Nr. 216.- 1915. Unterhaltungsblatt öes vorwärts Zoniltag, 2L Oktober. Die Kunst öer Dronzezdt/) Ein neues, ein reicheres, glänzenderes, geschmeidigeres Zeit- alter brach an, als die Menschheit die Metalle kennen und ge- brauchen lernte. Aber nicht alle Metalle auf einmal wurden ihr untertänig. Die besten Kenner aller Länder halten daran fest, daß in den meisten Gebieten eine Zeit, die nur das Kupfer, die Bronze und das Gold verarbeitete, den Zeiten vorausgegangen ist, die auch daS Eisen verwendeten, dessen Stählung erst erlernt werden mutzte. Die Uebergänge sind überall allmählich. Aber wie der Anfang, so fällt auch das Ende der Bronzezeit, dem der Anfang der Eisenzeit entspricht, in verschiedenen, manchmal sogar in benachbarten Gegen- den in auherordentlich verschiedene Zeitpunkte. Nicht um die Kenntnis, sondern um den Gebrauch der einzelnen Metalle handelt es sich. Nach W. Belcks Untersuchungen wären die von Kreta in Palästina eingewanderten Philister die ersten geschichtlichen Eisen- arbeiter gewesen. Jlüwssen löste in Aegypten der Gebrauch des Eisens den der Bronze schon ab, als diese in Europa anfing, den Stein zu ersetzen. Der übrige schwarze Weltteil hat, eisenreich tyie er ist, das Eisen allerdings früher als die Bronze, ja an manchen Orten fast allein von allen Metallen verarbeitet. Um- gekehrt benutzten die amerikanischen Kulturvölker, als die Europäer vor vierhundert Jahren ihre Bekanntschaft machten, immer noch nur das Kupfer, die Bronze, das Gold und ettvas Silber. Auch für die meisten Kulwrstaaten Asiens lassen sich Bronzezeiten nach- weisen, und in Europa bestätigen all« Ausgrabungen und Funde die Ansicht alter griechischer und römischer Lehrdichter, von denen Lukrez, der Naturkundige, es geradezu ausspricht:.Früher bekannt war des Erzes Gebrauch als jener des Eisens." Die Bronze oder„das Erz", wie die Dichter und die klassischen Archäologen zu sagen vorziehen, besteht aus einer Mischung von etwa fünf bis fünfzehn Teilen Zinn mit fünfuiwneunzig bis fünf- undachtzig Teilen Kupfer. Das Verhältnis von zehn zu neunzig gilt für vorbildlich. Datz die Kenntnis des Kupfers seiner Legte- rung mit Zinn vorausgegangen fein muh, versteht sich von s«ll>st. Von vornherein ist es daher auch wahrscheinlich, datz man versuchte, es�in reinem Zustande zu verarbeiten, ehe man sich von der Zweck- mätzigkeit der Erhöhung seiner Härte und der Aufhellung seiner Farbe durch den Zusatz von Zinn überzeugt«. In der Tat sind für weite Strecken der Erde, für Ungarn von Pulszky, für die Schweiz von Grotz, für die meisten Länder Europas von Much und von Hampel Kupferzeiten nachgewiesen worden, die der Bronze- zeit die Wege gebahnt haben. Da die rein kupfernen Waffen und Geräte, unverziert wie sie zu sein pflegen, sich aber auch ihren Formen nach mum von denen der Steinzeit unterscheiden, so sieht man die kurze Kupferzeit ihrer Kulturstufe nach nur als letzten Teil der Steinzeit an. HoerneS redet daher auch von der.Ohnmacht des Kupfers", das nicht allein, sondern erst nach seiner Verbindung mit.wunderwirkendcm Zinn" den Stein zu besiegen vermochte. Nur Europa hat eine Bronzezeit, die einer besonderen vor- geschichtlichen Kunststufe entspricht; ja, dieS ist nicht einmal für ganz Europa gleichmäßig der Fall. Die Bronzekultur der südlichen Halbinseln und der ihrem Einfluß am leichtesten zugänglichen Gebiete Mitteleuropas, besonders eines Teiles von Oesterreich und Frankreich, wird so rasch von der vom Süden und Osten andrängen- Eisenkultur, die von Haus aus einen mehr früh- als vorgeschicht- lichen Charakter trägt, aufgesogen, daß sie in diesen Gegenben nur vorübergehend zur Geltung kommt. Namentlich die mittel- und iwrdeuropäische Bronzezeit ist auch durch Sonderforschungen bereits einer gemeinsamen Betrachtung erschlossen worden. Alles weist darauf hin, datz die Kenntnis der Gewinnui� und Verarbeitung der Metalle vom westlichen Asien ausgegangen ist. Von hier aus mag der goldschimmernde Bronzestrom sich einerseits nach Ost- und nach Nordasien, dem Sitz der nach Rußland verbrei- teten, mit manchen Eigenzügen ausgestatteten sibirisch-uralischen Bronzekultur, gewandt, anderseits ins Mittelmeergebiet ergossen haben, von wo er, wie Sophus Müller annimmt, über Italien nach Spanien, Frankreich und Großbritanien gelangte. Er mutz aber auch noch ein« dritte Richtung eingeschlagen haben. Nord- und Mitteleuropa hat er wahrscheinlich weder über Nordasien noch über Griechenland, sondern über die Küsten des Schwarzen Meeres und die Ufer der Donau erreicht. Ungehindert wälzte er sich dann mit den großen deutschen Flüssen,, die in die Nordsee und die Ostsee münden, dem eigentlichen Norden Europas zu, der seinerseits auf denselben Wegen, auf denen er die Bronzegeräte erhielt, seinen Bernstein im Austausch dem Süden zuführte. Das Ergebnis war, daß die reine Bronzekultur sich am reichsten und reifsten in Ungarn «nd im Norden entwickelte, wo Skandinavien und Norddeutschland gemeinsam- Provinzen des grotzen Bronzereiches bildeten, in dem, wie zahlreiche wieder aufgefundene Gutzformen bestätigen, die