Nr. 20.- 1915. Unterhaltungsblatt öes Vorwärts Zonntag, Ii. Januar. Jn japanischer Gefangenschast. Ein junger Deutscher aus Ibbenbüren i. W. ist bein� Falle von Tsingtau in japanische Gefangenschaft geraten und schreibt seinen Angehörigen folgenden Brief, den die„Köln. Bolkszeitung" mitteilt: H i m e j i(Japan), 2g. November 1914. Tsingtau ist gefallen, das werden Dir die Tageszeitungen zu Deinem größten Schrecken und Erstaunen in großen Lettern ver- kündet haben. Kriegsgefangen hat man die überlebende Besatzung nach Japan gebracht, und ich selbst j'se nebst 100 meiner Kameraden in H i m c j i, das nach den Aussagen unseres Dolmetschers das schönste Klima Japans haben soll. Aus meinen nachstehenden Tagebuchauszügen mache Dir ein kleines Bild über mein Leben und Treiben nach dem Kriege, auf der Reise nach Japan und in Japan selbst. Einige Tage nach der Uebergabe Tsingtaus wurden wir für einige Zeit, vier Tage waren es, in dem>schcinidorfc Taitungtschen einquartiert. Am 10. November 1914, nachmittags, zogen wir in dieses Dorf ein, eine jämmerliche Fanse diente uns als Wohnung. Ein Holzfeuer sorgte für die nötige Wärme, Madeira und Kognak, den ich noch von Tsingtau mitschleppen konnte, für den nötigen Humor. Ter Tabak schmeckt vorzüglich— ein echter Denkertabak— an die Scheinizigaretten muß man sich so xeu s peu gewöhnen. Wie sieht's in dem Dorfe aus! Kein Haus ist von Granaten und Schrapnells verschont geblieben. Ein wüstes Choas überall. In einigen Wohnungen liegen noch Menschenleichen. Die Zeit verging mit Kartenspiel und Spazierengehen. Unser Essen und Trinken war semper iäem: Reis, Hartbrot und Tee. Mit den sechs Eiern, die wir einem Chinesenkaufmann für unsere letzten 40 Cents abkauften, sind wir ganz eklich hereingefallen, sie lvareu alle faul. Nur ein Pfui Deibel glitt beim Zerklopfen der- selben von sämtlichen Lippen. Am 14. November war der Tag der Einschiffung nach Japan. Schon um 4 Uhr morgens ging es mit Sack und Pack gen S ch a t y h o u zu, das wir nach Ostündigem, sehr mühseligen Marsche erreichten. Die Einschiffung mittels chinesischer Dschunken ging rasch vonstatten und bald saß alles an Bord der„Europa Maru 2. Kobe." klar zur Abfahrt. Noch einen Blick zum geliebeten Kiautschou und ganz allein schaukelte unser Schiff auf den ruhigen Wellen dahin. Wie lachte�die liebe Sonne, es war, als führe man in den Frühling, den Sommer hinein. Das tägliche Konzert unserer Bordkapelle sorgte für die nötige Zerstreuung. Am 17. No- vember endlich erreichten wir die Bucht und alles eilte an Teck, um die wunderbaren Reize dieses Sonnenlandes, die schon die Buchteinfahrt bot, zu bewundern. Dschunken, Dampf- und Kriegs- schiffe belebten den Hafen, und an den grünen Ufern zogen sich reizende Dörfer, die Häuser sämtlich in zierlichem japanischen Baustil, den steilen Berg hinan. Am 18., morgens, lagen wir im Hafen von tzeroshima vor Anker und an dem rechten Ufer staute sich eine mehrtausendköpfige, neugierige Menschenmenge. Auch von hier aus hatten wir eine sehr schöne Aussicht auf das echt japanische Hasen- und Landschaftsbild. Nach einer mörderlich langen Bahnfahrt erreichten wir dann unser Endziel: Himeji. In I t o s a i i begrüßten wir die japanische Sonne, zauberisch schön war der Aufgang, sie ist ja auch des Japaners Stolz. Berg- und L-eeparticn von unbeschreiblicher Schönheit wechselten während der Reise. Die Tempel und Torbögen in Onomieki trugen kunstvolle Holzschnitzereien.