S-1 R• B Z- 8 ä � 3 jnitetfya(tung0b!äti öes Vorwärts Nr. 99. DienStafl, den 26. Mai. 1914 31 Der Kataöu. (5 r z ä h l»« g v o il Anna C r o i s s a n t- N» st. „Wieso Gefahr?" fragte Huller gereizt. „Na. tvenn man so liästlich»nd so alt ist—" „Sie ist aber gar nicht hästlich, eigentlich hat sie viel seines in den Linien, alt?»ei», sie kann nicht alt sei», nur vergränit ist sie." „Nicht alt,— nicht linsstich?— Aber erlauben Sie, mein Lieberl— Ich verstehe mich doch gewist ans grauen- schönheit n»d Sie als Künstler!"— er zuckte mitleidig die Achsel», und Huller zuckte sie anch. „Arme, liolbverhmigerte Adlige." „Ja, etwas Aristokratisches hat sie," entgegnet« Huller eigensinnig.— Seit der Zeit hies; der Hanslierr Frieda den schönen Kakadu, und seine Meinung von der Kunst des jungen Bild' Hauers sank rapid. Er»vir wirklich nur das Dromedar. Huller wurde seht erst recht bestärkt, mit Frieda zu ver- kehren. Es freute ihn, die„andern", die„drüben" zu ärgern. „Zorn über Philisteria," sagte er lachend, wenn er bei ihr am Fenster sasi und drüben die Köpfe hinter den Gar- dine» huschen sah. Anch war es so bequem, von der Arbeit wegzuspringen zu ihr hinauf, auf ein« Tasse Tee. Sicherlich reizte ihn anch das Geheimnisvolle, Scheue, anch die Zurück- Haltung in Friedas Charakter und, obwohl er sich's nicht ein- gestand, ihr Stolz. Man kam gar nicht dahinter, was mit ihr los sei, und er war sicher, dasi sie eine Geschichte habe. Wen» er einmal eine Frage versuchte, war sie gleich abNX'isend, wenn anch in aller Scheu, so dasi er sich tagelang nicht ge- traute z» ihr zu gehen. „Ich bin ja ein Tölpel, Fräulein, sehen Sie, ich frage Sie gewig nicht anS Neugierde! Sie dauern mich nur, und Sie sind gerade so allein wie ich; ich kenn das, ganz gelvisi, ich mein's anch nicht bös, es kommt nur so grob und nnge- schliffen heraus." „Oh, ich bin nicht böse, ich war gegen Sie viel taktloser, habe Sie das erstemal gleich nach Ihren Eltern gefragt-" „Takt! Takt! Was ist denn das wieder für eine an- erzogene Dummheit? Taktlos!— Herrgott! Mit so was können Sie mir nicht weh tn». Nur meine Kunst, Sapec, da bin ich empfindlich, da greift mich leicht einer falsch an." Nack»nd nach wurde es ein ganz komisches Verhältnis zwischen den beiden. Sie war ihm gegenüber die Jüngere, Schüchterne, die, die belehrt wurde, die keine Erfahrung hatte, die in lauter Konventionen steckte. „Ich Uxüs; das besser, ich kenne das Leben, ich seh mit hellen Augen drei». Bilden Sie sich doch nicht ein, das; Sie etwas wissen, Sie wissen gar nichts, Sie sind befangen, verschnbtert, r oller Vorwteile, aber wir wollen's schon machen, ja, ja. ich krieg Sie frei." Und dabei rieb er sich die Hände vor Vergnügen, llnd in alles steckte er seine Nase. Ihre Stickereien, ihre Hans« Haltung, ihre Einrichtung, ihre Bücher, alles»insste er sehen. „Sie lesen schauderhaften Schund, da mns; ich Was Gescheiteres bringen." Da sah er stundenlang, trank Tee»nd las ihr vor. Tolstoi und Nietzsche und Zola und Fläubert, U>aS ihm gerade in die Hand kam. Einmal sagte er z» ihr:„Fräulein Frieda, warum ziehen Sie sich eigentlich so altmodisch an und verunstalten sich so? Die Lenke—" „Nennen mich de» Kakadu, meinen Sie?" „Nein, das meinte ich nicht, aber, wissen Sie das?" fuhr es ihm heraus. „Ja, der Bursche da, von drüben, der Sohn des Hans- Herrn Lehnert, hat es mir ein paarmal nachgernsen." „Der Flegel! Tut's Ihnen lveh?" „Es sollte Wohl nicht, Sie wissen, ich bin nicht gerade verwöhnt, aber-- nun gut, ich denke für mich ist alles gut genug, ich habe die alten Sachen noch und wenn man, wie ich, schon dreistjg ist, braucht man sich und andern nicht zu gefallen." „Unsinn, man hat die Verpflichtung, immer so schön als möglich auszusehen, seiner Mitmenschen tvegen, und ve- sonders tvenn die Mitmenschen Künstler sind." Er hatte zu lachen angefangen und sie dabei unverlvandt angesehen. „Sehen Sie z. B. Ihre greuliche