1 iir sa-iaiö Unterhaltungsblatt des Vorwärts fimfel, du Zrieöenssangerin. Anisel, du Friedenssängerin, bist du schon wach, Da Nacht sich über der Erde noch wölbt gleich einem Dach? Oder hüllt deine Seele der Schlaf nur leicht wie Flaum llnd singst du im Dunkel, wie Kinder reden im Traum? Noch seh ich dich nicht, du Verborgne im Lindenbaum, Aber dein Singen schau ich im Finstern klar! Das strähnt durch die Luft wie feuergoldenes Haar. O so singe du, Freundin, ström über in tiefster Nacht, Tann scheint der Tag, noch che der Morgen erwacht. So grost ist seine Helle; ich sehe das Dunkel nicht— Gesang ward Licht! Fridolin Hofer.�) Der wirtschaftliche Dämmerschlaf. Xn. New Uork, 27. Januar 1318. Einer der beliebtesten und wirkungsvollsten sozialistischen Agi- tatoren in den Vereinigten Staaten ist der Genosse Oskar Ame- ringer. Ameringer trägt seine mit köstlichem Witz und treffendem Humor gehaltenen Agltationsreden ebenso gut in der englischen wie in der deutschen Sprache vor—• oder vielmehr in der schwäbi- scheu Sprache. Denn der vor 33 Jahren nach den Vereinigten Staaten ausgewanderte„Dutchman" spricht seine Muttersprache noch genau so, wie sie im Schwabenländle gesprochen wird. Er war von den amerikanischen Genossen zum Wiener Kongreß delegiert worden und sollte auf seiner Reise durch Deutschland eine Reihe Vorträge halten. Doch der Krieg brach aus, gerade als er von seinem heimatlichen Milwaukee in New Jork angekommen war und das Schiff besteigen wollte. Eine Probe des Ameringerschen Humors liefert folgende Be- trachtung, die jetzt die Runde durch die amerikanische Parteipresse macht. Die Sache behandelt den hier viel diskutierten Dämmer- schlaf, den neuerdings die Aerzte zur Erleichterung der Geburt eingeführt haben. Ameringer schreibt dazu: „Die in folgender Abhandlung enthaltenen wissenschaftlichen Angaben sind von meinem gelehrten Mitarbeiter Dr. I. K. Jasfe von Philadelphia geliefert worden, aber die Anwendung der Daten aus die Volkswirtschaft ist gänzlich meinen eigenen Bemühungen zuzuschreiben. Der Dämmerschlaf ist ein Zustand intensiver Lethargie, während der der Patient ganz wach ist. In diesem Zustand ist er sich wohl bewußt, was um ihn herum vorgeht, ohne gewahr zu wer- den, was mit ihm selbst geschieht. Während ihn das Leiden anderer tief ergreift, kann er, ohne zu wissen, das ihm etwas weh tut, großen Schmerz erdulden. Wenn>der Chirurg eine Anzahl vitaler Organe des Patienten entfernt, ist dieser sich bewußt, daß sie ihm genommen worden sind, aber er erkennt sie als sein Eigentum nicht wieder, und wenn er während der Operation stirbt, kann er sich des Ereignisses nicht entsinnen. Nach dieser etwas knappen aber bemerkenswert klaren Auseinandersetzung werden wir jetzt zur Technik der Operation kommen. In der wirtschaftlichen Chirurgie wird der Dämmerschlaf durch die Einspritzung eines von Humbug, Dunst und überhitzter Atmo- fphäre zubereiteten Serums herbeigeführt. Die Einspritzung nnitz in dem Alter von 7 bis 14 Jahren täglich vorgenommen werden. Nach dem vierzehnten Jahre, genügt eine wöchentliche Einspritzung, um den Patienten zum Zweck der täglichen Operation in dem er- forderlichen bewußtlosen Zustand zu erhalten. Millionen Arbeiter sind schon operiert worden, während sie sich unter dem Einfluß des Dämmerschlafs befanden, ohne den gc- ringsten Schmerz zu verspüren, wenn man sie von dem Produkt ihrer Arbeit trennte. Die gewöhnlich eintretende Nervenerschütte- rung nach der Operation bleibt gänzlich aus, und der Patient merkt keinerlei Verlust. Unglücklicherweise verbietet der Raummangel, mehr als ein paar charakteristische Fälle anzuführen. Fall 1. Clarence Kaflunk, Angestellter in einem Warenhaus, Hcrrengarderobc.� Gehalt 48 Dollar den Monat. Bewohnt' mit einem anderen jungen Mann Hausflurstube. Redet von seiner Schlafkammer als„seinem Junggesellengemach". Nennt das Ge- schäftshaus, das ihm den fürstlichen Lohn zahlt,„unsere Finna". Beklagt sich bitter darüber, daß„unsere Firma wegen der unver- Dieses Gedicht eröffnet das 1. Märzheft des„Kunstworts". 