N-. 65. IV. Jahrg. »»•"»««•■»rtlWWn:«II MI. Sl. Snf.tlt.ns.BrtliDr «tonnmenn-®celt pr-num-i°nd-- M W M M W W■( � betrag, für di° s-ch-g°sp°I.°n-»°l°n-l. «Zt-rt-Iighrl. 3L0 Mt.. monatl. l.l0Mk>. W I 8® 1« B H f A MBB■ B B // B IBr�V/ i«Ue ober beren Otaum 40«fg., tue «öcheutttch 28 Pfg. frei in« Hau«. N�WW I B B B V B B B B B B Wl B Bl>/ volittsche unb gewerlschaftltchc Verein«. Eimelne Nummer S Pfg. Sonntag«- ABSH pXS I �9 HM DI KW Mg»M>W MH �_/ unb Versammlung«- Anzeigen SO Psg. Nummer mU tlluftrterlec Sonntag«- IKaH MB I HB Qg HB HM HB �M HB HB HB..Kleine Anzeigen" jede« Wort S Pfg. Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. ISmA Hj B H IHVv a r unsre Pflicht! Die Kämpfe um die lex Heinze zählen zu den hitzigsten, die je im deutschen Reichstage ausgefochtcn»vurdcn. Sie haben geendet»nit einer dcistivürdigen Zurücklverfnng des kunst- schändcrischci» Ansturms, der unter dein Vorgeben ethischer Ziele kirchliche Herrschsucht über die frei Denkenden und in freier �Selbstbestimmung künstlerisch Schaffenden unfrcs Volkes zum Siege zu führest gedachte. Und die Socio ldcino- kratic.»uelche in dieser Abivehr der Erniedrigung und Entsittlichung des dcntschen Geisteslebens die Führung über- nähin und sich als Hort freier Kultur und lichter Geistesbildung erwies, sie hat einen überaus glänzenden Erfolg davongetragen. Die Linke des Reichstags hat gethan, was zu thnn in ihrer Macht lag. Sie hat eine überstürzte Fertigstellung des verderblichen Gesetzes verhindert, sie hat freie Bahn geschaffen für die Bewegung der Geist'er drallsten im Laude. Mindestens ivird es Wochen dauern, bis das niedergezwungene Gesetz lvieder auf der Tagesordnung des Reichstags erscheinen kann. Derweil ist die lex Heinze dem Widerstand des deutschen Volks, dem Protest der deutschen K ü n st l c r s ch a f t überliefert! Berichtigung. Im gcstigcn Leitartikel muß es Sp. 2 Z. 13/11 heißen:„Ihre Vcrzivcifluiig machte sich wiederholt in Aus- Brüchen imparlamentärischcr Interjektionen Luft." politische Meborficht» Berlin, den 17. März. Nachcpläuc. Die Wut der H e inz e-Parteien über das Mißlingen ihres Kunftattcutais trcivt sie zur AuSheckung der uiisimiigftcii Pläne, die ihnen dazu helfen sollen, daß künftig keine Obstruktion möglich sei, wie sie diesmal so erfolgreich gearbeitet hat. Man wispert von Aeuderillig der Geschäftsordnung. In» Centruu»»st viel Stimmung, daß da irgend etwas geschehe. Die Konservative» machen selbstverständlich»nit. Auch die N a t i o n a l l» b e r a l e n beteiligen sich an den flüsternden Besprechungen, obschon deren Fraktion»och an» Sonncibeudmorgei» darüber beraten hat, ob es nicht ihre Pflicht sei, an der Obstruktion teilzunehmen; allerdings haben diese Herren Liberalen den Mut. sich an die Spitze des Kampfes für die liberalen Berufe zu stellen, nicht gehabt. Wir rechnen die Wünsche nach Aenderung der Geschäftsordnung der»iiiznrcchnnngSfähigci» Wut der Herrschaften zu Gute. Wenn die Centrümshcrrcn ausgetobt haben»verdcn,»verde» sie einsehen, daß, was sie auch unternehmen, mir ihre eignen Finger schneiden wird. Berlinisches in» iilbgcordnetcnhausc. Im Abgcordnetenhaiise ivnrdc am Sonnabend zunächst der Etat des HerrenhanseS dcbnltcloS bewilligt. Beim Etat des Abgeordneten- Kaufes»vüuscht der Abg. Arendt, daß die st c n o g r a p K i s ch e n Berichte der Presse allgemein zugänglich gemacht würden, da die Presse manche Reden mir verstümmelt wiedergebe. Beim Etat der Staatsschnldcn-Vcrwaltnng äußerte sich der Finanzmiliistcr Dr. M i a n c I über die Lage des Geldmarkts. Er richtete einen lvcmncl» Appell an das Publikum, nicht das Geld in unsicheren Jndustriepapieren anzulegen, sondern mehr prenßlschc Konsols zu kaufen. Ob dieser Wnnsch viel Gegenliebe finden wird, ist aber recht zweifelhaft. Schließlich wurde über die Erwerbung des sogenannten Atadcmic- Viertels in Berlin als Bauplatz für'den Neubau der tön ig- lichen Bibliothek nnd der Akademie der Wissenschaften iliid Künste verhandelt. In der Bndgetkominission ivar die Höhe der an den KronfiSkus zu zahlcüdcn Entschädigung für das Grundstück bemängelt worden. Es wurde bestritten, daß das Grundstück überhaupt der Krone gehöre. Tie RegierungS- Vertreter aber juchten nachzuweisen, daß die letztere Ansicht falsch und auch der Preis von 780 M. pro Onadratmetcr durchaus angemessen sei. Tie Kammisston hat daraufhin die isilimne.von 112Ö4 00U M. bewilligt, wovon 2Vö3 81t) M. ans das jetzige BibliotHcksgmidstürk am Opcrnplatz und in der Behrcnstraßc angerechnet»verde». Die Negicning hat weiter vorgeschlagen, den Erlös ans dem Kroll- schcn Sommergarten mit einer Million in Rechnung zn stellen. Statt dessen schlägt die Kommission vor, den Erlös ans dem Krollschcn Garten nicht im Kaufpreis anzunehmen, sondern dafür im nächstjährigen Etat eine lvciterc Million zur Ergänzung der Kauft snimneu eiuznslcllc», um so den Krollschcn Garten ungeteilt als Staatseigentum zu erhalten. Ter Abgeordnete Krcnling erklärte, mit den» Neubau des Bibliothcksgcbnudes durchaus einverstanden zu sein; auch gegen den Preis hatte er nichts einzuwenden. Dagegen hielt er die Eigentumsrechte der Krone keineswegs für zivcifelloS, gab viclinchr der Ausichl Ausdruck, daß es sich beim Akadcmievicrtel um Eigentum des Staats bandle. Finanzmiliistcr v. Miguel ivic die Perlretcr der übrigen Parteien traten Herrn Kreitling aber entgegen, nnd die Position»vnrde schließlich beivillig!. Die nächste Sitzung findet am Montag statt. Ans der Tagesordnung steht die 3. Lesung dcS Etats.— *« « Aemiches Weich. I,sx Hcinze- Absichten. Herr Gröber hat vor versammeltem Reichstag verraten, daß seine Partei durch das Hcinze-Gesctz auch Kunstwerke, die,„ohne unzüchtig z» sein, die Schamhastigkcit verletzen", treffen will. Ein andrer sehr hervorragender Eentrnms- Abgeordneter nnd bekannter Jurist hat sich noch deutlicher ans- gesprochen, und das verdient, wohk gemerkt zu werden. Er sagte. ivic»INS von Ohrcilzeilgen mitgeteilt ivird: Gewiß, Rubens nackte Francilgcstaltcn und BöSlinsche Meerweiber, so etwas gehört nicht»» die Schanfeiiftcr! Die lex Hcinze soll also thatsächlich daS erreichen, was bisher der Kimst-Ilnpcrstaiid untergeordneter Polizci-Organe zu erreichen vergeblich versucht hat. Die Knnstschöpfnngen der größten Meister sollen alS„Schweinereien" vcrfehmt und möglichst dein Auge der Menge entzogen iverden. In den Schanfcnstcrn sollen mir noch frömmelnde Bildcrmachcr die Kaifflnst des Publikums anreizen dürfen, während andre Künstler die unbekanilt bleibenden Reproduktionen ihrer Schöpfungen in der Tiefe der Schränke und Mappen des Händlers verstauben sehen müssen.— Der kleine Schäker. Die„Kreuz-Zeitung" wahrt die Würde dcS deutschen Reichstags! sie klagt über die Frcitagssitzung: „Es sielen Ausdrücke. wie sie glücklicherweise. im deutschen Reichstag selten zn hören sind". Zu den„Ausdrücken" gehörte auch der Zwischenruf„Maut halten!" Sein Urheber ist Herr— Dr. Kropatschek, Ehesredaetcm der„Krcnz-Zeitung". O, Tu ahnungsvolle Flora: Komödianten seid ihr ja alle!— Als Hiitcr des Parlamentarismus und des Mchrhcus- princivs spielen sich anläßlich der erfolgreichen Obstruktion der ReichstagSinindcrheit die— blutigsten Rcaklionäre auf. Daß die Obstruktion gerade eine demokratische Waffe gegen die Lcr- gelvnltigung ist, daß jede Minderheit das Recht und die Pflicht hat, alles Zulässige zu thun, um Gcsctzeutivürfe nacki ihren Wünschen zu gestalten, das brauchen ivir nicht darzulegen. Außerdem branchteii die Mehrhcitsparteicn ja nur in beschlußfähiger Anzahl zusäimiienzu- bleiben: aber sckion am Sonnabend fehlten um 5 Uhr 130 Mann von der Hciiizcgarde. Wenn ihnen das eigene Gesetz so ivcing wert ist, daß sie keine Zeit ihm mehr opfern, dann hat es kein besseres Schicksal verdient. Feststellen wollen wir noch, daß..Post",„Deutsche Tageszeitung" u. a. nach einer Abänderung der Geschäfrsordnung schreien. Das tonnte doch nur in der Richtung geschehen, daß man in der GeschästSordming mit Rücksicht ans den ans Gröbers Veranlassung am Freitag vcr- anstaltctcn parlamentarischen Staatsstreich ausdrücklich feststellte, daß es nnzulässig sei, Anträge vor der Diskussion zn beseitigen. Wenn jemand gegen den Parlamentarismus gefrevelt ha», so war es diese Mchrbeir, die der Minderheit das Wort abschnil» nnd gegen die Geschäfrsordnung Anträge strangulierte. Und»venu etwas gegen die Würde des Hauses verstoßen hat, so waren es die Mchrheils- bcschlüffc zur lex Hcinze selbst. Ucbrigcns hätten nnscre Reaktionäre ei» gecigiiclcrcS Objekt, an dem sie ihre Zuneigung zum Parlamcutarisinus bethätigeu kölmtcn. Ter diesmalige Versuch der Linken war nur ein bescheidenes Uiltcrnchmci, gegenüber der bereits Jahrzehnte lang hindurch ge- übten Obstruktion und der Anflehnuiig gegen die Mehrheit des Reichstags, die von dem— Bundesrath betrieben ivird. Wende man alio seine Mahnungen diesem Institut zu, das geivohnheits- mätzig die Beschlüsse des ReichtagS mißachtet. Tos Tchiveineglück. Dcr�Abg. Gröber bat cinnial gesagt: die Socialdemokratie hat ein SÄlveinegliick. Mit seinem Hcinze- Fanatismus bat dieser Eentriimssührer nun selbst der Social- demokratie lvieder einige Doppclccniiier besagten Schlvcincglücks zugeführt. Nachdem man den Fehler der Hcinze- Kampagne eingesehen, entdeckt man nun mit schrecken, welche Sympathien sich die Social- demokratie in den Kreisen der Intelligenz durch ihren erfolgreichen Ob- struktionskainpf erwerbt» könnte. Die ministerielle„Bert. Äorrcspond." kleidet diese Furcht in die spaßhaften Sätze: „Die socialdemokratisÄcn Quertreibereien mit ihren deutlich hervorleuchteuden agitatorischen Absichten iverden aber in einer Bczichnng ihr Gnies haben: sie müssen den gegen die lex�Hcinze mit solchem Eiser protestierenden deutschen Künstlern nnd Scbrisl- stellen» die Augen darüber öffnen, in ein wie gefährliches Fahr- Wasser sie sich hincinbcgcbcn habe», als sie aus ihren Ateliers und Stndierstnbcn auf den Markt dcS politischen Lebens und die Agitationsstätten des Radikalismus hinaustraten. um ihre Slimmcn zu Riindgebniigen gegen eine Vorlage zu vereinigen, deren Tragweite sie gewaltig überschätzt und völlig falsch gedeutet haben." Wir können die„Bcrl. Korrcsp." beruhigen. Wir bildete» uns nicht ein, daß wir irgend»vclche Partei-Erfolge iu Küilstlerkreisen durch unser Vorgehen erzielen»verdcn. Tie Künstler werden ja froh sein, daß ivir ihnen das Gespenst einstweilen vom Halse geschafft baden. Weitere Verbindlichkeiten aber erwachsen ihnen ans dieser Gciiiigthiumg um so weniger, als die Socialdemokratie gegen das Gesetz— im Interesse der Änltiir— mich dann vorgegangen wäre, wen» die verehrliche Küiisrlerschaft dafür gewesen wäre. Wir begehren und erwarten keinerlei Dank. Daß wir stets ziemlich allein stehen, Ivenn cS gilt— auch in der heutigen Gesellschaftsordnung— Förderliches zu vertreten und Schädliches abzuwehren, das ist nicht unsere Schuld. Wir könucu nichts dafür, daß wir fast allein auch die Ideale des einstigen Liberalismus mit rücksichtsloser Energie vertreten. Die Intelligenz, die zu uns kommt, weil wir ihr einmal einen Dienst erivicscn. lväre für uns ein zivcifelhaftcr BlindeSgenossc. Wenn sie nicht die tiefe Ucbcrzciigung von der Wahrheit und Größe unsrcr Sache zn uns treibt, so' mag sie uns anch fiirdcrhi» fern bleiben. Die Hcinzc-Manncn mögen sich darum nicht allzu großen Bc- snrchtungen hingeben!— Dne* Ziel der lex Heinze. Ehrlicher als die ParlamentSlcute äußern sich die Blätter über die Tendenzen der lex Hcinze. So meint neuerdings der„Reichsbote": „Diese Kunst der trügerischen Maskerade haben diese Gcg»»cr der christlich-sittlichen Weltanschauung immer cxccllcnt verstanden j lvcnn sie ans die Weltanschauung und Moral der alten heidnischen Sklaven- staaten zurückfallen, dann nennen sie das Fortschritt, moderne Eni- wicklimg, Wissenschaft, putzen es mit allerlei schönen Fliilcr» aus, abcr wo ein Mensch sich darauf einläßt, ivird er unglücklich und elend an Leib und Seele, die Jugend, welche in ihre Netze gerät, wird öde. pessimistisch, schlaff, energielos, ohne gesunden Jugcndfrohsiim und Frohrnnt: die Littcratur, die ans diesem Geist geboren ivird. ist meist ein Snnivf»>oil Liistcriihcit oder ein Kchrichthanfci» von SchmilU nnd Gemeinheit... lind das alles putzt sich, ivic Lncifcr, heraus und betrügt die Jugend und das Volk, als hätte es ihm Licht und Freiheit, Kunst und Wissenschaft zn bringen. Hoffentlich iragcn diese Debatten im Reichstage dazu bei, vielen die Auge» darüver zu öffnen, daß Ivir an Avgründen wandeln und daß es Hobe Zeit ist, sich zum Kam Pf c z n rüsten für die Wahrb, eit und gegen die Macht der Lüg e." Das ist zwar Blödsinn, aber cS enthält doch wenigstens ehrlich, was man meint und ivill.— Ei» Schlag gegen die Krankcnkaffcn ivird geplant. Was wir nach den gestern besprochenen Ausiassnngcn der„Berliner Pol. Nachr." über die Bertvaltmig der OrtSlrankenkassen erst für einen Wunsch der Scharfmacher hielten, scheint in der That schon in der Ausführung begriffen zu sein. In ihrer gestrigen Morgenausgabe schreibt die„Post" in einen» Artikel, in dem sie sich gegen die Bc- schliisse der Gcwcrbc-Ordimngs-Komyiission ivendct: Wir haben nicht die Besorgnis, daß sich die Regierung durch die in Siede stehenden Resolutionen zn»mbedachten Schritten fort- reißen lassen tonnte; in einer Zeit, wo sie durch eine Novelle zum Krankenkaffcn- Gesetz der socialdcmokratische» Macht- stclluiig eine» Schlag zn versetzen beabsichtigt, ivird sie nickt aus der andren Seite diese Machtstellung zu fördern geneigt sein. Tie„Bcrl. Pol. Nachr." wollten noch nicht ivissen, lvas geplant sei, die„Post" weiß bereits, daß ein„Schlag" geplant ist. ES ist also so. ivie wir voraussagten: nicht um die Herabfetznng der Vcr- wccktilngSkosten ivird es sich handeln, sondern um die Selbst- Verwaltung der Kassen. Die versicherten Arbeiter werden sich bei- zcitcn ans planmäßigen Widerstand cinznrrchten haben. Ter Bundesrat hat in seiner Sonnabend- Sitzung die Bor- läge, betreffend den Entwurf eines Gesetzes wegen Fcsislellung eines Nachtrags zum Landcshaushalts-Etat von Elsaß-Loihringen für das Rechnungsjahr 1000, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Der Vorlage, betreffend Bestiinniunaeil für die Vornahme einer Volks- zäh I n u g für die land- und sorstwirffchaftlichcn Aufnahmen und eine Viehzählung im Jähre 1V00, ferner der Vorlage, betr. die Ausprägung von Nickel- und Kupfermünzen, wurde die Zusiim- muiig erteilt.— Warciihausstcncr. Gegen die Warenhausstcuer sind bei der Vereinigung dcnlschcr Fabrikanten gegen Sondcr-Bcstcnernng von Großbetrieben weiter l ZOO P c t i t i o u c n von Fabrikanten eingegangen und dem Abgcordnctenhausc überreicht worden, so daß die Zahl der Petitionen nunmehr auf über 3000 gestiegen ist.— Chronik der Majrstätsbeleidigungs-Prozesse. — Wegen MajestätSbelcidignng wurde am 11. März vom Bciithcuer Landgericht gegen de» Bergarbeiter.S k o tz aus Schorlcy unter Ausschluß der Öeffcntlichkeit verhandelt. S. wurde mir 6 Monaten Gefängnis bestraft.— Auslaud. Hungersnot in Zndicu. Wenige Wochen sind erst verstrichen, seitdem aus B o m b a y gc- meldet ivurde, daß die Zahl der mit Hilfsarbeitern beschäftigten Notleidenden die dritte Million überschritten hätte, und heule bereits ist die fünfte Million erreicht. Das ist ei» trauriger Rekord. nnd leider läßt der Bericht deS Biccköiiigs keinen Zweifel darüber, daß diese schrecklichen Zahlen nicht einmal alS zzcnügcudcr Maßstab für daS fnrckilbare Elend, das die Hungersnot über Indien gebracht bat. genommen werden können. Ebenso v i e l c M i l l i o» c n stehen sicher vor dem Hungertode, und ihnen ist gar nicht zu helfen, weil Vorurteil und vielleicht auch Haß sie davon abhält, sich au die Europäer um Unterstützung zu»vcudeu. Und»vcitcr ist nur zu viel Grund zu der Anuahiuc vorhaudcu, daß die Zahl dieser armen Geschöpfe fortwährend zunimmt; im Bericht des Vicckönigs heißt cS, daß die Zahl der mit HilfSarbeiten Beschäftigten„überall anwächst". Es ist also sicher, daß die kiirzlichen Regenfälle wenig geholfen haben. Für einen Augen- blick haben sie vielleicht Ermutigung gebracht, aber die Hoffniiiigen auf Bcsseriliig scheinen ausgcgebci» zu sein, denn sonst»vürde die Bevölkerung nicht in so ungeheuren Massen zn den HilfSarbeiten strömen. Tie indische. Regierung steh» dem Notstand vollständig mochrlos gegenüber und kann nichts thun, als durch Untcrstütziiiigcn die Not zn lindern versuchen. Dazu ge- hört vor allen Dingeti Geld, denn die 60 M i l l i o u c u, die bis jetzt bewilligt wurden, sind a u f g e z c h» r, nnd die Zuwendungen. die der UiiterftütznngSsoiids für die Notleidende»» ans dem britische» Reichs erhallen hat,' sind doch bei weilen» nicht ausreichend. Ocstreich-Nugarn. Bertagung drö östrcichischcn Parlaments. Das ostreichische Al'gcordnciciihai s nahm am Sonnabend das Notstandsgesetz an. Nach Beantivorlung einer Reihe von Interpellationen durch die Minister schließt der Präsident mit den» Wlmsch auf fröhliche Ostern die Sitzung.— Bauer, umruhcn werden wieder auS Galizien signalisiert. In der Gegend von Bochnia sollen Bauern aus zwei Dörfern einen Förster fürchterlich zugcrichtcl haben, weil er ihnen den Zugang m Wälder, wo sie lviderrechtlich Bäiune fällten, verwehrte. Dein Gninöbesitzer Meyzuer zündeten die Bauern eine Orangerie an, wobei sie ihn bedrohten. In Lomna»vnrde der Wald am Tazzc, da StojalowSkis Wahl zun» LandtagS-Abgeordnctcn staltfand, gänzlich verwüstet.— Italien. Obstruktion iu» italienischen Parlaincitt. Rom, 17. März. „Boss. Zig.") Die Haltung der obstruktionislischen Gnippen iu den letzten Kammersitzungcn läßt abennals gcivalisame Austrille erivarten, Ivcshalb der Kannnervorsitzende eine Verschärfung der Ge- ch ä f l S o r d n u n g für»otlvendig hält. � Die äußerste Linke er- klärt, dagegen mit allen Mitteln antämpsen zu wollen. Die Wahr- scheinlichkeit der Kanunerauflösniig»vird hierdurch verstärkt. Wieder- holte Miiiistcrberatuligcn stehen anscheinend damit in» Znsa, innen- Osman Pllscha. Konstantinopel, 16. März. Die aUSlvärtS verbreitete Nachricht von dem Tode Ghasi Osman PaschaS ist unrichtig. Ghasi OSman ist krank, befindet sich jedoch seit einigen Tagen besser.— Rnstland in der Türkei. K o n st a n t i n o p c 1. 17. März. Wie verlautet, sind die von russischer Seite angestrebten Verein- banmgen mit der Türke», nach welchen die Pforte in den an Rußland angrenzenden Provinzen nur mit eignem Kapital Eisenbahnen bauen und nur selbst exploitieren darf, lväkrend russische Syndikate für die gedachten Bahnbanlcn den Vorzug vor andren haben solle»», dem Abschlüsse nahe. Asien. Engländs Kricgskosten. Gleich Rußland scheint nun auch Frankreich sich anzuschicken, die Gunst der Stunde zu nützen und sich, ivährcnd Englands Aufmcrlsamkcit und Macht durch den Krieg in Südasrita gefesselt ist, uelie Stcltiingen in Asien zu sichern, ans denen England es nach Beendigung des BörentricgS nicht so leicht wieder verdrängen könnte. Heute liegt eine Hongkougcr „Times"- Meldung vom 16. März � vor, wonach die Presse in Tongting nachdrücklich die Annekliernng von Kwantung und Zun na ii durch Frankreich verlangt»nid der Hoffnung SfuJbruÄ gicbt». dah die Konferenz dcS französischen Gesandten in Peking, Pidioit mit den Konsularbeamten in dein Greuzgedict ein Zlnzeichen fiir eine vorivärt-z strebende Politik sci� Die Besetzung Kwantung-5 dnrch die Franzose» wurde sehr empfindlich auf die Stellung der Engländer in Hongkong drucken und die ganze Südküste unter französischen Einfluß bringen. Das wäre ein schlimmer Zuwachs zn den politischen ÄriegSkosten, die England ans seinem geivaltthäligen Lorgchcn gegen die Pocrenstaatcn erwachsen und die jetzt schon weit bedeutender sind als die in Pfund und Schilling auszudrückenden KricgSkosteii. Vsichsksg. 17t). Sitzung. So'nnabcnd, den 17. März, 11 Uhr. Äm BlindeSratStisch; N i eberdin g. Die dritte Beratung der lex H e i n z e wird fortgesetzt. Zunächst spll folgender Antrag Heine lSoc.) beraten tverdcn. Das Strafgesetzbuch- für daS Deutsche Reich erhält folgenden § 327a: Wer die Gesundheit einer Person dadurch gefährdet, daß er wissend, daß er mit einer ansteckenden Geschlechtskrankheit behaftet ist, den Beischlaf ausübt, wird mit Gefängnis bis zn einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zn 1000 Mk. bestraft. Präsident Graf PaUcstrcni: ES liegt mir ein Antrag Heine vor, die Ocffcntlichkcit bei der Beratung diefcS Antrags oitd- znschlicsic».§ 30 der Geschäftsordnung lautet:„Die Sitzniige» des Reichstags sind öffentlich. Der Reichstag tritt aus Antrag seines Präsidenten oder von 10 Mitgliedern zu einer gelieiiuc» Sitzuug zusainmen. um dann zunächst über den Antrag auf AnL- schlich der Ocffentlichkeit zu beschließen." Ich schlage Ihnen deshalb vor. sich jetzt zu vertagen und in cincr halben Stunde, also um 12 Uhr, zu einer ncncn Sitzung zusammenzutreten. Schluß 11- z Uhr. Die Zuschauer und auch die Journalisten haben die Tribünen »uf Anordnung der ReichstagSbcaniten zn räumen. 171. Sitzung. Sonnabend, den 17. März. 12 Uhr. Geheime Sitzung. . Abg. Heine lSoc.)