Nr. 15.- 1915. Unterhaltungsblatt öes Vorwärts Dirnstag, 23. Febmar. Mit Munition nach öem Osten. Angenblicksbilder auS Russisch-Polen. Ter schwere Munitionszug schiebt sich durch die polnische Ebene. In des Wortes wörtlichster Bedeutung: er schiebt sich; denn Fuhren kann man dieses andauernde Schleisen nicht mehr nennen. Bei kleinen Steigungen scheint» sogar, als ob der Maschine der Atem ausgehe. Zivci-, dreimal drehen sich die Räder auf der glcichcn Stelle. ssch stehe aus der Lokomotive bei Führer und Heizer. Ter Führer gehört nicht mehr zu den Jüngsten. An seinen Schläfen schimmert's schon verdächtig grau.„Wenn wir's nur zwingen," sagt der Alte,„dann ist» gut. Die Maschine fördert von Rechts wegen nur 900 Tonnen, aber 1500 sind ihr angehängt, ganze III Achsen!" lind die Maschine schafft's! Freilich, der schwarze Heizer, ganz in Nutz und Schweiß gebildet, leistet Uebermenschliches. Schaufel auf Schaufel schwerer Kohle wirft er in den Rachen der gefräßigen Feuerung. Kaum läßt er sich zum Verschnaufen Zeit. Wir fahren in eine Kurve hinein. Ich beuge mich zur Maschine lnnaus. Schier endlos scheint mir die Wagenreihe, die wir schleppen. Was ist da alles darin an Munition! * Tie erste Station auf russischem Boden ist erreicht. Ter Zug- führer kommt aus seinem Wagen heraus geklettert und sagt, daß wir hier einige Stunden liegen bleiben würden. Vielleicht werden auch Tage daraus. Man kann's nie genau wissen. Wir sind im Kriege, wir sind in Rußland, das erklärt vieles. In der letzten Station, die wir passierten, stand auf dem Nebengleise ein Transport mit sechzigtausend Soldateirpaketen. Wie wir von den Begleitmannschaften erfuhren, lagen sie schon acht Tage hier und kamen nicht weiter. Und es ist zehn gegen eins zu Ivetten, daß in vierzehn Tagen, wenn wir wieder zurückfahren, die sechzigtausend Pakete noch keinen Schritt weiter gekommen sind. Höchstens, daß sie von einem Gleise aufs andere umrangiert wurden. Tie Maschine wird abgehängt und fährt weiter vor, um Wasser und Kohlen zu fassen. Ich steige hinunter und schlendere zum Zug zurück, wo unser Wachtkommando in einem Wagen erster Klasse haust. Die Kameraden sind alle schon munter. Wir wollen ein wenig in die Stadt hineingucken und fragen den Fahrdienstleiter, wann unser Zug abgelassen werde. Der Beamte zuckt die Achseln und weiß keine bestimmte Zeit anzugeben. Notgedrungen müssen wir dableiben und unsere Neugierde auf den Bahnhof beschränken. Zu schauen gibt's genug. Zerstörung überall. Da steht der Wasserturm der Station. Genau genommen, hängt er nur noch. Die ganze untere Hälfte ist bis weit über die Mitte hin weg- gesprengt. Ein paar lächerlich dünne Eiscnstanzen halten den schweren Stcinrumpf noch aufrecht. * Endlich fahren wir wieder. In schläfriger Eintönigkeit rollt die polnische Landschaft an unseren Augen vorüber. Soweit man schauen kann, nichts als Äecker, die nur hie und da mit öden Sand- strecken und mageren Kieferständen untermischt sind. Dann und loann werden auch die armseligen Bauernhütten sichtbar. Zwei, drei liegen eng geduckt zusammen, als fürchteten sie sich vor der Einsamkeit. Mit einem Mal ziehen sich dicke gelbe Striche guer über die Sturzäcker: die ersten Schützengräben. Dicht dabei tauchen auch schon die ersten Gräber auf, mit schlichten Kreuzen aus Fichtenholz geschmückt. Sieh, dicht neben dem ersten Graben muß eine Granate ein- geschlagen haben! Wie eine tückische Riesenkröte hockt das zwei Meter tiefe Loch im Boden. * Auf der nächsten Station ist wieder Aufenthalt. Beim Aus- steigen werden wir schier erdrückt von der Masse deutschsprechender Juden, die uns allerlei Sachen anHandeln wollen. Das Auftreten dieser Leute ist mehr als unverschämt. Wie Sommerfliegen kleben sie an einem, verfolgen einem auf Schritt und Tritt. Freilich, noch unverschämter sind die Preise, die sie für ihre Waren fordern. Brot ist schier unerschwinglich. Ich gehe den Zug hinunter und schaue nach, ob die Plomben an den Wagentüren noch unversehrt sind. Ein altes Weib, das mit Leberwürsten, Tabak und Zigaretten handelt, schleicht mir wie ein Schatten nach. Ich hätte sie schon längst zu allen zehntausend Teufeln geschickt, wenn nicht ein allerliebstes Mädchen von etwa vierzehn Jahren in ihrer Begleitung gewesen wäre. Der zuliebe kaufte ich um teures Geld«in Päckchen russischen Tabak, der aber schon an der Art der Verpackung seinen deutschen Ursprung nicht verleugnen konnte. Ich mache der Alten ein Kompliment über die Schönheit ihrer Tochter. Da öffnet die verrunzelte Hexe ihre Zahnlücken und sagt zu meinem maßlosen Erstaunen in wunderlich abgehackten Brocken: „Geben Sie an mich fünf Mark und Sie können sich schlafen dieser