Nr. 180. Unterhaltungsblatt ües Vorwärts Sonntag, 6. Juni. letzte Schlacht am Merkanal. Von einem Lübecker Parteigenossen wird unserem Lübecker Parteiorgan der folgende Feldpostbrief zur Ver- fügung gestellt. Aus den schweren Kämpfen der letzten Wochen bin ■ich noch einmal wie durch Wunder heil davongekommen. Wie viele meiner lieben Kameraden dahin sind, weiß ich nicht, da unser Bataillon noch vorn liegt. Sonntag abend b Uhr lnesi es, fertigmachen zum Abmarsch. Wir hatten bis zur Front noch einen Marsch von etwa drei Stunden. Den Kanonendonner hatten wir schon den ganzen Tag über gehört. An zerstörten Häu- fern und Ortschaften gings vorbei und bald hörten wir auch das .Knattern des Gewehrfeuers. Das Aufblitzen der Kanonen und !oie emporgeschleuderten Leuchtkugeln erhellten die Nacht. Jedes- mal, wenn eine der feurigen Kugeln hochstieg, mußten wir still- stehen, uns niederlegen oder knien. So kamen wir nach und nach an den alten Schützengräben vorbei und an die Brücke über den Vserkanal. Ihr wißt wohl, daß die Franzosen vor einiger Zeit durch einen Sturm der Deutschen über die User zurückgeworfen wurden. Jenseits des Kanals ist nun unsere erste Stellung, oder vielmehr war sie, denn wir haben sie inzwischen wieder räumen müssen; doch davon nachher. Wir kamen ohne Verluste hinüber— auf drei lange Tage. Die Nacht und der Montag war ziemlich ruhig, aber Montag nacht und vor allem am Dienstag ging der Tanz los. � Dienstag nachmittag bekamen wir ein starkes Artillerie- ffeuew Die Franzosen schießen gut! Der Dienstag wird mir un- ivergeßlich bleiben. Nach zwei durchwachten Nächten schlief ich mit noch zwei Kameraden; einer wollte uns wecken(wir lvaren aber schon munter), wie er schon dicht bei uns war, ging über seinem Kopfe hinweg eine Granate und schlug dicht hinter dem Graben ein. Herabgerissene Sandsäcke, Erde und Pulverdampf verdunkcl- res auf Minuten alles, aber keiner von uns wurde verletzt. Dutzende Granaten schlugen rechts und links, vor und hinter uns ein. Am Mittwoch nachmittag tvars noch eimnal so, nur daß die Granate vor dem Graben einschlug. In der Nacht zu Himmelfahrt wurden wir dann abgelöst. An Essen hatten wir in den drei Tagen außer Brot und Speck Nur abends etwas gekochtes Essen bekommen, das aber natürlich ganz kalt war, da es von weit her geholt werden mußte. Zwei Mann aus jeder Gruppe(die Gruppe zu acht Mann) gingen etwa eine istunde bis B., wo die Feldküchen hielten, und holten dort tu Kochgeschirren Essen und in den Feldflaschen Kaffee. Dazu dann fast keinen Schlaf und das schlimmste— das furchtbar entnervende Artillcriefeuer. Wer eS nicht selbst erlebt hat, dem kann man es nicht schildern, und wer es erlebt hat, dem braucht inans nicht zu schildern, welche Wirkung auf die Nerven eine Reihe in nächster Nähe� platzende Granaten hat. Das schlimmste dabei ist, daß man im Schützengraben ruhig liegen bleiben muß; man kann weder aus dem gefährlichen Feuer entweichen, noch kann man sich ver- tcidigen. Die Gegner verwenden jetzt auch Gelvehrkugeln, die beim Aufschlagen explodieren(eine Art Dumdum). Mochte doch das Gute im Menschen so stark werden, daß diese Grausamkeiten auf- hören, daß der Mensch im Menschen den Bruder lieben soll. Als ich mich dann am Donnerstag morgen endlich einmal wieder gewaschen hatte, war mir. als wäre ich neugeboren. Wir bezogen dann am selben Tage, da eS zu regnen anfing, die für das Bataillon errichteten Baracken. Wir waren froh, nicht im Graben zu sein. So egoistisch ist der Mensch! Mußten doch unsere Kameraden auch aushalten da draußen, durchnäßt und durchkältet. Hier sind manche, die den� Winter hier mit durchgemacht haben. Wir hatten nun bis Sonnabend den IS. Ruhe. Wir lvaren nachmittags zum Baden abmarschiert, die ersten waren eben dabei, als es plötzlich hieß, das Regiment sei alarmiert. Wir marschierten eilig zurück und machten uns fertig zum Abmarsch. Es war abends gegen 6 Uhr. Es ging zunächst bis in unseren alten Graben dics- icits des Kanals. Nachts rückten wir dann noch bis dicht an den Kanal, Es war morgens