Nr. 24. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat= lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für bie fünfgespaltene Betttzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Das Bildungsmonopol. Donnerstag, den 29. Januar 1891. " • Expedition: Beuth- Straße 3. Der ev.- theol. Fak. 30 pCt. 30 kath.- theol. jurist. mediz. philos. Fat. 18 pct. Fat. Fat. Fat. 24 " " 19,5" 33,3" 5 pCt. 25 pCt. 22 pet. 2,7, 40,6 2,7" 2,8" 2,8, 41,6" weit günstiger erscheinen, als den Thatsachen entspricht. einträglichen Pastorensißen, ihre Töchter mit glattWenn die Söhne von Arbeitern allein verzeichnet worden gescheitelten, Bäffchen tragenden Gatten zu versorgen weiß, wären, so müßte das Ergebniß noch weit dunkler gefärbt immer neue Gottesmänner aussendet, zeigt auch die neueste sein. Man bedenke, daß auch der Direktor einer Aktien- Feststellung des Herrn Petersilie. Unter 100 Söhnen von Die Thatsache der Klaffenherrschaft kommt deutlich gesellschaft, der Leiter eines Hüttenwerkes, einer Stein- Geistlichen hatten sich 56,5 pct. der evangeliſch- theologischen genug zum Ausdruck in dem Bildungsmonopol der Be- kohlengrube, daß der Buchhalter eines großen Bankhauses, Fakultät zugewendet, um im Weinberg des Herrn wirken sitzenden. Diese haben das Monopol auf den wissenschaft der Prokurist einer Weltfirma, ebensogut unter die An- und die böse Sozialdemokratie auf den Synoden, in der lichen Unterricht, ihnen steht die Laufbahn, welche durch die gestellten, Gehilfen, Arbeiter" eingereiht wird, wie der Presse und in der Kirche bekämpfen zu können. 7,5fpCt. höheren Unterrichtsanstalten zur Hochschule führt, offen. Mann, der von seiner Hände Arbeit lebt, der im härtesten hatten sich der Rechtswissenschaft zugewendet, 20 pCt. Eine andere Frage, die uns hier freilich nicht beschäftigt, Kampf ums Dasein für sich und die Seinen zu sorgen waren Mediziner geworden, 35,5 pCt. waren von der ist es, wie dieses Monopol ausgenützt wird. hat. Ganz abgesehen davon, daß die im öffentlichen philosophischen Fakultät aufgenommen worden, um später Uns kommt es darauf an, einmal mit Hilfe amtlicher Dienst und freiem Beruf" Stehenden Minister wie als Gymnasiallehrer u. f. w. thätig zu sein. Gewährsmänner zu zeigen, daß die Behauptung bürger- Kanzleidiener, Generalstabschefs so gut wie Portiers sein Was wurden die Söhne von Bauern, was die von licher Sophisten, dem strebsamen" Proletarier, dem Sohn können. Arbeitern und niederen Bediensteten? Es hatten sich zukleiner Leute stünden gleichfalls die Wege zur Universitäts- Trotzdem springt der Vorzug der Besitzenden gegen- gewendet die Söhne von Ausbildung offen, sich zahlenmäßig als Humbug erweisen über der Arbeiterklasse immer noch klar genug ins Auge, läßt. Die beliebte Manier, einzelne Treffer unter Millionen um in seiner sozialpolitischen Bedeutung gewürdigt werden Nieten als einen Erfolg auszuposaunen und die Aus- zu können. Die Sonderstellung, welche die Bourgeoisie Arbeitern Bauern nahme als die Regel hinzustellen, ist noch immer im einnimmt, mag sie in der Landwirthschaft oder in Handel Niederen Bed.. Schwange, trotzdem schon vor vielen Jahren F. A. Lange und Wandel die Vortheile des Kapitalismus für sich ein- Der Klerus, der katholische, wie der evangelische, für ein anderes Gebiet die Hinfälligkeit dieser Bourgeois- heimsen, geht auch aus den offiziellen Angaben des Herrn absorbirt den größten Prozentsatz dieser jungen Leute, die theorie schlagend nachgewiesen hat. Petersilie hervor. Man betrachte nun die zwei sprechenden im Dienste der kirchlichen Interessen verwendet werden; Ein bekanntes Mitglied des kgl. preußischen statistischen Ziffern der Gruppe: landwirthschaftliche Berufe! Auf daß der Heerbann der katholischen Kirche seine starrnackigsten Bureaus, Professor Dr. Petersilie, hat vor einiger Zeit eine 695 Selbständige bereits kommt ein Studirender, während und eifrigsten Soldaten aus den Arbeiter- und Bauernsehr interessante Schrift über die Statistik der preußischen erst auf 36 130 Angestellte, Gehilfen, Arbeiter derselben freisen holt, ist bekannt. Die Kaplansdemagogie mit ihrem Landesuniversitäten auf Grund amtlicher Erhebungen ver- Kategorie ein Student entfällt! öffentlicht. Und es ist belehrend zu sehen, welche ErgebPseudoradikalismus beruht auf den Hilfskräften, welche Daß unter den Vätern, welche in öffentlichem Dienst das Proletariat liefert, da diese das Volt, seine Leiden niffe dies offizielle preußische Quellenwerk mit Rücksicht und freiem Berufe thätig sind, die bourgeoisen Elemente und Schmerzen aus eigener Anschauung und Erfahrung auf die soziale Seite der ganzen Frage zu Tage ge- überwiegen, versteht sich am Stande. Stammen doch allein kennen und ihre Agitation danach einzurichten wissen. fördert hat. Welchen Berufsgruppen, welchen gesell- akademischer Bildung! 51 pCt. der Söhne aus dieser Gruppe von Vätern mit Wer die rheinisch- westfälischen Zustände kennt, wird uns schaftlichen Schichten gehören die Studirenden beistimmen. Das heißt also, daß diese Kreise aus sich vermöge ihrer Väter an? Petersilie, der den für das heraus in erster Reihe für den Universitätsnachwuchs sie versorgt den Staat mit Lehrern und dergleichen. Die Die philosophische Fakultät kommt in zweiter Reihe, Studienjahr Michaelis 1886-87 gesammelten Zahlenstoff sorgen, daß kraft der Familienüberlieferung, will sagen armen Teufel, die mit Freitischen, Stipendien und anderen zur Verfügung hatte, kommt zu einem Resultat, das die einer künstlichen Klasseninzucht die Bureaukratie und die Unterstützungen es glücklich bis zum Examen bringen, stets von uns vertretene Auffassung träftigst unterstützt. anderen Beamtenkategorien ihre Sprößlinge in die alt- kommen vorwärts, wenn und weil sie biegsam wie Wachs Es kam je ein Studirender auf Haupt- Berufsthätige, gewohnte Karrière hineinbringen. Unter 100 Studirenden, find. Ohne Strebsamkeit kein Erfolg. und zwar: aus den landwirthschaftschnittlich auf Selbständige auf Angestellte, und Arbeiter Gehilfen durch welche Söhne von Staats- und Gemeindebeamten mit akademischer Bildung waren, hatten sich zugewendet: der evangelisch- theologischen Fakultät. 9 " fatholisch- theologischen 1 lichen Berufen 695 36 130 aus den geiderblichen Berufen 516 14 275 2461 1484 " juristischen 44 " " medizinischen 23 " philosophischen " " 23 aus den Handels- oder Verkehrsberufen 164 aus öffentlichem Dienst und freiem Beruf 1345 14 680 603 aus Rentnerkreisen 321 14 680 603 Die Zusammenfassung der Gruppe: Angestellte, Gehilfen und Arbeiter läßt die Ziffern für die Besitzlosen Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. und ( 24 Die drei letztgenannten Fakultäten, die vor Allem das Beamtenmaterial liefern, unter ihnen in hervorragender Weise wieder die juristische, sind es, welchen die Sprößlinge der Bureaukratie zumeist sich zuwenden. Daß die evangelische Geistlichkeit, welche die guten Pfründen gar wohl zu schäßen und ihre Söhne mit nahm beim Tische vor dem Sopha Plaz und fing an zu effen. Lea setzte sich ihr gegenüber aufs Sopha. " Du, Du wächst start", sagte sie. " Oja. Mama behauptet, ich werde eine Riesin." " Hm... ist auch wohl wie eine Riesin, was?" Lea lächelte ein wenig, Fanny biß kräftig in ihr Butterbrot. " Nun, wir werden sehen..." Sicher aber ist, daß für die Arbeiter als Klasse die Universitätsbildung durchaus unzugänglich ist. Unsere Sache ist es, dafür zu kämpfen, daß die wissenschaftliche Schulung kein Privileg bevorrechteter Gruppen bleibt. Briefe aus Oesterreich. Wien, 27. Januar. Die plötzliche Auflösung des Reichsrathes hat nahme suchen sich die Sache hinterher mühsam zurecht zu legen alle Parteien gleichmäßig überrascht und alle Parteien ohne Aus und Gründe dafür zu finden. Von allen Hypothesen ist eine ,, Ach ja,... ein bischen." " Hat sie es Dich nicht ordentlich gelehrt?" Nein.... Es liegt Mama nicht so viel dran, daß ich dergleichen kann. Eine so schlechte Partie werde ich wohl nicht machen, sagt sie." „ Par. Lea sperrte die Augen auf. Hm, hört mir einmal diesen Grasaffen an!... Ja, das scheint mir Lea begann ohue Uebergang von Thorseng zu sprechen. aber merkwürdig von Mama! Nun, so wird es Dir nicht Er war so gut. Er war allzu gut, er vermochte nicht schaden, wenn Du hier etwas lernst. Du kannst mit der Thorsengs rundes, sanftes Gesicht färbte sich röthlich. nein zu sagen; er war im Stande sich zu ruiniren, wenn Küche anfangen; da giebt es Allerlei zu thun; ich werde mit Nein, nein, ich soll ja nie etwas für Dich thun, ich weiß er glaubte, er könne.. jemand... eine Freude damit der Köchin darüber reden; und dann kannst Du auch dem schon; aber... Nun, wie Du willst, Lea! Ich habe Fanny machen." Ich sage Dir das, damit es Dir nicht einfällt Stubenmädchen in diesem oder jenem helfen; Du bist doch hierhergenommen und hier bleibt sie!" hinzugehen und ihn um etwas zu bitten;- wenn Du rasch und willig? nun, und hernach wollen wir sehen. Es Plöglich ganz weiß im Gesicht machte er Rehrtum glaubst, daß Dir etwas mangelt, so kommst Du zu mir, thut Dir gewiß gut, ein bischen fortzukommen; es taugt nicht für ging hinaus; er schlug die Thür hinter sich hörst Du?" so ein Mädchen, wie Du es bist, immer bei der Mama zu Laut zu. " Ja." stecken!" Lea wanderte im Zimmer auf und ab und sah rathlos" Er hat genug mit. Du begreifft, er soll nicht...-Fanny wurde Dienstmagd. Sie wusch der Köchin aus; dann entdeckte sie Fanny. Er könnte bald finden, daß wir ihm zur Last fallen das Geschirr ab und fegte dem Stubenmädchen die Zimmer; " Ah so.... Du bleibst hier.... das ist sehr Ich besaß ja nichts; ich verursachte ihm blos Auslagen... man verwendete sie auch zu Botengängen und zum Holzfreundlich." weißt Du, das könnte ihm bald zu viel werden Er tragen. Ueber ihr Alltagskleid bekam sie eine steife, grobe Sie schellte dem Mädchen und gebot ihr, Kaffee zu ist nicht so reich, wie Ihr meint. Ich gehe nur so Küchenschürze. Ihre Hände und Arme wurden roth und bringen." Du bist doch wohl nicht hungrig?" fragte sie herum und bin kränklich, brauche Köchin und Stuben- sprangen auf. Jetzt hätte Kadett Horn sie sehen sollen! mädchen, und auch noch das dazu; es wird wahrhaftig Alles, was sie beim vierten Gebot gelernt hatte, brauchte fie, zu viel um sich in ihre neue Stellung zu finden. Lea versuchte ihr Lea saß und sprach mit sich selbst; Fanny war mit auch am Essen abzufargen. Allein, das that nicht viel; zu ihrem Butterbrot fertig. Mittag hatte Fanny ja Thorseng, an den sie sich halten " Ja, ja," fuhr Lea fort, wir werden sehen; Du konnte, und so speiste sie sich denn unter der Nase der Schwester gründlich satt. Das war ein Hauptspaß; Gott, wie ärgerte sich Lea. Fanny. Nein, ja, doch!" versetzte diese. Bist Du hungrig? Ja, hast Du denn nicht zu Hause Raffee und zu essen bekommen 2" θα " ... eine Butterbemme. Eine Bemme, verstehst Du?" Nun also " Ja, gnädige Frau." " ... Ja, Mally; bringe meinetwegen auch bist ja groß und start; Du bist förmlich erwachsen; Du fannst Dich schon nüßlich machen... Dabei lernst Du etwas; das kommt mit in den Kauf... Mama hat Dich wohl auch allerlei gelehrt, nehme ich an?" Und hierauf begann Lea wieder auf und ab zu geben und die Hände zu ringen. Der Kaffee kam und nur ein Stück Butterbrot. Fanny D, ein wenig. " Du kannst doch nähen?" " JB, Fanny!" sagte Thorseng. " Ja, danke!" sagte Fanny; sie nahm sich, als ob sie daheim wäre. " Hm hm!" räusperte sich Lea. ttery lore um die Berliner gänzlich ausgeschlossen: die nämlich, daß Graf Taaffe in diesem| unseres Erachtens, das eigentliche Motiv für die überraschende] So das Drgan des Herrn Eugen Richter, bessen letzten Sessionsabschnitte, der das Budget hätte erledigen sollen, Auflösung des Reichsraths. rüpelhaft( nichtsnuzzig-") denunziatorischer Beschönigungs um eine Majorität in Verlegenheit gewesen wäre. In Dester- Für die Sozialdemokratie ist die Lage natürlich sehr versuch gerade noch gefehlt hat, reich findet jedes Minifterium seine Majorität im Parlament; ja erschwert. Die Arbeit von sechs Monaten muß nun in sechs Gemeindebehörden vollends zu kompromittiren: Gott unsere Wahlordnung ermöglicht jeder Regierung, sich das Parla- Wochen gethan werden. Wie gesagt, nicht Mandate wird es für ment nach Bedarf zu komponiren. Wo aber wirklich ernste Anstalten uns zu holen geben, wenn nicht ganz unerwartete Verhältnisse behüte mich vor meinem Eugen mag Herr Forden zu ernſter Opposition gemacht werden, wird zu einem zwar nicht uns irgendwo eines in den Schooß werfen. Aber Propaganda bedt gedacht haben, als er diesen Erguß las, der gleich dem konftitutionellen, dafür aber probaten Mittel gegriffen: der für unser Programm werden wir in ausgiebigfter Weise machen Beschönigungsversuch der Vossischen Zeitung", sich um die Kaiser selbst läßt sich die halsstarrigen Herren rufen und seht und die nächsten Wahlen werden die ersten in Desterreich sein, eigentliche Frage herumdrückt, und für den wir um seines ihnen den Kopf zurecht. Worauf sie sich dann noch stets aller- bei welchen die Nicht wähler laut und vernehmlich reden bodenlos gemeinen Inhalts willen wir haben die Hauptunterthänigst gefügt haben. stellen gesperrt nur ein Pfui! haben. allen Parteien, der nicht mehr wett zu machen ist. werden. So lange die Berliner Gemeindebehörden keinen besseren Vertheidiger und keine besseren Gründe für sich ins Feld führen können, bleibt's bei unserem Urtheil, das wir in und in der Lage sind. Politische Lebericht. allen Einzelheiten gegen Jeden aufrechtzuerhalten entschloſſen Berlin, den 28. Januar. Von Aber Graf aaffe weiß doch sehr genau, was er thut, und die überraschende Anordnung von Neuwahlen ist ein Meisterstück jener politischen Kleinkunst, in welcher er sich auszeichnet; flein in allem Großen, groß in allem Kleinen, wie er ist. Ein Vortheil, den jener Streich für die Regierung hat, liegt flar vor aller Augen; er trifft alle Parteien völlig unvorbereitet, die Wahlagitation kann nicht mehr voll zur Geltung kommen; bereit, ,, erzbereit" aber ist der Verwaltungsmechanismus, den die Jm Reichstag gab der Postetat zu einigen Die ,, alte Raketenkiste" hat ihrem Hausnarren Hans Regierung selbst handhabt und der bei den Wahlen eine große Plänkeleien Anlaß. Nach einer Anfrage Singer's über Bewer erzählt, daß sie während der Konfliktszeit beständig Rolle spielt. Taaffe gewinnt also einen Vorsprung gegenüber gewisse Vorkommnisse bei Versicherung der Postbeamten in Todesangst vor Attentaten geschwebt und sich nur mit eine Anfrage, auf welche Herr General- Postmeister Stephan geladenem Revolver unter Menschen gewagt habe. Aber noch andere Motive der Regierung glauben wir, ausweichend antwortete- wurde das eigenthümliche Ver- Leuten, welche die nervöse Aengstlichkeit des sogenannten geftüßt auf unsere Kenntniß der Psychologie der politischen hältniß des Reichspoſt- und Telegraphenamts zu dem eisernen" Kanzlers nicht kennen, ist diese Mittheilung in Faktoren Desterreichs, als sicher annehmen zu dürfen. Zunächst Wolff'schen Zelegraphen- Bureau von dem Zweifel gezogen worden, sie ist aber buchstäblich wahr. ein ganz allgemeines Moment: jede Regierung in Desterreich, heiße sie wie sie wolle, hat von jeher einen tief wurzelnden Wider: ultramontanen Abgeordneter Schädler zur Sprache ge- Schon 1862, als Herr von Bismarck ins Ministerium einSchädler zur willen gegen jede Boltsbewegung, möge diese welchen Charakter bracht. trat, ließ er sich von der Polizei bewachen zu einer immer tragen. Bei uns werden loyale, blödsinnig schwarzgelbe Aus den mitgetheilten Thatsachen geht zur Evidenz eigenen Leib- und Schutzgarde brachte er es erst später. Veteranenvereine fast ebenso geschuhriegelt, wie die Arbeiter, wenn hervor, daß das genannte Bureau was übrigens für viele Die nervöse Aengitlichkeit des Mannes zeigte fich sich diese guten Leute vermessen, ihren patriotischen Gefühlen längst schon kein Geheimniß- einen offiziösen Charakter hat und recht augenfällig im Sommer 1866, bei dem Attentat des unbefugt Luft zu machen. Nicht einmal das Schweifwedeln ist sich einer Reihe von Vergünstigungen erfreut, welche sich jungen Cohen, der den Bruderkrieg verhindern wollte, ohne polizeiliche Genehmigung gestattet. Daß diese Furcht vor weder gesetzlich noch politisch rechtfertigen lassen. Der Herr indem er dessen Urheber niederschoß. Cohen feuerte Unter dem Volke, selbst auch nur dem steuerzahlenden" Volfe, feineswegs ein Privilegium der Konservativen ist, zeigt der Umstand, daß General- Postmeister versteckte sich hinter Vertrags- den Linden auf den Ministerpräsidenten; die Kugel tra unsere sechsjährige Wahlperiode eine liberale Institution ist. verbindlichkeiten", die bei Gründung des nord auch, hatte jedoch nicht so viel Kraft, die Uniform zu durc Immerhin ruft jebe Wahlbewegung eine gewisse Aufregung hervor und deutschen Bundes hätten übernommen werden müffen, bringen. Herr von Bismarck, der den Knall gehört hatt von der den zwar um so größere, je länger fie dauert. Man vermuthete früher, daß und wurde im Uebrigen so aufgeregt und nervös, daß er drehte sich um, und war wie von Augenzeugen erzähl Taaffe die Absicht habe, die Wahlbewegung versumpfen zu sich von dem ultramontanen Kollegen des unbequemen wird so verblüfft, daß Cohen ihn zehnmal hätte über den lassen, indem er die Wahlen möglichst in den Hochsommer, in Fragestellers, Herrn Bach em, eine recht empfindliche Haufen schießen können, wenn er nicht von Zuschauern fest Die Erntezeit hinausschiebt. Nun scheint er es vorgezogen zu Lektion mußte ertheilen lassen. gehalten worden wäre. Es dauerte lange, ehe Herr v. Bismard, haben, sie im Reime zu ersticken. In diesem Zusammenhange der mit solcher Vorliebe als Recke figurirt, sich von seinem mag auch bis zu einem gewissen Grade die Arbeiterpartei Schrecken erholt hatte-und seitdem ging er nicht mehr in Erwägung gekommen sein. Bekanntlich wollte die Sozialdemokratie Ostern einen Parteitag abhalten, am 1. Mai neben ohne Panzer und Polizeibegleitung aus. Den Panzer dem Achtstundentag für das allgemeine Wahlrecht legte er erft 10 Jahre später ab, verdoppelte dafür aber demonstriren und bei den Wahlen eine ganz energische Agitation Unter der Maste von Protestversammlungen von die Leib- und Spizelgarde, die er in der Zwischenzeit entfalten, die zwar nicht Mandate, wohl aber ausgiebige Arbeitslosen veranstalten die Sozialdemokraten auf Kosten der deutschen Steuerzahler fich ange Propaganda und Beeinflussung der ganzen Bewegung zum weitere Versammlungen in Berlin im Anschluß an die letzten schafft hatte. Biele haben sollte. Da wir einen hohen Zensus haben, kann Berhandlungen der Stadtverordneten- Versammlung. Diese Verdie Sozialdemokratie das Wahlergebnis kaum beeinflussen, und Nach der Ermordung des russischen Zaren Alexander II sammlungen der Arbeitslosen unterscheiden sich in nichts von der bekanntlich vermittelst einer von einem weißen kommt in dieser Beziehung für die Regierung nicht in Betracht. anderen sozialdemokratischen Versammlungeit, mit Ausnahme Schnupftuch umhüllten Bombe getödtet wurde, brauchte Wohl aber mag ihre Absicht in dem angedeuteten Sinne in ge davon, daß die Versammlungen während der regelmäßigen wiffem Grade mitbestimmend für die Regierung gewesen sein. Denn man weiß von uns, daß wir halten, was wir verfprechen. Der entscheidende Grund für die Auflösung aber ist ein viel fonfreterer. Unläugbar bereitet sich ein Systemwechsel in Desterreich vor. Die deutsche Linke, die in diesen schweren Zeiten längst aufgehört hat, national oder liberal zu sein, sondern einfach ,, nationalliberal" geworden ist, hat alle Aussicht, regierungsfähig zu werden. Mit den polnischen und tschechischen Elementen des agrifolen und industriellen Großbesitzes zusammen läßt sich da eine festgefügte liberale", d. h. erzreaktionäre Majorität schaffen, die den Charakter der nackten Bourgeoisherrschaft tragen wird. Den Kleinbürgerlichen, bäuerlichen, demokratischen, antisemitischen Parteien und Koterien gegenüber und ihren unklaren Reformplänen wird energisch entgegengetreten werden. Die nationalen Gegenfäße treten im Bewußtsein zurück hinter den wirthschaftlichen. Und Graf Taaffe regiert ebenso gerne mit deutschen Liberalen als mit Hochtories, die tschechisch- nationalen Fanatismus heucheln. Schon bei den Verhandlungen im böhmischen Landtag über den Ausgleich" standen sich nicht mehr nationale Gruppen gegenüber. Die Deutschliberalen traten Seite an Seite mit dem Großgrundbesitz und der Regierung auf. Noch mehr entpuppten sich Die Liberalen als Regierungspartei sans phrase im nieder- österreichischen Landtag bei der Berathung über das Statut von Großwien". Im Reichsrathe aber sollten und mußten sie als " Opposition" ihre Rolle weiterspielen. Das war unbequem, höchft unbequem gerade wegen der bevorstehenden Wahlen. Unter der Löwenhaut der Opposition, den Schafpelz der Regierungspartei hervorblicken zu lassen, das ist keine begeisternde Wahlparole. Bei der Berathung des Budgetprovisoriums hatte man eine große Debatte über den Ausgleich in Böhmen erwartet, die Linke schwieg staatsmännisch". Bei der Berathung des definitiven Budgets hätte sie Farbe bekennen müssen und das wollte Graf Taaffe ihr ersparen. Die Umwandlung und die definitive Konstituirung der Liberalen als Regierungspartei soll erst dann erfolgen, bis die Herren wieder auf sechs Jahre ihrer Mandate sicher sind und das ist, " Hm Hm!" machte Fanny und nahm noch mehr. So ist's recht!" sprach Thorseng; aus Dir fann einmal etwas werden!" " Die Debatte wurde auf morgen vertagt. hiesigen" Freisinnigen Zeitung": Tiefer hängen müssen wir nachstehenden Erguß der " = 510 Gelegentlich erzählen wir vielleicht noch einige Duell geschichten, die hierher gehören oder richtiger Geschichten von nicht ausgefochtenen Duellen. Wenn Hans Bewer, der Hausnarr, feinen„ Chef" fragt, giebt ihm dieser viel leicht schon vorher einige Aufschlüsse. Arbeitszeit, also Vormittags 10 Uhr, stattfinden. Die Wahl man an Ranzlertagen" im Reichstag oder auf dessen der Zeit soll augenscheinlich die Arbeitslosigkeit der Theilnehmer Tribüne nur ein weißes Taschentuch auffallend zu schwenken, martiren. Alle Personen aber, die in diesen Versammlungen um den eisernen" Herrn Reichskanzler( der nur Gott und mit Namen und als Redner hervortreten, sind keine Arbeits- sonst nichts auf der Welt zu fürchten behauptete) in eine Losen, sondern Persönlichkeiten, denen es ihre tödtliche Angst zu versetzen. Mittel erlauben, sich auch am Morgen der sozialdemokratischen Agitation hinzugeben. " In einem spaltenlangen Artikel sucht der Vorwärts" zu hehen gegen die städtische Verwaltung, weil sie den Arbeitslosen nicht genügende Hilfe bringe. Was aber ist der that fächliche Kern? Der Vorwurf, daß in dem städtischen Asyl für Obdachlose an einzelnen Sonnabenden wegen großen Andrangs im Januar auch die Korridore zu den Schlafsälen belegt werden Noch nie war den Nationalliberalen ein Wahlfieg mußten. Dergleichen passirt sogar in jedem großen Gasthof, so unbequem wie der in Bochum. Die Stützen des National wenn ein plöblicher Andrang von Personen sich ergiebt. Sollte liberalismus find wüthend, daß Herr Müllensiefen den A die städtische Verwaltung etwa lieber die Leute abweisen? Gs beitern Versprechungen gemacht hat und nicht als ganz eins wird der Vorwurf gemacht, daß an einem Tage allerdings feitiger Vertreter des Kapitals hervorgetreten ist. " Hunderte" hätten nicht aufgenommen werden können wegen Die Raummangel. Die Armendirektion habe darauf den Magistrat luftigsten Dinge konnte man in den letzten Tagen lesen, so, um schleunige Abhilfe ersucht. Der Vorwärts" schweigt sich daß die Unternehmer sich vom Nationalliberalismus abdarüber aus, in welcher Weise die Abhilfe für den Augenblick wenden müssen. Herr Müllensiefen wird als Wilder möglich war und was an jenem Abend, wenn die Sache sich sein Leben im Parlament fristen müssen, wenn er nicht wirklich so verhält, hätte geschehen müssen. Weiter macht der so viel politische Ehre besitzt, sein Mandat niederzulegen. Artikel einen Vorwurf daraus, daß Tausende von Arbeitern mehr hätten beschäftigt werden können, um Schnee und Schmutz Ueber den ,, verhängnißvollen Drang in die zu beseitigen. An feinem Ort wird für solche Zwecke fo viel Städte" leitartikelte gestern die Kölnische Volkszeitung". ausgegeben und werden so viel Arbeitsfräfte hiermit beschäftigt, Sie will durch Palliativmittelchen diesem Drange andere als in Berlin. Um aber Schnee und Schmutz noch schleuniger Wege weisen, verkennt aber dabei nicht, daß die wirthschaft von den Straßen wegzuschaffen, müssen nicht bloß Arbeiter liche Entwickelung das Strömen der Landbevölkerung in die vorhanden sein, sondern auch Wagen und Pferde dazu. Diese vorhanden sein, sondern auch Wagen und Pferde dazu. Diese Städte verursacht. Mag man nur alles versuchen, man Lassen sich nicht aus der Erde stampfen. Man sieht, es ist nur eitet Gerede. Gerade die nichts nugige Art, mit welcher wird die ökonomische Entwickelung nicht aufhalten und daß selbst vorübergehende Mißstände für sozial diese den Sieg der Sozialdemokratie verbürgt, gesteht demokratische Parteizwede auszubeuten ge- trauernden Auges die„ Kölnische, Volkszeitung" cin. sucht werden, erleichtert nicht die Abhilfe, sondern ist nur geeignet, dieselbe zum Schaden der Arbeitslosen zu er schweren." lief ihm um die Zähne zusammen, er geiferte förmlich; pfui, pfui! Er war abscheulich. Lang und mager wie ein Gespenst, und kahlköpfig und blank; merkwürdig, daß er nur um ein Jahr älter war als Thorseng. Und dann hatte er ein Lächeln, welches an Speisenfett erinnerte In Augsburg haben die Hirsch- Dunckerianer einen Verein zur Bekämpfung der Sozialdemokratie ge " Lea hatte hatte? hüllen sich ein Schatz barg; auf den ersten Blick würde es ihm klar werden, daß dieses Mädchen nicht in die Küche gehörte. Lea sandte Fanny einen Blick zu, als wollte sie sie verGuten Tag. Jst man zu Hause?" fragte er in seiner zehren. Aber vor Thorseng konnte sie nichts sagen und es wortknappen Art und ging hinein. Sie stand da mit glän war fürchterlich lustig anzusehen, wie hübsch sie den Aerger in hu! Gegen zenden Augen und heißen Wangen; ihr Herz bäumte sich, sich hineinessen mußte. Nach Tisch machte Fanny ihrer Lea war er abscheulich; er that, als ob sie eine Dienstmagd sie brachte kaum einen Laut hervor; bitte einzutreten, Schwester einen außerordentlich tiefen Knig.