Nacht hier bei meine Tochter!" Das Mädchen steht dabei, hört und versteht diese Worte und wird nicht einmal rot dabei. Jni�Gegcnteil, sie bleckt ihre niedlichen Zähne und sagt:„Ja, kommen Sie!" Ich bin wie vor den Kopf geschlagen. Glücklicherlveise enthebt mich das Signal zum Einsteigen einer Antwort. Während der Zug ins Rollen kommt, fällt mir der gekaufte Tabak ein. Ich mag ihn gar nicht mehr rauchen und lverfe ihn kurzerhand zum Fenster hinaus. Das Päckchen fällt auf den Bahnsteig. Zehn Gestalten stürzen sich darüber her und schlagen sich um die paar Züge Rauch den Schädel blutig. » Meine Kameraden im Nebenabteil schlafen bereits. Ich bin mutterseelenallein, lasse ein Fenster herunter und freue mich des Daseins. Wie wohl doch frische Nachtluft kühlt! Hell liegt der Mond auf den leicht überschueiten Feldern. Tie Schatten der kleinen Fichtenbestände sind schwarz und eindrucksvoll. Die Bauernhütten nehmen sich jetzt bei Nacht ganz behäbig und stattlich aus in ihren hohen Strohdächern. Hier und da bellt ein Hund hinterm Zuge her. Kurz, die Gegend sieht aus, als wüßte man hier nichts vom Kriege. Erst ein Posten, der regungslos vor einem Straßenübergang steht, erinnert mich daran. Ter Zug verlangsamt plötzlich sein Tempo und wird so langsam, daß man gemütlich danebenherzotteln könnte. Wir fahren über die neue Warthebrücke, die von den geschickten, arbeitswilligen Händen deutscher Pioniere gebaut worden ist. Silberig, wie ein riesenhaftes Aluminiumband dehnt sich der Fluß in die Breite. Unheimlich umgurgeln die Wasser die Trümmer der alten Brücke, die zerstört im Flußbett liegt. Ich schaue hinunter. Rechts und links, soweit sich's blicken läßt, nirgends zeigt sich ein schützendes Geländer. In meinem schlafschummerigen Zustand kommt es mir vor, als führe ich in einem Zeppelin über die tausend Abgründe der Welt. * Auf einer kleinen Station, deren Namen wieder einmal nicht auszusprechen ist, haben wir einen neuen stundenlangen Aufenthalt. Meine Augen haben im freien Feld draußen einen Hasen entdeckt. Zwei Mann hoch tigern wir los, um ihn zu schießen. Es ist nicht nur ein Hase. Es ist eine ganze Schar, min- destens zwei oder drei Dutzend. Wenn wir mit unseren schweren Stiefeln über den gefrorenen Boden tapsen, springen die fetten, flinken Kerlchcn aus jeder Furche auf. Tie polnischen Hasen scheinen nicht so furchtsam und ängstlich zu sein wie ihre deutschen Fellkollcgen. Alle Augenblicke setzen sie sich hin, machen ein keckes Männchen und verlocken uns zum Schießen. Wir pulvern einige Male los, treffen aber nichts. Unterdessen sind schon etliche Stunden ins Land gegangen. Beschämt über unsere knallenden Mißerfolge stiefeln wir schließlich bahnzu. Verdammt, der Weg scheint überhaupt kein Ende mehr zu nehmen. Hasen und Häsinnen haben uns weidlich weit weg- gelockt. Wir machen lange, hastige Schritte. Wir geraten ins Schwitzen. Endlich komnit die Station in Sicht. Gottlob, der Zug steht noch. Aber kaum sind wir auf zwölfhundert Meter heran, da schwenkt er ein lustiges Rauchfähnlein heraus, läßt einen schallenden Psiff hören und dampft ab. Weidmannspech!____(Schluß folgt.) Unsere gesunden deutschen Tees. Spät abends. Ich bin heimgekommen von der düsteren Havel, in der die breiten Eisschollen sich knirschend aneinander vorbei- schieben. Ein Aroma durchschwängert mein Zimmer, daß meine Brust tiefer aufatmet als in der frischen, abendeisigen Seeluft draußen. Ein Aroma ist es, ein Luftgewürz. als ginge ich in sommer- lichcr Schwüle neben grüner i-chilfglut am Sakrowsee hin, wo die Krauseminze ihre rötlichen Blütenähren aus dem ewig nassen, feuchtglitzernden, sumpfigen Seerand hebt und in diesen beleben� den Pfcfferminzhauch ihre Blütenseele verschwendet. Aber auch das ist es nicht, was mich so aufatmen macht. Es hat tztenvandt- schaft mit dem Tust, den die kleinen Katzen vom Kutscher nebenan im seidigen Fell haben, wenn sie auf dem Arm an der Brust so anheimelnd zu schnurren beginnen, wenn sie die Nacht im Hcn verschlafen haben und das ganze entzückende, hauptsächlich nach Waldmeister riechende Parfüm der von Heuschobern bestandenen Sommerwiesen ausströmen. Also ein süßer Mischmasch von Wohlgerüchen ist es, der mir ins Blut fährt, und ein kunstvoll ausgeklügelter Mischmasch ist es auch, der dort der unter der Lampe dampfenden Tasse Tee dies tiefe Goldbraun des Tones gegeben hat. Wenn ich mir das klein geschnitzelte Zeug in der Teetüie angucke— ja, das graue Blättchen kann Birke sein, dies Fluschen da— ob's vom«teugcl einer violette» Skabiose stammt? Da ein winzig Splitterchcn Holz: ich prüfe zwischen Zähnen, Lippen und Zunge, ja: ein Atom Süßholz! Und dies gelbkrause Stäubchcn — vcrmutliw