Nnterhattungsblatt des Torwarts Nr. 139. Sonnabend, den 20. Juli. 1912 (NaSdruS»«roolea.) isi Der Mttiber. Von Ludwig Thomcl. -„Dös wundert mi. bal dös da Lenz thuat." „Laß ma's guat seil Da Hauptpunkt is, daß i uo it alt gnua bi zu'n Faullenz'n. Herrgott, i wer ja grab luschti bei da Arbet! Und da soll i umanand hocka und Weillang(Zeit- lang) Hamm!" „Verschieb's a Iah? a zwoa!" „Wern um's scho sehg'n: und jetzt zahl i, na fahr'n ma Wieda." Auf dem Heimweg war der Schormayer fröhlich und aufgeräumt. Es zog fest an. und am dunkeln Himmel flackerte ein?tern um den anderen auf. „Heuer trifft aba scho all's auf." sagte der Bauer. „akk'rat, wi ma's Hamm will. De zwölf Nacht Hamm dös beschte zoagt. Am Barbaratag hat's Knosp'n g'habt, und d' Mett'n(Weihnachtsnacht) war hell. Paß auf, mir kriag'n a guat's Jahr.' „Mir' nuten's braucha." „Freili, Hansgirgl. und i moan allawei: was heuer wachst, wachst, wachst no für mi. Hoscht a guate Schmitz'n, na haust nach'!" Er knallte mit der Peitsche den Fuhrmannsgruß. „Es geht no it schlecht? Gel?" „Na, i muaß di lob'n." „Oeh, hott a r engl! Hott!" Der Schormaher lies zu seinen Fuchsen vor. weil ein Schlitten entgegen ftM. und er ging dann eine Zeit allein. Der Weg führte durch Hochholz, und da war es noch stiller wie draußen auf der Freien. Man hörte nur das Schnauben der Pferde und ihre klingenden Schellen. Ueber den Wald schob sich der Mond herauf, und etliche Baumgipfel standen dunkel und scharf gerändert gegeil sein flüssiges Gold. Der Schormaher summte vor sich hin und wartete wieder auf den Knecht. „Da fallt mir a Liadl ei, dös kunnt schier gar für'n Lenz pass'n. Vöde, wann gibst ma denn's Hoamatl(Hof), Voda, wann laßt ma's denn schreib'«? Dirndl wachst auf wia'r Groamatl(zweite Gras), Lcdi will's aa nimma bleib'n. Hoscht dös scho amal g'hört, Hansgirgl?" „Jo, und de ander Strupf'n woaß i aa." sang mit dünner Stimme: ,.Da Voda, der gibt ma scho's Hoamatl, Da Voda, der laßt ma's scho schreib'», Mei Dirndl werd g'maht wia'r a Groamatl, Braucht koan alte Saudirn it bleib'n." Da lachte der Schormaher herzhaft. „Dös paßt Wieda auf mi, und amal laß i's scho fchreib'n. Aba was dös Jahr wachst, wachst no für mi." -»* * • Daheim wartete schon wieder allerhand Verdruß auf ihn. Sein bestes Roß, ein Schimmelwallach, mit dem der Lenz ins Holz gefahren war, hatte den Krampf in den Muskeln und legte sich, kaum daß es in den Stall zurückgekommen war, matt auf die Seite. Der Hansgirgl, der sich auf die Sacken gut verstand, schüttelte bedenklich den Kopf und meinte, es könnte die schwarze Harnwinde sein. Er wollte gleich zum Tierarzt fahren, aber in der Nacht würde der heute kaum mehr kom-> men und bis zum andern Tag könnte es lang zu spät sein, i Nun beratschlagte er mit dem Bauern, was für die � nächste Zeit zu tun sei: und auch aus der Nachbarschaft kam der Deindl hinzu, ein Mann, der viel Erfahrung hatte, und der Schmied Fiukenzeller, ein Meister im Hufbeschlag. Die Männer umstanden den Gaul, und der matte Schein der Stall- laterue siel aus recht besorgte Gesichter- Der Knecht „Schormoar, es steht it guat," sagte der Schmied:„'s Roß is Hartleibi und rüahrt si kalt o." „Kreuzteufi, daß ma dös g'jchehg'n muaß! I ho da's g'sagt, Lenz: laß ma'r an Schimmi koan Tag im Stall steh! Wann s' b dera Kält'n außi kemman, is schnell was g'jchehg'n. Jetzt Hamm ma's." „Dös bescht waar, mi holet de alt Metzin/' sagte der Deindl. „I waar der Meinigung, mi wickeln's Roß recht warm ci und wasch'»'s mit'n hoaß'n Wassa," schlug der Hans- girgl vor. „Dös is dös allererscht," bestätigte der Schmied,„und bal's d' mir folgscht, Schormoar, nacha laßt d' an Baldrian- thee siad'n(kochen). I Hütt' oan dahoam." „Den muaß d' Zenzi hol'n, und du, Lenz, gehst umi und sagst zu da Urschula, sie soll Wassa kocha, so viel, als geht! Hansgirgl, hol amal d' Zenzi!" Der Schormaher befahl alles bedächtig und griff selber fest an, wie sie das kranke Tier in Decken einhüllten. „No was!" sagte der Scinnied.