62] Ueberfluß.. Von Martin Andersen Nexö. 21. Mit einem wunderbaren Gefühl von Jugend und Spannung spürte Frau Sörensen die Schiffsplanken unter sich und sah die Arme des Fjords sich öffnen und das Land zurückweichen. Sic ging auf dem Deck auf und ab, aufrecht, mit clasti- schen Schritten, und sah den Passagieren keck ins Gesicht. Das Bewußtsein, daß sie ihrem Schicksal überall und in jedem Augenblick begegnen konnte, machte ihren Blick wachsam, fast zudringlich-forschcnd, was von mehr als einem Manne miß- verstanden wurde. Aber sie wies alle mit zornigem Erstaunen über ihre Frechheit zurück. W i e das Große komnien sollte, wußte sie nicht. Sie hatte nichts Bestimmtes nüt Bezug auf die Reise beschlossen, wollte nichts beschließen— der Zufall sollte ganz ent- scheiden. Dort am Lande saß er, der arme Mensch, dem sie heute vormittag aus reinem Pflichtgefühl entgegengekommen war. Er hatte sie verschmäht und glaubte vermutlich, daß sie eine Niederlage erlitten habe. Aber sie fühlte keinen Groll gegen ihn, mir ein wenig Wehmut, wie einer, der das eigene Glück auf Kosten eines anderen wachsen sieht. Ein junges kräftiges Mädchen ging auf dem Deck auf und ab. Sie schlenderte sorglos, drehte sich auf dem Absatz und summte, manchmal leckte sie sich mit der Zunge an der Oberlippe. Auch sie harrte des Großen, in ihrem ganzen unbewußt-herausfordernden Verhalten sah man, daß sie bis- her nur ahnte— noch hatte sicb ihr Körper unter den Händen keines Mannes geformt. Ja, sie wußte, ohne zu wissen, das erkannte man an der Behendigkeit, mit der ibr Blick dem der Männer auswich, obwohl er sonst überall war - eben voll Neugier. Frau Sörensen aber war ganz wissend, und das war eine Notwendigkeit, um das Glück zu kennen und festzuhalten. Unwillkürlich ahmte sie die Jungmädclbewegung der anderen, ihr sorgloses Wesen nach.. Aber es durchzuckte sie. als sie sah, daß das sunge Mad- chen sich von einem ibr offenbar ganz freniden Herrn anreden liefe. Und sie wandte ihm nicht den Rücken, sondern mit- wartete— sie stand bloß seitlich nach ihm hin und starrte aufs schämten Forderungen der Gewerkschaft der Fuhrleute ihre ge- wöhnliche Dividende nicht zahlen konnte." Trägt eine kleine Schere in der Westentasche, mit der er, wenn er die Kunden nicht bedient, seine Manschetten und Hosenränder glatt schneidet. Fall 2. A. Jvory Nudel, früher Angestellter der Uhrenfabrik Saltham. Besitzer des Weltrekords in der Uhrmacherei, da er in 33 Jahren 333 333 18-karätige Salthamsche Uhren mit 23 Rubinen zusammengesetzt hat. Wurde im Älter von 42 Jahren wegen Altersschwäche entlassen. Brach den Hals, als er einem Taschen- diebe nachlief, den er bemerkt hatte, als dieser seinem früheren Arbeitgeber, Herrn Saltham, eine Uhr klauie. Die Gesellschaft Saltham segnend, verschied er und hinterließ sein aus einer Uhr mit Nickelgehäuse bestehendes Vermögen seiner Witwe. Nr. 3. George Teil, Bankangestellter. 18 Jahre lang mit der- selben Dame verlobt, da es die Geschäftsrcgeln nicht gestatten, daß Angestellte, die weniger als 63 Dollar den Monat verdienen, heiraten. Hält sich 8 Stunden den Tag im Kontor auf. Unab- hängig in der Politik. Ist dagegen, daß man sich an politische Parteien fesselt, aber stimmt, wie der Chef befiehlt. Gehört der Staatsmiliz an und ist eingeschriebenes Mitglied der„Gesellschaft der Söhne der Freiheit". Versetzte seine Uhr, um einen Gesell- schaftsanzug zu mieten, in dem er auf dem Prosperitätsdiner des Handelsklubs erschien. Fall 4. S. Ucker. Arbeitete früher in einer Fleischkonserven- fabrik. Erhält jetzt sein Leben, indem er aus Kästen hinter den Restaurants Nährwerte abstrahiert. Sagt, daß schwere Zeiten durch zu üppiges Leben hervorgerufen werden. Fall 3. O. U. Boob. Unorganisierter Maurer. Kann schlecht sehen, was davon herrührt, daß er beständig nach Arbeit ausschaute. Sehr stolz darauf, daß er keiner Gewerkschaft angehört. Sagt, er würde lieber ins Gefängnis gehen, als seine Freiheit verlieren. Hat seit 6 Monaten keine Arbeit. Behauptet, jeder, der arbeiten wolle, könne Arbeit finden. Arbeitet seit dem neunten Jahre. Ist jetzt 83 Jahre alt. Hat während seines Lebens ein Paar Ueber- ziehhosen und eine beträchtliche Quantität Rheumatismus er- warben. Ist ein erbitterter Gegner des Sozialismus, weil er nicht an das„Teilen" glaubt. Fall 6. Adam Feger, abgelegter städtischer Beamter von der Knüppelbrigade. Bemerkte, als er in der Brotreihe(die Reihe der Almosen empfangenden Obdachlosen) stand:„Pah! diese Brotreihen sollen unserem Lande Schande machen? Ich habe schon welche ge- sehen, und ihr sollt mir erst den Ort zeigen, wo man längere Brot- reihen hat, als hier in Gottes eigenem Lande. Wenn euch unsere Brotreihen nicht gefallen, so geht doch in das Land zurück, woher ihr kamt." Wir bedauern sehr, diesen Bericht über den wunderbaren Er- folg des Dämmerschlafs, wie er aus die unteren Klassen ange- wendet wird, abbrechen zu müssen; wir hoffen jedoch, daß genügend Beweismaterial erbracht worden ist, um die Aufmerksamkeit des Rockcfeller-Jnstituts zu erregen, das