ei er ge= ent, ng jte aß est, es ers be, Die as er on as id, n) en 1, eit ife ei its h, it er it. anan 34 23 2122 r, ie es 11 m 13 je It st 11 IT 3 3 e f Nr. 296. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Breis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich) 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Boft Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uor Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fern Sprech- Anschluk: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Eine Warnung. Freitag, den 18. Dezember 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. auf das Furchtbarste sich fühlbar. Im Sturm und Drang denen Gelegenheit und Versuchung zum Trunke. Vor des Lebens, auf der Jagd nach dem Stückchen Brot, herum- 15 Jahren betrug für den Mann die Durchschnittszahl Die reißend schnelle Zunahme der Geisteskrankheiten ist gewirbelt wie ein welkes Blatt, heute überarbeitet, morgen des alkoholischen Frreseins 314,66, heute 604,33, eine nicht mehr abzuleugnende Thatsache, der Jrrsinn ist ein feiernder Bagabund", der Spielball der Krise und der für die Frau damals 52,56 und heute 125,33!" Der proeine gesellschaftliche Maffenerscheinung, deren Wirkungen Ueberproduktion, oft hungernd, stets entbehrend, so lebt, so zentuale Antheil der Weiber ist stärker gewachsen, als derfür unsere Zustände als geradezu verhängnißvoll sich dar kämpft, so leidet der Proletarier, der kleine Mann. Die fenige der Männer; der letztere weist eine Zunahme um stellen. Auflösung der Mittelklasse, der Kleinbürgerschaft reißt 92 pCt., der der Weiber eine solche von 103 pt. auf. Vor einiger Zeit hat der Chefarzt des Spezial- ungezählte Existenzen in das Gebiet der Massenarmuth, Neben dem Säuferwahnsinn ist es die unheilbare Gehirn Krankenhauses des Pariser Polizeipräfettur- Depots, Herr treibt Viele zur Verzweiflung, bricht die Thatkraft, lähmt erweichung, die in Paris so gut wie in den deutschen GroßPaul Garnier, eine bemerkenswerthe Untersuchung über das und schädigt aufs tiefste Geist und Leib. städten, in den Brennpunkten des wirthschaftlichen Lebens, tasche Wachsthum des Jrrsinns in Paris und über die Je höher die Noth, desto stärker der Anreiz zur Bes eine wachsende Reihe von Opfern heischt. In 15 Jahren Ursachen dieses Vorgangs veröffentlicht. Die Denkschrift täubung, je schlechter die Lebenshaltung, die Ernährung, desto haben sich die Fälle von Gehirnlähmung fast verdoppelt, beschäftigt sich vor allem mit dem alkoholischen Frresein und stärker der Zwang zum Verbrauch des Schnapses, desto sie bilden 12,27 pet. der im Pariser Polizeigewahrsam bemit der fortschreitenden Gehirnlähmung( der progressiven schneller die Zerstörung der geistigen Energie und der obachteten Erkrankungen, und auch hier sind die Frauen Paralyse). förperlichen Spannkraft. Der Suff führt zum Säufer- unverhältnißmäßig mehr davon befallen, als früher. Nach Säuferwahnsinn und Gehirnerweichung sind in der wahnsinn, der Suff erzeugt geistige Erkrankung. Aber dreijährigen Perioden geordnet ergiebt fich folgendes, die That diejenigen geistigen Erkrankungen, welche im Vorder- der Alkoholismus ist nur die Folgeerscheinung des Pauperis- jährlichen Durchschnittsziffern der Erkrankungen veranschau grunde unseres Interesses, sozialpolitisch gefaßt, zu stehen mus, d. h. der im Verkommen gipfelnden Armuth. An lichendes Zahlenbild: haben, da sie den Hauptantheil aller Geisteskrankheiten über den Folgen herumkuriren, ist eine vergebliche Mühe. Die haupt bilden und bei ihnen die ursächlichen Zusammenhänge, Ursache zu beseitigen, das ist die Aufgabe. die Verknüpfung ihres Auftretens mit den wirthschaftlich- Es ist tennzeichnend für die Fortschritte des Kapitalissozialen Verhältnissen recht klar hervortreten. Die Pariser mus, daß die Frauen stetig zunehmende Prozentjäße zu Bahlen find von größtem Interesse, sie spiegelu nur ein den Geistestranten stellen. Die immer stärkere Betheiligung Stück eines allgemeinen Zersehungsprozesses wieder, der Weiber am Erwerbsleben, die Einreihung der Frau in welcher in unserer Wirthschaftsweise seinen Ausgangs- die Arbeiterbataillone zeigt sich hier in einer ihrer Wirpunkt und seine Daseinsbedingungen hat. fungen. Die Weiberarbeit ist ein Erforderniß fapita- um 100 pCt. In den Jahren 1872-1888 ftieg die Häufigkeit listischer Ausbeutung, eine Defineusthwendigkeit für das Mocht fagt Finkelnburg, der berühmte Fachmann, Frreseinsfälle in Paris um 30 pet. Aus der folgenden Unternehmerthum geworden, das der billigen und willigen angesichts dieser Biffern, daß die auffallende Zunahme der Uebersicht der bezüglichen Aufnahmen in das Spezial- Hände" zur Plusmacherei dringend bedarf. Alle Unbilden Erkrankungen an dieser trostlosesten aller Formen von Krankenhaus der Polizeipräfektur geht der jähe Aufstieg ber heutigen Produktionsweise stürmen mit verdoppelter Geistesstörung in allen europäischen Kulturländern... scharf und deutlich hervor. Es wurden an Geisteskranken Wucht auf die doppelt wehrlose Frau ein. Schlechtest laß zu berechtigter Besorgniß bietet und zu ernsteren Beaufgenommen: bezahlte Arbeiter, wie die Weiber sind, den Entbehrungen trachtungen darüber auffordern muß, welche hygieinische und den Angriffen der Berufsarbeit preisgegeben, nur zu Kehrseiten unseres Kulturlebens. dafür verantwortlich zu oft zum furchtbaren Nebenerwerb der Prostitution, troß machen, und welche Maßnahmen dagegen zu treffen sind." schmählichster Arbeit gezwungen, schlagen über ihnen die Klipp und klar zeigt sich die Noth, dies Erzeugniß des Wogen jählings zusammen. Kapitalismus, als der Springquell der Geisteskrankheiten. Männer Weiber Zusammen Jahre 1872 1874 1695 1389 3084 • 1743 1510 3249 1876 1782 1448 3230 1878 1829 1507 3336 1880 1932 1552 3484 1882 2093 1623 3716 1884 2313 1813 4126 2486 1886 1888... 2549 1981 1900 4467 4449 Garnier macht darauf aufmerksam, daß der Alkoholis: mus, der Suff, und die harte Noth des Lebens, der Kampf ums Dasein, Hand in Hand gehen, um die Gehirne zu zertütten, die Intellekte zu zerstören. Das ursächliche Moment, darüber giebt kein ernsthafter Sozialpolitiker, kein denkender Arzt, Niemand, welcher das Leben mit offenem Auge beobachtet, sich noch einer Täuschung hin, ist in erster Reihe ein soziales, die Berelendung der Massen, die wirthschaftliche Noth. Je weitere Kreise die Misere zieht, je Schwankender für Millionen der Grund wird, auf welchem 1874-76 • 1877-79 1880-82 1888-85 1886-88 . .. .. Männer 114,33 139,00 141,66 181,66 237,00 96,00 Frauen Zusammen 40,66 187,00 49,66 188,66 53,33 195,00 76,66 258,83 333,00 Der Antheil der Weiber stieg auch hier rascher, als der der Männer, er wuchs um 103 pct., derjenige der Männer An Die nachfolgenden Zahlen beweisen und ergänzen das Die Noth beseitigen, den Kapitalismus durch eine rationellere eben Ausgeführte. Die Zahl der von alkoholischem Frresein Wirthschaftsweise ersehen, das ist das einzige Mittel, diese Ergriffenen hat sich in den letzten fünfzehn Jahren ver- Scheußlichkeiten, ein Brandmal der heutigen Kultur", aus doppelt, die Zahl der nothwendig gewordenen Einschließungen der Welt zu schaffen. in Anstalten ist um 25 pCt. gestiegen. Wenn wir je drei Jahre zu einer Periode zusammenfassen und die jährlichen Durchschnittsziffern dieser dreijährigen Perioden betrachten, so finden wir: 1874-76 1877-79 1880-82 1883-85 1886-88 Weiber 52,66 Zusammen Männer 314,66 867,33 ●• 325,66 63,33 • • 389,00 899,33 55,33 454,66 . 450,00 • • 73,00 523,00 604,33 125,33 729,66 Politische Lebersicht. Berlin, den 17. Dezember. Die zweite Berathung des deutsch- österreichischen Handelsvertrages wurde heute zu Ende geführt; die Debatten waren matt; von konservativer Seite wurden noch Garnier sagt: Die Ursache der erschreckenden Zu einige refignirende Stoßseufzer ausgestoßen und die Nede sie stehen, se ungewisser die Erwerbsthätigkeit, desto nahme alkoholischer Erkrankungen bei Frauen sie stellen des Abg. Liebermann von Sonnenberg erweckte zwar etwas schlimmer die Schläge, welche Gemüth und Geist des Ein-/ der Fälle gegen 1/6 vor fünfzehn Jahren ist in der stets Heiterkeit, die jedoch nicht ausreichte, das müde Haus zu zelnen treffen. Die gesellschaftlichen Gegenfäße, von Tag zu wachsenden Nothwendigkeit ihrer Betheiligung am Kampfe beleben. Ohne lange Debatte wurden hierauf gleichfalls Tage fäher zugespitzt, machen dem Armen, dem Besizlosen um die Existenz zu suchen und in der damit verbun- in zweiter Berathung das Viehseuchen- Uebereinkommen mit Feuilleton. Radbrud verboten.) Fé. ( 9 Hammel, wie Recht hast Du in Deiner Schöpfen- Bittersüß auf der Chaiselongue ruht in einem verführerisch Weisheit! Beuge Dich der Autorität unbedingt, auch wenn reizendem Negligee die üppige Gestalt Therese Crone's, sie Schafe hütet, und wehre Dich gegen Jene, die Dir nichts nügen können, selbst wenn sie Dich mitleidig auf dem Kopfe traulen wollen das ist die wahre, einzige Hammelreligion! " He is nich meine," sagt der alte Schafmeister Dörgen entschuldigend, eck kann da nich för." VIII während Doktor Wirthelbier mit einem Gemisch von ärztlicher Würde und liebevoller Besorgniß in den abgestandenen Zügen, seit geraumer Zeit den unregelmäßig klopfenden Puls an dem vollen Handgelenk seiner Patientin unter seinen medizinischen Fingern hat. " Wirklich, Theuerste," tönt des Doktors sanfte Stimme, ,, ein leichtes Fieber Ueberanstrengung der Nerven vollkommene Ruhe durchaus nothwendig für Sie, liebste Therese." Von Edna Fern. " Oh, oh!!" sagt Doktor Justus Wirthelbier noch einmal. Hier wäre es nun am Plage, eine kleine Betrachtung Das vorige Kapitel war zwar nur kurz, aber desto in über das vortreffliche Sprichwort:„ Kleine Ursachen, große haltsreicher, wie Ihr an den kommenden Greignissen sehen Wirkungen" einzuschalten, aber da, wie ich aus sichern Quellen: werdet, welche lediglich aus dem Stoß des Hammels auf Aerger ist es, mein Freund, weiter nichts als Merger" Doktor Wirthelbier's Magen entstanden sind. Nicht, daß Therese springt mit einem Ruck vom Sopha auf, daß Berwittwete Frau Assessorin Schuster, Frau Kanzleirath Wermuth, Frau Oberamtsrichter Bittersüß erfahren habe, daß die dieser etwa dadurch sehr affizixt worden wäre, oder daß der Doktor Wirthelbier kaum schnell genug zur Seite kommen Fran Dottor Wirthelbier, Fräulein Therese Crone und der Stoß sonst üble Folgen für ihn gehabt hätte bewahre, tann, und ein Paar schlanke Füße sichtbar werden, über Herr Doktor Wirthelbier des längeren und weiteren der Herr Doktor war am Abend desselben Tages so gesund, denen sich eine wahrhaft erstaunliche Rundung in prall darüber simulirt haben, und endlich, da ich Euch, hoch daß er mit schwärmerischem Augenaufschlag Fräulein Therese fizenden seidenen Strümpfen präsentirt. verehrten Lesern, sehr viel Verstand zutraue, so lasse ich Crone versichern konnte, der Stoß des Hammels werde fortan Mit heftigen Schritten durchmißt sie das Zimmer; die mich meiner Liebhaberei hin, aus dem Gesichtsausdruck und zu seinen liebsten Erinnerungen gehören, welcher Gefühls lange Schleppe ihres Morgenkleides raschelt unruhig hin den Geſten meiner Bekannten, auf deren innerste Gefühle auch von ihr mit einem vielsagenden Druck des und her. weichen Sammetpfötchens erwidert wurde; sondern ich Euch lieber solche Betrachtungen allein anstellen, und gebe und Gedanken zu schließen: meine z. B. jene schwache Stunde bei einer heißen Tasse Der Hammel hatte sich, nach vollbrachtem Attentat auf Kaffee mit Sahne, in welcher besagten schwachen Stunde die Doktor Wirthelbiers Magen, hinter Schafmeister Dörgens Frau Doktor Wirthelbier ihrer allervertrautesten Freundin Langen Rock zurückgezogen und da stand er nun: Die kurzen gestanden, daß Beine mit einem energischen Ruck in das Unkraut gestellt, mein Doktor garnicht mehr so'n zärtlicher Ehemann den dicken Kopf mit der langgezogenen Nase gesenkt, eifrig ist, seitdem ihn der abscheuliche Hammel auf den Magen mit dem kleinen Hammelschwänzchen wadelnd und mit einem gestoßen hat." folch' tückisch- dummen Ausdruck im Gesicht, wie ihn nur ein richtiger Hammel haben kann: Gott bewahre, ich bin's nicht gewesen ich möchte es gern gleich noch einmal thun. Und wenn sie wüßte, die Frau Doktorin Wirthelbier, wo sich ihr Doktor" eben befand, während sie mit dem aber Mitagessen auf ihn wartete! 11 In dem Besuchszimmer der Frau Oberamtsrichter " Ich muß fort, lieber Freund, fort aus diesem behag= lichen, angenehmen Leben, in die engen Verhältniffe meines Heims zurück. Ich sage Ihnen" die große, weiße Hand ſo fest auf die Schulter ste legt des kleinen Doktors, daß er beinah zusammenknickt " Ich ertrage es nicht mehr, dieses Sorgen, Sparen, Knausern ums tägliche Brot, wozu ich im Hause meiner Mutter nun einmal verurtheilt bin. Aber ich muß; meine Cousine will mich nicht länger hier, ich sehe es in ihrem Gesicht, ich höre es mit jedem Ton ihrer Stimme: Ich bin ihr zu gefährlich ha, ha. Es ist wunderbar, jedoch nichts weniger als ritterlich", mit welcher Bähigkeit ein Theil der Edelsten Der Nation an den Kornzöllen festhält. Diese Herren, die sonst von romantischer Bassallentreue triefen, benutzen jetzt jeden Kniff, um dem ausgesprochenen Willen ihres Raisers" zuwider die Fertigstellung der Handelsverträge vor Weihnachten zu hindern und ein paar Groschen von den Kornzöllen für ihre junkerliche Tasche zu retten. Die ver kommenen Römer der Cäsarenzeit, von denen Horaz uns fingt, feilschten nicht hungriger um jedes Aß" wie diese Edelsten der Nation" um jeden Pfennig. Und auch das Motto: virtus post nummos erst das Geld und dann Zugend und Ehre gilt für die modernen Anbeter des goldenen Kalbs genau so wie für die antifen. Desterreich Ungarn und die Handelsverträge mit Italien[ auf Flüchtige in freien Plätzen und Straßen. Die beiden| Fabriken hat, wie bisher, der Unterricht in den Abend und Belgien erledigt. Morgen findet, ohne daß Widerspruch Zentrumsführer Dr. Daller und Dr. Orterer nahmen die stunden von 8-10 Uhr stattzufinden. Das kapitalistische dagegen erhoben wurde, bereits die dritte Berathung der Sache sehr leicht; sie machten einen Unterschied zwischen Prozenthum trägt einen doppelten Erfolg davon, es bleiben Handelsverträge statt. Der anfängliche Versuch, die Ver- schwerer und leichter belasteten Arrestanten und meinten, ihm die jugendlichen Arbeiter nach wie vor mit Leib und handlungen so hinzuziehen, daß sie nicht mehr vor den dee Arrestant brauche nicht davonzulaufen, wenn er nicht Seele frohnbar, und außerdem erhält es einen neuen Vortheil Weihnachtsferien zu Ende fämen, ist von den Gegnern der wolle, daß auf ihn geschoffen werde. Vielleicht würden es gegenüber dem kleinen Gewerbebetrieb. Handelsverträge schließlich aufgegeben. Sie werden morgen die Herren weniger leicht nehmen, wenn an ihnen einmal in der Schlußberathung erledigt werden und der Reichstag eine in öffentlichen Straßen auf einen Flüchtigen abgeschossene Der alte Gladstone bemüht sich wieder einmal den sodann seine Ferien beginnen. Rugel vorbeisaufte. Die beiden Zentrumsführer zeigten ihre Nachweis zu liefern, daß er von der sozialen Frage billigung darüber aussprachen, daß ein Abgeordneter das da er den Nachweis schon wiederholt und aufs Gründlichste Gutgesinntheit" auch noch dadurch, daß sie ihre Miß nichts versteht allerdings ein recht überflüssiges Bemühen, kaiserliche Wort: Regis voluntas suprema lex fritifirt erbracht hat. Vorige Woche tagte in London eine liberale habe. Konferenz zur Einführung ländlicher Reformen", daß heißt zur Organisation des liberalen Bauernfangs. Den Bochumer Entrüstungsschwindel beantwortet Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Festessen arrangirt, Herr Fus angel in der Westfälischen Volkszeitung" mit dem Gladstone beiwohnte und das er mit einer famosen folgenden kräftigen Worten: Feftrede würzte. Er stellte da- einem uns vorliegenden " Nicht die Westfälische Volkszeitung" ist es, welche hezt, Berichte gemäß und nicht wir haben den politischen Streit auf das persön im Grunde auch nur ein Theil der Arbeiterfrage sei, denn -die Behauptung auf, daß Home Rule liche Gebiet hinübergetragen. Oder war es nicht Herr Baare, die Leute, welchen durch Home Rule eine Wohlthat erwiesen der durch bezahlte Svione die Vergangenheit des Redakteurs Fusangel hat durchstöbern lassen, um festzustellen, ob sich nicht werden solle, seien kleine Farmer, deren Loos nicht viel ein dunkler Punkt in derselben befinde? War es nicht Herr beffer sei, als das der englischen landwirthschaftlichen Bagre, der durch einen seiner dienstbaren Geister in öffe ttlicher Arbeiter. In den Städten hätte sich die Arbeiterschaft Volksversammlung sogar den Vater des Redakteurs Fusangel organisirt, auf dem Lande aber habe der Einzelne den im Grabe hat beschimpfen lassen? Hat nicht ein in Baares Diensten Kampf gegen eine gewaltige geschichtliche Entwickelung allein stehendes, übelbeleumundetes Subjekt eine von Fälschungen und aufzunehmen. Daher die Entvölkerung des flachen Landes, Berleumdungen strogende Broschüre in die Welt gesandt, durch die man als nationale Ralamität betrachten müffe. Keine welche, der Wahrheit entgegen, unter den gröblichsten, persönlichen Mühe dürfe gescheut werden, dieser Wanderung in die Schmähungen der Beweis dafür erbracht werden sollte, daß großen Städte Einhalt zu thun. Re akteur Fusangel den Bergarbeiterstreik systematisch vor großen Städte Einhalt zu thun. Viele Interessen hätte bereitet habe? War es schließlich nicht Herr Baare, der sogar der ländliche und der städtische Arbeiter gemeinsam. den Fürstbischof Kopp, den Probst Köfters und andere einfluß- Der Arbeiterstand habe ein Recht, Bertreter seiner reiche und hochstehende Personen gegen den Redaktens Fus- Klasse ins Parlament zu senden. Dies sei aber nicht angel hat mißbrauchen wollen? Und bei dieser Sachlage, die möglich, wenn der Arbeiterkandidat die Wahlausgaben selbst alg mein bekannt ist, wagt es eine Persönlichkeit wie Mummen zu tragen habe. Die geseglichen Bestimmungen über Ber bos, gegen uns den Vorwurf zu erheben, wir hätten den schwörung müßten abgeändert werden, damit der Arbeiter politischen Streit auf das persönliche Gebiet hinübergespielt? stand nicht gehindert wäre, durch Organisation seinen Gin Pfui der Heuchelei! Wenn es uns so sehr darum zu thun Die heurige Kartoffelernte Deutschlands be trägt nach neuester Schätzung 23 181 454 Tonnen, gegen 26 262 717 Tonnen im vorigen Jahr also ein Minderbetrag von über 3 Millionen Tonnen oder 11,7 pet. Nun war aber schon die vorige Kartoffelernte um nahezu 1 Million Tonnen hinter dem Durchschnittsertrag der Jahre 1881 bis 1890 