Nr. 29.- 1915. Unterhaltungsblatt öes Vortvarts L hhmr. Eine ameritanifihe Schilderung der Belagerung von Tflngtau. Eine aus der Feder eines Neutralen stammende Schilderung der Belagerung unserer Kolonie Tsingtau durch die vereinigten Japaner und Engländer wird jetzt bekannt: dem Amerikaner Jeffer- son Jones, Berichterstatter des in Äkinneapolis erscheinenden „Journal", war es vergönnt, in größter Beguemlichkeit den kriege- rischcn Vorgängen zu folgen. Nach seiner eigenen«childerung hatte er das„Kriegstheater" fast vor sich, wie ein Theaterbesucher die Bühne: er halte nämlich gemeinsam mit japanischen und cirglischcn Stabsoffizieren seinen Platz auf dem an 300 Meter hohen Prinz- Heinrich-Berge, der keine 5 Kilonieter von Tstngtau entfernt liegt. Am 31. Oktober nahm er seinen Zuschauervlatz ein, und kam somit gerade zuni Beginne der Beschießung zurecht. „Als wir auf der Bergspitze ankamen lso erzählt er), war das Theater vor uns wie auf einer Karte ausgebreitet. Links befanden sich die japanischen und englischen Kreuzer im gelben Meer, zur Beschießung bereit. Unten war eine japanische Batterie in der Nähe des Meekerhauses aufgestellt, das die Deutschen beim Rückzüge von den Höhen verbrannt hatten. Gerade vor uns lag die Stadt Tsingtau; der öiterreichische Kreuzer„Kaiserin Elisabeth" dampfte im Hafen umher, während man rechts die Kiautschanküstc, die Zcntralforts und Redouten und die verschanzten japanischen und englischen Lager sehen konnte. Wir hatten es uns gerade zwischen den großen Felsen bequem gemacht, wo wir sicher waren, nicht in gerader Linie der feindlichen Geschütze zu liegen, als plötzlich ein Blitz sich zeigte, als ob jemand rechts unten im Felde vor uns einen großen goldenen Spiegel bewegt hätte. Eine kleine Wolke schwarzen Rauches schwebte aus ciiieni der japanischen Gräben dahin, und eine Minute später hörten wir Otis der Spitze des Priliz-Heinrich-Berges den scharfen Ton eines Feldgeschützes.„Meine Herren, die Vorstellung hat be- gönnen," sagte der britische Offizier, nahm seine Kopfbedeckung ab und schickte sich an, sein Opernglas einzustellen. Kaum batte er dies gesagt, als der Schall des Kanonendonners aus allen Richtun- gen begann und dauernd anhielt, als sei eine Riesenkegelbahn in Betrieb. Ueberall war das Tal hinter Tsingtau von goldenen Blitzen der feuernden Geschütze lebendig, gleichzeitig erhoben sich Wolken weihblauen Rauches mn die deutscheu Batterien herum, wo japanische Geschosse krepierten. Weiter hinten, nahe dem größeren Hafen von Tsingtau, sahen wir Flammen an Ven großen Tanks der Standard- Oil-Company züngeln. Tann eröffneten die Kriegsschiffe im gelben Meer das Feuer auf das Jltisfort, und drei Stunden lang be- trachteten wir andauernd durch unsere Gläser das Schlachtfeld, Tsingtau und die Kriegsschiffe. Durch Gläser beobachteten wir die Wirkung des japanischen Feuers auf die deutschen Zentralredouten, bis die Arbeit der Kanonen auf dem deutschen Fort A. auf einer kleinen Halbinsel unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Wir sahen, wie das schwere Festungsgeschütz des Forts sich über den Rand cr- hob, auf ein Kriegsschiff zielte, feuerte und dann rasch wieder in die Tiefe ging. Wir wendeten unsere Gläser dann den Kriegs- schiffen zu und sahen eine Waffcrsäule 60 Meter von dem Schiffe emporschießen, wo daZ Geschoß getroffen hatte. Dann nahmen wir die«tadt Tsingtau in Augenschein; der 150 000-Tonneu-Kran, den wir vorher gesehen hatten, einer der größten Krane der Welt, war verschwunden; nur noch seine Basis war erhalten. Eine japanische Granate batle den Kran weggefegt.... Am 1. November.�dem zweiten Tage der Beschießung, standen wir wieder auf der Spitze des Vrinz-Heinrich-Berges. Bon den frühesten Morgenstunden an hatten die japanischen und britischen Streitkräfte die deutschen Redouten vor den Forts Iltis, Moltke und Bismarck unter Feuer gehalten, und als wir an unserem Sitz- platze ankamen, schien es, als ob in jeder Minute Granaten um die deutschen Gräben herum niederfielen. Besonders aus die Taituug- Schen-Redoute feuerten die Japaner heftig, und als wir sie am frühen Nachmittage durchs Glas betrachteten, sah sie ganz packen- narbig aus, so war sie mit den Löchern besät, die die japanischen Granaten gerissen hatien. Gegen Abend waren viele Teile der deutscheu Redvuteu zerstört, ebenso einige Maschinengewehre. Tos Ergebnis toar, daß die japanischen Linien ein paar hundert Meter von dem Grunde der Hügel, wo sie tags zuvor gelegen hatten, vor- rückten." Am dritten Tage der Beschießung bemerkte der Zeitungsbericht- erstatter. daß das chinesische Kriegstheater nicht nur bequeme Zu- schauerptätze, sondern auch einen Vorhang hatte. Als cr gegen 11 Uhr morgens seinen gewohnten Platz einnahm, sanken gerade schwere Wolken in das Litsun-Tal hernieder und schoben sich vor Tsingtau. Drei Stunden lang konnten die Männer auf der Borg- spitze nur Vermutungen darüber anstellen, was vor Tsingtau ge- schehe... Das Feuern hatte plötzlich ausgehört, und sie glaubten. daß die japanischen Truppen einen Generalsturm aus das Jltisfort machten.