Nr. 198.- 1914. Unterhaltungsblatt öes vorwärts Aonurrstag, 8. Oktotikr. wie Antwerpen vor 32� fahren fiel. Schiller hat in seiner zuerst in den„Hören" verösfentlichten großartigen Darstellung„Belagerung von Antwerpen durch den Prinzen von Parma in den Jahren 1584 und 1585" ein Muster klarer unsd lebendiger Geschichtsschreibung geboten. Mit dem Auge und der Phantasie des Dramatikers ist dies Trauerspiel eines heldenhaften Ringens aufgebaut und erreicht seinen Höbepunkt in der Schilderung der letzten Kämpfe um die inneren Berschanzungxn der Stadt und ihres Dalles, die heute unser besonderes Interesse finden wird. Am 16. Mai 1585 unternahmen die Belagerten einen verzweifelten Ausfall, um durch einen Hauptsturm sowohl auf dem Tamm als auf der Brücke die Feinde zurückzulverfen. Es gelang ihnen auch, mit Unterstützung der Flotte der Antwerpener, den von den Belagerern errichteten Damm zu ersteigen, so daß sich die Feinde nach tapferer Gegenwehr in ihre Sebanzen zurückziehen mußten.„Dieser Anblick erfüllte die geängi'tigte Stadt auf einmal init den frohesten Hoffnungen, uird als wäre der Sieg schon er. fochten, überließ man sich einer tobenden Fröhlichkeit. Man läutete alle Glocken, man brannte alle Kanonen ab. und die außer sich ge- fetzten Einwohner rannten ungeduldig nach dem Oosterweeler Tore, um die Proviantschiffe, welch c unterwegs sein sollten, in Empfang zu nehmen." Aber diese günstige Wendung sollte nicht lange dauern. Ter Herzog von Parma, der unterdessen die Scheldebrückc von Ant- tverpen mit neuen Maschinen berannt hatte, eilte in eigener Person herbei, den Damm zu entsetzen. „Von zweihundert spanischen Pikenieren begleitet, flog er an den Ort des Angriffes und erschien noch gerade zu rechter Zeit auf dem Kampfplatz, um die völlige Niederlage der Seinigen zu verhindern. Eiligst warf er einige Kanonen, die er mitgebrach! hatte, in die zwei nächsten Redouten und ließ von da aus nach. drücklich auf die feindlichen Schiffe feuern. Er selbst stellte sich an die spitze seiner Soldaten und, in der einen Hand den Degen, den Schild in der andern, führte er sie gegen den Feind. Das Gerückt seiner Ankunft, welches sich schnell von einem Ende des Dammes bis zum andern verbreitete, erfrischte den gesunkenen Mut seiner Truppen, und mit neuer Heftigkeit entzündete sich der Streit, den das Lokal des Schlachtfeldes noch mörderischer machte. Auf dem schmalen Rücken des Dammes, der an manchen Stellen nicht über neun Schritte breit war, fochten gegen fünftausend Streiter; auf einem so engen Räume drängte sich die Kraft beider Teile zu- sammen, bcrubic der ganze Erfolg der Belagerung. Den Ant- werpern galt es die letzt« Bormauer ihrer Stadt, den Spaniern das ganze Glück ihres Unternehmens; beide Parteien fochten mit einen- Mut, den nur Verzweiflung einflößen konnte. Von beiden äußersten Enden des Dammes wälzte sich der Kviegsstroin der Mitte zu. wo die Seeländer und Antwerper den Meister spielten und ihre ganze Stärke versammelt war. Von Stabroek her drangen die Italiener und Spamer heran, welche an diesem Tage ein edler Wettstreit der Tapferkeit erhitzte; von der Scheide her die Wallonen und Spanier, den Feldherrn an ihrer Spitze. Indem jene die Pfahlschanze zu befreien suchten, welch« der Feind zu Wasser und zu Lande heftig bedrängte, drangen diese mit alles niederwerfendem Unge-tüin auf die Brustwehr los, welche der Feind zwischen St. Georg und der Pfahlschanze ausgeiürmt hatte." Um diesen wohlbefestigten Wall, die letzte Verschanzung Antwerpens, wogte nun der Kamps, und beide Heere leisteten das Aenßcrste an Tapferkeit. „Tie Niederländer übertrafen in diesem entscheidenden Augenblick sich selbst; nie im ganzen Laufe des Krieges hatten sie mit dieser Standhaftigkcit gefachten. Besonders aber waren es die Schotten und Engländer, welche durck ihre tapfere Gegenwehr die Veruche des Feindes vereitelten. Weil da, wo die Schotten fochten, niemand mehr angreifen wollte, so warf sich der Herzog selbst, einen Wurfspieß in der Hand, bis an die Brust ins Wasser, um den Seinigen den Weg zu zeigen. Endlich nach einem lang- wierigen Gefechte gelang es den ManSfeldischen, mit Hilfe ihrer Hellebarden und Piken ein« Bresche in die Brustwehr zu machen und, indem sich der eine auf die Schultern des andern schwang, die Höhe des Walls zu ersteigen. Bartoloineo Toralva, ein spanischer Hauptmann, war der erste, der sich oben- sehen ließ, und fast zu gleicher Zeit mir demselben zeigte sich der Italiener Capizucchi auf dem Rande der Brustwehr: und so wurde denn, gleich rühmlich für beide Nationen, der Wettkompf der Tapferkeit entschieden." Nach der Einnahme der letzten Brustwehr war der Sieg bald errungen. Der letzte Versuch der Antwerpener, sich auS der eisernen Umklammerung zu retten, war fehlgeschlagen.