Kr. 39.- 1915. Unterhaltungsblatt des Vorwärts � Messias, 16. Kbrvar. pariser Stimmungen. Der Pariser Korresponbent des„Wgemeenen Zandelsblad" schreibt: Man hat sich nun wohl oder übel allmählich an den KriegSzu- stand gewöhnt und den bestehenden Umständen so angejzagt, daß man tagelang dahinleben kann, ohne auf Ereignisse neugierig zu sein.— Tie indioiduellen Fälle von Elend bleiben freilich schmerzlich und jedesmal, wenn man aus seiner Umgebung von Todesfällen oder unheilbaren Verstümmelungen hört, wenn ein flinker, junger Kerl auf Krücken einherhumpelt oder ein leerer Rockärmel nutzlos am Körper schlenkert, wenn stille Frauen in tiefer Trauer nebe» ihren schwarzgekleideten Kindern durch die Straßen gehen, dann beißen sich doch die Zähne zilsammen in ohnmächtiger Wut über das Wahn- sinnige dieses Weltkrieges. Und ein Blick ins einzelne dieses entsetz- lichen Dramas von Tod und Vernichtung, mit seinem zahllosen Einzel- und Massenleid zeigt uns am einzelnen Schicksal das der ganzen Zeit.... Die Abstumpfung gegenüber den zahllosen Schrecken, die sich wie ein Uebel um uns Zuschauer lagert, vertreibt gleich einem unerbittlichen Windstoß immer wieder die Wirklichkeit und wir sehen wiederum einen Augenblick, was sich vollzieht. Alsdann droht uns ein Schwindel zu erfassen, wid wir bedecken unsere Augen, um nichts mehr zu sehen.... Einzelne solcher Augenblicks verweilen lange üi uns. So war ich dieser Tage in einer der Pariser Mairies, um mir eine Auskunft zu holen. Am Schalter, wo die Angehörigen der Soldaten fich über deren Los erkundigen, stand eine schon etwas ältere Frau aus dem Volke, die sich weinend beklagte.»Vier Söhne Hab' ich an der Front," rief sie,„vier Söhne. Alles was ich hatte. Seit Monaten habe ich nichts von ihnen gehört. Begreifen Sie denn nicht, was ich leide? Und können Sie mir denn von keinem einzigen sagen, ob er noch lebt, wo er ist, ob er verwundet oder gesangen genommen, warum sie mir aus meine Briefe nicht antioorten?..." Ter Beamte antwortet ihr kurz und zugleich etwas ärgerlich:„Ich kann Ihnen nichts anderes sagen, Madame, als daß wir noch nichts Genaues wissen und daß die Untersuchung fortgesetzt wird."— Weinend ging die Frau von dannen, und kaum hatte sie das Lokal verlassen, verhüllte der Beamte seine Augen hinter seinem Taschentuch, wandte sich ab und stammelte: „Alle vier sind sie tot," sagte er,„alle vier, und ich darf's ihr doch nicht sagcw Ich darf nicht. Ich darf ja nicht." ES ist gut, daß es daneben auch Ereignisse gibt, die nicht so wuchtig, so dramatisch das Uebel der Abstumpfung wegblasen. So er- innere ich mich eines Borfalles, den ich kürzlich in einem Bericht von der Front las, in dem von einem Artillerieoffizier, dessen Batterie an einem Kohleirbergwerk stand, erzählt wurde, wie er jeden Morgen auf einen Kohlenberg kletterte und von dort seine Befehle erteilte. In- dessen die Kanonenschlünde ihre Projektile hinausspicn, unterbrach er dann und wann seine Kommaitdos mid zählte so für sich zusammen, tvieviel Munition er schon verschossen hatte.„Nun waren eS für llO OOO Frank, für 40 000 Frank", flüsterte er vor sich hin. Und des Abends, wenn er schwarz und schmutzig von dem fetten Steinkohle:?- staub den Berg herunterkam, war sein letztes Wort:„Nun stnd'S also heute wieder 20 000 Frank, und nwrgcii�wird die Sache fortgesetzt." Ter Gedanke an die Hunderttausende, die täglich längs der ganzen Front verschossen werden, dieweil für die Werke des Friedens jeder Ecutime zweimal umgedreht wird, ist wohl imstande, einen zu?» Nach- denken anzuregen über die Vortrefflichkeft der Welt und Zeit, in der w'.r leben i Aus ähnliche Weise wurde mir das beute klar, als ich den Gesetz- eniwurs zur Erhöhung der Renten an die Kriegsinvaliden, Witwen und Waisen einsah, den der Abgeordnete Puech eingebracht hat. Die materiellen Ruinen dieses Krieges— sagt der Antragsteller— sollen bald wieder hergestellt sein. Wenn der Krieg zu Ende ist, werden wir einen niegekannten Aufschwung des ökonomischen Lebens sehen. Häuser unk» Fabriken werden mit einem Zauberschlage wieder er- .n stehen, wir werden die Kultur intensiver gestalten und Reichtum sowie Produktion im Lande verzchnfachen. Aber