„Am frühen Nachmittage hoben sich die Wolken, und durch unsere Gläser sahen wir. wie die Japaner sich durch frische Sappen näher an die deutschen Redouten herangearbeitet hatten. Die japa- nischen Geschütze, die wir tags zuvor links unter uns nahe dem Meeker-Hause gesehen hatten, waren 806 Meter vorgerückt und be- fanden sich auf der eotraße außerhalb des Dorfes Ta-Aau. Als wir unsere Gläser auf die Äiautschaubucht richteten, entdeckten wir, daß die„Kaiserin Elisabeth" fehlte, und beim Absuchen der Ufer fanden wir sie nicht. Ob die Deutschen sie in die Luit gesprengt hatten, oder ob sie verborgen hinter einer der Inseln lag, wußten wir nicht. Tie Kanonen schwiegen jetzt." Hier bricht der Bericht ab, und man darf aus die Fortsetzung gespannt sein, die der Amerikaner wahrscheinlich geschrieben hat. ■-• Eine Rettungsexpeöition für Stefanjlon. Einen Aufruf zu einer RettungSexpedition für den bekannten Polarforscher Bilhjalmur Stefansson veröffentlicht ein Mitglied der von ihm geleiteten kanadischen Polarexpcdition Burt MeConnell in New Jork. Sein eigenartiger Plan, der die Verwendung von Wasserflugzeugen vorsieht, verdient alle Beachtung, da die große Möglichkeit besteht, daß der verdiente Forschungsreisende noch lebt. „Seit ich in die Zivilisation zurückkehrte," so schreibt MeConnell. „habe ich versucht, die kanadische Regierung von der Notwendigkeit zu überzeugen, eine Expedition zur Rettung der elf verschollenen Leute, darunter Stefansson, auszuschicken, die jetzt wahrscheinlich auf Treibeis im Nordpolarmecr schwimmt. Acht dieser Männer wurden von dem Haupttrupp getrennt, der das Erpeditionsschiff „Karluk" verließ, als es im Februar des vorigen Jahres im Eise zerschellte. Die anderen drei waren auf der Suche»ach Land nörd- lich von Alaska. Ich gehörte zu der llnterstützutigstruppe, die sie 16 Tage lang über das Mecreis begleitete, bevor wir zur Küste zu- rückgeschickt wurden wegen der Knappheit der Nahrungsmittel und der zerbrochenen Schlitten. Damals erzählte mir Stefansson, cr wolle sich noch 15 Tage vorwärtstreiben lassen, bevor cr zurückkehre. Er hielt es für sehr gut möglich, daß die Verhältnisse von Ebbe und Flut, die Winde und Strömungen daS Eis, auf dem er sich vorwärts bewegte, nahe genug an Banks-Land hinantreiben wurden, so daß er cittcu Vorstoß auf das feste Land werde macheu können. Seitdem ist cr nicht mehr gesehen worden, noch bat man von ihm gehört. Augen- scheinlich gelang cS ihm nicht, die Küste von BankS-Land oder Alaska zu erreichen, weil da offenes Wasser war, denn Schiffe haben an den Küsten beider Länder entlang gekreuzt, um ihn zu suchen, und keine Spur von ibm und seinen beiden Gefährten gefunden. Da ich die außerordentliche Geschicklichkeit Stesanssons im Benutzen des Treibeises, seine Ausdauer und Erfahrenheit im Reisen in der Polarzoite kenne, kann ich nun und nimmer mich zu der lieber- zeugung bekehren, daß die Männer untergegangen sind. Mein fester Glaube ist vielmehr, daß sie sich heil irgendwo auf dem Treibeis nördlich von Alaska befinden. Ebenso bin ich der Ansicht, daß die Gelehrten der Expedition, darunter Murray und Dr. McKay und die Mitglieder der Mannschaft der„Karluk" wahrscheinlich auch noch irgendwo in der Nachbarschaft der Wrangelinsel sich besinden, von der wir in den Schonern„King" und„Wittg" im vergangenen September zwölf ihrer Gefährten retteten, nachdem sie an diesem öden und verlassenen Fleck mehr als sechs Monate zugebracht batten. Es ist gar keine besondere Gefahr, sich, aus Treibeis zu befinden, wenn man ein Gewehr hat. Tie Geschichte der Polarsorschung ist reich an Abenteuern, in denen Männer aus dieser Lage gerettet wurden. Aus der Eisfahrt, die wir mit Stefansson im März und April des vergaugeuen Jahres machten, waren wir vier Wochen lang auf dem Treibeis, aber keiner von uns empfand auch nur das geringste Unbehagen, die kleinste Entbehrung. Wir stießen häufig auf Polarbärcn und Seehunde. Bären, Seehunde und Walroffe lassen sich leicht erlegen und sind sehr schmackhaft. Als unser Kerosen zu Ende war. benutzten wir Seehuitdsöl zum Kochen. Tie Leute aus dem Eis können dasselbe tun; sie tonnen die Felle der Füchse, Bären und anderer Tiere zu ihrer Kleidung benutzen und in einem Schneehaus mit verhältnismäßiger Behaglichkeit leben. Ich glaube, daß durch die von mir geplante Expedition einige, wenn auch nicht alle Männer gerettet werden können. Die Summe, die ich brauche, ist nicht groß; sie beträgt 140 600 M.; die Gesellschaft, tnit der ich ausziehen werde, soll 15 Mann umfassen. Es wäre aber sinnlos, einfach ein Schiff auszuschicken, um die Ueberlebeuden der „Karluk" und die anderen Mitglieder der Expedition zu finden. Deshalb werde ich mich als Hilfsmittel zweier Wasserflugzeuge be- diene». Mein Plan ist, das Gebiet der Behringstratze nördlich von Kap Lisburne und einen Wasserstreifen-!50 bis 800 Kilometer weit von Point Barrow bis Kap Parry abzusuchen. Dabei soll an per- schiedeneu Tagen abwechselnd immer ein Flieger aufsteigen mit mir werden auch die Umgegend der Wrangelinsel absuchen. Ich wil auch ein Motorrad mitnehmen, um damit im Winter an der Küste entlang