gegen 3 Uhr, als wir hier ein furcht- bares Granatfeuer erhielten. Wir lagen hinter einer Böschung; die Granaten gingen in ganzen Salven über, uns hinweg und schlugen wenige Meter hinter uns ein. Sssssst— büm,— ein« Feuer- garbe und die großen Stücke sprangen nur so. Da schloß ich zum anderen Male mit meinem Leben ab. Aber es war inzwischen erkundet, daß unsere Brücke über den Kanal, die angeblich vom Feinde gesprengt sein sollte, noch stand, und wir kamen denn auch nach einer Stunde glücklich hinüber— wunderbarerweise ohne große Verluste. Freilich— wäre es hell gewesen, dann wäre es uns wohl schlimmer ergangen. Im Graben hatten wir doch wenigstens die Gewehrkugeln, die uns draußen fortwährend um die Ohren sausten, nicht mehr allzusehr zu fürchten. Nun hieß es denn auch gleich: die 4. Kompagnie nach vorn, den neuen Graben ausheben. Durch knietiefen Lehm gingS nach vorn und nun wurde gegraben, was das Zeug hielt, bis nachmittags gegen zwei Uhr, bis endlich die Verbindung da war. Das war nötig, denn tags vorher hatten die Schwarzen(die uns hier etwa auf lbl) Meter gegenüberlagen) einen von unseren Gräben gestürmt. Rührende Bilder von echter Kameradschaft sah ich hier, gleich- zeitig Bekundung hohen Mutes. Verschiedentlich sah ich, wie unsere Kameraden schwer Verwundete, die nicht durch den Graben gc- schafft werden konnten, über das freie, von den Kugeln bestrichene Feld nach der Verbandstelle sckwfften, notgedrungen aufrecht gehend und so selbst dem beinahe sicheren Tode ausgesetzt. Und der letzte Schluck in der Feldflasche, der letzte Bissen Brot wurde geteilt, da wollte keiner etwas voraus haben vor dem anderen. Als wir hier fertig waren, mußte unsere und die 5. Kompagnie einen anderen Graben besetzen, von dem aus sie später einen Gegensturm unter- nahmen. Ich batte mich in dem Wirrwarr der Gräben verlaufen und war plötzlich bei der ö. Kompagnie. Das war vielleicht meine Rettung. Es war zwar die am weitesten vorgeschobene Stellung, denn wir bekamen von drei Seiten Feuer, aber wir hatten wenig- sten nicht zu stürmen. So kam die Sonntagnacht heran. Unsere Tornister hatten wir im umgebauten Graben liegen lassen. Ihr könnt Euch wohl denken, wie uns zumute war: Die ganze Nacht mit dem Affen auf dem Rücken umhergezogen, dann gute acht Stunden ge- graben, ständig die feindlichen Geschosse um die Ohren, nicht ge- gejsen und getrunken— und nun noch eine lange Nacht vor uns in ständiger Erwartung eines feindlichen Angriffs. Wir wollten in der Abenddämmerung noch unsere Tornister holen, aber es ging nicht mehr; so war die„eiserne Portion" auch noch flöten— und keine Aussicht, vor der anderen Nacht wieder etloas zu essen zu bekommen. Inzwischen schoß unsere schwere Artillerie über uns hinlvcg in die französischen Gräben. So wurde es nachts gegen zwei Uhr, als ich mit noch einem Kameraden Horchposten bezog. Man liegt dabei einige Meter vor dem Graben und späht und horcht mit allen Sinnen, ob sich etwa ein Feind vorschleicht. Als wir kurz vor der Ablösung waren, ertönte plötzlich etwa 100 Meter rechts von uns der Ruf„Halt, wer da?" von einer hellen, scharfen Stimme, ich höre sie noch jetzt. Und schon krachten auch Schüsse. Wir krochen nun eilig zurück. Als wir kaum am Graben angelangt waren, platzte schon dicht hinter uns die erste Handgranate. Feind- liche Pioniere hatten sich herangeschlichen und bowarfen uns damit. Es ging nun Schlag auf Schlag über eine halbe Stunde lang. Wir toaren kopfüber in den Graben gesprungen, und ich erwischte auch glücklich einen Unterstand. Trotzdem aber hätte ich nie geglaubt, aus diesem Feuer lebend und unverletzt wieder herauszukommen — mit meinem Leben hatte ich zum drittenmal in den beiden Tagen abgeschlossen.... Ich höre, Italien wolle ebenfalls uns den Krieg erklären. Nun, ich möchte alle die Kriegshetzer nur einen Tag in den Schützen- graben steckenl Dann würden sie wohl anders reden. — Doch nun hört weiter: Als sich das feindliche Feuer etwas gelegt hatte, hieß es plötzlich: Alles folgen. die Stellung wird aufgegeben! Nun ging's