st 3i-191«. tlttfgtfyftlfuttggfrl&tt Vsewärts Weihnachten im Unterstand. Fn!>cr„Gewerkschaft" wind ein Brief aus dem Felde der- öfsenrlicht, der eine anschauliche Schilderung vom 2. Januar 1916 aus der Front bei Dünaburg gibt:„L. D.l Als ich am 24. Novem- der am„Zoo" von Dir Abschied genommen, beförderte uns das schnaubende Dampfroß schnell wieder nach den russischen Gefilden Aurück. Bereits gegen Mittag des andern Tages waren wir in Ehdt- kühnen und trafen abends gegen 11 Uhr. über Kowno— Wilna fahrend. in Dukschty ein. Hier blieben wir in einer Verpflegungs- station über Nacht. Da wir nicht erfahren konnten, ob wir noch eine Strecke Weges mit irgendeinem Proviant- oder Munitions- � zug fahren konnten, machten wir uns am anderen Tage zu Fuß auf den Weg. In einer Werkzeugbude, in der Nähe von Berkhof, wurde übernachtet. Unser Bett bestand aus einer einzigen Schlaf- decke. Die Kälte trieb uns schon früh von unserem Lager auf. In einem Bahnwärterbäuschen, von Infanterie belegt, kochten wir uns zunächst Kaffee. Als wir diesen zu uns genommen und uns er- wärmt hatten, ging es auf Schusters Rappen weiter. Gegen Mittag langten wir glücklich bei der Batterie an. Hier hatte mein Be- gleit er Zeit und Gelegenheit, einen Vergleich anzustellen zwischen einem Berliner„Cafe" und unseren Unterständen. Den Abend blieben wir noch bei unserem Wachtineister bei einer Tasse Kaffee zusammen und unterhielten uns über unsere Erlebnisse und Beob- achtungen in Deutschland. Am anderen Tage, also am Sonntag, den 28. November, mußte mein Kamerad bereits für 24 Stunden vor in den Schützengraben, auf vorgeschobenen Beobachtungsposten. Ich ging zurück in meinen Unterstand, wo ich mit Hallo empfangen wurde. Da ich nun einmal von Unterständen schreibe, will ich Dir kurz den unseren beschreiben. Er ist an der westlichen Seite, einer großen Scheune gebaut, etwa 2,25 Meter hoch, 3 Meter breit und 14 Meter lang. Eine Treppe führt ins Freie und eine in die Scheune, in welcher unsere Pferde stehen. In diesen Raum haben meine Kamevaden zwei Oefen von Ziegelsteinen mit richtigen Ofenplatten gebaut. An zwei Tischen bieten uns vier Schulbänke Sitzgelegenheit. Die Betten für 18 Mann sind aus alten Brettern dreifach übereinander gebaut. Eine Ziebharnwnika, drei Mund- Harmonikas, ein Blecheimer als Trommel, Blechteller als Pauken usw. sorgen abends für die nötige„Unterhaltung". Ein oft ohrenbetäubender Lärm, aber es ist eben„Musike". Unsere Oefen, die den Vorzug habein oft tüchtig zu rauchen, sorgen dann noch dafür, daß trotz des herrschenden Frohsinns doch bei dem und jenem die Tränen fließen.... Einer Einladung unseres Wachtmeisters fol- gend, hatte ich am ersten Weihnachtsabend eine angenehme Ab- wechflung. Ein junger Kamerad aus Solingen hatte sich irgendwo in Rußland eine alte, aber gute Geige zu verschaffen gewußt. Den Bogen dazu hat er sich aus einem krummen Äst und den nötigen Pferdehaaren verfertigt. Er leistete auf diesem Instrument wirk- lich Vorzügliches. Ein anderer Kamerad begleitete ihn sehr wirk- sam mit einer Ziehharmonika. So verstanden es die beiden, uns ausgezeichnet zu unterhalten. Das Konzert war bald besser als im Cafe„Vaterland"(Berlin). Ein angehender Humorist aus dem goldenen Westfalenland und einige lustige gemeinschaftliche Ge- saugstücke füllten die Pausen aus. Ein sehr gemütlicher Abend. Ich kann Dir übrigens mitteilen, daß auch bei uns im Unterstand der übliche Weihnachtsbaum nicht gefehlt hat. War er auch nur niit Holzwolle, Watte und dergleichen geschmückt, so hatte er doch Kerzen und konnte, wie zu Hause, angezündet werden. Der Stellungskrieg bringt sonst wenig Abwechslung. Die Rußen beschießen uns und wir die Aussen. Unser Unterstand be° sonders war immer arg bedroht, doch scheint das in den letzten Wochen nachgelassen zu haben, seit die in unserer Nähe auf einein Berge liegende Schule abgebrannt ist. Wahrscheinlich vernmteten die Russen in diesem Gebäude eine Beobachtungsstelle. Vordem wurde die Schule oft heftig beschossen und wurde auch inehrfach ge- troffen.... Am erstell Weihnochtstoge lvnr es an unserem Ab- schnitte allgemein ruhig. Von einem„Friede auf Erden" konnte allerdings keine Rede sein, denn