Nr. 143.- 1915. Unterhaltungsblatt ües Vorwärts Dienstag, 33. Juni. Sehnsucht. Won Karl Olonskh. „Ja, schön war's!"— Der Sprecher schwieg und sah versonnen vor sich hin. Es war heiß. Die grelle Frühlingssonne prallte an den weitzen Kalisteinwänden des Grabens. Schars hob sich das satte Grün einiger einsamer Pflanzen von seinem oberen Rande ab. Käfer liefen geichästig hin und her. Irgendwo in den Lüsten sang eine Lerche. Dazwischen tönten die dumpfen Explosionen der Schrapnells, die einen Flieger beschossen, und das mechanische Tacken eines Riaschtnengewehrs. Gleichmätziz surrte der Motor des Fliegers, der, kaum erkennbar, ein gelbes Fleckchen am blauen Himmel stand, umgeben von weißen Dunsthäuschen.— Schrapnellrauch. Manchmal zischte ein Geschoß über den Graben oder fuhr klatschend in den aufgeworfenen Boden. Dann spritzten die Sleinsplitterchen herum. Die Männer achteten nicht darauf. So ging es schon Tage, Wochen, Monate. Ihre müden Augen sahen gleichgültig ins Leere. „Und in Deutschland warst Du gar nicht?" fragte endlich einer, und ein leiser Ton der Enttäuschung klang aus der Frage. „Ich sage Dir ja, in Monlmedy lag ich. Was denkst Du denn. Sie werden mich doch der Kleinigkeit wegen nicht nach Deutschland schicken. Ja, ein anständiger Bruslichuß oder ein gediegener Granat- splitter. das wäre was. Aber solcher kleinen Ritzerei wegen." „Gibt's da auch Zivilisten?" fragte ein anderer. „Freilich. Die ganze Stadt ist voll davon. Und im Lazarett ist es auch sauber! Keine Laus ist dort zu sinden." Die müden Augen der Zuhörer belebten sich, und über den verstaubten und weltergebräunlen Zügen zuckle es sehnsüchtig. Fernab schweiften ihre Gedanken in eine weile, schöne Vergangen- heit, die. ach. so grundverschieden war von der furchtbaren Gegen- wart. Freundliche Städte im schönen Schlesierlande mit netten Häusern und reinlichen Gassen. Und fleißige Menschen in bequemen Bürgerkleidern belebten die Straßen. Fuhrwerke aller Art kreuzten sich, und dazwischen klingelte fröhlich warnend die Straßenbahn. Sie halte es eilig. Alle hatten es hier sehr eilig, und rastlos wogte der Menschenstrom auf und ab. Männer in Werktagskleidung und im guten Rock, Kinder und Greise, Mädchen und Frauen.— Frauen I— Und die Zähne preßte» sich unwilllürlich auseinander. In den Augen zuckle es begehrlich. «Hast Du auch Weiber gesehen?" fragt einer. Es klingt tonlos, heiser. Der Erzähler sah stolz um sich.„Natürlich, sogar gepflegt haben sie mich. Im Lazarett dort sind richtige Schwestern. Und auf der Slraße siehst Du selbstverständlich mehr Weiber als Männer. Die Männer sind doch ineist im Kriege." Selbstverständlich?— Ach ja, natürlich. Es k a n n ja nicht anders sein. Die Weiber sind ja zu Hause geblieben, und nur die Männer siud im Kriege. Fast ein Jahr schon. Ein langes, blutiges Jahr von dem Tage ab, als sie französischen Boden betraten, bis heute. Die entsetzlichen Gefechte erst. Hunger, weite Märsche, die Nachtlager unter freiem Himmel angesichts brennender Orte und Weiler.. Dann wieder das Hetzen hinler dem fliehenden Feind, auf glühenden, staubigen Chausseen, am endlosen Train vorbei oder über holperigen Acker oder durch reifende Fruchtfelder. Ueberall, wohin man nur sah, nichts als Wagen. Geschütze, Pferde, feld- graue Uniformen jeder Art. Alles, was man hörte, Kommandos und das Donnern der Kanonen, das Rasseln der Gewehre, Geschrei, das Jammern Verwundeter, das wütende Keuchen vor- wärtsstürmender Kameraden. Damals dachte man nicht an das Weib. Man suchte den Mann mit der alles vernichtenden Wut des rasenden Kriegers. Dann aber stockte das Vorwärtsdrängen. Der gehetzte Feind stellle sich plötzlich und wies mit grimmer Wut die Zähne. Die Wälder hallten wider vom Schlachtgetöse. Der Boden erzitterte beim Brüllen der schweren Geschütze. Tage, Wochen dauerte daS Ringen. Man grub sich ein, wich dem vernichtenden Artillerieieuer, und grub sich wieder ein, um nochmals zu weichen. Da sank mancher brave Freund zu Boden, um nicht wiederaufzustehen, und wer am Morgen die fahle Herbstsonne aufgehen sah, der wußte noch lange nicht, ob er sie am Abend auch untergehen sehen würde. Aber endlich brach sich das blutige Ringen auf einer unendlichen Linie. Unmeiklich, über Nacht erstand der Schützengraben, und in weiter Ferne vor ihm auch die feindliche Stellung. Nun folgten