178.-.9.3, Unterhaltungsblatt des Vorwärts Oer Laubenkolomft. Ter außerordentlichen Dürre der Monate Mai und Juni sind l' reits im ersten Julidrittel ausgiebige Regengüsse gefolgt. Seit- dem haben Regen und Sonnenschein getreulich miteinander abge- wechselt, der staubtrockene Sand hat bis in die tieferen Schichten wieder ausreichend Wasser angenommen, und die halb ver- schmachtete Pflanzenwelt konnte sich erholen. In der Trocken- Periode war viel grünes Obst gefallen, die Erbsen, die gegen Dürre und Hitze besonders empfindlich sind, verkümmerten und wurden durch' Mehltau zugrunde gerichtet, Salat ging rasch in Samen, Kartoffeln, Kohlgewächsc und Bohnen blieben in der EntWickelung um 6—8 Wochen zurück, begannen aber nach den ersten Regen- güssen freudig aufzuleben. Inzwischen geben die Bohnen reiche Erträge zum Grünpflücken, die frühen Kohlsorten jeder Art haben schon feste Köpfe gebildet, und späte Kohlsorten sowie Winter- kartoffeln berechtigen zu den besten Hoffnungen. Wichtig ist jetzt das ständige Absuchen der den Kohl angehenden Raupen, das wiederholte Behacken der Kohlpflanzungen, namentlich nach kräf- tigem Regen, und dann ausgiebige Bewäfferung, falls wicoer eine Trockenzeit einsetzen sollte. Ziemlich mißglückt ist der Anbau der frühesten Kartoffeln. In schlechtem, ungenügend oder gar nicht gedüngtem Boden haben die Kolonisten kaum wieder das aufgewendete Saatgut einbekom- mcn, in besserem Boden, abgesehen von einer Unmenge winziger Knöllchen, im günstigsten Fall das dreifache Gewicht des ausge- legten«aatgutes an guten Knollen geerntct. Etwas besser wird die Ernte da, wo mau auch die frühesten Kartoffeln, die man in normalen Jahren zwischen Mitte und Ende Juni erntete, im Boden ließ und für den täglichen Gebrauch nur die Knollen der Stauden ausnahm, die bereits stark zu gilben begannen. Auch heute noch ist der größte Teil der frühesten Kartoffelsortcn wie Sechswochen-, frühe Rosenkartoffeln und Schneeflocke noch voll- ständig grün im Kraut, dies beweist, daß auch diese Frühsorten aus der jetzigen günstigen Wetterlage noch Nutzen ziehen können. Mau lasse die gesunden Stauden nur ruhig weiter im Boden, bis die Beschaffenheit des Laubes die eingetretene Reife anzeigt; man er- laugt dadurch eine größere Ernte und außerdem Kartoffeln von besserer Güte, die auch als Winterkartoffelu wertvoll sind. Ganz ausgereifte Frühkartoffeln sind so haltbar wie späte Sorten, auch völlig reif fein im Geschmack. Sie können außerdem im nächsten Frühling als Saatgut verwendet werden. Zu Saatkartoffcln son- dert man die kleinen Knollen aus. Am besten sind Knollen von etwa Hühnereigrößc zur Saat geeignet. Natürlich sind auch die mittelfrühen Sorten noch vollständig grün, so Paulsens Juli» Kaiserkrone, Perle von Erfurt, Up to date lauf der Höhe) u. a. Unsere hochgezüchteten Kultiirkartoffelsorten blühen zum Teil über- Haupt nicht mehr, setzen also auch keine Früchte am Kraut an. Wo sie aber blühen, da ist dies bei mittelfrühen erst jetzt der Fall. Auch diese Sorten laste man im Boden, so lange das Kraut frisch und gesund ist, wenn es fern muß, bis zur zweiten Hälfte des nächsten Monats; der Ertrag wird dadurch wesentlich erhöht. Auch Spätsorten müssen so lange als möglich ,m Boden bleiben, wenn aber im September. Oktober andauernde Nästc herrscht, die Knollen- fäulnis befürchten läßt, muß man wohl oder übel zu etwas früherer Ernte schreiten. Grüne Bohnen und Wachsbohnen, die zu Beginn der Ernte hoch im Preise standen, sind jetzt spottbillig geworden, es lohnt sich deshalb nicht, Bohnen über den eigenen Hausbedarf binaus grün zu pflücken. Wo Ueberfluß herrscht, lasse man den Stauden die schönsten und vollsten Schoten zum Ausreifen. So- bald diese trocken werden, pflückt man sie wiederholt, stets natürlich nur die reifen, breitet sie in luftiger Kammer zum Trocknen aus und bewahrt sie dann in den Hülsen in Körben oder Kisten auf; sie werden an den langen Winterabenden ausgekernt. Den Bedarf der nächstjährigen Saat sichert man sich durch Auslese der schönsten, pilzfreien Bohnen, die übrigen verwendet man im Laufe des Winters zu Suppen und Gemüsen, ohne Rücksicht darauf, ob sie schwarz, weiß, braun, rot oder gescheckt sind. Die Farbe ist Neben- Oie Erweckung öer Nana Carmen. 