Nr. 15.- 1915. Unterhaltungsblatt des vorwärts Dienstag, 19. Januar. Das?nternierungslager auf Zrith Hill. Udicx einen Besuch dieses bei Frimley. südöstlich von London, gelegenen Gefangenenlagers wird unZ aus Holland folgendes ge- schrieben: Dezembermorgen. Es wehte furchtbar und die Erde war feucht von dem schrecklichen Regen der letzten Tage; doch waren die Wege nicht schlecht, denn der Boden hier ist hart und sandig, auch war die Luft nicht rauh, denn in dieser Gegend in der Nähe des Kanals ist der Einfluß des Golfstromes groß. Auf der Insel Wight ist das Klima bekanntlich so milde, daß die Pflanzen kaum ganz ihre Blätter verlieren. Und auch hier in den Wäldern, die Frimley beschützen, sieht man noch deutlich die grünen Spuren des ver- gangenen Sommers. Eine Stunde zu Fu� durch Tannenwald und Birkenstämme, durch Rhododendren und Stechpalmen, und ich war oben im Lager, «KW Fuß über dem Meeresspiegel, ringsum in einiger Entfernung Fichtenbaine, durch welche der Fernblick das Auge entzückte. Ein kleines Torf war es. mit winzigen Häuschen aus Segeltuch, ausge- breitet auf dem großen, umzäunten Rasen von Heidegras.— Ach, es war genug da, was au Krieg und Elend, an Herrschaft und Knechtschaft erinnerte, z. B. der Zaun von Stacheldraht lim Innern drei- bis fünffacher Stacheldraht). Dieser Draht läßt mich immer an wilde Tiere denken, die da drinnen ihrer machtlosen Wut über- lassen sind. Und so wa res auch. Was bleibt wohl Schönes in dem Menschen, wenn er nach rasendem Streit, durch die Uebermacht gezwungen, in Verzweiflung sich dem Feinde ergibt, um dann im Zeltlager dürftig ein anderes Leben zu beginnen! Aber das ist Krieg. Geduldig wollen wir und schweigend es ertragen. Man sah es den Leuten glücklicherweise nicht allzu sehr an; sie waren, man kann sagen, gut gepflegt. Sie bekommen pro Tag: l'/h Pfund Brot und% Pfund Butter, Pfund Fleisch. Pfund frisches Gemüse. M Pfund Linsen oder Reis oder Erbsen. Ferner Tee, Milch, Zucker. Salz und Pfeffer und viel Seife. Das sollte genügen. Dazu hat jeder separates Besteck: Messer, Gabel, Löffel, auch Teller und Becher. In der Kantine kann jeder stch noch zu billigen Preisen allerlei Annehmlichkeiten des täglichen Lebens erwerben, nur keinen Alkohol und keine Zeitungen. Und das Geld dazu? Sie können es sich erwerben mit der Arbeit, wofür sie denselben Lohn bekommen wU die englischen Soldaten: 1 Pente— Pf. pro Stunde für gewöhnliche Arbeiten(hauptsächlich Holzhacken im Walde), 2Vj Pente= Pfennig für Handwerker. Auf diese Weise bekommen die gewöhn- lichcn Arbeiter 5 bis 8 Schilling(1 Schilling— 1 Mark), die Handwerker bis zu 16 Schilling die Woche. Wieder andere beschäftigen sich als Mediziner, Zahnärzte usw. Zur Abwechselung wird Fuß- ball gespielt. Die Behausung ist so gut, wie es Zelte bieten können: überall hölzerner Boden, oben zwar luftig bei diesem Sturm, aber unten mit doppeltem Segeltuch gut verschlossen. Jeder hat eine mit Stroh gefüllte Matratze, 1 gute Decken. 2 große Handtücher. Sie schlafen zu 12 in einem Zelt. Das macht für etwa 3666 Kriegsgefangene und noch 66„feindliche Fremde" etwa 205 Zelte. Dazu kommen noch Zelte für reinliche Klosetts, für Körperrcini, aung und für die Reinigung der Kleidung, eine Abteilung für Duschebädcr, Zelte für Zahnchirurgie, für medizinische Untersuchung, für Barbier, Schneider, Schuster, für ein Postamt und dann noch ein Zelt mit einer Bibliothek von 4660 nur deutschen Büchern, alles separate Zelte; wie gesagt, ein ganzes Dorf. Auch ist noch da ein Zelt mit großem Vorrat von Kleidung(Unter- und Oberkleidung) von bester Qualität, auch Kämme und Bürsten für Haar und Zähne. Alles wird um- sonst erteilt. Tie Kantine, wo pro Tag etwa 26 Pfund Sterling— 400 Mark eingenommen wurden, ist allerdings nur ein Laden und hat keinen Raum zum Sitzen. Lesen kann man nur draußen oder im Schlaf- zeit. Im übrigen sind in den Zelten zusammen über 1000 Stühle. Tie Gefangenen machten sich manchmal auch selber Feldsrüble hinzu. Die verschiedenen Handwerke iwie