Bronze anfangs nur gegossen, später aber auch schon gehämmert und getrieben wurde. Hat sich also die Kenntnis der Metalle und ihrer Verarbeitung wahtscheinlich von Südosten her über Europa verbreitet, so folgt daraus doch keineswegs, datz auch die ganze Formen- und Ver- zverungssprache der nordischen Bronzezeit im Südosten entstanden sei. Halten wir es doch schon für irrig, die nordischen Spiralen auf ägyptische oder mykenische Vorbilder zurückzuführen. Daß im Norden jetzt schon manche aus dem Süden eingeführte Stücke vor- kommen und nachgebildet werden, spricht nicht dagegen. Im ganzen hat die nordische Bronzezeit nch ihren Formenfchatz unserer Ansicht nach selbst geschaffen. Gewaltig war die Umwälzuna die die Einfuhr des leuchtenden und biegsamen Metalles in der Gesamterscheinung des europäischen Lebens jenes Zeitalters hervorrief, wenn auch die Steinwaffen nur allmählich verschwanden und Pfeilspitzen auS Feuerstein noch lange bevorzugt wurden. Von Bronze ivaren in der entwickelten Bronze- zeit zunächst die meisten Waffen und Werkzeuge, die im vorhergehenden Zeitalter von Stein, Horn oder Bein ge—:sen. Die Dolche wurden anfangs zu kurzen Stoßschwertern, bald zu langen Schlagschwertern. Die Beile und Meißel entwickelten sich zu den besonderen Formen, die die Bron.....'llenschaft mit einem Sammel- namen als„Kelte" bezeichnet. Die Nadeln nahmen reiche Zier- formen an und bildeten sich, mit Dicherheitsvorrichtungen versehen, hier und da schon jetzt zu den Spangen oder.Fibeln" aus. die zu den kunstgeschichtlichen Leitgegenständen des nächsten Zeitraum», der vorgeschichtlichen Eisenzeit, gehören, und von Bronze oder Bold war auch ein großer Teil der Gefäß« und jenes Schmuckes, der in der Steinzeit aus wenig oder aar nicht bearbeiteten Natur- erzeugniNen bestanden hatte. Die Biegsamkeit des Metalles führte zu bisher ungebräuchlichen Zierformen. Die Rundun' trat in ihr Recht. Diademreifen fürs Haupt, Halsringe, Armringe, Beinringe, Fingerringe. Ketten und Kettchen wurden gegossen oder geschmiedet. runde Zierschilder aus Bronze schmückten die Kleider oder den Hausrat. Der Haus- und Hüttenbau bewegte sich in Nord- und Mitteleuropa in den Entwickelungsgleisen der jüngeren Steinzeit weiter. In der skandinavisch-noddeutschen Provinz lagen die Wohn- Häuser zerstreut, weiter südlich schloffen Dörfer und Städte sich immer fester zusammen. Die Pfahlbauten der Schweiz bleiben auch im Bronzealter die lehrreichsten Ueberreste menschlicher Wohn- statten. Sie liegen weiter vom Ufer entfernt als bisher: an tausend Fuß lang sind hier und da die Lausbrücken, die sie mit dem Lande � verbinden. Die Niederlassungen sind ausgedehnter als früher: zu' blühenden, volkreichen Flecken über dem grünen oder blauen Wasser- spiegel zeigen sie sich manchmal entwickelt. Der Pfahlrost und die Hütten sind besser gebaut: regelmätzig behauen erscheinen die Pfähle, und eingezapfte Balken vertreten manchmal schon das Flechiwerk der Ruten. Die mcgalithische Bauweise, die unbehauene Riesen- steine aufeinander zu schichten verstand, erlosch allmählich im Gräberbau, fristete im sogenannten„kyklopischen" Mauerwerk noch eine Zeitlang ihr Leben, überdauerte in den Steinsetzungen sogar die Bronzezeit und entwickelte sich in Einzelerscheinungen selbst im Norden zu einer gewissen idealen Größe. Das sogenannte kyklo- pische Mauerwerk wird ohne Mörtel aus mächtigen vier- oder vielkantigen Blöcken aufgeschichtet, deren Seiten möglichst genau aneinandergepatzt werden. Ausgebildet erscheint es später, in der .ägäischen" Kunst der östlichen Mittelmeerküsten. � aber auch in Sardinien und auf den Balearen. Zur mitteleuropäischen Bronze- zeit gehören kyklopische Stadt- und Lagermauern, wie die zu Saint Jeannet in den Seealpen. Ein megalithischer Jdealbau des Nordens aber ist das be° rühmte.S t o n e h e n g e", das in großartigen Trümmern erhal- tene Baudenkmal auf der weiten Heidehöhc über SaliSbury in Süd- england. Die Sandsteinpfeiler des äußeren Rundkreises dieses Bauwerkes, das m der Regel als Sonnentempel, von Schuchardt jedoch wieder als Gräberdenkmal angesehen wird, sind oben mit Zapfen versehen, denen die Löcher der auf ihnen ruhenden stei- nernen Querbalken entsprechen. Die Pfeiler und„Trilithen"(aus zwei stehenden Steinen und einem über diesen liegenden dritten zusammengesetzten Dreigesteine) der inneren Ovalkreise bestehen aus irischem Granit, der überS Meer herbeigeschafft werden mutzte. Alle Pfeiler sind vierseitg behauen. Seiner technischen Behandlung nach kann Stonehenge erst der Bronzezeit angehören. Montelius meint zwar, es müsse um 2000 vor Christus entstanden sein; die jüngere englische Forschung aber glaubt astronomisch berechnen zu können, daß es, genau der aufgehenden Sonne am längsten Tage zugewandt, 168« vor Christus errichtet sein müsse. Jedenfalls ist Stonehenge das eindrucksvollste vorgeschichtliche Bauwerk Nord- europaS. Die Steinsetzungen dauern im Norden bis ins geschichtliche Mittelalter an. Aber auch viele der„MenhirS" Frankreichs und Britanniens reichen bis in die Bronzezeit