?"■ i81-- Unterhaltungsblatt ües Vorwärts Die Zelöer von Flandern. Von Pierre Hamp. Die lehmholticze Ebene Flanderns gleicht im Winier dem Meer Die leuchlenden Furchen, deren fette Erde die Glätte behält, die sie von der Pflugschar erhielt, sind wie Wogen, die am Rand der Straßen sterben. Der Mensch, der in dieses Land gerät, wird von einer Angst vor der Ebene ergriffen, der Seekrankheit des Unendlichen. Den Wegen entlang zieht sich hartnäckig der Pilgcrzug der_ Pappeln. Dieser Vanm, der glücklich ist, wenn er seine Wurzeln ins Wasser tauchen darf, ist zufrieden, hier zu leben. Gräbt man drei Meter tief, findet man überall � das Grundwasser, und dies ist es, toas den Feldern ihren feuchten Schimmer gibt. Aus dem Grund der Furchen steht der Abfluß der Rcgenwässer. Der Boden sangt nicht schnell auf. Wird in der Provence, die ein trockenes Land ist, Wasser gefunden, entstehen Häuser um die Quelle und bilden ein Dorf.� Hier aber baut der Bauer am Feldrand. Wasser ist immer da. Darum ist die Fläche mit kleinen Häusern übersät. Vereinzelte stehen auf alle» Wegen, und manche sind so armselig, daß das Weilerdach die Hälfte der niedrigen Mauer verbirgt. Eine Furche vor ihnen genügt, um von weitem nichts mehr wahrnehmen zu lassen als einen Kamin, der im Wind seinen Rauch verliert, der in diesem mit Kohlen heizenden Land schwarze Farbe bat. � Immer sich selber gleich, wiederholt sich diese Landschaft. Im Frühling beginnt sie demütig zu lächeln. Der starke Märzwind, der in diese Unendlichkeit hereinbricht, beugt die Wipfel der Pappeln und die Triebe des neuen Weizens. Die mächtige Keimung hüllt die schwarze Ebene in grünen Flaum. Das Feld steht nun in Schön- heil. Der Weizen leuchtet Jugend. Aber bald wird man die Erde nicht mehr sehen: der Weizen' ivächst. In diesem Jahr des Krieges wurde auf dieser von Kanonen erschütterten Erde etwas vollbracht, was die Achtung der Menschen fordert: das Land ist sorgfällig bestellt worden. Das Getreide wuchs, als ob es in Flandern nichts gäbe als die Sonne, den Wind und den Regen. Bis zu den ersten Häusern der Städte, in die die deutsche Artillerie schlug, wurde der Pflug ge- zogen, die Saat ausgestreut. Welche Kraft lebt doch in dicier Rasse, die, ihrer Männer beraubt, der Granate preisgegeben und bedroht von der Invasion, die die nahen Schützengräben eindämmen, ihre alte Erde bebaut wie iu jedem Friedensjahre! Der Krieg hat einiges zu dieser mächtigen Landschaft hinzugetan: die weiße Farbe der Bäume, die müßige Kavallerie- Pferde bis 2 Meter über dem Boden abnagten; verbrannte Bauern- Höfe, Gräber auf den Triften. Aber die Ernte wächst. Nirgends eilte Brache. Tie kanadischen Soldaten, Männer aus Pflügerländern, sind erstaunt über die Sauberkeit dieser grünenden Getreidefelder, wo kein einziges Unkraut bleiben darf. Nichts als die Aehre allein. Ein einziges, vollkommenes Grün. Auf dem flandrischen Acker gibt es so wenig irchtsnutziges Fressertum wie Staub im Hause. Die Sorgfalt herrscht überall. Kein Distelkopf blickt über das Korn. Wie alle Jahre ist da? Ausreißen der Parasiten streng besorgt tvordcn. In Reihen streiften die zum Ausreuten be- stellten Kinder durch die Pflanzungen, die ihr vorsichtiger Zug nicht verletzte. Die Achren überragen die Köpfe der Kleineren. Alles, toas auf dein Acker nicht leben soll, wurde entwurzelt. Welch ge- sunder Stolz ergreift uns, wenn wir in diesem Jahre das saubere Grün dieser Landschaft betrachten! Die Leute voin Bauernbof: Frauen, Greise und Kinder, haben den Soldaten ertragen müssen. Jetzt ist Flandern grün und auf der ganzen Welt gibt es kein schöneres Land, denn keines legt in jeder Furche ein so starkes Zeugnis ab von der Arbeit des Menschen. Die englischen und deutschen Granaten jagen über die bestellten Felder. Der Ackermann hört die Füsillade in den Schützengräben. Seit Novcniber komint sie immer von denselben Stellen her. Dennoch ist es, als ob die eingegrabene Schlacht weiter getragen worden wäre: der Lärm ist matter geworden. Je höher die Aehren wuchsen, desto mehr wurde der Knall durch die Dichte des Grüns zurückgehalten. Der Bauer sagt: «Seit das Getreide hoch sieht, hört man weniger, daß sie ein- ander totschlagen." Qft sieht er zu, wenn die Granaten in der Stadt platzen, an deren Vororte die Welle des Weizens reicht. Die Crweckung öer Maria(armen. 