schon so viel zur Erforschung des Gaunerwurms und anderer Krankheiten der„unteren Schichten" beigetragen hat. Die Anwendungsmöglichkeiten des Dämmerschlafs sind eben erst erkannt worden, und unsere führenden Bürger könnten keine bessere Anlage machen als die, in freigebiger Weise zur allgemeinen Anwendung beizusteuern. Eine Arbeiterklasse, die sich der Schmerzen nicht bewußt ist, wenn man an ihr operiert, ist der größte Segen, den sich ein kapitalistisches Land wünschen kann. Als Gegengift gegen den Sozialismus, die Gewerkschaftsbewegung oder ircndeine andere Lehre, die zum Denken anregt, ist der Dämmer- schlaf absolut unübertroffen." Muflt. F r i c d r i ch- W i l h e l m st ä d t i s ch e s Theater. Verdis „Troubadour" bewährt sich, was man auch sagen mag über die Räuberromantik der textlichen Unterlage, noch immer uls Zug- stück besserer Art. Und das tat die blühende, glühende Musik. Die Aufführung am Montag hatte trotz einzelner Störungen leidenschaft- lichen Schwung. Heinz Arensen, der den Manrico sang, vermochte hier sich ini Glänze seiner schönen Stimme und seines von Gesangs- kultur zeugenden Vortrages zu offenbaren. Er war gut disponiert; das hohe tl in der Kerkerarie kam hellschmetternd heraus. Auch Hermann Kant ist ein kräftiger Baßbarilon. Sein Graf Luna wurde sehr resolut und mit dramatischer Svielgeschicklichkeit gegeben. Rosa Sachse-Friedel war eine eindrucksfähige Zigeunerin Azucena. Und die Gräsin Leonore ist bei Hanna V. Granfelt vortrefflich aufgehoben. Die Chöre klangen allerdings schwach und unrein. Otto Urack hält aber das Orchester wie die Sänger energisch zusammen. sie dann unter den Arm und ging landeinwärts, wober er von Zeit zu Zeit den Kopf drehte und ein Nicken zurück- zuschinuggeln versuchte. Und hier stand sie selbst ganz ratlos, bis der Steuermann kam und sie bat lveiterzugehen. Da begab sie sich ans Land. Ein Droschkenkutscher rief sie an, und sie ging zu ihm. „Wohin wollen Sie?" fragte er..., „Das weiß ich nicht— doch, ich möchte gern in ein sepr billiges Hotel." „Weiter nichts. Das ist ebenso einfach wie auf zwei Beinen zu geben. Wie billig darf es sein?" fragte er grinsend. „Holla, Petersen! Ach so, Sie sind wohl besetzt?" er- tönte eine flotte Stimme, und der dicke, kahlköpfige Reisende kam mit zwei großen Handkoffern herbeigewatschelt. Ten Hut hatte er im Nacken, und große Schweißperlen saßen auf seiner Stirn. „Ja, ich soll die Dame hier fahren; sie weiß bloß nicht, wohin sie will."„, „Vielleicht könnte ich Ihnen helfen, gnädige Frau,' fiel der Agent ein.„Wollen Sie zu Verwandten?" „Nein, ich wollte in ein recht billiges Hotel." „Aber das trifft sich ja ausgezeichnet," rief der Agent mit wirklicher Freude.„Ich wohne in dem billigsten Hotel der ganzen Stadt— von ordentlichen Hotels wenigstens und Sie könnten auf eigene Faust nie etwas bloß annähernd Gutes finden, und wenn Sie doppelt soviel bezahlen würden. Ich meine also, Sie sollten sich in den Wagen setzen und mir alles übrige überlassen; Sie dürfen ja, falls Ihnen das besser gefällt, Ihren Anteil an der Fahrt selber bezahlen." Frau Sörensen setzte sich in den Wagen. Sie fühlte sich nicht mehr unglücklick; es war doch so eine Art von merk- würdigem Erlebnis, wenn zwei wildfremde Menschen zuerst mit demselben Dampfer fuhren, dann eine Droschke benutzten und endlich in demselben Hotel abstiegen. Sie lehnte sich hintenüber und ließ sich unterhalten, während ein helles Lächeln auf ihrem Gesicht lag. Der joviale Agent war ein sehr unterhaltender Herr, der im richtigen Verhältnis zu erzählen und auszuforschen verstand. Sein eigentliches Fachgebiet war Kognak, aber er war zu sehr geborener Geschäftsmann, irgendeine Gelegenheit vorübergehen zu lassen; unter anderem hatte er sich bei dem Hotelwirt auch Prozente ausbcdungen. Es kam also darauf an zu erfahren, wie lange diese eigentümliche Durchgängcrin in der Stadt zu bleiben gedachte. (Forts, folgt.) Wasser. Frau Sörensen wollte sie verurteilen, fühlte sich aber unsicher. Am Abend hielt sie sich im Decksalon auf, wo einige Reisende saßen, Toddy tranken und Karten spielten. Sie war nicht dazu aufgelegt, zu Bett zu gehen, sondern guckte in eine Zeitung, ein helles Lächeln im Gesicht; in Wirklichkeit ver- folgte sie alles, was die Reisenden sagten und taten, mit großem Interesse. Und diese schielten nach ihr hin, ihre Anwesenheit war ihnen offenbar lästig, aber sie gab sich den Anschein, als merkte sie nichts. Und allmählich legten sie sich keinen Zwang mehr auf, vielleicht in der Hoffnung, sie zu vertreiben. Sic