69] Von Ludwig Brink ni.o n n. „Tos habe ich mich auch gefragt," antwortete Stuart. „Aber im Berge ist nur die Sache klar geworden. Es ist Deine Schuld, lieber Freundl" „Meine Schuld— wieso?" „Ja, siehst Du, unser lieber Partner wird ganz genau gewußt haben, was in Stadt Mexiko vorging. Deine Tätig- keit war ihm ein Dorn im Auge. Je mehr Tu für unsere schöne Maria Carmen Propaganda machtest, desto inniger wurde in ihm der Wunsch, die Mine als ein ganz gefährliches, nutzloses Wasscrloch darzustellen, das keinen Peso wert sei. Und als eine Besichtigung der Grube für etwaige Jnter- eisenten inszeniert wurde, da entschloß er sich, Dir die Suppe zu oersalzen, indem er die Grube einfach vollaufen ließ. Das ich doch alles so einfach. Er kann ja schließlich warten, sagt er sich; erst macht er sich zum unumschränkten Gebieter; dann harrt er geduldig, bis das Wasserwerk der A. E. M. T. ihm die elektrische Energie sicherstellt, worauf er mit doppelten Maschinen vorgebt, so daß die Trockenlegung keine zu großen Schwierigkeiten bereitet. Der Spaß ist ja ein wenig teuer, aber er denkt, es ist immer noch billiger, als uns allzu hoch auszubezahlen! Da hast Tu den ganzen Plan!" „Ich kann es nicht glauben, John! An uns vermöchte er vielleicht zwanzigtausend Pesos zu sparen, und das ist auch noch nicht einmal gewiß, da wir ja sein gefährliches Ränke- spiel ausdccken und dem großen Rechenmeister einen Strich durch das Kalkül inachen könnten. Auf der anderen Seite sind ihm aber die sehr großen Kosten des Auspumpens sicher. Wir haben es ja selbst zweimal erlebt und bezahlt, und der Ausfall von wer weiß wie langer Zeit in der Förderung von Erz geht auch ins Geld... Es ist mir eine zu gewagte Rechnung, die ich ihm nicht zutraue!" „Glaube es nur, Lewis; Dr weißt ja selbst; der Mann ist in allen Unternehmungen des Tales von Oaxaca interessiert. Vielleicht liegt ihm gar nichts daran, die Viertelmillion, deren die Maria Carmen dringend bedarf, sofort aufzu- wenden. Vielleicht will er sich damit noch ein oder zwei Jahre Zeit lassen, und da ist es ja fast das Schlauste, er legt den ganzen Betrieb still und setzt die Mine unter Wasser. Vielleicht macht er sich auch keine Vorstellung davon, was es ihm kosten kann, die Grube wieder trocken zu legen; er denkt vielleicht, mit besseren Maschinen, als wir seinerzeit hatten, ist es in ein paar Tagen gemacht. Vor allen Dingen aber hat er Wind davon bekommen, daß Jane entschlossen war, um jeden Preis die Grube zu kaufen; da galt es, ihren Vater und ihren Gatten von der Unrentabilität der Sache zu über- zeugen..." Aber wie verhält sich denn D i ck i n s o n jetzt dazu?" Und ich erzählte Stuart, was ich am Tage zuvor in Taviche erlebt. fache, ja die farbigen Bohnen sind sogar näbrstoffrcicher, deshalb ausgereift wertvoller als die bleichsüchtigen weißen und weiß- grundigen. Fürchtet man, daß eine größere Menge der zur Körner- ernte belassenen Bohnenschoten infolge kühler und nasser Witterung nicht mehr ausreift, so pflücke man die zurückgebliebenen, um sie geschnippelt oder gebrochen in einem großen irdenen Topf einzu- salzen; sie werden nach dem Schnippeln mit Salz gemengt in einem Verhältnis von 1 zu lv in den irdenen Topf fest eingestampft, so daß einige Zentimeter Wasser über den Bohnen stehen; darauf werden sie mit einem Tuch bedeckt und mit einem runden Brett und sauberem Feldstein beschwert. Die Hauptsaat- und Pflanzzeit ist jetzt vorüber, eigentliche Gemüse werden nicht mehr gepflanzt, nur noch die köstlichste Frucht des Gemüsegartens: die Erdbeere. Hierzu verwendet man kräftige, reich bewurzelte Rankenpflanzen, möglichst von Stauden abgenommen, die sich als sehr ertragreich gezeigt haben. Solche Auswahl ist Hochzucht, durch die man die angebauten Sorten ver- bessert. Auf der Laubenparzellc sollte man der Erdbeere nur einen sehr bescheidenen Raum zuweisen, vielleicht als Einfassung, denn unter kleinen Verhältnissen sind Gemüse wichtiger. Wo eine größere Fläche zur Verfügung steht, da pflanze man nach dem bc- währten neuen Verfahren, das außerordentlich vorteilhaft ist, wenn es auch auf den ersten Blick wie Raumverschwendung aussieht: Ab- stand von Reihe zu Reihe einen Meter, Abstand von Pflanze zu Pflanze innerhalb der Reihen 26—25 Zentimeter. Bei diesem Verfahren bekommt man schon im zweiten Jahre geschlossene Reihen, zwischen denen reichlich Raum für die Erntearbeit, für das Behacken und für das Entfernen der überflüssigen oder sonst unerwünschten Ranken bleibt. Außer Erdbeeren pflanzt man im Gemüsegarten jetzt noch ausdauernde Küchenkräuter, die dabei gleichzeitig noch durch Teilung vermehrt werden können, wie