zurück. Was noch mit- zunehmen ging an Gewehren, Patronen, Tornistern, Spaten usw., das wurde mitgenommen. In dem Laufgraben wateten wir bis zu den Hüften in aufgeweichtem Lehme. Mir wurden die Stiefel ab- gezogen, ich nahm sie in die Hand und lief barfuß weiter. Endlich waren wir an der Brücke angelangt. Wir waren fast die letzten, die hinüberkamen, drei Maschinengewehre deckten den Rückzug. Es mochte zwischen 4 und 5 Uhr sei». Bald nach uns wurde die Brücke gesprengt. Die Berlvundeteu waren soweit irgend möglich weg- geschafft. Ich war über und über mit Kot besudelt, die Stiefel voller Schmutz und Wasser, die ganze Kleidung durchnäßt, todmüde, hungrig und durstig; aber Gewehr und sonstiges Gerät hatte ich noch; mein Tornister mit allen Sachen, Mantel usw. war zwar ver. loren, ich hatte aber einen anderen, wenn auch ohne Mantel. So wankte ich denn mehr tot als lebendig zurück nach den Baracken; wie ich den Weg geschafft habe, ist mir ein wahres Rätsel. Unser Bataillon war schon vorher in unfern alten Graben diesseits des Kanals eingeschwärmt. Ich habe mit mehreren andern Kameraden die Erlaubnis vom Arzt erhalten, vorläufig hier im Walde zu bleiben, da ich völlig marode bin und ziemlich Rückenschmerzen von den Sandsäcken habe, die im Graben auf mich fielen. Durch die mehrtägige Ruhe geht'o aber schon wieder leidlich. Wir sind jetzt beim Brücken- und Ba- rackenbauen.... Wenn die Blüten zu Früchten werden, sind wir hoffentlich alle wieder in der schönen Heimat! Theater. Schiller-Theater Charlotten bürg:„Wohltäter der Menschheit", Schauspiel von Felix P h i l i p p i. Dies ältere Schauspiel Philippis ist offenbar durch jenen Aerzte- streil, der sich seinerzeU über die Behandlung von Kaiser Friedrichs tödlicher Krankheit entsponnen hatte, angeregt. Der Autor Ion- struiert den Fall, daß ein in einer kleinen Residenz von Hofgunst rasch emporgetragener Mediziner im Lauf der Jahre durch Eitelkeil und ständige Karriererücksichlen innerlich verkommen, die Diagnose, die er über seines Fürsten Leiden anfstellt, auch dann, nachdem er seinen Irrtum eingesehen, mit blindem Eigensinn, um seinen Ruf zu wahren, festhält. Sein freisinniger Schwiegersohn, gleichfalls ein Arzt und voller Ehrgeiz, aber eine ehrliche, von sachlichen Jmer- essen geleitete Natur, in dem der Alte einen überlegenen Rivalen wittert, ist durch ihn seit jeher von allen einflußreichen Posten ferngehalten worden. Da setzt der Erbprinz, argwöhnisch geworden durch den Verlauf der Krankheit seines Vaters, es durch, daß diese junge Kraft zur Konsultation herangezogen wird. Doktor Martius entdeckt sofort den Sachverhalt, daß der Patient, da die Zeil zum operativen Eingriffe verpaßt wurde, verloren ist. In einem schriftlichen Gutachten begründet er seine Ueberzeugung und kennzeichnet den begangenen Fehler niit rücksichtsloser Schärfe. Der Geheimrat beschivort ihn, den Entwurf nicht abzusenden. Seine eigene Jämmerlichkeit hat das Urteil über Menschen bei ihm derart verwirrt, daß er sich zu einem kläglichen Bestechungsversuche fort- reißen läßt. Wenn MartiuS widerrufe, verspricht er ihm wohl- wallendste Protektion in allen Dingen. Natürlich wird das schmäh- liche Ansinnen mit dem gebührenden Eklat zurückgewiesen. In der Vorbereitung und im Aufbau dieser Hauptszene, in welcher der von seinen Kindern und aller Welt verehrte hohe Herr zum ersten Male sein wahres Antlitz zeigt, bewährt sich des Verfassers bühnenkundige Hand. Der Effekt wird durch die Möglichkeit getragen. Der Rest indes ist reine hier und da in geradezu peinliche Unwahrheiten ver- fallende Theatermawe. Um den Frieden zwischen dem Schwieger- söhne und seiner die Partei des Vaters ergreifenden Frau wieder herzustellen, muß der Geheinrrat vor seinen drei Kindern seine Schuld bekennen und dann, nach einem Selbstmordversuch, durch die ärztliche Kunst des gesürchleten Konkurrenten gerettet werden. In der mit starkem Beifall aufgenommenen Aufführung standsn Georg Paeschke, der die dürftigen Umrisse der Ärzlsigur mit überraschend warmem Leben erfüllte, und Else W a f a s junge Frau an erster Stelle. Karl N o a ck spielte den Geheimrar ui diskret gedämpfter Tönung, nur in der Gesichtsmaske schien er mir zu greisenhaft verfallen. Die Herren A ch t e r b e r g und S e n g e r und Fräulein Stiebitz machten sich in Nebenrollen um den Erfolg verdient.