser ewigen" Die heutige öffentliche Generalversammlung der Maurer lungs- Gehilfen, Gehilfinnen und-Lehrlinge dem VerGleichgiltigkeit; denn wenn Ihr auch heute noch bei gefunden Berlins und Ungegend erkennt die Forderung der Buchdrucker sicherung zwange unterstellt werden, da die Hillosigkeit Gliedmaßen und körperlichen Stväiten glaubt im Stande zu sein, betreffs Verkürzung der Arbeitszeit und Einführung des Neun- während sowie nach der Krankheit im Allgemeinen eine größere ohne jedaveden Zusammenhang Ener eigenes Ich durchzudrücken, stunden- Arbeitstages als voll berechtigt und zeitgemäß an. Die ist infolge der geringen Gehaltsverhältnisse, sowie der ungeeigneten to wird vielleicht das traurige Loos, welches heute älteren Anwesenden verpflichten sich, nicht nur moralis. zu unterst gen, Kündigungsfrist wie in andere Berufsklassen, in das Gefeß aufKollegen beschieden ist, auch Euch nicht verschonen; und wenn Ihr sondern auch, so viel es die schlechte Gefchaftslage der Maurer zunehmen. Im weiteren bittet die Versammlung, die von Seiten bann nach Bilje, Kollegialität und Solidarität ruft, dann habt erlaubt, auf allen Wauten die freiwilligen Sammlungen zum des Kongresses eingeschriebener Hilfslassen vorgeschlagenen AbIhr Euch, wenn der Ruf ungehört verhallt, die eventuellen Folgen Generalfonds der Berliner Maurer fortzusehen. Damit jeder änderungen zum Krankenkassen Gesez in der Novelle zu berückEuch wird nicht schon mit Bangen an den eintretenden Winter ge- geleistet hat, werden von den Maurern nur die Sammellisten zum suzuschreiben. Kollegen, der Sommer ist vorüber, wer von Kollege nachweisen kann, daß er zur Streifunterstübung etwas fichtigen."( Segen eine Stimme.) dacht haben, welchen chrlichen Familienvater wird nicht schon ein Generalfonds der Berliner Maurer ausgegeren und die darauf voltage suchen, bei der zweiten Lesung des Abänderungsantrages taum so viel verdient hat, daß er und seine Familie ein fümmerBruseln übergangen sein, wenn er bedenkt, daß er im Sommer gezeichneten Beiträge durch 25- jennig- und 50.Pfennigmarken Goldschmidt zu Artikel 61 des Handels Gesetzbuches folgenden quittirt. Die Vertrauensleute werden beauftragt, von dem Sufayantrag anzunehmen:„ Eine fürzere Kundigungsfrist wie liches Dasein fristen dürsten? Wer von Euch hat ferner nicht Generalfonds der Berliner Maurer hauptsächlich die streifenden die von einem Monat ist indessen nicht statthaft und hat bei ichon im Sommer wochenlang nach Arbeit suchend das Straßen- Buch druder und auch andere im Streit sich befindenden Korpo- Festsetzung der leyteren die Kündigung beider Theile vom Ersten Pflaster treten müssen und ist von Bau zu Bau gewandert? zum Ersten eines jeden Monats zu erfolgen. Ungleichartige Abrationen je nach den Kassenverhältnissen zu unterstützen." machungen find ebenfalls untersagt. Den in gel digter Stellung Freunde, jetzt appelliren wir an Guer Solidaritätsgefühl Eine gut besuchte Versammlung der Gold und befindlichen Gehilfen ist täglich eine freie Zeit von zwei Stunden Wollen wir nicht ganz zu Grunde Die Vers alle ge rt g3 ces Ite ent 211 Des en gs ES nd cht auf je 13" fat pent Soft Der, ren 84 Der internationale Arbeiterfekretär für Dänemark betichtet: In der Schiffs baueret und Maschinenfabrit, Aktiengesellschaft, Burmeister u. Wain in Kopen hagen haben sämmtliche Former und Gießereiarbeiter( ca. 100 Mann) die Arbeit eingestellt. Die Veranlassung dazu gab das ungebührliche Auftreten des Gießereimeisters Hansen. Derselbe foll sich in gleicher Weise auch schon in Teutschland( Flensburg und Wilhelmshaven) bemerkbar gemacht haben. Die Ausstehenden sind fest überzeugt, daß sie den Sieg davon tragen, wenn fein Zuzug von Deutschland stattfindet, und bitten diesen streng fernzuhalten. Wir erwarten von den deutschen Arbeitern, daß sie diesem Wunsche Folge geben und dadurch den Beweis liefern, daß sie bereit sind, die internationale Solidarität zu bethätigen. Adresse in Kopenhagen: J. Jensen, Brolaeggerstraede 11-2 Sal. Die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands. Straubend, Männer, Telbit und Eure Mannespflicht Maurer Berling! worden. " Die Versammlung richtet au en hohen Reichstag das Berlin II des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands an. Berufszweige, in welcher der Abg. Bebel einen Vortrag sammlung erklärt, daß der Antrag Goldschmidt nur von minis Wie Euch Allen bekannt sein wird, hat in diesem Jahre der über: Wesen und Zweck der modernen Arbeiter maler Bedeutung