Thymian, Pimpinelle, Sauerampfer, Estragon, Asop und Schnitt- lauch. Von Wintergcmüsen kann man jetzt noch das Tel- tower Rübchen säen, eine märkische Züchtung, die eigentlich zu dem Kostbarsten gehört, was unser märkischer Sand hervorzubringen vermag. Die im vorigen Monat gesäten Rübchen dieser Art sind schon ausgangs September reif; sie werden dann ausgenommen, der Blattschopf wird mit einer dünnen Rübenschcibe abgeschnitten, damit sie nicht mehr treiben können, dann läßt man die Schnitt- flächen abtrocknen und schichtet nun die Rübchen im Keller zu einem Haufen auf, der mit Sand abgedeckt wird. Jetzt noch gc- säte Teltower Rübchen bleiben den Winter über im Boden; sie erhalten bei strengem, schneelosem Frost vorübergehend eine starke Laubdccke, wachsen während des Winters langsam weiter und liefern dann im Frühling ein köstliches Gemüse für die Küche. Der km August gesäte W i n t c r s p i n a t ist von ausgangs September ab erntereif. Eine Aussaat, die man jetzt noch macht, liefert im März, April das erste frische, grüne Gemüse in die Küche. Wenn bei strengem Frost kein Schnee schützt, muß man auch diesem Winterspinat eine Decke geben. Das Spinatbeet muß tief ge- graben und gut gedüngt werden, die körnigen Scrmen sind gleich- mäßig und nicht zu dicht auszustreuen. Auf abgeerntete, nur durchgebackte, also weder gegrabene noch gedüngte Beete, sät man holländischen Feldsalat; er ist ganz hart und wird den ganzen Winter durch nach Bedarf gcerntet, indem man immer die stärksten Rosetten aussticht. Für Winter- r e t t i ch ist Witte Juli die beste Saatzeit, aber auch jetzt kann man noch Winterrettichc säen, ebenso noch Sommerrettichc, die weniger Entwickelungszeit brauchen; sie werden im Oktober aus- genommen, wie Teltower Rübchen(siehe oben) vorbereitet und ein- gewintert. Die Ernteaussichten für H c r b st- und W i n t e r o b st sind leider vielfach recht gering, nicht nur bei uns, sondern in fast allen Teilen des Deutschen Reiches. Nur hier und da hat einmal ein Züchter eine reiche Ernte zu erwarten. Im allgemeinen stehen Birnen am besten, dann folgen Aepfel, zuletzt Pflaumen und Pfir- siche. Da in diesem Jahr die sonst enorme Einfuhr aus dem Aus- jandc, nicht nur aus dem feindlichen, fast vollständig ausbleiben wird, kann ich nur den dringenden Rat erteilen, das Geerntete Er antwortete zunächst nichts. Tann bemerkte er in- grimmig: „Wir wollen umkehren zur Stadt. Sobald der Tag graut, will ich dieses verdammte Tal verlassen; es ist kein Segen darin!" Ich beschick mich, und wir wanderten zurück. Schließ- lich sagte Stuart: „Dies war ja nur der erste Teil meiner Erlebnisse wäh- rcnd Deiner Abwesenheit— leider nicht alles! Jane war entschlossen nach Boston zu ihrem Vater zu reisen, und ich hatte zugesagt, sie zu begleiten. Wir wollten uns in Oaxaca auf dem Bahnhofe treffen. Gerade am Abend zuvor hörte ich von dem Unglück, das unsere Maria Carmen betroffen, und mein ganzes Hirn war nur von dem einen Gedanken erfüllt; mein armes, gefährdetes Bergwerk! Alles andere vergaß ich. Dich, unsere Gesellschaft, Liebe, Jane— und auch die Verabredung, am nächsten Morgen nach Boston zu reisen-- nur meine Grube hatte ich im Sinne! Als ich mich später über der Arbeit an all das wieder erinnerte, beruhigte ich mich damit, daß ich hier Wichtigeres zu tun hätte und daß Jane wohl ohne mich abgereist sei. Ich ent- schloß mich, ihr von Oaxaca aus ein Telegramm nach St. Louis nachzusenden, wo sie den Zug verlassen mußte. Es war aber anders gekommen. Jane war nicht ab- gereist, sondern wartete in meinem Hotel in Oaxaca. Dort wußte niemand, wo ich geblieben sei; ich erschien ihr spurlos von der Erde verschwunden. Am anderen Tage endlich mußte ihr die Ueberzeugung gereift sein, daß ich sie und alles schnöde verlassen hätte; was weiß ich, was alles in ihrer leicht erreg- baren Seele vorging: sie hinterließ mir einen Brief, in dem sie mir für den Fall, daß ich denselben nachgesandt erhalten sollte, mitteilte, noch nie sei ein Weib so verraten worden wie sie, und in Europa wollte sie von den Wunden, die ihr Herz erlitten, Heilung suchen. Ihren Gatten und das elende Tal von Oaxaca ließe sie hinter sich; zu beiden kehre sie niemals zurück; die Briefe, die ich ihr geschrieben— o Gott, Lewis, hätte ich mich doch nur niemals auf das Briefschreiben ver- legt—, möchte ich mir von Herrn Dickinson zurückgeben lassen; sie hätte ihm natürlich alles gesagt... Es war ein langer Brief, alles in wirrem Durcheinander geschrieben; ich weiß heute selbst nicht mehr, was darin siebt; kurz, der Roman ist zu Ende— und, bei Gott, ich bin nicht böse darum. Ich bin nun wieder mein eigener Herr! Uebrigens hatte ich kaum die bittere Lektüre beendigt, als unser braver Hotelwirt mir mitteilte, Herr Dickinson hätte vor einer Stunde gerade nach seiner Frau— und nach mir gefragt... O diese Briefe!