jjt. 194.- 1914. Unterhaltungsblatt öes Vorwärts Zovnlldtvd, 3. Oktsdn. n&:cibit No.d- Die Kunst cuf öem Kriexestbauplatz. Nord-Frankreich, die Wiege der Gotik. Tie Wahrzeichen der mauerunrgürteten al frankrcichö, u:,'. die die Riesenschlachi lebt, h; e. werke von S�i.vS, Äinicr.*, Lao:.. S'>»!,:>.>.>, i:.aar Ronen usw.,- j.i:c ch.lzcn d. der � I; aus dieser«iil aber ganz vurepa vcwr.ikct r..te i W:. Tcuischen grüg.n in ihnen mit Rech».die khrwärd.'.en stzne» and nächsten Verwandten unserer eigenen aiien Kunst, die Urräter de: Gotik, die wir als einen Höhepunkt unseres nationalen künstle» tischen SchajfcnS verehren und in ihren großacligsten Tenk-nälern. den: Kölner Tom, dem Ttrahdurger Münster, als ein Sinnbild deutschen Wesens und deutscher Groge' betrachten. Tiefe To»»': er- innern an die Blüte und Herrlich! deS alten miilelaltrti» Frankreich und verkünden uas durch die steinerne Wunderspr«..»: :hrcr Hallen und Portale, ihrer Turm« und Helme die Kiasr und Würde germanischen Wesens i denn die Gotik, die hier g-ebor-n wurde, ist eine l-chöpsung des gernianijchen Clements, das o.rnialS in der Jle-dc-Zrance, in der Champagne wie in der P eardie und Normandie die keltischen Teile der Bevölkerung noch überwog und völlig beherrschte. Um die himmelausstrebende Höhenkrinst der Gotik, um»die schlanke Grazie der«pihbögen und die fruchtbar cntsalicte Gc- staltenfülle ihrer Crnaw.entik spinnt sich der schönste Traum der deutschen Romantik, von Goethes Weihgesang an Erwin von Stein- bach bis zu Arnims Vision der.Kronwächter". Man schrcSte da- her unliebsani aus urdcutschen Phantasien auf, als zu Anfang der 4l>er Jabre des 19. Jahrhunderts ein deutscher und ein französischer Gelehrter unabhängig voneinander feststellten, dah die frühe- sten gotischen Bauwerke des nördlichen Frankreich älter waren als alle ähnlichen Bauten in England und Tentschland. Ter deutsche Architekt Mertens erklärte 184.? in der Wiener Bau- zeitung die Wcstfassade und den Chor der Rbtcikirche von St. Denis in Paris, der berühmten Wallfahrtsstätte, in der die Reste der drei am Montmartre enthaupteten Blutzeugen ruhen, für da? erste Denkmal der gotischen Kauft und den urkundlich alß Leiter des Baues bezeugten Abt Suger mr den.Erfinder dieses Stils". Nun ist zum die Gotik nicht in St. Tenis, wie Athene aus dem Haupt des Acus, fix und fertig aus dem Geiste des Abtes ent. fprungen und der am 11. Aul: 1144 feierlich eingeweihte Cbor, aus dessen schlanken Bündelpfeilern die nervigen Rippen eines Kreuzgewölbe leicht emporsteigen, ist nur das letzte Glied einer EntWickelung, in der die schon früher erfundene Kreuzrippe mit dem Spitzbogen, dem Träger deS neuen Stils, organisch verbunden wurde, abir die weiteren Forschungen erwiesen dock, immer deutlicher. daß das nordliche Frankreich als die Geburtsftätte der Gotik anzusehen wi, deren Vorstufen in der ersten Hälfte dW 12. Fahr- Hunderts>1ch langsani aus dem herrschenden romanischen Stil herausbildeten und die um die Mitte des JabrhundertS in der Ilc-de-Frcn ce, dem Mittelpunkt der altfranzäsischen Kultur, ihre eigentliche Prägung erhielt. Nach dieser Entdeckung hat eS nicht an Hitzköpfen gefehlt. die die mittelalterliche Gotik für daS moderne Frankreich in An- spnich nahmen und in dem SiegeSzug der neuen Bauweise den ersten Welterfolg der.Pariser Mode' priesen. Der grohe Neu- belcbcr und große Kenner der gotischen Kunst Viollct-le-Dur, ist darin vorausgegangen; er sah die bewegliche Phantasie, den raschen Wechsel der Formen, die die Gotik geschaffen, in der ganzen Ge- schichte der französischen Kunst„im Guten wie im Bösen" walten. �»r erfassen eine Idee mit Leidenschaft, aber wenn wir sie bis n Kern durchdrungen und den Nachbarn mitzuteilen, hegonncn >, dann läßt der Franzose sie wie etwas llnbrauchbares. Ueber. Icbtes gleichgültig fallen. So ist unser Wesen bis auf den heuti- gen Tag geblieben; so hat cß bis in unsere Zeit dgS Schönste wie das Erbärmlichste hervorgebracht." Deutsche Kunsthistoriker ließen sich von die'en Gedanken anstecken und setzten.die zierlichen, über- reichen, übrrgcsprächigcn Formen der Gotik" als.französisches Fabrikat, den ersten Luxusartikel, mit dein Paris das folgsame ?ll>endland überschwemmt hat", herab. Lübke glaubte damals im romanischen Stil die echte deutsche Bauweise entdeckt zu haben. llnd doch war es grundfälsch, in diesem„opus krsneigenum, wie man die Bauart nach ihrem Ursprung nannte, bis sie später nach ihren deutjchen Verbreitern als„opere ticclesco" bezeichnet wurde. eine spezifisch französische Kunst zu sehen. Einmal bat das eigent- liche Teutschland an der Entwickclung des gotischen Stils aus dem romanischen bedeutenden Anteil genommen und das Bindeglied zwischen d- .manisch die ecr..»»