Barbier, Schuster usw.) werden alle von den Deutschen ausgeübt; Material liefert der Staat um- sonst, dazu bekommen die Handwerker eine kleine Vergütung von den Kunden. Tie deutscheu Uniformen werden nötigenfalls rcpa. riert, so daß alles soweit ordentlich aussieht. Fehlt ein deutscher Knopf, dann wird dieser durch einfachen Messingknopf ersetzt, aber der Knopf ist da und die Uniform ist heil. Der Gesundheitszustand scheint recht gut zu sein, denn es gab nur 1 P r o z. Kranke, die zum Spital ge- schickt werden. Alle Neuhinzugekommenen werden gegen TyphuS geimpft. Auch fehlt nicht ein Ofen zum Desinfizieren der Kleider. Ein tödlicher Unglücksfall hatte sich ereignet, sonst war kein Todes- fall vorgekommen. In diesem selben Lager waren zuerst etwa 4000„feindliche Fremde" interniert(das Wort Gefangene darf man dafür nicht ge- brauchen), die auch zu 12 in eineui Zelte schliefen, ausgenommen die besten Stände, die zu drei zusammen waren. Aber dieses ganze Lager ist überhaupt nur vorübergehendes Obdach und man ist damit beschäftigt, auch diese Gefangenen allmählich größtenteils auf die großen Liniendampfer zu bringen, damit sie im Winter nicht zu frieren brauchen. Ein gutes Wort für den Kommandanten des Lagers kann ich hier nicht unterdrücken. Soweit man für 3000 ein Vater fein kann, scheint er es zu sein. Wenn zu klagen ist(es wird vorkommen bei 3000 Personen), so leiht dieser dem Kläger sein Ohr. So ist denn tatsächlich alles darauf gerichtet, es an den ersten Lebensbedürftiissen nicht mangeln zu lassen. Aber das ist auch alles; jeder Scharten von Luxus fehlt. Draußen auf dem L-chlachtfelde ist der Geist erfüllt mit"dem Trubel des Kampfes; um so drückender empfindet er hier die Leere. Das ist grausam! Die Nieder- geschlagenheit der Leute läßt sich gut begreifen und ich hosse. daß ihre Angehörigen in Teutschland oit, scbr oft. täglich Zeit rinden werden, ihnen zu schreiben. Die Post ist frei von und nach dem Lager. Ich freute mich, eine ganze Sendung von eben aus Deutsch- land angekommenen Paketen vorzufinden. Soweit die Zuschrift. Wenn die deutschen Internierten wirklich nur über jene„Leere" und den„Mangel an Luxus" zu klagen haben, dürfen wir zufrieden sein. Ter Zuschrift ist beigefügt die Kopie folgenden Briefes: To the Coinrnanding Offioer Colonel Pioot Frith Hill Camp. Sir, our stay in this camp ia drawing near its end. As we are well aware ol the fact that yourself and your offleers as well as the medical staS have done whatever has heen in your power to help us in every way, we would consider it utter ingratefullness if we did not express, hefore leaving, our heartiest thanks for all the kindness and Iriendliness ahown to us during our stay in this camp. Yours very truly (Signed)"L. Francks F. Engels W, Lorenz(Captain) H. Kissen(Captain) Paul Litz Anton Fuchs Willy Schroll. (An den Kommandanten Oberst Picot Frith-Hill-Lager. Mein Herr, unser Aufenthalt in diesem Lager nähert sich seinem Ende. Da wir uns der Tatsache sehr wohl bewußt sind, daß sowohl Sie selbst und Ihre Offiziere als der Aerztcstab alles getan haben, was in Ihren Kräften stand, uns auf jede Weife zu helfen, so würden wir als höchst undankbar betrachten, wenn wir nicht vor unserem Scheiden unfern herzlichsten Dank für alle Güte und Freundlichkeit zum Ausdruck bringen würden, die uns während des Aufenthalts in diesem Lager erwiesen wurden. Ihre sehr ergebenen gezeichnet- Theater. Schiller-Theater 0:„Ter Störenfried" von Roderich Benedix. Der Name Benedix ruft die Erinnerung an Groß- Väter Zeilen wach, die, so modern und fortgeschritten sie sich selbst gedünkt, uns heute schon in ihrem Lebenszuschnitt kleinbürgerlich beengt, in Geschmack und Mode wunderlich, hier und da beinahe naiv idyllisch anmutend. Die Trachten von Anno dazumal wirken auf der Bühne schon mit Kuriositätsreiz. Könnte das— die Frage lag nahe— nicht auch für Stücke gelten, die, damals viel gespielt, den Zeitgeschmack von mancheii Seiten charakteristisch tviderspiegeln? In dieser Hoffnung wurden alte