Nr. 19.- Unterhaltungsblatt des vorwärts Sflfiutöö, 23. Zannar. Die Mundharmonika. Im Jahre 18A erfand ein musiksroher Wiener, ein gewisser Damian, die Ziehharmonika, die seit, jener Zeil ihre Fahrl durch die Welt gemacht hat, und die auch als„Lchisserklatiicr" manche Stunde durch den Klang ihrer Töne verkürzt und erheitert hat. Die Erfindnng Damians war aber durchaus nicht etwas vollständig ?teues. Vielmehr war sein Jnstrunienl nur die Vervollkommnung eines viel älteren: der Mundharmonika. Das mühsame Arbeiten mit Mund iinb_ Lunge ward bei ihr von einem mehr oder weniger mächtigen Blasebalg besorgt, den die Muskeln der Arme luden und entluden, und mit dem sich natürlich bedeutend»lehr ausrichten lies;. Mit der Entfaltung der Ziehharmonika ist die schlichte Mund- Harmonika natürlich inehr und mehr zurückgetreten. Dem Schreiber dieser Zeilen liegt ein älteres Buch vor. in dem sich sogar die Bc- merkung.findet, dafi die Mundharmonika jetzt nur noch„als Kinder- spielzcug verwendet werde". Das ist auf einmal unzutreffend ge- worden; denn wie sehr ist dieses bescheidene Jnstrumenr bei unseren Feldgrauen beliebt geworden! Hören wir nicht immer wieder, welche Freude man mit solch einer Mundharmonika denen bereiten kann, die neben der furchtbaren Musik der Geschütze einmal sriedliche Töne hören und spielen möchten? Jetzt kommt sie zu Ehren. Nicht. obwohl sie ein so einfaches Ding ist. sondern eben gerade darum; denn es hat sich oft gezeigt, daß das Einfachste das Beste ist— und das hat sich eben hier wieder bewährt. UebrigenS ist die Mundharmonika durchaus kein so einfaches Instrument, wie derjenige wohl annimmt, der ibr noch keine freund- liche Aufmerksamkeit gewidmet hat; denn beim Blasen erklingen Akkorde, und zwar hört man zwei verschiedene, je nachdem man die Lust hineinstösit oder zurückzieht. Auch das bedeutet schon eine gewisse Vielseitigkeit,, dag die Luft überhaupt auf beiden Wegen aus- genutzt wird. Dazu kommt noch der Wechsel bei diesem musikalischen Doppelerfolg. So wird es denn auch dein weniger fein Hörenden möglich, einen gewissen Zusammenklang der Töne hervorzubringen, und die Weise eines einsachen Liedchens zu spielen erlernt sich bald. Das ist eben wieder daS Kindliche an der Mundharmonika, das ihr einen besonderen Wert gibt. Die Schallerzeugung geht bei der Harmonika mittels schmaler, leicht schwingender Mctallplättchen oder Melallzungcn vor sich, die durch Anblaien in Bewegungen versetzt werden. Bläst man durch eine offene Röhre, so wird nicht ohne weiteres ein Ton entstehen. DaS ändert sich jedoch, sobald nian eine solche Metallzunge derart einbaut, dasi sie an einem Ende, festgeklemmt ist; dag sie ihr freies Ende der Lustguelle zuwendete dasi sie vor einer Melallrinne liegt, daß diese mehr oder weniger freigegeben und abgeschlossen wird, je nachdem die Zunge schwingt, und dasi schließlich die Luft genötigt ist, durch jene Rinne abzuströmen, wenn sie auf der anderen Seite wieder entweichen will. Dann gerät nämlich die Zunge auch bei ganz gleich- mäßigem Blasen in regelmäßige seitliche Schwingungen, und dadurch wird die Luft gezwungen, stoßweise und in Wellenform auszutreten. Das macht sich nun dem Ohr als Ton hörbar, und dieser hat die- selbe Höhe wie jener, den man vernehmen würde, wenn man die Zunge mit dem Finger in Schwingungen versetzte und sie dann schnell ans Ohr sührte. So erschallt also bei der Harmonika der EigeNtoir der Zunge, der durch das Anblasen geweckt wird. Die Naturlehre nennt ein solches Stück, wie es eben behandelt wurde, eine Zungenpfcife. Nach ihrer Art sind die beide» Harmonikas und auch das Harmonium eingerichtet, bei dem eben- falls Metallzungen schwingen. Den Gegensatz dazu bilden die Lippenpseisen, wo der cingeblasene Üuflslrom an einer scharfen Kante derart zerschnitten wird,'daß' ebenfalls regelmäßige, d. h. tönende Schwingungen entstehen..