Haarsrisur," schon war er aufgesprungen, vor sie hin und wollte ohne Umstände anfangen, ihr die Haarnadel» aus dem kleinen Zöpfchen zu ziehe». Da sprang anch Frieda auf. und es lvar das erstemal, daß er sie fest und zornig sah. „Ich bin kein Modell." Ihre grauen Augen waren aufgerissen, der Mimd offen. Er hatte zuerst laut gelacht über ihre unnötige Abwehr, dann schaute er sie an und zuni ersten Male kam ihm das Gefühl, daß er ihr als Mau» gegenüberstand, und er schämte sich, daß er sie früher oft mizart behandelt hatte. „Nicht bös sein!" sagte er bittend tvie ein Kind und blieb vor ihr stehen, bis sie wieder freundlicher lnar. „Ich Wollte nicht frech sein, gewiß nicht, ich kann nur die Frisur nicht sehen, Weil sie das Feine Ihrer Linien ver« dirbt, und es wäre nur etwas Natürliches—" „Ich verspreche Ihnen, daß ich mir Mühe geben Will, anständiger auszusehen aus Scheu vor der Kunst," sie lächelte, „nicht meinethalben." Frieda schlief unruhig in der Nacht. Sie war lange noch wach gesessen ohne zu arbeiten, und hatte mit Eifer darüber nachgedacht, wie sie ihre Frisur Wohl verändern könne und sich anziehen solle. Hell hatte ihr früher sehr gut gestanden — sie ertappte sich, daß sie angelegentlich in den Spiegel schaute und eine lveiße breite Spitze um den Hals legte. Sie, Frieda, die Alte, die Armselige, Traurige! Und sie schaute sich au im Spiegel und lächelte mit einem Vagen Lächeln, das nicht ihr und der Weißen Spitze galt. Am nächsten Tage hatte sich das harte, starre Zöpflei» in einen»veiche», lockeren Knoten verwandelt und der saß nicht mehr tief unten in der .Halsgrube, sondern am Hinterkopf,»nd ein paar kleine Locken krausten sich an de» Schläfen. Nur der Schopf ließ sich nicht bändigen, wirr und widerspenstig stand er in der Mitte über der Stirn, aber da das Haar nicht mehr steil zum Nacken ab- fiel, sah es nicht so übel ans. Der alte, dunkle Regenmantel wurde abgedankt und das Hans sab erstaunt de» Kakadu in einein hellen Frühjahrs- jackett, einem gelblichen Kleid und einem Blumenhut über den Hof gehen. Noch eiliger als sonst, schien es. Frau Lehnert schüttelte bedenklich den Kopf, aber ihr Mann, weil er auf den Glanz des HanseS hielt, meinte:„es sieht besser aus, wenn.sie auch im Hinterhaus wohnt." Huller lvar ganz glücklich, als er Frieda so verändert sah. Er drehte sie nach allen Seiten und klatschte in die Hände: „Sehen Sie, wie Sie aussehen können, schön und jung, für vicrundzwanzig kann man Sie halten, aber sicher, Tatsache, keine Lüge. Nein, so eine Veränderung! Sie gefallen so, keine Falten ziehen, ich mein's nicht schlimm; wie mein KKamerad maskiert war an der Fastnacht und er war so schön, Hab ich mich grad so gefreut." Weil der Tag gar so sonnig war, schlug er ihr vor, zu- sainnieu spazieren zu geben, blau zu machen. Er habe eben eine Konkurrenzarbeit„zusammengeschmissen, weil'S doch der kriegt, der's kriegen soll", und habe gar keine Lust, heute Was Neues anzufangen,„also los?" Ja, sie war einverstanden.„Aber auch etwas knlti- vierter," sie deutete lächelnd auf seinen zerdrückten Filz, linkisch über ihre Neckerei, wie ein junges Mädchen, errötend. „Natürlich, meinen schönsten!" Sein Enthusiasmus sing an, sie ein bißchen bitter zu machen. In ihren alten Kleidern hätte er sie nie zu einem Spaziergang aufgefordert; einmal War er ihr mit seinen Kameraden begegnet und es. schien ihr. als habe er recht kurz und recht flüchtig gegrüßt. Möglich, daß sie sich täuschte, sie war so empfindlich. Es war ibr eigentlich sebr lieb, daß sie heute länger zu- sainmen sein konutcu, sie hatte dwcis mit ihm zu besprechen, das ihr schon viele Nächte im Kopf herumging. Sic saßen ans einer Bank im englischen Garten und sahen M 3? 6� M N Q s*-£i Sj~ 5 cr.iX- o iiJ•>—». c .?&&&£££££& S~KäZäe�ä*B~.