-..»e..>' harten cei<'.in' sxrnd. Poris wurde e.lstn»" äattlick er Schwestern'csle p..le er. d" ser Städte aber>rurr.n den und wie un'.cc bn 7. ende» rd f.itd c.«' reich r; c.«.-.z i 17£ twxiiifA b* r=:tTi Xic ?"c»\r:V. tic r. r••.1:- Uf r»Cv-f!-'i* i.; •■ri'V r-�: c-•. e r: Volke?. Mi Is.ti.-.|3:: lieh tief::«-we-eur».: T. che. x» ans dem Tnt n aus;? ie' n m» dem ietzch;;;: Nach oben. Die Fipr.'enp äc. der k'er'alc.." S«Sm»uZ der? chaL-'e: r d'».."'S■■■• r.»p Avil und schubtn e.ne e. r- er i. aber d.r• nur c:jw köstliche an ecc T.ktro.iun i>. de.-.li.- sondern in. der Kalbedralec».n ihren.» f.n. 5« pell:: strömten alle Börger zum©oiirfti?;;: j.'rumttx; fc<'-e' r der Inn.n.aum ins Un c'K'irc fcwr'.c zu einer Etodi r innerhalb der Stadt; deshalb wurde der Tom zu einer in i. pc- fchlosienen SchönheetSwel! mit kcinem Boi? ron Statuen, s.u rm krausen Gerank üppiger Schmuckfürmcn. dem iounder'icben Gewirr von Fialen und Spitzen und darauf hockenden Unholden, mit dem zauberhaft glühenden Geleucht der bun en Fenster, der Farben- pracht der Altäre und ihrer GeÄalde. und dem zu unfaßlicher Höbe anstrebenden Himmelsgewölbe des SchificS. Die Glaubensstärke und Seelenkrait, die sich im bürgerlichen und städtischen Leben Nord- srankreichs mit Wchlsinnd und Tüchiigkcit vereinigten, haben die gewaltig ragende, innerlich durchgeistig e Herrlichkeit dieser goti- schen Dome geschaffen. Tic ersten Versuche der Gotik ftpirniln aus der Blütezeit des romanischen«tilk. An Stell« der breiten ungegliedeiken Wand, auf die die Südländer ihre Gewölbe aufsetzten, mußte man im Norden zur Erhellung des Schiffs Fensirr aussparen, und da nun die Mauer nicht mehr widerstandsfähig genug war, das Dach zu».ragen, deckte man zunächst einfach ein Holzgebälk darüber, bis allmählich sich au« der Wand der straffe Stredcpfciler löst, die Mauer cni- lastet und durch Rippen und Strebebogen den«ockub dcö Gewölbes auf feine schlanken besten Schulwrn nimmt. Ter konflrüktive Ge- danke ringt sich in reiner Klarheit durch, und der Dom erschein! mir seinen wenigen tragenden Stützen und der auf das Rotwen- digstr beschränkten Steinmasse wie ein edler, sehniger Körper, der sich im bunten Licht der riesigen Glasfcnster mit seinen Türmen schnsüch ig empor in den Himmel reckt. Die neue Wölbart macht sich erst schüchtern im Norden Frankreichs geltend. Die um 1125 entstandene Kirche St. Etienne in BcauvaiS bar ein Krcuzrippcn, sewölbe, das noch Rundbogen zeigt. In der Kirche zu AiraiSnes find schon die Ouergurte spitzbogig, und in Lucheux kommt dann zuerst der Spitzbogen zu seinem vollen Recht. Auch in Paris findet sich bei der Kirche S:. Martin neben dem Spitzbogen noch das Rurd» bogrnfenster und ebenso in der Kollegiatkirche von Poijsn. Es mußte erst ein denkwürdiges Werk an weithin sichtbarer Stelle die Vorzüge des neuen Stils in all seiner Schönheit offenbaren, und das tat der edle Thor von St. Tenis, der so zwar nicht der früheste �cnische Kau, aber doch der eigentliche Ausgangspunkt deS gotischen wtiks, ein Wendepunkt in der Baugcschichte genannt werden darf. Rasch machte St. Denis Schule. An ältere romanische Kirchen wurden Prachtwerke in dem neuen Tiil angebaut, so die Cböre von St. Gevmain-deS-PräS in Paris, von S:. Weint) in RcimS, der Lieb- frauenkirche von Chülons und von St. Etienne zu Caan in der Normandie, Bauten von einer keuschen, noch befangenen Anmut und dem zarten Zauber eines jungen, sich erst entfaltenden Raum- «efühls. Die volle Pracht der Gotik klingt dann zuerst an in den Domen von Rohon und Senlis und ist ausgereift in der mächtieen Kathedrale von Laon und ihrer gleichaltrigen, größeren Schwester Notre-Dame von Paris. Diese viel geikierte und denkwürdigste Kirche, das Wahrzeichen der sranzösischcn Hauptstadt, bietet in den gewaltigen Maßen ihrer fünf Schiffe, mit ihrer dreifachen Fenster- leihe und dem wimmelnden Gestalicnschmuck ihrer Schaufcite das großartigst« Bild von der Entwicklung der Gotik. Die Fassaden- bildung, die in dem Dom von Ehürtres zuerst versucht wurde, ist hier einheitlich durchgeführt und in den vom Himmel durch die Welt zur Hölle führenden Darstellungen, besonders an den Portalen, das große steinerne Bilderbuch ausgeschlagen, das der gotische Tom. dieses Abbild der Welt, für die Menschen des Mittel- alters darsiel.'!