was wird mit den Sol- baten, die infolge Krankheit oder Verstümmelung nicht mehr für sich .. selber sorgen können? Und der Abgeordnete von Paris setzt dann auseinander, daß die vrralletcn Bestimmungen in dieser Sache vollständig ungenügend sind. Viele vorkommende Fälle seien ganz imberücksichtigt und die Beträge so niedrig, daß man schlechterdings nicht davon leben könne. Zufolge der Bestimmungen könne ein Soldat, der gänzlich erwerbsunfähig ist, eine Rente von 600 bis 1000 Frank beziehen, eine Witwe eine Pension von höchstens 500 Frmik mW die Waisen, ob zahlreich oder nicht, auch nicht mehr als der Mutter zugestanden war. Endlich könnten Be- träge von 100 bis 300 Fraitf solchen Soldaten zugesprochen werden, die zwar kein Anrecht aus Penstonen hätten, aber doch immerhin sehr in der Arbcitsleistmtg beschränkt seien. An Stelle dieser Bestimmun- gen schlägt der Abgeordnete vor, jedem her Soldaten, der durch Krank- heit oder Verwundung im KriegsdiMsi arbeitsunsHig geworden ist, 1200 Frank zu geben, ebenso den Witwen und Waisen der Getöteten den gleichen Betrag. Ist die Arbeitskraft nicht total zerstört, be- tragen die Pensionen 100 bis 1100 Frank. Die Frau emes getüteten Soldaten soll 600, und ein Kind bis zur Volljährigkeit 200 Frank pro Jahr bekommen und. im Aalle die Mutter stirbt oder eriverbs- uirfähig wird, bis zu 320 Fr. steigen. Dos Wesentliche dieses EnttvurfeS besteht darin, daß auf alle Fälle die Verstümmelung oder Krankheit eine Ursache des Dienstes ist unk» daß, wenn dieser Nachweis nicht gelingt, die Militärbehörde nach eigenem Ermessen seinen Anspruch festsetzen kann.„Das Geld", so schreibt der Deputierte zum Schluß so nn Vorbeigehen,„wird leicht aus den bestehenden Budgets über- nomzuen werden können." Ohne weiter auf die Modalitäten dieses Entwurfs einzugehen, drängt sich mir jedoch eine Frage aus und veranlaßt rntck) zum Nachdenken: Wo sollen die enormen Beträge herkommen, die einmal die Budgets für VeteranenpensionLN erhmschen?,,, Kriegführung im Tierreich. Unter Krieg im Tierreich verstehen wir hier nicht den Existenz- kainpf aller gegen alle, die Uebcrwämgung des Schwachen, der dem Starken zur Nahrung dienen muß. Diese Art von Krieg herrscht bekanntlich unablässig in der ganzen Tierwelt, am ausgeprägtesten wohl in den unermeßlichen GÄieten der Ozeane, in deren außer- ordentlich reichhalnger und masienhafter Tierwelt nur das eine Gesetz in seiner bruratsien Form herrscht: Flesten und gefressen zu werden. Unter kkrieg im Tierreich begresten wir hier nur die kriegerische Bekämpfung einer Anzahl von Tieren untereinander. Wenn diese nun auch im Tierreich nicht gerade häufig ist, so treffen wir sie doch immer wieder an, und sie hat eine merkwürdige Aehnlichkeit mit der fcriegiühnmg der Menschen. Sehr eigenartig sind die Kriege, die zuweilen Vögel derselben Art untereinander führen und von denen die am häufigsten be- obachteten die Kämpfe der Krähen, die sogenannten Krahenschlachten, sind. Bei diesen seltenen Kriegen in den Lüften rücken zwei feind- liche Heere von Krähen im Fluge gegeneinander vvr und fallen übereinander her. Eine erbitterte Schlacht entspinnt sich dann in der Luft. Unter entsetzlichem Geschrei stürzen die schwarzen Gesellen aufeinander los und bearbeiten sich mit ivuchtigen Schnabelhieben, mit starken Flügelschlägen und mit scharfen Griffen ihrer Krallen. Eine maßlose Erbitterung hatte alle Tiere ergriffen. Hier haben sich zwei fest ineinander verbissen und stürzen wirbelnd wie ein Federball zur Erde, dort ohne Unterbrechung den Kampf fortsetzend, bis einer der Kämpfer verendet am Boden liegt. Andere haben in der Luft den tödlichen Stoß oder Hieb erhalten und stürzen tot herab, so daß nach einer solchen Schlacht Hunderte von toten und verwundeten Krähen daZ'Feld bedecken, während die Scharen der Sieger unter triumphierendem Geschrei von dannen ziehen. Keine Krähe betrachtet etwa den getöteten Feind alS leckere Beute; nein, cS ist ein reiner Kamps zwischen den Scharen, der mit großem In- grimm auSgefochten wird. Achnliche Schlachten hat man auch zwischen Störchen beob- achtet; sie rücken ebenfalls wie zwei feindliche Armeen in der Luft gegeneinander vor und