#i. 209.- 1914. Unterhaltungsblatt öes vorwärts Mittwoch, 2!. Oktober. berliner Straßenbilöer. Der Mann, der abseits steht. "n jedem regenfreien Tage kommen sie in die Vorgärten des IbVht11.. .«oelajarctts, ganz gleich, ob dieses eine Schule, ein Hotel oder �mizgebäude ist. Dort lagern sie sich in Gruppen umher, viele >hre Liegestühle zurückgelehnt, plaudern, rauchen, manche scherzen Und immer finden sich einige, die, an das Gartengiller ge- .sörmlich daraus warten, von den Borübergehenden in ein ."vch verwickelt zu werden. Es sind die Leichtverwundeten, die Jtoch Zerstreuung sehnen. Die nehmen auch mit einem Piauder- mit Kindern vorlieb. .aber immer findet sich da auch ein Mann, der abseits steht. flieht beim Gitter, blickt vor sich hin und schweigt. Den Arm *1!*' verbunden, steht er regungslos dort und blickt-- J'chf Nein, hinter sich, in die Vergangenheit, in sich, in iein 'n seine Seele, die voll furchtbarer Erinnerungen sind. Sein ° ist vollständig ausdruckslos. Kein Entsetzen, keine Oual drückt L, keine Teilnahme für seine Umgebung. Es ist ein Blick, der �unbegreifliches Ereignis enträtseln will, ein Blick, der mafilos �skgangenbeit durchforscht, ob dies alles Wahrheit oder ein Traum Jim, ein Blick, der deutlich besagt: alles ist Nein und erbärmlich iK iencm vernichtenden Erlebnis. Mit diesen, Mann, der ab- j. steht, kann niemand ein Gespräch beginnen. Für ihn existiert 1Q.IS jenes furchtbare Erlebnis. Er erliegt ibm.... . seit Wochen sehe ich diesen Mann an dem Gitter aller HilfS- Jjp'w. an denen ich vor überkomme; er ist bald blond, bald braun. !). Wank, morgen stämmig— aber ein Gemeinsames haben alle ro$ nr,et' die abseits stehen: diesen ausdruckslosen Blick, den Ei Entsetzen erstarren Infi. Die Wunde an der Hand oder am vNtd bald geheilt sein, aber die Wunde im Inneren, die »de Sexle und der starre Blick, die werden bleiben.... Achtung, bitte...! Charlottenburg. Bahnsteig C, Einige Soldaten, s�dhrscheinlich eben aus dem Felde kommen, stehen dort, die �stauen Uniformen schon ziemlich mitgenommen, den Tornister 'ch Rücken, die Gesichter gebräunt. Das Bahnpersonal und die HLiaV6 drängen sich um sie. fragen und horchen. Ein Hauch vom Mseld weht herüber nach dem Bahnsteig 0. �»ntcr biden Feldgrauen ist einer, der besonders kraftvoll und jLOeu aussieht. Er redet wenig, aber seine energischen und i«? Gesichtszüge nehmen für ihn ein. Und an dem Rock hängt �stfrne Kreuz. tönt es von der AufgangStrcppe her:„Achtung, i, jn Sanitäter kommt voraus und bahnt einen Weg. Und dann � i��uvdeter. den Fufi— dcflen Zehen fehlen— verbunden auf h�ucke gestützt, von zwei Rote-Kreuz-Helfern geführt. Wieder �vauch v�ur Schlacktselde, der hinüberdringt nach dem Bahn« stnd oiles blickt sofort nach dem Verwundeten. Die durch- . Feldgrauen interessieren im Augenblick nicht mehr, ja sie F leibst dorthin, von wo der Ruf:.Achtung, bitte..." ertönt. Wht®uicr nicht. Er hat den Verwundeten kaum erblickt, so » J: strb schmerzvoll sein Gesicht. Er wirft den Kopf rasch nach «>, h �n Seite und will, will, will das nicht sehen. Er leidet ih,°nrch das Bewufitsein, den verwundeten Kameraden in der M wissen. Und dieser einzige wahre Mensch inmitten all der �flen, es ist der Feldgraue mit den energischen Zügen, der Nt>t dem eisernen Kreuze. Das Aufgebot derZeitungSverkäufer. � diesen Tagen, da man alles.Ausländische" in Acht und hditf. vull. hat ein neuer Typus sich die Berliner Strafien yl der die Strafien durcheilende Zeitungshändler. Jn »leu Zeiten ist der Zeitungshandel stabilisiert, an den Strafien- > l>,,i den die Händler thren festen Standort. Aber der Krieg hat ii„ dlich Wandel geschaffen, sowohl in der Anzahl der Händler, i,w"ch in ihrer Tätigkeit. Jetzt durcheilen eine Anzahl dieser %id•Qu� Fahrrädern die grofien Strafien der Vororte und rufen «'hre Zeitung aus. Jetzt umspinnt ihr Netz regelmäfiig auch t'"Diesten Stadtteile. Und sie scheinen sich affoziert zu haben. •�vl �°n e'ner Slraficnecke ein Radfahrer mit einige hundert Jstilt v einer Zeitung an, die er sofort an drei bis vier Eleichalterige tfo'■ vir nach allen Richtungen in die Nebenstrafien entschwinden, _»d er selbst und eine ältere Frau an den nächsten Ströhen- ecken Aufftellung nehmen. Oder in den Abendstuilden z. B. am Kurfürstendamm. Da saust ein Radfahrer vorüber und wirft— ohne anzuhalten— den an bestimmten Stellen Wartenden eine An- zahl der Zeitung zu, Oder aber: die Mutter steigt aus der Strafien- bahn, vier, fünf Kinder warten schon auf sie und enteilen, die Zei> tung laut ausrufend, sofort in die Nebenstrafien. Ganz aufierordentlich grofi ist das Aufgebot der Kinder für diesen Strafienhandel, man trifft selbst in kleineren Strafien oft drei bis vier gleichzeitig an. Manche können vor Müdigkeit kaum