— Nicht, daß ich mich so arg fürchtete. Wenn es bei mir auch manchmal mit der Vernunft hapert, auf die Kraft meiner Arme kann ich mich ja immer noch verlassen; aber ich wollte nichts mehr mit dieser Welt zu tstn haben, wollte keine dummen Auseinandersetzungen. Ich instruierte Herrn Porter, daß ich für alle, die nach mir fragen sollten, schon seit geraumer Zeit verschwunden sei, und richtete mich in einer restlos zu verwerten. Man koche reichlich Pflaumenmus und Apfelgelec ein, denn mau schafft sich dadurch einen haltbaren, de- kömmlichen, dabei aber auch billigen Ersatz für die unerschwing- lich teure Butter. Zu Gelee verarbeitet man alle vorzeitig ge- fallcnen, meist madigen Aepfel. In vorgeschrittener Reife gefallene Aepfel und Birnen kann man auch schälen, auskernen, in dünne Scheiben schneiden, auf Schnüre aufreihen und in luftiger Kammer zum Trocknen aufhängen. Wenn mau die Scheiben recht dünn schneidet, ist kein Dörrapparat zur Herstellung von Trockenobst er- forderlich. Auch Trockenobst, Ringäpfel usw., wird voraussichtlich sehr teuer, da es bisher größtenteils aus Amerika kam, ebenso gc- trocknete Pflaumen, die sonst meistens aus Serbien kamen, zum kleineren Teil auch aus einigen österreichischen Kronländern, aus denen sie aber in diesem Kricgsjahr kaum ausgeführt werden dürften. Hd. Die Narewlime in öer Kriegsgeschichte. Die Narewlinie und ihre Umgebung hat in der Kriegsgeschichte schon seit alters eine sehr bedeulende Rolle gespielt. Landschastlich trägt diese Gegend ein ernstes Gepräge. Düstere Wälder durch- ziehen die Ebenen zwischen Narew und Bug, die ein sandiger Höhenzug von Lomcza nach Ostrow hin guer durchschneidet, um sich südlich im Moraste zu verlieren. Um dieses Waldland und um den schwarz strömenden Narew selbst ist nun von den kriegführenden Parteien schon seit dem 17. Jahrhundert oft gekämpft worden. So wurde Lomcza 1659 von den Schweden bis auf die Pfarrkirche zerstört. Die Burg des iveiterhin am Zusammenfluß der aus den preußischen Seen kommenden Pysz mit dem Narew gelegenen Ortes Nowgorod wurde 1663 vom Deutschen Orden gestürmt und verbrannt. Das stromabwärts sich ausbauende Städtchen Ostrolenka, heute eine starke Festung, spielte im russischen Feld- zuge Napoleons im Jahre 1867 eine Rolle, als Savary die Russen unter General von Essen schlug, und am 26. Mai 1831 wurde in ihrer Umgebung die polnische Armee unter Skrzynecki Gielgud und Dembinski von Diebitscb vernichtend geschlagen, eine Niederlage, die das Schicksal des von unseren Dichtern so warm besungenen Polen- ausstandes besiegelte. R o z a n, das bereits in unserem Besitz ist, wurde während des preußischen Feldzuges in Polen 179d viel genannt und nahm 1831 die Reste des bei Ostrolenka zersprengten polnischen HeereS in feinen Mauern auf. Tie gleichzeitig mit Rozau in unsere Hände gefallene Festung Pultusk war von jeher ein militärischer Punkt erster Ordnung. 1321 und 1363 wurde die Stadt von den mordend und plündernd ein- brechenden Litauern an allen vier Enden angesteckt. 1656 wurde sie von den Schweden erobert und befestigt; 1763 besiegte in ihrer Um- gebung Karl XU. die Sachsen unter General von Steinau; 1791 wurde sie die Wiege des polnischen Aufstandes gegen Preußen. Hier war es, wo General Madalinski seine verdächtigen Truppen, anstatt sie, wie befohlen, zu entlassen, zum Aufruhr brachte und mit ihnen gegen Warschau anrückte. Ende 1866 wählte sie Bennigsen zum Stützpunkte seiner Armee gegen die Franzosen, wurde indessen von Lennes geschlagen. In der Geschichte des AufstandeS von 1831 wird Pultusk nicht wegen einer Schlacht genannt, sondern lvegen des Umswndes, daß Feld- Marschall Diebitsch in einem Landhaus vor den Toren der Stadt von der Cholera ergriffen wurde und am Jahrestage der Einnahme von Adrianopel ihr zum Opfer fiel.... S i e r o ck, das sich weiter- hin stromabwärts am Zusammenfluß des Narew mit dem Bug au'- baut, ist bereits 1866 von Napoleon, der die strategische Bedeutung des Ortes erkannte, stark befestigt worden, 1831 nahm Strzyneckl darin Stellung, da