ii. i69-m �lnterhaltungsblatt öes Vorwärts Zrüchte öes Sommers. Vor dem Kriege hatte es bei un§ kaum noch richtige Obstzeiten gegeben, da man aus Ländern anderer Breiten das gaine Jahr hindurch frische Früchte erhielt. Das hat jetzt autgehört. Dafür haben wir wieder den Wert unserer sommerlichen Jahreszeit schätzen ge- lernt; wir freuen uns auf die Zeit, da bei uns die ersten Pflaumen reif werden und die ersten Birnen und sonstigen Früchte deutschen Obstbaues, auf den wir ja jetzt im wesentlichen angewiesen sind, auf den Markr kommen. Leider Hai man bei uns das Obst als Genutz- und Nahrungsmittel noch lange nicht genug würdigen gelernt. Erstreckt sich seine Verwendbarkeit doch neben der Verwertung im rohen Zu- stände als frisches und als Dörrobst auf die verschiedensten Gebiete. Die Früchte werden zur Mus- und Marmeladenbercitung, zur Her- stellung von Gelees und nicht zuletzt zur Bereitung erfrischender Fruchtsäfte gebraucht. Lange Zeit hat man in Deutschland die Obst- Verwertung auf recht einfache Weise betrieben, und es ist noch nicht allzu lange her, seit die früheren Methoden, bei denen einfache Holz- gefätze und Handbetrieb in Verwendung waren, nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten modernen Fabrilalionsmethoden mit Dampf und Elektrizität Platz gemacht haben. Besonders weit ist die Obst- baumzucht in Kalifornien gediehen. Hier hat auch vor einer Reche von Jahre» ein grotzer Obstzüchter namens Luther Berbank ver- sucht, Gefchmacktäufchungen hervorzubringen, indem er z, B, Aepfel mit Birnengeschmack und umgekehrt Birnen mit Acpfelgeschmack züchtete. Er ging sogar noch weiter und erreichte durch sorgsame Arbeit, datz man gar nickit mehr erkennen konnte, zu welcher Gattung die Früchte gehörten. Neben dem Geschmack änderte sich nämlich auch die Farbe, Auf diese Weise soll es Berbank gelungen sein, Pflaumen mit Aprikosengeschmack zu züchten und umgekehrt sollen die von ihm gezogenen Aprikosen den Geschmack der bläulichen Früchte angenommen haben. Die Kultur des Pflaumenbaums reicht bis ins Altertum zurück. Die Pflaume hat Alexander der Grotze nach Griechenland gebracht, während die Römer sie bauptsächlich durch die Kriegszüge Pompejus kennen gelernt haben, und zwar sind ihnen zuerst die kleinen, rund« lichen Flüchte der Mirabelle und die Spillingspflaumen bekannt ge- worden. Die Zwetsche erscheint zuerst etwa um das Jahr ISM in Ungarn, und man nimmt an, datz sie aus Turkestan und dem südlichen Altaigebirge dorthin gelangt ist. Das Wort„Zwetsche" oder, wie man in einigen Gegenden Deutschlands sagt.„Zwetschge" klingt zwar slawisch, koniml aber in der slawischen Sprache nicht vor; es ist wohl eine Ent- stellung aus dem griechischen„älunaslrsnou�. Auch beute noch be- zeichnet man eine der zahlreichen Pflaumenarten, die sich in Mittel« und Südeuropa, in Nordafrika und im Orient findet, als Damaszener- pflaume. In besonders grotzer Menge wird der Zwetschcnbaum im österreichisch-balkanischen Grenzgebiet gebaut. Südlich der Donau finden sich ganze Wälder, deren Früchte mehrere Wochen lang die Hauptnahrung der Bevölkerung bilden; aus ihnen wird unter Mit- Verarbeitung der Kerne der unter dem Namen„Sliwowitz" be- kannre Schnaps verarbeitet. Auch in Bosnien und Serbien wird der Zwetschenbau in grotzem Umfange betrieben. Von den kalifornischen Pflaumen war schon die Rede. Auch die türkischen Pflaumen erfreuen sich mit Recht grotzer Beliebtheil, und von den deutschen Pflaumen sind neben den bayerischen die Tbüringer oder Saale-Pflaumen am meisten bevorzugt. Durch eine Kreuzung der Zwetsche und der Damaszenerpflaume ist die grünliche Reineclaude entstanden, deren Vaterland jedoch unbekannt ist, In diesem Jahr, wo die Hausfrau ganz besonders darauf be- dacht ist, in Marmeladen und Gelees einen Ersatz für die Butter zu finden, wird die Quitte zu Ebren gelangen. Die zitronengelben, apfel- oder birnenförmigen Früchte haben einen herben, bald fützlichen, bald säuerlichen Geschmack und erinnern in ihrem Geruch an die Ananasfrucht. Als Zierstrauch wird bei uns jetzt häufig der japanische Ouittenbaum mit seinen feuerroten, im ersten Frühjahr erscheinenden Blüten kultiviert. In Japan werden diese Früchte. die in unserem Klima