Berliner Possen wiedcrholentlich ausgegraben. Warum nicht also auch einmal eine Komödie des um die Jahrhundertmitte in Deutschland meistgespielten Lustspiel- sabrikanten? Hatte ihm überdies doch noch Fontane in den siebziger Jahren hohes Lob gespendet, dem Benedixsche» Störenfried wohl- tuende Gesundheit. Ungezwungenheit und eine Fülle von Vorzügen nachgerühmt! An der Gesundheit, wenn man darunter die handfest� bürgerliche Moral versteht, die hier vordemonstriert, wie d t Aristolratenhochmut einer Geheimratswitwe, die ihre jung verhciraictC Tochter zu gleichem Sinn bekehren möchte, im Kampfe mit der Trefflid- keit eines ebenso Vermögens- als tugendrcichen bürgerlichen Schwieget- sohnes scheitert, wird sich nicht zweifeln lassen. Aber die bescheidene Freude au dieser Abfuhr hat der Zuschauer mit einem billigen Auf- wand von Geduld sich zu erkaufen. Die Karikatur der Alten ist so weit getrieben, daß die Komik aufhört, und die breitgereckte tezenen- führung arbeitet bei oller Nüchternheit der Phantasie in den zwei letzten Akten mit offenkundigste» Unglaublichkeiten. Dennoch schien das Publikum, nach der Stärke des Beifalls zu schließen, sich recht zu amüsieren. Ein Erfolg, der in erster Reihe der äußerst liebens- würdigen, natürlich anmutsvollen Darstellung des jungen Frauchen- durch Adele Slasiewski, die neulich schon in Fuldas„Seeräuber" Proben eigenartigen Talentes abgelegt, zu danken war. Der Schwiegcr- mutter nahm sich in geschickt diskreter Weise Marie Gmidra an. Rezia Markolf in der unvermeidlichen Backfischfigur erfreute durch frische Munterkeit. Die Männerrollen fanden durch die Herren Noack, Senger, Förster und Achtecberg angemessene Vertretung. dt. kleines Ieuilleton. fius Thüringen. Von Betty Scherz(Gotha). Georg Herweghan die Herzogin Ltdclhcid von Gotha. Man könnte es als einen schlechten Witz auffassen, wenn es nicht in den Schaufenstern der Gothacr Hofbuchhandlungen prangte: ein schwarzweißrot umrändertes Notenblatt ans sehr schönem Bütte»- papier, das die Aufschrift trägt: „Ihrer Königl. Hoheit der Frau Herzogin Adelheid von Sachsen- Koburg-Gotha in tiefster Ehrfurcht gewidmet: Wir haben lang genug geliebt und wollen endlich hassen," Gedicht von Georg Herwcgh." Darunter ist noch zu lesen: „Für einstimmigen Chor mit Begleitung vertont von E. K....( Preis 25 Pfennig. Verlag deutscher Lieder, Frankfurt a. Main. Eigentum dcS Komponisten." Die bürgerlichen Blätter Gotha« wußten vor kurzem zu bc- richten, daß das flotte neue Marschlied auf dem Promenadenkonzcrt von der Militärkapelle gespielt worden sei, und daß alle promc- niercndcn und zuhörenden Gothaer ganz begeistert von diesem patriotischen Lied wären.„Der Haß gegen England leuchtete aus aller Augen"—(!!!) Georg Herwegh— die Herzogin Adelheid von Gotha— der Haß gegen England— wie reimt sich das zusammen'< Wer sich" im übrigen für da- beireffende Gedicht dcS revolutionäre» Dichters Herwegh interessiert, der schlage den ersten Band der Gedichtsammlung unsere« Genossen Dr. Diedench„Von Unten Auf" betitelt, auf; da wird er„DaS Lied vom Hasse" auf Seile 231 finden. Der geneigte Leser wird ferner ersehen, daß da« Lied im Jahre 1841 entstanden ist und daß Herwegh in demselben Jahr ans Preußen auögewiescn wurde. Das Gedicht abzudrucken, möchte ich in der Zeit de- Burgfriedens keinem Redakteur raten. Wer die Komposition nebst Text brennend wünscht, der beziehe sie lieber von der— Gothn-a Hofmusikaliciihandlung. 0 tempora, o Herwegh! * Die Kuh. Einer unserer Mitbürger kriegte seinen Gestellungsbesehl. Das ist in unseren kriegerischen Zeitläuften nichts Seltenes, uitb_ der biedere Bürger war auch gern bereit, sein Leben dem lieben Baterland darzubieten. Aber er hatte die Rechnung ohne di» Frau gemacht. Die Frau wollte nicht; und wo ein» Frau nicht will.