- Dank für die wäre. DuLea," sagte er;" Du Lea, sei so gut und flüsterte sie; o Gott, ob er sie wohl gesehen hatte! Mahlzeit, Lea!" Ah! gieb mir noch ein wenig Suppe";" ah, höre, Lea, sorge Am Sonntag fam er zu Mittag; da hatte Fanny ihr Natürlich schalt Lea dann später; aber das dafür, daß Caro ein paar gute Knochen kriegt"; aber das dafür, daß Caro ein paar gute Knochen kriegt"; sein Hund hübsches Kleid an und versuchte, sich geltend zu machen. hatte nichts zu bedeuten. Gegen Mama's Schelte war all Caro war auch zuwider und wählerisch. Lea mußte fich in all Auf die einnehmendste Art stand sie vor ihm, mit geschlosses das Freundschaftsversicherung und Schmeichelwort; arme Lea, das finden; der Zolleinnehmer war Thorsengs Freund seit nen Füßen, die Arme unter der Brust, in der zier sie hatte keine Idee vom Schelten. dessen Knabenjahren. Am ärgften war es jedoch, sich seine lichsten Damenstellung; die großen runden Augen blickten Komplimente gefallen zu lassen. Nein, seht einmal, Frau flehend und selbstbewußt zu ihm hinauf; sie legte Anmuth Im Hause verkehrten Thorsengs Bekannte mit ihren Lea sieht ja aus wie eine in der Morgensonne frisch aufge- und Verstand in ihre Mienen;" Guten Tag," nickte er; Damen; es waren langweilige Leute. Keine Künstler, keine sprungene Lilie!"" Nein, schaut mir doch Frau Lea an; aber du großer Gott, ob er sie eigentlich auch gesehen Radetten, nichts Feines, nur Kaufleute, Maurermeister und dieses Kleid verräth ja wirklich Geschmack!" dergleichen. Unter allen schenkte sie nur zweien Aufmerk- Geduld. Allein sie wendete sich gewöhnlich ab, wenn ee der Ja, nun war sie verliebt. Alles andere war Kinderei samkeit; der eine davon war schrecklich zuwider, der andere gleichen sagte und Fanny fühlte, daß in ihr die Lust auf- gewesen. William Holter, der Kommis, der Sänger Arlberg, außerordentlich lieb. Der Liebe" war ein Better Thorsengs flammte mit den Zähnen zu fnirschen. Kadett Horn, Gott weiß wer noch, alle erblichen sie in und hieß Kristian; der Zuwidere" hieß Ryen und war Niemals hätte Fanny es hier ausgehalten, ohne ihrem Sinne, wie die Sterne vor dem Morgen. Denn nun Zollbeamter. Kristian. Das war aber ein herrlicher Mann. Aller- war die Sonne gekommen, die siegende Sonne. Nun liebte Er war wirklich unausstehlich. Immer mußte er hier bings fein Künstler, sondern Miteigenthümer einer sie Kristian Thorseng. stecken. Ihr habt da drunten in der Zollbude wohl nicht Nagelfabrik; aber er hatte viele Jahre im Ausland ge Ach, so stand es also doch in den Sternen geschrieben, sehr viel zu thun?" bemerkte Fanny vorlaut. febt und war ein sehr feiner Herr. Er trug immer daß sie unglücklich werden sollte. Ja, das hatte sie von Versteht sich Fanny schon auf Staatssachen?" Lachte schwarze Handschuhe und seine Beinkleider bestanden aus jeher geahnt. Natürlich ging der reiche Kristian Thorseng der Zollbeamte einschmeichelnd; er mußte immer so schreck- so feinem gestreiften Stoff, wie sich gewiß Aehnliches im nicht hin und nahm sich ein armes Mädchen, das zer lich galant thun. ganzen Land nicht vorfand. Er hatte eine spanische Haut lumpt und häßlich in der Küche stand und abwusch...: Bah, Staatssachen!" blies Fanny vor sich hin; so farbe, rabenschwarzes Haar, einen gewaltigen Schnurrbart obwohl, wer weiß; geschehen war dergleichen auch schon; Einer wie er sollte vielleicht gar mit Staatssachen zu thun und tiefe Augen. Er war ein ritterlicher Charakter. Fanny Kristian war edel; sein tiefer Blick sah tief haben; nein, nein, sie war nicht so dumm. Er verstand verliebte sich zum Sterben in ihn. fein anderer einen Schatz nahm, der sich unter schlechten fich gewiß auf nichts Anderes als aufs Effen. Er ging in Bald bestand ihr ganzes Leben nur darin, herumzugehen Hüllen barg, so that doch er es. Ja, das würde dann ein die Küche und mischte sich in alles mögliche, wollte beffer und auf ihn zu warten. Wenn sie ihn läuten hörte, sie anderer Tanz, als hier die Dienstmagd spielen; er nahm fic Bescheid wissen als die Köchin und als Lea und steckte seine hörte genau, daß er läutete- war sie augenblicklich beim mit sich nach Hause und kleidete sie in Gold und Seide, lange Nase in alle Schüsseln und Schalen. Bei Tisch war er Eingang, um ihm zu öffnen. Sie vergaß ihr kleid, sie ver- und da zeigte es sich, daß sie das hübscheste Mädchen von ekelhaft; pfui, ihn fizen und über einem guten Gericht schmatzen gaß ihre Küchenschürze; sie mußte ihn, ihn sehen und sterben. der Welt war, viel hübscher als Lea; sogar ihre Füße und schnalzen zu sehen! Und ihn vom Essen reden hören; da Vielleicht, daß auch er in einer glücklichen Stunde sie ent- waren hübsch, wenn sie ordentliche Seidenschuhe bekam und da speiste man gut, dort und dort speiste man schlecht; deckte. Ein Mann wie Christian Thorseng schaute nicht auf flatsch! pladatsch! da lag wieder eine von Lea's dies oder das Gericht war vorzüglich, dies oder das Gericht ein Kleid, auf eine Schürze, nicht einmal auf rothe Hände, und Theeschalen auf dem Boden. Hui, nein, das hielt sie nicht war elend; im Viktoria aß man am besten; mujam, mujam, diese konnte sie übrigens ja verstecken; er würde auf sie mehr aus: nein, sie hielt es nicht aus... ein Ragout beim Viktoria, mujam, mujam.. Das Wasser selbst schauen; er würde errathen, daß unter diesen Lumpen( Fortsetzung folgt.) " 1 Wenu D d b sid End gründet. Da müssen sich aber unsere Augsburger Freunde des Despotismus stehen. Wie die Dinge liegen, daß der Richter erster Instanz die zur Deckung der Unkosten gewaltig fürchten! kann bei uns die politische Freiheit erst das Er erhobenen Beiträge zweifellos als Rollette bezeichnete, gebniß sozialer Gerechtigteit sein. Und so wird die aber deshalb nicht bestraft werden könne, weil durch das Wir haben schon kurz von der Stellungnahme des auch die Auflösung des österreichischen Reichstags nicht die Sichgegenüberstehen zweier Regierungsverfügungen ein Frithum hervorgerufen sei, für welchen die Angeklagten nicht verantwort Kongresses der Schweizer Gewerkschaften zur Frage erhoffte Rettung bringen. Desterreich ist in ähnlicher Lage lich gemacht werden könnten; der zweite aber erklärte: die Gra des 1. Mai berichtet. Auf diesem Kongreffe waren 160 De- wie unser Deutschland: für eine gründliche politische hebung des Eintrittsgeldes im vorliegenden Falle, gleich viel ob legirte anwesend. Derselbe fand, deutscher Philifter fasse Umgestaltung ist es zu spät, und für eine gründliche beim Eintritt oder beim Austritt erhoben, set überhaupt nicht dich, unter dem Präsidium des Bezirksanwalts( Unter- soziale Umgestaltung ist es noch zu frü h. suchungsrichters) Lang statt. End Ueber die Verhandlungen entnehmen wir dem Berichte Die sozialdemokratische Arbeiterpartei Defter der Züricher Post" folgendes: reichs erläßt einen Aufruf zur Sammlung eines WahlAls erster Berhandlungsgegenstand gelangte der neue fonds. Tritt die Partei auch unter den denkbar ungünstig Statutenentwurf des schweizerischen Gewertschafts- sten Verhältnissen in den Wahlkampf, so ist doch zu hoffen, bundes und der allgemeinen Arbeiter Referve- baß ihr Aufruf von Wirkung sein und sie nicht taffe zur Berhandlung. In Artikel 2 wird der Zweck des erfolglos den Versuch machen wird, am Wahlkampfe theil schweizerischen Gewerkschaftsbundes folgendermaßen zusammengefaßt: Förderung des Gewerkschaftswesens, Wahrung der zunehmen. Unserer besten Wünsche und unseres lebhas vertheidigte sich selbst, indem er hervorhob, er befände sich in können die österreichischen als Rollette zu betrachten. Hierin glaubte bie Staatsanwaltschaft einen Rechtsirrthum zu erkennen und meldete deshalb die Revision an, deren Verhandlung am 15. b. M. vor dem königlichen Kammergericht stattfand. Der Staatsanwalt trat dafür ein, die Revision als begründet zu erachten, das Urtheil der Borinstanz aufzuheben, die Sache indeß nicht in die Vorinstanz zurück zu verweisen, sondern analog des Falles August Kühn gleich hier und zwar auf das niedrigste Strafmaß von 8 M. für jeden Angeklagten zu erkennen. Megner anwaltschaft sich wesentlich flüßt, der eine ist: daß die gewissermaßen nachweisen soll, auf welcher Seite von Juristen im ziehung, Befreiung der Arbeit vom Lohnsystem, Bergesellschaft- sein, vorliegenden der Rechtsirrthum sei, das könne er als Laie nicht, er lichung der Produktionsmittel gemäß dem Programm der Die Uneinigkeit im Kabinet Freycinet wolle sich deshalb auf die Feinheiten des Staatsanwalts in Bezug Sozialdemokratie." War die schweizerische allgemeine ArbeiterRefervetasse, gegründet 1886, bisher ein selbständiges Institut Constans wurde gelegentlich der letzten Parlaments auf den Begriff tollette" nicht einlassen, weil derartige Feinder verschiedensten Berufsverbände gewesen, so ändert debatten und des gestrigen Theaterstandals offenkundig, eine heiten, wenn sie einer Verordnung oder Gesetzesbestimmung gegen= Artikel 6 des Statutenentwurfes dieses Verhältniß da Serise scheint bevorzustehen. Der Intrigant Conftans will über gemacht werden sollen, vom Publikum niemals gemacht durch, daß er die Reservetasse mit dem Gewerkschafts- einige feiner Kollegen hinausdrängen und sich eine gesicherte werden können und somit jede Handlung, auch wenn der Bebunde verbindet und sie zu einem bloßen Institute des Position schaffen. Vielleicht bringt schon der morgige Tag treffende glaubt, im Rahmen vollster Geseßlichkeit gehandelt zu haben, dennoch bestraft werden könnte, er habe überhaupt den Bundes macht. Die Vereinigungsbestimmung im Statute Eindruck, als folle im vorliegenden Falle eine Bestrafung unter lautet: Der Gewerkschaftsbund besitzt eine Reservelaffe, welche die Demission eines Theils des Kabinets. den Zweck hat, die Arbeiterschaft im Kampfe um bessere Existenz- In Paris hat es dieser Tage einen tüchtigen allen Umständen erfolgen; aus der Revisionsbegründung wolle bedingungen zu unterstützeu. Ein wunder Punkt in der bis Theaterskandal gegeben. Ein Stück, welches die er nur zwei Punkte herauskehren, auf welche die Staatsvielfachen Organisationen zersplitterten sich die Beiträge und französische Revolution verhöhnt, wurde ausgepfiffen, und Staatsanwaltschaft behauptet, jene Sammlung sei deshalb kollekte, die Reservekaffe blieb Yeer. Der Entwurf fett nun einen Bei- die Sache wird in der Kammer ein Nachspiel haben, weil weil die Theilnehmer an der betr. Versammlung nicht vorher trag von 60 Cts. pro Mitglied und Vierteljahr fest; wovon Die Regierung, welche eine Theaterzensur ausübt, für den gewußt haben sollen, daß dort ein Eintrittsgeld erhoben werden 50 Cts. in die Reservekasse fallen, und nur 10 Cts. zur Agi- Inhalt des Stückes verantwortlich gemacht wird. Hoffent- würde, aber gerade diese Behauptung ist um so hinfälliger, weil tation und Verwaltung verwendet werden sollen. Die Gre- lich ist man so vernünftig, bei dieser Gelegenheit den lächer- selbst aus den gerichtlichen Feststellungen hervorgeht, daß auf den tutionsgewalt soll, wie bisher, einem Bundeskomitee übertragen lichen Zopf der Theaterzensur abzuschneiden. Ziemlich zu Blakaten, welche dem Publikum die Versammlung anfündigten, werden. Dasselbe foll 12 Mitglieder zählen und mit den ge- gleicher Zeit spielte sich auf der Straße eine andere ausdrücklich stand:" Bur Deckung der Unkosten wird ein freis werkschaftlichen Organisationen anderer Län- Komödie ab: ein paar Boulangisten mit„ anarchistischen" williges Entree erhoben"; hierdurch war jede Täuschung ausgeschloffen. der in Verbindung treten. Ein anderes Moment zur Begründung der Revision findet find schärfer als die bisherigen der Refervefaffe. Arbeits- benutzen, wozu die Arbeiter sich natürlich nicht gebrauchen der Staatsanwalt darin, daß beim Ausgange aus der Versamm Die Bestimmungen des Statuts für Arbeitseinstellungen Rebensarten suchten die Arbeitslosigkeit zu einem Butsch zu lung gesammelt wurde. einstellungen bedürfen in Zukunft auch der vorgängigen Geneh- ließen. migung des Bundeskomitees( und der Reservekasse- Kommission), Arbeitseinstellungen von Gewerkschaften, welche nicht Ja, haben wir das freiwillig so gewählt oder hat uns das, nach unserer Ansicht widerrechtliche, Berbot des Amtsvorstehers erst dazu gezwungen? So wird uns erst die Grundlage auf gezwungen, von der aus dann die Anklage erhoben werden kann. In dem mir vorliegenden Regierungsbescheide vom 5. Februar Die Chebung eines Eintrittsgeldes in beliebiger 1890 heißt es: Höhe kann als Kollette nicht betrachtet, nicht inhibirt und nicht bestraft werden u. f. w., wenn also die Behörde, von der bie in Rede stehende Verordnung ausgegangen ist, Die schottischen Eisenbahn- Kompagnien sind auf ein eine bestimmte Zeit dem Gewerkschaftsbunde angehören, ver- recht charakteristisches Mittel verfallen, um die Streifende lieren allen Anspruch auf Unterstügung. Nach den bisherigen lahm zu legen. Sie haben das Streiffomitee auf Sch a den Bestimmungen der Arbeiter Refervetasse durfte eine direkte ersatz im Betrage von 400 000 Mark( 20 000 Pfund Streifunterstützung erst verabfolgt werden, wenn der Reserve- Sterling) zivilrechtlich verklagt. Die Streikenden haben die fonds die Höhe von 25 000 Franken erreicht, die neuen Herren Direktoren natürlich ausgelacht, das Publikum ist Statuten bestimmen:" Aus der Reservekasse dürfen Unterftüßungen verabreicht werden, wenn ein Vermögen von 10 000 empört, und die Kompagnien werden, wenn sie die Segel zu Franken vorhanden ist. Ist das Vermögen unter 5000 Fr. Streichen haben, nicht einmal sagen können, daß sie ehrlich sie selbst in der mir vorliegenden Weise interpretirt, so gesunken, so dürfen keine neu ausbrechenden Streits aus der gekämpft haben. Kasse unterstützt werden." me Daß ein Minister wegen seiner reaktionären Gesinnung zur Ueber den letzten Punkt der Tagesordnung: Beschlußfaffung über die Achtstunden- Demonstration Demission gezwungen wird, ist schon lange nicht dagewesen, zum 1. Mai 1891", referirt Redakteur& onzett. Wäre man muß auch bis nach Serbien gehen, um ein so außer es unmöglich, den ganzen Tag, so könne man doch wenigstens gewöhnliches Schauspiel genießen zu können, dort tritt der einige Stunden feiern, zum mindesten müßten Abends überall Minister Dshaja zurück wegen seines reaktionären Bersammlungen stattfinden. Ein franzöfifcher Redner spricht Breßgesetz- Entwurfes, der die Zustimmung des Parlafür eine möglichst großartige Feier des 1. Mai. Redakteur ments nicht finden konnte. Bei uns würde er in diesem welcher Form, unter den Begriff Kollekte" fallend verboten Geider schließt sich ihm an. Eine imposante Feier werde Falle einen Orden bekommen. Serbien ist eben in der Kulwerben tönnte, wie kommt man dazu? gelten für Sozialauch die unorganisirten Massen gewaltig aufrütteln und die Macht des Proletariats tlar erweisen. Nachdem auch von tur zurückgeblieben. anderer Seite die Maifeier als Demonstration für den Acht " in C müssen wir diese Interpretation doch wohl als die maßgebende betrachten dürfen, andererseits würde jede Rechtsanschauung und jede Rechtssicherheit im Volte vollständig verloren gehen; weiter geht aus der Aussage des Beugen, früheren Amtsvorstehers Ebeling, hervor, er habe sich zu seinem Verbot der betreffenden Sammlung durch eine Instruktion der königlichen Regierung zu Breslau vom 6. Dezember 1889 veranlaßt gesehen, welche dahin geht, daß jede Sammlung der Sozialdemokraten, gleichviel in werden könnte, wie kommt man" dazu? gelten für Sozialdemokraten andere Gefeße als für jeden anderen Staatsbürger? Haben wir nicht die gleichen Lasten zu tragen? Wenn diese Instruktion existirt, so halte ich sie für eine ungefeßstundentag empfohlen ist, wird eine Resolution angenommen: In der Angelegenheit Schewitsch fand, wie uns unser liche, ich behaupte aber, sie existirt nicht! Denn in dem mir vorDie organisirte Arbeiterschaft erklärt den 1. Mai als Feiertag; amerikanischer Korrespondent schreibt, am 10. d. M. eine liegenden Regierungsbescheide vom 5. Februar 1890 ſteht aus die Arbeiter werden die Fabrikanten rechtzeitig davon in Massenversammlung der russischen Sozialisten New- York's drücklich:" Gine dahin zielende Verfügung ist diesseits auch nicht Kenntniß setzen. Der Vormittag soll zu Versammlungen, der statt, in der folgende Resolution gefaßt wurde: Wir erlassen!" Nachmittag zu Vergnügungen verwendet werden. halten es für unsere Pflicht, gegen die unwürdigen Gerüchte, Aus alledem geht hervor, daß wir streng gefeßlich gehandelt Herr Beck, Referent über die„ Stellung der organi bie von einigen Beitungen gegen unseren Kameraden Sergius haben und wenn nicht alles Rechtsbewußtsein und jede Rechtsfirten Arbeiterschaft zu Streits", beantragt eine Schewitsch in Umlauf gesetzt und ohne gebührende Achtung sicherheit im Volke schwinden soll, auch nicht bestraft werden Resolution, man folle bei der augenblicklichen Krise thunlichst vor dem ehrlichen Namen eines erprobten, langjährigen vorinstanzlichen Urtheils, dahin gehend: fostenlose Freisprechung tönnen, aus diesen Gründen beantrage ich Aufrechterhaltung des alle Angriffsstreits vermeiden. Der Antrag wird mit großer Freiheitskämpfers vom„ Berliner Volksblatt" wiederholt u. f. w., worauf das Gericht auch erkannte. Majorität angenommen. Aus der Versammlung ist ein Antrag eingelaufen, daß die Arbeiterinnen der Baumwollbranche in die wurden, zu protestiren, und wir, mit den russischen Organisation ihrer männlichen Kollegen sollen aufgenommen Verhältnissen New York wohlvertraut, erklären werden dürfen. Das wird ohne Diskussion afzeptirt. hiermit, daß wir derartige Gerüchte als eine Die Versammlung schließt mit einem begeisterten Hoch auf dem gesunden Menschenverstand widersprechende, nie die Sozialdemokratie. derträchtige Verleumdung erachten." Ueber die Der parlamentarische Staatsstreich, welchen die eine als revolutionärer Sozialist" bekannte Persönlichkeit arbeiter Deutschlands! Kameraden! Wie die Mehrzahl von Ursachen, welche dem Umstande zu Grunde liegen, daß Aufruf an sämmtliche Bau- und gewerblichen Hilfs. österreichische Regierung soeben gemacht hat, indem sich unbehelligt in Rußland aufhalten kann, wurde Euch weiß, ist die Agitationskommission auf dem zweiten Rongreß sie den Reichsrath Knall und Fall auflöfte, hat seinen letzten indessen auch bei dieser Gelegenheit nichts veröffentlicht. der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands, welcher vom Grund in der sogenannten Nationalitätenfrage", welche, seit der„ Hinauswerfung" Desterreichs aus Deutschland durch 8. bis 11. April 1890 in Hannover tagte, beauftragt worden, Stepniak hat, wie wir dem Berichte unseres New- Yorker nach Verlauf eines Jahres einen Kongreß sämmtlicher Bau- und ben biederen preußischen Bundesbruder, einen immer drohen Korrespondenten entnehmen, in Philadelphia, wo er seinen gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands einzuberufen. Um nun deren Charakter angenommen hat und nachgerade den Fort zweiten Vortrag halten wollte, ein leeres Haus gefunden. den Kongreßbeschlüssen Rechnung zu tragen, hat die Agitationsbestand der buntscheckigen Monarchie gefährdet. Der dortige Ledger", ein in" besseren" Kreisen angesehenes fommission beschlossen, den diesjährigen Kongreß vom 6. bis Bis 1866 hatte Osterreich an dem übrigen Deutschland Blatt, hatte ihn in deren Augen gründlich schlecht gemacht 9. April abzuhalten und als Ort zur Abhaltung desselben Halle einen Rückhalt und vermittelst des deutschen Elements, das und mit den" blutdürftigen Chicagoer Anarchisten" auf eine a. S. außersehen. Die Kommission hat es zum Wohle unserer die 40 Millionen Deutsche" draußen im Reich" hinter Stufe gestellt. Dies veranlaßte, daß die" Prominenz" sich uns noch fernstehenden Berufsgenossen für dringend und zwecksich hatte, konnte das Völkergemisch nothdürftig zusammen- fernhielt, und da auch vom„ gewöhnlichen" Bolk nur einige damit jenen des öftern Gelegenheit gegeben wird, öffentliche mäßig erachtet, diesen Aufruf schon jetzt so frühzeitig zu erlassen, gehalten werden. Allein 1866 hörte das auf. Die Deutschen Wenige erschienen waren, so war der Zweck verfehlt. Db Versammlungen einzuberufen, um in denselben zu prüfen, Desterreichs waren von dem Körper des Deutschthums los- St. nun vor einer eigentlichen Volksversammlung sprechen ob ein enger Zusammenschluß aller unserer Berufsgenossen getrennt, und mit dieser Zusammengehörigkeit ging auch ihre wird, ist nicht gesagt. Kraft, die übrigen Nationalitäten sich unterzuordnen, verloren. Die Ungarn und Slaven- namentlich die letzteren wur den sich der veränderten Lage bald bewußt- Fürst Bismarc selbst hatte ihnen ja während des Bruderkrieges gezeigt, wie man der österreichischen Monarchie einen Stoßins Herz" verabfolgen könne und die Zentrifugal- Bewegung, " Sorrespondenzen und Parteinachrichten. Boziale Mebersicht. unter der jetzigen Produktionsweise und unter der jetzigen Handhabung der verschiedenen Vereinsgesetze zu ihrer eigenen Sicherheit nicht dringend nothwendig ist. Als Tagesordnung ist in Aussicht genommen: 1. Bericht der Agitationstommiffion; Abrechnung derfelben; 2. Bericht der Kontrollkommission; 3. Bericht der Delegirten über die örtlichen Verhältnisse; 4. Die verschiedenen Bereinsgesetze und das Koalitionsrecht; 5. Organisationsfrage; 6. Organfrage; 7. Stellungnahme zu den Ausschüssen refp. den Streits; 8. das Verhalten der Arbeiter gegen einander in den verschiedenen Branchen; 9. Anträge aus der Mitte des Kongresses. 