#t. 28.— 19(6. Unterhaltungsblatt öes vorwärts Anerkennung des SippensmdenS, die Blutsverbrüderung und die Blutracde. die noch immer in den rauhen GeblrgSgcgenden trotz aller UnterdlückungSmcchregeln der früheren türkischen Verwaltung und aller Ermobnungen der Priester Schuldige und Unschuldige hinweg» rafft. Tic Sippe gilt eben als eine einheilliche BlutSgemcinschaft. Wer eines ihrer Mitglieder verwundet oder tötet fauch Verführung. Ehebruch. Ehrabschneidung erfordern in manchen Stämmen die Blut- räche), der bat damit die ganze Sippe verletzt, und dieser Schimpf muh gerächt werden, wenn der Täler sich der Rache zu entziehen sucht, dann an einem anderen Mitglied seiner Sippe. Und selbst- verständlich muh nun diese letztere Sippe wieder an einem Mitglied der ersteren das ihr zugefügte Leid rächen. So nimmt das gegen» ieitige Abschlachten kein Ende, bis schliehlich durch Buhen und Ab» bitten doch der Sippenfriedc wieder hergestellt wird. Zwar kann nach altem Brauch selbst der Mord durch eine Geldstrafe soder Vieh» ablreiung) gesühnt werden, aber nicht immer lassen sich die Ber- wandten eines Getöteten dazu berbei, die Abfindungssumme anzu» nehmen und die.Befia" sden Siyvenfrieden) auszusprechen. Ge» wohnlich geschieht das nur, wenn cer Mörder einer nahverwandlen oder befreundeten Sippe angehöre. Sind die Verwandten des Opfers durch keine EntschädigungS- anpebote und Abbitten zu bewegen, der Blutrache zu eut'agen, dann muh bei den christlichen Albaneien der Priester heran, um das Fannlienhaupt der beleidigten Sippe zur Nachgiebigkeit zu zwingen. Er begibt sich in feierlichem Aufzuge nach der Wohnung des Familien» ältesten, wo er diese» unter Berufung aus die Religon und das Beispiel Ebristi beschwört, dem Mörder zu verzeihen. Will der Alte nicht, so folgt die Trobung mit den Höllenstrasen und schliehlich unter Verhüllung des KruzifizeS der Ausspruch des KirckenflucheS. Ta der Albanese, der christlich« wie der mohammedanische sehr gber» gläubisch ist, Hilst das häufig. In seiner Grohfamilie, die meist eine ganze Anzahl Emzel» fomilien umiahi, denn die Kinder bleiben auch nach ihrer Ver- heiratung gewöbnlich beim Vater, ist der Mann iast unnmschränkier Herr. Frau und Kinder, selbst die längst erwachsenen Söhne, stehen zii ihm in einem strengen Abhängigkeitsverhältnis. Wen Sohu und Tochier heiraten sollen, bestimmen denn auch auSschliehlich die Eltern s die gegenseitige Neigung der Heiratenden konmrt nicht in Betracht. Bei den mohammedanischen Albanesen bekommt der Bräutigam seine Verlobte meist gar nickt vor der Hochzeit unver» schleiert zu sehen. Bei einigen Stämmen, z. B. den Malisoren, werden Übrigens nicht selten schon die Kinder in der Wiege mit ein- onder verlobr, und dieses Verlöbnis muh unbedingt gehalten werden. Der Braulkaus ist noch heute fast allgemein üblich. Das heiht der BräiNigam und seine Familie haben der Familie der Braut in Geld und Vieh eine ansehnliche Abfindungssumme zu entrichten. Durch die Zahlung solcher Summe gilt die junge Frau als aus ihrer Sippe herausgeiauft. Wenn deshalb der junge Ehemann nach emiger Zeit stirbt, darf fie deshalb nicht ohne weiteres zu ihrer Sippe oder Torfschaft zurüekkehr«,. Begehrt einer der Brüder des Vrrstarbene« fie zur Frau, muh fie ihm folgen, ob fie will oder nickt. Erst wenn alle Brüder des Verstorbenen auf sie verzichten, kann sie einen anderen heiraten. Erben kann die Frau in den meisten Bergstämmen Albaniens von ihrem Mann nur kleine beweg- liche Sachen, niemal« HauS, Feld und Bieh. Dafür hat die Familie ihres verstorbenen ManneS, wenn fie Wuwe bleibt, für' ihren Unter» halt zu sorgen. Die junge Frau hat sich in allem ibrom Mann unterzuordnen. Sie muh seinen Slieen und ihm mit gröhtem Relpett begegnen und ihn wie eine Magd bedienen. Bertraulichkeilen darf sie sich in Gegenwart Fremder in(einem Falle gestatten. Verletzt sie diese Regeln, so erhält fie von ihrem Herrn eme Tracht Prügel. Dennoch find die Frauen meist treue Gefährtinnen ihrer Männer. Eheliche Untreue der Frauen ist sehr selten, und wird von dem Mann, wenn er seine Ehehälfte dabei ertappt, meist kurzweg damit bestraft, dah er sie niederslöht. Ihre Familie hat in solchem Fall keinen An- spruch auf Blutrache. Oft genug ist es in