«Zur Bcgriindimg seines Antrags auf Ausschluß der Oeffcntli'chkeit: Meine Partei ist stets eingetreten für vollste Tcstcntlichkcit auch bei der Verhandlung derartiger Fragen, die allerdings geeignet sind, unter Umständen irgendwelche Personen zu verletzen. Man kann derartige Fragen, auch die heikelsten, ohne jede Verletzung echt sittlich behandeln, und wir haben sie stets so behandelt, aber es ist zuzugeben, daß weniger gefestigte Personen Anstoß nehmen kvimteu. Und gerade die Partei des Herrn Abg. Rörcu ist ja der Meinung, daß das Zuhören bei der Besprechung derartiger Fragen, ins- besoudcre für Frauen, nicht geeignet fei. Wir wünschen nicht, daß Franen, welche einer' solchen Besprechung beiwohnen, deshalb nachher Beschimpfungen ausgesetzt sind.' AnS diesem Gründe beantragen wir den Ausschluß der Oeffcntlichkeit. Ich verweise ferner auf die Auslassungen der„Hamburger Nach- richten" vom 16. März, welches Blatt ich zwar sonst als Autorität nicht anerkenne. Dasselbe hat auch erklärt, daß derartige Berhand- lungen zur Besprechung bor der Lcffcntlichkcit überhaupt nicht geeignet seien. Abg. Rören(C.) versucht feine Aeußentngen, die Abg. Heine erwähnt hat, abzuschwächen und erklärt sich im übrige» für den socialdeuiokratischcn Antrag; desgleichen die Abgg. v. üevetzow und v. Kardorff im Namen der konservativen Parteien. Abg. Liebermann v. Smmenberg(Antis.) ist ebenfalls für den filntrag, erklärt aber, daß der Antrag den socialdcmokratischcn Grundsätzen widerspreche, nach denen doch Männer und Frauen gleichberechtigt seien. Abg. Bebel(Soc.): Von einem Abweichen von unsren Principicn ist nicht zn sprechen, denn es ist nicht nur der Ausschluß der Frauen, sondern auch der der Mäimrr iu dem Antrag einbegriffen. Daß Frauen hier im Hanse nicht anwesend sein können, ist nicht inffre Schuld. In der Abstimmung wird der socialdcmokratische Antrag ein- stimmig aiigcnommc». Der Präsident will in der Tagesordnung fortfahren nnd de» Antrag Heine zur Beratung stellen, welcher folgenden tz 327a in das Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich einfügen will: Wer die Gesundheit einer Person dadurch gefährdet, daß er, wissend, daß er mit cincr� ansteckenden Geschlechtskrankheit behaftet ist, den Beischlaf ausübt, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu eintausend Mark bestraft. Abg Singer lSoc.) verlangt das Wort zur Geschäftsordnung. Präsident Graf Ballcstrcm: Ich denke doch, der Abg. Singer wird mich erst aussprechen lassen, che er das Wort bekommt.-Leb- haftcr Beifall rechts.) sNach der Rechten) Händeklatschen ist durch- aus unstatthaft. Abg. Singer<2oz.1 fzur Gcschäftsordming): Ich bin der Meinung, daß cS mistatthast ist, sofort zur Beratung des Antrags Heine überzugehen. Die Tagesordnung, die der Präsident für die jetzige Sitzung aufgestellt hat, enthält nichts, als die Beratung, ob eine geheime Sitzung stattfinden soll. Nachdem diese Frage vom Hause erledigt ist, ist cS»u» notwendig, eine neue Sitzung anzu- beraumen für die Abwicklung der eigentlichen Tagesordnung. Ich beantrage zugleich über diese Frage die namentliche Abstiminung. < Pfui! rechts.) Präsident Graf Ballcstrcm: Pfui! zu rufen habe ich wieder- holt als«nparlamcntarisch erklärt. Ter Präsident erlvidert dcni Abg. Singer und hält an seiner Auffassung fest, daß die bereits bor- liegende Tagesordnung die weitere Erledigung des Antrags Heine in sich begreife und eine neue Sitzung nicht' anzuberaumen sei. Mg. Singer lSoc.) widerspricht nochmals. Es findet namentliche Abstimmung statt. Der Antrag Singer wiid mit 182 gegen 65 Stimmen bei cincr Stimmenthaltung abgelehnt. ES folgt die Beratung dcS Antrags Heine. Erster Redner ist der' Abg. Stadthagci» lSoc.). der den Antrag begründet. Abg. Bebel lSoc.) spricht sich gegen den Antrag auS. Der- selbe sei übcrfliissig, da durch andre Paragraphen deS Strafgesetz- buchs derselbe Zweck erreicht werde. Der gleichen Ansicht ist der RegiernngSvertretcr Tischcndors. In namentlicher Abstimmung wird'darauf der Antrag Heine mit 230 gegen V Stimmen abgelehnt. Die Qcffentlichkcit wird»in 3 Uhr wieder hergestellt. Zur Beratung wird der folgende Antrag Heine(Soc.) gestellt: $ 360, Nr. 11, welcher lautet: Mit Geldstrafe bis zu 150 M. oder mit Haft wird bestraft, wer in ungebührlicher Weise ruhestvrcndcn Lärm erregt oder wer groben Ilnfiig verübt. erhält folgenden Zusatz: Diese Bestimmung findet keine Anwendung auf Erzeugnisse der bildenden und reproduzierenden Künste und der Presse. Abg. Stadthagc» lSoc.) begründet den Antrag.(Die Rechte und das Centrmn verlassen� bis auf wenige Abgeordnete den Saal. Die Zurückgebliebeucn lärmen). Der K 360 Ziffer 11 ist der bekannlc Grobe Unfligs-Paragraph(Sännen rechts nnd in der Mitte), dessen Inhalt dahin geht:„Wer nngcbiihrlichcrweise ruhcstörendcn Lärm erregt"— außerhalb des Parlaments— „oder wer"(Rufe rechts: lauter). Sic tvollcu also, daß Ihne» lauter zugerufen wird, wer ungcbiihrlicherwcise ruhcstvrcnden Lärm erregt. lHciterleit.) Weshalb soll ich Ihnen das lauter zn- rufen'{ Sie wissen doch, daß diese Bestimmung im Strafgesetzbuch nicht ans das Park a m e n t anwendbar ist.'(Große Heitertest). ES heißt also:„Wer»ngcbührlicherweisc ruhestörenden Lärm erregt oder groben Unfug verübt, lann mir Geldstrafe bis zu 150 M. oder mit Haft bis zu sechs Wochen bestraft werden." Run besteht die Gefahr, daß auch t-infrighin entgegen der ursprünglichen Idee des§ 360 Ziffer 11.(Lätmen rechiS; Rufe ans dem Centmm: „Nicht ablesen!") Bieepräsident Schmidt bittet um Ruhe. Abg. Stadthagc»(Soc.) fortfahrend.:. Das ist tvirklich eine starke Unterstellung. Ich bin eben dabei zu versuchen, meine Gedanlen langsam' auszuarbeiten, um Ihre Willcnsrichtnng in unsren Jdccukreis hineinzubringen, nnd da sagen Sie, ich lese ab. So schnell kann man keine Rede niederschreiben.(Heiterkeit links.) Wir bitten also, daß dieser grobe Unfugsparagraph nicht Aiiwcndimg finden soll auf Erzeugnisse der reproduzierenden Kunst und der � Presse.(Abg. Kropntschcct niest lant; Heiterkeit.) Sic sehen, daß Sie»ns im- willkürlich Ihre Z u stimm im g bereits zn teil werden lassen. (Wiederholte Heiterkeit.) Es ist Iiotlvcndig. eine derartige Bestimmung aüfzimchmcii. Gerade die Littcratur, die Presse nud auch die Kunst haben sich schon lauge vor der lex Heiuze darüber beschwert, daß der Grobe Uüfugs-Paragraph. der seinem Inhalt und seiner Entstehung nach nur gegen Bubenstücke angeivendet werden soll, auf sie bezogen wird. Nun haben sie die Presse und die Kunst eingeengt durch die §§ 161 bis 181b. Das Unflätige, das Unanständige, was bisher überhaupt nicht häiie getroffen werden können und was allenfalls als grober Unfug sonst hätte getroffen werden tonnen, haben Sie mit diesen Paragraphen unter Strafe gestellt. Da bleibt thalsächlich kein Raum mehr Übrig für den Groben Unsngs-Paragraphen. Dieser Paragraph war ja ursprünglich nicht' unverständlich. Er sollte gegen Dumme Jnngcnstreichc, gegen Streiche, lvic sie auch i» studentische» Kreisen vorkommen, die mau als groben Unfug auffaßt. Laternenausdrehcn, Ehlindcr- cinhauen und ähnliche Scherze uusrcr gebildeten Jugend angewendet werden.(Heiterkeit bei den Socioldemokratcii.) Ter Paragragh soll sich also gegen Handlungen richten, die das Publikum bc- lästigen. Allmählich aber ist dicker Paragraph zn einem Bankett für den Strasriefüer geworden. Wir haben Taiisende von Polizcivcrordmlugcn. Dort wo ivcdcr eine Polizeivcrordnung noch ein Strafgesetz angewendet ivcrdcn kann, versucht man den Groben Uufugs'-paragraphcii zn einer Art allgemeiner Vollmacht für den Strafrickter auszugestalten, alles das. wäs ihm nicht bchagt als groben Unfug zu bestrafen. Das sächsische ObcrlaiideSgcricht hat da. wo cS sich um antisemitische au sich unslätige Flugblätter handelte. den richtigen Standpunkt eingenommen, daß die Presse grobe» llnsng überhaupt nicht aus- üben könne. Anders aber lag die Sache, Ivo es sich um socialdcinokratischc Flugblätter handelte. Da hieß cS, das Publikum in seiner Allgemeinheit sei gefährdet. ES sei eine Belästigung für den Einzelnen, ein socialdemokratisches Flugblatt zu lesen. DcS- wegen meinen mehrere Urteile desselben LbcrlandcSgcrichts, cS seien socialdeniokratische Flugblätter auf Grund des Groben UnfugS- Paragraphen z» bestrafen. Unser Antrag ist notwendig, um derartig verschiedene Entscheidungen zn verhüten. Die Presse soll nicht vom Groben Unfugs- Paragraphen mehr getroffen werden. Welche Folgen hat denn die Anwendung dieses Paragraphen auf die Presse? Es sind Folgen, die die Mehrheit aller Parteien aufs tiesstc beklagen sollten. Der Richter wird gezwungen, von seiner objektiven Warte in den politische» Kampf hinabzn- steigen.(Sehr richtig! bei den Socialdcinokratcii.) Der Richter wird geradezu verleitet, die Presse sich daraufhin anzusehen, von lucin der Artikel geschrieben ist und sein Urteil je nachdem zu fällen, welcher Partei der Betreffende angehört. DaS ist kein ehrlicher Kampf mit u»S.(Sehr richtig! bei den Socialdemokrateu.) Hier ist die beste Gelegenheit dazu, mit diesem Paragraghcn, soweit er die Presse und Kunst trifft, anfzurämncn. Wir wissen, daß eine große Mehrheit des HanscS und ebenso die Regierung dies Gesetz gern angenommen wissen wollen, wir wissen andrerseits, daß die Prcßfreihcit durch den K 360, Nr. 11, eingeschränkt wird und darum bciiiitzcn wir die Gelegenheit, um durch iiiisern Antrag die Prcstfrcihcit wiederherzustellen. Wir können dies um so mehr, als wir seiiciis des Herrn Staatssekretärs wiederholt gcbört haben, daß er persönlich mit der Anwendung des Grobcn- UnfiigS-Poragraphcn auf die Presse durchaus nicht ciuverstauden ist, und weil auch kein unabhängiger Jurist in Deutschland die verkehrte Bahn, welche die Rechtsprechung in dieser Beziehnng eingeschlagen bat, billigt. Der grobe UnfugSparagraph darf nie mid nimmer auf die Presse angclvaiidt werden. Die Wahrheit, der notwendige Fort- schritt ruft den Reichstag an, er möge der Presse die Freiheit geben, daß sie wenigstens nicht auf grund dcS Grobcn-UnfngSparagraphen bestraft werden kann. Wir haben ja so viele Paragraphen im Straf- gektzbuch und sind eben dabei, noch einige mehr zn machen, gegen die überall seitens der Presse gefehlt werden kann. Wenn sie über einen dieser Paragraphen stolpert, iiiin wohl, so hat das der einzelne Nedoeteur abznmäcbeii. Wenn aber der Staatsanwalt alle Para- grapheii des Strafgesetzbuches durchlaufen und gefunden hat, mit diesen ist nichts gegen den Prcßsündcr zn machen, so soll er nicht noch zuletzt das juristische Mädchen für alles lHciterkcit). den Groben- tliifiigs-Pnragraphcii benutzen, um den Rcdacicur zu bestrafen.(Sehr gut! lintS.) Der§ 360, Nr. 11 soll den gesunden Menschen- verstand, von dem er seiner Zeit eingegeben war, auch bedalten. Gerade die Arbeiterpresse hat sich über de» groben Unfug, der mit dem§ 360, Nr. 11 getrieben wird, zu beschweren. Wenn in einem Arbeitcrblatt steht --Zuzug ist feruznlialten", hat ein Gericht das für groben Unfug erachtet. So wird selbst das reichSgesctzlich garantierte Koalitions- recht getroffen.(Redner führt hierüber ein reiches Material an.) So ist jüngst gegen den Rcdactciir des„Kupferschmied" durch Strafbcfehl eine Haflstrasc von vier Wochen verhängt, mir weil er folgende Aiiiionce veröffentlicht hat: „Oschersleben. Der Zuzug nach hier ist bis auf weiteres streng fern zu halten. Die Lohnkoininission der Filiale Magdeburg." (Hört! hört! bei den Socialdeinolrateii.) ES wurde Bcrufniig eingelegt. Die erste Instanz hat die Berufimg aber verworfen, weil die Fabrikanten beunruhigt worden seien. Die Fabrikanten sind doch aber nicht die Allgemeinheit. Das ist Klassenjustiz.(Sehr gut! bei den Socialdeinolrateii.) Kommen Sie der Arbeiterklasse entgegen, um so mehr, als sie vor kurzem erst den Arbeitgeberparagraphe» preisgegeben haben.(Sehr wahr! bei den Socialdcinokratcii.) Wenn so daS Koalitionsrecht geschmälert wird, dann wird die Möglichkeit ciiigcschränkt, bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erringen, nnd damit wird eine Ursache der Prostitution herbeigeführt. lSehr richtig! bei de» Socialdcinotrate».) Schließe» Sie diese Quelle! Besonders sind die Witzblätter durch den Paragraphen bedroht. Diese können zur Berbessernng der Welt unendlich� mehr thun alö 20 000 Prediger aller Konfessionen.(Sehr gut! bei den Social- demokraten.) Aber sie müssen sehr derb zufassen tömien. Dann kommt der Grobe-Unfiigs-Paragraph und schreit:„Halt! wer hat einen Witz gemacht t" Durch eine» Witz fühlt sich derjenige, der keinen Witz hat, belästigt.(Große Heiterkeil.) DaS ist ein Schlag ins Gesicht der G c r e ch t i g k e i t, die ich mir allerdings n n b e k l e i d e t vorstelle.(Heiterkeit.) Redner erinnert an den bekannten Erlaß des preußischen Königs Friedrich II., daß Gazetten nicht geniert werden sollen. Wir haben seitdem Kämpfe voller Blut und Thränen erlebt, lvir haben blühende Menschenleben in Zuchthäusern vcrniodcrn sehen. Wir haben das glorreiche Jahr 1818 gehabt, das u»S endlich für kurze Zeit die Preßfrciheit gab. Die Herren der Rcaltion bemühten sich, da sie zu ihrem Bedauern die Preßfreiheit nicht ganz zu erdrosseln vermochten, sie auf allen Seiten mit Fallstricken zu umgeben. Es ist alsdann dnrch den Reichstag gelungen, wenigstens einigermaßen Wandel zn schaffen. Es ist mrsrc Pflicht, auf dem beschritte»»! Wege fortzufahren und die Presse von den Fesseln zu befreien, die ihr' noch anhaften.— Der Grobe-UnsugS-Paragraph ist eine Feffcl, wie für die Presse, so auch für die bildende Ämist; namentlich hemmt er jede freie Entfaltniig deS politischen WitzcS.— Die Annähme nnsrcS Antrags ist um so notwendiger, als wir ja von der Mehrheit gehört habe», daß unter Umständen ja auch die Kunst nnd die Wissenschaft von dem Z 184a getroffen werde» sollen. Der Kunst soll aber keine Schminke auferlegt werden, weder dnrch die Polizei noch dnrch de» Strasrichtrr."(Sehr richtig! links.) Haben doch Richter, die da glauben, daß grober Unfug durch Rcprodultionen verübt nierdc» könne, von der Kunst leine blässe Ahnimg.— Es mar, meine Herren, hier verschiedentlich, von.Ihrer wie von iinsrcr Seile, von der Leda mit dem Schwan die Rede. Es könnte sich sehr ivohl ereignen, daß einmal ciu Staatsamvalt kommt nnd sagt: nnziichtig ist das nicht, schamlos auch nicht, aber es ist großer Unfug!(Große Heiterkeit.) Meine Herren, Sie sollten uns doch tvirklich den Gefallen thun und erklären: es ist zwar nicht schamlos, aber unrichtig, den Grobcii-UnfngSparagraphcii auf die bildende Kunst anzuwenden. Rehmen Sie wenigstens diese kleine Verbesserung an den vielen Schäden der lex Heinze vor! Rehmen Sic den Richtern die Möglichkeit, einen Paragraphen, der gegen rnhestörenden Lärm gerichtet ist, auf die höchsten Erzcngnisse der Kunst und der Wissen- schüft aiizNlvcnden. Gewiß läßt sich der niciischlichc Geist nicht dnrch Strafgesetze erdrosseln.(Sehr richtig links.) �-ie mögen lebendige Tinge in den Sarg legen löim.en; aber diese Tinge werden wachse» und den Deckel aufsprengen; er wird denen ins Gesicht fliegen, die den Sarg gezimmert haben.(Lebhafter� Beifall bei den Socialdemokrateu). Abg. Bcckh-Kobnrg(srs. Vp.): Wenn ich zu diesem Paragraphen das. Wort ergreife, so hat da' seinen besondren Grund, Bereits seit dem Jahre 1807 habe ich wiederholt in Gemeinschaft mit meinen Freunden Munckel und Lenz- mann Anträge auf genauere Präzisierung deS Begriffs„Grober Unfug" gestellt. In Bayern werden die Preßvergehen belaimtlich durch Schwur- gcrichte abgeurteilt. Als sich aber herausstellte, daß in den meisten Fällen Freisprechung erfolgte, deutete man die Preßvergehen als groben Ilnfng »iid verwies sie auf diese Weise zum größten Teil vor die Schöffen- gcrichte, nm mehr Vcrnrtcilnngcn zu erzielen. Schaffen Sie wenigstens einen gntcn Kern in der!ox Heiuze, indem Sie den Antrag an- »chmen, daß der Grobe Unfng-Paragraph auf Werke der bildenden und reprodiiziereiiden Künste nnd ans die Presse nicht aiigelvandt werden darf.(Bravo! links). Abg. Prinz Hohenlohe(wild): Ich sehe in diesem Antrag nur eincii Versuch, von hinten herum den Groben Ilnfug-Paragraphen zu beseitigen und weiter die Absicht der Sorialdcmokraten', neue Kreise, die bisher nicht zu ihnen gehörten, für sich zu gewinnen.(Sehr richtig! bei den Soc.) Nach den Erfährnnge» der letzten Tage muß icb leider befürchten, daß diese Absicht gelingen wird. Frankreich bietet ein ivaniendes Bei- spiel. Verfallen Sie nicht in den Fehler des benachbarten Landes, wo c!»c der dunkelsten Affaircn nur mit Hilfe der Social- demokratic geklärt»verde» konnte.(Bewegung.) Wenn aber einst der Zukuustsstaat der Herren Bebel und Singer ein- gesiibrt sein wird, dann werde» die Künstler und die Kunst schlecht dabei wegkommeu.(Widerspruch bei den Socialdemokrateu.) Da ich mich i»! Laufe der Berhaiidlungeii davon überzeugt habe, das; der einzige Erfolg dieser Borlage überhaupt der sein wird, der Socialdcmokratic neue Kreise znznfiihrc», die sich bisher nur mit idealen Interessen beschäftigt haben.(Sehr richtig! bei den Sodaldemokrateu), so werde ich nicht nur gegen diesen Antrag, sondern gegen den ganzen Gesetzentwurf stimmen.(Hört, hört!, links.) Abg. Dr. Schornlank(Soc.): Ter Herr Vorredner hat dem deutschen Reichstage eine Lektion über die Absichteii und Gefahre» der Socialdemokratie vorgetragen. Wenn er annimmt, daß wir, die Socialdemokraten, in der Frage der lex Heinzc andre als sachliebe Gründe befolgte», daß wir die demagogische Absicht hätten, fciitdi uiifcr Verhalten bestimmte Kreise zn gewinnen, so irrt er. Wir bekämpfen die lex Heinze, weil sie eine Gefahr ist sür die Freiheit der Kunst, weil sie ein Gesetz ist im Interesse der Tartüfferic.(Sehr gut! links.) Wenn der Prinz zn Hohenlohe nicht weiß, was aus der Kunst werden ivird in der Gesellschaft, die wir planen, so will ich cS ihm sagen: Rie wird mehr die Kunst daS Gemeingut des Volkes sein, als in einer Gesellschaft, die die kapitalistische Ausbeutung beseitigt hat, Ivo die gesamte Ration an den Aulturerrniigeiischaften teilnimmt, die heut ein Privilegium der Bourgeoisie sind. Icb glaube, daß der Prinz zu Hohenlohe, der jetzt die lnirger- lickicn Kreise vor der Socialdcinokratie, die die radikalste Gegnerin dieser Uiltcrdrückiuigsversuche ist, ivarut, ein Prediger in der Wüste sein wird. Ricbt'etwa, weil wir uns bei diesen Kreisen beliebt macbcn wollen, sondern weit wir nicht diilden wollen, daß dieselbe Nntcrdriickm'gSpolitik, die ans dem Gebiet des KoalitionsrcchtS herrscht, übertragen wird auf dieses große Gebiet der höchsten Knltnrcntwicklung, aus das Gebiet der künstlerischen Dar- stclluiigcn in Wort. Schrift»»d Bild; deshalb bekämpfen ivir dieses Gesetz. Herr Gröber hat ja gestern zn meiner großen Freude offen erklärt: wir wollen die ganze Knust treffen, gleich- viel ob sie das niedrige vulgäre Gebiet oder die höheren Gebiete betrifft.(Hört! hört I iinkö.)— Meine Herren, die Devise der Heiuze- Männer(Heiterkeit!) läßt sich zusaiiimcnfasscu in die Worte, die die „Germania" citiert hat, nm die lox Heinze zn motivieren, es sind die schönen Verse deS Sebastian Brunner:„Seit wann darf man den Sauen nicht ans den Rüssel hanen, ivenn sie durch lautes Grunzen die Poesie verhunzen?"(Heiterkeit!) Herr Gröber hat von einer Schweinehcrde gesprochen. Ich glaube allerdings, daß die Leute. die die Nacktheit in der Kunst, die mir dem Dienst deS Schönen geweibt ist. einfach in dem Simi ciiieS Wüstlings anf- faffcn, der sich darüber anfrcgen könnte, bedenken müssen, daß dem Neiiicn alles rein, dem Schwein aber alles Schtvein ist.(Lärm rechts»iid im Centrnm; sehr richtig! links.) Daß auch die Ivirkl-che Kunst getroffen ivcrdeu soll, ersteht mau an den AnSfnhrntigen der Herren vom Centrum. Hal nicht Herr Dr. Riiitclen das berühmte Wort gesprochen von der klassischen Kniist. die keine Kirnst fürs Volk sei? Hat nicht Herr Rören gesagt: ja. meine Herren, wenn Stücke, die das Scham- und SittlichkeitS- gefiihl in AergerniS erregender Weise verletzen, dann ist cS ivohl angebracht, daß solche Stücke, mögen cö klassische oder nicht klassische sein, verboten werden. Das, was Herr Gröber und seine Freunde als Kniist betrachten, ist die Knust der Barkfische nnd höheren Töchter, aber nicht die wirkliche Kunst, die sich geschichtlich cutwickelt hat. Die Herren vom Eentrum haben wohl ganz vcr- gcsscn, daß der KatholiziSnniö zu der Kunst geschichtlich ganz anders gestanden hat, als die Herren jetzt. Sie sind Epigone» eigener Art. Es ist vielleicht doch interessant. da iiiaii vier die ganze K»»st treffen will, festzitstelleu, daß die Päpste in äußerst srenndlicheu Bcziehuiigcn gestanden haben zu Petrarca, dem Dichter der Laura-Sonette, vor allen.Dingen zu Boccaccio und sciiicm Dekainerone, daß Boccaccio, dessen Dekanlcrone noch heute eine der glänzeiidsteii Leistnngeil der Rvvellistik, eine» der muildcrbarsten Bücher ist, dreiinnl Gesandter der Florentiner ain päpstlichen Hose war und dort nilfö freundlichste anfgeiiomnien wurde. Es steht ferner fest, daß die populären Komödien und Fastnachtspiele von de» Päpsten a»fö eifrigste gepflegt worden sind. Papst Leo X. hat im Jahre 1513 der Aiiffnhrüng der Komödie.Ealandria, einer Komödie des Kardinals Bibicna beigewohnt, die stattfand beim Karneval in Urbino. Wenn ich Ihnen die kräftigen und safiigen Darstcllliiigeu in diescin Stück vorlesen würde, so würden Sie er- staunt sein', daß, wie ein amtlicher Bericht über die Vorstclliuig sagi. das Volk und die Kardinäle und der Papst lebhaften Beifall klatschten. Also, meine Herren, die Stücks, die der Papst applaudiert und die Kardinäle dichten, wollen c�ic ebenso treffen mit Ihrem Bamistrahl der lex Heiuze, wie die modernen Tiiicke. Wie weit ist mau denn schon ohnedies mit der Thcatcr-Ecnsnr gekommen! Ich erinnere an den Fall Dreher in dessen Stück„In Bchandlimg". Die Stelle, Ivo eine Medizinerin erklärt, sie wolle heiraten, schon um nicht daS Naturgesetz zu verletzen, welche» besagt, „wir dürfen keine Empfindungen, kein Qrgan verkümmern lassen" (Heiterkeit), ist von der Ccnsur des sittlichen München und des ebenso sittlichen Leipzig gestrichen worden, weil eS allerdings fürchterlich gewesen wäre, wenn die Zuhörer erfahren hätten, daß sie auch Geschlechtsorgane haben.