fluchten und sagten allerlei Zweideutigkeiten, und einer von ihnen, ein dicker, kahlköpfiger kleiner Bursche mit dünnem blonden Schnurrbart, der über den Mund herabhing, wie eine Dachtraufe, fing an, von Susanne und drei, vier anderen Straßenvögeln zu erzählen, mit denen er in letzter Zeit Freundschaft geschlossen hatte. Das mit den vielen stieß sie ab, doch sonst fand sie es schön, schöner wenigstens als ihre eigenen Erlebnisse. „Du darfst die unschuldigen Kleinen nicht ärgern," sagte ein anderer und blinzelte ihr zu. Da stand sie auf und ging. Als sie übers Deck ging, sah sie das junge Mädchen und den Herrn, der sie angesprochen hatte, im Dunkeln unter der Kommandobrücke aneinander gelehnt sitzen; sie schniicgte sich ganz an ihn, und seine Reisedccke hüllte sie beide ein. Frau Sörensen mußte sich ans Herz greifen, so weh tat es in ihr von unerklärlichem.Kummer. Sie wankte in ihre Kajütte hinein und warf sich in ihre Koje; und da lag sie lange mit zusammengepreßten Lippen und in schweren Gedanken. Aber dann schlief sie ein und träumte, sie säße auf Deck und lehnte sich an den jungen Mann. Er deckte sie mit seiner Decke zu, und ihr war wohl zumut, aber sie flüsterte trotzdem: mich friert, damit er sie noch mehr einhüllen und um sie besorgt sein sollte. Und sie machte sich ganz klein und bohrte sich ganz in ihn hinein—---- Als das Schiff am Morgen angelegt hatte und Frau Sörensen an Land gehen wollte, blieb sie mitten auf der Landungsbrücke stehen und fragte sich, was sie nun tun solle. Sie wußte weder aus noch ein, während die Leute sich murrend an ihr vorbeidrängten. Dos junge Mädchen ging vorüber und fiel einer älteren Dame, wahrscheinlich ihrer Mutter, in die Arme; der junge Herr ging vorbei, eilte mit einem leichten Ausruf vorwärts und gab einer zarten jungen Dame— natürlich seiner Verlobten— einen Streifkuß, faßte Trotz des Montags war der Besuch, wenn nicht überreichlich, so doch recht erfreulich. Arensen wurde mit starkem Beifall und� öfteren Hervorrufen bedankt. DaS Haus war überhaupt spannungs selig ge- stimmt.___ ek. kleines Zeuillcton. Die Stefanssohnsche Polarexpeöition. Eine ergreifende Erzählung der Leiden und Entbehrungen, die die Mannschaft der„Karluk", des Schiffes der unglücklichen Stefanssonschen Nordpolar-Expedition, zu überwinden hatte, gab einer der lleberlebsnden, Hugh Williams. Er berichtete davon, wie die„Karluk" von der Nordküste von Alaska zwischen den schnec- bedeckten Eispyramiden westwärts getrieben wurde, nachdem Stcsanssohn im September 1313 mit einem Teil der Gesellschnn gelandet war, um frisches Fleisch zu erlangen: man hat von ihm bekanntlich seitdem nichts mehr gehört. Die Leute der�„Karlui" trieben so fünf Monate lang. Tann wurde das Schiff von den Eismassen in Stücke zermalmt und sank. Da man dies Schicksal der„Karlvk" vorausgesehen, hatte man den größten Teil der Vor- räte bereits vor dem Unglücksfall, dem 10. Januar 1914, nach unsäglich harter Arbeit gerettet. Das Ausladen war auch äußerst gefährlich, da es iu dichtester Dunkelheit geschah und große gähnende Risse im Eis rund um das Schiff bei dem geringsten Fehltritt das Hinabstürzen in einen Abgrund in Aussicht stellten. Es gelang, die Nahrungsmitiel auf Schlitten aus ein sicheres Eisplateau etwa 133 Meter vom Schiff zu bringen; ihr persönliches Eigentum aber mußte man zurücklassen. In zwei Häusern, von denen das eine aus Schnee und das andere aus Kisten mit einem Dach aus Segel- tuch erbaut war, erwarteten die Leute der„Karluk' nun in der langen Dunkelheit den Tag, wo die Sonne ihnen das notwendige Licht spenden würde, um ihre Vorräte nach der Wrangellinscl, 128 Kilometer von ihrem Lager entfernt, zu bringen. Auf dieser Fahrt verloren sie dann acht Mann; wie sie umkamen, ist in Dunkel gehüllt. Man sah sie noch 6 oder 7 Kilometer vor der Insel, und dann wurden sie nicht mehr gesehen. Die Reise bis zur Wrangell-Jnsel dauerte vom 27. Februar bis zum 12. März.?!uf der Insel führten sie nun sechs Monate lang ein Leben unter den größten Entbehrungen. Tie Gesellschaft bestand noch ans 18 Weißen. 4 Eskimos, einem Estimo-Baby und einer Katze. Drei Weiße starben an Geschwülsten, die eine Folge der Entbehrungen in der Eiswüste waren.