zu reisen. Als ich im vergangenen Winter mehr als 2500 Kilometer mit Sundegespann zurücklegte, konnte ich feststellen, daß ein Motorrad sehr gut zu verwenden wäre." Dieser große Aufwand, um— elf Menschen zu retten, wird in einer Zeit, wo Hunderttausende sterben müsse«, manchen fast grotesk amnutcn. Was aber nur beweist, wie relativ die menschlichen Be- griffe sind._ Die Delgier in Englanö. Der norwegische Fliegerlentnaut Tryggvo Gran, hat, wie be- kannt, die Ausgabe, in seinem Wasserflugzeug lärugs der norwegischen Küste zu patrouillieren, um Jagd zu machen aus fremde Kriegsschlfse, besonders Unterseeboote, die durch die Fjorde zum Ausruhen verlockt werden, sobald er ein solches entdeckt, gletcki- viel ob ein engtisches oder deutsches, nähert er sich ihm und ersucht es höflich, sich aus dem territorialen Wasser zu entfernen und die norwegische Neutralität zu achten. Zuweilen aber dehnt er seine Fahrten auch weiter aus und besucht das eine oder andere kriegführende Land. Bon einer solchen Fahrt berichtet er an„Verdens Gang": In England befinden sich zurzeit etwa 10 000 verwundete Belgier, die über ganz England in Privathäuser einquartiert sind. Mau trägt die verwundeten Belgier dort geradezu auf Händen. Mein Eindruck von den belgischen Soldaten war jedoch nicht so, wie ich es erwartet hätte. Ich hatte mir vorgestellt, daß diese Menschen, denen Haus und Besitz, ja, denen die nächsten Angehörigen entrissen worden waren, von dem unbändigen Trieb beseelt wären, zurückzukommen in ihre Linien und Rache zu üben. Aber ticin— sie wollen gar nicht zurück. Sie behandeln das Ganze ziemlich gleichgültig. Ihre Vcrwundtmgeu rühren größtenteils von Schrapnells her. Manche hatten 25 bis 30 Treffer bekommen und waren doch wieder gesund geworden. Doeh die moralische Wirkung dieser Metall- splittcr scheint das Ncrvettsystem der Soldaten vollkommen zerstört und sie als Krieger nuiauglich gemacht zu habet» Leute, die bei Lüttich mit dabei gewesen waren, gingen nun im Haus und Garten umher, scheinbar vollkommen gesund, doch bei dem geringsten Lärm gab es ihnen gleichsam einen Ruck, und sie wurden kreide- bleich. Nachts erwachten sie oft mit dem lauten«chrd:„Les Allemands— Les Allemands!" „Einige Tage nach Lüttichs Fall"— erzählt einer von ihnen— „befanden wir uns auf dem Rückzug in südwestlicher Richtung. Nachts erhielten wir den Befehl, in einem kleinen Dorf zu bleibet» 'Das Gerücht erzählte, die Franzosen näherten sich zum Entsatz, und die Begeisterung war groß. Um Mitternacht bekamen wir Fühlung mit den Deutschen— d. h. die Granaten begannen WS Dorf zu fallen. Unsere Abteilung hatte den Auftrag bekommen, eine Eisenbahnlinie zu verteidigen, und ein parallellaufender Graben wurde als Schützengraben benutzt. Plötzlich gibt cS hinter uns einen Knall, ein Blitz, es vfei't uns um die Ohren, und einer meiner Nachbar« fällt. Ich selbst fühle einen Stich im Rücken. Noch eilt Knall, und mehrere fallen. Wir graben uns tiefer ein, aber die Granaten springen über unseren Köpfen, es gibt keinen Schutz gegen diese Millionen von Metallstücken. Einmütig wünschten wir alle, daß die Deutschen doch lieber stürmen möchten. Wir wußten, täten sie das, so würde das Artilleriefeuer eingestellt, und lieber den Tod durch einen sichtbaren Feind als durch diese teuf- lischen Schrapnells. Aver die Deutschen stürmten nicht; unsere Reihen wurden immer dünner, und schließlich laut der Befehl zum Rückzug. Moit Dien— welch ein Rückzug! Fort ging eS nach Südwest, zwischen den brennenden Dörfern hindurch, fort— nur fort von den Schrapnells!"_ Theater. CharlottenburgcrSchillertheater:„Der gute Bürger", eswauipiel von Henri 9k at hänfen. Von jener intimen Feinheit der Eharaktcristik und des Dialogs, mit der der Däne 9kathanselt in seinen: hier vom Komödicnhause glänzend auf- geführten Schauspiel„Hinter Mauern" ein jüdisch Kopenbagener 2Sj Ueberfluß. Von Martin Anderson Nexö. „Gott erbarme sich, was st'tr ein langer, schlotteriger Kerl er ist," meinte der Schuhmacher.„Er wäre gut als Laterneit- anzünder zu gebrauchen. Was mag er vergessen haben!.-" „Wohl den Psropfenziehcr?" „Ich glaube, es ist ihm schlecht geworden." „Behaupte das nicht! Er soll eine mörderliche Menge vertragen können: das können lange Menschen immer. Und so gelehrte Kerls sind riesig vergeblich. Ich war mal Portier bei einem Professor in Kopenhagen; der konnte die Bücher der ganzen Welt auswendig, aber meinst Du, er hätte immer behalten können, wie er hieß!" „Seinen eigenen Namen nicht behalten können... weißt Du, das ist schäbig. Aber ich finde, wir sollten anfangen." „Nein, das lohnt sich nicht, denn dann müssen wir be- zahlen, wenn er vergessen sollte wiederzukonimen— und solche Leute sind sehr vergeßlich." Sie saßen und warteten und befürchteten immer mehr, daß der Kandidat sie im Stich lassen würde. Areilich hatten sie nichts genossen, aber wie sollten sie das beweisen? Zum Glück war der Wirt nicht zu Hause, und als eine Stunde vergangen war, ohne daß der Kandidat sich sehen ließ, und der alte Haudegen auf dem Sofa anfing, sich zu rühren, be- schlössen sie, ganz still