5. h. das Streben nach Unabhängigkeit vom Mittelpunkt Berlin. Am 15. d. M. fand ein Prozeß aus der Wahlperiode wurde bei den einzelnen Nationalitäten immer mächtiger des vorigen Jahres gegen den Schuhmacher Theodor Metzner in und der Einfluß des deutschen Elements immer schwächer. Berlin und den Weber Eduard Schindler in Walditz bei Neurode, Mehr und mehr wurde das Deutschthum zurückgedrängt, vor dem fönigl. Kammergericht seinen Abschluß. Beide waren und die Regierung, in ihrer traditionellen, durch die der Uebertretung des§ 1 der Polizei- Verordnung für den Schwierigkeiten der Situation noch gesteigerten Kopflosigkeit, Regierungsbezirk Breslau vom 19. Juni 1867, und wegen Ververfiel auf die tollsten Experimente. Statt die Verschiedenheit 21. Oftober 1878, außerdem Schindler des Vergebens gegen welche sich mit der Tagesordnung nicht decken, jedoch auf dem gehens gegen die§§ 16 und 20 des Reichsgesetzes vom Sollten nun von irgend einer Seite Wünsche vorhanden sein, der Elemente zu einer Quelle der Kraft zu machen, indem s 6 und 15 des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 angeklagt. Rongreß erledigt werden sollen, so bitten wir, dieselben in An21. Oktober 1878, og fie eine freie Eidgenossenschaft der Donau Die erste Verhandlung, über welche wir ausführlich be- trägen formulirt, der Agitationstommission zusenden zu wollen, und Balkanvölter begründete, liebäugelte sie bald richtet haben, fand am 13. August v. J. vor dem damit dieselben der Tagesordnung einverleibt werden können. mit dieser, bald mit jener Nationalität und hat es jetzt Schöffengericht in Neurode statt, wurde indeß vertagt, weil Wir bitten aber auch diejenigen Kameraden, welche in späteren glücklich so weit gebracht, daß der Bar in der Hälfte der der Gendarm Klose noch als Zeuge gehört werden follte; im öffentlichen Versammlungen aus der Wahl als Delegirte hervor österreichischen Monarchie ziemlich ebensoviel, wo nicht noch zweiten Termine am 18. September v. J. lautete das Urtheil, gehen, und über irgend einen Punkt der Tagesordnung das mehr zu sagen hat, als der Kaiser in Wien. nachdem Mezner die Unhaltbarkeit der Anklage nachgewiesen Referat wünschen, dieses dann der Kommission anzuzeigen. Deshalb, Kameraden allerorts, wachet auf aus Eurer Für Desterreich giebt es nur ein Mittel der hatte, auf Freisprechung beider Angeklagten, Ueberweisung der Rettung, und das ist die absolute ste politische Koſten auf die Staatskaffe, Zurückzahlung ber eingezogenen Bethargie, macht Euch fret aus den Euch umstrickenden gegnerischen 4,55 M. an den Schneidermeister August Kühn zu Langenbielau Banden; bedenkt, daß es nach Tagung des Parteitages, der wie in der Schweiz und den Ver- und Rückerstattung der Kosten aus der Staatstasse an Metzner Gewerkschaftskonferenz und dem nunmehrigen Vorgehen des einigten Staaten von Nordamerika, die ebenso für die zweite Reise nach Neurode. Kapitals, des Unternehmerthums, unverantwortlich wäre, noch unnational" find wie Desterreich, aber durch die Freiheit Gegen den 1. Theil dieses Urtheils hatte die Amtsanwalt länger ifolirt, den Arbeiterbestrebungen gegenüber sogar feindlich und gute Gefeße ſeſter gefügt find, als irgend einer der so schaft Berufung eingelegt, indem sie die Uebertretung der Polizei- oder gleichgiltig daftehen zu wollen. genannten nationalen" Staaten. verordnung als vorhanden anerkannt und bestraft wissen wollte. Darum beruft überall öffentliche Versammlungen ein und Allerdings mit der politischen Freiheit in den alten Die Verhandlung hierüber fand am 3. November v. J. vor wählt die rührigsten und tüchtigsten unter Euch zu Delegirten, damit europäischen Polizeistaaten ist's ein eigenthümliches Ding der Strastammer in Glay statt und endete nach beinahe 1/2 stündiger diefelben Euch auf dem Kongreß nach allen Seiten hin vertreten. he muß vorläufig ein frommer Wunsch bleiben, weil die Dauer, dem Antrage Wegners entsprechend, mit Verwerfung der Denjenigen Kameraben aber, die nicht materiell im Stande find, jenigen Klassen, welche sie in England, Frankreich und Berufung und Aufrechterhaltung des Urtheils erster Instanz; dem einen eigenen Delegirten zu entfenden, empfehlen wir, ihr Mandat weiteren Antrage Megners: ihm auch die Rückerstattung der einem in einer anderen Stadt gewählten Delegirten zuzusenden, Onderen wilden" Ländern erkämpften, heute, infolge meten für die dieise nach Glas zuzuerkennen, wurde indeß nicht mit gleichzeitiger Angabe ihrer örtlichen Verhältniffe, dann können der Emanzipations- Bestrebungen des arbeitenden Bolles stattgegeben. sie versichert sein, daß sie auf dem Kongreß vertreten werden, als wenn sie selbst da wären. Nochmals machen wir darauf Freiheit so reaktionär geworden sind, daß fie geworden sind, daß sie auf Seiten! Beide Urtheile gingen in ihrer Begründung dahin auseinander, aufmerksam, daß die Delegirten in einer öffent-] suchen wir, sich von heute ab, Abends zwischen 7 und 8 Uhr, im| lichen Bater einklagen. An Alimenten muß der Vater, und zwar lichen Versammlung gewählt werden müssen Arbeitsnachweis der Möbelpolirer, Blumenstraße 38, an Kollegen ohne Rücksicht auf die Höhe seines Einkommens zahlen 15 M. und nicht in Mitglieder Versammlungen. In letzterem Falle F. Wolf zu wenden. Empfangsberechtigt find diejenigen, welche bis zum vollendeten 6., und 18 M. von da bis zum vollendeten könnte den Delegirten der Zutritt zum Kongreß nicht gewährt vor dem 12. Januar im Kontrollbuch des Arbeitsvermittlers einge- 14. Lebensjahre des Kindes. werden, um Kollisionen der Vereine mit dem Strafgesetz zu ver- tragen sind. Mitbringen des Verbandsbuches ist unter allen Ummeiden. G. D. Der Arbeitgeber hat jederzeit das Recht, eine neue Zur besonderen Beachtung möge dienen, daß sämmtlichen Möbelpolirer. ständen nothwendig. Die Fachkommission des Verbandes der Arbeitsordnung einzuführen und zu erklaren, daß Jeber, welcher Vertrauensmännern Mandate zugesandt werden und wir erfich derselben nicht unterwerfen wolle, mit vierzehntägiger Frit In der Lampenfabrik von Karl Eckstein, Dresdener gefündigt oder, falls Kündigung vorher vertragsmäßig ausge als Legitimation dienen, sondern gleichzeitig in einer gewissen Behandlung, die sie gefunden, nicht einverstanden, und es kam zu bes Gießers die Arbeit eingestellt. Die Arbeiter waren mit der machen, Hinsicht statistisch verwerthet werden sollen. Alle diejenigen Ruppinerstr. Rommen Sie zunächst schriftlich bei dem be Kameraden, mögen sie auch den entferntesten Gauen Deutschlands Auseinandersetzungen mit dem Chef, in deren Verlauf derselbe treffenden Regiment ein. Sie werden aus der Antwort bas angehören, die noch in teiner Weise mit uns in Berührung ge- um eine Stunde, bis 7 Uhr, zu verlängern. Daraufhin wurde erklärte, den Arbeitern zur Strafe die Arbeitszeit am Sonnabend Weitere ersehen. kommen find, jedoch den Kongreß besuchen wollen, bitten wir, bie Arbeit niedergelegt. Die Angelegenheit wird dem Vorstande Altersversicherung F. M., Koloniestr. Nein, solche Frau unterliegt nicht der fich wegen eines Mandats an die unten verzeichnete Adreſſe zu die Metallarbeiter- Bereins unterbreitet werden. Zuzug ist fern- Versicherungszwang unterliegen. Berlangen Sie von ihnen, un Es ist zweifellos, daß Ihre Gesellen dem Alter Kameraden! Thue ein Jeder seine Pflicht, so kann und wird zuhalten. der Erfolg nicht ausbleiben. sie sich Quittungskarten besorgen, da Sie sonst der Bestrafung unterliegen würden. suchen, dieselben nach erfolgter Wahl der Delegirten gewissenstraße 82/83, haben alle dort beschäftigten Arbeiter mit Ausnahme schlossen war, sofort entlassen sei. Dagegen läßt sich nichts wenden. Mit kameradschaftlichem Gruß unterzeichnet J. A. der Agitationstommission der Bau- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands: 2. Lange, Hamburg, Hohlerweg 19, 11. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Achtung, Möbelpolirer! Diejenigen arbeitslosen Verbandskollegen, welche sich funterstützungsberechtigt glauben, erTheater. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich C. C. 2. 1. Alimente verjähren in 4 Jahren seit Fälligkeit der einzelnen Alimantenrate. Der Vormund kann jederzeit bis zum 14. Lebensjahre des Kindes die laufenden und die für die vier letzten Lebensjahre rückständigen Alimente gegen den uneheMittwoch, den 4. Februar: Donnerstag, den 29. Januar. Letzte Vorstellung in dieser Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Der geheime Agent. Leffing- Theater. Sodom's Ende. Berliner Theater. Wehe den Be siegten. Deutsches Theater. Chrbare Mädchen. 22 Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Wallner Theater. Adonis. Residenz- Theater. Der selige Tou pinel. Die sieben Bellealliance- Theater. Die Nachbarinnen. Viktoria Theater. Raben. Oftend Theater. Rabale und Liebe. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Thomas Theater. Drei Paar Schuhe. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Große SpezialitätenConcordia. Vorstellung. Gebr. Bichter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Vorstellung. Saison. Circus Renz. Karlstraße. Heute, Donnerstag, den 29. Januar, Abends 7 Uhr: Unserm Genossen W. Machahky zu feinem heutigen Wiegenfeste ein R. R. 101. Die Klage ist verjährt. Ansprüche wegen Mängel einer gekauften Sache müssen in 6 Monaten seit ber Uebergabe geltend gemacht werden. C. H. 111. Sie unterliegen dem Altersversicherungszwange H. Sch. Wenn Jemand auf dem Bürgersteig fällt und na weist, daß der Hauswirth, weil er seiner Pflicht, das Trottoir be Frostwetter in Stand zu halten, nicht nachgekommen ist, dara Schuld hat, so muß letterer für den Schaden haften. dreimal donnerndes Hoch, daß die Große öffentliche Volksversammlun ganze Hochstraße wackelt. [ 267 J Die Dreherbörse des Nordens. Achtung! Central- Kranken- und Sterbekasse 307 für Frauen und Männer am Freitag, den 30. Januar 1891, Abends 8 Uhr, in der Aktien- Brauerei Ahrens, Moabit. Tagesordnung: Vortrag( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht), tussion und Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Um zahlreichen Besuch ersucht der Tischler etc.( E. H. No. 3, Hamburg). Verwaltung Berlin H. ber Arbeiter nicht in der Lage ist, das Da in der jetzigen arbeitslosen Zeit für sein Wohlbefinden nöthige Bier zu verzehren, so waren wir durch das Verhalten des Gastwirths Mathen, Wienerstraße 21, gezwungen, unsere Bahlstelle nach Wienerstraße 28 in Donnerstag, den 29. Januar, Abends 8½ Uhr, in Orschel's Sald Die lustigen Heidelberger oder: Ein Studenten- Ausflug mit Hindernissen. Große Original- Pantomime, neu arrangirt und in Szene gesetzt vom Direktor E. Renz. Außerdem: Agat, Feuerpferd, dreff. das Lokal von Schreiber zu verlegen. und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Beiträge werden dort Sonnabends Quadrille de la Grand- Duchesse, ge- Abends von 8-10 Uhr angenommen. ritten von 16 Damen. hierauf Sophus, geritten von Fräulein findet Sonnabends Abends von 7 bis Beautiful, Die Auszahlung des Krankengeldes Clotilde Hager. Auftr. der Künstler- 9 Uhr Lübbenerstraße 22 im Lokale Spezialitäten Mrs. J. F. Clarke und von Hubrich statt. Um weiteste VerRodgers. 6 Gladiatoren. Auftreten breitung ersucht Die Ortsverwaltung. der Künstlerinnen Frls. Adele, Zephora, Mm. Bradbury und Miß Lillie Meers, der Reitkünstler Herren B. Fillis und Bradbury, sowie komische Entrees und Sattler- Verein Intermezzos von sämmtlichen Klowns. Morgen Vorstellung. Allgemeiner deutscher ( Mitgliedschaft Berlin). Sonnabend, den 31. b. M.: Grand Sonnabend, den 31. Januar, Abends Franz Renz. soirée equestre zum Benefiz für Herrn 8/2 Uhr, im Lotale des Herrn Reyer, Alte Jakobstr. 83: E. Renz, Direttor. Versammlung. Englischer Garten. Circus Schumann. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Rostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anjang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags it. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. 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Mitgliedsbuch legitimirt. 502 11449 fü R P h so: ba di Ar au fül lic S fir F: ha B vi me ut D ge ni de K 81 10 Der Vorstand. ist ar tre in W üt Deffentliche Versammlung der Vergolder, Vergolderinnen und Berufsgenossen am Freitag, den 30. Januar, Abends 82 Uhr. bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Die Organisation der Arbeiter( der 1. Februar 1891). Referen Herr Ewald- Brandenburg. 2. Stellungnahme zur Delegirtenwahl der Or Krankenkasse. Referent: Kollege Fries. 3. Verschiedenes. 328 Der Vorstand. Achtung! Die Namen derjenigen, die noch Listen zur Deckung der Unkosten für die Delegirten aus dem Niederbarnimer Kreise haben, find folgende: Paul Höschen, Justusstraße. Frik Sangulade, Grüner Weg, Reinickendorf. T. Schulk, Dreher, Pankow Str. 30. Leonhardt, Mechaniker, Friedrichshagen. Wir ersuchen die Genossen, diesen Herren teine Listen 2c. anzuvertrauen, bis wir an dieser Stelle bekannt gegeben haben, daß die betreffenden Herren Das Agitations- Komitet. Große öffentl. Schmiede- Versammlun am Donnerstag, den 29. Jannar, Abends 81/2 Uhr, in Rehlitz' Salon, Bergstraße 12. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Buchdruckers Wilhel Werner über Alters- und Invalidenversorgung. 2. Diskussion. 3. schiedenes. Die Kollegen aus den Fabriken werden gebeten, in dieser sammlung zu erscheinen. Ein durchaus tüchtiger Der Einberufer. Rotations- Maschinenmeister ihren Pflichten hier nachgekommen sind. wird gesucht. Offerten unter H. 121 nimmt die Expedition dieses Blat [ 334 entgegen. Die Kommission. J. A.: Bernh. Lange, Friedrichsberg, Frants. Chaussee 91. Versammlung Gardinen- Reste zu 1-4 Fenst. pass. spottb. in d. Fabrik ſtellungen, 81/ und 7½½ Uhr. In der Freien Vereinigung der Grüner Weg 80, part. beiden Vorstellungen Gircus unter Wasser. Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Kapelle. Entree 50ẞf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. 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Jahrg. treibenden aber, denen sie eine solche ist, würde man sie gönnen zu betrachten, also versicherungspflichtig sind. Durch die Be können, wenn der Einnahme- Ausfall nicht von den großen Massen zeichnung der Arbeiter als Beamte wird die Stellung derselben getragen werden müßte. Aus ähnlichen Gründen bin ich gegen verbessert, nicht verschlechtert; es wird für sie besser gesorgt, als die Ermäßigung der Telegraphengebühren für Zeitungen. Giner durch die Invalidenversicherung. Daß die Reichspoft- Berwaltung allgemeinen Verbilligung würde ich gerne zustimmen, aber ich durch diese Maßregel etwa die Beiträge für die Invalidensehe nicht den geringsten Grund dafür, zu Gunsten der Zeitungsversicherung hätte sparen wollen, ist ein Gesichtspunkt, der mich verleger einen billigeren Tarif einzurichten. Sie können teine Zeitung überrascht; der Redner, der dies vorgebracht, hat sich in einem Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der nennen, die sich deshalb keine Depeschen schicken läßt, weil das Wort Irrthum befunden. Abg. Schädler( 3): Der Staatssekretär hat nicht widerlegt, zweiten Berathung des Reichshaushalts- Etats 5 Pf. fostet, und sie sich schicken lassen würde, wenn es nur 8 Pf. für 1891/92. toftete. Eine Reihe von Zeitungen ist allerdings finanziell nicht daß in anderen Staaten die Zeitungen billigere TelegraphenBeim Etat des Reichs Invalidenfonds beantragt Abg. im Stande, die Telegraphengebühren zu zahlen und deren Leser gebühren zahlen, und daß dabei die betreffenden Telegraphen Richter, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, in Gr- freis leidet unter der Mangelhaftigkeit ihrer Nachrichten. Aber verwaltungen doch auf ihre Kosten kommen. Die Presse ist nicht wägung zu ziehen, inwieweit aus den Mitteln des Reichs- das sind nicht die 300 Zeitungen, die unter der Petition stehen. blos ein Geschäft: sie hat auch eine öffentliche Aufgabe; das hat auch Invalidenfonds für die Militärpersonen der Unterklassen, welche Die gehören zu den allerbest Situirten, und ihre Herren Verleger die Regierung anerkannt, als sie neulich der Presse den Vorwurf durch den Krieg invalide geworden sind, eine Erhöhung an fönnen die Motive des Vorredners für sich nicht in Anspruch machte, daß sie das Bolt nicht genügend über die InvalidenEs wird fein Privilegium Pensionszulagen oder eine Erhöhung der Entschädigung für Ein- nehmen. Ueber diese Frage sind innerhalb meiner Fraktion keine versicherung unterrichtet habe. buße an der Erwerbsfähigkeit angezeigt erscheint. Beschlüsse gefaßt, ich habe nur meiner persönlichen Auffassung für die Besitzer der Zeitungen verlangt; diese werden keine Er Hierzu beantragen die Abgg. Graf Douglas, Frei- Ausdruck gegeben. Bei den alljährlichen Beurlaubungen der Post sparniß machen, denn sie werden gezwungen sein, mehr als bisherr von Manteuffel und Menzer folgenden Zusatz: beamten sollte auf die Postunterbeamten mehr Rücksicht genommen her zu telegraphiren. Wenn der Staatssekretär kein Privilegium sowie die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage werden. Mir sind Klagen zugegangen, daß, während ihr Dienst haben will, dann sollte er das Privilegium des Wolff'schen Telebaldmöglichst einen Gesetz- Entwurf vorzulegen, durch welchen erheblich länger und schwerer ist als der der höheren Beamten, graphenbureaus beseitigen, dessen Depeschen ebenso wie die die Härten und Unzuträglichkeiten beseitigt werden, die sich bei sie auf eine Urlaubsbewilligung nicht zu rechnen haben. Die Staatsdepeschen befördert werden. Daß das Wolff'sche Bureau Anwendung des Militär- Pensionsgefeßes, insbesondere in Bezug Wirkung des Alters- und Invaliditäts- Versicherungsgesetzes er einen eigenen Rohrpoststrang benußt( Hört!), daß vom Postbureau auf die im Staats- und Gemeindedienst angestellten Beamten streckt sich bekanntlich auch auf die der Post unterstehenden ein Aufzug besteht( Hört!), daß das Bureau einen Bürstenabzug fühlbar gemacht haben. nicht angestellten Leute. Mir liegen nun Nr. 45 und 46 der des Reichsanzeigers" vor dem Erscheinen desselben erhält( Hört!), Abg. Richter erklärt, daß er bei seinem Antrage hauptsäch- Deutschen Verkehrszeitung" vom vorigen Jahre vor, welches wird behauptet, und darüber wäre wohl Aufklärung nothwendig. lich diejenigen Kriegsinvaliden im Auge habe, welche als gemeine Blatt zwar nicht amtliches Organ der Postverwaltung ist, aber Denn es ist möglich, daß die Aktionäre des Wolff'schen Bureaus, Soldaten den Feldzug mitgemacht und in ihrer bürgerlichen Er- die Auffassung derselben im Allgemeinen zum Ausdruck bringt, in welche in der Finanzwelt zu suchen sind, durch diese Begünsti werbsfähigkeit durch die Folgen des Krieges erheblich beeinträchtigt weiten Kreisen der Postverwaltung gelesen und an den amtlichen gungen Vortheile haben. Staatssekretär Dr. von Stephan: Die Stellung des find. Die Mittel für die Pensionserhöhungen sind in dem Reichs- Stellen der Post zu finden ist. Darin findet sich eine Reihe von Invalidenfonds vorhanden. Der Antrag des Grafen Douglas Mittheilungen, die unter der Voraussetzung, daß sie zutreffend Wolff'schen Telegraphenbureaus beruht auf einem Vertrage, den hänge mit seinem Antrage gar nicht zusammen; er betrifft die sind, die Postverwaltung in ein eigenthümliches Licht zu stellen die Reichspost- Verwaltung von Preußen übernommen hat. Die Berufsfoldaten, nicht die gemeinen Soldaten. Es empfiehlt sich geeignet sind. Die Poftverwaltung scheint danach als ihre Auf- Wolff'schen Depeschen werden immer nur in derselben Kategorie vielleicht die Berathung des Antrags in der Budget- Kommission. gabe zu betrachten, die Verhältnisse der in nicht amtlicher vorab befördert, also eine gewöhnliche Depesche vor gewöhnlichen Abg. Menzer: Dem Antrage des Herrn Richter werden Stellung Beschäftigten derartig zu ordnen, daß eine möglichst anderen Depeschen, aber nicht vor anderen dringenden Depeschen. geringe Belastung der Post durch das Invaliditätsgesez hergestellt Eine Rohrpost- Anstalt befindet sich im Gebäude des Wolff'schen meine politischen Freunde zustimmen. Schatzsekretär von Malzahn: Auf die Anträge tann[ ich wird. Zu diesem Zweck hat man in der Postverwaltung eine Bureaus, die aber nicht blos für letzteres bestimmt ist, sondern in materiell nicht eingehen. ganz neue Kategorie von Angestellten geschaffen: Beamte auf Verbindung steht mit den ganzen Rohrpost- Anlagen Berlins. Daß Abg. von Gültlingen erklärt sich für den Antrag des Grafen Widerruf". Man hat dadurch, daß man eine Anzahl von Leuten trotz der Ermäßigung der Gebühren für die Zeitungen in anderen mit einem Gehalt unter 2000 Mart, Die also ver Staaten die Telegraphenverwaltungen auf ihre Kosten kommen, Douglas. der Klasse der Arbeiter- ist ein Irrthum; der jüngste Bericht des englischen GeneralAbg. Pieschel( natl.) weist darauf hin, daß die größte Unsicherungspflichtig wären, aus gerechtigkeit darin bestehe, daß den Staatsbeamten ihre Pension herausgenommen und in die Kategorie der Beamten auf Postmeisters konstatirt, daß diese Zeitungsdepeschen einen erheb nicht gefürzt würde, wohl aber dem Offizier, trotzdem beide nach Widerruf gesetzt hat, sie und zugleich der Postverwaltung selbst lichen Verlust darstellen. Abg. Bachem( 3.): Der Staatssekretär hat zugegeben ,. der Zivilstellung vollständig gleich stehen. Gerade die untern von der Versicherungspflicht befreit, sie aber andererseits auch Die zitirte Zeitung daß die Wolff'schen Depeschen vor den anderen befördert werden. Klassen der Offiziere, deren Pension ohnehin feine erhebliche ist, nicht mit der Beamtenqualifikation belegt. werden davon am härtesten betroffen. Ein weiterer Uebelstand signalisirte im November eine Verfügung der Postverwaltung, Das ist ein Privilegium, welches alle anderen Unternehmungen ist der, daß den Militärpersonen ihre militärische Dienstzeit nicht welche am 1. Januar jedem Beamten übergeben werden soll, etwa ähnlicher Art erheblich beeinträchtigen muß. Ich begreife nicht, angerechnet wird, wenn sie in Staats- oder Gemeindedienst über- dahin: Sie werden hierdurch als überzähliger Postbeamte u. s. w. weshalb der Herr Staatssekretär die Sache in einem solchen treten. widerruflich angenommen und haben als solcher die Pflichten und scharfen Ton auffäßt und allerlei Nebendinge hineinmischt. In Generallieutenant v. Spin: Wenn die Militärverwaltung Rechte eines Reichsbeamten"; und am 1. Januar sind, wie mir der Budetkommission hat der Herr Staatssekretär behauptet, daß in die Einzelheiten heute nicht eingeht, so thut sie dies nicht aus mitgetheilt wurde, die betreffenden Leute in der That zusammen- die Zeitungsdepeschen nur 153 000 M. eintragen. Es liegt mir Mangel an Interesse, sondern lediglich aus dem Grunde, weil gerufen und ist ihnen eine derartige Verfügung vorgelesen worden, eine Angabe von elf Zeitungen vor, wonach diese allein für über diese Fragen bereits Verhandlungen schweben, wie der daß ihre bisherige Stellung in die eines Beamten auf Widerruf inländische Depeschen 348 686 M. ausgegeben haben.