zurückgeblieben, so daß der diesjährige Betrag um gut 4 millionen Tonnen unter dem Durchschnitt ist. Dazu kommt, daß in diesem Jabr der Prozentsaz der kranken Kartoffeln ein besonders hoher ist( in Preußen 10 pCt., in Sachsen 18, in Württemberg 14 pSt.). Unter solchen Umständen haben wir für diesen Winter und das nächste Frühjahr noch höhere Preise zu erwarten, als wir sie den größten Theil dieses Jahres hindurch gehabt haben. Jedenfalls wird das deutsche Bolf von der geringen Reduktion der Getreidezölle, wie sie durch die Handelsverträge herbeigeführt wird, sehr wenig Vortheil haben, und es muß deshalb fortfahren, die gänz= liche Beseitigung der Getreidezölle zu fordern. Das nationale Schwein mit der nationalen Trichine wollen die Agrarier auf dem nationalen Markte schützen, indem sie es vertheuern. Die Thatsache steht indeß fest, daß bei den zahlreichen Trichinenkrank heiten, die bei uns vorkommen, selten der Ursprung auf amerikanische Schweine zurückzuführen war. Wir fönnen nicht entscheiden, ob dieses auf den Umstand zurückzuführen sei, daß die Trichine bei der Einpökelung des Fleisches und dem Transport ihre Fortpflanzungsfähigkeit verliere- wir sind auch mehr als bereit, alle Maßregeln, welche die gesundheitliche Beschaffenheit der Nahrungsmittel fichern, zu unterstützen, bei den Agrariern aber bildet dieses Interesse nur einen Vorwand. Nicht das trichinöse amerikanische Schwein wollen sie vom Markte fern halten, sondern das ausländische Schwein überhaupt. wäre, persönlich zu werden, hätten wir da nicht an Herrn fluß geltend zu machen. Das Wahlrecht sei der Schlüssel Mumenhof, deffen Vergangenheit so manche Flecken hat, 34 einer erfreulicheren Zukunft. Es müssen Dorfämter einen sehr dankbaren Stoff für unsere Feder? Herr Mummen eingerichtet werden, denn gewisse Angelegenheiten, wie Wege, hof soll sich in Acht nehmen und es endlich aufgeben, sich als Fußsteige, Gemeindeland, Schulen u. f. w. gehörten nicht Zugerdwächter aufzuspielen; denn wir könnten die Geduld ver- vor den Grafschaftsrath. Wenn auch die Tories meinten, lieren und uns dann wirklich einmal auf das persönliche Ge- daß die Dorfbewohner einen Birkus diesen Dorfämtern vor Fiet begeben. Dann wäre doch seine Rolle ausgespielt. Wenn ziehen würden, so werde doch der Erfolg den Plan recht reiter von Berleumdungen gesprochen wird, welche wir gegen industrielle Unternehmungen schleuderten, so ist das ein fertigen. Es sei traurig, daß die Mehrzahl der landwirth zweiter, wider befferes Wissen von Herrn Mummenhoff gegen schaftlichen Arbeiter ihr Leben im Arbeitshause beschlössen; uns erhobener Vorwurf. Was wir über Baare und sie müßten ein eigenes Stück Land zur Bebauung be den Bochumer Verein" behauptet haben, ist kommen. wahr, bis zum Zipfelchen auf dem i, und so wird Und so weiter. Der langen Rede kurzer Sinn ist: es sich auch bei der Gerichtsverhandlung herausstellen. Es mag Die englischen Arbeiter sollen bei der nächsten Wahl für Herrn Baare und seine Freunde unangenehm sein, dies für die Liberalen stimmen. immer wieder hören zu müssen. Allein wir fönnen ihnen nicht bem Sinne Gladstone's find solche Kandidaten, die den Arbeiterkandidaten" nach helfen. So lange Herr Baare in der hiesigen und auswärtigen Titel Breise uns als& gner und Verleumder hinstellt, so lange find liberalen Bourgeoisie find. Hoffentlich gehen bie Arbeiter" führen, und Bediente mir es uns und unserer Partei schuldig, immer wieder zu bes tonen, daß wir nur die reine Wahrheit gefagt haben. Daß die vorgekommenen Betrügereien dem Ansehen der deutschen Industrie im In- und Auslande nicht förderlich find, mag unbedenklich zugegeben werden. Hierfür soll man aber die jenigen verantwortlich machen, welche sie aus Profitwuth be gangen haben, nicht den, welcher fie aufgedeckt hat." englischen Arbeiter nicht nochmals auf diesen Leim. der steht, nach Gladstone's deal" darin die übrigen Man sieht, die Lösung der ländlichen Arbeitsfrage be Forderungen find rein ornamentaler oder sonst gan nichtiger Art- daß der Landarbeiter ein eigen Stüd Land zur Bebauung haben soll." Das heißt, der englische Man merke es sich! Hallenser Radau- Studenten Landarbeiter soll zu der Misère der irischen rechtfertigen ihre Versuche, die Aufführung von Suder Kleinfarmer verurtheilt werden, die ja auch Das Jubaliditäts- und Alterversicherungs- Gefen mann's" Sodoms Ende" zu verhindern, in einem Flugblatt, ihr eigen Stück Land zur Bebauung" hatten und an erfährt jetzt auch von dem Reich 3 nörgeler in Friedrichs in welchem es heißt: Dem Publikum sei es gestattet, so gut ihrer Zwergwirthschaft zu Grunde gegangen sind. ruh eine äußerst wegwerfende Beurtheilung. Bismard es seinen Beifall durch Klatschen und Bravorufe ausdrückt, Die„ irische Frage", an deren Lösung Herr Gladstone so scheint zu vergessen, daß er selbst der Schöpfer des Gesetzes auch seinen Protest, zumal wenn andere Wege nicht zum eifrig arbeitet, ist gerade durch den Ruin dieser Klein gewesen. Er beklagt es jetzt als nationales Unglück, daß Biele führen, in Aeußerung des Mißfallens tund zu geben." former geschaffen worden. Und diese nämliche, ökonomisch der Reichstag eine so untergeordnete Stellung einnehme, Die konservative Leipziger Zeitung" stimmt dem nicht nur unhaltbare Zwergwirthschaft, deren Folgen Herr Gladstone und er selbst mit seinen Kumpanen hat dabei alles gethan, bei, sondern erklärt sogar das Publikum für hierzu ver- jeht in Irland furiren will, schlägt er für England als das Ansehen des Reichstags herabzusetzen. Wie oft erinnerte pflichtet." soziales Heilmittel vor. sein Auftreten an das Ludwig's XIV., der mit der ReitUnsinnigere Kurpfuscherei ist nie Wenn die Sozialdemokraten diese Worte des ton- mals getrieben worden. peitsche im Parlament erschien und demselben befahl, seine servativen Regierungsblattes beherzigen und bei den Schaus Befehle zu registriren. Sie fönnen mir gar nicht impo- ftellungen des verlogenen Patriotismus der Ordnungs: Emin Pascha ist auf seinem abenteuerlichen Bug im Aus Afrika wieder Nachrichten niren", rief Bismard noch einige Jahre vor seiner Entlassung brüder" demgemäß handeln wollten, welche Wuthausbrüche Seen- Distrikt" von Zentralafrika mit den Eingeborenen in natürlich schlechte. dem Reichstage zu. Und dieser selbe Bismarck hat noch fönnte man dann in jenem Blatte vernehmen! den Muth, über Entwürdigung des Reichstags zu flagen! Konflikt gerathen. Er hatte, nach den letzten Mittheilungen Freilich der Muth, im Reichstage selbst zu erscheinen und Im Kampf zwischen Profit und Volksbildung den größten Theil seiner Mannschaften verloren und be ehrlichen Rampf zu führen, fehlt ihm. hat in Mainz der Schulvorstand doch nachgeben müssen. fand sich in verzweifelter Lage. Ob es ihm gelingen wird, Er hat die Verlegung des Fortbildungs- Unterrichts von den mit dem Rest seiner Leute zurückzukommen, ist sehr zweifel späten Abendstunden auf die Zeit von 5-7 Uhr Nach- haft." Wir sind nicht in der Lage, eine zweite Expedition mittags nur gegenüber den Lehrlingen der Handwerker auf- zu seiner Befreiung auszurüsten" recht erhalten können. Für die jugendlichen Arbeiter in Regierungsblatt" Standard" mit lakonischer Kürze. Der Militarismus findet in Bayern seine eifrigsten Berfechter im Zentrum. Bei der Berathung des bayerischen Militäretat wurde Beschwerde geführt über das Schießen Und sehen Sie, mein Freund, das macht mich frank und nervös." Arme Therese, Theuerste," sagt Doktor Wirthelbier und drückt seine Lippen auf ihre Hand, ich wollte, es stände in meiner Macht, Ihnen zu helfen, aber" verlegen sehen seine verliebten Aleugelein zu ihr auf. " Sie tönnen mir helfen, mein Freund, wenn Sie wollen," sagt Therese leise, ich muß aus diesen Berhält nissen heraus, und das geht nur durch eine reiche Heirath." " Therese!" ruft Doktor Wirthelbier vorwurfsvoll. " Still, mein Freund," sagt sie und sieht ihn an und lächelt, was ändert das?" es. Juftus" Warten vorhanden und das junge Paar dann eine Reise nach dem Süden antreten. Unsere besten Glückwünsche begleiten sie! " Haha," lacht die Frau Oberamtmann Bittersüß, liebe Therese, zu lange dürft Ihr allerdings nicht mehr warten, bei dem etwas vorgeschrittenen Alter Deines Bräutigams könnte Dir sonst am Ende ein Strich durch die Rechnung gemacht werden, mein fluger Schatz." Und zu derselben Zeit erhält Frau Ella Norberg, geb. Bornstedt, im fernen Stuttgart einen Brief, den sie mit sehr erstauntem Gesicht öffnet und ihn, nachdem sie den Inhalt überflogen, mit einer Geberde des höchsten Mergers vor ihrer Mutter auf den Tisch wirft. " 1 fagt das Londoner " Therese Crone? Mein Gott, wer ist denn das?" fragt Frau Bornstedt so langsam wie möglich. Sie regt sich sehr ungern auf, und die Gemüthsruhe bekommt ihr ja auch, Gottlob. Wie kann ich alle Mädchen kennen, die mit mir in die Schule gegangen find?" Ella zerknittert nervös den Brief zwischen den Fingern. Jst mir auch ganz einerlei. Meinetwegen kann sie heirathen, wen sie will; aber wissen will ich, was daran ist zwischen Günther und Felicitas überhaupt der einzige Grund, weshalb sie schreibt, und ich werde es auch aus finden, verlaß Dich drauf, Mama!" Ganz die Liebenswürdigkeit selber, ganz die mishandelte, Sie kennen den Rentier Dimmchen," fährt sie fort, Db" Du Dich meiner noch erinnern wirst, weiß ich nicht, Eleganz ist Ella, wie sie dem Baron Ulmen, ihren einstigen Meine geliebte Ella," steht auf dem zartrosa Papier. treuer Freundschaft bedürftige Frau, ganz Hingabe und etwas hastig, athemlos.„ Er findet mich schön, ich weiß obgleich ich niemals, alle diese Jahre hindurch, meine liebste Verehrer und jetzigem Hausfreund, die unabänderliche Noth Sie sind sein Arzt, sein Freund, sein Rathgeber, Schulgefährtin, mit der ich auf derselben Baut gesessen, ver- wendigkeit vor die Augen führt, die sie zwingt, dem Vers Eine Bause entsteht; dann sehen sie sich an. Therese gessen habe" gnügen zu entsagen, seine junge Frau auf deren ersten, stützt sich fest auf die Stuhllehne, ein Zug von Absches, sie doch mindestens 2 Klaffen unter Ella gewesen, folglich Diese Lüge hatte Therese beinahe Thränen gekostet, war großen Ball zu chaperoniren. Etel fliegt wie ein Blih über ihr Gesicht: was flüstern die mehrere Jahre jünger wie diese Gnädigste Fran," verzweiflungsvoll ringt Baron Ulmen vollen Lippen? Klingt's nicht wie" Günther, Günther die in tadellosen Glacees steckenden Hände,„ Sie sehen mich Norberg?" Deshalb kann ich es auch nicht über das Herz, das ganz tonfternirt, außer mir, was soll ich beginnen, Gnädigste, Doktor Wirthelbier tritt dicht an sie heran, er legt den noch immer treu für Dich schlägt, bringen, Dir meine in ohne Ste?" Urm um den schlanken Leib Theresen's, lüstern funkelt die urzer Zeit stattfindende Vermählung mit Herrn Rentier Magnus Dimmchen zu verschweigen." Warten, geduldig warten, bis ich wiederkomme," sagt fleinen Augen in ihr erbleichendes Gesicht. Den Lohn, Ella mit süßem Lächeln; es wird nicht allzu lange dauern. Therese, schönstes Weib, den süßen Lohn behalte ich mir inneren und petuniären Vorzüge, die uns aber weiter nicht seufzt sie. Dier folgt eine lange Beschreibung seiner äußeren, Ich trenne mich schwer, mein Freund, aber es muß sein," vor," flüstert er. interessiren, da wir den Herrn Rentier Dimmchen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht näher kennen lernen werden. fuchsiges Schnurrbärtchen, und drückt einen Kuß auf Ella's Und Baron Ulmen zwirbelt zuversichtlich sein kleines, " Bum Schluß theile ich Dir noch mit, liebe Ella, daß zarte Hand. fich Dein Mann in Werdern recht wohl befindet. Man muntelte zuerst allerlei von einem neuen Verehrer Deiner Tages, an welchem sie Ella Norberg zur Bahn brachten, " Ach, lieber Emil," vertraut ihm am Abend jenes schönen Kousine; sobald ich aber erfahren hatte, von wem feine fleine, unerfahrene, blonde Frau, ich bin so froh, Es ist einem unserer geachtetsten Mitbürger, Herrn die Rede war, habe ich natürlich sofort die Leute über dieses daß die Frau Norberg mit ihrer Unruhe und dem ewigen Magnus Dimmchen, gelungen, eine hervorragende Schönheit, so vertraulich scheinende Verhältniß aufgeklärt und damit Gerede von dem, was sich schickt und sich gehört, fort ift. ie Zierde unserer Sommersaison, Fräulein Therese Crone, die jedem Gerede die Spitze abgebrochen. Ich will lieber garnicht auf einen Ball gehen, wenn ich es Sebenswürdige Nichte unseres verehrten Gönners, des Herrn Ju alter, treuer Freundschaft allein nicht gut genug mache." Oberamtsrichter Bittersüß, dauernd an unsere Stadt zu fesseln. Wie wir aus sicherer Quelle gehört, wird die Hochzeit in kürzester Und Therese lacht, wie er das Zimmer verlassen hat, immer nervöser, hysterischer, bis ihr die Thränen aus schimmernden Augen laufen. den Nach wenigen Wochen lesen wir in dem Anzeiger der tadt Hörtheim eine kurze Notiz: Deine Therese Crone. NB. Es wird wohl das letzte Mal sein, daß ich mit D. D." Seit stattfinden da ja auch kein Grund zu längerem diesem Namen unterzeichne." ( Fortsetzung folgt.) hat gnade Gen bot t Entr fich vora: und inner zu sc bas Gout ist u zuft der Ding über gewa Dom Pre ala Sch Fi die fur der am m fte die KI ha an S di th die ha Die bi B Ri ge I Te ein jel F un B TD un I ge m thum bea und ni nod die näd sche jäh ta in un rid D 5. un An ge die gun De der RE So R bt Ar Gi ple ni Di ih lie bend tische eiben und theil Sent age hen, chfte ale bas g girt, osen iden Rule Denn efen viel chen haft den 1 Dort " ย In den Mansfelder Kreisen ist vom 1. Januar ab das Boltsblatt für alle und den Saalkreis" offizielles Organ der Sozialdemokratie. Wie unsere Leser wissen, haben sich die Parteigenoffen in Schleudig in ihrer Mehrheit nicht mit dieser Toleranz, die nach unserer Ansicht eben nicht am Plaze ist, einverstanden erklärt, sondern den Beschlüssen des Parteitags zugestimmt. Und das war gerecht. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Das Zarenreich ist in vollster Auflösung. Nie günstiger für die arbeitende Bevölkerung, die Kleinbauern, Tage- Aus Thorn schreibt man uns ergänzend zu dem in Nr. 287 hat die Ohnmacht der eingebildeten Allmacht des Gottes- löhner und das Gefinde, als in der Stadt bei den Arbeitern. de Borwärts" veröffentlichten Cituationsbericht, daß die Dr guadenthums sich augenfälliger offenbart und nie seine Gin überaus ergiebiger Agitationsstoff bietet sich hier der Sozial- ganisation dort noch sehr viel zu wünschen übrig läßt. Dann demokratie. Wenn trotzdem die ländlichen Distrikte zumeist noch die Massen der Arbeiter noch blutwenig über ihre Lage aufGemeinschäblichkeit. Das Gottesgnadenthum ver- als unbestrittene Domäne der Gegner der Arbeiterbewegung be- geklärt, sie fagen zwar zu allem Bravo" und sehr richtig, aber bot dem Volk jede freie Bewegung, hinderte es an freier trachtet werden müssen, so liegt das einerseits an den unverkennbaß man näher auf die sozialdemokratischen Grundfäße eingeht Entwickelung wollte für Alles sorgen und nun stellt bar großen Schwierigkeiten, welche sich einer nachhaltigen und sich eine felbständige Meinung darüber bildet, das giebt es sich heraus, daß es für nichts gesorgt hat, daß es nichts Agitation auf dem Lande entgegenstellen, andererseits aber auch vorläufig noch nicht. Es ist ja auch gar kein Wunder, vorläufig vorausgesehen hat, daß es Alles vernachlässigt hat, an dem geringen Eifer, mit dem die Sozialdemokratie bisher ist nur der Anstoß gegeben, und hoffentlich wird auch hier eine und daß es obendrein die Möglichkeit abgeschnitten hat, dieser so wichtigen Frage gegenüber getreten ist." Als Tages thatfräftige Agitation das Thrige zur Verbreitung unserer Jdeen innerhalb des bestehenden Staatswesens Hilfe und Besserung ordnungspunkte sind vorläufig ins Auge gefaßt: Referat und beitragen. zu schaffen. Diskussion über die ländlichen Verhältnisse, Agitation und Ein Sozialdemokratischer Wahlverein wurde in Sagan Organisation auf dem Lande, die Bedeutung unserer Presse für Der vollständige Bankrott der Barenwirthschaft zwingt die ländlichen Kreise.- Buschriften in dieser Angelegenheit sind gegründet und zwar nach dem Statutenmuster des Wahlvereins bas verzweifelte Bolt zur Selbsthilfe. In verschiedenen an Julius Bruhns, Bremen, Hansaftr. 102, zu adreffiren. für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Gouvernements haben die Bauern sich schon erhoben, und ist von den rathlosen Behörden der Belagerungs- Bum Kampf mit geistigen" Waffen, welchen unsere zuft and proklamirt worden. Wo es an Brot fehlte, hat Gegner beim Erlöschen des Sozialistengesetzes gegen uns zu der Despotismus von jeher blaue Bohnen in petto gehabt. führen versprachen, bildet die Bayreuther Reichstagswahl ein Wir berichteten gestern bereits nach dem in russischen Fragezeichen von außergewöhnlicher Größe. Daß in WunZum Bericht aus Schtendig sendet uns Gen. Mittag, Dingen wohlunterrichteten Hamburger Korrespondenten" fiebel- einem Hauptorte des Kreises- und seiner ganzen über die Machtlosigkeit der Behörde gegen die einreißende Umgebung kein Saal für unsere Referenten zu bekommen war welcher daselbst referirte( 1. Nr. 293 des„ Vorwärts") eine Zus und unsere Parteigenossen lediglich auf die Bertheilung von schrift, aus welcher hervorgeht, daß er nur verschiedene, nicht gewaltsame Anarchie. Flugblättern und Stimmzetteln angewiefen waren, wobei sie alle Forderungen der sogenannten Opposition unterschreibe und Und aus der Feder des Verpflegungspräsidenten häufig der schlimmsten Behandlung ausgesezt gewesen sind gegen den Beschluß der Neunerkommission deshalb gestimmt vom Gouvernement Saratom veröffentlicht die Wiener ein Förster z. B. hetzte die Hunde auf sie kennzeichnet den habe, weil nach seiner Ansicht dessen einzelne Bunkte getrennte Presse" ein Schreiben, datirt Boststation Taltschina: geistigen Kampf der Gegner schon zur Genüge. Aber das war Abstimmung erheischten und es seinem Gerechtigkeitsgefühl widerUnfer ganzes Kirchspiel ist vom Saratower Hilfskomitee noch nicht das stärkste. So folte am Sonnabend in Kirchen strebe, Genossen aus der Partei auszuschließen, welche in der als eines der hilfsbedürftigsten anerkannt worden. Die Land- lamit eine sozialdemokratische Wählerversammlung stattfinden, Hige des Wortgefechtes Worte gegen Genoffen gebrauchten, die schaftsärzte, welche mit der bäuerlichen Bevölkerung am meisten der Saal dazu war gemiethet, die Bekanntmachung erfolgt und sie nicht gebrauchen durften. Fühlung haben, berichten, daß über 10 000 Krante pro Jahr sonst Alles in Ordnung. Da legte sich, wie die Fränkische die Landschafts- Ambulationen paffiren. Die heftigen Erfran- Tagespoft" berichtet, die Gemeindeverwaltung in's Mittel und fungen und Epidemien nöthigen die Aerzte, einen großen Theil bestimmte den Wirth, sein gegebenes Wort zu brechen. Um die der Kranken in den Bauernhütten zu besuchen. Wir stehen erst durch die Saalabtreiberei entstehenden Kosten zu decken, ließ das am Anfang des Winters und schon sind alle Bebens- Ortsoberhaupt einen Zettel herumgehen, auf welchem sich die mittel der Bevölkerung erschöpft. Bei den Wenig Gemeindebürger durch Unterschrift mit der Deckung der Kosten ften ist ein Pferd oder eine Ruh übrig geblieben, und auch aus der Gemeindetasse einverstanden erklären sollten. Das die Gemeinde Verwaltung diese halten sich taum auf den Beinen, da es an Futter fehlt. Schönste aber leistete fich Der Gastwirth Schulte zu Tegel, Schloßstr. 