schon am zweiten Weihnachtstage verkündeten die Kanonen beiderseits ganz etwas anderes als frieden. Nun haben wir bereits die ersten Stufen von„1916" be- treten und noch ist nichts von einer Wandlung der Dinge zu nierken. Im Gegenteil; auch bei der Jahreswende brüllten die Kanonen chrc grausigen„Zkeujahrsgrüße" in die dunkle Nacht hinein, die Mensch- heit daran erinnernd, daß an einen Frieden noch nicht zu denken 'st. Indes der Werdegang der Verhältnisse fragt nicht nach dem Willen einzelner Menschen. Mögen sich die Verhältnisse so ent- wickeln, daß das angefangene Jahr 1916 der Ndenschheit endlich den langersehnten Frieden bringt. Mücklich alle diejenigen, die ihn erleben. Mit bcxi besten Grüßen auf Wiebersehen!" 21] Der Sang öer Sakije. Ein Roman aus dem modernen Aegypten. Von Willi Seidel. „Warum tragen die Fremden gepanzerte Hemden, die in die Haut schneiden, und weiße Röhren um den Hals, wenn sie vor dem Abendessen noch kurze Zeit barhaupt am Nil spazieren gehen?" „Warum machen sie so ein großes Wesen davon, wenn die Sonne untergeht?" „Warum ist das nicht so, wie es natürlich wäre?" Percys. Schwesterchen, Jane, war ein siebenjähriges, Mädchen, sehr quick und doch sanft, mit hoher, befehlender Stimme und beweglich wie ein Küken, wenn es, mit atavisti- schem Heißhunger begabt, soeben seine Eierschale zertrümmert hat und nun tvild konsumierend einherrcnnt. In der Tat: sie atz beständig, wo sie ging und stand. Sie hatte immer einen kleinen Piaster in der Grübchcnsaust und trug weiße Halbstrümpfe und ein gestärktes, mit Spitzen garniertes Kleidchen, dazu eine rotgrüne Schärpe, die auf dem Kreuz wie ein riesiger Schmetterling mit den Flügeln schlug, wenn sie lief, und sie lief viel. Sie stellte sich vor Abu-Zuggabas. des Zucker- mannes. Auslage hin. zückte ihren kleinen Piaster und bekam dafür, zärtlich in zwei hohlen, braunen Händen gesammelt. eine unerhört große Menge Süßigkeiten ausgefolgt. Daud machte sich bei ihr beliebt, indem er ihr rosa Stangen zum Lutschen verschaffte, auch Nougat und Vanillemandeln, die sie leidenschaftlich gern aß. Außerdem ließ er sie rittlings reiten. wiewohl die säuerliche Frau dies aus dunklen Gründen zu hindern trachtete.„Alle Weiber reiten rittlings," dachte Daud. „Die Weiber der Jngliz tragen lächerlich enge Röcke, darum können sie die Beine nicht auseinander bekommen." Jane konnte das noch unbeschadet ihres Kleidchens.(Manch- mal machte sich Daud noch ganz andere Gedanken über die Nachteile der engen Röcke bei den Weibern der Jngliz). So war seine Anschauung ein wunderliches Gemisch von Moquerie und Bewunderung. Alles in allem konnte er nicht verhindern, daß all seine Gefühle unter dem geheimen Diktat eines dumpfen Neides standen. Zuweilen, wenn er draußen wartete und die Leute»och papierbinöfaöen. Seitdem England uns alle Zufuhren auswärtigen Rohstoffes abgeschnitten hat, sind wir mehr und mehr gezwungen gewesen, die in Deutschland gewonnenen Bodenerzeugnisse zu verwenden. Oft genug mußte die ErfindungSkrafl dazu gehörig angestrengt werden, m vielen Fälle» mil ausgezeichnetem Erfolg, oft genügte es aber, auf allbekannte Sachen und Versahren zurnckzugreiseii. Unler den Erzeugnissen, bei denen dieses der Fall war, ist auch der wohl in- zwischen allen bekannt gewordene Papierbindsaden, der schon seit einer Reihe von Jahren in Deutschland hergestellt wird, es aber bisher nicht zu größerer Verbreitung bringen konnte. Das klassische Land des Papiers ist ja Japan, wo es zu allen möglichen Zwecken, zu Tischtüchern, Fächern, Regen- und Sonnen- schirmen, wasserdichten Mänteln und Kapuzen, festen Fäden und Geweben, ja mit Gold und Silber überzogen zur Herstellung präch- liger Verzierungen bei den kostbarsten Brokalgelveben dient. Die Herstellung von festen Fäden kam nach Rein vor etwa hundert Jahren in Shirioishi auf und stand vor vierzig Jahren in großer Blüte. Zur Herstellung de-s Papiers diente Broussoneliabast, er wurde mit einem Messer in 2—3 Millimeter breite Streifen zerschnitten, die im Zusammenhang mit einander bleiben. Die einzelnen Streifen werden dann auf einer Steinplatte mir flachen Händen gedrebt, die Ränder oben und unten wechselseitig zerschnitten und die