72j Von Ludwig Brinkmann. (Schluß.) Und dennoch Ware es Ihnen vielleicht gelungen, sich zu- soiniiietizuschwcitzen, sich dein herben Geiste dieser Welt zu assimilieren, wenn Ihnen Zeit und Erfolg vergönnt gewesen wäre... aber der eine von Ihnen trat über die Schranken unserer Gesittung, und dann erfüllte sich das Geschick! Ter Jmparcial trug vom Tage seiner Geburt an bereits den Todeskeiin in sich. Wie konnten Sic drei Schafe sich mit dem wilden Wolfe Powell verbinden! Es war doch voraus- zusehen, daß er Sie verschlingen würde, sobald sich die Ge- legenheit böte! Und dennoch glaube ich, daß vieles doch noch anders gekommen wäre, daß wir dem Wolfe doch noch einen Stein in den Rachen geworfen hatten, sich die Zähne daran ausznbeißen, wenn nicht der Stamm des Jmparcial morsch gewesen wäre und im Falle den Baum meines Lebens niit- zerschmettert hätte. Glauben Sie mir: so gigantisch auch das Planen Ihres Partners war— und ich bin der letzte, der ihm die Bewunderung versagen möchte—, so erfolgreich er durch die Kraft seines kombinierenden Verstandes und die Macht seines Geldes die Riesenaufgabe begonnen, den ganzen Silberdistrikt in seinen Besitz zu bringen und damit wie einst der große Cortez das reiche Tal von Taxaca unter sein Joch zn beugen, er wäre dock, an uns gescheitert, wenn wir uns nicht gegenseitig zerfleischt hätten. Aber das war sein Glück. Glück ist der Größe bester Teil. Ter Frevel war in dieses stille Tal eingezogen— da fiel es ihm zum Opfer. Ich war der letzte, der ernsteste Widerstand, an dem er scheitern konnte; durch Ihre Schuld habe ich Lebensmut und Schafsenslust verloren, habe Powell die andere Hälfte des Erzelsior der- kauft, nachdem ihm die erste schon früher in die Hände ge- fallen war. Nun gebietet er in Oaxaca, ein neuer Marquis voni Tale!" Ich hatte Tickinson ruhig zugehört. Es war so vieles richtig in dem, was der Mann da sagte; ähnliche Gedanken hatten mich schon damals erfüllst, als ich vor einigen Wochen in Stadt Mexiko dem Sticrgefechte zuschaute; nur schien es wir, daß mein Reisegefährte in seinem grübelnden Grame mehr hinter den Dingen suchte, als in Wirklichkeit dort lag. Er konstruierte sich eine Welt aus Schuld und Fehle zu- sanimen, da ihm sein häusliches Unglück zu gewallig erschien, als daß es durch allzu menschliche Unzulänglichkeit erklärt werden konnte. „Sie haben doch wenigstens Ihr Besitztum noch der- kaust," sagte ich,„und vielleicht nicht allzu tief unter dem Preise: ich aber habe das Wenige, das ich besaß, fast ganz verloren.!" Dieser Landmann ist unbesiegbar. Die Bauernarbeit trägt eine Verpflichtung in sich, die nichts, nicht einmal die Todesgefahr aufhebt. Der Krieg ist für den Mann vom Acker etwas wie Wetterunbilden. Er unterwirft sich und setzt sein Werk fort, das der Ewigkeit voll ist. kleines Feuilleton. Neue Forschungen über die Nätsel ües Mars. Den Planeten Mars hat L a u in der Marsnähe des Winters 1913/14 eingehend studiert, um gewissen Widersprüchen in den Er- klärungen der Marskanälc auf den Grund zu kommen. So zeigte sein Instrument von 95 Millimeter Oeffnung, wie in einem Be- richte über diese Forschungen von Riem in der„Naturwissenschaft- lichen Wochenschrift"(Verlag von Gustav Fischer in Jena) mit- geteilt wird, noch 18 Kanäle, obwohl»ach den Untersuchungen von Newcomb eigentlich kein einziger hätte sichtbar sein dürfen. Die Polarflecken zeigten eine mit der Jahreszeit fortschreitende Aende- rung in Größe und Farbe, wenn auch nicht in der gleichen Weise. Das kommt aber daher, daß die südliche Marshalbkugel 116 Tage Winter hat gegen 200 auf der nördlichen, und daher sind die nörd- lichen Schneeflecken auch ausgedehnter und dauerhafter. Eine neue Bezeichnung wird in die Marstopographie eingeführt, die söge- nannten Moräste, dunkle Gebiete von bräunlicher Farbe, die um die Zeit der Schneeschmelzen entstehen und in der Nähe der Pole vorkommen. Wenn die Schneemassen am Pol schmelzen, werden die arktischen Einsenkungen von den kalten Wassermassen unter starker Nebelbildnng gefüllt, der okergelbe Boden der Einsenkungen