Sl- 3o-- i9"s- Unt�r�attungeblatt dc6 VdkWärts?«-»>» z lk».,.. S�rachremigung. Im Febnmrhzf� der.Zeitschrift des Allgemeineil Deutschen Sprachvereins" veröffentlicht Geh. Oberregierungsral Dronle die tteiliätze. nach denen der vom Berliner Polizeipräsidenten einberufene Ausschug für Verdeutschung der fremdsprachlichen Geschäftsschilderaufschriften gearbeitet hat. Sie laulen: 1. Ausgangspunkt uii� Endziel der vorliegenden Liste ist die sprach- liche Läuleruizg des Strastenbildes. der Schilder und Aufschriflen. Ausdrücke, die nur im inneren Geschäftsbetriebe vorkommen, sind nicht ausgenommen. 2. Oberste Richtschnur bleibt der bewährte Leit- satz des Allgemeinen Deut'chen Sprachvereins: Kein Fremdwort für das, was deutsch gut ausgedrückt werden kann. 3. Berechtigte HandclSzwecke werden nach Möglichkeit berücksichtigt und geschont. Richt jede eingewurzelte Gewohnheit ist aber berechtigt und der Er- Haltung wert. 4. Neue Entlehnungen aus lebenden Sprachen mögen anstößiger sein als übcrlieserte Ausdrücke der klassischen Zunge; Fremdkörper und auszumerzen bleiben beide, b. Ausgeschlossen bleiben amtliche Benennungen von Behörden usw., eingetragene Firmen und Warenbezeichnungen. 6. Nicht Uebersetzung, noch tveniger erschöpfende Erläuterung des fremden Wortes soll erstrebt werden, sondern eine deutsch gedachte Bezeichnung der Sache. 7. Hnideulschungen durch deutsche Endung und Schreibung sind zulässig, wenn sie sich den Gesetzen deutscher Wortbildung einfügen. Un- deutscher Gehalt i» erborgtem deutschem Gewände wirkt gezwungen und geschmacklos. 8. Wo eine gul� Verdeutschung noch seblr, ist der fremde Ausdruck in die List� nicht aufgenommen, wo Zweifel be- standen, ist er in Klamn>?rn gesetzt uild einstweilen noch wahlweise zugelassen, g. 11>>cwloöhntes beircmdet leicht zunächst. Eiir neu- gebiltetes oder ztfffbelebles deutsches Wort hat denselben Anspruch aus Würdiguizts und Erprobung wie ein neues Fremdwort. Wem ein Borschlag nicht gefällt, der schelte nicht bloß, sondern ersinne Besieres. 10. Deutsche Ware lobt sich selbst. Fremder Ausputz täuscht den Käufer zum Schaden des deutschen Herstellers, zum Nutzen und zum Spott des lachenden Feindes. Deutscher Kaufmann, deutscher Käufer, seid deutsch I— Hierzu wird uns von unterrichteter Seite noch geschrieben: Der Sprachausschuß hat in sieben Sitzungen seine Arbeilen ziemlich beendet t eine demnächst stattfindende Bollsitzung soll das Siegel dar- tinter drücken, lieber die dem Ausschusse zugewiesenen Aufgaben sind in der Oeffentlichkeit vielfach unzutreffende Mitteilungen verbreitet tvordeit. was dann zu falschen Auffassungen geführt und in manchen GeiHmtskreisen Beunruhigung hervorgerufen hat. Wie die obigen Leitsätze zeigen, war dem Ausschuffe nicht etwa die Aufgabe zu- gewieten worden, die deutsche GcschäflSsprache im ganzen von Fremdwörter» zu säubern, sondern der ihm erteilte Auftrag ging nur dahin, für die vielen fremdsprachlichen, oft mißverständlichen GeschäftSschilderaufschristen passende Verdeutschungen zu finden. Hält man sich von der jetzt hier und da beliebten, patriotisch fein sollenden Verdculschungswut auch gänzlich fern und erkennt als selbstverständlich an, daß Kunst und Wissenschaft, Gewerbe. Handel und Verkehr sich international am leichtesten mit Hilfe bestimmter Fachausdrücke verständigen, so wird man doch nichts dagegen ein« wenden können, wenn unverständliche, ost irreführende Bezeichnungen aus dem Swaßenbilde verschwinden.„Cbamdro gurnie",„Chambre ssparäo1", ,, Garage",„Grill-Room",„American Bar",„American drinks"«„Bodega",„Safes" sind Bezeichnungen, die leicht und sicher, cherdcutscht werden können. Ebensowenig können wir es als eig« Schmälerung des deutschen SprachguteS betrachten, wenn im /fsrcmdenbeherbcrgungswesen, im Gast- und Schankgewerbe einige Fremdlinge verschwinden..Hotel" soll ja hilssweise beibehalten werden, es lassen sich aber reckt gute deutsche Ersatzbezeichnung�n dafür finden. Wem das Wort Gasthof nicht vornehm genug klingt, kann auch.Haus Adlon",.Neisehcim Goldener Stern" und ähnlich sagen: Klingt Fremdenheim schlechter als„Pensionat"? Frühstück, Mittag- und Abendessen werden nicht besser munden, wenn man ihnen die sremden Bezeichnungen„Dejeuner",.Diner" und„Souper" beilegt! das„Couvert" ist nichts anderes als das Gedeck, und nach der Karte speist es sich ebensogut wie„ä la carte". Auch dem „Eoiffeur" sman höre nur das Wort in den verschiedenen Bevölkerungs- kreisen aussprechen!), dem„Shampooing", dem„Ondulieren", der „Manikür",„Pedikür" usw. dürfte niemand eine Träne nachweinen. So gibt es eine Unmenge fremder Bezeichnungen im Straßen- bilde, die gut und