7-8, stellt sein Berneck. Lanzendorf, Bezirksamt Kleinvieh und Geflügel sind schon längst nicht mehr vor in hatte Lokal zu sozialdemokratischen Versammlungen zur Verfügung. der Generalsekretär der nationalliberalen Der Tegeler Amtsvorsteher glaubt wiederbolt bemerkt zu haben, handen! Was Wunder, wenn die Bauern nur jeden am Sonnabend anderen Tag trockenes Brot, das mit verschiedenen Partei, Dr. Payer aus Berlin, eine Wähler- Ver- daß der bis dahin unbestrafte Wirth Schulte die PolizeiSurrogaten vermischt ist, essen tönnen. Die Bauern verlassen fammlung abgehalten, während am Sonntag Abend in einer stunde übertritt. Er forderte deshalb den Gastwirth durch die Dörfer, um irgendwo Verdienst zu finden, und verkaufen solchen der Redakteur der Fränkischen Tagespost", Genosse polizeiliches Strafmandat auf, an die Amtstaffe zu Tegel ihre legte habe, um Reisegeld zu erlangen; zu Hause bleiben Dehme, referiren sollte. Derfelbe erhielt nun am Sonntag 1. 10 M. zu zahlen, weil am 28. September außer den Feftdie Frauen und die Kinder. Welchen Grad die Noth erreicht Nachmittag durch einen expressen Boten turz vor Eröffnung der theilnehmern des von der freiwilligen Feuerwehr veranstalteten hat, zeigen folgende Beispiele: Zu mir kommt eine Wittwe mit Wähler- Versammlung in Goldkronach folgendes Schreiben:" Bon Festes noch andere Gäfte um 12 Uhr Nachts sich im Lokal auf2. 80 mm. vier Kindern, bringt zwei Pfund Butter zum Verkauf und der Gemeindeverwaltung Lanzendorf. Lanzendorf, den 18. De gehalten hatten, M. zu zahlen, bittet um Gotteswillen, sie ihr abzunehmen. Dabei sagt fie: zember 1891. Dem sozialdemokratischen Agitator Herrn Dehme Intulpat am 6. Oftober 91 Gäfte über die Polizei Brot ist keines da, zum Effen haben wir nichts, da meine wird hiermit eröffnet, daß die Gesammtgemeinde gestern den ftunde heraus geduldet habe, dann welche Später Kinder das Leyte verzehrt haben. Schon vor drei Tagen Beschluß faßte, einen sozialdemokratischen Agitator in ihrer Mitte auf gerichtliche Entscheidung Jm wurde der lezte Biffen Brot gegessen. Gewiß hat Gott mich nicht auftreten zu lassen. Sie legte sofort die dem Wirthe auf der Straße groben Unfug verübt hätten( 1) Schulte gestraft; bei anderen Beuten sterben die Kinder, Friedrich Puchtler von dem sozialdemokratischen Agenten aufgefirigen Termin legte sein Wertheidiger Rechtsanwalt Arthur nur bei mir nicht." Auf die Frage, womit sie sich in den erlegte Konventionalstrafe von zehn Mark zusammen und über Stadthagen dar, daß in beiden Fällen das Lokal geschlossenen Geselllegten Tagen genährt habe, antwortet sie: Gedämpfter Kürbiß, sendet sie durch den Boten Jungleib an 2c. Dehme, deren Empfang einige Kartoffeln waren da, die Kuh gab etwas Milch, aber von Herrn Dehme zu bestätigen ist. Ebenso zahlte sie die Saal- schaften, nämlich der freiwilligen Feuerwehr bezüglich dem Turnverein, zur Verfügung gestanden habe und beantragte nicht nur jekt sind auch diese Vorräthe erschöpft und die Kuh giebt infolge miethe von 8 Mart an Fr. Puchtler. Sollte Herr Dehe den Angeklagten freizusprechen und die Kosten der Staatskaffe Futtermangels feine Milch mehr. Es kam ein Greis und bat doch ein Auftreten in der Gemeinde Sanzen um Erlaubniß, sich wärmen zu dürfen und das gereichte Stück dorf versuchen, so weiß sie auch ihr Hausrecht aufzuerlegen, sondern auch die Auslagen, insbesondere die Ber theidigungsgebühren der Staatskasse aufzuerlegen. Das Gericht Brot zu essen. Weinend sagte er, daß er bald Hungers sterben zu wahren.( L. S.) Die Gemeindeverwaltung. Ott, Bürger entsprach diesen Anträgen. Gastwirth Schulte stellt nach wie werde; ich bin alt geworden und habe feine Straft mehr, meiſter. Herrn Dehme, sozialdemokratischer Agitator 8. 3. in vor sein Lokal für Arbeitsversammlungen zur Verfügung. um zu betteln. Uebrigens giebt mir Niemand ein Almosen." Man meint, im dicksten Mittelalter zu leben, wenn man -In Penzig wurde bei 5 Parteigenoffen in deren AbJeden Tag kommen Kinder von vier bis sechs Jahren in Berliner Arbeiter- Bibliothet", Lumpen gehüllt in die Küche. Die Helteren schweigen, die solche amtlichen Publikationen lieft. Nun, trotz dieser unerhörten wesenheit gebaussucht. Die Polizei beschlagnahmte folgende Schriften: Wahrer Jakob", Jüngeren weinen. Giebt man ihnen Brot, so sezen sie fich Beeinflussungen ist unsere Partei die einzige gewesen, deren Wolfswacht", Neue Zeit" und Exemplare der neue ften, also gleich auf die Schwelle und verzehren es wie junge Stimmenzahl fowohl absolut wie relativ gewachsen. Von zirka bisher unverbotenen Auflage des" Sozialdemokratischen Lieder 2881fe. Man muß ihre Gesichter sehen, wenn sie dieses 1100 Stimmen, die wir bei der vorigen Wahl erhielten, stieg die buches". Die Beschwerde, welche gegen die Beschlagnahme anBrot bekommen; diefe armen unglücklichen Kinder Bahl der diesmal für uns abgegebenen Stimmen auf 1800. Das gestrengt wird, dürfte hinsichtlich der ersten vier Schriften dem werden ganz zu Zhieren. Ich könnte ähnliche, herz- ist, unter Berücksichtigung aller Umstände, ein wahrhaft großer betreffenden Beamten kaum einen Orden einbringen. zerreißende Szenen noch schildern, deren Zuschauer ich sein Erfolg! Die arbeitende Bevölkerung nahm die Flugblätter betreffenden Beamten kaum einen Orden einbringen. Gustav Hoch verließ am 15. Dezember bas Rölner muß. Es ist schauerlich zu denken, was diese Leute später unserer Partei mit Begeisterung auf- nachdem sie Jahre lang Gefängniß, wofelbft er feit dem 1. April in Saft war. Er trat von unseren Gegnern hinters Licht geführt worden war, be- wieder in die Redaktion der„ Frankfurter Boltsstimme" ein. den sozialdemokratischen Schriften endlich die Und während sein Bolt verhungert, arbeitet das Baren- tam fie in thum mit ungeschwächtem Eifer an der Unterdrückung Wahrheit wieder zu Gesicht, die ganze und volle Wahrheit! des Deutschthums in den Ostseeprovinzen Nach Allem haben die Gegner feinen Anlaß, über ihren Sieg zit und häuft mehr und mehr Truppen an in den poljubeln; die Intelligenteren unter ihnen fühlen auch wohl, daß nischen Grenzprovinzen. Go zeigt der Bär" nachdem das sächsische Boigtland längst sozialdemokratisch ge= worden, nunmehr auch das bayrische Voigtland sich den er noch seine bestialische Raubthier- Natur im Augenblick, wo lösenden Prinzipien unserer Partei anschließen wird. die Nemesis ihn schon beim Genic hat. Tein bes, eine die ätte am. iner Licht Ibit Ber ters Ein ffel zer ege, icht Cen, bts th en; be Eft: ihr ach Den et Die Ves en ng id he ch an 5. 10 Tch ne 13 es e t in ent es SEESS e. m It et gt e machen werden." Free Ruffia Frei Rußland" wird vom nächsten Januar an auch in deutscher Sprache er scheinen. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Aufruf an die Parteigenossen in Rheinland! Die Delegirten von Rheinland und Westfalen zum diesjährigen Parteitage in Erfurt haben beschlossen: Daß die gemeinschaftlichen Provinzial- Parteitage nicht mehr stattfinden sollen, dagegen jede Proving ihren eigenen Parteitag abzuhalten habe. Die rheinischen Delegirten haben sich dahin geeinigt, baß der nächste Provinzial- Parteitag Anfang nächsten Jahres in Goblenz stattfinden soll und mit den vorzubereitenden Schritten die Elberfelder Delegirten und das Agitations tomitee beauftragt." Genossen! Wir berufen daher den Parteitag auf Sonntag, den 31. Januar 1892, Bormittags 11 Uhr, nach in den Gasthof des Herrn Karl Bogel, Rornpfortftr. 28, ein. Als vorläufige Tagesordnung schlagen wir vor: Coblenz " Goldkronach." " Knechtschaft und Abhängigkeit in ökonomischer Beziehung find geblieben, trotzdem die Borrechte der alten gnädigen Herren gefallen find. Neben den Schlössern der vordem Bevorrechteten entstanden neue Burgen, die Bankhäuser, Fabriken, Verwaltungs gebäude großer Aktiengesellschaften, Paläste der Reichen, in welche Burgen der Arbeitsertrag des Voltes in solchem Maße fließt, daß der Masse des Voltes kaum das Nothwendigste zum Leben bleibt, troz rastloser Arbeit vom frühen Morgen bis zum späten Abend." weil ber an. Soziale Weberlicht. Mit kollegialischem Gruß An die Puzzer Berlins und Umgegend! Kollegen, um einen Jeden an fein Versprechen zu erinnern, Das Ergebnis der bürgerlichen Revolutionen mache ich noch einmal auf die Resolution vom 15. November in ökonomischer Beziehung schildert die Budapester Arbeiter aufmerksam, wonach jeder Puter 1 M. pro Woche auf Listen für die streikenden Buchdrucker zu zahlen hat. Auf allgemeines preffe" treffend: Ströme von Proletarierblut wurden im Jahre 1848 ver- Verlangen der Kollegen werden die Namen derjenigen, welche sich goffen, um dem Bürgerthum zur Gleichberechtigung, zur Herr in diese Listen einzeichnen, veröffentlicht. Ich mache hierauf be schaft zu verhelfen, jenem Bürgerthum, welches nun einzig und sonders aufmerksam. Helfe ein Jeder mit dazu beitragen, daß allein darauf bedacht war, alle Schranken, welche dem Handel, unfere streifenden Arbeitsbrüder vom Buchdruckgewerbe mit ihren dem Gewerbe und der Industrie im Wege standen, zu beseitigen, Familien am Weihnachtsjefte nicht zu darben brauchen. Sch um seiner wahnsinnigen, rücksichtslosen Bereicherungswuth zu hoffe, daß alle Listen zahlreich ausgefüllt am Sonntag, den fröhnen. Das war der Idealismus" der Bourgeoisie gegenüber 20. Dezember, in der Brauerei Rönigstadt einlaufen werden. der hellen Begeisterung des Proletariats, welches für die erhoffte B. Förster. Freiheit heldenmüthig sein Leben einseite!. Maurer Berlins und Umgegend! Kollegen! Da der Streit der deutschen Buchdrucker trob wochenlangen Kampfes immer heftiger wird, appellire ich an Guer Solidaritätsgefühl, an Eure Menschenpflicht, für das hohe Biel, welches die streitenden Buchdrucker fich gesteckt habendie Verkürzung der Arbeitszeit durch Beschaffung von Geldmitteln thatfräftigft mit einzutreten. Ihr Sieg ist unser Sieg! Speziell richte ich das Ersuchen an die Kollegen, welche dem Zentralverband der Maurer Deutschlands angehören, und auch an jene, welche im Prinzip dem Zusammenschluß aller Maurer huldigen und dessen Werth erkannt haben, für die zentral orga nisirten Buchdrucker, welche nur durch ihre straffe Organisation den Kampf auf der ganzen Linie gleichzeitig eröffnen fonnten, Nochmals, Kollegen, sammelt aufs energisch einzutreten. Fleißigfte auf allen Bauten und wo sonst die Gelegenheit es bietet, denn schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe und der Sieg wird dann nicht ausbleiben. Sammellisten der streifenden Buchdrucker, mit dem Stempel des Vertrauensmannes für den Generalfondé der Maurer Deutschlands versehen, find bei mir zu haben; ge sammelte Gelder lönnen jeden Abend in meiner Wohnung und Sonnabend Abends von 8-10 Uhr, fowie Sonntag Vormittags im Restaurant Grube, Mariendorferstr. 10, abgeliefert werden. Heinrich Klingenberg, Mittenwalderstraße Nr. 88, Reller. Ju Naunhof bei Leipzig, einem fleinen Orte, wo jeder freibenkende Wann geschäftliche Schädigung durch die Kartellbrüder zu gewärtigen hat, fiegte bei der Stadtverordneten Wahl die Liste der dort mehr oder weniger sozialdemokratischen Kleinhandwerker und unserer Parteigenossen. Mühlheim a. 5. Ruhr. Am 13. Dezember fand hier eine 1. Konstituirung des Parteitages, Festsetzung der Geschäfts- Voltsversammlung statt, in welcher Herr Rohrlac aus Berlin und Tagesordnung, Wahl der Mandatsprüfungs- Kommission. 2. Be einen beifällig begrüßten Vortrag über das Parteiprogramm hielt. An richt des Ugitationskomitees. 8. Die Parteipreffe. 4. Die Agitation, den Vortrag knüpfte sich eine Diskussion, an welcher sich auch Organisation und Wahl des Agitationskomitees, sowie Sitz deffelben. ein Frommer" der sich hauptsächlich an dem Passus stieß, 5. Berathung solcher Anträge, die nicht auf den Bunkt 2, 3 welcher die Religion zur Privatjache" erklärt ferner ein und 4 Bezug haben. Wir ersuchen die Parteigenossen, etwaige Hirsch- Duncker'scher Gewerkvereinler betheiligte. Der GewerkAnträge einzusenden, damit dieselben den Delegirten zur Kenntniß vereinler führte den Schluß der Versammlung dadurch herbei, gebracht werden fönnen. Die Parteigenossen werden gebeten, daß er, anstatt sich an die Tagesordnung zu halten, Lügen In Brandenburg a. s. sind vor drei Wochen in der die Wahlen in öffentlichen Partei- Versammlungen baldigst vor und Verleumdungen gegen die sozialdemokratischen Gewert zunehmen, und wo dieses nicht möglich, durch Unterschriften schaften aussprach, was die Versammlung sich nicht gefallen Bigarrenfabrit von Gebr. Görisch( Inhaber RüdenDelegirte zu ernennen und die Namen, sowie die genaue Adresse ließ. Infolge der Unruhe, die durch das unqualifizirbare berg und Grüneberg) sämmtliche Arbeiter ausgeschloffen worden. Verhalten des Hirsch- Dunderianers entstand, wollte der über- Betroffen sind 30 männliche und 28 weibliche Arbeiter, welche derselben an den Unterzeichneten einzusenden. Genossen, wir erwarten, daß jeder Ort oder Kreis des wachende Polizeibeamte die Bersammlung schließenbelanntlich insgesammt 81 Kinder zu ernähren haben. Bis heute ist erst ein Rheinlandes in Anbetracht der Wichtigkeit unserer gerechten hat die Polizei nur das Recht der Auflösung der Vorsitzende Streitbrecher zu verzeichnen. Es wird an den Tabalarbeitern Sache durch Delegirte vertreten ist. Und nun frisch an's Wert. protestirte deshalb dagegen und schloß die Versammlung Deutschlands liegen, den Ausgeschlossenen zum Siege zu ver J. A. Herm. Beutner. rasch selber mit einem dreimaligen Hoch auf die Sozialdemokratie, helfen! Alle Arbeiterblätter werden um Abbruck gebeten. Mit fozialdemokratischem Gruß: Das Agitationskomitee. Alle Briese sind zu richten an August Neumann, Kipdorf 65. in das die Anwesenden begeistert einstimmten, worauf sie unter dem Gefang der Arbeiter- Marseillaise den Saal verließen. Leider Ju München haben nach der Münchener Poft" 30 Stein Elberfeld, den 12. Dezember 1891. konnte wegen jenes Vorfalls über eine zu Gunsten der Beschlüsse me zen, die beim Neubau des Hofbauraths F. Brandl unter der des Erfurter Parteitages lautende Resolution nicht diskutirt Leitung des Baumeisters Adelmannseder beschäftigt waren, die werden; aber auch ohne dieselbe konnte man aus der begeisterten Arbeit niebergelegt, weil beide Herren verlangten, daß Stimmung der Bersammlung erkennen, daß dieselbe voll und Vormittags nicht mehr gefrühstückt werden dürfe. Diese Zumuthung ist jedenfalls so ungebührlich wie möglich. ganz auf dem Boden der Erfurter Beschlüsse, besonders bezüglich Soffentlich giebt sich kein einziger Steinmetz zu Streifbrecherdes Parteiprogramms stand. diensten her. Alle Parteiblätter, deren Verbreitungsbezirt sich über das Rheinland( Saargebiet) ersteckt, find um Abdruck ersucht. Ein Parteitag für die Bezirke Hannover, DIben burg, Bremen und Hamburg wird Ende Januar oder Anfang Februar in Bremen abgehalten. In der betreffenden Einladung wird als Zweck des Parteitages die Schaffung einer Zur Agitation. Reichstagsabgeordneter von Bollmar planmäßigen Agitation bezeichnet, einer Agitation, welche sich nicht nur auf die größeren Städte erstreckt, sondern vor allen hat auf einer Agitationstour in Westerham, Lechhausen, Kempten, Dingen die fleineren Orte und das platte Land zum Gegenstand Memmingen, Offenburg, Karlsruhe, Kaiserslautern, Ludwigshafen Hier in den ländlichen Distrikten und Speier in zahlreich besucht gewesener Versammlung referirt. ihrer Bemühungen macht. liegen die Verhältniffe zumeist ebenso ungünstig, oft sehr viel un. Der heutigen Nummer liegt ein Prospett, betreffend das Sozialpolitische Zentralblatt", herausgegeben von Dr. Heinrich Braun, bei. Theater. Freitag, den 18. Dez. Opernhaus. Oberon. Schauspielhaus. Der neue Herr. Deutsches Theater. Die Stügen der Gesellschaft. Berliner Theater. Der Väter Erbe. Lessing- Theater. Satisfattion. Cavalleria rusticana. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Wallner- Theater. Immer zerstreut! Hanni weint Hannsi lacht. Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. Der Zigeunerbaron. Thomas Theater. Fliegende Blätter. Ostend- Theater. Bimmermann's Lene. Bellealliance- Theater. Der Rattenfänger von Hameln. Adolph Ernt Theater. große Prophet. Alexanderplah- Theater. Schwarze Circus Renz. Circus G. Schumann. Arbeiter- Bildungs- Schule. Karlstraße. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. des Freitag, den 18. Dezember 1891. Abends 71/4 Uhr: Auf HelgoFreitag, den 18. Dezember 1891, land" oder: Ebbe und Fluth. Abends 72 Uhr: Große Klown- bis Große hydrologische Ausstattungs: lachen will, muß heute fommen. Beund Komiker- Vorstellung. Wer Pantomime in 2 Abtheilungen mit fonders hervorzuhe en: Die Abfahrt vom National Tänzen( 60 Damen), Auf Corps de ballet- Ball mit der Gepäckzügen u. f. w. Dampfschiff- und Boot- Corps fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontainen Mr. and Mrs. Brown auf Reisen, fomische Droschse 1001. Höchst kömische Szene. mit allerlei Lichteffekten 2c. arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Kunstschwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. Schlußtableau: Grande Fontaine Lumineuse. Außerdem: Great Steeple Chasse von 6 englischen Springpierden, dressrt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Negro", geritten von der Schulreiterin Mille. Vidal. Eine Vergnügungsfahrt mit verschiedenen Hindernissen von Der der Elton- Troupe. Geschw. Cottrelly, Equilibristinnen. Auftreten der Reit tünstlerinnen Mile. Adele Briatore uno Mme. Bradbury sowie des Jockeyreiters Mr. Jules, des Saltomortal- Reiters Adolf Delbosq und des Grote freiters Mr. Franks 2c. Komische Entrees von sämmtlichen Clowns. Brüder. Feenpalat. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Speziclitäten Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Konkordia- Palant- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. B Täglich: ,, Auf Helgoland." Sonntag 2 Vorstellungen. Nach mittags 4 Uhr( 1 Kind frei). Au Verlangen: ,, Leben und Treiben auf dem Eise." Abds. 71/2 Uhr:„ Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. Vereinsabzeichen, Stempel u. Gravirung, empf. d. Gratweil'sche Genossen G. Kleist, Waldemarstr. 48. Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Die Weihnachts- Ferien fallen vom Sonntag, den 20. Dezember d. J. einschließlich Sonntag, den 3. Januar 1892. " Am Sonntag, den 27. Dezember, Vormittags 10 Uhr, im großen Saale Böhmischen Brauhauſes": Ordentliche General- Versammlung. Nähere Bekanntmachung dieserhalb erfolgt noch. Der Vorstand. Verein der Einsetzer( Tischler). Reiiszene. Musikalische Entrees der 431/3 Klowns Gebr. Chianchi. Das dressirte Schwein 3ippel" vorgeführt vom Miniatur- Klowns Nipp und Tripp. Klown Tanti. Romische Entrees der Abd- el- Kader", in der Campagneſchule Abd- el- Kader", in der Campagneschule geritten von Fräul. Adele Schumann. Neue komische Entrees der beliebten am " General- Versammlung Sonntag, den 20. Dezember cr., Vormittags 10% Uhr, Neue Friedrich- Strasse 44. Tages- Ordnung: 1. Wahl des gesammten Vorstandes für das Jahr 1892. 2. Wahl der Erscheinen ist Pflicht eines jeden Mitgliedes. Klowns Little Fred 2c. Adonis", in der hohen Schule geritten von Herrn Ernst Schumann. Nur kurze Zeit. Gastspiel der weltberühmten Colibri- Truppe Arbeitsvermittelungs- Kommission. 3. Fragetasten. ( Münstedts), die 7 kleinsten Menschen NB. Der Arbeits- Nachweis befindet sich nur Neue Friedrichstr. 44 im der Welt( 8 Damen und 4 Herren), in ihren Gefang- und Musik Vorträgen, Restaurant, Abends 8-9, Sonntag Vormittag 10-12 Uhr. Pantomimen und Pferdedressur. Zum Schluß der Vorstellung: Cirkus unter Wasser. Eine ländliche Hochzeit. Gr. fom. Original- Wasser- Pantomime mit sensationellen Licht und WasserEffekten. Morgen: Große Vorstellung. Neues Brogramm. Gastspiel d. Colibri- Truppe Cirfus unter Wasser. Sonntag: Zwei Vorstellungen. Nachm. 32 Uhr( 1 Kind frei) und Abends 7 Uhr. In beiden Vorstellungen Auftreten der Colibri Truppe. Cirkus unter Waffer. Empfehlenswerthe Hamburger Gaudebrüder Festgeschenke Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 P., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Kegelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pagenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Prinzeß Pauline, die lebende Puppe in Castan's Panopticum BF ohne Extra- Entree. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstr. Viele Neuheiten! Castan's Irrgarten. Schreckens- Kammer. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum im Theater Saal: Ein WeihnachtsMärchen von Dr. J. Lohmeyer. Musik v. Th. Krause. Ohne Extra- Entree. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 für erwachs. Herren. Dienstag n. Freitag: Damentag. Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 1421L Rum, Punsch, Glühwein, Champ., Fl. 1,50 M., fowie meine beliebten Spirituosen und Weine bringe hiermit meinen geehrten Abnehmern in Erinnerung. Franz Beyer, Prinzessinnenstraße 15. 2. Wahlkreis. 1642L ZDE Den Parteigenossen bringe mein feit Jahr. bestehend. Cigarren- u. TabakGeschäft in empfehlende Erinnerung. Spezialität in 5 und 6 Pfg.- Cigarren. KreuzbergH. Schröder, Straße 15. Bahlstelle b. sozialdemokr. Wahlvereins gut und elegant gebunden vorräthig in der Expedition des „ Vorwärts", Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse 3. Unterhaltende Werke: Freiligrath, Gesammelte Dichtungen, 6 Bde. Gedichte Goethe's sämmtl. Werke, 45 B. in 10 Bon. 146/ F Der Vorstand. Ortskrankenkasse f. d. GoldschmiedeGewerbe zu Berlin. Generalversammlung sämmtl. Arbeitgeber, welche Beiträge aus eigenen Mitteln zur Kasse leisten, nach§ 45 des Statuts, am Mittwoch, 30. Dezember 1891, Abends 8 Uhr, im Restaur. Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( unterer Saal). Tagesordnung: Wahl von 50 Delegirten. In demselben Lokale findet Abends 8/2 Uhr eine Versamm lung fämmtlicher großjährigen männlichen und weiblichen RaffenMitglieder nach§ 45 des Statuts statt. 575b Zagesordnung: 1. Berichterstattung. 2. Wahl von 100 Delegirten. 3. Vortrag über: Die freie Arztwahl. " 4. Beschlußfaffung über die Einführung der freien Arztwahl bei der Kasse. Der Vorstand. J. A.: Hermann Faber, N. Antonftr. 34 v. p. Allgemeiner deutscher Sattlerverein. Sonnabend, den 19. Dezember cr., Abends 9½ Uhr, bei Wienecke( fr. Reyer), Alte Jakobstr. 83: Dersammlung. Zages Ordnung 1. Der Organisations- Entwurf der Generalfommission. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Leseklub ,, Carl Marx", Nr. r 143 Am v. Ma Die Dertri Die enthält teine Ur beider Ab bahn- Ri tönnen. fürchtun durch d westöste wefens mühung bisher 1 e1 dieses genomm nicht g Das fattion nun al In we Thatfad genehmi weiß ich Herzen Herzen c Zentner werden, Handels dabei ni die Ber Schutz wird w ( Beifall.) Abg ofterreid die int genomm Defterre finden Verwalt Mittel vention 265/5 fehlen, Staaten bestimm etwa be Konvent innern. graulich Dadurch dahin a werden, mäßig reichisch deutsches wefens Eisenba regeln. daß billigen Bersammlung für Männer u. Frauen Blos, W., Die französ. RevoBellamy, Ein Rückblick 80 Börne, Gef. Schriften, 4 B.. 6, Byron's poet. Werke, 3 B. . 6, Dulk, Alb., Gedichte 1,50 . • 18, • lution Bock, Bau, Leben und Pflege des menschlichen Körpers.-, 90 Bommeli, R., Die Geschichte der Erde, Illustr.. Brunnemann, K., Skizzen und Studien zur französischen 5,50 5,90 D . 4,40 Revolutionsgeschichte <-, 80 Corvin, Pfaffenspiegel 4, . 18, ausgew. Werke, 4 B.. Hasenclever, Wilh., Illuftr. deutscher Jugendschah 6, Engels, Fr., Herrn Eugen Dührings Umwälzung d. Wissen schaft, 2. Aufl. • 3, 3.. Hauff, sämmtl. Werke -- Der Ursprung der Fa 3,50 . Heine's Werfe, Volls- Ausg., 12 B. in 4 B.. • --Buch der Lieder Henckell, Karl, Truznachtigall. Gedichte 1,50 2, Herwegh, Gg., Gedichte eines Lebendigen milie, d. Privateigenthums u. d. Staats, 4. Aufl. Jacoby, Joh., Gesammelte Schriften u. Reden, 2 B.. 5, Kautsky, K., Mory's ökonom. Lehren 1,50 . 403/2 2, 4,60 Thomas Moore u. seine Utopie 2,50 Köhler, O., Weltschöpfung u. Weltuntergang. Entwicke • · 1,50 • 4,50 . 1,20 lung von Himmel u. Erde auf Grund der Naturwissenschaften 3,50 · 4 Houtz, Wilh., Freie Gedanken. - Der Ring der Ewigkeit. In 1 B.. Ibsen's Gef. Werte, 3 B. Kennan, Sibirien, 2 Th.. Kinkel, G., Gedichte Lessing's Werke, 8 B.. Lichtstrahlen der Poesie. Gedichts. von M. Kegel Liebknecht, Gin Blick in die neue Welt Reuter's Werte, Bolts- Ausg., 5,-Lange, F. A., Die Arbeiterfrage 5, 5,-Langkavel, Dr. B., Der Mensch u. seine Rassen. Reich illustr. 5,50 3,50 Liebknecht, Wilh., Robert Blum u. seine Zeit -Fremdwörterbuch . • 3, . 2, 3, 7 2. Schiller's Werfe, 4 B. . • . 26, 6, . . · 1, 6, Lissagary, Geschichte der Kommune von 1871 Marx, K., Das Kapital. Kritik der politischen Dekonomie. . 8, · Gedichte Shakespeare's Werke, 3 B.. Werke belehrenden Inhalts: . Arbeiterfrage, Die länd liche. Nach dem Russischen des Rablukom. 2. Aufl. Aveling, E., Die Darwin'sche Theorie, 2. Aufl. Bebel, A., Charles Fourier Die Frau u. der Sozialismus, 11. Aufl.. Becker, B., Geschichte d. revo= lutionären Pariser Kommune 1789-94. Bibliothek, Sozialdemokratische, Bd. 1-3 9 B. I, 4. Aufl., Halbfrz.. 11,50 B. II, Halbfrz... 10,50 Mignet, Gefchichte der franz. Revolution v. 1789-1804 2, Morgan, Lewis H., Die Urgesellschaft, Halbfrz... 7,25 Palleske, Die Kunst des Vortrags 4, Petzler, J. A., Die foziale Bau2,- funst, 2 B. 2,50 Schippel, M., Das moderne Elend und die moderne 2,50 Uebervölkerung 2, 4, 2, Stern, J., Die Philosophie Spinoza's 1,50 2,-Zimmermann's, Dr W. Großer à 4,50 Deutscher Bauernfrieg. Her ausgegeben von W. Blos, --Politischer Reden, 1 B. 2,50 reich ilustr. .. 6,70 Bei Bestellungen von auswärts ersuchen wir um vorherige Einsendung des Betrages. Haus- u. Küchengeräthe F. Gragert am Sonntag, den 20. Dezember, Abends 6 Uhr, im großen Saale der Berliner Bockbrauerei" am Tempelh. Berg. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Hrn. Dr. med. Bernstein über: Krankheitsverhütung." Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 1447L] Der Einberufer. Musikinstrumente. Lager in Bithern, Violinen, Guitarren, Harmonikas. Alle Blasinstrumente, Trommeln, Flöten und Klarinetten. Spieldofen, Albums und Bierseidel mit Musik. Musikwerke- Verleih, alle mit Marseillaise. Theilzahlg. gestattet Aug. Kessler, 51 Lausitzerstr. 51, am Platz. Damen- Mäntel- Fabrik A. Henemann Oranienstr. 40-41, Ecke Oranienplatz, 1. und II. Etage. Durch Ersparung der Ladenmiethe bin ich im Stande, bedeutend billiger wie jedes andere Geschäft zu verkaufen. Sonnabend, 19. Dezember, 22 Uhr,| Adalbertstr. 51: 21. 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Beitun der " Sie d legiton beseitig österre der Li zeichne werden gemäß શ Für ein dreimal wöchentlich erschei nendes Parteiblatt wird ein tüchtiger Redakteur gesucht. Meldungen unter W. W. 20 an die Expedition dieses Blattes. Bankgeschäft. 1711 L Ein in dem 26. Lebensjahre stehender Kaufmann, welcher mit allen Branchen Ziouskirchplaz 5. Ziouskirchplatz 13. simmer. 72( zwischen Markgrafen- des Bankgeschäftes auf praktiſchem Wege NB. Ein Bosten zurückgestellter Waaren, Gewürzschränke zc. außerordentlich billig! Achtung! Achtung! Lassalle- Medaillen mit beliebiger Rüchleite als Erinnerungs- Medaillen, und Charlottenstraße). 1717L Gr. Auswahl in Weihnachts- Cigarren. Rester- Handlung. Anfertigung von Herren- und Wir empfehlen die Nind- u. Schweine Feßzeichen, Vereinszeichen empfiehlt in weißem und gelbem Metall und aben- Anzügen, sowie WinterSchlächterei des gemaßregelten Genossen in Silber. R. Haack, Goldschmied, SW., Blücher- Valetots. Guter Siz garantirt. Beughofstr. 10, 8.0. Karle, 1672L] Ad. Bräunig. G. Koch. Waldemarstraße 66. Straße 16, parterre. 1551L Verantwortlicher Redakteur: August Enders, in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. vertraut worden ist und zulegt als Kassirer und Buchhalter thätig war, sucht, mit den besten Zeugnissen an der Hand und gestützt auf Ia. Referenzen, seine Stellung zu wechseln. 572 b Off. beliebe an dieses Blatt unter F. g. zu richten. Jüngeres, zuverlässiges Dienstmädchen per 1. Januar gesucht im Milchgeschäft, 571 b Naunynstr. 65 a. Hierzu eine Be.lage. liche Le legiton hat vo Dann und go fchled ift ein Derträ dieses haben 983ort . J. aale hr, der im e= ts, D. -13 ahr p. 5/5 on. 0. ピー +3 el et er L RAT #H It L 1000 ze b 3 Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 296. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 148. Gigung vom 17. Dezember 1891. 11 Uhr. Am Tische des Bundesraths v. Caprivi, v. Bötticher, v. Malzahn, v. Marschall, v. Heyden u. A. Die zweite Berathung des Zoll und Handels= bertrages mit Desterreich- Ungarn wird fortgesetzt. Die Art. 4-14 werden ohne Debatte genehmigt. Art. 15 enthält die Abmachungen über den Eisenbahnverkehr; es sollen teine Unterschiede bezüglich der Tarife zwischen den Bewohnern beider Staaten gemacht werden. Freitag, den 18. Dezember 1891. Abg. v. Kardorff( R.-P.): Da die Verhandlungen so lustig geworden sind, muß auch der Witbold gehört werden. Ich danke für seine Rede, wenn nur nicht der Kazenjammer bald nachtommt. Artikel 15 wird genehmigt. Beim letzten Artikel, nach welchem der Vertrag am 1. Februar 1892 in Kraft treten soll, bemerkt 8. Jahrg. wieder, so daß der Präsident erklärt, es habe Niemand Widers spruch erhoben. Schluß 33/4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 10 Uhr. ( Dritte Lesung der Handelsverträge.) Parlamentarisches. Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antisemit), daß diese Bestimmung die Ursache der beschleunigten Verhandlungen dieser wichtigen Frage ist. Die Landwirthschaft beschwert sich mit Recht über die Ueberhaftung. Alle Reden, auch die der Freunde der Verträge, Die Wahlprüfungs- Kommission, welche gestern zum ersten enthalten eine so große Menge Male unter ihrem neugewählten Vorsitzenden, dem Abgeordneten von Bedenken, daß man sich wundern muß Abg. Graf Kanit( dkons.) weist darauf hin, daß die Eisen- die Leichtigkeit, mit welcher man zur Annahme kommt. Wenn Die Wahlen der Abgeordneten Adt( 4. Rheinpfalz) und des über Rickert tagte, vollzog die Feststellung einer Anzahl von Berichten. bahn- Refattien die Wirkungen des Zolles vollständig aufheben eine Kommissionsverhandlung stattgefunden hätte,( Präsident Grafen von Saldern- Ahlimb sind von der Kommission für giltig tönnen. Aus Schlesien wird seitens der Eisenindustrie die Be- von Levehow bittet den Redner, bei der Sache zu bleiben.) dann erklärt worden, doch dürfte besonders der letztere Beschluß im fürchtung gehegt, daß die kleine Ermäßigung des Eisenzolles hätte man ermitteln können, ob die Version wahr sei, daß die Reichstag noch auf das Schärffte angegriffen werden. Es dreht durch die Refattion vollständig illuforisch gemacht wird. Die Handelsverträge von Miquel schon in Frankfurt angeregt seien; sich in diesem Falle bekanntlich um gefärbte Stimmzettel und es westösterreichischen Staaten empfinden den Druck des Refaktion- während damals der Reichskanzler und Herr von Marschall ist nicht anzunehmen, daß die Majorität des Plenums sich wesens der ungarischen Bahnen selbst sehr drückend. Alle Be Gegner derselben gewesen seien.( Präsident von Levehow bittet ebenso farbenblind erweist, wie die Kartellmitglieder in der mühungen, dem Refaktionunwesen ein Ende zu machen, find den Redner, nicht wieder in die allgemeine Verhandlung zu ver- Kommission. bisher vergeblich gewesen; eine Untersuchung hat ergeben, daß fallen.) Der Präsident ist sehr streng gegen mich.( Präsident von dieses Unwesen schon 1888 einen erschreckenden Umfang an Levezow: Ich bin im Gegentheil sehr nachsichtig mit Ihnen.) Herrn von Derzen( Mecklenburg- Strelitz) führen. Die Kommission Bu einer Debatte im Plenum wird auch die Wahl des genommen hatte. Nach dem Wortlaute des Vertrages fann Redner erklärt schließlich, daß er auf weitere Ausführungen ver- hat die Kassirung beschlossen, die Parteifreunde des Herrn nicht gehofft werden, daß hierin eine Aenderung eintritt. zichten müsse, obgleich er im Interesse der Bauern manches zu von Derken und dieser selbst scheinen aber das Spiel noch nicht Das einzige Mittel, welches wir bisher gegen die Re- fagen habe. für verloren zu geben. Der Herr Abgeordnete übt nämlich nach fattion hatten, war der autonome Zolltarif, den wir Abg. Wiffer: Der Vorredner scheint nicht zu wissen, daß wie vor sein Mandat noch aus und stimmt kräftig mit der nun auf eine lange Reihe von Jahren festgelegt haben. die Handelsverträge am 1. Februar 1892 ablaufen, daß deshalb konservativen Fronde gegen die Bestimmungen der HandelsIn wenigen Tagen wird der Handelsvertrag eine vollendete an diesem Tage die neuen Verträge in Kraft treten müssen, wenn verträge. Daß das Plenum übrigens dem Beschlusse der KomThatsache sein; ob die Dreiviertel- Mehrheit, welche den Vertrag nicht eine große Verwirrung entstehen soll, die allerdings der mission beitreten wird, steht heute schon fest. Die Wahl dez genehmigen wird, sich der Bedeutung des Art. 15 bewußt ist, Vorredner vielleicht braucht, um draußen antisemitisch zu hetzen. Abgeordneten Scipio( 6. Hessen) ist beanstandet und schlägt die weiß ich nicht; ich glaube, daß 9/10 aller Mitglieder mit schwerem( Widerspruch rechts.) Es müßte schon weit mit den deutschen Kommission eine Anzahl von Erhebungen vor. Mit diesem BeHerzen für den Vertrag stimmen. Wenn man die 300 schweren Bauern gekommen sein, wenn ein Liebermann von Sonnenberg schlusse ist der letzte Wahlprotest aus der Hauptwahl her zur Herzen auf die Wageschale legen tönnte, so würde das 300 Doppel- sich anmaßen dürfte, ihr Vertreter zu sein.( Präsident v. Levezom Erledigung gebracht und hat die Kommission jetzt nur noch mit zentner ergeben. Es verdient dem gegenüber hervorgehoben zu ruft den Redner zur Ordnung.) den Ergebnissen der vielfach beschlossenen Erhebungen und mit werden, wie gering die Feifinnige Zeitung" den Werth der den Protesten aus den Nachwahlen sich zu beschäftigen. Unsere Handelsverträge schätzt; der Artikel behauptet, es handle sich Partei ist besonders noch bei den Entscheidungen über dabei nur um ganz minimale Dinge. Und dabei überhaftet man die Wahlen der Abgeordneten Zangemeister( Gotha) und Kurh die Berathung ganz unnöthiger Weise und schafft doch keinen ( Reichenbach- Auerbach) interessirt. Im ersteren Falle richtet sich Schutz gegen die Maßregeln, welche uns schädigen. Man der Protest gegen das Heranziehen der Kriegervereine zur Wahlwird wohl endlich einsehen, daß unsere Sache eine gerechte ist. Agitation und im anderen Falle gegen die Beschränkung der ( Beifall.) Agitationsfreiheit durch Versammlungsverbote. Vor den Ferien wird wahrscheinlich nur mehr eine Sigung der Kommission stattfinden. Der letzte Artikel wird genehmigt, ebenso das Schlußprotokoll und das Zollkartell. Es folgt die zweite Berathung des Viehseuchen Uebereinkommens zwischen dem Reich und Desterreich Ungarn, welches genehmigt wird, nachdem der Abg. Ulrich( Soz.) den Wunsch ausgesprochen, daß man die belästigenden Kontrollen für den Viehtransport erleichtern möge. Es folgt der Vertrag mit Italien. Beim Artikel 7, welcher die Tarife in Anlage enthält, bemerkt 2.bg. v. Kardorff wiederholt seine Frage, ob solche Begünstigungen noch zulässig seien. Abg. Schrader( dfr.) glaubt, daß die Vorwürfe gegen die ofterreichisch ungarische Regierung nicht begründet sind. Es ist die internationale Konvention über den Frachtverkehr an Abg. v. Kardorff, daß über Triest und Fiume die Kolonialgenommen worden Don den meisten Staaten, auch von waaren mit Bollvergünstigungen eingeführt werden. Die ver Desterreich. Große Eisenbahnstrecken Desterreich- Ungarns be- bündeten Regierungen möchten darüber Auskunft geben, ob das finden sich im Besize des Staates oder in dessen gestattet ist, und ob Deutschland für Hamburg und Bremen Verwaltung, die Privatbahnen tönnen durch gesetzliche und Italien für Venedig ähnliche Begünstigungen feststellen kann. Mittel angehalten werden, die Vorschriften der Ron- Bundesraths- Kommissar Huber: Jm österreichischen Tarife vention zu beobachten. Wo die gefeßlichen Verpflichtungen besteht eine Begünstigung der Einfuhr zur See; wir haben fehlen, können und müssen sie geschaffen werden. Denn die Sorge getragen, daß solche Begünstigungen nicht ausgedehnt Staaten haben die moralische Verpflichtung, den Vertrags werden sowohl bezüglich der Waaren als bezüglich des Tarifbestimmungen Geltung zu verschaffen und die Staaten, die sich