früheren Zeiten der Türlenherrschast vorgekommen, daß die albanische Frau ihrem Ce» bieter in den Kampf folgte, ihm Nahrung und Munition zutrug. die Verwundeten a»S dem Gefecht herausschafft« und, wenn die Not e« erforderte, selbst zu den Waffen griff. Die Frauen verrichten alle Haus- und Feldarbeit, nur die Wartung der Viehherden fällt in den Gebirgsgegenden meist den Männern zu. Irgendwelche intenfive Arbeit ist dein Albaneien ver« haht. Er faulenzt gern und spielt mit theatralischer Würde den grohen Herrn. Am meisten Lust hat er zum Waffenhandwerk, wie er denn auch früher den Türken den besten, tollkühnsten Teil ihrer Heere stellte. Uebrigenö kann man m>ch von den Albanesimien nicht gerode behaupten, dah sie sehr arbeitsam find. Von den in Albanien selbst lebenden Schkipetaren sind fast drei Viertel Bekenner des Islams, das übrige Viertel zählt sich zu den Christen, und zwar gehören von diesen Christen wieder ungefähr zwei Drittel zur griechisch-orthodoxen, ein Drittel zur römisch-katholischen Kirche. In Wirtlichkeit ist eS jedoch um den muhammedanifchen wie um den christlichen Glauben der Albanesen sehr mihlich bestellt. Er ist einer der aberaläubischsten Menschen unter der Sonne. Jede Zu- sälligkeit ist ihm bedeutungsvoll, jedes Ereignis steht irgendwie mit dem Wallen böser und gmer Gelster im Zusammenhang. Ueberall, im Hochland wie an der Küste, ist der Glaube an umgehende Toten- S»ister, Vampyre, Bezauberung, Hexerei, den bösen Blick, an aglllckStage und Unglückszahlen usw. verbreitet. kleines Feuilleton. ,die gelbe Nachtigall" im Schiller-Theater. Die Bahrfche Komödie, die vor Jahren mit Baffermann und Irene Driesch in den Hauptrollen bei Brahn, erschien, verspottet in gefällig amüsanter Weise allerhand Narrheiten der Kulissenwelt. Alberl Lonn, der vom Publikum veigölterte Star, der ohne Bühne sich wie ein Fisch im Ufersand zu Tode zappeln mühte, nutzt seine Muhestunden, aus Sckauipielerei zu schimpien, und revanchiert sich für die Riesenaagen, die der geschästskimdige Direktor für seine Künste zahlt, durch einen permanenten Kleinkrieg. Es macht ihm cm besonderes Vergnügen, den Leuten seine üble Laune ins Gesick>t zu schreien, um dann, wenn er auf einen Partner von gleicher Unverschämt- beit stöht, die Liebenswürdigkeit selbst zu werden. Das Springende des Temperaments, die Mischung kokolier Komödianten-Selbstbespiege- lung mit einem Resibestande von unverbraucht naiver Jungenhastigkeit, ist ausgezeichnet durchgeführt. Den Höhepuukt erreicht die Drolerie in den Szenen, wo Lorm dem würdigen Theaterleiter, der sich für einen Napoleon der Griinderei und der Reklame hält, eine talentierte Freundin als exotische Gröhe, als gelbe Nachtigall auL Japnn auf- redet, ihn zu märchenbasten Anerbietungen für die neue Sensation stachelt. Der Hereingelegte, in seinem majestätischen Unfehlbarleits- bewuhtsein seiner Gerifienheil und dem echt lheatcrmähigen Vor« zeichen-Aberglauben, stellt eine höchst ergötzlich parodistische Karikatur dar. Für den letzten Akt, in dem die Debütantin und der an- scheinend Geprellte zum Aerger Lorm« die glänzendsten Triumphe feierte, bleibt allerdings nur wenig übrig. Bei der Ausführung im Charlottenburger Schiller- Thealer war Herrn P a t e g g s Direktor in dem zweiten Alt von groher Komik. Alfred Braun, der den spezifischen Komödianten- eitelkeitS-Akzent der Hauptfigur nicht recht zu treffen wuhte, ent- sckädigte dafür durch um ja frischere HorauSarbeitung der liebe»«- würdig burschenhaften Züze. Die beiden Mädchenrollen, die rech- nende Pseudojapanerin lind der prinzliche Backfisch, kamen in der Darstellung von Gusti Becker und Paula Schneider lvirksam zur Geltung._ Die Kunst im Gefangenenlager. Zu den unfreiwilligen Sommer- und Winterfrischlern im Gc- sangenenlager zu Grieshelm bei Darmstadt, so schreibt uns ein Mitalbeiter, gehört auch der Pariser Bildhauer Leo Gall, aus dessen Werkstatt am Boul'Montparnasse nicht lauge vor dem Kriege eine reizvolle Figur eines Knieenden hervorging, die den Namen des jungen Kunstlers rasch in weilen Kreisen bekannt machte. Der Krieg ries ihn zum Heeresdienst', er wurde gefangen und kam nach Gries- heim. Die deutschen.Barboren* machten es möglich, ein regcl- rechte«, wenn auch kleines