„Von dieser Zeit an sank den Belagerten der Mut, und der Magistrat der Stadt bemühte sich vergebens, das gemeine Volk, welches den Druck der Gegenwart empfand, mit entfernten Hoffnungen zu vertrösten. Bis jetzt hatte man das Brot noch in einem leidlichen Preis erhallen, obgleich die Beschaffenheit immer schlechter wurde; nach und nach aber schwand der Getreidevorrat so sehr, daß eine Hungersnot nahe bevor stand.... Endlich fiel auch noch die benachbarte und bundcsver wandte Stadt Mcchcln in des Feindes Gewalt, und mit ihr ver schwand die letzte Hoffnung, Zufuhr aus Brabant zu erhalten. Da man also keine Möglichkeit mehr sah. den Proviant zu vermehren, so blieb nichts anderes übrig, als die Vcrzebrer zu vermindern. Alles unnütze Volk, alle Fremden, ja selbst die Weiber und Kinder sollten aus der Stadt hinwegge-chaffl werden; aber dieser Vorschlag stritt allzusehr mit der Menschlichkeit, als daß er hätte durchgehen sollen. Ein anderer Vorschlag, die katholischen Einwohner zu verjagen, erbitterte diese so sehr, daß es beinahe zu einem Ausruhr gekommen wäre, lind so sah sich denn St. Aldegondc genötigt, der stürmischen Ungeduld des Volkes nachzugeben und am 17. August 1585 mit dein Herzog von Parma wegen Üebergabe der Stadt zu traktieren." Oer Laubenkolonist. Die Gcmüscaufbewahrung und-Überwinterung in Kriegszeiten. Die Bedeutung der Groß-Berliner Laubenkolonien wurde dieser Tage einmal weiteren Kreisen durch eine bescheidene Lokal- notiz in der Tagespresse vor Augen geführt. Man bat da fest- gestellt, daß sich in Groß-Berlin rund 45 600 Laubcnkolonisten betätigen, die eine� Fläche von 1400 Hektar, das find 5600 preußische Morgen, bewirtschaften. Aus dieser zusammengelegten Fläche könnte man 3 bis 4 stattliche Rittergüter machen. Bekannt dürfte sein, daß die 45 000 GroGBcrliner Laubenkolonisten, die vor- wiegend Oed- und Brachland, meist Spelulationsgeländen, Erträge abringen, bei ihrer zwar harten, aber andererseits auch anregen- den und das körperliche Wohlbefinden fördernden Bodenarbeit keine Seide spinnen, Ter materielle Ertrag der Laubengärten ist für den einzelnen Kolonisten nur ein sehr bescheidener, einmal, loeil bei uns immer noch das Svstem der Generalpächlcr vorherrscht, das gleichbedeutend mit der Ausbeutung der Kolonisten ist; dann aber auch, weil die einzelnen Laubenparzellen nur von bescheidenstem Umfange sind. Eine wirklich nutzbringende Arbeit ist, niedrigster Pachtzins vorausgesetzt, nur auf Parzellen möglich, die je 200 bis 250 Ouadratmeter Fläche bedecken. Parzellen von dieser Größe sind die meisten der jetzt schon von vielen Provinzstädten und von einigen einsichtsvollen Großindustriellen ins Leben gerufenen Ar- beitergärtcn, die auch für Groß-Berlin eine zeitgemäße Ablösung der Laubcnparzellen bilden sollten. Gärten der angegebenen Größe können von jedem arbeitsfähigen Pächter unter Hinzuziehung der Familienang.'hörigcn in der freien Zeit sachgemäß bewirtschaftet werden, und genügen, wenn man vom Kartoffclbau absieht, eine nicht zu zahlreiche Familie während des ganzen Jahres ausreichend mit Gemüsen jeder Art zu versorgen, Der immer noch in den Laubenkolonien gehandhabtc Kartoffel- anbau ist für kleinste Verhältnisse unlohnend, zumal der Zentner guter Wintcrkartoffel fast überall für 2 bis 2,50 Mk,, häufig noch billiger, erhältlich ist. Will man durchaus auch einige Kartoffeln selbst anbauen, so beschränke man sich auf allerfrüheste Sorten, wenn möglich auf die sogenannten Scchswochenkartoffeln, die schon im Juni reif sind, worauf dann das abgeerntete Land noch mit spätem Kohl, vorzugsweise mit Grün- und Rosenkohl, angebaut werden kann. Ich habe schon früher einmal darauf