� Mandarinenbäume hingen voller Frucht. Auch die anderen Städte, Fukuyama, Kasaoka, Mitsuishi und Äamigori strotzten von naturalischen Reizen. Hier dehnten sich üppige Reisfelder aus, es war gerade Erntezeit, dort zogen sich heilige Bambushaine am Bahndamm dahin. Durch Tunnel und über Flüsse ging's, und oft war ich im Zweifel, ob wohl die Rheingcgend oder diese schöner sei. Ich glaube die letztere ist's. Nach 13 Stunden Bahnfahrt war Himeji erreicht, wo uns ein Tempel als Behausung dient. Eine wahre Augenweide bot uns das Innere und Aeußere desselben. Tie eleganten Formen, Holzschnitzereien der antiken japanischen Baukunst sind in diesen Bauten verkörpert. Vom Tore an, bis zum Brunnen und den Tempeln selbst strotzt alles von dieser einzig schönen Architektonik. Die phantastisch geschnitzten Giebel erregten die größte Bewunde- rung. Gediegen sieht es aus, wenn die Japanerinnen auf ihren eigentümlichen Holzschühchen, ein Kind auf dem Rücken und beide im bunten Jschans, dahintrippeln. Es sind wirklich„liebliche, kleine Dingerchen". Tu siehst, liebe Mama, daß unser Gefangendasein hier im Japsenlande gar nicht so übel ist. Der Japaner selbst ist sehr freundlich und zuvor- kommend,!vir werden in jeder Beziehung tadel- los behandelt, ich wenigstens bin damit vollauf zufrieden. Muß ich Dir noch sagen, daß es mir ganz vorzüglich geht? Wenn doch der Krieg bald ein gutes Ende für uns nähme, denn dann geht's zur Heimat wieder, die mir selbst der schönste Ort kaum ersetzen könnte. Hier ist alles von einem glücklichen Kricgsausgang für uns fest überzeugt. Die Wieöerverwenöung von Altpapier. Die fortwährend steigenden Holzpreise zwingen die Papier- industrie zur Suche nach anderen für die Papierfabrikalion geeigneten Faserstoffen, ohne daß es indessen bisher gelungen wäre, einen oder einige Faserstoffe zu finden, die m größtem Maßstabe zur Papierfabrikation herangezogen werden und deren Holzbedarf in nennenswertein Maße verringern könnten. Unter diesen Umständen muß es— so lesen wir im„Prometheus"— auf den ersten Blick auffallend erscheinen, daß das Altpapier, das doch einen idealen Papierrobstoff darstellen müßte, bisher in nur recht geringem Maßstäbe zur Fabrikation von Papier wieder verwendet wird. Nur etwa 10 Prozent der gesamten Papiererzeugung finden den Weg zurück zur Papierfabrik, 90 Proz. aber— es ist wirklich beschämend, wie wir wirtschaften— gehen vollständig zugrunde. Neben der Gleichgültig- keit der großen Masse der Papierverbraucher ist für diese Vernichtung wertvollen Stoffes in der Hauptsache auch die Papierfabrikalion selbst verantwortlich zu machen, die bisher die Wtederverarbeitung von Altpapier mit Einrichtungen und nach Verfahren betrieb, die die Verwendung der daraus gewonnenen Papiermasse nur zur Her- stellung minderwertiger Papiere ermöglichte. Neuerdings aber werden von Hermann Wang« er in Reutlingen Einrichtungen auf den Markt gebracht, die besonders für die Verarbeitung von Altpapier zu neuem Papier gleicher Qualität gebaut sind und deshalb den Papierfabriken die Wiedeiderarbeitung von Altmaterial viel verlockender ersch inen lassen dürften als sie bisher war. Die hauptsächlichsten Kennzeichen des Wangnerschen Verfahrens zur Verarbeitung von Altpapier sind die Zerfaserung des Altpapiers ohne jede Veränderung der ursprünglichen Faserbeschaffenheit und Stoffqualität und das gründliche Auswaschen der dem Altpapier an- haftenden Farbstoffe, Tinte, Druckerschwärze usw., so daß ein Papier von heller Farbe erzeugt werden kann. Die trockenen, sortierten Altpapiere werden in Zwischenräumen von 10— 1ö Minuten der um ihre wagerechte Achse sich drehenden Etnweichtrommel zugeführt, die das Papier vorzerkleinert und mit einer Lauge— wenn aus die helle Farbe des neuen Papiers kein Gewicht gelegt wird, auch mit Wasser — einweicht. Bei jeder Umdrehung wirft die Trommel eine gleich- bleibende Menge des so vorbereiteten Materials in die Laugen- auspreßmaschine. die dann das vom größten Teile der so für weitere Verwendung wiedergewonnenen Lauge befreite Material in den Zerfaserer wirft. In diesem ivird die Aufschließung des Alt- papiers vollendet, so daß der Stoff den Zerfaserer büttenfertig ver- läßt. Bei dieser Verarbeitung verseift sich die Druckerschwärze voll- ständig und wird dann aus dem mit Wasser stark verdünnten Stoff über einem endlosen Sieb durch Ueberbrausen mit Wasser voll- ständig ausgewaschen. Die Kosten