Nr. 144.- 1915. Unterhaltungsblatt öes vorwärts Mttonch, 23. Im!. Wann kommt die erste Ernte? ityzn Dr. S. von Jezewski. In diesen Pagen, da wieder das Korn im Winde rauscht und die goldenen Tarben des Schnitters harren, dürfte es interessieren, etwas Näheres über die Zeit zu erfahren, zu welcher in den der- schiedenen Ländern der Erde, vor allem aber in den deutschen Gauen, die Getreideernte eintritt. Da zeigt sich zunächst, daß es kaum einen Monat des Jahres gibt, in dem nicht in irgendeinem Lande oder Erdteil das Brotkorn reist. Die Hauptmenge des aus den Weltmarkt kommenden Ge- treides wird heute noch in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel, in Europa, Nordamerika und Indien, erzeugt. In Europa fällt die Ernte im mittleren Gebiet in die Monats Juli und August, im Norden wird im«September und Oktober, in Südeuropa im Juni geerntet. Schon im Mai reist das Korn in Nordafrika, in Syrien und Babylonien; bei den alten Hebräern feierte man zu Pfingsten das Erntefest. In Indien fällt die Getreideernte in die Monate Februar u/w März. In den Ländern der Südhalbkugel, die be- kanntlich vertauschte Jahreszeiten haben, so daß dort die Monate Okwbeg? bis März das Sommerhalbjahr bilden, erntet man im No- vember und Dezember. Ueber den Eintritt der Ernte in den verschiedenen deutschen Landschaften sind wir heute durch langjährige Beobachtungen gut unterrichtet. Hiernach beginnt der Schnitt unseres wichtigsten Brot- korns, des Roggens, im weitaus größten Teil des norddeutschen Tieflandes und in den niederen Lagen Mittel- und Süddeutsch- lands zwischen Mitte und Ende Juli. So nimmt, um einige Zahlen zu nennen, der Schnitt des Winterroggens seinen Anfang in Gießen durchschnittlich um den 18. Juli, in Schwerin am 20. Juli, in Zwenkau bei Leipzig am 23. Juli, in Schleswig am 28. Juli, in Arys in Ostpreußen am 31. Juli. In Hagenau beginnt die Ernte an� ig. Juli, in Heilbronn am 18. Juli, in Friedrichshafen am 2i Juli. Die Unterschiede, die hinsichtlich des Erntedatums zwischen dem Mittleren und südlichen Deutschland und Ostpreußen bestehen, sind, wie man sieht, ziemlich gering, sie betragen höchstens zwei Wochen. Dieser Zeitraum erscheint um so kürzer, wenn man sich die späle Entwickelung der Vegetation im Osten vergegenwärtigt. Hält doch der Frühling in den Ostprovinzen seinen Einzug drei bis vier Wochen später als im Westen. Die Ursachen dieser Erscheinung liegen in dem Unterschied zwischen dem Seeklima des Westens und dem Landklima des Ostens. Ersteres zeichnet sich durch milde Winter und kühle Sommer aus, während das Konttnentalklima kalte Winter und ein spätes Frühjahr, dafür aber heiße Sommer hat. Wenn nun auch die Pflanzenwelt im Osten später erivacht als im Westen, so gibt ihr doch das rasche Ansteigen der Wärme die Möglichkeit zu schnellerer Entwickelung, so daß sie den Vor- spruug der ozeanischen Gebiete zum Teil wieder einholt. Be- merkenswert ist, daß der Einfluß des Klimas auch in der Zu- sammensetzung des Getreidekorns sich geltend macht: Das im Kontinentalklima gebaute Korn ist wesentlich reicher an Eiweiß sProtem), als das in Gebieten mit Seeklima erwachsene. So ent- hält der englische Weizen nur 9 bis 19 Proz. Protein, der deutsche 12 bis 14 Proz., der ungarische 16 bis 17 Proz., der ostrussische Samaraweizen aber 29 bis 22 Proz. Protein. Einen sehr frühen Erntetermin haben dagegen in Deutschland die warmen Striche am oberen Rhein und im Gebiete des Mains, des Neckars und der Mosel zu verzeichnen. In Karlsruhe fällt nach langjährigen Feststellungen der Beginn des Roggenschnittes bereits auf den 9. Juli, in Nürnberg auf den 19. Juli, in Frankfurt auf den 11. Juli, in Cannstatt am Neckar auf den 1ö. Juli. Noch etwas früher, schon in den ersten Tagen des Juli, zum Teil sogar Ende Juni, beginnt die Ernte in weiten Gegenden Oesterreich- Ungarns. Im Süden der großen ungarischen Tiefebene steht man den 29. Juni, den Peter- und Paulstag. als Eröffnung des Weizen- schnittes an. Auch im österreichischen Donaugebiet und in den warmen Tälern der Ostalpen reift das Korn um dieselbe Zeit. Für Klagenfurt und Graz ergeben sich als Mittcldatum für den ersten Roggenschnitt der 2. bzw. 