hingewiesen, daß zur Zeit der Erntefeste, also im Herbst und bis in den Oktober, No- vember hinein, auch bei den Laubenkolonisten ein gewisse�»llebor- fluß an Gemüsen berrscht. In dieser Zeit werden oft für die Küche wertvolle Gemüse an Ziegen, Kaninchen und an das Ge- flügel verfüttert, Gemüse, die man dann späterhin im Winter und Frühling teuer bezahlen muß. Aber nicht nur der Lauben- kolonist, auch die Gcmüsegärtncr, sowie die Klein- und Großgrund- besitzer verschleudern oft im Herbst die reichen Ernten, anstatt sie sachgemäß einzuwintern. In dieser Beziehung sind uns die Holländer im allgemeinen weit voraus. Die dortigen Gemüsezüchter haben sich organisiert; ibre Züchtcrvereinignngen regeln den Verkauf und babeu aus gemeinsame Kosten zweckmäßige, großzügige lieber- Winterungsräume gebaut, sogenannte Köhlschcunen, in denen der Uebcrfluß an nicht Winterhärten Gemüsen überwintert und in tadelloser Verfassung bis zum Spätwinter und Frühling, d. b. bis zun- Beginn neuer Ernten, erhalten wird und dann weit vorteilhafter als im Herbst verkauft werden kann. Für die Lauben- kolonisten kommen leider derartige Ucberwinteningseinnchtuiigen nicht in Frage; es muh vielmehr jeder von ihnen die Einwintc- rung seiner Ernten so gut wie möglich selbst durchzuführen suchen. Dazu sei nachfolgend einige Anleitung jscgcben. Von Kohlge wüchsen ist der Grün- oder Blätterkohl in allen Spielarten absolut wintcrbart, auch der Rosenkohl kann als winterhart bezeichnet werden, wenn er auch in Mitteldeutschland in schneeloscn Wintern bei ungewöhnlich strenger Kälte einmal Schade» nehmen kann. Diese beiden Gemüscartcn einzuwintern wäre töricht, zumal sie auch durch Einwirkung des Frostes an Schmackhaftigkeit und Bckömmlichkeit gewinnen. Enttäuschung bereitet die Ueberwinterung auf der Parzelle nur da. wo sich nach Schneefall Fasanen, Feldhasen und wilde Kaninchen einstelle». Ersterc sind seltene Gäste in den Laubengärten, gegen letztere schützt man sich, indem man die Einfriedigung vor Eintritt de? Winters gegen diese Nager instand setzt. Absolut winterhart ist weiterhin der Spinat und der holländische Feldsalat, Diese vier Gemüscartcn holt man sich während des Winters immer nach Bedarf von der Parzelle. Von unseren Wurzelgemüsen ist nur die Schwarzwurzel winterhart; sie wird leider bei uns noch viel zu wenig angebaut. In gewisser Hinsicht kann sie für den Laubcnkolonisten ein Ersatz für Spargel sein, den man aus gepachteten Parzellen schon deshalb nicht anbauen sollte, Iveil er erst im dritten Jahre nach der Pflan- zung den ersten bescheidenen Ertrag gibt. Schtvarztvurzeln wurden früher zweijährig kultiviert; man säte sie im Frühling und erntete im Herbst und Winter des nächsten Jahres. Jetzt zieht man die sogenannte verbesserte russische Ricscnschwarztvurzcl vor, die, im Februar gesät, schon vom Herbst des gleichen Jahres ab gcernict locrdcn kann. Der Samen wird bei uns in Teutschland angebaut, wie fast alle anderen Gemüsesamen, die halb Europa und fast alle überseeischen Ländern zum Gemüseanbau vedürfeu. Tie Schwarz- Wurzel hält dem strengsten Frost stand. Nimmt man sie jetzt ans. um sie für den Wintergcbrauch im Keller in etwas feuchten Sand einzuschichten, so niuh das so vorsichtig geschehen, daß die Wurzeln weder brechen-roch sonst verletzt werden; auch muß ina» dann die Dlättcrscköpfr so abschneiden, daß die Wurzel nicht mitangc- schnitten wird. Aus jeder Wurzelwunde fließt der weiße Milchsast reichlich aus, dadurch welkt die Wurzel und wird fade im Geschmack. Man lasse also Schwarzwurzeln im Freien, aber man decke, nach- dem das Kraut abgefroren ist, so reichlich mit Laub oder strohigem Mist, daß der Frost nicht eindringen kann. Nur in diesem Falle ist man in der Lage, loährend des Winters»ach Belieben Wurzeln zu sofortigem Küchengebrauch ausnehmen zu können. Auch Meer- retiich ist winterbart; man gräbt ihn aber jetzt für den Winter- bedarf aus und schlägt ihn iin Keller in Sand ein. Tic unten an der Stange sitzenden starken Seitenwurzcln, die sogenannten „Leger", werden von der Hauptwurzel abgeschnitten und draußen auf der Parzelle für die nächste Frühjahrspslanzung eingeschlagen, Fast wintcrbart ist Breitlanch(Porree). Wir lassen ihn ruhig bis gegen Ende