Tage der Aufregung und Nächte schwerer Arbeil. Mühselig grub man sich ein in den steinigen Boden. Dazu goß ein kühler Regen, unendlich, unauf- hörlich. Elend und frierend lagen die zähen Krieger im Wasser. Und aus den Tagen wurden Wochen, aus den Wochen Monate. Noch immer war kein Ende des fürchterlichen Ringens abzusehen, es hatte sich sogar verschärft. Langsam, aber sicher arbeitete sich der Feind vor. Klug gewundene Laufgräben zogen sich ungeheueren Schlangen gleich durchs winterliche Tal. Plötzlich erstand ein neuer Schützengraben, ungleich näher als der alle. Jeder Versuch, seinen Ausbau zu stören, wurde mit einem unheimlich schnellen und sicheren Artilleriefeuer abgewiesen. Rasch mehrten sich die dürftigen Hügel hinter der Stellung, die die Ueberreste der Gefallenen bergen. Eine Nummer, die Regimentsbezeichnung, das war alles, was übrig blieb. Später wurde es besser. Man lebte sich ein, nutzte Vorteils aus, wühlte tiefe Stollen in den Berg und sicherte sich so etwas mehr vor dem vernichtenden Feuer des rührigen Gegners. Wachsam lag man sich gegenüber und wartete. Der Herbst war schon längst dem Winter gewichen. Der machte der siegreichen Frühlingssonne Platz, und auch diese schickte sich schon an, ihr Szepter dem reifenden Sommer abzutreten. Noch immer aber lagen die alten Wehrleute im Graben auf der Höhe. Wohl war im Laufe der Tage ihr Häuflein kleiner geworden, wohl fehlte so mancher Freund, den längst der kühle Nasen deckte oder der ver- wundet in die Heimat geschickt worden war. Ach, die Heimat!— Merkwürdig, wie auch die heißeste Sehnsucht nach den Lieben daheim ängstlich gehütet wurde! Man lochte über gleichgültige Dinge, stritt sich uin Kleinigkeiten bis zum äußersten oder betäubte sich im Spiel, aber von der Heimal, den Angehörigen in der Ferne sprach man selten und einsilbig, gleichsam als fürchtete man sich, seine Schätze vor Freunden auszubreiten. Nur das leise Zittern der Stimme verriet, was in der Brust vorging. kündete ein tiefes, unendliches Weh.„Wenn es wieder mal so kommen sollte, wie in der ersten Zeit, wahrhaftig, ich bin nicht mehr so dumm wie damals." Leiie, leidenschaftlich war das heraus- gestoßen worden, und in den Augen des jungen Menschen, der am Beobachtungsposten stand, funkelte es seltsam. Keiner antwortete, nur einer lächelte mit verzerrtem Gesicht. Der junge Mensch aber sah starr vor sich durch die Schießscharte hinab ms weite Tal. Da grüßte aus endlos grüner Fläche ein rosarotes Band empor, ein blühendes Wickenfeld inmitten saftiger Wiesen. Der weite Grund aber war. soweit das Auge reichte, mit dunkelrotem Mohn gesprenkelt, der sich vom dunklen Grunde seltsam ab- hob, wie etwa frische, schwere Blutstropfen von einem grünen Teppich. Und wieder stand ihm jene fürchterliche Augustnacht vor Augen, wie das ganze Bataillon gleich einer Meute entsesielter Tiger in das brennende Franzosendors einbrach. Noch sah er die Leichen der braven Jäger mit gespaltenem Schädel und durchstochener Brust auf der Straße liegen, sah die entmenschten Franklireurs aus den Häuiern schleppen, hörte das Wutgebrüll der Kameraden, das Krachen der eingeschlagenen Türen, das Angstgeschrei der Weiber und Kinder. Und deutlich stand ihm jene Szene vor Augen. wie er mit vorgehaltenem Bajonett in die Stube stürzte und wie die junge und schöne Französin niederkniete und ihm jammernd die weiße Hände entgegenstreckte. Wild schleuderte er sie damals beiseite, und seine aufgepflanzte Klinge senkte sich in die hochgetürmten Federbetten, stach unter die Bettstatt und in alle dunklen Winkel des Raumes, wo sich irgendwie ein Schuft verbergen konnte. Dann gings weiter, zum HauS hinaus. Einsam in der zerwühlten Stube aber lag das ohnmächtige Weib. Der Posten lächelte, ein wildes, begehrende? Lächeln. Da klatscht es an die Blende. Zischend und heulend fährt ein Querschläger an seinen Ohren vorbei. Erschrocken duckt er sich und starrt aufmerksam durch die Scharte zum Feinde hinüber. Heiß brennt die Mittagssonne herab. Auf dem Laussteg der Brustwehr liegen die schlafenden Landwehrleute. Goldene Käserchen huschen geschäftig vorüber. Fliegen summen. Aus dem Tale steigt der süße Dust von Millionen Blüten. Die Männer aber schlafen friedlich und ihren Mund umspielt ein glückliches Lächeln. Träumen sie etwa von der fernen Heimat, den Kindern, dem treuen Weibe daheim?