3. Juli, für Riva am Gardasee der 1. Juli; nur wenig später ist Linz an der Donau lS. Juli). Den Gebieten mit zeitiger Ernte stehen Landcsteile mit später und sehr später Ernte gegenüber, wo das Korn erst im August oder September zur Reife gelangt. Hierzu gehört ein großer Teil der Nordseeküste. Schon in Nord-Holland, im äußer- stcn Westen Frieslands und auf den Weftfriesischen Inseln ver- zögert sich die Roggenernte bis in die ersten Tage des August. Während sie in Maastricht am 18. Juli einsetzt, beginnt sie auf der Insel Texel erst am 7. August Ebenso reift im Westen und Nordosten Schlcswig-Holsteins der Roggen gewöhnlich nicht vor An- fang August, auf den Nordfriesischen Inseln und der gegenüber. liegenden Festlandsküste zieht sich der Beginn der Ernte sogar bis zum 19. August hinaus. Die späte Ernte im Küstengebiet ist natürlich in der Hauptsache durch die kühlen Sommertempera- turen bedingt; daneben wirkt aber noch ein anderer meteorologischer Faktor mit, nämlich der Wind. Wind und Sturm zählen ja mit zu den schlimmsten Feinden des Pflanzenlebens. Neuere Unter- suchungen haben gelehrt, daß eine mittlere Windgeschwindigkeit von 3 bis 7 Sckundenmetern, wie sie an unseren Küsten häufig ist, den Bodenertrag auf freier Fläche auf. weniger als die Hälfte des an windgeschützten Stellen erzielten Ertrages herabzumindern vermag. Aus diesem Grunde vermögen auch die Lbtbäume im eigent- lichen Küstengebiet nicht zu gedeihen. Großen Schaden richten die Weststürme zur Erntezeit ferner dadurch an, daß sie die reifen Körner aus den Halmen schlagen. Wie sehr der Landwirt an der Küste auch sonst unter der Ungunst der Witterung zu leiden hat, läßt die Mitteilung erkennen, daß es in regenreichen Herbsten bisweilen unmöglich wird, die Kartoffeln aus dem nassen Erdreich zu ernten. Mehr oder minder stark verzögert sich die Ernte auch auf den Hochfläcben und im Gebirge. In den rauheren Lagen der deut- schen Mittelgebirge reift das Korn gewöhnlich nicht vor Mitte oder Ende August. Im hohen Venn in der Gegend von Malmedy und auf dem Erzgebirge beginnt die Ernte in der Regel erst Anfang September. Sehr klar veranschaulicht den Unterschied zwischen der Ebene und dem Gebirge die Provinz Schlesien. Hier beginnt im Flachland der Roggenschnitt schon gegen Mitte Juli und Mitte August. In den höchsten Dörfern des Riesengebirges aber reift das Korn frühestens Anfang September, oft sogar erst im Oktober, ivenn es schon auf die stehenden Früchte geschneit hat; vergeht der | Schnee nicht völlig wieder, so ist die Ernte verloren. Zur größten ' Höhe steigt der Roggen auf dem deutschen Boden im Hirschbühel in Oberbayern(976 Meter) empor; hier kommt er indessen nicht mehr in jedem Jahre zur Reife. Noch höher, 1899 bis 1909 Meter über dem Meere, wird der Roggen im oberen Engadin gebaut; dort braucht er dann bisweilen zwei volle Sommer zur Reife. Bei den vorstehend mitgeteilten Zeitangaben handelt es sich um Durchschnittswerte, die aus langjährigen Aufzeichnungen ermittelt worden sind. Wie aber der Ertrag der Ernten von Jahr zu Jahr beträchtlichen Schwankungen unterliegt, so kann siel; auch ihr Beginn in den einzelnen Jahren erheblich verfrühen oder ver- späten. In Südungarn hat mau z. B. während der letzten zwölf Jahre bei der Weizencrnte Unterschiede von drei Wochen beobachtet. Für die Provinz Schleswig-Holstein wurde als mittleres Datum für den ersten Roggenschnitt der 31. Juli festgestellt, als frühester Termin aber der 39. Juni, als spätester der 13. August; bei der Gerste schwankte das Erntedatum in den einzelnen Jahren zwischen dem 24. Juli und dem 2. September, beim Hafer zwischen dem 31. Juli und dem 6. September. Der Eintritt der Ernte hängt, wie wir sahen, hauptsächlich von den klimatischen Verhältnissen der einzelnen Gebiete ab. Ten größten Einfluß hat die Temperatur, wobei neben der mittleren Jahreswärme eines Ortes auch noch die Wärmeverhältnisse wäh- rend der Vegetationszoit des Getreides in Betracht kommen. Auch die Dauer des Sonnenscheines und des Tageslichts spielt, nament- lich in den nordischen Ländern, eine wichtige Rolle. Die Länge der nordischen Sommertage begünstigt die rasche Entwickelung des Ge- treides, so