„Tagelang, erzählte Williams,„lebten wir von Seegras und Wurzeln. Einmal hatte ich keine Nahrung 14 Tage lang. Vier Tage lang zu hungern. machte uns nicht viel aus. Aber luenn man dann länger mit leerem Magen in der Hütte bleiben mußte, in der Dunkelheit seinen Ge- danken überlassen, und nicht herauskonnte, weil die furchtbarsten Schneestürme wüteten, dann war es schrecklich. Wenn es irgend anging, schössen wir Tiere, und die Eskimos steNien sehr gc�chuft Fallen auf. Zu trinken hatten wir reichlich: geschmolzenen Schnee, den wir kochten." Einmal brach Williams durch dünnes Eis, stürzte in die Tiefe und wurde nur mit großen Schwierigkeiten gerettet. Zwei Rückte lang blieb er in feinen gefrorenen Kleidern, bevor sie ihm abgeschnitten werden konnten, und dann war eine Zehe so erfroren, daß sie ihm abgenommen werden mußte, um das Bein zu retten.„Das geschah mit einer Säge, dauerte ziemlich lange, und Betäubungsmittel gab es nicht. Am 7. scptembcr 1314 wurden sie endlich von einem amerikanischen Kutter gerctwi. „Niemals werde ich diesen Tag vergessen," rief Williams ans. „Ich will an diesem Tag künftighin nicht arbeiten; ich will iyu feiern!"___ Des Parisers Heimkehr am /ibenö. In den amüsanten„Federzeichnungen von Paris", in denen das„Journal des Debats" die Veränderungen im Leben der „Sonnenstadt" durch den Krieg stimmungsvoll festhält, lesen wir folgende Schilderung der„abendlichen Heimkehr": „War das wirklich der belebteste Platz des Montmartre? Man unterschied in der schwarzen Nacht kaum einen ungewissen Halb- kreis düsterer Fassaden. Der äußere Boulevard verlor sich>» tiefem Schweigen. Die Menge, die aus dem Theater kam, zögerte, tasiete sich suchend vorwärts und teilte sich endlich nach drci�odcr vier verschiedene» Richtungen. Hier iliid da erschien in der Ferne eine Droschke, und sie war sogleich von Leuten umringt, die dieses seltene Gefährt für sich erobern wollten. Aber der weitaus größte Teil der Besucher trat zu Fuß den Heimweg an, wie man es in der Provinz inacht. Die Nacht war milde und alles so ruhig, daß man sich erst darauf dcfnmtfn mutzte, eS fet fetzt 11 Uhr abends und nicht 1 Uhr morgens, wie man unwillkürlich annahnl. Tamen, die in anderen Zeiten nicht zehn Schritt gegangen waren, bewegten iich langsam durch die Straßen, indem sie ungeschickt ihre Kleider bobc». Sie gingen mir einer widerwilligen Vorsicht und waren in ibre Mäntel gehüllt wie in Säcke. Und manchmal, wenn diese dunklen Schatten in dem Tämmerschem einer Laterne auf tauchten, glänzten die weißen Reihersedcrn iir ihren Frisuren wie eine helle Wolke und erschienen nngehcucr groß. An den in tiefer Nacht liegenden - nrgersteigen entlang waren die Kästen, in denen man den vn bricht sammelt, mit einer selbstverständlichen Schamlosigkeit auf- (Kilellt. Die St ratzen wie die Menschen machten keine Toilette inebr, und vor jeder Tür sah man so die unappetitlichen Ucberreste d"s Tages. Wenn die Lumpensammler Ps>>chologen sind, dann tonnen sie sich damit vergnügen, die Geschichte der Tage aus dem abzulesen, was hier übrig bleibt. Konservenbüchsen, zerbrochene ?bpse, Stroh, alte Zeitungen. Manchmal stieß man mit dem Fuß an eine Zinkbüchse, die einen dumpfen Ton gab wie ein Gong. Ein paar junge Leute lachten. Tann war alles wieder still, schweigend. Eine junge Frau, vor einem Modengeschäft stehend, in dessen Schaufenster tiefes Dunkel nichts erkennen läßt, suchte mit schwer- miitigein Blick die Finsternis zu durchdringen, in der sich ungewiß na paar Hüte abzeichneten. Ganz hinten kriechen noch ein paar Schatten.... Plötzlich ein erhelltes Fenster. Der Zufall hatte mich das letzte Abendessen von Paris entdecken lassen. In einer Pastetenbäckerei, deren Türen feftgeschlosscii sind, ist noch ein Fenster ofscn. und wer sich nicht davor scheut, aus der Straße zu eisen, kann hier noch etwas zum Nachtmahl bekommen. Etwa ein Lutzend Gäste dabcn sich vor dem Fenster versammelt, stehen bei- einander und kauen. Sind es Lebemänner? Sind es Straßen- kehrcr k Das Menn ist einfach; man hat ihnen ein Glas Milch berausgercicht, ein Brötchen, eine Apfelsine, ein Biskuit. Das sind unsere Lrgien. Aber man schläft danach besser. Wir wissen gar nicht, wie hygienisch der Krieg für die ist, die nicht daran teil- nehmeit!" vogelschutzftatten an üer Gftsee. Zu den Bogelschutzstätten der Nordsee, den Inseln Meinmert. Jordsand usw., die schon seit längerer Zeit bestehen, ist seit Illll) auf Betreiben des Bereins Iordfand in der Ostsee eine Pogelschutzstätte an der mecklenburgischen Küste hinzugekommen, die hauptsächlich dem bedrohten Wassergeflügel als Zuflucht dteul. Diese Pogelschutzstätte, die amtlich beaussichtigt ivird, liegt an der WiSmarschenBurbt, es bandelt jickj dabei um die Insel des Langen Werders, ivie andere Oertlichkeiten auf der Fusel Poel. EkenialS lvar daS Wassergeflügel in der WiSmarschen Bucht durch den Eierrauh stark bedroht, seit