&JSJS ü-a-v übet eine Lichtung mit iunggtliucm Nasen ans dunkle t Tannen, der blaue Himmel stand drüber und leichtslockigcl Wölkchen. Tie Luft Mar gesättigt mit dem schweren Geruch funger Pflanzen und rulste! in der Ferne rasselte ein Wagen. sonst nxu's ganz still, noch früh am Mittag. Sie tvarcn zuerst in sanier und bebaglicher Stimmung, daß sie gar nicht reden mochten: endlich fing Frieda doch an zu sprechen, zögernd zuerst, dann lebhafter. Sie konnte nicht mehr allein sein, es ging nicht, das; sie so tveiter lebte, sie ertrug es einfach nicht. Das hatte sie wohl alle die Jahre gequält und geängstigt: die Einsamkeit, sie war nicht geschnsfen nur für sich allein zu leben. Und nun drückte sie ein Gedanke schon ein paar Tage und sie konnte zu keinem Entschluß kommen. Er müsse raten und helfen. Die Hausfrau, bei der sie früher wohnte, draußen in der Au war es, hatte eine hübsche, junge Tochter, wirklich ein prachtvolles Mädel, und sie, Frieda, hatte sie gern. Aber die Mutter! Absolut wollte sie das Mädel schlecht machen, und die hatte sich nur zu wehren und zn wehren Tag für Tag. Damals, als sie noch dort wohnte, versprach sie schon dem Mädel, etwas für sie zu tun, sie hatte sa ein kleines Ver» mögen neben ihrem Verdienst, und sie konnte gnt ein wenig helfen. Aber noch hatte sie nichts getan, und nun ließ sie der Gedanke an das Kind nicht los.(Forts, folgt.) Sturmflut. Von Pierre Hamp*). ES ist Montag, der elfte Mai, sechs lthr abend. Wir sind auf der ArbeiiSbvrse von Lille. Der untere Saal, dort, wo Bier gr- trunken wird, ist voll. Die weißen Rauchschwaden aus den Thon« pfeifen verschmelzen in blauem lltebel. Kein Schrei tönt aus dem gleichmäßigen Brausen der starke» Stimmen des Volks heraus. Das Volk ist heute zufrieden, weil es zu Abgeordneten die Männer gr- wählt hat. die in seiner Not, in seinen Wohnhohlen, in seiner Arbeit gelebt haben. ES duzt sie und trägt sie ans seinen Schultern. Es hat sie erwählt trotz deS RahlbctrugS der Herren von der Partei der „anständigen Leute". Die„anständigen Leute" haben aus Belgien verkleidete Mönche kommen lassen, die mit den vom Bürgenneifteramt gelieferten falsche» Wahlerkarten ncuiizehnnial oder auch etwas öfter wähle» gingen. Die Männer von der ArbritSbvrse aber, schlau und entschlossen, spürte» die Fährte des geschickten Geistlichen auf und zwangen die Polizei, st« i» flagranti seftznnehmcn. Der Skandal schlug jäh und dröhnend empor. Der Herr Bürgermeister, der eine hochongcsehcne Persön- lichkeit ist, mußte heute morgen plötzlich zilnicktreten. Gelächter, feiste Freude und Gelärm. Eine Kenrieß in den Wohnhöhlen. Noch einmal hat die alte„Gemeinde" von Flandern, masfig und ver« schlagen, den vergoldeten Edelmann von seinem hohen Roß ge« worfen. llnd«S lacht den Reichen aus. Lacht über den Priester. denn er ist deö Reichen Freund. Er hat eine» Gott aus Gold ein« gesetzt, einen Feind deS Volkes, den Gott, der seine Gunst den Leuten mit großem Vermögen schenkt, llnd er dient ihn», um den Annen zu unterdrücken, der ohne Erbarmen zu schlecht entlohnter Arbeit und zur totbringenden Wohnhöhle verurteilt ist... Ein Mann mit einem Priesterhnt auf dem Kopf steigt ans einen Tisch und taucht die Borsten einer Abtrittsbürste in einen Merschoppen. Mit diesern Weihwedel bespreirgt er daS lachende Volk, da« an den gefirnißten Tischen sitzt, die da« von den weißen Finnkannen abtropsende Bier benäßt. Auf dem Platz draußen streuen die Verkäufer von roten Papier sähnchen eine Blüte von Nelken über die Menge aus. Jetzt kommt hinter ihrer Ziehharmonika die Parteisektion der Postvorstadt:„Der Süden", lvie man hierzulande sagt.„Die vom Süden sind wackere Jungen." Der Vormarsch bringt die geduldige Menge langsam in Bewegung. Der Musikant spielt mit ernster Miene vor der roten Fahne mit goldener Austchrist. Ans den alten Häuschen de« Süden«, die so niedrig, schwarz und tödlich sind, aus de« Planke, chütten der FestungSzone kommen diese trotzigen Gesichter her, um zn lachen und zu tanzen. Und um de» Priester zn verspotten, der gegen den Armen unbarmherzig ist, denn er übt in den Wohuhöhlen die Wohl iätigkcit deS reichen Unternehmers ans— die abscheuliche Wohl« tätigkeit.