— da ist auch ein Weg. Tic bessere Hälfte ergriff also die Feder und führte sie kühn; i,' kühn, als ob's der Besen wär. Dann schrieb fie eine Uit ab»> k v m in l i ch k e i t s b e s ch e i n i g n n g. Die legte der gute Ehemann der Ersatzkommission vor. lind die Ersatzkommission besah das Schriftstück und las in den kühnen Zügen der Vaterlands» vertcidigerögatlin, die also anhnb:„An den Hern Militährobersten! Bile was mein Man ist der Schützen Görke(Karl) dcnicldigen nicht ausheben zu wollen indem daß derselbige unabkomlich ist indem daß die Kuh sich an Niemand änderst gewöhnen kan"—_ I5j Ueberfluß. Von MartinAndersenNexö. 6. T o m b o r g, 16. Juli 1892. Lieber Vater! Vielen Tank für Deine wiederholten Anfragen. Ich habe übrigens mehrmals Papier vorgenonnnen, um Dir zu fchreiben, aber wo nichts ist, da hat der 5kaiscr bekanntlich fem Recht verloren. . Ich habe furchtbare(Dualen altsgestanden, seitdem ich Dich verlassen habe; noch nie zuvor haben mich Entsetzen und Verzweiflung so tief niedergebeugt. Aber nun ist's für dies- mal und wahrscheinlich für imnier mit den Leiden vorbei. Du bist natürlich zu vernünftig, das so zu verstehen, als wäre ich jetzt gesunder oder hegte die leiseste Hoffnung, es je zu werden. Daß ich nicht mehr zu leiden habe, hat eine ganz andere Ursache: Wenn ein Mensch Stockschläge bekommt, tritt zu einem gewissen Zeitpunkt der Züchtigung eine Lähmung seiner(Äe- fühlSnerven ein, so daß er den Rest der Strafe nicht cinp- findet und dabei doch recht gut bei vollem Bewußtsein sein kann, wie wir zu sagen pflegen. Was mich betrifft, so ist dieser Punkt jetzt erreicht. Lang und schlaff lieg ich da wie ein lssummiband, dessen Elasttzitätsgrenze nian überschritten hat. Ich bin wie ein schlafendes Glied; bin innerlich gefühllos. Ost sage icki mir selbst, daß dies der Anfang zum Ende ist, der erste Teil des endgültigen Todes— körperlich. Aber das vermag mich nicht zu wecken; selbst wenn ich entdeckte, daß ich an Krebs litte oder verurteilt wäre, langsam zu verfaulen oder der Frömmigkeit zu verfallen, so glaube ich nicht, daß mich das empören könnte. � 9113er_ dann gibt es auch Augenblicke, wo es mir ist, als reichte nur das Leben dadurch die Hand— oder wenigstens den kleinen Finger. Ich bilde mir dann ein. daß mein Ich sich selbst in seinem Selbst- crhaltnngstrieb gepanzert, sich dumm gemacht und betäubt habe,— gerade um nicht zugrunde zu gehen. Aber welcher von den Teilen paßt, ist mir tief gleichgültig. � r Ich habe einen angenehmen Zufluchtsort bei einer Witwe Hansen gefunden, die sich mit ihrer Tochter mit französischer Wäscherei und Plätterei redlich ernährt. Meine Wirtin ist die leibhaftige Satcherkeit, ihr übertriebener Reinlichkeitssinn ist fast ebenso krankhaft entwickelt wie mein eigener. Ich habe zuerst acht Tage in dem hiesigen ßlbstincnzlerheiin ge- wohnt, und da ich von da grauenhafte Erinnerungen daran mitbringe, was Schinutz heißt, so kannst Tu vielleicht verstehen, daß ich meinen ganzen Tag dazu verwende, mich des Ge- scheuerten, Reingewaschenen und Frischgeplätteten zu erfreuen. Darüber hinaus tue ich nichts; das heißt, ich denke nicht wenig an mich selbst, ntanchmal an Dich und gar nicht an andere. Besagte Wirtin ist übrigens eine anspruchslose Frau, die voin Leben nichts anderes verlangt, als sich vom Morgen bis zum Abend abrackern und bei ihren Mietern Geld zusetzen z» dürfen. Namentlich das letztere scheint ihr eine eigentümliche Freude zu bereiten; und es wäre gewiß Sünde, ihr die zu rauben. Waö meinst Tu als Geschäftsmann dazu? Ich glaube, sie hat ihr Leben lang keine Zeile gelesen, trotzdem— oder vielleicht gerade dartun— ist sie die am wenigsten bornierte— und folglich auch die gebildetste Fra», die ich kenne. Ihr Wesensmerkmal ist: guter Humor und reichliche Nachsicht gegen alles und alle. Aber nicht jene ver- trauliche Nachsicht, die in eigener Schlaffheit wurzelt und erwiesen wird, um mit Zinsen zurückerstattet zu werden. Sie verlangt niemals selber Nachsicht fiir ihre Handlungen, ist also im besten Sinne Aristokrat. Ich nehme an, ihre gute Laune und überlegene Ruhe rühren daher, daß sie in glücklicher Ehe gelebt hat, die zur rechten Zeit vom Tode unterbrochen wurde. Hierauf deutet auch noch etwas