nicht zur Reife kommen, gegessen und zur Bereitung eines wohlriechenden Parfüms benutzt, das dem Dlang- Dlang ähnlich ist. Bei uns verwendet man die Ouittenkerne mit- unter zu kosmetischen Zwecken, auch zum Reinigen und Appretiere» von Geweben. In der griechischen Mythologie war der Quitten- apfel der Aphrodite geweiht und diente als bräutliche Gabe bei Liebesspielen. Die goldenen Aepfel der Hesperiden und der Atalante, von denen die griechische Sage zu erzählen weih, waren ebenfalls nichts anderes als idealisierte Quitten. Zu den in wirtschaftlicher Beziehung wichtigsten Obstsorten ge- hört die Birne. Die Namen der Birnenarten allein reichen schon fast bin, um ein kleines Buch zu füllen. Man kennt gegenwärtig 800 in Gestalt und Güte völlig von einander verschiedene Birnenarton. Die Crweckung öer Maria Carmen. 6 Von Ludwig Brinkmann. „Es freut mich, Herr Powell, daß Sic sich für mein Werk da droben interessieren. Und es steht dem gar nichts im Wege, selbstverständlich, daß Sie und Ihr Freund sich alles ansehen. Ich selbst jedoch werde aus verschiedenen Gründen nicht mitkommen: ich werde Ihnen aber einen unserer Leute als Führer mitgeben und auch einen Ein- führungsbrief an meinen Werkmeister Porfirio!" „Und warum kommen Sie nicht mit, wenn ich fragen darf?" „Meine Griinde werden Sie nicht interessieren, Herr Powell. Sie sind rein privater Natur!" Pa brauste der Mann auf. „Ich wünsche, daß Sie uns morgen begleiten, mein Herr!" „Ich fürchte, ich kann Ihren Wunsch nicht erfüllen, zumal ich weder hier noch für die Arbeiten im Gebirge in einem Abhängigkeitsverhältnisse zu Ihnen stehe. Das Werk führe ich privatim im Auftrage der A. E. M. T. aus, wie Sie wissen!" „Ich werde Ihnen die Legitimität meiner Ansprüche be- weisen! Und warum soll es nicht gleich sein? Besser heute als morgen. Herr Harris, Herr Morgan, Sie würden mich verpflichten, wenn Sie uns einen Augenblick allein ließen; ich habe mit den Herren hier zu reden!" Tie beiden Männer zogen sich gehorsam zurück, und Powell eröffnete die entscheidende Verhandlung: „Uni jede Zweideutigkeit von vornherein zu vermeiden, teile ich Ihnen mit, daß ich die beiden Anteilscheine unserer Gesellschaft von der Erbin Herrn Wards aufgekauft habe. Damit dürfte Ihnen die rechtliche Situation klar sein!" „Die war uns auch schon vor Ihrer Ankunft klar," er- widerte Stuart,„denn sonst hätten wir Ihr Benehmen an diesen beiden Tagen nicht geduldet, darauf können �oie sich verlassen!" „Schon gut," sagte Powell lächelnd,„ich sehe, wir ver- stehen uns! Da ich nun Gründe habe, mit Ihren Leistungen unzufrieden zujein „Nennen Sie uns die Gründe," rief Stuart zornbebend, ..ehe Sie fortfahren!" „Ich bitte dringend, unsere llnterbaltung in kaltblütig- steni Tone zu führen, sonst müßte ich vorziehen, mit Ihnen schriftlich zu verkehren! Sie fragen nach Gründen, und ob- Der Erfurter Pomologe Lucas hat versucht, ein möglichst natürliches System aufzustellen, nachdem schon zuvor die Einordnung, Beschreibung und Sichlung der Birnenarten grotze Arbeil verursacht hatte. Nach Lucas unterscheidet man Sommerbirnen, die ihre vollkommene Reise am Baum erlangen, Herbstbirnen, die von Anfang September bis Mitte November reifen, und die meist einige Wochen lagern müssen, sowie Winterbirnen, die gewöhnlich erst im Dezember oder Januar fleischreif werden. Aus der ungemein großen Zahl seien als einige der bekanntesten Butterbirnen, Bergamotten. Flaschenbirnen, Muskatellerbirnen und Kochbirnen erwähnt. Für das hohe Alter der Birnbaumkultur zeugt u. a. das aus Birnbaumholz geschnitzte Bild der Göttin Hera in Tiryns, dem sagenhaften sitz des Perseus und Geburts- ort des Herakles. Auch Homer hat den Birnbaum gekannt. Im siebenten Gesang der Odyssee findet sich nämlich eine Schilderung des Gartens des Alkinous, in dem Birnbäume gestanden haben. Der Römer Cato kannte fünf Sorten, von denen er eine die Tarentinische nannte. Und Plinius zählt bereits 3S Sorten auf. Viele davon führten den Namen ihrer Heimat; man kann daraus erkennen, datz die Römer den größten Teil ihrer Birnen aus Griechenland, Aegypten, Karthago, dsyrien, Alexandria und Rumantia bezogen. Nach dem englischen Botaniker John Lindley soll die Herbstbergamotle von