Nr. 41. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährt. 8,30 wt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrterter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pig. Bost Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn a Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montage. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Sild Gall idry libienesid bit Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für polttische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bts 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernfprecher: Bmt 1, Mr. 1508. Telegramm- Abreffe: " Burialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Weltpolitik des kapitalistischen Absolutismus. Sonntag, den 18. Februar 1900. Rest des alten Fluchs los wurde, und nun vor der Aufgabe steht, in mühseliger Arbeit sich wieder auf die Höhe einer Kulturnation zu erheben. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Hemmung der Reichsromantik abzuzielen. Leise und vorsichtig, aber mit zäher Geschicklichkeit wird die weltpolitische Seeschwärmerei von Preußen aus unterminiert. Offenbar fürchten die Sprach man zur Zeit des legten spanisch- amerikanischen Kriegs Finanzminister der Einzelstaaten aus der ebenso sorglosen Die moderne Weltpolitik begann mit dem 16. Jahrhundert, mit einem liberalen Philister, so konnte man die salbungsvollsten wie großartigen Finanzwirtschaft im Reich zerrüttende Rücknachdem die Spanier im Jahre 1492 die neue Welt und die Portu- Belehrungen darüber bekommen, daß die spanische Nation ihren verwirkungen auf die Staatsfinanzen. Daneben aber und vor giefen im Jahre 1498 den Seeweg nach Ostindien entdeckt hatten. dienten Lohn erhalten, weil sie sich nie von der Herrschaft von allem sucht die agrarisch feudal versippte preußische Spanien und Portugal waren damals Staaten, die sich eben zu Junkern und Pfaffen befreit habe. Nun ist es für keine Nation ein Regierung gegen die Industrie- und Exportpolitik der nationaler Einheit in der Form des Absolutismus zusammen- Genuß, unter der Herrschaft von Junkern und Pfaffen zu stehen, es Reichs verwaltung zu intriguiren. Natürlich fann geschloffen hatten, das heißt derjenigen Staatsform, deren die sei denn etwa für die Nation der deutschen Philister, und wenn ein man diese Pläne nur mit großer Behutsamkeit austapitalistische Produktionsweise in ihren ersten Entwicklungsstadien ehedem so fraftvolles und fühnes Volt, wie die Spanier, fich von führen. Hinter dem Marinismus steht, und diesmal zu ihrer fräftigen Entfaltung bedarf. Selbstverständlich aber war dieser Herrschaft nicht befreit hat, so wird es wohl weniger an mit seiner ganzen Energie, der Kaiser; es ist darum dieser Absolutismus noch immer reich mit feudalen Elementen durch seinem guten Willen, als an einem zwingenden Grunde gelegen unmöglich, offen und geradezu seine Wünsche zu durchfegt; es gab noch feine bürgerliche Stlaffe, auf die geftügt der haben. Dieser Grund aber ist kein andrer, als die Weltpolitit freuzeit. Aber es giebt in der Zeit der Sammelpolitit, wo es absolute Monarch die alten Feudalmächte des Adels und der Kirche des kapitalistischen Absolutismus. Sie brach in einem Augenblid leicht ist, alles zu verheten, weil man alle zufrieden stellen nieberwerfen konnte; lieten sie ihm nur den notdürftigsten Spiel- über das Land hinein, wo die Feudalmächte des Adels und der will, genug Mittel, um die verschiedenen gesetzgeberischen raum, um den gebieterischen Forderungen seiner historischen Stellung Stirche zwar innerlich schon zum Untergange reif, aber äußerlich noch Entwürfe gegen einander auszuspielen und so zu Falle gerecht zu werden, so fügte er sich gern ihrem noch immer sehr mächtig genug waren, die Früchte dieser Weltpolitik an sich zu zu bringen, und solche Mittel wendet man in Preußen un mächtigen und trozigen Willen. reißen und nunmehr die Anfänge bürgerlicher Bildung und Kultur zweideutig an. Mit dem Seewege nach Ostindien erschloffen sich den Portu- auszurotten, Ackerbau und Industrie zu zerstören, die auf- Nur so ist es zu verstehen, daß ganz ohne zivingenden giefen, mit der Entdeckung Ameritas den Spanien märchenhafte teimende Straft der Städte zu brechen, und eine Pöbel Anlaß in demselben Augenblick, wo im Reich der Marineplan Reichtümer, deren sie sich, soweit sie nicht den einfachen Seeraub masse von Bettlern und Schmarogern, von Prahlhänsen und veröffentlicht wurde, preußische Offiziöse den neuen Kanalvorzogen, in der Form eines streng monopolisierten Handels bemäch- Raufbolden zu züchten, genug, einen Zustand der Unkultur entwurf bekannt geben und so die Konservativen gegen die tigten. Kein Fremder durfte sich in einer portugiesischen oder spanischen herzustellen, den der englische Historiker Budle mit den Worten Flotte verärgerten, die ihnen ohnehin gräßlich" ist. Kolonie, tein Schiff mit fremder Flagge in einem portugiesischen oder fennzeichnet:" Für den König zu fechten und in den Kirchen zu Dasselbe Manöver wiederholt sich jetzt, in noch markanterer spanischen Gewäffer sehen laffen. Der Papst als Stellvertreter beten, war ehrenvoll; alles andre gemein und schmutzig." Weise. Während für die Durchsetzung der Marinevorlage Gottes teilte die Welt zwischen diesen beiden Mächten, und sie waren Mit derselben Soldateska, die sich von fremden Nationen so oft alles auf die gute Stimmung des Centrums ankommt, erentschlossen, teinen Eindringling darin zu dulden. Es ist nun auch die schönsten Brügel geholt hat, warf bereits Start V. die Macht der scheint in Preußen ein Kommunalwahl Gesetz auf der Obergar nicht zu leugnen, daß sie mit dieser Weltpolitik toloffale Erfolge spanischen Kommunen in der Schlacht bei Villalar nieder, und die fläche, das direkt gegen das Centrum gerichtet ist und erzielt haben, und in erster Reihe Spanien, das größere und volt- Inquisition ergänzte diesen Sieg durch die Verwüstung der spanischen die regierende Partei" im tiefsten verlegen muß. Damit reichere der beiden Länder. Eben noch von inneren Striegen zerriffen, Städte. Noch verhängnisvoller erwies sich unter Philipp II. und deffen wird die Abneigung des Centrums gegen die Flotten war es erst 1490, zwei Jahre vor der Entdeckung Amerikas, notdürftig Nachfolgern die Ausrottung der Mauren, der kundigsten Ackerbauer verdoppelung nicht gemildert. zu einem Königreiche vereinigt worden; binnen wenigen Jahrzehnten und der gewerbfleißigsten Handwerker im Lande, in deren Händen sich die wurde es durch seine Weltpolitif ein Weltreich, worin die Sonne nicht unter Baumwollen- und Buderkultur, die Papier- und Seidenindustrie ging. Der spanische König Karl wurde Kaiser von Deutschland; er befand. Den ideologischen Vorwand lieferten wieder die Pfaffen; besaß die Niederlande und einen großen Teil Italiens, Mailand, die wirkliche Triebfeder aber war das Bestreben der Weltdespoten Neapel, Sizilien, Sardinien; er schlug die Macht der Türken, damals und ihrer junterlichen Höflinge, alles auszurotten, was die Nation die furchtbarste der Welt, auf allen Seiten zurück und demütigte die arbeitsam, unabhängig und deshalb rebellisch machen konnte. Als die franzöfifche Monarchie, indem er ihr wertvolle Provinzen entriß und Mauren vertrieben waren, entarteten Fabriken und Künste, oder den französischen König gefangen im Triumph nach Madrid führte. gingen gänzlich verloren, und ungeheure ungeheure Streden fultur- politit zu verschlechtern. Auch das Warenhausgefez gehört in Und nun gar außerhalb Europas! In Amerika erwarben die fähigen Landes blieben unangebaut. Ginige der reichsten die Reihe der Maßnahmen, die nur geeignet sein können, die Spanier einen Länderumfang, der sechzig Breitengrade bedeckte und Gegenden von Valencia und Granada gerieten fo in Flottenfreunde zu verstimmen. beide Tropen einschloß. Außer Merito, Centralamerita, Venezuela, Verfall, daß es an Mitteln fehlte auch nur die dünne, Von Herrn v. Miquel hört man seit einiger Zeit nur noch Neugranada, Peru und Chile eroberten fie Kuba, St. Domingo, Jamaika noch übrig gebliebene Bevölkerung zu ernähren. Ganze Be- Krankheitsberichte. Fast scheint es, als ob man den unbesiegund andre Inseln. In Afrika gewannen sie Ceuta, Oran, Tunis und zirke wurden plöglich wüst und sind bis auf den heutigen Tag nie lichen Finanzminister gerade zu dem Zweck frank sein läßt, um bedrohten die ganze Küste der Berberei. In Afien hatten sie Nieder- wieder bevölkert worden. Diese Wüsteneien boten eine Zuflucht seine eifrige politische Coulissenthätigkeit zu Nutz und Frommen Laffungen zu beiden Seiten des Delhans, fie befeßten einen Teil von für Diebe und Schmuggler, die Nachfolger der gewerbfleißigen Ein- des preußischen Junkertums und des preußischen Fiskus der Malatka und setzten sich auf den Gewürzinseln fest. Endlich ver- wohner, die früher dort gelebt hatten; von der Vertreibung der Aufmerksamkeit zu entziehen. Jedenfalls hätte er in seiner banden fie ihre entferntesten Besitzungen durch die Eroberung der Mauren schreiben sich die organisierten Räuberbanden her, die feit Verwaltung tunstgewandte Schüler seiner politischen Methode, Philippinen und sicherten sich so eine Verbindung zwischen allen jener Zeit die Geißel Spaniens wurden und von keiner Regierung wenn er felbst wirklich durch Krankheit verhindert sein sollte, Teilen ihres ungeheuren Reichs, das die ganze Erde umgürtete. mehr völlig ausgerottet werden konnten. an unsichtbaren Fäden der Dinge liftig zu lenken. Für die Weltpolitik dieses Weltreichs waren natürlich Waffen, Aehnliche Resultate wie in Spanien zeitigte die Weltpolitik des Waffen und abermals Waffen nötig. Philipp II., der Sohn Karls V. tapitalistischen Absolutismus in Portugal. Die beiden Länder aus Schillers Don Carlos wird allen unsern Lesern waren ihre typischen Stätten, weil sie fich in ihnen rein austoben der interessante Charaktertopf bekannt sein, war der erste Monarch, fonnte; der heutige Zustand Spaniens und Portugals ist ihr historisches Am 17. Februar bor 300 Jahren hat Giordano Bruno der auf den erleuchteten Gedanken verfiel, zugleich ein Heer und eine Dentmal. Jedoch beschränkte sich ihre barbarische Wirksamkeit nicht auf den Flammentod erlitten. Unfre Leser finden eine Würdigung Flotte ersten Ranges zu unterhalten. Die Liebe des freien Manns diese beiden Länder, sondern sie trat im 16. Jahrhundert überall des Märtyrers in der„ Neuen Welt". Daß in unfrer Zeit aber war ihm ein unbekannter Begriff; er wollte durch Noß und Reisige auf, wo ihr die Möglichkeit der Entfaltung gegeben war; nur daß der Rauch des Scheiterhaufens auch nach 300 Jahren noch die steile Höh' sichern, worauf er über der bewohnten Welt thronte. fie in andern Ländern sich erst langsam und später entwickelte, und, nicht verweht ist, das zeigen Begleiterscheinungen, welche die Seine Schiffe raubten auf dem Meere, seine Söldner heerten in che sie ihr Totenreich errichten konnte, von der Weltpolitit des jezige Brunofeier verfinstern, mit erschreckender Kraßheit. allen Erdteilen. Besonders die spanische Kolonialpolitit begann bürgerlichen Handelstapitals abgelöst wurde, der zweiten historischen Bekannt ist, daß der freisinnige Oberbürgermeister des aufmit Greueln, wie sie bis dahin in der Geschichte noch nicht Phase der modernen Weltpolitik. geklärten Berlin den Rathaussaal für eine Ehrung Brunos erhört gewesen waren. Doch sei gleich bemerkt, daß von verweigerte. Aber auch die eigentlichen Nachkommen der diesen und überhaupt Inquifitoren von ehemals leben noch, und ihr Haß hat ihr Opfer um drei Jahrhunderte überlebt. Man berichtet uns: Greueln bon der Kolonialpolitik Politische Neberlicht. Berlin, den 17. Februar. Das Abgeordnetenhaus Wenn diese unzeitigen preußischen Gefeßgebereien nicht etiva Gingebungen eines beispiellofen tattischen Ungeschicks sein sollten, so können sie nur als listig berechnete, in ihrer dichten Maskierung doppelt wirksame Rückenangriffe auf die Milliarden verschlingende Reichs- Wasserpolitik aufzufassen sein. Das Agrariertum in der preußischen Regierung sucht, indem es die Parteien reizt, die Aussichten der weltpolitischen Phantasie- und GeschäftsUnverlöschlicher Haß. 07 der in unsern Artikeln über Weltpolitit nicht weiter gefprochen werden soll. Das würde sich in unsrer weltpolitischen" Zeit nicht schicken, und wir möchten nicht gern die Verachtung der ethischen" FlottenFür den Vorabend des 300jährigen Todestages Giordano Brunos profefforen auf uns herabziehen. Zudem schrieb der preußische hatte die philosophische Abteilung der Berliner Fintenschaft eine Ges sei voller Greuel und es werde nie zu entscheiden sein, welcher der die Erweiterung des Staats- Eisenbahnnezes und Ortes befremdet auf den ersten Blick, rührt aber daher, daß jenes Historiker v. Treitschke schon vor dreißig Jahren, jede Kolonialpolitit begann am Sonnabend mit der Beratung des Gesezentwurfs betr. bentfeier angekündigt, bei der Professor Dr. Lasson die Rede im Satholischen Vereinshause halten sollte. Die Wahl des europäischen Nationen in diefem zarten Buntte der Preis der Ruch- Förderung des Kleinbahnwesens. Von Rechts wegen sollte eine bequem erreichbare Vereinshaus im Centrum von der Fintenschaft Tosigkeit gebühre. Seitdem haben wir auch eine deutsche Kolonial. folche Vorlage in einer Zeit, die im Zeichen des Berkehrs stehen soll, häufig zu größeren Veranstaltungen benutzt wird. Der Wirt hatte politik, ohne daß jedoch dank den Leist, Wehlan, Peters, Arenberg Eisenbahnvorlage an das Haus gekommen und man hat schon den in jeder Session erscheinen. In der legten Session ist aber keine auch diesmal gegen einen wissenschaftlichen Vortrag nichts ein politik, ohne daß jedoch dank den Leift, Wehlan, Peters, Arenberg die Preisfrage Treitschtes leichter lösbar geworden wäre. Sprechen Eisenbahnminister und Herrn bon Miquel eines schwarzen Komplotts handelte es sich, nicht um eine Rundgebung für den Martyrer zuwenden; denn nur um eine Würdigung des Philosophen wir also nicht von Moral! wie jene Pariser Grisette zu ihrem verdächtigt, nach welchem die beiden Herren das Land Preußen Bruno. Da erfuhr auf bisher unaufgeklärte Weise Freunde fagte. mit der Verzögerung von Bahnbauten bestrafen wollten, weil der Centrumsabgeordnete Dasbach von der Feier. In einem Brief „ Realpolitisch" ist jedoch festzustellen, daß Philipp II. mit seinem Landtag das Kanalprojekt verworfen hat. Bei der Kanal, freund forderte er den Propst von Berlin und fürstbischöflichen Delegaten Blane, zugleich eine Flotte und ein Heer ersten Ranges zu unter- schaft" des Herrn von Miquel ist dieser Berdacht sicherlich hinfällig. Dr. Neuber auf, diese„ ffandalöse Feker" zu verhindern. Der halten, fläglich scheiterte, zum eignen Ruin, woran gar nichts ge- Der Herr Finanz hat einfach Geld sparen wollen und daraus ist Propst, der wohl ein Aufsichtsrecht über das katholische Vereinshaus Tegen gewesen wäre, aber auch zum Ruin eines edlen Kulturvolls, die llebergebung einer Seffion zu erklären. woran sehr viel lag. Die Kleinen Niederlande schlugen den Welt- Mart und zwar 91 660 000 m. zum Bau von fünf neuen Haupt- Borstand der Abteilung erhielt davon Kenntnis, begab sich FreitagDie Vorlage verlangt im ganzen eine Summe von 115 660 000 übt, hatte nichts Eiligeres zu thun, als dem Wirt die Abhaltung der auch nach seinen Worten skandalösen Feier" zu verbieten. Der despoten dröhnend aufs Haupt, Frankreich zerbrach seine Landmacht, bahnen und 15 neuen Sekundärbahnen, 4 000 000 Mart aur nachmittag zum Wirt des Vereinshauses und erhielt, nachdem er England seine Seemacht; fiehe darüber die unüberwindliche Flotte" Beteiligung des Staats am Bau einer Eisenbahn von Treuenbrießen schriftliche Erklärung abgegeben hatte, daß es sich um einen wiffennachmittag zum Wirt des Vereinshauses und erhielt, nachdem er Schillers, der ein„ Weltbürger", aber deshalb bei Leibe kein Weltpolitiker" nach Neustadt a. D. durch lebernahme von Aktien und 20 Mill. M.[ chriftliche Erklärung abgegeben hatte, daß es sich um einen wiffenschaftlichen Vortrag handle, die bindende Busage, war. Als Philipp II. im Jahre 1598 nach vierzigjähriger Regierung starb, zur Förderung von Kleinbahnen. hinterließ er neben einem entehrten Namen eine ungeheure Schuldenlast, Minister v. Thielen gab eine furge Uebersicht der geplanten Bahn- daß der Vortrag in feinen Räumen gehalten und ein ausgefogenes, an Elend, Schmutz und Unwissenheit hin- bauten. In der Debatte machte sich kein Widerspruch geltend. Die erben könne. Als gegen 8 Uhr abends die ersten Teilnehmer fiechendes Woll, dessen Kopfzahl in dieser Zeit von zehn auf acht Erörterung artete aber bald in eine Kirchturmpolitit Distuffton Bortrag nicht stattfinde: der Propft habe es verboten. BorMillionen gesunken war. Das waren innerhalb hundert Jahren die aus. Es ſprachen unzählige Redner, von denen ein jeder seine haltungen waren zwecklos. Enttäuscht mußten die in großer Zahl Früchte der Weltpolitik, die der kapitalistische Absolutismus des Lokalschmerzen vorbrachte. Am Dienstag soll diese Art Debatte noch herbeiströmenden Zuhörer sich entfernen. Mit großer Mühe wurde fortgesezt werden. 16. Jahrhunderts in dem klassischen Lande seiner Wirksamkeit getrieben hat, aber es war immerhin erst die Ernte eines Jahrhunderts. Seitdem sind noch drei Jahrhunderte gefolgt, in denen das Land der Calderon und Cervantes den Kelch des Elends und der Schmach Preußische Beklemmungen. Gegen die Flottenvorlage haben die einzelstaatlichen bis zur Hefe leeren mußte, in denen die spanische Geschichte die Ge Finanzverwaltungen, wie immer flarer fichtbar wird, schwere fchichte eines Verfalls ohnegleichen gewesen ist, bis herab zu unsern Bedenken. Besonders Preußen verhält sich überaus fonderbar. Tagen, wo Spanien mit einer demütigenden Niederlage endlich den Die preußische Politit scheint geradezu auf eine Ernüchterung und erschienen, ihnen die überraschende Stunde, daß der in der Nähe noch ein freier Saal gefunden und so konnte endlich um 1/410 Uhr der Vortrag troß alledem vor einem start zusammengeschmolzenen Auditorium beginnen. Auch der gläubigste Katholik hätte diefen Vortrag anhören können, ohne irgendwie in feinen religiösen Empfindungen verlegt zu werden, denn der Vortragende, ein durchaus reattionärer Stopf, der an der Berliner Universität das Dasein Gottes wissenschaftlich beweist, beteuerte, Bruno sei im Herzen immer ein guter Statholit geblieben. Die Märkische Volkszeitung", das Organ des Herr v. Mekich, der sächsische Minister des Innern, hat[ treten ist. Vielmehr tobt sich in dieser Aeußerung eine Sinn und Kaplan's Dasbach, rechtfertigt die Verweigerung des Saales in den jüngsten Tagen das Zwickauer Bergrevier bereist, um Insinn wüst durcheinanderpolternde Unklarheit fürchterlich aus. mit den schönen Worten: sich über die dortige Lage zu unterrichten. Sind etwa die Erst erklärt Herr Stöcker den Mammonsgeist als den Feind und dann fagt e er: die Zeit werde kommen, 100 wir Giordano Bruno ist vor 300 Jahren in Rom wegen Flucht Versammlungsverbote auf unmittelbare ministerielle An Socialdemokraten, die eben jenen Mammonsgeist bekämpfen, erklären, aus dem Orden, Abfall von der Kirche, Atheismus( Leugnung des ordnung zurückzuführen, dann wäre die erhobene Beschwerde das war gut für die Agtation, aber es ist nicht wahr. Wenn der Daseins Gottes und der Unsterblichkeit), rohem Materialismus aussichtslos. Herr v. Metsch hat sich nämlich in der Weise Hofprediger gegen den Mammonsgeiſt wettert, so ist das gut und wahr; und boshafter Feindschaft gegen das Christentum am unterrichtet", daß er Konferenzen mit den Bergbehörden und wenn wir gegen den Kapitalismus vom Leder ziehen, so ist es 9. Februar 1600 verurteilt und verbrannt worden. Es ist flar, mit den Grubenbesitzern abhielt; die ausständigen Agitation und unwahr. Vielleicht allerdings erklärt sich der Södersche daraus, daß er den Mammon mur leise auf daß dieser Vortrag eine Verherrlichung Giordano Brunos fein Gruben arbeiter zu hören, hat der Minister für überflüssig Nonsens follte. Dem Pächter des katholischen Vereinshauses war der erachtet. Der Herr Minister würde es aber sicherlich als arge der Oberfläche risen und gründlich mur, soweit er jüdischer Zwed diejes Vortrags nicht bekannt. Als er darauf aufmerksam Stränkung empfinden, wenn jemand behaupten wollte, die Mammon ist, bekämpfen will, während wir ihm jedes Eristenzrecht bestreiten und ihm jede Möglichkeit des Auswucherns nehmen gemacht wurde, verweigerte er den Saal zur Abhaltung desselben." sächsische Regierung arbeite im Dienste des schwer reichen wollen. Oder mit andern Worten: Herr Stöcker betrachtet den So wütet der Haß noch, obwohl der Henfer vor drei Unternehmertums der Gruben gegen die armen, um die Ver- Kapitalismus, wenn nur von einigen feiner Auswüchse Jahrhunderten den Keker unschädlich" gemacht hat, weil besserung ihres fargen Lohns opfermütig ringenden Arbeiter. gereinigt, Märtyrerblut ewig lebendig bleibt. Und diese Inquifitoren von 1900 bilden im Deutschen Reich die ausschlaggebende Partei. Freilich, warum sollten die Pfaffen nicht ihre ungebrochene Kraft bethätigen, wo die feig und fromm gewordene Bourgeoisie den Spuren des heiligen Paasche folgt und der Kommunaloberst der Reichshauptstadt keine Feier in städtischen Räumen duldet. Russisches Marine- Echo. " aber apitalismus Schulreform. Wie die„ Berl. 3tg." erzählt, diftierte im Bers liner französischen Gymnasium am Tage nach der Ankunft des Prinzen Heinrich in Berlin der Oberlehrer Dr. Weber feinen Sertanern ein Ertemporale, in welchem die Reise des Prinzen Seinrich geschildert wurde und dann wörtlich die folgende Stelle bortant: qu doch in seines Wesens Schmußigkeit erhalten, als eine dauernde Erscheinung; wir dagegen wirken dafür, daß der Kapitalismus zu einer vorüber Ist der Kapitalismus. Die Petersburger Wjedomosti" erklärten fürzlich, daß die gegangenen Erscheinung werde. russische Regierung, dem Beispiele der deutschen folgend, das Ofijce vorübergegangen, so hat auch die Socialdemokratie ihre Aufgabe und das Schwarze- Meer Geschwader noch um ein besonderes erfüllt und ist ebenfalls eine vorübergehende Erscheinung, aber startes Geschwader zum Schuße der Interessen am Stillen Ocean" nicht früher. Welche Farben die Fahnen dann zeigen werden, das ist höchst gleichgültig; wahrscheinlich wird schwarz und weiß zu vermehren beabsichtige. Während vor der neuen deutschen dann ins Note umgefärbt sein. Flottenvorlage feines der offiziösen russischen Blätter die Seemacht frage überhaupt berührte, geschweige denn von einem russischen Verprührte, geschweige denn von einem mehrungsprojett sprach, widmet in legter Zeit bie zullige grote mehtungsprojekt sprach, widmet in letzter Zeit die russische Presse der deutschen Vorlage fortgejezt Leitauffäße und fordert von der russischen Regierung ein dem deutschen ähnliches Vor Artikel einem ihrer Tezten hgchen Birschewyja Wjedomosti", daß das Vorgehen Deutschlands für Rußland ein Ansporn, sein muß, Rußland ein Ansporn sein muß, in der gleichenRichtung zu handeln". Unjre Flotte", meint das genannte Organ, ist zwar weit stärker als die deutsche, aber ihr Bestand entspricht nicht den herannahenden Ereignissen, und der Umstand, daß unsre Schiffe feine eigenen Ankerpläge auf den ganzen Wege von Kronstadt nach Bladiwostock und Port Arthur haben, ist nichts weniger als tröstlich. Die Marinefragen, welche ganz Deutschland erregen, sind Fragen, welche auch für uns ein brennendes Interesse haben. Wir kommten fie aufschieben, aber ihnen zu entgehen, liegt nicht in unsrer Giordano Bruno kannte fein Schicksal und seine Feinde: 69 Schweiß fo wohl, daß mich die Flamme tötet, Und liebe doch das Licht; die kühle Lezze Des Bachs, der bald von meinem Blut gerötet; dn.pilch tenne die berräterischen Rege, oral and Ich kenne sie, ich weiß, daß sie mich fangen, eld at Berachte sie aus heißem Glückverlangen. polo Die Flammen sind so schön, die mich verzehren, Die Pfeile göttlich, die mich so verwunden, Wie kann ich mich von einem Wahn bekehren, Mit dem verwebt mein Wünschen und verbunden? Die Flammen sind mein Herz, in mir die Pfeile ripal Und Schlingen, denen nimmer ich enteile." d Jambo Kaiser und Papst, seht, wie ich rüste, Könige, eurer Gunst bin ich satt Thränen und Sinnen, o meine Seele, Und in den Haaren ein Lorbeerblatt. Trallot 11901 " Jit erklären die " Le prince Henri rentre à Berlin dans le moment même où l'empereur veut donner à notre patrie une grande flotte, dont nous avons si grand besoin( bitter Not" konnten die Seytaner wahrscheinlich nicht besser übersehen) pour protéger nos côtes, nos colonies et notre commerce. Espérons que le Reichstag sera assez sage et assez patriotique pour comprendre les grandes vues nationales de notre Empereur." Das heißt auf Deutsch: Prinz Heinrich kehrt gerade in dem Augenblide nach Berlin zurüd, wo der Kaiser unserm Vaterlande eine große lotte geben will, die uns so bitter not thut, um unsre Stiften, unsre Kolonien und unsren Handel zu schüßen. Hoffen wir, Das„ brennende Interesse" ist in der russischen Presse jedenfalls daß der Reichstag weise und patriotisch genug thol erſt feit Veröffentlichung der neuen Flottenvorlage der deutschen sein wird, um die großen nationalen Gesichts puntte unfres Kaisers zu verstehen."