die Pogelschutzstätte eingerichtet ist, hat sich seine Menge aber bedeutend gehoben, lieber den Erfolg der Pogelschutzstätte der Ostsee sowie über ihre Ein- richtungen macht O. Karig in„Wild und Hund" eine Reihe von Mir- teilungen. Im Jahre 1913 belief sich die Anzahl der gezählten Nester der Sturmmöwe aus dem Langen Werder auf 1498 gegen lOLl im Jahre davor; an der gleichen Stelle und in der gleichen Zeit lvar die An- zahl der Lachmöwennester von 1 aus 11 gestiegen, die der großen See- schwalbe von 87 aus 161, die der Zwergseeschwalbe von 67 aus 123, so- daß in allen Fällen von einer recht erheblichen Zunahme gesprochen werden kann. Die Nistplätze finden sich auf dem KieSdanun, der die 23 Heliar große Insel umgibt, und auf den kurzrasigen Wiesen und Weidcflächeu. Besuchen darf man die Bogelichutzstälten während der Brutzeit nur gegen Vorzeigung eines Ausweises. Wenn der Vogel- Wärter einen übersetzt, hört man schon auS der Ferne das Geichrei der Vögel und sieht weiße Wollen von Möwe», Regenpfeifern u»d Seeschwalben über der Jniel schweben. Das Jahr 191t bedeutete für das Vogellebeu der Insel einen recht erheblichen Fortschritt; außer der besonders starken Vermehrung der Lachmöwen, von denen zum ersten Male eine wirtliche Kolonie be-bachlet wurde, hatten sich vier Exemplare deS Steinwälzers— einer Regenpfeiser- arl— eingestellt. Dieser Vogel war zuletzt vor 26 Jahren in dieser Gegend brütend beobachtet worden. Vögel, die mit der Ausrottung bedroht waren, sind jetzt in ihrem Bestehen gesichert, und selbst Vögel, deren Brutstätten eigentlich weiter nördlich liegen, siedeln sich in der WiSmarschen Bückt an. DaS gilt z. B. für den Alpen- strandläufer, der seit einiger Zeil regelmäßig auf dem Langen Werder als Brntvogel beobachtet worden ist. Aus dem Eilande bei dein Dorfe Vorwerl hat sich der Rotschnabel besonders häufig angesiedelt und der Kampfläufer, der schon vertrieben zu sein schien, ist im vergangenen Jahre in den Niederungen von Malchow wieder bcob- achtet worden. Notizea. — M u i i k ch r o n i k. Das III. Konzert der Volksbühne im Theater am Bülowplatz findet sonntag, den 7. März. niittagS 13 Uhr. unter Milwirkimg der Hofopernsängerinnsn Frau Mickley-Kemp und Frl. Emmi Leisner. deS HafopernsängerS BronS- geest und des königl. Opernchors unter Leitung Hugo Rudels statt. — Der Fahrschein als Kochrezept. Ein beachtenS- wertes Miltel, um auf große Bevökerungskreise einzuwirken, will man in Wien anwenden. Um das Maismehl populär zu machen. sollen geeignete Kochrezepte für dessen Verwendung auf der Rückseite der Straßenbahnfabischeine gedruckt werden. — Der Kampf gegen den toten Tolstoi. Ter Freund und Arzt Tolstois Dr. Makowezki wurde vor einigen Tagen in Jasnaja-Poljana, der ehemaligen Besitzung der Familie Tolstoi, berhaftck. Dr. Makowezki arbeitete die letzte Zeit an seinen Me» moiren über Tolstoi. Außerdem widmete er seine freie Zeit, der ärztlichen Behandlung der Bauern der umliegenden Dörfer. Ter Sekretär von Tolstoi, Butgakow. befindet sich bereits seit geraumer Zeit in Hast. Venimtlich liegt Tolstois Propaganda gegen den Krieg den Behörden noch imntcr im Magen. — W i l l st du nicht mein Bruder fein? Ein längerer Aussatz wird an die deutsche Presse versandt, der in der Empfehlung gipfelt, die allgemeine Brüderlichkeit durch das allgemeine„Du" zu krönen, daS aus dem Schützengraben nun auch in das bürgerliche Leben hinübergenommen werden soll. „Dem Ausländer das kühle Sie. das urdeutiche. gerade„Du" dem deutichen Kameraden, der deutsche» Kameradin". Der Vorschlag gehl aus von Herrn Professor K i u d e r m a n n in Hohen- heim- Stuttgart. Ihn zu glossieren, wäre eine dankbare Ausgabe, aber die Zeil ist ja zu qrnst... Doch wollen wir bc- melken, daß Herrn Kindermanns Jdae eine etwas bedenkliche Vor- läuferschast besitzt. Dia große franrössische Revolution machle das „Du" für alle Patrioten obligatorisch und führte eS so konsequent durch, daß das„Sie" als arrstokralisch galt und feden in bedenkliche Nähe der Gillotine brachte. — Die Zunahme der weiblichen Acrzte in Eng- l a» d. Dem großen Mangel an Aerzten in England sucht man dadurch abzuhelfen, daß man den Frauen den Zugang zu diesem Berus erleichtert DaS ärztliche Frauenstudium hat in Groß- brirannieir durch den Krieg einen lebhaften Antrieb erhallen, wie auS den Verhandlungen des Vorstandes der Londoner„Äerzteswule für Frauen" dieser Tage deutlicki hervorging. DaS Institut erfreut sich jetzt eines größeren Zuspruchs als je. Die weiblichen Aerzte Englands werden„aus der gegenwärtigen