(Sehr richtig! Große Heiterkeit.) Neuere katholische Forscher, die noch den Mnt selbständiger Äriiit haben, stimmen mit der Politik des CcutrmnS nicht übereil!. Ich erinnere Sie nur an das. was der bekannte Professor der Apologetik, Professor Schell in Würzburg über den Jiitcressciigegensatz zwischeu dem katholischen Kirchcntum und dem gebildeten Laientum gesagt hat. Er hat diesen Zustand als einen traurigen bezeichnet, und derselbe Herr Schell sagt über Polizeigesetze wie die lex Heinze Folgendes: Geistige Mächte können Ivedcr durch Polizcimaßregelu ferngehalten noch überwunden werden. Das gilt wie einst für den Knltnrkmnpf auch jetzt für die Kunst.(Sehr richtig! links.) Auch der Herr Kollege Hertling hat in einer Broschüre jüngst darauf hingewiesen, daß die wissenschaftliche Forschung unter dein Katholizismus sehr zu wünschen übrig lästt. Er sagt ausdrücklich, dag„in katholischen Kreisen eine nicht selten ungenügende Wertschätzung der Wissenschaften herrscht Wir können hiiizufügeu: auch eine ungenügende Wertschätzung der Kunst. Das zeigt ihre ganze Haltung in der lex Heinze, in diesem ganzen Kampf, den ivir jetzt führen, nicht um Stimmung zu machen für unsre Partei, sondern im Interesse der Kultur, der Kunst, des socialen und geistigen Fortschritts. Ich glaube, daß unsere Aus- einandersetzungen gestern und heute sehr viel dazu beitragen werden. daß diese Bewegung gegen die lex Heinze, diese Kulturbewegung die weitesten Kreise des Volks ergreifen und dazu fuhren Ivird,' daß dies Gesetz, ein Gesetz zuni Schutze perverser Empfindungen und verkehrter Anschauungen, den Weg nimmt, den eS gehen muß, den Weg zum Teufel.(Heiterkeit und Bravo! links). Abg. Richter(frs. Vp.): Prinz Hohenlohe meinte, der Antrag Heine bezwecke, durch eine Hinterthür den Groben Uufng-Paragraphcn zu beseitigen. Es handelt sich aber hier nur um eine Beschränkung desselben, die durchaus not- wendig ist. Weit über die Kreise der Socialdcmokratie hinaus fast in allen Parteien hat sich längst die Ueberzcuguug Bahn gebrochen, daß die richterliche Praxis der NnSlegiing dieses Paragraphen weit über den Rahmen des Gesetzes hinausgeht. Die Absicht des Gesetzgebers war, zu verhindern, daß jemand durch die Erregung von Lärm oder ähnlichen Handlungen die öffentliche Ruhe stört. Die Praxis der Gerichte hat daraus einen Paragraphen ge- macht, den man in Fällen anwendet, wo sonst kein andrer Paragraph anwendbar ist.(Sehr richtig links.) Insbesondere ist der Paragraph mißbräuchlich gegenüber der Presse und im beschränkteren Sinne auch gegenüber der Kunst angewandt worden.— Dieser Antrag gehört auch durchaus zur Vorlage, die einfach heißt„Aendornngcu des Strafgesetzbuches"(Sehr richtig I links.) und 5* ist ei» großer taktischer Fehler gcivesen, daß wir nicht schon bisher die Gelegenheit benicht haben, Verbesserungen in das Gesetz zu bringe», das läßt sich aber bei den folgenden Para- graphen noch nachholen.(Sehr richtig! Heiterkeit' links.) Ich konstatiere mit Gciingthuuug, daß Prinz Hohenlohe dazn gekommen stt, gegen das Gesetz zu stimmen. Das fällt umsomehr ins Gewicht. ze naher cr_ den RegicrungSkreiscn steht.(Heiterkeit.) Ich kann nur wünschen, daß sein Beispiel Nachfolge findet in den Kreisen der ihm politisch nahestehenden Rechten. Prinz Hohenlohe meinte, die einzige Wirkung des Gesetzes werde sein, ideal denkende Kreise der Socialdcmokratie zuzuführen. ES gicbt ein sehr einfaches Mittel, um diese Wirkung abzuschlvächcn. Sie brauchen nur eine ebenso zähe� und hartnäckige Opposition dieser Vorlage entgegen zu stellen, wie die Socialdcmokratie. In dem Maße, wie Sie selbst (nach rechts)� sich dieser Opposition anschließen, werden Sic es verhindern, daß die Kreise, die sich durch die Vorlage verletzt fühlen, der Socialdemokratiezugeführtiverde».(Sehrrichtig! GroßcHeiterkeitlinks.) Wir würden unsre ganze Vergangenheit verleugnen. wenn wir für solche Polizeiparagraphcn eintreten würden liiid ihnen nicht die entschiedenste Opposition entgegenstellten.(Sehr richtig I links.) Wir sind uns sehr ivohl beimißt, daß die Mehrheit im stände ist, dies Gesetz zur Verabschiedung zu bringcu, aber wir verlangen, daß diese Mehrheit dann auch präsent ist und für sich ein beschluß fähiges Hans bildet. Wenn, ivie es scheint, jetzt schon die Mehrheit entschieden abbröckelt, dann ivird ja für einige Zeit bis nach Ostern vielleicht der Gegeustand von der Tagesordnung vcr- schwinden, daiiii aber ist weiteren Kreisen außerhalb des Reichstags die Gelegenheit gegeben, sich niit der Materie näher zu beschäftigen. Es kann allen Teilen erivüiischt sein, daß man im Volke zum Bc- wnßtsein kommt, worum es sich bei dieser Gesetz esändcnuig handelt, denn in der Gesetzgebung soll sich das Rcchtsbewußtscin deS Volkes abspiegeln.(Lebhafter Beifall links.) Geh. Obcrrcgiernngsrat von Lenthe: Im Namen der verbündeten Regierungen habe ich an Sie die Bitte zu richten, den hier vorliegenden Antrag abzulehnen. Der Antrag hat mit den Dingen, die durch den hier vorliegenden Gesetz- eiitwnrf abgewendet werden sollen, gar keinen Zusanimeuhaug. (Lebhafte Rufe Oho! links.) Schon die Redaktioii des vorliegenden Antrags macht die Annahme und Einfügung desselben in das Gesetz unmöglich. Außerdem geht aber auch die Fassung selbst über das Bedürfnis zur EiiifchrSiitnng des§ 360, 11 hinans. Ich will hierbei aber offen der Meinung Ausdruck geben, daß ich Ivie der Herr Staatssekretär de? RcichS-Jiistizamts der Au- ffcht sind,;dnß die Gcsrtzeöbesiimmnng über den groben llnfng von den Gerichten cinc zn tvrit gehende AnSlcgunq erfahre» hat.(Hört I�hört! links.) Die Gelegenheit, dieser zu weit- gehenden Auslegung einen Riegel vorzuschieben, ist aber hier nicht die richtige, das kann bei andrer Gelegenheit bewirkt iverdcn. Wie bekannt, liegt ja dem Hause bereits ein Jnitiativantraq Minickel, der dieselbe Nichtnng verfolgt, vor. Ich habe mich gefreut, daß der Abg. Prinz zu Hohenlohe hier der gleichen Uebcrzengung Ausdruck gegeben hat. Dagegen bcdaure ich, daß sich die Ansicht des Abg. Prinz zu Hohenlohe in Bezug auf die Wirkungen, die das vorliegende Gesotz haben wird, mit derjenigen der verbündeten Regierungen, die dieses Gesetz vorgelegt haben, nicht deckt.(Lachen links.) Hiermit schließt die Diskussion. Ans Antrag des Abg. Vcckh-Koburg(frs. Vp.) ist die Ab- stimmung eine namentliche. Beiiii Beginn des RainenSanfrufs verläßt die gesamte Linke bis auf einige Mitglieder der freisimligeii Vcrciniglmg, den Vice- Präsidenten Schmidt und den Abg. Singer den Saal, um die Beschluß- Unfähigkeit herdeizuführen.(Die Rechte ruft: Adicn, Adieu!) Präsident Graf Ballestrem: Das Resultat der Abstimmuiig ist folgendes: Es haben mit Nein 170, mit Ja 2 Abgeordnete gestimmt. An der Abstimmmig haben also mir 172 Mitglieder teilgenommen. Das HauS ist also beschlnßnnfähig und ivir müssen niisre Beratimgen abbrechen. Ehe ich aber Tag und Stunde der nächsten Sitzung festsetze, will ich vordem Haus und dem Land konstatieren, daß die Herren, welche hier den Antrag auf namentliche Abstimmung gestellt haben— 50 Herren an der Zahl—, kurz vor der Ab- slimmung den Sitzimgssanl verlassen. lLebhafte Rufe links: Sehr richtig!> und dadurch die Beschliißrinfähigkeit herbeigeführt habe». (Lebhafte Rufe rechts: Bravo I Abg. Singer ruft: Wir haben nur würden.(Bravo! rechts und im Centrum.) Ich fetze also als Tages Ordnung fest: zweite Lesung deS Etats für die Einführung'des Checkbcrkehrs im ReichS-Postgebiet. Zweite Lesung des Etats des ReichS-Eisenbahnamts, des Reichs-SchatzamtS und Jnvalidcnfonds. Die Sitzung ist geschlossen. Schluß 5 Uhr. GewevKMzÄMidtes. Verlin und Umgegend. Vom Gewerkschaftöhans. Wegen der bevorstehenden Ec bändeabnahme werden die sonntäglichen gemeinsamen Besichtigungen mit dein heutigen Tage eingestellt. Das Bureau des Gewerkschafts- Hauses befindet sich von morgen ab nicht mehr Jnvalideiistraße 113. sondern im Gewerkschaftshans, Engel-Ufer 15. DnS Bureau ist vormittags von 9—12 Uhr geöffnet. Lohnbewegung der Tapezierer. Bis Sonnabendabend hatte sich die Situation sehr zn Gunsten der Ausständigen gewendet. Bewilligt haben nunmehr auch die Finnen Schröder. Schimming, Fork u. Kretschmar und einige kleinere Fabrikanten. Bemerkenswert ist, daß nunmehr der„Ring der Wcrkführer" durchbrochen ist, und auch der Beschluß, keine Unterschrift zu geben, gefallen ist, indem die Firmen unterschrieben haben.' Die Verbandsleitung. Deutsches Reich. Die schwarzen Listen! Gegen den Firmcninhaber des Düsseldorfer E m a i l l i e r w e r kS, Dr. Elbers. haben ca. 50 Metallarbeiter Klage erhoben beim Landgericht, weil Dr. E. sie auf schwarzen Listen verfchmt und ihnen vorsätzlich Schaden zugefügt hat. Namentlich haben auch solche Arbeiter geklagt, die von Dr. E. auf schwarzen Listen„irrtümlicherweise" verfchmt ivordcn sind und mit dem hiesigen Metallarbeiterstreik absolut gar nichts zu thnn hatten. Die Klage ist erhoben worden auf Grund des§ 826 des Bürgerlichen Gesetzbuchs: „Wer in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise einem andern vorsätzlich Schaden zufügt, ist dem andern zum Ersatz des Schadens verpflichtet." Herr glechtsanwalt Westhans hier ist Vertreter der Streikenden. Auf den Ausgang dieses für die Gesamt-Arbeiterschaft wichtigen Prozesses darf man gespannt sein. Der Streik steht nach wie vor günstig für die Metallarbeiter! Zuzug nach Düsseldorf fernhalten I AnSland. Ter Ausstand der östreichtschen Bergarbeiter. Im Aus standsgebiet herrscht fortgesetzt eine große Erbitterung. Au einigen Orten ist cS wieder zn Ansschreitmigen gekommen. In S ch a tz l a r kam es anläßlich der Entfeninng ausständischcr Arbeiter auS den Wohmingen der Gewerkschaft zu großen Demonstrationen, die von den Gendarmen zerstreut wurden. Wie in bürgerlichen Blättern be- richtet wird, soll der Arbciternnsschiiß im Hinblick auf den Gesetz- cntwnrf, der den Rennstundentag einführen will, die Aufnahme der Arbeit empfohlen haben.— Aus Prag wird untenn 17. März tele« graphisch gcnieldct: Nach den auS dem AnsstandSgebiet vorliegenden Nachrichten veranstalteten in Karbitz die'Streikenden Kundgebungen, Ivnrden indessen von Militär und Gendarmerie zerstreut: nenn Personen wurden verhaftet. Die in D n x ans der Nmgebung eintreffenden Arbciterziiziige wurden ebenfalls zcr- streut, drei Verbastmigen wurden vorgenommen. In Znckmantel und bei Turn würden tlcincrc Ansamniliingen durch Gendarmeric und Militär auseinandergetrieben und zwei Personen verbaftet. Vor dem Walzwerkschacht in Znckmantel erschienen gestern 200 Streikende, 'orderten die Entlaffnng der Arbeitenden, zogen sich jedoch bei?lii- kunft der Gendarmen zurück. Zwei Rädelsführer wurden festgenommen. Auf dem Schacht„Antonia-Tiefbau" in Brüx ist die Arbeit wegen Waffereinbruchs eingestellt.— unsre Pflicht erfüllt! Lärm rechts. Abg. Richter: Das war unser gutes Recht!ß dies doch eine scbr hohe Summe sei. sagte Strucks Vera: Von dem Eclde Hobe ich noch den Arzt usw. zn bezahlen, die Hälfte der Summe 1250 M. müsse sofort bezahlt werden. Ich ihat da- und kam am folgenden Tage mit meinem Sohn nach Elberfeld. Strucksbcrg bestellte nnS nach Köln in seine Wohnung. Dort war ein junger Herr, augenscheinlich ein Sohn de? Strncksbcrg. Der junge Herr sagte zn StnickSörrg, ob denn der O ffiz i e rS i ä b c l schon bestellt sei. AIS Strncksbcrg dies verneintc, sagte der junge Mann, dann muß der Offizierssäbel aber unbedingt sofort bestellt werden.— Präs.: Was emnabmen Sie an- dieser Ilnicrrcdung?— A n g e k I.: Ich war der Meinung, daß damit der Anschein erweckt werden sollte, Strucks- borg habe Berbnidungen mit bohen Militärperionen. Ich wußte auch nicht, dpß Strucksbcrg ein Frcimacher sei, ich glaubte, er habe Ein- f l n ß bei hohen Militärpcesonen. Strncksbcrg ging nun mit meinem Sohn zu einem Arzt. Mein Sohn erzählte mir: Der Arzt habe ihm gejagt, er habe ein mnSkulvscS Knie. Ob mein Sab» Pillen genommen hat. weiß ich nicht. Jedenfalls wurde mein Sohn, als er zur Gestellung ging, gezogen. Ich war darüber sehr u n- gehalten und habe zunächst dem Berger Vorwürfe gemacht. Bergcr riet mir, zu Strucksberg nach Köln z'n fahren. Ich tbat das. Strncksbcrg schlug die Hände zusammen, als ich ihm nntteilre, daß mein Sohn gezogen sei. Er tröstete mich aber bald und sagte mir: er werde schon daS Erforderliche thnn, daß mein Sohn dennoch freikäme. Ich solle ihn nnr unterrichten, zu welchem Truppen- teil mein Sohn komme und auch die Compagnie angeben. Ich tbat dies. Was alsdann weiter geschah, weiß ich nicht. AIS ich einige Zeit darauf Strucksbcrg fragte: wie die Sache stehe, antwortete Strncksbcrg: Jbr Sohn ist bereits zur Emlaffnug ausgeschrieben.— Präs.: Haben Sie dem Strucksbcrg nur 1250 M. bezahlt?— An�ekl.: Jawohl, da die Sache nichts half, so habe ich die andre Halste nicht bezahlt.— Präs.: Haben Sie dem Berger etwas gegeben?— A n g e k I.: Nein, Bcrger sagte mir: wenn Sie den Rest an Strucksbcrg zahlen, dann behalten Sie 300 M. für mich zurück.— Präs.: Was sagte StrnckSbcrg. als Sie die Forderung von 2500 M. für zu doch fanden?— A n g e k l.: Strncksbcrg sagte* Wenn Ihr Sohn Soldal wird, dann müfscn Sie fremde Leute einstellen und das kostet auch Geld.— Präs.: War Ihnen denn die Ehre, daß Ihr Sohn zur Garde kam, nichts wert?— A n g e kl.: Herr Präsident. wenn ich gewußt hätte, mein Sohn werde zum 1. Garde-Regiment zu Fuß nach Potsdam kommen, dann hätte ich das für eine solch hohe Ehre empfunden, daß es mir nicht eingefallen wäre, meinen Sohn freimachen zu lassen.— Präs.: Ihr Sohn ist vom Militär- gericht bestraft worden?— Angekl.: Jawohl. Zum Kapitel der Ausverkäufe lieferte eine Verhandlung, die gestern vor der BerufnngS-Strafkammer des Landgerichts 1 stattfand. einen bemerkenswerten Beitrag. Die Kaufmanns-Ehefran Bertha Lewin war wegen unlanteren Wettbewerbs vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 100 M. verurteilt worden. Ihr Ehemann war Inhaber eines Schnhwaren-Ladens in der Fenn- straße. Er geriet im Anfang des vorigen Jahrs in Konkurs. Nun übcniahm seine Ehefrau den Aiisvcrkmif der vorhandenen Waren. Sie ließ ein großes Schild anbringen, wodurch dem Publikuni angezeigt wurde, daß der Verkauf der KonkurSwarcn zu herabgesetzten Preisen stattfinde. Die Angeklagte soll einen bedeutenden Zulauf gehabt und ihre in der Nachbarschaft wohnenden Konkurrenten sollen dadurch eine erhebliche Einbuße erlitten haben. Als dieselben in Erfahrung brachten, daß die Angeklagten die verkauften Waren immer wieder durch ncne ersetzten, machten sie dem Obermeister der Schuhmacheriiinnng hiervon Anzeige, der bewirkte, daß die Polizei das Plakat von dem Laden der Angeklagten entfernen ließ und daß gegen Frau Lewin obige Anklage erhoben wurde. Da sie' vor dem Schöffengericht zugab, daß sie neue Be- ziige in bedeutendem Umfange gemacht und daß der an- gcvliche„Konkursmassen- Ausverkauf" beinahe nenn Monate gedauert hatte, hielt der Gerichtshof alle Thatbestandsmerkmale des§ 4 des Gesetzes in Betreff des unlauteren Wettbewerbes vorliegend. Die Verurteilte legte Berufung ein und ließ durch ihren Verteidiger, Rechrsanwalt Neumaun ll. vor der zweiten Instanz eine Anzahl Einwände gegen da- erstrichterlicke Er- kenntnis erheben, die besonders darin gipfelten, daß die Angcllagte sich im guten Glanben befunden habe. Der Gerichtshof, der sich diesen Ausführungell nicht anschließen konnte, bestätigte dagegen das erste Erkenntnis. Wegen schwerer Kuppelei standen gestern der Musiker Emil Weinberg und dessen Ehefrau geb. Fenske vor der neunten Straf- kammer. Sie waren beschuldigt, dem nnsittlicheii Lebenswandel, dem sich ihre Tochter hingegeben, Vorschub geleistet und daraus Vorteile gezogen zu haben. Die Veweisanfnahme ergab die Schuld der beiden Angeklagten, die vom Gerichtshofe zu je einem Jahr drei Monaten Gefängnis verurteilt wurden. Der Krieg. Von neuen Zusammenstößen wird nichts gemeldet, und solche sind fürs erste wohl auch nicht zu erwarten. Von Süden her sind die Engländer jetzt ebenfalls in den Oranje-Freistaat eingetreten und gehen langsam in der Nichtnng ans Bloemfontein vor. Eine englische Kavallerie-Abteilung ist, wie auS Bloemfontain gemeldet wird, von dort nördlich bis zum Modderriver vor- gedrungen, fand aber nirgends Anzeichen von der Anwesenheit feind- licher Truppen. Die Brücke, die über den Modder-Flnß führt, ist unbeschädigt geblieben. Den ans England kommenden Nachrichten zufolge geht im übrigen der englischen Heeresleitung alles nach Wunsch. In Erwiderung ans die Proklamation des Feldmarschall Roberts haben sich, so wird aus Bloemfontein gemeldet, bisher 400 Freistaatboeren ergeben.— Der Gouverneur Pretymnn erließ eine Proklamation, in welcher er die Farmer auffordert, ihre Produkte auf den Markt zu bringen, um sie der Heeresverwaltung anzubieten; außerdem habe er Vor- orge getroffen, daß der bürgerliche Markt nach ivie vor abgehalten werde. Tie große Mehrheit der Freistaatboeren kehrt in ihre Wohnungen zurück. Eine Depesche Lord Roberts an das KriegSarnt, datiert aus Bloemfontein vom 16. März. besagt, daß Poleearew in Springfontcin eingetroffen sei, so daß Bloemfontein jetzt thatsächlich in Bahnverbindung mit Kapstadt steht. Die Proklamation habe bereits eine ans- gezeichnete Wirkung. Verschiedene hundert Burghers hätttcn die Absicht ausgesprochen, ihre Waffen auszuliefern und zu ihrer gewohnten Beschäftigung zurückzukehren. Der Resident und Kommissar von Baftitoland habe ferner gemeldet, daß in der letzten Zeit Boereu von Bloemfontein dort angekommen seien, und und ebenso ein andres Kontingent ans Aiival North, welche nnr darauf warten, die Bedingungen der Proklamation kennen zu lernen, um sich zu ergeben, und sich geweigert hätten, einer Ratsversamm- luiig in Kronstadt beizuwohnen, zu welcher sie von dein Präsidenten tcijn berufen worden seien. Frei- Weiter liegt folgende Meldung vor: Am 13. d. M. erklärte Präsident Kriigcr den Oranjc- staat nIS zur Südafrika, itichen Republik gehörig. Die Antwort der denrschen Regierung. Daß die deutsche Regierung sich den, von den Boercn aus- gesprochenen Verlangen gegenüber, in England zn i n l e r v e n i e r e n, sehr zurückhaltend gezeigt hat. haben wir bereits mitgeteilt. Jetzt wird der holländische Text der Antwort an die Boercn bekannt. Diese Antwort der deutschen Regierung auf das von den Regierungen der südafrikanischen Republiken ausgesprochene Ersuchen um freund- chaftliche Ver Mittelung zur Herstellung des Friedens hat folgenden Wortlaut: „Die Regierung Er. Majestät des deutschen Kaisers wird gern bereit sei», bei fremidichaftlicher Vcrniittcliing mitzuwirken, sobald die Grnndbedingmigen einer solchen vorhanden sind, d. h. sobald fest- gestellt ist, daß beide Gegner dieselbe wünschen. Darüber, ob auf englischer Seile dieser Wunsch gegenioärtig vorhanden ist, werden die beiden südafrikanischen Regierniigen sich entweder direkt in London oder durch die guten Dienste einer dritten Regierung AuSkinift verschaffen können, welche keine eignen, wichtigen Jnteresien in Süd- asri'a wahrzunehmen hat. Letztere BorauSsetzniig trifft bei einer Anzahl von Staaten in Europa und außerhalb Europas zu, jedoch nicht bei Denischland. Jeder derartige Schritt der deutschen Re- gicrnng würde daher den Verdacht erwecken, daß wir andre als humanitäre Zwecke verfolgen, und daS dadurch vermehrte Miß- trauen würde der Sache des Friedens nicht forderlich sein. Dem Wunsche der südafrikanischen Regierungen, ihre Bitte um Ver« mittliuig auch an die östreichisch-imgarffche und die schweizerische Regierung, deren Jnteresien durch daS deutsche Konsulat in Pretoria wahrgenommen iverdcn, gelangen zu lassen, ist selbstredend sofort entsprochen worden. Letzte Meldungen. Lobatsi, 12. März.(Telegramm deS„Renterschen BurcauS"), eingegangen in London über' Luren�o Marques am 17. März. Eisenbahn und Telegraph sind bis Pitsani, 25 Meilen nördlich von Mafeking wieder offen. Tie Boereu haben ibr Lager bei Sccstiani geräumt und ziehen sich nach Rnstenburg zurück. Der Entfatz von Mafeking dürfte unmittelbar bevorstehen. Urizke LtariiLiMctt und Vrpepltzen. Frankfurt a. M.. 17. März.