Mnterhaltungsblatt des vorwärts Nr. 70. Sonnabend den 8. April 1911 (RflOtinia Ntsoten.) 81 Das Sememäekincl. Erzählung v. Marie v. Ebner- Eschenbach. Pavel sah. daß die alte Dame das Kind an sich gezogen hatte, und daß es in ihren Armen weinte. Dieses Weinen ging ihm jmrch Mark und Bein: dieses Weinen mußte aufhören, dem «nußte er ein Ende machen. Da stieß er auf einmal einen Jauchzer aus, wie er dem Uebermütigsten nicht besser gelungen wäre, und begann in gehöriger Entfernung von der Kutscheipeitsche bärcnplump und emsig Räder und Purzelbäume zu schlagen. Wenn der Atem ihm auszugehen drohte, stand er still, lachte zu der Kleinen hinüber, machte Zeichen und schnitt Gesichter, bis sie endlich in ein fröhliches Gelächter ausbrach. Ach. wie hüpfte ihm das Herz im Leibe, als er einmal wieder ihr liebes Lachen vernahm!— Die Entfernung stoischen ihm und dem Wagen wuchs und wuchs. Pavel lief und sprang nicht mehr: er schritt nur noch, und als er am großen Berge angelangt war. erklommen die Schimmel eben desien steilen Gipfel. Mühsam keuchte er die Höhe hinan, und oben brach er zusammen, mit hämmernden Schläfen, einen rötlichen Schein vor den glühenden Augen. Zu seinen Füßen breitete die sonnenbcglänzte Ebene sich aus, und dort in der Ferne lag die Stadt: einzelne ihrer Häuser schimmerten schneeweiß herüber: die vergoldeten Spitzen der Kirchtürme glitzerten wie Sterne am blauen Tageshimmel. In der Richtung gegen die Stadt schlängelte sich die Straße durch die grünen Fluren, und auf der Straße glitt ein schwarzer Punkt dahin, und diesen Punkt verfolgte Pavel so inbrünstig mit den Blicken, als ob das Heil seiner Seele oavon abhinge, daß er ihm nicht entschwinde. Als es ge- schah, als die Schatten der Auen den kleinen Punkt auf- nahmen und ihn nicht zum Vorschein kommen ließen, streckte sich Pavel flach aus die Erde und blieb so regungslos liegen wie ein Toter... Seine Schwester mar ein Fräulein ge- worden und war fortgefahren in die Stadt. Wenn er jetzt ans Gartentor kam. mochte er nur vorübergehen: mit der Breude, nach der Kleinen auszulugen, war es nun nichts mehr. erb und trostlos fiel der Gedanke an den Verlust seines einzigen Glückes dem Jungen auf die Seele. Gern hätte er geweint, aber er konnte nicht: er wäre auch gern gestorben, gleich hier auf dem Fleck. Er hatte oft seine Existenz vcr- wünschen gehört, von seinem eigenen Vater wie von fremden Menschen, und nie. ohne innerste Entrüstung dabei zu empfinden: jetzt sehnte er sich selbst nach dem Tod: und wenn es einmal so weit gekommen ist mit einem Menschen, kann auch das Ende nicht mehr ferne sein, meinte er. Und steht es einem nicht frei. cS zu beschleunigen? Es gibt allerlei Mittel. Man hält zum Beispiel den Atem an, daS ist keine Kunst: es handelt sich nur darum, daß es lange genug ge- fchieht. Pavel unternimmt den Versuch mit verzweifelter Entschlossenheit, und wie er dabei den Kopf in die Eroe wühlt, regt sich etwas in seiner Nähe, und er vernimmt ein leises Geräusch, wie es durch das Aufspreizen kleiner Flügel hervorgebracht wird. Er schaut... Wenige Schritte von ihm fitzt ein Rebhuhn auf dem Nest und hält die Augen in unaussprechlicher Angst auf einen Feind gerichtet, der sich schräg durch die jungen Halme an- schleicht. Unhörbar, bedrohlich, grau— eine Katze ist's. Pavel sieht sie ganz nah dem Neste stehen: sie leckt den lippenlosen Mund, krümmt sich wie ein Vogen und schickt sich an zum Sprung auf ihre Beute. Ein Flügelschlag, und der Vogel wäre der Gefahr entrückt: aber er rührt sich nicht. Pavel hatte über der Besorgnis um das Dasein deS kleinen Wesens alle seine Selbstmordgedanken vergessen:— So flieg, du dummes Tier! dachte er. Aber statt zu entfliehen, duckte sich das Rebhuhn, suchte sein Nest noch fester zu umschließen und verfolgte mit den dunklen Aeuglein jede Bewegung der Angreiferin. Pavel hatte eine Scholle vom Boden gelöst, sprang plötzlich auf und schleuderte sie so wuchtig der Katze an den Kopf, daß sie sich um ihre eigene Achse drehte und geblendet und niesend davonsprang. Der Bursche sah ihr nach: ihm tyar weh und wohl zu Mute.