( Regierung zum Ausdruck gelangt. Nicht blinder Jrrtum, Kargheit, Glückes Obgunft, Nicht dumpfer Haß, nicht Neid, noch niedre But, Nicht Herzenshärte, Bosheit, wilde Gier Sie alle trüben meinen Himmel nicht, Rein, fie umschleiern nimmermehr mein Ange, Thut, was ihr könnt doch meine Sonne fheint. Gewalt".. fe * Deutsches Reich. Fortschreitende Kuschenerweichung. a pap pit Der Schillerpreis, der alle drei Jahre an das beste in diesem Zeitraum erschienene Drama zu vergeben ist und der in diesem Winter wieder fällig war, wird nicht verlichen werden, weil der Das sind die Verse von Giordano Bruno, die unsterblich Kaiser nicht zum erstenmale den Vorschlag der zu diesem Zwed Leben. Die Dasbach und Kirschner mögen thun, was sie niedergesetzten Kommission verworfen hat. Die Sache hat an und tönnen Brunos Sonne scheint. sin das 2009 Sächsisches Koalitionsrecht. für sich durchaus keine welterschütternde Bedeutung, und so weit sie fionit etwa bejprochen zu werden verdient, würde ihre Besprechung nicht an diese Stelle gehören. Aber sie bietet ein höchst symptomatisches Bild von der fortschreitenden Knochenerweichung des deutschen Bürgertums. Die Amtshauptmannschaft Chemnit, in deren Bereich ein Teil des Streifgebiets liegt, auf welchent sich seit einigen In Bayern besteht der Maximiliansorden, dessen Verleihung, Zagen der Kampf sächsischer Bergarbeiter um Erringung ähnlich wie beim Schillerpreise, von dem Kapitel der Mitglieder ausbesserer Lohn- und Arbeitsbedingungen abspielt, erscheint fofort auf dem Plan, um die Bergarbeiter nach Möglichkeit geht, dessen Entscheid der König nur formell zu bestätigen hat. Ats an der Ausübung eines ihnen reichsgefeglich Ludvig II. im Jahre 1864 zur Regierung fam, veraustehenden Rechts zu hindern. lich er den Magimiliansorden, ohne das Stapitel zu fragen, Die genannte au den Dichterling Csfar v. Redwig, worauf der Vorfigende Behörde erließ am Freitag folgende Betanntmachung, das sogenannten Streitposten stehen betreffend. Das fogenaimte Streitposten stehen bei allgemeinen Arbeiteransständen und jede den ähnliche Handlung, die dazu bestimmt ist, Arbeitswillige von der Arbeit abzuhalten oder einzufchüchtern, wird, weil dadurch die öffentliche Ordnung und Sicher heit gestört, auch über die Kreise der Arbeitgeber hinaus das Bublifum beunruhigt und belästigt wird, hiermit noch ausdrücklich berboten und, falls nicht gerichtliche Bestrafung nach§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung oder polizeiliche Bestrafung tritt, mit Geldstrafe bis zu 150 Mart, oder mit aft bis zu 14 Tagen geahndet werden. ein Belästignugen in den Bohmmgen durch sogenannte aus agitation werden sich häufig als Hausfriedensbruch darstellen. nun Daß die Sertaner eher fähig sind, sich in die Meer- und Weltpolitik verständnisvoll zu versenken als humpige Abgeordnete, erklärt fich sehr einfach aus dem Umstand, daß die Jungen auch eifrigere Leser von Seeräuber- und Indianergeschichten zu sein pflegen als ausgewachsene Männer. Herr Tirpitz wird nicht verfehlen, bei der zweiten Lesung der Flottenvorlage sich auf die chrende Zustimmung dieser weitblickenden Sertaner zu berufen. Die wasserschenen Feudalen. Mit ungemein respektwidriger Fronie schildert das„ Deutsche Adelsblatt", das sich im übrigen weit mehr für die Fideikommiß als für die Weltpolitik interessiert, die Flottenbegeisterung: Jm Augenblide ist in Reichsdeutschland wieder alles " Flotte". Um die Flottenfrage drehen sich die Auseinandersegungen nicht nur in Kreisen der hohen Berufspolitiker und Barlamentarier, sondern auch in den Gesellschafts- Salons der Großstädte, an offiziellen Festtafeln, in den bürgerlichen Slubs, in den gastwirtschaftlichen Abendzirkeln bis hinunter zum lampen bestrahlten Stammtischwinkel, wo das Lerchenfröhliche Bier philisterium seiner patriotischen Begeisteruit g Hekatomben opfert." Kräftiger brauchten auch wir uns nicht über den Rummel Iuftig machen. Natürlich betenert das Adelsblatt" feine Bereitwilligkeit zu diesem nationalen Opfer" das ist nun einmal Zwangsehrensache; aber, wie die Feudalen in Wirklichkeit gesinnt seien, verheimlicht das Blatt auch nicht: des Kapitels, der berühmte Chemiker Justus v., Liebig, zu der Majestät bedeutete, das Kapitel müsse in aller Ehrerbietung, aber auch mit aller Entschiedenheit diese Autaftung feiner Befugnisse ablehnen. Der König ehrte sich selbst, indent er sich mit seiner unerfahrenheit entschuldigte und fünftighin die Rechte des Kapitels zu achten versprach. Er hat sein Versprechen auch reblich bis an seinen traurigen Tod gehalten. Als dann das Kapitel des Magimiliansordens im Jahre 1886 den Orden an Anzengruber zu verleihen vorschlug, versagte der Prinzregent Luitpold die Bestätigung dieses Entscheide, nachdem die fleritale Bresse gewaltigen Lärm darüber geschlagen hatte. Nun war die Mehrheit des Kapitels schon so weit, daß sie sich fügte; immer hin fanden sich aber noch zwei Männer, die lieber aus dem Kapitel austraten, als sich selbst demütigten. Es waren Paul Heyse und Graf Schack, sicherlich keine Revolutionäre, ganz im Gegenteif, aber Männer, die sich selbst achteten. Sie ließen es auch nicht chua an einem Proteste hinter den Coulissen bewenden, sondern wußten ſehr wohl, was sie den öffentlichen Urteile schuldeten; Paul Heyse hat ihr Verhalten und dessen Gründe öffentlich dargelegt. Besonders den deutschen Landwirten hat man dadurch nicht gerade erhöhten Geschmack beizubringen verstanden, daß man in dieser vaterländischen Wehrkraftfrage imnter den Schwerpunkt auf die Intereffen des Großhandels und der Großindustrie zu Tegen bemüht war und die Interessen des Handwerks, des Kleingewerbes und der Landwirtschaft nicht einmal zu streifen für nötig befand. Dazu zeigt sich neuerdings wieder das Kanalgespenst in erschreckender Deutlichkeit im Hintergrund." Die größliche Flotte! mid- din Ein verkleideter Flotten- Arbeiter- Verein. Zu dem in unserer Nr. 17 inter diefer Spigmarke von uns gebrachten Artikel teilt uns der Vorstand des in Nede stehenden Vereins mit, daß der felbe nicht den Namen Flotten- Arbeiter Verein führe, daß ihm Unterschrift der Amtshauptmannschaft. aber dennoch etwa 30 Fabritarbeiter angehören, daß nicht die AbDas ist wieder ein echtes Sachfenstückchen. Das ist die viel sicht vorlag, Arbeiter zu födern, und schließlich bis zum Datin des gerühmte Unparteilichkeit der Behörden. Die Unternehmer dürfen Schreibens in Dahl ein Vortrag über die Flottenvorlage noch nicht thun, was ihnen beliebt, sie dürfen durch tausenderlei Härten, durch Nach abermals zwanzig Jahren sind wir nun glücklich so weit, gehalten worden jei.- Es thut uns leid konstatieren zu milien, Lohnbruck und übermäßige Anforderungen an die Arbeitskraft, daß die Mitglieder der Schillerpreis- Kommission, obgleich ihnen daß wenn das letztere wahr ist der Verein seine flottenfreundliche ja oft genug zum Zweck der Preissteigerung für ihre Produkte mindestens schon zum zweiten, wenn nicht zum dritten Male das Thätigkeit weniger ernst nimmt. Fürchtet er, daß die Arbeiter, die ihm die Arbeiter in den Streik treiben. Aber wehe, wenn die Malheur passierte, daß der Kaiser ihre Entscheidungen tassiert, sich aus Unkenntnis zugehören, nach einem solchen Vortrag schleunigst Arbeiter sich zur Wehr setzen, wenn sie ihre Kameraden zu in tiefes Schweigen hüllen. Sie scheinen zu glauben, daß mit ein davonlaufen? ted and act einheitlicher Kampfführung zu gewinnen versuchen, sofort er- wenig sentimentalem Gewinsel oder höchstens einigen versteckt Vergebliches Hoffen. Die Freif. 3tg." citiert aus einem scheint die Staatsgewalt auf dem Plaz mit kunstvollsten Ge- vorsichtigen Nadelstichen der bürgerlichen Presse ihre Affaire Referat über eine Rede des Professors Sombart den Schlußfegesauslegungen und, wenn diese noch nicht genügen, glorreich erledigt sei. Vielleicht werden sie etwas ermuntert, abschnitt. Sonderbarerweise legt die Freis. 3tg." die zwischen mit polizeilichen Drohungen, die sich unter der wenn man ihre Namen nennt; die Bossische Zeitung" zählt neben Kapitalismus und Socialismus inflar taumelnde Aeußerung Som Flagge verbergen, day die öffentliche Sicherheit dem einen Hofbeautén, an den wir weiter keine Ansprüche erheben, barts dem Socialdemokraten Bruhns in den Mind, welcher den bedroht sei. Ja, der Chenniger as operiert nicht nur mit als Mitglieder der Kommission die Professoren Dilthey, Koser, Erich Inhalt der Sombartschen Rede in der„ Soc. Braris" mitgeteilt hat. Und um die Komödie noch lustiger zu gestalten, leitet die Freij. ungehörigen Gesezesauslegungen, sondern ist geradezu wider Schmidt und den Schriftsteller Julius Rodenberg auf. Sollten diese 3tg." ihre Verwechslung mit den Worten ein:„ Der Standpunkt das Gesek. Die sächsische Behörde erklärt als strafbar, Herren auch fernerhin schweigen, so müßte ihnen bedeutet werden, Bernsteins findet in der Socialdemokratie in immer weiteren Kreisen wenn jemand Streifpoften steht, um andre von der Arbeit das sie eine Hauptschuld tragen an den Zumutungen gegen Kunst Anerkennung." So wenig hat das freisinnige Blatt von den Ausabzuhalten, ohne daß er dabei irgendwie etwas ungefeßliches und Litteratur, wie sie vor einigen Jahren in der Umsturzvorlage und einandersetzungen in unsrer Partei verstanden, daß es Bernstein oder Unrechtes begeht. Das ist gefezwidrig. Die Bekannt jegt, wieder in der lex Heinze gemacht werden. Jedem wird mit zumutet, fein Standpunkt sei die angeblich Bruhnssche, in Wirklichmachung muß darum von jedem Gericht, dessen Entscheidung gespielt, wie er verdient. feit Sombartsche Begriffsverwirrung. fie unterbreitet wird, selbst von einem sächsischen Gericht, als mlado ungültig erflärt werden. Ueber das Kaiserwort von der Socialdemokratic, daß fie Und noch mehr, die sächsische Behörde fordert die cine vorübergehende Erscheinung sei, hat Herr Stöder Denunziationssucht heraus, indem sie das Aufsuchen von eine Berjammlungsrede gehalten. Alle Barteien veralteten sich, also werde Arbeitern in ihren Wohnungen, um sie über den Zweck des Streifs zu belehren, als Hausfriedensbruch qualifiziert. So wird in Sachsen das im§ 152 der Reichs GewerbeOrdnung gewährleistete Vereinigungs- und Ausstandsrecht der Arbeiter auf Umwegen beseitigt. Ein Privattelegramm aus 3 wida u meldet uns: Alle Bergarbeiter.Bersammlungen im Zwickauer Revier werden verboten, obwohl die bisherigen Versammlungen in musterhafter Ordnung verlaufen find. Auch Vergnügungen werden untersagt. Es herrscht große Erregung. Telegraphische Beschwerde dem Minister eingereicht. 1919 Auf diese Weise wird den Bergarbeitern die Möglichkeit entzogen, den Konflikt mit den Grubenbefizern in geordneter Weise durchzuführen. Wahrscheinlich erfolgt das Verbot auf Grund der behördlichen Annahme", daß durch die Versammlungen die öffentliche Ordnung gestört werden fönnte. Thatsächlich ist diese Annahme völlig unbegründet, und selbst jächsische Behörden follten begreifen, daß durch ihr Vorgehen nur Erbitterung in die Arbeitermaffen getragen und der Kampf zwischen Arbeitern und Grubenfapitalisten verschärft und verlängert wird. " Gegen die lex Heinze. Der Verein Berliner Presse" hat in einer start besuchten außerordentlichen Generalversammlung folgenden Beschluß gefaßt: Der Verein Berliner Presse" legt gegen fich auch die Socialdemokratie austoben, meinte Herr Stöder, und die engherzigen Anschauungen von dem Wesen der Darin hat er recht; es fragt sich nur, ob unsre Wandlung dem Hof Kunst, die durch die Abstimmung der Reichstags- Mehrheit zu den prediger a. D. zum Wohlgefallen gereichen wird. Schließlich führte SS 184 a und 184 b der sog.„ lex Heinze" zum Ausdrud gekommen dann Herr Stöcker nach dem Bericht des Reichsboten" aus: sind, entschiedenste Verwahrung ein und bedauert lebhaft, Man muß die Socialdemokratie nur nicht durch neue falsche daß derartige unduldfame Auffassungen an solcher Stelle AnMaßnahmen immer wieder zusammenschmieden. Unser allergrößter Feind aber ist nicht die Socialdemokratie, sondern der erkennung finden konnten. Insbesondere weist der Verein„ Berliner Mammonsgeist. Was würde wohl heute Goethe sagen, wenn Prefie" die nach Form und Inhalt unberechtigten Angriffe des erischen würde, wie aus dem goldnen Kalbe allmählich Abgeordneten Rören gegen die Person und Werke seines Mitgliedes ein goldener Ochse geworden ist! Dieser Geist muß zuerst beermann Sudermann mit Entrüftung zurüd. fämpft werden. Es wird auch für die Socialdemokratie dann die Beit kommen, wo fie fagen wird: das waren alles sehr hübsche Sachen für uns für die Agitation, aber wahr sind sie nun einmal doch nicht! Dann wird sie eine vielleicht sehr radikale Arbeiterpartei sein, welche die Arbeiterinteressen sehr stark vertritt, aber mit Vaterland und Kirche doch in Frieden lebt. Das wird für alle ein Segen sein, am meisten für die Arbeiter. Vielleicht wird sie sich schon nach zwanzig Jahren die Hörner abgelaufen haben, und wenn sie dann noch die rote Fahne schwenkt, wird vielleicht auch schwarz und weiß dran sein und damu werden fie sagen: Kaiser Wilhelm hatte recht: wir waren eine vorübergehende Erscheinung. haben uns ausgetobt und heute ist uns wohler als damals." Die Aeußerung des Herrn Stöcker zeigt, daß in seinem Kopfe die Erkenntnis der focialen Entwvidlung sowie der focialdemokratischen Bestrebungen auch nicht einmal vorübergehend in Erscheinung geEine Freude für Herrn Rören. Eine Anzahl Großheubachet Männer", schreibt das„ Würzb. Journal", schafften sich das Buch Diehls Heilverfahren" an, worin Abbildungen des mensch= lichen Körpers usw. enthalten sind. Dies erfuhr der Pfarrer und ließ die Bücher durch Frauen einsammeln mit dem Bemerken, er wolle mal das Buch ansehen, um sich selbst eins anzuschaffen. Statt dessen schnitt er aus den Büchern 60-80 Seiten heraus und schickte so die Bücher, von denen eines ca. 12 207. fostet, wieder an die Eigentümer zurüd. Vorher soll er beim Bezirksamt gewesen sein, um sich zu erkundigen, ob die Bücher nicht Vier der Bes verboten werden könnten, was verneint wurde. troffenen ließen sich die Geschichte nicht gefallen und übergaben die Sache einem Miltenberger Rechtsanwalt. Der Pfarrer ließ nun die Leute auf das Rathaus laden, wo in Gemeinschaft mit dem Groß der verschwundene Landrat gewesen sei, nicht eingeschritten wäre. Der Fall Osterroth dürfte, wenn er einmal in voller Oeffentlich feit verhandelt wird, recht viel Jnteressantes bieten. Das Disciplinarverfahren ist mittlerweile gegen den unsichtbar gewordenen Landrat eingeleitet worden. Englische Kriegsdebatten. Italien. bet Heubacher Bürgermeister so auf die Leute eingewirkt wurde, daß diese Jm Basler Vorwärts" giebt fich Genosse Nationalrat Wull- gebiets und der guten Beziehungen zu den Nachbarländern die Klage wieder zurüdgezogen haben; der Pfarrer bezahlt die bis- fchleger alle Mühe, die Arbeiter zu belehren und sie zur An im Auge habe. Zum Schluß wird beklagt, daß es dem her entstandenen Kosten, jedoch die zerschnittenen Bücher braucht er nahme des Gesetzes zu bewegen, zu welchem 3wed er auf die in och verräter Rang- hu- wei und seinem Spießgesellen uicht zu erjeßen." frühern Jahren aufgetretene umfassende Arbeitslosigkeit mit ihrer Liang- chi- chao gelungen sei, ins Ausland zu fliehen und daß sie Der eifrige Vorfämpfer der lex Heinze, Herr Rören, wird Not und Entbehrung im Gefolge hinweist. So gab es im Winter daher der gerechten Bestrafung entgangen feien. Sie werden von ficherlich innigstes Wohlgefallen an dem Großheubacher Seelsorger 1891/92 296 Arbeitslofe, meistens Bauhandwerker und Handlanger; neuem für vogelfrei erklärt und ein hoher Preis auf ihre Erhaben. 1892/93 515 Arbeitslose mit 1235 Angehörigen; 1893/94 1339 greifung gefeht; wenn es nicht gelingen sollte, fie lebendig einmit 2700 An- zufangen, so soll jeder, der nachweisen kann, daß er auf irgend eine Das Verschwinden des Landrats Ofterroth aus dem Kreise arbeitslose Textilarbeiter und Arbeiterinnen Grimmen hatten wir vor einiger Zeit gemeldet. Das„ Greifswalder gehörigen; 1894/95 439, 1896/97 611 Arbeitslose der Textil- Weise ihren Tod herbeigeführt hat, reichlich belohnt werden. industrie mit 1298 Angehörigen. Im Winter. 1893/94 Das Editt schließt somit mit offener Aufreizung zum Morde der in Tageblatt" hatte darauf in mehreren Artikeln die Regierung in Stral- wurden 47 000 Frant Unterstügungsgelder aufgebracht, wovon Honkong unter britischem Schuge lebenden Flüchtlinge und zeigt fund angegriffen, weil fie trop skandalöser Vorkommnisse, deren Held 11 500 Fr. Staatsbeiträge; im Winter 1896/97 dagegen konnten dadurch von neuem, wie tief man in China noch in der Der Regierungspräsident Scheller in Stralsund hat nun die Bewegen Mangel an zureichenden Mitteln nur 380 von 611 Arbeits- Barbarei steckt. Die oben gemeldete erneute Ausseßung, einer Belohnung auf strafung des„ Greifsw. Tagebl." wegen der Artikel beantragt. Toſen unterstützt werden. Nach solchen bittern und lehrreichen ErDaraufhin hat der Gutsbesizer Beder- Bartmannshagen dem fahrungen sollte man meinen, die ganze Bevölkerung müßte die Arbeits- die Ergreifung oder Ermordung des Reformers zeigt freilich, daß die Ersten Staatsanwalt in Greifswald geschrieben: losenversicherung begrüßen, und speciell die Arbeiter müßten ein- Aussetzung der Prämie bis jetzt ihren Zweck noch nicht erreicht hat. " Soeben erfahre ich durch Herrn Redacteur Stechert, daß der mütig dafür stimmen. Andernfall könnte man sagen, wem nicht zu fönigl. Herr Regierungspräfident in Stralsund wegen des Sprechiaal- raten, dem ist auch nicht zu helfen. artikels in Nr. 26 des Greifsw. Tagebl." vom 13. Februar d. J. Die Ehrung Giordano Brunos ist auch in Rom, Strafantrag gestellt hat. Pflichtgemäß beeile ich mich, dem Herrn Stätte des Märthrertodes des der Klerisci verhaßten Forschers, verErsten Staatsanwalt hierdurch zur amtlichen Kenntnis zu bringen: Der Krieg fann nun, soweit die Geldfrage in Betracht kommt, boten worden. In ihrem Eifer, einen ungestörten Verlauf des 1. der fragliche Artifel ist von mir geschrieben, 2. ich bin in der auf guter finanzieller Basis fortgeführt werden. Das Unterhaus firchlichen Jubeljahres zu sichern, geht die italienische Regierung Lage, gerichtlich zu beweisen, daß jede der in jenem Artikel be- hat am Freitag die Nachtragsforderung für den Krieg weiter, als ihr selbst vielleicht dienlich ist. Gestern hat sie eine von haupteten Thatsachen der Wahrheit entspricht und die von mir geübte in Höhe von 260 Millionen Mark genehmigt, und zwar mit der römischen Studentenschaft beabsichtigte Chrung Giordano Brunos Kritik eine durchaus berechtigte war. Arthur Becker, Bartmanns- 213 gegen nur 32 Stimmen. Man sieht hier, daß die überwiegende at der Stätte seines Märtyrertodes gwaltsam verhindert, heute hagen bei Grimmen." Mehrheit der englischen Volksvertreter für eine energische Fort- prangt an den Straßeneden Roms ein Maueranschlag des Polizeiführung des südafrikanischen Krieges ist. Dies sprach auch noch am Freitag der liberale Führer Camp- birettors, der jedwede öffentliche Bersammlung oder sonstige Kundgebung zu Ehren Giordano Brunos untersagt. bell- Bannermann aus, der erklärte, daß alles, was nötig sei, für eine energische und erfolgreiche Führung des Kriegs im Frankreich. weitesten Maße bewilligt werden müjje, ebenso alles das, Eine Verrate Affaire beschäftigt gegenwärtig die Oeffentliche was nötig sei zur Ergänzung der militärischen Verteidigung des feit. Ein Beamter des Marineministeriums, Namens Philipp, soll Landes. Es besteht kein Grund, so führte Bannermann weiter aus, Ende Dezember und Anfang Januar an den englischen Bot die Sachlage mit ängstlichem Gemüt anzusehen. Zur Zeit besteht after und das englische Kriegsamt Briefe gerichtet haben, in gar keine Veranlassung zu einer Panik.( Beifall.) wir werden welchen er anbot, die Namen jener Schiffe auzugeben, welche binnen furzer Zeit 200 000. Mann in Südafrika haben. nach Transvaal Kriegskonterbande Es hat die Ansicht bestanden, daß die von der RegieLibre Parole" will wissen, Philipp habe dem engDie landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften haben sich rung mutmaßlich geplanten Maßnahmen darauf hinaus- sollten. Mission zur Unfallnovelle geäußert. Sie lehuen ab: Die fakultative Zu- gingen, das Land auf die allgemeine Behrpflicht lischen Botschafter Briefe betreffend eine geheime Die gestrige angeboten, mit welcher er von Dr. Leyds betraut sein sollte. Jch hege diesen Verdacht nicht. lässigkeit von Mehrleistungen an die Verlegten und die Zulässigkeit vorzubereiten. der Kapitalabfindung in gewissen Fällen. Kinder unter 7 Jahren Rede Lord Salisburys ließ. anscheinend den Schluß zu, daß nach Philipps Briefe seien auf der Post abgefangen worden. betrachten sie nicht als Arbeiter und wollen solchen keine Rente ge- seiner Ansicht die allgemeine Behrpflicht ein weises und nüßliches geflohen sein und sich gegenwärtig in England aufhalten. währen, auch wenn sie als Arbeiter im Betriebe verunglüden und System fei, das England durch die halsstarrige Antipathie des Intransigeant" beschuldigt den Marineminister, die Flucht lebenslang Krüppel werden. Schulpflichtigen Verunglückten wollen Bolts vorenthalten werde. Aber die allein berechtigte Anwendung Philipps begünstigt und alles aufgeboten zu haben, die Angelegen heit zu vertuschen. sie während der Dauer der Schulpflicht gleichfalls keine Rente zahlen. der Konskription ist die, uns gegen eine Invasion zu schüßen. Französische Kolonialpolitik. Der Abgeordnete Duchesne hat Die Verjährungsfrist für die Anbringung der Entschädigungsanträge Infer Schuh ist die Flotte.