davonzuschleichen. Sie steckten jeder eine Flasche Wein unter den Rock und verschwanden durch die Hintertür. Ter Kandidat war wirklich krank geworden. Lange stand er draußen auf dem Hof, die Stirn an die Mauer gepreßt und mit unendlichem Ekel vor allein erfüllt. Nach und nach wirkte jedoch die frische Lust auf ihn, die Erde wurde unter seinen Füßen ruhig, und er wagte es, die Mauer loszulassen. Er starrte zum Sternenhimmel auf; es kam ihm so vor, als kniffe der zuerst das eine und dann das andere Auge zu und blinzelte ihn schelmisch an. Er hatte doch etwas vergessen, aber was konnte das sein? Hotel...? � Gewiß, er wollte ja ins Hotel! Er fand den Weg vom Hof hinaus und lief ohne Kopfbedeckung die Straße entlang. Die Leute blieben stehen und blickten ihm nach! Nun war der Kandidat wieder aus dem Bummel. Er blieb erst stehen, als er das Hotel„Zum Fjord" er- reichte. Hier war ihm plötzlich so, als ob er Verpflichtungen gegenüber jemandem habe, der sitze und warte, und cr ging zum Wirt und bestellte Abendessen für fünf. Obstschiffer Jensen kam in diesem Augenblick zur Tür herein, und Ras! ging hin, drückte ihm warm die Hand und fragte, ob er mitessen wolle. Ter gemütliche Schiffer nabm die Einladung sofort an und ging bloß an Bord, um sich umzukleiden:„Halb Gala, nicht wahr, Professor? Und kein Knausern mit dem Stoff!" sagte er in der Tür. Als Jensen kurz darauf zurückkam, im blauen Wams und mit schneeweißem Halstuch, fand er den Tisch für fünf gedeckt und Rask schlafend am Tischende. „Na, sollen wir nun zulangen, Sie?" fragte er und schlug Rask auf die Schulter. „Lassen Sie mich!" näselte der Kandidat, ohne den Kopf zu erheben. „So steht es also?" rief der Schiffer, nahm Rask in seine Arme und legte ihn vorsichtig aufs Sofa. Dann machte er sich über das Essen her und riß von Zeit zu Zeit einen geniütlichen kleinen Kalauer über seinen schlafenden Wohl- täter. Rask schlief in der Nacht auf dem Sofa des Hotels. Am folgenden Morgen fing er von neuem an und suchte im Lauf des Vormittags alle Kneipen am Hafen heim. Es war allmählich in der Stadt bekannt geworden, daß der Kandidat„bummele". Bei den früheren Anfällen ähn- licher Art hatte er den Bewohnern verschiedene interessante Ueberraschungen bereitet, und jede kleine Bewegung, die er machte, verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die Stadt. Gerade vor der Mittagszeit sah man ihn in ein berüchtigtes Haus am Hafen wanken, wo Seeleute und Hafen- arbeiter verkehrten. Mit einem Schlage wußte die ganze Stadt es, und das Ergebnis wurde gleichzeitig an allen Mittagstischen durchgekaut. Um ein Uhr verließ er das berüchtigte Haus und kam— möglicherweise unter dem Einfluß der Umgebung, in der er geweilt hatte— auf die Idee, daß er ein Bad brauche. Er ging auf die Wiesen am Fjord, fand eine niedrige stelle, wo ein wenig Wasser stand, entkleidete sich und badete. Und beim Nachntittagskaffee wußte die ganze Stadt, daß er nach dem Bade ganz nackt Jagd auf eine alte Frau und ein Hirten- mädchen gemacht hatte. Nach dieser Tat zog er Unterbeinkleider und Hemde an, nahm den Rest der Sachen unter den Arm und ging über die Wiesen zum Kirchhof, wo er sich auf dem Grabe seiner Braut niederließ und weinte. Hier draußen hielt sich selten jemand auf, und die Stadt hatte für eine Weile seine Fährte verloren. Es war kein ganz kleines Ereignis für die Wirte des Städtchens, wenn der Kandidat bummelte. Bei dieser Ge- legeitheit kam Geld in Umlauf, und den Kneipenbejitzern lag etwas von Fieberspannung des Markttages im Blut.�weim sie den Kopf zum Keller hinaussteckten und die Lange Straße entlangstarrten, die sich wie ein dünner Darm der Stadt am Fjord hinzog. Drüben von den Wiesen her würde der Kau- didat kommen, und vielleicht schaute er von selbst zu einem herein, ober es gelang, ihn anzulocken. Oder in Ermange- lang von etwas anderem, ging er vielleicht vorbei und war so betrunken, daß man trotzdem eine Rechnung an ihn schicken konnte— ohne eine Entdeckung befürchten zu müssen. Denn wenn der Kandidat so auf den Bummel ging, fragte niemand nach Geld, bevor das Ganze überstanden war. Das geschah aus. reiner Wienschenliebe, um ihn nicht zu erschrecken. Es glückte jedoch niemandem, dem Kandidaten auf die Spur zu kommen, bis er aui Abend ganz plötzlich wieder im Hafenhotel auftauchte. Er trank gewaltig und hielt bis zum Lokalschluß aus. Dann begann er, den Kopf hängen zu lassen und von seiner Frau zu reden, und der Wirt, der merkte, daß es jetzt mit seinem Berserkerzustand zu Ende ging, und ihn gern noch einen oder zwei Tage im Feuer halten wollte, machte ihm in einem der Hotelzimmer das Bett zurecht. Aber Rask hielt daran fest, daß er nach Hanse gehen und seine Frau um Verzeihung bitten wollte, und begab sich ins Dunkel hinaus. 