Sir. 183.— 1915. Utttet�Q(t UttggMfltf ües Dogtodrtg J\\» Mmierungssolöat im Zelöe. Es sind nun schon vier Monate vergangen, seitdem ich zum zweitenmal in den Krieg zog. Diesmal als Armierungssoldat. Am 29. März begann unsere Vorbereitung zum Abrücken, und am andern Morgen schlug wieder die Stunde des Abschieds— schwerer als beim erstenmal wurde er: hatte ich doch bereits als Sanitäts- soldat die Strapazen und Gefahren im Osten kennen gelernt, die uns wieder bevorstanden. Aber alle Grillen wurden vertrieben durch den Humor vieler Kameraden. Unser Zug brachte uns nach C. Die Bahnfahrt bot viele interessante Momente. Von hier ging es nach I., wo wir zum Teil in Massenguartier auf Stroh, zum Teil in Bürgerquartieren untergebracht wurden. Ich selbst hatte das Glück, ein Bürgerquartier zu bekommen. Wir schauten uns ein wenig im Orte um. Weit brauchten wir nicht zu gehen, und schon sahen wir die Verheerungen des Krieges. Viele Häuser waren durch Artillerie völlig zerstört; von anderen standen nur noch die Außenmauern. Viele Kriegergräber deuten darauf hin, daß hier furchtbare Kämpfe stattgefunden hatten. Aber gegen die Dörfer in Polen stehen diese hier noch glänzend da. Nun begann unsere„Ausbildung" zu strammen Schippern. Zuerst wurde das übliche Grützen gelehrt, und dann wurden wir vereidigt. UUsere erste Arbeit war, am ersten Osterfeiertag Eisen- bahnwagen ausladen. Am nächsten Tage ging es zur eigentlichen Arbeit. Mit Spaten, Schippen, Picken usw. ausgerüstet, unter- nahmen wir den Aufstieg auf einen 499— 599 Meter hohen Berg. Eine anstrengende Leistung für Leute, die doch infolge ihrer man- gelnden Gesundheit vom Militärdienst befreit waren. Auf diesem Berge begannen wir, Schützengräben zu bauen. Stein, und Lehm- bodcn erschwerte uns das Arbeiten. Bei Regenwetter muhte man die Stiefel festhalten, da sie sonst in dem grundlosen, aufgeweichten Lehmboden stecken blieben. Dieses Schauspiel wiederholte sich zirka 14 Tage lang. Arbeitszeit: von 7 Uhr früh bis 2 Uhr mittags. Abends um 6 Uhr ist Appell. Der Sonntag ist frei, aber wir haben Appell im„Ausgehanzug". Das ist eine sehr schöne Bezeichnung, nur mutzten wir leider in demselben„SonntagSanzug" wochentags arbeiten. Wir hatten also Sonntagsvormittags nichts weiter zu tun, als unfern Arbeitsanzug durch anstrengendes Bearbeiten mit der Bürste in einen AuSgehanzug zu verwandeln. Mein Quartier war vorzüglich; mittags, wenn ich von der Arbeit kam, stand stets eine Flasche Wein auf dem Tische. Hier lsätte ich es noch lange ausgehalten, doch mutzten wir am Sonntag, den 18. April, von hier abrücken. Mittags um 12 Uhr begann unser Marsch mit vollgepacktem Affen und Handwerkszeug, l�n der glühendsten Sonnenhitze marschierten wir 4 Kilometer WS zum nächsten Bahnhof; dann fuhren wir bis R., um von hier aus nach B. zu marschieren. Um 12 Uhr nachts gelangte ich mit einigen Kameraden an. Ein grosser Teil der Kameraden war schon früher am Ziel. Glücklich waren wir, als uns wieder Bürgerquartiere zu- gewiesen wurden. B. ist ein streng katholischer Ort mit 599 Ein- wohnern. Hier war vom Kriege noch nichts zu merken. Von hier aus ging es am 29. April zur neuen Arbeitsstätte. Zwei Stunden Marsch brachten uns wieder auf einen Berg. Hier bestand unsere Arbeit im Bau von Schützengräben, Unterständen und Blockhäusern. Nebenbei vergnügten wir unS mit BaumfÄlen, Transportieren von Zement, Steinen, Wellblech und Talken. Es war sehr interessant zu sehen, wie ein Rechtsanwalt die Steine schleppte, ein Philologe Sand auf seinem Spaten weiter trug usw. So gelang es uns, ohne geschulte Kräfte ein« Verteidigungsstellung zu schaffen, die auch das volle Lob unserer höchsten Vorgesetzten fand. Noch hatten die Franzosen die Kuppe des gegenüberliegenden Berges besetzt. Da. am 26. April, begann da drüben ein gewaltiges Schietzen. Granaten schlugen ein, die Artillerie