zweifelfrei in deutscher Sprache wiedergegeben werden können. Mit„Sprachchauvinismus" hat das gar nichts zu tun. Eine Badeanstalt in Deutschland sollte man so und nicht „Balneologischcs Fiistttul", eine Leichenhalle nicht.Parentalions- Halle" nennen. Wer sich einen Zahn einsetzen lassen will, sucht nach einem Zahnarzt oder Zahnkünstler; ein„Laboratorium für Prothese" kennen die wenigsten. Eduard Engel erzählt in seiner„Stilkunst", daß er über einem Kellerloch in Berlin die Aufschrift fand:„Zymolechnisches Institut". Da er die« noch nie gehört hatte, erkundigte er sich, was es da cigent- lich gäbe. Bärme, Sauerteig wurde in dem Keller verkauft. Mit einem heiteren und einem betrübten Auge erinnern wir uns immer wieder jenes kleinen Kohlenhändlers, der an feinen Kellercingang| 2oj Der Sang öer Sakije. Ein Roman aus dem modernen Aegypten. Von Willi Seidel. Nach eitler Weile hörte er einen seltsamen Ton und drehte sich um. Daud sah in einem Winkel wie ein Tier, den schivarzen staubigen Kopf zwischen den schlotternden Aermeln vergraben, und schluchzte mit den leidvollstcn Nasal- tönen, die ein tiefer Schmerz zu erzeugen vermag. Indigniert stand Percy auf und ging, die Hände in den Taschen, an ihm vorbei, worauf er zivischcn den Säulenresten verschwand. Daud schluchzte noch eine Weile für sich. Da aber ge- schah etwas, was ihn in dem Genüsse seines Schmerzes störte, denn er hörte, wie aus weiter Entfornung, einen lauten Schrei. Aufgepeitscht sprang er auf und rannte nach der Rich- tung des Schreies. Er sah sich ratlos um und merkte, daß die Stimme atis der Tiefe kam, aus einen: Schacht, den die Ailsgrabungskommissioii in der Kapelle der Sechinet, der katzcnköp'fiacn Göttin, gewühlt. Dies Ungeheuer aus Roscngranit fast zähnefletschend in einem finsteren Taber- nakel und fräst Kmder. Neulich erst hatte es zwei kleine Jungen gefressen, Steinarbeitcrsöhne, samt ihren Bastkörben, in denen sie Sand heranfzutiagen hatten. Es kostete den zitternden Daud eine gewaltige Ueberwindung. sich in die Nähe des dunklen Loches zu wagen. Da aber der entsetzte Schrei Percys unablässig aus der Unterwelt slieg, schlich er zögernd heran. Doch er tat es erst, als er sich vergewiffen hatte, dast sein Arsenal an Schutzmitteln vollzählig vor- Händen sei. Percy steckte dort unten, halb verschüttet durch eiligen, tückischen Sand, lieber ihm fast die unbarmherzige Mörderin. Ihr Raubtierkopf wuchs, die Ausdünstung des neuen Opfers in ehern-bestialischer Lüsternheit emporsaugend, aus der Finsternis, und der Blick aus ihren pupillenlosen Steinaugen war starr auf Daud gerichtet. Daud schlost die Augen und legte sich im Gefühl seiner Immunität mit schüchterner Keck- hcit auf den Bauch, während er mit der Hand umherirrte, die Percy endlich erfassen konnte. Kaum hatte Percy sich die stolzen Worte aufmalen ließ:„Kohlen-Export und Import". Auf unsere verwunderte Frage, wie er denn zu einer solchen Bezeichnung käme, er habe doch sicherlich keinen Kohlcnexport und-import, er- widerte der biedere Mann:„Na immer! Ick verkoofe Kohlen im Haus, det is der Import, und ick verkoofe Kohlen außerm Haus, nach'm Keller und bis vier Treppen, det is der Exportl" Lodz. Der Roman einer Stadt. Im Verlag von Georg Müller in München erschien in diesen Wochen ein Roman„Lodz, das gelobte Land" von dem polnischen Dichter V. St. R e h m o n t. Die Entstehung des Werkes liegt eine Reihe von Jahren zurück. Daß er jetzt bei uns einen Uebersetzer fand, ist dem Interesse zu verdanken, das der Krieg für das eroberte Polen erweckt hat. Rehmonl malt in seinem Buche das Bild einer Stadt, deren Wesen und Charakter durch die Ent- Wicklung der Industrie einerseits und durch seine volkliche Znsammensetzung andererseits bedingt wird. Aber diese Stadt wird ihm zum Sinnbild Polens, des ausgebeuteten und geknechteten. Die Juden und die Deutschen sind es, die sich als kapitalistische Schmarotzer auf dem Körper des polnischen Volkes festgesetzt haben und ihm das Blut aussaugen. Während die Polen Revolution machten, haben jene Geschäfte gemacht, und sie sind groß und mächtig geworden; sind die Herren geworden, indes die ursprünglichen Be- siyer des Landes beiseite geschoben wurden und verarmten. Die Fremden sind eingedrungen und haben die Macht an sich gerissen. Sie wollten verdienen, und sie haben verdient. Sie haben maßlos Schätze angehäuft und für ihre kalten, egoistischen Zwecke das Volk in die Fron gezwungen. Reymont malt das Bild der aufsteigenden Industriestadt Lodz, die ganz die Stadt der Fremden ist. Es ist nicht lange her, da war dieses Lodz eine Stadt von'IQ OOO Einwohnern; nun zählt es eine halbe Million. Damals blühte in Lodz das ehrliche Hand- gewerbe. Seine Webearbeiten waren solide wie sein Charakter. Aber dann kamen die Maschinen. Und die Gründer kamen, die Juden und die Deutschen. Sie gründeten Fabriken und impften der Stadt„jenen furchtbaren Arbeitsbazillus ein, der am Organismus der Menschheit frißt". Der Rubel wurde zum alleinseligmachenden Gotte. Der Begriff Lodzermensch ist nun identisch mit dem Be- griff eines gefühllosen, herzensrohen Machers, der nur erwerben, erwerben, erwerben will.