Verbindungsstellen auch gedreht. Die so entstehenden. stetig forllaufenden Fäden werden gewöhnlich als Schuß verwendet. Aus ähnlichen, aber rechts und links gezlvirnlen Fäden, die mit Seidenfäden als Kelch verwebt wurden, entstanden die waschbaren Shi-su Gewebe. Die Einführung der dauerhafteren und billige» Baumwollstoffe richtete das ganze Gewerbe zugrunde. Auch in Teutschland dienen als Ausgangserzeugnis für die Papierfäden Bänder aus Papier, wie sie als Telegraphenbänder wohl jedem bekannt sind. Man kann solche Bänder gleich am der Papiermaschine herstellen durch Teilvorrichiungen wie Drähte, dichte Stellen im Papiersieb, Wasserspritzdüsen usw.. man kann aber auch, was jetzt allgemein geschieht, die fertige Papierbahn zerschneiden, wofür eine große Anzahl von Schneidemaschinen gebaut werden. Eine solche Maschine kann in 19 Stunden 3660 Kilogramm geschnittene Röllchen liefern, wobei zur Bedienung nur ein Mann erforderlich ist. Als bestes AuSgangSmaterial für das Papier hat sich daS Holz der Nadelhölzer bewährt. Um äuS den Bändern Garn drehen zu können, muß man sie anfeuchten, da ein trockenes Band sich niemals vollkommen zu- sammenrollcn läßt, wie ein Versuch leickt zeigt, und außerdem seine Ränder schnell einreißen. Natürlich darf die Aiifeuchtnng nicht so weit getrieben werden, daß der Papierstoff wieder in seinen ursprünglichen, breiigen Zustand übergeht, da sonst alle Festigkeit ans- bören würde. Dagegen hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Mitte stärker anzufeuchten als die Ränder, da diese beim Verdrehen viel mehr beansprucht werden. Das Drehen der Garne aus den Bändern besorgen Spinn- Maschinen, die sich von den gewöhnlichen Spinnmaschinen des Webe- stoffgewerbes nicht allzu sehr unterscheiden, es kommt nur die Anfeuchte- Vorrichtung dazu, die so eingerichtet sein muß. daß dem Papierbaud nur die unbedingt notwendige Feuchtigkeit zugeführt wird. Es gibt auch besondere Maschinen, die Papierfäden mit Jute, Flachs oder Baumwollfäden verspinnen oder vcr- zwirnen und so einen gemischten Faden herstellen, der eine bedeutend größere Festigkeit hat als der Papierfaden, aber doch nur wenig von dem kostbaren Faserstoff verbraucht. Das geschieht zuweilen auch, um dem lose versponnenen, daher gröberen und rauheren Textilfaden ein glattes Aussehen zu geben und sein Aus- fasern zu verhindern. Auch mit Metalldrühten werden Papierfäden zusammengesponnen. Anderer Art sind die unter den Namen Textilin und Textilose neuerdings bekannt gewordenen Garne und Gewebe. Textiloie ist ein Stoff, bei dem auf das Papierband auf einer oder beiden Seiten Baumwoll-, Jute- und ähnliche Fasern aufgeleimt werden. Dadurch wird die Dichte der an? diesen Garnen angefertigten Gewebe sehr erhöht. Textilin ist ein Gewebe aus gefalteten(nicht gedrehten) Papierbändern mit runden Texttl« oder Papiergarnen. Es zeichnet sich durch geringes Flächengewicht und gute Dichte aus. Kleines Feuilleton. Die Natur im Februar. Schon zeigt manches Lebenszeichen, daß die Nawr die Fesseln de? Winters abstreift. Verhältnismäßig am ivenigsieit in der Pflanzenwelt. Die Weiden öffnen ihre Blattknospen, die Haseln und Erlen stäuben, die Schneeglöckchen blühen,(Zalantbns nivalis, Den- oojtun vemum und dazu Anemone liepatica, das Leberblümchen, beim Tee waren, gelang es ihm, einen flüchtigen Blick in das Vestibül zu tun und eine Impression zu erhaschen, die ihn tief bewegte. Dort drinnen gingen weißgekleidete Sudanesen mit Fezen und roten Schürpen lautlos zwischen den Rohr- tischen hin und her. an denen ein elegantes Publikum sich unterhielt. Die Sudanesen gingen gern da drinnen umher; sie waren in ihrem Elenient, die vertrackten Kerle. Sie balancierten silberne Tabletten auf den Fingern und hatten ein verständnisinnig verschmitztes Grinsen um den Mund, denn sie staken samt und sonders(das tvar klar) mit jenen genußsüchtigen Fremden unter einer Decke. Sie fühlten sich wohl in dieser Umgebung und in der unmittelbaren Nähe der Quelle, aus der die Pfundstücke leise klirrend fielen. Dazu vernahm Daud eine ihm unverständliche, aber ein- schmeichelnde Musik, die daran krankte, daß sie keine Achtel- töne kannte wie die hierzulande, es aber durch ausgesprochene Taktsicherheit ersetzte. Diese Musik hatte ditrchaus nichts Fatalistisches, sondern sie verrann wie ein melodisches Büch- lein in das Abcndblau. Dabei wiederholte sie im epikuräischen Rhythmus immer wieder dasselbe:„Mach schnell, sich dich nicht um. Pack an, lebe gut, lebe friedlich, freue dich an Weibern und Spirituosen, wirf Geld auf dies lächerliche Land und bilde dir dabei herzhaft ein, daß du im Paradiese bist!"