anderes. Obwohl sie sehr natürlich und geradezil ist und kein Hehl daraus macht, daß sie das Per- tranlichste miterlebt hat, haftet ihr doch nichts von jenem klebrigen Wesen an. das sonst oft Witlven cigentünilich ist, und das sie wahrscheinlich der Erinnerung an die zu früh abgebrochene Ehefreude zu verdanken haben. Tic Tochter ist eine Wildkatze von jener Schönheit, die mehr der Art als dem Exemplar angehört; von solchen Wesen verlangt man ja überhaupt keine Selbständigkeit, weder was Fähigkeit noch was das Aeußere betrifft. Hast Du eine, so hast Tu sie alle! Ich schwärme nun mal für diese Siebzehn-, Achtzehn- jährigen, die wie nengierige Zicklein sind und, von oben bis unten knospend, immer in unbewußt-träumende Verwunde- rnng über die eigene wachsende Mannbarkeit versunken 'chcinen. Herrgott, soll denn der Mann andauernd das einzige Problem im Leben eines jungen WeibeS bleiben und nur als Problem gelöst werden, um ihr Schicksal zu werden, von dem alles Glück und Unglück stammt? Da sind wir denn doch etwas reicher ausgerüstet. Hier ist es, was man schön nciint; Wasser, Luft, Bäume und Sonnenschein, alles im rechten Verhältnis, wenn nian ausnimmt, daß die Sonne manchmal etwas zu sehr überwiegt. Ich liebe über alles das Erdreich selbst, wie es ist, wenn nian soeben einen Spatenstich im Garten getan hat. Tu ahnst nicht, was für ein Gefühl es ist, die Wange an so einen Erdhügcl zu legen oder die Hände darin zu begraben. Ganz wundervoll. Und glücklicherweise nicht zu beschreibe». Ich habe angefangen, am Morgen ein nasses Laken um mich zu schlagen: vorläufig ist es Wasser, das die ganze Nacht gestanden hat; aber ich habe mir voll Ehrgeiz das Ziel ge- setzt, es direkt von der Pumpe nehmen zu tonnen. Du solltest das einmal versuchen, da Tu ja doch behauptest, ich sei feige. Es ist wirklich ein drolliges Gefühl— so eine Enthauptung im kleinen. Willst Tu's glauben, daß ich, der ich keine» Menschen in meiner Nähe dulden konnte, bereits ei» vollständiger Provinzler bin und mit jedem, in dessen Nähe ich komme, zu faseln anfange? In diesen drei Wochen habe ich mehrere neue, interessante Bekanntschaften gemacht. Hier ist ein junger Sinison, ei» sympathischer Kraftmensch von kaum zwanzig Jahren, dessen Stärke so manche Delila des Ortes zu beschneiden sucht, diesmal jedoch zum Aergernis der Philister.(Sehr respektabler Kalauer.) Außerdem habe ich einen Idealisten kennen gelernt, d. h. ein anspruchsvolles Subjekt und ein paar andere Mitteliiiäßigkciten. Ter bürgerliche Name des Idealisten ist Rask... Ich Hab ihn übrigens schon einmal vor einigen Jähren getroffen. Sein Unglück besteht nach meiner Ansicht darin, daß er mit einem Geldbeutel um den Hals zur Welt gekommen, und vielleicht, daß seine Mutter früh gestorben ist. Damit ist nicht gesagt, daß sie irgend etwas für ihn bedeutet hätte, wenn sie leben geblieben wäre; das ist wohl sogar zweifelhaft, da er so etwas wie ein Philosoph ist und zu den Naturen gehört, die im Verhältnis zu ihren Angehörigen aller Gefühle bar sind, aber dafür mit dem Begriff Liebe um sich schlagen und deshalb in den Ruf kommen, ein reiches Gefühlsleben zu haben. Jedenfalls scheint diese Mutter, die tvährend seiner Kindheit starb, die Sehnsucht seines Lebens geworden zu sein, der alle seine lyrischen Stimmungen entsttömcn. Worts, fclgt.ss JTBcr f« war unerbittlich, die CrrsatzfonwiKsitm. Nnd sie ITcibetcit den Schulzen Gorle in Feldgrau. Was wissen rauhe Ärieger auch von den garten Scclcnregungcn einer Kuh l— Em Protest /lrtur Schnitziers. Artur Echnitzler veröffentlicht in einem schweizer Blatt die folgende Erklärung, die er dem„Forum" auf dessen Wunsch Zum Äv- druck überläßt. W'.c ich durch Freunde in Rußland auf einem Umweg erfahre, find ra Petersburger Blättern angebliche Aeußerungen von mir über Tvlnoi, Maeterlinck, Anatole France, Shakespeare von so V.hli>:tastlscher Unsinnigkeit veröffentlicht worden, wie sie mir zu normalen Zeiten von niemandem, der mich kennt, zugetraut würden, die aber in unserer vom