„u:' Wenn man eine» etwa 30 Zentimeter langen Stahlstreisen mit dem einen Ende in einen Schraubstock einspannt und ihn dann in Schwingungen versetzt, so werden diese so langsam ausfallen, daß man kaum einen Ton vernimmt. Ist der Stab dagegen nur wenige Zentimeter lang, so schwingt er bedeutend rascher, und es erklingt dann ein Ton. der mit weiterer Verkürzung immer höher wird. In ganz derselben Weise vermitteln bei der Zuugeupfeife die kürzeren Zungen höhere Töne. Bei der Orgel gibt eS Lippen- und Zungen- pfeifen, und man bringt bei den letzteren wohl einen Draht an, durch dessen Verschieben der frei schwingende Teil der Zunge ver- längert und verkürzt werden kann. Im ersten Fall wird der Ton tieser, im zweiten höher, so daß auf diese Weise ein genaues Ab- stimmen erfolgen kann. So benehme» sich denn die Reetallzungen der Mundharmonika wie lauter durch den Lusthauch in Bewegung versetzte Stimmgabeln, wenn sie auch nicht gerade die Form von„Gabeln" haben. Jede bar ihren Eigenion, der sozusagen ihre Persönlichkeit ausmacht. Dieser Ton ändert sich auch nicht, ivenn man stärker oder schwächer bläst. Dann erschallt die Musik eben lauter oder leiser: aber nicht in anderer Höhe. Allerdings gehören hierzu sogenannte harte Zpngen. lvie es diejenigen aus Metall sind. Die weiche Zunge einer Klarinette bcsitzl dagegen keinen bestimmten Eigenton. Hier wird die Tonhöhe vielmehr durch die freien Eigenschwingungen bestimmt, welche die umgebende Lustmafse annimmt, und es kommt dabei wesentlich auf die Pfeifenlänge an. die durch Betätigung von Klappen verändert werden kann. Es ist fesselnd zu beobachten, wie in dicsenr Kriege trotz der vielen völlig neuen Mittel, die angewendet werden, auch wieder ganz alte auftauchen. Die Armbrust schleudert ihre Geschosse t die Handgranate ist wieder unter die gangbaren Kampfmittel ausgenommen worden t nun hält die altehrwürdige Mundharmonika ihren Einzug in den Schützengraben. Ist sie auch ein Kriegsmittel? Freilich! Denn sie schafft Unterhaltung und Laune. Und ein froh gestimmter Mensch ist oft ebensoviel wert wie ein Brummer. Kriegschemie. Beim Worte Krieg denken wir unwillkürlich zunächst an seine schrecklichen und zerstörenden Wirkungen, und wenn wir gar Krieg und Chemie zusammenhöreu oder nennen, so tauchen vor unserem Auge die Sprengmittel von ungeheuerlichster zerschmetternder Wirkung auf, Schießbaumwolle, Nitroglhzerin, Dynamit, Sprenggelatine, Me- Unit und andere, diese Geschenke der chemischen Wissenschaft zur Leistung der größten Kulturwerke, die jetzt während des Krieges täg- licki Kulturwerke und Menschenleben vernichten. Die Chemie hat aberim Kriege keineslvegs eine nur zerstörende Aufgabe. In einem in Bern ge- hallencn Vortrage über„KriegSchemie", der jetzt in der«Pharma- zcutistben Post" erschienen ist, hat Professor Tschirsch gerade auf die aufbauenden Aufgaben hingewiesen, die der Chemie im Kriege zugefallen sind. Für die Textilindustrie sind die Farbstoffe, für die Medizin die Arzneistoffe unentbehrlich. Beides wurde vor dem Kriege in un- geheurem Maße aus Deutschland bezogen und das Ausbleiben der deutschen Zufuhr führte in den anderen Ländern alsbald zu Miß- ständen. Man half sich zunächst, sagt T., mit Patentraub und richtete eigene Fabriken ein.„Aber mit dem Wunsch zu sabrizicren ist es nicht getan... Selbst wenn mau eine Fabrikanlegt und genügend Rohmaterial zur Verfügung steht, so hat man noch nicht geschulte Kräfte, mit der Gabe der Erfindung ausgerüstete Chemiker und eingearbeitete Werk- führcr, und da es an der nötigen Erfahrung fehlt, kommt man nur langsam vorwärts und zu keiircm rechten Erfolg." Daher ist zun: Beispiel der Preis des Aspirins in Frankreich von 6 Frank das Kilo auf lüv Frank gestiegen, der des Salversans gar auf das Hundert- fache. Es ivird weiter die Verfügung der russischen Regierung erwähnt, daß alle Ilniversitätslaboratorien Chloroform herstellen sollen, dieses im Krieg doppelt wichtige narkotische Mittel, denen Wohltaten Tauten- den und aber Tausenden von Verwundeten zugute kämmen.