— Eine zirpende Lautwelle von Wohlklang, ein silbernes Gelächter junger Kehlen, ein Schimmer weißer Kleider, phan- tastischer Hüte, blitzender Geschmeide... das kam aus der grausamen Drehtür heraus, die sich so langsam drehte, daß sie alles, was von innen kam, in wesenlose Bruchstücke zer- hackte; diese Bruchstücke aber, zttm ganzen Eindruck ver- schmolzen, erschütterten tief. In diesem Bad von Wohlklang und Wohlleben dehnten sich jene weißen Familien; und was den Eseljungen, der dunkel hineinstarrte, wie ein schmerzlicher Heißhunger ergriff, das war das aussichtsreich Ungewisse, das direktionslos Süße, was dem Leben dieser Leute anhaftete. Auch Percy saß an diesen Rohrtischchen und schlürfte seinen Tee. Desgleichen saß seine unerquickliche Mutter dort. die er liebte; sein Schwesterchen, das hoch mit Gaumentönen sprach und so viel Süßigkeiten vertilgte, und zum Schluß auch der Vater, der die„Daily Mall", ein ofenschirmähnliches Blatt, aus den Knieen entblätterte und mit gerunzelter Stirn der Seidelbast, dessen Blüten angenehmer riechen als seine Früchte, das schmalblättrige Lunqenkraut und etliche andere. Lebhafter geht es schon im Tierreiche zu. Scheint die Sonne, dann kommen Dungiäferchen, Erdivauzen und Bienen hervor, und man kann schon aus die Schmetterlingsjagd gehen und den großen und kleineu Fuchö und das gelbe Zitronenblait erbeuten. Aus der Puppe entschlüpft sind und suchten beflügelt ihre Weibchen verschiedene Geoiuetraarten. Frösche, Kröten, Wasiersalamander werden mobil und die Hecbte laichen. Herzlich begrüßt wird die schon stattliche Anzahl zurück- kehrender Vögel. Der Star ist der richtige Frühlingsbote; er kommt wohl am frühesten, wenn auch nicht vor dem 24. deS Monats, dann er- scheinen Rohrammer, Hausrotschwänzchen, Bamnerfeldlerche, Edel» sink, Holztaube, Storch und Wandersalk. Mitunter sogar schon die Waldschnepfe. Die Elstern und Kollraben, auch Wasseramsel und Kreuzschnabel bauen schon, die Rebhühiicr geben da? Gemeinschasts- leben auf und finden sich als Paarhühuer zusammen, und etliche Vögel, Amsel, Kohlmeise und Lerche beginnen bereits zu singen. Der Finke schlägt und auch der Raubwürger läßt sich hören. Da- gegen verlassen uns von unseren Wintergästeu die Nebelkrähen. es wird ihnen schon zu südlich. Von Säugetieren wollen sich Hamster und Haselmäuse noch nicht blicken lassen,� aber Fledermäuse flattern schon umher, und die fleißigen Maulwürfe tun auch schon ihre Arbeit. Füchse, Iltisse, Marder irnd anderes Raubzeug pfeift bereits zur Ranzzeit. Sehr flott treibt es der Hase, der. wenn es schönes Wetter ist, die Häsin ernsthaft umwirbt und nicht abgewiesen wird. Ii» Dachsbau aber wird sogar schon die Kinderstube ein- gerichtet.___ Der Kachelofen als Dratofen. Wenig bekannt, aber nützlich zu wissen, dürfte es unseren Haus- srauen sein, daß die Feuerungsstelle unserer Kachelöfen im Winter sehr gut als Bratofen dienen kann. Man erspart dadurch die Mühe und das Heizmaterial, welche das Feuern ini Küchenbratofen, wo er besonders geheizt werden muß, wie fast überall in Berlin, erfordert. Eine Bereicherung des Küchenzettels durch ebenso nahrhafte ivie schmackhafte Backspetsen, Puddings und Aufläufe wird dadurch erleichtert, und dies ist besonders für fleischlose Tage sehr zu schätzen. Geeignet sind alle Kachelöfen mit genügend tiefem FeucrungS« loch. Bedingung ist, daß die Speise nicht eher in den Ofen kommt, als bis die Preßkohlen völlig zu Glut durchgebrannt sind. Dies ist, wenn morgens früh gebeizt wurde, spätestens uni 11 Uhr eingetreten, doch erfordern die meisten Speisten höchstens nur eine Stunde Backzeit, wonach man das Einstellen berechnet. Die ganze im Ofen befindliche Glut mit dem Kratzer, soweit es geht, nach hinten geschoben und vorn an die