«. Kaum zwei Mcnschcnalter waren seit den ersten Verbuchen vergangen, als die Gotik schon in den Wunderwerken von Auwen? und!>eiws ilre Vollendung erreichte und das Vorbild für Me nickt w Mr; rrliäcn Teme bot. die sich nun in deutschen .nt tu.er Eine saß maßlos« Pracht und Größe liegt in ■.••»■«.»• l:n siceiaMn, strahlenden Fensterrosen, mächti- ;■»en, der Geist und die Inbrunst er':,,: kaubenskraft und Schöpfersreude, . aröj tc Ki-i stier des modernen Frankreichs, l s- Sict'A vc'.en sie kopharstcn Schätze französischer »»'». c r rk-1 toi!». v'en seine Landsleute im Trang dieses .ix'.» CV.:;-:-s fffrjurcht nicht vergessen und ihre >.—»-»r S' sachten htneinzerren Tie Deutschen .-e'-c die Aknen und Vorbilder . v. und heilig hallen. >:,•■■.». c; ri.-je, äsende Frauen werden � äsende als Waisen ihre Vät>.r i» z trtn-ri», als es sonst um den Tod »».-.».h. ä-ian wird mit Stolz die «. man-in Ehrenkleid zu tragen ...W»l(i.st: eil: eret Schwerz ist und eine andere Trauer p.ui.den wir», ieu und muß auch in anderer Form getrauert werden um dir Toten dieses Weltkriege». Schon der Gedanke, daß T-.tuende und Abertausende m wenigen Wo ben Monat? lang sie schwarze Farbe der Trauer tragen sollen, hat etwas Riederschmetrernd'». etwas Ungeheuerliches. Dieses Scbivarz der Trauer, daß uns dann von allen«eitcn um- geben würde, müßte ja dem Volk? jede Freude, jede Erhebung an den Waifkner folgen der deutschen Kämpfer rauben. Tieft» Schwarz der Trauer wü.de ja keinen frohen Gedanken aus- kommen lassen... £=».»v tx-."•;• empfunden, durchaus unvatrwt: wen: der... r.'er. so ck.berc.',tigi diese o- in jrdcü ei:'".»"», df all.'emeinen Iu�-I: die Freude.:...£ am c.c E.»,.. ang des Vaterlauc-es wollte." So schreibt einer in der Provinzpresse. Er will das Tiege»d:ld— wenn es soweit sein wird—. nicht verdunkelt sehen von„schwarzen, aufdringlichen Klciderwolke.:, die oft so egoistis-b den Schmerz hinauSschreien", und er schlägt als Trauerzeichen cine schwarze Schleife mit einer Rcseite oder eineeu Knovf in den deutschen Landesfarben vor. Man braucht auf den äußerlichen Ausdruck der Trauer kein großes Gewicht legen, um sich in diesem Falle denn doch ein wenig zu wundern. Für den TurchschnittSdentschen war es bisher ein ungeschriebenes Gesetz, seine Pioiät mit möglichster �Schwarze auch nach außen bin kenntlich zu machen lind einer i«rau, die auf den Witwenschleier verzichtete, sagte man gewiß nichts Gute? nach. Wer der Meinung war. der Flor um Arm und Hut bodeiite nichts für die Innigkeit des inneren Gedenkens, konnte sicher fein, von guten Bekannten wegen seiner Unterlassungssünde höchst er- staunt interpelliert zu werden. Hb und wie einer trauern will, ist jedenfalls seine Sache. Die Kleidung gibt keinen Maßstab für die Pietät. Die Schlcire mit der Rosette auch nicht. Und so könnte— und kann man— hier jeden nach seiner Fasson selig we.rdru lassen. biber gegen das Motiv, ans den zitierten seilen leuchtet, gegen die offen ausgesprochene Absicht die Größe des Kriegsor'e-S an Menschen allgeinein zu verschleiern, z» verde �en und z u verstecken, um in den bellen' l'twl der Sie-»--?'»::!- saren nicbt den dumpfen, klagenden Ton des Schmerzes klingen zu lallen, muß man doch ein paar Werte sagen. Hier wird ganz einfach eine Fälschung zugunsten des Krieges— de? Krieges an sich— vorgeschlagen l Ein Krieg mag eine u'ivermcidliche Notwendigkeit sein, aber er bleibt ein fürchterliches Volköopfer DaS soll, das m ü ß j der wissen und füblcnl Gerade Militärs babcn in letzter Zeit wieder» holt darauf hingewiesen, wie übel die �gedankenlose Festefeierei auf die Soldaten im Felde wirken müsse. Diejenigen, die dem Kriege zu Hause seine Tragik nehmen möchten, verringern den Rubin jener Hunderttausende, die draußen unter den feind- lichen Kugeln stehen frrie es. beiläufig bemerkt, ja auch die tun, die nicht geringschätzig genug vom Gegner sprechen könncn). Oder kann un? die Gefahr, in der sie sich befinden, kann uns die Größe Ein Solüat öes alten Zeitz. lschlußs Von Uli B r a e k e r. Auf der Ebene am Wasser vor dem Städtcken Lowositz postierten sich die Panduren wieder und pülferten so tapfer in die Wcinbcrac hinauf, daß noch mancher vor und neben mir ins Gras biß. Preußen und Panduren lagen überall durcheinander, und wo sich einer von den letzteren noch regte wurde er mit der klolbe vor den Kopf geschlagen oder ihm ein Ba'onett durch den Leib gestoßen. Nun ging in der Ebene das Gefecht von neuem an. Aber wer wird daS beschreiben wollen, wo letzt Rauch und Tarups von Lowositz ausging, wo e-Z krachte und donnerte, als ob Himmel und Erde hätten.ergehen wollen; wo das uuatcfhorirche Rumpeln viiäer hundert Teommeln. dos herzzerswUcidonde und herzerbebende Ertönen M.le- Art Feldinustk. das Rufen lo v'.eler Koiimmn. deurs uchd das VrüUen ihrer Ad-utasttru. m>tft. und 9Wt rdio ic! ml so viel-r lau'end elender zerguet,ch.er. Haid. toter~ iftr di'-G- Tages alle Sinnen betciuble. Um d'.'ie ei: 1�'. oc'ie uw.drei Nor ft,n. da Lowoutz tchvn NU .veuei stand viele hundert Panduren..»au? welch« untere T rd.'