„Laßt's an etla rupfane (aus Rupfen) Sack' hoaß inacha; de leg'n mir nach'n Waschen üba." „Dös bescht waar, mit that de alt Metzin hol'n," ließ sich der Deindl wieder hören. „Z'weg'n was denn?" „Schormoar, dö ko'n 0 niade Kranket bercd'n(„be- sprechen"). I ho's selm bei mei na Kuah ausprobiert. Sie hat ihran Spruch tho, und au andern Tag is d' Kuah Wieda frisch g'wen." Der Schormaher schaute den Schmied fragend an. „Schad'n ko's ina," sagte der,„und bal mir sinscht nix vasamma, kinnan mir ja der Metzin ihrau Spruch drei'geb'n." „Du werscht sehg'n, döS hilft alloa." „Is na scho recht." Zenzi kam hinter dem Hansgirgl in den Stall. Ihr Gesicht war gerötet, und ihre Haare schienen in Unordnung zu sein: auch waren die Augen etwas geschwollen, wie vom Weinen. Aber darauf achtete jetzt niemand. „Du gehst jetzt glci' zum Schmied abi und sagst sie soll'n da'r an Valdrianthee geb'n. Ko'scht da dös mirka?" „Jo," antwortete die Zenzi mit weinerlicher Stimme. „Laff no, und den Thee gidscht da Urschula, daß s''n auf da Stell kocht!" Zenzi schaute den Schormaher erschrocken an. „Hoscht mi vastanna?" „Jo," sagte sie noch gedrückter. „Na mach und steh it lang umanand(herum)!" „Und de alt Metzn soll s' hol'n," mahnte der Deindl. „Ja so! Vom Schmied ummi gehst aa zu'n Metz und sagst, de Alt' soll glei kenima. Jetzt g'schwind a wengl! Schleun'(beeile) di bessa!" „Jo." Sie ging zögernd weg: und wenn der Bauer gesehen hätte, wie sie einen Schritt für den andern setzte und auch stehen blieb und aufschnnpfte, hätte er ihren Eifer nicht gelobt. Er sah es nicht und hatte einen anderen Grund zum Aerger. „Wo bleibt denn der Lenz?" „Do bin i." „Was is mit'n Wassa? Und schaug, daß d' a paar Säck herbringscht: de soll d'»'rschnla hoaß macha." „D' Urschula is it do: i ko s' it sind'n." „Brav! Dös mag i! Müass'n mir wart'n, bis sie mit'n Ratsch'n(Schwätzen firti is. Hansgirgl, schaug zu da Zoll- breäitin umi: ganz g'wiß hockt s' Wieda dort." Die Vermutung war richtig. J-. der niedrigen, rauchgeschwärzten Küche.der Nachbarin saß die Ursula beim Herd und erzählte der teilnehmenden Person ihr heutiges Abenteuer mit der scheusäligcn Zenzi. „Woaßt, am Dreikinitag bat da Vata an ihra Kamma- thür, aa'r an Kaschpa, Melchior und Balthsar mit da g'weicht'n(geweihten) Kreid'n aufig'schrieb'n, und mit hat dös schon so vadross'n, daß i dir's gar it sag'n ko." „Mi schreibt's aba überall'n." „Dera g'hört's it zua: und vo mir aus is da Brauch, was da will, i leid's amal it; und heut a da Fruah bin i herganga und ho de Schrift mit an nass'n Hadern(Lumpen) ausgwischt, und sie kimmt grad dazua und fangt's mammf'n (maulen) o und hoaßt mi a boshaft's Luada; und hascht scho amal so was g'hört, wia frech daß so oani waar? Woaßt, sag i zu ihr, du sundigscht auf dös, Hab i g'sagt, daß du a Hüls hoscht. aba du muatzt it moa'n, sag i, daß i vielleicht auf dös aufpaß, oda wögst eppa gar, hab'� i g'sagt, daß da'r i schö thua? A so waar's ja recht, sag i, daß d' Tochta an sellan Schlampn nachlaffa müaßt, Hab i g'sagt, und mi ko'scht du gnua vaklamperln(schlecht machen), weil i auf dös gar it aufpaß, und na hon i ihr den nass'n Hadern um's Mäu uma g'haut." hoscht amal recht g'habt," lobte die Zollbrechtin. „I hon ihr den Hadern schö' eini g'haut, und net grad oamqil, dös sell dersst ma glaab'n: und, sag i, jetza stellst di Wieda an's Fenschta und jammerscht, daß da gar a so schlecht geht, und da hoscht no oani, hon i g'sagt, daß d' di auskennst, sag i." De hoscht d' amal schö' herg'richt'!" „Dös glaab i, und's letztmal is dös it g'wen, und a so geh i scho um mit dera. daß s' g'wiß koa Freud it hat." „Dera g'hört's it änderst, und du dersst as scho scharf o'pack'n, sinscht bringst d' de it aus'n Haus. Dös sell sag da'r i." „Ah, de bring i scho außi!" „Woaßt, Urschula, mi g'fallt de G'schicht gar it. Wia'r i's selbigsmal heim Fenschta hibei g'sehg'n ho, is mir a Liacht aufganga; und bal's d' ma du aa it all's sagscht, desz'weg'n kenn i mi do aus, aba du dersst mir all's sag'n, weil i bei dir steh, dastehst: und vo mir derfragt neamd was." Bal's d, ma d' Hand drauf gibscht, Zollbrechtin, daß d' nix weita sagst...1" „Auf Ehr und Seeligkeit it, und über dös brauchst da koan Kumma gar it z' macha. weil i dös überHaupts it mag, de Tratscherei(Rederei).. Die Zollbrechtin rückte ganz nahe zur Ursula hin, und in ihren Augen war eine lebhafte Freude zu lesen, daß ihr nun etwas Neues offenbar