(B. H.) Die„Frkf. Ztg." meldet ans Petersburg: In Finnland sind in der letzten Zeit zahl- reiche Flugblätter verbreitet worden, welche das Volk gegen den Zaren und Rußland aufreizen sollen. Mährisch-Ostran, 17. März.(B. H.) Infolge der bestimmten Zusicherung der Rezierung, die Arbeitszeit zn regeln und General- pardon zu erwirken, beschloß da? Streikkomitee, im Sinne einer friedlichen Beilegung dcS Streiks zu wirken. Ehristtania, 17. März.(W.T.B.) Der Leiter der Nordlicht- Expedition Virkeland meldet heute telcgraphisch dem Kulms- Ministerium, von den fünf Mitgliedern der Expedition seien vier gestern von einer Lawine verschüttet worden, als sie trotz feiner Abmahnung die Spitze des Hnddetoppei, zu erreichen suchten. Alle vier seien sofort ansgegraben worden, zwei derselben noch lebend, die beiden andern bereits tot. Verantwortlicher Redacreur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu 4 Beilagen und llnterhaltnngSblatt. flt. 65. 17. JadkMg. 1. KilM i>ks ,|otiüirts" Knlim WsdlÄ Soniitag, 18. Miitz 11)00. Berliner Partci-Zliigclcgcnheitc». Zllr Lokalliste. Berichtigung. Das Lokal Nordische Hallen ist irrtümlich unter dem Bezirk Moabit verzeichnet, das- selbe gehört zu Wcdding- Oranienburger Vorstadt.— Unter F r i e d r i ch s h a g e n»nix es heißen: A» ß e r K r a a tz Kaiser- hos, Friedrichstr. 71, und Franz Lerche. Friedrichstr. 81. sind sämtliche Lokale frei. Die Lokalkommission. Wilmcrsdorf-Halcuscc. Parteigenossen, agitiert für unser» Kandidaten Maurer Hermann Beyrcnd, der in der am Montag von 10—2 und 3—6 Uhr im Vicloriagartcn vor sich gehenden Stichwahl zur Gcmcindcvertrctnng mit den» konservativen.Kandidaten um das Mandat zu kämpfen hat. Heilte mittag 2 Uhr ist in Wittes Volks- garten eine öffentliche Versammlung. Weiffensee. Die Parteigenossen werden aufgefordert, am Montag, den lg. März, morgens Vzg Uhr, bei(Z a r tz, Lehderstr. S, zur Teilnahme an den Wahlarbcitcir sich einznfindcn. Die Wahlen selbst finden statt am Montag, den IV. März, von vormittags 16 Uhr bis nachmittags 2 Uhr. Für de» zweiten Bezirk: Im Vereins Haus C h a r l o t l e n b u r g e r st r. log; Kandidaten: E m i Gc r st e u berger und Julius Schillert. Für den dritten Bezirk: In Bachs Lokal, Prenzlauer Chaussee 6/7; Kandidat 81 1 d e r t T a u b m a n n. Das Wabllokal dcS zweiten Bezirks i für die Arbeiterschaft gesperrt, es werden die Parteigenossen ersucht, sich hieiiiach zu richten. Angesichts der so zahlreich ausgestellten Kandidaten der verschiedensten Richtungen niutz es doppelle Pflicht jcdcS Parteigenossen sein, durch Abgabe seiner Stimme unsren Kandidaten schon iur ersten Wahlgange zum Siege zu verhelfen. LldlerShos. Nicht Sonnabci:d, sondern heute Nachmittag 4 Uhr. ist im Restaurant Schmauscr die Versammlung, in der über die Bedeutung dcS 18. März gesprochen wird. Johannisthal. Morgen Montag, mittags von 12Vs—2Vz Uhr finden im Ncslarant„Heimlich" die Gemcindevertrcter- wählen statt. Die Gegner, nanientlich von freisinniger Seite. suchen mit allen Mitteln uns den Sieg streitig zu machen: daher ist es Pflicht eines jeden, daß er sein Wahlrecht ausübt, so daß unser Kandidat der Tiichlcr Paul Mann den Sieg davon trägt. LZicdcr-Tchönewcide. Am DicnZtag, den 26. d. Mt?., vor- niiitagS voil 0—11 Uhr, finden in der Aula der hiesigen Gemeinde schtile die G e n, e i n d e v e r t r c t c r- W a h l c n statt. Kandidat untrer Partei ist der Genosse Karl Weber. Es ist Pflicht der Genossen, alles daran zu setzen, daß wir den Sieg davontragen. Ltflrnles. 18. März- Feier bei Kirschuer. Es klingt unglaublich, doch es ist wahr. Herr Kirschner, das Stadtoberhanpt Berlins, begeht feierlich den 18. März, den vcr Ponten Gedenktag der Berliner Ncvolntion, den eine verlorene Rotte zu feiern sich vermißt, dessen Gedächtnis eben im Geists des obersten Beamten der Reichshauptftadt völlig unstatthaft erschien. Doch ist es QliP, Herr Kirschuer hat für Sonntag Stadträte und sonstige städtische Honoratioren zu festlichem Schmalge eingeladen. Nachdem Herr Kirschuer daS Portal des OberbürgertumS glüfl l>ch passiert ist, scheint alter Tcniokratcnstolz wieder in ihm anfzu lodern. Wie glauben schon seinen Toast an der Fcstestafel zn hören der den inivergeßlichc» Toten gilt, die doch noch so lebendig. Wie mag solch' Wunder möglich geworden sein? Fürchtet Herr Kirschner nicht, daß der Weg ihn auch durch das Portal rückwärts führen könnte? Sind die demokratischen Familientradilioncn so mäc ibm geworden, daß ihm die»encii höfische» Sitten plötzlich cnt sä'windcn und daß er jedem rächendem Zorne den Bütgerstolz vor Königsthronen entgegen zn setzen gewillt ist? Fast scheint es also. Oder sollte vielleicht Herr Kirschuer den 18. Marz, den die väterliche Generation im Friedrichshain beging, so v c r g e s s c n haben, daß er unachtsam durch Abhaltung eines Festmahls den Schein einer Rcvolutioiisfcier erweckt? Ist nicht solch Schein schon gefährlich in diese» Zeitläuften? Wir haben eincii recht nnvorsichtigen Oberbürgermeister!— m Die Flcischkochanstalt und Schmalzküche am Berliner Tchlachi hose soll»aäi einer Ausschreibung der Schlachtviehversichcrung der vereinigte» Viehkommissionäre Berlins vom 16. März für die Zeit Vorn 1. April d. I. bis zum 31. März 1061„zum vor- fchriftSmäßigen Betriebe"! wieder an einen lliitcriiehmer vennietet werden. Nach derBekanntmachmig wurden der Anstalt im Jahre 1808/00 nicht_ wcnigcr als]725 geschlachtete Rinder, 3238 Schweine, 66 Kälber. 8 Schafe und außerdem 16 2S0',Z Kilogramm Rindfleisch zum Kochen tiild Sterelisiercn iiberwiescit. Frisch, gesund und doch mcschuggc? Der Wucherer Heinrich Pariser, der in dcni bekannten langivierigen Strafverfahren gegen ihn gesagt hatte: ihm könne kein Richter c'tivas thun, denn er habe Verbindimgen in den höchsten Kreisen, und der zum Ende für geisteskrank erklärt wurde, also straffrei ausging, dieser Heinrich Pariser befindet sich in Monte Carlo und ist wohlauf. Ein Leser der„St.-Z." schreibt dieser ans dem geilaimteit One folgendes: „Es diufie Sie intereffiere», daß der bekannte jüdische Wucherer Heinrich Pariser sich hier in Monte Carlo aufhält. Täglich k.nm man den„imglücklichen" Mann, der ja bekanntlich nnyeilbar irrsinnig ist. beobachten, wie er in den Spiel- säle» i» leidenschaftlicher Weise dem Roulette huldigt. Von Aligenzeugen ist erzählt worden, daß et bereits über eine Million hier geivonncli haben soll. Auch sieht man ihn viel ani Arme einer elegante» Dame in den Cafes, Konzerte». Gärten, auf den Promenaden, eine stets strahlende Miene zur Schau tragend, bermnflanicren. Es ist unglaublich, Ivas dieser bedauernswerte»un- heilbar geisteskranke" Mann fern von Berlin für einen gesunden Eindruck macht!" Für den in der Sternbrrgschen Strafsache unter dem Per- dachte der Begünstigiiiig in Haft genommenen Bergwerks- Direktor Luppa haben die Rcchtsanwnlie Dr. Schwindt und Dr. Werth au er die Verteidigung übernommen. Der Beschuldigte bestreitet nach wie vor, sich irgendwie strafbar gemacht zu habe» uud bleibt bei der Behauptung, daß er lediglieli in erlaubter Weise die Jlitereffen des Herrn St. wahrzunehmen beflisse» gewesen sei. Tie Grosse Berliner. Lebhafte Klagen werde» laut Lber daS Wagcnmaterial, das auf der Pferdebahiislrecke Müllerstraße— Fichte- straße Vcrivciidung findet. Nicht allein daß die uralten Kaste» rnlsetzlich rasseln und poltern; es wird auch beim Bremsen oft so stark angezogen, daß die Fahrgäste fast von der Bank fallen. DcS- gleichen fällt es dem Publikmn unanaeuchm auf, daß Schaffner und Wagenführer auf dieser Strecke ständig Ivechselu. Es soll nicht selten sei», daß die Haltestellen aus lliikenntiiis falsch gemeldet werden und daß die Kutscher versehentlich in falsche Schienen fahren. ijivci neue Elektroinotor-Dvinlbuffe werden am Montag aus der Ansang dieser Woche eröffneten Omnibusliiiie Anhalter Bahn- hos— Stetlincr Bahnhof in Betrieb gesetzt werden. Bisher ging der Vcrlchr auf der elektrischen Linie glatt von statten und es ist daher zu erwarten, daß bjc Fahrgeschwuidigkeit der Wagen erhöht, zum mindesten die Schnelligkeit der Droschken annehmen wird. Ein verffagter LandgcrichtS-Tirektor. Eine eigenartige Deleidiftungöllage wird am 2. April d. I. vor dem hiesigen S-döffeu- gcricht zur Berhandlung gelangen. Als der Prozeß gegen den Grasen von und zu Egloffstein vor der siebenten Strafkammer des Land- Gerichts 1 verhandelt wurde, fungierte auch der kürzlich als Land- gerichts-Direltor nach Benthe» versetzte damalige Landgerichtsrat Hahn als Beisitzer. Es wurde u. a. auch die Mutter des mit- angeklagten Privaistallmeisters Dietcl vernomme». Als die Zeugin den Gcrichtssaal betrat, soll Landgerichtsrat Hahn seinem»ebeii ihm sitzelideu Kollegen eine Bemerkung zugeflüstert und beide sollen dann mit'vielsagenden Blicken erst die Zeugin und dann den Angeklagten v. Egloffstein aiigesehen haben. Einer der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Hugo Marcuse, hatte dies bemerkt und gab seine Wahrnehmung mit der daran geknüpstcn Schluß- folgerung an seinen Nebenvcrteidigcr, Rechtsanwalt Gelpcke, weiter. Dieser unterichtcte später Frau Dictel davon, die sofort beim Prä- sidenten Beschwerde erhob, da sie sich durch das Benehmen des Landgerichtsrat Hahn beleidigt fühlte. Sic ivurde abgewiesen und beschritt»in« den Weg der Privatklage, auf deren Verlauf man ge- spannt sein darf. Eine Erhöhung der Kur- und Pflcgekosten hat nun auch, als letztes der Berliner Krankenhäuser, das Augusta-Hospital ein- treten lassen. Es erhöht die Kosten für Erwachsene von 2 M, auf 2,56 M. und für Kinder von 1,25 M, auf 1,56 M. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Kronken Berliner oder Nichtberliner sind, während die übrigen Krankenhäuser den auswärtigen 56 Pf. mehr berechnen. Mit dem Tode gebüßt hat der siebzehn Jahr alte Laufbursche Richard Adam aus der Borjigstraße 2 einen Fehltritt, den er Anfangs dieses Monats beging. Ter junge Mann war in einem Eigarren- gcichäft Unter deii Linden thätig und zog von Kunden 63 M. ein, lieferte aber nur 66 M. ab, Znr Rede gestellt, erzählte er. daß er seinen Vater habe ins Krankenhaus bringen müssen. Als sich diese Ausrede als unrichtig erivics, ließ Adam sich nicht mehr blicken, Er blieb verschwunden, bis man den Unglücklichen am Frcitagnach- mittag am Holsteiner Ufer als Leiche in der Spree wicdcrfond und landete. Ei» tvcitercS Steigen der Spree mn 16 Centimeter fand bis gestern mittag statt. Großen Fahrzeugen sind damit weitere Schwie- rigkciten für ihr Weiterkommen durch die niedrigen Berliner Brücke» geivordcn, zumal von der Obcrsprcc immer neue Nachrichten vom Steigen des Wassers einlaufen. Der Spreetvald steht unter Wasser, und von dort ab bis zur Müggcl ist die Spree fast durchweg a»s- getreten. Aehnliche Meldungen liegen von der Dahme und ihren Seen vor. Aus Grünau kommt die Meldung, daß das Wasser bereits in zwei Hänsern die Keller ausgefüllt habe. Taö Polizeipräsidimn teilt mit: Die im Zuge der Roßstraßc über den Schleuienlanal führende Brücke darf wegen der Bauarbeiten bis auf weiteres nur von Schiffen passiert werden, die höchstens 4.5 Meter breit sind und keine größere Lichthöhe als 2,9 Meter bei normalem Wasicrstandc besitzen.' Straßensperrung. Die Bergmannstraße von der Nosiiz- bis zur Solmsstraße wird behufs Umpflastcrung vom 22. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrtverke und Reiter gesperrt. Im Pofiagc-Pliuoptitiim wird nach längerer Pauke wieder»»! eine hochiilleresiaiue Völtertruppc ihren Einzug halten. Ende dieser Woche werden unsre„schwarzen Brüder" aus dein fernen Südwesl-Asrika in einer Stärke von ö Mäimcnl, 35 Frauen und 2 Kindern die Räunie bevölkern, in welchen bisher das Publikum sich an dein Anbück des Golss oon Neapel erfreute. Tie Neue Freie Volksbühne veranstaltet am Dienstag, 10. März abends 8 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29. ein gtotzes Künstlcr Konzert, ausgeführt vom gesainlcu Berliner Süifonie-Orchcsier(40 Ktinstler, Kapellmeister Herr Karl Zimmer). Billets für Gäste a 40 Pf, sind an der Abendkasie zu haben. Eitt Fabrikbrand, der erheblichen Schaden verursachte, be kchäftigte Misere Feuerwehr in letzter Nacht, Kurz nach Mitternacht kam Beuthstr. 6 in der Vcrgolderci und Bantischlerei von Karl Nöhlich ans nicht ermittelter Ursache Feuer ans, das glücklicherweise vom Portier frühzeitig bemerkt wurde. Das Feuer konnte nach cinstündiger Löscharbci't gedämpft werden. Zwei Stunden vorher explodierte Nativorstr, 4 ein Ballon schwefliger Säure und vcr- nrsachte infolge starker Lerqualmung der Wehr viele Beschwerden, da die Löschmannschaften nur unter Anwendung von Rauchapparaten arbeiten konnten. Der hier verursachte Schaden ist unerheblich. Kurz darauf wurde die Feuerwehr in kurzen Zivischenräumen dreimal alarmiert. Oranien st ratze 45 war ein tleincr Zimmer brand und Friedrich st ratze 36 ein Kellcrbrand zu beseitigen Schützen stratze 3 brannte Mull und Papier ans dem Hofe. Rcichcnbach, Sonst wurde nennenswerter Schaden nicht angerichtet; indessen sind Nachstürze zu bcfiirchten. Auf der Station ProkaSna der K a s a n s ch e n Bahn brannten gestern infolge Selbstentzündimg von Apothekerwareu dos Stationsgebäude und alle Dienstgebäude nieder. Zwei Beamte erlitten Brandwunden. Marktpreise von Berlin am 16. März IDOO „ach Eriiiiitlmigen des kgl. Polizeipräsidiums. D.-Ctr. 15,30 14,20 14- 15.— 14,20 13,40 4,50 6,80 40,- 45- 70,— 7.- 1,60 1,20 Tonne 14.— 13,70 13,- 14,30 13.50 12,80 4,- 4.- 25,— 25,- 30,- 5- 1,20 1,- von chweinefleisch Kalbfleisch Hanniielsieisch Autter Eier Karpfen Aale Zander Hechte Barsche Schleie Bleie Krebfe Iük 60 Slilck 1kg per Schock 1,60 1,60 1,60 2,60 4,80 2,20 3- 2,50 1,80 1,80 2,80 1,20 12, I,— 1,— 1- 2,50 1,20 1- ],- I,- 0,80 1,20 0,80 3,- der Centralstclle der Prentz, Land- und umgerechnet vom Polizei- «/Welze» «/Nogflcn Filtlcr-Gcrsie, Haser gut „ millel gering. Nlchlstroh. Heu. -f)Erbse» 'jhSpeiscbohneu„ i-)Llilien» Kartoffel», neue NindNeisch, Keule 1 kg do. Banch„ ») Eliiiillelt pro wlrlschaftslamnicrn— Notieningsstelle— präsidiinil für den DoppelccnMer. ß) Klelnhandelspreiic. Städtischcr Schlachtbiehmnrkt. Berlin, 17. März 1900. Amt- ltcker Bcricklt der Tirektioii, Zilin Verkauf staiiden: 5084 Rinder, 1602 Kälber, 9555 Schafe, 9662 Schiveine, Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark(bcziehmigswcise für 1 Psiind in Pf,): Für Rinder: Ochse»: u) vollfleischige, niisgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 61-65, h) junge fleischige, nicht ansgeiilästele und ältere aiiSgcmäflcte 56-60; e) mähig genährte innge nnd gut genährte ältere 52—54; 6) gering genährte jeden Alters 48— 5t.— Bullen: a) vollfleischige höchsten SchlachtwcrleS 58-62; b) uinbig genährte füligece nnd gut genährte ältere 53-57: o) gering genährte 47—52.— Färsen und Kühe: a) vollllcischige, nnSgemästete Färsen höchsten SchlachlwertS 00—00; b) vollfleischige, ausgcillästctc Kühe höchsten SchlachlwerteS bis zu 7 Jahren 52-53; c) allere ausgemästete Kühe U'ld wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 48— 50; 6) iniimg genährte Kühe nnd Färsen 46—48; o) gering genährte Kühe nnd Färsen 43—45,— Kälber: a) feinste Mast' falber(VoNmilchinast) mid beste Saugkälber 70—72, d) unttlere Mastklilber »nd gute Saugkälber 62— 66, o) geringe Saugkälber 52-58, ä) ältere, germg genährte(Fresser) 40—43.— Sckase: a) Mastlämmer und jüngere Mast- Hammel 59-62, b) ältere Mastbauunel 53-58, o) Uläbig genährte Hammel und Sckase(Rlerzschase) 46-52, ä) Holsteincr Niedernngö- schafc(Lebendgewicht) 60—60.— Schweine: a) vollfleischige der feineren Rasten nnd deren Kreuznnge» im Alter bis zn 1>/« Jahren 45,—, b) Käser 00-00, o) fleischige 42-44, d) gering entwickelte 39-41, e) Sauen 39-41. Verlauf n» d Tendenz, Das Rindergeschäst wickelte sich schleppend ab, schwere Ochsen waren vernachlässigt; es bleibt Ueberstaud. Der Kälber- Handel gestaltete sich ruhig; feine ausgesuchte Posten wurden höher bezahlt. Bei den Schafen war der Geschäftsgang ruhig, es wird nicht ausverkauft. Der Schweinemarkt verlief langsam und wird kaum ganz gcrämnt; feite Wäre war vernachlässigt,_ Wetter-Prognose für Sonntag, den 18. März 1006. Kalt und ziemlich trübe mit geringen Niederschlägen und mägigen nordwestlichen Winden. Aus den Aachbarorte». Schöucberg. Eine Erhöhung des Grundgehalts die auf für Rektoren an der Mittelschule und den Gemeindeschulen 2466 M. hat der Magistrat bei den Stadtverordneten beantragt. Für die von der Stadt Spandau geplante Straßeubahu nach dem N o n» e u d a m m ist jetzt die Richtung fcstgestellr. Die Bahn geht über Haselhorst, vorbei an de» großen Fabriken der Militärverlvaltimg, nach Paulstern sFabrik von Motard u. Eo.) dem Noimendantni und von hier an der Charlottenburger Schleuse vorbei nach der Station Jungferiiheide. Größere Landverkause für iudustrielle Zwecke sind neuerdings wieder in Spandau zwischen der Stadt und dem Dorfe Staaken vollzogen worden. Es handelt sich dabei um Fabriken, die ihren Betrieb aus Berlin und Charlottenburg verlegen tvollen; so wird unweit der Fabrikailtagen von Orenslein u. Koppel an der Hanl- burgerstratze jetzt die Fabrik der Finna Fränkel u. Runge(jetzt Berlin, Gr. Hambnrgerstr. 17) errichtet. VevmisÄjkes«- Aus Könitz wird gemeldet: Zu der Mord fache, die noch andauernd die Gemüter in Aufregung hält, ist zu berichten, daß gestern früh von einem Knaben auf dem evangelischen Kirchhof der rechte Arm der zerstückelten Leiche aufgefunden worden ist. Noch weiß man nicht, ob die Leiche die des verschwundenen Obertertianers Winter ist. Heute sind die Durchsuchungen in erweitertem Umfange aufgenommen worden, und zwar hauptsächlich auf den in der Nahe des Mönchfees belegenen Grundstücken. Knabenmord. Aus Frankfurt a. M. wird ein ähnlicher Knabenmord wie aus Könitz berichtet: Der 13 jährige Sohn des BamuiteriiehmerS Winter ans P r e ch I a u, der seit eiuigeu Tagen vermißt ivurde. ivurde in der Nähe des LrteS in einem Graben mit aufgeschlitztem Bauch tot aufgefunden; die Uhr und die Barschaft des Ermordeten fehlen. Kattowitz, 17. März. Auf dem der„Vereinigten Königs- und Lanrahütte" gehörigen„Richterschachte" wurden, deni„Oberschlesischen Tageblatt" zufolge, heute vormittag durch einen stürzenden Pfeiler acht Bergleute verschüttet. Von den Verschütteten wurden zwei verletzt und ein dritter unverletzt hervorgezogen, fünf sind noch nicht geborgen. Die„Kattowitzer Zeitung" meldet: Auf der Brzesowetzer Grube bei Scharley stürzte hellte mittag das eiserne Dach eines Neubaues uud begrub eine Anzahl Arbeiter unter seinen Trümmern. Vier Mann ivaren sofort tot, die übrigen wurden in das Lazarett gebracht. Felssturz. Bei Meiringen im Berner Oberland stürzte in der Nähe des unteren Reichenbachfalles eine gewaltige F e l S m a s s e zu Thal, deren Gesamtmasse auf 3666 Kubikmeter geschätzt wird. Ter im Sturzgebiet gelegene Wald vermochte den riesige» Felsblöcken keinen Widerstand zu leisten, sondern wurde glatt wegrafiert. Einer der herabgestürzten Blöcke demolierte eine kleine Wasseranlage im Allen Verwandten, Freunden und Kollegen nieineb verstorbenen Manns, des Drechslermeisters A. Oluzcwski. zur Nachricht, dah die Beerdigung desselben am Montag, den 19. März, nachmittags 3 Uhr, vom Leichenschau- Hause in der Haimoverschensirabe auS nach dem St. Hedwigs-Kirchhof, Dalldorfer Ehausiee, stattfindet. s2988b Frau v. Dlnzewski nebst Kindern. 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Wahlkreis. AWiig! Sonntag, den 18. März cr., mittags 12 Uhr, im K. Wahlkreis: Vier Volks- Versammlungen. 2:« g.e s- Ordnung:„Die Beilentnnx«les 18. BUrx Nir Uns Breletsriat:» Die Beriammlungen finden in folgenden Lokale» statt:[219/13* Berliner Prater, Kastanien-Allee Ur. 7—9. Ball�ckmieckers Salon, Kad- Straße Kr. 10. Kösiiner Hol, Kösliner- Straße Ur. 8. Dürens Branerei, Turm- Straße Kr. �3—26. Recht zahlreiche» Besuch erwarten Die Veetcanenslente. für r WaMvereiii den drillen Berliner Reiciislags-Walillireis. Dienstag, den 20. März, abends 8 Uhr: Versammlung' im Lokale Messpalast, MrMiiieilstr. HO. T a g c S-Ordnung: 1. Vortrag deS RcichStagS-Abaeordneten Besen»»- über: „Die Lohnarbeiter im Mittelalter und im Zeitalter der Reformation". 2. Diskussion. 3. Vcreinsangelegenhciten. öiäfic baden Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgcnommcir i&F' Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. .. Socialöcmoliratifditt zvahliiertt« fiit dkl, 4. Strl. Krichstiigs-WHIIireis MW Dienstag, den 20. März, abends 8 Uhr, im Saal des Herrn Grau man«, Nannynstr. 27: Versmmnhmg. Tagcs-Ordnnng: l. Tic Bedeutung der Konsum- Genossenschaften für die arbcttcnde Klasse. Referent: Genosse Dr. Qe» Arons. 2. Dislussiow 3. Dereinsangelegcnheitcn. Gaste haben Zutritt.— Zahlreichen Besuch wünscht _ Der Vorstand._ GimksctiafMell für üerlin u. Umg. Dienstufj. den SO. Hlürz, abends 8 Uhr: Uerfammlnng der Delegierten bei Dashe. Greiiadierstrafte 33. Tages-Ordnnng: 1. Die Stellung des Berliner GewerkschaftskartcllS zu Komproinissen «it arbesterfcindlichen Organisationen.(Antrag der Handcls-HilfSarbcitcr.) 