«Nur ist eben", sagt T.,„eine solche Verfügung von einem Tag zum andern nur schwer in die Tat umzusetzen, da gerade die Chloroform- und Cbloratfabrikation ihre besonderen Schwierigkeiten hat." Günstiger steht Deutschland da. Ueberhanpt kommt die Lehre der Ersatzmittel. deren Anwendung in neuerer Zeit den Apothekern verboten wurde, im Kriege wieder neu zu Ehren. Bei den Gcnußmilteln Kaffee und Tee liegen die Tinge etwas anders, Zichorie und Brombcerblätter sind für sie keine Ersatzmittel, lveil in diesen Stoffen die Purinbasen feblen, auf denen die an- -regende Wirkung dieser Getränke beruht.' Aber Tr'meint, es rnüßte möglich sein, ihnen die entsprechenden Prozente Purinbasen zuzusetzen und sie so dem Kaffee und Tee ähnlicher zu machen und spricht seine Verwunderuiig aus, daß dies noch niemand versucht habe, da wir die Purinbasen Theobromin, Äaffein und Theosphyllin syn- thetisch schon lange herzustellen vermögen. Hier scheint dem Chemiker eine lohnende Aufgabe zuzufallen. Auch des künstlichen Kautschuks wird gedacht. Seine Herstellung im großen ist vorläufig noch nicht rentabel, doch kann man in Deutschland auch darauf verzichten, denn die Massen un- brauchbar gclvordener Radmäntel, Riemen und Röhren wandern in die Regenerieranstalt, wo nach vorzüglichen Verfahren die Regeneration besorgt wird. Alles vorhandene Kautschukmaterial kommt daher zur Verwendung. Von einem Kautschukmangel kann deshalb gar nicht die Rede fein, denn weil der Kautschuk kein Nahrungsmittel ist. das aufgezehrt wird, so können die ungeheuren vorhandenen Vorräte sich nur durch Abnutzung um ein weniges ver- mindern. T. kommt daher auch zu dem tür Deutschland ange- nehmen Schluß, daß man ihm die nötigen Rohstoffe ebenso wenig entziehen, wie cS durch Nahrungsmittclmangel niederzwingen kann. kleines Zeuilleton. Wenn öer Sottnische Meerbusen zufriert. Den nordischen Häfen bringt dieser in Skandinavien ungemein strenge Winter Eisichwierigkeiten von einem Ilmfang, wie sie mir selten erlebt worden sind. Daß der Bottnische Meerbusen fest zufriert, ist beispielsweise ein nicht eben gewöhnliches Ereignis, und daß er 180g durch Eis geschlossen war, ist besonders in der Er- inuerung. hasten geblieben, weil der Tchwcdisch-Russischc Krieg dadurch stark becinftußt wurde. Fest zugefroren ivar er auch im Jahre 1888, und die Eisdecke geivamr damals sogar eine solche Dicke, daß mehrere Monate lang ein lebhafter Verkehr auf ibr zwischen Schweden und Finnland slattsand. Am 8. Februar 1888 trafen die ersten finuläudi'chen Reisenden über das Eis in Schtvedcu ein und erregten nicht geringes Aufsehen. Es waren finnische Auswanderer, und sie erzählten, daß mehrere Hundert Finnländer den gleichen Weg über das Eis des Bollnischen Meerbusens zu nehmen beabsichtigen, um von da über Goienburg nach Amerika auszuwandern. Besonders die Stadt Hornösand in Mittelschweden wurde von den Finnlänoern besucht. Man brauchte zu der Fahrt zehn Tage, vorausgesetzt, daß man nicht durch Schneestürme aufgehalten oder gar verschültel wurde. Eine au Abenteuern reiche Fahrt über das Eis des Bottnischen Meerbusens wurde im Jabre 1816 von einem Manne linlernommen, der in dringenden Geschäften aus Ilmea iii Schwcdcit nach Finnland reisen mußte. Er fuhr im Schlitten über die we.st- liche Ouarkenstraße; im östlichen Teil, der Straße war das Eis ober zu dünn, weshalb der Schlitten zurückgesandt wurde und die Reise zu Fuß fortgesetzt iverdeu mußte, lieber diese Fußwauderuiig bd- richtete der Reisende seinerzeit:«Da Wegspureii nicht zu finden waren, so wareil wir genötigt. ausö Geratewohl durch den Schnee zu waten, der uns zumeist bis über die Knie reichte. Nach einigen Stunden mühseliger Wanderimg cntdeckteir lvir. nachdem es Tag geworden war, zu unseren, Staunen und Schrecken eine Menge Eisberge von nicht»nbeträchllichcc Größe und von den abenteuerlichsten Formen. Einige waren mit Schnee bedeckt, andere fast durchsichtig wie Fensterscheiben und sie glitzerten in den Sonnen strahlen mit wunderbarer Farbenpracht." Der Verkehr mußte da- malS bis in den Monat Mai hinein den Weg über das Eis nehmen. Am 2. Mar inaß das Eis bei Simdsvall noch zwischen 18 und 31 Zoll Dicke. Der Aländische Tlleerbusen blieb fast drei Monate init Eis bedeckt, ebenso der Kalmärsuiid. Die EiSverhältnisse am Bottnischen Meerbusen criimern rn diesem Winter sehr an die ähnlichen Zustände, wie sie das Jahr 1888 gebracht hatte. Notiz«. — Vorträge. Im Institut für Meereskunde spricht DienStag, W. Jan.. Prof. Fr. Schulze über'eine Studienfahrt nach Edinburg, Glasgow und Liverpool, Freitag, 28.' Jan.. Prof. A. Rühl über Italiens Imperialismus.