• Die rote Fahne des schwarzen Elend« zieht ein, vom lauten Zuruf empfangen, den die Liebe der Frauen und die Freude der Kinder füllt. Arbeiterarme halten die Kappen hoch. Der Mann mit der Harmonika steht jetzt ans dem Tisch des Segenspenders. Er spielt nnt strenge»,, kirchlichein, geweihtem Ernst. Spielt die alte Carniagnole der Soldaten von WattignieS: „... Brot ffie unsere Brüder, Hoch der Kanonenschall.. Wir entnehmen diese anschauliche Schilderung einer Volk« knndgebung im sranzöfischen Norden der„Humamtv". Der Verfasser. Pierre Hamp, hat durch eine Reihe literarisch wertvoller Darstellnilgen a»§ der modernen indnstriellen Welt fvor allein„"Le Kail", da« Gleis) rasch ein hohts Ansehen erworbein Ja. die vom„Süden" haben in Wattignie», unweit Meubeug«, mitgetan. Und nun kommen die au» jenenr Viertel, wo die Hütten noch enger aueiiiander gedrängt sind, erdrückt von den erstickenden Wälle» der KnegSstadt— die an« dem Viertel Eaint-Sauveur. Sir singen: „In der Schlacht haben sie Mut Hoch die von Saint-Sauveur I" ES ist die alte Weise für Ouerpfeifen, nach deren Takt die Nord» ormre de« Herrn Marquis von VillarS bei Deuain marschierte. Ja. sie waren in Denain dabei, die von Saint-Sauveur, da« flandrische Fußvolk. Wie alt ist e» doch, dieses langsame Volk, dies Volk, dem ehedem die Barone mit langer Lanze, heut« die Unternehmer mit der großen Fabrik da« Blut abzapfen! Gestoßen, geplündert, ausgebeutet, beugte rS sein« breiten Schultern. Nnterworsen und dreist, unter- drückt und«»besiegt, weiß eS sich zn erheben— ein geduldiger Riese. E« muß nur wolle». Heute ist e« ausgestanden. Di« Frauen find zahlreich gekommen. E« ist„Broquelet", da« Fest de» Spinn- faden«.„Broquelet"— so hieß die kleine Spul« der.,dinteUiire«", der alten Spitzenklöpplerinnen von Flandern, die ihren Kleinen sauge»: „Schläfst Dn nicht bis zum Morgen, So machst Dn mir viele Sorgen." ES gibt keine-.äinteflieres" mehr und keine„brequelets''. Aber der Broquelet ist als Fest der Textilardrurr geblieben, für alles Voll der Spinnereien und Webereien. Die Musik stellt sich in einer Reihe auf. Unter ihre» Klange» rückt das Voll vor. unter der Saal der Fahnen, von Mauer zu Mauer die Straßen der Hütten und Fabriken füllend. Es marschiert einmütig, ohne Ancinanderprall, ohne Stoßen einher. Zwanzig« tausend Schultern berühren einander, bis auf die Stellen, wo die in dieser Dichte unsichtbaren Kinder marschieren. Dort ist eS immer wie ei» Schacht in der Menge. Hinter der Musik blüht ein Garten von wandelnden Blumen- sträußen nm die Abgeordneten herum, die mit ihre» Vornamen begrüßt werden. Männer mit geistlichen Hüten machen Prediger« gebärden. Die komische» Kopsbedeckungen wollen auf ihren nicht ge« wöhnlichen Köpfen nicht sitzen bleiben. Gewissenhaft drücken sie sie so weit ins Gesicht, als sie nur können. An die Mauer» der Häuser und Fabriken gelehnt, bilden Leute eine» Lattenzann, den die Flut der Masse zerbricht. Fort- gerisien, lösen sie sich ab und lasten ihr«,» Platz an der Mauer nackt zurück. Der donnernde rote und schwarz« Wildbach heult i» den alten Straßen: WazenmieS, da«„kleine Belgien", die Rue de Julier«, wo die Vlamen von der LyS wohnen, Enkel derjenigen, die bei Kortreik die Ritter Philipps des Schönen zur Ader ließen, llnd die Mämier an« dem Lande von Gent, der unbezähindaren Stadt. Mit tiefen» Ernst öffnen-sie in ihrem blonden Geficht den großen Rimd der Biertrinker,»in, ans dlämisch die Worte der.Internationale" zu finge». Es wird Nacht, lieber der singenden Menge heben Stöcke rote Lichter empor. Geduldig,»nächtig rückt da« Volk mit den Fackeln vor. Ein niedliches Kind, auf Schultern Huckepack reitend, öffnet ob dieser wunderbare» Dinge die Auge» groß und doch beruhigt, denn es ist der Vater, der eö trägt: Gebeugt geht er einher und fingt. Die Kleine