wird rotbraun gefärbt, und wenn die Moräste später verbleichen und austrocknen, treten grünliche Farbentöne auf, an die der Be- obachter sogar die Vermutung einer Anwesenheit von Vegetation knüpft. Ueberhaupt hat der Beobachter fast überall eine Menge von kleineren Veränderungen auf der Marsobersläche feststellen können, von denen freilich schwer zu sagen ist, wie weit sie reell sind, und wie weit sie in den Bedingungen des Instrumentes sowie der Durchsichtigkeit und Ruhe der Atmosphären von Mars und Erde ihre Entstehung finden. Für die Sichtbarkeit der sogenannten Kanäle läßt sich eine deutliche Beziehung zwischen ihrer Anzahl und dem scheinbaren Durchmesser de? Planeten feststellen, also mit anderen Worten, die Sichtbarkeit der Kanäle hängt von der Entfernung der beiden Planeten ab, so daß also die oft erwähnte Entwickelung dieser rätselhaften Gebilde ein rein optischer Nor- gang sein dürfte. Während die tropischen Kanäle bleiben, be- schränken sich die mit der Jahreszeit parallel laufenden Vcrändc- rungcn der Streifen in der Nähe der Pole auf eine Zunahme ihrer Sichtbarkeit im Herbst und auf eine entsprechende Abnahme im Frühjahr. Die Moräste sollen weite Einsenkungen in der Marsobersläche sein, die Kanäle sind dann breite Spalten oder Täler, die durch lleberschwcmmungen oder Niederschläge sich dunkler färben. Die Seen sind Einsturzstellcn der Kruste und die Kanäle sind Bruch- linien. Es macht nichts aus, ob die Polarflecke aus Wasser, Kohlen- säure oder anderen Verbindungen bestehen und auch die Ueber- schwemmungen und Niederschläge können von irgend welchen schweren Gasen herstammen, welche sich in den Einsenkungen sam- mein und die niedrigeren Gebiete dunkel färben. Also rätselhaft bleibt der MarS noch lange. die �temlust in den Unterseebooten. Es ist erklärlich, daß in den engen Unterseebooten, wenn sie längere Zeit unter Wasser gefahren sind, die den Mannschaften zur Verfügung stehende Atmungsluft verbraucht und dafür die Atmosphäre mit der ausgeatmeten Kohlensäure geschwängert ist. Da eine Zuführung frischer Luft von außen und eine Abführung von Kohlensäure nach außen aber unter Wasser völlig unmöglich ist, würden unsere tapferen Matrosen in Erstickungsgesahr ge- raten, wenn es nicht gelingen würde, die Saucrstoffzufuhr und die Kohlensäureabgabe zu regeln. Das Ideal wäre erreicht, wenn es ein Mittel gäbe, das beiden Zwecken zugleich diente. Ein solches glaubte man schon lange, bevor es Unterseeboote gab, in einem „Tos ist der Lauf der Welt. Der Kleine wird von dem Großen verschlungen. Wenn sich drei Arme mit einem Reichen verbinden, nimmt das nimmermehr ein gutes Ende. Persönlich fühle ich Mitleid mit Ihnen; aber von der Distanz des Unpersönlichen aus gesehen, gebe ich Powell recht. Er zimmert sich ein Königsschloß zusammen— die Gemeinschaft der Minen dieses Distriktes ist fürwahr ein königlicher Besitz — und soll dabei das Hüttlein des armen Mannes schonen, das seinen Säulenreihen im Wege steht? Soll er, der die Bodenschätze und die Naturkräfte dieses Landes beherrscht, sich von Ihnen oder von Herrn Stuart dazwischen reden lassen? Gewiß, Sie und Ihre Freunde haben ihm gezeigt, was er hier erhoffen dürfe; er war Ihr gelehriger Schüler— und hat das Handeln nicht vergessen. Wer mag es ihm der- denken! Der Handelnde hat kein Gewissen, darf keines haben; das ist, als wollte jemand reisen, und scheut den ersten Schritt. Ein großes Werk ist schließlich mehr wert als ein paar kleine Existenzen, die dabei zerbrochen werden!" „Das ist sehr hart für diese kleinen Existenzen! Aber wenn ich Ihnen auch recht gäbe— etwas mehr hätte er uns doch bezahlen können, bezahlen nillssen, wenn Sic, Herr Tickinson, uns Ihre Hilfe nicht versagt hätten!" „Meine Unterstützung hatten Sie sich wohl verscherzt, dächte ich. Und dann, wie konnte ich? An der Maria Carmen ist selbst Powells Macht zerschellt; ein finsteres Schicksal scheint eifersüchtig über dem Reichtume ihres Schoßes zu tvachen. Die Fluten, die den Berg wiederum gefüllt, haben augenscheinlich— man weiß das nicht genau— eine lose Schicht ausgewaschen, einige Balken unterspült, die sonst die Stollendecke trugen; diese brach ein, wenige Tage vor der öffentlichen