November auf den Beeten, nehmen ihn dann aus, schlagen die Wurzel» in einer Gartcnccke zusammen ein und bedecken sie dann reichlich mit Laub, um sie während des Winters nach Bedarf ausnehmen zu können. Auch Sellerie verträgt eine gute Portion Frost. Zur Ueberwinterung werden die Knollen vor- sichtig ausgegraben, die Erde wird ans dem Wurzelwerk heraus- geschütelt. alle Wurzeln werden dann zurückgcschnitten und daraus legt inan die Knollen in zwei Reihen so nebeneinander, dag d-e Blattschövfe beiderseits nach außen gerichtet m-d, darauf vedcckt [2 Die Crfiurmung öer Nühle. VonEmileZola. Natürlicherweise machte ihr die ganze Umgegend den Hof und zwar mehr ihrer Taler als ihrer Niedlichkeit wegen. Und sie hatte schließlich eine Wahl getroffen, welche die ganze Gegend in Entrüstung setzte. Auf dem jenseitigen Ufer der Morelle hauste ein großer langer Wicht, den man den Dominique Panquer nannte. Er stammte nicht aus Nocreuse. Zehn Jahre friiher war er aus Belgien nach dem Torfe gekommen, um einen Otzcim zu beerben,-der dicht am Saume des Gagnyer Waldes, gerade gegenüber von der Mühle und ein paar Büchsenschiisse von ihr entfernt, ein kleines Gut besessen hatte. Er käme nur, so sagte er, um dieses Gut zu verkaufen, und wollte dann wieder nach seiner Heimat zurückreisen. Aber das Land gefiel ihm, wie es schien denn er rührte sich nicht mehr voni Flecke. Man sah, daß er sein Stückchen Land bebaute, einiges Gemüse pflanzte, soviel er zum Lebensunterhalt bedurfte. Er fischte, er jagte: c?- fehlte manchmal wenig, so hätten die Flurschiitzen ihn er- griffen und den Behörden angezeigt. Dieses freie Leben, bei welchen die Bauern nicht wußten, woher das Geld dazu käme, bitte ibn schließlich in einen üblen Leumund gebracht. Man sprach von ihn, unverblümt als von einein Wilddiebe. Daß er faul war stand freilich fest, denn man fand tbn oft zu Stunden, wo er hätte arbeiten müssen, im Grase schlnmmernd. TaS Häuschen welches er am Waldrande bewobnte. machte auch aar nicht' den' Eindruck der Wobnima eines ehrbaren Junagesellen. Es würde die alten Weiber des Dorfes durchaus nicht überrascht haben wenn er mit den Wolfen der Gagnver Schloßruincn im Vakte gestanden wäre. Die jungen Dirnen indessen wagten bis- weilen ibn zu verteidigen: denn dieser Eindringling war ein gar stattlicher Bnrsch. schlank und bock- wie eine Pavpel. seine Haut' war blendend weiß, Bart und Haare waren blond und leuchteten' wie Gold in der Sonne, An einem Morgen nun hatte Francöisc ihrem Vater rundweg erklärt, daß sie den Dominique liebe' und nie drein willigen werde, einen anderen Burschen zu heiraten. Man denke, welch einen Keulenschlaa Vater Merlier an jenem Taae erhielt I Er sagte nichts, wic'S seine Gewohnheit nxir Sein Gesicht zeigte den alten sinnenden Zug. aber die Herzensfroblichkeit war aus den Augen aeschwunden. Acht Tage lang maulten Vater und Tochter. Auch Franeoise war sehr ernst worden. Mas den Vater Merlier beunruhigte, war die Neu- werde zu erfahren, wie dieser„Spitzbube von Wilddieb" sein T;- bestricken können. Noch niemals hatte Dominique sich in der Mühle sehen lallen. Der Müller legte sich auf die "auer und gewahrte den Galan auf der anderen Seite der Morelle. wenn er iin Grase lag und so tat, als ob er schliefe. Franaoisc koniite ihn aus ihrer Kammer sehen. Tie Tache war klar; sie mußten einander liebgewonnen haben, während sie sich über das Mühlenrad angeschaut hatten. Unterdessen verstrichen acht weitere Tage. Frantzoise wurde mit jedem Tage ernster. Vater Merlier sagte noch immer kein Wort. Da brachte er eines Abends stillschweigend Dominique selbst in die Mühle. Fran�oisc bereitete gerade den Eßtisch. Sic tat gar nicht verwundert, sondern begnügte sich, ein Gedeck inehr ciufzulegen: bloß die Grübchen in ihren Wangen höhlten sich ini Nu wieder, und ibr Mund zeigte das alte Lächeln. Vater Merlier hatte am Morgen Dominique in seineni Häuschen an der Waldesgrenze aufgesucht. Dort hatten die beiden Männer bei verschlossenen Türen und Fenstern drei Stunden mitein ander gesprochen. Niemals bat ein Mensch erfahren, tvas der Gegenstand ihrer Unterredung hätte sein können. Das eine aber ist sicher, daß Vater Merlier. als er das Häuschen verließ, Dominique schon als