dieses Aufbereitungsverfahrens sind, da die Einrichlung wenig Bedienung erfordert, verhältnismäßig gering, und der Verlust an Stoff durch Abgang von Kaolin, Holz- stoff, Druckerschwärze und anderen Verunreinigungen usw. beträgt mit etwa 21 Proz. nicht viel mehr als bei der bisher gebräuchlichen Verarbeitung von Allpapier, die aber ein wesentlich minderwertiges Fabrikat lieferte. Es wäre zweifeNos von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, wenn es mit Hilfe des Wangnerschen Verfahrens gelingen sollte, er- heblich größere Mengen von Altpapier als bisher der Wiederverar- beitung zuzuführen und damit die Steigerung des Holzbedarfes herabzudrücken._ kleines Zeuilleton. Sei deutschen verwundeten in einem französischen Lazarett. In einem Briefe an ihre Angehörigen erzählt eine in Bordeaux lebende Schweizerin von einem Besuch im dortigen Grand Lebrun- Lazarett, das unter der Leitung des Professors Bergouie steht. Das Grand Lebrun ist sonst eine Privatschule; als mobilisiert wurde, wandelte man es in ein Spital um. Das Hauptgebäude ist für fran- zösische Kranke bestimmt; die deutschen Verwundeten liegen in einem Gartenpavillon, und es wurde für sie auch ein Teil des Gartens reserviert. An den Wänden der Säle und Gänge hängen Plakate mit Aufschriften wie:„I-a patrie a besoin de vous; depechez-vous de guerir"(Das Vaterland bedarf eurer; beeilt euch, zu genesen) oder „llln inkirmier sale est comme un soldat qui passe ä l'ennemi" (Ein unsauberer Krankenpfleger ist wie eiu Soldat, der zum Feinde überläuft). „Jit dem Saale für Biechanotherapie," erzählt die Daine.„sahen wir die ersten Deutschen. Einige drehen Räder, andere treten fest- stehende Fahrräder oder ziehen in emei« fort an elastischen Bändern, um ihren eingeschrumpften Muskeln wieder Kraft zu geben. Im oberen Stock finden wir die Elektrotherapie. Deutsche und Franzosen sind auf Liegestühlen ausgestreckt und lassen den elektrischen Strom durch ihre Glieder gehen. Als ein entsetzlich verstümmelter Franzose sich eine unangebrachte Bemerkung über die gute Behandlung der Deutschen erlaubt, verbietet ihm der Wärter den Mund mit � den Worten:„Im Spital gibt es keine Feinde." Professor Bergouie sagte zu uns:„Wir machen keinen Unterschied zwischen den Verivundetcn der beiden Nationen. Nur einmal waren wir zu einer Ausnahme ge- zwungen. Als w:r von der Verwaltung Kleider für die Deutschen ver- langten, schickte man uns rote Hosen. Wir waren gezwungen, sie schwarz umfärben zu lassen; sonst wäre eine Revolution ausgebrochen. denn die roten Hosen sind das Vorrecht unseres„pioupiou"..." Die Pflegerin, der das Gartenhaus zugeteilt ist, ist Schweizerin; obwohl sie aus der französischen Schweiz stammt, beherrscht sie das Deutsche vollkommen. Ihre vierzig Pfleglinge verehren sie. Uns bitten sie um Nachrichten aus ihrem Lande, da sie keine Zeitungen haben. Wir erzählen ihnen von den bei der Eröffnung des Reichs- tags gehaltenen Reden und von einer Unterredung niit Hindenburg, die wir in einem Berliner Blatt gelesen hatten. Sie interessieren sich sehr für alles und möchten noch mehr wissen. Wir gratulieren einem Tapferen, der stolz das Eiserne Kreuz trägt... Auf einem Tisd, sehe ich eine Nummer einer illustrierten Berliner Wochenschrift: der protestantische Pfarrer von Bordeaux, der von Zeit zu Zeit das Spital besucht, hat sie, wie auch andere deutsche Drucksachen, bergebracht. Die Pflegerin zeigt mir Briefe, die sie von geheilten deutschen Patienten erhalten hat, und aus die sie stolz ist. Wir zeigen den Patienten eine Nummer einer deutschen Zeitschrift, worin sich ein Brief französischer Gefangener, die in Paderborn gepflegt wurden, befindet: sie danken darin für die ihnen zuteil gewordene gute Pflege... Zuletzt steigen wir zu den Offizieren hinauf. Ein deutscher und ein französischer Leutnant haben ihre Zimmer einander gegenüber. Der Deutsche ist in der Schlacht an der Marne verwundet und dann nach