Versteigerung, und hat den Zugang zum Innern für immer verschüttet; wer weiß, ob es jemals gefahrlos sein wird, den Berg wieder zu öffnen. Auf jeden Fall würde es ein Vermögen kosten." „So hatte der Zeitungsbericht doch recht, und Powell hat sich in seiner eigenen Falle gefangen!" Und ich erzählte Tickinson, was ich von Stuart über die Ursachen des letzten Unglücksfalles gehört. „Ter Verlust einer Mine stört Powell nicht so sehr als der Gedanke, sich in dieselbe mit anderen teilen zu müssen. Tie Machtgier eines solchen Mannes ist unersättlich. Lieber besitzt er einen toten Berg, als daß er andere einen lebenden genießen sieht," sagte Tickinson. „Und ich weiß nun, warum er nicht mehr als sieben- tausend Pesos zur Auktion gebracht!"-- Wir sprachen noch über manche Dinge, während der Zug langsam das nnttelinexikanische Hochplateau erklomm. Schließlich fragte ich Tickinson nach seinen Zukunftsplänen. „Ich kehre in die Staaten zurück. Ich weiß nicht, ob ich den Mut haben werde, noch einmal etwas Neues zu beginnen, chemischen Stoff, dem Natriumperoxhd gefunden zu haben. Dieses gibt, mit Kohlensäure zusammengebracht, Sauerstoff ab, in- dem es die Kohlensäure verzehrt. Aus diese Weise könnte also ein mit Kohlensäure besetzter Atemraum in einen iauerstofsrcichen automatisch umgewandelt werden. Aber der Entdecker dieser Eigenschaft des Natriumperoxyds, Prof. Dr. Georg K a ß n c r, konnte, wie er in der„Umschau" ausführt, alsbald fcitstcllen, daß sich in der Praxis diesem Vorgang Schwierigkeiten entgegenstellen, da die ausgeatmete Kohlensäure nicht ausreicht, das Natriumper- oxhd zur Erzeugung von Sauerstoff z» veranlassen. Um daher den Unterseebooten den für die Atmung nötigen Sauerstoff zuzuführen, bedient man sich des� in Bomben gefüllten komprimierten Sauer- stoffes, von denen man nach Bedürfnis entnimmt. Um die Atem- luft aber hygienisch zu gestalten, ist noch die Kohlensäure zu be- seitigcn. Diese mutz durch ein chemisches Mittel absorbiert wer- den. Dazu dient das Aetznatron. Es wird im Untersecbooi in verteiltem Zustande in Patronen untergebracht, über die die verbrauchte Atemluft durch Ventilatoren getvieben wird. Dabei absorbiert das Aetznatron die Kohlensäure und wandelt sich in kohlensaures Natron oder Soda um. Auf diese Weise wird die Atmosphäre innerhalb der Unterseeboote dauernd rein gehalten. Auckerbehanülung eiternder Wunden. Zu den zahlreichen Mitteln, die heute von medizinischer Seile auf Grund der in diesem Feldzuge gemachten Massenerfahrungen zur Behandlung stark eiternder Wunden empfohlen werden, um eine möglichst schnelle Reinigung der Wunde und eine gesunde Granu- lation zn erzeugen, hat sich neuerdings der Zucker gesellt. Dr. Facken- heim berichtet in der„Münch, med. Wocheuschiist" über die ganz nusgezeichneten Erfolge, die in dem Reicrvelazarctt Kassel mit diesem einfachen Mittel erzielt wurden. In dem genannten Lazareu wurden bei stark beschmutzten und eiternden Wunden neben den gebräuchlichen antiseplischen Mitteln(Jodofonn, Dermaiol, Tellidol uiw.) in der Hälfte aller Fälle der gewöhnliche Kristall- zucker benutzt. Die Wunde wurde mit dem Zucker eingepudert, mit steriler Gaze tamponiert und niit Zellstoff bedeckt. Jeden zweiten Tag wurde der Verband erneuert. Der Erfolg war überraichend. Innerhalb von 4—6 Tagen reinigten sich die Wunden vollständig und durcki Bildung gesunder kräftiger Granulationen trat auch bei großen Weichteildcfcklen vollständige Heilung ein. Der Zucker wurde aucki bei tiefverlaufenden eitrigen Kanälen in For>n von zuckerhaltigen Gazetampons verwandt; ferner wurden Spülungen und Umschläge mit sterilisierter Zuckerlösung gemacht und endlich auch infizierte Knochenbrüche der Zuckerbehandlniig iinterzogen. In allen Fällen war der Erfolg ausgezeichnet. Nach Dr. Fackenheim liegen die Vorteile der Zuckerbehandlung 1. in einer schnell eintretenden Reinigung der Wunde, 2. in einer kräftig ein- setzenden Granulation. 