— Irgendwo, weit drüben, fällt ein Kanonenschuß, und sein dumpfes Echo verliert sich in den Wäldern. Zrattkreichs Eisenbahnnetz. Seit Ausbruch des Krieges haben unsere Feinde die Vorzüglich- keit unsere? Eisenbahnnetzes immer wieder betont, um unsere strategischen Erfolge zu erklären. Es ist daher für uns interessant, zu lesen, was die amerikanische Zeitschrift„Railway Age" über den französischen Eisenbahndienst im Kriege mitteilt.„Niemand wird leugnen," so schreibt der amerikanische Berichterstatter,„daß Deutschland den Kampf im Osten und Westen nur durch sein Eisen- bahnnetz durchführen kann, das ihm ermöglicht, seine Truppen von einer Grenze zur anderen zu werfen. Aber auch die französischen Eisenbahnen haben ihrem Lande einen großen Dienst geleistet; sie beweisen, lvie groß die Ausdehnung der Aufgabe war, mit der sie betraut waren, und wie sie diese zn erfüllen wußten. Denn außer in den ersten vierzehn Tagen der Mobilisation haben die Franzosen, ohne daß sich irgend ein ernster Zwischenfall ereignete, regelmäßig und mit allen Bequemlichkeiten die Reisenden und die Waren bc- fördern können. Die Schwierigkeiten ihrer Aufgabe wuchsen noch durch die häufigen Truppenverschiebungen, ebenso loie durch die Umladungen des Kriegsmaterials. Diese waren durch neue Kampsbedingungen iwtwendig geworden, denn die Front von L4ö Kilo- mctern dehnte sich jetzt vom Kanal bis zur Schweizer Grenze aus. Der Transport wurde weiter durch den Mangel an Maschine» und an Kohlenvorrätcn erschwert und man darf nicht bergessen, daß auch die Zahl der Eisenbahnbeamteu sich ständig verminderte. Während der kritischen Tage vom 4. bis 20. August wurden mindestens 1800 000 Soldaten an die Front befördert. Aber die notwendig werdenden Truppenverschiebungen verdreifachten die Zahl der Eisenbahntransporte. Als sich die ersten bedrohlichen An- zeichen des Krieges bemerkbar machten, begann zuerst die Aus- Wanderung der Touristen, die nach Paris zurückkamen oder es ver- ließen. Ueber 500 000 Reisende kehrten in die Hauptstadt zurück und 200 000 verließen sie. In diesen Wochen waren die Züge verdoppelt und verdreifacht worden. Am 31. Juli wurde die Land- wehr, die zur Bewachung der Eisenbahnwcge herangezogen wurde, an ihre Plätze befördert und trug noch zur Ueberfüllung in den Zügen bei. Am Tage darauf, um b Uhr, wurden die Eisenbahnen, die bis dahin der Zivilbevölkerung zur Verfügung gestanden hatten, vollständig für militärische Zwecke mit Beschlag belegt. Die Eisen- bahnbeamten mutzten in einer Nacht den Fahrplan von sechs Eisenbahnnetzen ändern. Der neue Fahrplan wurde für 140 bis 160 Züge hergestellt, und die Ankunft eines Zuges wurde auf jeder Station telegraphisch angekündigt. An einem Tage fanden mindestens 200 000 telegra- phische Meldungen statt. Während zwanzig langer erdrückend heitzer Tage rollten 10 000 Züge durch Frankreich. Neben den Truppentransporten an die Grenze mutzten noch die Männer bc- fördert werden, die sich zu ihrem Stammregiment zu begeben hatten, um vor ihrer Abreise an die Front bewaffnet und ausgerüstet zu werden. Seitdem rollen die Züge ununterbrochen. Sie befördern Millionen von neu Eingezogenen an die Front, oder die Truppen werden auf neue Schlachtfelder verschoben. Trotzdem bollzieht sich der Dienst für die Zwilbevötterung fast normal; bor einiger Zeit gab es für den Reisenden, der in Bordeaux landete, vielfache Schwierigkeiten, um nach Paris zu gelangen. Jetzt aber findet er schon auf dem Dock militärisches Personal, das ihm seine Fahr- karte aushändigt, sein Gepäck ausgibt, und es ist keine geringe Ueberraschung für ihn, zwischen vier Zügen wählen zu können, die ihn in der normalen Zeit von acht bis neun Stunden nach Paris führen. Um die Leistungsfähigkeit der französischen Eisenbahnen noch besser beurteilen zu können, muß man sich über die Bedeutung der Erfordernisse klar werden, di der Transport eines einzigen Armeekorps belangt. Ein Armeekorps besteht ungefähr aus 39 000 Mann, aus Kanonen, Psexden, Munition, Ausrüstungen, Fuhrwerken und sogar Luftschiffen. Um ein Regiment befördern zu können, braucht man mindestens zwei Züge mit fünfzig Wagen. Hundert andere Wagen braucht man außerdem, um die Aus- rüstungen eines Regiments zu befördern, wie Geschütze, verschie- dene Beförderungsmittel usw. Um die Artillerie eines Armee- korps verladen zu können, sind ztvanzig Züge nötig. Man hat allein fünfzig Güterwagen für die Kanonen eines Regiments nötig. Dann kommen die Wagen für den Pferdetransport, die Wagen für die Artilleristen und ihre Ausrüstung. Ter Transport eines Kavallerieregiments bedingt sechs Züge. Fügt man dann noch schwere Artillerie, das Gcniekorps und Pioniere mit ihrer beson- deren Ausrüstung, die Krankenwagen usw. hinzu, so stellt sich heraus, daß der Transport eines Armeekorps mindestens 70 Züge mit je SV Wagen erfordert. Die französischen Eisenbahner haben in 20 Tagen 42 Armeekorps befördert." Die Erweckung öer Maria Carmen. 