( Beifall.) Unfre militärischen Erwollen sie auf ein Jahr für die Verlegten und auf 6 Monate für fordernisse hängen von der Gesamtpolitik ab. Die Ausdehnung ein Telegramm aus Martinique erhalten, wonach der ganze Sämtliche Fabriken die Hinterbliebenen herabgesetzt wissen. Auch eine anzuerkennende des Reichsgebiets hat sicherlich zum Ausbruch des Kriegs Süden der Insel sich im Aufruhr befindet. Aber abgesehen davon, unsre Schwierigkeiten sind geschlossen. Ein Teil der Ernte wurde vom Feuer zerstört. Landarbeiter reichsgefeßlich gegen Krankheit versichert werden. und Gefahren in andern Teilen der Welt die Stirn zu bieten, in ernst. Der Gouverneur ist ohumächtig, um die Ruhe wieder herMeh, 17. Februar. Gestern nachmittag verunglückten tödlich Nord-, Ost- und Westafrifa. Es liegen Verhältnisse vor, die in zustellen.: auf dem Schießplatz bei Blappeville zwei Mann vom 1. Großherzoglich jedem Augenblick die Entsendung von Truppen nötig machen können. Hessischen Dragoner- Regiment Nr. 23 durch einen von einem Wir haben bei der Erwerbung von Pofitionen in unfultivierten Sergeanten der 5. Schwadron desselben Regiments abgegebenen Ländern nur an die Vorteile gedacht und die Gefahren außer Schuß. Die zwei Soldaten, welche als Anzeiger hinter der Dedung acht gelaffen. Ich bin bereit, jeden Vorschlag zu unterſtüßen, der unser ihren Platz hatten, näherten sich der Scheibe, ohne vom Aufsicht Heer friegstüchtig machen soll, aber ich bin für keine solche Verführenden dazu Befehl erhalten zu haben. In demselben Augen- stärkung im Wesen unsrer Streitkräfte, die etwa zu dem zwed geblid wurde ein Schuß auf die Scheibe abgegeben. Der eine Soldat plant wäre, cine agressive Politik des Reichs zu erleichtern. Denn wurde ins Herz getroffen und sofort getötet; der andre wurde in unser Reich ist ein Reich des Friedens und des Handels und kann den Hals getroffen und starb heute früh im Lazarett. als eigentliche Militärmacht nicht bestehen. München, 17. Februfär. Die Kammer der Abgeordneten nahm mit 82 gegen 39 Stimmen die Berggefez- Novelle an. Eine focialdemokratische Resolution, betreffend die ständige Grubenaufsicht durch Arbeiter wurde bis zur Beratung des Bergetats zurüdgestellt. und Munition Er soll Der Forderung stellen sie auf; es sollen alle unfallversicherungspflichtigen rühren nicht von dem Krieg allein her, wir haben Schwierigkeiten Die meisten Eigentümer verlassen ihre Häuser. Die Lage ist sehr Aus Kiautschou. Nach amtlichen Mitteilungen wurde am 11. Februar das Bahnbureau füdlich von Kaumi von Eingebornen überfallen und gilt feitdem als gefährdet. Der Beamte des Bahnbureaus fonnte nach. Siautschou gelangen. Der Gouverneur entfandte von Thingtau aus eine Schutztruppe nach Kiautschou und beauftragte den Hauptmann Mauve in Kaumi, mit dem dortigen Mandarin über die Beilegung der Unruhen in Verbindung zu treten. Ausland. Staatliche Arbeitslosen: Versicherung. Aus Basel wird uns unterm 15. Februar von unserm fchweizerischen Korrespondenten geschrieben: Balfour, der darauf das Wort ergriff, führte unter anderm " aus 300 Kinder erschossen? Das Petit Journal", der Parijer Lokal- Anzeiger", veröffentlicht eint Sensations- Telegramm Guatemala, nach welchem bei einem& inderfest, dem der Präsident Cabrera beiwohnte, mehrere Kinder durch Abstürzen von der glaubte, daß ein Attentat gegen ihn beabsichtigt sei, befahl den einem Vordache verlegt wurden. Es entstand ein Tumult. Cabrera, Soldaten vom Ehrendienste, zu feuern. Die Soldaten schossen auf die Kinder, von denen 300 getötet sein sollen. Die Nachricht wird zwar vom Depeschenbureau Wolff weiter anders abgespielt hat. gegeben. Es ist jedoch anzunehmen, daß sich der Vorgang doch etwas Rußland. aus: Benn Bannermann glaubt, daß wir in Indien Verpflichtungen haben, welche anerkannt werden müssen, und daß es einfach unsre Pflicht ist, unsre südafrikanischen Kolonien festzuhalten und darauf Es wird weiter verschickt", und zwar diesmal hohe zu sehen, daß Judien gegen eine feindliche Aktion geschützt ist, müſſe Der offizielle Regierungsbote" meldet: Der Kaiser er auch zugeben, daß alle diese fostspieligen Verpflich- Militärs. tungen des Reichs mit der Ausdehnung desselben, über die er bestätigte die folgenden, in einer besondern Seffion des Petersburger Klage führte, nichts zu thun haben, sondern auf Ereignissen Militärbezirksgerichts gefällten 11rteile betreffend: den General in der Geschichte unsres Reichs bafieren, welche fest in der Ver- major des Donschen Kosakenheeres lowaisti wegen Wergangenheit wurzeln und nichts mit alledem zu thun haben, für das gehens, das er verübte zur Zeit, da er Kommandeur der Die Regierung oder ihre unmittelbaren Vorgänger verantwort- Leibgarde Kosaken des Kaisers war; den Obersten Popow lich sind. für ein Vergehen, das er beging zur Zeit, als er Gehilfe des Kommandeurs der Leibgarde Kosaken des Kaisers war, und den Stabsrittmeister Sundrjuzki für ein Bergehen während feiner Thätigkeit als stellvertretender Geschäftsführer des wirtschaftlichen Teils der Verivaltung des genannten Heers. Alle drei wurden zum Verlust des Adels, zum Verlust der Chargen, Orden und andrer Auszeichnungen, zur Entziehung der Standesrechte und zur„ Ansiedelung" in Sibirien verurteilt. Die Kriegsforderung der Regierung wurde darauf, wie oben gemeldet, mit großer Majorität genehmigt. London, 17. Februar. Ein Mitglied der liberalen Partei hat die Regierung verständigen lassen, daß es über den Jameson infa II interpellieren werde. Man erwartet bei dieser Gelegenheit äußerst heftige Debatten und sicht mit großer Spannung der Antwort Chamberlains entgegen. 6 03 Im Kanton Basel findet am nächsten Sonntag die Volts: abstimmung über die Einführung der obligatorischen staat: lichen Arbeitslosen- Versicherung statt. Da vor einiger Zeit in diesem Blatt( siehe. Nummer 280:: Die Arbeitslosen- Versicherung in Basel" die wesentlichsten Bestimmungen der bezüglichen GesezesVorlage mitgeteilt wurden, so erübrigt sich ein näheres Eingehen auf deren Inhalt für heute. Dagegen sei erwähnt, Brüssel, 17. Februar. Dr. Lehde läßt die Nachricht dedaß der Große Rat( Landtag) am Schluſſe ſeiner bezüglichen mentieren, wonach er den Verrat eines Beamten des französischen unterbreiten, mit 46 gegen 12 Stimmen ablehnte. Darauf nahm die sogenannte„ Gewerbepartei" die Sache in die Hand, sammelte für ein Begehren auf Voltsabstimmung Unterschriften und brachte auch deren über 1200 auf, worauf der Regierungsrat dieselbe auf 17. unb 18. Februar festjeßte. marineministerin ms der französischen Regierung mitgeteilt habe, nachdem er selbst Kenntnis von gewissen Altenstücken erlangt habe. Von der Kaiserin- Tante. Bom Freitag wird aus China telegraphiert: Heute wurde cin Edift erlassen, durch das auf die EinLieferung der Reformer Sang- hu- wei und Liang, sei es lebendig oder tot, eine Belohnung von 100 000 Taels gesetzt wird. = Der Streif der Bergarbeiter. ist nichts zu berichten, und das ist das beste. Auch von einem AusAus Wien wird uns vom 16. Februar geschrieben: Vom Streit stande gilt das, was man von den Frauen sagt: Das beste Weib ist das, von dem man nicht spricht. Die Bergarbeiter streifen, fie arbeiten nicht, Streifbrecher stören und hemmen nicht ihren Stampf und so kann die kämpfende Armee gelassen abwarten, bis die Not die hartherzigen Kohlenmagnaten zu Paaren Nun ist in der Presse und in Versammlungen seit Wochen die treibt. Die Verhandlungen find an allen Buntten abgebrochen, Vorlage erörtert worden, wobei sich zeigte, daß die Unternehmer, fämtliche Einigungsämter haben ihre Thätigkeit bereits eingestellt, weil sie für jeden Arbeiter einen Wochenbeitrag von 10 bis 20 Cts. und so ist aus dem jähen Aufflammen der gefnechteten Kohlengräber ( 8 bis 16 Bf.), je nach der Häufigkeit der Arbeitslosigkeit in den Der Haß der Kaiserin- Tante gegen den Reformer und ebenso ein echter und hartnädiger se I a fientampf geworden, dessen Um verschiedenen Gewerben zahlen sollen, und ebenso manche ihre Macht müssen unbegrenzt sein. Schon im Dezember vorigen fang und Festigkeit die größeren Lohnlämpfe der modernen Zeit in Arbeiter Gegner derselben feien. Die Arbeiter werden in Jahres, noch ehe die letzte Kaltstellung des Kaisers erfolgte, wurde Schatten stellt. Eine wenn auch geringe Hoffnung stützt sich auf den ihrer Opposition von verschiedenen Gründen geleitet. Die einen sagen, ein Aechtungsdekret gegen den früheren Ratgeber des Kaisers Zusammentritt des Parlaments, der bekanntlich nächsten in ihrem Gewerbe fomme, so gut wie nie Arbeitslosigkeit vor, sie erlassen, das dem Kaiser offenbar aufgezwungen worden war. Aus Donnerstag erfolgt. Es ist unzweifelhaft, daß der Streik brauchen daher keine Versicherungskasse und sie würden deshalb die Beking wird bereits vom 31. Dezember geschrieben: sofort, vielleicht schon in der ersten Sißung, zur Sprache wird, ihnen zugedachte Beitragsleistung als eine ungerechte und schwere und die werden Vor kurzem erschien in der Pek. 8tg.", dem Reichsanzeiger kommen Kohlenausbeuter Last empfinden; andern Arbeitern, wie z. B. den Bauarbeitern und Chinas, ein Edift, das zwar im Namen des Kaisers Kwangju ver- dem höchsten Forum des Reichs Worte hören, die ihnen die an Handlangern, welche wohl wissen, daß sie häufig der Arbeitslosigkeit öffentlicht, aber ihm ersichtlich gegen seinen Willen diffiert ist. gellend Ohren flingen werden. Es ist auch ausgesetzt sind, erscheint wohl die Vorlage recht und gut, aber sie Darin werden zunächst der Kaiserin Tante überschwängliche sicher, daß das Abgeordnetenhaus selbst ohne Mithilfe finden die vorgesehenen Beiträge hoch, Die hohe Weisheit gespendet, mit ver Regierung die brennende grage der Achtſtundenſchicht in und endlich Lobeserhebungen für meldeten sich auch ants den Reihen der gewerkschaftlich sie dem Kaiser von seiner frühen Jugendzeit an als Vornehmen wird. Ob die Perspektive, daß die Unternehmer dem Achtorganisierten Arbeiter Stimmen, welche cine Schädigung mund gedient hat. Der Sohn des Himmels gesteht dann stundentag nicht entgehen werden, sie zur Sachgiebigkeit bestimment der Gewerkschaften durch die Arbeitslosen Versicherung be- ein, daß er, beängstigt durch die Abnahme der Macht und des wird, muß abgewartet werden. Jedenfalls wird die nächste sechste fürchten, weil die Beiträge die letzten Rappen der Arbeiter in An- Ansehens seines Reiches, die sich seit dem Kriege mit Japan in Woche des Ausstandes auf seine Festigkeit eine schwere Probe sein, spruch nehmen und dann nichts mehr übrig bleibt für die Gewerk- immer zunehmendem Maße bemerkbar gemacht habe, darauf bedacht aber es ist sicher, daß sie bestanden werden wird. schaften. Dieser anscheinend nichtigste Einwand der Arbeiter wird gewesen sei, einen Helfer in der Not zu finden. Sein früherer zu G れ " H Voit der Arbeit aber bei näherem gufchen sofort hinfällig, da das Gesetz die Ar- Behrer und Berater, der im vorigen Jahre gestürzte und jetzt In Sachfen nimmt der Streit trop der behördlichen Maß beiter vom Beitritt zur staatlichen Arbeitslosen- Versicherung befreit, unter Polizeiaufsicht gestellte Weng- tung- ho einer der Mitnahmen, über die wir an andrer Stelle berichten, an Umfang zu. welche bereits anderweitig gegen die Tage der Arbeitslosigkeit unterzeichner des Kiautschou- Vertrages habe ihm dann den In einigen Schächten stand gestern der Betrieb ganz still, so daß Fürsorge getroffen haben. Diese Bestimmung sollte geeignet sein, Hochverräter Sang- hu- wei empfohlen, indem er ihn als auch die wenigen Arbeiter, die erschienen waren, entlassen werden die Gewerkschaften zum Ansbau ihrer inneren Einrichtungen, hundertmal flüger als er selbst geschildert habe. Kang- yn- wei habe mußten, da sie den Betrieb nicht aufrecht erhalten konnten. Mehrere also insbesondere zur Einfilhrung der Arbeitslosen Unterstützung alsdann mit einer Notte von Gleichgesinnten ein Komplott ge- Gewerke weisen bis zu 70 Broz. Streifender auf. Das Streifs zu veranlassen, wodurch das Gefeß geradezu eine Förderung der Gewerkschmiedet, um den Kaiser zu einer pietätlosen Handlung( d, h. zur fomitee hatte noch einmal den Bersuch unternommen, mit fchaften bewirken würde. Bezeichnenderweise hat sich auch der evange- gewaltsamen Entfernung der Kaiserin- Mutter) zu verleiten, dann die den Werkbefizern zu verhandeln, jedoch ist auch diese Annäherung lische Arbeiter"-Verein dagegen erklärt, worauf zwei Mitglieder, ver- Dynastie zu stürzen und China in eine Republik zu verwandeln. ergebnislos verlaufen, da die Besizer jede Verhandlung ablehnten mutlich die einzigen Arbeiter dieses wunderbaren Arbeitervereins", aus Als Kwangju diese teuflischen Pläne entdeckt habe, hätte es seiner und alle Forderungen zurüdwiesen. Diese Haltung imponiert demselben ausgetreten find. Die Socialdemokraten, die schon 1898 inständigsten Bitten bedurft, um seine Tante wieder zur Uebernahme natürlich den Scharfmachern und man ist in industriellen Kreisen im Großen Nate durch einen, bezüglichen Antrag den Anstoß zur Ein der Regentschaft zu bewegen. Sobald sie wieder die Zügel der bemüht, so viel wie möglich die Position der Grubenbefizer zu führung der Arbeitslosen- Versicherung gegeben haben, stehen fräftig Regierung ergriffen habe, fei fofort alles gut gewesen. Dem stärken. So ist in Chemniß in der Wirkereimaschinenfabrik von für die Annahme der Vorlage ein. Der Arbeiterbund Basel hat in einer Kaiser wird dann weiter in den Mund gelegt, daß zwar die hunger u. Claus eine Bekanntmachung angeschlagen, in gutbesuchten Bersammlung einstimmig eine Resolution angenommen, in meisten seiner Unterthanen die von Kang- hu- wei verbreiteten der jedem Arbeiter 10 Mart Belohnung zugesprochen werden, Der er sich in Anbetracht der Notwendigkeit gefeßlicher Bestimmungen Lehren als verbrecherisch und staatsgefährlich verabscheuen, daß für die Angabe, daß in der Fabrik für die streitenden Bergarbeiter zum Schutz der Arbeitslosen für Annahme der vorliegenden es leider aber noch Leute genug gebe, die zwischen Wahr und gesammelt wird. Sehr hoch muß die Fabrik den Charakter der Gefezesvorlage erklärt" und in der es ferner heißt: Alle klein- Falsch, Loyalität und Hochverrat nicht' zu unterscheiden Arbeiter nicht einschätzen, wenn sie glaubt, auf diese Art lichen Bedenken müffen in Anbetracht dee Notwendigkeit der Schaffung verständen. Zu ihrer Belehrung wird erklärt, daß zwischen Denunzianten heranzuziehen. Solche Verordnungen sind aber vor einer solchen Institution schwinden und alle Voreingenommenheit dem Kaiser und feiner Adoptivmutter das beste Einber allem bezeichnend für die Abhängigkeit der Arbeiter und die muß aufgehen im Pflichtgefühl gegenüber denjenigen Arbeitsbrüdern nehmen herrsche, und ihr einmütiges Wirken zum Heile des Reichs Behandlung, die ihnen zu teil wird. Der Unternehmer. und Arbeitsschwestern, welche oft und schwer heimgesucht werden durch keinerlei Mißklang gestört werde. Sodann verkündet das verbietet einfach seinen Lohnsklaven, ihrer Sympathie durch einen durch unverschuldete Arbeitslosigkeit. Wir begehen damit einen Aft Edift, die Regierungsmarimen der kaiserlichen Ahnen müßten für alle Beitrag für die Streitenden Ausdruck zu geben; er greift in der Solidarität, der gewiß seine guten Früchte zeitigen wird. It Beiten als Vorbilder dienen, das heißt also, daß von Reformen nicht ganz willkürlicher Weise in die persönliche Freiheit des Arbeiters ein, auch der vorliegende Entwurf fein mustergültiger, so dient er doch mehr die Rede ist; der Kaiser beschäftige sich Tag aus Tag ein er verbietet ihnen, etwas zu thun, was gesetzlich erlaubt ist. Nur als Grundstein, auf welchem wir später einen vollendeten Bau auf mit der Stärkung der Wehrkraft und Hebung des Volkswohls; weil der Kapitalist die Machtmittel hat, dem Arbeiter Lohn und Beführen können": während die Kaiserin stets die Sicherung der Integrität des Reichs schäftigung zu geben, verlangt er auch die Preisgabe einer Pflicht 1 der Arbeiter gegen die übrigen Arbeiter und drückt sie zu Trägern seiner Interessen herab. DaS ist der Terrorismus des Unternehmer- tums, gegen den anzukämpfen unausgesetzte Pflicht der Arbeiter klaffe ist. •• « Ueber die Lage im Z>v i ck a u e r Revier wird unS geschrieben Immer mehr und mehr lichten sich die Reihen der Arbeitswilligen. Auf einigen Werken ist der Betrieb gänzlich eingestellt. Auf einigen Werken haben gestern sogar die Maurer und Zimmerleute die Arbeit niedergelegt. Selbstverständlich suchen gegnerische Zeitungen alles aufzubieten, um den Streikenden die Lage als so ungünstig wie nur möglich auszumalen, um Verwirrungen in die Massen zu bringen. Das.Zwickauer Wochenblatt" spcciell stellt sich auf die Seite der armen Grubenbarone und leitartikelt gegen die gereihten Forderungen der Bergarbeiter. Die Bergarbeit wird in so rosigem Lichte gemalt, dost wir anehmen möchten, daß bei Wiederaufnahme der Arbeit die Redactcure der genannten Zeitung sich jedenfalls zur Bergarbcit melden werden. Weiter berichtet das Blatt, daß Herr v. M e tz s ch, nachdem er seine Rundreise durch das Revier beendet, auf der hiesigen Amtshaupt Mannschaft mit den Vertretern der llntemehmer sowie mit Beamten der politischen und der Bergbehörden eine Besprechung gehabt habe. Dort habe Herr v. Metzscki erklärt, auf Befehl des Königs nach hier gekommen zu sein. Am Schlüsse der Beratungen habe er aus drücklich hervorgehoben, daß die königliche Staats- rcgierung fest entschlossen sei, den Arbeits- willigen energischen Schutz angedeihen zu lassen. Jrgendlvelche Mitteilung an die Streitenden ist bis heute noch nicht eingetroffen, aber gestern, nachdem die Besprechung dieser Herren statlaesunden hatte, wurde folgende Bekanntmachung auf den einzelnen Werken erlassen: Diejenigen Arbeiter, welche bis Dienstag, den 20. Februar dieses Jahres, die Arbeit nicht wieder aufgenommen haben, sind von dem genannten Tage an auf Grund von Z 80a, Ziffer 5 des allgemeinen Berggesetzes für das Königreich Sachsen vom 1ö. Juni 1863 entlassen. Februar 1300. Die Grubenverwaltung. Das Blatt sucht die Streikenden einzuschüchtern, indem es an- Zeutet, daß diejenigen, welche nicht zur festgesetzten Zeit zur Arbeit zurückkehren, ihrer Ansprüche an die Knappschaftspensionskasse ver- lustig gingen. Selbstverständlich lassen sich die Streikenden durch derartige Drohungep nicht beirren. Auch weiß das Blatt bereits zu berichten, daß Arbeitswillige belästigt und verhöhnt werden, und weist speciell auf einen Fall hin, wo sich bei ihnen ein Arbeitswilliger beschwert habe, daß er auf der Straßeverlacht und verhöhnt wurde und förmlich Spießrute» habe laufen müssen. Bekannt ist bis dato hierorts nicht das geringste über Ausschreitungen, im Gegenteil wird allgemein konstaliert, daß die Haltung eine mnsterhaste ist. Einige Werke, welche bis heute bollständig arbeiteten. haben sich ebenfalls dem Streik angeschlossen, darunter auch das Werk.Vereinsglück". Die Streillisten sind noch nicht vollständig, da immer mehr neue Streikende hinzukommen. Nach unsrer Berechnung können ivir ruhig behaupten, daß 70 Proz. im Ausstand stehen. Im Oelsnitzer Revier streiken, wie uns von dort mitgeteilt wird, bis jetzt 3S00 Mann. In den nächsten Tagen werden noch eine Reihe Versammlungen stattfinden, und es steht zu erwarten. daß sich die Zahl der Streikenden noch bedeutend vermehren wird. Am Freitagabend fand in Oelsnitz eine Versammlung statt. die schon lange vor Beginn überfüllt war. Sie wurde besonders interessant durch die_ Anwesenheit des Anitshauptmauns von Chemnitz. Derselbe griff auch in die Verhandlungen ein, suchte er die Ausfühningen des ehemaligen Bcrgarbeitcrs'Hemker aus dem Plauenschen Grund zu widerlegen, machte aber durchaus keinen Eindmck auf die Anwesenden. Die Resolution. durch welche zum Ausharren im Kampfe aufgefordert wurde, fand— trotzdem eine Anzahl Steiger anwesend waren— einstimmige An nähme. Der Geist der Streikenden ist ein guter und die Haltung ist mustergültig. «« Kläger vertrat, betonte nunmehr, daß die Forderungen der Leute auch dann begründet wären. wenn keine Entlassung vorläge. Sie wären in diesem Falle zum sofortigen Verlassen der Arbeit berechtigt gewesen, weil sie Herr Ferdinand Vogts grob beleidigt habe, als sie wegen der Auszahlung der 30 M. im Comptoir vorstellig wurden. Er habe sie„Dreck" und„Bummler" genannt. Ein Zeuge der Kläger, Tischler G., beschwor, dies gehört zu haben. Dagegen beschworen zwei Zeugen der Be- klagten, nämlich ihr F a b r i k d i r e k t o r und ein andrer A n g e- stelltet, sie hätten die Ausdrücke nicht gehört, obwohl sie ganz nahe bciHrn. VogtS gestanden hätten und die Worte eigentlich hätten hören müssen. In dem folgenden Rededuell zwischen AhrenS und Ebbstein, die beide als Ge Werbegerichtsbeisitzer häufig zusammen Recht gesprochen haben, hob AhrenS hervor, daß die positive Bekundung des Zeugen G. mehr gelte, als die verneinenden Aussagen der andren Zeugen. Nach zweistündiger Verhandlung wurden die Beklagten ver- urteilt, an die Kläger B. und F. je 46 Mark, an M.'33,60 Mark und an T. 36 M. zu zahlen. Mit ihrem Entschädig ungsanspruch aus Z 124b der Gcwerbe-Ordnung wurden sowohl die Be- klagten, als auch die Kläger abgelviesen. Der Vor- sitzende Dr. Gerth führte begründend aus: Die Kammer habe das Hauptgewicht auf die Aussage des Zeugen G. gelegt, da dieser positiv bekundet habe, daß die Ausdrücke Dreck und Bummler gegen die Kläger von Vogts gebraucht worden seien. Zwei andre Zeugen hätten nur zwar ebensalls eidlich ausgesagt, sie hätten die Worte nicht gehört, obgleich sie sie hätten hören müssen. Das sei doch aber imnierhiu nur ein subjektives Urteil. Jedenfalls sei der Gebrauch jener Worte als erwiesen anzunehmen. Da sie eine grobe Beleidigung der Kläger enthielten, hätten diese die Arbeit unfertig liegen lassen dürfen. Ferner st e h e aber den Klägern auch der ihnen für den Fl'll tadelloser Fertig st eilung des Accords garantierte Wochenverdienst von 30 Mark z u weil die Kläger durch die grobe Beleidigung an der Fertigstellung gehindert worden seien, Damit falle die Widerklage der Firma. Die Lohnentschädigung von 16,20 M. könne den Klügern B. und F. jedoch nicht zugesprochen werden, denn in der Klage hätten sie selbst erklärt, die Kündigung ei ausgeschlossen gewesen'. In den bisher vom Streik nicht betroffenen Bezirken Halle, Zeitz. Weiße nfels werden die Bergarbeiter am Sonntag in neun Versammlungen die Forderungen der Bergarbeiter besprechen. Die Bergarbeiter sind darüber, daß die Bergbehörde die Ver- Mittelung abgelehnt hat, sehr aufgeregt und es'wird am Montag zweifellos zur Arbeitseinstellung kommen. Der Berg- und Hüttenarbeitcr-Verband bemüht sich, soweit es in seinen Kräften steht, den Streikenden mit Rat und That zur Seite zu stehen. Anfänglich schien es, als ob im R u h r g e b i e t auch der christliche Bergarbeiter-Verband dem Beispiel folgen würde, besonders da es sich hier um sehr unbedeutende Forderungen handelte. Herr Brust, der Vorsitzende des christlichen Gewerkvereins, hatte denn auch vor einigen Tagen nach Rücksprache mit seinen Kol- legen vom Vorstand des Gewerkvereins die unterdessen in der Presse bekannt gegebenen Forderungen an die Grubenbesitzer im Ruhr- gebiete gutgeheißen, jetzt hat er stch's aber anders überlegt. Er bat zwar gegen die Forderungen nichts einzuwenden, will sie aber nicht in Gemeinschaft mit dem alten Verbände stellen, richtet vielniehr in der neuesten Nummer deS„Bergknappen" an der Spitze des Blatte« eine„strenge Absage an die Leiter der Bewegung in Deutschland". Er will, so versichert er am Ende seines laugen Artikels, sofort mit einer selbständigen Eingabe an den.Verein für die bergbaulichen Interessen und die Ruhrgrnben" herantreten. Warten wir ab, ob Herr Brust mit seinen Bemühungen Erfolg hat. die Aussichten werden kaum günstiger für ihn stehen, wenn er auch die Gemeinschaft mit dem Berg- und Hüttenarbeiter- Verband ablehnt._ Sociale Vrrlzkspflege. Accordarbcit und Nestlohn. Die Kammer IV des Gewerbegerichts hatte sich in ihrer letzten Sitzung mit einem interessanten Rechtsstreit zu beschäftigen, den vier Tischler gegen die Firma Ferdinand Vogts u. Komp. angestrengt hatten. Die Kläger B. und F. verlangten je 45 Mark. der Kläger M. 33,30 Mark, und der Kläger T. 86 Mark Rcstlohn. Sie hatten diese Ansprüche damit begründet, daß ihnen für eine bestimmte Arbeit, die sie zunächst in Accord übernommen hatten, ein Wochenlohn von 30 M. garantiert worden sei. Trotzdem hätten sie bis zu ihrer widerrechtlichen Entlassung am 6. Dezember jede Woche nur das Kostgeld von 24 M. erhalten. Außer den angegebenen Restbeträgen beanspruchten die Kläger B. und F. noch je 16,20 M. als Lohnentschädigung aus§ 124b der Gewerbe-Orduung. Im Laufe des Verfahrens— die Kammer hatte in mehreren Sitzungen mit der Sache zu thun— war vom Mitinhaber der beklagten Firma, Herrn E b b st e i n, die Wiederklage wegen Kontraktbruchs erhaben worden. Ebbstein ver- langte von jedem Kläger 16,20 M. auf Grund deS § 124b der Gewerbe- Ordnung und machte geltend. Herr Bogt habe die Leute am 5. Dezember gar nicht ent- lassen. Im Gegenteil, die Kläger seien ohne rechtlichen Grund aus der Fabrik hinausgegangen. Sie hätten deshalb auch keinen Anspruch ans jene obengenannten Restbeträge, denn trotz der Zusage seinerseits, sie sollten bei der fraglichen Apothckeneinrichlung mindestens wöchentlich 30 M. verdienen, sei die Arbeit Accordarbeit geblieben. Es sei den Klägern lediglich ein Mindestwochen v e r d i e n st von 30 M. garantiert worden, d. h. die Firma iväre zu entsprechenden Nach- zahlungen verpflichtet gewesen, wenn sich nach tadelloser Fertig- stellung des AccordS ergeben hätte, daß bei einer Verteilung des Accordpreises ans die einzelnen Wochen der wöchentliche Verdienst 30 M. nicht erreiche. Wegen der Arbeitsniederlegung könne von Nach- zahlungen nicht die Rede sein. Die Angaben des Hrn. Ebbstein über die Lohngarantierung bestätigten seine Zeugen, während ein Zeuge der Kläger der Auffassung war, daß die 30 M. jeden Sonnabend ausgezahlt werden sollten.