Nr. 33. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1.10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erschetut täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der& rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Flottenvorlage im Reichstag. Freitag, den 9. Februar 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Regiments und des ekelhaften Byzantinertums, das sich in dieser künstlich aufgepäppelten Flottenbewegung breit macht. Nach dem Socialdemokraten der Nationalliberale: Bassermann, einstens Hurra- Patriot. Doch die Hurra- Stimmung wurde von den naisen Handtüchern erstickt, die von der Decke des Reichstags herabhingen und in denen der Redner sich jedesmal verwickelte, so oft er einen patriotischen Aufschwung und Aufsprung versuchte. Zum Schluß malte er in grausigen Zügen die Schrecknisse einer Reichstagsauflösung. Der Inhalt der zweistündigen Rede Bassermanns läßt sich erschöpfend in einem Wort wiedergeben: Kazenjammer. ,, Unfre" Profefforen. großen" Wenigstens bewegten sich die Lippen. Dann und wann war ein Wort zu verstehen. Rufe: Iauter! Ein paar verständliche Es schwebt ein Unstern über der Flottenvorlage. Als sie Säße. Dann: Stocken, Stedenbleiben! zuerst, durch den bekannten unparlamentarisch- parlamentarischen Die Rede hat die Flotte nicht flott gemacht. Und sicher Ueberfall vor der Budgetdebatte im Dezember vorigen Jahres, ist keine weniger flotte Rede bisher für die Flottenvorlage dem Reichstag auf dem Präsentierteller gezeigt wurde, ver gehalten worden. Was der Herr Marineminister sagte, war wandelte sich, was als feierliche Staatsaktion geplant teils so unverständlich, teils so unbedeutend, daß es gar war, in eine burleske Komödie, deren klägliches Fiasto nicht bemerkt wurde, als er aufhörte. durch die bewährte Toast- Virtuosität des politischen Nachtisch- Erst als der Präsident zu seinem Schrecken merkte, daß redners für das Inland und Staatssekretärs für das Aus der Redner sich gesetzt hatte, und als er darauf einem andern land eine künstliche und fünstlerische Verstärkung erhielt. Und Redner das Wort gab, entdeckte das Haus, daß der Chef der Mittlerweile hatte sich das Gerücht verbreitet, A HIim Januar dieses Jahres, als die Beschlagnahme deutscher deutschen Marine und parlamentarische Hauptvertreter der Schiffe durch die Engländer prächtiges Material zu Reklame- Flottenvorlage nicht mehr sprach und brach in einen endlosen wardt werde reden. Fröhliches Hurra! der Linken begrüßte zwecken für die Flottenvorlage zu liefern versprach, und ein Sturm der Heiterfeit aus. Das war noch die Nachricht. Sie war aber verfrüht. Nicht Herr Ahlwardt " großer( Interpellations- und Reklame-) Tag" mit Pomp an- schlimmer als im Dezember und Januar. Und der arme in Personer will erst morgen sprechen, natürlich für die gekündigt war, da schwebte derselbe Unstern wieder Jäger auf den weltgeschichtlichen Moment, der sich mit seinem Flottenvorlage-, aber sein Bruder im Geist: Hilpert, über der Flottenvorlage. Herr v. Bülow, der große Apparat wieder auf einer Seitentribüne aufgestellt hatte, der bayrische Bauernbündler, ließ eine Rede vom StapelFlotten- und Festredner, hatte betrübten Blicks vor mußte zum zweitenmale betrübt abziehen. Ein welthistorischer eine St apuzinade, wie der Reichstag noch keine erlebt, bersammeltem Kriegs- und Friedensvolk zu zu erklären, Moment wohl aber feiner zum Reklame Photographieren. hat. Und mit dieser Kapuzinade unter schallendem, Wände daß der ganze Spektakel nur viel Lärm um nichts Die Flottenschwärmlinge werden den 8. Februar 1900 in erschütternden Gelächter fand der erste Tag der gewesen sei und daß die Flotten- Reklametrommel ein fürchter- ihrem Kalender schwarz anſtreichen. Flottendebatte seinen würdigen Abschluß. liches Loch habe. Der Künstler, den der Flotten- Geschäfts- Gleich nach dem Ausbruch olympischer Heiterfeit trat flugs ring auf die Tribüne des Reichstags bestellt hatte, um einen der Flotten- und Festredner von Bülow in den Saal er Politische Meberlicht. ,, welthistorischen Moment" in der Dunkelfammer feines war jedenfalls von dem Mißgeschick seines Kollegen benach Berlin, den 8. Februar. Apparats zu verewigen, er wartete vergebens. Statt des richtigt worden. Und wenige Minuten später erschien als Deus welthistorischen Moments nur eine welthistorische Blamage! ex machina ein lang nicht gesehener Mann Gast" dürfen Aller guten Dinge sind aber bekanntlich drei, und so ist wir nicht sagen, denn er ist ja im Hause zu Haus: Herr Sie hatten es so oft geschrieben, daß die Arbeiter eigentlich für es nur ganz in der Ordnung, daß die dritte Reklame- AhIwardt, dessen strahlendes Vollmondgesicht den freudig den Flottenwahn seien und nur die Orthodogie der Führer diese Gelegenheit, welche die Regisseure der Flottenvorlage im erregten Reichstag beleuchtete. Inzwischen hatte der Centrums Thatsache nicht wahr haben wollte, daß sie es schließlich selber Reichstag haben die erste Lesung der bezüglichen Gesetzes- mann Schädler das Wort ergriffen, der an Liebers Statt glaubteit. Novelle llud so entschlossen sich die Professoren, die Kathedermarinisten, ebenfalls unter dem Einfluß des verhängnißvollen von seiner Fraktion zum ersten Redner ernannt war. Er Unsterns steht. fagte in 3/4 Stunden, was Lieber in drei drei Stunden wie sie der Abgeordnete Schädler nannte, am Mittwoch in unsren Der geftrige Tag- Donnerstag, der seit Wochen für den gejagt haben würde: nämlich nichts. Und das nämliche Protest- Bersammlungen zu erscheinen. Sie hatten eine regelrechte Beginn der Debatte festgesetzt, und seit Wochen als„ großer Tag" that Herr von 2e bezow, der melancholisch klagend Verteilung der Beute vor der Jagd unternommen. Der eine sollte Hurra Stimmung" vermißte und ersten, ja allerersten und allerallerersten Rangs in Aussicht gestellt jede diplomatisch diesen, der den socialdemokratischen andre jenen Wahlkreis war, wurde von dem Teile des Publikums, welches nicht alle das einzige verschwieg, was man gern von ihm erfahren Führern entreißen. Man wußte ja, wie die Arbeiterschaft unter wird, mit fieberhafter Spannung erwartet. Die Starten für hätte: nämlich, ob die Konservativen für oder wider die dem Terrorismus ihrer Parteihäupter" schmachtete, daß fie nicht Aber Flotte die Tribünen waren schon seit drei Tagen vergeben vor Flottenvorlage sind. Es geht den Herren Konservativen wie auszusprechen wagte, was sie im' Busen birgt. Beginn der Sigung schon alle Tribünen zum Ersticken gefüllt. den Herren vom Centrum; sie schauen noch um sich nichts und Weltmachtpolitik würden das gauberwort sein, das die Das Haus" selber war ziemlich voll besetzt aber nichts zu handeln? Aermsten von dem Druck befreite, mit fliegenden Fahnen würde die Außergewöhnliches und auch auf auch auf den Gesichtern und Auch Herr v. Lebehow sprach kurz. Es war, wie wenn erlöste Arbeiterschaft hinaus ziehen aufs hohe Meer und die Führer in der Stimmung nichts Außergewöhnliches. Auch die Ab. würden verlassen in ohumächtigen Grimm auf dem Lande zurückteilung des Bundesrats und der Regierung bot feinen bebleiben. Das Meerpferd steigt, die Nebelhörner tuten, sagt Schiller sonderen Anblick dar. Der Herr Reichskanzler glänzte durch in dem„ Wallenstein", den das königliche Schauspielhaus demnächst Abwesenheit, desgleichen der Herr Staatssekretär und Fest fürs Wasser bearbeiten lassen wird! redner von Bülow. Dagegen sah man eine beträchtliche Anzahl von Marine- Uniformen mit dazu gehörigen Röpfen, die alle auf einen blauen Punkt gerichtet waren, den Mittelpunkt des Interesses: den unglücklichen Flottenminister Tirpiz, dem die halsbrecherische Aufgabe oblag, zu be weisen, daß ein Ehrenmann sein Wort nicht zu halten braucht und daß es für Deutschland ein großer Gewinn ist, fünf tausendsiebenhundert und etliche siebzig Millionen Mark binnen der nächsten 20 Jahre ins Wasser zu werfen. Herr Tirpik war es augenscheinlich nicht wohl zu Mute wischte sich wiederholt den Schweiß von der Stirn. - er Die Sigung ist eröffnet. Lautlose Stille.„ Der Marine minister hat das Wort." Lautlose Stille. Der Marineminister wischt sich zwei, dreimal die Stirne und unter dem Rufe: lauter! einiger grausamen Spötter, begann er zu reden. Peter Lawroff. Die russische Revolution, der internationale Socialismus und die universelle Wissenschaft haben einen schweren Verlust erlitten: Heute, am 6. Februar um 11 Uhr 50 Minuten vormittags, in einer fleinen, bescheidenen, mit Büchern überfüllten Wohnung verschied Peter Lawroff, dessen Name zu einem hehren Symbol des revolutionären Befreiungskampfes in Rußland geworden ist. Es ist heute nicht die Zeit, seinen äußeren Lebensgang ausführ lich zu schildern, noch seine wissenschaftliche Bedeutung eingehend zu würdigen. Wir beschränken uns daher darauf, die Figur dieses großen Denters und unermüdlichen Kämpfers in raschen Strichen zu stizzieren. 3 lauter nasse Handtücher von der Saaldecke herabhingen, jede Begeisterung dämpfend. Gegen 3 Uhr erhielt unser Genosse Frohme das Wort, der sich unter den denkbar ungünstigsten Bedingungen der Aufgabe entledigte, den Standpunkt der Socialdemakratie zur Geltung zu bringen. Wir sagen: unter den denkbar un günstigsten Umständen. Das Haus, das schon bei Herrn b. Levezom nervöse Ungeduld bewiesen und nur deshalb noch gelauscht hatte, weil es etwas über die Haltung der Konser vativen zu hören hoffte, verlor alle Aufmerksamkeit. Der Saal leerte sich und die im Saal Zurückgebliebonen führten laute Unterhaltungen über alle möglichen Dinge, nur nicht die Flottenvorlage. Von uns weiß man ja, welche Stellung wir einnehmen, und über die Flottenvorlage ist so biel gesagt und geschrieben worden, daß fein Redner etwas Neues vorbringen kann. Jekt interessiert nur noch der Kampf um die Flotten vorlage. Man hatte also Berlin und Vororte unter sich verteilt; die dienſtvilligen National Socialen wurden als Hilfstruppen geSo hatte jeder unsrer Reduer seinen Professor, und worben. Bon Sombart, der aus die ganz glücklichen sogar zivei. Breslau herbeigeeilt war, bis herab zu Wendstern erleuchteten Aber es fam anders wie sie träumten. sie die Massen. Sie haben nun wohl selbst eingesehen, daß sie einer jener Einbildungen zum Opfer gefallen waren, an denen die Weltpolitiker so reich sind. Man hörte sie ruhig an, schüttelte den Kopf und protestierte einmütig gegen die Flottenvorlage. Sie haben niemand bekehrt, alle ihre Inftigen Argumente zerstoben an der geschulten Vernunft des Proletariats. Leider müssen wir auch unsrerseits zugeben, daß wir wohl keinen von unsren verehrten MarineFrohme sprach gründlich und mit Nachdruck! Vortrefflich gästen befehrt haben. Indessen geben wir die Hoffnung nicht auf: waren feine Ausführungen bezüglich des persönlichen Wenn die Herren öfter in unfre Versammlungen kommen werden keit als Chefredacteur der russischen Encyklopädie, die Gegenstand mannigfacher Denunziationen seitens des russischen Klerus war. 1837, 14 Jahr alt, bezog er die Petersburger Artillerie- Schule, Materialismus. Zu erwähnen sind noch aus dieser Zeit seine brei ein Internat, wo die eiserne Disciplin des Regimes des unvergeß- Borlesungen über die Bedeutung der Philosophie und seine Thätig lichen" Nikolaj I. herrschte. Der jähe Uebergang aus dem elterlichen Heim in die fasernenmäßige Erziehungsanstalt wirkte auf ihn zunächst niederdrückend, aber seine außerordentlich kräftige Natur überwand bald den peinlichen Wechsel. Bald wurde er zum Mittelpunkt eines Bildungszirkels, dem die aufgewecktesten Böglinge der ArtillerieSchule angehörten. Thiers " In dem Maße, als der Liberalismus der Regierung Alexanders II., des Nachfolgers Nikolajs I., sich als eitel Schein und Trug entpuppte, schwenkte Lawroff immer mehr nach links ab. 1862 frat er der revolutionären Geheimgesellschaft Semilja i Wolja"( Land und Die Geschichte der großen französischen Revolution selbst in Freiheit) bei und machte die Bekanntschaft des berühmten Tschernider fragenhaften Darstellung eines riß ihn zur schewsky einige Monate vor dessen Verhaftung. Während des polenthusiastischen Bewunderung hin. Vom Socialismus erfuhr er nischen Aufstandes( 1863/64) war 2. bereits so revolutionär gesinnt, zuerst aus dem Buch von Ott, eines Anhängers des katholischen daß ein naher Verwandter von ihm, der eine große Rolle im einen freundlich grollenden Brief Socialismus Buchez'. Aber kurz darauf lernte er das Wert von fonservativen Lager spielte, Charles Fourier Traité de l'association domestique- agricole" an ihn schrieb, worin er ihn des Bundes mit den„ Landeskennen, sowie die Werke der übrigen großen französischen Socialisten Verrätern" bezichtigte. der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts. Er Peter Lawrowitsch Lawroff wurde geboren am 2./14. Juni 1823 in Melechowo, Gouvernement Bukow. Er stammte aus einer adeligen Familie, deren Mitglieder vielfach sich dem militärischen Beruf widmeten. Sein Vater war Artillerie- Offizier, beteiligte sich Bei aller Sympathie für das socialistische Ideal sah Peter an der Schlacht bei Friedland( 1807), wo er verwundet wurde, Lawroff ein, daß die russischen Zustände der damaligen Zeit keinen worauf er im Grade eines Obersten aus dem Heere ausschied. Stützpunkt für eine praktische socialistische Thätigkeit boten. Nach seinem Landgut zurückgekehrt, heiratete er eine Schivedin, widmete fich daher zunächst der wissenschaftlichen Thätigkeit im Dienst Fräulein Elisabeth Handwig, die einem in Rußland eingesessenen der allgemeinen Ideen der Freiheit und der Gerechtigkeit. schwedischen Geschlecht entstammte. Im Jahre 1842 absolvierte er die Artillerieſchule mit dem Grade Peter Lawroffs Vater war eine autoritäre Natur. Monarchisch eines Offiziers und zwei Jahre darauf wurde er zum Professor der Etwas und streng religiös gesinnt, hing er doch an dem Zarentum und der recht höheren Mathematik an derselben Artillerieſchule ernannt. gläubigen" Kirche mehr aus traditionellemFormalimus. So erklären sich später vereinigte er mit dieser Professur das Lehramt an der So erklärt sich Artillerieakademie und an andren höheren Kriegsschulen. gewisse Widersprüche in seinen Anschauungen. namentlich der Umstand, daß seine Bibliothet, entsprechend Seine eigentlich wissenschaftlich- litterarische Wirksamkeit begann der damals in Adelskreisen herrschenden Mode, die Werke von in der Mitte der 50er Jahre, nach dem Tode Nikolajs I, als die Voltaire und die berühmte Encyclopädie von Diderot und d'Alembert russische Oeffentlichkeit etwas freier sich zu regen begann. Vorher beherbergte. hatte er noch aus Anlaß des unglücklichen Krim- Kriegs einige verPeter Lawroff war viel jünger als seine Geschwister, er wuchs botene, in Handschriften verbreitete Gedichte verfaßt, in denen der daher etwas vereinsamt auf unter Büchern und Stupferstichen. Er Patriotismus als Vorwand zur Verherrlichung tonstitutioneller Beerinnerte sich selbst nicht, in welchem Alter er zu lesen begann. In strebungen und zur Verurteilung des Despotismus diente. seinem fünften Lebensjahre las er bereits russisch und französisch. Seine erste wissenschaftliche Arbeit, die die allgemeine AufmerkJm achten Altersjahre verstand er bereits deutsch, dank der Anleitung famfeit auf sich lentte, war eine Studie über Hegels Philosophie seiner Mutter, deren edle Natur und reiche Bildung von wohlthätigent( 1856). Im Jahre 1860 veröffentlichte er eine Studie über die Einfluß auf die Erziehung des jungen Peter vor. Einige Jahre ethische und historische Bedeutung der menschlichen Individualität. darauf las er englisch. Mit besonderem Intereffe lernte er Seine gleichzeitig erschienene bemerkenswerte Abhandlung über die die Anfänge der Mathematik und mit Leidenschaft las mechanische Theorie des Kosmos enthält im Keime die späteren friti schen Einwände von Engels gegen den naiven naturwissenschaftlichen er historische Werte. Die Zeit der Verfolgungen begann für 2. mit dem Attentat von Karatoioff auf. Alexander II.( 4. April 1866), als der von toller Furcht gepeitschte Zar ganz Rußland der Diktatur des Polenhenters Murawiew preisgab. Lawroff wurde verhaftet und nach neunmonatlichem Untersuchungsgefängnis militärgerichtlich im entlegenen Gouvernement Wologda interniert und unter Polizeiaufsicht gestellt, und zwar lediglich wegen seiner verbotenen Gedichte und wegen seiner Sympathien zu hochverräterischen" Persönlichkeiten. Genau drei Jahre dauerte Lawroffs Zwangsaufenthalt in ver schiedenen Städtchen des Gouvernements Wologba, ohne daß jedoch jeine Spannkraft dadurch gelähmt wäre. Aus dieser Zeit stammen seine berühmten Historischen Briefe", wo zuerst den russischen privilegierten Klassen die ethische Pflicht vorgehalten wurde, danach zu streben, ihre unvertilgbare Schuld an das russische Volk zu bes zahlen, welches um den Preis jahrhundertelanger Leiden und Opfer die russische Kulturentwickelung und das Kulturdasein der Privilegierten erst ermöglicht hat. Der Zwangsaufenthalt Lawroffs endete Anfang 1870, dank dem glücklichen Befreiungsversuch, der von Herman Lopatin ausgeführt wurde, dem todesmutigen revolutionären Helden, der seit 1884 in der Schlüsselburger Festung lebendig bea graben ist. Nach einer Neihe tragikomischer Abenteuer gelang es 2., nach dem Ausland zu entkommen. Im März 1870 fam er in Paris au, wohin ihn der furz vorher gestorbene Alexander Herzen eingeladen hatte. Hier knüpfte er" Beziehungen mit französischen ge= In unsren Protestversammlungen gegen die Zuchthausvorlage] waren die Professoren nicht zu sehen so werden, daran zweifeln wir nicht, sich die intelligenteren, flareren und ehrlicheren von ihnen allmählich zu uns befehren. An die Versammlungen, die wieder ein erhebendes Zeugnis für die sichere politische Reife und den unverwirrbaren Jdealismus der Arbeiterschaft waren, schließt sich jetzt eine papierne Boffe von seltenem Humor. Es ist die Berichterstattung, die von der bürgerlichen Presse den Versammlungen gewidmet wird. Die grenzenlose Enttäuschung kommt in den tollen Widersprüchen der verschiedenen Berichte, die in allen Färbungen schillern, zum ergözlichsten Ausdruck. Den Vorrang unter den Stimmen" der Bresse wollen wir der ,, Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" gönnen, die an der Spitze des Blattes in offiziösem Sperrdruck beteuert: " " Der Centrumsredner erklärte sich gegen eine Allermelts politit, wie sie schon der Vorgänger des Admirals Tirpitz angekündigt hatte. Es sei unmöglich, führte er aus, daß Deutschland, eine erste Landmacht, auch eine erste See. macht sein könne. Auch andere Staaten würden in ihren Rüstungen fortfahren, so daß wir schließlich doch nicht gegen Das andre Wort Wort des die Borbedingung für ihre gedeihliche Forteristenz erblickt. Es ist brachte, die Chancen des Flottengefeßes sehr niedrig einzunur zu natürlich, daß solche professorale Aeußerungen in den schäßen. Auch Herr Schädler versteht die übliche CentrumsKreisen der Landwirte verwirrend und abschreckend gewirkt hat. funst, in erster Gesekeslesung Absichten des Entgegenkommens Es ist im Interesse der erfolgreichen Durchführung des Flotten- unter starken Worten scheinbarer Ablehnung zu verhüllen. plans und zur Vermeidung von vielleicht verhängnis vollen Fehlern daher gut, daß die Wertlosigkeit der professoralen Hilfstruppe deutlich an den Tag tritt... je mehr Anzeichen dafür vorliegen, daß mit der Flagge der Flotteu begeisterung focialphantastische Konterbande gedeckt werden foll." Wie über das Ergebnis der Versammlungen, so sind sich die Blätter auch über ihren Berlauf sehr uneinig. Während die einen, sie auftreten können. der Wahrheit gemäß, hervorheben, wie würdig das Verhalten der So dies eine, dies verständige Wort des Herrn Arbeiter gewesen, fabeln die andern von Johlen und sonstigem Dr. Schädler. Herrn flingt Die Kruppschen Neuesten Nachrichten", die den aber ganz anders: Gewiß, wir wollen eine starte Lärm. Herrn v. Halle boshaft und hartnädig Kalle nennen wozu hat Flotte" haben, wir sind bereit, an dem Ausbau der Flotte sich der Brave feines ehrlichen Namens Levy entäußert, wenn teilzunehmen! Daß hier ein Wort das andre totschlägt, geht er im hebräischen Bannkreis verbleiben soll erzählen 8. B.: über Centrumslogik. Im übrigen zeigte es sich hier, daß die Socialdemokraten, So war denn der Sak, in dem Herr Dr. Schädler die, wenn sie auch" Volts" Versammlungen beiwohnen Brofeffor Anschauungen seiner Partei zum Flottenplan zusammenzuWagner erklärte eingangs seiner Rede, daß er sich als Gelehrter fassen versuchte, ein echtes Centrumsprodukt, aus dem jeder zum Wolfe zähle- die Meinungen Andersgefiunter nicht hören wollen; minutenlanger Lärm und Pfeifen unterbrachen wieder sich, je nach dem Grade seines Vertrauens oder Mißtrauens zur holt die Ausführungen des Redners, der aus diesem Grunde vor- Centrumspartei, etwas Verschiedenes herausdestillieren konnte. Seine fänitlichen politischen Freunde, erklärte Dr. Schädler, zeitig schloß". Vorzeitig! Adolf Wagner hatte 11/2 Stunden gesprochen.- Die feien für das Gesetz in der Form und in dem Umfang, Blüte der Nation, die deutschen Studenten, welche die Heinesche Ver- wie es vorliegt, nicht zu haben". Von der Form gar fammlung zu überrumpeln versucht hatten diese Herren Akademiker nicht zu reden: man ändere den Umfang der Regierungswaren die einzigen, die nach Radau strebten flüchten sich natur- novelle um flüchten sich natur- novelle um einige unbedeutendheiten, gemäß mit einem ausführlichen Bericht zum Ritualmordblatt, der mindere die Forderungen hier etwas und dort Staatsbürger 3tg.", die im übrigen ein Fiasko der- social etwas, ist dann das Centrum bewilligungsbereit? Der bentokratischen stedner fonstatiert. Dagegen betont die wolks. Wortlaut des Herrn Dr. Schädler läßt alle Möglichkeiten Beitung", daß den Flottenfreunden überall vollste Redefreiheit offen; er kann bedeuten, daß das Centrum nur ein weniges gewährt wurde und ihre Reden allgemein mit großer Aufmerksamkeit mehr bewilligen will als das jezige Flottengeſe feſtſekt; er plored Indentgegengenommen wurden: chonbilens of list fann bedeuten, daß die Regierung nur einige geringfügige „ Es ging in allen Versammlungen ruhig und fachlich zu, mit Abstriche zu machen braucht, um die Stimmen des Centrums Ausnahme des 3. Wahlkreises, wo die„ nationalen" Studenten in zu erlangen. Den Arminhallen Tumult machten, offenbar, um gegen den socialdemokratischen Nedner Heine, das frühere Mitglied des Vereins deutscher Studenten, zu demonstrieren." Es wird allgemein berichtet, daß der Eindruck, den die ernsten, fachlichen und wissenschaftlich wohlbegründeten Ausführungen der zahlreichen Opponenten auf die durchweg aus Socialdemokraten bestehende Zuhörerschaft machten, ein sehr starker gewesen ist. Konnte und sollte natürlich kein augenblicklicher und praktischer Erfolg erzielt werden, so ist nicht zu bezweifeln, daß die dauernde Nachwirkung eine überaus weitgehendere und tiefere sein wird, als die socialistische Parteipresse und ihre Führer zur Zeit zuzugeben oder einzusehen geneigt sein werden. Wir werden auf einzelne der Versammlungen noch näher zurückfontmen." Wenn das weitere Zurüdfommen" in dem gleichen weltpolitifchen Phantasteftil gehalten sein sollte, so werden wir noch die über raschendsten Entdeckungen zu hören bekommen. th Ganz anders faßt die" Post" die Angelegenheit auf, die mit dem Geſchäftsinstinkt der Marine- Interessenten wittert, daß der Eindruck, den unsere Versammlungen im Lande hervorrufen werden, die Aussichten des Flottenauftrags nicht gerade verbessert, und die darum wütend die Professoren anführt: Weiter schreibt die" Bolts- Beitung": mant " Der Vorschlag der social ideologischen( der Wendstern ein Socialideologe!!) Gruppe Berliner Professoren, mit ihnen ein Redeturnier über die Flotte abzuhalten, ist von den Socialdemokraten bekanntlich abgelehnt worden. Jezt haben diese Professoren versucht, ihre Absicht dadurch zu erreichen, daß sie in den gestern abgehaltenen socialdemokratischen Protestversammlungen gegen die Flottenverstärkung als Opponenten auftraten. Professor Schmoller hat zwar nach dem Grundjate gehandelt, daß Vorsicht der bessere Teil der Tapferkeit ist, aber Profeffor Wagner, Profeffor Delbrück und andre Gefimmungs genossen sind zu den Socialdemokraten gegangen, und selbst Professor Sombart ist zu diesem Zweck aus Breslau herbeigeeilt. Obwohl dieses enfant terrible der extremiten Rathedersocialisten nicht davor zurückgeschreckt ist, den Socialdemokraten die Flottenverstärkung mit dem Argument nmmdgerecht machen zu wollen, daß die Flotte nicht wie das stehende Heer auch gegen den inneren Feind verwendbar sei, haben die professoralen Unternehmungen überall glänzend Fiasko gemacht. Die socialdemokratischen Protest- Resolutionen sind trotz der Gegenreden der Herren Wagner, Delbrück und Genossen überall cinstimmig oder nahezu