— Er hatte einen großen Schmerz erfahren und eine gute Tat getan. Unmittelbar, nachdem er sich elend, Verlasien und reif zum Sterben gefühlt, dämmerte etwas wie das Be- wußtsein einer Macht in ihm auf... einer anderen, einer höheren als der. die seine starken Arme und sein finsterer Trotz ihm oft verliehen. Was war das für eine Macht? Unklar tauchte diese Frage aus der lichtlosen Welt seiner Vorstellungen, und er verfiel in ein ihm bisher fremdes, mühe- volles und doch süßes Nachsinnen. Ein lauter Ruf:„Pavel. Pavel, komm her, Pavel," weckte ihn. Auf der Straße stand der Herr Lehrer, den einer seiner beliebten Nachmittags-Spaziergänge bis hierher geführt hatte, und der seit einiger Zeit den Jungen beobachtete. Er trug einen Knotenstock in der Hand und versteckte ihn rasch hinter seinem Rücken, als Pavel sich näherte. „Du Unglücksbub. was treibst Du?" fragte er.„Ich glaube. Du nimmst Nebhühnernester aus?" Pavel schwieg, wie er einem falschen Verdacht gegenüber immer pflegte, und der Schulmeister drohte ihm: „Aergere mich nicht, antworte... Antworte, rat ich Dir!" Und als der Bursche in seiner Stummheft verharrte. hob der Lehrer plötzlich den Stock und führte einen Schlag nach Pavel, dem dieser nicht auswich, und den er ohne Zucken hinnahm. Im Herzen Habrechts regten sich sofort Mitleid und Reue. „Pavel," sagte er sanft und traurig,„um Gottes willen, ich hör nur schlinimes von Dir— Du bist auf einem schlechte» Weg: was soll aus Dir werden?" Diese Anrufung rührte den Buben nicht, im Gegenteil: eine tüchtige Dosis Geringschätzung mischte sich seinem Hasie gegen den alten Hexenmeister bei, der ihn betrogen hatte. „Was soll aus Dir werden," wiederholte der Lehrer. Pavel streckte sich, stemmte die Hände in die Seiten und 5. Die Frau Baronin kam noch am Abend desselben Tage« nach Hanse, aber allein. Ihre Fahrten nach der Stadt wiederholten sich jede Woche den ganzen Sommer hindurch, und man wußte bald im Dorfe, daß ihre Besuche dem Kloster der frommen Schwestern galten, init deren Oberin sie sehr befreundet war. und denen sie die kleine Milada zur Erziehung anvertraut hatte. Das Institut stand in hohen Ehren, und als Pavel hörte, daß seine Sck>wester dort untergebracht war. durchströmte ihn ein Gefühl von Glück und Stolz und von Dankbarkeit gegen die Frau Baronin. Er widerstand auch einige Zeitlang den Aufforderungen Vinskas und der eigene» Lust. Raubzüge in den herrschaftlichen Wald zu unternehmen. Nur eine Zeitlang. Seitdem der alte Förster pensioniert und sein Sohn an desien Stelle gekommen, war der Eintritt in den Wald jedem Unbefugten ein für allemal verboten worden. Das neue Gesetz machte böseL Blut und reizte ge» wältig zu Ucbertretungen. Es bildete sich eine Bande von Buben und Mädeln, lauter Hönslerkindern. deren Führerschaft Pavel übernahm wie ein natürliches Recht. In kleinen Gruppen wanderten sie hinaus, lustig, kühn und schlau. Sie kannten die Schlupfwinkel und gedeckten Stege besser als selbst die Heger und gingen mit köstlichem Gruseln ihren Abenteuern entgegen, die u»r auf zweierlei Weise enden konnten. Entweder glücklich heimkehren. daS gestohlene Holz auf dem Rücken, mit der Aussicht auf Lob und ein warmes Abendessen, oder erwischt werden und Prügel kriegen, an Ort und Stelle wegen Diebercr, und daheim, weil man sich hatte erwischen lassen. Das letztere Schicksal traf selten einen anderen als Pavel, dem es oblag, den Rückzug zu decken, und den man immer im Stiche ließ. weil man seiner Verschwiegenheit sicher war. Der Pavel ver» riet keinen, und hätte er es getan, dem schlechten Buben würde man nicht geglaubt haben. Sein Ruf verschlimmerte sich von Tag zu Tag. Fand sich im Walde irgendeine böswillige Beschädigung vor. fie war sein Werk. Entdeckte man eine Schlinge, er hatte sie ge- legt: fehlten Hühner. Kartoffeln, Birnen, er hatte sie ge- stöhlen. Traf ihn jemand cm und drohte ihm, dann stellte es sich und starrte ihm stumm ins Gesicht. Tie alten Leute schimpften ihn nicht einmal mehr; er wäre imstande, meinten sie, einem Steine nachzuwerfen aus dem Busch. So schwarz erschien er mit der Zeit, daß die Familie Virgil förmlich in Unschuld schimmerte im Gegensatz zu ihm. Daß Pavel hundert Hände und die Kraft eines Riesen hätte haben müssen, um die zahllosen Schelmenstreiche, die ihm zugeschrieben wurden, wirklich auszuführen, überlegten seine Mitbürger nicht: er aber kam langsam dahinter, und ihn er- füllte eine grenzenlose Verachtung der Dummheit, die