werden sollte: aber leider kam es nicht dazu, weil heftig an das Fenster geklopft wurde. „Wer isch draußd?" „J bin's: da Hansgirgl." Die Zollbrechtin riegelte die Türe auf, und da bestellte der Knecht seine Botschaft, daß die Ursula auf der Stelle und geschwind heim kommen müsse. „Was geit's(gibts) denn scho Wieda?" „An Schimmi feit was, und du muaßt Wassa hoaß macha, und vielleicht werft d' ins na was z' ess'n geb'n aa. Mir san grad hoam kemma." „I kimm scho." „Thua no a wengl g'schwind, da Vata is it gar z' guat aufg'legt." „Mi werd aa'r amal in Hoamgart'n geh(einen Besuch machen) derfa, bal mi an ganz'n Tag alloa g'wen is..." „Es pressiert weg'n an Schimmi. Geh zua!" Ursula band ihr Tuch um den Kopf und nahm Abschied von der Nachbarin, die um eine Hoffnung betrogen war. „Pfüad di Good, und i kimm scho amal Wieda." „Ädjä! Und du, paß auf, Urschula, bal's du morg'n koa Zeit it hoscht, daß d' zu mir umakimmst, na geh'n i zu dir, und na vazählst ma dös sell..." „Is scho recht." „Und du dersst g'wiß glaab'n, daß vo inir neamd nix da- fragt, weil i dös scho gar it mag." „I glaab da's scho, psüat di..." „Du, dös sagscht ma no g'schwind! Gel, es handelt si vo dem Mensch und dein Vata, und...?" „Ja, ja. aba i mnaß jetzt geh." „Siehgst d' as, i ho ma's do glei denkt und g'fall'n hat mi da gar nix, scho von O'fang it, weil d' Muatta no krank g'wen is..." Ursula eilte weg und wurde daheim hart angelassen. „Du thuast da ganz leicht, du! Bal mir vo da Arbet hoam kemman, hockst du in da Nachbarschaft umanand! Hascht' du nix herz'richt'n für ins?" „Oes habts enka Sach no allemal kriagt, und mi is do aa ko Hund, daß mi it von Haus Wega geh' derfl" „Halt's Mäu und marsch di in d' Ku'ch'l und ma'ch's Wassa hoaß und wärmst a paar Sack!" »J geh scho, aba mi werd do it oiwei dahoam hocka müass'n." Der Schmied hatte unterweilen den Schimmel auf- stellen lassen, und alle Mannsbilder halfen zusammen und' stützten ihn. Die alte Metzin war auch gekommen, und sie schaute mit ihrem scharf geschnittenen, hageren Gesicht in dem Halbdunkel wie eine richtige Hexe aus. Der Deindl redete eifrig mit ihr. „J ho's an Schormoar g'sagt: bal(wenn) wer Helsa ko, bischt as(es) du, und du woaßt no de alt'n Sprüch." „I woaß scho oan." '„Da Schimmi werd de Harnwind'n Hamm, sagt da Schmied: und hoscht du eppas(ewas) für dös?" „Freili hon i eppas." „Du, Schormoar, sie werd's glei Hamm," schrie der Deindl eifrig.„Laß amal de Alt zuawi(heran)!" „Dös kimmt auf d' letzt: z'erscht müass'n mi an Gaul wasch'n. Zenzi, geh umi und hol's Wassa!" Die Magd zupfte den Bauern am Aermel und winkte ihm. Er wandte sich unwillig zu ihr. „Was hoscht'n scho Wieda?" „Geh, schick wen andern in d' Kuchl, i trau ma'r it..." „Herrgott... ah was! Jetzt vazählst ma nix! Hans» girgl, geh du! Dera is heunt it guat, und si kunnt's Schaffl(Bottich) it trag'n. Geh du in dein Stall, oda leg di in's Bett!" fuhr er die Magd an.„Du gehst ins do im Weg um!" Zenzi ließ den Kopf hängen und machte sich langsam davon. (Fortsetzung folgt.) Die Große ßerliner Kunft- aussteUung. in. In Saal VI hängt ein Bild von Fritz H. Pfuhle, das Porträt eines Fräulein von Puttkamcr. Warum verweise ich dar- auf? Weil dieses Bild typisch ist für die Kultur einer bestimmten geistigen Oberschicht des modernen Bürgertums. In zivilisierten: Selbstbewußtsein, verstehend und helläugig in die Welt blickend, schlicht, aber geschmackvoll angezogen, sitzt die junge Dame in einem bequemen Stuhl vor einem Hintergrund, der an irgendeine Morris- tapete erinnert. Man hat so das Gefühl: Milieu einer Diagonale vom sozialen Frieden des Schultze-Gaevernitz über Tennis zum Kunstwart. Solche Umwelt gepflegter Harmlosigkeit und dünn- blütigen Schncns hat der Maler mit reizvoller Naivität in eine er- wogenc Form gebracht. Das gehört zu dem Besten und Reinsten, was die bürgerliche Bildnismalcrei des Niveaus hervorzubringen vermag. Von Bildern dieser Art wird man einmal ähnliches sprechen wie heute von den Bildnissen des Krafft, des Tischbein, des Chodo- wiecki. Ter gleichen Welt, der lyrischen Belesenjhcit und des tcmpe- rierten Gefühls gehört Pfuhles„Blaue Madonna"(Saal 7 b). Sie ist über Maurice Denis mit Püvis de ChavanncS