Nr. 66. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Poft Beitungss Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels getle ober beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Bleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Grpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Borialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Eine Nebenfigur. Dienstag, den 20. März 1900. Dergestalt vermahnte der in Maitressentult und mystischheidnischem Zauberfput aufgehende König den Philosophen zum chriftlichen Bibelglauben. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Frankfurt a. M. zur Sprache und Abg. Calwer wies auf die Verkehrschädigungen der preußischen Eisenbahn- Politik Wie die Zeitungen melden, soll am 22. März in der Siegesallee gegenüber dem Herzogtum Braunschweig hin, worunter ganz ein Denkmal Friedrich Wilhelms II, enthüllt werden; von Stant antwortete. Unter dem erstidenden Zwang des pedantischen besonders auch der Arbeitsmarkt zu leiden habe. Nach Erlediden beiden Nebenfiguren stellt eine den Philosophen Immanuel und demütigenden Kurialstils, zu dem er als Beamter im Verkehr gung dieses Kapitels des Etats referierte noch recht ausführlich Kant dar. Nichts past so harmonisch in die Tage der lex Heinze, mit seinem König verpflichtet war, vernimmt man deutlich die der Abg. Graf von Oriola als Berichterstatter der BudgetAls er zu Ende wie die Enthüllung eines solchen Denkmals. Gewissensqual des alten Mannes, zwischen dessen Leben und Lehre kommission über Pensionsfragen. Das ist der Fortschritt der Zeit. Als sich unter den niemals ein Widerspruch bestanden. Kant verteidigt sich gegen die war, nahm das schwach besetzte Haus rasch die in Frage Linden das Monument Friedrichs des Großen erhob, da fand sich Beschuldigungen, ohne irgend etwas zurückzunehmen, und erklärt zum tommenden Titel ohne jede Diskussion an und vertagte sich an dem Sodel Kant mit Lessing in einer Gruppe zusammen. Man Schluß als Ew. Königl. Maj. getreuester Unterthan", daß er sich auf Dienstag. wußte noch, daß Rants Hauptwvirksamkeit und Hauptwerke in die hinfort religiöser Vorlesungen und Schriften enthalten werde. Den Zeit Friedrichs II. fallen; sein Minister Zedlitz, dem die Kritik der Ausdruck Ew. Königl. Maj. getreuester Unterthan" wählte er, um reinen Vernunft gewidmet, pries sich glüdlich, wenigstens aus der sich nur gegenüber Friedrich Wilhelm II., nicht etwa auch seinen Ferne ein Schüler des Königsberger Weisen sein zu dürfen; er Nachfolgern gegenüber zu verpflichten. verschaffte sich Kolleghefte über seine Vorlesungen, um fie zu studieren. Auch geistig hat Kant, die edelste Vollendung der Auftlärung, einige Beziehung zu Friedrich dem Großen, insofern als dieser wenigstens in seiner negativen Verspottung der positiven Religionen den oberflächlichen Aufklärer spielte. Juzwischen hat man sich in Geschmack und Geist höchlichst entwidelt. Im Jahre 1900 wird der Philosoph zur„ Nebenfigur" eines Friedrich Wilhelm II. Kant ist der tiefste Kritiker des im Denken, Handeln und Fühlen schaffenden Bewußtseins, er ist der mächtigste Gedanken- Baumeister der Geschichte, der strengste Lehrer wissenschaftlicher Grenzen stedender und Erkenntniswerte wägender Methodit, der endgültige Zerstörer mythologischer Metaphyfit, er ist der socialistische Ethiker und revolutionäre Kopf, der früher und gründlicher als irgend ein andrer die geschichtliche Bedeutung der französischen Revolution er faßt hat, der die große Bewegung der That noch durch die Konsequenz des Gedankens überholte; auf ihn berief sich Hippel, der an der Wende des 18. Jahrhunderts zuerst die bürgerliche Gleichberechtigung der Frau forderte, die von den französischen Revolutionären verweigert wurde. " F Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte am Montag in viereinhalbstündiger Sigung die dritte Lesung des Etats. Die Beratung ging in sausendem Galopp. Nur eine Aenderung wurde gegen die zweite Lesung vorgenommen. Das Mindestgehalt der Gerichtsvollzieher wurde um 300 M. erhöht und auf 1800. festgesetzt; das pensionsfähige Höchstgehalt wurde auf 3000 m. bemessen. Am längsten hielt der Kultusetat auf. Hier brachte der polnische Prälat Stycel noch eine einstündige Rede an über die Erteilung des Religions Unterrichts an polnische = Man wird von heutiger Anschauung aus in diesem Schreiben eine Schwäche sehen. Aber man darf nicht die Verhältnisse der damaligen Zeit vergessen, nicht übersehen, daß es ein Greis war, an dem dieses Attentat verübt wurde. Kant selbst aber fühlte sich in seinem Gewissen tief erschüttert; er, der begeisterte Brediger der Freiheit, ward niedergedrückt durch diesen Gewissenszwang, gegen Kinder in deutscher Sprache. in deutscher Sprache. Ueber dieselbe Angelegenheit den sich zu wehren, es für ihn kein Mittel gab. In seinem Nachlaß ist in der zweiten Lesung dieses Etats sehr breit gesprochen Die Antwort des Ministers Studt wiederholte die fand sich ein Zettel, der von seiner Qual zeugt und von seinen Ber- worden. suchen, einen innerlichen Answeg aus diesem Konflift zu finden, dem heftigen Slagen über die Heßereien der national- polnischen Bresse, sich der mehr als 70 jährige äußerlich nicht gewachsen fühlte. Auf diesen als deren Ziel der Minister in offenbarer Uebertreibung die Zerstörung des Deutschen Reiches bezeichnete. Die unfruchtbare Zänferei Bettel hatte Kant geschrieben: Widerruf und Berleugnung feiner toftete mur Zeit. Die Minderheit verzichtete darauf, den Antrag inneren Ueberzeugung ist niederträchtig und kann niemandem zu auf Wiederherstellung der fünf gestrichenen Kreisschulinspektor- Stellen gemutet werden; aber Schweigen in einem Falle, wie der gegen zu wiederholen. Mit der Bewilligung des Etatsgesetzes schloß die wärtige, ist Unterthanspflicht; und wenn alles, was man sagt, wahr Sigung. Am Dienstag fällt die Sigung aus; am Mittwoch sein muß, so ist darum nicht auch Pflicht, alle Wahrheit öffentlich stehen fleinere Vorlagen auf der Tagesordnung, Stadtkreis zu sagen". Eriveiterungen und dergleichen. Die seelische Erschütterung, die Kant in diesem Stampfe erlitt, mag einen ersten Anstoß für den geistigen Verfall gebildet haben, der den Denker später befiel. Während aber die königliche Specialordre in dem stillen Mann zu Königsberg einen Sturm von quälenden Empfindungen hervorrief, aus deren Widerstreit er vergeblich hinausstrebte, ergößten sich die Urheber des Schimpfs in Berlin an niedrigen Genüssen und verwirrtem Geisterfult. Der Bhilosoph war damals offenbar den Herren eine Nebenfigur. -Komische Wut. Die flerifalen und konservativen Blätter schäumen vor Wut, daß ihre Parteien, statt das sorgsam vorbereitete Kunstattentat durchzuführen, eine heillose und noch dazu das homerische durchzuführen, eine heillose und noch dazu das homerische Lachen aller gebildeten Geister Deutschlands entfachende Niederlage erlitten haben. Und dieser Ewige wird jetzt zur Nebenfigur einer Fürstlichkeit, von der die Sitten- Chronik wüste Liebesgeschichten und die Waffersucht als Todesursache gebucht hat, während die Geschichte von ihr nur zu berichten weiß, daß sie als Patron einer tollen Aberglauben Es war alles so schön eingefädelt. Die funstfeindlichen propaganda und brutalen Geistesknechtung die hohen Greisenjahre War es aber wirklich nötig, daß in unsern Tagen der Bild- Absichten der Kompromißanträge waren bis kurz vor der eines friedlichen, in raftloser Dentarbeit beglückten und beglückenden Hauer, der das Denkmal entwarf, Stant dafür strafte, daß unter den Beratung im Reichstag geheim gehalten worden, so daß die Philosophen marterte, daß er Kants letzte Lebensepoche verstörte. Millionen Menschen, mit denen er, der Zeitgenosse aller Menschheit, Männer von Kunst und Litteratur im Dunkeln tappend die Der„ dicke Wilhelm", wie die Berliner ihren König nannten, sich hronologisch berührte, zufällig auch als einer der winzigsten und Gefahr noch nicht in ihrer ganzen Größe erkennen konnten. verband seine Ausschweifungen mit allerlei verzückten Schwärmereien, schädlichsten Zeitgenossen, ein Friedrich Wilhelm II. sich befand? Dann, als die Dunkelmänneranträge endlich bekannt gegeben die ihren psychologischen Grund wohl in derselben Verfassung hatten, Ohnehin ist Klants historische Mission durch die tückische zu waren, versuchte man weiter die wahren, kunstfeindlichen Abdie ihn seinen niedrigen Lüften auslieferte. Das phantastische Rosen- dringlichkeit der Scheinheiligen des Idealismus schwer beeinträchtigt sichten hinter dem Vorgeben zu verstecken, es sollen nur treuzer- und Jlluminatenwesen bildete eine anreizende Ausstattung für worden, die den revolutionären Geist so lange verstümmelten, redten offenbare Schamlosigkeiten, aber nicht Werke der Kunst gedie geschlechtlichen Orgien. Krankhaft übertriebene Sinnlichkeit gefellt und kneteten, bis er ihren dunklen Zwecken dienstbar schien. Mußte offenbare Schamlosigkeiten, aber nicht Werke der Kunst getroffen werden. Aber all das Trug- und Gaukelspiel wurde fich gern zu dem Gespensterspuk wahnwißiger Ueberfinnlichkeit. Nebstdem man ihn jetzt gar zur Nebenfigur Friedrich Wilhelm II. verderben? war aber der dicke Wilhelm auch ein frommer Herr, der das Bedürfnis Geht die Entwicklung des öffentlichen Geistes so weiter, zu Schanden gemacht, die wahren Absichten wurden enthüllt fühlte, dem durch die Spöttereien seines Onfels, des alten Frig, zur Gott so werden wir noch ein Denkmal sich erheben sehen, das den und alsdann ihre Durchführung durch eine denkwürdig kinge Taktik durchkreuzt. losigkeit verführten Bolt die christliche Religion wiederzugeben. Seine Ahnherrn aller Heinze- Gesetze, das den Minister Woellner auf einem Zum Ergötzen unsrer Leser dürfen wir ihnen wenigstens Minister Bischofswerder und Wöllner besorgten die Verfrommung des Triumphwagen zeigt, in deffen Joch gebeugten Rückens und gesenkten einige Proben des hilflosen Zorns nicht vorenthalten, wie er Landes. Woellner, ein ehemaliger Geistlicher, verwaltete den Stultus. Auges der greise Imanuel Kant gespannt ist. 1788 erschien ein Religionsedikt, kurz darauf auch ein Censur Ob nicht einige Mitglieder der eben jubilierenden Akademie der nun insbesondere in der„ Germania" und in der Deutschen edikt, das die bis dahin ziemlich freie wissenschaftliche Wissenschaften, die übrigens das 20. Jahrhundert durch eine Gesamt- Tageszeitung" tost. Die" Germania", die, wie ftets, wenn Schriftstellerei der Inquifition der Boellnerei unterwarf. Natürlich ausgabe von Rants Werken einweiht, an gewiffe verwandte Zeiten ihr die Gründe entschwinden, in antisemitische Bockssprünge verfällt, schreibt: wurde auch an den Universitäten, die die Aufgabe hatten, junge der Akademie erinnert werden, wenn sie an der Einweihung des Leute für den Staats- und Kirchendienst tauglich zu machen, wie es Denkmals Friedrich Wilhelms II. mit seiner Nebenfigur Kant teilgerade die herrschende Hofmode erforderte, nach umsturzverdächtigen nehmen sollten? Gedanken und Lehren gefahndet. Noch immer gilt, was Carl Leonhard Reinhold vor 110 Jahren in feinen Briefen über die Kantische Philosophie schrieb: Für Kant, der bis dahin in seinem Wirken keinerlei Störung erlitten hatte, begannen nunmehr ärgerliche Censurschwierigkeiten." Bugegeben..., daß Pfafferei und Despotismus vielleicht noch Trotz des Religionsedikts veröffentlichte der Philosoph seine Abhandlung:„ Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft" inter feinem Namen. nie so viele Ursachen gehabt haben, sich über die Vernunft zu belagen; so hat auch die Vernunft eben darum noch nie so viel Ursache gehabt von legteren alles Schlimme zu besorgen." Freilich heute lebt die gefährdete Vernunft in der unüberwindlichen Organisation aufgeklärter Massen; darum ist sie nicht mehr ( x) Politische Neberlicht. Berlin, den 19. März. Der Reichstag Die 9 " Die herrlichste" Blüte des Entrüstungsrummels im Kampfe gegen die lex Heinze ist in der Obstruktionssigung des Reichstags vom Sonnabend zur Entfaltung gefommen. Der Abg. Singer als der parlamentarische Führer des Entrüstungsrummels mit dem Abg. Richter und seinen Mannen als Schildknappen, sie haben es wirklich fertig gebracht, durch ein widerwärtiges Bossenspiel das Ansehen und die Würde des Reichstags mit Füßen zu treten, den Parlamentaris. mus zu diskreditieren und zu verhöhnen, die Geschäfts Ordnung in eine Unordnung eine Unordnung umzukehren und dadurch allen demokratischen Grundsätzen zum Spott mit einer Minderheit die Mehrheit des Reichstags in der rüpelhaftesten Weise zu terrorisieren! Wohl haben sie damit einen Scheinerfolg, einen Pyrrhussieg errungen, indem sie mit ihrer terroristischen Obstruktion den Abschluß der britten Lesung der lex Heinze für den Sonnabend verhinderten, aber sie haben damit das Zustandekommen dieses Gesezes nur berzögert, vielleicht nur um einige Tage, berhindern tönnen und werden sie es nicht. Das mögen sich die Genossen socialdemokratischer und freisinniger Observanz unter jüdischem Patronate von vornherein gesagt lassen. Sie mögen ben Kampf fortseßen, sie mögen ihn in die breite Oeffentlichkeit hineintragen, um den Entrüstungsrummel fortzusetzen; es wird ihnen nicht helfen. Sie werden damit um so mehr Gelegenheit geben, diese verlogene und freche Agitation in ge= bührender Weise an den Branger zu stellen." Darauf erging an ihn im Jahre 1794 folgendes königl. Resfript: Von Gottes Gnaden Friedrich Wilhelm, König von Preußen zc. Unsern gnädigen Gruß zuvor. Würdiger und Hochgelehrter, verlierbar. lieber Getreuer unsre höchste Person hat schon seit geraumer Beit mit großem Mißfallen ersehen: wie Ihr Eure Philosophie zu Entstellung und herabwürdigung mancher Haupt- und Grundlehren der heiligen Schrift und des Christentums mißbraucht; wie Ihr dieses namentlich in Eurem Buch:„ Religion innerhalb der setzte am Montag die Beratung des Etats in zweiter Lesung Grenzen der bloßen Vernunft", desgleichen in anderen fort. Die erregte Stimmung der lezten Tage schien vollständig fleineren Abhandlungen gethan habt. Wir haben uns zu Euch verschwunden und das Haus präsentierte sich so leer, daß eines Besseren versehen, da Ihr selbst einsehen müsset, man nach Abgeordneten förmlich suchen mußte. am Bundesrat waren jedenfalls stärker be. wie unverantwortlich Ihr dadurch gegen Gure Pflicht, als Tische Die ganze Lehrer der Jugend, und gegen Ünfre, Euch sehr wohl bekannte, fett wie die Sitzreihen der Abgeordneten. Landesväterliche Absichten handelt. Wir verlangen des Garde der lex Heinze war nicht da, nur Abgeordneter Gröber Wir hätten die Centrumsherren für zu flug gehalten ehsten Eure gewissenhafteste Verantwortung, und gewärtigen Uns faß gefentten Hauptes an seinem Platz. Die Beratung als daß sie ihren Merger so lärmend austoben würden. Das von Euch, bei Vermeidung Unserer höchsten Un- des Etats für das Reichs- Eisenbahnamt gab, wie üblich, als daß sie ihren Aerger so lärmend austoben würden. Das Schreien der Deutschen Tageszeitung" ist uns weniger Gesichtspunkte über allgemeine gnade, daß Ihr Euch künftighin Nichts dergleichen werdet zu Anlaß, Eisenbahn- beriwunderlich, denn unsre Agrarier schreien stets. Das lofale oder territoriale Eisenbahnschmerzen Schulden kommen lassen, sondern vielmehr Eurer Pflicht gemäß, politik und Euer Ansehen und Eure Talente dazu anwenden, daß unsere vorzubeugen. Von unsrer Seite focht namentlich Genosse Bündlerorgan schimpft sich also aus: landesväterliche Intention, je mehr und mehr Stolle gegen die Beschneidung der Koalitionsfreiheit der erreicht werde; widrigenfalls Ihr Euch bei fortgesetter Eisenbahnarbeiter, indem er an die Maßregelung der Renitenz unfehlbar unangenehmer Verfügungen zu ge- Mitglieder des Eisenbahner Verbandes wärtigen habt. Sind Euch mit Gnade gewogen. Berlin, den 1. Oktober 1794. Auf Seiner Königl. Majestät Allergnädigsten Specialbefehl Woellner. Ab extra Dem würdigen und hochgelahrten Unserem Brofessor auch lieben getreuen Kant zu Königsberg in Preußen. im Königreich Sachsen anknüpfte und dadurch sowohl den Präsidenten des Reichs Eisenbahnamts, sowie den Vertreter von Sachsen, Grafen Hohenthal, zur Entgegnung herauslockte. Es kam zu einer längeren Polemik zwischen den Vertretern der Regierung und Stolle, bei der nebenbei Abg. Sardorff der fächsischen Regierung beiſprang, die so rücksichtslos das Koalitionsrecht ihren Eisenbahnarbeitern borenthält. Abg. Hoch brachte die Arbeitsverhältnisse der Streckenarbeiter und Weichensteller im Eisenbahndirektions- Bezirk Die Socialdemokratie hat ihren Zweck zunächst erreicht: die Berabschiedung des Gesetzes ist hinausgeschoben worden. Sie hat sich dabei aber vor dem Lande unendlich blamiert. Ihr ganzes Gebahren trägt das Kennzeichen tindischer Narrheit. Wer die Scene am Schlusse der gestrigen Sigung mit erlebt hat, der muß eine Partei, die so gegen die Würde des Parlamentarismns verstößt, gründlichst verachten. Diese Verachtung wird ihre Folgen haben. Durch den Ausschluß der Oeffentlichkeit hat übrigens die socialdemokratische Partei den gesamten Journalis= mns unnötigerweise vor den Kopf gestoßen. Auch das wird seine Früchte tragen. Die beste Frucht aber wird sein, daß die Ge ichäftsordnung des Reichstags muumehr endlich ge= ändert wird. So wird denn das böse Possenspiel sein gutes Nachspiel haben." Aus diesen Wutergüssen spricht nur die sehr richtige) Empfindung des ungeheueren Reinfalls der Muckergarde. Sogar die, Post" muß zugeben, daß die Heinze Parteien ihre Niederlage selbst verschuldet haben, indem ihre Mitglieder nicht einmal einigermaßen vollzählig zur Stelle blieben. Und die freikonservativen Berl. Neuest. Nachr." erklären nun, sie hätten es schon längst gesagt:„ man hätte allen Ballast zur Reglementierung von Sittlichkeit, Kunst und Wissenschaft beiseite lassen sollen". Das Blatt giebt also auch durchaus zu es ist wertvoll, das ausdrücklich festzustellen, daß Kunst und Wissenschaft durch die lex Heinze getroffen werden follten. Die Die Wut der schwarzen Herren wird ja noch einige Zeit vorhalten, und hoffentlich wird sie noch tüchtig geschürt werden durch ein machtvolles An wv a chien der Protestbewegung in allen deutschen Landen. Doch wenn sie schließlich ruhiger Üleberlegung weichen wird, dann, wird das Centrum sich wohl hüten, den Konservativen den Gefallen einer reaktionären Ausgestaltung der Geschäftsordnung des Reichstags zu erweisen. ., Kölnische Volkszeitung" ist bereits flug genug, um sich von den Gröberschen Drohungen einer Aenderung der Geschäftsordnung loszusagen; das rheinische Blatt will wohl seine Partei noch nicht so völlig dem Reaktionsbann überliefert sehen, daß sie nicht doch noch einmal in die Lage fømmen könnte, Opposition zu sein und zwecks Wahrung hoher Güter von der Geschäftsordnung des Reichstags ausgiebigen Gebrauch zu machen. Kann die lex Heinze ein rechtsgültiges Gesetz werden? Die„ Berliner Nenesten Nachrichten", die" Post" und andre Blätter rollen im Anschluß an die neuliche geheime Sizung des Reichstags die Frage auf, ob solche Sizungen zulässig und ob die in folcher Sigung gefaßten Beschlüsse rechtsgültig seien. Sie verneinen mit berühmten Staatsrechtslehrern wie Laband, Hirth, v. Seydel diese Fragen, weil die Verfassung der Geschäftsordnung vorgeht und Artikel 22 der Reichsverfassung vorschreibt:„ Die Verhandlungen des Neichstags sind öffentlich." Die Blätter unterlassen es, die aus ihrer und Labands Ansicht, daß in nicht- öffentlichen Sigungen gefaßte Beschlüsse des Reichstags rechtsunwirksam sind, sich ergebenden Folgerungen zu ziehen. Wir wollen sie ihnen verraten: Da der Beschluß des Reichstags über§ 327 a des Str.-G.-B. ebenso wie die Verhandlungen über denselben rechtsunwirksam find, so würde ein auf Grund dieser nicht öffentlichen Ber handlung zu stande kommendes Gesetz rechtsunwirksam sein. Ihm Hätte demnach der Bundesrat seine Zustimmung zu verjagen. Der juristische Ratgeber des Kaisers ferner hätte sich die Frage vorzulegen, ob, wie viele Staatsrechtslehrer annehmen, in solchem Falle dem Kaiser zu raten sei, das Gesetz" nicht zu publizieren, weil für dasselbe eine ordnungsmäßige Zustimmung des Reichstags nicht vor Itegt, wenngleich§ 327a abgelehnt ist. = Lex Liebermann v. Sonnenberg. Nachdem sich der Herr Premierlieutenant a. D. Mar Liebermann v. Sonnenberg, Mitglied des Reichstags, im Nebenamt Dichter, mit seinent Häuflein Getreuer ganz sonderbar für die lex Heinze erhitzt hat, scheint es an gebracht, auf einige dichterische Unzuchtsünden" Liebermann v. Sonnenbergs aufmerksam zu machen. In feinen bei Theodor Fritsch in Leipzig erschienenen Gedichten finden wir folgende Stellen. Aus einem Gedicht„ Ball":" Von den Göttern will ich schweigen; Nymphen aber und Göttinnen, Eng umspannt von bunter Seide, Schleppen nach sich Seid' und Linnen. Doch es reicht nur bis zum Gürtel Der Gewänder Abgeschmadtheit, Oben: klassisch unverhüllte Marmorweiß geschminkte Nacktheit. Im Museum. Vor der Marmorvenus Bildnis Andachtsvoll und schönheitstrunten Stand ich da; die ganze Scele Zief in felges Echan'n versunken! Da www von seid'ner Fran'ngewandung Hinter mir tönt leises Knistern, Eine schöne Mutter seh' ich Mit der schönen Tochter flüstern. Und die Tochter setzt sich nieder, 3eigt miv in geschickter Wendung Eines allerliebsten Füßchens Wundersame Formvollendung. Durch die knappe Seide zeichnen Ahnungsvoll sich die Konturen Des lebendigen Götterleibes. Sie entschwebt ich folg' den Spuren. Heiße Glut verscheucht die Andacht, Die zuvor die Seele fiillte! Weih'voll stimmt das klassisch Radte, Doch es reizt das Halb verhüllte. Auf der Straße. Schönes Fräulein, darf ich's wagen? Täglich flingt der alte Ton Auf den abendlichen Gassen Unires Panke Babylon. Und die Antwort? Bald wie Gretchens Reis verneint, bald froh bejaht, Hunderttausend Variationen, Stets das gleiche Resultat. In der Kirche. Priester spricht von Tod und Sünden, Doch Du denfit an andre Sachen, Wenn sich unsre Blicke finden, Zudt ums Mäulchen muntres Lachen. Kindchen, sei nicht impolitisch! 