einstimmig angenommen worden. Das war vorauszusehen; wer nur einigermaßen mit der Natur der socialErwähnt sei schließlich noch, daß der Bericht des Wolfffchen Bu- für die Interessen der arbeitenden Klassen scheu vorüber. demokratischen Bewegung und ihrer Wirkung auf die Massen ver- reaus von sehr tendenziöser Inhaltslosigkeit ist. Durfte das Bu- Auch darüber hat Dr. Schädler nichts vorgebracht, traut ist, mußte sich vorher sagen, daß der Verfuch mit professoralen reau Bleichröders nicht telegraphieren, welch wirkliches Ergebnis welche Art Steuern feine Partei, falls die laufenden Reden Eindruck zu machen, eines glänzenden Mizerfolges sicher sein die Versammlungen hatten? Die Wahrheit wird dadurch nicht er- Reichseinnahmen nicht zureichen, für Marinevermehrungen würde. Gleichwohl ist es ganz gut, daß dieser Versuch mit untang- stickt, daß sie vom offiziösen Telegraphenburcan verschwiegen wird. einzuführen gedenkt. Und nicht bestimmter waren die Aeußerungen des Centrumsredners über die So stenfrage, die das Centrum in den Vordergrund des Flottenstreites stellen will. Keine Belastung des fleinen Bauern und Arbeiters sei die VorDer ruhige und gemessene Wortlaut der Resolution sticht bedingung jeder Bewilligung für die Flotte, erklärte Dr. vorteilhaft ab gegenüber der maßlosen Sprache der Wasser patrioten. Es hatte den Flottenschwärmern, die sich in den Ver- Schädler. Aber er sprach immer nur davon, daß neue patrioten. Es hatte den Flottenschwärmern, die sich in den Ber fammlungen mit ihren schwächlichen Argumenten vorwagten, von Steuern, die jene Schichten belasten, vom Centrum nicht geSinne der politisch geschulten Berliner Arbeiter kein Glück bedrückenden indirekten Steuern und Zöllen Kriegsschiffe ge vornherein llar fein müssen, daß sie damit bei dem gefunden billigt werden würden. Daß weiterhin aus den volkshaben würden. Hätten die Herren, die gestern bergeb- baut werden sollen, soweit das Wachstum dieser Reichseinnahmen lich bemüht waren, die Arbeiter von ihren terngesunden in den Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs es erlaubt, Anschauungen abzudrängen, mehr Fühlung mit den Arbeiterkreisen dagegen hat Herr Schädler kein Wort gesagt. Das Centrum und verständen sie es besser, in der Seele der Boltsschichten zu will zwar ein möglicherweise zu befürchtendes. Tefen, die von den indirekten Steuern zur höheren Ehre des Land- neues Steuer- Unrecht vermeiden, aber an dem wirklich. und Waffermilitarismus am schwersten bedrückt werden, sie hätten bestehenden und sich notwendig steigernden sich die Zeit und Mühe sparen können, die sie aufgewendet haben, Steuer- Unrecht stiehlt sich die Scheinneigung des Centrums fich die Zeit und Mühe sparen können, die sie aufgewendet haben, um gründlich Fiasko zu machen." lichen Mitteln unternommen worden ist. Es ist zwar nicht anzunehmen, und diese Wahrheit ist: Die imposanten Versammlungen der Sturz, das Centrum sträubt sich gegen die ungeheuerlichen daß die beteiligten Socialpolitiker fich durch die Erfahrung Berliner Arbeiterschaft bedeuten die wichtigste und wirksamste Kund- Bumutungen der Regierungsvorlage, es fträubt sich heftiger belehren lassen werden, dazu ist die Eitelkeit dieser Herreit viel zu groß, aber der Vorgang zeigt doch wieder einmal mit gebung gegen die wijte Flotten- und Weltpolitit. Sie haben die dagegen, als es bei der Beratung des letzten Flottengesetes der erwünschten Deutlichkeit, wie wenig unfre Socialphantaften geistige ind fittliche Ueberlegenheit der Weltanschauung des Pro- geschah. Doch in all seinem Sträuben läßt es den Ministern auf den Lehrstühlen der Hochschulen von dem Wesen der letariats über die gefährlichen Utopien der herrschenden Klassen und Aegirs die Hoffnung baldigen, vielleicht völligen EntgegenSocialdemokratie und der absoluten Herrschaft, welche ihrer Intellektuellen in einem eindringlichen Beispiel wiederum kommens. " 1892-1896 nahm 2. thätigen Anteil an der Herausgabe der " Beiträge zur Geschichte der ruſſiſchen ſocialrevolutionären Bewegung", die von der Gruppe der alten Anhänger der„ Narodnaja Wolja" veröffentlicht wurden. Er schrieb für diese Beiträge“ eine Skizze über die Periote des Vorwärts", deren bemerkenswerte Unparteilichkeit auf der gleichen Höhe mit deren wissenschaftlicher Gründlichkeit steht. Deutsches Reich. eine neue Hoffitte. In ausführlichem Bericht schildert der Reichs- Anzeiger" die Borstellung und Vereidigung des neuen Erzbischofs von Köln Dr. Simar, bisherigen Bischofs von Paderborn, vor dem Kaiser. Es war dazu ein glanzvoller Att vorbereitet worden, Minister und großes Gefolge wurden im Mittersaal des Schlosses bersammelt und es erfolgten höchft feierliche und schwungreiche Rede. Nachdem der Erzbischof den Eid geleistet, in dem die Versicherungen der Trene zum Landesherrn einen breiten Staum einnehmen, ergriff der Kaiser das Wort. Er sagte u. a.: diese über die im Bann ihrer Propaganda befindlichen bewiesen. Das preußische Abgeordnetenhaus Maffen ausübt, verstehen, wie wenig fie in Wirklichkeit von den Dingen wiffen, über welche sie so falbungsvoll zu Centrums Sträuben. Gewerbeverwaltung. Centrums- Sträuben. erledigte am Donnerstag den Etat der Handels- und Bei dem Kapitel Gewerbliches theoretisieren lieben. Das ist besonders nüglich in einem Augenblick, Wenn auch die Thatsache, daß Dr. Schädler, der Ab Unterrichtswesen" entspann sich eine sehr lange, aber wenig ergiebige wo es den Anschein gewinnt, als finge man zur Abwechslung wieder einmal an, die kathedersocialistischen Theorien für bare geordnete aus Bayern, der gegen das Flottengesetz von Debatte über die Fortbildungsschulen. Ob es sich empfiehlt, Münze zu halten. Ohne Zweifel hat auch das Vorgehen jener 1898 stimmte, als Redner des Centrums für die erste Lesung obligatorischen Fortbildungsschulunterricht gesetzlich festzulegen, oder Professorengruppe der Sache der Flottenverstärkung selbst ge- des neuen Milliarden- Gesetzes bestimmt wurde, durch Zu ob der fakultative Unterricht bessere Resultate ergiebt, darüber schadet. Den socialdemokratischen Brotestversammlungen ist durch fälligkeiten Erkrankung Dr. Liebers mit bedingt worden herricht in den Reihen der Freifinnigen, die die Frage anschnitten, ihr erfolgloſes Auftreten ein Relief verliehen worden, dessen sie ist, so schien sie doch von vornherein auf eine wenig gün felber Incinigkeit. Abg. Rektor Kopfch trat warm für den obligatorischen sonst entbehrt haben würden. Das ist ja eine Wahr stige Stimmung in Centrumstreifen gegenüber dem Unterricht ein, während der Abg. Dr. Langerhans den jezigen Zustand verteidigte.-Nach Erledigung einiger fleinerer Etats wurde nehmung, die leider jetzt 811 oft gu machen allernensten Flottenplan zu deuten. Und wirklich enthält die die Sigung auf Freitag, 12 Uhr vertagt. Auf der Tagesordnung ist. Die Flotten Professoren schaden schaden durch Rede Dr. Schädlers so scharfe Worte gegen die Regierungs steht der Justizetat. ihre Unkenntnis der realen Mächte une zu oft mehr, vorlage, wie sie kaum mehr von dem seit Jahren zur Flotte als fie nützen; man braucht bloß an die thörichten Ausfüh rungen des Prof. Brentano in München zu erinnern, welcher im befehrten Centrum erwartet werden konnten. Troßdema Zusammenhang mit der Flottenverstärkung die Aufhebung der wäre es sicherlich sehr voreilig, aus den Einwendungen d Getreidezölle fordert, während die ganze deutsche Landwirtschaft in und gewichtigen Bedenken", die Herr Schädler in zwar nicht einer Erhöhung derselben nach Ablauf der Handelsverträge Lieberschem, aber doch auch ansehnlich breitem Pathos vor lehrten Kreisen an, wurde von Broca zum Mitglied der gegen ihn auf im Brief an die Genossen", dessen mäßige Ausdrucs. Redaktion der„ Revue d'Anthropologie" berufen, und anderseits weise desto schärfer den für Tichomiroff vernichtenden Inhalt hervor. machte er die Bekanntschaft des proletarischen Vorfämpfers Varlin, treten ließ. durch dessen Vermittelung er in einer Pariser Sektion der Juternationalen aufgenommen wurde. elagerung von Paris lebte er in der Hauptstadt, die Entbehrungen der belagerten Bevölkerung teilend. Und als der Kommune- Aufstand ausbrach, bot er der Kommune- Regierung seine Dienste an zum Zweck der Umgestaltung des Unterrichtswesens. Anjang Mai 1871, als die Lage der Kommune kritisch wurde, beschloß L., sich an den Generalrat der Internationale um Unterstützung des proletarischen Aufstandes zu Susbesondere ist hervorzuheben die innerlich zusammenhängende wenden. Den eisernen Ring der Versailler Truppen mit Hilfe eines Reihe von Studien über die Geschichte des tritischen Gedankens, ant russischen Passes durchbrechend, ging er zu diesem Zwecke zunächst denen er seit 30 Jahren arbeitete und die er unter verschiedenen nach Brüssel und dann nach London. Aber dieser Versuch war erfolglos. Titeln, zuletzt in seinem bloß bis zum dritten Band gediehenen Die Kommune war Ende Mai im Blute von 35 000 Proletariern erstickt, Versuch einer Geschichte des Gedankens der Neuzeit" zusammenund die Internationale war zu schwach, um wirksam helfend ein- faßte. Das ist sein eigentliches strengwissenschaftliches Lebenswert, zugreifen. Lawroff konnte nur die Kommune rächen durch seine welches sowohl seine encyclopädischen Kenntnisse wie die Tiefe seines ebenso feurige wie gründliche Studie über die" Bewegung des philosophischen Denkens offenbart. 18. März". Lawroff war eine reich begabte Natur, deren unterscheidendes Der weitere äußere Lebensgang Lawroffs weist keine drama- Merkmal in der harmonischen Einheitlichkeit seiner Anschauungen und tischen Episoden mehr auf. Das biographische Interesse tonzentriert feines Lebens besteht. Er wirkte nicht nur durch die Fülle feines fich in der geistigen Entwickelung des Denters und in seiner Geistes, sondern auch durch das hehre Beispiel seiner Thätigkeit revolutionär- propagandistischen Thätigkeit. Der Tod raffte ihn weg mitten in seiner Arbeit. Er war gerade baran, die letzten Seiten eines neuen Buchs zu schreiben, als ihn der Schlagfluß traf. Und bereits ans Totenlager gefesselt, mitten in der heranbrechenden Umnachtung seiner hohen Intelligenz, zeichnete Bon 1873-1876 gab er die berühmte Revue„ Uperjod"( Bor- seine Hand noch immer imaginäre Zeilen in der Luft. wärts") heraus, die schon vor 25 Jahren das Banner des prole= Alle, die ihn näher kannten, mußten ihn lieb gewinnen. So tarischen Socialismus in Rußland entfaltete und als Träger desselben bezaubernd war der Eindruck dieser mächtigen Figur, dieser eine die arbeitenden Klaſſen in Stadt und Land proklamierte. 1876 bis hohe, faltenlose Stirn umrahmenden Silberhaare, dieses Silber L.'s ein. Er schrieb unter verschiedenen Pseudonymen wissenschaft dieser Augen, die einen hinter den Brillen gutmütig und zugleich 1880 tritt eine Bauſe in der unmittelbar revolutionären Thätigkeit bartes eines Batriarchen, des lebhaften, durchdringenden Blides liche Abhandlungen für die loyalen russischen Revuen und hielt in schlau anblickten, dieser edlen und breiten Gesten und insbesondre Paris Vorlesungen über philosophische und sociologische Fragen. feiner tiefsinnigen und überzeugten Reden. Jedoch ist hervorzuheben, daß er 1881 sehr energisch und erfolgreich„ Rebet würdig und fämpft tapfer!" das waren die letzten Worte für die Nichtauslieferung des russischen Terroristen Hartmann durch des unermüdlichen Kämpfers, der sein Leben lang gegen zwei große die französische Regierung wirkte und thätigen Antheil nahm an der Feinde fämpfte: gegen den die Boltsjäfte ausfangenden Stapitalismus Organisation der ausländischen Settion des„ Roten Kreuzes" der und den ganz Rußland in Fesseln schlagenden Absolutismus. „ Narodnaja Wolja"( Volkswville). Diese lettere Thätigkeit zog ihm Seine revolutionären Freunde dürfen mit Recht den ins Grab die Ausweisung aus Frankreich zu( Februar 1882), die übrigens ihn finkenden Beter Lawroff mit den energischen Versen des französischen nicht hinderte, etwas später nach Paris zurückzukehren. Dichters begrüßen: Das Jahr 1878 verbrachte er in Zürich, von 1874-1877 lebte er in London, 1877 ließ er sich in Paris nieder, wo er mit einigen Unterbrechungen bis zu seinem Tode verblieb. Während seiner zeitweiligen Abwesenheit von Paris trat er ( von London aus) in Beziehungen mit dem glorreichen Exekutivfomitee der„ Narodnaja Wolja", deren Thätigkeit zu unterstützen er für die Pflicht jedes aufrichtigen Socialisten hielt. Von 1883 bis 1886 war er Mitredacteur der Revue Wjefinit Narodnoj Woli" 1.Bote des Volkswillens"), die in Genf erschien. Und als sein Redaktionskollege, L. Tichomiroff, zum Renegaten wurde, trat er i Et le mort immortel marche avec les vivants. („ Und der unsterbliche Tote kämpft mit den Lebendigen fort.") Im Auftrag der " Gruppe der alten Anhänger der Narodnaja Wolja". St. Zaraffoff. Baris, 6. Februar 1900. „ Ich bin der Zuversicht, daß Sie wie in dem bisherigen, so nunmehr in dem größern Wirkungsfreise mit voller Hingebung die Ihrer oberhirtlichen Leitung anvertrauten Diözesanen in allen christlichen Tugenden unterweisen, insbesondere aber den Geist der Ehrfurcht und der Treue gegen mich und mein Haus pflegen werden. Ihre Aufgabe wird es sein, die treuen Glieder Ihrer Kirche zugleich zu guten Bürgern und Patrioten zu erziehen. Ihre oft bewährte loyale Gesinnung giebt mir das Vertrauen, daß Sie auch Ihr neues Amt mit gleichem Segen für Staat und Kirche zu führen wissen werden. Sei Ihnen Gottes Gnade dazu beschieben!" Unfres Wissens sind solche Gelegenheiten noch niemals zu taiserlichen Reden benutzt worden. Wenigstens hat das amtliche Organ nichts davon berichtet. Es ist aber durchaus zu bewillkommnen, daß die Oeffentlichkeit erfährt, wie der Kaiser über die Aufgabe des Erzbischofs denkt. Die Kirchenhirten soll in allen christlichen Zugenden unterweisen, insbesondre aber sollen sie die Treue zur Dynastie der Hohenzollern pflegen. So reicht sich Staat und Kirche die Hand. Die Flottenprofefforen unter Polizeischuk. Bei den Mittwochs Protestversammlungen in Berlin wurden die Säle zum Teil auffällig früh, und ohne daß ein ersichtlicher Grund vorhanden war, von der Polizei abgesperrt. Das geschah u. a. auch mit Kellers wollte, hielten Schuyleute uns zurück mit den Worten, das Lokal ist Festsälen, wo Bebel sprach. Von einem der Besucher dieser Verfammlung wird uns erzählt: Als ich mit einigen Freunden eintreten abgesperrt. Wir mußten wohl oder übel draußen bleiben, und ich war nach einigen Minuten schon im Begriff wegzugehen, als ein Schuhmann plöglich auf uns zukam und fagte:„ Sie fönnen eintreten, jegt redet Profeffor Wagner!" Er hatte uns offenbar für Studenten gehalten, die dem Herrn Profeffor pflichtschuldigst als Chorus dienen würden. Der Schußmann hatte jedoch sich geirrt. Bebel sprach noch und wir hätten auch nach einer Stunde noch Zeit gehabt, zuzuhören, wie ein deutscher Profeffor fich blamierte." Die armen Flottenprofessoren! Nicht einmal der Polizeischus tann ihnen helfen. Da ist wirklich Hopfen und Malz verloren.Der Papier- Sturm. Zu den Flugschriften, die der Flotten berein berbreiten wird, gehört u. a. eine Abhandlung von Hans Hartmann" über das Thenia: Warum hat jedermann im Volt ein Interesse an einer starken deutschen Flotte?" Das Heft, das in 200 000 Gremplaren gedrudt ist, enthält als Titelbild eine- Blodades zeichnung. Anno 1887 famen die Kosaken und spießten die Säuglinge an der Mutterbruft auf. Jetzt erhalten wir schaurige Bilder, wie die Engländer uns die Lebensmittel absperren, daß wir elendiglich verhungern müssen. Wer giebt das Geld für die Fabrikation dieser Kindereien her? zu Tage gefördert habe und seitens der deutschen Regierung befriedigende Zuficherungen bezüglich der betreffenden DampfschiffahrtsGesellschaft gegeben worden seien. Der Streit der östreichischen Bergarbeiter. die Arbeiter In die Verkehrs- Deputation wird schließlich Stadtv. Schwalbe mit 82 von 119 Stimmen gewählt. Zur Kenntnisnahme übersendet der Magistrat Abschrift der Erkenntnisse des Bezirksausschusses und des Oberverwaltungsgerichts in der Klagefache des Magistrats wider das Polizeipräsidium wegen verweigerter Erlaubnis zum Bau eines Eingangsportals zum Friedhof der Märzgefallenen, und zwar mit der hinzugefügten Bemerkung: " Wir haben beschlossen, von der Vorlegung eines neuen Bauprojettes für ein Friedhofsportal Abstand zu nehmen und die Part- Deputation zu beauftragen, den Friedhof in einen angemessenen Zustand zu versezzen und darin zu erhalten." als die Die Seejungfern. Der Vorstand des Allgemeinen deutschen Frauenvereins, der im Vorjahr für den Weltfrieden eine Kund- in Ostrau- Karwin ist in das entscheidende Stadium getreten. Wie Aus Wien wird uns vom 7. Februar geschrieben: Der Streit gebung veranstaltete, erläßt jett- Abwechslung nuß sein! einen schon telegraphisch berichtet, ist gestern ein Einigungsamt in begeisterten Aufruf zu Gunsten der Flotte. Bugige Damen- diese bürgerlichen Frauenrechtlerinnen! Oder der Vorsitzende, Abg. Freiherr d'Elvert mitteilte. Eine Einigung Teschen zusammengetreten auf Ersuchen der Regierung, wie find sie auch von dem Aberglauben der Freifinnigen Vereinigung" über die Forderung der Acht stundenschicht ist gänzlich ausangesteckt, daß sie auf diese Weise regierungsfähig werden könnten geschlossen; ! Stadtv. Nose now: Es wäre sehr interessant gewesen, nicht Da müssen sie schon einige Kundgebungen gegen den Umsturz und den Vertagungsvorschlag der Regierung zu acceptieren oder fennen zu lernen. Daß der Polizeipräsident die Teilnehmer an den stehen vielmehr vor der Wahl, bloß die Erkenntnisse, sondern auch die Klageschrift des Magistrats für Kirchenbauten nachfolgen lassen, und auch das wird ihnen nichts aber den Streik fortzuführen. Die Regierung ist nämlich, wie der Kämpfen des Helfen! 18. März als Empörer bezeichnet, muß Vorsitzende über direktes Ersuchen des Ministerpräsidenten mitteilte, gerade in diesen Tagen 100 vir das fünfzigjährige Interessante Streiflichter auf unsere Rechtsprechung wurden zu dem Entschlusse gekommen, zur Durchführung der Lösung der Jubiläum der Verfassung feiern, in einer Verhandlung geworfen, die am Dienstag vor der Straf- Frage einer Kürzung der Arbeitszeit im Bergbau Wirkung des 18. März gewesen ist, eigentümlich berühren. kammer des Königsberger Landgerichts stattfand. Es hatte sich, spätestens am 1. März eine kommission na chien Diese Empörer" leben ja zum Teil noch und nehmen unter uns wie uns aus Königsberg geschrieben wird und wie in der einzuberufen, die aus Vertretern der Behörde, der unter die geachtetsten kommunalen Vertrauensstellen ein.( Sehr richtig!) vorigen Nummer bereits gemeldet, der Verleger Rafutt des social- nehmer und der Arbeiter zusammengesetzt werden und die Die Magistratskommission hat doch wohl auch nicht der Revolution demokratischen Agitationskalenders„ Ostpreußischer Landbote" für 1899 Aufgabe haben wird, die Bedingungen festzustellen, unter denen die ein Denkmal segen wollen, als sie beschloß, einen Dentwegen Veleidigung der Herren Graf zu Dohna Wundladen, Graf Erhebungen gepflogen werden sollen, um ein Gesetz über die stein für die Gefallenen zu errichten. Die Kommission von Klindo w ström- Korladen, Geh. Regierungsrat Reich- Verkürzung der Arbeitszeit im Bergbau vor ist zwar nicht der Magistrat, aber jener Beschluß liegt boch Meyken und Freiherr von Tettau- Tolls nochmals zu verantworten. 3ubereiten." vor, und insofern hat das Ober- Verwaltungsgericht in seinem Das Reichsgericht hatte ein früheres Urteil desselben Gerichts soweit Wie man sieht, ist das nicht viel: statt der Erfüllung ein fehr Simm recht, daß eine gewisse Ehrung der Revolution auch von aufgehoben, wie der Angeklagte von Strafe freigesprochen wurde, verklausuliertes Versprechen. Ob sich die Arbeiter mit dieser feiten des Magistrats beabsichtigt gewesen ist. Man hat weiter weil er wegen des Kalenders schon einmal verurteilt ist. Bertröftung zufrieden geben werden, wird nur aus dem Maße der in Bezug genommen auf die Reden in dieser Versammlung von LangerDer Staatsanwalt wollte den Angeklagten, der aus dem Gefängnis der Lohnfrage gewährten Konzessionen zu entscheiden sein. Was hans, Singer, Perls und mir, der ich allerdings auch eine Ehrung vorgeführt wurde, wo er drei Strafen von insgesamt neun Monaten die Gewerke in dieser Hinsicht thun werden, wird in der heutigen der Gefallenen als Absicht des Denkmals betont habe. Hat denn verbüßt, mit zwei Monaten Gefängnis Buſabstrafe bedacht wissen, Sigung des Einigungsamts gefagt werden. Wie erinnerlich, haben nicht 1848 der Magistrat und auch der König felbst diesen trotzdem Rakutt bei Begehung der zur Aburteilung stehenden Straf die Gewerke, als anfangs Januar der Streit in zwei Schächten Gefallenen feierlich Ehre erwiesen?( Buruf: Der Not gethat noch unbestraft war. Das Urteil lautete auf eine Zusatzstrafe ausgebrochen war, eine allgemeine Lohnaufbesserung zu- horchend!) Am 18. März 1898 haben die Bürger, das Volt von einem Monat Gefängnis und Publikationsbefugnis für die gestanden, die freilich nicht eindringlich genug war, um den Aus- von Berlin trotz des Eingreifens der Polizei, welche die Beleidigten in einer ganzen Anzahl Blätter. bruch des Generalstreits zu beschwören. Damals wurde den Ar- Niederlegung des Kranzes verhinderte, die musterhafteste Ruhe be Durch den Verteidiger, Rechtsanwalt Hugo Haase, wurde in beitern eine fünfprozentige Lohnerhöhung, freies Geleuchte und die wahrt und keinerlei revolutionäre Anwandlungen gehabt. Es giebt der Verhandlung die interessante Vorgeschichte des Prozesses, Deputattohle fongediert. Es heißt, daß dazu eine weitere Lohn auch Erkenntnisse höchster Gerichtshöfe, welche vom Volte nicht verdie in ihren Einzelheiten noch nicht ganz bekannt war, aufgedeckt. erhöhung und die dreimalige Lohnzahlung bis jetzt geschieht die standen werden. So klar ist dem Bolizeipräsidenten doch auch nicht Aus den Akten wurde festgestellt, daß am 9. Januar 1899 vom Abrechnung vierzehntägig, wogegen die Arbeiter eine wöchentliche sein Recht gewesen, die Ban- Erlaubnis zu versagen, sonst hätte er Vorstand der ostpreußischen Landwirtschaftskammer Strafantrag ge- verlangen trefen sollen. Die Möglichkeit der Annahme nicht so lange Zeit sich darauf besonnen. Jetzt sind wir unterlegen; stellt wurde. In dem Schreiben war ausgeführt, daß die vier dieser Vorschläge hängt bei den Arbeitern von der Höhe aber es ist doch viel besser, endlich reinen Tisch vor sich zu sehen, als unterzeichneten Borstandsmitglieder persönlich den Strafantrag der Lohnaufbesserung ab; wenn die Getverfe da daß man wie nach 1848 das damals beschlossene Denkmal zu dem ihrigen machten, wenn bom Gericht der Bor nicht eine ins Gewicht fallende Konzession machen, so scheint ein in den Akten versumpfen läßt. Das Denkmal, welches jetzt errichtet stand der Landwirtschaftskammer nicht für genügend legitimiert Ausgleich nicht leicht denkbar. Die Konzeffionen müssen derartige ist in unseren Herzen durch diese Vorgänge feit 2 Jahren, ist vorzur Stellung des Strafantrags erachtet werden sollte. Wie fein, daß sie der Arbeiterschaft, nicht allein den Vertrauens- handen und kann in Ewigkeit nicht verboten werden. Der Magistrat der Verteidiger, ohne Widerspruch zu finden, feststellte, hat sich männern, als das im Augenblicke Erreichbarel wirklich erscheinen. hat ganz recht, wenn er jetzt fein neues Bauprojekt vorlegt. Die der Erste Staatsanwalt Hepner nicht veranlaßt gefühlt, In den übrigen Streifrevieren ist die Situation unverändert; Märzgefallenen werden jetzt mehr denn je geehrt werden. Wir in der Angelegenheit etwas zu thun. Monate vergingen. Da unverändert auch die nichtsnugige Haltung der Behörden, die eine nehmen Kenntnis von den Erkenntnissen mit dem Bedauern, daß schlug im Herrenhause Graf Klindowström Lärm, weil Polizei Berhöhnung der Geseze entwickeln, die an die schlimmsten Badeni- solche Erkenntnisse möglich find. und Gericht in Königsberg nicht auf dem Bosten seien. Der Tage gemahnt. Stadtv. Pfannkuch: Zu Nevolutionen stehen wir anders als Justizminister nahm den Staatsanwalt ausdrücklich in Schutz; derselbe the im die große Mehrzahl der Versammlung. Wir erkennen das Recht vollen Umfange seine Pflicht, wie ver- Der Ausstand der böhmischen Bergarbeiter hat auch auf die der Revolution an, und auch der Liberalismus hatte einmal schiedene hohe Strafen gegen die" Boltsttibüne" zeigten, gegen Bezirke Zeitz- Weißenfels und Meuselwitz- Rofiz Einfluß; da in eine Periode, in der es ihm dienlich schien, dies Recht anzuerkennen. den Kalender sei nichts zu machen, da derselbe mit inferna- Böhmen die Kohlen fehlen, so gehen die Bestellungen massenhaft an Die Quinteffenz liegt in dem Urteil des Ober- Verwaltungsgerichts. Tischer Geschicklichkeit abgefaßt jei. Wieder verging einige Zeit; die Werte dieser Bezirke. Viele Gruben ließen Ueberschichten