verwandt; es webt um sie die Poetik des Maeterlinck, aber auch die Sentimenta- lität der Anna Ritter. Der Ausdruck einer müde gewordenen, der Mystik wieder zugänglichen, zu den halblauten Tönen der Liberty- seide sich flüchtenden Kultur. Gegenüber hängt ein Bild der gleichen Gattung, Frau Muthesius mit Kindern, gemalt von Julie Wolfthorn. Auch darauf sei nicht als auf eine kleine Sensation des Fünfuhrtces, vielmehr als auf ein Symptom des redlichen Bürgergeschmacks verwiesen. Man muß sich erinnern, daß Hermann Muthesius, der Mann, einer der Reformatoren des modernen Kunstgewerbes ist. Er liebt die gezähmte Normalstim- mung des englischen Landhauses; der Impressionismus von Lieber- mann bis Hodler oder gar von van Gogh bis Pechstein scheint ihm wütende Zerstörung. Es ist gewiß interessant, festzustellen, wie die Wolfthorn, vielleicht ohne es zu ahnen, durch ihr Familienbild solchem gehobenen Niveau des Bürgertums ein zwar belangloses, aber doch charakteristisches Dokument bereitete. Nach solcher Methode könnte hier noch von mancher Nummer dieser Ausstellung gesprochen werden: von den Herrcnbildnissen des Hugo Bogel, von den Gesellschaftsszenen des S ch l i ch t i n g. von den Landschaften des Sandrock, des Paeschke, von den Stilleben der Adele von F i n ck und von den dekorativen Illustrationen des L a r s s o n. Die Kunst aller dieser Maler ist ftei, durchaus frei, qualvoll frei von jedem Hauch revolutionären Wollens, von jedem Flug ins Nn- gewisse, von jeder Brutalität, aber auch von jeder Musik der Höhen. Diese Leute tun ihre Pflicht, nicht gerade bureaukratisch, aber doch ethisch bewußt; sie scheuen die Langweile der Akademie, sie fürchten aber auch das Wagnis eines neuen Anfangs. Sie sind eigentlich satt, schämen sich aber dessen und möchten gern daS Berufliche mit dem Menschlichen selbst, mit dem Allzumenschlichen vertauschen. Sie sind Bürger und möchten Künstler sein; sie breiten die Flügel, fliehen aber den Sturm. Man kann gegen ihre Malerei gar nichts! sagen, sie ist ebenso anständig wie harmlos, sie entspricht dem, was J die Leihbibliotheken des Berliner Westens(ausgenommen die per- Verse Dekadenz des Kurfürstendammes) an die Damen ausleihen. Sie ist naturfreudig, ohne das Abenteuer der Berge oder das Brüllen des Seesturms zu suchen. Sie ist gänzlich unproblematisch, wohl aber ein wenig sehnsüchtig musikalisch. Sie ist, zwar lebensfähig, aber nicht zum Leben notwendig. Die Ausstellungsteitung hat einen Witz aus sich selber gemacht, nicht gerade einen blutigen, aber immerhin einen schmerzhaften. Se hat gestattet, daß einige Säle mit Plakaten gefüllt wurden. Sie ahnte wohl kaum, daß etliche Leute so frech sein würden, zu meinen: diese Plakate, diese Reklamewaren seien in sich vollendeter, für die Zeit charakteristischer und, was das Individuelle betrifft, sehr viel stärker als die meisten der eigentlichen(der hochcdlcn) Bilder. Das ist nun aber geschehen. Und nicht zu Unrecht: denn diese Plakate, wenngleich sie dem System nach nur Gebrauchsgcgen- stände der kaufmännischen Propaganda sind, gehorchen doch weit entschiedener als die meisten der Niveaumalereicn dem Locken, wenigstens dem Fernruf der Genialität. Diese Plakatiers sind weder bewußt bürgerlich noch ängsUich, noch suchen sie die Tradition, noch ein abgeklärtes Wohlsein. Im Gegenteil, sie Hetzen das Feuer in ihren Adern, springen als Sansculotten, den Philister zu ärgern und umzurennen. Sie glauben an Daumier und Toulouse-Lautrec; sie lernten von Japan und allen Meistern der Hieroglyphe. Sie spielen Hasard mit den grellsten der Farben; sie leben fast immer im Maximum; sie wollen, ja, sie müssen aus dem bürgerlichen Niveau herausfallen. Sie müssen entweder koketter oder laus- bübischer, sie müssen lauter, bunter, konzentrierter, gespannter und aggressiver sein als das Publikum und sein Niveau. Dazu kommt, daß das Plakat eine innere, auch eine äußere Verwandtschaft zu jener Karikatur aufweist, die gerade unsere Zeit als ein Symptom der Rebellion hervorstieß. Von Thomas Theodor Heine, auch von Busch führen Linien zu den wirksamsten unserer Plakatiers. Ferner: gerade einige jener Probleme, die zu den spezifischen unseres künstlerischen