bombardierte die Kuppe, ununterbrochen ratterten die Maschinengewehre. Am nächsten Tage brachte der Bericht den siegreichen Sturm unserer Truppen. Unsere freie Zeit wurde hier durch den zweistündigen Marsch vom Quartier zur Arbeit erheblich geschmälert. So waren wir von morgens H5 Uhr bis abends �5 Uhr bei der Arbeit oder unter. wegS, ehe wir etwas Warmes bekamen. Abends 6 Ubr war wieder Appell und Empfang von Liebesgaben! Auch hier ging des Sonn- tags Appell im„AuSgehanzug" vor sich. Doch hier war die Arbeit weniger schmutzig, denn wir arbeiteten in besserem Kiesboden. Diese Tätigkeit dauerte bis 13. Juni; dann hatten wir Ruhe bis zum 17. Juni. Am 18. Juni ging der Marsch nach Sch. und dann weiter zur Front. Zum erstenmal schlief ich in einem Unterstand. Wir waren in der vordersten Stellung unserer Truppen angelangt. Die Wohnung im ersten Unterstand kündigte ich bald, da ich mich nachtS mit Händen und Füssen gegen Ratten und Mäuse verteidigen mutzte. Die Ameisen, die Uns nebenbei pisackten, waren nur einen Zentimeter lang. Nun bezog ich einen vornehmen Unterstand, der zwei Etagen hatte. Ich bewohnte die oberste Etage. Hier war es sehr gemütlich. Abends Brillantfeuerwerk und Freikonzert der deutschen und französischen Kapellen. Nur unangenehm war es, wenn die Granaten an einem vorbeipfiffen. Die Arbeit war hier sehr vielseitig. Am ersten und zweiten Tage mutzten wir das Essen von der Küche bis in die vordersten Linien bringen; dann die Schützen- und Laufgräben von Steinen säubern; abends Bierfässer tragen usw. Hier verlebten wir aber auch schöne Tage, bis wir einer anderen Kompagnie zugeteilt wurden. Nun mutzten wir Balken und Bretter einen 399 Meter hohen steilen Berg hinaufschleppen bis in die vordersten Linien. Beim Horchposten erneuerten wir einen Unterstand. Bei derartigen Arbeiten verging die Zeit. Eine angstvolle Nacht verlebten wir jüngst auch hier. An einem Abend, bei Eintritt der Dunkelheit, hob plötzlich«in ganz fürchterliches Schietzen an. In der Nacht mutzten wir sogar aus unserem Unterstand flüchten und im Laufgraben schlafen. Gra- naten Pfiffen dicht über uns hinweg, ein furchtbares Maschinen- gewehr- und Jnfanteriefeuer dauerte bis zum Vormittag des anderen Tages. Wieder aber war der Angriff der Franzosen, der eingesetzt hatte, abgeschlagen. Wir glaubten, der Kampf tobte bei unserer Stellung, in Wirklichkeit wurde er aber eine halbe Stunde von uns entfernt auSgcfochten. Zwischen unserer und der französischen Front lag der dabei völlig zerstörte Ort B. Am Dienstag, den 13. Juli, muhten wir unsere Stellungen wieder verlassen, um anderweitig Verwendung zu finden. Wir fuhren nach Colmar, dann in der Richtung Münster, und ein kurzer Marsch brachte uns in unsere jetzige Stellung. Mit dem Bürgerquartier ist es nun aber aus. und wir liegen in Massenquartieren auf Stroh. Auch hier haben wir«inen an- ständigen Marsch zur Arbeitsstelle. Der Weg ist sehr gefährlich, da ihn die französische Artillerie beschietzen kann. Schon oft hat sie unS von ihrer Anwesenheit überzeugt. Erst vorgestern schlugen fünf oder sechs Granaten in meiner unmittelbaren Nähe ein. Ich suchte in einem Hause Schutz vor den herumfliegenden Steinen und Granatsplittern. Wir sind jetzt zehn Tage hier und haben davon höchstens die Hälfte Zeit arbeiten können. Die schlimmsten Tage meines Lebens habe ich am 29. und 21. ds M. erlebt. Kaum auf der Arbeitsstelle angelangt, empfingen uns die Franzosen mit vier Geschossen schwersten Kalibers. Diese schlugen so dicht vor uns ein, datz wir flüchten mutzten, um nicht von den herum- fliegenden Steinen getroffen zu werden. Nach kurzer Zeit schlug Granate auf Granate oben auf dem Gipfel des BergeS ein, wäh- rend wir uns im Tal befanden. Hoch flogen Baumstämme und Steine in die Luft. Ein Höllenlärm begleitet« dieses Schauspiel. An Arbeiten war da nicht zu denken. Nach Haus konnten