— In der Urania hält am Mittwoch, Donnerstag und Freitag Direktor Franz Gverkc einen mit zahlreichen farbigen Bildern ausgestatteten Vortrag. über Aegypten, den Suezkanal und den Weltkrieg. — Theaterchronik. Im Theater in der Königgrätzer Straße Iverden gegenwärtig zwei Werke August StrindbcrgS zur Aus- führung'vörbeleitet: das Märchendrama„Ein Traumsvicl" und die Komödie«Kameraden". —„Eine soziale Komödie". � Unter dieser Aufschrift verkündet das..Berliner Tageblatt":„Karl Sterilheims neues drei- aktiges Schauspiel„Der Aufbruch" zeigt den Zwiespalt in der sozialdemokratischen Partei durch Aufweisung der in ihr sich ver- flechtenden ungleichen Absichten. Der Verfafier sieht in Anbetracht der Zeitumstände und des Zeilsurverbots, das fein dramatisches Wer! mit Ausnahme des«Bürger Schippe!" betroffen hat, von einer Versendung des Stückes an die Bühnen ab und wird nur eine kleine Auflage des Werkes demnächst auf Subskription crschciucu lassen." Ob der zu subskribiereudc Zwiespalt„der ungleichen Absichten" nun den jetzigen Zwiespalt oder einen anderen oder einen nur in der Phantasie Slernheims bestehenden Zwiespalt behandelt, sagt die orakelhafte Notiz nicht. Der„Bürger Schippcl" behandelt übrigens weder den Genossen Schippcl noch überhaupt ein sozialistisches Milieu. gj Der Sang der Sakije. Ein Roman aus dem modernen Aegypten. Von Willi Seidel. Der Schulmeister lvar unberechenbar. Er spendete in berschnörkelten Worten reichstes Lob, doch sobald man es beglückt einsog und eine kleine Eitelkeit crivachte, riß er sie grob an ihren zarten Wurzeln Iviedcr aus, damit die eigene, kräf- tige, allein und ohne Nebenbuhler im llnikreis gedeiht. Das lvar sein Prinzip.--- Inzwischen mar die Zeit vergangen. Die Knaben Maren hungrig geworden; so wurde den das Dhnr, das Gebet, wenn die Sonne sich zum Zenith begibt, vom Schulmeister geleistet. Die Knaben, blutjung wie sie waren, hatten noch nicht die Verpflichtung, ebenfalls die Kniefälle und die mit Sand fingierte Waschung borzunchmen; deshalb saßen sie noch wie ungeduldige Affen herum, � während der Fiki auf der Bast- matte seine Kniefälle tat. Dann stürmten sie heraus, und Daud war nicht der letzte.... Er hatte jetzt einen Besitz. Er besaß die Sure und hatte Lob geerntet. Freilich wie es mit den Geschenken an den Schulmeister werden ivürde, war ihm noch nicht klar. Denn Zabal ivürde sich wohl schlver' bestimmen lassen, auch nur einen kleinen Piaster für einen idealen Zweck zu opfern. Daud erinnerte sich eines Vorkommnisses vor längerer Zeit. Der Hahn hatte sich eingeklemmt und lvar verhungert. Da Ivar Daud zu Zabal gegangen und hatte gesagt:„Vater, der Be- springer der Hühner ist gestorben!" Da hatte Zabal von Herzen aufgeächzt und gesprochen:„Es gibt keine Gewalt und Macht außer bei Gott! Wir sind schwer vom Unglück verfolgt, mein Sohn. Möge Allah uns entschädigen!" Einige der Freunde Zabals hörten das und bezeugten ihm ihr Mitgefühl genau so, als ob ihm ein lieber Verivandtcr gestorben wäre. Die Trauer hatte drei Tage gewährt. Daud konnte auch jetzt noch nicht vergessen, welche Hitze jene Katastrophe in den Köpfen erzeugte und wie groß der Unmut war, der damals hoffnungslos ans rotgeränderten Augen starrte. O Fiki. lvußtest du, was du verlangst! Du sagtest so beiläufig: Ein junges Huhn! Wie? Du gingst ver- schwendcrisch mit Wassermelonen und Doppelpiastern uin und brachtest Dauds tiefgebeugte Familie an den Bettelstab, dessen sie gänzlich nnvermutend gewesen.... Tu spieltest mit ihrem Reichtum und bliesest ihn in die Luft: du schmaustest schon in Gedanken die Melone und das junge Huhn, und schmatztest, daß dir der Saft der Speisen zu beiden Seiten in den Bart rann--- O Fiki, das war wahrlich nicht gut erwogen! Däud bekam ketzerische Gedanken. Dafür, daß ich mir eine Stunde oder zwei die Brust zersprenge, mir die Finger ermüde und die anderen Bambusen und Kinder von Hals- abschneidern ans und ab wackeln sehe wie die Tollen, daß ich mir große Zurechtweisungen hole aus Grund von Dingen, die belanglos sind lvie Staub und Hühnerfedcrn,— dafür nun heischt dieser Klotz von einem aufgeblasenen Schulmeister init lächelnd geübter Erpressung eitel Wohlleben und fetten Reichtum. Immerhin aber befand es Daud schließlich als durchaus notwendig, schreiben und rechnen zu lernen und des Korans innezuwerden; ja, er hatte einen ehrsüchtigen Respekt, eine geheime Liebe zum Koran, und seine Phantasie war erstaunlich regsam, seit die ersten Bilder und Wendungen aus dem Gehörten empor- blühten und seinen Blick bannten wie der Inhalt einer zögernd sich öffnenden Schatzkassette.