KrisiS jeden nur möglichen Vorteil ziehen" und wollen sich die Gleichberechtigung mit den männ- lichen Aerzten erwerben., — Neuerungen in der S�erblichkeitsstalistik Die amtliche Berichterstattung über die Sterblichkeil in den deutschen Orten mit über 40060 Einwohnern hat jetzt, wie die Deutsche Medi- zinische Wochenschrift mitteilt, eine Neuerung erfahren. In dem größten Teil dieser Orte wird nickt bloß die Sterblichkeit im ganzen, sondern auch die ohne Ortsfremde, Kriegsteilnehmer, KriegSllerletz'.e, Kriegsgefangene berechnet. So hat die Sterblichkeit in Berlin in der letzten vollen Woche des vergangenen JahreS im ganzen 17.4 bc- tragen, ohne die Kriegsteilnehmer dagegen 15.0, ferner von den Städten mit mindestens 100(100 Einwohnern in Berlin-Lichtenberg 13.2, ohne Kriegsverletzte und ohne Anstalten 11.3, in Berlin- Wilmersdorf 0 8 und 8,7, in Eharlottcnburg 17,4 und 16,0, in Neu- kölln 8,6 und 7,2. f. ii. 2. Berl. ReielistagswaWkrels. Bezirk 80. ?»-! 28. Februar verstarb unser kenqstc, der Maurer E>nst SCmg Lautzener Str. 4. Ehee seinem Andeuten k Tic Beerdigung findet am Mittwoch. de» o. März, nuch- mittags ll Uhr. von der Halle des St..Natthias-FriedhojeS in Maricnhöjhe bei Marienbors aus irarl. Um rege Beteiligung bittet k. fierl.JiBislistegswaMkreis Görlitser Viartel. Bezirk 206 I. 9 Den Mitgliedern zur'Nachricht, 9 daß unser Genosse, der Glas- ,-.»ieiser Oskas* Liebig Lregnitzcr Str. 10 veritorben ist. Ehr e feinem Andenken k Tic Beerdigung findet am T omierStag, den 4. März, nach- mittagS r! Ul-r, van der Halle es Zentral-FpieohoscS in Frie- s drichsselde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht I 220, N_ O-t Zentralverhanii der Glasarbeiter imii Arbeiterinnen Beutseblanils. Lrisverwaltuirg Berlin. Am 28. Februar verstarb unser .Kollege Oskar Liebig. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 4. Marz, nachmittags 2 Uhr. von der Leichen- balle des U.eiilral-FriedhoseS in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 72/1 Die Lrtsvcrwaltung. Mmi der Hausarzt-Vereine. Unseren Mitglieder» zur Nach- richt, daß am 27. Februar unser lieber braver Mitarbeiter, der langjährige Vorsitzende des HnuS- arzt-Bereins Tegel, Genosse � AcSolf Beckes« § plötzlich verstorben ist. Unverdrossen, zu jedem edlen Werk bereit, stand er uns treu helfend und beratend zur Seite. In Eprcn werde» wir seiner stets gedenken! Die Einäscherung findet heute Mittwoch, uachuiitlags 3 Uhr, im städtischen Krematorimn in der Gerichtstraße statt, l200b Um rege Beteiligung ersucht ver Vorstand. iferb. d, Schneider, Schneiderinnen u. Wäseliearbeiter Deutselilands. Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern hiermit zur Nachricht. daß der Wäsche- Zuschneider, Kollege �doH Becker am 27. Februar im Alter von 54 Fahren verstorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Einäscherung findet anr Mittwoch, den 0. März, nachmittags 6 Ubr, im Krematorium in der Gcrichtstraße stall. 166/4 Oie OrUverwaltuny. ,d. K.Herl. Reichstagswahlkreis. 7. Ab?. Bez. 538a. Am Sonnabend, den 27.Fedruar, verstarb unser Genosse, der ischler Otto Uhrbach Greisenhagcncr Sir. 7. Ehre seinem Andenken Tic Beerdigung sindet heute Mittwoch, den v. März, nach- mittags o'l, Uhr. von der Leichen- halte des PhwvpuS-Apostel-Kirch« loses auS nach dem'tädtiichen Friedlwse iii der Müllerstraße, ückc Sccstraße, statt. 5. Abt. Bez. 539. Am Sonntag, den 28. Februar, verstarb unser Genosse, der Holz- arbeiter �eiahoid Ringet « Danziger Str. 98. Ehre seinem Andenken: Die Einäscherung nndet am F iitag, den 5>. März, nachmittag- Uhr. im Krematorium in der Gerichtstraße 37/38, statt. Um rege Beteiligung ersucht >222.79 Der Vorstand. utsna Deutsciier Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollege» zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Rudolf Kischkat Eleimstr. 45, gestorben ist. Die Beerdigung sürdct am llbittwoch. den 3. März, nach- mitlagS 4 Ukr. von der Leichen- halle deS Gethjemanckirchhoses, Nordciid-Nicdcrschönhailscn, au- statt. Den Kollegen ferner zur Nach- richt. daß unser Mitglied, der Jiistrumentemiracher Umi! Uehmann am l. März air Herzleiden ge- slorbeu ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 4, März, nach- mittags 2 Uhr, von der Leichen- halle des Luisciilirchhoses in Neu- lölln, Hermannstraße, aus statt. Eh« ihrem Andenken! Rege Beteiligimg wird erwartet. 