Julius Cäsar in Britannien eingeführt worden sein. Ter erste beschreibende Pomolog Valerius Cordus kannte in der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts in Thüringen, Meißen und Hessen mehr als fünfzig kultivierte Birnensorten, von denen sich einige bis heule erhalten haben. Besonders werlvolle Sorten ver- dankt man der belgischen Obstzucht. Viele dieser Züchter aus früheren Zeiten werden noch jetzt genannt: so der Geistliche Nikolaus Hardenpont, auf den„Hardenponls Butterbirne" zurückzuführen ist, und der Apotheker Copiaumont. Beide lebten in Möns, von wo überhaupt viele wertvolle Sorten ausgeführt worden sind. Auch in Brabant, in Flandern und in Mecheln sind viele köstliche Früchte entstanden. Das Kriegskleiö öer Kunstöenkmaler. Von allen großen Städten Italiens steht Venedig am ficht- barsten unter dem Eindruck des Krieges. Der Marktplatz wimmelt von Offizieren, die Gondeln und Dampfboote auf den großen und kleinen Kanälen sind mit Soldaten dicht besetzt; überall, auf den Plätzen iin Zentrum, im Hafen und in der Vorstadt, bereitet man sich zum Kampfe vor. Die größte Vermrderung des Stadtbildes aber wird durch die Maßnahmen zum Schutze der berühmten Bau- denkmäler bewirkt, über die der Sonderberichterstatter der„Jllu- stration" ausführliche Mitteilungen macht. „Alle Kuitstdenkmäler Venedigs haben ein Kriegskleid er- halten; die einen— wie die berühmte Reiterstatue des Bartolomeo Colleoni— verschwinden hinter einem vollständigen Gerüstbau; andere begnügen sich mit Zicgelmaucrn, die die gebrechlichen Marmorsäulen verstärken, oder mit Wällen aus Sandsäckcn zum Schutze vor den Explosionen der Geschosse. Die alte Markuskirche hat seit 976 nicht mehr derartige Veränderungen erlebt. Die vier Pferde aus vergoldeter Bronze, auf die sie so stolz war, wurden von dem Haupteingang herabgenommen und, gleich hölzernen Pferden eines Jahrmarktfestcs, an einen dunklen und traurigen Ort gebracht, wo sie niemand mehr bewundern kann. Die alten Mosaiken an der Kirchenfront wurden sorgfältig verdeckt; die goldenen Kugeln auf den Spitzen der fünf Kuppeln wurden mit grauer Leinwand umwunden. Im Innern der Kirche glaubt man sich auf einen Bauplatz versetzt. Ilcberall hohe Haufen von Sand- säcken, die Beichtstühle, Altar und Kapellen vollständig verbergen. Die Kapitäle der 566 orientalischen Marmorsäulen sind in Holz- kästen verschwunden. Die l-t Marmorstatue» aus dem l4. Jahr- hundert, die den heiligen Markus, die Jungfrau und die Apostel darstellen, sehen in ihren Umhüllungen wie riesenhafte unbeweg- liche Wickelkinder aus. Auch der Dogenpalast hat sich außen und innen eine voll- kommene Umwandlung gefallen lassen müssen. Seit dem Beginn des Krieges sind 66 Arbeiter damit beschäftigt, alle Kostbarkeiten des Palastes in Sicherheit zu bringen. An der Außenseite verbergen sich die Säulen, die Engel und die Bildwerke der Portale hinter gemauerten Türmen. Die große Treppe ist mit vielen hundert Sandsäckcn bedeckt, während die aus Bronze modellierten Brunnen von Alberghetti und Nicola de Conti in dem verödeten Hofe sich wie Aufhäufungen von Leinwandstosfen ausnehmen. Im Innern des Palastes ist die Umwandlung am auffälligsten. Alle Malereien wurden von den Wänden entfernt. 5766 Quadratmeter bemalter Leinwand wurden auf diese Weise fortgetragen. Sie wurden auf hölzernen Rollen von 86 Zentimeter Durchmesser aufgerollt, nach- gleich ich glaube, nicht dazu verpflichtet zu sein, will ich Ihnen die wichtigsten nennen: Sie haben anderthalb Jahre dazu ver- wandt, die erste Tonne Erz aus dieser Mine herauszubringen und haben dazu siebzigtausend Pesos verbraucht; das kleine Häuflein auf dem Hofe ist wahrlich recht teuer geworden!" Worauf Stuart: „Wenn das Ihre Gründe zur Unzufriedenheit sind, Herr Powell, so hätten wir wohl mehr und stärkere Gründe, mit Ihnen unzufrieden zu sein. Sie können einfach nicht beurteilen, ob Zeit und Geld zu Recht oder Unrecht verwandt worden sind, und dürfen es daher nicht tun; wir lehnen Ihr Urteil ab. Aber wir wissen zu beurteilen, daß Sie. und Sie allein, dadurch, daß Sie uns verhinderten, das Geld im rechten Augenblicke zu verwenden, die Zeit bis zur Förderung des ersten Erzes verdoppelten; wenn Sie uns hätten walten