fazes. etwa beschwert fühlen, haben das Recht, den Staat, welcher die Ronvention mißachtet, an seine moralische Verpflichtung zu er innern. Graf Kanig wollte nur vor dem Abschluß des Vertrages graulich machen und seinerseits die Hände in Unschuld zu waschen. Dadurch werden wir uns nicht schrecken lassen. Der Art. 15 muß dahin ausgelegt werden, daß alle Eisenbahn- Tarije, die aufgestellt werden, für alle Produkte, gleichviel welcher Herkunft, gleich mäßig gelten müssen. Wenn auch ein Tarif z. B. für öfterreichisches Eisen aufgestellt würde, so müßte er doch auch für deutsches Eisen gelten. Was auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens zu erreichen war, ist erreicht worden. Alle Fragen des Geheimrath Huber: Ein handelspolitischer Grundsatz ver Eisenbahnverkehrs fann man in einem Handelsvertrage nicht bietet die Einmischung in die indirekten Abgaben anderer Länder. regeln. Die Bedeutung des Handelsvertrages liegt darin, Wir haben erreicht, daß der Zoll auf Bier in Höhe von 3 Lire daß bricht er das Syſtem, wir nicht erhalten bleibt, daß ferner deutsches Bier nicht höher besteuert billigen; es ist der erste Schritt, dem andere folgen wird als italienisches. werden. Wir hätten freilich gewünscht, daß die Ronzessionen auf unferer Seite etwas größer gewesen wären, damit sie auch von der anderen Seite größer sein konnten. Wir werden es zu fördern suchen, daß die weiteren Schritte baldigit geschehen; wir stimmen, wenn auch mit fühlem Herzen, doch gern für die Borlage und haben durchaus nicht so schwere Bedenken wie Graf Kanig. mit einem Abg. Möller( natl.): Ueber diese Frage haben Verhandlungen in einer freien Kommission stattgefunden, welche voll ftändige Auftlarung gebracht haben. Abg. von Kardorff( Reichsp.) glaubt, daß die Auffassung der Vorredner über die geheimen Refattien etwas sehr optimistisch find; die Regierung wird gar nicht im Stande sein, die Refattion zu beseitigen. Man foute den schlechten Paletot, den die Zölle boten, nicht ausziehen, so lange man teinen besseren hat. Reichskanzler von Caprivi: Die österreichische Regierung fönnte sich beleidigt fühlen, wenn hier die Annahme aus gesprochen wird, daß sie nicht im Stande" oder nicht gewillt fei, thren Verpflichtungen nachzukommen. So lange ich die Ehre habe, in Beziehung zu dieser Regierung zu stehen, ist auch nicht das Mindeste geschehen, was mein volles Vertrauen zu erschüttern oder zu beeinträchtigen im Stande wäre. Abg. Richter( dir.) erklärt, daß der Artikel der Freisinnigen Beitung" mr die Konzessionen, die die anderen Staaten gemacht baben, als geringe bezeichnet, daß aber anerkannt werde, daß die Verträge den ersten Schritt einer Umtehr enthalten und namentlich die Erhöhung der Zölle verhindern. Das ist das Gute der Verträge. Geheimrath Huber: Solche Begünstigungen für die Einfuhr zur See bestehen sowohl im österreichischen als im deutschen Vertrage. Bei dem Tarif für die Einfuhr nach Italien bedauert Abg. Luß, daß nicht der Boll für Bier ermäßigt worden ist, daß ferner in Italien die Konsumabgaben von 9 auf 15 Lire erhöht sind. Es würde zu wünschen sein, daß die Regierung die Interessen des deutschen Braugewerbes vertritt. Abg. v. Stauffenberg: Das italienische Bier kommt dem deutschen gegenüber gar nicht in Betracht; wir tönnten italienische Weine mit einer besonderen Weinsteuer belegen, ohne daß man dagegen berechtigte Ginwendungen erheben tönnte. Die Regierung sollte, da man hier wohl nichts ändern könne, die Dinge im Auge behalten. Abg. Orterer( 3.): Da bezüglich der inneren Steuer wenig zu erwähnen ist, so hätte die Regierung die Ermäßigung des Bierzolles anstreben sollen; jedenfalls sollte alles geschehen, um den Bierexport zu begünstigen. Abg. Möller( natl.) weist darauf hin, daß für Bellulose Bollfreiheit festgesetzt ist, für anderes Halbzeug zur Papierfabrifation dagegen ein Zoll von 1 Lira. Redner bittet um Aufklärung darüber, ob unter Zellulose alles auf chemischem Wege erzeugte Halbzeug, und unter dem anderen Halbzeuge das auf mechanischem Wege hergestellte verstanden wird. Geheimrath von Huber bestätigt die Richtigkeit dieser Auslegung. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Die Gefolgschaft des von der Leitung der Wiener ,, Volks presse" unfreiwillig zurückgetretenen Redakteurs Hanser hat nach berühmtem" Muster einen Verein" Unabhängigkeit" gegründet. Auf diese Weise läßt sich zweifelsohne besser schimpfen. Was die Wiener Unabhängigen" in dieser Beziehung leisten werden, geht aus einem Artifel der„ Volts presse" hervor, welcher die Ueberschrift trägt: An den Pranger" und in dem es denjenigen Parteigenossen übel ergeht, welche nachdem der„ Volkspresse" infolge des Verschuldens ihrer Leitung der Charakter eines Partei- Organs abgesprochen wurde die Zahlung der Gelder sperrten. Derohalben wird die Parteidisziplin saftigst verschimpfirt. Verwunderlich ist es, daß noch immer Arbeiter den Leuten Gehör schenken, welche die mühselige Thätigkeit der Arbeiterpartei durch gröblichste Berleumdungen der Leitung derselben noch mehr erschweren. € Ueber Streitigkeiten unter Sozialdemokraten sagt der Brünner Volksfreund" unter Bezugnahme auf einen lokalen 3wist sehr richtig: Unsere Zeit ist gar nicht darnach angethan, daß man Zust empfinden könnte, sich gegenseitig in den Haaren zu liegen. Wenn der eine oder andere Genosse sich vielleicht in seinen persönlichen Gefühlen gekränkt fühlt, so darf er doch niemals außer Acht lassen, daß seine Person unter der Gesammtheit steht, daß er sich als ein treuer Genosse derselben unterordnen muß. Nur so ist ein gedeihliches Wirken möglich. Wer an der Uneinigkeit in unseren eigenen Reihen Freude empfindet, das sind einzig allein unsere Gegner. Diesen Gefallen sollen wir den Feinden jeder gesunden und starten Arbeiterbewegung nun nie und nimmer erweisen. Wenn jeder von uns den guten Willen zur Einigkeit hat, dann sind wir einig und start, dann respektiren uns die Gegner. Lassen wir dagegen die Uneinigkeit einziehen, so wird sich das bald bitter rächen. Wir schwächen unsere Macht und die Gegner fürchten uns nicht mehr. Wir haben hohe und wichtige Aufgaben vor uns; sie erfordern zu ihrer Lösung unsere legue Tarife werden darauf bewilligt, ebenso alle übrigen gange Kraft. Darum allen Zwiespalt bei Seite gelegt." Die Bestimmungen des italienischen Vertrages und des Schlußprotokolles. Bei der zweiten Berathung des Handelsvertrages mit Belgien bedauert Abg. von Gältlingen( Rp.) die Herabsetzung des Zolles auf Kraßen von 36 auf 18 M. Geh. Rath Hähnle bemerkt, daß der Zoll von 36 M. bei einem Werthe der razen von 60 M. pro 100 Kilogramm ein zu hoher sei; seine Ermäßigung sei um so unbedenklicher, als der Boll für Straßenbeschläge unverändert bleibt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " " 1 - Das Landgericht Erfurt verurtheilte in erneuter, auf Grund eines Reichsgerichts- Erkenntnisses anberaumter Verhandlung den früheren Redakteur der Thüringer Tribüne", Karl Schulze, wiederum zu 200 M. Geldstrafe bezw. 20 Tagen Haft wegen Abdrucks des Proletarierliedes". Der Halberstädter Sonntagszeitung" Präsident des Reichs- Eisenbahnamtes Schulz: Die Preßwar die Nummer 14 tonfiszirt und der Redakteur Berg wegen äußerungen Wiener Blätter tönnen nicht maßgebend sein, die Die einzelnen Artikel und die Tarife werden genehmigt. des in derselben veröffentlichten Artikels:„ Arbeiter, warum seid amtlichen Aeußerungen der Regierung laffen feinen Zweijel Präsident von Levehow: Dem föniglichen Hause ist heute Ihr arm?" unter Auflage gestellt worden. Am 2. Dezember daran, daß dieselbe die Vorschriften in Geltung bringen wird. ein frohes Ereigniß wiederfahren, indem Gott dem Prinzen und sprach ihn das Halberstädter Gericht gemäß dem Urtheil des Abg Graf Kanitz( of.): Ich bedauere, daß Herr Richter der Prinzessin Friedrich Leopold einen Sohn geschenkt hat. Ich Reichsgerichts frei und nun, nach beiläufig 8 Monaten, erhielt feinen schönen Artikel abgeschwächt hat; wir werden nun das fonstatire, daß der Reichstag an diesem Ereignisse herzlichen An- die Expedition die beschlagnahmten Nummern zurück. Schauspiel des Redekampfes zwischen Rickert und Richter enttheil nimmt.( Bustimmung.) Naturrechts wegen müßte der Verlag jenes Blattes den behren. Vielleicht antwortet Herr Ridert non in seiner, Danziger Präsident von Levenow: Der Reichstag kann zwar nicht Schaden ersetzt bekommen. Vielleicht thut man's infolgedessen Beitung".( Widerspruch Ridert's.) Sind Sie nicht Eigenthümer von Rechts wegen. " Lanziger Zeitung"?( Ruf Rickert's: Leider nein!) Lesen jedem Mitgliede zum Geburtstage gratuliren, aber daß der AbIn Görlitz wurde der Zinkgießer- Geselle J. R. Brocke er den Bochumer StaatsSie doch Ihren Nekrolog in dem Meyerschen Konversations- geordnete Dieden heute nach vollendetem 81. Lebensjahre noch Der Von leriton.( Große Heiterfeit.) Ich bezweifele, daß die Refattien frisch in unserer Mitte weilt, giebt mir den Anlaß, ihn im anwalt Sandmeyer in einer Versammlung durch folgende Aenßc beseitigt werden können, ohne dabei an der Vertragstreue der Namen des Reichstags herzlichst zu beglückwünschen.( Alseitige rung beleidigt hatte:" Wenn ich hier ein Wort zu viel sagen österreichischen Regierung zu zweifeln. Wenn die Herren von Zustimmung.) der Linken die Verträge als den ersten Schritt der Umkehr bezeichnen, dann wird das beim Bundesrathe nicht gern gehört werden, denn von dorther ist erklärt worden, daß man einen gemäßigten Schutzzoll aufrecht erhalten will. Für morgen schlägt der Präsident vor, eine Sigung zur und ich würde bestraft werden; wenn aber in Bochum geflicte würde, da möchte mich der Staatsanwalt gleich am Kragen haben Berathung von Petitionen abzuhalten. Schienen nachgestempelt, Stempel nachgemacht und die Schienen Abg. von Kardorff: Wir haben allerdings gewünscht, die dann als brauchbare verkauft, resp. untergeschoben werden, und Verträge in einer Kommission berathen zu sehen; wir hätten auch dem Staatsanwalt verrathen wird, wo sich die falschen Stempel Abg. Meyer- Berlin( Rp.): Graf Kanis hat eine außerordent- gern die dritte Lesung nach Weihnachten erst vorgenommen. Allein befänden, so hat der Herr Staatsanwalt vor jenen Herren eine liche Leinung hinter sich; er hat zu Weihnachten das Konversations- wir glauben der Mehrheit des Reichstages und den Wünschen so große Pietät, daß er diese erst Zeit gewinnen läßt, die falschen legiton bekommen und fennt es heute schon auswendig.( Seiterkeit.) Er der Regierung, welche die Verträge vor Weihnachten erledigt Stempel in den Schmelztiegel wandern zu lassen. Freilich braucht hat von einem Netrolog gesprochen, aber Herr Hickert lebt noch. ſehen möchten, Rechnung tragen zu sollen. Ich beantrage daher man wieder jene Herren, wenn es sich um Wehrbewilligung beim Dann hat Herr von Kardorff ein Wort gesprochen, das ich voll die dritte Lesung schon morgen vorzunehmen.( Cebhafter Beifall.) Militäretat handelt; daher die große Schonung." Dem StaatsAtg. von Massow( dtons.): Ich schließe mich namens meiner anwalt wurde noch die Befugniß zugesprochen, das Urtheil auf ganz"( Heiterkeit) unterschreibe; er will bei der Kälte einen chlea, ten Baletot nicht ausziehen, bis er einen besseren hat. Das Freunde dem Vorredner an.( Beifall.) Kosten Brocke's veröffentlichen zu lajjen. ft eine fluge Politit. Wir machen es ebenso. Die Handels- Präsident von Levehow weist darauf hin, daß die dritte Die Dresdener Polizeidirektion hat ein berträge gefallen uns nicht ganz; wir machen auf die Mangel Berathung morgen nicht vorgenommen werden kann, wenn 15 Mit neues Regulativ für öffentliche Luftbarkeiten, Vorträge u. f. w. dieses Batetots aufmerksam, weil wir recht bald einen neuen glieder des Hauses widersprechen. Auf seine Frage, ob ein publizirt, dessen§ 13 folgendermaßen lautet:" Zur Aufführung, haben wollen, der besser ist. Dank, Kardorff, daß Du mich das solcher Widerspruch erhoben wird, erhebt sich Abgeordneter darf bei Singspielen, Gesangs-, deklamatorischen und andern Wort gelehrt.( Heiterkeit.) Liebermann von Sonnenberg( Heiterkeit) setzt sich aber sofort Vorträgen, wie auch bei allen theatralischen Vorstellungen und Lokales. nur Derartiges gelangen, was in fittlicher, religiöser oder erschienen war. Derselbe ist nach gemachter Aussage sofort wieder politischer Beziehung kein Bedenken erregt." entlassen worden. Damit die Leute nicht etwa unnützes Geld ausgeben für Be- Noth und Glend, allerorten Noth und Elend! In fanntmachungen, oder auch aus anderen, völlig unerfindlichen Berlin ist die Wärmstube täglich überfüllt von durchnäßten, vor merkten Passanten der Charlottenburgerstraße in Weißensee auf Kindesmord in Weißensee. Heute früh gegen 9 Uhr be Gründen wird bestimmt:§ 10. Erlaubniß oder anzeigepflichtige Sunger und Kälte zitternden Proletariern, in Nauen sprechen auf dem der Rentiere Frau E. in Berlin gelegenen Grundstück, daß Veranstaltungen dürfen vor Ertheilung des Erlaubnißscheines bezw. der Anzeigebescheinigung nicht öffentlich bekannt gemacht der Herberge Theologen und Aerzte als„ Handwerksburschen" vor ein Mädchen an einen Baum gelehnt stand und daß ein Strick, und dabei wird von den Freisinns- Bonzen im Berliner Stadt- dessen eines Ende um den Hals des Kindes lag, an einem Afte werden. Sollen öffentliche Bekanntmachungen dieser Art unter Abkürzungen oder Zeichen erfolgen, so sind dieselben in dem Er- verordneten- Kollegium jeder Nothstand mit Hartnäckigkeit be- des Baumes in der Höhe von fast zwei Metern befestigt war. Jaubnißgesuche oder der Anzeige anzugeben. Andernfalls ist stritten. Wir haben heute für diese Nothstandsleugner wieder Der Eigenthümer einer Rohlenhandlung, Herr Zscheniger, löfte öffentliche Bekanntmachung in dieser Weise verboten. Nach§ 22 ein Beispiel an der Hand: In einer Gerichtsverhandlung, die die kleine Leiche sofort von dem Baume ab und stellte hierbei find an die Polizeibehörde, sowie an den Stadtrath, an Ersteren vor dem Leipziger Gericht dieser Tage stattfand, wurden gerichts- fest, daß die Verknotungen der Strickschlinge ganz auffallende 2-5, an Letzteren 2-4 Eintrittskarten abzugeben, unentgeltlich, feitig Thatsachen konstatirt, die in das Elend der Proletarier gewesen waren. An der linken Schläfe des todten Kindes war um den Beamten den Eintritt so viel als möglich zu erleichtern. ein Schuljunge, der gestohlen hatte. Weshalb er stahl? Er fräftigen Faustschlage herrührte. Die Lippen waren stark ver. einen wahrhaft entsetzlichen Einblick gewähren. Angeflagt war eine unbestimmte Verlegung ersichtlich, die anscheinend von einem noch eine Freifarte an die tgl. Kommandantur abgeben. Zu- mußte, wie er vor Gericht erklärte,„ oft Hunger leiden" und als schwollen und wiesen ebenfalls Spuren von Mißhandlungen auf wurde die Weißenfeer Ortsbehörde benachrichtigt widerhandlungen gegen dieses Regulativ werden mit Geldstrafe er nicht mehr wußte, womit er seinen Hunger stillen sollte, nahm Sofort er das Geld, woher er's immer nehmen konnte. Er stahl also und toote Kind diese stellte die bis zu 150 M. oder Haft bis zu 14 Tagen bedroht. stellte fest, daß das fänglicher Gebührentarif ist der Verordnung angehängt. Nach Geld und kaufte sich dafür Brot und welche Delitateffe 12. Februar 1882 dafelbft geborene Amalie Stroll, die Tochter des Gymnastikers Kroll sei. Die Leiche war bereits erfaltet, und dem Grundsatz des gleichen Rechts für Alle fallen die Auf- auch noch Wurst. Das war etwas, um den Magen zu füllen! Und in welchen Verhältnissen lebte der Bengel. Er war mußte der Mord führungen und Bälle in den tgl. Hoftheatern und die Konzerte elternlos, seine Großeltern erzogen ihn. Domizil: Anger- Grotten- vor mehreren Stunden geschehen sein. Zunächst wurden die ein solcher wurde alsbald fonstatirt- schon der kgl. musikalischen Kapelle, wie immer, nicht unter diese Be- dorf bei Leipzig. Die Großeltern find gänzlich mittellos, sie Eltern einem Verhör unterworfen. Nach den Aussagen derselben stimmungen. Privatvergnügen wie alle anderen durch das Regu- hatten sehr oft selbst nicht satt zu essen. Bei den Großeltern lebt die Familie in bitterster Armuth und, um sich einige Groschen lativ betroffenen Luftbarkeiten müssen 48 Stunden vorher an Dieser zu verdienen, wurden die beiden Kinder es ist noch ein zwölfgemeldet werden, nebst dem Beginn ist auch das Ende derfelben wohnt nun außerdem noch ein Onkel des Jungen. zu können, weil anzugeben. zum Haufiren mit Hampelmännern jähriger Knabe vorhanden Den Stadtverordneten Dresdens hat das Regulativ Onkel war nicht im Stande, arbeiten Der bedauernswerthe Mann in der Weihnachtszeit ausgeschickt. Die Amalie Kroll war von zur Begutachtung vorgelegen, man kann sich danach einen genügen- er erfrorene Hände hatte. den wurde nun nicht von der Allgemeinheit, der Gesellschaft, einem solchen Gange am Dienstag Abend noch nicht zurückgekehrt Der Begriff von den reaktionären Neigungen dieser Körperschaft einem ruhigen Lebensabend entgegengeführt, nein, er mußte sich und das Verschwinden des Mädchens bereits gestern polizeilich machen. Natürlich werden durch das diegulativ vornehmlich die feinen Lebensunterhalt durch den- Handel mit Streichhölzern Sozialdemokraten betroffen. Kommunales. Ein um Stadtverordneten Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 17. Dezember. Eine Reihe von Spezial- und Baurechnungen und der Jahres abschluß der Gasanstalten, der Wasserwerke, des Zentral- Vieh marktes und der Hauptkassen- Verwaltung der städtischen Werke pro 1890/91 wird zur Kenntniß genommen und auf Antrag des Rechnungsausschusses die Entlastung ertheilt resp. die vorläufige Genehmigung der Etatsüberschreitungen ausgesprochen. Es folgt die Einführung und Verpflichtung der zum zweiten Bürgermeister bezw. zum unbesoldeten Stadtrath gewählten und bestätigten Herren 3 elle und Heller durch den Oberbürgervertagen. mühsam„ verdienen". Also refapituliren wir die Thatfachen: ein Schuljunge, der ewig hungert, die Großeltern, die auch hungern, ein Onkel mit erfrorenen Fingern, der mit Streichhölzern hausirt, um nicht zu verhungern. Wirklich, eine Joylle aus dem kapitalistischen Staat! fommt. nehm Schloß Kläge Einle fei, Urthe von Huge fchajt Rauti words Iver die T eigene Antra am Vorsi Dieser und In ei Recht dersell wiesem gebra fündi werde lebhaf tonte, langja aber gemeldet worden. Demgegenüber ist es aber auffallend, daß bei dem Kinde weder die Tasche, in welcher sie den Handelsartikel getragen, noch etwaiger Gelderlös gefunden wurden. Seitens der Anwohner der Charlottenburgerstraße fonnte nur die Mittheilung gemacht werden, daß in der Nacht zum gestrigen Tage von 1/ 21-1 Uhr