Atelier im Gefangenenlager dnzurichieu, m dem Leo Gall seiner Kunst iveiterleben kann. Seine ersten Ar- beitrn hier waren Medaillonporträts seiner Vorgesetzten, der leitenden Aer»te des Lazaretts usw., und nachdem er am diese Weise den Befähigungsnachweis geliefert hatte, tvurde ihm Material für eine grvhe Arbeit zur Verfügung gestellt: zu einem Denkmal für die hier m Darmstadt gestorbenen Franzosen, das ans dem Darm» städter Friedhofe zur Aufstellung gelangen wird. Auf den Stufen die zu einer stumpfwinkligen Marmorwand hinaufführen, liegt die sterbende Gestalt eines französischen KriegerS; sein erlöschender Blick ruht auf der Marmorfläche vor ihm, und hier treten in leichten Reliefs die Gestalten seiner Eltern und Geschwister, über- ragt von der Figur des segnenden Vaterlandes, geisterhaft aus dein Stein heraus. Zu beiden Seiten der Marmorwand schliesien sich die NamenStafeln der Gefallenen an. Das ganze Wert atmet in seiner feinen Linienführung und in seinem Gedankeninhalt nickt wenig vom Geiste Nodins und steht in technischer Vollendung weit über' dem, was für gewöhnlich als moderne Plastik vorgeführt wird. DaS Denkmal wird nach seiner Aufstellung eine ganz hervor- ragende Sehenswürdigkeit DarmstadtS bilden.... Auch sonst regt sich künstlerisches Leben im Gefangenenlager. Die einzelnen Bataillone, in die die Gefangenen geteilt sind, haben jedes du Theater eingerichtet, die sich untereinander heftig Konkurrenz mache». Plakate von manchmal ganz genialem Schwünge laden überall zlim Besuche ein, und mancher Reklamekünstler würde hier überreiche Au- regung und treffliche Vorbilder finden.(Kü.) Notizen. — Ein neuer N i e b e r g a l l. Von dem lange verschollenen Darmstädter Niebergall, dessen Charatterlustspiel.Datterich* die deutsche Bühne erobert bat, wurde ein Erstlingswerk, das Darm- städter Lokalstück.Des Burschen Heimkehr oder der tolle Hund* im Darm städter Hofthealer aufgeführt. ES ist eine humorvolle, breitbehagliche Biedermeierei. — Cervantes und der Krieg. In Spanien bereitete»tau zum 18. April graste Feiern zu Ehren des grostten spanischen Dichters, des Cervantes, vor, der an diesem Tage vor 300 Jahren gestorben ist. Diese Feste sind jetzt bis zu den Friedensfeiern verschoben ivordcn. Wie kann auch eine europäische Nation, selbst eine neutrale, jetzt an andere Fdern denken. Albanien und die Mbanesen. Bon Heinrich Cunow. II. Die Albanesen, oder wie sie sich selbst nennen, die Schkipetaren oas Wori.Albanesen' stammt von der venetianischen Benennung .Albanesi') nehmen eine isolierte Stellung in der«uropäiichen Lölkeriamilie«in. Sie sind ein Mischvolk, die Nachkommen der alten Illyrer, die sich später mit Gi lecken. Serben. Bulgaren Türken teilweise auch mit Italienern vermischt haben. Im ganzen mögen sie heule 1.8 bis 2 Millionen Köpfe zählen i doch bewobnl diese Masse nicht auSichliestlich Albanien. Ein beträchtlicher Teil der Albaneien— man schätzt ihre Zahl aus fast eine Viertelmillion— hat sich in Griechenland niedergelassen ein anderer Teil— ungefähr liZO 000 Köpfe— ist nach Italien ausgewandert. Auch in Maze- dornen. Serbien, Slavonien und Jsirien gibt«s groste albanische Kolonien, die sich jedoch ieit einem halben Jahrhundert mehr und mehr slawifiert haben Die in Albanien verbliebene albanische Bevölkerung teilt sich in zwei besondere Völkerschaften, die, obgleich von gleicher Herlunfl, doch durch kremde Beimischungen einen veisckiedcnen Volkscharaiter erhalten haben und ganz verichiedene Dialelie sprechen: in die nord- albani'cken Gegen sGöken) und in die südalbaniicken ToSken. Am mefften hat sich d-e albanisch« Raffe, wenngleich sie sick auch dort mit Serben und Lsmane» gemischt bat, im östlichen Teil Nord- olbonienS erhalle», wäbrend die Tosken im Süden durch starke Vermischung mit griechischen Elementen ihren alten Raffencharakter zu einem wesentlichen Teil verloren haben. Infolge dieser mchdocken Vermischung mir fremden Volks- elemrnien hat auch die albanische Sprache viele lateinische, serbricke, griechisch«, türlische und italienische Bestandteile ausge- nommen. um so mehr als es bis vor kurzem eine albanisch« Schritt- spräche nicht gab. Naiurgemäst überwiegt im Norden der serbische. im Süden der griechisch« Etnflust. Mo» unterscheidet