( Hört!) umgeändert worden. Staatssekretär des Reichs- Schazamtes bereits erklärt hat. fie zu Diese Verfügung wurden Gegen 5 Uhr wird die weitere Berathung bis Donnerstag Beide Anträge werden darauf der Budgetkommission über unterschreiben veranlaßt. Derartige wichtige Verfügungen 1 Uhr vertagt. wiesen. sollten überhaupt nicht auf dem Wege der Verlesung zur Kennt Die Ausgaben des Reichs- Invalidenfonds werden genehmigt. niß gebracht werden; jeder der Beamten sollte ein Exemplar Es folgt der Etat der Post- und Telegraphen- in die Hand bekommen. Jedenfalls müßte den Leuten Berwaltung. Gelegenheit gegeben werden, besser den Sinn der Verfügung Referent Abg. Scipio führt aus, daß in der Rommission studiren zu können, als ein Vorgesetzter in schnell mitgetheilt fei, daß infolge der stetigen Entwicklung des Post- sprechender Weise sie vorliest und die Leute gerade so klug von und Telegraphen- namentlich aber auch des Telephonverkehrs die ihm fortgehen, wie sie vorher waren. Die Vortheile, welche die Ausgaben für Personalien und Betriebskosten sehr erheblich ge- Alters- und Invalidenversicherung den Arbeitern, wenn auch in ftiegen seien. Die Gehaltserhöhungen vom vorigen Sommer, geringem Maße, gewährt, würden durch jenes Verfahren für die welche im Nachtragsetat bewilligt sind, sind jetzt in den Etat bei der Post beschäftigten Arbeiter ganz illusorisch werden. Ich eingestellt und lassen die Mehrausgaben etwas höher erscheinen, möchte den Staatssekretär um Auskunft bitten, ob diese Verals sie in Wirklichkeit dem Vorjahre gegenüber sind. Die Verfügung und in welchem Sinne sie erlassen ist, und ob namentlich mehrung der etatsmäßigen Stellen, welche der Reichstag gefordert Fürsorge getroffen ist, daß für alle diejenigen Leute, welche in hat, hat die Regierung vorgenommen. Redner berichtet dann der Postverwaltung beschäftigt werden und nach dem Invaliditätsüber die Verhandlungen in der Kommission, welche sich u. a. auch gesetz versicherungspflichtig sind, die Beiträge von der Post- Minister Herrfurth erklärt sich bereit, die Interpellation soauf die Sonntagsarbeit der Postbeamten erstreckt haben. verwaltung gezahlt werden, so daß diesen Leuten die Ansprüche, fort zu beantworten. Abg. Funcke( dfr.) bringt die Ermäßigung der Gebühren welche das Gesetz ihnen zugedacht hat, auch zu Theil werden. Abg. Motth verweist darauf, daß die Auswanderung nach für die Fernsprechanlagen zur Sprache. Die Ermäßigung sei Staatssekretär des Reichs- Postamts Dr. v. Stephan: In der Brasilien eine große Vermehrung erfahren habe, so daß sie fast schon im vorigen Jahre angeregt, aber vom Staatssekretär Budgetkommission hat sich eine überwiegende Mehrheit gegen eine Epidemie geworden sei. Während sonst nur wenige Hunderte v. Stephan abgelehnt worden. Die Ermäßigung zu begrenzen die Ermäßigung der Telephongebühren ausgesprochen. Die dorthin wanderten, seien 1890 über 32 000 nach Brasilien gewanauf Städte unter 50 000 Einwohnern sei allerdings nicht zweck: Postverwaltung ist solchen Ermäßigungen gar nicht abgeneigt. dert. Die Auswanderung nach Brasilien werde von dorther mäßig. Eine Ermäßigung der Gebühren auf 100. wäre wohl Die Herabsetzung der Telephongebühren von 150 auf 100. begünstigt, seitdem die Sklavenarbeit abgeschafft sei. Der Staatsangängig, ohne daß ein Ausfall bei den Einnahmen zu befürch- würde bei 54 000 Fernsprech- Abonnenten 2 700 000 M. Ginnahme- regierung kann ein Vorwurf nicht gemacht werden. Die Agenten ten wäre, ebenso könnte man die Gebühr für ein Ferngespräch, Ausfällen ergeben, wozu noch ein Ausfall an Telegrammgebühren gehen in ganz gewissenloser Weise vor und machen selbst vor den welche jetzt 1 M. beträgt, erheblich herabsetzen. In England von 300 000 m. treten würde. Sollen wir dieser oberen Drei- militärpflichtigen Personen nicht Halt. Die Agenten tragen mehrbeträgt sie 40 bis 75 Pfennig, je nach der Entfernung. Die Post- hunderttausend wegen die Steuerzahler mit den drei Millionen fach Röcke mit goldenen Liten und werden deshalb für brasiverwaltung fordert für die Anlagen von neuen Fernsprech- mehr belasten? Populär würde eine solche Maßregel nicht sein. lianische Beamte gehalten. Die Agenturen versenden die ungeleitungen eine Garantie für eine bestimmte Einnahme. Wenn Der Ausfall kann durch die Vermehrung der Fernsprech- Anschlüsse heuerlichsten Prospekte, weil ihnen daran liegt, möglichst viel PerDiese Einnahme überstiegen wird, sollte den Garanten dafür ein nicht ausgeglichen werden; denn diese Vermehrung würde auch sonen nach Brasilien zu schaffen. Denn sie erhalten pro Kopf Vortheil durch Ermäßigung der Gebühren zugewendet werden. größere Anlage- und Betriebskosten verursachen. In anderen jedes hinübergeschafften Arbeiters eine Prämie, so 3. B. in Ueberhaupt aber sollte eine solche Garantie nur verlangt werden, Ländern sind die Kosten viel höher als bei uns; das wird sogar Russisch- Polen 10 Rubel. Es ist notorisch, daß höchstens die südwenn die ganze Anlage lediglich im Interesse des betreffenden von Deutschen im Auslande anerkannt. Es sind große Ausgaben lichen Provinzen Brasiliens für europäische Arbeiter geeignet Bezirks liegt und nicht im öffentlichen Interesse. Von Seiten der für das Telephonwesen gemacht worden, z. B. hier in Berlin sind sind; aber gerade in den mittleren Provinzen werden die EinPostverwaltung ist immer nur die finanzielle Seite dieser Frage unterirdische Leitungen für 30 000 Abonnenten gelegt worden, wanderer gelockt zum Ersatz für Sklavenarbeit. Sie tommen betont worden. Trotz der hohen Gebühren, welche jest erhoben in eisernen Röhren, was mehrere Millionen Kosten verursacht meist in elende Verhältnisse und sind froh, wenn sie wieder werden, ist die Ausdehnung des Telephonverkehrs eine sehr große hat. Diese Dinge müssen doch in Erwägung gezogen werden in die Heimath zurückkehren können. Wir rechnen immer Verhältnissen stellt sich diese Art der Anwerbung zur Auswande daß man wohl annehmen kann, bei Ermäßigung der bei der Bemessung der Gebühren. Gebühren wird der Ausfall, der etwa bei den Telegrammgebühren genau nach, was die Anlagen kosten, und was in den be- rung als ein Menschenhandel dar; denn einen freien Willen haben entstehen sollte, vollkommen ausgeglichen werden. Eine Einnahme- treffenden Bezirken bisher an Telegrammgebühren aufgekommen die betreffenden Personen nicht. Sie fennen ja gar nicht die Verquelle foll übrigens die Poſt- und Telegraphenverwaltung nicht ist und wenn sich die Zahl der Anmeldenden so niedrig stellt, hältnisse in Brasilien. Die östlichen Provinzen, namentlich aber sein, sondern eine Verkehrsanstalt. daß die Kosten nicht herauskommen, dann müssen wir eine Ga- die ehemals polnischen Landestheile werden dadurch erheblich be Abg. Wilisch( fr.) spricht seine Verwunderung darüber aus, rantie fordern; denn solche kostspielige Anlagen können wir nicht nachtheiligt; sie leiden unter dem Arbeitermangel und wenn diese Die Petitionen der Zei- Auswanderung noch ein Weilchen fortdauert, werden auch die daß troß der steigenden Ueberschüsse der Post- und Telegraphen auf Kosten der Steuerzahler machen. Berwaltung der Staatssekretär des Reichspostamts sich so ab- tungen um einen Ansnahmetarif für Zeitungstelegramme impo- Herren aus der Provinz Sachsen dabei in Mitleidenschaft gezogen lehnend verhalte gegenüber der Petition der Zeitungen um Erniren mir nicht. Die Poſt leistet für die Zeitungen genug durch werden. Die italienische Regierung hat es verstanden, dem mäßigung der Telegraphengebühren für Beitungstelegramme. Von den Zeitungsversandt, dessen großartige Einrichtung überall in Agententhum die Wurzel abzugraben; die Auswanderung der den Zeitungen sollen nur 153 000 M. für Telegrammgebühren Auslande anerkannt wird. Was wollen diesen Porto- Erleichte- Italiener nach Brasilien hat sich erheblich vermindert. Minister Herrfurth: Der Inhalt der amtlichen Berichte das Wolff'sche Telegraphen- Bureau, welches doch hauptsächlich die fagen! Ist denn für die Zeitungen ein Bedürfniß zu solcher Er- über die Auswanderung nach Brasilien stehen im Wesentlichen Zeitungen bedient, allein 25 000 m. monatlich an Gebühren zahlt. mäßigung vorhanden? Eher könnte man sagen, es herrscht eine im Einklang mit den thatsächlichen Anführungen des VorIn anderen Staaten genießen die Beitungen erhebliche Ermäßi- wahre Ueberschwemmung mit solchen Telegrammen, es werden redners. Die Befürchtung, daß im kommenden Frühjahr sich gungen der Telegrammngebühren. Redner empfiehlt dann die Ein- doch wirklich Sachen überflüssigsten telegraphirt. eine weitere Neigung zur Auswanderung bemerkbar machen führung einer Marke im Werthe von 1 M. für den Packetverkehr Wenn man den Zeitungen Ermäßigungen zugestehen werde, scheint nicht unbegründet. Im Hinblick auf die großen dann mußte man und der Kartenbriefe, ferner die Ermäßigung der Gebühr für wollte, auch für die Kirchen, die wirthschaftlichen und politischen Nachtheile, welche mit einer Postaufträge. Mit Freuden sei zu begrüßen, daß die Post Schulen, Universitäten Wohlthätigkeits- Anstalten solchen massenhaften Auswanderung nicht bloß für die AusWenn die Herren Zeitungs- wanderer, sondern auch für die betreffenden Landestheile ververwaltung die Einführung von Altersstufen für die Gehälter Ermäßigungen herbeiführen. beabsichtige. besitzer sich die Sache recht klar gemacht hätten, dann hätten sie bunden sind, erachtet die Regierung es für ihre Pflicht, einem Abg. Singer: Herr Abg. Funde irrt, wenn er meint, daß vielleicht in ihrem eigenen Interesse eine solche Forderung nach solchen epidemischen Auftreten der Auswanderung mit allen ihr gegen die Ermäßigung der Fernsprech Gebühren- und Stempelerlässen( Heiterkeit), eine solche Rechts zu Gebote stehenden Mitteln entgegenzutreten.( Beifall rechts.) gebühren nicht im Einklang stehe mit meiner sonstigen ungleichheit, nicht verlangt( Beifall rechts). Aber sie ist an die Gesetze gebunden, denn die AuswanderungsAbg. Lingens( Zentrum) weist darauf hin, daß die Zentral- freiheit ist gesetzlich garantirt, sie ist nur beschränkt bezüglich der fahren. Wenn er das Telephon als allgemeine Wohl verwaltungen zwar angeordnet haben, daß die Postbeamten nach Militärpflichtigen. Die Staatsregierung ist gebunden an die fahrtseinrichtung allen Bürgern augänglich machen in ob möglichkeit Sonntagsruhe haben, aber es bleibt doch immer noch reichsgefeßlichen Vorschriften über Freizügigkeit. Candesgefeßlich würde er mich an er aber bite, el vieges its canbegeblich seiner Seite finden. Was er aber hier erstrebt, sehr viel Spielraum für das Belieben der Bezirksverwaltungen, kann nicht vorgegangen werden, denn dieses Auswanderungswesen einer the zunächst eine Gebührenermäßigung, die im Wesener es ist nicht immer ganz sicher, daß die Beamten häufiger ist Reichssache. Ich kann mittheilen, daß der Reichskanzler bie gesetzliche Regelung des Auswanderungswesens in Aussicht geeiner fleinen Anzahl von Mitbürgern zu Gute kommt, dafür aber einen wirklich dienstfreien Sonntag haben. Catt 8.1 t te el 6, 46 cifen tauft raße " dm er 256 7. 2701 feit Gials thei ucht. mp gen. ell ell V 龍 geworden, Verkehrs die und alle Abgeordnetenhaus. 22. Sigung vom 28. Januar, 11 Uhr. Am Ministertische: Herrfurth, von Berlepsch, Miquel, von Heyden, von Schelling. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Verlesung der Interpellation des Abg. Motty: Ob und welche Maßregeln neben den bis jetzt getroffenen die Regierung Angesichts der durch falsche Vorspiegelungen gewissenloser Agenten hervor gerufenen und im Frühjahr allem Anschein nach in vermehrtem Maße drohenden Massenauswanderung nach Brasilien zu ergreifen gedenkt. können. Nach den Der Teuten, die heute im Gtande über gezwungen sind, sich eine ber zentralbehörden geben den Provinzialbehörden allerdings ein nicht verhindern; sie hat gethan, long fie fonus, anderung Bernsprechstelle zu bedienen, ziemlich gleichgültig ist, ob fie fte mit dervises Grmeſſen; aber dasselbe wird in wohl: vollendem Sinne Auswanderung zu beschränken. Die gewerbsmäßige Vermittelung Pri ober 150 w, bezahler vir die großindustrie und die gehandhabt, wie der Borredner es wünscht. Bei Einführung zur Auswanderung nach Braſilien ist durch Reſtript von 1859 Privatleute, die eine Geremiage ich einrichten laffen, find 50 m. Senvalidenversicherung müßte die Bostverwaltung prüfen, verboten; die Vorschrift wird streng gehandhabt. Gs wird auch gar keine wirthschaftliche Erleichterung. Den kleineren Gewerbe- welche der von ihr beschäftigten Personen als Arbeiter genau fontrollirt, ob nicht durch falsche Vorspiegelungen eins kann ganzen Abg. Cahensly( Bentrum) bezeichnet es als eine Aufgabe von Vereinen und Privaten, die Auswanderer zu belehren. Gr verweist auf die Thätigkeit des Rafael- Vereins, zu dessen Vorstand er gehört, der sich den Schutz von Auswanderern zur Aufgabe gestellt habe. Leider sei die segensreiche Thätigkeit dieses Vereine beeinträchtigt worden dadurch, daß die Gerichte den Verein verfolgt und als gewerbsmäßigen Beförderer der Auswanderung betrachtet haben. Es sei sehr erfreulich, wenn von Seiten des Reiches ein Auswanderungsgesetz vorbereitet wird. offen ist für mich Parlamentarisches. -1681 21 Vorschläge des и anderweitige Berleitung zur Auswanderung nach Brafilien statt-| der Redner hat nach dem stenographischen Bericht am Schluß findet. Im Uebrigen ist die Staatsregierung angewiesen auf die feiner Nede drei bedauerliche Fälle erwähnt, welche das außer Anwendung der Belehrung. Es ist unglaublich, welche Leicht- amtliche Verhältniß der Richter betreffen. Diese drei Fälle stehen gläubigkeit die Leute den Agenten entgegenbringen und mit nicht im Zusammenhang mit Absicht und Zweck des Gesetzes. In Die sozialdemokratische Fraktion hat gestern Abend bei welchem Mißtrauen sie den Belehrungen der Behörden begegnen. den Richterstand können sich ebenso wie in andere Stände un- sehr starker Besetzung über die Frage der Maifeier dahin ent. Nicht bloß die Begünstigung der Auswanderung nach Brasilien tüchtige und untaugliche Elemente einschleichen. Die Vorlage hat schieden, daß den Genossen empfohlen werden soll, die Feier a ufben durch den Bapst glauben die Leute, sondern auch daß Prinz Heinrich mit Disziplinarbefugnissen der Richter gar nichts zu thun; sie ersten Sonntag im Mai zu verlegen. Ein demnächst in Brasilien ein neues Deutsches Reich gründen wolle.( Seiterkeit.) beschäftigt sich lediglich damit, daß die Aufsicht des aufsichtsDurch Allerhöchsten Erlaß sind die Behörden angewiesen worden, führenden Amtsrichters erweitert werden soll. Es scheint ja, paß zu veröffentlichender Aufruf der Fraktion wird die Gründe die Bevölkerung zu warnen vor der Auswanderung nach Brasilien. viele Mitglieder dieses Hauses, welche dem Richterstandé an für ihren Beschluß darlegen.-Ferner beschloß die Fraktion Das ist durch die Amtsblätter u. s. w. mit großem Erfolge ge- gehören, die Vorlage nicht gern sehen; aber ich hoffe, daß zur zweiten Berathung der Gewerbeordnungs- Novelle in schehen. Besonders wirksam gewesen ist die Bekanntmachung von Die Meinungsverschiedenheiten nicht so groß find. Briefen von Auswanderern, welche drüben in Elend gerathen Nebenpunkte lege ich fein Gewicht; Auf Rücksicht auf die von der Kommission beschlossenen Strasbestimmungen find und gern zurückkehren möchten. Die zurückgekehrten Aus- bie Frage, ob die Aufsicht widerruflich oder nicht widerruflich über Kontraktbruch und Einführung von Bußen, die Aufhebung wanderer sind die abschreckendsten Beispiele, sie sind die besten übertragen wird. Aber ein Mittelglied zwischen dem Landgerichts der Kündigungsfristen zwischen Arbeitern und Unternehmern zu Agenten gegen die Auswanderung.( Sehr richtig.) Es hat gerücht- präsidenten und dem Amtsrichter ist nothwendig. Auch der Abg. beantragen. weise verlautet, daß in dem Oswiecimer Prozeß auch preußische Windthorst hat seiner Zeit anerkannt, daß in den großen Beamte eine nicht ganz erwünschte Rolle gespielt hätten. Wir Städten der Landgerichtspräsident gar feine unmittelbare Wahrhaben die Aften eingefordert und es hat sich dieses Gerücht als nehmung der Dinge hat. Das Bewußtsein der follegialen Bu 3u. unbegründet herausgestellt.( Beifall.) Ich bin mit dem Minister fammengehörigkeit fann in großen Städten doch nicht zur Geltung Kommunales. des Auswärtigen in Verbindung getreten, um den Senat von fommen. Nun hat ja Herr Windthorst allerdings sofort hinzuBremen zur strengeren Ausübung der Auswandererpolizei zu vergefügt, daß er auch bei diesen großen Gerichten keine Präponderanz Tagesordnung für die Sigung der Stadtverordneten, anlassen. Alles, was die Regierung gethan hat zur Berhinderung des aussichtsführenden Amtsrichters über seine Kollegen haben Versammlung am Donnerstag, den 29. Januar d. J., Nachder Auswanderung, zur Belehrung der Bevölkerung, find Palliativ- wolle. Ja, wer den Zweck haben will, muß auch die Mittel wollen. mittags 5 Uhr. Ein Naturalisationsgeſuch. mittel, die nicht unbedingt wirken. Aber ein Universalmittel Es handelt sich ja blos um die Aufsicht über die ordnungsmäßige Ausschusses für Petitionen, sowie des Ausschusses für Vor giebt es nicht. Die Organisation der Einwanderung von Polen Erledigung der Dienstgeschäfte. Ich würde geneigt sein, für die Wahlen von unbefoldeten Gemeindebeamten. und die anderweitige Einrichtung der Boltsschulen, die als ein die großen Stäbte dem aufsichtsführenden Amtsrichter eine lage, betreffend die erfolgte Bauabnahme der Gemeinde- Doppel Mittel bezeichnet worden sind, würde nur im Interesse der polni äußere Auszeichnung zu Theil werden zu lassen. Die Nachtheile schule und der einfachen Schule zwischen Gräfestraße, Rottbuser schen Fraktion liegen. Helfen kann nur die Thätigkeit Aller, werden durch Vortheile der neuen Einrichtung weit überwogen Damm und Boechstraße. Desgl., betr. die Hergabe eines soweit sie bazu beiträgt, die Intelligenz der Bevölkerung zu heben werden. Die meisten außerpreußischen Staaten Deutschlands sind Platzes zur Aufstellung des Schulze- Delitzsch- Denkmals. Antrag und die Einwohner an ihre Pflichten gegen ihr Vaterland zu er mit einer ähnlichen Einrichtung längst vorangegangen. von Mitgliedern der Versammlung, betr. die unentgeltlicje Ver innern.( Beifall rechts.) Es melden sich 7 Redner gegen, o für die Vorlage. abfolgung von Lehrmitteln an die Schüler der hiesigen Gemeinde Abg. Cahensly beantragt die Besprechung der Inter- Abg. Biefenbach( 3.): In der Rheinproving hat der Entschulen. Berichterstattung des Ausschusses für Rechnungsfachen pellation. wurf allgemein Misstimmung erregt. Die Frage ist ja nicht über 13 Rechnungen, sowie über die Beantwortung der Notates Abg. Seer( natl.) theilt mit, daß in der polnischen Bevölke- neu; bei der Berathung des Gerichtsverfassungs- Gesetzes im Reiche und Anfragen vom Jahresabschluß der Stadt- Haupttasse rung allgemein der Glaube verbreitet sei, daß in Brasilien ein und bei denjenigen des Ausführungsgesetzes in Preußen ist sie 1. April 1888/89. Desgl. über eine Petition, betr. die neues polnisches Reich begründet werden solle, wo jeder Pole gründlich durchgearbeitet worden. Eine Aufsicht bei gleichge- feitigung des an der Kottbuser Brücke befindlichen, zur Ent fünfzig Morgen Land, ein zweistödiges Haus und drei Kühe erstellten Beamten ist jedenfalls ein sehr prekäres Mittel. sir wässerung eines Theiles des Rottbuser Dammes dienendes halten soll. Das beste Mittel wäre, wenn auf Kosten des Staates haben feine verlotterten Richter, feine Richter, welche eine der Ausflußrohres, bezw. Regulirung und Kanaliſirung des einige hundert Auswanderer aus Brasilien in ihre Heimath zurück- artige intensive Beaufsichtigung brauchen, wie sie Herr v. Holleben Planusers. Desgl. über den Antrag von Mitgliedern der Ver transportirt würden. Vorlage im Herrenhause verlangt hat. Ich bitte das Gesetz einer beson- sammlung, betr. die Errichtung von Wärmestuben. deren Kommission zu überweisen. betr. den Um- bezw. Neubau der Ebertsbrücke. Desgl., belt. Abg. Simon v. Zastrow: Ich empfehle die Annahme der Vor- die Verbreiterung der Gertraudtenstraße und der Straße Am fage, die auf eine ursprünglich Hannoversche Einrichtung zurückgeht. Spittelmarkt", sowie eines Theiles der Breite und der Scharrn Jm Abgeordnetenhause wurde 1877 die Aufsicht angenommen für ſtraße. Desgl., betr. die Auswahl der im Jahre 1891-92 neu die größeren Amtsgerichte, aber leider vom Herrenhause abgelehnt. bezw. umzupflasternden Straßen und Pläße. Antrag von Mit Jetzt hat die Regierung auf Anregung aus diesem Hause infolge gliedern der Versammlung, den Magistrat zu ersuchen, der Ver eines Antrages Olzem- Enneccerus dem Landtage die Vorlage ge- fammlung wegen Bewilligung eines Beitrages zu den Kosten der bracht, welche das Herrenhaus meiner Ansicht nach durchaus ver- Erbauung einer Kirche für die Sebastiangemeinde auf dem bessert hat. Man sollte dem Würdigsten und wenn es sein kann, Gartenplage eine neue Vorlage zugehen zu lassen. Desgl., be Abg. Arendt( frk.) verweist auf die Auswanderungsgesetz- dem Aeltesten( Aha! und Heiterkeit links und im Zentrum) treffend die Theilung des Bezirks der 196. Armenkommission, gebung in England und der Schweiz, die er als nachahmungs- ia, zuweilen fann das Alter nicht entscheiden die Aufsicht sowie des Bezirks der 139. Schulkommiffion. Desgl., betr. werth für die Ausarbeitung eines deutschen Gesetzes empfiehlt übertragen. Ich schlage vor, die Vorlage der um 7 Mitglieder die Wahl eines Vertreters zur Versammlung der Brandenburgischen Die Schweiz und Belgien hätten Auswanderungsbureaus verstärkten Justizkommission zu überweisen. landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft. Acht Rechnungen. errichtet, während wir trotz der großen Auswanderrung Abg. Bödicker beantragt die Ueberweisung an eine besondere Eine Unterstützungsfache. Berichterstattung, betr. die Wahl uns um unsere Auswanderer nicht fümmerten. Die meister Rommission von 14 Mitgliedern. In der Justizkommission sitzen der Beisiger und Beisiger- Stellvertreter bei der am 16. Februar anderen Staaten seien in der Lage, ihre Auswanderer an zu viel aktiv und passiv betheiligte Personen, welche doch wohl dieses Jahres stattfindenden Stadtverordneten- Ersatzwahl, ihre Kolonien abzugeben, könnten sie also ihrem Völker- nicht in eigener Sache werden entscheiden wollen. Die Sache thum erhalten und behielten sie auch als Abnehmer der heimischer mit der Uebernahme einer bewährten hannoverschen Einrichtung Industrie. Bei uns liegen die Dinge in dieser Hinsicht sehr un stimme nicht ganz; die bezügliche Bestimmung sei eine reaktionäre günftig. In Amerika würden die deutschen Auswanderer direkt Verschlechterung der hannoverschen Justizverfassung unter dem zu unseren Konkurrenten. Die Auswanderer zögen jährlich Ministerium Borries und weder Herr Leonhardt noch Herr Windt21/2 Milliarden aus dem deutschen nationalen Vermögen heraus. horst hätten von ihr Gebrauch gemacht. Wenn man erst die Auf- Es spukt, es spukt oder das neue Lied vom ,, ver Wir könnten leider keine Auswanderer an unsere Kolonien abficht über die Gerichte mit mehr als 10 Richtern zulasse, würden die foffenen Amisrichter! Ja, ja, es sputt wahrhaftig! Am geben; er persönlich habe allerdings die Hoffnung, daß es Novellen bald kommen, welche diese auch auf die kleineren Ge- Beginne der Leipzigerstraße, in dem großen Hause Nr. 3 war's, Demnächst gelingen werde, einen Theil der deutschen Ausrichte ausdehnten, und deshalb sei es mit Freude zu begrüßen, nicht etwa in Resau; auch flogen keine Schinkenknochen oder wanderer in Ostafrika unterzubringen, wenn dort erst eine daß das Herrenhaus sofort die Konsequenz gezogen und die Auf- Bratpfannen, wie weiland in dem kleinen Dörfchen nahe bei dem Eisenbahn nach dem Kilimandscharo gebaut sei, auch nach Süd sicht für alle mit mehreren Richtern besetzten Gerichte zugelassen fagenreichen Kloster Lehnin; nein, am hellenlichten Tage war es, westafrika. Die geschilderten schlimmen Verhältnisse seien nur habe. Ich betrachte die Vorlage nur als Brücke zu etwas Wei- als der hochmögende Herr Präsident v. Holleben zwei Geiste für Nordbrasilien zutreffend, anders anders liege das für Süd- terem, und weil ich das Weitere nicht will, sage ich Principiis zitirte, an die bis dato kein Mensch geglaubt hat; es waren zwei brasilien mit seinem subtropischen, den Deutschen sehr zuträg obsta!