„So eine zweite diebische Stadt gibts in ganz Europa nicht niehr."„Du vermeinst, Geschäfte unter zivili- sicrten Menschen zu machen. Lodz aber, das ist ein Wald, eine Wüste— hast du scharfe Krallen, dann geh' mühsam vorwärts und erwürge rücksichtslos deine Nächsten, sonst erwürgen sie dich, saugen dich aus und Wersen dich dann beiseite." Nur die Vollkommeue ethische Hemmungslosigkeit und Unbedenklichkeit verniag hier empor- zukommen. Die Buchholz, Schaja Mendelssohn, Grünspan, die kalt über Existenzen wegschreiten, die vor keinem Betrug, keiner Brand- stiftung, durch die sie„die Bilanzen ausgleichen", zurückschrecken, die aus jeder Pleite nur kräftiger hervorgehen, sind die Könige dieser Stadt, Mit Haßaugen hat Reymont diese Gesellschaftsschicht angesehen, und er hält ein furchtbares Strafgericht über sie. Sein Werk hat eine ausgesprochen nationalpolnische Tendenz. Es zeigt die Not des Volkes, das in der Sklaverei des Rubels sich verblutet, und es zeigt jene Kreise, die, erfüllt von anderen Gefühlen, der Welt egoistischen VerdienenS und Genießens gegenüberstehen, ohnmächtig, aber er« glühend von Absckeu und Zorn. Aber über die nationale Ein- grenzung hinaus ist das Werk eine lodernde Brandfackel, die eine von heißem Zorn bebende Hand in die Well des raubgierigen, zerstörenden Jndustrialismus hineinschleudert. Groß ist die künstleriscke Kraft, mit der Reymont das Bild dieser Stadt gemalt. Zorn führt ihm die Hand. Zorn hat ihm den Blick geschärft. Bis in die letzten Falten ihrer verderbten Seele hat er den Herren von Rubels Gnaden geschaut, und er hat Typen ge- schaffen, die für alle Zeiten stehen. In den Fabriken, in den Kon- toren, in der Familie, in der Gesellschaft hat er die Beherrscher von Lodz belausch», und er enthüllt ihre Herzen mit der Schonungs- losigkeit eines Anatomen. Die Stadt selber aber lebt. Man spürt ihren scheußlichen verpesteten Atem, sieht ihre mordgierigen Raub- tierzüge in beänastigender Deutlichkeit. Man erlebt ein Stück Sein in gräßlicher Wahrheit, daß eS einen heiß und kalt durchschauerl. r. n. kleines Jeuilleton. Ein Pfahlbau in Zürich. Am Alpenkai in Zürick gegenüber der Tonhalle ist ein Pfahlbau entdeckt worden, der allgemeines Interesse erregen muß. Zürich ist wohl die einzige Großstadt der Welt, in deren Mauern lelbst sich eine vorgeschichtliche Niederlassung borgefunden hat. Doch sind die Entdcckungs- und Grabungsarbeiten im vollen Gange und jeder Tag cmporgelvutiden, als ein leises Knirschen dadrinnen entstand, als ob schwere Zähne sich unmutig aneinanderwctzten: ein Ouader, der Sandstütze beraubt, kam ins Gleiten und stürzte mit einem schauerlich-leisen, schurrenden Geräusch ab. Er stürzte auf eben die Stelle, die Percy kaum der- lassen hatte. Nun stand er blaß, aber gefaßt, vor seinem Retter. Endlich sagte er:„Danke," „Allah kerim!" crividerte Daud,„du bist gerettet." Er rührte fromnl an Stirn. Herz und Augen. Percy reinigte sich, blickte sich um und sagte:„Es war nicht angenehm. Ich tverde meinem Vater erzählen, daß du dich gut benommen hast. Jetzt wollen wir weg."-- Der Esel stand vor dem Pylon und rupfte Gras. Percy schwang sich hinauf, und Daud, in schärfstem Trab, rannte wiederum hinter ihm drein. Und während er rannte, wand sich, in ihm selbst befremdlich, eine tückische Frage an ihn heran: eine Frage, die sich insgeheim an ihn hängte, wie eine Sandviper an den Hals eines Hasen:„Warum habe ich— warum habe ich nicht.. Das Ende dieser Frage, das peinigende Ende, trat ihm nicht ins Bewußtsein und die Viper, ohne ihr tödliches Gift in der kaum vernarbten Wunde zu hinterlassen, fiel machtlos von ihm ab. wie ein allzumatt ge- schlendcrter Stein ani Ende seiner Flugbahn. » In der Folgezeit ergab es sich, daß Daud den Vater seilies neuen Freundes kennen lernte. Der Honorable I. W. Aldridge tauchte eines Tages in der Glasdrehtür des Hotels auf, kam elastisch herab und honorierte den Liebes- dienst an seinem Sohn durch eine gewichtige Dosis Maspero- zigaretten in einer handlichen Blechbüchse zu hundert Stück. somit durch eine Welt von unbezahlbarem Genuß. Denn solche Zigaretten ivurden, wie Daud von seinen neidischen Genossen erfuhr, in