— Genosse Robert Ahrens, der zwei der Nufcchtung eines von einem Bevollmächtigten ab geschlossenen Vergleichs durch den Vollmachtgeber. Eine Dame, die als Vertreterin des Unternehmers Ticdke vor dem Gewerbcgericht erschienen war, hatte mit dem Kläger einen Vergleich abgeschlossen. Herr Tiedke beantragte darauf einen andern Termin und begründete dies Verlangen damit, daß er den Vergleich nicht billigen könne. Der Termin wurde ihm gewährt: der Vor- sitzende Dr. Meier riet ihm jedoch nameuS des Gerichtshofs, den Vergleich aufrecht zu erhalten, wozu sich T. auch bewegen ließ. Der Vorsitzende teilte dem Beklagten hierauf mit, daß im Weigerimgs- all der Gerichtshof den ersten Vergleich für bindend erklart hälte. Wenn die Vertreterin auch nur eine Tcrminsvollmacht gehabt habe, so hätte T. sie doch vorher informieren müssen, daß sie k e i n e n Vergleich abschließen solle. Bei einer eventuellen Nebersch reitung der Vollmacht hätte er sich dann an die Vertreterin halten können. Lösung des Arbeitsverhältnisses durch gegenseitiges Ein- Verständnis. Die Llumcnbinderin S. war mit ihrer Arbeitgebcrin Loßuitzer in Streit geraten und hatte zu ihr gesagt: Wenn' Ihnen meine Arbeit nicht genügt, dann kann ich ja geben. Fräulein Loßnitzer antwortete: Na ja. wenn Sie wollen? Hierauf forderte die Binderin ihre Papiere und ihr Geld. Sie verklagte trotzdem Fräulein L. wegen unberechtigter plötzlicher Entlassung auf Gc- Währung einer Lohnentschädigung. Das Gewerbegericht nahm aber au, die oben wiedergegebenen Aeußerungen der Parteien bedeuteten ein gegenseitiges Einverständnis, das Arbeitsverhältnis zu lösen. Die'Klage wurde deshalb für unberechtigt erklärt. Die Klägerin verzichtete darauf freiivillig, bevor das Urteil rechtskräftig ausgesprochc» wurde._ GiegeSjubel in London. Die Nachricht vom Entsatz Kimberlehs und der Besitznahme von Jacobsdal hat hier begreiflicherweise eine unbändige Freude hervorgerufen, und„mir Bobs"(Kosename für Lord Roberts) ist der Mann'des Tags. Auf dem Strand herrscht ein lebhaftes Treiben bei schönstem, lange entbehrtem Sonnenschein. Ueberall sieht man Gruppen, welche das Ereignis besprechen. In vielen Schaufenstem ist die gute Nachricht, mit Blauschrift geschrieben, ausgehängt. Die gedrückte Stimmung wich dem Uebermut. Die Omnibuskondukteure riefen den Fahrgästen zu:.Kommen Sie mit, zweiPenee nach Pretoria!" Der Zudrang zu dem Kriegsamt ist kolossal. Die Damen sind am lautesten in ihren Freudekundgebungen. Die Beamten lachten seit langer Zeit zum erstenmal wieder, an der Börse war man außer Rand und Band und tonnte sich nicht genug thun,.xoock old Bobs" hochleben zu lassen. Der Lordmayor erklärte etwas schnell, das sei der Anfang vom Ende. Die„Times" bezeichnen den Entsatz als solide Errungenschaft, die die Begeisterung, mit der die Nachricht im Inland und in den Kolonien aufgenommen wurde, völlig rechtfertige. Der„Standard" meint, die Operationen des Generals French, so glänzend sie auch gewesen, seien nur das Vorspiel deS Dramas. dessen Hnuptnlt die Zertrümmerung der Streitkräfte CronjeS bei Maggersfontein sein müsse. Man dürfe bald von der größten Schlacht des' Krieges, die bislang geliefert worden ist, hören, vorausgesetzt. daß die Boercn nicht bereits geflüchtet seien. Dies scheine indes nicht wahrscheinlich, da der Vormarsch der Briten in der Richtung, in der er stattfand, nicht erwartet wurde. Die Lage sei demnach un- zweifelhaft günstig und dürfte in Kürze auf diesem Teile deS Kriegs- theaters entscheidu'ngsvoll werden. Eine Kapstädter Drahtung besagt, General French wurde Donnerstagabend in Kimberley mit sturmischer Begeisterung empfangen. Der Krieg. General French ist mit seiner Armee unumschränkter Herr der Diamantstadt K i m b e r l e y. Zu besonderen Kämpfen ist eS bei dem Vordringen der Engländer überhaupt nicht gekommen. Die Boeren haben ohne Kampf nacheinander Jacobsdal, Alexandersfontein und Maggersfontein aufgegeben und nur an einer Furt des ModderflusieS haben Boerenabteilungen die Truppen des Generals French aufzuhalten gesucht. Die wichtigste Nachricht vom heutigen Tage ist die folgende: London, 17. Februar. Dem„Sleutcrschen Bureau" wird aus Jacobsdal von gestern gemeldet: General Cronje ist mit 10000 Mann in vollem Rückzüge auf B l o e m f o n t e i n begriffen und wird von General Kelly- K e n n y verfolgt. Die Boeren nahmen am Nietriver einen großen Convoi. Ob es sich um wirkliche Flucht der Boeren handelt, oder ob sie sich nur weiter nach Osten in ihre Berge hineinziehen, um dort ihrer nördlich vom Tugela befolgten Taktik entsprechend den Angriff des Feindes in gedeckten Stellungen zu erwarten, darüber ist ein Urteil kam» möglich, so lauge man allein auf die kurzen englischen KriegSdcpeschen angewiesen ist. die sich in vielen Fällen als sehr trügerisch erwiesen haben. Wer weiß, ob der SiegeS- jubel in London nicht doch verfrüht ist und ob die Engländer bei einem Vormarsch auf Bloemfontein nicht doch manche harte Nuß zu knacken bekommen. »» » Die weiteren Nachrichten vom westlichen Kriegsschauplatz lauten: Jacobsdal. 15. Februar. Die Engländer besetzten heute Jacobsdal nach einer Reihe kleinerer Kämpfe mit einer geringen Boerenabteilung. Die Artillerie beschoß das anliegende Gebiet und vertrieb den Rest der Boeren. Die Division French bemächtigte sich dreier Furten des ModderflusieS. Tie Boeren waren an einer Furt stark verschanzt, wurden aber durch die Artillerie vertrieben. French rückte dann schnell gegen Kimberley vor. Die Boeren räumten Alexandersfontein, das darauf besetzt wurde. London. 16. Februar. Feldmarschall Lord Robert meldet unter dem heutigen Datum: General French hat heute morgen folgendes mitgeteilt:„Ich habe den Feind an der Südseite von Kimberley sowie von Alexandersfontein bis OliphantSfontein gänzlich vertrieben und bin jetzt im Begriff, sein Terrain zu besetzen. Ich habe ein feindliches Lager mit Lebensmittel- und Munitionsdepots eingenommen. Unser Gesamtverlust ungefähr 20 Mann. Kimberley wohl und munter." Weiter meldet Feldmarschall Roberts aus Jacobsdal: Ich habe guten Grund, zu glauben, daß die Boeren die Ver- schanzungen bei Maggersfontein aufgegeben haben und zu ent- kommen suchen. French säubert daS Gebiet nördlich von Kimberley. Eine von Kelly-Kennys Jnfanterie-Brigaden verfolgt einen sehr großen Burenkonvoi, der sich in der Richtung auf Bloemscntein bewegt. London, 17. Februar. Ein Telegramm des Feldmarschalls Lord Roberts aus Jacobsdal vom heutigen Tage meldet: General Kelly-Kcnny erbeutete gestern 78 Waggons, die mit Vorräten, darunter zwei mit Mauiergewehren. beladen waren, ferner 8 Kisten Granaten und 10 Fässer mit Sprengstoffen; die Beute ge- hörte dem Lager C r o n j e s an, welches die britische Artillerie noch beschoß, als Kitchener vorstehende Meldung absandte. Jacobödal, 17. Februar. Wegen der Erschöpfung seiner Zugochse» hat Crouje mit den ihm verbliebenen Wagen ein Lager bilden miiffen, das Kelly-Kennys Artillerie gegen- wärtig energisch beschießt. Vom Rückzug der Engländer auf dem mittleren Kriegsschauplatz liegen jetzt nähert Nachrichten vor. Der.Daily Telegraph" meldet auS Naauw- p o ort vom 13. Februar: Ein sehr heftiges Gefecht fand auf beiden britischen Flanken in der Nähe von N e n s b u rg statt. Der Feind, welcher den Engländern an Zahl überlege», war etwa 4000 Mann stark. Eine Patrouille der JnniSkilling Dragoner wurde von etwa 600 Boercn umzingelt, sie bahnten sich jedoch tapfer einen Weg ohne einen Mann zu verlieren. Eine Compagnie des berittenen Neu-SüdwaleS-Regimentes wurde dagegen niedergemacht. DieBajonette der Leute weisen jedoch die Spuren eines blutigen Kampfes mit dem Feinde auf. Von 6 Offizieren der Kolonialtruppen ist nur einer in das Lager zurückgelehrt. Es wurde eine strategische Rück- ivärtsbewegung nach Arundel beschlossen, unsre Geschütze vom ColeSkop sind glücklich zurückgebracht worden. � ein Maxim- gcschütz wurde zerstört, um zu verhindern, daß eS in die Hände der Heinde falle. Neun verwundete Offiziere und 46 Gemeine ind in das Feldlazarett von Naauwpoort gebracht worden, die Zahl der Gefallenen ist zur Zeit noch unbekannt. Vom 14. d. M. wird auS Naauwpoort gemeldet: Die Eng» ländcr räumte n vergangene Nacht RcnSburg, ließen daselbst eine Menge Vorräte zurück und konzentrierten sich in Arundel.— Zwei C o m p a g n i e n deS Wilkshire- Regiments verloren, als e sich vom Kloof-Lager zurückzogen, den Weg und werden vermißt; ihr Aufenthalt ist jedoch bekannt. Voraussichtlich werden sie heute Abend befreit werden. G Lord RobertS über die deutsche» Krankenpfleger. Das Londoner Kriegsamt veröffentlicht nachfolgendes Telegramm des F-ldmarschalls Lord Roberts aus Jacobsdal: Ich bin sehr befriedigt, bei meiner Ankunft hier bewunderungswürdige H o s p i t a l- E i n r i ch t u n g e n zu finden, die von der deutschen Ambulanz unter den Doklorcn Kättner und Hildebrand getroffen find. Beide Herren mit ihrem Personal eriveisen sowohl unsern Verwundeten wie den der Boeren die größte Freundlichkeit. Einige unsrer Verwundeten sind seit Dezember hier, andre wurden gestern eingebracht. Ich habe das Hospital besucht und bin höchst befriedigt über das. was ich gesehen habe; es liegen daselbst zwei Offiziere und etwa 36 von unsren Verwundeten. Kapstadt, 17. Februar. Der Kommandant PretoriuS ist nach Modderriver gesandt worden, um den Boeren ausgeliefert zu werden.'' Letzte Meldungen. London, 17. Februar. Die Abendblätter melden auS Sterk» ström von heute: Die Boeren begannen heute früh den Vormarsch auf die englischen Stellungen bei Molteno. Sie führten einige Geschütze mit sich und eröffneten das Feuer auf die englischen Feld- wachen. PartS, 17. Februar. Dem„TempS" wird aus London ge« meldet: Die Boeren dringen in der Kapkolonie energisch vor. Auf dem Kriegsamt hegt man ernste Befürchtungen bezüglich der Verbindungslinie des General Roberts. Der Vorstoß der Boeren, welcher gestern bis RcnSburg reichte, scheint sich schon bis zur Linie de Aaar-Kimberley erstreckt zu haben. Die Postverwaltung giebt bekannt, daß die Verbindung mit Kimberley noch nicht oder nicht mehr offen ist. In militärischen Kreisen herrscht allgemein der Eindnick. daß der Zug des Generals French zu gut gelungen sei. mit andern Worten, daß General RobertS überflügelt und abgeschnitten worden sei._ Tetzke Nschvichten und Depeschen. Amcrtkauische Schlauheit. Washington, 17. Februar.(B. H.) Laut dem Samoadertrag geht die Jniel Tutuila nicht vollständig in den Besitz Amerikas. Letzteres wird nur über den Hafen und das Laudgebiet P a g o- Pago Souveränität ausüben, desgleichen daS Protektorat über cincii Teil der Insel. Hierdurch erspart Amerika die BerwaltungS- Pflicht außerhalb des Hnfcngcbiets. Kaiserslautern, 17. Februar.(23. T. 83.) Amtliche Meldung. Infolge heftigen Sturmwindes liefen am 16. d. M.. abends 8 Uhr. auf Station Ratzweilcr zwei Wagen auf die Strecke hinaus und stießen etwa 160 Meter außerhalb der Station gegen den einfahrenden Arbeiterzug Nr. 430. Bei dem Zusammenstoß wurden eine Person schwer, drei Personen minder verletzt. Die Maschine und vier Wagen entgleisten. Der Verkehr ist vorerst gesperrt und wird im Laufe deS Tages wieder aufgenommen. Die Reiienden müssen an der Unfall« stelle umsteigen. PariS, 17. Februar.(W. T. B.) Mahmud Pascha und seine Söhne haben an die Zeitungen einen Brief gerichtet, in welchem sie die Gerüchte, wonach sie beabsichtigen, nach Konstantinopel zurück- zukehren, für unbegründet erklären. Paris, 17. Februar.(W. T. B.) Im Beisein der Minister Waldeck-Rousieau und Delcaffs sowie deS Botschafters Constans sand heute im Elysee die feierliche Ucberreichung der Jnsignien deS Jmtiaz-OrdcnS an den Präsidenten L o u b e t durch die vom Sultan entsandte Abordnung statt. Brüffcl, 17. Februar.(B. H.) Das socialistiscbe Organ „Peuple" veröffentlicht eure Erklärung, betitelt.An ehrliche Leure", unterzeichnet von der Gruppe der socialistischen Abgeordneten, worin die Namen aller früheren Verteidiger der Privilegien der Nationalbank angegeben sind. Es sind 46 Unterschriften früherer Minister, Senatoren und Abgeordneter, die inzwischen direkt oder indirekt Stellung bei der Nationalbank erhalten, die ihnen ein JahreSgehalt von 70—80 000 Frank einbringt. Londou, 17. Februar.(B. H.) Die Regierung verfügte den Bau einer Telcgrapheuliuie durch Afghanistan, welche die indische Station Schamann mit Knschk verbindet. Sofia, 17. Februar.(B. H.) Infolge des kategorischen Verlangens des Kriegsministers wurde der KreiSpräfekt von BurgaS abgesetzt. Derselbe weigerte sich, den verhafteten altivcn Obcrlicuinant, welwex einen russischen Schiffsagenten auf offener Straße erschossen hatte» der Militärbehörde auszuliefern. Verantwortlicher Redacteur: Banl John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu»Beilagen und llnterhaltungsblatt. Nr. 41. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 18. Februar 1900. Aenderung des Gemeinde- Wahlrechts fich für seine rumbolle that in allen Lonarten hatte preiſen laſſen, und ob das dem„ monarchiſchen Gedanken" förderlich ſein würde, in Preußen. Dem Abgeordnetenhause ist soeben der in der Thronrede angefündigte Gesezentwurf betr. die Bildung der Wähler abteilungen bei den Gemeindewahlen Der Entwurf soll diejenigen Berschiebungen ausgleichen, welche durch die Miquelsche Steuerreform in der Zusammensetzung der Wählerabteilungen hervorgetreten sind. zugegangen. Bekanntlich ist der legtjährige Entwurf, welcher von demselben Gesichtspunkte aus eine Korrektur des Dreiklassen- Wahlrechts vor gesehen hatte, von der Kommission des Abgeordnetenhauses abgelehnt worden und nicht mehr in das Haus zurückgelangt. Der neue Entwurf geht wie der vorjährige von der Korrektur des Dreiklassen- Wahlsystems durch das sogenannte Durchschnitts. princip aus, vermöge dessen jeder wähler, welcher mehr als den auf einen Stimmberechtigten in der Gemeinde entfallenden durch schnittlichen Steuerbetrag zahlt, aus der dritten in eine der oberen Wählerabteilungen verfegt, die zweite von der ersten Abteilung aber durch Halbierung der auf diese beiden Abteilungen fallenden Gesamtsteuerbeträge abgeschichtet werden soll. Von dieser Regel jedoch werden gewiſſe Ab jedoch werden gewisse Abweichungen durch Orts ftatut zu gelaffen. So ist das von der im vorigen Jahre eingesetzten Kommission dem Ortsgeseze anheimgegebene sogenannte 3 wölftelungssystem, bei welchem die drei Wählerklassen nach 5/12, " " 3 Parteiorganisation. Die Parteigenossen in Barnburg haben die Führung fämtlicher Barteigeschäfte für die Stadt dem focialDemokratischen Verein übertragen. Für den Streis bleibt das Berrat dem Entwurfe feine Zustimmung gegeben hatte und Herr Lueger Wenn sie nun unterliegen? Dann unterliegt in ihnen der Kaiser reiste der dunkle Ehrenmann nach Italien, und während seiner möchten wir bezweifeln. Die Herren thäten also in ihrem und in Abwesenheit begann dann der Komödie zweiter Teil. Die Wahlreform ihrer Monarchie Jntereffe viel flüger, nach den von ihnen selber erunterliegt nämlich als ein Landesgefes der Beschlußfassung des nieder- fundenen Konstitutionellen Grundsätzen die Person ihres Monarchen östreichischen Landtags, dessen Majorität, wie bekannt, aus den unentweg mehr im Hintergrunde zu lassen. S testen Mameluken des Wiener Bürgermeisters besteht. Dieselben Lente min, die im Gemeinderate den Entwurf mit Enthusiasmus befchloffen hatten, lehnten ihn im Landtage mit noch größerer Be geisterung ab! Auf die ganz vage Erklärung des Statthalters hin, trauensmännersystem bestehen. abweisend war, beschloß die Majorität, den Entwurf des Gemeindedie wenn sie auch nicht zustimmend lautete, doch auch keineswegs rats von der Tagesordnung abzusehen und im Einvernehmen mit tag ab. Die ungarische Socialdemokratie hält Ostern ihren Parteis der Regierung einen neuen Vorschlag auszuarbeiten. Damit war Kongreß der Feldarbeiter und Kleinbauern am 17. und 18. April Der Landeskongreß findet am 15. und 16. April, der deutlich bewiesen, daß der erste Entwurf, der Antrag auf Ein- ftatt. Auf der Tagesordnung des Kongresses stehen die Punkte: führung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, eine ordinäre Organisation und Preffe. Parteiprogramm. Kampf um das allKomödie, eine nichtsnuzige Fopperei gewesen war und sich also der gemeine gleiche und direkte Wahlrecht. Die Gemeindewahlen und Wiener Bürgermeister mit den rechtlosen Massen ein Bubenstück erlaubt die socialdemokratische Partei. Die politische und wirtschaftliche Behatte. Der neue Entwurf wurde in ein paar Tagen ausgearbeitet wegung. und nach der Rückkehr des Bürgermeisters vom Landtage in einer ihrer gröblichen Migachtung aller parlamentarischen Formen, in einzigen Sizung zum Beschlusse erhob. Diese Sigung selbst war in ihrer Roheit und Tartüfferie, ein Denkmal der Wiener Schande für sich. echter imd # Polizeiliches, Gerichtliches univ. herabgesetzt worden war. burg i. 11. haben Arbeiter einen Vergnügungsverein" Gemütlichkeit" Vereins- und Versammlungsrecht in Preußen. In Strass gegründet zur Pflege der Geselligkeit. Troydem derartige Vereine nach dem klaren Wortlaut des Gesezes von der Anmeldepflicht entDer neue Entivurf nun war ein Meisterstück von Wahlgeometric, bunden find, verlangte der Bürgermeister die Einreichung der herrschenden Partei im Biener Gemeinderat auf den Leib zuge der Statuten und des Mitgliederverzeichnisses. Als dieses 4/12 und 3/12 der Gesamtsteuersunime gebildet werden. auch Parteidogma eingeschworen waren, wurden ihres Wahlrechts ein der Alle Schichten, die nicht auf das christlich fociale völlig ungejekliche Verlangen zurüdgewiesen wurde, erhielt in dem neuen Entwurf der ortsstatutarischen Einführung fah beraubt. So wurden die Personal- Einkommensteuer- Zahler, unter gleichzeitiger Mitteilung, daß bei Nichteinreichung der Vorsißende Döring ein Strafmandat über 30 Mr., vorbehalten, weil nach Ansicht der Regierung dies Syſtem die doch ganz eigentlich den intelligenten Kern der Bevölkerung vorgeforderten Bedingungen eine weitere Strafe von 60 M. folgen am ehesten geeignet ist, den Zustand von 1891, d. h. des am ehesten geeignet ist, den Zustand von 1891, d. h. des stellen, ihres Wahlrechts vollständig entäußert; die Lehrer, die fich würde. Gestützt auf das Gesez, kam man diefem Verlangen nicht Jahres vor Einführung der Steuerreform, wiederherzustellen. Weiter enthält der Entwurf die Bestimmung, daß das Orts- in offener Empörung gegen die antisemitische Schandwirtschaft nach, und eine weitere Ordnungsstrafe von 60 m. war die Folge. statut bei Einführung des Durchschnittsprincips an Stelle des ein befinden, wurden strafweise aus dem zweiten in den dritten Ebenso erging es dem inzwischen zum Vorsigenden gewählten fachen Durchschnitts ein Vielfaches desselben bis zum höchft- Wahlkörper versetzt, und die große Frage der Erweiterung Brüsch. Die von Testerem beim Landrat erhobene Beschwerde fage des anderthalbfachen Durchschnitts als Norm für das Aufsteigen des Wahlrechts sollte mit einem vierten Wahlkörper ab wurde abgewiesen mit einer Begründung, die wir als ein Musteraus der unteren in die oberen Wählerabteilungen zu Grunde legen gethan werden, dem nur zwanzig Mandate zugewiesen werden beispiel polizeilicher Logik ganz mitteilen wollen. darf. Es wird den Gemeinden freigestellt, in denjenigen Fällen durch eine wahlkörper mit je 46 Wandaten ausgestattet find für jeden Bezirk eines, wogegen die drei privilegierten Durch§ 2 der Verordnung vom 11. März 1850 wird die prozentuale Steigerung des maßgebenden Durchschnittsfages zu den Wahlförper überdies als Bedingung des Wahlrechts eine fünf- Berzeichnissen ohne weiteres den Vorstehern derjenigen Vereine auffür welchen Verpflichtung zur Einreichung von Statuten und MitgliederVerhältnissen des Jahres 1891 zurückzukehren, in welchem die Zu- ahltörper grundelegung des einfachen Durchschnitts über den Rahmen diefer jährige Seßhaftigkeit gefordert wurde und in dem nebst den neuen erlegt, welche eine Eimvirkung auf öffentliche Angelegenheiten beBerhältnisse hinausführen würde. Der Grund zu diefer Maßregel legierten Wähler wahlberechtigt sein sollten! Wählern auch alle alten, schon durch 138 Mandate privi zweden. Durch diese geschliche Verpflichtung der Vorsteher einer ist offensichtlich; es handelt sich darum, eine Demokratisierung Es war das bestimmten Selaffe von Vereinen wird die Berechtigung der Polizeides Wahlrechts zu verhindern, Wahlrechtsraub; die und die Begründung hätten mit diesem vierten Wahlkörper um das Maß jenes Rechts Mitgliederverzeichnisse in gewissen Fällen einzufordern, nicht Arbeiter behörde, auch von anderweitigen Vereinen die Statuten und erkennt dies auch offen an, indem sie fagt, daß eine betrogen werden sollen, auf das fie einen wohlbegründeten Anspruch berührt. Falls die Polizeibehörde aus gewissen Anzeichen den derartig fortschreitende Demokratisierung des Bahlrechts im Hinblid auf das systematische Bestreben haben. Neben diesen elenden Betrügereien enthält der Entwurf noch Eindruck gewonnen zu haben glaubt. daß ein Verein seine Eigender Socialdemokratie, in die Gemeinde- Vereine Unmaffe wahlgeometrischer Bestimmungen, die sich freilich gefchaft als gefchloffene Gesellschaft wesentlich zu dem Zweck zu betretungen zu gelangen", als politisch in hohem Maße fchidt unter dem Dedmantel der Demokratie" bergen. nugen beabsichtigt, um irgend welche geichliche oder polizeiliche bedenklich angesehen werden muß. Welche Entrüftung dieser schändliche Entwurf erwedt hat und Vorschriften zu umgehen, so bat fic. die Pflicht, die Thätigkeit des Es ist, wie die offizielle Berliner Korrespondenz" ausführt, im haben, ist noch in frischer Erinnerung. Thatsächlich machte weder Stand zu sehen, ist die Kenntnis der Zwecke und der Mitglieder weld gewaltige Bewegung die Wiener Arbeiter gegen iht entfesselt Vereins zu prüfen und zu überwachen. Um sich hierzu in den Wefen des Durchschnittsprincips eine Tendenz zu stetig fortschreitender bie Regierung Thun, noch die nachfolgenden provisorischen Re- des Entlastung der dritten und Verstärkung der oberen Wählerklaffen beBereins vor allen Dingen notwendig. Die Behörde gründet, welche in Kürze zu einer Demokratisierung des Gemeinde- gierungen Glary und Wittet Miene, ihn der Verwirklichung fann in solchen Fällen ihre Bestimmung als Hüterin Wahlrechts führen könnte, die weit über den Rahmen einer Ausgleichung zuzuführen, und er wäre wahrscheinlich im Papierforb ruhig der gesetzlichen Ordnung nur durch Einforderung der Statuten der im Verfolg der Steuerreform eingetretenen Berschiebungen hinaus bare Entbedung zu Hilfe gefommen wäre. bermodert, wenn Herrn Lueger nicht plötzlich eine fonder- und des Mitgliederverzeichnisses erfüllen. Int vorliegenden gehen würde. Denn wie die Vorgänge namentlich in induficiellen Som- nämlich die Neuwahlen für den zweiten Wahlkörper- der Gemeinde- einige Tage vorher die Polizeistunde für die als Vereinslokal Im März sollen Falle ist die Gründung des Vereins angezeigt worden, nachdem munen zeigen, treten den Wählermassen dank der allmählichen Ber- rat erneuert sich immer zu einem Drittel besserung der Lohn- und Erwerbsverhältnisse inner neue Wahlwerden. Dabei entdeckte nun der findige Magistrat, daß die geltende schreitung der Polizeistunde durch den Wirt von 12 Uhr auf 10 Uhr vorgenommen dienende ühlemannsche Gastwirtschaft wegen wiederholter leberberechtigte aus dem Kreise der kleinsten Steuerzahler hinzu, welche, Wahlordnung unbrauchbar geworden fei. Die Wahlordfofern nicht eine bedeutende Vergrößerung der Steuerleistungen mung stammt nämlich aus dem Jahre 1890, bafiert also auf den auf seiten der Wohlhabenden konkurriert, naturgemäß den Durch damals geltenden Steuergesehen. Min hat aber Destreich feit Personen bestehende Verein allabendlich tagte und sich nach der Dies und der Umstand, daß der notorisch aus wenig bemittelten schnitt immer tiefer herabdrücken und damit die Abgabe einer inimer dem 1. Januar 1898 ein neues Gesetz über die Realsteuern; die vor mündlichen Anzeige mit Veranstaltung von Familien- und Ge größeren Anzahl überdurchschnittlicher" Wähler in die obern Klaffen mals bestehende Einkommensteuer, die im Wesen eine Ertragsteuer sellschaftsabenden, verbunden mit Geiangs und anderen Vorträgen, herbeiführen müssen. Will aber der Gesetzgeber das Ziel einer Aus gleichung der Verschiebungen, wie sie seit der Steuerreform in die war, ist durch die Personal Einkommensteuer ersetzt worden; Spielen und Belustigungen aller Art unter Einführung von Gästen be Erscheinung getreten find, nicht ganz aus dem Auge verlieren, so der Personal Ginkommensteuer Zahler nicht entscheiden könne gründung lediglich den Zweck verfolgte, die polizeilichen Vorder Magiftrat behauptet also, daß er über das Wahlrecht schäftigensollte, hat mit Recht den Verdacht erwecktt, daß die Vereinsmuß er ein Ventil schaffen, welches einer allzu starten und Birkung des Durchschnittsprincips vorbeugt". fte auch nicht in die Wahlkörper einzuordnen fchriften wegen Veranstaltung öffentlicher Luftbarkeiten 31. Dieses Ventil, das der Entwurf schafft, ist nun nicht nur ein Widerspruch zwischen Steuergesetz und Wahlgeiek ausgleiche und Luftbarkeiten der erforderlichen polizeilichen Erlaubnis zu entziehen. vermöge. Es sei ein Att der Gesetzgebung notwendig, der den umgehen und der Vercin nur seinen Namen hergäbe, um