lassen, wären wir vor neun Monaten so weit gewesen, wie wir heute sind, und ein Drittel Jwr siebzigtausend Pesos wäre uns er- spart worden. Und Sie machten sich kein Gewissen daraus, daß Sie unsere Zeit, unser Geld niit dadurch vergeudeten. Sie haben künstlich unsere» Fortschritt zurückgehalten, wahr- fcheinlich in wohlbedachter Absicht..." „Streiten wir uns nicht. Es führt doch zu keinem Ziele. Sie reden von Ihrer Zeit! Was ist die denn wert? Sie reden von Ihren: Geldc! Wenn ich mich recht erinnere, sind von Ihnen beiden zusammen nur zehntausend Pesos in die Gesellschaft hineingesteckt worden. Und ich mag ja auch meine Gründe gehabt haben, mein Geld und das der Gesellschaft nicht allzu rasch zwei jungen Herren auszuliefern, mit deren Lei- stungen ich, wie gesagt, nicht zufrieden bin. Doch nun zur Sache: Sie werden Sich nicht wundern, daß ich von meinem Rechte Gebrauch mache und Jbren Austritt aus der Gesell- schaft verlange. Ihr Gebalt bis zum Abschluß des Jabres, also 425 Pesos, werde ich Ihnen anweisen. Die andere. schwierigere Frage ist die, was ich Ihnen für Ihren Anteil ausbezahle. Wir werden uns darüber einigen— oder liquidieren müssen. Qb bei dem letzteren Verfabren etwas für Sie herauskommt, möchte ich bezweifeln— also einigen wir uns besser!" „Was schlagen Sie vor?" fragte ich. Doch Stuart fiel mir ins Wort. „Ich denke, die Mine ist zweihnnderttansend Pesos wert. Also davon ein Siebentel!" „Ach nein," sagte Powell lächelnd.„Aber ich habe es mir halbwegs gedacht, daß Sic die Situation nicht verstehen dem man die gemalte Seite zum Schutze vor Reibung mit dünner Gaze überdeckt hatte. Auch die Deckengemälde wurden herab- genommen. Sie sollen nach beendigtem Kriege in einer besvn- deren Ausstellung vereinigt werden, bevor sie wieder an den£jn ihrer Bestimmung zurückkehren. Die weiten Säle sind jetzt leer und öde. In Entfernungen von fünf Metern wechseln Sandhaufen mit in der Mitte aufge- pflanzten Schaufeln und Feuerlöschapparate ab. Bei Tag und Nacht sind Wächter aufgestellt, die bei einem etwaigen Brand mit den Löscharbeiten zu beginnen haben. Auch die Kamine in den ehemaligen Wohngemächern der Dogen wurden mit Sandsäcken und Holzgerüsten versehen. Das berühmte Gemälde des heiligen Christoph von Tizian ist unsichtbar hinter seinen Barrikaden.... Nach einer alten Sage ist man an jedem Tage, an dem man den heiligen Christoph erblickt, vor plötzlichem Tode gefeit. Daher. wurden alle Orte, an denen der Doge täglich vorbeikommen mußte. mit einem Bildnis des Heiligen versehen. Die Mutter des Königs von Italien ließ eine Kopie des Gemäldes in ihrem Automobil anbringen, und seit diesem Tage gilt der heilige Christoph als Schutzengel der Automobilisten. Fast alle italienischen Lazarett- autos führen zum Schutze der Verwundeten ein solches Bildnis mit sich.... Da die Fliegerbomben meist so eingerichtet sind, daß sie zuerst das Dach durchschlagen und nach einiger Zeit im Innern des Gebäudes explodieren, wurden die Kirchendächer in einem Winkel von 66 Grad pyramidenartig ausgebaut, um den Prvjek- tilen nirgends eine Fläche zum Aufschlagen zu bieten. Wie viele andere Statuen, hat auch der weichin sichchare Engel des Campa- nile ein graues Leinenhemd angezogen, und wenn der Wind m diese Hülle bläst, könnte man gjauben, daß der Engel sich auf- schwingt zum Flug in eine bessere Welt...." kleines Feuilleton. pultust. Ein wichtiger Stützpunkt der Narewlinie ist durch die Einnabme von Pultusk in unsere Hände gefallen. Es ist eme jener Städte Polens, deren rascher Aufschwung durch die strategische Bedeutung dieser Orte noch beschleunigt worden ist. Durch die Garnison und die Befestigungswerke ist Geld und Leben in diese Gemeinden ge- kommen, und so hat auch Pultusk innerhalb der letzte» 25 Jahre seine Bevölkerung, die im Jahre 1896 nur 9266 Seelen betrug, fast verdreifacht. Trotzdem darf man sich unter Pultusk kein städtisches Gemeinwesen vorstellen, wie wir es in Deutschland und Oestcrreich-Ungarn von Orten mir rund 36 606 Einwohnern gewöhnt sind. Das, was den Besucher auf den ersten Blick auffällt, ist der beispiellose Schmutz auf den Straßen und Plätzen und der elende Zustand der meisten Wohnhäuser. Immerhin gibt es auch in Pultusk