die auf dem Rohlenplage des obenerwähnten Bscheniger befindlichen Hofhunde in auffallender Weise gebellt Die älteren Beute sind an das Hungern schon gewöhnt, aber und geheult haben, so daß die Vermuthung nahe liegt, daß der der Magen des heranwachsenden Junglings revoltirt. Er hält Mord um diese Zeit vollführt worden ist. Der zu der That be es endlich nicht mehr aus, genossen zufrieden und satt. Der Hunger ertödtet in dem Jungen Mannsfingers, die also nicht regelrecht geknotet werden konnte. er sieht seinen bevorzugten Alters- nutzte Strick ist eine sogenannte„ Ochsenleine" von Stärke eines Die Gefühle der Liebe und der Dankbarkeit, sein Gehirn beschäf- Es ist daher feitens des Mörders eine funstgerechte Schleife ge tigt sich nur mit einem Gedanken und ber heißt: Satteffen! macht worden und dann ist das Kind an dem gefchilderten Endlich kann er der Versuchung nicht mehr widerstehen, er hat Baum, der etwa 80 Meter vom Straßenland entfernt liegt, aufgesehen, daß sein Onkel Geld in einer Sparbüchse verwahrt. Es geknüpft worden. Durch die Laft des kleinen Körpers hatte sich fällt ihm nicht schwer, die Büchse aufzusprengen, er nimmt das aber wahrscheinlich die Zeine gelockert und so kam es, daß das Geld, kauft Brot und ist glückselig, als er sich den Magen Kind an den Baum gelehnt stand und die Füße der kleinen füllen kann, als ihn das nie gekannte Gefühl des Sattseins über- Leiche im Wasser der Wiese standen. Es sind zwar schon mehrere Sistirungen vorgenommen worden, doch scheinen die meister v. Fordenbed. Das Ende vom Liede war auch in diesem Falle das all- sämmtlichen Inhaftirten unverdächtig zu sein. Die Leiche wurde Die Berichterstattung über den Antrag des Stadtv. Selle, bekannte: Entdeckung des Diebes, Gerichtsverhandlung, Ver- nach der Frieohofshalle des Bions- Begräbnißplates geschafft. fowie über die Vorlage des Magistrats, betreffend die Höherurtheilung. Für vier Monate wird der Dieb in's Gefängniß Weiter wird uns zu der Unthat gemeldet: legung der Schleusenbrücke im Zuge des Mühlengesteckt. Als straferschwerend wurde die ,, Lieblosigkeit" angenommen, Als des Mordesan der neunjährigen Amalie dammes, wozu eine ausführliche Denkschrift des Magistrats vorliegt, beantragt Stadtv. Selle mit Rücksicht auf das um- welche der Junge an den Tag gelegt hatte. Wo aber, so fragen roll in Weißensee verdächtig ist gestern Mittag ber 80jährige faffende, noch nicht geprüfte Bahlenmaterial dieser Denkschrift zu wir, soll denn die Liebe herkommen? Wenn Hunger Liebe er- Duäd per verhaftet worden. zeugte; dann würde der Jüngling ein Muster eines liebenden Die von dem Verbrechen noch gestern Vormittag verständigte Stadto. Meyer II. spricht gegen die Vertagung. Die Un- Pfleglings gewesen sein, aber Hunger und Liebe? Das sind Berliner Kriminalpolizei entfandte gegen 12 Uhr Mittags mehrere Beamte nach dem Thatorte und ist nunmehr Folgendes festgestellt gelegenheit fei gründlich erwogen und umsomehr spruchreif, als Begriffe, die sich abstoßen wie ein Pol den andern. Es ist ganz unmöglich, daß der Junge das Gefängniß geworden: Die Denkschrift zu demselben Resultat tomme, zu welchem bessert" verläßt. Er wird sicher die besten Vorsäge gefaßt haben, Nach einer nochmaligen Untersuchung der Kindes schon vor dem Anschreiben des Handelsministers beide städtische aber sobald er wieder in die früheren trübfeligen Verhältnisse leiche durch von der Berliner Polizei hinzugezogenen Aerzten Behörden gekommen feien. hineinkommt, wird der Hunger all die guten Grundfäße wiederum hat sich mit Sicherheit ergeben, daß hier an der Kleinen ein LustDer Vertagungsantrag wird abgelehnt. Stadtv. Langerhans erstattete nunmehr das Referat über über den Haufen werfen. Der Junge wird sich sogar nach dem mord verübt worden ist. Der Thäter muß mit den Weißenseer die Frage der Höherlegung der Brücke. Der Ausschuß hat den Gefängniß zurückfehnen, denn dort brauchte er wenigstens nicht Terrainverhältnissen, insbesondere des Grundstücks der Frau Antrag Selle auf Anlage der freien Durchfahrtsöffnung die Höhe mit leerem Magen in's Bett zu gehen. Jetzt wird es wohl Rentiere Eisenhammer genau Bescheid wissen, da das lettere von 3,70 Meter, wie sie mit Rücksicht auf die besonders großen Manchem klar sein, daß ein verhungerter armer Teufel eine theilweise sumpfig ist und diese morastigen Stellen, wo solche Schiffe gefäße von der Gesellschaft zur Hebung der deutschen Fluß- Fensterscheibe einschlägt oder sonst eine Dummheit verübt, nur Fußspuren hätten hinterlassen tönnen, von dem Thäter zu be und Kanalschifffahrt angeregt und vom Minister für Handel zu dem Zweck, wieder in's Gefängniß zu gelangen. Es giebt en treten vermieden worden sind. Der Mord ist keinesfalls und Gewerbe befürwortet worden ist, abgelehnt und hat an dem sehr einfaches Mittel, den Bestand der Gefängnisse sofort um ein an dem Fundort der Leiche geschehen, da auch die genaueste früheren Beschluffe festgehalten, wonach dem Beschlusse des Beträchtliches zu verringern: schafft den Armen und Glenden Absuchung dieser Stelle, sowie der ganzen Umgebung nach BlutMagistrats, die Deffnung in Höhe von 3,50 m über dem Normal- Brot, schafft ihnen die Gelegenheit, so leben zu können, wie es spuren, welche von den Verlegungen an der Schläfe und den wasserspiegel der Oberspree anzulegen, zugestimmt wird. Der Referent einem Menschen zukommt. Dann wird Niemand Sehnsucht nach Lippen hergerührt, vergebens war. führt aus, daß die Erhöhung auf 3,70 m eine Steigung der Brücke dem Gefängniß mehr verspüren! von 1:26 nothwendig mache, eine Steigung, die in einem so frequenten Straßenzuge als ganz unzulässig bezeichnet werden misse. Auf alle Fälle würden Rampeneinfchüttungen zu erfolgen haben, welche für die davon betroffenen Gebäude im höchsten Grade nachtheilig seien. Es handle sich im Wesentlichen nur um die Interessen der Schiffsrheder, welche auch für ihre übergroß und unförmlich gebauten Schiffsgefäße den Verkehr durch Berlin frei haben wollten. Von derartigen Privatinteressen brauche sich die Stadt Berlin nicht meistern zu lassen. Etado. Selle bekämpft die Ausführungen der vom Baurath Hobrecht verfaßten Denkschrift, welche eine Höhe von 3,50 Metern für durchaus hinreichend erklärt, und verweist auf Frankreich, wo schon für Schiffe von 6000 Betnern Tragfähigkeit eine Durch schnittshöhe von 3,70 Metern gefeglich vorgeschrieben sei, während es fich hier um 8000 Zentnern Tragjähigkeit handle. Rostenpunkt dürfe nicht gescheut werden, und eine Steigung von 1:26 sei wohl behauptet, aber nicht bewiesen. " Wie bereits erwähnt, ist der zum Aufknüpfen der Leiche be nußte Strick eine Ochsenleine", welche Fallspuren zeigte; der Gelegentlich der stattgehabten Stichwahl im 40. Kom Knoten der Schlinge war ein sogenannter Fleischer munal- Wahlbezirk( Moabit) hat der gegnerische Kampf mit noten, wie ihn Fleischer und Viehtreiber zu machen pflegen. geistigen Waffen" wiederum eine herrliche Blüthe gezeitigt. Dem unter den Gistirten, welche sämmtlich bis auf Einen aufgestellten sozialdemokratischen Kandidaten, Schuhmachermeister wieder freigelassen worden sind, befand sich auch der Arbeiter" Theodor Megner, wurde nämlich natürlich anonymein Quädper, welcher in Weißenfee, Charlottenburgerstr. 11, bei einer von sozialdemokratischer Seite herausgegebenes, die Wahl des übelbeleumundeten Person unangemeldet in Schlafstelle wohnt. Genossen Meyner empfehlendes Flugblatt brieflich zugestellt, auf Auch Qu. erfreut sich feines guten Rufes; derfelbe war eine Zeitwelchem einige Randbemerkungen mit Feder und Linte gemacht lang in der Zentral- Markthalle hierselbst bei Schlächtern bewaren. So war zu lesen über dem Namen Theodor Megner die Eintragung: Blödsinn!!! und darunter die geschmackvolle schäftigt, und wurde außerdem in seinem Besitz bei der Juhaft nahme ein ebensolcher Strick aufgefunden, wie derjenige Auslassung: Schuster, bleib bei Deinem Leisten! Du brauchst war, mit welchem die kleine Kroll aufgeknüpft Deine Torsneese nicht in jeden Dreck zu stecken." Die schristgewandten Schriftzüge des unbekannten Schreibers lassen dessen Die Untersuchung der Sachen des Qu.( Wäsche, Kleidungs Bugehörigkeit zu den sogenannten„ gebildeten Ständen" ver- stücke 2c.) durch die recherchirenden Polizeikommissarien hatten den Der muthen. Erfolg, daß die sofortige Verhaftung des Mannes beschlossen und Qu. ist noch gestern Nachmittag nach dem bewirkt wurde. hiesigen Polizeipräsidium überführt worden. To a r. Die Aftronomie verzeichnet in diesen Tagen ein ForschungsStadto. Beelig macht dagegen geltend, daß die franzö- ergebnis von fundamentaler Bedeutung; die Entfernung der Für die Untersuchung ist es von großer Wichtigkeit fischen Schiffe erheblich fürzer sind und demgemäß die Brücken- Erde von der Sonne ist mit einer bisher nicht erreichten öffnungen höher sein müssen. Nach den Anforderungen des Fluß- Genauigkeit bestimmt worden. Encke leitete zuerst 1824 aus den zu erfahren, ob die Amalie Kroll in der Zeit vom Dienstag und Kanalschifffahrts- Bereins wäre übrigens eine lichte Höhe der beiden Benusdurchgängen des vorigen Jahrhunderts die Sonnen- bend 9 Uhr bis Mittwoch Abend in Begleitung, eines Mannes Schleusenbrücke von 4,25 Meter erforderlich, und das würde auch parallage zu 8" 578 ab, und nach einer Revision 1883 den gesehen worden ist und sind etwaige Meldungen im Weißenseeer wohl der perri este Schifffahrts- Agrarier"( Heiterkeit) nicht genaueren Werth 8" 561. Diesem Werth entspricht eine Iineare Amtsbureau oder bei der hiesigen Kriminalpolizei zu machen. verlangen. Jedenfalls würde der Landverkehr ganz ungewöhnlich Entfernung der Sonne von 153 Miuionen Kilometern. Nachdem Die Untersuchung gegen den Pastor Harder aus behindert werden; die lichte Höhe von 3,50 Meter genüge auch dieser Werth nahezu dreißig Jahre Geltung behalten, ging aber Weißensee hat ganz gewaltige Dimensionen angenommen und für die Schiffe von der genannten Tragfähigkeit vollständig. aus anderen Ursachen hervor, daß er um etwa ein Dreißigstel wird zu einem sogenannten„ Massen- Prozeß" führen, denn bis Nachdem noch, Stadtv. Heilmann für den Antrag Selle feines ganzen Betrages zu flein, die lineare Entfernung der jetzt sind in dieser Angelegenheit schon über 40 Belastungszeugen fich ausgesprochen, erklärt Stadtrath Hobrecht, daß der freie Sonne um ebensoviel zu groß angenommen sei. Als Anfang vernommen worden. Der Inhaftirte stellt übrigens alle ihm zur and ungehinderte Landverkehr ein vitales Interesse der Reichs der siebziger Jahre die beiden einzigen Venusdurchgänge dieses Last gelegten Anschuldigungen in Abrede, bezeichnet die Aussagen hauptstadt sei und daß für so schwere Schiffe ein Weg durch Jahrhunderts herannahten, da entschlossen sich die hervorragendsten der Kinder als erlogen und behauptet, daß der ganze Prozeß ein Berlin von der Deerspree nach der Unterspree noch gar nicht Kulturstaaten der Erde, Expeditionen nach den günstig gelegenen Machwerk seiner in Weißensee wohnenden Feinde, deren er dort vorhanden sei, oa man doch die Regulirung der Spree noch gar Grdtheilen auszurüften, um das Phänomen voll für die Wissen sehr viele haben will, sei. nicht in Angriff genommen habe, der Schifffahrtskanal aber für schaft auszunuzen. Die größten Hoffnungen feite die gelehrte so große Schiffsgefäße niemals eingerichtet gewesen sei. Welt auf die deutschen Heliometerbeobachtungen, von denen man die Man tönne doch nicht wegen der 10 oder 15 vorhandenen genauesten Werthe der Sonnenparallage erwarten mußte. In diesen Schiffe dieser Art den Landverkehr mit Landverkehr mit seinen hundert Tagen ist nun von Professor Auwers in Berlin, in dessen Händen Mitionen Zentnern jährlich nöthigen, höher hinauf zu geben. fich die Overleitung des ganzen Unternehmens befand, das Die Konstruktion der Schiffe ließe sich übrigens ohne Schwierig: Resultat aus den heliometrischen Messungen bei beiden Venusteit verändern, das Verdeck erniedrigen, so daß auch sie bei durchgängen in den„ Astron. Nachr." bekannt gemacht worden. 3,50 Meter ungehindert passiren fönnen. Der Handelsminister Danach fit die Sonnenparallage 8" 888 mit einem wahrschein sei eine technische Autorität nicht, wie auch sämmtliche Staats- lichen Fehler von nur 3/100 Sefunden oder die Entfernung der Bautechniker in jener Konferenz sich gegen das Projekt der Erde von der Sonne 148 Minionen, genauer 148 138 000 Rilo Erhöhung geäußert hätten. Die zähigkeit, mit der dem Magifirat meter. in dieser Frage entgegengetreten werde, spizze die Sache immermehr zu einer Machtfrage zu; es sei also auch auf der anderen Seite Energie zu zeigen. Stadtv. Spinola entscheidet sich ebenfalls für 3,50 Meter, da etwa 20 Staatsbrücken über den Oder- Spreekanal in gleicher Durchfahrtshöhe angelegt seien. Ein Schußt. welcher gestern Abend um 103/4 Uhr auf dem Stettiner Bahnhof fiel, rief unter den Beamten und dem reisenden Publikum begreifliche Aufregung hervor. Man eilte dem Schalle nach und fand auf dem Aborte daselbst einen etwa 28 Jahre alten Mann, welcher sich mittelst eines Revolvers einen Stadtv. Selle bestreitet, daß nur 10-15 Schiffe in Frage Schuß in die rechte Schläfe beigebracht hatte, als Leiche vor. Tämen. Die Schiffe der Zukunft müßten unweigerlich höher Aus mitgeführten Papieren ist ersichtlich, daß der Verstorbene sein, und diesem Bedürfniß der Zukunft müsse schon bei den der in dem Hause Schüßenstraße 43 wohnhaft gewesene Schneider jetzigen Brückenanlagen Rechnung getragen werden. Hermann Gugmann ist. Ueber die Beweggründe zur That hat In namentlicher Abstimmung wird der Ausschußantrag mit sich bislang Genaues nicht ermitteln lassen. 63 gegen 31 Stimmen angenommen. Selbstmord wird aus Westend gemeldet. Daselbst wurde in der Lie Borlage, betr. Die Uebereignung der Thomaskirche und Ahorn- Allee gestern Abend gegen 9 Uhr die Leiche des Jockey des Pfarrhauses am Mariannen- Ufer 1 an die Thomastirchen- Straß mit einem Schuß im Kopfe aufgefunden. Bei der Leiche Gemeinde wird nach dem Ausschußantrag angenommen. wurde noch Geld gefunden. Auch in diesem Falle sind die Die Petition des deutschfreisinnigen Vereins Moabit", betr. Motive völlig räthselhaft. die Vergebung städtischer Arbeiten bei nicht zu erheblichen Preisdifferenzen möglichst zur Ausjührung in Berlin in Rücksicht auf den hiesigen Arbeitsmangel, beantragt der Petitionsausschuß, dem Magistrat zur Verfügung zu überweisen. Polizeibericht. Am 16. d. M. Vormittags versuchte eine unter fittenpolizeilicher Aufsicht stehende Frauensperson in ihrer Wohnung in der Junterstraße sich mittels in Milch aufgelösten Phosphors von Streichhölzern zu vergiften. Durch die vom Arzt angewendeten Gegenmittel wurde sie jedoch bald wieder hergestellt. In der Nacht zum 17, d. M. erschoß sich auf dem Stettiner Bahnhof auf dem Abort ein Schneider mittels Revolvers.- Am Kohlen- Ufer wurde zu derselben Zeit ein Schlächtergeselle ohne jeden Anlaß von zwei unbekannten Männern überfallen und durch Stochiebe am Kopfe so bedeutend verlegt, daß er nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte.- Am 16. b. M. fanden sechs Brände statt. " 1 Gerichts- Beitung. Eine Privat- Beleidigungsklage, welche der Bankier August Gin zweiter Sternberg gegen den Redakteur Franz Wißberger von der Berliner Zeitung" und gegen den Redakteur P.& hrentraut von der in demselben Berlage erscheinenden Berliner Abendpost" angestrengt hatte, gelangte gestern vor der 99. Abthlg. In den genannten des Schöffengerichts zur Verhandlung. Blättern vom 29. August d. J. befand sich eine Briefkastens Notiz, worin auf eine Anfrage eines Abonnenten über den Stand Diefelbe Die Meldung, daß der Zigeunerhauptmann Peter der Stastaer Rohlenwerfe Austunjt ertheilt wurde. mann verhaftet worden, bestätigt sich, wie wir erfahren, nicht. begann mit einer Einleitung, durch welche der Privatkläger sich Es hat sich nur um eine Vorführung des P. vor den Amts- beleidigt fühlte. Der Vertreter der Beklagten, Rechtsanwalt vorsteher von Weißensee gehandelt, da eine große Anzahl von Cohn I nahm für seine Klienten den Schutz des§ 193 Nach Erledigung einiger weiterer fleinerer Vorlagen schließt Klagen und Beschwerden gegen den früheren Bigeunerchef vor- des Str.-G.-B. in Anspruch und führte aus, daß nicht liegen und Petermann auf Ladung der Behörde nicht freiwillig die Person des Die Versammlung tritt dem Antrage bei. die öffentliche Berfammlung um 84 Uhr. Klägers, sondern nur deffen Unter tlärte, das gang beans Schlect hande Ausbi nur fr Geleg allen daß d überm dasel Vorsis zipiell Schließ Gegen desha ift in Schri find raths, eingez fie er die Extra portDorft fteher gewir Herrn stütz deu Gie 1 die ci fie be aber fich angel wege. daß der willi auch an E Beit tönnt Einze ift, Strei Herrm der gefan errun Weih verzi das tä nu in D mom Möt Euro Stun heu wie w gefter war große Gewe lands in E fühns deuts gefun stünd Unter Inter anerf beiter und bewe welch In d auch Nach Stan eber beauf daß rid, Afte var. Löfte rbei ende war nem per auf. tigt am hter und hon die ben Chen ölfmern von ehrt lich bei tifel ber Mit Cage ten Sellt der be nes Ente. ge cten auf fich das nen hon Die irde Ite ige igte rere tellt e3zten Buftfeer Frau stere Iche be: [ 13 teste Blut Den beder ers ige gen. inen iter" einer ohnt. Beit be Saft pft ng3Den und bem greit itag nnes Teeer aus und bis ugen Fur agen sein dort eine hrer Biten Arzt tellt. tiner - Am ohne Durch dem .M. uguft Don en= liner thig. anten ften Stand felbe fich walt 193 nicht nter Der Vertheidiger des in Haft befindlichen Bankiers Hugo Löwy, R.-A. Dr. Gotthilf, hatte bei der Staatsanwalt schaft den Antrag gestellt, seinen Klienten gegen eine erhebliche Raution auf freien Fuß zu setzen. Der Antrag ist abgelehnt worden. Einen abschlägigen Bescheid erhielt auch der N.-. Dr. Ivers, welcher in Betreff des Buchhalters Schweiger, der die Deutsche Bank durch seine umfangreichen Spefulationen für eigene Rechnung in so erheblicher Weise geschädigt hat, denselben Antrag gestellt hatte. " nehmungen hätten getroffen werden sollen. Der Gerichtshof erhalten und war er ebenso der Ueberzeugung, daß es den Willen, Matince, welche am 2. Weihnachtsfeiertage bei Gratweil, schloß sich dagegen den Ausführungen des Rechtsbeistandes des dazu hat und daß es den Buchdruckern vermöge der Solidarität Kommandantenstraße 77-79, stattfindet, gut besucht wird, denn Klägers, R.-A. Dr. Friedmann, an und hielt dafür, daß die der Arbeiter aller Länder gelingen werde, endlich den Sieg zu der Ueberschuß derselben soll zu einem guten Zweck nerwendet Einleitung, die für den Kläger in hohem Grade ehrenträufend erringen.