12. Gegen zwei Uhr in der Nacht erwachte Baader. Draußen auf dem Wege hörte er Lärm und Geschrei. Er stand auf und öffnete das Fenster. Vor dem Pförtchen stand eine lange Gestalt, die hin und her schwankte; sie warf Kies und kleine Steine gegen Dorotca Hansens Schlafzimmerfenstcr und rief; „He, Jungfer Hansen, Frau Hansen, Fräulein, Wittib, kannst Du nicht aufmachen! Ihr Zimmerherr ist nach Hause gekommen und ist so entzückend besoffen,— aber nicht boshaft. — Willst Du nun nicht kommen und Deinem Bräutigam aufiliachen. Du altes Femininum? Du sollst Prügel kriegen, Du unvernünftiges Frauenzimmer." Wieder begann er, das Haus zu bombardieren, diesmal mit Steinen und Erdklumpen. Bänder warf in Eile ein paar Kbeidungsstückc über und ging hinunter. Auf der Diele traf cr seine Wirtin. (Forts, folgte Milieu geschWert Kai, läßt diese ältere Arbeit nichts berspuren.(5Z fehlt der eigene Ton, inan sieht nur einen Autor, der an Ibsen ge- bildet, die moralisierende Äesellschaflskritik de» großen Norwegers, seine Darstellung der hinter äußerer Korrektheit verborgenen Heuchelei, in gutgesinntem Eifer, doch ohne Kraft dramatischen Ge- stalten» nachahmt. Wie Konsul Bernick in den„Stützen der Gesell- schast", so soll Nathansen» guter Bürger, der übrigens bei seiner altmodisch engen Knauserei recht luenig aktuell und typisch wirkt, durch ein Schicksal, das ihm sein Wesen plötzlich unbarmherzig klar vor Augen rückt, aus der Verblendung aufgerüttelt werden. Beide trifft der Schlag an einein ihrer Ehrentage, mitten unier Glückwünschen und Deputationen. Tie Kontrostfigur zu dem pharisäisch selbstzufriedenen Halliug, der esuomUnlsrofsiziersohii mit gespanntem Fleiß und vorschriflsmäßiger Gesinnung bis zttmObergerichls-. anmalt gebracht hat— der entgleiste Kollege Tange— daiiti wohl dem heruntergekommenen ehemaligen Duzfreund Helmer» in„Nora* fein Leben: und Ellen, Hollings Tochter, trägt ganz die Züge jener Ibsemnädchen, die, zum Gefühle eigener Persönlichkeit erwachr, in nützlicher Arbeit ihrem Dasein einen Inhalt geben wollen. Holling, der hochongesehene Ehrenmann, dessen eingeborener Thrannensinn gar nicht versiehi, wie Frau und Kinder sich unter seiner häuslichen Zwangsherrschaft nicht glücklich fühlen können, er, der sich als ein Ausbund jeder Tugend dünkt, jchreckr im Geschäft auch vor den schäbigsten Praktiken nicht zurück. Es ergötzt ihn, den armen Tange, gegen den er im Auftrage eines Kunden pro- zeisiert, bis aufs Blut zu peinigen, ja. er reicht, als nach dem Besuch des Menschen ein paar hunderr Mark im Bureau permißt lverden, unbedenklich Straianrrag gegen ihn ein. Der arme Teukel, bei dem sich diese Summe findei. brauchte nur zu erklären, daß er sie von Hollings Sohn soeben al» lliückzahlung eines Wacher- darlehnS erhalten habe, aber dieser merkwürdige Engel im Hals- abichneidergewerbe schweigt— und zwar, wie Nathansen uns glauben rnachen will, auS keinem anderen Grunde, als weil er sich dem jungen Herrn gegenüber zur Diskretion verpflichtet bält. Der Dieb war HallingS eigener Sohn, er nahm da» Geld, um Tonge abzufinden. Sein Geständnis kommt zu spät. Niederschmetternd entlädr der Zorn des Akren sich über sein Haupr. Die schüchternen Einschuldigungsveriuche. daß doch auch, und nicht zuletzt, des Vaters Härte ihn aus den schlimmen Weg getrieben habe, prallen an der starren väterlichen Selbst- gerechtigkeit erst ohne jede Wirkung ad. Da kommt die Nachricht, daß der von Holling falsch Verdächtigte in der Gefängniszelle sich erhängt hat, und nun bricht endlich in der harten Seele die Ahnung schweren Schuldbewußiiein» durch. Er sieht sich wie er ist und schlägt von Sckiam Aefolterr. stöhnend, die Hände vor daS Geficht. Um die sorgialtige Darstellung der nicht gerade dankbaren Rollen machten sich die Herren?!oack. Werana, Senger. die Damen Marie G u n d r a und Else W a s a verdient. dt sitzen ctrfe Anzahl Lankameke, nach Bedarf auch die Maschinen- gewehrzügs. Tie ersten Kamele in der Aufstandszeit in Südwest lieferte noch Hagenbeck in Hamburg, und zwar aus Mittelarabren, too in der, Nedjed genannten, unwirtlichen Hochebene die geschätz- testen Tiere gezüchtet und weithin exportiert werden. Jetzt wird die Kamelrcmontierung durch die'SchutztruppenkommanSos selbst besorgt, gewöhnlich in den Sudangebieten; außerdem besteht in Südwest ein Kamergestüt. Ein gutes Lastkamel kostet etwa 90 M. und ein leichte», schlankes Reitkamel(„Meharis") 299—399 M. Unsere afrikanischen Soldaten haben den Vorteil geringerer Pslega und Putzarbeit mit diesen Wüstenpferden. Tie Tiere verlangen aber immerhin eine gute Behandlung, die. Sei ihrem störrischen Wesen und auffallend geringen Anhänglichreit an den Menschen. Uebung und Geduld erfordert Ordentlich gefüttert und gut getränkt, per- mag ein Reitkamel täglich 16 Stunden lang zu traben und dabei bequem eine Entfernung von 119 Kilometer zurückzulegen, und das L— i Tage lang ohne Rasttag daztvischen. Ein Lastkamel durchmißt mit einer bis 2S9 Kilogramm schweren Last in 12 Stunden bis 59 Kilometer. 