34] Von Ludwig Brinkmann. Wie schwach bin ich doch von Natur l Oder hat mich erst die Einsamkeit der Wüste so schwach gemacht? Ich glaube, ich leide mehr als der Kranke; es zerreißt mir das Herz, ihn in wilden Träumereien lachen und sprechen zu hören, wenn er von der Statistik des Lebens erzählt, mit Zahlen durch- mischt, 1000 Dollar, 6500 Dollar usw.„Nicht so viel aus- geben— das ist das ganze Geheimnis", schreit er, und„beim letzten Abschluß muß ein Gewinnsaldo bleiben!"— Die beiden vergangenen Nächte habe ich an Wards Lager zugebracht: manchmal überfiel mich in meinem Sessel der Schlummer, auf ein paar Augenblicke, und wirre Träume quälten und marterten mich. Ich lag wieder auf dem Ruhe- bette beim Doktor Castannares, der mir die Zahnwurzeln herausbohrte, eine nach der anderen; nur wunderte ich mich, daß es nicht gar so fürchterlich schmerzte, daß mich mehr die Angst vor allein Schmerze quälte: ich fühlte mein Haupt in den Fäusten des Muchacho, dem ich mich nicht entwinden konnte; meine Ancjst und meine Not wurden immer fürchter- licher; da machte ich mich mit einem Aufschrei aus der Um- klammerung frei.--- Immer dasselbe Bild; der Kranke spricht wirres Zeug durcheinander: das durch einen Schirm gedämpfte Licht der elektrischen Glühbirnen erleuchtet ein unwohnliches Gemach, das nur mit dem notdürftigsten Hausrate versehen ist. Nie habe ich es so wie gerade jetzt gespürt, wie armselig, wie erbärmlich die Verhältnisse sind, in denen wir leben. Sonst gehörte der Tag der Arbeit, die vollständig die Umgebung vergessen läßt; und die Sonne des Südens übergoldet alles mit ihrem farbenhellen Schimmer. Ten Abend widmeten wir in früheren Tagen, da wir alle gesund, alle beieinander waren, beim Scheine der freundlichen Sterne dem kamerad- schaftlichen Plaudern auf der Bank vor dem Hause, wobei wir unsere Sorgen und Hoffnungen besprachen, von dem glänzenden Glücks künftiger Tage träumten und unsere Pfeifen rauchten, wir Ahnungslosen, allzu Hoffnungsvollen! Und in den Nächten täuschte uns ein fester, traumloser Schlaf über unsere Lage hinweg. Nun aber, da ich ganz allein für mich stehe, da ich an das Haus gekettet, Koch und Krankenpfleger bin, alle klein- lichen Pflichten der Hauswirtschaft zu erfüllen habe, da fällt es mir schwer auf das Herz, wie so wenig unser Dasein höheren Lebensgewohnheiten, Lebensbedürfnissen entspricht. Wo ist eine Hand, die in Liebe unser wartet, die unsere großen Bürden nicht erleichtert, aber doch dadurch zu tragen bilft, daß sie alle kleinen Sorgen des Lebens von uns nimmt; wo ist ein Herz, dem man sich aussprechen könnte? Wovon soll ich anfangen, wozu überhaupt noch anfangen? — da das Ende gekommen ist. Ward ist dahin— der Km- parcial ist dahin— was hat alles andere noch für einen Zweck? Zwei Tote an einem Tage: Maria Carmen und Arthur. Und in all der Not stehe ich ganz allein!— Viel Schönes und Tröstliches fällt mir nun ein, das ich über die Vergänglichkeit der Tinge einst gelesen und gelernt. damals als ich solchen Trost nicht brauchte, mir aber� all das Biblische, Eiceroniamsche, Epiktetische, Schopenhauerische gar schön und lobenswert erschien. Nun hält aber nichts von all dem Tröstlichen stand; nun stehe ich dem Abgrunde des Elends gegenüber; nun bin ich fertig, ganz fertig mit aller Religion, Philosophie und Lebensweisheit... Man hat gut die Erhabenheit über alles Unglück predi- gen; vielleicht wäre ich dafür doch ein wenig empfänglicher, wenn nicht das schmachvoll peinigende Gefühl der Schuld wäre.... Gestern früh ward ich durch den alten Tobar von Arthurs Krankenbett hinaus in � den Berg gerufen. Ich fühlte es gleich, es mußte sich wieder ein Unglück ereignet haben; nicht ohne Grund zuckte