daß dieses im Norden Finnlands unter'dem Polarkreis noch Ende August schnittreif wird. Von Bedeutung sirrd ferner die Niederschlagsverhältnisse; allzu große Feuchtigkeit in der Wachs- tumsperiode vermag ebenso wie übermäßige Trockenhett die Reife des Korns zu verzögern. Neben den EinMjsen klimatischer Natur kommen aber vielfach auch die Unterschiede des Bodens zur Wir- kung. Auf lockerem, leichtem Sandboden z. B. blüht und reift der Roggen, zumal in trockenen Jahren, rascher als auf schwerem, tonigem Boden. Sehr deutlich hat man dies in Schleswig-Holstein feststellen können. Hier hat der fette, schwere Marschboden durch- gängig eine spätere Ernte als der leichte Sandboden der Geest. Um unö in Lemberg. Von welcher Seite immer sich der Reisende Lemberg naht, immer, so bemerkt Ladislaus von Lozinski in seiner Beschreibung der Stadt, rollt er gleichsam in diese hinein. Die mngebende Landschaft entbehrt des Charakters und trägt einen beinahe mürrisch zu nennenden Zug, und die Stadt selbst scheint sozusagen über- Haupt nicht zu„liegen". Und doch trifft diese Vorstellung nicht Hanz zu; Lembergs Lage ist nicht ohne Reiz, und um ihn zu er- fassen und zu verstehen, tut man am besten, die Höhe des alten Schloßberges zu ersteigen, der heut Franz-Josefs-Berg heißt. Da sieht man, daß Lemberg sich in einen ziemlich tiefen Kessel schmiegt, der ringsherum von Anhöhen umgeben ist. Diese Anhöhen tragen den Namen von Bergen, allein das sind sie ihrem Wesen nach nicht, sondern es sind vielmehr Schollen und Neste einer zerrissenen Hoch- ebene. Das Flüßchen P o l t e w, an dem Lemberg liegt, hat die Hochebene hier in dieser Weise zu Hügeln und Höhen zernagt; heute ist vom Poltew in der Stadt Lemberg nicht mehr viel zu merken, da sein hätzlicher Lauf längst überwölbt worden ist. Die Hochebene aber, durch die er sich hier gegraben hat, das ist die p o- doli s che Platte, mit der jene riesige Platte, die die Boden- gestaltung von ganz O'teuropa bedingt, bis hierher nach Galizien vorstößt. Richtet man vom Franz-Josefs-Berge den Blick gerade oft- wärts, so streicht er über die weiten, ohne Unterbrechung sich hin- ziehenden Flächen dieses podolischen Plateaus�hin. Gegen Norden fällt dieses Plateau mit einem deutlichen Steilrande gegen die Ebene ab. Die Eisenbahnlinie, die von Lemberg aus nach Tarno- p o l und weiter östlich zur russischen Grenze führt, folgt etwa dieser Steilgrenze; zur rechten Hand erhebt sich gleich einer steilen Wand das Plateau von Podolien mit Gestrüpp und Laubwald bedeckt, zur Linken aber dehnt sich eine weite, sandige, öfters von Sumpf und Moor unterbrochene, stellenweise dunkle Inseln von Nadelwaldun- gen tragende Niederung, die nichts anderes als die Fortsetzung der nordgalizi schen Tiefebene ist. Lemberg selbst liegt in dieser nordgalizischen Tiefebene, etwa da, wo die podolische Platte in ihrem äußersten Westausläufer an sie stößt, und vom Franz- Josefs-Berge sieht man, wenn man sich nach Westen herüber wen- det, unabsehbar die Fortsetzung der großen Niederung, ein sumpfig- sandiges, hier und da mit dunklegrünen Kiefernwaldungen b:- decktes Land, das schon ganz den Charakter deS Weichselgebietes trägt und mit zahlreichen erratischen Blöcken aus nordischen, be- sonders finnländischen Gesteinen bedeckt ist. Nun ist freilich gerade in der Gegend von Lemberg diese große Niederung noch nicht typisch entwickelt. Es setzt nämlich hier ein stellenweise bis zu 499 Meter ansteigender Hügelzug ein, der in nordwestlicher Richtung, gegen Tomaszow in Russisch-Polen streichsitd, die ganze Tiefebene in zwei ungleiche Teile teilt. Der bei weitem größere westliche Teil umfaßt das Gebiet des San- und Weichselflusses— das Gebiet, das die siegreich vordringenden Heere der Verbündeten jetzt bereits hinter sich gelassen haben. Der öst- lichc, kleinere Teil der Tiefebene hingegen bildet die N i e d e r u n g d e s B u g- G e b i e t e s. das jetzt der SckMuplatz neuer, bedeutender kriegerischer Ereignisse zu werden bestimmt scheint.