Interesses gehören, machen die Qualität eines Plakats entscheidend: die Aufteilung der Fläche, das Gegen- und Nebeneinander großer Massen. Hell gegen Dunkel, die Silhouette, die monumentale Linie, der Schrei des Rhythmus. Wobei dann noch eins nicht zu vergessen ist: das Wiedererwachcn der Kalligraphie, der Freude an ausdrucksvoller, schön bewegter Schrift. Mau sieht: die Konjunktur(es handelt sich um Kaufmännisches) war dem Plakat günstig. So kam es, daß aus den Eintagsfliegen ein Reigen wurde,! den man beinahe museumsreif heißen könnte. Lucian Bern-i hard hat diesen Reigeu gefügt; er, selber einer der tüchtigsten Plakatmacher, wählte mit großem Geschick die wirksamsten, die grotesken und beinahe monumentalen, die amoureuscn und beinah« liebestollcn Affichen. Vom ollen ehrlichen Edel bis zum aus- gelasserien Scheurig und total verrückten Deutsch treffen wir hier famose Anreißer. Ich zähle auf: Edel, die drei roten Lichter des fortrollenden Zuges. Knut Hansens Boulevardmanier. Leonards rotzüngigen Apachen, der direkt dem Toulouse gehört. Die Feuerwerke des Ernst Ncumanu und das gelbrotc Flecken- spiel, das Paul Leni aus Hummern und Zitronen! mischt. Die saloppen Gcscllschaftsszenen von K a i n e r und die Stilleben, die Buhe in der Erinnerung an Cezanne komponiert. Die wüsten Karikaturen des Haase und des Krotowski, der den Roda Roda als einen Typus des verknautschten Feudalismus mit blutiger Feder ausrüstet. Dann die Erinnerungen� die Deutsch an Pascin flüstert, diese Linienerotik, die das komische Ende der Präraffaeliten zu sein scheint. Die Farbenwitze des HansRudi Erdt und die Flammenspiele des F i n e t t i, die so etwas wie Frühgeburten des .Futurismus sind. Und Julius K l i n g e r, der einen Pfeffer- fresser Schlipse in den Schnabel hängt und so geradezu einen Flammentanz auflodern macht. Oder der Lohengrin auf die Formel eines backfischfüßen Tenors mit rosaroten Beineu bringt. Schließlich: Bernhard, ein Meister der raffinierten Kürzung. Er weiß für die simpelsten, selbst für klobige Dinge eine sich ein- prägende, zugleich liebenswürdige Formel, so etwas wie ein Steno- gramm, zu findeu. Er weiß außerdem mit wenigen Farben immer wieder neue, pikante Sensationen aus dem Aermel zu schütteln. Ist das nicht eine lustigere Gesellschaft als die Maler der Akademie? Weiter: ist solcherlei nicht dem Gemalten des Niveaus ebenbürtig? Kunst freilich sind die Plakate nicht; ebensowenig wie die Späße des besten aller Clowns Literatur sein können. Einen Blick verdient die Architekturabteilung. WKr treffen einige, zwar nicht ausreichende, so doch immerhin illustrierende Proben von Lösungen, die mehr oder weniger gute Architekten den Bauaufgaben unserer Zeit fanden. Wir sehen einige geschickte Land- Häuser, so eins von Heinrich Straumer; wir finden ein paar erträgliche Geschäftshäuser und Bureaugebäude, so Arbeiten von William Müller, Oscar Kaufmann und dem Reichs- bankbaumcister Habicht. Außerdem gibt es vier Kollektionen. Die von C r e m c r und Wollfenstein war überflüssig; denn nur weniges, was diese heute machen, ist des Anschaucns wert. Durchaus am Platze hingegen ist die Uebcrschau über das Lebens- wer? von Otto March. Dieser ausgezeichnete Architekt hat rsie die Gesinnung der Qualität verleugnet; er hat früher als mancher andere gewußt, welches die Forderungen der Gegenwart sind. Der ! Grundriß seines Wormser Volkstheaters könnte jedem der Opern- > hausbewerber in Lehrmeister sein. Die Bebauung des Pankower Amalienparkes zeigt alle Keime der Gartenstadt; die Fassaden in der Bismarckstraße weisen auf den ernsten Willen, die Unruhe der Großstädte durch das System des einheitlichen Blocks auf ein Mini- mum zu bringen. Wir haben wirklich alle Ursache, den Namen March auf die ersten Seiten einer modernen Baugeschichte zu schreiben. Wenn er auch nie eigentlich moderne Formen baut, so ist er doch ein direkter Schrittmacher für Künstler von der Art des B i l l i n g und des B u r e i n. Beide zeigen unS hier, was sie können: ruhige Vernünftigkeit und gemäßigtes Pathos, Nutzung historischer Elemente zur Komposition eines neuen Stiles. Zur Komposition— man merke wohl. Noch handelt es sich nicht um Schöpfung. Auf die warten wir noch Robert Breuer« lNachdrua derbolen.! Oer(lntergang der großen Hrmec.