11m Dich her die Kirchenbasen Schauen scheet auf Dich und kritisch, Rümpfen ihre frommen Nasen. Dent an lustig sünd'ge Sachen ,. Da die Predigt nicht erquicklich! Aber in der Kirche lachen, Liebes Kind, das ist nicht schicklich! Für eine neue Auflage der Gedichte empfiehlt sich als Vorwort die Reichstagsrede des Verfassers zur lex Heinze. Wie sagte doch Flora?: Komödianten seid ihr doch alle!" >>> # Deutsches Reich. Eine Akademierede Wilhelms I. Jn Weißen Saale des Schlosses hat der Kaiser aus Anlaß der Zweihundertjahr Feier der Akademie der Wissenschaften eine Rede gehalten, in der er u. a. fagte: = Aus Dresden wird telegraphisch gemeldet: Die Regierung lehnte es heute im Landtage ab, für das Fleischbeschau- Gesch in der Fassung der zweiten Lesung des Reichstags im Bundesrat einzutreten. Jndem ich Sie an Ihrem Jubeltage willkommen heiße, ertreter entsandt, 86 andere ihre Zustimmung zu den Beschlüssen in innere ich mich gern der Beziehungen, welche Ihre Körperschaft Voraus erklärt. mit meinem föniglichen Hause verknüpfen. Das verständnisvolle Interesse, das Kurfürst Friedrich III. Leibniz' weitausschauenden Plänen entgegenbrachte, hat sie ins Leben ge= rufen. Der Große Friedrich hat ihr den Stempel seines Geistes aufgedrückt. Alle Könige Preußens haben als ummittelbare Protektoren teilnehmend. leitend, fördernd über Die Flotteurabbiner mehren fich. Aus Straßburg i. E. dieser Schöpfung gewaltet, also daß das Wort Kaiser Wilhelms wird uns geschrieben: Neuerdings sind die jüdischen Rabbiner in die Reihen des Großen Das in jedem preußischen Könige einwohnende Gefühl für Wissenschaft ist auch in mir lebendig" im Verhältnis der Flottenagitatoren eingetreten. In dem Städtchen 3a bern im Unterelsaß beschloß fürzlich, einem Bericht der„ Straßburger Post". zu ihr in besonderer Weise seinen Ausdruck gefunden hat... Wenn ich heute die Zahl der ordentlichen Mitglieder in der zufolge, der Rabbiner Dr. Stariopolsky, die anläßlich der EinPhilosophisch historischen Klasse durch Hinzufügung einiger vorweihung der dortigen neuen Synagoge gehaltene Weiherede mit zugsweise für deutsche Sprachforschung bestimmter Stellen vermehrt einem Gebet für den Kaiser, für die Wehrkraft Deutschhabe, so leitet mich hierbei der Gedanke, daß die deutsche Sprach- lands zu Wasser und zu Lande, die Landesregierung, die forschung, auf die schon der Stiftungsbrief von 1700 hinweist, in städtische Behörde und die Kultusgemeinde". " " der Hauptstadt des jetzt geeinten Deutschen Reichs besonderer Pflege Sechs Wochen- Nationale. Bisher wurden polnische Arbeiter bedarf. Zugleich erschien es mir unerläßlich, auch die Zahl der in der Zeit vom 1. März bis höchstens 15. Dezember zugelassen. Stellen in der physikalisch- mathematischen Klasse mit Rücksicht auf zu den 2/2 Winter- Monaten mußten sie in ihre Heimat entlassen die heutige Bedeutung der Technik in derselben Weise zu ver- werden. Jetzt hat sich die preußische Regierung dazu verstanden, in stärken. Anbetracht der Zentenot" die Frist zu verlängern. Es soll, wie die Und wie die Akademie die Wissenschaft von vornherein in Berl. Pol. Nachrichten" hören, der Zeitpunkt, mit dem polnische ihrer vollen Univerfalität erfaßt hat, so kann man es ihr Arbeiter zugelassen werden dürfen, künftig auf den 1. Februar festandrerseits nachrühmen, daß sie sich der Verfolgung aller gesetzt werden. Während bisher ferner allgemein der 1. Dezember außerhalb der Wissenschaft liegenden Interessen gänzlich als der letzte Beitpunkt festgestellt war, bis zu welchem die polnischen ferngehalten hat. Wohl haben sich die großen Erlebnisse der Arbeiter in ihre Heimat entlassen werden mußten, und nur in ganz Nation auch in ihrem Wirken gespiegelt und in den Worten ihrer besonderen Ausnahmefällen diese Frist bis zum 15. Dez. verlängert Festredner nicht selten begeisterten Ausdruck gefunden. Aber sie werden konnte, sollen künftig die polnischen Arbeiter allgemein so lange int hat es stets verschmäht, in das Gewühl der politischen Dezember in ihren inländischen Arbeitsstätten verbleiben dürfen, Leidenschaften hinabzufteigen, und ihre oberste Pflicht vielmehr wie es angängig ist, wenn sie das Weihnachtsfest in ihrer allezeit in der reinen und interesselosen Pflege der Wissen- polnischen Heimat verleben sollen. Es wird so der Zeitraum schaft erblickt. zwischen der Zulassung und der Rückwanderung der polnischen SaisonIn dieser selbstlosen Hingabe, der sie Großes zu danken hat arbeiter auf durchschnittlich 6 Wochen verkürzt, mithin und die ihr weiterhin den Erfolg ihres Schaffens verbürgt. dient auf den denkbar fürzesten Zeitraum, wenn die Versie zugleich dem gottgewollten Ziele alles Wissens, die bindung dieser Arbeiter mit ihrer Heimat aufrecht erhalten Menschheit tiefer in die Erkenntnis der göttlichen Wahrheit werden soll." einzuführen. Wie die Naturwissenschaften im letzten Ziele den Für sechs Wochen werden also die Arbeiter wieder über die Urgrund alles Seins und Werdens zu erforschen trachten, jo Grenze zurüdgetrieben, nachdem sie für die preußischen Junker gebleibt, wie es Goethe selbst einst auswärtiges Mitglied diefer frohndet. So wird die Legende von der nationalen Gefahr und Körperschaft ausgesprochen hat, das eigentliche, einzige ihrer notwendigen Bekämpfung- für sechs Wochen aufrecht und tiefste Thema der Welt- und Menschengeschichte, dem alle erhalten. übrigen untergeordnet sind, der Konflikt des Unglaubens Man vergißt fast, daß es sich um Menschen handelt, die auf und Glaubens" und, wie in seinem Sinne hinzuzufügen diese Weise für ein paar Wochen verjagt werden. ist, die Bethätigung Gottes am Menschengeschlecht. So be währt sich auch an Ihrem Arbeiten, wie es Leibniz wollte, daß Dresden, 16. März.( Eig. Ber.) Die 3 weite Sammer durch die Wissenschaften die Ehre Gottes und das Beste des hat jetzt an zwei Tagen sämtliche eingegangenen Eisenbahnganzen menschlichen Geschlechts beständig befördert wird". Daß petitionen erledigt. Es haben deren noch keinem Landtag so Und das will etwas heißen! Nicht dies allezeit geschehe, dazu walte der Segen des Höchsten über viel vorgelegen, wie diesem. Ihnen auch im neuen Jahrhundert." weniger als 260 Stüd lagen vor, die sich auf 90 verschiedene GegenDiese Rede beruht offenbar auf der Ausarbeitung eines Geheim- stände bezogen. Die meisten dieser Wünsche sind in Nücksicht auf die Nur ein ganz Heiner rats, dem eine genauere Kenntnis von den Welt- und Lebens- Finanzlage rundweg zurückgewiesen worden. anschaumgen Wilhelms II. als von der Geschichte der Akademie und Bruchteil wurde mit der günstigen Censur zur Erwägung" bedacht, den Anschauungen Goethes eigen ist. Nicht alle Akademiker haben es während ein etwas größerer Zeil zur Kenntnißnahme" überwiesen verschmäht, ins Gewühl der politischen Leidenschaften hinabzusteigen, wurde. wie sie sich auch nicht durchweg dem in der Nede angedeuteten frommen Die hiesigen städtischen Kollegien gehen, nachdem aus der erEndziel der Wissenschaften gewidmet haben. Einst berief vielmehr hofften landesgefeßlichen Regelung der Frage nichts wird, erneut an Friedrich II. einen Lamettrie an die Berliner Akademie, dessen Werke die Schaffung einer ortsgesetzlichen Umsatzsteuer heran. Seit Jahren in Frankreich wegen ihres Materialismus und Atheismus verbrannt müht man sich damit ab, und einige Versuche sind an der Vielworden waren, der aus seinem Vaterland und aus Holland vertrieben, feitigkeit der Intereffen einer Großstadt gescheitert. Das hält natür berfolgt und geächtet, eine Zuflucht bei dem preußischen König und lich die Herren Mittelstandsretter nicht ab, immer wieder den Verin der preußischen Akademie fand. fuch zu machen, eine möglichst einseitige, fpcciell die Konsumvereine Ein dazu eingefeßter gemischter So darf man in der Nede mehr die zukünftige Entwicklung treffende Methode zu erdenken. dieses Instituts im Sinne des Kaisers, als ihr historisches Wesen in Ausschuß wird sich von neuem die Köpfe über das schwierige Problem der Vergangenheit angedeutet sehen. zu zerbrechen haben. Jrre in der Armee. Auffallend viel Jrrsinusfälle sind Angeblich künstlerisch. In der Reichstagsdebatte über die lex in letzter Zeit in der sächsischen Armee beobachtet worden. Ju Heinze beantragte bekanntlich der Abg. Heine einen§ 184d: zwei Fällen brach die Geisteskrankheit plötzlich inmitten des Dienstes „ Die Bestimmungen der§§ 184, 184a, 184b finden keine in Gestalt von Wahnsinn aus, in andren Fällen führte disciplinarAnwendung auf Produktionen und Darstellungen, bei welchen ein widriges Verhalten dieser Leute zu dem Verdachte einer schweren höheres Interesse der Kunst und Wissenschaft obwaltet." Belastung, und weitere Nachforschungen ergaben, daß die Betreffenden Der Antrag bot der Mehrheit des Hauses Gelegenheit, durch früher in Jrrenanstalten untergebracht gewesen waren, ohne die That zu beweisen, daß sie wirklich mit der lex Heinze nicht die daß die Militärbehörde davon Kenntnis erhalten hätte. Kunst unter die Vormundschaft einer kunstfeindlichen Willkür zu Rücksicht darauf ist an die Gemeindebehörden die dringende stellen beabsichtigte. Statt aber den Antrag, der eine bloße Anordnung ergangen, in die Rekrutierungsstammrollen eine EinKonsequenz ihrer eignen Versicherungen war, anzunehmen, wehrten tragung zu bewirken, wenn Leute sich welden, von denen ihnen sie sich wie die Verzweifelten selbst gegen eine Diskussion des bekannt ist, daß sie sich bereits in irrenärztlicher Behandlung beAntrags, die denn auch durch Gröbers parlamentarischen Staats- funden haben. streich verhindert wurde. Bei der Geschäftsordnungsdebatte über die Zulässigkeit der Beratung verriet sich dann Herr Gröber in seiner Aufregung und sprach es offen aus, was die Mehrheit beabsichtigte. Es ist von Wert, dieses unvorsichtige Bekenntnis nach dem amtlichen Etenogramm wieder zu geben. Der Centrumsführer bemerkte: Mit Aus der Ferienkolonie. Nach einer uns zugehenden Nachricht sollen in dem Zeitraum vom 12. bis 18. Februar dieses Jahres in der Garnijon Leipzig allein nicht weniger als fünf SoldatenDer Soldat Fiedler int Selbstmorde vorgekommen sein. 134. Jufanterie Regiment ließ sich durch einen Eisenbahnzug über„ Gerade weil hier( in den§ 184, 184a und b) bestimmt fahren; der Unteroffizier Krebs im 106. Infanterie- Regiment hat sich erschossen; ferner haben sich im 18. Ulanen- Regiment ein Unterwird, daß ohne jede weitere Unterscheidung e de offizier und ein Offiziersbursche erſchoffen, und der Soldat Busch Handlung, jedes Schriftstück, jedes Bildnis, gleichviel im 104. Infanterie- Regiment tötete sich, indem er Scheideob dasselbe als angeblich künstlerisch zu bezeichnen ist oder wasser trant. nicht( Zwischenrufe und Unruhe links)- ohue Unterschied, ob das Ob„ Liebesgram" oder andre Gründe diefe. Selbstmorde verProdukt als ein angeblich künstlerisches oder nicht künst- anlaßt haben, darüber schweigt unser Berichterstatter; vielleicht sieht Ierisches zu bezeichnen ist unter die Strafbestimmungen sich aber die zuständige Militärbehörde veranlaßt, über diese höchst fallen soll, sobald die Handlung den Thatbestand der Straf- auffallenden Vorkommniffe Auskunft zu geben. Auch sollen im bestimmung erfüllt, deshalb halten wir es für unzulässig, diesen 134. Regiment eine Anzahl Mannschaften abhanden gekommen sein, über deren Verbleib die Kunde fehlt. § 184d, wie er uns vorliegt, noch einmal zur Debatte und zur Entscheidung zu stellen. Nach dieser Aeußerung ist die Legende endgiltig zerstört, als ob es sich nur um unstürzlerische Schmutzereien handle. Angeblich fünstlerisch ist eben alles, was das wunderbare Schamgefühl der Herren Rören und Gröber verlegt. Das gesteht jetzt auch die katholische, Germania" offen ein, indem sie schreibt: " Bon andrer Seite wird uns mitgeteilt, daß Freitag, den 9. März, ein Einjähriger von der 4. Kompagnie des Garde- GrenadierRegiments Elisabeth Nr. 3 auf seiner Stube in Westend sich erschoß. Angeblich soll das Verhalten eines Lieutenants, dessen Name uns genannt wurde, die Ursache für den Selbstmord des Einjährigen sein. Vom groben Unfug. Durch die Notiz Zuzug ist fernzuhalten" In der lex Heinze handelt es sich um nichts andres, als um sollte der verantwortliche Redacteur der" Bolkswacht" in Breslau, die Zurückdrängung der gemalten, gemeißelten und ge Genosse Klühs, groben Unfug verübt haben, weshalb das dortige druckten Zote aus der Oeffentlichkeit. Es soll keinem Schöffengericht gegen ihn verhandelte. Der Staatsanwalt erklärte, Mialer, keinem Bildhauer, keinem Photographen, Lithographen oder daß sich durch eine solche Notiz fämtliche Unternehmer beunruhigt jonſtigen Stünſtler verboten werden, in feinem Atelier nach fillet mia, während der Angeklagte dies beftritt. Irgend eine jeinem Kunstsinn zu schaffen, auch wenn es sich dabei um Beweisaufnahme fand nicht statt. Das Gericht erkannte auf Es sei zwar nicht zu verkennen, so naturalistische" Werke handelt, die mehr auf Gemeinheit kostenlose Freisprechung. als auf ideale Kunst Anspruch haben. Es soll diesen Künstlern führte der Vorsitzende in der Urteilsbegründung aus, daß sich in auch, nicht verwehrt werden, die„ Kunstprodukte" für die internen der öffentlichen Meinung und auch unter den Männern der WissenRäume von Privatleuten im Verkauf zu verwerten, selbst nicht schaft ein Widerstand gegen die Gerichtspraxis geltend mache, welche cinmal Photographien davon zu nehmen und in internen Kreisen groben Unfug" auch durch die Presse verüben lasse. Es sei jedoch zu verbreiten, aber die öffentliche Ausstellung dieser Art in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob der Thatbestand des groben „ Kunstverte" in Schaufenstern und im Innern der Kunsthand- Unfugs gegeben sei. Das Gericht hat angenommen, daß er lungen und der Verkauf an die Jugend unter 18 Jahren ist zu hier nicht vorliege. Denn erstens fei die Notiz so flein und so ververbieten. Ist denn das etwas. Ungeheuerliches, tann man dies steckt untergebracht, und zweitens feien die Gewerbetreibenden „ Der Kunst Daumschrauben und spanische Stiefel anlegen" oder an derartige Aufforderungen in den Blättern bereits so gewöhnt, daß sie sich durch solche Notiz gar nicht mehr beunruhigt fühlen." eine Gefährdung der Stunft" nennen?" Diese Begründung ist recht charakteristisch. Sie zeigt, daß die Bestrafung von Preßerzeugnissen wegen groben Unfugs überhaupt Das ist unzweideutig. Eine bestimmte Kunstrichtung soll aus der Oeffentlichkeit verbannt werden; sie soll eine Privatbelustigung der Künstler sein.„ Die Sauen", als da etwa find Goethe und Böcklin, sollen mit Rüsselschlägen in die Finsternis getrieben werden. 7 mur auf einer haltlosen Fiktion beruht. Ebensogut wie dieses Gericht angenommen hat, daß durch die inkriminierte Notiz niemand beunruhigt worden ist, konnte es auch das Gegenteil annehmen. 280 ist hier irgend ein gesegliches Prinz Hohenlohe wird wegen seiner Stellungnahme in der Rennzeichen dafür, ob eine strafbare Handlung vorliegt oder lex Heinze- Frage mit fonjervativen Schmähartikeln überfallen. Die nicht? Es bleibt nichts wie das Gefühl des Richters, das Deutsche Tageszeitung" verlangt die Maßregelung des Prinz- natürlich von tausenderlei persönlichen Umständen beeinflußt wird, unter denen seine etwaigen politischen Anschauungen teine unwesentBeamten und fordert ihn auf, sich aus den Reihen der Rechten zu entfernen und sich einen Plaz bei der Linken zu suchen. Herr Dertelche Rolle spielen. Das Gesetz soll bestimmen, welche Handlung strafbar ist, und der Richter hat nur zu prüfen, ob eine solche Handist ein sehr höflicher Mann. lung vorliegt; hier aber sagt der Richter einmal, er hält die HandGegen das Fleischbeschau- Gesek. Eine von den Aeltesten lung nicht für strafbar, und der andre Richter sagt bei derselben der Berliner aufmannschaft einberufene Versammlung Handlung, sie ist doch strafbar. Dadurch wird der Richter, der nur von Vertretern des Handels und der Industrie gestaltete sich am das Gesez handhaben soll, selber zum Gesetzgeber von Fall zu Fall Sonntagmittag in der Börse zu einer großen Sundgebung gegen und niemand weiß, ob das, was er thut, strafbar ist oder nicht. das Fleischbeschau- Gesch. 45 deutsche Handelskammern hatten Ber Ein starkes Stück. Aus Breslau meldet uns ein Privattelegramm: Magdeburg wurde in der dritten Klasse der socialdemokratische Die Versammlung in dem Saale der Brauerei Friedrichs Standidat mit 63 gegen 3 Stimmen gewählt. In Meißenhain, die von den Parteigenossen des 5. Kreises einberufen, war Die letzte Breslauer Landtagswahl beschäftigt nunmehr( Sachsen) beschlossen die Parteigenossen, sich im Herbst an den trotz des schlechten Wetters von etwa 2000 Personen besucht. Einauch die Gerichte. Nachdem die Wahlprüfungs- Kommission des Stadtverordnetenvahlen zu beteiligen. In Alt Warthau bei geleitet wurde die Versammlung durch zwei prächtige Lieder, gesungen Bunzlau beteiligten sich die Parteigenossen zum erstenmal an der von Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes. Das Referat hatte hier Abgeordnetenhauses die Wahl der drei Abgeordneten Gothein, Wahl. Unser Kandidat in der dritten Klasse wurde mit 36 gegen der Reichstags- Abgeordnete W. Heine übernommen, der in vorzüg Wetekamp und Schmieder für ungültig erklärt hat, fanden in der 19 Stimmen gewählt. licher Rede, durch lebhafte Beifallskundgebungen mehrmals unterbrochen, Redaktion und Expedition der ,, Volkswacht" sowie in den Totenliste der Partei. In Wandsbeck starb im Alter von die Ursachen und die Folgen, die politischen Zustände vor und nach der Wohnungen von fünf Mitgliedern des socialdemokratischen 38 Jahren der Parteigenosse Wilhelm Beese nach mehrjähriger 1848er Revolution schilderte und der bei dieser Gelegenheit mit den Wahlkomitees für die Landtagswahl gerichtliche Durchsuchungen Krankheit. Er leitete lange Zeit die Gewerkschaftsbewegung am Orte Reaktionären aller Schattierungen, welche die geschichtlichen Thatstatt. Wie es in dem gerichtlichen Eröffnungsbeschluß heißt, bildet und gehörte auch mehrere Jahre dem Vorstande des socialdemo- sachen fälschen, die Opfer der Revolution begeifern und zu schmähen die Veranlassung zu dieser Maßnahme die Ermittelung eines fratischen Vereins an. bei der Landtagswahl von 1898 in Breslau anscheinend verübten Vergehens gegen§ 109 Straf: Gesetzbuchs"( Kauf oder Berkauf von Wahlstimmen). www Lehr, Bereits die Verhandlungen der Wahlprüfungs Kommission des licher Abgeordnetenhauses haben mit unzweifelhafter Gewiß- Stritit heit ergeben, daß von einem Stimmenkauf bei der Breslauer hatte Landtagswahl keinerlei Rede sein kann. Es ist höchst erstaun lich, daß sich eine Gerichtsbehörde findet, die hier den Versuch einer Anklage unternimmt. Wir halten es für ausgeschlossen, daß dieser Bersuch weiter fortgesezt werden kann. Meer: Ausland. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Die Aussperrung in der Berliner Holzindustrie. In der Versammlung, die im Restaurant Obstbahnhof tagte, hielt Herr Bry eine Rede, die, obgleich der Redner die Hoffnung aussprach, daß es zu einer Einigung komnien möge, durchaus nicht friedlich klang. Doch das mag aus dem Umstand zu erklären fein, man die Tischlermeister: bewegen will, bis zum letzten Augenblick der daß es eines scharfen Tons gegen die Streifenden bedarf, wenn Die Parteigenossen des sechsten Wahlkreises hatten für die Märzfeier am Sonntagnachmittag vier Lokale in den verschiedenen Stadtteilen des ausgedehnten Kreises gewählt. Die Veranstaltungen waren würdige, der Bedeutung des Tages angemessene. In allen Lokalen trugen Arbeiter- Gesangvereine sowohl vor Beginn wie nach Schluß der Festreden entsprechende Lieder vor und gaben der Feier dadurch einen stimmungsvollen Charakter. In Ballschmieders Saal in der Badstraße hatten sich die Parteigenoffen des Stadtteils Gesundbrunnen in großer Zahl versammelt. Mit reger Teilnahme folgten die Anwesenden deir Ausführungen des Genossen Pfannkuch, der die Bedeutung der Märztämpfe darstellte und die Aufgaben bezeichnete, die das Proletariat zu lösen hat. Für den Wedding wurde eine Versammlung im Kösliner of abgehalten. Genoffin Emma Ihrer hielt die Festrede, welche von den anwesenden Männern und Frauen mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Die Parteigenossen von Mo a bit hatten sich in Ahrens Brauerei in großer Bahl eingefunden. Hier war es Genosse schip vet, der in eindrucksvoller Rede den Gedenktag der Revolution feierte. versuchen, herb ins Gericht ging. Nachdem der Vorsitzende Genosse Sassenbach noch in warmen Worten unter dem Beifall der Versammelten die Freiheitskämpfer von 1848 und ihre Erbin, das Die Zustände auf dem Gute des Grafen v. Baffewik Haffenbewußte organisierte Proletariat, gefeiert hatte, erfolgte der Lützow bei Gadebusch, hatte der Genosse Groth, verantwort- Schluß der würdig verlaufenen, imposanten Versammlung mit einem be Redacteur der Mecklenburgischen Volkszeitung", einer geisternden Hoch auf das Andenken der Märzgefallenen und auf die unterzogen. Neben der Beschaffenheit der Brummen völkerbefreiende Socialdemokratic. cr namentlich die Belegung der Schlafräume der mit behauptet, daß sie 811 viel Schnitter getadelt und Personen belegt seien. Festgestellt wurde, daß die Räume, die nach dem eidlichen Zeugnis des Kreisphysikus nur für insgesamt 37 Per sonen zureichend sind, mit 70 Erwachsenen und 5 Kindern belegt waren. Der Privattläger berief sich auf eine ihm vom Ministerium erteilte Genehmigung, nach der per Kopf mur 5 Kubikmeter Lufta raum nötig seien. Der Kreisphysikus sagte auch aus, daß er wegen der Beschaffenheit der Brummen schon mehrfach bei der Gutsherrschaft Für die Schönhauser Vorstadt fand die Versammlung Rußlands Vormarsch nach Süden. vorstellig geworden fci. Trotzdem nun Groth nur die Trinkwasser: im Berliner Prater statt. Der große Saal war dicht gefüllt. Rußlands Bahnbauforderungen scheinen nun ihrer Er- Verhältnisse als mangelhaft und die Kaserne als zu stark belegt Genosse Wurm, der in großen Zügen Ursache und Verlauf der füllung entgegenzugehen. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß bezeichnet hatte, wurde er wegen Behauptung unwahrer Thatsachen revolutionären Bewegung schilderte, begeisterte durch seine wirkungsvolle Rede die Zuhörer zu stürmischen Beifallslundgebungen. infolge längerer Beratungen im Yildiz- kiost der russischen Gesandt zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. schaft der Vorschlag einer gemeinsamen Regie der in Nordkleinafien zu bauenden Bahnen übermittelt wurde, doch sei die russische Gefandtschaft damit nicht zufriedengestellt und die Verhandlungen danerten fort. Das militärische Komitee im Yildiz- Kiosk erflärte sich gegen die Gewährung der russischen Forderung. Rußland ist jedoch nicht gewillt, fich Abstriche an seinen drei Versammlungen abgehalten. Der Zwed derselben war der, die Die Freie Vereinigung der Holzindustriellen hat am Montag Forderungen gefallen zu lassen. Der Konstantinopeler Tischlermeister zum Aushalten anzufeuern und sie zu veranlassen, Korrespondent der Frankfurter Zeitung" erfährt über die schon sich nicht etwa vor Abschluß der Einigungsverhandlungen persönlich gemeldete Mobilisierung der russischen Flotte im Schwarzen mit ihren Gefellen zu verständigen. Am 2. März wurde von Petersburg eine Probemobilisation der gesamten russischen Schwarze Weer- Flotte aubefohlen. Am 12. März konnte der Kommandant dieser Flotte die Durchführung dieser Mobilifation melden. Die Verproviantierung sowie die Armierung der sich in Reserve befindlichen Kriegsschiffe ging glatt von statten, wogegen die Jn Rigdorf hatten die Parteigenossen eine Versammlung eins Stellung der einberufenen ungefähr 8000 Reserve- Marinesoldaten Führung der Freien Vereinigung zu folgen. Herr Bry bemerkte berufen, in welcher Dr. Herzfeld über„ Der 18. März und seine aus den südlichen Provinzen weniger gut klappte. Den Zeitungen unter andrem, die generelle zohnerhöhung werde wohl vom sprach. Der überwachende Polizeiwurde berboten, über die Mobilisation etwas zu veröffentlichen. Einigungsamt nicht als berechtigt angesehen werden. Wenn die Ar- lieutenant verlangte eine Stunde ver Eröffnung der Bersammlung, Die gefainte Flotte manövriert nächst Sebastopol. Der Ober- beiter diefe Forderungen nicht fallen laſſen – fagte Herr Bry-, dann daß fämtliche Notausgänge des Bersammlungslokals( Apollo- geben kommandierende ließ deit Kommandanten der Flotte die hohe Angiebt es feine Einigung!( Lebhafter Beifall.) Dafür müßte geöffnet werden. Nachdem der Vertrauensmann bekannt erkennung des Zaren für die brillante Ausführung der Probe- gesorgt werden, daß der Holzarbeiter- Verband niemals wieber partielle batte, daß vor dem Referat einige Sänger ein bem, zaß er dies Mobilmachung telegraphisch übermitteln. Es iſt unbeſtimmt, ob Streits vornehmen, sinte. weiter teilte Herr Bry nut, daß die sprechendes Lied vortragen werden, erklärte der Lieutenant, bag Tieber bald eine Demobilisation eintritt oder die Mobilisation für die Bezahlung des Hobelns und Schneidens vor dem Einigungsamt der Polizei erst vorgelegt werden müssen. Auch müſſe für das Lokal die nicht dulde, da hierzu eine Erlaubnis erforderlich die Verfolgung politischer Pläne aufrecht erhalten bleibt. Die Annahme, daß außer einem fertigen Manöver mit der Mobili- och nicht erledigt ſei. Wenn es dazu kommen sollte, daß der Meister Konzession zur Aufführung von Gesangsvorträgen erteilt sein. sation der Türkei ein deutliches Memento gegeben werde, liegt Gefelle die. Verantwortung für die rechtzeitige Lieferung dieser wollte man nicht die Abhaltung der Versammlung gefährden, so war sehr nahe. Vielleicht liegt hierin der Grund zur Beschleunigung der russischen Eisenbahn- Forderungen. Die Mobilisation zuerkannt werden, für die Wartezeit, welche durch verspätete kommen und vermied die Abhaltung der Gesangsvorträge, te nadj Auf keinen Fall dürfe dem Gesellen das Recht man gezwungen, dem sonderbaren Verlangen des Beamten nachzubeunruhigt in Konstantinopel um so mehr, als auch der englische Lieferung der Hobel- und Schneidearbeit entsteht, Bezahlung zu ver- holten, schrie der Beamte in den Saal hinein, daß die Versammlung nach Schluß der Versammlung die Sänger Versäumte nachBotschafter mangels jeder Instruktion keinen Finger rührt, um den langen. Im übrigen forderte Herr Bry die Anwesenden auf, sich aufgelöst sei. Lachend wurde ihm erwidert, daß die Bersammlung russischen Ansprüchen zu begegnen. England muß eben schweigen. Dazu zwingt es fein Eroberungs- noch bis Ostern dauern jollte. Die Debatte drehte sich im wefent- bas gofal zu verlassen und da die Sänger sich nicht stören ließen, nicht von der Freien Bereinigung abzuwenden und wenn der Streik Die Debatte drehte sich im wesent- geschlossen ist. Nunmehr forderte der Beamte die Anwesenden auf, frieg in Südafrika. lichen um die Bezahlung des Hobel- und Schneidegeldes. Einige das Lokal zu verlassen und da die Sänger sich nicht stören ließen, Fräsereibefiger erklärten, ihnen wäre es erwünscht, wenn sie ihre mußte fchließlich anscheinend der Hauptattentäter den Weg zur Wache Arbeiten von den Meistern bezahlt bekämen. Herr Groschkus trat antreten, um seine Personalien feststellen zu lassen. unbedingt dafür ein, daß die Meister das Hobeln und Schneiden bezahlen. Wenn man auch jetzt diese Forderung noch nicht bewilligen wollte, in turzer Zeit würde es von selbst dahin kommen. Dieser Ansicht stimmte auch Herr Beege zu. Jm allgemeinen ging aber die Ansicht der Versammlung dahin, daß der Meister zwar das Eine Arbeitseinstellung der Arbeitsleute und Kutscher Hobein und Schneiden bezahle, dafür aber die Accordpreise um so- vollzog sich in Moabit gestern morgen in aller Stille. Bei 16 Firmen wurden von ca. 250 Kutschern und Arbeitern Forderungen gestellt. viel herabseze. Bindende Beschlüsse wurden jedoch nicht gefaßt. betreffenden Zwischenfall zur Sprache, der sich am Sonnabend im 12 Firmen bewilligten sofort, Im Laufe der Debatte brachte auch Herr Berndt den seine Person Die Senticher verlangten 27 M., die Arbeiter 24 M. Wochenlohn. bei der Firma Luckmann sind Die Firmen Wozignoy, Gebhardt Rathaussaal abgespielt hatte. Herr Berndt ist über die Angelegen- Verhandlungen im Gange. daraufhin legten sämtliche deren Erzählung übrigens von einigen seiner Kollegen mit und Böhlke bewilligten nicht, daraufhin mit Kutscher, die Ausnahme zweier, bei der Firma so empört, daß er erklärte, er Heiterkeit aufgenommen wurde gehe nicht mehr mit seinen früheren Genossen zusammen, er werde Gebhardt beschäftigt sind, einmütig die Arbeit nieder. Gestern nachvielmehr die Erfahrungen, die er in deren Reihen gesammelt habe, mittag hielten nun die Fuhrherren in Arends Brauerei eine Verin seinem und seiner jezigen Genossen Juteresse verwerten. Er stehe ſammlung ab, die zwar nicht von der Polizei, wohl aber vom Verfest zur Freien Vereinigung und werde sich, wenn dieselbe befchließe, trauensmann des Centralverbandes der Handels-, Transport- und die Gesellen, die den 1. Mai feiern, auszusperren, einem solchen Verkehrsarbeiter" überwacht war. Dort erkannten nun einige Beschluß nicht mehr ihrer die Forderungen wie er es früher gethan berechtigt widersetzen. Fuhrherren ( Lebhafter Beifall. Herr Bry klatscht demonstrativ in die Hände.) an und war die größere Mehrzahl der Meinung, daß man bewilligen solle. Nur Herr Wozignoy spielte sich als ScharfIn der Brauerei„ Königstadt" waren am Montagabend etwa macher auf und beschwor die übrigen Fuhrherren, nicht nachzugeben. Meister versammelt. Die Herren Kümmel und Bry Die Kutscher sind allesamt organisiert und stehen fest. Hoffentlich hielten die Referate. Sie berichteten über den bisherigen Verlauf findet sich kein Berliner Kutscher, der den Streifenden in den Rücken der Einigungsverhandlungen. Diese würden voraussichtlich zu Gunsten fällt. Gegenwärtig sind noch 26 Kutscher ausständig, 22 davon der Meister ausfallen. Die Forderungen stünden auf sehr schwachen allerdings von der Firma Wozignoy allein. Füßen. Herr Bry sprach sich für die Errichtung obligatorischer Frankreich. Der Oberste Kriegsrat trat am Montagvormittag im Elysée zu einer Sigung zusammen, in welcher Präsident Loubet den Vorsiz führte; auch die Minister Galliffet, Lanessan und Walded- Rousseau waren zugegen. A Der Jahrestag des Kommune Aufstandes wurde am Sonntag von den Socialisten an vielen Stellen gefeiert. In einer Rede, die Jaurès bei einem Festmahl hielt, führte er aus, die Kommune sei eine Bewegung des Bürgerstandes ,. nicht der Proletarier gewesen. Sie war cine Auflehnung gegen einen schmachvollen Frieden und gegen die Versailler Regierung, und ihre Wirkung war die Erhaltung der bürgerlichen Republik. Das Proletariat war 1871 weder gegliedert noch selbstbewußt, sein Tag ist noch nicht gekommen." England. Frische Kundgebungen gegen die Königin. Der Umzug durch die Straßen von Dublin aus Anlaß der Einführung des Lord maire von Dublin hat am Sonntag stattgefunden. Ein Antrag des Zordmaire, der Königin bei ihrem demnächstigen Besuche in Dublin cine Adresse zu überreichen, gab Anlaß zu feindseligen Kundgebungen seitens der Nationalisten und Intransigenten; dieselben warfen Steine gegen den Wagen des Lordmaire und zertrümmerten die Wagenfenster. Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Schweden. die Bezahlung dieser Arbeiten übernimmt, so müsse doch der Arbeiten tragen. heit 300 Gewerkschaftliches. " Berlin und Umgegend. Leute als Festungsbanten und Parlament. Stocholm, 19. März. Schiedsgerichte aus, wodurch Streiks dann in den meisten Achtung, Töpfer! Die Arbeitsperiode in unsrem Gewerbe Bei der Beratung der Zweiten Kammer über die Bewilligung der Fällen bermieden werden Könnten. Im übrigen ver beginnt nun wieder, und gleich zu Anfang derselben stoßen wir auf zu Festungsanlagen geforderten Summe erklärten der Minister- gnügten fich die Herren Meister damit, auf die Widerwärtigkeiten. Um uniren Tarif hochzuhalten, mußten wir über präsident Boström und der Kriegsminister v. Cruseljörn, botmäßigen, begehrlichen Arbeiter und deren„ jugendliche Vertreter" die Arbeiten des Herrn Töpfermeisters Nuhm, Mittenwalderstraße, fie würden zurüdtreten, falls der Reichstag nicht Interesse zeige zu schimpfen. Herr Brh mußte aber auch zugeben, daß die Sperre verhängen. Der Stand derselben ist der gleiche. Die für die Befestigungen in Norrland, wo die Regierung Festungs- in Tischlereibetrieben manche Mißstände herrschen und er ſei der Kollegen halten nach wie vor an unsrem Tarif fest und Arbeitsanlagen auf dem Plage Boden" vorschlägt. Nach den vorläufigen letzte, der sich Berbesserungen entgegen stelle. Die Versammlung willige haben sich noch nicht gefunden. Abstimmungen der beiden Kammern ist es jedoch wahrscheinlich, daß sprach den Herren Bry und Kümmel ihr Vertrauen für ihre bis- was auf dem Spiele steht. Gelingt es Herrn Ruhm, die Forderung für diese Festungsanlagen bei der bevorstehenden ge- herige Thätigkeit vor dem Einigungsamt aus. meinsamen Abstimmung bewilligt und somit eine Kabinetts= trijis vermieden wird. Bulgarien. Märzversammlungen. Umstrittene Donaninseln. Wie die„ Politische Korrespondenz" Der erste Wahlkreis feierte den 18. März durch eine Ver aus Sofia meldet, erhob die bulgarische Regierung formell Protest sammlung, die am Sonntagabend in Cohns Saal stattfand. Als gegen das Vorgehen Rumäniens in dem Grenzstreite um den Besiz Redner trat Genosse Dr. Schütte auf. In anschaulicher Weise der Eschekada Inseln und verlangte, die Augelegenheit der schilderte er die revolutionäre Bewegung des Jahres 1848, dabei ftrittigen sowie andrer in Frage kommender Donauinseln im Sinne betonend, daß diese, obgleich ihrem Wesen nach eine bürgerliche der Bestimmungen der Haager Konferenz einem Schiedsgericht zur Revolution, der Ausgangspunkt des proletarischen Emancipations Entscheidung vorzulegen.. fampfs geworden ist, der mit dem Siege der Forderungen der Arbeiterklasse enden wird. Nach dem Schluß des ernsten Teils der Feier blieben die Anwesenden noch in zwangloser Geselligkeit beijammen.buy. Partei- Nachrichten. die Sperre zu durchbrechen, so find damit die Errungenschaften des Streits illusorisch, es werden dann bald mehrere Meister Herrn Ruhm nachfolgen. Darum, Kollegen, sorgt dafür, daß wir zum Siege gelangen. Die jetzt in Arbeit zu nehmenden Bauten sind in den meisten Fällen nicht verglast. Da aber von feiten einzelner Arbeitgeber den ganzen Winter über versucht wurde, diese Position des Tarifs zu durchbrechen und sich leider auch eine ganze Anzahl Kollegen gefunden haben, denen der Schuß ihrer Gesundheit nicht am Herzen liegt, so sieht sich der Vorstand veranlaßt, da der Termin doch nur noch 14 Tage hinausliegt, den Kollegen anheimzugeben, eventuell auch bei unverglasten Fenstern die Arbeit zit beginnen. Ein großer Teil unfrer Stollegen ist bereits wochenlang außer Arbeit, und ist ihm unter den Verhältnissen das Erlangen von Arbeit erschwert. Die Kollegen machen wir aber darauf aufmerksam, daß jeder angefangene Bau sofort an den Vorstand zu melden iſt und auf jedem Bau ein Vertrauensmann gewählt wird, der die Interessen der Kollegen zu Der Borstand des Centralverbands der Töpfer. wahren hat. Ueber den Stand der Mecklenburgischen Volkszeitung Die Genoffen des 2. Wahlkreises waren in imposanter Zahl machte Genoffe Groth aus Rostock in einer Versammlung der Partei- der Einladung nach dem Kliemschen Riesensaal in der genoffen Hamburgs Mitteilung. Das genannte Blatt wird bisher Hafenheide gefolgt. Bereits wenige Minuten nach 1/212 Uhr vor von Hamburg fubventioniert, und da die Rostoder Parteigenossen mittags sperrte die Polizei das Lokal, das von etwa 2000 Personen Die Rohrer in Berlin und der Umgegend haben am Montag beabsichtigen, ihr bis jetzt wöchentlich dreimal erscheinendes Blatt aus bis auf den legten Blaz gefüllt war. Viele mußten umkehren. Mit die Arbeit niedergelegt. Wir ersuchen nunmehr die Pußer und agitatorischen Rücksichten täglich erscheinen zu lassen, so handelte es sich dem Glockenschlage 12 begann August Bebel seinen Vortrag über darum, die Hamburger Partei zur Weiterzahlung der Subvention auch die Bedeutung des 18. März. In einem interessanten Geschichtsbilde zeigte Zimmerer, uns in unsrem Kampf zu unterstützen, indem sie die Anfertigung der Rohrdecken verweigern. Der Kampf dreht sich um nach der Erweiterung des Blattes zu beſtinimen. Die„ Mecklen er alle die Bedingungen wirtschaftlicher, socialer und politischer Natur, eine Erhöhung des Preises von 14 auf 16 Bf. pro Quadratmeter. Beburgische Boltszeitung" hatte im Jahre 1895 rund 2100 Abonnenten. welche zusammen die denkwürdige Revolution verursacht haben. Dan ging fie in Parteibesitz über und stieg bis Dezember 1895 Redner begnügte sich aber nicht hiermit, sondern ließ die willigt hat bis jetzt die Firma C. Weise, bei welcher gearbeitet wird. Die Firmen- Delegierten find verpflichtet, die Kontrolle auszuüben. auf 3329 Abonnenten. Im Juni 1899 hatte sie in 145 Postorten bedeutsamsten fulturellen und politischen Ereignisse des ganzen Am Mittwoch, den 21. März. haben sich sämtliche Ausständigen zur 5197 Abonnenten. Die Einnahmen stiegen von 16 500 500 wet. im Jahre neunzehnten Jahrhunderts vor dem geistigen Auge der an- Kontrolle im Restaurant von Franz Schmidt, Namlerstr. 25, Feri 1895 auf 31 200 Mt. im Jahre 1899. Die Subvention wurde von dächtigen Zuhörerschaft vorbeiziehen. Schluß feiner Sprecher Amt III Nr. 5009, einzufinden. Die Lohukommission. zweistündigen Ausführungen bezeichnete Bebel der Versammlung auch für die Zukunft zugefagt. eg als Die belle besim Parteipreffe. In die Redaktion der„ Sächsischen Arbeiter. Aufgabe des arbeitenden Volks, reaktionärer werdenden Bürgertums zu treten und die Kultur- Die gemaßregelten fächsischen Bergarbeiter, welche sich nach zeitung ist der Genosse Herm. Fleißner- Dresden eingetreten. errungenschaften zu retten. Seien die parlamentarischen Vertreter dem Ruhrrevier gewandt haben, sind und werden von den ZechenGemeinderats Wahlen. In Wörmlig bei Halle wurde der Socialdemokratie auch noch in der Minderheit, so hätten sie doch direktoren ohne Anstand aufgenommen; da es fast ausnahmslos ein Barteigenosse in den Gemeinderat gewählt. In Diemi in legter Zeit gezeigt( Stürmische, begeisterte Unterbrechung), daß fie tüchtige und geübte Leute sind, verdienen fie jedenfalls auch etwas daselbst erhielt der Kandidat unfrer Partei 61 Stimmen, ein Gegner Mittel und Wege wüßten, den Rückwärtsern energisch und erfolgreich mehr wie in Sachsen. Wie wir mun hören, sind auch die beiden Ber62 und ein andrer 1 Stimme. Der Amtsvorsteher nahm die Stich entgegenzutreten. Nieder mit der Reaktion!( Stürmischer, nicht treter beim Unfall- Schiedsgericht der Sektion VII( Sachsen) der wahl sofort vor und dabei wurde, da viele unsrer Wähler nicht endenwollender Beifall.) Der Schluß der Versammlung erfolgte Knappschafts- Berufsgenossenschaft vom Morgenstern resp. BrückenbergA. Schlosser vom so lange warten konnten, der Gegner gewählt. In Lettin bei unter begeisternden Hochs auf die Socialdemokratie und auf Bebel. werk( Revier Zwickau), mit abgelegt worden. 1 Am Deutsches Reich. = = Brückenberg hat 38 Dienstjahre hinter sich. Es kann mir den Werken lohn von 621/2 Pf. auf 65 Pf. zu erhöhen. Eine Anzahl Accord| dauerlich sei es, daß die weiblichen Arbeiter sich in letter Stunde gelingen, auf furze Zeit gefügige Kreaturen als Arbeitervertreter in maurer unter der Führung des Maurers Petsch waren nicht abgeneigt, geweigert haben mitzuftreifen. Die Unternehmer vereinigen fich in die Knappschafts- und Pensionskassen zu bringen, aber auf die Dauer die Fortsetzung der Arbeiten zu übernehmen. Beide Gruppen trafen Startelle, um durch diese Organisation die Forderungen der Arbeiter zu ist es unmöglich. Die statuierten Erempel scheinen auch feineswegs in einem in der Nähe des Baues belegenen Schantlokal zusammen. bekämpfen, unsere Pflicht ist es daher, sich im Verband der Schneider den Zweck, die übrige Belegschaft der Strecke einzuschüchtern, zu er- Es kam zu lebhaften Auseinandersetzungen. Als dem Petsch von und Schneiderinnen zu organisieren; dann werden wir auch mit füllen. Der Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Verband" hat den Stundenarbeitern vorgehalten wurde, daß es unschön von Erfolg die Unternehmer in Schranken halten können.( Stürmischer seit der Streitbewegung in Sachsen ganz bedeutenden Zuwachs ihm sei, ihnen in den Rücken zu fallen, anstatt sie zu unterstützen, Beifall.) Redner schlägt darauf folgende Resolution vor: erfahren; wie lange noch und die Zahl der Organisierten wurden dem Petsch auch seine eignen Anhänger wieder abtrünnig, Die Versammlung erklärt nach Kenntnisnahme der Antwort steht wieder auf derselben Höhe wie Anfang 1895, als es regnete Schimpfworte auf ihn von allen Seiten und schließlich schreiben, soweit sie ausweichend unter Hinweis auf den Verein der das Amtsgericht Bividau den sächsischen Bergarbeiter Verband padte der Maurer Schirmer ihn am Halse, verfette ihm eine Ohr Details, Mantel- und Kostümbranche eingelaufen sind, ihre Forderungen auflöste. Die Maßnahmen der Behörde, die in bester Harmonie feige und warf ihn hinaus. Es sollen sich außer Schirmer noch be- für abgelehnt. Sie erklärt ferner, daß vom Montag, den 19. März, steht mit den Grubenbefizern, können also die fortschreitende fonders die Maurer Prorandt und Röhl an der Ausschreitung die Arbeit zu ruhen hat, bis die Forderungen bewilligt find. Organisationsarbeit der Bergleute nicht aufhalten, und wenn mit beteiligt haben, die die sich deshalb neben Schirmer wegen Zu den von dem Unternehmerverein angebotenen Verhandlungen solchen Mitteln die Arbeiter weiter drangfaliert werden sollten, wie Nötigung, Beleidigung und Mißhandlung zu verantworten hat die Organisation ihre Vertreter zu entsenden, und wird die es bisher geschah, werden spontane Ausbrüche der Unzufriedenheit hatten. Es wurde durch die Beweisaufnahme festgestellt, daß Ortsverwaltung ermächtigt, ihr geeignet erscheinende Kollegen und der Bergarbeiter durch plötzliche Arbeitseinstellungen 2c. nicht zu ver: Petsch schon bei seiner ersten Vernehmung eingeräumt hatte, daß er Kolleginnen hinzuzuziehen. meiden sein. Durch Anwendung von Gewaltmitteln gebietet man bei dem Vorfalle fast sinnlos betrunken gewesen sei. Schirmer einer geistigen Bewegung, und wenn sie auch nur von einfachen Ar- räumte ein, daß er den Zeugen Betsch hinausgeworfen und ihm da beitern ausgeht, keinen Halt. bei auch eine leichte Ohrfeige versetzt habe, es sei aber nur geschehen, um größeren Ausschreitungen vorzubeugen. Die Gewerkschaften in Striegan treten allgemein für eine Verkürzung der Arbeitszeit auf zehn Stunden ein. Es ist deshalb der Zuzug von Metallarbeitern und Holzarbeitern aller Branchen, fowie der Bürstenmacher, Maurer, Zimmerer, Hilfsarbeiter, Sattler und Täschner fernzuhalten. Der Streit bei der Firma W. Schröder u. Co. in Mörs ist beendet. Am Freitag haben die Arbeiter die Arbeit wieder aufgenommen. Die Arbeiter haben die Wiedereinstellung des Gemaßregelten durchgesetzt. Betreffs der Lohnfrage wurde vereinbart, daß der Firmeninhaber mit der Lohnkommission die Sache zu regeln habe. Die Maler in Lübeck befinden sich im Kampf um den Neunstundentag und eine 15 prozentige Lohnerhöhung. Auch in Erfurt ist ein allgemeiner Ausstand eingetreten. Ausland. Der Staatsanwalt ließ die Anklage gegen Prorandt und Röhl, gegen die nichts erwiesen worden war, fallen, gegen Schirmer beantragte er eine Geldstrafe von 10 M. wegen Mißhandlung. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Kaz, hielt die ganze Sachlage dazu an gethan, auch die Kosten der Verteidigung der StaatsAnklage gegen die beiden ersten Angeschuldigten kommen dürfen. tasse aufzuerlegen, denn es hätte nicht erst zur Erhebung der übrigen nach dem Antrage des Staatsanwalts. Der Gerichtshof gab diesem Antrage statt und erkannte im Nach längerer Diskussion, in der die niedrigen Löhne bei der Firma Heilig fritisiert wurden und eine Rednerin mitteilte, daß sie von der Firma Stein auf die schwarze Liste gesetzt sei, gelangte die Resolution einstimmig zur Annahme. Mit einem Hoch auf die Bewegung schloß der Vorsigende um 2 Uhr die imposante Versammlung. Am Dienstagvormittag findet eine Versammlung in der Ressource statt, in welcher über den Stand der Bewegung berichtet wird. In Weißenfee referierte Genoffe og te vor einer gut be suchten Versammlung, die einen trefflichen Verlauf nahm. Der Krieg. * * Die Boerenstellung im Often. Wichtige Nachrichten liegen nicht vor. Feldmarschall Im Militärbefreiungs- Prozeß zu Elberfeld ist am Sonn Roberts bemüht sich jedoch, durch seine Meldungen in Europa abend die Vernehmung der Angeklagten beendet worden, sodaß am den Eindruck zu erwecken, als ob die Mehrzahl der Einwohner des ähneln den aus früheren Sigungen berichteten. Beachtenswert ist die außerordentlich zufrieden wäre. Montag das Zeugenverhör beginnen konnte. Die erörterten Fälle Oranje- Freistaats mit der Besetzung des Landes durch die Engländer Wie weit dies den Thatsachen entVernehmung des angeklagten Sägenschmieds August Sieper jr. spricht, fann vorläufig nicht kontrolliert werden. Die Nachrichten, Dieser bemerkt auf Befragen des Präsidenten: Der verstorbene die der General am Sonntag nach London gelangen ließ, lauten Der Ausstand der östreichischen Bergarbeiter beendet. Stadtrat Berger in Remscheid habe ihm mehrfach Der gewaltige Kampf der Bergarbeiter naht seinem Ende, nach gesagt: Wenn er vom Militär freitommen wolle, dann folgendermaßen: zehnwöchentlichem Ausstand kehren die Arbeiter in die Grube zurück, folle er sich an Strucksberg nach Köln wenden. Er habe dies Die Gardebrigade ist gestern aus Norwalspont hier eingetroffen. ohne daß sie ihre Forderungen durchgesezt haben. Die Ausdauer, schließlich gethan, da er der Meinung war Strudsberg stehe mit Gine größere Anzahl Burghers haben die Waffen niedergelegt, in die Opferwilligkeit, die in diesem Ausstand von den Arbeitern be- allen Militärärzten in Verbindung. Als im Strudsberg Strudsberg einigen Bezirken melden sich Ueberläufer. In Belmont fiel eine fundet wurde, steht einzig da, aber dem übermächtigen Gegner fagte, daß er ulver cinnehmen müsse, habe er dies zunächst Mitrailleuse und ein neumpfündiges Geschüß in unsre Hände, einen mußten sie weichen. Gewiß find die Opfer nicht umsonst gebracht, die abgelehnt, da er fürchtete, er könne an seiner Gesundheit Schaden weiteren Neumpfünder hat der in Colesberg befehligende Offizier erGesetzgebung muß sich der Arbeiter annehmen und zu einem Triumph nehmen. Er sei aber schließlich der Aufforderung des Strudsberg, beutet. Eine Kavalleriebrigade ist nach Thabauchu(?) abgegangen, für die Kohlenbarone neigt auch das Ende des Streiks nicht, aber 14 Tage vor der Gestellung nach Köln zu kommen und Pulver um die Einwohner zu beruhigen und eine von mir erlassene es zeigt sich, welcher gewaltigen Macht die Arbeiter gegenüberstehen, und Billen zu nehmen, nachgekommen. Bräs.: Weshalb sollten Proklamation zu verteilen. Morgen wird der regelmäßige Ver wo die Produktion in den Händen einiger Kapitalisten sich vereinigt Sie dies in Köln machen, hätte sich dies nicht in Remscheid te hr der Bahnzüge von Bloemfontein nach dem und sie zu einem Monopol für einige Geldprogen geworden ist. Ver- eben so gut thun laffen? Angel.: Strudsberg jagte: in tap wiederaufgenommen werden. Die Truppen Lord Methuens mag die Gewerkschaftsbewegung hier nicht ganz gewaltige Fort- Köln geht es besser. Auf weiteres Befragen des Präsidenten sind am 16. März gerade zur rechten Zeit in Warrenton einschritte zu machen, versteht es die Arbeiterbewegung nicht, sich einen giebt der Angeklagte an: er sei infolge des Einnehmens der Pillen getroffen, um die völlige Zerstörung der dortigen Drehbrücke zu vers starken Einfluß auf die Gesezgebung zu sichern, dann kann der Trotz frant geworden und deshalb die beiden ersten Male nicht bei der hindern und sich einer Uebergangsstelle über den Baalfluß zu bedieser Monopolisten nicht gebrochen werden, ihre Herrschaft artet zu Gestellung gewesen. Bei der Generalmusterung sei er schließlich mächtigen. einer unumschränkten aus. Ueber die Stellung der Boeren im Norden des Oranjeausgehoben und zum 8. Feld- Artillerie- Regiment nach Met gesandt Ueber die Beendigung des Streits liegen folgende Berichte vor: worden. Er sei aber sehr bald wegen Krankheit vom Militär ent- staats melden die" Times" am Montag: Der Boeren- Kommandant In einigen böhmischen Ausstandsgebieten wird heute nahezu lassen worden. Alsdann habe er noch einmal zur Generalnuusterung Olivier hat sich in der Richtung auf Kroonstad zurückgezogen, vollzählig gearbeitet, in andren ist die Lage unverändert. In erscheinen müssen. Er sei aber bei dieser wegen Verkürzung des nachdem er zuvor in Rongville alle verfügbaren Lebensmittel requiriert Troppau ist die Lage noch nicht geklärt, da die Antwort der Gewerke rechten Beines und wegen Schwäche des Fußgelents freigekommen. und die Einwohnerschaft in Not zurückgelassen hatte. auf den verlangten Generalpardon noch nicht eingetroffen ist. Der Vater dieses Angeklagten, Anget. Sägenschmied August In der Aufforderung des Central- Streitkomitees und der Ge- Sieper sen., giebt auf Befragen des Präsidenten zu, daß er auf werkschaftskommissionen zur Wiederaufnahme der Arbeit wird hervor- Anregung des verstorbenen Stadtrats Berger in Remscheid sich an Die Bullersche Armee ist noch immer nicht dazu gelangt, gehoben, daß der socialpolitische Ausschuß des Abgeordneten Strudsberg gewandt habe, da er seinen Sohn in seinem Geschäft wesentlich über Ladysmith nördlicher Richiung hinauszukommen, hauses sich für die gesetzliche Einführung der Neunstundenschicht brauchte. Er habe an Strucksberg für das Freima chen weil ihnen die Boeren den Uebertritt in den Oranje- Freistaat in ausgesprochen habe; die Abkürzung der Schichtdauer sei also vor- 2100 Mart gezahlt. Auf Befragen des Staats- dem dortigen start gebirgigen Terrain streitig machen. Aus dem aussichtlich bald zu erwarten. Da das Parlament vertagt, die anwalts Iberis giebt der Angeklagte Sieper sen. zu, Boerenlager bei Glencoe wird vom 15. d. Wits. genieldet, daß die Mittel erschöpft, eine weitere Unterstügung unmöglich und die Zahl daß er dem Strudsberg Vorwürfe gemacht habe, da fein neuen Berschanzungen längs der Biggarsberge jegt vollendet der Arbeitswilligen bedeutend gestiegen feien, bleibe nichts andres Sohn doch ausgehoben worden sei. Strudsberg habe ihn getröstet find; man glaube, daß durch diese Verschanzungen die Stellung unübrig, als den Ausstand gemeinschaftlich zu beendigen. und ihm gesagt, er werde es noch einmal mit Billen versuchen, einnehmbar gemacht sei. Die Ostrauer Gewerke lehnten in einer gestrigen Ver- dann werde der junge Mann schon freitommen. Der Anfammlung den Generalpardon ab, sagten jedoch zu, die bisherigen geklagte Handlungsgehilfe Karl Sieper, auch ein Sohn des AnArbeiter wieder aufzunehmen und die vor dem Leschener Einigungs- geklagten Sieper sen., bemerkt auf Befragen des Präsidenten: Er Das Mitglied der kanadischen Expedition vom Roten Kreuz amte gemachten Zugeständnisse betr. die Lohnerhöhung, Auszahlung babe stets am Herzen gelitten und fei der Meinung ge- Dr. Ryerson telegraphiert aus Kimberley vom 16. ds. Mts., in und das Gedingewesen aufrecht zu erhalten. Da die Arbeiter sich wesen, er werde deshalb nicht zum Militär kommen. Kurz Kimberley liegen etwa 1000 Mann krant oder verwundet da damit einverstanden erklärten, ist der Ausstand im Ostrauer Revier vor der zweiten Musterung habe er sich an Strudsberg ge- nieder; er habe 90 Betten aufgestellt. Die Gesamtzahl der in den wendet und von diesem Pillen erhalten, lettere aber nicht verschiedenen Hospitälern Südafrikas in Pflege befindlichen vereingenommen. Bei der zweiten Musterung sei er wieder wegen wundeten und franken Soldaten aller Grade betrage 17 000. allgemeiner Schwächlichkeit zurückgestellt, bei der dritten Musterung Der Chef des Auskunftsdienstes der Boeren teill mit, daß die jedoch angesetzt worden. Er habe sich deshalb vor der General- Verluste der verbündeten Freistaaten vor dem Entsaz von musterung noch einmal an Strucksberg gewendet. Dieser habe ihm seimberley und Ladysmith an Gefallenen 677 und an Berwiederum Billen gegeben, die er ebenfalls nicht eingenommen habe. wundeten 2129 Mann betragen. Infolge von Unfällen wurden ferner Er sei bei der Generalmusterung zu den Garde Füsilieren nach 24 getötet und 171 verwundet. 99 starben an Krankheiten, 1251 Berlin ausgehoben und auch eingestellt, von seinem Truppenteil aber Krante wurden geheilt oder befinden sich noch in Behandlung. Der nach kurzer Zeit wegen Herzfehlers wieder entlassen worden. Er Gesamtverlust betrage mithin 4351 Mann. habe an Strucksberg für dessen Freimachungsversuche 1500 M. gezahlt und hierfür 600 M. von seinem Vater erhalten. Letterer habe aber dies Geld ihm nur geliehen, ohne zu wissen, wofür er dasselbe gebrauche.- Siepersen. bestätigt das.- Auf Befragen des Staatsanwalts Alberts giebt Karl Sieper zu, daß Strudsberg ihm kurz vor seiner Abreise auch Pillen gegeben habe mit dem Bemerken, er solle dieselben in Berlin einnehmen. Er habe dies aber nicht gethan. beendet. In der auf Anregung der Arbeiterschaft einberufenen Sigung des Einigungsants in Pilsen verlangten die Arbeiter General pardon für Ausständige, Lohnaufbesserung, wöchentliche Vorschüsse und Mehrleistungen an Deputatkohle. Die Vertreter der Werke erklärten, über den Generalpardon, da nicht alle Vertreter anwesend waren, nicht vorhandeln zu können. Ueber die übrigen Forderungen laffe fich reden; die Unternehmer seien nach Wiederaufnahme der Arbeit zu Verhandlungen bereit. Infolgedessen ist auch hier die Arbeit aufgenommen. In Aussig und Prag ist es am Sonnabend zu Ruhestörungen gekommen, wobei Militär einschritt und zahlreiche Verhaftungen vornahm. Troppau, 19. März. In einer Versammlung, die in Mährisch Ostrau stattfand, wurden die Arbeiterführer Karpeles und Merta hinausgedrängt. Radikale Redner traten für die Fortsetzung des Ausstands ein. Die Versammlung beschloß einstimmig, daß die Bergarbeiter nicht einfahren sollen, und verwarf die vom Ausstandsfomitee bekannt gegebenen Bedingungen für die Wiederaufnahme der Arbeit. In Nürschau ist der Ausstand beendet. Die gesamte Belegschaft meldete die Wiederaufnahme der Arbeit an und fuhr heute an. Auf den Schächten des westböhmischen Bergbauvereins ist ein Teil der Arbeiter noch ausständig, doch werden auch diese Arbeiter morgen oder in den nächsten Tagen einfahren. Aus Teplit wird gemeldet, daß im Außig- Teplizer Revier 55 Proz. der Arbeiter arbeiten, die übrigen meldeten für morgen die Wiederaufnahme der Arbeit an. Sociales. Versammlungen. * # Menschenopfer. * Von Cronjes Schar. Die Ueberführung der gefangenen Truppen Cronjes nach St. Helena ist aufgeschoben worden, weil 70 Mann erkrankt find. unter den gefangenen Mannschaften sind viele Fälle von Infektionsfrankheiten vorgekommen, doch hoffen die Behörden, daß die Fälle vereinzelt bleiben werden. Nach einer Blättermeldung sollen die Transvaalmannschaften nach St. Helena gebracht werden, während die Freistaattruppen vorläufig in Simonstown bleiben sollen. Friedensbedingungen. London, 19. März. Die Mitglieder der Opposition werden die Regierung über die Frage der Annexion der beiden BoerenRepubliken interpellieren. Die Regierung wird, wie halbamtlich verlautet, dieje Gelegenheit wahrnehmen, um mitzuteilen, daß die füdafrikanischen Republiken einem ähnlichen militärischen Regime werden sollen, wie dieses die Vereinigten unterworfen Staaten nach dem Secessionstriege mit den Südstaaten gemacht haben. Aus dem englischen Unterhause. Die Brauereihilfearbeiter hielten am Sonntag eine sehr start besuchte Versammlung ab. Nach einem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Referat des Gen. Jahn berichtete Schüler über die bisherige Lohnbewegung im Braugewerbe. Auch die Hilfsarbeiter haben infolge der vielfach geradezu jämmerlichen Lohn- und Arbeitsverhältnisse Forderungen gestellt. Die Behandlung und Ausbeutung der Hilfsarbeiter, sowie die sonstigen Zustände in einigen Brauereien wurden, wie schon in früheren Versammlungen, in eingehender Weise geschildert. Jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren haben bei einem Wochenlohn von 7,50 bis 12,00 M. vielfach 14-15 Stunden täglich zu arbeiten; für ältere Arbeiter sind unter gleichen ArbeitsDie Bezahlung der Postproletarier. Die Grundsäge, nach verhältnissen 18 M. Wochenlohn sehr häufig. Dazu fomme noch die denen das Tagegeld der Postboten( nichtetatsmäßige Unterbeamten) als ganz selbstverständlich erachtete Somtagsarbeit. In einer einstimmig London, 19. März. Unterhaus. Schazkanzler Hicks Beach vom 1. April neu geregelt werden soll, hat das Reichs- Bostamt jezt angenommenen Resolution wurden nachstehende Forderungen aufgestellt: teilt mit, die Gesamtzahl der Zeichner der Kriegs- Anleihe sei fertig gestellt. Bisher bestand eine Vielstufigkeit der Löhne, die in 25 M. Wochenlohn bei neunstündiger Arbeitszeit. Ueberstunden sind zu 39 800, die gezeichnete Gesammtsumme betrage 3351/2 Millionen manchen Bezirken bis neun verschiedenen Sägen ging. vermeiden, andernfalls für Wochentage mit 10, für Sonn- und Feier- Pfund, die größte einzelne Zeichnung beziffre fich auf 10 Millionen In den Orten selbst ivurde wieder zwischen Postboten tage mit 20 Broz. Zuschlag zu bezahlen. Das„ Ausseßen" der Ar- Pfund. Zeichner von 10 000 Pfund und darüber erhielten 6 Proz., int Orts- und im Landbeſtelldienst unterschieden. Die beiter darf nicht mehr stattfinden. Diese Forderungen gelten auch solche unter diesem Betrage Zuschläge, welche zwischen 6 Prozent Schwierigkeit der Leistungen soll bon mun an nicht für Maschinisten und Heizer, sonst ist für diese ein Lohnzuschlag von und dem vollen Betrage variieren. Es sei unmöglich, mehr in der Besoldung, sondern nur in der ent- 2 M. pro Woche zu gewähren. Im Interesse des innern Betriebs sagen, wie hoch der von dem Auslande gezeichnete Betrag sei. sprechend abgestuften Dienststundenzahl zum Ausdrud fommen. erwartet die Versammlung ferner, daß in allen Brauereien Arbeiter Weiter bemerkte Hicks Beach, angesichts der Vorstellungen gegen die Mindestens soll der Normal- Tagegeldsat 1,50 M. betragen ausschüsse gewählt werden. Die Lohnkommission der Brauerei Ausdehnung der Stempelstener auf Schlußnoten der Produktions( bisher 1,40 M.), der Höchst sa z wie bisher 2,50 M.; über letzteren Hilfsarbeiter hat diese Forderungen den Brauereien zu unter- geschäfte werde er auf seinem Vorschlage in der jetzigen Form nicht darf mur mit Genehmigung des Reichs- Postamts hinausgegangen breiten. bestehen. Nur zu " au werden. Zu dem Normal- Tagegeldsaz erhalten die Postboten nach Eine stark besuchte Versammlung der Schneider und Auf eine Anfrage erklärt Unterstaatssekretär Brobrid: Der 3jährigem Diätariat täglich 10 Bf., nach 6jährigem 20 Pf., nach Schneiderinnen tagte am Sonntagmittag in der Berliner Ressource. deutsche Dampfer Herzog" fei thatsächlich dem Prisengericht 8jährigem 30 f. Zulagen. Der große Saal mit seinen geräumigen Galerien war überfüllt. nicht übergeben worden, der erste Marine- Offizier habe inSchulreformen in der Schweiz. Wir erwähnten bereits den Ritter erstattete den Bericht über die eingegangenen Antworten auf folge eines Mißverständnisses telegraphiert, daß das Schiff dem Entwurf zu einem neuen Schulgeset, den die Regierung des den den Unternehmern zugesandten Lohntarif. Bemerkenswert ist, Brisengericht übergeben sei. Da der„ Bundesrat" seiner Zeit unter Kantons Neuenburg ausgearbeitet hat. Es ist noch nachzutragen, daß auch die größeren Geschäfte die Notwendigkeit der Be- Arrest war, fei der Oberbefehlshaber am 1. Januar angewiesen daß derselbe auch die unentgeltlichkeit der Lehrtriebswerkstätten einsehen. dem dreiklassigen Lohn worden, den Herzog" oder andre deutsche Postdampfer nicht mit mittel( die Unentgeltlichkeit des Unterrichts ist durch system können sich die Unternehmer nicht verstehen. Sie behaupten, Arrest zu belegen, bis bekannt sei, ob der„ Bundesrat" Contrebande die Bundesverfassung 1874 für die ganze Schweiz eine einheitliche Lohnregelung ist wegen der starken Konkurrenz nicht führe. eingeführt worden), die Einführung einer kantonalen Schul- möglich. Wir haben aber keine Veranlassung der Schleuderkonkurrenz kommission, die Herabsetzung des Schülermaximums von 50 anf 40 der Unternehmer noch Vorschub zu leiſten dadurch, daß wir billiger Lehte Nachrichten und Depeschen. per Klasse, die Errichtung von Kleinkinderschulen und Schulfüchen, arbeiten. Die Stückarbeit nimmt leberhand, die Preise sinken immer das Verbot der Körperstrafe und Vermehrung der Staats- mehr herab. So darf es nicht weiter gehen. Wir müssen hier Paris, 19. März.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Das beiträge an die Schulhausbauten vorsieht. Es wäre zu wünschen, eingreifen, geregelte Löhne einzuführen. Unfre ganze Haus beendigt die Diskussion über das Budget. Als zur AbstimKraft müssen daß diese schätzenswerten Fortschritte bald verwirklicht würden.um wir einsehen, den dreiklassigen Lohn- mung über das gesamte Budget geschritten werden sollte, ertarif in der Maßbranche zur Durchführung zu bringen. flärte Lanjuinais im Namen der Rechten, er wende nicht für Daß unsre gestellten Forderungen bewilligt werden können, wenn es das Budget stimmen, weil die jetzt befolgte Finanzpolitik Frankreich nur die Unternehmer wollen, geht daraus hervor, daß bereits nam- mit dem Ruin bedrohe. Das Gesamtbudget wird hierauf mit 492 Eine Streifgeschichte beschäftigte gestern die siebente Straf hafte Firmen nicht nur bewilligt, sondern auch bereits am 17. März gegen 34 Stimmen angenommen. Tammer am Landgericht I. Im August v. J. legten sämtliche Ar- bezahlt haben: so Hauser, Lüders, D. Lewin, Hoffmann, Friedrich- Paris, 19. März.( B. H.) Im türkischen Pavillon der Welt. beiter, die auf einem Neubau in der Müllerstraße beschäftigt waren, straße, Maurer u. Lewy, Charlottenstraße. Es muß nun auch darauf ge- ausstellung stürzte heute ein Gerüst zusammen, wobei sechs Arbeiter die Arbeit nieder, weil der Unternehmer sich weigerte, den Stunden- sehen werden, daß die Tarife in den Geschäften aushängen. Be- mehr oder minder schwer verletzt wurden. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Gerichts- Beitung. um Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Nr. 66. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 171. Sigung. Montag, den 19. März, 1 Uhr. Am Bundesratstisch: v. Podbielsti. Abg. Pachnicke( frs. Vg.) Dienstag, 20. März 1900. Abg. Dr. Müller: Sagan( frf. Bp.): sind überdies in der Sigung vom 2. Dezember v. J. in der zweiten Aus den Ausführungen des Herrn Präsidenten des Reichs: fächsischen Kaminer ausführlich behandelt worden. Die im EisenbahnEisenbahnamts ging deutlich hervor, daß auf eine baldige Tarif- Berkehrsdienst beschäftigten Arbeiter fallen nicht, wie Herr Stolle reform nicht zu rechnen ist. Das Reichs Eisenbahnamt hat gemeint hat, unter die Reiche Gewerbe Ordnung. Es steht nicht die Macht, um die Staatseisenbahn- Verwaltungen zu zwingen, ihnen also auch nicht das ihnen darin gewährleistete Koalitions: die Versprechungen einzulösen, die sie vor der Verstaatlichung ge- recht zu. Anders ist es mit den in den Eisenbahn- Werkstätten Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Beratung geben haben. Lasciate ogni speranza voi, ch'entrate!( Passet jede beschäftigten Arbeitern. Diese fallen unter die Gewerbe- Ordnung. des Etats des Reichs- Eisenbahnamts. Hoffnung draußen, Ihr, die Ihr eintretet!) müssen wir wohl in Hier hat es die Verwaltung angesichts des hohen VerantwortungsBezug auf das Reichs- Eisenbahnamt sagen. Ich möchte mir dann an gefühls, welches die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs erfordert, fritt für Vereinfachung und Verbilligung der Tarife ein. Art 45 der den Herrn Präsidenten des Reichs- Eisenbahnamts des Anfrage für angezeigt gehalten, den Agitationen, welche die Disciplin Berfassung schreibt vor, daß auf eine möglichste Gleichmäßigkeit und erlauben. wie er fich als Chef des Reichs Eisenbahnamts zu der gefährden, Einhalt zu thun. Herr Stolle selbst wird mir Herabsetzung der Tarife hinzuwirken fei. Die Vereinfachung der stellt und wie ferner zu dem Wunsche des Reichstags, daß jedem find fermäßigung für Militärpersonen auf Urlaub zugeben, daß socialdemokratische Agitationen nicht geeignet Tarife hat ja auch Herr v. Thielen zugesagt, aber nur im Interesse der Soldaten einmal während seiner Dienstzeit freie Fahrt in die demokraten.) Gerade aber im Interesse der Disciplin hat die Verwaltung stellt und wie ferner zu den Wunsche des Reichstags, daß jedem find, die Disciplin zu erhöhen.( Widerspruch bei den SocialSchalterbeamten, die zu viel Arbeit hätten mit den unzähligen verschiedenartigen Billets. Für die Verbilligung der Tarife dagegen ist Seimat gewährt werden soll.