� Mit Ausnahme des erwähnten L e m b e r g— T omaszower Rückens wird die Oberfläche dieser Ebene nur durch die Ablagerungen des ehemaligen Inlandeises und der jüngeren Anschwemmungen gebildet, und so erklärt es sich, daß die Landschaft den Charakter der Einförmrgkert und der Langweiligkeit trägt. Em polnisches Sprichwort sagt von diesem Teile Galiztens recht bezeichnend:„Hinter dem Sande ein Wäldchen und hinter dem Wäldchen wieder Sand. � Nordostlrch von Lemberg und östlich von Z o l k i e w beginnt diese typsicne Landschaft des oberen Bug-Gebietes. Wald und Morast, manch- mal auch Sand, das ist der ganze Inhalt dieser flachen Gegend— so schildert sie ein trefflicher Kenner, Emil v. Habdank-Dumkowsn. Eust westlich hinter Rawa Nuska erscheint eine willkommene Abwechselung in diesem traurigen und eintönigen Bilde, nämlich der Lemberg-Tomaszower Hügelzug. Freilich sind die Hügel weder besonders hoch und malerisch und Sand und Kiefer herrschen auch hier noch, aber von der Höhe des Rückens kann man doch einen iitteressantcn Blick über das ganze Land gewinnen. Mit diesen Eindrücken von der umgebenden Landschaft bildet Lemberg eine doppelte Ueöeriaschung. Denn es ist eine statt- liche, ja in ihrer Weise selbst glänzende Stadt, die sich da zwsicherr der podolischen Platte nnd der galizischen Tiefebene eingenistet hat. Von ihren älteren Denkmälern freilich ist das meiste durch der, furchtbaren Brand von 1327 vernichtet worden, aber aus den Zeiten seit dem 16. Jahrhundert besitzt Lemberg so manchen rnter- essanten Palast, so manche stattliche Kirche. Dennoch sind es nicht die Altertümer, die man in Lemberg sucht und die den Reisenden hier fesseln; darin kann sich Lemberg nicht im entferntesten mit Krakau, der Hauptstadt von Westgalizien, messen. Was an Lem- berg fesselt, das ist vielmehr gerade seine moderne Entwickelung, das ist das neue Lemberg, das sich in den letzten 39 Jahren ent- wickelt hat, eine Stadt mit stattlichen und belebten Straßen, mit prächtigen Neubauten, mit schönen Parkanlagen. Diese moderne Schicht hat die Spuren und Reste der langen geschichtlichen Ver- gangenheit Lembergs fast ganz bedeckt; daß diese aber dennoch hrer und dort, bald in der Straßenanlage, bald in einem Bauwerke, bald selbst wieder nur in ein paar dekorativen lleberresterr immer wieder durchwächst und sich geltend macht, das gibt der Phystognomic von Lemberg einen feinen Reiz und bewahrt sie vor dem fluche der nur modernen Städte— vor dem Fiuche der Charakterlongkelt. Die Crweckung öer Naria Carmen. SS) Von Ludwig Brinkmann. Mit Tagesanbruch weckte mich Stuart aus dem schweren Schlummer, der mich endlich überfallen hatte und mich so wohltuend vergessen ließ. Ter Freund war totenbleich. Seltsam wirre Eindrücke erfüllten mich, ehe ich aus der Bewußtlosigkeit tiefen, tiefen Schlafes zur Klarheit des wirklichen, lichtvollen Tages ge- langte. Als ich die bekannten Züge zuerst über mir sah, verwechselte sich in mir das Erinnerungsbild, und ich ver- meinte, Ward stände bei mir— die gespenstische Bleichheit des Freundes, die durch den kalten Schein des Zwielichtes verstärkt wurde, erinnerte mich an seinen Tod; ein Schauer durchrieselte mich, als ich die geisterhafte Erscheinung über mir sah, mir zunächst unverständliche Worte sprechen hörte -- und nur ganz allmählich wurde es mir bewußt, daß Stuart zurückgekehrt war. Auch seine gewaltige Natur schien von dem vielfachen Unglücke niedergeschmettert. Er konnte sich kaum auf den Füßen halten, zitterte ain ganzen Leibe und war unklar in seinen Reden. Ich lehnte daher jedes Gespräch ab und hieß ihn sich auf mein Bett niederlegen, bis ich mich angekleidet und den Tee bereitet hatte. Nachdem wir schweigend unser frugales Frühstück eingenommen hatten, ließ ich ihn allein zu dem dahingeschiedenen Freunde gehen. Als sich Stuart dann tränenden Auges in unser Bureau gesetzt hatte, wo wir nicht mit Genutz, aber aus alter Gewohnheit unsere Pfeifen in Brand setzten, begannen wir die neue, gewaltig veränderte Sachlage aller unserer Verhältnisse zu besprechen. Erst im Laufe unserer Unterredung sollte mir ganz be- wüßt werden, wie sehr sich alles geändert hatte-- armer Ward, ärmerer John!