wir auch nicht, da die französische Artillerie den Rückzug durch anhaltendes I Feuern versperrte. Nach genügender Vorbereitung durch die Artillerie begann das Feuer der Infanterie und der Maschinen- gewehre auf unsere Stellungen. Man sah die Artilleriegeschosse in der Luft ankommen und dachte nur: Wo werden sie krepieren? Noch nie soll die französische Artillerie auf so kurze Streck« solch mörderisches Feuer gegeben haben wie hier. Und doch wurde der Angriff, den die Franzosen auch hier wieder versuchten, von unseren Truppen laut Bericht vom 27. Juli abgeschlagen. Gestern schlug noch einmal ein Schrapnellstück bei uns durchs Dach, ohne jedoch jemand zu verletzen. Bis jetzt habe ich alle diese Strapazen und Gefahren sehr gut überstanden; hoffe auch in Zukunft alles gut zu überstehen. Augenblicklich bin ich Sanitäter bei den Schippern. Der Dienst im Bureau ist aber doch eine Spielerei gegen das, was wir hier leisten müssen. Auf Wiedersehen! polsthwankungen. Die Erdachse, zugleich die Weltachse, um die sich das ganze Himmelsgewölbe dreht, gilt als unveränderlich, der Punkt, an dem sie das Himmelsgewölbe trifft, als der„feste Pol in der Er- scheinungen Flucht". Die Astronomen freilich wissen seit langem, seit Hipparchs Zeiten s159 v. Chr.), datz dieser unveränderliche Pol eine langsame, aber ganz regelmäßige Bewegung am Himmel voll- zieht, zufolge einer langsamen aber andauernden Drehung der Erd- und HimmelSachse, die in 26 999 Jahren einen vollständigen KreiS mit einem Halbmesser von 23>/z Grad beschreibt. Die Tag« und Nachtgleiche, das sind die Punkte, an denen der Himmels- äquator von der Ekliptik, der scheinbaren Sonnenbahn am Himmel geschnitten wird, rücken deshalb langsam am Himmel vor. Nutzer dieser durch die Anziehung von Sonne und Mond verursachten so- genannten Präzession erlerdet die Erdachse noch geringere Schwan- kungen, die Nutation genannt, die dadurch hervorgerufen sind, daß der Mond sich nicht immer in der gleichen Stellung zur Erde be« findet. Aber diese Bewegungen betreffen die Erde als Ganzes, die mit ihrer Achse zusammen ihre Lage im Raum etwas ändert. während die Achse in Beziehung zur Erde selbst unveränderlich bleibt. Seit 29 bi» 22 Jahren ist man indessen auf eine geringe Be- wegung de« Nordpols aus der Erde selbst aufmerksam geworden, also auf eine Verschiebung der Drehungsachse im Innern der Erde selbst. Diese Bewegungen müssen sich durch entsprechende Aenderungen der geographischen Breite eines Ortes respektive der Erhebung des Himmelspols über den Horizont iPolhöhe) verraten. Die Aenderungen sind zwar autzerordentlich klein, aber für die feinen modernen Metz- instrumente doib nachweisbar, und sie haben die Astronomen veran- laßt, einen ständigen Ueberwachungsdienst der Erdachse oder einen Breitendienst einzuführen, was natürlich nur auf internationaler Grundlage geschehen konnte. Die Resultate der aus bestimmten Sternwarten dauernd fortgesetzten Beobachtungen der Polhöhe werden an eine Zentralstelle und zwar nach Kiel gesendet, wo aus ihnen die Bewegung des Pols abgeleitet wird. Durch den Krieg haben die meisten Formen des internationalen wissenschaftlichen Zusammen- arbeitens eine sehr unliebsame Störung erlitten. Beim inter- nationalen Breitendienst ist das glücklicherweise nicht der Fall ge- Wesen, von den verschiedenen Stationen ist das BeobachtungS- Material sogar nur mit geringer Verspätung nach Kiel eingeliefert worden, so daß die Berechnung dort wie auch in früheren Jahren vorgenommen werden konnte. In den„Astronomischen Nachrichten" ist das Resultat veröffenllicht und zugleich die Bewegung deS wahren Nordpols um den mittleren für die Zeit vom 1. Januar 1S9S bis 1915 eingezeichnet. Die Kurve ist eine etwa kreisförmige Spirale. wobei freilich die Kreisform der einzelnen Windungen sehr allgemein und verzerrt sich darstellt. Schon seit dem 1. Januar 