-- Zuvörderst nun mußte, um den Vater zur Abgabe zu bestininien, Politik betrieben werden. Den Gang zu erschweren kam noch die Erlvägung. daß er ein straffälliger Ausreißer war, der die Sakije und seine Feldarbeit gewissenlos im Stich gelassen. Es war Abend, bis er sich entschloß. Sein Hunger war beißend. Er ließ sich als blinder Passagier auf einem Getreidekahn befördern, der leer zurück laviert wurde, um von den Königsgräbern kehrende Touristen abzuholen. Er wurde zwar entdeckt und lief Gefahr, wie eine räudige Katze ins Wasser geworfen zu werden. Da er aber eine schlagfertige Suada bewies, mit Flüchen gespickt, die die harmlosen Männer baß erfreuten, ließ man ihn durchschlüpfen, auch ohne die Abgabe der für die Eingeborenen ortsüblichen zwei Milliemcs. Und so stand er bald trocken auf dem anderen Ufer und be- gab sich auf den Heiniweg. * Zabal seinerseits, in blaugesärbtc Baumwolle gewandet, befand sich noch mitten im Feld und schleppte Mist. Das gleiche tat'Umm-Däbbus. Sie arbeiteten so emsig, daß sie das Kommen Dauds gar nicht bemerkten. Trotzdem inachte er einen weislichen Umweg um sie herum.... Die Sakije, als er an ihr vorüberschritt, bewegte sich träge uiid t'iiarztc um einen Ton phlegmatischer als sonst, lieber ihr sah Daud eine kleine groteske Silhouette: seinen Bruder. Daud kam ins Dorf und schlüpfte in den Stall der eigenen Behausung. Die Hühner fuhren kreischend aus- einander, als er hereinkam: auf der anderen Seite ging ein Zicklein heraus mit einem wehen, einsamen Blöken. Daud vergegenwärtigte sich noch einmal mit zusammengekinffeneit Lippen seinen gestrigen Nachmittagstraum, dann tappte er mit der Hand in eine bestimmte Richtung gcradcSwegs in den Hühnerkot hinein und erfaßte eine in die Erde gelagerte Ton- scherbc. Er hob sie auf: da fand er einen Ledersack; er rührte an dem Lcdersack: das war... Geld! Viel Geld! Seine kleine Hand kroch hinein und wägte einen Teil auf ihrer Fläche: siehe da. lvie gcivichtig spreizten sich Zehn- und Zwanzig-Piasterstücke! Wie lieblich und bescheiden blinkte der halbe Frank! Und nun gar, während er die Münzen gleiten ließ, blendete ihn das gelbe Auge eines englischen Pfunds, des dicken, kleinen, gelben Rädchens in derVerwaltungsinaschine, das sich nach Millionen dreht, und das, ivenn cS sein muß, � so unhörbar arbeiten kann, daß mau sein Dasein kaum spürt; aber es ist da, und seine Trcibriemchcn sind gar fein gesponnen und reichen weit!, Daud fühlte förmlich, welch ein Fluidum von unendlicher Angst und von herzklopfcndem Argwohn unsichtbar über der Schwelle schwebte, wo er das Geld gefunden. Das war seit Jähren hinterzogener Zins, gehäuft auf das Erbteil des Vaters und Großvaters: von letzterem stammtc offenbar eine befremdliche türkische Münze, die ihm jetzt zu Gesicht kam. Sicherlich waren die Gedanken beider Eltern mit diesem Schatz verwoben und verquickt: so völlig zwar, daß das Gedankcnbildchcn niit dem Hühnerstall auf einmal, bei Trauniempfänglichkeit. in des Sohnes Hirn zum Vorschein ge> kommen war. So war das Idyll unter der Tönschcrbe doch im letzten Grunde nicht behütet; denn zäher Geiz bei be- schränkten! Kopf denkt nichts als: mein Geld! Heissa, mein ivohlverloahrtes Geld!--- Und so ein Hirnchcn, das in diesen Gedankenkreis gerät, lauscht aus lvie ein Raub- wild, das Witterung erhalten hat, und weiß zunächst nicht woher; dann aber lenkt es der Instinkt unfehlbar an die Quelle.(oölts. folgt.) Deutliches Theater. Direktion: Max Reinhardt 71 Uhr: Der BiberpelK. Nachm.■2';..(kleine Pr.): Minna von Uarnheiiu. Montag: Der Biberpelz. Kaimnerspiele. 8 Uhr: Der Wclbstenfel. Nehm. 21/.. C.lkl.Pi'.): WetlorleuchSen Montag T1;', Uhr, neueinstudiert: t�yses und sein Ding. Volksbühne. Theater a. BUlowpl. 