Ucbermatz de» Hasses und vom Wahnsinn der Lüge verwirrten Welt immerhin auch sonst urteilsfähigen Menschen nicht unglaubbaft erscheinen könnten. Solche Berhetzungsvcrsuche, wie sie weit hinter den Fronten der ehrlich kämpfenden Armeen im lvohlgedeckten Gelände unver- onlwortlichcr Publizistik gefahrlos unternommen werden, scheinen ja eine besondere, und vielleicht die widerwärtigste, Eigentümliche feit dieses Kriege» zu bedeuten. Auch der lächerlichste dieser Versuche, wenn er gelingt, könnte späteren Verständigungen zwischen einzelnen, aus die es ankommt, Schwierigkeiten bereiten; daher möchte c» leicht als ein Fehler erscheinen, wenn ich diesen setwa unr seiner besonderen Albernheit willen) auf sich beruhen ließe. Ter Wortlaut der mir zugeschriebenen Aeußerungen ist mir noch nicht bekannt; ihr Sinn, und die Tatsache der Veröffentlichung aber'tabt unbezweiselbar fest. Ta e» unter den gegenwärtigen Verhältnissen lange dauern kann, che ich in den Besiß des Original- ociikels gelange, muß ich mich vorläufig auf die Erklärung be- schränken, day Aeußerungen der Art, wie sie in jener Publikation osfenbar mitgeteilt sind, von meiner Seite niemals gefallen sind, nach meiner Gesinnung niemals, we�r im Frieden noch im Kriege, hätten fallen können. Es ist freilich eiwas beschämend für jemanden, der sich zeitlebens vom Pathos der Selbstverständlichkeiten leidlich fernzuhalten gewußt hat. erst ausdrücklich versichern zu müssen, daß ihm da» Schöne jedcrzeil schön, da» Große jederzeit groß bleiben wird.— auch wenn es Nationen angehört oder innerhalb von Nciioncn geworden und gewachsen ist, mit denen sein Vaterland eben in einen Krieg verwickelt ist; aber— der zahlreichen Menschen gedenkend, die sich in dieser Epoche auch zu schlimmeren Arten vo.n Selbstverleugnung verstehen müssen, als zu kleinen Geschmacklosigkeiten— stefie ich nickt an, es hier niederzuschreiben, daß ich Tolstoi seinen Rüsten!! für eines der gewalligsten dichterischen Hngeuien halte, die je über den Erdkreis geschritten sind;— daß ich Anatole France seinen Franzosen!) nach wie vor als einen der vornehmsten Geister der Gegenwart und zugleich als einen Erzähler höchsten Range» erkenne; und daß Maeterlincks leincs Belgiers!) naturwissenschaftlich poetisicrende Rhapsodien, sowie viele seiner kleinen Dramen, auch dann von ihrem seltsam edlen Reiz nicht dos geringste für mich verlören, wenn er loirklich all da» krause Zeug über Teutschland geschrieben hätte, das ncilerdings unter seinem Namen durch die Zeitungen ging. Soll ich mich nun auch noch öffentlich mit allem Ernste zu Shakespeare bekennen sdem Engländer! ja, denn er ist in Stratsord geboren) oder fängt es selbst den Zweiflern zu dämmern an, daß mir Shakespeare, auch toeitn dieser Krieg dreißig Jahre dauerte, immer Sbakeipeare he- dxmten wird, und erläßt man es mir für da» Unvergleichliche und Einzige nach Worten des Preises und der Bewunderung zu suchen? So mag denn die leidige Angelegenheit für diesmal als ab- getan gelten. Toch später einmal, wenn der Friede wieder da ist, wollen wir uns mit schmerzlichem Staunen erinnern, daß e» eine Zeit gab, in der wir genötigt waren, über die Grenzen hinüber einander die Versicherung zuzurufen, daß wir zwar jeder unsere Heimat geliebt haben, dag wir aber trotzdem Gerechtigkeit, Urteil und Dankbarkeit niemals verkernt, daß wir, um es kurz zu sage», auch in dieser ungeheuren Epoche der Verwirrung nieinats gänzlich den Verstand verloren hatten. Dezember 1314. Ar t u r S ch n i tzler. Ein Augenzeuge über öas Eröbeben. Der Eifeiibahnaisislent Marioni, der beim Hereinbruch der Kala- strophe auf dem Bohnbot in Avezzano Dienst tat. hat einem Mit- arbeiter de»„Resto del Earlino" den folgenden Verichl über die Katastrophe, die die blübende Sladt veinichtele, erstatlct.»Ich stand auf deni Babnsteig", laale der Beamle,„imd erwarlele das Ein- treffen de» Zuges aus Cellano mit dem ich mich nach Rom begeben wollle Es war genau 7 Uhr 25 Mimuen. Ein paar Minute» später erschüllerte die Lufl ein