er damit Narew und Bug in gleicher Weise be- herrschte und Warschau deckte; er mußte den Ort aber bald darauf räiniten. Narew und Bug strömen nun vereint der Weichsel zu; an ihrem linken Ufer erhebt sich in sandiger Gegend das Städtchen N o w y- g r o d(Neuhof), wo 1655 der schwedische Marschall Steenbock ein Lager errichtete und eine Brücke über den Strom schlug, die ihm den Narewübergang gestattete und mit einer Niederlage des ihm mit dem elenden Fuhrmcmnsherbergc ein, nur um auf Dich zu warten. Nach Stadt Mexiko möchte ich aus verschiedenen Gründen nicht fahren, vornehmlich aber deshalb nicht, weil es mein Herz noch weiter nach dem Süden, nach Zentralamerika zieht. Nun bist Du, gottlob, ein paar Tage eher. gekommen, als ich vermutet habe— und jetzt bin ich frei!" „Nun wird mir klar, wie Powell und-Dickinson sich ge- funden!" „Ja," sagte Stuart,„es geht gegen uns! Und damit ist unser Spiel aus!", Wir waren unterdessen in die Stadt gekommen und Stuart führte mich in eine enge Seitengasse. „Wenn Du ein wenig Schmutz nicht scheust, kannst Du mit mir in meine Herberge kommen; wir frühstücken noch einmal zusammen!" Mir war es wahrlich nicht um Speise und Trank zu tun, aber ich trat in das enge Gemach ein. Stuart zog sich zurück, um die letzten Vorbereitungen für die.Reise zu treffen und Anweisungen zu geben, daß sein Pferd gesattelt werde. Unter- dessen setzte ich mich an einen der Schenktische und wartete, den Kopf in die Hand gestützt. Ein widerlicher Geruch er- füllte das Zimmer; uberall standen Speisereste und halb ge- leerte Gläser umher. Allmählich kamen die Gäste, meist mestizischc Eseltreiber, die ihren Morgenkaffee und ein Glas Pulque schlürften. Ein schmieriges indianisches Frauen- »immer ging hin und her und reichte ihnen die Speisen. Die ersten matten grauen Strahlen der Sonne drangen durch die Fenster herein und ließen die Flamme der qualmenden Lampe inmitten des Gemaches fahl erscheinen. Diese wurde dann auch ausgelöscht, und ein kaltes Halbdunkel erfüllte den Raum. Wir tranken unseren Kaffee und aßen zu unserem Brote zwei harte Eier, ohne viel zu sprechen. Schließlich wußte ich aber meine Schwermut nicht länger zu bcmciftern; ich sagte; „Ach, John, wer hätte das gedacht, daß wir in solchem Elende unser Abschiedsmahl einnähmen! Es ist schrecklich, fcbrecklich!" JVopf hoch, mein Junge! Es hat eben alles so sein sollen. Das ist das Los des Minenmannes: gestern reich, heute arm! Es ist immer so gewesen! Und einmal soll es doch gelingen! Nicht jeder Versuch glückt; und es schadet auch nichts, wenn man nur seinen Kopf nicht gleich verliert. Ich hoffe viel von Zentralamerika. Wie es mir neulich nach meiner Flucht vor Dickinson auf meinem elenden Strohsackc in diesem Hause so erbärmlich um das Herz war, fiel mir mit einem Male ein alter Freund aus Arizona ein, der mir einst aus Columbia geschrieben, er hätte eine prächtige Goldimne und bäte mich zu kommen. Von jenem Augenblicke an war ich guten Mutes; ich wußte, wohin ich mich zu wenden hätte! Du solltest mit mir kommen, Lewis, und nicht so trostlos da- sitzen. Komm, ich bitte Dich, Tu auch mußt wieder von vorne anfangen." -(Forts, folgt.) polnischen Kroicheer gegeniikersteHenden Kastellan? bon PloS endete. ZiowogeorgiewSk endlich, das seine mächtigen Verteidigungswerke am Zusonimenflutz von Bug und Weichsel ausdehnt, spielte von jeher als«chlüssel Warschaus eine entscheidende Rolle, Ursprünglich den Namen M o d l i n führend, wurde es 1806 aus Anordnung Napoleons gleichzeitig mit Sierock und Praga be- festigt, 1800 ausgebaut und mit der Zeit zu einem so starken Stütz- Punkt ausgebildet, daß es 1818 eine mehrmonatige Belagerung aushalten konnte. Minder rühmliche Erinnerungen verknüpft es mit der Revolution von 1831. Der russische Kommandant ergab sich da- mals, ohne einen Schuh zu tun, den Polen, die. damit unter anderem fünf Millionen Patronen erbeuteten. Aber auch die neuen Herren der Festung geizten nicht nach kriegerischem Ruhmet von Zeit zu Zeit wurde zwar der Plan angeregt, Modlin zum Stützpunkt der polnischen Heere zu machen, aber weder Strzy- necki noch Ramorino begaben sich dorthin, und als endlich General Malachowski im September 33 000 Mann und 100 Geschütze dort vereinigte, blieben die von Warschau angekündigten Vorräte aus. Mittlerweile war der Amnestieerlah des Zaren bekannt geworden, viele Soldaten rissen aus. und als dann die Reste des polnischen Heeres auf preußisches Gebiet