zerfleischen sich mit dem langen, spitzen Schnabel, einer sehr gefährlichen Waste» Was veranlaßt die Bogel zu diesen ganz merkwürdigen KriegSzügen? Genau wissen wir es nicht, aber wir müsten annehmen, daß zunächst aus irgendeinem Grunde zwischen einzelnen Tieren, z. B. zwei Krähen, ein Streit ausgebrochen ist. Jede der Streitenden hat nun ihre ganze Sipp- schaft und Verwandtschaft zusammengerufen, diese macht die Sache ihres Mitgliedes zu ihrer eigenen, und die Schlacht ist fertig. Es kann aber auch sein, daß die eine Schar auS Futterneid von der andere» angegriffen wird, die allein die gute Nahrung spendende Gegend im Besitz behalten will. Viele gefellig lebende Tiere dulden keinen Fremdling in ihrem Verbände und greifen jeden Eindringling ohne weiteres an. und wenn solche geschlofienen Tiergesellschaften mit anderen der gleichen Art zusammentreffen, dann kommt es häufig zwischen ihnen zum Kampfe. Etwas Aehnliches ist es, wenn Tiere einer Art über die Genosten einer verwandten Art herfallen, um sie zu vernichten. Hierfür bietet uns der Krieg der Wanderratte mit der Hausratte ein lehrreiches Beispiel. In ftüheren Zeiten war in ganz Europa nur die dunkelfarbige Hausratte verbreitet, bis mit Schiffen ans Asien die Wanderratte nach Europa kam. Sofort nahm dieses mutige und bissige Tier den Kampf mit der Hansratte auf. und dieser Rattenlrieg. der überall in der Welt auSgefochten wurde, wo fich die beiden Gegner trafen, endete mit dem vollständigen Siege der eingewanderten, kräftigeren und mutigeren Art, so daß heute die Hausratte fast vollständig au-- gerottet ist, während die Wanderratte überall vorkommt. Am häufigsten ist die Kriegführung in der Kleintierwelt, beiden Insekten, von denen ja viele in festgefÄlossenen Verbänden und Staaten leben. Wo ein Bienen- oder Wespenvolk mit einem anderen feindlichen zusammentrifft, entbrennt sofort eine gewaltige Schlacht, in der eS Hunderle von Toten gibt und die in der Regel nicht eher aufhört, bis das schwächere Volk fast ganz vernichtet ist. Die außer- ordentlich hoch entwickellen Staaten der Ameisen zeigen uns die Kriegführung im Tierreich in vollendster Weise. Viele von ihnen, so die großen Treiverameäen und Ecitons Südamerikas ziehen in gc- waltigen Heeren, von besonders kenntlichen Anführern geleitet, in größter Ordnung aus ihrem Bau und suchen andere Amersenvölker auf, lim sie mit großer Erbitterung zu bekriegen. Dabei gehen die kleinen Tiere in ganz menschenähnlicher Weise vor, sie schicken Kundschafter mid Poirourlleit aus, haben eine Vorhut med ein GraS ihrer Armee und führen mit großem Geschick und Mut die Schlachten durch. Die in ganz Europa verbreitete Sklavenameise(l'onmoa sanguinea) muß von Zeit zu Zeit Kriegszüge unternehmen, um von anderen Ameisen Puppen zu rauben, die sie in ihre Nester schleppt und aus denen sie Sklaven erzieht, die sämtliche Arbeiten in ihrem Staat übernehmen müssen. Sehr anschaulich beschreibt unZ der groß« Ameisenkenner Huber einen solchen KriegSzug folgendermaßeit:„Während eines Spazier- ganges in der Umgebung von Genf sah ich nahe zu meinen Füßen eine Schar von Rüfeseenzameiseu über den Weg kriechen. Sie bewegten sich in geschlossener Masse mit großer Geschwindigkeit und nahmen eine» Raum von etwa W Zentimeter Länge und 10 Zentimeter Breite ein. In wenigen Minuten verließen sie den Weg, passierten eine dicke Hecke und betraten eine Wiese. Sie wanden sich, ohne sich zu zerstreuen, durch das Gras, und ihre Kolonne lvard nicht unterbrochen trotz der Hindernisse, die sie zu überwinden hatte. Endlich näherten sie sich einem Neste, daS von dunkelaschsarbenen Ameisen bewohnt war; der Hügel erhob fich in einer Entfernung von etwa 6 Meter von der Hecke auS dem Grase. Einige der Bewohner bewachten den Eingang, stürzten sich aber, sobald sie das heranrückende Heer entdeckten, auf desten Vorhut. In dem« selben Augenblick verbreitete sich die Kunde durch daS Innere, und ihre Genossen kamen in Scharen aus ihrer unterirdischen Behausung her- vor. Die Auseicenz-Ameisen, die mit dem GrvS ihres HeereS nur etwa zwei Schritt entfernt lagen, beschleunigten ihren Marsch, um an den Fuß des Ameisenhügels zu gelangen. In einem Augenblick