inrcktbare» Kracken, da» von einem dumpfen unterirdischen Rollen begleitet ivar. ES kani von Fern her uno näbeile sick allmäblick. Auch die Erde begann leise zu zitier». Alles das wirkle wie da» Gcräuick eines näher kommenden Elfen- bahnzugeS. Aber die Täuickung mackte dem Erschrecken Play, als ich ein heftiges Schwanken der Erde unter mir gewahrte. Mein erster Gedanke war. au» dem Bannkieis des die Gleise überwölbenden BahnhofSdackeS herauszukommen. Die kurze Wegstrecke durcheilte ich taumelnd wie ein ickmer Betrunkener. Wenn ich das Gleichgewicht auf dem einen Bein verlor. erhielt ich e» aiff dem andern Bein lvieder. Kaum war ick aus der Uebe-dackung des Bahnsteigs herau», als das Dach krackend zusammenstürzte. Da» Einstürzen des Dache» war das Zeichen. daß innerhalb und außerhalb des Bahnhofs alles der Vernicklung anheimgefallen war. Von der ganzen BahnbofSanlaze war im Handumdrehen nichts weiter stehen geblieben als das Häuschen der Bedürfnisanstalt und das Pumpwerk, das für die Wasserspeisung der Lokomoliven dient. Als ich nach. Avezzano kam, bot sich meinem Auge das gleiche Bild der Zerstörung, das ick auf dem Bahnhos gesehen halte. Von Avezzano war nicht» weiter übrig geblieben als ein Berg von Trümmern. Äußer dem Bahnhof waren an be- merkenswerten Anlagen in der Stadt noch an die zwanzig Fabriken und Läden, von denen nicht mehr ein Gebäude vorbanden war. Auch die großen Häuser der Familie Stangolini, die sämtlich bc- wobnt waren, sind nickt mehr vorbanden. Unser Versuch, einen HUjszug abzulassen, scheiterte, weil die Strecke gesperrt war. Der verkannte Shas. Shaw gehört zu den Leuten über die unsere deutsche Presie im Ansang des Kriege» am wütendsten herfiel— weil er verdächtig schien, ein senglischer) Patriot zu sein. Bald freilich wurden Aeußerungen kritischer Art, die er über sein Vaterland tat. bekannt, und heute gehört dieser vatcrlandslose Geselle zu den Kronzeugen der gesamten deutschen Presse. Obendrein kann jetzt Herr Trebitsch, sein Uebersetzer, in der„Neuen Freien Presse" ein Telegramm ver- öffentlichen, da? er am 12. Januar empfing.(ES ist am 1. August in England aufgegeben, nach Ostende adressiert und»wegen Kriegs- zustande»" zurückgeballen worden t „In was für eine widerliche Lage hat die Zivilisation sich ge- brackl. Sie zerfleischt sich selbst, statt fest verbündet gegen den einzigen gemeinsamen Feind im Osten dazustehen. sie und ich im Krieg gegeneinander! Kann es etwas Sinnloseres geben? Meine sreundschaftlichsten Wüniche sind unter allen Umständen mit Ihnen._ Bernhard Shaw." O:e alte Anmaßung gegen öle Proletarierfrauen. lieber„Mütterabende" schreibt Gertrud Petzold in der „Lehrerin":„Es ist nicht gemig, daß der materiellen Not der untern Volksschichten gesteuert iverdc. Vergeßt nicht die innere Not! Böser Wille und Herzlosigkeit werden nicht zu ändern sein. Aber e» ist auch viel Unverstand da. Nehmt euch des Unverstandes au! Lehrt die Frauen verstehen, warum sie ihre Männer hergeben mutzten und warum sie sich Entbehrungen auferlegen müssen, damit sie das, was ihnen aufgezwungen war, in ihren Willen aufnehmen und es ihnen zur fittlichcn Tat wird. Lehrt sie die nötigen Bedürfnisse vvn den unnötigen unterscheiden — viele haben das nie gelernt und wissen jetzt gar nicht, wie man sparen kann. Lehrt sie auch, ihre viele freie Zeit, die ihnen so wider Willen aufgedrängt worden, in einer Weise verbringen, die, wenn auch nicht Geld, sv doch inneren Gewinn bringt. Erst wenn sie c» erfaßt haben, daß ein ernster Wille, gewissenhaft und ver- nünftig zu wirtschaften, ein gutwilliges Sichschicken in alle Eni- behrungen, ein geduldige» Tragen der Sorgen und des Leides, das sie mit so vielen teilen, und nicht zuletzt auch eine herzliche Teil- nähme und eine freundliche Hilfsbereitschaft gegenüber allen Volks» genossen— daß alles die» jetzt Kriegsdienst ist, den das Vaterland mit Recht von ihnen verlangt, er st dann werden auch die unteren Volksschichten die Kraftprobe bestehen könne n."