Kairo das Stück zu zwei BUlliemes bezahlt. Die Gabe war demnach fürstlich und der Gelegenheit durchaus entsprechend. Daud vertilgte das Preiswerte Geschenk mit Muße und unter schönen beziehungsvollen Träumereien— hervorzuheben ist, daß er bei dieser Beschäftigung nicht allein blieb, sondern seinem Vater kindlich generös einen Pflichtteil überließ. „Es sind Zigaretten, die der Khedive raucht", erklärte er dem alternden Fellachen voll Emphase. fördert eine reiche Fülle neuer Funde ans Tageslicht, Wie wir einem Bericht der„Neuen Zürcher Zeitung" entnehmen, hat die Grabungsstelle sich vor allem als sehr reich an Tonwaren erwiesen. Bis jetzt sind über 30 ganze Gesäße dem Seegrunde enthoben morden, dazu eine größere Zahl leicht ergänzbarer Gesäße sowie Scherbenmaterial, das sich zu einem großen Teile jedenfalls iviedcr zusammensetzen lassen wird. Die aufgefundenen Stücke beweisen, daß in dieser Nieder- lassung Tonwaren von außerordentlicher Mannigfaltigkeit der Technik und der Verzierung hergestellt wurden, und zwar von dem ganz primitivsten, wie wir ihnen schon in der neolilbischen Zeit begegnen, bis zu Erzeugnissen, die aus eine hohe Entwicklung in der Bearbeitung, Formung und Verzierung des Materials schließen lassen. Die feinsten davon sind von tiefschwarzer Farbe mit einem Glänze ähnlich dem der römischen Terra sigillata-Waren. Daß eine Töpferei auf diesem Pfahlbau betrieben wurde, beweisen zahlreiche im Bronnen verun- glückte Stücke, die man zweifellos, wie das auch in den gegen- wältigen Töpfereien geschieht, wegwarf. Der Massenhafligkeil der Töpferwaren gegenüber treten die bis jetzt gefundenen Bronzegegenstände weit zurück. Es sind Nadeln, Messer, eine Sichel, eine im Feuer stark deformierte Speer- spitze, verschiedene Ringe, ein Schwertstuck usw. Wichtiger für die wissen- sckaftliche Forschung als diese Gegenstände sind jedoch zwei Gußformen aus Sand st ein, die man zur Herstellung von Nadeln, Sicheln, Speerspitzen und Messern verwandte. In der einen waren noch die Holzzapsen vorhanden, mit deren Hilfe man �die beiden Stücke der Gußform genau aufeinander passen konnte. Sie liesern den unzweideutigen Beweis von dem Vorhaiidenfein einer Bronzegießerei auf dieser Ansiedelung. Da sich bisher fast alle der- artigen Gußformen, die die Sammlungen der Schweiz aus vor- schiedenen Fundorten bergen, als gefälscht erwiesen haben, so dürste der neue Fund zur Entscheidung der Frage, ob Gußformen aus Sandstein überhaupt angewandt wurden, von besonderer Bedeutung sein. Interessant sind auch schließlich die zahlreichen Bruchstücke des Verputzes der Hüttenstände, die deutlich beweisen, daß die Wände aus Weidcngeflecht hergestellt und mit Lehm gedichtet wurden, wie dies Tacitus auch von den Wohnstätten der Germane»� berichtet. Damit wird dann auch wohl die Ansicht, als seien die Pfahlbautey Blockbauten aus Rundholz gewesen, ähnlich den gegenwärtigen Alpenhütten, endgültig beseitigt sein. Das Sehenlernen eines Slinöen. Ein 1b jähriger Knabe, von Geburt an blind, war erfolgreich operiert worden, lieber fein Sehenlernen machte Dr. Augstein interessante Erfahrungen. Die ganze dritte Woche nach der Operation unterschied sich der Knabe gar nicht von einem Bünden. Er lief ebenso wie vor der Operation auf alle Gegenstände aus und alle vorgehaltenen Objekte wurden allein mit dem Tastgefühl be- stimmt. Er gab nur an, daß alles Heller wäre wie früher und die Farben viel deutlicher, war aber keinesfalls beglückt, sondern verlegen und verwirrt. Erst in der vierten und fünften Woche trat Erkennen von Objekten und Personen ein und eine beginnende Sicherheit im Gehen; wenigstens lief er nicht auf Tische und Stühle auf, wenn er sie zentral fixierte. Bemerkenswert war, daß, sobald ein Objekt mit Hilfe des Tastsinnes richtig erkannt war, nicht nur leicht ein Wiedererkennen eintrat, sondern der Gegenstand in den verschiedensten Größen und Gestalten stets richtig erkannt wurde; z. B. nachdem er Scheren und Messer kennen gelernt halte, erkannte er sofort die größten und kleinsten Scheren und Messer richtig. Beim Prüfen im Spiegel war er nicht überrascht. Seine Mitpatienten hatten ihn bereits eingeweiht. Sehr scknell kam er dann so weit, mit dem Auge allein Formen zu erkennen, auch Größe und Entfernung zu schätzen. Etwa in der sechsten Woche erweiterte sich das bis dahin röhrenförmige Gesichtsfeld, die Zuckungeiz. der Augen ließen nach. Die Vergrößerung des Gesichtsfeldes er- kannte man daran, daß er jetzt anfing Gegenständen aus dem Wege zu gehen. Anhaltendes Fixieren war er jetzt noch nicht imstande. Trotz täglicher Versuche ergab sich erst in dieser letzten Zeit, daß wirklich mit dem korrigierenden StarglaS besser gesehen wurde, als ohne. Acht Wochen nach der Operation ging der Knabe auf der Straße allein, benahm sich wie ein Sehender und war jetzt auch über sein Sehen beglückt. SiDtizea. — B o r t r ä g e. Im Bürgersaal des Rathauses hält Leo Kcstenberg am Sonntag, den 0. Februar, abends'/s8 Uhr, einen Bortrag über Robert Schumann mit Erläuterungen durch Klavier- und Gesangsvorträge. Karten zu 40 Pf. in der Volks- bühnenbuchhandlung sowie allen Zahlstellen der Neuen Freien Volks- bühne. — Kunstabend.