stürzte das ganze Bataillon auf die aschgrauen Ameisen, die sich nach kurzem, aber hartnäckigem Kampfe auf den Grund ihres Nestes zurückzogen. Nun stiegen die Ruftscenz« Ameisen auf den Hügel, sammelten sich in Scharen auf dem Gipfel desselben und be« setzten die Hauptstraßen, während sie von einigen ihrer Genosten mit den Zähnen eine Oeffnung in die Seite des Hügels brechen ließen. Erfolg krönte das Unternehmen; durch die angelegte Bresche drang daS übrige Heer ein. Ihr Aufenthalt war indesten nur von kurzer Dauer, denn nach drei oder vier Minuten kamen sie aus denselben Löchern, durch die sie hineingelangt waren, wieder hervor, jede mit einer Larve oder Puppe im Munde." Diese von Hubor beobachteten Ameisen find derartig«Ulf ihre Sklaven angewiesen, daß sie ohne dieselben nicht leben können, sie sind nämlich selbst nicht mehr imstande, Nahrung aufzunehmen, sie müsten sich daher von ihren Sklaven füttern lassen. Ihre scharfen Zangen dienen ihnen nur noch als Waffen. Sie sind also nicht nur ein glänzendes Beispiel für die Kriegführung im Tierreich, sondern zeigen auch, wie tief selbst im Ameisenstaate die Sklaverei dt» herrschende Klasse erniedrigt und rückbildet. Kleines Zeuiileton. Frühling. Nun schleichen sich die Greise aus dem Haus Und bleiben lächelnd in der Sonne steh'u; Sie greifen in das weiche Weh'n Und spreizeil sinnend ihre gelben Finger auS. Um die der Kraftgeruch deS Bodens fließt..» Wie lebt im Licht die welke Haut! O selig, wem der Himmel blaut, Eh' sich daS Auge schließt! 39) Ueberfluß. Von Martin Andersen Nexö. „Hören Sic, wissen Sie was, Herr Bänder, das ist ein schönes Geschwätz mit dem Verführen und Betören, denn zu solchen Dingen gehören wirklich immer zwei. Eise ist also unehelich, und zivar mit meinem eigenen freien Willen, das mag die ganze Welt gerne wissen." „Sie finden sich doch so eimgermaßen darein, daß die Leute Sie Fran nennen," sagte Bauder ein wenig spöttisch. „Ja, weil ich Angst hatte, ich würde keine Arbeit be- kommen. Sie kennen die Leute in einer kleinen Stadt nicht. Ucbrigens bin ich selbst unehelich und komme mir deshalb nicht schlechter vor." „Das ist höchst vernünftig von Ihnen. Dagegen ist es nicht menschenfreundlich, einen kranken Mann auf die Folter zu spannen. Man trifft wirklich selten jemand, der in seinen Handlungen vorn ausgetretenen Pfade abweicht!" sagte er freundlich. „Ich könnte es Ihnen recht gut erzählen,— aber dann machen Sic sich hernach lustig. Sie sagen immer so viel Schlechtes von den Frauen." „Glicht von Ihnen," erwiderte er ernst. Sie saß da, die Ellbogen auf dem Fensterbrett, und blickte nachdenklich nach dem Kirchhof hin, Ivo die untergehende Sonne wie ein zitterndes Feuer hinter einer Reihe von hohen Pappeln stand. „Meine Mutter reiste als junges Mädchen nach Kopen- Hägen und ging in Dienst," begann sie langsam.„Sie fand eine Stellung, bei einem höheren Beamten— glaube ich; sie war niedlich und proper, und die Herrschast hatte sie gern und machte viel staat mit ihr. Im Hause war ein erwachsener Sohn; soweit mir Mutter erzählt hat, war er schön und gut, aber kein rechter Mann. Er faulenzte und ließ sich von den Eltern versorgen: doch daS machte ja nicht viel, denn sie hatten die Mittel dazu. Er war verlobt mit einem reichen Mädchen, das ihn sehr lieb hatte; aber er behandelte sie komisch, küßte ihr die Hand und bediente sie und was dergleichen dumme Streiche mehr waren, als ob sie ihn gar nichts anginge. Und sie waren als Brautleute nie allein zusammen. Gegen Mutter dagegen war er so natürlich und geradezu; wenn die beiden allein zu Hause waren, suchte er immer ihre Gesellschaft mid fühlte sich wohl bei ihr, und sie merkte, daß es in ihrer Macht stand, ihn stoh zu machen. Wenn er mit seiner Braut zusammen gewesen war. suchte er Mutter in ihrem Zimmer auf und war dem Weinen nahe und so niedergeschlagen, daß Mutter ihn trösten und lieb zu ihm sein mußte, um ihn wieder froh zu stimmen. Dann drückte er sie an sich und sagte, er wünschte, s i e wäre seine Braut und nicht die ander», die so wohl erzogen sei, daß ihn ein kalter Schauder überlaufe. Ich glaube, nreiner Mutter tat seine Braut leid, weil sie gut und nnmcr liebenswürdig war, wenn