ist, während eine Regelung der Kündigungsachte deutsche Maurerkongreß mit 93 gegen 7 Stimmen die bewegung' Handelsgewerbe einen der schwersten Schäden beseitigen Bentralisation beschlossen und bereits sind schon 123 Zahlstellen Beifall aufgenommenen Vortrag folgte eine Diskussion, die be- würde." Die Versammlung schloß mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie. wendig der Anschluß an eine Organisation ist. Versammlung des Fachvereins der Stucateure Berlins und Umgegend, nur für Lokalorganisation einzutreten und verwirft aus praktischen Gründen die Zentralverbände." der daselbst entlassenen Arbeiter schilderte eingehend den Sachs verhalt. Am Donnerstag habe man den Geburtstag eines Kollegen Die eingeladenen Abgeordneten waren nicht erschienen, hatten fich aber bis auf die Freisinnigen Eberth und Hirsch entschuldigt. gefeiert und deshalb schon nach Vesper Feierabend gemacht. Unter Gewerkschaftlichem fam zur Sprache, daß die Stucka- Montag, den 3. Dezember, habe man aus Anlaß der Verlobung Der Fachverein der Stuckateure und Berufsteure auf vielen Bauten bei Lampenlicht arbeiten, so auf dem eines Kollegen von Mittag an wiederum gefeiert und das habe genossen Berlins und Umgegend hielt am 7. d. M. Bau Klopstockstraßen- Ecke( Firma Diesing), ferner auf dem Bau die Katastrophe heraufbeschworen. Es wurde betont, daß bei feine gutbesuchte Mitglieder- Versammlung ab. In derselben Kurfürstendamm( Firma Chilli), woselbst die Kollegen Seidel, dem familiären Zusammenwirfen von Arbeiter und Prinzipal in ließen sich neun Kollegen als Mitglieder aufnehmen, ein Beweis arbeiten. Ferner wurde über die Mangelhaftigken des jeßigen worden sei und man sich in diesem Falle nur der Sozialdemo Schulz, Schiller, Brasch und Lindemann bei Lampenlicht dieser Werkstätte Aehnliches schon oftmals stillschweigend geduldet dafür, daß die Kollegen mehr und mehr einsehen, wie noth- Zarifs Klage geführt und mitgetheilt, daß die Brinzipale, ſich fraten habe entledigen wollen. Indessen fand der Vorschlag, die Die Versammlung bot ein mit reichem Beifall aufge- Firmen 35 Pf.- Gesimse nur mit 25 Bi. bezahlten u. 1. w. Gs 3 wurde über eine diesbezügliche Resolution gar nicht ab schon wieder einen anderen ausgearbeitet hätten, indem einige Entlassenen als gemaßregelt" zu betrachten, teine Gegenliebe. nommenes Referat über das Thema:„ Organisation". Der Referent stellte sich im Gegensatz zu einem Elberfelder Kollegen, ef hierzu ein Antrag ein, wonach der Tarif in nächster Zeit gestimmt. welcher im„ Bauhandwerker" die Errichtung eines Zentral- gänzlich umgearbeitet werden soll. Zum Schluß theilte der Vorverbandes empfahl, durchaus auf den Standpunkt der Lokal- 1892 stattfindet, und die Kollegen sich in derselben zahlreich ein- Frauen zu Gunsten des Allgemeinen Arbeiterinnenvereins hörts fizzende mit, daß die nächste Vereinsversammlung am 4. Januar Eine öffentliche Versammlung für Männer und der Debatte sprachen sich mehrere Kollegen gleichfalls für die für unsere Bewegung beginne und von vornherein mit Kraft und Thema:„ Die Seuchelei in unserer Bourgeoisie als Gesellschafts finden sollten, damit das neue Jahr unter guten Vorzeichen am Sonntag einen Vortrag des Herrn Keßler über da Lokalorganisation und stritte gegen einen Zentralverband aus, Frische für die Verwirklichung unserer Ziele eingetreten werde. einrichtung". Der Vortrag fand ſehr großen Beifall. Es schloß sich an ihn eine lebhafte Diskussion, worauf eine Resolution an System die Bewegung der Stuckateure Deutschlands am besten 12. Dezember eine öffentliche Versammlung ab, die außerordent nur Strumpf- und Wirkwaaren zu kaufen, welche den Stempel Die Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen hielten am genommen wurde, in welcher die Versammlung sich verpflichtet, leiten fönnen, in fernerer Erwägung, daß wir unseren Kongreß- lich schwach besucht war. Es galt, Stellung zu nehmen zu den oder die Marke der Textilarbeiter tragen. Auf die Versammlung beschluß voll und ganz hochhalten wollen, beschließt die heutige Vorkommnissen in der Iheusmann' schen Wertstatt. Einer folgte ein gemüthliches Beisammensein. organisation, wofür er die bekannten Gründe anführte, und in worauf folgende Resolution zur Annahme gelangte: " In Erwägung, daß wir durch unser VertrauensmännerDurch die ungünstigen Zeitverhältnisse ist es uns gelungen, ganze Fabriklager Damen- Kleiderstoffe zu unerhört billigen Preisen einzukaufen. 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