______ du Kleines Feuilleton. Warum wir nicht über öie Große Serliner Kunstausstellung berichten. Unfern Lesern wird aufgefallen sein, daß wir bisher kein Wort über die neu eröffnete Große Berliner Kunstausstellung, die diesmal nicht im Moabiter Glaspalast, sondern in den Räumen der Königlichen Akademie stattfindet, berichtet haben. Wir hätten über den Vorfall, der uns daran hinderte, gern geschwiegen; wir hofften, daß die Ausstellungsleitung die Ursache unseres Schioeigens Die Crweckung öer Nlaria Carmen. 21j Von Ludwig Brinkmann. Habs ich wieder eine glückliche Hand gehabt? Auf jeden Fall ging alles gut: der Ofen erzeugte Gas, die Maschine lief, der Generator kani auf Spannung, die Kabelleitung hatte trotz der Ungeschicklichkeit meiner Gehilfen keinen Erdschluß, der Motor kam auf Touren, und die Pumpe schöpfte Wasser. Nun, das war ein großes Fest für den Jmparcial; alles atinete erleichtert auf; die Arbeiten, die fast sechs Wochen ge- ruht hatten, konnten wieder aufgenommen werden. Es war ein eigenartiges Gefühl, als ich zum ersten Male mit Stuart bei meiner Pumpe stand; es war mir nicht ge- lungen ihn zu überraschen, da seine Ungeduld ihn doch ein paar Tage früher zurückgebracht hatte, als wir permutcten. Wir standen stundenlang am Rande des Wassers und ver- folgten, wie es langsam aber unaufhaltsam zurückwich: ein Fußbreit Bodens nach dem anderen wurde freigelegt, Schritt für Schritt konnten wir dem ersehnten Ziele näherrücken. Etwas Geheimnisvolles arbeitet hier für uns: da draußen, anderthalb Kilometer von hier, wälzt die Maschine den Generator im Kreise herum; wie die Energie aber hierher gelangt, kann man sich kaum vorstellen. Durch das dünne Kabel etwa? Wir wissen gar nichts; die Gelehrten, die von einem Strome materieller Korpuskeln träumen, können ihre Theorien doch allerhöchstens auf elektrotechnische Erscheinun- gen gründen. Hat man aber jemals festgestellt, daß ein Generator, sein Eisen und Kupfer ermüdeten? Und sie müßten es doch, wenn die Maschine einen unaufhörlichen materiellen Strom ausgäbe! Die Theorie wäre nur dann haltbar, wenn auch die mechanische Arbeit des Sauggas- motors als eine Wanderung von Materie definiert werden könnte! Doch fort mit all den atomistischen Hirngespinsten; wir. wenigstens wir praktischen Männer, können uns in dieser Welt nur zurechtfinden, wenn wir sie als ein Wechselspiel von Energien auffassen und definieren; an unserer Pumpe wirkt keine Materie, sondern allein die Kraft. Stuart hat iu Cananca einige trübe Erfahrungen mit Dampfpumpen gemacht; es ist dies hier seine erste praktische Berührung init der Elektrizität, und er konnnt aus dem Staunen nicht heraus, daß sich fetzt alles so einfach, so bequem gestaltet, mit einer so kleinen Maschine so Großes bewältigt werden kitnn, obne daß beiße Leitungen und ausströmender Dampf den Aufenthalt im gedrängten Räume zur Höllen- qual machen. Genug, die Bahn wird allmählich frei, und morgen kann das Herausschaffen des Gerölles, das Abstützen der Wände wieder beginnen. Weihnachten in der Wüste. Draußen vor dem Minen- hause brennt die Sonne wie an jedem anderen Tage glühend. auf das Tal und seine kahlen Felswände, und unser Gärtchen grünt und blüht.