8 Uhr: Das Mirakel. Xchm.3(Jd-Pr.': D. deutsch, Kieinstadt Montag d'/, Uhr-: Hamlet. Dir. Heinliard-Bornauer. Theater i. d. Königgrätzerstr. T'/.U.: UHStzv. Iterllclilngen. Nachm. Ü Uhr: Danseh. Komüdienbuns. 8'/, U: Die riltselhafto Fraa Nachm. 3 Uhr:„ Extrablätter!" Kerliner Theater. b Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen. Nolna. 3 Uhr; Wie einst im Mai. Iferiiatüi der Freien NSnen Semitag, 23. Januar 1916: Nachmittags 3 U.H r: Volksbühne, Theater am Bülowplatz Die deutschen Kleinstädter. Deutsches Opernhaus: Da Traviata. Schiller-Theater Charlottenburg; Nora. Deutsches Künstler-Theater: Datterich. Lejfing-Theater: Baumeister Solneg. AbendZ 8 llhr: Deutsches Künstler-Theater: Iüontag und Freitag: Die selige- EÄellenz; Abends 8',. Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplatz: Montag: Hamlet. Dienstag, Mittwoch, Tonnerstag: Viel Lärm um Nichts, l�se-Ikeater. 3 Uhr: Hans mein lZchofför. 8 Hestern nocii auf stelzenRossen. Theater für Sonntag, den 23. Januar. Deutsches Opernhaus Charlottbg. ! Uhr: JLa Travlnta. 8 Uhr: D!c Jüdin. Friedrich-Wilhelmstädt. Theater. 3 Uhr: Der Troubadour. zIm- Ber pfiffige KadetUS. Oebr. B�ermfeid- Theater s uhr: Sokrates und Perlmutter. Kleines Theater. 3".. Uhr: Uebelei. b Uhr: Henriette Jacoby. Komische Oper. 3'/z Uhr: Das süSe Mädel. 8 Uhr: Jung muH man sein. Metropol-Theater 3 Uhr: Der Trompeter v. Säkkingen. 7'/, IT.: Die Kaiserin ÄsU Montlw Operetten-Theater 3'ti U.: Hoheit tanzt Walzer. Gastsp. Ed. Lichlenstein aus Hamb. s uhr; Der Sterngucker, l.nstspielhaas. 3'/. Uhr; Herrschaftl Diener gesucht. S'/�ühr: Alles aus Gefälligkeit Itesidenz-Theatcr Sonnt. 3'/.: Die Schöne vom Strand. S'�Uhr: Die Prinzessin vom Nil. Schiller-Theater O. 8 Uhr: Faust I. subr:Der Doruenweg. Schiller-Th.Chariottenbg, 3 Uhr: Jfora. s uhr: Zwei glöcküclie Tage. Thalia-Theater. 3 Uhr: Kam'rad Männe. 8 Uhr: Drei Paar Schuhe. Theater am Nollendorfpl. 3l/tühr; Der Graf von Luxemburg. sv. u.: Immer feste druff! Theater des Westens 8 uhr: d. Fräulein v. Amt mit Guido Thislscher. 3'/. Uhr: Polenblut. Trianon Theater. 1 Uhr: Klein-Rotkäppohen. SV�Ühr: Verheiratete Junggesellen Luisen-Theater. Frau Bettioau. ihre Söliiie. Sägt, abends B.lö, Sonntags 8 Uhr: Belielstudenten. Zwerg Nase. Mittwoch -1 Uhr: x. Taubenstr. 48/40. 4 Uhr(lialbo Preise): Im Kampfe um Konstantinopel. 8 Uhr; Kurland u. die Dtlnafront. Montag 8 Uhr: Kurland n. die DUnafront Vorstellungen 21 -— S'l, Fhr-— ! kleine Preise. Kinder die Hälfte. -- 8 Uhr.—— Hagedorns Wundergrotte Perzinas dressierte Sittiche, Kanarien Zwurgpapageien Hun Gunos Chinesontruppe Georg Bauer, Improvisator j Barnes u. King, Zauberparodieu Geschw. Klös, gymnast. Akt. Karl Franke m.seinem Kameruner 1 Gebert Beiling, kom. Dressuren j Außerdem: Abends O Fhr: Die schöne Komödiantin. Operette in 1 Akt 1v. Eugen Burg u. Louis Taufstein. Musik von Deo Ascher. Mitwirkende: j Else Qerna— Lotte Werkmeister v. Thalia-Theat a. G. | Gustav Matzner— Heinrich Peer Julius Spielmann_ 2-�06i Heute_ Vorstellungen SV8 und 8 Uhr, Nacjim. Jeder Erwachs. 1 Kind frei. In beiden Vorstellungen der ungekürzte Spezialitätenteil. Außerdem nachmittags Otto Ueulter und Karl Pauly. Abends(Sonntags-Preise): Wie der- Auf treten Treumann-Larsen Lessing»Theater. Direktion: Victor Parnowsky. T'/ji Kaiser und Oallltler. Nachm. 3 Uhr: Baumeister SolneS Montag: Peer fcfynt. Deutsches Künstler-Theater. Allabendlich 8 Uhr: Die selige Fxzellenz. Walhalla-Theater. s u�: Origpi. 3 llfjr: Preciosa. u.-g" Uhr Nachm. 1 Kind fr.(aujz.Halcr) In beiden Vorstellungen auch nachm. ungelürzt | Vorh d. grohart. Jan-Progr. u. a.: Martha Mohnko, Schulreiterin. -««- Berliner Konzerthans. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Heute Oroßes Konzert. Berliner Konzerthaus-Orchester Achti"'gl Mäimergesangverein„Namenlos" M. d. A.-S.-B. Chormeister E. Thilo. Der Lieder Abend findet nicht nm 23. Januar 1916 in Obiglos Konzertsälen, Koppenstr. 