( Beifall links.) es für angebracht gehalten, mit den Arbeitern ein ernstes Wort zu er nicht zu haben. Man fürchtet einen Einnahme- Ausfall. Die ZuPräsident des Reichs- Eisenbahnamts Dr. Schulz: reden. Sie können sich darauf verlassen, die sächsische Verordnung wird nahme des Verkehrs, die sich aus einer Verbilligung der Tarife fo= fort ergeben würde, würde den Einnahme- Ausfall sofort decken. Das Derselbe hat, nachdem der Transport von Militärkolonnen erheblich muß es auch dem Arbeitgeber gestattet sein, von seinem KündigungsDie jezige Tarifierung beruht auf Beschluß des Bundesrats. nicht zurüdgenommen. Wie die Arbeiter sich den Dienst suchen können, wo sie die besten Lohn- und Arbeitsbedingungen finden, so beweisen die Erfahrungen andrer Länder. Aber Herr v. Thielen zugenommen hatte, den früheren Satz von 112 Pfennigen recht Gebrauch zu machen, wenn er eine gewisse Kategorie von will feine Tarifermäßigung, tro der Verfassung und pro Kilometer für solche Maffentransporte auf einen Pfennig Arbeitern seinem Betriebe nicht für zuträglich hält. Zu meiner trotz des mehrfach ausgesprochenen Wunsches des Reichstags. pro Kilometer herabgesezt. Bei den Urlaubsreisen hat Das Reichs- Eisenbahnamt erfüllt leider nicht feine Aufgaben gegen der Bundesrat Ermäßigungen nicht für zweckmäßig ge- Freude hat übrigens heute der Herr Abg. Stolle ſein sächsisches über den auf diesem Gebiet sehr selbständigen Bundesstaaten.( Schr halten, weil eben der Grund der stärkeren Inanspruchnahme gerade er hat sonst immer die Verhältnisse in seinem engeren BaterHerz entdeckt. Ich freue mich darüber( Heiterkeit), denn richtig! links.) wegfällt. Ferner hat der Redner gewünscht, es möchte jedem Soldaten einmal während seiner Dienstzeit freie Fahrt in die Heimat land fehr abfällig kritisiert. Heute ist aber der alte Partitularist bei Der Bundesrat würde auch kaum in der Lage sein, die Eisenbahn töniglich fächsische Verwaltung stehen im besten kollegialischesten und einer unentgeltlichen Beförderung überhaupt nirgend die Rede ist. Legenheit ausgesucht. Seine Klagen über den preußischen unlauteren gewährt werden. Ich bemerke dazu, daß in der Verfassung von ihm durchgedrungen. Nur hat er sich eine ziemlich unglückliche GeWettbewerb find unzutreffend. zu einer solchen Maßnahme zwingen zu können. freundschaftlichsten Verkehr. Präsident des Reichs- Eisenbahnamts Dr. Schultz: der Tarifreform herbeizuführen, die Reform begegnet aber großen Das Reichs- Eisenbahnamt thut alles, um eine Beschleunigung Schwierigkeiten. Für die norddeutschen Bahnen wird wohl eine Ermäßigung der Personentarife dadurch eintreten, daß man das Freigepäck abschafft. Die Hauptschwierigkeit liegt darin, das richtige Niveau für die allgemeine Tarifermäßigung zu finden. Abg. Calver( Soc.): V = Abg. Stolle( Soc.): = die all Abg. Bräficke( freis. Bp.) beklagt die Abwendung vom Staffeltarifsystem. Das Reichs- Eisenbahnamt sollte nach dieser Richtung hin größeren Einfluß ausüben. Die Hauptschuld liege wohl beim preußischen Finanzminister. Abg. v. Kardorff( Np.): Abg. Stolle( Soc.): Sicherheit des Dienstes beeinträchtigen kann. Die leidet vielmehr an Ich bestreite entschieden, daß die Agitation der Eisenbahner die der durch die übertriebene Sparsamkeit hervorgerufenen Ueberanstrengung des Dienstpersonals. Eine 16stündige Schicht ist keine Selten beit. Die Maßregelungen der Eisenbahner sind ganz unberechtigt. Graf Hohenthal sprach von dem durchaus loyalen Verhalten der In den Versammlungen find Agitatoren überhaupt nicht aufgetreten. preußischen Verwaltung. Ei zum Taufeud noch einmal( Heiterkeit), wie kommt denn dann die Leipziger Handelskammer dazu, sich so zu beschwerent? Ganz ähnlich hat sich auch die Handelskammer von Hanau geäußert. So rosig wie Graf Hohenthal die Verhältnisse hier geschildert hat, können sie nicht sein, es müssen Differenzen be stehen.( Bravo links.) Das Reichs- Eisenbahnamt kommt seiner Aufgabe, das Leben der Baffagiere und des Zugpersonals zu schüßen, nur in ungenügender Weise nach. Die Zahl der Unglücksfälle hat sich von Jahr zu Jahr Bei der Besprechung des Etats für das Reichs Eisenbahnamt vermehrt. Da habe ich mich gefragt: Woher kommt die hohe Zahl im vorigen Jahre meinte ein Redner der rechten Seite, man müsse der Unfälle? Ist seitens der Bahnverwaltungen alles ge= die Beschwerden eines einzelnen Landes über Eisenbahn- Verhältnisse schehen, 11111 den Unfällen nach Möglichkeit vorzubeugen? Für die Eisenbahner müssen in Bezug auf das Koalitionsrecht vor der kompetenten Landesvertretung vorbringen. Die Voraus- Wie werden vor allem die Leute gehalten, die in diesen gefahrjezung dafür ist jedenfalls, daß das betreffende Land eine eigne vollen Betrieben zu arbeiten haben? Ich habe festgestellt, daß unter die gleichen Bestimmungen Play greifen, wie für die Postbeamten. Eisenbahn- Verwaltung hat. Diese Voraussetzung trifft aber z. B. dem Betriebspersonal über 20 000 Beamte eine achtstündige, über die Disciplin läßt sich sonst nicht aufrecht erhalten. Herr Stolle nicht zu für das Herzogtum Braunschweig, auf dessen Eisenbahn- 29 000 eine nennstündige, über 44 000 sagt, die Leute wollen nur höheres Gehalt erreichen. Das führt eine zehnstündige, daß die Regelung Berhältniffe ich näher eingehen möchte. Troz vieler Petitionen über 68 000 cine elffiündige, über 72000 eine zwölfstündige, mich dazu, darüber Klage zu führen, an den preußischen Landtag resp. an den preußischen Eisen- über 50.000 eine 12 bis 13 stündige, über 8000 eine 13 bis 14 stündige, der Hand gegeben der Beamtengehälter die Regierung aus hat und in die Hände der Barlamente gelegt hat. bahn- Minister, den großen Unzuträglichkeiten und Mißständen, die 260 sogar eine 15 bis 16 ftündige Arbeitszeit haben. Auch unter Das hat zu einer Demoralisation der Beamtenkörper und auch der in Braunschweig auf dem Gebiete der Eisenbahnen bestehen, abzu dem Zugbegleitungs- Bersonal find Lente, die eine 14 bis Die Socialdemokraten haben damit an: helfen, ist nichts geschehen. Sowohl die Handelskammer wie der 15 stündige Arbeitszeit haben. Da ist es natürlich kein Wunder, daß gefangen und die andren Parteien, auch die konservativen, haben es Barlamente geführt. Landtag, wie vor allem auch die Arbeiterbevölkerung haben feit die Zahl der Unglücksfälle immer größer wird. Auch mit den Ruhe: ihnen nachgemacht und sind für die Befferstellung einzelner BeamtenJahrzehnten Beschwerden vorgebracht. Es steht fest, daß Braun- tagen ist es hier schlecht bestellt. Bont 324 000 Arbeitern haben in Bezug auf die Verkehrsverhältnisse, ohne daß von seiten der 54 255 zwei Ruhetage und 117 222 mehr als zwei Ruhetage: 3 Steuer für die sonst nicht genügend belasteten großen Handelshäuser. fchweig gegenüber den anliegenden Landesteilen schlechter gestellt ist 18 186 monatlich einen Ruhetag, 24 600 monatlich nur einen halben, fategorien eingetreten. Wir sind gegen eine Herabsetzung der Tarife für den Personenverkehr. Die jetzigen Tarife sind eine ausgleichende preußischen Eisenbahnverwaltung das geringste zur Abhilfe geschieht. wiederholten Malen hat der Reichstag in Resolutionen darauf hin( hört! hört! links.) Dem Reichseisenbahnamt wünsche auch ich größeren Ich will auf die Beschwerden insoweit eingehen gewiesen, daß diesen Beamten mehr Ruhetage gewährt werden Einfluß. Ich kann dem Abg. Stolle darin nicht so unrecht geben, als das Reichs- Eisenbahnamt für Abhilfe Sorge tragen müssen. Eine große Anzahl von Unglücksfällen lassen sich nur erkam. Selbst der preußische Eisenbahnminister hat zugegeben, flären aus dem Sparsystem, das bei den Eisenbahn- Verwaltungen daß übertriebene Sparsamkeit geübt wird und diese dann zu Unfällen führt. daß die Bahnhofsverhältnisse in der Hauptstadt Braunschweig leider vorherrscht. unhaltbar sind. Es schweben auch schon lange Verhandlungen über Eine Brandkatastrophe ereignete fich in einem Personenzuge Abg. Schrader( freif. Vg.): einen neuen Bahnhof, aber geschehen ist noch nichts. Noch schlimmer Berlin- Breslau. Der Postpaketwagen geriet in Brand. Der Zug Seit 1881 rede er über den zu geringen Einfluß des Reichsliegen die Verhältnisse in Wolfenbüttel. Dort ist der Verkehr hielt auf der nächsten Station. Es war aber feine Löschvorrichtung Eisenbahnamts auf die einzelnen Verwaltungen, aber ohne Erfolg. geradezu lebensgefährlich. Wolfenbüttel ist durch die Bahn in vorhanden; sogar ein Brunnen scheint gefehlt zu haben. So verbrannten Wunderlich sei die Ansicht des Abg. v. Sardorff, der in den Personenawei Stüde geschnitten und infolgedessen spielt sich ein sehr denn 15 000 Pakete. Gegenüber folchen Vorfällen sollte man doch tarifen eine Ergänzungssteuer für die Handelshäuser sieht. Redner lebhafter Verkehr von dem einen Teile über das Bahngeleise dafür sorgen, daß auf jeder Station eine Löscheinrichtung zu finden tritt für bessere Wageneinrichtungen ein und verweist auf Nordhinüber zum andern Teile ab. Ueber das Schienengeleis hinweg ver- ist. Der Herr Minister v. Thielen hat ja an die Betriebsdirektionen amerika. fehren jeden Tag etiva 500-600 Lastfuhrwerke, 100-200 Stüd eine Verfügung erlassen, in der geradezu Anleitung gegeben Präsident Dr. Schulh Vich, 400 bis 500 Personen, nach amtlicher Feststellung. wird, wie man Hilfskräfte sparen kann. Nach der Verfügung sollen giebt zu, daß die Wagen in Nordamerika besser sind. Man ist auch ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Ganz ähnlich liegen die Eisenbahnarbeiter nach 10stündiger Dienstzeit noch 2 Stunden schon in Ertvägungen eingetreten, um den amerikanischen Verhältnissen Verhältnisse in Holzminden. Wenn man bedenkt, daß in den Braun- zum Dienst an Nebenweichen herangezogen werden. Ist es da ein möglichst nahe zu kommen. schweig benachbarten Bahnhöfen, ich denke z. B. an Halberstadt und Wunder, wenn den Leuten bei dieser Dienstzeit die Kräfte ausgehen? Hildesheim, die Verhältnisse wesentlich besser sind, so ist wohl die Frage Wer ist da der eigentliche Urheber der Eisenbahnunfälle? Meiner berechtigt: wie kommt es, daß gerade in Braunschweig die Sicherheit des Ansicht nach diejenigen Männer, die solche Anforderungen an die Bublifums derartig gefährdende Zustände berrschen? Ich muß Arbeiter stellen. Dabei ist man auch noch bemüht, die aber noch auf die großen Schädigungen eingehen, die die gegen Eisenbahn- Arbeiter Staatsbürgern zweiter Klasse สิน wärtige preußische Verkehrspolitik für Industrie und Handel und zu degradieren. Man hat alles gethan, um ihnen die Lage des Arbeitsmarkts im Herzogtum Braunschweig hervorruft. Möglichkeit zu rauben, sich eine bessere Eristenz zu schaffen. Den Zunächst ist eine gewaltige Einschränkung der Verkehrsgelegenheit preußischen Eisenbahn- Arbeitern ist mit Entlassung gedroht worden, zu fonstatieren. Aus Holzminden kommt man biel bequemer wenn sie dem Verbande beitreten würden, der gegründet war, um nach Hannover und Magdeburg, als aus der Hauptstadt ihre Lage zu heben. Wo bleibt da die Koalitionsfreiheit? In Braunschweig. Die 10 tägige Sommerfarte von Magdeburg cinem Erlaß ist den Arbeitern jede Beteiligung an den nach Jlfenburg, eine Strede von 92 Kilometer, fostet dritter Klasse Bestrebungen dieses Verbandes verboten worden. In Berlin 5,20 M., die nur 59 Kilometer lange Strecke von Braunschweig nach it in den Eisenbahn Werkstätten erst fürzlich wieder Ilsenburg kostet dagegen 6 M. Von Berlin, das dreimal so weit die Verfügung erinnert worden, nach der die Eisenbahnarbeiter alle vom Harz entfernt ist als Braunschweig, zahlt man nur den doppelten Beziehungen zu jenem Verband abbrechen sollen. Nicht nur der Fahrpreis nach dem Harz als von Braunschweig aus. Diese Ver- Beitritt zum Verband, sondern auch jede Unterſtüßung seiner Behältnisse sind ausführlich in der Denkschrift der Handelskammer für strebungen, z. B. das Verteilen von Drucksachen ist verboten und das Herzogtum Braunschweig dargelegt. Von Braunschweig nach Buwiderhandelnde sollen unnachsichtlich mit Entlassung bestraft werden. Hannover kann man 4. Stlasse viel rascher fahren, als von Braun( Hört, hört! b. den Soc.) hat je etwas mehr gegen die Gewerbeordnung schweig nach Berlin.. Das ist für die Fluktuation der Arbeiter sehr verstoßen. Was sollen da die Lente thun, um ihre Lage zu verbessern? Sie wesentlich. In dem Eisenbahnvertrag von 1884 wurde eine müssen sich doch zusammenschließen und über ihre Lage diskutieren fönnen. ganze Reihe von Linien dem Herzogtum Braunschweig zugesichert. Die höheren Staatsbeamten verwahren sich doch auch dagegen, als Eisenbahnverwaltung hat aber die Pflicht, Arbeiter, die, indem sie Sie sind aber zum Teil gar nicht, zum Teil erst nach sehr langer Staatsbürger zweiter Klasse behandelt zu werden. Ich erinnere gegen ihren Arbeitgeber agitieren, beweisen, daß sie nicht mit Liebe Zeit gebaut worden.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die nur an die Verhandlungen im preußischen Abgeordnetenhause bei der Arbeit sind, zu entlassen. Das ist in solchen Betrieben wie schlechten Verkehrsverhältnisse treffen zunächst die Konkurrenz Braun- über die Maßregelung der kanalfeindlichen Landräte. der Post und Eisenbahn, wo es auf die Arbeit des Einzelnen anfchweigs gegenüber den benachbarten Landesteilen. Ich erinnere Ich erinnere aud daran, daß die Landräte im Bund kommt, nicht anders möglich. die Bierbrauerei. Eine Bierladung von Braunschweig nach der Landwirte Stellung nehmen fönnen gegen Maßnahmen der Ne edie Abg. Soch( Soc.): Harz braucht für den 45 Kilometer langen Weg gierung. Wir sind die Letzten, die den höheren Beamten das Recht Im Jahre 1898 find ca. 3000 Leute im Eisenbahnbetrieb zu ganze drei Tage, während weiter nehmen wollen, ihre Ansicht in irgend einer Frage zu äußern. Schaden gekommen. von Magdeburg, das bom Harz Ein großer Teil der Schuld an diesen entfernt ist, die Biersendungen viel raicher Aber was ihnen recht ist, sollte den unteren Beamten billig sein. befördert werden. Dadurch werden natürlich die preußischen Vor allem muß ihnen das Recht der Koalition zugestanden Unfällen trägt das über jedes vernünftige Maß getriebene SparBrauereien in den benachbarten Teilen in unzuläffiger Weise be- werden. Ich komme nun noch mit wenigen Worten auf eine andre system Preußens. Nach Artikel 43 der Verfassung sind die Eisenbahngünftigt. Diese Begünstigung der auswärtigen Konturrenz Frage zu sprechen. Die preußische Eisenbahn- Verwaltung legt Sicherheit gewährenden baulichen Zustand zu erhalten und das ReichsVerwaltungen verpflichtet, die Bahnen jederzeit in einem die nötige zeigt sich besonders bei Handhabung der Tarifpolitik. Viel chon seit Jahrzehnten Bestrebungen an den Tag, um die jächsischen Eisenbahnamt hat dafür zu sorgen, daß die Eisenbahn- Berwaltungen schlimmer hat die Verkehrspolitik auf den Bergbau, die Eisenbahnen in ihre Gewalt zu bringen. Um dieses Ziel zu er Hütten- und Eisen- Industrie in Braunschweig eingewirkt. Seit 1880 reichen, wird kein Mittel unangewendet gelassen. Einem Getreide diesen Verpflichtungen nachkommen. Thatsache ist, daß einzelne Staaten kommen die Mathildenhütte und andre Werke darum ein, daß für händler, der Getreide aus Schlesien nach Leipzig schicken will und dieser ihrer Verpflichtung nicht nachkommen. Ich will nur auf einige VorKohlen und Koats ein Ausnahmetarif bewilligt werde, bis heute aber auf dem Frachtbrief vermerkt:„ über Riesa", wird bedeutet, gänge im Bezirk der Eisenbahn- Direktion Frankfurt a./M. hinweisen. Besonders wichtig für die Sicherheit des baulichen Zustandes der ohne Erfolg. Seit dem 1. Januar 1899 ist aber für Gießerei- Noh- auf diesem Wege tofte der Transport 30 M. michr. eifen ein Staffeltarif eingeführt worden, ber es zugenburg möglich andre Weg, der mehr durch preußisches Gebiet führt, iſt athar länger Bahn find die Stredenarbeiter. Gerade diese werden aber in macht, dieses Gießerei- Roheisen um 3 M. billiger in das Absatzgebiet aber der Transport ist billiger. Ebenso liegt es bei dei den Schnell- jenem Bezirke sehr schlecht entlohnt mit 2,20 bis 3 Mark und Luxemburgische Gießerei Roheisen- Synditat der braunschweigischen der Zug über Oderberg oder Dresden fährt. Das find Zustände, die einen freien Tag haben, beurlaubt oder frank sind. Auch haben der Mathildenhütte hineinzubringen. Die Folge davon ist, daß das zügen Breslau- Wien, wo die Preise verschieden sind, je nachdem ob ein wenig darüber. Die vereinigten Streckenarbeiter werden außerdem überaus häufig kommandiert zu Vertretungen als Weichensteller, Mathildengrube in ihrem eignen Abfazgebiet die größte Konkurrenz die nicht gerade bundesfreundlich aussehen. Darüber lagt auch die sie im ganzen Jahr höchstens 12 freie Sonntage.( Hört! hört! bei den macht. Die Mathildenhütte beschäftigt 460 Arbeiter, mit den Ange- Leipziger Handels- und Geiverbekammer. Sache des Reichshörigen sind es 1500 Seelen. Diese werden eristenzunfähig, sobald die Eisenbahnamts wäre es, hier vermittelnd einzugreifen. Soc.) Da berührt es eigentümlich, wenn der Herr Stegierungsvertreter Mathildenhütte infolge der verkehrten Tarifpolitit matt gesetzt ist. Man spricht auch immer von Vereinfachung der Tarife; zu höchstens hätte er fagen können: ganz so traurig wie in Preußen sind sagt, die sächsischen Arbeiter werden beffer bezahlt als die preußischen. Die preußische Verkehrspolitik drückt übrigens das ganze einer Verbilligung fann man sich nicht entschließen. Niveau der Lebenshaltung der Arbeiterklaffe herab, denn die find doch nicht dazu da, um Millionen für das Heer und die Flotte die Verhältnisse in Sachsen nicht.( Sehr gut! bei den Socialdemo fraten. Am 25. November hat nun die Betriebsinspektion II an Erschwerung des Verkehrs hemmt die Entwicklung des industriellen zu liefern. Sie sollen Handel und Verkehr fördern. Darum Lebens. In Braunschweig und in weniger entividelten Gegenden sollte die Tarife verbilligen im Jutereffe des ganzen sämtliche Bahnmeistereien ein Schreiben gerichtet, daß jeder Bahnfind die Löhne niedriger als in hochentwickelten Gegenden. Die Verkehrs. Das Reichs- Eisenbahnamt sollte sich endlich bequemen, meister, ohne Rücksicht auf die vorhandene Arbeit, vom 25. November Eisenbahnverhältnisse in Braunschweig werden fich nicht so schnell auf diesem Gebiete die oft verlangte Werbefferung der Verhält 1899 bis 25. März 1900 eine gewiffe Zahl von Arbeitstagen einzuheben lassen, aber ich bitte das Reichs- Eisenbahnomt zu prüfen, wie niffe eintreten zu lassen.( Lebhaftes Bravo! bei den Socialdemo- beschäftigt, sie wurden in drei Gruppen geteilt, die eine wurde ohne halten habe. In Hanau Ost wurden zum Beispiel 40 Arbeiter dies bald geschehen kann, damit Braunschweig nicht so viel schlechter traten.) dasteht, als die angrenzenden preußischen Landesteile.( Bravo! weiteres entlaffen, die zweite wurde beibehalten, mußte aber aussehen, lints.) die dritte fonnte weiterarbeiten. Aehnlich halfen sich die andern Bahnmeister. Die Arbeiter waren natürlich aufs äußerste empört über dieses Vorgehen, da sie absolut nicht vorbereitet darauf waren. Bei ihrem Eintritt müssen diese Arbeiter stets ein Zeugnis von der Polizei vorlegen, daß sie keine Socialdemokraten find. Durch ein solches Vorgehen aber macht die Eisenbahn- Verwaltung die Leute erst recht zu Socialdemokraten. Der sächsische Herr Regierungsvertreter sagte vorhin, jeder Arbeitgeber habe das Recht, seine Arbeiter zu entlassen, wenn es ihm paßte. Das ist eine ganz verfehrte Auffassung. Der Arbeitgeber hat gewisse sociale Pflichten und muß für das Wohl und Wehe seiner Arbeiter forgen, ganz bee ant dem Bräsident des Reichs- Eisenbahnamts Dr. Schult: man Bräsident Dr. Schulk: zwar Die Bahnen Ich habe wie im Vorjahre auf die Einwände des Vorredners zu erklären, daß eine stetige Abnahme der Unfälle stattgefunden hat. In der von dem Herrn Vorredner erwähnten Angelegenheit sind Sonst habe ich keine Veranlassung, auf dieses Thema weiter einzugehen. Was die Maßregelungen von Eisenbahnarbeitern anbisher Beschwerden an das Reichs- Eisenbahnamt noch nicht gelangt. belangt, fo bin ich der Meinung, daß es im Interesse der LandesDie Betriebssicherheit ist auf den braunschweigischen Eisenbahnen nicht minder gut, wie auf allen übrigen, insbesondere auch den verteidigung und des Verkehrs ist, wenn die Verwaltung auf preußischen. Gewiß giebt es auch einige ältere Bahnhöfe in möglichst gute Disciplin hält. Braunschweig, die des Umbaus bedürftig sind. Solche finden sich aber in andren Ländern ebenfalls in großer Zahl. Auch Braunschweig wird sich also noch etwas gedulden müssen. Sächsischer Gesandter Graf v. Hohenthal: Die Maßregelungen von Eisenbahnarbeitern haben mit dem Etat des Reichs Eisenbahnamts nur entfernten Zusammenhang, fie d Präsident des Reichs- Eisenbahnamts Dr. Schult: Die fächsische Eisenbahnverwaltung beschäftigt nicht nur mehr Arbeiter an Bahl, als durchschnittlich sämtliche deutschen Eisenbahnverwaltungen, sondern bezahlt sie auch besser. Sächsischer Bundesbevollmächtigter Graf Hohenthal: Es ist gewiß für den Arbeiter nicht angenehm, entlassen zu werden, die onders müssen wir das aber verlangen, wenn der Arbeitgeber, wie in einzelt, sondern überall in Preußen befolgt ohue Rücksicht auf die der That zu niedrig. Nirgends sei es auf Dienstwidrigkeiten ab diesem Falle, der Staat ist. Der Staat wird gebildet durch das Volk und Betriebssicherheit. Ich frage den Herrn Präsidenten des Reichs- gesehen gewesen, nirgends habe sich eine Dienstumvilligkeit gezeigt. dazu gehören auch die Arbeiter. Der Staat als Arbeitgeber hat Eisenbahnamts, welche Schritte er gethan hat, um zu verhindern, Abg. Hoch( Soc.): Die Koalitionsfreiheit steht der Aufrechtsich bewußt zu sein, daß er nur die Vertretung des gesamten Volks daß durch ein solches Vorgehen der Verwaltungen die Sicherheit des erhaltung der Disciplin nicht entgegen. Ein klassisches Beispiel dafür ist, daß er mit den Mitteln der Gesamtheit arbeitet und also auch Eisenbahn- Betriebs gefährdet wird.