.lrw'U'N wieder wie wilde Lolvetr Guor.v.'eii� in--' siöaster"en wo tee dl-vn out das r:ui»t.'en to ber u.t» .• u&i-■>«•. t w»r id. freilich nicht der Vorderste, ton- .»rn'...-».>r dem-'lechtAtb noch im Weinberg dreoon, von dem uiuiVcr, wie weit bebender als iw von einer ll.a-ter >iber-ie ordere lunutrterst'ranp, um seinen L rudern zu»Lil zu eil.-»: u»> ich alio noch ein wenig erb-bi stand und m me !"-"'» i'i-e n' e u finsteres Xernrr und Hagdlwctter bntcni- W, m Auamblftk dcn-ch.-'s mich oder v.elmedr ehn.w Zchutzenoel. mich mit der Flucht HU retten. Vi nach' oller Seiten»IN. Vor mir war oas neuer 'tau.b.»che 7 m;?. bw.tcr mir noch v.ele nachkommmre am die T.'j-"-. lo»seilende TrnppckN. zur Rechten"wr> rmcen'i- voller Schlachtordnung, zur Tinken cinberge, stilcke' Wäldchen nur hie u"d da ein-.eine Menschen. re u ch.'i.chire,:.' Husaren und vo,, diesen mel-.r"M »...Nt»dem als L- be-w.', Da. da. aus d.eft--'t-i dacht ick'. ' V•" Ii« lst-o e-st mit ionflimrem Mersch ein wenig aus die linke-eich dir Reben durch. Nock' eilten et.ick'e Vre, ißen 'ki mch rmrbei. Komm. komm. Bruder l".sal�n sie.»V'k- >ria!" Ich ripostierte kein Bort, tat nur em wenig blissiert und ging immer allgemach, freilich mit Furcht und Zittern fort. Sobald ich mich indessen soweit entfernt hatte, daß mich niemand mehr sehen mochte, verdopvelte, verdrei-, vier-, fünf«, sechssachte ich meine Schritte, blickte recht? und links wie ein Jäger, sah noch von weitem, zum letztenmal in meinem Leben, morden und totschlagen; strich dann in volletn Galopp ein Gc- holz vorbei, d>is voll toter Husaren, Panduren und Pferde lag, rannte eines Rennens gerade dem Fluß nach hinunter, und stand jetzt an einem Tobel. Jenseits desselben kamen soeben einige kaiserliche Soldaten angestochen, die sich gleichfalls aus der Schlacht weggestohlen hatten, und schlugen, als sie mich i so daherlaufen sahen, zum drittenmal auf mich an, ungeachtet � ich immer das Gewehr streckte und ihnen mit dein Hut den ! gewohnten Wink gab. Dock brannten sie niemals los. Ich � faßte also den Entschluß, grab auf sie zuzulaufen. Hätt' ich einen anderen Weg genommen, würden sie, wie ick nachwärts erfuhr. iiufrHbe>r auf mich gefeuert haben. Ihr Hunde, dacht' I ick', hättet Jln Eure Cour ige bei Lolvusttz ge.»'igt! Als ich zu .hne» k.nli und mich il. Zoiertntr angab,»ahmeit sie mir das i'st'wehr ab. iinterni Versprechen, mir'? nachwärts wieder zuzu- ' stellen. Aber der. welcher sich dessen üryatronicrt ba:w. verlor ficht bt-ld daraiil und nabni das fliisi! mit. Nun so sei'». Als- dann führten sie mich ins itachste Dorf?d ntie«f, eine starke ? lande unter Lowositz Hier war eine Ffibrt■, über das ; Wasier. aber ein einziger K-hn zum Transport. Da g.'d's ein Zeterinordidgejchret von Männern. Weibsrn und eilnoeln. Jedes wollte zuerst in dem Teich ftw. aus Furcht vor den i Vreiißc«, dcim alles glaubte sie schvn aus der Haube zu besten. Auch ich war keiner von den letzten, der mitten unter eine Zchar von Reihern bineinshrang. Wo nickst der Fährmann ! etliche bimiusgeworfen, hätten wir alle eitauttzn w'.'sien. Jen» !''eits des Flusses stand eine Pandiitenhanpttvache Meine Be- j glciter führten mich auf dieielbc zn. Und die roten Schnulr- borte begegneten mir ante- manierlichste, gaben mir. unge. ! achtest ick sie und sie mich kein Wort verstunden. Toback. Vrannlwein und Geleit auf Leitmeritz. glaub' ick. wo sich unter latiter Stockböhmen ühcruacksteie und freilich nickst wußte, ob ick da mein.Hatilst sicher zttr Ruhe l«'gen konnte. Allein ich holt«' von dem Tumult des Tags noch.einen so vcrtanmelten Kopf, daß dieser Kavitolt'unkt mir am mindesten betrug. Morgens daraus, den zweiten Lktober, ging ich mit einem Transport ins kaiserliche Hauptlager nach Budin ab. Hier traf ick, bei zweihundert anderer preußischer Deserteurs, von denen, so zu reden, jeder seinen eigenen Weg und sein Tempo in Obacht genommen statte: neben anderen auch unseren Bach- mann. Wir sprangen beide hoch auf vor Entzücken, uns so unerwartet wieder in Freiheit zu sehen!. Da ging's