— Gar nicht weihnachtlich. Aber innerhalb der schweren Steinwände unseres Heimes weht doch der Hauch von der fröhlichen, seligen Stimmung, die das so weit entfernte Vaterhaus vor vielen Jahren er- füllte. Nur mischt sich eine Wehmut darunter, von der man damals nichts wußte. Es ist doch alles so anders geworden, als wir es uns geträumt haben. Ich habe den Freunden und inir einen Weihnachtsbaum geschmückt. Ich hatte schon vor ein paar Tagen den alten Tobar in die Sierra Madre geschickt, um aus unserem Walde— denn nichts anderes war eines so schönen Zweckes würdig— ein Pinienbäumchen zu holen. Das habe ich nun mit ein wenig Watte recht heimatlich belegt, und am heiligen Abend brannten ein Dutzend Glühlampen von allen Zweigen — gleichzeitig zum Weihcfeste unserer elektrischen Kraft- zentrale. So mischte sich das Andenken unserer jüngsten Er- folge sinnig mit Erinnerungen aus uralter Zeit. Auch Geschenke haben wir gegenseitig ausgetauscht. Natur- lich waren wir alle drei auf den gleichen Gedanken gekommen, wie man bei so langer, bei so unmeßbar enger Gemeinschaft sich immer mehr geistig assimiliert. Aber es erhöhte nur die festliche Stimmung, als ieder sein Päckchen mit Tabak und seine Flaschen starken geistigen Gebräues aus den papiernen Hüllen herausschälte. Und nach dem reichen Mahle sprach man in Gemeinschaft den Gütern des einzelnen tapfer zu. Wie flogen die Stunden dahin; wie heimisch war es in unserem Gemache, das durch den Qualm des Tabaks und den kräftigen Dampf des Punsches gefüllt war! Stuart und ich, als die lebhafteren, wußten unaufhörlich zu erzählen, und der schweigsame Ward hörte mit glänzenden Augen zu. Natürlich konnten wir auch in diesen frohen Stunden unsere Riaria Carmen nicht vergessen; ganz im Gegenteil: der Geist der unbekannten kastilianischen Schönen, nach der die Mine benannt worden, schien unter uns zu schweben und unsere Huldigungen mit anniutigem Lächeln in Empfang zu nehmen. „Wen einmal die Leidenschaft zum Berge ergriffen hat, den läßt sie nicht mehr frei," meinte Stuart.„Es ist die furchtbarste Passion, schlimmer als die zur Jagd, oder zum Spiele oder sonst eine erdenkbare. Ich selbst habe es init- erleben müssen, wie der Berg einen Freund verlockte und er- schlug— doch davon heute nichts! Maria Carmen soll leben, und wir dazu!" Diese von Stuart hingeworfene Bemerkung hatte uns natürlich neugierig gemacht, und schließlich begann er auf unsere Bitten hin doch zu erzählen: „Ihr beide werdet es nicht so recht verstehen können; denn wenn Ihr auch jetzt Bergleute seid, so lebt Ihr doch nur auf der Oberfläche und wißt nichts von dem, was die Seele dessen erschauern macht, der. in die Tiefe dringt, Aber wie es um manche Wasser geheimnisvoll lockt, so lockt es viel stärker, viel verführerischer um die Abgründe des Berges; man kann da nicht widerstehen. Wer sich einmal hat hinab- ziehen lassen, der muß sich immer tiefer eingraben; die Hofs- nung, irgendeinen köstlichen Schatz aus den Höhlen des Berges zu brechen, läßt den rechten Bergmann nicht los. Ich arbeitete vor ein paar Jahren als Hauer in einer Kupfergrube Arizonas; aus irgendeinem Grunde gefiel mir der Handel mit den Cowboys nicht mehr, und ich wollte mein Glück in einer Mine versuchen. Es war ein recht gefährliches Loch; die Decke war aus weichem Gestein und trug nur, wenn sie sorgsam versetzt war. Wir hatten euren Gang ziemlich freigelegt und viel wertvolles Erz herausgeholt, als auf ein- mal wegen der hohen Gefährlichkeit der Strecke das weitere Vordringen an dieser Stelle verboten wurde; wir bekamen andere Arbeitsplätze angewiesen. Meinen Freund und Schlafkameraden indessen, den das Schicksal aus Colorado hierher verschlagen und der mir stets mit seinem gewaltigen Wagemute imponiert hatte, ließ dieses Verbot nicht schlafen. Das Erz in unserer Grube war gold- haltig, und es hieß, daß es mit der Tiefe immer reicher werde. Dazu ist es ein alter Aberglaube unter den Bergleuten, daß die kostbarsten Funde immer an der Stelle gemacht werden, an der alle anderen achtlos oder verachtend vorübergehen; kurz alle Vorzeichen schienen ihm dafür zu sprechen, daß in jener gefährlichen Ritze das Glück verborgen sei. Da er nun allein nicht viel ausrichten konnte, suchte er mich dazu zu überreden, ihni bei seinem Vorhaben behilflich zu sein. Ich wandte ein, daß er doch gar nichts davon hätte, selbst wenn er gediegenes Gold in der tiefen Spalte fände, da alles den Aktionären der Grube geböre; aber ich predigte tauben Ohren: er sagte, er müsse die Erzader bis zur Tiefe verfolgen, er könne sie nicht im Berge ungenutzt schlummern lassen, und es