( Lebhafter Beifall.) Im Anschluß hieran erstattete Herr werden. Das Billet tostet 25 Pf., in fämmtlichen Zahlstellen fei, mindestens als überflüssig angesehen werden müsse. Das Bested den Situationsbericht für Berlin und Herr Gasch, fowie bei den Vorstandsmitgliedern und bei den Mitgliedern der Urtheil lautete gegen jeden der Angeklagten auf eine Geldstrafe Redakteur des Correspondent", den Situationsbericht fir Leipzig. Agitationstommission sind solche zu haben. Nachdem noch ge von 200 M. und Publikationsbefugniß für den Kläger. Beide Herren konstatirten unter Beifall die Einigkeit der Buch- beten worden war, dafür zu agitiren, daß die nächste Bersammdrucker beider Städte wie ganz Deutschlands. Nachdem noch lung zahlreich besucht wird, wurde die Versammlung mit einem Herr Schmitt eine Ansprache an die Versammlung gerichtet Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. hatte, schloß dieselbe mit einem dreifachen stürmischen Hoch auf die englischen Arbeitsbrüder. Im Leseklub,.Karl Marg" sprach am Sonntag Reichstags- Abgeordneter Emanuel 28 urm über das Thema„ bie Die Delegirten zur Verliner Streit- Kontrollkommission Luft als Nahrungsmittel." Der Redner führte aus, daß der hatten sich am 16. Dezember versammelt, um die Situations. Mensch nicht allein von festen Stoffen sich nähren kann, sondern berichte über die zur Zeit in Berlin stattfindenden Streits ent- zur ordentlichen Ernährung auch einer ausreichenden Menge gegen zu nehmen. guter, reiner Luft bedarf, schilderte dann die chemische Zusammen Herr Ahrend theilte über den seit zwanzig Wochen fehung der Luft und des Blutes und deren physiologische Bewährenden Streik der Weißgerber mit, daß derselbe sich noch ziehung zu einander und besprach eingehend die hinsichtlich der Etwas peinliche Auseinandersetzungen zwischen dem vergrößert habe durch Hineinziehung der Kollegen einer Firma, Birkulation guter Luft meist völlig ungenügenden Raum- VerhältVorsitzenden eines Schöffengerichts und einem Bertheidiger fanden die den Lohn reduzirte. Der Kampf müsse sich nach Neujahr nisse der Wohnungen, Werkstätten und Schulen, hierbei die GeIn der dieser Tage im Saale einer Abtheilung des Amtsgerichts I statt entscheiden, es handle sich blos darum, daß bis dahin genügend werbe- Ordnung einer scharfen Kritik unterziehend. und berührten die Rechte des Vertheidigers im Strafverfahren. Unterstützungen einlaufen. In diesem Falle wäre der Sieg sicher, Diskussion über den interessanten Vortrag schildert Herr Fiezel In einer daselbst verhandelten Anklagesache war nicht nur der sonst nicht. Ein Kollege des Herrn Ahrend wies darauf hin, die Berliner Wohnungs- Verhältnisse und forderte im weiteren Rechtsanwalt Wronker als Vertheidiger persönlich erschienen, daß wieder eine Fabrit mit einer Lohnverkürzung gedroht habe. Berlauf seiner Rede die Anwesenden auf, sich zahlreich an der derselbe hatte vielmehr auch einen ihm zur Ausbildung überHerr Sterntopf berichtete über den Stand der Streits Kommunalwahl zu betheiligen und den sozialdemokratischen wiesenen Referendarius als Assistenz zur Gerichtsstelle mit der Handschuhmacher, dabei auf den in Osterwiek er- Kandidaten zum Siege zu verhelfen, um die Wirthschaft der Freigebracht. Als es zum Plaidoyer fam und der Vertheidiger an rungenen Sieg derfelben verweisend. Was Friedrichshagen be- finnigen abzuschaffen. Unter Verschiedenem brachte Hr. Günther kündigte, daß sein Assistent die nöthigen Aus ührungen machen treffe, so habe der dortige Fabrikant Hopp erklärt, seine streitenden die in der Berliner Wärmestube herrschenden Verhältnisse zur werde, erhob der Vorsitzende Einspruch dagegen und sprach seine Handschuhmacher seien für ihn„ todi". Redner bat um mög- Sprache, worüber der Vorwärts" schon genügend unterrichtet lebhafte Verwunderung über ein solches Beginnen aus. Er be- lichste Unterstügung, damit der Kampf aufrecht erhalten werden hat. Nächsten Sonntag findet für dieses Jahr die letzte Bertonte, daß ihm ein solcher Modus der Vertheidigung in seiner fönne. sammlung im selben Lokale statt. Herr Dr. med. Bernstein langjährigen Prayis noch nicht vorgekommen sei, erregte dadurch Hierauf erstattete Herr Ph. Schmitt Bericht über die wird über„ Krankheitsverhütung" referiren. aber den lebhaftesten Widerspruch des Vertheidigers. Dieser er- Entstehung und den bisherigen Verlauf des Buchdruckerklärte, daß er darauf bestehen müsse, daß seinem Assistenten streits, worüber der Vorwärts" ja schon eingehend berichtet In der öffentlichen Versammlung der Hausdiener das Wort ertheilt werde, andernfalls beantrage er, den Vor- hat. I a hys( Buchdruckerei- Hilfsarbeiter) ergänzte den Bericht, Berlins, welche am Mittwoch Abend tagte, erstattete Herr gang zu Protokoll zu nehmen. Rechtsanwalt Wronter die Unterstützungsbedürftigkeit der Hilfsarbeiter und Ar Raßler Namens der Einigungskommission Bericht über deren beanspruchte, daß auf diesem Gebiete die Bertheidigung doch nicht beiterinnen, welche an diesem Riefentampfe betheiligt sind, unterhandlungen mit vier Vereinen. Der Verein Berliner Hausschlechter gestellt werden dürfe, als die Staatsanwaltschaft. Hier klarlegend, die Buchdrucker könnten ihnen nicht mehr biener lehnte den Zusammenschluß mit den übrigen Hausdienern handele es sich um einen jungen Juristen, der ihm amtlich zur geben, als sie ihnen schon zukommen lassen. Die Sammlung ab, desgleichen der Unterstützungsbund der Lederbrauche; dagegen Ausbildung überwiesen worden sei und er halte es daher nicht für die Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen erfolge jegt vermittelt haben der Unterstützungsbund der Berliner Hausdiener und der nur für sein Recht, sondern geradezu für seine Pflicht, demselben der Listen der Buchdrucker. Zentralverein einstimmig ihre Auflösung zu Gunsten einer neuen Gelegenheit zu geben, auch die Vertheidigung in Straffachen in Organisation beschlossen. Herr Grauer wies dann auf die allen Stadien fennen zu lernen. Der Bertheidiger verwies darauf, Vortheile hin, welche eine große Organisation bietet, unter denen daß die Staatsanwälte fast täglich die ihnen zur Ausbildung nicht der geringste der ist, daß statt drei verschiedener Arbeitsüberwiesenen Referendare mit in die Gerichtsfäle bringen und nachweise wie jezt nur zwei egistiren würden. Die Kommission daselbst plädiren lassen und erachtet deshalb den Einspruch des hatte ein Statut entworfen, nach welchem die neue Organisation Borsitzenden für unbegründet. Leider kam es zu einer prinden Namen Verband der Geschäftsdiener, Bader zipiellen Entscheidung der Streitfrage nicht, da der Bertheidiger und Berufsgenossen" führen und ihren Mitgliedern die schließlich erklärte, daß er den Referendar nicht länger zum üblichen Vortheile der Fachorganisationen bieten wird, u. a. RechtsGegenstand so peinlicher Erörterungen gemacht sehen möchte und schutz, Unterstützung bei Arbeitslosigkeit und in Krankheitsdeshalb das Plädoyer selbst übernahm. und Todesfällen. Von dem Eintrittsgeld, das 50 Pf. beträgt, find alle Mitglieder bestehender oder aufgelöster Vereine bis zum 1. April entbunden; denselben werden auch die Vortheile, auf welche fie in ihren einzelnen bisherigen Vereinen Anspruch hatten, zugesichert. Da die Mitglieder des Verbandes weit ger ftreut über Berlin und dessen Vororte wohnen, so werden für die verschiedenen Stadtviertel je drei Vorstandsmitglieder Sondervorstände bilden, um in ihren Vierteln Busammenfünfte zu ver ansialten. Es waren folgende zwei Resolutionen eingelaufen: 1. Die heute am 16. Dezember in der„ Ressource" tagende öffentliche Versammlung der Hausdiener imd Berufsgenossen spricht hiermit ihre Mißbilligung aus gegen das Verhalten derjenigen Mitglieder in den bestehengebliebenen Vereinigungen ( Unterstüßungsbund in der Lederbranche und Verein Berliner Hausdiener), welche gegen die Beschlüsse der Einigungskommission, betreffend die Gründung einer Gesammt- Organisation, gestimmt haben; sie erklärt hiermit, daß die Betreffenden als nicht auf dem Boden der zielbewußten Arbeiterschaft stehend zu betrachten sind, und erwartet, daß die übrigen Gewerkschaften ebenfalls hierzu Stellung nehmen." Buchdrucker- Bewegung. Die erste Geldsendung der englischen Gewerkschaften ist im Betrage von 10 000 M.( bewilligt von den Londoner Schriftfezern) am 16. Dezember nach Berlin abgegangen. Gestern find weitere 40 000 M. durch den Sekretär des Gewerkschaftsraths, George Shipton, für Deutschlands Buchdrucker in London eingezahlt worden. Zur Unterstützung der deutschen Buchdrucker bewilligten die Buchdrucker Basels 1000 Franken und wöchentlich eine Extrafteuer von 1 Franken pro Mann. Zwei von den streifenden Feibisch' schen Webern legten hierauf die Gründe dar, welche zu diesem Ausstand geführt haben und baten, auch sie möglichst zu unterstügen. Ein Antrag Ahrend, auch den Weißgerbern( im Hinblick auf die Buchdrucker) das Recht zuzugestehen, Sammellisten, mit dem Stempel der Berliner Streit Kontrollkommission versehen, zirkuliren zu lassen, wurde angenommen, nachdem die Frage geftreift worden war, ob das Listen- oder das Markensystem das Bessere wäre. Einstimmig gelangte dann folgende Resolution zur Annahme: Die Versammlung erklärt den Streit der Buchdrucker für berechtigt und verpflichtet jeden Delegirten, innerhalb feiner Gewerkschaft dafür einzutreten, daß den Buchdruckern, fowie Buchdruckerei- Hilfsarbeitern und Hilfsarbeiterinnen thatkräftige Unterstüßung gewährt wird, um denselben zum Siege zu verhelfen. Gleichzeitig verpflichtet die Versamm lung jeden Delegirten, für die Unterstützung der bereits feit vielen Wochen im Streit befindlichen Weißgerber, Handschuhmacher und Weber innerhalb seiner Gewerkschaft nach besten Kräften einzutreten." Herr Stahl regte an, ob nicht auch für Zigarren die Kontrollmarke eingeführt werden könne. Von weiterer Verhandlung hierüber wurde jedoch Abstand genommen. Man wählte dann in den Ausschuß Herrn Busse und zu Nevisoren die Herren Koopmann, Räther und Larson. In der nächsten Versammlung soll die Frage der Taktit der Kommission, namentlich in Betreff der Sammlungen, erledigt werden. " Die englischen vereinigten Gewerkschaften der Transport- Getverbe, 45 000 Mitglieder zählend, fandten dem Zentralvorstand der deutschen Buchdrucker ein Telegramm, in welchem der hvercin der Tischler bewilligte in seiner außer fie erklären, daß sie den Ausständigen mit aller ihnen gu Gebote 2 Die öffentliche Bersammlung der Sausdiener Berlins er stehenden finanziellen und moralischen Macht den großen Streit ordentlicher Generalversammlung am Mittwoch wie schon der kennt die Nothwendigkeit einer Gesammtorganisation voll und ganz Vorwärts" berichtete 1000 M. für die streikend en an, erklärt sich mit den Arbeiten wie mit den Berichterstattern gewinnen helfen" würden. Buchdrucker. Mehrere eingelaufene Unterstützungsanträge er der Kommission vollständig einverstanden und verpflichtet sich, Große Besorguiffe hat die Freifinnige Beitung" des ledigte man in der Weise, daß die Kollegen Mix, Bauer und Mann für Mann dem Verbande beizutreten. Sie erblidt in dem Herrn Eugen Richter vor der finanziellen Unter- Forner mit der Anstellung von Recherchen beauftragt wurden, Verbande und seinen Tendenzen die Möglichkeit, nicht nur tübung der streifenden Buchdrucker durch die auf Grund deren der Vorstand alsdann Beschluß faßt. Es folgte die Kollegen Berlins, sondern ganz Deutschlands zu vereinigen." deutsche und die ausländische Arbeiterschaft. die Bestätigung der vorgeschlagenen Kollegen als Bevoll Diese beiden Resolutionen wurden nach längerer Diskussion Sie verspottet jetzt fogar schon, um die Gehilfen zu verwirren, mächtigter für den Westen Herr 3wanzig, als Werkstatt- angenommen. Einige Redner gaben zu verstehen, daß der Unterdie cinft von ihr so hochgelobten Trades- Unions Englands, indem tontrolleure für den Norden die Herren Engel und Maaß, flüßungsbund der Lederbranche seinen Beschluß übereilt gefaßt fie behauptet, dieselben schickten wohl bombastische" Telegramme, für den Westen die Herren Schäfer und Geisen habe und deshalb ein nachträglicher Anschluß noch möglich sei. aber kein Geld. Wie aus obiger Notiz erjichtlich, befindet heimer, letzterer an Stelle des Herrn Kühne. Zu der Die Statuten wurden sodann unverändert angenommen. Zum sich Herr Eugen Richter, wie gewöhnlich in Arbeiter in der Orts- Krankenkasse der Tischler und der Pianoforte- Arbeiter provisorischen Vorstand ernannte man die Einigungskommission angelegenheiten, so auch diesmal wieder auf dem Holz bevorstehenden Wahl wurde bemerkt, es gälte hier ganz besonders und ertheilte derselben für ihr bisheriges Wirken Decharge. wege. Ebenso unrichtig ist die Meinung der Freisinnigen Stg.", darauf zu sehen, daß in den Vorstand nur solche Mitglieder daß die im Vorwärts" veröffentlichten Unterstützungssummen gewählt würden, welche den unter so großen Mühen geschaffenen Im Fachverein der Marmor- und Granitschleifer hielt der Zahl der Fälle, in welchen Arbeitervereine Unterstügung be- Arbeitsnachweis des Fachvereins der Tischler anerkennen und am 13. Dezember Herr Dr. Lütgenau einen interessanten, mit willigten, in deren wirklichem Umfange entsprächen. Das trifft unterstüßen, was jetzt nicht der Fall sei. Man möge deshalb Beifall aufgenommenen Vortrag über Die Entstehung des auch nicht entfernt zu. Die Betheiligung der deutschen Arbeiter bei der Wahl der Personen die größte Vorsicht obwalten lassen. Staates". Die Versammlung ertlärte sich in einer Resolution an der Unterstützung der Buchdrucker ist, wie die" Freifinnige Dieser Tage erst sei es vorgekommen, daß ein Kassirer während mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einver Zeitung" schon am Beispiel Berlins, Leipzigs zc. entnehmen seiner Die stſtunden die Meister zum Besuche der Versammlung standen und erkannte an, daß unter den heutigen Verhältnissen fönnte, eine weit größere, als wir im Vorwärts" darüber im eingeladen habe, während die schriftliche Einladung erst noch zu nur eine sozialistische Wirthschaftsordnung vortheilhaft ist". Einzelnen berichtet haben und berichten fönnen. Die Hauptsache erfolgen hat und jenes gar nicht seines Amtes sei. Hierauf wurde die Abrechnung vom Herbstvergnügen gegeben; ift, daß die streitenden Gehilfen am Bahltage regelmäßig ihre Es wurde noch beschlossen, daß die mindestens drei Wochen danach betrug die Einnahme 72 M. 90 Pf., die Ausgabe 68 M. Streifunterstützung bekommen; das ist bisher zum Schmerze des lang arbeitslosen Kollegen, welche im Arbeitsnachweis ein- 50 Pf., der Ueberschuß 4 M. 40 Pf. Unter Verschiedenem" Herrn Eugen Richter und der Buchdruckereibesitzer überall geschrieben sind, auf Wunsch freien Zutritt zu dem am 1. Feier wurde ein Antrag: 50 M. aus der Vereinskasse zu entnehmen der Fall gewesen und wird bei reger Betheiligung der und damit die arbeitslosen Mitglieder zu unterstüßen" einstimmig gefammten Arbeiterschaft auch so bleiben, bis der Sieg angenommen und hierzu bemerkt, daß die Mitglieder, welche errungen ist. Und wenn diesmal Deutschlands Buchdrucker das arbeitslos find, sich Sonntag, den 20. Dezember, Weihnachtsfest als Streifende feiern und als solche auf Manches sozialdemokratischen Kommunalwvähler Abends 6 Uhr, bei Lorenz, Roppenstr. 43a, einstellen verzichten müssen, daß sie sich sonst bieten konnten, so wird ihnen versammlung für den 40. Bezirf, welche am Dienstag in möchten. Am 24. Januar findet in Deigmüller's Salon wieder das Bewußtsein, für eine hohe, herrliche Idee zu Ahrens Brauerei, Moabit, tagte, theilte der Vorsitzende zunächst eine öffentliche Versammlung statt. tämpfen, deren Früchte der ganzen Arbeiterschaft der Welt das Resultat der Stichwahl mit, worauf Genosse einer erin reichem Maße zukommen werden, über die Stunden flärte, daß der Freifinnige Gehricke seine Wahl den Antisemiten Ju dee Kürschner Filiale sprach am 14. Dezember Herr momentaner Sorge hinweghelfen. Nur Ausharren ist von verdanke, denn die freisinnige Partei sei im 40. Bezirk viel zu Schöpfe unter großem Beifall über den Urzustand und die Nöthen die Sammlungen unter der Arbeitschaft ganz schwach vertreten; die Sozialdemokratie dagegen habe eine ehren- Entwickelung des Menschen. Es traten dann mehrere Redner Europas brauchen auch einige Zage Beit; in fegter volle Niederlage zu verzeichnen, da sie jedwedes Kompromis ab- auf, welche den Werfführer Feldmann wegen seines gefähr Stunde eingeleitet, können sie die Millionen nicht schon lehnte und nur für ihre Ideen fämpfte. In 6 Jahren würden lichen Verhaltens den Arbeitern gegenüber hart tadelten und heute gebracht haben, vor welchen fich Herr Eugen dichter wir auch diesen Kreis erobert haben. In demselben Sinne seinen Ausschluß aus der Filiale forderten. Der Genannte suchte wie vor allem Großen fürchtet. sprachen die Herren Zubeil, Vogthere, Rumpel 2c. Gs gelangten fich zu rechtfertigen, die Versammlung nahm jedoch einen Antrag dann 3 Resolutionen einstimmig zur Annahme, in welchen die an, welcher die Entscheidung über diese Angelegenheit einer au Versammlung wählenden Neuerkommission überwies. Versammlungen. tag auf dem Bock" stattfindenden Bergnügen haben und die Billets dazu vom Arbeitsvermittler ausgegeben werden. der Ju 1. Namens der sozialdemokratischen Kommunalwähler Moabits erklärt, daß die freisinnig- konservative Mehrheit der Stadtverordneten Versammlung das ihr durch die Wahl aus gedrückte Vertrauen nicht verdient, da sie als Vertretung der bürgerlichen Klasseninteressen nicht im Stande ist, das Woht der proletarischen Staffe zu wahren. 