herab. Be- merkenswert ist, datz sie jetzt manchmal wirklich mit Andeutungen menschlicher Körperteile versehen werden. Merkwürdig sind in dieser Beziehung die Steine von CollorgueS(Gardj im Museum von Rodez, die durch kindlich dargestellte, auf den Körper gezeichnete Arme und Hände auffallen. Ihnen schließen sich die in Kreisen aufgestellten Menhirs von Sardinien an, die uns durch die Andeu- tung weiblicher Brüste das Streben zeigen, menschenähnliche Gott- Helten zu veranschaulichen. Fast noch unreifer erscheinen die „anthropoinorpbeii" Steine von Fivizzano bei La Spezia, über die Mazzini berichtet hat. Reicher gegliedert innerljaib ihrer un- beholfenen Umrisse aber sind die Menhirstandbilder von Saint Sernin(Avehron), Pousthomy(Aveyron) und LeS Maurels(Tarn), deren Beine mit ihren fünf Fußzehen vom Gürtel herabhängenden befransten Bändern gleichen. •) Durch das Entgegenkommen des Bibliographischen Instituts in Leipzig sind wir in der Lage, unsere Leser mit einem interessan- ten Abschnitt bekanntzumachen, der dem demnächst erscheinenden ersten Bande der neuen, auf g Bände erweiterten zweiten Auflage der„Geschichte der Kunst aller Zeiten und Völker" von Prof. Dr. Karl Woermann- Dresden entnommen ist. ?m Tale des waröars. An der Südfront der bulgarischen Aufstellung sind bulgarische Heereskräfte an mehreren Stellen mit großer Kraft gegen OaS Wardartal vorgestoßen, um die Serben von der Verbindung mit Saloniki abzuschneiden und die große Verkehrsader Mazedoniens in ihre Gewalt zu bringen. So gewähr! der Wardar auch im Weltkriege wieder feine weltgeschichtliche Bedeutung; daS Wardartal ist der S ch i ck s a l s w e g Mazedoniens. Zwar kann sich der Wardar nicht etwa mit einer jener grotzen Wasserstraßen vergleichen, wie der Rhein, die Donau oder die Elbe, Land mit Land und Land mit See verbinden. Ihn können nur flache kleine Boote oder, weiter abwärts, Flöße befahren. Er ist ein launischer Strom, der an vielen Stellen seines Ober- und Mittellaufes zeitweilig ohne Beschwer überschritten werden kann, dann aber wieder, wenn im Frühling die Wasser von den Bergen deL Nordens ihm zuströmen, so gewaltig anschwillt, datz z. B. im Jahre t8S0 der Wasserspiegel bei Köprülü von 2 auf 7 Meter steigt. WaS dem Wardar von je seine geschichtliche Bedeutung gesichert hat, ist der Umstaiib, datz in einem wlldzerklüfte?en, zum Teil von hohen Ketten besetzten Gebirgslande sein Tal den natürlichen, oft bei- nahe den einzigen Zugangs- und Verkehrsweg bildet. Di« Land- schaft de? Wardartaks wechselt zwischen heiteren Talkesseln und Engpässen. Die südlichste der Engen, durch die der Wardar sich hinourchzuzwängen hat, ist die sogenannte Zigeunerenge, die unweit an der griechischen Grenze liegt und den Fluß volle 10 Kilometer lang in ihre Felswände einspannt. Die herühmteste der Wardarengen aber ist Demir Kapu, das„Eiserne Tor" des Wardars. das auch der weitgereiste Feldmarschall von der Goltz eine großartige Felspartie nennt. Schäumend uns brausend schießt hier tief im Tale oer eng eingepreßte Strom zwischen hoch auf- ragenden Wänden hindurch und schmale Scitenschluchten erinnern an die„Gründe" der Sächsischen Schweiz. Noch zeigt das„Eiserne Tor" die Reste eines Baues der Römer, die die militärische Be- deutung des Waroartales scharfblickend zu würdigen gewußt haben. In einem der kleinen Seitentäler, die wir eben erwähnten, liegt das kleine Städtchen Walandow, wo gegenwärtig eine heiße Schlacht zwischen den Bulgaren und ihren Gegnern toben soll; das ist die südlichste Ansatzstelle der Bulgaren gegen das Waroartal. Dringen wir durch vaS„Eiserne Tor" weiter nach Norden vor, so bringt unS die Eisenbahn zu dem Hauptorte deS mittleren WardartaleS: Köprülü, das die Serben W e l e s ch nennen. Dies ist ein wichtiger unh regsamer Uebergangs- und Verkehrs- Mittelpunkt, wie schon sei« Name anoeutet, der zu deutsch„Brücken- stadt" bedeutet. Ueber seine braune Wardarbrücke klettern die Häuser von Köprülü überaus reizeno zu beiden Seiten des Stromes amphithcatralisch die steilen Hänge empor; der Länge nach wird die Stadt von der Bahn durchschnitten, die dicht am Wardar entlang läuft und ihre Haltestelle weit außerhalb errichtet hat. DaS malerische Bild wird vervollständigt von den Resten der alten Burgen, die daS Tal einstmals hier verschloß. Ueberau» anziehend ist der Blick auf Köprülü, wenn man sich der Stadt von Osten her nähert. Und eben das ist der Weg, auf dem sich die bulgarischen Heeressäulen der inzwischen besetzten Wardarstadt näherten. Zuvor hatten sie I st i p genommen, das östlich von Köprülü an der Bregalnica, einem Nebenfluß des WardarS, be- legen ist. Jstip, von ReiSfeloern umgeben, zieht sich mit seinen verschiedenen Stadtvierteln die Hänge hinauf. Streng abgesondert liegt daS türkische Viertel und die große Moschee zusammenge- drängt; die christliche Bevölkerung aber besteht fast ausschließlich aus Bulgaren. Die alte Burg von Jstip stammt aus byzantinischer Zeit und ihre Mauern, Türme und Tore umziehen die Spitze seiner gewaltig ausladenden Klippe. Der dritte und nörolichste Weg, auf dem die