— Man soll sich nicht in Privatverhältnisse, selbst nicht in die seines besten Freundes einmischen; aber hier, unter diesen ganz absonderlichen Bedingungen, da wir einen in die süd- mexikanische Wüste versprengten Spritztropfen der großen erobernden anglo-germanischen Völkerflut bilden, ständig in Gefahr, auf den sonnenglühenden Steinen rasch und nutzlos zu versieden, wie es dem armen Ward geschehen, hier müssen wir einer für den anderen einstehen, hier bilden wir etwas Zusammenhängendes, wo des einen Leid auch des anderen Schmerz, des einen Schuld auch des anderen gehler ist; wir dürfen uns nicht trennen, und können es auch nicht, wir sind zusammengeflochten: und ich muß auf Stuarts Er- fahrungen eingehen, als wären es meine eigenen. Es hatte angefangen, damals, vor einem Monat, als ich zwei Wochen lang schier Tag und Nacht mit der Neu- Wickelung des Generators beschäftigt war und Stuart täglich an meiner Stelle zu Tickinsons Haus hinritt, um mit den Mitgliedern der A. E. M. T. wegen des Wasserkraftwerkes zu verhandeln. Bei diesen Besuchen kam er natürlich oft mit Frau Jane zusammen, die er bis dahin nur ganz gelegent- lich flüchtig gesehen— und die alte, alte Geschichte begann. Selbstverständliches und Erstaunliches webt sich hier unentwirrbar durcheinander. Taß Stuart recht bald in hef- tigen Flammen aufloderte, nimmt mich nicht wunder; ein Jahr mönchischen Lebens, meist im Innern des Berges oder in kurzer Erholung auf Jagdstreifzügen im Gebirge ver- bracht, macht ein hochgewachsenes, kerngesundes Kind der Natur, das in seiner Empfindungsweise doch so gar nichts Mönchisches hat, leicht entziindbar, und der durch künstliche Wehre aufgetaute Strom bricht, wenn sich ein Ausweg ihm öffnet, durch alle Tänime. Aber Jane— ach wer wird die Weiber jemals ergründen!— Jane, die Gattin eine Mannes wie Tickinson, dessen vierzigjährige Kampfeserfahrung uns alle neben sich fast wie Schulbuben erscheinen läßt, Jane, die so namenlos stolz auf Kultur ist und sich in allen Dingen der Gelehrsamkeit hoch über jeden Mann erhaben glaubt, Jane, der doch nichts von äußeren und ineren Glücksgütern fehlt als der einzige Umstand, daß Taviche nicht ganz soviel Zerstreuung bietet wie vielleicht Manhattan oder die Königin des Westens am Goldenen Tore,— Jane, was konntest du an John Stuart finden, der nichts von der Welt weiß, als was die unendliche Prärie oder die Minenlager der Kor- dilleren ihn zu lehren vermochten, der nichts zu leisten ver- mag, als Rinder zu hüten, den, Wilde nachzustellen oder im Eingeweide der Erde nach goldenen und silbernen Schätzen zu spüren, aber zu allen Künsten des Salons so geschickt ist wie allenfalls ein Tanzbär, an John, der sich unbehaglich fühlt, wenn er ein Buch sieht oder andere Leute sich über gelehrte Dinge unterhalten hört und dem nur wohl wird, wenn er selbst mit der Kraft seiner Athletenarme in das Rad der Dinge eingreifen kann?!— Oder war es vielleicht gerade das, Jane Dickinson, was dich gefangen nahm? Die beiden verabredeten ein Rendezvous in Stadt Mexiko. Jane reiste vorweg. John sollte in einigen Tagen nachfolgen. Es waren ja mit der D. E. G. und der N. B. M. noch ein paar Kleinigkeiten zu regulieren, über die er, wie Stuart meinte, nun besser unterrichtet sei; zudem seien letzt in der Grube gerade keine übermäßig schwierigen Probleme zu bewältigen. Wie kunstvoll er doch, dessen Sache sonst wahrlich nicht das arglistige Spinnen verfänglicher Netze ge- Wesen, mir das darzustellen verstanden hat, während ich mem persönliches Widerstreben aus den erwähnten Gründen nicht kundgab. Die Geschäfte in Stadt Mexiko waren rasch mit einiger Leichtfertigkeit abgewickelt, denn alle� technischen Details sollten von mir später schriftlich erledigt werden. Dann folgte Stuart drei Wochen lang seiner tollen Laune und pflasterte Frau Janes Pfad verschwenderisch mit Pesos, indem er eine kleine Geldreserve, die er auf einer Bank zurück- gehalten und die er selbst vor uns bislang verheimlicht hatte, vollständig aufbrauchte. Wenn diese Minengräber einmal unter Menschen, unter Blumen und Champagner kommen und ein schönes Weib im Wagen haben, dann schäumen alle Tollheiten hoch auf... Bis ihn niein Telegramm erreichte, den Trunkenen zur Besinnung brachte. Ohne ein Wort des Abschieds von Jane, wie er ging und stand, stürmte er zum Bahnhofe, reiste ab, verbrachte die Nacht in Verzweiflung auf einer Bank der Alameda von Pueblo, reiste am anderen Tage nach Oaxaca, stürzte sich dort auf ein Pferd, ritt nach Ocotlan hinab, trommelte unseren Lieferanten aus seinem schweren Schlunimer, nahm ein anderes Pferd, das unter Peitschen- hieben fast zusammenbrechend seinen Reiter bei Tagesgrauen zum Minenhaus der Maria Carmen brachte.