29, sondern am 1576 Tonntag. den 13. Februar 1916 i« der Neuen Philharmonie, zum Besten der im Felde steheuden Mitglieder sowie deren Familien statt. Mitwirkende: Herr Uammersänger Anton TistermanS(Baß); Herr Paul Treff, KgL Kammcrmufifer(Cello): Herr ilonivonin Kart Kämpf(am Flügel). Anfang 6 Uhr. Die Billetts sind vergriffen. Der Vorstand. Possen-Theater Dinienstraße, a. d. Priedrichstr. Melonenbaum. Posse mit Gesang v. Theo Haiton. Meschugge Ist Trumpf Possei. 2 Akt. v.LeonhHaskelmit Leonh. Haskel u. Siegfried Berisch. _ Anfang 81/. Uhr. V oigt-Theater. Badstr. 58. Badstr. 58. f£ iaifliiie Bieliliot" Heute Sonntag 8 Uhr abends: ..Die Geliieterln von St. Tropez." Montag: Benefiz j. Obeireg. Bach: Goldene Jugend. Casino- Theater Lothringer Str. 37. Tägi. 8 Uhr: Aeu! Veu k?keu' Was machfte nn? Posse in 3 Auszügen von Hans Berg, Allabendlich stürmischer Beifall. Dazu das erstkl. Spezialttätenprogr, Heute 1 Uhr: Familie Tchnase. Anfang; 4 Uhr. elwugshalle» am Zou Seöffnat: 10-9 Ahr 50 Pfg. 110. C. Richter. Jeden Sonntag; Paul Mantheys Stets neues Programm 1 , Anfang 7 Uhr. Im xveillen 8aal: sonnig MilHar-Konzert Anf. 6'/; Uhr. Eintritt 30 Pf. MUlthrperwonen frei. idmiralspalast K Is-Aren«. Beate 2 Vorstellungen um 4 und 8'/» Uhr: Das berühmte Eisballett: Polenhochzeit. und das übrige groBe Programm. Abends S, 8, 4 M. Nachm. klelue Preise. Vorzügliche Küche. Arbeiterbildungsschule Berlin. Lehrplan für das erste Quartal 1916. I. Sonntagsveranstaltungen. a) Naturwissenschaftliche Einzelvorträge(mit Lichtbildern) Die Veränderungen der Erdoberfläche und ihre Ur sachcn.(Die Kräfte der Gebirgsbildung und Ausgleichung.) Sonntag, den 16. Januar 1916: Die vulkanischen Erscheinungen. Sonntag, den 23. Januar 1916; Die Wirkungen des Wassers auf die Erdoberfläche. Sonntag, den 30. Januar 1916; Die Wirkungen von Eis und Wind. Vortragende: Käthe Duncker. b) Vier kunsthistorische Vorträge(mit Lichtbildern): Erster Abend: Sonntag, den 6. Februar 1916. Zweiter Abend: Sonntag, den 13. Febrnar 1916. Dritter Abend: Sonntag, den 20. Februar 1916. Vierter Abend: Sonntag, den 27. Februar 1916. Alles Nähere wird rechtzeitig bekanntgegeben. c) Die Bedeutung der Musik für unser Gefühlsleben(verbunden mit praktischen Üebungen im Musikhören): Erster Abend; Sonntag, den 5. März 1916: Volkslied und Kunstlied. Ursprung der Künste.— Die Beziehungen zwischen Sprache, Musik und Tanz.— Die ersten Anfänge des Volksliedes.— Das deutsche Volkslied im 12. bis 15. Jahrhundert.— Die Entwickelnng des Kunstliedes.(Mit Gesangs Vorträgen.) Zweiter Abend: Sonntag, den 12. März 1916; Oratorinm und Oper. Entstehung der Oper, des Oratoriums, der Kantate, des Konzerts.— Meister des Oratoriums: Händel und Haydn; Meister der Oper; Gluck, Weber, Verdi, Wagner. (Mit Gesangsvorträgen.) Dritter Abend: Sonntag, den 19. März 1916: Die Entwickelnng der Instrumentalmusik. Bach und Beethoven.(Mit Klaviervorträgen.) Vierter Abend: Sonntag, den 26. März 1916 1 Wie hören wir zeitgenössische Musik? Brahms und Liszt, Richard Strauß und Dobussy.(Mit Klavier- und Gesangs- vorträgen.) Vortrageuder: Leo Kestenberg. Zu allen Sonntagsveraustaltungen betregt der Eintrittspreis 10 Pf. pro Abend. Anfang 7'lt Uhr, Ende gegen 10 Uhr abend«. II. Kurse au den Wochentag-Abenden. Dienstag: Der Balkan, seine Völker und seine wirt schaftliche Bedeutung: Acht Vorträge. Erster Vortrag am Dienstag, den 25. Januar 1916. V ortragender: ErnstDäumig. Donnerstag: Geschichte der deutschen Sozialdemokratie: Acht Vorträge. Erster Vortrag am Donnerstag, den 27. Januar 1916, Vortragender: Eduard Bernstein. Sonnabend: Die Nationalitätenfrage: Acht Vorträge. Erster Vortrag am Sonnabend, den 29. Januar 1916. Vortragender: Emil Eichhorn. Verwaltans Berlin. Tel.-Amt Moritzplatz 10623, 3578. Bureau: Rungestrasse 30 MitgUeder-UersammUtttge» Bezirk Nordost, Tischler. Montag, den 34. Januar, abends S Uhr, bei Zlerstmann, Graste Frankfurter Straffe 16. Tagesordnung: Bericht und Wahl der Delegierten zur töciicraiversammlung. Bezirk Weißensee. Montag, den 34. Januar, abends 5 Uhr, im Prälaten, Lehderstr. 133, kleiner Saal. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommisfion und Neuwahl derselben. 