gehen und ausrufen und wimmern sörmlich den Namen der Zeitung hervor. Ich sah vor einigen Tagen ein sechsjähriges Mädchen bei einer Strafienbahnhaltestelle. Weinend und schluchzend rief sie ihre Zeitung aus. Warum sie weint, fragte ich sie. Sie habe so kalte Füfie und Zahnschmerz, war die Antwort, aber sie dürft nicht nach Hause, so lange sie die Zeitungen noch nicht verkauft habe. Tausende und tausende von jungen und alten Frauen suchen beute die letzte Rettung darin, den Zeitungshandel zu betreiben. Ich habe hier und da gefragt, was sie als Reingewinn nach Hause bringen und die Antwort war: vierzig Pfennige bis höchstens eine Mark. Und Tausende von Frauen drängen sich zu diesem Erwerbe. Neue Schichten wenden sich diesem Erwerbszweige zu, namentlich das Schauspielerproletariat. Diese Leute sind auf dem ersten Blick zu erkennen. Sie wollen die Würde wahren, sprechen— in Cafäs— die Gäste mit.mein Herr" oder»meine Dame" an und behalten. wenn sie die Zeitung überreichen, eine gönnerhaste Miene. ES ist, als ob sie sagen wollten:»Arbeit ist keine Schande, aber ich ver- gebe mir deshalb doch nichts". Jn einigen Theatern ist ihnen der Zeitungsverkauf in den Pausen oder nach VorstellungSschlufi vorbehalten und sie treten auch hier mit königlicher Würde auf. Aber jüngst— in einem grofien Cafs CharlottenburgS— hat es der Zufall gefügt, dafi gleichzeitig fünf dieser Händler im Lokale anwesend waren: eine junge abgehärmte Frau mit einem Säugling am Arme und todtraurigen Augen, eine Greisin, die kaum mehr gehen konnte, ein kleines Mädchen, dem man ansah, dafi es seit Wochen sich nicht satt gegeffen hatte, ein gerissener Berliner Junge, der die lockendsten Nachrichten ausrief und einer dieser würdevollen Schauspieler-Kolporteure. Und das war ein schwaches Abbild dieses riesigen Aufgebotes der KriegszeitungS-Verkäufer. Flüchtlinge. Bei der Strafienbahnhaltestelle am Brandenburger Tor. Dort in der Nähe befindet sich die Ausgabestelle der Liebesgaben für Flüchtlinge. Um ein möchtiges Bündel, au» dem neue Wäsche und Schuhe herausgucken, steht eine Familie. Grofimutter, Mutter, Vater, ein vier- bis fünfjähriges Mädchen, ein zehnjähriges Mädchen und ein etwa vierzehnjähriger Junge. Die Vierjährige verzehrt ein Bullerbrot und lehnt sich an die Grofimutter. Die Zehnjährige wühlt in dem Bündel und zieht bald ein paar Scbuhc, bald ein Wäschestück hervor, der Vierzehnjährige mustert aufmerksam das Strofienleben und ist sichtbar befriedigt, denn er lächelt. Der Vater, ein stämmiger, mittelgrofier Bauer mit buschigem, leicht ergrautem Schnurrbart, steht etwas seitwärts. Er ist— hier in Berlin, am Brandenburger Tor— noch mitten in den Schrecken des Krieges, noch mitten in der Verzweiflung und Sorge. Ein unsagbar gleichgültig-trauriger Blick, ein resigniertes Geständnis: es ist aus. Aber er wird sich wieder aufraffen, denn dort ist die Mutter. seine Frau. Deutsche Bauernrasfe, kräftig, willensstark und gut« mütig. Sie steht in der Mitte der Gruppe, blickt bald nach dem Manne, bald nach der Grofimutter, wischt der Vierjährigen das Näschen, glättet das Bündel nach der herumwühlenden Zehnjährigen und ruft dem Vierzehnjährigen manches warnende Wort zu. Dann sagt sie:.Hier ist unser Wagen!" ergreift das Bündel und geht mit festen, sicheren Schritten dem Strafienbahnwagen zu. Und ihr folgen— wie die Küchlein der sorgenden Henne— Kinder, Grofi- mutter und Vater. Und man hat die Gcwifiheit: diese Mutler wird allen ein neues Heim schaffen._ 0. M. Die Walstatt öer Weichselschlacht. Ehe die Weichsel den von den Karpathen kommenden, an Przemysl und Jaroslau vorbeiströmenden San aufnimmt, spannt bei Sandomir eine letzte Brücke ihre Bogen von österreichischem Gebiet bei Siadbrzezie hinüber nach dem russischen Polen. Hoch thront auf einem Ausläufer der Lysa-Gora das Städtchen Sando- mir mit seiner altertümlichen Kathedrale und dem von dem Polen- könig Kasimir dem Größen erbauten Schloß. Auf dem östlichen Ufer aber dehnen sich die polnischen Sanddünen, jenes wenig fruchtbare, nur hie und da von bebauten Feldern und dürftigen Hütten bedeckte Sandgebiet, wo Mensch und Natur einen ständigen Kampf führen. Gelingt es dem polnischen Bauer, die Dünen zu bewalden, dann hört wohl deren Bewegung auf und ein mageres Getreide sprießt empor, und Kühe weiden auf der Heide. Doch nur zu oft mutz der Bauer dem wandernden Sand und den bei Hochwasser zu großen Seen anwachsenden Morästen weichen. Fahren wir stromabwärts an Zawichost, dem Sitz de? russischen Grenzzollamtes, vorbei, so begleiten unS zur Linken ständig die Höhen der»Sandomirer Berge", während zur Rechten Sand und Moor miteinander abwechseln. Erst bei Kasimierz gewinnt die eintönige Fahrt an Reiz; Kasimierz selbst liegt anmutig am rechten