( Beifall im Zentrum.) versoffene Amtsrichter! Schrecken und Enifeßen erfaßte einen lichen Klima, wo prosperirende deutsche Kolonien bestehen. Regierungskommissar Geheimer Rath Eichholz: Eine Zu- Theil des hohen Herrenhauses, der solche Erscheinungen für Diese sollte man weiter berücksichtigen und auch die mäßige Aus- sammenstellung derjenigen Amtsrichter und derjenigen Fälle, in Aberwiß hielt. Der Rechtsprofeffor Dernburg und der wanderung dorthin fördern. Die Mißstände, die man heute be- welchen Amtsrichter sich Pflichtwidrigkeiten haben zu Schulden Rammergerichts- Präsident Drentmann bemühten sich, die Er friege, seien mit auf das v. d. Heydt'sche Reffript zurückzuführen, kommen lassen, werden wir nicht vorlegen; die Vorlage scheinung, wenigstens in ihrer Allgemeinheit zu bannen; sie dessen Ausdehnung auf Südbrajilien auch der Interpellant nicht begründet sich für uns aus den Mängeln der bestehenden Gin- wünschten dieselbe auf zwei vereinzelte und nach ihren billigen konnte. In dieser Beziehung werde erst von einem Ausrichtung, nicht aus den Vorkommnissen und Personen. Die Justiz natürlichen Ursachen noch näher aufzuklärende Vorkomm wanderungsgesetz Abhilfe zu erwarten sein. verwaltung hat gegen den Stand der Amtsrichter einen Vorwurf nisse zu beschränken. Nicht geringer war die Unbehaglichkeit, Abg. vou Belov- Saleske( f.): Auch unter unserer Partei weder in der Begründung noch bei den Verhandlungen im Herren- welche der Holleben'sche Sput am Montag in dem hohen Hause herrscht völlige Einmüthigkeit darüber, daß eine Beschränkung der hause ausgesprochen worden. Die Einrichtung des Amtsrichter der Abgeordneten am anderen Ende der Leipzigerstraße hervor Auswanderungsfreiheit nicht gewollt wird. Dem Mißstand aber, thums hat sich im Ganzen gut bewährt, auch dieser Stand ist von rief. Dort foll nämlich dieser Sput beschworen werden, aber man daß man sich durch Auswanderung der Militärpflicht entziehe dem Pflichtgefühl beseelt, welches von jeher den Stolz des will sich die Erscheinung erst etwas genauer anfehen. Damit ist's und sich, wenn man nach 10, 15 Jahren zurückkehrt, mit fünfzig preußischen Beamtenthums gebildet hat. aber bei den Gespenster- Erscheinungen eine gar üble Sache; ent Thalern lostaufen kann, während die im Lande Gebliebenen dem Abg. Krah( frt.): Herr Dernburg hat im Herrenhause ge- weder verflüchtigt sich der Geist unter solcher fritischen Beob Vaterlande die schwere Dienstpflicht abgeleistet haben, muß ein sagt, das Ansehen der Justiz sei in Preußen im Weichen begriffen, achtung, oder es kommt eine ganz banale Realität zum Vorschein, Ende gemacht werden. In Beurtheilung des Restripts theile er hat diesen Ausspruch nicht bewiesen. In meinem Bezirk habe an der man schwerlich einen Genuß haben wird. ich die Auffaffung des Vorredners; man sollte den Aus- ich kein Bedürfniß der Verstärkung der Aufsicht wahrgenommen, Nun, wir sind, obwohl wir nicht an Gespenster glauben, in wanderungsstrom gerade nach Südbrasilien leiten, anstatt ihn, ich würde also gegen die Vorlage stimmen, wenn nicht anders- diesem Falle doch der Meinung, daß es am Freitag, den wie es jetzt geschieht, in die Vereinigten Staaten zu treiben. wo die Verhältnisse anders und verbesserungsbedürftig wären. 28. Januar im Jahre 1891 post Chritum natum auf dem Blumenau z. B. hat ein Klima wie ein Land mit ewigem Früh- Wenn es freilich so geschieht, wie Herr v. Holleben sagt, der Grundstücke Berlins, Leipzigerstraße 3, wahr und wahrhaftig ge ling. Gegen die Dummheit zu kämpfen, ist sehr schwer, selbst die Oberlandesgerichts- Präsident alle 3, der Landgerichts- Präsident sputt hat. Götter sollen dagegen vergebens tämpfen; die Legende vom ge- alle 4 Jahre die Gerichte revidirt, dann wird die gesetzliche Vor- Wir können unseren Lesern diese sonderbare Geschichte auch fangenen Papste in Brasilien ist doch aber schon in Europa durch schrift in ihr Gegentheil verkehrt, da doch die Revision durch die ganz ausführlich erzählen: das Märchen vom gefangenen Papste im Vatikan vorbereitet Landgerichts- Präsidenten in der Hauptsache wahrgenommen werden Hier auf diesem Grundstücke war es, wo vor nunmehr etwa worden.( Widerspruch im Zentrum.) soll. Hier sollte durch Aenderung des Reglements nachgeholfen 100 Jahren die erste Dampimaschine in Berlin aufgestellt wurde werden; außerdem sollten den Landgerichts- Präsidenten erweiterte und ein großes Triebwerk in Bewegung setzte, das früher mit Befugnisse der Delegation von speziellen Bertretern gegeben wer- Pferden bewegt worden war. Für die Geschichte der Kulturent den. Verfehlungen von Amtsrichtern kommen in den neuer- widlung war diese Stätte also vor 100 Jahren ungleich bedeut worbenen Landestheilen eigenthümlicherweise vorwiegend bei den famer als heute, wo zwei Parlaments- Gebäude den Boden be Einzelgerichten vor, so daß für diese weit mehr eine vermehrte decken. Aufsicht angezeigt wäre. Für unnöthig kann ich aber deshalb die Vorlage nicht halten. Hiernach wird ein Schlußantrag angenommen. Der Gegen stand ist damit erledigt. Der Antrag des Abg. v. Bülow( Wandsbeck) auf Annahme eines Gesezentwurfs, welcher die Giltigkeit der preußischen Jagdscheine auch auf den Kreis im Herzogthum Lauenburg ausdehnen Die zweite Lesung dieses will, wird ohne Debatte erledigt. Gefeßentwurfs wird von der heutigen Tagesordnung abgesetzt, da die Abgeordneten v. Rauchhaupt und Fan of e erklären, daß die Frage der Höhe der Jagdscheinegebühr aus der Verbindung mit den Anträgen wegen des Wildschaden Gesetzes wieder losgelöst und gesondert bei dem vorliegenden Gefeßentwurfe des Abg. v. Bülow in Angriff genommen werden soll. Die erste Lesung des Antrages Rorsch auf Annahme eines Gesetzentwurfes, betreffend das Verbot des Privathandels mit Staats- Lotterieloofen wird auf brieflichen Wunsch des erkrankten Antragstellers ebenfalls von der Tagesordnung abgesetzt. Namens der Wahlprüfungs- Kommission beantragt der Bericht erstatter Abg. Grimm, die Wahl der Abgg. Diez und Dünckelberg( 2. Koblenz, Altenkirchen- Neuwied) für giltig zu erklären. Der Bericht des Landraths habe ergeben, daß die von einem früheren Protest angefochtene Wahlbezirks- Gintheilung forrett ge wesen, die betreffenden fünf Wahlmänner, deren Stimmen für die Gewählten den Ausschlag gegen die Zentrumskandidaten gegeben haben, als giltig gewählt gewesen seien. Abg. Frigen( 8.) beantragt die Zurückverweisung der Angelegenheit in die Kommission. Nach Ablehnung des Antrages Frigen werden die beiden Wahlen für giltig erklärt. Die Abänderung der Kirchengemeinde- und Synodalordnung für die sieben älteren Provinzen vom 10. September 1873 wird in dritter Berathung ohne Debatte endgiltig angenommen, ebenso die Vorlage betr. die Errichtung eines Amtsgerichts in der Stadt Kirn. Die Emeritirungsordnung für die evangelisch- lutherische Kirche der Provinz Schleswig- Holstein gelangt in zweiter Berathung unverändert ohne Diskussion zur Annahme. Es folgt die erste Berathung der Vorlage betreffend die Abänderung des§ 79 des Ausführungsgesetzes vom 24. April 1878 zum deutschen Gerichts- Verfassungsgesetz.( Aufsichtsführender Amtsrichter.) Minister v. Schelling: Vorgestern hat hier eine Rede eines Redners im anderen Hause eine scharfe Kritik erfahren; Lokales. Der Genius des Kulturfortschritts, dem dieser Boden geweiht wurde, läßt sich nie ganz unterdrücken. Er taucht immer wieder auf, wählt für seine Erscheinung manchmal recht wundersame Formen und zuletzt erschien er in der Gestalt des alten Holleben, der die beiden versoffenen Amtsrichter hier an die Oeffentlichkeit brachte. Abg. Ezwalina( dfr.): Die heutige Frage berührt nicht nur die Amisrichter, sondern auch auf's Tiefste unsere Rechtsordnung, deren seit 11 Jahren bestehende Form geändert werden soll. An Gründen für die plötzliche Unhaltbarkeit der Man fragt vielleicht verwundert: Was haben die beiden Bustände ist nichts Greifbares angeführt worden. Weil einer oder der andere Richter sich unliebsam benommen hat? Selbst durstigen Richterseelen mit dem Kulturfortschritt zu thun?" Nun der Minister sagt, auf diesen Grund sei gar nichts zu geben. Auch freilich, wenn das Trinken nicht etwa eine Errungenschaft unserer die Begründung der Vorlage selbst ist höchst dürftig. Warum fortgeschrittenen Kultur ist, nicht viel; aber doch immer etwas. fragt man denn gar nicht danach, ob die Amtsrichter, die dem Wer weiß, ob sich nicht der alte Herr v. Holleben geirrt hat. nächst mit der Aufsicht betraut werden sollen, neue Belastungen Bielleicht hat er die amtliche Geistesthätigkeit jener Richter, die noch ertragen fönnen! Im Uebrigen ist zweifelhaft, ob nicht die Produkte freier richterlicher Würdigung waren, für Ausgeburten Ginschiebung einer solchen Instanz eine Veränderung des Reichs- der Besoffenheit gehalten, eine Verwechselung, die heut zu Tage rechts, des Gerichtsverfassungsgesetzes bedingt. Die metallische einem alten, ehrenwerthen, preußischen Juristen und das ist Frage spielt hier doch auch sehr mit, da ein besonderes Gehalt der alte Holleben dem jungen, überaus strebsamen Juristens für den aufsichtsführenden Richter vorbehalten ist. Es handelt geschlecht gegenüber nach unserer Ueberzeugung äußerst leicht sich um 600 Stellen. Denn das Minimum der Zulage würde passiren kann. doch 300 M. betragen müssen. Auch ich bitte, die Vorlage einer besonderen Kommission von 14 Mitgliedern zu überweisen. Abg. Günther( natl.) spricht sich namens eines Theils feiner Freunde für die Borlage aus und empfiehlt ihre Vorberathung einer besonderen Kommission von 14 Mitgliedern. in Herr Profeffor Dernburg, der in seiner Studierstube doch wohl das Leben und Treiben bei den modernen Gerichten gar nicht oder nur sehr oberflächlich kennt, wird keine besondere Beachtung feiner Urtheils in dieser Angelegenheit beanspruchen dürfen. Mit Herrn Drenkmann unterhalten wir uns viel Abg. Brandenburg( 3entrum) spricht gegen das Gesetz. leicht ein anderes Mal. Er muß ja freilich die Verhältnisse ges Abg. Eberhard( konf.) bejaht die Bedürfnißfrage. nauer kennen. Abg. Windthorst: Nach den nicht glücklichen Erörterungen Aber da fällt uns ein, daß es noch gar nicht lange her ist, Herrenhause, in denen ich eine Anklage gegen das Amts- daß in einem benachbarten Städtchen ein ganz angesehener Man ministerium erblicke, dürfen wir uns auf die Vorlage überhaupt wegen Beleidigung eines Amtsrichters verurtheilt wurde. Der nicht einlaffen. Die Erklärung des Kommissars in so besonders Mann hatte behauptet, der Herr Amtsrichter wäre bei der Ver feierlicher Weise und unter Betonung, daß dies mit Geney- handlung, die vor ihm stattstand, besoffen gewesen; das Gericht migung des Ministers geschieht, beweist, daß man das Bedürfniß stellte fest, daß der betreffende Amtsrichter zu jener Zeit au gefühlt hat, den Eindruck der Verhandlungen im Herrenhause Vormittag bereits ein beträchtliches Quantum Portwein, um seine Nervosität zu befämpfen, zu sich genommen abzuschwächen. im überwiesen. Der Gesezentwurf wird einer Kommission von 14 Mitgliedern hatte und sich in einem Zustande befand, den man mit dem Ausdrucke betrunken" bezeichnet. Da aber der Mann be hauptet hatte, der Amtsrichter wäre besoffen gewesen, so wurde er wegen diefer Beleidigung in eine empfindliche Strafe ge Schluß 4½ Uhr. nommen. • " Man sieht, was so ein Mensch für Mühe hat sich zu sättigen. Würde nicht der mangelhafte Appetit sich wielleicht gehoben haben, wenn dieser sich für einige Mark beköstigt hätte und den Rest des Betrages zum Besten Nothleidender, an denen doch jetzt kein Mangel ist, verwendet hätte? Nun, ob ,, betrunken" oder„ besoffen"; aller guten Dinge find stern zu thun, dessen Ueberschuß in die Taschen der Jein Herr saß. Derselbe ließ sich Mehreres auftragen, aß jedoch brei und wir haben hier von der Spezies des trunksüchtigen Gesellschafter" fließt. Und daß diese mäßige" Berzinsung von Allem nur wenig, so daß es mir schien, als ob er feinen Amtsrichters drei geschichtlich unanfechtbare Eremplare. Die bes Anlagekapitals eine ausreichende ist, darf nicht Appetit habe. Als er seine Rechnung beglich, betrug dieselbe zwölf Möglichkeit ist ja nicht ausgeschlossen, daß diefe Spezies viel angenommen werden, denn es ist zu unwahrscheinlich, Mark; er bezahlte und entfernte sich. Ich wunderte mich über zahlreicher ist, zumal nach unserer Ueberzeugung sich hinter daß irgend ein„ Geldmann" sein fauer erworbenes" Rapital den hohen Betrag, und fragte den Kellner, was der Herr mancher juristischen Deduktion und hinter der richterlichen unbe- in ein Unternehmen hineinstecken sollte, das sich nicht rentirt. sich denn eigentlich habe auftragen lassen? Ich erhielt die Antschränkten freien Würdigung sehr wohl ein hohes Maß durch Wir sagten eben, daß die Spekulation auf die Massenarmuth gar wort: Zwei Dutzend Austern, eine Flasche Wein, eine Portion Alkohol künstlich erzeugter geistiger Anregung verstecken kann. fein übles Geschäft sei, und wird dies durch das vorliegende Bei- Braten, eine Portion Entenbraten, Mehlspeise, Raffee, Likör und Wie entsteht denn nun die Trunksucht? Niemand wird uns spiel zur Genüge bewiesen. Denn die Gesellschaft hat bisher nur echtes Bier. widersprechen, wenn wir behaupten, daß nicht blos törperliche einen Versuch gemacht, um zu sehen, wie das Ding gehe und Einflüsse die Neigung zum Trunk fördern, sondern auch seelische fiehe da, die Gründung hat sich glänzend bewährt, denn in dem Stimmungen ein Individuum zum Gebrauch von Betäubungs- Berichte heißt es: mitteln treiben. Freilich soll das bei einem Richter nicht vor- Schon die Erfahrungen des ersten Betriebsjahres verankommen; am allerwenigsten bei dem freien, unabhängigen Amts- laßten die Gesellschaft, ein Grundstück anzukaufen, um auf dem richter. Was treibt diesen Mann zum Becher? Man wird ihn selben einen Neubau für ihre Zwecke aufzuführen, der so weit Wir stimmen dem Briefschreiber völlig zu. Die großartigen nicht zum Richter machen, wenn über seine Vermögens- oder vorgeschritten ist, daß die Gröffnung im April erfolgen kann." Gastereien, die gegenwärtig in der Saison" stattfinden und bei Familien- Verhältnisse für solch Amt Nachtheiliges bekannt ge- Da muß die Gesellschaft doch riesige Geschäfte gemacht haben, denen kolossale Summen vertrunken, verspielt und auf andere worden ist. Es müssen also Einflüsse des Amtes sein, welche daß sie schon nach zivei Jahren sich genöthigt sieht, ihr Geschäft Weise verjubelt werden, stehen in seltsamem Gegensatz zu den jene geistige Erregung erzeugen, gegen welche der Becher die in noch weit größerem Maßstabe zu betreiben. Interessant und 70 000 Arbeitslofen unserer Stadt, welche meist die Weisheit augenblicklich so wohlthuende und auf die Dauer doch so gefährlehrreich sind die Zahlen, welche in dem Berichte vorgeführt werden. Dieser Weltordnung nicht begreifen können, wonach einige wenige liche Betäubung und Ruhe bietet. Ueberarbeitung kann es auch Betrachten wir uns dieselben etwas näher. Nach dem Berichte Klassen nur zum Vergnügen auf der Welt sind, während andere nicht sein. Es wäre doch gar zu toll, wenn auch nur ein wurden im zweiten Betriebsjahre verkauft: 306 587 Tassen zur Freud- und Arbeitslosigkeit mit all ihren Schrecken verurtheilt einstger Richter in Preußen an Ueberlastung zu Grunde ginge, Raffee, 38 809 Gläser Milch und Buttermilch, 211 Taffen Thee find, während über 1800 Assessoren auf Anstellung warten. zu je 5 f., 7637 Tassen Chokolade, 2369 Tassen Fleischbrühe, " " Troppau. In dem" Dreifaltigkeitsschachte" in PolnischDstrau fand am 8. Januar eine Entzündung schlagender Wetter statt, bei welcher mehr als 50 Personen zu Tode gekommen sind. Der liebe Heiland tröste die armen Wittwen und Waisen." Das ist gewiß sehr praktisch, dem Heiland die Tröstung zu überlassen; da braucht man wenigstens feine Unfallversicherung. Aber mit solchem fromm- bornirten Dufel begnügt sich das Blättchen nicht. Es schreibt dann weiter: Auf einem in der Schweiz abgehaltenen SozialdemokratenRongreß wurde mal wieder die Abschaffung alles persönlichen Eigenthums durch Revolution beschlossen. Kein Wunder, einer der Herren Beschlußfasser, ein gewisser Malatesta wird wegen gemeiner Verbrechen von der Polizei gesucht. Solcher Gesellschaft sehen solche Beschlüsse ähnlich." Aber da sitzt ein junger Amtsrichter in der kleinen Stadt. 1094 Satten faure Milch zu je 10 Pf.; an sonstigen Getränken Fromme Stilblüthen werden uns von einem Genossen zuEr hat beim Oberlandesgericht Einblick erhalten in das Getriebe wurden umgefeßt 17 410 Seidel( 0,4 Liter) Bier a 10 Pf., gesendet. Das evangelische Sonntagsblatt" bringt in seiner Weltder modernen Justiz; vielleicht war er in Berlin; er hat sie mit 83 758 Seidel( 0,2 Liter) Bier a 5 Pf., 3284 Flaschen Weißbier rundschau vom 8-9. Januar folgende Sätze: Durcherlebt die Aera der Majestätsbeleidigungs- Prozesse; er fennt a 10 f., 2033 Gläser Apfelwein a 5 Pf. Im Vergleich mit die famosen Formulare der Anklagebehörde, jene Formulare, gegen dem Vorjahre wurden 24 500 Getränke, darunter 13 000 Tassen die sich vielleicht sein juristisches Wissen mit Empörung auf- Raffee, mehr umgesetzt. An Gebäck betrug der Umfay: 137 781 bäumte; er hat den Gerichtssitzungen beigewohnt; er weiß, wie trockene Brötchen und Schrippen zu 2½ f., 102 236 geschmierte prompt diese Formulare ihre Schuldigkeit thaten. Er kennt die Brötchen 2c. zu Pf. und 18 617 belegte Brötchen zu 10 Pf., Mysterien des richterlichen Berathungszimmers, die schrankenlose ferner 96 290 Stücke Stuchen. An warmem Essen wurden Mittags freie Würdigung, die weder in ihrer äußeren Gestalt, noch in 102 882 Portionen zu 30, 20, 10 Pf., wobei die halben Portionen ihrer fittlichen Wirkung zu unterscheiden ist von der brutalften a 20 Pf. die Hauptrolle spielen, an Abendessen 61 442 Portionen Willkür. Er kennt die politischen Prozesse; vielleicht war er zu Preisen voit 25-5 Pf. verabreicht. Wenn man aus dieser unter den zahlreichen jungen Juristen, die den Grafen Henry Zusammenstellung ersieht, daß die billigsten Speisen und Getränke v. Arnim auf der Anklagebant sahen. Alle die Gestalten, die die gangbarsten waren siehe die Zahlen unter Raffee, Milch in jenem Anklageraum standen, sie ziehen in stiller Stunde an und Thee a 5 Pf., die Seibel Bier a 5 Pf., die trockenen Bröt seinem Geist vorüber; fie müssen im Gefängniß schmachten, zu chen a 2/2 Pf., die halben Mittagsportionen, die Abendportionen Unrecht nach der tieffittlichen Ueberzeugung des jungen Juristen. bis zu 5 Pf., so wird Jeder zugeben müssen, daß es nur Und nun sieht er sich umgeben, von strebsamen Kollegen, welche armes Volt" ist, das die Räume der Volkskaffee und Speisegern und freudig die alten ausgetretenen Bahnen wandeln, in hallen- Gesellschaft bevölkert, aus der diese ihren Nußen zieht. Und benen es sich am leichtesten geht, je weniger Gemüth und ge- da die Leistungen mit den Preisen in Ginklang gebracht sind, so funder Sinn in Anspruch genommen wird. daß eine mäßige Verzinsung des Anlagefapitals stattfinden kann, Ein Mensch, der es bis zur geistigen Bildung eines so wird uns Jeder Recht geben müssen, wenn wir auch hier beRichters gebracht hat, greift nun zum Becher, wenn irgend haupten, was wir schon gelegentlich der Besprechung der Volks eine Seite feines Gemüths beständig und erfolglos füchen behauptet haben, daß auch die Volkskaffee- und Speisehallen. um Befriedigung mahnt. Gin preußischer Amtsrichter Gesellschaft ein Gradmesser der herrschenden Massenarmuth ist. ist doch so gestellt, daß er alle normalen Anforderungen Daher möchten wir die hier vorgeführten Zahlen in Verbindung des Gemüthes befriedigen fann; vielleicht mit einer Ausnahme: mit denen der Volksküchen, des Asyls für Obdachlose, des städti das durch die formale unanfechtbare Rechtspflege verletzte sittliche schen Obdachs, der Armendirektion 2c., allen denen, die in der Rechtsbewußtsein! In diesem Sinne verstehen wir vollkommen letzten denkwürdigen Stadtverordneten Versammlung einen herr das typische Bild von dem trunksüchtigen preußischen Amtsrichter! schenden Nothstand in Abrede stellten, insbesondere auch Herrn Er ist das drohende Gespenst, das dem Verfall Professor Virchow, zum eindringlichsten Studium empfehlen, viel der ehemals so hochgeachteten altpreußischen leicht werden sie anderer Ansicht! Justiz voraufgeht und ihren Verfall ankündigt. Herr Drenkmann, der Präsident des berühmten Berliner Rammergerichts, hält diese Erscheinungen für vereinzelte, die keinen allgemeinen Schluß zulassen. 4 Vielleicht unterhalten wir uns mit ihm einmal gelegentlich über Ginzelheiten aus der Justiz, bei denen er persönlich betheiligt war; es wird uns freuen, wenn dabei sein juristisches Wissen und sein sittliches Bewußtsein so intakt erhalten bleiben, wie man das von dem Präsidenten des Kammergerichts verlangen tann. Das Sozialistengefet wirkt weiter! Man schreibt uns: In Kassel wurde mir im Jahre 1887 eine Anzahl verbotener Schriften, welche sich in je einem Exemplar in meinem Besitz befanden, konfiszirt. Eine sofortige Reflamation war damals ohne Erfolg. Ich versuchte eine solche jetzt noch einmal und erhielt folgenden Bescheid: Raffel, den 30. Dezember 1890. Auf den Antrag vom 21. d. M. erwidere ich Ihnen unter Bezugnahme auf das diesseitige Schreiben vom 30. September 1887 Nr. 19 691 daß die Rückgabe der auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878 beschlagnahmten, von Ihnen hier eingeführten verbotenen Druckschriften auch jetzt abgelehnt wird. Der Königliche Polizei- Direktor. Name unleserlich. In Lissabon beschloß ein von 300 Vertretern der Arbeiterfynditate besuchter Kongreß, am 1. Mai dieses Jahres nicht zu arbeiten. Wird wohl ebenso kommen wie bei uns: Wenn der erste Mai da ist, bummeln einige Faulpelze herum, während die ehrlichen Arbeiter zufrieden sind, daß ihnen Gott der Herr zu schaffen giebt." Jedes Wort der Widerlegung wäre eine unverdiente Ehre gegen das fromme Rhinozeros von Verfasser. Das ist christliche Liebe, Sanftmuth, Demuth und der Teufel mag die Tugenden dieser augenverdrehenden Frömmler alle tennen. Als verantwortlicher Redakteur des Blattes ist ein Pastor E. verzeichnet. Der fromme Mann hält vermuthlich gegen gutes Gehalt alle acht Tage seine Predigt; arbeitet also ungefähr soviel, wie mancher unserer Genoffen nebenbei, der wöchentlich neben seiner täglichen Beschäftigung einen oder einige Vorträge hält. Und solch ein augenverbrehender Herr darf sich herausnehmen, zielbewußte Arbeiter in dieser pöbelhaften Weise zu beschimpfen! Man sieht, wie der fromme Dufel auf die guten Sitten wirft. Darum sei die nette Stilblüthe hiermit etwas niedriger gehängt. " Der vom 8. bis 11. Dezember hier tagende Kongreß der freien Hilfskaffen, sowie auf Grund landesrechtlicher Be stimmungen zugelassenen, beschloß Herrn Geh. Rath Prof. Koch eine Anerkennung für seine unermüdlichen Forschungen zukommen zu lassen. Der Berliner Lokalkommission wurde es übertragen, Die Leiden eines Lehrmädchen schildert uns Luise H. nachdem diese Adresse fertig gestellt, dem Herrn Prof. Koch die Dieselbe war vom 1. Dezember 1890 bis zum 25. Januar d. J., felbe zu übermitteln, und wählte diese Kommission die Herren im Delikatessengeschäft von Rose, Chausseestr. 108, beschäftigt. Maß, Böhm und Köppen, um die Adresse am 24. Dezember 1890 Zunächst machte das Mädchen die Erfahrung, daß es wohl als Herrn Prof. Koch zu fiberreichen. Prof. Koch hat durch folgendes Botin verwandt wurde und als solche viele und weite Gänge zu Schreiben seinen Dank für die Adresse ausgesprochen: Berlin NW., besorgen hatte, aber zur Erlernung des Geschäftsbetriebes felten Unter Bezugnahme auf die Krankengesetz- Novelle Brückenallee 39, den 25. Dezember 1890. Herrn Otto Köppen, zugezogen wurde. Als Entschädigung für die mühevollen Diensterhalten wir von einem hiesigen Raffenarzt folgende Zuschrift: Neue Grünstr. 