— Doch hier schien es mit Stuarts Kraft zu Ende zu sein. In der ganzen Wildheit seiner ungebändigten Natur zerfleischte er sich mit seinen Selbstvorwürfen: Um eines Unterrockes willen Hobe er den sterbenden Freund verlassen, die Mine dem Untergange überantwortet! Als ich um der Gerechtigkeit willen den größereu Teil der Schuld aus mich nehmen wollte, wehrte er mir ab; ich hätte höhere Pflichten um den Freund gehabt, und zudem ginge die Arbeit in dem Berge mich ja auch aar nichts an-- „Ich, ich allein habe alles zerstört; daran ist nicht zu deuteln, und die ewige Verdammnis soll mich treffen und alle, die mich dazu gebracht haben!" Und er stand auf und ging hinaus in den Berg.— Den Tag über hatte ich Korrespondenzen zu erledigen, die sich über den Ereignissen der letzten Woche aufgehäuft hatten.(Fortsetzung folgt.) kleines Jem'lleton. Hebung unü Senkung öes Srunüwasserspiegels. Grundwasser ist bekanntlich �»ticderschlagswasser, welches durch die oberen, wasserdurchlässigen Schichten des Erdbodens hindurch- sickert, bis es auf wasserundurchlässige Schichten stößt. Da das Grundwasser infolge dieser natürlichen Filtration reiner ist als das Oberflächenwasser unserer Flüsse und Seen, so wird es als Trinkwasser bevorzugt. Namentlich für große Städte reicht aber häufig das vorhandene Grundwasser nicht immer aus, da ist man in neuerer Zeit dazu übergegangen, künstliches Grundwasser zu erzeugen, es geschieht dies, indem man Oberflächenwasser, also etwa Flutzwasscr, auf geeigneten Flächen versickern läßt. So sehr nun auf der einen Seite die Senkung des Grundwasserspiegels für die Trinkwasserversorgung unerwünscht ist, so unangenehm können reichliche Grundwassermengen und hohe Grundwasserspiegel der Tiefbautechnik werden, wenn es gilt, Abwässerkanäle und Unter- gruudbahntunnels zu bauen, die ganz oder zum Teil unter den normalen Wasserspiegel reichen. Hier wird zur künstlichen Ab- senkung geschritten. Die interessantesten Arbeiten auf diesem Ge- hicte wurden wohl bei den Tunnelbauten der Berliner Untergrund- bahnen durchgeführt. Ueber diese Technik macht nun Oberingenieur Bechstein im „Prometheus" Mitteilungen. Beim künstlichen Absenken eines Grundwasserspiegels geschieht nichts weiter als beim Leerpumpen eines Brunnens; dem Grundwasserstrom im Bereich der trocken zu legenden Baugrube werden durch Pumpen so große Wasser- mengen entzogen, daß das nachsickernde Niederschlagswasser den Verlust nicht ausgleichen kann, daß die Menge des am Ort vorhan- denen Grundwassers sich so stark vermindert, daß der Grundwasser- spiegcl sinken mutz. Um das zu erreichen, werden rings um die Baugrube oder, wenn es sich um den Bau von Kanälen oder Tunneln handelt, zu beiden Seiten in o— 6 Meter Abstand Bohrbrunnen niedergebracht, so tief, daß sie mit Sicherheit noch Wasser geben, wenn der Grundwasserspiegel schon unter die Baugruben- sohle gesunken ist. Eine größere Anzahl dieser Bohrbrunnen wird durch eine Saugleitung miteinander verbunden, diese wird an eine entsprechend starke Pumpe, eine Mammutpumpe oder elektrisch betriebene Zentrifugalpumpc, angeschlossen und dann kann die Wasserförderung beginnen. Die Pumpen arbeiten natürlich Tag und Nacht und müssen in ihrer Leistung so geregelt sein, daß nach der einmaligen Absenkung des Grundwasserspiegels unter die Bau- arubcnsohlc ein Ansteigen während des Baues nicht mehr eintreten kann. Beim Bau des Tunnels für die Untergrundbahnen der Stadt Echöncberg wurden am Nollendorfplcch längere Zeit hindurch in 21 Stunden 34 560 Kubikmeter Grundwasser ausgepumpt, eine Wasscrmenge, die den Gebrauchswasserbedarf einer Großstadt von 300 000 bis 400 000 Einwohnern darstellt. Beim Bau des Spree- tnnnels der Berliner Untergrundbahn wurde der Grundwasser- spiegcl 42 Meter unter den Spreespicgel gesenkt. Es geschah dies niit Hilfe von 24 Meter unter dem