machen. Recht schonend ist dem Magistrat das Beugnis ausgestellt, daß man plöglich, wenige Tage vor Eintritt der Verjährung, veranlaßte der Daraufhin haben die Bertrauensleute dieser Bergarbeiter sich dahin ihn nicht im Verdacht habe, er könne irgendwie mit der Revolution Staatsanwalt die erste richterliche Handlung, die am 23. Juni ausgesprochen, daß die Ueberstundenarbeit einzustellen ist und dafür sympathifieren. Anders kommt die Versammlung weg; sie ervorgenommen wurde, also 5/2 Monate, nachdem der Straf- Sorge getragen wird, daß die stohlenförderung nach Böhmen freut sich dieses Wohlwollens nicht; im Gegenteil, es werden antrag gestellt war. In der Polemik mit dem Verteidiger möglichst eingestellt wird. Ju Bergarbeiter- Bersammlungen, alle Stellen des Urteils des Bezirksausschusses herangezogen, entschlüpfte dem Staatsanwalt das Eingeständnis, daß allerdings die in den letzten Tagen stattfanden, wurde wiederholt die Ansicht um zu beweisen. daß es die Absicht der Versammlung längere Zeit Zweifel bestanden haben, ob ein Verfahren laut, auch hier die Arbeit einzustellen; das ist nun bis jetzt ver- war, eine Ehrung der Märzgefallenen herbeizuführen. Uns, meinen gegen den Angeklagten rechtlich zulässig set. hindert, aber es scheint doch auf die Werkbefizer von Einfluß Freunden und mir, kam es selbstverständlich dabei auf eine Ehrung Wie die folgenden Vorgänge gezeigt haben, sind diese Zweifel gewefen zu sein, denn die des Meuselwißer Bezirks hatten in letzter des Andenkens der Märzgefallenen an, und kommt die Sache wieder überwunden. Welche Einflüsse mögen dazu beigetragen haben? Woche eine Sigung, die sich mit der gegenwärtigen Lage auf die Tagesordnung, so werden wir alles thun, um durchzusetzen, Nicht die Absicht der Das Befinden des Abg. Dr. Lieber bietet keine Hoffnung bei mehreren Grubenverwaltungen vorstellig wurde, ist erklärt Ehrung aber entscheidet nach der Meinung des Ober- Berwaltungsbeschäftigte. Einer Abordnung der Bergarbeiter, die am Montag daß sie diese Ehrung auch erhalten. auf Genesung mehr. Die Germania" bezeichnet seinen Zustand als worden, бар man, so lange in Böhmen der gerichts für den Polizeipräsidenten und dessen Haltung, sondern , im höchsten Maße bejorgniserregend". Ausstand dauere, Ueberschichten nicht machen die Art der Wirkung des beabsichtigten Portals nach außen hin; nicht liefere. Die Lieferungen erfolgen nur an die Firmen, durch dieses Portal unmittelbar in Gefahr geriete. Ich weiß wirklich laise, daß man ferner nach Böhmen Kohlen es würde dahin gewirkt haben, daß die öffentliche Ruhe und Ordnung mit denen man jahrelang in Verbindung stehe. Es ist also doch an- nicht, wie bei den Machtmitteln der Polizei und der starken Garnison zunehmen, daß den Werkbesizern die Nachteile, die ihnen der von Berlin eine unmittelbare Gefährdung der öffentlichen 1897er Streit brachte, noch in lebhafter Erinnerung sind. Muhe, Ordnung und Sicherheit durch diesen Bau herbeigeführt wird. über zu nehmende Maßnahmen gefaßt, die Stimmung in Berg- handlung in uns Freude erregt, dann ist es der Umstand, Im Zeiz- Weißenfelser Bezirk wird in dieser Woche Beschluß Das begreife, wer fann. Wenn etwas an dem Gange der Verarbeiterkreisen ist sehr für den Streif. Möglich, daß die beabsichtigten daß dadurch dieses Gefühl für das Andenken wiederum Forderungen schon jetzt eingereicht werden. Hoffentlich lassen die übergegangen ist auf einen Teil der bürgerlichen Parteien; ich Besizer es nicht wieder zum Stampf kommen und bewilligen den begrüße fie dazu und wünsche, daß diefes bißchen Rückenftärkung Arbeitern, was sie fordern. vorhalten möge für fünftige Fälle. Auch wir halten, nachdem es Schmuck für das Baſſendſte und Ehrendſte, was den Märzgefallenen möglich geworden ist, ein Portal zu erbauen, den gärtnerischen noch geboten werden fan. Meine Parteigenoffen find nach dieser och geboten werden kann. Meine Parteigenoffen sind nach dieser " Die diesjährige Volkszählung wird am 1. Dezember statt finden. Die Entwürfe für die Zählung haben bereits dem Bunde& rat vorgelegen. Derselbe überwies in seiner Sigung am Donnerstag Die Vorlage betreffend die Entwürfe für die Volkszählung, die landund forstwirtschaftlichen Aufnahmen und die Vornahme einer Viehzählung im Jahre 1900 den zuständigen Ausschüssen, ebenso die Vorlage betreffend einen Gesetzentwurf über die militärische Strafrechtspflege im Siautschou- Gebiete. Zum Präsidenten der Sechandlung ist der Geh. Oberfinanztat Havenstein ernannt worden. 4 1 * Die Reichsfahne in Bayern. Die„ Münchener Poſt" schreibt: Arbeiterversammlungen ertiärten, im Streit auszuhalten, weil die Mährisch Oftran, 8. Februar. Sämtliche heute abgehaltenen „ Auch du Brutus. Das Kultusministerium hat an die Konzessionen der Werksbefizer ungenügend seien, und eine Betition Universitäten, Gymnasien und Regierungen einen Erlaß hinaus ge- an die Regierung zu richten, das Parlament fofort einzuberufen, geben, wonach fünftig nur am Namens- und Geburtsfest des damit legteres ein Gesetz, betreffend die Kürzung der Arbeitszeit, Prinz Regenten, Namens- und Geburtsfest des Königs rasch beschließe, dann werde der Streit aufhören. Otto und an Fronleichnam offiziell geflaggt werden soll. Troppau, 8. Februar.( W. T. B.) In der heute stattgehabten -Eine ähnliche Entschließung soll auch von den übrigen Civil- Versammlung der Bergarbeiter wurde einstimmig eine Resolution ministerien erlassen worden sein. Die Münchener Neuesten angenommen, in denen die Bergarbeiter sich mit dem Vorgehen der Nachrichten" sind darüber untröstlich und beabsichtigen, nach Preußen Delegierten bei dem Einigungsamte einverstanden und mit ihnen auszuwandern." solidarisch erklären. Die Erklärung der Regierung wirde für die Regentenbeleidigung. Der 62 Jahre alte Schneider Jofeph Beendigung des Streits als ungeeignet bezeichnet, da gefordert 8wad in München wurde am 14. Dezember beim Betteln be- werde, daß die Arbeiter ihre wichtigste Forderung gegen ein unsicheres troffen und zu zwei Tagen Haft verurteilt. Da nach Abbüßung Versprechen aufgeben sollen. Die Arbeiter bestünden auf den Acht: feiner Strafe feine Ausweisung aus München erfolgte, stieß er aus stundentag und würden sich durch keine andren Zugeständnisse verAerger hierüber gegen die Person des Prinzregenten und leiten lassen, diese Forderung aufzugeben. den Polizeifunktionär Grasmüller beleidigende Aeußerungen aus, was mit zwei Monaten Stadelheim gesühnt wurde. Ausland. Oestreich Ungarn. Kommunales. Stadtverorducten Versammlung. 6. Sigung vom Donnerstag, den 8. Februar, nachmittags 5 11 hr. Von der Verständigungskonferenz. In der ant Mittwoch In der ant Mittwoch Zunächst werden in gemeinschaftlicher Sigung des Magistrats stattgehabten ersten Sigung der böhmischen Abteilung der und der Stadtverordneten unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Berständigungstonferenz teilte der Ministerpräsident mit, daß die Kirschner die vier stellvertretenden Mitglieder des Bezirksdeutschvolfliche Abgeordnetengruppe gegen die Einführung einer ausschiffes nengewählt. Die Wahl fällt auf die Herren Baumeister zweiter Landessprache im Egerer und Ascher Gebiete Verwahrung Koch, Bantier Bittmann, Generaldirektor Heil und Kaufmann Maaß. eingelegt habe; sodann wurde die Regelung der Sprachenfrage bei den autonomen Behörden Böhmens besprochen. Die Konferenz be= Darauf geht die Versammlung an ihre eignen Geschäfte. Tie Ausschüsse für die Vorlage wegen Errichtung eines Pflegeschloß die Einsetzung eines Subkomite es zur Erörterung der Hauses für Ehepaare bei der Siechenanstalt an der Fröbelstraße und Fragen, über die feine Einigung erzielt worden. Die nächste für die Anträge betreffs Erhöhung der Alterszulagen für das Sigung der böhmischen Abteilung, in welcher die Landtags- Gemeindeschul- Lehrpersonal sind zusammengetreten. Dem ersteren wahlreform in Böhmen besprochen werden wird, findet am Freitag gehört auch Stadtv. Dr. Freudenberg, dem legteren Stadtvv. statt. Singer und Borgmann an. England. Die Konstituierung der ständigen Ausschüsse hat nunmehr endLondon, 8. Februar. Unterhaus. Barlamentssekretär des lich auch stattgefunden. Kriegsamts Wyndham stellt fest, daß 2283 Offiziere und Soldaten Zur Ausfüllung der mehrfachen in den Deputationen feit seit Beginn des Krieges vermißt werden. Die Regierung wisse Beginn des neuen Jahres entstandenen Lücken sind eine Reihe von nicht genau, wie viele davon sich als Gefangene in Pretoria be- Ergänzungswahlen vorzunehmen. finden. Richtung mit dem Magistrat einverstanden. bleiben sprachlos. Damit schließt die Besprechung. Die beiden andern Fraktionen Behufs Herstellung einer neuen Ufereinfaffung auf dem linksfeitigen Ufer des Spreeschleusentanals zwischen Schleusenund Schloßbrücke und Begradigung der uferlinie dafelbst soll ein Austausch von Wasser und Straßenflächen stattfinden und gleichzeitig zur Erweiterung der Zufahrt zum Sintel. Play vom Blag am Beughause" her durch eine Beseitigung der scharfen Ede ein Landstreifen vom Vorgarten der Komman bantur von 5 Quadratmeter erworben werden; zu dem Kaufpreise von 250 M. für den Quadratmeter soll jedoch die Stadt nur 100, der preußische Fiskus 150 M. beitragen. " Die Versammlung beschließt ohne Debatte der Vorlage ent sprechend. Die Weiterverpachtung des Schlosses Gütergoz an die Landes- Versicherungsanstalt Berlin als Heilstätte( bis zur Vollendung der von der Anstalt bei Beelitz errichteten umfangreichen Heilstättenanlage) bis zum 1. April 1902 soll unter der Bedingung genehmigt werden, daß die Stadt die fäufliche Uebernahme des Inventars bei der lebergabe zum Nenanschaffungspreise mit 25 Proz. Abschlag fordern kann und daß im Falle der Räumung vor dem 1. April 1902 das Schloß ohne Pachtnachlaß sofort an die Stadt zur Bemugung zurückgegeben wird. Auch hier wird ohne Debatte dem Magistratsantrage zugestimmt. Nach einem Antrag üben, den alle liberalen Fraktionen unterzeichnet haben, soll der Magistrat ersucht werden, mit der Verfammlung in gemischter Deputation darüber in Beratung zu treten, ob es nicht dringend nötig sei, die Koch anstalt usw. auf dem Schlachthof nicht mehr zu verpachten, sondern nach Ablauf der Bachtverträge in eigene Verwaltung zu nehmen. Ferner die von der Polizei beschlagnahmten Schlachttiere und Teile derselben nicht mehr der Abdeckerei zu übergeben, sondern auf den Schlachthofe sogleich verbrennen zu laffen, damit in Zukunft die wiederholt vorgekommenen un angenehmen Vorfälle ganz unmöglich gemacht werden. Der Antragsteller verwahrt sich zunächst dagegen, als ob der Antrag ein Mißtrauensvotum gegen den Magistrat bedeute, führt dann aber aus, daß die aufgetretenen Mißstände die schärfste Aufmerksamkeit der städtischen Behörden herausfordern. Ju andren in die Bau- Deputation: Stadtv. Wolff durch Accla- Städten sei teilweise schon jetzt ein besseres Verfahren in Anmation; durch Stimmzettel Es werden gewählt: = in die Grundeigentums Deputation: Iuth mit 63 gegen Stadtv. Frid mit 53 Stimmen; Stadtv. wending. Stadtv. Dinse wendet sich gegen einen Artikel der Deutschen Fleischerzeit ng", der den Antragstellern Sachkunde abspricht und den Antrag abfällig beurteilt. Der Ausbruck berbrennen" sei nicht so wörtlid, zu nehmen, aber jedenfalls sei es vom Uebel, die Konfistate ert nach der Abdeckerei schaffen zu lassen; diese lettere hätte bei den chiveren Belästigungen, die sie über ihre ganze Nachbarschaft im Norden bringe, längst verschwinden sollen. Unterstaatssekretär des Aeußern Brodrick erklärt, in der Zusatzfonvention zum Clayton Bulwer Vertrage, welche am 5. d. M. in Washington unterzeichnet wurde, und welche er hier auf den Tisch des Hauses niederlege, sei von Kompensationen nicht die Rede gewesen. Die Vorteile der früheren Konvention bezüglich der Neu- in die Park- und Garten- Deputation: Etadtv. Zubeil tralität des Kanals und des Schutzes des Handels seien völlig mit 98 und Windler mit 94 Stimmen; aufrechterhalten worden. Weiter erklärt Brodric, sechs Magim- in die Schul Deputation: Stadtv. Cassel mit 01 von geschüße seien unter Zustimmung Lord Cromers und des Sirdars 119 Stimmen. Für das zweite zu wählende Mitglied werden abvon Egypten für die Truppen in Südafrika abgegangen, diefelben gegeben 59 Stimmen für den Stadtv. Wienftruck, 45 für Singer, würden aus England ersetzt werden. Der deutsche Dampfer 26 für Perls, 5 für Neumann, 1 zersplittert. Es ist teine absolute Stadtv. card verlangt unter mehrfacher Zustimmung, daß „ Herzog" fei unter dem Verdacht, Konterbande zu Mehrheit erreicht; die notwendige Stichwahl schlägt der Vorsteher führen, angehalten und nach Durban gebracht, auf Befehl vor, erft in nächster Sigung vorzunehmen. Die Versammlung der britischen Regierung aber wieder freigegeben worden, da stimmt zu. Stadtv. Singer ruft: 3 fann warten!( Stürmische eine summarische Durchsuchung weber Kanonen, noch Munition andauernde Seiterfeit.) die Bölel- und Kochanstalt dem Privatbetrieb entzogen wird. Die Verwertung des gekochten Fleisches sei bisher auch nicht in der richtigen Weise erfolgt; man sollte doch endlich auf dem Berliner Schlachthofe eine Freibaut errichten. führt hatte. ( Seiterkeit.) Aus der Frauenbewegung. Gewerbeaufsicht durch Frauen. " Südafrikanischer Krieg. folge von Krankheit und Schwäche zum Kriegsdienst untauglich sind. Die Garnison lebt nur noch von Konserven, wodurch die 8ahl der Kranten täglich vergrößert wird. * Stadtrat Hübner: Die Anstalt ist eine Privateinrichtung,| lastet eine Baubeschränkung bedeutenderer Art, auf welche auch der die seiner Zeit die Viehversicherungs- Gesellschaft geschaffen hat. Die Bauplan Rücksicht nehmen müßte. Die jetzigen Befizer haben das Polizei hat darüber zu entscheiden, ob die beanstandeten Stücke ge- Haus erst ganz kurze Zeit im Besiz. Auch hierüber näheren Auf- Daß es dem General Buller doch noch einmal gelungen ist, tocht oder sterilisiert werden können usw. Der städtischen Verschluß zu bekommen, wäre erwünscht. Darum beantrage ich Aus- den Tugela zu überschreiten, konnten wir bereits gestern melden. waltung geht das nichts alt. Die Anlage einer Verschußberatung. Ob es aber den britischen Truppen wirklich gelingen wird, das heiß nichtungsanstalt ist seiner Zeit Zeit beschlossen gewesen hat Nachdem noch Stadty. Fasquel, Stadtrat Mamrotherstrebte& a dysmith zu erreichen, das ist vorläufig noch sehr zweifelaber nicht zur Ausführung gelangen können, weil ein Stadtv. Kyllmann und der Stadtv. Singer nochmals zu in der Gegend des Bichhofs interessierter Grundbesiger gegen den Sache gesprochen, wird in namentlicher Abstimmung die haft. Verſtändlich ist es freilich, wenn von den Engländern das Aeußerſte betreffenden Beschluß des Potsdamer Stadtausschusses Beschwerde ge- Stadtv. Singer beantragt, die Einſegung eines Ausschusses mit daran gesetzt wird, die Besatzung von Ladysmith zu befreien. Macht 42 gegen 41 Stimmen beschlossen. doch das englische Kriegsamt heute selber bekannt, daß sich in LadyStadtv. Wilke: Uns erscheint eine gründliche Untersuchung der Der Ausschuß wird sofort ernannt; ihm gehören auch Stadtvv. smith noch 8000 Soldaten befinden, von denen jedoch 3000 inSache unumgänglich. Bei der letzten Verpachtung wurde übrigens an- Singer und Pfannkuch an. geregt, ob die lebernahme der Anstalt in städtische Regie nicht durchführbar Schluß 9 Uhr. jei. Woher kommen denn solche Schweinereien"? Es ist mit diesem Fleisch sehr viel zu verdienen. Es sind Gerüchte gegangen, daß ein Kollege von uns sehr viel dabei verdient hat; und nun hat der Ueber den Vormarsch Bullers und die Ueberschreitung jezige Unternehmer, unbekümmert um die Gesundheit seiner Mitdes Flusses liegen uns heute die folgenden aus englischer Quelle bürger, möglichst viel aus diefem Unternehmen herauszuschlagen gesucht. Wenn man die Sache städtisch macht und die Beamten auskömmlich die amtlichen Mitteilungen aus den Berichten der Gewerbe- AufsichtsUeber die Entwicklung der Gewerbe- Aufsicht durch Frauen geben stammenden telegraphischen Meldungen vor: bezahlt, damit fie gegen Bestechungsversuche gefeit sind, so kämen Spearmans Lager, 7. Februar. Buller begann den Vormarsch Die Schiffsgeschütze wir viel weiter. Die Prüfung dieser Frage scheint mir auch der beamten für 1898 einige Thatsachen. Danach waren in Bayern zum Entsatze von Ladysmith am Montag. 3wed des Antrags. Wahrscheinlich haben den Herren Kollegen, die zwei Assistentinnen mit beſtimmt abgegrenzten Befugnissen angestellt. eröffneten das Feuer um 7 Uhr morgens. Es wurde ein Scheinden Antrag gestellt haben, die Frauen zu Hause etwas eingeheizt. Es ist ihnen zunächst die Revision der Betriebe mit ausschließlich oder angriff im Centrum der englischen Stellung von drei Bataillonen vorwiegend weiblicher Arbeiterschaft zugewiesen, zugleich aber ihre Stadtv. Langerhans: Den Magistrat trifft keine Schuld, anderweite Verwendung offengelaffen. Bei den Revisionen haben sie die ausgeführt, welche mit sechs Batterien auf Bratfontein vorgingen. aber die Einrichtungen sind thatsächlich unzureichend. Jeder von Befugnisse und Rechte der Gewerbe- Aufsichtsbeamten. Sie unterstehen Um 11 Uhr vormittags eröffneten die Boeren das Feuer mit Artillerie Ihnen, der Wurst iẞt, kann von den Wirkungen dieser Betrügereien der Aufsicht des Inspektors ihres Wohnfiges und erhalten von ihm An- und warfen einige Granaten auf die britische Infanterie, welche betroffen werden. Es ist unsre Pflicht, nach Mitteln zu suchen, wie weisung für ihre Revisionsthätigkeit. Ueber das Ergebnis der Re- sich eine Stunde später zurückzog. Inzwischen unternahmen die dem Uebelstand begegnet werden kann. visionen berichten sie dem vorgesetzten Inspektor. Mit den Betriebs- Engländer auf dem äußersten rechten Flügel einen heftigen Angriff. Oberbürgermeister Kirschner: Wir sind keineswegs gegen eine revifionen haben die Funktionärinnen" in der Weise begonnen, daß Die britischen Pioniere errichteten mit großer Schnelligkeit eine gemischte Deputation. Ich glaube, die Zustimmung des Wagistrats je die drei ersten Revisionen in den einzelnen Regierungsbezirken Bontonbrüde, während mehrere Geschütze, welche zwischen zu dem Antrage, wenn er angenommen wird, in. Aussicht stellen zu in Begleitung des zuständigen Inspektors erfolgten. Der Erfolg den Bäumen des Swartstop standen, die Stellung der Boeren lönnen. Die Verwaltung hat mit dem betreffenden Vorgang nichts ihrer Thätigkeit wird in den Berichten der Inspektoren als zufrieden heftig beschossen. Dann ging die britische Infanterie vor, die den Bäumen des Swartskop standen, die Stellung der Boeren zu thun; daß er die Bürgerschaft sehr wohl angeht, habe ich schon stellend bezeichnet. In der Einleitung zu dem auch bereits bei der ersten Gelegenheit selbst bekundet. vorliegenden Boeren wurden völlig überrascht. Gegen 4 Uhr nachmittags wurde Stadtv. Heilmann: Bei der Sache wird nicht viel heraus- bayrischen Bericht für 1899 wird mitgeteilt, daß die beiden Funk- ein hoher Berg, der den Namen Kranz kloof trägt und die tommen; auch ist sie viel zu ſehr aufgebauscht worden.( Wider- Von den Fabriken mit ausschließlich oder vorwiegend weiblichen Heute früh wurde die Beschießung der Stellung der Boeren wieder tionärinnen in diesem Jahre im ganzen 857 Revisionen ausführten. Verlängerung des Brakfonteiner Bergrückens bildet, genommen. spruch.) Die sofortige Vernichtung des beanstandeten Fleisches würde einen großen Teil des Nationalvermögens zerstören und die Fleisch- Arbeitern wurden im 1. Bezirk 55 Proz. und im 2. Bezirk 62,6 Proz. aufgenommen. Der Feind schaffte seine Geschütze von dem hohen preise um 50 Proz. in die Höhe treiben.( Widerspruch.) inspiziert. Besonders wurden die weiblichen Gehilfen zu den Er- Bergrücken Doornkloof, zur Rechten des Kranzkloofberges, fort; die Der Antrag üben wird fast einstimmig angehebungen über die Arbeit der verheirateten Frauen in den Fabriken englischen Granaten schlugen dort ein und jetzten ein Magazin herangezogen. Die Aufnahme der Beamtinnen durch die UnterFür die Verlängerung des Fußsteges am Bahnhof nehmer soll im allgemeinen befriedigend, großenteils jogar entgegen- geschütz der Boeren außer Thätigkeit. Das Gewehrfeuer dauerte bis spät in den Tag hinein mit Zwischenräumen an, bis am Nach Butligstraße bis zum Südufer ist ein neues Projekt auf- tommend gewesen sein. Nach den Berichten für 1898 waren ferner im Großherzogtum mittag die Boeren den energischen Versuch machten, den Kranzkloofgestellt, welches gegen die ſchon am 15. Dezember 1898 bewilligteneffen alvei weibliche„ Hilfskräfte“ mit den Amtsfiyen in Offen- berg zurückzunehmen. Jetzt griffen die britiſchen Verstärkungen mit 20 000 M. 11 000 m. mehr erfordert. Der neue Entwurf umgeht zwei das Bialonsche Fabrikgrundstück, da Herr Bialon ganz immens hohe bach und Mainz angestellt. Sie sind nicht befugt, selbständige An- lauten Hurrarufen ein; der Feind wurde zurückgeworfen, worauf Forderungen für die Mitbenutzung eines Streifens dieses Grundstücks ordnungen zu treffen, müssen vielmehr dem zuständigen Inspektor die Engländer längs des Bergrückens vorrückten. In dem Bericht gefordert hat und das Enteignungsverfahren auch keine Aussicht auf aus dem Bezirk Offenbach wird ausgeführt, daß weibliche Beamte folgenden Mitteilungen zu: Die Stellung der Boeren, die sich auf über ihre Wahrnehmungen regelmäßig berichten. Den„ Times" gehen ebenfalls aus Spearmans Lager die Die Vorlage wird nach kurzer Besprechung angenommen. mehr als männliche geeignet erscheinen, die sittliche Stellung der Ar- einer Bergkette befand, war start verschanzt und dehnte sich Im Betrieb der Sparkasse sind seit einigen Monaten die beiden beiterinnen zu den Arbeitgebern und zu den mit den Arbeiterinnen vom Spiontop drei Meilen nach Osten aus. legten Monatstage auch für das Publikum freigegeben worden. Die zusammen beschäftigten Arbeitern, Aufsehern, Werfführern, Betriebs- Scheinangriff wurde von der Brigade Wynnes ausgeführt und von dadurch für die Beamten erwachsene Mehrarbeit soll für die Zeit von beamten usw. zu beobachten, die Ueberwachung der Bestimmungen fünf Batterien unterstügt, welche das feindliche Feuer auf sich lenkten. Juli- Oktober v. J. vergütet werden. Für die Folge find Vor- der die weiblichen Arbeiter betreffenden Teile der Gewerbe- Ordnung, Den Hauptangriff auf dem rechten Flügel unternahm die Brigade fehrungen getroffen, daß die Beamten die gesamte Arbeit innerhalb namentlich aber die der Bestimmungen des§ 137 Abs. 5 daselbst, Lyttletons. Diese überschritt den Tugela auf einer Pontonbrüde der Dienststunden bewältigen können. welcher von der Beschäftigung der Wöchnerinnen handelt, zu über- und griff den am weitesten nach Süden belegenen Berg an. Stadtv. Ulrich( Antisemit) bittet, es beim alten zu belassen nehmen. Dann erscheint noch die Beobachtung der Lohn-, Wohnungs- Die Boeren, die auf dem Doornkloof Geschüße aufgestellt hatten, und die Beamten nicht zu überlasten. und Ernährungsverhältnisse der Arbeiterinnen, sowie der aus beschossen die britischen Truppen heftig und hinderten sie am der Fabrikthätigkeit der ent weiter Vormarsch. weiblichen Familienmitglieder Die Engländer biwakierten daher auf der Beamte springenden häuslichen Verhältnisse durch weibliche Stelle, wo sie standen. Gestern wurde kein weiterer Vorstoß unternommen. Die Boeren unterhielten auf weite Entferming Granatens geboten. Um aber diesen Zweck zu erreichen, wird es nicht genügen, der Aſſiſtentin vornehmlich diejenigen Betriebe zuzuteilen, fener und es ist nicht leicht, die Stellung ihrer Geschüße zu ent decken. Am Nachmittag machte der Feind einen heftigen Angriff welche Arbeiterinnen in erheblicher Zahl beschäftigen, sondern alle gewerblichen Anlagen, in welchen Arbeiterinnen im Betriebe be- auf die Nordseite des von Lyttleton besetzten Berges und hatte schäftigt werden." auch zunächst Erfolg; als aber die britischen Verstärkungen eintrafen, wurde die Stellung von diesen mit dem Bajonett wieder nommen. Erfolg hat. Die Versammlung beschließt nach dem Magistratsantrage. Die Vorlage wegen des Umbaues der Schnitter- Bara den auf dem Rieselgute Buch hat der Ausschuß genehmigt. Die Bemängelung, daß die Trennungswände der Kabinen nur in halber Höhe aufgeführt werden sollen, hat sich nach Prüfung der Bauzeichnung als unbegründet erwiesen. Dagegen sollen die Treppengeländer zweckmäßiger, als im Plan vorgesehen, aufgeführt werden. Die Vorlage wird angenommen. Für die architektonische Ausschmückung der Brücke im Zuge der Straße Siegmundshof" zum" Neuen Hanjabiertel" find 88 000 m. beantragt. Der Ausschuß hat sich für die Bewilligung entschieden; die definitive Ausführung des Ausschmückungsprojekts foll jedoch bis zur Fertigstellung der Brücke verschoben und alsdann der Versammlung eine neue Vorlage darüber gemacht werden. Die Vorlage wegen Ableitung der Abwässer des Wasserwerts am