seinen Sohn behandelte. Ter alte Mann hatte iedenfalls den Burschen, welchen er suchte, einen wackeren Burschen, in diesem Faulpelz gefunden, welcher im Grase herumlag, um den Dirnen die Kur zu machen. Ganz Rocreuse räsonnierte. Die Weiber fanden kein Ende in der Erörterung des tollen Streiches, welchen Vater Merlier dadurch beginq, daß er einen Müßiggänger ans solche Weise in sein.Haus nahm. Er ließ die Leute reden. Vielleicht hatte er an seine eigene Verheiratung gedacht. Er hatte ja auch keinen roten Geller besessen, als er die Madeleine und ihre Mühle ge- heiratet hatte: das war aber kein Hindernis für ihn gewesen, ein wackerer Ehemann zu werden. Uebrigens unterband Dominique allem Klatsch sofort dadurch die Ader, daß er sich so tüchtig an die Arbeit machte, daß die ganze Gegend darüber in Erstaunen geriet. Ter Mühlknecht war just zur Arniee aus- gehoben worden und Doniimqiie litt unter keiner Bedingung, daß ein neuer Knecht gedingt würde. Er schlepvtc die Säcke, fuhr den Wagen, plackte sich niit dem alten Rade ab. wenn es sich schön bitten ließ, seinen Kreislauf zu beginnen, und tat dies alles mit einem so munteren Eifer, daß es eine Freude war. ihm zuzu- sehen. Vater Merlier schmunzelte still vor sich hin. Er tat sich viel zugute darauf, daß er diesen Burschen richtig beurteilt hatte. Kein ander Tina als die Liebe leiht dem jungen Volk Herzens- lust und Arbeitsfreude. Inmitten all dieses Schaffens und Arbeiten? vergötterten sich Fran?oise und Dominique. Sie mochten nicht eben viel Worte, aber sie schauten sich an mit funkelnden Blicken. Bis zur Stunde hatte Vater Merlier noch kein Wort über die Hochzeit gesagt, und beide achteten dieses Schweigen und warteten die Entscheidung des Alten ab. Endlich um Mitte Juli hatte er drei Tische in den Hof unter die große Ulme schaffen lassen und seine Bekannten und Freunde gebeten, einen Schoppen bei ihm, zu trinken. Als der Hof voll war von Leuten und jedermann 1 das Glas in der Hand hielt, hob Vater Merlier das seinigc auf und sprach; „Es freut mich, Nachbarn, Euch tagen zu können, daß mein Mädel heute über vier Wochen, am Tage des heiligen Ludwig, den wackeren Burschen da m die Ebe nehmen wird," Em fröhliches Gläserklingen erfolgte. Alles lachte. Aber Vater Merlier fuhr fort init gehobener Stimme; „Dominique, umarme Dein Mädel! Das gehört sich so!" Und sie umarmten sich, errötend ob des Lachens der an- wesenden Bauern. Es war ein richtiges Freudenfest. Ein Fäßchen wurde ausgestochen. Und als nur die engeren Be- kannten noch zilqcqeii waren, ward eine ruhige Unterlxiltung ge- führt. Tie Nackt war hereingebrochen, eine helle, reine Sternen- nacht. Dominique und Frangoisc saßen nebeneinander auf einer Bank, sprachen aber nicht znsammeii. Ein alter Bauer brachte die Rede ans den Krieg, welchen der Kaiser an Preußen erklärt hatte. Alle Burschen ans dem Dorfe wären schon zur Armee abgerückt. Am letzten Abend wären noch Truppen durch- marschiert. Ein harter Kampf stände in der Umgegend zn er- warten. „Bah!" meinte Vater Merlier init dein Selbstgefühl eines glücklichen Menschen:„Domiiiiqlic ist Ausländer: da braucht er nickt zuiii Heere... Und wenn die Preußen herankommen sollten, so wird er schon willen, sein Weib zu verteidigen." Der Gedanke, daß die Preußen kommen könnten, wurde als ein famoser Sckerz aufgenommen. Man würde ihnen eine tüchtige Prügelsiipoe reichen und zum Kochen derselben sicherlich keine lange Zeit gebrauchen. „Ich habe sie schon aesehen, ich habe sie schon gesehen," wiederholte der Bauer mit einer duinpfen Stimme. Ein Stillschweigen trat ein. Dann stieß man noch einmal an. Fran�oile und Dominiaue hatten nichts gehört: sie hatten sich auf der Bank hinten, ohne daß man sie sehen konnte, die Hände gereicht, und das tat ihnen so wohl, daß sie sitzen blieben, verloren in das Dunkel der Nacht schauend. Welch' eine laue, herrliche Nackt!. Das Dörfchen lag zu beiden Seiten der weißen Landstraße im friedlichen Kindes- schlummer; Kein Laut war zu hören, als aus weiter Ferne das Krähen eines zu zeitig vom Schlafe erwachten Hahnes. Aus dem nahen Hochwald stiegen lange Atemzüge hernieder und glitten wie Liebkosungen über die Dächer. Die Wiesen mit ihren Schatten nahmen eine geheimnisvolle, erhabene Majestät an, während alle die Quellen, alle die im Schatten svrudelnden Wässerlein der frische, rhythmische Atem der entschlummerten Landschaft zu sein schienen. Das alte verschlafene Mühlrad schien zeitweise zu träumen wie die alten Wächterbunde, welche im Schnarchen bellen; es knarrte und hielt mit sich selbst Zwie- svrach, eingelullt durch den Wassersturz der Morelle, deren Becken den melodischen anhaltenden Ton einer Orgelpfeife her- vorbrachte. Nie hatte ein tieferer Frieden sich über einen glück- licheren Naturwinkel gesenkt.