das Ilnsinnigste von ihm glaubte, wenn es nur etwas Schlechtes war. Er fand einen Genuß darin, das blöde und ihm übel- gcsinnte�Volk von neuem aufzubringen, und wie ein anderer iin Bewußtsein der Würdigung schwelgt, die ihm zuteil wird, so schwelgte er in dem Bewußtsein der Feindseligkeit, die er einflößte. Was er zu tun vermochte, sie zu nähren, das tat er, und kannte Aufrichtigkeit nicht einmal gegen den Geist- jlichen im Beichtstuhl. Tie Zeit verfloß: der Sommer ging zur Neige: der erste September, der Tag des großen Kirchenfestes, kam heran. Im vorigen Jahre noch hatte sich Pavel durch die Menge ge- drängt, und während des Hochaintes barfüßig und zerluinpt unter den Bauernkindern gekniet, dicht an den Stufen des Altars. Heute trat er nicht in die Kirche ein: er hielt sich draußen wie die Bettler und Vagabunden, zu denen er seiner Ausstaffierung nach paßte. Sein ehemals langer grüner Rock reichte ihm jetzt gerade bis zum Gürtel und präsentierte, geplatzt an allen Nähten, eine Musterkarte von abgelegten Kleidern der Virgilova in Gestalt von großen und kleinen Flicken. Das grobe Hemd ließ die Brust unbedeckt: die Lein- wandhose, altersgrau und verschrumpft, war so hoch über die Kilie heraufgezogen, als ob ihr Eigentümer eben im Be- griff sei, durch den Bach zu waten. Pavel stand mit dem Rücken an die Planken des Pfarr- Hofgartens gelehnt, die Arme über den zur Seite geneigten Kopf erhoben, und sah gleichgültigen Blickes den Zug der Kirchgänger vorübcrwallen. In Scharen kamen Burschen und Mädel heran: die letzteren begaben sich sofort in das Gotteshaus, die ersten blieben bei den am Weg aufgerichteten Marktbuden zurück und erwarteten, deren Inhalt musternd, das Zusammenläuten zur Predigt. Einer unter ihnen, ein kleiner, junger Mensch mit häßlichem, flachgedrücktem Ge- ficht, tat sich dabei durch ein ausfallend protziges Wesen hervor. Er trug feine, halbstädtische Kleidung: an die Jacke war aus lauter Wohlhabenheit so viel Stoff verschwendet worden, daß sie sich vorne wie eine Tonne blähte und sich hinten zu einem stolzen Katzenbuckel aufbauschte. Die anderen Burschen be- gegneten dein Dorfstutzer mit einer Rücksichtnahme, die trotz einer kleinen Beimischung von Spott den Wunsch verriet, auf gutem Fuße mit ihm zu stehen. Natürlich auch! Er war ja der Peter, der einzige Sohn des Bürgerineisters, der Erbe des größten, im besten Stande befindlichen Bauern- Hofes im ganzen Orte. Das erste Glockenzeichen klang vom Turme: der Zudrang der Bevölkerung zur Kirche hatte aufgehört: hastend eilten nur noch einzelne Verspätete die Torfstraße herab.— Ganz zuletzt, ganz allein erschien Vinska und erregte alsbald die Aufmerksamkeit des Hofstaates, der den Peter umgab. „Sakerment!" hieß es,„die Vinska! Was die heute schön ist?— Wie prächtig ihr das Kopftüchel steht.— Es ist von Seide, meiner Treu!— Und wenigstens sechs Röcke hat sie an.— Und wie bescheiden sie tut! O du Heilige Du!" Jeder hatte ein boshaftes Wörtlein für sie, oder ein galantes, das viel beschämender war als das boshafte. Nur der Peter schwieg und sah aufmerksam einem Vogel nach, der auf dem Eckpfeiler des Pfarrhofgartens gesessen hatte und sich in die Lust schwang bei Vinskas Nahen. Sie war bald in der Menge verschwunden, die vor der Kirchenpforte stand. Tie Burschen folgten ihr nach, und Pavel hörte den einen von ihnen zum anderen sagen: „Ich möcht nur wissen, wie der Virgil, der alte krumm- heinige Lump, zu der hübschen Tockstcr gekommen ist?" Ter Angeredete verzog den Mund:„Und ich möcht wissen," erwiderte er,„wie die Tochter des Lumpen zu den schönen Kleidern gekomnien ist?" Daß sie schöne Kleider trug, hatte Pavel nicht bemerkt, und von der ganzen Vinska nichts gesehen als ihre Füße oder eigentlich ihre Stiefel.— Eine halb verwischte Er- innerung an eine große Freude, an ein bitteres Leid, war beim Anblick derselben in ihm aufgetaucht, und er sann ihr Vach in seiner langsamen und hartnäckigen Weise. Fortsetzung folgt.), (Siaenna tetsoua.i Xu der DrahtfeUfahre. Vom Wirtshaus zum Mairhausl in der Sarner Schlucht führt eine Drahtseilbahn empor zum Dörfchen Wangen. Etwas primitiv in der Einrichtung, denn sie soll ja nur Prügel zu Tal und Waren zu Berg fördern. Daß auch öfters Menschen diesem Fahrkorb sich anvertrauen, hat seine zwei guten Gründe: erstens ist es strengstens von ter hohen Behörde verboten— was hat sich ein Bergbauer ja um einen Ukas der Bezirkshauptmannschast gekümmert—; zweitens durchfährt man schön gemütlich in zwanzig Minuten» wozu man sonst zwei Stunden mühsamen Steigens auf elendem Felssteig braucht.