„Das Lied des Weltkrieges" ist das Thema des Dichlcrabends, der am Somitag, den 3. d. Mts., abends 8'/z Uhr, im Charlottenburger ScMllersaal stattfindet. Den einleitenden Bortrag halt Prof. Dr. Ed. Engel, an den Rezitationen beteiligen sich Georg Paeschke und Adele SlasiewSki. Außerdem wird Heinrich Lerfch auö seinen Gedichten vorlesen. „Du mußt es durch die Brust trinken, mein Vater; dann wirst du stark, und Umm-Dabbus wird sich deiner erfreuen." Zabal grinste und genoß. Der Rauch, blau und lieblich, be- schwichtigte fein selten zufriedenes Herz und tauchte sein Wesen in eitel Toleranz. Umm-Dabbus stahl sich ihr Quantum und tat es ihm gleich.— Beide sangen Segenswünsche ans den erstaunlichen Sohn. Der Vater Percys war ein rotgesichtiger, gedäiitpst cholc- rischer, gottlob aber leicht zu erheiternder Herr, der seine von eitler anständigen Pension und einigem Vermögen dnrchivürztcn Mußetage in reservierter Betrachtung der faulen Weltlage dahinbrachte. Daud«mipfand einen maßlosen sttespekt vor seiner Gestalt und gleichzeitig eine glänzende Sympathie, eben weil er Percys Vater war. Die übrigen Familienmitglieder Percys bestanden aus einem niedlichen Schivesterchen und einer säuerlichen Mutten — für Daud die Quintessenz aller Reizlosigkeit, für Percy(zu des kleinen Arabers Verwunderung) das strikteste Gegenteil. Daud empfand es als seltsam und schier unbegreiflich, daß der Vater, der rotgesichtige und lustige Herr, stets ein solches Weib um sich vertrug, ja sie zu verhätscheln schien, wiewohl sie eine scharfe Art au sich hatte. DaudS stumme Fragen waren folgende:„Warirm steckt er sie in so schöne Kleider? Sic kann weder tanzen noch Ful richtig zubereiten; ja, sie weiß vielleicht nicht einmal, daß es vier Methoden gibt, diese Speise schmackhaft zu machen." „Warum nimmt er sie beim Gehen unter den Arm? Dadurch wird sie nicht fetter." „Warum sagt er nicht dreimal: Du bist geschieden, und nimmt sich eine andere, die fett und vergnügt ist?" Ihm insgeheim die Scheidung vorzuschlagen, fühlte sich Daud ermächtigt, weil er zufällig wußte, daß die Jngliz nur ein Weib bei sich haben, wiewohl das bei ihrem Reichtum herzhaft töricht war. Ja, Daud hätte den: zigarcttenspendenden Mr. John einen wohlassortierten Harem gegönnt, wäre ihm so- gar bei der Auswahl herzlich gern behilflich gewesen. Denn nunmehr war er häufiger in dem bewußten Tingel- tangel, Pflegte sein Vergnügungsbedürfnis und leistete sich zu- weilen sogar einen schlammigen Kaffee in einem gestielten Messingkännchen. (Forts, folflt) Dentsche» Theater. Direktion: ,Milx Reinhardt T/f ühr: Der Biberpelz. Sonnt. 2'/, U.fkl.Pr.): Wetterleuchten KainnierMpiclc. 8 Uhr: Der WolbMtenfel. Sonntag: Der Weibütenfel. 2'/,ü.(kl. Pr.); D. deutsch. KleinstSdt Tolksbühne. Theater a. Bfllowpl. 8 Uhr: König Ocdipns. vir. Mefnhard-Bepnaner. Theater i.d.Königgrdtzerstraße T'/iTJ.: CöIzt. Kerllchlngcn. Komödienhaus S'/.U: Die rfttselhafte Fraa Berliner Theat. 8 Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen. Lessing-Theater. Direktion: Victor Barnowsky. 8 Uhr: Die gutgeschnittene Ecke Von Hermann Sudermann. Sonnt.: Die gutgeschnittene Ecke. Deutsches KOnstler-Theater. Allabendlich 8 Uhr; Die selige Exzellenz. URANIA TaubenstraBe 48/49, 4 Uhr(halbe Preise): Im Kampfe um Konstantiaopel. 8 Uhr: Aegypten, der Saezbanal und der Weltkrieg. Hörsaal: 8 Uhr: Prof. Dr. Donath: Für und wider den Weltäther. Theater für Sonnabend, 5. Februar. Deotscbcs Opernbaus Cbarlottbg. 8 uhr. Die Jüdin. FHedrich-Wllbelnistädt. Theater. s uhr: Der ptittige Kadett. HerrnfeSct.TiM.t.r s uhr: SoltraiES untl PerlniBrter. Kleine» Theater. 8 uhr: Henriette Jaeoby. Komische Oper. 8 Uhr: Jung mnli man seht. Iiustaplelhans. S'/i Uhr: Der Gatte des Frfiulelas. 3»/, Uhr: Die Uanbcnlerche. Metropol-Theater s uhr: Die Kaiserin tEL). Besldcnz-Theater 8l/«Uhr: hM NO. 7 Bend�7 Mlontl» Operetten-Theater Gastsp. Ed. Lichtenstein ans Hamb. a uhr: Oer Sterngucker. Schiller-Theater O. 8 Uhr: OltlmO. Sehlller-Th.Charlottenbg. 