übertraten, war eS mit dem Widerstand Modlins zu Ende; am 8. Oktober ergab es sich den Russen. Cilpost in frühem Zeit. In diesen Tagen, in denen wir— sozusagen augenblicklich— die wichtigsten Generalstabsmeldungen von allen Fronten bis hinab zu den Dardanellen und auch die aller unserer Feinde tele- graphiert und gedruckt empfangen, will es uns wie ein Märchen er- scheinen, daß genau vor 100 Jahren die Siegesnachricht von Belle-Alliance fünf Tage brauchte, um bis nach Berlin zu gelangen. Und doch war jener Ritt des Leutnants Nernst, der die Siegesdepesche von Belle-Alliance überbrachte, eine für alle Zeiten denkwürdige Leistung. Die Schlacht fand am 18. Juni 181S. einem Sonntag, statt. Er ritt Montag. den 19. Juni, morgens früh 5 Uhr 80 ab und traf bereits Sonnabend, den 24. Juni, um 3 Uhr morgens in Berlin ein, er hatte mithin die 700 Kilometer lange Strecke in 4 Tagen und 21l/z Stunden zurückgelegt und das unmittelbar nach den furchtbaren Anstrengungen von Ligny und Belle-Alliance. Auch in früheren Jahrhunderten vollbrachten die Kuriere bereits ganz ungewöhnliche Leistungen, die um so erstaunlicher erscheinen, wenn man sie mit dem gemächlichen Tempo vergleicht, in dem damals die Reisen vor sich zu gehen pflegten. Als z. B. König Ludwig XIV. von Frankreich im Jahre 16S1 im Wagen von Paris nach Bourges(230 Kilometer) reiste, brauchte er noch sieben volle Tage, um diese Strecke zurückzulegen. Der Kurier, der im Jahre 1574 Heinrich III. den Tod seines Bruders Karl IX. mitteilte, legte dagegen die Entfernung von Paris bis Warschau in nur 14 Tagen zurück. Nicht weniger verblüffend ist die Leistung, die ein anderer Kurier vollbrachte, der damals die Reise von Versailles nach Rom in knapp 166 Stunden bewältigte. Noch überraschender waren die Leistungen verschiedener Läufer. deren Beruf es war, briefliche Mitteilungen schneller als die Post zu überbringen. Nebenher liefen sie wohl auch, zu Staate" den Karossen vornehmer Herrschaften bei festlichen Anlässen voraus; so im Augusteischen Zeitalter in Dresden. Hier wurden auch mehrere Male Wettlaufen von Läufern im Großen Garten veranstaltet. Ebenso interessant wie originell ist folgende„Anzeige" eines Läufers, die sich im„Herzoglich Sachsen-Altenburgischen Amts- und Nachrichtenblatt" vom 8. Mai 1838 befindet: „Ich unterzeichneter Altenburger Schnelläufer empfehle mich dem verehrten Publikum zur schnellsten und billigsten Ausführung jedes expreffen Weges als Eilbote in die Nähe und Ferne. Ich laufe in der längsten Tour 13 Meilen täglich, mache 2 Stunden Weges in der Umgebung AltenburgS in 50 Minuten hin und zurück, gehe in 3 Stunden nach Leipzig, in 7 Stunden hin und zurück, in SVa Stunden nach Dresden, ja, wenn es nötig fein sollte, in einem Tage und hin und zurück, selbst wenn dieser Weg den anderen Tag müßte wieder- holt werden, in 3Vz Stunden nach Chemnitz, in IVj Stunden nach Penig, in 3L Stunden nach Borna, nach Weimar in 9 Stunden. lieber alle diese und noch mehr gemachten Eilwege habe ich die richtigsten Atteste aufzuweisen und werde bei geneigter Bestellung zeigen, daß ich wirklich ein schneller Läufer bin. Karl Hebenstreir jun., Auf der Kehriggrube bei meinen Eltern wohnhaft." Der berühmteste Schnell- und Dauerläufer aber war seltsamer weise ein Matrose, der Norweger Mensen � Ernst, der sich in seinem 39. Lebensjahre s1837) rühmen konnte, mehr als 50 000 Meilen zu Fuß durchmessen zu haben. 1840 trat er in den Dienst des Fürsten Pückler-Muskau, der ihn zu Botengängen von seiner Be- sitzung nach Berlin benutzte, ein Weg, für den die Post 24 Stunden, Mensen Ernst aber nur etwa 14 Stunden brauchte; wahrscheinlich kürzte er ab, wo er nur komrte und benutzte überall die allergradesten Richtwege, die zu befahren nicht möglich war. Als ihm diese Spaziergänge zu eintönig wurden, folgte er wieder seinem schrankenlosen Drange in die Ferne. Er lief nach Aegypten, um die Quelle des weißen Nils zu entdecken, erkrankte aber unter- Wegs an der Ruhr und starb im Jahre 1843 zu Assuan; Reisende haben ihn dort am ersten Katarakte des Nils begraben. Das moderne Zeitalter der Telegraphie hat natürlich die Glanz- taten der Eilboten überholt und überflüssig gemacht. Als Gegenstück zu den Eilboten sei auf die hervorragendste Leistung der telegraphi- schen Nachrichtenübermittelung hingewiesen, die im Sommer 1905 gelegentlich eines Wettspieles der Berliner Schachgesellschaft mit dem Manhattan- Schachklub in New Jork vollbracht wurde. Berlin er- hielt damals auf einen Zug schon nach 3 Minuten die Mitteilung des Gegenzuges aus New Jork und obwohl zweimal zwölf Stunden lang(an einem Sonnabend und Sonntag von Mittag bis Mitter- nacht) sechs verschiedene Spiele nebeneinander herliefen, kam auch nicht ein einziger Fehler bei der llebermittelung vor. kleines Feuilleton. Hinter öen Kulissen ües fllksholverbots. Daß die mit Pauken und Trompeten angekündigte Unter- drückung des Alkohols in Rußland vollkommen mißlungen ist, müssen russische Blätter wie der„Rjetsch" und die„Nowoje Wremja" anerkennen.