ein Bestandteil einer Holunderblüte. Und djescr Blattscheinen? Wie ein erstorbenes Fetzchen vom Schmelz eines Herbstfalters schaut's fast aus; so lvcit ich ohne Mikroskop aber mit meinen Brillengläsern hier iir die gewesene Blumcnexistcnz schauen kann, wird's Ehrenpreis gewesen sei». Ja, die exotischen Teesorten sind in ihren Preisen in die Höhe gegangen, und diese„Konjunktur" hat die Wertschätzung unserer Heimat auch in diesen vorher so vernachlässigten Tee- dingen zur Folge. Nur der Mann, der die Medizinflaschen und die Pillenschächtelchen liefert, schätzte die Heimat schon vorher in dieser Beziehung. Darum aber schauderte uns, wenn uns das Ansinnen gestellt wurde, es mal mit unseren deutschen TecS auch als Tagesgetränt zu versuchen. Mau nahm de» Spiegel still hinter der Tür zur Hand und beguckte sich insgeheim, ob man denn wirklich so scheußlich alle Hebel offenbare, von denen sich ja ein jeder heute geplagt glaubt, dem das Wort Nerv nicht ganz ein dunkles, bezeichnungsloses Buchstabenkonglomerat geblieben ist. Die Preise der Exotischen sind mit dem Krieg in die Höhe gegangen. Vielleicht ist es sehr gut für unsere Nerven. Ich kenne die schlaflosen Nächte, die aus China und Ceylon stammen! Viel leicht ist es auch gut für unsere heimische Tecfabrikation, denn sie zeigt sich staunenslvert anpassungsfähig,«ne sucht uns den „Exotischen" lvenigstens im Geschmack zu ersetze». Im Duft? Nein, da verleugnet sich nicht das seltsame Gemisch von zart berauschenden Wohlgcrüchen, die uns aus bachdurchrauschtcr Blütenwiese im Sommerwind cntgegenfächelt. Ich weiß es nicht, aus welch unzähligen isubstanzcn verschiedenster heimischer Gc- wüchse sich das chaotische Tcegemengsel in meiner Tüte zusammen- setzt. Vielleicht ist es nur die Zusammensetzung deS„deutschen TeeS", der zu soundsoviel Gramm aus Gundelrebe, Huflattich, Scabiosenkraut, Ehrenpreis, Melisse, Salbei usw. gemischt wird, wie der berühmte„Kräuter-Stahl" angibt. Aber ganz abgesehen von diesen mit fackmännischen Tee- geschmacksnerven herausgeklügeltcn„Mischungen", zu denen auch der französisch benannte St.-Germaintee gehört— auck unsere einfachen Tecsorten können, wenn man nur erst mal das Vorurteil beiseite lassen und den ersten, den zweiten Versuch machen will, für uns zu täglich trinkbaren Annehmlichkeiten werden. Ich persön- lich schätze z. B. den außerordentlich belebend wirkenden Pfeffer- minztee. Ach, er hat nichts von der gefürchtcten giftigen grünen Farbe,„die einem von vornherein den Appetit verdirbt". Eine kleine Prise davon, wie man sie mit zwei Fingern aus dem krausen trockenen Blattwerk nimmt, füllt ein Kännchen von vier, fünf Tassen mit dem wundervollsten Goldton, den man sich nur vom„China" oder„Ceylon" erträumen kann. Holunder, gewiß, den täglich zu trinken, wird nur einem ctlvas bizarr disponierten Geschmack möglich sein. Aber Linden- blüte? Warum soll uns unbedingt ein Getränk mit dem Tust des Honigs, den wir auf dem graumelierten Kriegsbrötchen schlecken, widerlich sein? Versuchen— versuchen! Mit dem guten Willen der vernünftigen Einsicht und der vernünftigen Auswahl unter der Unzahl unserer heimischen Teesorten l Ich kenne die schlaflosen Näckite, die aus China, aus Ceylon stammen. Aber die Tecdelikatesseu der deutschen Blütcnwiesc gönne ich mir mit dem unverzagtesten Gemüte spät abends, wenn ich von der eisigen Havel heimkehre, in der die Eisschollen gegen- einander knirschen. Es ist was Merkwürdiges um so ein Krause- minzblättchen, Pfefferminzblättchen— seine schon den Atem auf- weitenden Essenzen spülen durch die Gefäßsysteme, regen sie lebendig an, insbesondere die wichtige Verdauungszentrale und damit den 45) Ueberfluß. Von Martin Andersen Nexö. „Ich glaube, ich sebe Ballerup," ertönte eine Küpen- Hagener Stimme. Karl drehte den Kopf, es war der kleine Kopfschläger, der Metzgergeselle aus der Nacht auf dem Hof des Abstinenzlerheims. „I, bist Du's, Bagsvärd," erwiderte eine andere Kopen- Hagener Stimme.— Der Direktor trippelte unruhig umher.„Bitte schön, meine Damen," rief er hinauf, als eine kleine Pause entstand, hier sehen Sie den kostbaren, mit Diamanten geschmückten Gürtel, der bei dem große Pfandleiher Schenk in Hamburg für fünfhundert Mark gesetzt gewesen sein. Er gehören der- jenigen, die meine Frau in zehn Minuten werfen. Kommen Sie mal vor, es kosten nix zu probieren." Es verstrichen ein paar Minuten in Stille, dann kletterte ein großes, kräftiges Dienstmädchen über die Barriere und ging in die Arena. Auf ihrer Stirn saß ein winziges Stroh- Hütchen das zu der Himmelfahrtsnase hinabbtickte, wenn das Mädchen sich bewegte; Rücken und Glieder erinnerten an einen Trainkutjcher, und hinten ragte eine riesige Turnüre weit hervor und hielt den Rock über den dicken Waden und den Schuhen init den hohen Absätzen in der Schwebe. Sie ging zur„Weltkönigin" hin und befühlte den Gürtel prüfend. Er mußte ihren Beifall errungen haben, denn sie nickte eifrig, als der Direktor fragte, ob sie„pro- bieren" wolle. Ihr Kopf wurde feuerrot, als er ihr Hut und Jackett ablegen half. „Wirf die Schuhe ab, Lene!" rief ein Seemann.