zwei Haupt- dialeite, den geglichen und den toskischen.»ie ober beide wieder in eine Reib« Unterdialekte zeriollen. Der Unterichied zwischen den südtoSstichen und den nordalbonischen Dialekten ist der Art. dost sich Bewobner jener Gegenden kaum oder doch nur mit gröstier An- str engung zu verständigen vermögen— ungefähr so grost wie zwischen dem Schwäbischen und dem Mecklenburger oder Holsteiner Platt dcutich. Beide Bökkerschaflen, Gegen wie ToSken, zerfollen wieder in eine Reihe Hauplsiämme, die durchweg 80 000 bis 100 000 Personen um'affen und ihrerseits wieder in eine Anzahl Unterstämme, FiS genannt,««teilt sind. Solch« Haupistämme sind z. B. in Nord- albanien die Malis»«« sMaljisori), die aus einem Dutzend Unter- stamme bestehen mögen, ferner die Miriditen, die Manja. die Sjuma, die Dibra»sw. Di« Untersiämme wieder zerfallen in Barjak« sBanner« oder Fabnenschasten), ungefähr den alten griechischen Phratrien entsprechend, und diese wieder in Geschlechter- und Familiensippen. GS hat sich also unter den Albanesen die alte Stammes- und Geichlechterverfaffung noch gut erhalten— unter den Gegen noch bester als unter den Toslen—, wenn auch in den letzten Jahr- Hunderten unter der Türienherrichast manche Absplitterungen, Ab- Wanderungen, Spoliungen und fremde Eingliederungen erfolgt find. Im einzelnen lasten sich freilich mancke Verschiedenheiten nachweisen. Während der christliche(katholische) Hauptstamm der Miriditen eine sehr straffe Organisation hat und seine llnterstämme fest zu einer Art StammeSstaat zusammengebunden sind unter erblichen Ober- Häuptern, ist bei den Malisoren und überhanpt bei den meisten nord- albanischen Honptstämmen die Organisation eine recht lockere. Jeder Unlerstomm»st ielbsländig und bildet eigentlich für sich eine Art kleine Sonderrepublik, denn auch die SlammeShäuptcr haben nichk viel zu lagen, sondern sind an die Zustimmung der Geschlechts- und Famrlicnpatriarchen, des RaleS der Wien, gebunden. In manchen Stämmen können übrigens in wichtigen Fällen auch die sog. Allen nicht allein entscheiden:«S muh von den Borjaktaren, den Vorstehern der Bannerschaften, die Versammlung der wehrfähigen Familien- vorstände zusammengerufen werden. Mu dieser alten aus Blutsbanden beruhenden Stamm»«« und Geichlechtsversastuna hängt da« soziale Leben der Albanesen, ihr Tun und Lassen, ihre Moral und Unmoral eng zusammen— wenigstens gilt dos für die von Europas übertünchter Höflichkeit noch wenig verührten Gebirgsbewohner des Innern. Der Albanese sieht eben in den Mitgliedern seiner Sippe und seines Geschlecht» Blutsverwandte, für die einzutreten heilige Pflicht ist, dagegen gilt ihm der nicht zur Sippe Gehörende als Ausienstehender, gegen den gewissermaßen alles erlaubt ist. Wenn der Albanese 93. gegen die Mitglieder ieiner GeschlochtSgenosienschast mildtätig lst, sie unter- stützt, von ihnen keinen Zin« nimmt und sein gegebenes Wort zu halten sucht, mag eS ihm auch noch so schwer fallen, so erklärt sich daS daraus, daß er ebeu in ihnen die mit ihm durch gleiche Ab- stammung verbundenen BluiSgenosten sieht, lind wenn er anderer- seits an einem Fremden jede kleine Unbill rächt, wenn er ihn als minderwertig betrachtet, ihn belügt, betrügt und bestiehlt— nun waS macht da«? Der andere ist ja doch von ganz anderem Blut, einer, der mit ihm seiner Ansicht nach gar nichts zu hin hat. Ebenso auch erklärt stch aus der GeschlechtSverfastung die Sitte der Gastkreundichast, die Respektierung der GeschlewtSgenosten, die isz Der Sang der Sakije. Ein Roman aus dem modernen Aegypten. Von Willi Seidel. Eines Tages, als Daud wie gewöhnlich an der Terrasse stand und einen noch imaginären Betrug auf seine praktischen Folgen hin berechnete, kam ein junger Engländer die Stusen herabgetänzelt, ein recht junger noch, denn er war höchstens so alt wie Daud. Als die Drehtür dort oben sich wie gewöhnlich träg er- blitzend öffnete, hatte Daud mechanisch aufgeblickt. Dann, als er des Kämmlings gewahr ward, brachte er, mit eingeübter Bewegung, jene Positur hervor, die ihm erfahrungsgemäß Er- folg versprach. Er lehnte sich müßig an die Samtschabracke, den Kopf schläfrig geneigt, die Beine gekreuzt: kurz, er stellte das Bild. Es verfehlte auch in diesem Moment