solch ein hämisches Lächeln um die Wangen des alten, neidischen Mannes, dem Stuart allein noch traut. Heute vermag ich mich nicht mehr zu erinnern, welche Eindrücke mich in Blitzeseile getroffen. Ich sah Ricardos gelbweißes Antlitz, das auf den Schacht deutete; das sonst so straffe Seil, das die Pumpe hielt, hing schlaff hinab; das ganze Aggregat war in die Tiefe gestürzt! Wie das ge- kommen, weiß der Himmel allein. Der Elende hat beim Heroblassen der Pumpe, als das Wasser wieder einmal um die Länge der Saugleitung gesunken war, geschlafen oder sich vielleicht auch in Pulque betrunken, kurz, er hat die Trommel der Winde nicht abgebremst, und die Maschine ist im Boden- losen versunken. Da liegt sie nun auf dem Grunde, zu Scherben zer- splittert, zusammen mit den Trümmern der alten Kolben- pumpe unserer Vorgänger, nicht weit von all dem Silber, nach dem wir uns so sehnen, zu dem wir hingieren! Aber ach, der Berg ist der Stärkere, er ist verwunschen; irgendein Dämon haust in seinem Eingeweide, der all unser Werk zuschanden macht, der von Tag zu Tag neue Bosheiten er- sinnt, der Menschen mordet und ihre Werkzeuge zerbricht, der uns Eindringlinge davonjagen möchte.-- 7 Aber daß ich dem Dämon die Möglichkeit, seinen schänd- lichen Plan auszuführen, geben mußte! Er wäre machtlos geblieben, wenn meine Sorglosigkeit ihm nicht Mittel und Wege gewiesen hätte, wenn mein Leichtsinn ihm nicht Ver- bündeter gewesen wäre... Gewiß, ich konnte nicht Tag und Nacht bei der Pumpe bleiben, das ist nur zu richtig, zumal der Kranke meiner Hilfe bedurste. Aber beim Niederlassen der Pumpe, das täglich nur einmal vorkam, ein Geschäft, das zum höchsten eine halbe Stunde dauert, hätte ich zugegen sein müssen— und wenn Ward auch darüber zu Tode verröchelte; denn das erste ist unser Daseinszweck; alles Persönliche aber, und wenn es auch Arthur in seinem Elende war, bleibt nur das Mittel. Und damit mir auch diese letzte Entschuldigung fehle — gerade als das Unglück sich zutrug, habe ich nicht etwa Arthurs dürstende Lippen gekühlt— 0 nein, ich habe ein- fach— geschlafen... In das Minenhaus war unterdessen der Schatten des Todes eingekehrt. Ward lag entseelt auf seinem Kranken- lager. Vielleicht ist er zu glücklicheren Gefilden heimgekehrt, wer weiß das? Sicherlich hat er aber dann den richtigen Augenblick erwählt, ist von uns geschieden, ehe ihm bewußt geworden, daß die wichtigste Maschine unrettbar für uns in die grausige Tiefe gesunken, ehe er zu dem unsäglich traurigen Bewußtsein gelangen konnte, daß all unser Mühen und Hoffen nur ein banger Traum gewesen, aus dem wir zu noch bangerer Wirklichkeit erwachen. O der ist wohl zu be- neioen, der die nackten Tatsachen dieses Tages nicht mehr hat zu sehen brauchen, der es uns allein überließ den Zu- sammenbruch zu überleben, unter deni alle unsere Hoffnungen begraben werden.— Ich habe von all dem Unglück Stuart telegraphisch in Kenntnis gesetzt— morgen um Mittag hoffe ich aus sein Eintreffen.— Mir bangt es in diesem Hause des Todes— der schwarze Schatten, der auf seiner unaufhörlichen Wan- derung hier eingekehrt ist und seinen finsteren Besuch ab- gestattet hat, lastet schwer auf meiner Seele, saugt an meinem Innersten, trinkt mich aus und macht mich zur leeren Schale dessen, was ich einst war. Und ich bin so allein!(Forts, folgt.1 Musik. Die Bolkskonzerte des Philharmonischen Or- chcsterS. Alles war so frisch im Zuge, so stark in der Aufwärts- bewegung. Plötzlich schlug der Krieg mit schwerer Faust dahinein. Verhagle Gemüter wähnten: es sei, was fröhlich gebaut Ivar, für immer zu Ende. Dem aber war nicht so— wie wir bald mit Freuden erkennen konnten. Arbeiter-Sängerchöre schlössen sich aufs neue zusammen, GesangS- wie Instrumenialkonzerle erllangen weniger reichlich zwar, doch desto tiefster Inbrunst voll. So find uns auch die Sinsoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters, dainit eS betrübte Herzen durch des Sommers Tage begleite, verblieben. Der Berliner Stadivertretung soll maus danken. Freilich, so oft und in so ausgebreiteter Weise, wie noch vor einem Jahre, haben wir die Philharmoniker heuer nicht. Die meisten grasten Lokalitäten sind in Lazarette umgewandelt. Nur die Kammer-Säle in der Teltower Straste und die Kon kordia- Festsäle in der Andreasstraste stehen je einmal ivöchenlich offen. Ueber