*) Von Kurt Eis n er. I. DaS Verständnis der weltgefchicktlichen Tragödie, die den Namen Napoleon trägt, crfcdlicßt sich niemandem, der nicht in die Zusammen» hänge der europäischen Entwickelnng eindringt und die navoleonische Politik zum mindesten bis zur englischen Revolution zurückverfolgt. Wer an der Erscheinung der isolierten Persönlichkeit haftet, sich besten» falls mit der Anckdotenpfychologie begnügt, die aus dem Menschen seelische— Wahngebilde(der eigenen Befangenheit) schürst und auS ihnen dann die Politik zu erklären sucht, verliert sich fassungslos in trübe, wirre Widersprüche, die er schließlich wohl gar für die Wider» spräche des Helden ausgeben möchte. Das Zeitalter Napoleons ist nicht nur deshalb von unvermin- dertem Reiz, weil in ihm die Wurzeln der europäischen Geschichte von beute eingebettet sind, sondern auch weil es die unvergleichlich klare Anschauung gewährt für die Triebkräfte des geschichtlichen Fortgangs. Napoleon ist das stärkste Tatgeni« der Menschheit, zu» gleich ein Staatsmann von schäristem Verstand, der von Anbeginn unbeirrbar ein einheitlich geschlossenes politisches System festhält und diiichziisühren sucht, endlich einer jener echten Idealisten, die— trotz j allein ablenkenden Anschein— dennoch einer großen Idee leben und ! sich opfern. Und dieser Genius, dessen ganzes Dasein persönlichste Entfachung, Beherrschung, Bändigung unablässig sich drängender ge- schichtlicher Wirbelstürine scheint, war gleichwohl nur ein von den geschichilichen Mächten getragener und getriebener, emporgehobener und gestürzter Mensch. Napoleon hat das oft selbst gesagt. Die Sudler der dynastischen Buchmncherei haben solche Geständnisse als die eitlen Ausfliichle des schlechten Gewissens zu entwerten versucht. Sie sind ober daS schlichte und ehrliche Bekenntnis eines MarnieS, der sich über sich selbst ebenso klar mar wie über die andern. I» meinem Jena-Buch(„Das Ende des Reichs") habe ich den Grundgedanken durchzuführen mich bemüht, daß Napoleon die ge- sckichtlichc Ausgabe zu lösen unternahm, der Vorkämpfer für die bürgerlich-wirtschaftliche Befreiung und Entfaltung des europäischen Festlandes gegen das englische Weltmonopol in Handel und Industrie zu sein. Dieser Anigabe diente er, ihr unterlag er. Dem Bunde der selbstsüchtigen, verkommenen festländischen Dynastien und ihres FendaladelS mit der wirtschaftlichen Weltherrschaft Englands war das Frankreich der Revolution und ihres Erben Napoleon nicht gc- wachsen. Napoleons Herrschaft brach zusammen, der europäische Kontinent wurde um»ichr als ein halbes Jahrhundert gelähmt, England ivar der Sieger. Große Politik triebe» um diese Zeit nur England und Frankreich. NichiS kleiner und verächtlicher dagegen «IS die enge, faule, gewissenlose, feige, tückische und anmaßende Politik der Helfer Englands und der Feinde Frankreichs. Die politische Unreife und Unmündigkeil beionderS der deutschen, in den Jahrhiliiderten des feudalen PolizeistaateS entseelten deutschen Völker ließ letzten Endes die große kontinentale Politik Napoleons scheitern,— zum Unheil Deutschlands und alUr Söttet des Festlandes. In einein kürzlich auS dem Nachlaß des bedeiltende» öfter» reichischen volkswirtschaftlichen Schriftstellers Alexander v. Peez („Englands Vorherrschaft. Ans der Zeit der Konlinentalfperre", Leipzig 1912, Duncker n. Humblot) kann man die eben angedeuteten Grundgedanken zum erstenmal in einem deutschen Werk umfassend und weittragend ausgeführt finden. Trotz der konservativen Richtung deS Verfassers und inancher Grillen(die vielleicht aber auch Zutaten des Herausgebers sind) ist diese Schrift geeignet, daS Verständnis für die geschichtliche Mission Napoleons zu fördern, das fast von der gesamten bürgerlichen Geschichtsschreibung Deutschlands, seit den Pamphleten vor 199 Jahren bis in unsere Tage der unermeß» Wir beginneit mit diesem Aufsatz die Jahrhiinderteriimcrungcn an die Kriege bon 1812/13. wellpolitische Bctrachtnngen, die— ab» seits aller„patriotischen" Legenden— die großen Zusammcilhäng« europäischer Entwicklung darstelle». - 556- Ilcfjen Entdeckung de»„korfischen