1996 nahmen die Windungen an Um- fang zu, und diese zunehmend« Bewegung hielt bi« zum Januar 1911 an. In den folgenden Jahren verengt« sich die Spirale wieder ganz erheblich und hatte im Januar 1914 fast wieder den Stand von 1996 erreicht. Aber im letzten Jahre hat die Spirale wieder eine grössere Windung bekommen. Gross und klein find hier natürlich nur verhältnismässig gemeint, denn, wie schon gesagt, handelt eS sich überhaupt nur um sehr kleine, mit den schärfsten Instrumenten nach- weisbare Bewegungen. Die grötzte Entfernung des wahren Pols vom mittleren übertrifft noch nicht 9,35 Bogensekunden, da» sind, da der ganze Erdmeridian von 369 Grad einer Länge von vierzig Millionen Meter entspricht, im Längenmatz nur 19,9, also noch nicht ganz 11 Meter. Würde man über den mittleren Pol ein Häuschen errichten mit nur 11 Meter Längen- und Seitenfront, so würde der wahre Pol stet« noch innerhalb dieses Häuschens bleiben. Als Ursache dieser etwas unregelmätzig periodischen Bewegung de« Pol« werden grosse Massenverschiebungen angesprochen, die zwar alljährlich, aber in den einzelnen Jahren in verschiedener Weise auf der Erde stattfinden. Die Schneeschmelze in der nördlichen EiSregion bewirkt in jedem Jahre den Transport ungeheurer Massen in südlicher Richtung, und eS ist recht wohl denkbar, datz durch solche Verschiebungen auch die Drehungsachse der Erde selbst geringe Ver« änderungen erleidet. Die Regelmätzigkeit der Polbewegung, die aber doch von Jahr zu Jahr verschieden ausfällt, scheint eine der- artige Ursache zu verlangen. kleines Zeuilleton. Oer benagelte Hinüenburg. In der bürgerlichen Presse wird gegen den Plan, in Berlin eine Hindenburgfigur zu errichten, die gegen Entrichtung einer Gebühr jeder benageln darf, Einspruch erhoben. U. a. schreibt die.Jenaische Zeitung":.Unbegreiflicherwcise fühlt man in Berlin anscheinend nicht dre Unmöglichkeil, die Nagelung von Kreuzen oder symbolischen Figuren auf das Abbild eines Lebenden zu übertragen. Um sich die Absichten der Berliner klarzumachen, bitten wir den Leser, sich vor- zustellen, datz irgendwo auf öffentlichem Platze ein Standbild seines eigenen Vater« stände, und datz nun jeder Mensch berechtigt sei. dem Gebilde Nägel in Lunge, Herz und Magen zu bohren. Man denke sich die Geistesblitze, die ganz un- vermeidlich find, wenn die Nagelung der Magenaegend vor sich geht— und man wird uns zustimmen, wenn wir lagen, datz man im Begriff ist, Hindenburg zu beleidigen! Exzellenz selbst werden da« nicht aussprechen, natürlich I Herr v. Hindenburg hat ja schon hinreichend geschmeckt, wie manche Zeitgenossen den„Ruhm" auf- fassen, wie sie glauben, datz ein„volkstümlicher" Mann sich jede Barbarei mit Anstand gefallen lassen mutz. Er wird also gefaßten Geistes auch dazu lächeln, wenn Schulze und Lehmann rn fein hölzernes Ebenbild Nägel einschlagen. Aber für ihn sollten Tausende im Volke sich erheben. Die Deutschen haben sich dagegen ver- wahrt, Barbaren genannt zu werden, und mir vollem Recht. Hier ist aber wirklich eine Barbarei geplant. Der Gedanke, datz jeder beliebige Mensch an ein Kunsttverk herantreten darf, um es mit einem Nagel zu verzieren, widerspricht schon an und für sich unserem natürlichen Gefühl. Dieses sagt uns, datz ein Kunstwerk, wenn der Künstler eS aus der Hand gibt, fertig und für jeden anderen unverletzlich ist. Deshalb haben diejenigen ein gesundes, richtige« Befühl bewiesen, die zur Nagelung gewisse einfache Formen wählten, wie Sterne, Kreuze u. dergl. Schon der Eiserne Roland will un» nickt recht geschmackvoll erscheinen, aber der gute Zweck mag da« schliesslich entschuldigen. Bor Bildern Lebender oder der- jenigen, die un« noch als Lebende teuer waren, soll man jedoch Halt machen. Wir geraten sonst in die Gefahr, datz auch eiserne Bismarcks, Moltkes und Roons die deutschen Kunstschätze bereichern. Und wer schützt des Kaisers Bild vor einer Nagelung. wenn Hinden- i bürg e« über sich ergehen lassen mutzte. Gewiss ist es noch Zeit, die geplante Barbarei zu unterlassen. Man setze dem„Eisernen Hindenburg" einen anderen Kopf aus und gebe dem Dinge einen anderen Namen. Wenn es den Berlinern besonderen Spatz machi, einer menschlichen Fidur Nägel iir Brust und Magen zu schlagen, so mögen sie der Sache einen allgemeinen Namen geben; ein eiserner Grenadier, Musketier oder dergleichen wird keinen Anstotz erregen."