den hochkünstlerischen Charakter dieser Konzerte sind alle sich einig. Das Philharmonische O r ch e st e r und sein Dirigent Camilla Hildebrand wissen edelstes Pflichtgefühl mit dem Er- streben musikalischer Volleistung zu paaren. lind die Programme? Hat der Krieg sie verändert? Zu ihrem Lobe sei es gesagt: Nicht im geringsten. Musik, wie alle Künste, kennt weder Ländergrenzen noch Nationalilätenzerklüflung. Sinfonische Werke namhafter Musikschöpfer Deutschland jetzt feindlicher Staaten umwerben mit den uns allen so innig vertrauten Melodien d e u t- scher Meister das Ohr und�Herz der Hörer. Aber sie alle, die da,«sitz an Sitz gereiht, die Säle zu füllen pflegen, suchen und finden Gemütserhebung vom Grunde einer in Dampf und Blut ertränkten Gegenwart. eis. Kleines Zeuilleton. Die Vorstufe üer Saukunst. Die Erforschung der Lebensweise der Menschenaffen bat bc- greiflicherweise bobeil wissenschaftlichen Wert. Unter den verschiede- neu Lebensgcwobnhcitcn, die die Wissenschaft bei diesen hoch organi- fterten Geschöpfen nachgewiesen hat, bietet die Bereitung einer Obdachstätte besondere? Interesse, zumal man annehmen kann, hier eine Vorstufe der menslchichen Baukunst vor sich zu haben. Ueber den Nestbau der Menschenaffen, Gorilla, Schimpansen und Orang lltang. macht der Direkwrialassistent im Hamburger Zoologischen Garten Dr. SokolowSkh in der medizinischen Klinik interessante Mit- teilungen. Es liehe sich ein umfangreiches Werk schreiben, wollte man die verschiedensten tierischen Gepflogenheiten und Einrichtungen. die sich auf das Unterkunftsbedürfnis der Tiere beziehen, bc- handeln. Insekten, Spinnen, Krebse, Vögel sind als Baukünstlcr aus der Tierwelt ja bekannt. Auch unter den Säugetieren gibt es solche, es sei nur als Beispiel an die Kunstbauten der Maulwürfe, Fischotter, Dachse, an die kunstvollen Wohnungen der Biber er- innerb Gerade deshalb ist es besonders auffallend, daß sich bei der höchsten Sällgeticrordnung, dem Affen, mit Ausnahme der drei Menschenaffen nichts findet, was auf solchen Wohnungsbau schliehen ließe. Aus den genauen Angaben der verschiedensten Bcobachtun- gen geht aber hervor, daß sowohl der Gorilla wie der Schimpanse wie auch der Orang lltang solche Nester durch Verflechten von Banmzwcigcn bauen, das Innere des Nestes auspolstern. Meist verbringt das Männchen die Nacht am Fuße des Baumes, auf dem sich das Nest befindet, zufamemngekauert stets bereit, die in, Nest befindlichen Weibchen mit den Jungen gegen Angriffe zu schützen. Im Angesicht dieser Tatsachen fragt nun Dr. Sokolowskv, wie es komme, daß gerade die drei Menschenaffen und zwar alle drei Formen sich Nester bauen. Die Annahme der Vererbung ist zurück- zuweisen, denn bei den niedrig stehenden Affen läßt sich keine ent- sprechende Veranlagung nachweisen. Mitbin muß die Gewohnheit, sich Schlasstätten zu bauen, eine Neuerwerbung der Menschenaffen oder ihrer direkten Vorsahren sein. Die kleinen Affen finden ober mebr Gelegenheit, sich zwischen den Aesten der Bäume zu verstecken, sie können sich leicht auf den Aesten ausruhen. Auch baben sie viel- fach Gesäßschwielen und können deshalb auch längeres Sitzen ohne Ermüdung vertragen. Dies alles ist bei den Menscheimsfen un- möglich und so sind sie unabhängig voneinander darauf verfallen, sich«chlafstälten zun: Nächtigen wie zum Schutz vor Feinden zu erbaue». In einer Arbeit, deren Erscheinen Dr. Sokolowsky an- kündigt, will er den Beweis erbringen, daß die drei Menschenaffen zwar an der Wurzel zusammenhängen, sich aber unabhängig von- einander zu Sonderform entwickelt haben. Sie müssen demnach die Gewohnheit des Nestbaues auch unabhängig voneinander er- worden haben. Sie entstand als notwendige Folge übereinstimmen- der Lebensweise. Im hohen Maße spielt auch die Intelligenz dieser Tiere dabei eine Rolle. In diesem Sine ist die Gewohnheit des Nestbaues tatsächlich als eine Vorstufe des Obdachbaues des primi- tiven Menschen aufzufassen. Sache der Anthropologie ist es, diesen Weg der Entwickelung zu verfolgen und die Hebergängc ausfindig zu machen, die von dem tierischen Schlafstättcnbau zur ersten An- läge eines menschlichen Obdachs führen. Sommersonnenwenöe. Seit dem 22. Dezember des verflossenen Jahres befindet sich die Sonne aus der Wanderung nach Norden, und jetzt, am 22. Juni, hat sie ihren Höhepunkt