sie kam, obwohl sie recht gut merkte, daß er Mutter auszeichnete. Aber in diesem Alter hat man nun mal das Bedürfnis» daß die Männer viel Wesens aus ciuem machen, und dann war Mutter gewiß auch stolz daraus, den Vorzug zu haben vor einer, die vornehm und reich war. Obwohl Mutter ein armes Disnstmädchen war, war ja auch sie eine Bauerntochter; und als er ihr an- bot, seine Verlobung aufzuheben und mit ihr irgendwohin zu reisen, wo sie Mann und Frau werden könnten, fand sie das gar nicht unvernünftig, sondern war ihm zu Willen. Als es dann schlecht ablief, wollte der Sohn sein Ver- sprechen nickst halten, sondern bot ihr Geld an, damit sie ihre Stelle im Stiche ließe. Er wollte ihr ein Zimmer mieten und für ihren Unterhalt sorgen, und es sollte mit ihnen weiter so bleiben wie bisher. Da wurde Mutter zornig und sagte, sie werde zur Herrschaft gehen. Aber der Mühe wurde sie enthoben; er tat es nämlich selber, und am Abend wurde sie in die Stube gerufen. Der Beamte, seine Frau, der Sohn und die Braut waren versammelt, und sie alle fielen über sie her mit der Beschuldigung, sie habe den Sohn verführt, in der Absicht, daß er sie heiraten sollte. Mit Mutter war nicht gut Kirschen essen, wenn sie wütend war, und so sagte sie den Leuten denn offen die Meinung. Aber es waren ihrer zu viele um sie herum, und als sie das Iiäßliche Angebot deS Sahnes erwähnte, antwortete ihr der Beamte lachend, sie sei recht dumm, wenn sie nicht eingewilligt habe. Und das Fräulein nahm ihren Bräutigam gerührt an der Hand und sagte, er fti zu gut. Man wollte ihr Geld geben, wenn sie sofort abreiste, doch das wollte sie nicht, weil sie für ein Jahr gemietet war. Aber da sagte der Beamte, nach dem Gesetz könne er sie auf der Stelle wegjagen und obendrein ihre Bestrafung herbei- führen, weil sie seinen Sohn zur Unzucht verfichrt habe. Und das Fräulein redete ihr gut zu und sagte, es sei ja keine Schande, mit einem vornehmen Manne ein Kind zu haben, das wäre bei den meisten Kopenhogner Dienstmädchen so. Mutter verstand nun, daß der Sohn sie bloß benutzt hatte, mu seine Braut zu schonen, und daß alle daS ganz in der Ordnung fanden." Bauder nickte:„Die Bourgeoisiemoral, ich kenne sie." „Ich weiß nicht, was das heißt, aber so war es jeden- falls. Ta reiste Mutter in ihre Heimat und mietete sich in einem Häuschen ein, und da bekam sie mich. Sie sing an zu weben und hatte viel zu tun, denn in ibrem Kirchspiel sah niemand sie mit schiefen Augen an. Anfangs kam Geld von drüben, aber sie ließ es immer zurückgehen, und nach mir hat niemand jemals auch nur gefragt. Auf dem Lande sagt nran, daß Liebeskinder immer schön seien, und ich habe gewiß ganz gut ausgesehen, denn ich machte alle Bälle und Festlichkeiten der Bauern mit, obwohl Mutter ein armes Webermädchen und ich ein uneheliches Kind war. Und mehr als ein Bauernsohn hätte mich gern zum Brautbett geführt. Aber ich wollte den haben, den ich hoben wollte, und das war ein Bauernsohn aus dem Slachbarkirchspiel. Auch er wollte mich und keine andere, und obfchon seine Eltern so sehr dagegen waren, weil sie als fromme Leute auf mich herab- sahen, verlobten wir uns doch, mit Ring und allem, was dazu gehört. Er war ein flinker Bursche und ein kleiner Durchgänger, und Mutter sagte mir, da ich ihn lieb hätte und er eine gute Partie sei und so, solle ich mit der Liebe zurückhalten und ihn sich lieber ein weiftg austoben lassen, bis wir getraut würden, damit er meiner nntzt aus halbem Wege überdrüssig würde. Sie hatte ja selber so etwas mit angesehen und erlebt, und es mochte wohl richtig sein. Und doch ist das garstig? Arglist, wenn man einander lieb hat. Und ich konnte mich auch nicht darein finden, daß er sich auf Umwegen amüsieren durfte. Da ging es so, wie es gehen muß, und er beeilte sich, die Hochzeit vorzuböreiten, veranlaßte seine Eltern, ein kleines Gehöft zu kaufen, und schaffte alles herbei— recht nett und hübsch—, um mich zu empfangen. Mutter nahm ihre Worte zurück und meinte, es fti am besten so. wie es sei. Er hatte mich außerordentlich gern, und doch war er so wunderlich geworden. Es war, als sähe er auf mich herab, weil ich das Kind unterm Herzen trug, das doch sein eigenes