2. Stellungnahme zum ersten Mai. 3. Der gegenwärtige Stand deS Streiks in der Holzbranche. 4. Verschiedenes. Zum ersten Punkt der Tagesordnung find die Leiter des Central- Verbands der Handels-, Transport- und Verlehrsarbciter sowie die des Deutschlands, Wntliche Bersammlnils am Montag, den 10. März, abends 8> L Nhr, in den Armin- Hallen, Kommandantcnstr. 20. Tagcs-Ordnuug: vie Volicsentrevkinng liurcb«Im reue Cemelndewahlgesetz. Rekereiit:[29496 Rckickur v. Geiiach. Jrderiiiau» ist ciiigeladen. Die Xationai-Soeiaie». I. A.: Tischcndörser. Deutscher Holzarbeiter-Uerkand. hrwiisivi'. Dienstag, den 20. März, abends 8 Uhr, Orosse Brauchen versamiMluiig der Brechsler im..lilUnisstadt Kasino", Holzmarki- nnd Zllexanderstraften-Ecke. Tages-Ordnnng: I.„Ter Streik der Tischler und die Aussperrrung der Fabrikanten". Referent: College boula Vlltb. 2. Diskussion. 3.„Wer bezahlt die Extra-Beiträge und wer nicht?" 4. Verbands- und Branchen-Angclegenheilen. gflP" Pflicht eines jede» Kollegen ist, die Versammlung zu besuchen. Die Vertrancnsmänner haben die Verbandsbücher und Strcikkartcn mitzubringen. Montag, den 10. März, abends 8 Uhr, im„EnglUschen Garten", Zllcxanderstr. 27 c DevfaiumluiiQ, RNinllartieiter! Moiltiig, ücn 19. März, abtilds 8 Uhr, im Lokal des Herrn Louis Keller, üopenßk. ZS: lleBenti. Mersammiung. Tages-Ordnuug: llhß* TaS Attentat der„Kühncmänncr" auf den Ncunstundentag durch den Beschluß ans allgemeine Wiedereinführung der IQstüitdigen Arbeitszeit. Referent Ott« Naeihar. Kriegers Fcstsäle Wasserthorsirahc 08[* empfiehlt seine Säle für Privatfestlich- keilen, Kränzchen, Vereine» und zu Versammlunge».— Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag: Gr. Ball. AchtNstg! etaEäarbeiter! Müü- Montag, de» 10. März, abends 8 Nhr, in de» Bornssia-Sälc», Ackerstr. 0 7: Fortsetzung der am 27. Februar im„KöSliner Hof" stattgcfundenen und vertagten Geffentl. Drotestversammlung. Tagcs-Ordnung: 1 Tie Nbrcchnuug vom öffentlichen Fonds und die Handlungsweise deS deutschen Metall- arbeiter-Berbandes. 2 Ter Beschluß deö Kuhnemönncr-Berbaiids betreffend Wiedereinfuhrnng der lOstiiudige» Arbeitszeit. Zu dieser Versammlung sind hierdurch spec. die Kollegen Räther und Petzold sowie der Redaeteur Herr Rob. Schmidt eingeladen.. 289/18 Zahlreiches Erscheinen aller Metallarbeiter cnvartcn__ Die Beanftrogten._ Arbeiter-Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, 25. März, vorm. präc. 10 Nhr, im Ncbenfaale der Branerei Friedrichshain: Ansschntz-Sitznng. TagcS-Ordnung' 1. Ailfnabuic von Vereinen. 2 Antrag: Regelung der Ucbungsstunden. 3. Vorschläge zum Bundes- dirigcntcn rcsp Wahl desselben. 4. Wahl der Revisoren und Kontrolleure, ö. Verschiedenes. Jeder Verein mun vertreten sein. Vereins Bundesmitgliedsiarle legitimiert. IS/z Der Vorstand. All alle Angestellten im Handelsgewerbe! Moilw. den 19. Mnu. nbklids s-9 Uhr. im KlNilktlhlillg Snilgsonci. Kottdnrnjir. 4s: i�retest-Nersammiung gegen die Warenbaus- Steuers Tages-Ordnung: 1. Referat des Schriftstellers Herr» Beruard. Ä. Diskusfiott. Anssehnss der IVarenhans-Anzrestellten. I. A.: A. Exer, Boeckhsiraße 7. Lemelltjerer. kciilaas! Centraloerbands der hiermit eingeladen. AWilg! Haiidliingsgehilseil [286/1 l[ Filiale Berlin, Ter Slusschuß. Schneider! Alljtttilg! Groste öffentliche Verfammlnng aller Herren- nnd Knaben-Konfektlons- Schneider am Montag, den 10. März abends 8> z Uhr. in de» Königssälen, Nene Königstr. 2«. Singaug Wadzeckstr. ii-il. Tages-Ordnung: 1. Ter heutige Standpunkt in der Herren- und Knaben-Konfektion. 2. Die Lage der hausinduslriellen Kaiisektions-Schneider und der Zweck der Organisation. Der Borstand[2997b des. Vereins der Herren- und Knaben Konfektions-Schncider. Achtung! T extil- Arbeiter Berlins! Tienötag, den 20. März, abends 8 Uhr. im Lolal Königsbank, Große Fraiikfnrterstraße Ii?: Große öffentliche Dersammlung der Tertilorbeiter uild-Arbeittrinlien. Tages-Ordnung: l. Vortrag: Ter Zehnstundcntag und der Kongreß zu Gößnitz.? Tis- kusfion. 3. Anträge zum Kongreß. 4. Wahl von Delegierte«. S. Verschiedenes. Pflicht aller Textilarbeiter und-Arbeiterinnen ist eS, zu erscheinen; besonders eingeladen find: Färber, Appreteure, Posamentiere, Weber uiw. Der Vertranensmann. Achtung:, Maurer! Dienstag, de» 20. März, abendö 8 Uhr: Zwei Mitglitder-Persamrnlililgm der Zahlstelle Berlin tt deS d'tntrnlvcrbailds dentslher Manrer. Für Westen im Lokale des Herrn ZUhlke, Denncwivslrah« 13. „ Moabit„ Fischer, Beusseistraße 9. TagcS-Ordnung: 1 Vortrag. 2. Diskussion, l! GcwcttschaftlicheS. Referenten: die «enofien 8chnhert und dVnndersee. 136/10» Um zahlreichen Besuch bittet � Die Verhandsieitnnx. Mittwoch, den 21. März 1000, abends 8 Uhr, bei Nüinann, Brunncnstraße 188, Novt'eilllttrluttg der Cementierer Berlins Zahlstelle IV deS CentralverbaildS der Manrer Deutschlands. 67/5 Tagesordnung: 1. Unfre jetzige Lage. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes Der Vertranensmann. Achtung!"MU M?" Ächtung Ssbnsidei' Am Mittwoch, dc» 21. März, abends 8! i Uhr, i. im?sricdrtchstädtischc» Kasino, Fricdrichstraste 230, und i» den Arminhallen, Kommandantcnstr. 20. TageS-Ordnung: 1. Die gefiellten Forderungen und unfre wettere Taktik. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zablrciches Erscheinen ersucht. 162/6» Der BerlraucnSman». Holzarbeiter-Verband S ch ö n e b e r g. m Montag, den 10. März, abends 8' t Uhr, in der Schlostbrancrci: Außerordentliche General-Versammluug. Tages-Ordnung: 1. Beschlußfassung über den Lokalzuschuß und Kontrolle. 2. Ergänzungs- wähl des Vorstands. 81/10 _ Die OrtsverwaitnnK._ «tüül Hutinaclier. Wllllg I Große öffentliche Versammlung aller in der Hut- und Filzwarcnbranchc beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 10. März, abends pünktlich 8 Vi Uhr. in der Brauerei BOtsow, am Prcnalancr Thor. T a g e S- O r d u u u g: J. Vortraq deS Vorsitzenden des Ardeiterverttetcr-Veretn» Genossen Sirnanonshi über die Novelle zum llilfallverficherungö-Gesetz. 2. Diskussion und Beschlußfassung über die an de» Reichslog zu richtende Petition und Resolution. 3. Berichterstattung über die GewerkschaftSkommtision. Verschtedencs. 2987b Kollegen und Kolleginnen, ob organisiert oder unorganisiert, ericheint alle in dieser Bersnmmlung. damit wir ctnniütia Sleliung nehmen können zu den für die gesamte Arbeiterschaft wichtigen Fragen. Der Einbemfcr, Steinarbeiter. TienStag, den 20. März, abends 71/3 Uhr, im Englischen Karten, Alexanderstr. 27e, Betkentliebe Versa minKun�. TagcS-Ordnung: 1. Abrechnung. 2. Stellungnahme zur Sterbekasse. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 172/9 Der Vertranensmann. Achtung Achtung! SvtmlinHsvksr. Montag, den 10. d. M., abends 8>- Uhr, im Reuen Klub- haus, Kommandantcnstr. 72, Cl» öffentlictie Scliiiliniactier-Versamiiiliiflg. Tages-Ordnung: 1. Die Lohnverhältnifle in den Maßgcfcbäften und unter welchen Vor- aussctzungen ist eine Lobubewegung durchführbar. 2. Diskussion. 3. Er- gänzungswahl der Kandidaten zum Gesellenausschuß der Zwangsinnung. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen envartet vor ülndorukor. fiv. Ter Uraina-Besuw des Vereins deutscher Schuhmacher findet heute nachmittag 4 Uhr stati. Nach dem Besuch geselliges Beisammensein im Lokal Markgrafenstr. 83. Keine Garderobe. Herren, die am Tanz teil- nehmen, zahlen 30 Pf. l69/U Vrtigig fler I laler 11. Berylsienosseii. Bontag;, den 19. BUrz, abends 81 2 Ihr, im Liokale von K ü m a n n, Brunnen- Strasse 188, Kombinierte Mitgliederversammlung der Filialen I u. II. TageS- Ordnung: Die Schaffung einer einheitlichen Verwaltimg für Berlin nnd Wahl des gesamten Vorstandes.. 124/7 0®?"" Es ist Pflicht sämtlicher organisierten Kollegen, m dieser Ber- sammiung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Elnbernfer. Mmor- iü WMMttl Dieustag. den 20. d. Mts., abends 8 Uhr, in(5'ohns Festsälen, Bcnthstr. 10: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Stellungnabme zum Kongreß. 2. Verschiedenes. 172/6 Der Vertrauensmann. Iiviikuug« I IlllUUllIUgUl• nuiuung• Donnerstag, den 22. März, abends 8l 2 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, Oeffentliche Versammlung. Tages-Ordnung: l. SituationSbericht der Lohnbewegung� 2. Diskussion. 3. Wer- chiedenes. 56/3 Der Tertranensmann. Achtung, Sattler, Täschner und Bernfsgenossen! Dienstax. üea so. ZlNr-, abend« SVz Uhr, bei Spicgelbers, Sebastianstrasse 39: Große öffentliche Versammlung. Tages-Ordnung: 1. ZZortrag deS Rechtsanwalts B. Kränkt:„Die wirtschaftlich Schwachen im neuen bürgerlichen Recht." 2. Diskussion. 3. Unsre diesjährige Maiseier. 4. Das Verhalten des„Vorwärts" gegenüber den Berichten der Sattler. 5. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet _ Tie Agitationskommission für Brandenburg. Berliner Kranken-ünterstützungs- u. Begräbnis- Verein für Frauen und Mädchen. Heute in den Central-Keftsälen, Alte Jakobstraße 38: 9. Stiftungsfest Konzert. Theater. � Tanz. Hierzu ladet ein Das Kouiitee. I. A.: Schlüter. Oranienslrage 168. Vn der Teppich- und LinoUeger Montag, den 10. Mfirz, in den Arnilnhailei Hommandanten- Strasse S0(abends 8'/ Vereinsversammluug. Tages-Ordnung: 12/24 Ter Bericht der Lohnlommission.— Zahlreichen Besuch erbittet Der Vorstand. Tapeziererl Dienstag, den 20. März, abends SVj Uhr. im l.ouisenstiiütischcn Konzerthans, Alte Jakobstraste 37 VksÄmmliiiig t Filialen Berlins. _ Tages- Ordnung: Unsere Stellungnahme zu de» Beschlüsse» der Meisterversammluug. 177/11 SG* Ohne Mitgliedsbuch oder Strcikkarte keinen Zutritt. Da in dieser Versammlung Beschlüsse von weittragender Bedeutung zu fassen sind, ist es Pflicht der Mitglieder, vollzählig zü erscheinen. Tie Berbaiidsleitung des Verbandes der Tapezierer. Cenlrsl-Verbiluck der Stuccateure (Filiale Berlin). Montag. 19. März, abends 8 Uhr, bei Baske, Grcnadierstr. 33 Mitglieder-Versammlung Tages-Ordnung:* 1. Was für Forderungen stellen wir au die Unternehmer zur be- ginnenden Frühjahrs-Saison. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Anträge zum Berbandslag. 173/4 Wegen der wichtigen Tagesordnuug ist es eines jeden Kollege» Pflicht in der Bersanlinlung zu erscheinen. Der Vorstand. Deutsch. Metailarbeiter-yerband Verwaltnngsstclle Berlin. TienStag, de» 20. März er., abends S'/j Uhr: Versammlung für Rlxclorf. im Lokale des Hrn. Mercisr, Steinmetzstr. 55. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags-Abgeordnetcn A. Agstcr über:„Arbeiter krankheiten«. 2. Diskussion. 3. Vcrbandsangelegenheiten u. Verschiedenes. Die Kolleginnen und Kollegen werden um zahlreiches Erscheinen ersucht. "0/141__ Die Ortsver-ivaltnng� Achtung! Achtung! Dienstag, SO. März, abends 8 Fhr, bei Hcrzberg. Alte Jakobstrasse Xo. 75: (Oeffentl. Nevfsmtnlnnn. ,„, � Tages-Ordnung: . � Meister- und Gesellen-Verhandlungen vor dem Einigungs amt. Referent Kollege Knrkowsky. 2. Diskussion. 81/li __ Tic Kommission. Cßarlottenhnrg. Zreier Vereill sör Naturlieilkttiibe tlilh Ctstttldheitspsltge. Dienstag, de» 20. März. abendS 8% Uhr. i« der Clambrlnns-Branerei, Wallstr. 94 u.'Bismarckstr. SS: Großer Franen-Bortrag Zss/u - Naturärztin Frau A. Piikel der Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung! Schneider Charlottenbnrgs. Sonntag, den 18. März, nachmittags 4 Uhr: Crosse öirenlllclie fersammlmiB«SÄÄ Tages-Ordnung: 1. Die Aufgaben der deutschen Gewerkschafts- bewegung. Referent: Kollege Ritter-Berlin. 2. Diskussion. 3. Ber- fchiedcncs. Um zahlreichen Besuch bittet IS2/g Der»o a Ltr. M. 1,20, 5 Ltr. M. 5,50, 10 Ltr. M. 10,-. med. Ve Ausbruch a Ltr. M. 2,—, 5 Literkorbsl. M. 8,75. Jamaica-Rum, echt und echt Verschnitt, a Literflasche M. 1.60. 2,10, 2,50, 3,10. 4,50. Kugeu Nenmann& Co.«««. Inktifililn: WS»."N Neue Friedrichstrabe 81.- Oranienstr. 190.— Genthmerstr. 29— Kommandantenstr. 67.— Grüner Weg 56.— Elsassersir. 19. Schöncberg, Hauptstr. 129,- Charlottenburg. Kaiser Friedrichstrabe 48. Niederlagen: Putbuserstr. 35. Potsdam: Bäckcrstr. 7. Sum 1. 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(Lhne Gewähr.) 82(200) 200 311 51(200) 444 501 54 620 38»*090 SS 110 239 464 90 524 91 749 823 26 75 996«030 192 287 650 69 742 807 1101 50 63 81 227 67 526 86 736 42 86 906*076 ISO 91 237 93 320 78 1300) 426 75 505 37 85 652 62 732 47 891 976 5056 94.500) 164 75 97 492 99 723«044 307 31 517 691 92 717 845 913 17 88 5306 34 99 508 82 689 8097 241 373 463 65 032 76 816 922 0065 206 15 82 84 348 89 99 447 553 724 76 868 969 *0031 100 244 370 408 50 632(5001 764*1300 29 402 38 57 568 85 645 824 56 82 909 IS190 382 433 834 J 1'>26 27 127 376 1300)*4095 259 84 318 49 471 97 537 609 21 81 713 47 939 15042 63 167 85 239 313 19 400[2001 500 627 36 820 952 94*«276 80 305 434 554 655 94 719 88 801 17111 233 82 305 14 504 44 673 843 51 60 18157 87 339 468 75 582 662 856 83(200) 10028 282 303 418 631 78 652 «»058 06 120 39 56 423 50 85 91 693 726 913 98 «1000 136 357 92 490 672 824 22088 162 87 480 535 99 61? 77 763 812 76 912 74«3155 67 284 94 345 409 546[2001 961«4232 355 80 592 718 834 72 25005 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Sur den öniemcuteU ueranlmorllKt,; 2b.«locke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading w Berlin. JIt.65. 17. 2. SeilU kü Jotirttts" Knlim llglktiloll Somtig. 18. Pütj 1900. TcrTischlcrstrcik vordem Eiuigiingsamt. Am Sonnabend um 12 Uljr eröffnet der Vorsitzende v. Schulz die Sitzung und teilt mit, daß dos Einigungsamt beraten habe, es Ivotie aber mit den Vertretern der Parteien noch über einzelne Punkte Rücksprache nehmen. Zu diesem Zweck wird die Sitzung bis 3 Uhr vertagt. Vor �Licdereröffnung der Sitzung— das Einignngsamt ist noch nicht im Saal anwesend— entsteht ein tumultuarischer Austritt unter den Zuhörern. Die Ursache ist am Berichterstattertisch nicht zu er- kenneu. In der Nähe des Saaleingangs ertönt ein vielstimmiges Ah! Tischlermeister B e r n d t, dein dieser Zuruf zu gelten scheint, gestikuliert und spricht heftig zu den Arbeitern hinüber. Man hört aus den Reihen der Arbeiter den Ruf:„Rollmops!" Tischlermeister Berndt wird sehr erregt, auch die als Zuhörer anwesenden Meister geraten in grohe Erregung, sie rufen zu den jetzt ziemlich ruhig sitzende» Arbeitern hinüber: Wenn wir hier beleidigt werden, dann gehen wir nach Hause. Sie machen auch thatsächlich Miene, den Saal zu verlassen. Den wiederholten Bemühungen einiger Vcr- treter der Arbeitgeber gelingt es nach kurzer Zeit, die aufgeregten Gemüter ihrer Kollegen zu besänftigen und die Ruhe wieder her- zustellen. Bald darauf erscheint das EinigungSamt. Vorsitzender v. Schulz bemerkt, ihm fei mitgeteilt worden, datz soeben Ausschreitungen ziemlich grober Art durch die Schuld einzelner Arbeitnehmer vor- gekomnicii seien. Er ersuche die Führer auf beiden Seiten, dafür zu sorgen, dah keinerlei Reibereien zlvischen den Parteien vor- kommen, und darauf zu acbten, das; auch während der Abwesenheit des Einigungsamts die Ruhe bewahrt bleibe. Hierauf zieht sich das Einigungsamt nochmals zurück, um mit den Vertretern der Arbeitgeber zu beraten. Um 6�/4 Uhr verkündet der Vorsitzende v. S ch u l z, es sei ge- lungen, über die Haupt sächlich st en Punkte eine Einigung zu erzielen. Er hoffe, daß durch weitere Verhandlungen d e r F r i e d e h e r g e st e I l t werde. In den nächsten Tagen sollen nichtöffentliche Besprechungen mit den Vertretern der Parteien stattfinden, und, wenn diosc� zu einem Resultat geführt haben, werde wieder eine öffentliche Sitzung ein- berufen werden. *# Der dänische Tischlerverband hat den Ausständigen eine Unterstützung von 500 Kronen gesandt; außerdem sind dem Haupt- vorstand in Stuttgart 800 Kronen von derselben Organisation für den Streikfonds überwiesen. Ein Beweis des treffllichen Solidaritäts- gcfühlS der dänischen Gewerkschaften. Aiir de» Inlmlt der Juscraie übcriiiiiiiut die Ncdatlio» dein Publikum gegenüber keinerlei ZIer>i»li»or«ii»g. Tljvttkev. Sonntag, den 18. M ii r z. Freie Volksbühne. Carl Weih- Theater. 6. Abteilung(grüne Karten): Hamlet. Antang 2�/, Uhr. Lpcriiliaiis. Der Bärenhäuter. Aiilang T'/i Uhr. Montag: Der fliegende Hofländer. Schauspielhaus. Jugend von heute. Anfang 7»/z Uhr. Montag: Die Tochter des Erasmus. Neues Lperu- Theater(Kroll). Wilhelm Tell. Ansang 7»/, Uhr. Deutsches. Wenn wir Toten erwachen. Anfang 7V, Uhr. Nachm. 2>/z Uhr: Die Weber. Montag:'Der Biberpelz. Lessing. Luigi XI. Anfang 7t/z Uhr Montag: Äicbsls Perrin— Gelosia, zum Schluh; XXXIII. Canto delle Divina Conamedia di Dante. Berliner. Freilicht. Stuf.?>/, Uhr. Nachm. 2t/z Uhr: Zaza. Montag: Der Pfarrer von Kirch- selb. Neues. Nackte Kunst. Ansang 7'/- Uhr. Mittags 12 Uhr: Matinee. Tawas der Zar. Montag: Nackte Kunst. Schiller. Freudvoll und leidvoll. Slnfang 8 Uhr. Nachm. 8 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Macbeth. Weste». Der Zigeunerbaron. Ans. 7'/- Uhr. Nachm. 3 Uhr: Martha. Montag: Die weihe Dame. Thalia. Im Himmelhof. Slnfang 7>/z Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 7»/, Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Schlafwagen- Controleur. Montag: Die Dame von Maxim. Luisen. Auf goldenem Boden. Ans. 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Minna von Barn- Helm oder: Das Soldatenglück. Montag: Der Wtdcrspensiigen Zähmung mit dem Kesselflicker- Vorspiel. Tcuirat. Die Puppe. Slnfang 7t/, Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. Montag: Die Pnppe. Carl Weift. Der Mincnkönig von Transvaal. Slnsang 7l/, Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance. Die Reise nach Amerika. Ansang 8 Uhr. Montag; Dieselbe Vorstellung. Bietoria. Dichter und Bauer. Anfang 8 Uhr. Nachm. Zt/, Uhr: Der Leiermann und sein Pflegekind. Montag: Dichter und Bauer. Friedrich- W>lheluistndtisches. Der Bärenhäuter. Hieraus: Sllex Hcinze. Ansang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Maria Stuart. Montag: Der Bärenhäuter. kvietropol. Specialitätcnvorslellniig Die verkehrte Welt. Slnfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung glpollo. Specialitäten- Vorstellung. Im Reiche deö Judra. Slnsang 7»/, Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Epecialitätc»- Vorstellniig. Ter selige Zwiebelmann. Ansang 7>/, Uhr. Re etlShallru. Stettiner Sänger. Slnsang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Paiiagr• Panoplik»»,. Speciali- inltii Vo.sleiunig. Montag: Dieselbe Vorstellung. llrania. Jnvalidcnstr.»7/62. Täglich abends von i>— 10 Uhr: Sternwarte. Tanbenstrnfie S8/-t9. Abends 8 Uhr:„Bon den Alpen zum Vesuv". Montag:„Bon den Alpen zum Vesuv"._ Beile-Ällianee-Theater. Gasrsptel Eml! Stichnr«!. We Reise nach Amerika Voikostück mit Gesang tu ü Sttte». Dienstag, de» 20. März: Abschieds- Benenz Emil Richard: Sluf all- gemeincS Berlangeu: Onkel Cräsig. Mittwoch, 21. März: SaT" Gastspiel des Wiener Operette», Theaters(Bühne ohne Männer). CarlWeias-Tlieater Gr. Frantfnrterstraije IltS. Nachniitt. 2-/« Uhr: prol» Voikobtllms. Hamlet.- Abcndö 7'/, Uhr: Ter Milieilkömg voll hmml Morgen und folgende Tage: Der Minenkönig von Transvaal. Freie Volksbühne. Heute nachmittag 2-1/, Uhr im Carl Welss-Theater: 6. Abteilung: Hamlet. Nächsten Sonntag, d. 25. März; I Abteilung Carl Woiss-Theater: I>ic Xenvermilhlten und Die sittliche Ordnung. 229/2 Der Vorstand. I. A.: Gr. Winkler. olbiiiijjnr Dienstag, den 20. März er., abends 8 Ulir, in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Grosses Kunstler-Konzert ausgeführt vom Oerliner Sinfonie•• Orchester [15016](40 Künstler) unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Hari Zimmer. Programm. I. Teil. 1. Vorspiel zur Oper„Tic Wicistersinger vo» Nürnberg"............. 2. Träume aus den fünf Gedichten"...... Richard Biolin-Solo: Herr Konzertmeister Karl Wannieke.s Wagner. 3. Wotans Abschied von Brllnhilde u Feiierzanbcr aus dem Musikdrama„Die Walküre",.., II. Teil. 4 Sinfonie No. 7(A-dur) a) Andante— Allegro vivace b) Andante quasi— Allegiotto Beethoven. c) Presto(Scnorzo) d) Allegro molto m. Teil. 6. Les Preludes, mifouifriiC Dichtung.. Fr. Kilszt. 6. Hehre Kathi aus dm Czardasscene» für Violine Hnhaz�. Herr Konzertmxistcr Hermann Cerlach. 7. Ungarische Rhapsodie Nr. 1 F-dur(an Bülow) Fr. I-Isct. Biiicts für Gäste ä 40 Pf. sind in den bekannten Zahlstellen, beim Kasncrer H. Nest, Gcorgcukirchstr. 24A. und an der Abendkasic zu haben. Schilltl'-TIitllltl' (Waliner-Tbeaieri. Sonntag, nach m. 3 U h r: Wilhelm Teil. Schauspiel in 5 Anfz. o. Fr. Schiller. Sonn tag, abends 8 Uhr: Freudvoll nnd leidvoll. Lollsstück mit Gesang in 4 Alie» von L. Hmiuamt. Montag, abends 8 Uhr! Hacbcth. Dienstag, abends 8 Uhr: Zum erstcumal: Gebildete Renschen. <£ri»U'ol Glbcntct Direktion: Jose Ferenczy. Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: »er Zigeunerharon. Operette in 3 Akten von Joh. Straub. Abends 7 Uhr: Die Puppe. (I-a Fonp�e). Operette in 3 Akten und einem Bor- spiel von Ed. Sludran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe lba Poiipee)._ ürania TniibciiNtraMac 48/411. Im Theater abends 8 Uhr: „Von den Alpen zum Vesuv!4 Montag; Dasselbe. InvaJidr-iiNir. 57/OS: Tä()l. Sternwarte. Nachmittags 5— 10 Uhr. [mjj cu! I Thalia-Theater. Toi. AmtIVa 6440. Dresdenersir. 