Wasserspiegel des Flusses nieder- gevrochte Bohrbrnnncn, die durch Mammntpumpen ausgepumpt wurden. Das stark verschlammte Bett der Spree zeigte sich dabei so dicht, daß nur geringe Mengen von Flußwasser durch die Sohle des Flußbettes hindurch in die trocken zu legenden, unterhalb des Flusses liegenden Bodenschichten gelangten. Was soll matt zum Srote offen? In vielen Familien spielt bekanntlich das Butterbrot und das Schmalzbrot in der täglichen Kost eine große Rolle. Namentlich in Norddeulschland ist es eigentlich ganz gewohnheitsmäßig das tägliche zweite Frühstück und auch das Abendbrot. Dieser Brotkonsum muß jetzt notgedrungen eingeschränkt werden. Zum Abendbrot soll man öfter Kartoffeln, Ueberbleibsel vom Mittagessen, Breie, Mehlspeisen usw. zu sich nehmen. Trotzdem wird aber der Brotkonsum am Abend immer noch erheblich bleiben und eine erhebliche Rolle in der Er- nährung spielen. Die zum Bestreichen des Brotes benutzten Fette sind auch schon knapper geworden; es fehlt uns die Einfuhr von Schweineschnialz und auch das heimische Schmalz; Butter und Kunstbutter werden immer teurer. So ist denn die Frage nicht unwichtig, welcher Ersatz uns für die fehlenden Fette zur Verfügung steht, der dieselbe Forde- rung erfüllt wie die Fette, damit man an diesen sparen kann und das gefettete Brot nicht die einzige Form des abendlichen Brot- genusses zu bleiben braucht. Man kann ja natürlich noch immer Fette genießen, da ja außer Butter und Schmalz noch Speck, sonstiges fettes Fleisch usw. zur Verfügung stehen, doch auch nur zu Preisen, die für die große Masse unerschwinglich sind. Aber man braucht doch Ersatz. Dafür bieten sich in erster Linie die Milch und ihre Produkte dar. So ist es z. B. sehr wünschenswert, namentlich die Mahlzeiten der Kinder so einzurichten, daß man ihnen Milch selbst zum Brot gibt. Weiter kommen die Käse in Frage. Am meisten geeignet sind die weichen, fettreichen Käse, doch enthalten auch die Hartkäse (Schweizer usw.) reichlich Fett(mehr als 25 Proz.), so daß es unter den Umständen entbehrlich ist, noch Butter dazu zu nehmen. Endlich kann man auch Quark und Zucker zum Brot essen, was sehr gut schmeckt und eine gehaltvolle Nahrung darstellt. Bei diesem Zusatz zum Brot wird nun schon der Weg eingeschlagen, Butter und Schmalz entbehrlich zu machen, indem wir nämlich überhaupt auf das Fett verzichten und es durch den gleichwertigen Genuß von Zucker ersetzen. Dieser Weg eröffnet nun viele weitere Möglichkeiten, gute und wohlschmeckende Zuspeisen zum Brote zu finden. In aller- erster Linie kommen dabei allerlei Fruchtmuse in Betracht. Die Früchte an sich haben bei ihrem großen Wassergehalt nur wenig Nährwert, sind aber wohlschmeckend und erlauben die Zufuhr größerer Mengen von Zucker, der an Nährwert die Fette zum Teil ersetzt. Man wird hauptsächlich Pflaumenmus und Apfelmus verwenden, doch stehen auch viele andere Muse und Marmeladen zur Verfügung. Daß auch frische Früchte aller Art mit reichlich Zucker eine vorzügliche Zuspeise zum Brote sind, braucht nicht erwähnt zu werden und ist besonders für den Sommer wichtig. Weilerhin aber haben wir eine vorzügliche Zuspeise zum Brot im Honig. Der Naturhonig besteht(außer Wasser und etwas«alzen) aus reinem Zucker, aber besitzt wegen seines herrlichen Aromas einen dem reinem Zucker fehlenden Wohlgeschmack. Honig hat auch eine leicht regulierende Wirkung auf den Darm und besitzt außerdem noch einen Vorzug vor dem Rübenzucker: er besieht nämlich so gut wie ganz aus sogenannten Invertzucker, d. h. einem Gemisch aus Trauben- zucker und Fruchtzucker, während der Rübenzucker chemisch dem Rohr- zucker gleichkommt. Dieser chemische Stoff ist aber nicht für jedermann glatt verdaulich, indem er bei gewissen Personen Un- behagen erzeugt, während dies vom Invertzucker nicht gesagt werden kann. Der Honig hat aber, wenn es reiner Bienenhonig ist, einen ziemlich hohen Preis. Infolgedessen wird bielfach sogen. Kunsthonig in den Verkehr gebracht. Durch geeignete Abwechselung zwischen allen diesen Dingen ist es also möglich, auch unter Einschränkung deS Fettgenusses gute und nahrhafte Zuspeisen zum Brot zu genießen. Die angeborene Nervenschwäche. Während man