war; und er verlangte, ich solle ihm hankbar sein, weil er mich nahm und mich nicht im Siich sieß. Und dann gab er> mir zu verstehen, daß ich unehelich ser, und erzählte mir von seinen alten Liebschaften, lLorts. folgt.) Äatmnt, tragt die Sindlet» fromm anS Acht! Gebt ihren rosgen Leib dem Wind, In dem geHeims Kräfte sind, Durch den die Schöpfung Schöpfcrwortc spricht. Man hört des Lebens Herrschertritt auf allen Straßen, Die Kinder opfern ihm mit lieblichem Geschrei, � Man glaubt, daß Sterben Sünde sei, Da nun der erste Krokus färbt den Rasen. Edwin H o e r nie. 2Z Tage lebenöig begraben. Der Vaiiernbursche SWchele Cojolo, der, wie schon gemeldet, nach 2ö Tagen aus seinem Trinnmergrabc in Paterno lebendig und uil- vcrschrt ausgegraben lvorden ist, wurde dieser Tage in Avezzano, wo er in einem Zelte des Roim Kreuzes verpflegt wird, von einem Berichterstatter des„Giornale d'Jtalia" besucht. Wie er diesem er- zählte, hat ihn während der Zeit, in der er unter den Trümmern lag, die Pflege seines Bartes am meisten beschäftigt.„Weh tat mir nichts/ sagte er,„aber mit dem Bart hatte ich meine liebe Not. Denken Sie doch, fast vier Wochen lang habe ich mich nicht rasieren können I Das ist eine hübsche Zeit, nicht wahr i" lieber die Empfindungen, die er während der fünfundzwanzig Schreckenstage gehabt hat, erklärte er:„Ich dachte, daß sie mich früher oder später, wenn auch als Leiche, zutage fördern würden: und da dachte ich weiter, daß. wenn sie mich tot gefunden und meinen langen Bart gesehen hätten, ihnen doch klar geworden sein würde, was ich gelitten habe, und daß sie mich dann gehörig bemitleidet hätten." Wie bekannt, verdankte Cojolo seine Rettung dem Umstand, daß er unter das Gewölbe eines Stalles zu liegen kam, das ihn wie eine Nische abschloß und so schützte. Durch die Trümmer sickerte das Regenwasser jener traurigen Regentage durch, und der Verschüttete grub einen Graben, um es zu sammeln. Er ging mit seinem Wasservorrat sehr sparsam um, unr ihn möglichst lange zu bewahren. Zudeni hatte er sich aus dem inr Stalle vorhandenen Heu eine Lagerstätte bereitet, auf der er die ganze Zeit hindurch ausgestreckt lag.„Ich hoffte vom ersten Tage an", erklärte er dem Journalisten,„mlf Rettung und habe bis zur letzten Stunde gehofft. Hörte ich doch, wie über mir die Leute hin- und herliefen und wie sie arbeiteten. Um mich ihnen bemerkbar zu machen, schrie ich ununterbrochen, solange ich ein Geräusch borte. Aber wenn es still wurde, so überkam mich regelmäßig eine Todesangst." Außer seinem Bart machte Cojolo auch das Heu, das er im Stall gelassen hatte, große Sorge.„Wenn Ihr nach Paterno kommt", empfahl ,et einem der ihn pflegenden Soldaten,„so achtet wohl darauf, daß sie mir das He«, das im Stall liegt, nicht wegwerfe» oder naß werden lassen. Ich verlasse mich darauf. Und auch um den Karren sollen sie sich kümmern und sehen, daß er unter Dach und Fach kommt. Er steht mitten auf der Straße; sagt das meinen Eltern." Wie es möglich war, daß der Mann 25 Tage lang ohne Luft und Licht und ohne Speise, nur von etwas Wasser leben konnte, ist den behandelnden Aerzten noch immer ein unlösbares Rätsel. Eskimo-Literatur. Vor kurzer Zeit ist ein Buch aus der Feder des grönländischen Geistlichen Matthias Storch erschienen, daS den Titel„Singnag- tugag" oder zu deutsch„Der Traum" trägt. Dieses Buch ist die erste selbständige literarische Schöpfung in der Eskimosprache, und es beginnt also mit ihm die Geschichte einer neuen Literatur, der grönländischen Eskimo-Literatur. Bisher gab es in der Eskimo- spräche nur Uebersetzungen, hauptsächlich solche der Bibel, von Liedern und Predigren, scrtvie von oen Stücken, aus denen sich die Schulbücher der Eskimojugend ziisanrmensetzen. Tie grönländischen Eskimos sind sehr lern- und wißbegierig, und es ist unter ihnen in jüngster Zeit ein entschiedenes Kulturinteresse wahrzunehmen. Irr Godthaab lebt z. B. ein junger Grönländer von hoher musika- lischcr Begabung, dessen Tonschöpsungen voraussichtlich demnächst in Kopenhagen zut Aufführung gelangen werden, und es gibt dort auch einen vielversprechenden jungen Maler, der in der dänischen Haichtstadt seine fernere Ausbildung erhalten