„Sonst rollt's zu sehr." Als sie auch das getan hatte und mit schlingernden Gliedern vortrat, stürmte die„Königin" plötzlich mit gc- senkten? Kopf auf sie zu und packte sie unterm Leibe. Aber das Mädchen legte sich bedächtig vornüber und umschlang den gewaltigen Oberkörper mit ihren langen Armen; und io walzten sie in der Arena herum, während die Zuschauer sich vor Lacken krümmten. Das war doch wirklich keine Lüge, es war die Glanznummer des Abends; schon lange hatte man sich nicht so amüsiert. Auf einmal bekam die„Königin" es satt herumzurennen, sie warf sich a»is alle viere nieder und blieb ruhig liegen; doch Lene, die die Situation mißverstand, trat sie in die Seite, uni sie zu veranlassen, wieder aufzustehen. Die „Königin" erhob sich empört und erwiderte den Tritt, und das wurde die Einleitung zu einer regulären Schlägerei, wo- bei jede dem Haar und den Kleidern der andern zuleide wollte. Der Direktor machte einige kleine Versuche, sich ins Mittel zu legen, schien aber im übrigen nichts dagegen zu haben, daß der Ringkampf eine derartige Wendung genommen hatte. Vielleicht gönnte er seiner Frau auch einige Hiebe; als das Dienstmädchen ihre Turnüre verlor, riß er diese für alle Fälle schnell beiseite, damit sie nicht darüber stolpern sollte. In einem Anfall von Ausgelassenheit nahm er sie auf und hielt sie den Zuschauern hin; es stellte sich heraus, daß sie aus einem alten löcherigen Rock bestand. Das Mädchen rächte sich für den Verlust der� Turnüre, indem es das Trikot der„Königin" zerfetzte, so daß der fette Rücken hervorquoll; die„Königin" hielt sich ihrerseits am Haar ihres Feindes schadlos. Ein dicker blonder Zopf löste sich, und sie schwang ihn triumphierend über ihrem Kopfe. „Das ist der Skalp," rief eine grobe Männerstiinme, „nun bist Du überwunden, Lene!" Lene lauschte der Stimme einen Augenblick, dann sprang sie auf ihre Gegnerin los, riß ihr den Gürtel mit einein Ruck ab und prügelte sie unbarmherzig damit auf den nackten Rucken. Die„Königin" versuchte mit der eroberten Flechte wiederzuschlagen, gab es aber sofort auf und flüchtete schreiend aus der Arena. Dann setzte die große Lene sich weinend auf die Erde und zog ihre Schuhe an. Ter Direktor erklärte, die Vorstellung sei vorbei, und reichte ihr mit zierlicher Verbeugung Hut und Jackett. Er warf einen langen Blick auf den Meisterschafts- gürtel, den sie fest in der Hand drückte, wagte aber nickt, ihr ihn wegzunehmen. Die Zuschauer scharten sich um sie.„Was war das, Lene? Mir scheint, Tu hast Dich ordentlich rupfen lassen?" fragte ein Bursche. „Es war mein eigenes Haar," schnob Lene mit ge- kränktem Schluchzen. „Es saß aber ziemlich lose." „Ich Hab es selbst ausgekämmt und gesammelt, bis ich einen Zopf zusammenbekam. Aber das alte Diebsgesicht ist damit auf und davon gerannt, und nun niuß ich fremdes Haar auf dem Kopf tragen." „Sie können ja die Kriegsgefangenen austauschen," sagte Bänder, der sich herangedrängt hatte.„Geben Sie ihr den Gürtel, dann werden Sie gewiß Ihre Haare wieder- bekommen." „Ten Gürtel, nein, nein! So verrückt bin ich denn doch noch nicht," erwiderte die große Lene und betrachtete die Glasprismen liebevoll. Aage Sörensen kam herbei und grüßte.„Was in aller Welt wolltest Du— wollten Sie da oben?" fragte Karl halb vorwurfsvoll; sie waren jetzt so gute Freunde geworden, daß sie sich oft irrten und„Du" zueinander sagten. „Es war auch zu dumm von mir," entgegnete Aage, „aber— ich Hab ja gedacht, der Gaukler würde sein Wort halten. Zweihundert Kronen kann man schon mitnehmen. Na, das Unglück ist nicht groß." Er betrachtete Else, warf Karl einen leuchtenden Blick zu und kitzelte ihn im Hand- innern, während er Adieu sagte. Karl setzte eine abweisende Miene auf, ohne selbst zu begreifen warum. Das Wetter hatte sich aufgeklärt, und der Mond schien. Längs des Steindammes glucksten die Wellen mit unaufhör- lichem Wohllaut. Auf deni Fjord glitzerte das Wasser, und drüben auf der anderen Seite schwebte ein weißer Nebel über dunkeln, farbengesättigten Schatten. Jetzt fiel eine Harmonika auf einem Schiffsdeck ganz in der Nähe ein, der Schiffshund heulte um die Wette uiit ihr, und mehrere von den jungen Leuten sammelten sich auf dem Rasen und bc- gannen zu tanzen. Karl und Else sahen