39, Berlin C. Hochgeehrter Herr! Die vom Hilfs- leistungen wurde dem armen Mädchen zwar kein Gehalt doch Die gegenwärtige Gesezgebung ist bemüht, das Zwangs- taffen- Kongreß mir gewidmete und von den Herren Beauftragten aber Schlafstelle und Effen" gewährt. Dafür mußte es von Raffenwesen auf Kosten der freien Hilfskaffen immer weiter aus- des Kongresses übergebene Adresse hat mich hoch erfreut. Gine Morgens 1/28 bis 10 Uhr Nachts auf den Beinen sein. Obgleich zudehnen, obgleich dadurch die Segnungen des ganzen Kranken- Anerkennung aus den Kreisen Derer, welche am meisten unter den das Mädchen in einer Delikatessenhandlung diente, war das Essen, taffen- Gesetzes immer mehr illusorisch werden, denn seit Menschen- Verwüstungen der ansteckenden Krankheiten zu leiden haben und welches zuweilen aus den alten Beständen des Schaufensters. gebenken war es so und voraussichtlich wird es stets so bleiben, die, wie ich zuversichtlich hoffe, auch den größten Nutzen von den entnommen wurde, nichts weniger als delikat. So wurde eines daß der Kranke sich nach dem Arzt sehnt, zu dem er Vertrauen gegen diese Geißeln der Menschheit gerichteten Bestrebungen der Tages ein Hase aufgetischt, der viele Tage als Zierde hat, und den er nach eigener Wahl an sein Krankenbett ruft. medizinischen Wissenschaft haben werden, ist für mich besonders des Schaufensters gedient und daher mehr als den üblichen Und jeder, der einmal frant war, weiß, daß das Erscheinen des werthvoll und ich darf Sie wohl bitten, den beiden anderen Wohlgeruch" angenommen hatte. Weil das Lehrmädchen sich Arztes, den man kennt, ein besänftigendes Wort von ihm, wenn Herren Beauftragten des Kongresses, sowie diesem letteren selbst weigerte, die Speise zu verzehren, ordnete der Herr Chef, welcher man dem Arzte voll und ganz vertraut, den Kranken beruhigt, meinen herzlichsten Dank zu übermitteln. Mit größter Hoch gern Tyrann zu spielen scheint, eine Strafarbeit an. Trotz der ja oft schon halb gesund macht. Und dies ist der achtung ergebenst R. Koch. Behandlung, welche die Geschäftsgehilfin zu erdulden hatte, geVorzug der freien Hilfskaffen, daß die erkrankten Mitdachte dieselbe doch, das vereinbarte Halbjahr auszuhalten. Am glieder fich einen Arzt frei wählen dürfen, mit dem vorigen Sonntag ereignete fich jedoch ein Auftritt, welcher das schon vorher eine niedrigere Tare durch den Vorstand vereinbart Mädchen zwang, dem Geschäft fern zu bleiben. Der Vorfall ist wurde. Bei den Orts- Krankenkassen Berlins wird dem Kranten geeignet, den Lesern zu zeigen, in welcher Weise Angestellte beein ganz bestimmter Arzt aufgebrängt, gleichgiltig, ob er dem handelt werden. An dem betreffenden Tage erhielt das LehrKranten sympathisch ist oder nicht, woraus sich die große Abmädchen den Auftrag, eine Rifte Käse aus der Kronenstraße zu neigung, um nicht zu sagen Widerwillen, der Arbeiter gegen die holen. Auf das schlechte Wetter und den weiten Weg hinweisend. Gewerks- Rassenärzte erklärt. Daher fommt auch die oft wunderbat das Mädchen um 10 Pf. Fahrgeld. Als Antwort auf das bare Erscheinung, daß der Gewerfsarzt nur zum Zwecke der AusGesuch wurde sie außerordentlich grob behandelt, und schließlich von stellung des Krankenscheines besucht wird, seine Medizin wegdem Geschäftsinhaber und einem seiner Freunde auf die Straße gegoffen, und für das Krankengeld ein Arzt, zu dem der Kranke gestoßen. Vertrauen hat, herangezogen wird. Wo bleibt denn der Segen des Gesetzes?! Statt die freien Hilfskaffen zu bedrängen, sollte Die Zahl der Chefcheidungen in Berlin ist nach Ausdie Gesetzgebung von ihnen lernen und auch ihren Modus der weis des statistischen Jahrbuches Jahr aus, Jahr ein, eine sehr freien Arztwahl bei vorher vereinbarten billigen Tagen große. Die letzten Erhebungen nach dieser Richtung hin erstrecken einführen. Dahin sollten die Arbeiter steuern, und ihre Wünsche fich über das Jahr 1888 und zeigen, daß in diesem Jahre dem Reichstag ausdrücken, welche ja gehört werden müssen, Bei der Ueberbringung dieses Bescheides schien dem betreffen- 740 Ghen gelöst worden sind. Unter den Gründen der Scheidung da sie ja die zunächst Betheiligten sind. den Beamten daran gelegen, meine Arbeitsstätte ausfindig machen, figurirt in erster Stelle Ehebruch und zwar in 128 Fällen auf Der Herr Doktor hat ganz recht; an Bestrebungen seitens was auch während des Sozialistengefeges sehr beliebt war. Er erkun Seiten des Mannes und in 92 Fällen auf Seiten der Frau. In der Arbeiter und der Kassenmitglieder der freien Hilfskaffen fehlt digte sich unter der Angabe, er müßte diesen Brief persönlich an mich 141 Fällen lag böswilliges Verlassen auf Seiten des Mannes, es nicht und hat es nicht gefehlt. Aber von den Herren Aerzten abgeben, nach meiner Werkstatt, jedoch wurde demselben von in 63 auf Seiten der Frau. Mißhandlungen und Beleidigungen tante einmal ein gewichtiges Wortgesprochen werden. Die freie Aerzte- meiner Wirthin ein ablehnender Bescheid zu Theil. Den Brief gaben in 56 Fällen Anlaß zur Scheidung, Trunksucht dagegen eingeit eineswegs blos, von der verschiedenen Befähigung der persönlich an mich abzugeben, hätte der Ueberbringer in meiner nur in zwei Fällen. 25 Mal wurde die Chetrennung wegen geeinzelnen Aerzte ganz abgesehen, eine Sache der Willkür des Wohnung zwei Stunden später Gelegenheit gehabt, der Brief war richtlicher Berurtheilung eines der beiden Ehegatten ausgesprochen, Gente fe bat ethische und auch medizinische Bedeutung. indeß, ohne daß sich der Ueberbringer noch einmal bei mir er- zwölfmal war unüberwindliche Abneigung der Grund und Gerade diese letteren Punkte tönnten am besten von den Aerzten kundigte, bei meinem Hauswirth abgegeben worden. in 165 Fällen lag gegenseitige Einwilligung vor.. besprochen werden. Wenn die Herren es ernst nehmen mit ihrem Ob gegen obigen Bescheid eine Beschwerde an das Ministerium Gesammtzahl der Ehescheidungen stellt 8,2 pro Mille ärztlichen Beruf, so sollten sie sich petitionirend an den Reichstag des Innern Erfolg haben würde?" aller vorhandenen Ehen dar. Das höchste Maß der Scheidungen. wenden, damit die freie Wahl des Arztes jedem Kassenmitgliede Wir würden allerdings zu einer Beschwerde rathen. Einzelne fällt auf das Alter zwischen dreißig und vierzig Jahren. In Den Raffenmitgliedern sehr wenig beliebte Einrichtung. gesichert wird. Die Bezirksärzte der Zwangskassen sind eine bei Gremplare verbotener Schriften, die sich im Privatbesitz befinden, 128 Fällen war der Mann jünger als die Frau, in einem Falle hätten überhaupt nicht tonfissirt werden können, Es wäre aber fogar 23 Jahre jünger. In fünf Fällen hatte die Ehe noch nicht jedenfalls wichtig, die Frage entschieden zu sehen, ob die auf einmal eine einjährige Dauer gehabt, bei 22 hatte sie ein bis Geld stinkt nicht, wie der Lateiner in deutscher Ueber- Grund des Sozialistengesetzes beschlagnahmten Schriften auch jetzt wei Jahre, bei 49 zwei bis drei Jahre gedauert, die statistische febung fagt, d. h. der Ursprung des Geldes ist Nebensache, das noch zurückgehalten werden können. Geld ist die Hauptsache, und dies wird genommen, woher man Tabelle verzeichnet aber 54 Fälle der Chefcheidungen nach mehr es nur immer erlangen kann. Daher tennt die Profitwuth des als 20 jähriger Ehe, darunter zwei nach 36 jähriger, einer nach Im Artilleriedepot zu Spandau ist jetzt eine Anzahl 37 jähriger Ghe. Von den geschiedenen Ghen waren 894 finder Kapitals keine Grenzen, und nichts erscheint zu gering, als daß durchschnittlich 60 bis 70 Jahre alter Arbeiter entlassen und los, 164 mit einem Rinde, 89 mit zwei, 57 mit brei, 21 mit 4, nicht eine„ Gesellschaft" zusammenträte zur größtmöglichen Aus: durch billiger arbeitende Frauen ersetzt worden. Die von dieser 10 mit fünf, 2 mit fechs, 1 mit sieben und 2 mit acht Kindern. beutung des resp. Geschäftes oder Artikels. Daß also auch Maßregel betroffenen Leute sind, nach dem„ A. f. d. S.", meiſt die Maſſenarmuth der Berliner Bevölkerung herhallen muß, fann Arbeiterinvaliden, welche anderweitig nur schwer Beschäftigung Die Urbanstraße, welche nach der Fertigstellung ihrer Verdemnach füglich nicht Wunder nehmen, und daß die Spekulation finden. Im Artilleriedepot bestand ihre Arbeit im Reinigen der längerung auf das Rirdorfer Gebiet hinaus die Weichbildgrenze auf die Maſſenarmuth gar kein übles Geschäft ist, das wird ersichtlich Gewehre. Früher wurden hierzu fast ausschließlich aktive Sol- zwischen Rixdorf und Berlin noch mehr verwischt, als dies bisher aus einer Mittheilung der„ Bossischen Zeitung", welche also 1890/91 auf Antrag der Regierung die nöthigen Geldmittel be- lebhafte Bauthätigkeit in jener Gegend und besonders einen lebbaten berichtet: Nachdem der Reichstag für das Etatsjahr schon der Fall war, hat nach Beendigung der Straßenanlage eine 27. Januar 1889 in der Niederwallstr. 31, ihre erste Halle." willigt hatte, sind die Zivilarbeiter eingestellt worden, welche nun haften Verkehr im Grundstückserwerb hervorgerufen. Im kommenDie Volkskaffee und Speisehallen Gesellschaft eröffnete am iegt billigeren Arbeitsträften Platz machen müssen. Auch eine ben Frühjahr dürfte nicht blos auf dem Berliner, sondern auch Sozialreform. Wie schon der Name befagt, ist diese Gesellschaft ein Ronauf dem noch größer angelegten Rixdorfer Theil der Straße eine fortium von Geldmännern, welche zwar den bekannten Wohllebhafte Bauthätigkeit beginnen. Die Besitzer der neuen Häuser Manche Leute haben's doch gar zu schwer auf der an jener Straße in der Nähe der Erziehungsanstalt haben diethätigkeits-, mäßigkeits- und Sittlichkeitshebungs- Theorien huldigt, Welt! Gie müffen sich den ganzen Tag quälen und können felbe ausnahmslos mit kleinen Wohnungen eingerichtet, da diese aber beffenungeachtet ein alltägliches Privatunternehmen ist, vas teine vernünftige Wahlzeit zu sich nehmen; es fehlt ihnen bald sich am leichtesten und preiswerth fit in der doch immer vermöge seiner zur Verfügung stehenden Geldmittel selbst von der hier, bald da; sie fühlen sich oft so hundeelend, daß sie nicht ar noch fehr abgelegenen Gegend vermiethen. Ginige dieser Armuth zu profitiren versteht und auch zu diesem Zwecke vorbeiten können, nur ein Organ ihres sterblichen Menschen ist Gebäude weifen nicht weniger als 120 selbständige Wohnungen handen ist, denn in der gedachten Mittheilung, die gleichsam als allezeit in guter Verfassung, nämlich der Geldbeutel. Ein solches auf; solche Häuser umfassen Haupt- und Quergebäude, sowie ein Rechenschaftsbericht an die Herren Interessenten" au be- Gremplar unserer bemitleidenswerthen Daseinsgenossen schildert Seitenflügel auf zwei Höfen. Rechnet man, daß in jeder diefer und Getränke) sind so bemessen, daß eine mäßige Verzinsung des Die Preise und Leistungen( der Speisen uns ein guter Freund: Wohnungen nur fünf Personen wohnen werden, eine Ziffer, die Anlagefapitals stattfinden kann." Am 13. Januar ging ich zwischen 6 bis 7 Uhr Abends in bei den gegenwärtigen Wohnungsverhältnissen eher zu niedrig als einem Man hat es hier also mit den Rathhaus- Keller um mich etwas zu erholen und ein Glas zu hoch gegriffen ist, so ergiebt sich für ein solch einzelnes Haus Konkurrenzunternehmen der Frau Lina Morgen- Bier zu trinken. Ich ließ mich an einem Tische nieder wo bereits eine Einwohnerzahl von vund 600 Köpfen, was der Bevölkerung trachten ist, heißt es: Die eines ziemlich ansehnlichen, Kleinen Gemeinwesens gleich kommt. Ein Dorf mit 600 Einwohnern gehört schon zu den hervor ragenderen Ortschaften und wenn eine Eisenbahn durch die Gegend fährt, würde ihm der Eisenbahnminister eine Haltestelle nicht verfagen. Das Vermiethungs- und Meldewesen in solchem Gebäude beschäftigt neben sonstigen schriftlichen Besorgungen eine schreibgewandte Person vollständig. Der Polizeipräsident macht bekannt, daß der bisherigen Hebeamme Doris Lehrs, geborenen Kahnemann, RosenthalerStraße 18 wohnhaft, durch rechtskräftiges Erkenntniß des Bezirksausschusses zu Berlin das Hebeammen- Prüfungszeugniß entzogen worden ist. Nach einer lebhaften Debatte kommt folgende Resolution. zur einstimmigen Annahme: Die heutige Versammlung der Arbeitslosen erklärt, daß sie von" der Majorität der Stadtverordneten- Versammlung eine andere Behandlung erwartet hätte. Sie spricht gegen die Aeußerung des Ober- Bürgermeisters Herrn v. Forckenbeck ihren energischen Protest aus und erklärt, daß er als erster Beamter der Stadt Berlin treten hat; sie spricht ferner der Majorität der Stadtverordneten nicht die Interessen der Majorität der steuerzahlenden Bürger ver Versammlung ihr ganzes Mißtrauen aus." Berlin stehen, die das entsetzliche Elend dadurch aus der Welt zu schaffen suchen, daß sie dasselbe ganz einfach wegIeugnen. 4. Die heutige, in der Berliner Bockbrauerei tagende öffentliche Versammlung der Arbeitslosen Berlins erklärt es für eine Nothwendigkeit, an die Verwaltung der Stadt Berlin die Aufforderung zu richten, bei Miethen bis zu 300 Mart mindestens für das Vierteljahr Januar- März 1891 die Miethssteuer nicht zu erheben, da die Arbeiter nichts zu essen, Iution lautet folgendermaßen:„ Die heutige Versammlung der Ein andere, gleichfalls einstimmig angenommene Reso viel weniger etwas haben, Steuern zu zahlen, ohne das Wenige zu verlieren, was Arbeitslosen, welche auch von Arbeitern besucht ist, welche bis fie noch besigen. Ein bedanerlicher Betriebsunfall wird aus der Span- Meth jetzt der freisinnigen Partei nachgelaufen sind, erklärt sich mit Unter Verschiedenem" sprach ein Redner den Wunsch aus, dauer Geschützgießerei gemeldet. Während am Sonntag ein den Ausführungen des Referenten einverstanden, indem ihnen man möge von dem Magistrat die Erlaubniß zu einem Meeting Former mit dem Reinigen einer Maschine beschäftigt war, ge- nun endlich die Schuppen von den Augen gefallen sind, und erwirken. Genoffe Zubeil legte der Versammlung die Unfrucht riethen die Räder derselben plöglich in Bewegung. Das Ge- giebt zu, daß nur die Sozialdemokratie die wahren Interessen barkeit eines solchen Vorgehens flar, womit sich die Anwesenden ihn am Ellenbogen. Im städtischen Krankenhauſe mußte dem Wahlen nur für die Kandidaten der sozialdemokratischen Partei Sozialbemetratie verlassen die Anwesenden in voller Ruhe und triebe ergriff den rechten Arm des Unglücklichen und zersplitterte der Arbeiter vertreten kann, und verpflichtet sich, bei den nächsten auch beschieden. Nach einem begeistert aufgenommenen dreifachen Hoch auf die Berunglückten der Arm amputirt werden. einzutreten." Von verschiedenen Seiten waren Anträge beim Bureau ein- Ordnung den bis auf den letzten Platz besetzten Saal. Kindesmord! Auf der Müllabfuhrstelle des Landwirthes gegangen, die Veranstaltung eines nach Schluß der Versammlung Friedrich in Rixdorf wurde vorgestern die Leiche eines neu- vorzunehmenden Demonstrations- Umzuges durch die R. Baginsti zu dem Versammlungsbericht vom fünften Wahl Folgende Berichtigung geht uns von dem Genossen geborenen Kindes aufgefunden, welches anscheinend eines gewalt- Straßen der Stadt zu beschließen, zu dem Zweck ſich mit freise zu: famen" Todes gestorben ist. Die Leiche rührt aus einem Grund- der Arbeitslosenversammlung in der Bockbrauerei in Verbindung stück der Louisenstädtischen Gemeinde, von welchem am Tage zu ſehen und eine Deputation an das Polizeipräsidium zwecks lichen Betriebe gehörten dem Großgrundbesitz an wie ich gefagt " Nicht 15 pet. aller zum Ronkurs stehenden landwirthschaft vorher das Müll abgeholt wurde. Das grausige Fundobjekt Einholung der Erlaubniß sofort zu entfenden. Der Vorsitzende haben soll, das wäre kein Beweis für unsere Behauptung, das daß wurde auf Anordnung der Polizei, welche die eingehendsten Litfin sprach in eindringlichster, überzeugendster Weise gegen die fleinen Grundbesizer mehr als die großen dem Untergang Recherchen nach der unnatürlichen Mutter sofort veranlaßt hat, eine solche Demonstration. E3 könnten sich störende verfallen sind. Noch nicht 1/2 pet. fommt auf die großen An nach der Nixdorfer Leichenhalle gebracht. Elemente hineinmischen, die Veranstaltung fönne ver= hängnißvolle Folgen nach wesenso daß von 100 zum Konkurs stehenden Grundstücken fich ziehen. Dieser Zug Polizeibericht. Am 27. d. Mts. Vormittags fiel ein Knabe burch die Straße gebe ja auch lange nicht einmal ein volles über 99 dem bäuerlichen Besitz angehörten.( Nach einer amtliche beim Spielen auf dem Lausitzer Platz zur Erde und brach den Bild von der Noth und Arbeitslosigkeit, da sich doch nur ein Konkursliste für das Jahr 1888.)" rechten Oberschenkel. Mittags stürzte auf dem Neubau Tempel- fleiner Theil und das sei noch der besser fituirte Theil der Berichtigung. In dem Versammlungsbericht des Be hofer Ufer 35 a ein Steinträger mit einer mit Mauersteinen ge- Arbeitslosen daran betheiligen würde. Der Zweck der Versamm- bandes der Möbelpolirer vom 24. Januar im Vorwärts" füllten Mulde von der Leiter und erlitt bedeutende Verlegungen lung sei ja schon durch das Erscheinen der Tausende erreicht. seitens des Schriftführers bei der Besprechung über der Fab am Hinterkopf. Zu derselben Zeit wurde eine obdachlose Frau Die Herzen der Bourgeoisie würden viel mehr beben, wenn man von Müller, Schönhauser- Allee, die Sachlage etwas unrichtig vor dem Hause Alte Schönhauserstr. 3 mit einer Verlegung am in Ruhe auseinanderginge. Ein ruhiges Auftreten beweise viel gegeben worden. In der betreffenden Werkstatt hatten die Polit Fuß aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Nachmittags mehr als laute Demonstrationen die überzeugte Entschlossenheit den Vorzug, des Montags eine Stunde früher Feierabend mache wurde an der Ecke der Straße Alt- Moabit und Invalidenstraße der Arbeiter. Der Antrag auf Veranstaltung eines zu können, als die Tischler; die Arbeitszeit war stets 91/2 Stunde ein 11jähriger Knabe von einem Ziehhunde ins Knie gebissen und Demonstrationsumzuges wurde daraufhin ein- Das ist abgeschafft worden, es wird also durchweg 91/2 Stunde dadurch so schwer verletzt, daß seine Ueberführung nach dem stimmig abgelehnt; selbst die Antragsteller stimmten dagegen. gearbeitet. Abzüge sind bis jetzt nicht gemacht worden, wo Krankenhause Moabit erforderlich wurde. Zu derselben Zeit unter„ Verschiedenem" war ein Antrag gestellt, ein Komitee zu aber vermuthen die Polirer, daß solche zu erwarten sind. Aud wurden im Spandauer Schifffahrtskanal, an der Kielerstraße, wählen, das Sammlungen zwecks Unterstützung der Arbeitslosen die Lohnarbeit hat nicht aufgehört, aber auch hier wird die und in der Spree, am Holsteiner Üfer, die bereits stark verwesten vornehmen sollte. Nachdem der Vorsitzende auf die praktische Vermuthung gehegt, daß sie aufhören wird. Das zur Richtig Leichen zweier Männer aufgefunden. Abends fanden drei kleinere undurchführbarkeit hingewiesen, wurde der Antrag abgelehnt. stellung. Brände statt. Endlich gelangte noch eine Resolution zur Annahme, dahingehend: Der Lese- und Diskutirklub Realismus hat sich zu Gunsten ber Die sozialdemokratischen Stadtverordneten zu beauftragen, dafür Arbeiter- Bildungsschule aufgelöst. einzutreten, daß den Feuerwehrleuten die die Arbeitslosen schwer angefündigte Distussionsabend findet heute nicht, sondern Anfang nächsten Freie literarische Gesellschaft. Der für Donnerstag, den 29. Januar schädigende Nebenbeschäftigung während ihrer Dienstzeit- Rohr- Monats statt. stuhlflechten, Wohnungsumzüge 2c. Sozialdemokratischer Wahlverein des ersten Berliner Reichs untersagt werde. Nachdem der Vorsitzende noch zu größter Ruhe und Ordnung ermahnt, 8% uhr, im Loral des Herrn Röhlig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung tags- Wahlkreises. Versammlung am Freitag, den 30. Januar, Abends schließt er gegen 1/22 Uhr die Versammlung mit einem Hoch auf 1. Bortrag des Herrn Dr. Christeller:„ Ueber die Geschichte der sozialen Ent die internationale Sozialdemokratie und in musterhafter Ordnung widelung." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. und Stille gingen Alle schnell auseinander. Theater. Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends 6 Uhr, Naunynstr. 86 bei Zubeil. Gäste haben Zutritt.- Verein Volts: bildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, im Restaurant Nürnberg Lese- und Distutirtlub der Bäder Wach Auf Schönhauser Allee 28.- der Gr. Frankfurterftr. 99, Frankfurter Bier Nachmittags 5 Uhr, in hallen". Wahrheit, Markusstr. 31. Natur Abends 8 Uhr Kaiserstr. 4, bet Hoffmann.- Auftlärung"," Abends 8% ühr, in Seindorfs Restaurant, Langeftr. 70. Gäste willkommen. " 1 Internationale", Beine" in Rig Andreasstr. 19 bei Delze, Gigung. Gäste haben Zutritt. " 11 uhr. straße 73 bei Roth. Gefangverein Edelweiß Melchtorstraße 1 Bs. Lessing- Theater. Nora, Schauspiel in 3 Aufzügen, von Henrik Ibsen. Ueber dem Doczy'schen Lustspiel: Der Kuß, waltet ein Unstern. Zum zweiten Male wurde in letter Stunde die VorDie zweite Versammlung der Arbeitslosen im Saale der stellung unmöglich. Es wurde dafür das bedeutende Drama des Bockbrauerei beschäftigte sich gleichfalls mit den Vorgängen in norwegischen Dichters, das die Sonde so tief in die Schäden der der Sitzung des Stadtverordneten Kollegiums vom 22. d. M. bürgerlichen Ghe ſentt, aufgeführt. Die Darstellerin der Titel Genosse 3ubeil fritisirte unter dem lebhaften Beifall der Anrolle, Lilli Petri, war ganz sie selbst, feinempfindend, ohne wesenden die einzelnen Reden der Stadtverordneten und speziell jede Uebertreibung, stets den richtigen Ton findend, eine wunder- die Ausführungen des Herrn Frenzel. In der darauf folgenden dorf, Ecte nefebed- und Hermannstraße, Restaurant Beyler. Gäfte will bare Ausdeutung des seelischen Kampfes in der Brust des Weibes Diskussion sprachen die Herren Wilschke, Joseph, Kizler, Chrza- tommen. Neue Zeit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bet Toltsdorf, Görligerstr. 58. liefernd, das sich dagegen empört, immer nur die" Puppe", das nonsti, Meister, Nöhden, Unger, Fischöder und Knaak; jeder von Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abend Spielzeug des Gatten, ihm thatsächlich trotz achtjähriger Ehe fremd zu ihnen betonte die herrschende Nothlage. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Seeger'sche sein. Herr Stägemann war ein Helmer, deres verstand, den In seinem Schlußwort verlas Zubeil eine an ihn gerichtete Gefangverein", Blumenstraße 46 bei Wend. Uebungsstunde von 9 bis Gefangverein Einigtett"( Hutmacher), Sinten Moralphilister mit seiner selbstsüchtigen Hohlheit und Jämmer- Karte, die wir ihrer Kuriosität wegen nicht unerwähnt lassen Gefangverein ,, Echo 2" lichkeit recht gut zu veranschaulichen; aber die Maste hätte ge- wollen. Sie lautet wörtlich: Alte Schönhauserstrat fälliger sein können. Vorzüglich war der Günther, des Herrn Ich lese an den Säulen, daß Sie morgen die Gesell- Nr. 42 bet Neimann. Gesangvereinrühlingsluft", Flottwel Männerchor St. Urban, Annenstraße be Molenar, ein wahres Kabinetsstück feiner Darstellung; trefflich schaft der sogenannten„ Arbeitslosen" um sich versammeln ftraße 5 bet Bartels. Proz. Männergesangverein Borar", Admiralstr. 38 bet Bülow. wollen. Ich nehme an, daß Sie bezwecken, den Leuten zu Gesangverein ,, Kornblume", Blumenftr. 64 bet Buttte. waren auch Frau Stagemann und last not least Herr sagen, wie ihnen geholfen werden kann, wo fie Arbeit, and in gand", Staligerfir. 142 bet Gretfer. Vischer. Gesangverein, or f Gefang finden. Ich möchte Ihnen nun rathen, in Ihrer Rede glödlein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bet Pietsch. zu erwähnen, daß den Leuten sehr leicht geholfen berein des Tischlerverbandes" in Steglitz, Restaurant Hildebrand. Gesangverein harmonie", Tempelhof, Restaurant Wesenberg. Gefangs werden kann. Sagen Sie ihnen, fie müssen aufs verein Weiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und Holländerftraßen Land gehen! Da ist Arbeit die Menge! Ecke bet Caro. Arbeiter- Gesangverein ,, Morgenroth, Rummelsburg Gesangverein, Freundschaft" Abends Göthestraße 9 bet Konrath. 9 Uhr, bei Oswald Berliner, Brunnenstr. 114. Gesangverein Breßel schluß" in Sahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. Gesangverein Firmitas", Adalbertstr. 8 bet Schneider. Kreuzberger Harmonie", Lindenstr. 106, bet Poppe. " Amicitia", Adlershof Bismarckstraße bei Albrecht. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat tlub Rüdwärts", Abends 8% Uhr, tm Restaurant Boderte, Pallifaden straße 47. Gerichts- Beitung. es Allen wird da geholfen. Aber vergessen Sie auch nicht! Wir werden ja dann sehen, ob den Leuten wirklich an der Arbeit liegt. Geld zur Reise haben Sie ja in Ihrer Kasse die Menge! Blindes Duell. Wegen Zweikampfes mit tödtlichen Waffen standen die Studenten Greifer und Ehrenkönig aus Berlin am Mittwoch vor der zweiten Strafkammer am Landgericht II. Die Becker beiden Angeklagten waren im August 1889 wegen einer Lappalie in Differenzen gerathen, die Folge war, wie bei„ gebildeten" Rittergutsbesitzer, z. 3. Berlin. Rowdies gewöhnlich, eine Herausforderung zum Zweifampf. Es An den Gastwirth und Volksredner Zubeil wurden gezogene Pistolen gewählt und zweimaliger Rugelwechsel, S.O., Naunynstraße 86. 