8Hhr:Diege!beNachtiga!J Thalia-Theater. s uhr: Drei Paar Schuhe. Theater am Kollendorfpl. S'l, Uhr: Götz von Berlichingen. s'u u.: immer feste druff! Theater de» Wewten» s uhr: d. Fräulein y. Ämt mit Guido Thielscher. 3 Uhr: Maria Stuart, Tri anun Theater. 8'i.U.: Die NachtragZ-Defatittftttcchmtg des OberfctmnanbcS w den ZSarfen dem 1. Februar 19tS betreffend Bestanderhebung von tierischen und pflanzlichen Spinnsteffen und daraus hergestellten Web-, Wirk- und Strick- garnen ist Ist Krast getreten. Die vollständige amtliche Bekanntmachung eriolgt an den Anschlag. säuien und in der.Norddeutschen Allgemeinen Zeitung-, Berlin, de» 3. Februar 1916. Der Polizeipräfidzut. ____ I. A. H e h 1 65. I. Mil. 16. II.«ng. MBfc« Hew.esWerke ,____ zw......_____»» w_ Heute Sonnab. u. morgen. II 8 onnt. 8 . Uhr Nachm. 1 Kind frei(autz. Galerie). in beiden Verstellungen Das neue__ Sensations-Programm, nnb zum Schiust: Vorwerk. a.f. nachm.tägt.ab 10 Uhr Direktion Adolf Vogel 1 | Telef• T.fitrow 7341| Buchhandlung Borwärl« Luisen-Theater. 4 Uhr: Max und Moritz. 8.15 Uhr täglich: Mntterzegen. Sonntag 3: Bettelstndentcn. Freitag, den 11. Februar 1916: Benefiz Fritz Ritterfeldt: „Charlotte Klinger". Rose-Theater. Nachm. 4 Uhr: Der gestiefelte Kater. �GesterDnoehaiil stolzen Rossen. Walhalla-Theater. 8 uhr- Qpigpi. Sonntag 3 Uhr: Die FSrster-Chrlstl. Casino» Theater Lothringen Str. 37. Tägi. 8 Uhr: Stürmischen Beifall— Grog. Lachersolg erzielt allabendlich der Poffenschlager Was machste nu'� Dazu das graste Spezialltätenprogr. Sylvester-Irio, die best. Fangfünstler. Sonntag 4 Uhr: Familie Schnase. elluagstalleR ata Zo» *— ö' Ahr 50 �Tß- Neuer Spielplan! Clotllde von Dorp, T&nre. 4 Veras, DrahtBeilkünstlerinnen. 2 Milfords, Excontrica 7 Sennets, kom. akroh. Szene Wilma, Sandmalerin Max u. Moritz, radfahrende Aflen Kaufmanns Rollschuhläuferinn. Gebert Belling, kom. Dressuren u. a. m. Kinematograph. Außerdem: Abend» O Ihr: Die scbSne Komödiantin Operette in 1 Akt v. Engen Burg u. Louis Tauf stein. Musik von Leo Ascher. Mitwirkende: Elte Berna— Lotte Werkmeister v. Thalia-Theat. a. Q. Gustav Matzner— Heinrich Peer Julius Spielmann_ Heichshallen-Thealer. Stettiner Sänger. Zu« Schlaf!» „Die iod ier Eier. Anfang 8 Uhr. JL Derliner Konzerthans. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Täglich: Großes Konzert. Berliner Konzerthaus-Orchester Franz�.TSion! Anfang 8 Ehr. Eintritt SO Pf. Anfang 8 Ehr. Montag, den 7. Fcbrnar XOIO: Gpoßes Fest-Konzept zum Besten des Im Felde stehenden 6. Garde-Inlanterie-Reglments. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9—1 Uhr und von 4— 7 Uhr. Um Mißverständnissen vorzubeugen, geben wir hiermit bekannt, daß wir mit dem Inserat im„Vorwärts" vom 3. d. M., das vom Restaurant(Sewerkschaftshaus unter uuserer Firma erschien, nichts ZU tun haben« Ter Wirt des(Sewerkschastshauses hat das Inserat ausgegebeu und dabei unbefngterweise unseren Namen benutzt. Wir denken nicht daran, in der Versammlung am Montag, den 7. d. M., etwas anderes vorzuführen, als wie in der An- Meldung an das Polizeipräsidium angegeben ist. Von Granatendrehen und dergleichen ist dabei keine Rede. Deutscher Netallarbeiter-verbanö« Ut/12 Ortsverwaltuug Berlin. Rils Sachetto- Gesellschaft! Cläre Waldoff Parsifal- Quartett und 0 allererste i weitere" Sensationen. I Anf. 8 Uhr. Kleine Preise. Sonntag l Vorstellungen. Nachm. kleine Preise. I ßillettvork 11—1 a. d. Kasse I sowie Wertheim u. Invalidend. Possen-Theater Linienstraße, a. d. Priedrichstr. Melonenbaum. Posse mit Gesang v. Theo Haiton. Meschugge ist Trumpf Posse i. 2 Akt. v. Leonh. H askei mit Leonb. Haskel u. Siegfried Berisch. Anfang S1/. Uhr. Vorstellungen S'l, und 8 Uhr. Nachm. jeder Erwachs. 1 Kind frei. In beiden Vorstellungen Joseph Plant in seinen lustigen Vorträgen für Jung u. Alt u. der ungekürzte _neu�Pebruar�S£ielglam_� V oigt-Theater. Badstr 58. Badstr. 58. Sonnabend, den 5. Februar: „t.VNOPv" oder;„Die Grabeabrant". Sonnt. 3 Uhr:„Goldene Jugend.- Miontag:«Eine Nacht t« Berlin.-- Kaffeneröffnung 7 Uhr. Ans. 8 Uhr. Aämirsispslsst Lis-Arens Grolle» 8is-3aUeti S'l, Uhr.». 3, 4 M. Vorzügliche Küche. Mittwoch u. Sonnabend Nachmittags-Konzert in der Eis-Arena. 1 Mk. 60. Spezialarzt Dr. med. Wockenfnfi, Friedrichsir. 125(Oranienb. Tor), für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hata-Kur(Dauer 12 Tage), Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs- stürung. Teilzahlung. Sprechstunden: 10— 2 und 4— 8 Verkäufe. MouatSanzüge, WintetchnletotS, speziell Bauchanzüge(Gehrockanzüge verleihe an jedermann). Einzel- verlaus zu Engrospreisen. Alexander- strafte 28a. I. 153K' Mouatsonzüge, Paletots, Illiter, Hosen, elegante Frühjahrsfostüme, Kleider, schwarze Tuchmäntel, Sport- jacken, Röcke, Bluien, Burschen-, Knaben-, Mädchengarderobe..Zur billigen Quelle-, Neukölln, Münchener- straste 9. f* Weniggetragene Jackettanzüge. Rockanzüge, Paletots aus Piandieihe billig. Friedländer, Auguststraste 64. Borjä hrige elegante Herrenanzüge Paletots und Ulster aus ieinsten Mast- itoffen 25—60 Marl, Hosen 6— 18 M. EinsegnungS., Jünglings», Knaben- Slnzüge sehr preiswert. Versandhaus Germania. Unter den Linden 21. 