dürfte. Tie grön- ländische Zeitung„Atuagagdliutit" sotoie die 1903 gestiftete grön- ländische literarische Gesellschaft haben gleichfalls zur Entwicklung der grönländischen Eskimos und ihrer Kulturinteresien beigetragen. Matthias Storch ist ein Eskimo aus Nordgrönland, der Sohn eines Scehnndsfängers, der in den einfachsten Verhältnissen ans- gewachsen ist, jedoch bald nach seiner Einsegnung durch seine Be- gabung die Auftncrksamkcit eines Geistlichen auf sich zog. Er empfing nun eine sorgfältige Schulausbildung, studierte dann in Kopenhagen und ist jetzt ordinierter Geistlicher für seine Lands- lentc. Sein Buch ist merkwürdig genug. Es ist nach einem Be- richte des Gröulandsorschers Knud Rasmussen in erster Linie eine Kampsschrift, hie frei von allem Autoritätsglauben heftig gegen die Mißstände zu Felde zieht, die Storch im Leben seiner grönländischen Heimat wahrzunehmen glaubt. Zugleich aber enthält Storchs Buch auch eine Reihe von Schiiderungen von Land und Leuten, von Sitten und Lsbensgewohnheiten, die von besonderem Reize und Werte sind. Der darin geschilderte Eskimojüngling von nachdenk- lichem und etwas schwerem Temperamente ist wohl als ein dichte- rtsches Spiegelbild des Verfassers selbst zu betrachten. Wie sich Storch die EntWickelung seines Volkes und seiner Heimat vorstellt, schildert er in einem Tramn ans dem Jahre 2108, den der Held der Erzählung erlebt. Im wesentlichen kann man sein Ideal durch die Formel bezeichnen:„Grönland für die Grönländer!" Die eingc- borenen Eskimos sind nach Storch im Jahre 2105 selbst die Kans- leute und Beamten des Landes geworden, eine wohlhabende Fischer- bevölkerung und in Verbindung damit eine rege Küstenschissahrt hat sich entwickelt, und der Seehundsfang hat sich in die nördlichsten Gebiete Grönlands zurückgezogen. Notizen. — Vorträge. Der von der Franz-Liszt-Gesellschaft angc- kündigte Vortrag des llniv.-Prof. p. Liszt:„Gibt es noch ein Völkerrecht?" findet am Mittwockp den 17. Februar, abends 8 Uhr, im Sitzungssaale des Herrenhauses statt.— Auf Veranlassung des Vereins für Volkshygiene Groß- Berlin spricbt Freitag, den lll. Februar, abends 8 Uhr, in dem Bürger- saal des Berliner Rathauses, Eingang Königstraße. Professor Georg Abelsdorff über:„Die Verhütung von A u g e n k r a n t- heiten". Der Zutritt ist unentgeltlich. — Eine neue Goethe-Handschrift soll in dem Nach- laß einer in Dresden gestorbenen Dame gesunden sein und zwar in ihrem Bankdepot. Die eigenhändige Niederschrift von Goethes Komödie„Die Mitschuldigen" ist dem Goethe-Archiv in Weimar vermacht. — Reinhardt in der„Volksbühne"? Gerüchte über die Uebernahme des Volksbühnentheaters am Bülowplatz durch Reinhardt, die auch uns zu jLhrcn gekommen waren, Häven jetzt ihren Weg in die Presse gefunden. Was an diesem Bühnenklatschc dran ist, läßt sich vorläufig nicht feststellen. Von beiden Seilen wird nur zugegeben, daß eine allgemein gehaltene Besprechung, die aber andere Ziele Halle, stattgesunden habe. Reinhardts Absichten sollten nach den uns gewordenen Mitteilungen dahin geben, die Volksbühne als Durchgangsstufe in Vorbereitung für sein gc- plantes Theater der 5000 zu benutzen! Dann wäre die„Volks- dühnc" freilich gewesen. — Seine Waffe. Ludwig Thoma. der ja gleich anderen sein Damaskus gesunden hat, kämpft mit der Feder eifrig gegen die Feinde. Zum Streit über Spitteier schreibt er jetzt in den„Münch. Neuesten Nachrichten";„Versucht es nochmal einer, Vorträge über den ausgestopften Klassiker zu halten, dann muß es ja irgendwo faule A e p f e l geben." In diese Art von Geschossen ist der alternde Schlemihl anscheinend jetzt ganz verliebt, denn fast gleich- zeitig empfiehlt er sie gegen Leute, die nach Art deutschfeindlicher Amerikaner bei uns Borträge halten würden:„Ich glaube, die ehr- würdigsten Profefioren würden faule Aepfel auf die Kerle schmeißen." IWerl' Dienstag, IB.Fetar: Berltnep Theater „ExtFablätter!4' Deatsches Opernhacs, Cbarlottcnb. 6 � ömHne. Frledrich-Wllbelmsfädt. Theater. 