_ konftantinopel währenö ües Krieges. Ein im Orient lebender Schweizer schreibt in der„Neuen Zürcher Zeitung": Wenige Tage nach unserer Abreise von Konstantmopel fanden wir in Saloniki in einem der grötzten Londoner Blätter eine Zeich- nung: drei englische Flieger kreisen über der Sultanstadt, ungeheure Aufregung hervorrufend. Unser Erstaunen über diese„neueste Nach- richt" war natürlich groß, denn tatsächlich hat bisher rroäi kein feindlicher Flieger die Hauptstadt der Türkei überflogen. Es dürfte nicht ohne Interesse sein, ein richtiges Bild von Konstantmopel, wie eS sich noch im Juli dem neutralen Be- obachter darstellte, zu erhalten. Im europäischen Pera und Galata merkt man kaum etwas vom Kriege. Das Leben auf der grossen Pera- stratzegeht seinen gewohnten Gang. Sämtliche Läden und Warenhäuser sind geöffnet. Am Nachmittag trägt, wie immer sonst, die putz- süchtige Perotin ihren neuesten Hut spazieren, und abends und nachts sind alle Bergnügungsgürten von einer lärmenden und leb- hast gestikulierenden Menge geradezu überfüllt. Auf der grossen Brücke über das Goldene Horn ist der Verkehr etwas weniger leb- hast als früher. Im türkischen Stambul drängt sich nach wie vor die Menge durch enge, holperige Stratzen. Hrer wimmelt es von Soldaten und neu eintreffenden Tekruten. Diese braunen Kinder Anatoliens werden in langen Zügen nach den Kasernen geführt. Je zwei und zwei halten sich an der Hand, und alle schauen sich fast ängstlich nach dem Neuen der grossen Stadt um. In wenigen Monaten werden sie als stramme Soldaten an der Front stehen. Der Platz vor dem Bahnhof gleicht, wie im Balkankrieg, einem Feldlager. In der Stadt herrscht Ruhe und Ordnung. Jeder Polizist ist aus seinem Posten. Wer ausgeht, mutz sein Wesicka fAuSweisschcin) bei sich haben; er läuft sonst Gefahr, ein paar Stunden im Wacvt- lokal verbringen zu müssen... Bor kurzem sind alle Schilder mit dem Namen der Stratzen entfernt und durch türkische Aufschriften er- setzt worden. Kein Ladenschild mehr darf„fränkische Buchstaben" aufweisen, es sei denn, datz der Besitzer deS Geschäfts Deutscher oder Oesterreicher ist. Nur Türkisch und die Landessprachen sind noch erlaubt. Im übrigen behandeln die Türken Untertanen der feindlichen Staaten mit grosser Schonung. Beim Ausbruch der Feindseligkeiten durfte jeder, der es wünschte, das Land ver- lassen. Die Zurückbleibenden wurden nicht interniert und dürfen noch beute ihren Geschäften nachgehen. Und noch jetzt erhalten Personen die Erlaubnis zum Verlassen der Türkei. Die französischen und die englischen Geschäfte auf der grossen Perastratze verkaufen ihre Waren wie im tiefsten Frieden. Ein englischer Fabrikant geht ungehindert auf dem Kriegsministerium aus und ein und darf e» sich sogar leisten, in den Gängen dieses Gebäudes mit seinen Geschäftsfreunden auf Englisch über den Krieg zu sprechen. Allerdings sind die eng- lischen und französischen Schulen geschlossen und ihr Besitztum. besonder» da« der französischen Jesuiten, beschlagnahmt worden. Ausserdem hat man vielfach leerstehende Privathäuser mit Militär belegt. Aber da« ist auch so ungefähr alles. Der deutsche Einflutz gewinnt in dieser Zeit mächtig an Boden. Ueberall hört man Deutsch sprechen, sogar der armenische Verkäufer im kleinsten Laden hat sich ein paar der gebräuchlichsten Sätze mit Geschick angeeignet. An Lebensmitteln herrscht