„Die Sonne der Mäßigkeit ist unter- gegangen, bevor sie ihren Zenith erreicht hatte. In den ersten zwei Monaten war die Trunksucht wirklich nicht wahrnehmbar," klagt R. G. im„Rjetsch". Auf den Dörfern trug die Tatsache, daß das Gesetz zur Erntezeit in Kraft trat, viel zur Verbreitung der Ent- haltsamkeit bei. In den Städten hatten vereinzelte Fälle von Genutz giftiger Nachahmungen alkoholischer Getränke so beklagens- werten Ausgang, daß man hoffen konnte, selbst unheilbar scheinende Trinker zu beffern. Aber da war die Feldarbeit auch schon zu Ende, und das Leben nahm seinen normalen Verlauf. Tie Torf- bevölkerung hatte kaum Zeit, die Schuhe abzutragen, in denen sie hinter dem Sarge des Alkoholmonopols hermarschiert war, als auch schon Zehntausende von unerlaubten Schnapsbrennereien Nieder- lagen aller Arten von starken Getränken inS Leben riefen. Aller- dings ist der Kampf gegen die Erzeuger derartiger Getränke tat- kräftig durchgeführt worden. Seit Veröffentlichung des Rund- schreibens, das die Entdeckung der geheimen Schnapsausschänke mit Belohnungen bedachte, haben Beamte und ländliche Behörden die Aufgabe nachdrücklich weiter verfolgt. Nach amtlichen Angaben wurden in den letzten Monaten des Jahres 1914 allein im Gouver- nement Wilna 58 unerlaubte Schnapsbrennereien entdeckt, während im vorhergehenden Jahre nur 14 derartige Unternehmungen aus- gehoben worden waren. Aber an Stelle der unterdrückten sind mittlerweile neue angelegt worden, und außerdem wird die Her- stellung alkoholischer Getränke auch in Privatwohnungen betrieben. Was der„Rjetsch" nur andeutet, das führt Dr. Novoselski in der in Petersburg erscheinenden Zeilschrift„Rußki Wratsch", auf geradezu vernichtende? Zahlenmaterial gestützt, eingehend auL. Nach ihm hat das Alkoholverbot der russischen Regierung tatsächlich Bankerott gemacht. Seitdem es erlassen wurde, ist die Trunksucht in Väterchens Reich nicht gesunken, sondern hat im Gegenteil de- drohlich zugenommen. Dr. Novoselski zufolge wurden in Peters- bürg zwischen dem 17. August und dem 13. September 1914 26 Todesfälle wegen Säuferwahnsinns festgestellt; vom 14. Sep- tember bis zum 11. Oktober wurden 33 Fälle, 34 vom 12. Oktober bis zum 8. November, 43 vom 9. November bis zum 6. Dezember. 53 vom 7. Dezember bis zum 3. Januar 1915, 58 vom 4. Januar bis zum 31. Januar und 66 vom 1. bis 28. Februar gebucht. D'e auf Trunksucht zurückgehende Sterblichkeitskurve ist also in de- ständigem Wachsen begriffen und steht im umgekehrten Verhält- nis zu der Strenge der von der Regierung erlassenen Verbote. Be- kanntlich wurde der Berkauf von Wutki zunächst erstklassigen Restaurants noch gestattet, diese Erlaubnis dann aber entzogen und nur noch der Ausschank von Bier und Wein gestattet; letztbin er- folgte sogar eine allgemeine, vollkommene Unterdrückung jedweden Alkoholausschanks und-Verkaufs, und trotzdem greift die Trunk- sucht im Reiche des Zaren nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ beständig um sich. Tie in den letzten Monaten er- legenen Trinker rekrutierten sich nicht aus den Schichten, die bisber das größte Kontingent der Säufer stellten, sondern gerade aus den Klassen, die vor Erlaß des Trinkverbots nur mäßigem Alkobot- genuß frönten. Wie aus dem amtlichen Berichte des Obnkhoff- Krankenhauses in Petersburg Hervorgeht, befanden sich unter dem wegen Trunksucht Eingelieferten Angehörige aller Lebensalter, von 20 Jahren angefangen, und aller Klassen. Notize«. — Schopenhauer und die Franzosen. In französischen Blättern wird zurzeit mit Vorliebe ein Ausspruch Schopen- Hauers zitiert, er verachte das deutsche Volk und schäme sich, ihm anzugehören. Dazu bemerkt die„Humaniid" vom 30. Juli: Wenn der genannte Ausspruch in den Memorabilien steht, darf man nicht vergessen, daß sich im Nachlaß ein anderer findet, der lautet:„Tic anderen Erdteile haben Affen; wir