wäre doch ein Jammer, den wertvollen Schatz so zu vergeuden. Er drängte mich so lange, bis ich schließlich mich dazu ver- stand, ibm zu folgen; den Verdacht der Feigheit durfte ich doch nicht erwecken. Wir mutzten bald darauf in Nachtschicht arbeiten, in der man vor allen unliebsamen Ueberraschungen durch die Auf- scher ziemlich sicher ist, und wir stahlen uns daher von unserem Arbeitsplatze fort, drangen in die verhängnisvolle Schlucht ein, wühlten und wühlten und fanden genügend Kupfererz, um einen reichen Lohn bequem zu verdienen. Aber schließlich wurde mir die Heimlichkeit dieses Unternehmens leid, und ich erklärte meinem Freunde, daß er für die Folge ohne mich an dieser Stelle weitcrgraben müsse. Doch er ließ nicht nach. Nur noch eine einzige Nacht sollte ich ihm helfen, dann wäre der Gang ausgegraben, dann wüßte er, wie er endige, was er enthielte— und ich ließ mich Wiederum bereden, ihm wenigstens dieses Mal noch zu folgen, (Forts, folgt.) fl? ?tu5 Sem' ÜStgte' räunt�tf fefir�c. Wir IjaFcn litt? f>ariri leiSct ßrirrt, und so müssen wir unfern Lesern ganz kurz den Sach- verhalt auseinandersetzen. Es ist üt'ltch, daß entweder den Redaktionen oder den Kunst- kritikern vor Eröffnung einer jeden Ausstellung die Einladungs- karte zu einer Vorbesichtigung zugeht. Da weder der„Vorwärts" noch unser Kunstkritiker diese Einladung bekamen, waren wir nicht in der Lage, an der Vorbesichtigung teilzunehmen. Erst durch die Berichte der anderen Zeitungen wurde unser Kritiker, Robert Breuer, auf das ssertigscin der Ausstellung aufmerksam gemacht. Er begab sich in das Bureau der Ausstellung und bat um Aus- kläruug. Man entschuldigte sich mit einem Versehen. Breuer begann darauf mit der Besichtigung der Säle. Nach etwa einer Stunde wunde er von dem Geschäftsführer der Ausstellung angesprochen, und es wurde ihm mitgeteilt, daß nicht ein Versehen vorliege, sondern daß die Ausstellungskoiumission beschlosseil habe, ihm die Karte zur Vorbesichtigung nicht auszuhändigen. Alis dem an diese Mitteilung anknüpfenden Gespräch ergab sich, daß diese Maß- rcgelung ans irgendloelche Unzufriedenheit der Ausstcllnngsleitung mit Breuers Kritiken zurückzuführen war. Breuer machte den Ge- schästssührer auf das Uninögliche dieses Vorgehens und die not- wendigen Konsequenzen ausmerksam und verließ daraus geinein- sam mit dem Kritiker der„Frankfurter Zeitung", Herrn Paul Westheiin, das Lokal. Breuer benachrichtigte die Organisation, der er, wie alle Berliner Kunstkritiker, angehört, den Schlitzverband Deutscher Schriftsteller. Der Schntzverband orientierte die Zeitungen, und diese beschlossen umgehend— ein schönes Zeichen der Solidarität— die Berichterstattung über die Große Berliner K'unstauZstellung solange einzustellen, bis für das ungebührliche Vorgehen gegen ein Mitglied der freien Kritik Genugtuung ge- leistet Ivorden sei. Niemand beabsichtigte, ans dem Mißgriff der Ausstellungsleitung eine Haupt- und Staatsaktion zu machen; man rechnete darauf, daß die Ausstellungsleitung den Brief, den der Schubverband ihr schrieb, mit einer knappen Entschuldigung und mit der Zurücknahme des unmöglichen Beschlusses beantworten münde. Dies ist leider nicht geschehen. Die Ausstellungsleitung bat es vielmehr vorgezogen, durch einen ebenso gedehnten wie wider- spruchsreichen Brief, den sie durch ihren Rechtsanwalt an die Redaktionen der Berliner Zeitungen, aber nicht an den Schutz- verband richtete, sich zu rechtfertigen. Dieser Brief ist um so un- verständlicher, als er in seinem letzten Satz in Aussicht stellt, künftighin dem„Vorwärts" die Vorbesichtigungskaric pünktlich zuzustellen. Mit diesem Versprechen kann sich die Presse aber im Augenblick nicht mehr zufriedengeben; sie muß vielmehr verlangen, daß die. Ausstellungsleitung der berufenen Organisation gegenüber ihren Beschluß zurücknimmt. Die Ausstellungsleitung wird das um so mehr tun müssen, als inzwischen in einer Versammlung der Berliner Kritiker das Vorgehen des �schutzverbandes in jeder Weise gebilligt worden ist. Von allen niaßgebenden Kritikern