5K' Teppich-Thomas, Oranienftr. 44 spottbillig sarbseblerbaste Teppiche, Gardinen. VorwärtSIesern 5 Prozent Extrarabatt. K10» Pelzgaeuitureu k Jetzt staunen- erregend spottbillig l Herrengarderobe. Bettenverlaus. Prachtteppiche. AuS- steuerwäsche. GardtnenaaSwahL Uhreuverfaus, Schmuckiachen. Spott- preise I Leibhaui Warschauerstraste 7. Warenverkauf.halbumsonst'. PsandleibbauS, Hermannplatz 6. Nielenauswabl spottbilliger Pelz- slolaS, Fuchsgarnituren, Skunfs- garnitureu, Herrenanzüge, Herren- paletotS, Herrenhoien. Bettenvertauf, Wäichevertaus, Gardtnenverfauf, Teppichvertairs, Uhrenverkaus, Gold lachen.__' MonatSanzüge und Winter- Paletots von 5 Mark iowie Hosen von 1,50, Gehrockanzüge von 12,00, FrackS von 2,50, sowie für korpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, auS Psandleihen ver- sallene SaC bei Rast, A en kaust man am billigsten iulackstraste 14.' Klappsvortwagen. Tel Kinderwagen, Kinderbette». Richard!, Warschauerstraste 80. 179ft* Borjührige Herrenulster aus feinsten Maststoffen 18— 45 Mark, PaletotS 14-38, Anzüge 16—38, Beinkleider 4— 10, JünglingSgarde- robe. Deutsches GarderobenhauS, Groste Franksurtersiraste 116 1.» Halbumsonst verkaufe ich gute ge- kragene Schnürschube, ArbettSschuhe, Langschäfte, Halbichäste nur Grüner Weg 80 und Chausseestraste 87._ MonatSauzüge, Winterpaletots, Ulster, Joppen, Gehrockanzüge Neue- schönhauserstraste 12, eine Treppe. Ecke Rosenthalerstraste. 118(12» Leihhaus Prinzenftratze 106 lausen Sie von Kavalieren wenig getragene Jackett-, Rockanzüge, PaletotS, gröstten- teils aus Seide gearbetteL Gelegen- heitSkäuse in neuer Mahgarderobe, Gold-,«llberwaren. Höchste Be- leihung aller Wertsachen, 111/7» MonakSgarderode! Getragene Anzüge sür Herren: Smoking, Frack- und Gehrockanzüge(auch zum Ber- leihen), Winterpaletots und Ulster sowie von Kavalieren getragene, fast neue Sachen(aus Seide), für jede Figur passend, tu größter Auswahl zu unübertroffen billigen Preisen. Eine Treppe, deshalb billiger wie im Laden. Hirsch Kieserbaum, Wassertor- straste 12/13 1. 113/14» MonatSgard rrobeu-HanS verkauft spottbillig erstklassige, wenig getra- gen e, fast neue Jackettanzüge, Gehrock- anzüge, Smokinganzüge, Frackanzüge, Ulster, PaletotS, Cutawapanzüge, ge< streifte Beinkleider, Bauchanzüge, grostes Lager. Halpern, Rosenihaler- straste 4. Kein Ladeneingang. Nur eine Treppe. 118/10» MSbel. Möbel l Für Brautleute günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleiner Anzabiung schon Stube und Küche. An jedem Stück deutlicher Breis. Uebervorteitung ausgeichloffen. Bei KrankheitSiällen, Arbeitslosigkeit anerkannt Rücksicht. Möbelgeschäft Goldstaub, Zossenerstratze 38. Ecke Gneilenaustraste. 2901K» Möbel- Kredit! Ganz Berlin weist, dast Möbel-Cohn, Groste Front- surterstraste 58 und Badltraste 47/48, aus wirklich bequemste ZahlungSwene an jedermann Kredit einräumt, und zwar bei spielend leichten An- und Abzahlungen. Ueberzeugen Sie sich von der RieienatiSwahl kompletter WohnungS- Einrichtungen. farbiger Küchen und einzelner Möbelstücke, Größte Rücksicht bei Krankheit und ArbeitSIosigkeiL Inserat mitbringen, Wert 5 Mari. Lieserunz auch nach auswärts. Sonntags 12— 2 geöffnet. Möbel gegen sosmttge Kasse lehr preiswert zu verkaufen, Brunnen- straste 7 und Müllerjtrahe 174. Sonn- tag geöffnet von 12— 2._ Möbel aller Art aus Kredit, bequeme An- und Abzahlung. Möbel- Lechner, Brunnenstrafte 7. Zweites Keschäst Müllerstraste 174. Sonntag von 12—2 geöffnet._ 81K» Kriegshalber bildschöne Einrich- tung, herrliche Küche, zusammen 250, Rolenlhalerstraste 57, vorn III rechts, Gewerblich. Händler zwecklos.' Unerreicht! bleibt meine Auswahl in reizenden farbigen sowie lasierten Küchen, neueste Muster, sabelhast billige Preise. Besichttgung im eigenen Jnleresse. Möbelhaus Osten, nur AndreaSstraße 30. 108K Sehenswert k ist mein Riesen- lager moderner Kücheneinrtchtungen! Zirka 80 sarbige und lasierte Küchen kann noch zu riesig günstigen Preisen abgeben. M, Htrfchowitz, Südosten, Skalitzerstraste 25, Hochbahn Kott- bufertor. 105K Vlatinabfälle, Gr. bis 7,20, Zahn« gebiffe bis 80.