schwenkt eine Groschensahne. Wenn die Musik wieder anhebt, fängt sie innner an zu hopsen. Der Vater hält ihre Füße fest, den» sie schlägt mit den Absätzen ans ihn ein. Der noch von Milch rinnende Mnnd bewegt sich. Was sagt er? Die dröhnende Menge trägt sie fort, nnvernrhmbar und wie im Triumph. Hier sind die schönen Stadtviertel. Da« düstere Voll zieht in sie«in, hinter seinen vorausfliegenden Geschrei. Sternlo« liegt die Nacht auf der Stadt der Reiche». Aus de» Boulevard« mit den wohlhäbigen Häusern lockert sich die Menge und verdreifacht, ihre Breite. Die zun, Stehen gebrachten Straßenbahnwagen bilden Riste, an denen sich die Flut teilt und wieder schließt. Ei» Mann schlägt aus die niedergelassenen Rollbalkeu der schönen GeschästSIäde». An« Freude an» Larni. Dort, wo der Rollbalken nicht heruntergezogen ist, rührt er nicht a» die Spiegelscheiben. Di« gewogenen Kinder weinen jetzt vor Müdigkeit. Die Kleine mit der Fahne schläit mit gekreuzten Armen auf den« Kopf de« Vater«, der immer noch weiter singt. Das nrn,e Stadtviertel überschivem»nt mit seiner Menge da« reiche. Die Masse ist auf dem„Großen Platz", den Easö» mit verlastenen Terrassen umsäumen. Geschützt hinter de», beleuchteten Spiegelscheiben schallen Herren mit schönen Krawatten heraus. Die iWasse spritzt Wellen hinein, aus denen Männer empvrtauchen, die auf die Tische steigen. Sie zerbrechen nichts. Ihr« unwiderstehliche Anmaßung begnügt sich damit, die Füße hinzustellen, wo der Reiche sein GlaS hinstellt. Ihre Woge, die»ief wie da« Elend der alten Viertel ist. schlägt sanft an die Mauern der großen HS»»ser. In ihnen ist die Kraft, die die Mauer zum Bersten bringen könnte. Sie ziehe» vorüber. Ihre roten Fever und ihre Fahnen entferne,» sich, »ach ihren Vierteln der Fabriken und Barocken hin. Die Kellner komme» hervor und Ivischen die Tische ab. Und da« beschimpfte Viertel der Reichen hört da»inte», in den schwarzen Straßen die alte„Gemeinde" von Flandern, geduldig und uiibcsieg- lich, singend zu ihrem Elend heimziehen. Im ftofaUntatf* Bon Siajtm W o 1 1 i. I. Ter Wind Zagt über die Steppe dahin»nd prallt gegen dt« Bergwand des Kaukajus, der Bergrücken jchivillt und bläht sich»vi« ein gewaltiges Segel, und die Erde fliegt pfeifend durch die boden» losen, tiefblaue» Gründe und Iaht die vom Winde zerrifsrnen Wolken hinter sich, deren Schatten über die Erde dahinkriechcn und sich an ihr festzuhalten suchen, jedoch immer wieder abgleiten und darich weinen und stöhnen... Die Bäume neigen sich vor. als lue»» sie liefen; die Sträucher schütteln sich wie zottige Hunde und breiten sich an der schwarzen Erde hin, die zu rauchen scheint von den aufsteigenden Staub- wölke»; unaufhörlich erschallt ein trockene» Nanschen, Pfeifen und Heulen, die Störche klopper», die satten Krähen krächzen, oi« Steppengrillen zirpe», und über alle» hin tönen wie besehlend die lauten Rufe der stämmigen, grohgewachfenen Kosaken, Pon der kahlen Steppe fliegt goldgelbes Weizenstroh Hera», da« die Drefch- Maschinen zerklopft und zerknüllt Kaden, und auf dem Marktplätze der schmucken Kosakenstaniza«Dorf) tanzen graue Wirbel, fliegen Hühnerfcdrrn,.«stviebelschaien und von der Sonnenhihe versengte gelbe Matter empor. Eilig erscheint die Sonne, und rasch verschwindet sie wieder, alZ jage sie hinter der davoneilenden Erde der und sei der Ber- folgung bereits müdc: weiter und weiter bleibt sie zurück und sinkt malt vom Himmel herab in da« rauchige dunkle EhaoS im Westen. Ivo gleichfalls schneeige Bergwipfel emporrage» und feuchtes Ge- wölk, schwer wie frischgepflüglr Erde, rötlich schimmert. Bon Zeit zu Zeit erglänzt zloischen den Wolkcninajsen der sifbergcschinirdrte Sattel des Elbrus nnd die kristallene Zahnreihe der übrigen Berge: sie haben sich in die Wolken verbisien und suchen sie festzuhalten. So deutlich fühlst du das Hinsagen der Erde durch den Raum, das; der Atem dir stockt von der Spannung in der Brust, von