unterschrieben, ist der Ausstellungsleitung ein Schreiben zugegangen, das in angemessener Form, ohne irgendivelche lieber- spanming der. Angelegenbeit die Erwartung auf eine möglichst schnelle und loyale Beilegung des gerade gegenwärtig durchaus unangebrachten Zwischenfalles ausspricht. Wenn die Ausstellungs- lcitung das tut, was sie tun muß, werden wir die Berichterstattung wieder aufnehmen. Eine Statistik öer �remöwörter. In einem Aufsatze im neuen Hefte der„Grenzboten" über„Die europäischen Sprachen und der Krieg" berichtet Professor Dr. Lud- wig Sütterlrn über den Kampf und den Zkusgkeich. der sich unter den europäischen Sprachen unausgesetzt vollzieht. Von Süvcu nach Norden und dann wieder von Westen nach Osten dringen die Ströme sprachlicher Beeinflussung, die in den Fremdwörtern mehr oder weniger starke Ablagecuugen hinterlassen. Wieviel haben nun die Fluren unserer deutschen Sprache von dem fremdländischen Wasser in sich aufgenommen? Während sich der deutsche Wortschatz nach der llntersuckiung Seilers vor der Einführung des Christentums nur etwa 330 Fremdbrocken einverleibt hat, eignet er sich von da bis zum Ausgange des Mittelalters noch ein gutes Tausend weitere au, in der neueren Zeit außerdem gar noch 4800. Eine Hochflut brachte dabei der Dreißigjährige Krieg: auf einer Simse in den«christen des 17. Jahrhunderts stieß Frau Hechtenberg-Eollitz allein auf 3400 solcher Ucberläufer, davon die gute Hälfte mit Heimatsrecht auch noch bei uns. Das meiste von diesem fremdländischen Stoff hält sich aber nicht an der Oberfläche des gutenSchristtumS und der feinen Gesellschaft, sondern sickert nach und nach hinab bis auf den Urgrund der Mund- art, im Süden und Westen freilich wohl mehr als im Jmtereit des Reiches. Jedenfalls führt der St. Galler gut 400 fremdländische Ausdrücke im Munde, gegenüber einem berücksichtigte» Gesamt« Wortschatz von höchstens 4000 Formen immerhin ein erheblicher Bruchteil; der Pfälzer dagegen in dem Heidelberger Vororte Hand- schnhsheim bringt es gar ans fast 700 Fremdwörter, was aber bei einem Gesamtbestande von 20 000 Wörtern für das ganze Dorf und von 10— 15 000 Ausdrücken für den einzelnen doch nicht viel mehr als ein„Tropfen am Eimer" ist. Demgegenüber ist der Einschlag, den das Deutschtum bei dem sprachlichen Gewände der Slawen hinter- lassen hat, weniger bedeutend, und er ist sogar geringer als die meist durch unsere Vcrmitteluug hindurchgegangene romanische Beeinflussung. In einem polnisch-sranzösischen Wörter- und Gesprächbüchlein vom Jahre 1708 kommen auf 3500 bis 3000 polnische Ausdrücke im ganzen nur etwa 130 von Deutscher Herkunft, aber 210 lateinisch- romanische, also ein deutsches Wort auf 27 polnische Wörter; da- gegen ein laieintsch-roinanischeS schon aus 19. Und in einem ähn- lichett russischen Werkcheu aus unserer Zeit stehen unter 2260 Aus- drücken 268 romanische, 56 rein deutsche und 12 romamich-deutsche jGips, Matrose), sowie 15 englische, mithin 1 romanisches neben 8 bis 9 russischen, 1 deutsches neben 34 und ein englisches neben 151 russischeit Wörtern. Sonnenöpnamo. Die ständig wachsende Industrialisierung der Welt und der damit wachsende Kohlenverbrmtch macht vorsichtigen und weit- blickenden Leuten viel Kopfzerbrechen. Wenn auch augenblicklich uitd in avsehbarer Zukunft noch nicht die geringste Gefahr vorhanden ist, die Vorsorge hat noch nie geschadet. Nie hat sich das deutlicher gezeigt wie beim tstickstoffproblem. Auch diese Frage wurde im Zusammenhang mit dem Abnehmen der Salpcterlager in Chile aufgeworfen und jetzt wissen wir, obwohl diese Lager nockt lange nicht erschöpft sind, es zu schätzen, daß die Wissenschaft und Technik dieses Problem rechtzeitig gelöst Hai. Ilm die Kohle, die ja nichts anderes darstellt wie aufgespeicherte Sonnenenergie, zu sparen, gibt es nur einen Wegt die Naturkräfte selbst zu nützen. Wir tun dies heute schon im ausgedehnten Maße, wenn wir Wasserkraft in elektrische Energie umwandeln. Ein äußerst interessanter Versuch ist auch das Ebbe- lind Flutwerk bei Husum, das die