(Forts, folgt.) man alles dachförmig mit Erde, und diese später mit Laub oder strohigem Mist. Auf diese einfache Weise überwintert Sellerie ganz vorzüglich. Zum Ernten der Rüben, wie Kohlrüben, Hcrbstrüben aller Art, Karotten usw., wählt man einen trockenen sonnigen Tag. Bei Herbstrübcn und roten Rüben schneidet man die Blätterschöpse mit einem Stückchen Rübe ab, läht dann die Rüben an der Luft etwas antrocknen und schichtet sie danach im Keller auf Haufen auf, die mit Sand oder Erde überzogen werden. Bei Karotten muß der Blätterschops so abgeschnitten werden, daß die Rübe un- verletzt bleibt. Auch in Erdmieten lassen sich die Rüben mit Vor- teil überwintern, also etwa so, wie der Landwirt seine Kartoffeln oder Runkelrüben überwintert. An einer geschützten Stelle der Parzelle wird ein Graben, etwa 30 Zentimeter tief und 1 ZKeter breit, ausgeworfen, während sich seine Länge ganz nach der Menge der Ernte richtet. In diesem Graben schichtet man die Rüben etwa einen Meter hoch auf, deckt den Haufen dann mit Glattstroh ab und schaufelt hierauf über dieses die beim Austvcrfcn des Grabens gewonnene Erde, die dann nachher mit dem Rücken der Schaufel festgeschlagen wird. Bei sehr strengem Frost bedeckt man die Erde noch mit strohigem Mist oder Laub. Für diese Art der Ucberwinterung ist es Vorbedingung, daß der Boden während des Winter? bis zur genannten Tiefe grundwasierfrei bleibt. Kohlrabi, Blumenkohl, Wirsing-, Weiß- und Rotkohl, Winter- salat sEndivien) überwintert man in kleineren Mengen im Keller. Ein zu dieser Gemüseüberwinterung geeigneter Keller soll mög- lichst Fenster nach zwei Seiten haben, so daß man im Winter nicht nur reichlich lüften, sondern auch einen Luftdurchzug unterhalten kann. In dumpfen Kellern fault das Gemüse rasch, in zu warmen beginnt es vorzeitig zu treiben, was es entwertet. Vor Einbrin- gung in den Keller wird er bei geschlossenen Fenstern erst gründlich ausgeschwefelt. Hierzu nimmt man am besten ein glühendes Brikett, über das man Schwefelpulver streut, worauf man den Raum rasch verläßt und fest verschließt. Besser gelingt noch die Ueberwintcrung im Freien in Gruben, die man in jeder erfordcr- lichen Größe in grundwasierfreiem Boden, etwa 60 Zentimeter tief, auswirft; in lockerem Erdreich müssen die Grubenwände mit Schal- brettern und mit Querpfosten versteift werden. Man lasse den Kohlköpfen 2 bis 3 der losen Blätter und schlage sie dann mit den Wurzeln dicht nebeneinander ein. Ist die Grube gefüllt, so wird sie dachartig mit Brettern abgedeckt, über die dann später noch eine Laub, oder Mistdecke kommt. Eine solche Gemüsegrube ist ständig zu überwachen, bei trockenem, frostfreiem Wetter abzudecken, bei feuchtem, srostfreiem Wetter zu lüften. Ab und zu muß das eingeschlagene Gemüse durchgesehen und durchgeputzt werden. Man kann Kohlartcn auch in der Weise überwintern, daß man sie Unter. halb der Köpfe vom Strunk abschneidet, also nicht ausgräbt, alle losen Blätcrn entfernt, dann die Köpfe dicht zusammen zu läng- lichem oder kegelförmigem Haufen aufschichtet und diesen.Hausen danach mit Erde bedeckt, die man in etwa 66 bis 70 Zentimeter Entfernung aussticht; dadurch entsteht rings um den Haufen ein Graben, der die Winterfeuchtigkeit ableitet. Bei strengem Frost müssen auch diese Haufen eine Laub- oder Tungdccke erhalten. _ Hd, kleines Feuilleton. �rme Mutter. Seit länger denn vicrzebn Tagen lührt sie sich nicht mebr aus dem Haute. Sic strickt vom Morgen bis zum Abend— und wartet auf den Briefträger. Einmal im Tage klingelt er bestimmt, aber er bringt nichts von ihren Söbnen. Reine Zeile. Seil vielen Tagen nicht. Weder von dem einen, noch von dem anderen. Und sie wird kränker