dem Entzücken darüber, dasi du mit ihr zugleich dahinfliegst— mit ihr, der Herrlichen, Teure». Du blickst auf diese vom ewige» Schnee bekrönte» Berge, und du meinst, dah dort, hinter ihnen, ein uferloses blaues Meer liegen müsse, in dem nock> weitere wunderbare Erde» sich erstrecken, oder einfach die azurblaue Leere, wo ganz fern nnd kaum noch sichtbar unbekannte bunte Planetenkugeln, Schwester» meiner eigenen Erde, ihre Bahnen ziehen... Bon der Steppe her nahen endlose Reiben von Wagen mit dem ansgedroschrnen Getreide-, in dein Staube, der so schwarz und so fett ist wie Ruf;, schreiten die steilkörnigen grauen Zugochsen geseht nnd schwerfällig daher, die runden Äugen mit dem Ausdruck der Geduld zu Boden gerichtet; auf dem Wagen liegt ein Kosak, sein Hemd ist ganz grau von Staub, die zottig« hohe Mühe siht ihm tief im Nacken, das Gesicht ist schwarz gebrannt von der Sonnen- glut, dir Augen sind rot vom Winde, nnd der vom Schweif; zusammenklebende, staubbedeckte Bart erscheint wir au? Stein gc- meisielt. Ab nnd zu geht er dem Wagen voran, neben dem Joche ber; der Wind bläst ihm in den Rücken und bläht sein Hemd auf; er ist Ivohlgenährt und gesetzt, wie seine Tiere, nnd seine Augen haben denselben geduldig-klugen Ausdruck; seine Bewegungen sind ruhig, ohne jede Spur von Hast, al» wenn er alles wüsile, was ihn in der Zukunft erwartet. „He!... He!..." ruft er von Zeit zu Zeit den Ochsen zu. Sie haben in diesem Jahre eine gute Ernte, sie sind alle gesund nnd satt, ihr Blick aber hat etwa? Finsteres, und sie sprechen nur ungern, durch die Zähne. Vielleicht sind sie müde von der Arbeit... Ich babc jedoch den Eindruck, das;»lau i» diesem Lande der wohlgenährten Leute nur wenig lacht, und nur selten bekommt man ein Lied zu hören. Mitten im Dorfe ragte der rote Ziegelbau der Kirche mit den fünf Kuppeln und dem Glockenturm über der Vorhalle empor; die „ Jtnrstcrverileidungen find mit Mörtel belvorfen und mit einem gelblichen Anstrich versehe»— die ganze Kirche sieht aus, als sei sie au? stark mit Fett durchsetztem Fleische errichtet, und selbst ihr Schatte» bat etlvas Fettes inid Schweres: ein Tempel, der von satten Menschen einem großen, ruhigen Gotte errichtet ward. In Reih und Glied stehen die nicht eben hohen weißen Häuser des Dorfes; wie robuste, stattliche Frauen stehen sie da— im üppige» Seidengewand der grüne» Gärten, angetan mit den Gürteln der geflochtene» Zäune nnd dem matten Silberbrokat der Schilf- dächer als Kopfschmuck, lieber den Dächern schaukeln sich die Gipfel der Silberpappeln, zittern die Jiedcvblätter der Akazien, klappern wie Kinderklapper» die trockenen Hülsen der Bohnen, greifen die tatzenartigcn Blätter der Kastanien in die Luft, als Ivollten sie flink die fliehenden Wolken ergreifen. Von Hof zu Hof laufen die Kosakenfrauen, die Röcke und Hemden hochgesteckt, daß man ihre großen, kräftigen Beine bis ans Knie hinauf sieht; sie beeilen sich, alles zum morgigen Festtage vorzubereiten, rufen in geschäftiger Hast einander dies und das zu und schreien di« pausbäckigen Rinder an, die gleich Spatzen sich ini Staube bade», ihn mit vollen Hände» greifen und hoch in die Luft cuiponverfeu. An der Kirchcnmauer, gegen den Wind geschützt, haben sich auf dein trockenen rotbraunen Steppengrase die„Arbeitsuchenden" gc- ts z3*o � jz. d as sz•— a* Jä fr* Jä« tvetben. Slub Merfuiipl in tiefem tfnOie fefic Oittig. gar niifils ioften sie Die Frau runzelt die Stirn, blinzelt erschrocken und verzieht den Mund: ihre Freudin aber sagt keck und scharf: „So hör' doch nicht auf die frechen jkerle.. Sic ist etwa fünf Jahr« älter als die andere und hat el« nicht alltägliches Gesicht: die grohen. dunkle» Augen spielen in einem fort und wechseln fast jeden Augenblick den Ausdruck. l>ald blicken sie scharf und ernst irgendwohin die Dorfstrade entlang, in die Steppe, Ivo der Wind dohinfegt, bald beginnen sie voll Hast irgend etwas in den Gesichtern der Ilmsteheirden zu suchen, blinzeln dann unruhig, während ein Uächeln um die hübschen Lippen huscht, und nachdem sie für einen Augenblick den Kopf gesenkt und das Gesicht versteckt hat, legt sie, es wieder emporhebend, in ihre Auge» etwas völlig Neues: sie sind weit geöffnet und blicken zornig drein, zwischen den seinen Brauen liegt eine herb« Falte, die vertrockneten Lippen des regelmähig geformten Mundes sind fest und trohig anfeiuandcr- gepregt, und mit den seinen Nüstern der geraden Nase zieht sie ge- räuschvoll, wie ein Pferd, die Luft ein.