kein Mangel. Mehl kommt in ge- nügender Menge au» Anatolien, Früchte und Gemüse bringt der Sommer in Ueberflutz. Teuer sind Kohlen und Petroleum geworden: jedoch bringen täglich kleine Segelschiffe frische« Brennholz von den Küstenplätzen deS Schwarzen Meere», so daß auch in einem zweiten Kriegswinter die Hauptstadt nicht ohne Brennmaterial fein würde. Wer im Orient wohnt, ist an Ueberraschungen aller Art ge- wöhnt. Eine solche ist das Konstantinopel vom Juli dieses Jahres. Schon im vergangenen Herbst sagten weise Leute Hungersnot. Krankheit und Elend für den Winter voraus; dann zu Dutzenden von Malen den bevorstehenden Fall Konstantinopel«. Und heute steh! die Stadt nqch unbesiegt und ungebrochen da. Welch andere Stadr der Welt hätte wohl«inen gleich starken Bundesgenossen: diese günstige geographische Lage!... Inöifthe Gefangene in Veutschlanö. Die in englischen Zeitungen erscheinenden Berichte über die durch neutrale Vermittler geprüften Zustände in den deutschen Gefangenen- lagern sind in ihrer knappen Tatsächlichkeit die beste Antwort aus alle Angriffe gegen unsere Barbarei. Der letzte dieser Berichte ent- hält die Schilderung eines Angehörigen der amerikanischen Botschasl in Berlin, der das Konzentrationslager in Wünsdorf bei Zossen be- suchte, in dem indische Kriegsgefangene untergebracht sind:„Gegen- wärlig sind 499 indische Soldaten und 4 Offiziere im Lager von Wüns- darf interniert. Ich sprach mit jedem der Offiziere, und sie sagten, daß sie freiwillig bei ihren Mannschaften blieben und keinerlei Anlatz hätten, ihre Ueberführung in ein OsfizierSlager zu beantragen. Jeder Offizier erhält monatlich 69 M. Die Inder werden zu keinerlei Arbeit ausserhalb de« Lagers verwendet. Sie befinden sich unter dem Kommando ihrer eigenen Offiziere und spielen täglich Futzball. Die gut an- gelegten Bäder in dem benachbarten mohammedanischen Lager stehen zu ihrer Verfügung. Die Moschee in dem genannten Lager wird bald fertiggestellt fein und soll auch den Indern als Bethaus dienen. Die deutschen Wachmannschaften nehmen jede Rücksicht auf die reli- giösen Empfindungen der Inder; sie betreten weder die indische Küche noch die Orte religiöser Uebungen. Der deutsche Offizier, in dessen Händen da« Kommando liegt, war lange Zeit in Ostafrika: er scheint durchaus da« persönliche vertrauen der ihm unterstellten Gefangenen zu genießen." Nötige». — Prof. Heinrich Brunner, ein bekannter Lehrer und Erforscher der deutschen und germanischen Rechtsgeschichte, ist in Kissingen im 76. Lebensjahre gestorben. Prof. Brunner, ein ge- borener Oberösterreicher, gehörte der Berliner Universität seil 1873 an. — Ein alter Denkver« über den Krieg. Die eng- lisch« Zeit- und Gelegenheitsdichtung, die sich auch mit Vorliebe rein menschlicher Verhältnisse in Schilderung oder Persiflage be- mächtigte, hat in früheren besseren Zeiten manch kräftiges und nach- denklicheS Wörtlein gefunden. Sie blühte damals vor allem, als die typische G-stalt des John Bull eben erst erfunden war, die üngst ihr 299jährigeS„Jubiläum" begehen konnte und so charäkte- ristisch für die politische und sozial« Entwickelung Britannien« ge- worden ist. Zu Anfang dieser John-Bull-Zeit also brachte, wie der „Deutsche Buch- und Steindrucker" mitterlt, ein englisches Buch- Händlerblatt vom Jahre 1747 folgende sinnreiche Lehre vom Lauf der Welt, die in deutscher Uebersetzung lautet: Krieg gebiert Armut, Reichtum— Stolz. Armut— Frieden, Stolz ist de« Krieges Grund, Fried«— Reichtum. Krieg gebiert Armut: Die Welt ist rund. Theater für Donnerstag, 12. August Deutsches Künstler-Theater. s'/.uir; Der Sonnenvogel. Deutsches Opernhans Charlottbg. s uhx: Der ßettelsludent. Friedrich-Wilhelmstädt. Theater. Kyritz-Pyrilz. Gebr. K SBTnfCiCS. Theator s uhr: Benjamin macht Alles. Kleines Theater. s'/.u.: Ein kostbares Leben, Qesnlazr Theater. s'/.o.