Gezeiten der menschlichen Arbeit nutzbar macht. Auch an Versuchen, die Sonnenenergie direkt zu be- nutzen, fehlt es nicht. So berichtet M. Amberg in„Himmel und c?rdc' über nvc..Sonnettdsitramo" das nach Plänen des amerf. kanischen Ingenieurs Frank Shumann in der Nähe von Kairo errichtet wurde. Ter in Meadi bei Kairo anfgcstehlse Sonneusanger gleicht von weitem gesehen einer weitgedehnten Auoridnung von Treibhäusern. Tritt man näher, so stellt er sich als weißgetünchtes großes Holzgerüst dar, das ein unübersehbares Gewirr von Spiegeln und Metallkesseln birgt. Die Sonnenstrahlen fallen nicht nur direkt auf diese im Brennpunkt der parabolischen Spiegel aufgc- hängten Kessel, sondern ihre Kraft wird außerdem noch durch Reflexspicgel verstärkt. Die Anlage beginnt in den Sommer- monatcn um 71- Uhr morgens Dampf zu entwickeln und erreicht ihre höchste Leistung zwischen 12 und 2 Uhr mittags. Von ie lt>0 Wärmeeinheiten, die die Spiegel erreichen, werden 57 in Danrp's umgewandelt und in den Maschinen nutzbar gemacht. Außer dieser einen Sonnendynamo vesteht noch eine Probcanlage in Phil- adelphia, auch hat mau in Kalifornien mit Erfolg versucht, die Sonne zur direkten Beheizung von Warmtpasscrantageit in mehre- reu Schulen und Prwathäusern zu benutzen. Notize». — I m Deutschen Opernhaus gab es„Figaro? Hockt« zeit" neu einstudiert. Der mäntterranbende Krieg schien in der Besetzung des Grafen zu einem Notbehelf gezwungen zu haben der den Abend stark beeinträchtigte. Um so wertvoller war Emtntz Zimmermanns wahre Gesangskunst für die Gräfin. Annäbernv umgekehrt lag es mit Figaro und Susanne, denn während Ernst Lehmann durchaus, was man so sagt, seiner Rolle gerecht wurde. störte bei seiner Hochzeiterin manche Gewaltsamkeit in der Ton- gebung, und das nicht nur für den, der die Leistung der Bosetti »och im Ohre hat. Liebans Basilio, Katharina Jüttner» Chcriibitr und die Marcellina von Luise Marck-Lüdcrs wirkten um so erfreu- licher, so daß unter Mörickes außerordentlich musikaltscher Führung doch viel echter Mozart herauskam. Direktor Hartmanns Rezitativs machen sich ganz gut, in der Anordnung des Spieles hätte er sich aber manchen possenhaften Zug schenken können. — Theaterchronik. Im Friedrich-Wilhelm- st ä d t i s ch e n T h e a t s r findet wegen Erkrankung eines Hattpl- darstellers die Erstaufsührung der„Unmöglichen Frau" erst am Donnerstag, den 10. d. M., 8>/� Uhr statt.— Das L e s s i n g« T b e a t er wird am Donnerstag, den 1 0. d. 3)1. mit einer Aufführung von Ernst Elias Niebergalls� Posis „Datterich", Musik von Friedrich Bermann, seine Vor- siellungen wieder aufnehmen. Am Sonnabend, den 1 2. I u n i findet die E r st a u f s ü h r u n g von Julius M a g it u s s e n s dreiaktigem Lustspiel„Seine einzige Frau" statt. — M it si k ch r o n i k. Die Operellenichule des Sternschen Kons ervatoriums veranstaltet am Mittwoch, den 16. Juni, nachmittags Uhr, im Deutschen Künstler-Theater ihre erste öffentliche Aufführung. Zur Darstellung gelangt der erste Alt der„Fledermaus"; die Operette.Fritzchen uns Lieschen" von Offenbach, sowie das Altwiener Singspiel „Brüderlein fein" von?eo Fall. — Schweigen i st Gold. Welch tiefe Wahrheit das Sprich- wart„Schweigen ist Gold" in sich birgt, beweist eine Mitteilung des„Auto" über den Preis eines Telephongespräches zwischen Los Angeles in Kalifornien und New Dork. Die Entfernung der beiden Städte, zwischen denen die Telephonverbindung soeben eröffnet wurde, ist 6236 Kilomeier, und der Preis eines Drei-Mtnuten- Gespräches beträgt 22,10 Dollar oder 91,60 Mark. —............................................ Verkäufe. Teppiche! Spottbillige Ausnahnie- preiscl Große Posten mit kleinen Farbfehlern, jetzt 4,75, 6,75, 10,50, 16,50 usw. Bettvorleger. Läuserrestc nberbilligst. Wolfs Teppichbaus, Drcsdencrstr. 8(Kottbuscrtor). Abon- nenten 10 Proz. Rabatt 26K� Monatsanzüge.Sommcrpaletots, Gehrockanzuge, ZmokinganzugeHosen. Ncuefchönhaujer 12, Ecke Rosen- thalcr.__ 47,12* Zinkwafchfässer, Zober. 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