Blähe geschickt worden, wo man ihm aber nicht die besondere Pflege, die seine schwere Verletzung erheischt, angedeihen lassen konnte. Daher kam er nackt Bordeaux. Da er allein ist, langweilt er sich, und man will ihm von jetzt ab hin und wieder einen deutschen Unteroffizier schicken, damit er sich unterhalte und Karten spiele!, Notize«. — Das Theater au der Wsidendammer Brücke soll seinen alten Namen„Komische Oper" wieder erhalten. Die Erstaufführung des Singspiels„Gold gab ich für Eisen" (Die schöne Marlene), Text von Viktor Leon, Musik von Emmerich Kaiman, findet am Sonntagabend Punkt 8 Uhr statt. — Theaterchronik. Im Theater des Westens findet am Sonntag, den 24. Januar, nachmittags, eine Aufführung von Schillers„Jungfrau von Orleans" statt. — Vorträge. Den Krieg und die E r h'a l t u n g der Kunstdenkmäler in Belgien und Frankreich wird Sonntag, abends S'/i Uhr, Professor Paul Clemen, der Provinzial- konservalor der Rheinlands, in einem Lortrage im Hauptsitzungssaal des Reichstags erörtern.— U e b e r die Volksernährung iv ä h r e n d des Krieges spricht ebendort am Montag, den 2S. Januar, Prof. Rubner.— Im Institut für Meereskunde spricht Dienstag, den 26. Januar, Dr. R. Engelhardt über Englands Kohlenhandel, Freitag, den 29. Januar, Prof. F. W. Schulde über die wichtigsten Kanalhäfen und ihre Bedeutung für den Krieg.' — Sverdrup unterwegs. Frau Sverdrup erhielt, wie „Aftcnposten" meldet, folgendes Telegramm aus Petersburg: Sver- drup telegraphiert über Jugorstraße, er überwintere im Meerbusen 92 Grad östlicher Länge von Greenwich. Alles sei wohl. — Ueber die Künstlerversorgung im Kriege bringt die„Kunstchronik" eine Zusammenstellung. In Berlin ist die akademische Kriegshilfskasse tätig; in München bat der Künstler- Unlerstlltzungsverein, dessen Vermögen über 2 Millionen Mark beträgt, vorläufig die Summe von 100 OSO M. gegeben. Dazukommen die Beträge, die andere Verbände und Kunstfreunde aufwandten, so daß wohl eine Viertel Million zur Verfügung steht. In Dresden hat man Verkaufsausstellungen veranstaltet, für die der Kunstvercin und die großen Kunstsalons zur Verfügung stehen; in dem einen wurde mehrere Wochen lang alles überhaupt Angebotene ausgestellt. Im Kunstverein kaufte der Rat zu Dresden eine Reihe von Bildern, Zeichnungen und plastischen Werken für das Stadtmuseum an. In Karlsruhe beabsichtigt der westdeutsche wirtschaftliche Verband bildender Künstler, eine Hilfsstelle für badische Künstler zu errichten. 201 Ueberfluß. Von Martin Andersen Nexö. Dann schloß sich der Wald jäh um die Aussicht, und der Wygen rollte einen Waldweg hinab. Die jungen Buchen wölbten sich dicht über den Köpfen der Fahrenden und tätfchel- ten mit dem feinen Laube ihre Gesichter; hier war es kühl wie in einer Grotte, mit gedämpftem grünlichen Oberlicht und kleinen Durchblicken auf weichen Waldboden, von wo gewaltige Säuleu emporstiegen, die hoch oben goldgrüne Kuppeln trugen, mit dem reinsten Blau verwobcn. Dann folgte auf der einen Seite strenger, ernster Tannenwald; und Karl fing im Vorbeifahren den Eindruck eines überaus langen, geraden Pfades auf, der fern in einem leuchtenden Pünktchen endete. Der Festplatz lag auf einer kleinen, grasbekleideten Lich- tung mit einer blumengefchmückten Rednertribüne an dem einen Ende. Zwischen den Bäumen wurde ausgespannt, und im Schatten einer Buche, der Tribüne gegenüber, ließ man sich nieder. Herr Sörenscn hatte sich gleich bei der Ankunft entfernt. Und jetzt tauchte seine rundliche Gestalt auf der Kanzel auf; er hatte den Staubmantel abgelegt und war in Frack und weißer Binde. Mit lauter Stimme schlug er ein Lied vor und trat dann etwas zurück; grübelnd stand er da, die eine Hand unter der Wange und die Seite nach dem Publikum hin. Am Beginn jeder Strophe sandte er ein paar kräftige Töne über die Versammlung weg und versank dann in Grübeln, während die Strophe zu Ende gesungen wurde. Er hatte diese Haltung und das