Tegeler See und der Kanalisationswässer der Gemeinde Tegel in die Spree hat der Ausschuß einstimmig an genommen, da die Stadt, auch wenn schließlich zu einer anderweiten Wasserversorgung dieses Werks geschritten werden müßte, die alten Anlagen noch eine Reihe von Jahren braucht. Es soll also behufs dauernder Beschränkung der Anlieger des Möckeriz- und Nonnengrabens und der faulen Spree durch das Recht der Stadt Berlin zur Einführung und Durchleitung der genannten Abwässer das Enteignungsverfahren durchgeführt werden. genommen. Der Sehr geschickt hat man es in Sachsen- Weimar angefangen, um die Ueberflüssigkeit der weiblichen Aufsicht zu beweisen. Dort hat man schon 1897 zwei ältere Witwen" zur Unterſtügung der Aufſichtsbeamten bei der Besichtigung der Betriebsstätten" zugezogen, Weitere Meldungen über den Fortgang des Kampfes fehlen. die sich auch 1898 an den Besichtigungen beteiligten sowie außer dem durch Erkundigung bei den Arbeiterinnen Kenntnis von etwaigen Vieles scheint davon abzuhängen, ob es den Engländern gelingt, Mißständen zu erhalten suchten". Es seien indes auf diesem Wege den Kranz Kloof zu behaupten. Wenn dies der Fall wäre, nur drei Fälle von Unguträglichkeiten" zu Tage gefördert worden. dann hätten sich die Aussichten auf den Entsatz von Ladysmith geDas ist bei 3500 beschäftigten Fabritarbeiterinnen recht merkwürdig. bessert, denn von dort geht eine dirette Straße nach und da die beiden älteren Witwen" erklärt haben, daß die Verhält- Ladysmith. niffe, unter denen die Arbeiterinnen in den dortigen Fabriken leben, in jeder Beziehung normal und gesund ſowie im Vergleich zu den häuslichen Verhältnissen günstig jeien und zu Klagen kein Anlaß vorliege, so ist der Herr Gewerbe- Inspektor schnell fertig mit dem Schlusse, daß in seinem Bezirke„ die Zuziehung weiblicher Hilfsträfte weder notwendig sei, noch einen Nutzen verspreche. Wir sind allerdings der Meinung, daß sie im Gegenteil sehr viel Nuzen verspricht; wenn man jedoch von der Befähigung der zu gezogenen Frauen nichts weiter zu sagen vermag, als daß sie ältere Witwen seien, so ist der Grund des Mißerfolgs sehr naheDie Vorlage wird angenommen. Der Magistrat macht Mitteilung von der Festsetzung der Schulferien für die Gemeindeschulen; zum erstenmal liegend. find die großen Ferien von vier auf fünf Wochen verlängert. Stadtv. Ulrich 1( liberal) bedauert diese Neuerung, die von der Mehrheit der Versammlung gewiß nicht gebilligt werde und auch von der Schuldeputation nur mit zwei Stimmen Mehrheit angenommen sei. Er wünscht Ausschußberatung. Gewerkschaftliches. Berlin und Imgegend. Rigdorf. Die Parteigenossen und Genosfimmen werden ersucht. Stadtv. Kreitling: An der Sache ist nichts zu ändern; das recht zahlreich in der heute stattfindenden Versammlung deutscher Provinzial- Schulkollegium hat den Beschluß der Deputation gebilligt. Staufleute im Deutschen Wirtshaus, Bergstraße, zu erscheinen. In Es geht damit ein lange von uns gehegter Wunsch in Erfüllung. der Versammlung soll die Angelegenheit des Aronschen Warenhauses Stadtv. Schwalbe ist auch für Ausschußberatung. Der besprochen werden, weshalb es Pflicht der Handlungsgehilfen ist, in Magistrat habe doch kenntnis von der abweichenden Auffassung der der Versammlung zu erscheinen. Versammlung. Der Kollege Singer habe noch vor zwei Jahren Deutsches Reich. schüler ausgesprochen. sich ausdrücklich gegen die Verlängerung der Ferien der Gemeinde- Aus Zwickau wird uns geschrieben: Von hier aus sind unterm 7. d. M. Telegramme in die Welt geschleudert worden, die voll. Stadty. Singer: Ich bin Herrn Schwalbe sehr dankbar, daß ständig unwahre Angaben enthalten. Es wird da behauptet, im er sich auf meine Autorität beruft, und wünschte nur, daß das auch hiesigen Revier feien an sämtlichen Schächten Plakate von Arbeitern sonst geschähe.( Sehr richtig! und Heiterkeit.) Ich stelle mich angeschlagen worden, nach welchen vom Montag, den 12. d. M. ab nicht auf den Standpunkt des Herrn Kreitling, als wenn fein Arbeiter mehr anfahren soll, der Streit sei die Sache fertig sei, nachdem die Schuldeputation ge- damit proklamiert. veröffentlichte Drahtung aus Spearmanslager:" Unser weiterer BorAllerdings lautet eine von der„ Exchange Telegr. Company" marsch ist momentan gehindert, da die Boeren uns von ihren Stellungen auf dem Spionkop und dem Doornkloof der Länge nach beschießen, unsre Verluste werden auf 250 Tote und Verwundete geschätzt." Vom mittleren Kriegsschauplah liegt vorläufig nur die folgende Meldung vor: Kapstadt, 7. Februar. Heute früh begann bei Sterkstroom Gefecht, welches noch andauert. Einzelheiten fehlen. ein Stimmung in England. Wie friegerisch gegenwärtig die Voltsstimmung in England ist, das mußten am Mittwoch unser Genosse Hyndman und der für das Recht der Boeren eintretende Mr. Labouchère erfahren. In einer zum Protest gegen den Krieg in Südafrika in Northampton einberufenen Versammlung, in welcher Hyndman sprechen sollten, tam es zu aufLabouchere und regenden Scenen. Als Labouchère erschien, wurde mit großem Lärm„ Rule Britannia" und God save the Queen" gesungen, sodann wurde die Tribüne gestürmt und Stühle und Tische wurden in den Saal hinabgeworfen. Labouchère, der eine leichte Verletzung am Kopfe erlitt, floh in den Vorraum und verließ von dort aus unter polizeilichem Geleite das Gebäude. Letzte Meldungen. London, 8. Februar. Mehrere Telegramme aus Spearmans Camp von gestern melden, daß bewaffnete Kaffern auf seiten der Boeren am Kampf beteiligt waren. Ein englischer Offizier ist durch einen Kaffer verwundet worden. Abendblätter veröffentlichen ein Telegramm aus dem Lager bei Sterfstroom von heute, welches meldet, daß eine britische Patrouille, bestehend aus einem Sergeanten und 6 Mann der Brabant- Reiterei in einem Scharmützel gestern früh gefangen genommen ist. sprochen hat. Die Gründe fönnten wir uns bon dem Diese Angabe ist erfunden, denn am 7. d. M. mittags fand ersi Magistrat auch schriftlich erbitten, aber um nicht ungefällig zu sein, in 3widau eine große Bergarbeiter Versammlung statt, in welcher werden wir für den Antrag auf Einſegung eines Ausschusses die Lohnforderungen endgültig festgestellt und bis zum 10. d. W. stimmen. Tausende und Abertausende von Kinder können nicht antwort von den Bergwerks- Berwaltungen verlangt wurde. in die Sommerfrische gehen und auch nicht in die Am 11. d. M. sollen dann weitere Versammlungen stattfinden, Ferienkolonien geschickt werden. Da muß die Schuldeputation um die eingegangene Antwort entgegenzunehmen und die weiteren Borkehrungen treffen, um diesen Kindern während der Ferien Maßnahmen zu beschließen. Tehte Nachrichten und Depeschen. unter Aufsicht der Lehrer möglichst Erholung zu gewähren. Das Lügentelegramm erschien in der„ Chemnizer Allgemeinen Dortmund. 8. Februar.( B. H.) Beim Wegnehmen eines ( Bewegung.) Wo sollen die Kinder bleiben? Wollen Sie sie in die Beitung" bereits am 7. d. M., nachmittags als" PrivatHöfe einpferchen? Auf den Straßen werden sie nicht geduldet von telegramm", was um so sonderbarer ist, weil vom genannten Dynamitschusses auf der Zeche" Hardenberg" ging der Schuß zu früh Bolizei wegen. Da muß die Schul- Deputation jüngere Blatt in den Zwickauer Bergarbeiter- Versammlungen ein eigner los. Zwei Berg leute wurden dabei getötet. Lehrer, die gewiß dazu zu haben find, beauftragen, die Kinder Berichterstatter anwesend war. In den meisten Berliner Blättern ins Freie zu führen.( Widerspruch.) Im wesentlichen wird vom 8. d. M. ist das falsche Telegramm auch als„ Privattelegramm" diese Verlängerung der Ferien den Lehrern, nicht den Kindern zu zu finden. Von Arbeitern stammt es gewiß nicht; Schreiber dieses Liebe eingeführt. Ueber der Lehrerschaft steht schließlich die Jugend, kann es nur für Reporter- oder Börsenschwindel ansehen, oder ein und diejenigen Erholungen, welche der Lehrerschaft gewiß gegönnt Manöver, um gegen die Arbeiter zu hezen. werden, müssen sich in dem Rahmen dessen halten, was für die Jugend notwendig ist. Jezzi stehen wir vor einem fait accompli, aber hoffentlich wird die Deputation meine Wünsche in Erwägung nehmen und Einrichtungen treffen, wie sie übrigens in andern Städten Längst existieren. Nachdem Stadtv. Ulrich nochmals für seine Auffassung eingetreten, geht die bez. Magistratsmitteilung an einen Ausschuß. Die Vorlage betr. den speciellen Entwurf zum Neubau einer Heimstätte für 150 Brustkranke in Buch wird mit einem Amendement Cremer angenommen. Troppau, 8. Februar.( B. H.) Der Gemeinderat beschloß eine Resolution, in welcher energisch gegen das czechische Verlangen, die Regelung des sprachlichen Verhältnisses Schlesiens im Sinne des jungczechischen Programms durchzuführen, protestiert wird. Paris, 8. Februar.( W. T. B.) Minister Delcassé schrieb an den Deputierten für Oran, Firmin Faure, er könne dessen AnDer Bergarbeiterstreit im Wurmrevier( Aachen) ist be frage bezüglich einer etwaigen Intervention Italiens in dem Konflikt zwischen England und den füdafrikanischen Republiken nicht an nehmen. Huelva, 8. Februar.( W. T.B.) Ein von Rio Tinto kommender Eisenbahnzug entgleiste auf der Fahrt hierher; drei Bahnbeamte wurden getötet, mehrere Reisende erlitten Verlegungen. Sociales. " Socialdemokratische Steuern und Staatssteuern. Die, Nordd. Peking, 8. Febr.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Gestern Allgem. Zeitung" druckt jetzt unter Berufung auf die Allgem. 8tg." ( München) das" dummie Geschwäß der„ K. K." über das von uns Ende ist ein Editt erlassen werden, durch welches angeordnet wird, daß für vor. Mts. veröffentlichte Haushaltungsbudget eines Maurers ab, fich die Prüfungen zu den Staatsämtern die alten Studien gemäß den Das Grundstück Link str. 7/8 soll für 550 000 M. zur Errich- dabei die jeder Einsicht in die wirklichen Verhältnisse baren Schlüsse Lehren des Konfucius wieder aufgenommen, dagegen die tung einer Filiale der Sparkasse angekauft werden. der K. K." zu eigen machend. Daß wir der„ K. K." schon in unsrer neuen entarteten, irrigen" Studiengegenstände abgeschafft werden Ferner werden für die neue Lehren Strafen allStadtv. Singer: Eine Entlastung der Centrale mag ja Nr. 26 vom 1. Februar so gedient haben, daß sie bis heute darauf sollen. wünschenswert sein; aber wenn sich das Bedürfnis heraus zu antworten vergessen hat, das zu wissen, hat die Nordd. Abg. 8tg." gedroht. Dieses Edikt wird als offene Feindseligkeit gegen die gestellt hat durch die vielen Einzahler aus dem Westen, dann soll ebensowenig nötig, wie die Allg. 8tg.". Sie mögen es nun nach gesamte Wissenschaft des Westens angesehen. Es würde nicht es nicht unmittelbar am Potsdamer Thor liegen, dann muß man lesen und es auch zur Antwort dienen lassen. Ihren Lesern werden überraschen, wenn die seit einiger Zeit in Erwägung stehende Schließung der hiesigen neuen Universität wirklich erfolgen sollte. weiter hinausgehen. Auf dem in Aussicht genommenen Grundstück fie's aber wahrscheinlich nicht mitteilen. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Br. 33. 17. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 9. Februar 1900. Reichstag. 148. Sigung vom 8. Februar 1900, 1 Uhr. Am Bundesratstisch: Reichskanzler Fürst Hohenlohe, Tirpik, Graf Posadowsky, Graf Bülow, Frhr. v. Thielmann, v. Goßler. Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung der Flottenvorlage. fönnen und müssen wir auch ruhig überlegen, in welcher leihen seine Zuflucht genommen, aber es hat sich dabei niemals Weise wir fie bauen. Wir haben den Vorteil für um Bosten von solcher Höhe gehandelt, denn es ist thatsächlich ein uns, daß wir auf dem Boden einer Vorlage stehen und daß dem Millionenpump, der vorgenommen werden soll. Wenn es sich um deutschen Volk der Schutz gewährt ist, den die verbündeten Re- solch exorbitante Ausgaben handelt, müssen wir verlangen, daß für gierungen selber vor zwei Jahren als vollständig genügend Deckung gesorgt wird, und zwar vorher.( Bravo! am Centrum.) und ausreichend anerkannt haben.( Sehr richtig! im Centrum.) Herr Dr. Lieber hat schon im Dezember vorigen Jahres erklärt, daß Der Herr Staatssekretär hat sodann darauf hingewiesen, daß die er gar keine Gewißheit unsrerseits in Aussicht stellen könne, die sämt verbündeten Regierungen so sehr von der Notwendigkeit dieser neuen lichen beinahe 800 Millionen und wenn 16 Jahre herum sind, Vorlage überzeugt gewesen seien, daß sie trotz der Vorlage von werden es wohl mehr fein durch Anleihen zu decken. Wer das Staatssekretär des Reichs- Marine- Amts Tirpit: vor zwei Jahren jetzt mit dieser neuen Vorlage an das Gesetz will, muß auch die Mittel wollen und die Quellen, die dazu Dem gegenüber wäre es führen, er muß also auch die neuen Steuern bewilligen, um diese Bezüglich der Bedeutung einer starken Flotte für Deutschland hohe Haus herangetreten sind. angemessen, die Frage aufzuwerfen: haben denn alle Vorlage durchzuführen. Die Deckungsfrage, um die man wirklich haben die historischen Ereignisse der letzten beiden Jahre eine so der verbündeten Stegierungen diefelbe Meinung gehabt?" so elegant herumgeht, sie ist hier gerade die Hauptsache deutliche Sprache geredet und so aufklärend gewirkt, daß die Not- Die Einigkeit der Regierung scheint mir noch gar nicht zu alten( Sehr richtig! im Centrum), fie muß gelöst werden, ehe wendigkeit einer Verstärkung fast allgemein anerkannt ist. Flotten- Datums zu sein. Ich erinnere nur daran, daß nach dem 18. Oft. 1899 man sich auf die neuen Projette einlassen kann.( Bravo! im Centrum gegner und Flottenfreunde unterscheiden sich wesentlich in den Anfichten über den Umfang, über den Zeitpunkt und über das Tempo nach der vielbesprochenen Rede in Hamburg, die auch im Reichs- und links.) Wer soll aber die neuen Steuern tragen? Die Anfichten über den Umfang, über den Zeitpunkt und über das Tempo Anzeiger" abgedruckt ist, die„ Nordd. Allgem. Big." schrieb: Wie wir schauung meiner Freunde geht dahin: die neuen Steuern müssen die der einzuschlagenden Verstärkung. Die Gründe für eine Verstärkung lassen sich in wenigen Worten von zuverlässiger Seite erfahren, ist der Marine- Etat für das Rech Intereffenten tragen und die leistungsfähigen Schultern, damit sie zusammenfassen. Der Abstand zwischen der militärischen Stärke nungsjahr 1900 abgeschlossen und hält sich im Rahmen des Flotten Gelegenheit erhalten und nach all dem, was man draußen unfrer Nation und derjenigen einzelner fremder Nationen ist so er geseges; eine Novelle zum Flottengesetz ist nicht in Aussicht ge beobachtet, fehnen sie sich ja danach( jehr gut! links) ihren heblich, daß die verbündeten Regierungen darin eine erhebliche Genommen.( Hört! hört! links und im Centrum) Nun muß die Patriotismus auch praktisch zu bethätigen( Bravo! im Centrum links) und sich nicht etiva drücken und nur einfahr für nufre Nation erblicken, und zwar erscheint diese Gefahr um Norddeutsche Allgemeine" diesmal entweder schlecht unterrichtet ge- und tvollent. Die Landbevölkerung und die Arbeiter, so größer, als die wirtschaftliche Stonkurrenz der Mächte nach menschwesen sein oder die Frucht war noch nicht reif oder aber die ber heimsen von ihrem täglichen Lohn leben, dürfen für die lichem Ermessen in den nächsten Jahrzehnten noch zunehmen wird. bündeten Regierungen waren sich noch nicht flar über die die uns nun Kosten dieser Projekte nicht herangezogen werden, die Landwirtschaft marine nicht improvifieren läßt, sondern daß zu ihrer Her Staatssekretär Tirpis gab im Januar 1899 in der Budgetfommission fie Taufende von Arbeitskräften zu ihrer Ausführung benötigt, wostellung viele Jahre nötig sind. Am allerwenigsten läßt fie sie improvifieren in der Stunde der Gefahr. Die Be- wörtlich folgende Erklärung ab: Da aber in der Kommission der durch sich die Leutenot noch steigern wird.( Bravo! rechts.) Bemannung der Schiffe, die Geschwader und ihre Führer laffen einmal an mich herantritt, erkläre ich ausbrüdlich, daß an feiner ftener. Ich begreife es ja, daß die Einzelstaaten in Sorge geraten Wunsch nach einer Erklärung der verbündeten Regierungen noch züglich der Deckungsfrage spricht man von einer Reichserbschaftsfich nicht aus der Erde stampfen. Ebenso bedürfen die Werftanlagen Stelle in irgend einer Weise die Absicht hervorgetreten ist, ein unt ihr heimisches Budget, aber es wäre besser, diese Sorge wäre und Hafeneinrichtungen einer langen Friedensarbeit. Wenn man diese Frage übersehen will, hat man nicht nur die augenblickliche neues Flottengesetz vorzulegen, daß im Gegenteil bei allen in früher gekommen, dann wäre die Vorlage wohl nicht so glatt durch, Lage, in der sich unser Waterland befindet, in Betracht zu ziehen, Betracht kommenden Stellen die festeste Absicht besteht, das Flotten- den Bundesrat gegangen. Die Einzelregierungen lassen bezüglich ſondern man wird auch die voraussichtliche Entwicklung ins Auge gefez auszuführen und die darin vorgesehene Limitierung inne neuer Steuern gern der Stelle den Vortritt, die auch den Vortritt hatte fassen müssen. ( hört! hört! links und im Centrum.) Weiter hat der bei Einbringung dieser Vorlage.( Sehr gut! im Centrum.) Weiter spricht Wenn man sich über die Vermehrung der Flotte flar ist, so Herr Staatssekretär damals erklärt: Sie schaffen Deutschland eine man von Wein, Bier- und Tabatsteuern, auch Monopol- Meiereien handelt es sich zuerst darum, nach welcher Richtung diese Verstärkung Seemacht, gegen die offensiv vorzugehen selbst eine Seemacht ersten gehen bereits um.( Seiterfeit.) Ich will jetzt darauf nicht weiter vor sich gehen soll. Ich habe bereits früher Gelegenheit gehabt zu im Centrum.) Ranges fich dreimal bedenken wird.( Hört! hört! links und eingehen, jedenfalls ist an eine förderfame Behandlung dieser erwähnen, daß wir nicht wissen können, gegen welche Gegner wir Und heute diese Novelle, die nichts mehr Projekte gar nicht zu denken, so lange die Deckungsfrage nicht gelöst einft zu kämpfen haben werden, und daß daher das Nichtigste ist, und nichts weniger will als die Schaffung der Weltflotte als Unter- ist. Diese Frage fam aber im Simme meiner Freunde, auch derfich principiell auf die gefährlichsten Gegner einzurichten. Es wird Tage der Weltpolitik durch Verdoppelung unsrer Flotte unter jenigen, die der Flottenfrage freundlicher gegenüber stehen, nur in immer behauptet, daß wir mehr Kreuzer bauen sollten statt Bindung auf zwei Deceunien hinaus, und das während des bem Sinne gelöst werden, daß die leistungsfähigeren Schultern der Bermehrung der Schlachtflotte. Im Falle eines Krieges Serennats vertreten durch denselben Staatssekretär, der damals herangezogen werden müssen unter Entlastung der Schwachen. müßten aber die Kreuzer ihr Schwergewicht auf die Prisen legen; fagte: Ja, binden sich denn die verbündeten Regierungen nicht auch?( Bravo! im Centrum und links.) Wir wollen diese Frage nicht fie müßten die Prisen versenken und die Mannschaften an Bord Hört, hört! links und im Centrum.) Nach den feierlichen Ver- gelöst sehen im Sinne der in Herrenhaus angenommenen Mirbachschen nehmen, dann würden sie bald überfüllt sein. Oder sie müßten die ficherungen im März 1898 und im Februar 1899 hätte man doch Resolution vom April 1898, die Ausbau der indirekten Steuern ,, Brisen besetzen, so würden sie bald selbst von Mannschaften entblößt der getroffenen Vereinbarung festgehalten würde. Mitbestimmend ja bewußt, daß freiwillige und gedungene Flotteuredner erwarten fönnten, daß wenigstens bis zum Ablauf des Segennats an also Belastung der breiten Massen verlangte. Wir sind uns sein und die Prisen würden voraussichtlich die Häfen nicht erreichen. bei der Bewilligung der Flottenvorlage im Jahre 1898 war doch eben fucht ja jetzt fogar durch gefälschte bischöfliche Loafte auf uns Und wo follen die Kreuzer Kohlen aufnehmen. Während die Kreuzerber Gedanke, bag Stuhe geschaffen werde, wenigstens für sechs Jahre einzuwirken unsren Patriotismus verdächtigen werden. daß sich aber mit den einzelnen Handelsschiffen abgeben, fönnten unfre Stüften mit Leichtigkeit abgeschlossen werden und unsere Weltwirtschaft( Sehr richtig! im Centrum.) An der Vereinbarung ist also nicht feft- fchreckt uns nicht. Die Vorwürfe sind wir gewohnt. Ebenso wenig gehalten worden. Num möchte ich einmal den umgekehrten Fall schreckt uns das heraufbeschworene Gespenst einer ReichstagsWir müssen also unfre Flotte nach der Richtung der Schlacht- egen: Was hätte das für eine Entrüstung gegeben, wenn umgekehrt Auflösung.( Rufe rechts: Na! na!) Machen Sie doch die Probe Wir müssen also unfre Flotte nach der Richtung der Schlacht der Reichstag eine Absetzung der im Gesez von 1898 bewilligten und wir werden sehen, ob Sie dann noch na, na rufen werden. flotte entwickeln. Nur eine solche Flotte bildet die sicherste Friedensgarantie und den besten Schuh, den wir unserm Handel angedeihen Ausgaben verlangt hätte! Wenn der Herr Staatssekretär Tirpib Wir fennen unsre Pflicht, sie ist unser Leitstern, wir handeln, wie Lassen können. Man wird sich darüber keinen Jünfionen hingeben auch diese Vorlage wieder vertritt, so ist das gewiß ein Beweis wir es zum Besten und zum Wohle des gesamten Bolts für notLaffen können. Man wird sich darüber keinen Jünfionen hingeben des Mutes und der Opferwilligkeit( Heiterkeit) feinerseits. Er wird wendig halten.( Lebhafter Beifall im Centrim.) können, daß wenn wir einmal im Kriege sind, es eine mißliche Sache sein wird, Handelsschiffe draußen im Weltmeer zu schügen. es aber erklärlich finden, daß man heute feinen Ausführungen mit Bir müssen daher einen Krieg überhaupt zu verhindern suchen und großem Mißtrauen gegenübersteht.( Lebhafte Zustimmung.) das ist nur erreichbar mit einer starten Schlachtflotte. Man wird sich darüber klar sein müssen, daß sich eine Kriegs: Notwendigkeit der Verstärkung. Das Facit liegt jedenfalls vor in der Novelle zum Flottengesey. Der Herr werden ohnehin schon durch die Vorlage geschädigt, dadurch, daß dadurch unterbunden werden. leitet werden kann. Wenn es sich darum handelt, den Abstand zu halten. Vor zwei Jahren sagte man: es handelt sich um einen Ab16 mant Das Abg. Dr. v. Levehow( f.): Die neue Flottenvorlage tritt uns sozusagen als Resolution die Marine verwenden können. neuen Steuern zu erheben oder jetzt schon zu beschließen, in den nicht Ich kommne nun zu dem Gesetze selbst. Sein Inhalt deckt schluß. Was aber vor zwei Jahren Meisterarbeit war, ist heute gegenüber. Dadurch unterscheidet sie sich von andern Vorlagen. sich mit den Erklärungen, die seitens der verbündeten Regierungen nur noch eine Leistung, die ganz gründlich korrigiert werden muß. Meine Freunde und ich sind fämtliche keine Flottenschwärmer, aber fich wesentlich darum, wie aus der Begründung hervorgeht, eine muß, das muß nach 2 Jahren wieder einer Korrektur unterzogen teine Vernachlässigung erfahren. Wir wollen auch keine sprunghafte hier bei der ersten Lesung des Etats abgegeben sind. Es handelt Da kommt ja der Gedanke ganz von selbst: Was hente korrigiert werden wir find doch genötigt, eine allmähliche Verstärkung der Flotte als notwendig anzuerkennen. Natürlich darf unser Landheer darüber zweite Schlachtflotte neben die erste zu sehen. Die beiden Schlacht werden.( Sehr richtig! links und im Centrum.) Aus dieser Wandflotten find von einander völlig unabhängig und etwa zu denken, lung der Anschauungen in den berufensten Kreisen ergiebt sich für Entwicklung der Flotte. Aber von einem Plane, der sich über wie zwei ſelbſtändig organisierte Armeecorps. Bezüglich der Zahi uns, daß wir mit größter Vorsicht einer neuen Vorlage gegenüber 18 Jahre hinaus erstreckt, kann man das nicht sagen. Ich gehöre einent armen Landkreise an, mit leichtem Herzen kam ich der Schiffe ist die höchste Zahl genommen, die noch von einer Person ge- treten, zumal einer solchen, wie sich hier präsentiert. Der§ 8 des Gesetzes von 1898 bestimmt, daß wenn die Aus einer neuen Belastung nicht zustimmen. Aber durch drei Erinfrer Flotte gegenüber der einzelnen fremden Nationen zu vergaben 117 Millionen fibersteigen und die Einnahmen des Reichs zur wägungen komme ich über die finanziellen Bedenken einigermaßen ringern, so kann es sich rationellerweise nur um eine Verdoppelung Dedung nicht ausreichen, die Ausgaben nicht durch neue Steuern hiniveg. Wir müssen bei unfrer Handelsentwicklung auch auf dem handeln, und es wäre mir zu prüfen, ob diese Verdoppelung aus gedeckt werden dürfen. Wie min, wenn die Ausgaben darüber Meere mächtig sein. Heute haben wir unsre Kolonien ausgedehnt und müssen für sie sorgen. Wir haben Gewicht auf die Erhöhung reicht, ob damit der Zweck erreicht ist, den wir im Auge haben, ob hinansgehen und die Mittel des Reichs zur Deckung nicht mehr aus unsrer Bündnisfähigkeit zu legen und diese erhöhen wir durch eine Verbündet mit andern ( Sehr richtig! rechts.) namentlich die Gefahren beseitigt werden, gegen welche das Flotten reichen? Diese und ähnliche Fragen erheben sich und bedürfen Marineverstärkung. gesez von 1898 noch nicht in ausreichendem Maße schützt. Um dies der Aufklärung. Der Herr Staatssekretär erklärte, daß er zu beweisen, wäre ein Vergleich der betreffenden Schlachtflotte not- Aufflärungen auf Verlangen in der Budgetfommission geben würde. Staaten tönnen wir auch der stärksten Seemacht Paroli bieten. Das wendig. Diese bitte ich mir für die Verhandlungen in der Er hat damit einen Weg angedeutet, den zu beschreiten wir nicht zweite Moment ist die Beseitigung der Bindung. Wir können jedes Budgetkommission vorbehalten zu dürfen. Was die Auslands- abgeneigt sind. Meine Freunde sprechen dafür, daß die Vorlage in Jahr die Lage von neuem prüfen, ob wir mehr oder weniger für schiffe betrifft, so wird die Notwendigkeit ihrer Bermehrung im allgründung betrifft, so fann man nicht fagen, daß fie reichlich und erWas die Beder gründlichsten Weise geprüft werden muß. Die Deckungsfrage will ich nicht berühren.