Ufer in einem kleinen Seitental, ihm gegenüber, zur Linken, auf den Höhen des Dorfes Jannowiez die Ruinen eine? alten Polen- schlosses. Wenige Kilometer flußabwärts liegt Nowo Alexandria, einst die glänzende Residenz des Fürsten Chartoryski, die 1731 vom Zaren eingezogen und teils zur Reichsdomäne gemacht, teils an russische Große verschenkt wurde. Heut ist im Schlosse eine Land« und Forstwirtschaftliche Akademie untergebracht. Bis hierher reicht das große Ueberschwemmungsgebiet der Weichsel, das aus dem 300 Meter breit dahinströ inenden Fluß zu- zeiten einen einzigen Riesensee macht. Die Weichsel ist nicht re- guliert, kann also ihr flaches östliches Ufer leicht unter Wasser setzen; der gefährliche Monat ist der März, der daS Hochwasser der Schneeschmelze bringt. Doch auch zu Johanni und Jakobi, dem russischen Janowka und Jakobowka, ist die Wassersnot oft eine große. Andererseits ist das Sandufer so durchlässig, daß im Sommer meist Wassermangel die Schiffahrt hindert. Nur sehr kleine Dampfschiffe können bis Sandomir fahren. Erst von Iwan- gorod an, wo von Osten der Wiepr der Weichsel zuflieht, und diese dann in einer Breite von 1800 Metern dahinströmt, ist der Fluß auch für große Schiffe zu joder Jahreszeit befahrbar. Bei Iwan- gorod verlätzt er das von Seen und Morästen bedeckte polnische Hügelland, in dessen Mitte Lublin liegt; auf dem Wcstufer treten die Höhen mehrere hundert Meter zurück und der Fluß tritt ein in die sich von Radom im Westen bis zum Tale des Bug im Osten dehnende, fruchtbare polnische Tiefebene, ein« der Kornkammern des russischen Reiches. An dem Dorf Maciejowice vorbei, wo am 10. Oktober 1794 der polnische Nationalheld KoSciuSzko von den Russen geschlagen und gefangengenommen wurde, nähern wir unS der Hauptstadt Polens, Warschau. Auf den zurückliegenden Höhen des linken UferS leuchtet das große Kloster Gora Kalwarha. Weiter stromabwärts zweigt ein älterer Arm des Flusses nach Westen ab und bildet die Seen des prächtigen Parkes von Willanow, dessen Schloß Johann III. Sobieski Ende des 17. Jahrhunderts nach Plänen italienischer Meister aufführen ließ. In der Ferne, an den Hängen der zur Weichselniederung abfallenden Höhen, werden die Gärten von Natolin, eine der beliebten Sommerfrischen der Warschauer, sichtbar. Aufdem rechten Ufer dehnen sich die Schlacht- selber von Grockow und Waiver, auf denen sich im September 1831 das Schicksal Warschaus und damit daS Polens entschied. Zu beiden Seiten mehren sich Fabrikanlagen und Häuser, hohe Dämme säumen den Fluß ein und verhindern eine Ueberschwemmung der oahinterlicgenden Stadtteile, und bald spannt die große von War- schau nach seinem auf dem rechten Ufer gelegenen Vorort Prag« führende Eisenbahnbrücke ihre Bogen über das stromabwärts gleitende Schiff. Während Praga in der Ebene liegt, bedeckt Warschau die Hänge des 30 bis 40 Meter hohen Talrandes, der sich nach Westen in eine weite hügelige Ebene abdehnt, den Schau- platz erbitterter Kämpfe zwischen unseren siegreich vordringenden Truppen und den Russen._ kleines Feuilleton. Die Leidensgefährten. Ein beutscher Landwehrmann, der bei dem französischen Ein- bruch in Mülhausen im Elsaß verwundet wurde und zusammen mit französischen Verwundeten dort im Lazarett lag, schildert seine Eindrücke in der..Köln. Ztg.". Folgende Episode scheint uns dar- aus besonders charakteristisch: Ich habe schon einmal den Ausdruck gebraucht: unsere ver- wundeten französischen Kameraden. Ich weiß nicht, ob der AuS- Portepeefähnrich Schaöius. Von Detlev v. Liliencron. �si�rein Führer war diese ewige„Hinundherzieherei, tiM Kerls an den Kopp zu kriegen", ebenfalls sehr un- j, �'cht. Er lenkte deshalb seine Aufmerksamkeit darauf, �ndwo mit der ganzen Abteilung festzusetzen, um von lh seine Unternehmungen zu beginnen. Schon nach �rssilen hatten wir den gesuchten Punkt gefunden. Er n,Oe Kilometer westlich von der großen Straße. Ssran- i ül�ft, das. nach seiner Ausdehnung zu urteilen, fünf- �chstausend Einwohner zu haben schien, lag in einem <°n:.sich ihm unmittelbar nach Norden anschließend, auf if �Hugel, entdeckten wir ein Schlößchen im Mansarden- cLjM�em wieder eng naheliegend, standen viele gewaltige �-�llebäude. Bald wußten wir das Nähere. Das Herren- "Ocn� ki« große Eisenbahnwagensabrik gehörten Herrn Ajj'S Bourdon. Seine von ihm beschäftigten zweitausend ! J*r wohnten mit ihren Familien oder als Junggesellen �Nrourt. Zurzeit zwar lauerte und lungerte wohl »s 0.!e Hälfte davon in den Wäldern umher. Die Fabrik %pf�ich geschlossen. Herr und Frau Bourdon und ihr � Sw- Kind. Fräulein Fanchette, waren vernünftigerweise Y' c geblieben. ■�iih 5 �uptsächlich den Befehlshaber vermocht hatte, diese ?. als Ausgangspunkt für seine Streifzüge, nach allen aln, zu wählen war die günstige Lage. Ueberall däni- et� in weiter Entfernung Berg und Holz. Ueberallhin � Zute das Auge vom Hügel aus alles. Jede Annähe- «khj/aante am Tage von uns frühzeitig entdeckt werden. >i>� allerdings mußten strahlenförmig Patrouillen, stehende �jUerposten und Horchtrupps vorgetrieben werden. ofiche �Cr Wachdienst in S6rancourt, auf dem 'sin? �lbst stand das Infanterieregiment. Im H fi?ug �atte sich der General und sein Stab eingerichtet. Mr..atte dieser hierhin die vierte Kompagnie, die von mir und in den Fabrikgebäuden einschränken. 