seine Wirkung nicht, denn der junge Engländer, der nur zu promenieren ge- dachte, ward von dem schönen Esel flugs gefesselt: ja. der Esel tat es ihm an. Er trat heran und streichelte die sdden- iveiche Schnauze; dann, in einem Atemzuge, saß er aus und schrie:„Go on I1' Es war hübsch und sehenswert, wie er aufsaß. Er ver- schmähte die Steigbügel; ein einziger Druck der weißen Kniee, und schon flog er elastisch hinüber, um stch mit einem herri- scheu Ruck aus dem Esel zu etablieren. Daud erkannte das an und lächelte über seine ganze Person. Er keuchte anfeuernd und schrie:„He, he l" Der Esel bockte ein wenig, doch nach den ersten Ermunterungen ging sein bewährter Trab wie von der Spule gewickelt. Auch Daud geriet in Trab und schlug weit ausholend und sachgemäß dem Tier zwischen die Hinterbeine, so daß der Staub in kleinen Explosionen in die Höhe ging. Den kargen Aeußerungen des Reiters folgend, wurde die Straße nach Karnak gewählt, und der lausende Daud machte sich über diesen neuen Kunden allerlei Gedanken, die von denen abwichen, die ihn sonst bei ähnlicher Gelegen- heit zu beschäftigen pflegten. Denn er sah hier zum erstenmal einen Fremden seines Alters; und dies forderte ungestüm zum Vergleich heraus. Zunächst lief er im Staub hinterdrein, später aber, um den Reiter besser betrachten zu können, neben ihm her, wiewohl der Engländer durch Fersendruck und un- ablässiges Zungenschnalzen das Tier zum Galoppieren brachte. Aber Daud, als guter Säufer, spürte gar nicht, wie seine Beine unter ihm arbeiteten, so sehr war sew Blick be- schäftigt. Der Fremde trug einen Leincnanzug, schwarze Halb- strümpfe nicht ganz bis zur Mitte der leicht gebräunten Wade, und weiße Segeltuchschuhe. Auf dem Kopfe hatte er eine breitkarierte graue Mütze. Sein Gesicht war herb: über dem herzförmigen Mund mit der gehobenen Oberlippe thronte eine markante Nase; blaffe Sommersproffen bedeckten die fein beflaumten Wangen, und unter den eng gekniffenen aschblonden Wimperu blitzten saphirblaue Augen. Die Brauen waren so hell, daß man sie kaum sah, und unter der Mütze, halb in die schmale weiße Stirn, guoll ein üppiger Busch aschblonden Haares, das stch im Wind wie seidener Distelflaum rührte. Der Kopf saß auf einem schmalen, zurückgeworfenen Nacken, der Rücken gab wie eine fein aus- geprobte Feder jedem Stoße nach, und die schlanken Beine streckten und bogen sich, die Balance wahrend, mit gut- geschulter Geschicklichkeit. Es gab nichts an diesem lichten Fremden, das Daud entging, und wenn er jetzt auch allmälig außer Atem kam, lief er opfermütig weiter nnd achtete dessen nicht. Nun hatte der andere ein Einsehen und schrie, indem er am Zügel riß:„Ltop l" Daud schrie wild:„Uusd! I" worauf der Esel hielt. Der englische Junge saß ab; sie be- fanden sich vor der nordwestlichen Sphinx-Allee. Am Eingang des ersten Pylons langweilte sich der nubischc Tempelhüter, ein knochiger, großer Gauner, der die von der Regierung ausgegebene Eintrittskarte zu sehen begehrte. Der kleine Fremde besaß eine solche nicht und war ein wenig rat- los gegenüber den ungeschlachten Gebärden deS NubicrS. Ja. er wollte schon mit wegwerfender Schulterbewegung vom Eintritt abstehen... da aber rettete Daud die Situation, indem er dem Nubter im bilderreichsten Vulgär- arabisch zu verstehen gab, daß der Vater dieses Gentleman ein großer Pascha sei, den eine Behelligung seines Sohnes zu verheerenden Wutausbrüchen reizen»verde'; ein Pascha, der die Regierung in der Tasche habe, ja. die Regierung selber sei, und demgemäß einen schweren Tabak rauche. Der kleine Engländer hörte diese Verhandlung, von der er kein Wort verstand, lächelnd mit an; und mochte es nun Dauds Zungenfertigkeit oder dies Lächeln sein: der Nubier räumte wie eine besänftigte Bulldogge den Platz. Er blickte den beiden nach, wie sie frisch in den Großen Hof hinein- schritten, und in der Bewegung, mit der er seine schwarzen Kinnstoppeln strich, war jene plumpe, täppische Güte, die jeder Orientale Kindern gegenüber zeigt, weil er zeitlebens selbst ein Kind bleibt. „Ich danke dir, du bist ganz nett,' sagte der Fremde plötzlich und gab Daud einen kleinen Schlag auf die Schulter. „Hat nichts auf sich I" erwiderte Daud gewandt und senkte glücklich den