_ Notizen. — Neue Dramen. Von Karl Schoenherr, dem Per« fasier von„Glaube und Heimal", wird ein neues Drama, betiielt „Der Weibsteutel", im Wiener Burgihealcr aufgeführt werden. — Die Zugvögel und der Krieg. In den Ländern, in denen zurzeit der Krieg tobr, hat man ein bockst merkwürdiges Phänomen beobacklet:»änilick das vollständige Fehlen des gewobnien Durchzuges der Wandervögel. Es ist, als ob das furchtbare Geroic. das ohne Uinerlaß aus den Scklackiflldern zu hören ist, den Wauder» instinkl der Vögel betäubt und gelähmt hätte. Sie bleiben deshalb erschreckt und unbeweglich in den nördlichen Bergregionen, die sie in normalen Zeilen beim Nahen der ersten Kälte zu vei lassen pflegen. — lieber die M ü n ch e n e r Pinakothek ichreibl der „Türmer":„In der Pinakolbek fragt nian die Besucker nach Vater« land und Paß und weist solche zurück, von denen es eine Un» verschämiheil wäre, wenn sie sick zu dieser Zeil auch noch in unseren staarlichen Sammlungen und Lehramiallen vergnügen. Die deutsche Duldsamkeit gegen hiergebliebene Russen, Engländer, Serben und ähnliche Schwabinger hat hier einmal ein vernünftiges, achlungs- wertes Ende."— seit wann ist es eine„Unverschämtheit", an der deutschen Kultur teilnehmen zu lvollen? Und zu ihr gebörcn doch wohl vor allen anderen Dingen die Sammlungen und Lehranstalten. feter{iir HimW, 19. Jaonar: Berliner Theater S7Jtr;„Eilrafeiätler!" Bent�ehcs Kiinstler-Th. 8rjir: Lullier. Pcutsehe» Opernhaus, Charlottend. 8 L'tr: MIuch.Mei'sMM Friedrich-Wilhclmstädf. Theater. s,'ü: Casparone. O'ebr. Herrnf eld-Thcater 8ülir: So leben wir! Zwei leuchtende Punkte. KIcincJi Theater 8 Chi; Ernste Scliwäuke. Komödien haus 8 lJhi: BledermeieF. t.cssing-Theatcp 71 1 ü: Peer Cynt. I,asts|ticihaas 8• u: Leulnantsmünöel. Sfetropol-Theater SUir: Woran wir denken! �fontls Operetten-Theater nhr: Dgj5 nebe Pepi. Kesidenz-Theater » � Krümel vor Paris. Hose-Theater 8 Dhr: Sein ganzes Glück. Schiller-Theater O. 8 � flusarenfieber. Schillcr-Th. Charlotteubg. 8 � Nora. Thalia-Theater ��Kam'rad Manne. Theater am Xollendorfpl. S1,< U; Immer feste druff! Theater a. d.Weidendamnierbrücke sloü-: Die deutsche Marke. Theater des Westens 8 � Pslenbiul. Mittwoch 4 U: Vater zieht ins Feld. Theater in der Königgrälzer Straße 7" u-: Hsrodes und Mariamne. Trinuon-Theater � ü: Das Liebesnest. Volksbühne. Theater amBUlowpIatz 8,/' ü': Götz von Berlichingen. Walhalla-Theater 8" u-: Das Farmermädchen. URANIA Ta2s''4no.tr- 4 Uhr(Halbe Preise): Die ieiehsel üDd die raaw.SeeD. Abends 8 Dhr: CiefogeseD usilüire Kamplslätten. Lnisen-Theater. Heute u. Donnerstag 8.15 Uhr: Das grosse Ringen.— Mittwoch: Der Stabstrompeter.— Freitag und Sonntag 8.15 Uhr: Heimat. Relebsbatlen-Ibeater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: „Unser Oskar" Anfang 8 Uhr. Mililärpersonen und deren An- gehörigen voll- kommen freier Zutritt zu den Stell. Sängern. SÄRRÄSÄMI Täglich TVa Uhr abends: Das ürojie Programm und Kleine Preise. Mittwoch, den 20. Januar, 3 Uhr und 71/, Uhr: »» brillante O � Torstcllungien™ Voigt-Theater. Badstr 58. Badstr. 58. Morgen Mittwoch, den 20. Januar: Der Lmaiüi a. seid PllegekiDfl. Original- Dolksslück in 5 Akten von Charlotte Birch-Pfeiffer. Kasseneröffnnng 7 Uhr, Ans. 8 Uhr. Ilrlcus Älb. Scbumann I Heute 19. Januar, Anf. 71/, Uhr: Gr. Extra- Vorstellnng: j m. besond. gewählt. Programm| u.a.: Der tallende Ilm weh| Urian, der männl. Orang-Utang, als Billardkünstler. Welses 5 rollschuhlaufende und| radfahrenpe Bären. Gebr. Ernst u. Oskar Schumann. I Um OVj Uhr: Um 91/, Uhr;j Ost und West. Großes patriotisch. Schaustück| aus der Gegenwart in 4 Akten. I U. a.: Oer Angriff auf eine Festung j u. die große Schlußapotheose. Theater Felles Capriee- Tausepsdebevreit!� ß Vi Possen-Tkcatcr BV*" Moritz wird encrgtsch. Daw LEisönba nstr.4 Wo in D'-egerien n cht crhältl.diskr�ua. Casino-Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Wieder ein neuer cachlager. Ter grösste Erfolg seit Bestehen: Durch Dick und Qüun. 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