( Lachen links gemeinen anerkannt werden. Bezüglich der Ausführung des ganzen schöpfend ausgefallen fei. Wenn man sie lieft, fann man auch auf Gefeß schon einigermaßen ihre Erledigung gefunden. Es ist nicht und im Centrum. Sehr richtig rechts.) Sie hat ja im letzten Bauplans find, wie aus der Begründung hervorgeht. 16 Jahre resp. den Gedanken kommen, daß sie für eine Verbreifachung der Flotte follen durch eine Anleihe gedeckt werden, die bis 1920 auf finden, die Herr v. Hoffmann 1897 ausgesprochen hat:„ Wir wollen nächsten 10 Jahren sind die und die Steuern nicht zu erheben. Wer für die Fertigstellung der Schiffe 20 Jahre erforderlich. Die Stoften sprechen soll. Die wahre Motivierung fann man wohl in den Worten 31edmäßig, jezt schon zu beschließen, in 9 oder 10 Jahren sind die 800 Millionen berechnet ist. Das macht für das Jahr durch hinaus auf die hohe See und den Feind angreifen in feinen eigenen die Dechungsfrage in den Bordergrund schiebt, der beschwert damit schnittlich 40 Millionen, zufällig dieselbe Zahl, welche heute im vor Gewässern." Einen solchen Kurs können wir nicht steuern. Wir wollen liegenden Etat für das Rechnungsjahr 1900 für Marinezwecke vor gesehen ist. Es ist vielfach auf Widerspruch gestoßen, daß wir die feinen sprunghaften, sondern einen ruhigen Ausbau unsrer Macht, die die Vorlage.( Stürmisches Gelächter links.) Das dritte Moment ist Kosten durch eine Anleihe deden wollen. Es wird dabei aber ver- im Ginverständnis steht mit unsern Leistungen.( Beifall links.) was der Schutz des Vaterlands. Eine prosperierende Landwirtschaft ist in Die jetzige Dekadenz der sein, von ewiger Dauer die gessen, daß so lange die Marine besteht, Vermehrungsbauten stets hat sich innerhalb der 2 letzten Jahre ereignet? Nichts! Und eben der Lage, die Laften zu tragen. aus Anleihen entnommen worden sind, und es scheint nicht richtig, und sorgfältigste Prüfung in der Budgetkommission, ehe sie sich kommen. weil jeder Anhalt fehlt, verlangen meine Freunde die eingehendste Landwirtschaft hoffe ich, wird noch einmal zur Blüte Das in dem Augenblicke, wo eine beträchtliche Vermehrung der Marine wünsche ich zum bes Wohl Bater stattfinden soll, mit diesem Princip zu brechen. endgültig entscheiden. ( Sehr gut! rechts.) Eine Blockade unsrer Küsten ist Was die Deckungskostenweise anlangt, so wird der Herr hätte, infolge der Preissteigerung fönnen wir den Bau der großen Landwirtschaft verschließt sich deshalb nicht der Notwendigkeit einer Wir hätten es ganz gut begriffen, wenn die Regierung gesagt ohne starte lotte nicht ausgeschloffen.( Sehr richtig! rechts.) Die Staatssekretär Freiherr v. Thielmann das Nähere ausführen. Sin fichtlich der geseglichen Festlegung der Verstärkung der Flotte ist eine Schiffe mit den bewilligten Mitteln nicht durchführen. Statt defien starten Flotte. Wir können nicht etwas ablehnen, was wir an sich fichtlich der gesetzlichen Festlegung der Verstärkung der Flotte ist eine stehen wir, um die Worte des Mannes zu gebrauchen, den wir heute für gut halter.( Sehr gut! rechts, Lachen links.) Man hat der eingehende Begründung nach der administrativen und politischen Seite bereits in der Vorlage selbst gegeben. Ich will nur hervor: hier sehnlichst vermissen, der so schmerzlich leidet, um dessen baldige Regierung vorgeworfen, daß sie ihre Vereinbarung gebrochen hat. Genesung wir alle den Herrn im Himmel bitten, um die Worte heben, daß die Marine sich notwendigerweise ein feftes Ziel der des Abg. Dr. Lieber zu gebrauchen, wir stehen vor einem völligen uns nicht mit ihr anderweitig verständigen wollen.( Stürmisches Das ist nicht der Fall.( Lachen links) Sie fragt in Cutvikling, unverrückbar vor Augen halten muß, wie ja auch jeder umfturs des Flottengesenes vom Jahre 1898, und einen solchen einzelne Mensch, wenn er Großes erreichen will, sein festes Ziel un- fönnen wir nicht mitmachen. Lachen links und im Centrum.) Die Rüstungen andrer Man tann entivegt ins Auge fassen muß. Länder haben die Regierung dazu bewogen. 11112 fragen, warum ein Ich komme zum Schluß. Die verbündeten Regierungen sind so darf ich im Namen meiner sämtlichen politischen Freunde erso lang ausgedehnter Plan? durchdrungen von der Notwendigkeit dieser Verstärkungen der Flotte, es vorliegt, nicht zu haben.( Bravo! im Centrum.) für das Gesetz in der Form und dem Umfang, wie Herr Tirpis hat uns gefagt, daß die Marineverwaltung diese lange daß sie sich verpflichtet gefühlt haben, schon zwei Jahre, nachdem Rathedermarinisten( große Seiterkeit) und mit ihnen vereint die Beit unbedingt braucht. Meine Freunde wollen die Weltmacht. das hohe Haus eine erhebliche Verstärkung für die Flotte bewilligt freiwilligen und bezahlten Agitatoren würden ebenso zustimmen, ftellung Deutschlands nicht gefährden. Dieser ideale Gedanke läßt hat, mit Renforderungen an das hohe Haus heranzutreten. Ich wenn es sich um 200 und nicht um 2 neue Geschwader handelte. fie der Flottenvorlage sympathisch gegenübertreten. Mit der VerVerstärkung nicht nur notwendig ist, sondern daß auch der Zeitpunkt patriotismus etwas umzumünzen.( Sehr richtig! links.) Der Sie darf nicht in einer Hurraftimmung angenommen oder abrichtig gewählt ist, und daß die Gesetzesform zu einer rationellen Zuwachs, den die Flotte erhalten soll, ist ein ganz gewaltiger. 1898 wir uns gar nicht und diejenigen, die die Vorlage ablehnen gelehnt werden. Meine Herren, in einer Hurrastimmung befinden Durchführung des Planes eine unerläßliche Notwendigkeit ist betrug die Bermehrung 7 Linienschiffe und 9 Kreuzer, die Kosten wollen, werden sich auch nicht in einer Hurraftinumung befinden. ( Fronisches Bravo! links.) 2 800 000 W. Diesmal werden gefordert 19 Linienschiffe und( Lebhafter Beifall rechts, 3ifchen links und im Centrum.) Abg. Schädler( C.): 23 Streuzer, die Kosten betragen 801 801 Millionen Mart. Der Staatssekretär der Marine hat die Generaldebatte über die Selbst wenn aber nun diese Verstärkung der Flotte erreicht ist, Abg. Frohme( Soc.): Borlage mit dem allgemeinen Gedanken eingeleitet, daß bezüglich werden wir dann genügend gerüstet sein, oder werden nicht auch In der Flottenfrage hat die Regierung unbedingte Autorität der Bedeutung, der Notwendigkeit einer starten Flotte fanm eine unsere Konkurrenten das Ihrige thun, und da es sich bei ihnen auch beansprucht, und doch hat noch nie ein so überraschender Wechsel Divergenz der Anschauungen bestehe, wohl aber gingen sie aus- um die Gristenzfrage handelt, das letzte daran setzen, um zu einer der Ansichten und Grundsätze stattgefunden, wie grade hier. Sehen cinander über die Zahl, das Tempo usw. Ich stehe gar nicht an, viel stärkeren Vermehrung ihrer Kräfte zu schreiten, gegen die wir wir uns diese Wandlung einmal näher an. Zuerst wurde entgleich zu Beginn dem Ausdruck zu geben, daß auch wir eine starke nicht auffommen können?( Sehr richtig! im Centrum.)- Der Herr scheidendes Gewicht auf die Verstärkung des Küstenschnges in Kriegsflotte wollen, daß wir dabei aber in Betracht ziehen Staatssekretär hat uns bezüglich der Mehrausgaben nähere Aus der Nord- und Ostsee gelegt, wofür bis zum Jahre 1898 müssen einmal unser Landheer, denn c3 mag sein, wie funft zugefagt. Die ist auch sehr notwendig.( Sehr richtig!) 80 Millionen Mark ausgegeben worden sind. Dann sollte der wolle, unsere Stärke liegt nun einmal auf dem Dem Gelb ist feins da, das laufende Rechnungsjahr schließt ab mit einer Nordoftfee Kanal, der bekanntlich mit einem Reichszuschuß Kaude.( Sehr richtig! im Centrum.) Wir müssen die Anleihe von 80 Millionen, für 1900 find 76 Millionen vorgesehen, ohne die von 106 Millionen Mark gebaut worden ist, eine besonders wirksame Leistungsfähigkeit unires Volts berücksichtigen, und was der Herr Nachtrags- Etats, die Schuldentilgung ist von 50 auf 13 Millionen Verteidigung der deutschen Seeküste gewähren. Staatssekretär felber betont hat, daß wir nicht allen Feinden zugleich gesunken, nächstes Jahr wird kauni mehr etwas da sein, um Schulden Flottenplan, der etwa 90 Millionen Mark beanspruchte, und da die Spitze bieten können, demgemäß auch nicht zugleich die Ersten au tilgen, die Reichs- Einnahmen sind nicht im Steigen, sondern im wurde als Grundfaß aufgestellt, daß im Fall eines Striegs mit einer auf dem Lande und zur See fein tönnen.( Sehr richtig! lints Rückgang begriffen. Die Vorlage allerdings nimmt es sehr leicht großen Seemacht unfre Kriegsmarine nicht im stande wäre, die und im Centrumt.) mit der Deckungsfrage, vorläufig follen 769 Millionen Schulden Handelsmarine zu schüßen, das tönne nur indirekt durch die LandDer Herr Staatssekretär des Reichs- Marine- Amts hat sodann gemacht werden und wenn die erwarteten Mehr- Einnahmen aus macht geschehen. Weiter wurde gesagt, die Kriegsmarine müsse sich darauf hingewiesen, daß sich die Kriegsmarine nicht improvisieren bleiben, dann sollen weiter Schulden gemacht werden. Uns erscheint darauf beschränken, die großen Handelsstädte zu schützen, die Offensive laffe, daß dieselbe der Zeit bedürfe. Eben deshalb, weil die Kriegs- es aber als unzulässig, Ausgaben für die Marine durch Anleihen müsse dem Landheer überlassen bleiben. So gering schlug man marine sich nicht improvisieren läßt, sondern der Zeit bedarf, in solcher Höhe zu decken. Gewiß hat man auch früher zu An- damals in den maßgebenden Kreisen die Offensivkraft der Flotte an. flären 0. Darum find wir und dies Die 1878 fam ein Nachdem dann im Jahr 1883 der General v. Caprivi Nach- rin maßgebenden Kreisen unter Bezugnahme auf dieJntereffen desHandels, p Wir werden also die Verhandlungen in der Budgetkommission folger des Herrn v. Stofch geworden war, ging es an die Schaffung der Industrie, der überseeischen Interessen zu der Annahme kommen abwarten müssen und auch abwarten müssen, ob dann das Centrum einer Torpedoflotte. Bis dahin hatten wir 38 Torpedoboote, und kann, daß es gelte, im Kriegsfalle unfrer Handelsflotte Schuß zu nicht freundlichere Erklärungen abgeben wird. Der Abg. Frohme sie sollten nach dem neuen Plan auf die Zahl von 150 gebracht gewähren. Nach den eignen Ausführungen des Herrn Staatsjefretärs verfennt das große intensive Interesse in der Bevölkerung, auch in werden. In der Deutschrift, worin diese Forderung begründet wurde, Tirpig wird im Kriegsfalle da, wo es sich um die Eventualität ent- den Kreisen der Arbeiterschaft an der Flottenverstärkung( Lebhafter ist ausgeführt, daß die Torpedoflotte einen absoluten Schuh der scheidender Seeschlachten handelt, von einem Schutz der Handelsflotte Widerspruch links), ja auch in den Kreisen der Arbeiterschaft.( Er deutschen Küste gegen feindliche Angriffe gewähren werde. Es heißt durch unsre Kriegsschiffe fanm mehr die Rede sein können.( Sehr neuter Widerspruch links.) Es mag ja sein, daß sich bei da wörtlich: Kein Schiff im Bereich einer mit Torpedobooten gut! bei den Socialdemokraten.) solchen Bewegungen immer Lente oben bemerkbar machen reichlich ausgestatteten Küste ist seines Daseins sicher." Da tamen im Jahre 1884 die ersten kolonialen Eriverbungen, und mun mußten wir Marinestationen in Ostafrika haben, woraus damn aber die Notwendigkeit einer nicht unerheblichen Vermehrung der Flotte abgeleitet wurde. Dann kam im Jahre 1887/88 der zweite Caprivische Plan, in dessen Begründung es heißt, es feien zur Verteidigung des im Ban begriffenen Nordostsee- Kanals zehn Panzerschiffe erforderlich. Erst hieß es, der Kanal an sich bedeute eine ganz erhebliche Sicherung der Küste, einen ganz enormen Schutz, und nun forderte man bereits zum Schutze dieses Kanals zehn Panzerschiffe, von denen jedes ohne die Armierung 3/2 Millionen foſtete. Auch in dieser Denkschrift aber ist wiederum der Unterschied zwischen den Aufgaben der Armee und den Aufgaben der Flotte recht scharf hervorgehoben, es wird auch da der Landarmee unter allen Um ständen der Vorzug eingeräumt. werden. fich mit dem Man spricht auch vom Schutz der Deutschen, ihrer Interessen wollen, aber im großen und ganzen entspringt die Bewegung und ihrer Ehre in den überseeischen Ländern. Ich hielt es für viel ruhigen und nüchternen Erwägungen und allgemeiner Vaterlandsrichtiger, man sorgte zunächst einmal für den Schutz der Deutschen liebe.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Man hat gefragt, in der Heimat selbst, für die Wahrung der Interessen des Volts auf wie ist es möglich, daß der alte Plan so einfach über den Haufen heimatlichem Boden. Man fördere die Ehre des deutschen Namens geworfen ist. Ich verweise darauf, daß es viele Leute im Lande dadurch, daß man dem Volk sein Recht und seine Freiheit giebt, statt sie gab, die den ersten Flottenplan gleich nicht für genügend ge= zu schmälern. Im jede Ungerechtigkeit, die einem Deutschen im Ausland halten haben.( Sehr richtig! rechts und bei den Nationalliberalen.) geschieht, möchte man am liebsten gleich ein Kriegsschiff hinschicken. Die Weltlage hat sich verändert, das muß der stärkste Flottengegner Ach, wie viele und zum Teil geradezu ungeheuerliche Ungerechtig zugeben, wenn die Negierung erklärt, sie fann feiten geschehen bei uns in Deutschland! Hier setzen wir zunächst alten Plan nicht auskommen, so müssen wir ihr für ihre einmal alle Kraft an, um Wandel zu schaffen. In der Herrschaft Wachsamkeit danken und nachprüfen, ob die Verstärkung nötig ist. der Gerechtigkeit und der Freiheit liegt die wahrhafte Stärke des Die Weltlage hat sich verändert. Ich verweise auf den spanischBolts auch nach außen hin. Man mache dem Volt das Water- amerikanischen Krieg, der gezeigt hat, wie leicht überseeische Verland so lieb und wert wie mur möglich, statt es ihm zu wicklungen kommen fönnen. Die Vorgänge vor Manila und Samoa verleiden. Damit wäre der erste Schritt gethan zu haben eine deutliche Sprache geredet und sie ist im deutschen Volke einer wahrhaften Weltpolitik, das heißt zu einer Politik, die den auch verstanden worden. Wir fühlen, daß wir noch zu schwach übrigen Staaten ein gutes Beispiel giebt. find, 11117 alle unsre überseeischen Besitztümer kräftig zu Mit der Thronbesteigung des schigen Kaisers kam eine ganz neue Flottenära mit ganz neuen Grundsäßen für die Flottenpläne. Wir haben es mit dem Ausfluß ganz persönlicher Ansichten zu thun. Unser deutscher Handel ist ohne die Unterstützung einer Kriegs- fchüßen. Es hat sich erst neulich bei der Juterpellation gezeigt 1889 bekamen wir wiederum neue Vorschläge zur Vermehrung der flotte zu dem geworden, was er ist.( Sehr richtig! links.) Vergißt wegen der Beschlagnahme deutscher Schiffe durch Eng Flotte. Die damalige Denkschrift bezeichnete das vorhandene Material man denn so ganz den Wert all der internationalen Ab- land, daß wir solchen Interpellationen nicht den genügenden als größtenteils veraltet, sowohl die Schiffe wie die Armierung. machungen, die zur Pflege des Handels im Laufe der Jahre Nachdruck durch die That verleihen können. Die Deutschrift weijt Jest standen wir vor dem Bau von Panzerschiffen und zwar zu getroffen worden find? Seit Gründung des Reichs haben wir im darauf hin, daß die Lasten bei dem steigenden Wohlstand nicht zu nächst 4 binnen 5 Jahren. In der diese Forderung begründenden Auslande über 800 Konsularbehörden errichtet. Auf den ver- große find. Wir unterschreiben das. Wir sehen einen erfreulichen Denkschrift wurde ausgeführt: Ist erst einmal dieser Kern moderner schiedensten Gebieten haben wir die Ausgestaltung des inter- Rüdgang der Auswanderung. Dieser beweist uns, daß die Arbeiter Schlachtschiffe geschaffen, so kann in langsamem Tempo weiter ge: nationalen Rechtes erlangt, und die Entwicklung geht in diefer mit den Verhältnissen zufrieden sind, sonst würden sie es vorarbeitet werden, es kann den Fortschritten der Technik gefolgt Richtung. Hat man so wenig Vertrauen darauf, daß man bei jeder ziehen, den Staub von ihren Füßen zu schütteln. FlottenGelegenheit auf die Eventualität eines Krieges hinweist? Durch vermehrung und Zunahme der Bevölkerung stehen in Zusammens 1896 hörte man aus autoritärem Munde zum erstenmale die die Pflege des internationalen Rechts kann weit mehr erreicht hang. Je mehr Menschen, um so größer unser industrieller Abfah Behauptung, das Deutsche Neich sei nun einmal ein Weltreich ge- werden, als durch solche Flottenprojekte. im Ausland, desto größer der überseeische Handel, um so noteine große Flotte. Noch worden. An diese Erklärung schloß sich das Ersuchen um Unter- Ueber die Deckungsfrage hat Herr Dr. Schädler bereits einige wendiger auch der Schutz durch stügung, diefes Deutsche Reich auch fest an unser heimatliches Reich recht bemerkenswerte Aeußerungen gethan. Die Flottenpropagandisten eins. Unfre Bündnisfähigkeit wird durch starke Flotten zu gliedern. Ju engster Verbindung mit derartigen Wünschen setzen sich mit einer Leichtfertigteit jondergleichen über diese Frage erhöht. Die Weltpolitik ist die Folge unsrer gesteigerten See Jnteressent, fie ist nicht tamen neue Flottenforderungen im Gtat 1896/97. Es handelte hinweg. Die patriotische Phrase muß den Beweis ersetzen. Ueber deutschen der Phantasie eine Steigerung der einmaligen Ausgaben von den Humbug dieser Seite wundert man sich nicht, aber von den eines Einzelnen entsprungen, wie sich Abg. Richter einmal aus30 auf 70 Millionen, darunter 62 Millionen allein auf Schiffsbauten. verbündeten Regierungen hätte man mehr erivarten dürfen, gedrückt hat. Die gesteigerten deutschen See Interessen werden so Damals gelang die Herabsetzung des Extraordinariums auf daß sie wenigstens den Versuch eines gründlichen Eingehens gar von der englischen Preise anerkannt. Das ist charakteristisch. 58 Millionen. Infolge dieser Herabsetzung nahm Herr Hollmann, auf diese entscheidende Frage gemacht hätten. Das haben sie aber infre Flottenvermehrung geht nicht über das hinaus, was die Seeder die Forderung zu vertreten hatte, damals seine Entlassung, durchaus nicht gethan. Herr Dr. Schädler hat recht. Wer dieser Interessen erfordern. In allen andern Ländern hat ein starkes nachdem er dem Reichstag erklärt hatte, es sei ganz mmöglich, daß Vorlage zustimmt, muß die Konsequenz neuer Steuern in den Rüsten zur See begonnen. Dem müssen wir Rechnung tragen. heute eine Marineverwaltung sagen fönne, was wir nach 10 Jahren Stauf nehmen, denn die Möglichkeit, die Mehrausgaben ohne solche Der Abg. Frohme sagte: Wozu eine große Flotte? Haben Sie gebrauchen. Kurz zuvor hatte er noch erklärt, für den Küstenschutz zu decken, ist ganz ausgeschlossen. Welcher Art diese Steuern sein doch Vertrauen auf die friedliche Entwicklung, auf die internationale brauchten wir keine Marine, sie schüße sich selbst. Im September werden, ist klar. Es werden indirekte Steuern sein, die in erster Linie Abmachung. Seit der Interpellation über das Vorgehen Englands 1897 tauchte das Gerücht auf, Herr Tirpitz sei berufen, eine neue die Masse des arbeitenden Volts belasten.( Sehr richtig! bei den habe ich solches Vertrauen nicht mehr. Herr Frohme und vor ihmi toftspielige Flottenvermehrungs- Vorlage auszuarbeiten. Unter andern Soc.) hat doch vor ungefähr drei Jahren bereits Graf Posadoivsky auf die Herr Richter haben bestritten, daß ein Zusammenhang zwischen wurde das Gerücht auch von Herrn Hollmann dementiert. Er er- Erhöhung der indirekten Steuern hingewiesen. Alle die schönen Exporthandel und Flotte egiftiert. Die" Frankfurter Zeitung", tlärte im Reichs- Anzeiger", die Marineverwaltung habe nicht die Phrasen von dem Versuch, die starken Schultern zu belasten, gelten gewiß ein oppositionelles Blatt, bestreitet diesen Zusammen des Absicht, von dem Brauch, ini Etat das nötige zu fordern, abzuweichen. für uns nichts( Sehr richtig! bei den Soc.). In der Praxis haben hang nicht. In Bezug auf die Vermehrung Alsbald wurde Herr Tirpitz Nachfolger des Herrn Hollmann diese Phrajen nichts zu bedeuten. Wir hatten ja schon bei der letzten heeres iſt im daß sie 11115 mr eine Meinung, und bald fand sich ein, was herr Hollmann in Abrede gestellt Flottenvorlage die Einführung einer progressiven Reichseinkommensteuer den Frieden bewahrt hat. Ich sollte meinen, die Sicherung hatte, eine ganz besondere Marincvorlage. Das war wiederum empfohlen. Ja, dafür ist die Majorität des Hauses nicht zu haben gewesen. des Friedens hängt auch von einer starken Flotte ab. Die Ernach jenem bekannten Wort:" Der Dreizack gehört in unsre Faust, Von dem System der Besteuerung der breiten Massen des schließung fremder Gebiete und das Festhalten solcher Stützpunkte und Reichsgewalt bedeutet Seegewalt". Nun, das Schicksal der Vor- arbeitenden Volkes will man nicht laffen. Opfer bringen wollen ist nur mit einer starken Flotte möglich. Bei Seefriegen fremder Tage von vor 2 Jahren ist ja bekannt. die herrschenden Klassen nicht. Sie wollen aus der Realisierung der Staaten können wir auf die Dauer nicht unsrer Handelsflotte Schutz artiger Projekte materielle Vorteile für sich gewinnen.( Schr wahr! versprechen, wenn wir nicht selber eine Macht in die Wagbei den Socialdemokraten.) schale werfen können. Haben wir zum Beispiel eine Garantie wegen der dafür, daß die daß die diplomatischen Verhandlungen Freigabe unfrer Schiffe geglückt wäre, wenn England siegreich Die Flotte ist eine Vergewesen wäre?( Widerspruch links.) ficherungsprämie des Kaufmanns für die friedliche Entwicklung des Uebersechandels.( Widerspruch links.) unsre Zufuhr von Nohmaterialien kann unter dem Mangel einer starken Flotte leiden. Herr Schädler hat auf die damals allgemein verbreitete Ansicht hingewiesen, auch die Regierung sei num gebunden und wir würden vor weiteren Forderungen auf Jahre hinaus Ruhe haben. Wie Man jagt ja wohl, auch die Massen der Arbeiter würden von hat man sich damals über Bebel entrüstet, als er jagte, er sehe der Durchführung unserer Weltpolitit, von der Vermehrung der schon eine neue Marinevorlage mit erheblichen Mehrförderungen Flotte Vorteile haben, und es giebt wirklich Leute, die uns herankommen. Er hat mit seiner Prophezeiung recht behalten. Socialdemokraten deshalb, weil wir für diese Forderung nicht Die neue Marinevorlage sicht sogar noch schlimmer aus, als wir zu haben sind, beschuldigen, daß wir die Besserstellung der Arbeiter uns damals dachten. Nach Annahme der damaligen Vorlage setzte verhindern wollen. Ach meine Herren, das ist blaffe Thorheit. die Flottenpropaganda mit verstärkten Sträften hier ein und in ihr Wenn Handel und Industrie nicht durch die ganze wirtschaftliche kam speciell das spekulative Treiben einer ganz bestimmten Stonstellation begünstigt werden, durch eine Kriegsflotte werden Sie Interessentengruppe zum drastischen Ausdruck. Die bekannte Rebe eine Hebung der Arbeiterflasse niemals herbeiführen.( Sehr richtig! in Hamburg war wieder Wasser auf die Mühle der Flotten bei den Socialdemokraten.) propagandisten, und alsbald erlebten wir ja auch eine officiöse Veröffentlichung dieser Vorlage. Sie ist darüber täusche man sich doch nicht, der persönlichen Initiative des Kaisers entsprungen ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten) und man hat sich gerade mit Rücksicht auf diesen Umstand wohl sehr beeilt, die Vorlage hier einzubringen. Ich kann die Ueberzeugung nicht zurückweisen, daß der ganze uns jetzt vorliegende Plan bereits bei Erledigung der Vorlage von 1897 bestanden hat, denn so ohne weiteres auf Grund einer ganz plötzlichen Eingebung entstehen derartige Pläne nicht. Das muß einmal aus gesprochen werden! " Die Weltpolitif, wie sie heute herrscht, die sich überall vor drängen will, bringt die größte Gefahr für den Frieden mit sich, und fommt es infolge dessen zu friegerischen Verwickelungen, so leiden immer zuerst die Arbeiter darunter. Die Social demokraten sind auch für eine Weltpolitik, aber diese ist sehr verschieden von der Weltmachtspolitit.