Kogf. Dann belebte er sich imd rannte voraus. Im großen Säulensaal hielten sie inne und ließen sich zwischen zwei Fundamenten nieder. Der mächtige zylindrische Sandstein türmte sich zu er- habener Höhe. Die hundertvicrunddreißig Säulen, vom Frieden einer kolossalen Symmetrie durchsonnt, standen starr um sie her, und der kleine Blick kletterte zag an ihnen empor, bis dort hinauf, wo sich die Wucht in der edlen LotoSform der Kapitäle löste und das Blau, abgeblendet durch die lastenden, von der Minierarbeit der Jahrtausende brutal zersprengten Quadern, reich wie ein Baldachin schimmerte. (Forts, folgt.) CentMches Theater. Direktion: Max Reinhardt "i'l, Uhr: I>er itiberpelz. Freitag: Maria Stuart. Kam tu erspiele. 8 Dhr: Gyges und sein Ring. Mn dar Xoiiemstudierung.) Freitag:)er Wcibstenf el. Volksbähno. Tlieater a. Bülowpl. 8'/« Uhr: Viel Lärm um Nichts. Freitag; Uns Mirakel. Dir. Meinhard-Bernauer. Tlieater i.d.Königgrätzerstraße T'/s U.: Götz v. Itorlichlngcn. l'C®meeli©siliaias 8l/4U: Bio rätselhafte Frau Theat. 8 Dhr: Wenn zwei Kochzeit machen. Lessing-Theater. Direktion: Victor Parnowsky. SUhr: Die gutgeschnittene Ecke. Von Hermann Sudermann. Freitag: Peer Gynt. Deüfsciies KönstJer-Theater. Allabendlich 8 Uhr: Die selige Exzellenz. URANIA TaubenstraSe 48/43. 8 Uhr: Aegrj'ptcn. der Suezkunal und der Weltkrieg. Hörsaal 8 Uhr; Prof. Dr. P. Sohwahn: Gletscher und Eiszeit. Theater für Donnerstag. Deutsches Opernhaus Chariottbg. 7 uhr: Taiiuliauser. Friedrich-Wilhelmstädt. Theater, suirJerpligeKailettjS. Oabr. Hörrtlf©Sdl-Theatar 8 uhr: Sokrates uüi FerlBifltter. Kleines Theater. suhr: HeurieUe Jacoby. Komische Oper. 8 Uhr: Jung mati man sein. Xiustspielhaus. sv.uhr: Oer Gatte tles Fräuleins. Metropo!-Theater 8 uhr: Die Kaiserin ÄiL). Itesidcnz-Theater 8'i/4 u.; Theater de« Westens s uhr: d. Hsuiefu V. Äml mit Guido Thielsoher. Trianon-Theater. s'i.u.: Verhsifätete Junggesellen. Luisen-Theater. 8.15 Ufr täglich: Mnttcrsegen. Sonvab. 4: Max und Moritz. Sonntag 3: Bettclstndeuteu. Freitag, den 11. Februar 1916: Benefiz Fritz Ritterteldt: „Charlotte Klinger". Rose-Theater. Bei aufgehobenem Abonnement I su�r: Ich hsst Eieliniehf Walhalla-Theater. SUhr: G�ig�S. Sonntagnachm.: Die Förster-Christi. Neuer Spieiplan! � CHotllde von Derp, Tänze. S 4 Veras, Drabtseilkünstlerinnen 82 Mllfords, Excentrics 7. Sennets, kom. akroh. Szene i Wilma, Sandmaloriu i'flax u. Moritz, radfahrende Affen I Kaufmanns Kolischuhfäuferinn. i 3o!>eri Belling, kom, Dressuren j u. a. m. Kinematoprraph. I Äutierdem; Abends O(ihr: Die schöne Komödiantin Operette in 1 Akt I v. Eugen Burg u. Louis Taufstein. Musik von Uco Ascher. Mitwirkende: | Else Berna— Lotte Werkmeister v. Thalia- Theat a. G. I Gustav Matzner— Heinrich Peer Julius Spielmann. Voigt-Theater. ßadstr 58. Badstr. 58. Morgen Freitag, den 4. Februar: oder: ,.5Mo Grahesbraut". VaterL �chausv. m.Ges. l.3 Abt.(5 Bild.) von Karl v. Holtet� Kaiseneröffnung 7 Ubr. Ans. 8 Ubr. Auf. 8 Uhr. Lonnt. 31/t u. 8 Uhr. Joseph Plaut und das große, vorwiegend heitere Februar-Programm. Fliegende Hunde— Margarethas Wundergarlen— Asra— Büren— Merkel— Geschw. Holz usw. lellungsbaklen am 3»a Geöffnet: 10-9 Dhr FvPsg. I Tgl. 8. Bonnah.u.Sennt.IMüU.ZUhr. Das vollständig neue ! Pcbrnar-Prograiam!n.a. Fuß' Radsprung über 12 Pferde. | Radotzkys humor. Bärendress. I Lotte Revos Sensation. Luftakt. | Gebr. Lindsens Matrosenspiele a, | 15 m hohem schwankenden Mast. Ferner prolongiert: Herr u. Frau Direktor Althoffs ganz neue iMeisterdressuren I„Puppchen'', d. Operettenpferd. j 3 Schw. Blumenfeld.— Geschv/. j Jansly.— Polly Dassi, urkom. Spaßmacher. Zaiu Schluß: i>? tä MWnrtdfcheff, | 0. weit, ungestüm. Andranges weg. uar- wiederum Sonnabend nachm. Uhr: Zill Wintermärchen. Possen-Theater Linienstxaße, a. d. Friedrichstr. Melonenbaum. Posso mit Gesang v. Theo Haiton. Meschugge ist Trumpf Posse i. 2 Akt. v. Leonh. Haskelmit Leonh. Kaskel u. Siegfried Bcrisch. Anfang 8'/, Uhr. Udmiralspalast Sts-Hrena Großes Sis-Sallett j S',', Uhr. 2. 3, 4 M. Vorzügliche Küche. Casino- Theater üotbringet Str. 37. TägL 8 Ubr: StürmischenBeifall— Grotz.Lachcrsolg erzielt allabendlich der Possenschlager Was wachste nu? Dazu das große Svezialitätenprogr. Syivester-Trio. die best. FanglünMer. Sonnlag 4 Uhr: Familie Schnase. kefedLdAllöll-IkeAlök'. Liettiner Langer. Zum Schluß: Ansang 8 Uhr. Jk Berliner Konzerthaws. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Täglich Großes Konzert. Berliner Konzerthaus-Orchester �kTATßion! Aufang 8 Ehr. Eintritt 80 Pf. Anfang* Ehr. Morgen, den 4. d. H.; Gr. Kaiser-Gehnrtstagsfeier. veranstaltet vom Verein ehemaliger Kameraden des Königm-Elisabeth-Garde- Grer.adier-Regts. No. 3 { SoziaitienißRraiiscliEF Äaiilvepein I f. d. 4. ßerl. Reictisiagswatiikreis. | Görlitzer Viertel. Bezirk 159 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, | dag unser Genosse, der Klempner älberl Biankeafeld Manteusselstr. 68, | gestorben ist. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet am ! Freitag, den 4. Februar, nach- I mittags 4 Uhr, von der Leichen- I halle des Emmaus-Kirchhoses in � Neukölln. HermantistraZe, aus?! I itatt. Um rege BetcMgung ersucht g 1 211/13 Der Borttand. I SozialdeiiißkratiselierWaiilyerein !. d. ß. Bert. Rei/tistagswalilkreis. 18. AbL, Bez. 818a. Am Montag, den 31. Januar, verstarb im Lazarett unser Ge< nosse, der Wickler Karl Lüdecke Wriezener Str. 10/11. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung finde! am Freitag, den 4. Februar, nach- mittags 3 Ubr, von der Leichen- balle des Garniion-Kirchhoses in der Hasenheite aus ftatL Um rege Beteiligung ersucht 224/11 Oer Vorstand. Deutseher Baoarheiter-Yerliand. Zweigverein Berlin. Bezirk Steglitz. Am 31. Januai starb unser Mit- glied, der HUssarbeiter kau! ferselcö. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, nachmittags 4 Uhr aus dem Genreinde-Friedhos in Steglitz statt. Um rege Beteiligung ersucht 140/9 Die Örtliche Verwaltung. SozialdemokratiseherWaiilvereiii Steglitz. Am 31. Januar 1916 starb unser Mitglied, der Parteigenosse Perseke Schönebergcr Str. 10(7 Bezirk). Ehre seinem Andenke« k Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 3. Februar, nach- mittags 4 Uhr, aus dem Steglitzer Gememde-Friedhos statt. Die Sänger treffe» sich aus dem Friedhofe- Um zahlreiche Beteiligung bittet 194/8 Oer Vor-Mtand. Am 31. Januar 1916 verstarb plötzlich mein langjähriger Ab. lieserer Heinrich Halimanu. Derselbe hat während feiner Tätigkeit in meinem Geschäft sich stets gewissenhast und sieixig gezeigt. ISLb Ehre seinem Andenken! I,. Oppen heim, Dekainranst. vanksagung. Für die Herzliche Teilnahme und reichen Kranzspenden anläßlich der Bestetzung unseres einzigen, geliebten und unvergeßlichen TöchterchcnS Hildegard sprechen wir allen unseren verbindlichsten Dank aus. Die trauernden Eltern Lue!« und Richard Krüger 2096 und Anverwandte. Soziatdemokratiselier WatiWerein Kreis Niederliarnim. Bezirk Lichtenberg. Die Beerdigung des Genossen Hemricl] Halimanu 1 findet nicht auf dem Friedhof Marzahn sondern aus dem Ge- I meindesriedhos in Rummelsbnrg, Suckstratzc, | nachmittags 4 Uhr, statt. Um rege Beteiligung bittet noch- > mals_ Ter Vorstand. Am Montag, den 81. Januar, starb nach kurzem Leiden unser lieber Kollege 200b Heinrich Hallmann. Wir verlieren in dem Ver- Norbenen einen lieben, treuen, aufrichtigen Freund und Mit- arbeiter und werden wir den- selben stets in treuer Erinnerung behalten. Möge ihm die Erde leicht fem I Die Kollegen der Firma 8. Oppenbeim. Dciaturanstalt Die Beerdigung findet heule Donnerstag, nachm. 3'/, Uhr, aus dem Gemeindc-Friedboie in Rummeisbmg, Lückstraße, statt. DeDtseherMetMeiter-Vertiaiid Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht. oaß unser Kollege, der Schleiser Lwald Hentschler Mmkgrafendamm 8 am 29. Januar gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 3. Februar, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- ialle des Stralauer Gemeinde- Friedhoses, Tunnelsttaße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 111/9 Die Qrtsverwoltung. Beotsetier Bolzarheitmerband. 1 Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Drechfler Oskar Schmidt Thaerstr. 7 im Zllicr von 50 Jahren ge« ftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 3. Fcbiuar, nach- _ mittags 3 Uhr. von der Leichen- «Halle des Zentrat-FtiedhoseS in Fricdrichssetde aus statt. Um rege Beteiligung, ersucht J 82/10 Die OrtSverwaltung. yerljandderCeineiDde- n. Staats- arheiter, Filiale Croß-Berlln. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen �äolf Atazanke vom städt. Gaswerk Giischiner Straße. Ehre seinew Andenke»: Beerdigung am Freitag, den 4. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Friedhoses, Hermannstraße, aus. Um rege Beteiligung bei der Be- stattung der Kollegen ersucht 32/8 Die Drtsverwaltung Danlcsagang. Für die vielen Beweise herzlicher TellnaSme und die Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Vaters, des Kasscnangestellten kichard Danziger sage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, besonders Herrn Stadt- verordneten Waldeck Manasse für seine trostreichen, wahrheitsgetreuen Worte, ferner dem Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasie der Stadt Bertin, iowie den Kollegen der Allg. Orts- krankenlasse, dem Verbände der Bureauangestellten und dem Wahl- vereinPankow meinen innigsten Dank Wwe. LniNC Danziger 2045 nebst Kindern.__ jülTeiefl Sluimii - Die- Wochenschrift für Arbeikerfamilien wöchentlich 1 tieft für 10 pf. Oanlrsagang. Für die so zahlreiche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, deS Musikers 203b kodep� SfflöllEep sagen wir allen Erschienenen unser» herzlichsten Dank. Die trauernde Viitwe Anna Müller nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Marines und unseres liebe» Vaters, deS schristsetzers tErnst Hickethier sagen wir allen Verwandten, Kollegen und Bekannten sowie der„Typo- graphia" für den schönen Gesang unseren innigsten Dank. Frau ZIarie Hickethier 2056 und Töchter. Verkäufe. Wareuverkous„halbumsonsP. Bsandlethbaus, Hermannplatz 6. Rielenauswabl spottbilliger Pelz- stolas, Fuchsgarnituren. Skunks« garni mren. Herrenanzüge, Herren- Paletots, Herrenhosen, Bettenverkans, Wäichevcrlaus, Gardinenvertaus, Teppichverkaus, Ubrenverkaus, Gold- suchen.' Tepvich-Thomas, Oranienirr. 44 spottbillig iarbicbicrbafte Teppiche, Gardinen. Vorwärtsleiern 5 Prozent Extrarabatt Kl0» Pelzgärniinren! Jetzt staunen» erregend spottbillig I Herrengarderobe. Bettenverkans. Prachtteppiche, Aus« steuerwälche. Gardinenauswaht. Ubrenverkaus, Schmuckiachen. Spoit- preise! Leihhaus Warschauerstraße 7. Nvtiel. Möbel! 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Freien getrocknet Leib- Wäsche, drei Handtücher 0,10. Abholung Sonnabend. Frau Nimz, Kövenick. Gutenbergstraffe 18._ 181S �Ehrenerklärung. Nehme die Be- leidigung, die ich im Lokal von Bairan am 14. 1. 16 gegen Herrn Wald getan habe, zurück. Fengler, Soldinerstraße 14.___ si64 Uhren-Revaraturen von 1.25 ans- wäris. Preisansage voraus. Heinrich Tschepke, Warschauerstraffe 67. 206b �.rdeilsmal'kt. Stellenangebote. Fleischer, tüchtige, zum Ausbauen und für den Verkauf von rohem Fleisch sofort gesucht.— Meldungen 1—2 Ubr mittags oder 7— 8 Uhr abends.?l Jandors u. Co., Belle-Alliancesttaffe t/2.__ l02K Tüchtigen Maschinennäkier ans f>clme verlangt Beyer, Michael- rücke 1. 235/7 �Automobil schloffer, welche selb- ständig arbeiten, verlangt sofort Heinrich Eellncr, Liebenwalder- straße 32._ sitstS Granttichristbauer verlangt RöS- ler, Brunnenstraffe 106d.-s64* HauSporiier.mit Heizung. Warm- waffcr, Schlofferarbeitcn verlrani, für lofort gesucht. Meldungen zwischen 3—5 bei Gustav Gerson, Neuen- bnrgerstraffe 37._ 2016 Schirrmeister bei hohem Lohn gesucht. Meldungen bei Meister Benold, abends 9 Uhr. Hammerwerk Nieder« Schönhausen, Buchbolzer- straffe 58— 6t.' Tüchtige Einrichter aus ein- und viersvindlige Automaten werden sosort gesucht.* Etiricti& SraßtZi�fen't�go/oL Tüchtige Werkzeugmacher aus Schneideeisen werd. Icfort gesucht Eluich& Graatz,<��nst"s«»L Tüchtige Einrichter aus Ziehpressen werden sofort gesucht Ehricii& Gra8tz,�,"n90S9i. Schlolser 3s auf Türen für dauernde Ardeit bei guten Löhnen gesucht. Köni?. Kücken& Co., * Koloniestr. 89—90. Tiieiitigen Schweißer für per Hochdruckrohrieitungen sosoit suchen 2t0b Gebs. Kösting A.-G., anÄa. gesucht für 30 einstöckige Wohnhäuser. zirka 20 0» Quadratmeter Putzflächen Schutze& Germann, Plaue. Havel. idier-Kegts. No. 3._ 01._______ � � JBeranlirortikher Äedatreirr: Alfreh Llfelepp. Nevkvlln. Für bev Znferäkenieil vkraniw.: Tb.<ÄioSe»iöerktu. Drtul lhLerlaa: Borwart, Luchdru-teret u. VerlagsanikaU Paul Singer& Ii«. Berlin SW.