einen sehr ansehnlichen Bau: das ist das große Schloß, in dem ehemals die Bischöfe von Plozk residierten. Auch die orthodoxe Kirche mit ihrer vergoldeten Kuppel hebt sich aus der Anzahl der armseligen Bauten der Stadt hervor. Tie Bevölkerung der Kreisstadt am_ Narew treibt vorwiegend Handel, und unier diesem Handel steht das ziemlich bedeutende Gctreidegcschäft weitaus an erster Stelle. Pultusk ist übrigens eine uralte Siedelung und schon im Jahre 956 gegründet. Nicht zum ersten Male erscheint sein Name in der Kriegsgeschichte. Im Jahre 1763 besiegte hier Karl XII. von Schweden ein sächsisches Heer unter dem General Steinau und nahm es fast gänzlich ge- fangen. Und reichlich hundert Jahre später erfüllte wieder kriege- rischer Lärm die Stadt am Ufer des Narew. Am 26. Dezember 1866 stießen bei Pultusk die Russen init den Franzosen zusumme», die sich den Uebergang über den Narew erkämpften. Die Russen unter Bennigsen versuchten den Vormarsch des napoleonischen HeercS auf- zuhalten, wurden aber geschlagen und mußten sich zurückziehen. Mineralwasser im 5elöe. Zu Beginn der wärmeren Jahreszeit wurden aus dem Felde naturgemäß auch Wünsche nach erfrischenden Getränken, nach Mineralwasser, Limonade» u. dergl. laut. Tie Heeresverwaltung hat alles aufgeboten, um der Trinkwasserfragc gerecht zu werden. Schon aus hygienischen Gründen kam die Verwendung der als keimfrei geltenden Mineralwasser in Betracht, und je nach Um- ständen wurden Fabriken zur Herstellung von künstlichem Mineral- Wasser angelegt. Aber auch das Rote Kreuz griff die Wünsche der Feldgrauen würden. So will ich Ihnen mein erstes und letztes Angebot nmchen. Sollten Sie es nicht annehmen, dann ziehe ich es zurück, und wir liquidieren. Also: ich offeriere jedem von Ihnen tausend Pesos für das Siebentcltcil unserer Gesell- schaft, in bar sofort zahlbar!" „Nun, dann liquidieren wir!" rief Stuart lachend. „Bitte, überlegen Sie es sich. Ich schreibe jedem Hon Ihnen den Scheck jetzt gleich aus, wenn Sie heute noch die Abtretungsurkunde unterzeichnen. Wenn Sie ablehnen und in der Folge weniger erhalten, machen Sic bitte nicht mich verantwortlich!" „Sie sind ein alberner, einfältiger Narr!" rief Stuart. „Gut, wir werden sehen: ich leite die Liquidation ein," sagte Powell ruhig.„Ans jeden Fall sind Sie Ihrer Posten enthoben, die von jetzt an die Herren Morgan und Harris einnehmen. Ich glaube, es ist für uns alle das Angcnehinsic, wenn Die morgen meinen Besitz verlassen. Für alles Weitere verweise ich Sie an meine Anwälte Abrahams, Adaro u. Co. in Stadt Mexiko. Guten Abend, meine Herren!"— Powell war mit Herrn Morgan nach Tavichc geritten, und Stuart und ich verbrachten den Rest des Nachmittags in meinem Zimmer. Etwas später erschien Harris und über- reichte einem jeden von uns einen Scheck auf 425 Pesos. Nun lvar es also ernst geworden. Wir hatten ausgewirtschaftet. Ucber die Rechtslage konnte nicht der geringste Zweifel bestehen: wir hatten das Haus der Maria Carmen zu ver- lassen, llnd da wir unser Bleiben nicht erzwingen konnten, war es sicherlich das Geratenste, am folgenden Tage von dannen zu fahren; hier standen nur Konflikte bevor, die besser vermieden wurden. Wir packten unsere geringen Habseligkeiten zusammen; da war ja nicht viel, was wir an persönlichem Eigentume be- saßen, und unser Koffer war bald gefüllt. Tann befablen wir Josö, uns ein paar Maultiere für den nächsten Morgen kommen zu lassen, die unsere Habseligkeiten zur Bahn noch Lcotlan bringen sollten. Doch Stuart schlug vor: „Wir wollen gleich das Haus verlassen. Was sollen wir noch hier? Die Rechnungsablegung ist ja erfolgt, und ich habe nicht die geringste"Neigung, unserem Nachfolger Morgan auch noch den kleinsten Wink und Fingerzeig zu geben. Er mag sehen, wie er allein mit unserem Berge fertig wird! Wir geben nach Lcotlan und sehen da zu, was weiter werden soll." (Forts, folgt.) auf. Es ricfitcfc eine eigene Abteilung für„Mineralwasserverfor- gung" ein, um durch sie eine Unterstützung der militärischen Mah- nahmen eintreten zu lassen. Ein Aufruf, der neugegründeten Ab- teilung Geldspenden zuzuführen, hatte den besten Erfolg, so daß bereits im Juni mit dem Persand begonnen werden tonnte. Ein aufgestellter