—, Kupfer, Messing, Nickel, Bierrohrleitung, Seideldeckel, Flaichenkapseln, Blei, Zmt, Stanniol- Papier, Zinn bis 4,10, Geschirr- zinu bis 3,20, Aluminium, Quecksilber bis 6,—, Goldsachen, Silber- iachen.Glühstrumpfasche, höchstzahlend. Metallkontor Hollmannstrafte 30 und Kottbuserstraste 1(Koltbusertor) Moritzplatz 12858.» Zahngebisie k Bruchgold l Silber- sacheu, Platiuaabsälle, Quecksilber, Stanuiolpapier, sämtliche Metalle böchstzablend. schmelze Christwnat, Köoenickeritraste 20 a(gegenüber Manteuffelitraste). 111/1» Platinabtälle bis 6,60, Zahn- gebiffe bis 75,—, Goldsachen, Silber« lachen, Quecksilber, Kupier, Messing Stanniolvavier, Zinn bis 4,— Nickel, Aluminium, Blei, Zink, Glüh- strumpsasche, höchstzahleno. Edel- meiall- EtnkauiSbureau Weber- straste 3t. Mexander 4243. 9SK» Glühstrumpfasche kauft Blümel, Auguststraste 69. 254/16» Verschiedenes. Patentanwalt Müller, Gitschiner- straste 16.» Masiage. Müllcrstraste 1. Fr. Sommerfeld, +39» Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Goldlelsten-Packer verlangt Neu- mann, Heunig u, Ko,, Zeughos- straste 21. f-W Verkäuferinnen, tüchtige, erste, für die Abteilung Damenkonscttion sosort gesucht. Nur sachkundige Damen, welche befähigt sind, den Posten einer ersten Lager-Dame zu bekleiden, wollen sich melden 1—2 Uhr mittags oder 7—8 Uhr abends. A. Jandors u. Co., Belle-illltance- straste 1/2. 102SI Musikinstrumente. Gitarrzithern mit stwstmdachtzig Unterlegnoten 8,50, Manboline, Gitarren 9,50, Sololaute, gut ein- gespielte Konzertgeige mit Form- etui 20,— verkaust Ernst, Oranien- ftratze 16« III. 218b Pabrriüer. Fahrrad 25,—, Frellausräder. Streese, AndreaSftraste 37. 117117» Herrenfahrräder k Damensahr räder. Holzseigen> Strahenrenner, Freilausräder 15,00—40,00. Multiplex, Hausnummer beobachte«, Wein meisterstraste Bier. 118/9 Lehrmädchen, im Alter von 14 bis 16 Jahren, aus achtbarer Familie. gegen monatliche Vergütung sosort gesucht.— Meldungen in Begleitung der Eltern oder des Vormundes in der Zeit von 9—1 Uhr vormittags oder 5— 8 Uhr nachmittags in der Personal-Verwaltung 4. Stock,— Ä. Jandors u. Co., Lelle-Alliancc- straste 1/2. l02K» «chsige Rmidslhlkistr für Universal- Ruudschleifmaschinen werden sosort verlangL» Ehrich& Graetz, Berlin S.O., Elsenatr. 0O/94. Kaufgesuche. Bruchgold, Sitber- iachen, Piaiinabsälle, Biet, Zink, Quecksilber, Glühstrumpiasche usw. böchstzahlend Metallschmelze Cohn, Brunnenstraste 25 und Neukölln Berlinerftraste 76._, Mir svchta: Kauschlofler für SchMchlgektite, Werkzeugd reher, Revolverbankdreher für geullve Arbeilell uvd Werkzeugschlosser. Angebote erbeten an 2 Sachsenwerk- Abt. V, Niedersedlitz, Sachsen._ 262/9» Schlosser für Geldschrank- und Mieifäeherbau gesucht. Panzer Badstr. S9. L. Wir suchen zum sofortige» Eintritt 20S tüchtige Schlosser für Flugzeugbau bei hohem Berdtenft. Nach sechSwöchenlltcher Tätigkeit Rekfe- Vergütung. Hansa- und Krandkuburgischk flngzeugwerke Aktieugeseüschast Flugplatz Briest bei Brandenburg«WH. Tüchtige Einrichter auf ein- und oierspindlige Automaten iverden sosort gesucht.» Ehrich&ßmtz�&jXo�i Tüchtige Werkzeugmacher «chneidceisen wcrd. sofort gcsuchL auf ritllCÜ 8h KsZelZ, Glsenstr? 90 91. Tüchtige Einrichter aus Ziehpressen werden sofort gesucht. Eluicll& Graetz, t"feMVrnyoS9i. gesucht für 30 einstöckige Wohnhäuser, zirka 20 090 Quadratmeter Putzflächen. Zcdulze& Germann, Plaue. Habel.* Tocht. Weikzeugmacher nur erste Krüste, aus Schneideisen z. Schraubensabrikalion bei hohem Lohn sosort gesucht, Ehrich A Graetz. • Berlin SO, Eisenstraste 90/94. Mehrere tüchtige Klagenlackierer sür sosort gesucht. L19b vreustein& Koppel— Arthur Koppel A.-G., SSaggonfabrit Spandau, Hamburger Str. 44._ Tüchtige :-Dif für unser DainenkonlektioDS-itelier sofort gesucht.— üstui fachkundige Damen, welche im Aendern durchaus perfekt find, wollen sich melden in der Zeit von 1—2 Uhr mittags oder 7—8 Uhr abends. A. Jandorf& Co.« Belle-?Jllianeestr. t/2. kaufen Sie von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz gewesene Jackett- und itock- anzüge. Paletot», Ulster. Serie f: lO— 18 M., Serie II:«O— 80 M.. größtenteils auf heide Ferner Gelegenheitskäufe in neuer Maßgarderobe, enorm billig. Riesenposten Kleider, Kostüme, Pltt»chmäntel, auf Seide, jetzt nur SO— 35 M.. Osten Pols »toia» in Skunks, Marder, Nlerz, Ettchsen, jetzt nur 20-7» M. Große Auswahl in Uerren-Gebpelzen, Gelegenheitskäufe in Damen-, Reise- und Wagen- Pelzen. Extra-Angebot in Lombard gewesener Teppiche, Gardinen, Portleren, Betten, Wüsche, Brillanton, Uhren und Goidwnren zu enorm billigen Preisen Vorwärtsleser erhalten 10•/„ extra. ScniUBoUiufeei«ttn-tteui: Alsted Witle», KeulöOn. B*t bot aafetattnieti»etmiOo.: rh.»UHtc.»erl«. Druck». Verla,:V«»Srt» tm�bntrirxti u. vertag�ußaU Päd«w,«& verliu SW.