• Freilich, für den, der das erstemal fährt, hat es mit der Gemütlichkeit noch seinen Haken, wenn der Fahrstuhl sich in Be- wegung setzt und die Laufrollen ihre Melodie beginnen. Wie brummt das Drahtserl so verschieden, ob man in der Mitte zwischen zwei Jöchern schwebt, oder ob man sich dem auf schwindelndem Ge- steinsvorsprung ruhenden Ständer nähert, tief unten die weiß- schäumende Talser: jetzt über dunkler Schlucht, zwischen steilen Felswänden, und dann kriecht die Fähre wieder durchs Gebüsch und scheint den Boden zu streifen. Und zu der mit dem Gefälle wechselnden Lage des Stuhles gesellt sich ein leichtes Pendeln. wenn die Rollen vom Stützpunkt des Joches wieder mit einer kleinen Beschleunigung auf das freie, schwingende Seil übergleiten. Wer da das Gruseln nicht erlernt, der hat überhaupt kein Talent dazu, und wer es nach mehrmaliger Wiederholung dieses Vor- ganges nicht wieder verlernt hat, der fährt kein zweites Mal mehr mit. Dem Holzknecht Hannes war natürlich die Fahrt so gleich- gültig, als wäre er in einem Stellwagen gelegen. Denn was andere Leute als ihre Nerven zu bezeichnen pflegen, besaß ev überhaupt nicht. So fuhr er täglich zweimal diese Strecke, in der Frühe mit der ersten Fuhre, auf einigen Prügeln thronend, her- unter und abends hinauf. Wenn er während der Fahrt die Augen schloß, so tat er es nicht wegen der Schluchten, sondern um ein kleines Schläfchen zu machen, wie ein Wickelkind, das sich unter Wiegen und Summen einlullen läßt. Oder er legte sich auf den Rücken, sein Pfeifchen schmauchend, und spekulierte in den Wolken- zügen herum wie d-e Ritter, Hexen und Ungeheuer in raschem Werden und Vergehen dort droben einen lustigen, lautlosen Kampf führten. Hannes hatte sich gerade in seine Wiege gesetzt, als atemlos die Lena, ein sauberes Wangener Kind anfangs der Zwanziger dahcrhastete und flugs zu ihm hincinlletterte. „Hannes", nickte sie zum Gruß. „Ja, daß du dich getraust, Lena!" erwiderte er, ihr Platz machend, den Gruß.„Bist noch nie gefahren?" „Nein, heute das erstemal; wenn ich nicht um sechs Uhr oben sein müßt, säh mich der Rasselkasten nicht. Wer einmal muß es das erstemal sein.— „O mein Gott, jetzt bin ich geliefert!" sagte sie angstvoll, als der Stuhl sich in Bewegung setzte. „Dazu bist ja mitgefahren." „Du Silbenstecher, mir ist gar nicht ums Lachen!" „Desto lustiger deucht es mich!" Sie schloß die Augen. „Hannes!" schrie sie auf, als die Rollen über das erste Joch glitten und drückte sich an ihn. Sie saß zu seinen Füßen, während er voll Interesse über ihrem roten Buscntüchl die feinen Linien des Nackens mit dem goldenen Blondhaar studierte. Er schien ihm wie ein sonnengebräunter samtener Pfirsich, und ihn faßte die Lust hineinzubeitzen. Das tat er nun gerade nicht; aber als sie wieder ängstlich sich an ihn duckte, da faßte er unvermerkt den Blondkopf zwischen seine schwieligen Hände und da sie nichts dagegen zu haben schien, wurde er kühner und strich ihr liebkosend die weichen Wangen. „Läßt du mein Gesicht in Ruh!" schreckte sie ihn auf und wendete sich mit einem strafend sein sollenden Blick noch ihm um. „Aber Lena, wir fahren doch auf Wangen!" Mitten über dem tiefsten Abgrund kniff er sie ins Ohr und sagte:„Oder möchtst mir lieber ein Büßt geben?"— „Auf der Stell steig ich aus!" „Dann leb wohl, Lena!" Aber die Lena blieb'ruhig sitzen. Plötzlich tritt die Spcrrvorrichtung in Funktion, und das Fuhrwerk hält an einem hohen Ständer. „Siehst, jetzt bleibt die Maschine stehen, damit du aussteigen kannst!— Sckiau, wie schlaff das Zugseil ist; es wird wohl irgend- w» gerissen sein." „Jesus Maria? Ich weiß mir nickt zu helfen!" „Das brauchst auch nicht. Jetzt heißt's vor allem eine Weile mit Geduld warten." »„Das ist die Straf Gottes für deine Dummheiten." „Ein Bußl wär keine Dummheit, das ist wohl ein gescheiter Gedanke. Ich komme leicht über das Sprisselwerk des Trägers da hinunter, es wäre nicht das erstemal. Da bist also du gestraft» warum hast du nicht Ja gesagt." „Was soll ich einmal tun?" jammerte Lena. „Mußt halt auch kraxeln," sagt« trocken der Hannes.