an ein Erzählen und Jubilieren, als wenn wir schon zu Haus hinterm Ofen säßen. Einzig hieß es bisweilen: Ach, wäre nur auch der Schärer von Weil bei uns! Wo mag der ge- blieben sein? Wir haten die Erlaubnis, alles im Lager zu besichtigen. Offiziers und Soldaten stunden bei Haufen um uns, denen wir mehr erzählen sollten, als uns bekannt war. Etliche wußten Winds genug zu machen, ihren Wirten zu schmeicheln und zur Verkleinerung der Preußen hundert Lügen auszuhecken. Da gab'S auch unter den Kaiserlichen manchen Erzvrohler; und der kleinste Zwerg rühmte sich, wer weiß wie manchen langbeinigen Brandenburger auf seiner eigenen Flucht in die Flucht geschlagen zu haben. Tarauf führte man uns zu etlva fünfzig Mann Gefangenen von der preußischen Kovallcrie. Ein erbärmlich Spektakel! Da war kaum einer an Wunden und Beulen leer ausgegangen; etliche übers ganze Gesicht heruntergehauen, andere �ins Gersick, andere über die Ohren, über die Schultern oder«chenkel. Da war alle? ein A.echzen und Wehklagen! Wie priesen uns die unuen Wichte ielip. einem ähnlichen«ckücksal so glücklich ent- rönnen zu sein; und wie dankten wir selber Gott dafür! Wir mußten im. Lager übernachten und bekamen jeder einen Tu- katen Reisegeld. Dann schickte man uns mit einem Kavallerie- t.-anspori nach einem böhmischen Dorfe, wo wir, nach einem kurzen Schlummer, folgenden Tags auf Prag abgingen. Dort verteilten wir nnS und bekamen unsere Pässe, je zu sechs, zehn und'.wölk, welche einen Weg gingen. Wir waren ein wunder- seltsam"? Genicngfti von Schweizern, Schwaben, Sachsen, Bayern. Tirolern. Welschen, Franzosen. Jtolacken und Türken. Einen loschen Paß bekamen unser Sechs zusammen bis Regem bnrg. In Prag selbst war ein Zittern und Beben vor den Preußen ostne seinesgleichen. Man hatte den Ausgang der Sckstackst bei Lowositz bereits vernommen und glaubte den Sieger schon vor den Toren zu seben. Auch da stunden ganze Trupps Soldaten und Bürger um uns her, denen wir sagen sollten, was der Prenß' im Sinn habe? Einige von uns trösteten die neugierigen Haien, andere hatten noch ihre Freude daran, sie tapfer zu schrecken, und sagten ihnen, der Feind werde spätestens in vier Tagen anlangen und sei er- grimmt wie der Teufel. Dan schlugen viele die Händ' überm Kopf zusammen; Weiber und Kinder wälzten sich heulend im Kot herum. ffitcS aufopfernden Heldentums offensichtlicker gezeigt werden als durch die Häufigkeit der„schwarzen, aufdringlichen Kleider- Wolken"? Wenn halb Teutschland in Trauer geht, wenn daS Schwarz lange Monate hindurch das StraßenbUd deherrscht, so wird das dem Bewußtsein derer, die im Kriege lediglich ein fröhliches Sol- datenspu'l sehen, nur förderlich sein. Wie denn überhaupt all denen, die nur ihre Sensationsgier und immer willige Spektakel- lust am Kriege teilnehmen lassen, eine kräftige Gemütsdämpfung von Herzen zu gönnen ist. Itiid: wenn unsere Brüder siegreich heimkehren und verdiente Begeisterung begrüßt, soll dann das Andenken an d i e schäbig in den Hintergrund gedrängt werden, die den Sieg mit ibrcm Leben erkauft haben?! Nur damit im Freudentaumel ja keine ernsten Gedanken auf- kommen? l». Die lauernde Cholera. Mit einer Eholeragefahr ist schon lange vor Ausbruch des Krieges gerechnet worden, und deshalb konnte es als sclbstverständ- lich gelten, daß nach dem Beginn des Krieges die Trohungcn einer Verbreitilng der Seuche in Europa noch viel schärfer ins Auge ge- faßt wurden, lleber das Austreten der Cholera in Rußland ist während des Frühjahrs und der ersten Sommermonate dieses Jahres wenig zu erfahren gewesen, aber es klang wie ein War- nungSzeichen. daß gerade am Tage der Mobilmachung in Deutsch- land eine Meldung ans Rußland eintraf, wonach in Moskau ein choleraverdächtiger Fall beobachtet worden war. Tie daran ge- knüpften Befürchtungen, daß sich die Cholera im russischen Heere rasch verbreiten konnte, waren nachweislich chisher nicht bestätigt, und erst am 2S.'September wurde ein neuer Verdacht durch die Kunde erregt, daß ein vom östlichen Kriegsschauplatz eingebrachter Soldm in der mährischen Hauptstadt Brünn unter Choleraverdacht gestorben und daß nachträglich bei ihm auch der Keim der asiati- jchen Cholera festgestellt worden sei. lFnzwischeu sind in Oesterreich bei verwundeten Soldaten weitere Fälle sestgestellt.) Die schlimm- slen Nachrichten, die sich wiedcrbolt haben, aber nicht als unbedingt zuverlässig betrachtet werden können, sind aus Serbien einge- troffen, wo das Heer und die ganze Bevölkerung schon sehr stark unter der Cholera leiden