Parvenüs' verschüttet und erstickt worden ist. Die englische Revolution hatte England einen wirtschaftlichen und politischen Vorsprung von 100 Jahren vor dem festländischen Europa verschafft. Rasch stieg es zur allbeherrschenden Wellmacht enrpor. Nachdem zuletzt Holland gesunken, hatte England nur noch einen Rivalen: Frankreich. England gebot über alle Meere. Durch eine zügellose Aus» Übung der Seegewalt, die organisierter Seeraub war— es gab kein Recht und keine Sicherheit der Schiffe und der Waren neutraler Mächte—•, sicherte es seinem Handel und seiner Industrie das Welt- Monopol. Eine zielfichere Diplomatie unterstützte und förderte seine Gewaltpolitik. Das Glück Englands war die dynastische und feudale Berkonuuenheit de» Kontinents. Die Handelsverträge, die England in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit den festländischen Staaten schloß, benutzten den feudalen Verrat an den Landes- interessen, um jedes Auskommen einer konkurrierenden Industrie auf dem Festland zu verhindern. Mit Frankreich(wie zuvor mit Portugal) vereinbarte England, unmittelbar vor Ausbruch der französischen Revolution, einen Handelsvertrag, der französische Weine und andere Agrarerzeugnisse zugunsten des grundbesitzenden Adels Ludwigs XVI. begünstigte, aber die aufblühende bürgerliche Industrie Frankreichs zerstörte. Das Elend, das infolge dieses Handelsvertrages entstand, war die entscheidende Ursache für die Explosion der revolutionären Spannung. England glaubte zuerst, daß die Revolution Frankreich verzehren würde. Als es aber sah, daß der Umsturz der Monarchie und Feudalherrschaft auch in Frankreich alle Kräfte bürgerlicher Arbeit entwickelte, als die Kündigung jenes verwüstenden Handels Vertrags durch die Revolutionäre im Januar 1793 die Gefahr für das englische Wellmonopol entblößte, stellte England sich an die Spitze der europäischen Fürsten, des Adels und der Kirche, um die Revolution niederzuwerten. Der englisch-sranzöfische Gegensatz, der seit dem Anfang deS 18. Jahrhunderts bis 1815 von 116 Jahren fast die Hälfte, 56 Jahre, mit kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Mächten erfüllte, ist die bewegende Kraft des Zeitalters Napoleons. Shakespeare hat in dem Testament Heinrich IV. die ewige aus- wältige Politik Englands gezeichnet: Darum, mein Heinrich, Beschästige stets die unzufriedenen Geister Mit fremdem Zwist; damit ausländische Wirrsaal Erinnerung an heimische Kämpfe banne.... Die Klugheit will ich segnen, Wenir Frankreichs fich und Oesterreichs Schuß begegnen. In den endlosen kontinentalen Kriegen wuchs Englands Macht empor. Als Preußen, Oesterreich, Frankreich sich mn dynastische Interessen im Siebenjährigen Kriege zerfleischten, nahm England Kanada. Als es die Völker Europas gegen die französische Revo- lution und Napoleon führte, ward eS Weltherrscher. Noch in unseren Zeiten erlebten wir ein Beispiel der gleichen Politik. In der gefähr- lichsten KrisiS des Burenkrieges, als England die indischen Grenzen durch Rußland gefährdet sah, gelang es der britischen Politik, die Völker und Heere Europas— in sicherer Berechnung der abentener- lichen Unfähigkeit der Leiter der deutschen Politik— in China zu sammeln und festzuhalten. Wenn die überwundene Unfähigkeit sich dann durch Schimpfen auf das.perfide Albion" rächt, so ist das nur lächerliche Kinderei nach der schimpflichen Niederlage. Napoleon erlag dem englischen Solde; er selbst hat es gewußt und gesagt, toie immer der beste Zeuge der geschichtlichen Wahrheit. Von 1793—1814 hat England die Fürsten und Negierer des Fest- landes gekauft, zumal deutsche Landeskinder als Schlachtvieh— ganze Heere mietend, kaufend, lockend— verwertet, ausgeweidet. Nach Porter—„Da? britische Reich in Europa"— betrugen die englischen Kaussummen(.Hilfsgelder'..Subfidien'): Hannover(1793-1314)... 2 280 107 Pfd. Sterl. Hessen-Kassel(1798-1810).. 1 40« 137. Preußen(1794— 1814).... 3 375 664.. Hessen-Darmstadt(1794— 1799). 263 581„„ Baden(1794—1795)..... 20 990„ Deutsches Reich(Anleihe 1795). 4 600 000 Braunschweig(1795— 1798).. 125 087„„ Deutschland(1797—1806)... 8 836 666, Bayern(1800)....... 501 017„ Deutsche Fürsten...... 700 000„„ Oesterreich(1809—1814)... 