(Forts, folgt.) Kleines Zeuilleton. Wer bat das Pulver erfunden? Wenige Fragen der Kultur- tieschichte sind so heih umstritten, so oft von Gelehrten und Laien behandelt tvorden, wie das Problem der Erfindung des Schieg- pulver«. Man hat uns Deutschen diesen Ruhm absprechen und den Chinesen oder Arabern zuschreiben wollen: doch dürfte»Uli mehr durch ganz neue Handschriftenforschungen die» alte Rätsel der Welt- gcschichte endgültig gelöst und zugnnsten der Deutschen entschieden sein. Die Erfindung des Schiesipulvers fällt ja lehten Eudes mit der deS Salpeters zusammen. Ob dieser Stoff in irgendeiner Form dem Altertum bekannt war, inusj dahingestellt bleiben; die Berichte über salzartige Auswucherungen an einem Berge Nitria in Unter» Ägypten, die zu Beginn der christlichen Zeitrechnung ausgebeutet wurden, lassen sich auch auf Sodakristalle deuten. Am frühesten war, wie Prof. Dr. Honcamp jüngst de» näheren ausgeführt hat, die Kenntnis des Salpeter? bei den Chinesen verbreitet, die ihn nber auch erst seit den« Jahre lWi> n. Chr. bei der Herstellung von Raketen initverivendeten. Seine Verarbeitung zu Schieypnlvec ist den bezopften Söhnen des Ostens aber erst viel später bekannt ge- Wörden, nachdem schon längst in Europa die alten Donnerbüchsen und Kanonen ihre eherne Stimme erschallen ließen I Die Angaben, dich bereits bei der Belagerung der«stadt Kai-fung-fu durch die Mongolen 1232 Kanonen Verwendung gesunden haben, sind da- hin zu berichtige», daß es sich um Schleudermaschine» für Brand- töpse handelte. Wichtige Aufschlüsse verdauten wir den noch un- gedruckten Handschriften eines in der letzten Hälfte des 13. Jahr- Hunderts lebenden Historikers Marius Graecus, die sich auf das berühmte„griechische Feuer" beziehen, das danach eine um das Jahr 673 gemachte Erfindung des Kallinikos aus Heliopolis ist und aus Salpeter, Schwefel. Pech und Harzen bestand, die mit brennbaren Oelen zusammengeschmolzen wurden. Diese Kompo- sition ward fortgebildet zu salpeterartigen Gemischen von leichter Entzündbarkeit, die zu Reketenschüssen benutzt wurden, und es war nun nur eine Frage der Zeit und des Zufalles, daß man die trei- bende Kraft der Verbrennungsgase solcher Geinische zum Ab- schieße» von Geschossen usw. ausnützte. Die Entdeckung des Schießpulvers in Deutschland wird bekanntlich einem Franzis- kancrmönch namens Berthold Schwarz zugeschrieben und mit ziemlicher Sicherheit in das Jahr 1313 verlegt. Wirklich ist an dieser alten Ucbcrlieferung mehr Wahrhe't, als eine überkritische Geschichtsschreibung bis in die jüngste Zeit zugeben wollte. Wohl haben die Araber bereits früher das Schießpulvergemisch gebraucht, aber es steht heule einwandfrei fest, daß Berthold Schwarz seine Entdeckung unabhängig von ihnen ganz selbstäudig nemacht hat. Die erste» Metallkanonen wurde»,»>aS bisher ebenfalls nicht be- kannt war, 1320 in Florenz hergestellt, und schon 1341«verde» eiserne Kanonen und Kanonenkugeln erwähnt. Aus all diesen erst jetzt richtig erkannte» Tatsachen darf«»«an also den Schluß ziehen: Das Schießpulver ist eine deutsche Erfindung, die bon dem historischen Berthold Schwarz gemacht wurde,»vährend die Araber llediglich eine Jahrhunderte alte technische Traditio» ausbaute». Naturwissenschaftliches. Ein>i a t» r iv i s s e ii s ch a f t l i ch e? E x p c r i in c n t i c r» b Ii ch. In Dr. Bastian Schill ido»a tu elvi sseii schaftlicher Schüler» bibliothek ist als 18. Band ein„Biologisches E x p c r i m e u- lic cOuch" bon Prof. T. Schaffei(Verlag B.