und gebrechlicher von Tag zu Tag. Ißt kaum nichr als ein Sperling und sitzt doch immer sehr lange am Tisch. Würgt schwer an jedem Bissen. Warum nur bekommt sie keine Nachricht von ihren Söhnen? Sie halte ihnen in der letzten Zeit alles mögliche geschickt. Warmes Unterzeug, Süßigkeiten, Zigarren. Hilde hatte jede Sendung lelber zur Post gelragen. Fein hat cS jetzt der Portier. Der pafft den ganzen Tag. Bessere Zigarren bar er noch niemals in seinem Leben geraucht. Kein schöneres Vergnügen als in der Stammkneipe hinter dem Rauch einer wirklich ladellosen Zigarre von dem Krieg draußen zu 'vrechen. Dte Zigarren bat ihm. muß man wlsien, das Fräulein Gubenhoff gctchenlt. Ste waren für tbre beiden Brüder bestimmt S-e btauchtcn sie nicht mehr. Vor vitrrehn Tagen war dte alte Frau von dem Tode beider verständigt worden. Sic sind auk dem westlichen Kriegsschauplatz gefallen. Hilde hatte die Schreckens- uachrtcht aufgemngen. Glücklicherweise. Frau Gubenhoff ist berz« krank und steht seit dem Ausbruch des Krieges, wie man so sagt, mit einem Friß im Grabe. Wer wagt es, ihr zu sagen, daß ibre beiden Söbne tot sind? Gefallen. Beide. In einer Woche beide. Sie würde es einfach nicht glauben, nicht begreifen können— und sie würde es nicht überleben. Und doch wird ihr die Tochter eines Tages sagen müssen: ..Mutter, stricke keine Socken mehr." Und sie wird wie zur Vorsicht ihre linke Hand auf das kranke Herz legen und leise fragen: .Warum nicht, Hildchen Z".Mein Gott— nun ja. Weil— weil sie eben leine mebr brauchen.".Meinst Du?".Aber dann werde ich jedem eine Schneehaube für den Winter stricken. Warum aber schreiben sie nicht, die Jungens? So viel haben wir ihnen in der letzten Zeit geschickt. Und Du hast doch alles richtig adressiert.".Richtig adreinerl wohl, ober nicht ab- geschickt, wird die Tochter gestehen. Die Zigarren habe ich dem Portier geschenkt, weil. er immer so freundlich zu mir ist, und die andern Sachen hat das Rote Kreuz gern in Empfang ge- nommen. Die Mutter wird sich ausrichten in ihrem Stuhl und die Hände gegen die Obren pressen. sieMvird es nicht hören wollen, das Schreckliche. Aber die Tochter wird sie umarmen und wird flehen:.Verzweifle nicht, Mutter. Sie starben einen schönen Tod. Sei stark, damit ich nicht allem zurückbleibe in dieser entsetzlichen Welt." Aber die Mutter wird sich ins Bett legen und nicht wieder ausstehen. Notizen. — Einen Protest gegen den Tbeaterschund, der sich jetzt auf den meisten Berliner Bühnen breit macht, erhebt die .Freis. Zeitung". Im.Vorwärts" ist bereits in jeder einzelnen Kritik gesagt worden, wie geschmacklos, wie albern und unkünstlerisch die nieisten dieser Machwerke sind. Es ist ja überhaupt merkwürdig, daß in diesen schwcrernslen Zeiten ein Bedürfnis nach solcher seichten Possen-Amüsierkunst bestehen sollte. Mit Recht fordert die.Freisinnige Zeitung": .Fehlt es unseren Schriilstellern an ethischem Rückgrat(wer dieses hat, besitzt von selbst Geschmack und Takt), fehlt eS ihnen an Gefühl für die Mühseligkeiten, Entbehrungen und Leiden, denen unsere Truppen, jede Stunde den Tod vor Augen, tapfer standhalten müssen, fehlt eS ihnen an Empfindung für das. was jetzt für Deutsch- land auf dem Spiel steht, was die Millionen unseres Volkes, in Palästen und Hütten, erregt, bewegt, beflügelt und aufwühlt, dann muß man ihnen eben zurufen: Hände weg!" Die Aibeiierschaft hat empfunden, daß gerade jetzt die Kunst Trost und Erhebung spenden kann, aber nur die ernste, die würdige Kunst. Wir wünschen>m Interesse unserer notleidenden Künstler, daß die Theater uiw. im Betrieb bleiben. Aber es wäre ein trauriges Zeichen, wenn der Betrieb nur mit>olchen Stücken de- stehen lönnte — Konzertchronik. Eine öffentliche Haiiptmobe zum Stnsonickonzert GeiieralmusikdircklorS Frttz Stetnbach mit dem Phil- barmontschen Orchester, unier Mitwirkuna der Kammcriangerin Ltlli Lehmann, findet am Sonntag, den 13. Oktober, mittags 12 Uhr, im großen Saale der Philharmonie statt. Sämtliche numerierte Plätze kosten 2 M., unnume.ierle 1 M. —.Die deutschen Barbaren". Der Unfall, der der Reimser Kathedrale zustieß, hat allerlei Aesthetiker ip den roinanischen Ländern zu Ausfällen gegen die deutsche Barbarei veranlaßt. ES sind darunter eine Reihe Kunstschwätzer, die mit ihrer Wortakrobatik jedem Variets Ehre machen würden und uns Deutsche auch in Friedenszeitcn für eine Art Eskiinos gehalten haben. Gegen diese anmaßenden Verrücktheiten hat jetzt eine Reihe iialienischer�Jntellek» luellcr für deutsche Gesittung Zeugnis abgelegt.