Arbeitsplan soll bis Ende September fortlausend durchgeführt werden. Von der Bitte um Unterstützung dieses Wohlfahrtsunter- nehmens durch Zuwendung von Naturalien wurde abgesehen, weil sich ein einheitlicher, glatter Betrieb bei den in Betracht kommenden Riesenmengen nur durch Masseneinkauf erreichen läßt. Auch die Rücksendung der leeren Flaschen zur Neuauffüllung, nebst den Tragkästen, wurde ermöglicht, so daß sich der Preis für eine Flasche Mineralwasser im Durchschnitt nur noch auf TM Pf. stellte. Ter Arbeitsplan, nach dem der Versand auf alle unsere Kriegs- schauplätze erfolgt, ist nach Rücksprache mit den Etappeninspektionen unter Berücksichtigung besonderer Wünsche und Anforderungen aus- gestellt. Es gehen vom Roten Kreuz täglich durchschnittlich 6 bis 7 Waggons Mineralwasser ins Feld, ein jeder mit-lolKI Flaschen, das sind rund 32(XXI Flaschen? im Monat Juli kommen rund eine Million Flaschen zum Versand, zu deren Beförderung über 200 Waggons erforderlich sind. Jedem Waggon werden außer- dem 170 Liter feinste Fruchtsäfte in Korbflaschen beigefügt, aus- reichend für den dritten Teil der Wasserlieferung, so daß immer die dritte Flasche mit Saft getrunken werden kann. Den aus dem Felde zurückfahrenden Zügen werden bei Gelegenheit Waggons mit den leeren Flaschen und den Tragkästen angehängt, die zu der nächstliegenden Mineralwgsserstelle zur Neusüllung mitgenommen und später, dem Bersendungsplan gemäß wieder ins Feld geschickt werden. 200 Waggons mit insgesamt 1000 00(1 Flaschen Mineralwasser — man kann da kaum von dem sprichwörtlichen„Tropfen auf den heißen Stein" reden, und dennoch verteilt sich der erbetene Labe- trunk derart, daß er von unseren Feldgrauen immerhin als etwas Besonderes, als eine erwünschte Abwechselung geschätzt und ge- würdigt wird.___ Zur Geschichte öer Ieuerwaffen. Die älteste beglaubigte Nachricht über den Gebrauch von Feuer- Waffen auf italienischem Boden findet sich in der Ehronik des Städtchens Cividale, einer Distriktshauptstadt in der italienischen Provinz Udine, dicht an der österreichischen Grenze. Der alte Chronist erzählt, daß die Stadt in den Jahren 1331 und 1334 mit Geschütz angegriffen worden ist, und zivar waren die Angreifer die Ritter de Spilimbergo und de Crusbergo. Hiernach scheint es sich um deutsche Ritter zu handeln, die in Fehde mit der Stadt Civi- dale lagen, denn die Genannten sind die italienisierten Namen der deutschen in Friaul gelegenen Burgen Spangenberg und Kreuz- berg. Die Geschütze selbst müessn noch sehr unvollkommen gewesen sein, denn über ihre Wirkung sagt der Chronist:„nibil noeuit" (es hat keinen Schaden zugefügt). Bald darauf finden wir Feuer- Waffen auch beim päpstlichen Heer. Die Päpste befanden sich da- mals in der sogenannten babylonischen Gefangenschaft der Kirche in Avignon(1309— 1376), und die aus jener Zeit erhaltenen Rech- nungen des päpstlichen Haushalts geben interessante Aufschlüsse auch über den Gebrauch der Feuerwaffen in den Kämpfen, die die Päpste in Italien führte». Zum ersten Male wurden sie im Jahre 1340 bei der Belagerung von Terni durch das päpstliche Heer et wähnt, und zwar handelte es sich damals lediglich um Versuche, die so gut ausfielen, daß zwei der neuen eisernen Schietzgeräte angekauft wurden. Sie kosteten mit 24 Geschossen, die aus Bolzen mit Vierkantspitzen bestanden, nur vier Goldgulden, was etwa 200 M. heutigen Geldes entsprechen würde. Aus diesem geringen Preis geht hervor, daß es Wohl nur Faustrohre von geringen Ab- Messungen Ivaren. Schon 10 Jahre später, als das päpstliche Heer die Burg Salverolo belagerte, finden wir einen erheblich stärkeren Gebrauch von Feuerwaffen. Aus den zahlreichen hierüber vor- handenen Rechnungen läßt sich ein ganz gutes Bild von dem da- maligen Stand der Feuerwaffentechnik gewinnen. Ob das Heer schon beim Ausrücken Feuerwaffen mitführte, ist aus den Rech- nungen nicht zu ersehen; außer den etwa mitgeführten hatte es am Schluß der Belagerung 22 Bombarden, bei denen schmiede- eiserne Kugeln von rund 300 Gramm benutzt wurden. Für jeden Schuß wurde eine Pulverladung von rund 100 Gramm gebraucht, also ein Drittel des Kugelgewichts. Bei der großen Unvollkommen� heit der damaligen Feuerrohre kann dieses