bulgarischen Streitkräfte gegen das Wardartal vordringen, ist der, der von Egri Palanka über Kumanowo nach Uesküb führt. Kumanowo, das vielumstrittene, ist eine echte Balkanstadtz die in ihren äußeren Teilen durchaus ländlichen Charakter trägt, während ihr Kern um den Basar mit seinem Gemisch von europäischen Waren, Er- Zeugnissen der heimischen Gewerbe und Nahrungsmitteln neben alten Holzhäusern, die Garten und Mauern von der Straße trennen, neue Fachwerkbauten mit mehreren Geschossen in hellen Farben bemalt, aufweist. Der grotze Marktplatz ist von ge- pflasterten Strotzen durchzogen, an die man sich in der WinterS- zeit halten mutz, um nicht in den tiefen Schmutz zu versinken. Geht die Sonne nieder, dann kehren die Herden vom Felde zurück und suchen sich den Weg in die heimatlichen Ställe. Von Ku- manowo aus führt die Straße, indem sie in großem Bogen die Abhänge des Kara Dagh umgeht, zur Hauptstadt des ganzen War- dartales: nach UeSküb, das die Serben Skoplje nennen. In diesem serbischen Namen hat sich die alte Bezeichnung der Stadt, Skopia, erhalten und Skopia war ein glänzender Platz, Hauptstaot des Dardanellenlandes und Kreuzungspunkt zweier wichtiger Straßen. Kaiser Justinian hat dann die Stadt neubegründc!, nach seinem Namen umgetauft und glänzend ausgestaltet; doch von aller Herrlichkeit der römisch-byzantinischen Zeit ist nichts übriggeblieben, als ein Teil der justianeifchen Wasserleitung, von der noch über KW Bogen stehen. Heut ist Uesküb eine belebte Stadt von vielleicht 80 000 Einwohnern, in einem fruchtbaren Becken des Wardartales, auf das die mächtige Pyramide des Lju- batrn, des höchsten Balkangipfcls, majestätisch herabblickt, während über der Stadt sich der steile Burghügel erhebt, auf dem die statt- lichen, früher türkischen Amts- und Militärgebände liegen. Ter Blick auf Uesküb, das in Grün gehüllt, von Türmen, Kuppeln und Minaretten überragt, von den alten türkischen Friöohöfen um- kränzt, sich in die Hügel schmiegt, ist von großem Reize; die Stadt selbst zerfällt in ein stattliches, dock staubiges modernes Bieckl, in eine stille, verschwiegene Türkcnstadt und in das alte Eingc- borenenquartier, wo krumme, launenhafte Gassen und Scratzen auf- und absteigen und im Basar das übliche Leben und Treiben deS Ostens herrscht. Ten schäumenden, mehrfach überbrückten Wardar säumen hübsch« Kais und im alten Türkenvicrtel findet sich bei schlafenden alten Moscheen inaiicher malerische Platz. Tie Türken, die jahrhundertelang in UeSküb und im ganzen Wardar- tale geherrscht haben, wurden von den Serben daraus verdrängt; aber erst dieser Krieg wird darüber entscheiden, wer auf die Dauer den altgeschichtlichen Heeotvog des WardarftromeS bchaupkn soll.._ kleines Ieuilleton. öutterstreckung üurch Milch. Ein Elberfelder, der in dieser Zeit der Butterteuerung feinen Mitbürgern helfen mächte, hat eine Methode bekannt gegeben, wie man Butter durch Milch strecken kann. DaS Rezept lautet so: „Angeregt durch Freunde und in Erinnerung an den Äcnntz der auf Sauerlairdwairderungen oft genossenen frisch gekirnten, schaumigen Butter der Landleute habe ich Versuche gemacht, frische Süßrahmbutter mit abgeschöpftem Rahm oder Vollvälch zu inrschcii. Ich erzielte aus 1 Pfund Butter zu 280 Pf. und ist Liter— 1 Pfund Milch zu 18 Pf. zwei Pfund Butter, weläw zwar in Farbe etwas weißer geworden war, aber wohlschmeckend blieb unj- nur etwa die Hälfte deS Ladenpreises kostete. Die Zubereitung ist sehr einfach. Die frische Milch wird erwärmt, Nicht zu Hertz gemacht und in kleinen Teilen nach und nach unter die Butter gerührt, geknetet oder gequirlt, bis Milch und Butter vollständig miteinander verbunden find zu einer weichen Masse, die, kalt gestekt, batd wiedm die Härte der ursprünglichen Butter hat. Etwas Salzzusatz mach! die Butter wohlschuieckend und haltbarer. Am besten mischt man kleinere Diengen, um stets für wenige Tage möglichst frische Butter zu habeii. Beim Mischen in einfachen Geschirren mutz man 0 bis 15 Minuten, je nach der Menge aufwenden, beim Gebrauch einer kleinen Milch- oder Buttermaschine hat man in kurzer Zeit die genutzfertige Kriegsbutkr." Diese Angaben sind nachgeprüft und für richtig befunden wor- den. Zu beachten ist aber, daß so gestreckte Butter nur 1 bis 2 Tage frisch bleibt, und daß man daher gut tut, immer nur das für diese Zeit nötige Quantum vorzubereiten. ES braucht nicht gesagt zu werden, datz die gestreckte Butter nicht in den Handel gebracht werden darf(eS wäre dann eine Butter- {älfchung). Es sei auch ausdrücklich bemerkt, datz die gestreckte öutter nur etwas mehr als den halben Fettgehalt der reinen Butter hat, da die zugesetzte Milch sie zwar erheblich an Käseteilcben. aber nur ivenig an Jett bereichert. Sie schmeckt wie Butter, täuicin aber in Wirklichkeit nur Butter vor. Trotzdem wird sie für manch«» ein Notbehelf sein.