Oeffnung stellt man die zu backende Speise in einer Form, welche sich nach der Breite der Oesinung richten muß. Bewährt bat sich eine rechteckige Eniailleschüssel, deren Schmalseite durch die Oeffnung geht, und die man dann mit der Längsseite quer zu dieser stellt. Dann wird die Tür wieder fest zu- geschraubt. Wenn die der Feuerung zugekehrte Seite der Speise an- fängt braun zu werden, so muß man die Schüflel wenden, damit sie gleichmäßig gebacken wird. Zur Beruhigung zweifelnder Gemüter möge die in 20jähr'gcr Uebung erwiesene Tatsache dienen, daß weder Asche ans die Speise fliegt(der Zug geht ja zum Ofen hinaus und nicht zur Tür hin), »och ein ranchiger Beigeschmack zu fürchten ist. Letzteres tritt nur dann ein, wenn noch schwarze Kohlenteile zurückgeblieben sind, worauf natürlich zu achten ist. Mir ist dies in 29 Jahren, obwohl ich mehrmals jede Woche so backe, kaum dreimal passiert. Natürlich darf, wer im Stubenofen backen will, nicht die Asche acht bis vierzehn Tage darin lassen. Abgesehen davon, daß dann nicht Platz genug zum Zurückstoßen der Glut bleibt, ist dies auch der Erwärmung des Zimmers nicht günstig; denn Asche hält die Wärme fest, anstatt sie an den Ofen weiterzuleiten. Auch kleinere Kuchen lassen sich im Kachelofen ans gleiche Art herstellen.____ Notizen. — Theaterchronik. Die„Kleinen HauSkomödien' mit Musik älterer Meister veranstalten am Montag, den 7. Februar, abends 7 Uhr, in der Aula der Viktoria-Luisen-Schule beim Wilincrs- dorfer Rathaus einen 2. VolkSabend. — Die zweite A u s st e l l u n g derFreicn Seze f n o n wurde am Sonnabend in den Räumen der(alten) Sezession eröffnet. Sie bieict Jüngste? und AeltesteS in buntem Wechsel: von Lukas Cronacb spannt sich der Bogen über Böcklin, Tbonia. Liebermann und Trübner zu den jüngeren und jüngsten Sezesfionisten. Tic Tendenzen der Farbenfreudigen und Neugestalter. deren einige in gotischen Bahnen sich bewegen, sind noch immer scbr mannigfach und vielfach ungeklärt. Den gefallenen Mitgliedern(Altmann, WeiSgerber, Wieck u. a.) ist«in besonderer Raum gewidmet. Unter den Plastikeu fällt der markante Kopf von Ludwig Frank (modelliert von Karl Ebbinghaus) ans. und stierer Ausdauer las. Sie alle saßen in jenem goldenen Paradies und rieben sich aneinander...! Eines Morges kam Percy in großen Sprüngen die Treppe herab und sagte:„Morgen gehen wir ans zivci Wochen nach Affuan. He, tvas sagst du dazu?" Sic fuhren ans der„Tcwfik", einein flachgcbauten, weiß- gestrichenen Raddampfer, nilauswärts. Die Sonne blitzte hold ans den Messingverschlägen. Die weiten, leichtgekräuselten Wasser atmeten Frieden, die Ufer wandelten graugclb. in lieblicher Einförmigkeit vorbei, nnd zuweilen— ein kleines Geheck von Fruchtbarkeit— entstand eine Palmengruppe, schlank, reich gewedelt und elastisch, vont nimmermüden Nordwind geschüttelt an der Linie des kargen und doch so vielfältigen Horizonts. Percy lehnte am Geländer des Oberdecks, weiß und schlank, und schob sein helles Knie durch die Messingstäbc. Sein blonder Kopf stand leicht und frei in der zärtlichen Brise: seilt Mund, mit der kurzen Oberlippe, öffnete sich halb der reinen Luft entgegen, und der Sinn eines Gesanges, dem er lauschte, entging ihm nicht, wiewohl er die Worte nicht verstand. Drunten, aus dem mitgeschleppten Brctterkahu der dritten Klaffe, in dem buntgewürfeltes arabisches Volk in tabak- gewürztem Genuß des Aitgcnblicks der Ruhe pflog, saug Tand, leiernd sang er, doch der Fittich einer Inbrunst, tvie sie ein ewig morgenjunges Volk in kindlichen Regungen bewegt, flatterte wie der einer braunen kleinen pseilgeschunnden Wildtaube durch seine Verse. Percy konitte Daud kaum lvahrnehnien, weil er schief von oben durch die Fensterluke des Bretterkahns spähen mußte. So sah er nur ab und zu den schwarzen Kopf und ein schnell emporgeworfcncs Auge: sonst waren es vornehmlich die geschäftigen Hände, die er erspähte, Hände, die alles in der Luft modellierten, was gesungen ward. „Habt ihr mein Liebchen nicht qesehn, o Treiber der Kamele? In der Wüste verlassen, muß fi« verdursten; nehmt meine Auge» und rettet fie mir!" Gortt. fotgtt Dentscbcs Theater. Direktion; Mux Reinhardt ?>/. Uhr: Der Biberpelz. Sonnt. S'/j U.