öffentliche Sicherheitsventil gegen das Eindringen der Socialdemokratie in die Kommune, es ist auch, besonders in den Städten am Rhein, ein aufhebe. Es muß also jezt eine Wahlreform gemacht werden, und in fich hierüber Gewißheit zu verfchaffen und insbesondere, fonVentil gegen das Eindringen des Centrums. Mit vollem Recht wenn die Regierung auch mächtig genug ist, ein Gesetz tros Herrn trollieren zu können, welche fremden Gäste an den VereinsversammLueger zu verhindern betont die„ Germania", daß die Gemeinden nach wie vor voll so ist sie natürlich außer stande, ohne Zustimmung des Landtags reichnung der Bereinsstatuten und des Mitgliederverzeichniffes gefordert. indem sie ihm die Sanktion verweigert lungen teilnehmen, hat die Polizeiverwaltung mit Recht die Einständig der bisherigen Plutokratie einzelner steinreicher Leute die nun technisch notwendige Reform zu unterworfen bleiben, da ja die herrschende Blotukratie in den Regierung hat sich also mit der christlich- socialen Majorität bewirken. Die Ihre hiergegen erhobene Beschwerde ist mithin unbegründet." Gemeindeverwaltungen von der Befugnis Gebrauch machen und sich in Verbindung gefest und mit ihr die Aenderungen verein- Polizei gegenüber den Bereinen nichts andres sind, wie die gesetz Die einfachste Logik sagt, daß die geschlichen Rechte der durch Ortsstatut ihre Herrschaft auf Jahre hinaus sichern wird, und bart, die an dem vorjährigen Landtagsbeschluffe vorgenommen werden lichen Pflichten der Vereine gegenüber der Polizei. das umsomehr, als nicht, wie nach dem Kompromiß- Antrag Frigen müssen, wenn das Gefez sanktioniert werden foll. Das Geschäft decken sich vielmehr vollkommen. Wo die Pflichten der Vereine auf Sattler vom vorigen Jahre, eine Zweidrittel- Mehrheit sondern nur scheint schon ganz perfekt zu sein, denn der niederöstreichische Land- höreit, da hören auch die Rechte der Polizei auf. Nach der Auf eine einfache Stimmenmehrheit der Stadtvertretung dazu erforderlich tag ist bereits für den 20. Februar außerordentlich einberufen, um faffung des Herrn Landrats hätte ja die Polizei das Recht, den ist, der herrschenden Plutokratie die Alleinherrschaft zu sichern. Dazu kommt, daß die Reform nur auf Gemeinden mit das Gefez zu amendieren, die definitive Wahlreform für Wien zu Vereinen noch weitere als die geseglichen Pflichten aufzuerlegen. mehr als 10000 Einwohnern beschränkt bleiben soll. Als bejchließen. Grund hierfür wird einmal angeführt, daß die Steuerreform nach Christlich- Socialen schon zugestanden sind, sind dreierlei. Erstens Die Henderungen, die die Regierung verlangt und die von den dem Ergebnis der statistischen Ermittelungen die Wahlrechts- folle die Berional- Einkommensteuer unter die das verhältnisse in den Gemeinden unterhalb dieser Einwohnergrenze in Wahlrecht begründenden Steuern eingereiht werden, wobei es freilich nicht nennenswerter Weise verschoben hat, sodann aber auch die Ers offen bleibt, ob für diese Steuergattung, die die meisten Wähler stellt, wägung, daß die Zulaffung von Ortsftatuten über die Regelung des derselbe Genius festgelegt werden wird wie für die andern SteuerGemeindewahlrechts einen häufig nicht unbedenklichen und jedenfalls gattungen. Zweitens sollen die Lehrer wieder in den zweiten anstaltung öffentlicher Luftbarkeiten. Selbst wenn diese Vermutung Schließlich vermutet der Herr Landrat hier nur die Absicht der Ver unerwünschten Agitationsstoff in das Gemeindeleben wirft. Wie fürsorglich von der Regierung! Um die Bevölkerung nicht in Auf- haftigkeitsdauer im vierten Wahlkörper verringert werden Recht, Etatuten und Mitgliederliste zu verlangen, weil dazu nach Wahlförper eingereiht werden und drittens soll die Seß bereits als richtig erwiesen wäre, hätte die Behörde noch nicht das regung zu versehen, wird in Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern einfach die Plutokratie verewigt. wie es heißt, von fünf Jahren auf drei oder zwei Jahre. Das der erwähnten Verordnung nur solche Vereine verpflichtet sind, die In der That, eine sonderbare Reform", eine Reform, durch die sind zwar ganz beträchtliche Verbesserungen; der Stampf der Wiener eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezweden. Lufts namentlich das Centrum auf das schlimmste geschädigt wird. Kein bleibt der Entwurf ein listiges und perfides Machwerk, deffen sind, find aber noch lange feine öffentlichen Angelegenheiten". Arbeiter war also alles weniger denn fruchtlos. Trotzdem barkeiten, auch wenn sie öffentlich, das heißt jedermann zugänglich Wunder, daß unter solchen Umständen die Germania" bereits ganze Tendenz ankündigt, das Abgeordnetenhaus müsse auf eine Festigung der jehr brüchig noch bor einer andern wichtigeren parlamentarischen Entscheidung dazu Stellung hat leiner Bartei die gewordenen christlich- focialen Herrlichkeit hinausläuft. Zu 200 M. Geldstrafe wurde in Braunschweig der frühere Freilich funstvollste Wahlgeometrie gefrommt, Redacteur des dortigen Parteiblattes, Genosse Lubnow verurteilt. nehmen". Daß unter dieser wichtigen parlamentarischen Ent- wenn sie innerlich morsch geworden ist, und so wird auch den Wiener Er soll durch einige Notizen in diesem Blatte einen Arzt beleidigt scheidung" die Flottenvorlage im Reichstag gemeint ist, dürfte un- Antisemiten leine noch so ausgeflügelie Wahlgaunerei etwas nügen, haben. Der Staatsanwalt hatte nur 60 M. Geldstrafe beantragt, jchwer zu erkennen sein. beim Bolte Wurzel faßt. Jedenfalls fann man sich auf eine stürmische des Reichs- Prepgefezes, das von der Staatsanwaltschaft gegen den wenn die Erkenntnis über diese forruptefte und volksfeindlichste Partei Das Verfahren wegen Fahrlässigkeitsvergehen nach§ 21 Landtagstagung gefaßt machen; fie erst wird zeigen, wie ernst es Redacteur der Oberfränkischen Volkszeitung", Genossen Liebold in der Regierung Störber mit ihrer so lebhaft beteuerten Unparteilichkeit Hof, anhängig gemacht worden war, ist eingestellt worden. Dagegen nach allen Seiten ist. wurde die Beschlagnahme der 11 Exemplare des Heft 1 des Pfaffenspiegel, 5. Auflage, aufrecht erhalten; die Hefte wurden dem Unters fuchungsrichter am Landgericht Rudolstadt übersendet, weil diefer die Beschlagnahme jener Drudschrift angeordnet hat " Die ganze Vorlage zeigt wieder, wie mit dem Dreiklassenwahl recht mm einmal nichts anzufangen ist. Verbesserungen auf der cinen Seite haben stets Verschlechterungen auf der andern zur Folge. Will man wirklich etwas Bernünftiges schaffen, so muß man dieses System völlig beseitigen und das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht auch für die Kommunen einführen. Die Wiener Wahlreform. -st.- Wien, 16. Februar. Die berüchtigte Reform" des Gemeindeſtatuts und der Wahlordnung für Wien, die der niederöstreichische Landtag im Mai vorigen Jahres beschlossen hat, ist ganz unvermutet aus dem Grabe ge fliegen und es ist die größte Wahrscheinlichkeit, das fie, allerdings mit einigen sehr wichtigen Modifikationen, Gesezeskraft erhalten wird. Die Geschichte diefer Reform gehört zu den standalöseften Dingen dieses an Schmach und Schande wahrlich nicht armen Oestreich. Wie noch in Erinnerung, legte Herr Dr. Lueger, der Bürgermeister von Wien, im März vorigen Jahres dem Gemeinderat eine Wahlreform vor, die eine durchschlagende Aenderung der gegenwärtigen Bestimmungen über das Wahlrecht zum Wiener Genteinderate bedeutete. Mit den drei Wahlkörpern wurde darin aufgeräumt, und der ganze Gemeinderat sollte aus dem allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechte gewählt werden. Die einzige tüdische Bestimmung dieses überraschenden Entwurfs war die Bedingung einer fünfjährigen Seßhaftigkeit, an die das Wahlrecht geknüpft wurde eine Bestimmung, die ersichtlich den Zwed hatte und auch die Wirkung erzeugt hätte, die Arbeiter zu einem beträchtlichen Teile um ihr Wahlrecht zu bringen. Nachdem der Wiener Gemeinde# Partei- Machrichten. Ein gewagtes Spiel spielen die bürgerlichen Parteien im Wahlkampfe um den Kreis Calbe- Aschersleben. Ihr einziger Trumpf ist die Person des Kaisers, den sie in allen ihren Reden und Flugblättern ausspielen. In einem Aufrufe der Kreisblätter heißt es: Gie Die Polizei fann sich wohl darüber zu unterrichten füchen, ob befchäftigt. at fie das festgestellt, dann kann sie ihn bestrafen und ein als nicht politisch auftretender Verein sich dennoch mit Politi zur Einreichung der Statuten und Mitgliederliste auffordern. Nicht aber kann sie ihm dieie Verpflichtung auferlegen zu dem Zwecke, ihr die Mühe der Information abzunehmen. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der 26. Februar naht, der Tag, an welchem es sich erweisen wird, ob das freie Bürgertum, welches entschlossen ist, Water- Achtung, Kleber( Tapezierer). Die Sperre über die Firma land und Kaisertum zu schützen und zu wahren, in Kalmbach, Botsdamerstr. 89, ist weiter für Bolsterer und Kleber unfrem Wahlkreise überwiegt, oder ob die Gewaltherrschaft aufrecht zu erhalten. Für Kleber sind folgende Firmen gesperrt: der. Socialdemokratie mit ihren staatszerstörenden Be- Bölligte, Oranienftr. 19; Seiffert, Ansbacherfstr. 19; Schleh, Große ftrebungen obfiegt. Nicht mehr auf das papierne, focialrevo- Frankfurterstr. 31; Siebert, Friedrichsfelderstr. 25; Strieg u. Görte, lutionäre Programm beschränkt sich jetzt die Aechtung der Monarchien Jägerstr. 20. Die Sperre über die Firma Schwarzer ist aufgehoben. und der konstitutionellen Staatengebilde, sondern die Socialdemokratie Die Lohnkommission. ging zu einem Angriff über auch gegen den Träger des Königtums, Die Modelleure und Gipsbildhauer der Firma Schirmer, gegen die Person unsres Kaisers Wilhelm II. In unirem Wahl- Wilmersdorf, Schaperstr. 32, befinden sich wegen Verweigerung fampfe dreht es fich also nicht um die Frage, wie es die Social der achtstündigen Arbeitszeit im Ausstand. demokratie verschleiernd gern hinstellen möchte, ob der Majestätsparagraph gut oder schlecht sei, sondern um die Frage, ob wir einen Mann mit dem höchsten Ehrenamt, mit dem ReichstagsMandat dafür belohnen wollen, daß er unfren Kaiser, in dem sich die Ehre der ganzen Nation verkörpert, verächtlich zu machen versucht." Es ist doch sehr unklug von diesen staatserhaltenden" Herr fchaften, den Kampf fo ganz auf die Person des Kaisers zuzufpigen. Deutsches Reich. Die Errichtung eines Arbeitersekretariats in Hamburg ist gesichert. Bei einer unter den Mitgliedern der Gewerkschaften vor genommenen Abstimmung erklärten sich 12044 für und 2569 gegen das Projekt. Mit etwa drei Viertel Mehrheit wurde beschlossen, daß das Arbeiterfetretariat nur solche Personen in Anspruch nehmen: dürfen, die ciner Gewerkschaftsorganisation angehören. Neben der In Lipine und Chropaczow bei Königshütte D.S. find am nämlich mit dem Hinweis darauf begründet worden, daß die Lasten sah, daß einem Herrn, den ein paar Dugend Bälle in einen Schnee 15. und 16. d. M. Ausstände der Zinthüttenarbeiter ausgebrochent. der socialen Gesetzgebung, sowie die durch das Bürgerliche Gesetzbuch mann verwandelten, die Cigarre aus dem Munde geschleudert wurde In Lipine, auf der Silefia"-3inthütte, beträgt die Zahl der Strei den Unternehmern auferlegte erweiterte Haftpflicht die Be- die nächsten Würfe schlugen ihm auch die Brille herab und er fonnte fenden zur Zeit 350, in Chropaczow auf der" Guidohitte" ca. 100; triebsmntoften wesentlich erhöht hätten. Diese Argumente mochten die Augen nur dadurch schüßen, daß er sie nun mit beiden Händer. jene Hütte gehört der Schlesischen Aktien- Gesellschaft für Bergbau noch hingehen, obgleich es den Scharfmachern nicht angenehm sein bedeckte. Ein vielhundertstimmiges Johlen begrüßte jeden Treffer und Zinkhüttenbetrieb Lipine", diefe dem Grafen Guido Henckel von konnte, wenn wieder einmal, und zwar in so dürren Worten, die Zu den Werfenden gehörten viele Leute, die, nach der Kleidung zi Bei beiden Ausständen handelt es sich um Lohns alte Reklamelige bloßgestellt wurde, daß das Unterschließen, sich zu den besseren Ständen" zählten. erhöhungen. Die Lipiner Arbeiter waren schon seit Wochen bei der nehmertum es fei, welches die vielberühmten Laften der Social- Paffagieren hatten auch die Omnibusfutscher, die gleichfalls das Ziel Generaldirektion( Remy) um eine Lohnerhöhung vorstellig geworden; reform zu tragen hätte, ohne daß ihm auch nur der Gedanke an der Wurfgeschosse waren, unter den Demonstrationen zu leiden, die fie hatten darauf eine„ oberschlesische", d. h. gar feine Antwort er eine Abwälzung auf andre Schultern in den Sinn fäme. an sich berechtigt gewesen sein mögen, aber sehr oft in den stärksten halten und deshalb erklärten sie am 15., am Lohntage, nicht weiter Unfug ausarteten. zu arbeiten, wenn ihr Lohn nicht sofort erhöht würde. Ihre Forderung wurde abgeschlagen.pi si ottituranpoista Die Bandwirker der Düsseldorfer Bandwirtezei und Riemendreherei von Blankers find wegen geringfügiger Differenzen in eine Lohnbewegung eingetreten. Zuzug nach Düsseldorf zu vermeiden. omdat h Ausland. Weiter aber heißt es in der Zuschrift des Spediteurvereins: „ Um dem Ausbruch eines von dem Centralverband der Trans port- und Verkehrsarbeiter Deutschlands bei Beginn des HerbstDie Krankenhausnot scheint sich in den lezten Tagen etwas geschäfts beschlossenen Streits vorzubeugen.... mußten wir vermindert zu haben. Aus dem Rathause wird berichtet: Nach dete unsern Rollkutschern und Bodenarbeitern erhebliche Lohnamtlichen Rapporten der städtischen Krankenhäuser war die Beleg. erhöhungen gewähren, zumal auch für die Arbeiter die ziffer am 15. Februar abends: des städtischen allgemeinen KrankenLebensverhältnisse sich verteuert haben und eine hauses am Friedrichshain: Betten sind vorhanden für Erwachsene 652 Erhöhung ihres Einkommens nicht nur gerechtfertigt, sondern belegt find 609, bleiben daher frei 41, für Kinder 166, belegt find auch notwendig war." 1110, bleiben somit frei 56; des städtischen Krankenhauses Moabit. Der Streit bei den frommen Typographen des apoftoli: Das ist einfach eine himmelschreiende Verfündigung, und es soll Betten für Erwachsene sind vorhanden 910, belegt find 829, bleiben schen Stuhles" in Einsiedeln( Schweiz) dauert fort. Der uns nicht wundern, wenn die Scharfmacher gegen den Spediteur- somit frei 81; des städtischen Krankenhauses am Urban: Betten Typographenbund wandte sich an den katholischen Bundesrat gemp verein nächstens ebenso entrüstet zu Felde ziehen, wie fürzlich gegen find vorhanden für Erwachsene 543, belegt find 519, daher frei 24, in Bern mit dem Gesuche um Vermittlung, allein er lehnte ab. Der Herrn Dr. Freund. Ist es doch einer der umumstößlichsten Lehrsage für Kinder 102, belegt find 56, daher frei 46. felbe intervenierte, wie crimerlich, seiner Zeit beim Nordoftbahn des deutschen Unternehmerpatriotismus, daß ein Streit unter Der Justizminister hat in einer allgemeinen Verfügung vom Streit mit viel Geschick und Erfolg, allein was er bei der inter- allen Umständen ein Verbrechen ist, und daß, wer dazu 10. 6. M. angeordnet, daß in der Aufschrift der an die Justiznationalen Nordostbahn- Gesellschaft ausrichten fonnte, erhoffte er aureizt, ins Buchthaus gehört. Und hier erkennen Unternehmer, effenbar nicht bei feinen frommen Parteigenoffen in Einsiedeln, die Fleisch vom Fleisch der Kühnemänner sein sollten, offen die behörden in Berlin gerichteten Bost sendungen zur BerDie anständigen Katholiken mit socialem Verständnis schämen Berechtigung einer Lohnbewegung an. wecken dadurch die Be: meidung von Verzögerungen und Verwechslungen beim Postbetriebe die Lage der in Betracht kommenden Diensträume nach Postbezirk fich ob des Gebahrens der Ausbeutersippe in Einsiedeln. So gehrlichkeit aller übrigen Lohnſklaven und beschwören so namenlojes( W., C., SW. usw.), sowie Straße und Hausnummer anzugeben ist. ote die am letzten Sonntag in Olten stattgefundene Delegierten uheil über die deutsche Industrie herauf. versammlung der katholischen Männer und Arbeitervereine ein Da kann nichts als Entschuldigung gelten, selbst die Thatsache Um die Absender von Postsendungen an hiesige Behörden auf das Erforderliche genauer Aufschriften hinzuweisen und sie in den Stand Sympathie- Telegramm an die Streifenden mit der Aufmunterung nicht, daß die Spediteure sich selber im vorigen Herbst lange genug zu sehen, die Aufschriften vollständig abzufassen, ist auf den von den zur Festhaltung am Koalitionsrecht. Ferner erhielt das Organ dieser gegen die Besserung der Lebenshaltung ihrer Arbeiter geſträubt Behörden ausgehenden Schriftstücken hinter dem Ortsnamen Berlin Vereine, der in Schaffhausen erscheinende katholische Arbeiter", den haben und daß die Lohnerhöhung viel Geschrei und wenig Auftrag zur Einleitung einer Geldsammlung für die Streikenden. Wolle abgesehen von einer kleinen Bergütigung für die nach acht die Lage der Diensträume nach Postbezirt, Straße und Hausnummer anzugeben. Diefe find die tüchtigsten Berufsarbeiter des Geschäfts, während die Uhr zu leistende Arbeit nur 25 Pfennig für den Tag ausmacht. Weiterarbeitenden meistens ungelernte, weibliche und jugendliche Der Lieutenant a. D. Hellmuth Wessel, der auf dem Bahn Arbeiter sind. Eo bofft man denn auch auf endlichen Sieg. In Zur Frage der Krankenhaus- Ueberfüllung ist eine Behof in Bosen seinem Transporteur entsprang, ist nach einer Nachricht Biel streiten die Arbeiter der Uhrenfabrik von Sejam n. Loviez, merkung von Interesse, die der bekannte Dermatologe Professor aus Reichenbach i. Schl. dort wieder ergriffen worden. Auf die in Genf stehen die Erdarbeiter und Handlanger in einer Bewegung Die mit, daß in den legten 14 Tagen nach einer von ihm ge- urkundenfälschung Verfolgten waren 1500 M. ausgesetzt. Als Wessel für Erhöhung der Arbeitslöhne. machten Zusammenstellung 59 Geschlechtsfranke mit ernſteren Strank in Bosen entsprang, sollte er nach Thorn gebracht werden, wo er heitserscheinungen wegen Raummangels abgewiesen werden mußten, in Garnison gestanden und sich der Strafthaten schuldig gemacht und daß noch täglich Abweisungen vorkämen. Diese authentische hatte. Aeußerung wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf die Verhandlungen der letzten Stadtverordneten- Versammlung. 0281 Sociales. ids Bauarbeiterschuh. Für die Stadt Stiel ist eine Polizeivererdnung zum Schuße der Bauarbeiter erlassen worden, die Vor schriften enthält über die Anlegung und Einrichtung von Baubnden ind Aborten, über Thür- und Fensterverschluß für Innenbauten im Winter und über die Verwendung von Coakskörben. thin d Tokales. Ueber die lex Heinze und die Sittlichkeit wird Reichstags: abgeordneter Auguft Bebel in einer am Dienstag bei Lipps ( Brauerei Friedrichshain) stattfindenden Voltsversammlung reden. Die Parteigenossen und Genosjinuten wollen für zahlreichen Besuch dieser Versammlung agitieren. Namentlich wird rege Beteiligung der Franen erwartet. Die Vertrauensperson. . Vermist wird der cand. phil. Frizz Fiedler aus Berlin; ders felbe hat sich am Sonnabend, den 10. d. M., abends aus seiner merkt hat, eine Reise von 2 Tagen zu unternehmen. Den AnWohnung entfernt, um, wie er in einem hinterlassenen Rettet be gehörigen ist über den Zielpunkt der Reise nichts bekannt; sie vermuten, daß dieselbe nach dem Osten der Provinz Brandenburg gerichtet war, und befürchten, daß dem F. irgend ein Unfall zugestoßen sein könne. Fist 25 Jahre alt, at dunkles Haupthaar und volles frisches Gesicht mit dunklen Vollbart. Bekleidet ist er mit langem, grauen Wintermantel mit Pelerine und grauem Filzhut. Jede Nachricht, die irgend eine Spur von F. enthält, erbittet und zur Erstattung aller etwaigen Auslagen ist gern bereit, Dr. G. Wyneken, Berlin NW., Calvinstr. 7. Der Urheber der Dachstuhlbrände cutdeckt. uns: Beranlaßt durch einen Dachstuhlbrand in dem Hause Mariannen Man schreibt straße 37, wurde ein erfahrener Fachmann von der Besizerin des Hauses um ein Gutachten betreffend Wiederherstellung des entstandenen Schadens ersucht. Dieser Herr konstatierte, daß, wie auf den meisten Dachböden der Berliner Häuser, rauhe, ungespundete Schalbretter als Fußboden verwendet waren. Der Brand war auf dem Flur zwischen den Bodenverschlägen entstanden, in der Nähe eines dort hingestellten Teeren Waschfasses. Der Fußboden mit samt dem Faß war an einer Stelle von mehreren Quadratmetern total verbrannt; zwei Balfen waren zur Hälfte zerstört. Es wurde unter dem angrenzenten noch nicht verbrannten Fußboden, und in den ein Centimeter breiten Fugen des Fußbodens ein schwarzer, Gegen das Gönczische Ehepaar ist nunmehr von der Staates Zur Lokallifte. Der Arbeiterschaft Berlins, insbesondere der weicher, filzartiger Stoff vorgefunden, welcher den Raum anwaltschaft die Anklage wegen Mordes resp. Begünstigung erhoben; Echönhaujer Vorstadt, zur Nachricht, daß das Lokal zum Schultheiß zwischen den Brettern und der darunter liegenden Stalung zum Verteidiger Gönczis ist Rechtsanwalt Dr. H. Fränkel von Anits Ausschaut, Kastanien Alce 23, Juhaber Betfür, für die Arbeiter- mehrere Centimeter start ausfüllte. Der Sächverständige wegen bestellt worden. Die Verhandlung dürfte schon in der nächsten schaft gesperrt ist, da der Inhaber sich weigert, die bekannte Inter- entnahm diesem Stoff Proben und fonstatierte, daß Schwurgerichts Seffion stattfinden. In dem Erbschaftsprozeß fchrift zu geben. Die Lokalkommiſſion. das Gemisch aus allerlei Fasern und Abfällen von Zeug in fein ver- Nobiling und Genossen gegen den Pfleger der Gipsschulzeschen teilter Form, aus Holzstäbchen, halbverbrannten Zindhölzern, sowie Erbschaftsmasse ist vom dritten Civilsenat des Kammergerichts be Arbeiter Bildungsschule. Heute abend punkt 7 1hr: Voraus seinem Kohlenstaub 2c. bestand. Im allgemeinen erinnert die schlossen worden, die Gönczischen Eheleute als Zeugen darüber zu trag in der Urania, Taubenstraße( Hörsaal): Malerische Wanderungen Konsistenz dieses Etoffes an Feuerschwamm. Bei einem Versuch, die vernehmen, welche von beiden Frauen, die Witwe Schulze oder durch die Mark Brandenburg. 6-7 Uhr: Besichtigung der Physik- Masse mit dem glühenden Köpfchen eines schwedischen Streich Fräulein Klara Schulze, zuerst getötet worden ist. Die Vernehmung Der nächste Vortragsabend in Geschichte findet der hölzchens zu entzünden, fing der Funke sofort Feuer. Ein ge- hat aber vorläufig unterbleiben müssen, weil die Zeugen von ihrem Giordano Bruno Feier wegen nicht am Montag, sondern am lindes Anfachen, und die gröberen Teile brannten mit Rechte, die Auskunft auf diese Frage zu verweigern, Gebrauch Dienstag den 20. d. M. statt. heller Flamme weiter. Auf den Dachböden und Wäsche- machten. Da angenommen wird, daß sich Gönczi noch zur Ablegung Freie Volksbühne. Die Vorstellung der 4. Abteilung findet böden herrscht mun ffets ein lebhafter Zug, fie find ferner eines Geständnisses bequemen wird, so ist vereinbart worden, die Sonntagnachmittag 24 hr im Leffing- Theater statt. Roemers- meist mangelhaft beleuchtet, so daß schon an einem dunklen Nach Bernehmung der Gönczischen Eheleute nach Erledigung der Schwur holm" gelangt zur Aufführung.- Jm Carl Weiß- Theater 2. Ab- mittag Benugung von Licht erforderlich ist. Der Zug löscht das Licht gerichtssache noch einmal bewirken zu lassen. teilung Hamlet", Trauerspiel von William Shakespeare. Die leicht aus, und so ist ein neues Anzünden notwendig. Viele PerBorstellungen folgen am 25. Februar, am 4. 11. und 18 März. jonen aber werfen rücksichtslos das glimmende Streichholz weg, und Fest Marken zum Heine Abend find an allen Zahlstellen zu da bekanntermaßen der Zündkopf des Streichholzes noch lange glüht Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. und vermöge seiner runden Form in die Fugen hineinrollt, so ist es nicht zu verwundern, daß die Entstehung solcher Brandschäden überaus häufig ist. Herr Branddirektor Giersberg und die Berliner Baupolizeibehörde wurden sogleich von dem Entdecker mit diesen Thatsachen bekannt gemacht und haben dafür großes Interesse bekundet. Es ist wohl anzunehmen, daß Maßnahmen getroffen werden, ähnlich wie nach den Warenhausbränden, um die bisher übliche leichtfertige, Stonstrul tion der Dachfußböden zu beseitigen. Gale. " D habcu spati d Zur Stichwahl in Moabit. Bei der Stadtverordneten- Erfazwahl am 14. Februar haben im 44. Bezirk nach amtlicher Feststellung von den 2624 abgegebenen Stimmen erhalten: der Arbeiterkandidat Glode 1240, der Birgerparteiler Wolf 736, der Freisimmige Bredered 331, der Mieterkandidat Damaschte 316, zersplittert 1. Die Zahlen weichen von den zuerst mitgeteilten nur wenig ab. Inserm Genoffen Glode fehlten gur absoluten Mehrheit, die sich auf 1313 stellte, nur 73 Stimmen: bicje Thatsache wird hoffentlich allen denjenigen unter uniren Genossen und Freunden das Gewissen schärfen, die sich am 14. Februar fäumig gezeigt haben. Die Gedächtnisfeier für Giordano Bruno, die heute, mittags 12 Uhr, im Beethovensaal, Köthenerstr. 