72/73. Täglich: Riesenlacherfolg k Im Himmel Hof. Thomas, Tbielscher, Heimerding, Junlernian», Panlinüller. Anfang 7r/z Uhr. Morgen und jolgende Tage: Im Himmelhof. Täglich um 9 Uhr 30 Mi».: Verkehrte Welt! mit der hochoriginelle» Mkiber-Plirltde. Vorher: Tsts ßrsßk Miirz- «»ttilllltiitell-Pttgrülll«: vis 8 lliamsuts, GoItosiolIMno, Frotl Gillet, Sandor-Irio, Les Rissots, The Daytons, Mary Wolf etc. Ansang an Wocheinagen um 8, an Sonntagen um?:/, Uhr. CASTANS FANOPTICÜM Xcu! IVen! Neu Elsa Miese der englischen Armee Serpeant Th. Dalroy 2 m SO cm hoch! Oberbayrische Sänger und Schuhplattlar- Gesellschaft Tassap-Panoptii».' Nur noeb kurze Zeit! Der indische Fakir Kaiakntta und der ZauberkUnstler SWr. J 6 r 6 m e. Palast-Thoatep früher Feen-Palast, Burgstr. 22. Das erfolgreiche wunderbare GroMse MUrz- Programm. Zum erstenmal in Berlin: Clüre Schaffer""7US mit ihren 12 dressierten Ziegen. Die elekiiische musikalische MD7- Bemonistratio». Um 8Vi Nbr: Direktor Winkler und Fröbel in der hochdrastischen Gesangs- burleske Ter seliffe Zwiebelmann. Ansang?'/, Uhr. Konzert«>/, Uhr. Billet-Vorverkauf: Borin. v. 11-1 Uhr. Mittwoch: Benefiz klodort DI». „Die neue Herrin". Kom. Operette. l Sonnabend, den 24. März: Früh- ings- Jnbei-Kostümsest. Frei- Tanz und Preisverteilung. Achtling! IV. Mrtkras(Osten). Achtung! Sonntag, den 18. März 1900, in Uouis Völlers Fellfslen» MoppvnllrnHv Nr. ZV: Kf. fsüKisIisz-VssWiigen veranstaltet von den 8ac!aISsiiial!satiae>iaii Parteipossen des IY. Barl. Reiclistags-Walilkreises K K Osten, ist K Vokal- und Instrumental-Konzert, Gesangsaufföhrung, Auftreten der Berliner Volkssänger-Gesellsohaft Lewandowsky. Grosser Ball. 215/3 Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Das Komitee. Y/Wifc.-l.jiwTr VI Ti" W Moabit! ttags ll'/j Uhr, im GesellschaftShaus. Al atinee Sonntag, de» SS. März, mittags 11'/, Uhr, im GesellschaftShans. Alt-Moabit 80— 81: des„Mollblttt Llederkriltls zttm Bestell der llnsgesperrtell Hohlirbeiter. 65/S Ha» Komitee. ßBrliiiBr Aquarium Fntcr den I-lnden 68a Eingang SchadosvMtr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis MM- 50 Pf.-MM Jleichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Öeetieren Reptilien etc. 5/16 Apollo-Tiisater. ai Rsictie das Indra und 8 erstklassige Specialitäten. Beginn der Vorstellung?:/, Uhr. Vorverkauf von 10— Ä Uhr im Theater sowie beim„Invaliden» dank" und„Künstlerdank". Öirnus Schamann. Heute Sonntag, de» 18. März: t) grosne brillante rt rC Gala- VorMtetiungen � Nachm. 3'/, Uhr u. abends 7'/, Uhr. Iii beide» Vorstellungen: Neu 1 Ein ninttlkallKChe» Entree vi',, HO Dame». Neu! Die Eiobäreujagd am Nordpol. Neu! Der Niesenfrosch. Neu! Die fliegetideu Hunde. Neu! Der Teufel und der Geizhals. Schumanns Rapphengste im Rindergartenuiw. usw. Nachmittags zum Schiltst: Die reizende Ausstgttuiigs- Pantomime: Im Welhnachtsbazar oder Die puppen- Königin. Nachm. 1 Kind frei. Jedes weitere Kind Halde Preise(an her Galerie), abends jedoch volle Preise. Abends 7-.', Uhr: Dckfor Faust. Eineroniantisch-phantastiichcHandlung in drei Abteilunge» vom Hosballett- meistcr A. Siems. Montag: Gala-Sport-Vorstellung. Neues Programm und Dr. paust._ Sanssouci KottIiii»er»tr. 4 a Heute Sonntag: Anfang 7 U h r: Holftnamis Norddelltslhe SilnAfi' Wir von der Kavallerie. Nach der Soiree: DaaihrUnziehen. Montag: Keine Vorstellung. Dienstag: Wir von der Kavallerie. jiSloUSQLtllSN. Täglich: Stettiner Sttnger Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Psennig. Vorverkaus 40 Ps. W. Noacks Tiiaater, Bruiuieiistrahe IG. Belli», lvic es lebt»iid liebt. BolkSstück mit Gesang in 3 Alten (5 Bildern) von Linderer und Seitz. Jeden Sonntag, Dienstag und Tounerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzcheu. Montag: Berlin, wie es iaht u. lieht Cirkus Busch. Nur nocki kurze Zeit!"MU Heute Sonntag, den 18. März: Zwei große brillante Vorstellungen, nachm. 4 und abds.?:/, Uhr. Nachm. 4 Uhr 1 Kind frei. Nachm. 4 Uhr: Olvmpische Spiele. In beiden Vor- stellungen: Austr. d. neuen komischen Reckturner Ahone k Campton. Amateur- Äonkurreliz-Reiteu. 60 Mark Prämie. Abends 7'/, Uhr: Hie Camorra. Reicdsyien-Restant Diiglich- Nonzovk de. UcicbsbsIIeu-Ordiestvi's. Mittwoch. S8.>März: Benefiz« Konzert für den Kapellmeister Herrn Conrth«. Grobartiges Novitäten- Programm! U. a.: „Reichshallen- Geister", neuestes Potpourri von Meysel.„Riehe» hottahen", Humoreske.„Beneklz- Polka" von Eourlhs zc. IlllittsiklKtiKpIll Suppe, Gemüse, IVilUdgbllöUll Braten u. Kompott. inkl. Bier»v Pf.1 Röpnlekerstr. 5b a. F. Scholz' Festsäle, KSTt Jeden Sonntag, Montag, Dienstag». Donnerstag: Gro»»er Ball. Anberdem Soiinadend, Mittwom und Freitag zu Vereinsfestlichkciten und Beffammlüngen zu vergehen.(Grobe THeaterbühne.) s3682D» äürslliniuins Uestsäle, miw Ranz, MauniznstLHlle S7. 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Im neuen Festsaal, Eingang Hasenheide 13, jeden Sonntag- Gr. instrsimental-itonaert. Ansang ö Uhr. Entree 30 Pi., Vorver.auf 25 Pf.— Nach dem Konzert Dan-hrdn-ehea k— In den Nr. 14 und 15 belegenen Sälen jeden Sonntag: GrosMcr Ball! Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr.— Empsehle meine gesamten Säle Bereinen und Gesellschaften zu Versammlungen nnd Festlichleiten.— Die Osterfeiertage sind»ach zu Matinees zu vergebe«.[34492''] Max Kilem. Goldwaren-Industrie Beimonie ck C-, Konigstrasse 46 s liefern zur ESIiisegimiig; die passendsten Crescltenke in Cii nid waren und Uhren. RmII« Sjähriga »chriftlich» Qaranlie für guten Hang, Silberne Herren. Uhren v, O Mk. bisSOMk. Gold Demen-Uhren v «. bis 300. Die Betriebs- und Vorkaufsiäume(bis 9 Uhr abends offen) sind bequem von allen Stadtteilen zu erreichen. Sie liegen schrägüber vom Rathaus und 2 Minuten vom Bahnhof Alexanderplatz entfernt. 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M. unier s. x. iaoa.______ Tüchtige Arbeiter auf bessere Lager-Jacketts finden dauernde und lohnende Beichästigung. Probc-Arbett mitbringen. s2350b Vtcrn Ciebriiüer A Co., Lpittelmarkt 4-7. Verantwortlicher Redacieur: Ponl John in Berlin. Für dm Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlm. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Ar. 65. 17. Jahrgang. 8. Mißt Ks Jdtniiitts" Min MsdlR �oniitög, 18. Wlirz 1900. Jas CeUrbe-UchSmWtMgS-kesetj nch hm BtschlSisei! her KmAissioil. Die Unfallversichernugs-Kommission hat den wichtigste» Teil der Aufgabe erledigt, denn das Gcwerbe-UnfallvcrsicherungS-Gesetz und das Mautclgesetz, deren erste Lesung in voriger Woche zu Ende ge- führt worden ist, bilden die Grundlage fiir die gesainte Unfallversicherung. Allerdings wird noch eine zweite Lesung in der Kom- miision folgen. Jedoch bandelt es sich dann nur uoch im wescnt- lichcn um formelle Acnderungcn. Was ist min aus den langen Verhandinngen in derlKcmimissioil für die Arbeiter hcrausgesprungen? Der Kreis der versicherten Personen ist so geblieben, wie er in der Regiernngsvorlage vorgczeicbnet war. Es werden mithin die meisten Arbeiter der Kleinbetriebe und des Handclsgeiverbes auch in Zukunft von der Vcrsichcrnngspflicht ausgeschlossen sein. Für die Eriiiittelnug dcS JahresarbeitSverdienftes ist präcisiert ftwrdcn, daß als Lohn auch solche Bezüge gelten, welche den Versicherten, wenn auch mir gewohuheilslnästig, gewährt werden, z. L. Trinkgelder. � Der Betrag der Rente ist leider nur in verschwindend wenig Fällen zn Gunsten der Arbeiter verändert worden. Die Kommission hat in dieser Beziehung folgendes gcthan: Demjenigen Verletzten, der infolge des Unfalls nicht nur völlig erwerbsuusähig, sondern r.itch so hnIfloS geworden ist, dag er ohne fremde Wartung und Pflege nicht bestehen kann, hat sie für die Dauer dieser Hülflosigkcit die Rente auf i Proz. des Arbeitsverdienstes erhöht. Außerdem bat sie als Mindcstbetrag des Sterbegeldes S0 Mk.(früher 30 Mk.) festgesetzt. Im übrigen bleibt cS bei den durchaus ungeuLgenden Verbesserungen der Regierungsvorlage. Mithin kann von einer Entschädigung, wie sie nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch im Falle der Ersatzpflicht an jeden andren Menschen zu zahlen ist, den rnr Betriebe verrmglnckten Arbeitern gegenüber nach wie vor keine Rede sein. Von der schweren Verschlechtenlug, welche die Regierungsvorlage durch die Ausnahmebestimmung über das„Ruhen der Rente" eiii- Iii einem ArbeilShause oder einer Besserungsanstalt untergebracht ist, wahreird dieser Zeit keine Rente erhält. Dagegen ist der Verlust der Rente für die Zeit, da d.r Verunglückte sich im Auslände auf halt, glücklicherweise gefallen. Leider ist die Allmacht der Derufsgeuossenschaften bei der Unfall- Verhütung viel zu wenig beschränkt worden. Der Erlaß der Unfall- verhülungsvorschriften ist in erster Linie auch für die Zukunft dem Gutdünken der BerufSgenosseuschaften überlassen, kann aber einer gar zu pflichtvergessenen Bcnifsgciiosseuschaft vom Reichs- VcrsichcrinigSaiut zur P f l i chn gemacht werden. Auf das Wichtigste bei der ganzen Unfallverhütung, auf die Uebenvachnng der Betriebe, haben die Arbeiter auch nicht den geringsten Einfluß erlangt. Dies ist um so schlimmer, da dasjenige Mittel bedcnlcnd abgeschwächt ist, durch welches die.llntcrnchnier bisher zur Beachtung der UnfallverhnlringSvorsckriften genötigt werden sollten, nämlich die Haftung für die Folgen aller der Unfälle, die der Unternehmer durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit in seineni Beruf verschuldet hat. Für eine g e r i n g c Fahrläisigkeit haftet der Unternehmer überhaupt nicht Nlchr. Ist der Unfall durch grobe Fe.hrlässigleit herbeigeführt, so kann trotzdem die GeiiosfenschaftS-Versammliing den Unternehmer von der Haftung befreien. Am meisten geändert hat die Kommission die Bcstinimiiiigcn, welche sich ans die„Feststellung und Auszahlung der Entschädigungen" beziehen. Bekanntlich wird nach dem bisherigen Gesetz jeder zur Anzeige gelangte erhebliche Betriebsunfall von der Orts-Polizei- bchörde untersucht. Die Regierungsvorlage wollte diese polizeiliche Untersilchnng bei jedem Vetriebsnnfall haben, bei dem sie vom Vorstand der Bcrnfsgenosscnschaft oder der Sektion verlangt wird. Die Komniission erweiterte diesen Zusatz dahin, daß auch aus Antrag der beteiligten Krankenkasse jeder Unfall untersucht wird. Den Beteiligten muß in die über die Untersuchung aufgenommenen Protokolle sowie sonstigen UiitersttchuiigSverhändlungen Einblick gewährt und gegen Erstattung der Schreibcgebiihren eine Abschrift zugestellt werden. Die Abschrift kann auch kostenlos geliefert iverden. Die Feststellung der Enischädignng erfolgt in der ersten Instanz auch fernerhin einseitig von der Berufsgcnosscuschaft. Vor der Fest- stellimg der Entschädigung ist dem Verletzten durch Mitteilung der für die Höhe der Entschädignng inaßgebenden Unterlagen es zu er- möglichen, sich binnen einer Frist von 1 Woche zu äußern. Diese in der Praxis bisher ganz bcdclttnngslosc Veftimmnng ist von der Kommission erheblich ausgebaut Ivorden. Stellt nämlich innerhalb dieser Frist von 1 Woche der Verunglückte einen entsprechenden Au- trag, so nniß die untere Verwaltungsbehörde, nntcr Zuziehung von Vertretern der Arbeiter und Unternehmer, oder die Rentensielle über den Entschädignligsansprnch eine mündliche Verhandlung behufs An- gäbe eines Gutachtens veranstalte». Der beteiligte Arbeiter kann, N'pin er nicht bereits zu dieser mündlichen Verhandliing geladen wird, frciivillig sich dort cinflnden. Mit Rücksicht hierauf wird er unter allen Umständen von dem Termin rechtzeitig benachrichtigt. Der Verletzte kann, falls ihm das vorliegende ärztliche Zeugnis nicht genügt, ein andres von dem ihn behandelnden Arzt verlangen. Dies m n ß dann eingeholt lind dem Verletzten eine Abschrist davon ausgehändigt werden.— Zu diesem umsländlickien Verfahren sah sich die bürgerliche Mehrheit, der Komniission genötigt, weil sie den Arbeitern in der ersten.Instanz- nicht das gleich« Recht Wieden Berufsgenossenschasten.einräumen wollte. Die Bestimmniigen über das Gerichtsverfahren, da? in dcni sogenannten Mantclgesetz enthalten ist, sind von der Kommission iin allgemeinen unverändert übernommen. Die Schiedsgerichte der einzelnen Berufsgenossenschasten werden durch die der Invalide»- versichernilg ersetzt. Von Wichtigkeit sind nur die von der Kommission hinzugefügten Vorschrrflcn beziiglich der Zuziehung von Aerztcn zu den Verhandlungen vor dem Schiedsgericht. Ein Arzt soll„in der Regel" zugegen sein, aber mir ein solcver, der vom Schiedsgericht am Anfang des Geschäftsjahrs dazu ausgewählt ist. Ihm muß zur Abgabe seines Gutachtens das ganzc'Attcinnaterial vorgelegt Iverden. Die Entscheidung des Schiedsgerichts soll eine RcchtSbelehning über die Frist zur Enilegring des Rekurses an das Reichs- Ver- sicherungSanit enthalten. Das letztere kann. entsprechend der Re- gicrmigSvorlage, denjenigen Rekurs. der unzulässig oder offenbar ungerechtfertigt ist, ohiie mündliche Verhandlung erledigen. Als „offenbar nngcrcchtfertigt". da§ hat die Kommission hiiizngefügt, gilt ein Rekurs nur dann,.wenn ihn sämtliche, bei dem Beschluß mitwirkende Mitglieder� also auch die Vertreter der Unternehmer und Arbeiter, dafür halten........ Die Besetzung der Spruchkammer des ReichS-Versicherungsamts ist dieselbe wie früher geblieben. Die von der Regierung beantragte Verschlechterung, die Zahl der Mitglieder zjoir 7 auf 5 herabzusetzen, ist von der Kommission gestrichen worden. Endlich ist in dem ganzen Ntechtsverfahren die Anmeldung der Ansprüche auf Entschädigung bedeutend erleichtert worden. Fast ganz unverändert sind die von der Regierung gemachte» Dorschläge für das Verfahren bei der.Veränderung der Verhält- ,iisse" angenonuncn worden. In den ersten zwei Jahren kann die Bernfsgenosscnschaft jederzeit nach ihrem Gutdünken die Rente ändern. Nach Ablauf dieser zwei Jahre darf die Berufs- genossenschaft eine anderweite Feststellung der Rente nur in Zeit- räumen von mindestens einem Jahre vornehmen. Nach Ablauf der ersten 5 Jahre endlich erfolgen die Aendcrungen überhaupt nicht mehr einseitig von der Beriifsgenossenschaft, sondern nur durch ein Erkenntnis des Schiedsgerichts. Eine Verbesserung ist es, daß die Kommission die Kapital- abfindung bei einer Rente bis zu 20 Proz. beseitigt und dafür die Auszahlung solcher Renten, die weniger als 50 M. pro Jahr betragen, pränumerando i» Vicrteljahresraten festgesetzt hat. Eine Zahlung in noch längeren Ltaten kann gewählt werden, wenn beide Parteien damit einverstanden sind. Die wichtigste von allen Verschlechterungen ist wohl die von der Kommission bestätigte Befugnis der Berufsgeuosselischaftcn, einen Arbeitsnachweis einzurichten, der sich thatsächlich ganz in den Händen der Großkapitalistcn befinden würde. Die in dem Gesetz ausdrücklich verlangte„Beteiligung der Arbeiter" an der Verwaltung dieser Arbeitsnachweise wird, da eine Regelung des Wahlrechts für die hierbei thätigcn Arbeitervertreter von der Kommission abgelehnt worden ist, nichts als eine leere Form sein. Wenn auch von geringerer praktischer, so doch von großer prin- cipieller Bedentung ist die Verschlechterung, daß das Princip von der Nnentgeltlichkeit des Rechtsverfahrens in der Unsallversichernng durch- brochcn ist. Dem Kläger können von den Schiedsgerichten und dem Neichs-DersichcrungSamt solche Kosten auferlegt werden, die nach Ansicht des Gerichts„durch Mutwillen oder durch ein auf Wer- schlepprmg oder Irreführung berechnetes Verhalten des Klägers ver- anlaßt ivorden sind." Endlich ist noch hervorzuheben das Bestreben der bürgerlichen Parteien, dem Unfall- Versicherungsgesetz immer niehr den Stempel eines Armengesetzes anfzndrncken. Dies zeigte sich darin, daß de» Arbeitern vielfach statt eines einklagbaren Rechts- auspnichS nur das Versprechen eines Almosens von der Gnade der BernsSgenossenschnft gewährt worden ist. Die Berufs- genossenschaft„kann" die Entschädigung erhöhen, sie„kann" die Kosten erlassen i solche Wendungen findet man nur zu oft in dem neuen Entwurf. Außerdem tritt der Geist dcS Armengesetzes auch darin zn Tage, daß die Gewährung einer Entschädigung in einigen Fallen von der„Bedürftigkeit", bei dem Tode des Ehemanns sogar von der Würdigkeit der zu entschädigenden Person abhängig gemacht wird. Eine solche„Reform", die so wenig den dringendsten Forderungen der Arbeiter gerecht wird, kann nicht genügen. Deshalb sollten die Genossen die Zeit bis zur entscheidenden Avstimnnrng im Plenum dcS Reichstags für eine eifrige Agitation ansnntzcn, um es den bürgerlichen Abgeordneten stärker als bisher zum Bewußtsein zn bringen, daß sie doch etwaS mehr Rücksicht auf öaS Wohl und Wehe der Arbeiter nehmen müssen._ SooiKlcs. Ein Mustcrbctricb, an dem sich die staatlichen„Muster- betriebe" ein Muster nebmen könnten, ist die Firma Carl Z e i ß, opliickic Wcrkstätte in Jena, die zur Zeit über 1000 Arbeiter be- ichäftigi. Vor kurzem inurde im Arbeileransschnß die Frage der Einsührung deS A ch t sin» de n t a g s angeregt. Infolgedessen fand am vorigen Montag eine gemeinschaftlicbe Versammlung der Äeschästsangeliörigcn und der Gcschäftsleitnng statt. Herr Professor Abbe, dessen Verdienst die nnisterhafte Organisation des Sliftungs- betrieb; ist, legte in einem gut durchdachten Vortrag die sich an den Achtstundentag knüpfenden Principie» und mit demselben anderwärts gemachten Erfahrungen dar und setzte sich mit Freunden und Gegnern(!) der Vorlage auseinander. Man war dahin überein- gciominen, über die Einführung des Achtstundentags das Personal durch eine Urabstimmung selbst votieren zn lassen. Um allen Miß- Helligkeiten die Spitze abzubrechen, wurde eine Dreiviertel- Majorität zur Bedingung gemacht. Das Recht zur Abstimmung hatten alle über achtzehn Jahre alten Arberter. Die Abstimmung erfolgte unter der Fragestellung:„Wer traut sich zu und. ist zugleich gewillt, in der aus 8 Stunden ver- kürzten Arbeitszeit bei Lohn oder Accord dasselbe zu leisten wie bei der bisherigen neunstündigen Arbeitszeit?" Das Resultat»vrirde mit Spannung erwartet, umsomehr, als sich unter der Arbeiterschaft eine Protestbewegmig gebildet hatte. Abgegeben wurden 745 Stimm- zettcl; 614 lauteten auf Einführung des Achtstundentags, 105 dagegen, 21 waren nnbeschrieben, 5 nngültig. Damit waren die Würfel zu Gunsten des Achtstundentags gefallen. Bei der nenen Arbeitszeit kommen die bisherige» Frühstücks- und Vesper- pausen in Wegfall, so daß eS sich effektiv nur um eine halbstündige Verkürzung der Arbeitszeit handelt: thatsächlich aber sind die Arbeiter dann l1� Stunde weniger an die Fabrikräume gebunden. Die Mittagspause ist im Winterhalbjahr eine anderthalbstündige, im Sommer eine zweistündige. Die Achlstuudctischicht in Obcrschlesicn ans den Kohlen- bergiverken ist doch möglich, wie das Beispiel der„5ronkordiagrube" bei Zabrze(Eigentümerin: Donnersmarckhütte Akt.