__ Wie man in Englanö �IreiwiUige" zu teilen sucht. Der„Labour Leader" vom 14. Oktober berichtet von einige» eigenartigen Werbemethoden: Anhänger der»Jndepeirdent Labonr Party" im dienstfähigej» Alter erhalten fortgesetzt Zuschriften folgenden Inhalts: „Kitchener verlangt mehr Männer! Sie sind ein diensttauglicher Mann— warum melden Sie sich nicht? Wenn jeder sagen wollte: Lieber sterben, als kämpfen—• iva» würde dann aus England werden, Feigling Sie!" oder: „Verrat am eigenen Vaterlande! Das ist cS! Zu Nelson« Zeiten hätte man Ihresgleichen einfach aufgehängt. Heute sollte man ebenso verfahren! Und Sie wollen ein Brite sein?!" Ein anderer Brief, dem die Abbildung eines von einer Bombe zertrümmerten Hanfes beigefügt war, lautet: „Verehrter Doutschenfreund— dahin gehören Sie! Töten oder getötet werden~ was macht Ihnen mehr Kopfzerbrechen? Wenn Sie nicht kämpfen wollen, so scheren Sie sich fort. Sie haben kein Recht auf den Schutz Englands, wenn Sie nicht dazu beitragen wollen. Wenn die Wehrpflicht eingeführt wird, so wird hoffentlich der Tod alle Verräter treffen. Am liebsten knallte ich Sie selbst nieder!" Diese freundlichen Briefchen tragen vielfach Jnnenadresscn wie An den Hunnen Bill, Mordstratz« 1, Hölle; oder: An einen Feigling, Hochwohlgeboren, Angstmeierheim. Notiz«». — Theaterchronik. Im Kleinen Theater geht Sonntag nachmittag wegen plötzlicher Erkrankung eines Mitgliedes statt Schnitzler«„Liebelei" die Burleske„Ein kostbare» Leben" in Szene. — Vorträge. In der„Urania" hält am Dienstag, den 26. Oktober, abends S Uhr, Generalmajor Bahn einen Vortrag über den„Kriegsschauplatz auf dem Balkan", unter Vor- führung zahlreicher Lichtbilder. — Die Bedeutung der Funkentelegraphie für den Schiffsverkehr geht unter anderem au« der Tatsache hervor, daß der„Imperator" während seiner ersten fünf Reisen etwa 172000 Wörter, also durchschnittlich auf jeder Reise 34 000, verarbeitet bat. Im ganzen wurden im Jahre 1810/11 von deutschen Schiffen 33 700 Tclearamme mit 808 000 Wörter aufgegeben, im folgenden Jahre 87 201 Telegramme mit 1 L10 148 Wörtern und im Jabre 1812 13 bereits 126 679 Telegramme mit 1887 764 Wörtern. Die Zahl der Telcfunkeustationcn auf deutschen Handelsschiffen stieg in den sechs Jahren 1808/13 von 27 auf 405. — Ein Vorschlag zur Güte. DaS amerikanische Organ „Appeal te Reason"(Appell an die Vernunft) gibt den kriegslustigen Amerikanern folgenden Rat: Wenn Sie den Krieg lieben, stehen Sie einen Graben in Ihrem Garten, füllen ihn halb mit Wasier, kriechen hinein und bleiben dort einen Tag oder zwei, ohne etwa« zu essen; bestellen Sie sich weiter einen Geisteskranken, damit er mit ein paar Revolvern und einem Maschinengewehr auf Sie schieße. Dann haben Sie etwa«, waS gerade so gut ist und Ihrem Lande eine Menge Geld erspart. lerdvrch geben wir ergebenfi bekamt, baß infokge der im Srangewerbe herrschenden, atlgemein bekannten wirffchafisschen Verhältnisse und im Verfolg ent- �sprechender Verhandlungen mit deuVertretem aller Gastwirts« u.sonffigenInteressenten-Verbände sich für die Ärauereien die Notwendigkeit einer nochmaligen Preiserhöhung, und zwar um 5 Pfennig für das Liter Faßbier und fiTM'Ptltllrt fitr h/ld Tlfor ergeben hat. Dementsprechend tritt gleichzeitig eine Erhöhung aller V/�IvUlliy|U| vUv O Verkaufs- und Auöschankpreise ein. Die neuen preise treten am Montag, den 25. Oktober d. L. Verkaufs- und Ausschankpreise ein. Die neuen preise in Kraft.— Wir geben der Erwartung Ausdruck, baß das konsumierende Publikum auch diese Preisregelung als be- rechtigt anerkennen wird, wobei wir bemerken, daß es stch hierbei um eine durch den Krieg heworgerufene vorübergehende Maßnahme handelt. Berlin, im Oktober ckvis. Gemeinsame Kommission der Derliner Brauereien und Gastwirtsverbände. ,-' V. y«*' iye/ üt�ros-Xager�z • ��P�i��t�&PfttTimeryisddeFijfJqiaierernutrr K Ja WzeriM wotinanss-Einncntunsen sHg SS£ JaMrt Oartmiu Schlafzimmer; M. 183, i19, 270,326,428,532 640. 814, 992,1088 W« 3500 Bau, raarbaiuy Speisezimmer: M. 296, 333,426,£05, 622, 781 dl, 4000 1 W«li(lsal0P!,nl5SIW«tillzlilliiier: 11,242,369, 429,543,736,8505112500 -----'---'------—---------- I■■■-----"->»«oc.eo IAO 450 f jr�£> s*90» 0 i Speisezimmer: NI. 296, 333, 426,£05, 622, 781 dl, 4000 I JB�j£&t*%M 0*9 Oh) Herrenzimmer: M. 209, 328, 487, 550, 627, 752 dl, 3000| Neuzeitl. KOchen: M. 51, 58, 75, 83, 125,169, 249, flirr Cf M>| ff S*(rwm9*99»§&W§9AW StSndlg. Lsg. Ton ca. 500 Einriebt ongen. Enorme Aaswahl bis z. Aaserlesensten. Illustriert Katalog m. Beferenzenliste gratis. G'W'Q'H'~ ßcr! in?? zz stixf£s& 4'$' Sie ZaWtni� dnrdh Wertpapiere erfolgen, ev. aaob nur als Depot In unsere Tresors zur späteren Wiedereinlösung. Jedes Wort 10 Pfennig. Das tettsednickte Wort 20 Pf£.(zuISssIg Ztettgedrocfete Werte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.i das erste Wort(lettgedrockt) 10 Pfg. Worte mit mehr als IS Buchstaben zahlen doppelt. Kleine Anzeigen[ ANZEIGEN tOr die nächste Nummer werden in den Annahmestellen fDr Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, In der Haupt-Expedltlon, Lindenstrasse 3. bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. Gardine»! Ausnahmeprcise I KüniUerqardine mit Oucrbchang: 4,20, 5,25, 6/10 usw. Shawlzardwcn, Senjicr: 1,95, 205 3,85 usw. Bor- zichgardwm, StoreS, Scheiben. ünudinen, spottbillig. WolsZ Teppich- tiau�, Dresdenerstratze 8 sKottbuser- tor). Abonnenten 10 Proz. Rabatt!