(kl.Pr.): Wetterleuchten Montag; Der Biberpelz. Kamm erspiele. 8 Uhr: Der Welbstenfel. 2'/, ll.(kl Pr.):D. deutsch. KleirtslSd». Montag: Gyges und sein Ring.(In der Neueinstudierung.) Volksbühne. Theater a. BDIowpl. 8 Uhr: Künls Oedlpna. Nachm. a(kl. Preise): Traumulua. Montag L'/,: Viel Lärm um Nichts. Dir. Meinhard-Bernauer. Theater i.d.KöniggrätzerstraBe 8 Uhr: Der Vater. Nachm. d Uhr: Rausch. Komodienhaus 8'/. U: Die riltselhafte Frau Nachm. 3 Uhr:„Extrablätter!J Berliner Theat. 8 Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen. Nehm. 3 Uhr: Wie einst im Mal. Rose-Theater. 3 H.; Gestern noch auf stolzen Rossen, « uhr: ich lasse Dich nicht WM der Freien Msbinen Sonntag, 6. Februar 1916: Nachmittags 3 Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplatz: Traumulns. Deutsches OpernhauS: Der BettcU student. Schillcr-Thealer Tharlottenburg: Nora. DeutlcheZ Künstler-Theater: Dotteri Lelsing-Thealer: Baumeister Solne! Abends 7'/, Uhr: Bürgersaal des Rathauses: Bortrag Leo Kestenberg: Die deutsche Romantik in der Musik. Abends 8 Uhr: Deutsches Kunstler.Tbcater: Montag und Freitag: Die selige Exzellenz. Ab endS 3-/« Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplah: Montag bis Donnerstag: Viel Lärm inn Nichts. Luisen-Theater. 3 Uhr: Betlelstndenten. 8.15 Uhr täglich; Mnttersegcn. Mittwoch 4 ll.; II a y und Boritz. Freitag, den 11. Februar 1916: Benefiz Fritz Ritterteldt: „Charlotte Klinger". Theater für Sonntag, 6. Februar. Bontls Operetten-Theater 3>/, U.; Hoheit tanzt Walzer. Gastsp. Ed. Lichtenstein ans Hamb. s uhr: Der Sterngucker. Schiller-Theater O. 3 Uhr: Faust I. Deutsches Opernhaus Charlottbg, 3 Uhr: Der Bcttelstndcnt. 7 Uhr: I.ohenprin. Friedrich-Wiihelnistädf. Theater. Uhr: Der f Idole Bauer. 8:D. pfiffige Kadett(Donna Juanita) o.br. Herrnfeld-Th.at.r 8 uhr: Sokrates ntitl Perlniütter. Kleines Theater. 3'/. Uhr: Kilcbelel. 8 uhr; Henriette Jacoby. Komische Oper. 3','« Uhr: Das süße Tf ttdel. 8 Uhr:.Tuns mall man sein. Lustsplelhaus. •T/jUhr: Die Haubenlerche. (t'l, Uhr: Der Gatte des Fräuleins. Metropol-Theater 3 Uhr: Der Waffenschmied. 7>/. uhr: Die Kaiserin afeÄ. Residenz-Theater Sonnt 3'/.: Die Prinzessin vom Nil. 8'/» Uhr: Loge No, 7 m. H. Bender. 8 uhr: Johannisfeoer. SchlUer-Th. Charlottenb�, 3 Uhr: Xora. 8 uhr: Die gelbe Nachtigall Thalia-Theater. 3 Uhr; Kam'rad Bünne. s uhr: Drei Paar Schuhe, Theater am Xollcndorfpl. 3'/, Uhr: Der Grat von Luxemburg, 8V. u.: immeF feste drufl! Theater des Westens s uhr: D. Fräulein v. Ämt mit Guido Thielecher. 3V, Uhr: Polenblnt, Trlanon-Theater. 4 Uhr; Das Glück im Winkel. SV.Uhr: Verheiratete Junggesellen. URANIA TaubsnstraBe 48,49. 8 Uhr: Aegypten, der Suezkanal und der Weltkrieg. Montag 8 Uhr: Aegypten, der Snezkanal und der Weltkrieg. Walhalla-Theater. Sonntag 3 Uhr: Die FSrsler-Chrlstl. 8 uhr: Grigriz Voigt-Theater. Badstr. SS. Badstr. 68. .seilte Sonntag, 3 Uhr nachmittags: Goldene Jugend. Heule Sonntag 8 Uhr abends: „Lenore" oder:.Die«rabesbrant". Montag:„©inc Nacht in Berlin.- Heute 2 Vorstellungen 2 ZV, Uhr; kleine Preise, Kinder die Hälfte.— 8 Uhr: Ciotilde von Derp. Tänze. 4 Veras, Drahtseilakt, 2 Miifords, Exoentrics. Wilma, Sandmalerin. Max u. Moritz, radfahronde Affen. Kaufmanns Rollschuhläuferinn. Gebert ßelling, kom. Dressuren u. a. m. Klnemntogrnph. Außerdem abends 9 Uhr: Die schöne Komödiantin Operette in 1 Akt v. Eugen Burg u. Louis Taufstein. Musik von Reo Ascher. Mitwirkende: Elte Berns— Lotte Werkmeister v. Thalia- TheaL a. G. Gustav Matzner— Heinrieh Peer Julius Splelmann_ Heute Sonntag: Nachm. 1 Kind frei(auh. Galerie). In beiden Vorstellungen Mi Des usus �51 "Sensations-Programm. und zum Schlnft: WSmtMM Vorverk. a.f. nachm. tägl. ab 10 Uhr 2 Vorstellungen Heute 9V* Q ngen L SV, und 8 Uhr. Nachm. jeder Erwache, t Kind frei. In beiden Vorstellungen Joseph Plant in seinen lustigen Vorträgen für Jung u. Alt o, der ungekürzte Casinos Theater Lothringer Str. 37. Tägl. 8 Uhr: Was machste im? Heule Sonntag 4 Uhr: Familie Schnase. Sonntag, 18. Februar, nachm. 4 Uhr: Kamille Schnase. JMimrsIspalszt Eis-Arena. Honte L Vorstellungen um 4 und 8'/, Uhr: Gr. Eis-Ballett Polenhochzeit und des übrige grobe Progrsmm. Naohm. kleine Preise. Abends J2, 8, 4 Ulk. Vorzügliche Küche. SS Berliner Konzerthaus. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Wein»Terrasse! Heute: Großes Konzert. Berliner Konzerthaus-Orchester Franz�iom Anfang 4 Ehr. Borgen, den 7. Februar 1910: Großes Fest-Konzert mm Besten des im Felde eichenden 6. Garde-Inlanlerie-Reglawate. Lessing-Theater. Direktion; Victor Barnowsky. 8 Uhr: Die guigeschnittene Ecke Von Hermann Sudermanh. Nachm. 3 Uhr: Baumeister SolneB. Montag: Kaiser und Galiläer. Deutsches Künstler-Theater. Allabendlich 8 Uhr: Die selige Exzellenz. Chausseestr. 110. C. Richter. Jeden Sonntag: Paul llantheys lustige Sänger. Stets neues Programm! Anf. d. Konzerts 6. d. Vorst? Uhr. Im weißen Saal jeden Sonntag: Gr. Militär-Konzert v. d. Kap. des G.-Füs.-Rgt, Ers.-Bat., Musikleiter 0. Kermbach. Anf. 6 Uhr. Eintritt 30 Pf.. Militär frei i Possen-Theater Linienstraße, a. d. Friedrichstr. Melonenbaum. Posse mit Gesang v. Theo Haiton. Meschugge ist Trumpf Posse i. 2 Akt. v.Leonh.Haskelmit Leonh. Haskel u. Siegfried Berisch. _ Anfang 8'/, Uhr._ Reiehshallen-Thealer. Stettiner Sänger. Zum Schlaft; Ansang Sonnt. 7 V, Uhr. Uta Nr. SS, Berim. Die nächste ordentliche tili- findet am llgggmlsg. lieg tu Februar 19111 avendS HVs Uhr in Funkes Gtsrilschastshans »rittstrafte KS statt. Tagesordnuntzt 1. Kassenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl der ausscheidenden Vor« standsmitglieder. 4. Wahl der Revisoren. S. Wahl der Ersatzpersonen. 6. Anträge und Verschiedenes. 281/16' Den Vorstand. Dar Eintritt 1*1 nur gegen Vorzeig an de* Kassenbuches gestattet Wer hat RbeumaiidmuV, Sicht Glieder- u. OrMItungd- schmerzen. Geschwulst»der wer gelähmt ist, der gebrauch« «etchel»« Gleeiricum mlMümmmillmlmlmmmiiminmi Clin Aalurprodult von äußerlich träftiq durchgreifender, schmerz- stillender. Muäfel- u. Tlmtm stärlenderWirlungJNan nehm» nur»Scht«lectrieum" SL 1,25 und 2,25. Wo in Drogerien nicht erhäliiich, durch Ott* Relobel.Berlln S043, Clsenbehnstr.l Schwarzdrossel, Rotkehlchen, Buchfinken, Zeifige, Stieglitze, Brünftnfen, Rolhänslinge, p. Sänger. Kennern empsehle meine Stieglitz« nnd Hänfilngs-Bastarde, unermüdlich im Gesang, Stck. 10 M Kreuzschnäbel und Singdrossel, nur tadellos gesunde und eingefütterte Vögel kommen zum Verkaus. Alle Vogelsutlersorlen in pa. Mischung und Oualität. Fritz Krüger. Zoologische Handlung, Pestalozzlstrafie 87, an der Klrche. Fernsprecher: Steinplatz 13 495. Poliklinik für Frauenkrankheiten, Adalbert siratze 4. Unsere Sprechstunden find v.Februar ab wie solgl verändert: 117/14 Montag u. Donnerstag nachm 5— 6, Dienstag n. Freitag vorm 10—11. Dr. Alice Profä. 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Engelufer 15; in der GeschäftssteUe Fritz Kruse, Mariannenstr. 11(Moritzpl. 1575); in den übrigen Zahlstellen sowie im Gewerkschaftshaus am Büfett. VernMtmgskkllt Kttlin N 54, Finitustr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9—1 und von 4— 7 Uhr. Montag, den 7. Februar ISIS, abends 8 Uhr. im Gewerkschaftshanse, Engelufer 15, Saal IV: Großer Lichtbildervortrag des Kollegen Lauterbach(Stuttgart): die Entwicklung ües deutschen Schiffsbaues. Nach dem Vortrag: Konzert und gemütliches Heifammenfein. eintritt 1U Pf. Garderobe cvcnt. 10 Pf. Lahlrrlchen Besuch erbittet Die Ortarcrwaltung. Tienstag, den 8. Februar 1916, abends S'/j Uhr, im Stadttheater Moabit, Alt-Moabit 47/48:� Großer Lichtbildervortrag des Kollegen Lauterbach(Stuttgart): die Entwicklung öes deutschen Schiffsbaues. Eintritt 1« Pf. Eintritt 10 Pf. Zahlreichen Besuch unserer Kolleginnen und Kollegen zu diesem lehr- retchen Vonrag erbittet Die Ortzverwaltuug. Die nächste ordentliche Generalversammlung der Berwaltnngs stelle Berlin findet am 19. März d. I. statt. Anträge hierzu müssen bis spätestens 20. Febrnau Bureau eingelaufen sein. 111/16 Die Drtsrvexrwaltuug. tm Stoff© für feine Damen-Kostüme, Herren-Anzüge usw. Mtr. 4,—, 6,-, 8,-, 10,-, 12,- M. Tuch-Lager Koch& Seeland G.m.b.H., GeilraDiteDStr. 20/21, KrÄ- auch Krampfadergeschwiii s, veraltete, schmerzhafte Zigarren 1 regulftre Ware, Prima Qualitäten, nur Nachnahme, oSeriert in Sortimenten von 200 St. an(500 St an franko) in der Preislage von 60 bis 300 M. Lose Muster werden nicht abgegeben.