früher allgemein annahm, die Nervosität sei eine Krankheitserscheinung, die der Mensch im harten Kampf ums Dasein sich erwirbt, wissen wir heute, wie Dr. Dollinger in„Unser Weg" ausführt, daß diese Veranlagung schon mit auf die Welt gc- bracht werden kann. Ein Reiz, fei es ein Geräusch oder starkes Licht, der beini normalen Kind höchstens eine Abioehrbewegung ans- löst, hat beim angeboren nervösen Säugling eine ünerwartet stark« Wirkung. Tritt man z. B. an das Bett eines gesunden jungen Kindes, so wird sich dieses kaum irgendwie in seinem Benehmen ändern. Ein nervöses Kind hingegen bricht in ein Geschrei ans und ist hinterher nur schwer zu beruhigen. Ganz besonders groß ist der Einfluß, den das minderwertige Nerveufysteni auf die Ernährung ausübt. Am deutlichste» sieht man dies bei Säuglingen, die trotz Mutterbrust nicht vorwärts kommen. Häufig ist es auch die ungewöhnliche Ermüdbar- k e i t, die allen diesen Kindern eigen ist, welche sie hindert, eine ausgiebige Mahlzeit an der Brust einzunehmen, indem sie lange vor der Sättigung erschlaffen und mit dem Ausdruck deutlicher Erschöpfung zu trinken aufhören. Ganz besonders aber macht sich diese unglückliche Anlage dann bemerkbar, wenn an das jugendliche Gehirn die ersten größeren Anforderungen gestellt werden: in der Schule. Wer kennt nicht jene Kinder, die vor der Schulzeit oder in den Ferien völlig gesund erschienen, bei denen aber mit Schulbeginn eine merkwürdige Äendc- rung eintritt? Sie verlieren ihre frische Farbe, werden blaß und welk, und die Augen sind von schwarzen Ringen umschattet. Der Appetits läßt nach, Kopfschmerzen, Erbrechen, schlechter und unruhiger«chlaf tritt ein. Wenn man in diesen Fällen genauer forscht, ihrer Vorgeschichte und dem häuslichen Verhältnis nachgeht, so muß man zu der Auffassung gelangen, daß die Schule zwar diese Veränderung ausgelöst hat, die eigentliche Ursache aber im Kinde selbst, in seiner schwächeren Veranlagung liegt. Notize». —- Das Deutsche Opernhaus in Charlottenburg wird in diesem Sommer nicht geschloffen, damit das Personal während einer Souunerpause nicht in seiner Existenz gefährdet msicd. Der Spielplan der Sommerspiele wird durch Werke, die in die Jahres- zeit passen, erweitert. Die eingelegte Sommerspielzeit beginnt am Montag, den 5. Juli, und endet am Soimabcnd, den 26. August. Neben Opern aus dem bisherigen Bestände werden neu einstudiert: „Der Bettelstudcnt",„Hoffmanns Erzählungen" und„Die Fleder- maus". Es werden Tutzendkarten ausgegeben, deren Preis noch unter dem AbonucmentSpreiS bleibt. — Vorträge. Am Montag, den 28. Juni, abends Uhr, hält Dr. Kurt H i l l e r im Meisiersaal, Kötheuer Str. 33, aus Ein- taduug des Amtes für soziale Arbeit der Berliner Freien Studenten- schaft einen Vortrag:„Aktivistische Erziehung"(über Gustav WyueckenS „Schule und Jugendlultur"). ErkläfftrigT* Wenn Gutes mit GufetrT'ge'« mischt wird, dann erhält man etwas Besseres; Das ist das bekannte Rezept; nach dem die beliebten Kaffee-Mischungen aus verschiedenen auserlesenen Bohnensorten zu* sammcngesicllt werden. Das Gleiche gilt auch für den Kaffee-Ersatz.„Kriegs-Kornfranck" ist eine Mischung von söf gfältig ausgewählten, sachkundig zusammengesetzten, gemahlenen Rohstoffen. Mit„Kriegs-Kornfranck" bringt die Hausfrau ein ganz vorzüglich schmeckendes, anregendes Kaffeegetränk auf den Tisch; Vem-altunc Berlin. Tel-Amt Moritzplatz 10623, 3378. Burcau: Rungestratze 30 Tie nächste Sranehenversantmhiny der Stetltnaeher fällt ans. Freitag, den 83. Juni, abends t*1/« Uhr, bei Bocker, Weberstrastc 17: Gcmcinfmc Äh««g der (ssrlsottwMng und Konlriillllmmisjili«. � Tie Ortsverwaltung. Nemaltaugsstelle Kerliu � 54, liiiiftiflr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von S— 1 Uhr und 4— 7 Uhr. Tonnerstag, den 81. Juni 1913, abends S Uhr: Pf" Versammlung"*1 der Former«. Berufsgeuoffe» in Fnnkes Festsälen, Triftstraße 63. Die Tagegordnung wird in der Versammlung bekanntgegeben. Zahlreiches»nd pünktliches Erscheinen erwartet Sll/zg Die Ortsrernaltans. 1 Verantwortlicher Redatieur: Alfred Wiclepp, Neukölln. Für de» Verkaufe. Gardinen! Spottbillige AuS- nahnieprcise! 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