erreicht. Damit hat astronomisch der Sommer begonnen und die Natur ist an einem Wendepunkt an- gelangt. Tie lebende Natur hat aber diesen Höhepunkt noch nicht erreicht, denn die Erde saugt noch immer gierig die Strahlen der hochstehenden Sonne ein, und erst im Juli und August kommt ihre wärmespendende Kraft recht zur Geltung, obwohl unser Zentral- gestirn dann schon nicht mehr so günstig für uns steht. Wir wollen nicht verfehlen, darauf hinzuweisen, daß es falch ist, zu sagen, die Sonne wandert nach Norden, denn der Vorgang läuft in Wirklichkeit ganz anders ab. Wegen der zur Erdbahnebene schiefen, aber gleichbleibenden Stellung� der Erdachse wendet der Nordpol im Verlaufe eines Jahres der Sonne sich für ein halbes Jahr zu. für ein zweites halbes Jahr ab. Und lvenn die Erde den Punkt überschreitet, in welchem der Nordpol sich der Sonne am meisten zuneigt, dann erfolgt das, was wir Sommersonnenwende nennen, und von wo ab wir die Nordwärlswanderung der Sonne rechnen. Umgekehrt ist es zur Wintersonnenwende. Für uns die nördliche Erdhemisphäre Bewohnenden geht an diesem Tage die Sonne zurück, kehrt nach Süden um, erreicht also den Wendekreis des Krebses und bezeichnet dainit, astronomisch wenigstens, den Abstieg. Sominersonnenwendc war in den germanischen Ländern früher ein Festtag. Und die wärmende Flamme, das irdische Abbild und Zeichen der glühenden und licht- und wärmespendenden Sonne, war das Symbol des Tages. Ueberall flammten in den Tagen der Sommersonnenwende im Juni die rauchenden Feuersäulen empor, womit den Göttern geopfert und für den Opfernden Schutz und Schirm gegen alle möglichen Gefahren von ihnen erfleht und er- zwungen wurde. Dieser alle Brauch hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten. Die christliche Kirche hat natürlich auch hier versucht, die heidnischen Reminiszenzen zu vertilgen, sie hat es aber nicht fertig gebracht. So ist die Flamme überhaupt als altes heidnisches Symbol immer Siegerin geblieben. Selbst die Edikte Karls des Großen, der die Todesstrafe über alle verhängte, die die Leichen ihrer Angehörigen dem heidnischen Feuer übergaben, haben diese Sitte nicht zu per- hindern vermocht. Sie erhielt sich der Kirche zum Trotz, und die Feuerfeiern, die im Mittelalter ganz offiziell waren, dehnten sich mehr und mehr aus. Die Kirche schloß also auf andere Weise mit der Sonnenwendfeier ihren Frieden; sie hing ihr eine christliche Bedeutung an und weihte sie dem Kirchenheiligen Johannes. In dieser Form besaß die Sonnenwendfeier im Mittelalter dann große Allgemeinheit: Kaiser und Könige beteiligten sich daran und trugen ihre Brandsteuer zu dem lodernden Holz- stoß bei, der auch da noch seine reinigende, heiligende und schützende Wirkung beibehalten hatte. Aber nicht der Scheiterhausen allein war die Form des Brandopsers, im Elsaß z. B. rollte man brennende Räder von den Bergen, in Tirol nndjinderen Alpengegenden zündele man Strohfaänze an, die an langen Stangen steckten, den„Johannis- stangen". Wie bei allen symbolischen Handlungen und Feiern im Mittel- alter schob sich auch bei der Johannisfeier ein wüster Hexen-, Teufels-, Spuk- und Aberglaube mit unter, der die merkwürdigsten Gebräuche im Gefolge halle. Dabei bedeutete der Johanniszauber vorwiegend Gutes für den ausübenden Menschen— wie es bei einem Sonnensest eigentlich gar nicht anders sein kann. Sind doch auch die lebensfreun'dlichen und lebensbejahenden Eigenschaften der Sonne zu eindringlich, als daß sich ihnen der dankbare Mensch ent- ziehen könnte.__ F. L. Wichtige neue platinafunöe. Im Dellow-Pine-Bergwerksbezirke von Clark County im Staate Süd-Nevada ist neuerlich die Anwesenheit von Platina entdeckt worden, einem Metall, dessen Wert zurzeit bekanntlich den des Goldes um ein Vielfaches übersteigt. Der amerikanische Geologe A. Knopf hat eine Beschreibung dieser wichtigen neuen Entdeckung veröffentlicht, ans der herorgcht, daß es sich dabei um das Erz der Boß-Goldmine handelt, das an Piatina und besonders an Palladium sehr reich ist. Der Erzkörper ist ein fein körniges Ouarzgestein, das in einem System von Längsspalten gelagert ist, etwa als eine un- regelmäßige Kieselfüllung in dem karbonischen Dolomit. Bei der Untersuchung wurden 1— 2000 Tonnen Erz ans der Hauptader entnommen: die Durchschnittsanalyse ergab folgende Ziffern in Unzen für die Tonne: Gold-T46, Silber 6,4, Piatina 0,70, Palladium 3,38. Diese edlen Metalle sind dort hauptsächlich an das Plumbojarofit, ein wasserhaltiges Blei-Eiseniulfat, gebunden; in Nestern dieses Minerals kommen zuweilen 100 und mehr Unzen Palladium und Piatina auf die Tonne vor, und Gold ist hier und dort in größerein Maße vorhanden. Dieie Entdeckung ist nun sowohl aus theoretischen wie aus praktischen Gründen wichtig. Wohl sind primäre Fund- stellen von Platinametallen bekannt iUral, Kolumbien), allein in allen Fundorten dieser Art zeigt sich Platina nur spurweise, ist also wirtichastlich ohne Bedeutung. Tatsächlich stammt die ganze Platina- gewinnung aus seinem sekundären Vorkommen. Die neue Boß- Ader ist daher die einzige primäre Fundgrube von Wirtschaft- licher Bedeutung, in der die Plalinametalle unter den edlen Bestandteilen den größten Wert darstellen. Auszunehmen wäre viellercht nur der am Anfange dieses Jahrhunderts entdeckte Sperrylit-Reichtum in den Kupfererzen von New Rambler in Wyoming. Die Hauptsache ist nun natürlich, ob genügend Erz vor- banden ist und ob keine Verringerung nach der Tiefe stattfindet, so- wie es bei der eben genannten lliambler-Mine alsbald der Fall zu sein schien. Sind die AuSffchten günstig, so wird die Platina- gewinnung in diesem Bezirke kräftig fortgesetzt werden. Jedenfalls ist cS vom wissenschaftlichen Standpunkte aus sehr bemerkenswert, daß hier eine neue Mineralienverbindung entdeckt wurde, da es bisher unbekannt war, daß Platina in Verbindung mit Blei- Mineralien in Dolomit vorkommt. Notize«. — Erschöpfte Trockenelemente von Taschen- l a m p e n, die jetzt im Felde so viel gebraucht werden, können nach einem sehr einfachen Versahren, das Jllng in der„Pharmazeutischen Zeitung� mitteilt, wieder gebrauchsfähig gemacht werden. Das Element wird aus der Lampe genommen, mehrfach in ein Tuch eingeschlagen und in einen bedeckten Steinguttopf gelegt. Der Topf wird dann auf eine Stunde in einen nicht überhitzten Bratofen oder Wärmeschrank gestellt. Die Batterie wird die Birne alsdann von neuem, wenn auch nicht in altem Glänze erstrahlen lassen, dafür kann jedoch daS Verfahren wiederholt werden. Das Verfahren dürfte besonders dort erwünscht sein, wo eine neue Batterie nicht sofort beschaffbar ist. l'Keater für Dienstag, den 22. Juni. Deutsches Künstler-Theater 8v4ubr Die Schöne vom Strand Deutsches Opernhaus, Cbarlottenb. s Lb.: Figaros Hochzeit Friedrich-Wilhelmstädt. Theater s'u u.: Eine unmögliche Frau, Kleines Theater s�u.�L'rtT liebeslrank K essins Theater sv, u.: Seine einzige Frau I.iistspiclhaus sv.u.: BerrsehaltLDieneriesfleht ülontls Operetten-Theater subr: Hoheit tanzt Walzer URÄlilA TaubensiraBe 48/49. 8 Uhr: An den Grenzen von Südtirol und Italien. Schiller-Theater O. s uhr: Der Rauh derSabinerinneo Schiller-Tb. Uharlottcnbg. 8 uhr: Das Prinzip Thalia-Theater suhrJerRauhderSaleriDDen. Striese, Theaterdirektor: Königl. Sachs. Hofschauspieler Hanns Fischer als Gast. Theater am Xollendorfpl. Zum 275. Male! sv, u: Immer feste druff! Trianon-Theatcr sv.uhr Die Heiratsschuie Volksbühne.Theateram Bülowplafz svJjhr Bie Lokalhahn, Guido Thielseher „Venus im Grünen". Operette in 1 AkLv.Rud. Lothar. Musik von Oskar Siraus, Mitwirkende: Else Borna Lotte Werkmeister Thalia-Theater, Berlin Karl Bochmann Julius Spielmann sowie der vom Publikum und Presse jglttnzend beurteilte Juni-Spielplan. V olgt-Tlieater. Badslr. 58. Badstr. 58. Hine Uacht in Kerlin Volksstück mit Gesang in 3 Auszügen, Erstkisssixes Variete Kasjeneröfinmig 10 Uhr. Ans. 4 Uhr. Rose-Theater. «-/.uhr Unsere Prachtmädels. Gartenbühne: Die Fdrsterchristl. Walhalla-Theater. s uhr: Eine Meile in der Mioute. Gartenbühne: Apollo-Sänger. Reichshalten-Tbeater. Stettiner Sänger. Ans. 8 U. Zum 140. Male: Militärisch. Zeit bild von Meysct. Militärpersonen u, deren Angehö- .igen vollkommen srcier Zutritt zu d.Stett. Sängern. Tägl. 8 Uhr, Sonntags 3'/, u. 8 Uhr B. Steidl— Adelmanna Men I IVeu! Die berühmte Weltmeisterin „Charlotte" in ihren neuest. Produktionen auf künstlichem Eis. ? Paiul?— Asra u. das weit, sensat. Juni-Progr. Kl. Preise. Augen, kühl. Aufenthalt Sozialdemokratischer Vahlverein Charlotteulmr; °» �fdeitsmÄrkt. LlelleuanAedole. Linoleumleger verlangen W. Reimsseld u. Co.. Charlottenstraße 86. 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