Ganze kürzlich einein umherreisenden Volkshochschul- redner abgesehen. „Dein Alter sieht heute gut aus! Worüber wird er wohl reden?" fragte Rask. „Wohl über seine wunderbare Errettung," antwortete Aage lachend. Karl blickte über die Versammlung hin. Es waren gut zweihundert Menschen beisammen, meist arme, ausgemergelte Frauen mit ihren Kindern. Dann waren da einige junge Männer und Frauen, und hier und da sah man eine Manns- Person, die unverkennbar einmal an Trunksucht gelitten hatte. „Sind das Vereinsmitglieder?" fragte Karl und zeigte auf ein armes Weib, an dessen magerem Halse die Sehnen außen zu liegen schienen. Sic war von einer Kinderschar um- geben; alles in allem waren es zehn Stück, von denen das älteste noch nicht konfirmiert sein konnte. »Nein, das sind Vertreter der zerstörten Heimstätten," sagte Rask.„Der Mann sitzt in irgendeiner Kneipe und pichelt, und die Frau geht mit den Kindern zur Versammlung der Abstineitzler... eine hübsche Art, die ehelichen Bürden zu verteilen. Sie finden sich zu allen unseren Agitationsver- sammlungen ein; wenn aber der Mann eines schönen Tages wirklich aufhören würde zu trinken, würden sie glauben, er wäre krank, und höchst unglücklich werden." Aage machte ein Zeichen zu schweigen. Der Gesang war zu Ende, und Herr Sörensen stand voll Würde und mit ent- blößtem Kopf auf der Rednertribüne und begann, breit und rollend: „Liebe Freunde! Als ich das letztemal an dieser Stelle mit Euch ver- sammelt war, habe ich prophezeit, die nächste Zukunft werde in ihrem Schöße die Lösung von vielen für unsere Sache wichtigen Lebensfragen tragen. Die Zeit hat mir recht ge- geben, wenn auch nicht in so ausgedehntem Maße, wie wir alle es wünschen möchten. Ich will nicht auf die große Arbeit zu sprechen kommen, die im Dienste der Sache geleistet worden ist. und an der wir nach geringem Vermögen teilgenommen haben. Ich will bloß daran erinnern, daß hierzulande ießt ein doppelt so großes Quantum alkoholfreier Getränke fabriziert wird als vor zwei Iahren; und wenn auch die Fähigkeit zu konsu- mieren mit der ivachsenden Entwickcluna und der beständigen Verbesserung der Verkehrsmittel zunimmt, so bedeutet diese Verdoppelung der Produktion doch, daß der Alkohol zurückgeht. Auch die Geschichte zeigt, daß ein Fortschritt vorhanden ist. Mein Großvater weichte sein Brot in Branntwein auf, um es hinunterzukriegen. Er starb im Alter von sechsund- achzm Iahren; und das letzte, was er saate. war: ein Schnaps, ein Schnaps! Auch utein Vater liebte den Schnaps, aber an dein Tage, als er sein sechzigstes Lebensjabr vollendete, sagte er: Nun mag es genug sein! Und seit dieser Zeit hat er keinen Alkohol mehr angerührt. Ich selber war erst fünf- unddreißig, als ich aufhörte. Und sehen wir auf das heran- wachsende Geschlecht, so bemerken wir, daß die Jugend unsere Reihen füllt, und daß wir eine Kinderabteilung von mehr als zweihundert Mitgliedern haben. Also: wir und unsere Sache gehen lichten Zeiten entgegen! Nur dürfen wir nicht die Hände in den Schoß legen. Noch sind die Untertanen des Königs Alkohol hier bei uns in der Mehrzahl, und in Ihren Händen liegt das Wohl und Wehe unseres armen Vaterlandes. Um so mehr Grund haben wir, energisch zuzugreifen! Wie e i n Mann müssen wir hingehen und. ein seder in seinem Kreise, das Wort ertönen lassen— wir alle, die selber tft'r- sönlich im Dienste des Königs Alkohol gestanden haben, und Ihr alle, die Ihr die unschuldigen Opfer seiner Missetaten seid. Was wir wollen, ist ja so klar, daß auf die Dauer keiner darum herumkommt. Seht die Vogel des Himmels au und die Bäume des Waldes und die Blumen des Feldes! Sie trinken nur Wasser, und trotzdem gedeihen und blühen sie und sind gesund. Warum sollen die Menschen, die die trefflichsten Geschöpfe sein müßten, sich allein im Alkohol wälzen? Nun will ich die vorzüglichsten Wesen der Schöpfung nicht mit den Bäumen und Tieren vergleichen. Der Mensch ist ein