8. in einer starke» Anregung der Epttbcli- sierung(Ueberhäntnng)»nd 4. in der Billigkeit und Geruchlosigkeit der Behandlung. Schädigende Einflüsse wurden in keinem Falle beobachtet. Notizen. — Chopin? Geburtshaus ist wie sein davor errichtetes Denkmal glücklicherweise nicht von den Russen zerstört worden. Wenigstens wird jetzt so von der Front berichlet. — Seltsames aus Kurland. Ein Sprichigprt sagt: „In Kurland fängt man die Fische in der Luft, ißt Mäuse und Ratzen und trinkt alles." Dieser absonderliche Geschmack ist philo- logisch erklärbar, denn das lettische Wort„mais" bedeutet Brot, „ranzing" Kartoffeln,„ales" Bier. Also ist der Geschmack der Kurländer so schlecht nicht. Es bleiben nur noch die Fische, die in der Luft gesangen werden und die an die gebratenen Tauben in Hans Sachs' Schlaraffenland erinnern, zn erklären, was vcr- hältniömäßig leicht ist, denn das hängt mit der Lachsfischerci zu- sammen. Wenn nämlich die Fische zur Laichzeit in die Flüsse kommen, werden dicht unterhalb des Windausalles bei Goldingen Netze gespannt. Ilm den Windaufall zu überspringen, schnellen sich die Lachse hoch in die Luft und fallen dabei ins Netz, so daß tatsächlich die Fische in der Luft gefangen lvcrdcn._ Jäh tat es ja nie für mich. Jetzt, da ich weiß, daß Jane allein ist, habe ich frische Hoffnung, daß sie sich besinnt und zurück- kehrt. Tann kann ja noch alles gut werden."— Auf der Hochebene von Pnebla wehte uns, die wir aus den südlichen Tälern herauskamen, der frische Hauch des Dezcmberabends kühl entgegen. Tickinson zog sich in das Innere des'Wagens zurück; der einsame Mann suchte die Einsamkeit. � Er fuhr noch an demselben Abend nach Stadt Mexiko weiter, während ich in Pnebla übernachten mußte. Ein letzter Händedruck auf dem Bahnhofe— dann hatte auch uns da» Leben für immer auseinandergcrisscn und mir die Gelegen- heit geraubt, ein wenig meiner Schuld dem großen Manne gcgeniiber abzutragen. Am nächsten Tage brachte mich der Zug auf kunstvoller Bahn das Gebirge hinab nach Orizaba, wo ich die Nacht ziizu- bringen gedachte, da mein Schiff erst am übernächsten Tage Vcracruz verließ. Aber diese Welt wollte wich noch nicht frei- geben; sie warf wich auf das Krankenlager nieder, und der finstere Dämon, der die Schätze der Maria Carmen beioacht. streckte feine Polypenarme nach mir aus und saugte qualvoll von meinem Herzblut?, bis er mich endlich verließ und ich genas. Das ist nun überwunden— ich kann weiter wandern. In den blauen Fluten des Golfes ist Mexiko versunken. Diese Welt liegt hinter mir. Während ich in dem wohligen Gefühle der Genesung in den azurklarcn Aether hineinschaue, verwischen sich Erinnerungen und Hoffnungen zu bunten Träumen. Aber keiner von ihnen ruft mir das Bild des Mannes hervor, der sich triumphierend jenes Reich zn Füßen gelegt; er und aller Ehrgeiz sind mir bleiche Schatten ge- worden, sind vergessen. Nein, ganz andere Dinge füllen wir farbenprächtig nun das Innere. Doch ich mag nicht denken. Ich sollte wohl eine Gesamtsumme unter dem Schlußstriche ziehen— aber ach, ich spüre nicht die geringste Lust dazu. Es ist auch nicht so einfach, das Erleben zweier bewegter Jabre zu einem glatten Resultate zu addieren. Und auch nicht nötig, vielleicht nicht einmal gut. Da lasse ich mich lieber von den blauen Wellen leise schaukeln, mich in gedankenloses Gefühls- weben einwiegen. Weihnachten— das allein setzt mich in die Heimat zurück. Wiederum Weihnachten, diesmal mir aber das Fest der Heimfahrt! Keine größere Sehnsucht kann der erste Freund meiner Kindheit, Robinson Crusoe, verspürt haben als ich nun. Auch ich kehre von einer Insel namenloser Einsamkeit, da ich im Elende gelebt, in die Welt meiner Jugend zurück, ärmer als ich davongezogen, doch überreich an Erfahrung. Ich sehe sie schon vor mir, die Heimat— all das andere ist in der Saphirschale des Meeres untergetaucht, Verlustlisten. Tie Versustsiste Nr. 296 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen:, nicntcr Nr. 14, 15, 20, 22, 27, 60, 31(f. auch Feldsliegertruppei, 37, 47, 48, 49, 52, 53, 56, 57, 58, 61, 64 bis einschl. 68, 72, 78, 70, 80. 81, 88, 89, 90, 92, 93, 96, 99, 109, 110, III, 113(f. Jnf.- Neg. Nr. III), 116, 117, 118, 128 bis einschl. 132, 135. 137, 140, III, 142, 146, 147 ss. Feldfliegertruppe), 148, 149, 152, 154, 156, 157, 162, 166, 170, 171, 173, 174, 176, 330, 335, 336, 358, 359, 361, 362, 364, 370. Res.-Jnf.