8 Uhr: FigaroS Hoelizeil. fiehr. Herrnfeld-Thenter 8 ohr: Familie Piasehek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater 8Dir: DerkategoriseMinperativ Komische Oper 8-10U-: Gold gab ich för Eisen, KomOdienhans zloMale: liessias-Theater s Ohr. Flu Volksfeind. I,astspiclhaus 8 /< u: Die Orientreise. Metropol-Theatcr s uhr: yyoran Wjr denken! Uontis Operetten-Theater 8 Dlir: Der liebe Pepi. Katlonal-Theater 8J0U-: Wenn dianöstcfinkoßiiiit Residenz-Theater 8 uw-- ßje SQjjgne vom Strand, Rose-Theater 8 Uhr: Else vom Erlenbof Schiller-Theater O. 8 � lieber unsere Kraft I. Schlller-Th. Charlottenhg. 8 uhr: jjer Störenfried. Thalia-Theater 8tJhr: Kam'rad Manne. Theater am üollendopfpl. 8-/. U.: Immer feste drnSl! Soimt.31/Jü.: Der Graf v. Luxemburg. Theater des Westens 8 � Rnnd um die Liebe Theater in der KSniggrätzerStraDe 8 � Königin Christine. Trlanon Theater � ü: Das Liebesnest. Volksböhne. Theater am Bülowplatz Äsii: Sönke Eriehsen Walhalla-Theater 8 uhr: Krümel yor Paris. Reiehshallen-Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Weihnachtsabend im Schützengraben Ansang 8 Uhr. Militärpcrsonen und deren An> gehörigen voll- iomnlen freier Zutritt xu den gatetl. Scmgsm. URANIA Tai*etn9*r' 4 Uhr(Halbe Preise): Auf den Schlacht= feldern Ostpreußens. Abends 8 Uhr: DieFogesemilibreKaniplstätten. Johanna Terwin vomHeutschenTheater.Berlin, Jakob Tiedtke Y. Lessing-Thoater, Berlin, in; Landwehrmann und Pikarde Zeitbild von Otto Reutter. Serene Nord mit ihren Wassernymphen, Rosa Felsegg mit ihrem Aeroplan, Else Verna Operettensängerin sowie der hervorragende Febrnar-Spielplan. Kleine Preise."W« Theater Folics Capricc SV* Possen-Theater Heute: Premiere. Sprechstunde. Lustige Geschichte m 1 Alt von Otto Harting. t!la angenehmer Herr. Posse in 1 AN von Theo Halton._ Zirkus Alb. Scbumann| Dienstag, 16. Febr., Anf. 71/, Uhr: S Cr. Sport- Vorst ellnng.| Besonders hervorzuheben: A-rtnr Saxon-Trlo mit ihrer lebenden Automobilbr&cke.| Der fallende Rensch. Neu! Oer lebende Kreisel in der Luft. Neu! Welse mit seinen» BSren. I Um S1/. Uhr; Um 3'/« Uhr:! Ost uml Wesd Großes patriotisch. Schaustück j aus der Gegenwart in 4 Akten.| V oigt-Tlieater. Badstr. 38. Badstr. 58. Morgen Mittwoch, den 17. Februar: DerFMAtMiilM Schauspiel in 5 Aufzügen. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. LßLilio-Idester. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. BV Nur noch bis Donnerstag"PSS den 25. d. M.i Durch dick und dünn. Freitag, 26. Februar: Erstaufführung des neuen Lustipieljchlagers. Sonnt. 4 Uhr: Durch Klippen u. Wellen c am Zoo Palast-Theater Täglich 8 Uhr: „Muttchen hat's Wort!" Verwaltungsstelle Berlin. N 54, linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 3— 1 Uhr und von 4— 7 Uhr. Mittwoch, den 17. Februar ISIS, abends 8'/, Uhr, im Lokal von B ö k e r, Wcberstr. 17: Versa m m laug der tw den Jmmngsbetrieben beschäft. S ch n? i e d e g e s e l l e n. Tagesordnung: 1. Aufstellung der Forderungen. 2. Beschluftfassung. DaS Erscheinen aller Kollegen ist unbedingte Pflicht. i32l& I>ic Ortsverwaltnnjf. Die Vertrauensmänner-Konferenz der Gürtler findet diesen Monat nicht statt. Mn ier i&ir M; Verwaltung Berlin Donnerstag, den 18. Februar 1915, abends Gewerkschaftshaus, Engelufer � im 15, 8 Uhr. Saal 3: Ordentliche Generalverlammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren über das 4. Quartal 1914. 2. Neuwahl des Gesnintvorstandcs. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet oon Oer\rorstand!_ „ ist der schönste Ausflugsort? p � Immer noch Vichelstverderz beim Alten Frennd. «a der neuen Heerftruft« Verkäufe. Teppiche mit kleinem Fehler, sehr billig. Gardinen, Portieren, Steppdecken, Tischdecken, Diwandecken, sehr billig. Vonvärtsleser ö Prozent Rabatt. Teppichhaus Brünn, Hackescher Markt 4(Bahnhos Börse). 245/4' MonatSanzüge. nur wenig gc- tragen. Paletots, Illster, Hosen, Ge- sellschaftsanzüge werden spottbillig verlaust. Die elegantesten Anzüge find leihweise billig zu haben. Alt- betanute Firma. Max Weiß, Grotze Frankfurterstratze 88._* Teppich. Thomas. Oranienstr. 44 spottbillig sarbjehlerhafte Teppiche, Gardinen. Vorwällslescrn S Prozent Extrarabatt. lOR* verkauf, Eardinenverkauf, Teppich verkauf, Herrenanzüge, Herren« Paletots. Herrenhosen, Damengardc- roben, Pelzsachen, Goldsachen, Uhren- verkauf. 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