52, stattfinden wird, hat folgende Ordnung: Ouverture zu Egmont von L. Beethoven; Brolog von Julius Hart, vorgetragen von Frl. Luise Dumont; Festrede von Dr. Hermann Brunnhofer; Gedichte von Giordano Bruno, vorgetragen von Herrn May Laurence; Einzug der Götter in Walhall von Richard Wagner. Die Musikvorträge werden vom Berliner Sinfonie- Orchester unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Carl Zimmer ausgeführt. Der Zutritt ist unentgeltlich. Nach Beginn der Feier wird der Eintritt nicht mehr gestattet. Eine Giordano Bruno- Feier veranstaltet die Freireligiöse Eine bedeutsame Erfindung hat, wie die Kunstchronit" meldet, der jetzt in Berlin lebende Waler Rudolf Schulte im Gemeinde am Montag in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29. Hofe gemacht. Es handelt sich um ein nenes graphisches Die Feier besteht in Vokal- und Instrumental- Konzert, sowie in der Verfahren, das der Künstler Steinradierng nennt. Darstellung lebender Bilder, die den Kampf des Menschentums gegen Unter anderm hat er den Stopf Menzels in dieser Art porträtiert; Unterdrückung und Bevormundung versinnbildlichen. Die Festrede das Blatt zeigt alle Tonwerte vom feinsten Licht bis zur tiefften wird von Prof. Dr. Albert Gehrke gehalten. Da der Eintrittspreis Dunkelheit in bisher unerreichter Feinheit. Da der Stein eine ganz fehr mäßig ist und der Ueberschuß zum Besten des Baufonds der beliebige Anzahl von Abdrücken gestattet, und das neue Verfahren Gemeinde verwendet werden soll, so darf wohl auf eine zahlreiche auch für farbigen Drud besonders brauchbar ist, soll ihm eine große Beteiligung an der Feier gerechnet werden. Zukunft bevorstehen. Meeres aufgewachsen. Im Theater der Urania wird die ganze Woche hindurch noch das neue deforative Ausstattungsstück„ Von den Alpen zum Vefuv" wiederholt. Jm Hörsaal werden folgende Vorträge gehalten werden: Dienstag: Herr Mittwoch: Herr Professor Dr. G. Naß:" Die Porzellanfabrikation". Donnerstag: Herr amy: Wie sieht es auf den Mond aus"? Dr. P. Spies:„ Elektromagnetismns". Freitag: Herr Dr. P. Schwahn: Die dadurch leider notwendig gewordene Stichwahl zwischen Glocke und Wolf findet Freitag, den 9. März statt. Zu der Frage, wie bei der Stichwahl sich die Mieterpartei verhalten wird, jagt die Volls- Zeitung":" Es versteht sich von selbst, daß die Wähler Damaschtes aus kommunal- socialpolitischen Gründen Das Berliner Aquarium bietet jezt auch in seinem Fischbereich und in der Stichwahl für Glode eintreten werden." Es Thauwetter und Straßenverkehr. Der plötzliche Umschlag feiner Kleinlebewelt interessante Erscheinungen. In einem der kleinen Seeempfiehlt sich für unire Moabiter Genoffen, dieser Versicherung bis auf der Witterung von Schnee sturm zum Regen bewirkte Freitag wasserbeden des oberen Grottenganges tummeln sich mehrere kleinere Fischweiteres mit starkem Mißtrauen zu begegnen. Ein Teil der abend die teilweise Wiederaufnahme des elektrischen Betriebs der arten, von denen eine bent Wittelineer, die andre der Nordsee und die Freunde Damaschte's ist anscheinend schon am 14. Februar wieder Großen Berliner Straßenbahn. Während der Nacht waren dritte dem Süßwasser entstammt. Besieht man die Fische, so gewahrt man unter ihnen einige Eremplare des großen Stichlings, der unsre Gräben, zur Bürgerpartei zurückgekehrt, von der sie zu ihm hinübergekommen noch Arbeiter damit beschäftigt, die verschneiten Geleije frei zu Teiche, Flußläufe bewohnt. Dieselben find in einem solchen Gewäffer gewaren. Damaschte scheint namentlich viele Mitglieder des machen, auch wurde reichlich Salz gestreut, so daß gestern vormittag fangen und, was eben das intereffante ist, im Aquarium dadurch, daß Evangelischen Arbeitervereins", der formell bereits bei 2 Grad Wärme der Bertehr endlich wieder in vollem Umfange man in ihren Süßwasserbehälter ganz allmählich Meerwasser zuließ, an zu ihm übergegangen war, noch im letzten Augenblick dadurch ab im Gange war. Von den Pferden der verschiedenen Verkehrs- Scewaffer gewöhnt worden, so daß sie sich nun in ihrem jezigen Aufenthalt gestoßen zu haben, daß er sich für Gleichberechtigung der anstalten sind heute ein großer Teil stallfrank. Die Tiere sind lahm so wohl fühlen, als wären sie gleich ihren Genossen im Salzwasser des stonfeffionen aussprach und mit Rücksicht auf die in Moabit und fressen nicht. Die Hauptverkehrsstraßen, besonders die Friedrich-, ziemlich zahlreiche katholierung die Erklärung abgab Leipziger-, König- und Chausseestraße, find fast wieder frei vom bie fichtlich nicht nach dem der Evangelischen" war Schnee, in den Nebenstraßen liegt er aber als schmugige und wäjirige daß er auch die Interessen der Katholiken schüßen und fördern Masse noch fußhoch, die den Verkehr fast unmöglich macht. Das wolle. Von den ihm noch treu gebliebenen Anhängern können wir Pastfuhrwerk der Brauereien und Speditionsfirmen verkehrte auch uns gar nicht recht denken, daß sie jetzt für Wolf eintreten fouten, gestern noch vierspännig. Infolge des großen Schneefalls für einen Mann, den sie vorher io arg veripottet haben. find auch die Landstraßen nach Berlin nur mit Vorspann zu Wie eifrig haben sie in allen ihren Versammlungen zugestimmt und benutzen. Viele Bauern, die sonst regelmäßig Sonnabends die regelmäßiger Beifall gespendet, wenn Damaschte oder sein Compagnon Tischendörfer Markthallen besuchen, waren ausgeblieben, weil der Schnee stellendarauf hinwies, daß der Bädermeister Wolf abfolut weije meterhoch liegen und die Nebenwege vollständig versperrt Auf der Treptow: Sternwarte" spricht Direktor Archen hold unfähig zum Stadtverordneten sei, daß er, der für die haben soll. Der Schuce, falls man die schußige Masse Sonntagnachmittag 5 Uhr über: Das Geheimnis des Weltenbaues" und cintreten zu wollen in den Straßen noch so bezeichnen kann, wird hier vielfach immer um 7 Uhr zum erstenmal über:„ Auffindung der Sternbilder", mit praktischen verspreche, in der Stadtvereriammlung noch in die Spree und den Landwehrkanal geworfen, die an vielen Uebungen. Während der ganzen Woche wird die" Venus" in den frühen Nachmittagstunden und der Orion Nebel von 7-10 Uhr abends mit dem überhaupt für niemand eintreten tönne, weil er Stellen, an den Schleusen usw., mit dem Straßenkot an der Ober- Riesenrefrattor beobachtet. ja nicht reden könne und nicht zu reden wage! Wir wiederholen fläche angefüllt sind. es aber: Bei 23a hit ämpfen soll man immer mit Dem Schlimmsten rechnen! Unfre Moabiter Genojien werden nach wie vor gut thun, sich allen gegenteiligen Ankündigungen und Bersprechungen zum Troßz auf den durchaus möglichen Fall eins zurichten, daß am Tage der Stichwahl die Mieterparteiler wie die Freifinnigen für Wolf eintreten. Wenn es gegen den jocial demokratischen Arbeiterkandidaten geht, dann schrecken ja manche Leute selbst davor nicht zurüc, einen Mann zu interftügen, durch dessen Wahl sie sich einfach lächerlich machen würden. fleinen Gewerbetreibenden und die leber ein feltsames Stüd VoIts justiz, das am Freitag in Sachen der Tierquälerei geübt worden sein soll, wird der Bolle- 3tg." berichtet: Die Oberflächenforschung des norddeutschen Tieflands". Sonnabend: Herr Professor Müller: Lurusgegenstände und ihre Naturgeschichte". Feuerbericht. Ein Brand in einer Kellerwohnung verursachte gestern mittag einen Alarm nach Magazinstraße 12a. Der verursachte Schaden ist nicht erheblich. Kurz vorher war Schon am Bahnhof Friedrichstraße wurden die Verbedpajjagiere Siemensstraße 6 ein Wohnungsbrand zu beseitigen, der darauf aufmerksam gemacht, daß die Omnibusse Unter den Linden Möbel, sowie den Fußboden und die Decke stark beschädigte. Wegen von einer großen Menge, gegen welche die Polizei machtlos fei, mit eines Schornsteinbrandes wurde die Wehr nach FriedrichSchnee- und Schmutzbällen bombardiert, würden, und, da die Omnibusse straße 171 gerufen. Grober Unfug am öffentlichen Melder vers überall mit lauten gurufen wie„ Tierquälerei, Roheit, Pferde anlaßte ein Ausrücken der Wehr nach toppenstraße 72. Leider ist Schinder" ec. empfangen wurden, zog es denn auch ein erheblicher der Thäter entkommen. Sonnabend früh 10 Uhr erschien ein LöschTeil der Fahrgäste vor, die Pläge auf dem Verdeck aufzugeben. zug auf dem Grundstück des Krankenhauses am Friedrichshain. Wer nicht rechtzeitig fich in das Junere der Wagen zu flüchten ver- Inter Leitung des Branddirektors Giersberg fand eine Löschprobe zu and andren Echarfmachern scheint es der Verein Berliner mochte oder auf seinem luftigen Sige trogig ausharrte, erkannte dem Zwed statt, um zu ermitteln, ob die auf dem Grundstück vorSpediteure verderben zu wollen. Der Verein hat sich einer unver- gar bald, daß die Warnungen wohlgemeint gewesen waren. handenen Löscheinrichtungen funktionierten und wieviel Schlauchs zeiblichen Verfündigung gegen die Heiligen Grundsätze des Kapitals Die Passagiere, die auf dem Verdeck blieben, wurden, sobald länge etwa erforderlich sei, um die verschiedenen Pavillons bei dadurch schuldig gemacht. daß er eine Lohnbewegung ges die Wagen die Linden passierten, mit Schneebällen überschüttet etwaiger Feuergefahr unter Wasser nehmen zu können. Außerdem techtfertigt nannte. Eine Erhöhung des Rollgeldes, und zwar schien die stillschweigende Barole zu herrschen, daß wurde der Wafferdrud der dortigen Hydranten einer eingehenden auf die die Kunden der Vereinsmitglieder vorbereitet wurden, ist it erster ginie nach dem Geficht gezielt werden sollte. Geficht gezielt werden sollte. Ich Prüfung unterzogen. Mit den Kühnemännern Theater. Aus den Nachbarorten. bort gemachten Zechen meistens mit falschen Zweimarkstüden be- würdig, dagegen nicht für erwiesen, daß eine Körperverlegung Parteiversammlungen in den Vororten. In Oberschöne glichen, bis ihn Donnerstagabend sein Verhängnis ereilte. Das mittels gefährlichen Werkzeugs vorliege. Der Angeklagte habe seine weide findet Montagabend bei Haferland eine öffentliche Ver: Befinden des durch einen Schuß des Verbrechers leicht verlegten überwiegende Stellung einem Dienstboten gegenüber in schmählicher sammlung statt, in der Genosse Zubeil über unsre Forde- Polizeiwachtmeisters Lemmie ist so, daß derselbe in wenigen Tagen Weise gemißbraucht und die weibliche Ehre des Mädchens in rungen an die Gemeindeverwaltungen spricht. Auch steht die Auf- fchon seinen Dienst wieder wird antreten können. empörender Weise gekränkt. Der Gerichtshof fei deshalb über die stellung eines Kandidaten auf der Tagesordnung. Bantow. vom Schöffengericht festgesetzte Strafe hinausgegangen und habe Dienstagabend 81/2 Uhr findet bei Großfurt, Berlinerstr. 27, Generalauf drei Monate Gefängnis erkannt. bersammlung des Arbeitervereins statt. Genosse Litfin wird einen Bortrag halten. Brig. Heute nachmittag 3 Uhr ist bei Dorn, Ueberstunden im Handelsgewerbe. Zwei Hausdiener des Bürgerstr. 4, eine öffentliche Kommunalwähler Versamm= Iung. Pflicht eines jeden Wählers ist es, pünktlich zu erscheinen. änderung wieder geöffnet worden, und zwar von einer Gesellschaft, endet sein konnte, oe. Das Belle- Alliance- Theater ist am Freitag zur Ver- Kaufmanns Wahlburger waren von einer Geschäftstour, die nach Meinung des Principals bereits am Nachmittag beMariendorf- empelhof. Dienstag hält der Arbeiter die sich um einen in seiner Art hervorragenden Mann, den tgl. Hoferst abends gegen 1/28 1hr zurüdBildungsverein eine Versammlung ab, in welcher Genosse Schubert Schauspieler Herrn Emil Richard, gruppiert. Seine Virtuosität gekommen. Herr Wahlburger forderte sie auf, noch zu über„ Gemeindewahlen" sprechen wird. Barteigenossen zur Nachricht, daß die Mitgliederversammlung für Bräfig. Herr Richard ist einer der wenigen Glücklichen, die alles Es kam dann zu einem Rechtsstreit vor dem Gewerbegericht. Reinickendorf. Den zeigte dieser Künstler in der plattdeutschen Rolle des Inspektors Wertheim zu gehen; sie wollten dies aber nur thun, wenn ihnen die Ueberstunden bezahlt würden. Das kostete ihnen die Stellung. diesen Monat zu Gunsten der am 19. ds. Mis. bei Neubauer, Haus- besigen, was otterstr. 81, stattfindenden Kommunalwähler Versamm= zu dieser Rolle gehört: Eine in ihrer Bevollendete häbigkeit Die Kläger verlangten wegen unberechtigter Entlassung Lohns Figur, Verständnis Iung ausfällt. für die EigenSchöneberg. Die Versammlung des Social- heiten des mecklenburgischen Wolkscharakters, und dann ein Platt von entschädigungen von 40 und 34 M. Die Kammer VIII nahm auf demokratischen Vereins findet Montag bei Obst, Grunewaldstr. 110, erquickend köstlicher Urwüchtigkeit. So war es eine Freude, diesen Grund der Verhandlung an, daß die Kläger am fraglichen Tage statt. Genofie Dr. Behl hält einen medizinischen Vortrag. Onkel Bräfig genießen zu können. wegen des starken Schneefalls und der Entfernungen, die zurückCharlottenburg. Am 25. Februar veranstalten die Charlotten- Schade, daß es im übrigen mehrfach haperte. Man darf ja zulegen waren, nicht gut vor Abend im Geschäft wieder hätten einburger Vereinigung der Zitherspieler ein Konzert, und zwar in einem nicht verlangen, daß in einer Gesellschaft, die sich um des lieben Brotes der Kläger zu erfüllen. Der Vorsitzende Dr. Meier führte begründend treffen können. Der Beklagte wurde verurteilt, die Ansprüche Lokal, was der Arbeiterschaft zu Versammlungen nicht zur Verwillen eilig aus allen vier Himmelsrichtungen zusammengefunden hat, aus: Als Entlassungsgrund könnte hier mir ein unbefugtes Verfügung steht. Obengenannte Bereinigung sucht Billets in Arbeiter- gleich alles wie am Schnürchen geht. Auch verzeiht man nach altem laffen der Arbeit oder eine beharrliche Weigerung der dem Arbeiter treifen abzusetzen. Die Genossen wollen hiervon Notiz nehmen. Herkommen, daß die lebensfrischen Gestalten in Friz Reuters Roman dem Arbeitsvertrage obliegenden Verpflichtungen in Die Lokalkommission. in der fabrikmäßig erfolgten Dramatisierung meist zu nichtssagenden nach Betracht kommen. Es liege aber keins von beiden bor. Schattenbildern verfümmert sind, denen nur hervorragende Künstler ein Scheinleben einhauchen können. Aber ein Habermann, der über- Bunächſt ſtehe fest, daß die späte Rückkehr der Kläger dem Schneefall haupt kein Wort Plattdeutsch redet, und eine Frau Nüßler, die hin zur Laſt zu legen sei. Wenn unter diesen Umständen der Arbeitgeber wieder alle plattdeutschen Dialekte von Rheinland bis nach Ost andre Beſegung der Rollen diese Mängel nicht beseitigen lassen? Jedenfalls seien die Leute daraufhin nicht verpflichtet gewesen, den preußen auf der Bunge hat das sind Unannehmlichkeiten, die auf fie sollten zu Wertheim gehen, und dann auf ihre Frage, ob sie die feinen Fall unerwähnt bleiben können. Sollten sich durch eine Ueberstunden bezahlt bekämen, einfach n ein" sage, so sei dies Verhalten dem Gericht absolut unverständlich. Gang zu machen. Aus Rigdorf. Wegen Sittlichkeitsvergehens gegen seine 17jährige Stieftochter ist der 35 Jahre alte Kaufmann Friedrich Spiegel aus der Thomasstraße verhaftet worden. zeigt, je fühner geht sie anscheinend gegen Publikum und GeJe unfähiger fich die Große Berliner" zur Verwaltung meinden vor. So meldet man uns aus Reinickendorf: Und aus Pankow wird uns geschrieben: Die hiesige Gemeindevertretung verlangte von der Straßenbahu- Gesellschaft gelegentlich der auf der Strecke Niederschönhausen Rathaus bevorstehenden Einführung des elektrischen Betriebes, daß die Hälfte der auf dieser Strecke verkehrenden Wagen in der Breite straße zu Pankow ihre Haltestelle haben. Die Straßenbahngesellschaft erklärte darauf, daß sie sich durchaus nicht binden fönne. Die Gemeinde will auf eine solche Antwort hin die nachgesuchte Legung eines zweiten Geleises nicht cher genehmigen, bis die von ihr erhobene Forderung bewilligt ist. Wir wollen einmal", so erklärte ein Gemeindevertreter, etwas Rückgrat zeigen". Hierzu hätte die Gemeinde um so eher Ursache, als es in den Anhängewagen der Linie mit der Beleuchtung noch wahrhaft borsündflutlich bestellt ist. In diesen Wagen brennen einzig die beiden Laternen an den Thüren, so daß fast völlige Finsternis herrscht. Abermals ein Eisenbahn- Arbeiter verunglückt. Auf der Nordbahnstrecke Berlin- Neustrelitz ist in der Nacht zum Freitag der Bremser Kurz hals, der in Pankow, Floraftr. 60, wohnte, vom Zuge gefallen und durch Ueberfahren getötet worden. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist der Unglücksfall dadurch verursacht worden, daß Kurzhals von der offenen Bremse ausrutschte und unter die Räder fiel. Der Körper des Berunglückten ist entsetzlich zugerichtet, der Kopf ist bis heute noch nicht gefunden worden. Kurzhals hinter läßt eine Frau und zwei Kinder. Kohleumangel macht sich in Potsdam geltend. Die dortigen Kohlenhändler traten zusammen und konstatierten, daß ihr Vorrat nur noch für 6 Tage reicht. Auch auf der Eisenbahn soll man sich bereits mit dem Gedanken vertraut machen, eine Einschränkung des Vorortverkehrs zwischen Berlin und Potsdam herbeizuführen. Diefe Nachricht bedarf wohl noch der Bestätigung. - des Abends zwischen 1/28 und 3/48 1hr von den Leuten noch verlange, TO Moralische Eroberungen in der Nordmark. Ein etwa Gerichts- Beitung.# 1978W010 1300 dänische Mitglieder zählender geselliger Verein in Thrstrop, " Vermischtes. Untergang eines Petrolenmdampfers. Aus Baku am Caspi- See wird berichtet: Der Dampfer Moissei", Eigentum der Firma Nobel, ist untergegangen. Von der aus 23 Mann bestehenden Besatzung wurden nur zwei als Leichen wiedergefundenRettung aus Seenot. Aus Atherfield( Insel Wight) wird depeschiert: Am Atherfield- Riff strandete vorgestern die deutsche Bark Augusta"; von dem Rettungsboot wurden nach großen Anstrengungen die 18 Mann Besagung der„ Augusta" gerettet. Die Straßenbahn- Gesellschaft verfährt gegen die Reinickendorfer Fahrgäste höchst umbillig, indem sie von den im Anhängewagen von sd Berlin kommenden Fahrgästen am Gesundbrunnen ein nochmaliges Fahrgeld für die Endstrecke Gesundbrunnen- Reinickendorf erhebt. Wegen Beleidigung durch die Presse stand gestern der Re- wollte im Oftober 1897 in seinem eigenen GesellschaftsLäßt die Kontrolle der Fahrschaffner es nicht zu, daß diese dacteur der katholischen Märkischen Volkszeitung" hause ein Vergnügen abhalten. Am 19. Oktober schloß des Fahrgäste auf Grund des bereits im zweiten Wagen gelösten Fahr- Trenering, vor der 2." Straftammer hiesigen Landgerichts Ihalb der Amtsvorsteher sämtliche Vereinsräume und fcheines im Hauptwagen weiterfahren, dann muß eben die Ein- unter der Ueberschrift Zwangsweise Erteilung evangelischen Re- begründete das Verfahren damit, daß zu befürchten gewesen sei, daß richtung getroffen werden, daß der zweite Wagen nicht abgehängt ligionsunterrichts an katholische Schulkinder" besprach die„ Märkische die Räume während des Vergnügens zur unbefugten Ausübung des wird, sondern ebenfalls weiter nach Reinickendorf fährt. Doppelt Boltsztg." in einem am 4. Juli erschienenen Artikel die Schulzustände Schant gewerbes benutzt werden würden. Der Vereinsvorstand kann und darf die Gesellschaft für die einfache Fahrt keine Bezahlung in Rothenburg a. Obra( im Bosenschen). Auf Grund von Beschwerden klagte darauf im Verwaltungs- Streitverfahren und machte geltend, verlangen und einheimsen. Dies wäre dem Recht wiederstreitend. dortiger Einwohner und unter Anknüpfung an die Behauptung, daß in den fraglichen Räumen hätten Speisen und Getränke nicht ver Wir betrachten es als Pflicht, die Straßenbahn- Direktion auf die angeblich die Katholiken Proselyten machen, gab der Angeklagte in abreicht werden sollen. Der Kreisausschuß wies jedoch die Klage ab angeführten Mißstände aufmertjan zu machen. dem Artikel den letzteren Vorwurf zurück und behauptete, daß in und führte aus, es sei notorisch, daß in den Vereinsräumen von den Rothenburg die katholischen Schulkinder gezwungen würden, an Mitgliedern häufig Speisen und Getränke genoffen würden, die sich dem evangelischen Religionsunterricht teilzunehmen. Früher sei dies die Leute von einem im Gesellschaftshause wohnenden Kaufmann Holten. nicht der Fall gewesen, doch habe der Lehrer Stiller bei seinem Bezirksausschuß und Ober- Verwaltungsgericht erkannten Amtsantritt darin eine Renderung eintreten lassen. Die katholischen ebenfalls zu ungunsten des Klägers. Das Revisionsgericht Kinder hätten von da an des Morgens anstatt um 9 Uhr um 8 Uhr sprach aus, es sei für die Annahme einer Schankwirtschaft in die Schule kommen und am evangelischen Religionsunterricht teil- nicht notwendig, daß die Person, welche Getränke verkaufe, nehmen müssen, sie seien gefragt worden wie die evangelischen eine Verfügungsgewalt über den Raum besige, worin das Getränk Kinder und seien gezüchtigt worden, wenn sie nichts wußten verkonsumiert werde. Auch dann sei eine Schankwirtschaft zu veroder wenn sie nicht erschienen. An diese Behauptungen knüpfte muten, wenn man bei dem Verkauf von Getränken annehmen könne, der Artikel eine scharfe Kritik und schloß mit der Frage, was der letztere würden in der Nähe verzehrt. evangelische Bund dazu sagen würde, wenn evangelischen Kindern zugeutet würde, zwangsweise am katholischen Religionsunterricht Vor dem Schwurgericht zu Potsdam fand gestern die Ver teilzunehmen. Die Schulaufsichtsbehörde hat auf Grund dieses handlung gegen den: Tapezierer Stöberle statt, der am 3. Januar Artikels den Strafantrag gestellt. Der Angeklagte trat einen umfang- dieses Jahres in einent Gasthof zu Werder a. H. sowohl seine Frau reichen Wahrheitsbeweis an. Aus den stattgehabten kommissarischen wie auch sein Kind erwürgt hat. Der Mörder wurde zum Vernehmungen von katholischen Einwohnern Rothenburgs und deren Tode verurteilt. des 22 jährigen Lehrers Stiller brauchten die katholischen Kinder Kinder ergab sich folgendes: Unter dem Regime des Vorgängers erst um 9 Uhr morgens in die Schule zu kommen, seitdem mußten sie aber an dem von 8-9 Uhr stattfindenden evangelischen Religionsunterricht teilnehmen, sie hatten dieselben Plätze inne, wie in andern Stunden, wurden gefragt, ihnen wurde gesagt, daß sie fich heftiges Unwetter, das von Gewitter und Hagel begleitet war. Schneestürme. An der Mosel und Saar witete eint die biblische Geschichte borgen oder kaufen sollten, und sie mußten Beide Flüffe haben gewaltiges Hochwasser. Amtlich wird gemeldet: die evangelische biblische Geschichte mitlernen. Einige Schulkinder Der Kleinbahnbetrieb auf der Strecke Niebüll- Dagebüll haben ausgesagt, daß sie geschlagen worden seien, sie geschlagen worden seien, wenn ist eingestellt. Die Beförderung von Eisenbahngütern zwischen dem ihre Kenntnisse mangelhaft waren, ein Knabe hat be Festland und Wyk auf Föhr und Amrum ist infolgedessen unterSchöneberg. Ein Theater soll nunmehr auch Schöneberg er fundet, daß er das Lutherlied" Ein feste Burg ist unser brochen. Durch Schneeverwehung ist die Strecke Woyens halten. In der Nähe des Theaters des Westens auf Schöneberger Gott" Ternen mußte. Uebrigens ist der Mißstand in Hadersleben unfahrbar, der Betrieb wird voraussichtlich morgen Gebiet ist bereits ein großes Terrain für den neuen Musentempel folge des Erscheinens des Artikels abgestellt worden. vormittag wieder aufgenommen werden. angekauft worden. Mit dem Bau desselben ist der Kreis- Bau- Staatsanwalt eller hielt mur einige Tattlosigkeiten des inspektor Jaffé beauftragt. Bei diesem neuen Theaterunternehmen Lehrers Stiller für erwiesen, keineswegs aber die in dem Artikel follen die Herren Jutendant Prasch, Direktor Löwenfeld und Dr. Arendt behauptete tendenziöse Beeinflussung evangelischer Kinder zum Zwecke beteiligt sein der Profelytenmacherei. Der Artikel habe eine beleidigende Abficht und der Schutz des§ 193 könne nicht gewährt werden, da der Angeklagte Abhilfe eines Uebelstandes durch Mitteilung an die vorgesezte Behörde hätte erstreben können, nicht aber durch Veröffent lichung eines beleidigenden Artikels. Er beantragte 100 M. Geldftra fe event. 10 Tage Gefängnis und Publikation im Bosener Tageblatt. R.