-Regimenter Nr. 3, 5, 15, 16, 18, 19, 21, 22, 27, 28, 30, 32, 39, 52, 59, 64, 65, 69, 71, 72, 80, 81, 82, 87, 91, 110, III, 118, 130, 206, 209, 210(f. Schwere Minenwerfer-Abt. Nr. 39), 211, 212 is. Schwere Minenwerfer-Abt. Nr. 39), 213, 215, 216(s. Schwere Minenwerfer-Abt. Nr. 39), 217, 219, 220, 221, 223, 224, 225, 227, 237, 252, 270. Landw.-Jnf.-Regimenter Nr. 2. 4. 5, 7, 8. 19, 21, 24, 27. 31, 52. 53, 61. 66, 80, 81, 85, HO. 116, 118. Landst.-Jnf.-Reg. Nr. 3. Landw.-Jnf.-Bat. Königsberg Nr. 1. Brig.-Ers.-Bataillone: 2. Nr. 5(s. Jnf.-Reg. Nr. 358), Nr. 9 ss. Jnf.-Reg. Nr. 359), 28 ss. Jnf.-Reg. Nr. 370), 33 ls. Inf.- Reg. Nr. 362), 36 ls. Jnf.-Reg. Nr. 361), 80 ls. Jnf.-Reg. Nr. 364), 81 ls. Jnf.-Reg. Nr. 362). Landst.-Jäf.-Bataillone: IV Darm- sladt, Neustadt i. Westpr., Woldenberg, III. 39.(f. Landst.-Jnf.-Reg. Nr. 3). Landst.-Jnf.-Ers.-Bataillon Oberlahnstcin. R es.-Jäger- Bataillon e Nr. 3, 6, 7, 18. Maschinenaew.-Abt. Nr. 3 einer Kab.- Dib.? Feld-Maschinengew.-Züge Nr. 57, 114 ss. Res.->Jäger-Bat. Nr. 7), 216, 238(st Res.-Jäger-Bat. Nr. 3); Festungs-Maschinengew.- Abteilungen Nr. 2, 3,(st Feldfliegertruppe), 11; Res.-Festnngs- Maschinengew.-Abt. Nr. 4. Kavallerie: Garde-Kürassiere; 1. und 2. Garde-Dragoner; Garde-Res.-Drag.; 3. Garde-Ulanen; Dragoner Nr. 8, 10, 11 (st Feldfliegertruppe), 15, 19, 22; Husaren Nr. 15; Reg. Nr. 86; Landw.-Reg. Nr. 2; Res.-Ers.-Esk. des 17. Armeekorps(st Kav.- Reg. Nr. 86); Res.-Abt. Nr. 78. Feldartillerie: 1. und 2. Garde-Reg.; Regimenter Nr. 2, 6, 7(s. Feldfliegerkruppe)', 14. IS. 18, 28, 24. 88, 85, 86, 37, 88, 51, 53. 54, 61, 66, 72, 73, 81, 83, 84, 99, 100; Rest-Regimenter Nr. 6, 15, 44, 64; 2. Landst.-Batterie des 4. Armeekorps. Fußartillerie: 1. Garde-Reg.; 2. Garde-Landw.-Bat.; Regimenter Nr. 1, 6(st Feldart.-Reg. Nr. 6), 10; Landw.-Bat. Nr. 20. Pioniere: Regimenter Nr. 24, 29, 30, 36; Bataillone: I. Nr. 2, I. Nr. 5. I. Nr. 6. I. Nr. 9, II. Nr. 11. I. und III. Nr. 16, II. Nr. 21; Kompagnien Nr. 112 und 241; Res.-Kompagnien Nr. 49, 52, 88; 2. Landw.-Komp. �des 7., 1. des 9. und 1. des 11. Armee- korps. Leichter Festungs-Scheinwerferzug Nr. 21. Schwere Minenwerfer-Abt. Nr. 39. Verkehrstruppen: Landw.-Fernspr.-Abt. Nr. 10. Feldflieger- truppe. Train: Nest-Train-Abt. Nr. 3. Magazin-Fubrpark-Kolonne Nr. 135; Leichte Etappen-Fuhrpark-Kolonne Nr. 2V; Etappen-Fustr- park-Kolonnen Nr. 27 u. 63. Res.-Pferdedepot des 25. Reservekorps. Artillerie-Munitionskolonne Nr. 1 des Gardekorps. � Sanitäts-Formationen: Sanitäts-Komp. Nr. 1 der 3. Garde- Jnf.-Div. sowie Nr. 84. Feldlazarett Nr. 8 des 2. Armeekorps. Armierungs-Bataillone. Wachtkommando der Kommandantur Spandau. Die sächsische Verlustliste Nr. 179 meldet Verluste der Jnf.-Regimenter: 100, 101, 102, 104, 177; Res.-Jnf.-Regimenter Nr. 100, 101, 103; Landw.-Jnf.-Regimenter Nr. 100, 101, 106; Ers.-Jnf.-Regimenter Nr. 23, 24, 32, 40; Ers.-Bataillone: Landw.- Reg. Nr. 101; Ers.-Reg. Nr. 6; Landw.-Reg. Nr. 104; Res.-Jäger- Bat. Nr. 12, 26; Fußart.-Reg. Nr. 19; Res.-Regimenter Nr. 12, 19; Landw.-Fußart.-Reg. Nr. 19; Pioniere: l. Nr. 12, 22; II. Nr. 12, 22; 1. Ers.-Komp., 1. Bat. Nr. 12; Rcs.-Eiscnbahn-Bau-Komp. Nr. 7, 8; Freiwillige Krankenpflege. Die württembergische Verlustliste Nr. 237 veröffentlicht Verluste des Brig.-Ers.-Bat. Nr. 53; Ers.-Jnf.-Reg. Nr. 51; Landw.- Jnf.-Reg. Nr. 119; Jnf.-Reg. Nr. 120; Füs.- und Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 122; Inf.- und Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 126; Jnf.-Reg. Nr. 180; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 247; Illanen-Reg. Nr. 19; 1. Landw.-Esk.; Feldart.-Reg. Nr. 49; Berichtigungen früherer Verlustlisten. Sriefkaften üsr NeAaktion. 31. St. 40. Wir haben mit diesen Instituten keine Verbindung und tönncn Ihnen daher in diesem Falle nicht behilflich sein. Die Finnen finden eic verzeichnet im Berliner Adrestbuch, 2 Band, Teil IV, ZnteLlS. — I. K. 075 3. und 03. L. 7. lieber ,lhre Fragen werden Sic am sichersten Sluskunst erbaltcn beim Mctallarbeilerverband, Lmienstr. 