-Ges.) zeigt, die vom 1. Rtärz ab nach dem Bericht der Beuthener„Prnca" die acht- stündige Arbeitszeit eingefrihrt hat. Auch der Graf Guido Henckel von Donncrsmarck hatte in diesem Frühjahr die Absicht, ans seiner Grube„Deutschland" in Schwientochlowitz die Achtstuiidcnschicht ein- zuführen: seine Absicht scheiterte indes an der hurcaukralischen Hart- »äckigkcit seiner Bergverioaltung. Ucbcr Banarbeiterschnff darf in Mecklenburg nicht verhandelt werden. Die in verschiedenen Orten Mecklenburgs bestehenden Bau- arbciterschutz- Kommissionen beabsichtigten die Veraiistaltimg einer Konferenz, um eine einheitliche Operationsbasis für ihr Vorgehen zur Förderung des Schutzes der Bauarbeiter zn gewinnen. Da man dabei aber auch selbstverstänvlich erörtern mußte, wie die Gesetzgebmig zn Gunsten der Bauarbeiter am wirk- saiirstcii beeinflußt werden tonne, so bedurfte es � zn der Konferenz nach den in Mecklenburg bestehenden Vorschriften einer Genchnrignng der Regierung. Die Genehiiiigrma wiirde ohne jede Begründung verweigert. Natürlich wird die Konferenz dadurch nicht verhindert werden:' sie wird in der Republik Lübeck abgehalten werden. Die mccklclibnrgischc Regierung hat mehrfach erklärt, sie gestatte allen Eimvohnerii. nur nicht den Socialdemokraten, Versanmilungen abzuhalten so viel sie wollen. Indem sie die Banarbeiterschutz-Koilferenz für eine socialdcmokratische Angelegenheit hält, konstatiert sie danut. daß der Schutz der Arbeiter nur von der ' ocialdcmokratie gefördert werde. Nns dvv Frttuvnbetuegnng. Ter Verein fiir Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse feierte den 11. März fem erstes Stiftungsfest. Ein ftoher Tag für alle Mitglieder des jungen, frisch eniporbliihenden Vereins, welcher das erste Jahr seines Bestehens mir dieser schönen Feier würdig abschloß. Wer nur zuweilen als Fremder derartige Feste flüchtig angesehen, mag glauben, sie glichen einander derart, daß der Besuch des einen oder andern keinen wesentlichen Unterschied mache. Dem näher Be- tciligten aber erscheint seine eigne Festlichkeit in Wesen und Charakter durchaus verschieben von jeder andren Gelegenheit, bei tvclcher fest- lich geschmückte Menschen zu heitrer Unterhaltung sich zusammen- finden. Und er hat recht. Das Eigenartige und Besondere an unsrer Feier lag auch zunächst im Betvußlsein derjenigen, die mit Herz und Seele sich beteiligt fühlen und in frendiger Stimmung den festlichen Saal in dichten Reihen füllten. Sie'waren sich ja froh bewußt, tvas die Feier ihnen bedeute. Daß ein Mittelpunkt für Bildnngszwecke, für gemeinsame fördernde Thätigkcit der Arbeiterinnen geschaffen sei: daß der Verein manchen Schwierigkeiten zum Trotz, durch das Gedeihen während eines vollen Jahres seine Lebenskraft bewiesen, dies gab wohl Grund genug zur heitersten Festesstimmung. I. gegen die Warenbansstener haben gewisse Zeitungen in tendenziöser Weise ans dein Zu- tainmcnhaug gerissene Sätze veröffentlicht. Deshalb sehen wir uns nunmehr gezwungen, die gesamte Eingabe bc- kannt zu geben. Wir bitten in Hinsicht auf die Erör- ternng einzelner Thatsachen zu berücksichtigen, daß das Schriftstück nicht für die weirere Ocffentlichkcii bestimmt war und den Abgeordneten gegenüber die gemachten An- gaben erforderlich erschienen auch würden wir sonst der- mieden. haben, nnscre geschäftlichen Einrichtungen selbst zu rühmen. Berlin, den 17. März 1900. Warenhaus Sl. Wertheim. Berlin, den 3. März 1900. Dt»! hvlieil Ksss Kr Abpdnickil beehren wir uns zu dem Gesetz, betreffend die Bestencrung der Warenhäuser, nachstehende Erwägungen zu unter- breiten. Von der Steuer würde ein erheblicher Teil des ge- samten Ertrages auf unsere Firma entfallen. Ter Satz von 2 Prozent vom Umsatz und der Höchstbetrag mit 20 Prozent von dem gewcrbcsteuerpflichligen Ertrage (d. h. ohne Abzug von Schuld- und Hypothekenzinseii) bedeutet für uns eine Steuer von 33'/z Prozent des Ein- kommens. Hierzu kommen Einkommen- und ErgüuzungS- fteiier, so daß wir mehr als 40 Prozent unseres Ein- kommens als Steuer zu zahlen hätten. Eine derartige Bcstcuernng bedeutet nach allgemeiner Anschauung keine Steuer, sondern eine Eoufiscation. Der übrig bleibende Gewinn entspricht nicht mehr dem mit einem solchen Unternehmen verbuiidcncn Nisico nnd dem dazu erfordcr- lichen Kapital. Ein solches Gesetz ist eine ttugerechtigkeit, die wir nicht zu ertragen gewillt sind. Die Ungerechtigkeit ist um so größer, weil andere gleich leistungsfähige Detailgcschäftc von der Steuer ab- sichtlich verschont werden. . Wir sind deshalb entschlossen, wenn die Vorlage Gesetz werden sollte, unseren Betrieb nmziigeftalten und auf die Waren der Gruppe II des Gesetzentwurfes zu beschränken.� Das Lpfer, welches wir dadurch möglicher- weife an unserem Ncllo-Gcwinn bringen, wird keinesfalls die Höhe der Steuer übersteigen. Unser Umsatz in Gruppe L(Mauufactur-, Modewaren ec.) beträgt reichlich zwei Trirtel unseres gesamten Umsatzes. Da? Beispiel der großen Pariser Magazine, welche ihren Umsatz fast vollständig in den Waren der Gruppe B erzielen, beweist, daß die übrigen Gruppen nicht notwendig geführt zu werden brauchen, um ein Geschäft zur höchsten Blüte zu bringen. Wir bemerken hierbei, daß wir die auf die anderen Gruppen entfallenden 450 Angestellten entlassen müßten. Aber selbst wenn die Umgestaltung unseres Be- tricbcs mit größeren Opfern verknüpft wäre, als die Zahlung der Steuer, würden wir dieselbe gleichwohl vornehmen, weil wir lieber Schaden erleiden, als einen Erwerb betreiben, der mit einer Strafstcncr belegt ist. Eine gerechte Steuer, die alle leistungsfähigen Groß- gcschüfte für den Kleinhandel gleichmäßig besteuert, mag sie auch den Zweck, die kleinen Betriebe zu schützen, ver- fehlen, würden wir ertragen; wir würden uns mit der Aufbringung der Steuer ebenso gut abfinden, wie andere große Geschäfte. Diese Slcucrvorlage empfinden wir aber als Beleidigung. Wir sind der Meinung, ein nicht nur großartiges, sondern wirtschaftlich nützliches Unternehmen geschaffen zu haben, das auch Anerkennung, ja Bewunderung nicht allein in kaufmännischen Kreisen gesunden hat. Alle ans- ländischcn Einkäufer besuchen unser Geschäft zu ihrer Orientierung und finden hier die Anregung zu Aufträgen an deutsche Fabrikanten. Die nach Berlin kommenden deutschen Tetaillistcn sehen sich ebenfalls wohl sämtlich bei nnS um und finden wertvolle Eindrücke, die sie für ihren eigenen Betrieb verwerten. Wir können mit Recht behaupten, daß wir einen günstige» Einfluß auf die Ge- staltnng des gesamten deutschen Detailhandels ausgeübt haben, nicht zum wenigsten auf die kleinen Geschäfte, welche sich fortgesetzt neue, in ihren Rahmen passende Ariikcl zulegen und sich modernisieren. Selbst die Firma Hertzog hat es für notwendig gehalten, uns in dieser Beziehung zu folgen, und dem Bedürfnis des Publikums Rechnung zu tragen. Früher hatte die Firma ein Spezialgeschäft und zwar Manufakturwaren(Damen- klcidcr- und Futterstoffe): jetzt führt sie.Damenkonfektion, fertige Herren- und Knabcngardcrobe, Herrenhüte, Spa- zicrstöcke, Schirme, Fächer, Spitzen, Wäsche, Äcllfedern, Trikotagen, KorsclS, Strümpfe, Handschuhe, Herrcn-Kra- vattcn, Bettstellen, Kinderwagen u. s. w. Die Firma Hertzog ist hiernach nicht mehr ein Spezialgeschäft; das- selbe gilt von Gcrson, Israel, Jordan u. s. w.; auch unsere Firma war ursprünglich eine Spezial-Schnitt- und Modewaren-Handlung; nur die völlig willkürliche Ein- teilnng der Gruppen in der Gesetzvorlage, welche offen- sichtlich unter besonderer Berücksichtigung der Firma Hertzog ansgcarbeilet ist, ermöglicht es, diese Firma steuerfrei zu lassen. Außerhalb der Gruppe B führen wir von Artikeln, die dem Umsatz nach für uns erheblich sind: 1. ans Gruppe A Konserven; 2. auS Gruppe C Wirtschaftsgegenstände: 3. aus Gruppe v Galanterie- und Lcder- 'waren. Diese drei Branchen würden wir außer einigen für unS weniger wichtigen Artikeln bei Zustandekommen des Gesetzes aufgeben. Gerade in diesen Brauchen haben wir jedoch das Lerdienst, einen großen neuen Konsum erst geschaffen und einer Reihe von Fabrikanten zu vergrö- ßcrtem und exportfähigem Betriebe verholfe» zu haben. Durch die Nachahmung unseres Geschäftes ist der Ver- brauch überall so gestiegen, daß die Industrie vorteil- hafter arbeiten konnte. Wer ernstlich de» Schutz kleiner Detailgeschäfte herbeiführe» will, kau» uicht die große» ,, Warenhäuser" besteuern»nd die großen„Special- geschäfte" stenerfrci lasten. Denn selbstverständlich macht ein großes Spezialgeschäft, das seine Konkurrenz aus wenige Artikel konzentriert, vielfach zahlreiche„Fili- alen" in allen Stadtgegenden bezw. in zahlreichen Städten hält(z.B.: in der Eigarren-, der Korset-, Schirm- und Herreii-Avsstatiungsbranche), den kleinen Detailgeschäften viel empfindlichere Konkurrenz, als dies ei» großes Warcuhans mit seinen zahlreichen Artikeln vermag. Nur eine nach unten abfallende Ilmsatzstener für alle Tetailgcschäste von großem Umfang kann Er- folg versprechen. Auch würde natürlich den angeblich notleidenden kleinen Dctaillisten in viel größerem Umfange geholfen werden, wenn nicht nur die sogenannten Waren- Häuser, sondern alle leistungsfähigen großen Detail- geschäfte zu einer derartigen Steuer herangezogen würden. Wenn der Herr Fiüanzminister von Miguel zur Bc- gründüng der Steuer darauf hingewiesen hat, die vorge- schlagcne Steuer„sei nur gerecht und entspreche dem Um- fang und der Bedeutung, den Ausgaben, die den Ge- meinden erwachsen, und den Vorteilen, die die Daren- haus-Bctriebc von den Gemeinden haben", so ist dies in allen Punkten unrichtig. Nicht ein Pfennig Ausgaben erwächst beispielsweise der Genieinde Berlin durch den Bestand unseres oder anderer Warenhäuser. Wenn auf angebliche Mkhraufweudnngen für Feuerlöscheinrichtungcn hingewiesen ist, so sind in Berlin so viele große Staats- gcbände, feuergefährliche Fabriken, Theater, kleinere Ge- schäfte mit feuergefährlichen Gaseinrichlungen vorhanden, daß kein Mensch behaupten kann, die wenigen Waren- Häuser machten besondere Auswendungeii erforderlich. Es kommt dazu, daß beispielsweise in»»seren Warenhäusern alle Eilirichtliiigen und Anlagen bezüglich Heizung, elck- trlschcr Beleuchtung, Vermeidung jedes offdncn Feuers, Gebrauch von Schwefelhölzern, Cigarrcnrauchen derartig getroffen sind, daß eine Fenersgefahr nur durch eine vorsätzliche Brandstiftung entsteheii kann. Weiter ist zu be- rückstchtigen, daß alle Fciierlösch-Vorkehriingcn schon in unsere!» Interesse auf unsere eigenen Kosten derart von uns getroffen sind, daß ein entstehendes Feuer sicherlich im Keim erstickt werden würde. Aber mag dem sein, wie ihm wolle. Jedenfalls haben die sogenannten Spezialgeschäfte wie Hertzog, Jordan, Israel nnd viele andere genau denselben Vorteil von ollen Ausgaben, die den Geuicinden erwachsen, und den Vorteilen, die der Betrieb in der Großstadt für jedes Geschäft mit sich bringt. Ja, man kann umgekehrt behaupten, daß durch die modernen und großartigen Bauteil, wie wir sie in Berlin errichtet haben und die unstreitig eine Sehenswürdigkeit bilden, der Stadt Berlin erhebliche Vorteile erwachsen. Thatsächlich werden die von der Regierung vor- gebrachten Gründe für die Gcsetzcsvorlagc„das Bedürf- nis nach einer gerechteren Bestcueriiug" wohl kaum von irgend Jemenbem sonst geteilt. Die Ncgicrnng hat sich znaestaudenermaßen zu dieser Vorlage«nr wider- willig drängen lassen. Wer sind nun Diejenigen, die nach der Bestenerung der Warenhäuser geschrieen haben und welche Gründe haben sie angeführt? Mit den nnlauterstcn Waffen haben sie gekämpft. Die Abgeordnete», die vor einigen Jahren unier dem Schutz der parlamentarischen Rede- freiheit unsere Geschäftsführung kritisiert haben, mußten sicli gefallen taffcn, daß wir öffentlich den Vorwurf erhoben, daß die von ihnen vorgebrachten Thatsachen unwahr seien. Jetzt ist diesen selben Herren eingefallen, daß sich vor Weihnachten einige Kriminalbeamte in unseren Häusern aufhalten und wir dafür doch Extrasteuer» bezahlen müßten. Wir können den Herren jedoch mitteilen, daß von dem Königlichen Polizei-Präsidinm ein Entgelt zwar nicht gefordert wird, daß wir aber seit Jahren ans eigenem Antriebe eine der Zahl der Bcamtcii cntsvrcchcnde Summe sowie einen ansehillicheii Beitrag zur Wittwen- nnd Waisenknsse der Schutzmannschaft überwiesen haben. llebrigcns ist uns mehrfach gesagt worden, daß die Kriminalpolizei ein Jntereffe hat, Beamte in unsere Häuser zu schicken, weil in denselben bekannte Ladendiebe, die in kleineren Betrieben schon viel Unheil angestiftet haben, besser beobachtet und abgefaßt werden können. Wir bemerken, daß wir auch in dieser Hinsicht für uns selbst sorgen und eigene Angestellte für solche Zwecke haben. Und was wurde sonst gegen nnS vorgebracht? Ziinächst wir hätten eilicn Ramschbazar; demgegenüber pellen wir fest: Wir beziehen und bezogen stets unsere Waren von den leistungsfähigsten Fabrikanten: wir haben niemals von einer Koiikiirsmassc Waren gekauft; es giebt glücklicherweise in Deutschland nicht ailiiähernd so viel Ramschware, daß wir auch nur einen geringen Teil linsereS Umsatzes daran? decken könnten. Ein weiterer Vorwurf, der lmiilcr noch erhoben wird nnd als Schreck- gcspcnst gegen die Wnrciihäiiser dient, ist, daß unser großer Umsatz durch Lockartikel hervorgerufen wird; dem- gcqcnübcr erklären wir: Es giebt gar keinen kauf- männifcheit Betrieb, in dem nicht der eine Artikel mit einem höheren, der andere mit einem gcriiigercn Preis- aiifschlag verkauft wird; nnd da? ist durchaus berechtigt. Modesachen und Stapelartikcl; Gegenstände, die große Mühe beim Verkauf machen, und solche, die schlank ab- gesetzt werden; Waren, deren Preis durch die Konkurrciiz gedrückt ist, nnd Neuheiten, die kein anderer Kaufmann am Orte führr, bilden selbstvcrständlickic Gegensätze bezüglich des Verdieiistziischlages. Aber völlig unrichtig ist, anzn- nehmen, daß von unserer Seite andere Geschäftsgnind- sätze beobachtet sind, als seitens der großen Spczial- geichäfte, die in dieser Hinsicht zu uns in Gegensatz ge- bracht werden; wir sind in der Lage, eine große Zahl von Einzelfällen aiiziifülircn. die wir in Boraussichl einer elwa erforderlichen Veröffentlichung seit Jahren angesammell haben und welche beweist, daß diese sogenaiinlc Preis- schlenderei auch von ersten Berliner Spezialgeschäften ausgeübt wird. Darin liegt auch nur ein durchaus bc- rechtigter wirtschaftlicher Konkurrenzkampf, der auch von unseren größten Industriellen in gleicher Weise geführt wird. Freilich: die deutsche Reichspost hat es nicht nötig, mit Kontiirrenteil gleichen Schritt zu halten; sie beseitigt diese beguemer im Wege der Gesetzgebung. Von einem Notstand der kleinen Dctailgcschäftc kann überhaupt nicht gesprochen werden; ausweislich der im Jahre 1899 veröffentlichten Statistik des Deutschen Reichs, neue Folge Band 119, hat sich gegenüber der voranac- gaiigcuen Veröffentlichung die Zahl der Kleinbelnebe im Handel nnd Verkehr nm 33»/„ vermehrt, während sich die Zahl der Klcinbctricde in der Industrie nm 8, unter 1080 M. 8% 2400 M. u. mehr 20„, 840 M. u. mehr 20„( 1 080 Di. u. mehr 3„ 3000„ ,, 26„, 960„ ,, 43„ 1 1 200„ ,, 14„ 4000„„ 23 ,, i 200„„ 1 6„ l 330„„ 59 ,, „ 13„ 1440 ,, ,. 12„ 11500„ 6000 16 Festgesetzte Mindestgehälter: Herren, unverheiratet......... M. 1500.— Herren, verheiratet.........„ 2400.— Damen, 18—19 Jahre, in eigener Familie.„ 660.— Damen, 18—19 Jahre, alleinstchend...„ 840.— Dainen, 20 Jahre, in eigener Familie..„ 780.— Damen. 20 Jahre, alleinstehend.....„ 900.— Hausdiener, 19 Jahre, unverheiratet...„ 900.— Hausdiener, 20 Jahre, unverheiratet...„ 1080.— Hausdiener, 21 Jahre, unverheiratet...„ 1200.— Hausdiener, verheiratet........„ 1380.— An Hausdiener werden Ucberstundcn mit 60 Pfg. bezahlt. Damen unter 18 Jahren dürfen nur angestellt werden, wenn sie in eigener Familie, d. h. bei Eltern oder An- gehörigen, bei denen sie als Familienglied angesehen werden, wohnen. Pcnsionskasse. Eine feit langem vorbereitete Pcnsionskuffe für unsere gesamten Angestellten sollte Ende 1899 ins Leben treten. Angesichts der Steuer-Vor- läge und der vielleicht bevorstehenden Notwendigkeit, grundsätzliche Ikeugcstaltuligcn des Geschäftsbetriebes vor- znnebmen, ist einstivetlen davon Abstano genommen worden. Die Beiträge sollten allein durch die Firma gedeckt werden und würden nach dem jetzigen Bestand des Personals jährlich 50000 M. betragen. Serantwortlicher SIcdacteur: Paul John m Berlin. Für den Liiieroteiuell verammortlilb- Tb. Glocke in Berit». Dnick und Bering von Max Bading in Berlin. m. ii,»1.!..,. 4. KeilW iits Jmiürts" gtilaitt BolbMatl.« M-! � -- Vom ZVelkmorkk. Bankabschliisse.— Großbritanniens Handelsverkehr mit den verschiedenen Ländern. Bankabschlüfse. Die letzten Wochen standen unter dem Zeichen der Bankabschlüsse. Ein Tag um den andern brachte den Bericht einer Bankverivaltung, meist mit der stereotypen Versicherung, daß das letzte Jahr wieder ein günstiges gewesen sei und die Verwaltung mit Vertrauen in die Zukunft blicken könne. Was die Zutunftsaussichten anbetrifft, so ist es bei manchen Banken damit nicht gerade günstig bestellt, aber über die Geschäfts� ergebnisse deS vergangenen Jahres können sie sich mit wenigen Ans nahmen nicht gerade beklagen. Die mm schon seit etwa fünf Jahren andauernde industrielle und kommerzielle Prosperitätspcriode hat in steigendem Maße stimulierend auf das Bankgeschäft eingewirkt, indem sie zu neuen Gründungen und Emissionen anregte, infolge der wütenden Spekulation in Industrie- und speciell in Montanwerten zu vermehrten Provistonsgcwinncn führte und zugleich steigende Nachfrage nach Geld und Kredit weckte. Das letzte Jahr ist sogar in dieser Beziehung ein ganz besonders gutes Profitjahr gewesen, liegt es doch im Wesen des Bank- aeschäftS, daß günstige industrielle Konjunkturen nicht sogleich seine Umsatz- und Gewinnziffern steigern, dafür aber andrer- seits gewöhnlich auch dann noch nachwirken, wenn der industrielle Aufschwung schon seinen Höhepunkt überschritten hat und bereits sich eine Reaktion bemerkbar macht. Um so bcachtenslvcrter ist es als Symptom der gegenwärtigen wirtschaftliche» Lage. daß. wenn man den Geschäftsumfang der einzelnen Monate mit einander vergleicht. das letzte Halbjahr gegenüber dem ersten Semester 189b einen ent- schiedenen Rückgang auf fast allen Gebieten des Bankgeschäfts auf- ivcist. Die Emissionen sind trotz künstlicher Belebungsversuche recht gering geworden, ebenso auch die Umsätze an den Fonds- börsen, wofür die Umsatzziffeni des Berliner Kassenvereins ein deutliches Zeugnis liefern. Die Steigerung seines Jahres- Umsatzes um 6129 Millionen Mark, von 37 726 ans 42 864 Millionen, einfällt zum weitaus größten Teil auf das erste Halbjahr 1899; für Juli bis Dezember erreichten die monatlichen Mchrnmsätze nur ca. 69 bis 129 Millionen Mark. Nur an Zinserträgen haben die letzten Monate des abgelaufenen Jahres reiche Gewinne abgeworfen — infolge der Erhöhung des Diskontsatzes, der an der NcickiSbank bekanntlich im Dezember 7 Proz. erreichte, und ebenso der Steige- rung des Prozentsatzes für fixes Geld. Sicherlich hat zu diesem Rück- gang des Geschäftsumfangs im letzten Halbjahr die Geldknappbcit, die schon im September, Oktober sich merklich fühlbar machte und' gegen Schluß des Jahres sich stetig steigerte, wesentlich beigetragen; dennoch ivürde es verkehrt sein, hierin allein die Ursache der rückgängigen Bewegung sehen zu wollen. Die Konjunktur flaut trotz aller neu- auftauchenden Fusions- und Neugründnugs- Bestrebungen ab. wenn auch die pessinnstischen«rophezeiungen von einer demnächstigen Krisis noch immer verfrüht erscheinen. Indessen die Ergebnisse der Abschlüsse im einzelnen, die erzielten Umsätze und Gewinne, sollen uns hier nicht beschäftigen, von den Lesern des.Vorwärts" werde» nur recht wenige sich im Besitz von Bankaktien befinden; was uns interessiert, sind allein die in der Entwicklung des Bankwesens hervortretenden Tendenzen und ihre Bc- deutung für die allgcnwine wirtschaftliche Lage. Zunächst muß konstatiert werden, daß anch im vergangenen Jahr wieder die Betriebskonzentration im Bankwesen, und zivar ivcit stärker noch als in der Großindustrie und im Großhandel, eine gute Strecke WegS vorgeschritten ist. Fast alle nnsre großen Bnnken sind ver- bältuismäßig jung, die Deutsche Bank z. B. ist erst 1879 mit einem Kapital von 16 Millionen Mark gegründet worden, die in letzter Zeit so mächtig aufstrebende Dresdener' Bank erst 1873 mit nur 9.6 Mill. Mark. Bis gegen Ende der achtziger Jahre nehmen das Aktien- kapital und die Reserven allmählich zu, dann tritt ein gewisser Still« stand ein bis zum Beginn der heute noch anhaltenden Prosperiläts- Periode, also bis zu den Jahren 1894/95, und nun geht'S in schnellem Schritt vorwärts. 