* Halbt'Msonft: Pelzgartnturev.extra- billige»wstklassige �tnntsstolas, FnchS. sIo!a5,Lspossumjkimkse,FuchsgarnUuren Skuntsn'.usfen, ZiiesenanSwahl spott- billiae P-lzneuhelten. Herrenanzüge, Herreimlsler, Herrenhosen, Winter- Paletots, Burschenanzllge, Bauck- anzüge. spottbilliger Bettenverlaus, Wäsch-verit),us. Gardmenvertaus, Teppichverkaxis. Uhrenvertaus. Kold- iachen. GriotzberlwS allerbilllgste (xwtaussguelle/ Pfandlrchhaut, Hier- ntiuinplatz 6.' "Erppiche mit kleinem gehler, sehr billig. Gardinen, Portieren, Stepp- decken, Tischdecken. Diwandecken, sehr billig. PorwärtSleier 5 Prozent Rabatt. TepPichbauS Brünn, Hackescher Markt i(Bahnhof Börse). Sonntags geöffnet.__ 240)4' "Vorjährige elegant- Herrenanzüge Paleiols und Ulster ans seinPen Matz« »ossen 25—60 Marl, Hosen 6— 18 M. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21._"ft* � Teppich-Thomas. Oranienstr. 44 sdoitbillig sarbseblerhaste Teppiche, Gardinen. Vorwärlslejern 5 Prozent Extrarabatt._ K10' Monätsanzüge und 2Ä intet- palelots von 5 Marl sowie Hosen van 1 50, Gehrockanzüge von 12,00, Pracks von 2,50. sowie für korpulente sliguren. Neue Garderobe zu ftannend billigen Preisen. auS Ps-mdleiben ver- sallene Sachen kaust man am billigsten bei Natz, Pmlackftratze 14._' '�Zinkwaichsäffer� Zober. Sitz- wannen. Badewannen. Waschtöple, Sp-zialsabrik, R-ichenbergerstratze 47. Lesern 5 Prozent. 4K' Monatsanziige. Paletots, grotzeS Lager spottbillig. Fürstenzelt, Rosen- t Halerstraße 10.____ "Bettenverkaus 1 Prachwolle 6,75. o.7ö, 11,60, AuSsteuerbetlen 15,75, 17.ö0, Daunenbetten 22,50,.Ninder- betten 4,50. Neue Aussteuerwäsche spottbillig! Teppiche, Portieren. Tisch- decken. Ditvandecken, Step pdecken, Tülldecken. GardwemmSwahl, Wand« nhren, Taschenuhren, Schmu cksachen, Paletots, Rockauzüge. Alles spott- billig I Pfandleihe Paul Kruge?. Briumenstratz« 47.* Sktutksstolas. Muffen. Slunts- opojjum, Griessüchse. AlaStasüchse, spottbillig. PelzslolaS, Fnchsionn 6.75, 9.75, 12.75, 15,75. Muffen 12,75, 15,75. Nur Psandleihe Paul Krüaer, Brunnenstrage 47. SSK» Geld k Geld l sparen Sie. wenn Sie in Leihbaus Noienthaler Tor. Linienstratze 2d3)4. Ecke Rojenthaler- stratze, kausen. Cm Versatz gewesene An-Üge, Paletots. Ulster sowie neue Maggarderoben zn staunend billigen Kriegspreisen. Silberne Nhren 3.—, goldene Damenuhren 8.—, Goldwaren, Brillanten, Fahrräder, Pelz- stolas. Muffen. Alaskas üch'e, SlnntS- aainituren. Ans Uhren Steisähriger Garantieschein. Eigene Werkstatt. Sonntag 12— 2. Neuerscheinung k Die Arbeiter- chast im neuen Deutschland. Heraus- leaeben von Friedrich Thimme und «arl Leglen. Preis M. 2.—. Zu be- tiehsn durch die VorwärtSbuchband- uns, Berlin SW. 68. Lindenstratze 3. Elegante Kostüme und Winter- stäntel 6 Marl. 12 Mark Reise- raiftcr Verlaus nur Oktober. Neu- löllti. Boddinitratze 61, parterre. Verantwortlicher iKcnoktcui; MonatSanznge. nur wenig ge- tragen. Paletots, Ulster, Hosen, Ge- sellschastsanzüze werden spottbillig verkansk Die elegantesten Anzüge sind leihweise billig zu haben. Alt- bekannte Firma. Max Weih, Große Franksnrterstratze 88. Monatsanzüge. Wmterpaletois, Gehrockanzüge, sast neu(auch leih- weile). Einzelverkauf zu Engrospreisen. Alexanderstratze 23a, eine Treppe. 124k£* Sohlleder. Schäfte, Leiste», Rühl Schvneberg, Bahnstratze 48.__* Teilzahwuge« 050 wöchentlich: Gardinen, Portieren, Teppiche, Decken, Bilder, Uhren, Betten, Wäsche, Kinder- wagen u 10. Richard!, Warschauer- stratze 80. lÜbK» MhhauS Prmzenstratze 105 kausen Sie von Kavalieren wenig getragene Jackett-, Rockanzüge, PaletotS, grötzten- teils aus Seide gearbeitet. Gelegen- heüsköuse in neuer Matzgarderobe. Gold-, Sllberwaren. Höchste Be- leihung aller Wertsachen. 89/19' Berkoufe billig gute getragene Schuhe und Langschäste. Grüner Weg 80. 90/2' 'MouatSgarderoben-Haus ver- kanst spottbillig ersMasfige, wenig ge- tragen?, sast neue Jackettanzüge, Eehrockanzüge, Smokinganzüge, Frackanzüge, Ulster, Paletots, Cu» tawayanzüge, gestreifte Beinkleider, Bauchavzüge, grotze» Lager. Hai- per». Rosenthalerstratze 4. Kein Ladenewgang. Nur eine Treppe. Monatsanzüge. Winterpalelols, Ulster, Joppen. Neue Schönhauser- stratze 12, eine Treppe, Ecke Rosen- thalerstratze. 90/4' Herrentletdung, Mittelfigur, Winterüberzieher, Jacketts, Unterzeug, Taxpreis. Rachlatz. Küchentisch 2, große Holzplatte, Echneiderzwecke, mir 12—4 Koppenplatz 7. parterre rechts. flOQ Die Einberufung vieler Herren- schneider hat zur Folge, daß Garde- robe bedeutend teurer ist. SS ist mir aber gelungen, große Posten Herren-, Knaben, und Jünglingsgarderobe bedeutend unter Preis zu erstehen, wodurch hier jeder Gelegenheit hat, zu teilweise bis 30 herabgesetzten Preisen zu kausen. Ferner zurück- gebliebene Monatsgarderobe und zu« räckgesetzie Anzüge, Paletots, Ulster. A. Ringel. Schneidermeister, Chaussee. stratze 31. S9K Schnürstiefel(Militär), fast neu, 44. verkaustAl-randlrstratzel4. rechter Seitenflügel III._ 27076 Möbel« Möbel aller Art auf Kredits be- ouem« An- und Abzahlung. Möbel- Lechner, Bxunnenstratze 7. Zweites Geschäst Müllerstratze 174. Sonntag von 12—2 geöffnet. Llk' Mübet gegen sosmtige Kasse serh preiswert zu verkauseu, Brunnen- stratze 7 und Müllerstratze 174. Sonn- tag geöffnet von 12— 2. 