starke Ladungsverhäll nis nicht überraschen. Das Kaliber errechnet sich aus den gt machten Angaben zu 4,18 Zentimeter, sicherlich erheblich größer als das der zwei vor Terni ausprobierten Bombarden, aus denen noch eiserne Bolzen geschossen wurden. Die Vergrößerung des Kalibers dauerte in der nächsten Zeit an, so ergeben die Rech' nungen der Stadt Ravenna aus dem Jahre 1358 bereits ein Kugel gewicht von 1275 Gramm, was einem Kaliber von 6,58 Zentimeter entspricht. Die junge Feuerwaffe, die sich selr bald allen älteren Waffen als weit überlegen erwies und eine ganz neue EntWickelung des Kriegswesens herbeiführte, war aus Deutschland nach Italien ge- kommen. Ihr Gebrauch galt lange Zeit hindurch als eine schimpf- liche Abkehr von ritterlicher Kampfesweise. Die Notwendigkeit ihrer Beschaffung drängte sich zwar sehr schnell auf, so ließ die Stadt Perugia schon im Jahre 1364 für die in ihren Diensten stehenden deutschen Ritter 500 Bombarden auf einmal anfertigen. Aber noch anderthalb Jahrhunderte später konnte Ariost seinen Roland diese vom Teufel stammende unritterliche Waffe ins Meer werfen lassen, wobei der Dichter hinzufügt: Das höllische Gerät ward aus den Wogen Nach langen Jahren durch des Zaubrers Macht Auf 100 Klafter tief hervorgezogen lind dann zuerst den Deutschen zugebracht, Die mancherlei Versuch damit vollzogen. Und da auf unfern Schaden stets bedacht, Der böse Geist verfeinert ihre Sinne. So ward man endlich des Gebrauches inne. Italien, Frankreich samt die Länder alle Hat alsbald die grause Kunst erreicht. Rosenstocks gebucht sind. Die erste nachweisbare Erwähnung des tausendjährigen Rosen st ocks ftammi aus dem 17. Jahr- hundert. Der Jesuitenpater Georg Elbers, der in der Mitte des 17. Jahrhunderts lebte, hat über die Geschichte der Stadt Hildes- beim ein Werk versaßt; in dessen Emleilung wird der 1000jährige Rosenstock zum erstenmal erwähnt. Auf den Elbersschen Mitteilungen fußt auch die poetische Verherrlichung des Rosenstocks durch den Arzl Cohausen, eineni Schüler des Jesuilenkollegs zur Zeit Elbers. Er spricht von dem Rosenstock als„dem wohl in der ganzen Well, so wert bekannt, größten und ältesten Rosenstock in meiner Vaterstadt Hildesbeim." Nach ihm habe Galizo den Stock bereits vor 600 Jahren vorgefunden, und Cohausen findet es nebst seinen Zeit- genossen durchaus nicht auffällig, daß uralle Mutlergottesbilder aus dem Holze des Rosenstocks geschnitzt sein sollen. Der Rosenstock be- deckt zurzeit die Außenmaner des Apsis des Domes in einer Höhe und Breite von 6,5— 7,5 Meter und ist über dem Erdboden 50 Zenti- meter dick. Im Garten der Marion zu Toulon steht eine immergrüne Banksia-Rose, die 1813 durch den Naturforscher Boupland eingesandt wurde und beute über dem Boden 90 Zentimeter Umfang hat. Ihre Zweige bedecken ein 25 Meter breites und 3—6 Meter hohes Mauerwerk. Sie blüht im April und Mai und ist nicht selten zu gleicher Zeit mit 50 000 Blüten bedeckt. Der größte Rosenbaum Europas ist aber jener, der im Wehrle- schen Garten zu Freiburg i. Br. alljährlich blüht. Dieser Rosen- bäum, ein Wildstamm, wurde vom Besitzer des Gartens im Jahre 1881 mit der Teerose Chromatelle okuliert. Die Veredelung schlug gut ein, denn schon im folgenden Jahre trug der Stamm 27 Blüten, Vor einem Jahrzehnt bedeckte der Baum einen Flächen- räum von 83 Quadratmeter und trug 6200 Knospen und noch ein Jahr später war die Kronenscheioe bereits 89 Quadratmeter groß, und er trug über 10 000 Knospen, alle in prächtigster� Entwickelung. Die Höhe des Stammes mißt 1,10 Meter, der Umfang 34 Zenn- meter, der Durchmesser der Krone 34 Meter. Das an Draht ge- zogene Zweigwerk bildet eine Laube. Notize«. — Die Anstalt des D a l c r o z e, die in Hellerau bei Dresden allerlei weilgespannte Projekte von Tanz- und Musikkultur betrieb, ist mit l'/z Millionen Mark in Konkurs geraten. Ein Zwangsvergleich von 10 Proz. besiegelt jetzt das Ende des Unter- nehmens. �lte Rosenstöcke. Zu den ältesten Rosenstöcken gehört zweifellos der Rosenstock am Dom zu HildeSheim, der ebenso eine botanische Merkwürdigkeit wie der gerechte Stolz der ihn beherbergenden Stadt ist. Nach Alexander v. Humboldts„Ansichten der Natur" wird dieses Rosenstocks bereits im 