1 214 882. Da» find allein an offenen Hilfsgeldern rund 19 Millionen TZfund, 380 Millionen Mark, für die Herrscher des Deutschen Reichs! Rußland, Schweden, Dänemark, Spanien, Portugal. Sardinien, Sizilien, Marokko erhielten ebenfalls riesige Suinmen. Dazu kommen aber die ungeheueren Bestechuugssummen für Fürsten, Staatsmäuner, Feldherren aller Länder. Polemkin, der Freund Katharinas II., hatte vor dieser Zeit allein einmal eine bare Million erhallen zur Beeinflussung seiner Politik. Das war die Macht, gegen die Napoleon während seines ganzen Daseins die verzweifelte Abwehr rüfletc: mit seinem militärischen Genie, der revolutionären Begeisterung seiner Heere und mit dem wirtschaftlichen Kampf der KontineMaisperre, aus der alle Feldzüge seiner letzten Jahre eiitstanden sind. Scbacb. Unter Leitung von S. Alapin. Astra. ab ode fgh Weiß zieht und macht Remis. Lösung. 1. elf, KX64!(1...... Kf4?; 2. Lg7) 2. TXK Kf5!(2...... Kd5?; 3. Tdlf, Kc5; 4. Td3 bezw. 3...... Kofi; 4. Te4t); 3. Dttf. KXT; 4. LXc3, clD; 5. clD, Ld2t; 6. DXL Patt. Schachnachrichte n. Die Teilnahme am Vresauer Turnier ist aus folgendem Stand noch den ersten vier Runden ersichtlich: E. Cohn, Rubinstein je 3'/,! Lewitzki(Meisterwürde als erster Sieger des Petersburger Hauptturniers), Marshall je 3; Carlo (Meisterwürde als erster Sieger des Hamburger Hauptturniers). DuraS, Schlechter, Tarrasch, Teichmann je I Lreycr 2; BaraSz, Lowitzki(Meisterwürde als erster Sieger des Kölner Haupttunriers), Spielinann. Treyball(tschechischer Meister) je l'/s! Burn, Mieses je 1; Balla l/a! Przeviorka 0.— Die drei ungarischen Meister befinden sich danach in vornehmer Gesellschaft! Damengambit. AuS dem Budapester ForschungS- turnier. Marshall. DuraS. 1. d2— d4 67— dö 2. c2— c4 e7— e6 Besser 2...... c6 1; 3 Sf3, Sf6 (dc41?) 4. Sc3, dc4(4...... Sbd7; 5. od5, 8X65 l zu erwägen. Oder auch 4...... Dbß nach Süchtin g) 5. 63, L,g2(oder auch 5...... b5; 6.»4, b4I; 7. Sbl, T,-rß K.) 6. LXo4, e6 je. Schwarz hat keinen eingeschränkten OaS wie beim Tertzug. (7. Db3, Db6; 8. SeS, DX©; 9. ab3, Lh5 ic.) 3. Sbl— cS o7— c5 Solider Sffi. 4. c4Xd5 Gut ist auch 4. Sfl," Sc6;*5. Lf4, cdl; 6. 8X64. Lb4; 7. o3 z. B.: 7...... Sgo7; 8. Dbch Da5; 9. Tdl, Ld7(drobt 8X8 ncbft Oa4); 10. 8c9, LX8+: 11. bo3, öS; 12. Lg3, Lfl6; 13. Sb4! jc. 4......«6X65 5. Sgl-13..... Ein Versuch erzwungenen Ge- Winne» dürste nur mit 5. do5 zu untern chmc» sein. 5...... SbS-cö Sf6I vermeidet die in nächstfolgender Anmerkung angedeutete Soenwalität. 6. g2— g3..... In Betracht kommt: 6. dco;, 64 7. Sa4, LXc5; 8. SXL, Da5+ 9. Dd2, DXS; 10. o3, de3 11. DXe3t, DXDt; 12. LXD mit etwas besserem Spiel. Der Textzug. von A. Rubinstein empfohlen, war da? Thema der Forschung, so dag bis hierher die Züge vorgeschrieben waren. Das Ergebnis war. dag Schwarz mit Mühe aber doch ausgleichen kann. 6...... Sg8-f6 7. Lfl— g2..... 7. Lgö, cd4; 8. 8X64, Leo ist nicht empfehlenswert. 7...... 0.5X64 Auch c5— c4 oder Laß oder Le7 oder Se4 kommen in Betracht, lledoch wurde hauptsächlich nur der Tcxtzug erprobt. 3. 813X64 I.18-C5 9. Sd4Xc6..... Stärker dürste 9. SbS, Ob4; 10. Ld2 sein. 9...... b7Xc6 10. 0—0 0—0 11. Lei— g5 h7— hö? Kostet einen Bauer, was mit Ls7 oder Loß oder TbB oder Lb7 zu vermeidet» war. 12. Lg5Xi6 DJSXfß 13. 8e3Xs4!<-6X65 13.... LXb2; 14. 814 und BcO geht verloren. 14. DdlXd5 Lc5Xf2t 15. TflXK D16Xb2 16. T12Xf7I Db2-b6+! 16.... TXT; 17. TU oder 16... DXT; 17. Tflf. 17. Kgl-hi 18. T17— b7! 19. Lg2Xd5t 20. Tb7Xb6 21. Ld5-e4t 22. Le4Xa8 23. Khl— g3 24. Kg2— 53 25. Tal— bl 26. TblXM 27. e2— e4 28. e4— e5 29. K13— e4 30. h2— h4 31. g8— g4 32. Tbl— a4 LcS— 06 Ls6Xd5 Kg8-h7 a7Xb6 g7— g6 T18Xa8 b6— b5 b5— b4 Ta8Xa2 Ta2-a7 Kh7-g7 Kg7-i7 Ta7-a8 X17— sS Ta6— c6 Tc6-b6 Tb6— c6 Tc6-b6 33. Kb4-d4 31. Ta4— a3 85. Ta8— eSf..... Stärker war 35. Ko5 nebst Ta6f. 35. 36. Te8— c8 37. To8— c4 38. Tc4— b4 39. Tb4-a4 40. Ta4— ol 41. Kd4— e4 42. Tc4— 64 43. Ke4— 14 44. Tdl— döf 45. Td6— löf 46. Kf4— 13 Ke6— 17 K17— e6 Tb6-a6 Ta6— c8 TcC— b6 Tb6-a6 Taö— b6 Tbö— a6 Taö— al KeC-n Kt7-g7 hö-hö Räch niehmen Zügen Remis— Berantwortl. Redakteur: Albert Wachs. Berlin.— Druck u. Verlag: VorwärtsBuchdruckerel u.Verlagsa>lstalt PaulSinget�Eo.,BerIlit8VV.