82St Nur tm Kriege diese Preise, nie wiederkehrend. Kleiderspind, Berttko mit Verglajung 42,—. Betistelle englisch 33,—. Nutzbaum-Dipwmat 56,—, kontplette Küche 5«.—, An- Neideschrani mit Spiegel 68,—, Ausziehtisch mit Verbindung 26,—, Kommode 20,— und viele Einzel- möbei für jeden annehmbaren Preis. Ehrlich, Alte Schönhaui erstratze 32.' Moebel-Boebel, Moritzplatz 58- Spezialität: Ein- und Zweizimmer- einnchtungen. Billigste Pieffe l Stube und Küche 238,—, 375,—, 495,— bis 1000,—. 2 Zimmer und Küche 511,—, 635.—. 713,—, 797,— bis 2000,—. Schlafzimmer 215,—, eichen 367,—. Eichene Svei ezimmer 370,—, 489,—. Engiilche Bettstelle mit Matratze 40,—. Besichtigung nur im Fabrikgebäude 8 bis 8. Sonntag 12 bis 2. ZahlungS- erleichterung. 3K' Möbel-Gelegenheitskäuse aus Ver- steigerungen. Schränke, Vertikos. An> kleideschränle, Bettstellen, Vaschtoi- leiten, Schreibtische, Chaiselongues, Trumeaus, Büfette, Bücherfchränie, Teppiche, Uhren, Kronen usw. Enorm grotze Auswahl kompletter Speise-, Herreu- und Schlafzimmer, Salons, Küchen billiger als überall. Hans Lennert, GrögteS Möbelhaus für Ge- legenheitskäufe. Lothringerstratze 56, Rosenthaler Tor. 41K' 'Möbelkredit. Komplette Wob- mmgseinrichtungen. einzelne Möbel- stücke. Geringste Anzahlung, be- quemsle Abzahlung. Kreditbaus Luisenftadt, Köpenickerstratze 77/78, Ecke Brückenstratze, nahe Jannowitz- brücke. 58Ä' Möbel-Schulz. Reichenberger- stratze 5, Koltbuserlor, liefert aner- kannt seit 37 Jahren reelle Em- richtungen moderner Ausführung zu äußerst billigen Preisen und größter Auswahl sowie auch langjähriger Garantie. ezgzK' Kriegshalder billig prachtvolle Plüschumbausosa. SpiegeloerttkoS, Englischbelten, Wohnzimmer, Schlaf- zimmer, Speisezimmer, elegante Gas- krönen. Löwestratze 16 l(Ost»«). Gelegenheit l Echt Eichen ilchias- zimmer, dreitettiger Ankleideschrank, komplett 290.—. Nur solange Vorrat. .Berliner Möbelhaus' nur Südosten, Skalitzerstratze 25.«5«' 'Moderne Arbeitermöbel m zeit- gemätzer AuSsührung. tn Eiche(alle Farben) und Nutzbaum, unerreichte Auswahl, zu denallerbilligiteuPreisen, in solider Arbeit, direkt vom Tischler- meisler Julius Apell. Adalbertstratze6. am Kottbusertor._ 343' — äaöinu» gseiurichtinig, vollständig«ogelneu, nur ISO—.Rosenthaler- stratze 57. vorne lll rechts(gewerb- lich). Händler zwecklos. 89/8' Möbel l Für Brautleute günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleiner Anzahlung schon Stube und Küche. An jedem Stück deutlicher Preis. Uebervorteilung ausgeschlossen. Bei KrankheitSiällen, Arbeitslosigkeit anerkannt Rücksicht. Möbelgeschäst Goidslaub, Zossen erstratze 33. Ecke Gneisemmstratze. 290tK' Große Posten Kleiderschtänte, Vertikos, Umbauten, Cosa, Speise- zimmer, Schlafzimmer, farbige Küchen bedeutend herapgesetzk Riesig günstige Gelegenheitskäuie. Möbelhaus Osten, Andreasstratze 30. 04K Möbel-Cohn. im Osten: Grotze Fronksurierstratze 58, im Norden: «adstratze 47,48. liefert trotz der KriegSzeit Möbel aller Art auf Kre- dit bei bequemster An- und itb- zahlung. Größte Rücksicht bei Krank. heil und Arbeitslosigkeit. Vorzetger des Inserats-tbält 5 Mark Rabatt. Sonntag 12—2 Uhr geöffnet. 13K» Musikinstrumente. Gitarrzithern mit fünfundachtzig klnterlegnoten 8,50, Gitarre. Mandl» line 9,50, Sololaute, gut einge- spielte Lrchestergeige mu Formeliii 18,— verkauft Ernst, Oranien- sttatze 166 III. 26.. b kauissesucke. Zahngebisse: Bruchgold! Silber- lachen, Plalinaabsällc, Oueck|iwer, Stanniolpapier, Kupfer. Messing, sämtliche Metalle höchstzahlend. Schmelze Christionat, Kövenicker« stratze 20 a(gegenüber Manteuffel- stratze)._ 74/4' Malftafselei, photo> Platinabfälle bis 6,25 Pro Gramm Zabngebiffe bis 50,00, Goldsachen Silbcrsachen, Tressen, Quecksilber, Stanmowavier, Kuoier, Messing, Zinn, Nickel, Aluminium, Zink. Blei, Höchstpreise, Edelmetall- Ein- lauisbnrcau Weberstratze 31(Telephon, Abholung.)* ~~$5iatinnobf äste. Kr. bis 6,30, Zahngebisse bis 60,—, Kupfer, Messing Nickel, Blei, Zint, Stanniol- papier bis 3,50, Geschtrrzinn bis 3,20, AUimwümt, Quecksilber bis 5,—, Gold, Silber, höchstzahlend. Metalltontor Hollmannslrage 30 und Kottbuserslratze 1(Kottbusertor) Moritzplatz 12858. Damcnsahrrad kaust privat Frau Grosser, Frankjurter Allee 34, 90/10 Plartn. Eoidwchen. Silber lachen, Zahngebisie, Stanniol 2.—, Quecksilber, Giühstrumpsaschc kauft Blü- mei, Auguststratzc 69. 252/14' lMernckt. Teilnehmer an einem englischen Zirkel für Anfänger werden gesucht; ebenso für Konverlationszirlel. Preis monallich 4 Mark<2 Stunden wöchentlich). Privatstunden billig. G. Swientv, Ebariottenburg. Stuft- gartervlatz 9. Gartenbaus lV. K' Mafehinenba«. Elektrotechnik, Eisenkonstrilttion. Ausbildung: Werk- meister, Techniker, Konstrukteur. Prospekte gratis. Dolhtechnüches Ge- werbe-Jnstitut, Inhaber L. Barth, Ingenieur, Berlin, Ehausieestratze 1 Klavierktirsus. Erwachsenen Echnellmeihode, Monatspreis 3,—. Klavierüben frei. Musttakademie, Oranienswatze 63(Moritzplatz). 