'OW jtourde. befohlen. Ich lag also vortrefflich, von meinen ädert viel beneidet. Während es sich meine Leute, so ' aehen wollte, bequem machten in Ställen und anderen i aebäuden, wohnte ich selbst mit meinem Leutnant in siuHss'chen Zimmern der Villa. Endlich hatten in den ij» �"g angelegten Fabrikräumen das Gusarenregiment 'kölsr �tterie Unterkunft gefunden.»Zwar hatte der 'bhaf�. crft 0ue jjjg Riesenmaschinen, und diese mit nicht geringer Miihe, sowie die fertigen und unfertigen Eisenbahn- wagen rücksichtslos entfernen lassen. A la guerre cornrne ä. la guerre. Die Eiseubahnwagen dienten uns vorzüglich zu einer Art Wagenburg, die wir wie eine Umwallung um die Villa aufgeführt hatten. Herr und Frau Bourdon schienen die liebenswürdigsten Leute. Doch nie vergaßen sie den„Franzosen"(die kleine dicke Madame war übrigens eine Engländerin), bewahrten aber jene Höflichkeit, die unseren unruhigen Nachbarn so gut steht. Auch mochte ihnen die Klugheit, wie sie namentlich aus den Augen des Herrn Bourdon leuchtete, gesagt haben, daß es das beste sei, sich in das Unabänderliche zu fügen. Morgens und abends, auch fast den ganzen übrigen Tag, lebten wir für uns. Nur das Hauptessen zeigte uns bei Tisch unseren unfreiwilligen Wirt und seine Damen. Die körpersiche Erscheinung Fräulein Fanchettes. der Tochter des Hauses, schien mir gar sehr auffällig. und ab- sonderlich von den anderen Menschenkindern, die ich bisher im Leben gesehen hatte, abzustechen. Aus einem schlanken Halse saß ein Kopf, der mich dermaßen beim ersten Anblick in Erstaunen setzte, daß ich beinahe zurückgeprallt wäre. Auch den anderen Offizieren geschah dasselbe, wie ich deutlich bc- merkte und wie wir es uns später unter uns erzählten. Das längliche Gesicht Fanchettens zeigte überall eine gleichniäßig elfenbeinere Farbe. Die Haare, durch einen geraden Scheitel über den Kopf geteilt, schlangen sich im Nacken zu einem griechischen Knoten. Sie schimmerten mehr ins Rötliche als ins Blonde. Ihre großen Augen, die von sehr langen Wimpern beschattet wurden, schienen aus dunkelbraunem Samt geschnitten zu sein. Auch der General trat wie bestürzt einen Schritt zurück, als er ihr vorgestellt wurde. Bei Tisch saßen wir in folgender Reihenfolge: Madame, rechts von ihr der General. Fräulein Fanchette, ein Ober- stabsarzt. der Adjutant des Befehlshabers. Links von Madame, mein Regimentskommandeur, Herr Bourdon, ich, mein Kompagnieoffizier. Am anderen Morgen ritt der General mit einem Trom- veter und einem Husarenunteroffizier, der eine lange Stange mit sich führte, um deren oberes Ende ein großes weißes Laken gewunden und gebunden war. bei Tagesanbruch von Hause weg. Ich sah es von meinem Fenster aus. Selbst sein Adjutant, den ich später fragte, wußte nicht, wohin er sich begeben habe. Etwas vor fünf Uhr nachmittags stieg er wieder lachend mit seinen Begleitern vor der Villa ab. Beim Mittagessen verrriet er nichts, bis er sich plötzlich mit artiger Bewegung an Frau Bourdon wandte und dieser einen Gruß bestellte vom Vicomte de Eombidres, dem Gouverneur von Le Dragon ve Muraille. Die Dame dankte erstaunt mit großen Augen, während Herr Bourdon ihn von unten ansah, dabei seinen Suvvenlöfsfel, den er schon dicht vor den Lippen hatte, zum Stillsteheu bringend. Auch Fanchette schielte, ohne ihr Haupt zu wenden, einen Augenblick zu ihm hin. Aber der General gab geschickt dem Gespräch eine andere Wendung, so daß jede weitere Frage der Tischgesellschaft unterblieb. Als wir uns nach Beeendigung der Mahlzeit von der Fmnilie Bourdon verabschiedet hatten, bat uns der General, mit ihm auf sein Zimmer zu kommen. Hier erzählte er unS:„Meine Herrren! In der letzten Nacht siel es mir in den Sinn, ob es mir nicht möglich sein würde, die kleine Festung Le Dragon de Muraille, die wir von unserer Wohnung hier sehen können, und von der unser Hauptmann(er machte eine leichte Handbewegung zu mir) gestern behauptete, daß sie sich im Mondschein wie eine Dorische»Zeichnung ausnähme, zu überraschen._ Gedacht, getan! Ich ließ um sieben Uhr früh einen Trompeter und einen Husarenunteroffizier rufen und war um acht Uhr schon auf dem Wege nach der kleinen Festung. Wir hörten früher, und ich habe es