1899 beträgt das Kapital der Deutschen Bank erst 75 Millionen Mark. 1896 steigt es auf 199, 1897 schon auf 1o9 Millionen Mark. Die Dresdener Bank hat 1899 ein Aktien- kapital von 69 Millionen Mark, 1896 steigt eö auf 86, 1897 auf 119, 1899 aus 139 Millionen. Aehnliche Vergrößerungen iveisen auch viele andre Banken ans; und ebenso schnell, wie die Aktienkapitale steigen bei den größeren Banken die Reserven. Die Zunahme beider Kapitale, des Aktien« und des Reservekapitals, giebt zwar kein genaues Bild der Konzentration im Bankivcsc»; letztere ist vielleicht weit stärker, da die großen Banken vielfach den größeren Teil der Aktien kleinerer Banken in ihre» Besitz ge- bracht und damit diese von sich abhängig gemacht haben, so zum Beispiel besitzt die Deutsche Bank größtenteils die Aktien der Bergisch-Märkischen Bank, des Schlcsischen Bankvereins, der Deutschen Treuhand- Gesellschaft, der Deutschen Uebcrseeischcn Bank, und ebenso ist die Norddeutsche Bank in Hamburg bekanntlich nichts weiter als eine Filiale der Diskontogesellschaft, die das Kommanditkapital des Hamburger Instituts von 49 Millionen Mark allein im Besitz hat und dessen Dividende als tanliemepflichligeu Ertrag bucht, doch können diese besonderen Verhältnisse hier nicht berücksichtigt werden. Greifen wir zur Jllustricrung der Kon- zentration im letzten Jahr acht der größten Berliner Bankhäuser heraus, so erhalten wir folgendes Ergebnis: de? letzten Jahrs die KonzentrationStendenz unverkennbar, die kleineren Banken bleiben zurück, die größeren, besonders aber die größten, nehmen andauernd zu und bringen durch Ankauf und An- gliederung der mittleren Banken anch deren Geschäfte an sich. Teil iveise kommt darin nur die allgemeine wirtschaftliche Lage der letzten Jahre zum Ausdruck, doch darf andeniteils nicht übersehen werden, daß die ungemein starke Beteiligung des deutschen Bankkapitals an industriellen Unternehmungen, im' Gegensatz zum englischen und französischen Bankkapital, vielfach erst den industriellen Anffchwung Deutschlands in den letzten fünf Jahren ermöglicht hat. Wo wäre die deutsche Eisen- und Stahlproduktion, vor allem aber die Elektricitäts indnstrie, weim ihr nicht von den großen Banken die bedeutenden Kapitalien zu ihren Anlagen geliefert worden ivären. Allerdings hat diese enge Verbindung zivischen Bank und Industrie auch nach mancher Richtung hin ihr Bedenkliches; sie verleitet zur Gründung industrieller Unternehmungen über den wirklichen Bedarf hinaus lediglich zur Erzielung hoher Einissionsgcivinne und muß, sobald eine industnelle KrisiS eintritt, die Bank in schwerste Mit- leidenschaft ziehen, besonders wenn sich noch eine größere Anzahl der Aktien in den Schränken der Bank befindet oder die Aktien nur erst zum kleineren Teil eingezahlt sind. Gerade aus dieser drohende» Gefahr erklärt sich das Bestreben verschiedener Banken, in jeder Weise Reserven anzusammeln. Zudem aber hat gerade das Börsen« gesctz dazu beigetragen, die Ausdehnung der größeren Banken zu fördern. Durch das Verbot des Zeitgeschäfts ist die Spekulation geradezu jenen größere» Geldinstituten überliefert worden, die ge- nügcnd Geld haben, den Kunden die per Kasse gekauften Papiere gegen Zinsen vorzuschießen. So ist, wie die Vorgänge des letzten Sommer genügend bewiesen haben, am Umfang des Differenz- spicis recht wenig geändert und nur die Konkurrenz der Großbanken gestärkt worden. Recht deutlich kommt die Zunahme deS GeschäftSnmfangS in der Steigerung des Acccptcn-Umlaufs und des Debitoren-Kapitals, den« auf der andern Seite nur geringe neue Zuflüsse fremden Kapitals lKreditoren) gegenüberstehen, zum Ausdruck. Obgleich das Akticn- und Reservckapital der oben genannten acht Berliner Banken B. 937 Millionen Mark beträgt, sie also über ein eignes Vcnuögcn von nahezu einer Milliarde verfügen, haben sie dennoch für 539 Millionen Mark Acccpte ailSgeocben, was einer Verstärkung ihres arbeitenden Kapitals um ca. 68 Proz. entspricht. Die vorbcnanntei» Banken sind nämlich nicht tvie die Reichsbank berechtigt, Noten auszugcvcn; sie helfen sich dafür durch Ausgabe sogenannter Acccpte. durch Wechsel, die sie auf sich ziehen lassen und die sie dann acceplicrcn(durch Vermerk anerkennen) und i» Umlauf bringen. Die Summe dieser timlaufenden Acccpte ivic auch das Kreditoren- und Dcbilorcnkapital stellte sich beim JahrcS- abschluß der vorhin erwähnten acht Berliner Banken folgender- maße«: g-o 3 a- 5 ob s=r-h CO c B 6* CO Z Z i 1 -s- 1 Ä 0 Deutsche Bank.., Dresdener Bank... DiSkonto-Gcsellschast. Berliner Handclsges., Natioiial-Bank.., schanffbansener Bank. BreSlaucr Diskontobank Berliner Bank.... s Mtll.M B B •JS- r-< « � § E t Mill.M T 1 •£ S 55 rM 1 2 «5 si MilI.MMill.M S S 1 L B «j Mtll.M Mill.M 169 139 139 99 69 199 59 42 752 29 16 19 25 19 12 159 139 139 85 69 87,5 45 29 16 5 7,5 12,6 19 11 92 723,5 1 81 48,95 34,99 37,98 24,89 12,99 29,95 6,99 8,99 1,28 6,59 9,86 2,55 8,22 1,48 1,49 184,98] 22,27 ES hat also im letzten Jahr das Gesamt-Aktlenkapital sich um 92 Millionen Mark vergrößert, oder um ca. 14 Proz., daS werbende Kapital um 81 Millionen Mark oder Proz., die Reserven um 22.27 Millionen oder beinahe 13'/4 Proz.; und diese bedeutende Steigerung beschränkt sich keineswegs auf die Berliner Banken, auch aie größere» Banken in andren industrielle» Gegenden des Reichs saben ihr Aktienkapital im letzten Jahr beträchtlich vermehrt, so die Bayrische Vcreinsbank, München, von 33 auf 37>/e. die Vercinsbank n Hamburg von 18 auf 24, die Rheinische Kreditbank, Mannheim, zon 39 auf 49 Millionen Mark usw. Tharsächlich ist anch die Rcservevermehrung iveit stärker, wie sie nach obiger Auf- lellnng erscheint, da gerade in den letzten Jahren die Banken die guten Gcivinnergebnisse dazu benutzt haben, sogenannte.stille", nicht in der Bilanz angegebene Reserven neu fanzulegeit: Reserven, die bei einigen Bankinstltnten, zum Bei- spiel der Deutschen Bank, einen ganz beträchtlichen Umfang erreicht haben. Jedenfalls ist im Bankivesen der letzten und ganz speciell Wir sehen, die an und für sich schon hohen Ncccptvcrpflichtnugen haben im letzten Jahr noch eine Steigerung von öl1/* Mill. Mark erfahre». Mehrere der Banken arbeiten mit einem Acccptcn-, das heißt eigentlich fictivcn Kapital, das mehr als 69 pCt. deS Aktien- kapitalS beträgt. Bei der Deutschen Bank erreicht sogar der Betrog der umlaufenden Acccpte daS Aktienkapital und bei der Dresdener Bank übersteigt cS letzteres noch um 4>/» Mill. Mark. Als günstig kann dieser Acccptcnmnlauf kcincsivcgs gelten, wenn er sich ans dem großen Geldbedarf der Banken ilntcr den herrschenden Ärcditvcrbältuisicit auch genügend erklärt. So lange die industrielle Prosperität an- dauert, bietet das Arbeiten mit einem derartigen Acccptkrcdit keinen Anlaß zu Befürchtungen. Im Fall einer KrisiS kann eS dagegen in Verbindung mit der Beteiligung der Banken an den verschieden artigsten industrielle» lluteniehmnugen und den» enormen Anwachsen der Debitoren zur ernstlichen Gefährdung der betreffenden Banken führen. Wie anS vorstehender Tabelle sich crgiebt, ist gerade anch das Dcbitorenkapital der Deutschen und der Dresdner Bank besonders hoch. Bei der Deutschen Bank ivnr cS beim letzten Jahresabschluß um nicht tvenigcr als 68 Millionen höher, als bcini vorvorigen Abschintz, und übertrifft das Vermögen der Bank, Aktienkapital und bekannte Reserven znsauimcngcrcchnct beinahe um die Hälfte. Bei der Dresdner Bank liegen die Ziffer» »och ungünstiger. Der Zunahme des Geschäftsumfangs entspricht anscheinend kaum der Reingewinn und die Höhe der zur AnSzahlnng gelangenden Dividenden. Für die oben genannten acht Berliner Banken stellen sich die betreffenden Ziffern ivie folgt: Deutsche Bank Dresdener Bank DiSconto-Gescllf. Berl. Haiidelsges. National-Banl Schaffhaus. Bank Berl. Discontobk. Berliner Bank 114,24 l|l5,19|i 88,99 1,99 1,84 2,88 9,91 9,78 2.13 0,74 1,10 � I .9 K MiO. vi». 10,60 11,70 18,00 8,07 5,10 7,00 8,88 2,52 r 9,76 1,80 1,50 0,87 ,0,64 '1,00 ,0,75 77 In Prozenten 1899 1808 r ii 9 10 9'/, S'/j 8 7V» 7 10V» 9 10 9 8'/, 8' 7V, 7 11,38(1 67,27 i|8,08 ein noch besserer wie in» Demnach war der Gewinn in, ganzen Vorjahr. Während da« werbende Kapital von 642-� anf 723-/0 Mill Mark stieg, also nur um 12-/» Proz., stieg der Bruttogewinn um über 15 Proz.. der Reingewinn n», ungefähr llVi Proz. Wen» trotzdem mir die Deutsche Bank und die Berliner Handelsgesellschaft die Dividende um-/» Proz. erhöht haben, erklärt sich das einnial Einschließlich Wechselconiptoire. —) Einschließlich Depositen. anS den höheren Zuwendungen an die Reserven und zum Teil auch höheren Vorträge auf das Geschäftsjahr 1999, andrerseits ans den wachsenden Geschäftsunkosten und Tantiemen. Billig ivirtschaftet; keine der großen Banken. Die enonnen Gehälter der Leiter solcher Unternehtnungen, die hohen Tantiemen der Aufsichtsräte, die häufig rein zur äußeren Repräsentation und Verzierung dienen, erwecken den A>»schein, als hätten die Vcrivaltnngen sich die Be-, folgung des Sprichworts zu Herzen genommen:.Wie gewonnen, so zerronnen." Es ist begreiflich, ivenn selbst sonst recht brav kapita«. listischen Aktionären diese Wirtschaft sauer aufstößt und sie die Tantiemen für die AufsichtSräte etwas einzuschränken suchen; so will die Berliner Handelsgesellschaft ihren Herren Aufsichtsräten künftig nur 6 Proz. zahlen, statt, wie bisher, 8 Proz. Anch dann werden die Herren noch nicht zu kurz komme», denn in 1899 betrug allein l die Aufsichtsrat-Tanticme der letzteren Gesellschaft 494 891 M. Uebrigens geben die Bankabschlüsse immer weniger genauen Aufschluß über den wirkliches» Gewin», da mehr und mehr daS System der sogenannten stillen und versteckten Reserven zur An- � Wendung gelangt, und andrerseits manche Banken bedeutende Ge- Winne für daS Jahr, ii» welche»» sie erzielt sind, nicht mit berechnen.! sondern sie für das kommende Jahr zllrückstcllen. Die Dresdner Bank bringt bcispielsivcise nicht den bedeutenden Gewinn aus der Emission der Aktienserie I der Aktiengesellschaft für Feld- und Klein« bahncnbednrf(vorn». Orenstein und Koppel) zur Verrechnung, und die Deutsche Bank hat zwar die 1898er Divideiideueinnahme auf ihren Besitz an Aktien der Bergisch-Märkischen Bank und deS Schlesischen Bankvereins ausgeschüttet. stellt dafür aber wieder die diesjährige Einnahme aus dem betreffenden Akticnbcstand zurück. In ähnlicher Weise verfahren verschiedene andre Institute. Der Gedanke, der diesen Manipulationen zu Grunde �cgt, ist ja leicht einzusehen. Für größere Emifsionen bieten sich im beginnenden Jahr iveiiig Aussichten, und anch die hohe Einnahme aus Provisionen und Zinsen, die vornehmlich i>n abgelaufenen Jahr den Gewin» gebracht haben(der Gewinn aus dem Effekten- und Konsortialgcschäft ist fast bei allen größeren Banken zurückgegangen). drohen viel magerer auszufallen als bisher, da suchen nun die Berivaltungei» recht viel Gewinn auS den ver- � gangcnci» fetten Jahren in die zu ertvartenden mageren, hinübcrzuschiebcn, damit der Ausfall nicht allzu groß wird., DaS mag voin kapitalistischen Standpunkt aus ja eine recht gute Bankpolitik sei», tvird aber, ivenn wirklich ein ernster Rückschlag der Konjunktur erfolgt, bei der hohen Beteiligung der meisten Banken an industriellen Gründnngen recht wenig helfen. Großbritannicils Handelsverkehr ulit den verschiedene»» Lätldcru. Nach der Anfstcllung des englischen statistischen Bureaus betrug in, vergangenen Jahr der Außenhandel des Vereinigte» Königreichs 759,56' Millionen Pfd. Sterl., tvovon 484,99 Millionci» Pfiuid Sterling auf die Einfuhr(gegen 479,38 im Vorjahr) und 264,66 Millionen Pfd. Sterl.(gegen 233,36 in 1898) auf die Ans- fuhr entfalle!». Au der Einsuhr sind vornehmlich folgende Staaten beteiligt: Einfuhr 1899 129,91 Millionen 53,28 1898 126,96 Millionen 51.49 Vereinigte Staaten Frankreich Britisch-Ostindien 38,81„ 36,26 Australien 33,36. 28,85„ Niederlande 30.48„ 28,53„ Deutschland 30,04, 28,53„ Belgien 22,81„ 21,53„ Canada 20,22. 20,40 Rußland 18,60 ,. 10,49 Skandinavien 15,37„ 14,72. Spanien 15,33, 13,92„ Dänemark 12,44. 11,70„ Argentinien 10,94. 7,79. Aegypten 10,92„ 8,86„ Danach ist die Einfuhr aus allen größeren Staaten gewachsen, mit Ansnahme der Vereinigte» Staaten von Amerika und Rußlands. Bei der uordainerikanischen Union beträgt der Ausfall über 6 Millionen Pfd. Sterl. Deutschland steht mit einer Einfuhr von ungefähr 39 Millionen Pfd. Sterl. air sechster Stelle. In Wirklichkeit dürfte eS nickt ivcit hinter Frankreich zurückbleiben, da ein großer Teil feines Exports über niederländische und belgische Häfen geht und in England als ans Holland bezw. Belgien kommend registriert wird. An der Ausfuhr ans England ist Deutschland nach der englischen Statistik mit 35,4 Millionen Pfd. Sterl. beteiligt und steht damit a� zweiter Stelle. Ausfuhr Britisch-Ostindien. Deutschland... Australien..... 22,50 Vereinigte Staaten. 17,61 Frankreich..... 15,42 Rußland..... 11,75 Kapland und Natal. 11,49 Belgien..... 9,89 Niederland«.... 9,53 1899 35,43 Millionen 25,84 1898 33,68 Millionen 22,53 21.12 14.36 13.71 9.23 12.29 8,80 8,62 H. 0. Eingegangene Druckschriften. Die Lage der Arbeiter in Stuttgart. Nach statistischen Erhebungen im Auftrage der Vcrcüiigtci» Gcwerkschasten herauSgezebe» von Theodor Lcipart. Preis 2 M. Unter diesem Titel ist tm Berlag von I, H, W. Dietz Vachs, in Sinti- gart ein Buch erschienen, dessen Inhalt das lebhafteste Interesse aller Social- ötonomen, Statistiker und besonder« aller Arbeiier errege» wird. Der ge- waltige Stoff, der in dem Buche von sachkundiger Hand dearbeitct ist. macht ts nubcrs» schwer, de» Inhalt in einige»» kurzen Worten zu besprechen. Der erste Teil enthält eine specialisierie Darfteilung der Lage der Arbeiter und Ardilterinnc» in 4» verschiedenen Berufen, von den Bäckern»nd Bildhauenr in alpbabetiichcr Reihelifolge bis zn de» Zieglen» und Ziinmerern. Der zweite Teil bringt alSdann baS Gesamtresultat und zwar lst hier das ge- woniieue statisttschc Material in einer Welse verwertet worden, welche die gröhte'BeachUing verdient. Die Bedeutung de« Inhalts läßt sich einiger- maßen schon au« de» Titeln der eiiizelnen Abschnitie erlenne», als da sind: Art der Lohnbcrechinmg. Arbeitszeit, Lohnverhältnisse, das Verhältnis des LahnS zur Arbeitszeit, der Zahltag, das Alter, Lebensalter und Lohnhöhe, Fanlilienstand, Aiuderzahl, iliuderzahl und Lohnhöhe, Mitarbeit der Frau, der Wohnort(aus weit über 190 Ortschaften sind in Stuttgart beschäftigt« Arbeiter und Arbeitet»»»«» vertreten), der HauszinS, HanSzinS und Lohn- höhe, Zimmerzahl der Wohnungen, Anzahl der Zimmer und Kinderzahl, Zimmerzähl»nd Hauszins, Zimuierviiete der Lcdige», Organisations- Verhältnisse. Im dritten Teil sind die gleichen Verhältnisse der Arbettcriimm fesiglstellt«nd besprochen, während in einem Anhang einige die Siatisiil betreffende Publilationen des Vorstandes der Vereiurgten Gewerkschaltei, sowie der benutzte Fragebogen abgedruckt worden sind. Das Buch verdient die weiteste Lerbreitiing. Mehr Bergarbeitersckmtz. Ein Streit- und Mahnwort von Otto ue. Verlag von Heinrich Möller, Bochum. Tie Schrift schildert in kurzen llgen die früheren Bergarbeiier-Verhälinisse, Ivo vielfach der Schutz de« rbeiters viel gröber war wie heute, giebt dann, uiiterstiitzt von reichen» Zahlenmaterial, eine Darstellung der Unfall- und GesundheitSverhältnisse und der Frauen- und Kinderardeit und bespricht dann die Berginspektion und das Snappschafts-ltasscnwefc». Die iuhaltteiche Broschüre ist für 20 Ps. zu kaufen. Arbeiter ltttfälle an Holzbearbeitnngs Maschinen. Nur hicmge Bcrufsz>ucic;e dürften für die Arbeiter mit ciiicr'sd kjohcii Unfallgefahr verknüpft sein, wie die Beschäftigniia an Holz- dcarbcitungs-Maschiiien. Täglich und stündlich sind die Arbeiter dieser Brauche der Gefahr ausgesetzt, daß ihnen durch die mit rasender Schnelligkeit rotierenden haarscharfen Werkzeuge die Glieds »natzen verstiinunelt oder doch mehr oder minder schwer verletzt werden. Was»nn spccicll die Berliner Holzbcarbcitungs-Anstalten betrifft, so hat der Verband der an Holzbcarveitungs-Maschiucii-bc- schäftigtcn Arbeiter eine Unfallstatistik aufgenommen, deren Ergebnis in einer 77 Seiten starken Broschüre?), sorgfältig verarbeitet nnd von den verschiedensten Gesichtspunkten aus beleuchtet� vor uns liegt. Die Erhebungen erstrecken sich auf die Zeit vom Juli 1897 bis November 1899. also auf tk9 Monate. Innerhalb dieses Zeitraums sind aus ILO Betrieben, die zusammen 1i diesein, Sinne gehaltene Resolution fand, einstimmig Annahme. Die von R ante n h a uö erstattete Abrechiimig der AgilalionSkominiision ergab eine Einnahinc von 441,86 M. nnd eine Ausgabe von 163,25 Mark, so datz ein Bestand von 278,61 M. verbleibt. Ein Autrag. an Stelle der Agitationskommission einen BcrtrauenSniann zu wählen. ivurde gegen eine starke Minderheit angellvinmen. Mit diesem Amt wurde W a r n k c betraut. Nach einem kurze» Bericht deS Delegierten zur Geiverkschaftslpmmission ivurde Rauten hji u S abermals die Vertretung überwiesen, als Ersatzmann wurde Schulte bestimmt. Im Verband der in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Llrbcitcriunen svrach am 12. d. Mts. Rechtsanwalt F r ä» k l über das Bürgerliche Gesetzbuch. An der Diskussion de- leiligten sich Peters nnd Moldenhäuer. Unter Verschiedenem verlas Peters ein Flugblatt der Bercinignng der.selbständigen Kürschner und Mützenmacher. Danach beabsichtigen dieselben in eine Lohn- bewcgüng cinzntreten. Im Verein der Arbeiter und Arbeitcrinnen der Wäsche- brauche hielt am 13. d. M. K o tz k e einen beifällig aufgenommenen Vortrag. CS gelangten hierauf VcreinSangclcgenheiten zur Bc- sprcchuiig. Besonders beschäftigte man sicki mit den Ucbelstälidei». welche in der Zuschncidcrci der Firma Gebr. Borchard herrschen. Es ivurde über lange Arbeitszeit und die vielen Ueberstundcn geklagt. Die Isolierer und Nohrumhiillcr hatten am Dtittwochabend bei Buskc eine öffentliche Versammlnng. Zunächst nahm Tischler Dietrich das Wort und schilderte die Entwicklung der Tischler» beivcgmlg und die Aussperrungen der Holzarbeiter. In einer Re- solution erklärte die Versammlung die Fordermigen der Tischler für berechtigt und das Verhalten der Holzindustriellen für frivol. Ziiglcicki verpflichtete man sich, die Streikenden und Ausgesperrten möglichst zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurde de- schlössen, tri nächster Zeit statt eines Extrabcitrags von 15 Pf. pro Woche einen solchen von 1 M. zu erheben. Am 1. Mai soll nach einem ivcitercn Beschlnsse nicht gearbeitet werden. Wer ivegen eines g a n z besonderen Zwanges dem Beschlutz durchaus nicht folgen kann, hat 1 M. für den öffentlichen Fonds beizutragen. Fui Verband der Maurer lFiliale N) sprach am V. d. M. Maurer Gröppler über das Koalitionsrccht der Arbeiter und Unteruehmcrterrorisnius. Redner legte dar. wie die Handhabung des KoalitionSrechts Arbeitern erschwert und den Unternehmern er- leichtert wird. Er forderte deshalb die Anwesenden auf, trotz alledem von dein KoalilionSrecht einen regen Gebrauch zu machen. Ter Verband der Maurer(Zahlstelle III, Rabitzputzer) hielt am 7. März seine Mitgliederversammliing ab. Wie mitgeteilt ivnrde, ist bei der Firma Günther u. Sollwedcl jetzt der tarifmätzige Lohn von 75 Pf. pro Stunde durchgesetzt. Vielfach wurde wieder das Uinschauhalten verurteilt. Die Organisation wünscht, datz der Arbeitsnachweis in Anspruch genommen ivird. Ter Ceutralverband der Handels-, Transport-«lud Bcr- kchrsarbcitcr(Sektion Kohlenarbeiter und Kutscher) beschlotz am 1l. d. M.. 23 Pf. pro Monat zum Streikfonds zu stsucrn. In der Bcriainnilung ivurdcn sehr eingehend die schlechten ÄrbeitSverhältiusie geschildert, deren Abstellung durch die Organisation erstrebt werden soll. Im Verein der Lithographen>uid Steindrnlkcr sprach am 3. März Redactenr D n m a s ch l e über Arbeitslohn und Wohnimgs- miete. In der Diskussion betonten einige Redner, datz die Bcieili- gimg an den vom Referenten crwähiitcn Baugenoffenschafte» nur zu cmpsehlcn sei: trotzdem seien diese Mittel der Selbsthilfe immer mir Palliativmittel in der Emanzipation der Arbeiterklasse. Unter Vcrcinsangclegciihcitcn gelangten die Fragebogen zur Lehrlings- stalislik zur Ausgabe. Schöncberg. Am 14. d. M. sprach hier in einer Versammlnng Neichstagsabgeordiieter R o i e>i o w über die politische Situation, wobei er besonders eingehend die Treibereien der Agrarier Icitisiertc. 'Die Versammlung»ahm dann die Abrechnung über die Stadjver- ordneienwahleu entgegen> die in Einnahme 163,10 M. und in Ans- gäbe 133,66 M. auswies. Dem schlotz sich die Abrechnung über die Gcwerbcgerichtswahlen an. Hier betrug die Einnahme 150 M., die Ausgabe 60,60 M. Es ivurde sodann beschlossen, die Maifeier in der bisherigen Weise zu begehe». Charlottenburg. In der letzten stattgcfundcncn Versammlnng der Geiverkschastskommissioit crstatlete der Obmmm derselben. Fritz B l e e ck. den Jahresbericht. Die Kommission hat int verfloiseiten Jahre im Vergleich zu allen voraufgegangenen Jahren eine überaus rege Thätigkeir entfaltet. Während vor ungefähr drei Jahre» einer Ausgabe von 82 M. eine Einnahme von 84 M. gegenüberstand, betragen im Berichtsjahr die Einnahmen und Ausgaben nahezu das Zwanzigfache. Ungefähr. 6 kleinere Orgänisatione» sind neu ins Leben gerufen. so datz sich die Zahl der im Kartell ver- tretenen Gewerkschaften ans 18 erhöht hat. Ter Kassen- bericht ist folgender: Ordentliche Einnahmen 1!42,42 M.. Ausgaben 979,50 M.. bleibt ein Ucbcrschutz von 162,92 M. Sodann ivnrde beschlossen, die Dclegicrtenwahlen zu erneuern. Ten streikenden Tischlern bewilligte die Bersaminlung eine Unterstützung von 150 M. Wcistcusce. Eine öffentliche GcwertschqftS-Versainmlung, welche hier am 11. März tagte, beschäftigte sich- mit der«tcllnnguahme zum Streik der Tischler. Der Referent Robert Ahrends sowie' siiüik- liche DiskussionSredlicr plädierten für eine rcgc Unterstützung der Streikenden. Besonders wurde das Verhalten des Herrn Springer kritisiert. Derselbe beschäftigt eine grotze Anzahl Heimarbeiter, einige sogar in Klostcrfelde. und ist dadurch natürlich' lioferungsfähig. Wcitzcusec. Der Verband der Mvöclpolierer nahm mit 10. d. M. den Bericht über die Aussperrung entgegen. Der Referent. Röder tWrber, konnle mitteilen, datz die ilnterstützuug aus Wochen hinaus gesichert ist und der Verband' bis' jetzt 19 600 M. ausgezahlt hat. An der Kamvfcswcise der Tischlermeister ivnrde allgemein eine herbe Kritik geübt. Die hierauf erfolgte Wahl eines Bevollmächtigten fiel auf das Mitglied Heiler. Die Ausgesperrten wurden daran erinnert, sich pünktlich von 9—10 Uhr zur Kontrolle zu stellen. Köpenick. Der Verband christlicher Maurer versuchte hier in einer Versammlung, die am 11. d. M. tagte, für seine Zwecke Propaganda zu machen. Die Absicht wurde vollkommen vereitelt, da sämtliche Redner in der Diskussion diese Organisation ablehnten. Briefkasten der Redaktion. Hugo Peter. S ckir ist liche Antwort zu erteilen, lehnen wir ob. Wenn leine feste Abmachung getrossen ist, wie Sie behaupten, miö Sie an den Vertrag nicht gebuudeir Ist eine feste Vereinbarung, schriftlich oder minidlich, gekroffc», so sind Sie an dieselbe gcbnndeii lind sipd fchadensersatz- pfiitfiliif— 5t. 16. Sie könncil die Staat-Sainvaltschaft um Beitreibung der Büste cr'uchen oder sich eine vollstreckbare llrteilSausfertigung geben laileii . und dam».die Büste durch ciiien Gcrichisvollzichcr bcitrcibcn.—' ! S. Mlelssenberg, 125, Grosse Frankfurter-Strasse 925, An der Koppen. Strasse. lillliilOll in wollenen und seidenen lOsMSFStOffBIl. Reinwollene Köper-Beige...... Meter l,oo, 1,25, l,ss M. Reinwollene Krepp-Beige...... Meter und 1,9° Mk. Reinwollene melierte Kammgarne.. 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