zu. Die Jugend hier tanzte auf eigentümlich kleidsame Art; jeder Mann legte die Hände auf die Hüften seines Mädchens, und sie umfaßte seinen Hals. Es war etwas Ansprechendes dabei. „Sollen wir einen Spaziergang machen?" fragte Karl mit unsicherer Stimme; ein seltsames Zittern hatte ihn bc- fallen. Else nickte, und sie schlugen einen Weg ein. der am Fjord entlangführte; kurz darauf nahm sie seinen Arm. Doch er machte sich frei und legte den Arm um ihren Leib. Er beugte sich vor und blickte ihr lächelnd ins Gesicht, und sie lächelte wieder— still und glücklich. Aber sein Arm zitterte, und cy nahm ihn wieder fort. „Bist Du krank?" fragte sie leise. Dieses„Du" wirkte wie ein lichter Klang durch ihn hin- durch. Er hatte ja selbst daran gedacht, es ihr vorzuschlagen, es fehlte ihm bloß der scherzhafte Anlaß; und jetzt kam es ganz von selbst, erwuchs als Selbstverständlichkeit aus dem Vcr- hältnis. lSortf. folgt.) ort so fcEc unb so borgcLlkch crlvunschtün Nppciit— und damit den stanzen Stoffwechsel überhaupt. Der aber ist des ganzen Wohlbefindens Wcckcrin und Erregerinl A. Rath. Theater. 5k o in ö d i c n h a u s. Bunter Abend. Dieser„Bunt e Abend", dessen Erlrag für Kriegswohlsahrtszivecke bestiinint war, brachte neben allerhand mehr oder minder unterhaltsamen Anspruchs- lofigkeiteu erfreulicherweise auch wieder einmal das kleine, noch immer nicht genug bekannte Meisterstücklein des vor ein paar Mo- naleir freiwillig ans dem Leben geschiedenen dänischen Humoristen Gustav Wied: den ironisch wehmütigen Einakter„Abrechnung", der ganz anders als seine sprudelnd übermütige, unendlich oft ge- spielte Komödie' 2— 5" Nana und Bedeutung eines mensch- lichen Dokuments besitzt. ES ist ein eigener Reiz, wie uns der Dichter hier die Welt attS der Vogelperspektive der beiden greiien Kameraden, die in dem Jnvalidenstist ein s', immer teilen, sehen lägt. Die Jahre haben mit dem Körper zugleich die Herzen und die Leidenschaften müd gemacht, und die Erklärung des durch die Nenommistereien des Freundes in seiner Eitelkeit ge- kränkten Junggesellen, das; dejieu Tochter eigentlich sein Kind sei, verursacht uttr noch einen harmlos, kurzen Zwist. Tan» lenkt der citrst io harte Witwer begütigend wieder ein. Sie beide brauchen einander, und so wird der Beschlnst gesagt, sich in die Ehren der Verwandtschaft brüderlich zu teilen und die Erinnerung ans Ver- gangene in allabendlichem Plattich um so getnütlicker zu pflegen. Das Alles entwickelt sich in einem Dialog von höchst ergötzlicher Charakteristik, erhält durch das Ericheilten der alten Herren aus den S.achbarziinmern zur Geburtstagsfeier und das t-tändchen der jungen Studentenschar eine sinnig angepaßte Slimmungsresonanz. Vorzüglich war Herr P i ch o. der den Witwer nut den Rudimenten seiner ciiistigen unauSstehtichetl Borstigkeit ebenso drollig wie rührend porträtierte. Es folgte der K o tz c b u e s ch e recht schwache„Schneider Fips", der aber Direktor Meinhard Gelegenheiten bot, in der Titelrolle seiner stnecksildcrn beweglichen grotesk phatiiastischen Possen- komik�zu allgemeinem Vergnügen frei die fsiigel schieben zu lassen: zum Schlüsse ei» von Fränl. Salomono wa mit schmiegsam weicher Anmut gelangtes Memodrama„Die Hand" von Heinrich Berenh. Herr E l e m i n y vom kgl. Schauspielhaus, aus dem Feld zurückgekehrt, trug zur Laute frisch und flott einige der popu- lärsteit Soldatenlieder vor. Ebenso fanden die Tagescouplets Sabos. des ausgezeichneten Komikers vom Berliner Thealer, und sein verblüffend Wienerisch borgetragenes„Fiakcriied" großen Beifall. —_ tit- kleines Zeuilleton. Militärtauglichkeit unö Serufstätigkeit. In Oesterreich sind bedeutsame Uiitersttchniigeit darüber an- gestellt, ob und tvie die Wehrkraft Oesterreich-lkngarns davon be- troffen tvird, tvenn die Mehrheir der Stnalsbürgerschaft in Industrie, Htandel und Verkehr oder in der Landwirtschaft tätig ist. Dr. N o a ck sagt mit Recht, daß sich der Grad der Militärtauglichkeit nicht durch eine einzige Ursache erklären läßt, sondern nur durch ein Zusammenwirken mancherlei Umstände. Mau wird auch die vielfach ungleiche„sanitäre Elle" und die Privilegien berücksichtigen müssen, die die österreichischen Wehrgcsctze den Wehrpflichtigen' deS kirchlichen Standes, den Lehrern und Familienerhaltern usw. einräumen. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen bestehen darin, daß der Grad der Mililärdiensttaug- lichkeit einer Bevölkerungsschicht nicht durch die Beruistätigkeil, nicht durch deren landwirtschaftlichen oder industriellen Charakter bedingt ist, daß er vieltnehr insbesondere bei der städtischen Bevölkerung wesentlich abhängt von dem Verhältnis, in dem Bevölkerungszahl, Gcsainigrundflächc und unbebaute Fläche zueinander stehen, und daß mit der zahlenmäßigen Zunahme der wirischast- lichen Selbständigkeit auch die Zahl der Rckrulen steigt. Es ist also nicht die laiidwirtschaitliche Berufstätigkeit, die mehr als jede andere das Individuum militärdiensttauglich hält, sondern diese Wirkung beruht auf dem Landaufenthalt, auf dem Wohnen in freier, ländlicher Umgebung, und zwar im Gegensatz zur engen, lickit- und luslarmcn Stadt. Da Oesterreich jetzt vorzugsweise ein Agrarstaat ist und sich erst neuerdiirgs stark zum Industriestaat entwickelt hat. so sind diese Ergebnisse von be- wilderer Bedeutung. Noack behauptet nämlich, daß, wenn der liidustnellet: Entwicklung Oesterreichs eine großzügige und intensive soziale Reforinarbeit. insbesondere auf dem Gebiete des Arbeiter- ichtttzeS, der öffentlichen Wohlfahrtspflege, des Städtebaues und der Wohnungspolitik vorausgeht, sie ntchl eine Schwächung, sondern eine außerordentliche Steigerung der Wehrkraft der in der Doppel- Monarchie vereinigten Nationen zur Folge haben wird. Kriegsverforgutig vor 4000 fahren. Man schreib: uns: Wenn heute auch nicht mehr voll nach detn altrömischeu Grundsatz„inter anna silent leges",„in waffenstarrender Zeit schweigen die Gesetze", verfahren wird, so sind doch bekanntlich eine Menge rechtlicher Ausnahmebestimmungen für die Kriegsteilnehmer und die Kriegszeit erlasien, die für uns etwas Neues und Außerordentliches darstellen. In Wahrheit sind ähnlicbe Festsetzungen, wie der Geichickitsichretber des Altertums, Professor Eduard Meyer, nachgewiesen hat, schon vor 4000 Jahren erfolgt, wenn über daS alte Babylonien der„Kriegszustand" verhängt wurde. Schon uin 222ö v. Chr. erzählt der Herrscher Singa- schid von llruk in einer Inschrift, er habe für Korn und Oel, Wolle und Kupfer Höchstpreise festgesetzt— für 1 Schekel Silber. etwa 1,50 M.. mußten 12. Pfd. Wolle oder Kupfer oder 3 ,,gur" (40 Pf.) Korn gegeben werden— und der große Gesetzgeber Hammurabi, der von 2123— 2081 v. Chr. regierte, hat dieselbe Wirtschastspolitik verfolgt. In seiner großen Gesetzessammlung, die 1901 aufgefunden wurde, finden sich auch die ersten Militär- und Militär- Versorgungsgesetze der Welt. Der König unterhält ein stehendes Heer; auf den Kriegern ruht die ständige Perpflichtung zum Heeresdienst, und wer sich dem entzieht und beim Aufgebot(ivir würden sagen: beini Aufruf des Landsturms) einen gemieteten Vertreter an seine Stelle schickt, wird mit dem Tode bestraft. Dafür erhalten die Krieger voin König ein unveräußerliches Grundstück und Vieh zur Bewirt- schaitnirg, das sich mit der Verpflichtung zum Kriegsdienst auf ihre Nachkommen vererbt. Wenn ein Krieger dies Gut wegen der darauf liegeirden Lasten nicht bewirtschaftet, darf es ein anderer in Besitz nehmen i dieser behält es erb- und eigentümlich, wenn der ur'prüngliche Besitzer iricht innerhalb drei Jahren seine Rechte geltend macht. Diese Verhältnisse erinnern an das' spätere Aegypten und das Römerreich mit seinen Landanweisungen iür Vclcranen. Schlecht aber, Ivie kaum je später, stand es um die Militärärzte t glückte ihnen eine Operation, so erhielten sie ihr gutes Honorar— führte sie den Tod des Verletzten herbei, so wurden dem Arzt die Hände abgehauen. Die vierhellersemmel von 101S. Im„Heimgarten" plaudert Peter Rosegger über die Semmel: Die'Semmel ist die Einheit der Nahrungsmittel. Sie ist das billigste Nahrungsmiltcl und auch das beguemste. Man könnte wohl den Nährstoff anderer Stoffe an ihr messen, so z. B. eine Portion Fleisch gleich fünf Semmclkräftc, ein Kilogramm Kartoffeln gleich drei Seminelkräfte, zwei Liter Bier gleich eine Semmelkrast. Aber die „Sennnelkrast" sinkt in detn Maße, als ihr Preis steigt. Als Knabe einst, wenn ich auf dein Wege ins ferne Kirchdorf eine Kreuzer- semmel kauste, wurde ich satt davon. Bor knrzem schenkte ich einem meiner Enkel einen Kreuzer:„Kauf Dir was bannt/ Der Klemer ging und erst nach Stunden kam er zurück. Er sei die halbe Stadt abgegangen, hätte aber nichts gesunden, was um einen Kreuzer zu haben gewesen.wäre. Dann habe er den Kreuzer einem Bettler in die Hand gedrückt; der hätte auch nichts dafür hergegeben, nicht einmal ein Vergelt's Golt.— DaS Geld fängt erst mit zwei Kreuzer (vier Heller) an, etivaS zu sein. Seine erste Leistung ist die Semmel. Doch von Semmeln allein kann niemand leben, außer die Backer.