- Seine einzige Frau. l/nstspielhans. -/4u.:flerrsetiaftL Diener gesucht URANIA Tauben straSe 48/43. 8 Uhr: Der Isonzo und Oesterreichs ÄdriakQste. SchiUer-Tb.Charlottenbg. s uhr: All-Heidelberg. Thalia-Theater. s1/« u.: Eine vertlixte Annonce, Theater am KoIIendorfpI. s1/. u.; Immer feste druff! Theater de« Westens Ab Sonnabend, 14. August: „Andersen". Phant. Tanzspiel v. Ose. KedbaL Trlanon-Theatcr. sv.uhr: Baonemanns Baclfolger. Berliner Theater Ab Sonnabend, 14.d. JI.,tägl.8Uhr ,, Extrablätter." Schluß iler | Sonntag, den 15. August: Oscar Sabo | Müda Breiten i Parslval- Quartett sowie der glänzende August-Spielplan. Rose-Theater. s'/.u.: Die fochter öes Gefangenen. l'iartenbühne: Kleb Vaterland Walhalla-Theater. Die Jlaschinenbancr S Uhr: von Berlin. Gartenbühne: Vorstell., Apollosänger. W oigt-Tlieater. Badstr. 58. Badstr. 58. 53®" Täglich: „Die Gauklerin." Pollsstück mit Gesang in 3 Auszügen. 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August 1915 mit verstärktem Orchester K OpernsAbend» und 4 Opernsänger als einmaliges Gastspiel Soldester, der.Hcldentenor, Bcadcttl, lyrischer Tenor, Hansen aus Kopenhagen. Nariion, Sleehinann aus Stuttgart, Bassist. Lonntax, den 15. August 1915: Ein einmaliges Gastspiel der Opernsängerinnen Gavilla und Frau Dr. Eiscnstett(gesungen Duette und Solas). Freitag, Sonnabend«. Sonntag: Grones Gänserösten, & Portion 1,Ä5 M. Freitag, zwischen 2«.« Uhr, ein sehr billiger Schnell- Verlans nicht unter 5 Pfd. a Psund Schinkenspecku. Schinken 1,60-1,80 Schweinerücken«. Schinken 1,60 Hammelkeule«. Rnden.. 1,50 Ochseufleisch, schier.... 1,50 Kalbskeulen u. Rücken.. 1,20 a Psund Rügenwalder Teewurst und Braunschw. Zervelatwurst 1,30 Gefüllter Schinken«. Land- lebeiwurst....... 1,60 Breslauer....... 1,20 Knoblauchswurst..... 1,20 Rohe Gäusekleine.... 1,20 Ein Ricsenposten Oderbrucher Gänse, das Psund l.tO bis 1,20 M., kommen zum Verkauf, auch heute abend schon. Todes-Anzeigen| 1 Den Heldentod fürs Vaterland ! starb am 26. Juli unser lieber 1 Sohn. Bruder, Schwager und Onfcl, der Grenadier Max Schöne 1. Garde-Res-Regt. im Alter von 30 Jahren. s20llb In tieiem Schmerz Wilhelm Schöne und Frau. Ruhe sanst in Feindesland! Aus dem Felde der Ehre siel unser inniggcliebterSohn, Bruder, Eulcl. Nesse und Netter 66A Vi'te Linün Grenadier im 204. Nes.'Negiment. Nm stilles Beileid bitten Die trauernden iiltern. Gmil Grün, zurzeit b. MUitär, Ztnna Grün nebst Kmdern und Verwandten, Pankow, Florastrage 71. ZemralveFlianil der Steinarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Kollege Friiz Sommerfeld am 21. Juli gefallen ist. Ehre seinem Andenken! 171/7 Die Drlsverwaltung. Als Opfer des Bölkerringens fiel der Maschinensetzer Artur Loebe Landsturmlnann in einem Ar- micrungsbataillvn, und der Rotationsarbeiter 2177b Ksvi'g kalxvn Landsturmmann in einem Grenadier-Regiment. Ein ehrendes Andenken bewahrt ihnen Das Personal der Allgemein. Fleischer-Zeitnug Deutscher Transportarbeiter- Verband Bezirk Qroß-Berlin. Nachruf. Arn Montag, den 9. Angnst, erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser Kollege Otto Timm Angestellter der Bezirksverwaltung Graß-Berlin des Deutsehen Transportarbeiter-Verbandes als Opfer des Weltkrieges, am 2. August infolge eines Kopfschusses, gefallen ist. Wir betrauern in dem Dahingeschiedenen einen nach jeder Eichtling hin pflichttreuen Mitarbeiter, der seine Kraft mit unermüdlichem Interesse der Agitations- und Organi- I sationsarbeit ividmete. Sein aufrechter Charakter und sein echt kollegiales Verhalten in Mitglieder- und Kollegenkreisen sichern demselben in aller Zukunft ein ehrenvolles Andenken. Die Angestellten der Bezirksverwaltung Groß-Berlin des Deutschen Transportarbeiter-Verbandes. Sozialdemokratischer Wahlverein Teltow. Nachruf. Am Freitag, den 6. August. veistarb nach kurzen, schweren Leiden einer unserer besten Partei- genosien des Ortes, der Porzellan- dreher Paul Hänchen im Aller von 47 Jahren. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 196/4 Der- Toi-steuid. Tnrnverelii„Fichte'* Berlin.■ M «K�ji(Mitglied des Arbeiter- sSM Turner-Bundes.) Den Mitgliedern hierdurch die traurige Nachricht, daß infolge Gasvergiswng, die Schülerin Anna Hlkllng (4. Schülerinn en-Abteilung) im Aller von 11 Jahren, sowie Schüler Uni« Rißling (6. Schüler-Abteilung) im Aller von 9 Jahren verstorben sind. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. August, nach- mittags 3 Uhr, von der Halle des Zentrai-FriedhoseZ in Friedrichsseide aus statt. Rege Beteiligung der Mitglieder erwartet 186/3 De? Vorstand. Deutscher IDetaltarbeiter-Yerband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metall- arbeitcr Msimes Schulz am 9. August gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 12. August, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des Zcntrat-FriedhojeS in Friedrichssetde au» Itatt. Rege Beteiligung erwartet 117/19 Die Ortsverwoltung. MS Opfer deS Wellkriege« ver- starb an den Folgen ieiner Per- letzung(Bauchschuß) im Lazarett zu Tilsit der Musketier 49A Lrnil Darniowsld (Jns-Reg. Nr. 18, 7. Komp.) im Alter von 23 Jahren. Ein dauerndes Andenken wid« men ihm die Kollegen mid Kolle- ginnen der k�rma Vesta Abt. Schlosserei. Du mußtest uns so früh verlassen Und aus unserer Mitte gehn, Wir können es noch nicht fassen, Daß wir unS nicht mehr wieder- sehn. Ruhe sanst in kühler Erde! Am 9. August starb plötzlich und unerwartet durch Schlag- ansall mein lieber Mann und guter Sohn 7A �okaanes Lcduk. Dies zeigt tiesbetrübt an Ifran Ida Scholz geb. Schunke, Petersburger Str. 9. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. August, nachmittags 4 llhr, von der Halle des Zeutral-Friedhoses in Friedrichs- selbe aus statt. Deutscher Metailarheiterrerband. Verwaltung Nowawes-Potsdam. Dem Andenken unserer im Kriege gefallenen Kollegen. Franz Balszuweit, Schlosser. Max Brandt, Hilfsarbeiter. Max Dobbrunz, Metalldreher. Richard Engel, Metalldreher. Ernst Fäke, Metallarbeiter. Richard Jahn, Metallarbeiter. Otto Kaule, Schlosser. Walter Marzahn, Schloffer. Paul Seidel, Met alld reher. Paul Walter, Schlosser. 117/18 Ehre ihrem Andenken! Aus dem Felde der Ehre starb am 16. Juli den Heldentod fürs Vater- land unser inniggeltebter guter Sohn, lieber Bruder, Schwager und Onkel Roher! Stumpe Schütze der Festungs-Masch.-Gew.- Abteilung 9, im 23. Lebensjahre. Die tiesbetrübten Eltern Hermann Stumpe und Prau nebst Geschwistern. Du gingst von uns mit schwerem Herzen Nnd hofftest aus ein Wiedersehn; Doch größer sind jetzt unsere Schmerzen, Da dies nun nicht mehr kann ge- jchehn. Nun, gellebt e» Herz, ruh' still in Frieden, Ewig beweint von Deinen Lieben. AIS Opfer des Weltkrieges fiel am 2. Juni unser lieber Bruder, Schwager, Neffe, Vetter, Onlet und Bräutigam Hermann Fransky im Alter von 22 Jahren. Frieda.Hennig als Schwester Hedwig fransky als Schwester Otto fransky als Bruder Paul Hennig als Schwager Else Brünnert als Braut nebst Eltern und Berwandten. Wer Dich gekannt hat, wird es sagen Treu war Dew Herz, brav und bescheiden. Drum tiesbetrübt in diesen Tagen Traf unS die Kund' von Deinem Scheiden. Vorbei ist unser sehnend Hoffen, In unserer Mitte Dich zu seh'n, DaS Schicksal hat uns hart be- troffen, Doch Hoffnung spricht: Aus Wieder- seh'n. Ruhe sanft in fremder Erde! Danksagung. Für die innige Teilnahme bei der Einäscherung meiner lieben Frau und Mutter sagen wir allen Verwandten, Genoffen, Genossinnen, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. Im Namen aller Hmterbllebenen Gottlieh Hoffmann 75SI Swinemünder Str. 47. Verkäufe. Hcrmannplatz L..Psandteih- baus". Eptrabilliger Bettenverkaui, Wäschevertaus, Gardinenverkauf, Teppichverkaus, Ubrenverkauf. 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