90/15' Zeichnerinnen. Ausbildung von Damen für technische Bureaus als Zeichnerinnen, guter lohnender Be- ruf. TageS-, Abendunterricht. Aus- kunst PolytechnilcheS Gewerbe- Institut, Inhaber L. Barth, In- genieur, Ehausieestratze 1. Sprech- zeit 9—12, 7—9. Telephon Norden 6388. 261/18» Vei-sdiZectenes. Patentanwalt Müller, Gitschiner stratze 16 Kunftstopferei Grotze Frankfurter stratze 67. 23995� Wer Stoff, serftge Anzug, 16,00. KaezynSli, Lichtenbergerstratze 9. ---- �_I,_____ senkrechte, graphische Apparate und Bü. Schutz, Buchhandlung, Grotze Frmt suiterftrotzc 66.__ fllS Sahrradgesnch. Weberstratze 4if lücher kaust Großer Nebeuverbienst durch Empfehlung billiger Vorortbausiellen sür 250 Mark in Fabriken, Hand- werkern, Arbeitern. Näheres Petzen- bürger, Friedrichshagen, Schani- weberstraße 36. 2692b Vermielunxen. Zimmer. GrofteS Vorderzimmer zn»er- mieten Prinzenslratze 69, 2 Treppen. Kolberg. 90/6 Kl eines möbliertes Zimmer. Schräder, Brandenburgstraße 72/73, I rechts. 26S0b Freundliches Zimmer vermietet Witwe Timm, Gleimstratze 27. tz75 Möbliertes Zimmer sofort. Wttwe Danncbauer, Gleimstratze S, Quergebäude II.(-39 Gut möbliertes einzelne Dame, l vorn II linls. (immer vermietet lauiiynstraße 25, ff20 Schlafstellen. Schlafstelle, Woche 2�0. Draqoner- stratze 36, I links._ 26886' Alleinige Schlafstelle vermietet Satz. Brandenburgstraße 23 IV. V elter er Herr findet möblierte Schlafstelle PeterSburgerftratze 38a. 3 Treppen geradezu,_ ß93 Kleine Schia stelle, allein, bei Witwe Völz, Namchnstratze 88. ff Möblierte Schlasstelle, Herrn, separat, vorn II, Reichenberger- stratze 87. Heimlich. ff Mietsxesuebe. Eheleute suchen Moabit möbNerteS Zimmer mit Kochgelegenheil eventuell ohne Bedienung. Offerten mit Preis- angabe an Joseph, VorwärtSauS- gabestelle Moabit, WilhelmShaoener Stratze 48. ffö2 Arbeitsmarkt Stellengesuche. BnchführungSarbeite«, stundenweise, übernimmt Bücherrevisor Kölln, Bülowstraße 67. 2699b' Automobil- Reparadtrschlosser, ältere, nur tüchtige, hohen Lohn, stellt sofort ein Deutsche Eiudebaker Automobil-Gesellschast, Rummelsburg. Hauptstraße 5. ff20 Karionzuichueider, tüchtig, zuverlässig, bei hohem Lohn verlangt F. Beckert, Schmidstratze 15. ffl49 Stellenangebote. Schlosier auf Militärarbeft ver- langt Ed. Puls, Tempelhos, 93K Tüchtige Schleifer für kleine Eisen- teile verlangt I. Mehlich, Akt.-Ges., Berlin. Sophienstratze 21. 89/15» Drillinge. Ein Berdrahier»um Bödenanbinden per sosort gesucht. Stübbenslratze 10, Laden. 90/4 Lehrlinge sür unsere Dekoration im Aller von 14—16 Jahre», aus achtbaren Familien, mit guter Schulbildung, zum sosorttgen. auch späteren Antritt bei monatlicher Ver- gütigung verlangt. Meldungen nur in Begleitung der Eltern oder des Vormundes in unserer Personal- verwaUung. 4 Treppen. A. Jandors u. Co., Belle- Alliancestratze 1/2. Maschinenwärter und Be- leuchier, tückftge, sofort gesucht. Mei. düngen morgens 3 Uhr im Maschinen. Haus. A. Jandors u. To., Belle- Alliancestratze 1/2. ggK Marmorfchleifer Oranicnstratze 20. verlangt Brietz, 2691b � Hobler für Shaping-Maschinen stellt ein Schuchardt& Schütte, Abt. Maschiuenfabrit. 792 Neukölln, Mahlower Stratze 23. $taI»I«»lSl8vi', Hobler, Fabrikarbeiter ■nebt Panzer A*bG*9 B»d»traBeS». Stellmcher finden sofort lohnende Beschäftigung. Mehrere tüchtige ■A..-«., 802* Fabrik Spandau, Hamburger Str. 44. 20 Monteure auch Heiser luchen unter ganz b«. sonderS günstigen Bedingungen Gebrüder Bendel, 90/8 Kastanien-Allee 12. Eisendrücker bei hohem Ve: dienst verlangt 90/9__ Spiel, Jogowslr. 11. perfekt im Einrichten, sür PräzistonS. arbeften sofort gesucht. 782 Odeon-Werke Weißensee, Lehderstratze 20—25. Htiillügsmontküre «»> Helfer sucht per sosort IZelii'.ilMgütieiigezelkM 26986 Alt-Moabit S. 20 Mmt für Premnitz bei Rathenow. S ö.'l!. bei hohem Lohn Zesucht. Meldung nur Sonntag 10— 12 Uhr, Berlin, Behmstr. 5, Polier Krüger. Zimmerleute, Zirka 30 geübte Gesellen werden eingestellt. Arbeitsdauer 6— 8 Wochen. C. Bendnhn, Zimmermeister. Schwerin i. M.• Schmiede für die Nachtschicht bei hohem Lohn gesucht Meldungen bei Meist« Bcuold. abends 9 Uhr, Hammer- werk, Nieberschönbauleu, Buch- holzer Straße»8— VI.__' Schlosser und Schmiede stellt sofort sür dauernd ein 90/13 Marcus. Moriumentenftr. 35. Kaulirbeiter finden sofort Beschästtgung aiff ßem Neubau der B. E. W., Oberschone- weide, Wilhelminenhosstratze. Mel- düngen beim Polier Barutzli. 96/13 Geübte Zusammtusttztrillnell für Schirmpoiamenten sür dauernd verlangt l-nebinsnn, Kurslr. 31. Einem Teil unserer heutige« Auflage für den Bezirk Osten liegt ein Prospekt der Firma f. J. Haren ti, Fabrik feiner Herren- und Knaben-Koufettion, Berlin C. 2, An der Spandan« Brücke 2, bei. HAI-dändler zwecklos. 89/8* Fahrradgesuch. W-berstratz- 42.____—-- Alfred Wielepp. Neukölln, gür den Inserat enteil verantw.: Tb. Glocke. Berlrn. Druck u.Lerlaa: Vorwort« Luchdruckeret u. VerlagSanitalt Paul«inger& Eo. Berlin SW.