—• Jüngst ließ der Dorfschmied zu M. bekanntmachen: Wer znschauerr wolle, er werde vor dem Miitagcsteu im Wirtshaus iu einer Viertel- stunde zehn Semmeln essen. Wie Zeugen bestätigen, ging das oanz leicht. Ter Mann steckte je eine Semmel auf einmal in den Mund und zerkaute sie ganz behaglich. Als die Viertelstunde um war. hatte er zwölf Semmeln verzehrt— dann ging er zum Mittags- mahl. Das war die Vierhellersemmel von 1915. Wie der Krieg die Technik fördert. ES ist belannt, in welchem Maße die besonderen und nicht vor» hergeiehenen Bedingungen des jetzigen Krieges die Eifinduttg neuer Angriffs- und Abwehrwaffen geiördert hat. Daß aber auch die P r i v a t i u d u st r i e sich den uttgewöbitlichen Ansorderungeu. die der Krieg gezeitigt bat. iu hohem Maße anpassen und sogar An- regungen daraus schöpfen konnte, dafür wird in dem neuen Heft der Wochenschrift„PlutuS" ein bezeichnendes Beispiel angeführt. Der Mangel an Petroleumvorrälen hat dazu getührt, daß im großen Umfange elektrische Beleuchtungsanlagen geschaffen worden sind; besonders hat aus dem flachen Laitde eure außerordenil.ch rege Tätigkeit in solchen Ncuantagen eingesetzt, die den Ueber- lattdzenlralen neue bedeutende Absatzgebiete erschlossen baben. Hier zeigte sich nun die Anpassungsfähigkeit und Schulung unserer elektrotechnischen Wissenschaft im hellsten Licht. Man machte Versuche, Eisen zu verwenden und die Gummiisolierung durch Papier zu ersetzen. Diese Versuche sind völlig geglückt. Der Verband Deutscher Elektrotechniker hat„in Berücksichtigung der zur- zeit vorliegenden Verhältnisse" Normalien geschaffen für Mantel- dräbte mit Papierisolierung, für NtederspannuttgSanIagen in trockenen Räumen zur erkennbaren Verlegung, die es ermöglichr, den Leitung-?- verlaus ohne Aufreißen der Wände zu verfolgen. Die Leiter dieser Manleldrähle bestehen aus vernickeltem weichen Eisen. Notizen. — K o n z e r t ch r o n i k. Zu derAufführung von Beethovens I X. Sinfonie, die unter Leitung von Generalmusildirektvr Fritz Steinbach am 1. März in der Philharmonie stattsindet. wird am Sonntag, den 28. Februar, mittags 12 Uhr, eine öffentliche Haupt- probe veranstaltet, — Vorträge. Professor Steindorff aus Leipzig hält ain Miltivoch, abends 8 Uhr. in der Urania einen Vortrag init Licht- bildern über:„Der Suezkanal, Aegypten und Eng- l a n d".— Die Höhere Fachschule für DekorationS- k u n st Veranstalter einen Vortragsabend mit Lichtbildern und De- monstrationen am Donnerstag, den 25. Februar, um 8>/z Uhr im Künstlerhause. Es werden sprechen: Fritz Stahl über:„Krieg und Berufswahl"; Julius Klinger über:„Die Erziehung zum Schau- sensierdekorateur". Eintritiskartcu kostenlos im Verein Berliner Künstler, Bellevuestr. 3, und im Sekretariat der Schule, Landshuicr Straße 38. — E i n Opfer der Wissenschaft. Auf dem Felde des wissenschaftlichen Kampfes gegen die Krankheiten fallen auch in Fricdcnszciten Opfer. In diesen; Kriege sind für die Wissenschaft- lichen Forscher, die daheim bleiben, die Gefahre» beim Studium zahlreicher, sonst bei uns nicht heimischer Infektionskrankheiten bedeutend vermehrt. Dem noch wenig erforschten Flecktyphus ist der Professor am Hamburger Institut für Schiffs- und Tropen- krankheiten v. Prowazek erlegen. toter für Dienstai, 23.Fe!iriiar: Berliner Theai'-r 8 hi;„Extrablätter!" Deutsches Kiinstler-Theaicr Egraoiil. D cutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Der Freischütz. rncrtrich-Wilhelmstädt. Theater. 8Uhr:Die Fledermaus. Hcrrnield-Theater 8 Uhr: Familie Plaschek. Helhriag contra Helbring. Kleines Theater 8 Lhl Jetteheu Gebert. Komieschc Oper 81UU: Geld gab ich für Eisen. Komödien haus 8 01 Bunter Aheud. I.essing-Theatcr 8 Uhr; Jugemlfreunde. I.astspiclliaus sv. l jjje gnentreise. Sletropol-TUeatcr 8 Ubr: Woran wir denken! Bontis Operetten-Theater 8 Ubr Der liebe Pepi. Xational-Theatcr -■lör: WeMd.LaDdstmtaiit ResIdentB-Theater 8 Ulir: Die Schöne vom Strand. Rose-Theater 8 Uhr: Else vom Erleuhof Sehiller-Theatcr O. 8 ühr: Selilller-Th. Charlotten hg. 8 Lhr: Srierj im Frieden. Thalia Theater 8 Lhr: Kam'rad Manne. Theater am%olIendorfpl. S'/f U.: Immer teste drnft! Sonnt, o'/, U.: Der Graf v. Luxemburg. Theater des Westens 8 Ubr: Rund um die Liebe Theater in der Königgrälzer Straße 7�v-: Herodes und Mariamne. Trlanon-Theatcr 8,|,< L Das Liebesnest. Volksbühne. Theater am Bülowplatz 8 L;]ir Söuke Eriebsen W alha IIa Theater 8 ühr: Krümel vor Paris. URANIA TaubenstraBe 43/49. 1 Uhr(Halbe Preise); Die Weichsel und die inasiir.Seeö. Abends 8 Uhr: ßieWpeii uodihrekanipfstatteg. Letzte Woche! Johanna Terwin vom TJeutschenTheater, Berlin, Jakob Tiedtk e v. Lessing-Theater, Berlin, in: Landwehrmann und Pikarde Zeitbild von Otto Keuttor. Serene Nord mit ihren Wassernymphen, Rosa Felsegg mit ihrem Aeroplau, Else Berna Operettensängerin sowie der hervorragende Februar- Spiel plan. Kleine Preise. Palasl-Theater Täglich 8 Uhr; „Muttchen hat's Wort!" am Zoo irt!" J Zirkus Alb. Schumann Dienstag, 23. Febr., Anf. 7'/, Uhr; Elite- Vorstellunsr. Besonders hervorzuheben: Artur Siaxon-Trio die stärksten Männer derWelt mit ihrer lebenden Automobilbriicke. 