2Z Jahre lang kann ein Kamel bei guter BeHand- lung Dienste tun, da e» schon mit 5 Jahren erwachsen und vollständig arbeitsfähig ist. Werden die Tiere übel behandelt, dann suchen sie sich gelegentlich durch gefährliche Bisse zu rächen, was auch schon bei unseren„Afrikanern" vorgekommen ist. Kleines Feuilleton. Das l�ame! als KriegsLlsr. Lrmve-Kamsle sind in großer Anzahl den türkische« Truppen zugeteilt, denen sie als Ran-, Transport- und Zugtiere gleich wertvolle Dienste leisten. Auch bei unsere« asrikanische« Schutz- truppe«, besonders in Südweitarrita, haben diese anspruchslosen und ausdauernden„Wüstenpferde" Eingang gefunden, nachdem beim letzten Ausstand der Bcrstard Hottentotten ihr hoher Wert ge- bührend anerkannt lvorden ist. Bis heute haben sie sich dort gut gehalten und trefflich bewährt... Dromedare stehen zurzeit bei unseren Schutztrnppen in Tiewr.... Kompagnien in Südwest sind vollständig„Kamelreiievei" geworden, die übrigen Kompagnien bc- Karteffeln in Ser Schale. Tie Korrespondenz des Bunde» der Landwirre schreibt: Bon einem Freunde unseres Bundes in Kassel werden wir jetzt dankens- werterweise daraus aufmerksam gemacht, daß durch da» Kochen der Krirtoffoln in geschältem Zustande nicht nur eine pekuniäre. sondern auch eine Einbuße an gesundheitlich höchst w e r r v o l l e r N ä h r st o f f s u b st a n z herbeigeführt wird. In einer längeren Abhandlung hat Hofzahnarzt Dr. Lohmann eingehend ausein- andergesetzt, welche bedeutsame Rolle die sowohl bei Aartoffeln wie bei anderen Früchten und Getreidekörnern dicht unter der äußeren Schale abgelagerten srickstoffhalugen Substanzen, Vitamine genannt, bei der Gesundheitspflege spielen. E» werden zahlreiche Beispiele dafür angeführt, daß das Fohlen diese» Vitamin- in der Nahrung Ursache schwerer Krankheiten geworden ist und daß die Heilung solcher ort nur durch spätere verstärkte Zufuhr diese» Nähr- sroffes in den menschlichen oder auch tierischen Organismus er- reicht werden konnte. Im Hinblick auf diese erst in neuerer Zeit fesigesiellren, früher unaufgeklärt gebliebenen Krankheirsuriachen muß der Genutz von sogenannten Pellkartoffeln(gleich dem von Schrotbrot) auch aus gesundheitlichen Gründen dringend angeraten werden. Um so erfreulicher ist es, daß unser Gewährsmann, in dessen Haushaltung schon seit Jahren die Kartoffeln ansnahms- los mit der Schale gekocht werden, aus praktischer Erfahrung heraus angibt wie die Kartoffel behandelt werben muß, wenn sie z. B. im Gemisch mit Gemüse oder zu Suppe, Klößen und Karts fselkuchen uftv. Verwendung finden soll. Auch dann sollten die Kartoffeln zunächst für sich allein mir der Schale angekocht werden, so lange, bis sich die Schale leicht abziehen läßt. Nachdem dies geschehen, was in viel kürzerer Zeit als bei der rohen Kartoffel ausführbar ist, werden die halbgaren Kartoffeln im Gemüse zur Suppe weiter gekocht, zu Kartoffel- klotzen oder-kuchen(Pufier) können sie, so wie sie sind(halbgar) zerrieben werden. Will jemand durchaus Salzkartoffeln ohne Schale auf den Tisch bringen, so soll er die Kartoffeln ebenfalls erst halbgar kochen, schälen und geschält mit wenig Wasser und Salz serrig kochen, das jetzt in die» Wasser übergegangene isertvolle Vitamin sich aber dadurch erhallen, daß er dieses Wasser zur Herstellung einer Suppe benützt. Korn- unS Mehlhäuser im Mittelatter. Wie jetzt die größeren Gemeinden Korn- und Mehlniedsrkagen zu überwachen haben, so gab es.in früheren Jahrhunderten in den Städten überall Korn- und Mehlhäuser. Dort ging der Gc- treibe und Mehlhandel der Bürger mit den Händlern und mit den Landwirten vor sich, und dort konnten auch Getreide und Mehl aufbewahrt werden. Der Geschäftsverkehr in diesen Korn- und Mehlhäusern war nach einer genauen Ordnung geregelt, und die Kornhausmeister, die an die Spitze der Verwaltung gestellt waren, hatten streng darauf zu sehen, daß niemand übervorteilt wurde. Ein Geschäft in Getreide und Mehl konnte nur abge- schlössen werden, wenn die„Meßknechte" dabei waren. Leute, die von der Sradi eingesetzt waren, um das Matz des verkauften Ge- treides zu kontrollieren. Streng verpönt war beim Getreide- ! Handel jede Kommi ssionstätigkeit; wem nachgewiesen werden ! konnte, daß er sich als„Unterkäufer oder Agent betätigt hatte, ! mutzte auf eine ernste Strafe gefaßt sein. Auck durften vielsack, außerhalb des Kornhauses überhaupt keine Geschäfte abgeschlossen werden. Das jlornhau» war immer au» Stein ausgeführt, und so bot es gegen Feuersgefahr für die darin lagernden Getreide- und Mehlvorräte eine größere Sicherheit. In kleinen Städten waren Korn- und Mehlhaus fast immer eins, in größeren Städten da- gegen war neben dem Kornhau» noch ein besonderes Mehlhaus errichtet, und dann gab es auch einen Mchlhausmeister und eine Meblhausordnung. Das alte Nürnberg hatte sogar zwei Korn- Häuser, das eine war das Kornkaufhaus, wo sich der Geschäfts- verkehr abwickelte, das andere war der Kornspeicher. Tie meisten dieser Gebäude entstanden im 11. und 15. Jahrhundert, aber auch noch im 17. Jahrhundert wurden manche errichtet Bei der Unmöglichkeit, Getreide und Mehl aus weiteren Eni- fernungen heranzusckxrsfen, entschied der größere oder geringere Vorrat von Korn und Mehl so manchmal das Wohl und Webe der Stadt Manches dieser Häuser sieht jetzt noch, aber e» wird zu anderen Zwecken berniyt, und keiner, der vorüberging, dachte bisher daran, welche Wichtigkeit diese Korn- und Mehlhäuser in den mittelalterlichen Städren hatten. Notizea. — Theaterchronik. Im„Kleinen Tbeaier" findet die Erst- «usführung von Bauernselds Lustspiel:„Der kategorische Imperativ" erst am Sonnabend start. — K i: n st« b e n d. An dem Schumann-Abend am Sonntag, den 7. Februar, 8'A Uhr abends, im Schiller-Saal, Charlottenburg, hält Dr. Leopold Schmidt den einleitenden Vortrag- Gesang: Hertha Dehmlow und Kurt Fredcrich. Klavier: Marie Bergwein. — Borträge. Herr Dr. A. Hompf spricht am Freitag, den ö. Februar, abends 9 Ubr. im Zahnärztehaus, Bülowstr. 