„Ich voran und du hinterdrein." »Und Hosen Hab ich auch keine in manchen Köpfen zu einer reinen Gestirn- göttcrtheorie auswächst. Die Naturgöttertheorie, die man mit dem Tvlorschen Ausdrucke„Animismus" im Sinne von Geisterglaube, be- zeichnet, malt sich in den Köpfen etwa so: Die UrVölker glaubten, daß das ganze Universum mit Geistern erfüllt und belebt sei. Diese Geister„beseelen" die Dinge und Vor- gänge. also nicht bloß Steine, Bäume, Flüsse, sondern auch den Wind, den Regen, den Blitz; diese werden sämtlich nach Analogie von Menschen als Personen gedacht; sie können sich in der ver- schicdensten Weise in und, merkwürdig genug, auch außer ihren Naturkörpern bewegen. Die Völker solchen Glaubens sind angeblich „durchtränkt von lebendiger Anschauung der Natur, die ihnen die stärksten Gefühle ihres Lebens bewegt".(Maurenbrecher.)"Wie aus diesen„Gefühlen", die die Ethnologie bei den UrVölkern leider niemals fand, die Götter entstanden, davon haben diese Art Theo- rctiker natürlich ganz merkwürdige Begrifte. Einige meinen, die Menschen hätten sich Naturmärchen gedichtet und dann aus den darin handelnden Personen Götter gemacht. Bei anderen geht das noch viel rascher. Irgendein Naturding, ein Fels oder ein Naturschauspiel am Himmel(der nach der Ethnologie dem Ur- nienschen ganz gleichgültig ist), ein Vulkan, haben den Sinn »naiver" Naturmenschen bewegt, und sofort wird ohne weiteres Nachdenken der Gegenstand zum lebendigen Wesen und erhält sofort einen Namen. Man„erlebt" den Gott. Unhistorisch, wie sie veranlagt sind, werden solche Kompilatoren ln ihren Annahmen bestärkt durch die Tatsache, daß uns aus„alten" Zeiten,— die für die Gesamtmcnschheit aber sehr junge Zeiten sind— von nichttheologischcn Schriftstellern solche„Naturgötter" tatsächlich überliefert sind, daß die Menschheit einmal in einem beschränkten Kulturkreise zwischen persischem und Mittelmccr einen Jahreszeiten-, Gestirn- und Himmelsgötter- »nythus gehabt hat, und die Dichter alle Kräfte der belebten und unbelebten Natur so personifiziert und allcgonsiert haben.„Der naive Mensch(?), wie das Kind(?)', kennt keine leblose Natur Was er sieht und hört, belebt seine Phantasie mit den Kräften menschlichen Lebens. Er sieht die Sonne sich durch den Nebel kämpfen. Das ist nicht du. Sonne, das ist ein Held, der den Feint» besiegt, und er jubelt chn zu. Er sieht mit Grauen die furchtbaren Gebilde der Wolken, phantastische Ungeheuer, die den jungen Helden zu verschlingen drohen, und er empftndet die Angst und Not des Kampfes mit.... Aber der Frühlingsheld, die junge Sonne. treibt sie schließlich doch davon. Der Sturm ist seine Waffe. Festes Land, Grünen und Sprossen folgt seinem Sieg.... Der junge Held hat mit siegender Kraft das alles wieder ans Licht gebrachtd So erleben die naiven Menschen den Frühlung" usw. usw. (Maurenbrecher.) In der Tat sind uns ähnliche Gedanken überliefert, aber die Ausleger der alten Mythologie und neuerdings eine Anzahl von ihr angesteckter Assyriologen haben sie noch extra ganz schrecklich über- trieben. Nocbmals: Das sind Kulturprodukte,— der Naturmensch weiß von solchen Poesien nichts. Als sie entstanden, bestand die Religion sicher schon Zehntausende von Jahren. Mit Reckt wendete'sich deshalb Julius Lippert schon vor fast einem Menschenalter gegen den Unsinn, einen so gewaltigen, un- überschätzbaren Bildungsfaktor in der Mcnsckheitsgeschichte, wie die Religion es ist, aus einigen Märlein abzuleiten, denen man wie einem Kautschukkopfe mit einem leichten Fingerdruck eine beliebige Physiognomie geben kann. Er sagt(„Gesckickte des Pricstertums", ll, Vorwort):„Daß der Begriff der„Religion" in allen älteren historischen Religionen nicht gedacht werden kann ohne das unab- lösbare Merkmal einer Gegenseitigkeit, einer Verpflichtung, deren historischer Ausdruck der Kultgedanke ist. Ten histori- schen Religionsbegriff anders zu definieren ist unstatthaft: will man aber bei solcher Definition, von den historischen Tatsachen ab- sehend, einem modernen Gedanken oder Gefühle folgen, so gelangt' man zu einem Begriffe von solcher Schrankenlosigkeit, daß alles und jedes darin Raum findet. Für uns Menschen von heute und