4 Claeres in ihr. unerreicht. Leistung.— Weises 5 dressierte Bären, der Bär als Kunstfahrer auf dem 3 Meter hohen Zweirad. einzig dastehend. üebr.Ernst u. OskarSchumann. Um il.'/t Uhr: Um 9'/. Uhr; Ost und West. Großes p atri o tisch. Seh aus tück 's der Gegenwart in 4 Akten. Casino-Theater, Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. SSä?" iyur noch bis Donnerstag"Mtzl den 25. d. M.: Durch dick und dünn. Freitag, 2tz. Februar; Erstaufführung des neuen Lustspielfchiagers; »er Reer Kominerzienrat. Sonnt. 4 Uhr; Durch Klippen u. Wellen Theater Folios Ccpricc gy. Possen-Theater Ast Sprcchstnndc. Ein aiigenelimer Herr. Marlin Kellner a. G. Voigt-Theater. Badstr 58. Badstr, 58. Morgen Mittwoch, den 24. Februar; Golii und Liebe. Schaulpiel in 4 Alten und 5 Bildern. Von Ednnmd Braune u. Heinr. Kläger. Kafsenerössnung 7 Uhr. Ans. 8 Uhr. Reicbsbaiien-Ibealer. Stettiuer Sänger. fluni Schlug: Weihnachtsabend im Schützengraben � Ansang 8 Uhr. Militärpersonen und deren An- igäSfa gehörigen voll- lominen freier flutritt zu den ÄIa. Stell. Sängern. Starkungs-Rotwein. IKxM/MAAwW' unnatürl. Blutröte des Gefichts» Blutäderche». Pusteln usw. be- seitigt am sichersten„Ptarnbin". Seit sst. 25 Jahren mit wirksamsten Erfolgen erprobt. M. 3,50. Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr.4 H.& P. Uder, Haupl-Niederlage der k. k. österr. Tabak-Regie. Xigarren— Zigaretten— Kanchtabake. Nur für Wiederverkäufer zu Originalpreisen, AUeinverkauf der Fabrikate der Firma F.•¥. IJurrus �t. Kreitz Größte deutsche Kauchtabakfabrikation. Jahresprodukiion über 5 OOO OOO Pfd. Rauchtabake Zigaretten-Spezialität: 1/ Algerien ne. Bronchialkatarrh, Asthma, Luftröhren-, Kehlkopf-, Rachen- u. Rasenkatarrh Wer an einer dieser Krankheiten leidet, versäume nicht, sich sofort über de» bewährten Tanere'S- Wiesbadener- In- halator zn informieren. Der Original- Tancrb- Inhalator ist ein kleiner, sinnreicher Apparat, der nach besonderem Verfabren auf kalten« Wege des- " Verantwortlicher Redakteur: Alsrep Wielepp, Neukölln. Für den Warnung! Achten Sie genau auf den Namen Tanerv und d>e paientamlltche Schutzmarke„Die Kur im Hause", damit Sie auch wirklich deu echten und altbewährten Originol-Tancre-Jnhalator erhallen, da minderwertige Nachahmungen im Handel sind. Kein zweiter Apparat kann sich wie dieser auf 18 000 fleugnisse von Aerzten und Patienten berufen. Nähere Auskunft über den Original-Tancrö-Jnhalator wird von der Firma Carl A. Toners, Wiesbaden. 91 8, gerne kostenlos und ohne Kaufzwang erteilt. Verlangen Sie noch heute gratis belehrende Broschüre. Ten Kupon wolle man ausschneiden und als Drucksache einsenden. infizierende, lösend und heilend wirkende Medikamente in einen seinen, gasartigen, trockenen Nebel oder in kühl-fcnchten, äußerst sein verteilten Tau umwandelt. Dieser Nebel wird an die Atemlust gebunden, eingeatmet und dringt ans diese Weise in die tiefsten Luftwege ein. Er wird hierdurch dirclt an den Sitz der Erkrankung gebracht und ermöglicht gleichsam eine Durchtränkung des gesamten Almungsorganismus mit heilkräftigen Stoffen. Dadurch erklären sich die schnellen, bisher bei Katarrhen der Luftwege ganz ungewohnten Erfolge, welche zahlreiche Aerzte der- anlaßten, Tanerss-Jnhalalor aufzunehmen und ihren Patienten zu llerordnen. So schreibt Herr Fabrildirektor a. D. Paul Fimmel, Lucken- walde, Grabenslr. 27: Ich bezog von Ihnen einen JnhalationS- Apparat, um gegen meinen seit zirka zehn Jahren bestehenden Bronchialkatarrh auf Zlnraten meines Arztes energisch vorzugehen. Zu meiner großen Freude kann ich Jbneu beute schon mitteilen, daß ich mich nach konsequent durchgeführter dreimaliger täglicher Jnhalatioti heute von sämtlichen früher erlittenen Beichwerdcn vollständig befreit fühle. Nach meinen Erfahrungen kann ich Ihren Jnhalations-Apparat nur bestens empfehlen, derselbe bedeutet eine große Wohllot, die sich alle Kalarrh-Leidendcn zu Nutzen machen sollten. Die stete Gebrauchsferligkeit sowie das Einatmen der betr. Medikamente in gasförmigen Zustand erhöht den Wert desselben ungemein, gegen der früheren iimständlicheil und wenig angenehmen Inhalation feuchtwarmer Dämpfe.____ Inseratenteil verantw.f TY. Glocke.Berlin. Druck u.Verlaz: Vorwärt» Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW, ffirmix Carl A. Tancre, Wiesbaden 91 S. flch wünfche Aulllärimg über flbr neues.Xnhalationssystcm. Es dürfen wir keine Kosten hierdurch entstehen. Name und Stand;- Wohnort:- Genaue Adresse: Im oficnen Briefumschlag mit 3 Pf. srankicren.