15 Schritt Distanz und 5 Schritt Barriere verabredet. Das Duell Auf eine Besprechung der Karte glaubte Zubeil nicht einfand in der Jungfernhaide statt, verlief aber unblutig, denn da gehen zu sollen und schloß mit den Worten: Wir werden es der Eine fehlte und das Pistol des Anderen versagte, so ver- erleben, daß die Lehre von der wirklichen Liebe und Gerechtigkeit söhnten sich die Gegner. In der ersten Hauptverhandlung be- noch die Herzen von Millionen gewinnen wird und daß endlich haupteten beide Angeklagte, daß sie gar nicht die ernste Absicht einmal die Sozialdemokratie den Sieg davon tragen werde. gehabt hätten, auf einander zu schießen und daß sie die Waffen Darum, Glückauf zum Gedeihen der Sozialdemokratie!( Lebhafter ferzengerade in die Lust gehalten hätten. Der Gerichtshof nahm Beifall.) aber damals an, daß, weil die Duellanten sich von ihrer gegen- Folgende Resolutionen wurden angenommen, mit dem feitigen Absicht, in die Luft zu schießen, nicht in Kenntniß Antrage, dieselben der Stadtverwaltung zu unterbreiten. gesetzt hatten, doch ein ernster Zweikampf vorläge, weshalb auf 1. Die heutige am 28. Januar tagende Versammlung das übliche Strafminimum von drei Monaten Festungshaft er- von Arbeitslosen aller Branchen spricht der Majorität der tannt wurde. Das Reichsgericht entschied jedoch in der Revision, Stadtverordneten die Fähigkeit ab, über die allgemeine daß wenn jeder der Duellanten für sich allein und ohne Kennt- Arbeitslosigkeit und die dadurch hervorgerufene Noth zu niß von der gleichen Absicht des Gegners, von der Waffe einen urtheilen. Nach Behandlung der Resolution im Stadtverordneten- Hause, welche von den Arbeitslosen Berlins geernstlichen Gebrauch nicht gemacht habe, der strafrechtliche Begriff des Zweikampfes mit tödtlichen Waffen nicht erfüllt sei. Mithin faßt war, hält die heutige Versammlung die Majorität der von Kapitalisten habe gar kein Zweikampf stattgefunden. Das Urtheil wurde Stadtverordneten nur für Vertreter daher reichsgerichtlich aufgehoben und die Sache zur erneuten und für Manchestermänner, um ihre eigenen Interessen Verhandlung und zur Prüfung der Frage, ob eine Herauswahrzunehmen, ein Umstand, der durch das bestehende forderung im Sinne des§ 204 des Strafgesetzbuches vorliege, in Klassen Wahlsystem hervorgerufen ist. Ferner hält die die Vorinstanz zurückverwiesen. Da nun aber§ 204 des StrafVersammlung das Verhalten derjenigen Stadtverordneten, gesetzbuches die Herausforderung straflos läßt, wenn die Parteien welche fich ihrer Abstimmung zu den Forderungen der den Zweikampf vor Beginn desselben freiwillig aufgeben, so Resolution enthalten haben, für Feigheit, weil sie ihren mußte der Gerichtshof gestern auf gänzliche Freisprechung erwahren Standpunkt damit verleugnet haben. tennen. Versammlungen. Zwei Massenversammlungen Arbeitsloser fanden gestern Vormittag die eine in der Bockbrauerei", die andere in der Brauerei Friedrichshain"- statt. In der letzteren, unter Leitung des Einberufers, Genossen Litfin, stehend und von gegen 2000 Arbeitern besucht- ca. 2000-3000 hatte das Referat der Stadtv. fanden keinen Einlaß mehr Heindorf übernommen. Die eingeladenen Vertreter der Majos jorität der Stadtverordneten- Versammlung waren nicht erschienen. Die Versammlung nahm einen musterhaft ruhigen, ungestörten Verlauf. Stadtv. Heindorf berichtete unter lebhaftem Beifall über die Behandlung der von der vor 14 Tagen auf der„ Bockbrauerei" stattgefundenen Versammlung der Arbeitslosen gefaßten Resolution, eine Behandlung, die nicht bloß in Berlin, sondern und darüber hinaus bei allen Deutschland ganz Gehen wir" Arbeitern Entrüstung hervorrufen müsse. So schloß Redner ,, kühl über diese Behandlungsweise, über Verleumdungen und Lügen hinweg, marschiren wir unbekümmert unseren eigenen Weg, dem Ziele zu, der Befreiung des Proletariats!" Er empfahl noch in einer Resolution das Mißtrauen gegen die Stadtverwaltung zum Ausdruck zu bringen, um aller Welt fund zu thun, weß Geistes Kind sie sei. Auch der Vorsitzende räth, von Petitionen, Depu= tationen und dergleichen abzusehen, man müsse sich darauf be= schränken, den Indifferentismus der Arbeiter zu durchbrechen und n ihnen das Klassenbewußtsein zu erwecken. in etwa " " = Die heutige Versammlung hält unbedingt an den For derungen der Resolution fest bis zur Gestaltung befferer Verhältnisse. bei Stehmann. Gefangverein Mufit und Gesangverein Gefangverein 2übeck'scher Turnverein, Männer- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Elifabethftr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. tommen. Verein Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, Abends 8 Uhr, den Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jakobftr. 89. Geselliger Club Bla beilchen", Abends 9 Uhr bei Förtsch, Stallschreiberfir. 60Pfropfenverein wedding", Abends 8 Uhr bei A. Engel, Müller- und Antonftraßen- Edc Vergnügungsverein„ Gaprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Bergnügungsverein Beil Marienbad", Badſtr. 35-36, Saal 1 Tr. Humoristischer Klub Adonis", bei Heid, Koppen tonnen uhr, Sizung mit Damen bei Zülow, Admiralstraße 38. Gäfte will straße Nr. 75. Nach der Sitzung Tanz. Gaste willkommen. Schüler der 98. Gemeindeschule, Abends 9 uhr ehemaliger im Gesellschaftshause„ Ostend", Rüdersdorferstr. 45. Privattheater Gesellschaft offnung", Abends 8% Uhr, im Klubhaus, Ohmgasse 2 Berein ehemaliger Schüler der 23. Gemeinde Gäste willtommen. Gäste will schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Eaeger, Grüner Weg 29. tommen. Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule be Schröder, Steglitzerstr. 18, Gäste wiltommen.- Tambourverein, Jungferntrans" Weidenweg 12. Rauchflub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bet Infinger, Kraut straße 48. Rauchtlub ernipige", Abends 8% Uhr bei A. Böhl, Rüders dorferstr. 8. Rauchtiub Collegia", Abends 9 Uhr, bet Lehmann, Eisenbahnstr. 7. Humoristische Pfeifenbrüder", Abends 9 uh in Röllig's Salon, Neue Friedrichstr. 43-44. Nauchklub Vorwärts Abends 9 Uhr, bei Tempel, Breslauerstr. 27, Depeschen. Köln, 28. Januar.( Telegr. des Herold".) Das Eis de Oberrheins und das Eis der Mosel hat sich bei Grieth gestellt. Der Rhein überschwemmt die Ortschaften Warbeyen und berden. Caltar ist bedroht. Heis 2. Die heute am 28. Januar tagende öffentliche Ver( Wolffs Telegraphen- Bureau.) sammlung in der Berliner Bockbrauerei, von 3000 arbeits- Dresden, 27. Januar. Von dem Elbquai auf dem A losen Männern und Frauen besucht, beschließt: In städter Elbufer ist heute Mittag ein Theil der Ufermauern mil Erwägung, daß die Stadtvertretung von Berlin die dem dort befindlichen Eisenbahngeleis infolge von Unterwaschung Betition der Arbeitslofen vom 14. Januar als nicht maß- dei dem Eisgang eingestürzt. Auf der Elbe werden Vorsicht gebend behandelt hat, da der Oberbürgermeister von Berlin halber Eissprengungen vorgenommen. erklärte, er erkenne keinen allgemeinen Nothstand an, muß Köln. Während am Mittel- und Oberrhein eine Gi dahin getrachtet werden, nur Vertreter in die Stadtver- oder Hochwassergefahr nicht mehr besteht, ist die Lage a waltung zu wählen, die gewillt sind, die Intereffen der Niederrhein eine fritischere. Das Moseleis und das Eis vom arbeitenden Bevölkerung ganz energisch zu vertreten. Fer- Mittelrhein hat sich, da in Holland das Eis noch fest steht, ner erklären die Bersammelten, da der Oberbürgermeister stromaufwärts ab Emmerich angeschoben und steht schon bis von Berlin so furzsichtig und unwissend ist, daß er den unterhalb Rees. Das Wasser ist infolge dessen dort überall start allgemeinen Nothstand nicht anerkennen will, denselben steigend, Huisberden, Warbeyen, Griethausen, Düsselward sind nicht für fähig, die wahren Interessen der Einwohnerschaft überschwemmt. zu vertreten. Schließlich erklären die Versammelten, daß sie nur gewillt sind, für die Jdeen der Sozialdemokratie eintreten und wirken zu wollen. 3. Die heute in der Bockbrauerei tagende Versammlung der Arbeitslosen Berlins protestirt energisch gegen die Aeuße rungen des Stadtv. Frenzel, nach welchen die Noth als nicht vorhanden betrachtet wird, und welcher behauptete, daß die eingereichte Petition nichts weiter als ein sozialdemokratischer Koup fei. Briefkasten der Expedition. W. Reinsch. Ihre Einsendung stimmt. Wir quittiren über die für die Generalfommission bestimmten Gelder nu schriftlich, die Generalkommission quittirt dann über die von uns abgelieferte Summe. Lederarbeiter- Schriftführer. Die von Ihnen aufgegebene Ferner spricht die Ver- Todesanzeige fonnte deshalb zum Mittwoch nicht aufgenommen ſammlung ihre Entrüstung aus über die Ausführungen werden, weil Ihre Postkarte erst Mittwoch früh durch die Post des Oberbürgermeisters von Forckenbeck, der ebenfalls in in unsere Hände gelangte. Das Postamt war gestern bis 5 ihr trachtet es als unerhört, daß Männer an der Spitze von nur allein die Post die Schuld trägt. Berantwortlicher Redakteur: Curt Banke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. also 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 24. Versammlungen. Gewerbliche Hilfsarbeiter. Donnerstag, den 29. Januar 1891. 8. Jahrg. sich melden. Ferner sind beim Kassirer Paul Billets zur Theater- Eine imposante Volksversammlung, die auch von Frauen vorstellung in der„ Urania" zu haben. Ferner macht der Vor- zahlreich besucht war, tagte am Montag Abend im Saale der sitzende noch unseren am 31. Januar bei Buggenhagen Bockbrauerei. Den Vorsitz führte Genosse Wilschke; das Referat In einer gut besuchten öffentlichen Versammlung der gewerb- stattfindenden Maskenball bekannt. Billets sind noch bei hielt Wilhelm Werner über die bekannte Richtersche Broschüre: Die Jrrlehren der Sozialdemokratie." Punkt für Punkt wies lichen Hilfsarbeiter, welche am 26. Januar cr. stattfand, hielt der Winzer, Restaurant, Naunynstr. 78, zu haben. der Redner die vollständige Unhaltbarkeit der Richterschen AusRegierungs- Baumeister a. D. Keßler einen Vortrag Eine ordentliche Generalversammlung des Allge- führungen nach. Alle die Vorkommnisse der letzten Zeit, besonders über:„ Die Ursachen der heutigen Nothlage der Arbeiter". Redner meinen Metallarbeiter- Vereins tagte am Montag, den 25. die Vorgänge im Stadtverordneten- Kollegium hätten zur Genüge schilderte in eingehender Weise den Nothstand, wie er zur Zeit 5. M. Kollege Hartmann erstattete den Bericht des Vorstandes, dargethan, daß die arbeitende Bevölkerung von den bürgerlichen unter den Webern des Gulengebirges und Thüringens herrscht. indem er zunächst darauf hinwies, daß die Thätigkeit des Vor Parteien nichts zu erwarten hätte; kein Wunder also, wenn die In früheren Zeiten, als das Maschinenwefen noch nicht so ent- standes im verflossenen Halbjahre unter den Nachwehen des Sozialdemokratie immer gewaltiger anschwelle. Die ungeheure wickelt war, wie heute, habe man einen derartigen Nothstand 1. Mai und der zum Schluffe hereinbrechenden Krise eine bei Bunahme unserer Partei sei gerade ein Zeichen dafür, daß die unter jenen Leuten nicht gekannt. Heute ist es ihnen, die sie meist weitem schwierigere war, als je vorher. Es haben im ganzen 33 Lehren des Herrn Richter irrige seien, und was vollends die als Hausindustrielle ardeiten, unmöglich, gegen die Konkurrenz Versammlungen, von denen 4 nicht tagen konnten, eine der Frage anbetreffe, wie denn der Zukunftsstaat eingerichtet werden der Fabriken aufzukommen; das Material foftet ihnen mehr, als polizeilichen Auflösung verfiel, und 27 Vorstandssigungen stattge solle, so müsse Herrn Richter die Antwort zu Theil werden, daß man für das vollständige Produkt, welches in der Fabrit her- funden, an Reise- Unterstützungen wurden 85 M. gezahlt und auch noch Niemand gewußt habe, wie nach dem Untergang der gestellt ist, zu zahlen hat. So ist seit den vierziger Jahren ein 567 Mitglieder aufgenommen. Der genaue Mitgliederbestand feudalen Gesellschaftsordnung die heutige aussehen würde. Durch Handwerk nach dem anderen zu Grunde gegangen, auf läßt sich zur Zeit nicht angeben, da jetzt eine Umschreibung statt nichts dürfe man sich abhalten lassen, die Ideen der Sozialgerieben von der mit der Dampffraft arbeitenden Großindustrie. findet, jedoch soviel steht fest, daß wir die hohe Zahl vom vorigen demokratie immer mehr und immer mehr zu verbreiten. Was Schlechter noch wie die Lage des Arbeiters ist die der Arbeiterin; Jahre( ca. 8000) bei weitem nicht mehr haben. Dieses kommt daher, unter den dreizehnjährigen Martyrium des Sozialistengefezes wenn sie fich tagsüber abgeplagt hat, muß sie meistens noch die daß sich viele Kollegen vor dem 1. Mai aufnehmen ließen, um möglich gewesen sei, jegt müsse es ganz gelingen: die Aufhebung Wirthschaft beforgen. Der Kapitalist bekümmert sich nicht um Unterstügung zu erlangen, und dann, da ihre Erwartungen nicht der Knechtschaft des arbeitenden Voltes, die Erringung einer glüc ihre traurige Lage; sie kann sich ja einen Nebenverdienst schaffen. in vollem Maße eintrafen, wieder abfielen, die jetzt dem Verein lichen Bukunft für die gesammte Menschheit.( Lebhafter Beifall.) So weist der Besitzer eines seenhaft eingerichteten Berliner Etablisse- noch angehörigen Mitglieder feien aber diejenigen, auf die man Der Vorsitzende forderte etwa anwesende Gegner auf, sich über ments die zu ihm kommenden Weinreisenden auf die bei ihm an sich auf alle Fälle verlassen könne. Mehrere fleine Arbeitsein- die Auslassungen Werners zu äußern. Es war dies jedoch nicht gestellten Damen( Kassirerin ze.) hin mit dem Bemerken, diefelben stellungen machten die Einwirkung des Vorstandes resp. der Fach- der Fall und da sich auch von unseren Genossen Niemand zum verdienten monatlich 45 M. und würden gern bereit sein, mit Kommission erforderlich. In der Angelegenheit von Wallmann Worte meldete, war auch der zweite Punkt der Tagesordnung ihm, den Reisenden, zu speisen. Das Glend an einem Orte it. Co., welche in der letzten beschließenden Versammlung dem erledigt. Die noch vorzunehmende Wahl von Revisoren wurde wirkt nivellirend auf die Verhältnisse des ganzen Landes und Vorstand überwiesen wurde, ist letterer nach Unterhandlung mit von der Tagesordnung abgesetzt aus Gründen, die Genosse noch weiter zurück. Innerhalb des heutigen, auf der Selbstsucht dem Fabrikanten zu der Erkenntniß gelangt, daß, wenn die Kleinert der Versammlung mittheilte. Folgende Resolution wurde aufgebauten Staats- und Wirthschaftslebens giebt es kein Mittel, Kollegen den schon oft gefaßten Beschlüssen nachkommend gegen die Stimme eines servirenden Kellners angenommen: Die die Noth zu beseitigen. Aus diesem Elend kommen wir nur an Den Vorstand herangetreten wären, die Arbeits heutige öffentliche Voltsversammlung ist mit den Ausführungen heraus, wenn wir eine Gesellschaft auf wahrhaft moralischer einstellung sehr wohl vermieden worden wäre, Unterstügung des Referenten einverstanden und erklärt, daß die Irrlehren Grundlage errichten und dies ist die sozialistische. The wir das daher nicht geleistet werden könne. Kollege Wegener pflichtet den über die Sozialdemokratie von Richter" vom Standpunkt eines gelobte Band erreichen, müssen wir durch eine Wüste wandern, legten Ausführungen bei und fragt dann an, wie weit es mit Manchestermannes mit beschränktem Verständniß verfaßt sind. auf welcher Wanderung wir uns befinden. Um auf dieser Wande- der Statistik und dem gedruckten Rechenschaftsbericht wäre. In Ferner erklärt die Versammlung, daß die Antrung nicht umzukommen, müssen wir agitiren, aufklärend wirken Betreff der erstern wird ihm erwidert, daß dieselbe in einem Um sichten Richters über die Sozialdemokratie irrige sind. und uns organisiren. Die Unzufriedenheit haben wir in die fange unternommen ist, dem wir nicht gewachsen waren und des- Genosse Wilschke macht der Versammlung noch Kreise der Indifferenten zu tragen; sie ist der erste Schritt zur halb jetzt, da schon eine geraume Zeit verstrichen ist, mit außer folgende Mittheilung: Durch ein Versehen des Vorstandes Besserung.( Lebhafter Beifall.) An der Diskussion betheiligten gewöhnlicher Gewissenhaftigkeit bearbeitet werden muß. Die Ar des Vereins Arbeiter- Bildungsschule sei die Versammlung ebensich mehrere Redner. Unter Berschiedenem" wurde ein Antrag beit liegt in den Händen des Kollegen Gerisch, der sie in nächster falls für Montag Abend einberufen worden; da es aber nicht angenommen, wonach sich die Anwesenden verpflichten, mit aller Beit fertiggestellt haben wird. In Bezug auf den Rechenschafts- im Interesse der Partei liegen könne, in einem Wahlkreis zwei Energie für die„ Volts- Tribüne" zu agitiren. bericht erwidert Rollege Hartmann, daß der Vorstand beschlossen Versammlungen an einem Abende zu veranstalten, so müsse streng Der Verein der Klavierarbeiter und Berufsgenossen hat, vorläufig davon Abstand zu nehmen, da wir bei der schwe- darauf geachtet werden, daß mit dem betreffenden Vertrauens hielt am 19. 5. M. eine sehr gut besuchte Mitgliederversamm- benden Frage des Zusammenschlusses sämmtlicher Metallarbeiter mann erst Rücksprache genommen werde. Infolge deffen findet lung ab. Das Lofal war bis in die äußerste de von nicht den Anschein erwecken wollen, als ob wir uns in den auch die geplante Versammlung der Arbeiter- Bildungsschule erst Kollegen gefüllt. Sehr viele mußten gedrängt Vordergrund drängen wollten. am Montag, den 2. Februar d. J. statt. Zum Schluß fordert stehen. Die Tagesordnung war: 1. Vortrag des Herrn Kollege Klein erstattet sodann den Kassenbericht für das der Vorsitzende noch zum Beitritt in den Wahlverein für den Baumeister Reßler über: Welches ist die zwe cf- Bierteljahr Oktober Dezember. Einnahme pro Quartal 1530,11 M., 2. Wahlkreis auf und schließt dann die Versammlung mit einem mäßigste Organisation in unserem Berufe Ausgabe 1090,70 M., Bestand am 1. Januar 1891 489,41 M. Dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie. Zentral- oder Lokal- Organisation? 2. Diskussion. Ferner liefert Kollege Klein die Abrechnung vom 1. Mai: Ge 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vortragende schildert die heu sammelt auf Liften 2945,86 M., Ueberschuß vom Siemens'schen Ju der am 18. d. M. stattgefundenen öffentlichen Ver tige Wirthschaftsweise. Ganze Berufe verschwinden, werden Streit 2685,54, vom Allgemeinen Metallarbeiter- Verein 2050 M., fammlung für Männer und Frauen auf dem Bock, einberufen durch die Maschinentechnit ausgerottet, z. B. die Weber. Die von Arbeitern aller Branchen Berlins 1028,15 M., von Stettin vom Leseklub„ Karl Marx" sprach Genoffe Hübsch über: Welche Lehrlingszüchterei wird schwunghaft betrieben. Es werden immer 91,25 M., Summa 8798,80 M. Verausgabt an Unterstützungen Pflichten hat der Staat und welche Rechte das Volt?" Gr mehr Lehrlinge angenommen, ohne Rücksicht auf die Nachfrage 8440,40 M., Unkosten an Drucksachen, Annongen, Gerichtskosten schilderte eingehend die heutigen Verhältnisse. Die Versammlung nach der Waare. Es sind eben billige Arbeitskräfte. Der Ar- 323,20 M., Summa 8763,60 M., Bestand 35,20 M. Für die der Arbeitslosen ist ein grelles Spiegelbild der heutigen Zubeiter, welcher weiter nichts besitzt, als seine Arbeitskraft, kann Hamburger Ausgesperrten sind auf Listen gesammelt 798,65 M., stände. Es sind unbedingt Reformen zu schaffen, das Volk muß dieselbe nicht aufbewahren; er ist gezwungen, sie auf den Markt abgesandt an den Vertrauensmann Segiz in Fürth 800 m. einen Druck auf die Gesetzgebung ausüben. Gegen die Zölle, zu bringen, und da das Angebot ein weit größeres als die NachSämmtliche Abrechnungen wurden von den Revisoren für welche sämmtliche Nahrungsmittel, die das Volk unbedingt gefrage, muß er sie für jeden Preis verkaufen, auch wenn er feine richtig erklärt und dem Rendanten, Kollege Klein, auf ihren An- braucht, vertheuern, muß entschieden Front gemacht werden. Die Gesundheit, sein Leben dafür opfert. Ein wesentlicher Faktor, um trag Decharge ertheilt. Im Anschluß an das günstige Resultat größte Aufgabe des heutigen Staats besteht darin zu glänzen, den Arbeiter gründlich auszunußen, ist die Affordarbeit. Wenn es einen der Abrechnungen weist Kollege Klein darauf hin, daß der Verein viel Militär, neue Gewehre zu besigen u. s. w. Wird etwas Teufel gäbe, so hätte der Teufel sie erfunden. Die Arbeiter eröffnen seit seinem Bestehen trotz der niedrigen Monatsbeiträge für Ge- für's Volk verlangt, heißt es:" Es sind feine Mittel da." Möge gegeneinander eine ungeheure Konkurrenz. Es wird gesucht, fo viel maßregelte aus eigenen Mitteln 5080 Mart aufgewendet hat man doch die unnüßen Ausgaben einschränken. Der Staat ist wie möglich zu verdienen und dabei geschuftet und gerart ohne und sich daher jeder anderen Organisation würdig zur Seite eine Organisation des Volkes und kann nur durch dasselbe erRücksicht auf die Gesundheit und die der Mitarbeiter. Die stellen kann. halten werden. Nur durch die Arbeit wird Wohlstand gefördert, Gelegenheit war, um von Zeit zu Zeit einen derben Abzug am Zu Punkt 3: Neuwahl des Vorstandes, liegt ein Antrag fann das Getriebe des Staats in Bewegung gesetzt werden. Bei Preis zu machen. Redner schildert nun die Entstehungen der Ar- des Vorstandes vor, den bisherigen Vorstand noch so lange im dem Arbeiterschutz- Gesetz ist sehr wenig für uns herausgekommen, beiterorganisationen und den Zweck derselben, sowie die gesetz- Amte zu lassen, bis die Frage des Zusammenschlusses der Metall- Wer zum Streit auffordert, wird gerichtlich als Erpresser bestraft. lichen und behördlichen Beschränkungen, welche den Fachvereinen arbeiter resp. Auflösung sämmtlicher Fachvereine endgiltig ent Haben wir uns von der Feudalherrschaft losgemacht, so müssen auferlegt sind. Redner meint, daß er sich einem Fachverein, schieden sei, um dadurch zu dokumentiren, daß wir der neu zu wir jetzt unsere ganze Kraft einsetzen gegen den Druck des welcher politischen Grörterungen aus dem Wege geht, nicht gründenden Vereinigung jedes Opfer zu bringen bereit sind. Wir Kapitals. Gine endgiltige Besserung werden wir nur dadurch erwünschen könnte. Dies sei in der Zentralisation der Fall. Den können das umsomehr, da auch selbst, wenn wir in zielen, daß das Volk selbst die Produktion in die Hand lokalen Fachvereinen ist es bis jetzt gestattet, politische Vorträge, folge des gegen uns herrschenden Mißtrauens auch un nimmmt. Wie die Industrie den Arbeiter ausbeutet, Grörterungen u. f. w. zu halten; jedoch ist es bei zentralisirten fern Verein auflösen müssen, wir doch die Genug so ruinirt der Groß- Grundbesitz den Kleinbauern, bis Vereinen für den Arbeiter verboten. Bei den Jnnungen ist dies frei- thuung haben, daß der neuen Organisation dasselbe Prinzip dieser nach und nach zum Lohnarbeiter herabfinkt. Unfere lich anders. Den Unternehmern wird es gestattet, wenn sie sich zu Grunde liegt, welches wir zwei Jahre hindurch energisch ver- Biele find darauf gerichtet das ganze Bolt, nicht Einzelne existenzzentralisirt haben, in ihren Vereinen Politik, z. B. bei den heidigt haben. Dieser Antrag wird angenommen. Es werden fähig zu machen. Alles durch das Volt, und Alles für das Wahlen zu treiben. Das Unternehmerthum zentralisirt fich jetzt jedoch dem seit dem 12. d. Mts. in Kraft getretenen Statut gemäß Bolt. In der Diskussion schlossen sich die Genossen Treuherz, auch mit aller Macht; dem gegenüber müssen sich die Arbeiter der Kollege Köhler zum Kassirer für den Süden und Kollege Regerau, Klei den Ansichten des Referenten an. Letztere übten auch zentralisiren, um dem Kapital einen Damm, entgegen zu David als Beisiger gewählt. Die Abrechnung vom Stiftungsseit scharfe Kritik an der Fortschrittspartei. Im Schlußwort ersucht stellen. Jedoch wollen und müssen wir Politik in den Fach- konnte wegen vieler mit Billets rückständiger Kollegen nicht ge der Referent die Anwesenden zu zahlreichen Beitritt zu der vereinen treiben. Es muß eine Zentralorganisation geschaffen geben werden und wurde deshalb zur beschließenden Versammlung Arbeiter- Bildungsschule. Im Verschiedenen wendet sich Frau werden, welche dies ermöglicht. Redner empfiehlt, daß die Ber- verschoben. Unter Verschiedenem gelangten mehrere Anträge von Mann mit einem warmen Appell an die Frauen, den Männern liner Klavierarbeiter, wenn sie sich start genug fühlen, sich so weniger allgemeinem Interesse zur Erledigung. Ferner wurde in diesen Kämpfen treu zur Seite zu stehen. Einstimmig wurde organisiren, b. h. zentralisiren, daß in öffentlicher Versammlung Kollegen Gerisch auf seinen Antrag ein achttägiger Urlaub be folgende Resolution angenommen: Die heutige Versammlung drückt ihre Mißbilligung über ein Ausschuß und Vertrauensmänner gewählt werden, ähnlich willigt. Darauf schloß Kollege Hartmann mit einigen ermundas Berhalten der Majorität der Reichstags- Abgeordneten aus, wie bei der sozialdemokratischen Partei.