unsere Religion mag solches statthaft sein, weil wir diesseits der Geburtszeit einer Religion der Erlösung leben, die das äußere Zeichen der Beziehungen, den Kult, ihrem Wesen nach wenigstens. aufgehoben hat; aber diese Tatsache berechtigt die Wissenschaft nicht, aus dem historischen Begriff der Religion der Urzeit jene Schranken zu entfernen, die erst am Schlüsse einer großen Entwicke- lung zu fallen begannen. Tut man das, dann öffnet die Wissen- schaft von der Religion jeder Faselei die Tore." Die Urreligion ist eben der Kultk Naturmärchen mögen dann später in das Bereich der Götterfiguren gezogen worden und so zu Mythen geworden sein, aber in der Hauptsache ist der Mythus gar nicht NaturmythuS, sondern Geschichtsmythus. Um. das nur an einem Beispiele klar zu machen: Wenn Apollo die Pythonschlange besiegt, so besiegt nicht die Sonne die Wolkenwand, denn Apollo ist ebensowenig ursprünglich Sonnengott, wie die Ge- Witterwolke einer Schlange gleicht, sondern die Geschichte will be- sagen, daß ein Völkchen, dessen Gott oder männlicher Heros Apollo hieß, einen anderen Stamm besiegte und sich in den Besitz seines Landes sowie seines Orakels setzte, der sich durch Verehrung seines Gottes in(weiblicher) Schlangcngestalt als ein kulturell niedriger stehender ausweist. Das stimmt ohne alle phantastischen Zusätze mit dem historischen Befund; über die Entstehung der Religion, ja selbst über die Entstehung des Delphischen Orakels erfahren wir aber durch die Geschichte nichts. Im Mythus repräsentieren also die Götter meist die zu ihnen; gehörenden Geschleckter und Völker, Städte und Staaten, die zu» einander, den politischen Tatsachen entsprechend, in ein Abhängig. keitS- oder Venvandtschaftsverhältnis gesetzt wurden. Aenderten sich dann die politischen Verhältnisse, dann auch die Mythen,— deshalb die großen Widersprüche in allen Mythologien. Wurde nun auf solche Geschichten noch ein Natur- oder Gestirnmythus gepfropft, dann ist freilich kein Zurechtfinden mehr. Mit vorsichtigem Ab- streifen des letzteren oder seiner sinngemäßen Auslegung ist aber auch heute noch aus den alten Mythen manches für die Geschichts zu lernen. Für die Entstehung der Religion aber rein gar nichts. Einen originalen Gestirnmythus haben nur die Vabylonier ausgebildet; Acgypter und Griechen haben davon einiges auf- genommen. Aber niemals haben diese Völker diese Mythen so phantastisch erklärt, wie es heute geschieht. Eine Anzahl Assyrio- logen hat nun den schon Jahrzehnte alten Unfug auf die Spitze getrieben, indem sie das sehr späte, infolge der oft wechselnden politischen Verhältnisse in Babylon sehr komplizierte und wider- spruchsvolle„System" der Himmelsgötter niest nur für uralte Weisheit ausgaben, sondern auch diese Götter und ihr System in aller Welt wiederfinden wollten. Eine Wanderung gewisser: babylonischer Geschichten nach dem Westen soll mit der Ablehnung jener Verallgemeinerung natürlich nicht geleugnet werden. Jeden- falls aber haben die anderen Völker von diesem Kulturgut nur das aufgenommen, was ihrer Zivilisationsstufe entsprach; weder Phöniker, noch Juden, noch Araber der alten Zeit wurden durch die Babylonicr wesentlich beeinflußt; auch die Römer kennen von ihnen nichts, nahmen erst mit der griechischen Mythologie einiges auf. Ihr eigenes System fügt sich jedenfalls dem Natur- und, Himmelsgötterschema nicht,— selbst die Griechen wissen Ursprung- lich nichts von Planetcngöttern. Selbstverständlich hatten auch die alten Deutschen von alledem keine Ahnung; trotzdem mutzte sich der — 280— •Ife Recke Siegfried ebenso zum Sonr- nhelden um fälschen baffen. »vie eS>dem Simson und den„ehrwürdigen Patriarchen" der Bibel schon vor mehr als zwei Jahrtausenden gegangen ist. In trefflicher Weise charakterisiert ein Neuerer, der englische Neligionsforscher John M Robertson, die Mythen, indem er aus- fährt:„Mythus ist nur ein Gattungsname für eine viel- igestaltige Masse überlieferten Irrtums, der wissenschaftlich nicht auf eine spezifische Quelle oder einen isolierbaren Hang des mensch» liehen Gemüts zurückzuführen ist. sondern der auf allen den der- schiedenen Wegen entstanden ist. auf dem irrige Ansichten überoll entstehen können. Die Mythen lassen sich tveder auf Wortvcrmen- tgungSvorgänge. noch auf Geschichtenerfindungen