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Die Weltpolitit, wie wir sie wollen, besteht darin, daß dem deutschen Volk eine seiner Kulturhöhe entsprechende wirtschaftliche und fociale Stellung zukommt: zweitens darin, daß die Ehre des deutschen Namens durch den Wetteifer der Kräfte in luslande gewahrt wird. Wie sehen heute überall die Expansionsbedürfnisse. Wolfe Lands Was nun die Vorlage selbst anbelangt, so begrüßen wir es, daß fie feine Bindung enthält. Echon die Frage der Technik macht das notwendig. Unsre Schiffstechnik ist noch fortgesezt dem Wandel unterworfen. Der Regierungsentwurf enthält sozusagen nur ein Programm. Es ist vorbehalten, Abänderungen zu treffen. Das ist durchaus loyal, wenn die Regierung uns ihre Absicht für die kommenden Jahre klarlegt. Es ist zweifellos vorteilhafter, wenn ein gewisses Bautempo eingehalten werden kann, wenn nicht sprunghaft vorgegangen werden braucht. Wir werden in der Kommission sehen, ob nicht ein fürzerer Zeitraum sich ermöglichen läßt und ob nicht für diesen fürzeren Zeitraum bestimmte Forderungen bewilligt werden fönnen. Für den Reichstag ist eine moralische Bindung sicher ans genehmer. Man hat gefragt, was mußt überhaupt eine moralische In der letzten Zeit haben wir eine Flottenpropaganda erlebt, Bindung. Bindungen giebt es aber im öffentlichen Leben überdie mit allen den Autoritäten zu Gebote stehenden Mitteln arbeitet. haupt nicht, denn es können immer zwingende Ereignisse einFast kein Tag ist vergangen ohne irgend ein Flottentelegramm Die Begründung der Vorlage weist dabei auch auf die Kolonien treten, die auch die festeste Bindung über den Haufen werfen. aus allerhöchsten Kreisen. Gerade infolgedessen hat die Flotten- hin. Wenn sie nur beweisen würde, daß diese Kolonien jemals der Für die Deckungsfrage hat die Regierung keine bestimmten propagande so überaus häßliche Züge angenommen.( Sehr richtig! Förderung des deutschen Handels gedient haben!( Schr wahr! bei Vorschläge gemacht, jie hat nur die Aufnahme von Anleihen in bei den Socialdemokraten.) In der Flottenpropaganda machen sich den Socialdemokraten.) Wie die Dinge jegt liegen, kommt die Aussicht genommen. Man hat eingewendet, daß Anleihen nicht byzantinische Neigungen sehr bemerklich.( Sehr richtig! bei den ganze Solonialpolitik nur einigen wenigen Großhändlern zu gute. für produftive Ausgaben aufgenommen werden dürfen. Ich Socialdemokraten.) Man hat es da mit Elementen zu thun, die Von einem merklichen Einfluß der Kolonialpolitik auf den heimischen halte Ausgaben für Heer und Marine nicht für unproduktiv Wert darauf legen, sich nach oben hin„ lieb seind" zu machen Handel und die Industrie ist nichts zu spüren. Will man Weltpolitik, und habe für meine Ansicht einen guten Zeugen aus der social( Schr wahr! bei den Socialdemokraten), den Patrioten heraus- so sollte man dem Bolt Gelegenheit geben, seine materielle und demokratischen Partei. Es ist der Stollege Schippel, der in den zukehren.( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) Was Majestät sittliche Kraft zu zeigen. Aus der Summe dieser Kraft heraus wird Socialistischen Monatsheften" diese Frage behandelt hat und er fönne nicht in das kleinliche wünschen", dem müssen sie zustimmen. sich ganz von selbst ergeben, was uns Deutschen im Ausland zu dem Schlusse kommit, Es ist durchaus kein angenehmes Gefühl, wenn man gewahrt, den Vorzug einer autoritären Stellung einzuräumen vermag. Freisimmsgeichrei über den wirtschaftlichen Nuin durch unproduktive in welch erschreckender Weise der Byzantinismus zur Verherrlichung Durch die Vermehrung der Kriegsflotte werden Sie das nun und Ausgaben für das Heer einstimmen.( hört, hört! bei den National der Weltpolitik um sich greift. Im ,, Kleinen Journal", das bei nimmer erreichen. liberalen und rechts.) Das ist auch unsre Meinung. Schließlich Hofe die Lieblingslettüre bilden soll, wird gejagt:" Im Weltenraum Selbstverständlich werden meine politischen Freunde die Vorlage fließen aber diese Aufwendungen für Heer und Marine wieder Die Frage, ob die verschwindet der Bundeskanzler vor dem Großdeutschen, auf dem ohne weiteres ganz entschieden ablehnen mit Rücksicht auf die in die Taschen der Steuerzahler zurück. hohen Meere herrscht kein Herzog, kein König, und es giebt nur eine großen Interessen des Volkes, die wahrhaft nationalen Interessen, Steigerung der Einnahmen aus Verbrauchssteuern, Stempel eine andauernde sein wird, fann natürlich Barole, ein Reich und ein Kaiser." Nur der Kaiser und die Flotte gelten die sich nicht von thöritchen Idealen bestimmen lassen, sondern sich abgaben usw. beantworten, Eine Auflösung positiv niemand alles, darin soll die ganze Jdee unfrer Weltmachtpolitik liegen. Selbst an das Reale und thatsächlich Gegebene halten. aber jedenfalls ist eine solche Lonservative Blätter fühlen sich durch derartige Ergüsse angewidert, fürchten wir natürlich am allerwenigften, δα gerade Steigerung zu erwarten, falls die Bevölkerungszunahme sich weiter zumal die Flottenpatrioten daran die Behauptung zu fnüpfen pflegen, wir unausgesetzt den Beweis geliefert haben, daß uns so vollzieht, wie bisher. Andrerseits fönnen wir hoffen, mit großen die jeder, der den Forderungen nicht zustimme, sei kein Patriot. Das auf Sicherung der wahrhaft fulturellen Güter der Ausgaben für das Heer in der nächsten Zeit verschont zu ist das alte Lied, das wir schon so oft gehört haben und ich meine, Nation und der ganzen Menschheit ankommt. In diefem Streben bleiben, da unire Beziehungen zu den kontinentalen Mächten die Es wird in der Kommission zu erwägen sein, Saß die Gefahr der Rückentwicklung zum reinen Absolutismus werden wir fortfahren und dieses Streben schließt in sich, daß wir denkbar besten sind. in Deutschland schon start genug ist. Es ist wahrlich nicht uns ganz entschieden gegen diese Vorlage wenden.( Lebhaftes ob nicht eine größere Quote, als wie das Gesetz vorsicht, aus laufenden nötig, daß die Flottenpropagandisten auch noch dazu bei Bravo! bei den Socialdemokraten.) Mitteln anstatt durch Anleihe gedeckt werden sollte. Dir neue frantragen, den Geist weiterer Streise zu verderben und der= zösische Marincvorlage ficht die Deckung der beantragten Verstärkung artigen byzantinischen Neigungen zuzuwenden, die mur den der Flotte durchweg aus laufenden Mitteln vor. Wir sind bereit, Willen des Kaisers gelten lassen wollen, des Kaisers, der Herr Schädler sagte, auch das Centrum wolle eine starke alle Vorschläge in Bezug auf die Deckungsfrage zu prüfen, nach der Verfassung das auszuführen hot, was Reichstag und Schlachtflotte, aber unire Stärke beruhe in erster Q2tuie auf dem der einzige Ausweg aber wird wohl sein, gewisse EinDiesen Saz tönnen wir unterschreiben. Auch wir nahmen Bundesrat beschließen. Leider giebt es Leute, die das bekannte Landheer. zu bestimmen, auf die für Flottenzwecke nicht werden darf. Eine solche Klausel ist ja suprema lex regis voluntas( des Königs Wille ist das höchste wünschen, daß nicht über der Wahrung der Marine- Interessen eine zurückgegriffen Gesez) so ernst nehmen, daß sie es weiteren Voltskreisen förmlich Berlegung der Interessen des Landheeres eintritt. Ebenso wollten auch schon in dem Flottengesetz von 1898 enthalten und es figgerieren wollen. auch wir Rücksicht nehmen auf die Leistungsfähigkeit des Volts und muß dafür gesorgt werden, daß sie auch für die neue Vorlage Der Herr Abg. Schädler hat auf eine Aeußerung des Herrn wollen, daß bei Aufbringung der Kosten die schwachen Schultern Gültigkeit behält. Man hat von einer Reichs Erbschaftssteuer Staatssekretärs Tirpitz vom 6. Dezember 1897 hingewiesen, daß wir geschont werden und die breiten Massen des Volts nicht in Mit- und von einer Vermögensstener caf große Einkommen in einer Flotte in der Stärke, welche vor zwei Jahren beschlossen leidenschaft gezogen werden. gesprochen. Wir sind principiell bereit, diesen Weg zu wurde, eine Seemacht hätten, gegen die offensiv gegen unire Dagegen behaupte ich gegenüber dem Herrn Abg. Schädler, daß betreten, verhehlen uns aber nicht die Schwierigtei'eu, Küsten vorzugehen, selbst eine Seemacht ersten Ranges sich diese Vorlage nur einen Ausbau des Flottengesetzes von 1898 bedeutet, die der Ausführung dieser Vorschläge gegenüber stehen. Herr dreimal bedenken würde und die ein erhebliches Getvicht wie er durch die thatsächliche Entwicklung notwendig geworden ist. Schädler hat besonders die Schattenseiten der Vorlage hervorgehoben, für die Sicherung des Friedens in die Wagschale werfen würde. Die Ruhe, die Herr Schädler nach Verabschiedung des in der Centrumspresse ist aber doch vielfach die Notivendigkeit der ( hört! bei den Socialdemokraten.) und heute hat uns der Staats- damaligen Flottengesetzes erhoffte, fomite nicht eintreten, da Flottenvermehrung als solcher zugestanden worden. Wir haben in fetretär ein vollständiges Gemälde eines Seekriegs vor Augen ge- die Mittel, die in dem Gesetz dem Gesez von 1898 zur Verfügung den letzten Jahren vielfach mit dem Centrum große nationale Aufführt, er hat das Kriegsgespenst förmlich heraufbeschworen. Er hat gestellt sind, nicht ausreichten, um die Bauten fertig zu stellen, die gaben gelöst, ich erinnere an das Bürgerliche Gesetzbuch, die Militärsich leiten lassen von der Ueberzengung, daß Deutschland früher oder die Vorlage vorsah. Ich habe bei den beiden Herren Borrebnern Strafprozeßordnung, die legte Militär- und Flottenvorlage. Wir später in einen Seekrieg verwickelt werden dürfte und hat diese die Anerkennung der großen Borteile vermißt, die diese Vorlage für erkennen auch die großen Verdienste des Herrn Dr. Lieber durchaus Perspektiven nur dadurch etwas gemildert, daß er sagte, daß gerade unsern Handel, unsre Exportindustrie und damit für unsre deutschen an und ich schließe mich gern den Wünschen auf seine Wiederin der starken Schlachtflotte eine Friedensgarantie gegeben Arbeiter bringt. Es war ja nicht zu erwarten, daß die heutige herstellung an.( Bravo! im Centrum.) Ich gebe daher die Hoffsei, indem sie dem Gegner Furcht einflöße und ihn zu Konzessionen Beratung eine Entscheidung oder auch nur eine Klärung der nung nicht auf, daß es gelingen wird, mit dem Centrum auch in der geneigt mache. Das sind die alten durch die Erfahrung widerlegten Sachlage bringen würde. Die Ausführungen des Herrn Schädler Frage der Flottenvermehrung auf einen gemeinsamen Boden zu Irrtümer. Ich glaube, daß jede Verstärkung der Flotte besonders waren ja nicht besonders entgegenkommend. Immerhin hat er die Brücke fommen, und daß eine Auflösung des Reichstags von uns fernunter dem Gesichtspunkt einer unter allen Umständen vorwärts nicht abgebrochen. Es war herauszuhören: Dieses Gesetz wollen gehalten wird. Wenn der Neichstag in folch wichtigen nationalen wollenden Weltpolitik die schwersten Gefahren für den Frieden wir nicht, vielleicht aber ein andres, vielleicht Bewilligung der Schiffe Fragen zu einem Konflikt drängt, wird dadurch in Konfliktsgelüften derjenigen Elemente in sich schließt.( Sehr wahr! b. d. Soc.) Es ist eigentümlich, daß man für einen fürzeren Zeitraum nach Lösung der Deckungsfrage. der Regierung, Abg. Baffermann( natl.): c3 den Haftentlassung die immer nach dem starken Mann rufen, Vorschub ge- 1Arbeiterinteressen zu beschäftigen haben. Trotzdem hielten es weder die l Die weitere Verhandlung bezieht sich auf Fälle, in welchen dem Teistet. Dieser höhere Gesichtspunkt müßte auch für für das Vertreter der Regierungen noch die der bürgerlichen Parteien für nötig, Angeklagten Wigmann Betrug zur Last gelegt wird. Dieselben Centrum maßgebend sein. Die Herren von der süddeutschen und über diesen, vom Standpunkte des gleichen Rechts für alle doch sind ohne allgemeines Interesse und das belastende Material reicht freifinnigen Volkspartei werden ja jedenfalls gegen die Vorlage eigentlich selbstverständlichen Antrag auch nur ein Wort zu verlieren. in den meisten Fällen nicht aus, um ein strafbares Verhalten des stimmen. Nach den Aeußerungen in der Presse und den Vor- Alle Verbesserungsvorschläge wurden einfach niedergestimmt, so daß Angeklagten darzuthun. Vor Schluß der Sigung beantragt der gängen in der letzten großen Berliner Versammlung dürfte auch fernerhin die Arbeiter in den Berufsgenossen Verteidiger Wißmanns, Rechtsanwalt May Schneider, die aber doch Herr Nichter seiner Anhänger nicht mehr schaften völlig rechtlos bleiben. Auch die kleinen ganz ficher sein( Lachen links), ja es iſt mir fogar Unternehmer sind nicht viel besser fortgekommen. Die Socialdemo zweifelhaft, ob alle Mitglieder seiner Fraktion der traten verlangten, daß in den Berufsgenossenschaften das Mit: feines Klienten. Von den 19 Fällen, in denen dieser überhaupt anFlottenvermehrung gegenüber auf einem ablehnenden Stand- bestimmungsrecht der kleinen Unternehmer ihren großen Konkurrenten geflagt fei, feien nur 13 verhandelt und das Ergebnis sei, daß punkt stehen.( Lachen links. Zurufe: Märchen! Foyerklatsch!) Nun, gegenüber nicht zu sehr geschmälert werden dürfe. Aber auch dieses mindestens in 12 Fällen die Freisprechung Wigmanns erfolgen müsse. ich glaube ja, daß die Herren nicht anders stimmen werden, als Herr wurde abgelehnt. Der Angeklagte befinde sich seit 12 Jahren in Untersuchungshaft Richter es ihnen befiehlt.( Lachen links! Sehr gut! bei den Die Angestellten der Berufsgenossenschaften wünschen, daß ihre und bei den übrigen noch zu verhandelnden 6 Fällen würde event. Nationalliberalen.) Daß sie aber alle grundsägliche Gegner Lohn- und Arbeitsverhältnisse durch das Gesetz geregelt werden, die Strafe nicht so hoch ausfallen, daß der Angeklagte fluchtverdächtig der Flotte sind, glaube ich auch nicht. Ich gebe zu, die ähnlich wie dies im neuen Invalidenversicherungs- Gesetz geschehen erscheine. machtvolle Persönlichkeit des Herrn Nichter wird auch bei ist. Der Staatssekretär des Innern, Graf v. Posadolsky wies Nach kurzer Beratung verkündet der Vorsigende den Beschluß des dieser Gelegenheit in der Lage sein, die schwankenden Reihen seiner darauf hin, daß die Berufsgenossenschaften private Gesellschaften mit Gerichts dahin, daß Wißmann aus der Haft zu ent Partei noch zusammenzuhalten( Lachen links), aber er möge doch reiner Selbstverwaltung seien. Freilich erscheine es lajien sei, da die Gründe, welche für eine Fortdauer der Unterbedenken, daß die Gesamtinteressen der nationalen Parteien bei zweifelhaft, ob sie auf die Dauer diefen rein suchungshaft maßgebend waren, nicht mehr bestehen und Fluchtciner Auflösung auf Grund der Ablehnung der Flotten- privaten Charakter beibehalten werden können, verdacht nicht vorliegt. Während der Sigung war ein Telegramm vorlage jedenfalls zu Schaden kommen. Noch einige Worte nach dem ihnen durch die gegenwärtige Aenderung der Fran v. Kriegsheim aus München eingegangen, in welchem git den Ausführungen des Herrn Abg. Frohme. Herr so wichtige Aufgaben anvertraut worden seien sie dem Vorsitzenden anzeigt, daß weder sie noch ihre Dr. France, der Herausgeber der„ Socialen Pragis", sicher ein Für jetzt sei es jedoch noch ausgeschlossen, daß sich die Gesetzgebung Schwester verhaftet seien, daß sie sich, ordnungsmäßig an arbeiterfreundlicher Mann, hat darauf hingewiesen, daß in der in die Angelegenheiten der Berufsgenossenschaften so weit hinein gemeldet, in München aufhalten, keinerlei Grund zu einer Verhaftung Maschinenbau- Industrie, der Geschüßfabrikation, den Torpedofabrik- mische, wie es die Angestellten wünschen. Die Socialdemokraten erinnern erkennen können und jederzeit bereit seien, einem Rufe an Gerichtsstätten usw. jährlich ca. 70 Millionen Mark Löhne gezahlt werden. Wie daran, daß auf die Angestellten der Berufsgenossenschaften die Schutz: stelle Folge zu geben. Der Staatsanwalt erklärt, daß er kann man da leugnen, daß auch die Arbeiter ein großes Juteresse an der bestimmungen des Handelsgesetzbuches bezw. des Bürgerlichen Gesetz- Anträge nach dieser Richtung hin nicht zu stellen habe. Flottenvorlage haben. Uebrigens sind auch aus dem socialistischen buchs Anwendung finden. Nächste Sigung: Freitag. Lager Stimmen laut geworden, die sich mit den Ausführungen des Durch eine von der Regierung vorgeschlagene Aenderung soll Herrn Abg. Frohme durchaus nicht decken.( Rufe bei den Social- ausdrücklich anerkannt werden, daß die Berufsgenossenschaften befoldete demokraten: Wo?) In den„ Socialistischen Monatsheften" in einem Geschäftsführer anstellen können. Die Socialdemokraten bemerken hierzu, Artikel des Herrn Erich Rother.( Lachen bei den Socialdemo- daß bereits jest manche befoldete Geschäftsführer sich durch eine fraten.) Vom ,, Vorwärts" ist ja dieser Herr dann allerdings rücksichtslose Behandlung der Arbeiter auszeichnen. Diese Leute Köpenick. Die Protestversammlung gegen die Flottenvorlage abgeschüttelt worden, es ist aber in den Socialistischen Monats- suchen offenbar durch eine möglichst große Verminderung der Nenten am Mittwochabend war gut besucht, der große Saal des Hotels heften" ein zweiter Artikel von Herrn Ernst Frey erschienen, der sich bei ihren Brotgebern eine besondere Wertschäzung zu verdienen. Kaiserhof" war vollständig von Männern und Frauen gefüllt. Herrn Rother als Genossen bezeichnet. Außerdem hat auch Herr Das Reichs- Versicherungsamt soll die bezüglich der Anstellung Reichstags- Abgeordneter Fischer( Sachsen) besprach in eineinhalbSchippel auf dem letzten Parteitag der Socialdemokratie dieses Blatt der besoldeten Geschäftsführer erforderlichen Vorschriften erlassen. stündiger Rede die Flottenvorlage und deren Folgen und erntete als ein socialdemokratisches anerkannt. Er hat darauf hingewiesen, Die Berufsgenossenschaften befürchten, daß auf Grund dieser lebhaften Beifall. Nach ihm nahni ein Herr Dr. Walter Claassen daß es von Parteigenossen redigiert wird und hervorragende Partei- Bestimmung bei der Anstellung der Geschäftsführer eine Einmischung aus Friedrichshagen das Wort, um zunächst zu verkünden, daß heute in genossen wie Heine, Schippel, Liebknecht, Ledebour usw. zu seinen des Reichs Versicherungsamts erfolgen fönne. Der Staatssekretär allen 19 Versammlungen Verteidiger der Flottenvorlage entgegen den Mitarbeitern zählt. Herr Rother schreibt mum:" Die ganze versichert aber, daß die Regierung hieran nicht im mindesten denke. socialdemokratischen Führern" die Arbeiter, eines Bessern belehren" und Flottenfrage hat auch für die Arbeiterklasse eine ganz eminente Die Mitglieder des Vorstands und die Vertrauensmänner sollen die auch von ihnen mitgebrachte Resolution für die Vorlage zur AbBedeutung. Die Notwendigkeit, unsre Machtmittel zu vermehren, kann ihr Amt als unentgeltliches Ehrenamt" verwalten. Trotz- stimmung bringen würden. Sodann brachte er seine Gründe" für nur der in Abrede stellen, der alle Konflikte auf friedlichem Wege dem sind für die Ausübung des" unentgeltlichen Ehrenamts" die Vorlage vor, die mit großer Heiterkeit von seiten der Versammlösen zu können meint. Daß dies nicht möglich ist, lehrt die Ge- mitunter viele Tausende, ja Zehntausende Mark ausgegeben worden. lung aufgenommen wurden, da die Arbeiter absolut nicht begreifen schichte." Weiter heißt es da„ Wer vermag zu sagen, ob wir nicht Diesem Unfug will die Regierung dadurch einen Riegel vorschieben, fonnten, warum sie eine Riesenflotte schaffen sollten, die, nach der einst mit Banzern und Torpedos uns die gesicherte Basis für die daß die Höhe der Entschädigung der Genehmigung des Reichs- Begründung des Herrn Claassen, das Deutschtum, socialistische Gesellschaft erkämpfen müssen" Ohne starke Versicherungsamts unterliegen soll. Die Socialdemokraten fürchten, deutschen tapitalien im Auslande( Brasilien usw.) Flotte fein Kolonialreich." In dem Artikel des Herrn Ernst daß auch durch diese Maßregel nicht viel erreicht werde. Sie verlangen die Intereffen der Besizer ausländischer Staatspapiere Frey heißt es dann: Nehmen wir an, es sei Krieg, daher, die Entschädigung dürfe nicht mehr betragen, als ein Zeuge großen Teil in Händen„ kleiner Leute" seien! schüzen solle. Natürlich muß die Flotte so stark sein, daß eine Blockierung nicht nach dem Gesetz an Bengengebühren für die betreffende Zeit erhält. Auch die„ Begründung", daß die deutsche Seemacht so stark werden möglich ist. Dazu reicht die bestehende Flotte aus". Dagegen Eine solche, wirklich ernsthafte Maßregel wollen jedoch die bürger- müfie, um einen Angriff zur See von seiten der Engländerhaben aber die Herren( zu den Socialdemokraten) ja auch gestimmt. lichen Parteien nicht, sie lehnen den socialdemokratischen Antrag ab der in Aussicht stehe! abschlagen zu können, ließ keinen Ernst Weiter sagt er:„ Wer wertvolle Kolonien besigt, muß sich rüsten, und begnügen sich mit dem Regierungsentwurf. auffommen und erweckte stürmische Heiterkeit. Genosse Fischer und Deshalb erklären sich auch die englischen Arbeiter für die Flotte." Nächste Sigung Montag. zwei Genossen aus Köpenick blieben die Antwort nicht schuldig und die Nun, nach diesen Ausführungen wird ja auch die socialdemo Abstimmung ergab die einstimmige Annahme unsrer Resolution fratische Partei in der Lage sein, für die Flottenvorlage zu stimmen. gegen die Vorlage, natürlich mit Ausnahme des Herrn Claassen und stimmten. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die interitationale, völferbefreiende Socialdemokratie wurde die Versammlung gegen 12 Uhr geschlossen. = Versammlungen. " die und die zum ( Bravo! bei den Nationalliberalen, Lachen bei den Socialdemokraten.) Prozeß v. Kriegsheim und Genossen. eines mit ihm gekommenen Freundes, die alle in für ihre Reſolution Abg. Hilpert( bayr. Bund der Bauern): Präsident Graf v. Ballestrem: Herr Abgeordneter Hilpert, Sie dürfen Mitgliedern des Hauses nicht vorwerfen, daß sie keinen Batriotismus haben.( Große Heiterkeit.) Ich rufe Sie deshalb zur Ordnung. Achter Tag. Waidmannslust. Am 4. d. Wits. wurde hier eine Voltsverſammlung abgehalten, in der Freiwald über die Bedeutung der Kreisfonferenz. Am Schluß machte der Vorsitzende die Genossen Gemeindewahlen sprach. Hierauf erstattete Adam Bericht über die auf den am 17. Februar bei Kuhn stattfindenden Maskenball aufmerksam. Vereinskalender. ( Referate und Diskussion über wissenschaftliche Themata aus dem wirtschaftArbeiter Bildungsschule, Nette Roßstr. 3. Freitag: Rede- Uebung. lichen, gewerkschaftlichen und geistigen Leben.) Vortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner. Bibliothet: 8-9 Uhr.- Beginn des Unterrichts: Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. fizender: Rich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Gottfried Borts, Stalizerſtr. 113. Erster Kassierer Alle Aenderungen im Vereinskalender Freitag. uebungsstunde abends 9-11 Uhr. find zu richten an Otto Isaac, Strelitzerstr. 15, Hof II. Aufnahme von Mitgliedern. Kaiser scher Männerchor", Bernau, Schwedterstr. 23/24.„ Nord", Adolf T Bor „ Vereinte Deumann, Brunnenſtr. 150. Unverzagt I", Batteroth, Stalizerstr. 51/52. " Buchbinder Männerchor", Fürstenhof, Köpnickerstr. 137/38. Sangesbrüder Moabits"," Pfarr, Buttligstr. 10. Maiglöckchen", Sachse, Lindowerstr. 26. " Völker In die Flottenagitation haben sich manche Elemente eingemischt, die besser ferngeblieben wären, aber im allgemeinen ist eine Be: geisterung für die Flottenvermehrung im Volfe vorhanden. Diese Nach Eröffnung der Sigung durch Landgerichtsdirettor Rösler Begeisterung ist durchaus ehrlich und ich kann nur wünschen, daß sie erklärt St.-A. Dr. Schwindt, daß nach schriftlichen und mündhier im Reichstag einen Wiederhall findet. Ich hoffe, wir werden lichen Mitteilungen des Angeklagten v. Kriegsheim dieser infolge der hier zu einer Ginigung kommen. So verschieden unsere Ansichten Anstrengungen der legten Tage so mitgenommen ist, daß er des auch in wirtschaftlichen und politischen Fragen sind, in nationalen Nachts nicht schlafen kann und Chloralhydrat habe nehmen Fragen, in Fragen der Wehrkraft sollten wir einig sein und müssen. Er bitte, dem Angeklagten in den nächsten Tagen etwas Ruhe es nicht darüber zu einer Auflösung des Reichstags lommen zu lassen, indem vielleicht zunächst einige Fälle verhandelt werden, an laffen.( Abg. Singer: Weil Sie fich fürchten.) Nein wir fürchten denen nur der Angeft. Wizmann beteiligt jei. Der Vorsitzende jagt zu, eine Auflösung nicht.( Rufe links: Oh! Oh!) Nein, denn wir haben bei daß er dem Wunsche nach Möglichkeit entsprechen werde. Der hierauf als allen Auflösungen, die infolge von Wehrkraftsfragen erfolgt sind, gute Beuge vernommene Hotelier Strause, auf den sich v. Kriegsheim berufen Geschäfte gemacht. Ich will schließen: Wer die Meere beherrscht, hat, um zu beweisen, daß er Geld gehabt habe, als er aus der Pension der beherrscht den Handel, wer aber den Handel beherrscht, der be- Bilfinger sich entfernte, bekundet, daß v. St. mit seinen beiden Damen fizt die Schäße der Welt und damit die Welt felbft.