heute selbst in Erfahrung gebracht, daß dies Steinnest, mißer einem Gouverneur, vierzig bis fünfzig uralten Invaliden den letzten Lebensort bietet. Außerdem hausen dort oben etwa fünfhundert Einwohner, von denen die männliche Bevölkerung zur Bedienung br£ Geschütze eingeübt ist. Es bestätigt sich vollkonnnen, daß daS Städtchen un- einnehmbar ist. Daß es den Namen der kleinen Eidechse führt, wurde mir oben dadurch erklärt, daß sich unendlich viele dieser zierlichen Tierchen hier ans den Mauern, im Gerölle und in den Fclsspaften bis zur Stunde aufhalten." Der General setzte seine Erzählung fort: „Meine Herren, wenn ich die Phantasie hätte der schönen Märchenerzählerin, so würde ich Ihnen jetzt aus„Tausend und einer Nacht" vortragen. Das kann ich nicht, und so müssen Sie sich mit meinem nüchternen Bericht begnügen: Als wir heute morgen zu Pferde stiegen— ich hatte sie schärfen und die Bügel stark mit Stroh umwickeln lassen. denn es hatte in der Nacht geftoren— umwelfte uns ein sanfter Südwind, der aber schon nach einer halben Stunde in einen unangenehmen Ost überging, so daß ich es bereute, statt nieines Mantels meinen Ueberzicber angezogen zu haben» Aber deshalb umzukehren, schien mir die Sache nicht wert (Forts, folgt.) druck zu stark vertraulich gewählt ist. Ich weiß aber bestimmt, daß wir Deutsche zu den verwundeten Franzosen kameradschaftliche Gefühle hatten, und kann mir nicht denken, daß eS bei den Fran- zosen anders gewesen sein könnte, wenn sie auch in den ersten Tagen etwas Feindseliges wenigstens markiert haben. Es kam gelegentlich vor, daß einer der armen Teufel, die wie wir hilflos in ihren Betten lagen, beim Bekanntwerden einer Lügennachricht der„Agence Havas" etwas deutlich den Franzosen und den Sieger herauskehrten. Das war für uns Deutsche, ob- Wohl wir zu französischen Gefangenen erklärt waren, immer zum Totlachen. Denn wir hatten trotz der französischen Sicgesnach- richten doch im tiefsten Grund unserer Seele ein absolut sicheres Gefühl, daß alle die Schauergeschichten übertrieben oder überhaupt nicht wahr seien. Sobald der General Bautier Mülhausen mit seinen Leuten Wieder verlassen hatte, herrschte vollständige und ungetrübte Ein- tracht in unserm Pavillon. Wir Deutsche atmeten bei dem schleunigen Fortzug der französischen HeereSmacht auf, und die Franzosen waren froh, daß wir nicht wie sie vorher uns in Stiche- leien ergingen. Wohl gemerkt, konnten wir uns trotz der ver- schiedenen Sprachen ganz leidlich unterhalten, dank der Verhältnis- mäßig hohen Bildung auch der einfachsten deutschen Soldaten, unter denen jeder wenigstens so viel Französisch schnurren kann, wie zur Leibcsnahrung und Notdurft gehört. Di« Franzosen waren natürlich darüber� höchst erstaunt, machten aber von der Tatsache gern Gebrauch. So kam es, daß sich sogar etwas wie Freundschaft herausbildete. Es ist selbstverständlich, daß wir uns durch Hilfeleistungen aller Art über vieles Traurige in unserer Lage hinweghalfen. Und schließlich sind sich beide Seiten sehr nahe gekommen. Wenn einer von unS so weit war, aufstehen zu können, so wurde dieses Ereignis von allen mit größter Freude begleitet,(janz gleich ob ein Deutscher oder Franzose der Glückliche war. Selbst politisch verständigten wir uns so weit, daß es wohl besser gewesen wäre, wenn England und Frankreich nicht auf der Seite Rußlands kämpften, sondern Deutschland geholfen hätten.„Oh, der schreck- liehe Krieg, schrecklich, schrecklich! Wir bekämpfen uns wegen eines Phantoms, wegen eines Nichts! Und das unglückliche Frankreich." Das war im Grunde nicht nur die Meinung des französischen Kameraden, der sie in diesen Worten äußerte, sondern die Mei- nung aller. Wer dennoch war ein bemerkenswerter Unterschied zwischen der französischen und der deutschen Auffassung. Während die Franzosen mehr der sentimentalen Seite der Auffassung zu- neigten und alle daS Ende des schrecklichen Krieges wünschten, so klang aus den Worten der Deutschen doch geradezu der Wille zur Tat, der Gedanke: diesen Krieg mit aller Kraft zu beenden, koste es waS es wolle, den Gegnern zu zeigen, was eS heißt, Deutsch- land anzugreifen. die„öicke öerta". Als das berühmte 42-cm-Gcschütz, die größte Ueberraschung deS gegenwärtigen WellkriegeS, zum ersten Male vor Lütlich in Tätigkeit trat, konnte eS nicht ausbleiben, daß ihm der Soldaten- Humor seinen Spitznamen beilegte. Denn beim Militär entgeht niemand und nichts seinem Spitznamen, vom Kommißbrot, der„Kaiser- Wilhelm-Torte" über den Motienmajor sKammerunteroffizier) bis zum Träger der Sieglackhose oder der Sieglackbuxen, dem General. Kaum waren die neuen Geschütze auf dem Plan, so waren für sie schon unter den Soldaten Scherzbczeichnungen im Schwange wie „Jericho-Kanone",„Brummer",.faule