« d e i«« den Laubenkolonien von Wert ist. Hier lassen sich eine ganze Reih« der Versuche in der zwanglosesten Weise ausführen, so z. B. die Versuche über das Wachstum von Wurzeln, über das Winden von Schlingpflaiize»(z. B. von Bohnenpflanzen) us«v. In jeder größeren Laubenkolonie sollte eii« Naturkündiger die lern» freudigen Insassen»n> sich sammeln und ihnen an geeigneteil Tagen an Garten- und Laubellvflaiizen, Ameisen und Bienen Anschauungsunterricht erteilen. Wer hierbei gut beobachte» und schließen lernt� der wird daraus auch Gewinn ziehen in den biet zahlreicheren Stunde», in denen er der Natur den Rücken kehren muß,»m sich durch die arbeitsreiche Prosa des Lebens hindurch- zuschlage!,. L. L. Technisches. Der U n i v e r s a l st o s f. Welches ist der Ttoss, der gegen- wärtig die nianiiigfaltigste Verwendung findet? Die Antwort aus diese Frage gibt ein hübscher kleiner Aufsatz in der Wockicn- schrist„Proinetheus": es ist das Papier. Fast»»übersehbar ist. waS aus Papierstoff alles hergestellt ivird. Die Eisenbahnwagen» rüder aus Papierstoff waren vor Jahrzehnte» einmal eine große Sensation. Riemenscheibe» und Zahnräder ans Papierstoff sind heute ebenso bekannt«vie Anzüge aus Papier, die beispielsweise im städtischen Krankenhaus von Chicago in großem Maßstabe von den Kranken getragen und nach dem Gebrauch verbrannt werden. Strümpfe aus Papierstoff gibt es in Amerika ebenfalls. Mit Handtüchern aus Papier ärgern süddeutsche Eisenbahiiverwaltun- gen die Fahrgäste ihrer O-Zugivagei«. In Ainerika fabriziert man wasserdichte Regenmäntel ans Papier, die zusammengefaltet in der Tasche getragen und nach einmaligem Gebrauch weg- geworfen werde», während der japanische Kuli— Japan ist das Land, in dein auch Wände nnd Fenster aus Papier hergestellt ioerden— seinen wasserdichte» Regenmantel ans Papier, den er für etwa 7.7 Pf. kauft, ungefähr ein Jahr lang tragen kann. Fässer, Eimer, Badewannen, Küchengefäße verschiedener Art und Waschbretter ans Papierstoff finden sich auch bei uns in viele» Hänser». Fußbodenbelag und Wandbekleidlingsstoffe aus Papier sind auch keine Neuigkeiten mehr,«vährend Gasrohre aus Papier doch verhältnismäßig selten Venvendnng finden. LeitnngSisola- toren, Lederimitatianc», sowie Garne und Gewebe aus gleichem Material, erfreuen sich dagegen einer zunehmenden Anwenduiig. Segel sind ein erst neuerdings ans Papierstoff hergestellter Artikel, während hygienische,»veit nach Gebrauch«vegznloerfende Trink- becher und Flaschen ans Papier i» größeren Menge» verbraucht werden. Triumphe feiern der Papierstoff und das Papier als BerpackungSmaterial der verschiedensten Art, von den feinsten Er- zeugnisscn unserer Kartoiiiiagenindnstrie bis zu den Zementsäckon für ein Gewicht von 70 Kilograinn« und mehr. Neuerdings tritt nun aber der Papierstoff auch als Ersatz für Holz vei Tischlerarbeiten ans, insbesondere im Schiffbau, wo-das leichte Gewicht eine große Rolle spielt. Zudem können die Bretter, Leisten usw. ans Papierstoff, der sich sehr leicht i» Formen gießen»»d pressen läßt, a>«s viel billigerem Wege mit plastischen Ornamenten ver- sehen werden als Holz. Befestigt«verde«« solche imitierte Hölzer aus Papierstoff«nit Schrauben aus dem gleichen Material, wohl dein neuesten Artikel ans Papier. Die Schrauben«verde» ge- gössen, das Gewinde— grobes Holzschraubenge«viiidc— wird in gleicher Weise eingeschiiitten Wie bei eisernen Schrauben. Auf Vollständigkeit kann aber diese Aufzähluiig durchaus keinen An- spruch machen, und was die Zukunst ans diesem Gebiete noch bringen wird, läßt sich vollends gar nicht absehen, denn heute «verde«« imincr noch eilva 00 Proz. des in der Welt erzeugten Papierstoffes wirklich zu Papier verarbeitet. Porwärls Buchdruckerei u.VcrlagSanjtalt Paul Singer LcCo..Berl«n S1V.