soll. Einige Meldungen haben eine un- geheure Ziffer von Cholerasällen genannt. Es ist durchaus nicht au der Zeit, aus dieser Sachlage das Recht zu lebhaften Besorg- nissen abzuleiten. Um zu einem möglichst richtigen Bilde zu ge- laugen, muß man sich daran erinnern, was sich die Cholera während der letzten Jahre in Europa zu schaffen gemacht hat und wie sie überhaupt unseren Erdteil einzudringen Pflegt. Der eigentliche Herd der Seuche ist Asien, und zwar besonders China und Indien. Eine wesentliche Quelle ihrer Ausbreitung ist jetzt zum großen Teil unterbunden, nämlich die Handelsschiffahrt. Ihre Wege sind in der Mehrzahl der Fälle auch die der Cholerabazillen gewesen. Man könnte also sagen, daß unser Kreuzer„Emden" sich überhaupt ein großes Verdienst um ganz Europa erworben hat, indem er die indische Schiffahrt in schrecken gejagt und gelähmt hat. Andererseits stehen die Häfen jetzt ohnehin überall unter be- sonders scharfer Bewachung, und es würde der Aufsicht unschwer gelingen, eine Eiuschleppung von Cholerakranken am Ort ihrer Landung unschädlich zu machen. Außerdem aber hat sich die Cholera auch in Vorderasien der- art eingenistet, daß mit einer Gefahr von diesen Gegenden her ge- rechnet werden muß. Bon Persien ist die Seuche mehrmals über das Kaspische Meer nach Ruhland übergetreten und hat dort in den Jahren 1AZV und 1910 bis Petersburg hin die schwersten Epidemien verursacht, die seit längerer Zeit in Europa überhaupt vorge- kommei» sind. Außerdem meldete sich die Cholera bald nach Aus- bruch der letzten Balkankriege an den Grenzen der europäischen Türkei und ging auch in die Lager der im Felde stehenden Truppen über. Es ist nun eine Eigenschaft der Cholera, daß sie längere Zeit in einem Lande gleichsam schlummern kann und dann wieder auflebt, wenn die Verhältnisse für ihre EntWickelung infolge klimatischer oder anderer Einflüsse förderlich geworden sind. Es wäre daher nicht überraschend, wenn sowohl in Rußland wie aus der Balkanhalbinfel die Cholera wieder erschienen wäre. Würde sie in großem Umfang auftreten, so könnte diese Tatsache auch den feindlicheu Länder» unmöglich lange verborgen bleiben. Im ganzen werden aber die Maßnahmen, die für diesen Fall bereits getroffen oder geplant worden sind, zur Abwehr der Seuchen genügen. Dazu kommt, daß die Cholera trotz ihres fürchterlichen Verlaufs bei den von ihr Befallenen zu den Krankheiten gehört, die verhältnismäßig leicht unter Aufsicht gestellt und»nit den heutigen Mitteln der Wissenschaft bekämpft und abgewehrt werden können. Die Sach- verständigen nennen daher die Cholera im Vergleich zur Pest ge- radezu eine wohlwollende Krankheit. Endlich haben auch die beiden Balkankriege bereits den Beweis erbracht, daß die damals als sehr ernst betrachtete Gefahr beschworen werden konnte, obgleich die da- zu aufgewandten Mittel dort doch wohl kaum nach Art und An- Wendung so vollkommen gewesen sind, wie sie den Ländern Mittel- curopas zur Verfügung stehen würden. Es muß daher wiederholt werden, daß die Sorgen, an denen jetzt jeder mehr oder weniger zu tragen hat, durch eine Chokeraangst nicht gesteigert zu Wersen brauchen. �Siai5i«S4«leM�«&*»"•« Theater. Verband der freien Volksbühnen(in MontiS Operettentheater). In dieser„eisernen" Zeit, da Kanonen das entscheidende Wort führen, nimmt sich L e i s i n g s„M i n n a von Barnhelm" als Drama edelster Menschenpüte doch recht anti- guiert aus. Gleichwohl kann man sich des Kunstwerks erfreuen, wenn ihm eine sorgfältige Ausführung zuteil wird. Nun, dieser allererste Auftakt der Volksbühne verheißt gediegene künstlerische Arbeit in der Folge. Einige neue Kräfte, wie Curt GerdcS, Frcda Steiger, Paul Förster, neben bewährten„alten" vom Borjahre er- geben einen auch hochgestellten Anforderungen gewachsen erschei- ncnden Spielkörper. Tiesmal hatte allerdings Else Bäck als Fran- ziska die Führung. Emil Rameau(Wirr) und Robert Aßmaun iRiccauts behaupteten sich als vorzügliche Charakterdarsteller. Achjungswert waren auch die Vertreter des Majors, der Minna sowie des Bedienten Just und des Wachtmeisters Werner, den diesmal— Spiel des Zufalls!