zum Zwecke der Erklärung von Naturerscheinungen, weder auf blosse Phantasie- armut, noch auf überspannte Einbildungskraft in ausschliessendcr Weise zurückführen. Sie entstehen vielmehr bald aus falschen Auf- fassniPkU von Naturerscheinungen und irrtinnlicben Deutungen von Worten, bald aus Dichtungen und wissenschaftlichen Irrtümern. aus unentwickelter Geologie und primitiver Astronomie und Astrologie, dann wieder aus missverftandenen Riten und dem Aber- glauben, aus dem alle Riten herzuleiten find, aus wohlerwogener Kiktion und gutgläubiger irrtümlicher Uebcrtragung von Er- zählungen, die von der einen Persönlichkeit berichtet waren, auf die andere. Aller irrtümliche Glaube ist durchgängig unter die Mythen zu rechnen." Und der französisch« Gelehrte Clermont-Ganncau fügt noch hinzu, dass auch die Werke religiöser wie nicht religiöser Kunst der alten Zeit Quelle von Mytbenbildung ist. Wie die Historiker, so protestieren natürlich auch die Ethno- logen, die primitive Völker beobachten, gegen die muthologische Auf- faffung. Sie haben bei ihren Forschungen nie etwas BohnlichcS entdeckt, sondern nur immer einen gewissen Geister- und Dämonen- glauben, der sich am Begriff« der menschlichen Seele emporrankt. Er führt höchstens zu einer Verehrung der Ahnen, die oft als „Grossvätcr" bezeichnet werden(weiter reicht die Erinnerung des Wilden eben nicht) oder eines erfolgreichen Volksführers. Die Etötterentwickelung schreitet dann nur mit der historischen und kulturellen Entwickelung weiter, wie das ja der unparteiische Histo- rikcr stet? auf den verschiedenen Stnfen der Entwickelung feststellen kann. In Konsequenz ihrer nnha'tbarcn Ausstellungen müssen die Mhthologisten, die allen Völkern ihre Religionsidecn als natur- «otwendig aufzwingen, dort, wo sich nur einfachere ReligionSformcn — Aberglauben— vorfanden, behaupten, diese Völker seien von jener höheren Religionsstufe herabgesunken. Beweise hierfür Tonnten aber die Ethnologen nirgends entdecken. Demnach sagt die derzeitig einzig wissenschaftliche, dem Grund- Fah der materialistischen GesckuchtSauffassung entsprechende, eben Tie ethnologische Religionstheorie über die EntWicke- lung der Religion in grossen Grundzügen daS Folgend«: Der Geisterglaube entwickelt sich beim Urmenschen Aaturgcmäss aus den finnlichen Wahrnehmungen Ü6er_ das im Menschen Ivirksame LebensprinAip, daS im Tode den Körper ver- Tässt, das Warme, Bewegende, Kraftentfaltende, Denkende— die Seele. Er wächst fich unter der Sorge für sein Dasein, dem Drucke des Kampfes mit der Natur,— die der Mensch anfangs genau so ohne alle Gedanken als gegeben hinnahm wie das Tier «der das Kind— zum Dämonen-, Ahnengeifter- und HeroenkultuS «ruS. Alle diese geglaubten Geister waren einst Menschen, sind Ver- tstordene. Der Urmensch— der ja gar kein anderes VerglcichSobjckt ihat wie sich selber— glaubt ihre Tätigkeit in der Natur zu sehen. Um ibrer Feindschaft zu entgehen, ihre Hilfe zu gemessen, setzt er 8h mit ihnen in Verbindung durch den Kult, daS ist: flege. insbesondere durch Unterwürfigkeit und Nahrungsspende. Diese Verbindung ist das WesenderRel igion. Sie zeigt auch deutlich das Wesen der Geister— einem Baum, dem Sturm, der Sonne eine Portion Essen anzubieten, würde der einfachste Wilde ffür Unsinn halten; das Opfer gilt dem Geiste, den man sich in den Dingen wohnend und von da au» wirkend denkt. Phantastischen Worstellungen ist da? mangelhafte Denken, verursacht durch die vor- Urft noch mangelhaste Sprache, im Wege. Die Götter sind nur derartige Geister höherer Ordnung. sedoch vom Menschen meist bewusst geschaffen. Ter erste Gott »oar der erste Geist, der einen besonderen Priester bestellt er- Hielt, der ihn ganz besonder? zu pflegen und zu bedienen hatte. Tamit er seine alS ganz besonders wirksam angesehene Hilfe spende. «Götter entstehen nur in grösseren Gemeinschaften mit höherer kebenSfürsorge, weitauögrcifender Organisation und schärferem Mick in die Zukunft. Wo unter den Göttern cincS Volkes ein System herrscht, so ist da§— wenn eS nicht von aussen auf- iyczwungrn wurde— nur die Widerspiegelung deS herrschenden «sozialen System?. Wie die Klassen, die Beamtenschaft gegliedert sind, so die Götter. Tie komplizierteste Götterordnung konnte nur «im Staate mit dem kompliziertesten Bcamtcnapparate entstehen. ».Wie der Mensch, so sein Gott." Tic Kämpfe der Staaten und die politischen Umwälzungen fcäljlcn auch die Göttersystcmc um, denn der siegende Gott wollte «überall der herrschende sein. Der Zweck der wirflich originalen Mythologien ist in der Hauptsache: die Veränderungen im Götter- «ekhe, die aus den Acndcrungcn im Staatslebcn folgten, zu er- llären, zu beschönigen und zu vertuschen._____ Senmtwortl. Redakteur: Albert Wachs. Berlin.