194, über: „Der Monismu» Spinoza»". — D i e P I a k a t k a n o n e. Ein amerikanischer Erfinder bat kürzlich eine neue Kanone erfunden, die vor allen anderen Kanonen den Vorzug voraus hat. daß sie friedlichen Zwecken dient. Diese Kanone ist nämlich eine— Plakalkanone. und ihre Aufgabe besteht darin. Plakate auf erhebliche Entfernungen gegen Mauern so ab- zuschießen, daß sie daran festhafien. Diese amerikanische Plakat- kanone soll die Plakate 9 bis 19 Meter hoch abfeuern können, wo- durch die umständliche und zuweilen selbst gefährliche Verwendung von Leitern bei der Anbringung von Plalaten an Mauern vermieden werden kann. RLStei'Uüliüüel'ckF.�öiZsss!': üerUnen Theater 8ühr:„ExlrabläUep!" Deutsches Opernhaus, Charlottcah. 8 ühT: Martha. Frledrich-Wilbelmstädt Theater. Heute geschlossen. Freitag 8 Uhr: Figaros Hochzeit. Gebr. Herrnfeld-Theater 8 Ulir: Familie Piaschelf. Helbring contra Helbrlng. Kleines Theater 8Uhr: JeUcheii Geöerl. Komische Oper(a.dAVoiden- damin erbrüoke) s lou" Gold gab icb für Eisen. Komödien haus s uhi: Bieüermsier. liessln e-Th eat er 8 Uhr:£{11 sMMng. Tastsplelhans 8,/< ü-: Leulnantsmöndel. Tfetropol-Theater iiVhz- Woran wir denken! .Tontlfe Operetten-Theater sühn Ber Hebe Pepi. TCesldenz-Theatcr 8 � Krümel m Paris. Rosc-Theater 8Clir: Sein ganzes Glück. Schlllep-Theater O. 8 Uhr: Der Seeräuber. Schlller-Th. Charlottenbjf. 8 Uhr: jjgp gU|e gUrM. Thalia-Theater 8ühr:Kam'ratl Manne. Theater am ollendorfpl. &'!t U.: Immer teste drult! Soxmt. S'/j U.; OerGraf v. Luxemburg. Theater des Westens 8 � Rund um die Liebe Theater in der KöniggrätzerSfraöe 7I/,r-: Herodes und Mariamne. Trianott-Theater s'/,ü:Das Liebesnesl. Volksbühne. Theater am BGIowptatz 8,/< u': Die Kreuzelschreiber, Walhalla-Theater u-: Dia Fiister-Ctiiistl URANIA TlK£r 1 Uhr(Halbe Preise): Die Vogasen und ihre Kamptstütton. Abends 8 Uhr: Piiirrer Immanuel Hevn.: Unsere Slosesanverslcht. Hörsaal 8 Uhr; Dr. W. B e r n d t: Naiürlichs und kiinstl. Flugmasehinen Caprico Possen-Theater Rorltz wird energinch. Ras Lentnantstcnster. Liandwehrlcate. Martin Kettner a. C. Johanna Terwin v. Deutschen Theater, Berlin, u. Jakob Tiedtke v. Lessing-Theater, Berlin, in: Landwslirmann und Pikards. Zeitbild in einem Akt von Otto Reutter. Serene Kord mit ihren Wassernymphen. Rosa Felsogs mit ihrem A eroplan. Else Borna Operettensängerin sotvie der neue Februar- Spielplan! sw Kleine Preise Casino-Theater. ßrihringer Strutze 37. Täglich 8 Uhr. Das gr.Februar.Svefialit.-Prvzramm Fritz Brand i Welda Braatz Lucie Bernardo| Gebrßder Roberts Nur noch kurze Zeit: Durch dick und dünn. Sonnt. 4 Uhr: Durch Klippen u. Wellen Zirkus Äib. Schümann Heute Donnerstag, Anf. 71/, Uhr: Gr. Gala-Vorstellnng mit d. neuen Programm. U. a.: Artnr Saxon-Trio. die stärksten Männer der Welt mit ihrer lebenden Aulomobilbrücke. Der fallende Jlonsch. Die 3 Harras in ihrem neuesten Sportakt. Um 9'/, Uhr; Um 91/, Uhr: Ost und West Großes patriotisch. Schaustück aus der Gegenmart in 4 Akten m. d. phänom. Schlußapotheose Reichshaden-Theaier. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Weihnachtsabend im Schützengraben Anfang 8 Uhr. Äilitärperfonen und deren An- gehörigen voll- kommen Ireiet Zutritt zu den Stell. Säng-rn. Vvt K t-l'Zi esKtee. Badstr 38. Eadstp. 58. Margen Freitag, den ö. Februar: Der ötildpftflTtr. Lustspiel in 4 Akten. Kasieneröstnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Palast-Theater »'/««st. Nur noch heule abend u. nächsten Sonntag nachmittag 3 Uhr: „Wir Sarbar en?" Zeitgemäßes Lustspiel in ■~ 4 Akten._ i Spezialarzt Dr. med. WockenfnB, Frledrichstr. 125,(Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u Frauenleiden— Ehrlioh-Hata-Kux fDauer 12 Tagel Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Hellung ohne Berufs- stärung. Teilzahlung.• Spr. 11—2 u. 5— 8, Sonnt. 9— 10. �peziaiarzt f. Haur-, Harn-, Frauenleiden, nerv. Schwäche. Beinkranke jeder Art. Ehrlich Hat»> Kuren in u. Co. touz. Laboral, i Blut. uMertuchung.. Fäden Harnuiw. Filniliickstr. 81, SS™ Stit. 10— 2, 5—9, Sonnt. 11— 2. Honorar mähig. auch Teilzahl. Sevarares Tamru�imsf r. «ah, vruiuuj•yuiu Or, Homeyer Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Televbon: Amt Norden 185. 1239. 1987. 9714. Bureau geöffnet von 9—1 Uhr und von 4— 7 Uhr. Zonnabend, den V. Februar, nachts 12 Uhr, im Lokal von Krüger, Jcrusalemer Straße 63: Allgemeine Versammlung der Kinooperateure. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Branchenangekegenheiten. 3. Serichicicneä(daran! er die Lokaifrage). 131/4 Zahlreichen Besuch erwartet_ Die Ortwerwaltung. ist der schönste Ausflugsort? � Immer noch Pichelswerder, an der neuen A IF»,. v �mmer nocy»»wrraer, beim Alten Freund Aeitungs.Ausgabestellen unS Inseraten-Annahme. iErntruni Albert£ o b n i( 4. Ackerstr. 