110,2 Die Ortsverwaltuiig. vi Ortsverwaitung Berlin. Ten Kollegen hiermit zur Nach. richt. daß unser Mitglied, der Porteseuillcr Stell (Werkstatt Th, LNarschall) verstorben ist, Ehre seinem Andenken: Tie Beerdigung findet heute Mittwoch, den 3, März, nach- mülagS 3 Uhr, von der Leichen- halle dzS Nenlöllner Gemeinde- Friedhofes in Neukölln, Marten- durser Weg, auS statt. 158/11 Die ortsverwaitung. Zentralyerband der Steinarbeiter Am 1. März starb unser Kok- lege, der Steinmetz Joseph Jeschky nach mehrjähriger Krankheit im 66. Lebensjahre. Ter Verstorbene geborte zu den Gründern der Organisation und hat dieser iillincntlich in ihren Ansängen unschätzbare Dienste geleistet. Ehre seinem Andenken! Tie Beerdigung findet am Donnerstag, vormittags 9'/, Uhr. vom Moabitcr Krankenhause, Eingang Birkenftraße, nach dem Scbaslian-Kirchhos in Reinrcken- dors statt. Ilm rege Bcielligung ersucht Die Ortsvcrwaltung. Helltscber Bauarbeiterjerband. Zweigs-ereln Berlin. Bezirk Weifienfee. Am 28. Februar starb unser Mitglied, der Rabitzspanner Wilhelm Henning Die Beerdigung findet Heute Mittwoch, deir 3. März, nachm. 3'/, Uhr. von der Halle des Georgell-Kirchhoses, Rölckcstraße, aus statt. Ferner starb im Bezirk Westen der Maurer Lrnst Krug Tie Beerdigung findet heute Mittwoch, den 3. März, nachm. :j Uhr, von der Halle des St. Matlhias-Kirchhoses in Marien- höhe. Schöncbergcr Straße 116, aus statt. Eh« ihrem Andenken: Um rege Beteiligung ersucht 116/2 Ter Borsraiid. In treuer Pflich eriülluug starb am 1. Februar insolge Bauch- schusseS im Osten mein lieber Mann, der trcusorgende Bater seines ZAndeZ, der Dehrmauu öruno Rodlesnx im kaum vollendete» 35. Lebens- jähre. 12A Die tiesbctrübte Gattin Vnxnste Podlcsny gb. Gräl und auf)» Walter, Lichtenberg, Müggelstraße. In Feindesland Dein treues Auge brach, Dein golden Herz tat seinen letzten Sä-Iag. Zum fernen Grab schwelst tränenschwer der Blick. In weher Klage umS verlorne Glück. Ruhe sonst iu fremder Erde. Sonntag 12-8 Uhr geöffnet! Spezialität; Weite Größen! Von bis Mittwoch Sonnabend täglich 11 bis 2, 4 bis 8 neueste, nicht, kopierte rrühjalirsmodolle zu ' lieFabpselzlen Preisen Modell- Mittw. preis Sonna, j r&ÄS Fanlasie-Wise fssSSr blM- 7J.- mit effektvollou weißen Besätzen. neueste, nicht kopierte rxuniat ganz bedeutend Entzückende Pracht volle Colereoat-Kostiline Heroensohneid.- bis 136.- Allzu früh und seni von seinen Lieben starb am 6. Februar im Lazarett zu MözobeggeS unser lieber«rohn, guter Bruder. Hnkei und Schwager, der Grenadier Lnsvk Leivk im 25. Lebensjahr. 58 A Ties zeigen im tiefiten Schmerz an Tic trauernden Elte>n. Gustav Beich und Frau nebst Angehörige». Belli», Stephanstr. 42. Vergebens ist nun alles Hosten Aus eine frohe Wiederkehr. Weil Tu den Heldentod erlitten, Ist diele Hoffnung nun nicht mehr. arbeit solide gearbeitet,. � schwarz u. blau bls �' Gediegene GMSeli'IWliM t bis 65.- 25." Am 23. Februar entschlief nach schwerem Leiden unser liebes Töchterchen Fiediier im 2111er von fast 10 Jahren. Im tiefsten Schmerz Familie Ott» Fiedler. Neukölln, den 1. März 1915. Elbeslraßc 31. Beerdigung Donnerstag, de» 4 März, nach in. 4 Uhr. von der Halle des-Neuköllner Friedhoies am Mariendorfcr Weg.' 7021 i-tavsn Sie bloft' [ich ferttee davon Anzug od Paletot noch Alsss, schick, dooerh. Zutaten von 25 Mark an. Moritz Labend, Meile PromenodeS, lt. fStadlb. Bors.) Heines Werke 3 Lände 4 Llart— Buchhandlung Vorwärt» + St. Jakobs- Balsam Hausmittel I. Ranges von Apotheker C. Traulmann, Basel. Eingetr. Schutzroarke.— Bew. Heilsalbe für Wunden u. Verletzungen jeder Art, off. Beine, Krampfadern, Brandschaden. Ausschl., Hämorrhoid., Flechten. 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Im Lause des Geschäftsjahres gehörten der Genossenschast 28 Genossen an mit einer kiesanitbastsunime von 7000 Marl und einem Mitgliederguthaben in derselben Höhe. Die Hastsumme und daS MO- gliederguthabcn haben sich gegen daS Vorjahr nicht vermehrt und rrimr vermindert.'' 102/8 I>er Vorstand. Richard Linder. Wilhelm Rodcnwakd. __ Zur gefl. Beachtung;! Konsum-Tleischeret Ze("m"VeSoS�r sap jetzt IM- Reihe II— Stände 109 u. 110 offeriert kür hente, soweit A orrat, biliigss. i»». Rinderzungen piund nur fe',0 pi. „ do. Backenflei�cb- knochenfrei, yer Pfd. nur 56 Pf. „.. Leber Pfd HO Pf- L-lesentett Pfd I SO M Forner Fleck, Kntor, Herzen. Lungen, �chn önze, alles zu jetzt crmaßigti- n i reisen, HenKel's Bleich- Soda ist der schönste Ausflugsort? Immer noch PichelsWerder, beim Alten Freund. an der neuen Heeritraüe Lerantwvrilichcr Redakteur: Alfred Wiclep?, Renkölln. Für den Jnjeratenteil verantto.: Tb. Glocke. Berlin. Druck n. Verlag: Vorwärts Buckdruckerei u. BerlagsanstalL Paul Singer& Eo� Berlin SW,