( Bravo! bei den Socialdemo- ist die Schweiz. ibre Interessen wahrnehmen muß. Deshalb verlangen wir fraten.) Hiermit schließt die Diskussion. Der Etat des Reichs- Eisenbahn amts wird bewilligt. Der Etat des allgemeinen Pensionsfonds wird Hierauf vertagt sich das Haus. ein weit größeres Entgegenkommen von ihm gegenüber Sächsischer Bundesbevollmächtigter Graf v. Sohenthal: Auf die feinen Arbeitern als volt andern Arbeitgebern. Arbeitgebern. Den einzelnen Ausführungen des Herrn Vorredners will ich bei der vorZuständen, gegenüber wie sie in der Eisenbahnverwaltung herrschen, gerückten Stunde nicht mehr eingehen. Er hat uns im übrigen einen ist eine Organisation der Arbeiter absolut notwendig. Das beweist socialpolitischen Vortrag über die Pflichten des Staats als Arbeit- hierauf debattelos bewilligt. auch der angeführte Fall. Als wir ihn in unserer Presse veröffent- geber gehalten. Ich gebe zu, daß der Staat besondere Pflichten hat, lichten, wurden die Bahnmeister sofort telegraphisch angewiesen, die diese Pflicht hört aber auf bei bem Punkte der Disciplin und dem Stredenarbeiter zu beschäftigen, also die Verwaltung schämte Punfte der Betriebssicherheit.( Bravo! rechts.) fich bor der Oeffentlichkeit ihrer Maßnahmen. Dieses Abg. Stolle( Soc.) betont noch einmal, daß die Eisenbahner nur System der Ersparung von Arbeitskräften wird aber nicht nur ver- bessere Lohnbedingungen erreichen wollen. Die Löhne seien auch in Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 20. Wär 3. Opernhaus. Tristan und folde. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Jugend von heute. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Wenn wir Tolen er: wachen. Anfang 72 Uhr. Leijing. Als ich wiederkam Anfang 7%, Uhr. Berliner. Freilicht. Auf. 7 1hr. Urania Typographia Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: , Von den Alpen zum Vesuv Jnvalidenstr. 57/62: Tagl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Anatomisches Museum im Nenes. Nackte Kunst. enfans Passage- Panopticum. 71 Uhr. Schiller. Gebildete Menschen. Aufang 8 Uhr. Westen. Der Zigeunerbaron. Auf. 7 Uhr. Thalia. Im Himmelhof. 71% 11hr Anfang Nesidenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Quijen. Die Waise von Lowood. Aufang 8 11hr. Hente Dienstag, den 20. März: Damentag. Abends 8 Uhr Vortrag: Magen und Leber. CASTANS Central. Die Puppe. Anfang PANOPTICUM 7½ 116r. Carl Weisz. Der Minenfönig von Transvaal. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Onkel Bräfig. An: fang 8 Uhr. Victorin. Ontel Cohn. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Faust. Anfang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstelling. Die verkehrte Welt. Anfang 8 Uhr. = Apollo. Specialitäten Vorstellung. Jm Reiche des Indra. Anfang 72 Uhr. Balajt. Specialitäten Borstellung. Der felige Zwiebelmann. Anfang 71 Uhr. Meichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Nen! Neu! Nen! Ein Riese der englischen Armee Sergeant Th. Dalroy 2 m 30 cm hoch! Oberbayrische Sänger und Schuhplattler- Gesellschaft. Thalia- Theater. Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Täglich: Riefenlacherfolg! Paisage Panoptikum. Specialis Im Himmelhof. $ täten Borstellung. Urania. Anvalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends 8 1hr: Von den Alpen zum Vesuv". Schiller Theater ( Wallner Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Bum erfienmal: Gebildete Menschen. Bolksstück in 3 Aufz. v. Victor Léon. Mittwoch, abends 8 Uhr: Gebildete Menschen. Donnerstag, abends 8 Uhr: Macbeth. Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann, Baumüller. Anfang 7 Uhr. ( Mitgl. des A.-S.-B.) Nächste Sigung. Dienstag 1 Uhr.( Etat für die Einführung des Checkverkehrs. Etat des Invalidenfonds, des Reichs- Schazamts, Verwaltung der Eisenbahnen, Kiautschou 2c.) Schluß 6 11hr. Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser für Sonntag, den 25. März, bei Keller, Koppenstrasse 29 Vokal- und Instrumental- Konzert unter gefl. Mitwirkung der Opernsängerin Frau Rietz- Schulze, des Herrn Paul Friedrichs, sowie namhafter Solisten. Nach dem Konzert BALL. Anfang 6 Uhr. Eintrittspreis 40 Pf., an der Kasse 50 Pf., Kinder 10 Pf. Billets sind im Bureau des Vereins Berliner Buchdrucker, Ritterstr. 88, sowie im Setzersaal des ,, Vorwärts" zu haben. 65/9 Der Vorstand. Gesellschafts- Ilaus ,, Nord- Ost". Weberstr. 17. Juh. Gust. Brochnow. Telephon VII 1663. ca. 1000 Perfonen fassend.- Vereinszimmer mit Piano. Mittwoch: Jeden Grosser Ball. Donnerstags, rachmittags 3 1hr: Zur Bäcker Ball. prachtvoller Naturgarten mit Laubengang, 500 Personen Sommer- Saison: faffend, elegant eingerichtet. Sonnabende frei. Täglich zu allen Festlichkeiten und Bersammlungen zu vergeben. Cirkus Busch. W. Noacks Theater, Nur noch furze Zeit! Hente Dienstag, den 20. März, Albends 7 U11hr: Elite Gala- Abend. Bum 131. Wale: Die Camorra. Außerdem: Die Grigory- Troupe, Elite Afrobaten. Bolo Spiele 31 Pferde. Madame Maria Doré, Schulreiterin, Die Klowns.. い Wedding- Park Müller- Strasse 178. Jeden Dienstag: Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger. Biegler, Wolf, Hohenberg etc. Morgen und folgende Tage: Jm Entree 20 Pf., Vorzugsbillets 15 Pf. Himmelhof. Metropol- Theater. Täglich um 9 Uhr 30 Min.: Verkehrte Welt! mit der hochoriginellen Weiber- Parade. Vorher: Das große März Central Theater Specialitäten- Programm: Direftion: José Ferenczy. Die Puppe. ( La Poupée). Die 8 Diamants, Deltorelli- Trio, Fred Gillet, Operette, in 3 Aften und einem Bor Sandor- Trio, Les Rissots, spiel von Ordonneau und Sturgeß. Musit von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die The Daytons, Mary Wolf etc. Puppe( La Poupée). Sonntagnachmittag 3 1hr zu halben Breisen: Die Fledermaus von Joh. Strauß. Belle- Alliance- Theater. Anfang an Wochentagen um 8, an Sonntagen um 7 Uhr. Apollo- Theater. Gastspiel Emil Richard. Leztes Abschieds- Benefiz Emil Richard. Auf vielseitigen Gegres Stuftreten und Abschieds, Benefs Im Reiche des Indra Wunsch: und Onkel Bräffg. 8 erstklassige Specialitäten. Zacharias Bräfig Emil Richard. Morgen: Erstes Gastspiel des Beginn der Vorstellung 72 Uhr. Wiener Operetten Theaters Vorverkauf von 10-2 Uhr im ( Bühne ohne Männer). Anfang 8 Uhr. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstraße 132. Täglich: 8 Uhr: Der Minenfönig von Transvaal. Morgen und folgende Tage: Der Minenfönig von Transvaal. Borzugsbillets haben Gültigkeit. Sonnabendnachmittags 4 Uhr: Theater sowie beim„ Invalidendank" und„ Künstlerdank". Cirkus Schumann. Heute Dienstag, den 20. März, abends prac. 7½ Uhr: Gala- Vorstellung. Kinder Vorstellung. Rübezahl und die Außer 10 der besten Nummern des geraubte Brinzessin. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Das erfolgreiche wunderbare Grosse März Programm. Zum erstenmal in Berlin: Clare Schäffer mit ihren 12 dreffierten Biegen. Die elektrische unfitalische Demonstration. um 81%, Uhr: Direttor Winkler und Fröbel in der hochdrastischen Gesangs: Der felige Zwiebelmann. burleste Repertoirs Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. Sente Dienstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Stürmischer Beifall. Wir von der Kavallerie. Mittwoch: Keine Soiree. Donnerstag: Wir von der Kavalleric. Reichsnallen. Täglich: Stettiner Sänger Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Borverkauf 40 Pf. Brunnenstraße 16. * Berlin, wie es lebt und liebt. Bollsstück mit Gesang in 3 Aften ( 5 Bildern) von Linderer und Seik. Jeden Sonntag, Dienstag und Socialdemokratischer Wahlverein den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 20. März, abends 8 Uhr: Versammlung im fofale Messpalast, Alexandrineustr. 110. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: ,, Die Lohnarbeiter im Mittelalter und im Zeitalter der Reformation". 240/7 2. Diskussion. 3. Bereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Süd- Ost) Dienstag, den 20. März, abends 8 Uhr, im Saal des Herrn Graumann, Nannyuftr. 27: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Konsum Genossenschaften für die arbeitende Klaffe. Referent: Genosse Dr. Leo Arons. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch wünscht Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Donnerstag nach der Borstellung für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Tanzfränzchen. Reichshallen- Restaurant. Täglich: Konzert Dienstag, den 27. März, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Zimmermann, Badstraße Nr. 58: Versammlung. Tages Ordnung: Bortrag des Herrn Ströbel- Riel über:" Das Liebäugeln der bürger des Reichshallen- Orchesters. lichen Nationalöfonomen mit der Arbeiterbewegung und die Stellung der Socialdemokratie". Mittwoch, 28. März: Benefiz 246/16 Die Bezirksführer werden ersucht, die Mitglieder auf die Servit Courths. Großartiges Wichtigkeit des Themas aufmerksam zu machen. Der Vorstand. Konzert für den Kapellmeister い Novitäten Programm! 1. a.: ,, Relchshallen- Geister", neuestes Potpourri von Meysel. KicherLottchen", Sumoresfe.„ BenefizPolka" von Conrths 2c. Die Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Stuhlflechter- Genossenschaft Mittwoch, den 21. März, abends 8½ Uhr, in der Brauerei Berlin, Friedrichshain( Lipps), Am Friedrichshain: Versammlung sämtl. Vertrauensmänner. Verbandsbuch mit Vertrauensmännerkarte legitimiert. Die Ortsverwaltung. Für die streifenden und ausgesperrten Tischler gingen folgende Beiträge ein: bestehend nur aus blinden Bersonen, nicht zu verwechseln mit der städtischen Blindenschule, Alte Jacobstraße, em pfehlt sich, jede Art von Rohrstuhl geflechten zu den reellsten Preisen dauerhaft und sauber anzufertigen. 81/12] Bestellungen auf Ausführung von Arbeiten werden in nachbezeichneten Arbeitsstellen angenommen: Mettke, Andreasstr. 52. Schulze, Ballisadenstr. 18. Riesenbeck, Stolbergerstr. 11. Witte, Angermünderstr. 3. Lübke, tönigstr. 42. Rüdiger, Barnimstr. 43. Heise, Waldemarstr. 13. Schilling, Blücherstr. 23. Schröder, Storbmacher, 10, Tischlerei Runge 12,-. Heinze 3,-. Klavierarbeiter von Mörs 1. Co. Arbeiter- Gesangverein Weltenruf" 10,-. Karl Jahn 4,-. Ameri fanische Auftion-, 90. Tischlerei Mayer 5,-. Hydrosandsteinwert Stralau 8,90. Biegel 7,55. Durch Karl bei Gorgus 3,05. Für ärztliche Hilfe Dr. Kollwitz durch Noack 5,-. Stammgäste Schröter 9,50. Die fireifenden Tischlerei von Peudert Kollegen der Firma Simpel u. Friedrichsen 20,-. 10,-. Sfatflub„ Einigkeit" 1,50. Personal von Janis cewsti 5,-" Tischler: verein" zu Berfin 200,-. Werkstatt Zellner, Waldemarstr. 52 20,-. Aus der Prozentkaffe Nr. 4 5,-. Pfropfenverein„ Nord- Ost" 5,-. Gesangverein " Frohe Stunde", 1. Rate 5,-. Statklub Herzen- Aß" 5,-. bon Kern Droschken Wohlbrück, Rirdorf, Bergstr. 622 Ueberschuß der Kranzspende der Fabrik Welles 12,15. futscher Berlins 50,- Ueberschuß Kranzspende Spin u. Sohn 4,25. Die Arbeit wird auf Wunsch vom Solterborn, Alte Jafobstr. 3,-. Aus Ulbrichs Lokal, Dieffenbachstr. 4,80. Besteller abgeholt u. wieder abgeliefert. Start Jahn, Fischerstr. 7,-. Sargfabrik Klee, Stralauer Allee 10,- Bud) Das Genossenschaftsbureau ist Kloster: binder 100,- Bont Vertrauensmann 9,28. Tischlerei Often, Brunnenstraße 73 bei Herrn E. Mirow. straße 122 10,-. Statklub„ Tournee" 15,- Ramlow, Schönhauser Allee 10,-. Statkiub Null- Ramsch 10,- Tischlerei Behlow 5,- Von Frizens 29186] Mittagstisch intl. Bier 50 Pf. Alexandrinenfir. 20. Achtung, Maurer! Swei Gemütie, Suppe, Gemilie Berwandschaft 6,-. Leberarbeiter 200,- Raucherbund 250,- Bon einer Braten. Stompott. Tellersammlung der Stellmacher 7,95. Tischlerei Celschläger 3,80. Bier: Köpnickerstr. 55 a. prozente aus der Werkstatt Rothermund 5,60. Mutter Kalabu 1,-. Schutze aus Pankow 1,- Zwei Wettende durch Faller 3,-. Zwei Modelltischler von Hoppe 1,-. Gefangverein Weddinger Harmonie" 15,-. Tischlerei Oelschläger 2,30. Betel 2,- Gesangverein Seegerscher Männerchor 30,-. Gejangverein„ Borwärts II" 10,- Ueberschuß der Kranzspende aus der Edertschen Maschinenfabrit 38,-. W. Bay 1,-. Werner, Bülowstraße 10,-. Von den Bauttichlern Dänemarts 500 Stronen. Von den Arbeitern der Anilinfabrit 1,-.„ Solidarität“ 15,-. Bem des Vereins Klondyke 6,-. Männerchor Dienstag, den 20. März, abends 8 Uhr: II Mitglieder- Versammlungen der Zahlstelle Berlin inabit in Treptow 10,-. Dntel 1,5, Tanglehremmerdor& t. Hiban des Centralverbands deutscher Maurer. Für Westen iut Lokale des Herrn Zühlke, Dennewigstraße 13. Moabit " " " Fischer, Beusselstraße 9. Tages Ordnung: 136/ 19* 1. Vortrag. 2. Disfuffion. 3. Gewerkschaftliches. Referenten: die Genoff en Schubert und Wundersec. Um zahlreichen Besuch bittet Die Verbandsleitung. Achtung! Maurer. Atung! Am Mittwoch, den 21. März, abends 81/2 thr: Ein musikalisches Entree Zwei große Versammlungen von 60 Damen. Der phänomenale Reitfünstler Mstr. Lloyd. Die fliegenden Hunde des Mister Wilkes. The Martinecks. Die ner: reicht dastehenden Original Dreffuren bes Dir. Alb. Schumann und Doktor Faust. Eine romantisch- phantastische Handlung in drei Abteilungen vom Hofballett meister A. Slems. der Maurer Berlins und Umgegend ( Bertranensmänner- Centralisation.) Für Often, Süd- Osten, Süden und Westen im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. 10, Note Geburtstagsfeier bei Frau Kelm, Berl. Doppelquartett, Butbuferstr. 18 4,-. Weitere Beiträge werden entgegengenommen im Arbeitsnachweis der Holzarbeiter, Aunenstr. 39. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. wtwoch, den 21. März, abends 8½ 1hr, im Lokal Große Versammlung des Herrn Zimmermann, Badstraße 58: Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Agster über: Das Unfallversicherungs- Gesez und die neue Regierungsvorlage". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Am Mittwoch, den 21. März, abends 81/2 thr, im Lokal des Herrn Graumann, Naunynftr. 27: Für Norden, Nord- Oft, Oranienburger Vorstadt, Vertrauensmänner- Konferenz für den Süden. Wedding und Moabit in den Borussia- Sälen, Ackerstrasse 6/7. Tages Ordnung: thun? 2. Disfuffion. 3. Berschieden es. 1. Was haben wir gegenüber der jetzigen Taktik der Unternehmer zu 131/6 111/15 Die Ortsverwaltung. Achtung! Rabitzputzer. Kollegen! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung tits Central Verband der Maurer Deutschlands Pflicht eines jeden Kollegen, für guten Besuch der Versammlung Sorge zu Anfang 7 thr, orm. v. 11-1 hr. Salon und Garten, Gr tragen. Mittwoch: Benefiz Robert Dill. Frankfurterst.85 Die neue Herrin". Rom. Operette. Juh.: Otto Theel. Empfehle meinen Sonnabend, den 24. März: Früh Saal nebst Garten zu Sommerfesten lings Jubel Kostümfest. Frei noch für einige Sonnabende. Tanz und Preisverteilung. Otto Theel. Der Vorstand. J. A.: Julius Gehl. Möbel auf Teilzahl. Oranienstr. 131. Beamten Filiale III. Mittwoch, den 21. März 1900, abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen C. Nieke. [ 252/5] SH.& M. Lewent. ohne Ausabt. 3. Berichtebenes. Zahl: Bed. 2. Diskussion. Der Vorstand. Warenhaus Fr. Pfingst& Co. Ecke Neue Friedrichstrasse, 33 Königstrasse 33. direkt am Bahnhof Alexanderplatz. 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Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. Gesundbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. Rosenthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Kastanien Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Schillerstr. 94, v. 1 Treppe. Deutsch- Wilmersdorf: Th. Müller, Berlinerstr. 132/133, rechter Seitenst. und W. Nickel, Augustaftr. 3, v. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welt, Berlin O., Friedrich Karlstr. 4.- Grünau: Engel, Dahmeftr. 6.Rixdorf: Ostermann, Erfstr. 6. Schöneberg: With. Bäumler, Apostel Paulusstr. 13, Quergeb. Hochp. Johannisthal- Niederund Ober- Schöneweide: Otto John, Ober: Schöneweide, Siemensstraße 7, Cigarrengeschäft. Annahmestellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Cigarrengeschäft. Johannisthal: Senftleben, Restaurateur. Adlershof: May 2orbs, Mezzerstraße 4. Cöpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenau- Steglitz: H. Bernsee, Stirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz:. 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( Ohne Gewähr.) 63 112 223 99 390 450 87 510 11 813 950 1028 518 618[ 800] 76 86 957 67 83 2128 237 42 438 94-539 880 49 922 3064 293 483 547 81 94 614 707 57 830 35 963 4110 61 290 313 39 56 412 638 915( 200) 6016 72 137 77 245( 800) 337 76 411 598[ 200] 661 711 18 49 831 68 74 80 963 6047 115 213 649 93 97 780 819 86 7001 39 137 74 292 874 559 672 741 76 865 8014 236 373 78 476 918 9096 254 749 60 63 84 93 969 55 10205 8 35 48 383 551 825,69,912 11050 71 111. 275 370 509 786 829 64 944 12005 218 355 504 6 13 89 762 966 13017 41 431 753 14214 815 82 99 460 700 811 62 15001 95 318 92 859 940 16045 57 142 203 55 308 898 17011 467 573 703 864 18113 311 841471 [ 200] 686 879 954 19134 80 381 407 64 521 641 749 81 938 20099 354 65 87 401 502 677 800 51 934 21029 94 895 436 583 719 82 816 46 86 948 22106 75 221 344 456 ( 200) 60 62 92 579 601 857 81 980 43 78 28223 59 368 74 404 65 534 725 79 24058, 131 241 88 369 88 878 926 25001 215 495 679( 200) 918 26145 220 71 317 497 515 35 620 76 752 96 827 96 986 27093 365 498 631 711 19 64 840 28067 180 204 359 89 524 73 81 799 29069 242 62 63 314 91 638 59 716 812 21 929 30444 61 621 32 60 906 31142 86 338 634 712 82093 126 215 323 70 429 541 47[ 200] 71 645 818 22 940 48 88029 91 99 134 252 502 698 724 90 844 34152 690 1200] 736 812 33 35306 37 64 409 14 18 582 631 36171 228 57 64 327 59 85 450( 200) 537 621 88 707 24 51 832 72 87 87012 17 111 243 409 595 676 789 873( 200) 88046 327 95 421 646 745 68 897 39075 90 299 307 451 93 576 780 869 971 40003 354 61 400 534 68[ 200] 680 746 64[ 1000) 812 13 41040 59 236 84 324 534 92 783 65 42311 41 44 698 48106 20 22 255 348 413 596 650 58 914 44047 438 63 756 45299 348 630 888 939 88 46072 226 48 87( 500) 503 676 760 964[ 3000] 47014 102 53 340 490 512 626( 500) 777 96 48289 524 663 856 49023 145 56 370 464 89 502 14 39 93 652 969 99 50190 761 825 89( 5000) 975 51067 103 35 366 480[ 600] 504 689 768 838 72 1200] 940 90 52097 191 271 89 373 518 86 706 31 50 874 53019( 200) 20 416 42 713[ 200] 48 860 99 945 54128 400 596 602 747 823 54 57 55008 70 256 659 776 867 56016 83 263 351 598 819 24 74 936 46 57023 38 44 81 258 309 26 512 657 795 981 58103 389 486 635 718 52 61 946 91 59081 257 422 653 96 750 60154 376 567 689 98 799 61243 390 422 72 519 700 874 958[ 800] 62282 478[ 00 000) 82 571 723( 500) 833 947 63127 412 573 834 64082 43 109 208 374 716 46 86 849 74 65186 214 85 349 590 722 938 41 93 60153 422 66 82 562 679 708 17 26 07049 113 247 78 98 376 78 414 702 52 812 33 68009 51 55 85 115 19 25 229 399 460 72 79[ 2001 82 542 89 639 774 882 937 46 69141 234 41 387 436 604 81[ 200) 818 70402 11 24 63 503 7 69 698 909 11 71120 264 411 679 835 72189 290 321 402 62 88 826 73248 882 74056 118 68 273 390( 300) 414 40 65 574 626 835 88 969 71( 300) 75105 316 35( 300) 425 502 776 819 31 944 76142 298 344 632 81 778 77255 321 37 535 707 879 936 78077.147 69 90 202 383 502 619 96 843 80 88 79026 86 275 498 568 733 40 76 83 827 62 926 33 80130 85 99 371 609 34 845 81208 302 47 480 692 764 813 82013( 3000] 52 105 56 71 80 301 49 74 83080 103 14 215 309 516( 200) 604 35 50 86 873 966 682 756 85 95 84113 22 228 348 88 402 12 558 710 23 40 84 96 929 33 36 94 85057 126 47 265 320 588 92 753 834 90 911 86090 458 624 96 703[ 200] 26 34 50 847 67 907 87098 548 56 640 47 765 77 818 88112 336 37 543 682 89009 187 218 379 495 609 783 806 22 967 90161 75 239 352 98 650 769 99 941 91089 126 201 302 440 556 61 610 65 711 808 43 925 70 95 92025 87 111 28 395 573 607 700 877 79 88 93006 254 358 455 565[ 200] 683 810 906 94306 646 874 984 95187 279 621 928 96062 144 319 70 918585 641 60 886 918 97107 212 61 302 51 455 848 98216( 1000] 34 330 445 71 571 85 713 958 99001 130 304 21 51 568 745 814 20 33 926 100121 27 279 390[ 200] 495 647 832 101088 172 76 341 463 789 848 102031 322 53 430 778 927 108002 305 484 506 626 733 50 77 89 104174 260 310 99 401 11 71 564 654 75 714 51 875 105002 14 125 266 395 508 53 99 612 15 95 901 39 108052 120 88 562 684 94 820 988 107066 94 365 423 704 856 109328 43 656 81 88 758[ 300] 862 902 37 100174 79 287 339 433 40 611 47 79 796 859 906 99 110041 54 170 316 42 60 419 83 861 82 111103 60 201 597 782 112062 145 77 209 82 360[ 200] 552,855 Jedes Wort: 5 Pfennig. 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Charlottenburg, Spree ftraße 42. 29956 Gardinenhaus Große Frankfurter: +119 84 964 113131 96 469 547 791 822 114069 189 225 50 465 745 115028 123 31 540 735 908 84 116051 220 30 358 847 117015 32 51 268 334 414 776 96 118055 421 68 545 625 760[ 200] 94 843 961 119070 491 505 740 56 836 929( 300) 49 EN 122058 123054 120071 99 198 212( 200) 50 369 71 610 758 899 921 121032 84 343 452 536 605[ 200] 716 811 95 101 12 364 477 531 71 661 62 721 816 38 76 257 356 672 994 124084 227 304 433 545 604 125056 85 400 65 504 22 54 613 867 126388 528 91[ 200] 644 92 835 81 127158 255 311 400 63 821 35( 500) 75 128013 261 358 525 659 708 895 906 129113 697 713 74 823 947 180020 73 460 704 5 808 979 131077( 500) 173 228 638 842 63 132194 259 77 81 347 725 133129 73 230 34 328 459 540 654 99 700 808 938 134077 85 526 ( 200) 656 744 815 17 135003 80 184 235 324 49 416 692 ( 300) 727 63 827 32 130018 57 112 231 52 91 445 81. 