2. Das Zentral- Wahlbureau beauftragt, eine Statistit über die heute abgegebene Stimmen zu veröffentlichen und zwar in folgender Art: Wie viel Beamte, selbständige Handwerker, Geschäftsleute, sonstige Handwerker, Arbeiter haben gewählt und wie? 3. Mit allen Kräften dafür einzutreten verspricht, daß bei der nächsten Stadtverordneten- Wahl im 40. Bezirk nur Bertreter der Sozialdemokratie gewählt werden. " 1 " Im Verein der Sattler sprach an Stelle des unpäßlichen Abgeordneten Auer am Mittwoch der Reichstags- Abgeordnete Heine über Berufskrankheiten. An der Hand einer amtlichen Londoner Statistik wies der Redner nad), daß fast ohne AusDie allgemeine Buchdrucker Versammlung, welche nahme jeber Beruf seine besonderen Krankheiten hat, die Zungen gestern Abend im Saale der Attienbrauerei Friedrichshain tagte, schwindsucht aber die weitverbreitetste ist. Die eigentlichen war von gegen 4000 Personen besucht. Herr Döblin, von Ursachen der Berufskrankheiten beruhten in dem Mangel an großem Beifalle begrüßt, überbrachte die Grüße der organisirten geeigneter und genügender Nahrung, im Uebermaß der Arbeit, Gewerkschaften Englands an die streikenden Buchdrucker Deutschin der schlechten Ventilation der Arbeits- und Wohnräume. lands( Bravo) und erstattete sodann Bericht über seine Erfolge Hierin Nemedur zu schaffen, sei nicht die letzte Aufgabe der Arin England zu Gunsten der deutschen Buchdrucker, welche die beiter, und wenn der schweizer Bundesrath die besonders gesund. fühnsten Hoffnungen übertroffen haben. Die Bewegung der heitsschädliche Streichholz- Fabritation ben profitwüthigen Privat deutschen Buchdrucker hat in England um so größere Sympathie produzenten aus der Hand nehmen wolle, so sei das zu begrüßen. gefunden, als die Buchdrucker Londons demnächst den achtDurch Auftlärung und Organisation der Massen würde auch den stündigen Arbeitstag zur Einführung zu bringen gedenken. Die Berufskrankheiten nach und nach der Boden entzogen und das jetzt Unterstützung der deutschen Buchdrucker wurde als im eigensten fehr niedrige Durchschnittsalter der Arbeiter fich allmälig steigern. Intereffe liegend und für Ehrenpflicht anerkannt. Ebenso wurde Im Verein der oft und westpreußischen Sozialisten Der interessante und beifällig aufgenommene Vortrag wurde in der anerkannt, daß dies das erste Mal sei, daß die englischen Ar- wurden in letter Versammlung die 3ahlstellen des Vereins Distaffion von Geiten zweier" Unabhängiger" unter lebhaftem beiter in so energischer Weise für auswärtige Arbeiter eintreten bekannt gegeben. Dieselben befinden sich bei den Herren Widerspruch der Versammlung zu den befannten persönlichen Anund wurde dies als ein Wendepunkt der englischen Arbeiter& afforte, Bigarrenhandlung, Junkerstr. 1; Gottfried griffen und allerlei bombastischen Redensarten benutzt. Heine bewegung betrachtet. Zehntausend Mark sind bereits eingetroffen, Schulz, Bigarrenhandlung, Kottbuser Play, Admiralstr. 40a; erklärte den beiden Leuten bei der vorgerückten Zeit auf ihre welchen am heutigen Lage weitere 40 000 m. folgen werden. Krüger, Restaurateur, Ecke Hirten- und Amalienstraße; gewissermaßen an den Haaren herbeigezogenen Argumente heute Die Mitglieder nicht eingehen zu können, aber gern bereit zu sein, Punti für In den nächsten Tagen werden weitere Geldfendungen folgen und Hämmerle, Restaurateur, Bülowstr. 59. auch anhalten, da alle Gewerkschaften Hilfe zugesagt haben. wurden ersucht, dort ihre Beiträge zu entrichten. Beitritts: Punkt in öffentlichen Versammlungen fachlich zu diskutiren. Gins Nach der Meinung des Referenten würde England allein im meldungen können daselbst gleichfalls angebracht werden. Es möchte er aber den beiden Sprechern der Unabhängigen an Stande sein, den Streik der deutschen Buchdrucker aufrecht zu wurde dann aufgefordert, recht rege dafür zu agitiren, daß die rathen: bei der Wahrheit zu bleiben, oder wenn ihnen dies nicht Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie ging man aus. einander. möglich sein sollte, wenigstens einen anständigeren Ton anzu- gründlich unterrichten will, insbesondere den Fach, Bildungs-| Alles, was zerbrechbar war, schlagen. Nur durch Bildung und Wissen könne das Bolt zur und sonstigen Arbeitervereinen und Bibliotheken, sowie Allen, Prostituirten in der rohesten Weise beschimpft und sogar mißdemolirt, sondern auch die Freiheit gelangen, und nur auf dem Wege, den die sozialdemo- welche im öffentlichen Leben sich bethätigen. Die Expedition handelt. Dies Alles geschah so rasch, daß die herbeigeholte tratische Partei wandele, sei eine Besserstellung der großen Masse des Vorwärts" nimmt Bestellungen entgegen und Wache und die zur Hilfe kommenden Nachbarn es nicht ver des Wolfes denkbar; die Taktik der Partei führe zugleich direkt wird Probehefte gratis zur Verfügung stellen. zur Verwirklichung der sozialistischen Ideen. Die Versammlung nahm die Abfertigung der beiden" Unabhängigen" mit lebhaftem Beifall auf. Arbeiter- Bildungsschule( Französischer Kursus.) Sonntag, den 20. und Sonntag, den 27. Dezember, fällt der franzöfifebe Unterricht aus und beginnt wieder am Sonntag den 3. Januar. Die Monatsversammlung der Porzellanmaler und verwandten Be rufsgenossen Deutschlands findet am 19. d. M. in den Lokalitäten von Roll, Adalbertstr. 21, statt. Anfang ½ Uhr. Achtung! Oft- und Westpreußen. Vermischkes. am hindern konnten. Mit der Polizei gab es dann einen wirklichen Kampf. Durch die Wächter der anderen in der Nähe liegenden Häuser wurde ein Student gefaßt und so heftig durchgeprügelt, daß ihm ein Bein zerbrochen und eine schwere Verlegung Unterleib zugefügt wurde. Eines der mißhandelten Mädchen, eine Negerin, ist infolge des Schreckens und der an ihr verübten Ge waltthätigkeit schwer erfrontt. Eine gerichtliche Untersuchung ist fofort gegen die Uebelthäter eröffnet worden; bis jetzt hat sie aber zu keinem Resultat geführt, da die Studenten erklären, sie wirst, hat selbstverständlich das größte Aufsehen gemacht. ein bezeichnendes Licht auf die Rohheit der bürgerlichen Jugend Abends 8½ Uhr, Fischerstr. 8: Vorstandssigung mit der Anitationstommiffion. Fürfeld in Rheinhessen gebürtig, welcher der Ermordung des wüßten nichts mehr von dem Geschehenen. Diese Affure, welche Sonnaben, ben 19. Dezember, den Bersammlung. Sonnabend, den 19. Dezember, herb 84 Uhr, Andreasstr. 26. Verein der Kurbelstepperinnen, Stepper ete. Große Mitglieder: Tagesordnung: Ausarbeitung eines Lohntarifs. Lese- und Diskutivklubs. Freitag. Karl morr", Abends 9 Uhr bei Grube, Mariendorferstr. 10. Gäne haben Zutritt. Westen", Abends 8 Uhr bei Böhland, Bülowstr. 62. Gäfte, durch mite tener eingeführt, haben Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. UebungsButritt. Pesangverein, Blaue stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitglieder. aiser'scher Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. Arbeiter Gesangverein Nor d", Brun terr. 38 bei Gnadt. Arbeite Cesangverein, Bor wärts 1", G.D. Adalbertraße 21 bei Roll. verein", Landsbergerstraße 31 bet Musehold.-, Buchbinder Männer " Kummer' scher Gesang chor" Berlins, Alt Satobstraße 75 bei Feuerstein.- Arbeiter- Gefangverein Maiglöckchen", Hochstraße 32a, bei 2ilke. lich reit"( Buyer), Seydelstraße 30. Gefonç verein„ Gemüth Gesangverein Jugendfreuden Gartenstr. 162 bei Meiprer. Gesangvereinris", Söpnickerstr. 127a bei Küfter. Gefangverein„ Collegia", Reichenbergerfraße 16, bei Pagold. Gesangverein Johar ni", Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Oftend. Gesangverein, Balme" in Belten, bei Schröder. Schleife" in Pantom, Mühlenjir. 24, bet Stöhr.- Gesangverein Bor: wärts 6"( Gem. Chor), Nieder- Schönweide, bei Shenbaum. GejangDerein, Sänger Freiheit", Naunynstr. 43 bei Fröhlich. Gefang verein Frete länge", Solmstr. 52, Ecke Baruth.istr. bei Faulseid. Gesangverein Freiheit Gruß", Kastanien Allee 35 bet Scholz. Gefangverein, Morcerroth 4", Röpnick bei Wiedemann in Adlershof. Gefangverein Wahrheit", An der Zwölf- Apostelfiiche 7b bei Framte. Gefangverein, 2iederfreund", Anhaltische Ressource, Möckernnraße 114. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlino und Umgegend. Freitag: Verein Grüne Tanne 9 Uhr bei Teßner, Markusstr. 8. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Berliner Turngen offen schaft, 9. M.- Abth. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. Männerchor Waldesrauschen", Martcrafenjir. 87 bei Weigt. Männer- Gefang- Verein" union" Abends 9 Uhr, in der Berliner Bock Musikdilettanten- Verein Glode" 9-11, Lebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gefangverein„ ibertee". Bei Ulrich, Brauerei. " " " " 27 Staccato" Dirigent A. Lepte. Freitag. Wiangelstr. 84. Stimmbefähigte Genossen werden gewünscht. Tambout verein, Wirbel", Sellerstr. 3, bei Neumann. Aufnahme geschulter Mit glieder vom 17. Lebensjahr an. Uebungsstunden Dtstag und Freitag von 9 bis 10% Uhr. Musit- Dilettantenverein Abends 9 Uhr, Stromstraße 28, bei Herzog, nebungsunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gischeinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. Tambourverein Borussia", ehem. Alsen. Uebungsstunde jeden Dienstag und Freitag im Restaurant Feldhahn, Weidenweg Nr. 12.- Bergnügungsverein Glück auf", Abends 8% Uhr, Sigung bei Möwes, Fichte straße 29. Nach der Sigung Tanz. Gäste wiltomment. Bergnügungsverein" Euphrosyne". Stzung mit Damen Abends 9 Uhr im Restaurant Wohllebe, Alerandrinenstr. 110. Nach der Sigung Tarz. Cäfte willkommen. Geselliger Verein Immergrün" Abends 9 Uhr, im Restaurant Seinicke, Drantenstr. 36." Rauchtlub, Weich felblatt", Abends 9 Uh, Stalizer Straße 147a bei Wichert. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willfommen. Rauchklub„ Ohne 8wang", Abends 8½ 1hr, bei W. Spaeth, Weinstraße 28. Rauchtlub Nothe Nelfe". Jeden Freitag Abends 9 Uhr bei F. Steuer, Weinstr. 22. Gäjte durch Mit- lieder eingeführt haben Buti itt. Rauchtlub Gemüthlich feit" tagt alle Freitag Abend um 9 Uhr bet D. Schröder, Reichenbergerjiraße Nr. 24. Mitglieder werden auf: genommen. Privat- Theater gesellschaft ,, Augusta ittoria" heute Abend 9 Uhr: Sigung Berlebergerstraße 13. Aufnahme neuer Mitglieder. Statflub Tournee", Abends 8% 1hr, beim Genossen Karl Ullrich, Wrangelstraße 84 Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willtommten. Pfeifentlub ,, Angra Pequena", Sigung Abends 10 Uhr, Neue Hochstr. 53, bet Bergat. Gäste willkommen. Rauchflub ,, Rothe Quaste", jeden Freitag Abend 9 Uhr beim Genoffen Eimecte, Röpnickersir. 130. Gäfte find willfomm.n. Paul Nickel'scher Musttverein Allegro" jeben Sonnabend bei W. Vogel, Sorauerstr. 13. Aufnahme von Mitgliedern. " Literarisches. Mainz. Das Schwurgericht verurtheilte am 16. Dezember Schuhinacher Peter Eschbach, 51 Jahre alt und aus Feldschüßen Heinrich Michaelis angeklagt war, trotz seines Le gnens zum Tode. Am 13. Oktober war Eschbach vom Schöffengericht zu wälstein wegen Beleidigung" nd Bedrohung des Feldschützen Auswanderung eines ganzen Volkes. Schon seit mehreren Michaelis zu 90 M. Geldbuse verurtheilt worden. Michaelis Jahren hat die Auswanderung aus Island nach Nordbis on dessen Haus und dort fiel ein Flintenschuß, der die beiden Jezt liegt es im Plane amerikanischer Bauspekulanten, unter begleitete nach der Verhandlung den Zeugen Joseph Schmitt II a merita einen verhältnißmäßig großen Umfang angenommen. Mänrer niederstreckte. Michalis starb sofort, Schmitt ward Leitung eines gewissen Dr. Dölche Agenten nach allen Theilen wieder hergestellt. Eschbach mar den Beiden vorausgeeilt, hatte Islands zu senden, um die ganze dortige Bevölkerung zur Aus sich in den Hinterhalt gelegt ur war nach vollbrachter That in wanderung nach Alaska, wo das Klima ähnlich wie auf Island das Wirthshaus, wo er sich vorher befand, zurückgekehrt. Er sein soll, zu bewegen. In Alaska sind die Erwerbsquellen aber blie tei seinem Leugnen, trotzdem durch 80 Zeugen feire Schuld weit besser als auf Island. Außerdem steht den Leaten, falls festgestellt worden war, zu welchen auch der Büchsenmacher Dotter ihnen das Land nicht behagen sollte, von dort aus stets eine be zählte, von dem Eschbach das Gewehr gekauft hatte, wer sich queme Verbindung mit Kanada und den Vereinigten Staaten nochher in der Nähe des The' ortes im Stroh versteckt vorfand. zur Verfügung. Große Schwierigkeiten dürfte die Fortschaffung 32 Schrrtförner hatten den Michaelis getroffen, davon war ihm überdies nicht bereiten, da ganz Island gegenwärtig keine je eine in Gehirn und Herz cedrungen. Zwei Männer aus 70 000 Einwohner zählt. dem benachbarten Orte Kost him fuhren mit einem Kahn nach San Francisco. Der Vulkan Rilanea auf der Nierstein, um Kohlen zu hole; der Sturm stürzte das Boot um Gruppe der hawaiischen Inseln ist wieder thätig. und beide Insassen ertranten. Pieselben waren verheirathet und hinterlassen Familie. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Darmstadt. Ueber den Nachlaß des vor Kurzem verstorbenen Banties Moses Hoffmann( in Firma W. Reichenbach Nachf.) hat das hiesige Amtsgericht das Konkursverfahren eingeleitet. Theilweise sind die Depots unterschlagen, wie sich jetzt herausstellt, theilweise sind die von den Kunden zwecks Bechaffung neuer Kouponsbogen hingegebenen Stücke italienischer Washington meldet der" World", daß Präsident Harrison be Rente nicht mehr aufzufinden. Die hessischen Veteranen, welche den Feldzug 1813/15 Staat unterstützt werden. Es werden dermalen Ermittelungen mitgemacht haben, sollen, der„ Darmst. 3tg." zufolge, durch den angestellt, wo sich solche Veteranen noch vorfinden. Das ist eine lobenswerthe That der hessis- en Regierung! Ein Arbeiter W. hatte in der sogen. Antisklaverei- Lotterie auf ein Zehntel- Loos, das er ohne Wissen seiner Frau spielte, 1500 M. gewonnen. Freudig theilte er ihr dies mit, war aber rekt rnangenehm überrascht, als sie ihn nach einem Blick auf die Nummer sehr unsanft anfuhr und behauptete, er habe ihr das Loos, das sie heimlich gespielt und in ihrer Kommode aufbewahrt hätte, entwendet. Als aber auf das Drängen des ge: fränkten Mannes die Kommode untersucht wurde, fard sich das Loos der Frau richtig vor, und es stellte sich heraus, daß beide Ehegatten bei demselben Händler je ein Zehntel derselben Nummer gefaust, mithin zusammen 3000 M. gewonnen hatten.( Hoffentlich ist diese von der Staatsbürger- Zeitung" mitgetheilte Ge schichte auch wahr!) " Troppau. Von dem hiesigen Schwurgerichte ist der Haus und Wirthschaftsbesitzer Anton Weimann aus Taschendorf, der angeklagt war, feinen 76jährigen Schieger vater Leopold Popp ermordet zu haben, zum Tode ver= urtheilt worden. ( Schlef. 3tg.) Lille. Die Spinnerei der Tuchfabrit Memgers in Lisieux ist niedergebrannt. Der Schaden wird auf 500 000 Fr. geschätzt. New York, 17. Dezember. Eine Spezialdepesche aus schlossen hat, von den ihm in Reziprozitäts- Klauseln der Mac Kinley- Note übertragenen Befugnissen Gebrauch zu machen und mit den Bereinigten Staaten feine Gegenseitigkeitsverträge ab demgemäß anordnen werde, daß die Zölle auf Bucker, Thee und Syrup, welche von denjenigen Ländern eingefuhrt werden, die geschlossen haben, in Zukunft wieder entrichtet werden. Der Grlaß wird in einigen Tagen veröffentlicht werden und soll mit dem 1. Januar 1892 in Kraft treien. Briefkaffen der Redaktion. Bet anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefli Antwort wird nicht ertheilt eines preußischen Staatsministers im Betrage von 86 000 Mart E. L. Sie find falsch unterrichtet. Er bezieht das Gehalt jährlich und freie Dienstwohnung. Außerdem Repräsentations. gelder, nebst Pierderationen. Verunglückter 99. Das wissen wir nicht; wir sind aber bereit, Ihnen ebenfalls Auskunft zu ertheilen. Hecklingen. Der Inhalt der Deutschen Arbeiter- Zeitung" ist keiner Erividerung werth. Beruh. Schneider. Raummangel verhindert uns daran. Die übrigen Vereine stellen ein solches Verlangen übrigens auch nicht. A. E., Möckernstraße. Sie sind schadensersatzberechtigt, freilich werden Sie darthun müssen, daß Sie nur in Er mangelung des Dienstbuches teine Stellung bekommen haben. Sozialpolitisches Zentralblatt. Bom Januar 1892 ab wird im Verlage von J. Guttentag in Berlin eine neue Wochen- Es geht nichts über akademisch gebildete Lente. Ein schrift unter dem obigen Titel erscheinen, herausgegeben von unerhörter Skandal ist in Brüssel Stadtgespräch. Am Dr. Heinrich Braun, dem Herausgeber des bekannten und verflossenen Montag Nacht begaten sich etwa fünfzig start anauch in Arbeiterkreisen mit Recht geschäzten Archiv für soziale getrunkene Studenten nach einem öffentlichen Hause. Gesetzgebung und Statistit". Ueber die Aufgaben der Zeitschrift Der Wirth wollte sie zuerst nicht einlassen. Allein es gelang unterrichtet der unserer heutigen Nummer beiliegende Pro- einigen, durch die geöffnete Thür zu schlüpfen und den Wirth H. S. Ihre Annonce fostet 4,80 M. Stellenvermittelung fpett, auf welchen wir hiermit noch besonders aufmerksam hinauszuwerfen, und dann stürzte die ganze Bande wüthend in unterhalten der Verein junger Kaufleute, Beuthstr. 21-22 und machen. Das neue Unternehmen empfiehlt sich Jedem, welcher die Zimmer. Was sich nun ereignete, läßt sich schwer beschreiben. der kaufmännische Hilfsverein, Seydelstraße, letzterer unent über alle sozialpolitische Fragen und Vorgänge sich rasch und Nicht nur wurden Möbel, Fenster, Spiegel, Tische, Stühle, kurz| geltlich. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Im Berlage von Auer& Co. in Hamburg ist erschienen und von uns zu beziehen: Der Neue Welt- Kalender für das Schaltjahr 1892. Mit einem Farbendruckbilde, Auf dem Markte" und einem Wandkalender auf Karton. Reich illustrirt. Preis 50 f. Juhalts- Uebersicht: Pf. Kalendarium. Post- und Telegraphenwesen.- Deutscher Wechselstempel. Auszug aus dem Juvaliditäts- und Altersversicherungsgesetz. Rückblick auf die Zeit vom 1. Mai 1890 bis 15. Mai 1891. Die Volkszählung vom 1. Dezember 1890. Verzeichniß der Messen und Märkte. Jm Kreislauf des Jahres. ( Gedicht.) Pilatus. Erzählung von Franz Wichmann. Mit Sllustrationen. Schiffbrüchige.( Gedicht.) Mit Illustration. Die Erde als Morgen- und Abendstern des Mars. Mit Abbildung. Statistisches aus der Landwirthschaft. Von Max Schippel. Großvaters Geburtstag.( Gedicht.) Mit Illustration. Unschuldig verurtheilt. Dichtung von Wilh. Hong. Mit Illustrationen. Die Bergarbeiter einst und jetzt. Von Karl Kautsti. Im Namen des Gesetzes!( Gedicht.) Mit Illustration. -Antje. Eine Helgoländer Geschichte. Von Klara Reichner. Mit Illustrationen. Morig Rittinghausen. Mit Porträt. Säfar de Paepe. Mit Porträt. Der Tuberkelbazillus und das Koch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen. Heimfehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Jllustration. Fliegende Blätter. ( Humoristisches.) Die Sehmaschine. Humoreste von M. Regel. Mit Justrationen. Auflösungen der Räthsel aus 1891.- Räthsel und Charaden. Wir empfehlen den vorliegenden 16. Jahrgang des Neuen Welt- Kalender" jedem Parteigenoffen zur AnSchaffung und zur weitesten Verbreitung in indifferenten Kreisen. Derselbe ist ein vorzügliches Agitationsmittel und steht durch seinen gewählten Inhalt weit über der gesammten sonstigen Kalender- Literatur. Wiederverkäufern, sowie für Partiebezug, hoher Rabatt. 1 Unserem Freunde und Genossen Albert Laasch nebst Frau zur Verehelichung die herzlichsten Glück wünsche und ein donnerndes Hoch von seinen Freunden a. d. F. V. d. K.[ 574b Muffen!! ( Durch Bufall spottbillig.) Echte P. Izmuffen 1,50 M. Waschbär 4 M. Opossum 5 Mart. Pelz- Garnituren, Stück 1,25 M. 1679L Oranienstr.158. Briefkaffen der Expedition. Am 16. d. 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