-A. Magendanz beantragte Freisprechung, da der Wahrheitsbeweis vollkommen gelungen sei. Die Beweisaufnahme habe ein In der letzten Sihung der Briker Gemeindevertretung überaus betrübendes Bild erbracht. Es sei höchst traurig, daß ein wurde zunächst beschlossen, an Stelle der bisherigen drei Waisenrats Lehrer von 22 Jahren eine so verantwortliche Stellung auerteilt erbezirke in Zukunft acht derartige Bezirke einzurichten. Als Waisen halte und daß die Aufsichtsbehörde noch einem Strafantrag gegen räte wurden gewählt Drechslermeister Bidert, Hauptlehrer Gott, denjenigen stelle, der einen schweren, von jedermann zu verurteilenden Fabrikbefizer Gruber, Gärtnereibesizer Weimar, Prediger Heyse, Mißstand aufdecke. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung, Eine Falschmünzer- Werkstatt im Gefängnis. In NowoZimmerineiſter Giese, Superintendent Rungius und Bädermeister da der Wahrheitsbeweis erbracht sei und der Artikel formale Be- roffijſt wurden, wie russische Blätter melden, im städtischen Gefängnis Schulz. Beschlossen wurde ferner der Erlaß eines Ortsstatuts, leidigungen nicht enthalte. fürzlich 7 Strafgefangene überrascht, die sich mit Falschmünzerei, betreffend die Anstellung und Besoldung der Gemeindebeamten einund zwar mit der Herstellung von silbernen Fünfzehn- Kopetenstücken schließlich Regelung der Hinterbliebenen- Versorgung. Das Statut Der Prozeß gegen den Bankier Saly Elias wurde gestern befaßten. Bei der vorgenommenen Durchsuchung fand man ent entspricht den Bestimmungen des den verschiedenen Zubehör vor dem Schwurgericht des Landgerichts I zu Ende geführt. Aus sprechende Alabasterformen und nelen KommunalbeamtenGesetzes. Die Kosten für die Einrichtung von neuen Schulklassen der Beweisaufnahme ist noch hervorzuheben, daß der Sach- Prägen der Münzen, Säuren, Del, Salmiafgeist, sowie eine Menge wurden bewilligt, Die freiwillige Feuerwehr beantragt einen verständige Bücherrevisor Ohme( nicht Kruse, wie gestern irrtümlich Meffer und andre Gegenstände. Die Strafgefangenen erklärten auf Zuschuß von 5000 M. zur Beschaffung von Löschgeräten und Aus- gemeldet wurde) wiederholt der Vermutung Ausdruck gab, daß nach Befragen, daß sie diese Sachen ohne Schwierigkeiten von den Soldaten rüstungsgegenständen, darunter 900 M. für einen Gerätewagen und dem Zustande, in welchem sich die Geschäftsbücher befanden, der der Wache erhielten. Mit dem Vertrieb der sehr sorgfältig nachgemachten 2700 W. für eine mechanische Leiter. Die 900 M. für den Geräte- Angeklagte die ganze Sache möglicherweise von langer Hand vorbereitet Münzen befaßten sich ebenfalls die Schildwachen. Sie nahmen die Münzen wagen werden, weil dringlich, fofort bewilligt, die übrigen Forde nicht feststellen lasse, wo die großen Summen geblieben seien. Unter auf dem städtischen Markt ab. Die Fabrikation der Münzen wurde haben könnte. Die Buchführung sei jo mangelhaft gewesen, daß sich während der Nacht in Empfang und setzten sie am nächsten Morgen rungen sollen erst durch eine Kommission geprüft werden, in welche den vom Angeklagten Geschädigten befindet sich auch ein Mann, der seit Ende November betrieben, als der Ofen in der Zelle regelmäßig auch Genosse Jenner gewählt wird. Die übrigen Beratungs- vollständig erblindet ist und seine legten Habseligkeiten in Höhe von geheizt wurde. gegenstände boten kein besonderes Interesse. 49 Ju dem Ofen fand man noch 20 bis 30 falsche 1500 M. bei dem Angeklagten verloren hat. Der Verteidiger Fünfzehn- Kopekenstücke. Eine Ergänzungswahl zum Gemeinderat findet demnächst plädierte nachdrücklich für mildernde Umstände, die von den Gefn Brizz statt. Der gesamte bürgerliche Mischmasch hat sich nun schworenen auch bewilligt wurden. Der Staatsanwalt beantragte dort zusammengethan, um den ausscheidenden socialdemokratischen 6 Jahre Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust; das Urteil lautete auf Vertreter Gastwirt Doru aus dem Gemeinderat hinauszudrängen. 4 Jahre Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust. Ju einer bürgerlichen Wählerversammlung wurde zu diesem Zwede beschlossen, au Stelle unseres Genossen Doru den Arbeiter Grothe, der Richard Frank durch schöffengerichtliches Erkenntnis eine GefängnisDie bekannte Dienstboten- Mißhandlung, die dem Kaufmann in der Kunheimschen Fabrit in Schöneweide beschäftigt ist, als strafe von einem Monat eingetragen hatte, beschäftigte gestern Kandidaten aufzustellen. Unfre Briger Parteigenossen werden es sich bie neunte Straffammer des Landgerichts I in der zweiten Instanz, zur Ehrenpflicht zu machen haben, mit aller Macht für die Wiederbeiden Teilen Berufung eingelegt war, wahl des Genossen Dorn einzutreten, zumal wir bisher nur zwei Staatsanwalt wegen der Geringfügigkeit, von der Verteidigung wegen Genoffen im Brißer Gemeinderat sigen haben, obwohl die Arbeiter der Höhe des Strafmaßes. Der Sachverhalt dürfte bekannt sein. schaft die Mehrzahl der Bevölkerung bildet. Da Frant mitgeteilt worden war, daß die Tissat Wäschestücke Zu dem Mordversuch und Selbstmord des Falschmünzers, seiner Frau trage, wollte er sich hiervon überzeugen. Die lvorüber wir gestern aus Brandenburg a. H. berichteten, wird Tissat mußte ihre Oberkleidung lüften, Frant überzeugte sich, daß die uns heute von dort noch mitgeteilt, daß der Selbstmörder ein etwa Tissat ihre eigne Wäsche trug. Nun verlangte der Angeklagte, daß 30jähriger Mann ist. Die bei ihm vorgefundenen Papiere lauten sie sich völlig ausziehe, sonst würde er sie mit dem„ grünen *) Ermittelt pro Tonne von der Centralfielle der Preuß. Lands auf die Namen Franz Sangg, Samuel Löwenstein, Gustav Stolz- Wagen" fortbringen lassen. Die Tiffat zog sich aus bis aufs Notierungsstelle wirtschaftskammern manu und Samuel Janutta. Da vier Zeugnisse mit dem letzten Hemd, und umgerechnet vom Polizeis der Angeklagte verlangte aber, daß auch dieses präsidium für den Doppelcentner.+) Kleinhandelspreise. Namen vorhanden sind, vermutet man, daß dies fein richtiger Name falle. Frank fragte sie nun, ob er sie auf der Stelle fci; feine letzte Beschäftigung hatte er bis Oktober v. J. im züchtigen oder sie der Polizei übergeben solle. Das geängstigte Getreide war heute im Gegensatz zu der bisherigen Tendenz ungünstig Produktenmarkt vom 17. Februar. Die Preisgestaltung in Märkischen Hof in Berlin als Hausdiener. Doch wird von andrer Mädchen wählte die sofortige Büchtigung. Frank führte die völlig beeinflußt durch das wieder Erwarten schnell eingetretene Tauwetter und Seite mitgeteilt, daß dem Janutta, der noch in Berlin beschäftigt unbekleidete Person nach dem Salon, wo sie sich mit dem Gesicht weichende Weizenpreife in Frankreich und Nordamerika. In ganz Mittel sei, die Papiere gestohlen wären. In einer gelben Handtasche, die nach unten über einen Stuhl legen mußte. Der Angeklagte züchtigte europa hat der plösliche Witterungsumschlag lebhafte Verkaufsluft hervor man dem Toten abgenommen, fand man acht Revolverpatronen( der die Tiffat dann mit einem Rohrstock in der Art, wie man Kinder gerufen, während gleichzeitig das inländische Angebot effektiver Ware unRevolver selbst war noch mit vier Patronen geladen), fünf falsche züchtigt. Die Mißhandelte schrie und weinte. Am Nachmittage vermindert fortdauert und die Kauflust gänzlich fehlt. Weizen, der besonders Zweimarkstücke, drei Münzformen, Gießlöffel, Lampe, Blech, Feile, will dem Angeklagten die Furcht angekommen sein wegen seines start offeriert und überdies durch starke Verschiffungen Argentiniens im zwei Flaschen mit Säure, Puzzpulver und alle möglichen andern Verhaltens, er verlangte, daß die Tiffat ihm den geschlagenen Körper- Preise gedrückt war, gab 1,50 m. nach. Roggen war 1 bis 1,25 m. billiger zu haben. Dagegen konnte sich Hafer gut behaupten. Rüböl fand keine Gegenstände. Der mit einem langen, grauen Hohenzollernmantel teil zeige. Als das Mädchen sich weigerte, zwang Frank fie dazu. Beachtung. und einer schwarzen Belzmüze bekleidete Mann hatte in den letzten Einige jachverständige Aerzte erklärten den Angeklagten für nervös, Am Spiritusmarkt wurden 20 000 Liter loco 70er mit 47,10 m. Tagen in verschiedenen Restaurationen zu Brandenburg verkehrt und die! Der Gerichtshof hielt die Zeugin Tiffat für durchaus glaub-(-0,10) gehandelt. da von Die„ eiserne Hochzeit" wurde in den letzten Tagen von dem Bahnwärter a. D. Schulze und dessen Ehefrau in Burg temni gefeiert. Beide Ehegatten find 92 Jahr alt und erfreuen fich noch einer nur wenig gestörten Gesundheit. Marktpreise von Berlin am 16. Februar 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. 15,30 14.- Schweinefleisch 1 kg zum * " von der " *) Weizen Roggen Futter- Gerste Hafer gnt mittel gering Richtstroh 1,60 1,10 " 14,30 13,80 Kalbfleisch 1,80 13,90 13,- Hammelfleisch " 1,60 15, 14,20 Butter 2,60 14,10 13,40 Gier 60 Stid 6, " 13,30 12,60 Karpfen 1 kg 2,20 " 4,16 4,- Aale 2,80 1,40 " Heu 7,- 4,30 Bander " 2,50 1, 40, " 25, Hechte 2,- 1, 45, 25,- Barsche " 1,60 0,80 70, n 30,- Schleie " 2,80 1,40 7, 1,40 0,80 " per Schod 123, Erbsen Speisebohnen Linsen Kartoffeln, neue Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch " 4,50 Bleie 1,60 1,20 Serebse 1,20 0,90 Witterungsübersicht vom 17. Februar 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer ftand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n.. 6° 4° R. Stallonen Barometer: and mm WindBunjia Windstärke Wetter Temp. n. 6. 15° G.= 4° R. Swinemde. 750 232 3olfig Hamburg 2 Haparanda 768 Still 2 Petersburg 74023 749 SW 3 bedeckt Berlin 752 SS 2 wolfig 2 Cort Biesbaden 755 20 1 bedeckt 1 Aberdeen München 759 758 23 3ollent 4wolfent 1 Paris 753 Wien wolfig 55lb. bed. 4 Regen -30 Wetter Prognose für Sonntag, den 18. Februar 1900.. Gin wenig fälter, ziemlich trübe mit Niederschlägen und frischen füdwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Raffen und beren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 45-46, b) Säfer 00-00, c) fleischige 43-44, d) gering entwidelte 40-42, e) Sauen 40-42: Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich im ganzen schleppend ab und hinterläßt Ueberstand. Schwere junge Stiere waren knapp und rasch vergriffen; schwere Ochsen schwer verfäuflich. Der Kälberhandel gestaltete sich gedrückt und schleppend, es wird faum aus verkauft. Bei den Schafen war der Geschäftsgang ruhig, es wird voraus: sichtlich geräumt. Der Schweinemarkt verlief ganz ruhig und es wird voraussichtlich ausverkauft. 6 Repertoire. Städtischer Schlachtviehmartt. Berlin, 17. Februar 1900. Umtlicher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 5434 Rinder, 1630 Rälber, 9544 Schafe, 8610 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 62-66, b) junge fleischige, nicht ausgenräftete und ältere ausgemäftete 57-61; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 53-55; d) gering genährte jeden Alters 49-52. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 59-63; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 53-58; c) gering genährte 48-52. Färsen und 1 Königl. Schauspielh. Deutsches Theater Probefandidat Schluck und Jau Dienstag 20. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 6-8 Uhr abends statt. Krüger, O. S. Ob ein Mitglied wegen eines solchen Bergehens aus dem Verein ausgeschieden werden kann, hängt lediglich vom Wortlaut des Statuts ab. Bur Niederlegung des Vorstands zwingen Sie den Herrn wohl am besten, wenn Sie die Angelegenheit durch Einbringung eines | Tadelsvotums zur Debatte bringen. Mittwoch Donnerstag Freitag 23. Die Meistersinger von Nürnberg Sonntag 25. Das tausend jährige Reich Das Käthchen von Heilbronn Jugend bon heute Das tausend= jährige Reich Cyprienne Sonntag 18. Montag 19. 21. 22. Der Königl. Opernhaus Evangelimann Vergißmeinnicht Jugend von heute Die Fledermaus Kain Djamileh Bergißmeinnicht Die Stumme von Portici Undine König Lear Auf Strafurlaub Der Der Probekandidat Jugend von heute Der Probekandidat Kabale und Liebe Jugend von heute Sonnabend 24. Cavalleria rusticana Bajazzi Don Carlos Die Zauberflöte Schluck und Jau Der Probefandidat Freudvoll und leidvoll Der zerbrochene Fröschweiler Fröschweiler Der Probepfeil Der Probepfeil LeffingTheater. Die drei Töchter Duponts Harold drei Töchter Duponts Das deutsche Jahrhundert Der Athlet Als ich wiederkam Harold Das Erbe Waffenschmied Der Der Der Athlet Das deutsche Jahrhundert Der Der Athlet Harold Die drei Töchter Duponts Libuffa Die Der Athlet Das deutsche Jahrhundert Die schöne Schiller: Theater Berliner Theater Theater Krug Amphitryon Die Undine Der Postillon luftigen Weiber Zigeunerbaron von Lonjumeau von Windsor Aihe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) bollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 52-53; c) ältere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 49-51; d) mäßig genährte ühe und Färjen 46-47; e) gering genährte Kühe und Färsen 43-45. Kälber: a) feinste Mast: tälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 68-70, b) mittlere Maftkälber und gute Saugtälber 62-65, c) geringe Sangfälber 52-58, d) ältere, gering Residenz Theater. genährte( Freffer) 43-48. Neues Königliches Opern Theater. Diesen Sonntag: Uriel Acosta. Nächsten Sonntag: Faust. Anfang 7 Uhr. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast: Central Theater. Alle Abende: Die fleine Hammel 59-62, b) ältere Masthammel 53-58, c) mäßig genährte Alle Abende: Die Dame von Marim. Metropol- Theater. Alle Abende: Die verfehrte Welt. Hammel und Schafe( Merzfchafe) 46-52, d) Holsteiner Niederungs: Excelleng. Thalia Theater. Alle Abende: Im Himmelhof.- Victoria Theater. Alle Abende: Berliner Bilder. Carl Weiß Theater. schase( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) voflfleischige, der feineren Alle Abende: Die Jagd nach dem Glück. Socialdemokratischer Wahlverein f. den 2. Berliner. Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern die traurige Mit: teilung, daß unser langjähriges Mitglied, der frühere Lagerverwalter Rudolf Duchmain plöglich gestorben ist. 24656 Die Beerdigung findet am 18. b. M., nachmittags 14 Uhr, von der Zeichen: halle der Freireligiösen Gemeinde, Bappel- Allee, aus statt. Todes Anzeige. Allen Freunden und Bekannten dic traurige Mitteilung, daß unire geliebte Tochter Martha am Donners: des Westens Zigeunerbaron Metzner's Korbwaren- Fabrik. Berlin, Andreasfir. 23, vis- a- vis dem Andreas plaß. II. Geschäft: Brunnenstr. 95, vis- a- vis Sumboldh. III. Geschäft: Beuffelstr. 67( Moabit). TV. Geschäft: Leipzigerstrasse( Spittel- Kolonnaden) größtes Lager Berlins. Kinderwagen, Muſterbücher gratis. 1000 Mark ble i jebent, der mir in Berlin 3491L 1 ein größeres Stinderwagen- Bager als das meinige nachweist. Benutzt zum Waschen der Wäsche nur Karol Weil's Seifenpulver. 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Wie der Kommunal- Freifinn" die Selbstverwaltung verteidigt. sammlung die Vornahme dieser Neuwahl ab, da sie ein die leidige Angelegenheit endlich erledigt ist und daß nunmehr dir Bestätigungsrecht" des Magistrats nicht anerkennen konnte; nach Sonne höfischer Gunst durch keine Wolke verhüllt wieder der fönigAnsicht der Versammlung blieb also Singer gewähltes Mitglied lichen Haupt- und Residenzstadt Berlin leuchtet. Und so ließ man der Schuldeputation, trotzdem auf Geheiß des Kultusministers der diesen unerhörten Angriff gegen die Selbständigkeit der Verwaltung" Magistrat ihn nicht in sein Amt einführte. Im Januar dieses Jahres lautlos passieren. war nun die Neubesetzung der Verwaltungs- Deputation vorzunehmen. Aber man darf den Herren auch nicht unrecht thun: mitunter Vor allem werden wir eins festhalten müssen und da, glaube Wollte die liberale Mehrheit wirklich die Selbständigkeit unfrer Selbst find sie doch gegen Eingriffe in die Selbstverwaltung recht empfindlich. fch, werden Sie mir alle mit faum einer oder einigen winzigen verwaltung nach Möglichkeit wahren und gegen jeden äußren Angriff Sie haben es noch heute nicht vergessen und vergeben, daß im Ausnahmen beistimmen eins muß uns vor allem heilig fein: verteidigen, dann war der Weg vorgezeichnet: die einstimmige Wieber Jahre 1898 die Stadt Berlin durch die Regierung die Selbständigkeit unsrerSelbstverwaltung nach wahl Singers in die Schulbeputation. Statt deffen empfahl der gezwungen wurde, das Anfangsgehalt der Lehrer Möglichkeit zu wahren und gegen jeden äußeren Ausschuß die anderweitige Besehung der Stelle von 1000 auf 1200. zu erhöhen. Zwar deckte sich diese Angriff zu verteidigen." Also begrüßte am 4. Januar 1900 mit Rücksicht auf die stetige Zunahme der Schulen und die Forderung nur mit dem, was im preußischen Landtage die frei der Stadtverordneten Vorsteher Dr. Langerhans die neu- erhebliche Vermehrung der Arbeiten". Und die Mehrheit der Stadt- sinnige Voltspartei" beantragt hatte; aber, wenn auch, es war ein gewählten Stadtverordneten, und der amtliche Bericht verzeichnet verordneten- Bersammlung wird sicher sich diesen Vorschlag zu eigen Eingriff des staatlichen Zwangs in unfre Selbstverivaltung" und hinter diesen Worten Lebhafter Beifall." Aber schon die wenigen machen. Zwar kam bei der Abstimmung am legten Donnerstag Singer, fo stimmte noch zwei Jahre später, am 1. Februar 1900, der StadtWochen, welche seitdem verstrichen sind, beweisen, daß die große auf den 45 Stimmen fielen, noch in die Stichwahl mit dem Stadtv. Wien veroronete Cassel, einer der Führer der liberalen Mehrheit, be Mehrheit derjenigen, die die damals dem Vorsteher Beifall struck, der 59 Stimmen erhielt, aber das Ergebnis einer Stichwahl wegliche Klagelieder darüber an. spendeten, von Wahrung und Verteidigung der Selbstverwaltung" ist schon heute nicht zweifelhaft. Der Kommunalfreifinn verteidigt etwas eigenartige Begriffe hat. Zwei Vorfälle namentlich sind in wieder einmal die Selbstverwaltung gegen äußere Angriffe, in dem dieser Hinsicht bezeichnend: das Verhalten der liberalen Mehrheit" er rechtzeitig nachgiebt und so jeden Angriff über bei der Wahl für die Schuldeputation und deren Stellung flüssig macht. zurorialsfrage". " " " Wenn man näher aufieht, so erkennt man auch das Princip, welches dieser Saltung zu Grunde liegt. Bedingt ein Eingriff" der Staatsregierung feine Kosten für die Stadt, so tam man über die Sache hinwegsehen. Erwachsen Dem entsprach das Verhalten der Mehrheit bei der Mitteilung aber daraus der Gemeinde Mehrkosten, dann entrüftet man sich zwar Bekanntlich wurde im Jahre 1898 aus der Mitte der Stadt der verwaltungsgerichtlichen Erkenntnisse, durch auch nicht, für solche starken Gefühlsäußerungen ist der verordneten- Bersammlung berordneten Versammlung heraus eine Vermehrung der Schul- welche die Errichtung eines Portals am Friedhof Liberalismus schon zu altersschwach aber dann greint und Es geschah dies in der ausgesprochenen Ab- der Märagefallenen verboten wurde. ficht, die Wahl des Genossen Singer in die Schuldeputation zu jammert man doch, daß die fönigliche Staatsregierung" so die Die„ Neue Linke" und die socialdemokratische Fraktion der Stadt- guten Absichten der Selbstverwaltung" verkennt. Der Sinn für die ermöglichen und damit eine Vertretung der Socialdemokratie in verordneten- Versammlung gaben durch offizielle Redner ihren Stand Selbständigkeit der Selbstverwaltung" sigt bei den Herren offenbar dieser wichtigen Verwaltungstörperschaft herbeizuführen. Der punkt in dieser Frage fund; die große Fraktion der Linken", welche im Portemonnaie. Und wenn man sie um eine Erklärung Magistrat stimmte der Vermehrung zu, und der Genosse Singer für sich allein fast die Mehrheit der Versammlung bildet, des Wortes bäte, würden sie vielleicht sagen: Selbstverwal wurde gewählt. Dann aber verweigerte plößlich auf Anweisung des und in ihrer Mitte auch zwei Neichstags- Abgeordnete der freifinnigen tung ist das Recht der Gemeinden, für KulturKultusministers der Magistrat die Bestätigung" Singers und Volkspartei hat, sie blieb ebenso stumm, wie die ihr eng ver- 3 we de noch weniger Geld auszugeben, als beantragte bei der Stadtverorbueten- Versammlung die Vornahme bundene Freie Fraktion". Man merkte es den Herren ordentlich eine königliche Man merkte es den Herren ordentlich eine fönigliche Staatsregierung für unbe einer Neuwahl. Am 15. Juni 1899 lehnte die Ver- an, wie sie erleichtert aufatmeten, wie froh fie darüber waren, daß dingt erforderlich hält. Reelle 3jährige schriftliche Garantie für guten Feste Preise. Garg. Silberne Herren Uhren v. 9 Mk. bis 30 Mk. Gold Goldwaren- Industrie Belmonte& Cie. Damen- Uhren v bringen hierdurch zur gefl. Kenntnis, dass am 21. Februar d. J. 16 M. bis 300. der Einzelverkauf, Fabrik, Versand und Export nach den gesamten Parterre- Räumen des Hauses Königstr. 46 verlegt wird. Um mit den grossen vorhandenen Warenbeständen, als wie Uhren, Ringen, Brosches, Ketten, Brillanten und anderen Goldwaren zu räumen, gewähren wir bis zum 21. Februar d. J. 5 bis 10 Prozent Rabatt. [ 3637L* Belmonte& Cie., Königstrasse 22, Hof parterre. Mosevius& Zimmermann Möbel. · Vereinigte Berliner Möbeltischler. 5 Jahre Garantie. 0 Möbel. 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Täglich: Riesenlacherfolg! Im Himmelhof. Thouras, Thielscher, Heimerding, 16 Junkermann, Baumüller. Anfang 7 Uhr. Morgen und folgende Tage: 3m Simmelhof. Allison- Truppe. Littke Carlsen. Um 9 1hr 30 Minuten Die verkehrte Welt mit der feenhaften Truppen: Rebuc. Anfang an Wochentagen um 8, an Sonn- und Festtagen 7/2 Uhr abends. Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: ,, Von den Alpen zum Vesuv", Montag: Dasselbe. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Anatom isches Museum. Im 19 de Passage- Panopticum geöffnet 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Montag u. Dienstag abends 8 Uhr: Vortrag eines hiesigen Arztes: Ueber das menschliche Ohr.j Montag für Herren, Dienstag mulisie für Damen. CASTANS PANOPTICUM Neu! Neu! Neu! Ein Riese der englischen Armee Sergeant Th. Dalroy 2 m 30 cm hoch! Oberbayrische Sänger und Schuhplattler Gesellschaft. Apollo- Theater. Berliner Aquarium Um 9 Uhr abends: Im Reiche des Indra. 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Schweizer Garten der Vorstellung haben Frei- Tanz. stelling: Tanzkränzchen. Besucher Am Königsthor. Am Friedrichshain Mittwoch, den 21. Februar: Benefiz für Helene Voss. Einmalige Auffüh ng ,, Im weissen Rössl". Cirkus Schumann. Heute, Sonntag, den 18. Februar, nachm. 31 and abends 7%, Uhr. grosse brillante Gala- Vorstellungen 2. In beiden Vorstellungen. Gleich reichhaltiges abwechselndes Programm u. Dir. Alb. Schumann m. fein, anerkannt unerreicht dastehend. Originaldreffuren. Nachm. 1 Kind frei auf allen Plägen. Jedes weitere Kind: Salbe Preise ( außer Galerie), abends jedoch: Bolle Jeden Sonntag: Ball. Palmsonntag, 1. Osterfeiertag sowie die Sonnabende im April find noch an Vereine zu bergeben. 36709 Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag:[ 34972* Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siche Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest: lichkeiten und Versammlungen. C. F. Walter. Preiſe. Nachni. zum Schluß: Auf Gesellschaftshaus vielseitiges Verlangen, die reizende Ausstattungs- Pantomime: Im Weihnachtsbazar oder: Die Puppen fönigin. Abends 71%, Uhr: Dr. Faust. 1. Aft: Im Studierzimmer des Dr.Faust. Im Reiche der Liebe. 2. Aft: Ein Schützenfest im 16. Jahrhundert. Barma. Der Hexensabbat auf den 3. Aft: Die Herzogin von Blocksberge. Swinemünderstr. 42. Sale 150-800 Bersonen fassend zu Bersammlungen und Festlichkeiten zu vergeben. Hübner.[ 34982* Kriegers Festfäle Wafferthorstraße 68 empfiehlt seine Säle für Privatfestlichfeiten, Stränzchen, Vereinen und zu Dienstag u. Donnerstag: Gr. Ball. Versammlungen. Jeden Sonntag, Alhambra Fausts Höllenfahrt. Montag: Gala- Sport Borstellung Wallnertheater- Strasse 15 und Dr. Faust. Jeben Sonntag und Donnestag: Gr. Ertra- Ball bei doppelt besetztent Anfang 5 Uhr. A. Zameitat. Cirkus Busch. Großes Orchester. Heute, Sonntag, den 18. Februar, Zwei grosse Gala- Vorstellungen. Nachm. 4 und- abds. 7%, Uhr. Nachm. 4 Uhr ein Kind unter 10 Jahren frei. Nachm. 4 Uhr: Olympische Spiele. In beiden Vorstellg. Sigitor Ricardo mit feinen wunderbar drej. Hunden. Die Weatweek- Akrobaten- Troupe. Der Original: Welt Jockey- Att. Abends 11hr Die Camorra. +85 Für Vereine! Sonntag, den 25. Februar, und Sonnabend, den 17. März, frei geworden. Feitjäle Neues Klubhaus, Kommandantenstr. 72. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Central Theater Sanssouci wohnt Sepp Wiedemann? Direftion: José Ferenczy. Nachmittag 3 Uhr zu halben Preisen: Der Zigeunerbaron. Operette in 3 Aften von Joh. Strauß. Kottbuserstr. 4 a. Heute Sonntag: Hoffmanns Abends 7 Uhr: Norddeutsche Sänger Die kleine Excellenz. Operette it drei Aften von Richard 2b onde peuberger. Anfang 71%, Uhr: Morgen und folgende Tage: Die Heine Grcellenz. Hoffmann als Präsident Krüger. Bockbier- Anstich. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Morgen Montag u. a.: Präsident Krüger. In der Friedenstraße nicht mehr! Wo wohnt er denn jezt? 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Theater: Rosmersholm. 2. Abteilung im Carl Weiss- Theater: ord Hamlet, Prinz von Dänemark. AR Pünktliches Erscheinen ist dringend erbeten. Zum Heine Abend sind jetzt die Festmarken, a 50 Pf. ( inkl Tanz), in allen Zahlstallen erhältlich und werden die Mitglieder gebeten, sich damit zu versehen, da nur eine beschränkte Anzahl zur Ausgabe gelangt. 228/14 11911 Achtung! Der Vorstand. I. A.: G. Winkler, Achtung! Brauerei Friedrichshain DRUID SIG Unli vormals Lipps, am Königsthor. Sonnabend, den 24. Februar 1900: Gross. Wiener Maskenball Sum veranstaltet vom Verein der Plätterinnen Berlins. Um 12 Uhr: Demaskierung verbunden mit verschiedenen Ueberraschungen. Anfang 82 Uhr. Billets a 50 Pf. find zu haben im Arbeitsnachweis Gollnowstr. 6 bei Teschner. Alle Freunde und Gönner des Vereins sind freundlichst eingeladen. 158/1 Der Vorstand. Admiralstrasse 18c. Märkischer Hof, Sente, Sonntag, d. 18. Februar: Grosser öffentlicher Wiener Maskenball -Anfang 4 Uhr. Demaskierung 8% Uhr. Um 91 Uhr: Großes Schneegestöber. Grosse Ballmusik. Für die geehrten Gäste, welche sich an diesent Tag im Balllokal als Maste ankleiden wollen, sieht eine Masken- Garderobe und Ankleidezimmer im Lokal zur Verfügung. Die Restaurationsräume stehen den geehrten Familien zur Verfügung. Schnegelsbergs Festsäle, Hasenheide 21, Jahnstrasse 8. Juhaber: Max Schindler. Telephon: Amt IV Nr. 1132. Heute: Großer Ball als Specialität: Pfannkuchenregen verbunden mit Schlangen- und Apfelsinen- Regen und diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Empfehle den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. meine Säle, 300 und 1200 Personen faffend( mit Bühne) zu Versamm lungen und Festlichkeiten jeder Art. Vereinsbrauerei- Ausschank Rixdorf Große Säle. Mittwochs und Somitage sigimie Gr. Frei- Konzert. 33820* Deconomie: Martin Berndt Vorzügliche Küche, Kegelbahnen und sonstige diverse Be 36279*] Iuftigungen. Grosse Eisbahn. Pferdebahn vom Morikplay für 10 Pf. bis zur Brauerei Graumanns Festsäle, früher Renz, Maunynfrake 27. [ 34952* Eurpfehle meine Säle, 900 Personen fassend( auch mit Bühue), zu allen Festlichkeiten u. Versammlungen. Ginige Sonnabende find noch frei für Vereine. Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosser Ball. Alle übrigen Tage steht mein Lokal zu Versammlungen zur Verfügung. Adtung! Handelshilfsarbeiter Adtung! Berlins und Umgegend! Haus- und Geschäftsdiener, Packer, Packerinnen, Kutscher, Getreideträger, Blumen- u. Blätterarbeiter u. Arbeiterinnen u. sonstige Berufsgenossen. Dienstag, den 20. Februar, abends 81/2 Uhr, im Enisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Novelle zum Unfallversicherungs- Gefeß unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse der Handelshilfsarbeiter und verwandten Berufsgenoffen. Referent: Reichstags- Abg. Genoffe A. Agfter- Pforzheim. 2. Diskussion. 3. Bericht über die Angelegenheit des Warenhauses A. Wertheim. Kollegen! Die Wichtigkeit der Tagesordnung erheischt es, daß Ihr alle rege für den Besuch der Versammlung agitiert und Mann für Mann erscheint. Eure Frauen und Eure bekannten Kollegen find 75/2 ebenfalls mitzubringen. Albert Uthess, Rommandantenstr. 25, I., Vertrauensmann der Handelshilfsarbeiter Berlins. Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäft. Hilfsarbeiter Berlins u. Umgegend. Bureau und Arbeitsnachweis: Kommandantenstr. 25, I.( An der Alten Jakobstraße.) Sonnabend, den 24. Februar 1900 Grosser Wiener Maskenball int Kellers Festfälen, Koppenstr. 29. Um 12 Uhr: Demaskierung.* * Große Ueberraschungen. In beiden Sälen: BALL. Die Tanzmusit wird von der starten Stapelle des Neuen Berliner Konzert Orchesters unter Leitung des Hrn. Rud. Tiek ausgeführt. Anfang abends 9 Uhr. Ende früh 6 Uhr. Billets a 50 Pf. find zu haben im Bureau, in den Zahlstellen und Versammlungen, sowie bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern. Um zahlreiche Beteiligung bittet 75/1 Das Komitee. für Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Süd- Ost) Deutscher Holzarbeiter- Verband. Dienstag, den 20. Februar, abends 8 Uhr, bei Herrn Brüder, Waldemarstr. 75: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. J. Zadek über: Die InfluenzaEpidemie." 2. Disfuijion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein 242/6 für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 20. Februar, abends 8 Uhr: Versammlung im Lokale Schultheiß, Neue Jakobstraße 24-25. Tages Ordnung: 1. Historischer Vortrag des Reichstags- Abgeordneten W. Blos über: Die Staatsfunst Bismarcks. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 240,4 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Heute, Sonntag, vormittags 9 Uhr: 2 Versammlung sämtl. Vertrauensmänner 08 an msa 78/19 9 Brauerei Friedrichshain( Lipps), Am Friedrichshain 2229. Tagesordnug: Beschlußfaffung über unser Vorgehen. Verbandsbuch und Vertrauensmänner- Karten legitimieren. Die Ortsverwaltung. Achtung, Möbeltischler! 900 Heute, Sonntag, mittags 12 Uhr: für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Oeffentl. Versammlungen sämtlicher Möbeltischler Dienstag, den 20. Februar, abends 8%, Uhr, bei Gleinert, Schulstr. 29: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Eduard Warnst über das neue Invalidenbersicherungs- Gefeß. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. 1. Brauerei Friedrichshain( Lipps), Am Friedrichshain 2229, # 2. it Kellers Festsälen, Koppenstraße 29. Zagesordnung: Beschlußfassung über unser Vorgehen. Dienstag, den 20. Februar, abends 8 Uhr, im Lokal von Lips( Friedrichshain): Bolksversammlung. " Tages Ordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Bebel über: Die lex Heinze und die öffentliche Sittlichkeit." Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen, namentlich der Frauen, ersucht Achtung! 1/5 Die Vertrauensperson. MAURER. Mittwoch, den 21. Februar 1900, abends 8 Uhr: Jeder Kollege mu erscheinen. Achtung! Achtung! Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umg. Sonntag, den 25. Februar, vormittags 10 Uhr: General- Versammlung ,, Brauerei Friedrichshain", Am Königsthor. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. 3. Bundesangelegenheiten. 4. Vorstandswahl. Um pünftliches Erscheinen ersucht P. S. Bundeskarte legitimiert. Der Vorstand. 16/3 Achtung! Achtung! Vergolder! Achtung! Grosse Mitgliederversammlung aller zum Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Dentschlands. Filiale Berlin. Montag, den 19. Februar 1900, abends 8 Uhr: Streikgebiet Berlins und Umgegend gehörigen Verbands- Zahlstellen Außerordentliche Mitglieder- Versammlung im Lokale Sanssouci, Kottbuserstraße Nr. 4a. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen G. Wagner. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über die Sammlung zum Streiffonds. 4. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Regen Besuch erwartet 136/14 Die Verbandsleitung. in den Arminhallen( großer Saal), Kommandantenstraße 20. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über die Anträge zur Generalversammlung. 2. Wahl der Delegierten zut Generalversammlung. 3. Verschiedenes. 225/3 Kollegen und Kolleginnen, sorgt dafür, daß nicht ein einziges Mitglied wegen der hochwichtigen Tagesordnung dieser Versammlung fernbleibt. Der Vorstand. Verein Berliner Jalousie- Arbeiter u. Berufsgenoss. Centralverband der Handels-, Montag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, im Vereinslokal Transport- u. Verkehrsarbeiter Fichtestraße 34 bei Zenker General= Versammlung. Tages Ordnung: 1. Borlesung des Protokolls. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Kaffenbericht.- 4. Renwahl des Vorstandes.- 5. Werkstatt- Angelegen heiten. 6. Verschiedenes. Achtung! 24576 Der Vorstand. Achtung! Graveure! Ciseleure! Dienstag, den 20. Februar 1900, abends 8½½ 1hr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Bureau: Bischofstr. 13, Telephon Amt V. 3001. Kutscher aller Branchen! Deutsch. Metallarbeiter- Verband De Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 20. Februar 1900, abends 81/2 Uhr: Sonntag, den 18. Februar, abends 6 Uhr. im Englischen Garten, Versammlung für Rixdorf Alexanderstr. 27c: Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: im Lokale des Herrn Mercier, Steinmenstr. 55. Tages Ordnung:.. 1. Wie stellen sich die Berliner Kutscher zur neuesten Straßenpolizei: Vortrag des Kollegen Nachtigall über: In welchem Staate ist die Verordnung? 2. Das neueste Rundschreiben der Berliner Spediteure und welche Konsequenzen ziehen wir daraus? 3. Freie Aussprache und Beschluß faffung. Jeder Kutscher muß in dieser Versammlung erscheinen. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Die Bertrauensmänner: Martini und Schulz. Große öffentliche Versammlung Centralverband der Stuccateure Tages Ordnung: 1. Bericht des Vertrauensmannes event. Neuwahl desselben. 2. Bericht Filiale Berlin). Grenadierstrasse 33: des Gewerkschafts- Delegierten und Neuwahl desselben. 3. Bortrag des Montag, den 19. Februar, abends 8 Uhr, bei Buske, Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Das InvaliditätsVersicherungsgeseh. 4. Diskussion. Kollegen! In Anbetracht der wichtigen fowie reichhaltigen Tages: ordnung erwartet vollzähliges und pünktliches Erscheinen 24516 Der Vertrauensmann. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Markwald über: Gedanken zur Jahrhunderts: Der Kassierer der Filiale ist anwesend. Die Filial- Bersammlung des wende. 2. Abrechnung vom IV. Quartal und Bericht des Vorstandes. Verbandes fällt zu Gunsten der öffentlichen Versammlung aus. 3. Verschiedene Anträge. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Zahlreichen Besuch erwartet 173/3 Der Vorstand. Adtung! Fliesenleger! Adtung! Dienstag, den 20. Februar, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 c: Achtung! Cementierer. Achtung! Sonntag, den 18. Februar, nachmittage 2 Uhr: Ausserordenti. Mitglieder- Versammlung. Mitglieder- Versammlung 56/2 der Zahlstelle IV des Geutralverbandes deutscher Maurer Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Kater. 2. Diskussion. 3. Vereins- AnDer Vorstand. gelegenheiten. 4. Verschiedenes, Kranken- Unterstützungsverein der Tabakarbeiter Berlins Eingeschriebene Hilfskajje 88. Dienstag, den 27. Februar 1900, abends 82 Uhr, bei Feind, Weinstraße 11: Versammlung. Tages Ordnung: bei Schiller, Rosenthalerstraße 57. Tages Ordnung: 1. Jahresabrechnung. 2. Lohnfrage. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder während und nach der Versammlung. Der Vertrauensmann. Tapezierer. 57/2 1. Rechnungslegung pro IV. Quartal 1899. 2. Neuwahl des gesamten Dienstag, den 20. Februar cr., abends 8% Uhr, Borstandes und Ausschusses. 3. Vereins- Angelegenheiten. 187/3. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht um zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. Karl Butry, Borsitzender. Kostümschneider und-Schneiderinnen. Dienstag, den 20. Februar cr., abends 9 Uhr, in den Armin Hallen, Kemmandanten- Str. 20, Gr. Verbands- Versammlung. wirtschaftliche Lage der Metallarbeiter am günstigsten? Mittwoch, den 21. Februar 1900, abends 8½ Uhr: Versammlung der Klempner in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Sachse. 2. Diskussion. 3. Wahl des Branchenvertreters und der Agitationskommiffion. Die Vertrauensmänner- Versammlung für den Süden 111/3 fällt diesen Monat aus. Die Ortsverwaltung. Drechsler! Die Kommissions Mitglieder der Drechsler werden ers fucht, am Montag, den 19. Februar, abends 6 1hr, sich im Streikbureau( Arminhallen") einzufinden. Achtung! Achtung! [ 78/20 Verband der Sattler u. verwandter Berufsg. Sonnabend, 24. Februar, in den Gesamträumen der„ Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Großer Wiener Maskenball. Anfang 8 Uhr. Kaffeepause 1 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Billets a 50 Bf. find zu haben bei: W. Puschke, Langestraße 103; F. Habermann, Lübbenerstraße 25, sowie in den Versammlungen und bei bekannteren Kollegen. Um zahlreichen Besuch bittet 156/12 Das Komitee. Versammlung beider Filialen. Dietrichs Feftfäle, Brunnenstr. 34, Filiale Nord, Brunnenstr. 188: Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Filiale Süd, Markgrafenstr. 83: Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Schütte. 3. Verschiedenes. Max Kliems 2. Dislusfion. 177/6 Fest- Säle, Hasenheide 13, 14, 15. Im neuen Festsaal, Eingang Hasenheide 13, jeden Sonntag: Gr. Tages Ordnung: 1. Beratung und Stellungnahme zum neuen Tarif Instrumental- Konzert. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf., Vorverkauf ber Kostümschreiber und Schneiperinnen Berlins. 2 Diskussion. 3. Ver: 25 Pf. Nach dem Konzert Tanzkränzchen! In den Nr. 14 und schiedenes. 162/3 15 belegenen Sälen jeden Sonntag: Grosser Ball! Anfang 4 Uhr, Mitgliedsbuch legitimiert! Ohne dasselbe fein Zutritt. Ende 2 Uhr.. Empfehle meine gesamten Säle Vereinen und Gesellschaften Um rege Beteiligung fämtlicher Verbandsmitglieder ersucht zu Bersammlungen und Festlichkeiten. Die Osterfeiertage sind noch zu Die Ortsverwaltung. Matinees zu vergeben.. Max Kliem. [ 34499*] ( früher Vettin.) Jeden Sonntag großer Ball. Anfang 4 Uhr. Empfehle den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriten 2c. meine Säle 80 bis 500 Personen fassend( mit Bühne), zu Versammlungen und Festlich feiten jeder Art. Vereinszimmer zu vergeben. 36792* renoviert! F. Scholz' Festsäle, Gr. Frankfurterstr. 74 Jeden Sonntag, Montag, Dienstag u. Donnerstag: Grosser Ball. Außerdem Sonnabend, Mittwoch und Freitag zu Bereinsfestlichkeiten und Versammlungen zu vergeben.( Große Theaterbühne.) Johannisthaler Volksgarten, [ 3682L* Johannisthal, Köpnicker- u. Friedrich. Strassen- Ecke. Empfehle meinen neuerbauten Saal. Jeden Sonntag TANZ. Große Ausspannung. Kaffeefüche. 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Der zweite Referent, Dr. Curt Freudenberg, beleuchtete die festen und geschloffenen Auftreten der Organisation zu verdanken. Erhöhung der Kurkosten vom medizinischen Standpunkt aus und be- Dübelt befürwortete die Aufnahme einer Statistit. Die Mißstände Gegen die Erhöhung der Krankenhaus Pflegegelder in zeichnete die beabsichtigte Maßnahme als eine Schädigung der Bolts im Lehrlingswesen feien derartige, daß ein Vorgehen in der Charlottenburg nahm die dortige Arbeiterschaft am Freitag in gesundheit. Nachdem noch verschiedene Redner im Sinne der Refe- Lehrlingsfrage unbedingt notwendig fei. Mit dem gewonnenen einer Brotestversammlung Stellung. Der Referent, Stadtv. Baul renten gesprochen hatten, wurde die Resolution einstimmig ange- Resultat müßte dann an die Oeffentlichkeit getreten werden, um so Hirsch, vertrat die Ansicht, daß es durchaus unbegründet sei, wenn nommen. das Uebel wirksam bekämpfen zu können. Hierauf wurde der die Stadtverwaltung Charlottenburgs jetzt beabsichtige, das böse BeiDie Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Schmiede wurden Rechenschaftsbericht der Matineekommission verlesen. Von den EinIpiel, welches Berlin gegeben hat, nachzuahmen, wohl aber sprechen als Fortjehung der schon vor mehreren Wochen begonnenen Agitation nahmen wurden 305 M. zu Unterstützungszwecken verwandt. eine ganze Reihe gewichtiger Gründe gegen die Erhöhung wieder in zwei Versammlungen am Donnerstag und Freitag beder Kurkosten. Die finanziell nicht gut dastehende Char- sprochen. Range aus Hamburg, Verbandsvorsitzender der Schmiede, 14. Februar eine Versammlung ab, in welcher Flemming die Frage: Charlottenburg. Die Maler, Ladierer, Anstreicher hielten am Yottenburger Orts Krankenkasse zahle mur 13 Wochen referierte in beiden Versammlungen. Unterſtügung. Sie habe bereits Schritte gethan Redner bedauerte, daß die Wie betreiben wir in Zukunft unfre Agitation? eingehend erörterte. um die Schmiede trog ihrer großen Anzahl und der überaus traurigen Ver- Redner schlägt vor, daß man die Werkstellen- Agitation einführen Unterstützungsdauer auf 26 Wochen hinaufzusehen, habe sich nun- hältnisse, unter denen sie zu arbeiten gezwungen sind, noch immer nicht müsse und daß fernerhin in jeder Werkstatt eine sogenannte mehr aber dahin geäußert, daß sie, wenn die Erhöhung der Kranken- zur Erkenntnis ihrer Klassenlage gekommen feien. Denn nicht nur Vertrauensperson vorhanden sein muß, die dann mit einer haus- Pflegegelder beschlossen werden solle, gezwungen sei, an der auf dem Lande, sondern auch in größeren Städten seien die Zustände zu wählenden dreigliedrigen Kommission die Agitation zu Mindestleistung von 13 Wochen Unterstützungsdauer festzuhalten. geradezu grauenhaft, namentlich sei das Kost- und Logiswesen ein betreiben Eine weitere Folge des Vorgehens der städtischen Behörden würde start empfundener Uebelstand. Es sei daher erforderlich, daß die Diskussionsredner zu, habe. Diesem Borschlag stimmten die meisten die sein, daß die freien Hilfskaffen, welche in Charlottenburg Schmiede sich aufraffen, um sich der Organisation, dem Verband der in der Abhaltung von öffentlichen Versammlungen. Somit wurde nur Griesmeher sieht die beste Agitation Filialen haben deren Mitglieder ja als Auswärtige betrachtet Schmiede, anzuschließen. Liesegang und Bethge fügten den auch der Antrag eine Stommission zu wählen, die die werkstellenwerden sollen die Filialen auflösen würden, wodurch diese mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen hinzu, agitation zu fördern hat, gegen 4 Stimmen angenommen und Jost, Mitglieder ihre Rechte verlieren. Besonders schwer würden aber daß in Charlottenburg endlich die zehnstündige Arbeitszeit Scheuerbrandt und Röbel in dieselbe gewählt. Zum Schluß wurde durch die Erhöhung der Pflegegelder diejenigen getroffen, welche die von den Meistern eingeführt sei. Der Vorsigende fonnte noch die auf die Lohnbewegung der Tapetentleber hingewiesen und die Krankenhausfoften selbst zahlen. Viele derselben würden den ge- erfreuliche Mitteilung machen, daß der Appell an die Schmiede nicht Anwesenden aufgefordert, keine Streifbrecherdienste zu leisten. steigerten Satz nicht zahlen können, dadurch würde dann der Armen- vergeblich gewesen sei, da sich während der beiden Versammlungen etat belastet werden, und auf diese Weise gehe der finanzielle Vor- eine bedeutende Anzahl neuer Mitglieder aufnehmen ließen. teil, den die Stadt durch die Erhöhung der Pflegefäße erziele, wieder verloren. Da die Entscheidung über die beabsichtigte, jeder focialen Einsicht entbehrende Maßnahme bei der Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung liegt, so schlug der Referent vor, dieser Körperschaft die Meinung der Interessenten dadurch kund zu geben, daß die Versammlung folgende Resolution annehme und der Stadtverordneten- Versammlung übersende: Die Versammlung erblickt in der beabsichtigten Erhöhung der Verpflegungssäge für die dritte Klasse im städtischen Krankenhause eine durch nichts begründete: fiskalische Maßregel. Ein derartiges Borgehen würde die Krankenkassen auf das schwerste schädigen, der Masse der arbeitenden Bevölkerung neue Lasten aufbürden und für die Voltsgesundhei: von unheilvollen Folgen sein. dazu führen, daß den proletarischen Volksschichten die Bezahlung von Es wird Strankenhaustosten noch mehr als bisher erschwert und daß in immer höherem Maße die Armenverwaltung in Anspruch genommen wird, was einem völligen Verlust des kommunalen Wahlrechts von einer großen Anzahl der ohnehin in ihren staatsbürgerlichen Rechten he schränkten Arbeiter mit sich bringen würde. Ein solches Verfahren ist aber durchaus unvereinbar mit den Grundfägen der socialen Fürsorge. Den Samariter- Kurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen Montag, abends 9 Uhr, Uebungsstunde in der Filiale, Brunnenstr. 150. Dr. Beyl. Repetitions Abend und praktische Uebungen unter Leitung des Herrn Eingegangene Druckschriften. stärkt. Derselben gehören nunmehr 3 Heizungs-, 6 Gas- und Alsdann wurde die Agitationskommission auf 11 Personen verunbemittelten Klaffen Wasserrohrleger und je 1 Helfer der beiden Branchen an. Zuſchriften bezüglich der Agitation jind an die Kommission oder an das Verbandsbureau, Annenstr. 39, zu richten. Rohrleger und Helfer tagte am 11. Februar. Eine stark befuchte Versammlung der Heizungsmonteure, Schlegel hielt einen Vortrag über die Verkürzung der Arbeitszeit Mamsells. Sonntag, den 18. Februar, nachmittags 61%, Uhr, bei FeuerDer Referent Große öffentliche Versammlung der Schlächtergesellen und im Baugewerbe. Redner gab eine kurze Uebersicht über die Kämpfe ftein, Alte Jakobftr. 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Mann und verschiedener Bauberufsgruppen der letzten Jahre. Bei der Weib". Referentin: Frl. Jda Altmann. 2. Diskussion, 3. Wie stellen sich noch Branche der Rohrleger fei zu bedauern, daß von dieser die Berliner Schlächtergefellen zur Gründung einer eignen Berufszeitung fein Borstoß unternommen worden, den Neunstundentag in den Werkstätten und auf den Bauten zu auch ihrerseits Berichterstatter: Kollege Keslinte. 4. Gewerkschaftliches. erringen. Sier sei eine zwölfftündige Arbeitszeit feine Seltenheit. wenn andre Berufsgruppen bereits den Bau verlassen, dann krebsen die Rohrleger noch herum, um ihre 10 Stunden Arbeitszeit herunter- ftraße 23) haben soeben ihr Februar- Heft erscheinen lassen. In demselben Die Socialistischen Monatshefte( Verlag: Berlin W., Gleditschs forderte zum Anschluß an den Deutschen Metallarbeiterverband auf. in den einzelnen Kulturftaaten, bien email, England, Frankreich, Stalien, zuwürgen. Redner legte den Wert der Verkürzung der Arbeitszeit dar und wird die Serie über den Stand der focialistischen Bewegung Sämtliche Diskussionsredner schlossen sich den Ausführungen des barstellungen den Socialismus in früheren Seften bereits in EinzelReferenten an und befürworteten eine lebhafte Agitation für den Destreich, Polen, Queensland, Rußland, Spanien und Ungarn behandelt Neunstundentag. Es gelangte sodann eine im Sinne des Referats batte, fortgefekt durch eine Studie über den Socialismus in& inns gehaltene Resolution zur Annahme. fonstigen Inhalt des Dr. Grust Ghrow: Die Sociologie des Genies. Seftes heben wir hervor: Friedrich Ott: Feudales und bürgerliches Eigentum. George Sorel: Ueber die kapitalistische Konzentration.Skizzen aus der socialistischen Litteratur und Bewegung. fegrim: über Cobden und Flottenpolitit. V. Brentano Dr. Ignaz 3adet: Die Berliner medizinische Gesellschaft und die weiblichen Aerzte. Dr. Ludwig Mann: Sociale Betrachtungen im Anschluß an Bolas Fécondité. Rundschau: Oeffentliches Leben( Genossenschaftsbewegung.) Wiffenschaft( Das Jenenfer Preisausschreiben.) Revuen ( Produttionsgenossenschaften in England.- Ueberbie beträgt 50 3 f., pro Quartal 1,50 M. Zu beziehen durch alle Buchhandincfiime Sprache und Litteratur). Der Preis des Heftes Tungen, Colporteure und Bostanstalten( Post- Beitungskatalog Nr. 7217), I and von Dr. Niites Robert af Urfint. nene schwere Opfer aufzuerlegen, anstatt ihnen zu Hilfe zu fommen, ist eine socialpolitisch verlehrte Maßregel. Die Verfammlung protestiert aus diesen Gründen auf das energischte gegen jede Erhöhung der Verpflegungssätze für die dritte Klasse; fie er- Der Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufs: achtet es als Pflicht der städtischen Behörden, die öffentliche genossen( Bahlstelle III, Lithographen) hielt seine Mitglieder- VerMeinung zu berücksichtigen und die Stimme. des Volles fammlung am 13. d. M. ab. Gillier referierte über die Lohn nicht ungehört verhallen zu lassen. Sie spricht daher die bewegung im Jahre 1899 und ihre Erfolge. Redner wies auf das Erwartung aus, daß die Stadtverordneten- Versammlung und erfreuliche Resultat hin, daß fast alle Lohnbewegungen vou 1896 bis der Magistrat von jeder Erhöhung der Verpflegungssäge für die 1899 außerhalb Berlins entweder zu Gunsten des Verbandes oder sowie direkt durch die Expedition: Gleditschstr. 23, Berlin W.( Busenbung dritte Klasse Abstand nehmen. mit teilweisem Erfolg beendet feien. Dies sei natürlich mur dem unter Kreuzband oder in gefchloffenem Couvert.) Schmerzloses Zahnziehen Zahnziehen ohne Markose! Linde, Brückenstr. 6B Neu eröffnet! [ 36729] an der, Jannowitzbrücke. Sprechstunden: 9-6, Sonntag 9-12. Plomben Nicht mit ähnlich klingenden Anpreisungen zu verwechseln. 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