— ein Namensvetter aus der Taufe hob. Das Haus, obzwar nicht überfüllt, zeigte freundliche Ge- sichter und an Beifall fehlte cS nicht. ek. Kleines Zeuilleton. Menschlichkeit im Kriege. In der Geschichte des 7. Rheinischen Jnfan- terieregiments Nr. 69 wird erzählt:„Es war bei den Kämpfen in Nordfrankreich an der Hallue. Am 24. Dezember 1879 verteidigte die 8. Kompagnie des Regiments einen Park bei Frechencourt. Vor der Front der Kompagnie lag vom vorher- gehenden Tage eine größere Zahl toter Franzosen; plötzlich sah man. wie etwa 60 Schritt vor der Schützenlinie ein Arm mit einer Zeltstange sich erhob und winkte. Die Sonne mußte einen der Unglücklichen, die hier in der bitterkalten Winternacht gelegen, wieder zum Leben erweckt haben. Musketier Jammel durchwatete den infolge seines raschen Laufes selbst bei dieser Kälte nicht ge- frorenen Bach und lief»über die freu? Wieso auf den Franzosen zu. Sofort richtete sich ein heftiges Schnellfeuer aus der französische»» Stellung auf ihn. aber unbekümmert um die von allen Seiten ihn unischwirrenden Geschosse lud er den kläglich jammernden Feind auf seine Schultern und trug ihn zurück. Ter Franzose erzählte. daß er tags zuvor verwundet und ermüdet liegen geblieben sei. man habe ihn wohl für tot gehalten und ihm Stiefel und Strümpfe a»iSgezogen; so hatte der Bejammernswerte die Nacht bei 10 Grad Kälte an der Erde gelegen; Füße und Beine waren ihm erfroren. Jammel trug ihn zurück in daS Lazarett; für sein braves Be- nehmen erhielt er daS eiserne Kreuz. Beim Rückmarsch aus Frank- reich kam dieselbe Kompagnie in die Nähe von Frechencourt, und Jammel hatte die große Freude, durch den Pfarrer zu erfahren, daß er wirklich dem Armen das Leben gerettet; er war, wenn auch auf zwei Krücken, in die Heimat zurückgekehrt." Ziomft»n gegen Israel AangwM. Ter in England lebende Gettofchilderer und Zionist Israel Zangwill hat sich, um Herrn Grey eine kleine Freude zu bereiten, herbeigelassen, die russischen Juden in das Lager des Zaren, für den er bisher immer nur Worte der Verachtung und des Hasses gehabt hatte, zu treiben. Gegen diesen Verrat Zangwills wenden lich jetzt in scharfer Weise die New Uorkcr Zionisten durch den Mund des Herrn A. Thnner, der zu den Gründern der Pariser Zionistcngemeinde gehörte und als ihr Vertreter den ersten Baseler Zionistenkongreß besucht hatte:„Mit Zangwills Ansehen bei den Zionisten wie bei den Juden im allgemeinen ist es schon längst nicht mehr weit her," schreibt Dynncr in einer New Aorker Zeitung.„Der Mann hat seine eigenen Ideen, die weder bei den ..alten" noch auch bei den„modernen" Juden Gegenliebe finden. Zangwill verlangt, daß die Juden sick auf Gnade und Ungnade den Russen und ihren Verbündeten ausliefern. O nein, das Juden- tum ist nicht so dumm, zarischen Lockungen zu trauen, und auch Sir Edward Grehs Versprechungen werden nicht geglaubt, denn ein altes Sprichwort sagt:..Sage mir, mit wem du umgehst, und rck? sage dir, wer du bist." Ter„Gentleman" von England ist tot, heute ist England ein eifersüchtiges, habsüchtiges und verzweifeltes Land. das sich nicht scheut, alle Geister der Unkultur anzurufen, und sich sogar soweit vergißt, sich dein russischen Bären in die Arme zu werfen. Rein, meine Brüder und Glaubensgenossen, verlaßt E»ich nicht auf den wortbrüchigen und unmenschlichen Zaren! Seht und urteilt nach den harten Tatsachen, die Euch allen nur zu wohl be- kannt sind! Erinnert Euch der Pogrome in Rußland! Erinnert Euch aber auch, daß zu derselben Zeit, als die Vereinigten Staaten de» Juden zuliebe ihrfn Handelsvertrag mit Rußland lösten. Eng- land es war. da» sich mit demselben barbarischen, antisemitischen Rußland verbündete und verbrüderte, obwohl es den englischen Juden im Zarenreiche nicht besser geht als den anderen! Rem, Herr Israel Zangwill. die Juden werden Ihnen nicht folgen, das Judentum will sich nicht als die Zange gebrauchen lasse», die die zarischen Kastanien aus dem deutschen Feuer holt? Dafür kcunen die Juden ihre Freunde wie ihre Feinde viel zu gut! BesteervSte das Ihrem Freunde Grey, Herr Zangwill!" Wie üie �chfelfchnüre entftanöen. Als im 16. Jahrbunbeit der Krieg der Niederländer gegen die spanisch» Gewallberriwaft ausbiach, verließ ein bis dahin»in Tienste des Königs Philipp siebendes, besonders gut organisiertes Regiment. die'panischen Fahne» und vereinigte sich m.r iwun umerdiihklen LandSlcuten. um an ihrer Seite zu siegen oder zu fallen. Herzog Ä>ba. ob dieies Ab'nNS empöri. gab er den Be- »ehl, joden Mann dieses Regiments, der in spanische Ge» fangeuschasl kommen sollte, iokolt aufzuhängen, etiierlei welchen Rang er bclleide. Die Niederländer verspotteten den Be» fehl des Herzog» und ließen ihm melden, daß das ganze Regiment. O'fiiiere wie Gemeine, fortan immer mit einem Nagel und Strick vergehen sein würde, um den Spaniern das Geschält deS An'hänge'iS zu erleichtern. Und von dem Tage an trug jeder der Tapferen einen mit einem Nage! befestigten Strick