174, am K-ppenplatz. von t t— 1'/. und von 4st'z--7 Uhr. 2. Wahlkreis: S. und SW.: Gull 4. 4. S. n. .......... ad Schmidt, Bärwald ffr.-12, an der Mneilenauftratze. Geöffnet von 9— 2 und von 4—7 Uhr. WalilKreis: St. Fritz. Prinzenflr. 21, Hol recht» pari. Geöffnet von t t- l'/z und von 4'/,— 7 Uhr...-m..~. Wahlkreis: Ollen' Robert W e n g e l s. Markusllr. 26. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr.— Karl Melle, Petersburgerplatz 4 fLaden). Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Uhr. Wahlkreis. S ü d°» e n: Vau! Böhm. Laufitzerplatz 14/15. Geöffnet von 9- 2 und von 4— 7 Uhr.... Wahlkreis: Leo Zucht. Finmaimellirchitr. 12(Hoj). Geognet von 11—1'/: und von 4'/.— 7 Ubr. Wahlkreis(»oabit): Salomon Joseph. WilhelmSyaoener Straße 48. Geöffnet von 9—2 und von 4—-7 Ubr. W eciding: I. H ö n i i ch. Rüllerstr. 34» Ecke Utrechter stt.. Laden Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Uhr..,. m,„ Uouenthaler nrrb Oranienburger V orsladt:.1. Wo! gast ?2llttstratze 9. Geöffnet von 9—2 und von 4—1 Uhr. Gesnndbrnnnen; Fischer» Bastianstr. 6, i-aden. Geöffnet von � 9—2 und von 1—7 Uhr.. � Sehnnhanaer Vorstadt: Karl Mar», Gretsenhagener �tr. 22. Geöffnet von 9—2 und von 1— 7 Uhr.,_„_ 4 dlershot: St a r 1© ch tv a r z i o f e, BiSmarckstr. 28. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends....... .4lt-t»Ilenifkc; Wilhelm Dürre, Kövenicker s«. v. Ii aninsehnien« ex: H. Hornig. Marientdaler Str. 1-, I Uernan, IliintKental, lieperniek, �enonou-. hrilek und vneh: Heinrich Brote. Mubrenllr. o, �abeir. Uolinsdorl, Falkcnbrrj" pjf mib Falkenhornt: BoknSdon, GenosiemchaftshauZ„Paradies".� Paul Genjch, ejenheuner Str. 1. Ge- Charlottenhurx: Gullav S charnderg, öffnel von 9— 2 und von 4—7 Uhr. Eichwalde, SchniJickwit*: L S la r Mahle, Siämatckllr. A Erkner, Ä cu-XIttan: Emil I w a n g. scharnweberitr. 19. 1 reder««lorll-Feter»haxezi, Fsixersdort: II t s e n w a> j e r, Friedenau, llttexlifc«, Südende, tireß- Llchtertelde, Lankwitz: H. 8 e r u I e e, Msenstr. ö m Lteziitz. Geöffnet von 11— Ist, und von 4st,— 7 Uhr. Friedrlchshacen. Fichtenau, Bahnsdorf, Schhnelvhe, Kl.-Schönebecb: Ernst Wertmann, Friedrichs Hagen. Köpe. nicker Straße 18. Crünan: Franz Klein, Friedrich str. 19.«„ Johannisthal, Kudorv: Max G o N| ch u r, Barlstr. 22 Karlshorst: OStar Schaars ch m i d! ,� Vlugufte-Vittoria-Str. 18. K<>ni�s-W»steriiansen, WUda». Xiederlehme: Friedrich B a u m a n ii. Batmdojstr. ß, Eingang Beestowei Straße. Geöffnet lävpenick: Emil W istler. Kietzerstr. 6. Laden. Geöffnet von msigens 7 Uhr bis abends 8 Ubr. Eichtenher« I. Friedrichsfelde. Hohenschönhausen: Otto Seifet. Wartend ergkratze 1(Laden). Geöffnet von 8«,— 2 und von 4'/,— 7 Uhr. Uchtenbers II. Rnnnnelsburar. Stralau: 21. SR o I e n< kränz.■.'Ut-Saxbagen 56. Geöffnet von 11— ist and von 4'/,— 7 Uhr. Rabis dort. Kaalsdorf. Blesdorl: S. öeR&eva, StauU« d-A. Fetbinatibftmtze 17. v ö B Raricndort: Jlugiih Seip, Ebeuffeellr. 29 lSarienfeide: Emil S c i n s r t, BtriincV'str 114 IL Ikcnonhaprcn. Hoppegartcn: Gustav Bergmann, KönigSallce Ecke szirjenffwaxe. Fcnhölln: M. Heinrich. Neckerstr. 2. im Laden. Geöffnet von 9—2 und von 4-7 Uhr; Neukölln,»ritz: Rohr. Siegiriedstrage 28/29. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr Xlcder-Mchöncn-eidc: Wilhelm Ünrud. Brückenstr. 19. N. an es: Karl Krohnberg, Friedrichkirchplaz 27. «Iii«: Alfred Lader, Dildelminenhofstr. 17. Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens 515 S Uhr abends... � Pankow, � ledcrsehönhannen, IVordeod, Fp®.-Bacn- holz, RiankcnS>nr�: 5t ig mann, Aühlenstr. 30. Geöffnet von 11— V/s und von VL— 7 Uhv.., ?!keiU!orf' Ost/ Wilhelmsruh und Schonhol/. t. Gut- ich. Provinzstr. 56. Laden. Geöffnet o. /, u- «chenkendort hKönigS-WuIIerhaufen: Ehr. S antl ch le. vorfilr. 14 hch»n«ho,-zx: Sildclm S im m i e r. Marlin Lulperffr. d9. im �aden. Geöffnet von 9— 2 und von 4— 7 Uhr.. hspannuu, Xonnendamm, Sitaakcn. See«cf©ld und Faikenhafcn: Koppen, Srcrteftr. 64. Geoffnel von 8 UHt morgens bis 8 Uhr abends. rv.. i.1 ,r.> "RAf-U..wSPRm.V freie Sek olle u. ReiBlckcndorf- We»t. tiaul Elena ft. Borngivalde Räinchllratze 10. Geöffnet von 11—1 /, u. von Ist,— 7 Uhr. Teltow: 2J Schulze. Linden str. 17 Xeinpclhof: Zok. K r o h n. Boruifiastr. SA Trcpto«: Ro�Gramenz. Ktewolzstr-ffe 41.. Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgen» bis 8 Uhr adends. Schön- 1 W elKensee, Meine rsdort: ft. S°hr«°n«. Sedaustr. 195. pari. Geöffnet von tl— tst, und von 4st.— 7 Uhr. Wilmersdorf. Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert. ZeutlM'ii' Siersdorf: Ernst H ütt i g, Zeuthen, Miersdorfer Str. 14. Bossen: M» tu( ch e t, Marktnr. 5. Sämtliche Parteiliteralur sawir alle wiffenichastlicheu Werke werden geliejert. Sonntags find die iilusgavestelle« geschlossen. Lerantworilichcr Rebakp-mt�lfi�Mklepp, Äeukölln. Für de« LnjeralcnteU verantto.: wh.El-ckt.Ser1tn. Druck tu Verlag: iBaxr.ätii Buchbtackerri u. Verlagsanstalt Paul Singer ttz Eo� BerlttüLV.