* RarlfieoniekeNaelif.FÄrg: Hallo a./8., gegr. 1888. Poetfach 230. Fernspr. 4417. �zzzzxzzzxzzzxzzzxzr Wunden, Entzündung m.unerträgl. Jucken heilt ohne Nachteil laut vielen Erfolgsberichten die echte „Ollnda-Malbe". Absolut mildeste naturgemäße Wirkung. M. 1.25 und 2.75, Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. Westmann's iraüermnSflzin Größte.iaswahl. Billiget* Preise. 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Allgemeine Orts- Krankenkasse für den Stadtkreis Charlottenbnrg. Infolge Ausscheidens aus der Kassenmitgliedschasi ist die Zahl der den Verficherlen angehörenden AuS- Ichuftmitglieder und deren Ersatz- Männer so stark zurückgegangen, daft zur Ausrechierhaiiung der Beschluft- sahigkett des Ausschusses Ergänzungswahle« für die Zell bis zum 31. Dezember 1917 vorzunehmen find. Es find von den Versicherlen aus ihrer Mitte 120 Ersatzmänner zum Ausschuft zu wählen. Wahl- bercchiigt find die volljährigen Kassen- Mitglieder, sie haben ihr Wahlrecht in Person ouszuübcn. Wählbar sind nur volljährige Deutsche. Die Wahl finde! statt am Sonntag, den 19, März 1916, von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 4 Uhr, im Volkshause, Charlotlenburg, Rosinen- strafte 4. Jeder Wähler, welcher an der Wahl am 19. März teilnehmen will, erhält aus sein Verlangen bis spätestens 11. März im Kassenbureau während der Dienstslundcn von 8—1 Uhr eine Wahlkarle ausgehändigt, die am Wahltage als Ausweis über seine Wahl- und Siimmenberechligung dient und welche er dem Wahlaus- schuft vorzuweisen hat, Wäh.cr, die nicht im Besitz einer Wahllarte sind, werden zur Wahl nur zugelassen, wenn sie in einer sämliichc Mitglieder des Wahlausichuffcs überzeugenden Weise ihre Wahlbcrechligung nach- weisen können. Der Wahlausschuft am Tage der Wahl ist bcsugt, die Wahl- und Siimmbeiechiigung jedes Wählers bei der Wahlhandlung zu prüfen. Die Wähler können die Mitglieder- Verzeichnisse während der Kassen- stunden von 8—1 Uhr in der(Sc- jchäftä stelle der Kasse einsehen. Einsprüche gegen die Richtigkeit der sich ans dem MitgliedcrvcrzeichniS ergebenden Wahl- und Stimm- berechiigung sind bei Vermeidung des Ausjchluffcs spätestens bis zum 20. Februar unter Beifügung von Beweismitteln bei dem Kaffenoor- stand einzulegen. Wir fordern nunmehr die Wähler auf, bis spätestens zum 20. Februar schriftliche Wablvorsch.äge bei dem Kassenvorstand einzureichen. Die Stimmabgabe der Wähler ist an diese Wadloorschläge gebunden. Die Wahloorschläge müssen von mindestens 30 Wavlberechiiglen unler- zeichnet sein. Die einzelnen Be- Werber sind unler sorllausender Nummer auszuführen, welche die Relhenjolge ihrer Benennung aus- drückl, und nach Famllien- und Bor- (Ruf)-Namen, Berus und Wohnort zu bezeichnen, aufterdem ist auch der Arbeitgeber, bei dem sie beschäftigt sind, anzugeben. Mit den Wahlvor- schlagen ist von jedem Bewerber eine Erllärung darüber vorzulegen, daft er zur Annahme der Wahl bereit ist. In jedem Wabworschlag iit serner cm Vertreter des WablvorschlageS und ein Slellverireter fllr ihn aus der Milte der Unterzeichner zu de- zeichnen. Ist dies unterblieben, so gilt der erste Unterzeichner als Ver- treter deS WahlvorichlageS und, so- weit eine Reihenfolge erlennbar ist, der zweite als sein Stellvertreter, Der Wahivorschlagsoerlreter ist be- rechtigt und verpfliditel, dem Vorstand die zur Beseiligung etwaiger An- stände ersorderlichen Erllärungen ab- zugeben. Die zngelaffcncn Wablvorschlägc lönnen von den Wählern in der(Sc- schäftsstelle der Kasse während der Kassenstunden von 8—1 Uhr ein- gesehen werden. Eharlotrenburg, den 4. Februar 1916. 266/16 Der Kassenvorstand. Dr. KIM Simonsohn Juvalidenstrafte 1558 hält vom 6. bis 20. Februar Sprech. stunde ab.(10—11 u. 3—4.)* Von Mlierlm. FZckMM Ganz dickes, smvrna- artlgces Gewebe auf crem, oliv, blau oder fraise Fond. von den echten Indefoppiohen kaum zu unterscheiden, Gr. ca. 90X195 cm 130X195, 180X225. 190X295. 250X350, 300X400, M. 10,50 10,50 25.00 ■{7,50 58,50 78.50 Pnssende Bott- nnd Ruit- Teppiche Stck. M. 8.50. 4.75, 6.75. Nach auswärts per Nachnahme. 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