— Auch Schweizer Künstler, darunter der bei uns verhätschelte Maler Hodler und der Musiker Dalcroze haben unbesehen die sranzösisch-engliiche Heye mit- gemacht— offenbar zum Dank dafür, daß deutsche Objektivität sie anerkannt und gefördert hat. — Die Kunstdenkmäler in Belgien. Ueber den Zu- stand der Kunstdenkmäler in Lüttich, Huy. Namur. Dinant. Soven» them bat der RegierungSrai Falke, der im Auftrage der deutschen Regierung Belgieit bereist hat, einen amtlichen Bericht erstattet. Daraus gebt erfreulicherweise hervor, daß die Schäden nicht io groß sind, wie anfangs ve, mutet wurde. Kleinere Kunstwerke sind sogar mehrfach vom deutschen Militär aus gefährdeten Bauten gereitet und inzwischen zur Aufbewahrung der Brüsseler Galerie übergeben worden. ickfisch-und Kinder-Manii % Die Mode in BacKfiscH« und Kinder-Mänteln ist gleicK der für die£rwacHsenen vielseitig und kleidsam. Auch Hier HerrscHt das Karo in dunKelen, braun- grünen und blau-grünen«Stoffen. Wie stets» sind wir aucH diesmal bestrebt gewesen» durcH besonders grosse Auswahl und durch besonders billige Preise unsere Leistungsfähigkeit auch auf diesem Gebiete zu beweisen BacHfiscK-Maritel K-in der-Mäntel 7.75 9.50 12 50 14-50 17— 19.25 21-50 u. s. w. RÖNIGSTR. 33 Am BahnKof Alexanderplatz K;V' 1.50 2.25 3.75 5.— 0.75 8.— 10.25 u. s. w. Clf AUSSEESTR. 113 Beim Stettiner BaKnKof -Vit Sonntags geschlossen Väter geben Geld aus Kinder und Mütter profitieren davon, wenn cS sllr Hr. Beck. IVell's Hafcrniark geschieht, denn cS ist dies ein vorzügliches, Blut und Muskeln bil- dendeS Kraftnährmittel sür Ge> sundc und Kranke. Hafermark wird ärztlich cmpsohlen sür Magen- imd Darmkranke,- Blnt- niine. Bleichsüchligc, Zuckerkranke, Ä öchncrtnncn, Rekonvaleszenten und Kinder. 274/4* Gebrauchsvorschrist a. d. Paketen. Paket 1 Pfund 45. Ps.. !t PInnd 4,00 M. In Groß-Bcrlin frei HauS. DMIinPB nRRMVS.42 - IHflUtn, Prlnzenst.SS Zu haben In Apotheken, Drogerien und besseren Kolonlal- warengeschäfton sowie in den Filialen der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. Achtung! Sängerheim. Achtung! Hierdurch zeige ich allen Freunden und Genossen sowie den geehrten Gewcrkschasten und Vereinen an, dag ich das alle* Zängtrheim. Mnprrstr.l, IklitrnlfntdhofFritdnchsfttdt, eröffnet habe und bitte, mich bei BeerdigiingS'cicrlichkeilcn sreundltchft bc- rücksichtigcn zn wollen. Oskar Schnitze, Waguerstr. 1. tÄJlf-''-ß* rVb-Kw Das selbsttätige Waschmittel für 1 MenKel' s Bleich- Sod.a Teldpostpakete mit Lebensmitteln in praktischer Zusammenstellung für unsere Krieger fm Felde zum Preise von Bark 8.—, 6.—, 1*.— elnschllefillch Porto and Verpackung! Bestellungen mit genauer Angabe des Adressaten werden angenommen durch das Reisebureau der Hamburg-Amerika-Linie Unter den Linden 8, Berlin W. Joh. Heinr. Träger liieferant für Armee- nnd Barlne- Behörden Abteilung: Hceresverpflegang. "N Spezialarzt »r. med. WockenfuO, Friedrichsir. ISS,(Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u Frauenleiden— Ehriioh-Hata-Kur(Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung, Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs- störung. Teilzahlung. Spr. 11— 2 u. 5—8, Sonnt. 9— 11, Spezialarzt f. Haut,, Harn-, Frauenleiden. nerv. Schwäche. Beil, kranke jeder Art, Ehrlich Hata> Kuren in u.Co. konz. Laborat. j Blut. Untersuchung., Faden i. Harn uiw. tiiöliiieiiiiti. Sl, ÄÄl. sot. 10— 2, ö— 9. Sonnt. II— 2. Honorar maftig, auch Teilzahl. Separates Tamenzimmer. �1.1, vyijtiiwj«ymu Dr. Homeyer Technische Lehranstalt von Hoppe, Mathieustr. 13. Semesteranlaflg:»• Oktober. Unverbindliche Vorbesprechung aller Interessenten: Donnerstag, den 8. Oktober, abeudo'/tÖ Uhr. KnllchenWiih A«Pf. täglich Verkauf nachm. 5—7. SfScn* Slumenjtr.88. Ananttr örtlicher Siepatrevr: Alire» ihtretenn. Reuinlln. Für de» Anieratenieil nerantw?l>>»iscke.>-terl>n. Druck n. Verlag. Vorwart» vuchdruckerei u. Berlaasannalt Pau' S'nger»». Ei». BerU»