553 615 78 785 823 187372 86 474 657 787 58 850 931 77 188088 226 344 96 475 99 621 708 180029 184 278 312 600 25 785 97 813 35 76 140418 66 661 918 141117 29 284 318 52 428 70 90 578 617 36 54 909 142268 523 955 143112 397 455 60 661 66 798 144044 78 351 602 746 74 970 145357 432 671 778[ 200] 911 146124 30 256 78 331 419[ 200] 651 837 952 147061 99 106 82 344 61 98 434 541 59 83 866 900 148073 409 13 57 502 605 896 940 88 255 66 501-3 940 149103 50 150097 165 97 283 336 409 505 37 44 642 91 841 58 151053-65 76 90 184 284 800 465 92 577 605 44 778 868 903[ 8000] 64 91 152050 112 236 390 588 618 85 777 91 153102 93 314 573 655 86 154023 28 86 124 349 497( 200) 770 864 953 155287[ 500] 156023 104 620 1300) 55 723 907 157225 498 534 884 932 158108 543 700 836 922 23 159075 258 528 57 774 856 65 936 70 160262 570 634 843[ 500] 63 161091 188 206 380 452 636 38 859 926 162041 225 305 89.91 405 767 811 33( 200) 37 907 9 57 163056 78 113 50 86 202 87 443 715 164032 45 137 420 21 91 99 634 44 47 716 72[ 300] 88 886 999 165158 80 346 576 771 822 67 976 106034 37 56 81 282( 200) 363 625 712 25 852 925 167079 90 183 390 424 528 94 627[ 300] 62 740 168008 30 188 381 421 533 37 696 705 89 878 912 169206 93 94 416 19 74 594 764 94 912 31 46 63 170868 488 630 71 86 780 816 22 907 18 171054 107 81 228 421[ 200] 549 726 843 999 172107 94 335 423 27 45 714 23[ 200] 868 84 919 72 173045 180 249 76 397 584 59 86 915 52 174018 92 93 458 63 74 175283 443 545 738 178418 26 544( 500] 633 826 29 69 75 915 83 177379 604 754 97 810 964 94 178105 87 406 751 822 179157 261( 300) 88 502 32 95 653 740 858 180055 141 48 99 331 579 927 181098 228[ 300] 69 76 348 96[ 300] 401 501 692[ 200] 182344 80 671 702 927 183045 334 35 483 84 96 901 21 91 184084 296 650 53 722 42 975 185004 329 603 722 821 186084 87 125 55 640 884 187069 77 355 73 425 74 541 766 892 913 88 188101 53 222 486 502 189096 172 319 80 456 637 780 807 965 70 75 190153 65 242 77 407 35 49 657 738 42 854 101216 88 308[ 200] 75 496 556[ 200] 62345 833 83 967 192360 414 85 565 91 718 885 198094 187 484 760 808 47 64 194342 62 78 496 599 696 767 73 93 894 915 195026 53 129 468 556 97 819 971 196001 148 97 317 52 540 693 774 84 197134 91 203 75 775 878 987 198001 39 190 236 352 411 26 71 509 16 966 88 199072 199 269 378 420 603 948 200024 174 77 350 402 40 573 620 28 84 763 86 891 201008 167 72 261 474 761 811 66 79 950 202230 518 50 80 702 64 802 40 208041 205 322 46 85 799 804 915 76 204029 476 683 723 54 84 879 904 14 76 205002 7[ 200] 36 51 130 52 484 500 17 25 643 728 822 965 200170 78 212 438 77 625 93 728 81 804 99 908 78 207076 171 302 30 58 61 484 716 82 92 859 208129 205 97 369[ 200] 492 562 65 614[ 200] 762 816 60 992 209054 59 814 38 210226 302 447 50 84 668 797 813 39 918 36 211161 443 566 612 858 212102 259 362 95 565 625 63 765 213021 49 85 375 442 62 65 526 53 92 634 67 746 967 214017 50 476 531 729 979 215031 140 253 312 435 508 21 61[ 200] 65 927 92 216083 177 210 340 462 548 617 24 31 43[ 200] 70 81 745 62 891 217126 55 64 69 347 512 685 757 848 52 935 218130 95 475 593 678 746 83 219037 208 35 313 82 220000 427 516 713 88 865 953 89 221207 99 483 562 65 602 99 768 830 907 28 68 222120 57 68 463 539 637 75 728 994 223102 9 93 254 428 46 744 832 57 70 913 224281 414 26 512 652 947 225137 91 297 362 64 | 449 542 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 45000 Mt., 1 zu 30 000 Mt., 2 zu 5000 Mt., 5 zu 3000 R., 9 au 1000 r., 500 Mr. gu 19 Berichtigungen. In der Liste vom 17. März nachmittags fies 23 454 ftatt 23 757 unb S3 544 ftalt 82 544, in der Lifte vom 18. März vormittags 40 577 flatt 70577. F. Rotterie.| 900 3. Ziehung d.3. Klaffe 202.Kgl. Preuß.Lotterie. 990116113 32 42 86 543 738 117126 298 329 405 Ziehung vom 19. März 1900, nachmittags. Rur die Gewinne über 160 Mart sind den betreffenden Rummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 96 294 302 497 513 738[ 200] 52 1142 77 208 99 300 792( 2001 2061[ 200] 76 81 91 141 76[ 200] 86 267 413 88 620 701 23 82 90 862 71 3834 81 665 869 944 4031 51 92 118 315( 200) 503 655 720 842 5030 49[ 200] 59 146 348 431 538 64 619 87 93 97 871 6162 314 443 79 88 572 690[ 2001 713 991 7078 253 57 415 526 40 61 778 1500] 8389 92 411 559 619 76 730 817 74 9548 711 30 802 986 10015 71 364 735 36 11026 131 248 67 69 435 773 [ 200] 810 75 935 47 12030 42 170 356 59 463 589 91 730 91 95 802 38 904 13222 63 94[ 3001 308 89 597-678 822 14040 63 85 235 597 850 90 15069 268 72 73 514 606 98 824 983 10021 46 84 143 59 842 59 17019 101 18005 152 284 89 90 341 54 450 92 709 71[ 200] 924 400 21 657 754 58 859 64 89 19007 46 340[ 300] 47 421 731 809 32 20283 373 97 587 95 650 65 810 52 65 21004 104 679 868 935 22043 150 79 216 24 33 40 544 81 94 672 726 59 846 932 23081 122 269 90 317-582 89 823 40 24038 208 490 688 703 815 65 946[ 200] 53 25010 39 258 460 623 62 707 895 26467 88 95 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Mit Rücksicht auf diese darauf aufmerksam machte, daß die konfiscierten Worte noch am Entscheidung werden die hiesigen Orts- Krankenkassen von dem Maſelben Abend von der Bühne des königlichen Schauspiel- giftrat angewiesen werden, nur solche Personen Bahntechnikern zur hauses herab gesprochen würden, entgegnete der Beamte, daß er Behandlung zu überweisen, die sich hiermit einverstanden erklärt haben. Auch der Gebrauch von Medizinscheinen, in denen die Bediese Belehrung nicht anzunehmen brauche. zeichnung" Dr." oder„ Zahnarzt" vorgedrndt ist, bei Zahntechnikern wird den Kassen untersagt werden, damit das erkrankte Mitglied über die Art der Behandlung nicht in Irrtum verfegt wird. So Charlottenburgs dargebrachte Spruch der Schere zum Opfer: Gleichfalls fiel folgender von den Porzellanarbeitern Wenn die Erscheinung, die vorübergeht, Sich heute wieder nahet den geschäßten Toten Denkt nicht, daß uns troz alledem der stärkste Mann" verweht! Schaut um! Es zeigen sich der Millionen Boten! Triumphierend wird die Menschheit preiſen Euch in spät'ren Tagen Als die Ersten, die das Banner einer neuen Zeit getragen." Der Beamte tonfiscierte hiervon die Worte; Was Ihr sätet usw. Den Arbeitern der Kistenfabrik von Theodor Adolph in Rummelsburg wurden folgende Verse konfisciert: Ein Schmerzruf wird die Welt durchtlingen, Den Opfern die an Wunden reich Gefallen sind so naß und bleich Für Volkes Recht in blutigem Ringen. Diese Beispiele zeigen, daß der auf poetische Politit ausgebildete Teil der Polizei den auf unfittliche Bilder fahndenden Beamten so einigermaßen die Stange hält. Hier wie dort das schöne Streben, das Ideal der weltlichen und geistlichen Gendarmerie zu verwirklichen: Kunst und Censur Sei Eines nur. Eine Erholungsstätte für Kaffenkranke will der Volksheilstätten- Verein vom Roten Kreuz" in der Jungfernheide zum 15. April eröffnen. Wie in einer Sigung des Komitees mitgeteilt wurde, wird die Erholungsstätte eingerichtet nach Art des Baradenlagers am Grabow- See, das ebenfalls eine Schöpfung des Voltsheilstättenvereins ist. Der Kranke, dessen Arzt die Aufnahme befürwortet, fährt morgens hin und kehrt abends nach Hause zurück, Lazaretträume für plögliche Erkrankungen sind vorgesehen, ein Arzt ist stets Selbstfostenpreis wird nach Mitteilung des Komitees gesorgt. Wer zur Aufsicht anwesend. Für warmes, gesundes Mittagessen zum jedoch das zu Hause zubereitete Mittagsmahl vorzieht, findet bequeme Einrichtung zum Wärmen der Speisen. Den Kranten werden alle Bequemlichkeiten geboten, Gelegenheit zu gesundheitsmäßiger förperlicher Bethätigung, Spazierwege, Spiel im Freien, Blumenpflege und ähnliches. Alkohol ist nur als Heilmittel gestattet. Durch Wort und Beispiel wird der Kranke zu gesundheitsmäßiger Lebensweise erzogen für sich und seine Familie. So die Mitteilungen des Komitees. Die Frühjahrs Kontrollversammlungen im Bereich des Bezirkskommandos III Berlin werden vom 2. bis 10. April auf dem Hof der Landwehrdienstgebäude, Schöneberg. General Papestraße, stattfinden. Näheres wird eine Bekanntmachung an den Anschlagfäulen am 25. März und 1. April enthalten. Der Berliner Frühjahrs Jahrmarkt findet vom Mittwoch bis zum Sonnabendabend, 21. bis 24. d. M., vor dem Halleschen Thore in der Gneisenau- Yorkstraße, Baruther Schleiermacher- und den angrenzenden Straßen statt. Der Aufbau der Jahrmarktsbuden beginnt heute Dienstag. 9 Salt und ziemlich trübe" lautete die Wetterprognose für Sonntag, den 18. März. Das war wenig aussichtsvoll für die proletarische Gedenkfeier, doch wurde die Vorsaussage durch die Thatsachen leider noch übertroffen. War auch die Kälte ausgeblieben, so hatte sich dafür ein intensiver Dauerregen eingestellt, der die Straßen mit Wasserpfüßen zierte, die kiesbestreuten Wege des Friedrichshains in förnigen Brei verwandelte. Trog alledem herrschte vor dem Landsberger Thor am Sonntag schon von früher Morgenstunde ab ein reges Leben. Nicht die Ungunft der Witterung noch die Ungunst der Verhältnisse hatte das Proletariat von seinem Gang zum Friedhof der Märzgefallenen abzuhalten vermocht. In Der Parteigenoffe Eugen Ernst trug einen Kranz mit hellen Scharen waren sie gekommen, Frauen und Mädchen, Männer folgender Widmung: und Jünglinge, um die für Freiheit und Recht gefallenen Kämpfer Nicht umsonst habt Ihr geblutet, wad're Kämpfer! zu ehren und durch ihr Erscheinen gegen die herrschende Reaktion" Nicht umsonst habt Ihr geblutet, wad're Kämpfer! Das Gedächtnis Eurer Thaten wandelt um durch alle Lande, zu protestieren. Bis dicht an die Landsberger Allee hinunter was Ihr sätet, reift zur Ernte, trotz Gewalt und Blei und Eisen, dehnte sich zeitweise der Zug der Harrenden aus, der sich langsam, Troß Berleumdung. Spott und Lüge, die stets mächtig sich erweisen, Schritt für Schritt, dem erstrebten Ziel zu bewegte. Vielen Friedhofsbesuchern hatte die hohe Polizei eine eigentümliche Ueberraschung bereitet. Wer vom Landsberger Platz aus den gewohnten Weg durch den Hain zum Friedhof nehmen wollte, wurde kurz vorher von Schuhmännern, die wieder in erheblicher Zahl dem öffentlichen Sicherheitsdienst entzogen waren und fast alle Wege und Stege besezt hielten, zurückgewiesen und mußte nun in weitem Bogen durch den Hain wandern und von jenseit des Krankenhauses her den Friedhof zu erreichen trachten. Als Hauptkommunikation war der Fahrweg zum Krankenhaus ausersehen worden. zahlreich, wie die Besucher des Friedhofs, so zahlreich waren auch die Gaben der Liebe und Verehrung, welche schon frühzeitig pietätvoll niedergelegt worden waren und im Laufe des Vormittags noch fort und fort durch Deputationen überbracht wurden. Der portals und schmucklose Friedhof hatte am Sonntag wieder einen Schmuck erhalten von nah und fern, wie er schöner und reichhaltiger nicht gedacht werden kann. Wenn eine Steigerung der Zahl und Pracht der überbrachten Kränze gegen frühere Jahre noch möglich ist, so war diese Steigerung diesmal sicher zu verzeichnen. Kranz an Kranz gereiht, blieb kaum ein Fleckchen der Mutter Erde frei, in deren Schoß die Opfer des Freiheitskampfes ruhen. An Bäumen und an Sträuchern waren sie befestigt, selbst das armselige Holzgitter, welches die Ruhestätte der Gefallenen umfriedigt, war mit prangendem Märzschmuck belastet. Es war ein prächtiges, farbenreiches Bild, welches sich dem Beschauer darbot, vermehrt durch die verschiedenartigen Stranzschleifen, deren Färbung den politischen Glaubensbekenntnis der Spender angepaßt war. Naturgemäß dominierte die leuchtende rote Farbe, sowohl bei den Blumen als auch bei den Schleifen, welche sich wie ein Hauch der Freiheitsmorgenröte über die Gräber der Kämpfer legte. Dazwischen machten sich das demokratische Schwarz- rotgold", das freisinnige Schwarz- weiß- rot", sowie das anarchistische Schwarz" bemerkbar. Zu den vorgnannten Farben war diesmal auch das unschuldsvolle„ Weiß" getreten. So waren die Kränze der Egidy- Vereinigung, der Vegetarier, 9-11 Uhr stattfindenden Wahlen zur Gemeindevertretung Nieder- Schöneweide. Unser Kandidat für die heute von des freisinuigen Bezirksvereins der Rosenthaler Vorstadt und der Modelltischler der Borsigwerke mit weißen Schleifen geschmückt. Die ist Genosse Karl Weber. Parteigenossen, seid auf dem Play! Kranzspender waren fast ausnahmslos dieselben, wie sie Jahr für Jahr bei dieser Gelegenheit vertreten sind: die verschiedenen Körperschaften der socialdemokratischen Partei, die Wahlvereine der sechs Berliner Reichstags- Wahlkreise, der Vorwärts, das Personal der Badingschen Buch haben sich, seitdem der frühere Staatsanwalt Gäbel an Stelle Jm Druckereibetriebe schwer verunglückt ist gestern, Montag druckerei, die zahlreichen Gewerkschaften und großen des Herrn Dr. Bödiker das Präsidium übernommen hat, vormittag, die 18 Jahre alte Arbeiterin Victoria Ulbrich aus der industriellen Betriebe, daneben die vielfachen Gesangs, Sport allerhand recht erbauliche Dinge ereignet. Wir erinnern nur Neanderstr. 88 in einer Werkstatt in der Kochstraße. Sie geriet mit und geselligen Vereinigungen, ferner die Partei- daran, daß dieser Präsident die bekannten Schriften und dem linken Bein zwischen zwei Pressen und erlitt einen Unterschenkelvereinigungen und Gewerkschaften der benachbarten Wahl- Traftätchen des im Sinne Stumms und des Zuchthauskurses bruch. Nachdem man sie aus ihrer Lage befreit hatte, wurde die kreise und der Vororte im engeren und weiteren Umkreise Berlins. Es mögen bis Mittag 400 Stränge niedergelegt worden agitierenden Predigers i II e amtlich zur Verbreitung in heilanstalten Berunglückte mit einer Droschte nach der Unfallstation I und von sein. Wenn es auch nicht möglich ist, die Gaben einzeln aufzu empfohlen hat. Wurde so mit Nachdruck alles gethan, um franken dort nach der elterlichen Wohnung gebracht. zählen, so seien dennoch zwei hervorgehoben ihrer besonderen Eigen Arbeitern eine geistige Soft darzubieten, nach der sie durchweg der wegen Stuppelei verfolgten und flüchtig gewordenen Masseuse In der Angelegenheit Sternberg hat ein hiesiges Blatt von art wegen, und zwar der den Freiheitskämpfern gewidmete strang feinerlei Berlangen trugen, so hat sich auch die Rechtsprechung Fischer aus New York folgenden Brief erhalten:" Habe die Artikel von„ Genossen der Lungenheilstätte Görbersdorf i. Schl.", des Reichs- Versicherungsamts, wie wir schon vor Monaten melden über den Fall Sternberg- Fischer in Ihrem Blatt verfolgt und sehe, sowie der Kranz der„ Patienten in Gütergo". Auch ein von konnten, recht bedenklich zu Ungunsten der Arbeiter geändert. daß auf mich, weil fern, alle Schuld gehäuft wird. Ich habe gefehlt, den Rehbergern" gewidmeter Stranz möge hier besondere Erwähnung Es sei nur der neuerdings eingerissenen Spruchpraris gedacht, aber nur aus Not und Unkenntnis. Da meine Neue tief und auffinden. Leider wurde das Weihewerk durch das ungünstige Wetter nach der zur hellen Freude der Berufsgenossenschaften richtig ist, fehre ich zurück, um mich wenigstens größtenteils von der start beeinträchtigt. Bereits um 10 Uhr vormittags waren die In- vom Reichs- Versicherungsamt die Ansprüche von Arbeitern zurück- Anklage zu reinigen! Soeben mit diesem Brief habe ich mich schrift schriften vieler Kränze durch den andauernden Regen unleserlich gemacht und zerstört worden. Das Unvetter setzte sein Vernichtungs- gewiesen wurden, sobald die Verletzten sich nach Annahme des Gerichts lich bei Herrn Kriminalkommissar v. Treskow den Gerichten gestellt. werk im Laufe des Tags unbarmherzig fort, so daß es wahrlich durch ihr Verhalten und durch Nichtbeachtung der Unfallverhütungs- Ich habe wissentlich niemand Böses zugefügt und kann meine nicht der übereifrigen Mühewaltung der Polizeisperre bedurft vorschriften außerhalb des Betriebs gesetzt" oder sich in eine„ felbft Strafe teine große fein." hätte, um den angeblich bedrohten Staat zu retten. Seit Jahren ist geschaffene Gefahr begeben" hatten. M Berliner Partei- Angelegenheiten. Pankow- Schönhausen. Heute abend fällt der Lese- Abend bei Großfurt wegen der Gemeinderats- Wahlen aus. Lichtenberg- Friedrichsberg. Unser Kandidat für die Heute stattfindenden Gemeinderatswahlen ist Weber Georg Treue. Thue jeder seine Pflicht! Adlershof. Heute ist keine Versammlung. Die nächste Verſammlung des Arbeitervereins findet über acht Tage statt. Briz. Heute nachmittag von 1-5 Uhr finden bei Bethge, Chausseestraße, die Wahlen zur Gemeindevertretung statt. Parteigenossen, agitiert mit ganzer Kraft für den Sieg unsres Kandidaten Gastwirt Karl Dorn. Lokales. Im Reichs Versicherungsamt nicht so viel abgeschnitten worden wie in diesem Jahre. Dem polizei- Die Berufsgenossenschaften haben neuerdings ant Reichslichen Schneider dürften die Finger weidlich web gethan haben. In welcher Versicherungsamt aber noch allerhand andre Annehmlichkeiten erlebt. Weise Cenjur geübt worden ist, davon legt die Bleistiftnotiz auf zu diesen dürfte es zu zählen sein, daß der Professor fürbringer, einem Schleifentorso Schiller staatsgefährlich" beredtes Zeugnis ab. Ein gänzlich schleifenloser Strang trug als besonderen dessen Gutachten sich bisher dadurch ausgezeichnet haben sollen, daß Schmuck ein Blättchen Papier mit der lakonischen Aufschrift: fic der Lage des verunglückten Arbeiters Gerechtigkeit widerfahren „ Konfisciert!" Als Widmungen waren in der Mehrzahl kurze Dent- ließen, es vor kurzem in aller form abgelehnt hat, iprüche gewählt worden, doch trugen auch eine Reihe von Stranz- ferner noch für das Reichs- Versicherungsamt Obergutachten schleifen zum Teil recht lange Widmungsstrophen. Als eine für alle abzugeben. Ein Fall, der in internen Kreisen erklärliches Aufmöge die folgende hier Erwähnung finden: Hier ward ein Denkmal Euch versagt, In Rastatt es über die Gräber ragt. So ist trotz alledem und alledem der 18. März auch in diesem Jahre wieder vom Proletariat in würdigster Weise gefeiert worden; es hat auch diesmal wieder ein sichtbares und verständliches Zeugnis dafür abgelegt, daß es die Märzgefallenen und ihre Thaten nicht vergessen hat, nicht vergessen wird und nicht vergessen fann. Die Arbeiterschaft hat fraftvolles Leben verliehen den Worten einer Kranzwidmung, die da lautet: Ruht Ihr auch längst verbleicht an diesem Ort, In Volkes Herz lebt Ihr doch ewig fort! * * Die Polizeischeere hat am Sonntag des Ideal der Dunkelmänner zu verwirklichen gesucht. Vom Friedrichshain werden uns geradezu unglaubliche Konfiskationen berichtet; hier einige Proben: den BureauAngestellten ist eine Kranzschleife abgeschnitten worden, die folgende Worte trug: „ Das Portal wurde Euch verwehrt Ihr seid jedoch auch so geehrt!" jehen erregte. Die Jagdfäle, der Fiskus und die Wahrheitsliebe des offiziösen Schweinburg. Kürzlich ging die Notiz durch die Zei tungen, daß der Fiskus durch Ankauf des Grundstücks Jägerstr. 22 Vermieter des erwähnten Balllokals geworden sei. Es war ferner gefagt, daß alle Bemühungen seitens des Fiskus, den Kontrakt zu lösen, vergeblich waren, und also nichts übrig bleibt, als den Mieter bis zum Ablauf seines Mietskontrakts, der noch Jahr und Tag läuft, zu„ dulden". Dazu schreibt der Bächter der Jagdsäle", Herr Emil Burchardt, folgendes: Die jetzige Juhaberin des Hauses Jägerstraße 22, die königl. Seehandlung, hat niemals den Versuch gemacht, meinen Kontrakt zu lösen oder mich von dem selben zu entbinden, im Gegenteil, da ich für die jetzigen Ver hältnisse eine zu hohe Miete zahlen muß, so wollte ich, gegen eine wohl somit von einem jedoch kurzer and abgelehnt worden ist. Es kann Entschädigung, vom kontrakt entbunden werden, was Dulden" meines Lokals in dem Hause Jägerstr. 