haben Franzosen. Das gleicht sich aus." — Arbeitsgemeinschaften auf dem Lande. In dem fruchtbaren Landstrich der Wetterau bildet der Anbau von Gc- treibe einen der hauptsächlichsten Erwerbszweiqe der ländlichen Bevölkerung. Die Ernte des KriegsjabrcS 1915 ist im allgemeinen recht gut geraten, nur bereitete ibre Einbringung den Landleuten bis vor kurzem nicht geringes Kopfzerbrechen. Die Männer stehen, von verschwindenden Ausnahmen abgesehen, im Felde, und es herrscht infolgedessen Arbeitermangel. Unter diesen Verhällnissen schritt man zur Bildung von Arbeitsgemeinschaften, denen jeweils etwa vier bis fünf Bauernfamilien angehören. Auf diese Weise ist es möglich gc- worden, daß der Erntesegen trotz der Leutenol fast ebenso schnell und sicher wie in normalen Jahren unter das schützende Dach gebracht wird. — W i e ein Kriegsroman muten die Abenteuer des erst vierzehnjährigen Joseph Alem aus Sennheim an. Als zu Be- ginn des Krieges— so erzählt man den..Basler Nachrichten"— die Franzosen in das Oberelsaß eindrangen, besetzten sie auch den Heimatort des Knaben. Seine Eltern wurden gefangen weggeführt, und er selbst suchte, um vor umberschwirrendcn Geschossen sicher zu sein, Schutz in den Schützengräben der Franzosen. Nach einigen Tagen eroberten die deutschen Truppen diese Gräben, worauf Joseph Alem sich seinen Befreiern anschloß, um mit ihnen als Pfad- finder weiterzuziehen. Er begleitete das Regiment nach Frankrciä' und kam dann nach Rußland und Ealizien. Schließlich wurde er von einem Fuhrwerk überfahren und sieht jetzt in einem Lazarett in Schlesien seiner Heilung entgegen. Vor kurzem erhielt er die freudige Nachricht, daß seine Eltern wieder in die Heimat entlassen worden sind. Theater für Freitag, den 6. August. Deutsches Künstler-Theater. sfl.vbr- Der Sonnenvogel. Deutsches Opernhaus Charlottbg. S ukr; Der fiettelstudeot. Friedrich-Wilhelinstädt. Theater. s'/.u.: Kyrilz-Pyritz. Gebr. Herrnfeld-Thealer Sonnabend, 7. August: Erstauff.; Benjamin macht alles. Kleines Theater. b'/.v.- Ein kostbares Leben. URANIA TaubenstraBe 48/49. 8 Uhr: Der Isonzo und Oesler- reiehs Adriakflste. Rose-Theater. § ükr: Die Tochter des GefanpeD. Gartenbühne: I, leb Vaterland Walhalla-Theater. „ Die Bäsch inen baner S Uhr: Von Berlin. Gartenbühne: Vorstell., Apollosänger. V oigt-Tlieater. Badstr. 58. Badstr. 58. ___ Täglich:__ „Die Gauklerin." DollSftück mit Gesang in 3 Aufzügen. Erstklassiges Variete Kaiseneröffnung 10 ttbr. Am. 4 Uhr. Oscar Sabo sowie das Große Programm! Lcssinjr-Theater. s-/.u.- Seine einzige Frau. I/nstspielbans. s1/. tr.tHeiTsehaltl. Diener iesneht Schiller-Th.Charlottenbg. s uhr Ält-Heidelberg. Thalia-Theater. s-/. u.: Eine vertlixte Annonce, Theater am Blollendorfpl. s1/. u.: immer feste druH! Trianon-Theater. 8'/.uhr: Hanoemanns Nacbfolger. Reiehshallen-Thealer. Stettiner Sänger. Ans. 8 U. Zum 185. Male: Militärisch. Zeit bild von Mehsel. Militärpersonen u. deren Angehü- rigen vollkommen frei er Zutritt zu d.Stett. Sängern. Tögl. 8 Uhr. Sonnt. S1/, u. 8 Uhr. Oer grobe KUIN neue Ausrust- Spielplan! Die berühmt.„Uessems" i.d. Szene „Artistenkinder" Hansi Immanns Riesendoggen. Geschw. Zaionz. Ernst Ewald. R. Steidl u. A. Müller-Unoke.neue Duette u. Soloszenen, ferner Paini, d. lenhb. Luftschiff usw. Nene Serlmer Gellossenschafts-Kackem. (Emaefrageue Gemzssenschast mit beschränkter Hastpflicht.) Reinickendorf(Ost), Wilkestratze 62. Sonnabend, den LI. August d. 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August, abends 8 Uhr, im Prälaten, Lehdcr- abends 8 itr. 122: UM" Versammlung"ME der Geueralvtlsommlullgs-Aeitgierttll uud Vkrtrauevsleuie. sind verpflichtet, aus jeder Werkstatt einen Vertrauens- Einsetzep. finden am Sonntag, de» 8. August, in Die Kollegen mann zu senden. Die Bezirksversammlungen den bcfannten Lokalen statt. SS/9 Ble Ortsverwaltnng. Zurückgekehrt cKgeKeart Dp. Badt Jfene Kdnlgstraße 38. 63/6 n Mettwurst am per Pfund 1.30 M. im Laden Blumenstr. 63. 57902 Kleine Anzeigen. Verkäufe. Hermannplatz 6.„Psandleih- haus". Extrabilliger Dettenvcrkaus, Wäscheverkaus, Gardinenoerkaus, Teppichverkauf, Uhrenverkauf, Gold- jachen. Spottbillige Jakettanzüge, Gehrockanzüge, Herrenhosen. Teppiche Mit kleinem Fehler, sehr billig. Gardinen, Portieren. Stepv- decken, Tischdecken, Diwandecken, sehr billig. Vorwärtsleisc 5 Prozent Rabatt. Teppichhaus Brünn, Hackeicher Markt 4(Bahnhos Börse). 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