um den Hals. Da aber menrmid von ihnen lebendig in die Ge- iangenschoft geraten wollte, so kämpften sie natürlich mit dem ver- zweifeltiten Mute, und bald wurde der Strick mit dem Nagel daS Abze'chen eines bekonders lupseren Soldaten. Später wurde aus dem hänfenen Strick eine wollene oder seidene Schnur und aus dem eisernen Nagel ein goldener oder siiderner Stift und stall um den Hals trug man dies KriegSadzeichen auf der Achsel. Notiz«»». — Theaterchronil. Im Theater in der K ö n i g g r S tz e r Straße gelangt demnächst Melchior Lenghel». T a i f u n" neii» einsiudirrl zur Darstellung. Da» Stück befaßt sich dekannllich mit der gelben Rasse. — Die Freie Hochschule Berlin beginnt ihre Abend-- Vorlesungen am 5. Okiober, abends S'/a Uhr. Di« auSsührlichen Ptogramme werden diesmal, um Kosten zu spaten, nicht versandt,. nnd aber in allen Bibliotheken und viele» Bitchhandlungeu kostenlos zu habe». SlelliingSloie Mitglieder und Hörer erhalten in der Geschäftsstelle(zwischen 2 und 7 Uhr) Liiiicustr. 227. Freikarten. — Der Botanische Garten in Dahlem ist bis»um \6. Oktober nachmittags(außer Sonnabend und Montag) von 2 Ubr an geöffnet, sonst gegen Erlaubnisscheine. Die bume Heibsisärbunz »»d die Maimigfaltigkcit der Früchte machen den Bemch jetzt besonders lohnend. — Sine monumentale Grabstätte für die K riegsgefallenen. Der Stadtrat von Wie« hat die Er- lichlung einer moiiumentale» Gradilätle für die österreichisch- ungarischen Kricgsgefallenen in Aussicht genommen. Tie soll auf dem Wiener Zentralsriedboie errichtet werden und ohne Unterschied der Rationatität und de» Religionsbekenntnisses zur Beerdigung aller Krieger dienen, die vor dem Feinde geblieben oder ihren im Kompse eiliuenen Verletzungen erlegen sind und in Wien heimalsbeuchligt oder ansässig waren. Für die Beisetzung wird keinerlei Gebühr er» hoben werden. — Im Geiste Münchhausen» und Tartarins. Der .Corriere d'Jialia" gibt eine g»ote«k wirkende Litte der sranzösiichen Lügen und Torheiten, durch deren Wiedergabe sich ein großer Teil der italienischen Presse in dieser ernsten Zeit lächerlich macht. Einige Proben: Die Basutoneger haben sich den Engländern als Pfeil» ichleuderer angeboten; der Sultan von Marokko hat außer 5V OOO Getreuen auch ein Heer von OdaliSken nach Frankreich geiandt; die Deutschen baben die Provinz Antwerpen geräumt, belagern aber die Festung dieies RamenS; die>n Archangelsk an Bord genommenen Rusieil sind am Nordkap gelandet und treffen morgen in London ein; die Deutschen baben h«t der Erstürmung von Prag ein Mädchen geschändet, verbrannt und in die Donau geworfen; der In» wälzt blutige Wogen in den Lech. — Die sibirische Expedition von Stob» ist nach Hammeriest zurückgekehrt. Sie»st bi» zur Mündung de« Ob über den Jenissei voigedrungen Lied ist der Ansicht, daß im Sommer ur jenem Gebiet regelmäßige Schiffahrt möglich ist: — Reichlicher HeringSfaug und Einfuhr. Einem Bericht der König!. Niederländischen gijchereiinspektion rst zu ent» nehmen, daß im ersten Halbjahr 1914 die Anfuhr von Heringen auS See nach den Niederlanden 5 413 920 Kilo gegen 3 546 900 Kilo im gleichen Zeilraum de» Vorjahre« betrug. Die An- und Einiubr von Salzderigen belief sich im ersten Halbjahr 1914 auf 11 196 749 Kilo (10161 484) und die Ausfuhr von Salzherigen aus 22 410957 (15 215 176) Kilo. Von dieser Ansiuhr gingen über zwei Drittel nach Deuischland. Deulschtand lönnte also mit diesem Volks- nabriin gSmitiek reichlicher und billiger denn srüber verieben werden. Voppelsohlige Stiesel Stiefel mit Korkzwischensohl« Warmpesüttorte Otraßen- sttefel und-Hausschuhe Chromleder- Schnallenstiefel mit Friessulter Qletz-»-Schnürstiefel,-Haus- cP"5fchuhe,.Schiialtenssiefel mit Tederbe sah, mit Filz- U»d He Versohlen Filz, und Plüschpontosfel mit starte« Alz- oder Hedersohlen Damen> Schnürstiesel! Loy- kaff mit ia.iim?e!lfutt»r, Soxhorse mit Aokssntter Kamelhaar-ikmschlagschuhe für Damen Lazaretffchuhe in Kamelhaar, Alz, Heder usw. Schweflernschuhe Damen> Meltonpantoffel Stofiqamaschen Warmhaltende Einlegesohlen KamelhaarW -pantoffel,-Schnallensttefel Wohl eile Kamelhaar- Vtoffschuhe «inder-Sausfchuhe Reitstiefel Wasserdichte Jagdstiesel Ledergamasche« Summsschuhe Erzbereit! stocken un*«He uiuere Kunden im weiten Deutschen Reich euch in dieser schweren Zell Die Herstellung unserer Herbst« und Winter-Schuhwaren Ist von langer Hand Im Friedeo vorbereitet und seit Monaten bereits volUogen. Aueh halten wir unseren Fabrikbetrieb durckotu aufrecht. 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