22 teine Rede sein." " " Wen wird die Regierung nunmehr berichtigen, den Schweinburg oder den Pächter der Jagdsäle, der da behauptet, daß es nicht seine Schuld fei, wenn in einem dem Fiskus gehörigen Hause noch Nacht für Nacht mit Menschenfleisch gehandelt wird? Ein internationaler Taschendieb ist auf eine eigene Art am Sonnabendabeud im Osten der Stadt festgenommen worden. Vor zahlreiche Frauen, um sich die Auslagen anzusehen. An sie drängte dem Schaufenster eines Warenhauses in der Landsbergerstraße standen ich ein feingekleideter junger Mann, der einen eleganten Ueberzieher auf dem Arm trug, heran. Plöglich fühlte eine Dame, wie eine fremde Hand fich in ihre Tasche versenkte und das Portemonnaie daraus entführte. Sie zweifelte nicht daran, daß der junge Mam der Dieb war, aber sein unbefangenes Auftreten, die feinen Lackstiefel, der tadellose Anzug und der elegante Mantel flöſten ihr eine solche Achtung ein, daß sie es nicht wagte, ihren Verdacht laut werden zu lassen. Die Bestohlene war indessen wenigstens so flug, Die Berufsgenossenschaften drängen nun in freudiger Bewegung den jungen Mann nun unauffällig zu beobachten. Es dauerte auch dahin, daß an Stelle des Herrn Professor fürbringer der Professor nicht lange, da wiederholte der Langfinger feinen Griff bei einer Nun bekam das erste Opfer Mut und nannte Dr. Rinne trete, ein Mann, der sich den Verunglückten gegenüber andern Frau. auf einen strengen, den Unternehmerorganisationen behagenden den Unbekannten laut einen Dieb. Der Beschuldigte, der mur leugnete, suchte sich aber mögStandpunkt gestellt hat und bei diesen daher im besten Ansehen gebrochen deutsch sprach, stehen soll. lichst unbemerkt zurückzuziehen. Eine Anzahl Frauen folgte Das in den Berufsgenossenschaften verkörperte Unternehmer ihm jedoch und als sich an der Elisabethstraße einige Hausdiener zu ihnen gesellten, fam es zu einem Zusammenstoß. Der erlebte aber noch eine weitere Genugthuung darin, Angehaltene machte noch einen erfolglosen Versuch, fich zu befreien, daß in Tetzter Zeit zu Kammervorsitzenden im Neichsindem er einem seiner Verfolger in den Finger biß. wurde dann Versicherungsamt mehrfach Personen ernannt wurden, die sich einem Schußmann übergeben, von diesem nach der Wache des in ihrem früheren richterlichen Wirkungskreis sehr im staats- 21. Reviers gebracht und von dort der Kriminalpolizei zugeführt. erhaltenden Sinn ausgezeichnet hatten. So ein Herr Frieden In seinen Taschen fand man drei Portemonnaies mit 47 M. Gr burg, der in Breslau als Strafrichter durch seine strengen Ent- behauptet, fie alle in Warschau gekauft zu haben. Der Dieb nennt scheidungen vielfach Aufsehen erregt hat. Auch heißt es, daß der sich Frohm Sluzki aus Warschau und will 17 Jahre alt sein. Regierungsrat Kanzo w, der Bruder des bekannten Staatsanwalts, den Titel eines Geheimen Regierungsrats erhalten und Vorsitzender einer Spruchlammer werden soll. tum " Auf einem Obftrefte glitt gestern die Handelsfrau. Witwe Zwilling aus Belzig aus, als sie vom Anhalter Bahnhof aus heimfehren wollte. Sie zog sich einen Bruch des rechten Arms zu. Die Teilen wir nun noch mit, daß, Borwärts" und Volts- Unfallstation I, die ihr einen Verband anlegte, brachte fie nach dem Den Arbeitern der Bobelschen Fabrit wurden folgende 8eitung", die unter Böditer cifrig im Reichs- Versicherungsamt Bahnhofe zurück und in den Zug, da sie nach Hause zu fahren wünschte. Berse tonfisciert: gelefen wurden, unter Herrn Gäbel der bekannten Angriffe wegen verbannt worden find, so dürfte der Geift, der gegenwärtig die Einen traurigen Abschluß fand Sonntagmorgen für den 43 hohe Behörde beherrscht, wohl zur Genüge gekennzeichnet fein. wir in und Nacht, Hat Guer Auf in die Reihen des tam fettben profetats gebracht kämpfenden Proletariats Jm vorigen Jahre ist die gleiche Widmung unbeanstandet geblieben. Auch die folgende Widmung wurde für konfiskabel erachtet: Ein Denkmal ward Euch nicht bewilligt, Selbst ein Portal nicht zugebilligt Von Bürgern, für die Ihr einst gekämpft. Doch horcht! Ein Ruf Klingt da gedämpft: Zu ehren Euch. Ihr lieben Toten, Das hinterbleibt allein den Roten, Den Kämpfern für Wahrheit, Freiheit und Necht!" Gewidmet von den Arbeitern der Firma Gebr. Bolzani. Der focialdemokratische Wahlverein für den fünften Ber Iiner Reichstags- Wahlkreis mußte folgende Worte dem Polizeilieutenant überlassen: Was gilt uns Leben, was uns Sterben: Zu rächen Euch in Schmach und Not, Und treu Euch sein bis in den Tod! Das sei der Ruhm, um den wir werben! Dem sechsten Reichstags Wahltreis wurden hingegen allen Ernstes die bekannten Verse aus Schillers Tell":" Denn aus. Jahre alten Schuhmacher Paul Hildebrandt aus der Marienburgers straße der Maskenball im Saale des Ostbahnparks in der Rüdersdorferstraße. Beim Bonbouregen, der kurz vor Schluß des Festes Für die Handwerkskammer von Berlin sind nunmehr die Wahlen zum Gesellenausschuß angeordnet. Es find 14 Mitglieder gegen 4/2 Uhr morgens veranstaltet wurde, ging Hildebrandt leer mit einer gleichen Zahl von Erfaßlenten zu wählen. Davon entfallen die wegen Kränklichkeit zu Hause geblieben war, und feinen Das war ihm um so unangenehmer, als er feiner Frau, auf den Bezirk Berlin 9 Mitglieder und 9 Erfagmänner. Das vier Kindern gern etwas mitgebracht hätte. Ein Freund, Wahlrecht wird von den Vorsitzenden resp. Altgesellen der Gesellenausschüsse der Innungen ausgeübt, es steht jedem nur eine Stimme dem er sein Leid flagte, der Schuhmacher Heinrich Konräder, erbot sich, ihm eine Düte zu besorgen, brachte ihm zu. Die wahlberechtigten Gesellenausschiffe find in 9 Abteilungen jedoch statt der Bonbons eine Düte mit Cigarrenstummeln. Diefer gegliedert, so daß jede einen Vertreter und einen Erfagmann zu Scherz ärgerte Hildebrandt. Es kam zu einem Streit, in dem ein wählen hat. Die Stimmzettel müssen bis zum 26. März an den Wort das andre gab, bis man zu Thälichkeiten überging. Schließ Wahlkommissar, Magistrats- Affeffor Alberti, abgegeben sein. " lich ergriff Konräbel ein Bierseidel und schlug es seinem Gegner an Krankenkassen und Zahnärzte. Auf eine Eingabe der Wirt den Kopf. Der Schlag traf das linke Auge so schwer, daß schaftlichen Bereinigung Berliner Zahnärzte hat der Med. Ref." es fofort auslief. Der Schwerverleẞte wurde mit einer zufolge der Minister für Handel und Gewerbe dahin entschieden, daß Droichte nach der tgl. Augenklinik gebracht. Die Sehkraft des linken Die Krankenkassen auch bei Zahnkranken verpflichtet sind, die Heil- Auges ist unwiderbringlich verloren, inwieweit auch das rechte gebehandlung der Mitglieder durch approbierte Zahnärzte vornehmen fährdet ist, läßt sich mit Bestimmtheit noch nicht beurteilen. Kone zu lassen. Eine Ausnahme hiervon ist nur dann zulässig, wenn das räbel wurde der Polizei übergeben. Zeugen gesucht. Die Personen, welche der Streitigteit beigelvohnt haben, die sich am Sonntag, 23. Januar, mittags 1 1hr, vor dem Hause Marianenftr. 43 zwischen einem Arbeiter und einem Handlungsdiener abgespielt hat, werden gebeten, fich bei dem Zimmermann Friedrich Lehmann, Weißenburgerstr. 34, Hof 1 Treppe, zu melden. Durch einen verwegenen Diebstahl ist vorgestern nachmittag der Gastwirt R. Lange in der Potsdamerstr. 30/31 a schwer geschädigt " Dermilchkes. Bei den Gemeinderats- Wahlen in Lichtenberg- Friedrichs- 1 berg am Montag siegten im zweiten Bezirk die Genossen Gastwirt Oswald Grauer und Spediteur Karl Welt mit 589 bezw. Dampferunglück. Auf der Fahrt von Königsberg nach Bremen 573 gegen 104 beziv. 92 Stimmen, welche die zwei Gegiter erhielten. ist der Dampfer Diana" der Neptunlinie infolge fchweren Sturms Die Parteigenossen werden ersucht, zu heute Dienstag bei Bornholmt led geworden und gesunken. Der Dampfer„ Kasan" möglichst in Sen Vormittagsstunden ihre Stimme für unsern hat die Besatzung gerettet und vor der Holtenauer Kanalmündung Kandidaten Georg Trene abzugeben. gelandet. Die entsehliche Angelegenheit des Kuabenmordes in dadurch ins Lächerliche zu ziehen gesucht, daß sie mit der Sache ihre alten Ritualmord- Phantasien in Verbindung bringt. Das Blatt läßt bereits in der Synagoge und bei sämtlichen jüdischen Schlächtern in Konig Durchsuchungen abhalten, die aber bisher noch ergebnislos gewesen sind. In Ober- Schöneweide wurde Genosse John mit 199 Stimmen als Gemeindevertreter gewählt. Die Gegner erhielten 54 Konik wird von der Staatsbürger- Zeitung" geschmackloſerweiſe *) Weizen Roggen Futter- Gerste Hafer gut worden. Als nach dem Mittagsgeschäft nur noch einige Gäste beim Stat fizen blieben, überließ Lange zwischen 3 und 4 1hr die Ver- beztv. 18 Stimmen. sorgung der Wirtschaft auf ein Weilchen dem Kellner und dem Zapfer Alfred Herrmann, einem jungen Mann von 22 Jahren, um sich etwas Die Rigdorfer Stadtverordneten- Versammlung nahm in Hinzulegen. Diese Gelegenheit benutzte Herrmann zu einem schweren ihrer außerordentlichen Sigung am Montag einige kleine AbändeDiebstahl. Auf dem Schanktisch steht ein Pult, in das Lange vor rungen an der Gebührenordnung für die Kanalisation und an der furzem 1828 M. gelegt hatte. Der Zapfer erbrach das Pult, nahm Hundesteuer- Ordnung vor. Dann trat man in die Etatsberatung Banunglück. Aus Oberhausen wird berichtet: Montag das Geld und verschwand in Gesellschaft des Hausdieners Böttcher. ein. Erster Bürgermeister Boddin berichtete zunächst über den vormittag stürzte der Neubau der Speditionshalle der MastenwalzMan nimmt an, daß der Dichstahl von langer Hand geplant war. Stand und die Berwaltung der Gemeinde- Angelegenheiten. Daraus werke von Hiedemann, Itschert u. Co. ein. Ein Arbeiter wurde geHerrmann erhielt am vergangenen Freitag den Besuch des früheren ist hervorzuheben:„ Das am 1. April ablaufende Rechnungsjahr ist tötet, drei wurden verlegt, darunter einer schwer. Gegen den Zapfers und Hausbieners May- Witt, und es beſteht der Verdacht, i'm allgemeinen als ginitis au bezeichnen. H Es wurden für die Bauunternehmer ist die Untersuchung eingeleitet. daß bei dieser Gelegenheit der Plan verabredet worden sei. Witt städtische Verwaltung 18 000 Mart, für die Schulverwaltung wurde daher in seiner Wohnung in der Dresdenerstraße heute morgen 2000 Mark und für die Straßenreinigung 8000 Mark, die Aus Bukarest wird depeschiert: Durch die Unvorsichtigkeit festgenommen und der Kriminalpolizei zugeführt. Die Nachforschungen Summen abgerundet, weniger ausgegeben, als der Voranschlag eines Mechanikers entstand gestern in der hiesigen Kunstnach Herrmann und Böttcher hatten noch keinen Erfolg. vorjah. Dagegen überschreiten die Ausgaben den Voranschlag in der gewerbeschule ein großer Brand, der bedeutende Verluste Feuerbericht. Ein großer Dachstuhlbrand kam Montag früh 2000 2. Einnahme um 48 000 M., in der Schulverwaltung um Armenpflege um nicht weniger als 50 000 m., nach Abzug von verursachte. Zwei Maschinisten erlitten schwere Brandwunden. 3 Uhr in einem noch unbewohnten Neubau Ecke Plan- ufer und 6000 M., bei der Erhaltung der Schulgebäude um 3000 M. An im Wilmsstraße zum Ausbruch. Der Bauwärter hatte kurz vorher vorhergesehenen Ausgaben wurden 25 000 m. mehr ausgegeben, wie seinen Rundgang vollendet, ohne etwas Berdächtiges zu bemerken. veranschlagt worden war, hauptsächlich infolge der Stadtwerdung Als er dann Flammen zum Dache herausschlagen fah und die Rirdorfs. Insgesamt wurden mehr ausgegeben 84 000 m., nach benachbarte Feuerwehr alarmierte, stand in wenigen Minuten der Abzug der Ersparnisse von 28 000 2. alfo 56 000 M. Erfreulichergauze Dachstuhl in Flammen. Dem energischen Vorgehen der Wehr weise sind an Steuern 83 000 M. mehr eingenommen worden, so daß gelang es, die benachbarten ebenfalls noch unbewohnten das Rechnungsjahr mit einem Ueberschuß von 27 000 M. abschließt. Gebäude zu schüßen. Der Dachstuhl wurde vollständig ein- Für das neue Rechnungsjahr ist nun eine Ausgabe von 2 362 647 M. geäichert. Ob Brandstiftung vorliegt, konnte nicht fest vorgesehen. Sie ist 26 Proz. höher, wie die des Vorjahrs, während gestellt werden. Vorher ging Neu- kölln am Wasser 15 der die Einwohnerschaft um etwa 10 Proz. steigen wird. Die Bedürfnisse Juthalt des Borkostgeschäfts von Vogt in Flammen auf. Stein der Armenpflege werden um 10 Proz., die der Schulverwaltung messtraße 36a war ein Zimmerbrand zu beseitigen. Das Haus um 16 Proz. gegen das Vorjahr wachsen. Von den Armen ist in jüngster Zeit wiederholt vom Feuer heimgesucht, so daß lasten entfallen auf den Kopf der Bevölkerung 3 Mart, Brandstiftungen vermutet werden. Gotowsky str. 11 war durch nach Abzug der Bruttoeinnahmen 2 Mart. Bei 14 000 Volts: Bruch eines Wasserrohrs eine teilweise lleberschwemmung von schülern kommen von den Ausgaben für die Schule auf den Volks Wohnräumen erfolgt, weshalb die Wehr herbeigerufen wurde. Schüler 44 m., während bei 300 Realschülern jeder derselben der Stadt Sonntag früh 32 Uhr winde ein größeres Löschaufgebot nach 90 m. kostet( hört! hört!), welche Summne sich noch erhöhen wird. Waldstr. 38( Moabit) gerufen. Hier standen auf dem Holz- und Die Armenpflege und die Schulen verschlingen zusammen zwei Kohlenplage von H. Schupke drei Henwagen in hellen Flammen. Drittel der Steuereinnahmen. Die Einkommensteuer dürfte im Jedenfalls war einer derselben durch einen Bubenstreich in Brand neuen Geschäftsjahr bei 1331 Proz. Zuſchlag, der ſchon bisher er gesetzt, der dann auch die beiden übrigen erfaßte. Die Wehr griff hoben wurde, cine Steigerung der Einnahmen von 20 Proz. ergeben. fofort mit zwei Dampfsprizen ein, schützte die Holz und Kohlen- Die Schulden der Gemeinde belaufen sich im Jahre 1900 auf rund vorräte und beseitigte innerhalb einer Eiunde die Gefahr. Die 12 Millionen M., der Gesamtvermögensbestand wird auf rund Ladungen und auch die Gefährte ſind ſtart beschädigt. Der Thäter 23 Mill. Mari beziffert. Gelegentlich der Genehmigung zur letzten ist nicht ermittelt. = Aus den Nachbarorten. " " 11118811 Marktpreise von Berlin am 17. März 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. 15,20 14." Schweinefleisch 1kg 14,20 13,70 albfleisch 1,60 1,60 " 14, 15, 13, Hammelfleisch 14,30 Butter " 1,60 2,60 mittel 14,20 13,50 Eier 60 Stüd P gering 4,40 2,20 " 4,16 " 6,80 4,-Bander N n 40, 25, 45, 25, Hechte Barsche 1,80 " 70, 30, Schleie 2,80 1,20 7 5, Bleie 1,20 0,80 1,00 1,20 Strebje per Sjod 12, 3, 1,20 1, Nichtstroh Hel 13,40 12,80 Sarpfen 4, Male 1kg 2,50 1, 1,80 1, 0,80 " bjen +) Speisebohnen infen Kartoffeln, neue Rindfleisch, Kente 1 kg do. Banch *) Ermittelt pro Tonne von der Centralfielle der Preuß. Lands. und umgerechnet von Polizei; wirtschaftskammern- Rotierungsstelle präsidium für den Doppelcentner. +) Kleinhandelspreise. Probuftenmarkt vom 19. März. Jm heutigen Getreides verkehr herrschte absolute Geschäftsstille, die sich bereits am Frühmarkte lag start danieder, da fortdauerndes bedentendes Angebot die Kaufer abzeigte und mittags andauerte. Besonders der Handel mit effettiver Ware schreckt. Trotzdem zeigen sich die Abgeber nicht eben geneigt, ihre Preisforderungen zu ermäßigen. Weizen und Roggen blieben daher nominell unverändert, waren aber nicht zu verlaufen. Die heutige Kanalliſte aviſiert Dreimillionen- Anleihe ist an den Magistrat eine Verfügung gerichtet 3000 Tonnen Roggen für Berlin. Das Lieferungsgeschäft trug nur insofern worden, daß nene Anleihen nicht schlankweg genehmigt werden ein festeres Gepräge, als die Preise unter dem Einflusse der festeren würden. Die Aufsichtsbehörde verlangt, daß in Zukunft die Kosten Schlußmeldungen aus New York und Chilago sich gut behaupten konnten. Auch Destreich- Ungarn fam fest, das sonstige Ausland war unverändert. für Schulbanten aus dem Ordinarium bestritten werden sollten. Safer war start vernachlässigt. Für Mais lagen so bedeutende Offerten Einen glänzenden Sieg erfochten unfre Parteigenoffen in Es wird in späteren Jahren schwer werden, das Gleichgewicht im vor, daß die Breise trok höherer Notierungen in Nordamerika bei uns eißensee am Montag bei den Gemeinderats Wahlen. Im Etat herzustellen, es wird aber gelingen." In der nun 0,50. nachgaben. Mehl war bei totaler Umfaglosigkeit nominell uits 2. Bezirk erhielten Genosse Schillert 323, Gerstenberger folgenden Beratung wurde beim Etat der Gasanstalt der verändert. Rüböl lag etwas schwächer. Spiritus loco 70er 48,50(+0,20). 320 Stimmen, während die Gegner Thunert 25, Schmidt 29, Antrag gestellt, die Miete für Gasmesser zu streichen. Obwohl Umgejekt wurden etwa 30 000 Str. Kartoffelfabritate. Feuchte Kartoffelstärfe 10,50 m. Ia reine Hutcher 4 und Büttner 4 Stimmen erhielten. Im 3. Bezirk allen Gruppen der Versammlung der Antrag sympathisch war, vereinigte Genoſſe, Tan b mann 310 Stimmen auf sich, während abgelehnt. Gine längere Debatte, rief die Ginſtellung von 25 000 M. fallende prima Qualitäten Stärke und Mehl disponibel 17,50-18,50 M. per doch mit Rücksicht auf die Bilanzierung des Etats Kartoffelstärke disponibel und März 19.75 M., April Mai 20-20,25 m. Abfein Gegner nur 31 Stimmen erhielt. Daß troß der ungünstigen hervor, die zur Beschaffung eines Bauprojekts für den Bau einer Eier: Bericht vom 19. März. Normale Eier je nach Qualität von Wahlzeit( 10-2) ein solches Resultat erzielt wurde, zeigt, daß alle neuen Gasanstalt, einschließlich der Prüfung und Prämiierung der 2,70-3,10 m. ver Schock. Aussortierte fleine Ware je nach Qualität boit zu unsern Ungunsten ongewandte Maßuahmen unsrer Gegner an erlangten Entwürfe dienen sollen. Hiervon hat der Magistrat in 2,50 bis 2,55 M. per Sched.. Kalfeier je nach Qualität von 0,00 bis 0,00 r. dent Opfermut unfrer Parteigenossen wirkungslos abprallen. Unire einer vermeintlichen Zwangslage bereits 15 000 97. ohne Ge- per Schock. Tendenz: ruhig. Parteigenossen haben trotz allem die alten Sie mit glänzendem nehmigung der Stadtverordneten- Versammlung ausgegeben. All= gemein wurde dies mißbilligt; einigen bürgerlichen Stadtverordneten Erfolge wieder erobert. waren die Summen zu hoch, der Titel wirde aber schließlich angenommen. Es folgte eine geheime Sitzung. Fortschung der Etatsberatung am Dienstag. Ohne Widerstand ist unser Parteigenosse Mann vorgestern in Johannisthal zum Mitglied des Gemeinderats gewählt worden. Auf ihn fielen 184 Stimmen, während der Gegner nur 6 Stimmen erhielt. In Pankow haben unsre Partcigenossen einen glänzenden Sieg erfochten. Bei den am Montag stattgefundenen Gemeinderats wahlen gingen die Kandidaten der Socialdemokraten Slingen berg mit 208 Stimmen, Freiwald mit 252 Stimmen als Sieger hervor. Die Kandidaten des Mischmasch Reinhardt und Kretschmann erhielten 167 bezw. 219 Stimmen. Bei den Gemeinderatswahlen in Wilmersdorf sind unsre Varteigenoffen gestern der Koalition der bürgerlichen Parteien unter legen. Die chedem feindlichen Brüder vereinigten auf ihren Kandidaten Nachstädt 474 Stimmen, während auf unsern Parteigenossen Maurer Behrend 335 Stimmen fielen. Selbstverständlich war auch hier die Wahl schon um 6 Uhr zu Ende, jo daß einem großen Teil der Arbeiterschaft die Ausübung des Wahlrechts unmöglich war. Schmargendorf. Die Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins findet Dienstagabend um 81½ 1hr im Wirtshaus Schmargendorf statt. Genosse Rapp spricht über„ Unfre Stellung zur Religion". 100 Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 6-8 Uhr abends statt. wert. B. B., Berlin. 1. Ja, er darf sie heiraten. 2. Es würden Kirchen3. Nicht unbedingt erforderlich, aber wünschens: strafen über ihn verhängt. Graban. 1. Wenden Sie sich an ein Reifcbureau. 2. Uns leider unHerne. Ja. bekannt. 2itterungsübersicht vom 19. März 1900, morgens 8 1hr. Ans Rigdorf. Bei einer Schlägerei in der Prinz Handjery straße wurde fürzlich der Mechaniker Hermann Tolle aus der Leffingstraße 18 durch einen Messerstich so erheblich verlegt, daß er infolge der Verlegung im Kreis- Krankenhause Briz verstarb. Der Messerheld war zunächst unbekannt geblieben, ist aber jest in der Person des 41 Jahre alten Dachdeckers Heinrich Panizte aus der Stralaner flee in Berlin ermittelt und gestern verhaftet worden. P.. der bereits wegen Mordversuchs mit 5 Jahren Zuchthaus vorbestraft ist. räumt die That ein, will jedoch in Notwehr gehandelt haben. Das wird aber von Zengen bestritten. Der Lehrer Jülicher, gegen den ein Verfahren wegen gröblicher Ueberschreitungen des Züchtigungsrechts schwebt, ist auf 6 Wochen beurlaubt worden, da er ein von Professor Mendel in Berlin ausgestelltes Attest eingereicht hat, nach Eminemde 758 Still welchem er schwer nervenleidend ist. Stationen Hamburg Berlin Barometer stand mm Wind: richtung Windstarte Wiesbaden 757 Winchen Bien Wetter Schuce 2 bedeckt Temp. n. C. ( 5° G.= 4° 9. Stationen Barometer stand mm Wind Bump Windstärke Wetter 1 paparanda 774SSO 2 bedeckt -1 Petersburg 2 Cort 744 9 2 wolfent- 1 Aberdeen 3 heiter 3 bedeckt -3 Parts Temp. 1. C. 15° C.= 4° R. 5 hlb. bed. I = 758 OED 2 Rebel 759 2B 757 69 758 23 Wetter Prognose für Dienstag, den 20. März 1900. Sunächst aufflarend bei mäßigen südöstlichen Winden, etwas fälterer Niederschläge. Eisenbahnunfall. Als der Ringbahuzug gestern nachmittag 3 Uhr 50 Minuten die Station Wilmersdorf verlassen sollte, um in der Richtung nach Charlottenburg weiter zu fahren, erfitt die Maschine dadurch einen Defekt, daß der Dampfschlauch plagte. gelang, den Schaden bald auszubessern, so daß der Betrieb nur kurze Nacht und steigender Tagestemperatur; nachher neue Trübung und Beit gestört ivar. Socialdem. Arbeiterverein Orts- Krankenkasse der Sattler| Ordentl.Generalversammlung Blumenhandlung für Weißensee n. Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse Mar Borowski amt 17. März im fathol. Krankenhaus zu Berlin im 50. Lebensjahre an der Wassersucht verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. d. M., nachmittags 3 1hr, vom Krankenhause aus statt. Treffpunkt für die Genossen um 3 Uhr im Prälaten", Königchauffee und Lehderstraßen- Ede. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 18/1 Der Vorstand. Lodes- Anzeige. Allen Freunden und Befannten zur Nachricht, daß unser lieber Kollege, der Tischler 96 Malte Evert, am 18. d. M. nach jahrelangen fchweren Leiden an der Prole: tarierkrankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 21. d. M., nach: mittags 4 Uhr, von der Leichen: Halle des Central Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Die Kollegen der Tischlerei von A. Schult, Fruchtstraße 59. Am Sonntag, den 18. März, nach mittags Uhr, starb nach langen schweren Leiden meine geliebte Frau und gute Mutter Auguste Schulz, geb. Dietrich. Dies zeigt tiefbetrübt Frit Schulz und Tochter, Gartenstraße 84. ant Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Friedhofs der Dantesgemeinde, Blanfestraße aus ffatt. und verwandten Gewerbe. Am 18. d. M. verstarb das Mitglied Ernst Reich ( befchäftigt bei H. Lewy) im Alter von 19 Jahren an chron. Lungenfatarrh. Die Beerdigung findet am Mittwoch, der den 21. d. M., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Weißenseer Kirchhofs( Röllestraße i. W.) aus statt. am 146 3. A.: F. Matschulat. Danksagung. 106 Allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gesangverein der Möbelpolierer, dem Wahlverein für den 4. Reichstags- Wahlkreis( Often), dem Verband der Möbelpolierer, den Kollegen des Berstorbenen der Firma Equiß für besondere Teilnahme Beileidsbezeugungen nebst Kranz: der Bertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Orts- Krankenkasse Maschinenbau- Arbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin Mittwoch, den 28. März d. J., abends 8 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarktstr. 72( Ede Aleranderstraße). Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr. 2. Bericht der Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1899. 3. Erteilung der Decharge. 4. Verschiedenes. Anfragen Beschwerden, zu und Krauzbinderei von Es ! Fuselrein! [ 34309* Otto Knabe 19 a Admiral- Strasse 19 a empfiehlt Widmungstränge, Sträuße, Sotions, Topfgewachſe aller Art. Falbe, 44. Elsasserstr. 44. Behandlung aller Haut- u. Harnleiden ohne Berufsstörung. Sprechst. 9 morg. bis 9 abends, Sonntag it. Donnerstag 9-3. 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