11. Jahrhundert Erwähnung getan und zwar in dem Haus- Haltungsregister des Doms, in dem Ausgaben für die Pflege eines — Eine französische Nachahmung der Tauchnitz Edition. Ein Pariser Verleger, Louis Conard, zeigt eine neue Sammlung englischer und amerikanischer Autoren an, mit der er die Tauchnitz Edition, die nach seiner Idee„aufhören" wird,„fortzu- setzen" gedenkt. Ausstattung, Format und Preis sollen genau die der deutschen Sammlung sein. Conard behauptet, schon eine Reibe englischer Autoren sür sein„patriotisches Unternehmen" gewonnen zu haben; doch wird er wohl, wie so mancher vor ihm, rechte Ent- läuschungen erleben; die angesehene und feinsinnige Schriftstellerin Vernon Lee(Biolet Paget) hat auf die politischen und sonstigen Argumente des sranzösifchen Verlegers bereits eine entrüstete Absage im„Svenska Dagblad" veröffentlicht, und sie wird jedenfalls nicht vereinzelt dastehen. 'Hiester für Dienstag, den 27. Juli. Deutsches Künstler-Theater. 8>/4ü.;Die Schöne vorn Strand. Deutsches Opernbaus Charlottbg. s uhr: Der Betteistudent. Friedricb-Wilbelmstädt. Theater, 8;4u.: Kyritz-Pyritz. Gebr. Herrnfeld-Theater. Sonnabend, den 7. Anggxst: Wiedereröffnung und Premiere. Kleines Theater. s'it u.: Ein kostbares leben. liessing-Theater. Lst.u.- Seine einzige Frau. linstsplelhans. 8'/.ü.:BerrsEhaltl.DieBErgesiieht SchlUer-Th.Charlottenbg. 8 uhr: Alt-Heidelberg. Thalia-Theater. 8-/. u.; Eine verflixte Annonce. Theater am Kollendorfpl. 8./4u.- Immer feste druff! Trlanon-Theater. s'/.uhr;»SWUM khlolgef. SWidkWkmtWkr Mchmkin Schöneberg. Heute Dienstag, den 27. Jnli, abends S Uhr, in den Neuen Rathanssälen, Martin-Lutherstr. Mitglieder- Uersammlung. Die Tagesordnung ist sehr wichtig und ist es deshalb Pflicht, das, alle Mitglieder erscheine». 15/8 Der Torstand. Unnmltungsflfllf Kerlin. N 54, Finienstr. 83— Telephon: Ami Norden 185. 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9 bis I Uhr und von 4 bis 7 Uhr. Tonnerstag, den Ät». Juli ISIS, abends 8 Uhr: Krancheu-Uersammlung der eiellttomonteure u. heller Groß-ßerlins inden Musiker-Festsälen, Kaiser-Wilhelm-Str. 31(Hochzeitssaal) Tagesordnung: 1. Die gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse in unserer Brauche. — 2. Diskussion.— 3. Verbandsangelegenheiten und Ersatzwahlen.— 4. Verschiedenes. 117/2 Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Kollegen. Ganz besonders sind die Kollegen der Firmen A. E. G., B. E. W., Siemens, Mix u. Geneft. Zwteiusch, Deutschen Telephon-Werke» usw. eingeladen. Ausnahmen und Beiträge werden entgegengenommen._ Pie Ortsverwaltnag. Terwaltnng Berlin. Donnerstag, den 29. Juli 1915, abends 8 Uhr: Ordentliche General-Versammlung im(Sewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 3. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren über das 2. Quartal 1915. — 2. Wahl eines Revisors.— 3. Verschiedenes. 20/3 Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Zahlreiches Erscheinen erwartet Per Vorstand. URANIA TaubenstraBe 48/49. 8 Uhr: Än den Grenzen von Südtirol und Italien. Guido Thielseher „Venns im Grünen". Operette in 1 Akt. v. Rud Lothar. Musik von Oskar Straus. Mitwirkende; Else Berna Lotte Werkmeister Th ali a-The ater, Berlin Karl Bachmann Julius Spielmann sowie der vom Publikum und Presse glhnsend beurteilte Rose-Theater. »«/.uhr: Die Fliegerbraut. Gartenbühne: Kileh Vaterland Walhaüa-Theater. s uhr: �on Stufe zu Stufe. Gartenbllhne: Vorstell., Apollosänger. V oigt-Theater. Badstr. 58. Badstr. 58. MF- Täglich:-«W Jerliii me's weint n. ladjt.' Volks stück mit Gesang in 3 Auszügen. Erstklassiges Variete Kasiencr Öffnung 10 Uhr. Ani. 4 Uhr. Reiehshallen-Tbeater. Stettiner SUnzrer. Ans. 8 U. Zum I7Z. Male- Militärisch. Zeit. bild von Mehsel. Militärpersonen u. deren Angehö- rigen vollkommen srcier Zutritt zu d.Stetf.sängern. !! ! l !! olange Svrrai reicht liefert die Buchhandlung Vorwärts Berlin SW.6S, Lindensiraße3/ und die Ausgabestellen Geschichte der deutschen Kunst. 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Verantwortlicher Redakteur: Aljretz Wielep� Neukölln, Für fcea Lnjeratenteil verantw.: Th, Glocke, Berlin, Druck«.Verlag: Vorwärt» Buchdruckeret u, Verlagsanjtalt Paul Singer& Co, Berfts S.W,