2. Aufstellung der Delegierten zur Generalversammlung. DM- An dieser Versammlung müssen auch die Möbelpoliercr teilnehmen, da auch die Branchcntommissionsmiiglicder hier gewählt werden. Alle Vorträge und Korse finden Im Hörsal, Llndenstrafle 3, IV. Hof, rechts 3 Treppen statt. Das Unterrichtsgeld beträgt für Jeden acht Vorträge umfassenden Kursus 0.50 M. Es ist spätestens am zweiten Vortragsabend zu entrichten. Die Anmeldungen erfolgen n u r im Schullokal Lindenstr. 3. IV. Hof, rechts 3 Tr, am ersten Unterrichtstage. Arbeitslose haben unentgeltlich Zutritt. Die Vorträge beginnen an den Wechentagen stets um '/29 Uhr abends. SchluB gegen 10 Uhr. Die Bibliothek steht allen Hörern der Vorträge und Kurse gegen Vorzeigung der Eintrittskarten und entsprechenden Personalausweis(Miats- kontrakt usw.) zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung. Sie ist an allen Unterrichtsabendeu von Vit— fl'/j Uhr geöffnet. In der schulfreien Zeit nach Abschluß des vorliegenden Lehrplanes erfolgt die Bücherausgabe jeden Donnerstag von 8— 9 Uhr abends. Alle Znschriften, die Schule oder Bibliothek betreffend, sind zu richfen an den Bezirks- bildungsausschuB GroB-Berlin, Berlin SW. 68, LlndenstraBe 3. Fernruf: Moritzplatz«740/41. 281/8* Kranchen- Uersammlimge». Schirmarbeiter. Montag, den 34. Jauuar, abends 7 Uhr, bei Stein, An der Stralauer Brücke 3. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Wahl der Delegierten zur Generawersainmluitg. Stockarbeiter. DienStag, den 80. Januar, abends 6 Uhr, im Vereinshaus, Holzmarktstr. 31. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission und Neuwahl derselben. 2. Wahl der Delegierten zur Generalversammlung. 3. Verbands- und Branchcnangelegenheitcn. Kammacher, Kamm- und haarschmuckurbtitkr und Arbeittriuntu. Mittwoch, den 36. Januar, abends 8 Uhr, im AndreaSgarten(Wittenberg), Andreasstr. 36. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission und Neuwahl derselben. 2. Wahl der Delegierten zur 0>eneraIversammlung, 3. Branchenangelcgenhciieu. Stellmacher. Tonnerstag. de« 37. Januar, abends 8'/, Uhr, im»Rofeuthaler Hof-, Rofenthaler Strastc 11/43. Tagesordnung: 1. Bericht der Zeniraltommisfion und Neuwahl. 2. Bericht der Kommissioi: und Neuioohs. 3. Ausstellung der Delegierten zur Generalversammlung. Perlmutter-, Horn- u. Steinnuß- arbeiter. Mittwoch, den 36. Jauuar, abends 6 Uhr, im AndreaSgarten (Wittenberg), Andreasstr. 36. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Schreiber über„Tic Pflichten der Tahcimgcblicbenen wahrend des Krieges.. 2. Bericht der Kommission. 3. Wahl der Delegierten zur Sieneralversammlung. Vertrauensmänn�Versammlungen. Korbmacher. Montag, den 34. Jannar. abends 8 Uhr, bei Krause. Mariannenplast 8. Bezirk Ober-Schöneweide Abteilung Flugplatz. Mittwoch, de» 36. Januar, abends 5'/, Uhr. bei Baak, lKledcr-8eh«ncweide, Haffelwerder Str. 13. §jy Sämtliche Bertrauensmäniier der Holzarbeiter nnd DWr* der Maschinenarbelter müssen anwesend sein. 82/1 Die Ortaverwaltang;. Verein der Freidenker für Feuerbestattung. 8i(z Berlin. Geschäftsstelle: H. Müller, NW. 23. Cuxhavener Str. 15. Gegründet 1905. Kassierer: L Oentler, Neukölln. Berliner Str. 85, Port. II Eintrittsgeld IM.— Monatlicher Beitrag 30 Pf. Xach dreijähriger Mitgliedschaft kostenlose Einäscherung und Beisetzung der Aschenkapsel.— Aufnahme ohne ärztliche Unter- Buchung.— Nach 2ojährig6r Mitgliedschaft Beitragsfreiheit. Montag, den 24. Januar 1916, abends pünktlich SV« L'hr, im „Rosentbaler Hof", Rosentbaler Straße II— 12(großer Saal); Ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vorstandsbericht: a) des Vorsitzenden, b) des Kassierers. 2. Bericht der Revisoren. 3. Antrag des Vorstandes betr. Beitritt zu dem Kullurkartcll. 4. Wahl des Vorstandes und der Revisoren. 5. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte. Die Mitglieder werden gebeten. Wohnungsänderungen und Ein- barufungen zum Heere dem Kassierer umgehend mitzuteilen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Bl/12 Der Toratand. H. Müller, zweiter Vorsitzender. -Berlin C« � Wallstr. 2» Gammen. Spcßialficma: aardlnenhaus Bernhard Schwarts Kstratstworilichsr Redakteur: Hlftefc Wielepp, Neukölln, gür den Znjerat enteil heran tw.: Th. Glocke. Berlin. Druck u.Veriag:LorwariH Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& üo, Berlin SW.