83)85. — Frida 74. Da keine Kinder und Eltern der Verstorbenen leben und ein Testament nicht vorliegt, sind deren Erben der Ehemann und die Ge- schwister der Verstorbenen. Der Ehemann erbt vorweg sämtliche Haus- ballungsgegenständc und Hochzeitsgcschente. Was dann vom Rachlast übrig bleibt tdazu gehören auch etwaige schulden) wird zu gleichen Teilen zwischen dem Ehemann und den Geschwistern geteilt. Eine Rückforderung der Oieschcnke ist ausgeschlossen.— Of. B.J. 18. Das von Ihnen angegebene Zeichen ist nur das Aktenzeichen der Stammrolle.— Günther 4. t. Würde eine Klage gegen Jbrcn Mann angestrengt, so mühte das Veriahren für die Dauer des Krieges ausgesetzt werden. 2. sie hasten für die Schulden Ihres Mannes nicht und sind keineswegs verpflichtet, die Sachen herauszugeben; Sie dürfen das nicht. 3. Die Zahlung des Restes würde einen weiter- gehenden Anspruch beseitigen. Im übrigen beachten Sic die Antwort zu 1. — I. ff. 18. Das letzte von Ihnen angegebene Zeichen heiht Herzkrankheit. Die anderen Zeichen sind von Ihnen nicht richtig wiedergegeben; kommen Sie doch mit dem Pah in die Sprechstunde.— 31. 808. Der Widerklage braucht ein Sühnetermin nicht voranzugehen; sie kann nach erhobener Klage des andern bis zum Ichluh der ersten Instanz erhoben werden.— M. Z. 54. Die Betreffenden erhalten zwar leine Zeugen- gcbüdr, aber sogenannte Auslagen, die noch höher sind.— F. 5?. 33. Schwacher Knochen- und Muskelbau; aber als Landsturm tauglich.— — L. 1. 1. Nein. 2. Eltcrngeld kann gezahlt werden, wenn der Ge- snllene den Lebensunterhalt der Ucbcrlebenden ganz oder überwiegend bc- stritten hat. Ein Anspruch aus Elterngeld besteht nicht. Das Kriegs- clterngcld sür den Pater einer Militärperson der Uniertlasse beträgt böchstcns 250 M. Der Antrag ist, wie der Antrag auf Witwengeld, bei der Polizeibehörde zu stellen.— G. 5. Krampiadergeslechte; Landsturm ohne Waffe; als Armicrungssoldatjwrwcndungssähig.— 31. 1. Wegen Schwerhörigkeit zeitig untauglich, sind Sie von der Obercrsatzkommission ausgemustert. so werden Sie nicht mehr herangezogen; sonst ist eine Nach- Musterung noch möglich.— Ad. 88. Wegen umfangreicher Narbcngebilde dienstuntauglich.— H. 79. Wenn Ihr Mietsvertrag nichts Gegen. teiliges besagt, nein.— 31. G. 621. 1. und 2. Ein Antrag nach dieser Richtung bin wäre zwecklos. 3. Es genügen die von Ihnen an- gegebenen Adressen. Die Möglichkeit der Anstellung ist vorbanden. B. Sch. 1880. Nach den von Ihnen milgeteitten Zeichen sind Sie sür dauernd untauglich ertlärt und werden nicht mehr herangezogen. � Kaslirke. An der Uniersiützung wird durch Ihre Reise nichts geändert.— Theater für Dienstag, den 10. August. Deutsches Künstler-Theater. 8'uubr. Der Sonnenvogel. Deutsches Opernhaus Charlotthg. 8 uhr; Ber LetteklMiit. Friedrich-Wilhelinstädt. Theater. 8.17.: Kyrilz-Pyritz. Gebr. H©IT ItfdBd-Theater 8 uhr: Benjamin macht Alles. Klein es Theatep. 8-/. Ii.- Ein kostbares Leben. I.esslng-Theater. sv.u.: Seine einzige Frau. l..iistspielhana. sv. u.:HeiT5eliaItL Diener gesflclit Schlllcr-Th.Charlottenbg. s uhr: Al(-Heide!berg. Thalia-Theatep. sv. u..- Eine verflixte Annonce. Theater am X'ollcndorfpl. sv.u.. Immer feste druff! Theater des Westens Ab Sonnabend, 14. August: „Andersen". Phant. Tanzspiel v. Ose. Xedbal. Trianon-Thcater. V,.uhr- liiMmiW Kaehfolier. URANIA Taufcenstraße 48)43. 8 Uhr: Der Isonzo und Oester- relelis AdriakQste. Voigt-Tlieater. Badstr. 58. Badstr. 58. UM" Täglich: fVl „Die Gauklerin." Lolksstück mit Gesang in 3 Auszügen. Erstklassiges Variete Kasseneröffnung 10 Uhr. Ans. 4 Uhr. Rose-Theater. sv.u.. Die Toehter des Gefanpen. Gartenbühne: liicb Vateplancl Walhalla-Theater. IHellasehinenbaiier 8 Uhr; von Berlin. Gartenbühne: Verstell., Apollosänger. Reichshallen-Tlieater. Stettiner Silage r. Ans. 8 U. Zum 480. Male: in Militärisch. 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Ehre seinem Andenke» k Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. August. nachmittags 3S/, Uhr, von der Leichenballe des Pbilipvus-Apostel- Kirchhofes aus nach dem städtischen Friedhof in der Müllerstratze Ecke Seestraffe statt. Rege Beteiligung erwartet Ber Vorstand. Platinabfälle bis 5,50pro Gramm. Zabngcbisse bis 50.00, Goldiachen, Silberiachen, Treffen, Quecksilber. Stanniolvavier bis 3,25, Kupser bis 185, Messing bis 130, Zinn. Nickel, Aluminium, Zink, Blei, Höchstpreise, Edelmetall- Einkauisbureau Weder- straffe 3t(Telephon, Abholung.)