( Lebhafter Beifall.) An ternden Worten zur regen Agitation die Versammlung. der Diskussion betheiligt sich Kollege Sparfeld. Derselbe ist mit Gine öffentliche Versammlung der Eisen- und Me- welche gegen die Ermäßigung der Lebensmittelzölle stimmten, dem Vorschlag des Referenten einverstanden und führt aus, daß talldreher spricht das Denselben Recht ab fich Voltsvertreter doch Bildung und Aufklärung in jeder Sache zu verbreiten die Kollege Machatty erstattete in trefflicher Weise Bericht von Gewalten auf, nach den Naturrechten(? Red.) zu handeln, das Zu nennen. Die Versammlung fordert die regierenden Hauptaufgabe der Fachvereine sein muß und daß sich dies Provinzialtag. In Sachen der Organisationsfrage wünscht Privateigenthum von Grund und Boden zum Wohle der Nation und vortheilhafter ausführen läßt bei einer Rebner die Meinung der Mitglieder zu hören. In der Diskussion als Gemeingut zu erklären und sofort die nöthigen Schritte hierzu Hleineren Zahl Hörer, als bei einer kompakten Masse führte Kollege Mittmann an, daß bei Gründung des Vereins der Don Tausenden. Daß die Tischler verlangen, der Gedanke einer Zentralisation nicht außer Acht gelassen sei. Dorzunehmen, damit das Glend des Volkes sowie die daraus entKlavierarbeiter- Verein folle sich zu Gunsten des Fachvereins der Kollege Pezold erläuterte in eingehender Weise die Beschlüsse der stehenden Krankheiten ausgerottet werden. Tischler auflösen, hält er für falsch und ist der Meinung, daß Delegirten, führte weiter an, wie sich die Organisation der Ideen des Gemeinwohls, wie für sämmtliche sozialistischen Ideen Die Versammlung erklärt ferner, mit aller Macht für die sich die Zahl der Indifferenten nur vermehren würde. Ferner Metallarbeiter- Union gestalten werde. Folgende Resolution fritisirt der Kollege das Verhalten der Tischler auf dem Kongreß wurde gegen eine Stimme angenommen: Die heutige öffent u agitiren und für Aufklärung des Volkes Sorge zu tragen, in Hannover und verurtheilt die dort angenommene Resolution liche Versaminlung der Eisen- und Metalldreher erklärt sich mit damit in dem zukünftig zu wählenden Reichstag eine Majorität betreffend das Anstreben einer gehn- und neunstündigen Arbeits den Beschlüssen des Provinzialtages der Provinzen Brandender Provinzen Branden- vorhanden ist, welche Geseze schafft, die der Menschheit würdig zeit. Der Kongreß hat sich auf einen anderen Standpunkt burg und Pommern- einverstanden. Als Vertrauensmann wurde und dem Zeitgeist angepaßt sind." gestellt mit der Annahme dieser Resolution, als der Parteitag in Sollege Maier gewählt. Zu Verschiedenem fordert Kollege Halle. Redner meint, daß die Tischlerkongreffe feit den legten Mittmann die unorganisirten Kollegen auf, sich einer Bereinigung liche Versammlung für Männer und Frauen fand am Eine vom Leseklub ,, Karl Marg" einberufene öffentJahren sehr viel Aehnlichkeit mit den Kongressen der Innungen anzuschließen. Mit einem Hoch auf die internationale Arbeiter 25. Januar statt, in welcher Herr Peus einen sehr beifällig aufhaben und sich wohl nur dem Namen nach von ihnen unter- bewegung schloß hierauf der Vorsitzende die Versammlung. scheiden.(??? Red.) Kollege Kröhn führt an, daß der genommenen Vortrag über Moral und Aufklärung" hielt. Er heutige Vortrag den Zweck haben sollte, Der Leseklub„ Freie Denker" hatte zum 25. Januar eine tam zu dem Schluß: Der Gegensatz zwischen Reich und Arm ist gliedern Gelegenheit zu geben, sich über Organisations- Versammlung einberufen, die unter Leitung des Genossen G. die Bestbeule, die aus der Welt muß. Moral und Unmoral ist fragen zu unterrichten. Gs werden noch Vorträge folgen, Harnisch stattfand. Regierungsbaumeister Keßler sprach über wie Gesundheit und Krankheit. Kämpfen wir um die moralische welche eine andere Richtung in der Organisationsfrage empfehlen, Die Sagen der nordischen Völker" und erntete großen Beifall. Gesundheit, durch Kampf beschleunigen wir diesen Prozeß. Kollege Rehn kritisirt das Verhalten der Tischler bei Joel, wie unter Verschiebenem brachte Genoffe Reek nochmals den Verkauf Vergolder. Am Montag, den 19. Januar, fand die Genedie Lelegirten nach Hannover gewählt wurden. Er ist der finnigen Fleisches zur Sprache.- Die Genossen Benada, ralversammlung der Filiale Berlin statt. Der Kassirer verlas den Meinung, wenn die Fachvereinler offener und mehr solidarisch Keller, Schaar, Schluz, Obak und der Referent be Quartalsbericht. Ginnahme 925,05 M., Ausgabe 963,32 M., gegen die kleinen Branchenvereine gehandelt hätten, so hätte sich feuchteten in scharfen Ausführungen das Verhalten der Stadt Defizit 38,27 M. Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit und bei diesen alles besser realisiren lassen. Herr Keßler spricht zum verordneten und der Kommunalbehörde dem arbeitenden Volke dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Der Vorsitzende gab den Schluß noch seine Meinung dahin aus, daß es bei den Organi- gegenüber. Gin Antrag, den Ueberschuß der Tellersammlung dem Bericht über die abgefeßten Unterstüßungsmarken. Der Schriftfationen nicht auf großes Zahlenmaterial ankomme, sondern auf Parteivorstand zu überweisen, wurde einstimmig angenommen, führer gab den Rechenschaftsbericht, sowie das Jahresprotokoll den Prozentsak. Freilich wäre es richtig, wenn ein Lehrer ebenso folgende Resolution: Die heutige Versammlung verurtheilt des Arbeitsnachweis Bureaus. Gemeldet von Seiten der Arbeitwenig Schüler lieber hat, als recht viel; doch müssen sie auch das Vorgehen der Stadtverordneten Virchow und Langerhans, geber 150 Stellen. 28 Versilberer, 33 Polirer, 74 Vergolder, den Anforderungen genügen. In Fachvereinen soll ein fester welche den Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung über die 2 Firnisfer, 11 Berufsgenossen. Von Seiten der Arbeitnehmer Stamm geschaffen werden, welcher die Indifferenten belehren Petition der Arbeitslosen stellten, da angenommen werden muß, gemeldet 199. 54 Versilberer, 84 Polirer, 109 Vergolder, daß die betreffenden beiden Herren aus Arbeiterfeindlichkeit fo 2 Berufsgenossen. Erledigt 49 Stellen und zwar: 10 Bersilberer, Der Vorfihende macht bekannt, daß bei dem Teiten gehandelt haben. Mit einem Hoch schloß der Vorsitzende die 7 Polirer, 31 Vergolder, 1 Berufsgenoffe. Das ungünstige Ber Rommers eine noch gute Sigarrentasche mit wiederum stark besuchte Bersammlung, an welche sich geselliges bältniß entspringt dem Grunde, baß die Nachsuchenden, wenn sie Monogramm gefunden worden ist. Der Verlierer möge Beisammensein und Tanz schloß. befriedigt sind, es nicht der Mühe werth halten, das Arbeitssoll. den Mittagte unter Vorsiz des Kollegen Wegener. 228,95 M., Ueberschuß 28,15 M. nachweis- Bureau zu benachrichtigen. Kollege R. Fries wurde gegeben, daß am nächsten Montag, den 2. Februar, eine öffent-| Voigt und Treuherz. Die Redner erklärten sich mit einstimmig( per Attlamation) zum Verbandsvorsitzenden gewählt. liche Schuhmacherversammlung mit wichtiger Tagesordnung in den vom Delegirtentage gefaßten Beschlüssen einverstanden. Zur Bei der Wahl des Filialvorstandes und der Revisoren gingen Gratweil's Bierhallen, Kominandantenstraße, stattfindet. folgende Kollegen aus der Wahl hervor: R. Möhring, 1. Vor- Besuch dieser Versaminlung ist nothwendig. Nach dem noch der gestellte Resolution:„ Die heutige Versammlung der SchraubenDer einstimmigen Annahme gelangte folgende vom Kollegen Stabernad figender, P. Höppner, 2. Vorsigender, O. Mayer, Kassirer, Fragekasten, welcher einige Fragen enthielt, die zu einer regen und Façondreher Berlins und Umgegend erkennt die Prinzipien J. Schuller, Schriftführer, H. Leimert, Beifizer. Verbandsrevi- Diskussion führten, erledigt war, schloß der Vorsigende die Ver- des Provinzialtages an und verpflichtet sich, mit allen gesetzlichen foren: Otto Schnorre, Behrendt. Filialrevisoren: Wuzke, Albrecht, sammlung. Mitteln für eine örtliche Zentralisation der Metallarbeiter ein Sommervergnügen mit der Einnahme von 252,10 M., Ausgabe umgegend hielten am 27. d. Mts. eine öffentliche Versammlung der Tagesordnung bildete der Bericht der Delegirten von ge Die Metallschrauben und Façondreher Berlins nud zutreten." Es folgte die Wahl eines Vertrauensmannes. Die Wahl fiel auf den Kollegen Koopmann. Den vierten Punkt ab. Nachdem dieselbe das Andenken an einen verstorbenen Berliner Streif- Kontrollkommission. Berichterstatter war kollege In einer öffentlichen Metallarbeiter- Versammlung, Kollegen durch Erheben von den Plägen geehrt hatte, erfolgte die Stabernad. Derselbe sprach sich für eine Umgestaltung bezw. zu deren Leiter Genoise Pawlowitsch gewählt war, berichtete Berichterstattung vom Metallarbeiter- Delegirtentag der Provinzen Bereinfachung aus dergestalt, daß die Gewerkschaften nur durch am Dienstag Abend Genosse J. Hartmann über den um Weih- Brandenburg und Pommern seitens des Delegirten Kollegen einen Delegirten vertreten sein sollen. Die Versammlung erklärte nachten stattgefundenen Delegirtentag der Metallarbeiter Branden Eisenblätter. Derselbe schloß seinen ausführlichen Bericht fich mit dem Delegirten Roll. Stabernad einverstanden. burgs und Pommerns, worüber wir seiner Zeit ausführlich be- mit der Aufforderung, recht energisch dafür zu agitiren, daß alle Roll. Tate legte sein Amt als Delegirter nieder, und werden rich teten. Bei Besprechung der einzelnen Punkte bedauerte Redner, Schrauben- und Façondreher sich dem Fachvereine anschließen, bemnach die Schrauben- und Façondreher vorerst nur durch daß der Arbeitsnachweis der Metallarbeiter leider noch immer von damit dieselben in geschlossener Menge der zu gründenden großen Roll. Staberuad in der Berliner Streit- Kontrollkommission zu Wenigen benutzt würde. Er könne es zwar Jemand, den der allgemeinen Metallarbeiter- Vereinigung beizutreten im Stande vertreten sein. Des Weiteren wurde die Organisationsfrage be Hunger treibt, nicht verdenken, wenn er herumlause und sich selbst seien. Die betr. Versammlung, welche die Gründung der gehandelt und allseitig der Zusammenschluß im Fachverein befür Arbeit suche, doch könne man dennoch in tausenden Fällen den planten Vereinigung zu vollziehen haben wird, wird im Monat handelt und allseitig der Zusammenschluß im Fachverein befür wortet. Besprochen wurde auf dem Februar einberufen werden. In der Diskussion sprachen die Delegirtentag auch die Einrichtung einer Herberge für durch- Kollegen Hirsch, Stabernack, Stabernad, Kind, Reißner, reisende Kollegen. Redner empfahl die Gründung einer solchen Herberge, damit die Kollegen nicht den christlichen Herbergen anheim fallen. Zum Schluß kritisirte Redner noch die Gründung des Schlosserverbandes und des Organs für denselben, ein Vorgehen, welches im Widerspruch mit den Beschlüssen des letzten Metallarbeiter- Kongresses stehe.( Beifall.) In der Diskussion glaubt Genosse Breuer, daß die Versammlung sich mit den Beschlüssen des Delegirtentages vollständig einverstanden erklären könne, besonders sei das Festhalten an der lokalen Zentralisation mit Freuden zu begrüßen. ( Beifall.) Genosse Gerisch legt zunächst ebenfalls die Gründe dar, welche ihm die lokale Zentralisation als die beste unter den gegenwärtig gegebenen Verhaltnissen erscheinen ließe. Wahrscheinlich jedoch meinte er weiter, dürfte es sein, daß der nächste MetallarbeiterRongreß dennoch eine allgemeine Zentralisation beschließe, alle Anzeichen lägen dafür vor. Doch werde dann keinesfalls eine Branchenzentralisation zu Stande kommen, sondern nur eine allgemeine Metallarbeiter- Union. Auch der Allgemeine Metallarbeiter- Verein werde den einzelnen Branchen und deren Intereffen fortan mehr Rechnung tragen, indem man beabsichtige, eine Fachkommission zu gründen, in welcher sämmtliche Branchen ihrer Stärke gemaß vertreten sein sollen. Ferner gedenke man dem Uebelstand abzuhelfen, daß immer Don Neuem neu hinzutretenden Kollegen die Anfangsgründe beibringen müsse, was für die älteren sehr lästig wäre. Daher werde dies fünftig von den einzelnen Branchen in Agitations- Versammlungen besorgt werden, während man dann in den anderen Versammlungen mehr werde bieten tönnen.( Beifall.) man Nachdem sich hierauf die Versammlung mit den Beschlüssen des Delegirtentages einverstanden erklärt hatte, ging man zu dem dritten Punkt der Tagesordnung: die diesjährigen Lohnabzüge, über, und hierzu führte Genosse Hartmann aus, daß es zwar nicht möglich geworden sei, wie man anfänglich dachte, bis heute genaues Material vorlegen zu können; doch so viel lasse sich feststellen, die Lohnabzüge seien in diesem Jahre so große und fänden in und Branchen allen Fabriken statt, daß es uns ein deutlicher Beweis sein könne, wie groß die gegenwärtige Krise sei, und wie sehr den Unternehmern daraufhin den Arbeitern gegenüber der Muth gewachsen sei. Soweit bis jetzt habe festgestellt werden können, habe der niedrigste Lohnabzug 10 pet. betragen. Eine genaue Feststellung würde sehr wünschenswerth sein, daher müßte überall das Material hierfür gesammelt und den Vorständen der Fachvereine übermittelt werden. Eine ernste Mahnung sei das aber den Arbeitern, sich zu organisiren, nur wenn sie fest zusammengeschlossen dastehen werden, werden sie den Anmaßungen des Unternehmerthums einen festen Damm entgegenseßen können.( Beifall.) Gen. Meyer bespricht Mißstände in den Arbeitsverhältnissen der königl. Münze. Gen. Günther giebt zu erwägen, daß die Unternehmer doch die paar Pfennige Mehrausgaben, welche ihnen die neue Sozialreform" durch das Alters- und InvalideitversicherungsGesez auferlege, mit ihrem gewöhnlichen Profit wieder einholen müßten.( Beifall.) Genosse Gerisch: Wie Schiller das wunderbare Mädchen alljährlich erscheinen läßt mit Gaben, so erscheint dasselbe bei den Metallarbeitern ebenfalls alljährlich, jedoch bringe es hier nichts, sondern hole etwas fort, in Gestalt von Lohnabzügen. Eine Statistit der letzteren wäre der zweckmäßigste Weg. Hätten wir eine straffe Organisation über ganz Berlin, so könnten wir jeden Monat einen getreuen Ueberblick über die Lohnschwankungen veröffentlichen. In nächster Zeit dürften, ivas Hartmann schon angedeutet habe, von einem Verein Fragebogen in dieser Sache ausgegeben werden, möge dann Jeder mit Hand anlegen, damit wir einmal flarlegen können, wie gerade in diesem Jahr die Verhältnisse liegen. ( Beifall.) Unter Verschiedenem forderte Genosse Günther auf, die von den Metallarbeitern eingeführten Marken zu benutzen und dafür zu agitiren. Genoffe Litfin brachte als Delegirter der Berliner Streit Kontrolltommission die geplante Umgestaltung derselben zur Sprache. Nachdem er die Verhältnisse, welche zu diesem Schritte führen, dargelegt hatte, ersucht er die Versammlung, sich darüber zu äußern, da die Delegirten nicht selbständig in dieser wichtigen Frage handeln möchten. Ferner theilt Redner mit, daß der für den Norden gewählte Delegirte Erdmann sein Amt vollständig vernachlässigt habe, indem er bis jetzt noch niemals erschienen sei. Er selbst müsse auch sein Amt niederlegen, da er aus mehrfachen Gründen nicht in der Lage sei, es noch länger zu verwalten. Genosse Gerisch meint, die Berliner Streit- Kontrollkommission wäre ein getreues Abbild unserer so vielfach zersplitterten Gewerkschafts- Bewegung und nur durch Beseitigung des Uebels an der Quelle könne Wandel geschaffen werden. Der Berliner StreifKontrollkommission sei eine so gute Bahn gegeben; wenn sie sich stritte an dem gehalten hätte, was ihr ausgegeben war, dann hätte niemals die Frage, welche ihr jetzt vorliegt, auftauchen fön en. Sie habe sich übrigens gar nicht neu zu organisiren, sondern sich nur den ihr an gegebenen Anweisungen Eine ( Resolution der Gewerkschafts- Versammlung) zu halten. neue Form könnte ihr nur eine öffentliche Gewerkschafts- Versammlung geben. Hinderlich sei allerdings die große Zahl der Delegirten, die ganzen Branchenvertretungen fönnten leicht in Wegfall kommen, die Metallarbeiter wären hinreichend durch zwei, ja sogar mindestens ebenso gut durch einen Delegirten vertreten. ( Beifall.) Nach längeren Verhandlungen nahm man von einer sofortigen Neuwahl an Stelle Litfins Abstand, da dieser sich bereit erklärte, den nächsten Verhandlungen der Berliner Streif Kontrollkommission, weldje am folgenden Tage stattfinden sollten, noch beizuwohnen. Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin) hielt am Montag, den 26. Januar, eine geschlossene Mitgliederversammlung ab. Die auf der Generalversammlung zu Weißenfels geänderten Statuten wurden verlesen. Bei der Wahl der Bevollmächtigten wurden folgende Kollegen gewählt: Karl Fleischer erster, Lau zweiter und Germann dritter Bevollmächtigter; als Revisoren die Kollegen August Fleischer und Büttner. Unter Verschiedenem" verliest der Borsigende einen im SchuhmacherFachblatt" enthaltenen und von der Streikkommission zu Erfurt unterzeid, neten Artikel und fordert zu weiterer Geldsammlung für die Ausgesperrten auf. Ferner wurde der Versammlung bekannt " 8. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie.[ 12 45 52 60 842 93046 129 227 56 308 84 86 436 81 530 31 609 72 Siebung bem 28. Januar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Numinern in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 40 240 48 80 89 372 525 77 626 707 9 857 1104 56 275 13001 610 53 730 60 856 72 984 2008 123( 3000) 229 352 91 487 594 631 3157 59 95 216 80 405( 3000) 47 53 56 98 110 000 515 95 696 130 000 719 67 921 44 4190 396 459 628 1300 769 5021 70 234 453 567 860 949 95 G309 54 471 94 581 737 912 7052 227 130001 44 63 397 575 85 772 869 901 4 22 58( 500) 90 8002 78 154 75 212 39 345 437 81 627 8+ 788[ 300] 869 918 29 9270 337 422 559( 500] 72 80 675 82 855 10151 66 88 401 8 86 645 93 15001 787 95 942( 300) 11077 114 41 269 445 619 150 01 67 72 89 860 12046 151 225 65 557 600 20 707 66 890 922 13077 106 13001 7 288 340 54 632 749 69 92 1-4000 65 93 207 21 61 449 15062 115( 500) 50 92 228 417 516 828 13001 52 16005 13001 372 470 725 823 93 17108 9[ 3000] 17 206 51 90 439 588 768 78 890 997 IN133 296 406 549 55 648 994 19041 114 82 380 407 538 95 787[ 500] 95 855[ 500: 917 24 77 20088 150 62 251 310 19[ 3000] 60 84[ 1500] 430 50 60 621 754 869 93 980 93 21013 168 204 37 330 1500] 435 36 65 92 629 02 22062 225 314 72 98 99 403 40 43 1500) 732 861 85 902 130001 45 15001 23045 101 17[ 1500] 20 29 330 459 548 682 718 990 24000 70 81[ 300] 145 418 647[ 50] 71 766 979 25091 130 72 129 397 5-6 812 43 26038 223 404 6 510 649 772 897 914 69 27221 88 503 606 950 130001 28019 44 93 132 49 77 315 539 690 792 803 914 85 29063 177 212 63 91 361 130001 526 668 776 910 98 C 30056 13000] 93 169 557[ 500] 58 84 686 715 820 937 31009 227 315 55 729 941 32039 44 85 184 230 76 338 95 518 66 660 99 757 73 829 36 83 88 933 1300] 33032 167 210 29 426 677 855 99 34074 78 166 78 254 335( 500) 82 478 612 34 99 13001 793 854 959 35057 211 330 543 60 663 827 65 69 76 36077 106[ 3000] 211 18 58 345 46 71 86 482 603 605 86 713 14 928 37053 102 17[ 3000] 22 227 57 317 436 90 569 38011 53 151 85 258 69 396 608 725 560 88 812 930 55 39133 212 f500 67 73 417 69 87 518 750 99 843 67 905 40039 89 163 515 15 01 49 50 633 95 812 99 917 59 41066 255 87 445 537 55 849 89 914 83 42036 135 257 71 323 1300] 52 430 53[ 5001 90 93 573 643 712 79( 1500) 882 15001 905 56 43095 365 494 631 963 44092 240 05 14 15001 69 45082 83 104[ 1500] 79 294 341 592 718 957 46282 376 82 422 78 89 584 96 620 64 827 46 982 97 47124 81 294 429 1300 39 527 972 80 48040 150 S2 299 343 63 436[ 1500] 39 583 682 848 77 49057 225 51 435 97[ 3000] 586 823 55 94 50063 148 373 76 81 408 35 630 742 51093 190 241 46 347 411 13 568 661 742 52056 70 131 624 894 997 53056 105 30 57 564 793 815 921 54041 57 165 292 330 55 458 506 606 21 739 872 55107 280 327 468 87 506 691 745 966 95[ 1500] 97 56012 142 61 99 360 536 665 796 13001 829 33 962 69 57213 15 330 79 420 75 660 750 830+8 922 76 58160 77 272 81 307 88 413 575 636 58 719 56 884 972 5900+ 191 239 84 343 695 1500] 807 947 60329 61 424 527 60 639 710 13 867 963 61203 16 97 349 73 484 539 606 48 710 39 855 969 75 81 62016[ 3000] 80 320 150 1 552 53 58 686 881 940 63024 504 1500] 21( 5000] 48 654 937 64000 9 11 138 294 303 430 59 526 607 70 726 826 65037 163 232 899 632 66 727 58 846 66020 128 490 591 788 914 44 64 67296 330[ 300] 49 537 668 910 68102( 30001 80 88 223 59 332 38[ 500] 405 15 45( 30001 538 645 719 28 856 917 69318 485[ 3000] 616 914 70135 547 749 71102 90 354 1500] 60 950 92 72111 60 256[ 1500) 378 407 61 64 90 97 631 716 20 802 73116 20 66 3 4 44 80 460 604 [ 300] 760 894 944 74198 200 29 64 472 729 805 17 41 948 75210 59 [ 1500] 317 66 455 67[ 300] 513 26 89 814 31 70102 6% 201 55 506 1500) 677 89 843 87 916 91[ 300] 77026 65 79 179 301 11[ 30001 432 587 93 705 863 961 73 78001 32 215 338[ 300] 712 35 90 818 33 92 98 79170[ 500] 309 497[ 1500] 521 815 90 928 36 80038 54 56 191 207 73 585 940 81115 57 399 415 31 560 786 944 63 65 82403 12 23 516 71 615 63 842 81 936 83049[ 3000] 293 98 4-6 539 617 797 811 61 949 75 87 94 84071( 1500) 110 421 611 773 [ 300] 858 961 86 85 14 144 64 362 87 412 504 36 82 651 89 731 94 807 930 76[ 1500] S6133 74 203[ 500] 366 86 482 535 59 69 618 33 782 87069 115 66 1500] 95 276 92 13000] 365 412 84 596 667 871 86 88080 100 10 26 406 27 527 625 34 97 861 965 81 89076 172 90 400 53 535 90008 35 40 112 292 460 530 732 42 93 953 13001 91006 314 476 522 697 729 48 51 84 874 942 91 02054 86 180 291 337 443 675 710 8. Ziehung der 4. Rajje 183. Königl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 28. Jamar 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummeris in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 59 68( 500) 112 229 387 588 768 823 1003 11 42 66 121 23 204 53 289 432 33 574 92 629 927 37 2186 420 571 600[ 500] 732 906 21 8226 36 43 418 32 527 43 723[ 3001 60 831 4004 355 465 73 649 82 13001 726 809 82 954 5075 169 266 67 331 445 115 000] 500 16 28 741 993 G39 451 546 72 654 91 775 83 15001 7046 89 96 171 13000) 85 404 41 82 590 604 32 771 876 972 8400 57 65 567 709 886 934 1500] 75 9046 100 309 33 81 442 540 57 619 90 700 46 895 10079 207 41 303 44 64 422 632 702 935 11115 270 348 517 867 908 23 38 1300] 12022 34( 150) 169 224 29 375 415 26 583 95 763 822 13002 1500) 5 121 261 63 311 646 817 930 1403 64 153 61 91 [ 1500] 233 527 31 69 13001 93 671 709 35 13000) 72 851 88 15009 14 23 35 85 95 169 81 345 57 58 505 944 70 16022 81 297 310 513 68 600 82 956 17240 85 328 77 89 689 702$ 28 18057 340 464 557 19012 20 148 71 241 52 622 732 93 809 12 49 87 952 69 20007 37 53 78 89 185 98 221 70 383 499 652 75 807 21039 108 95 97 205 1500] 15 446 512 671 736( 15 000] 92 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Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2 Ita fr 5 gen Die Es Ve Sä wet Ha Ar die abu bla lich Ala Iat Fl lid der das zot Det Ko bri tie fp lei To pr Fr fic de od de ist zu ne S 1t e: 11 f e