Grete",„dicke Marie",„dicke Barbara" usw. Seitdem der erste hohcnzollernsche Fürst in der Mark gegen die Zwingburgen der Ouitzows die bekannte„faule Grete" hatte auffahren lassen, die freilich sehr fleißig gearbeitet, aber wegen ihrer schweren Beweglichkeit den angesührien Beinamen erhallen hat, müssen sich gewöhnlich alle übermäßig großen Geschütze die Bezeichnung„faule Grete" gefallen lassen s in Berltu hieß to bis zum Jahre 1870 die im Zeuqhause aufbewahrte zum Geschlecht der Mauerbrecher gehörende große Lübecker Kartauue, jetzt gilt der im Kastanienwäldchen aufgestellte vom Moni Balorien bei Paris stammende „Bullcrjahn" im Berliner Volksmunde als„faule Grete". Bei dem Spitznamen„dicke Barbara" hat man an die beilige Barbara zu deuken, die der deutsche Artillerist, auch der protestantische, als seine Schutzpatronin verehrt. Nun wurde auf einmal au-Z Essen, der Heimat der 42er Kanone, die Mitteilung verbreitet, daß dort dieses Geschütz die Bezeichnung„Die fleißige Berta" führt. Das Wort „fleißig" sollte den direkten Gegensatz zu der Bezeichnung„faul" in dem Spitznamen„faule Grete" darstellen, mit dem Namen„Berta" sollte Frau Berta Krupp geehrt werden. Der Soldatenhumor nahm von dieser Benennung Notiz, aber nur zur Hälfte, er nennt seitdem das Geschütz„Die dicke Berta". Die Bezeichnung„Die fleißige Verla" klang zu sehr ausgeklügelt. In Sachen der Spitz- namen läßt sich nun einmal der Volkswitz und also auch der Soldateiihumor nicht kommaiidieren. Inzwischen hat die Bezeichnung „Die dicke Beria" auf der ganzen Linie gesiegt; in sämtliche» Be- richten, Feldpostbriefen usw. vom westlichen Kriegsschauplatze trifft man fast durchweg nur diese Beiieniiuiig an. pariserisches aus Soröeaux. Im„Paris-Midi" schreibt der Senator Henry Bör eng er: „Wie es scheint, fehlen starke Automobile zum Transport der Post an die Front und zur Heimführung der Verwundeten. Ich hoffe, nicht die Strenge der Zensur über mich heraufzubeschwören, wenn ich den höheren Stellen einen Ort bekannt gebe, wo sie derlei Wagen auf leichte Art rekrutieren könnten. Dieser Ort ist Bor- deaux— seitdem Bordeaux die Hauptstadt der Republik geworden ist. E-5 war wohl notwendig, daß jede Dienstabteilung 1� Ministeriums mächtige Rennwagen zu ihrer Verfügung gisielli � kam, geführt von jungen, kräftigen Soldaten, um den Kabinettschef, den Herrn Bizeckies, den Herrn Direktor vom Biirst den Herrn Untermtendanten vom Bureau zu transportieren, lich mit ihren Damen und mit ihren Fräuleins. So konnte f. noch gestern, mitten im Zenlrum von Bordeaux eine praii"" Limousine heulend die Menge spalten sehen, mit einem Fähnchen und der Inschrift: V e r p f l e g u n g S d i e n st" Innern ein anmutiger Strauß von Rosen und Nelken und aul Sitz eine elegante Dame. Ein schöner dekorativer Gegenstand einen offiziellen Maler!" — Die l a n d s wird journalistische in dem Freitag, nachmittags b Uhr, Einkreisung dritten KriegSvortrag im Theater an der Weidendammer kn>" Notizen. Deuts», flaichng; üVi»vyzv Wi iiu� uu Uli üCl � verhandelt werden. Der poliliscbe Redakteur am.Berliner W* blatt". Otto N u s ch k e, wird über das Thema„Der pa?� n e r n e Krieg gegen Deutschland" sprechen. — Die internationale Tuberkulosekonf' r' Jj sollte jetzt in Berlin tagen. Der Vater deS Gedankens, der! Grögoire, wird übrigens in Biüffel als„Geisel" gefangen-i Daß die Tuberkulose mehr Opfer fordert als alle Kriege, stl"t her bemerkt. Aber diese Opfer zählen nicht als Helden. — Ein neueS Stück von Hermann Bahr wurde Münchener Schauspielhaus gespielt.„Der Ouerulanl" bcw'.,� Komödie, der man jedenfalls nachrühmen kann, daß sie nicht aktuell ist. Sie beschäftigt sich mit Rechtsbcgriffen und Wissensfragen. — Eine Statistik der deutschen K r i e g S liter«� Im Buchhändler-Börsenblatt finden wir eine Statistik der Wiwjj Kriegsliteratur in den ersten beiden KriegSmonalen. Tie nickt weniger als 478 Neuerscheinungen und Neuauflagen. Spitze steht die Gruppe„Karlen der Kriegsschauplätze" � weniger als 118 Nummern. Wenn dann alsbald die Zheologn � 112 Erscheinungen folgt, so ist hierbei zu berücksichtigen, dag � bierunter nicht weniger als 62 durch den Krieg bervorgew� Einzelpredigten von meist örtlicher Bedeutung befinden. � Kriegsgeschichten und Kriegschroniken in Lieferungen!""' j her nicht weniger als 27 in Angriff genommen V und zwar ist die Flut der Veröffentlichungen dieser Art noÄ gesetzt im Steigen. An Kriegs- und Soldatenliederbüchern 28 erschienen. H andwngsgeljilstnnen! H andlungsgrßilfrn! Heute Mittwoch, ÄI. Oktober, abends 8Vs Uhr in den Musiker-Sälen, Kaiser- Wilhelm-Stratze 31: OeffentUche versammln ng. ArbkitsloMkit im Kandelsgtwkrlit«nd stödtischcr Siclicilllllllfllltis. Referent: Kollege Redakteur Paul I-aaxe. lisch dem Vortrage: Freie Aussprache. ic«! Kollege» I Bei der großen Wichtigkeit der Tagesordnung bltten leMmM der Handlangsgehilfen. Qrtsgr. GroO-Berlin. Kolleginnen! Erscheinen. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Teleptwn: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Bureau geöffnet von 9—1 Uhr und von 4— 7 Uhr. Tonnerstag, den SS. Oktober 1914, abends 8 Uhr: Versammlung der Mechamlitr, Uhrmacher, Optiker sowie aller in den mechanischen Ketritdeu beschast. Kolleginnen n. Kollegen im großen Saale des GewerkschaftShanses, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Vortrag deS Kollege» Wilhelm Steriug. 2. Diskussion. S. Verbands- und Branchenangelegenheiten. MM- Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Kollegon und Kolleginnen! Wir ersuchen, für einen guten Besuch dieser Versammlung zu agitieren. Tonnerstag, den SS. Oktober 1914, abends 8'/z Uhr: Miigliciitt-Utrsliinmlliilg der Klempner in den AndreaS-Festsäle«, Andreasstraße 21. Tagesordnung: I. Bortrag des Kollegen Wücke. 2. Neuwahl der Kommisllon. 3. Verbands- und Branchcliangelcge. hiite». 4. Verschiedenes. 128/9 Om MitgliedSonch legitimiert! In dieser ernsien Zeit ist eS Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. Nüttclt die säumigen auf! Die Ortsverwaltnng Terwaltnng Berlin. Einsetzer. Sonntag, dt»£5. Oktober, vormittags 10 Nhr, im GewertschaftS- Haufe, Engelufer IS, Saal 3: s ran eben- Versammlung. Tagesordnung: Die Pflichten der Mitglieder in jetziger Zeit. Reserent: Kollege Güth. 92/1« Regen Besuch erwartet_ Die Kommission Wochen- schrist für da» arbeitende Volk. Romane und Erzählungen. Abonnements wöchentlich 10 Ps. nehmen alle Aus- gabeslellen deS„Vorwärts" entgegew »jr■ ''kiantSTbaft.: Alfred Wielepp.�leutölln. Inseratenteil veraMw?l}nSemS«m� Luchdrucklrei u. Verlagsanstalt Paul S.nger L- Co. BerN- � Haben S« i-lott? � itft ttf tise davon Anzaf od. Patetot nadt Mast, tehidt. dmrk Zvlaltn von 2i Mark an. Moritz Labend, V Nee, PnmemedeS,ll(SladA. Bdn.) wir um zahlreiche S 7/48 Geschäftsstelle; MUnzstp. 20 n', Unterricht in der englischen Sprache. Für Anfänger und Fort- geschrittene, einzeln oder im Zirkel, wird englische: Unterricht erteilt. Auch werden Uebersetzungen an- aesertigt. G. Swienln> Liebknecht. Charloltenburg, StuttgarterPIatz 9. Gartenhaus III. 41K» «tUIg Ulli! fl»! Reell und knlant| Damen- Herbst- Neulieitenl Kleider, KostOmc, Mäntc!| UUter, Röcke, Blusen Pelz-Koliiers, Muffen, Falz-Mäntel Oamenhüte, Wäsche, Schuhwaren Herren-Anzüge j Ulster, Paletots in grosser Auswahl KBEDIT FED£R ssäBtunnsnslr.l . FlI.0sten:Frankfurt®rAllee89i . Fil. Süden: Kottb. Damm 108 i ' LFll.Westen: Charlottbi. � Scharrenstr.5 Zentralverband der Lederarbeiter. Filiale Berlin I. Donnerstag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr, Prinzenallee 33: ZV VvI.'SBIlimlllBK' Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 8. Omartal. Z. BerbandSangelegenheiten. Die Wichtigkeit Mitglieder. der Tagesordnung 133,2 erfordert daS Erscheinen aller Der Bo rftand. Ullllahmeslelleil kür„lileme flnzeigen', Berlin C. 91. Hahuisch, Ackcrstr. 174. O. Karl Melle, Petersburger Plae t. Gustav Vogel, Koppen- llraze 82 R. Wrngel», MarkuSstr 38. MO. L. Zucht, ymmanurlktrebltr. 12. I. Re»l, BarnimSr. 42. dl. A. Wolgast. Wattsirohe 9. H. Fischer. Bastianstrahe S. Karl Mars. Greifenhagener Str. 22. J.Hönisch, Müllerslr. 34» S. Vogel. Lorzingiir. 37. 9l. Tic«, Jnvalidenftr. 124 alomo» Joseph, WilhelmShavcner Str. 43. b4W. G. Schmidt. Bärwalds" 4L. Tard». Hagelberger Str. 27. bt. St. Jri«, Prtnzenitr. 31. H. Lebinann. Kottbuier Damm 8. SO. Paul Bovin, Lanslyer Platz I4ttä. P. Horsch, Engeluser 15. .A>ller»liok. Karl Schtvarzlose, BiSmarckstr. 28. Stzanniaolinlenn eg,. H. Hornig. Martenrbaler Str. 13, 1. liur»ltzx«al«le. Paul Kienast, Räulchstr. lS. Odnrlaraendnrx.«ustnu Sctiarnderg, selenbeimer Str. 1. Friedrichahagen, Srnft Werkmaun, Köpcnicker Str. 13. Orhnan. Franz Klein, Friednchllr. 10. JohanniMhai, Max Gonschur, Purkstr. 23. Barlahorat. Richard Küter, Rödelstr. 9, 11. Bttpenlelt. Emil Wistler, flicaeritt. 6, Laden. l�lclitenberg. Otto Settel, Warlcnbergstr. 1. leder-vtehNnerrelde. Wllh. llnruh, Brüdenstr. 10. �«narse». Wilhelm Jappe. Liitherstr. 2. Oher-lvehilnenelde. Alfred Bader, WilHelminenHosstr. 17, Laden. Fanlrnv. Otto Ristmaiiu, Müdlenslr. 30. Keinickendorf. P. Gursch, Provinzstr. bö, Laden. kdenkdlln.«. Heinrich, Ncaarstr. 2. Eonrav, Herniannstr. 50. E. Rohr. Siegsriedslr. 28/29. Bnn»mel»hnrg. 91. tschUnebera Spandan. Steglitz. H Rosenkranz, All-Boxhagen SS. Wilhelm Baumler. Marrin-Luther-Str. ö9 im Laden. »öppen, Brettestr. 64. Bcrnsee. Alsenstr. 5. Tenipcihof. Joh. Krohn, Borussiastr. 62 'Frenro«-. Robert tstramenz, Kiesvolzstr. 412. Laden. WeiSenaee. Fuhrmann. Sedanitr. 