höheres Wesen, eingerichtet für den Genuß— er kann sich nicht mit Wasser begnügen. Wir sehen das am besten daran, daß wir uns deS Wassers zur Strafe bedienen; wenn ein Mensch ein grobes Vergehen begangen bat, bekommt er Wasser und Brot. Wir wollen nicht auf gleicher Stufe mit den Verbrechern stehen. Aber haben wir nicht viele wunder- schöne Getränke, die nicht mit Alkohol behaftet sind? Ein Gelehrter hat ausgerechnet, daß die alkoholischen Getränke, die aus der Erde genossen worden sind, seitdem Noah den Alkohol erfand, ein Meer ausfüllen könnten, so groß wie die Ostsee. Denkt daran, Ihr, die Ihr hier zugegen seid und Euch noch nicht zu uns bekannt habt! Denkt daran. welch große Aufgabe es für uns ist. das Meer trockenzulegen! Es ist ein endloses Meer, und es sind Flüsse hineinge- laufen von allen den Tränen, die die unschuldigen Opfer des Alkohols vergossen haben. Auch sie wollen wir trocknen. Dieser oder jener wird vielleicht denken, das sei Lüge und Uebertreibung; aber rechnet es Euch selber aus, was da herauskommt, wenn eiu einzelner Mann Jahr um Jahr bloß einen halben Liter am Tage trinkt. Und ich sehe wenigstens einen unter Euch, dem es schwer fällt, mit dem halben Liter zu reichen.(Hier sab Sörensen eine bestimmte Person an, die in die Erde zu kriechen versuchte unter den starrenden Blicken der Versammlung.) Aber Du und die anderen Trinker, Ihr seid nicht die ärgsten Feinde unserer Sache— die Temperenzler sind es! Die Trinker lassen sich bekehren, jene aber nicht. Sie sind die Mutter des Lasters, aus ihrer Schar rekrutieren sich die Säufer. (Forts, folgt.) Clardinenhaus Bernhard Schwarlz Berlin C, Wallstr. 13(Spindlershos). Csr«$fiten, Portieren, Tepp'che, Decken etc. einfach bi4 elegant— gefchmacko. u. ptciä».; bei der Inventur ausrsngiertei autzergewöhnl. billig! MC Man verlange Katalog neuer Eingang e> Zuviel Sievern? Die Steuereinschätzungen gehen den Steuerzahlern in den nächsten Wochen zu. Auskunft gibt tider die Höhe der zu zah- lenden Steuern, über die obzugsberechtigte» Ausgaben und ave anderen wissenswerten Fragen auf dieseinGebiet dasÄüchlein Führer durch das preußische Einkommensteuergesetz Mi 1? Formularen für Eingaben und Aeltamationen, sowie einem aus» führlichen Sachregister preis 30 ps. Zu haben In allen Vorwärts- Ausgabestellen und in der vuchhandlung Vorwärts Lindenstraße 3. Spezialarzi Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,(Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u Frauenleiden— Ehrlich-Haia-Kur(Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung.• Spr. 11— 2 u. 5— 8, Sonnt. 9— 10 Heine! fider den englischen Beul!!! Äushungerungsplan! Große i�lassenversami?al!£sng am Sonntag, den 24. Januar, mittags 11 Uhr. im Zirkus Bussh. Eedner; Prof. Dr. Waldemar Zimmermann, Dr. Gertrud ICäumer. Mitglieder der Gcwerlsscliafteu und Genossenschalten erscheint in Massen! 292/14 Kriegsaussciiuß für Konsumsnfgninteressen. Der Vorsitzende des geschäftsfuhrendeu Vorstandes: Hob. Schmidt, M. d. R. Tl Beide gewonnen unter dauernder tierärztlicher Aufsicht ■fapfl-f >, Meierei C. Bolle fl.- Berlin NW. 21. A!t=Moabit 98—103 JTernsprecber: Amü Moabit 7012, 7913, 7914. Aeltester und größter milchwirtschaftlicher Großbetrieb 290 Verkaufswagen.— 2500 Angestellte. Eigenes Laboratorium für Milch-Untersuchungen. Der Kuf und die GröCe der Firma mit ihren zahllosen Angestellten bürgen für unverfälschte Reinheit aller Produkte. Vollmilch. Dieselbe wird durchweg pasteurisiert, d. h. von krankheitserregenden Keimen(Typhus, Tuberkulose u. a.) befreit, braucht daher nicht noch einmal aufgekocht, sondern nur gewärmt, kann aber auch unbedenklich roh genossen werden. Kindermilcb von Pachtgütern, ebenfalls pasteurisiert. Kindermilch aus eigener Kuhhaltung, roh Kefyr, Dr. Axelrods Joghurt. Süße Sahne, saure Sahne, Schlagsahne, prima Butter. Buttermilch, Medizinal-Buttermilch. Käse! Neufchäteler, Frühstückskäse, Kümmelkäse, frischer weißer Käse(Quark), Harzer Käse, Camembert, Kaiserkäse. Bienenhonig, Apfelmüch. Erzeugnisse der Bolieschen Obst- u. Gemüse-Anlagen im Sommer frisch zugeführt, im Winter konserviert. Gelees. Marmeladen. Verschiedene Früchte in Zucker. Diverse Gemüse. Säfte und Fruchtweine. Sämtliche Erzeugnisse sind hergestellt unter Verwendung reinster Raftinado und unter Vermeidung irgendwelcher schädlicher Konservierungsmittel. Man verlange Preisliste. Verwendet Kreuz-Pfennig- Marken auf Briefen, Karten usw. Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg,; das erste Wort(fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als IS Buchstaben zählen doppelt. j Kleine Anzeigen � ANZEIGEN fflr die nächste Nummer werden in den Annahmestellen fdr Berlin bis I Uhr. für die Vororte bis 12 Uhr, In der Haupt-Expedition, Lindenstrasse 3, bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. Mouatsaitvilge, Wiiiterpalctots, Ulster, Gebrodiinzöge''euch Icibwcisc) ijorfauit'ish.iehhtr halber spgtibillig. 4 rmzenfttatzi! 04.* bedien viich für~iSortenjr«Mtbe. ltin Ratgeber für die Pflege iitid sach- oemäheBewittsdiastung des häuslichen iflier-, Gemüse- und Obstgartens reg Mar Hesdöcser. Zweite vermebile Auflage. Mit 137 Textabbildungen. Preis 3.5(1 Mark. Expedition Vor- roärls, Lindenstratze. � Äiönätsgard e roden-Haus ver- keflt spottbillig erstklassige, wenig ge- lragene, safl neue Jackcttanzüge, (Khtockanzüge. ivmokinganzüge, FrSckonzüge, Ulster, Paletots, Cu- �awapanzugc, geftreistc Vemkleider, Pauchanzügc großes Lager. Hai- r ein. Rosenthalerstratze 4. Kein Ladeneingang. Nur eine Treppe.* stir o tt zegastro n e nI�Gasz ugtarn Pen, iüasipandatuie. GasPendel� Gas- (ocher, Gelcgenheilskäusc. Schröder, -rchstratze 43. 2«.e.chrcibtiich 38, Ausziehtisch 16. Rohr- stuhl 3,50, Waschtoilette 19. Ehrlich. Alte Schönhauscrstraste 32." Möbel f�sür BräutlÄrte�günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleiner Zlnzablunq schon«stuoe und Küche. An jedem Stück deutlicher Preis. Ueberportcilung ausgeschlossen. Bei Krankheitsfällen, Arbeitslosigkeit anerkannt Rücksicht. Möbelgeschäft Goldstaub, Zossenerstraste 38, Ecke Gnciscnaustrastc. 2901 St* Moevel-Boebel, Moritzplatz 58. Spezialität: Ein- und Zweizinnncr- einrichtungen. Billigste Preise! Slnbe und Küche 218,—, 346,—, 463,— bis 1000,—. 2 Zimmer und Küche 463,—, 582,—, 656,—, 740,— bis 2000,—, Schlaszimmcr 188,—, eiche 345,—, eichne Speisezimmer 329,—, 439,—, Bettstelle mit Malratze 30,—-, Trumeau 36,—. Verlaus Fabrikgebäude. Musterbuch gratis! Sonntags 12—2 geöffnet! Möbclkredit. Komplette Wod- nungscinrichtungen, einzelne Möbel- stücke. Geringste Anzahlung, bc- quemste Abzahlung. Kredithaus Luisenstadt, Köpenickerstraße 77/78, nahe Jannowitz brücke.* 300 Mark pcrkause nagelneue, wunderbare Nußbaum geschnitzte Wohnungseinrichtung, Prachlvolle Küchetntröbel 65,—, inreit Möbeltischlerei Lehmcrt, Große Hamburgerstraste 4. 945b Zlllcrgünstigste Gelcgenheitsiäuse! Sp'cgelspind mit Spiegel 30,—, Moquetsosa 50,—, Küche mit Abwäsche, Linoleumbelag, fiebenteilig, 55,—, Schrank, Vertiko 45,—. Möbelhaus Osten, Andrcasstraste 30. AfusiRinstrainente. Qrchettergetgemit Formetui 20,—, Gitarrczitber mit sünsundachtzig Unterlegnoten 8.50. Laute, Mando- line, Gitarre, Harmonium mit Spiel- opparat Perlaust kriegsbalber billig Ernst, Oranicnslraste 166, IIb 943b Kum�esucke. Zahngebiffe, Koldiachen, silber- iawen.Pialinabtälle, sämllicbe Metalle höchstzahlend,«chmeizerei Christtonat, Köpentckerstraste 20 a(gegenüber Manteunelstrastel. 1/12* Kupfer, Meising, Zinn, Zink, Blei, Stcmniolpapier, Quecksilber, Platina- abfülle, Goldsachen, SWerabfälle, Zahngcbisse. Allerbeile Höchstpreise! „Metallschmelze Cobn"/ Brunnen- strage'25 und Neukölln, Berliner- straste 76.___ �Fahrrad an kanf�Linienslraste 27? Platin. Galdsachen, Silberfacheit, Zahngebisse, Stanniol, Quecksilber, Glübsirumpf'aschc kaust Blümei, Augustiiraste 19. 