— Druck n. Verlag: Sebacb. Unter Leitung von S. Slop in. Schachnachrichten. Der telephonische Wettkampf zwischen der Berliner Schachgesellschast und dem Wiener Schachklub hat mit Remis geender. Wir brmgen nachstehend eine der acht Partien (1:1:0 Remisen): Dreiipringerspicl. Im tklepbonsschen«ettkampfe Berlin— Wien gcspiel. E. Post(Berlin). H. Dols(Wien). 1.«2— ei e7— e5 2. Sgl— f3 Sb8— c6 8. Sbl— c3 Lf8— bij Mit 3...... 8f6 entstände da? .Biertpringerspiel". Der Textzug ist für Schwarz auSstchtsvoUcr. 4. Sc3-d5 Sg8— f6 In Betracht kommt 4...... La5 g. 8.: 5. c3, 816; 6. d+, ed; 7,Lg5, de; 6. de. 8Xd5(ly; S. LXd8, SXc3 ic. 5. Lfl— c4 67— dS 6. Sd5Xb4 Sc6Xb4 7. 62-63 Lc8— cö 8. Lc4Xe6..... In solchen stölleu ist der Rückzog de? L(nach b3 dieSsallS) immer vorsichtiger, um dem Gegner lewe osscuc k-Rcih« für die Turme«in« zurämnen. 8...... HXeß 9. Lei— g5..... Ratlanter war S.«3, Lcll; 10. vbZ ic. S...... Sb4— c6 10. Ddl— c2..... Ein uimüher Zug, da Wetz nicht 0— 0— 0 beabsichtigt 10...... 0-0 11. 0—0 Dd3— öS 12. Tfl-el..... Vorzuzieben war 12. l-XtS, TX®; 13. Sei nebst eoent f2— f3. 12....... De8-g6 13. Lg5— h4 SfO— hö 14. Lh l-gO TB— 17 15. De2—«3? Ta3— 18 16. Kgl— hl?..... Etwa» besser SdS. SdH nutzt NIM den Fehler sehr energisch ans. 10...... Tf7Xßl 17, gLXkS Sc6— 64 18. Tal— cl 864X18 18. Tel— o2 Dgö—gi 20. c2— c3? Sh5— f4 21. Te2— c2 SlSXh2I 22.£2—13..... Der 3 darl natürlich wegen Ich bezw. 2ch nicht genommen werde». 2 3. Lg3— h2 24. Tel— fl 25. Tc2Xb2 28. TflXB 27. Dc3Xg3 Sonst S£5t 27...... 28. TfO-fl 29, Tfl— el 80. Th2— g2..... 30. TXh5». DfSf ic. 80...... Kg8— f7 31. Tg2-f2t Ki7— e7 32. Tf2-g2 g7— g5l 83. Khl— gl..... 33. TXgä?, Dh3|; 34. Kgl, Dh4lt Sh2Xf3 TIS— f6 Sf3Xh2 Sf4— e2 1 Se2— gSf DglXgS DgSXdS h7— h5 33...... 84 Tg2-e2 85. Kgl— fl Aufgegeben. Die Partie ist schneidig und glanzvoll gespielt ßd— gl DdS— g3+ Dg3— hSf von Schwarz setz» Damrngamdit. I» San Sebastian am 21. Febnrar gespielt Marshall Capablanea Weiss. Schwarz. 1. 62-64 67—65 2.«2— c4 cl— cOl 8. 04X65..... „Die Schachwelt' empsiehlt 3. 813, 816; 4.«3. Jedoch auch hierbei lau» Schwarz mit t..... LIM seinen DaMrnläuser gesabrlos in« Gefecht bringen: 5. Db3, Dell; 8. cd, od; 7. Sc3,«6 ä, 8......«8X65 4. Sbl— c3••«•• Besser Sßl 4..... Sb8— c0 Weit stärker ist 4.....«7—«51 t. B.: 5. 6»(5. 813. vi; 6. So 5, « l jc.) 5.... 64; 6. Sei. DaSf; 7. 862!. So61; 8. 813. Lg4 JC. 5. Sgl— f3 Sg8—£6 6. Ddl— b3 e7— e6 Stärker war 6..,.. g6; 7. LgG, 8*5 k. 7. I-ol- gS b7— h8 8. Lg5— h4 DdS— b61 Die verschlechtertmg der Bauern- stcllung wird durch die osseue a-Reihe kompensieri. 9. vb3XdS a7Xb8 10. e2— e3..... Auf 10. 6b3 folgt 10.____ Ta5. 10...... Lc8— 67 11. Lfl— bo Lf3— b4 12. 0—0..... Weit flärfer war LVK>, um dem Gegner»och einen Doppelbauer zu machen. Schwarz benutz» nun Ma Unterlassung t» sehr geschickter Wesse, um seine Stellung zu verbessern. 12...... Lb4Xc3 18. b2Xc3..... Such jetzt war LXlü vorznzlehe» 13...... 14, c3— c4 15.«2— a4 16. Lb5Xo4 17. TalXa4 SB— e4 So4— cSl dBXc4 Ta8Xa4 Sc8Xa4 Nun hat Schwarz gar einen Bauer mrbr. ES ist aber ein vereinzelt« Doppelbauer und reicht zum Geivinn nicht au« ScO— aS Sa6Xo4 £7-10 den Zug Ke7 zu 18. Tfl— al 19. 813— o5 20. So5Xc4 Um aus SdCf haben. 21. Tal— bl 22.£2-13 23. Sc4Xb0t 24. TblXbO 25. TbO— b2 26. Kgl—£2 27. Lh4— g3 28. Lg3— e6 29. Le5— g7 80. h2— h? Mehr als Remis Ld7— c8 Ke8-d7 Sa5Xb6 tRi8— a8 Ta8— alf «—£5 Lc6— 65 g7-g6 h6— h5 Tal—»2 tanu auch sonst nicht et hofft werden, trotzdem Schwarz eine» Freibauer hat; den» die Läufer find ungleicher Farve. «1. Tb2Xa2 td5Xa2 82. e3— e4 Remi». Die Partie hat klnige tntercssanke Momente. Unsere Glossen zu dm «kröffnungszügen mögen zur Er» gänzung unserer srüheren«ussüh. rangen»um Dammgambit diene» vorwärtSBuchdruck�ei u.««rlagSanstaltPaul SssigertEo.�erlin SW..