* Fahrradaukauf Weberstraffe 42. Verschiedenes. Möbel. Möbel gegen sofortige Kasse sehr preiswert zu verkaufen, Brunn cn- straffe 7, Laden._ 82K Model aller Art aus Kredit, de- gucine An- und Abzahlung. Möbel» Lcchner, Bxunn enstraffe 7. Zweites Geschäst Müller straffe 174. Sonntag von 8— 10 geöffnet._ 81K* Möbel! Für Brautleute günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleiner Anzahlung schon Stube und Küche. 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Marien- dorserweg, verlangen Fischer u. Co. Arbeiter- Radfahrer- Bund „Solidarität" Mitgliedschaft Lichtenberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daff unser Bundesgenosse Lricti Fritsche (II. Abteilung) Markgrasendamm 11 wohnhast gefallen ist. Möge ihm die fremde Erde leicht sein. 11/16 Der Vorstand. Am 1. August erlag als Opser I des Weltkrieges im Feldlazarett seinen schweren Verwundungen I mein innigstgeliebter Mann und treusorgender Vater, der Unter- i ojfizicr Karl Heldemiiller | im Alter von 29 Jahren. Dies zeigt tiesbetrübt an )frau Elise Heidemüller u. Sobn, Schwiegermutter und Verwandte. ! Entschwunden ist sür immerdar, was aus der Welt mein liebstes war. Unvergetzlich bleibst Du den I Deinen, die nicht an Deinem | Grabe können weinen. 2l5Sb Als Opfer des Welikrieges siel am 7. Juli bei einem Sturm- angriff mein hoffnungsvoller Sobn. Enkel. Bruder und Neffe, der Gardeschütze 7A Fr'üz Grantz im blühenden Alter von 26 Jahren. Dies zeigen im tiefsten Schmerz an Frau Marie Grantz eb. Neumann als Mutter. t-au Auguste Neumanu als Groffmutler. Ernst Grantz als Bruder, z. Z. im Felde. Familie Fiebig. Fritz Neumanu als Onkel. Berlin-Königsberg. Als Opfer des Wellkneges siel I am 20. Juli 1915 mein lieber, guter | Jugendgenoffe, der Musketier �Vitkelm Aude j im Alter von 22 Jähren. Dies zeigt in liefstem Schmerze I an Pilse Richter, 121606 Teffauer Straffe. Ruhe sanft in fremder Erde I Deutscher ßuehhinderverhsnd. Zahlstelle Berliu. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daff unsere Kollegin Martka Schäffer geb. Volkmann plötzlich gestorben ist. Üsibre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den lt. August, nach- mittags 4 Uhr. aus dem Markus- Kirchhos in Wilhelmsberg statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 23/11 Die Ortöverwaltung. Zimmerlkult�hem�Lohn�und Landzulage sofort verlangt. 2156b Theodor Kieemanu. schmidstr. 8. lliU IrstpFor ungelernte, zum lOv �Ivlllll, siratzenbau vor der Krastfabrerkaserne Lanlwitz, Ma- rienseider straffe, bei hohem Lohn verlangt. Kopp& CJIe. Meine treue Lebeusgejährlin und unsere gute Mutter V/ilhoimino Buggert geb. Bock wurde uns am 8. August durch den Tod entrissen. Die Einäscherung findet am Mittwoch, den lt. August, nach- mittags 5 Uhr. im Krematorium Gerichtstraffe 37/38 statt. Um stilles Beileid bitten �.ng. Buggert nebst Familie. Malplaauetstr. 16. 37A Vom 12. August abhalteich wieder persönlich Sprechstunden ab: Wochen- täglich 5—7, Sonntags 8'/,— Sstz. Dr. Ed. Bäumer usw. 21576* Arzt sür Hautkrankheiten Friedrichstr. 20. Danksagung. Für die zahlreichen Kranzipenden und Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau und guten Mutter Anns Lehnte sagen wir hiermit allen Beteiligten unseren herzlichsten Dank. Julius Schulz und Sohn, 2158b_ Britzer Str. 22.__ Danksagung. Zurückgekehrt vom Grabe meines lieben, unvergefflichen Mannes und guten Vaters sagen wir allen daran Beteiligten, insbesondere dem Zweiten Berliner Neichsiags-Wablkreise, dem Sozialdemokratiichen Gast- und Schankwirte-Verband und der Be- ziikskomm. der Möbelpolierer des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes unseren innigsten Dank. Witwe Barle �Vrndt 2162b und Tochter. Gskar Wollburg T rauer- Magazin Berlin N., Brunnenstraße 56. Große Auswahl in schwarzer Konfektion; auch Sinz. Rocke, Blusen, Hüte etc. Anfertigung nach Maß in 12 Stunden. Aenderungen sofort.* -- 4 � X ü\J o üxi e_' ü ä-xor* a v. t*- o.-■■——*__,>'■ 4■»» o T' WT »VrantRartir�ci Redakteurl Alfred. Tlhotj. Neukölln. Füx den Lnferatenteil veranw.: Th. GUttie. Berlin. Druck«.Verlag: Borwärtz» Buchdruckerei u. VerlagsanMt Paul Kmger L- So, Berlin t>W.