( Lebhafter vom 30. Dezember bis zum Mai bei ihm gewohnt, etwa 1500 M. Beifall bei den Nationalliberalen und rechts. Zischen links.) nach und nach bezahlt habe und noch etwa 200 m. schuldig geblieben fet. Rechtsanivalt Dr. Hugo Marcuse hat seiner Zeit 9 Uhr, Ende 11 Uhr. Frau v. Bilfinger Wir haben bisher immer gehofft, die Stegierung werde mum Auftrage des Angeklagten, v. Striegsheim, unit grout. Bei im nun verhandelt. Er giebt eine kurze Charakteristik des Angeklagten, die endlich einmal der Not der Landwirtschaft ein Ende machen. für den Gang der Verhandlungen nicht von wesentlicher Bedeutung ist. Statt dessen kommt eine neue Flottenvorlage.( Allgemeine Heiterkeit.) Meine politischen Freunde wollen von der ganzen Kaufmann Arend, bestätigen, daß v. Kriegsheim eines Tages im Rechtsanwalt Wronter läßt sich von dem nächsten Zengen, Vorlage nichts nichts wissen wissen und eigentlich auch gar feine Kommissionsberatung. Wir waren so lange patriotisch, als wir Spätherbst im Bureau des Zeugen vorübergehend 3000 M. niedernoch irgend eine Hoffnung auf Erlösung aus unsrer Not hatten. gelegt habe, die er nicht zur Rennbahn mitnehmen wollte. Ob dies ( Erneute Heiterkeit.) Jegt ist diese legte Hoffnung geschwunden. gerade zur Zeit war, als v. Kriegsheim die Erhöhung des StammGemütlich feit"( Bußer), Krüger, Seydelstr. 30.- Morgenfapitals für seine Bank angemeldet hatte, weiß der Zeuge nicht. Wir werden vielleicht unsern Patriotismus wieder zeigen, rot I", Charlottenburg, Leder, Bismarckstr. 74. Typographia", Arminhallen, ivenn die nächsten Handelsverträge wieder für 11115 Vorsitzender und Anwalt. Kommandantenstr. 20. Georgina", Wollschläger, Oranienſtr. 183. günstiger ausfallen werden.( Stürmische Heiterkeit.) Wir „ Rosenthaler Vorstadt", Geite, stimmen also gegen die Flottenvermehrung aus wirklicher Not. und weist darauf hin, daß nun zum zweitenmale furze thatsächliche Gesangverein", Brandenburg a. H., Mengert, Bergstr. 6. Rechtsanw. Morris unterstützt das Ersuchen des Angeklagten Rheingold", Feind, Weinstraße 11. Swinemünderstr. 26." Jris", Martin, Naunynstr. 86. Männer Das unterscheidet uns von den Socialdemokraten, die dagegen Feststellungen, die zu Gunsten des Angeklagten dienen, kurzer Hand Vogel, Wrangelstr. 78. „ Liberté". stimmen, weil sie überhaupt feinen Patriotismus haben. Liedertafel Freie Sänger", Hahn, Neue' abgewiesen werden. Der Vorsitzende verwahrt sich in nachdrück- Königstraße 73. Nordwacht", Milbrodt, Müllerstraße 7. lichster Form gegen diese Bemerkung. Dieses System der VerSängerfreis", Neu- Weißensee, Korostewitz, Friedrichstraße 5. Ein dächtigung gegen die Unparteilichkeit der Leitung müsse er entschieden tracht II", Eberswalde, Restaurant 3ur Mühle". zurückweisen. Ein solches Verfahren, bei welchem es sich doch nur frühling"( Stuccateure), Greifer, Oranienſtr. 109. Neue Zeit", Lorenz, um Sensationsmacherei handeln tönne, sei derartig, daß er sich vor- Watt- u. Boltaftr.- Ecke. Liederkranz", Brandenburg a. H., Bergstr. 6. behalten müsse, dasselbe nach Schluß dieser Verhandlung einer andern Klingmüllerscher Männerchor", Weißensee, Zum Prälaten, Lehderstr. 122. „ Karthaus Summerscher Männerchor", Göbel, Landsberger Allee 156. Instanz zu unterbreiten. Rechtsanwalt Morris bittet ums" Treptow" in Treptow, Staffeldt, Baumschulenweg. ,, Metallarbeiter: Wort, der Vorsitzende erklärt aber, daß die Diskussion hier ge- Often", Tabert, Markusstr. 14. Präsident Graf v. Ballestrem: Die Socialdemokraten außer schlossen sei " Treue", Nowack, Manteuffelstr. 9. halb des Hauses dürfen hier nicht stimmen.( Große Heiterkeit.) Ich Der Vorsigende fügt weiter hinzu: der Verteidiger sich beschweren fönne. Arion", Rirdorf, Eschert, Erfstraße 8. Sangesblüten", Conrad, Um allen Weiterungen Marfiliusstr. 8. Gesangv. der Putzer", Schiller, Rosenthalerstr. 57. halte also meinen Ordnungsruf aufrecht. mit den andern Verteidigern vorzubeugen, bemerke er aus- Moabiter Liederkranz", Spreehallen, Kirchstr. 27. Freie Sänger I", Abg. Silpert( fortfahrend): Die Beschlagnahme deutscher drücklich, daß sich seine Bemerkungen mur auf den Rechtsanwalt Seegermühle b. Eberswalde, Baugas, Jagdschlößchen. Rosalia", Plaen, Schiffe durch England ist eine gemachte Sache.( Stürmi- Morris beziehen. Das von ihm gegeißelte Verfahren reihe sich stönigsbergerſtr. 34. Ruf", Manegold, Liegnigerstr. 18.„ Sängerhort", sches Lachen auf allen Seiten des Hauses.) Schuhmacher Berlins", Weigmann, AndreasDer Kaiser würdig denjenigen Verdächtigungen an, die schon hinsichtlich des Sander, Köpnicerſtr. 158. soll jemanden nach England geschickt haben, der die Untersuchungsrichters Alliance", Kaiser Franz Grenadierplaz 7( Restaurant). erhoben worden seien. Rechtsanwalt Borar", Kudut, Naunynftr. 6. Melodia"-Rirdorf, Menzier, Steinmetz Sache gemacht hat.( Erneute stürmische Heiterfeit. Ruf Morris fragt, ob der Vorsitzende den Vorwurf der Sensations- straße 55. Einigkeit Nordwest", Beyer, Bredowstr. 11. rechts: Unverschämtheit.) So erzählt man sich im Volte.( Heiterkeit.) macherei gegen ihn habe richten wollen. Er habe schon vorgestern, Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Man sagt, die Flotte brauchen wir wegen unsres überseeischen Handels. als der Vorsitzende denselben Ausdruck gebraucht, ihn gefragt, ob er im Vereinstalender sind zu richten an Eugen Raschke, Nixdorf, MahlowerWir haben doch aber eben von Herrn Bassermann gehört, Deutsch gegen ihn gemünzt sei und der Vorsitzende habe damals verneinend straße 1, IV. Freitag: Germania", Kubazki, Arndtstr. 21. lands Handel steht an erster Stelle und Englands, trotz der geantwortet.- Landgerichts- Direttor Rösler bestätigt dies, erklärt Stunde", Gauger, Alexandrinenſtr. 122. Apfelblüte", Hoffmann, Wiesengroßen Flotte erst an zweiter Stelle.( Widerspruch des Abg. Basser- aber, daß er in diesem Falle den Vorwurf gegen Rechtsanwalt straße 29 a. Gemütlichkeit II", Grazig, Wrangelstr. 22. mann. Heiterfeit.) Eine Kommissionsberatung wird ja beschlossen Morris erhebe. Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Freitag. TanzlehrerAuf Ersuchen des Rechtsanwalts Morris verein" Solidarität", Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. werden. Die Deckungsfrage wird darin ja hauptsächlich mitspielen. Wenn findet eine kurze Pause statt, weil sich der Verteidiger mit v. Kriegs- Arbeiter Turnerbund. Freitag. Turnv.„ Fichte", Berlin. Abds. die Dedungsfrage auf die Leistungsfähigen Schulternheim über die Notwendigkeit beraten will, die von 8-10 Uhr: 2. Männerabt. Stalizerstr. 55-56. 4. Männerabt.: gelegt werden sollte( Stürmische Heiterkeit), dann werden Stephanstr. 3. 5. Männerabt. Ackerstr. 67. 6. Männerabt. Stallschreiberwir uns nicht genieren, auch für die Flottenvorlage zu stimmen. straße 54. 1. Lehrlings abt. Friedenstr. 37. 3. Lehrlingsabt. Boechstr. 17/20. ( Erneute stürmische Heiterkeit.) 1. Damenabt. Mariannen- User 1a." Freie Turnerschaft", Rixdorf- Briz. 1. Lehrlingsabt. abends von 8-10% Uhr, Thomas, Hermannstr. 48/50. 1. Schülerinnenabt. abends 6-8 Uhr, 1. Männerabt. 8-10% Uhr bei Peters, Knesebeckstraße 113. ( gegr. 1882), Männerabt. von 8-10 Uhr abds., Reichenbergerstr. 131/132 Damen- Abt. v. 8-10 Uhr abds., Manteuffelstr. 7. Turnverein„ Eiche", Köpenic, Männer- und Jugendabteilung von 7 bis 9 Uhr abends, Hotel Klein am Wilhelmsplay. Turno. Froh u. Frei", Groß- Lichterfelde, Bagel, Chauffeeftr. 104, 8-10 Uhr abends." Freie Turnerschaft", Friedrichsfelde, abends 8-10% Uhr, Bube, Prinzen- Allee 30. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratke, Schulstr. 24. Schwimmklub Neptun", Weißenfee, abends 71/2 Uhr, im Seebad Weißensee. Schwimmklub Vorwärts", abends 71/2 Uhr, Ratiborstr. 14b( altes Studentenbad). Schwimmverein„ Gut- Naß", Uebungsstunde jeden Freitag, abends 7 Uhr, Volts- Badeanstalt Moabit, Turmstr. 85a. Abg. Hilpert( fortfahrend): Ich meinte Socialdemokraten außerhalb des Hauses.( Stürmische Heiterkeit.), Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Freitag 1 Uhr. Schluß 534 11hr. Parlamentarisches. und Verteidigung niederzulegen. ſtraße 32. Frohe Turnerschaft des Vereins„ Nereus". Nach Wiederaufnahme der Sigung erklärt Rechtsanwalt Morris: Wenn der Vorsitzende in seiner Bemerkung eine persönliche Kränkung und einen Vorwurf gegen die Unparteilichkeit der Leitung erblickt habe, so bedauere er dies und erkläre, daß ihm ein solcher Vorwurf ferngelegen habe. Er habe lediglich die berechtigten Interessen seines Mandanten wahrgenommen. Was den vom Vorsitzenden gemachten Vorwurf der Sensationsmacherei betreffe, so hätte es feinem persönDie Unfallversicherungs- Kommission lichen Empfinden am meisten entsprochen, die Verteidigung niedererledigte am Donnerstag diejenigen Paragraphen, die sich auf die zulegen. Auf die Bitten des Angeklagten und auf den Hinweis seiner Organisation der Berufsgenossenschaften beziehen. Die Social- Stollegen, daß er das Material zu zahlreichen Punkten demokraten beantragten, daß endlich den Arbeitern der ihnen ge- der Anklage ganz selbständig bearbeitet habe, habe er bührende Einfluß in den Berufsgenossenschaften eingeräumt in dem Konflikt zwischen seinem persönlichen Empfinden werde. Schon der Vorgänger des jezigen Staatssekretärs und seiner Pflicht sich entschieden, die lettere auch ferner des Innern, Herr v. Bötticher, habe zugestanden, daß in zu erfüllen. Er werde nach wie vor die Rechte des An- Arbeiter Radfahrerverein, Berlin. Freitag: Neben im Kunstden Berufsgenossenschaften die Mitwirkung der Arbeiter un- geklagten wahrnehmen und behalte sich im übrigen die ihm zu- und Reigenfahren bei Raabe, Kolbergerſtr. 23. vermeidlich sei, sobald diese Körperschaft zu Behörden geworden. stehenden gesetzlichen Schritte vor.-Präs. Landgerichts- Direktor Arbeiterverein ,, Vorwärts", Kopenhagen. Jeden Sonnabend im Nach einem von der Regierung in der Kommission mitgeteilten Urteil Rösler: Er fönne den Vorwurf der parteilichen Leitung der Verkehrslokal, Korsgade 49: Versammlung. Daselbst befindet sich auch fei aber inzwischen thatsächlich der Anspruch der Berufsgenossenschaften, als Verhandlung nicht auf sich ſizen lassen, denn dies sei der schwerste die Bibliothek des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genossen wollen eine Behörde zugelten, vom Stammergericht anerkannt worden. Zudem Vorwurf, der einem Richter gemacht werden könne, und der Richter, Weltbund zur Bekämpfung der Vivisektion. werden ihnen durch die gegenwärtige Reform mehrere wichtige Funktionen der sich dagegen stillschweigend verhalte, verdiene solchen Vorwurf. 81%, Uhr in Gohns Festsälen, Beuthstraße 19, Bolts versammlung. Freitagabend zugewiesen, die bisher nur Behörden zustanden. Deshalb müsse jetzt Im übrigen freue er sich, daß der Verteidiger diese persönliche Borträge über: 1. Die Irrlehren und die Nuslosigkeit der Bivisektion. das Versprechen des Ministers v. Bötticher erfüllt werden. Hierzu Differenz nicht zum Ausgangspunkt genommen habe, um die Ver- Vortrag. E. Köhler. 2. Die Mißstände in der Fleischkochanstalt auf dem. komme noch, daß die Berufsgenossenschaften sich mit überaus wichtigen teidigung niederzulegen. Der Zwischenfall ist hiermit erledigt. Berliner Schlachthof. Vortrag. Max Canis. Distuffion. dies beachten. Für den Juhalt der Juferate CarlWeiss- Theater Gr. Frankfurterstraße 132. übernimmt die Redaktion dem Der grösste Schlager der Saison! Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 9. februar. Täglich fast ausverkauft! Die Jagd nach dem Glück oder: Die Diebin. Realistisches Ausstattungsstück mit Gef. in 7 Bildern von Carl Weiß. Musit von. Fall. Anfang 8 Uhr. Borzugsbillets haben Gültigkeit. Jm Tunnel v. 7 Uhr an Freikonzert. Morgen: Dieselbe Borstellung. Urania Dr. Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: ,, Von den Alpen zum Vesuv". Hörsaal: Schwahn:„ Die Bewegungen in der festen Erdrinde". Invalidenstr. 57/62: Opernhaus. La Traviata. Anfang Morgen Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Tägl. Sternwarte. 8 11hr. Schauspielhaus. Auf Strafurlaub. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Der Probekandidat. An fang 7 Uhr. Lessing. Der Pfarrer von Kirchfeld. Anfang 7 Uhr. Berliner. Libusfa. Anfang 71/2 Uhr. Nenes. Nackte Kunst. 7 Uhr. Kinder- Vorstellung. Rotkäppchen, Märchenspiel mit Gesang und Tanz in sechs Bildern von Willy Lang. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die herrlichen Kranz spenden bei der Beerdigung meines Mannes, des Restaurateurs Wilhelm Schugardt sage ich allen, die ihm das letzte Gelett gaben, meinen herzlichsten Dant. Wwe. Wilhelmine Schugardt, geb. Flohr. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten for wie dem Gesangverein Wacht anf I" für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meiner lieben Frau Louise Zillmann geb. Lüsch meinen herzlichsten Dant. Karl Zillmann nebst Kindern. 30Mark!! elegante Herren- Anzüge nach Mass 30 Mk. hochfeine m Sommer- Paletots nach Mass. Für 10 Mark hochelegante Bein kleider nach Mass,[ 3695L guter Stoff, tadelloser Sitz. Riesenstofflager 14 Krausenstrasse 14, 1 Tr. Kein Laden. 1 Tr, für die nächste Anzeigen immer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. 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Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, Stellenangebote. M Bon d. Alabasterwarenfabriken von Sabilt u. Comp., Elisabeth- Ufer 29 Goldschmidt n. Comp., Ritterstr. 40 Raffel u. Fleischer, Brigerstr. 7, ist Zuzug fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. r. 33. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Lokales. Achtung, 6. Wahlkreis. Am Sonntag findet Kolbergerstr. 23 eine öffentliche Versammlung statt, in der Genosse Dr. Alfred Bernstein referieren wird. Näheres siehe heutiges Juferat. Um zahl reiches Erscheinen, besonders der Frauen ersucht Die Vertrauensperson. Eine längere Debatte knüpfte sich an einen Antrag üben, mit dem Magistrat in gemischter Deputation angenommen. " " " Freitag, 9. februar 1900. Gerichts- Beifung. Arbeiter= zwei Karten erhalten?"-Bedauere, alles ausgegeben!" so schloß herr Prof. Budde, harrt noch der Forscher, und es wäre Bitte, ich habe hier ein Schreiben vom Direktor des Reichstags- schon ein Erfolg, wenn im Verlauf der nächsten fünfzig Jahre die Bureaus, in welchem es heißt: Ich bin mit Vergnügen bereit, Ihnen Probleme ihrer Lösung näher gebracht wären, die namentlich durch Zutritt zu den Tribünen in jedem einzelnen Fall nach Möglichkeit die neueren Entdeckungen der Wissenschaft gestellt sind. zu gewähren." Der Beamte prüft das Schreiben:" Ja, dann kann Feuerbericht. Ein größerer Zimmerbrand entstand Donnerstags ich Ihnen gerade noch eine Karte geben", und er schreibt Name, nachmittag im vierten Stock des Hauses Solmsstraße 17. Jr. Stand, Wohnung auf. Nun, wir erhielten noch durch Zufall Abwesenheit der Mieter hatten aus nicht ermittelter Ursache Kleider eine zweite Karte, unterdessen rollten mehrere Droschken und Möbel Fener gefangen, und die dabei erzeugte Rauchentwicke Die Stadtverordneten- Versammlung vor, ihre Insassen und Insassinnen aber, sichtlich Besucher aus lung verursachte unter den Hausbewohnern große Unruhe, weshalb nahm in ihrer gestrigen Sigung offizielle Kenntnis von den Urteilen der Provinz, kehrten sofort enttäuscht um, denn auch sie er= auch die eingetroffene Feuerwehr sofort über die mechanische Leiter des Bezirksausschusses bezw. des Oberverwaltungsgerichts in Sachen fuhren, daß die Karten zur heutigen Sigung ausgegeben seien. vordrang, um die Leute zu beruhigen. Der Brand konnte mittels Ein weiterer Zimmerbrand war des Friedhofs der Märzgefallenen. Die Neue Fraktion Oben gaben wir Hüte und Mäntel ab." Es ist wohl sehr voll?" eines Rohres gedämpft werden. der Linken und die socialdemokratische Fraktion gaben durch die fragte mein Freund die hilfsbereiten Diener. I bewahre, io vormittags Oranienburgerstraße 27 abzulöschen. Hier wurde Stadtverordneten Rosenow und Pfannkuch die Erklärung ab, daß auch viel Play giebts ja gar nicht". Aber unten verder Fußboden und Mobiliar eingeäschert. Augsburger= sie mit dem Beschluß des Magistrats, tein neues Bauprojekt weigert man doch die Karten?"" Ja, unten", und die Diener straße 23 ging Gerümpel in einem Keller in Flammen auf. mehr vorzulegen, einverstanden seien; die Verhandlungen in lachten fröhlich. Um es kurz zu machen: als wir bald nach ein Uhr Früh 4 Uhr hatten Prinz Albrechtstraße 3 in einer Schneider dieser Angelegenheit würden hoffentlich dafür gesorgt haben, daß die Gr- die Tribüne betraten, waren etwa zwölf Pläge bejegt, eine werkstatt Regale, Bretter und Papptafeln Feuer gefangen, das aber innerung an die Märzgefallenen auch ohne Dentmal fortlebe. Unser Stunde später zählte man auf sämtlichen Tribünen höchstens dreißig große Ausdehnung nicht erlangte. Gegen Morgen hatte die Wehr Genosse Pfannkuch hob nachdrücklich hervor, daß es den Arbeiter- Personen, über zweihundert Pläge waren leer! Jetzt lachte längere Zeit zu thun, unt Alte Jakob straße 6 einen Schalvertretern im Roten Hause selbstverständlich auf eine Ehrung mein Freund, und ich wunderte mich". decken- und Balkenbrand zu beseitigen.. des Andenkens der Märzgefallenen angekommen sei; Uns will scheinen, daß der Seniorenkonvent des Reichstags die Verhandlungen hätten zugleich das Gute gehabt, daß alle Ursache hätte, solchem empörenden Unfug eine Ende zu machen. Aus den Nachbarorten. bon dem Gefühl dankbarer Erinnerung an die März Zehn Pariser Stadtverordnete, der Präsident Champrudry gefallenen, das das arbeitende Für Klein Volk stets beseelt habe, und die Herren Cadang, Caplain, Breust, Chirivour, Blonhette, Parteiversammlungen in den Vororten. auch etwas auf die bürgerliche Gesellschaft übergegangen sei. Opportun, Masset, Crudier und Daniel weilen zur Zeit in Berlin, Schönebeck und Fichtenau findet am nächsten Sonntags Von andrer Seite wurde eine weitere Debatte nicht beliebt. Der um die hiesigen städtischen Einrichtungen kennen zu lernen. Sie find nachmittag 3 Uhr im Restaurant Hüpenbecker eine BolksversammFreifinn steckte den Hieb, der ihm mit diesem Kompliment" versezt von Hamburg hierher gekommen und werden einige Tage hier ver- Tung statt, in welcher Genosse Sonnenburg über die Aufgaben der wurde, stillschweigend ein. weilen und später auch andre deutsche Städte besuchen. Socialdemokratie in der Gemeindevertretung referieren wird. Die Eine längere und empfindliche Verkehrsstörung entstand Gemeindevertretung, der Prediger und die Lehrer find zur BerWaidmannslust. Am Sonntag ist darüber zu gestern vormittag durch den Nadbruch eines mit 300 Bateten be- fammlung eingeladen. beraten, wie der Wiederholung der bekannten Vortommnifie ladenen Postwagens an der Ede der Koch- und Wilhelmstraße. Der eine Mitgliederversammlung des Wahlvereins bei Streckenbach. in ber Roganstalt auf dem Schlachthofe fünftig vor- Postwagen blieb gerade auf den Straßenbahnschienen liegen und Pankow spricht über Volksschule und Junkertum in Preußen. zubeugen sei. Der Magistrat lehnte durch Stadtrat Hübner und konnte, da er umzufallen drohte, erst weggeschafft werden, nachdem Die Versammlung des Ober Schöneweide. Oberbürgermeister Kirschner jede Verantwortung für diese Vor- man ihn ausgeladen hatte. Das nahm beträchtliche Zeit in Anspruch, Bildungsvereins findet am Sonnabend 1/29 Uhr bei Scheel, Siemenskommnisse ab. Unſer Genoffe Wilke machte die städtische Ver- und nicht nur der Straßenbahnbetrieb, sondern auch der übrige straße 2 ſtatt. waltung insofern dafür verantwortlich, als die Stadt Berkehr erlitt eine empfindliche Störung, wovon auch königliche Die Märkische Lokomotivfabrik in Schlachtensee, die schon die Verwertung des beschlagnahmten Fleisches überhaupt nicht an einen Wagen betroffen wurden. längere Zeit nicht mehr in Betrieb war, soll nun auf Abbruch verprivaten Unternehmer hätte verpachten dürfen. Die Stadt jolle die Sache in eigne Regie übernehmen, weil nur so eine hinreichende von Spandau, Charlottenburg und Berlin. Am Sonnabend erschien Eine Goldklumpengeschichte beschäftigt die Kriminalpolizei fauft werden. Die Fabrikgebäude waren erst 1891 errichtet worden. Sicherheit gegen Mißbräuche gegeben sei. Der Antrag Lüben wurde im Laden des Uhrmachers Fieliz in Spandau eine etwa 35jährige, Die Neuordnung der Gemeindeschul- Ferien als Markthändlerin gekleidete Frau und fragte, ob man ein Stück altes Gold kaufen wollte, und zeigte einen kleinen Goldklumpen vor. Verfluchter Socialdemokrat, Heher, Anarchist, Brandwill die Versammlung, obwohl für dieses Jahr bereits eine Dem Uhrmacher, der den Wert des Stückes erkannte, kam die Sache stifter! So schimpfte der Fabrikbefizer Friz Dopp, als der endgültige prüfen. verdächtig vor. Um die Fremde zu weitern Aeußerungen zu ver- Arbeiter Weinberg eines Tags vor der Doppschen Fabrik ruhig Neuwahl in der Tischler- Junung. Wie wir bereits in anlaffen, bot er ihr einen geringen Betrag, worüber die Frau sehr und pflichtgemäß an die Arbeiter gedruckte Einladungen zu Diese einer entrüstet wurde; sie erklärte, das sei echtes Gold, woraus Zwanzig- einer Metallarbeiter Versammlung verteilte. unserer Nummer vom legten Mittwoch mitteilten, find gegen die marifiüde gemacht würden; auf die Frage, wo sie es herbabe, Bettelverteilung ist schon zweimal Gegenstand am 22. Januar er. vollzogene Wahl der Delegierten zur Innungs- erwiderte fie, das habe ihr Schwager eingeschmolzen. Der lhr- flage gegen Weinberg gewesen. Einmal hat ihn Dopp versammlung zwei Wahlproteſte bei der Gewerbe- Deputation macher schloß den Kauf nicht ab, sondern benachrichtigte, nachdem wegen groben Unfugs denunziert, aber trotz der bekannten des Magistrats eingereicht worden. Bekanntlich sind die von die Frau sich entfernt hatte, die Kriminalpolizei, die sogleich Dehubarkeit des Unfug Paragraphen feinen Erfolg erzielen der alten Innung und den mit ihr verbündeten Vereinen unter den auf dem Wochenmarkte befindlichen Handelsleuten können, Weinberg wurde Damals freigesprochen. Dann aufgestellten Kandidaten nur mit geringer Majorität gewählt worden. Nachforschungen anstellte. Die Frau wurde bald ermittelt; fie befand versuchte es Dopp mit einer Anzeige wegen ausfriedensa Es find aber bei der Wahl arge Verstöße und Wahlmogeleien vor- fich mit einem Mann, ihrem Bruder, bei einer Wurstbude, die ihr bruchs, und diesmal hatte er den Erfolg, daß Weinberg verurteilt gekommen, u. a. hat sich ein Vorstandsmitglied der alten Eigentum war. Beide wurden sistiert. Im Befiß des Mannes wurde. Nun hatte Weinberg wegen der zu Anfang aufgezählten rohen Innung herbeigelassen, nicht wahlberechtigten wurden noch ein paar ähnliche Goldklumpen vorgefunden. Es wurde Schimpfworte die Privatbeleidigungsklage gegen Dopp eingereicht, die Personen Wahllegitimationen auszuhändigen. festgestellt, daß der Mann, der Händler Rudolf Schenk aus Char- am Donnerstag vor dem Schöffengericht verhandelt wurde. Dopp verauf Grund deren sie zur Wahl zugelassen wurden. Ferner wurde lottenburg, schon seit mehreren Jahren mit seiner Schwester den teidigte sich sehr mannhaft. Er will die" verfluchten Socialdemo das Wahlgeheimnis dadurch illusorisch gemacht, daß von der alten Wochenmarkt in Spandau besucht. Schent wurde verhaftet. Die traten, Hezer, Anarchisten" 2c. mur im allgemeinen, nicht aber Innung und ihrem Anhänge äußerlich erkennbare Stimmzettel benzt Goldklumpen sollen von seinem Schwager in Berlin herrühren. Die Weinberg persönlich mit seinen schmeichelhaften Ausdrücken beschimpft wurden. Diese und andere Berstöße veranlaßten die Gewerbe- Spandauer Polizei meldete den Vorfall sofort nach Charlottenburg, haben. Wie leicht Dopp durch den bloßen Gedanken an die Organi deputation in ihrer Sizung am Mittwoch, die Wahl für un bort wurde in der Wohnung des Schenk eine Durchsuchung vor- fationsbestrebungen der Arbeiter in hochgradige Erregung kommt, davon gültig zu erklären und die Vornahme einer Neu- genommen, wobei auch eingeschmolzenes Gold vorgefunden sein soll. legte er vor Gericht eine bezeichnende Probe ab. In seiner Verteidigungswahl anzuordnen. Die Gegner der 8 wangsinnung werden also gut thun, haftet worden. Dem Vernehmen nach ist inzwischen auch die Schwester Schenks ver- rede suchte er dent Gericht klar zu machen, daß die über ganz fich beizeiten zum erneuten Wahlkampf zu rüsten und die Indifferenten, haftet worden. Die Berliner Kriminalpolizei dürfte fich inzwischen Deutschland verbreiteten socialdemokratischen Organisationen die gefährlichen Dinger" seien, denen der Garaus ges deren Zahl leider noch allzu groß ist, auf die Notwendigkeit schon mit dem Schwager beschäftigt haben. ihrer Teilnahme an der Wahl aufmerksam zu Wieder ein Kind verbrüht. Die Frau des Arbeiters Raagmacht werden müsse. Dopp sprach weiter davon, daß seine machen. Bei der ersten Wahl sind weit über die Hälfte der aus der Stralauer Allee 22b wusch am Freitag voriger Woche in der Fabrik, weil in ihr Ruhe und Frieden herrsche, von den Wahlberechtigten der Wahl ferngeblieben, während die Helden vom Küche einige fleine Stüde, während ihre beiden Stinder, der vier- Hegern" systematisch belagert werde. In geheimen Lokalen feien geheime Versammlungen abgehalten worden, um Innungszopf vollzählig erschienen waren. jährige Hans und das zweijährige Gretchen, um sie herumspielten. Die ruhigen Doppichen Arbeiter aufzuheben. Aber er, Herr Dopp, Als die Frau sich nach der Wasserleitung umwandte, um einen Eimer Ein neues Speisewagen- Unternehmen, die„ Große Berliner taltes Wasser zu holen, stieß hinter ihrem Rücken der Knabe das habe die Polizei auf die im finstern idleichenbell Centraltüche" hat gestern den Betrieb aufgenommen. Die Wagen, Mädchen in eine Wanne, die, mit heißem Wasser gefüllt, auf den Seger aufmerfiam gemacht und dadurch weiteres unheil die durch Trompetenſignale angekündigt wurden, verkehrten geſtern Fußboden stand. Das Kind verbrühte sich am Rüden und am Gefäß verhütet. In dieser Weise floß der Redestrom des Herrn Dopp im Norden und Often der Stadt. Sie tragen über einem doppel- o schwer, daß die Aerzte es nicht mehr retten fonnten. Gestern dahin, zum Entfeßen der auf den Beginn der nachfolgenden Sachen wandigen Kessel einen zum Niederklappen eingerichteten Schlot. Die wurde es auf dem Marfus- Kirchhof in Wilhelmsberg beerdigt. wartenden Anwälte. Vergeblich waren die energischen Bes Speisen das warme Gericht bestand gestern in Erbsen, mühungen des Vorsitzenden, den Redefluß des Angeklagten Kartoffeln und Schweinefleisch- werden durch heißes Wasser Ein hartnäckiger Selbstmörder war der 20 Jahre alte auf die vorliegende Angelegenheit zu beschränken. Herr warm gehalten. Zwei Mitfahrer in grauen Uniformröden Eisenbahnbetriebsdiätar Ernst Freiſtedt, der sich gestern in seiner Dopp ging fogar so weit, die Zeugen, welche seine Bemit roten Abzeichen beforgen die Ausgabe der Speisen in Wohnung erschossen hat. Der junge Mann wohnte bei einer Frau W. Hauptungen nicht bestätigten, in ziemlich deutlicher Weise des die bereit gehaltenen Gefäße. Der Preis ist 10 Pf. für 1 Liter. in der Solmsstr. 