105. Schillert, Berliner Allee 253 Wllmcradort, Paul Schubert, Wilh'lmSaue 27. Verkaufe. Zehn Prozent Rabatt Vorwärts- lesern. Gardinenreste. Fenster 1.55, 1,9a, 2,45, 2,85, 3.50, 4,25, 6,50, 6,65 usw. E. W-ißenbergS Kardtnen- und TepPtchhauS. Große Franksurler- straße 125, im Hause der Möbelfabrik an der Kopvenstraße. Teppiche mit Wcbefcblcrn 7,50, 9.50, ll,50. 13,50. 1K,S0, 19,50.22,50, 25,50, 29.50 usw. TepPichhauS, Groß- Franksurterfttatze 125, un Hause der Möbellabrik___ ReftbestSnde. 1—3 Fenster Tuch- Portieren, Plüschportieren, Madras- Portieren, neucite Muster, Fenster 2,85, 3,50, 3,95, 4,85, 5,75, 6,50,7,50, 9.50. lt. 50. 14,50, 18,50 usw. Portieren- hauS, Große Franlsurterstraße 125. rnchd ecken. Leinendecken, Plüsch- decken 1,35, 1,65, 1,95, 2,45, 2,95, 3,65, 4,25, 4,85, 5,50, 6,75, 8,50, 9,70 bis 45 Mark._ Steppdecken, Similiseide. vor- nehme Ausführung 3,75, 4,85, 5,75, 6.50. 7,85, 9,50. 12,50, 14,50 usw. Große Franksurterstraßel25, im Hause der Möbelfabrik. 43K" �Vlonatsanziige und Sinter- ulfter von 5 Mark sowie Hosen von 1,50, Gebrockanzüge von 12,00, Frack» von 2,50, sowie für korpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preise», auS Pfandleihen ver» falle»- Sachen kauft man am billigsten bei Naß, Mulackstraße 14._' Herbsttostüme, Ulster, Sportjacken, schwarze Frauenmäntel, elegante PIüichmäntel.Traucrlostüme, schwarze Röcke, Blusen, direkt aus Arbeitt- stuben, spottbillig. Blllcherstraßc 131. Kein Laden. Sonntags geöffnet.* Toppich-Shomas, Oranieustr. 44 spottbillig sarbsehlerbaste Teppiche, Gardinen. BorwäilSIesern 5 Prozent Extrarabatt. 10K» «SdeU SO Prozent Rabatt während deS Kriege« aus simtltchc Möbel. Bleie gebrauchte Möbel billig. Gosa 36.—. Kleiderschrank 36,—, Tisch 15.—, Bettstelle 28,—. Moderne Arbeitermöbel. Ehrlich, Alte Schönhauser- straße 32 37K' �Prachtvolle Wohnungseinrichtung, bUdschönc Küche, alle» noch neu, zu- Rosenthalerftraße 57, sammen 225. III bei Wla». verbeten. Gewerblich. Händler 113/13" �Sparen Sie bei den schlechten Zeiten. Günstige G-legcnhettSkSuse in neuen und verliehen gewesenen Einrichtungen sowie Einzelmöbeln gegen Kasse sowie Teilzahlung, äußerst villig und lulant. Mötelschatz, Brunnen straße 160, Eingang Unklamer Straße.„ 252/lfl* Bettstellen mss Stahlmat, atzen und dreiteiligen Auslagen 33,—. Gelegenheitsposten. Wohnungseinrichtungen, Sp-i!-»immer. Heeren- zimmer. Schlalzimmer. jede Art Einzelmöbel jetzt unglaublich billig. HanS LcnnerlS MöbclbauS für Gc> legenheilSkäuse, Lothrmgeistraße 65, Roscnthaler Platz. 41K' DtodelauSvcrtauf wegen HauS- umbau I Schreibtische 30,00. Kleider- spinden 22,00, Bertiko 32,00, Kom- moden IL, 00, BüsettS 40.00. komplett« Musedeldettftelle 25,00, AuSzugsos« 33,00. Kein Schwindelangebot l Die»- denerstraße 107/108._ 808t* Küchcnmöveliiausff empfiehlt .Weltrus", Büfett dreitüril Küche Handtuchhalter, Kohienkasten, 2«tü! ksufxesuctie. Fahrradankauf Liniewff�!? Zavngebiffe, Goldiachen. s jachen, Platinabsälle, sämtlich«�, höchstzahlend. Schmelzerei Kövcnickernraye 20»(MT Manleustelleraßej. � Kupfer, Messing. Zink, Z! Stanniolpapicr, Goldsachea, fachen, Platinabsälle, Zahngebisse.„Metallschmelze Brunncnslraße 25 und- jK/n BerlMerstraße 76. Aneckst, der. KuvkerTMMi tum„höchste Preise" Edelwet Einkaussbureau, Weberstroir Telephon. Silbers Plarin. Goldsachen. Doublö, Oueckftlber, Glüb asche taust Blümet, Auguwsf?� Ptattna, alle Goidsaqe»,"�> gold, Silber, Gebisse. G°lbvLZ Kehrgold, Quecksilber, Photogw'sS Rückstände, Tressen,>on»e liche edelmetallbaltige Abfalle A Broh. Edelmetallschmelz« Köoemckernr. 23. Telephdü platz 3476.'-- Versctiieclene� Patcutanwalt Müller. straße 16. Vernrietimgeti' VVobnunseo- �,1 Ebarlottenftraste 87, llew A nungcn sofort billig. StclleBgcstiCÜ*' r| Suche für meinen®? � Schneider Lehrstelle, mozlich halb. Sichert, WinSstraß-� Krlegrrfrau, junge. I" miltagSstellung. Schreibmal Stenographie, Buchführung 1« Zeugnisse. Offerten erbe-eu Grünthaterstraße 26 IH- SteUeii»nzjei,ole'� f Korbmacher! »chspanner sucht Dh- KsA blechspanncr, JP M- b. V- «auschloffer«ui'TrÄen�� Innii f«--' rutn Nachl- l, 0.»i verlanit Carl Otto Nach!- der«, BeNnigsanstraze rj langt Carl Otto Aachs.,* J Fräser aus Schirm! Krafft. Blüchcrstraßc 22. 7� ssöZ�Z Klempnersesjrlrng drinenstraße 2/3. Mädchen für AncS- s, i »h.i- Kochen, gutempsod? �l gutem PrioalhauShalt,, ringem»ehalt. Zu«rft� ZentralarbeitSnachwelS für HauSpersonal M »achnuttag« 4—7. Anrichte mit Gewürzspind. Tisch, . n..---"Stühle. prima Emaillelack, komplett 88 Mark! Nur Südosten, Skalitz erstraße 25. Süchtig« felbständtge„ � «chl.ffer. Stockgesellen un° F sofart gesucht. Schulz u» H»ldefieis!�-�„� � Rur geütte BScrkzea geübte Ginrtchter au> dänke. Seldlor A f Gxerjlcrstr. 6.__