248/16" FährVadgesuchl�Schrader, Weher' straste 42. 5/7* Platiitäbsülle.Goldsachen, Silber- iachen, Zahngebisse bis 50,00, Siauniolpapier! Quecksilber! Blatt- gold, Goldwailen, Mililärtressen, Kupfer I Messing, Zinn, Aluminnim, Nickel! Zin!, Blei jetzt Höchstpreise! Edetmefall- Einlaussbureau Weber- straste 31, Telephon.(Abholung.) 7K* G oldsckfmelzc laust Platinj Silber, Gebisse, Quecksitber, alle Metalle. Nieper, Köpemckerslraste nur 157. Stannioivapier, gröstere�Poste�n bis 3,00 kauft Edctmetall-Einkauss- bureau, Weberstraste 31. 7K" Platina, alte Goldlachen, Bruch- gold, Silber, Gebisse, Kehrgold, Goldwatlen. photograpbifche Rück- stände. Kupfer, llllessing, Ziim, Zink. Alluniinini»,'ämtlilve Melalle fowie edelmetallbaltigeif Rüdsfäfide laust Edelmetallschmelze Lroh, Berlin, Köpenick er straste 28, Telephon Moritz- platz 3476.(Eigene Schmelzcrei)." Kaufe Kupier. Messing, Zinn, Blei, Zink, Lötzinn, Rotgust, alle Metalle, liöchslzahlend. Schermer, Langestraße 19. P17 Vermietungen. Wohnungen. Gharlotteiiitrasie 87 kleine Wohnungen sofort billig. 687 b" Freundliche chüie Wohnungen; 1 Zimmer und Küche von 18,00, 2 Zimmer und Küche psii 23,00, 3 Zimmer und Küche von 30,00 Mark au. Lichtenberg, Herzbergstraste 127. ■Zimmer. Borderzimmer, möbliert, allein 14,00. Becker, Prinzensiraste 107. Zimmer billig, Herrn. Putzte, Skalitzerstraste!27, 2. Hos 1._ jlO Kleines möbliertes, Zimiuex Lnisenüser 53, Hof TV, Gittge. 9316 Freundliches möbliertes Zimmer vermietet Reisemann. Dieffenbach- straste 18, Qnergebaude III. 930b MobltertesZimnier, allein 15,00, ucrmietcl Witioc Hoffmann, Schön- banser Allce'llt, Seitenflügel III. �Möbliertes Zimmer, Zentral Heizung, Bad, Warmivai'crvcrsorgung. 20 Mark. Büchner, Weichselsiraste 8, Idealpassage, Ausgang 12, III.'129 stellt ein bei hohen Löhnen und Kriegszuschlog für dauernde Be» ichastiguitg. s877b'j Seinliurckt, Köpcnickcr Str. 10u. Tüchtige Schlosser(aus Wagen- teile), selbständige Kunst-, Bamchlosser usw. sofort für dauernd. Marcus. Schönebcrg, Monumentenstraste 35.* Schlosser sucht Weiiiitschte, Lichten- berg. Rittergutstraste 128. f97 Suche Korbmacher-Gesellen ans eckig und rund. Donner, Wilhelms- berg, Weistenseerweg 39. t97 Korbmacher mir- Wer Geschost- förbc sofort p erlangt. W. Menzel. Schönhauser Allee 74. 9445 Korbmacher auf Kartuichkörde tJ (Rumpsmacher) verlangt Willi Heine- mann, rlllexandrinenstraste 95/96. Setbstäitdige Schmiede hei hohem Lohn oder Allord auf Aiilstärartikel verlangt Reinickendors-West, Kögel- straste 3._ flST Fa h rperfonän Krästige, des FahrenS kundige Leute werden ein- gestellt. Meldungen mit Papieren im Kontor der Schullheist-Brauerci A.-G.. Lichterselderslraste 11—17. Mädchen für alles, gitt-> cntpfohlenc, mit und ohne Kochen, im Zcnlralarbeilsnaihweis, Ableiluug sür Hauspersonal. Koppenstraste 1 (am" Stralauerptatz), nachmittags 1—7. 246,1 Schmieile». Schlosser jür dauernde Beschäftigung gesucht IFck. Pulw.jBcrlin Dempelhos. Töchüge Schlosser■ bei hohem Lohn und AUord suchen sofort 8/3 8edll!i& Holdefleiß Fennstraße 18. Schlosser für Waggonbau und Gisenkonstrut- tion stellt fotort ein«rensteln & Koppel, Artnr Koppel. Spandau, Hamburger Str. 44.* Stridirr und Strickkrillnell mit eigenen Maschinen sür dauernde, gut bezahlte Arbeit gesucht. A. 5lM0», �'"«"•"urg, öhbelslr. 40. Tüchtige Werkz�ilrfilier u.StanzenilrElier iverden sofort bei hobem Lohn ver» langt. Glirich u. Graeh, Elsen- straste 90-94.___ TüchligeÄutomoliilsclilosser Imt gesucht. 93211 Adlerwerke. Zimmerstr. 94__ Tüchtiger Härter für Qel- und Einsatzöscii verlangen sür dauerirde Beschäftigung bei hohem Lohn Farl Hasse«A Wrede, 8/11 N. 20, Ehristiaifiastr. 116a. Jödjtigen Abformer und Vullaniseur sucht Stempelsabrik Karl I-edne, 9/1 Berlin ff. 54, Weinmeisterstr. 14. Lera-flivortlicher Nedclteurt Alfred Wielchp, ÄNtlöllii. Für M Th.�lo�e.Bcrl'tn. Siiild u.Äeüag: LorwäUS iSuchbtiuiecei u. LlllagsanftaU Paul Suigu � iü-, Berliu SW.