31. Schon seit Wochen zeigte er Spuren einer Meineides zu bezichtigen: ein Verhalten, welches der Klägerische Der Speisewagen wurde vielfach von Frauen wie von Arbeitern hochgradigen Nervosität. Einmal tam seine wirtin dazu, als er be- Anwalt Heinemann bei der Strafabmessung als erschwerenden Um größerer Fabriken in Anspruch genommen. Ohne Zweifel entspricht reits den Revolver auf sich gerichtet hatte, und entriß ihm die Waffe. stand zu berücksichtigen ersuchte. Das Gericht fam auf Grund der ein solches Unternehmen den Bedürfnissen einer Zeit, in der der Er erklärte ihr nun, daß er unter allen Umständen zum Ziele Beugenaussagen zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte die bes Kapitalismus die Arbeiterfrau für sich in Anspruch nimmt und als fommen werde; sollte sie ihm aber noch einmal hindernisse bereiten, leidigenden Worte sowohl im allgemeinen, als auch mit Beziehung auf systematischer Zerstörer des hergebrachten Familienlebens fie mit so werde er zunächst sie aus dem Wege räumen. Die Frau fündigte den Kläger gebraucht, diesen also öffentlich beleidigt hatte." Mit starkem Arm an der Erfüllung der häuslichen Pflichten hindert. Es mun ihrem Mieter. Gestern mittag fam F. vom Dienst nach Hause Rücksicht auf die Erregung, in der sich der Angeklagte befand, tommt natürlich ganz darauf an, daß ein solches Unternehmen hält, und war wieder sehr aufgeregt. Er ging sofort in sein Zimmer hielt das Gericht eine Geldstrafe von 20 Mart für anwas es verspricht, daß es, was sehr wohl auszuführen ist, für ver- und schloß sich ein. Nichts Gutes ahnend versuchte Frau W., ihm zu gemessen. hältnismäßig geringes Geld saubere und nahrhafte Kost liefert. folgen, erneute Drohungen aber schreckten sie ab. Bald darauf hörte Somit ist also Herr Dopp noch recht milde davon gekommen. sie im Zimmer zwei Schüsse fallen. Roheitsvergehen. Eine Korrespondenz meldet: In der Zehlen- und als man nun mit Gewalt eindrang, fand man F. blutüberströmt wenn er den Unternehmer Dopp unter den gleichen Umständen 19, fand man 8. blutifiberström weniger glimpflich wäre es wohl bem arbeiter either luständen dorfer Forst, unmittelbar am sogenannten Nicolaisee, hat am Mittwoch- und regungslos auf dem Fußboden liegen. Ein Arzt kommte nur noch etwa mit Ausdrücken wie: Verfluchter Kapitalist, Ausbeuter, Fabrikmorgen ein blutig verlaufenes Duell stattgefunden. Die prog 2c. belegt hätte. Gegner waren ein Zeuge des Harmlosen- Prozesses, Lieutenant v. St. feststellen, daß der Tod bereits eingetreten war. und der Rittergutsbefizer Erich v. H., Offizier der Reserve. Gegen vor dem Rosenthaler Thor sind aufgedeckt worden. Vierzehn Per: Donnerstag die Vernehmung des Angeklagten Meher. Dieser bes Langjährige Unterschleife in einer Fabrik für Glaserdiamanten 8 Uhr bemerkten Waldarbeiter, daß mehrere in schwarz gekleidete sonen sollen sich in dieser Affaire als Stehler und Hehler vor dem merkt auf Befragen des Präsidenten: Er sei Mitglied des AufsichtsHerren sich vom Bahnhof Zehlendorf nach dem Nicolaisée zu bewegten, während in angemessener Entfernung ein eleganter Wagen Richter zu verantworten haben. Der Bestohlene beziffert seinen rats und zeitweise stellvertretender Vorsitzender gewesen. Er sei als Berluft auf 30 000 m. Etwa 50 Personen sind bereits als Bengen föniglicher Beamter ausgebildet worden. Er sei lange Zeit im folgte. Bald darauf vernahm man mehrere Schüsse. Einige Zeit M. später fuhr die Kutsche in langfamem Tempo nach Zehlendorf, um vor dem Untersuchungsrichter vernommen worden. Oberpräsidium der Provinz Pommern als Expedient beschäftigt ge= Lieutenant v. R., der schwer verwundet sein soll, zu einem Arzt zu Ein ,, schwerer Junge", der Drechsler Karl Schrey, der vor wesen. Als er aus dem Staatsdienst ausgeschieden sei, habe et bringen. Die Veranlassung zu dem Duell soll in einer Bemerkung einem Vierteljahr aus der Strafanstalt zu Plößensee entwichen war, verschiedene große industrielle Unternehmungen geleitet, zu diesen unter anderm liegen, die der Ritterguts befizer v. H. über angebliche intimere ist jetzt von der Kriminalpolizei wieder eingefangen worden. Schren, habe die Portland Cementfabrit und Von der praktischen Buchführung Beziehungen b. R.'s zu dem Falschspieler Wolff gemacht der in seinen Kreiſen als Drechsler„ Karl" bekannt ist, hatte noch Victoria Brauerei gehört. hatte. Ueberdies soll v. R. zu der Frau v. H. in unerlaubten Be- 41/2 Monat zu verbüßen, als es ihm gelang, aus dem Gefängnis zu teine Kenntnis, habe er er sei infolgedessen nicht in der ziehungen gestanden haben, eine Ehescheidungstlage schwebt entspringen. Bisher war er den Nachforschungen der Polizei ent- Lage gewesen die Richtigkeit der Bilanzen zu prüfen. demzufolge seit einiger Zeit. Die Bedingungen des Zweikampfs gangen, obwohl er sich beständig in Berlin aufhielt. Vorgestern auf Befragen seines Verteidigers, Justizrat Küchendahl, bemerkt der sollen, wie verlautet, sehr schwere gewesen sein. wurde er bei einer Streife in einer Kaschemme" der Landsberger- Angeklagte Meyer noch: Er sei seit 20 Jahren Stadtverordneter in Wenn die Korrespondenz recht unterrichtet ist, so handelt es sich um strafe ergriffen, als er gemütlich beim Stat saß. Seinen äußeren Stettin und gehöre seit Jahren den verschiedensten Kommissionen, Er sei außer zwei in der menschlichen Gesellschaft durchaus überflüssige Personen, Menschen hatte er sehr zu seinem Vorteil verändert. Sogar Brillant- wie der Steuer- Veranlagungs- Kommission usw. an. fodaß der Schaden, abgesehen von dem verschossenen Pulver, ringe blitten an seinen Fingern. dem Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Armenpflege Vereins auch in dem Falle zu ertragen wäre, daß beide Duellanten sich Die Anschauungen über Elektricität hieß der Vortrag, den und ſei Mitglied bezw. Borstandsmitglied einer Reihe weiterer Wohlgegenseitig zur Strede gebracht hätten. Ein gefährlicher Unfug Profeffor Dr. Bud de am Donnerstag in der Urania hielt. In thätigkeitsvereine. Er habe außer als Aufsichtsratsmitglied der bleibt das Duell natürlich bei alledem, da immer die Gefahr vorliegt, flaren und auch dem Laien verständlichen Worten stizzierte der National- Hypotheken- Kredit- Gesellschaft, von keiner Seite jemals eine daß ein zufällig des Weges gehender Waldarbeiter oder ein Redner die Erfolge, welche das Streben nach Erkenntnis auf dem Entschädigung erhalten. Seine Entschädigung von dieser Gesellschaft andrer für den Stulturfortschritt schwer zu entbehrender Mensch durch Gebiete der Elektricität hervorgebracht hat. Weber, Gauß, habe im Durchschnitt jährlich 360 M. betragen. Er erklärt sich für einen am Ziele vorbeigehenden Schuß verwundet oder gar getötet Faraday und Marwell wurden gewürdigt, worauf des großen Fort- nichtschuldig und schreibt den größten Teil der Verfehlungen dem schritte gedacht wurde, der darin liegt, daß Herz auf dem Wege des Angeklagten Thym zu, der in jeder Beziehung die Gesellschaft ge Ueber den Handel mit Reichstagskarten schreibt Paul Experiments die Richtigkeit der Rechnung bestätigt fand, daß für Schädigt habe. Lindenberg: Jm Reichstage stand die Fortsegung der Beratung die Fortpflanzung des Lichts und der Elektricität der Lichtäther als des Etats der Post- und Telegraphenverwaltung auf der Tages gleiches Medium dient. Unter den dann von Herrn Professor Budde ordnung, das Wetter konnte nicht schlechter sein, Schnee- und vorgeführten Experimenten erreichten vor allem die Interesse, welche Regenschauer prasselten hernieder, und wer nicht mußte, verließ gewiß die Eigentümlichkeiten der Kathodenstrahlen veranschaulichten. nicht das schützende Heim. Wir mußten aber, denn ein lieber, aus Weitere Experimente im Lenordschen Beobachtungsraum lehrten, dem Auslande hier auf furze Zeit weilender Freund wollte nicht daß die Kanalstrahlen positiv sind und das Atomgewicht der Berlin verlassen, ehe er nicht einer Reichstagssigung beigewohnt. In Metalle besigen, von welchen sie ausstrahlen, während die einer Droschte erreichten wir furz nach 12 Uhr den stolzen, weiß- Kathodenstrahlen negativ find und ein Atomgewicht haben, Minglückte Verfittlichung. Der Chefredacteur des„ Satyr" leuchtenden Palast, und das erste war, daß uns zwei Billet das dem tausendsten bis sechzehnhundertsten Teil eines Waffer- der, wie wegen Verbreitung von Nr. 2 und 3, auch wegen Ver händler Tribünenkarten anboten. Ich lachte sie aus, mein Freund stoffatoms gleichkommt. Diese Experimente scheinen die Richtigkeit breitung der Nr. 4 des Blattes angeklagt war, ist gestern wiederunt. wunderte sich. Wir famen zur Kartenausgabe, dort hing ein ge- der Weberfchen Theorie zu bestätigen, wonach die pofitive Elektricität freigesprochen worden. Die Straffammer war mit dem Verteidigen, drucktes Schild:„ Die Tribünenkarten zur heutigen Sigung find fest am Metall haftet, während die negative Elektricität sich frei Rechtsanwalt Ahlemann, der Ansicht, daß die inkriminierten Artikel ausgegeben". Trotzdem trat ich zum Schalter: Kann ich vielleicht zwischen den Molekülen bewegt. Eine gewaltige Masse von Arbeit, von Nr. 4 des" Satyr" nichts Anstößiges enthalten.. werden kann. R. Der Prozek Aruim und Genossen in Stettin brachte am 0 V die Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung wurde am Donnerstag vor der hiesigen Straffammer in der Berufungsinstanz der Eiseleur K. zu 8 Tagen Gefängnis verurteilt, wach dem die erste Instanz auf eine gleiche Strafe erkannt hatte. K. soll einem Arbeitswilligen" gedroht haben, daß sein Name in der Fachzeitung bekanntgegeben werde und andre Arbeiter mit ihm nicht zufammen arbeiten würden, da er ein Streifbrecher sei. Marktpreise von Berlin am 7. Februar 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidius. 1,10 mangelnber Beteiligung und gänglich fehlender Unternehmungsluft nicht von Belang war, wurden Weizen und Roggen nom. 1 W. höher gehalten. Gingelhetten sind bei der Luftlosigkeit des Marktes und ber Geringfügigfelt ber erzielten Untfäße nicht zu berichtent. Safer 80g unter dem stimulierenden Einfluß der Gesamttendenz 0,50 M. an. Rüböl wurde auf fältere Witterung 0,10 M. höher bezahlt. Am Spiritus markt blieb der Preis für 70er loco 47 M. Umsatz 20 000 Liter. *) Weizen D.- Str. 15,20 14.-| Schweinefleisch 1 kg 1,60 Roggen " 14,20 13,70 Salbfleisch 1,80 1, Futter- Gerste " 13,90 13, Sammelfleisch " 1,60 1, Hafer gut " 15,- 14,20 Butter 2,60 2, mittel " 60 Stüd 5,60 3, gering " 1 kg 2,20 1,20 " 4,50 2,80 1,40 Hen 2,50 1, " " †) Erbsen 40, " " 1,80 1, Speisebohnen " 1,60 †) Linsen 70, 30, 2,80 0,80 1,20 gramm. " " Startoffeln, nene " 7, 5,- Bleie 1,40 per Schod 12Nichtstroh 14,10 13,30 Eier 13,20 12,50 Karpfen 4,-ale 6,80 4,50 Bander 25,-Hechte 25, Barsche Schleie 6455 Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 Serebse do. Bauch " 1,20 1, Kartoffelfabritate. Feuchte Kartoffelstärke 10,50 M. Ia reine Kartoffelstärke disponibel und März 19,75 M., April- mtai 20-20,25 M. Abfallende prima Qualitäten Stärke und Mehl 17,50-18,50 m. per 100 kiloEier Bericht vom 8. Februar. Normale Eier je nach Qualität 0,80 bon 4,10-4,35 M. per Schock. Aussortierte Heine Ware je nach Qualität 3, bon 3,70 bis 3,75 M. per Schock. Kalfeier je nach Qualität von 0,00 bis 0,00 M. per Schock. Tendenz: Still. *) Ermittelt pro Tomme von der Centralstelle der Preuß. Land: wirtschaftskammern Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppelcentner.+) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 8. Februar. Am Getreidemarkt voll 30a fich heute auf Saatenstandsflagen aus Frankreich und Weizenhausse an den Börsen Nordamerikas eine Befestigung. Obwohl das Geschäft infolge Achtung! Wetter Prognose für Freitag, den 9. Februar 1900. Ein wenig fälter, zeitweise heiter, vielfach neblig bei schwachen nord: westlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Witterungsübersicht vom 8. Februar 1900, morgens 8 thr. Stailonen Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windftärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° R. Barometer ftand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° 6.4° R. 1h16.bed.-6 aparanda 766 Still Swinembe. 758 758 S 3 bedeckt-3 Petersburg Hamburg 758 SO 2 bedeckt-2 Cort Berlin Wiesbaden 759 NW 2wolkent- 7 Aberdeen 7570 2wolkig-3 Paris München 757 Still- bedeckt Nebel -30 761 SSO 759, 759 NND 3616. bed. 2616. bed. 2 wollent 4 1] Wien Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 6-8 1hr abends statt. Norderney 111. Jawohl. 2. P. 1000. Wenn Sie ein berechtigtes so Intereffe nachweisen, fönnen Sie Abschrift des Testaments gegen Erstattung der Abschriftskosten beantragen. 6. Wahlkreis. Achtung! Achtung! MAURER. Freitag, den 9. Februar 1900, abends 8½ thr: X. Ja. 1503 Achtung! Freitag, den 9. Februar, im Luisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Volks- Versammlung Generalversammlung der Maurer Berlins u. Umg. im ,, Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünderstr. 42. Tages Ordnung: = 1. Die bevorstehende Stadtverordneten- Ersahwahl im 35. Kommunal- Wahlbezirk. Referent: Reichstags- Abgeordneter E. Wurm. 2. Diskussion. Parteigenossen und Wähler des 35. Wahlbezirks, erscheint zahlreich in der Bersammlung. Das Wahlkomitee. ( Vertrauensmänner- Centralisation.) spilsid sides Tages Ordnung: 1. Ergänzungswahl des Ausschusses resp. der Agitationstommission und der Beitragssammler. 2. Beschlußfassung über Beginn der Sammlungen zum Streit und Agitationsfonds sowie Festsetzung des Endtermins der 219/6 Abstempelung der Sammelfarte von 1899. 3. Verschiedenes. 131/4 Kollegen! Die Versammlung beginnt pünktlich abends 8 Uhr. J. A.: Julius Gehl. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Große Betten 12 M. Sonntag, den 11. Februar, abends 6 Uhr: 2 Oeffentliche Versammlung für Frauen und Männer im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 25. Vortrag des Genoffen Dr. Alfred Bernstein über: Syphilis, Tuberkulose und Alkoholismus in socialistischer Beleuchtung. Diskussion. 4/10 Nach der Versammlung: Gemütliches Belsammensein. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Die Vertrauensperson. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und -Arbeiterinnen Deutschlands. Den Mitgliedern der Zahlstelle Berlin zur Nachricht, daß die Monats: bersammlung für Februar ausfällt, an deren Stelle beteiligen wir uns an der zum 11. Februar in dem Kolberger Salon einberufenen Versammlung der weiblichen Vertrauensperson. Es ist Pflicht aller Mitglieder, zahlreich zu erscheinen und besonders ihre Frauen mitzubringen. Die Ortsverwaltung. ( Oberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit gereinigten neuen Federn bet Gustov Lustig. Berlin S., Bringens ftraße 46. Preisliste foftenfrei. Diele Anerkennungsschreiben, Falbe, 44. Elsasserstr. 44. Behandlung aller Haut. u. Harnleiden ohne Berufsstörung. Sprechst. 9 morg. bis 9 abends, Sonntag u. Donnerstag 9-3. Bei Vorzeigung der Verbands: farten 10 Proz. 34549* Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, 11. Februar, vormittags 10% Uhr, in Cohus Festsälen, Beuthstr. 20-21: General- Versammlung der Zahlstelle Berlin II des Central- Verbandes deutscher Maurer. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Stollegen Dähne über: Die veränderten Arbeiterschutz- Gesetze und deren Nuganwendung 136/8 für uns. 2. Bericht und Abrechnung des Kaffierers. 3. Neuwahl des Vorstandes. Die Verbandsleitung. 1. A.: Karl Panser. Mitgliedsbuch legitimiert. Wer einmal Lösl. Frühstücks- Suppen Gemüse- und Kraftsuppen Bouillon- Kapseln Suppen- Würze Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter. Freitag, den 9. Februar cr., abends 81/2 Uhr: Deutscher Holzarbeiter- Verband. Oeffentl. Versammlung ( Zahlstelle Berlin.) in den Andreas- Festsälen", Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 1. Bericht über den Stand der Aussperrung der Maschinenarbeiter bei denken wir fernerhin zu treffen? 3. Berfchiedenes. MAGGI versucht hat, wird diese vorzüglichen und billigen Produkte stets weiter verwenden. Daher empfiehlt sie A. Steinhausen, NW., Beusselstrasse 55. Achtung! Zimmerer. Atung! Central- Kranken- und Sterbekasse der Zimmerer ( Dertliche Verwaltung Berlin). Montag, den 12. Februar, abends 8 ihr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: Mitglieder- Versammlung. Freitag, den 9. Februar, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, der Firma C. N. Meyer, Küstrinerplas 9. 2. Welche Maßnahmen ge der Revisoren. 3. Vortrag über Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesez. Kommandantenstr. 20: Vertrauensmänner- Versammlung der Möbeltischler aller Branchen. Jede Werkstatt muk vertreten sein. Freitagabend 8 Uhr, bei Stechert, Andreasstr. 21: Die im Often arbeitenden Tischler werden ersucht, in dieser 259/2 Bersammlung recht zahlreich zu erscheinen, Um pünktliches Erscheinen aller Stollegen bittet 82/6 Der Vertrauensmann. Verband der Sattler, Tapezierer Laden- u. Comptoir- Einrichtungsbranche Sonnabend, den 10. Februar, abbs. 8½½ Uhr, im Englischen und verw. Berufsgenossen( Filiale Berlin D). Hof, Neue Roßstraße Nr. 3: Vertrauensmänner Versammlung. Mitglieder- Versammlung Jede Werkstatt entsende einen Vertrauensmann. Sonntag, den 11. Februar, vormittags 10 Uhr, in demselben Lokal: Versammlung sämtlicher Kollegen der Laden- und Comptoir- Branche. Für Moabit. Tages 1. Bericht der örtlichen Agitationsfommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Filiale 11. Sonnabend, den 17. Februar, abends 9 Uhr: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wollheim. 2. Diskussion. 3. Wahl Sonntag, 11. Februar, 10% Uhr, bei Fischer, Beuffelftr. 9: der Delegierten zur Generalversammlung. 4. Verschiedenes. Bezirks- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Ahrens. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Berschiedenes. 78/1 Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Friedrichsberg. Montag, 12. Februar, abends Bunkt 8 Uhr, bei Banten, Frankfurter Allee 174: Bezirks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Unsere Forderungen. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Sonntag, den 11. Februar, vorm. 10 Uhr, im Märkischen Hof", Admiralstraße Nr. 18 c: Filiale III.( Täschner und Kofferarbeiter). Dienstag, den 13. Februar, bei Roll, Adalbertstr. 21: Mitglieder- Versammlung Filiale IV.( Militäreffekten- Branche. Sonnabend, den 10. Februar, abends 82 Uhr, im Lokal der Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 156/11 Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Die Vorstände. Branchenversammlung der Telephonkasten- Tischler Deutsch. Metallarbeiter- Verband webft den Tischlern, welche auf telegraphische, photographische und chirurgische Apparate beschäftigt sind. Tagesordnung: Unsere Forderungen. Dienstag, den 13. Februar er., abends 81/2 Uhr: Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 11. Februar, vormittags 10 Uhr, in Feuersteins Salon, Alte Jakobstraße Nr. 75: Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1899. 2. Wahl Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. A. Gruse, Barnimstr. 41a. Verband des Technischen Bühnen- Personals ( Sitz Berlin). Sonnabend, den 10. Februar, abends 11 Uhr, Neue Nokstrake 3: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Protokoll. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. Freitag, den 16. Februar: Grosser Wiener Maskenball in Stecherts Festsälen, Andreasstr. 21. Billet 50 Pf. Billets sind zu haben im Versammlungslokal. 23026 Achtung! Achtung! Allgem. Ortskrankenkaffe gewerbl. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlin. Am Sonntag, den 11. Februar 1900, vormittags 10 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über:" Die Heilkraft des Waffers", 2. Bericht der Dreizehner- Kommission und Neuwahl derselben. Der wichtigen Tagesordnung wegen ersucht um rege Beteiligung Die Dreizehner- Kommission. 22986 Allgemeine Volks- Krankenkasse 126 in Liquidation. Versammlung aut Sonntag, den 11. d. M., mittags 1 Uhr, Brunnenstraße 188. J. A.: Roggemann. 22976 Milch in plombierten Flaschen, frei Haus 1 Liter 20 Pf. Kindermilch, 1 Liter 35 und 50 Pf. Allgemeine Versammlung Schweizer- Hof, Vertrauensmänner- Versammlung der Tischmacher der Heizungsmonteure, Rohrleger und Helfer. im Englischen Garten( oberer Saal), Alexanderstr. 27 c. Tages- Ordnung: Unsere Forderungen betreffs des prozentu alen Aufschlages. Tages Ordnung: 1. Die Arbeitszeit im Baugewerbe unter specieller Berücksichti gung der Arbeitszeit der Rohrleger, und wie stellen sich die Kol Die Bertrauensmänner werden ersucht, ihren Werkstatt Tarif legen zur Verfürzung derfelben? Refer. Friedrich Schlegel. mitzubringen. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! Sorgt dafür, daß alle Berufsgenossen in dieser Versammlung erscheinen, damit auch für die Rohrleger beffere Arbeitsbedingungen ge 110/17 Küchenmöbel- Tischler schaffen werden können. für Berlin und Vororte. Alexanderstraße 27 c: Sonntag, den 11. Februar, vormittags 10 Uhr, im Engl. Garten, Versammlung. Tagesordnung: Unser Lohntarif. Charlottenburg. M. Schmerberg[ 34072* Wilmersdorfer- Strasse 127, Uhrmacher und Golbarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Ohrlöcher werden schmerzlos gestochen. Die Ortsverwaltung. Juh. August Zeitner, Meierei und Milch kur Anstalt Berlin, Emdenerstraße Nr. 40/41. Tel.- Amt II 2517. Prima- Schnitzel a Pfd. 1 Mark, Rückenfett a Pfund 50 Pf. Liesen 45 Schubert, Prinzenstr. 25. Hellenbrands Fest- Säle Frauenleiden Hasenheide 52/53. Sonnabend, den 17. Februar cr.: Gr. Wiener Masken- Ball Natur- Seilverfahren. Gr. Wiener Haut, Harn- u. Blafenleiben, Frauen- Krankheit.. heilt sicher ohne Berufsstörung.[ 34442* Wallstraße 23. R. Wagner, 9-2,5-9,1.9-2 arrangiert vom Gesangverein Kreuzberger Harmonie Anfang 8%, Uhr. M. d. A.-S.-B.) 65/4 Billets 50 Pf. Verantwortlicher Redacteur: Paul Johu in Berlin. Für den Inseratenkell verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. heilt mit vorzügl. Erfolge Fran Grundmann, praft. Naturheilkundige. Sprechst. im Frauenheilbad Nähe Köpniderstr. 72, Bridenstraße [ 36919* Letzte Woche! Hafen!. v. M.2,50, gespidt v. 3, Hirschfleisch Blatt 50 Pi Pf. Wildschwein, Kaninchen. Gänse, Hühner, Enten, Tauben.. A. Ritschl, Dresdenerstr. 61 Schultze, Wasserthor- Str. 1/2. Behandlung aller Hauts, Blasenund Harnleiden ohne Berufs störung. 3575L* Sprechstunden 9-2, 5-9. Bei Vorzeigung der Berbandskarten 10 Proz Dienstags u. Freitags 6-7 u. Charlottenbg. Naturheilanst. Berlinerstr. 40,( Nähe Knie) täglich 8-10, 3-5.[ 35280* Ronfultation mit Untersuchung 1,50. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.